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230 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

mathematik, japan, baseball, professor, freundschaft

Das Geheimnis der Eulerschen Formel

Yoko Ogawa , Sabine Mangold
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 20.06.2013
ISBN 9783746629445
Genre: Romane

Rezension:  
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(252)

466 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 114 Rezensionen

thriller, serienmörder, mord, psychologin, mörder

Schwesterlein, komm stirb mit mir

Karen Sander , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783499242175
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhaltsangabe:

Liz Montario ist eine angesehene Psychologin, die sich besonders gut in die Köpfe von Serienmördern hineinversetzen kann. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Hauptkommissar Georg Stadler sie in seinem Team haben möchte, als sich der Verdacht erhärtet, dass ein Serienmörder im Raum Düsseldorf unterwegs ist.

Doch Liz hat ihre eigenen Probleme, denn sie wird selbst von jemanden bedroht, der ihr immer wieder Briefe schreibt. Briefe, die erahnen lassen, dass der Absender sehr viel über sie weiß. Doch noch ahnen weder Liz noch Stadler, wie groß die Gefahr tatsächlich ist, denn es geschehen weitere skrupellose Morde, die die Schlinge um Liz immer enger ziehen.

Bewertung:

Wer einen kreativen und verschlungenen Thriller lesen möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Die Story ist vielschichtig, verwirrend und an vielen Stellen nicht vorhersehbar oder nimmt letztendlich eine andere Wendung als erwartet. Besonders die Verknüpfung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die dem Leser in kleinen Dosen, zum Beispiel in Form von Zeitungsbeiträgen oder Gedankenfetzen präsentiert wird, lassen die Geschichte lebendig werden.

Der Leser begibt sich mit den Figuren auf die Jagd nach des Rätsels Lösung und taucht dabei immer tiefer besonders in das Leben von Liz ein. Sowohl sie als auch Stadler als Hauptkommissar machen diesen Thriller so lebendig. Sanders ist es wirklich gelungen, Persönlichkeiten zu erschaffen, die Hand und Fuß haben, dabei weder langweilig noch stereotyp sind, sondern einfach lebendig. So machen Ermittlungen Freude.

Dabei darf man die Morde nicht vergessen, die die Abgründe der Menschheit offenlegen, die an Skrupellosigkeit kaum zu übertreffen sind. Dabei erscheinen die Analysen des Tathergangs sowie des Täterprofils von Sanders gut recherchiert, ohne die schriftstellerische Freiheit zu vernachlässigen.

Das Ergebnis ist ein spannender, packender und wirklich lesenswerter Thriller, der nicht nur durch den Tathergang, sondern insbesondere durch seine Hauptdarsteller überzeugt. Da dies der Beginn einer Reihe des Ermittlerduos Liz Montario und Georg Stadler sein soll, freue ich mich bereits jetzt auf den nächsten Fall, zumal dieses Ende Raum für Spekulationen lässt.

Fazit:

Ein spannender und verwinkelter Thriller, der durch die Story aber insbesondere durch seine Protagonisten überzeugt. Ich kann ihn nur empfehlen.

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Tags: karen sande, schwesterlein   (2)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

jana barth, debüt, goldputzeri, gold, einsame inse

Die Goldputzerin

Jana Barth
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei KLECKS-VERLAG, 04.03.2013
ISBN 9783942884976
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Rob ist genervt von der modernen Welt. Jedoch hat er schon einen Plan, um der Hektik, der Überlastung und dem Stress entkommen zu können. Die Gründung eines eigenen Staates auf einer unbesiedelten Insel ist seine Lösung. Es dauert nicht lange, bis er genügend Anhänger gefunden hat, um sein Projekt zu verwirklichen. Auf der Insel angekommen, stellt Rob, der sich selbst fortan Ivar nennt, sofort die Verhältnisse klar. Er wird der Herrscher über das Land sein. Als er sich nach einer intellektuellen und emotionalen Beziehung zu einer Frau sehnt, stößt er auf die Goldputzerin Mathilda. Keine Frau hatte es ihm je so angetan, wie sie und er setzt alles daran, sie für sich zu gewinnen.

Bewertung:

Leider ist dies wieder einer der traurigen Momente, in der meiner Leserherz aufgeben musste – nach 122 Seiten habe ich diesen Roman abgebrochen, weil ich mir das einfach nicht mehr zumuten konnte. Selten habe ich in einem Roman so viel Bla-Bla gelesen wie hier, obwohl das Thema an sich ganz spannend hätte sein können: Aussteiger beschließt auf einsamer Insel einen eigenen Staat zu gründen.

Doch bereits die Art und Weise, wie Rob seine Untertanen anwirbt, ist alles andere als überzeugend. Überweise mir 100 Euro und komm mit. Klar! Auf der Insel präsentiert sich dann ein ähnliches Bild: Ich sage, was zu tun ist, und ihr tut. Sicher doch! Dann folgt eine Reihe völlig sinnloser Dialoge übers Essen oder über Gott und die Welt, die einfach schrecklich sind. Hier als Beispiel ein Dialog zwischen Schwester und Bruder:

“Klingt fasst, als wärst du besessen von ihr”, Thuri lachte.

“Nein, so ist es nicht. Aber ich weiß, dass ich ohne diese Frau gar nicht existieren kann. Meiner Auffassung nach, ist das Liebe.”

“Ich glaube, ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen, auch wenn für mich nach wie vor mehr als nur ein Aspekt dazu gehört.” (S. 116)

Anderes Beispiel – Geschwister beim Kochen:

Das Wasser im Kessel begann zu brodeln.

“Wie weit bist du mit deinem Gemüse? Das Wasser kocht”

“Fast fertig. Die Zwiebeln und Karotten kannst du schonmal reinwerfen.” (S. 108)

Muss man mehr sagen? Jeder Zeile dieses Buches merkt man an, dass es aus der Feder einer 16-Jährigen entsprungen ist. Alles klingt nach einem Versuch in einem Literaturkurs in der Schule. Es gibt kein Konzept, nur Figuren und Landschaften aus Pappmaschee, flach, grau, eindimensional.

Fazit:

Nix für mich!

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Tags: goldputzeri, jana barth   (2)
 

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

fibelscheibe, suche, archäologie, ilyas, liebe

Assassino

Gerd Ruebenstrunk
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.03.2013
ISBN 9783760786810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Kati ist zusammen mit ihrem Kollegen Chris im Auftrag ihres Vaters in Dubrovnik unterwegs, um nach einer antiken Fibelscheibe zu suchen. Doch dieser Auftrag ist so anders als all die anderen vorher. Kaum in der Stadt angekommen, wird Kati in einer Gasse überfallen und kann nur entkommen, weil ihr Ilyas zu Hilfe kommt. Doch auch um ihn ranken sich viele Geheimnisse, nicht zuletzt, weil dieser sein Gedächtnis verloren hat und sich so ganz anders verhält als alle anderen Jungen seines Alters.

Doch dies ist auch gut, denn der Überfall ist erst der Beginn der Gewalt, die Kati umgibt. Denn nur mit Hilfe von Ilyas und ihren Freunden gelingt es Kati, sich den Gefahren zu entziehen – noch …

Bewertung:

Dies ist ein wirklich gelungener Einstieg in eine Fantasy-Reihe, die viel Neues zu bieten hat. Schon allein die Tatsache, dass die Handlung mal nicht in London oder Amerika spielt, ist eine willkommene Abwechslung. Als Schauplätze fungieren Dubrovnik und Istanbul, beides Städte, die ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Legenden haben: Also der ideale Ort, eine fantastische Geschichte zu erzählen.

Diese Geschichte mag einige Leser an Indiana Jones erinnern, was mir persönlich sehr gefallen hat. Ein antikes Fundstück, dessen Legenden und Magie weit in die Vergangenheit reichen und diese wieder zum Leben erwecken. Dies garantiert Spannung, zumal sich die Suche nach dem begehrten Stück alles andere als einfach gestaltet. Geschickt vermag Ruebenstunk die Geschichte des Orients mit dem modernen Leben in diesen Städten zu verbinden, das Flair und die Geheimnisse, die in den Straßen zu finden sind, in seine Handlung einfließen zu lassen, sodass sich die Siche zu einem echten Abenteuer entwickelt, welches vom Leser gerne verfolgt wird.

Zudem entwirft Ruebenstunk eine handvoll Charaktere, die allesamt ihre Eigenart haben und so lebendig werden. Besonders ist mir der Eigenbrödler Seamus ans Herz gewachsen, weil er ein Kautz und ein echter Freund ist, ohne dabei zu durchschaubar zu sein. Selbstverständlich fasziniert auch der gutaussehende Ilyas. Auch die Hauptfigur Kati kann überzeugen, ist sie doch anders als die typischen Teenager aus anderen Jungendromanen: intelligent und selbstbewusst und endlich nicht so ein Naivchen!

Alles in allem hat mich dieser Roman sehr überzeugt, auch wenn wohl so mancher Historiker die Hände über dem Kopf zusammenschlagen dürfte. Mich hat die Mischung aus Fantasy und realer Geschichte sehr angesprochen, sodass ich gerne weiterverfolgen möchte, wie es mit Kati, Ilyas und Co weitergeht, denn das kann nicht das Ende gewesen sein!

Fazit:

Ein überzeugender Roman, der die abenteuerliche Jagd nach einem antiken Schatz, eine fantastische Kulisse, sowie genügend Fantasyelemente zu einer gelungenen Komposition zu verbinden vermag.

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Tags: assassino., gerd ruebenstrunk   (2)
 

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216 Bibliotheken, 2 Leser, 14 Gruppen, 48 Rezensionen

hexen, werwölfe, engel, vampire, dämonen

Nox , Das Erbe der Nacht

Michael Borlik , Michael Böttler
Fester Einband: 474 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 14.07.2010
ISBN 9783522201155
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Tara lebt ein Leben auf der Flucht. Seit ihre Großmutter die Prophezeihung ausgesprochen hat, will der Rat der Nox ihren Tod, um einen neuen Krieg zwischen der Hölle und dem Himmel zu verhindern, denn dies würde das Ende der Menschheit bedeuten.

Doch als Taras Eltern entführt werden, bleibt ihr keine andere Wahl, als sich ihrem Schicksal zu stellen. Kurzerhand macht sie sich auf die Suche nach ihnen und findet in drei jungen Männern ungewöhnliche verbündete.

Bewertung:

Ganz ehrlich? Ich hatte wirklich mehr von diesem Roman erwartet, denn immerhin vereinen sich in ihm die Kreaturen der Nacht und die Kreaturen des Himmels, was sicherlich eine gute Grundlage für eine spannende Geschichte sein könnte. Doch dieser Geschichte kann ich bis zum Schluss nicht richtig folgen. Bereits die Umstände, die für Taras Schicksal verantwortlich sind, bleiben mir bis ein Rätsel. Meiner Meinung nach kann Borlik nicht überzeugend darlegen, warum gerade Tara die Auserwählte ist. Das ganze Drumherum ist zu komplex und wird im Laufe der Handlung nur umso verwirrender, als das der Leser wirklich zur Geschichte vordringen kann.

Die Suche nach den Eltern selbst kann sicherlich als teilweise spannend bezeichnet werden, wirkt an manchen Stellen jedoch auch stark herbeigeführt und dadurch unlogisch. Plötzlich tauchen Figuren auf, deren Sinn nicht deutlich gänzlich deutlich wird. Mir erweckt sich der Eindruck, dass diese nur geschaffen wurden, um die Handlung irgendwie voranzutreiben, ohne wirklich logisch ins Konzept zu passen.

Dies mag auch daran liegen, dass die Figuren selbst hohl bleiben. Tara entpuppt sich als taffes Mädchen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, mit einem Hang zur Selbstopferung und der dazugehörigen Zuneigung zu Menschen, die sie natürlich nicht lieben darf. Das alles kommt einem irgendwie bekannt vor und langweilt mich zunehmens. Die Freunde an ihrer Seite passen dann ebenso ins Schema, besser noch ins Klischee, sodass da wahrlich wenig Neues zu erwarten ist. Das überzeugt leider nicht.

Dazu passen dann auch die hölzernen Dialoge, die irgendwie unspannend sind. Irgendwie weiß der Leser immer, was die Figur wohl gerade denkt und als nächstes sagen wird. Dadurch wird die Geschichte auch ein Stück weit vorausschauend, bis zu dem Punkt, an denen eben bereits benannte Figuren auftauchen, die irgendwie nicht ins Konzept passen oder gänzlich formlos bleiben.

Das alles bringt mich zu dem Schluss, dass ich mich wirklich langsam fragen muss, ob ich eine Pause von derlei Romanen einlegen sollte. Denn irgendwie gibt es kaum mehr Überraschendes für mich. Während mich bei anderen Romanen immerhin noch die Geschichte und die Umstände faszinieren konnten, bleibt für mich das Konzept dieses Romans bis zum Ende im Verborgenen und einfach zu konstruiert. Schade.

Fazit:

Mich hat der Roman nicht überzeugt, denn es fehlen ein schlüssiges Konzept, griffige Figuren sowie die Spannung.

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Tags: michael borli, nox   (2)
 

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212 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

freundschaft, liebe, roman, heimat, nickolas butler

Shotgun Lovesongs

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.11.2013
ISBN 9783608980080
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Der Roman erzählt die Geschichte fünf Freunde, die trotz verschiedener Lebenswege den Bezug zur Heimat und zueinander nie verloren haben. Es wird von einem gefeierten Star erzählt, der weltweit seine Platten verkauft, einem Rodeostar, der durch einen Unfall seine Berufung verlor, einem Farmerpaar, das müßig arbeiten muss, um die Familie ernähren zu können, und einem erfolgreichen Rohstoffexperten, der wieder zurück in die Heimat kommen möchte. Aber nicht nur ihre Freundschaft verbindet sie, sondern die Sehnsucht nach Heimat, nach Zuneigung und Nähe. Doch die Freunde müssen lernen, dass Hoffnungen nicht immer so einfach zu erreichen sind, dass Steine den Weg säumen und das Dinge ins Rollen gebracht werden können, die lieber im Verborgenen geblieben wären.

Bewertung:

Dieser Roman ist zweifelsohne ein Lesehighlight dieses Jahres. Schon lange habe ich nicht mehr solch ein gefühlvolles und beeindruckendes Buch in den Händen gehalten. Dabei fällt es sehr schwer die Geschichte in Worte zu fassen, denn diese spielt zwischen den Figuren und somit oftmals zwischen den Zeilen. Hier liegt die Magie, die Kostbarkeit dieses Romans. Selten habe ich einen Roman gelesen, der so viel Feingefühl für die Sprache, so viel Gespür für die kleinen Gesten offenbart wie dieser.

Butler schafft es, Figuren zum Leben zu erwecken, die eigentlich ganz gewöhnlich sind, dann aber wieder nicht. Jeder dieser 5 Freunde hat seinen eigenen und besonderen Charakter, jeder dieser Figuren trägt sein eigenes kleines Geheimnis mit sich durch die Welt des nördlichen Amerikas. Jede Geste, jede Handlung und jeder Gedanke scheint hier irgendwie bedeutend, jedoch ohne aufzutragen.

Die Geschichte breitet sich vor dem Leser aus, ohne dass dieser richtig merkt, wie komplex das Leben doch eigentlich ist. Immer wieder taucht er in die Gedanken der einzelnen Figuren ein, die nicht nur Vieles über sich, sondern auch ganz Vieles über die Freunde und die Verbindnung zueinander preisgeben. Dabei vermag es Butler geschickt zwischen dem Hier und Jetzt und der Vergangenheit zu wechseln und dies auf eine so raffinierte und sympathische Art und Weise, die den Leser nur staunen lassen.

Dieser Roman lebt somit nicht nur durch die durch und durch fantastisch gezeichneten Figuren, sondern auch durch Butlers Sprachwelt und seiner ganz besonderen Gabe, Gedanken zu einer Einheit zu verknüpfen. Und so schwer es auch sein mag, den Inhalt dieser Kostbarkeit zusammenzufassen, kann doch gesagt werden, dass dieser Roman ein Loblied auf die Freundschaft und auf die (Zwischen-)Menschlichkeit.

Fazit:

Ein wundervoller Roman und ein absolutes Lesehighlight über Freundschaft, Liebe und der Sehnsucht nach Heimat.

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Tags: nickolas butler, shotgun lovesongs   (2)
 

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132 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

frankreich, lucinda riley, vergangenheit, england, sophia

Der Lavendelgarten

Lucinda Riley , Sonja Hauser
E-Buch Text: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 13.05.2013
ISBN B00BKJ6P18
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Emilie de la Martinières erbt nach dem Tod ihrer Mutter nicht nur deren Vermögen sondern auch ein herrschaftliches Château in der Provence, welches jedoch mehr als renovierungsbedürftig ist. Dies an sich wäre schon eine gewaltige Aufgabe, doch Emilie hat ein weiteres Problem: Jahrelang hat sie alles versucht, um sich ein Leben in Paris jenseits ihrer Herkunft aufzubauen.

So steht Emilie vor der Entscheidung, ob sie das Château verkaufen soll und somit in ihr eigenes Leben zurückkehren kann, oder ob sie sich für das Erbe und somit für ihre Herkunft entscheidet. Vielleicht kann die Konfrontation mit der Familiengeschichte ihr dabei weiterhelfen. Immerhin versucht ihr der nette Kunsthändler Sebastian weiterzuhelfen. Doch auch er trägt ein Geheimnis mit sich, welches sich unweigerlich immer mehr mit Emilies verknüpft …

Bewertung:

Ähnlich wie bei “Das Mädchen auf dem Klippen” sind auch in diesem Roman zwei Handlungsstränge eng miteinander verknüpft: Emilies Geschichte, die im Hier und Jetzt spielt, basiert auf der Familiengeschichte der Martinières, die vorrangig vom alten Weinbauer Jacques erzählt wird. Dieses Mal spielt die Geschichte im 2. Weltkrieg, wobei es insbesondere um den Widerstand und die englischen Agenten geht, die nach Frankreich ausgesandt worden waren, um Informationen zu beschaffen, oder den Rebellen zu helfen.

Hier muss man sagen, dass der Leser, gerade der deutsche Leser, eine interessante und vielleicht für ihn neue Einblicke in die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges bekommt, da der Fokus hierbei auf die Maßnahmen Englands und Frankreichs gelegt wird, und nicht Deutschland im Mittelpunkt steht. Dabei gelingt es Riley meiner Meinung nach mit diesem heutzutage immernoch heiklen Thema in angemessener Weise umzugehen. Die Geschichte wirkt so lebendig und ehrlich, als wenn sie so oder so ähnlich tatsächlich hätte geschehen sein können.

Landschaftlich spielt dieser Roman in der Provence, die durch die Beschreibungen im Roman für den Leser förmlich zum Greifen nahe wird. Das Anwesen in Gassin, welches tatsächlich existiert, muss traumhaft schön gelegen sein. Nur der Lavendelgarten, mit der die deutsche Ausgabe betitelt wurde, findet eigentlich keine Erwähnung im Roman, aber darüber kann der Leser getrost hinwegsehen.

Wie auch schon bei “Dem Mädchen auf den Klippen” gelingt es Riley auch hier die historischen Figuren besser zu zeichnen. Dies scheint ihr in der Tat mehr zu liegen. Emilie bleibt für mich bis zum Schluss zu farblos, zu willenlos, obwohl sie sich doch mit aller Macht eine Existenz jenseits ihrer Familie aufbauen möchte. Sie verhält sich dankbar naiv, was für die Geschichte nicht zuträglich ist, da ihr Verhalten und das Verhalten der anderen Personen ihr gegenüber, z. B. Sebastian, zu vorhersehbar wird. So ist dann auch das Ende nur teilweise überraschend, dazu vornehmlich im historischen Kontext und weniger bei Emilie.

Fazit:

Ein Roman mit einer interessanten historischen Geschichte mit dazu passenden und spannenden historischen Figuren, dafür mit einer zu offensichtlichen Story im Hier und Jetzt.

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Tags: lavendelgarten, lucinda riley   (2)
 

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981 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 103 Rezensionen

dystopie, liebe, fantasy, mystiker, jugendbuch

Mystic City - Das gefangene Herz

Theo Lawrence , Andreas Helweg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.05.2013
ISBN 9783473400997
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Nach einer verherrenden Umweltkatastrophe steht die Stadt New York unter Wasser. Die Menschen leben in auf Säulen errichteten Hochhäusern, den Hosten. Jedoch nicht alle: Die arme Bevölkerung sowie die Mystiker leben in der Tiefe, in den Kanälen unter schrecklichsten Bedingungen.

Seit dem großen Feuer, für das die Mystiker verantwortlich gemacht werden, herrscht ein angespanntes Verhältnis zwischen den reichen Horstbewohnern und der übrigen Bevölkerung, was zu weitreichenden Konflikten geführt hat. Doch die arme Bevölkerung schöpft Hoffnung, da eine Mystikerin gute Chancen hat, die Bürgermeisterwahl zu gewinnen. Dies wollen die führenden Familien, die Fosters und Roses, durch eine Heirat ihrer Kinder Thomas und Aria verhindern. Doch Aria fühlt sich bei dieser ganzen Sache nicht wohl. Nach einem Gedächtnisverlust fühlt sie sich nicht mehr wohl in ihrer Haut und ihre Gedanken kreisen immer wieder um einen unbekannten Jungen. So begibt sie sich auf Spurensuche, ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich dabei begibt ...

Bewertung:

Die Kulisse, in der dieser Roman spielt, ist wahrlich filmreif. Mit vielen tollen Ideen und einer gewissen Detailtreue schafft es Lawrence, den Leser in eine futuristische Welt zu entführen, die sich wie ein Film vor dem inneren Auge abspielt. Auch wenn so manchem Leser sicherlich einige Aspekte aus anderen Lektüren bekannt sein dürften, schadet es dieser Szenerie nicht.

Im Grunde hat Lawrence hierdurch eine optimale Ausgangsposition für einen wirklich aufregenden Roman geschaffen, der nur durch eine spannende Handlung sowie interessanten Charakteren ausgestattet hätte werden müssen. Leider gelingt genau dies nicht. Die Geschichte, die sicherlich in ihrer Konzeption als spannend und ideenreich bezeichnet werden kann, scheitert an ihrer Umsetzung. Zu offensichtlich sind viele Handlungsschritte und gewollte Überraschungen, die der Leser viel zu leicht aufdecken kann. So ist dem Leser leider viel zu früh das Ende der Geschichte bekannt.

Auch die Charaktere können dieses Manko nicht wettmachen. Aria, der Hauptcharakter, besticht durch ihre Naivität und ihr unlogisches Verhalten, was sie einfach unglaubwürdig und oberflächlich erscheinen lässt. So beschreibt sie etwa ihre Sorge, in den Kanälen alleine umherzuwandern, tut dies beharrlich und ohne lange nachzudenken, trotzdem ständig und immer wieder. Der Verlust eines ihr geliebten Menschen tut sie mit einer für den Leser nicht nachvollziehbaren Akzeptanz ab, die keinerlei Emotion beim Leser hervorrufen. So wie sie bleiben auch viele andere Charaktere zu oberflächlich und zu farblos. Lediglich zwei Figuren können dann immerhin kurzzeitig überraschen.

Zudem merkt man, dass dies der Debütroman von Lawrence ist. Die Dialoge wirken gestellt und hölzern, Handlungsweisen wirken aus der Luft gegriffen und emotionale wie actiongeladene Situationen können beim Leser nicht die sicherlich gewünschte Reaktion hervorrufen. Zu hoffen bleibt, dass Lawrence aus diesen Fehlern lernen kann, sodass der bereits geplante zweite Teil mehr überzeugen kann.

Fazit:

Ein Roman mit eine filmreichen Kulisse, in der sich farblose Charaktere in einer zu offensichtlichen Handlung bewegen, sodass wenig Emotionen beim Leser hervorgerufen werden.

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Tags: mystic city, theo lawrenc   (2)
 

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1.203 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 123 Rezensionen

irland, liebe, familie, familiengeschichte, ballett

Das Mädchen auf den Klippen

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2012
ISBN 9783442477890
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Grania Ryan sucht nach einer Fehlgeburt Zuflucht bei ihren Eltern in Irland. Ihren langjährigen Freund Matt lässt sie dabei völlig hilflos in New York zurück. Bei einem Spaziergang entlang der Steilküste nahe ihres Heimatdorfes entdeckt Grania dabei ein Mädchen, was gefährlich nahe am Abgrund der Klippen steht, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Reflexartig zerrt sie das Mädchen namens Aurora vom gefährlichen Abgrund zurück.

Ohne es zu ahnen soll diese Begegnung Granias ganzen Leben verändern. Mehr und mehr lüftet sie das Geheimnis des Mädchens und die Verbindung, die es mit ihrer Familie hat.

Bewertung:

Die Geschichte wird aus der Sich Auroras erzählt, die sich zwischenzeitlich in Form von Gedankenfetzen zu Wort meldet. Sie erzählt die Geschichte zweier Frauen, einmal die Geschichte von Mary aus dem Jahre 1914 und die Geschichte von Grania aus der heutigen Zeit. Dies geschieht nicht chronologisch sondern abwechselnd, sodass der Leser nur allmählich über die Zusammenhänge aufgeklärt wird, was zu einer gewissen Spannung beiträgt.

Sowohl Mary als auch Grania sind für ihre Zeit sehr mutige Frauen, die das Schicksal auf eine harte Probe stellt, sodass sie riskante Entscheidungen treffen müssen. Während mir dabei die Figur der Mary ausgesprochen gut gefällt, weil sie selbstlos und tapfer für das offensichtlich Richtige eintritt, ohne an ihr eigenes Schicksal zu denken, ist mir die Figur der Grania zu naiv und blind für die wahren Ereignisse. Sie lässt sich eher vom Schicksal treiben, ohne sich selbst zu sehr im Klaren darüber zu sein, was eigentlich gerade passiert. So übersieht sie Offensichtliches, was sie ein Stück weit unglaubwürdig macht. So wird dem Leser doch Vieles schnell klar, was dem Fortgang der Geschichte nicht förderlich ist.

Riley bedient sich einem einfachen Sprachstil, was ein flottes Vorankommen garantiert. Der Leser sieht sich hier nicht mit all zu großer Sprachraffinesse konfrontiert, was man vermutlich bei solch einem Roman auch nicht erwartet. Immerhin fließen die Standesunterschiede in die Sprachgestaltung ein. Was Riley aber gelingt, ist das Darstellen der bezaubernden Landschaft Irlands. Hier merkt man, dass sie hier aufgewachsen ist, und das sie eine große Liebe für dieses Land empfindet. Hierdurch wird sie viele Leser überzeugen.

Fazit:

Ein Roman mit liebevollen Landschaftsdarstellungen und einer Geschichte um zwei Hauptfiguren, die nur teilweise überzeugt.

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Tags: das mädchen auf den klippen, lucinda riley   (2)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sookie stackhouse, vampire, vampir, bill compton, 2014

Dead Ever After

Charlaine Harris
Flexibler Einband: 338 Seiten
Erschienen bei Penguin USA, 01.05.2013
ISBN 9780425267660
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Sookie versucht sich, nachdem sie Sam wieder ins Leben zurückgeholt hat, wieder auf das normale Leben zu konzentrieren. Doch wie immer vermag ihr das nicht zu gelingen: Sam verhält sich seit seiner Rückkehr ins Leben seltsam, Eric verstrickt sich weiter in Vampirmachenschaften, was die Beziehung zu Sookie verschlechtert. Als dann kurz darauf die Leiche von Arlene gefunden wird und Sookie verdächtigt wird, gerät ihre Welt ordentlich ins Wanken.

Bewertung:

Da ist es nun, das große und definitive Ende der Sookie-Reihe. Ganz so fulminant, wie erwarten, ist es in der Tat nicht. Dennoch bleibt sich Harris treu: Obwohl Sookie alles versucht, um in ihrem wieder mehr Ordnung und Alltag zu bringen, gelingt es der übernatürlichen Welt immer wieder für Chaos zu sorgen.

Das führt dazu, dass Sookie nahezu verzweifelt, sogar ans Aufgeben denkt. Sie fühlt sich allein gelassen, einsam und überhaupt nicht mehr Herr ihrer Lage. Doch sie bekommt unerwartet Hilfe. Um nicht zu viel vorwegzunehmen, soll hier nur gesagt sein, dass Harris so einige Charaktere ihrer Reihe noch einmal in Erscheinung treten lässt, sodass sich der Leser auch von ihnen verabschieden kann. Dies schien der Autorin ein tiefes Bedürfnis zu sein, was aber dazu führt, dass sich die Handlung in Kleinigkeiten und Alltäglichkeiten wie etwa Teetrinken oder Einkaufen verstrickt, was der Spannung nicht zuträglich ist.

Dennoch bekommt der Leser auch die gewohnte Action und das gewohnte und so geliebte Chaos um Sookie geboten. Der berühmte Witz bleibt aber leider beim Finale oft im Verborgenen, was ich persönlich Schade finde. Das große Finale ist dann sowohl überraschend als auch nicht. Es soll an dieser Stelle nur so viel gesagt werden, dass sich Sookie letztendlich in Sachen Liebe entscheidet. Die große Frage, auf die alle Leser gewartet haben, wird zum Schluss also beantwortet werden. Fraglich ist, ob alle Leser mit dieser Lösung zufrieden sein werden...

Fazit:

Ein würdiger Abschluss der Sookie-Reihe, bei dem Fans sicherlich über einige Schwächen hinwegsehen müssen, um am Ende die alles entscheidende Frage beantwortet zu bekommen.

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Tags: sookie, vampire   (2)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

biddulph, rollenvorbilder, liebe testosteron, jungen

Jungen! Wie sie glücklich heranwachsen

Steve Biddulph , Christian Quatman
Fester Einband: 247 Seiten
Erschienen bei beustverlag in Prolit Verlagsauslieferung, 01.02.2003
ISBN 9783895300837
Genre: Sachbücher

Rezension:

Klappentext:



Jungen sind anders als Mädchen: Sie zeigen häufiger
Verhaltensauffälligkeiten und geraten öfter in Schwierigkeiten. Der
australische Psychologe und Familientherapeut Steve Biddulph zeigt
Eltern, was in ihren Söhnen wirklich vorgeht, und erläutert, wie sie zu
glücklichen und selbstbewussten Männern heranwachsen: Die drei Stationen
im Leben eines Jungen, das weibliche und das männliche Gehirn, Was
Väter tun können, Mütter und Söhne ...



Bewertung:



Aus gegebenen Anlass wollte ich mich genauer mit dem Wesen und der
Erziehung eines Jungen beschäftigen, da ich als Frau und Mutter so
manches Mal an meine Verstehensgrenze komme, wenn es um das Verhalten
meines Sohnes geht. Da ich aber lieber auf meine Intuition baue als auf
irgendwelche Doktrinen, habe ich mich bis dato sehr schwer getan, was
die sogenannten Erziehungsratgeber betrifft. Bis mich eine
gleichgesinnte Mutter auf dieses Büchlein aufmerksam gemacht hat.



Das Sachbuch versteht sich selbst als ein "Plädoyer für ein neues
Verständnis von Jungen" und eben keine Doktrin. Und so wird man hier
vergeblich auf einen Erziehungsleitfaden warten. Biddulph verfolgt
vielmehr die psychologische Herangehensweise. So erfährt man etwas über
die biologischen und entwicklungsbedingten Verhaltensweisen von Jungen,
oder über die Unterschiede zwischen dem männlichen und dem weiblichen
Gehirn. Daraus zieht Biddulph Schlüsse für den Umgang mit Jungen, etwa
die Rolle von Vater und Mutter, die Bedeutung von Sport und die
Schlussfolgerungen, die das Schulsystem aus diesen Erkenntnissen
gewinnen sollte.



Da das Plädoyer sich mit allen Altersstufen bis hin zum erwachsenen
Mann richtet, kann es ein stetiger Begleiter für Eltern sein.
Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass es eben nur bedingt dazu
geeignet ist, in Fragen der Erziehung weiterzuhelfen. Hier müsste bei
Bedarf weitere Lektüre herangezogen werden. Dies ist aber auch gar nicht
die Absicht dieses Buches. Es will vielmehr das Verständnis dafür
wecken, dass Jungen eben anders sind als Mädchen, dass ihr Verhalten aus
evolutionärer Sicht ein ganz anderes sein muss und das sich sowohl
Eltern als auch die Gesellschaft auf diesen Umstand einstellen müssen.



Fazit:



Ein durchaus ansprechendes Buch, das die Unterschiede zwischen
Jungen und Mädchen deutlich macht, sowie aufzeigt, welche Konsequenzen
daraus resultieren.

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Tags: biddulph, jungen   (2)
 

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, richard schwartz, fanatsy, krieger, varosch

Das Auge der Wüste

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2011
ISBN 9783492268196
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Die Gefährtenbefinden sich noch immer im Wüstenstaat Bessarein. Havald, der noch immer auf der Suche nach seiner Geliebten Leandra ist, versucht sich den Machenschaften der Wüstenstadt Gasalabad zu entziehen – vergebens. Mit Hilfe seines Dieners Armin versucht er sich Zugang zum Kreise des Adels zu verschaffen, um Verbündete im Kampf gegen Thalak zu finden. Ohne es zu ahnen, gerät er dadurch in die Wirren eines Thronfolgestreits, den er nur mithilfe seiner Freunde beilegen kann. Aber wie so oft verlaufen die Dinge oft anders als gedacht und Havald und seine Freunde sind plötzlich neuen Gefahren ausgesetzt …

Bewertung:

Der dritte Teil der Askir-Reihe konnte mich nicht gänzlich überzeugen, auch wenn er sicherlich viele Überraschungen bereitshält. Der Verlauf der Geschichte spielt sich nahezu gänzlich in der Wüstenstadt Gasalabad ab. Dem Leser ist diese Stadt bereits aus Band 2 bekannt, was die Frische und Abenteuerlichkeit nimmt. So kann sich der neugierige Leser nur gänzlich auf die Geschehnisse konzentrieren.

Diese sind dann im Vergleich zu den vorangegangenen Romanen weniger von Abenteuern gekennzeichnet, denn von diplomatischem Geplauder. Vieles in Band 3 dreht sich um die zu knüpfgenden Beziehungen, um die Machenschaften der Königshäuser sowie deren Fehden untereinander. Dies mag für den weiteren Verlauf der Reihe noch wesentlich sein, ermüdete mich als Leser zuweilen. Dies mag aber auch daran liegen, dass mein Interesse an diesen Dingen nicht besonders groß ist.

Dennoch gelingt es Schwartz  – gerade zum Ende hin -  mit einigen Überraschungen aufzuwarten. Dies hat mich als Leser versöhnlich gestimmt. Das Ende verspricht, so viel mag verraten sein, neue Abenteuer außerhalb der Wüstenstadt, die ich gerne weiter verfolgen möchte.

Fazit:

Der dritte Band ist bis dato der Schwächste der Reihe, da die Abenteuer der Gefährten eher auf diplomatischem Terrain stattfinden, was nicht gänzlich meinem Interesse entspricht. Dennoch hält gerade das Ende einige Überraschungen bereit.

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905 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, erotik, schottland, sex, samantha young

London Road - Geheime Leidenschaft

Samantha Young , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 29.05.2013
ISBN 9783548285986
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inhaltsangabe:

Johanna Walker wächst in ärmlichen Verhältnissen auf und versucht aus dem wenigen, was sie besitzt, Kapital zu schlagen, um sich und ihren Bruder Cole ein halbwegs erträgliches Leben zu bieten. Hierfür hat sie gleich zwei Jobs angenommen: sie ist Barkeeperin und Assistentin eines Steuerberaters. Ihr größter Vorteil ist aber ihr gutes Aussehen, was ihr immer wieder Beziehungen zu reichen und erfolgreichen Männern einbringt.

Doch gerade hier liegt auch ihr größtes Problem. Immer bedacht, möglichst nicht verletzt zu werden, kann sie sich ihren Freunden nicht öffnen, was unweigerlich dazu führt, von ihnen verlassen zu werden. Vielleicht hat sie dieses Mal mit Malcom, einem Imobilienmakler mehr Glück. Wäre da nicht Cameron, dem sie sich seit dem ersten Mal, als sie ihn gesehen hat, nicht entziehen kann, obwohl sich dieser alles andere als galant ihr gegenüber verhält …

Bewertung:

Ich hab diesem Buch wirklich eine Chance gegeben. in der Hoffnung, dass es eben kein oberflächlicher Roman ist, bei dem es nur um das Eine geht. Tja, manchmal stibt die Hoffnung schon auf den esten einhundert Seiten … Na immerhin ließ sich dieses oberflächliche Geplappere schnell lesen, denn von Anspruch kann hier keine Rede sein!

Johanna Walker ist genau das, was sie nicht sein möchte: oberflächlich, naiv und dumm. Alles, was diese Figur hat, ist ein – wie soll es auch anders sein -  fantastisches Aussehen und die Begabung, Zimmer zu tapezieren. Ach, ich vergaß: Selbstverständlich ist sie außergewöhnlich gut im Bett. Um dieser Figur irgendeinen Lebensinhalt zu geben, wurde ihr eine Alkoholikerin als Mutter zur Seite gestellt, die ihr das Leben schwer macht, und ein jüngerer Bruder namens Cole, um den sie sich kümmern, bis hin zur Selbstaufgabe.

Dies ist nahezu der einzige Fakt, der Tiefgründigkeit erahnen lässt, auch wenn man das irgendwie alles schon gehört hat und es noch dazu unglaubwürdig erscheint. Allein die Tatsache, dass Samantha ihren Bruder beständig darauf hinweist, keine Vulgärsprache zu verwenden, dies aber beharrlich selbst tut, ist Beweis genung.

Tja und sonst? Sie flirten mit Männern, wird von allen begehrt, auch von allen Ex-Freunden, badet in Selbstzweifeln, Eifersucht und Hochgefühlen, wenn sie, widererwarten (warum auch?) den Mann ihrer Träume bekommt, der sie endlich so liebt, wie sie ist … Bla, Bla, Bla … gähn. Der junge Leser mag sich dann vielleicht noch an den sich ständig wiederholenden Sexszenen ergötzen, bis auch ihm langweilig wird. Ganz ehrlich: Dieser Roman ist meines Erachtens Zeit- und Papierverschwendung! Wie gesagt, die Hoffnung stirbt dann irgendwann doch!

Fazit:

Ein Roman mit sich immer wiederholenden Sexszenen, eingebetet in eine unglaubwürdige rührselige Geschichte und einer dümmlichen Hauptdarstellerin.

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131 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

fantasy, richard schwartz, askir, magie, leandra

Die Zweite Legion

Richard Schwartz
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2011
ISBN 9783492268189
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Die Suche nach dem Reich Askir geht weiter. Noch immer befinden sich der Krieger Havald, die Halbelfe Leandra, die Dunkelelfe Zokora, deren Liebhaber Varosch, ihre Sklavin Poppet, die Wirtstochter Sieglinde und der Dieb Janos im Wirthaus “Zum Hammerkopf”, bis eines Tages ein mysteriöser Wanderer in der Gaststätte auftaucht und ihnen von einem magischen Portal berichtet, welches sie nach Askir bringen soll. Von ihm erfahren sie auch von der Zersplitterung des Reiches und der Gefahr, die durch den brutalen Herrscher Thalak droht.

Gemeinsam begeben sich die Freunde auf die lange Reise. Doch als sie durch das Portal hindurchtreten, finden sie sich nicht in Askir wieder, sondern im Wüstenreich Bessarein. Schnell erkennen die Freunde, dass die Zersplitterung des Reiches weiter vorangeschritten ist als gedacht. Und ohne es zu ahnen, begeben sie sich in große Gefahr, denn sie werden beobachtet …

Bewertung:

Wie auch der erste Teil dieser tollen Fantasyreihe hat mich “die Zweite Legion” von Beginn an in ihren Bann gezogen. Ausgangspunkt der abenteuerlichen Reise ist der Schauplatz des ersten Teiles, der Gasthof. Von hier treten die Freunde eine Reise durch Schnee, Kälte, Dunkelheit, Wüste und Hitze an, die kaum spannender sein könnte. Gerade der Wüstenstaat hat es mir angetan, denn man fühlt sich wahrlich wie in den Orient versetzt, kann beinahe die Düfte riechen, die exotischen Früchte schmecken, den sandigen Wind in den Haaren spüren.

Auch die von mir so geliebten Helden Havald und Zokora spielen auch im zweiten Band eine zentrale Rolle, werden aber durch weitere neue und interessante Charaktere ergänzt, die sich wie selbstverständlich in das Geschehen einfügen. Die zynische Zokora bleibt zwar ihrem Wesen treu, gewinnt aber durch neue interessante Einsichten weiter an Sympathie. auch Havald bleibt seiner Linie treu, wird aber durch viele Zufälle, wie ich es nennen mag, arg in Mitleidenschaft gezogen, was man als Leser manchmal nicht glauben mag. Hierin liegt für mich auch die einzige Schwachstelle des zweiten Teils.

Sonst ist die Geschichte ein einziges Abenteuer: überraschend, ungezähmt wild, bedrohlich und amüsant zugleich. Schwartz vermag die Stimmung des ersten Teils weiterzuführen, die Spannung und der Witz bleiben erhalten, woran sich der Leser nur all zu gerne erfreut. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

Fazit:

Auch der zweite Band der Askir-Reihe fasziniert und zieht in seinen Bann, der Spannung, Witz und jede Menge Überraschungen bereithält.

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408 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

zoo, humor, liebe, panda, britta sabbag

Pandablues

Britta Sabbag
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.05.2013
ISBN 9783404168057
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Eigentlich dürfte Charlotte ganz zufrieden mit ihrem Leben sein, wohnt sie doch mit ihrem Traummann Eric zusammen, arbeitet im Kölner Zoo und trifft sich regelmäßig mit ihren besten Freundinnen auf einen abendlichen Drink. Aber eigentlich genügt eben manchmal nicht, wenn die Wohnung zu klein, der Job ganz ok, die Freunde zwar nett, aber manchmal auch nervig sind und wenn da nicht das dumme Gefühl wäre, dass ihr Freund sie betrügt …

Bewertung:

Wie bewertet man einen Roman, bei dem sich die Vorahnung des Inhalts durch und durch bestätigt? Gilt dieser Roman als gelungen oder eben nicht, weil alle Erwartungen erfüllt wurden, aber eben nicht mehr? Ich persönlich hatte eine leichte Sommerlektüre erwartet, die manchmal ein Schmunzeln hervorzaubert, die sich flott und leicht zwischendurch lesen lässt, und die vom Leser keinerlei gedankliche Anstrengung erwartet. Dies alles erfüllt der Roman zu 100 Prozent.

Charlotte ist eine typische Frau, in der sich die Leserin in irgendeiner Form wiederfindet. Die immer gewünschte Identifikation mit der Hauptfigur ist hier also kein Problem. Dass Charlotte von einem Fettnäpfchen ins nächste fällt, dass einer mittelschweren Katastrophe der nächsten folgt, macht sympathisch, aber berührt den Leser das?

Mir persönlich fehlt das Esprit, die Raffninesse und diese Art Witz, die mich herzlich lachen lässt, und eben nicht nur schmunzeln. Mir fehlt die Überraschung und die Spannung, denn der Roman plätschert so vor sich hin, hat meines Erachtens kein festes Ziel. Der Roman ist durch und durch eine leicht bekömmliche und für viele Leser sicherlich eine erfrischende Urlaubslektüre. Mir persönlich fehlt leider das gewisse Etwas, aber wohl auch, weil ich wohl eher nicht zur typischen Lesergruppe gehöre.

Fazit:

Eine seichte Sommerlektüre für Frauen, die nett unterhalten werden wollen, ohne dabei zu sehr ins Grübeln zu geraten.

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Tags: britta sabbag, pandablue   (2)
 

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155 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 11 Rezensionen

vampire, new york, horror, seuche, thriller

Das Blut

Guillermo Del Toro , Chuck Hogan , Alexander Lang
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2012
ISBN 9783453527324
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Der mysteriöse Virus breitet sich weiter aus. Nicht nur New York sondern viele Großstädte der Erde sind mittlerweile betroffen. Denn der Meister hat überlebt und verwandelt immer mehr Menschen in willenlose Vampire. Eine kleine Gruppe versucht die Seuche aufzuhalten. Darunter Abraham Setrakian, der schon sehr lange versucht, die Vampire aufzuhalten. Die einzige Hoffnung liegt in einem antiken Buch über die Entstehung der Vampire, in dessen Besitz er kommen möchte. Doch dies gestaltet sich schwierig, denn die Kreaturen sind überall und die Welt liegt im Dunkeln …

Bewertung:

Der zweite Teil der Trilogie schließt nahtlos an den ersten Teil an, der meines Erachtens gelesen werden muss, um das Blut verstehen zu können, auch wenn viele Erinnerungen der einzelnen Figuren auf die Saat hinweisen. Den Leser erwarten wie auch im ersten Teil rasante Entwicklungen, bei denen sich die Ereignisse überschlagen. Wie in einem mystischen Actionfilm wird dem Leser die Handlung bildlich vor Augen geführt. Dies ist die große Gabe des Guillermo del Toro, die er hier gelungen umsetzen kann.

Was mir jedoch besonders an dieser Reihe gefällt, ist die Tatsache, dass hier Vampire als durch und durch blutdürstige Tiere dargestellt werden, die sich jeder Verweichlichung verwehren. Auch wenn man es nicht glauben mag, spielt auch hier Liebe eine zentrale Rolle, jedoch ganz anders als in den bekannten Tennie-Romanen. Dieser Kampf zwischen tierischen Trieben und dem Menschsein ist ebenso archaisch wie faszinierend.

Zudem lebt die Geschichte durch die überschaubare Anzahl von Hauptfiguren, die allesamt wundervoll gezeichnet sind, was nicht bedeutet, dass sie dem Leser sonderlich sympathisch erscheinen. Sicherlich haben Ephraim Goodweather, der um seinen Sohn Zaith kämpft, und der alte Abraham Setrakian die meisten Fans unter den Leser, aber auch der Rattenfänger Vasiliy ist ein wunderbarer Charakter.

Der Roman selbst ist in vier Teile mit mehreren Kapiteln eingeteilt, die allesamt auf den vorläufigen Höhepunkt der Geschehnisse hinarbeiten, ohne dass der Leser diesen erraten könnte. So hält die Story viele Überraschungen bereit, die den Leser am Ende des 2. Teils einigermaßen ratlos zurücklassen, was den weiteren Verlauf im letzten Teil betrifft, auch, und dies muss gesagt werden, wenn die Grundidee sicherlich keine neue ist. Zwar kennt der Leser die Gedanken der einzelnen Gegenspieler, denn immerhin wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Das große Zusammenspiel bleibt aber verborgen. Und so bleibt dem Leser nichts weiter übrig, sich auch den dritten Teil zu besorgen, denn so unwissend wird er nicht lange zurückbleiben wollen. Man darf also gespannt sein.

Fazit:

Ein rasantes Action-Vampir-Kopfkino, mit tollen Charakteren und einer Story, die einen fasziniert und fesselt. Leser der seichten Vampir-Lektüren werden hier eines Besseren belehrt.

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Tags: chuck hogan, das blut, guillermo del toro   (3)
 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

rosemary wells, modeleisenbahn, eisenbahn, oscar ogilvie, zeitreise

Die rätselhafte Reise des Oscar Ogilvie

Ingrid Weixelbaumer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2012
ISBN 9783423760553
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Oscar und sein Vater lieben ihre Modelleisenbahn, die sich über den gesamten Keller ihres Hauses erstreckt. Doch als die Wirtschaftskrise 1931 Amerika zu Fall bringt, verliert der Vater seine Arbeit und damit Oscar sein geliebtes Zuhause. Während der Vater in Kalifornien sein Glück versucht, lebt Oscar mehr recht als schlecht bei seiner Tante Carmen. Einziger Lichtblick ist der alltägliche Besuch  bei Nachwächter Applegate, der in der Nationalbank arbeitet, wo es zufällig auch eine Modelleisenbahn zu bestaunen gibt.

Am 24. Dezember erscheinen plötzlich zwei Bankräuber im Foyer und bedrohen Oscar und den Nachtwächter. In höchster Not gibt es für Oscar nur einen Ausweg: Er springt auf die Modelleisenbahn und befindet sich plötzlich in einem echten Zug, einem Zug aus dem Jahre 1941 …

Bewertung:

Dies ist eine Geschichte, wie sie aus den Träumen eines 8-jährigen Jungen entsprungen sein könnte: Eine Geschichte von Abenteuern, Zeitreisen und von Eisenbahnen. Dies ist aber auch eine Geschichte von Armut, Sorgen, Freundschaft und Familie. Und dies ist nicht zuletzt eine Geschichte, die den Leser tief berührt.

Die Geschichte spielt im Jahre 1931, in der Zeit, als viele Menschen bedingt durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ihre Arbeit verloren und Armut allgegenwärtig war. Auch Oscar und sein Vater bleiben hiervon nicht verschont, mussten sie doch Jahre vorher den Tod von Oscars Mutter verkraften. Dabei bewegt den Leser vorallem die Liebe, Zuneigung und Fürsorge von Vater und Sohn, die sich durch den gesamten Roman ziehen und nicht zuletzt der Antrieb für Oscars Abenteuer ist. Denn er möchte nichts weiter als mit seinem Vater zusammenleben.

Als alle Hoffnung verloren scheint, der Vater in weiter Ferne nach Arbeit und einem neuen Leben sucht, findet Oscar nicht etwa Halt bei Tante Carmen, die das ist, was man heutzutage einen Sparfuchs nennt. Vielmehr flüchtet er sich in die Freundschaft zu Mr. Applegate, der auf seltsame Weise in Oscars Leben tritt und ihm Halt und neue Hoffnung gibt.

Doch auf seine abenteuerliche Reise wird er ihn nicht begleiten. An besagtem Weihnachtsabend springt Oscar aus Angst vor den Bankräubern auf den Blauen Kometen auf, seiner Lieblingsmodelleisenbahn, und fährt direkt ins Jahr 1941, Richtung Kalifornien. Es beginnt eine Reise, auf der Oscar vielen Menschen begegnet, auch seinem gealterten Vater, wobei die Fahrt immer mehr zur schicksalsentscheidenden für Oscar wird.

Dabei ist dem Leser nie ganz bewusst, ob Oscar die Reise wirklich antritt oder ob sie seiner Fantasie entspringt. Und genau hierin liegt der Reiz dieses Kinderromans. Der Leser begibt sich einem Detektiv gleich mit auf die Fahrt und versucht zu ergründen, ob und wie diese Zeitreise funktionieren kann. Dabei bietet Wells dem Leser genügend Material an, die den Leser zum Nachdenken bringen. Ob es am Ende eine Auflösung des Rätsels gibt, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Verraten kann ich aber, dass mich der Roman überzeugt hat. Sicherlich findet man auch hier in der Konzeption einige Schwachstellen, wobei beachtet werden muss, dass es sich hierbei um eine Geschichte für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren handelt, die nicht dazu da ist, irgendwelche wissenschaftlichen sowie geschichtlich fundierten Erkenntnisse abzuarbeiten. Immerhin gelingt es Wells, einen Teil der Geschichte Amerikas auf äußerst charmante Weise zu transportieren.

Fazit:

Ein wunderbarer jugendlicher Zeitreiseroman, der die Herzen besonders von Eisenbahnfans höher schlagen lässt, aber auch für all diejeniges etwas ist, die Geschichten von Freundschaft und Abenteuern lieben.

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Tags: oscar ogilvie, rosemary wells   (2)
 

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409 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

liebe, herz, märchen, kuckucksuhr, jack

Die Mechanik des Herzens

Mathias Malzieu , Sonja Finck
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carl's Books, 08.06.2012
ISBN 9783570585085
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Am kältesten Tag aller Zeiten wird little Jack geboren. Als sein Herz nicht richtig schlagen will, schließt die Hebamme Madeleine kurzerhand eine Kuckucksuhr an das kleine Herz an, sodass es richtig schlagen kann. Eine Bedingung ist jedoch an die kleine Kuckucksuhr gebunden: Jack darf sich niemals verlieben, da sonst die Uhr nicht mehr richtig schlagen könnte.

Zunächst stellt dies kein Problem für Jack dar. Doch als er an seinem 10. Geburtstag der Straßentänzerin Miss Acacia begegnet, ist es um ihm geschehen. Sein Herz beginnt zu rasen, droht sich zu überschlagen. Doch Jack lässt sich nicht davon abbringen, und kämpft um seine Liebe …

Bewertung:

Dieses Büchlein hat mich verzaubert. Erzählt wird ein skurril romantisches Märchen von den Hürden der ersten großen Liebe. Und dies auf eine so erhabenen Weise, dass es schwer fällt, dies in Worte zu kleiden. Malzieu gelingt es, dem Leser Empfindungen wie Abscheu, Zuneigung, Hingabe und Erschrecken abzuverlangen, und dies gleichzeitig.

Der Ideenreichtum dieses Romans kennt beinahe keine Grenzen. Und dabei vermittelt es eine Vorstellung von Leben und Liebe, die zum einen tragisch, aber zum anderen widerum so real ist, dass ein jeder mit Jack fühlen kann. Dabei vermittelt uns Malzieu eine Wahrheit von Leben und Liebe , wie es meiner Meinung nach nur ein Märchen vermitteln kann. Diese Kombination aus Illusion und Realität macht das Büchlein so besonders.

Auch sprachlich ist der Roman ein Genuss. Neben den fantastischen Elementen, die zu einem Märchen nunmal dazugehören, besticht er durch die malerische Klarheit seiner Worte, wie ich es nennen mag, die mich als Leser unglaublich berührt haben:

Ich habe dir die Kuckucksuhr eingesetzt, ich weiß genau, was sie aushalten kann und was nicht. Sie mag stark genug sein für die Freuden der Liebe, schon möglich. Aber auf keinen Fall verkraftet sie die Qualen. (S. 33)

Aber ich lasse den magischten Zug meines Lebens, den Zug, dessen Lokomotive brennende Rosen spuckt, nicht kampflos entgleisen. (S. 147)

Fazit:

Ein mehr als gelungenes Märchen über die Wirrungen des Lebens und der Liebe.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vorlesen, kinder, kurzgeschichtensammlung, geschichten zum vorlesen, geschichten

Geschichten zum Vorlesen - Gutenachtgeschichten

epubli GmbH
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei epubli, 15.11.2012
ISBN 9783844239072
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

In diesem Buch finden sich 21 Gutenachtgeschichten, die zum Vorlesen gedacht sind. Zusammen mit der Stiftung Lesen hat epubli aus über 100 von Autoren eingereichten Geschichten 21 ausgewählt, sie mit hübschen Zeichnungen versehen und hier zusammengefasst.

Bewertung:

Nicht nur die Tatsache, dass epubli mit dem Erlös dieses Vorlesebuches Projekte der Stiftung Lesen unterstützt, sollte Anlass sein, dieses Büchlein für nur 4,99 Euro zu kaufen. Vielmehr sind es die Geschichten selbst, die es wert sind, gelesen zu werden.

Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die bunt gemischte Zusammenstellung finde ich sehr gelungen. So können Kinder zwischen 3 und 6 Jahren sicherlich eine oder mehrere Lieblingsgeschichten finden. Die Themengebiete sind dabei nicht nur den typischen Nachtgeschichten entlehnt, wie etwa Geschichten über einen traurigen Mond oder einer Wolke, die nicht schlafen kann. Auch Geschichten aus dem Tier- und Pflanzenreich sowie fantastische Geschichten sind hier zu finden.

Besonders angetan haben mir es die Geschichte “Antonius” und die Geschichte “Von der kleinen Buche, die ihre Blätter behalten wollte”. Aber nicht nur hier, sondern auch in den anderen Geschichten findet sich die Liebe und Begeisterung für das Schreiben für ein junges Publikum wieder.

Die anfängliche Irritation über die einfache Druckweise, die hier gewählt wurde (A4-Format, Schwarz-Weiß-Bilder, großer Zeilenabstand) verflüchtigt sich beim Lesen schnell, denn immerhin geht es hier ja um etwas ganz anderes: Hier sollen Kinder durch das Vorlesen neugierig auf Geschichten und Bücher gemacht werden, hier soll ihre Fantasie angeregt werden und nicht zuletzt ein Glanz in ihre Augen gebracht werden. Ich persönlich finde, dass dieses Vorlesebuch dies durchaus zu leisten vermag. Sie können sogar selbst ihren Beitrag zu diesem Buch leisten, indem sie die Schwarz-Weiß-Zeichnungen einfach selbst bemalen.

Fazit:

Ein schönes Vorlesebuch, mit fantasievollen Geschichten und einer wunderbaren und wichtigen Idee dahinter.

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Tags: epubli, geschichten zum vorlesen, gutenachtgeschichten   (3)
 

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

tod, vergebung, religion, gerechtigkeit, jenseits

Was danach geschah

James Kimmel , Helmut Splinter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548284835
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsangabe:

Brek Abigail Cuttler findet sich auf dem verlassenen Bahnhof von Schemja wieder. Sie weiß nicht, wie sie dort hingekommen ist, sie kann sich an nichts weiter erinnern, als an den Namen ihrer Tochter. Plötzlich taucht ein Mann vor ihr auf, der sie an verschiedene Personen erinnert. Langsam begreift Brek, dass sie gestorben ist. Als der Mann sie zu dem Haus ihrer Großeltern führt, wo sie von ihrer längst verstorbenen Großmutter empfangen wird, beginnt sie sich, an ihr Leben zu erinnern und auch an den Tag, an dem sie getötet wurde …

Bewertung:

So einfach fällt mir die Bewertung dieses Romans nicht, da ich etwas Vergleichbares noch nicht gelesen habe. Die Grundindee, sich über den Verbleib von Seelen nach dem Tod Gedanken zu machen, klingt zunächst spannend. So erlebt man zu Beginn, wie Brek mit dieser neuen Situation umgeht. Dabei trifft sie viele Personen aus ihrer Vergangenheit, die Stück für Stück die Geschichte ihres Lebens erzählen.

Aber dabei bleibt es nicht. In der Rolle der Verteidigerin lernt Brek die Schicksale vieler ihr offensichtlich unbekannten Menschen kennen. Dabei stellt der Leser immer mehr fest, dass es insbesondere um den Holocaust geht, welcher sich immer mehr zum zentralen Thema des Romans entwickelt. Hierbei geht es Kimmel besonders um die Frage nach Schuld, Gerechtigkeit und Verantwortung vor Gott. So kommt er zum Beispiel auch nicht umhin, die Frage nach der Wahrheit philosophisch zu betrachten, wenn auch nur oberflächlich. Schnell bekommt die Lektüre dabei einen belehrenden Charakter, der kaum Raum für eigene Schlüsse, besonders wenn diese jenseits des Religiösen liegen. Dies hinterlässt beim Lesen einen komischen Beigeschmack.

Die Struktur des Romans selbst ist ebenso gewöhnungsbedürftigt. Zunächst stellt man fest, dass er in vier Teile untergliedert ist, wobei Teil eins sich mit der Ankunfts Breks beschäftigt, Teil zwei und drei mit der Ausbildung zur Präsentarorin und Teil vier mit dem Tod Breks. Während Teil eins und vier spannend zu lesen sind, weisen die anderen Teile doch ihre Längen auf, die der Leser zu bewältigen hat. Auch der Puzzlecharakter des Romans kann durchaus verwirrend sein, so sind Gedankensprünge zwischen den gerade vorgestellten Personen zu Breks Gedanken keine Seltenheit.

Sprachlich bietet der Roman dem Leser durchaus Lesegenuss. James Kimmel versteht es, sich dem sensiblen Thema einfühlsam zu nähern, wobei er auf gut recherchiertes geschichtliches Grundwissen zurückgreift und dies in einem angenehm zu lesenden Stil.

Fazit:

Ein Roman mit einer guten Idee, vielen spannenden und interessanten Momenten, aber einer sehr religiösen Ausrichtung, die wenig Spielraum für eigene Ansätze lässt.

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Tags: gott, james kimmel, was danach geschah   (3)
 

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

australien, familie, suche, geheimnis, der geheimnisvolle garten

Der geheimnisvolle Garten

Annette Dutton
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2012
ISBN 9783426511428
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:

Der Roman erzählt zwei Geschichten: Zum einen die von Helene Junker und zum anderen, die von Natascha. Diese findet nach dem Tod ihrer Mutter ein geheimnisvolles Dokument, welches sie auf die Spuren der Aborigine führt. Kurzerhand entschließt sie sich, nach Australien zu fliegen, um dem Geheimnis des Dokuments auf die Spuren zu kommen.

Dort begegnet sie nicht nur Alan, einem Tauchlehrer, sondern wird auch mit dem Leben von Helene Junker konfrontiert, einer Aussiedlerin, die vor 100 Jahren nach Australien kam. Immer tiefer wird sie in die Geschichte dieser tapferen Frau gezogen, bis Natascha selbst zu einem Teil davon wird …

Bewertung:

Dieser Roman dürfte vor allem für alle Fans des australischen Kontinents geschrieben worden sein. Wer schon einmal dort gewesen ist oder sich für die australische Geschichte interessiert, sollte sich auch mit diesem Roman wohlfühlen, sofern er auf leichte Lesekost steht. Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem Roman.

Die zwei Handlungsstränge von Natascha und Helene haben mich zuweilen sehr verwirrt. Zwar kann aufgrund der zeitlichen Zuordnung zu Beginn jedes Abschnittes nachvollzogen werden, welche Geschichte gerade erlebt wird, die völlig ungleiche Kapitelsortierung machte es mir jedoch schwer, immer gleich die richtige Spur wieder zu finden. Es mag sicherlich auch daran liegen, dass ich ein Fan der Symmetrie bin, dass mir die großen Unterschiede der einzelnen Kapitellängen missfallen haben, die von 5 Seiten bis 80 Seiten reichen. Die einzelnen Kapitel sind widerum in verschiedene Unterkapitel eingeteilt, die nicht etwa alle zur gleichen Zeit spielen, sondern immer wieder zeitlichen Sprüngen unterworfen sind. Mich hat das einfach nur verwirrt.

Die Geschichte selbst wirkt echt, da sie auf geschichtlichem Fundament aufbaut, wie die Autorin selbst im Nachwort mitteilt. So bewegt mich besonders die Tragik der Kindsentführungen australischer Ureinwohner seitens der Regierung. Der Leser erfährt so manch Interessantes über den Kontinent. Die Geschichte Nataschas berührt mich persönlich gar nicht, während ob des geschichtlichen Hintergrunds Helenes Leben weitaus interessanter erscheint.

Damit hört die Faszination für mich leider auf. Die Figuren sowie ihre Interaktion wirken gestellt und oberflächlich. Mit Natascha konnte ich nicht warm werden, zumal mir ihre Rührung bezüglich ihrer Familiengeschichte zu übertrieben scheint und ihre Zuneigung zu Alan nicht nachvollziehbar ist. Helene, die geschichtliche Figur dieses Romans ist da meines Erachtens besser getroffen, obwohl auch ihre Entscheidungen manchmal nicht nachvollziehbar sind.

Dieses große Manko kann die landschaftliche sowie geschichtliche Einbettung der Geschichte leider nicht mehr wettmachen, obwohl ich hier als Leser durchaus berührt war. Auch der durchaus solide und angenehme Sprachstil vermag die Oberflächlichkeit und Verwirrtheit dieses Romans nur bedingt ausgleichen.

Fazit:

Ein Roman, der für Australien-Fans sicherlich interessant ist, dessen Schwächen sich aber in Konzeption und Tiefgang zeigen.

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Tags: annette dutt, australien, der geheimnisvolle garten   (3)
 

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937 Bibliotheken, 10 Leser, 8 Gruppen, 137 Rezensionen

liebe, beschützer, heilerin, fantasy, remy

Touched - Der Preis der Unsterblichkeit

Corrine Jackson , Heidi Lichtblau , bürosüd° GmbH
Fester Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.02.2012
ISBN 9783522201575
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:

Kaum ist etwas Ruhe bei Remy eingekehrt, holt sie die Vergangenheit wieder ein: Ihr Großvater Franc bittet sie, bei sich zu leben. Trotz der Bedenken ihres Freundes Asher macht sich Remy auf dem Weg, ihren Großvater kennen zu lernen. Dabei hofft sie, offene Fragen über ihre Gabe und über die Vergangenheit ihrer Familie klären zu können. Doch ohne es zu ahnen, begibt sich Remy in tödliche Gefahr, nicht nur für sich, sondern für alle, die ihr am Herzen liegen …

Bewertung:

Der zweite Teil der Touched-Trilogie schließt nahtlos an das Ende von Teil eins an. Auch wenn man diesen nicht gelesen hat, benötigt man nur die ersten Seiten, um sich über Remy, ihre Gabe und den Geschehnissen des ersten Teils zu informieren. Dies wurde von Jackson geschickt gemacht, indem sie den Leser die Gedanken Remys offenbart.

Remy, die Hauptfigur der Trilogie, hat eine besondere Gabe: In ihr fließt sowohl Beschützer- als auch Heilerblut. Dies ist insofern verwunderlich, da sich normalerweise Beschützer und Heiler bis aufs Messer bekämpfen. Währenddessen lebt Remy mit ihren Feinden, den Beschützern zusammen, ja viel mehr ist sie in den Beschützer Asher bis über beide Ohren verliebt.

Diese Liebe ist auch Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte, was unweigerlich – gerade zu Beginn – zu überflüssigen Längen führt. Aber dem Leser sei versprochen, dass genügend Zündstoff in die so offensichtlich harmonische Beziehung geworfen wird und dies in Form von Gabriel, Ahers Bruder. Leider ist dieser Teil der Geschichte ziemlich offensichtlich und ist so schon in vielen anderen Jugendromanen vorzufinden (Twilight, Tagebuch eines Vampirs …).

Die Geschichte um Remys Großvater hingegen gestaltet sich von Beginn an als spannend. Hatte ihre Mutter einst vor dem Großvater gewarnt, entpuppt sich dieser als Sympathieträger, der gleich Fürsprecher einer ganzen Heilergemeinde ist. Dies eröffnet Remy ungeahnte Möglichkeiten, mehr über ihre Gabe und die damit verbundenen Besonderheiten zu erfahren.

Doch mit der Ruhe und dem Familienglück ist es bald vorbei, als Beschützer eine Heilerin zu Tode quälen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt fällt es dem Leser schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die zunächst langsam dahinplätschernde Story nimmt zunehmens an Fahrt auf. Der Leser wird von einem zum nächsten Ereignis gezogen, ohne dies zu offensichtlich zu erkennen. Diese durchaus raffinierten Wendungen geben dem Roman eine spezielle Würze.

Die Sprache und der Schreibstil Jacksons ist schlicht und einfach gehalten. Dies mag auch den Umständen geschuldet sein, dass dies ihre erste große Reihe ist, die sie bereits im Alter von 18 Jahren geschrieben hat. So fehlt es mir manchmal an emotionalem Tiefgang, wo es angebracht wäre. Manche Dialoge sind flach und hätten auch gestrichen werden können.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass der zweite Teil der Trilogie gelungen ist. Gerade zum Ende hin nimmt die Geschichte überraschende Wendungen, die den Leser ans Buch fesseln. Das, wie nicht anders zu erwartende – offene Ende lässt den Leser mit einigen ungeklärten Fragen zurück und mit der Neugierde, welche Erlebnisse Remy noch bevorstehen.

Fazit:

Ein Roman, dessen Spannung sich besonders am Schluss entwickelt, der neben einigen Längen aber einen durchaus gelungenen Hauptcharakter und eine spannende Story zu bieten hat, die den Leser danach gieren lässt, den dritten Teil möglichst bald in den Händen zu halten.

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Tags: corrine jackso, touched   (2)
 

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198 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, druide, götter, hexen, kelten

Die Chronik des Eisernen Druiden - Die Hetzjagd

Kevin Hearne , Alexander Wagner
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 21.02.2013
ISBN 9783608939316
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Atticus O’ Sullivan ist kein gewöhnlicher Junge, er ist ein über zweitausend Jahre alter Druide, der sich in einem kleinem Städtchen in Arizona niedergelassen hat und dort einen Buch- und Kräuterladen führt. Doch richtig Ruhe findet der Druide nicht, denn so manches übernatürliche Wesen hat es auf ihn abgesehen. So bekommt er von Elfen, Werwölfen und Vampiren Besuch, ja sogar von den alten Göttern. Doch dies verheißt nichts Gutes, da diese ihm nach dem Leben trachten, seit er einer keltischen Gottheit ein magisches Schwert entwenden hat …

Bewertung:

Endlich ist mal wieder ein herrlich erfrischender Fantasy-Roman auf dem Markt. Von Anfang bis Ende hat mich dieser Roman begeistert. Besonders die Dialoge zwischen Atticus und seinem Wolfhund Oberon habe ich in vollen Zügen genossen.

Aber zunächst einmal zur Geschichte selbst, denn diese ist ebenso erfrischend anders: Ein Druide wird von Göttern gejagt, muss sich mich Kreaturen des Todes verbünden und tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dabei ist sein treuer Gefährte Oberon nicht ganz unschuldig. Dabei spielen alte Machtkäpfe, Rituale sowie magische Wettkämpfe eine nicht ganz unwichtige Rolle, aber ebenso der Versuch, sich als über 2000 Jahre altes Wesen in der neuen Welt zurechtzufinden. Ganz besonders gefallen hat mir hierbei die Freundschaft zwischen Atticus und seiner Nachbarin, der alten Witwe Mrs. MacDonagh, bei der er immer wieder Zuflucht findet und so mancherlei skurile Situation entsteht.

Hearne gelingt es dabei, die Balance zwischen Witz und Spannung zu halten, ohne dabei in den Kitsch oder die gängigen Muster abzugleiten. Dieser erste Teil der Chroniken nennt sich nicht umsonst “Hounted”, denn Atticus wird wahrlich von vielen Wesen aufgesucht und nicht zuletzt gejagt.

Fazit:

Ein toller Roman, mit viel Witz und Ironie, sowie einer packenden Jagd. Hier freut man sich auf den zweiten Teil.

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drake chronicles, alyxandra harvey, blood feud

Blood Feud (The Drake Chronicles)

Alyxandra Harvey
E-Buch Text: 269 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 05.07.2010
ISBN B004Z60E06
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhaltsangabe:

Der zweite Teil der Drake Chronicles erzählt die Geschichte Logans, der anders als seine Brüder noch nicht ganz im Hier und Jetzt angekommen zu sein: Sowohl seine Manieren, als auch seine Art, sich zu kleiden, entsprechen eher dem 18. Jahrhundert. So verwundert es nicht, dass er sich von der Französin Isabeau angezogen fühlt. Isabeau wurde während der französischen Revolution verwandelt und kurz danach für 200 Jahre in einer Höhle eingeschlossen. Kate, die Anführerin der Hounds, rettet sie und führt sie in die Kunst der Magie ein. Doch Isabeau lässt die Vergangenheit nicht los. Als der Earl of Greyhaven, ihr Vampir, der sie verwandelte, vor den Türen der Drakes auftaucht, spitzt sich die Lage zu ...

Bewertung:

Wie auch bereits im ersten Teil werden die Geschehnisse aus der Sicht der Protagonisten Logan und Isabeau geschildert. Dabei stellen Logan und Isabeau im Vergleich zu Lucy und Solange aus dem ersten Buch interessante Gegenpole dar. Für mich haben beide Charaktere mehr Esprit, da sie gefangen in der alten Zeit scheinen. So recht können sie mit den neuen Begebenheiten nichts anfangen. Und so treten beide gerne Mal in Fettnäpfchen oder reagieren über, was sie für mich sympathischer machen.

Gelungen ist auch die Anknüpfung an den ersten Band, denn obwohl jetzt andere Charaktere im Mittelpunkt stehen, kreuzen die Protagonisten des ersten Bandes immer wieder deren Wege. Harvey gelingt es so, auch die Geschichten dieser Figuren voranzutreiben. Dies ist ungewöhnlich, da gewöhnlicherweise Liebesgeschichten dann enden, wenn sich das Paar gefunden hat. Dies ist hier anders, was für mich etwas Besonderes darstellt. Aber es muss auch gesagt werden, dass sich alle Liebesgeschichten doch sehr ähnlich sind. Da hätte ich mir viel mehr Raffinesse gewünscht.

Auch die Geschichte um Solange, die es immernoch ablehnt Königin zu werden, wird weitergestrickt. Die mir bereits im ersten Teil sehr sympathischen Eltern Helena und Liam haben vorübergehend das Regieren übernommen. Und so stehen sie im Fokus aller, was die Sache nicht einfacher macht, denn Montmatre trachtet nach deren Leben, um zusammen mit Solange regieren zu können. So spitzt sich die Lage im zweiten Teil weiter zu.

Da Isabeau den Hounds zugehört, erfährt der Leser im zweiten Band mehr über diese spezielle Gattung von Vampiren, die im Vergleich zu normalen Vampiren zwei Zahnreihen aufweisen und sich der Magie zugewandt haben. So wird auch etwas mehr Licht in die doch im ersten Teil noch sehr verwirrende Clankonstellation gebracht, was für das Verständnis von Vorteil ist.

Fazit:

Der zweite Teil entwirrt die doch komplexen Clanstrukturen etwas, die Geschichte selbst wird spannend fortgeführt, jedoch hält die neue Liebespaarung wenig Überraschendes bereit.

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Tags: alyxandra harvey, blood feud, drake chronicles   (3)
 

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bücher von umber, jungendliche, bücherreihe, abenteuer, aerie

Die Bücher von Umber - Das Ende der Zeit

Paul W. Catanese , Birgit Schmitz
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.10.2012
ISBN 9783551553485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Lord Umber ist wieder einer seiner melancholischen Anfällen verfallen. Und gerade das, obwohl von allen Seiten her Gefahr droht. Nachdem der König gestorben ist, herrscht in Kurahaven Unmut, denn sein unbeliebter Sohn Loden giert nach der Macht. Im Verlies unter Umbers Felsenburg sitzt die grausame Hexe Turiana und schmiedet finstere Pläne und zu allem Überfluss droht eine neue Gefahr vom Fernen Kontinent, die sich rasch über das Meer näher. Hap schwindet die Zeit, seine mysteriösen Fähigkeiten beherrschen zu lernen, muss er doch nicht nur sich und seinen Freunden helfen, sondern auch noch zwei Welten retten …

Bewertung:

Ich habe das gemacht, was man eigentlich nicht tun sollte. Ich habe den letzten Teil einer Trilogie gelesen, ohne die anderen Bände zuvor jemals in der Hand gehabt zu haben. Aber dieser Band ist so geschrieben, dass auch ein Neuling die Geschichte verfolgen kann, auch wenn natürlich Ereignisse der vorangegangen Büchern nur angerissen werden. Dennoch erklärt auch der dritte Band, welche Fähigkeiten der Fädenzieher Hap besitzt. Dies baut Capanese übrigens sehr geschickt als innere Rede in das laufende Geschehen ein, wie auch die Stadionen der bisherigen Abenteuer und die darin verwickelten Figuren.

Da Umber den Auftrag erhalten hat, möglichst viele Abenteuer mit Hap zu bestreiten, sodass seine Fähigkeiten trainiert werden, trudeln die Freunde von einem Abenteuer ins nächste, auch wenn sie eigentlich gerade kein besonderes Interesse daran haben. Dem Leser gefällt das, denn diese Aufgabe Umbers bringt Spannung. Dem Leser wird es hier bestimmt nicht langweilig: Monsterpflanzen, böse Kreaturen aus dem Meer, Drachen, Trolle, Hexen, böse Könige – hier findet der Fantasyfan alles, was sein Herz begehrt.

Doch dies ist bei Weitem nicht der Grund, warum dieser Roman lesenswert ist. Den Wissenschaftler, Chaoten, Erfinder und Abenteurer Umber muss man einfach lieben. So eine verrückte und so sympathische Romanfigur wie Umber gibt es sehr sehr selten. Dieser schräge Vogel, der von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt, der von einer Ungeschicktheit zur nächsten stolpert, ist ein Held, den man einfach nur lächelnd in die Arme nehmen möchte.

Daneben wirkt der eigentliche Romanheld Hap fast blass, auch wenn ihm das gar nicht gerecht wird. Hap ist ein Junge, der mit seinem Schicksal hadert, der im Grunde gar kein Held sein möchte, und jetzt in der misslichen Lage ist, der Einzige zu sein, der gleich zwei Welten retten kann – die aktuelle Welt und die Welt, aus der einst Umber kam. Capanese zeichnet dieses Konflikt so geschickt, dass er an keiner Stelle zu schwer wird, ohne aber an Bedeutung zu verlieren. Der Leser ist Hap zugetan, leidet mit ihm, freut sich, wenn er kleine Erfolge feiern kann.

Das Ende selbst war für mich äußerst überraschend, weil es doch eher ungewöhnlich ist für einen Fantasyroman: Es ist durchzogen von Erinnerungen, Schmerz, Trauer, aber auch vollkommener Zufriedenheit und Glück. Mich persönlich hat es nachdenklich, ja sogar etwas melancholisch gemacht.

Fazit:

Ein sicherlich würdiges Ende einer Fantasytrilogie, welche durch viele Abenteuer und einem Helden besticht, den man einfach nur mögen muss.

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