Benni_Cullen

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157 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, gefährten, mond, ungerechtes gesellschaftssystem

Moon Chosen

P.C. Cast , Christine Blum
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440143
Genre: Jugendbuch

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(4.835)

7.369 Bibliotheken, 137 Leser, 20 Gruppen, 403 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nicky p. kiesow, fuchsreihe

Fuchsmagie

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 62 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 15.09.2017
ISBN B073SBCZLH
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist mal wieder so weit: Die nächsten drei Bände der Fuchsreihe stehen unmittelbar vor der Haustür und Nicky entführt uns somit gegen Ende des Jahres noch einmal in eine magische Welt rund um Tiergeister, Machtspiele und ganz viel Drama - passt doch zu dieser ungemütlichen, aber eben auch kuscheligen Jahreszeit, oder? Nachdem mich Nicky mit den vorherigen sechs Bänden wirklich angefixt hat, war ich wirklich gespannt wie es weiter geht. Über den Sommer hinweg habe ich ja die Vorgeschichte aus der Sonderbandreihe "Fuchsmorgen - Fuchsmittag - Fuchsabend" gelesen und HIER rezensiert als auch Nickys neues Abenteuer "Herbstprinzessin - Donnergrollen" verschlungen. Ob mich da auch eine bereits bekannte Geschichte zum siebten Mal begeistern konnte?

Wie immer fing ich mit dem Lesen an und konnte mich natürlich an fast nichts mehr erinnern, weshalb ich auch ein wenig brauchte, um wieder in die Geschichte zu finden. Als ich das aber geschafft habe, fühlte ich mich wieder total wohl und wusste sofort wieder Bescheid (ähnlich wie bei einem Déjá-Vú irgendwie). Und plötzlich wusste ich wieder, wie schockiert ich am Ende war und nicht wollte, dass es zu Ende ist. In diesem Moment war ich wieder Feuer und Flamme und wurde nicht enttäuscht: Nicky liefert einen spannenden Plot, der sich weiter entwickelt und neue Facetten aufzeigt - schockierende, überraschende und meist auch wirklich gelungene! Das macht Spaß und funktioniert deshalb auch beim siebten Mal.

Dabei überrascht mich Nicky immer wieder, besonders mit den Nebenfiguren. Zum einen, weil sie sehr viel tiefgründiger dargestellt werden, als anfangs gedacht und zum anderen deshalb, weil sie immer wieder dafür Sorgen, dass sich die Geschichte dreht, wandelt oder komplett ändert. Besonders bei einer Figur ist mir das in Band 7 aufgefallen, deren Entwicklung ich gar nicht vorhergesehen habe, ähnlich wie eine Entwicklung in den Bänden 4, 5 und 6. Nicky hat Talent für Überraschungen und beweist dies immer wieder, was bei mir als Leser wirklich gut ankommt, weil nichts sicher ist und man anfängt, niemanden mehr zu vertrauen. Damit hat mich die Autorin in der Hand und weiß auch geschickt damit umzugehen. Auch Maykayla und Sisandra entwickeln sich jedoch weiter und während man am Anfang eine Interpretation der Geschehnisse hatte, die sinnig erschien, zweifele ich momentan etwas an dem, was ich glaube, was gut ist - frustrierend, aber auch total spannend, da ich nicht absehen kann, was noch passieren wird.

Auch der Schreibstil ist zu loben, auch wenn er mir ab und an doch etwas zu ausführlich ist. Nicky nimmt sich Zeit für Beschreibungen, Details und Informationen, was großartig ist, weil man ein genaues Bild bekommt, manchmal aber auch etwas langatmig daher kommt. Dieses Problem habe ich nach ein paar Seiten überwunden, weil ich dann einen Weg gefunden habe, wie ich es lesen muss, was es mir dann erleichtert und auch dazu führt, dass ich total drin bin.

Mein Fazit:
Was soll ich sagen, ich kann einfach nicht aufhören und muss immer wieder herausfinden, wie es weiter geht. Oft ärgert man sich, dass es schon wieder zu Ende ist, aber andererseits ist es auch ein festes Ritual geworden, einmal im Monat in die Tiergeistwelt abzutauchen. Jeder, der die Reihe noch nicht kennt, sollte definitiv mal reinlesen, alle anderen sollten mit Band 7 weiter machen, denn wie ihr ja wisst und ich auch schon geschrieben habe: Nicky ist immer für eine Überraschung gut und lässt sich bestimmt auch in Zukunft spannende Dinge einfallen. Damit vergebe ich für diesen Teil 4 Sterne und setzt mich an "Fuchstanz" ran - der 8. Band erscheint nämlich bereits in einem Monat, am 15. Oktober 2017 und ich darf es vorab lesen (: Was für ein Glück ich doch habe!

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Tags: fuchsreihe, nicky p. kiesow   (2)
 

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38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

künstliche intelligenz, jugendbuch, stalker, zukunft, clou

Cloud

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.08.2017
ISBN 9783401603490
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

nicky p. kiesow, #herbstprinzessin, #lesen, #nickypkiesow, herbstprinzessi

Herbstprinzessin: Donnergrollen

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 57 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 02.09.2017
ISBN B072TLDDF6
Genre: Fantasy

Rezension:

Nicky kann mich schon seit Jahren mit der Fuchsreihe überzeugen und tut dies auch immer noch, deshalb war ich natürlich auch auf ihr neues Werk "Herbstprinzessin" total gespannt, denn Nicky schafft es tatsächlich immer wieder, mich in magische Welten zu ziehen und mich dadurch total zu berühren. Diesmal wurde es gar keine komplett neue magische Welt wie in der Fuchsreihe, sondern ein klein wenig Magie im Alltag - und auch damit wusste die Autorin zu überzeugen.

Den Inhalt kann man im Klappentext nachlesen, ich hatte ihn mir vorher gar nicht durchgelesen und wollte mich einfach nur reinfallen lassen. Das führte dazu, dass ich anfangs etwas Angst hatte, dass mir Nicky hier eine 0815-Liebesgeschichte präsentiert, doch es sollte anders sein: Was anfänglich als plumpe Liebesgeschichte daherkommt, verändert sich gegen Ende in eine fantasiereiche Handlung mit einigen wirklich interessanten Elementen, die ausbaufähig sind - diese gibt Nicky zwar Preis, allerdings schneidet sie diese sehr feinsinnig und geschickt an, denn sie will ja auf den zweiten Teil gespannt machen. Das gelingt ihr sehr gut und ich bin total gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschehnisse.

Besonders positiv ist mir die liebevolle Gestaltung des Settings und der Orte aufgefallen. Ich persönlich konnte den Duft des Blumenladens quasi riechen und hatte das Gefühl, schon immer in dem kleinen Ort zu leben, den Hannah schon seit Kindheitstagen liebt. Diese Liebe schwabbt auf den Leser über und entführt so in eine ganz eigene Welt. Hilfreich ist es vielleicht auch, dass Hannah total liebenswürdig wirkt und eine Person ist, der ich total nah war - allein schon wegen der Liebe zu den 90er-Jahren. Dieses Paket machte es mir wirklich sehr leicht, mich wohl zu fühlen und neugierig zu erfahren, wie es denn nun weitergeht. Als dann noch ein magischer Moment hinzukam, war ich tatsächlich Feuer und Flamme und total begeistert.

Bevor dieser magische Moment jedoch eingetroffen ist, gab es einige Längen: Wege werden sehr detailliert beschrieben, Charaktere ausführlich eingeführt und Gefühlsempfindungen sehr redundant beschrieben. Das machte es mir in der Mitte etwas schwer und fühlte sich auch länger an als eigentlich gewohnt - denn normalerweise fesselt Nicky von Anfang bis Ende. Umso schöner, dass dann eine Wendung in der Geschichte kam, mit der man so gar nicht gerechnet hatte und die mir die Geschichte noch einmal schmackhafter gemacht hat. Schön fände ich es aber trotzdem, wenn die Handlungen aus dem ersten Teil der Geschichte erneut thematisiert werden und dadurch einen Sinn erhalten würden - denn sie nur so stehen zu lassen, weil sie in die Geschichte eingeführt haben, fände ich etwas enttäuschend.

Mein Fazit:
Insgesamt mag es vielleicht ein holpriger Start gewesen sein, allerdings wurde das Ende dann wirklich interessant und die Geschichte somit für mich wirklich total spannend. Deshalb freue ich mich auch auf die Fortsetzung, die im November 2017 erscheint, denn dann geht es für mich erst richtig los. Nicky stellt mit "Donnergrollen" sympathische Figuren vor, schafft ein wunderbar liebevolles Setting und zeigt, dass manche Geschichte eben erst eine längere Vorgeschichte brauchen, bevor sie richtig losgehen - wie ein Donnergrollen eben. Dafür gibt es von mir 4 gespannte Sterne und damit eine Empfehlung für all jene, die Lust auf eine kleine Miniserie haben, die verspricht magisch zu werden.

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Tags: herbstprinzessi, independent, nicky p. kiesow   (3)
 

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711 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

liebe, mord, paper palace, erin watt, familie

Paper Palace

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492060738
Genre: Erotische Literatur

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

erfindung, inventory, technik, arena verlag, andy briggs

Inventory (1). Tresor der gefährlichen Erfindungen

Andy Briggs , Simone Wiemken
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603636
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich hatte mir überlegt, dass ich gerne auch Bücher kennenlernen würde, die man mal verwandten/bekannten Kindern bzw. Jugendlichen zwischen 9 und 15 Jahre empfehlen kann. Und als ich dann den Klappentext von "Inventory" las, wusste ich: Das ist ein Buch, welches genau zu diesem Bedürfnis passt. Die Gestaltung suggeriert ja schon ein Jungsbuch und auch der Inhalt scheint von Anfang an sehr technisch, raffiniert und so aufgebaut zu sein, dass es allerlei Aspekte zu geben gibt, die erkundschaftet werden wollen. Warum das Buch aber nicht nur für Jungs geeignet ist und warum ich von der Geschichte recht angetan war, erfahrt ihr jetzt.

Gleich zu Beginn lernen wir Dev kennen, der, gemeinsam mit seinem Onkel, auf einer kleinen Farm irgendwo im nirgendwo wohnt und so überhaupt keinen Anschluss in der Schule findet. Dies liegt wohl vornehmlich daran, dass er unbedingt den Bunker, genannt Inventory, unter seiner Farm geheim halten muss, weshalb sein Onkel jeglichen Besuch verbietet. Dev ist ein Außenseiter, den die Schule langweilt, weil sie ihm nichts neues beizubringen scheint und der keine Freunde hat. Bis auf einen Vorfall, bei dem zwei Klassenkameraden bei ihm auftauchen und gleichzeitig eine feindliche Gruppe versucht, in das Inventory einzudringen. Es beginnt ein Kampf gegen die Eindringlinge und eine Reise durch den Tresor der gefährlichen Erfindungen - ob Dev, sein Onkel Charles und seine neu gewonnenen Freunde Mason und Lot das überleben?

Anfangs war ich etwas genervt, da Dev als dieser typische Außenseiter-Nerd dargestellt wird, der so oft in Jugendbüchern herangezogen wird, um sich mit den Protagonisten zu identifizieren. Manchmal fehlen mir hier einfach die Helden, die selbstbewussten und eigenen Charaktere, die vielleicht nicht die beliebtesten sind, damit aber auch gut umgehen können. Gut also, dass sich Dev bereits innerhalb der ersten 50 Seiten verändert hat und zeigen konnte, dass in ihm mehr steckt als der Nerd, der keinen Anschluss findet und ein furchtbar einsames Leben lebt. Dazu tragen auch Mason und Lot bei - Mason, der anfangs Dev stark zusetzt und quasi jede Gelegenheit nutzt, um ihn bloßzustellen, entwickelt sich dabei am meisten: Aus dem unsympathischen Troll wird mit der Zeit ein amüsanter, authentischer und wirklich besonderer Freund. Der Autor beweißt, dass gemeinsame Erfahrungen prägen und zeigt, wie Differenzen überwinden werden können und sollten. Das hat mir wirklich gut gefallen und ist ein Aspekt, den ich als besonders gelungen empfinde. Auch die Beziehung zwischen Dev und Lot spielt eine Rolle, merkt man doch eine gewisse Sympathie zwischen den beiden. Diese wird aber nicht zu sehr überbetont, sondern kommt nur ganz subtil rüber, was ich als passend empfinde.

Dabei ist die Geschichte ebenfalls großartig aufgebaut: Es passiert alles Schlag auf Schlag, die Gruppe gerät von einem Abenteuer ins andere und gelangt so immer tiefer ins Inventory. Ich fand es total spannend, den Tresor näher kennenzulernen, die Facetten und seinen Aufbau zu erfahren und mir zu überlegen, wie ich da ran gehen würde. Dabei webt der Autor geschickt technisches Wissen in die Geschichte mit ein und erklärt physikalische/naturwissenschaftliche Vorgänge wirklich kindgerecht und gleichzeitig auf einem passenden Niveau - eine solche Gradwanderung muss man erstmal hinbekommen und zeugt davon, dass man sich hier wirklich genaue Gedanken gemacht hat. An dieser Stelle seien besonders die Unterwasserszenen erwähnt, die mir am besten gefallen haben. Die ganze Technik, die hier mitspielt und wie sie der Autor dann beschrieben hat, damit man sich es wirklich ganz genau vorstellen kann, ist einfach grandios und blieb mir dauerhaft in Erinnerung.

Überhaupt ist der Schreibstil einfach etwas ganz besonderes. Der Autor erklärt wirklich viel, aber das kommt gar nicht so sehr ins Bewusstsein, denn mal liest wirklich interessiert mit , merkt also gar nicht, dass man gerade die volle Breitseite Technik bekommt - und wenn ich das als Erwachsener schon sage, dann muss ein Kind noch viel faszinierter sein. Gleichzeitig wird nichts überemotionalisiert, dennoch schafft man eine Verbindung zu den Charakteren und fühlt mit ihnen und ihrer Situation mit. Dabei dienen die männlichen Figuren wohl als Identifikationsfigur für Jungs in deren Alter, dank Lot dürften aber auch einige Mädchen die Geschichte mögen, vorausgesetzt sie sind entdeckungsfreudig und wollen den Tresor kennenlernen.

Mein Fazit:
Ich habe genau das bekommen, was ich wollte: Ein Buch, welches ich Kindern bzw. Jugendliche im Alter von 9 bis circa 15/16 Jahren empfehlen kann. Eine großartige Idee, die wirklich gut verschriftlicht wurde und die einige Facetten inne hält, die die Geschichte toll rüberbringen. Dazu kommen vielseitige Charaktere, die sich entwickeln, Streitigkeiten beiseite legen und zusammenwachsen. Wirklich schön, weshalb ich mich wirklich auf den zweiten Teil freue, der bereits auf der letzten Seite des ersten Bandes angekündigt wird. Kann jetzt schon Frühjahr 2018 sein? Danke! Von mir gibt es deshalb 4 Sterne und eine Leseempfehlung für technikbegeisterte Leseratten.

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Tags: andy briggs, arena verlag, inventory   (3)
 

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7.838 Bibliotheken, 80 Leser, 30 Gruppen, 460 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, fantasy, london

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

#fuchsreihe, nicky p. kiesow, #fantasi, #nicky p. kiesow, #rezensionsexemplar

Fuchsmorgen

Nicky P. Kiesow
E-Buch Text: 81 Seiten
Erschienen bei kein Verlag, 15.08.2017
ISBN B072FMPSNM
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass ich Fan der Fuchsreihe von Nicky P. Kiesow bin. Seit dem ersten Band entführt mich Nicky jedes Mal aufs Neue in eine fantastische Welt, die für mich ganz viel Magie, aber auch ganz viel Liebe bereit hält. Ich liebe die Figuren, Entwicklungen, die Spannung und Reibungen und bin ganz verliebt in May und Ren - für mich sind es irgendwie reale Personen (bzw. Tiergeister), die ich gar nicht mehr missen möchte. Und als kleine Belohnung für die Leser, hat sich Nicky was wirklich ganz tolles einfallen lassen: Sie veröffentlichte im August den ersten Teil der Sonderreihe "Fuchsmorgen - Fuchsmittag - Fuchsabend", der die Geschichte von May erzählt, nachdem sie von Ren erwählt wurde - also genau die Stelle aus dem 1. Band, die nicht erzählt wurde. Aufregend, oder?

Und es geht auch gleich los, denn wir erfahren, wie Mays erster Tag im Trainingscamp Conor abläuft, welchen Herausforderungen sie sich stellen muss und wie die Beziehung, die ja in der eigentlichen Hauptserie sehr innig und vertraut ist, sich in den ersten Tagen entwickelt - und glaubt mir, es war nicht immer alles so rosig, wie es in der Haupserie scheint. Außerdem kommt es zum ersten Abenteuer der beiden, der für die nötige Spannung sorgt und ganz klar aufzeigt, warum May und Reineke sich später mal so nahe stehen.

Auch der Zusatzband überzeugt durch die wirklich sympathischen Charaktere, die einem sofort ans Herz wachsen und das erst recht tun, wenn man sie als Kinder erlebt. May wirkt noch so unbeholfen und leichtfüssig, obwohl auch schon Anzeichen herausgelesen werden können, wie sie später mal als Erwachsene sein wird. Diese liebevolle Skizzierung ist wirklich großartig und erfordert intensive Auseinandersetzung mit den Charakteren seitens der Autorin - und das hat Nicky wirklich zu 100 % getan. Großes Kompliment dafür, man liest die Liebe wirklich total heraus - nicht nur bei der Protagonistin und ihrem Fuchs, sondern auch bei den anderen Figuren.

Sosehr ich die Charaktere genoss, so schwierig fand ich den Aufbau der Geschichte. Denn natürlich musste Nicky das Camp erklären, die Orte einführen, Menschen vorstellen, Rituale erklären und Beziehungen aufzeigen - es kam ganz automatisch zu einigen Längen, da die Autorin so detailliert über alles berichtete. Aber das ließ sich wahrscheinlich einfach nicht vermeiden, einfach weil man erstmal das Setting schaffen muss. Ich habe das Gefühl, dass es jetzt erst mit dem zweiten Teil der Sonderreihe so richtig los geht, denn schon zum Schluss wird deutlich, dass es jetzt in eine entscheidende Phase geht - entscheidend sowohl für die Entwicklung von May als auch für die Geschichte. Ich bin gespannt, ob Nicky das bieten wird, bin mir da aber ziemlich sicher ;-)

Mein Fazit:
Liebevolle Charaktere, ein wie immer hervorragender Schreibstil und eine großartig aufgezeigte Welt - Nicky hatte wirklich eine grandiose Idee mit dieser Sonderreihe und stellt im ersten Band das Camp in allen möglichen Facetten vor. Für Fuchsliebhaber also wirklich ein Muss, für alle anderen: Lest erstmal "Fuchsgeist" und die folgenden Bände (es lohnt sich!) und dann lasst euch von der süßen kleinen May verzücken. Von mir gibt es für die Geschichte 3,5 Sterne - und jetzt geht's ans Lesen von "Herbstprinzessin: Donnergrollen", der neuen Reihe der Autorin ;-)

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Tags: fuchsreihe, independent, nicky p. kiesow   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, engelskinder, kinder, erhängt, serie

Engelskinder

Elly Griffiths , Tanja Handels
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.07.2017
ISBN 9783805250962
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte total Lust auf einen Thriller bzw. Krimi, habe die Vorschauen überflogen und bin so auf dieses Buch gestoßen: Der Klappentext hat mich total angesprochen und ich dachte mir, es würde mir total Spaß machen, eine neue Ermittlerin kennenzulernen. Leider habe ich da irgendwie total überlesen, dass das schon der sechste Fall von Ruth Galloway ist - upps! Dennoch wollte ich die Geschichte lesen, schließlich kann man einen guten Fall immer interessiert lesen. Und so stürzte ich mich in die Geschichte.

Besonders fasziniert hat mich der Aufbau des Falls: Ruth findet als Archäologin die Überreste einer Dame, die wohl ihre Position als Tagesmutter ausgenutzt hat, um Kinder umzubringen. Gleichzeitig gibt es in der Gegenwart einen Fall, der den Ermittler Nelson nicht schlafen lässt: Ein Kind ist in seinem Heim gestorben, die Mutter will von nichts wissen und es kommt noch dicker - bereits die ersten beiden Kinder der Frau sind auf mysteriöse Weise gestorben. Beide Teile der Geschichten bieten so viele Parallelen, dass es fast schon gruselig war, über die Fälle zu lesen und diese festzustellen. Genau das machte aber auch die Spannung aus, denn in dem Moment als sich die Autorin auf einen Erzählstrang konzentrierte, wollte man eigentlich gleichzeitig wissen, wie es beim anderen wohl weitergehen wird. Die Autorin schafft es geschickt neue Informationen und Hinweise zu geben, ohne damit zu viel zu verraten - auf die Lösung wäre ich dadurch schlussendlich wohl nie gekommen. Erst als der Protagonistin ein Einfall kam, dachte ich ebenfalls in die gleiche Richtung und musste feststellen, dass das total Sinn macht. Genau so muss ein Krimi aufgebaut sein, um ihn voller Spannung zu lesen.

Dabei blieben mir im Nachhinein besonders die Figuren im Sinn: Natürlich zunächst Ruth, da sie mir als Protagonistin wahnsinnig gut gefallen hat. Sie ist keine Frau, die sich den Mund verbieten lässt, gleichzeitig fordert sie aber auch nicht immer ihr Recht ein. Sie wirkt authentisch und dadurch sympathisch und denkt erst nach, bevor sie handelt. Das hat mir wirklich gut gefallen und dazu geführt, dass ich am liebsten noch viel mehr über sie herausgefunden hätte (was ich tun werde, denn es gibt ja noch fünf Teile vorher :D). Doch auch die anderen Charaktere haben ihren Teil zur Geschichte beigesteuert: Nelson als harter Ermittler, der gar nicht so hart ist oder Cathbad, der zwar nur aus der Ferne agiert, dessen Humor und Eigensinnigkeit aber die Geschichte dennoch aufgelockert hat. Außerdem hat es mir Frank angetan, dieser kommt extra in den kleinen Ort nach England, um gemeinsam mit Ruth die Geschichte von Mother Hook zu analysieren und diese für ein Fernsehprogramm aufzubereiten. Er ist sympathisch, intelligent, sexy und so ziemlich das, was man sich für Ruth wünscht.

Natürlich wurde mein Leseerlebnis etwas von der Tatsache getrübt, dass ich die persönliche Vorgeschichte der Figuren nicht kannte. Denn das Leben der Figuren findet natürlich neben den Fällen auch statt und ich habe deutlich gemerkt, dass ich all die persönlichen Geschichten teilweise nicht verstanden oder nicht so mitfühlen konnte, wie normalerweise, da ich einfach gar nicht so involviert war wie es andere Leser sein können, die die fünf vorherigen Bände bereits gelesen haben. Das hat jetzt gar nichts mit dem Fall zu tun, den versteht man auch ohne vorherigen Kenntnisse, sondern wirklich mit der Geschichte rund um das Ermittlerteam und Ruths Umfeld. Diese scheint entscheidend zu sein, da auch die Fälle anscheinend eine sehr persönliche Verbindung zu diesem haben. Ein Grund mehr, warum ich die ersten fünf Teile unbedingt lesen möchte.

Meine Meinung:
Insgesamt hatte ich wirklich schöne und kurzweilige Lesestunden mit der Geschichte. Die knapp 400 Seiten vergehen wie im Flug, die Autorin verarbeitet eine Geschichte mit Gänsehautfaktor und stellt den Leser teilweise vor richtige Aufgaben, schafft es dabei sogar, ihn über die Thematik reflektieren zu lassen und dabei geschichtliche Eindrücke zu vermitteln - großes Lob für die Fähigkeit, so viele Facetten in einem Buch zu präsentieren und das, ohne dass ein Teil unzureichend dargestellt wird. Empfehlen würde ich die Geschichte als Einzelband jedoch nicht, denn dafür sind die persönlichen Geschichten zu entscheidend - wer also Lust auf tolle Charaktere, spannende Fälle und eine wirklich durchdachte Geschichte hat, der sollte den Fällen von Ruth Galloway eine Chance geben. Von mir gibt es aber erstmal 4 Sterne und jetzt gucke ich doch gleich mal, wo ich die anderen Bände herbekomme (:

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Tags: elly griffiths, krimi, thriller, wunderlich, wunderlich verlag   (5)
 

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(5.240)

8.222 Bibliotheken, 68 Leser, 37 Gruppen, 489 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Saphirblau

Kerstin Gier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2010
ISBN 9783401063478
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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300 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

jugendbuch, siena, ursula poznanski, thriller, jugendthriller

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 wurde dieses Buch hier angekündigt und der Inhalt hat mich sofort angesprochen. Das Cover jetzt nicht unbedingt so, aber nach einigen Minuten des Anstarrens war es dann auch okay - wenn auch kein Highlight. Völlig egal, denn die Umstände rund um die Protagonistin Nika interessierten mich einfach und ich wollte wissen, wie sie nun in das ganze Treiben verwoben ist. Und genau dem ging ich im Anschluss über 400 Seiten lang auf die Spur.

Nika wacht eines Morgens auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Schnell stellt sie fest, dass weder ihr Schlüssel noch ihr Handy oder Notebook vorzufinden sind und auch die Haustür ist von außen versperrt. Außerdem liegt auf dem Boden ihres Badezimmers ein blutiges T-Shirt und auf ihrem Spiegel hat jemand mit Zahnpasta Letzte Chance geschrieben - als Nika dann auch noch einen Zettel mit komischen Satzfetzen findet, weiß sie: Es muss etwas merkwürdiges passiert sein zwischen Samstag Abend und Dienstag Früh - nur was? Nika begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit - doch will sie diese wirklich wissen?

Der Plot an sich ist ja schon mal interessant, denn man selbst fragt sich nach dem Lesen des Klappentextes ja: Was würde ich machen, wenn ich ohne Erinnerung aufwache und irgendwie alles, was mir zunächst helfen könnte, nicht hätte? Kein Handy, keine Schlüssel, kein Internetzugang - Horror, oder? Und genau diese Gedanken machen es so spannend Nika dabei zu begleiten, wie sie mit dieser Situation umgeht. Und sich gleichzeitig zu fragen, ob man das genauso tun würde. Es ist anfangs zunächst ein wirklich gelungenes Gedankenexperiment, was den Reiz auf den ersten 100 Seiten ausmacht. Im Anschluss entwickeln sich dann die Geschehnisse stark weiter und die Thematik wird noch intensiver durchdrungen - ein großer Pluspunkt, denn man erhält so tiefe Einblicke in die verschiedenen Persönlichkeiten und ihren Gedanken, traut gleichzeitig aber auch niemanden über den Weg, schließlich könnten sie auch involviert sein. In der Mitte wurde es manchmal etwas lang, das lag aber meist einfach daran, dass ich am liebsten sofort gewusst hätte, wie alles zusammenhängt - ich schätze, die Autorin würde jetzt sagen, dass sie dann alles richtig gemacht hat.

Dabei ist Nika jetzt keine Sympathieträgerin im klassischen Sinne, denn anfangs hat man so allerhand Vorurteile: Eine junge Studentin, die sich nicht mehr an das vergangene Wochenende erinnern kann? Klingt jetzt nicht nach jemanden mit dem man außerordentlich viel Zeit verbringen möchte - es sei denn man möchte auf Biegen und Brechen feiern. Doch von diesen Gedanken befreit man sich schnell, denn es wird deutlich, dass es mehr als eine Geschichte über eine Studentin ist, die es mal wieder übertrieben hat. Und ab diesem Zeitpunkt fiebert man mit, steht hinter Nika und feiert ihre Art. Denn im Gegensatz zu vielen Protagonistinnen aktueller Jugendbücher ist Nika nicht naiv, leichtgläubig und beeinflussbar, sondern stark, unabhängig und nicht auf den Kopf gefallen - sie hinterfragt Dinge, recherchiert und hat keine Angst davor sich auch in Situationen zu begeben, die nicht immer einfach sind. Dennoch handelt sie nie unüberlegt oder würde sich völlig unreflektiert in Gefahr begeben - diese Charakterzüge haben mir gefallen und haben dazu geführt, dass mir Nika so sehr ans Herz gewachsen ist, dass ich sie fast als bisherige Lieblingsprotagonistin bezeichnen würde, zumindest wenn ich an die Bücher des laufenden Jahres denke.

Außerdem gefiel mir der Aufbau, aufgrund seiner Vielseitigkeit, besonders. Einerseits wird natürlich der Haupthandlungsstrang erzählt, der einem als Leser auch zur Orientierung dient, gleichzeitig werden immer wieder Situationen aus den vergangenen Tagen geschildert, nämlich immer dann, wenn Nika anfängt sich zu erinnern oder andere Personen ihr erzählen, was zu einem bestimmten Zeitpunkt passiert ist. Genau diese Form des Erzählens führt zu Abwechslung und dazu, dass man sich beim Lesen der Fragmente fragt, ob derjenige, der gerade erzählt, tatsächlich die Wahrheit sagt oder ob das alles zu etwas sehr viel Größerem gehört. Oder eben genau anders herum: Wenn sich Nika meint an etwas zu erinnern und diese vermeintliche Erinnerung beschreibt, fragt man sich ständig, ob es wirklich so offensichtlich ist, wie zunächst mal gedacht. Diese Art und Weise macht es wirklich spannend und führt dazu, dass man gar nicht mehr aufhören kann. Der Schreibstil ist dabei sehr ausbalanciert und überlegt, bringt gleichzeitig aber auch das italienische Flair rüber - großes Kompliment, dass man sich die Mühe gemacht hat, authentisches Italienisch im Buch zu verarbeiten, sowas gefällt mir immer wirklich gut.

Mein Fazit:
Eine großartige Protagonistin, ein spannender Plot und ein Aufbau, der zur Spannung beitrug - sehr viel besser kann man es eigentlich mit einem Thriller im Jugendbuchbereich nicht machen, oder? Ich bin wirklich begeistert und zwar noch mehr als von Poznanskis "regulären" Thrillern und das soll schon was heißen, schließlich haben die mir auch schon gut gefallen. Ja, es gab Stellen, da ging es mir zu langsam und Nika hat mich auch nicht von Anfang an mitgenommen, aber beides wurde mit den Seiten immer besser und war am Ende fast schon vergessen. Deshalb vergebe ich gute 4 Sterne und bin definitiv daran interessiert mir die anderen Jugendwerke der Autorin anzuschauen.

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Tags: jugendbuch, jugendthriller, loewe verlag, poznanski, thriller, ursula poznanski   (6)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jo berger, kick off, krimis, komödie, schwarzer humo

Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen

Jo Berger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei MBS, 01.03.2017
ISBN 9789463429856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carla, Susann und Kim haben die Schnauze voll: Seit eine Kette ihre kleine Bank übernommen hat, hassen sie ihren Job, besonders jedoch ihren neuen Vorgesetzten Doktor Mensinger - ein solches frauenverachtendes und respektloses Gesicht ist ihnen wirklich noch nie begegnet. Straffe Sparmaßnahmen führen außerdem dazu, dass viele langjährige Kollegen die Bank verlassen und langsam steigt die Wut der drei Frauen an. Hinzu kommen noch zwei weitere Frauen, die ebenfalls auf ihr Leben in Deutschland getrost verzichten könnten. Die fünf haben an einem Abend eine vielleicht verrückte, aber ebenso geniale Idee - und plötzlich steht das Leben der Damen Kopf. Ob das gut gehen kann? Besonders dann, wenn sich bei einigen Frauen andere Wege aufzeigen?

Ich muss sagen, dass ich die Idee des Buches einfach total genial fand: Frauen, die in einer Bank arbeiten und einen Bankraub planen - wie lustig ist das denn bitte? Dabei bekommen wir ein sehr breitgefächertes Bild von dem Unternehmen, denn sowohl Carla als auch Susann und Kim arbeiten in völlig unterschiedlichen Bereichen: Während Carla quasi fast eine Führungsposition hat, steht Susann täglich am Schalter und berät Kunden während Kim in der IT-Abteilung für die nötige Sicherheit sorgt - oder eben für all die technische Raffinesse, die ein Banküberfall so mit sich bringt. Hinzu kommen eine wirklich sympathische ältere Dame namens Gerdi, die ein große Portion Charme in die Geschichte bringt als auch Lucy, die mit ihrer quirligen Art die teilweise ernsten Situationen wirklich total auflockert. Die Geschichte baut auf diese fünf Charaktere, die die nötige Abwechslung mitbringen und die man wirklich gerne begleitet. Für mich einer der größten Pluspunkte des Buches.

Ein weiterer wäre da der Humor: Ich habe das Gefühl, dass Jo und ich super einen Abend zusammen verbringen könnten und wahrscheinlich vor lauter Lachen keine Luft mehr bekommen würden. Ihr Witz ist so greifbar in diesem Werk, teilweise sowas von schwarz, da kann kein Kaffee mithalten und gleichzeitig aber auch so schlau, dass man einfach mitlachen muss, auch wenn es teilweise blutig wurde. Genau das führte bei mir dazu, dass ich sehr gerne gelesen habe und jedes Mal eine sehr viel bessere Stimmung als noch zuvor hatte. Mehr will man ja als Komödie auch nicht erreichen, oder? Wer also auf schwarzen Humor gepaart mit intelligenten Witzen steht, der ist bei "Kick Off" genau richtig!

So viel zu den positiven Aspekten, die mir an der Geschichte wirklich sehr gut gefallen haben und die auch dazu geführt haben, dass ich das Buch auch beendet habe. Allerdings gab es da ein paar Dinge, die mich etwas gestört haben und die mir das Lesen zwischendurch etwas schwer gemacht haben. Denn obwohl mir der Witz wirklich gut gefallen hat, waren mir einige Ausführungen deutlich zu lang, zu detailliert und zu redundant. Oft wiederholen sich die Gedankengänge der Figuren immer wieder und man wird dazu verleitet einzelne Passagen fast schon etwas zu überfliegen als sie tatsächlich zu lesen. Sowas mag ich immer nicht so gerne, da ich ich mich dann ständig dazu ermahnen muss, auch wirklich jeden Satz zu lesen. Anstrengend, was schade ist, denn wie bereits gesagt, mochte ich die Geschichte, die Figuren und den Charme - dennoch fiel es mir verstärkt auf.

Außerdem als schwierig empfand ich den Aufbau. Von Anfang an ist klar, dass die fünf Frauen einen Banküberfall planen, das steht ja schon auf der Rückseite im Klappentext. Deshalb ist es etwas schade, dass fast 100 Seiten vergehen, bis es tatsächlich an die Planung geht und erst kurz vor Ende dann der Raub stattfindet. Die Autorin lässt sich viel Zeit bei der Beschreibung der Charaktere und schafft es, dem Leser diese gekonnt näher zu bringen - allerdings gerät so die eigentliche Haupthandlung etwas in den Hintergrund und rückt erst ab Mitte des Buches wieder in den Fokus. Das ist schade, da man sich ständig fragt, wann es denn nun los geht. Hier hätte ich mir einen anderen Aufbau gewünscht, vielleicht eine kürzere Vorstellung der Charaktere und dann die sofortige Thematisierung des Banküberfalls, um dann wirklich Zeit zu haben, diesen zu planen und durchzuführen als auch die Konsequenzen aufzuzeigen. In der jetzigen Form hatte ich am Ende das Gefühl, dass es schnell schnell gehen musste und man die Geschichte beenden wollte. Außerdem fand ich hier auch die Entwicklung mancher Figuren, besonders der Verlauf einer romantischen Beziehung, die ebenfalls im Klappentext bereits angedeutet wurde, etwas vorhersehbar und irgendwie unbefriedigend, auch wenn ich mich eigentlich hätte freuen sollen. Das tat ich aber leider nicht wirklich, sondern musste etwas mit den Augen rollen. Gleiches gilt für manche Morde und/oder Ableben einiger Nebenfiguren - da hatte ich bei manchen das Gefühl, man will jetzt verkrampft witzig sein und den Tod besonders spaßig darstellen. Manchmal klappte das, besonders am Anfang, weil es unerwartet war, gegen Ende fand ich es aber doch zu gewollt.

Mein Fazit:
Deshalb war es dann auch für mich etwas schwierig, mir ein insgesamtes Urteil zu bilden, denn ich war etwas zwiegespalten: Einerseits feiere ich wirklich den Humor der Autorin, die wirklich lustigen und sehr authentischen Figuren als auch die Idee, andererseits war ich mit dem Aufbau, der Entwicklung und den Längen des Buches nicht zufrieden. Bei der Erstellung dieser Rezension lies ich mir also bewusst Zeit, um meine Eindrücke zu verarbeiten und komme nun nach einigen Tagen der Überlegung zum Schluss, dass es für mich ein 3,5-Sterne-Buch ist. Wer auf schwarzen Humor steht, wirklich sympathische Figuren und eine tolle Idee steht, der wird mit diesem Buch seinen Spaß haben, wer dagegen Längen nicht aushalten kann, der sollte sich vielleicht nach etwas anderem umschauen. Ich bereue es nicht, das Buch gelesen zu haben, hatte sogar meinen Spaß und wüsste schon ein, zwei Freunde, denen ich das Buch empfehlen werde - einfach nur wegen dem Humor (:

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Tags: jo berger, kick off, komödie, krimis   (4)
 

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87 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

black lives matter, rassismus, usa, racism, police brutality

The Hate U Give

Angie Thomas
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Balzer + Bray, 28.02.2017
ISBN 9780062498533
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich sah das Cover, ich las den Klappentext und ich musste es mir einfach besorgen. Denn wer hat nicht die schrecklichen Nachrichten rund um die Polizeigewalt gegenüber Schwarzen in Amerika verfolgt, jüngst hat die Aktion #BlackLivesMatter für Aufsehen gesorgt und sogar große US-Weltstars zu einem politischen Statement hinreißen lassen. Eine sehr aktuelle Thematik also, großartig, dass es dazu schon ein Buch gibt - und zwar was für eins!

Starr lebt in zwei völlig voneinander unterschiedlichen Welten: Wenn sie bei ihrem Papa im Laden arbeitet dann ist sie die Starr, die Slang spricht, Ausdrücke verwendet und das taffe junge Mädel raushängen lässt - und die gleichzeitig niemand bemerkt. Doch wenn sie ihre Schule in einem besseren Viertel der Stadt besucht, ist sie eine völlig andere: Hier achtet sie auf das, was sie sagt, trägt ihre teuren Markenschuhe und taucht im Tummel der Schüler unter - und fällt dennoch aufgrund ihrer Coolness auf. Die beiden Welten scheinen aufeinander zu prallen, als in einer turbulenten Nacht Starrs bester Freund aus Kindergartentagen von einem Polizisten - völlig ohne Grund - erschossen wird. Das Leben des Teenagers verändert sich komplett und Starr stellt sich immer wieder die Frage: Passen ihre beiden Welten zusammen oder ist das von vornherein zum Scheitern verurteilt?

Ich kann gar nicht genug beschreiben, wie großartig dieses Buch ist. So ehrlich, so authentisch, so glaubwürdig - ab der ersten Seite war ich mitten drin in der Geschichte und fühlte sofort mit Starr mit. Dabei ist die Autorin wirklich schonungslos und geht bewusst dahin wo es weh tut - nur um den Leser zum Nachdenken zu bringen und wichtige Impulse zu geben, die zu einer wirklich tiefgründigen Reflexion führen. Selten hat mich ein Buch so ergriffen und dazu motiviert, Dinge nachzuschlagen, sie zu definieren, hinterfragen und mich letztendlich mit genau den Fragen zu beschäftigen, die das Buch stellt: Ist das, was passiert ist, tatsächlich Realität? Ja. Leider. Wie fühlen sich Betroffene in einer solchen Situation? Was macht das Geschehene mit mir? Und was ist mein Urteil? Welche Rolle spielt die Presse? Wie wichtig sind Organisationen für Betroffene? Und sind Aufstände wirklich nur sinnlos oder erfüllen sie einen tieferen Zweck? Fragen, die das Buch stellt, sie vielleicht nicht immer beantwortet, aber definitiv tiefgründig erörtert.

Und das tut es nicht irgendwie, sondern für Jugendliche zugänglich und sehr leicht zu durchsteigen: Die Charaktere sind so nah am aktuellen Zeitgeist, greifen beispielsweise moderne Formulierungen auf, nennen aktuelle Musikstücke oder alte Evergreens, die heute noch bekannt sind und schafft somit nicht nur eine Bindung zum Leser, sondern gibt auch einen tollen Einblick in die Kultur des Ghettos, in dem Starr lebt. Darüber hinaus sind die Figuren sehr unterschiedlich, was eine Auseinandersetzung aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht und auch unterschiedliche Zugänge schafft: Chris, Starrs weißer und reicher Freund denkt und verhält sich beispielsweise anders als Starrs Stiefschwester Kenya, die selbst im Ghetto lebt und deren Vater DER Drogenboss schlechthin ist. Ja, man mag vielleicht nicht jede Figur, aber doch ist jede auf ihre Weiße bedeutend - und genau das machte die Geschichte spannend und interessant. Ob ich es als klischeebehaftet empfunden habe? Nein, denn es wird deutlich, dass das ein möglicher Alltag in einem solchen Viertel ist, dennoch zeigt die Autorin Dinge auf, über die so schon berichtet wurde, gewährt aber auch sehr persönliche Einblicke, die aus ihrer eigenen Erfahrung stammen.

Doch der wichtigste Aspekt muss erst noch genannt werden: Die Thematik. Wie oben bereits geschrieben, ist diese brandaktuell und macht sie deshalb umso wichtiger. Das Buch schafft einen klaren Rahmen, auch wenn er natürlich bei der Menge gar nicht alle geschichtlich relevanten Fakten rund um die Diskriminierung Schwarzer in den USA verarbeiten kann, dennoch bringt er einige Entwicklungen klar zur Sprache und bietet somit zumindest eine Einführung in die Thematik. Ab hier muss man dann als Leser selbst aktiv werden und Personen wie Martin Luther King, Malcom X oder das Konzept des Black Jesus recherchieren. Und genau das ist das wirklich gut gemachte an diesem Buch: Es zwingt einen, durch mehrmaliges Erwähnen dieser Schlüsselfiguren und/oder Konzepte diesen auf den Grund zu gehen, obwohl man die eigentliche Geschichte natürlich auch verstehen würde, wenn man diese Dinge nicht nachschaut. Trotzdem macht man es, weil man die Story in ihrer ganzen Fülle erschließen möchte - zumindest war das bei mir so.

Zum Schluss noch ein paar Gedanken zur Sprache: Ich habe die Geschichte in Englisch gelesen und die wichtigsten Kapitel (also den Großteil, denn es gibt kaum ein Kapitel, das nicht zur Geschichte beiträgt) auf Deutsch gerereadet. Ich muss sagen: Ich bin froh, dass ich sie in Englisch gelesen habe, denn dadurch wirkt die Geschichte einfach nochmal authentischer. Die Ausdrücke, Formulierungen, Konzepte, der Slang - das alles kommt erst so richtig zum Tragen, wenn man es in der Originalsprache liest. Dennoch möchte ich anmerken, dass ich die deutsche Übersetzung als gelungen ansehe, denn sie versucht die Unterschiede zwischen den beiden Starrs, die auch völlig anders reden, deutlich zu machen - ja, sie ist natürlich beschränkt, denn genauso kann man es nicht auf Deutsch übersetzen, dennoch ist sie passend und hat zumindest einen Hauch des Originals, auch wenn es für Hater von Anglizismen ein Graus seinen dürfte in einem deutschen Werk die Ausdrücke boyfriend und girlfriend zu lesen. Wer also die Wahl hat, sollte zur englischen Ausgabe greifen, diejenigen, die es sich nicht trauen, machen aber mit der deutschen auch nichts falsch - hinzu kommt noch, dass ich das deutsche Printexemplar als sehr viel hocherwertiger empfinde als das englische Pendant.

Mein Fazit:
Was soll ich sagen? Großartige Charaktere, wichtige Thematik, eine authentische Sprache und eine grandiose Umsetzung - was will man mehr? Dieses Buch sollte quasi in jeder Schule gelesen, von jedem Buchfan verschlungen und von jedem Menschen inhaliert werden. Ich war verzweifelt, habe geweint, gelacht und mitgerappt und war zur selben Zeit völlig verliebt in einzelne Charaktere - wenn ein Buch das schafft, dann habe ich es hier mit einem Meisterwerk zu tun. Und genau das ist es. Noch viel mehr: Es ist eines meiner Herzensbücher im Jahr 2017 und erhält deshalb auch einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal. Achso, und natürlich 5 Sterne. Lest es. Liebt es. Und reflektiert es - denn dann ist es nicht nur ein Buch mit ganz viel Herz, sondern auch eins mit ganz viel Sinn.

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Tags: angie thomas, cbt, cbt verlag, randomhouse, the hate u give   (5)
 

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italien, liebe, lucy foley, meer, krieg

Das Versprechen eines Sommers

Lucy Foley , Christel Dormagen
Flexibler Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783458362784
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich hatte mal wieder total Lust auf einen historischen Roman und da ich bisher nur einen einzigen gelesen habe ("Die Schwester des Tänzers" von Eva Stachniak), der mir wirklich sehr gut gefallen hat, wollte ich einfach wieder genauso begeistert sein. Was für ein Zufall also, dass "Das Versprechen eines Sommers" von Lucy Foley mir sofort ins Auge stach und mir zuflüsterte, ich müsste es lesen. Sofort und ohne großes Warten. Und genau das tat ich dann. Und war beeindruckt von einer Geschichte, die sehr viel mehr bietet als das, was der Klappentext suggeriert.

In der Geschichte geht es um Hal, der als Engländer in Rom lebt und als Journalist arbeitet. In einer Nacht lernt er dabei die wunderschöne Stella kennen und verbringt mit ihr schier unfassbar großartige Stunden - doch dann verschwindet sie spurlos und Hal scheint sie nie wieder sehen zu werden. Einige Jahre später, im Jahr 1955, wird Hal für einen Artikel engagiert, den er zu einem Film schreiben soll. Dafür begibt er sich auf die Promoreise mit all den Schauspielern, dem Regisseur und den Geldgebern als auch der Filmproduktionsleiterin. Unter den reichen Spendern befindet sich auch Mr. Truss und seine Frau: Stella Truss. Ob es für die beiden noch eine Chance gibt? Doch weit darüber hinaus stellt Hal auch eins fest: Der Krieg hat nicht nur ihn verändert, sondern hatte Auswirkungen auf alle Menschen. Der einzige Unterschied ist nur, wie er sich ausgewirkt hat.

Ich hatte eigentlich nur eine hübsche Liebesgeschichte im hübschen Rom mit hübschen Charakteren erwartet - Entschuldigung für diese oberflächliche Erwartung. Doch von Anfang an war klar: Es wird tiefgängiger. Allein die Beziehung zwischen Hal und Stella ist mehr als nur die einfache Liebesgeschichte mit einem Geheimnis. Hinter den Figuren steckt Leid, Herz, Mitgefühl, Leidenschaft und Geschichte - und genau um diese Hintergründe und Charakterzüge geht es in diesen über 400 Seiten. Ja, die Geschichte lockt mit einer romantischen Liebe, aber so eindimensional bleibt es nicht und das ist auch gut so. Doch nicht nur die Hauptfiguren werden eindringlich durchleuchtet, auch alle anderen Personen werden einfach großartig, sehr interessant und divers dargestellt, sodass man ein sehr breitgefächertes Bild davon bekommt, wie unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen Ländern den 2. Weltkrieg erlebt haben. Dies geschieht nicht nur durch eine spannende Geschichte, sondern besonders durch einen emotionalen Zugang zu den Figuren.

Darüber hinaus weist die Autorin einen wahnsinnig guten Schreibstil auf. Sie schafft es viele Informationen so zu verpacken, dass deren Inhalt gar nicht auffällt und man sofort weiß, um was es geht, ohne das Gefühl zu haben, man hätte jetzt viel erklärt bekommen. Immer wieder setzt sie dabei auf spannende Dialoge, die genau das ausdrücken, was der Leser lesen möchte und baut die Geschichte dabei sehr vielseitig auf - für mich am Anfang fasst zu vielseitig, denn dadurch verlor ich den eigentlichen Erzählstrang aus dem Auge. Gewöhnt man sich aber an diese Erzählweise und vertraut der Autorin, dass sie am Ende alles zusammenbringen wird (und das tut sie), dann genießt man die einzelnen Aspekte und bekommt eine spannende Erzählung geliefert, die zum Page-Turner wird - für dieses Genre ein wirklicher Pluspunkt und damit auch definitiv für Einsteiger geeignet.

Für mich gab es nur wenige Kritikpunkte, einzig das Ende war mir doch etwas zu unausgearbeitet. Die Autorin baut so viel Spannung auf, bringt Wendungen mit ein, die so nicht vorhersehbar sind, stellt wirklich komplexe Figurengeschichten dar, weist aber auch Konstellationen auf, die wirklich interessant zu lesen sind - und dann präsentiert sie ein Ende, welches den Leser wirklich unbefriedigt zurück lässt. Besonders der Epilog scheint hier wirklich misslungen - diesen hätte man nach meinem Empfinden entweder weglassen können oder zumindest ein vollwertiges Abschlusskapitel daraus machen sollen. Denn in seiner jetzigen Form ist er für mich mehr als ungenügend. Ja, ich kann damit leben, allerdings auch nur, weil ich die Geschichte so auslege, dass ich zufrieden bin. Andere sind eventuell nicht so positiv.

Mein Fazit:
Großartig komplexe Figuren, ein wirklich toller Schreibstil und ein Aufbau, der für Einsteiger in das Genre und für Leser, die spannende Geschichten mögen, sein dürfte machen dieses Buch zu einem wirklich großartigen Roman! Allerdings sollte man sich, kommt das Buch für einen in Frage, darauf einstellen, dass das Ende nicht ganz so großartig ist, wie der Rest des Romans. Allerdings sollte man darüber wirklich hinwegsehen, denn dafür ist die Geschichte einfach zu gut, um ungelesen in den Regalen dieser Welt zu liegen. Wollt ihr also ins Genre einsteigen oder mögt die 50s, aufgrund ihrer zwei Seiten, nämlich zum einen die Konsequenzen des 2. Weltkriegs und zum anderen den vielfach gefeierten Glamour, dann solltet ihr zugreifen - ihr werdet es nicht bereuen. Von mir gibt es dafür 4 Sterne und somit eine Leseempfehlung (:

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Tags: historischer roman, insel, insel verlag, lucy foley   (4)
 

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280 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

schicksal, stefanie hasse, schicksalsbringer, fantasy, schicksalsbringer - ich bin deine bestimmung

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn ich ein Buch nennen müsste, das mir nach der Leipziger Buchmesse 2017 am meisten in Erinnerung geblieben ist, dann würde dieses hier wohl ganz vorne mitmischen, denn auf dem Bloggertreffen des Verlags las Steffi einen Auszug aus dem ersten Teil des "Schicksalsbringer" vor und alle Anwesenden waren einfach nur gefesselt - von dem wunderschönen Cover, den sehr amüsanten Figuren und der Geschichte. NATÜRLICH wollte ich das Buch lesen und als ich dann die Chance erhalten habe, es sogar vorab lesen zu dürfen, freute ich mich sehr auf die Geschichte!

"Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen", "es kommt wie es kommen muss", "das Rad des Schicksals dreht sich", "das ist wohl Schicksal"... all diese Sprüche kennt Kiera, doch niemals hätte sie sich vorstellen können, dass plötzlich tatsächlich das Schicksal vor ihrer Tür steht - und dabei noch so gut aussieht. Phoenix und Hayden mischen Kieras Leben auf und es folgt eine Katastrophe nach der nächsten. Doch nur Kiera, Trägerin der Schicksalsmünze, ist dazu in der Lage, dieses umzuwandeln und etwas gutes daraus zu machen. Ob Kiera das innerhalb der vorgegebenen Zeit schafft? Und wie sieht es mit den Gefühlen zum Schicksal aus? Darf man sich in dieses verlieben? Oder ist alles von vorn herein zum Scheitern verurteilt?

Ich muss sagen, dass ich von den Figuren und den Konstellationen untereinander von Anfang an begeistert war: Kiera ist eine großartige Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist und genau das sagt, was sie denkt. Ich als Leser konnte mich gut mit ihr identifizieren und hatte das Gefühl, sehr viele Persönlichkeitsmerkmale mit ihr zu teilen - was es mir natürlich erleichterte, ihre Taten und Gedanken zu verstehen. Doch auch die weiteren Figuren wie ihr bester Freund Cody, den ich bitte sofort als realen Freund neben mir haben möchte, oder die heißen, aber sehr undurchschaubaren Brüder Phoenix und Hayden konnten mich für sich einnehmen und trugen zu einem sehr lebendigen und teilweise sehr lustigen Plot bei. Ich glaube, dass sich jede Leserin und jeder Leser in dieser Gruppe wohl fühlen wird und die verschiedenen Persönlichkeiten genießt - einfach weil sie so viele unterschiedliche Nuancen in die Geschichte bringen.

Dabei empfinde ich den Plot als sehr gut aufgebaut, auch wenn zwischendrin Passagen auftraten, die ich als viel zu langsam empfunden habe - das waren aber gleichzeitig auch die Stellen, an denen ich mir dachte, wie geschickt Steffi hier Spannung aufbaut. Die Autorin gibt uns nämlich nur Häppchen und erzählt nie den gesamten Rahmen - so weiß ich bis jetzt nicht, ob ich tatsächlich alles über Fortuna und die Regeln der Schicksalsmünze weiß, obwohl ich das Buch ja bereits beendet habe. Hinzu kommt aber, dass auch Kiera nicht alles weiß. So fühlt man sich der Protagonistin noch näher, gleichzeitig erlebt man die Ereignisse viel intensiver, denn man möchte unbedingt hinter das Konstrukt kommen. Das kommt hoffentlich dann im zweiten Teil, sonst halte ich es vor Spannung quasi gar nicht mehr aus. Dennoch ein großes Kompliment an Steffi, dass sie mich so in der Hand hat - aus Autorensicht hast du alles richtig gemacht :D

Doch der größte Pluspunkt des Buches ist eindeutig der Schreibstil und der dazugehörige Aufbau. Denn Steffi schreibt so flüssig, so ausbalanciert und so zielgenau, dass die Seiten nur so verfliegen und man 100 Seiten im Nu gelesen hat. Fast schon erschreckend, denn genau das führte dazu, dass ich das Buch nicht aus den Händen legen konnte und ich Seite um Seite gelesen habe, bis ich irgendwann um 2 Uhr nachts das Buch einfach weglegen MUSSTE, damit ich am nächsten Tag noch funktioniere. Dazu trägt auch bei, dass die Kapitel schön kurz sind, sodass es fast schon wie Tagebuchauszüge aus Kieras Leben sein könnten, die man mal so nebenbei liest und deshalb die Geschichte so schnell vergeht. Wirklich, wirklich gut und für mich der beste Aspekt an dem Werk.

Mein Fazit:
Insgesamt bin ich einfach nur völlig begeistert von der Geschichte rund um Kiera, den Schicksalsboys und ihrem besten Freund Cody und möchte jetzt am liebsten sofort den zweiten Band verschlingen. Ich möchte Kiera noch nicht zurücklassen, möchte hinter all die Geheimnisse kommen und mehr von Phoenix lesen - denn der ist eindeutig mein neuer #bookishboyfriend. Steffi hat mit "Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung" eine Geschichte erschaffen, die aufgrund ihrer Charaktere einnimmt, durch die Geschichte überzeugt und einen Schreibstil liefert, der als Page-Turner bezeichnet werden kann. Und für all diese Aspekte kann es einfach nur fünf Sterne geben, selbst wenn ich Dinge zu kritisieren hätte - sie rechtfertigen einen Stern Abzug einfach überhaupt nicht. Alle Jugendbuchfans sollten also am 24. Juli 2017 definitiv einen Stopp in der nächsten Buchhandlung einlegen - das Schicksal wartet auf euch ;-)

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Tags: schicksalsbringer, schicksalsbringer - ich bin deine bestimmung, stefanie hasse, verlag loewe   (4)
 

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

depression, isolation, probleme & krankheiten, jugendbücher, arena verlag

Graue Wolken im Kopf

Juliane Breinl
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arena, 06.06.2017
ISBN 9783401509877
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch wurde mir auf der Leipziger Buchmesse ans Herz gelegt und ich war sofort angetan von der Metapher: "Graue Wolken im Kopf" als Sinnbild für Depression. Einfach und dennoch wirkungsvoll. Gleichzeitig aber auch seht tiefgründig, denn Wolken sind ja Dinge, die irgendwann weg gehen können. Kann das eine Depression auch? Oder hat man sie sein ganzes Leben lang? Dann würde es ja auch passen, denn Wolken kehren ja auch immer mal wieder zurück. Toll, wenn allein ein Titel schon so philosophisch ist. Ich war sehr gespannt, wie dann die Geschichte ist und ob solche sprachlichen Bilder auch den Schreibstil der Autorin bestimmen.

Und gleich zu Beginn war ich sehr überrascht, denn ich stellte mich eigentlich auf die sofortige Thematisierung der Krankheit ein, doch es sollte anders kommen: Bevor die Thematik wirklich behandelt wird, nimmt sich die Autorin Zeit, die Figuren und deren Leben zu präsentieren. So lernen wir Tiziana und Vivan kennen, zwei beste Freundinnen, die gerade im letzten Schuljahr an der Realschule sind und sich allmählich auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten. Dabei ist Tiziana das Vorbild aller: Sie ist gut in der Schule, eine talentierte Volleyball-Spielerin, führt die Schülerzeitung und ist sogar so ambitioniert, dass sie freiwillig ein Projekt über Obdachlosigkeit auf sich nimmt. Vivian dagegen möchte eigentlich nur Spaß haben und lernt lieber für ihren Rollerführerschein als für die Abschlussprüfungen. Nach einem schrecklichen Ereignis verändert sich Tiziana jedoch stark und Vivian setzt alles daran, ihrer besten Freundin zu helfen. Doch kann man jemanden helfen, der gar keine Hilfe will?

Das Buch verarbeitet zu Beginn das Thema Obdachlosigkeit und nutzt dieses, um den Leser über Vorurteile und Meinungen nachdenken zu lassen, die sich die Gesellschaft zu einem Zeitpunkt über bestimmte Gruppen gemacht hat. Dabei schafft es die Autorin die verschiedenen Sichtweisen auf verschiedene Figuren zu münzen, die ihre Meinung klar aussprechen und so den Leser ganz automatisch dazu bringen, für eine Figur Partei zu ergreifen. Durch das Reflektieren der Figuren oder deren Gespräche untereinander findet dann eine Diskussion innerhalb des Buches statt, die sofort auch die Realität des Lesers beeinflusst. Das führte auch dazu, dass ich persönlich sogar sofort über das Thema recherchiert habe und so wirklich über das Thema reflektierte. Großartig und ein ganz toller Effekt, der hoffentlich bei vielen Lesern einsetzen wird.

Im Anschluss beginnt jedoch die eigentliche Thematik: Tiziana kapselt sich nach einem unglücklichen Vorfall komplett von ihrer Außenwelt ab, ist antriebslos und erschöpft, gleichzeitig kriegt sie in der Nacht jedoch kein Auge zu und hat das Gefühl, ihre Gedanken würden ständig rasen. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, ein generelles Unwohlgefühl und Appetitlosigkeit. All diese Symptome werden im Buch wirklich gut aufeinander aufgebaut und so eingesetzt, dass sie immer schlimmer werden und immer schwerer auszuhalten sind. Als Leser spürt man die Hilflosigkeit von Tiziana, gleichzeitig fragt man sich ständig, wie man ihr helfen könnte, da immer wieder auch Vivians Sichtweise eine Rolle spielt. Durch den Aufbau, der einen möglichen Verlauf von Depression darstellt, schafft die Autorin Spannung, zeigt aber auch, wie unterschiedlich die Nebencharaktere auf die Symptome reagieren und wie wichtig es deshalb ist, über Anzeichen einer Depression Bescheid zu wissen, damit man schlussendlich richtig damit umgehen kann.

Auch wenn die Geschichte nur 200 Seiten lang ist, hat sie mich doch beeindruckt. Natürlich, und das möchte ich klar stellen, bin ich mir über die Tatsache bewusst, dass nicht jede Depression genau so abläuft. Und auch bin ich mir bewusst, dass es unterschiedliche Formen von Depression gibt. Dennoch finde ich das Buch für den ersten Kontakt mit der Krankheit wirklich passend, denn es zeigt Verlauf und Symptome gut auf, gleichzeitig berühren die Personen aber durch ihre Geschichte und den Verhaltensweisen. So gibt es mehrere Zugänge zu dem Thema: Eine sachliche, die auf alle Fälle mit einer Recherche zu den verschiedenen Themen ergänzt werden sollte, und eine emotionale, die den Leser darüber nachdenken lässt, wie man selbst mit diesen Symptomen umgehen würde oder wie man Personen helfen würde, bei denen man solche Symptome erkennt. Auch hier sollte wieder darüber nachgedacht werden, welche Anlaufstellen es gibt und wer einem helfen könnte.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende. Hier hätte man deutlicher herausarbeiten können, dass die Behandlung von Depression ein langwieriger Prozess mit den unterschiedlichsten Höhen und Tiefen ist. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass man aufzeigt, wie die Therapie abläuft, zumindest in einigen Aspekten. Leider hat man sich hier dazu entschieden ein Ende zu liefern, welches zwar typisch für das Genre ist, aber mich etwas unzufrieden zurückgelassen hat. Dennoch tut es der Tatsache keinen Abbruch, dass das Buch sehr gut mit der Thematik arbeitet und ein wichtiges Tabuthema der Gesellschaft anspricht.

Mein Fazit:
Ich kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen, selbst den Lesern, die jetzt sagen: "Eigentlich ist das nichts für mich". Egal, tut es! Denn sich mit einem solchen Thema zu beschäftigen, ist wirklich wichtig und führt dazu, dass man über einige Dinge reflektiert, die wirklich bedeutend sein könnten. Vielleicht nicht für die eigene Gesundheit, aber vielleicht für die eines Freundes oder des Freundes eines Freundes. Egal, wie sehr man selbst davon betroffen ist, es lohnt sich sich damit zu beschäftigen. Und dabei ist "Graue Wolken im Kopf" ein wirklich guter Anfang, denn man wird nicht erschlagen von Informationen, sondern auf gefühlvolle, aber auch eindringliche Art und Weise herangeführt. Deshalb gibt es von mir auch 4 Sterne und damit eine klare Leseempfehlung - die diesmal nicht nur literarisch, sondern auch menschlich ist.

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Tags: arena verlag, arena verlag gmbh, depression, jugendbuch, juliane breinl   (5)
 

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164 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, kathrin lange, paris, schreiben, arena verlag

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch kam, ich sah es und es siegte - denn wie kann man an diesem wunderschönen Cover vorbei gehen? Eben, gar nicht. Ein wirklich großes Kompliment an den Designer oder die Designerin, für mich ein wahrer Hingucker. Und was dann hinten auf dem Klappentext drauf steht überzeugt mindestens genauso sehr. Klar, dass ich mir das Buch dann raussuchte, als ich den Instagram-Account des Arena Verlags übernahm, um es gemeinsam mit den Followern zu lesen und meine Eindrücke in den Stories festzuhalten. Ob das eine gute Idee war, erfahrt ihr jetzt.

Mila ist stinksauer auf ihre Mutter und flüchtet, vom Kontrollzwang dieser genervt, nach Paris zu ihrer Freundin Isabelle. Doch schon im Zug kurz vor Paris spricht sie ein Mann an, der sie vor den Mächten geschriebener Worte warnt. Was Mila zunächst nur als Gefasel eines alten Mannes abtut, ist später Realität: Sie besitzt die so genannte Fabelmacht, eine Kraft, die ihr nur in Paris erlaubt die Wirklichkeit umzuschreiben. Und zu ihrem Erstaunen stellt sie fest, dass die Geschichten die sie sich rund um den Jungen Nicholas ausgedacht hat, auch noch wahr sind. Dieser, ebenfalls mit der Fabelmacht gesegnet, hat vor Jahren aus Wut zu seinem Vater eine schreckliche Geschichte verfasst, die auch Mila mit einschließt. Kann er das geschriebene Wort verhindern oder sind die beiden dem Untergang geweiht?

Die Aspekte klingen doch schon atemberaubend, oder? Zwei junge Teenager, die Stadt Paris und eine Macht, die es ihnen erlaubt die Wirklichkeit zu beeinflussen - eigentlich optimal, oder? Tja, wären da nicht komische Gesetzmäßigkeiten, jede Menge Geheimnisse und ganze Gruppen, die sich mit der Fabelmacht und ihren Auswirkungen beschäftigen. Die Autorin schafft einen wirklich ereignisreichen Plot, der sich zu verschiedenen Teilen des Buches entweder auf die wunderschöne Darstellung der Stadt Paris konzentriert oder vor Ereignissen nur so trotzt. Auf den knapp ersten 100 Seiten werden nämlich eine ganze Reihe an Plätzen und Personen vorgestellt. Dies wird mit Hilfe eines wundervollen Schreibstils zu einer wahren Freude. Großer Tipp: Ruhig mal die Orte googeln und sich Bilder ansehen, so ist man schnell drinnen und hat sie gleich im Kopf - später wird das noch nützlich sein, glaubt mir ;-) Außerdem wirklich toll gemacht: Die Autorin erwähnt immer wieder typische französische Chansons. Wir lesen also über die Ballade pour Adeline bis hin zu Debussy oder Liedern von Edith Piaf. Als Musikfan eine wahre Genugtuung, aber auch besonder schön für Leser, die so richtig in Frankreich-Stimmung kommen wollen. Großartig, wie es die Autorin schafft, genau diese Stimmung einzufangen und zu Papier zu bringen.

Nach diesen ersten, ziemlich ruhigen 100 Seiten, geht es dann aber turbulent weiter: Die Geschichte zwischen Mila und Nicholas spitzt sich immer weiter zu, denn einerseits geschieht genau das, was Nicholas geschrieben hat, andererseits gibt es aber auch eine Menge Dinge, die anders sind oder sich im Lauf der Zeit ändern. Der Leser begreift dabei die Fabelmacht mit der Geschichte, denn wirklich erklärt wird diese erst zum Schluss. Das führte bei mir dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, schließlich wollte ich wissen, wie diese funktioniert und welche Gesetzmäßigkeiten in welcher Situation greifen. Sehr schwer für Außenstehende zu erklären, allerdings macht es das Lesen umso spannender. Hinzu kommt in genau diesen spannungsvollen Phasen ein wirklich flüssiger, größtenteils sehr reduzierter Schreibstil, der durch kleine Ausführungen oder Begriffe, große Effekte erzielt. Toll und definitiv ein Grund, noch mehr Bücher der Autorin zu lesen!

Schlussendlich begeisterten mich allerdings - neben der oben beschriebenen Stimmung - die Charaktere. Wirklich jeder, und ich meine JEDER, in diesem Buch hat einen Zweck, einen Sinn und steuert etwas zur Handlung bei. Selbst Isabelle, die wirklich nur am Rande in die Geschichte verwoben ist, bringt diese Leichtigkeit und Normalität rein, die man als Leser gebraucht hat, sozusagen als Bestätigung, dass man nicht der Einzige ist, der im Moment so gar nichts versteht. Daran sieht man, wie gut die Story geplotet ist und was für Liebe in diesen Figuren steckt, die sich sofort auf den Leser überträgt. Mir fiel es am Ende wirklich schwer, die Geschichte zu beenden, denn eigentlich war ich noch total in der Gefühlswelt der Protagonistin - sogar so sehr, dass ich am Ende ein paar Tränen fließen lassen musste. Wenn das mal kein Zeichen dafür ist, wie gut mir die Geschichte und die Charaktere gefallen haben.

Mein Fazit:
Wie man merkt: Ich liebe dieses Buch. Von vorne bis hinten konnte es mich mit seiner Atmosphäre, dem Setting, den Figuren und der Handlung begeistern. Ja, die ersten 100 Seiten waren ruhig, das hat mich aber gar nicht gestört, denn ich war total in Paris und habe dort eine kleine Entdeckungstour gemacht - von meinem Sofa aus. Dass die Handlung dann hier nicht ganz so rasant voranging, störte mich überhaupt nicht, denn ich war noch nie in der Stadt und war froh, Einblicke zu erhalten. Als es dann zur Sache ging, war ich zwar erleichtert, dass es nicht nur bei schönen Beschreibungen bleibt, aber es fühlte sich für mich gar nicht so abrupt an, sondern sehr fließend und deshalb auch ständig im Spannungsaufbau - eine Spannung, die bis zur letzten Seite (und weit darüber hinaus) noch anhielt. Und ja, ich warne euch vor: Ihr wollt bestimmt weiter lesen. Ihr werdet verzweifeln. Und nicht glauben, dass das gerade die letzte Seite war. Das nur so als kleine Vorwarnung. Ich hab euch gewarnt, somit habe ich es wirklich versucht! :D Von mir kann es dafür nur fünf Sterne geben und eine dringende Empfehlung, diesem Buch einen Platz in eurem Regal zu schenken. Es hat es wirklich verdient.

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stefanie hasse, fantasy, bücher, book elements, bookelements

BookElements - Die Magie zwischen den Zeilen

Stefanie Hasse
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2015
ISBN 9783551300423
Genre: Fantasy

Rezension:

 Die Autorin lernte ich erst dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse kennen und war sofort angetan - von ihrem neuen Buch "Schicksalsbringer", welches ja ganz bald über den Loewe-Verlag erscheint als auch von ihren Geschichten aus dem Impress-Verlag. Ich besorgte mir daraufhin die beiden Bücher zu "Luca & Allegra", behielt aber immer wieder "BookElements" im Hinterkopf, denn die Geschichte hörte sich so an, als ob das was für mich wäre. Perfekt also, dass ich nun die Special-Impress-Ausgabe ergattern konnte. So stürzte ich mich ins Lesevergnügen und war total angetan von den Elementen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Für alle, die die Geschichte noch nicht kennen: Wir erleben die Handlung aus Lins Sicht, einer Buchelementarierin. Diese Elementarier beschützen die Welt vor all den Buchwesen, die sich hin und wieder durch die Liebe der Leserinnen und Leser in der realen Welt materialisieren. Dabei hat jeder Elementarier bzw. Wächter ein Element, das er bändigen kann - in Lins Fall ist das die Luft. Außerdem können sich die Kämpfer in ein Phantasiewesen verwandeln, was ihre Gabe zusätzlich verstärkt. Und wie könnte es anders sein, Lin wird zu einer kleinen, aber machtvollen Fee - natürlich mit Piepsstimme. Eines Tages geschieht aber etwas ungewöhnliches: Figuren aus Lins Buch tauchen plötzlich auf, und das, obwohl sie die einzige Person auf der Welt ist, die die Geschichte kennt. Auf einmal müssen die Elementarier, die Menschheit und die Buchwelt um ihre Existenz bangen - denn wenn sie alle aufeinander treffen, kann nur eine Welt gewinnen.

Kurzum: Die Geschichte ist spannend geschrieben, hat ganz viel Humor und steckt voller kleiner Details, die perfekt miteinander harmonieren und dazu führen, dass man wirklich total eintauchen kann - in die Geschichte, den Gedanken der Figuren, den Buchcharakteren, die sich materialisieren und in die einzigartigen Beschreibungen von "Otherside", dem Buch, welches nur Lin vermag zu lesen. Und mal ganz ehrlich: Wie großartig ist es denn bitte, dass man während man ein Buch liest, in ein weiteres eintauchen kann? Ist das nicht DER TRAUM eines jeden Buchlesers schlechthin? Mir erging es so, weshalb ich es total genießen konnte, in die verschiedensten Bücherwelten einzutauchen. Ach apropos Bücherwelten, wie wäre es eigentlich mit der Veröffentlichung von "Otherside" als buch, liebe Steffi? Ich wäre dafür :D

Doch kommen wir zu den Figuren: Lin als Protagonistin ist einfach wundervoll. Sie ist authentisch, stark, eigen und, anders als viele andere weibliche Hauptcharaktere in dem Genre, eine Figur, die eben nicht naiv, unglaubwürdig oder hilflos ist. Im Gegenteil: Lin nimmt ihr Leben in die Hand, kämpft für ihre Träume und weiß dabei gleichzeitig, dass sie Freunde hat, auf die sie sich verlassen kann. Innerhalb der Wächtergruppierung gibt es nämlich einzelne Kleingruppen, die für bestimmte Genre zuständig sind. Dabei besteht natürlich jede Gruppe aus den vier Elementen: Feuer, Erde, Luft und Wasser. Zu Lins Team zählen Peter, Coral und Ric. Alle vier spiegeln nicht nur die unterschiedlichen Elemente wieder, sondern auch die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Carola ist die Sanftmütige, Peter der Bodenständige und Ric der Draufgänger - und jetzt müsst ihr
die Elemente dazu richtig anordnen. Ein leichtes, denn irgendwie kann man diese Beschreibungen sofort zuordnen, findet ihr nicht? Steffi schafft es dabei, Klischees zu bedienen, gleichzeitig aber auch die Figuren als authentische Personen darzustellen, die ihre eigene Persönlichkeit haben und völlig bei sich sind - großartig, das als Leser zu erfahren! Und wie sollte es anders sein: Zwischen Lin und Ric funkt es natürlich gewaltig, schon fast etwas zu gewaltig. Doch natürlich ist nicht alles so leicht, wie man es sich wünschen würde - mehr müsst ihr aber selbst herausfinden!

Der Schreibstil ist dabei dem Genre entsprechend und aufgrund der vielen Aspekte der Geschichte recht detailliert - hier hätte es für mich sogar noch etwas kürzer sein können. Allerdings gewöhnt man sich recht schnell an dem ausufernden Stil und lernt ihn auch zu schätzen, denn so bekommt man wirklich einen sehr umfangreichen Eindruck von der Handlung, den Gedanken der Figuren und den unterschiedlichen Geschichten - besonders der aus "Otherside". Das führte dann dazu, dass ich nicht einfach weiterlesen konnte, sondern auch wirklich über die Geschichten nachdachte und ständig versuchte herauszufinden, wie diese Beschreibungen mit Beschreibungen aus Lins Realität zusammenhängen - hätte es den Schreibstil also nicht so gegeben, hätte ich auch nicht so intensiv darüber nachgedacht.

Mein Fazit:
Ich bin einfach verliebt. In die Charaktere, die Idee als auch in die Autorin an sich - so viel Liebe auf einmal, das gab's selten! Ich denke, dass für jede Leseratte diese Geschichte etwas ganz besonderes ist, schließlich thematisiert sie unser größtes Hobby: Das Lesen. Jeder, der zusätzlich noch die "House of Night"-Geschichten mag, wird die Elementar-Kräfte lieben und Fans von Oblivion und Twilight werden die materialisierenden Figuren aus diesen Bänden mit einem Lächeln wahrnehmen. Ich finde es einfach toll, hätte mir sogar noch mehr Referenzen zu anderen Büchern gewünscht - aber dafür gibt es ja einen zweiten Teil und hey, nach einer solchen Rezension ist ja wohl klar, dass ich mir den besorgen werde. Er erscheint über den Carlsen-Verlag am 29. September 2017 - was ein Zufall! :D Bis dahin gibt es von mir aber 4 Sterne und eine Empfehlung für alle Leserwürmer/raupen/eulen/ratten der Welt (:

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Tags: bookelements, carlsen verlag, impress verlag, stefanie hasse   (4)
 

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impure

Impure

Jeanne Winter
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei null, 16.06.2017
ISBN B072MVXDQT
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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liebe, zeitreise, fantasy, zeitreisen, kerstin gier

Rubinrot

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2014
ISBN 9783401506005
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit geschlagenen drei oder vier Jahren steht nun der Schuber der Edelsteintrilogie bei mir rum und ich habe noch immer keinen einzigen Band gelesen - bis zu diesem Urlaub im Jahre 2017. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe mich nie an die Geschichte getraut. Denn ich kenne - als einer der wenigen - nur die Filme und nachdem ich von jeder Seite gehört habe, dass sie im Vergleich zum Buch total schlecht sind, wollte ich mir die Filme irgendwie nicht versauen. Deshalb habe ich gewartet, bis alle drei Ausgaben der Edelsteintrilogie als Film veröffentlicht wurden, habe meinen Spaß damit gehabt und lese jetzt eben völlig getrennt davon die Bücher - guter Plan, oder?

Ich muss niemanden mehr erzählen, um was es geht, oder? Gwendolyn Shepherd erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass sie durch die Zeit reisen kann und in die Loge des Grafen aufgenommen wird - um ihm und seinen Zielen zu dienen. Doch der alterwürdige Graf hat nicht mit Gwendolyn gerechnet, die nur das macht, was sie für richtig hält - ohne Rücksicht auf Verluste. Fortan reist Gwen mit dem süßen Gideon durch die Zeit und versucht hinter die Machenschaften des Grafen zu kommen... und verschaut sich dabei in den unwiderstehlichen Reisebegleiter Gideon. Ob das gut gehen kann?

Wie schon gesagt, fast jeder kennt die Geschichte und wirklich jeder mit dem ich spreche, ist total angetan von den Büchern, den Geschichten, Figuren und dem Setting. Und auch ich konnte natürlich dem Charme nicht widerstehen: Ich als großer London-Fan freue mich natürlich, dass Englands Hauptstadt Heimatort von Gwen ist, gleichzeitig finde ich es ganz wunderbar, in die Familienverhältnisse der Shepherds Einblick zu erhalten und ihren Familienmitgliedern - seien sie tot oder lebendig - auf die Spur zu gehen. Noch schöner finde ich es aber, gemeinsam mit den Hauptfiguren durch die Zeit zu reisen und die verschiedenen Jahrhunderte mit ihnen zu erleben. Und genau auf diesen Aspekt freue ich mich noch in den nächsten beiden Büchern, denn die Zeitreisen werden - wie ich von den Filmen ja weiß - nicht weniger spannend (:

Und ja, auch mir sind die Unterschiede zu den Filmen natürlich aufgefallen, gerade geht's aber noch. Zwar vermisse ich einige Szenen, die ich im ersten Teil mochte, allerdings habe ich schon gehört, dass diese für mich fehlenden Teile noch im zweiten Teil kommen werden, weshalb ich mich einfach freue, sie dann wiederzuerleben :D Zumindest stört es mich schon mal nicht, dass es Unterschiede gibt - die gibt es ja fast bei jeder Verfilmung. Mal sehen ob ich am Ende der Trilogie auch total unzufrieden mit den Filmen sein werde. Der erste Band konnte mich allerdings schon total ins Edelsteinfieber versetzen, weshalb ich bestimmt bald mit dem 2. Band nachlegen werde.

Mein Fazit:
Für mich ist die Grundidee einfach entscheidend, egal ob im Film oder im Buch. Mir sind die Figuren sympathisch, die Geschichte hat dieses Quäntchen Magie gepaart mit einer Familiengeschichte, die total verrückt und deshalb auch total überzeugend ist und die Zeitreisen machen aus den Büchern wahre Abenteuer. Ich liebe einfach alles und auch der Schreibstil von Kerstin Gier, der zwar sehr einfach, aber dennoch mitreißend ist, kann mich in eine anderen Welt versetzen - was könnte ich bei der Kombination anderes vergeben als fünf Sterne? Richtig, gar nichts (:

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Tags: arena verlag, jugendbuch, kerstin gier   (3)
 

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dystopie, japan, kim kestner, vollkommenheit, ebenen

Sakura - Die Vollkommenen

Kim Kestner
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei digi:tales, 23.03.2017
ISBN 9783401840017
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch habe ich als erstes auf der Leipziger Buchmesse beim Verlagstermin vorgestellt bekommen und ich war sofort begeistert, denn die Geschichte erinnerte mich sofort an meinen Lieblings-Disney-Klassiker: "Mulan". Ein Mädchen, welches sich als Mann verkleidet, um die Zukunft seines Landes (oder alternativ des Schicksals) zu verändern und das Böse abzuwenden. Als ich dann bei der Lesung war und Kim Auszüge vorlas als auch über die Entstehung beim Bloggertreffen erzählte, war ich Feuer und Flamme und MUSSTE es einfach lesen. Dass ich es dann innerhalb von zwei Tagen las, obwohl es über 400 Seiten hat, spricht wohl für sich, oder?

Und gleich zu Anfang habe ich mal wieder festgestellt: Ich liebe einfach Kim's Schreibstil. Wie bereits bei "AnimA" fand sie eine gut Balance zwischen dem Erzählen der Handlung und dem Beschreiben der Empfindungen der Protagonistin. So entwickelt sich die Geschichte einerseits rasant weiter, andererseits entsteht sofort eine Verbindung zu Juri, die als Protagonistin durch ihre Vergangenheit emotional berührt und die gleichzeitig als starke, unabhängige Frau wirkt, die um ihre Schwächen weiß und diese trotzdem offen vor sich her trägt, weil diese sie zu der Person machen, die sie ist. Das könnte gar nicht so wirken, wenn Kim die Figur nicht so spektakulär präsentieren würde.

Darüber hinaus fand ich hier besonders den Aufbau als gelungen: Juri erlebt die Handlungen der Gegenwart sehr präsent, erzählt von ihren Eindrücken und Gefühlen und immer dann, wenn sie eine Person oder ein Gegenstand an ihre Kindheit erinnert, erzählt die Autorin über die Situation aus Juri's Kindheit, sodass die Handlungen miteinander verbunden sind und deren Effekte aufeinander offensichtlich aufgezeigt werden. Ein kluges literarisches Mittel, um eine kongruente Geschichte zu erzählen, die insgesamt sehr rund wirkt und verschiedene Facetten zeigt, die sich aufeinander beziehen und aufbauen. Doch nicht nur die Kindheit von Juri spielt eine Rolle: Ständiges Thema ist auch den Mut zu haben, über seinen eigenen Tellerrand zu gucken. Denn Juri denkt zunächst, ihr Schicksal wäre das schlimmste von allen, doch schnell lernt sie, dass auch andere im System leiden und sich ebenso sehr ein neues Leben wünschen wie Juri. Diese Thematik wird durch Figuren deutlich, deren Schicksal ebenso emotional beschrieben wird, wie das von Juri und die einem als Leser mindestens genauso berühren.

Besonders hervorheben möchte ich hier eine weitere Hauptfigur: Dom. Zunächst war dieser mir wirklich suspekt, allerdings entwickelt auch er sich in unvorhersehbare Richtungen und Kim zeigt anhand dieser Figur, wie man bestimmte Thematiken zwar nur ganz nebenbei, aber mit großem Effekt beschreiben und verarbeiten kann. Und das scheint Kim überhaupt gelungen zu sein: Jede Figur hat seine Berechtigung, seinen eigenen Kampf, den er oder sie austragen muss und jedes ihrer Schicksale führt dazu, dass die Geschichte weitergetrieben wird und sich entwickelt. Genau DAS fand ich spannend zu verfolgen und hat mich, als ich es irgendwann erkannt habe, völlig begeistert, denn ich mochte irgendwann wirklich jede Person - auch wenn sie nicht ganz so großartige Dinge vollbracht hat, war sie doch für die Ereignisse, die darauf gefolgt sind, wichtig.

Mein Fazit:
Natürlich lag es nahe, dass ich die beiden Werke "AnimA" und "Sakura" von Kim Kestner im Vergleich sehe, da ich sie so kurz hintereinander gelesen habe. Schlussendlich waren aber beide Geschichten so einzigartig und verschieden, dass ich gar nicht sagen kann, welches Buch mir denn nun besser gefallen hat. Für "Sakura" sprechen die wirklich grandiosen Figuren, die sehr interessant gestaltete Handlung und eine Welt, die mit anderen berühmten dystopischen Welten zu tausend Prozent mithalten kann. Deshalb fällt es mir auch ganz leicht, diesem Jugendbuch fünf Sterne zu vergeben, denn alles unten drunter wäre für mich nicht ausreichend genug. Schade, dass kein Folgeband geplant ist, ich hätte gerne noch gewusst, wie die Zukunft von Juri und ihren Freunden aussieht. Allerdings kann ich mich auch so mit dem Schluss anfreunden, ist er doch ein wirklich tolles Zeichen für Frauen jeglichen Alters - warum, das müsst ihr schon selbst herausfinden ;-)

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Tags: aren, arena verlag, jugendbuc   (3)
 

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liebe, homosexualität, anne freytag, jugendbuch, freundschaft

Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe etwas Angst vor dieser Rezension, denn ich glaube, ich kann meine Begeisterung, meine Liebe und meinen Respekt für diesen Roman gar nicht in Worte zum Ausdruck bringen. Und das ist wirklich ein blödes Gefühl, immerhin mache ich das schon eine Zeit lang :D Aber immer dann, wenn ein Buch so richtig einschlägt, von vorne bis hinten überzeugt und nicht nur den Blogger in mir befriedigt, sondern mir direkt ins Herz geht, dann kann die Rezension dazu niemals meine Gefühle wiederspiegeln, so wie ich es gern hätte. Dennoch muss ich mich einfach mitteilen, denn ich bin wirklich begeistert!

Anne Freytag geistert schon seit Jahren in der Buchwelt rum und veröffentlicht seit letztem Jahr auch Jugendromane. Ihr erstes Buch in diesem Genre, "Mein bester letzter Sommer", schlug ein wie eine Bombe und auch der Nachfolger, um den es hier geht, hat für viele begeisterte Stimmen gesorgt. Ich persönlich hatte bis dato noch kein Buch von ihr gelesen, kannte lediglich einige Auszüge aus dem Werk, weil ich bei der Lesung zum Buch auf der Leipziger Buchmesse 2017 war und mich direkt in die Geschichte verschossen hatte. Anne lieferte eine tolle Lesung, die das Herz berührte und erklärte im Anschluss auch wirklich großartig, wie es dazu kam, was sie mit dem Buch sagen wollte und welche Gespräche sie gerne rund um das Buch hören möchte. Auf mich machte sie wirklich einen zuckersüßen Eindruck und machte mich komplett gespannt auf die Story. Und so kam sie mit mir in den Urlaub und wurde von mir innerhalb weniger Stunden verschlungen.

Inhaltlich geht es um Sophie, die mit ihrem Vater nach München zu seiner neuen Freundin und ihren beiden Söhnen zieht. Natürlich ist Sophie damit gar nicht einverstanden und zählt schon die Tage ab, bis sie ihr Abitur in der Tasche hat und so schnell wie möglich wieder aus der Patchwork-Familie ausbrechen kann. Doch dann lernt sie Alex kennen und scheint sich sofort in sie zu verlieben - dabei ist Alex doch ein Mädchen und Sophie überhaupt nicht bereit für sowas... oder? Schnell wird aus den langweiligen restlichen Tagen bis zum Abitur die intensivste Zeit ihres bisherigen Lebens.

Die Geschichte klingt schon wundervoll und genau das ist sie auch: Durch Sophie als Protagonistin erlebt man die Geschichte aus dem wirklich unperfektesten Blickwinkel, aber genau das macht den Charme aus! Die Autorin hat gar nicht den Anspruch, dass die Charaktere sympathisch oder nett rüberkommen, sondern zeigt einfach Figuren, die sind wie sie sind, mit all ihren Fehlern - und genau damit punktet sie beim Leser, denn ich habe mich sofort wohl gefühlt, sowohl mit Sophie als auch mit Alex oder den "neuen Brüdern" von Sophie. Ich hatte das Gefühl, ich blicke wirklich in das Leben einer Familie in München, die gar nicht fiktiv ist, sondern die ich hautnah miterlebe und die mir einfach Einblicke gewähren. Ich habe zwischenzeitlich wirklich komplett vergessen, dass ich gerade lese, weil mir alles so realistisch vorkam. Das muss man erstmal schaffen! Passend deshalb, dass sich die beiden Mädchen an einer Stelle im Buch fragen, ob sie wohl gute Buchcharaktere wären. Nicht nur literarisch ist das irgendwie beeindruckend, auch was die realistische Umsetzung der Charaktere angeht, trägt dieses Gespräch dazu bei, sich noch mehr in die beiden zu verlieben.

Dabei finde ich es ganz großartig, wie Anne das Thema der gleichgeschlechtlichen Liebe aufgreift. Ich mag den Begriff "LGBTQI-Romane" überhaupt nicht, denn irgendwie suggeriert das, dass es was besonderes wäre, wenn sich zwei Frauen bzw. zwei Männer lieben. Und eben weil es was besonderes ist, ist es eine eigene Sparte in der Bücherwelt. Für mich völlig unnötig, denn eigentlich geht es doch wirklich nur um eine Sache: dieLiebe. Zwischen wem sie stattfindet ist doch völlig egal. Und genau das suggeriert Anne Freytag mit der Art und Weise wie sie die Geschichte erzählt: Nämlich, dass es einfach vollkommen egal ist wen man liebt, solange man liebt. Im gesamten Buch kommt der Begriff "lesbisch" wahrscheinlich nicht mal fünf Mal vor. Sie werden angesprochen, aber gleich gesagt, dass es eine Kategorie sei, die völlig unnötig ist. Nicht, dass ich vollkommen gegen die Begriffe der LGBTQI-Community bin, ich selbst benutze sie ja als Teil dieser ständig, aber prinzipiell finde ich, dass solche Kategorien gar nicht nötig wären. Macht das irgendeinen Sinn? Ich hoffe. Und genau deshalb finde ich es auch gut, dass nirgendwo steht, es wäre ein "Coming Out-Roman" oder ein LGBTQI-Roman. Denn das ist es nicht. Es ist ein Roman, der eine Liebesgeschichte erzählt. Nicht mehr und nicht weniger.

Mein Fazit:
Für mich ist "Den Mund voll ungesagter Dinge" ein wahres Lesehighlight des laufenden Jahres und ich kann mir sehr gut vorstellen, das Buch noch einmal zu lesen - ein Zeichen dafür, dass es mir wirklich gefallen hat. Unvergesslich unperfekte Charaktere, eine authentische Geschichte und eine Art und Weise die Geschichte zu erzählen, die Anne Freytag sehr eigen macht, lassen mich diesen Roman wahrscheinlich nie vergessen und bleiben ganz tief in meinem Herzen als Eindrücke bestehen. Großes Kino und deshalb auch fünf Sterne PLUS wert. Das hier wird zu einem meiner Lieblingsbücher EVER, ganz, ganz sicher!

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todesmarsch, stephen king, horror, thriller, tod

Todesmarsch

Stephen King , Nora Jensen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453436916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stephen King kennt jeder. Auch Menschen, die eigentlich gar nicht lesen oder nur selten, haben den Namen schon einmal gehört und ganz oft auch mindestens eins seiner Werke mal durchlebt. Tja, und dann gibt es da mich, der für einen Durchschnittsmenschen richtig viel liest (ich meine, der Deutsche liest im Durchschnitt zehn Bücher im Jahr - damit befinde ich mich wahrscheinlich schon im Jahr 2136 oder so :D) und dennoch bis vor einigen Tagen noch kein einziges Stephen King-Buch gelesen hat. Warum auch immer. Aber irgendwie hatte ich nie großes Interesse daran bzw. wusste bei der Fülle nicht, mit welchem Buch ich anfangen sollte. Die liebe Mella von Book-Angel hat mir dann den "Todesmarsch" empfohlen, den sie selbst total geliebt hat. Und so stellte ich mich auf eine düstere Geschichte ein, vom wohl berühmtesten Autoren der Welt - und erhielt alles und noch viel mehr.

Die Regeln sind einfach: Ein Lauf. 100 Jugendliche. Ein Gewinner. Das war's. Wer am längsten durchhält kriegt all seine Wünsche erfüllt, alle anderen müssen sterben. Grausam? Vielleicht. Mutig? Auf alle Fälle. Emotional? Sowas von! Denn natürlich entstehen Freundschaften, Gruppen bilden sich und Erfahrungen werden gemeinsam gemacht - und das, obwohl jeder von ihnen weiß, dass es für sie gemeinsam nie eine Zukunft geben wird. Wenn der Tod schlussendlich umarmt, statt gefürchtet wird, dann weiß man, dass der Preis hoch ist. Ein Wettlauf gegen die Zeit, sich selbst und der eigenen Psyche beginnt - und hat ungeahnte Folgen.

Schon der Klappentext sorgt für Gänsehaut bei mir, weshalb ich wirklich gespannt war, wie und ob ich den Roman überhaupt durchhalte. Doch überraschenderweise war es gar nicht so eklig oder blutig wie zunächst angenommen. Denn Stephen King beschreibt nicht das blutige Szenario, welches man sich vorstellt (okay, doch, an einigen Stellen, aber wirklich nicht an vielen), sondern zeigt, dass die körperlichen Anstrengungen bald überwunden sind und dann nur noch eine Sache im Vordergrund steht: Die eigene Psyche. In "Todesmarsch" werden zwar beide Aspekte, also sowohl physisches als auch psychisches Leiden, thematisiert, allerdings wird schnell klar, dass es nicht darum geht, einfach blutig festzuhalten, was mit den Teilnehmern passiert, sondern vielmehr darzustellen, wie sich ihre Persönlichkeit und ihre Gedanken verändern während sie im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben laufen. Dabei wirkt der Marsch so echt, so real und so gefährlich als würde ich ihn selbst im Fernsehen live mitverfolgen - diese glaubwürdige Skizzierung der Handlung führte dazu, dass ich den Roman nicht aus den Händen legen konnte. Anfänglich erinnerte mich die Idee etwas an die Hunger Games (ja, ich weiß, die kamen später, aber nicht in meiner Lesehistorie), wobei ich sagen muss, dass im "Todesmarsch" eben mehr die Charaktere und ihre Entwicklung im Vordergrund stehen als die eigentlichen Spiele, was es mehr zu einem psychologischen als körperlichen Experiment macht.

Hinzu kommen Figuren, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die genau deshalb für Spannung sorgen. Allen voran der Hauptprotagonist Ray, der nahbar, aber auch etwas geheimnisvoll wirkt, denn so richtig verstehen, warum er an dem Marsch teilnimmt, möchte man als Leser nicht. Erst mit der Zeit lernen wir ihn deshalb mehr und mehr kennen und blicken schließlich in die tiefsten Abgründe seiner Persönlichkeit. Dadurch wird die Figur multidimensional und ist vielleicht nicht der perfekte Protagonist, allerdings sicherlich einer, der zumindest als eigenständige Person wirkt und nicht vom Autoren verschönigt wird, nur damit man ihn sympathisch findet. Zur Dynamik kommt es dann erst, wenn die anderen Teilnehmer in den Vordergrund rücken und ihre eigenen inneren Kämpfe durchblicken lassen - oder der Leser erst später Dinge erfährt, die die gesamten Spiele in ein neues Licht rücken. Spannend und unvorhersehbar bis auf die letzte Seite!

Schön war hier auch, dass nichts schwarz-weiß dargestellt wurde. Der Autor hätte es sich leicht machen und sich auf die körperlichen Strapazen konzentrieren können, ohne dabei zu hinterfragen, was die Figuren dabei wohl denken und was von ihrer Persönlichkeit übrig bleibt. Dies hat er aber nicht getan und zeigt sehr komplexe Figuren, die jeweils anders mit der Situation umgehen: Einige von ihnen ziehen sich komplett zurück, andere denken viel über ihre Vergangenheit, den Tod und die Gesellschaft nach, während wiederum andere physische Krankheiten erleiden, mit denen sie zu kämpfen haben und die nicht weniger bedeutend sind. Besonders gelungen fand ich hier den Schreibstil, den ich als relativ emotionslos beschreiben würde, dies aber gar nicht negativ meine. Stephen King hat eine sehr reduzierte Schriebweise, wie ich finde und das ist auch wirklich in Ordnung, denn allein durch die Handlung und die großartige Beschreibung der Figuren und deren Haltungen kommen Emotionen beim Leser an, dafür muss man gar nicht emotional werden.

Mein Fazit:
Was soll ich sagen? Mich hat mein erster King wirklich mega gut unterhalten, dabei aber auch eindrucksvoll gezeigt, dass Stephen King nicht nur auf Blut aus ist, sondern durchaus auch wichtige Themen ansprechen möchte, die er sehr genau und intensiv in seinen Geschichten behandelt. Das führt zum Nachdenken und Reflektieren, was man beim ersten Kontakt mit der Story gar nicht erwartet hätte. Nicht umsonst steht da nicht Horror oder Thriller, sondern Roman. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil und so :D Deshalb gibt es von mir für meinen ersten King auch die volle Punktzahl und eine Empfehlung für all jene, dem Großmeister der Buchwelt eine Chance zu geben, falls ihr es noch nicht getan habt. Sonst können Kenner mir gerne mal schreiben, welchen King sie mir als nächstes empfehlen würden (:

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345 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

liebe, anima, teufel, gott, kim kestner

Anima - Schwarze Seele, weißes Herz

Kim Kestner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.02.2016
ISBN 9783401602523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ach, diese Autorin hat mein Herz gestohlen. Persönlich, beruflich, literarisch, künstlerisch und auf jedem anderen Weg auch. Ich durfte Kim auf der Leipziger Buchmesse 2017 kennenlernen und wir haben uns sofort prima verstanden. Ganz klar also, dass ich unbedingt ihre Bücher lesen wollte und mir aus diesem Grund auch zwei ihrer Werke in meinen Urlaub mitgenommen habe: Dieses hier und ihr neustes Werk "Sakura" (zu welchem es ebenfalls eine Rezension geben wird). Jedoch fing ich mit "AnimA" an, denn das Cover lachte mich bereits seit Monaten an und ich wollte unbedingt wissen, ob mir der Inhalt ebenso gefallen würde wie das Äußere. Möglicherweise ein schwarzes Cover mit einem weißen Herz? Das galt es herauszufinden.

Den Klappentext könnt ihr euch ja selber durchlesen, deshalb muss ich eigentlich gar nicht mehr so viel sagen: Abby ist im Urlaub in einem Nationalpark und freut sich eigentlich auf einen ruhigen Sommer mit ihren Freundinnen, ihrer sehr entspannten Familie und ihrer nervigen Schwester. Doch plötzlich steht da Juspinn und mit seiner Ankunft wird alles anders: Aus ihrem ruhigen Vater, der sie immer dazu auffordert alles und jeden zu hinterfragen, wird plötzlich ein Radikalist der Bibel, aus ihrer treuen Mutter eine betrügende alte Frau und ihre Schwester scheint sie noch mehr als je zu hassen. Schnell findet Abby heraus, dass hinter Juspinns Verhalten dunkle Mächte stecken, die auch sie verändern könnten - allerdings kann sie einfach nicht die Finger von ihm lassen, beeindruckt er sie doch nicht nur oberflächlich, sondern geht ihr geradewegs durch die Haut.

Eigentlich bietet das Buch alles, was man von einem Jugendbuch erwartet: Liebe, Fantasie, dunkle Mächte und dramatische Familienverhältnisse. Dabei steckt hinter diesen offensichtlich jugendbuchartigen Themen, noch ganz viel mehr: Geschickt thematisiert Kim nämlich gesellschaftlich relevante Themen wie in etwa den Glauben, die christliche Weltanschauung, das Prinzip von Moral, unterschiedliche Wertevorstellungen und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse. Alles wirklich komplexe Themen, die allerdings im Jugendbuchgewand wirklich gut erklärt und durchgenommen werden, sodass der Leser ganz automatisch Fragen stellt, die er beantwortet haben möchte, wodurch eine wahre Reflexion der eigenen Werte, Vorstellungen und Einstellungen passiert - was für Leser jeglichen Alters eine großartige Möglichkeit darstellt, mit sich selbst, aber auch mit anderen darüber zu sprechen.

Diese Abhandlung wird durch ein perfektes Setting ergänzt: Anfangs befindet man sich auf einer Ferienanlage, die mich persönlich total an Dirty Dancing erinnert hat: Ferienhäuser, Seen, Wälder und ganz viel Animation für Groß und Klein - klingt schon sehr stark nach DEM Tanzfilm schlechthin, oder? Und genau diese Assoziation führte dazu, dass ich mich sofort wohl fühlte und das Gefühl hatte, selbst schon tausend Mal in diesem Nationalpark gewesen zu sein. Gut, es kommt noch ein indianischer Stamm hinzu, allerdings führte das noch einmal mehr dazu, dass ich interessiert aufhorchte, schließlich finde ich solche Figuren mit einem völlig anderen kulturellen Hintergrund immer total interessant. Dass diese dann einen nicht unwichtigen Teil zur Geschichte beitrugen, war dann quasi das Tüpfelchen auf dem i. Doch bei diesem Setting blieb es nicht: Im zweiten Teil der Geschichte geht es nämlich auf Reisen und ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, kann ich sagen, dass genau dieser Aspekt sehr, sehr gut zur Handlung passte. Anfangs geht es nämlich stark um Abby, ihren Hintergrund und Alltag, bis dann irgendwann Juspinn kommt und ihr Leben auf dem Kopf stellt - was dazu führt, dass sich Abby verändern muss. Und genau das kann sie gar nicht im Nationalpark, denn dafür ist sie dort schon viel zu fest gefahren. Da passte ein Szenenwechsel sehr gut, denn erst dieser brachte frischen Wind in die Handlung. Sehr gut geplotet, Frau Kestner (:

Schlussendlich gab es allerdings neben der Geschichte und dem Setting noch einen anderen großen Pluspunkt: Kims Schreibstil. Dieser hält nämlich die perfekte Balance zwischen dem Beschreiben der Handlung, den Erläuterungen der oben angesprochenen Themen und dem Einblick in die Gefühlswelt der Protagonistin. So erhält man ein absolut rundes Bild gepaart mit passenden Wendungen und einer Sprache, die leicht verständlich und dennoch anspruchsvoll ist. Somit konnte ich mich vollkommen in die Geschichte fallen lassen, da ich nach 20 Seiten wusste: Kim setzt mir alles vor, präsentiert es perfekt und lässt es mich mundgerecht verarbeiten. Das nenne ich mal Vertrauen zum Leser aufbauen!

Mein Fazit:
Ich hatte wirklich großartige Lesestunden mit "AnimA". Für mich bietet das Buch Spannung, nicht nur was die eigentliche Handlung angeht, sondern besonders auch aufgrund der angesprochenen Themen und der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird. Kim nimmt die Leser mit auf eine Reise, in der sich nicht nur die Figuren verändern, sondern besonders auch der Leser zum Nachdenken animiert wird und teilweise mit den Figuren wachsen kann. Eine solche Verschmelzung der Hauptpersonen im Leseprozess ist einfach wunderbar und geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf. Letztendlich hätte das Buch für mich sogar noch 100 Seiten länger sein dürfen, denn am Ende ging es mir sogar etwas zu schnell. Das ändert aber nichts an meinem positiven Eindruck und den fünf Sternen, die ich ohne schlechtes Gewissen vergeben kann. Wer also nach einem Jugendbuch sucht, dass wichtige Themen der Gesellschaft anspricht und gleichzeitig genretypisch unterhalten werden möchte, der muss einfach zugreifen!

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