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218 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

autismus, familie, krimi, humor, autist

Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone

Mark Haddon , Sabine Hübner
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.06.2006
ISBN 9783570302965
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Christopher ist 15 und leidet am Asperger-Syndrom. Er geht durch eine schwierige Lebensphase und lässt uns mit seinen Tagebucheinträgen teilhaben an seiner Welt, die sehr speziell ist. Er zeigt uns „Normalen“ wie es tief in ihm drin aussieht und wie sich die Welt um ihn herum anfühlt. Und das geht einem oftmals zu Herzen, denn Mark Haddon versteht es sehr gut, Christophers Gedanken- und Gefühlswelt wiederzugeben.

Fazit:

Ein kluges, witziges Buch über die Liebe zu seinem Kind, über Ehrlichkeit und den Mut Fehler wiedergutmachen zu wollen.

Bewertung:

4 Sterne bedeuten, dass ich von dem Buch auf jeden Fall positiv beeindruckt bin. Allerdings fehlt mir bei diesen Büchern dann oft der letzte Schliff, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Ich fühlte mich nicht gänzlich ins Buch hineingezogen. Eine Empfehlung würde ich für 4-Sterne-Bücher aber auf jeden Fall aussprechen.


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Tags: autismus, besondere begabung, familie, jugendlicher, mathematik, positiv   (6)
 

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(123)

215 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

liebe, ehe, berlin, untreue, schwangerschaft

Endlich!

Ildikó von Kürthy , , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 03.09.2010
ISBN 9783805208987
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

Lange schon wollte ich dieses Buch lesen. Das ansprechend gestaltete, farbenfrohe Cover stach mir immer wieder ins Auge und auch der Text auf der Rückseite des Buches versprach ein humorvolles Lesevergnügen für Zwischendurch.

Aber Ildikó von Kürthy konnte mich gerade mal ein Kapitel lang begeistern. Genau so lange fand ich ihren Schreibstil zum Brüllen. Dann wird alles sehr übertrieben, denn Frau von Kürthy wirft wie ein wildgewordener Flummi mit teilweise niveaulosen Sprüchen um sich. Auch die Geschichte und die Protagonisten konnten mich nicht überzeugen. Alles sehr wirklichkeitsfremd und konstruiert. Gut gefallen haben mir die Zitate vieler starker Frauen, die die Autorin an den Anfang jedes Kapitels stellt.

Fazit:

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich fand es niveaulos und langweilig.


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134 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

glasgow, drogen, schwestern, familie, tod

Bienensterben

Lisa O'Donnell , Stefanie Jacobs
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 06.12.2013
ISBN 9783832197285
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die 15jährige Marnie und ihre 3 Jahre jüngere Schwester Nelly leben unter miserablen Umständen in einem heruntergekommenen Haus in Glasgow. Beide Eltern sind alkohol- und drogenabhängig und nicht im Geringsten in der Lage ihren Kindern ein gedeihliches Aufwachsen zu ermöglichen. Kurz vor Weihnachten kommen die Eltern zu Tode und die beiden Schwestern beschließen, die Leichen in ihrem Garten zu vergraben, um einem Leben unter der Obhut des Staates zu entkommen. Sie schlagen sich wacker und langsam entwickelt sich ein freundschaftliches Verhältnis zu ihrem verschrobenen Nachbarn Lennie. Dies erweist sich als hilfreich, denn Lennie spürt, dass die Mädchen Hilfe brauchen und er ist gerne bereit für sie da zu sein, mit ihnen das zu leben, was sie so schmerzlich vermisst haben. Ein normales Familienleben. Doch wie lange halten Marnies und Nellys Lügengeschichten, die sie um das Verschwinden ihrer Eltern erfunden haben, der Realität noch stand?

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Handlung des Buches ist hart aber fesselnd. Anfangs war ich etwas schockiert über den vulgären Schreibstil, den Lisa O’Donnell für die Kapitel, die aus Marnies Sicht erzählt werden, gewählt hat. Marnie erzählt ihren Teil der Geschichte in einem hartherzigen Jugendjargon. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist schonungslos ehrlich und lässt den Leser aufschrecken. Aber genau dieser prägnante und schnörkellose Schreibstil spiegelt Marnies Charakter wider. Viel zu früh musste sie erwachsen werden, Dinge tun und erleben, von dem ein Kind nichts wissen sollte. Verantwortung tragen, die einem Kind nicht aufgebürdet werden darf. Ablehnung spüren, die einem Kind nicht widerfahren darf. All dies hat Marnie hart gemacht und der Leser kann ihre extremen Gefühle und Handlungen nachvollziehen und hat Verständnis dafür.

Klasse finde ich, dass Lisa O’Donnell jeder ihrer Hauptfiguren die Möglichkeit gibt, die Dinge aus ihrer Sicht zu erzählen. Mit der Sprache, die die Autorin wählt, löst sie eine Metamorphose aus. Eine Metamorphose von Worten in einen fertigen Menschen aus Fleisch und Blut und mit einer Seele. So bekommt man in den Nelly-Kapiteln einen Eindruck davon, was dieses Mädchen ausmacht. Sie ist hochintelligent, musikalisch und kann sich sehr gewählt ausdrücken. Sie findet Worte, die für eine 12jährige viel zu erwachsen klingen, oft auch altmodisch und altklug. Die schlichte und doch schöne Sprache vermittelt dem Leser, dass Nelly etwas Besonderes ist. Manchmal „sehr besonders“, schon fast „freakig“. Dann wieder unheimlich vornehm und aristokratisch. Nelly weckt den Beschützerinstinkt in ihrer Schwester und dem Leser, und in Lennie.

Lennie, der Schwarze, der Rentner, der im Nachbarhaus wohnt. Auch so eine verlorene Seele. Er ist schwul, trauert um seinen verstorbenen Geliebten und gilt in der Nachbarschaft als Sonderling. Er ist ein Schöngeist und er spürt, dass die Mädchen Hilfe brauchen. Nach und nach nehmen sie seine Angebote an. Er kocht für sie, er bietet ihnen Unterschlupf, er klärt Vorkommnisse in der Schule, er bietet ihnen Normalität, Geborgenheit, Schutz, alles was in einer Familie selbstverständlich ist.

Dieses Buch hat mich seit langem wieder einmal vollends überzeugt. Alles daran hat mir gefallen. Angefangen vom Cover, das in schwarz-weiß gehalten ist und das die drei Hauptprotagonisten als Scherenschnitt, ineinander verschmelzend, darstellt. Einige wichtige Details aus dem Buch sind um den markanten Mittelpunkt herumgestreut. Der Klappentext und die treffenden Leserkommentare haben mich quasi angefixt. Das muss doch wieder mal ein Haupttreffer auf meiner Wunschliste sein, dachte ich mir, und so war es. Etwas schockiert vom harten Einstieg fesselte es mich von Beginn an durch seine eigenwilligen Charaktere, den abwechslungsreichen, frischen Schreibstil und die spannende Handlung.

Fazit:

Kraftvoll und doch sensibel geschrieben, überzeugt dieser Roman durch seine starken Charaktere, die spannende Handlung und die eigenwillige Umsetzung der Geschichte.

Bewertung:

* * * * * (5 Sterne) Begeistert mich! Unbedingt lesen! Perfekt!
Wenn ich 5 Sterne vergebe, hat mir das Buch ausgesprochen gut gefallen. Es berührt die Seele und wirkt noch lange nach. Die Spannung ließ nie nach und es entwickelte sich zu einem wahren Pageturner. Das Buch gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern und ich kann es euch mit gutem Gewissen sehr ans Herz legen.

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Tags: drogen, freundschaft, glasgow, großbritannien, intelligente menschen, lügen, schwere kindheit, sensible menschen, starkes mädchen, vernachlässigung   (10)
 

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kanada, tod, schweiz, zürich, isabella

Gleis 4

Franz Hohler
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 22.07.2013
ISBN 9783630874203
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Die Schweizerin Isabelle ist Mitte 40, Stationsleiterin in einem Altenpflegeheim und befindet sich gerade auf dem Weg in den Urlaub nach Italien. Auf dem Bahnhof Zürich-Oerlikon trifft sie einen gutgekleideten, älteren Herrn, der ihr hilfsbereit den Koffer zum Bahnsteig trägt. Als sie sich von ihm verabschieden will, bricht er plötzlich zusammen und stirbt vor ihren Augen. Zufälligerweise nimmt sie die Mappe, die der Tote bei sich trug, an sich und findet dort sein Handy. Eigentlich möchte sie nichts mit dem Unbekannten zu tun haben, aber aus Neugier lädt sie das Handy auf und erhält prompt einige rätselhafte Anrufe. Wer ist dieser Mann und welches Geheimnis verbirgt sich hinter seiner Identität? Isabelle wird in die Geschichte von Martin, seiner Frau Veronique und seiner verheimlichten Schweizer Familie hineingezogen wie in einen Strudel. In ihrer Tochter Sarah findet sie eine Vertraute, die sie durch die Geschehnisse voller Irrungen und Wirrungen begleitet.

Bewertung:

Es gibt Bücher, die ziehen einen magisch an. Der kurze, prägnante Titel und das schlichte, in zurückhaltenden Blau-, Grün- und Grautönen gehaltene Cover, auf dem nur der Titel in Rot hervorsticht, haben das bei mir beim ersten Aufeinandertreffen ausgelöst. Links die hochaufragende Stahlkonstruktion einer Bogenbrücke, im unteren Viertel in der Mitte die Fussgängerbrücke und rechts das dazugehörige Geländer. Eine elegant gekleidete Dame schreitet über die Brücke, scheinbar ins Unendliche. Man möchte ihr ins Buch hinein folgen.

Franz Hohler versteht es mit seinem schlichten und schnörkellosen Schreibstil den Leser an seine Geschichte zu binden. In unspektakulärer Art und Weise baut er gekonnt einen Spannungsbogen auf und weckt die Neugierde. Dass die Handlung so ruhig dahinplätschert ist nicht schlimm, denn Hohler vermittelt dem Leser, dass sich etwas Überraschendes hinter der Story verbirgt und man möchte natürlich wissen, welches Geheimnis der Mann vom Bahnsteig mit sich trug. Etwas ungewöhnlich fühlt es sich für einen Nichtschweizer an, dass Hohler des Öfteren seiner Sprache einen schweizerischen Touch verleiht. Bei näherer Betrachtung aber merkt man, dass dadurch die Geschichte noch realer wirkt und man in den Ort des Geschehens eintaucht. Französische Textstellen, die der Autor immer wieder einstreut, erzeugen dieselbe Wirkung.

Seine Figuren zeichnet Hohler ebenso schlicht und unaufgeregt, wie die Handlung. Man kann sich die Menschen gut vorstellen, denen er Leben einhaucht. Die drei sympathischen Frauen, um die sich die Geschichte aufbaut, haben alle etwas Besonderes an sich. Isabelle steht voll im Leben, ist geerdet und ein hilfsbereiter Mensch. Ihre Tochter Sarah, Jurastudentin und Halbafrikanerin, hat ein bisschen daran zu knabbern, dass sie immer wieder mit ihren afrikanischen „Wurzeln“ konfrontiert wird, denn sie selbst fühlt sich als hundertprozentige Schweizerin. Sie hat einen großen Sinn für Gerechtigkeit und ist, wie ihre Mutter, sehr hilfsbereit. Véronique, die so plötzlich ihren Mann verloren hat, wirkt etwas verloren und hilfsbedürftig. Man möchte sie trösten und ihr unter die Arme greifen. Und dann gibt es noch Konrad Meier, einen unfreundlichen Widerling, der eine Schlüsselrolle bei der Auflösung des Rätsels um Martins Vergangenheit zu spielen scheint.

Fazit:

Für alle, die eine interessante, spannende Geschichte für Zwischendurch suchen und nicht das große Drama erwarten, ist Gleis 4 empfehlenswert. Der Roman besticht durch seine Schlichtheit und die durchgängige Erzählweise des Autors. Der unspektakuläre Schluss lässt keine Fragen offen.

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Tags: geheimnisvoll, rätselhafte vergangenheit, schlichtheit der sprache, schweiz, sympathische frauen   (5)
 

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

wald, mord, forstwirtschaft, krimi, dorfgemeinschaft

Schweigend steht der Wald

Wolfram Fleischhauer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.09.2013
ISBN 9783426198544
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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101 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 11 Rezensionen

filme, familie, film, liebe, erziehung

Unser allerbestes Jahr

David Gilmour , Adelheid Zöfel
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 12.04.2011
ISBN 9783596511747
Genre: Romane

Rezension:  
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(212)

504 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

liebe, selbstmord, leben, dublin, liebesroman

Die Liebe deines Lebens

Cecelia Ahern
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 08.10.2013
ISBN 9783810501516
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das neue Buch meiner Lieblingsautorin Cecelia Ahern stand für mich natürlich ganz oben auf meiner Wunschliste. Schon das schöne blaue Cover mit dem handschriftlichen Buchtitel (wie sollte es anders sein) und der goldenen Brücke verführte mich dazu, es ganz schnell zu lesen. Bisher haben mir alle Bücher der Autorin gefallen, wenngleich nicht jedes mich gleichermaßen in seinen Bann gezogen hat. Nach „Ein Moment fürs Leben“ - meinem absoluten Favoriten - sprang bei „Hundert Namen“ der Funke nicht so ganz über. Und nun war ich gespannt auf die neue Geschichte und welches Überraschungspaket uns Cecelia Ahern damit wieder auf den Lesetisch legen würde. Denn jedes Buch von ihr ist anders und einzigartig.


Inhalt:

Christine Rose ist Jobvermittlerin mit einer eigenen Agentur und hat sich gerade von ihrem Ehemann getrennt. Sie liebt Bücher mit Tipps für alle Lebenslagen und lebt auch danach. Innerhalb kürzester Zeit hat sie zwei schicksalshafte Begegnungen. Zuerst trifft sie Simon Conway, der sich eine Kugel in den Kopf jagen will und kurze Zeit später den lebensmüden Adam, den sie durch einen Handel davon abbringt, sich von einer Brücke in den Tod zu stürzen. Sie verspricht ihm, ihm zu zeigen, dass sich etwas verändern kann, damit er wieder sieht, wie wunderbar das Leben sein kann. Doch dafür hat sie nur 14 Tage Zeit - bis zu seinem 35. Geburtstag.

Adam sieht umwerfend gut aus, ist eigentlich Hubschrauberpilot bei der Küstenwache, soll aber die Leitung des Familienunternehmens übernehmen, was das Letzte ist, was er sich wünscht. Als Maria, die große Liebe seines Lebens, ihn mit seinem besten Freund Sean betrügt, bricht eine Welt für ihn zusammen und er möchte nur noch, dass „es“ - damit meint er sein Leben - aufhört. Dennoch lässt er sich auf den Deal mit Christine ein.

An ihr liegt es nun, Adam wieder an den Punkt zu bringen, an dem er sein Leben liebt. Aber dies kann nur funktionieren, wenn Adam es schafft, Maria zurückzuerobern. Durch die Dinge, die Adam und Christine miteinander unternehmen und die Gespräche, die sie führen, kommen sich die beiden näher und Christine verliebt sich in Adam. Christine oder Maria, wer von beiden kann Adam retten?

Meine Meinung:

Cecelia Ahern versteht es wieder, ihren Charakteren Leben einzuhauchen, sie für den Leser nahbar und liebenswert erscheinen zu lassen. Ihren Kapiteln gibt sie diesmal Überschriften, die sie aus Christines zahlreichen Ratgebern geklaut haben könnte (z. B. 7. Wie man Freundschaften aufbaut und Vertrauen schafft oder 18. Wie man absolut alles wieder in Ordnung bringt).
 
Durch die bildhafte Sprache und die lebhaften Dialoge läuft das Buch vor den Augen des Lesers ab wie ein romantischer Kinofilm mit Tiefgang.

Man muss Adam, diesen attraktiven Mann mit seiner vielschichtigen Persönlichkeit, einfach mögen. Egal ob er zornig ist oder nett, depressiv oder romantisch , wütend oder verständnisvoll, man möchte Adam einfach durch seinen blonden Lockenkopf wuscheln und ihn an sich drücken. Er übernimmt sogar die Rolle des Beschützers, als er merkt, wie sehr Christine unter den Hinterhältigkeiten ihres Ex-Mannes leidet. Das macht ihn noch sympathischer.

Die praktisch veranlagte Christine, ausgestattet mit einem ausgeprägten Helfersyndrom, könnte man als beste Freundin gut gebrauchen. Der Leser fühlt sich mit ihr verbunden und er ist beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit sie ihre Mission verfolgt, obwohl sie selbst in einer schwierigen Lebenssituation steckt. Mit Ideenreichtum und Findigkeit verfolgt sie ihr Ziel, Adam zu zeigen, wie schön das Leben sein kann. Dass sie immer wieder den Bosheiten ihres Ex-Mannes ausgeliefert ist, nimmt sie zähneknirschend hin. Man kann sie sich ruhig als Vorbild nehmen, denn sie ist ehrlich, verlässlich, hartnäckig und hat ein großes Herz.

Im Laufe des Buches lernen wir auch Christines verrückte Familie kennen. Ihr Vater Michael und seine Töchter Brenda und Adrienne, alle drei Anwälte und in der Kanzlei des Vaters tätig. Sie machen sich einen Spaß daraus, Christine immer wieder auf die Schippe zu nehmen. Ihre Scherze sind zwar nie böse gemeint, bringen Christine aber trotzdem auf die Palme. Immer wenn Christines Verwandte ins Spiel kommen wird es komisch und die witzigen Dialoge mit oftmals sehr direkten Kommentaren, versprühen Heiterkeit pur.

S. 98:
… Prüfend betrachtete Adam meine Familie und antwortete dann: „Sie hat mich gestern Nacht daran gehindert, von der Ha’Penny Bridge zu springen.“
„Sie war schon immer eine Spielverderberin“, meinte Adrienne und sah mich vorwurfsvoll an.
„Er wollte nicht zum Spaß springen“, erklärte ich. …
Adrienne verzog das Gesicht. „Aber warum ausgerechnet die Ha’Penny Bridge“ Die ist doch nicht mal besonders hoch.“ …
„Aber es ging ihm doch nicht um die Höhe, Adrienne“, meinte Brenda. „Ich denke, er wollte sich ertränken. Stimmt das?“ …

Empfehlung:

Mir persönlich hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Alles wirkt echt und stimmig. Die Autorin packt wieder viele Lebensweisheiten in ihre Geschichte und es lohnt sich, diese Weisheiten mit ins wirkliche Leben zu nehmen. Wenn man sich ihrem Schreibstil und ihrer Botschaft öffnet, bleibt sicher viel Positives haften. Cecelia Ahern ist eine kleine Insel der Glückseligkeit in unserer kalten Welt.

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Tags: dublin, freunde, irland, liebe, selbstmordversuch   (5)
 

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(342)

565 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

liebe, genetik, humor, australien, vaterschaftstest

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.12.2013
ISBN 9783810519511
Genre: Liebesromane

Rezension:

Don Tilmann, 39, hochintelligent, 100 % korrekt und Professor am Institut für Genetik in Melbourne, begibt sich auf die Suche nach der perfekten Ehefrau. Mithilfe eines 16seitigen Fragebogens will er die Frau fürs Leben finden. Er meldet sich bei Partnersuchforen im Internet an, geht zu Single Partys, Dinner Abenden für Partnersuchende und Speed Datings. Keine der Frauen, die er dort trifft, besteht seinen Eignungstest für die Ehe. Doch dann tritt Rosie in sein Leben und mit ihr zieht das Chaos ein. Es gibt eine Sache in Rosies Leben, die sie unbedingt aufgeklärt haben möchte. Don, mit seinen außerordentlichen Fähigkeiten, könnte ihr dabei helfen. Die Freundschaft von Don und Rosie, die unterschiedlicher nicht sein könnten, beginnt. 

Bei diesem Buch passt einfach alles. Schon das schmissige Cover lässt ahnen, dass die Geschichte alles andere als langweilig ist. Und der Leser wird nicht enttäuscht. Witzig, humorvoll und mit viel Schwung führt uns der Autor durch die Geschichte von Don und Rosie.

Durch die Ich-Erzählweise aus Dons Sicht wird er für den Leser lebendig und man möchte ihn so manches Mal einfach in die Arme nehmen. Er besticht durch seine Intelligenz. Jedes Problem, das sich ihm im Leben stellt, geht er wissenschaftlich an. Seine Art sich auszudrücken wirkt auf Menschen, die ihn nicht kennen etwas eigenartig. Technokratisch und logisch formuliert er seine Gedanken aber keine Angst, trocken und langweilig ist dies keinesfalls. Ganz im Gegenteil, Don bringt uns auf jeder Seite zum Lachen.

S. 38
„Die korrekte Antwort lautet (c) pünktlich“, entgegnete ich. „Gewohnheitsmäßiges Zufrühkommen akkumuliert sich zu einer immensen Zeitverschwendung“

Don ist liebenswert, naiv in Sachen Liebe und weiß nicht so recht, wie man mit Gefühlen und mit Menschen umgeht. Denn Gefühle lassen sich nicht planen und nicht mit Logik erklären. Und schon gar nicht die Liebe.

Rosie hingegen ist unkonventionell, spontan und emotional. Und passt somit eigentlich so gar nicht in Dons Schema. Doch sie kann mit seiner Schrulligkeit umgehen. Sie hat ein großes Herz und man spürt, dass sie etwas ganz Besonderes ist.

Zwei weitere wichtige Personen in Dons Leben sind Gene und Claudia, seine einzigen Freunde. Claudia, Dons Vertraute und Beraterin in allen Lebenslagen, finde ich sehr sympathisch. Gene, ihr Ehemann und notorischen Fremdgeher, sollte sein Verhalten, Frauen gegenüber überdenken. Wenn Gene ins Spiel kommt, geht es meist um seine zahlreichen außerehelichen Affairen. 

Ich habe das Buch geliebt. Witzig, warmherzig, und ein Plädoyer dafür, dass Anderssein ganz normal ist.

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Tags: asperger, freunde, genetik, kurzweilig, liebe, melbourne, pageturner, professor, sympathische charaktere, witzig   (10)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

freunde, wien, lebensgeschichten, suizid

Mittelstadtrauschen

Margarita Kinstner
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 26.08.2013
ISBN 9783552062269
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

14 Menschen, 14 Lebensgeschichten unterschiedlichster Art und alle sind irgendwie miteinander verknüpft. Dies packt die Autorin Margarita Kinstner in ihren Debütroman. In einem Wiener Kaffeehaus begegnen sich Marie und Jakob und die Liebe trifft die beiden wie der Blitz. Jakob verlässt Sonja, die sich in Gery verliebt. Joe, der sich von einer Brücke in den Tod stürzte, war Gerys bester Freund und Maries große Liebe. Joe, Gery und Marie, um diese drei Personen spinnen sich eine Reihe schicksalshafter Geschichten von Menschen, die mit den Dreien verbunden sind.

Meine Meinung:

Wieder einmal hat das Cover und der Titel meine Neugierde auf dieses Buch geweckt. „Mittelstadtrauschen“, man erfährt zwar erst ziemlich am Ende, was damit gemeint ist, aber trotzdem ein interessanter Titel. Das Cover ist sehr gelungen. Die Idee, die Hauptprotagonisten des Buches als Figuren aufs Cover zu zeichnen und ihre Verbindung zueinander mit Linien herzustellen, finde ich genial. Man konnte zwischendrin immer wieder nachsehen, wie wer mit wem in Verbindung steht.

Mit der Geschichte (eigentlich sind es über ein Dutzend aneinandergereihter Lebensgeschichten), konnte ich wenig anfangen. Man wurde in jedem neuen Abschnitt ins kalte Wasser geworfen und es dauerte einige Zeit, bis man in der jeweiligen Geschichte Fuß gefasst hatte. Und dann kam schon wieder die nächste. Ein großes Durcheinander das lange dauerte, bis ich es entwirren konnte. Deshalb fiel es mir anfangs schwer, an dem Buch dranzubleiben. Auch der Schreibstil war mir (gerade in den erotischen Szenen) zu lieblos. Manchmal sogar etwas ordinär. So richtig greifbar wurden die Figuren für mich nie, somit konnte sich auch keine Sympathie für die Protagonisten aufbauen. Die vielen kleinen Zufälle, die es brauchte, damit man die 14 Lebensgeschichten miteinander verweben konnte, waren mir zu realitätsfremd. Obwohl in der Presse hochgelobt gibt es von mir nur 3 Sternchen.

Bewertung:

Seht ihr 3 Sterne, hat mir das Buch nur mäßig gefallen. Oftmals entsprach mir der Schreibstil nicht ganz. Ich fand die Idee grundsätzlich gut, hätte mir aber eine etwas andere Umsetzung gewünscht. Jedenfalls würde ich euch hier einen Kauf nur bedingt empfehlen.

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Tags: freunde, lebensgeschichten, suizid, wien   (4)
 

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(936)

1.742 Bibliotheken, 39 Leser, 10 Gruppen, 147 Rezensionen

new york, liebe, amerika, radio, gewalt

Der Junge, der Träume schenkte

Luca Di Fulvio , Petra Knoch
Flexibler Einband: 783 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.07.2011
ISBN 9783404160617
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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(886)

1.288 Bibliotheken, 8 Leser, 5 Gruppen, 108 Rezensionen

liebe, e-mail, email, freundschaft, roman

Alle sieben Wellen

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 219 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.03.2011
ISBN 9783442472444
Genre: Romane

Rezension:  
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(107)

216 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

norwegen, harry hole, krimi, mord, polizistenmorde

Koma

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.11.2013
ISBN 9783550080135
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Koma war mein erster Harry Hole und der Einstieg fiel mir nicht leicht. Für alle, die nicht von Anfang an dabei waren, gibt es einen Anhang mit einer Beschreibung der Personen, die bisher in dieser Reihe eine bedeutende Rolle spielten.

Jo Nesbø beschreibt seine Figuren sehr detailliert. Er zeigt dem Leser nicht nur die äußere Hülle, er gewährt auch einen tiefen Einblick in die Seelen seiner Protagonisten. Und er hat viel zu erzählen. Die ständig wechselnden Erzählstränge erfordern ein Höchstmaß an Konzentration. Nie ist man sich sicher, ob man auf der richtigen Spur ist, diese Spannung hält an bis zum Showdown. Die Eindringlichkeit, mit der er die brutalen Verbrechen schildert, geht einem unter die Haut und oft möchte man sich vor Ekel abwenden. Aber die Neugier siegt, denn die Jagd nach dem Polizistenschlächter ist packend. Nesbø baut unwahrscheinlich viele überraschende Wendungen in seine Geschichte ein - manchmal wird es einem fast schwindelig. Obwohl die Morde aufgeklärt werden, hinterlässt eine Szene am Schluss beim Leser ein sehr mulmiges Gefühl und man weiss, dass die Geschichte um Harry Hole noch nicht fertig erzählt ist.

Fazit:

Anspruchsvoller Krimi, der den Leser fordert. Die vielen verschiedenen und oftmals rätselhaften Geschehnisse und grausamen Verbrechen brachten mich manchmal an meine Grenzen. Doch das sympathische Ermittlerteam ließ mich nicht los bis zum Schluss.

  (5)
Tags: grausame morde, norwegen, polizistenmorde, sympathische ermittler   (4)
 

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(35)

74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

familie, koma, unfall, antonia michaelis, philosophie

Paradies für alle

Antonia Michaelis
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.03.2013
ISBN 9783426213674
Genre: Romane

Rezension:  
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(378)

683 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

thriller, ehe, mord, gone girl, gillian flynn

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gillian Flynn , Christine Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 19.08.2013
ISBN 9783502102229
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Amy und Nick sind ein Ehepaar. Ausgerechnet am fünften Hochzeitstag verschwindet Amy spurlos. Bald verdächtigt die Polizei Nick, etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun zu haben. Offensichtlich steckten Amy und Nick in einer Ehekrise, die in einem schrecklichen Verbrechen endete.

Meine Meinung:

Gone Girl hat von Anfang an das getan, was ein guter Thriller tun soll - er hat mich gefesselt. Gillian Flynn schreibt anschaulich und flüssig. Man kann sich in die Charaktere hineinversetzen und schon ist man gefangen in der Geschichte. Man ist hin und hergerissen, wem man seine Sympathie schenken soll und vor wem man Angst haben muss. Was ist Lüge und was ist Wahrheit? Wer ist der Täter und wer ist das Opfer?

Im ersten Teil des Buches lässt die Autorin abwechselnd Nick und Amy zu Wort kommen. Nick erzählt in der Ich-Perspektive was in der Gegenwart geschieht. Amy‘s Tagebucheinträge der letzten sieben Jahre spiegeln ihr Leben mit Nick wider. Was ist Lüge und was ist Wahrheit? Wer ist der Täter und wer ist das Opfer?

Auch im zweiten und dritten Teil wirft Gillian Flynn ihre Leser in ein Wechselbad der Gefühle. Sie hält die Spannung hoch und der Thriller entwickelt sich zum wahren Pageturner. Der Schluss kommt etwas abrupt, ist von der Idee her aber genial.

Ein inhaltlicher Fehler ist mir aufgefallen: Auf Seite 57 sagt Nick: „Damit hatte ich die Polizei zum fünften Mal belogen. Und ich fing gerade erst an“. Nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte konnte ich Nicks fünf Lügen nicht nachvollziehen. Das hat irgendwie einen komischen Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Es könnte natürlich auch sein, dass Nick eine Lüge folgendermaßen definiert: "Eine Lüge ist nicht nur die ausgesprochene Unwahrheit, eine Lüge ist auch das Verschweigen von wichtigen Informationen". Dann würde es wieder passen.

Fazit:

Spannender Psychothriller, der sich zum wahren Pageturner entwickelt.


Bewertung:

* * * * * (schwache 5 Sterne) Begeistert mich! Klitzekleine Schwächen!

Wenn ich schwache 5 Sterne vergebe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Spannung ließ nie nach und es entwickelte sich zu einem wahren Pageturner. Ich konnte nur klitzekleine Schwächen oder Ungereimtheiten feststellen. Das Buch gehört auf jeden Fall zu den Büchern, die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann.

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Tags: ehekrise, lügen, manipulationen, psychopathen, psychothriller, rätselhafter fall, usa, vermisste frau   (8)
 

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95 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

freundschaft, koma, unfall, krankheit, tagebuch

Hannes

Rita Falk
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2013
ISBN 9783423214636
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Nach einem schrecklichen Motorradunfall liegt der 22jährige Hannes im Koma und kämpft um sein Leben. Uli will den Glauben an die Genesung seines besten Freundes aus Kindertagen nicht aufgeben und besucht ihn täglich im Krankenhaus. Seine Briefe, in denen er seine alltäglichen Erlebnisse, seine Gedanken und seine Hoffnungen festhält, will er Hannes übergeben, wenn dieser wieder gesund ist. Ein Buch über eine Freundschaft, die alles aushält, über die Nächstenliebe und das Abschiednehmen.

Meine Meinung:

Nachdem ich Rita Falk bisher nur von ihren Krimis über den nieder bayerischen Provinzpolizisten Franz Eberhofer kannte, war ich nun gespannt darauf, wie sie mit einem traurigen Thema umgeht. Man muss ihr zugestehen, dass sie immer wieder geniale Ideen hat und Figuren aus Fleisch und Blut erschafft. Diese Geschichte könnte sie selbst genauso erlebt haben. Man nimmt ihr jedes Wort ab.

Ich hatte mir erhofft, dass sie ihren Schreibstil aus den Eberhofer-Krimis ändert. Aber leider ist dies nicht der Fall. Mir persönlich gefallen die vielen abgehackten Worte und Sätze, die sie verwendet, nicht. Wortendungen werden verschluckt, das Ich in ihren Sätzen lässt sie oft ganz weg und die Sätze wirken manchmal, wie von einem kleinen Kind geschrieben. Hochdeutsch mit niederbayerischem Akzent. Wobei sich auch immer wieder sehr schöne Passagen finden, die unter die Haut gehen. Hier erkennt man das Potential der Autorin.

Trotzdem schafft sie es, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Es wirkt ganz viel nach und man wird sich bewusst, dass eine winzige Sekunde im Leben alles ändern kann. Ich mag diesen kämpferischen Uli, der sich von nichts auf der Welt davon abbringen lässt, seinem Freund beizustehen, an ihn zu glauben, ihm Lebensmut zu geben.

Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, weil es tief berührt und Hoffnung schenkt.

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Tags: freunde, freundschaft, junge erwachsene, koma, krankenhaus, unfall, zivildienst   (7)
 

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255 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

selbstjustiz, thriller, rache, gewalt, zivilcourage

Todesengel

Andreas Eschbach
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.09.2013
ISBN 9783785724811
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

In Berlin geht ein gnadenloser Rächer um, der unschuldigen Gewaltopfern zu Hilfe eilt, indem er deren Peiniger mit gezielten Schüssen ermordet. Ingo Praise, ein engagierter Journalist, der mit sich und dem bestehenden Rechtssystem hadert, weil es die Täter mehr schützt als die Opfer, bekommt dadurch die Gelegenheit, dieses Thema in einer täglich ausgestrahlten Fernsehsendung zu präsentieren. Immer tiefer wird er in die Vorkommnisse rund um den Todesengel hineingezogen und bringt nach und nach die Unverhältmäßigkeit vieler Gerichtsurteile zum Thema Körperverletzung, Jugendkriminalität und Totschlag ans Licht. Staatsanwaltschaft und Polizei fahnden nach dem kompromisslosen Todesschützen, der in Engelsgestalt auftritt, um die Schwachen zu schützen. Wird es ihnen gelingen, die Spirale der Gewalt aufzuhalten?

Meine Meinung:

Solide und eindringlich schreibt Andreas Eschbach die Geschichte des Journalisten Ingo Praise nieder, der im Verlauf seiner Recherchen auf Personen trifft, die Opfer von Gewalt wurden und deren Leben sich dadurch grundlegend verändert hat. Schnörkellos und präzise beschreibt er die verschiedenen Charaktere. Andreas Eschbach versteht es, die Begebenheiten so zu erzählen, dass sie einen fesseln, driftet aber niemals ins Reißerische ab. Ganz langsam lernt man seine Protagonisten kennen und das Band, das sie mit dem Leser verbindet, wird mit jedem Kapitel stärker. Der Autor hat den roten Faden gefunden, er schweift nicht ab und verliert sich nicht in Nebensächlichkeiten. Er legt einen Pragmatismus an den Tag, der dem Roman gut tut.

Fazit:

Andreas Eschbach gelingt ein beachtenswerter Roman über sinnlose Gewalt gegen Unschuldige, über die Wut, wie unser Rechtssystem mit den Opfern und den Straftätern umgeht und über die Frage, ob Selbstjustiz die Lösung sein kann.

Bewertung:

* * * * Finde ich gut! Tolles Buch mit kleinen Schwächen!
4 Sterne bedeuten, dass ich von dem Buch auf jeden Fall positiv beeindruckt bin und es Spaß gemacht hat, es zu lesen. Allerdings fehlt mir bei diesen Büchern dann oft der letzte Schliff, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Es hat mich nicht komplett gepackt oder es hatte zwischendrin einige Längen. Eine Empfehlung würde ich für 4-Sterne-Bücher aber auf jeden Fall aussprechen.

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Tags: berlin, gewalt, journalist, jugendkriminalität, justiz   (5)
 

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173 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

atombombe, schweiz, frankreich, griechenland, roman

Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

Alex Capus
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.07.2013
ISBN 9783446243279
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Alex Capus zeichnet in seinem neuen Roman die Lebensläufe dreier junger Menschen von den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs auf. Die Geschichte setzt 1924 am Züricher Hauptbahnhof ein, wo sich die Wege von Emile, Laura und Felix hätten kreuzen können. Doch in Wirklichkeit treffen sie sich niemals. Capus erzählt von Emile Gilliéron und seinem Vater, beide ausgestattet mit einem einzigartigen Talent fürs Zeichnen und Wegbegleiter von Heinrich Schliemann und Arthur Evans während ihrer archäoligischen Forschungen in Griechenland. Nicht weniger außergewöhnlich ist die Geschichte von Laura d’Oriano, aufgewachsen in einer Künstlerfamilie und wild entschlossen, eine große Sängerin zu werden. Felix Bloch führt seine Leidenschaft für die Atomphysik von der Eidgenössischen Technische Hochschule in Zürich zum Institut für theoretische Physik in Leipzig, wo er bei Heisenberg studiert. Er arbeitet mit Niels Bohr, Max Planck und Otto Hahn. Während des Krieges verschlägt es ihn nach Amerika, wo er mit Robert Oppenheimer die Atombombe entwickelt.

Meine Meinung:

In drei Erzählsträngen führt Capus den Leser durchs Buch. Ausführlich und detailreich beschreibt er seine Figuren und deren Erlebnisse. Seine bildhafte und poetische Sprache lassen den Leser eintauchen in die drei Lebensgeschichten. Alles könnte so gewesen sein. Nichts wirkt erfunden oder wirklichkeitsfremd.


Genial verwebt er die Lebensgeschichten seiner Protagonisten mit geschichtlichen Ereignissen des letzten und vorletzten Jahrhunderts. Wer noch kein Freund der Naturwissenschaften ist, wird einen Zugang zur Physik finden, denn diesen Felix Bloch muss man einfach lieben. Er brennt für seinen Beruf und legt alles daran, seinen Weg zu gehen. Auch Laura hat einen Traum und verfolgt zielstrebig die Idee, eine große Sängerin zu werden. Eindringlich beschreibt Capus den Charakter dieser selbstbewussten, jungen Frau. Eigensinnig ist sie und findet immer wieder Wege, sich aus schwierigen Lebenssituationen zu befreien. Emile und seinem Vater stellt Capus zwei bedeutende Archäologen zur Seite. Der Leser fühlt sich in die Zeit der Ausgrabungen von Troja und Knossos versetzt und taucht ab in die Geschichte Griechenlands.

Capus kommt ohne wörtliche Rede aus und doch schwingt Lebhaftigkeit und Leichtigkeit beim Lesen mit. Er macht es seinen drei Helden nicht leicht, denn jeder muss Wege gehen, die so nicht geplant waren. Was aus ihren Wünschen und Träumen wurde erfährt der Leser am Ende und wird sich bewusst, dass das Leben seine eigenen Gesetze schreibt und vieles anders kommt als man denkt. Der Mensch denkt und Gott lenkt. Mit diesem Gefühl stellt man dieses Buch ins Bücherregal zurück.

Fazit:

Wunderschön geschrieben. Zum Ende hin gibt es einige Längen, trotzdem ein lesenswertes Buch eines großartigen Geschichtenerzählers.

Bewertung:

4 Sterne bedeuten, dass ich von dem Buch auf jeden Fall positiv beeindruckt bin. Allerdings fehlt mir bei diesen Büchern dann oft der letzte Schliff, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Ich fühlte mich nicht ins Buch hineingezogen oder es hatte zwischendrin einige Längen. Eine Empfehlung würde ich für 4-Sterne-Bücher aber auf jeden Fall aussprechen.

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Tags: 20er jahre, archäologen, atomphysik, frankreich, griechenland, lebensgeschichten, nostalgisch, poetisch, sängerin, schliemann, schweiz, zweiter weltkrieg   (12)
 

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248 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

münchen, niederkaltenkirchen, franz eberhofer, krimi, provinzkrimi

Sauerkrautkoma

Rita Falk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2013
ISBN 9783423249874
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Inhalt:


Der Eberhofer Franz ermittelt nun in der Landeshauptstadt - weil er halt so ein erfolgreicher Polizist ist und dort eben die Besten gebraucht werden. So richtig wohl fühlt er sich nicht so weit weg von seinem geliebten Niederkaltenkirchen. Doch Pflicht ist Pflicht und die Mordermittlungen im Fall des gewaltsamen Todes einer 22jähigen Serbin verlangen ihm wieder so einiges ab. Gott sei Dank steht ihm der Birkenberger Rudi ja vor Ort zur Seite und unsere zwei gerissenen Schlitzohren machen sich mit List und Raffinesse daran, den Mörder oder die Mörderin zu überführen. Als hätte der Franz nicht schon genug um die Ohren, muss er sich auch noch um seine Susi kümmern, sprich es wird nun wirklich langsam Zeit für einen Heiratsantrag. Wird er sich endlich trauen seiner Susimaus die Frage aller Fragen zu stellen?

Meine Meinung:

Es ist wieder ein gelungener Eberhofer-Krimi, wobei die Geschichte um den Mordfall dieses Mal eher zweitrangig ist. Die Aufklärung des Falles ist ziemlich vorhersehbar und nicht besonders spannend. Viel schöner ist dieses Mal die Geschichte um den Franz, die Oma, den Papa, den Birkenberger und natürlich die Susi. Mit viel Liebe für die Charaktere erzählt Rita Falk, wie es mit der Familie Eberhofer und dem ganzen Clan um sie herum weitergeht. Meine Lieblingsfigur ist diesmal die Oma, die natürlich wieder saumäßig gut kocht und mit ihrer Pfiffigkeit den Laden schmeißt.

Fazit:

Wer sich einfach nur einmal entspannt zurücklehnen möchte und sich vom Charme der niederbayerischen Sprache berieseln lassen will, für den sind die Bücher über den Eberhofer Franz genau das richtige.

Bewertung:

* * * * Finde ich gut!
4 Sterne bedeuten, dass ich von dem Buch auf jeden Fall positiv beeindruckt bin und es Spaß gemacht hat, es zu lesen. Allerdings fehlt mir bei diesen Büchern dann oft der letzte Schliff, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Es hat mich nicht komplett gepackt oder es hatte zwischendrin einige Längen. Eine Empfehlung würde ich für 4-Sterne-Bücher aber auf jeden Fall aussprechen.

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Tags: bayerische küche, deftig, derb, familie, freunde, freundschaft, liebenswert, niederbayern   (8)
 

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281 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

krimi, mord, london, cormoran strike, model

Der Ruf des Kuckucks

Robert Galbraith , Wulf Bergner , Christoph Göhler , Kristof Kurz
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 30.11.2013
ISBN 9783764505103
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: detektiv, london, schöne sprache, sympathische charaktere   (4)
 

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6.649 Bibliotheken, 120 Leser, 14 Gruppen, 367 Rezensionen

schweden, humor, freundschaft, lebensgeschichte, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

Rezension:

Für den Hundertjährigen gebe ich hier nur eine Kurzrezension ab, da nach dem großen Medienrummel und der Vielzahl von Rezensionen jeder den groben Inhalt des Buches kennen müsste.

Meine Meinung:

Die Idee des Buches finde ich genial und am Anfang war die Geschichte auch richtig witzig und kurzweilig. Die Highlights für mich waren die Kapitel, die in der Gegenwart spielen - eine Mischung aus Roadmovie, Gaunerkomödie und Münchhausengeschichten. Zu bizarr und langatmig wirkten dann die Rückblicke in Allans Vergangenheit und seine Reise durch die Weltpolitik des 20. Jahrhunderts. Zu viel Kommunismus, zu viele unwahrscheinliche Begegnungen, zu viele schräge Gestalten. Ein großes Plus gebe ich dem Autoren dafür, wie er die Person des Allan Karlsson beschreibt. Ausgestattet mit einer unerschütterlichen positiven Lebenseinstellung lässt er sich durchs Leben treiben, befreit sich aus schier aussichtslosen Situationen und fällt immer wieder auf die Füße. Allan Karlsson hat den augenzwinkernden Smilie erfunden!


Meine Bewertung:

* * * Guter Ansatz, nicht ganz so gut umgesetzt!
Seht ihr 3 Sterne, hat mir das Buch nur mäßig gefallen. Oftmals entsprach mir der Schreibstil nicht ganz. Ich fand die Idee grundsätzlich gut, hätte mir aber eine etwas andere Umsetzung gewünscht. Oder es war teilweise langweilig und uninteressant. Jedenfalls würde ich euch hier einen Kauf nur bedingt empfehlen.

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Tags: atombombe, freunde, freundschaft, gaunerkomödie, geschichte 20. jahrhundert, kommunismus, lügengeschichten, schräger humor   (8)
 

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1.226 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 153 Rezensionen

liebe, paris, familie, alzheimer, holocaust

Solange am Himmel Sterne stehen

Kristin Harmel , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.04.2013
ISBN 9783442381210
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:

Dies ist die Geschichte von Hope McKenna Smith. Sie ist 36 lebt an der Küste von Massachusetts und macht gerade eine schwierige Zeit durch. Eine gescheiterte Ehe, Schulden, die ihre kleine Bäckerei bedrohen, und die Konflikte mit ihrer pubertierenden Tochter belasten ihr Leben. Sie macht sich große Sorgen um ihre geliebte Großmutter Rose, die an Alzheimer erkrankt ist, und langsam ihre Erinnerung verliert. Doch Rose hat noch lichte Momente und an einem ihrer guten Tage gibt sie ihrer Enkeltochter eine Liste mit Namen, von denen Hope noch nie etwas gehört hat. Rose bittet sie nach Paris zu reisen, um herauszufinden, was mit den Menschen auf der Liste passiert ist.

Meine Meinung:

Kristin Harmel hat ein Geschick dafür, schöne Worte und Formulierungen zu finden und zu einer stimmigen Geschichte zu arrangieren. Ihre Erzählweise ist sehr harmonisch, ohne Ecken und Kanten. Einfühlsam beschreibt sie die Menschen und Dinge und weckt alle Sinne beim Leser. Man sieht den Strand vor sich, an dem Rose ihrer Enkeltochter Hope den Zettel mit den 8 Namen übergibt, man hört die Brandung rauschen und man atmet den salzigen Geruch des Meeres ein. Gerne hätte ich eines von Hopes köstlichen Gebäckstückchen probiert, ich konnte den herrlichen Duft, die diese in Hopes Bäckerei verströmten förmlich riechen. Auch den Menschen, die Kristin Harmel Leben einhaucht, widmet sie sehr viel Aufmerksamkeit und Gefühl. Die Liebe, die Hope ihrer Großmutter gegenüber empfindet, spürt der Leser hautnah. Man möchte Hope als gute Freundin und Ratgeberin zur Seite springen, wenn sie ihre Konflikte mit Annie, ihrer pubertierenden Tochter, austrägt und sie oftmals mit dem Kopf darauf stoßen, dass es da einen jungen, sympathischen Mann in ihrem Leben gibt, der wirklich in sie verliebt ist.

Die Autorin behält die Ruhe auch bei, als sie Hope auf den Weg schickt, die Vergangenheit ihrer Großmutter auszugraben und damit das Familiengeheimnis zu lüften, das Rose so viele Jahre gehütet hat. Ohne viel Dramatik hält Kristin Harmel den Spannungsbogen hoch und schafft es, den Leser bis zum Schluss an ihre Geschichte zu fesseln. 


Bei der Bewertung habe ich mich schwer getan. Dem Buch kann man auch 5 Sterne geben. Doch manchmal schrammte es an der Grenze zum Kitsch vorbei und war mir zu glatt und rosarot. Die Dramatik, die dem Thema gut getan hätte, fehlte mir. Deshalb starke 4 Sterne von mir.

Fazit: 

Sehr schönes Buch mit viel Tiefe und Gefühl.

Bewertung:

* * * * Finde ich gut! Tolles Buch mit kleinen Schwächen!
4 Sterne bedeuten, dass ich von dem Buch auf jeden Fall positiv beeindruckt bin und es Spaß gemacht hat, es zu lesen. Allerdings fehlt mir bei diesen Büchern dann oft der letzte Schliff, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Es hat mich nicht komplett gepackt oder es hatte zwischendrin einige Längen oder Ungereimtheiten. Eine Empfehlung würde ich für 4-Sterne-Bücher aber auf jeden Fall aussprechen.

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Tags: alzheimer, bäckerei, cape cod, familie, frankreich, gebäck, holocaust, liebe des lebens, massachusetts, mütter, paris, töchter, usa   (13)
 

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414 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

krebs, liebe, bipolare störung, krankheit, tod

Tanz auf Glas

Ka Hancock , Katharina Volk
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.09.2013
ISBN 9783426653227
Genre: Romane

Rezension:

„Tanz auf Glas“ ist der Debütroman von Ka Hancock und ist 2013 im Knaur Verlag erschienen.

Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt in der Nähe von Boston und ist in der Gegenwart angesiedelt. Es gibt allerdings immer wieder Rückblenden, die bis in die Kindheit der Protagonisten reichen. Lucy und Mickey sind ein Ehepaar, deren beider Leben von Krankheiten bestimmt ist. Mickey leidet seit seiner Kindheit an einer psychische Erkrankung. Lucy hat, wie ihre beiden Schwestern, eine genetische Vorbelastung für Krebs. Die beiden gehen miteinander durch Höhen und Tiefen und immer ist es ihre unerschütterliche Liebe zueinander, die das Leben in all seinen Facetten für sie lebenswert macht. Ab der Hälfte des Buches schlittern die beiden in die Krise ihres Lebens und man möchte bei ihnen bleiben und ihnen beistehen bis zum Schluss, auch weil man neugierig ist, wie die Geschichte endet.

Das Hauptthema des Buches ist die Liebe zwischen Lucy und Mickey und wie es ihnen immer wieder gelingt, sich gegenseitig aus den tiefen Löchern, in die sie fallen, herauszuholen. Eine wichtige Rolle übernehmen auch die Familie von Lucy und Freunde von Mickey und Lucy. Die Autorin gewährt uns einen Einblick in viele wunderbare Beziehungen - tiefgehend, ehrlich, verlässlich.

Der flüssige, verständliche Schreibstil macht einem den Einstieg ins Buch leicht und Lust aufs Weiterlesen. Schön, dass die Autorin eine positive Grundstimmung aufbauen kann, die anfangs durch die oft unsympathisch wirkende Schwester Priscilla, unterbrochen wird. Dies stört aber keinesfalls, denn so kommt keine Langeweile auf. Interessant sind auch die Rückblenden, die durch Mickeys Tagebucheinträge in die Handlung einfließen. In der Gesamtheit ist die Geschichte sehr schön erzählt. Nicht zu langweilig und nicht zu dramatisch. Man fühlt sich wohl, obwohl es kein leichtes Thema ist, das die Autorin gewählt hat. Es ist gut zu erfahren, dass ein Mensch, der an einer psychischen Störung leidet, sehr wohl ein liebenswerter und wertvoller Mensch sein kann und nicht automatisch als unberechenbarer, gefährlicher Psychopath abgestempelt werden muss. Auch wenn man Lucy betrachtet, kann man - trotz der Angst vor dem Krebs, die sie stets in sich trägt - das Positive ihres Wesens spüren.

Der Roman „Tanz auf Glas“ hat mich persönlich sehr berührt, weil er niemals oberflächlich ist und ich an jeder Stelle des Buches mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Vor allem die starke Lucy mit ihrem unerschütterlichen Charakter drückt der Geschichte ihren Stempel auf. Allen Hypochondern jedoch, die durch dramatische Krankheitsgeschichten in eine depressive Stimmung verfallen, rate ich ab, dieses Buch zu lesen, denn das was Lucy und Mickey durchstehen müssen scheint für viele unerträglich.

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Tags: bipolare störung, familie, freunde, krankheit, krebs, liebe des lebens, starke frau   (7)
 

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431 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 34 Rezensionen

liebe, familie, maine, verlust, trauer

Rubinrotes Herz, eisblaue See

Morgan Callan Rogers , Claudia Feldmann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783426509562
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: familie, liebe, maine, pubertät, selbstbewusstes mädchen, verlust, wunderschöne landschaft   (7)
 

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129 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

irland, lebensgeschichten, menschen, tod, freundschaft

Hundert Namen

Cecelia Ahern
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei S.Fischer Verlage, 25.10.2012
ISBN 9783104022666
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wieder ein modernes Märchen meiner Lieblingsautorin Cecilia Ahern. Die Journalistin Kitty Logan steht im Privaten wie im Beruflichen vor den Scherben ihres Lebens. Ihre schwerkranke Freundin Constance bittet sie, ein Projekt für sie zu realisieren. Und so macht sie sich auf die Suche nach den Lebensgeschichten von 100 Menschen, deren Namen sie auf einer, von Constance verfassten Liste, findet. Anfangs steht sie ratlos vor dieser Aufgabe, trifft aber im Laufe ihrer Recherche auf interessante Personen, deren Geschichten sie faszinieren. Immer wieder erleidet sie private Rückschläge, doch die Neugier und die Verpflichtung ihrer Freundin gegenüber, den Artikel zu schreiben, treibt sie weiter an. Was verbindet diese hundert Leben, die hinter den Namen auf der Liste stehen?
Cecelia Ahern findet wieder schöne Worte. Ihr Schreibstil spricht mich durch die schlichte und doch berührende Art immer wieder an. Sie schafft es, ihre Geschichten gefühlvoll zu erzählen und, was mir wichtig ist, nicht kitschig zu wirken. Auch das Thema ist von ihr wieder gut gewählt. Eine neue Idee, die neugierig macht, wie sich die Geschichte entwickelt und endet. Schön finde ich auch, dass man zwischen den Zeilen immer wieder das ganz normale Leben findet und Dinge, die nachwirken. Ein interessantes und positives Ende rundet das Buch ab.
Ein sympathisches Buch, das man auf jeden Fall lesen sollte, wenn man romantische Geschichten mag, die nicht in Kitsch abdriften.

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Tags: freunde, geheimnisse, irland, lebensgeschichten, modernes märchen, sympathische heldin   (6)
 

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140 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

liebe, psychologie, verlust, chicago, layla

Weil ich dich liebe

Guillaume Musso , Claudia Puls
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 30.06.2011
ISBN 9783746627120
Genre: Romane

Rezension:  
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