Benni_Cullens Bibliothek

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Die rote Königin

Victoria Aveyard , Birgit Schmitz
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.05.2015
ISBN 9783551583260
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Spirou & Fantasio Spezial: Spirou in Berlin

Flix
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.07.2018
ISBN 9783551721150
Genre: Comics

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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DOORS ? - Kolonie

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523889
Genre: Krimi und Thriller

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46 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Leben rückwärts lieben

Claudia Pietschmann
Fester Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Arena, 21.09.2018
ISBN 9783401603865
Genre: Jugendbuch

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147 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Kuss

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275395
Genre: Liebesromane

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Noch war es Nacht

Antonella Lattanzi , Margit Knapp
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 21.08.2018
ISBN 9783463406992
Genre: Romane

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(345)

735 Bibliotheken, 43 Leser, 0 Gruppen, 153 Rezensionen

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Save Us

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736306714
Genre: Liebesromane

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1.226 Bibliotheken, 63 Leser, 0 Gruppen, 232 Rezensionen

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Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Für mich ist auch die 6. Stunde: Überleben unter Schülern

Frau Freitag
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 14.03.2016
ISBN 9783843713351
Genre: Humor

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(1.496)

2.625 Bibliotheken, 56 Leser, 8 Gruppen, 220 Rezensionen

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Silber - Das dritte Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 08.10.2015
ISBN 9783841421685
Genre: Jugendbuch

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

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Die Fabelmacht-Chroniken (2). Brennende Worte

Kathrin Lange
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 24.08.2018
ISBN 9783401807942
Genre: Jugendbuch

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(274)

438 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 189 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eigentlich war ich jetzt nicht so angetan von der Thematik Tierärzte, Kleinstadt und Romance – denn irgendwie klang das alles ziemlich kitschig und etwas übertrieben. Aber dann hörte ich ein paar Insider-Stimmen, die mir die Geschichte wärmstens ans Herz gelegt haben und weil ich dann doch ein braver Blogger bin, habe ich auf ihren Rat gehört und mich für die #KyssCrew als auch für ein Rezensionsexemplar beworben. Und so kam dann die Geschichte weit vor Veröffentlichung bei mir an – und was soll ich sagen? ICH LIEBE SIE! Und das sage ich normalerweise nie am Anfang, aber für alle, die auf hochgelobte Rezensionen nicht stehen: Sorry, aber das wird hier jetzt quasi ein Liebesbrief an “Redwood Love” und Kelly Moran. Und eigentlich, nein, ich nehme mein Sorry zurück, denn: #sorrynotsorry

In der Geschichte geht es ganz grob zusammengefasst um Avery, die mit ihrer autistischen Tochter Hailey neu nach Redwood zu ihrer Mutter zieht, die dort ein paar Ferienhäuser besitzt sowie einen Secondhand Laden betreibt. Redwood ist dabei ein kleines Städtchen in Oregon, wo jeder jeden kennt und nichts ein Geheimnis bleibt (u. a. durch eine Twitter-Page sowie diversen Pinterest-Seiten). In der Kleinstadt lässt es sich also nicht gerade privat leben, dafür halten die Bewohner aber zusammen und helfen sich gegenseitig. Außerdem gibt es dort auch eine Tierklinik, die von drei Brüdern getrieben wird: Cayden, Flynn und Drake O’Grady. Avery verguckt sich sofort in Cayden, ist sich aber aufgrund ihrer Vergangenhit nicht sicher, ob ein Blick tatsächlich ausreicht, um ein gemeinsames Leben aufzubauen.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Zu Beginn aber so viel: Kitschig fand ich es auf keiner einzelnen Seite! Avery war mir von Anfang an sympathisch und die Einbindung einer autistischen Figur in Form ihrer Tochter Hailey fand ich sehr authentisch und verlieh der Geschichte irgendwie Menschlichkeit. Da geht es um eine junge Frau, die wahre Probleme hat und eine Vergangenheit, die wirklich glaubhaft und sehr eindringend dargestellt wird – New Adult-Autorinnen und Autoren zückt die Stifte und macht euch Notizen, denn so erschafft man Intimität und Authentizität im Liebesromanbereich. Die Figuren werden nicht zu naiv dargestellt, die Ereignisse bedienen sich keiner übertriebener Dramatik und die Entwicklungen sind nachvollziehbar und gleichzeitig mit ganz viel Herz geschrieben. Das alles führte dazu, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen und einfach nur noch begeistert war, wie eigen und deshalb auch völlig über allem anderen die Geschichte in diesem Genre steht.

Hinzu kommt, dass der Schreibstil einfach unglaublich gut war. Hier ein Kompliment an die Übersetzerin (die es ja geben muss, schließlich stammt die Autorin aus den USA): Es gab keine langen Stellen, es wurde nicht zu viel erklärt oder detailliert beschrieben und dennoch wurde ein Weg gefunden, wie man alles rund darstellt. Gleichzeitig hat Vanessa Lamatsch (die Übersetzerin) es geschafft, intime Szenen, die es durchaus gibt, sehr gefühlvoll und mit Geschmack darzustellen, ohne sonderbar vulgär zu werden oder überbetont erotisch sein zu wollen. Das hat mich eigentlich am meisten fasziniert und war für mich schon Grund genug, es als bestes Liebesbuch 2018 so far zu betiteln. Doch dabei blieb es ja nicht nur.

Denn die eigentlich stärkste Eigenschaft sin definitiv die Charaktere: Wie bereits erwähnt, hat es die Autorin geschafft, diese glaubhaft darzustellen und mit echten Problemen zu zeigen. Avery kämpft immer wieder im Alltag mit ihrer kleinen Tochter Hailey (die übrigens zuckersüß ist und sofort ein Platz in meinem Herzen gefunden hat), doch auch die Nebenfiguren sind nicht ohne: So ist Flynn beispielsweise taub und hat damit zu kämpfen, lässt sich gleichzeitig aber auch nicht beirren und lebt sein Leben in vollen Zügen (nur so nebenbei: Flynn war mein liebster Charakter, denn sein Humor ist einfach Zucker und seine Aussagen so voll mit Ironie.. und Rothaarige haben bei mir eh einen Vorteil – #bookboyfriend-Alarm sage ich da nur). Und Drakes Frau ist verstorben, weshalb der Älteste der O’Grady-Brüder auch eine sehr schwere Zeit hat und nur selten ausgelassen ist (oder auch nie). All das ist komplex, nicht immer angenehm, aber dafür einfach total glaubhaft und sehr emotional! Weshalb ich mich auch sehr auf die Folgebände freue, denn da wird es um jeweils einen von ihnen gehen.

Zum Schluss noch etwas zu der hauptsächlichen Liebesgeschichten zwischen Avery und Cade: Es ist eine bereits bekannte Geschichte, die man in dem Genre durchaus kennt, wenn man ein paar Liebesromane bzw. New Adult-Bücher gelesen hat. Da ist eine verunsicherte Frau, die aufgrund ihrer Vergangenheit den Männern abgeschworen hat und ein Kerl, der sie all haben kann und dies auch in der Vergangenheit ausgenutzt hat. Sie lernen sich kennen und plötzlich ist alles anders. Es scheint so, als ob man das alles kennen würde – da bleibt nun die Frage, warum man dann trotzdem “Redwood Love” lesen sollte. Ganz einfach: All das stimmt zwar im Kern, allerdings schafft es die Autorin, die Geschichte total stilvoll und mit so viel Awww-Momenten zu präsentieren, dass man ihr einfach verfallen muss. Hinzu kommt dann noch diese völlig undramatische Darstellungsweise (was nicht heißt, dass es keine Wendepunkte oder schockierende Momente gibt, im Gegenteil), die aber dennoch Wirkung hat und schon ist man völlig im Kelly Moran-Bann. Man kennt das Konzept vielleicht, aber die Ausführung wird einen umhauen!

Mein Fazit:
Was soll ich noch sagen? Ich könnte ewig weiter fangirlen: “Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick” von Kelly Moran ist ungelogen das beste Romance-/New Adult-Buch, das ich 2018 gelesen habe – vielleicht auch das Beste, was ich jemals in dem Genre gelesen habe. Es wird wohl sehr lange von keinem Buch mehr getoppt werden – okay, vielleicht vom zweiten Band, der sich ja um Flynn, meinem neuen #bookboyfriend dreht – aber dass ich das mal sagen werde, damit hätte ich vor dem Lesen überhaupt nicht gerechnet. Das Buch wird ja bereits total gehypt, dennoch möchte ich nochmal betonen, dass es sich auch wirklich lohnt und nicht irgendein Hypetrain ist, der künstlich aufgebauscht wird. Die Geschichte rund um Redwood, einem kleinen träumerischen und sehr romantischen Örtchen, ist nicht nur authentisch, wunderbar romantisch und sexy, sondern besonders eins: Mehr als lesenswert! Dafür 5 Sterne und eine dringende Leseempfehlung für… ja, für jeden.

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Tags: kyss, kyss verlag, new-adult, redwood love, romance, rowohlt verlag   (6)
 

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400 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.08.2018
ISBN 9783785586143
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da mir das Jugendbuch der Autorin im letzten Jahr so gut gefallen hat – “Aquila” gehört bis heute zu meinen Jahreshighlights 2017 – musste ich einfach wissen, wie die Autorin nachlegt. Und als ich das Thema des neuen Poznanski-Romans erfahren habe, wusste ich erst recht: Das musst du lesen! Denn ein Jugendbuch, das sich mit moderner Hirnmedizin auf einer abgelegenen Rehaklinik beschäftigt, das muss doch einfach einschlagen wie eine Bombe, oder?

Wir erleben die Geschichten durch die Augen von Timo, der nach einem schweren Verkehrsunfall zunächst in einer Klinik und dann in einer Spezial-Reha-Klinik sein neues Leben angeht. Der Jugendliche kann zunächst fast gar nicht laufen und besonders das Reden fällt ihm auch nach mehreren Wochen schwer – es scheint ihm sogar unmöglich. Doch nachts, da ist alles anders, denn dort kann Timo nicht nur laufen, sondern auch rennen, nicht nur reden, sondern auch kommunizieren und so schnell denken, wie noch nie – all das könnte ein Traum sein, wenn er nicht auch andere Patienten sehen würde, denen es auch von jetzt auf gleich besser zu gehen scheint. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und Timo wird schnell klar: Etwas läuft hier nicht mit rechten Dingen. Doch was geht in der Rehaklinik vor? Und was haben die Doktoren damit zu tun?

Auf den ersten 100 Seiten war ich wie gefesselt von den Geschehnissen: Timos Unfall wird so rasant und echt beschrieben, dass man das Gefühl hat, Zeuge zu sein und alles hautnah mitzuerleben. Im Anschluss leidet man mit dem Protagonisten mit und kann seine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Sobald er in die Rehaklinik kommt, fing dann das Rätselraten an, denn sehr schnell merken wir als Leser: Irgendwas stimmt hier einfach nicht. Ich muss gestehen, dass ich einen Teil der finalen Antwort bereits hier erahnt habe, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es die Autorin dargestellt hat. Außerdem war ich mir gar nicht sicher, weshalb ich ständig am Überleben und Nachdenken war, was ich sehr gemocht habe und was die Spannung aufrecht gehalten hat.

Gegen Mitte der Geschichte war ich allerdings etwas zwiegespalten, denn der Plot war dann doch sehr redundant und wiederkehrend, ohne eine wirkliche Entwicklung aufzuweisen. Wir begleiten Timo immer wieder nachts, wo er die merkwürdigsten Dinge erlebt und dann einmal tagsüber, wo er nicht viel mehr macht als sich mit seinen Freunden in der Klinik zu unterhalten. Nur ab und an wird das durchbrochen – diese Momente waren dann auch meine kleinen Highlights, auch wenn sie mich nicht völlig in ihren Bann ziehen konnten. Gegen Ende wurde es dann wieder sehr rasant und das Finale konnte mich dann wirklich packen – und sogar einige Lächeln auf meine Lippen zaubern.

Apropos Charaktere: Diese waren sehr gut ausgewählt und alle recht unterschiedlich, was eine breite Identifikationsplattform für Jugendliche bietet, was ich immer toll finde, denn dann fühlt sich auch wirklich jeder angesprochen – denn für jeden Topf gibt es sozusagen den passenden Deckel. Tatsächlich hätte ich mir aber auch hier gewünscht, dass man mit mehr Personen in Kontakt gekommen wäre. Denn besonders häufig beschäftigen wir uns mit Carl und Mona – wobei wir letztere auch meist nur durch Carl mitbekommen. So gibt es eigentlich dann doch wieder nur eine Person, die so richtig intensiv Nebenfigur ist. Auch das wird gegen Ende besser, hätte aber am Anfang schon umgesetzt werden können, sodass es eine kleine Truppe an Menschen gibt, die gegen die Merkwürdigkeiten kämpft. So hätte ich es zumindest noch besser gefunden.

Nichtsdestotrotz bietet “Thalamus” allerlei Spannung, ganz viele Facetten und eine Idee, die einfach unschlagbar ist. Diese Geschichte hat Sogkraft und lässt einen nicht mehr los – bis man die letzten Seite gelesen hat und wirklich weiß, was Sache ist. Und selbst dann hallt sie in einem noch nach. Genau das gefällt mir an den Geschichten der Autorin, denn sie sind keine leichte Kost, die man mal ebenso nebenbei liest. Sie bringt den Leser zum Nachdenken bzw. Recherchieren und führt dazu, dass man die Geschichte im Nachgang eigentlich noch mehr genießt und dessen Wert kennt, als während des Lesens. Ein wirklich faszinierendes Phänomen, das ich so ähnlich schon bei “Aquila” hatte.

Mein Fazit:
Insgesamt bin ich guter Dinge: “Thalamus” hat eine wahnsinnig gute Idee, die sie konsequent verfolgt und die am Ende wirklich begeistert. Der Leser ist dem Protagonisten sehr nah, was zu einer sehr engen Bindung führt. Ja, das Storytelling hätte rasanter sein können und der Geschichte hätte eine starke Gruppe an Jugendlichen gut getan, aber das sind eher kleinere Kritikpunkte, die meinen Leseeindruck nicht allzu sehr getrübt haben. Ursula Poznanski zeigt, dass sie zurecht eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands ist und knüpft mit “Thalamus” an ihre Vorgänger perfekt an. Dafür gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Fans der Autorin, aber auch für all jene, die die Autorin noch gar nicht kennen – probiert es aus, es lohnt sich allemal!

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Tags: jugendthriller, loewe verlag, löwe, poznanski, thriller, ursula poznanski   (6)
 

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(3.306)

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Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(66)

171 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Bernsteinstaub

Mechthild Gläser
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 24.07.2018
ISBN 9783785588604
Genre: Jugendbuch

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(5.332)

7.655 Bibliotheken, 83 Leser, 14 Gruppen, 587 Rezensionen

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Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

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(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Alles nur Schicksal

Ally Taylor
E-Buch Text
Erschienen bei null, 17.05.2018
ISBN 9783962465230
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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(1.170)

2.124 Bibliotheken, 83 Leser, 0 Gruppen, 407 Rezensionen

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich bin ja großer Fan der Again-Reihe der Autorin! Wer mich kennt weiß, dass “Begin Again” meine Liebe zu dieser Art Geschichten entfacht hat, dass “Trust Again” mir neue Hoffnung gab und mich “Feel Again” so sehr berührt hat, dass ich Tränen verdrückt habe. Das alles ist kein Geheimnis und dürfte jeden, der mich nur irgendwie irgendwo verfolgt, nicht wirklich überraschen. Deshalb war von vornherein klar, dass ich natürlich auch die Maxton Hall-Trilogie von Mona Kasten gerne lesen möchte. Ebenso erging es wohl tausenden von anderen Lesern auch, die sehnsüchtig auf etwas neues warteten. Doch als das Buch dann erschien, kaufte ich es mir zwar sofort, anschließend lag es dann aber recht lange auf meinem SuB. Warum? Weil ich Angst hatte, dass mich die Autorin enttäuschen könnte. Denn wenn einem eine Reihe so gut gefallen hat, dass man deshalb geweint hat, dann hat es die nächste Geschichte immer schwer. Doch im Urlaub war es dann so weit und ich lernte Ruby und James kennen – ob es sich gelohnt hat?

Ruby geht auf das Maxton Hall College und das eigentlich nur deshalb, weil sie ein Stipendium ergattern konnte. Ihre Mitschüler dagegen, sind meist nur deswegen auf der Schule, weil sie reiche Eltern haben, die es sich leisten können, ihre Kinder auf eine teure Privatschule in England zu schicken. Doch Ruby ist anders und kämpft für ihren großen Traum in Oxford zu studieren. In ihrem letzten Jahr überschlagen sich dann die Ereignisse und sie lernt Bad Boy James kennen, der besonders eins richtig gut kann: Feiern und Mädels abschleppen. Doch die Wege der beiden jungen Schüler kreuzen sich und ehe sie sich versehen können, ist da mehr, als nur zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten. Doch, dass eben diese Welten auch richtig zusammenprallen können, das werden die beiden erst gegen Ende richtig erfahren.

All den Kritikern zum Trotz, die sagen: “Oh, Ruby ist so naiv und so kindlich”, “James ist eigentlich gar kein Bad Boy, sondern nur ein verzogener Bängel”, “Die Story ist so klischeehaft” und und und – denen sage ich: Ganz ehrlich, who cares? Ich persönlich finde Klischees nicht schlimm und lese sie, besonders im New Adult-Genre, gerne. Deshalb macht es mir auch nichts aus, wenn Ruby wegrennt, nur weil sie einen Lehrer dabei erwischt, wie er mit einer Schülerin schläft (keine Angst, KEIN SPOILER, das passiert auf den ersten 30 Seiten). Deshalb ist es mir auch egal, dass James eigentlich wirklich und besonders am Anfang wie ein verzogener Bengel wirkt. Und deshalb kann ich auch gut damit leben, wenn sich Figuren gekünstelt über gewisse Dinge aufregen, bei denen man eigentlich denkt: Get over it!

Womit ich aber nicht klar komme bzw. was ich nicht gerne lese, sind Plots, die Ewigkeiten brauchen um mal in Pötte zu kommen. Denn zumindest für mich, hat es sich wirklich gezogen und das nicht zu kurz. Ich persönlich habe erst um Seite 190 herum eine Bindung zu beiden Protagonisten aufbauen können und auch da nur, weil endlich mal was zwischen den beiden passierte. Denn zuvor erfahren wir nur etwas zu dem Leben am Maxton Hall College. Und natürlich die üblichen Zickereien und Problemchen der Schülerinnen und Schüler. Ja, das alles las sich wie eine Folge Gute Zeiten, schlechte Zeiten, leider passiert aber in einer Folge im TV mehr als hier im gesamten Buch. Lediglich die letzten 50 Seiten waren gewohnt rasant und ereignisreich, sodass man dann natürlich am liebsten sofort weiterlesen wollte. Mir hat hier das Gleichgewicht gefehlt, dass definitiv in der Again-Trilogie vorhanden war. Aber auch, wenn man den Vergleich mal außen vor lässt: Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob ich das Buch nicht abgebrochen hätte, wenn es nicht Mona Kasten gewesen wäre. Denn so viel aufgebauschtes Drama war dann selbst mir zu viel.

Dass ich das nicht getan habe, lag an der Autorin, aber auch an gewissen Nebenfiguren: Alistair beispielsweise hat quasi in Windeseile mein Herz erobert und mich so weit gebracht, dass ich mir wirklich sehr dringend ein Buch wünsche, dass ihn als Charakter in den Mittelpunkt rückt – denn allein was die Autorin über ihn geschrieben hat, würde locker für eine ganz eigenständige Geschichte reichen. Ebenso Lydia, die sich von der versnobten Tussi zur eigenständigen, selbstbewussten und sehr reflektierten jungen Frau entwickelt hat und deren Momente in “Save Me” mit am stärksten waren. Besonders im Austausch mit Ruby fand ich sie wirklich grandios und Lydia stand für mich irgendwann für Frauenpower und feminines Selbstbewusstsein. Ebenso begeistern konnte mich Rubys kleine Schwester, die mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Body Positivity wirklich ein großartiges Element zur Story hinzugefügt hat. Diese drei Figuren haben mich immer weiterlesen lassen, auch wenn mal die eigentliche Haupthandlung nicht unbedingt überzeugen konnten. Ich hoffe, dass man ihnen in Band 2 und 3 noch mehr Raum gibt und die Geschichte somit an Tiefe und Reichweite gewinnt.

Wirklich positiv aufgefallen ist mir natürlich wie immer Monas Schreibstil. Die Seiten verfliegen, sie hat ein Händchen für Formulierungen und gut ausgearbeitete Szenen und deren Darstellung. Hier kann man wirklich nichts kritisieren, einzig in Kombination mit dem Plot war es alles in allem aber eben nur mittelmäßig und bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Mein Fazit:
Insgesamt lässt sich also sagen: Gute Charaktere, noch bessere Nebencharaktere und ein guter Schreibstil – all das hilft aber nichts, wenn der Plot nicht mitreißen kann. “Save Me” ist einer guten Idee entsprungen, die auch definitiv Potenzial hat, aber emotional einfach nicht wirklich berührt. Das lag besonders am Plotaufbau, aber eben auch an dem nicht ausgewogenen Aufbau des Bandes. Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte für sich gewinnen und machte mich dann wirklich neugierig auf den nächsten Teil. Ich hoffe daher inständig, dass sich Mona im zweiten Teil wieder auf ihre eigentlichen Stärken zurückbesinnt und damit dann wieder völlig begeistert – Ruby und James hätten nämlich das Potenzial wirklich großartig abzuliefern. So gibt es von mir allerdings mittelmäßige 3 Sterne, was mich als Mona-Fan echt mitnimmt, da ich mehr erwartet hätte.

  (1)
Tags: lyx verlag, maxton-hall-trilogie, mona kasten, new-adult, young adult   (5)
 

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1.300 Bibliotheken, 17 Leser, 6 Gruppen, 288 Rezensionen

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GötterFunke - Liebe mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

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142 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft

Anna Ruhe , Claudia Carls
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.01.2018
ISBN 9783401603087
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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87 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Als ich Amanda wurde

Meredith Russo , Barbara Lehnerer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423717496
Genre: Jugendbuch

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113 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Call Me by Your Name

André Aciman , Renate Orth-Guttmann
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423086561
Genre: Romane

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558 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

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Nur drei Worte

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551556097
Genre: Jugendbuch

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47 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Dear Martin

Nic Stone , Karsten Singelmann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499218330
Genre: Jugendbuch

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115 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Clean

Juno Dawson , Christel Kröning
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn es um ernstere Thematiken in Jugendbücher geht, dann ist man da bei mir genau an der richtigen Adresse. Denn ich liebe es, wenn Geschichten für Jugendliche verfasst werden, die mehr sind, als nur stupide Unterhaltung (nicht, dass ich das nicht auch mal schätzen würde, aber eben nicht ständig und ausnahmslos). Deshalb war ich sofort interessiert, als dieses Buch angekündigt wurde, denn seit Christiane F. und ihrem bewegenden Roman und Film kam da eigentlich nichts mehr so richtig an mich ran ,wenn es um das Thema Drogensucht ging.

Wir begleiten prinzipiell sechs Jugendliche durch ihren Entzug, den sie irgendwie gemeinsam, aber auch jeder für sich erleben. Hauptsächlich begleiten wir dabei Lexi, die zu Anfang erst in die Klinik eingewiesen wird, die sich auf einer Insel vor England befindet. So lernen wir die Institution kennen und wissen auch schnell, wer unsere anderen Begleiter sind. Saif ist süchtig nach Aufputschmitteln, auch wenn er das nicht weiß. Kendall ist ein Trans-Mädchen, das sich erst in ihrem neuen Körper zurecht finden muss. Ruby dagegen hat eine Essstörung von der sie nicht wegzukommen scheint und Brady wurde früher als Kinderstar gefeiert und ist nun am Boden. Außerdem gibt es da noch eine ganz besondere Patientin, die erst später in die Handlung miteinsteigt. Ob es die Jugendlichen schaffen werden? Und wird Lexi, die sich eigentlich in der High Society Londons bewegt, wirklich clean?

Am Anfang muss ich gestehen, dass ich Lexi richtig unsympathisch fand. Sie ist genau das, was man im ersten Moment von einer verwöhnten Göre denkt: Eingebildet, exzentrisch, laut, nichtssagend und total drüber. Sie meint alles besser zu wissen und ist sich eigentlich immer sicher, dass ihr niemand etwas anhaben kann – schließlich hat sie Connections und kommt deshalb überall klar. Doch nach einem desaströsen Abend liefert sie dann ja ihr Bruder ein und schnell stürzt diese Fassade ein. Im Laufe der Geschichte mochte ich dann Lexi immer mehr, weil ich das Gefühl hatte, dass sie zu ihrem wahren Kern findet. Dennoch ist diese Art der Personeneinführung natürlich nicht gerade optimal, denn als Leser möchte man ja gerne den Hauptcharakter zumindest ein wenig mögen. Das fehlte mir erstmal komplett, weshalb es zu einem holprigen Start kam.

Dazu trug auch bei, dass die Geschichte nicht so richtig in Fahrt kommen wollte. Ja, wir begleiten Lexi hier auf einem Entzug und natürlich musste man das – besonders zu Beginn – intensiv darstellen, allerdings fehlte mir im Anschluss einfach die Handlung. Vielmehr waren die Geschichten nach der ersten Phase des Entzugs sehr redundant. Es ging viel um Lexis Gedanken, die sich immer wieder wiederholten und sich in einem Unwohlsein und sich nicht sicher fühlen zusammenfassen lassen. Bis es dann wirklich spannend wurde, weil der Plot so richtig startete, das dauerte mindestens weitere 100 Seiten. Schade, denn mich muss eine Geschichte nicht nur thematisch packen, weil ich sie interessant finde, sondern auch mit dem Plot begeistern. Das schaffte die Story auf den ersten Seiten leider nicht

Dann aber änderte sich etwas. Denn wie bereits gesagt, mochte ich Lexi immer mehr und konnte mich auch in die anderen Figuren hineinfühlen. Hinzu kam dann noch der Plot, der an Fahrt aufnahm und plötzlich fühlte ich mich sehr verbunden mit so ziemlich jeder Figur und ihren Geschichten. Auf einmal vergingen die Seiten sehr schnell und ehe ich mich versah, war es plötzlich zu Ende und ich stand mit Tränen in den Augen da – ja, irgendwo konnte mich die Geschichte emotional doch kriegen, was besonders der Entwicklung von Lexi geschuldet sein dürfte. Aber auch Kendall und Ruby haben mich auf ihre Art begeistert und trugen als wirklich toll ausgearbeitete Nebencharaktere zur Geschichte bei. Überhaupt waren die Figuren sehr schön ausgearbeitet und hatten so ihre ganz eigene und sehr individuelle Persönlichkeit. Bei einer solchen Thematik (oder vielmehr solchen Thematiken) ist das nicht nur erwünscht, sondern vielmehr nötig!

Dabei war der Schreibstil jetzt nichts besonderes, allerdings konnte man alles flüssig lesen und ich hatte nicht das Gefühl, es würde Längen geben oder die Autorin allzu sehr auf Details rumhacken, die von vornherein klar waren. Nun gut, da das Thema ja im Vordergrund steht (bei diesem Titel und der Art des Plots) sind natürlich auch keine literarischen Meisterwerke zu erwarten, weshalb ich au den Stil jetzt nicht allzu großen Wert gelegt habe. Schön fand ich allerdings den Aufbau, denn am Ende kommt ein Twist, den ich sehr gelungen fand und der mich zu Anfang überrascht hätte. Also, wenn ich es am Anfang gewusst hätte. So hatte ich gegen Ende damit gerechnet und fand es toll, dass es tatsächlich so kam. Das versteht jetzt nur jemand, der das Buch schon kennt.

Insgesamt ist “Clean” für mich ein Buch mit wirklich starken Charakteren und einem Plot, der erstmal etwas Zeit braucht, bis er in die Gänge kommt und vollends überzeugt. Wenn man also bereit ist, die Längen am Anfang zu ertragen, dann wartet auf den Leser eine wirklich gut durchdachte Handlung, die emotionalisiert und Charaktere, die einen ans Herz wachsen – wenn man das denn zulässt. Es war jetzt nicht das Highlight, das ich mir gewünscht hätte, aber es war ein Buch, das mich jetzt noch bewegt und nachdenklich stimmt – obwohl es schon einige Wochen her ist, dass ich die Geschichte gelesen habe. Deshalb gibt es von mir schlussendlich auch 4 Sterne. Anfangs war ich versucht, dem Buch nur 3, 5 Sterne zu geben, aber diese emotionale Verbindung war einfach so stark da, dass ich das nicht übers Herz gebracht habe. Ich denke, dass meine Rezension die Kritikpunkte deutlich macht und man dennoch versteht, warum ich letztendlich 4 Sterne vergebe – hoffe ich zumindest 😀

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