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136 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

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(3.287)

5.115 Bibliotheken, 55 Leser, 14 Gruppen, 290 Rezensionen

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Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

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148 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

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(5.318)

7.631 Bibliotheken, 82 Leser, 14 Gruppen, 587 Rezensionen

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Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Alles nur Schicksal

Ally Taylor
E-Buch Text
Erschienen bei null, 17.05.2018
ISBN 9783962465230
Genre: Sonstiges

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(958)

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin ja großer Fan der Again-Reihe der Autorin! Wer mich kennt weiß, dass “Begin Again” meine Liebe zu dieser Art Geschichten entfacht hat, dass “Trust Again” mir neue Hoffnung gab und mich “Feel Again” so sehr berührt hat, dass ich Tränen verdrückt habe. Das alles ist kein Geheimnis und dürfte jeden, der mich nur irgendwie irgendwo verfolgt, nicht wirklich überraschen. Deshalb war von vornherein klar, dass ich natürlich auch die Maxton Hall-Trilogie von Mona Kasten gerne lesen möchte. Ebenso erging es wohl tausenden von anderen Lesern auch, die sehnsüchtig auf etwas neues warteten. Doch als das Buch dann erschien, kaufte ich es mir zwar sofort, anschließend lag es dann aber recht lange auf meinem SuB. Warum? Weil ich Angst hatte, dass mich die Autorin enttäuschen könnte. Denn wenn einem eine Reihe so gut gefallen hat, dass man deshalb geweint hat, dann hat es die nächste Geschichte immer schwer. Doch im Urlaub war es dann so weit und ich lernte Ruby und James kennen – ob es sich gelohnt hat?

Ruby geht auf das Maxton Hall College und das eigentlich nur deshalb, weil sie ein Stipendium ergattern konnte. Ihre Mitschüler dagegen, sind meist nur deswegen auf der Schule, weil sie reiche Eltern haben, die es sich leisten können, ihre Kinder auf eine teure Privatschule in England zu schicken. Doch Ruby ist anders und kämpft für ihren großen Traum in Oxford zu studieren. In ihrem letzten Jahr überschlagen sich dann die Ereignisse und sie lernt Bad Boy James kennen, der besonders eins richtig gut kann: Feiern und Mädels abschleppen. Doch die Wege der beiden jungen Schüler kreuzen sich und ehe sie sich versehen können, ist da mehr, als nur zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten. Doch, dass eben diese Welten auch richtig zusammenprallen können, das werden die beiden erst gegen Ende richtig erfahren.

All den Kritikern zum Trotz, die sagen: “Oh, Ruby ist so naiv und so kindlich”, “James ist eigentlich gar kein Bad Boy, sondern nur ein verzogener Bängel”, “Die Story ist so klischeehaft” und und und – denen sage ich: Ganz ehrlich, who cares? Ich persönlich finde Klischees nicht schlimm und lese sie, besonders im New Adult-Genre, gerne. Deshalb macht es mir auch nichts aus, wenn Ruby wegrennt, nur weil sie einen Lehrer dabei erwischt, wie er mit einer Schülerin schläft (keine Angst, KEIN SPOILER, das passiert auf den ersten 30 Seiten). Deshalb ist es mir auch egal, dass James eigentlich wirklich und besonders am Anfang wie ein verzogener Bengel wirkt. Und deshalb kann ich auch gut damit leben, wenn sich Figuren gekünstelt über gewisse Dinge aufregen, bei denen man eigentlich denkt: Get over it!

Womit ich aber nicht klar komme bzw. was ich nicht gerne lese, sind Plots, die Ewigkeiten brauchen um mal in Pötte zu kommen. Denn zumindest für mich, hat es sich wirklich gezogen und das nicht zu kurz. Ich persönlich habe erst um Seite 190 herum eine Bindung zu beiden Protagonisten aufbauen können und auch da nur, weil endlich mal was zwischen den beiden passierte. Denn zuvor erfahren wir nur etwas zu dem Leben am Maxton Hall College. Und natürlich die üblichen Zickereien und Problemchen der Schülerinnen und Schüler. Ja, das alles las sich wie eine Folge Gute Zeiten, schlechte Zeiten, leider passiert aber in einer Folge im TV mehr als hier im gesamten Buch. Lediglich die letzten 50 Seiten waren gewohnt rasant und ereignisreich, sodass man dann natürlich am liebsten sofort weiterlesen wollte. Mir hat hier das Gleichgewicht gefehlt, dass definitiv in der Again-Trilogie vorhanden war. Aber auch, wenn man den Vergleich mal außen vor lässt: Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob ich das Buch nicht abgebrochen hätte, wenn es nicht Mona Kasten gewesen wäre. Denn so viel aufgebauschtes Drama war dann selbst mir zu viel.

Dass ich das nicht getan habe, lag an der Autorin, aber auch an gewissen Nebenfiguren: Alistair beispielsweise hat quasi in Windeseile mein Herz erobert und mich so weit gebracht, dass ich mir wirklich sehr dringend ein Buch wünsche, dass ihn als Charakter in den Mittelpunkt rückt – denn allein was die Autorin über ihn geschrieben hat, würde locker für eine ganz eigenständige Geschichte reichen. Ebenso Lydia, die sich von der versnobten Tussi zur eigenständigen, selbstbewussten und sehr reflektierten jungen Frau entwickelt hat und deren Momente in “Save Me” mit am stärksten waren. Besonders im Austausch mit Ruby fand ich sie wirklich grandios und Lydia stand für mich irgendwann für Frauenpower und feminines Selbstbewusstsein. Ebenso begeistern konnte mich Rubys kleine Schwester, die mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Body Positivity wirklich ein großartiges Element zur Story hinzugefügt hat. Diese drei Figuren haben mich immer weiterlesen lassen, auch wenn mal die eigentliche Haupthandlung nicht unbedingt überzeugen konnten. Ich hoffe, dass man ihnen in Band 2 und 3 noch mehr Raum gibt und die Geschichte somit an Tiefe und Reichweite gewinnt.

Wirklich positiv aufgefallen ist mir natürlich wie immer Monas Schreibstil. Die Seiten verfliegen, sie hat ein Händchen für Formulierungen und gut ausgearbeitete Szenen und deren Darstellung. Hier kann man wirklich nichts kritisieren, einzig in Kombination mit dem Plot war es alles in allem aber eben nur mittelmäßig und bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Mein Fazit:
Insgesamt lässt sich also sagen: Gute Charaktere, noch bessere Nebencharaktere und ein guter Schreibstil – all das hilft aber nichts, wenn der Plot nicht mitreißen kann. “Save Me” ist einer guten Idee entsprungen, die auch definitiv Potenzial hat, aber emotional einfach nicht wirklich berührt. Das lag besonders am Plotaufbau, aber eben auch an dem nicht ausgewogenen Aufbau des Bandes. Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte für sich gewinnen und machte mich dann wirklich neugierig auf den nächsten Teil. Ich hoffe daher inständig, dass sich Mona im zweiten Teil wieder auf ihre eigentlichen Stärken zurückbesinnt und damit dann wieder völlig begeistert – Ruby und James hätten nämlich das Potenzial wirklich großartig abzuliefern. So gibt es von mir allerdings mittelmäßige 3 Sterne, was mich als Mona-Fan echt mitnimmt, da ich mehr erwartet hätte.

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Tags: lyx verlag, maxton-hall-trilogie, mona kasten, new-adult, young adult   (5)
 

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GötterFunke - Liebe mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

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121 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft

Anna Ruhe , Claudia Carls
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.01.2018
ISBN 9783401603087
Genre: Kinderbuch

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Als ich Amanda wurde

Meredith Russo , Barbara Lehnerer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423717496
Genre: Jugendbuch

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93 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

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Call Me by Your Name

André Aciman , Renate Orth-Guttmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423086561
Genre: Romane

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553 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

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Nur drei Worte

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551556097
Genre: Jugendbuch

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Dear Martin

Nic Stone , Karsten Singelmann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499218330
Genre: Jugendbuch

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102 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Clean

Juno Dawson , Christel Kröning
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn es um ernstere Thematiken in Jugendbücher geht, dann ist man da bei mir genau an der richtigen Adresse. Denn ich liebe es, wenn Geschichten für Jugendliche verfasst werden, die mehr sind, als nur stupide Unterhaltung (nicht, dass ich das nicht auch mal schätzen würde, aber eben nicht ständig und ausnahmslos). Deshalb war ich sofort interessiert, als dieses Buch angekündigt wurde, denn seit Christiane F. und ihrem bewegenden Roman und Film kam da eigentlich nichts mehr so richtig an mich ran ,wenn es um das Thema Drogensucht ging.

Wir begleiten prinzipiell sechs Jugendliche durch ihren Entzug, den sie irgendwie gemeinsam, aber auch jeder für sich erleben. Hauptsächlich begleiten wir dabei Lexi, die zu Anfang erst in die Klinik eingewiesen wird, die sich auf einer Insel vor England befindet. So lernen wir die Institution kennen und wissen auch schnell, wer unsere anderen Begleiter sind. Saif ist süchtig nach Aufputschmitteln, auch wenn er das nicht weiß. Kendall ist ein Trans-Mädchen, das sich erst in ihrem neuen Körper zurecht finden muss. Ruby dagegen hat eine Essstörung von der sie nicht wegzukommen scheint und Brady wurde früher als Kinderstar gefeiert und ist nun am Boden. Außerdem gibt es da noch eine ganz besondere Patientin, die erst später in die Handlung miteinsteigt. Ob es die Jugendlichen schaffen werden? Und wird Lexi, die sich eigentlich in der High Society Londons bewegt, wirklich clean?

Am Anfang muss ich gestehen, dass ich Lexi richtig unsympathisch fand. Sie ist genau das, was man im ersten Moment von einer verwöhnten Göre denkt: Eingebildet, exzentrisch, laut, nichtssagend und total drüber. Sie meint alles besser zu wissen und ist sich eigentlich immer sicher, dass ihr niemand etwas anhaben kann – schließlich hat sie Connections und kommt deshalb überall klar. Doch nach einem desaströsen Abend liefert sie dann ja ihr Bruder ein und schnell stürzt diese Fassade ein. Im Laufe der Geschichte mochte ich dann Lexi immer mehr, weil ich das Gefühl hatte, dass sie zu ihrem wahren Kern findet. Dennoch ist diese Art der Personeneinführung natürlich nicht gerade optimal, denn als Leser möchte man ja gerne den Hauptcharakter zumindest ein wenig mögen. Das fehlte mir erstmal komplett, weshalb es zu einem holprigen Start kam.

Dazu trug auch bei, dass die Geschichte nicht so richtig in Fahrt kommen wollte. Ja, wir begleiten Lexi hier auf einem Entzug und natürlich musste man das – besonders zu Beginn – intensiv darstellen, allerdings fehlte mir im Anschluss einfach die Handlung. Vielmehr waren die Geschichten nach der ersten Phase des Entzugs sehr redundant. Es ging viel um Lexis Gedanken, die sich immer wieder wiederholten und sich in einem Unwohlsein und sich nicht sicher fühlen zusammenfassen lassen. Bis es dann wirklich spannend wurde, weil der Plot so richtig startete, das dauerte mindestens weitere 100 Seiten. Schade, denn mich muss eine Geschichte nicht nur thematisch packen, weil ich sie interessant finde, sondern auch mit dem Plot begeistern. Das schaffte die Story auf den ersten Seiten leider nicht

Dann aber änderte sich etwas. Denn wie bereits gesagt, mochte ich Lexi immer mehr und konnte mich auch in die anderen Figuren hineinfühlen. Hinzu kam dann noch der Plot, der an Fahrt aufnahm und plötzlich fühlte ich mich sehr verbunden mit so ziemlich jeder Figur und ihren Geschichten. Auf einmal vergingen die Seiten sehr schnell und ehe ich mich versah, war es plötzlich zu Ende und ich stand mit Tränen in den Augen da – ja, irgendwo konnte mich die Geschichte emotional doch kriegen, was besonders der Entwicklung von Lexi geschuldet sein dürfte. Aber auch Kendall und Ruby haben mich auf ihre Art begeistert und trugen als wirklich toll ausgearbeitete Nebencharaktere zur Geschichte bei. Überhaupt waren die Figuren sehr schön ausgearbeitet und hatten so ihre ganz eigene und sehr individuelle Persönlichkeit. Bei einer solchen Thematik (oder vielmehr solchen Thematiken) ist das nicht nur erwünscht, sondern vielmehr nötig!

Dabei war der Schreibstil jetzt nichts besonderes, allerdings konnte man alles flüssig lesen und ich hatte nicht das Gefühl, es würde Längen geben oder die Autorin allzu sehr auf Details rumhacken, die von vornherein klar waren. Nun gut, da das Thema ja im Vordergrund steht (bei diesem Titel und der Art des Plots) sind natürlich auch keine literarischen Meisterwerke zu erwarten, weshalb ich au den Stil jetzt nicht allzu großen Wert gelegt habe. Schön fand ich allerdings den Aufbau, denn am Ende kommt ein Twist, den ich sehr gelungen fand und der mich zu Anfang überrascht hätte. Also, wenn ich es am Anfang gewusst hätte. So hatte ich gegen Ende damit gerechnet und fand es toll, dass es tatsächlich so kam. Das versteht jetzt nur jemand, der das Buch schon kennt.

Insgesamt ist “Clean” für mich ein Buch mit wirklich starken Charakteren und einem Plot, der erstmal etwas Zeit braucht, bis er in die Gänge kommt und vollends überzeugt. Wenn man also bereit ist, die Längen am Anfang zu ertragen, dann wartet auf den Leser eine wirklich gut durchdachte Handlung, die emotionalisiert und Charaktere, die einen ans Herz wachsen – wenn man das denn zulässt. Es war jetzt nicht das Highlight, das ich mir gewünscht hätte, aber es war ein Buch, das mich jetzt noch bewegt und nachdenklich stimmt – obwohl es schon einige Wochen her ist, dass ich die Geschichte gelesen habe. Deshalb gibt es von mir schlussendlich auch 4 Sterne. Anfangs war ich versucht, dem Buch nur 3, 5 Sterne zu geben, aber diese emotionale Verbindung war einfach so stark da, dass ich das nicht übers Herz gebracht habe. Ich denke, dass meine Rezension die Kritikpunkte deutlich macht und man dennoch versteht, warum ich letztendlich 4 Sterne vergebe – hoffe ich zumindest 😀

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33 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Mausmeer

Tamara Bach
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583802
Genre: Jugendbuch

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148 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Prinzessin undercover – Geheimnisse

Connie Glynn , Maren Illinger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.07.2018
ISBN 9783737341288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich lese ja ab und an wirklich gerne im Kinderbuch-Genre, denn irgendwie fühle ich mich da immer an meine Jugend erinnert. Und dann darf es auch gerne was total mädchenhaftes sein – Prinzessinnen, Prinzen und böse Hexen gehen schließlich immer, oder? Und als ich dann von “Prinzessin undercover” hörte, war es um mich geschehen: Seit “Selection” von Kiera Cass warte ich auf eine wirklich gut Prinzessinnen-Geschichte und genau das versprach der Debütroman von Connie Glynn. Und so las ich die Geschichte – und zwar in Lichtgeschwindigkeit!

Ellie ist die Prinzessin eines kleinen Staates und wird bisher vor der Öffentlichkeit verborgen, um ihre Sicherheit gewährleisten zu können. Lottie dagegen ist eine Real life-Cinderella: Sie lebt in einem kleinen, verwahrlosten Zimmer und findet ihre Stiefmutter eher schlecht als recht. Die beiden begegnen sich im ehrwürdigen Rosewood Hall-Internat und entschließen sich, mehr aus einem Zufall heraus, die Rollen zu tauschen: Lottie ist nach außen hin die süße Prinzessin und Ellie darf ihr Ding durchziehen – und das ist alles andere als prinzessinnenhaft. Doch ihr Geheimnis bleibt nicht lange verborgen und die Mädels haben es bald mit einem mysteriösen Erpresser zu tun. Können sie hinter seine Person kommen oder werden ihre Geheimnisse sie am Ende das Leben kosten?

Ich war von Anfang an so verzaubert von dieser Geschichte, die anfänglich wirklich wie ein Märchen daherkam: Da ist die fleißige Lottie, die nichts anderes will, als Rosewood Hall zu besuchen, die aber vom Leben schwere Schicksalsschläge zu verkraften hatte. Und dann gibt es da auch noch die blöde Stiefmutter, die froh ist, Lottie endlich los zu werden. Ganz anders dagegen Ellie, die so rebellisch ist wie keine andere Prinzessin, die wohl jemals gelebt hat. Die beiden begegnen sich und mein Herz schlug sofort höher, denn die beiden sind wirklich wie Tag und Nacht, allerdings ergänzen sie sich einfach perfekt. Gleichzeitig sind sie Identifikatoinsfiguren für Mädchen jeden Alters, denn sie zeigen, dass niemand wirklich gleich ist und dass es völlig okay ist, so zu sein, wie man wirklich ist. Genau diese Message kommt wirklich toll zur Geltung und wird von Anfang an klar gemacht.

Dabei ist die Geschichte aber ebenso rasant und lebendig wie ihre Figuren: Wir lernen die Alltagsroutine in Rosewood Hall kennen, machen neue Freunde, verbringen die Feiertage in den alten Räumen und lernen die royalen Verpflichtungen kennen. Hinzu kommt eine spannende Geschichte, da die Freundinnen von einem Fremden erpresst werden. All diese Aspekte geben wirklich ein großartiges Gesamtpaket. Anfangs fühlte ich mich irgendwie an “Harry Potter” oder “House of Night” erinnert – beides großartige Internatsgeschichte, die ja wirklich weltweit Anklang gefunden haben. Und auch “Prinzessin Undercover” kann da mithalten und lässt Schule lustig und sehr, sehr unterhaltsam wirken. Dann entwickelte sich die Geschichte aber weiter und wird immer komplexer, besonders durch die Ausführungen zum Königshaus und den Pflichten der Prinzessin. Ja, natürlich geht man hier nicht allzu sehr ins Detail, aber für die Zielgruppe ist das eindeutig schon eine ganze Menge und wirklich toll erklärt.

Am wichtigsten finde ich aber die Darstellung der Liebesbeziehungen im Buch: Es gibt wirklich alles, vom heißen Sportler, bis hin zum coolen Streber, starkem Maker und dem Durchschnittstypen – alle Formen und Farben sind vorhanden, doch am allerwichtigsten ist eigentlich, dass gleichgeschlechtliche Liebe ein Thema ist. Sie wird nicht wirklich dargestellt, nicht immer offensichtlich beschrieben, sondern immer wieder eingeflochten, was mir wirklich sehr gut gefallen hat, denn so sollte es sein: Egal. Es ist egal, ob man auf Jungs oder Mädels steht – Hauptsache man ist glücklich. Das ist kein Fehler, keine Ausnahme und auch keine Seltenheit. Es ist da und fertig. Deshalb ein großes Kompliment an Connie Glynn, die es wirklich geschafft hat, dieses Thema toll einzubinden und einige offene Stellen zu hinterlassen – eine Sache geht mir nämlich nicht aus dem Kopf, wird aber in diesem Band noch nicht gelöst. Mal gucken, wie es in den Folgebänden aussieht, ich hoffe aber wirklich inständig, dass man hier weiter ansetzt.

Der Schreibstil ist dabei wunderbar locker und altersgemäß. Ich persönlich habe viele Stellen teilweise überflogen, das liegt aber nicht an der Autorin oder dem Schreibstil, sondern wahrscheinlich einfach an der zielgruppengerechten Schreibe, denn ganz ehrlich: Ich persönlich brauche nicht sehr viele Beschreibungen, weil ich mir alles ganz gut erklären und vorstellen kann. Das mag aber einfach an mir als Leser liegen, da ich ja nicht unbedingt der Zielgruppe entspreche – nur so ganz knapp dran vorbei bin.

Mein Fazit:
Ich bin absolut verliebt! “Prinzessin undercover” ist eine ganz wundervolle Geschichte, die wirklich für Mädchen aller Art geschrieben ist. Sie gibt Mut, weißt auf wichtige gesellschaftliche Umstände hin, arbeitet aber auch das Thema Märchen perfekt ein. Die Figuren sind wirklich tolle Identifikationsplattformen, die zum Nachdenken anregen und die ein ganz klares und sehr diverses Mädchenbild aufzeigen, was ich für die Zielgruppe großartig finde. Davon aber mal abgesehen, überzeugt die Geschichte einfach auf ganzer Linie und nimmt einen in ein wahres Abenteuer mit, das dann wiederum nicht nur für Mädchen spannend sein dürfte – und hey, auch Jungs dürfen mal über verschiedene weibliche Heldinnen lesen, oder? Dafür gibt es die volle Punktzahl und ein großes Lob an die Autorin für diese Art der Geschichte – alle Mädchen der Welt werden es dir irgendwann danken!

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69 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Zeckenbiss

Sabine Thiesler
Fester Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.04.2018
ISBN 9783453271470
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich mitbekommen habe, dass Sabine Thiesler ein neues Buch veröffentlicht, war ich sofort Feuer und Flamme. Denn im letzten Jahr begeisterte mich die Autorin mit “Nachts in meinem Haus” komplett und seitdem warte ich gespannt auf Nachschub. Ja, ich könnte mir die alten Bücher besorgen und diese lesen, allerdings ist dann ein gänzlich neues Werk doch nochmal spannender. Umso toller dann, dass sie schnell nachgelegt hat und mit “Zeckenbiss” ihren nunmehr 10. Roman veröffentlichte. Ob dieser an mein positives Bild vom letzten Roman anknüpfen konnte und warum der Titel Programm ist, das erfahrt ihr jetzt.

Im Buch geht es zunächst um völlig verschiedene Personen: Wir lernen ein Ehepaar in Italien kennen, das ihren Sommer sehr oft in der Toskana verbringt und die ein eher unkonventionelles Eheleben leben. Dann geht es um Faruk, der in der JVA sitzt und bereits sein ganzes Leben in schrecklichen Verhältnissen aufgewachsen ist. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit unserem Commissario Neri, der bereits in den vorherigen Geschichten von Sabine Thiesler in den Ereignissen involviert ist. Zuletzt gibt es dann auch noch einen pensionierten Richter, der ein neues Leben mit einer sehr jungen Frau anfängt. All diese Leben scheinen nichts miteinander zu tun zu haben und doch laufen sie irgendwann zusammen – oder?

Ich muss sagen, dass ich von Anfang an in der Geschichte drin war und gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Sabine Thiesler schreibt einfach so unglaublich auf den Punkt und könnte nicht spannender beschreiben, was alles passiert. Ihr Schreibstil zeichnet sich durch eine sehr präzise Darstellung aus, kombiniert mit sehr bildhaften und filmischen Ausführungen, die die Geschichte schnell erzählen. Dabei sind die Kapitel so kurz, dass die Seiten nur so verfliegen und ehe man sich versieht, sind schon wieder 100 Seiten vergangen. Diese Organisation der Kapitel ist einfach so charakteristisch, dass man nur Fan werden kann, das die Geschichte wie ein Film an einem vorbeizieht. Damit ist Sabine Thiesler für mich ein absolutes Vorbild für all jene Autoren, die einen spannenden Thriller planen – lest dieses Geschichte und versucht nicht nachzumachen, sondern von ihrem rasanten Aufbau und ihrer sehr präzisen Schreibweise zu lernen.

Doch zurück zur Geschichte: Diese steigert sich immer mehr und findet (für ich Thiesler-typisch) gar keinen richtigen Höhepunkt, dennoch steigert sie sich kontinuierlich und endet wirklich erst mit der letzten Seite. Diesmal war die Geschichte sehr viel komplexer als im Vorgänger “Nachts in meinem Haus”, was dazu führte, dass man sehr viel mehr grübeln konnte und die Geschichte wirklich durchsteigen musste. So war sie auch spannender und obwohl mir die Grundidee im Vorgänger besser gefallen hat, überzeugte mich diese Geschichte letztendlich dann doch etwas mehr. Wie völlig planlos man am Anfang war und was dann alles aus dieser Ahnungslosigkeit entstand – das war einfach genial und hatte Suchtpotenzial. Der Plot begeistert von Anfang bis Ende ohne Ausnahme und lässt einen einfach nicht mehr los. Ich habe an einem Tag über 250 Seiten gelesen, einfach, weil ich wissen wollte, wie es denn nun ausgeht. Das habe ich nicht bei vielen Büchern und deshalb gebührt “Zeckenbiss” auch Respekt – besonders, weil ich derzeit eigentlich nicht wirklich in Thriller-Stimmung bin. Umso erstaunlicher also, dass ich den 10. Roman von Sabine Thiesler sogar als Highlight beschreiben würde.

Am beeindruckendsten fand ich neben dem Plot und dem Aufbau die Ausführungen zum deutschen Rechtssystem. Denn mit der Geschichte unterhält Frau Thiesler nicht nur, sie übt auch durchaus Kritik am System. So gibt es einige Abläufe in der JVA, die unfassbar sind, sollten sie so in deutschen Gefängnissen ablaufen. Aber auch in Gerichtsverhandlungen lässt die Autorin tief blicken und stellt eine sehr lückenhafte Bearbeitung der Fälle da. Ich möchte gar nicht sagen, dass das bei jedem Fall passiert, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es ebenso genauso viele Fälle gibt, die genau das unterstreichen. Faszinierend, was Thiesler da beschreibt und auf welche Gedanken sie den Leser bringt, ohne darüber zu urteilen oder selbst Position zu beziehen. Ja, sie übt Kritik, aber es wird nicht klar, wie sie selbst dazu steht. Genau das fand ich gut, denn aufgrund der Kritik kommt man ja erst zum Nachdenken. Ein großer Pluspunkt und einer, den ich so gar nicht erwartet hätte.

Mein Fazit:
Sabine Thiesler kann’s einfach! Ein herausragend konstruierter Plot, der für manche vielleicht zu unrealistisch, für mich aber genau richtig war; Charaktere, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben und dennoch irgendwie zusammenhängen sowie ein Stil und Aufbau, die einfach überzeugen. Ich bin und bleibe Fan einer deutschen Meister-Autorin, die ihr Genre wahnsinnig gut beherrscht und immer wieder neue Seiten ihres Stils zeigt. “Zeckenbiss” ist ein wahnsinnig großer Schritt vom letzten Thriller und für mich eine wahre Steigerung, obwohl bereits der Vorgänger einfach nur Klasse war! Deshalb kann es gar nichts anderes als 5 Sterne geben – wer nach einem Page-Turner sucht, ist hier definitiv richtig.

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58 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

White Maze

June Perry
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Arena, 13.07.2018
ISBN 9783401603728
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mich freut es immer total, wenn ich von Autorinnen und Autoren angeschrieben werde, ob ich nicht Interesse daran hätte, ihr neues Werk zu lesen. Und noch viel mehr freut es mich dann, wenn die Geschichte nach einer klingt, die mich in ihren Bann ziehen könnte. So geschehen bei June Perry alias Marion Meister und ihrem neuen Werk “White Maze” aus dem Arena Verlag. Die Story an sich wurde mir bereits auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt, wo ich allerdings gar nicht so darauf geachtet habe, da ich im letzten Jahr bereits “Cloud” von Claudia Pietschmann gelesen habe und dachte, ich bräuchte kein Buch mit ähnlicher Thematik – weit gefehlt, denn “White Maze” ist so völlig anders als alles, was ich in diesem Bereich gelesen habe!

Wir begleiten Vivian, ein völlig normales jugendliches Mädchen, das wirklich alles hat: Geld, Freundinnen, Party, Klamotten und ganz wichtig: jede Menge Technik. Denn ihre Mutter ist die größte Entwicklerin von AR-Games überhaupt! Hinzu kommt, dass sie Linsen entwickelt, die man einsetzen kann um immer und überall online sein zu können. Vivian fühlt sich deshalb mit den neusten technischen Errungenschaften sichtlich wohl und achtet nicht darauf, was sie alles preis gibt und was sie eigentlich für sich behalten sollte. Bis zu dem Tag, an dem sich ihr gesamtes Leben ändert und sie gezwungen ist, offline zu gehen. Ob sie das schafft? Und ob sie sich selbst und ihr wahres Ich am Ende findet? Oder ist die Virtualität längst gleichzusetzen mit der Realität?

Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an angefixt war. Wir starten in einer perfekten Welt, lernen Vivian kennen, die zunächst sehr abgehoben und unsympathisch wirkt, die sich dann aber recht schnell zu einer klugen jungen Frau entwickelt, die sich um mehr kümmert als ihr Aussehen und ihre Beliebtheit unter ihren Mitschülern. Diese Entwicklung wird durch die gesamte Geschichte getragen und stellt einen großen Teil der Geschichte da, was mir sehr gut gefallen hat. Und ganz ehrlich? Wir alle nutzen mehr oder weniger selbstverständlich neue Technik, sei es durch Benutzung eines Computers oder Laptops, dem Smartphone oder des Navis – irgendwie sind wir alle voll von Technik. Und ganz oft benutzen sie Menschen, ohne sich darüber wirklich Gedanken zu machen. Besonders Jugendliche scheinen online keine Hemmungen zu kennen und posten alles, was ihnen in den Sinn kommt. Diese Thematik wird wirklich wunderbar aufgegriffen, ohne den pädagogischen Zeigefinger zu erheben, sondern ganz subtil Kritik (aber auch Verständnis) zu äußern. Das hat mir sehr gut gefallen und ich könnte mir definitiv vorstellen, dass genau das bei jugendlichen Lesern gut ankommen wird.

Neben den Entwicklungen fand ich aber besonders den Spannungsaufbau sehr gelungen. Zwar waren mir persönlich die ersten 100 Seiten etwas zu langatmig (hier werden die Protagonisten als auch das Setting sehr genau beschrieben und eingeführt), ab Seite 101 ging es aber ohne viel Tam-Tam los und die Geschichte baute sich immer weiter auf, um dann in einem großen Finale zu enden. Ich fühlte mich stark an Handlungsstränge aus “Hunger Games”, “Die Bestimmung” und andere große Jugenddystopien erinnert. Gar nicht, weil die Geschichten sich ähnelten, sondern vielmehr, da es eine spannende Handlung gab, die gar nicht mehr zur Ruhe kommen wollte. Nur mit dem Unterschied, dass in “White Maze” alles so unfassbar realistisch wirkt. Während das Setting in “Hunger Games” zwar realistisch wirkt, ist aber ein solches Szenario relativ weit weg von dem, was tatsächlich in naher Zukunft passieren könnte (also, hoffentlich :D). Die Entwicklungen in diesem Buch dagegen könnten tatsächlich sehr bald auf uns zukommen, weshalb ich noch viel mehr an den Seiten hing und manche Aspekte gar nicht fassen konnte (eben, weil sie so unfassbar nah an der Realität waren). Für mich ist das der stärkste Pluspunkt dieses Werkes und deshalb auch ein Must-Read, wenn man sich auf spannende Weise mit der digitalen Entwicklung auseinandersetzen möchte.

Hinzu kommen all die philosophischen Fragen, die teilweise sehr explizit, teilweise aber auch sehr unterschwellig gestellt werden: Wer bin ich überhaupt? Was macht meine Umwelt mit mir? Wem kann ich trauen? Was macht mich aus? Was ist wichtiger: Das Wohl des Einzelnen oder das Wohl der Gemeinschaft? Gibt es das Gute, ohne das Böse? Und gibt es das Böse, ohne das Gute? Gibt es die perfekte Welt oder ist keine Welt perfekt? All diese Fragen werden gestellt und in mancher Hinsicht auch beantwortet, doch v. a. geht es darum, dass sich der Leser damit auseinandersetzt und zum Nachdenken animiert wird. Und das wird er, allein schon aufgrund der Dinge, die in der Geschichte passieren und mit der sich die Protagonistin auseinandersetzen muss. Auch hier finde ich es schön, dass die Autorin den Lesern Raum für ihre Gedanken und ihre Reflexion lässt, so kann jeder ganz individuell über die Fragen nachdenken – und genau das braucht man heutzutage: Menschen, die selber nachdenken.

Mein Fazit:
Ein überaus spannender Plot, Charaktere, die sich über sich selbst hinaus entwickeln und philosophische Fragen, die zum Nachdenken anregen – was will man eigentlich mehr? “White Maze” ist ein wahnsinnig starkes Werk über ein Thema, das noch nicht allzu oft behandelt wurde, obwohl es doch so wichtig ist. June Perry gelingt es Handlung, Charaktere und Ernsthaftigkeit perfekt zusammenzubringen und einen Plot zu kreieren, der mit den ganz großen Jugendbüchern unserer Zeit mithalten kann. Ja, das Ende kommt rasant und unerwartet und tatsächlich muss man bis zur letzten Seite lesen, um wirklich alles zu verstehen – aber ist nicht genau das etwas, das wir wollen? Ein unerwartetes und völlig aus dem Rahmen fallendes Ende? Mir hat “White Maze” wirklich unglaublich gut gefallen und ich erhoffe mir fast einen weiteren Teil – ob ich den kriegen werde? Ich weiß es nicht, allerdings weiß ich eins: Lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen. Dafür gibt es von mir 5 Sterne und eine wirklich dringende Leseempfehlung (:

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138 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Ein kleines Wunder würde reichen

Penny Joelson , Andrea Fischer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.05.2018
ISBN 9783841440235
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte wirklich keine Ahnung, was mich bei diesen Buch erwartet. Denn es klang zwar emotional, aber auch mysteriös und auch ein klein wenig thrillerlastig. Umso überraschter war ich dann, dass all das zutrifft – denn irgendwie hatte ich gedacht, dass ein so schmales Buch all das gar nicht wirklich richtig gut in sich vereinen kann. Doch ich habe mich wirklich getäuscht und habe gerade Schwierigkeiten all meine Gedanken auf den Punkt zusammenzufassen – denn dazu ging einfach zu viel in mir vor. Aber ich versuche alles und gebe mein Bestes, um alles irgendwie gut darzustellen 😀

Die Geschichte ist eigentlich schnell zusammengefasst: Jemma ist gelähmt und kann sich nicht bewegen – gar nicht. Allerdings beschäftigt sich die 14-Jährige natürlich genau mit den Themen, mit denen sich alle Teenager in ihrem Alter beschäftigen. Und so lebt Jemma ihr ganz eigenes, aber dennoch lebenswertes Leben… bis ihr auf einmal ein Mord gebeichtet wird und sie nicht weiß, wie sie dies den Menschen in ihrer Umgebung mitteilen soll. Doch sie gibt nicht auf und versucht alles, um ihre Lieblingsmenschen zu retten – koste es, was es wolle. Hinzu kommt auch noch, dass sich wie aus dem nichts Jemmas Schwester meldet von der sie gar nichts wusste. Ihr Leben steht damit Kopf, doch letztendlich will sie nur eins: Glücklich sein.

Es fällt mir gerade unglaublich schwer nicht Tränen zu vergießen, wenn ich an Jemma zurückdenke. Nicht, weil ich nicht abgeschlossen habe oder es besonders traurig geendet hätte, sondern einfach nur, weil ich es so wahnsinnig schade finde, dass ich nichts mehr von ihr höre. Denn ab der ersten Seite habe ich die süße Maus sofort in mein Herz geschlossen und wollte einfach wissen, wie es ihr geht, was sie macht und was sie denkt. Und plötzlich war Jemma nicht nur irgendeine Protagonistin, sondern ein Teil meiner Familie – oder vielmehr wurde ich zu einem Teil ihrer Familie. Denn wir erhalten direkten Einblick. Nicht nur in Jemmas Gedankenwelt, sondern auch in die Strukturen ihrer Familie. Und das hat einfach mein Herz geöffnet. Für die Geschichte, für die Thematik und für die Figuren. Eine solche emotionale Bindung zu den Figure hatte ich schon lange nicht mehr und wirkt bei mir immer sehr lange nach – wenn nicht gar für immer.

Und neben dieser Emotionalität gibt es dann einfach noch den unglaublich spannenden Plot. Denn neben dem ungeklärten Mordfall, der wirklich total spannend erzählt wird und dessen Aufdeckung im Zentrum der Handlung steht, geht es dann auch noch um die Annäherung an Jemmas Schwester. Diese beiden Komponenten greifen Hand in Hand und ergeben so ein wirklich spannendes, emotionales und stimmiges Gesamtpaket. Die Autorin führt beide Erzählstränge einzeln ein und führt sie bis zum Ende nicht zusammen. Das war wirklich großartig ausgearbeitet und war so durchdacht, aber auch emotional, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte. Ich war so stolz auf Jemma und ihre Entwicklungen, besonders aber darauf, wie sie mit den einzelnen Situationen umgegangen ist.

Und hier kommen wir nun zum wichtigsten Thema der Geschichte: Jemmas Lähmung. Wir erhalten allerlei Einblicke, wie weit die Forschung ist, was medizinisch alles getan wird und wie der Alltag von Betroffenen aussieht. Das ist beeindruckend, ergreifend und interessant, wenn man das so sagen kann. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie Jemma sich fühlen musste und bewunderte sie dafür, dass sie so positiv damit umging, denn offensichtlich hat sie es nicht immer leicht. Umso beeindruckter war ich dann, von ihr und ihrer Geschichte zu lesen. Und genau das liebte ich an dem Buch: Es brachte mich zum Nachdenken. Wie klein meine eigenen Probleme sind. Und wie glücklich ich mich schätzen kann. Aber auch, was ich tun würde, wenn ich in ihrer Situation wäre. Diese Gedanken zogen sich durch die komplette Geschichte und ich dachte auch noch nach Beenden immer wieder darüber nach.

Mein Fazit:
Nein, ich habe es nicht geschafft, darzustellen, wie sehr mich diese Geschichte beeindruckt hat, denn dafür gibt es einfach nicht die richtigen Worte. Und dafür bin ich auch immer noch viel zu emotional – und das, obwohl ich es schon vor gut zwei Monaten beendet habe. Aber so ist es nunmal: Manchmal berühren einen Geschichten so sehr, dass man einfach nie wirklich darüber sprechen kann. Für mich ist nur eins ganz klar: Bitte, bitte lest dieses Buch. Neben all den gehypten Titeln, den Fantasy-Romanen und all den unterhaltenden Lektüren, ist es so wichtig, auch mal so eine Geschichte zu lesen und darüber zu reflektieren. Es würde mir total viel bedeuten, wenn nur einer nach dieser Rezension zum Buch greift – denn Jemma hat wirklich jeden Leser verdient. Dafür gibt es 5 Punkte und eine Träne musste dann doch raus. Danke, Jemma. Dafür und für so vieles mehr. Ich hab dich lieb.

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551 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 191 Rezensionen

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Iron Flowers – Die Rebellinnen

Tracy Banghart , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.04.2018
ISBN 9783737355421
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich hatte Lust auf Jugenddystopie. Und da ich davon eine Menge hier liegen habe, stellte ich mich vor mein Bücherregal und sah mir die Auswahl an. Dabei stach mir „Iron Flowers“ besonders ins Auge, denn was habe ich nicht alles für tolle Fotos bei Instagram gesehen, die dieses Buch hervorragend in Szene gesetzt haben. Geht ja quasi gar nicht anders bei diesem wunderschönen Cover. Deshalb schnappte ich mir das knapp 300-seitige Buch und fing an die beiden Rebellinnen kennenzulernen – und war sofort begeistert!

Serina ist schön, anmutig und gehorsam – genau die Eigenschaften, die man braucht um eine Grace, sozusagen eine der drei Frauen des Königs zu werden. Alle drei Jahre bestimmt dieser nämlich, welche Mädchen seine Graces werden sollen. Serina wird deshalb bereits ihr ganzes Leben darauf vorbereitet. Anders als ihre Schwester Nomi: Sie ist wild, unberechenbar und rebellisch. Als sie sich auf den Weg zum Schloss machen und dort ankommen, kommt jedoch alles anders als eigentlich gedacht und die Schwestern werden vor ganz anderen Herausforderungen gestellt. Dies führt dazu, dass sie getrennt werden und alleine kämpfen müssen – schaffen es die Rebellinnen eine ganze Revolution in Gang zu setzen?

Anfangs erinnerte mich die Geschichte total an „Selection“ von Kiera Cass, allerdings in einem sehr viel erwachsenerem Stil und mit brutalerem Worldbuilding. Dennoch mochte ich diese Erinnerung, den „Selection“ ist einfach eine meiner absoluten Lieblingsreihen. Dennoch war es dann schön, dass sich die Geschichte in eine gänzlich andere Richtung entwickelte und man als Leser immer wieder wissen wollte, wie es weitergeht. Im Anschluss wird es dann sogar noch brutaler und ich fühlte mich ein wenig an „The Hunger Games“ erinnert, auch wenn die eigentliche Geschichte völlig anders ist. Egal, denn auch die Referenz störte mich kein bisschen, im Gegenteil: Ich mochte diese ehrliche Art Geschichten zu erzählen, ohne darauf zu achten, ob das der jugendliche Leser verträgt. Dies führt zum Nachdenken und immer wieder reflektieren.

Wirklich gut gemacht empfand ich auch die Entwicklungen der Protagonistinnen. Nomi war mir von Anfang an, aufgrund ihrer rebellischen Art sehr sympathisch, wenn auch etwas sehr radikal. Dennoch konnte ich als Leser gleich etwas mit ihr anfangen. Ganz anders mit Serina: Am Anfang kam sie mir sehr eingebildet und unnahbar vor. Und so unreflektiert. Ein Mädchen, das ihr Schicksal einfach so hinnimmt, ohne dafür zu kämpfen, dass sich grundlegende Dinge ändern. Gleichzeitig kann man natürlich ihre Passivität verstehen, denn wer hat schon den Mut sich gegen ein ganzes Regime zu stellen? Umso beeindruckender fand ich es dann, dass beide Schwester im Verlauf des Buches die andere verstehen lernen und sich deshalb auch in sehr positive Richtungen entwickeln. Am Ende des Buches konnte ich es gar nicht fassen, dass es dieselben Mädchen waren. Unglaublich toll und ein Aspekt, der mich definitiv dazu bringen wird, den zweiten Band lesen zu wollen – der aber erst im Herbst 2019 erscheint.

Der Schreibstil gefiel mir übrigens über weitere Strecken sehr gut, nur gegen Ende hätte man es etwas rasanter gestalten können. Hier wären weniger Nebenstränge wünschenswert gewesen, sodass der Hauptplot vorankommt. Außerdem waren einige Beschreibungen gegen Ende dann doch zu viel des guten – show, don’t tell und so. Aber gut, auch das habe ich hingenommen, schließlich hatte mich alles andere schon mehr als überzeugt. Am liebsten hätte ich am Ende gleich mit dem zweiten Band weitergemacht. Denn ja: Ihr werdet beim Ende sterben. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Mein Fazit:
Eine grandiose Idee, die sich zwar an anderen Jugenddystopien orientiert, aber dennoch ihren ganz eigenen Weg findet. Charaktere, die sich über sich hinaus entwickeln und eine gänzlich andere Person darstellen als sie es am Anfang waren. Und ein Aufbau, der sich wirklich sehen lassen kann, weil er überrascht. Für mich war „Iron Flowers“ ein grandioser Auftakt einer (hoffentlich werdenden) Trilogie, die mich packen und wieder zu einem meiner Lieblingsgenre zurückführen konnte. Tracy Banghart erfindet vielleicht nicht das Rad neu, setzt die Teile allerdings völlig anders zusammen – und kann trotzdem ein überzeugendes Endergebnis präsentieren, das funktioniert. Für mich ein wahres Highlight im Mai, das ich euch nur ans Herz legen kann, insofern euch die Ähnlichkeiten zu anderen Jugenddystopien nicht stört. Dafür gibt es volle 5 Sterne.

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Die Fabelmacht-Chroniken

Kathrin Lange , Mark Bremer , Uta Dänekamp
Audio CD
Erschienen bei Rubikon Audioverlag, 10.08.2018
ISBN 9783945986738
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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384 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 143 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nun kommen wir zu einem Buch, das mich förmlich aus meinen Schuhen gehauen hat und das definitiv ein Highlight in meinem Lesejahr 2018 ist! “Children of Blood and Bone” hat zunächst Amerika im Sturm erobert und tut das unaufhaltbar immer noch: Erst kürzlich wurde es von den TV-Zuschauern der Tonight Show mit Jimmy Fallon als Summer Read 2018 gekürt und wird nun auch vom berühmten TV-Host gelesen und sogar auf Soundcloud von ihm vertont. Doch nicht nur das: Er berichtet sogar über seine Eindrücke und lud die Autorin gleich mal zum Interview ein – wenn ein Buch es schon in die Mainstream-Medien schafft, dann muss es wirklich besonders sein. Die Geschichte wurde bereits in knapp 30 Sprachen übersetzt und auch in Deutschland gab sich der Fischer FJB-Verlag alle Mühe, das Buch großflächig zu bewerben. Doch lohnt sich die Geschichte wirklich und kann sie dem Hype stand halten?

Wir lernen zunächst eine völlig andere Welt als die unsere kennen: Hier geht es um ein Land, welches früher voll von Magie war, die dunkelhäutige Menschen mit strahlend weißen Haaren kontrollieren konnten. Allerdings gab es mehrere Vorfälle, sodass der König alle mit Magie gesegneten Menschen getötet und nur noch die ganz kleinen Zauberer am Leben gelassen hat. Diese haben nämlich ihre Magie noch nicht erhalten und können dies auch nicht, wenn niemand da ist, der ihnen dabei an ihrem 13. Geburtstag hilft. Und so lernen wir auch Zélie kennen, ein Mädchen, das zu eben diesen Kindern gehört, deren Magie sich nicht ausfalten konnte. Sie arbeitet in einem Geschäft, das eigentlich Bekleidung herstellen sollte, das allerdings ganz heimlich ihre Mädchen im Stabkampf ausbildet. Eine Rebellion scheint sich zusammenzubrauen und plötzlich ist Zélie mittendrin – ob sie ihre Magie tatsächlich zurückbekommt und was hat die Prinzessin mit ihrer Geschichte zu tun?

Ich habe dieses Buch angefangen und war mir über den Hype durchaus bewusst, allerdings hat dieser mich gar nicht so beeinflusst, da ich das Glück hatte, es vorablesen zu dürfen, weshalb ich gar nicht so “genervt” davon war. So fing ich an und stellte schnell fest: Ich habe es hier mit einer ganz besonderen Geschichte zu tun. Teilweise hatte ich sogar dasselbe Gefühl, das ich hatte, als ich “Hunger Games” las – eine Reihe, die mich unglaublich begeistert hat und die mich bis heute begleitet. Diese Assoziation hatte ich tatsächlich schon nach den ersten 50 Seiten, denn die Autorin schafft es, den Leser sofort in die Handlung zu reißen und scheinbar nebenbei die komplexe Welt zu erklären und vorzustellen. Das setzt sich weiter durch, bis dann ab Seite 120 ein Ereignis dem nächsten folgt. Der Plot erinnerte ich dabei etwas an die Anime-Serie “Avatar – Der Herr der Elemente”, denn unsere drei Protagonisten begeben sich auf die Reise quer durch ein Land, das völlig auseinander gerissen wurde. Es gibt Diskriminierung, Rassismus und ganz viel Gewalt – Themen, die mich durchaus an die ein oder andere Situation aus dem realen Alltagsgeschehen in der Welt erinnert haben, weshalb ich es toll fand, wie die Autorin in einer solchen Fantasy-Geschichte durchaus auch Kritik an der Realität und uns als Gesellschaft übt. Außerdem eine weitere Parallele zur Anime-Serie: Wir erhalten auch Einblick in die Geschichte des Gegners und erhalten somit ein sehr ausführliches Bild der Ereignisse.

Schön fand ich auch, dass die Autorin eine Kultur erschaffen hat, die durch ihre Wurzeln in Afrika inspiriert ist und die deshalb umso realistischer wirkt. Es gibt ganz eigene Rituale, eine ganz eigene Sprache und ganz eigene Kostüme – all das wird wunderbar verpackt und entführt einen wirklich in eine sehr fantasiereiche Welt. Außerdem schafft es Frau Adeyemi, dass man auch merkt, wie schwer es diese Kultur hat, in der Gesellschaft Akzeptanz zu finden und wie leicht es ist, in Schubladen zu denken. Durch die verschiedenen Figuren erfahren wir allerdings auch, dass es Personen gibt, die eben nicht darauf hineinfallen und sich gerne ein eigenes Bild machen, ohne mit Vorurteilen behaftet zu sein. Sehr stark, wenn man bedenkt wie jung doch die Autorin noch ist. Mich hat genau diese Kombination aus spannendem Plot und ernster Thematik fasziniert und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt.

Kommen wir nun aber zu den Figuren: Zélie als Protagonistin ist unglaublich stark. Sie hat einen ganz eigenen Charakter und ist vielleicht nicht immer perfekt, aber genau das schätze ich an ihr sehr. Sie glaubt an ihre Meinungen und tritt für diese auch ein, selbst wenn sie damit alleine steht. Ihr Bruder ist dagegen etwas rücksichtsvoller und versucht, das Temperament seiner Schwester etwas auszugleichen. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich immer total gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon, wie es im zweiten Band mit ihnen weitergehen wird 😀 Außerdem eine Figur, die mich aufgrund ihrer Entwicklung absolut begeistern konnte, ist Prinzessin Amari. Ich möchte gar nicht zu viel sagen, denn so würde ich spoilern, aber so viel sei gesagt: Urteilt nicht vorschnell, da kommt ganz viel auf euch zu. Versprochen!

Mein Fazit:
Ich könnte ewig weiterschreiben, denn ich finde nicht genug Worte für dieses Buch! Eine Geschichte, die sofort mitreißt und mit gar nichts zu vergleichen ist; Charaktere, die sich über sich hinaus entwickeln; und eine Story, die nicht nur actionreich ist, sondern besonders durch ihren ernsten Hintergrund überzeugt. Für mich eine absolut starke Kombination und mit das stärkste, was ich im Jugendbuchbereich bisher gelesen habe. Ich hätte am liebsten sofort Band 2, obwohl das Ende gar nicht so offen bleibt – na gut, schon ein wenig, aber nicht so, dass es mich stört. Wie dem auch sei: Von mir kann es gar nichts schlechteres als 5 Sterne geben, denn dafür habe ich es einfach viel zu sehr geliebt!

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136 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Heliopolis - Magie aus ewigem Sand

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783743200920
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer mich kennt, weiß, dass ich unglaublicher Fan von Stefanie Hasse bin. Seit “BookElements” und “Schicksalsbringer” begleitet sie mich regelmäßig durch meinen Lese- und Bloggeralltag und ich freue mich immer wahnsinnig darüber, wenn ich sie und ihrem Mann Kay auf den Buchmessen treffen und sprechen kann. Deshalb dürfte es niemanden überraschen, dass ich in dem Moment das Lesen angefangen habe, als ihr neues Werk “Heliopolis” hier bei mir angekommen ist. Ob Steffi mich mit ihrer neuen Geschichte ebenso begeistern konnte und warum ich fast einen Herzinfarkt bekommen habe, das erfahrt ihr jetzt!

Akasha könnte kein besseres Leben führen: Als Prinzessin hat sie ein Leben wie im Bilderbuch – in einem ägyptischen Bilderbuch, um genau zu sein. Außerdem weiß sie jetzt schon ganz genau, wie ihr Leben abläuft, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als mit Riaz zusammen sein zu können und durch ihre Magie, die sie an ihrem 16. Geburtstag erhält, Heliopolis beschützen zu können. Doch es kommt alles ganz anders: Akasha ist Trägerin des leeren Zeichens und wird damit geächtet. Um einem Leben in Schande zu entgehen, schickt sie ihr Vater allen Übels auch noch auf die Erde – dort lerenen wir Hailey kennen, die gerade eine ägyptische Ausstellung auf die Beine bringen soll. Doch warum kann sie plötzlich die Hieroglyphen lesen?

Die Geschichte klang einfach von Anfang an magisch und bereits auf den ersten Seiten konnte ich gar nicht mehr genug davon bekommen. Stefanie Hasse erschafft mit Heliopolis ihre ganz eigene Welt, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und Regeln. Anfangs war ich etwas überfordert, aber je mehr ich las, desto konkreter wurden meine Vorstellungen und desto mehr Interpretationsmöglichkeiten gab es. Als Kenner von Steffis Geschichten war mir sofort klar, dass diese Welt die bisher komplexeste ist, die sie jemals erschaffen hat. Komplex und gleichzeitig wahnsinnig gut. Allein die Einführung der verschiedenen Häuser mit all ihren unterschiedlichen Gaben, die Einflechtung der ägyptischen Mythologie sowie der Umschlag auf die Geschehnisse auf der Erde – all das wird wahnsinnig gut dargestellt und sehr glaubhaft und spannend erzählt. Allein deshalb ist es für mich der bisher überzeugendste Plot der Autorin!

Doch nicht nur das: Auch die Figuren könnten nicht besser dargestellt sein. Akasha wirkte auf mich im ersten Moment wie eine typische Prinzessin, was sie eventuell erstmal etwas oberflächlich wirken ließ, was sich aber sehr schnell verändert hat. Aufgrund der Ereignisse entwickelt sich die Figur nämlich unentwegt weiter und erhält somit eine Tiefe, mit der ich zu Beginn gar nicht gerechnet hätte. Ganz anders bei Hailey: Sie war mir von Anfang hat total sympathisch und war für mich eine typische Steffi-Protagonistin – jeder, der bereits ein Buch von Frau Hasse gelesen hat, wird wissen, was ich damit meine. Und auch die Nebenfiguren konnten überzeugen: Steffi hat wirklich sehr verschiedene Figuren erschaffen, die ihre ganz eigenen Persönlichkeiten und Macken haben und die deshalb auch so echt wirken. Sogar die angedeutete Dreiergeschichte (ich werde natürlich nicht verraten, wer da involviert ist :D) hat mich nicht gestört, obwohl diese Form der Beziehungsdarstellung ja durchaus schon etwas ausgelutscht ist. Ganz anders hier, Steffi schafft es tatsächlich eine gute Balance zu finden und auch diesen Aspekt der Geschichte so auszuarbeiten, dass er nicht störend wirkt und mich zum Augenrollen bringt.

Hinzu kommt die rasanten Entwicklungen, die wir in fast jedem Kapitel haben. Der Plot wird unentwegt weitergetrieben und ständig aufgebaut, bis es dann wirklich auf den allerletzten Seiten zu einem fulminanten Höhepunkt kommt. Ich war teilweise wirklich atemlos und habe bis spät nachts gelesen obwohl ich am nächsten Tag arbeiten musste. Allerdings konnte ich es einfach nicht aus den Händen legen und musste einfach wissen, wie es weitergeht. Besonders der große Turn in der Mitte hat mich fast zum Herzinfarkt gebracht, obwohl ich eigentlich damit gerechnet hatte – dass es dann aber wirklich so kam, überraschte mich doch, besonders mit dem Zeitpunkt, in dem es aufgelöst wurde, hatte ich nicht gerechnet, weshalb es umso spannender war. Wirklich unglaublig toll und ein weiterer Beweis, dass Stefanie Hasse zu den ganz Großen im Jugendbuch-Genre gehört.

Mein Fazit:
Ein spannender Plot, ein komplexes Worldbuilding sowie Figuren, die lebhaft, verrückt, einzigartig und echt sind – was will man eigentlich im Jugendbuchgenre noch mehr? “Heliopolis” konnte mich von Anfang bis Ende komplett überzeugen und ist für mich die plotstärkste Geschichte, die Steffi jemals geschrieben hat. Okay, ich mochte Phoenix aus der Schicksalsdilogie als Bookboyfriend dann doch mehr, aber man verschenkt eben sein Buchherz nur einmal – da können die Jungs aus “Heliopolis” wenig für 😀 Für mich ein absolutes Muss für alle Fans sehr, sehr guter Fantasy-Geschichten und ein absolutes Muss für all jene, die tatsächlich noch keine Geschichte von Stefanie Hasse gelesen haben – wo ward ihr bis jetzt und was macht ihr falsch? Auf, auf, besorgt euch dieses Buch und fangt an… ihr werdet nicht aufhören können! Von mir gibt’s deshalb volle 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

P. S.: Ja, ich empfehle euch, als erste “Heliopolis”, wenn ihr auf einen spannenden Plot steht. Danach könnt ihr frei wählen, ich wäre ja für “Schicksalsbringer”, denn da schlägt das Bookboyfriend-Herz einfach höher. Und wer etwas “House of Night”-Revival haben möchte, der liest einfach mal “BookElements” – ihr werdet es verschlingen!

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159 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Die fünf Gaben

Rebecca Ross , Anne Brauner , Susann Friedrich
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut: Bereits in Frankfurt wurde es uns auf der Buchmesse vorgestellt und ich war sofort Feuer und Flamme für die Geschichte. Denn irgendwie hörte es sich wie eine perfekte Mischung aus historischem Roman, Jugendbuch und Internatsgeschichte an. Als die Veröffentlichung des Buches dann auf Frühjahr 2018 verschoben wurde, war nicht nur ich sondern bestimmt auch der ein oder andere Lese etwas enttäuscht – schließlich hatte man sich so sehr darauf gefreut. Aber gut, wir sind natürlich brav und warten und dann war es im Mai so weit: Ich las die Geschichte. Und war ernüchtert. Warum? Das erfahrt ihr jetzt.

Wie bereits aus dem Klappentext sowie dem Titel entnehmbar dreht sich alles um fünf Gaben, die die Schülerinnen der Schule inne haben oder auswählen können. Da gibt es die künstlerisch begabten Jugendlichen, die Musiker, die Eleganten, die Schlauen sowie die Schauspieler. Alle müssen natürlich andere Fähigkeiten und Kompetenzen erwerben. Dabei gibt es Schülerinnen, die eine Begabung bereits vorweisen und sich deshalb ganz intuitiv für eine Richtung entscheiden oder aber Schülerinnen wie Brienna, die alles mal durchprobieren – und in Briennas Fall ist das nicht mal übertrieben, denn sie hat wirklich jede Richtung durch und bleibt am Ende bei den Wissenden hängen. Hier startet die Geschichte, die sich in eine Reise quer durch das fiktive Land entwickelt, doch besonders zu einer Reise zurück zu Brienna.

Zunächst fand ich die Grundidee ziemlich spannend, da sie so vielseitig ist. Mädchen, die ihren verschiedenen Begabungen nachgehen und dadurch dann ein gutes Leben in ihrer Gesellschaft einschlagen können. Das fand ich faszinierend, besonders weil sich so die Möglichkeit bieten würde, ganz unterschiedliche Charaktere darzustellen. Leider war hier schon die erste Enttäuschung in Sicht: Denn obwohl alle Zweige so unterschiedlich waren, konnte ich Briennas Freundinnen (die alle in unterschiedlichen Zweigen ausgebildet werden) anfangs fast nicht auseinanderhalten. Klar, da gab es mal die, die gemalt hat oder die, die ein Stück für sie schrieb, aber als Figur konnte ich sie einfach überhaupt nicht durchdringen und deshalb auch nicht auseinanderhalten. Ja, das wurde etwas besser, dennoch empfand ich die Beschreibung der Figuren als eher blass.

Hinzu kam dann noch, dass die Geschichte auf den ersten knapp 150 Seiten wirklich sehr langatmig war. Es wird der Alltag der Bildungsanstalt ausführlich beschrieben und auch versucht, bestimmte Handlungsstränge aufzubauen, die später dann weitergeführt werden sollen. Das alles wirkte aber sehr schwerfällig, was es wirklich kompliziert gemacht hat, dranzubleiben. Ich musste mich irgendwann zwingen die Geschichte weiterzulesen und muss auch gestehen, dass ich manche Ausführungen lediglich überflogen habe, weil ich es sonst nicht ausgehalten hätte – immer ein schlechtes Zeichen, da sich so Längen bemerkbar machen. Das wurde irgendwann besser, hatte sich aber nie ganz eingestellt, obwohl die Geschichte sich irgendwann wirklich weiterentwickelt und sehr vielschichtig wird. Dennoch kam ich nie aus meinen Eindrücken raus und es gab auch keinen Moment, wo ich komplett überzeugt war.

Mein Fazit:
Figuren, die ich nicht wirklich greifen konnte und eine Geschichte, die etwas schwerfällig beschrieben wird. Für mich war „Die fünf Gaben“ nicht das, was ich erwartet habe. Um ehrlich zu sein war ich am Ende sogar sehr enttäuscht, auch wenn ich mit dem Schluss relativ zufrieden war (zumindest kann man es lesen, ohne mit einem fiesen Cliffhänger zurückgelassen zu werden). Wie ich mitbekommen habe, ist auch ein zweiter Teil geplant, den werde ich allerdings defnitiv nicht lesen. Dafür war der Schreibstil einfach nichts für mich. Und wenn mich weder Figuren, noch Geschichte, noch Schreibstil überzeugen – warum dann weitermachen? Für Leser, die gerne ein historisches Setting gepaart mit etwas Fantasie und Jugendcharme hätten, dürfte die Geschichte interessant sein, allen anderen würde ich das Buch nicht empfehlen. Ich schwanke sehr und gebe deshalb ausnahmsweise 2,5 Sterne. Für zwei Sterne ist das Paket dann doch zu gut, für mittelmäßige drei Sterne reicht es aber auch nicht ganz – sorry!

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 27.06.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

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