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469 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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Über uns der Himmel

Kristin Harmel , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783442383337
Genre: Liebesromane

Rezension:

… dass ich für dich bestimmt war.“ Dies ist die Art von Kate und Patrick sich zu sagen, dass sie sich lieben. Die Beiden sind seit rund 4 Monaten verheiratet und mehr als glücklich, doch am 11. September 2001 endet ihr Zusammensein auf grausame Weise. Nach 13 Jahren scheint die New Yorker Musiktherapeutin den Tod von Patrick verarbeitet zu haben, auch wenn sie ihn noch immer liebt. Aber mit Dan ist ein neuer Mann in ihr Leben getreten und als er ihr einen Heiratsantrag macht, sagt Kate freudig ja. Doch dann fangen die Träume an, die überaus realistisch sind. Diese zeigen Kate, wie ihr Leben ausgesehen hätte, wenn Patrick nicht bei den Anschlägen auf die Twin Towers gestorben wäre. Und Kate beginnt sich mit ihrem bisherigen Leben auseinanderzusetzen.

 

Kate und Patrick sind Ende Zwanzig und leben glücklich in New York. Alles ist perfekt in ihrem Leben. Patrick hat einen Job, der ihm viel Spaß macht und es Kate ermöglicht, ihren Traum Musiktherapie zu studieren, zu erfüllen. Doch dann kommt der 11. September 2001 und das erste Flugzeug stürzt in den Nordturm der Twin Towers, genau an der Stelle, an dem sich Patricks Büro befindet. Für Kate bricht eine Welt zusammen.

 

13 Jahre später arbeitet Kate als Musiktherapeutin, hat nach wie vor engen Kontakt zu ihrer Schwiegermutter und mit Dan einen Mann gefunden, der sie vergöttert. Doch nach Dans Heiratsantrag hat Kate regelmäßig sehr real wirkende Träume. Immer wieder wacht sie an der Seite von Patrick auf und führt über Stunden ein Leben, welches ihr nie vergönnt war. Bedingt durch die Träume beginnt Kate sich für die Musiktherapie von schwerhörigen Kindern und Jugendlichen zu interessieren und lernt hierbei den Dozenten Andrew kennen.

 

Kristin Harmel erzählt ihren äußerst gefühlvollen Roman aus Sicht von Kate. Hierdurch lernt man die engagierte Musiktherapeutin nicht nur sehr gut kennen, sondern man leidet und lacht schon bald mit der sympathischen Frau mit. Hierdurch versteht man auch wunderbar das Gefühlschaos, welchem Kate durch die Träume ausgesetzt ist. Hin- und hergerissen zwischen ihren immer noch sehr intensiven Gefühlen zu Patrick und ihrem Schuldbewusstsein gegenüber Dan. Kate kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen, immer wieder stellt sie sich die Frage, was diese Visionen zu bedeuten haben.

 

Die Gratwanderung, die Gefühle ihrer Protagonistin realistisch und glaubhaft darzustellen und hierbei nicht zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken oder gar kitschig und zu gefühlsduselig zu werden, gelingt Kristin Harmel sehr gut. Die Geschichte entwickelt sich nicht durchweg vorhersehbar, die Autorin fügt immer mal wieder einige interessante Wendungen ein und erzählt die Suche von Kate nach sich selbst packend und unterhaltsam. Trotz der traurigen Geschichte ist die Stimmung des Buches nicht ausnahmslos bedrückend, sondern durchaus auch hoffnungsvoll und sehr bewegend.

 

Fazit: Ein emotionaler Roman über eine Frau, die auf der Suche nach ihrem eigenen Ich ist.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Kaffeeklatsch mit Goldfisch

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.02.2015
ISBN 9783442481057
Genre: Romane

Rezension:

Antonia ist stolze Besitzerin einer eigenen Apotheke und steckt mitten in den Vorbereitungen zum Fest anlässlich ihrer Porzellanhochzeit. Doch Unterstützung in der Familie für die stressigen Vorbereitungen erhält sie eher wenig. Ehemann Monty ist mehr mit dem Hochwasser beschäftigt, dass Jeetzeburg zu überschwemmen droht, Tochter Mickie trifft sich lieber mit ihrem neuen Freund, der als Auto einen Leichenwagen fährt, nur ihr Jüngster unterstützt sie ein wenig. Irgendwie hat Antonia das Gefühl, dass ihr Leben immer mehr aus den Fugen gerät und sie, die gerne alles unter Kontrolle hat, hier nicht mehr gegensteuern kann.

 

Der Romantitel suggeriert einen witzigen Roman, dem ist aber nur bedingt so, auch wenn er durchweg schon eine heitere Note hat. Martha Sophie Marcus greift hier ein ernsteres Thema auf, von dem in den letzten Jahren leider viele Bürger betroffen waren: Die Überflutung ihrer Stadt und die daraus resultierenden existenzbedrohenden Folgen.

 

Zwar ist die Protagonistin des Romans die 42-jährige Apothekerin Antonia, aber in weiteren Erzählsträngen erlebt man die Ereignisse dieses Sommers auch aus der Perspektive der PTA Carolin, die bei Antonia angestellt ist und ein Riesenproblem mit Männern hat. Sobald ihr ein Man gleichen Alters begegnet, nimmt ihr Gesicht die Farbe von Brombeeren an, sie fängt an zu stottern und verflucht sich gleichzeitig selbst für ihr schüchternes Verhalten. Dann ist da noch die schöne, selbstsichere Helen, beste Freundin von Antonia, die es bestens versteht, den schönen Schein des idyllischen Familienlebens nach außen zu tragen. Hinzu kommt Petra, die sich mit ihren sechs Kindern mit Hängen und Würgen über Wasser halten kann und jeden Cent dreimal umdrehen muss, bevor sie ihn ausgeben kann.

 

Warmherzig und lebendig erzählt die Autorin ihren Roman, verleiht ihren Frauen im Roman sehr schnell ein Profil und schildert deren Probleme nachvollziehbar und glaubwürdig. Und auch die Geschichte selbst gestaltet sich durchweg sehr unterhaltsam, oft ein wenig nachdenklich, oft aber auch durchaus in einem heiteren Ton und ist dabei jederzeit sehr kurzweilig angelegt.

 

Fazit: Ein Roman, der die Hochwasserkatastrophen an der Elbe zum Thema hat und dies an Einzelschicksalen einfühlsam und kurzweilig erzählt.

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99 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Als ich erwachte

Cynthia Swanson , Ute Brammertz
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 02.03.2015
ISBN 9783453291669
Genre: Romane

Rezension:

An einem Wintertag erwacht die Detroiter Buchhändlerin Katharyn „Kitty“ in einem fremden Schlafzimmer. Neben ihr liegt ein Mann, der ganz offensichtlich ihr Ehemann ist. Allerdings ist Kitty nicht verheiratet, sondern glücklicher Single und führt mit ihrer besten Freundin Frieda eine Buchhandlung. Kaum hat sie sich in dem Traum zurechtgefunden und festgestellt, dass sie neben einem attraktiven Ehemann auch noch Kinder hat und in einem schmucken Häuschen in einem Vorort von Detroit lebt, ist der Traum auch schon wieder zu Ende. Doch jede Nacht kehrt Kitty zu ihrer Traumfamilie zurück und irgendwann lassen sie diese so real wirkenden Geschehnisse nicht mehr los. Kitty muss mehr über diese fremde Familie erfahren, die ihr doch so vertraut vorkommt.

 

Was für eine Vorstellung – aufzuwachen und doch zu wissen, dass man träumen muss und die Geschehnisse in den Träumen so realistisch wahrzunehmen, als würden sie einem wirklich passieren. So ergeht es Kitty bald schon jede Nacht. Und die Ereignisse wiederholen sich auch nicht. Mit jedem Traum erfährt sie mehr über ihre Traumfamilie und bald schon fängt sie an, Nachforschungen anzustellen. Dabei hilft ihr eine vor längerer Zeit aufgegebene Kontaktanzeige.

 

Cynthia Swanson hat die Geschichte ihres wundervollen Romans in das Jahr 1962/1963 verlegt. Die Amerikaner verfolgen angespannt die Kubakrise, die Country-Sängerin Patsy Cline ist im Radio zu hören und auch sonst fängt die Autorin sehr gut das Lebensgefühl der 1960er Jahre ein. Ihren Roman erzählt Cynthia Swanson sehr einnehmend und gefühlsbetont, ohne jemals kitschig zu werden sowie äußerst unterhaltsam.

 

Hinzu kommt natürlich die rätselhafte, gut durchdachte und wendungsreiche Geschichte, die einen an das Buch fesselt. Natürlich fragt man sich ab der ersten Seite, welchen Grund die Träume von Kitty haben. Der Autorin gelingt es prima, hier die Neugier ihrer Leser immer weiter voranzutreiben und somit auch eine gewisse Spannung aufzubauen. Geschickt wechselt die Autorin regelmäßig zwischen Traumwelt und Realität und erst auf den letzten 100 Seiten ahnt man, welche Lösung sich Cynthia Swanson für ihren abwechslungsreichen Roman hat einfallen lassen. Und während ihre Protagonistin sich in der Realität nur Kitty nennt, wird sie in der Traumwelt ausschließlich mit ihrem richtigen Namen Katharyn angesprochen. Somit sind auch Verwechslungen der Handlungsstränge von vornherein ausgeschlossen.

 

Neben den bildhaften Beschreibungen des Lebens in Amerika während der Präsidentschaft von John F. Kennedy sind auch die Charaktere sehr warmherzig und lebendig beschrieben. Gerade ihre Protagonistin Kitty alias Katharyn ist der Autorin wirklich gelungen. Überzeugend beschreibt die Autorin, in welches Gefühlschaos die Buchhändlerin durch ihre realistischen Träume katapultiert wird. Vor allem, als Katharyn feststellen muss, dass auch in der Traumwelt nicht alles so scheint wie es auf den ersten Blick gewirkt hat.

 

Fazit: Ein warmherziger, unterhaltsamer Roman mit einer Geschichte, die mit einer sympathischen Protagonistin und einer gut durchdachten Story aufwarten kann.

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Glückliche Menschen küssen auch im Regen

Agnès Martin-Lugand , Doris Heinemann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 12.01.2015
ISBN 9783764505288
Genre: Liebesromane

Rezension:

Vor einem Jahr verlor Diana ihren Ehemann Colin und ihre Tochter Clara bei einem Verkehrsunfall. Seitdem verbarrikadiert sich Diane in ihrer Wohnung und kann nur ihren besten Freund Felix um sich ertragen. Dieser betreibt mittlerweile ziemlich glücklos ihr gemeinsames Literaturcafé. Als Felix sie immer mehr unter Druck setzt, endlich aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen, entschließt sich Diana, nach Irland zu ziehen. Ihr Ziel ist das kleine Dorf Mulranny am Meer. Doch kaum angekommen, trifft Diane auf ihren Nachbar und dieser raubt ihr bald den letzten Nerv.

Agnés Martin-Lugand lässt Diane ihre Geschichte selbst erzählen und so erlebt man anfangs eine Frau, die sich komplett aus dem Leben zurückgezogen hat, niemanden an sich heranlässt und um ihre Lieben trauert. Diane ist eine sehr eigennützige, egoistische Frau, der man ihre Trauer kaum abnimmt. Eigentlich nervt Diane durch ihr zickiges Verhalten nur und man bewundert Felix, wie stoisch er sich mit seinem sprudelnden Optimismus die Launen von Diane gefallen lässt. Die Autorin versucht zwar, einem die Trauer von Diane näher zu bringen, aber dafür bleiben die Erzählweise und auch der Sprachstil viel zu oberflächlich.

Als Diane nach Irland zieht, nimmt ihr Charakter langsam ein wenig Konturen an, die Wortgefechte zwischen ihr und ihrem Nachbar Edward regt ab und an mal zum Schmunzeln an, aber so richtig mitreißen tut einem die Geschichte nicht wirklich. Dafür bleibt sie einfach zu vorhersehbar, wirkt weiterhin ziemlich seicht und eigentlich weiß man zur Mitte des Buches schon, wie die Story schlussendlich ausgeht. Man wird auch nicht enttäuscht.

So oberflächlich die Trauerbewältigung von Diane bleibt, so blass bleiben auch die Charaktere. Der Schreibstil verändert sich auch nicht unbedingt zum Besseren, gespannt ist man eigentlich nur auf die nächsten Wortgefechte, die Diane und Edward immer wieder ausfechten. Und die Wendung, welche Edwards Charakter vom ruppigen Unsympath ohne Manieren zum Iren mit harter Schale und weichem Kern macht, kann jetzt nicht wirklich überzeugen und wirkt stellenweise ziemlich unglaubwürdig.

Fazit: Seichte, vorhersehbare Geschichte ohne Tiefgang; durchaus geeignet für kalte Wintertage, um auf der Couch zu entspannen.

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

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Clara und die Granny-Nannys

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.10.2014
ISBN 9783442382996
Genre: Romane

Rezension:

„Man ist nur so alt,

wie man sich fühlt.“ – Hildegard Knef

 

Clara Behrens hat das Gefühl, noch etwas aus ihrem Leben machen zu müssen. Aus diesem Grund entwickelt sie kurz entschlossen und mit tatkräftiger Unterstützung von ihre Mutter und ihrem Ehemann die Idee, eine Agentur zu gründen, in der sie ältere Damen als Au-Pair zu Gasteltern vermittelt. Schnell ist die Agentur ins Leben gerufen und die ersten Granny-Nannys können vermittelt werden. Für Karen, Hanni und Suse beginnt nun das Abenteuer in Berlin, doch irgendwie läuft es für die drei älteren Damen dann ganz anders als geplant.

 

Suse lebt in Nordfriesland und betreibt mit ihrem Bruder Bodo ein kleines Lokal. Zufrieden ist sie allerdings mit ihrem Leben nicht so recht und da kommt ihr die Anzeige von Clara Behrens genau richtig. Drei Monate als Granny-Nanny bei einer Gastfamilie leben und deren Kinder betreuen. Auf ins Abenteuer.

 

Für die frisch pensionierte Lehrerin Karen ist es eher eine Flucht, denn ihre Schwiegertochter sieht in Karen schon eine jederzeit zu Verfügung stehende Omi, die sich glückselig um ihre Enkelkinder kümmert, während Sohn und Schwiegertochter Karriere machen. Aber nicht mit der energischen Karen.

 

Hausfrau Hanni wird eher ungewollt zur Granny-Nanny. Sohn Ben schlägt ihr den Job vor und die schüchterne, biedere Hanni fühlt sich erst einmal ziemlich überrumpelt. Und dann auch noch Berlin, und dass auch noch mit dem eigenen Auto, welches sie doch sonst nur mal schnell zum Einkaufen nutzt. Ein Alptraum.

 

Drei vollkommen unterschiedliche Charaktere sind die Granny-Nannys und Tania Krätschmar gelingt es hervorragend, ihre drei Protagonistinnen facettenreich zu beschreiben und die Charaktere glaubhaft weiter zu entwickeln. Suse, Karen und Hanni kommen alle aus recht beschaulichen Kleinstädten und so fällt es der einen oder anderen schon schwerer, sich in Berlin zurechtzufinden. Jeden Montag treffen sich die drei Frauen und erobern so nach und nach die Hauptstadt, tauschen sich über ihre Erfahrungen bei ihren Gasteltern aus und ermuntern und trösten sich gegenseitig. Und dies ist öfter notwendig als gedacht. Entsprechen die drei Gasteltern doch so gar nicht den Vorstellungen der Granny-Nannys.

 

Witzig, locker, warmherzig und jederzeit absolut unterhaltsam erzählt Tania Krätschmar die drei Monate Abenteuer Berlin für Suse, Karen und Hanni. Mit ihrer Lebenserfahrung und einer Menge Geduld meistern die drei Frauen ihre Aufgabe und so ganz nebenbei ändert sich auch ein wenig ihre eigene Lebenseinstellung.

 

Fazit: Ein wunderbar unterhaltsamer und humorvoller Roman über drei reife Damen, die das Abenteuer Granny-Nanny in Berlin wagen.

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205 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Neun Tage und ein Jahr

Taylor Jenkins Reid , Babette Schröder
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 28.07.2014
ISBN 9783453291645
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elsie und Ben kennen sich gerade ein halbes Jahr, als sie heiraten. Für beide ist es die große Liebe, von Anfang an stimmt die Chemie zwischen ihnen, ein Leben ohne den anderen können sich beide nicht mehr vorstellen. Doch dann geschieht das Unfassbare: Gerade einmal neun Tage verheiratet, stirbt Ben bei einem Verkehrsunfall. Elsie ist am Boden zerstört, hat Bens Tod noch gar nicht realisiert, als sie im Krankenhaus auf Bens Mutter Susan trifft. Das Pikante daran: Susan wusste nichts von Elsie, geschweige denn von der Hochzeit ihres Sohnes mit der jungen Bibliothekarin. Die ersten Zusammentreffen von Elsie und Susan verlaufen voller Abneigung, doch der Tod von Ben bringt die so unterschiedlichen Frauen einander Stück für Stück näher.

 

Taylor Jenkins Reid beginnt ihren Debütroman mit dem tödlichen Verkehrsunfall von Ben. Elsie macht sich anfangs die größten Vorwürfe, hat sie ihren Ehemann spätabends doch noch losgeschickt, für sie etwas beim Discounter um die Ecke zu besorgen. Doch ihre Schuldgefühle gehen bald unter in ihrer maßlosen Trauer. Obwohl Ben und Elsie sich gerade einmal ein halbes Jahr kannten, waren sie sich vom ersten Tag an sehr vertraut, sprachen über alles und hatten das Gefühl, den einen Menschen im Leben gefunden zu haben, dem man immer lieben wird.

 

Die Geschichte von Ben und Elsie erzählt die Autorin in zeitversetzten Erzählsträngen, denen sie die Monate voranstellt. So ist man zu Beginn beim Tod von Ben dabei und erlebt im nächsten Kapitel das erste Zusammentreffen der beiden so sympathischen Charaktere. Wie es so ist, lernen sich Ben und Elsie nicht bei irgendeiner Party kennen, sondern ganz profan beim Pizza holen. Beide warten, dass ihre Pizza fertig wird und dabei spricht Ben Elsie an. Die Bibliothekarin ist sofort von der offenen, ehrlichen Art des Grafik-Designers fasziniert und natürlich auch von seinem tollen Aussehen. Und kurzerhand hat Elsie auch schon dem ersten Date zugesagt und die Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf.

 

Anschließend verfolgt man wieder die für Elsie so schreckliche Gegenwart und erlebt ihre Art mit Bens Tod klar zu kommen. Unterstützt wird sie hierbei von ihrer besten Freundin Ana, die ihr vieles abnimmt und sie tröstet, dabei aber auch einiges Einstecken muss. Denn Elsie ist in ihrer Trauer stellenweise sehr selbstsüchtig, zwar ist ihr dies durchaus bewusst, dagegen tun kann sie jedoch auch nichts. Hinzu kommt das gestörte Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter, der sie nicht einmal beweisen kann, dass sie mit deren Sohn verheiratet war, da die Heiratsurkunde bisher nicht eingetroffen ist. Warum dies so ist und ob Elsie überhaupt rechtskräftig mit Ben verheiratet war, verrät die Autorin zum Ende ihres Romans.

 

Taylor Jenkins Reid ist mit „Neun Tage und ein Jahr“ ein sehr emotionaler, gefühlvoller Roman gelungen, der seine Leser oft schmunzeln, genauso oft aber auch zu den Taschentüchern greifen lässt. Dabei gelingt es der Autorin durchweg sehr gut, die Geschichte nicht zu rührselig zu erzählen.

 

Die Charakterzeichnungen von Ben, Elsie, aber auch von Ana und Susan sind gelungen und alle vier Akteure werden lebendig und in ihren Handlungen glaubwürdig beschrieben. So wird die Trauerarbeit von Elsie genauso überzeugend vermittelt, wie auch die von Susan. Und auch die lebenslustige Ana hat so einige Probleme, die mit Elsies Trauer um Ben in Verbindung stehen. Mit der Zeit erfährt man zudem die Gründe für Bens Zögern, seiner Mutter von Elsie zu erzählen, was die Autorin ebenfalls verständlich erklärt.

 

Fazit: Ein gefühlvoller Roman über eine große Liebe, die so unvermittelt und schrecklich enden muss.

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151 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 48 Rezensionen

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Eva und die Apfelfrauen

Tania Krätschmar
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.10.2013
ISBN 9783442381128
Genre: Romane

Rezension:

Bei einer Geburtstagsfeier entscheiden fünf Freundinnen im besten Alter eine WG zu gründen und dafür wird kurzerhand folgend Anzeige im Internet geschaltet:

 

"Hausbesitzer mit Herz und ohne Erben gesucht. Wir sind: fünf Freundinnen im allerbesten Alter. Wir suchen: ein großes Haus in Berlin, in dem wir gemeinsam älter werden können. Wir haben: viel Enthusiasmus, wenig Geld. Schön wären: Garten und nette Nachbarn."

 

Nach einigen Wochen erhalten die Freundinnen ein unglaubliches Angebot: Die Rentnerin Anna hat ihnen ihr Haus vermacht samt Apfelgarten. Dumm nur, dass das geerbte Haus nicht in Berlin-Wannsee, sondern in dem kleinen Ort Wannsee mitten in der Mark liegt. Einzige Auflage an das Erbe: Eva und ihre Freundinnen müssen bis zur Apfelernte in dem Haus wohnen und den Apfelgarten bewirtschaften, dann gehört das Haus ihnen. Also werden kurzerhand alle Brücken in Berlin abgebrochen und der Umzug in die Mark kann beginnen. Die fünf Städterinnen werden jedoch so mitten auf dem Land nicht nur mit dem riesigen Apfelgarten auf eine harte Probe gestellt.

 

Nachdem Texterin Eva die Anzeige aufgegeben hat, trudeln erst einmal ziemlich skurrile Antworten ein, doch dann erhält sie einen Brief von einem Rechtsanwalt und das Abenteuer Frauen-WG kann starten. Neben der naturverbundenen Eva ziehen noch die mütterliche Dorothe, die geschiedene Julika, Arbeitskollegin Nele und die Lehrerin Marion in das Haus in dem kleinen Örtchen Wannsee. Klar, dass die Frauen erst einmal von den Dorfbewohnen mit Skepsis betrachtet werden und mit dem Bürgermeister verscherzen es sich die Frauen schon gleich zu Anfang. Doch dank der tatkräftigen Hilfe von Nachbar Loh und Hilfsknecht Gandalf finden sich die Städterinnen bald zumindest einigermaßen zurecht und gewöhnen sich langsam in Wannsee ein. Doch dann steht die Apfelernte bevor.

 

Warmherzig, witzig und äußerst unterhaltsam erzählt Tania Krätschmar das Abenteuer Frauen-WG mitten in der Walachei. Überraschungen bietet sich den Städterinnen so einige. Nicht nur, dass Tomaten vom Land ja so ganz anders schmecken als aus dem Supermarkt, Mäuse von Kater Caruso getötet werden und Nachbar Loh sich hierüber freut, anstatt die arme Maus aus den Fängen des Katers zu befreien. Und dass Cowboystiefel und Minirock nicht gerade die passende Kleidung bei einer Heuernte ist, muss Nele leidlich erfahren.

 

Ihre fünf Protagonisten sind sehr unterschiedliche Frauen zwischen 40 – 50 Jahren, die seit einigen Jahren sehr eng befreundet ist. Doch gelingt das Zusammenleben bei diesen so unterschiedlichen Charakteren? Tania Krätschmar beschreibt Nele, Eva, Marion, Julika und Dorothe sehr lebendig und detailreich mit ihren Eigenarten, Fehler und Kanten. Diskussionen sind an der Tagesordnung, doch die Harmonie stimmt zwischen den Frauen, in vielen Bereichen ergänzen sie sich, aber klar gibt es auch die eine oder andere Reiberei. Die alles erzählt die Autorin sehr glaubwürdig und kurzweilig, sodass „Eva und Apfelfrauen“ amüsante wie sehr unterhaltsame Lesestunden bietet.

 

Fazit: Das Experiment von fünf Städterinnen mitten in der Mark eine Frauen-WG zu gründen, verläuft für den Leser äußerst amüsant und kurzweilig.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Licht über den Klippen

Susanna Kearsley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492301589
Genre: Romane

Rezension:  
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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Die Liebesnachricht

Maria Ernestam , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei btb, 11.11.2013
ISBN 9783442746576
Genre: Liebesromane

Rezension:

In einer kleinen schwedischen Stadt lebt Mariana mit ihren zwei jüngeren Schwestern. Als die Geschwister noch klein waren, wurde deren Vater tot auf dem eigenen Karussell gefunden, doch die Schwestern sprechen bis heute nicht darüber. Dies ändert sich jedoch, als der Schriftsteller Amnon Goldstein in das kleine Städtchen zieht, um ein Buch zu schreiben. Angeregt durch die Fragen von Amnon beschäftigt sich Mariana immer mehr mit dem rätselhaften Tod ihres Vaters und freundet sich dabei mit dem Schriftsteller an. Doch mit seinen Recherchen für sein Buch macht sich Amnon nicht bei allen in der Kleinstadt beliebt.   

 

Es ist ein geruhsames, beschauliches Leben, welches Mariana mit ihren beiden Schwestern führt. Mariana selbst, aus deren Perspektive man die Geschichte verfolgt, hat den Spielzeugladen ihrer Eltern geerbt. Sie veranstaltet regelmäßig Lesestunden für die Kinder der Grundschule und reist gern durch die Welt, um seltenes Spielzeug aufzustöbern. Auf einer dieser Reisen hat sie auch Ivo kennengelernt, der in München lebt. Von ihrem Mann Victor getrennt, der zusammen mit Tochter Teresa in den USA lebt, pflegt Mariana nun ihre Beziehung mit Ivo per Telefon und Mails.

 

Schwester Elena ist mehr der mütterliche Typ und als Konditorin liebt sie es, ihre Schwestern wie auch den Rest der Dorfgemeinschaft mit süßen Leckereien zu verwöhnen. Ihre Bäckerei ist die Schaltzentrale des Ortes, hier laufen alle Neuigkeiten zusammen. Und so bleibt es Elena auch nicht lange verborgen, dass ein Fremder in den Ort gezogen ist. Amnon Goldstein hat sich eine Auszeit genommen und möchte über die schwedische Kleinstadt und deren Bewohner ein Buch schreiben. Doch seit der Schriftsteller angekommen ist und Fragen stellt, ereignen sich merkwürdige Dinge: Marianas Fenster im Geschäft wird eingeschlagen, jemand schickt ihr Schweineaugen und der Reitgutbesitzer Jan findet ein Tierherz in seinem Briefkasten. Natürlich liegt es nahe, dass der Verdacht auf den Neuankömmling fällt. Hiervon lässt sich aber Karolina, die jüngste Schwester, nicht irritieren. Die unbeschwerte junge Frau, die beruflich Särge bemalt, ist ganz hingerissen von Amnon.

 

So gemächlich und gleichförmig das Leben von Mariana und ihren Schwestern abläuft, so ruhig und einfühlsam erzählt Maria Ernestam ihren Roman. Stellenweise ist dies recht interessant und rätselhaft, vor allem, als die ganzen Merkwürdigkeiten sich häufen und sich einige der Einwohner gegen Amnon verschwören. Hier treten alte Konflikte zutage und lang Unterdrücktes dringt an die Oberfläche. Dies gestaltet sich zwischenzeitlich recht emotional und wird von Maria Ernestam  durchaus fesselnd erzählt, oftmals verliert sich die Autorin aber auch zu sehr in Nebensächlichkeiten. So plätschern die Erlebnisse von Mariana und ihren Schwestern stellenweise eher bedachtsam dahin, was einem schon etwas Geduld abverlangt.

 

Gleich zu Beginn fordert Maria Ernestam zudem die volle Aufmerksamkeit ihrer Leser, da die Autorin alle Mitwirkenden des Romans schnell hintereinander die Lesebühne betreten lässt. Man benötigt zwar etwas Zeit, um die vielen Personen wie auch deren familiären Hintergrund zuzuordnen, dies legt sich jedoch recht schnell. Maria Ernestam versteht es wieder einmal sehr gut, ihre Charaktere facettenreich wie authentisch zu beschreiben. Gerade die Schwestern agieren sehr sympathisch, sind jede auf ihre Art sehr eigenwillige, selbständige Persönlichkeiten und pflegen ein sehr inniges, liebevolles Verhältnis zueinander.

 

Fazit: Eine interessante, stellenweise aber auch leider etwas langatmig erzählte Familiengeschichte, in der durch einen Fremden lang Unterdrücktes an die Oberfläche drängt.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

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Unschuldiges Begehren

Sandra Brown , Uta Hege
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.09.2012
ISBN 9783442379583
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Naive Rothaarige trifft auf dominanten Boss
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Die junge Hailey Ashton ist Geschäftsführerin in einem Freizeitpark und somit praktisch „Mädchen für alles“. So wird sie auch eines Tages gerufen, als sich ein kleines Mädchen in der Toilette einschließt und sich stur weigert, wieder herauszukommen. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Vater ziemlich rebellisch reagiert und sofort Einlass in die Damentoilette verlangt. Hailey fertigt ihn recht unhöflich und kühl ab und kümmert sich erst einmal um dessen Tochter, die sie auch schnell wieder beruhigen kann. Das Peinliche daran ist aber, der Vater ist ihr Chef Tyler Scott, den sie bisher nicht persönlich kannte und dieser hat sich nun vorgenommen, Hailey zu verführen. Doch obwohl Hailey sich ebenfalls sofort zu Tyler hingezogen fühlt, geht sie anfangs nicht auf seine hartnäckigen und unverschämten Annäherungsversuche ein. Doch ihre Gegenwehr hält nicht lange an und genau zu diesem Zeitpunkt taucht unerwartet ihre wunderschöne Schwester Ellen auf, der normalerweise kein Mann widerstehen kann.
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Bei dem vorliegenden Roman handelt es sich um ein rund 20 Jahre altes Werk der Autorin und dies merkt man auch ziemlich schnell. Zwar ist der Schreibstil von Sandra Brown durchaus sehr flüssig, aber auch recht einfach gehalten, sehr vorhersehbar, mäßig fesselnd und ziemlich klischeebehaftet.
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Hailey ist nach außen hin eine selbstbewusst auftretende junge Frau, die selten an sich selbst denkt, sich immer für andere einsetzt, verlässlich ist und mit Freude ihrer Arbeit nachgeht. In Sachen Liebe ist Hailey jedoch sehr unbedarft und regelrecht naiv, fühlt sich kaum attraktiv, obwohl sie eine wahre Schönheit ist und ihr Leben wird ausschließlich von ihrer Arbeit, wie auch der ständigen Sorge um ihre lebenslustige jüngere Schwester Ellen bestimmt, für die sie schon früh die Verantwortung übernehmen musste.
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Tyler Scott dagegen ist der typische Gewinnertyp. Der Big Boss weiß sehr genau, wie verdammt gut er aussieht, ist äußerst dominant, direkt und was er will, das nimmt er sich einfach. Aufgewachsen ist Tyler sehr privilegiert und das Unternehmen seines Vaters führt er äußerst erfolgreich. Nach außen hin wirkt Tyler sehr arrogant und herrschsüchtig. Da Hailey vermutet, dass Tyler sie nur als eine weitere Eroberung sieht, versucht sie anfangs verzweifelt, seine drängenden Annäherungsversuche abzuwehren, doch sobald sie Tyler gegenübersteht, sind alle guten Vorsätze vergessen und sie schmilzt regelrecht dahin in seinen Armen. Ja, solche Sätze findet man wirklich in dem Roman.
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Sandra Brown versucht, durch viele erotische Szenen eine entsprechende Stimmung im Buch aufzubauen, die sich aber so gut wie gar nicht einstellt, da sich die Szenen einfach nur ständig wiederholen und man schon während des Lesens ganz genau weiß, wie diese Szene wieder einmal enden wird. Auch der Auftritt von Ellen ist ziemlich klischeehaft, denn natürlich trifft Hailey ihren Boss und ihre Schwester in einer verfänglichen Situation an, wo man als Leser genau weiß, dass diese bewusst von Ellen provoziert wurde, aber Hailey dies natürlich ganz anders sieht und der Fortgang der Geschichte ist somit wieder einmal vorhersehbar.
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Hierdurch kann die Geschichte eigentlich nie auch nur ansatzweise überraschen, stellenweise wirkt das ganze wie ein mäßiger Groschenroman. Einzig die Handlungsstränge, bei der Tylers kleine Tochter mit dabei ist, kommt ein wenig Spaß beim Lesen auf, da die 11-jährige Faith wirklich herzerfrischend ist und man sie sofort äußerst sympathisch findet.
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Fazit: Ein Frühwerk der Autorin, dessen Geschichte ziemlich klischeebehaftet ist, in seiner Handlung kaum überraschen kann und mit Protagonisten, deren Verhalten jederzeit vorhersehbar ist.

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Tags: angst, begegnen, begegnung, begehrenswert, bindung, chef, frau, hailey, hailey asthon, herz, junge frau, kühl, leben, meistern, nähe, richtiger, romantikerin, romantisch, schön, schwester, seele, selbstbewusst, treffen, tyler, tyler scott, verführen, verführung, verstecken, versuchen, wahrnehmen, wahrnehmung, wunsch, zart   (33)
 

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Dornentöchter

Josephine Pennicott , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 14.09.2012
ISBN 9783471350867
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Flüstern der Engel
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Nach dem Tod ihrer Mutter zieht die frisch geschiedene Sadie mit ihrer Tochter Betty von Sydney in das kleine Städtchen Pencubitt auf Tasmanien. Im Poet’s Cottage verbrachte ihre Mutter Marguerites ihre Kindheit bis deren Mutter auf grausame Weise ermordet wurde. Nun kehrt Sadie mit Betty zurück, um über das Leben ihrer Großmutter Pearl einen Roman zu schreiben und hofft gleichzeitig auf einen Neubeginn. Schnell leben Mutter und Tochter sich in Pencubitt ein, dem verschlafenen Nest an der Küste. Mithilfe der alten Dame Birdie erfährt Sadie nach und nach mehr über das Leben ihrer Großmutter, währenddessen passieren rätselhafte Dinge im Poet’s Cottage, fast so, als wären die Geister wieder zum Leben erwacht.
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Josephine Pennicott beginnt ihren Familienroman, der durchaus kriminalistische Züge hat, mit einem Prolog aus der Vergangenheit, um dann mit der Ankunft von Sadie und Betty in die eigentliche Geschichte einzusteigen. Ihren Roman erzählt die Autorin auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleitet man Sadie bei ihren Recherchen zum Leben ihrer Großmutter Pearl, zum anderen reist man in die Jahre 1935 – 1936 zurück und lernt hier ihre extravagante, exzentrische Großmutter kennen, die zusammen mit ihrem Mann Maxwell und ihren beiden kleinen Töchtern Thomasina und Marguerites in Poet’s Cottage lebte.
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Diese Wechsel sind geschickt gelegt, die beiden Erzählstränge ergänzen sich sehr gut und so erfährt man nach und nach immer mehr über das Leben von Pearl und spürt deutlich wie das Drama um den Tod der eigenwilligen, kapriziösen und launischen Kinderbuch-Schriftstellerin seinen Lauf nimmt. Während dieser Handlungsstrang eher in das Genre klassischer Kriminalroman mit Familiendrama-Aspekten passt, weist der Erzählstrang in der Gegenwart zusätzlich noch eindeutig gruselige Effekte auf. Gegenstände in Poet’s Cottage liegen nicht mehr da, wo man sie hinterlassen hat, eine rätselhafte Frau taucht immer wieder auf und verschwindet genauso mysteriös und vom Keller geht eine seltsam unbehagliche Atmosphäre aus.
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Josephine Pennicott gelingt es sehr gut, diese verschiedenen Genres zu einer äußerst unterhaltsamen, ergreifenden und fesselnden Story zu verknüpfen. Und auch die Spannung kommt selten zu kurz, auch wenn sie eher verhalten im Hintergrund lauert. Denn die große Frage, welche über diesem Roman liegt, ist, wer der Mörder von Pearl war. Es gibt kaum noch Zeitzeugen und die Wenigen, verschweigen offensichtlich einiges, niemanden scheint es noch so richtig zu interessieren, wer Pearl an jenem Juli-Tag des Jahres 1936 im Keller von Poet’s Cottage getötet hat. Doch Sadie lässt nicht locker.
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Gelungen sind ebenfalls die Charaktere des Romans. Liebevoll und detailreich und zumeist in ihren Handlungen auch überzeugend, zeichnet Josephine Pennicott die einzelnen Mitwirkenden. Da gibt es zum einem die introvertierte, eher schüchterne, gut erzogene Birdie, die sich aufopferungsvoll um ihre Mutter kümmert und heimlich in Maxwell verliebt ist. Pearl dagegen ist das genaue Gegenteil. Voller Provokation, ein Vamp, die sich um keine Konventionen schert, nackt im Meer badet, launisch ohne Ende ist und immer im Mittelpunkt stehen muss. In einer Kleinstadt der 1930er Jahre eine sehr auffallende Persönlichkeit, die für ordentlich Tratsch unter den Bewohnern sorgte.
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In der Gegenwart begleitet man zumeist Sadie bei ihrem Leben in Pencubitt. Die Schriftstellerin und Mutter einer 14-jährigen Tochter möchte mehr über ihre Vergangenheit erfahren, ist immer noch nicht so recht über die Scheidung hinweg und noch weniger über den Tod ihrer geliebten Mutter. Zudem plagen sie nach wie vor Sorgen um ihre Tochter. Doch Sadie ist – wie alle anderen Akteure des Buches auch – keinesfalls ein langweiliger oder fader Charakter, sondern sehr interessant und facettenreich beschrieben.
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Fazit: Ein Familienroman voller Dramatik, versehen mit einer guten Portion kriminalistischer Spannung und auch die Gruseleffekte kommen hier wahrlich nicht zu kurz. Der warmherzige, einnehmende Schreibstil der Autorin und die sauber herausgearbeiteten Charaktere sorgen zudem dafür, dass man sich bis zur letzten Seite bestens unterhalten fühlt.

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Tags: altes cottage, cottage, familie, geheimnis, generation, generationen, großmutter, jahrzehnte, leben, liebe, lösen, lösung, mysteriös, neubeginn, oma, rätsel, reif, sadie, schönes haus, sterben, tasmanien, traum, umziehen, vergangenheit, verschweigen, verschwiegenheit, vertrauen, wahrheit, zeit   (29)
 

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Im Netz der schwarzen Witwe

Suzanne Brockmann , Christian Trautmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.03.2012
ISBN 9783862783014
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Tödliche Erbschleicherin
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Die Firmeninhaberin Marie möchte mehr aus ihrem Leben machen, als nur für ihre Firma zu leben. So stellt sie kurzentschlossen einen neuen Vorstandsvorsitzenden ein, wechselt ihren Namen in Mariah und flüchtet auf die Ferieninsel Garden Isle in Georgia, um einfach wieder zur Ruhe zu kommen. Dort lernt sie die charismatische Serena kennen und freundet sich schnell mit der überaus attraktiven Frau an. Was Mariah nicht weiß, Serena ist eine Serienmörderin. Sie heiratet bewusst alte oder todkranke Männer, um sie kurz nach der Hochzeit zu ermorden und mit ihrem Erbe zu verschwinden. Schnell ändert sie danach ihre Identität und schon ist die schwarze Witwe bereit für ihr nächstes Opfer.
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Ihr auf die Spur gekommen ist der der FBI-Agent John Miller. Unter dem Namen Jonathan Mills reist er in das Urlaubsparadies und gibt sich als todkranker Millionär aus, um so das Interesse von Serena zu wecken und ihr nächster Ehemann zu werden. Doch kaum begegnet er Serenas Freundin Mariah ist es um ihn geschehen. Hoffnungslos verliebt in die junge Unternehmerin gelingt es ihm kaum noch, seine Rolle aufrecht zu erhalten und verstrickt sich immer mehr in ein Lügengeflecht, um Mariah nicht zu verletzen. Doch dabei darf er auch nicht seinen Auftrag aus den Augen verlieren und für John gestaltet sich dies als ziemliches Gefühlschaos. Währenddessen bleibt Serena nicht untätig und wirft ihre Netze nach John aus.
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Mit kurzen Kapiteln steigt Suzanne Brockmann in die Story ein und stellt einem so erst einmal nach und nach ihre drei Protagonisten vor. Doch schon bald werden die Kapitel länger und der Roman, der einen Touch zum Thriller hat, legt den Focus nun vormerklich auf Mariah und John. Serena bleibt hierbei anfangs eher eine Randfigur, doch im Verlauf der Story baut Suzanne Brockmann auch ihre Rolle immer weiter aus. Nichtsdestotrotz bleibt die schwarze Witwe einem immer ziemlich rätselhaft und geheimnisvoll. Der Plot entwickelt sich durchweg sehr unterhaltsam, kurzweilig, ist mit einem kleinen Schuss Erotik versehen und zum Schluss bekommt die Story auch noch richtiges Thriller-Niveau.
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Suzanne Brockmann hat glaubhafte Charaktere entworfen und so kann man die Empfindungen, Ängste und Schuldgefühle des FBI-Agenten John Miller sehr gut nachempfinden. Bis heute ist er nicht über den Mord an seinem Partner Tony hinweg, gibt sich selbst die Schuld an dessen 2 Jahre zurückliegenden Tod, leidet seitdem unter Schlaflosigkeit und wird wegen seiner Gefühlskälte unter den FBI-Kollegen nur der Roboter genannt. Kein Partner hält es lange mit ihm aus, bis auf den stillen, intelligenten Daniel. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Jonathan die attraktive Mariah kennenlernt.
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Die hilfsbereite, engagierte Unternehmerin arbeitet ehrenamtlich auf dem Festland bei einer Hilfsorganisation, die für bedürftige Menschen kostengünstige Häuser baut, ansonsten genießt sie die freie Zeit in ihrem Standhaus. Fast augenblicklich ist die oft selbstlos agierende, bodenständige Mariah fasziniert von dem mysteriösen Jonathan. Doch dieser bleibt lange Zeit für sie in seinem Verhalten undurchschaubar und Mariah stürzt dadurch bald schon in ein wahres Wechselbad der Gefühle.
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Fazit: Ein flüssiger, unterhaltsamer und stellenweise auch richtig spannender Roman, der durch seine gut herausgearbeiteten Charaktere überzeugen kann, auch wenn das Ende der Story schon bald vorhersehbar ist.

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Tags: beerben, begegnung, ehemann, eiskalt, engel, erben, ermorden, falsche, falscher name, fbi, fbi-agent, gefahr, gefühle, heiraten, hinreißend, ignorieren, john, john miller, killerin, leidenschaft, lodern, mariah, mariah westford, millionär, mord, mörderisch, opfer, paradies, plan, riskant, roman, schutz, schwarze witwe, serienkillerin, spiel, spur, suzanne, suzanne brockmann, tarnung, todkrank, überführen, urlaub, urlaubsparadies, verlieben, wissen   (45)
 

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35 jahre später, abschütteln, armut, ausflug, bewegend, beziehung, dunkle geheimnisse, einladung, eleanor, familie, familiengeschichte, fiona, geheimnis, geheimnisse, geschichte

Fionas Geheimnisse

Lynn Austin , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.06.2008
ISBN 9783868270228
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 35 jahre später, abschütteln, armut, ausflug, bewegend, beziehung, dunkle geheimnisse, einladung, eleanor, familie, familiengeschichte, fiona, geheimnis, geheimnisse, geschichte, großmutter, heimat, heimatstadt, herzzerreißend, joelle, kathleen, kitten, kriminell, lebensfroh, machenschaften, mutter, person, rätsel, rätselumwoben, scham, schlepptau, schwester, tochter, vergeben, vergessen, weg, zerrüttet, zuhause   (38)
 

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25. geburtstag, diedre, dinge, erschüttert, familienfoto, familiengeheimnis, geheimnis, geheimnisvoll, geschenk, lama, lamas, missbrauch, mutter, seattle, sissy

Das bernsteinfarbene Foto

Penelope J. Stokes
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Weltbild Verlag, 01.01.2009
ISBN 9783828994188
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nichts ist so wie es scheint
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An ihrem 25. Geburtstag erhält Diedre McAllister von ihrer todkranken Mutter ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Ein Kästchen, in dem sich ein altes Foto sowie zwei Briefe ihrer angeblich toten Schwester Sissy befinden. Das kleine Mädchen auf dem Foto ist eindeutig ihre große Schwester zusammen mit ihrem Vater und die Briefe beweisen, dass Sissy nicht gestorben ist, als Diedre noch sehr klein war. Ihre Mutter stirbt, ohne dass Diedre sie diesbezüglich fragen kann. Und auch von ihrem Vater erhält sie nur ausweichende Antworten. Der letzte Aufenthaltsort von Sissy ist laut den Briefen Seattle und so begibt sich Diedre zusammen mit ihrer Freundin Carlene auf den Weg zurück in ihre eigene Vergangenheit.
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Anfangs stellt die Autorin ihren Lesern Kapitelweise die Mitwirkenden des Romans vor und so erhält man recht schnell einen guten Überblick und erfährt hierdurch auch schnell, in welcher Beziehung diese zu Diedre stehen. Später überwiegt der Erzählstrang von Diedre, bei dem nach und nach auch das eigentliche Thema des Romans ans Licht kommt, mit dem die Autorin sehr emotional umgeht.
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Durch die lange Unwissenheit, was es mit dem Schicksal von Sissy auf sich hat und welchen Grund es gab, dass sie von zu Hause in jungen Jahren fortgeschickt wurde, fördert die Spannung und die Auflösung präsentiert einem die Autorin auch erst fast zum Schluss, sodass der Roman durchweg spannend und unterhaltsam angelegt ist.
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Allerdings hat mich etwas der Sprachstil von Penelope J. Stokes gestört. Dem Thema bedingt ist er natürlich sehr emotional angelegt, was auch vollkommen in Ordnung geht. Jedoch ist ihre Erzählweise stellenweise schon recht schnulzig und auch sehr religiös gehalten, was mir doch des Öfteren unangenehm aufgestoßen ist. Und ab und an wird der Schreibstil auch ziemlich seicht, wenn dann des Öfteren von „Herzeleid“ und ähnlichem liest. Auch fand ich es nicht unbedingt passend und keinesfalls überzeugend, dass eine erwachsene Frau ihre Eltern immer noch als „Mommy“ und „Daddy“ bezeichnet, nach allem, was sie durch diese durchleiden musste.
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Der Handlungsablauf der Geschichte ist bereits früh erkennbar und überrascht nicht sonderlich. Allerdings gelingt es der Autorin doch, die eine oder andere unvorhersehende Wendung einzubauen und hält hierdurch den Spannungs- wie auch den Unterhaltungswert recht hoch.
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Ihre Figuren sind ziemlich schwarz-weiß gezeichnet und überraschen nicht wirklich, wirken jedoch zumeist glaubwürdig, auch wenn sich wirklich vielen Klischees bedient wird. Jedoch habe ich mich mit der Figur des sechsjährigen Sam ein wenig schwer getan. Der kleine Knirps legt eine Weisheit an den Tag, die selbst lebenserfahrene Menschen im hohen Alter nicht erreichen und ist für mich absolut überzogen dargestellt.
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Alles in allem ein kurzweiliger Roman, der sich schnell und flüssig lesen lässt, aber auch keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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Tags: 25. geburtstag, amber chaney, diedre, diedre mcalister, dinge, erschüttert, familienfoto, familiengeheimnis, geheimnis, geheimnisvoll, geschenk, lama, lamas, missbrauch, mutter, sam housten, seattle, sissy, sterben, sterbende mutter, suche, twojoe, wahrheit   (23)
 

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familie, familienvilla, fenster, flugzeugabsturz, forschen, großtante, junge frau, kleiner ort, künstler, leerstehend, leuchtturm, liebe, rhode island, tod, vergangenheit

Die Frau vom Leuchtturm

Sally O'Rourke , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 09.03.2010
ISBN 9783442373277
Genre: Romane

Rezension:

Liebe macht blind
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Susan Marks ist verzweifelt. Ihr Freund Bobby, ein Berufspilot, ist verschollen. Sein Flugzeug ist irgendwo im Indischen Ozean abgestürzt. Um auf andere Gedanken zu kommen und ihre grenzenlose Trauer verarbeiten zu können, kehrt sie in die Familienvilla auf Rhode Island zurück. Eines Nachts entdeckt sie in ihrem Turmzimmer die Gestalt einer jungen Frau, die aus dem Fenster blickt, ihren Blick traurig auf den gegenüberliegenden Leuchtturm gerichtet. Die Neugier in Susan erwacht und sie möchte unbedingt erfahren, um wen es sich bei dem Geist handelt. Zusammen mit Dan, den sie von früher kennt, beginnt sie ihre Familiengeschichte aufzuarbeiten. Und dabei entdeckt sie ein dunkles Geheimnis, welches die junge Aimee auch nach Jahrzehnten nicht ruhen lässt und als Geist immer wieder in das Turmzimmer zurückkehren lässt.
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Man könnte meinen, dass die traurige Grundlage des Romans diesen in eine melancholische, vielleicht sogar kitschige Richtung abdriften lässt. Doch Sally O’Rourke gelingt es hervorragend, zum einen dem Leser die Gefühle von Susan näher zu bringen, ohne auch nur einmal zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken und zum anderen schnell eine mysteriöse, spannende Stimmung aufzubauen.
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Die Autorin lässt ihre Protagonistin Susan selbst die Geschichte erzählen. Auf diese Weise lernt man natürlich Susan sehr schnell kennen und schließt sie fast augenblicklich ins Herz, kann sich gut in ihr Gefühlschaos hinein fühlen und lernt hierdurch auch sehr gut die weiteren Charaktere des Buches kennen. Hierbei handelt es sich erst einmal um ihren langjährigen, exzentrischen Firmenpartner und platonischen Freund Damon, der absolut kein Blatt vor den Mund nimmt und einem durch seine herrlich direkte Art sofort sympathisch wird. Aber auch, weil man sofort merkt, dass ihm Susan sehr viel bedeutet und er sie unbedingt wieder glücklich sehen möchte. Tja, und dann darf natürlich bei so einem Roman die Liebe nicht fehlen. Und diesen Platz nimmt Dann Freedman ein. Der erfolgreiche Künstler war bereits früher schon in Susan verliebt und steht ihr in sehr selbstloser Art zur Seite und unterstützt Susan, wo er nur kann. Keine Frage, Dan wächst einem sofort ans Herz. Und dann ist da noch Bobby: Susan ist blind vor Liebe zu Bobby, doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass mit Bobby irgendetwas nicht so ganz stimmen kann. Ansonsten gibt es noch einige Dorfbewohner von Freedman‘s Cove, die aber eher nur eine Statistenrolle inne haben.
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Der Roman ist sehr flüssig, leicht zu lesen und überrascht immer wieder durch Wendungen in der Geschichte, mit denen man nicht unbedingt rechnet. So entwickelt er sich zum Schluss sogar noch zu einem richtigen Thriller, der ein hohes Tempo an den Tag legt und hervorragend die stürmischen Herbsttage auf Rhode Island einfängt.
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Fazit: Ein durchweg sehr unterhaltsam, mystisch angehaucht erzählter Roman mit einer nicht unbedingt vorhersehbaren Story, der zum Schluss sogar noch richtig spannend wird.

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Tags: dan, dan freedman, einsamkeit, erwachen, familie, familienvilla, fenster, forschen, junge frau, kleiner ort, künstler, leerstehend, leuchtturm, liebe, macht, nachforschungen, nacht, neugierde, neugierig, new york, rhode island, ruhe, schatten, schauen, sprössling, susan, susan marks, tod, tragisch, tragischer tod, traum, traurig, vergangenheit, verlobter, viktorianisch, villa   (36)
 

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annie sanders, auszeit, avancen, beschließen, besuch, besuchen, bügeln, charmant, charmanter künstler, ehemann, eigenheim, erfolgreich, fabien, familienpause, freundin

Familienpause

Annie Sanders , Ines Hein , Antje Nissen
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 19.05.2009
ISBN 9783499249983
Genre: Romane

Rezension:

Das kann doch nicht alles gewesen sein! Dies sagt sich Sarah eines Tages. Seit die Zwillinge Claire und Tom auf der Uni sind, hat Sarah das Gefühl, ihr Leben ändern zu müssen. Das Eheleben mit David nervt sie, sie fühlt sich bei ihrer Arbeit als Musiklehrerin und mit der Hausarbeit unterfordert und nach reichlicher Überlegung kommt sie zu dem Entschluss, aus diesem Trott ausbrechen zu müssen. Genau richtig kommt ihr da die Einladung ihrer Freundin Nathalie, sie in Frankreich zu besuchen. Natürlich stößt sie mit ihrer Entscheidung bei ihrer Familie auf Unverständnis, doch David erklärt sich zähneknirschend bereit, ihr diese Auszeit zu ermöglichen. Voller Erwartung reist sie nach Frankreich und blüht regelrecht auf, besonders als der gutaussehende Fabien sich für sie zu interessieren scheint. Doch ist er wirklich der für den er sich ausgibt?
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Annie Sanders erzählt die Geschichte einer Frau Anfang Vierzig, die nach dem Auszug ihrer Kinder das Bedürfnis verspürt, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Wahrscheinlich hat das jeder schon einmal empfunden, der sich in einer langjährigen Beziehung befindet. Einfach ausbrechen aus dem täglichen Einerlei, sich an seine Jugendträume erinnern und diese verwirklichen zu wollen. Mit der Einladung ihrer Freundin Nathalie ermöglicht sich diese Möglichkeit für Sarah. Und sie genießt diese Auszeit in vollen Zügen. Währenddessen kämpft ihr Mann David mit dem ungewollten Singleleben und lässt sich erst einmal hängen und bemitleidet sich selbst. Und auch Claire und Tom, die neunzehnjährigen Zwillinge, müssen mit der neuen Situation zurechtkommen, wobei dies Tom bei weitem besser gelingt als Claire. Ja, und dann erst noch der Rest der Familie (Eltern, Schwiegereltern, Geschwister) und die lieben Freunde und die Nachbarschaft. Natürlich ist das Gerede groß, manche bewundern Sarah für ihren Mut, andere betrachten sie als hartherzig und egoistisch. Also die volle Bandbreite und alle Klischees werden bestens bedient.
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Die Geschichte wird meist aus Sicht von Sarah erzählt, allerdings kommt auch David zu Wort und auch auf das Gefühlsleben ihrer Tochter Claire wird in einigen Kapiteln eingegangen. Alle Charaktere sind lebendig und sympathisch beschrieben. Allerdings auch hier wieder klischeehaft. Sarah, die fürsorgende Ehefrau und Mutter, die aber eigentlich doch endlich mal sich selbst finden möchte; der hart arbeitende, karrierebewusste Ehemann David, der jeden Abend pünktlich nach Hause kommt, einmal die Woche mit seinen alten Kumpels Fußball spielt und sich ansonsten von Claire alles vor die Füße tragen lässt; die guterzogenen, intelligenten, hübschen Zwillinge, die ihre kleinen Problemchen haben. Wobei Claire, die mit der Trennung ihrer Eltern nicht zurechtkommt, dann doch rebelliert und mit selbstzerstörerischen Mitteln um Hilfe ruft. Was jedoch auch einen sehr typischen, vorhersehbaren Verlauf nimmt.
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Die Geschichte plätschert gut die Hälfte des Buches mehr oder weniger vor sich hin, ohne dabei jetzt langweilig zu sein. Dafür sorgt schon der flüssige, lebendige Schreibstil von Annie Sanders. Erst im letzten Drittel überschlagen sich regelrecht die Ereignisse und hier kommt dann auch ein wenig Spannung auf, wobei jedoch einfach der Ausgang der Geschichte sehr vorhersehbar ist.
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Fazit: Wer einfach gut unterhalten werden möchte, keinen Roman mit Tiefgang erwartet und nichts dagegen hat, dass dieser sich dem Thema entsprechend vielen Klischees bedient und kein überraschendes Ende erwartet, ist bei dem vorliegenden Roman genau richtig. Ideal als Urlaubslektüre.

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Tags: anfang vierzig, annie sanders, auszeit, avancen, beschließen, besuch, besuchen, bügeln, charmant, charmanter künstler, ehemann, eigenheim, erfolgreich, fabien, familienpause, freundin, genießen, kennen lernen, kinder, kochen, künstler, mann, meer, mutter, nathalie, partys, sarah, schmuckes eigenheim, sonne, strand, stranspartys, südfrankreich, tod, umzug, wohlgeraten, wünsche   (36)
 

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Die alltägliche Physik des Unglücks

Marisha Pessl , Adelheid Zöfel (Übers.)
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.10.2008
ISBN 9783596170739
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: 16-jährige, ausflug, bann, blue, blue van meer, brillant, charismatisch, damenwelt, dozent, elitär, erhängt, erlesen, filmklassiker, gareth, geheimnisvoll, halbwaise, hannah, hannah schneider, hintergründe, lehrerin, lesen, literaturklassiker, recherche, reiesen, schüler, schülerkreis, tod, universät, universitätsdozent, vater, verzweiflung   (31)
 

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clare, einsamkeit, henry, hochzeit, kennenlernen, liebe, liebesgeschichte, schicksal, sehnsucht, tod, verlust, zeit, zeitreise, zeitreisen, zukunft

Die Frau des Zeitreisenden

Audrey Niffenegger , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 04.09.2008
ISBN 9783596510672
Genre: Fantasy

Rezension:

Henry ist ein Zeitreisender! Durch einen Gendefekt hat er die Möglichkeit, ständig zwischen den Zeiten zu reisen. Auf einer dieser Reisen lernt er seine spätere Frau Clare kennen. Er ist 36 und Clare gerade sechs Jahre als sie sich das erste Mal begegnen. Immer wieder kehrt er als Erwachsener zur ihr zurück, während Clare langsam heranwächst. Irgendwann treffen sie dann endlich im Chicago der Gegenwart.
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Henry leidet an dem sogenannten Chrono-Syndrom, was für ihn bedeutet, dass er seit jüngster Kindheit die Möglichkeit hat, durch die Zeit zu reisen, dies jedoch nie beeinflussen kann und somit nie weiß, in welcher Zeit er landet, noch wann die Zeitreise passiert. Und so trifft er sich auch des Öfteren als Kind, Jugendlichen oder als Erwachsenen selbst und immer wieder führt sein Weg zu Clare.
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Die Handlung wechselt ständig zwischen Vergangenheit, Gegenwart und manches Mal auch der Zukunft und erzählt einem so nach und nach die Geschichte von Clare und Henry. Was bei der Zeitreise etwas erschwerend für Henry hinzukommt, ist, dass er jedes Mal nackt ankommt. So hat er das ein oder andere Mal recht pikante und auch brisante Erfahrungen zu machen. Da er natürlich dann auch über kein Geld verfügt, bringt ihn dies öfters mit der Polizei in Berührung, wenn er mal wieder versucht, sich etwas Geld und Kleidung zu beschaffen. Diese Szenen sind stellenweise sehr humoristisch von der Autorin beschrieben, vor allem, wenn er vor den Augen der Polizisten plötzlich wieder verschwindet.
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Der Roman hat allerdings auch traurige und nachdenkliche Momente. So erzählt er sehr anschaulich auch die Schwierigkeiten von Henry, seinem Freundes- und Bekanntenkreis die Zeitreisen zu erklären, oder aber auch bei manchen Personen aus bestimmten Gründen, dies vor ihnen geheim zu halten. Was natürlich häufig zu Missverständnisse und Unverständnis führt. Auch bewerkstelligt die Autorin es problemlos, einem die Zeitreisen realistisch und erklärbar zu vermitteln, so hat der Roman rein gar nichts mit Science Fiction zu tun.
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Herrlich erfrischend und keine Spur kitschig vermittelt Audrey Niffenegger einem ihre Liebesgeschichte von Clare und Henry. Diese wird mal aus Sicht von Clare berichtet, mal kann man Henry’s Erinnerungen verfolgen. Die Gefühle von Clare und Henry zueinander, die Sorgen von Clare um Henry, wenn er wieder tagelang verschwunden ist und Henrys Versuche, sich gegen die Zeitreisen zu wehren, sind detailreich und lebendig beschrieben und so nehmen ihre Charaktere während des Lesens schnell Konturen an.
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Alles in allem ein wunderschöner Roman, der einen schmunzeln lässt, nachdenklich stimmt, zum Weinen bringt und einen die Zeit vergessen lässt.
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Der neue Roman von Audrey Niffenegger erscheint übrigens am 28. Oktober 2009 unter dem Titel "Die Zwillinge von Highgate".

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Tags: abshire, auftauchen, aufwühlend, begnen, buch, chrono-syndrom, clare, frau, glaube, glück, große liebe, henry, henry de tamble, innig, kennenlernen, liebe, liebesgefloskel, liebesgeschichte, nackt, originell, paar, raum, reise, schönheit, sehnsucht, sehnsüchtig, seltsam, seltsames paar, splitternackt, sprunghaft, staunen, verlieben, verschwinden, zeit, zeitreisen, zeitreisender, zukünftige, zunkünftiger   (38)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

alte tradition, amerika, beginnen, charlotte, charlotte lee, china, chinese, chinesin, chinesisch, ergreifend, familie, familie lee, familiengeschichte, fortsetzen, frauen

Das Haus der Harmonie

Barbara Wood , Verena C. Harksen
Fester Einband: 524 Seiten
Erschienen bei Krüger, Frankfurt
ISBN 9783810523570
Genre: Romane

Rezension:

Charlotte Lee ist entsetzt! Irgendein Unbekannter versucht ihre Firma zu sabotieren, indem er in ihre Naturheilmittel eine Substanz hinzugefügt hat, die bereits drei Menschen sterben ließ. Und er hat es so geschickt angelegt, dass alle Indizien auf sie als Täterin hinweisen. Dann tritt er per Email mit ihr in Kontakt und zeigt ihr auf bizarre Weise, dass er mehr über sie weiß, als möglich sein dürfte. Zum Glück hat ihr ehemaliger Freund und Computerspezialist Jonathan Sutherland von den Vorgängen in Charlottes Firma erfahren und eilt ihr zu Hilfe. Doch die Zeit läuft ihnen davon und die Anschläge auf Charlottes Leben und ihr Nahestehende gehen weiter.
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In dem vorliegenden Roman, den man durchaus auch als Krimi bezeichnen kann, erzählt Barbara Wood die Geschichte des Familienbetriebs Harmony Biotec. Die Geschichte beginnt bei Charlottes Urgroßmutter Anfang des 20. Jahrhunderts und schildert durch ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart so die Geschichte der Familie. Hierbei beschreibt sie sehr einfühlsam die Schwierigkeiten, mit welchen sich eine junge Chinesin zu dieser Zeit in Amerika auseinandersetzen musste, lernt die Diskriminierung und später den Hass auf Asiaten kennen, der während des 2. Weltkrieges entstand, nachdem die Japaner Pearl Harbour bombardiert hatten. Gleichzeitig wird die Geschichte von Charlotte erzählt, die sich mit der Sabotierung ihrer Firma beschäftigen muss und ihrer unerfüllten Liebe zu Jonathan. Durch immer wieder einfließende Erinnerungsmomente von Charlotte und Jonathan bringt die Autorin zusätzlich dem Leser die Vorgeschichte der Beiden näher.
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Die in der Gegenwart spielende Geschichte bzw. Krimi ist von der ersten Minute an äußerst rasant umgesetzt und der flüssige, unterhaltsame Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man sofort gefangen ist von der Geschichte. Die immer wiederkehrenden Wechsel in die Vergangenheit sind ebenfalls sehr unterhaltsam und lebendig beschrieben, so dass während des gesamten Buches keine Langeweile aufkommt.
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Ihre Protagonisten Harmonie (in der Vergangenheit) und Charlotte (in der Gegenwart) beschreibt B. Wood so facettenreich, dass man sich sofort mit ihnen verbunden fühlt und mit ihnen leidet, trauert und zornig wird über die Diskriminierungen der Gesellschaft gegenüber Chinesen. Auch die übrigen Charaktere sind sehr detailreich gezeichnet, sodass man fast augenblicklich Sympathien wie auch Antipathien entwickelt.
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Auch sind die Einblicke in die chinesische Kultur, die Nutzung und Wirksamkeit verschiedener Heilmittel und Kräuter sowie Informationen über die IT-Branche sehr interessant und geschickt in den Roman eingearbeitet.
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Alles in allem ist Barbara Wood mit „Das Haus der Harmonie“ ein sehr unterhaltsamer Roman gelungen, der durchaus auch als Krimi durchgehen kann.

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Tags: alte tradition, amerika, beginnen, charlotte, charlotte lee, china, chinese, chinesin, chinesisch, ergreifend, familie, familie lee, familiengeschichte, fortsetzen, frauen, generationen, groß, großer konzern, großkonzern, heilen, heilpflanzen, heilpflanzliche medizin, herstellen, jüngste, jüngste tochter, konzern, leben, leitung, medizin, spannend, tochter, tradition, übernehmen, wagen   (34)
 

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Das Paradies

Barbara Wood
Flexibler Einband: 638 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 14.10.2004
ISBN 9783596165728
Genre: Romane

Rezension:

Barbara Wood erzählt im vorliegenden Roman die Geschichte der reichen, angesehenen Familie Raschid in Ägypten, bei der die Frauen der Familie eine vorrangige Rolle spielen. Angefangen zur Zeit des letzten Königs von Ägypten in den 1930er Jahren bis zur Regentschaft des heutigen Präsidenten Mubarak erzählt sie die Geschichte dreier Frauen, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte.
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Khadija, die noch die Zeiten des Harems kennengelernt hatte und stur an der Vergangenheit festhält; Jasmina, ihre Enkelin, deren größter Traum es ist, eines Tages eine berühmte Tänzerin zu werden und Amira, der Halbschwester von Jasmina, die durch unverschuldete Ereignisse einen Teil ihres Lebens getrennt von ihrer Familie verbringen muss.
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Sehr anschaulich wird der Leser in das Leben muslimischer Frauen eingeführt, das für unser westliches Denken unvorstellbar ist. Schon von den ersten Seiten ist man gefangen von der exotischen Welt Kairos mit ihren krassen Gegensätzen zwischen maßlosem Reichtum und bitterer Armut. Man verfolgt den Sturz von König Farouk I. 1952 durch Gamal Nasser und die anschließenden politischen Probleme unter denen auch die Reichen des Landes zu leiden hatten bis hin zum heutigen Präsidenten Mubarak. Diese geschichtlichen Hintergründe hat Barbara Wood hervorragend und gut recherchiert in ihre Geschichte mit eingewoben wie auch die langsame und mühsame Emanzipation der Frau. Oft ist es für einen absolut unverständlich, wie hier mit Frauen umgegangen wurde. Eine Frau zählt in Ägypten nichts, wichtig ist nur der Mann und vor allem, die Ehre der Familie. Diese steht über alles. Wie die Frauen der Familie, die von ihrem Charakter unterschiedlicher nicht sein können, mit diesem Leben zurechtkommen, wird hier sehr anschaulich umgesetzt.
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Ihre Charaktere, allen voran die charismatische Khadija, wurden von der Autorin facettenreich herausgearbeitet, sodass man fast sofort einen Bezug zu ihnen erhält. Die Geschichte überzeugt von Anfang an und die Neugier des Lesers wird durch die vielen unterschiedlichen Ereignisse ständig auf hohem Niveau gehalten. Allerdings ebbt die Story zum Schluss etwas ab und hätte hier meiner Meinung nach schneller zum Ende kommen können.
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Alles in allem ist Barbara Wood wieder einmal ein bildhafter, farbenprächtiger Roman gelungen, der einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht.

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Tags: 1945, ägypten, amira, ausland, drei lebenswege, entwurzelt, familie, flucht, frauen, fremde, fundamentalismus, gärten kairos, gefahr, herrscherin, jasmina, kairo, khadija, lebensart, lebenssicht, lebenswege, liegen, paradies, persönlich, tänzerin, unkonventionell, unterschiedlich, vergangenheit, vergraben, westliche, westliche lebensart, wüstensand   (31)
 

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alexandra, anschmiegsam, antreten, aufwachsen, band 3, eigenwillig, enkelin, epoche, erbe, familiensinn, felicia lavergne, freiheitsdrank, idylle, kühl, politische unruhen

Die Stunde der Erben, Sonderausgabe

Charlotte Link
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.12.1999
ISBN 9783764500825
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: alexandra, anschmiegsam, antreten, aufwachsen, band 3, eigenwillig, enkelin, epoche, erbe, familiensinn, felicia lavergne, freiheitsdrank, idylle, kühl, politische unruhen, sturmzeit, sturmzeit-trilogie, träumerisch, überlebenswille, umbruch, verlieren, zärtlich   (22)
 

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Sturmzeit

Charlotte Link
Flexibler Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.08.1991
ISBN 9783442410668
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: 1914, 1. band, 1. weltkrieg, band 1, bewegende zeit, beziehungen, degnelly, europa, familiengut, felicia, flucht, frauenroman, große liebe, harte zeit, idylle, ostpreußen, plänkeleien, realistät, sommer, sturmzeit-trilogie, traum, verlassen   (22)
 

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Wilde Lupinen

Charlotte Link
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.09.2010
ISBN 9783442426034
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 1938, 2. band, 2. weltkrieg, band 2, belle, belle lombard, berlin, chaos, deutschland, ehrgeizig, felicia, filmstudio, gefühle, interessen, jung, krieg, mann, pläne, politik, rücksichtslos, sturm, sturmzeit-trilogie, unternehmerin, verteidigen, weitverzweigt   (25)
 

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charlotte link, deutschland, die sünde der engel, england, erkennen, erschüttern, erste liebe, familie, familiengeheimnis, familienmitglieder, frankreich, große liebe, janet beerbaum, jungen, zwillinge

Die Sünde der Engel

Charlotte Link
Flexibler Einband: 319 Seiten
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442457731
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Engländerin Janet Beerbaum lebt mit Ehemann Philipp und Sohn Mario in Hamburg. Ihr zweiter Sohn Maximilian lebt seit sechs Jahren in einer psychiatrischen Klinik und soll nun entlassen werden. Da Philipp sich weigert, den 24-jährigen Zwillingsbruder von Mario wieder bei sich aufzunehmen, fliegt Janet nach England, um von hier weiter nach Edinburgh zu reisen. Dort gibt es eine Einrichtung, welche straffällig gewordenen jungen Erwachsenen einen Therapieplatz bietet. Doch Janet ist mit dieser Entscheidung nie einverstanden gewesen, bleibt in England und trifft sich dort wieder mit ihrer Jugendliebe Andrew. Währenddessen entschließt sich Mario, zusammen mit seiner Freundin Tina in das Ferienhaus der Familie in der Provence zu reisen. Eine verhängnisvolle Reise, die sich für die Familie Beerbaum als Alptraum entwickeln soll.

 

Vor Problemen ist Janet schon immer davongelaufen, in der Hoffnung, dass diese sich irgendwann von selbst lösen. So verfährt sie nun auch mit ihrer Großbritannien-Reise. Janet liebt ihre Zwillinge abgöttisch und Maximilian in die Einsamkeit Schottlands zu verbannen, ist für sie undenkbar. Die Ehe mit Philipp ist auch nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen, was liegt also näher, als wieder Kontakt mit Exfreund Andrew in London aufzunehmen. Kurzerhand zieht sie bei ihm ein und verdrängt erfolgreich die Probleme in ihrer Familie. Doch auch Philipp geht Schwierigkeiten am liebsten aus dem Weg. Nach den Geschehnissen von vor sechs Jahren, die Maximilians Einweisung in eine psychiatrische Klinik zur Folge hatten, wurde kurzerhand der Wohnsitz von München nach Hamburg verlegt und Mario ist fortan ein Einzelkind.

 

Die Geschichte beginnt recht interessant und neugierig machend. Einige Zeit weiß man nicht, welche Geschehnisse für die derzeitige Situation von Maximilian verantwortlich sind, doch man kann sich dies recht bald denken. Und auch Mario verhält sich nicht gerade normal. In ihrer Naivität übersieht Tina dies, doch ihrer Freundin Dana ist Mario nicht geheuer und auch Tinas Vater mag den Jura-Studenten nicht. Doch da Tina volljährig ist, muss er es notgedrungen hinnehmen, dass Tina mit Mario in das Ferienhaus nahe Grasse/Provence reist. Obwohl Tina schon mehrere Monate mit Mario zusammen ist, fällt ihr erst auf der Fahrt nach Frankreich auf, dass das Verhalten ihres Freundes manchmal recht seltsam ist.

 

Zwar ist die Story durchweg recht spannend angelegt und keine Frage, Charlotte Link kann Geschichten fantastisch erzählen, doch entwickelt sich diese mit der Zeit recht konfus und unglaubwürdig und konnte mich bis zum Schluss nicht restlos überzeugen. Grund hierfür war das unverständliche Verhalten von Janet und Philipp, die in dem Roman Vogel-Strauß-Politik betreiben und absolut unfähig sind, sich Problemen zu stellen und lange Zeit verantwortungslos handeln. Auch die Naivität von Tina war für mich nicht restlos überzeugend, auch wenn Charlotte Link oftmals darauf hinweist, dass Tina sehr behütet aufwuchs. Außerdem bleiben einige Handlungsstränge unvollendet, insbesondere der von Dana, Tinas bester Freundin. Aber auch das Verhalten von Andrew in der Schlussszene war für mich nicht recht nachvollziehbar, auch wenn die Autorin seine Beweggründe darlegt. Aber als Inspector bei Scotland Yard hätte er hier umsichtiger handeln müssen. Ob er irgendwelche Konsequenzen aus seinem Verhalten befürchten muss, bleibt ebenfalls offen.

 

Die Hintergründe zu den Zwillingen, um die sich die ganze Geschichte dreht, bleiben nicht lange verborgen, da Charlotte Link früh und mehrmals darauf hinweist, wie eng und intensiv die Beziehung zwischen Mario und Maximilian ist. So kann das spätere Verhalten von Janet  ihren Ehemann, aber nicht den Leser verwirren. Demzufolge ist auch der Showdown in der Provence durchaus vorhersehbar, zumal die Protagonisten in ihren Handlungen jederzeit berechenbar bleiben.

 

Fazit: Unterhaltsam erzählte, jedoch nicht durchweg nachvollziehbare Story mit unsympathischen Protagonisten, die in ihren Handlungen sehr vorhersehbar agieren.

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Tags: charlotte link, erkennen, erschüttern, familienmitglieder, große liebe, janet beerbaum, katastrophe, leben, mario, maximilian, schatten, söhne, verfolgen, vergangenheit, verzeichten, zwillinge   (16)
 

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abrechnung, alte freunde, david, deutschland, dramatisch, egoismus, ehrgeiz, einladung, enthüllung, erinnerungen, erschossen, ferien, freundschaft, liebe, psychothriller

Schattenspiel

Charlotte Link
Flexibler Einband: 523 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.01.2006
ISBN 9783442461813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: 1990, abrechnen, amerikanische industrie-imperium, arbeitszimmer, auseinandersetzung, aussprachen, bizarr, david, david bellino, dramatisch, egoismus, ehrgeiz, einladung, erinnerungen, erschossen, ferien, freundschaft, geliebte, jugendtage, kaleidoskop, lebensbrüder, liebe, neujahrsnacht, pläne, quälen, schicksale, sehnsucht, skrupellos, verhöre, vier freunde, zertört   (31)
 
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