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Notes from a Small Island

Bill Bryson
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei Transworld Publishers Ltd, 01.08.1996
ISBN 9780552996006
Genre: Sachbücher

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

enigm, facebook, gefahr, geldkarten, google und die cia, hacke, hacker, häcker , handy sicherheit, humor, internet, it-sicherhei, it-sicherheit, online-banking, online-shopping

Ich glaube, es hackt!

Tobias Schrödel
Flexibler Einband: 371 Seiten
Erschienen bei Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 20.03.2014
ISBN 9783658042455
Genre: Sachbücher

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268 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

einsamkeit, england, englisch, english, freunde, freundschaft, hornby, humor, leben, lebensmut, london, selbstmord, selbstmordplot, silvester, sinn des lebens

A Long Way Down, English edition

Nick Hornby
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Penguin UK
ISBN 9780141025773
Genre: Romane

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Prinzip kostenlos

Kerstin Hoffmann
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Wiley-VCH, 01.05.2012
ISBN 9783527506712
Genre: Sachbücher

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existenzgründung, persönlichkeitsentwicklung, selbstständigkeit, wachstum

Das Slow-Grow-Prinzip

Svenja Hofert
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei GABAL, 30.09.2011
ISBN 9783869362366
Genre: Sachbücher

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Der Pakt der Schwerter

James Aitcheson , Jochen Stremmel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.04.2012
ISBN 9783442477135
Genre: Historische Romane

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Das Geheimnis des perfekten Tages

Dieter Nuhr
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 14.03.2013
ISBN 9783431038613
Genre: Humor

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Die Farben von Florenz

Rainer M. Schröder
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783426509906
Genre: Historische Romane

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The Restaurant at the End of the Universe

Douglas Adams
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Pan Books, 01.09.2009
ISBN 9780330508599
Genre: Science-Fiction

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1066, angelsachsen (450-1066), eroberung englands, françois neveux, normannen (1066-1154), pierre bouet, teppich von bayeux

Der Teppich von Bayeux

Pierre Bouet , François Neveux , Hanne Henninger , Heike Rosbach
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG), 01.03.2018
ISBN 9783806236903
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch lässt das Herz jedes bibliophilen Anhängers des anglonormannischen Mittelalters schneller schlagen. Der Teppich von Bayeux. Ein mittelalterliches Meisterwerk ist ein qualitativ hochwertiges Sachbuch im Großformat, das durch seine exquisiten, sehr detailreichen Farbaufnahmen des gesamten Teppichs von Bayeux besticht und fachkundige Erklärungen zu jeder einzelnen Szene, Person, Inschrift und anderen Details bietet. Auch die Herstellung, das literarische und historische Umfeld, die Geschichte des Teppichs über die Jahrhunderte hinweg bis hin zu seiner Restaurierung werden ausführlich und wissenschaftlich fundiert beleuchtet.


Geschrieben wurde das Buch von zweien, die es wissen müssen: Pierre Bouet, Latinist und Spezialist für anglonormannische Geschichte, sowie François Neveux, seines Zeichens Historiker und Autor einer dreibändigen Geschichte der Normandie. Ihr gemeinsames Ziel war es, die Ergebnisse der Vielzahl von Publikationen über den Teppich von Bayeux - der korrekterweise nicht als Teppich, sondern als Stickerei bezeichnet werden sollte - für interessierte Laien und Fachleute zusammenzutragen und sich damit kritisch auseinanderzusetzen, damit der Leser sich sein eigenes Urteil über dieses Meisterwerk des Mittelalters bilden kann.


Das Buch ist unterteilt in Einleitung, vier Hauptteile und Schluss. Die kurze Einleitung („Vorspiel“) fasst die Vorgeschichte der Schlacht von Hastings zusammen und wirft Fragen zu Form, Inhalt, Geschichte und Funktion des Teppichs auf. Im Schlussteil resümieren die Autoren noch einmal die Antworten auf die anfänglichen Fragen. Außerdem findet der interessierte Leser dort noch eine ausführliche Bibliographie, eine Chronologie der auf dem Teppich dargestellten Ereignisse sowie den Stammbaum von Wilhelm dem Eroberer und den ersten normannischen Herzögen. Die vier Hauptteile gliedern sich wie folgt:


Der Teppich von Bayeux - Szene für Szene Die Geschichte und ihre Unbekannten Das Kunstwerk Das Schicksal des Werkes


Im ersten Teil stellen die beiden Autoren das Werk mit einer doppelseitigen Abbildung des relevanten Teppichabschnitts Szene für Szene vor. Sie übersetzen die eingestickten lateinischen Kommentare auf dem Teppich, erläutern, was auf der Szene zu erkennen ist und wie Personen, Tiere, Gebäude, Handlungen und Ereignisse zeitlich, örtlich und inhaltlich einzuordnen sind.


Im zweiten Teil erfolgt ein detaillierterer Vergleich der Informationen auf dem Teppich mit zeitgenössischen Werken, die sich mit der Eroberung Englands durch den Herzog der Normandie und deren Vorgeschichte bzw. ihrer nachträglichen Interpretation befassen. Dazu gehören sowohl rein geschichtlich als auch eher literarisch fokussierte Werke von normannischer und englischer Seite, beispielsweise die Gesta Normannorum Ducum von Guillaume de Jumièges, Gesta Regum Anglorum von Guillaume de Malmesbury, Historia Ecclesiastica von Ordericus Vitalis, die Angelsächsische Chronik, der Roman de Rou von Wace oder die Chronique des ducs de Normandie von Benoît de Sainte-Maure.


Auf der Grundlage der vorliegenden Textquellen werden die Szenen umfangreich kommentiert und interpretiert. Dabei betten die Autoren die Informationen auf dem Teppich durch Angaben aus den historischen Texten kritisch in die Faktenlage ein - etwa in Bezug auf die unterschiedliche Gewichtung und Bewertung bestimmter Ereignisse auf normannischer und englischer Seite -, ergänzen sie durch weiterführende Details, wie beispielsweise den Inhalt von König Harolds Schwur, und bewerten anschließend die Darstellung auf dem Teppich.


Der Vergleich mit den schriftlichen Schilderungen der normannischen Eroberung zeigt, dass der Teppich als ältestes Dokument der normannischen Eroberung Englands oft eine eigene, in der Literatur unbekannte Version der Geschichte erzählt. Mehr noch: Auf dem Teppich finden sich zahlreiche Details, die Fragen aufwerfen, beispielsweise die Unterschlagung wichtiger Personen wie Tostig und Harald Hardrada oder auch die Darstellung rätselhafter Bilder und Inschriften. Diese Lücken versuchen Bouet und Neveux in zwei gesonderten Kapiteln zu schließen, in denen sie vor allem politisch-ideologische sowie ästhetische Gründe für die Auslassungen anführen sowie die auch nach heutigem Forschungsstand weiterhin ungelösten Rätsel und ihre möglichen Lösungen besprechen.


Innerhalb der Rätsel beschäftigen sich die Autoren neben der Identität der namentlich genannten Männer Turold, Wadard und Vital vor allem mit den zahlreichen Thesen um die Gestalt der Frau Ælfgifu - Ælfgyva im lateinischen Text -, aus denen sie die drei plausibelsten Erklärungen herausfiltern und begründen. Im Gegensatz zu diesen im Text genannten Personen bleiben jedoch viele Fragen bezüglich Details des Teppichs auch weiterhin offen, und Bouet und Neveux belassen es hier bei einer Zusammenfassung des derzeitigen Stands der Forschung, beispielsweise hinsichtlich der Nationalität des Mannes mit der Axt in Szene 40, der Art des Gegenstands, den der Mann in Szene 41 auf der Schulter trägt, der Personen neben Odo in Szene 43 oder vielen Gebäuden.


Auch auf das möglicherweise fehlende Ende des Teppichs sowie die Bedeutung der Randborten mit ihrem Bestiarium an Haus-, Wild- und Fantasietieren sowie den erotischen Szenen gehen die Autoren genauer ein, auch wenn sie zu keiner definitiven Antwort kommen können. Einzig den dargestellten Fabeln von Aesop, die im Mittelalter jeder kannte, sprechen sie eine gewisse Relevanz für das zentrale Geschehen des Teppichs zu und führen die wichtigsten Deutungsansätze und Interpretationsvorschläge an, ohne jedoch ein endgültiges Urteil zu fällen.


Nach diesen Ausführungen zum Inhalt des Werkes befassen sich die Autoren abschließend mit den durch den Teppich festgehaltenen Lebensumständen im 11. Jahrhundert, die eine Fülle an Details zu Schiffstechnik und -typen, Krieg, Waffen und Ausrüstung, Pferden und alltäglichen Dingen wie Kleidung, Mahlzeiten und Tischsitten preisgeben, wenn auch größtenteils aus adliger Perspektive. 


Teil 3 beschäftigt sich mit der textilen Form und der geschichtlichen Einordnung der Darstellungstechniken des Teppichs, darunter Zustand und Beschaffenheit des Materials, Stick- und Färbetechniken sowie Erzähltechniken, darunter Bildaufbau, Bewegung, Szenenbegrenzung, zeitlicher Ablauf, Perspektive und räumliche Tiefe, Zweideutigkeiten und Inschriften.


In Teil 4 gehen Bouet und Neveux noch einmal umfassend auf aktuelle Hypothesen zu Entstehungszeit und -ort, Auftraggeber, Funktion, Fertigstellung und Geschichte des Teppichs bis ins 21. Jahrhundert ein. Auch wenn sie andere Meinungen anführen, lassen sie doch keinen Zweifel daran, dass die Indizien und der allgemeine Konsens für einen bestimmten Auftraggeber und einen genauen Entstehungsort des Teppichs sprechen: Dabei handelt es sich eindeutig um Odo de Bayeux, Wilhelms Halbbruder, der zusammen mit einer Gruppe englischer und normannischer - teilweise auch französischer - Gestalter und Zeichner für die Herstellung des Teppichs in Südengland, genauer im Kloster St Augustine in Canterbury, Kent, gesorgt hat.


Ein besonderes Augenmerk legen die Autoren in diesem Teil noch auf den scheinbaren Widerspruch, der aus der Darstellung Harolds als tapferer Mann und legitimer Thronerbe sowie gleichzeitig der rechtmäßigen Durchsetzung des normannischen Anspruchs auf die englische Krone entsteht. Ihrer Meinung nach liegt die Antwort in der Besonderheit der Situation in England in den Jahren 1067-69, in denen König Wilhelm eine Politik der Aussöhnung der beiden Völker versuchte. Dementsprechend sollte der Teppich dazu dienen, die neue Ordnung zu rechtfertigen, ohne die alte zu verletzen. Dementsprechend datieren sie die Entstehung des Teppichs deutlich vor den gängigen Meinungen.


Das abschließende Kapitel über die Geschichte des Teppichs fasst nicht nur die Verweilorte des Teppichs, sondern auch die wichtigste Sekundärliteratur der entsprechenden Jahrhunderte zusammen. 


Fazit:

Der Teppich von Bayeux. Ein mittelalterliches Meisterwerk ist fachlich versiert geschrieben - und übersetzt. Die Autoren vermitteln eine Fülle an Informationen und aktuellen Forschungsergebnissen, auf dessen Grundlage sie den Teppich von Bayeux in all seinen historischen, handwerklichen, kulturellen und ideologischen Einzelheiten überzeugend und souverän einordnen. All dies geschieht mit einer Leichtigkeit und Eleganz, die auch den interessierten Laien ansprechen wird. Die Szenenbeschreibungen des Geschehens auf dem Teppich sind teilweise so spannend, dass man meinen könnte, man lese einen Roman statt eines Sachbuchs.


Der einzige Kritikpunkt an diesem großartigen Buch ist die Tatsache, dass Bilddetails oder der lateinische Text in der Mitte einer doppelseitigen Szene manchmal schwer zu erkennen sind, weil das Buch genau an dieser Stelle zusammengeklebt wurde. Aber vielleicht geschah das mit Absicht, denn für den interessierten Leser ist dies ein Grund mehr, sich den Teppich persönlich vor Ort im Priesterseminar von Bayeux anzusehen.


Ich danke ganz herzlich der WBG - Wissenschaftliche Buchgesellschaft für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Hiobs Brüder

Rebecca Gablé
Flexibler Einband: 912 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.05.2011
ISBN 9783404160693
Genre: Historische Romane

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Das Lavendelzimmer

Nina George
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783426509777
Genre: Romane

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91 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

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Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548288376
Genre: Historische Romane

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

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Der Hexer und die Henkerstochter

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.04.2012
ISBN 9783548281155
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im vierten Roman um seinen Vorfahr, den Schongauer Henker Jakob Kuisl, führt uns Oliver Pötzsch gekonnt durch Kloster Andechs mit all seinen Bauten, Zimmern, Türmen und Gängen. Dieses Mal reist Jakob Kuisl seiner Tochter Magdalena und seinem Schwiegersohn Simon Fronwieser hinterher, die zu einer Pilgerfahrt zum Kloster aufgebrochen sind, in dem bald schon mehrere Morde und das Verschwinden eines Mönches Gerüchte um einen diabolischen Hexer schüren.


So gerne ich die ersten drei Bände gelesen habe, so schnell musste ich feststellen, dass ich mit diesem Band nie warm werden würde. Auch wenn der Autor, wie in jedem seiner Bücher, mit sehr großer Sorgfalt die Atmosphäre eines Schauplatzes um Mitte des 17. Jahrhunderts aufbaut, so gab es doch von Anfang an zu viele Dinge, die ein vollkommenes Abtauchen in diese Atmosphäre verhinderten. So sind beispielsweise die Figuren im und um das Kloster allesamt gleich unsympathisch und wirken auswechselbar, fast als wären sie nur Platzhalter für irgendwelche Klosterfunktionen, die genannt werden müssen, um die Besatzung des Klosters vorzustellen. Einzig Frater Johannes sticht durch seine immer wieder betonte Hässlichkeit und seine Verbindung zum Henker aus der Masse der Klosterangehörigen heraus. Überhaupt wird sehr viel betont in diesem Roman: Wie hässlich Frater Johannes ist, dass alle im Kloster „Dreck am Stecken“ haben, dass der Henker für seine (waghalsigen) Aktionen langsam zu alt wird, wie viele Leute im Kloster herumschnüffeln und so weiter. Das wirkt auf Dauer ermüdend.


Daneben haben mich, wie im zweiten Band der Reihe, die vielen Erzählperspektiven irritiert, die dieses Mal noch vielzähliger erscheinen als in Band 2. Alle paar Seiten schaut man jemand anderem über die Schulter: Magdalena, dem Henker, Simon, dem Abt, dem Hexer, seinem Gehilfen, der ganzen Schar von Hauptdarsteller-Mönchen und wem nicht noch alles. Wie die Tatsache, dass das Buch ein Spiegel-Bestseller ist, zeigt, scheinen viele Leser das zu schätzen. Ich finde es grauenvoll und verwirrend.


Weitere Gründe, warum der Funke bei mir nie richtig übergesprungen ist, sind:

Die aufklärerischen, ja fast feministischen Forderungen Magdalenas hinsichtlich der Arbeitsteilung in der Ehe - wie realistisch sind diese für eine Frau der niederen bzw. ehrlosen Stände des 17. Jahrhunderts? Die beiden großen (Selbst-)Gespräche des Hexers und seines Komplizen (nicht seines Helfers), die ich insgesamt langatmig und umständlich finde. Die Aufklärung der Fälle waren in den ersten drei Büchern meines Erachtens wesentlich eleganter gelöst: mehr Aktion, weniger Gerede. Wer der Gehilfe des Henkers ist, wusste ich bereits, als klar wurde, dass er einen Gehilfen hat. Den zentralen Grund für die Morde fand ich nicht überzeugend. In der späten Mitte des Romans stellen die Mönchen den Fall als gelöst dar, aber keiner, nicht einmal Simon, fragt nach dem verschwundenen Automaten, dessen Melodie man immer mal wieder hören kann. Der Helfer des Hexers liegt nach seinem Turmfall zerschmettert am Boden, kann aber noch ausführlich erklären, was er mit der ganzen Sache zu tun hat. Der Hexer führt alle seine Morde gewissenhaft durch, scheitert aber an seinem kleinsten Gegner.

Das mögen Kleinigkeiten sein, aber sie summieren sich über die Zeit, zumal auch in den vorigen Büchern immer wieder Ungereimtheiten aufgetreten sind, die meinen Lesefluss und Lesegenuss unterbrochen haben.


Nach nicht einmal der Hälfte des Romans, beim Gespräch mit dem Abt des Klosters, war für mich dementsprechend die Luft raus, und ich habe den Rest des Buches nur noch im Schnellleseverfahren beendet. Auch das Ende der Geschichte, vom üblichen Showdown im unteriridischen Labyrinth bis hin zur entscheidenden Szene auf dem Turm, konnte keine Spannung mehr erwecken. Wer der eigentliche Hexer war, war mir egal. Ich wollte nur noch das Buch zuende lesen, bevor ich das nächste beginne, das hoffentlich besser an den hervorragenden dritten Band anknüpfen kann.

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Die Henkerstochter und der König der Bettler

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2010
ISBN 9783548281148
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im dritten Roman um seinen Vorfahr, den Schongauer Henker Jakob Kuisl, führt uns Oliver Pötzsch tief in die dunkelsten Winkel Regensburgs und seiner Bewohner. Eigentlich angereist, um seine kranke Schwester zu heilen, findet der Scharfrichter sie und seinen Schwager ermordet im Baderhaus, wo er umgehend als Hauptverdächtiger festgenommen wird. Während die hohen Herren Regensburgs und ein Unbekannter durch Folter ein Geständnis herauspressen wollen, treffen auch die Henkerstochter Magdalena und der junge Medicus Simon Fronwieser in Regensburg ein. Schon bald erfahren sie von der Festnahme des Henkers und setzen wie immer Leib und Leben aufs Spiel, um den wahren Mörder zu finden und Magdalenas Vater zu befreien.


Im Gegensatz zum zweiten Roman, der mir etwas weniger gefallen hat, war dieser dritte Band wieder ein voller Erfolg. Wer sich anschauen will, wie man ein Buch spannend macht, kann hier eine Menge lernen. In keinem der beiden Vorläufer war der Autor so gnadenlos mit seinen drei Hauptpersonen und quält sie mit einer derartigen Boshaftigkeit - und nicht nur einmal! -, dass ich tatsächlich an zwei Stellen nach hinten geblättert habe, um zu sehen, ob sie überleben. Aber gerade das lässt den Leser wirklich mit seinen Charakteren mitfiebern, die von immer neuen Wendungen überrascht werden.


Dabei gibt uns der Autor einen ausführlichen Blick in die untersten Schichten der Bevölkerung - Ehrlose wie Henker und Bettler -, ihr Leben, ihre Nöte, aber auch ihre Pfiffigkeit und ihren Einfallsreichtum sowie ihr Zusammengehörigkeits- und Ehrgefühl. Außerdem lernen wir mehr über die Vergangenheit des Henkers, die sich Stück für Stück entfaltet, als einige dunkle Geheimnisse ans Licht kommen.


Die Figuren sind allesamt wieder einmal schillernd entworfen und bieten eine ganze Palette an Charakteren aus allen Schichten der Bevölkerung. Auch das unterirdische Labyrinth kommt, wie in den vorigen Bänden, nicht zu kurz, auch wenn es dieses Mal nicht für den großen Showdown herhalten oder wichtige Hinweise zur Lösung des anfänglichen Rätsels geben muss.


Kritikpunkte? Magdalenas und Simons wiederholte Wortgefechte, nach denen sie jedes Mal wie zwei beleidigte Kinder ihre eigenen Wege gehen - zumindest bis das nächste Unglück zuschlägt -, sind vielleicht ein wenig überzogen, und der Henker zeigt mal wieder eine überraschend starke Konstitution bzw. wundersame Selbstheilungskraft, aber was soll’s? Sie müssen ja noch für ein paar weitere spannende Romane sorgen.

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Die Henkerstochter und der schwarze Mönch

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 03.04.2009
ISBN 9783548268538
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im zweiten Roman um seinen Vorfahr, den Schongauer Henker Jakob Kuisl, greift Oliver Pötzsch tief in die Kirchen- und Religionsgeschichte des Pfaffenwinkels. Dieses Mal gerät das Dreierteam aus Jakob Kuisl, seiner Tochter Magdalena - eben jene titelgebende Henkerstochter - und dem jungen Medicus Simon Fronwieser auf ein Spur rätselhafter Inschriften und Sprüche, die sie bis tief in die Templerzeit zurückführen. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen eine Räuberbande, die die Gegend unsicher macht, sondern auch eine Gruppe diabolischer schwarzgekleideter Mönche, die sich auf ihrem Weg zur Lösung der Rätsel an ihre Fersen heften.


Nachdem ich begeistert das erste Buch der Reihe gelesen habe, wurde ich auch in diesem Buch nicht enttäuscht. Der hünenhafte Henker ist nie um einen gezielten Schlag mit seinem Lärchenholzknüppel und einen griesgrämigen Spruch verlegen, Magdalena ist forsch und bauernschlau genug, um sich auch alleine aus Schwierigkeiten zu befreien, und der junge Fronwieser hat auch in diesem Buch wieder mit den Tücken der Frauen sowie den medizinischen und gesellschaftlichen Ansprüchen seines rückständigen Vaters zu kämpfen. So trägt jeder der Drei sein eigenes Scherflein zum Fortgang der Geschichte bei. Das unterschwellige Thema des Buches, die zerstörerische Kraft des religiösen Fanatismus, ist leider zur Zeit wieder brandaktuell, und der Autor versteht es sehr gut, den Wahnsinn in den Köpfen und Herzen religiöser Fanatiker in Worte und Bilder zu fassen. Ich denke, ich darf verraten, dass in dem Buch am Ende das Gute siegt. 


Insgesamt gefiel mir das Buch jedoch weniger als der erste Band, und zwar aus mehreren Gründen:


Der Autor liebt es, die Handlung aus mehreren Perspektiven zu schildern. Das war schon im ersten Buch so, fiel mir aber besonders im zweiten Band auf. Hier werden die Ereignisse nicht nur aus der Sicht der drei Hauptakteure geschildert, sondern auch sehr persönlich aus der Perspektive von gefühlt fast allen anderen Mitwirkenden und Gegnern. Der Autor macht das hervorragend, da man nie den Überblick verliert, wer spricht, aber dieses ständige Hin- und Herwechseln in dieser Vielzahl finde ich als Leserin störend. Neben den vielen Perspektiven ist auch die Handlung vielschichtig, so dass sich der Leser schon bald mit dem jeweiligen Hauptakteur auf drei verschiedenen Wegen befindet, die in Kombination mit den vielen Erzählperspektiven die ganze Geschichte doch sehr zerstückeln. Es fließt einfach nicht so richtig beim Lesen, weil der Leser ständig von einer Figur zur nächsten springt, um bald darauf einer anderen Figur in einem anderen Erzählstrang beizustehen. Beim Showdown spielen wie auch im ersten Buch ein unterirdisches Labyrinth und seine Möglichkeiten für Spukmomente und Gänsehaut eine große Rolle. Ist das Zufall? Absicht? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe, dass das dritte Buch nicht auch wieder ein unterirdisches Labyrinth umfasst. Mit der Figur der Benedicta Koppmeyer, einer resoluten und perfekt Französich „parlierenden“ Dame, die Simon Fronwieser bei der Lösung der Rätsel zur Seite steht, konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Sie nimmt in meinem Kopf nie so richtig Form an, sondern wirkt wie eine Schablone, die in die Szene reingesteckt wird. Das liegt vielleicht daran, dass sie - gerade im Kontrast mit dem schüchternen und von Minderwertigkeitskomplexen geplagten Fronwieser jr. - einfach viel zu herablassend und zu überzeugt von sich selbst daherkommt. Bei jedem Auftauchen zwinkert sie Simon mindestens einmal im Gespräch zu, und ansonsten kann sie sowieso alles besser als er: reiten, sich gegen Räuber verteidigen, Französisch sprechen, feine Kleidung anziehen, elegant auf Baugerüste klettern und und und. Aber dazu gleich noch mehr im letzten Punkt. Der letzte Punkt umfasst alles, was mir sehr praktischen Dingen ins Auge gefallen ist, die ich so nicht glaube(n kann): Ja, Benedicta spricht fließend Französisch, aber bei einigen der Ausdrücke frage ich mich, ob es diese im 17. Jahrhundert schon gegeben hat. Ich gebe zu, das ist pedantisch, aber ich bin nun mal Sprachwissenschaftlerin. Da bleibt diese Frage nicht aus. Wie klettert eine Dame des 17. Jahrhunderts elegant, ohne hängenzubleiben und unter Einhaltung der nötigen Regeln von Anstand und Sitte ein Baugerüst hoch, während unter ihr ein Mann steht, der ihr dabei zuschaut? Das gleiche gilt für das Herausklettern durch ein zersprungenes Glasfenster und, ganz besonders, für die Stelle, an der sich Benedicta auf die Schultern von Simon Fronwieser setzt. Manche Figuren sind in diesem Roman mit einer ungeahnten Kraft und Zähigkeit ausgestattet, so der Henker, der in einen Sarkophag gepfercht einen 6 Zentner schweren Deckel mit angewinkelten Armen wegstemmt; Benedicta, als sie einen hoch hängenden Glassarg mühelos herunterhebt; einige der Gegenspieler in den letzten Momenten vor ihrem Tod, an denen sich sogar die anderen Figuren darüber wundern, dass sie immer noch leben. Ganz banal habe ich mich gefragt, warum der Krummdolch eines Gegenspielers vergiftet ist, aber nur zur Betäubung des Gegners dient. Die Natur des Gegenspielers lässt vermuten, dass er seine Gegner lieber tot sieht als nur außer Gefecht gesetzt.


Nach dem Buch ist vor dem Buch. Trotz der obigen Kritikpunkte liegen bereits die nächsten Bände um den Schongauer Henker auf meinem Nachttisch, in denen es sicher wieder eine spannende Portion bayerische Heimatkunde nicht nur für Zugereiste gibt.

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Tags: henkerstochter, historischer roman, jakob kuisl, oliver pötzsch   (4)
 

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Die Henkerstochter

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2011
ISBN 9783548610429
Genre: Historische Romane

Rezension:


Nach langer, langer Zeit endlich ein Buch, das ich nicht nur von vorne bis hinten durchgelesen habe, ohne auch nur eine einzige Zeile zu überschlagen, sondern auch in vollen Zügen genossen habe. Oliver Pötzsch vereint gekonnt sein historisches Wissen über das 17. Jahrhundert und die Hintergründe seiner illustren Henkersvorfahren mit einer wundervollen Figurenkonstellation und einer wahnsinnig spannenden Geschichte.



Zentrale Figur des Buches ist, entgegen dem Titel, Jakob Kuisl, der Henker von Schongau - ein Scharfrichter und herrlich grantelnder bayerischer Bär von einem Kerl mit dem Herz am richtigen Fleck.


Nachdem ein Junge mit einem seltsamen Mal auf der Schulter am Ufer des Lech gefunden wurde, soll der Henker aus der seiner Meinung nach unschuldig der Hexerei angeklagten Hebamme ein Geständnis herauspressen. Vor allem die hohen Herren von Schongau drängen auf eine baldige Lösung, als sich die Todesfälle und mysteriösen Ereignisse in der Stadt häufen, und den Ratsmitgliedern das Ruder aus der Hand zu reißen droht.


Während sich die Ereignisse überschlagen und der Henker versucht, die Folterungen hinauszuzögern, arbeitet er zusammen mit dem jungen Medicus Simon Fronwieser, der ständig bedauert, wie sein schönes neues Wams bei den Ermittlungsgängen Dreck abbekommt, und seiner klugen, aber aufmüpfigen Tochter Magdalena fieberhaft an der Aufdeckung des Falls, in der sie im wahrsten Sinne des Wortes gegen Tod und Teufel kämpfen.


Ich kannte weder den Autor, noch die Bücherserie um die Henkerstochter, aber nachdem ich nun das erste der Serie gelesen habe, werde ich mir gleich die anderen auch noch beschaffen. Die Charaktere sind sehr gelungen entworfen, mit einer erfrischenden Prise Selbstironie, die oft in anderen, verbissene erzählten historischen Romanen fehlt. Der Schreibstil ist angenehm und nicht überladen mit Beschreibungen, die nichts zur Handlung beitragen.


Ein wenig enttäuscht war ich über die Auflösung des Falls, insbesondere was die Verfolgung von Magdalena am Schluss des Buches und die letztendliche Erklärung für das Zeichen auf der Schulter angeht, aber diese Kleinigkeiten haben den Lesegenuss nur unbedeutend beeinflusst.


Alles in allem war das Buch richtig klasse, und ich bin schon gespannt, welche Fälle der Henker und sein Team als nächstes lösen. 

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Tags: henkerstochter, historischer roman, jakob kuisl, oliver pötzsch   (4)
 

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Mieses Karma

David Safier
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Rowohlt TB., 01.07.2013
ISBN 9783499266768
Genre: Humor

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Die letzte Drachentöterin

Jasper Fforde , Isabel Bogdan
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ONE, 12.02.2015
ISBN 9783846600054
Genre: Jugendbuch

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Drachenreiter

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2014
ISBN 9783841502643
Genre: Kinderbuch

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Der Stechlin

Theodor Fontane
Flexibler Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Tredition Gmbh, 26.10.2011
ISBN 9783842407251
Genre: Romane

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allgemeinbildung, bücher, inhalt, klassiker, kultur, lesen, lexikon, literatur, nachschlagen, nachschlagewerk, ratgeber, sachbuch, sammelwerk, sammlung, schule

Bücher

Christiane Zschirnt , Dietrich Schwanitz
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.04.2005
ISBN 9783453872721
Genre: Klassiker

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Tod und Teufel

Frank Schätzing
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Zeitverlag Gerd Bucerius, 17.06.2010
ISBN 9783841900043
Genre: Historische Romane

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großbritannien, heilige gral, historisch, historisches, israel, kinderbuch, kreuzzug, mittelalter, roman, tempelritter, vergangenheit

Die Templer - Der Hüter des Grals

Michael P Spradlin , Uwe Hausmann , Hauptmann & Kompanie
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.03.2011
ISBN 9783841500427
Genre: Jugendbuch

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asen, gunnora, normannen, odin, thor, walhalla

Meisterin der Runen

Julia Kröhn
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783404169320
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Geschichte hinter der Geschichte war für mich der Hauptgrund, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, und ich muß sagen, daß es sich wirklich gelohnt hat.


Julia Kröhn verfügt über einen unermeßlichen Reichtum an historischem Detailwissen, das sie gekonnt in ihre Erzählung einwebt. Da ich mich selbst vor kurzem mit der normannischen Geschichte beschäftigt habe, war das Buch für mich wie die Vorgeschichte zu dem, was ich bereits kannte.


Der Roman beschäftigt sich mit dem Leben der weiblichen Hauptfigur Gunnora, die mit ihrer Familie in der Normandie landet, um dort ein neues Leben zu beginnen. Leider kommt alles anders als geplant, und Gunnora muß sich gegen starke Gegner und vor allem Gegnerinnen in einem Land durchkämpfen, in dem die Schlacht zwischen Heidentum und Christentum noch lange nicht zugunsten des letzteren entschieden ist.


Neben Gunnora gibt es viele weibliche Charaktere, nicht zuletzt ihre Schwestern und ihre Gegenspielerin am Hof Graf Richards, die einen wichtigen Teil des Buches ausmachen. Identifizieren konnte ich mich allerdings weder mit der weiblichen Hauptperson noch den Nebendarstellerinnen, da selbst die „starken“ Frauen wenig positive Eigenschaften haben. Vielleicht sind sie mir auch nur nicht aufgefallen, da ich davon abgelenkt war, wie berechnend und kaltblütig die Frauen häufig agieren, um an ihre Ziele zu kommen - was ich ihnen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung und der Zeit, in der sie lebten, nicht einmal vorwerfe. Aber mir fehlten zumindest vereinzelte positive Anknüpfungspunkte, wie Mitgefühl oder Sympathie, für Gunnora beispielsweise.


Die Geschichte selbst verläuft auf verschiedenen Ebenen bzw. mit vielen Perspektivwechseln, so daß wir nicht nur durch Gunnoras Augen die Geschichte lesen, sondern auch aus der Sicht ihrer Gegenspielerin, des Grafen, des Heidenführers und (zeitlich um einige Jahrzehnte nach hinten versetzt) eines zehnjährigen Mädchens, das geheimnisvolle Schriftrollen entdeckt. Ich mag solche Perspektivsprünge weniger, besonders wenn auch noch eine riesige Zeitspanne dazwischen liegt, aber anderen gefällt vielleicht gerade das besonders gut.


Zu meiner großen Freude habe ich entdeckt, daß es zu diesem Band noch zwei Vorgänger gibt. Auch wenn ich mit den Figuren und der Perspektive nicht richtig warm geworden bin, den geschichtlichen Hintergrund so vorzüglich serviert zu bekommen, werde ich mir nicht entgehen lassen.

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