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liebe, götter, halbgötter, griechische mythologie, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 494 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.05.2011
ISBN 9783791526256
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr schon wisst, bevor ihr das Buch überhaupt in der Hand haltet, dass es euch absolut fesseln wird? Und dass ihr es danach kaum abwarten könnt, das Buch zu packen um den Klappentext zu lesen? Genauso erging es mir vor einigen Tagen, als ich in der Bibliothek auf dieses Buch gestossen bin. Seltsamerweise konnte ich mich dann Zuhause zuerst nicht dazu durchringen, das Buch tatsächlich zu lesen. Keine Ahnung, was da in mich gefahren ist. Jedenfalls las ich es jetzt innerhalb von etwa einem Tag und muss sagen, dass mein Gefühl mich auch hier nicht enttäuscht hat- es hat mich völlig in seinen Bann verfrachtet und ich konnte mich schwer von ihm lösen. Tut mir leid, liebes Buch, aber leider musst du bald wieder zurück in die Bibliothek, damit ich mir den zweiten Band ausleihen kann. Schrecklicher Kreislauf des Lebens. Aber zurück zu der eigentlichen Rezension:

Inhalt:
Man bekommt von Anfang an einen klaren Einblick in das Leben von Helen Hamilton und kann schon sehr schnell erahnen, dass sie nicht normal ist. Es wird auch schnell klargestellt, dass sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater hat und wie ihre beste Freundin so ist. In der Schule trifft sie dann das erste Mal auf die "Neuen" der Insel, die Familie Delos mit ihren Kindern, die etwa im Alter von Helen sind. Dass sie dann jemanden aus der Familie angreift, stand ja schon im Klappentext. Trotzdem hätte ich nicht gedacht, dass sie sie so abgrundtief hasst. Das Ganze endet dann mit ihrer Verwirrtheit, weil sie nicht richtig weiss, wer oder was sie ist. Nach einem ereignisvollem Zusammentreffen lernt sie dann die Familie- und vor allem Lucas, den sie in der Schule angegriffen hat- besser kennen. Auch erfährt sie, was sie ist. Es wird schnell klargestellt, wer der Fein der Geschichte ist. Hauptsächlich dreht sich der Inhalt aber um die Erläuterung ihrer Herkunft, dem Training ihrer Kräfte und der Beziehung zwischen ihr und Lucas.
Es gab Stellen, die mich leicht langweilten, weil ich den Durchblick nicht mehr hatte, welcher Name jetzt welche Person in der griechischen Mythologie ist. Grundsätzlich war es aber eine gute Erklärung, was sie war und somit ein guter Einstieg in die Geschichte.

Charaktere:
Bei der Hauptperson, der 16 Jahre alte Helen Hamilton, konnte ich mich einfach nicht entscheiden, ob ich sie mögen sollte oder nicht. Ich konnte es teilweise nicht abhaben, dass sie ihre Kräfte nicht einsetzte. Wiederum konnte ich aber auch verstehen, weshalb. Ab und zu schimmerte das altbekannte ich-will-nichts-Besonderes-sein-Getue durch (was ich nicht sonderlich mag), aber gegen das Ende bewies sie sich als eine sehr mutige, tapfere, witzige und sensible Person. Die Autorin hat eine, meiner Meinung nach, doch sehr interessante Persönlichkeit erschaffen. Ich freue mich darauf zu erfahren, wie sie sich weiterentwickelt.

Lucas Delos, der andere Protagonist, gefiel mir ausgezeichnet. Nein wirklich, ich fand ihn stets pflichtbewusst und teilweise echt süss. Man merkte richtig, wie sehr er Helen mag und wie sehr er sich nichts sehnlicheres wünschte, als mit ihr zusammen zu sein. Ich rechnete es ihm auch hoch an, dass er stets Verständnis für Helen zeigte (auch wenn meine Gedanken während dem Buch oft waren, dass er sie einfach küssen sollte). Auch bei ihm freue ich mich sehr auf den nächsten Band und wie er sich weiterentwickelt.

Die Familie Delos verwirrte mich am Anfang ein wenig, weil ich nicht wusste, wer jetzt mit wem wie verwandt war. Das lichtete sich aber mit der Zeit und alle schlossen sich mir richtig ins Herz. Hector, stellte sich heraus, war gar nicht der unfreundliche Trainer, wie es immer schien. Ich hätte am Ende des Buches an seiner Stelle wahrscheinlich genauso gehandelt. Ariadne und Cassandra mochte ich auch ziemlich, vor allem Ariadne, auch wenn sie nicht so viel vorkam. Cassandra mochte ich teilweise nicht so, weil sie ziemlich hart mit Helen war. Trotzdem fand ich ihre Bestimmung, das Orakeln zu sein und das für immer, ziemlich hart. Die restlichen Mitglieder der Familie mochte ich alle. Sie waren alle so verschieden, und doch war ihnen Familie das Wichtigste.

Helens Vater Jerry und seine Fast-Freundin Kate 'spielten' den alten Teil von Helens Leben. Jerry verdiente von mir hohen Respekt, dass er Helen nicht durchlöcherte und ihr vertraute. Auch die Vater-Und-Freund-der-Tochter-Gespräche brachten mich oft zum lachen.

Claire, Helens beste Freundin, hat eine wichtigere Rolle gespielt, als ich zunächst dachte. Sie erwies sich als clevere und mutige Freundin, auch wenn sie 'nur' ein Mensch war.

Wer gab es denn noch. Ah genau: Kreon, der Bösewicht des Buches. Zu dem möchte ich jetzt eigentlich nicht zu viel schreiben (Spoiler-Gefahr). Genauso wenig über die neue Person im Buch. Pech, da müsst ihr leider selber lesen.

Fazit der Personen: Sie sind alle verschieden, haben eine "fiese und dunkle" Seite, können aber alle echt süss und witzig sein. Die perfekte Kombination aus Teenager-Patchwork-Family.

Schreibstil:
Ich muss zugeben, dass mich der Schreibstil nicht umgehauen hat. Klar hat das Buch mich irgendwie verzaubert, aber der Schreibstil hat mich manchmal dazu gebracht, etwas nochmal zu lesen, damit ich es verstand. Es gab keine oder wenige Stellen, an denen ich dachte: "Oh, wie schön ausgedrückt!" Trotzdem war er auf der guten jugendlichen Basis geblieben, ohne übermässige Teenie-Gedanken. Mich hat es auch sehr gefreut, mal wieder ein Buch zu lesen, das nicht aus der Ich-Form geschrieben ist.

Fazit:
Ich glaube, ich muss die restlichen Bänder noch lesen, um eine eindeutiges Fazit über dieses Buch zu fällen. Es hat mich- keine Frage- total süchtig gemacht. Aber da gab es auch wieder Dinge, die mich gestört haben. Das Training hätte meiner Meinung detaillierter stehen dürfen. Auch die Beziehung zwischen Lucas und Helen- mir haben diese Stellen gefehlt, die man mit einem Lächeln auf den Lippen liest. Dann gab es aber auch wieder diese Kapitel, bei denen ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es ist definitiv ein Buch für Fantasy-Fans der griechischen Mythologie, die mit einer tragischen Liebesgeschichte verbunden ist. Aber es ist nichts für Leser, die keine Action vertragen und nicht drauskommen bei längeren Erklärungen. Dieses Buch verdient einfach 4/5 Sternen, weil es mich so in den Bann gerissen hat und ich ununterbrochen daran denken musste.Trotzdem- da ist noch Luft nach oben und ich hoffe auf einen genauso fantastischen 2. Band!

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