Birgit Fiolka

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88 Bücher, 24 Rezensionen

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768 Bibliotheken, 25 Leser, 7 Gruppen, 46 Rezensionen

fantasy, dämonen, arlen, leesha, jardir

Das Flüstern der Nacht

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.08.2010
ISBN 9783453526112
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(773)

1.518 Bibliotheken, 30 Leser, 13 Gruppen, 91 Rezensionen

dämonen, fantasy, magie, arlen, siegel

Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.05.2009
ISBN 9783453524767
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Lied der Dunkelheit ist ein echter Pageturner. Der Erzählstil des Autors sowie die Geschichte könnte man schon beinahe als "süffig" bezeichnen.
Der Grundgedanke der erzählten Geschichte ist denkbar einfach. Nachdem Dämonen vor über 300 Jahren fast die gesamte Menschheit ausgerottet haben, ist die Welt in einen fast mittelalterlichen Zustand zurückgefallen - es gibt ein paar große freie Städte, abgelegene Dörfer und dazwischen nur weites Land und Dämonen. Diese kommen nachts aus dem Horc, um die vollkommen verängstigten Menschen anzugreifen. Reisen ist eine gefährliche Sache und meist Kurieren vorbehalten. Schützen können die Menschen sich nur mit Siegeln, die sie an ihre Häuser malen und die einen Schutzzirkel bilden. Leider versagen diese Siegel oft und so sind Tod und Angst Teil des menschlichen Lebens.
Arlen, Rojer und Leesha sind Kinder, die auf unterschiedliche Art und Weise vom Schicksal getroffen wurden und unabhängig voneinander ihre Lebenswege einschlagen. Leesha als Heilerin, Arlen ist wild entschlossen, die Dämonen zu bekämpfen und die verschwundenen Kampfsiegel zu finden, Rojer reist als Jongleur durch die unsichere Welt.
Erst am Ende des ersten Teils führen ihre Lebenswege zusammen.
Soweit die Kurzfassung. Wie gesagt, die Geschichte liest sich in einem angenehmen Erzählstil weg wie nix, auch die Sprünge zwischen den unterschiedlichen Charakteren stören nicht - alle drei sind interessant, so dass man eigentlich keinen von ihnen lesetechnisch dem anderen vorzieht.
Ein paar Kleinigkeiten haben mich aber doch gestört. Von Anfang an ist die Geschichte auffällig stark sexualisiert - Männer sind fast ausschließlich brünftige unbeherrschte Böcke, die jeder Frau nachstellen (ob diese es will oder nicht!) und Frauen oder sogar 13-jährige Mädchen denken an nichts anderes, als Kinder zu kriegen und endlich einen (O-Ton) Mann zwischen den Schenkeln zu haben ... und wollen natürlich genau so große Brüste wie ihre Mutter bekommen. Und sogar als Leesha (noch Jungfrau!) von 3 Banditen vergewaltigt wird und traumatisiert ist, schläft sie 2 Tage später mit Arlen (den sie gerade auch erst kennen gelernt hat) und alles ist wieder gut.
Da hat der Autor m. E. eine ziemlich männliche Sicht der Realitätsverschiebung.
Was ich ebenfalls irreführend finde, ist der Vergleich auf der Rückseite mit dem Herrn der Ringe, der ungefähr so treffend ist wie Feuer mit Wasser zu vergleichen.
Wo der Herr der Ringe durch Komplexität der dargestellten Völker und Rassenvielfalt besticht, punktet das Lied der Dunkelheit viel mehr durch eingängige und simple Ideen - wie die Angst des Menschen vor der Nacht.
Das ist nicht schlimm, die Geschichte ist absolut gelungen und spannend, aber wie gesagt - der Herr der Ringe ist eine vollkommen andere Baustelle mit vollkommen anderen Schwerpunkten und sollte m. E. nicht als Vergleich bemüht werden.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

england, hopfen, mystery, merrily watkins, zigeuner

Der Turm der Seelen

Phil Rickman , Karolina Fell , ,
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2010
ISBN 9783499253331
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die letzten 100 Seiten des Buches waren spannend, unheimlich und sehr interessant. Der Wehrmutstropfen dabei ist, dass das Buch insgesamt ca. 600 Seiten hat und die vorhergehenden 500 Seiten für mein Empfinden wirklich so zäh und langweilig waren, dass ich dieses Mal ziemlich lange brauchte, um das Buch zu lesen.
Eigentlich geht es hier wieder um spannende Themen: Ein Teil der Geschichte handelt von einer scheinbar von einem Geist besetzten Hopfendarre, in der ein Mord geschieht. Hier gibt es die unheimliche Geschichte von einer Hopfenfrau und Zigeunern, die in den 60er Jahren, zur Hopfenernte nach Frome kamen.
Damals verschwand eine junge Zigeunerin spurlos - und ihr Verschwinden wurde nie aufgeklärt.
Im zweiten Handlungsstrang der Geschichte bekommt es Merrily mit einem scheinbar von seiner toten Mutter besessenen Mädchen zu tun, das von einer Halbzigeunerin aus ihrer Schule entführt wird.
Hört sich spannend an? Dachte ich auch, Zigeuner, alte Flüche, Besessenheit - eine Hopfendarre in der es spukt - das alles hat gruseliges Potential. Leider verliert dieses sich auf den ersten 500 Seiten jedoch in Lol Robinsons ausschweifende philosophische Weltansichten, seine Versuche einen Song über den Fluss Frome zu schreiben und vor allem den Anbau und die Schädlingskrankheiten im Hopfenanbau ... zäh, mühselig, mal wieder viel zu dialogstark. Anstatt dass Handlung passiert, sitzen die Leute herum und reden drüber.
Schade - hier wurde m. E. wirklich eine gute Geschichte etwas versandet. Deshalb für diesen Teil trotz eigentlich interessantem Thema nur 3 Sterne.

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(56)

115 Bibliotheken, 3 Leser, 8 Gruppen, 27 Rezensionen

england, heiden, merrily watkins, exorzismus, hexen

Die fünfte Kirche

Phil Rickman , Nicole Seifert , ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 03.05.2010
ISBN 9783499249075
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch der dritte Teil der Merrily Watkins Reihe erscheint in gewohnter Tradition - dialogstark, komplex in einer Mischung aus mysteriösen Ereignissen und einem weltlichen Verbrechen.
In Old Hindwell hat ein junges Pärchen, welches Anhänger des Wicca-Kultes bzw. alter heidischer Religion ist, ein Grundstück mit einem Haus gekauft, auf dem eine alte jedoch nicht mehr genutzte Kirche steht. Durch eine Late-Night-Show gerät das Ganze in die Medien, so dass der fundamentalistisch traditionalistische Pfarrer Ellis der Gemeinde Old Hindwell eine Hetzkampagne gegen das Hexenpärchen startet und die Dorfbewohner aufhetzt. Merrily wird von ihrem Bischof nach Old Hindwell geschickt, um die Sache im Auge zu behalten. Das ist sozuagen der Haupthandlungsstrang des Buches, natürlich gibt es auch unter den Dorfbewohner von Old Hindwell wieder ein schäbiges und verbrecherisches Geheimnis, das man nach altdörflicher Tradition auf seine Art unter Ausschluss Fremder regeln möchte, in das aber auch Merrily mit hineingezogen wird.
Spannend ist auf jeden Fall der beschriebene Hintergrund von Wicca und heidnischen Religionen. Man merkt auch hier die Recherchearbeit des Autors zu dem Thema.
Gestört an der Logik der Geschichte haben mich aber inhaltlich zwei Dinge:
1. Ich stelle in Frage, ob es wirklich ein derartiges Medieninteresse auf sich ziehen würde, dass BBC und andere große Sender tagelang live und aktuell über den Streit eines Dörfchens am Popo der Welt zwischen ein paar fanatisch christlichen Dorfbewohnern und einer heidnisch orientieren Gruppe berichten würden ...
und 2. wenn dies schon der Fall wäre: Würde die anglikanische Kirche nicht alle Hebel in Bewegung setzen um ihren durchgeknallten Pater, der in weißer Kutte rumläuft und diese Hexenjagd offiziell und medienwirksam anheizt schnell und effizient aus dem Verkehr zu ziehen, anstatt die scheue und etwas entscheidungsschwache Merrily das Ganze mal beobachten zu lassen??? Immerhin ist Pater Ellis offiziell als Gemeindepfarrer von Old Hindwell von der anklikanischen Kirche eingesetzt worden. Ich denke nicht, dass die anklikanische Kirche bei einer mittelalterlichen Hexenjagd zusehen würde, während die Medien lustig darüber berichten und ihr einen ordentlichen Imageschaden zufügen. Die umstrittene Kirche ist immerhin eine Ruine, die längst entweiht und von der anklikanischen Kirche aufgegeben wurde.
Nun kenne ich mich mit der anglikanischen Kirche nicht so aus, aber diese Gedanken gingen mir beim Lesen ständig durch den Kopf.
Ansonsten aber eine nicht unspannende Geschichte, der ich wieder 4 Sterne gebe.
Merrily würde ich mir ein wenig zielorientierter und selbstsicherer wünschen, so dass sie aktiver die Handlung und den roten Faden des Buches vorantreibt. Bei ihr habe ich bisher das Gefühl, sie stolpert und zweifelt sich so durch die Handlung. Etwas mehr Hintern in der priesterlichen Soutane ;-) (den ihre 16-jährige Tochter z. B. durchaus besitzt) würde ihrem Charakter für mein Leseempfinden gut tun und sie mir näher bringen und auch noch sympatischer machen.

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(464)

793 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 95 Rezensionen

entführung, natascha kampusch, österreich, misshandlung, biographie

3096 Tage

Natascha Kampusch , Heike Gronemeier , Corinna Milborn
Fester Einband: 283 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 07.09.2010
ISBN 9783471350409
Genre: Biografien

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(79)

142 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 34 Rezensionen

exorzismus, england, merrily watkins, krimi, kirche

Mittwinternacht

Phil Rickman , Karolina Fell (Übers.) , ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.12.2009
ISBN 9783499249068
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vorab - bis etwa zu Seite 180 war ich der Meinung, dass dieses das letzte Buch aus der Reihe ist, das ich lesen werde, weil sich eben ähnliche Stilstrukturen wie im ersten Teil abgezeichnet haben. Sehr lange Dialoge, die zudem viel von kryptischer Kirchenphilosophie oder Diskussionen zwischen Merrilyn und ihrer Tochter über das New Age Phänomen enthalten. Kurz gesagt: Viel Dialog, wenig konkrete Handlung. Dazu Merrilyns Selbstzweifel als Geistliche, bei denen man sich als Leser fragt, ob eine derart instabile und an sich selbst zweifelnde Persönlichkeit in ihrem Amt richtig ist.
Was das Buch für mich rettete, war im Endeffekt Merrilyns neuer Job. Sie wird nämlich in diesem Teil des Buches von der anglikanischen Kirche zur "Beraterin spiritueller Grenzfragen" ernannt. Das gibt dem Storyverlauf eine gewisse Zielrichtung, die ihm m. E. gut tut. Die Story ist dieses Mal auch stärker von okkulten bzw. mystischen Dingen durchzogen.
Während Merrylin in diesem 2. Teil die Sinnigkeit ihres neuen "Exorzistenjobs" ständig hinterfragt und sich nicht selten fragen muss, ob die seltsamen Dinge, die sie erlebt psychologischen oder tatsächlich übersinnlichen Ursprungs sind, hat ihre Tochter Jane in der 2 Jahre älteren Rowenna eine neue Freundin gefunden, die ebenso spirituell interessiert scheint, wie sie selbst. Dann geschehen seltsame Dinge, ein scheinbar psychisch labiles Mädchen begeht Selbstmord, eine Kirche wird geschändet, und Merrily fühlt sich von einer dunklen Macht verfolgt. Und auch Jane gerät zum Spielball satanischer Mächte.
Ich will gar nicht viel auf den Inhalt eingehen, denn die Story ist dazu wieder viel zu komplex, um die vielen in sich greifenden "Rädchen" hier verständig wiederzugeben.
Das Grundthema dieses Buches - den Satanismus - hat der Autor jedoch gut wiedergegeben und scheint sich in dieses Thema auch psychologisch gut eingearbeitet zu haben.
Ein Manko ist, dass die Auflösung, wie bereits im ersten Teil ein wenig unbefriedigend verläuft - Zufälle, die konstruiert wirken, schaffen da einige Personen aus dem Weg, die jetzt gerade mal aus der Handlung verschwinden "mussten", und nach dem sehr verzweigten Aufbau der Story, erfährt man im Endeffekt dann doch weniger über die Drahtzieher, als man vermutet hätte. Sie bleiben sozusagen eine "Idee" im Hintergrund.
Noch immer bin ich nicht vollkommen überzeugt von dieser Serie - aber immerhin gibt es nicht viel auf dem Gebiet Paranormalthriller. Also werde ich entgegegen meiner vorherigen Annahme doch noch etwas dran bleiben. Erfreulich zeichnet sich für mich persönlich ab, dass die nächsten Teile nicht mehr unter Merrily Watkins Krimi laufen, sondern unter Merrily Watkins Mystery.

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(83)

170 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

england, krimi, merrily watkins, pfarrerin, äpfel

Frucht der Sünde

Phil Rickman , Karolina Fell
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.05.2009
ISBN 9783499249051
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich hatte mich ziemlich gefreut, diesen Autor auf einem Buchabend meiner Buchhändlerin vorgestellt bekommen zu haben. Normalerweise habe ich nämlich ein Problem - während Krimis mir zu realistisch und deshalb dröge sind, hat sich die Mysteryschiene mit übersinnlichen Phänomenen fast ausschließlich der Romantasy verschrieben.
Hier gibt es nun eine Krimihandlung, in die eine Mysterygeschichte mit übersinnlichen Phänomenen eingebettet ist.
Hauptpersonen sind die Pfarramtsvertreterin Merrily, die einen neuen Job in einem englischen Dorf annimmt und deshalb mit ihrer Tochter Jane in das alte Pfarrhaus zieht.
Gut gezeichnet sind die schrulligen Dorfbewohner mit ihren Geheimnissen, Eigenheiten und teilweise traditionellem Misstrauen gegenüber Fremden.
Leider zieht sich Merrilys und Janes "Ankommen" und Kennenlernen der Charaktere fast bis zur Mitte des Buches, ohne dass sich dabei ein besonderer Spannungsbogen aufbaut bzw. ein Mord geschieht. Vielmehr erfahren wir, dass Merrily ein Trauma zu verarbeiten hat, da ihr Ex-Mann mit seiner Geliebten gegen einen Baum gefahren ist, wobei beide ums Leben kamen. Gut gezeichnet ist hierbei der Charakter von Jane, die einem störrischen Teenager ziemlich nahe kommt. Merrily steckt zudem in einer Glaubenskrise, was zwar glaubwürdig ist, aber vielleicht ein wenig zu stark aufgebauscht wird. Gewürzt ist der ganze Teil noch mit dem Aberglauben der Dorfbewohner, welche sich vor dem traditionellen Cidre-Apfelgarten fürchten, in dem sich vor Jahrhunderten eine Tragödie abgespielt hat.
Ab Mitte des Buches zieht die Handlung an, Janes Freundin verschwindet, einige Protagonisten scheiden auf seltsame Art und Weise aus dem Leben.
Fortan schreitet das Buch sowohl auf die Aufklärung des seltsamen Todes des Pfarrers Wil Williams zu, der sich vor Jahrhunderten im Apfelgarten erhängt hat, sowie auf die Aufklärung, was denn mit Janes Freundin geschehen ist. Das ist eigentlich spannend, leider verliert sich der Spannungsbogen aber oftmals in ausgeprägten Dialogen, welche der Bildlichkeit der Geschichte schaden. Janes Charakter bekommt m. E. zudem ein paar zu unrealistisch spirituell erleuchtete Züge. Gegen Ende trägt der Autor m. E. etwas zu dick und gezielt "sensational" auf, was die "traditionellen Praktiken" einiger alteingesessener Dorffamilien angeht.
An vielen Stellen habe ich das Gefühle, der Stil des Buches ist weniger "Show, don't tell", sondern "Tell, don't show." Die Gespräche und Dialoge ermüden hin und wieder.
Trotzdem ist das Buch sehr komplex, da es auf mehreren Ebenen arbeitet - der Gegenwartskriminalfall, der historische Kriminalfall und zudem die unrühmliche Vergangenheit des Landandels, der mit beiden Fällen in Verbindung steht.
Als Fazit - ich fand es nicht schlecht, aber stilistisch oftmals zu dialogstark. Mehr Bildlichkeit hätte ich mir gewünscht.
Trotzdem werde ich mir den 2. Teil durchlesen, den ich schon hier liegen habe - denn vielleicht war es auch einfach nicht meine Geschichte. Die Idee hinter dem Genremix und die Komplexität haben mir eigentlich gut gefallen, und so hoffe ich, dass ich mit dem 2. Teil wärmer werde.

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(1.232)

2.421 Bibliotheken, 27 Leser, 26 Gruppen, 226 Rezensionen

märchen, fantasy, spiegel, cornelia funke, brüder

Reckless - Steinernes Fleisch

Cornelia Funke , Lionel Wigram ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Dressler, 14.09.2010
ISBN 9783791504858
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cornelia Funke erweckt in Reckless eine fantastisch düster bis unheimliche Märchenwelt hinter einem Spiegel und stellt die wohlbekannten Märchenfiguren der Brüder Grimm (Dornröschen, Hexen) wie auch andere Sagengestalten (Loreley, Goyls (abgeleitet von den Gargoyles) oftmals in einen schaurigen Kontext. So liegt Dornröschen, da sie nicht aus ihrem Schlaf erweckt wurde, mumifziert in ihrem Schloss und ihre vermeintlichen Retter hängen tot im Dorgengestrüpp. Die Hexen wurden als Kinderfresserinnen aus dem Wald vertrieben - allein ihre halb verfallenen aber nicht minder unheimlichen Häuser zeugen noch von ihrer Existenz.
Erzählt wird die Geschichte von Jacob Reckless, dessen Bruder Will ihm in das Land hinter dem Spiegel gefolgt ist und dabei von der dunklen Fee mit dem Fluch des Steinernen Fleisches belegt wurde. Nun beginnt für Jacob ein Wettlauf gegen die Zeit, da Will nach und nach versteinert.
Eigentlich eine gar nicht so ungewöhnliche Geschichte, würde man meinen, doch Cornelia Funke macht sie zu etwas Großem und ganz Besonderem. Mit unglaublicher Fantasie und Datailreichtum lässt sie die schaurig schöne Märchenwelt vor dem inneren Auge des Lesers entstehen, unterstützt durch ihre poetische von metaphorischen Bildern begleitete Märchensprache.
Der Stil, in dem die Geschichte erzählt wird, ist flott, jedoch nicht oberflächlich. Es bleibt genügend Zeit, um die fantastische Welt bildlich zu beschreiben. Sicher - der Fokus liegt auf der Geschichte, weniger auf der Gefühlswelt einer einzelnen Person.
Das Buch bietet ein breites Panorama und stellt die unglaublich vielseitige und bestaunenswerte Welt hinter dem Spiegel in den Vordergrund.
Genau dies hat mir richtig gut gefallen. Die Story ist zügig geschrieben, bietet aber noch genügend Raum für Bildlichkeit und Personen. Der Spannungsbogen ist straff und wird konsequent und routiniert verfolgt.
Zu Erwähnen bleibt natürlich auch noch die aufwendige Illustration, die man fast auf jeder zweiten Seite findet.
Toll, ein Buch und eine Geschichte zum ins Regel stellen und noch einmal lesen. 10 Sterne würde ich geben, wenn es möglich wäre.

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(232)

637 Bibliotheken, 9 Leser, 6 Gruppen, 96 Rezensionen

paris, gargoyle, grim, fantasy, gargoyles

Grim - Das Siegel des Feuers

Gesa Schwartz
Fester Einband: 677 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.03.2010
ISBN 9783802583032
Genre: Fantasy

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(260)

502 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 17 Rezensionen

fantasy, magie, götter, trudi canavan, auraya

Götter

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.02.2008
ISBN 9783442244843
Genre: Fantasy

Rezension:

Der letzte Teil der Trilogie besticht vor allem durch das letzte Viertel des Buches. Ab hier gibt es nämlich all das, was ich - wie in meiner Rezension des Vorgängerteils angemerkt - bisher vermisst hatte. Einen Schurken, Action, Geheimnisse, Spannung und ein doch Geheimnis um die Götter, dessen Hintergrund mir zwar schon Mitte des 2. Teils relativ klar war, aber nichts desto trotz ist es ungewöhnlich und interessant.
Meines Erachtens hätte die Autorin ihre Fähigkeit zu Spannungselementen und ungewöhnlichen Wendungen nicht bis zum letzten Viertel des dritten Teils aufheben sollen und schon innerhalb der Vorgängerromane stärker in die Geschichte integrieren können.
So wirkt die Geschichte bis zum Showdown im dritten Teil ein wenig zu zahm und die Charaktere ein wenig blass. Einige Geschichten wurden m. E. unnötig aufgebauscht, wie z. B. die Entführung der Elai-Prinzessin im 2. Teil, die dann zu dem Bündnis der Elai mit den Pentadrianern führt. Allerdings hat dieses Bündnis im weiteren Verlauf wenig spektakuläre Elemente oder Hintergründe, die den Fortgang der Geschichte beeinflussen. Der Elai-König taucht zwar im 3. Teil noch einmal auf, aber eine besondere Auswirkung auf die Geschichte hat er nicht. Er ist halt einfach nur da.
Ein wenig aufgestoßen hat mir auch die ständige Widerholung des Satzes "Sie kicherte ... er kicherte ... " Irgendwie kichern alle Personen, ob es nun zu ihnen oder der jeweiligen Situation passt oder nicht - das wirkt ein wenig wie eine Stilblüte.
Trotzdem gebe ich dem 3. Teil wieder 5 Sterne - wegen dem guten Ende, der Fantasie der Autorin, die in die Geschichte einfließt und der Individualität der Story.
Fazit: Eine gute Trilogie, die aber an Schwächen im Spannungsbogen leidet.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Menschenhafen

John Ajvide Lindqvist , Sascha Rotermund , Paul Berf
Audio CD
Erschienen bei Lübbe, 12.05.2009
ISBN 9783785738283
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Achtung - die Rezension enthält dieses Mal einige Spoiler!
Vorab - Sascha Rothermund macht seine Sache einmal mehr hervorragend. Er spielt gekonnt mit unterschiedlichen Stimmen, Betonungen, Launen etc. und gibt damit jeder einzelnen Person bzw. Szene ein Gesicht. Die Geschichte an sich ist komplizierter als z. B. "So finster die Nacht". Gut hat mir persönlich gefallen, dass es weniger Splatterszenen gibt, welche der Autor zwar meisterlich (horrormäßig) beherrscht, die mir aber schon manchmal zu meisterlich und konkret waren. ;-) Aber das ist Geschmackssache.
Der Klappentext des Hörbuches führt in die Irre, denn er beschreibt ein Ereignis, das schon am Anfang des Buches ein Jahr zurück liegt und nur in der Erinnerung von Anders, dem Protagonisten, erwähnt wird. Trotzdem bildet dieses Ereignis ein Kernthema des Buches, deshalb kann man diesen etwas irreführenden Klappentext wohl verzeihen.
Schlimmer sind - und ich weiß nicht, ob es vielleicht an der gekürzten Form des Hörbuches liegt, dass viele Zusammenhänge dieser wirklich komplexen Geschichte nicht aufgeklärt werden.
Die Tochter Maja war ein Jahr verschwunden und wurde für tot gehalten ... es gibt am Ende des Hörbuches keine Aufklärung wie das genau passiert ist, obwohl sie gefunden wird. Eine der Verschwundenen wird als Tote angespült - warum, wie war das möglich.
Es wird von einer Erschöpfung des Meeres gesprochen, von einer gewissen Nachlässigkeit, warum die besteht, bleibt auch ungeklärt. Zwei der Verschwundenen tauchen auf und verfolgen die Menschen auf der Insel ... Wo kommen sie her? Warum bestehen sie aus Wasser? Warum sind sie zurück gekehrt, die anderen aber nicht? Und so reihen sich einige Dinge in dieser komplexen Geschichte aneinander, die nicht logisch erklärt werden.
Das Ende ist sehr detailliert beschrieben, die Befreiung Majas, der Sieg über das Meer (war es überhaupt das Meer oder war da irgendwas IM Meer?) ... Fragen über Fragen, die dieses Hörbuch unbeantwortet lässt. Ansonsten hat der Autor aber wieder einmal eckige und problembehaftete interessante Charaktere und eine eigenwillige Geschichte erschaffen. Deshalb trotzdem 4 Sterne für den "Menschenhafen".

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(275)

591 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, magie, götter, magier, trudi canavan

Magier

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 793 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.12.2007
ISBN 9783570304334
Genre: Fantasy

Rezension:

In gewohnt flüssigen Schreibstil führt Trudi Carnaven ihre Geschichte um Auraya weiter. Leider hält sich die Steigerung einer Spannung in Grenzen, einige neue Charaktere werden eingeführt, wie die Pentadrianerpriesterin Reivan, wieder andere Dinge, von denen man eine Fortführung erwartet hätte - wie die Geschichte des Siyee, der das Kampfgeschirr erfunden hat - werden nicht weiter ausgeführt.
Obwohl einige wichtige Dinge aufgeklärt werden - die Geschichte um Leiard und Mirar, und schwerwiegende Entscheidungen am Ende des Buches getroffen werden, hat man irgendwie den Eindruck, dass die Charaktere ihr Schicksal gelassen aufnehmen bzw. in sich ruhen. Das ist zwar einerseits sinnvoll (Auraya und Co. sind ja Priester hohen Ranges), allerdings beginnt mir langsam eine gewisse spektakuläre Komponente zu fehlen - keine Abgründe, welche die Personen spürbar an den Rand der Verzweiflung bringen, und selbst die Pentadrianer - die Gegenspieler der Zirkler - können nicht als böse oder gar schlecht bezeichnet werden. Kein boshafter Intrigant, keine spürbare dunkle Bedrohung (außer vielleicht die, die von den Göttern ausgehen könnte), kein Wahnsinniger, der die Weltherrschaft anstrebt. ;-)
Keine Frage, die Geschichte ist abwechslungsreich, phantasievoll und gut geschrieben. Aber ich fange langsam an, mich ein wenig nach einem verqueren Geist zu sehnen, dessen bösartige und undurchschaubare Pläne eine knisternde Atmosphäre und Spannung erzeugen.
Ich hoffe auf einen richtigen Schurken, der die Geschichte würzt, im dritten Band.

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699 Bibliotheken, 8 Leser, 7 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, magie, götter, priester, auraya

Priester

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 09.10.2007
ISBN 9783442244799
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich ein Buch, über das ich mal wieder nur Lob ausschütten kann. Trudi Canavan erschafft eine in sich schlüssige Welt mit eigener Philosophie, eigenen Rassen und Wortkreationen, ohne sich dabei aus der realen Welt bedienen zu müssen. Es ist eine eher antik anmutende Welt, die mir persönlich sehr gut gefällt. Trudi Canaven beschreibt Rassen, wie die der Siyee, eines geflügelten Volkes, sie erschließt die Götterwelt, die Religion, die Politik der Bevölkerung und zwischen all dem episch Großen findet sie auch Zeit und Muße für die Charakterentwicklung und die Geschichten der Einzelcharaktere.
Besonders hervorzuheben ist die bildliche Qualität, die der Schreibstil der Autorin liefert. Die Geschichte plätschert nie nur vor sich hin - trotz der 800 Seiten behält sie Spannung, Action, Dialog und kleine humorige Szenen, an denen sich der Leser entlang hangeln kann, wie z. B. das sprechende Veez, das sich Auraya, die Hauptperson als Haustier hält.
Trudi Canaven schreibt weder für ein weibliches noch ein männliches Publikum - ihre Geschichte enthält sowohl Politik, Schlachten und Winkelzüge, wie auch Charakterentwicklung und emotionale Geschichten einzelnzer Personen.
Eine sehr ausgewogen erzählte Geschichte mit interessanten Charakteren, in einer interessanten Welt, die dem Leser sehr episch und doch unkompliziert erschlossen wird. Diese Autorin wird sicherlich einen festen Platz in meinem Regal bekommen!

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

mönche, fantasy, religion, krieg, orden

Die linke Hand Gottes

Paul Hoffman , Reinhard Tiffert
Flexibler Einband: 477 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag (HC), 24.05.2010
ISBN 9783442312320
Genre: Fantasy

Rezension:

Gekauft habe ich mir das Buch, weil mich der Klappentext angesprochen hat. Der junge Cale, der in einem Kloster unter grausamen Mönchen aufwächst und beobachtet, wie dort Mädchen in einem seltsamen Ritual von den Mönchen umgebracht werden.
Leider umfasst die Handlung des Klappentextes noch nicht einmal die ersten 100 Seiten des Romans.
Dann hat man wieder das typische Fantasyszenario. Cale haut mit ein paar Freunden ab, kommt irgendwo in einer fremden Stadt unter, findet dort die Liebe seines Lebens, die ihn zunächst ablehnt, aber sich dann aus Mitleid in ihn verliebt und am Ende die Schlacht, die wiederum in jeder Einzelheit über ca. 100 Seiten ausgebreitet wird.
Vielleicht sollte ich einfach die Finger von Büchern lassen, die Männer geschrieben haben, weil ich als weibliche Leserin immer wieder feststelle, dass sie mich mit einem eher frustrierten Leseerlebnis zurücklassen.
Die Aufarbeitung emotionaler Beziehungen (vor allem zwischen Männern und Frauen) ist hier mal wieder viel zu einfach und realitätsfern. Cale verliebt sich, die Angebetete findet ihn abstoßend, doch als sie seine Narben sieht, bekommt sie Mitleid und geht mit ihm ins Bett ... nee, so funktioniert es einfach nicht.
Dann die Schlachten ... wirklich jeder Winkelzug, jede Bewegung der Armee, der Grad in welchem das Geschoss die Mauer trifft ... alles wird ausgebreitet, und ich merke, wie meine Aufmerksamkeit dahinschwindet und ich die Seiten nur noch schnell überfliege und quer lese, weil diese Beschreibungen zur wirklichen Handlung wenig beitragen.
Stilistisch fehlt mir das Kopfkino - das Buch ist nicht bildlich geschrieben. Auch die Welt ist für meinen Geschmack zu schwammig erschlossen. Erstens bedient sich der Autor gefühlsmäßig bereits vorhandener Kulturen, Städtenamen aus der Geschichte anstatt neue zu kreieren. Z. B. Memphis ... durch den Namen bekomme ich den Eindruck einer antiken Stadt, die jedoch von den Materazzi (die auf mich irgendwie ein wenig wie ein Renaissance-Familiengeschlecht wirken, beherrscht wird - dann die Erlösermönche (Mittelalter) etc.
Einzig wirklich herausragend ist für mich die Dialogführung, die der Autor seinen Charakteren in den Mund legt.
Leider für meinen Geschmack wenig bemerkenswert.

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180 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

fantasy, tess, prophezeiung, prinzessin, verschwörung

Die Tochter der Königin

Dawn Cook , Katharina Volk
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 07.12.2009
ISBN 9783442266586
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein solide geschriebener Roman im Ich-Erzählstil, den ich persönlich nicht mehr so gerne mag, da er eben keines großes Breitbandpanorama ermöglicht, sondern sich nah an die Sichtweise einer einzelnen Person hält. Trotzdem ist der Autorin der Stil gut gelungen, und sie hat es geschafft, ihrer Erzählerin eine eigene Persönlichkeit zu verleihen.
Schlecht kann man den Roman nicht nennen - ich persönlich hatte mir mehr Fantasy erwartet. Die fiktive Welt bzw. das fiktive Königreich Costenopolis enthält kaum fantastische Elemente oder Hintergründe - Zigeuner, Wahrsager, Pferde, Prinzen, Prinzessinnen, eine Prophezeiung und ein sagenhaftes Tier namens Punta, von dem ein bestimmtes Pfeilgift stammt, das aber nur aus den Erzählungen der Akteure erfasst wird - also gar nicht auftritt in diesem Buch, ebenso wie nicht klar wird, warum die Kaste der Spieler eigentlich die wahren Herrscher sind bzw. wo sie herkommen, was sie tun, was sie antreibt ... sie sind einfach da ... variabel austauschbar erscheint mir diese Welt ohne große Fantasie oder Individualität. Hier versucht es die Autorin mit individuellen Aussprüchen ihrer Charaktere wie "Engelsspucke!" oder "Schohgruben" - ob so etwas reicht, um eine fantastische Atmosphäre in einen Roman zu bringen? Mir hat es nicht ausgereicht, zumal ich mich natürlich direkt Frage - Engelsspucke? Sind die Akteure dieser Welt Christen? Wie ist ihre Religion, davon wird überhaupt nichts erwähnt, die Welt ist nicht klar erfasst worden. Vielmehr geht es um die Erlebnisse von Tess, die erfährt, dass sie keine richtige Prinzessin ist, und dann aus dem Königreich fliehen muss, dabei einige neue Gefährten findet ... tja, irgendwie alles schon mal in unzähligen Varianten da gewesen.
Im Endeffekt bleibt ein solide geschriebenes Frauenbuch mit dem Ansatzversuch eine fantastische Welt bzw. Zivilisation zu erschaffen.
Mich hat es nicht wirklich gepackt oder mir gar Lust auf den 2. Teil gemacht.
Dem Buch bzw. der Geschichte fehlt für meinen Geschmack die "Big Story"

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Tags: fantasy, fantasy, frauen, frauenbuch, prinz, prinzessin, tess, unterhaltung   (8)
 

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(1.017)

1.890 Bibliotheken, 22 Leser, 15 Gruppen, 171 Rezensionen

liebe, engel, lucian, hamburg, fantasy

Lucian

Isabel Abedi
Fester Einband: 553 Seiten
Erschienen bei Arena, 15.09.2009
ISBN 9783401062037
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(15)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

vampire, schweden

So finster die Nacht

John Ajvide Lindqvist
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.09.2007
ISBN 9783785732779
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein zwölfjähriger Junge, der sich von einem seltsamen Mädchen angezogen fühlt, dazu seltsame Morde - den Leichen fehlt das Blut.
Man könnte denken, ein typischer Vampirroman, doch "So finster die Nacht" ist viel mehr als das.
Psychologisch tiefgründig wird der Zwiespalt von Ely (dem kindlichen Vampir) erzählt, der eigentlich nicht töten will, aber leben. Von Hakon, dem pädophilen ehemaligen Lehrer, der Ely verfallen ist und sie begleitet, ihr Opfer zuführt ... und von Oskar, dem das tägliche Grauen in Form einiger ihn terrorisierender Schulkameraden begegnet, die ihn schikanieren, wo sie nur können. Die Trostlosigkeit der Vorstadt, in der Oskar lebt, wird deutlich, die Perspektivlosigkeit, dazu kommen dann die brutalen Morde ... und Ely, Gefahr und Rettung aus diesem endlosen Trott zugleich.
Das (Hör)buch macht dem Horrorgenre alle Ehre, deutlich werden Morde, blutige Szenen, Pädophilie und Grausamkeit beschrieben - doch dies alles ist gut zu ertragen, da niemals der tiefere Sinn und die Psychologie hinter den Taten verborgen bleibt - mit einem gewaltverherrlichenden Splatter hat das Buch nichts gemeinsam.

Bleibt noch etwas zu dem hervorragenden Sprecher Sascha Rothermund zu sagen - wundervoll, wie er sich mit seiner Bandbreite von Stimmen, Dialekten und emotionalen Betonungen in die Kinderseelen einfühlen kann und die Leser mitnimmt. Jede Figur wird plastisch durch die enorme Bandbreite des Sprechers.

Fazit: Ein absoluter Hörgenuss - Text und Sprecher harmonieren ganz wunderbar!

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(24)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

indien, liebe, kolonialzeit, familie, historisch

Der Lotusgarten

Linda Holeman , Monika Köpfer
Flexibler Einband: 703 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.03.2009
ISBN 9783442467822
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im dritten Teil der großen Indien-Trilogie wird nun das Leben der Missionarstochter Pree beschrieben, die spät erfährt, dass ihre Eltern eigentlich gar nicht ihre eigentlichen Eltern sind. Im letzten Viertel des Buches schließt sich dann der Kreis und die Verbindung zum zweiten und ersten Teil der Trilogie.
Das Leben Prees in der Mission ist nicht so spannend, wie Linnies Erlebnisse im ersten Teil oder Daryas Flucht im zweiten Teil. Trotzdem ist es auch nicht so, dass man ständig das Bedürfnis hat, das Buch aus der Hand zu legen - trotzdem muss man sich durch ca. 250 bis 300 durchscnittlich vergnügliche Leiseseiten lesen, bis die Geschichte an Fahrt gewinnt.
In der Mitte war ich jedoch zwischendurch versucht, diesem Buch - ebenso wie dem zweiten Teil - zu grollen, spätestens als die "verluderte" Eurasierin Glory, die ohnehin schon die ganzen Jahre Prees Vater von seinem "christlichen tugendhaften Weg" abbrachte und mit ihren sexuellen Reizen gefügig gemacht hatte, die ehemalige Mission in ein Bordell verwandelte, Pree ein paar recht merkwürdige (und unlogische!) Entscheidungen traf und sich erneut der Hang der Autorin zeigte, die Weltbevölkerung in arme schwache Frauchen, die entweder "so furchtbar arm" oder maßlos verdorben sind und lüsterne vergewaltigende Kerle zu unterteilen und Frauen grundsätzlich als Opfer notgeiler männlicher Fantasien zu beschreiben - Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich das hier so deutlich ausdrücke, aber ein überstrapaziertes Klischee (bzgl. beiden Geschlechtern) darf man m. E. genau mit diesen klischeebehafteten Worten umreißen.
Aber wie gesagt, die Autorin hat rechtzeitig den Dreh gefunden und sich einem emotional tiefen und intelligentem Ende gewidmet, welches das Buch zu einem wirklichen 5-Sterne Buch gerettet hat.
Natürlich darf auch hier wieder nicht der hervorragend bildliche und gute Schreibstil der Autorin unerwähnt bleiben. Wenn sie darauf achtet, nicht allzu häufig in sexistische Plattitüden abzugleiten (denn das hat sie nicht nötig - sie hat genügend Tiefe und psychologisches Geschick sowie Fantasie, um auf "Sex sells" zu verzichten), kann man sie ohne Weiteres zu den wirklich talentieren und begnadeten Autoren zählen.

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(5.874)

7.725 Bibliotheken, 34 Leser, 15 Gruppen, 157 Rezensionen

thriller, verschwörung, kirche, paris, dan brown

Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown ,
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(32)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

indien, afghanistan, liebe, england, islam

Das Mondamulett

Linda Holeman , Monika Köpfer
Flexibler Einband: 635 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 12.11.2007
ISBN 9783442465576
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nach dem Smaragdvogel enttäuscht der zweite Teil stilistisch und von seiner Exotik her nicht.
Allerdings war ich oftmals kurz davor, das Buch genervt wegzulegen, habe dann aber weitergelesen, weil die Geschichte und der Stil einfach gut sind.
Während die Autorin im Smaragdvogel das tragische Leben der Linnie Ingram zwischen Prostitution und Zwangsehe glaubhaft rüber gebracht hat und auch das geschaffen hat, das man eine starke Frauengestalt nennt, enttäuscht die Protagonistin Darya in diesem Teil doch sehr, obwohl die Autorin höchsten Wert darauf zu legen scheint, dass Darya eine starke Frau ist. Schon als Kind prophezeit ihre Großmutter ihr, dass sie ihr ähnlich sei, stark und mutig, dass sie mit einem kleinen Leben nicht zufrieden sein könnte und nach Freiheit sucht. So sieht sieht sich Darya dann auch immer wieder innerhalb des Buches, unterbrochen von Zwischensequenzen, in denen sie sich dann auf einmal als wertlos bezeichnet (weil Frauen im Islam einfach wertlos wären ohne Männer).
Darya hat wohlgemerkt eine große Klappe - aber leider, wie sich immer wieder herausstellt, wenig dahinter. Schon als Kind lässt sie sich von der etwa gleichaltrigen 2. Frau des Vaters, die zudem aus ihrem Glauben heraus eine Ungläubige ist, gängeln, rubschubsten, beklauen ... das geht sogar soweit, dass sie eine panische Angst vor ihr entwickelt und auch noch daran glaubt, als diese Frau sie verflucht (wobei sie vorher ganz keck behauptet hat, dass sie nur eine Kafirhure wäre).
Später wird sie dann von ihrem paschtunischen Ehemann geschändet, geschlagen und lässt alles über sich ergehen (Ich bin ja so wertlos!)
Erst als dieser sie töten will, flieht sie, wirft sich dem jungen David Ingram vor die Füße und bettelt ihn an, sie mitzunehmen, was dieser auch tut. Nach einer Odyssee durch Indien, hängt sie sich dem Engländer Osric Bull an den Hals, der sie sozusagen als persönliche Hure mit nach England nimmt. Obwohl David ihr anbietet, dass sie bei ihm und ihrer Mutter Hilfe finden könnte, fügt sie sich (!!!) in ihr Leben als persönliches Spielzeug Bulls. Immer wieder sagt sie zwar "Ich will dies nicht und das nicht" und macht dann doch alles, was Bull von ihr verlangt.
Sogar als sie erfährt, dass Bull seine Gespielinnen nach einer Zeit tötet, wenn sie ihn langweilen und David ihr deutlich anbietet, ihr zu helfen, bleibt sie freiwillig bei Bull, während die sexuellen Misshandlungen immer extremer werden.
Erst als er ihr ans Leben will, reagiert sie und versucht zu fliehen (was ihr natürlich auch nicht gelingt, weil sie sich wie immer von Bull Laudanum einflößen lässt).
Erst David muss sie retten.
In der Endsequenz erzählt Darya dann dem Leser, ob er sie dafür verurteilen würde, eine starke Frau zu sein und ihre Freiheit gesucht und erlangt zu haben ... harter Tobak wie ich finde, zumal ihre Stärke so aussieht, dass sie sich ständig von Männern hat retten oder missbrauchen lassen und ihre Freiheit, dass sie mit David Ingram zusammen ist - was ihr ja nach all den Strapazen gegönnt sein soll - aber von starker selbständiger Frau kann man hier nun wirklich nicht reden. Ich hoffe, dass die Autorin im dritten Teil wieder zu einer stärkeren Frauenrolle zurückkehrt.
Für mich ein typisches armes Frauchen wird gerettet Roman und findet zum Dank nen tollen Mann. Na ja, wers mag.

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(92)

194 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

indien, liebe, prostitution, england, abenteuer

Smaragdvogel

Linda Holeman , Monika Köpfer
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.09.2006
ISBN 9783442463190
Genre: Romane

Rezension:

Für alle, die an ein Leben nach "Vom Winde verweht" gezweifelt haben, könnte hier die Rettung liegen!
Ein gewaltiges Epos, Abenteuerroman, Schicksalsgeschichte voller Sinnlichkeit, Exotik und Dramatik in einem!
Linda Holeman hat einen wundervoll sinnlich bildlichen Schreibstil und lässt das Indien der Kolonialzeit ebenso bunt und plastisch vor dem inneren Auge entstehen, wie ihre interessant und vielschichtig gezeichneten Charaktere.
Das Leben von Linny, die als Kind von ihrem Stiefvater auf Liverpools Straßen in die Prostitution gezwungen wird, sich über verschiedene glückliche und weniger glückliche Umstände zu einer Scheinehe mit dem despotischen Somer Ingram in Indien entschließt und kurzfristig ihr Glück in den Armen eines anderen findet - all das, so könnte man meinen, ist bereits vielfach in tränenreicher und weichgespülter Manier in Romanen beschrieben worden. Aber man darf sich nicht täuschen lassen. Obwohl das Leben von Linny sicherlich von Tragik und Dramatik geprägt ist, hat man nicht ständig das Gefühl, mit der armen geplagten Protagonistin zu leiden ... viel mehr folgt man ihr mit staunenden Augen durch Kalkuttats Straßen und durch ihr bewegtes Leben.
10 Sterne würde ich diesem Buch geben, wenn ich könnte!!!

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(206)

357 Bibliotheken, 8 Leser, 9 Gruppen, 31 Rezensionen

krimi, irland, mord, vergangenheit, freundschaft

Grabesgrün

Tana French , Ulrike Wasel ,
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2009
ISBN 9783596175420
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich hätte ich dem Buch gut und gerne 5 Sterne gegeben, denn Sprachstil, die sinnlich vermittelte Bildlichkeit und Psychologie sind einfach toll und lobenswert. AAAABBBER: Und das hat mich geradezu rasend gemacht - gerade ein Einflechtung des alten Falles und dessen ausführliche Rückblenden waren für mich ein Highlight ... die Autorin treibt den Leser auch geradezu auf die Auflösung zu ... und dann lässt die Autorin den Leser am langen Haken mit einem imaginären "Äääätsch - wüsstest du wohl gerne" verhungern!!!
Zuerst dachte ich - ok, vielleicht will sie es in der Fortsetzung aufklären, aber das ist wohl nicht geplant und auch der dritte und neue Roman handelt von einer ganz anderen Person ... nee, wenn man mich als Leser verärgern und frustrieren will, dann funktioniert das auf diese Art sehr gut ... ich habe ja jetzt schon Angst, dass ich beim nächsten Buch dieser Autorin wieder irgendwie von ihr "hängen gelassen" werde.
Na ja, und eine Schwachstelle ist Rosalind - jeder auch nur gelinde emphatische Mensch weiß sofort, dass ihre Art unecht ist, und dass sie etwas mit dem Mord zu tun haben muss.

Also - eine Geschichte mit starkem Stil und bildgewaltigem und emotionalen Innenleben - aber an den Auflösungen der Strukturen krankt das Buch leider ... und das ist nun mal bei einem Krimi das A und O. Und deshalb von mir, trotz herausragender Leistung nur 3 Sterne.

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(30)

65 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

krimi, kreatives schreiben, mord, schreiben, kalifornien

Die Dramaturgie des Tötens

Jincy Willett , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 20.10.2009
ISBN 9783499249143
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Etwas zwiegespalten bin ich bzgl. dieses Buches - zwiegespalten deshalb, weil es eigentlich sehr gut geschrieben bzw. erzählt ist, aber sich trotzdem immer wieder in Längen verliert.
Der Charakter der schrulligen und weltabgewandten Lehrerin Amy Gallup ist sicherlich das bemerkenswerteste an diesem Roman - ebenso wie der gnadenlos ironisch/sarkastische Humor, dem die Autorin ihrer Protagonistin widmet. Vor allem macht Amy Gallup sich immer wieder in herrlichster Manier über sich selbst lustig - absolut gelungen ... Amy Gallup ist das eigentliche Highlight dieses Romans.
Die Kriminalgeschichte ... hier bin ich unschlüssig. Dadurch, dass die Autorin das gesamte Buch eigentlich so aufzieht, dass man als Leser das Creative Writing Seminar ihrer Klasse mitmacht - inkl. Textanlaysten etc. - wird es manchmal eben sehr langatmig und die Suche nach dem Mörder, der ja Teilnehmer des Kurses ist, zieht sich hin (außer man möchte als Leser ein Creative Writing Seminar miterleben).
Mir war es zu viel - anstatt immer wieder ausschweifender Analysen und Dialoge über das Schreiben an sich hätte ich Amy Gallup und ihren Basset Alphonse lieber etwas aktiver erlebt.
Trotzdem - der Charakter der Amy Gallup lohnt m. E. die zähen Passagen des Buches allemal.

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Tags: creative writing, humor, ironie, kalifornien, kreatives schreiben, krimi, sarkasmus   (7)
 

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(318)

499 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

vatikan, rom, papst, thriller, verschwörung

Illuminati

Dan Brown
Fester Einband: 638 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2003
ISBN 9783828971509
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich ist Dan Brown oft genug rezensiert worden und eine Marke, die für sich selber steht. Trotzdem kann ich es mir nicht verkneifen, einige Dinge anzumerken ...
Es handelt sich hier ganz gewiss um actionreiche fantasivolle und leichte Unterhaltung ... aber das macht ja nichts ... ich bin großer Fan von Hollywood, gigantisch/fantastischen Inszenierungen und Co. Es gibt nur einen Unterschied, ob man Illusionen und Übertreibungen auf dem Niveau eines David Copperfield verkauft - bei dem die Illusion überzeugend wirkt oder billige Taschenspielertricks verwendet. Leider komme ich mir vor, als hätte ich gerade Letzteres erlebt.
Es gab einfach ein viele gravierende Dinge, bei denen ich nicht glauben konnte, dass ich das jetzt wirklich lese.
Eine riesige Bombe mit ungeheurer Durchschlagkraft tickt unter dem Vatikan (und man weiß ja noch nicht mal wo, so dass man die Verwüstungen gar nicht einschätzen kann) ... und die einzigen, die sich damit beschäftigen ist die 110 Mann starke Schweizergarde, die eigentlich auch nur für den Personenschutz des Papstes und ein paar Ehrendienste zuständig ist? Für Sabotageeinsätze unterhält der Vatikan ein Gendarmeriekorps ... und dieses wäre eigentlich zuständig!
Und dann ... der Ticker und die Zeituhr der Bombe wird durch TV und Medien in alle Welt übertragen, BBC ist anwesend etc. ... und das italienische Innenministerium hält sich heraus? Keine Carabinieri, keine staatlichen Sondereinsatztruppen zur Terrorbekämpfung trotz dem riesigen Medienrummel? Kein Schwein außer die Schweizergarde kümmert sich drum?
Welcome to Anarchie oder was?
Zwar verwaltet Vatikanstadt sich selbst und ist auch für sich selbst verantwortlich - es steht jedoch außer Frage, dass bei einem derart terroristischen Zwischenfall die italienische Regierung nicht einfach zusehen würde ... zumal die Kardinäle teilweise an öffentlichen Plätzen ermordet werden, an denen wiederum die Stadt Rom bzw. der Staat Italien zuständig ist ... was rede ich ... die Welt würde nicht einfach nur zusehen! Und die Menschen ... es steht außer Frage, dass sofort eine Massenpanik aufkommen würde ... JEDER würde erstmal versuchen, so schnell wie möglich aus Rom herauszukommen, anstatt sich am Petersplatz auf der Bombe zu versammeln und zu beten.
Also das sind Plattitüden enormen Ausmaßes, die wirklich hätten vermieden werden können!
Dann gibts noch logistische Unmöglichkeiten - Zeitabfolgen, die mindestens 20 Minuten bräuchten werden innerhalb von 5 Minuten bewältigt.
Ich habe mich geärgert, weil ich doch stark das Gefühl habe für blöd verkauft zu werden.
Wirklich schade, denn ansonsten ein gutes Buch, die Handlung, die Schnitzeljagd und die Verschwörung komplex durchdacht ... warum nur diese wirklich saublöden Schnitzer, die sofort auffallen und sooooo leicht hätten vermieden werden können ... ich versteh es einfach nicht und hoffe darauf, dass der Da Vinci Code vom Hintergrund besser durchdacht ist. Denn die Geschichten um Verschwörungen und Geheimbünde sind doch wirklich lesenswert und spannend ...

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(509)

955 Bibliotheken, 13 Leser, 8 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, psychothriller, schwarzer mann, trigger, psychiatrie

Trigger

Wulf Dorn
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2009
ISBN 9783453434028
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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