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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hexe, der fluchsammler, papierverzierer verlag, magie, entfluchen

Der Fluchsammler

Ann-Kathrin Karschnick
Flexibler Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 26.08.2017
ISBN 9783959629065
Genre: Fantasy

Rezension:

Charaktere:

Die beiden Protagonisten waren ganz klar Vincent und Elisabeth. Aber ein weiterer wichtiger Charakter war Magda, die irgendwie auch der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte war.

Vincent ist 125 Jahre alt und hat seinen Dienst bei Magda beinahe beendet. Er ist ein guter Nahkämpfer, ein passabler Einbrecher, da er mit seinen Dietrichen fast jedes Schloss geknackt bekommt, und ist auch auf dem neuesten Stand der Technik. Er liebt das Internet, da es seine Recherchen um einiges vereinfacht. Ansonsten ist er sehr einsam und irgendetwas ist in seiner Vergangenheit geschehen, das ihn verbittert hat. Er ist ein sehr mysteriöser Charakter, den man nicht wirklich einschätzen kann.

Elisabeth ist Mitte Zwanzig und war eine sehr erfolgreiche Streetworkerin. Sie hat Menschen in Not geholfen und war eine lebensfrohe Person. Zumindest bis sie verflucht wurde. Am Anfang wollte sie natürlich nicht wahrhaben, dass sie für den Tod dutzender Menschen verantwortlich ist, aber mit der Zeit hat sie sich immer weiter zurückgezogen und den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen. Sie leidet sehr an ihrem Fluch und ist auch äußerst misstrauisch Fremden gegenüber, aber wer wäre das nicht in ihrer Situation?

Magda wiederum ist eine uralte Hexe, die schon so einiges gesehen und miterlebt hat. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, verfluchte Menschen von ihrem Leid zu erlösen. Sie ist tollpatschig, eigensinnig und mit der modernen Welt ziemlich überfordert. Dafür hat sie aber ein freches Mundwerk und Nerven wie Stahlseile. Egal wie brenzlig die Situation ist, sie bleibt ruhig und handelt bedacht. Eine Eigenschaft, die sie wohl ihren langjährigen Erfahrungen zu verdanken hat.

Handlung:

Der Spannungsbogen baut sich erst nach und nach auf, und wie bei einem Puzzle ergibt sich das Gesamtbild erst im Laufe der Handlung. Diese verläuft, zumindest bis auf die letzten Kapitel, nicht sonderlich rasant, sondern es wird langsam und stetig auf das große Finale hingearbeitet.

Die Autorin hat es geschafft immer wieder Momente einzubauen, bei denen man Vermutungen über den weiteren Verlauf anstellen konnte, aber man konnte sich nie ganz sicher sein. Erst als der richtige Zeitpunkt gekommen war, wurden die einzelnen Rätsel gelöst und die Fragen aufgeklärt. Allerdings muss ich auch sagen, dass eine meiner Fragen nicht zu meiner Zufriedenheit beantwortet wurde. Da hat noch eine Kleinigkeit gefehlt, die für mich allerdings essentiell war. Das war für mich ein kleines Manko.

Auch das Ende hat mich ein wenig überrascht, da ich mit diesem Antagonisten nicht gerechnet habe. Ebenso wenig mit der Richtung, in die sich das Buch entwickelt hat. Das ist aber durchaus positiv zu sehen, denn ich werde gerne überrascht. Alles in allem ist es wirklich ein gelungenes Buch mit tollen Protagonisten und einer durchdachten und interessanten Geschichte.

Fazit: „Der Fluchsammler“ schafft es die Elemente von Fantasy und Krimi in einer interessanten und spannenden Handlung zu vereinen. Es gibt einige unerwartete Wendungen und Überraschungen. Die Grundstimmung ist relativ düster, aber mit Sarkasmus und schwarzem Humor wird die Sache ein wenig aufgelockert. Eine weitestgehend durchdachte Geschichte mit einem kleinen, aber umso wichtigeren Manko.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Goodbye, Moskau

Wladimir Kaminer , Wladimir Kaminer
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Erschienen bei Random House Audio, 20.02.2017
ISBN 9783837137194
Genre: Romane

Rezension:

Wladimir Kaminer ist ein russischer Auswanderer, der schon seit mehreren Jahren in Deutschland lebt. In diesem Hörbuch erzählt er verschiedene Geschichten über Russland und die dortige Bevölkerung. Die Themen sind dabei ganz unterschiedlich und reichen von familiären Erlebnissen, über Geschichten aus seiner Zeit in der russischen Armee, bis zum weltpolitischen Geschehen. Man darf sich darunter aber weder eine Gesellschaftskritik, noch eine Meinung zu Putins Politik erwarten. Dennoch gibt es einige Anmerkungen zur Politik und auch zum russischen Präsidenten.

Man begleitet Wladimir Kaminer in sein Herkunftsland und erfährt die Meinung der russischen Bevölkerung zu den verschiedensten Themen. Unter anderem sieht man auch die Ukraine-Krise aus deren Blickwinkel, was ziemlich interessant ist.

Meine Meinung:

Insgesamt kann für die Dauer dieses Hörbuchs die Welt aus anderen Augen betrachten und lernt die Menschen besser kennen. Das Buch kann zum Nachdenken anregen, aber man kann es auch einfach nur zur Unterhaltung anhören und sich über die lustigen Geschichten amüsieren. Man erfährt ebenfalls einiges über die Mentalität der Russen und wie sie zu ihrem eigenen Land sowie zum Rest der Welt stehen. Da der Autor das Buch selbst vorliest hat man auch gleich einen tollen russischen Akzent, der das Hörerlebnis noch steigert.

Mir hat es gut gefallen etwas “Insiderwissen” zu erhalten, auch wenn ich über einige Geschichten den Kopf schütteln musste, da sie doch etwas skurril waren. Andererseits gibt es diese Art von Geschichten auch zuhauf in Deutschland. Das beweist Wladimir Kaminer auch gleich, denn zwei der Kurzgeschichten finden in Berlin statt. In diesen beschreibt er die Mentalität der Menschen seiner Wahlheimat aus der Sicht eines Russen.

Fazit zu „Goodbye, Moskau“:

Insgesamt war „Goodbye, Moskau“ ein klasse Hörbuch. Es besticht sowohl mit seinem Unterhaltungsfaktor, als auch mit seinen Gedenkanstößen. Leider war es etwas kurz. Ich hätte dem Autor noch viel länger zuhören können.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

amanda, thriller-roman, mary higgins clark, jeff

Und niemand soll dich finden

Mary Higgins Clark , Alafair Burke , Karl-Heinz Ebnet , Michou Friesz
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 25.04.2017
ISBN 9783837138009
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Vor über fünf Jahren ist Amanda Pierce am Vorabend ihrer Hochzeit spurlos verschwunden. Es gab viele Gerüchte und Spekulationen darüber, was mit ihr geschehen ist, aber das Verbrechen wurde nie aufgeklärt. Während die meisten ihrer Angehörigen wieder ins Leben zurückgekehrt sind, hat ihre Mutter nie aufgehört nach ihr zu suchen. Deshalb wendet sich Sandra Pierce auch an die Produzentin Laurie Morain. Diese hat mit ihrer Sendung “Unter Verdacht” schon einige ungeklärte Fälle wieder aufgerollt und gelöst. Zuerst bezweifelt Laurie, dass die ganze Sache etwas bringt, aber schon nach kurzer Zeit ist sie Feuer und Flamme für das Thema. Besonders da sich alle Beteiligten ohne große Diskussionen bereit erklären bei der Sendung mitzumachen.  Wird Laurie es schaffen den Fall zu lösen oder bleibt der Fall Amanda für immer im Dunkeln?

Charaktere:

Der Hauptcharakter ist Laurie Morain, die Produzentin von “Unter Verdacht”. Ihr Ehemann ist vor Jahren ermordet worden und der Täter wurde lange nicht gefunden. Deshalb hat sie angefangen sich für Verbrechen zu interessieren und ihr Vater, ein ehemaliger Polizist, ist an ihrem Erfolg nicht ganz unschuldig. Mit ihrem Format und einem New Yorker Staranwalt hat sie schon einigen Familien geholfen endlich Frieden zu finden. Sie hat den Tod ihres Ehemannes und Vater ihres Sohnes nie vollständig überwunden und ist auch oft unsicher, was ihre Gefühle betrifft. Ansonsten ist sie ein Workaholic und eine ziemlich gute Ermittlerin. Etwas, dass sie anscheinend von ihrem Vater geerbt hat.

Ansonsten gibt es noch unzählige andere Charaktere. Der Ex-Freund von Amanda, der ein Jahr nach deren Verschwinden ihre beste Freundin Megan geheiratet hat. Die Familie der Verschwundenen mit einem Vater, der nur für seine Firma lebt, der Mutter, die alles daran setzt ihre Tochter zu finden, sowie einem jüngeren Sohn, der seinen eigenen Weg gegangen ist und einer älteren Tochter, die eifersüchtig auf ihre Schwester war, da dieser alles in den Schoß gefallen ist. Das ist nur ein Bruchteil der Figuren und an dieser Stelle höre ich auch auf, da es sonst zu viel wird.

Die Handlung:

Marry Higgings Clark und Alafair Burke haben es geschafft einen wirklichen Irrgarten zu erzeugen, in dem sich nicht nur ihre Protagonistin, sondern auch die Hörer verirren. Die wichtigste Frage ist natürlich: Ist Amanda einfach nur verschwunden und führt irgendwo auf der Welt unter anderem Namen ein neues Leben, oder wurde sie Opfer eines Verbrechens? Laurie versucht das herauszufinden und verfängt sich in einem Netz aus Widersprüchen. Für einen Mord gibt es mehrere Verdächtige und ebenso viele Motive, die von Hass über Neid bis zu einfacher Geldgier reichen. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die jemand anderen belasten, neue Aussagen, die wieder alles ganz anders erscheinen lassen, und bis zum Ende wusste ich nicht, was nun wirklich geschehen war. Das hat mir wirklich gefallen und war auch das Beste an der Geschichte, denn ein Thriller war die Geschichte leider nicht. Höchstens die letzten 45 Minuten kann man so bezeichnen, aber bei einem Hörbuch, das fast 7 Stunden Laufzeit hat, ist das einfach zu wenig. Das Ende hat mich auch eine Weile beschäftigt, weil ich mir lange nicht sicher war, ob es mir gefällt. Es war dann doch ganz anders als ich erwartet habe. Hier und jetzt kann ich aber sagen, dass es schon ganz passend ist und meiner Meinung nach auch zu diesem Roman passt.

Die Sprecherin:

Michou Friesz machte ihre Sache sehr gut. Sie versucht sogar mehr Spannung aufzubauen, als die Geschichte eigentlich her gibt. Sie hat eine angenehme Stimmfarbe, der man lange zuhören kann, ohne dass es anstrengend wird. Eine wirklich gute Wahl.

Fazit: „Und niemand soll dich finden“ hat eine sehr dichte und komplexe Handlung. Das hat mir einerseits gefallen, andererseits fehlte mir einfach die Spannung, die einen Thriller ausmacht.

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920 Bibliotheken, 21 Leser, 3 Gruppen, 142 Rezensionen

liebe, mobbing, klassentreffen, mhairi mcfarlane, freundschaft

Vielleicht mag ich dich morgen

Mhairi McFarlane , Karin Dufner , Ulrike Laszlo
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426516478
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Aureliana Alessi hatte es in ihrer Teenagerzeit nicht einfach. Sie war ziemlich übergewichtig und hatte einen ganz speziellen Kleidungsstil, sodass sie schnell zur Außenseiterin wurde. Ihre Mitschüler haben sie jahrelang gemobbt und zum Schluss hat sie auch noch James, der coolste Junge der Schule und Aurelianas heimlicher Schwarm, vor der ganzen Schule bloßgestellt. Sie wollte nie wieder etwas mit diesen Idioten zu tun haben. Jahre später hat sie ihren Namen in Anna geändert, alle überflüssigen Pfunde verloren und ist zu einer wahren Schönheit herangereift. Aber ihre Vergangenheit quält sie noch immer. Deshalb will sie auch nicht auf das Klassentreffen ihrer alten Schule gehen, aber ihre beste Freundin Michelle schafft es doch sie zu überreden. Beim Klassentreffen erkennt sie niemand, aber sie erkennt James und kurz darauf müssen sie auch noch unerwartet beruflich zusammenarbeiten. Anna ist skeptisch und bleibt auf Distanz, doch mit viel Witz und Charme schafft es James – immer noch unwissend – sie nach und nach für sich zu gewinnen. Zumindest bis auch er die Wahrheit über ihre Identität erfährt.

Charaktere:

Anna hat das jahrelange Mobbing und die Demütigung ihrer Mitschüler auch nach vielen Jahren noch nicht überwunden und ist oftmals ziemlich unsicher. Sie ist ein herzensguter Mensch, der aber jedem ihre Meinung sagt und oft auch sehr sarkastisch und zynisch ist. Sie ist auf der Suche nach dem perfekten Partner und versucht es über einer Datingseite im Internet. Aber leider war noch nicht der Richtige dabei und Anna fragt sich langsam ob sie nicht zu wählerisch ist. Ansonsten ist sie eine begeisterte Dozentin an der Universität im Fach Geschichte. Ihr Spezialgebiet ist die Geschichte der Kaiserin Theodora von Konstantinopel.

James ist in einer Werbeagentur tätig, ist verheiratet und hat ein ziemlich mürrischer Zeitgenosse. Seine Frau Eva betrügt ihn mit einem Jüngeren und auch in der Agentur gibt es genügend Leute, die er nicht ausstehen kann. Alles in allem gab es schon bessere Tage in seinem Leben. Er lässt sich jedoch nicht unterkriegen und mit coolen Sprüchen, aber auch jeder Menge Verständnis und Feingefühl, versucht er alle Hürden zu überwinden.

Neben den beiden Hauptcharakteren muss ich noch Annas beste Freundin Michelle erwähnen, die mit ihrer gnadenlosen Ehrlichkeit, lustigen Sprüchen und einem ziemlichen Sturkopf wirklich zu überzeugen weiß.

Die Handlung:

Mir hat vor allem das Zusammenspiel von Anna und James sehr gut gefallen. Es gab einige Höhepunkte und dann auch wieder Tiefpunkte. Eine mitreißende Gefühlsachterbahn, die allerdings mit ihrem Humor zu überzeugen wusste. Einige flotte Sprüche, gepaart mit jeder Menge sarkastischer Aussagen, ergeben eine perfekte Mischung. Leider hat man das Hin und Her zwischen den beiden etwas zu weit getrieben, sodass es am Ende doch einige Längen hatte. Auch der Schluss hat mir nicht wirklich gefallen, da ich mir dann doch noch etwas mehr Dramatik gewünscht hätte. Wenn man schon eine etwas unerwartete Wende einbaut, sollte man diese auch nicht einfach verpuffen lassen. So hat es leider eher danach ausgesehen noch ein paar Seiten zu füllen, die eigentlich unnötig gewesen wären.

Der Stil:

Das Buch ist in einem wirklich schönen und leichten Stil geschrieben, sodass man gut in die Geschichte eintauchen und mit James und Anna mitfiebern kann. Die ersten Seiten habe ich wirklich verschlungen und hätte die Handlung am Ende nicht abgebaut, hätte ich das Buch noch viel schneller beendet.

Fazit: „Vielleicht mag ich dich morgen“ ist eine schöne Geschichte, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Nach einem starken Anfang und einem tollen Mittelteil, hat sie zum Ende hin leider abgebaut.

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thriller

Und vergib uns unsere Schuld

Claus Cornelius Fischer , Stephan Benson
Audio CD: 6 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.03.2007
ISBN 9783785733011
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Königstag wird in Amsterdam ein Junge auf grausame Weise ermordet. Bruno van Leeuwen, der fähigste Ermittler der Amsterdamer Polizei, übernimmt mit seinem Team den Fall. Lange tappen sie im Dunkeln, denn sie können kein Motiv ausfindig machen. Zusätzlich muss sich Bruno noch mit der fortgeschrittenen Demenz seiner Frau beschäftigen, was ihm weiter zusetzt. Die Lage spitzt sich zu, sein Vorgesetzter will Ergebnisse sehen und die spärlichen Indizien weisen auf das Krankenhaus hin, in dem auch Brunos Frau behandelt wird. Wie wird sich die Sache aufklären?

Charaktere:

Eigentlich mag ich ja eigenwillige Charaktere und Ermittler, welche die Gesetze ab und zu etwas zurechtbiegen. Aber mit Bruno bin ich irgendwie nicht richtig warm geworden. Er ist mir fast ein bisschen zu eigensinnig und macht eigentlich nur das, was er will. Ich kann zwar verstehen, dass er ziemlich unter Druck steht, und dass die Situation mit seiner Frau auch nicht leicht ist, aber einige Dinge, die er sich leistet, müssen einfach nicht sein. Als er dann mal seine Grenzen aufgezeigt bekommt, wird er als der Missverstandene porträtiert und sein Vorgesetzter als der Idiot des Jahrhunderts. Allgemein fand ich die Darstellung der Amsterdamer Polizei äußerst traurig, denn es hatte den Anschein als würde ohne Bruno nichts, aber auch rein gar nichts funktionieren. Ja, er mag der fähigste Ermittler sein, aber trotzdem kann nicht alles den Bach runter gehen, nur weil er Mal nicht da ist. Die Verbrecher Amsterdams freuen sich wahrscheinlich immer, wenn er mal im Urlaub ist….

Die Handlung:

Die Handlung war ganz interessant und auch recht gut durchdacht. Nur hätte man die Sache meiner Meinung nach auch etwas kürzer fassen können. Ein Handlungsstrang hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen, denn er hatte meiner Meinung nach keinen weiteren Nutzen, als einige Seiten zu füllen. Gut, vielleicht ergibt die ganze Sache in den kommenden Fällen einen Sinn, sollte sie wieder aufgegriffen werden. Aber rein für dieses Buch war es unnütz. Der Spannungsbogen war, bis auf eine Stelle, auch eher niedrig, sodass ich doch überrascht war, dass das Buch als Thriller eingeordnet wurde. Also an dem Nervenkitzel lag es sicherlich nicht. Alles in allem ziemlich mau und hat mich nicht wirklich überzeugt.

Der Sprecher:

Stephan Brenson machte seine Sache richtig gut, besonders wenn man bedenkt, dass Eigennamen und Straßennamen korrekt ausgesprochen wurden. Auch hat mir seine Stimmfarbe sehr gefallen und welche Variationen er für die einzelnen Charaktere verwendet hat.

Fazit: „Und vergib uns unsere Schuld“ ist eher ein Krimi, mit einem eigenwilligen Kommissar, der für mich etwas zu oft seine Kompetenzen überschreitet, als ein Thriller. Auch die Handlung war nicht wirklich mitreißend und hätte an einigen Stellen gekürzt werden können.

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hörspiel

Scarlet und der Zauberschirm — Die wundersame Reise durch die Nacht

Cerrie Burnell , Anne Braun , Cathlen Gawlich
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 22.05.2017
ISBN 9783837138160
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt:

Scarlet lebt bei ihrer Großtante Cassy in einem Wolkenkratzer in der Wolkenstadt. Sie ist unglaublich musikalisch und so talentiert, dass sie jedes Instrument sofort beherrscht. Außerdem besitzt sie einen magischen Zauberschirm mit dem sie und ihre Freunde öfter umherfliegen und Abenteuer erleben. Eines Abends treffen Scarlet und ihre Freunde auf eine Sturmbringerin, die durch die Wolken tanzt und sie auf den Zirkus der Träume aufmerksam macht. Dieser Zirkus ist magisch und man weiß nie, wann und wo er auftaucht und wann er wieder verschwindet. Natürlich machen sich die Kinder schnellstmöglich auf den Weg und finden im Zirkus eine Spur zu Scarlets Eltern, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Charaktere:

Protagonistin ist eindeutig Scarlet, die der Reihe auch ihren Namen gibt. Sie ist ein aufgewecktes und freundliches Mädchen, dass sehr musikalisch und tierlieb ist. Ihr Kater Mitternacht war eines Nachts plötzlich in ihrem Zimmer und sie hat ihn sofort aufgenommen. Der fast blinde Nat ist ein sehr guter Freund von Scarlet. Eines Tages hat er einen jungen Wolf gefunden und da er ihn für einen Hund gehalten hat, einfach mit nach Hause genommen. Smokey, der Wolf, ist jetzt schon ziemlich groß und sein ständiger Begleiter, außerdem ersetzt er ihm die Augen und beschützt ihn. Dann gibt es noch Lisa und ihren großen Bruder Freddy, dem immer wieder neue Geschichten und Gedichte einfallen. Wie man sieht, ein ziemlich bunter Haufen, der sehr sympathisch ist.

Die Handlung:

Die Handlung gleicht eher einem Märchen und hat mir wirklich gut gefallen, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich für die Zielgruppe geeignet ist. Der Anfang ist wirklich zauberhaft, aber mit der Zeit wird es doch etwas Gruseliger und es gibt auch Situationen, die für einen 5-jährigen wahrscheinlich nicht wirklich verständlich sind. Es gibt auch kein richtiges Happy End, auch wenn alle mehr oder weniger glücklich sind. Die Geschichte ist wirklich schön, hat ihre Höhen und Tiefen und auch die ein oder andere Wendung.

Sprecher und Aufbereitung:

Cathlen Gawlich muss man wirklich ein Lob aussprechen, denn sie haucht den Charakteren Leben ein. Außerdem bin ich wirklich verblüfft wie viele Facetten ihre Stimme hat. Es gibt ziemlich viele Charaktere und jedem hat sie eine markante Stimme mit Wiedererkennungswert gegeben. Ein weiteres schönes Detail ist die musikalische Untermalung. Musik hat in dem Hörbuch einen großen Stellenwert und deshalb gibt es immer wieder Szenen, in denen man Musik im Hintergrund hören kann.

Fazit: „Die wundersame Reise durch die Nacht“ ist ein sehr gelungenes Hörbuch mit einer märchenhaften Geschichte. Eltern sollten das Hörbuch trotzdem vorher hören und überlegen, ob sie es ihren Kindern schon zumuten, da es doch einige schwierigere Themen gibt.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Jünger des Teufels

Glenn Meade , Karin Meddekis , Mechthild Grossmann
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.09.2015
ISBN 9783838778303
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Kate Moran ist eine Agentin des FBI und hat es endlich geschafft den sogenannten “Jünger des Teufels” zu schnappen. Constantine Gemal ist ein Serienkiller, der unzählige Doppelmorde verübt hat. Unter anderem hat er auch Kates Ehemann und ihre Stieftochter auf dem Gewissen. Vor seiner Hinrichtung durch die Todesspritze, droht er Kate, dass er zurückkehren und sich an ihr rächen wird. Natürlich war allen klar, dass dies nur das Gerede einen durchgeknallten Psychopathen ist, aber keine 48h nach seinem Tod geschehen weitere Morden nach genau demselben Schema. Kate, die sich eigentlich erholen wollte, übernimmt erneut die Ermittlungen und ein irres Katz- und Mausspiel entbrennt, denn plötzlich steht sie ebenfalls im Kreis der Verdächtigen. Immerhin ist Gemal tot, oder etwa doch nicht?

Charaktere:

Die Geschichte ist größtenteils aus Kates Sicht geschrieben, so dass der Hörer an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben kann. Aber für einige kurze Szenen verfolgt man das Geschehen auch aus der Sicht des “Jünger des Teufels”. Kate ist eigentlich eine starke Persönlichkeit, die in ihrem Job aufgeht und alles dafür gibt. Aber nach der Verhaftung von Gemal will sie einfach nur Ausspannen. Sie ist gestresst, völlig fertig und hätte am liebsten einige Tage frei, was ihr natürlich nicht gegönnt wird. Sie hat einen ziemlichen Dickkopf, lässt sich nicht gerne etwas vorschreiben, hat aber einen hervorragenden Spürsinn. Einerseits sind diese Eigenschaften nicht schlecht, andererseits verleiten sie Kate oft dazu enorme Risiken einzugehen und nicht immer die besten Entscheidungen zu treffen. Sie war mir sympathisch, hatte aber auch ihre Fehler und Eigenheiten.

Die Handlung:

Die Handlung war durchdacht und sehr spannend zu verfolgen, denn bis zum Ende hin war ich mir nie vollkommen klar, wie sich das Ganze auflösen wird. Ich hatte meine Vermutungen, denn der Autor hat ein paar Hinweise eingebaut, aber zu einem vollständigen Ergebnis bin ich nie gekommen. Außerdem gab es ab Ende noch eine überraschende Wende, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Das hat mir wirklich gut gefallen. Leider hatte die Handlung auch ein paar Schwächen, denn einige Szenen waren ziemlich unglaubwürdig und ein Charakter vollkommen überzogen. Verletzter Stolz und Neid sind eine Sache, aber was dieser Agent abgezogen hat, war völlig daneben. Zusätzlich konnte er tun und lassen was er wollte, wurde er auch noch von allen Kollegen unterstützt und gedeckt, obwohl angeblich keiner seinen Aussagen glaubte.

Die Sprecherin:

Mechthild Großmann hat eine sehr eigene Stimme und am Anfang dachte ich sogar, dass ein Mann das Hörbuch sprechen würde. Diese tiefe Stimme hat zwar sehr gut zur Thematik und Atmosphäre gepasst, war aber am Anfang schon etwas gewöhnungsbedürftig. Besonders da es eben eine Protagonistin ist, die sie die meiste Zeit verkörpern musste. Als meine anfängliche Irritation schließlich vorüber war und ich mich darauf einlassen konnte, hat es mir trotzdem sehr gut gefallen.

Fazit: „Der Jünger des Teufels“ ist ein actionreicher Thriller mit ein paar Schwächen, aber einer interessanten Story. Ich habe mich, nachdem ich mich an die Stimme gewöhnt hatte, gut unterhalten gefühlt und kann es für Thrillerfans empfehlen

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Der Meister und Margarita

Michail Bulgakow , Thomas Thieme , Jürgen Hentsch , Daniel Minetti
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 08.10.2009
ISBN 9783867174534
Genre: Klassiker

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Im Moskau der 1930er Jahre ist im wahrsten Sinne des Wortes der Teufel los. Denn der Satan höchstpersönlich gibt sich, zusammen mit seinen Spießgesellen, die Ehre, der russischen Hauptstadt einen Besuch abzustatten. Mitten in der Karwoche taucht er auf, denn sein alljährlicher Satansball soll in einer Moskauer Wohnung stattfinden. Aber wo der Teufel ist, ist das Unheil nicht weit und so erleben die Moskauer die ein oder andere Böse Überraschung. Mitten in diesem Trubel sucht die unglücklich verheiratete Margarita ihre wahre Liebe, die vor einiger Zeit urplötzlich verschwunden ist. Eine satirische Geschichte voller Liebe, Tragik, Komik und vielem mehr.

Charaktere:

Es ist wirklich schwierig zu sagen, wer nun die Protagonisten waren, denn etwa die Hälfte der Geschichte war vorüber, als zum ersten Mal die titelgebenden Figuren aufgetaucht sind. Das hat mich anfangs wirklich irritiert, denn es verschwand eine CD nach der anderen im Player, aber warum das Buch nun Meister und Margarita heißt, war mich lange nicht klar. Im Nachhinein kann ich aber trotzdem sagen, dass der Titel recht gut gewählt ist, denn zumindest in der zweiten Hälfte der Geschichte nimmt ihr Handlungsstrang eine sehr wichtige Rolle an. Zuvor war eher der Schabernack der Helfershelfer des Teufels die führende Thematik und wie sie die Ruhe und Ordnung der russischen Hauptstadt massiv gestört haben. Man muss diese Art von Humor mögen, aber ich habe mich über einige Aktionen hervorragend amüsiert und vor allem das Gespann Korowjew und Behemoth habe ich wirklich lieb gewonnen.

Die Handlung:

Diese Geschichte ist anders, denn sie hat enorm viele Facetten. Es besticht durch seine Tiefe, seinen tiefschwarze Humor, aber auch durch die Geschichte zweier Liebenden, denen das Leben schwer mitgespielt hat. Neben einen Handlungsstrang in Moskau, gibt es noch einen Zweiten der eine philosophische Abhandlung der letzten Tage von Jesus von Nazareth ( im Buch Jeschua) darstellt. Im Verlauf des ersten Handlungsstrangs erfährt man, dass der Zweite ein Auszug aus dem Buch des Meisters ist. Man hat also eine Geschichte in der Geschichte. Mehr will ich auch gar nicht erzählen, da ich sonst zu viel verrate. Neben der Liebesgeschichte mit ist das Buch vor allem eine Gesellschaftskritik Moskaus der 1930er Jahre, in denen einige Dinge auf Korn genommen werden.

Zum Hörbuch:

Es ist sicherlich kein Hörbuch, welches man mal zwischendurch hört, denn allein seine enorme Länge von über 10 Stunden lässt das nicht zu. Außerdem muss man sich schon ziemlich konzentrieren, denn es gibt eine Vielzahl von Charakteren, die man auseinander halten muss. Durch die russischen Namen, von denen zwei auch noch relativ ähnlich waren, war das oftmals leichter gesagt als getan und ich muss sagen, das ist ein Grund warum ich lieber das Buch gelesen hätte. In einem Buch kann man schnell mal ein paar Seiten zurückblättern und sich noch einmal vergewissern, wer nun wer war, aber die meisten CD-Player spielen nur ganze Kapitel ab und es war teilweise recht lästig sich manche Stellen ein zweites Mal anzuhören, nur um sich im Klaren zu sein, wer nun gemeint war.

Fazit: „Der Meister und Margarita“ wird nicht umsonst als der “Russische Faust” bezeichnet und hat mir wirklich gut gefallen. Für alle Freunde von Klassiker kann ich es nur empfehlen

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cousinen, renovierung, familie, das pfirsichhaus, alte häuser

Das Pfirsichhaus

Courtney Miller Santo , ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.12.2015
ISBN 9783453418509
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Die 27-jährige Lizzie steckt in einer ziemlichen Krise. Ihr Traum, ein Teil der olympischen Fußballmannschaft zu sein, ist mit ihrem zweiten Kreuzbandriss in weite Ferne gerückt. Kurz darauf erfährt sie auch noch, dass das Haus ihrer geliebten Großmutter abgerissen werden soll. Natürlich kann sie das nicht einfach so hinnehmen und mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, einige Monate in Memphis zu verbringen und das baufällige Häuschen zu renovieren. Dabei stoßen sie nicht nur auf ein gut gehütetes Familiengeheimnis, sondern müssen auch mit ihren ganz privaten Dämonen fertig werden.

Charaktere:

Die Protagonisten des Buches waren Lizzie, Isobel und Elyse, drei Cousinen, die sich eher wie Schwestern verhalten. Während Lizzie versucht hat, Fußballstar zu werden und Isobel eine Karriere als Schauspielerin angestrebt hat, wusste die ruhige und zurückhaltende Elyse nicht wirklich etwas mit sich anzufangen und hat verschiedene Karrieremöglichkeiten erfolglos durchprobiert. Als sie im Haus von Lizzie’s Großmutter zusammen kommen, hatten sie sich eine ganze Weile nicht gesehen und mussten erst wieder zueinander finden, da jede von ihnen ihre ganz eigenen Probleme hatte. Keine von den dreien ist perfekt, jede hat ihre Macken aber sie halten zusammen und versuchen neben der Lösung für ihre Probleme auch einen Weg zu finden das alte und baufällige Haus zu retten.

Handlung:

Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt, in denen jeweils eine der drei Frauen im Zentrum steht. Das mag eigentlich ganz gut sein, aber was mir leider gefehlt hat war die Tiefe der Charaktere. Es wurde zwar für jede der drei Frauen eine Geschichte entworfen, aber ihre Entwicklung ist zu blass geblieben. So wurde die Thematik mit Lizzies Bein und ihrer Teilnahme bei den olympischen Spielen, welche am Anfang des Buches eine zentrale Rolle einnimmt, mit der Zeit immer unwichtiger und wird dann als Nebenhandlung abgeschlossen, weil Elyse zu dem Zeitpunkt die zentrale Rolle inne hatte. Leider ziehen sich solche Dinge durch das gesamte Buch. Ein Problem wird aufgegriffen und verläuft sich dann, weil ein anderes wichtiger ist. Das ist zwar auch im richtigen Leben oft so, aber für mich als Leser war es ziemlich unbefriedigend, weil der Übergang immer so gewählt wurde, dass ein gleichbleibendes Spannungsniveau aufrechterhalten wurde. Die Handlung hatte keine besonderen Hoch- bzw. Tiefpunkte, sondern plätscherte so vor sich hin. Bei einem Buch mit mehr als 400 Seiten kann das ziemlich langatmig und langweilig werden.

Fazit: Für Leser die gerne Familiengeschichten bzw. Bücher, die einen Lebensabschnitt und die Bewältigung von auftretenden Problemen beschreiben, lesen, kann ich „Das Pfirsichhaus“ empfehlen, allerdings gibt sicher spannendere Bücher in diesem Bereich.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gegenwart, novelle, abenteuer, vergangenheit, mittelalter

Zeitlauscher

Markus Veith
Flexibler Einband: 110 Seiten
Erschienen bei OCM, 01.03.2016
ISBN 9783942672412
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Konrad ist ein außergewöhnliches Kind, denn er kann Stimmen hören, die sonst niemand wahrnimmt. Anfangs vermuten seine Eltern nur eine lebhafte Phantasie, aber nach einem Zusammenbruch wird klar, dass Konrad ein Zeitlauscher ist. Das heißt, dass er durch die Zeit hören und somit längst vergangene Gespräche und Aussagen verfolgen kann, welche an dem Ort, an dem er sich aufhält, gehalten wurden. Seine Eltern erkennen die Gefahr und ziehen mit ihm aufs Land zu seinem Großvater. Dort lernt Konrad über die Jahre seine Gabe zu beherrschen und kontrolliert einzusetzen. Eines Tages schnappt er etwas auf, das sein Weltbild zerstört und in seiner Wut fährt er durch die Zeit und findet die Stimme der jungen Klara, die fast 500 Jahre vor ihm gelebt hat. Schon nach kurzer Zeit merkt Konrad, dass etwas anders ist, denn nicht nur er kann sie hören, sondern Klara auch ihn! Was wird geschehen und hat sein unfreiwilliger Eingriff in die Vergangenheit weitreichende Konsequenzen?

Die Charaktere:

Durch seine Gabe ist hat Konrad nur sehr wenige Freunde, da ihn natürlich alle merkwürdig finden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass er sowieso ein Einzelgänger ist. Nur mit seiner Schwester, die er immer nur “Blume” nennt, versteht er sich richtig gut. Zumindest bis er Klara kennenlernt, mit der er bald ein Herz und eine Seele ist.

Das junge Mädchen, das 500 Jahre vor Konrad gelebt hat, ist für ihre Zeit sehr aufgeschlossen und nach dem ersten Schreck, dass sie plötzlich eine Stimme hören kann, freut sie sich immer mehr auf die Gespräche mit ihm.

Die Handlung:

Diese Handlung ist mal etwas wirklich neues und auch die Liebesgeschichte ist alles andere als 08/15. Leider ist das Buch viel zu kurz und schon bevor man richtig angefangen hat ist es auch schon wieder zu Ende. Aus einigen Stellen hätte man sicher mehr machen können, was aber nicht heißt, dass das Buch in irgendeiner Form schlecht wäre. Ganz im Gegenteil, ich war sogar ziemlich enttäuscht als ich nach viel zu kurzer Zeit am Ende angelangt war. Trotzdem gibt es einen Kritikpunkt, den ich anbringen möchte, und das ist eben das übliche Paradoxon, welches bei allen Handlungen mit Reisen oder in diesem Fall hören bzw. sprechen in die Vergangenheit auftritt. Ich möchte mich nun auch nicht weiter damit befassen, aber auf diese Sache muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen will.

Fazit: „Der Zeitlauscher“ ist eine sehr spezielle Liebesgeschichte über die Jahrhunderte. Es sind zwar nur wenige Seiten, aber dafür ist die Geschichte darin wirklich gut. Man muss allerdings das Thema Zeitreisen mögen.

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422 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, heilerin, fantasy, beschützer, touched

Touched

Corrine Jackson , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783548284422
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Remy hat eine besondere Fähigkeit. Sie kann Menschen alleine durch eine Berührung, von ihren Verletzungen und Krankheiten, heilen. Allerdings verschwinden diese Gebrechen nicht einfach, sondern werden auf ihren Körper übertragen. Als Remy nach einem Zwischenfall mit ihrem Stiefvater im Krankenhaus landet, erscheint ihr leiblicher Vater und nimmt sie mit in die kleine Stadt Blackwell Falls. Anfangs hat Remy noch einige Probleme sich einzugewöhnen, aber nach und nach fühlt sie sich richtig heimisch. Bis eines Tages der mysteriöse Asher in ihr Leben tritt. Auch er hat eine besondere Fähigkeit, die aber anders zu sein scheint als ihre eigene. Obwohl Lucy, Remys Halbwester, sie vor Asher warnt, wird Remy von dem Herzensbrecher der Schule förmlich angezogen, denn sie will unbedingt mehr über sich selbst erfahren und Asher scheint einiges zu wissen. Kann das gut gehen?

Erster Eindruck:

Ich muss sagen am Anfang war ich ziemlich skeptisch, denn durch den Klappentext, aber vor allem durch das Cover, welches mit den ganzen Schnörkel und Schmetterlingen doch sehr verspielt wirkte, dachte ich, ich hätte mal wieder eine Schnulze mit wenig Fantasy vor mir. Doch meine Befürchtungen wurden schnell zerstreut. Es gibt zwar eine Liebesgeschichte, aber diese ist weder schnulzig, noch bildet sie die Haupthandlung der Geschichte, sondern sie läuft eher nebenher. Die Geschichte ist bei weitem nicht so harmonisch wie das Cover suggeriert.

Die Charaktere:

Die Protagonistin ist ganz klar Remy, denn auch ihrer Sicht wird auch die ganze Handlung geschrieben. Trotz ihres jungen Alters ist sie schon fürs Leben gezeichnet, da ihre Familienverhältnisse äußerst schwierig sind. Sie musste schnell erwachsen werden und Verantwortung übernehmen, um überleben zu können. Außerdem ist sie enorm widerstandsfähig und stark, was sie mit ihrer Fähigkeit auch sein muss. Immerhin muss sie die Schmerzen der Menschen aushalten, die sie heilt. Allerdings hat sie eine höhere Regenerationsrate als ein normaler Mensch, so dass Knochenbrüche meist schon nach einigen Stunden verheilt sind. Alles in allem eine sympathische, aber tragische Protagonistin.

Die Handlung:

Die Grundidee hinter der Geschichte ist nicht wirklich neu, aber enorm interessant verpackt. Jede besondere Fähigkeit hat auch ihre Konsequenzen und das nicht zu knapp. Dadurch entwickelt sich eine interessante Handlung mit einem sehr ungewöhnlichen Antagonisten. Anders als vermutet ist es niemand der die Welt unterjochen will oder irgendwelche anderen hochtrabenden Ziele hat. Es ist einfach ein boshafter Mensch, dem es Spaß macht, andere zu quälen und auf Geld und Rache aus ist. Anfangs habe ich damit gehadert, denn ich dachte mir, dass da noch mehr sein muss, aber mit der Zeit fand ich die Idee richtig gut. Eben weil es anders ist und man nicht immer Größenwahnsinn braucht, um einen guten Antagonisten zu kreieren.

Der Stil

Der Stil ist schnell und einfach zu lesen und ich hatte das Buch rasend schnell durch, denn die Spannungskurve steigt während des Buches immer weiter an. Obwohl ich zuerst ziemlich skeptisch war, hat mich die Handlung mit der Zeit regelrecht gefesselt und ich habe beim Lesen vollkommen die Zeit vergessen, was mir dann eine ziemlich kurze Nacht beschert hat.

Fazit: „Der Preis der Unsterblichkeit“ ist ein rasantes und spannendes Buch mit interessanten Fähigkeiten und einem ganz speziellen Antagonisten. Für alle Freunde von Fantasy kann ich es jedenfalls empfehlen.

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271 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

england, jeffrey archer, familiensaga, historischer roman, liebe

Das Vermächtnis des Vaters

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.11.2015
ISBN 9783453471351
Genre: Historische Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kinderbuch, hund, cbj, humor

P.F.O.T.E. - Ein (fast) perfekter Hund

Bettina Obrecht , Barbara Scholz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei cbj, 06.03.2017
ISBN 9783570174180
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt in Kürze:

P.F.O.T.E ist ein (fast) perfekter Hund, der in einem Labor gezüchtet wurde. Er bellt nur einmal am Tag (es sei denn ein Einbrecher kommt) und hört meistens aufs Wort. Aber das Leben im Käfig und im kalten Labor gefällt ihm auf Dauer nicht, denn er wünscht sich nichts sehnlicher als zu einem Rudel zu gehören. Als eines Tages jemand vergisst seinen Käfig richtig zu verschließen, nutzt er die Chance und verschwindet. In der “richtigen” Welt trifft er bald auf die Geschwister Janne und Flip, die schon immer einen Hund haben wollten, und freundet sich mit ihnen an. Gemeinsam erleben sie das ein oder andere Abenteuer, denn die Wissenschaftler wollen ihren Hund natürlich zurück, um ihn der Welt präsentieren zu können. Werden sie es schaffen oder kann P.F.O.T.E ein freier Hund bleiben?

Charaktere:

Der Protagonist ist eindeutig P.F.O.T.E. Er ist ein kleiner, süßer Hund, der einfach nur eines sein will:  ein ganz gewöhnlicher Hund. Er will spielen, laufen, sich im Dreck wälzen, seinen Spaß am Leben haben und natürlich zu einem Rudel gehören. P.F.O.T.E. ist einerseits sehr schlau, aber andererseits manchmal auch ziemlich naiv, was ihn einfach liebenswert macht.

Janne und Flip sind die Kinder, mit denen sich P.F.O.T.E anfreundet und die ihn natürlich sofort in ihr Herz schließen. Die beiden wollen nämlich schon lange einen Hund, aber aufgrund der Kosten wollen sich die Eltern keinen leisten. Also spielen sie mit vielen anderen Hunden der Stadt, bis sie auf P.F.O.T.E treffen. Sie beschützen ihn und versuchen alles, damit er nicht zurück ins Labor muss.

Ein weiterer nennenswerter Charakter ist Tapf Eins. Er ist Mops, der seinen Besitzern entlaufen ist und sich für einen Wolf hält. Auch er freundet sich schnell mit P.F.O.T.E an und versucht ihm das Hundsein zu erklären. Auch wenn er ernst erscheinen will, ist seine Art meistens einfach nur sehr komisch.

Handlung:

Die Handlung ist etwas Besonderes und hat mir wirklich gut gefallen. Am Anfang war P.F.O.T.E ein wohlerzogener Hund, dem aber immer irgendwas gefehlt hat. Zuerst wusste er nicht genau was, aber als ihm die Chance gegeben wurde die Welt zu erkunden, hat er sie ergriffen und erst nach und nach erfahren, was es wirklich heißt ein Hund zu sein. Man erlebt zusammen mit ihm, was es heißt in einem Fluss zu schwimmen, einer Katze zu begegnen, Freundschaften zu schließen oder einfach nur einem Bällchen hinterherzujagen. P.F.O.T.E bemerkt, dass er, obwohl er angeblich der perfekte Hund ist, gar nicht wusste, was es wirklich heißt ein Hund zu sein. Man begleitet ihn auf seinen Abenteuern und der Flucht vor den Wissenschaftlern, die ihn natürlich wieder einfangen wollen. Es ist eine schöne und kindgerechte Geschichte mit einem tollen und lustigen Ende. Mir hat sie wirklich gut gefallen.

Illustrationen:

Ein weiterer Pluspunkt dieser Geschichte sind die schönen Illustrationen, die manchmal auch eine ganze Seite einnehmen und verschiedene Szenen darstellen, die im Buch beschrieben werden. So hat man gleich eine noch viel bessere Vorstellung vom Geschehen. Die Zeichnungen sind alle sehr detailliert und in Farbe.

Fazit:

„P.F.O.T.E. – Ein (fast) perfekter Hund“ ist ein tolles Kinderbuch mit einer spannenden Geschichte um und über einen Hund, der eigentlich gar nicht so perfekt ist, wie es am Anfang scheint. Aber das ist auch das Gute an ihm. Mich hat das Buch jedenfalls überzeugt.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

mord, psychothriller, erpressung, buch, töten

Die Poesie des Tötens

Andrea Fehringer , Thomas Köpf
Flexibler Einband: 341 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.11.2016
ISBN 9783939990277
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt in Kürze

Max West ist ein berühmter österreichischer Ghostwriter, der mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter Emma in Wien wohnt. Sein Leben könnte nicht schöner sein, als eines Tages Christopher diese Idylle zerstört. Dieser hat nämlich durch einen Komplizen die Tochter von Max entführen lassen und erpresst ihn nun, damit Max ihm ein Buch schreibt. Das Buch soll einerseits eine Biographie von Christopher sein, andererseits auch die künstlerische Darstellung von 5 Morden, die er vorhat, zu begehen. Um Max im Auge zu behalten, zieht Christopher bei ihm und seiner Frau ein und beginnt ein teuflisches Spiel. Max’ Leben wird zur Hölle, denn er hat nur sieben Wochen Zeit um einen ganzen Roman zu schreiben und seine Tochter zu retten.

Charaktere:

Mir fällt es richtig schwer die Charaktere zu beschreiben, da ich kein richtiges Gefühl für sie entwickeln könnte. Christopher ist ein psychotischer Sadist mit einer schwierigen Vergangenheit. Max, der Ehemann und Vater, der sich um das Wohl seiner Liebsten sorgt und seine Frau Livia, eine angesehene Psychologin, versuchen irgendwie durch eine Analyse ihres Peinigers eine Lösung aus der Misere zu finden. Mehr kann ich auch nicht sagen, da die Charaktere keine Zeit haben, um sich richtig zu entwickeln. Man steigt direkt ins Geschehen ein und bis zum Ende gibt es keine Pausen. Eigentlich etwas schade, aber das Buch definiert sich nicht durch seine raffinierten Charaktere, sondern eher durch die Geschichte.

Die Handlung:

7 Wochen Zeit. 5 Morde sollen geschehen und ein ganzes Buch geschrieben werden. Das sind die wichtigsten Eckpunkte der Geschichte. Wer einen langsamen und leichten Einstieg ins Geschehen will, sollte das Buch meiden, denn es geht gleich rasant und auch sehr blutig los. Die Morde sind einerseits grausam, andererseits in einem so trockenen Stil verfasst, (so) dass man mit genügend schwarzem Humor auch teilweise darüber lachen kann. Das hat mir schon recht gut gefallen, aber nach dem Dritten war irgendwie die Luft raus. Die Sache hat angefangen sich zu sehr in die Länge zu ziehen und es gab eigentlich keine Pausen im Spannungsbogen, was mit der Zeit einfach nur ermüdend war und deshalb auch oft die Wirkung verfehlt hat. Es hätten ein paar ruhigere Momente eingebaut werden können, in denen der Leser ein wenig zur Ruhe kommen kann, bevor der nächste Schritt getan wird. Auch die Spielchen, die Christopher mit Max, Livia und auch deren Freunden gespielt hat, waren am Anfang noch recht interessant und spannend, aber auch da war ziemlich schnell die Luft raus. Das ist wirklich schade, denn die Idee an sich war richtig gut.

Der Stil:

Ich mochte den trockenen und schwarzen Humor, mit dem das Buch geschrieben wurde. Das hat die ganze Sache ein wenig aufgelockert. Auch sonst kann man nichts am Stil oder der Wortwahl bemängeln. Die ersten 150 Seiten habe ich regelrecht verschlungen und hätte die Handlung mit der Zeit nicht abgebaut, hätte es wirklich zu einem Pageturner werden können.

Fazit: Wer auf blutige Morde und schwarzen Humor steht, kann „Die Poesie des Tötens“ sicherlich in die Hand nehmen und einen genaueren Blick riskieren. Aber für mich wäre etwas weniger einfach mehr gewesen, denn irgendwann war es mir einfach zu viel.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner , Christiane Marx
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 21.11.2016
ISBN 9783837136166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Charaktere:

Die ganze Handlung wird aus der Sicht von Grace erzählt, die eine enorm starke Frau ist und alles dafür tut, um ihrer Schwester zu helfen. Obwohl ihre Situation für sehr lange Zeit aussichtslos erscheint, verliert sie niemals die Hoffnung. Immer wieder schmiedet sie Pläne, um die Lage zu verbessern, auch wenn sie nicht immer funktionieren. Grace ist eine sympathische Protagonistin, mit der man mitfühlen und mitleiden kann.

Die Handlung:

Die Handlung ist in zwei Zeitstränge unterteilt, die sich immer wieder abwechseln. Die Gegenwart, mit dem aktuellen Geschehen, und die Vergangenheit. Da man irgendwo in der Geschichte beginnt, erfährt man erst nach und nach wie sich die ganze Situation entwickelt hat. Dieser Aufbau zieht sich durch das gesamte Buch und deshalb es gibt auch ab und zu Zeitsprünge in der Gegenwart, welche dann später im zweiten Handlungsstrang mit Ereignissen gefüllt werden. Man erhält immer nur stückchenweise Informationen, die sich irgendwann zu einer ganzen Geschichte zusammensetzen. Man muss diese Erzählweise mögen, sonst wird man mit diesem Buch nicht glücklich. Die Handlung war eigentlich richtig gut, aber irgendwie fehlte mir die Spannung, der Nervenkitzel, den es eigentlich bei einem Psychothriller geben sollte. Durch diverse Aussagen des Antagonisten bzw. durch dessen Verhalten fehlte mir einfach die Gefahr bzw. das drohende Unheil über allem. Was die Autorin jedoch geschafft hat ist, dass meine Vorfreude, auf die Bestrafung des Antagonisten, immer weiter wuchs. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Der Stil:

Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich es als Hörbuch gehört habe und es vielleicht als Buch besser gewesen wäre, aber die Emotionen haben mich nicht erreicht. Ich konnte die Angst und die Verzweiflung von Grace zwar logisch nachvollziehen, aber sie waren nicht wirklich greifbar. Obwohl mir sowohl der Erzählstil, als auch die Wortwahl wirklich gefallen haben. Christiane Marx hat ihre Sache sehr gut gemacht und ihr bestes gegeben, um dem Leser die Gefühle und Geschehnisse zu übermitteln.

Fazit: „Saving Grace“ ist im Prinzip eine sehr gute Geschichte, aber leider ohne allzugroße Spannung, was für mich bei einem Psychothriller eigentlich Grundvoraussetzung ist.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebesroman, liebesbeziehungen, hochzeit, weddingplaner

Sie dürfen die Braut jetzt verlassen

Cindi Madsen ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453418851
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Dakota Halifax hat es wirklich nicht einfach. Sie ist die berühmteste Weddingplanerin von Las Vegas. Jede Hochzeit ist bis aufs kleinste Detail geplant, abgesehen von ihrer eigenen. Ihr Verlobter hat sie überredet mit ihr eine Kreuzfahrt zu machen und am Strand von Jamaika zu heiraten. Sie malte sich alles so schön aus und was ist passiert? Er ist nicht aufgetaucht! Am Boden zerstört hadert sie nun nicht nur mit ihrer Berufswahl, sondern zweifelt auch noch an sich selbst. Um alles nur noch komplizierter zu machen, taucht ihr bester Freund aus Jugendtagen auf, während ihr Verlobter versucht ihr alles zu erklären und sie wieder zurückgewinnen will. Kann Dakota ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen lenken?

Charaktere:

Dakota ist eine liebevolle Perfektionistin mit einem gewaltigen Organisationstalent und einem leichten Hang zum Putzteufel. Außerdem ist sie sehr temperamentvoll und verliert ab und zu auch mal die Beherrschung. Da der Leser die Geschichte aus ihrer Sicht verfolgt, kann er auch an ihren Gedanken teilhaben und die sind manchmal echt kompliziert und widersprüchlich. Aber ihre Situation ist auch nicht einfach. Immer wieder ist sie in einem Gefühlschaos gefangen und weiß oft nicht wie sie sich entscheiden soll. Wie auch im richtigen Leben. Obwohl es nicht einfach für sie ist, hat doch eine gehörige Portion Humor – ab und zu auch schön schwarz – und ist einfach sehr sympathisch. Mir hat sie wirklich gut gefallen.

Die Handlung:

Die Grundhandlung war die einer typischen Liebesgeschichte, aber wie die ganze Sache aufgebaut wurde, und vor allem Dakotas Charakter, hat dem, Ganzen die richtige Note gegeben. Eine Weddingplanerin die Liebeskummer hat, ist doch irgendwie eine Sache für sich, besonders wenn sie den Typen, der sie sitzen gelassen hat anscheinend noch liebt. Das lässt sich dann nur noch durch ihren Freund aus Kindertagen toppen, der plötzlich wieder auftaucht. Klingt nach Standardszenario, ist es aber nicht wirklich, denn das Buch punktet weniger mit seinen Dramen, als mit seinem Humor. Gut, das Ende ist ziemlich schnell vorhersehbar, aber das ist nicht weiter schlimm, denn bei diesem Buch ist eindeutig der Weg das Ziel.

Stil:

Der Stil ist locker und leicht zu lesen, die Wortwahl passend und die Seiten fliegen nur so dahin. Obwohl es zum Teil eine Liebesgeschichte ist habe ich das Buch verschlungen, denn ich wollte umbedingt wissen wie es weitergeht.

Fazit: „Sie dürfen die Braut jetzt verlassen“ ist lustige und leichte Liebeskomödie mit einer sympathischen und leicht schrägen Protagonistin.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ich bin hier bloß der Hund

Jutta Richter , Hildegard Müller
Flexibler Einband: 120 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2013
ISBN 9783423625517
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt in Kürze:

Anton, eigentlich Brendon, aber seine Besitzer haben ihn umgetauft, ist ein ungarischer Hütehund, der von einer deutschen Familie aufgenommen wurde. In mehreren kurzen Geschichten erzählt er über seinen Alltag als Familienhund und das es gar nicht so einfach ist ein Rudel aus Menschen zu bewachen.

Die Charaktere:

Der Protagonist ist ganz klar Anton, der Familienhund. Er ist treu, ein bisschen naiv, aber sehr kinderlieb. Mit den Weisheiten seines Onkels Ferenc versucht er sein Leben als Familienhund zu meistern und zieht immer wieder Vergleiche zwischen seinem Leben in Deutschland und dem in Ungarn, als Hütehund einer Herde Schafe.

Die Familie in der er lebt, besteht aus dem Vater Friedbert, der sehr streng und auf seine Erziehung bedacht ist, der Mutter Emily, welche gerne mal ein Auge zudrückt und ihm unter dem Tisch ein bisschen Wurst reicht und “Der Kleinen”, die Tochter des Ehepaares und beste Freundin Antons.

Die Handlung:

Das Buch ist in mehrere Kurzgeschichten unterteilt, die aber aufeinander aufbauen. Man lernt Brendon und dann die Familie kennen, ehe der Alltag erzählt wird. Hundeschule, zerkaute Schuhe, kämpfe mit der Katze und über vieles mehr wird berichtet. Es ist wirklich schön und lustig aufbereitet mit kleinen Illustrationen, die das ganze Buch noch auflockern. Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe ist das Verhalten der Hundetrainerin in der Hundeschule, denn meiner Meinung nach behandelt man so keinen Hund bzw. kommt man mit dieser Art nicht so schnell zu dem gezeigten Ergebnis.

Fazit:

Eine lustige und schöne Kindergeschichte über den Alltag eines Hundes, aus dessen Perspektive, mit tollen Illustrationen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der kleine Drache Kokosnuss - Hab keine Angst!

Ingo Siegner , Philipp Schepmann , Robert Metcalf
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 03.04.2017
ISBN 9783837138221
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Informationen zum Hörbuch:

Die Geschichte beginnt mit einem Lied auf Englisch und das ist etwas das sich durch das ganze Hörbuch zieht. Es gibt verschiedene Abschnitte in dem Hörbuch, in denen man unter anderem die englischen Wörter für die wichtigsten Farben, die Uhrzeit, sowie die Richtungen lernt. Dabei wird immer zuerst das deutsche Wort gesagt und anschließend das Englische. Zum Abschluss jedes Abschnittes gibt es noch ein Lied, das die Vokabeln noch einmal wiederholt. Um die einzelnen Abschnitte ist eine spannende und altersgerechte Abenteuergeschichte über die Suche nach einem Piratenschatz aufgebaut. Die Vokabeln sind nicht allzu schwer, doch für die Lieder sollte man ein paar weitere Vokabeln kennen, welche man sicherlich im ersten Teil der Reihe kennen lernt. Das Ende hat mich am meisten überrascht und auch zum Schmunzeln gebracht, weil dort gezeigt wird, dass man nur auf sich selbst vertrauen muss um seine Ziele zu erreichen. Ein besonderes Highlight ist, dass der britische Freund von Kokosnuss, Robert, vom native Speaker Robert Metcalf gesprochen wird und deshalb auch einen authentischen Akzent hat.
Mehr möchte ich euch an dieser Stelle gar nicht verraten, denn ich möchte ja auch nicht zu viel verraten.

Fazit:

Ein wirklich tolles Hörbuch zum spielerischen lernen von Vokabeln. Eine spannende und lustige Abenteuergeschichte drumherum und ein interessantes Ende. Hat mir wirklich gut gefallen.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

drachen, anika oeschger, liebe, fantasy, jugendbuch

E.J. und das Drachenmal

Anika Oeschger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Riverfield Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783952446324
Genre: Fantasy

Rezension:

Charaktere:

E.J. ist zumindest am Anfang noch authentisch und hat genau die Probleme, die ein Teenager in diesen Jahren eben hat. Während die Handlung fortschreitet, ist sie zwar immer noch sympathisch, aber leider nicht mehr glaubwürdig. Sie nimmt ihre Fähigkeiten und die dazugehörigen Aufgaben viel zu schnell an, macht sich viel zu wenige Sorgen um ihr Umfeld und ist meiner Meinung nach in zu kurzer Zeit viel zu abgeklärt. Es fehlt der Konflikt, das Hadern, die Angst. Sich mit ihren Fähigkeiten vor ihren Mitschülern zu blamieren, scheint um ein Vielfaches schlimmer zu sein, als in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt zu werden. Dasselbe gilt für die Freunde, die sie unterstützen. Selbstlos und ohne Rücksicht auf das eigene Leben stürzen sie sich in die Gefahr. Klingt zwar ganz nett, ist aber unter den gegebenen Bedingungen einfach nicht glaubwürdig.

Die Handlung:

Die Handlung ist zwar im Grunde ganz nett, aber die Umsetzung ist leider mangelhaft. Gut, man muss dazu sagen, dass die Autorin etwa im Alter ihrer Protagonistin war, als sie das Buch geschrieben hat und dafür war es schon nicht schlecht. Leider muss ich sagen, dass ich vom Verlag bzw. vom Lektor, sollte es einen gegeben haben, ziemlich enttäuscht bin, dass sie so ein Buch veröffentlicht haben. Etliche Logikfehler, falsche Schwerpunkte, unglaubwürdige Begebenheiten, zu viele unnötige Details einerseits, dafür fehlende Tiefe andererseits. Vor allem das Ende hat mich maßlos enttäuscht, da ich mir einfach viel mehr erwartet hatte. Hunderte Seiten lang wurde sich auf den großen Endkampf vorbereitet und bevor er richtig angefangen hat, war er durch eine unglaubwürdige Handlung, die an Kitsch nicht mehr zu überbieten war, schon wieder vorbei. Außerdem sind unzählige Fragen offen geblieben, die mindestens einen weiteren Teil erfordern. Aber ob es diesen je geben wird bleibt abzuwarten. Aktuell sieht es nicht danach aus und da die Autorin auch reift und sich ihr Stil ändern wird, bin ich mir nicht sicher, ob sie sich je wieder in diese Welt einfinden kann.

Der Stil:

Beim Stil war ich angenehm überrascht, da ich das Buch doch recht flüssig lesen konnte. Man merkt aber, dass die Autorin aus der Schweiz kommt, da es einige Formulierungen gibt, die im deutschen Sprachgebrauch nicht verwendet werden. Das hat aber meinem Lesefluss nicht wirklich behindert. Was jedoch etwas nervig war, waren einige Rechtschreibfehler und vor allem die Tatsache, dass man sich bei einem Namen nicht entscheiden konnte, wie man ihn schreiben wollte. Gut, es war nur ein Nebencharakter und auch nur für 3-4 Seiten relevant, aber wenn man den Namen in einer Zeile auf zwei verschiedene Arten schreibt muss man doch den Kopf schütteln, dass sowas nicht gesehen wird.

Fazit:

Interessante Idee, aber schlechte Umsetzung. Bei der Autorin kann man das noch durch ihre Jugend entschuldigen. Ihr Talent ist erkennbar, aber es fehlt noch die professionelle Unterstützung und der Feinschliff. Etwas, das eigentlich vom Verlag bzw. vom Lektor kommen sollte. Leider war das hier nicht der Fall und so leid es mir für die Autorin tut, kann es keine bessere Bewertung geben.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

rätsel, code, geheimisse, kryptologie, technik

William Wenton und die Jagd nach dem Luridium

Bobbie Peers
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783646929201
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Charaktere:

In der Schule ist William ein Außenseiter und auch sein Lehrer hasst ihn, da William ihn immer wieder auf Fehler aufmerksam macht, die er im Unterricht begeht. Er ist eben anders als andere Kinder und hat auch andere Interessen. Er hat jedes Buch, dass sein Großvater hinterlassen hat, mehrmals gelesen und das sind eine ganze Menge, außerdem interessiert er sich für Codes, Rätsel bzw. allgemein für alles technische, da er rasend schnell die Zusammenhänge und Muster erkennt. William ist höflich und zurückhaltend, kann sich aber auch behaupten, wenn es sein muss und ab und zu ist er auch ein kleiner Draufgänger. Eine toller und sympathischer Protagonist.

Die Handlung:

Am Anfang ist die Handlung noch recht langsam und, bis William das Rätsel löst, nicht wirklich spannend, aber danach schreitet die Handlung rasant voran. Es gibt jede Menge Roboter, merkwürdige Pflanzen, einen fiesen Schurken, aber auch gute Freunde, die William unterstützen. Einfach alles, was ein gutes Kinderbuch braucht. Allerdings sollten die Leser Roboter bzw. Science Fiction im allgemeinen mögen, sonst wird ihnen das Buch nicht wirklich gefallen. Der Spannungsbogen ist recht hoch und man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Außerdem gibt es ziemlich viele Fragen, von denen nur ein Bruchteil beantwortet wird, aber ein zweiter Teil soll ja schon in Arbeit sein. Insbesondere hoffe ich, dass der Logikfehler, der sich eingeschlichen hat, noch einmal aufgegriffen und zufriedenstellend beantwortet wird.

Fazit: Ein toller Auftakt zu einer Kinderbuchreihe voller gefährlicher Rätsel und Abenteuer. Kinder, die futuristische Maschinen und Riesenroboter mögen, kommen voll auf ihre Kosten. Die Handlung ist rasant und es kommt nie Langeweile auf. Unser Sohn war absolut begeistert und fiebert schon dem nächsten Band entgegen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

nina müller, kuschelflosse, hörbuch, geschenk, kofferfisch

Kuschelflosse - Der knifflige Schlürfofanten-Fall

Nina Müller , Ralf Schmitz
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 23.01.2017
ISBN 9783837138146
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Charaktere:

Auch im dritten Hörbuch sind die bekannten Charaktere wieder dabei. Kuschelflosse und seine Freunde Seebrillchen Sebi, Schwimmerdbeere Emmi und natürlich auch Herr Kofferfisch. Während Sebi wieder mit seinen Ideen punkten kann und Emmi einfach nur lustig ist, hat mich Herr Kofferfisch dieses Mal ziemlich enttäuscht. Er war unhöflich und ziemlich ungehobelt, was mir in einem Hörbuch für diese Zielgruppe einfach nicht gefällt. Kuschelflosse selbst war mir leider viel zu blass. Sebi, Emmi und Herr Kofferfisch stehlen ihm eindeutig die Show und das ist ziemlich schade.

Die Handlung und der Stil:

Die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen. Es wieder eine Geschichte über Freundschaft und auch, dass man mit Personen, die anders sind bzw. eine andere Sprache sprechen, enge Freundschaften schließen kann. Die Spannungsbögen sind wieder moderat gehalten, so dass Kinder nicht überfordert werden, aber dieses Mal gibt es auch einige Szenen die ein bisschen gruselig bzw. traurig sind. Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt der Gruppe, dafür haben einige “lustige” Szenen vollkommen versagt. Die Wortwahl und der Satzbau wiederum waren der Altersgruppe angemessen.

Der Sprecher und die Geräuschkulisse:

Ralf Schmitz macht seine Sache wieder einmal hervorragend und haucht den Charakteren erneut Leben ein. Besonders die recht eigene Sprache der Schlürfofanten hat er hervorragend wiedergegeben, obwohl ich nicht wissen möchte, wie lange er geübt hat, das ohne einen Knoten in der Zunge auszusprechen. Während mir die akustische Untermalung der Unterwasserpurzelbäume wieder sehr gut gefallen hat, muss ich sagen, dass ich mit den Furz- und Rülpsgeschräuschen in einigen Szenen nicht wirklich glücklich war. Natürlich mag das für die Zielgruppe enorm lustig sein, aber meiner Meinung nach ist es kontraproduktiv, wenn man Kinder zu gutem Benehmen erziehen möchte.

Fazit:

Von der Grundhandlung wieder eine tolle Geschichte für die Altersgruppe, die mit Ralf Schmitz einen tollen Sprecher hat. Aber Herr Kofferfisch war mir zu unsympathisch und einige Geräusche hätte nicht sein müssen und wenn, dann nicht in diesem Ausmaß.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

london, opium, viktorianische krimis, scotland yard, histroischer krimi

Das Geheimnis der Madame Yin

Nathan Winters
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.03.2017
ISBN 9783939990345
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Charaktere:

Die Protagonisten sind Celeste Summersteen und Inspector Edwards. Beide sind mit demselben Fall betraut, beide haben das gleiche Ziel, aber anstatt zusammenzuarbeiten geht jeder seinen eigenen Weg. Die beiden sind sich ziemlich ähnlich. Sie sind stolz, stur und lassen sich von niemanden etwas sagen. Außerdem schaffen sie es regelmäßig sich in lebensbedrohliche Situationen zu manövrieren, denn das Konzept von Verstärkung haben beide nicht verstanden. Lieber ermitteln sie auf eigene Faust und sollte dabei etwas schief gehen, improvisieren sie einfach. Das kann als Leser manchmal ziemlich anstrengend sein. Aber bevor ich mich weiter aufrege, hier noch ein paar weitere Infos zu den beiden.

Celeste ist sich ihrer weiblichen Reize bewusst und arbeitet mit ihrem Charme, sowie einigen guten Tricks, die sie sich im Laufe der Zeit angeeignet hat, um ihre Ziele zu erreichen. Zur Sicherheit hat sie immer einen Revolver in ihrem Kleid versteckt, den sie im Notfall auch zu nutzen weiß.

Robert Edwards hat es vom Straßenjungen zum Inspector des Scotland Yard geschafft. Er ist ein typischer Einzelgänger: Stark und schweigsam. Wegen seiner Statur trägt er den Spitznamen “Bull” und er löst seine Probleme am liebsten mit den Fäusten. Dementsprechend geht er auch fast keiner Schlägerei aus dem Weg, auch wenn er es hinterher oft ziemlich bereut. Bei ihm habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt, da er einfach übermenschlich viel einstecken kann. Aber das nur am Rande.

Die Handlung:

Die Handlung baut sich recht schnell auf und schon bald ist man in den Tiefen des alten Londons verschwunden. Die Suche nach dem Mörder ist zwar der rote Faden der Geschichte, aber während Celeste und Edwards ihren Spuren nachgehen, decken sie einiges mehr auf. Weil sie getrennt ermitteln, gibt es auch zwei Handlungsstränge, die sich immer wieder abwechseln und bei jedem ergeben sich andere Puzzlestücke. Zwar muss ich sagen, dass ich nach ca. der Hälfte des Buches eigentlich schon wusste, wer der Mörder von Estelle war, aber das interessierte mich eigentlich nicht wirklich. Die ganze Hintergrundgeschichte und die Zusammenhänge waren um ein Vielfaches interessanter und ich habe das Buch auch nur sehr ungern aus den Händen gelegt.

Der Stil:

Um die sozialen Schichten besser zu trennen haben die “hohen Herren” in perfektem Deutsch gesprochen, während die untere Schicht immer einen gewissen Slang hatte. Am Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, aber dann hatte ich keine Probleme mehr. Auch werden ab und zu Wörter und Phrasen verwendet die im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr benutzt werden. Das macht die ganze Geschichte jedoch noch authentischer und stilvoller. Das hat mir richtig gut gefallen.

Fazit:

Ein tolles Buch mit einer spannenden Handlung, Protagonisten mit denen man mitleiden und mitfiebern kann – auch wenn man sie ab und zu auf den Mond schießen könnte – und einem lockeren Schreibstil. Die 400 Seiten waren ziemlich schnell zu Ende. Für Freunde von London und historischen Kirmis kann ich das Buch wärmstens empfehlen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

insekten, wespen, jugendbuch

Das Nest

Kenneth Oppel , Jessika Komina-Scholz , Sandra Knuffinke , Jon Klassen
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 25.01.2016
ISBN 9783791500058
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Charaktere:

Steve ist kein gewöhnlicher Junge, sondern hat ein ziemlich schweres Leben. Er leidet an verschiedensten Phobien, hat oft Albträume und eine Zwangsstörung, weswegen er sich immer wieder die Hände waschen muss. Außerdem hat er eine Wespenallergie. Zu Dr. Brown, dem Psychologen zu dem er ab und zu geht, hat er einmal gemeint, er fühle sich wie in Scherben und nicht intakt. Da sein jüngerer Bruder schwer krank ist und seine Eltern sehr oft im Krankenhaus sind, haben sie dementsprechend wenig Zeit für ihn. Insgesamt belastet ihn die gesamte Situation und die Stimmung im Haus enorm und er wünscht oft, dass es seinem Bruder endlich besser gehen soll. Aber trotz aller Schwierigkeiten und Probleme liebt er sein Geschwisterchen und würde es für nichts auf der Welt hergeben.

Die Eltern sind mit der Situation völlig überfordert und oft am Ende ihrer Kräfte. Trotzdem versuchen sie immer für ihre Kinder da zu sein und schaffen es auch mehr oder weniger gut. Immerhin sind sie auch nur Menschen.

Die Handlung:

Für mich ist es relativ schwer das Buch richtig einzuordnen, aber am ehesten würde ich es Mysterythriller nennen. Ein Jugendbuch ist es aber auf keinen Fall, vor allem nicht für 11-jährige. Selbst 13-jährige sollten nicht zu sensibel sein, wenn sie das Buch in die Hand nehmen und allen Erwachsenen, die panische Angst vor Wespen haben, würde ich ebenfalls von diesem Buch abraten. Neben der enorm düsteren Grundstimmung halte ich vor allem die Ereignisse, aber auch die Wortwahl in den letzten Kapiteln für nicht kindgerecht und viel zu brutal. Ich würde es meinem Sohn jedenfalls noch nicht in die Hand geben.

Lässt man diese Dinge jedoch außer Acht, hat man ein Buch vor sich, dass einen sehr nachdenklich machen kann. Es befasst sich mit der Thematik wie viel ein Leben wert ist. Ist ein Kind, dass vielleicht niemals richtig laufen, essen oder sprechen kann, weniger Wert als ein gesundes Kind? Wäre es toll, wenn man sein krankes Kind, durch exakt das Gleiche ersetzen kann, nur dass es nicht mehr krank ist (Klonen/Genmanipulation)? Natürlich wird Letzteres in dem Buch nicht in dieser Form dargestellt, aber der Grundgedanke ist der Gleiche.

Da Steve als Protagonist noch sehr jung ist, ist die gesamte Handlung auch seinem Alter angepasst. Man durchlebt mit ihm seine Ängste, hofft darauf, dass er den Aufgaben, denen er sich gegenüber sieht, gewachsen ist und fühlt seine Verzweiflung, wenn er nicht mehr weiter weiß. Mir hat das sehr gut gefallen, obwohl zum Schluss die Sache doch ein wenig konstruiert wirkt, denn nach der Charakterisierung der Mutter, hätte es zu dieser Situation eigentlich nicht kommen dürfen. Aber das ist nur ein kleines Manko und kann vernachlässigt werden.

Fazit:

Der Autor hat es geschafft einen interessanten Mysterythriller in Form eines Jugendbuches zu schreiben, der die Gefühle einer Familie mit einem schwerkranken Kind einfängt und gleichzeitig noch weitere ernste Themen behandelt. Erwachsene kann es zum Nachdenken anregen, für Kinder ist es bis zu einem gewissen Grad sicherlich eine spannende Geschichte, aber zum Schluss hin, wird es für meinen Geschmack zu gruselig und brutal. Eltern sollten das Buch jedenfalls vorab lesen, um zu entscheiden, ob sie ihrem Kind das Buch zumuten können.

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(55)

136 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

elfen, liebe, fantasy, krieg, spannend bis zum ende

Schnee Elfen Herz

Sanja Schwarz
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.02.2016
ISBN 9783733502362
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Charaktere:

Die Leser erleben das Buch aus Siras Sicht, deshalb kann man direkt an ihren Gedanken und Emotionen teilhaben. Sie ist naiv, zu vertrauensselig und denkt oft nicht nach, sondern macht was ihr als erstes in den Sinn kommt. Außerdem interessiert sie sich kaum dafür, wie es anderen geht. Hauptsache sie kann ihren Kopf durchsetzen. Sie ist von zu Hause weggelaufen, hat ihrer Tante nur einen Brief dagelassen und das war es. In der Elfenwelt wurde kein Gedanke mehr an die beiden verschwendet, was einfach nur egoistisch ist, denn die beiden haben Sira eigentlich gut behandelt und machen sich sicher ziemliche Sorgen. Sira soll als starke Frau erscheinen, die mit den großen Aufgaben, denen sie gegenübertreten muss, wächst, bleibt aber in meinen Augen einfach nur ein Teenie, der keine Ahnung vom Leben hat.

Zu Turak, dem Prinzen der Schneeelfen muss ich sagen, dass er mich ziemlich enttäuscht hat. Dass er der größte Krieger seiner Rasse war, hat man nicht wirklich gemerkt und statt eines Mentors oder zumindest gleichberechtigten Partners von Sira, war er mehr ein Sidekick und eigentlich vollkommen austauschbar. Ebenso der Rest des Elfenvolkes. Legolas würde sich schämen, mit solchen Gestalten verglichen zu werden.

Die Handlung und der Stil:

Zur Handlung muss man sagen, dass sie mit Lichtgeschwindigkeit voranschreitet. Der Handlungszeitraum sind ca. 8 Tage und in diesen 8 Tagen passiert eine ganze Menge. So viel, dass es einfach nur unrealistisch ist. Egal ob es die Ereignisse des Krieges betrifft, oder die Beziehung zwischen Sira und Turak. Dem Buch fehlten mindestens 200-300 Seiten um die Handlung halbwegs rund zu machen. Eigentlich hätte man aus der Idee auch einen ganzen Epos machen können und das Ding nicht in 208 Seiten quetschen. Es fehlt nicht nur eine Entwicklung der Charaktere, sondern auch die Dramatik. Es konnte kein Spannungsbogen aufgebaut werden, weil einfach zu viel in zu wenig Seiten abgearbeitet werden musste. Wenn Sira vor einem Problem stand, hatte sie plötzlich eine neue seltene Fähigkeit, mit der das Problem gelöst werden konnte. Das ist schon beim ersten Mal nicht schön, aber in diesem Buch passiert es dreimal und da hat der Plot in meinen Augen vollkommen versagt. Der Stil hingegen hat mir gut gefallen, auch die Wortwahl und die Bilder die in meinem Kopf entstanden sind, während ich das Buch gelesen habe. Die ganze Geschichte hatte enormes Potenzial, das leider verschenkt wurde.

Fazit: Eine tolle Idee, aber leider eine schlechte Umsetzung. Da haben einige Seiten gefehlt, um die ganze Sache halbwegs glaubwürdig zu gestalten. Es ist der Debütroman der Autorin und ich hoffe sie lernt aus ihren Fehlern, denn wäre die Geschichte etwas durchdachter gewesen, hätte daraus wirklich etwas Gutes werden können. Ziemlich schade. Was ich noch anmerken möchte, aber nicht in die Bewertung mit einfließt ist, dass die Altersgrenze von 12 Jahren, in meinen Augen zu niedrig ist. 14 wäre angemessener.

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(18)

58 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

kloster, historisches, orden, hystorisch, besessenheit

Order of Darkness - Schicksalstochter

Philippa Gregory ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 20.08.2015
ISBN 9783733501662
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charaktere:

Es gibt einige Charaktere in diesem Buch, die erwähnenswert sind, doch die zentralen Rollen spielen Isobel und Luca. Beide sind noch recht jung und für die damalige Zeit ziemlich rebellisch.

Isobel ist die Tochter des Fürsten von Lucretili, einem ehemaligen Kreuzritter, und wurde nicht nur darin ausgebildet eine feine Dame zu sein und über die Gepflogenheiten des Hofes Bescheid zu wissen, sondern auch, wie man das Fürstentum verwaltet und wirtschaftet. Sie sollte nämlich die Ländereien in Italien erben, auch wenn es durch sein Testament völlig anders kam. Sie ist stur, ehrgeizig und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Zwar kann sie nicht mit Waffen umgehen, dafür ist aber immer Ishraq, ihre Leibwächterin an ihrer Seite. Ishraq ist eine Osmanin, deren Mutter vom Fürsten von Lucretili aufgenommen und nach Italien gebracht wurde, und die Herzensschwester von Isobel. Nichts und niemand kann die beiden trennen.

Luca ist seit seinem 4. Lebensjahr im Kloster, denn seine Eltern wurden verschleppt und verkauft. Er hinterfragt vieles, liebt die Mathematik und lässt sich nicht so schnell einschüchtern. Durch eine Berechnung seinerseits, die besagt, dass viele Reliquien in den Kirchen Fälschungen sein müssen, wird er der Gotteslästerung angeklagt. Statt ihm den Prozess zu machen, wird er in den Orden der Finsternis, berufen, der unnatürliche Geschehnisse untersuchen und aufklären soll, und als Ermittler ausgebildet. Ihm zur Seite stehen Bruder Peter, ein strenggläubiger Mönch, der als Schreiber fungiert, sowie Freize ein Küchenjunge, der jedoch gut mit Tieren umgehen kann und eine Menge gesunden Menschenverstand mitbringt. Freize hat mir persönlich am besten gefallen, denn mit seiner lockeren Art und lustigen Sprüchen bringt er ziemlich viel Witz in die Geschichte. Besonders da er Luca und Peter, mehr als einmal, mit seinen Aussagen zur Weißglut treibt.

Die Handlung und der Stil:

Die Handlung ist eine Mischung aus historischem Roman und Krimi und obwohl einige Dinge vorhersehbar sind – wobei das auch gewollt sein könnte – bleiben andere Dinge vollkommen im Verborgenen. Nach einem kurzen Vorgeplänkel nimmt die Handlung recht schnell an Spannung zu und es gibt auch einige überraschende Wendungen. Die Charaktere verhalten sich alle sehr authentisch und für die Zeit angemessen. Trotzdem gibt es witzige Momente, die das Buch auflockern und in meinen Augen zu etwas besonderen machen. Meistens sind historische Romane, oder wie in diesem Fall ein historischer Krimi, ziemlich ernst und lassen nicht viel Raum für solche Dinge, weil es die Thematik nicht zulässt. Auch in diesem Buch gibt es viele ernste Momente und schwierige Themen, aber an den richtigen Stellen schafft die Autorin durch Freize alle zu überraschen ohne das es deplatziert wirkt. Die Wortwahl und auch der Satzbau gefallen mir richtig gut, da sie ermöglichen richtig tief in die Geschichte einzutauchen und sich vollkommen darin zu verlieren. Ich habe gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit und die Seiten verflogen sind und als ich das letzte Wort gelesen habe, war ich überrascht, dass es schon vorbei war.

Fazit:

Für alle Freunde von historischen Romanen bzw. historischen Krimis kann ich das Buch nur empfehlen. Es gibt hochmütige Priester und schlaue Bauern, Intrigen und Hass, Liebe, Räuber und eine gute Portion Humor. Eigentlich alles, was ein gutes Buch braucht. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und ich bin schon neugierig was mich in den anderen Büchern der Trilogie erwartet.

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