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478 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

liebe, jugendbuch, holly bourne, fantasy, seelenverwandte

This is not a love story

Holly Bourne , Nina Frey
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2014
ISBN 9783423715850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das ist ja wirklich keine gewöhnliche Liebesgeschichte

4 von 5 Sternen

 

Das ist ja wirklich keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Das ist genau das was ich dachte, als ich den Roman fertig gelesen hatte.

Klar, der Titel lautet auf englisch, dass es sich nicht um eine Liebesgeschichte handelt, aber mal ehrlich: Dachte sich nicht jeder „Was für ein lahmer Titel für einen Liebesroman“ ? Ich für meinen Teil dachte das, wurde aber wirklich überrascht.

Ich muss mich vielleicht etwas genauer ausdrücken, denn im Grunde handelt es sich eben doch um einen Liebesroman, nur eben anders als man denkt. Es geht hier nämlich wirklich nicht um die übliche Liebesgeschichte. Romeo liebt Julia. Julia liebt ihn nicht. Sie kommen doch zusammen. Haben Probleme. Lösen diese und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Nein.. Hier geht es um viel mehr, denn hier geht es, wie es die Autorin so schön beschreibt um die große Liebe und die kann manchmal nicht nur sprichwörtlich Berge versetzten, sondern in diesem Roman kann sie auch welche zerstören. Ich denke ich werde nicht zu viel verraten, wenn ich dieses Detail verrate, denn ich als Leser hätte gerne davon gewusst, dass es sich hier um eine nahezu-Apokalypse handelt.

Zum Inhalt: Penny ist junge 17 Jahre alt und glaubt nicht an die wahre Liebe. Sie findet Jungs generell eher doof und schreibt das nicht dem Umstand zu, dass sich noch zu jung dafür ist, sondern sieht das ganze realistisch und weiß einfach, dass soetwas wie die wahre Liebe gar nicht existieren kann.

Eines Abends trifft sie jedoch bei einem Konzertbesuch auf Noah und ist bereits ab der ersten Sekunde wie von ihm gebannt. Noch kann sich Penny das Ganze nicht erklären, denn wahre Liebe kann das doch wohl nicht sein, oder? Auch Noah spürt, dass zwischen Ihnen etwas ist und mit der Zeit kommt es zu dem Punkt an dem sie sich näher kommen und merken, dass ihre Liebe vielleicht zu groß für sie ist. Die Liebe zwischen Noah und Penny versetzt nämlich keine Berge, aber sie zerstört wie es scheint die Welt. Ein kleiner Stromausfall hier und ein Gewitter da. Was harmlos anfängt steigert sich und schon bald wissen Noah und Penny, dass das zwischen ihnen nichts gewöhnliches ist.

 

So viel also zum Inhalt. Ich bin mir nicht komplett sicher, dass ich das Buch wirklich 5-Sterne wert fand, daher vergebe ich nur 4 Sterne, obwohl das Buch nicht wirklich schlecht ist. Mich persönlich hat etwas die wirklich abgedrehte Idee gestört, dass soetwas tatsächlich möglich ist, vorallem aber einfach weil ich darauf nicht vorbereitet war und mit einer üblichen Liebesgeschichte gerechnet habe.

Im Laufe des Buches hatte ich immer mal wieder das merkwürdige Gefühl als sei die Satzstellung oder die Wortwahl etwas merkwürdig, so als ob jemand bei der Übersetzung unaufmerksam war, jedoch fällt es nicht so sehr ins Gewicht, dass es längerfristig störend wirken könnte.

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990 Bibliotheken, 22 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

thriller, noah, verschwörung, sebastian fitzek, amnesie

Noah

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.12.2014
ISBN 9783404171675
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Überwältigt. Dieses Wort beschreibt denke ich am besten, wie ich mich nach Lesens des Romans gefühlt habe.

Ich muss wirklich sagen, mich hat die Story des Romans am Anfang überhaupt nicht interessiert, wieso es auch als eingefleischter Fitzek Fan so lange gedauert hat, bis ich das Buch tatsächlich mal lese. (Es stammt immerhin aus Anfang 2013). Eigentlich dachte ich nach Lesens des Klappentexts, dass dies mein erstes Fitzek Buch werden wird, das ich nicht lesen möchte, weil ich sonst nur enttäuscht bin. Meine Neugierde und die Tatsache, dass ich doch eigentlich jedes Fitzek Buch kenne, haben mich dann jedoch überredet das Buch doch zu kaufen und nachdem es eine Weile in meinem Bücherregal vor sich hingestanden hat, entschied ich tatsächlich es auch zu Lesen.

Der Protagonist hat also sein Gedächtnis verloren, lebt auf der Straße und weiß weder warum er angeschossen wurde, noch wer er überhaupt ist. Klingt für mich nicht wirklich nach einem Spiegel Bestseller. Dazu kommt der nicht schlüssig dazu passende andere Text vom Klappentext, der davon spricht, wie viele Menschen auf unserem Planeten leben und ab wann viel zu viel werden würde. Bitte was? Als ich dann noch die Wörter „Verschwörung“ und „apokalyptischer Thriller“ gelesen habe ging in mir ernsthaft eine Sorge auf, was aus meinem Lieblingsthriller Autoren geworden ist, der sich scheinbar in die Gesellschaftskritik begeben hat. (Nicht dass ich nicht auch gesellschaftskritisch bin und dem Fakt nicht zustimmen würde, dass wir dringend etwas ändern müssen, aber müssen wir das in meiner Unterhaltungsliteratur tun?)

Man sieht also wie zwiegespalten ich dem Ganzen gegenüberstand, aber ich muss sagen ich bin positiv überrascht gewesen, auch wenn ich trotzdem keine vollen fünf Sterne aus fünf vergeben kann, da mich der Beginn (und leider auch Teile zwischendrin) zu sehr gelangweilt haben.

Aber fangen wir vorne an: Vom Aussehen ist das Buch wirklich gut gemacht. Das schwarze Buch mit der weißen Hand sieht zumindest schon einmal nach besagtem „Thriller“, der drinstecken soll, aus. Schaltet man das Licht aus, dann leuchtet die Hand sogar etwas und bis auf dunklen Hintergrund sieht man nur die helle Hand, was ich als Gag obendrauf ziemlich gut gemacht finde. Warum die Hand ein „Noah“ eingeritzt hat, hat sich mir am Anfang nicht erschlossen, aber der Sinn ergibt sich zum Glück während man den Roman liest. (Nichts finde ich störender, als wenn das Cover einfach keinen Sinn ergibt und aussieht als hätte man einfach aus Beispiel-Covern das ausgesucht, welches einem unter Zeitdruck am Besten vorkam.)

Noah, wie er von den Anderen genannt wird, findet sich plötzlich unter Obdachlosen wieder und hat eine Schusswunde in der Schulter. Wie er dorthin gekommen ist, wer er ist und wer dieser Oscar ist, der sich um ihn gekümmert hat, das weiß Noah nicht. Er weiß nur, dass jemand ihn töten will, weil er scheinbar Informationen hat, an die er sich leider selbst nicht mehr erinnern kann. Es beginnt eine Suche nach seiner Identität, die sich immer mehr mit der zurzeit herrschenden „Manila“ Grippe zu überschneiden scheint. In was ist Noah da reingeraten? Oder hat er sogar etwas mit dem Ganzen zu tun?

Man kann kaum über den Inhalt des Buches referieren, ohne den Plot nicht schon teilweise zu verraten, denn abgesehen von den (für mich) langweiligen Szenen aus Manila, in denen das Leben im Slum beschrieben wird, wird man immer wieder vor den Kopf gestoßen mit Informationen, die man sich so nicht zusammengereimt hatte. Immerzu wirft der Roman Fragen auf, beantwortet sie eine Weile später und erklärt dann jedoch wieder, dass dies keine ehrliche Antwort auf die Frage, sondern wieder nur eine Lüge war. Das macht wirklich einen großen Teil der Spannung des Romans aus, denn ich musste wirklich mehrmals wirklich bewusst meinen Mund wieder schließen, der vor Erstaunen oder Schock weit offen stand. Liest man dann ein paar Seiten weiter, dann hat sich das, wovor man eben noch schockiert war, fast wieder in Luft aufgelöst und man hängt dem nächsten kleinen Informationsschnipsel nach und empfindet so am eigenen Leib mit, wie furchtbar es sein muss, seine eigene Identität nicht zu kennen, wenn man keine verlässlichen Personen im Umfeld hat, die alles aufklären können.

Die Szenen aus Manila kommen mir leider etwas zu langgezogen vor und sind, wenn man Fitzeks normalen Schreibstil gewohnt ist doch etwas langweilig. Mir kommen die Passagen etwas gezwungen vor, so als ob man im Unterhaltungsroman noch zwanghaft versucht hat etwas Gesellschaftskritik unterzubringen, die den Leser zum Nachdenken anregen soll.

 

Nun zum Fazit: Im Gegensatz zu allen üblichen Fitzek Romanen ist die Weiterempfehlung hier nicht ganz so einfach. Jeder eingefleischte Fitzek Fan wird den Roman wahrscheinlich sowieso lesen, aber ich befürchte, dass der ein oder andere Leser enttäuscht sein wird, wenn er sich vor dem Kauf nicht klar macht, dass dies definitiv kein üblicher Fitzek Roman ist, wie man ihn sonst kennt.

Dieser Roman mischt Gesellschaftskritik mit einer Menge Fragen und einem Haufen Spannung, jedoch könnte man ihn vielleicht auch eher außerhalb der Thriller-Schiene verkaufen. Wer nur auf Spannung und eine wirklich unglaublich schockierende und gedankenanregende Geschichte im Apokalyptik-Stil wartet, der ist hiermit wirklich mehr als gut bedient!

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(80)

173 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, krebs, australien, neuseeland, tod

Dinner mit Rose

Danielle Hawkins , Nina Bader
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Schroeder, Marion von, in Ullstein Buchverlage GmbH, 13.03.2013
ISBN 9783547711875
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hat wirklich alles, was ein schönes Buch braucht und man kann -bis auf ein paar unglückliche Übersetzungen, die ja nicht von der Autorin herrühren- keineswegs feststellen, dass dies ein Erstroman ist.
Man merkt dass die Autorin sich selbst im Landleben gut auskennt und man wird in so in die Neuseeländische Idylle eingeführt als würde man ebenfalls zu Besuch in Tante Rose Haus sein.
Die nahezu alltäglich beginnende Geschichte führt einen in die Charaktere ein und macht die Geschichte so meines Erachtens ein bisschen realer.
Josie, die ihren Freund zusammen mit ihrer besten Freundin in unmissverständlicher Pose auf dem heimischen Sessel wiederfindet, flüchtet nach Neuseeland zu ihrer Tante Rose. Rose lebt auf dem Land zusammen mit ihren vier Hunden und dem Hausschwein Percy und empfängt Josie mit offenen Armen, solange sie sich nützlich macht. Rose Art wird schnell deutlich, die von allen vergötterte Lady macht es sich zur Aufgabe das Beste aus jedermanns Sprache, Benehmen und Aussehen herauszuholen.
Die im Klappentext erwähnte Erkrankung von Rose trügt die Idylle lange nicht und tritt -in der Geschichte- zeitlich erst sehr spät auf. Auch auf die angekündigte Jugendliebe zwischen Matt und Josie muss der Leser eine Weile warten, was das ganze jedoch nicht weniger spannend macht. Mit jeder umgeblätterten Seite keimt die Hoffnung erneut auf, jetzt die Stelle erwischt zu haben in der die beiden endlich ihre Gefühle füreinander preisgeben. Immerhin hat scheinbar jeder außer den Beiden dies schon bemerkt.

Der Roman eignet sich wahrscheinlich bestens als Abendlektüre wenn man erschöpft auf der Couch liegt, dennoch ist es mir nicht gelungen ihn auf mehr als zwei Tage herauszuzögern. Dem Leser wird sowohl Alltag, als auch Liebe und sogar ein wenig Tragödie geboten.

Auch das Buchäußere sollte man nicht Außen vor lassen. Unter der schön verziehrten Hülle befindet sich ein -wie ich finde- passendes altrosanes Buch mit schöner Inschrift auf dem Rücken, sodass es schon fast zu schade ist das Buch in seiner Hülle ins Regal zu stellen.

Auch sprachlich habe ich an dem Roman nichts auszusetzen und ich denke auch dass Frau Hawkins sich nicht wieder zurückziehen sollte, sondern ihre Leser auch mit ihrem nächsten Roman erfreuen sollte. Für die etwas störende Übersetzung in den wenigen Fällen kann die arme Frau ja nichts.

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(973)

1.687 Bibliotheken, 25 Leser, 6 Gruppen, 118 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, augen, fitzek

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2012
ISBN 9783426503737
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich will zu diesem Meisterwerk eigentlich gar nicht viel sagen, da es sich nicht lohnt hier alles breitzutreten.
Jeder der Fitzek kennt weiß dass jedes seiner Bücher lesenswert ist, da brauche ich niemanden zu überzeugen.
Jemandem, der Fitzek noch nicht kennt, lege ich hiermit nahe sich wirklich mal die Bücher von diesem Thriller-Gott anzuschauen.
Auch mit diesem Roman wurde ich wiedermal nicht enttäuscht, denn es ist alles da was einen guten Roman ausmacht.
-Unfassbare Charaktere
-Durchdachte Zusammenhänge, sowie gründliche Recherche des Autors
-Und schlussendlich das typische 'Wie?Was?OMG!' Gefühl das einen immer wieder gegen Ende eines Romans einholt.
Alles ergibt einen Sinn und man vermag nicht darüber nachzudenken wieso einem das auf der Handliegende nicht sofort aufgefallen ist und zunehmen wundert man sich wie ein Autor solche Geschichten einfach so aus seinem Kopf zaubert.

Man merkt ich bin sprachlos, wie immer ein Spitzen-Buch!

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271 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

liebe, freundschaft, tod, verlust, familie

Wie Blüten im Wind

Kristin Hannah , Marie Rahn
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.01.2013
ISBN 9783548284774
Genre: Romane

Rezension:

Ich muss sagen, als ich zu Anfang gelesen habe, dass einige das Buch so in Einem weggelesen haben stieg in mir schon die Verwunderung auf.
'So gut kann das Buch ja nun auch nicht sein..'

Inhalt:
Die unbeliebte Mia, Zwillingsschwester von dem Beliebten Zach, findet durch Zufall direkt zu Beginn der High School eine neue Freundin, nachdem sie von ihrer bisher einzigen vorigen Freundin tief verletzt wurde. Mia und Lexi sind fortan nicht mehr zu trennen und gehen durch dick und dünn, doch leider verliebte sich Lexi schon am ersten Schultag in Zach und kann seitdem ihre Gefühle nicht unterdrücken. Um ihrer Freundin nicht erneut das Herz zu brechen, indem sie eine Freundin an ihren Bruder Zach verliert, iognoriert sie ihre Gefühle zunächst.
Nach einem Hin und Her gestehen die Beiden ihre Zuneigung und Mia akzeptiert dies.
Das Glück der Drei wird dann nur durch einen Autounfall zerstört, der nach einer Party tödliche Folgen hat. Die Farraday Familie rund um Zach und Mia ist nicht mehr die Selbe und Lexi's Zukunft ist zerstört.
Werden die Beiden trotz des Verlustes zueinander finden?

Es ist aber tatsächlich ein wirklich wirklich gutes Buch.
Der New York Times Bestseller hat ein nicht alltzu aufwendiges Design, sieht aber trotzdem schön aus. Matter Untergrund, glänzende Schrift wie so häufig.

Vom Klappentext her, der ja bereits preisgibt, dass Mia bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, der aller Leben verändert, dachte ich persönlich an eine Geschichte die zum Großteil nach diesem Ereignis stattfindet und dessen Folgen schildert, doch dem ist nicht so.
Das Buch ist sozusagen zweigeteilt, denn es handelt zur Hälfte von der Vorgeschichte der Charaktere und geht gegen Mitte des Buches in die Tragödie über und schildert die Auswirkungen dessen.
Das Buch ist so detaillreich mit Hingabe geschrieben, dass man sich perfekt in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen kann, sodass ich bei keiner traurigen Stelle ein trockenes Auge bewahren konnte.
Das Buch weist keineswegs nur die naive Sicht von Jugendlichen auf, sondern vermittelt auch moralische Zwiespalte und das Gefühlschaos von Miles und Jude, den Eltern der verstorbenen Mia, die eine große Lücke in der Familie der Farradays hinterlässt.

Alles in allem eine wunderbare durchdachte Geschichte mit interessanten Einzelcharakteren und ganz großen Gefühlen.
Man freut sich mit den Figuren, hat Liebeskummer mit Ihnen und trauert um Verstorbene und vertane Chancen.
Berührender Roman mit Einwürfen der Jugendliebe, der Schulzeiterfahrungen und dem Umgang mit Trauer.

Wirklich empfehlenswert!

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(1.011)

1.489 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 118 Rezensionen

liebe, erotik, schottland, edinburgh, samantha young

Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht

Samantha Young , Nina Bader
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.02.2013
ISBN 9783548285672
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Jocelyn Butler -es sei an dieser Stelle gesagt, dass dieser Name furchtbar ist- verliert bei einem Autounfall schon als junges Mädchen ihre Eltern und lebt fortan in Pflegefamilien, die ihr jedoch das idyllische Familienleben das sie gewohnt war nicht zurückgeben können. Mit der Volljährigkeit bekommt sie ihr Erbe ausgezahlt und hat von da an ausgesorgt, lässt sich dies jedoch nicht anmerken.
Als sie in die Dublin Street zieht und gegen ihre Gewohnheiten tatsächlich mal etwas von ihrem Geld auch ausgibt ändert sich ihr ganzes Leben von Grund auf. Sie sonst so verschlossene, hinter einen riesen Stahlmauer eingebunkerte Joss -wie sie es bevorzugt genannt zu werden- öffnet sich ihrer neuen Mitbewohnerin und kann auch ihre Gefühle für deren Bruder Braden Carmichael nicht verbergen.
Eins kommt zum anderen und wie das Genre verrät entwickelt sich das kratzbürstige Aufeinandertreffen von Braden und Jocelyn -Braden hat seine Gründe nicht die bevorzugte Abkürzung zu verwenden- zu einer heißen Affäre die schließlich zu echten Gefühlen führt.
Braden, der zwar ebenfalls eine schwere Vergangenheit hatte damit jedoch besser umzugehen vermag, öffnet sich Jocelyn und drängt sie zu einer Entscheidung ob sie ihr allzu verkorkstes Herz nochmal für jemanden öffnen kann, oder ob ihre ewige Angst sie daran hindert.

Zum Buchäußeren ist nicht viel zu sagen, da es alles in Allem ein eher unauffälliges Design ist. Das Ullstein Buch ist in schwarz gehalten und das Cover ziert eine Frau in weißem Tanktop, die der Beschreibung nach auf Joss in ihrem Arbeitsoutfit passt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt wenn es um den sagen umwobenen Braden Carmichael geht, den Schotten der alles bekommt was er will, denn die männliche Figur auf dem Cover ist kaum zu erkennen.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, was bestimmt Bände spricht wenn es um die Frage geht ob das Buch lesenswert ist.
Ich würde sagen das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, wenn man interessiert an leichter Erotikliteratur ist, denn zu meiner Freude wurde in diesem Buch nicht das Hauptaugenmerk auf die sexuelle Komponente gelegt.
In etwa die Hälfte des Buches schmückt sich noch mit keinerlei Erotik, allerdings kommt diese dann in den folgenden Seiten nicht zu kurz. Braden und Joss fallen, sobald sie sich endlich dazu durchgerungen haben, in jedem Moment übereinander her und jedem der 'Shades of Grey' gelesen hat wird das etwas bekannt vor kommen. Meines Erachtens gibt es einige Paralellen zwischen den Romanen, auch wenn sie dennoch unterschiedlich sind.
Wie auch in Shades of Grey ist hier unverkennbar, dass die Hauptcharaktere keine normale Vergangenheit hatten und infolge dessen etwas 'verkorkst' sind um es mit den Worten der Autorin zu beschreiben.
Wenn man über ein paar Lapalien hinweg sieht, wie zum Beispiel dass die Sexszenen leider auch in diesem Roman immer in ähnlichster Weise ablaufen und auch öfter auf den selben Wortlaut zurückgegriffen wird, dann finde ich die Geschichte recht gelungen.
Wie sich im weiteren Verlauf des Buches zeigt stehen in diesem Roman nicht nur Joss und Braden im Vordergrund, sondern auch Braden's Schwester Ellie und deren Familie spielen eine große Rolle.

Ich finde den Roman erfrischend, da er abwechslungsreich gestaltet ist, indem sowohl normale Romanliteratur als auch Erotik als auch traurigere Momente darin auftauchen.
Dass der Untertitel allerdings 'Gefährliche Sehnsucht' heist finde ich unpassend, da keine Anmerke darauf zu finden sind, was jetzt so wirklich gefährlich an dem Ganzen sein sollte. Gefährlich wäre für mich würde Braden Joss in etwas verstricken, dass ihr schadet, aber da dem nicht so ist, bleibt es in meinen Augen ein unpassender Untertittel.

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(27)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

australien, london, tuchhandel, am horizont das rote land, historischer roman

Am Horizont das rote Land

Kylie Fitzpatrick , Julia Walther
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.12.2012
ISBN 9783548285047
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch hat mich leider stark enttäuscht, ich war der Meinung dies sei das erste Buch mit historischem Hintergrund, das mir mal gefallen würde, doch leider habe ich mich schwer getäuscht. Ich habe bisher noch immer nicht geschafft das Buch zuende zu lesen, aber ich will vorab schonmal einen Einblick geben, was ich bisher davon halte. Natürlich bin ich offen für Neues und habe auch gelesen das Buch würde sich dem Besseren zuwenden, sobald Rhia verhaftet hat, also werde ich beizeiten das Buch zuende lesen und die Rezension vervollständigen.

Die junge Irin Rhia verlässt nach dem Brand der Fabrik des Vaters ihr Heimatland und sucht sich in London einen Job. Schon kurz nach ihrer Ankunft stirbt ihr Onkel auf mysteriöse Weise und als Rhia Nachforschungen anstellt wird sie schon bald des Diebstahls bezichtigt und nach Sydney deportiert. Keiner scheint ihr zu glauben, doch Rhia hat starke Freunde im Rücken, die ihr blind vertrauen, glauben und versuchen ihr dort herauszuhelfen.

Das Buch ist wirklich schön gestaltet. Es ist generell matt gestaltet, doch Rand, Titel und Blatt am oberen Rand heben sich durch glänzende Textur hervor.
Zum Buch selbst kann ich leider nichts gutes sagen. Ich fand' die malerische Beschreibungsweise zu Anfang des Buches zwar hinreißend, doch es ändert sich einfach gar nichts im Verlauf der Handlung. Gerade diese kommt nur schleppend vorran, da einfach alles zu Hauf' in facettenreicher Weise beschrieben wird. Man liest Seite nach Seite und trotzdem hat man nicht wirklich das Gefühl es sei viel passiert.

Alles in allem finde ich zwar die Idee des Buches gut und auch diie Gestaltung gefällt mir, aber mir persönlich ist das ganze dann doch zu langwierig. Mag es Menschen geben, die keine Fantasie spielen lassen wollen, sondern lieber alles detailreich beschrieben bekommen haben wollen, dann wird das Buch vielleicht genau das Richtige sein, aber ich habe Bücher dann doch lieber etwas zurückhaltender mit einem Ticken handlungsreicheren Geschichte.

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1.074 Bibliotheken, 15 Leser, 5 Gruppen, 152 Rezensionen

glas, liebe, fantasy, ida, insel

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei script5, 09.01.2012
ISBN 9783839001318
Genre: Fantasy

Rezension:

Ida Mclaird hat ein Problem. Sie beginnt sich von den Zehen an in Glas zu verwandel, kann es sich aber weder erklären, noch hat sie einen Weg gefunden die Entwicklung zu stoppen. Sie kehrt also nach St. Hauda's Land zurück um Hilfe zu suchen.

Zu allererst ist zu erwähnen, dass es bestimmt eins der schönsten Bücher in meinem Bücherregal ist. Hartes Cover, mit Ranken verzierter Umschlag und darunter ein edles weißes Buch mit schlichter und geschwungener Schrift auf dem Buchrücken. Innen kommt das Rankenmuster auf der ersten Seite eines jeden Kapitels erneut zu Gesicht, was mein Papiersparerherz zwar angreift, aber wirklich wunderschön aussieht. Von außen sind die Seiten noch silber, was ebenfalls etwas hermacht. Trotz der Dicke des Buches ist es ungewöhnlicherweise enorm leicht - mein erster Gedanke nach dem Auspacken des Packets. 'Wow ist das leicht.' Als wäre es leer.

Leer ist es aber natürlich nicht. Die Geschichte dreht sich zum Einen um Ida's Glasfußproblem, zum Anderen lernt Ida aber auf St. Hauda's Land auch den schüchternen und zurückhaltenden Midas Crook kennen, zu dem sie sich schon nach kurzer Zeit hingezogen fühlt. Welche Geschichte mehr im Vordergrund steht mag ich gar nicht genau erklären können. Natürlich geht es im gesamten Buch um Ida's Glasfüße, aber trotzdem schwingt im Hintergrund immer die Liebesgeschichte mit.

Zu Anfang des Buches war ich einfach nur begeistert von diesem träumerischen Schreibstil, der sich wie in der Leseprobe schon erkannt, im ganzen Buch fortsetzt. Nach einer Weile, ich würde sagen die Mitte des Buches, habe ich dann allerdings als ziemlich langweilig empfunden. Alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben und es wird ab der 10. Seite einer einzigen Aneinanderreihung von Sinneseindrücken oder Beschreibungen etwas fad. Ich muss zugeben es hat mich sehr davon abgehalten das Buch weiter zu lesen und ich habe in Großen und Ganzen dann auch ganz schön lang für das Buch gebraucht, aber ich kann nur jedem raten, dem es genauso ergeht. 'Lies weiter!' Ich finde es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn nach der etwas faden Mitte wird es nochmal richtig interessant und ich habe auch wieder gerne gelesen.

Alles in allem eine wunderbare Traumwelt, in der kleine Kühe durch die Gegend fliegen können, in die man sich nach stressigem Alltag gerne mal flüchtet.

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 38 Rezensionen

tabu, irland, thriller, dublin, mord

Tabu

Casey Hill , Barbara Christ
Flexibler Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499256646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Reilly Steel, erfolgreiche CSI-Spezialistin, mit ganz besonderen Fähigkeiten, zieht von Kalifornien in die alte Heimatstadt ihres Vaters, um in seiner Nähe zu bleiben. Ihre ungwöhnlichen Methoden zu ermitteln, bezogen auf ihre besonderen Fähigkeiten, treffen in Irland allerdings nicht bei allen Kollegen auf Akzeptanz. Schnell wird das allerdings in den Schatten gestellt, denn es treibt sich ein Serienmörder herum, der seine Taten auf das Werk Sigmund Freuds zu bezieht. Jedes Opfer wird vor seinem Tod gewungen ein Tabu zu verletzen, dass sie Gesellschaft kennt und dass Sigmund Freud in seinem Werk behandelt.

Ich bin insgesamt gespaltener Meinung zu dem Buch.
Am Anfang war ich hin und weg, allein' von der Idee. Freud. Ein Serienkiller, der mit Motiven von Freud tötet, bei jeder Tat ein außerordentliches Tabu einfließen lässt, das Freud in seinem Werk auf keinen Fall duldet. Und damit natürlich auch die Gesellschaft nicht.

Der Anfang war gefüllt mit Spannung, viele Rüchblenden, die Reillys Schwester Jess zum Vorschein bringen und die anscheinend fürchterliche Vergangenheit beleuchten. Man lernt Reillys Leben allmählich kennen und beginnt sich in sie hineinzuversetzen.
Eben wenn man dies geschafft hat, schocken die Autoren einen mit einem Detail nach dem Nächsten. Leider ist meiner Meinung nach genau hier das Problem, weil diese riesige Spannung, die dadurch aufgebaut wird, kann zum Ende des Buches hin nicht mehr gehalten werden und so liest sich der Schluss nur noch so dahin.
Man weiß zwar nicht sofort, was noch geschieht, doch in gewisserweise zieht sich das Ende dann ganz schön in die Länge, wobei man vorher mit Spannung jede Seite verschlungen hat.

Ich bleibe dabei, es ist ein gutes Buch, schon alleine deswegen, weil ich die Idee nach wie vor brilliant finde und weil auch die spätere Auflösung des Falls eigentlich keine Wünsche auflassen sollte. Wie gesagt, die Handlung zieht sich gegen Ende des Buches ein wenig in die Länge, aber ich denke dass sollten die durchaus rund 300 spannenden Seiten zuvor wettmachen.
Allein' des Interesses wegen dürfte das ein schönes Buch sein, denn hier hat sich das Autorenpaar einige Gedanken zum Thema Freud, Gesellschaft und Tabu gemacht.
Es ist schön durchdacht.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

Das Ende der Welt

Sara Gran , Eva Bonné
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783426304198
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich muss wirklich sagen es war schwer sich durch das Buch zu quälen. Immer mal wieder ein paar Seiten gelesen, aber dennoch immer wieder weggelegt und sich etwas anderes gesucht. Ich dachte schon fast ich könne das Buch nicht zuende lesen.
Nach meiner Meinung hat das Buch auf keinen Fall den deutschen Krimi Preis für 2013 verdiehnt, da habe ich doch viel bessere Bücher gelesen. Mir war das Buch einfach zu wirr erzählt. Der ständige Drogenkonsum von Claire, der Hauptfigur, scheint sich unmittelbar auf den Schreibstil und somit auf das Lesegefühl auszuwirken, denn auch ich hatte zeitweise das Gefühl ich würde nicht halb so viel davon mitbekommen, was da alles so vor sich geht. Mir ist beispielsweise durch Rückblenden in die Vergangenheit, das Auftreten der Mutter und der Erwähnnung von Schulferien bis zum Ende des Buches nicht wirklich klar gewesen wie alt die Protagonistin jetzt ist und in welchen Jahre all die Handlungen spielen.

Claire DeWitt klärt als neuen Fall den sogenannten Fall des Kali Yuga auf, der sich damit beschäftigt,dass ihr Ex-Freund Paul getötet wurde. Auch wenn alles auf einen Raubmord hinweist ist Claire von einfachem Mord mit Ablenkungsversuch überzeugt und ermittelt dahingehend mit ihrem Assistenten.
Im Laufe des Buches wird der Zustand von Claire immer deutlicher im Hinblick auf ihre Drogensucht, welche ihr Leben zu bestimmen scheint. Überall wo sich Drogen finden stiehlt oder kauft sie und lässt die Wirkung nach ist sie zu nichts mehr fähig.
Das Buch richtet sich hauptsächlich nach dem Tod von Paul, wie sich in den Kapitelanfängen zeigt, die fast immer damit beginnen wie viele Tage seit dem Tod vergangen sind. Immerhin etwas das einem irgendwie Konstanz im Buch vermittelt und einen Zeitrahmen zur Orientierung bietet.

Ich kann mich mit dem Buch einfach nicht anfreunden. Besonders der Umgang mit dem Drogenkonsum der Protagonistin gefällt mir nicht. In jedem zweiten Satz wird eine Line gezogen, die Nase blutet schon, aber (auf gut Deutsch) drauf geschissen und direkt noch einen Zug hinterher. Findet sich in anderleuts Wohnungen Schlaf- oder Betäubungsmittel wird auch ohne Ahnung einfach reingeschmissen. Ob das für Jugendliche so das richtige ist, ich hab' keine Ahnung. Richtig finde ich es nicht.

Zum Aussehen: Das Buch ist ganz hübsch aufgemacht, auch wenn mich die abgerundeten Seiten zu Beginn etwas irritiert haben. Das Papier ist schön dick und der Buchrücken verknickt auch bei kompletten Öffnen vom Buch nicht.

Alles in allem hat mich das Buch leider enttäuscht. Von der Leseprobe hatte ich einen etwas anderen Krimi erwartet, der zwar etwas wirr, jedoch verständlich ist, was leider nicht gegeben war.

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(74)

133 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

thriller, psychiatrie, mord, psychothriller, antonia fennek

Schwarzweiß

Antonia Fennek
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 15.01.2015
ISBN 9783802595332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sehr schade! Ich hatte mich nach der Leseprobe sehr auf den Roman gefreut, aber bin leider enttäuscht worden.

Zum Aussehen des Buches: Es ist nicht das am aufwendigsten gestaltete Buch, aber ich denke man kann ein 'okay' dafür abgeben.
Die Titelschrift ist mit schwarzem Lack hervorgehoben, jedoch nicht hervorgehoben.

Niklas Rösch, ein psychopatischer Mörder, dem Schizophrenie diagnostiziert wurde, wird in den Maßregelvollzug eingeliefert, in dem er der Ärtzin Regina begegnet. Scheinbar einverstanden nimmt Rösch jedes Medikament, das ihm verordnet wird, benimmt sich bei Anwesenheit von Ärzten tadellos und scheint auch so einen harmlosen Eindruck zu machen. Doch Reginas Problem? Niklas Rösch war scheinbar auch in dem Ort, den Regina eigentlich in ihrer Vergangenheit lassen wollte, denn er kennt pikante Details, die sich Regina anders nicht erklären kann.
Es beginnt ein Spiel zwischen dem Mörder, der noch weitere Ziele hat und der Ärztin, die sich der Heilung von psychisch kranken Tätern verschrieben hat.

Als ich die Leseprobe gelesen habe, freute ich mich auf eine detaillierte Geschichte über einen psychisch kranken Täter, der in den Maßregelvollzug eingeliefert wurde. Bekommen hat man finde ich deutlich weniger von Niklas Rösch, als was die Autorin aus der Figur hätte machen können. Psychisch kranke Menschen bieten, vorallem mit der meist sinnbildlichen Vergangenheit allerhand Ansätze, die man zu spannendem Lesestoff verarbeiten kann, doch ist das der Autorin Antonia Fennek leider nur in Maßen gelungen.
Es gab durchaus Stellen an denen man ein paar Zeilen lang gefesselt hin, aber leider überwiegte bei mir das Gefühl der Langeweile, die mich etwas Zeit gekostet hat, das Buch überhaupt erst zuende zu lesen.

Man sollte mich nicht falsch verstehen: Das Buch ist nicht komplett un-empfehlenswert, aber eben auch kein Meisterwerk bei dem ich eine Kaufentscheidung aussprechen würde. Eventuell etwas für ein paar Abende nebenbei, aber nichts für all die, die Interesse an schwierigen und facettenreichen Persönlichkeiten oder Spannung haben.

Ein Lob sollte man der Autorin noch da lassen: Für alle diejenigen, die sich nicht gut im medizinischen Bereich auskennen, ist im Anschluss an die Geschichte erst eine Erklärung der Autorin und dann auch ein Glossar für eventuell unklare Begriffe enthalten. Mir persönlich waren die Fachbegriffe bekannt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das eine nette Idee für Personen ist, die nicht so tief im Thema drin stecken.

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185 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

liebe, downdating, ärztin, klempner, hochzeit

Ich will es doch auch!

Ellen Berg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 07.11.2014
ISBN 9783746630762
Genre: Humor

Rezension:

Ich muss zu allererst leider sagen, dass ich die Aufmachung des Buches gar nicht mag.
Schon beim auspacken habe ich mich über die Maße des Buches gewundert und auch die Zeichnung des Covers reißt mich nicht wirklich vom Hocker. Ja, es mag das typische Design sein, aber hätte ich das Buch nicht über Vorablesen entdeckt und "mal reingelesen" hätte ich es in keiner Buchhandlung auch nur eines Blickes gewürdigt, weil es nach einem Kinderbuch aussieht. Schon hier in der Cover-Vorschau dachte ich, dass es sich wieder um einen Roman für Kinder handelt.

Abgesehen von dem Design-Missfallen, habe ich die Geschichte um Charlotte und Uwe (wie die Autorin schon treffend formuliert hat: Keiner heißt Uwe) in mein Herz geschlossen. Ich würde sogar schon fast sagen man könnte es auch als "(K)ein Liebesroman" durchgehen lassen.

Zum Inhalt: Charlotte ist mittlerweile schon 39 Jahre alt, und somit schon fast zu alt, um jemals einen Mann zu finden. So zumindest ihre Eltern, die krampfhaft versuchen, der zwanggestörten Charlotte, bei der alles mit Ordnung und Planung zugehen muss, einen akzeptablen Mann zu beschaffen.
Die angesagte Kardiologin trifft durch einen Wasserschaden auf den Klempner Uwe, der mit seiner rüpellhaften Art sofort unterbewusst für Charlottes Interesse sorgt. Aber eine angesagte Kardiologin aus gutem Hause und der schäbige Klempner, der auch noch Uwe heißt? Ob das klappen kann?
Das fragt sich auch Charlotte, die durch Uwe das erste Mal richtig glücklich ist.
Soweit also auch schon die Information, die bereits auf der Zusammenfassung der ersten Seite bekannt gegeben wird.
Ich muss zwar sagen, dass inhaltlich keine riesen-großen Sprünge mehr passieren, denn es ist schon vor Beginn des Lesens klar, welche Handlung der Roman hat, trotz alledem ist es wirklich erfrischend den verwirrten, oder soll ich eher sagen genaustens geordneten Gedanken von Charlotte, die übrigens alles in erstens, zweitens und drittens aufteilt, zu folgen. Auch Uwe mit seiner eher rüpelhaften, aber absolut charmanten Art kommt sofort als Lieblingscharakter oben auf.

Daher wirklich ein Lob an die Autorin, trotz 'einfachem' Liebesroman ist die Handlung detailreich, aber nicht zu langweilig erzählt und die Charaktere bekommen alle ihre nötige Tiefe.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

reisen, ratgeber, langzeitreisen, sehnsucht, laura pattara

Pocketguide für Globetrotter

Laura Pattara
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 06.10.2014
ISBN 9783768838887
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich habe mich mit diesem Buch ewig herumgeschlagen, weil ich immer wieder dachte "Du schaffst es vielleicht doch noch es zuende zu lesen, warte ab".
Aber nein. Ich kann mich wirklich nicht dazu aufraffen die restlichen Seiten noch zu lesen bevor ich diese Rezension schreibe, weil mich das Buch unfassbar enttäuscht hat.
Ich bin reise-interessiert, will die Welt sehen und war hin und weg als ich das Buch sah. Ein Ratgeber für das Große Abendteuer mal hier, mal dorthin zu fahren. Tja, falsch gedacht.
Ich habe mich auf einen Ratgeber gefreut, der einem die Reiselust näher bringt, Erfahrungen teilt und spannend ist. Bekommen hat man mit diesem Buch leider nur die Aufforderung all sein Hab und Gut zu verkaufen, wenn Möglich genug Geld zu haben, sodass man keine Schuldenberge anhäuft und dann in die Welt hinaus zu ziehen ohne je zurückkehren zu wollen.
Ein Reisebuch wäre allgemein denke ich auf großes Interesse gestoßen, denn jeder will mal irgendetwas sehen und vielleicht auch mal eine Zeit lang mit dem Rucksack unterwegs sein, aber ein Ratgeber in Sachen "wie werde ich all mein Zeug los und nenne von nun an die ganze Welt mein Zuhause" spricht denke ich deutlich weniger Menschen an.
Da sich das Buch hauptsächlich darum dreht jahrelang zu reisen ohne irgendwohin zurück kommen zu wollen und auf minimalstem Standard zu leben, kann ich dem wirklich nichts nettes abgewinnen. Das Buch ist weder sonderlich spannend oder gut geschrieben, noch überzeugt der Inhalt, daher habe ich dazu auch nicht wirklich viel zu berichten.
Mal ganz davon abgesehen was der Inhalt so hergibt, auch das Äußere hat mich nicht wirklich überzeugt. Die Buchaußenseite ist rau, so als wäre das ein Ratgeber den man überall dabei haben sollte um immer mal etwas nachschlagen zu können und mir persönlich gefällt auch das Format nicht so gut wie bei anderen Büchern.

Also: Du willst in die große weite Welt, aber niemals zurück kommen? Dein Hab und Gut verschenken, verkaufen, versteigern? Deine Familie und Freunde zukünftig nur noch am Telefon hören oder per Video Chat sehen, weil du dich auf der anderen Seite der Welt befindest und auch zu Familienfesten nicht zurück kommst?
- Dann ist das Buch genau richtig für dich! Die Autorin teilt genau die selbe Meinung und du wirst dich sicher darin wieder finden.

Du beantwortest auch nur eine Frage davon mit Nein?
- Lass besser die Finger in der Tasche und das Buch im Regal stehen, du wirst enttäuscht werden.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

folter, journalistin, annika bengtzon, schweden, krimi

Jagd

Liza Marklund , Anne Bubenzer , Dagmar Lendt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 09.03.2015
ISBN 9783550080616
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wow, für den Roman habe ich lange gebraucht. Ich war mir mit der Leseprobe am Anfang nicht ganz sicher, was ich davon halten soll und kann den Roman leider auch nach dem Lesen nicht wirklich weiterempfehlen.

Liza Marklunds Kriminalroman "Jadg" ist ein neuer Fall für die Journalistin Annika Bengtzon und ist laut Kritikermeinung Dogens Nyheter einer der besten Romane von Liza Marklund. Ich kann dazu leider nur sagen, dass sich das für mich wie ein Armutszeugnis für die vorherigen Werke anhört.
An einem verregneten Maitag wird der Geschäftsmann und ehemalige Politiker in seiner Villa tot aufgefunden. Sowohl sein Hund als auch er wurden brutal zugerichtet, währenddessen von seiner Frau jede Spur fehlt. Ingemar Lerberg konnte zwar gefoltert, aber lebendig aufgefunden werden, doch noch ist der Ausgang für ihn ungewiss. Hier kommt Annika Bengtzon ins Spiel, die scheinbar schon aus Vorromanen als Journalistin des Abendblatts bekannt ist.

Glaubt man den Kritikerstimmen erwarten einen nun "eine spannungsreiche Geschichte mit unterhaltsamen Einklicken" in den Journalismus, doch ich finde in diesem Roman nur langweilige Aneinanderreihung von Geschehnissen, einen teilweise etwas fragwürdigen Schreibstil und mitunter auch fragwürdigen Inhalt. Das erste Mal habe ich beim Lesen eines Romans Notizen gemacht um auf keinen Fall etwas von dem zu vergessen, was mir beim Lesen falsch aufgestoßen ist.

Zuerst zu den Grundeigenschaften des Buches. Schon als ich es ausgepackt hatte ist es mir der Größe wegen irgendwie missfallen. Es ist zwar kein Hardcover, trotzdem ist es durch die etwas zu groß geratenen Maße unhandlich und sperrig. Die Farbenauswahl macht es zudem nicht zwingend zu einem Hingucker. Die einzelnen Kapitel sind nicht wie üblich durch Nummerierung oder Zeichnungen unterteilt, sondern werden nur hin und wieder durch wirr erscheinende Kursivtexte unterbrochen, die scheinbar absolut keinen Zusammenhang haben und eher Fragen aufwerfen, als dass sie Lesegenuss versprechen. Um das 'wirre' deutlich zu machen, hier ein Zitat aus einem der Kursivtexte: "Fast so, als wäre ich Gott, sagte ich. Mama lachte mich an, das war zu der Zeit, als sie noch lachte. Aber dann hörte sie auf zu lachen, und ich hörte auf, Gott zu sein." Sofern ich das beurteilen kann scheint das keinen Bezug zum Geschehen darzustellen. Es gab auch andere Zeilen, die mir eher missfielen, als dass sie positiv aufgefallen sind, jedoch bringt es nicht diese alle abzuschreiben.

Ein weiterer Faktor, der mich beim Lesen gestört hat, ist abgesehen davon, dass mir ab und an der Gedanke kam, ob nicht vielleicht doch ein Schüler diesen Text verfasst hat, die Tatsache, dass die Geschichte durch unnötige Wiederholungen oder minituös detaillierte Beschreibungen künstlich in die Länge gezogen wird. Werden beispielsweise im Handlungsverlauf Geldscheine gefunden, muss der Leser sich durch eine dreiviertel Seite quälen, die nur davon handelt, wie die Geldscheine aussehen, welche Personen auf den beiden Seiten der Geldscheine zu sehen sind und um exakt welche Geldnoten es sich handelt. Sowas kann man auch deutlich kürzer und damit weniger nervig schildern.

Teilweise ist auch die Handlung ansich etwas skurril, so spricht eine Stelle beispielsweise davon, dass einer Figur im Roman das Glied ersteift, nur weil Leute bei seinem im Internet bissig verfasstem Kommentar auf 'Gefällt mir' klicken.
Auch die generelle Geschichte ist nicht wirklich so klar dargelegt, dass man jederzeit genau sagen könnte wo man sich im Geschichtsverlauf befindet. Zwischenzeitlich ist mir als Leser erst nach einigen Seiten überhaupt klar, aus welcher Perspektive in diesem Augenblick geschildert wird und so wird meiner Meinung nach eher Verwirrung gestiftet, als dass es 'spannende Einblicke aus jedem Blickwinkel' ermöglicht, wie es von Kritikerstimmen heißt.

Ohne das Ende verraten zu wollen, muss ich leider gestehen, dass dieses -sofern man den groben Kontext der Geschichte verstanden hat- keine sonderlich große Verwunderung oder ähnliches mit sich bringt. Es ist also leider so schon ab etwa Mitte des Romans absehbar.

Alles in allem gebe ich für diesen Roman auf keinen Fall eine Kaufempfehlung ab. Selbst wenn der Roman zu üblichen Taschenbuch-Preisen erhältlich wäre, so gibt es doch bessere Romane, für die es sich eher lohnt Geld auszugeben.

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