Bernadette35

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finderlohn

Christoph Danne
Buch: 112 Seiten
Erschienen bei tauland-Verlag, 31.05.2011
ISBN 9783981409017
Genre: Gedichte und Drama

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Die Magie des Augenblicks

Patricia Thurner
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Thurner, Patricia, 30.06.2016
ISBN 9783200046146
Genre: Sonstiges

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postpartale depression, bewältigung, therapie, biografie, mutterschaft

Wie kann ich dich halten, wenn ich selbst zerbreche?

Ulrike Schrimpf
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Südwest, 08.10.2013
ISBN 9783517089065
Genre: Sachbücher

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london, sophie kinsella, liebe, humor, landleben

Frag nicht nach Sonnenschein

Sophie Kinsella , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442485505
Genre: Liebesromane

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witzig, liebe, emotional, frauenroman, frech

Fast so was wie Liebe

Bina Kratsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 01.05.2017
ISBN 9783903091283
Genre: Romane

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon gefreut, lese ich doch gerne lustige Lektüre á la Sophie Kinsella. Was soll ich sagen: Auf Seite 17 musste ich laut lachen... auf Seite 21 kamen mir die Tränen... auf 22 hab ich gegrinst... auf Seite 29 wieder gelacht... auf 34 war ich schwer gerührt... und das alles während EINER U-Bahn-Fahrt! In Bina Kratsch's Erstlingswerk über ein früheres "Leider-doch-nicht-Paar", das durch einen Gedichtwettbewerb wieder aufeinander trifft, jagt ein Gag den nderen: Das Meerschweinchen auf dem Zeitungspapier... wie die Protagonistin nackt in der Sauna Pizza isst... der Wunderheiler, der mit den Augen schneidet...köstlich!! Es bleibt bis zum Schluss spannend und wenn ich hier mehr über den Ihnalt erzählen würde, würde ich viel Lustiges vorwegnehmen, was ich nicht möchte. Tatsache ist jedoch: Dies ist ein Buch, in dem sich sehr viele Frauen wiederfinden, denn hat nicht fast jede einen heimlichen, verflossenen Schwarm, bei dem sie sich heute noch fragt "was wäre gewesen, wenn?" BIna schreibt nicht nur lustig darüber, sondern auch mit sehr viel Weisheit. Ein Buch, mit dem ich alle meine Freundinnen beglücken werde

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Tags: chicklit, frauenliteratur, frauenroman, gedichte, genre, liebe, sehnsucht, unerfüllte liebe   (8)
 

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Chirú

Michela Murgia , Julika Brandestini
Fester Einband
Erschienen bei Wagenbach, K, 10.03.2017
ISBN 9783803132871
Genre: Romane

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witzig, liebe, emotional, frauenroman, frech

Fast so was wie Liebe

Bina Kratsch
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 01.05.2017
ISBN 9783903091283
Genre: Romane

Rezension:

Auf dieses Buch habe ich mich schon gefreut, lese ich doch gerne lustige Lektüre á la Sophie Kinsella. Was soll ich sagen: Auf Seite 17 musste ich laut lachen... auf Seite 21 kamen mir die Tränen... auf 22 hab ich gegrinst... auf Seite 29 wieder gelacht... auf 34 war ich schwer gerührt... und das alles während EINER U-Bahn-Fahrt! In Bina Kratsch's Erstlingswerk über ein früheres "Leider-doch-nicht-Paar", das durch einen Gedichtwettbewerb wieder aufeinander trifft, jagt ein Gag den nderen: Das Meerschweinchen auf dem Zeitungspapier... wie die Protagonistin nackt in der Sauna Pizza isst... der Wunderheiler, der mit den Augen schneidet...köstlich!! Es bleibt bis zum Schluss spannend und wenn ich hier mehr über den Ihnalt erzählen würde, würde ich viel Lustiges vorwegnehmen, was ich nicht möchte. Tatsache ist jedoch: Dies ist ein Buch, in dem sich sehr viele Frauen wiederfinden, denn hat nicht fast jede einen heimlichen, verflossenen Schwarm, bei dem sie sich heute noch fragt "was wäre gewesen, wenn?" BIna schreibt nicht nur lustig darüber, sondern auch mit sehr viel Weisheit. Ein Buch, mit dem ich alle meine Freundinnen beglücken werde

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geschwister, familie, lebensmuster, roman, sinnhaftigkeit

Der Rest der Zeit

Bernadette Nemeth
Fester Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 16.01.2017
ISBN 9783903091238
Genre: Romane

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italien, liebe, marken, ungewöhnliche liebesgeschichte, meeresforschung

Die große Liebe

Hanns-Josef Ortheil
Flexibler Einband: 406 Seiten
Erschienen bei btb, 06.04.2009
ISBN 9783442739646
Genre: Romane

Rezension:

Ich kannte den Autor vorher überhaupt nicht und habe dieses Buch nur schnell mal für eine längere Zugfahrt aus dem Regal der Buchhandlung gezogen. Wurde ich in solchen Situationen schön öfters enttäuscht, so habe ich hier einen Schatz gefunden. Einen Autor, der in wunderschöner, sinnlicher, ausgeschmückter Sprache schreibt, wie es sonst fast nur die lateinamerikanischen Autorinnen tun, die ich so mag. Das besondere jedoch: Der Autor ist deutscher Hochschullehrer und ein Mann! Werde ich diesen Sommer noch ein paar Bücher lesen, dann definitiv von ihm. Von der ersten Seite an zog mich die Geschichte des Regisseurs, der ans Meer reist und sich in eine Meeresbiologin verliebt, in ihren Bann. Ortheil beschreibt das Meer, die Architektur und die Menschen der italienischen Kleinstadt, als würde man an der Küste stehen und könne das Rauschen der Wellen im Ohr hören. Obwohl sich die Geschichte über einen ziemlich kurzen Zeitraum erstreckt, dringt Ortheil mit seinen Beobachtungen so weit in die Tiefe, dass es sich anfühlt, als kenne man den Ich-Erzähler und seine Vorgeschichte schon seit vielen Jahren. Überhaupt, dieser Ich-Erzähler. Noch nie habe ich von einem Mann über einen Mann gelesen, der sich so rettungslos und hoffnungslos verliebt, wie das sonst (auch in Romanen) eher die Frauen tun. Die weibliche Protagonistin mag zwar für Italien eine Ausnahmeerscheinung sein, aber bleibt mir persönlich wenig sympathisch. So braucht sie, nachdem ihr der Ich-Erzähler seine große Liebe und die Tatsache gestanden hat, wie sehr er sich dafür in Gefahr bringt, drei Tage, um überhaupt zu antworten - in dieser Zeit schlafen, essen, reisen sie miteinander und sie gibt ihm trotzdem keine Antwort, bevor sie nicht ihren Vater konsultiert hat - diesbezüglich scheint mir die schwärmerisch geschilderte "dottoressa" entgegen der Beschreibung nicht sehr begeisterungsfähig, sondern eher kühl wie das Nordmeer und nicht besonders reif - aber es muss einem ja nicht jede Figur gleich sympathisch sein. Die anschaulichen Beschreibungen italienischen Essens, Wohnens und Schlafens löst ein sofortiges Craving nach einem Zugticket an die Adria aus und versetzt einen für die Dauer der Lektüre mit einer wohligen Sehnsucht an eine schattige Piazza - und vor allem  - ohne am Schluß zu enttäuschen! Ein Buch wie ein italienisches Menü mit Weinbegleitung und Tiramisu. Vielen Dank für dieses Vergnügen!

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Tags: liebe   (1)
 

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wien, mörderin, gefängnis, liebe, mord

Die Prinzessin von Arborio

Bettina Balàka
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 14.07.2016
ISBN 9783709972397
Genre: Romane

Rezension:

Es ist lange her, dass ich einen Krimi gelesen habe. Die meisten interessieren mich nicht so sehr, da es nur wenige AutorInnen schaffen, neben einem spannenden Handlungsstrang mit überraschendem Ende auch einen plausiblen psychologischen Einblick in das Seelenleben der Protagonisten zu beschreiben - was mich, vielleicht auch berufsbedingt, immer eher interessiert. Bettina Balákas "Prinzessin von Arborio" ist eine Ausnahme. Dieses nur als "Krimi" zu beschreiben, wäre falsch, allerdings es es auch kein typischer "Roman", und vor allem kein "Frauenroman". Sie schafft es nämlich, ein über diese Kategorien reichendes Buch zu schreiben, das durch einen feinen Spannungsbogen, sprachliche Ausgefeiltheit und - großes Plus! - ein überraschendes Ende verfügt. Die Story erinnert von Anfang an an einen realen, spektakulären Kriminalfall um eine Doppelmörderin, die Wiener LeserInnen bestimmt bekannt ist. Dies war's dann allerdings auch schon mit den Ähnlichkeiten, denn die Morde, die Elisabetta Zorzi begeht, sind ungewöhnlich und von der Autorin auch in puncto gerichtsmedizinische Faktenlage außergewöhnlich gut recherchiert. Man schwankt - oder bessergesagt, ich schwankte - beim Lesen zwischen einem gewissen Verständnis für eine intelligente, von Kindheit an triebunterdrückte Frau und innerlichem Kopfschütteln über ihr Verhalten. Zum Glück erklärt die Autorin im Laufe des Lesens, wieso Elisabetta in ihrer eigenen Wahrnehmung morden "musste", anstatt sich einfach von den Männern zu trennen, was sie vor einem lebenslangen Gefängnisaufenthalt gerettet hätte. Dieser kommt ins Rollen, weil der Gerichtspsychologe bei der Vernehmung um ein Getränk aus Zorzis Kühlschrank bittet. Diese Szene ist ein Lesegenuß - wundert man sich zuerst über die ungewöhnliche Unhöflichkeit des Fachmanns, führt einen die Autorin hier wieder geschickt hinters Licht, da erst diese durch Zufall zur Aufdeckung der Mordserie führt! Das "Bauchgefühl" des Kommissars, einen Kriminalpsychologen beizuziehen, geht allerdings "nach hinten los" - denn Arnold Körber erliegt dem Charme von Elisabetta Zorzi und verliebt sich in sie. Sehr berührt hat mich dann der Einblick in die Lebenswelt im Gefängnis, die schon wieder zu Sympathien für die Mörderin führt. Kaum zu glauben, wie genau die Autorin diese wiedergibt, obwohl ihr bei diesen Szenen jegliche Eigenerfahrung fehlen muss. Sehr rührend die Szene, in der die Gefangene Cohens "Hallelujah" singt. Spätestens da hat Zorzi nicht nur die Sympathien Körbers, sondern auch die der LeserInnen wieder auf ihrer Seite. So konnte ich mir kaum vorstellen, dass meine Gefühle am Ende der Geschichte wieder "umschlagen" könnten. Obwohl ich auf die mir leider angewöhnte, fast zwanghafte "Unsitte", den allerletzten Satz des Buches schon am Beginn zu lesen, diesmal bewußt verzichtete! Denn während einer eigentlich sehr harmlosen Szene, geschieht dann plötzlich das Unerwartete - das ich hier keinesfalls verraten werde - und das dem Buch auch zuletzt noch eine überraschende Wendung verleiht. Ich habe diesen Kriminal-Roman in zwei Tagen durchgelesen (in der U-Bahn, am stillen Ö... etc.), weil ich ihn einfach nicht aus der Hand legen konnte. Der Unterhaltungswert gepaart mit einem feinfühligen Blick in Frauen- und Männerseelen sowie der bis zum Schluss durchgehaltene Spannungsbogen verdient 5 Sterne! B. Grohmann-N.

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Tags: dreifachmörderin, gefängnis, krimi, liebe, mord, niveau, psychologie, roman, spannung, unterhaltung, verbotene liebe   (11)
 

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polen, alter, zukunft, wien, gefühle

Der Gipfeldieb

Radek Knapp
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492057059
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch habe ich vor längerer Zeit empfohlen bekommen und weil ich es zufällig wo liegen sah, habe ich hineingeblättert. Schon nach den ersten Sätzen konnte ich nicht aufhören zu lesen - und zu schmunzeln. Die skurrilen Erlebnisse eines nicht ganz freiwilligen Neu-Österreichers waren so witzig beschrieben, wie nur jemand schreiben kann, der tatsächlich den "Wiener Schmäh", die "latente Angesoffenheit" und die exotischen Tiere in den Gemeindebauten mit dem verwunderten Blick eines - Heizungsablesers! - betrachten kann. Folgt in der ersten Hälfte eine "Wuchtel" nach der anderen, so wird das Buch ab der Hälfte überraschend tiefsinnig. Ludvik Wiewurka, der Pole, der mit zwölf Jahren nicht ganz freiwillig nach Wien gekommen war, erfährt nämlich den Grund seiner überraschenden Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft kurz vor seinem 35. Geburtstag: Er soll - gerade noch rechtzeitig - zum Bundesheer eingezogen werden! Was ihn, der Waffen und dergleichen schon immer verabscheut hat, geradezu in Panik versetzt. Daher ersinnt er eine List, um für untauglich erklärt zu werden. Die leider mißlingt - herrlich hier die Darstellungen der beiden Amtsärzte, die der Leser zunächst einmal genau verkehrt einschätzt!! - und überraschenderweise genau dadurch dennoch gelingt: Denn Ludvik "landet" zum Zivildienst in einem Altersheim, in dem er unfreiwilligerweise brilliert. Und eine Menge für sein Leben lernt - mit der latenten Angst vor der Vergänglichkeit umzugehen, beispielsweise. Den genauen Inhalt kann man woanders nachlesen, ich erlaube mir hier, meine persönlichen Eindrücke darzustellen: Mein Hauptgefühl während des Lesens waren permanente Überraschungen, Blicke hinter Fassaden, die der Reihe nach einbrechen wie potemkinsche Dörfer: So entpuppt sich jede(r) der ProtagonistInnen als anders, als man sie ursprünglich eingeschätzt hat, und das ist m.E. einer der großen Kunstgriffe des Autors. Ebenso wie die tiefsinnigen Messages, die sich gegen Ende hin aneinander reihen, und die ich an Büchern prinzipiell so gerne mag, weil sie einem etwas fürs eigene Leben mitgeben: Dass jeder alte Mensch eine Schatztruhe an Erlebnissen mit sich trägt. Dass so manche Angst vor dem Tod sich als Angst vor dem Leben entpuppt und woran man den Unterschied erkennt. Dass man einen kurzen Ausflug in die Vergangenheit machen sollte, bevor man eine schwere Entscheidung wagt. Und dass man manchmal einfach Mut zu seinem Glück haben soll. Vielen Dank für dieses Buch. Dr. Bernadette Grohmann-Németh Kommentar Kommentar | Kommentar als Link

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Tags: alter, gefühle, immigration, liebe, österreich, tod   (6)
 

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häusliche gewalt, debutroman, putzen, haus, vogel

Über allem war Licht

Magda Woitzuck
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 15.05.2015
ISBN 9783950399127
Genre: Romane

Rezension:

Wo viel Licht ist, ist viel Schatten - und diese beiden untrennbaren Seiten sind in dieser Gesamtkomposition untrennbar miteinander verbunden. Ist Rosa, eine Frau, die anfangs einen zarten, zerbrechlichen Eindruck macht, wirklich des Mordes an ihrem Mann Hans schuldig? Man kann es kaum glauben, denn immerhin ist Hans der rohe Unterdrücker, der zum Vergnügen Spatzen schießt und Rosa schon seit langem schlägt. Daher kommt man auch nicht umhin, ein gewisses Verständnis für die unterdrückte Frau zu finden, die die berechtigte Norwehr einer eskalierenden Situation kurzerhand umdreht - wie man meinen könnte. Doch wäre es so einfach, wäre es noch kein 5-Sterne-Roman. Denn Magda Woitzuck versteht es meisterhaft, den Leser in einem fieberhaften Taumel in tieferliegende Facetten ihrer Charaktere zu schicken und vorschnelle moralische Beurteilungen gleich einmal zu verwischen. Denn schließlich war es Rosa selbst, die  - durch ihren Liebhaber Milo sinnlich erweckt - begann, am Einzigen, das ihr Ehemann ihr sexuell bot, nämlich der Gewalt, Gefallen zu finden. Und so war es keineswegs so, dass sie ihn loswerden wollte. Sie wollte bisweilen ja gar nicht, dass er aufhörte, sie zu schlagen... und dieses verblüffende Detail ist es, was das Buch von einer üblichen Täter-Opfer-Geschichte unterscheidet. Die psychologisch präzise Darstellung ermöglicht es, sich in die überraschende Gedankenwelt einer Frau hineinzudenken, die nicht nur geschlagen wird sondern sich auch schlagen lässt, während man als Leserin bei solchen "Rosas" im eigenen Bekannten- oder Freundeskreis vielleicht schon öfters vor einem unlösbaren Rätsel stand. Stück für Stück enthüllt die Autorin auch das Innenleben von Rosas unfreiwilligem Mordhelfer, dessen eigene Geschichte sich überschlägt, während er die Leiche ins Ausland bringen muss und man das Buch vor lauter Mitfiebern gar nicht aus der Hand legen kann. In Rückblenden offenbart sich, wieso diese Geschichte so geschehen musste -  wunderbar erzählt die Szene, in der sich Milo in die Frau seines Freundes verliebt, während er sie bei Alltagstätigkeiten beobachtete - beziehungsweise das verzweifelt-fahrige Ende, dass dem unausweichlichen Ende entgegensteuert.   Ich persönlich bevorzuge klare Enden, keine offenen, da ich ein Buch dann befriedigter aus der Hand lege - doch bei diesem, das auf den ersten Blick offen scheint, hatte ich beim Beenden keine Fragen mehr. Das Leben einer Frau, die ins Wasser geht, obwohl sie nicht schwimmen kann, ist für mich besiegelt, geopfert, beendet durch eine schnelle Handlung, die gar nicht anders hätte geschehen können. In diesem Sinne überraschte mich Rosas Todessehnsucht nicht, da ich mir einfach nicht vorstellen konnte, sie wegen eines solchen eigentlich "patscherten" Verbrechens viele Jahre lang im Gefängnis zu sehen. Vielleicht lässt mir diese Interpretation aber auch einfach die Möglichkeit, das Ende zwar zu ahnen, aber doch nicht ganz genau wissen zu wollen - schon alleine, weil es so viele Rosas auf dieser Welt gibt.

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Tags: frauen, häusliche gewalt   (2)
 

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tod, österreich, unsterblichkeit, schräg, mensch sein

Der Tote, der nicht sterben konnte

Hermann Knapp
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 08.02.2016
ISBN 9783903091085
Genre: Romane

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liebesgeschicht, alter, tabu, liebe, sehnsuch

Der Mann im Goldrahmen

Judith Gruber-Rizy
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 08.02.2016
ISBN 9783903091061
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin bei einer Lesung von Judith Gruber-Rizy auf dieses Buch aufmerksam geworden, von dessen Inhalt ich vorher keine Ahnung hatte. Doch irgendwie zogen mich bereits die ersten Sätze in ihren Bann, was nicht nur am guten und präsenten Lesestil der Autorin lag, sondern vielmehr am Gefühl einer riesengroßen Sehnsucht, die das Buch von den ersten Seiten an verkörpert.
Dabei beginnt es ganz schlicht: Ein Kirschbaum, ein Gartenhäuschen, ein Apfelbaum, ein Haus mit Dachfenster und zwei Tannen. Dies ist der Blick aus dem Haus, von dem die Ich-Erzählerin im folgenden Jahr jeden Morgen ein Foto machen soll - als Teil eines Kunstprojektes, das ihr sehr gelegen kommt, weil sie sich vom Leben in "W" (einer Stadt in Österreich) erholen und zurückziehen möchte. Der Leser weiß anfangs noch nicht, warum; dass sie Gründe dafür hat, wird erst nur angedeutet, und man meint, beim Lesen selbst in eine Erholung mit Entschleunigung an einem Ort mit frischer Luft zu verfallen. Die Beschreibung des Blickes (Kirschbaum, Gartenhäuschen, Dachfenster) wird öfters wiederholt, so dass man meint, die ruhigen Tage am Land mitzuerleben, die nur vom Besuch des Sohnes unterbrochen werden. Nach und nach wird die Idylle jedoch von den Gedanken der Erzählerin durchbrochen, die um ein Ereignis kreisen, dessen Nachwirkungen erst vor kurzem zu Ende gegangen sind und das ihr Leben von Grund auf geändert hat. Vom Vater ihres Sohnes getrennt, hat die Protagonistin viele Jahre lang, halbwegs zufrieden mit Sohn und Beruf (bei dem sie jedoch kinderbedingte Einschränkungen in Kauf nehmen musste), gelebt. Bis ihr eines Tages bei einem Spaziergang ein unerwartetes Objekt vor die Linse kam, nämlich ein Mann namens Stephan, der am Ufer eines Sees saß und sich von ihr fotografieren liess. Und so, wie der Leser von der schlichten, aber gebirgsseeklaren Sprache in seinen Bann gezogen wird, so wurde auch die Ich-Erzählerin von dem viel jüngeren Stephan in ihren Bann gezogen. Eines der Sätze, die mich tief berührt hatten, gibt dann auch den Konflikt der Hauptperson wunderbar zusammengefassst wider: "Und ich fragte mich oft, was in ihm vorgegangen ist, als ich nicht aufhörte ihn zu fotografieren, und warum er plötzlich lächelte und mich durch die Mauer, die er um sich gebildet hatte, eindringen ließ zu sich, in seinen Kreis."
Dieser Satz war es, bei dem mir bei der Lesung unvermittelt die Tränen kamen, da sie eine Saite in mir anklingen liess, die vielleicht in jedem Menschen vorhanden ist - das Gefühl, dass sich hier eine Möglichkeit auftut, von der man jedoch weiß, dass sie höchtwahrscheinlich nie Wirklichkeit werden wird. Auf das Gegenteil hoffend, konnte ich nicht umhin, mir das Buch gleich danach zu kaufen, um mehr über diesen Stephan zu erfahren. Den die Protagonistin kurz darauf bei der Geburtstagsfeier einer ihrer Freundinnen in "W" traf. Und eine Affäre begann, von der sie niemals gedacht hätte, dass sie sie erleben würde: Die zu einem wesentlich jüngeren Mann, den sie ihrem Sohn und auch all ihren Freundinnen verschwieg, weil sie tief drinnen dachte, der Liebe eines so jungen und gutaussehenden Mannes doch nicht würdig zu sein. So verbrachten sie bloß einige schöne Wochen miteinander, bevor sie die Beziehung wieder beendete, von sich aus, und immer noch ohne jemandem davon erzählt zu haben. In den weiteren Monaten und Jahren folgten einige vage Lebenszeichen, die sie einander zukommen ließen... und nach einigen Jahren hörte die Ich-Erzählerin von einer Freundin, dass Stephan geheiratet habe, ein Baby habe, und sie sieht dies als Bestätigung ihrer damaligen Entscheidung, sich komplett zurückgezogen zu haben.
Über diese vergangenen Geschehnisse nachdenkend, verbringt sie nun ein ganzes Jahr mit dem täglichen Fotomachen von Kirschbaum, Gartenhäuschen und Apfelbaum, duldet den Besuch ihres Sohnes und dessen Freundin, obwohl sie lieber in Ruhe gelassen worden wäre, denn obwohl sie ihren Sohn immer sehr geliebt hat, beginnt sie sich zu fragen, ob sie nicht seinetwegen auf die kurze späte Liebe verzichtet hat - völlig unnötigerweise, denn David, den sie sehr früh bekommen hat, war zum Zeitpunkt ihrer Beziehung mit Stephan bereits erwachsen und hätte seine Mutter vielleicht sogar verstanden. Doch das Nachdenken, das sie an den langen Abenden und Spaziergängen überkommt, ist müßig, denn die Geschichte hat bereits geendet, und dies sehr, sehr überraschend: Die Tatsache, dass Stephan geheiratet und ein Kind bekommen habe, entpuppte sich als ein großes, akustisches Mißverständnis. In Wirklichkeit war viel Schlimmeres eingetreten: Er hatte einen Autounfall gehabt, war gegen einen Brückenpfeiler gerast, wie sie von einem Freund erfuhr.
Mit dieser Wendung habe ich als Leserin nicht gerechnet, denn die gibt dem Buch eine völlig neue Facette. Dachte ich anfangs, es sei eher die Leidensgeschichte einer Frau, die in späten Tagen (im Gegensatz zu vielen gleichaltrigen Männern) doch nicht mehr das Glück findet, weil sich der Mann (vermeintlich "verständlicherweise" eine gesellschaftlich "passende", jüngere Frau sucht), wird die Tragik nun dadurch multipliziert, dass dieses Glück absolut möglich gewesen wäre, wenn die Ich-Erzählerin es zugelassen hätte. Es waren nicht ihre Falten oder ihre nicht mehr ganz straffen Oberschenkel - nein, es waren die vielen Selbstzweifel und Begrenzungen, die rein in ihrem Inneren stattfanden und sie eine Chance vergeben ließen, die so nie wiederkommen wird. Das läßt den Leser die latente Trauer der Ich-Erzählerin, die sich durch das ganze Buch zieht, teilen, doch nicht ohne eine "Message" daraus mitbekommen zu haben, mögliche Chancen eventuell zu nützen. "Messages" sind am Literaturmarkt derzeit nicht sehr in Mode, doch ich persönlich liebe Bücher, aus denen ich etwas fürs Leben mitbekomme, denn letzendlich sind es nur die, die mir im Gedächtnis bleiben. Genau dies schafft Judith Gruber -Rizy in einer universellen, also für verschiedenste Lesergruppen passenden Weise und mit viel Lebenserfahrung, die zwischen den Zeilen durchblitzt - und das macht dieses Buch im derzeitigen Selbstbemitleidungsbuchdschungel so außergewöhnlich, dass ich hier nur fünf Sterne vergeben kann.
Und so schließe ich diese Rezension mit Worten einer von mir seit meiner Kindheit geliebten Autorin, Christine Busta, die das Gefühl, das ich beim Lesen dieses Buches empfand, in zwei Sätzen treffend wiedergibt:

Jeder Mensch scheidet von dieser Erde
mit einer unerfüllten Sehnsucht.
Aber die Treue zu dieser Sehnsucht
ist die Erfüllung unseres Lebens.

(Bernadette Grohmann-Németh)

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Tags: affäre, alter, altersunterschied, liebe, liebesgeschicht, sehnsuch, tabu   (7)
 

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gefühle, trauer, kraft des alters, verlust, liebe

Mein wilder Traum gegen die Zeit

Achim Wagner , Andreas Glanz , Anke Glasmacher , null
Buch: 70 Seiten
Erschienen bei elifverlag, 01.12.2013
ISBN 9783981614787
Genre: Sonstiges

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romantik, komödie, verlieben, liebe auf den ersten blick, liebe
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krankenhaus, kinder- und jugendliteratur, abenteuer, tiere, ärzte

Elmedin und der Zaubertukan

Bernadette Nemeth , Bernadette Nemeth
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Dortmund Verlag.de / Franz Krämer, 24.05.2013
ISBN 9783943262582
Genre: Kinderbuch

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psychologie, kraft der gefühle, junge österreichische literatur, sinnlichkeit, selbstannahme

Der zweite Blick

Bernadette Nemeth
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 19.04.2010
ISBN 9783941404700
Genre: Romane

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jazz, eifersucht, geschäftsidee, single, trennung

Am Tiefpunkt genial

Karoline Cvancara
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 02.11.2015
ISBN 9783903091023
Genre: Romane

Rezension:

Irgendwie checkt er's nicht, der Paul. Dabei hätte es seine Freundin Stephanie nicht klarer ausdrücken können: "Warum unternehmen wir nicht öfter etwas mit Markus? Es war gestern ein wirklich lustiger Abend." Doch Paul ist viel zu gutmütig, um drohendes rechtzeitig Unheil zu erkennen - ein ist eher der sympathische Träumer, der sich gern in seiner umfangreichen Plattensammlung verkriecht und sicher nicht "seine Freundin mit Argusaugen überwacht". Und schon ist es passiert - seine Partnerin ist mit seinem Freund Markus durchgebrannt.  Völlig perplex zieht sich Paul an seinen letzten Zufluchtsort zurück: Die Buchhandlung, in der er arbeitet, in eine Arbeit, die ihm wenigstens wirklich Spaß macht, und in der er nicht nur Bücher, sondern auch seine Gedanken ordnen kann. Doch die nächste Katastrophe lässt nicht lange auf sich warten: Sein Chef eröffnet ihm, dass er in wenigen Monaten zusperren wird - für immer. Ohne Freundin, Job und Geld ist der endgültige Tiefpunkt erreicht und jetzt checkt er's zwar, jetzt packt er's aber nicht mehr. Er versinkt in Melancholie, Selbstmitleid und seine obligatorischen Zigaretten. Gäbe es da nicht seine Ex Klarissa, die er dereinst verlassen hat, deren Rat er aber immer noch sucht. Und sie gibt ihn ihm gerne, denn sie hat etwas Großes mit ihm vor...
"Am Tiefpunkt genial" ist nicht nur die Geschichte einer missglückten Liebe oder eines Absturzes in die Depression; es ist auch die Geschichte eines Ahnungslosen, der dennoch ungern aufgibt. Das wirklich Besondere ist der authentische Blick in eine männliche Seele, wohlgemerkt geschrieben von einer Frau. Und die Geschichte einer Figur - m.E. eine tolle Leistung der Autorin, die es von anderen Büchern abhebt - die sich immer weiter öffnet, je länger die Geschichte dauert. Ist der Hauptdarsteller zunächst eher skizzenhaft gezeichnet - nicht nur nicht selbtbewusst, sondern auch sich seiner Selbst nicht bewusst - so gewinnt die Figur immer mehr an Tiefe, je mehr sie als Person an Tiefeneinsicht gewinnt. Am Schluss versteht man ihn schon viel besser, so wie er sich selbst... Dabei hilft ihm Klarissa mit ihrer schonungslosen Ehrlichkeit, ein rasanter Autodiebstahl und auch eine gänzlich neue, wirklich geniale Idee, durch die plötzlich alles neuen Sinn bekommt...
Fazit: Flott geschriebene, tiefsinnige Unterhaltung für Traurige, Verzweifelte, Hoffende, Liebende, Musikliebhaber und Freunde der Höhenstraße; für ein verregnetes Wochenende, an dem man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Und durch Paul auch noch mit perfekten Musiktipps versorgt wird :-)

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Tags: eifersucht, geschäftsidee, jazz, liebe, musik, sinn im leben, sinnsuche, träume   (8)
 
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