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nachspiel, star wars, star wars saga, blackteabooks, chuck wendig

Lebensschuld

Chuck Wendig , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734161056
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach langer Wartezeit ging es mit Lebensschuld endlich wieder zurück ins Star Wars Universum. Zugegeben, ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet die Crew aus dem ersten Nachspiel-Band so schnell wieder zu sehen, da der Klappentext eigentlich eine Han Solo-Geschichte verspricht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war ich dann über die kleine Enttäuschung hinweg, konnte mich wieder an fast alle Charaktere erinnern und habe mich über die Fortsetzung ihrer Geschichten gefreut. Nach der ersten Holo-Unterhaltung zwischen Han und Leia - bei der alle Fan-Herzen sicher höher schlagen, einfach weil die beiden da sind - tritt nämlich erst einmal wieder das Team um Norra und Temmin Wexley in den Vordergrund. 

Es wäre aber nicht Star Wars, wenn nicht alle verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen würden, und genau das macht die Handlung mit all ihren spannenden Wendungen so unterhaltsam. Es gibt wieder einige Rückblicke und das ein oder andere Intermezzo, wodurch die Hauptgeschichte etwas gebremst wird. Dafür sind sie in diesem Band umso interessanter, weil sie eventuell wichtig für die Hauptfilme sein könnten und man dadurch die wildesten Theorien aufstellen kann. Außerdem muss man die Übersetzung loben, der man die Schwierigkeiten, die wohl einige mit dem originalen Schreibstil haben, nicht anmerkt.

Neben dem Hauptteam, das mal mit Han und mal mit Leia arbeitet und dadurch interessante Verbindungen zieht, erlebt man auch wie es mit der Neuen Republik und dem Imperium weitergeht. Die vielen verschiedenen Perspektiven haben mich anfangs wie gesagt kurz überrascht, aber auch hier spielen sie eine wichtige Rolle, weil sie die unzähligen Standpunkte in der Galaxis zeigen. Gerade durch Rae Sloane's Gedanken kann man das zurückgedrängte Imperium nicht komplett verurteilen und sieht, dass es auch auf dieser Seite den aufrichtigen Wunsch nach Frieden gibt. Die internen Machtverhältnisse zeigen wieder einmal die politische Seite von Star Wars und bieten neben einem genialen Bösewicht viel Denkstoff.

Trotzdem verspürt man als ehemaliger Rebell Stolz über die Fortschritte der Neuen Republik, freut sich über mehr bekannte Charaktere wie Mon Mothma, Maz Katana und natürlich Chewbacca! Es gibt unzählige kleine und große Hinweise auf den Inhalt der nächsten Episoden, man erlebt die Vorgeschichten von Ereignissen die man schon aus Das Erwachen der Macht kennt, und auch ältere Lücken werden geschlossen. Diese Komplexität macht für mich das gesamte Star Wars Universum aus und wird hier großartig umgesetzt.

Lebensschuld gefällt mir noch besser als der Vorband, weil es der Nachspiel Serie mehr Tiefe verleiht und das Team zu einem Teil der Neuen Republik werden lässt, der wirklich Bedeutung hat. Nach wie vor wird Diversität wie selbstverständlich mit eingebaut, einige Fragen  werden beantwortet und noch mehr mysteriöse Entwicklungen in Aussicht gestellt. Jetzt bin ich unglaublich gespannt wie viele Verbindungen es im nächsten Film gibt, und wie es im letzten Band weitergehen wird!

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magellan, handlettering, kreativ

Handlettering – Schöne Zeichen setzen

Julia Kerschbaumer
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734870033
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf meinem Blog oder 
Instagram Account  könnt ihr euch meine Fortschritte anschauen! 

Wer sich für Schrift und Zeichnen interessiert hat garantiert schon einmal vom Handlettering gehört, denn das kreative Arbeiten mit Buchstaben entwickelt sich langsam aber sicher zum Trend. Schon in der Schule habe ich meine Überschriften verziert, und seit ich im letzten Jahr mein Bullet Journal angefangen habe schaue ich auf Instagram regelmäßig nach Inspiration für schöne Schriftzüge. Ihr könnt euch vorstellen wie begeistert ich war, als dieses Buch in der Magellan-Vorschau aufkam!

Zunächst fallen die wunderschöne Gestaltung und kreativen Illustrationen auf, die jede Seite zieren. Sobald man sich satt gesehen hat beschreibt die Autorin ihre persönliche Inspiration im Vorwort, dann folgen die Grundbegriffe zum Einstieg, die durch anschauliche Übersichten visualisiert werden. Dabei hat mir gut gefallen dass die Autorin viele wichtige Regeln erklärt, aber trotzdem eigene Ideen und Individualität ermutigt und bei aller Technik eine optische statt mathematische Herangehensweise bevorzugt. Außerdem stellt sie kurz verschiedene Materialien vor, mit denen man arbeiten kann.

Im zweiten Kapitel geht es dann ins Detail und die Hauptschriftarten werden vorgestellt. Es geht von Serifen über Scripte zu Brush Lettern, man bekommt interessante Hintergrundinformationen, eine Menge Input und Inspirationen. Besonders die vielen Beispiele, optionale Vorlagen und Schritt-für-Schritt Übungsmöglichkeiten sind gerade für Anfänger sehr hilfreich. Das einzige Problem für mich war, dass ich das unabdingbare Transparentpapier nicht im Haus hatte und mich erst einmal auf klassische Weise im Notizbuch ausprobiert habe - was umständlicher ist, aber trotzdem funktioniert. 

In den letzten drei Kapiteln werden die Grundlagen dann erweitert. Es geht zunächst um das richtige Layout und wie man den Inhalt der Schriftzüge durch Anordnung in Formen noch mehr unterstreichen kann. Für mich ist das der außergewöhnlichste Teil des Buches und zeigt die Kreativität der Autorin, ohne entmutigend zu sein. Sie macht immer wieder deutlich dass man durch Übung seinen eigenen Stil finden kann, wodurch man sich am liebsten gleich auf Papier und Stifte stürzen möchte! 

Anschließend wird die farbige Ausarbeitung der Schriftzüge, vor allem in digitaler Form, beschrieben. Da ich kein Photoshop habe konnte ich nicht so viel damit anfangen, aber wer es nutzt kann die sehr detaillierten Hilfen sicher gut gebrauchen. Es gibt auch eine Seite zu Farbstiften und Pinseln, die ich gerne noch länger gehabt hätte, etwa mit Tipps worauf man beim Kauf von Materialien achten sollte wenn man wirklich investieren möchte. Da ich aber erst einmal bei dem bleibe was ich schon habe, war das völlig okay. Im fünften Kapitel findet man abschließend die hilfreichsten Seiten, sobald man die Grundlagen gemeistert hat. Es gibt 7 wirklich praktische Tricks - beispielsweise wie man Fehler kreativ verarbeiten kann -, tolle DIY Ideen, Vorschläge mit Anleitung und die wichtige Erinnerung dass es nicht um Perfektion, sondern das Ergebnis geht. Meine persönlichen Lieblingsseiten finden sich aber ganz am Ende: Alphabete in den verschiedensten Stilen, die eine großartige Hilfe sind wenn man eine Idee hat und sich bei der Umsetzung nicht ganz sicher ist.

Das Handlettering Buch eignet sich für alle Interessierte; Anfänger wie auch Fortgeschrittene können viel dazu lernen. Man sollte definitiv etwas Zeit investieren um sich selbst auszuprobieren und die Schritt-für-Schritt Beispiele nutzen, dann wird man auch mit guten Ergebnissen belohnt. Und selbst wenn man meint alles verinnerlicht zu haben, kann man das Buch immer wieder für Inspiration zurate ziehen.

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Tags: handlettering, kreativ, magellan   (3)
 

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weltraum, hexen, science fiction, kai meyer, fantasy

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Kai Meyer gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren, und als er auf der Leipziger Buchmesse davon erzählte in seinem nächsten Buch Fantasy und Science Fiction verbinden zu wollen, war mir sofort klar dass ich es definitiv lesen würde. Dementsprechend habe ich mich riesig gefreut, ein Jahr später bei der Lovelybooks Leserunde für Die Krone der Sterne dabei sein zu dürfen!

Die Begeisterung mit der Kai Meyer das Buch damals vorgestellt hat, spiegelt sich auf allen Seiten wieder. Schon das Cover ist mit wunderschönen Details verziert, die auf blauem Grund in Kupfer- und Goldtönen schimmern und es zu einem echten Schmuckstück machen. Und auch wenn man das Buch aufschlägt, gibt es unzählige visuelle Highlights zu entdecken. Die reichen von praktischen Übersichten zum Aufbau der Galaxie und der wichtigsten Gruppierungen, bis hin zu Zeichnungen von Raumschiffen und Szenen aus dem Buch, zu denen man während des Lesens zurückkehren und immer mehr Verbindungen herstellen kann.

Es war einfach faszinierend, in diese Welt einzutauchen und so viel wie möglich darüber herauszufinden, obwohl mit jeder neuen Information eigentlich mehr Fragen entstehen als beantwortet werden. Die Mischung aus Fantasy und Science Fiction ist großartig und bietet endlose Möglichkeiten. Auch dieses Universum fühlt sich so real und detailliert geplant an, dass man es kaum erwarten kann alle Zusammenhänge herzustellen.

Die unterschiedlichen Perspektiven helfen dabei, die Ziele und Geschichten der verschiedenen Gruppen zu verstehen. Iniza, Baroness und unsere Hauptprotagonistin, flüchtet mit ihrem Hauptmann und Geliebten Glanis vor dem herrschenden Hexenorden. Dabei stoßen der grimmige Kranit und später die sarkastische Shara zu ihnen, die normalerweise als Kopfgeldjäger oder Händler nur ihre eigenen Interessen verfolgen und sich dadurch schwer einschätzen lassen. So ist diese kleine Heldentruppe anfangs eher eine Zweckgemeinschaft, was eine ganz besondere Dynamik entstehen lässt und Entwicklungen in viele Richtungen möglich macht. Zusammen mit den Geheimnissen dieses Universums und einigen Plot-Twists trägt das nur noch mehr zur ohnehin spannenden Handlung bei. Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen, wenn sich Iniza & Co. in einem der coolsten Raumschiffen aller Zeiten aus einer Gefahrensituation nach der anderen kämpfen müssen. Action kommt zwischen den Sternen also definitiv nicht zu kurz. 

Besonders positiv ist mir außerdem aufgefallen, wie komplex die Charaktere waren. Obwohl die Geschichte und der Weltenaufbau im Vordergrund standen, gewinnt jede Figur mit der Zeit an Tiefe, sie machen Fehler und verändern sich, was das Ganze noch interessanter werden lässt. Iniza und die Muse, eine künstliche Intelligenz, haben sich für mich zu den spannendsten Mitspielern entwickelt. Dabei hat es mich wirklich gefreut, dass es nicht wie in Sci-Fi üblich nur eine Frau umgeben von Männern gibt. Das Verhältnis wurde gut ausbalanciert und die Ladies dürfen auch zu den wichtigen Charakteren gehören, die man definitiv nicht unterschätzen sollte. Je näher man sie alle kennen lernt, desto deutlicher wird dass hinter ihnen, aber auch hinter dem gesamten Buch, noch so viel mehr steckt. Die Reise durch dieses gewaltige Universum hat gerade erst begonnen.

Die Krone der Sterne ist der gelungene Auftakt einer Reihe, deren Fortsetzung schon jetzt ungeduldig erwartet wird. Die Mischung aus Fantasy und Science Fiction fasziniert ebenso wie das Zusammenspiel der Charaktere, und man wird von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Ich bin jetzt schon gespannt darauf, weiter in dieses Universum einzutauchen und seine Mysterien zu entschlüsseln.

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Tags: blackteabooks, die krone der sterne, kai meyer, space fantasy   (4)
 

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rezension, freundschaft, highschool, magellan, strei

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der Klappentext sagt es schon: Daisy hat sich von ihrem langjährigen Freund Matt getrennt, der mit seiner Mutter nach Spanien gezogen ist. Jetzt hat sie mit den üblichen Trennungsgefühlen zu kämpfen: er-fehlt-mir-so steht gegen er-kann-mich-mal. Aber Daisy entscheidet sich für einen Neuanfang und wechselt auf das College. Schon von Anfang an beweist sie, was für eine fantastische Protagonistin sie ist: ihren geliebten, ausgeflippten Vintage-Kleidungsstil gibt sie für niemanden auf, sie ist freundlich und loyal, und für ihre freche, selbstbewusste Art muss man sie einfach gern haben. Natürlich ist sie nicht perfekt und macht Fehler, aber gerade diesen realistischen Teil schätze ich sehr. Auf der anderen Seite hat sie eine tolle Beziehung zu ihren Eltern, um die sie viele Jugendbuch-Charaktere beneiden würden. Die beiden sind schon seit ihrer Schulzeit zusammen und betreiben eine erfolgreiche Heiratsagentur, bei der Daisy regelmäßig aushilft. Dass sie dadurch ständig von glücklichen Paaren umgeben ist macht ihre eigene Trennung nicht einfacher, aber gleichzeitig bestätigt das ihren Glauben an die große Liebe.


Außerdem hat sie zwei beste Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Natürlich gibt es auch einige Streitereien, die die Mädels aber nicht trennen können. Zehn Regeln verbinden sie miteinander, wobei die zehnte erst erfunden werden muss, und diese 'Gebote' kann sich jedes weibliche Wesen zu Herzen nehmen. Darin geht es um Freundschaft, Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und - ja, ich benutze das Wort - verschiedene feministische Gedanken, die nicht etwa die Weltherrschaft der Frauen zum Ziel haben sondern die Mädchen immer wieder an ihren eigenen Wert erinnern sollen. Diese kleinen Nachrichten finden sich überall im Buch und sind einer der zwei Punkte, die diese Geschichte wichtig machen.


Der andere Punkt ist das Problem, das Toby mit sich bringt. Der extrem gutaussehende und beliebte College-Schüler holt Daisy aus ihrem Trennungs-Tief, ist aber bei weitem nicht so perfekt wie es aussieht. Was genau passiert möchte ich natürlich nicht verraten, aber es ist wichtig weil es zeigt, wie subtil sich jemand verändern kann, so dass auch ein selbstbewusstes Mädchen wie Daisy nichts merkt. Derartige Schwierigkeiten verdunkeln ihre sonst farbenfrohe Welt, die einem beim Lesen einfach nur Freude bereitet.


Daisys Art zu denken und zu reden ähnelt ihrem ausgefallenen Kleidungsstil und brachte mich immer wieder zum lachen. Dabei muss man einfach die Übersetzerinnen loben: die unzähligen Anspielungen und Erwähnungen von Dingen, die aktuell im Leben jedes Teenagers sind, wurden perfekt ins Deutsche übertragen. Das gleiche gilt für Daisys bunte Sprache, die quasi ein Feuerwerk an Alliterationen, Wortspielen und -neuschöpfungen ist und jedem Freude bereiten wird, den Worte faszinieren.


Besonders hat mir gefallen, dass die Geschichte in Großbritannien spielt. Mittlerweile wissen wir wohl alle wie es an amerikanischen High Schools so läuft, aber hier bekommt man einen Einblick in die berühmt-berüchtigte "Sixth Form / College" Zeit in England & Co. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber die neue Atmosphäre ist trotzdem sehr angenehm.


Mit Überlieben in 10 Schritten hat Rachel McIntyre all meine Erwartungen an ein Jugendbuch erfüllt. Es hat einfach nur Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich empfehle es jedem, der eine lockere Geschichte mit viel Herz für Zwischendurch sucht.

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Tags: jugendbuch, magellan, rachel mcintyre, überlieben in 10 schritten   (4)
 

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detektiv, verschwörung, eine reihe rätselhafter ereignisse, lehre, lemony snicket

Der Fluch der falschen Frage - Meine rätselhaften Lehrjahre 1

Lemony Snicket , Sabine Roth ,
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.09.2013
ISBN 9783442312740
Genre: Kinderbuch

Rezension:


"Der Fluch der falschen Frage" ist mein erstes Buch von Lemony Snicket, obwohl ich natürlich schon einiges von ihm gehört und damals "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" gesehen habe. Details über seine Welt kannte ich aber noch nicht, was ich hiermit ändern wollte.

Gleich zu Beginn wird man ziemlich abrupt in die Geschichte geworfen. Es sind verwirrende Umstände, in denen man dem jungen Lemony Snicket zum ersten Mal begegnet und die erst zum Ende hin erklärt werden. Da es sich hier ja um die Vorgeschichte von Lemony Snicket selbst handelt, und ich wie gesagt kaum etwas über diese fiktive Persönlichkeit weiß, hatte ich gehofft einige Hintergrundinformationen zu bekommen. Doch auch wenn sich nach und nach ein Bild zusammenfügt, ist man trotzdem nicht schlauer als am Anfang - im Gegenteil.

Man hat durchgängig das Gefühl, mit Absicht irritiert zu werden und muss erst lange nachdenken, um zu verstehen was diese Geschichte bedeutet. Die Stadt Schwarz-aus-dem-Meer ist eine ziemlich trostlose Kulisse, und auch die Charaktere schließt man nicht unbedingt ins Herz. Das gilt besonders für die Erwachsenen, die alle äußerst merkwürdig sind. Die Kinder scheinen als Einzige klar zu sehen und eindeutigere Persönlichkeiten zu haben, was ziemlich interessant ist.

Das gilt auch für Lemony Snicket selbst, denn obwohl er schnell zu einem sympatischen Charakter wird hat er auch vor dem Leser noch einige Geheimnisse. Neben dem Fall in Schwarz-aus-dem-Meer hat er eine andere Mission die ihm persönlich wichtiger ist, doch Details bekommt man hier ebenfalls nur schleppend. Die Stadt selbst ist, ähnlich wie die meisten Erwachsenen, ziemlich eintönig, trostlos und für mich der Hauptgrund, warum ich nicht unbedingt auf die nächsten Bände brenne. Anscheinend spielt die gesamte Reihe dort, und selbst mental möchte ich keine Minute länger als nötig an diesem Ort verbringen.

"Der Fluch der falschen Frage" erinnert ein wenig an Professor Layton, nur dass der junge Lehrling ein eher ungewöhnlicher Protagonist ist und seine Mentorin äußerst inkompetent wirkt. Dass man als Leser gefordert wird sollte man vorher auf jeden Fall wissen, und auch das Setting lädt nicht gerade zum Träumen ein. Dennoch war es ein unterhaltsames Buch, dass vielleicht noch besser wird wenn man mehr über Lemony Snicket weiß. Ich vergebe drei BlackTeaCups, da mich einfach zu viel irritiert hat und die Begeisterung eher ausblieb. Von mir gibt es damit zwar keine universelle Leseempfehlung, aber Fans und Interessierte können dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben!

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

depression, depression abzugeben, uwe hauck, klapse, klaps

Depression abzugeben

Uwe Hauck
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404609222
Genre: Sachbücher

Rezension:


Zuerst noch kurz eine Trigger-Warnung für Details zum Thema Depression - der Titel sagt es ja schon, aber sicher ist sicher. Außerdem wird die Rezension etwas länger, aber das hat dieses Buch auch verdient.

In Depression abzugeben erzählt Uwe Hauck nämlich auf ausführliche und persönliche Weise von seiner Depression, Therapien und allem was dazu gehört, um mehr Menschen zu zeigen was genau hinter dieser Krankheit steckt. Es beginnt auch sofort mit der schlimmsten Phase die der Autor durchleben musste und schließlich zum Suizidversuch geführt hat, welcher vom Auslöser bis zum Krankenhausaufenthalt beschrieben wird. Das kann schon fast als schonungsloser Einstieg bezeichnet werden und ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Trotzdem, oder gerade deswegen, finde ich es wichtig davon zu lesen und diese gefährlichen Gedankenspiralen kennen zu lernen, die zu solchen drastischen Entscheidungen führen.

Viele neue Eindrücke bieten dann die Beschreibungen der Abläufe in der Psychiatrie. Dass Zwangsjacken und Gummizellen hier nicht an der Tagesordnung sind dachte ich mir schon, aber eine genauere Vorstellung hatte ich auch nicht - und es gibt genug Leute die solche Klischees noch immer für die Realität halten, also sollte man genau deswegen darüber sprechen. Es war erschreckend und enttäuschend zu lesen, dass im Bezug auf psychische Krankheiten noch immer so viel Unverständnis, Vorurteile und soziale Tabus existieren und diesen unvorstellbaren Druck ausüben.

Das gilt auch für die Schwarzmalerei von Twitter & Co, womit der Autor immer wieder konfrontiert wird und die mich ehrlich gesagt doch überrascht hat. Unsere Generation geht inzwischen selbstverständlich mit der Technik um und vergisst schnell einmal, dass ein großer Teil der "Älteren" noch immer viele Vorbehalte hat. Dabei scheint gerade Twitter dem Autor geholfen zu haben - nicht zuletzt hat er dort den Hashtag #ausderklapse kreiert, unter dem er regelmäßig aus der Klinik berichtet hat. Diese Tweets finden sich auch gelegentlich im Buch wieder, was eine tolle Idee und Auflockerung war. Ich konnte zwar nicht immer einen direkten Bezug zwischen Tweet und dem jeweiligen Absatz herstellen, aber trotzdem wurde das Ganze dadurch noch einmal greifbarer. Auch Erwähnungen von Quizduell oder Whatsapp-Gruppen helfen zu realisieren, dass genau jetzt depressive Menschen gegen ihre Krankheit ankämpfen.

Und das wird im Verlauf des Buches immer klarer, selbst wenn man sich dessen schon bewusst war: Depression ist einfach eine Krankheit, eine Verletzung der Seele, mehr wie ein Knochenbruch und weniger wie Zwangsjacken-Verrücktheit. Dadurch wird außerdem deutlich dass es endlich normal sein sollte, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Wenn man sich ein Bein bricht versucht man schließlich auch nicht, das selbst wieder zu richten. Bei psychischen Krankheiten kommt nur leider das Problem der Unsichtbarkeit dazu, was eine weitere Erinnerung an die Wichtigkeit des Buches ist.

Die Stimmung heben kleine Witze oder Wortspiele, oft mit einer Portion Sarkasmus und schwarzem Humor. Das finde ich persönlich großartig, denn es zeigt dass der Autor und die anderen Patienten trotz allem noch über sich selbst lachen können. Interesse wie es weitergeht wird durch Andeutungen und Ausblicke geweckt; nur manchmal fehlte die Spannung und einige Beschreibungen haben sich etwas gezogen. Doch auch die trägen Stellen spielen eine Rolle, weil es sich ja für die Patienten selbst so anfühlt. Ebenso deutlich erlebt man auch die Momente, in denen aus normalen Situationen hinterrücks dunkle Gedanken entstehen, was doch sehr erschreckend war und zeigt, dass man diese Abwärtsspiralen nur schwer aufhalten kann wenn man sie nicht erkennt.

Es ist also unabdingbar von den Klinikaufenthalten, Therapien und Gesprächen zu erzählen, aber was mich vor allem interessiert hat waren die Reaktionen der anderen Menschen im Umfeld des Autors. Seine Familie geht beispielsweise fast schon vorbildhaft mit der schwierigen Situation um und hat ein großes Lob verdient, aber leider gibt es wie erwähnt auch viel Unverständnis oder Rücksichtslosigkeit. Von den Freundschaften zwischen den Patienten hätte ich außerdem gern noch etwas mehr erfahren, was aber verständlicher Weise nicht immer leicht einzubauen ist. Dafür gibt es mit jedem Wechsel zwischen Station, Tagesklinik und Reha wieder neue Menschen, neue Therapien und neue Eindrücke wie das Leben mit dieser Krankheit aussieht.

Viele Menschen die an einer psychischen Krankheit leiden müssen auf schwierige Ereignisse in ihrer Kindheit zurückblicken, und ich hatte großen Respekt für die Offenheit, mit der dieser Aspekt behandelt wird. Im Laufe des Buches merkt man außerdem, wie sich unbewusst seine Sprache verändert je besser es dem Autor geht. Und obwohl das Ende etwas abrupt war, runden intelligente, logische Feststellungen über psychische Erkrankungen das Buch ab. Da man viele Momente dieses schwierigen Weges quasi mit dem Autor geht ist man irgendwie selbst stolz auf seine Fortschritte und bekommt viel Respekt vor jedem Betroffenen.

Depression abzugeben ist nicht unbedingt ein Buch was man einfach mal so nebenbei liest, aber wenn man ein ehrliches Interesse an der Krankheit und den betroffenen Menschen hat, kann man unglaublich viel lernen. Manchmal gab es etwas zu viele nebensächliche Details und einen etwas trägen Verlauf der Geschichte, aber es ist vorrangig eine absolut wahre, ehrliche und persönliche Erzählung. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch die überfällige Diskussion ins Rollen bringen kann und das Thema Depression endlich normalisiert - das Potenzial hat es auf jeden Fall. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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zwangsstörung, wesley king, daniel is different, freundschaft, magellan verlag

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Verpackt als wunderschönes Weihnachtsgeschenk kam 'Daniel is Different' überraschend bei mir an, und neugierig wie ich bin ging es auch sofort los mit dem Lesen - aufgehört habe ich erst, als keine Seiten mehr übrig waren.

Zunächst einmal war ich begeistert von dem Konzept, psychische Erkrankungen in einem Jugendbuch zu verarbeiten, denn natürlich können auch Kinder und Teenager davon betroffen sein. Darüber zu lesen hilft ihnen sich weniger allein zu fühlen, ihren Erfahrungen einen Namen zu geben, es zeigt wie man damit umgehen kann und normalisiert das Thema, was ich unglaublich wichtig finde.

Die Darstellung der Krankheit war auch großartig umgesetzt und trifft genau die richtige Mischung. Schließlich nehmen die Zwangsstörungen einen großen Teil in Daniels Leben ein, aber trotzdem ist er noch viel mehr als seine Krankheit, die er selbst gar nicht als solche registriert und deshalb unterdrückt. Es war spannend mitzuverfolgen wie sich diese beiden Seiten an ihm beeinflussen und was passiert, wenn die Zwänge immer häufiger auftreten bis er sie kaum noch verstecken kann. Auch wenn man vorher vielleicht nicht mit psychischen Krankheiten in Berührung gekommen ist, macht sie das Buch auf eine simple Art zugänglich; zum Beispiel wenn Daniel seine 'Zaps' mit einem Albtraum vergleicht: es mag in seinen Gedanken und nicht direkt in der 'realen Welt' geschehen sein, aber für ihn ist es absolut echt, und genau das müssen mehr Menschen verstehen.

Allgemein betrachtet war die Handlung an einigen Stellen etwas vorhersehbar, und in der ersten Hälfte hat mich die Ausgangssituation nicht überzeugt, da sie ein wenig zu sehr an die typischen Highschool-Geschichten erinnert hat. Ein nerdiger, schlaksiger Junge der eher unsportlich ist hat einen beliebten besten Footballerfreund und ist demnach selbst im Team, um anderen zu gefallen. Deshalb spielt Football auch eine etwas größere Rolle, die mir als nicht-Fan manchmal etwas zu detailliert wurde. Es gab aber auch gut nachvollziehbare Momente, beispielsweise wenn Daniel zu sehr unter Druck steht und etwas einfach nicht klappen will, obwohl er es doch eigentlich kann - das ist sicher jedem von uns schon einmal passiert.

In diesem Absatz könnten Spoiler sein, denn obwohl ich versuche keine Details zu verraten, möchte ich hier trotzdem einen Kritikpunkt anbringen. Daniel ist in ein beliebtes Mädchen verliebt, glaubt sie wird ihn nie mögen so wie er ist und kommt dann zufällig mit der Außenseiterin 'Psycho Sara' in Kontakt. Das wirkte teilweise, als würden die beiden Mädchen nicht für sich selbst stehen sondern eher Daniels Welten repräsentieren - gesund und normal, oder krank und verrückt. Da war ich ehrlich gesagt enttäuscht, denn seine Krankheit hat überhaupt nichts mit dem Zustand der Mädchen zu tun. Ein nicht-betroffenes Mädchen kann ihn ebenso gern haben wie jemand der ebenfalls krank ist, und Daniel müsste seine Symptome auch dann nicht verstecken, wenn seine eventuelle Freundin gesund wäre. Diese Nachricht hätte ich zumindest gerne in der Geschichte gesehen.

Abgesehen davon gab es aber natürlich noch mehr positive Aspekte. Die Entwicklung der Freundschaft zu Max hat mich sehr gefesselt und von einem Gedanken zum Nächsten geschickt; Raya war großartig, die Beziehung zu Daniels Familie wirkte sehr realistisch und die kleine Emma ist definitiv meine geheime Heldin. Als Büchermensch konnte ich natürlich besonders gut nachvollziehen, dass Daniel seine Probleme bewältigt indem er selbst eine Geschichte schreibt. Dieses 'Buch im Buch' kann man teilweise sogar lesen und mitverfolgen, was eine tolle Möglichkeit für den Autor ist viele Ebenen miteinander zu verknüpfen.

Das Ende war ebenso gut gelungen, weil es einen realistischen Ausblick gibt der nicht überschwänglich negativ oder positiv, aber trotzdem hoffnungsvoll ist. Außerdem kann ich euch nur das Nachwort des Autors ans Herz legen, das zeigt wie persönlich dieses Buch für ihn ist und eigentlich alles zum Thema Akzeptanz sagt, was ich ausdrücken möchte. In seiner Autorenbiografie zeigt Wesley King übrigens seinen genialen Humor der mich schon beim Originaltitel des Buches zum Schmunzeln gebracht hat, also lest es unbedingt bis zur letzten Seite!

Lesen solltet ihr 'Daniel is Different' nämlich auf jeden Fall. Trotz der kleinen Kritikpunkte ist es ein tolles Buch mit einem unfassbar wichtigen Thema, das viel offener besprochen werden sollte. Daniels Geschichte wird sicher nicht nur innerhalb der Zielgruppe gut ankommen, denn es hat großes Potenzial vielen Menschen zu helfen. Ich habe es sehr gern gelesen und vergebe vier von fünf BlackTeaCups :)

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Tags: daniel is different, magellan, ocdaniel, psychische krankheiten, wesley king, zwangsstörungen   (6)
 

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fantasy, sabaa tahir, liebe, jugendbuch, elias und laia

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mich der erste Band im Juni 2015 so begeistert hat, fühlte sich die Warten auf den Zweiten umso länger an. Nach fast eineinhalb Jahren empfehle ich erst einmal einen Re-Read; mir hat das sehr geholfen mich wieder an wichtige Details zu erinnern und auf dem neuesten Stand zu sein. Außerdem ist Die Herrschaft der Masken nach wie vor ein großartiges Buch und es war eine tolle Erfahrung, neue Seiten an der Geschichte zu entdecken! Und als er unter meinem Weihnachtsbaum lag, konnte ich endlich im zweiten Band abtauchen und erfahren, wie es mit Elias & Laia weiter geht.
Gute Fortsetzungen zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie bisherige Ereignisse aufgreifen und daraus etwas Größeres machen, als es den Anschein hatte. Auch das ist hier der Fall; Charaktere zeigen noch mehr Facetten, die Karten werden neu gemischt und es bleibt unglaublich spannend.


"Alle erfolgreichen Missionen sind eine Aneinanderreihung von Katastrophen, die mit Müh und Not abgewendet wurden." S. 122
Wie auch im ersten Teil schätze ich sehr dass Sabaa Tahir durchgängig versucht, Klischees zu vermeiden, neue Wege für den Plot zu finden und dabei alles logisch zusammen zu bringen. Dass das nicht immer perfekt funktioniert hat sieht man vielleicht schon allein an der Tatsache, dass es mir so aufgefallen ist. Gerade weil ich den ersten Band direkt davor gelesen habe, kamen mir ein paar Details in der Fortsetzung merkwürdig vor. Hier möchte ich natürlich nicht zu viel verraten um Spoiler zu vermeiden; manche Stellen waren einfach noch holprig, oder interessante, neue Problemstellungen wurden teilweise zu einfach gelöst. Davon ist aber auszugehen wenn man den 'schwierigeren' Weg wählt, und auch wenn mich die Ausführung nicht ganz überzeugt hat finde ich es trotzdem gut dass sich die Autorin dem überhaupt gestellt hat, denn dadurch wird das Buch einzigartig.

Ähnliches gilt auch für die Charakterentwicklung. Einige Charaktere verstärken ihre Persönlichkeit noch, andere müssen wieder zu sich selbst finden oder entwickeln sich mit großen Schritten weiter. Auch wenn ich nicht immer der Meinung war, dass dieses oder jenes zu einer Figur gepasst hat, habe ich trotzdem großen Respekt vor der Autorin. Nicht jeder kann seinen Charakteren so viel Leben einhauchen und den Leser auch diejenigen verstehen lassen, bei denen man es nicht erwartet hätte.

Das gilt vor allem für Helena, deren Perspektive wir nach wie vor bekommen. Manchmal hat es mich zwar genervt dass man aus dem Elias-Laia-Fluss herausgerissen wird, aber ich verstehe warum Hels Sicht so wichtig für die Geschichte ist und habe, wenn auch etwas widerwillig, Respekt für ihren Charakter. Trotzdem lese ich am liebsten von Elias und Laia, weil die beiden so echt sind. Sie haben mit ihren eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen, müssen wieder und wieder ihre Stärken beweisen, gehen bis an ihre Grenzen und bilden dabei ein ganz besonderes Team.

"Ein Misserfolg macht dich nicht zu dem, was du bist... Das, was du nach dem Misserfolg tust, wird zeigen, ob du eine Anführerin bist oder eine Versagerin." S. 437

Außerdem war es fantastisch, dass man auf so viele starke Frauen trifft die sich nicht wie um der Sache willen hineingeschrieben anfühlen, sondern authentisch und logisch in die Geschichte passen. Das gleiche gilt für farbige Charaktere und andere Minderheiten; in Sachen Repräsentation hat Sabaa Tahir alles absolut richtig gemacht.

Obwohl der erste Band etwas stimmiger war, hat sich Eine Fackel im Dunkel der Nacht vielen Schwierigkeiten gestellt und kann trotz kleinerer Kritikpunkte mit Spannung, Innovation und Detailreichtum überzeugen. Jetzt bleibt mir wieder einmal nur, (un-)geduldig auf das nächste Buch zu warten. Ich vergebe vier von fünf BlackTeaCups!

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52 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

die zwerge, fantasy, heitz, magie, markus heitz

Der Triumph der Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281058
Genre: Fantasy

Rezension:


Wieder war der Anfang schwierig; das Buch schien einfach so weiterzumachen, wie der Vorgänger geendet hatte. Nach einer kurzen Friedenszeit im Geborgenen Land fühlt man sich wie in die Geschichte geworfen, Ingrimmsch bleibt unser Ansprechpartner und über Tungdils wahren Verbleib weiß man nach wie vor nicht mehr als am Ende von Band Drei, was mich wie schon gesagt besonders frustriert. Die Ereignisse kommen auch nur langsam ins Rollen und es fiel mir nicht immer leicht, mich da durchzukämpfen.

Am interessantesten war das erneute Auftreten der Elben und ihre Darstellung. Diese macht einen der besonderen Aspekt der gesamten Reihe aus, denn endlich werden die 'Spitzohren' nicht mehr idealisiert sondern auf realistische Weise präsentiert, die zeigt dass auch die eleganten Wesen durchaus problematisch sein können. Meinen sie es wirklich gut mit den anderen Völkern oder führen sie etwas anderes im Schilde?

Dahingehend war die Sicht von Ingrimmsch genau die richtige. Seine Gedanken wirkten vertraut und erfrischend zugleich und bewiesen wieder, dass man sich auf ihn einfach verlassen kann. Egal ob beeindruckende Kampfszenen, undurchsichtige Versammlungen oder emotionale Momente; dieser Zwerg ist einer meiner liebsten Charaktere. Als er dann auch noch die lang ersehnte Nachricht auf Seite 63 erhält, war das wie die Sonne nach endlos langem Regen zu sehen. Weil der Inhalt dieser Botschaft entscheidend für den Großteil der Handlung ist, folgt ab jetzt Spoilergefahr. sofern ihr nicht wissen wollt was dahinter steckt!

"Ein Reich, in dem Bücher keine Rolle spielen, ist ein verlorenes Reich." S 220

Dieser Satz kann nur von unserem Gelehrten kommen - und tatsächlich, Tungdil Goldhand ist endlich wieder zurück! Meine Freude und Erleichterung waren riesig, schließlich musste man lange genug auf diesen Moment warten. Mit meiner Überlegung dass wir im vierten Teil nie 'Tungdils' Sichtweise erlebten weil es sich doch um ein anderes Wesen handelte lag ich sogar richtig; und deswegen konnte ich mir umgekehrt auch sicher sein dass dies unser Helden war. Es gab zum Glück wieder Kapitel aus seiner Perspektive; und auch sein Denken, sein gesamtes Auftreten und Zitate wie dieses überzeugten mich vollständig.

Mit Tungdil wurde alles spannender, und auch die Vorgänge im Geborgenen Land spitzen sich zu. Durch die verschiedenen Perspektiven bekam man die verschiedensten Ereignisse mit, wusste aber gleichzeitig nicht mehr, wem man außer den Zwergen zu trauen konnte. Selbst bei ihnen besteht nach wie vor der Verdacht auf schwarze Schafe! So wurde das Buch zu einer einzigen Achterbahn und es fühlte sich ein wenig wie in den 'alten Zeiten' der ersten zwei Bänden an.

Was ich an dieser Reihe ebenso schätze ist diese Spannung und Unvorhersehbarkeit; wenn verschiedenste Szenarien möglich sind und es immer wieder Überraschungen gibt. Außer ein paar kleinen Fehlern, Unklarheiten und der üblichen Kritik, dass ein paar Konflikte zu einfach gelöst wurden, war ich mit dem größten Teil des Buches also sehr zufrieden.

Beim Lesen wurde ich außerdem doch hin und wieder emotional, und im Hinblick auf einen Abschied mit den Zwergen wollte ich das Buch gar nicht beenden. Allerdings fühlten sich die letzten Seiten nicht wie ein Abschied an, und in der Danksagung bestätigte sich dieser Eindruck: Die Zwerge sind noch nicht Geschichte! Trotz aller Schwierigkeiten werde ich den kleinen Helden immer treu bleiben und hoffe, dass ich bald wieder die volle Punktzahl vergeben kann - und, dass die Pause nicht wieder sieben Jahre dauert. ;)

FAZIT

Der Triumph der Zwerge hat mich trotz anfänglichen Schwierigkeiten mit einem positiven Eindruck zurückgelassen. Hier ist die Mischung aus Nostalgie und neuen Entwicklungen sehr gut gelungen, der größte Held des Geborgenen Landes ist endlich zurück und damit lässt sich alles gleich viel besser genießen. Zusammen mit einer fesselnden, unvorhersehbaren Handlung und komplexen Charakteren fügt sich Band Fünf perfekt in diese besondere Reihe ein und macht endlich wieder Lust auf mehr!

4/5 BlackTeaCups

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, die zwerge, markus heitz, heitz, zwerge

Das Schicksal der Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281041
Genre: Fantasy

Rezension:


Der vierte Teil einer Reihe ist generell schwierig zu bewerten. Wie viele Vergleiche zieht man zu den Vorgängern, und inwiefern betrachtet man das Buch individuell? Ich denke dass die Autoren beim Schreiben vor ähnlichen Problemen stehen, doch Markus Heitz kann Nostalgie und Neues auch hier gut ausbalancieren. Wieder bleibt es sehr spannend mit kleineren Handlungen, größeren Vorgängen und den üblichen Helden. Allerdings mit einigen Veränderungen.

Zuerst einmal hat sich der Horizont vom Geborgenen Land erweitert, und nach den Geschehnissen im dritten Band wird jetzt auch das Jenseitige Land ein wiederkehrender Schauplatz. Der Perspektivenwechsel war wirklich angenehm, da man so viele neue Eindrücke sammeln konnte. Eine weitere Verschiebung der Sichtweise hat mir aber eher Bauchschmerzen bereitet: statt zum Großteil von den Gedanken und Gefühlen von Tungdil zu lesen, der schließlich der Held der ersten drei Bücher war, erleben wir diese Ereignisse hauptsächlich gemeinsam mit Ingrimmsch. Und obwohl ich ihn als Charakter großartig, witzig und unglaublich interessant finde, war das für mich am falschen Platz. Ein Spin-Off aus seiner Sicht würde ich sofort kaufen, aber bei den Zwergen möchte ich doch wissen, wie Tungdil sich weiterentwickelt. Der hat sich natürlich in den vergangenen zweihundert Jahren verändert, ist aber so verschlossen, dass man ihn entweder kaum wiedererkennt oder einfach wissen möchte, was er durchgemacht hat.

Hier braucht auch niemand Angst vor Spoilern zu haben, denn es gibt kaum etwas nennenswertes zu verraten. Man trifft natürlich wieder auf fiese Kreaturen, Unterdrückung und Probleme die bekämpft werden müssen, aber mittlerweile wissen wir alle dass es am Ende irgendwie gut ausgeht. Das wirklich interessante ist doch, wie es geschafft wird - und genau das wird nur oberflächlich geklärt. Es ist, als würden wir Ingrimmschs vereinfachte Sicht auf die Dinge bekommen obwohl Tungdil wie immer die ganze Wahrheit kennt, wir aber dieses mal nicht eingeweiht werden. Das ist unglaublich frustrierend gewesen, besonders weil er diese mysteriöse Wandlung hingelegt hat, die im ganzen Buch der interessanteste Punkt ist.

Ständig werden spannende Fragen aufgewirbelt: Was hat es mit diesem 'Meister' und der schwarzen Rüstung auf sich? Wieso wollte er alle "Bösen" um sich herum versammeln? Woher kommt seine Narbe oder die albischen Vorgänge in seinem Gesicht? Was, bei Vraccas, ist wirklich in der schwarzen Schlucht passiert? Ich weiß es immer noch nicht.

Die 600 Seiten Geschichte waren keineswegs langweilig und ich habe sie in freudiger Erwartung auf den Moment der Enthüllung gelesen, aber auf keine meiner wirklich brennenden Fragen gab es eine Antwort. Meine Hoffnungen lagen auf diesen letzten 55 Seiten, die ich gespannt und in schlechtester Qualität auf meinem Handy als Fotos verschlungen habe, doch auch hier wurde ich enttäuscht. Vielleicht war das vom Autor so beabsichtigt, vielleicht habe ich einfach etwas übersehen, aber so blieb die Motivation, den fünften Band zu lesen, vorerst aus.

FAZIT

Auch Das Schicksal der Zwerge ist spannend, doch anders als seine Vorgänger. Man wird als Leser wie gewohnt im Dunkeln gelassen, nur leider fehlte am Ende der Moment, in dem das Licht eingeschalten wird. Die Geschichte an sich hätte mehr Punkte verdient, wenn man nicht mit dem Gefühl zurückgelassen würde, dass da noch mehr dahinter steckt, einem aber die Informationen vorenthalten wurden. Deswegen gibt es drei BlackTeaCups.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

die zwerge, zwerge, fantasy, heitz, tungdil

Die Rache der Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281034
Genre: Fantasy

Rezension:


Es ist das Abenteuer nach dem Abenteuer. Im Geborgenen Land herrscht nach zwei schnell aufeinanderfolgenden Kriegen endlich Frieden. Doch wie geht man mit der Ruhe nach dem Sturm um, wenn man an so an diesen gewöhnt ist? Das ist nämlich alles andere als einfach, und ich habe großen Respekt für Markus Heitz, dass er sich an diese Fortsetzung gewagt hat.

Unsere bekannten Helden müssen lernen, dass es mit dem "Happy End" nicht aufhört. Sie werden von alltäglichen Dingen eingeholt, versuchen ihren Platz in ruhigen Zeiten zu finden und haben währenddessen trotzdem im Hinterkopf, dass es vielleicht doch nur die Ruhe vor dem Sturm sein könnte. Natürlich ist es so, obwohl es auch einmal interessant wäre, vom Gegenteil zu lesen.

[In diesem Absatz steckt ein kleiner Spoiler, dem man aber gleich am Anfang begegnet - nichts Dramatisches] 
Einen kleinen Geschmack davon bekommen wir durch Tungdil, der nach einem Unglück in Alkohol und Selbsthass versinkt. Dem stand ich ein wenig skeptisch gegenüber, weil der wahrscheinlich intelligenteste Bewohner des Landes eigentlich zu intelligent dafür scheint; auf der anderen Seite zeigt es aber auch, dass eben niemand immun gegen emotionale Schläge ist und sich selbst verlieren kann. Dieser innere Kampf war auf jeden Fall einer der interessantesten Aspekte der gesamten Reihe.
[Spoiler Ende]

Das Böse gräbt sich also leise und schleichend einen Weg zurück ins Geborgene Land, so dass es am Anfang niemand bemerkt und man die Zeichen erst sieht, wenn es zu spät ist.

Einige Punkte waren mir dabei leider zu einfach gelöst. Auch wenn wir bisher wertvolle Figuren verloren haben, ist es manchmal unrealistisch wie unsere Helden fast unbeschadet durch die Gefahren ziehen. Auch über fragwürdige Handlungsstränge ließe sich streiten, so dass ich mit dem schnell vergebenen Titel 'Meisterwerk' nicht ganz mitgehen kann. Diese hohe Messlatte muss aber gar nicht angelegt werden, denn man kann trotzdem völlig in das Buch eintauchen und das Lesen genießen.

Besonders gut gefallen hat mir, dass ich entgegen meiner Erwartungen von Anfang bis Ende im Dunkeln getappt bin! Denn auch wenn man kleinere Handlungsstränge teilweise sofort durchschaut hat - ich konnte nicht vorhersehen wie sich diese zu einem großen Ganzen zusammenfügen würden. So gab es unzählige Überraschungen und Wendungen der Wendungen, die die etwas unglücklicher gelösten Stellen überlagern konnten.

FAZIT

Auch Der Krieg der Zwerge ist wie gewohnt fesselnd, doch auf eine innovative Weise. Als Fortsetzung wurde die Balance aus Neu und Nostalgie sehr gut getroffen und bietet wortwörtlich fantastische Unterhaltung. Mein einziger Kritikpunkt sind einige Aspekte, die ins Vorhersehbare oder etwas Unrealistische abrutschen. Abgesehen davon war das Buch ein tolles Leseerlebnis und bekommt vier BlackTeaCups!

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zwerge, die zwerge, fantasy, high fantasy, abenteuer

Der Krieg der Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281027
Genre: Fantasy

Rezension:


Fortsetzungen zu schreiben ist ja immer so eine Sache. Man sucht nach Neuem in einer vertrauten Welt, manche Dinge müssen sich verändern und anderes sollte gleich bleiben. Der zweite Band der Zwerge hat diesen Seiltanz gut hinbekommen, wir treffen die mittlerweile bekannten und geliebten Helden wieder, aber auch neue interessante Charaktere kommen dazu.

Besonders faszinierend ist hier, dass man dadurch die Standpunkte aller Seiten kennen lernt - auch die der Orks und Albae. Man beginnt also, das Denken der "Bösen" allmählich, wenn auch etwas widerwillig, zu verstehen. Dadurch erweitert sich der Buch-Horizont des Lesers auf einzigartige Weise, und man taucht noch weiter in die Geschichte ein.

Die ist außerdem nicht weniger spannend als Band Eins, und dazu noch emotionaler. Wenn man dachte, dass Tungdils Entwicklung vom stammlosen Zwerg zum Helden beendet war, hat man weit gefehlt. Auch Helden stehen immer wieder vor neuen Problemen Herausforderungen, und gerade das macht unseren Protagonisten so sympathisch. Er ruht sich nicht auf seinen vergangenen Taten aus, muss seinen Mut wieder finden, sich seinen Gefühlen klar werden und zweifelt dabei auch mal an sich selbst. Und am Ende habe ich sogar ein, zwei Tränen vergossen - für eine Tat, die ich dem Autor sehr übel nehme. Man stelle sich hier einen vorwurfsvollen Blick vor, der Boïndil alle Ehre machen würde.

Einen Punkt ziehe ich aus folgendem Grund ab: Im Vergleich zum ersten Band hat es hier an Logik und Realismus leider nachgelassen und an den falscher Stellen aufgestockt. Ohne zu viel zu verraten, wurde ich manchmal etwas skeptisch und einige Zufälle waren einfach eine Spur zu günstig.

FAZIT

Trotz ein paar Kritikpunkten konnte mich Der Krieg der Zwerge wieder einmal an die Seiten fesseln und ins Geborgene Land entführen. Unser Held Tungdil lernt so einiges dazu - über seine Heimat und sich selbst. Dabei fühlt man immer mit ihm und seinen Freunden, und irgendwie kommt einem diese Reihe langsam etwas ernsthafter vor; irgendwie ist es eben mehr als nur eine Geschichte. Diese gesamte Welt wächst einem wirklich ans Herz, und deswegen gibt es vier wohlverdiente BlackTeaCups.

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198 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, zwerge, die zwerge, abenteuer, magie

Die Zwerge

Markus Heitz
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2016
ISBN 9783492281010
Genre: Fantasy

Rezension:

Zugegeben, der Einstieg fiel mir recht schwer. Wie es sich für einen guten Fantasy-Roman gehört, wird dessen Welt anfangs durch Legenden, Mythen und tausend Jahren zurückliegenden Ereignissen vorgestellt; das unterstützen außerdem zwei Karten, die mir im Laufe der Geschichte sehr geholfen haben. Da es nicht sofort mit der eigentlichen Handlung losgeht und ich noch nicht zurück in der 'Fantasy-Stimmung' war, hat mir dementsprechend auf den ersten Seiten etwas Spannung gefehlt. Das ändert sich aber so bald, dass ich diesen Kritikpunkt schon wieder zurück ziehen muss.

Anders als genial kann ich den Aufbau der Handlung gar nicht beschreiben. Jedes Ereignis ist mit dem 'großen Ganzen' verbunden und die verschiedenen Stränge gehen auf so intelligente Weise ineinander über, dass das Lesen einfach nur Spaß macht. Selbst Plot-Twists werden hin und wieder selbst 'getwistet', so dass man immer wieder überrascht wird. Meine selbst-gestellte Aufgabe, das Buch innerhalb einer Woche zu beenden, habe ich also mit Freude erfüllt!

Auch die Charaktere kann man nur bewundern, denn sie alle haben ihre ganz eigenen Persönlichkeiten. Ob gut oder böse, man kann ihre Entscheidungen von den verschiedenen Standpunkten aus immer nachvollziehen. Am meisten lernt man natürlich über Tungdil, dessen Entwicklung mich bei jedem Lesen einmal mehr fasziniert. Er ist einfach ein wundervoller Mensch Zwerg, der über sich hinaus wächst (metaphorisch gesehen natürlich) und sich selbst dabei trotzdem treu bleibt. Seine Freundlichkeit und Integrität ziehen sich durch das ganze Buch und machen diese Geschichte so außergewöhnlich.

FAZIT

Die Zwerge hatten einen holprigen Start, dafür war aber der Rest der Reise so fantastisch, dass sie mich wieder einmal mitten ins Abenteuer geholt haben. Detailreichtum, intelligente Plot-Twists und starke, liebenswerte Charaktere überzeugen den Leser genauso wie die spannenden, actionreichen Momente. Wer sich für Fantasy begeistern kann, wird dieses Buch sehr genießen. 

5/5 BlackTeaCups

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1.211 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 152 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, königin, jugendbuch

Selection - Die Krone

Kiera Cass , Susann Friedrich , Marieke Heimburger
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.08.2016
ISBN 9783737354219
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Die erste Hälfte war unglaublich aufregend; ich konnte das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen und habe es in vollen Zügen genossen, wieder im Palast zu sein. Eadlyn ist so ein toller Charakter, nicht weil sie etwa eine perfekte Heldin wäre, sondern weil sie komplex, stark, intelligent, menschlich und vor allem realistisch ist. Erfrischend fand ich auch, dass es so schwierig war die Ereignisse vorauszusehen. Ich liebe es wenn man sich als Leser nicht gleich denken kann was passieren wird, und deswegen ist Selection auch so spannend - es fühlt sich wirklich an, als würde man den ganzen Weg gemeinsam mit den Protagonisten gehen...


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Tags: america, eadlyn, kiera cass, selection   (4)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

new york, jugendbuch, jugendliche, sommer, umzug

Sommer in New York

Carolyn Mackler , Martina Tichy
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2009
ISBN 9783551582140
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn die Autorin eins geschafft hat, dann ist es die Darstellung der komplizierten Teenager-Zeit, in der alles auf einmal problematisch wird und man, wie Sammie, mit mehr zu kämpfen hat als man glaubt bewältigen zu können. Erst trennen sich die Eltern, dann der Umzug von der gewohnten Klein- in die vermeintlich furchtbare Großstadt, dann ist die beste Freundin nicht mehr das was man von ihr dachte, und dazu kommen Schwärmereien, Stress mit Mum und die ersten echten Gefühle. Für mich war das wie eine kleine Zeitreise, bei der ich schon manchmal schmunzeln musste.


Trotzdem hat mich etwas gestört...


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Tags: geringer anspruch, new york, sommerbücher, sommer in new york, sommerlektüre   (5)
 

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england, jane austen, klassiker, liebe, englisch

Sense and Sensibility

Jane Austen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 31.03.1994
ISBN 9780140620429
Genre: Romane

Rezension:


Auf Sense and Sensibility muss man sich erst einlassen, doch wenn man einmal in der anderen Zeit und Sprache angekommen ist, macht diese Geschichte einfach nur Spaß. Sie ist intelligent, spannend, voll komplexer Charaktere und hält sogar den ein oder anderen Plot Twist bereit. Falls ihr mit dem Gedanken spielt ein Jane Austen Buch zu lesen, kann ich euch nur dazu ermutigen!


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Tags: classic, genial, girl power, jane austen, klassiker, liebe, sense and sensibility, verstand und gefüh   (8)
 

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182 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

jane austen, liebe, football, familie, emma mills

Jane & Miss Tennyson

Emma Mills , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560254
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Falls Jane & Miss Tennyson noch bei euch auf dem SuB liegt, könnt ihr es jetzt guten Gewissens von dort befreien. Für eine romantische Highschool Geschichte geht immer, und diese hier ist seinen Genre-Mitgliedern weit voraus. "Miss Tennyson" ist Devon, die Protagonistin die sich, wie so oft, ihrer Gefühle gegenüber zwei verschiedenen Jungen klar werden muss. Beide spielen in der Football-Auswahlmannschaft, und zu allem Überfluss ist einer ihr langjähriger bester Freund und geheimer Schwarm. Trotz diesem eher typischen Aufbau wurde das Ganze nicht klischeehaft und angenehm realistisch konstruiert, so dass man einfach in der Handlung versinken kann.

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Tags: emma mills, first and then, football, highscool, jane austen, jane & miss tennyson, königskinder, wunderschön   (8)
 

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802 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

harry potter, hogwarts, magie, theaterstück, fantasy

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Harry Potter and the Cursed Child hat mich leider ehrlich enttäuscht. Selbst wenn man es losgelöst von Harry Potter 1-7 sieht, kann das Skript nicht wirklich überzeugen, Auf der Bühne wirkt es sicher zauberhaft, doch das ist die Handlung ohne Performance, Schauspieler und Effekte einfach nicht. Falls ihr mehr darüber reden möchtet, gelangt ihr hier zur Diskussion!


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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, überfall, verlust, freundschaft, verfolgung

Alles auf Anfang: (Seitenwelten)

Peter Merten
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei null, 23.03.2016
ISBN B01ACLY7O6
Genre: Sonstiges

Rezension:


Das Konzept von Alles auf Anfang war vielversprechend, aber nicht so verarbeitet wie ich mir das gewünscht hätte. Einige Handlungen, Persönlichkeiten und Details wirkten inkonsistent und konnten mich leider nicht vollständig überzeugen. Davon abgesehen wollte ich trotzdem wissen, wie die Geschichte endet, habe unerwartete, aber angenehme Bekanntschaften mit stärkeren Charakteren gemacht und vor allem gemerkt, dass hinter diesem Buch viel Zeit, Mühen und Arbeit steckt.

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54 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

roboter, scifi, aliens, wissenschaft, science fiction

Sleeping Giants

Sylvain Neuvel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Michael Joseph, 21.04.2016
ISBN 9780718181680
Genre: Science-Fiction

Rezension:


Das Buch und ich:

Sleeping Giants wurde im Rahmen der "Let's read in English"-Challenge bei Lovelybooks vorgestellt und konnte mich mit diesem absolut fantastischen Cover und dem vielversprechenden Aufbau sofort faszinieren. Der Klappentext hat gerade so viel hergegeben, dass ich es dank meiner kleinen Schwäche für Science und Sci-Fi unbedingt lesen musste!

Meine Meinung:
Bücher ausschließlich aus Interviews, Berichten, Tagebucheinträgen oder Transkriptionen von Gesprächen zu konstruieren wird immer beliebter - die Buchvorlage des Oscar-Gewinnerfilms The Martian ist zum Beispiel so aufgebaut. Für mich war Sleeping Giants aber die erste Geschichte dieser Art; ich wusste also nicht genau was mich erwarten würde und war ehrlich gespannt. Die Form ist wirklich originell und lässt uns nicht direkt in die Köpfe der Charaktere schauen, so wie wir das vielleicht gewohnt sind. Man sollte auf jeden Fall bereit sein, sich darauf einzulassen und als Leser ein wenig gefordert zu werden. Für mich lag gerade hier der Reiz, denn obwohl es natürlich auch viele Emotionen gibt und man nicht völlig allein gelassen wird, kann man doch nie sicher sein ob die eigene Interpretation der Wahrheit entspricht. Diese Balance zwischen seriösen Akten und verschiedenen Gefühlen war für mich perfekt. Die sachlichen Aspekte sind realistisch und logisch; die Emotionen lockern dafür das Ganze ein wenig auf. Eine sehr angenehme Mischung!

Außerdem wirft die Form selbst weitere Fragen auf, denn die Reihe heißt nicht umsonst "Themis Files". Warum gibt es überhaupt so eine Sammlung? Ist es vielleicht ein fehlgeschlagenes Experiment, dessen Scheitern wir jetzt miterleben? Beim Durchblättern fällt außerdem die lückenhafte Nummerierung der Berichte auf, auch wenn das keinen Einfluss auf das Verständnis beim Lesen hat. Nur, warum bekommt man nicht alle Akten zu sehen? Das zu erfahren wird auf jeden Fall spannend.

Zentraler Gegenstand des Buches ist ein spektakulärer Fund, der das Potenzial hat einfach alles zu verändern. Dabei wird die Geschichte von allen möglichen Standpunkten beleuchtet und man erlebt, was für große Entscheidungen hinter so einer Entdeckung stehen. Wie wiegt man das Leben Einzelner gegen das Große Ganze auf? Wer entscheidet darüber? Wie weit darf man zum Wohle der Wissenschaft gehen? Es sind extrem interessante und schwierige Fragen, die zum Nachdenken anregen und wohl niemals eindeutig beantwortet werden können.

Mit der spannenden Entwicklung des Fundes erfährt man mehr über wissenschaftliche Dinge, aber auch zwischenmenschliche Beziehungen, politische Konstellationen und mythische Geschichten machen dieses Buch lebendig. Man begleitet die Charaktere, rätselt, leidet und freut sich mit ihnen; man wird schockiert, überrascht und mitgerissen von diesen außergewöhnlichen Ereignissen. Neben den Protagonisten Kara, Ryan und Vincent ist mir besonders der namenlose Interviewer, der die Gespräche in den Akten führt, sehr ans Herz gewachsen. Er ist eine faszinierende Figur und erinnert mich ein bisschen an Sherlock Holmes - ein Mastermind, der sogar hinter den Kulissen noch Fäden zieht. nur mit etwas mehr Menschlichkeit. Seine größte Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen und sie sich nach Belieben zu Nutzen machen oder sie in den Hintergrund zu stellen ist sehr beeindruckend und macht ihn, zusammen mit seinem ausgeprägten, logischen Denken und gelegentlichem Sarkasmus, zu einem meiner absoluten Lieblingscharakteren.

Nur wenige Punkte haben mich beim Lesen skeptisch gemacht. Manchmal hätte ich mir für ein, zwei Aspekte nähere Beschreibungen gewünscht, da sie so unnötiger Weise etwas zweifelhaft wirkten. Außerdem sind manche Charaktere für meinen Geschmack zu schnell in eine bestimmte Rolle gerutscht; das kann aber auch daran liegen, dass wir durch die Berichtform eben doch nicht jedes Detail erfahren. In einem 'normalen' Buch wäre es schon eine tolle Geschichte geworden, und dieser Aufbau macht sie noch einmal zu etwas ganz besonderem. Man hat das Gefühl noch lange nicht alles zu wissen und die Vermutung, dass einige Informationen für Plot Twists bewusst enthalten werden könnten. Ich bin gespannt ob man in den folgenden Bänden etwas erfährt, dass eventuell die bisherige Handlung in ganz anderem Licht erscheinen lassen wird.

Auch der Epilog hat es nochmal in sich, wirft hunderte neue Fragen auf und lässt die Leser mit dem Wunsch nach mehr zurück. Es ist ein schöner, spannender Cliffhanger und macht das Warten auf den nächsten Band viel, viel schwerer!

Fazit:
Sleeping Giants ist durch Inhalt und Form ein außergewöhnliches Buch. Es war eine ganz neue Art Geschichten zu entdecken, was sehr viel Spaß gemacht hat. Sie hat mich mitgerissen, begeistert und zum Nachdenken gebracht. Wer etwas Abwechslung sucht und sich für Sci-Fi interessiert, ist hier an der richtigen Stelle. Klare Leseempfehlung!

4 / 5 Black Tea Cups 

Vielen Dank an Penguin UK und Lovelybooks für dieses Rezensionsexemplar!

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im glanz der welten, schweden, mythologie, 5 sterne, mobbing

Im Glanz der Welten - In den Nordlanden

Âsa Böker
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei Valkyren Verlag, 01.05.2016
ISBN 9783946608004
Genre: Romane

Rezension:


Das Buch und ich:
Im Glanz der Welten ist die Ersterscheinung des Valkyren Verlags, hinter dem zwei starke Frauen und ein tolles Konzept stehen. Die Valkyren möchten deutsche Leser durch ein abwechslungsreiches Programm andere Kulturen erleben lassen und konzentrieren sich auf Geschichten und Mythologien aus dem östlichen und nordischen Raum. Außerdem wollen sie starke Heldinnen zeigen, die auf realistische Weise ihre Träume verwirklichen und Probleme bewältigen. Meine Begeisterung war definitiv geweckt und nachdem mich die Leseprobe von Im Glanz der Welten erfolgreich nach Schweden entführt hat, musste ich einfach weiterlesen.


Meine Meinung:
Silkes Erlebnisse in Schweden und den geheimnisvollen Nordlanden konnten mich von Beginn an einnehmen. Die nordischen Welten sind komplex und faszinierend aufgebaut; man trifft auf unzählige unbekannte Wesen, Legenden und Begriffe, durch die man ein ganz neues Verständnis für diesen Raum entwickelt - selbst wenn bestimmte Möbel-Namen die einzigen schwedischen Worte sind, die man kennt. Gerade in diesem Neuentdecken liegt hier der Reiz, und besonders hilfreich ist dabei das Glossar. Wenn man es denn nicht erst am Ende entdeckt. Im Glanz der Welten hält jedenfalls, was der Verlag verspricht.

Mit Silke, Yrsa und Unna lernt man drei starke Protagonistinnen kennen, die mit so einigem zu kämpfen haben. Verlust, Bloßstellung oder Anders Sein; Verliebtheit, Verwirrung oder Selbstfindung, dem ein oder anderen Leser kommen diese Schwierigkeiten sicher bekannt vor. Sie werden auf eine angenehm realistische Weise behandelt, die generell einen Rahmen für das Buch darstellt. Ob es die Verhältnisse in den mystischen Nordlanden sind, Silkes Anpassung an beide Welten oder einfach eine schwierige Schulzeit, alles ist logisch aufgebaut und könnte, zumindest mit ein bisschen Magie, durchaus genau so geschehen.

Schön war auch, dass der Fokus nicht ausschließlich auf Silke liegt. So bekommt man einen größeren Eindruck der Charaktere, die alle ihre eigenen Hintergründe und Persönlichkeiten haben. Außerdem wurde die hiesige Welt nicht ausgeblendet, sobald Silke in den Nordlanden verschwunden ist - denn das bleibt von den Menschen ihrer Umgebung natürlich nicht unbemerkt. Die Autorin hat es sich nicht leicht gemacht und diese Situation ebenfalls ehrlich und realistisch beschrieben. Auch die Standpunkte der beiden wichtigen Männer, Ben und Crispin, wurden nachvollziehbar gezeigt, zu viel möchte ich hier aber nicht verraten.

Die beiden Welten heben sich gut voneinander ab und bilden einen angenehmen Kontrast; nur waren einige Szenen bei uns sehr umgangssprachlich geschrieben. Es spiegelt natürlich die aktuelle Zeit wider, aber mit ein bisschen weniger überspitzt 'hippen' Ausdrücken hätte es noch realistischer gewirkt. Trotzdem war das kein großer Störfaktor, denn der Inhalt hat solche stilistischen Schwierigkeiten positiv überlagert. Die Handlung war an manchen Stellen etwas vorhersehbar, sonst aber originell, intelligent und spannend. Die zweite Hälfte wurde von mir in einem Stück bis spät in die Nacht gelesen, ich konnte es einfach nicht weglegen und habe sogar ausgeblendet, dass ich ja kein Buch, sondern ein Smartphone in der Hand hatte.

Neben den faszinierenden Welten und spannenden Ereignissen hat mich Silkes Entwicklung im Laufe des Buches besonders beeindruckt. Anfangs ist sie eher hilflos, unzufrieden und voll Selbstmitleid. Doch sie wird entschlossener, steht auf egal wie oft sie fällt und lässt sich nicht davon abhalten, ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen. Auch wenn ihr kein konkreter, großer Plan vor Augen schwebt und sie nicht immer die besten Entscheidungen trifft - jetzt setzt sie sich ein Ziel, behält es fest im Blick und gibt nicht auf. Doch eine Lektion die Silke in den Nordlanden lernt, ist wohl noch wichtiger: sie lässt sich ihren Wert nicht mehr von anderen vorschreiben und bestimmt ihn stattdessen selbst. Man spürt deutlich wie sehr sie an innerer Stärke gewonnen hat und kann sich von ihr und den anderen Charakteren inspirieren lassen. Ich habe sie gern auf diesem Weg begleitet und bin schon sehr gespannt, wie die Reise in den folgenden Bänden weitergeht!

Fazit:
Starke Heldinnen, mystische Welten und eine vielschichtige, realistische Handlung machen dieses Buch zu einem fantastisch-mytischen Leseerlebnis. Im Glanz der Welten ist eine inspirierende Geschichte und geeignet für jeden, der nach Abwechslung und neuen Abenteuern sucht.

4 / 5 Black Tea Cups 

Vielen Dank an den Valkyren Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Tags: girl power, im glanz der welten, mobbing, mythologie, realistisch, schweden, valkyren, zauberhaft   (8)
 

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zirkus, fantasy, meer, the gracekeepers, kirsty logan

The Gracekeepers

Kirsty Logan
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Vintage, 10.03.2016
ISBN 9781784700133
Genre: Romane

Rezension:


Das Buch und ich:
Auf dem Lovelybooks Lesertreffen der Buchmesse war unter anderem auch die Autorin der Gracekeepers dabei. Kirsty Logan hat das erste Kapitel gelesen und mit ihren einzigartigen Worten den gesamten Saal verzaubert - es war, als hätte sie uns in diese überflutete Welt transportiert und für mich stand fest: das Buch muss zu mir. Nach einem Wirbelwind der Ereignisse durfte ich auch tatsächlich ein Exemplar mitnehmen - ein riesiges Dankeschön an Kirsty für ihren Einsatz und an Penguin UK für die aufgeschlossene Spontanität!

Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit der Szene, die Kirsty so magisch zum Leben erweckt hat. Callanish besucht als kleines Mädchen mit ihrer Mutter einen schwimmenden Zirkus und wird Zeugin von mehr als nur einer unterhaltsamen Show. Ihre Welt, die unsere in der Zukunft zu sein scheint, ist überflutet und bietet nur wenig Festland zum Leben. Man unterscheidet zwischen den 'Landlockers', die auf den Inseln wohnen, und den 'Damplings', die auf Schiffen zu Hause sind. Beide Gruppen haben weder viel füreinander übrig, noch genug zu Essen, denn die Ressourcen sind knapp und wertvoll. Sie alle führen ein hartes Leben, so viel steht fest.

Die erste Begegnung zwischen Callanish und dem Zirkus hat meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung geschoben, als es dann wirklich ging. Vielleicht habe ich den Kontext einfach nicht richtig verstanden, aber es dauerte ein wenig bis mir klar wurde, dass Callanish im Rest des Buches nicht mehr im Kindes- oder Teenageralter ist. Vielmehr erleben wir sie als mittlerweile junge Frau, die ihre eigenen Probleme, Geheimnisse, Sorgen und Wünsche hat. Hatte ich anfangs eine eher typische Abenteuer-Geschichte erwartet, wurde mir schnell klar dass ich auch damit falsch lag.

Hier geht es weniger um große Action oder Schlag auf Schlag-Handlungen, denn The Gracekeepers ist vorrangig ein Coming-of-Age-Roman. Sobald man sich dessen bewusst ist, kann man es mehr genießen; es stehen einfach nur andere als die gewohnten Aspekte im Vordergrund, was dem Buch eine einzigartige Note gibt. Es ist vielleicht nicht durchgängig spannend oder nervenaufreibend sondern eher ruhig, manchmal nachdenklich, tiefgründig, aber trotzdem stark. Für mich war es eine angenehme Abwechslung, wieder mehr in die Tiefe einer Welt einzutauchen statt eine weit ausgebreitete Handlung zu verfolgen. Das wird dadurch erreicht, dass die Geschichte aus den unterschiedlichsten Winkeln beleuchtet wird.

Neben Callanish und North, der zweiten Protagonistin, lernen wir die Perspektiven vieler anderer Charaktere kennen. Es wird immer in der dritten Person erzählt, durch die trotzdem die verschiedenen Persönlichkeiten, Gedanken und Gefühle genau und individuell lebendig werden. Man hat das Gefühl die Geschichte von allen möglichen Sichtweisen zu betrachten, selbst wenn einer Figur nur ein Kapitel gewidmet ist. Das macht es schwer sie zu verurteilen, zu bewerten oder eindeutige Seiten zu wählen. Man erfährt verschiedenste Beweggründe und versteht auf einzigartige Weise, wie diese Welt zusammenhängt, dass die selbe Situation grundverschieden erlebt werden kann und dass es eben nicht immer nur schwarz und weiß gibt.

Dieses komplexe Denken war sehr beeindruckend und gemeinsam mit dem zauberhaften Schreibstil mein Lieblings-Aspekt des Buches. Außerdem war das Thema Diversity so eingearbeitet, wie es sein sollte: vorhanden und eine völlig normale Sache. Nur das Ende hat mich, wie so viele andere auch, mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. Es fühlte sich abrupt an, denn obwohl es gerade zum Schluss hin wirklich spannend ist, wurde etwas weggelassen was der wichtigste Teil hätte werden können. Im Gegensatz zum Rest des Buches fehlte hier die emotionale Tiefe und ich habe es ein wenig verwundert geschlossen.

Fazit:
The Gracekeepers ist wunderschön geschrieben und allein deshalb für jeden kleinen Fan der englischen Sprache ein Muss. Man merkt, dass die Autorin ein komplexes Verständnis ihrer Welt hat und dem Leser verschiedene Perspektiven intelligent nahe bringen kann. Das Ende war zwar ein wenig enttäuschend, aber es lohnt sich trotzdem dieses originelle und einzigartige Buch zu lesen.

4/5 Black Tea Cups 

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Tags: blackteabooks, dystopia, rezension, the gracekeepers   (4)
 

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bibliomantik, bücher, fantasy, kai meyer, furia

Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.06.2015
ISBN 9783841421661
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Das Buch und ich:
Diese lang erwartete Fortsetzung hat mich unter dem Weihnachtsbaum begrüßen dürfen, und da auch der dritte Teil bald darauf erschienen ist war mein Plan perfekt: Band Eins noch einmal lesen, die Reihe ohne weiteres qualvolles Warten beenden und auch die letzten zwei Bücher auf der Buchmesse signieren lassen. Das hat zu einigen Teilen ganz gut geklappt, nur hat mir der ungeliebte Alltag etwas dazwischen gefunkt und ich musste Nachtland noch ungelesen zur LBM mitnehmen. Zum Glück war mir Kai Meyer da nicht böse, im Gegenteil, er kennt das sogar selbst! Und jetzt, da ich das Buch beendet habe, bin ich ausnahmsweise froh über diesen Ablauf. Die PBD (Post-Book-Depression) hätte ich nie ein Jahr ausgehalten, denn dagegen hilft nur eins: weiterlesen! Band 3 liegt griffbereit neben mir - natürlich konnte ich nicht widerstehen und bin schon mittendrin -, aber vorerst muss ich euch von Nachtland erzählen.


Meine Meinung:
Dieses Buch ist eine einzige, fantastische Reise - anders kann man es nicht nennen. Nachdem Furia eher unvorbereitet in den Kampf gegen die Adamitische Akademie geraten ist, hat sie jetzt mehr Selbstvertrauen, Erfahrungen und größere Kräfte gesammelt. Das ist auch dringend notwendig, denn ihre Gegner sind noch lange nicht besiegt und auch der Widerstand ist vor Zweifeln und Meinungsverschiedenheiten nicht immun.

Wie auch im vorigen Band werden die Charaktere nicht zimperlich behandelt, doch es gibt neben schmerzhaften Abschieden auch wunderbare neue Bekanntschaften. Mit Isis und Duncan tritt zum Beispiel ein neues Team auf den Plan, das auch Leser die nicht mehr im Teenager-Alter sind auf eine völlig neue Art und Weise anspricht. Ihre Sichtweisen auf die Probleme der bibliomantischen Welt sind erwachsener, aber nicht weniger interessant oder nachvollziehbar und somit eine geniale Bereicherung für diese Geschichte.

Was ich so an den Seiten der Welt-Büchern liebe ist, dass jeden Charakter etwas Besonderes auszeichnet. Ob mutige Widerstandsheldin, liebenswerter Exlibro, fieser Bösewicht oder nicht einzuordnender Schöpfer; egal was man von ihnen halten mag - jeder gehört dazu und irgendwie schließt man sie alle ins Herz.

Auch die Exlibri haben es mir also angetan. Figuren aus anderen Geschichten mit einzubeziehen ist zwar keine neue Idee, aber sie gefällt mir immer wieder unglaublich - es hat mich etwas an mein geliebtes Wo Drachen Sind erinnert - und die Exlibri sind noch einmal ein ganz besonderer Haufen. Ihr Konzept ist anders als all das, was ich bisher in dieser Richtung kennen gelernt habe, und bringt mich wie Furia zum Nachdenken. Wäre es besser für sie, gar nicht erst in dieser Welt gelandet zu sein? Wer hat das Recht, darüber zu entscheiden? Und was, wenn wir selbst nur Figuren in einem Buch sind? Neben viel Spannung werden also auch faszinierende Ideen durcheinander gewirbelt, die ernsthaft zum Nachdenken anregen. 

Da wir gerade bei Ideen sind: hier haben wir einen meiner liebsten neuen Mitspieler, die in diesen Buch auftauchen. Neben Nessandra und Patience. Und Summerbelle. Und einem Held meiner eigenen Kindheit, bei dessen Entdeckung ich mein Buch vor Freude am liebsten in die Luft geworfen hätte: Jim! Ihr seht, das alles ist furchtbar aufregend und spannend und ihr solltet dringend auf die Reise durch die bibliomantische Welt gehen, falls ihr dort noch nicht unterwegs seid.

Dass sich Nachtland für mich wie eine große Reise angefühlt hat, liegt einerseits an der hohen Seitenzahl, die mein Bücherherz höher schlagen lässt, aber auch an den unzähligen Schauplätzen. Es verschlägt unsere Helden nicht nur nach Libropolis und in die Residenz; jetzt lernen wir noch mehr magische Orte, neue und dunklere Refugien oder auch die Seiten der Welt selbst kennen. Die Beschreibungen sind wunderschön, unglaublich detailliert und man hat noch intensiver das Gefühl, selbst dabei zu sein.

Diese Lebendigkeit zieht sich durch das ganze Buch, so dass ich nicht einmal bibliomantische Tapete brauchte um alles direkt vor mir zu sehen. Es ist so viel passiert, so viel schief gelaufen, ich habe Kai Meyer oft ein kleines bisschen verflucht, mit Furia und unseren Helden gelitten, Tränen vergossen, bin schockiert gewesen, habe gelacht, mitgefühlt und blieb 1 Uhr nachts mit diesem was-fange-ich-jetzt-mit-mir-an-Gefühl zurück. Post Book Depression vom Feinsten, eben. Zum Glück wartet das nächste Buch schon auf mich!

Fazit:
Auch Band Zwei der Seiten der Welt-Reihe konnte mich völlig überzeugen. Mit einzigartigen Charakteren, verschiedenen Standpunkten, lebendigen Schauplätzen, intelligenten Fragen und viel Spannung wird man völlig an die Seiten gefesselt und taucht ein in diese bibliomantische Welt, die sich mittlerweile wie ein zweites zu Hause anfühlt.

5 / 5 Black Tea Cups und eins meiner Zuckerstücke ☕❤

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Tags: blackteabooks, die seiten der welt, fesselnd, kai meyer, lieblingsbuch, nachtland, phantastisch, rezension, völlig überzeugend   (9)
 

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kalter krieg, john le carré, spionage, der spion der aus der kälte kam, ddr

Der Spion, der aus der Kälte kam

John Le Carré , Manfred von Conta , John LeCarré
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.09.2009
ISBN 9783548281513
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Zum Buch:
Spionageromane zählen eigentlich nicht zu meinen üblichen Genres, und von selbst wäre ich wohl auch nie zu diesem Buch gekommen. Aber mein Großvater hat es mir ausgeliehen, und was Opa empfiehlt, das liest man schließlich auch :)

Meine Meinung:
Diese Ausgabe begann mit einem Vorwort des Autors, das ihn mir nicht wirklich sympathisch gemacht hat. Trotzdem wollte ich aufgeschlossen an die Geschichte gehen, doch ich wurde einfach nicht warm mit Alec Leamas, einem englischen Spion der zur Zeit des Mauerbaus in der DDR, der BRD und in London operiert. Der Anfang war recht interessant, aber ich hatte durchgehend das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben, den Kontext nicht richtig zu verstehen oder einfach in einer Gedankenwelt zu sein, die sich mir nicht vollständig erschließen konnte. Das hat sich mit den Seiten natürlich gebessert da man mehr Informationen bekommt und den Kontext besser kennen lernt, doch hier liegt auch ein weiterer Kritikpunkt.

Der Mittelteil war für mich unglaublich zäh - wie sich schon einige von euch anhören mussten, dachte ich mir immer wieder dass einige Passagen völlig überflüssig waren. Am liebsten hätte ich Leamas gesagt, wie herzlich wenig mich dieses oder jenes Detail interessierte. Er verliert alle seine Informanten in Deutschland, seinen Job in England und jedes bisschen Würde, dass ihm noch geblieben war. Lange Zeit unternimmt er buchstäblich nichts, außer Trinken und in Selbstmitleid zerfließen. Im Nachhinein kann ich nachvollziehen, was der Grund für diesen handlungsarmen aber informationsreichen Teil war. Es ging hier vor allem um eine perfekte Täuschung, der auch ich als Leser unterlag. Mit der Zeit hat sich der eigentliche Fall herauskristallisiert, der ja die Spannung bringen soll. Vielleicht hätte ich es mit mehr Übung gleich erkannt, aber das war mir nicht vergönnt. Ich werde auch gerne mal von einem Buch an der Nase herumgeführt bis die Wahrheit plötzlich klar wird, aber hier hätte der Weg dahin nicht so beschwerlich sein müssen.

Im letzten Drittel, natürlich mit der Auflösung des Falls, wurde es endlich spannender. Man bekommt eine Idee davon, was hinter dieser Maskerade des hoffnungslosen Ex-Spion steckt. Sobald es für ihn wieder nach Deutschland geht, wird es interessanter und gefährlicher. Dort gibt es ein paar Überraschungen und Wendungen, die ich dem Autor wirklich zu Gute halten muss. Falls ihr das Buch noch lesen möchtet will ich natürlich nicht zu viel verraten, aber dieser Teil hat meine Meinung wirklich noch einmal korrigieren können. Leider waren die letzten, entscheidenden Seiten gar nicht mein Fall und haben mich ziemlich enttäuscht zurückgelassen - dafür hatte ich mich durchgekämpft? Ich hätte mir definitiv ein anderes Ende gewünscht.

Fazit:
Der Spion der aus der Kälte kam ist eine viel gepriesene Spionagegeschichte, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Das Lesen fiel mir für lange Zeit schwer, aber ich bin ganz froh dass ich Bücher fast nie aufgebe. Die Konstruktion des Falls konnte einige Pluspunkte sammeln und mit der großen Wende kam auch für mich Spannung auf. Auch wenn es nicht unbedingt mein Fall war, kann ich verstehen was leidenschaftliche Spionageroman-Leser in diesem Buch sehen. Es gibt solide

3 / 5 Black Tea Cups 

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Tags: blackteabooks, der spion der aus der kälte kam, john le carré, teilweise langatmig   (4)
 

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darkmere summer, helen maslin, jugendbuch, chicken house, mystery

Darkmere Summer

Helen Maslin , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551520821
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Zum Buch:
Schon seit Veröffentlichung der neuen Verlagsprogramme befand sich Darkmere Summer auf meiner Wunschliste. Das Cover und der Klappentext haben einfach so perfekt miteinander harmoniert, dass es für mich diese eine Neuerscheinung war, die unbedingt gelesen werden muss. Zum Glück war Sandra genauso aufgeregt wie ich und hat mir ihr Exemplar gleich am nächsten Abend ausgeliehen :D 

Meine Meinung:
Was dieses Buch so besonders macht ist, dass es zwei Handlungsstränge gibt. In unserer Zeit ist Kate die Protagonistin; doch wir erleben gleichzeitig die Geschichte von Elinor, die im 19. Jahrhundert gelebt hat. Die Kombination der beiden war absolut fantastisch: die Geschichten sind eigenständig und doch unglaublich geschickt miteinander verwoben, man entdeckt immer mehr Gemeinsamkeiten und natürlich wechselt die Perspektive immer dann, wenn es gerade so richtig spannend ist und man am liebsten nachschauen würde, wie es weitergeht.

Für Leser wie mich war es genau die richtige Gruselmenge; an einigen Stellen bekommt man Gänsehaut und Herzklopfen, nachts sieht man sich jeden Schatten zweimal an und lässt die Füße lieber unter der Bettdecke. Da möchte man wirklich nicht mit Kate tauschen.

Sie hatte sich einen schönen Sommer vorgestellt, gemeinsam mit Leo, dem Jungen der ihr den Kopf verdreht hat, und seinen Freunden. Dass der Urlaub auch noch auf einem Schloss sein würde, machte die Vorfreude perfekt. Und wirklich, das alte Schloss war faszinierend, geheimnisvoll und lebendig. Helen Maslin hat es unglaublich schön beschrieben: kleine Türme, Inschriften, riesige und winzige Zimmer, teure Vertäfelungen, leere Bibliotheken, dunkle Keller, Spiegelmechanismen, Geheimgänge, die Klippe, der Strand und der tiefgrüne Wald - das perfekte Setting. Auch die anderen Orte wie das Dorf in der Umgebung oder das London aus dem 19. Jahrhundert waren wie zum Leben erweckt.

Dabei war es wirklich faszinierend zu sehen, wie sich zwischen Kate und Elinor immer mehr Ähnlichkeiten herausbildeten. Beide sind stark, komplex und angenehm realistisch. Selbst wenn Kate einmal schwierig reagiert hat konnte ich ihre Gründe trotzdem immer nachvollziehen; sie ist ein normales Mädchen und trotzdem irgendwie besonders. Ebenso Elinor, deren Geschichte einem wirklich das Herz brechen könnte. Man verfolgt das Auf und Ab ihres Lebens mit den größten Hoffnungen, und dass man durch Kate Bruchstücke aus Elinors 'Zukunft' erfährt erhöht den Spannungsfaktor noch mehr.

Ohne zu viel zu verraten wurde ich besonders von der romantischen Linie wirklich überrascht; auch die vielfältige Gruppendynamik war toll ausgearbeitet. Alle Charaktere haben etwas einzigartiges, und alle haben eine Entwicklung während ihrer Zeit auf Darkmere durchgemacht. 

Aber, als hätte das Buch nicht schon ohnehin völlig an die Seiten gefesselt, wirbelte das mitreißende Ende noch mehr Spannung auf. Da war es kaum überraschend, dass ich das Buch innerhalb von 7 Stunden beendet hatte. Und das Ende hat es wirklich in sich. Es hat genau zum Gesamtbild gepasst, Andeutungen auf der einen und Lücken auf der anderen Seite, so dass man seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen muss. Mir hat das sehr gefallen, besonders weil so die Möglichkeit zu einer Fortsetzung bestehen könnte ;)

Fazit:
Darkmere Summer überzeugt mit viel Spannung, zwei intelligent verwobenen Handlungssträngen, vielen Emotionen und einigen Überraschungen. Die berührenden Geschichten werden mir noch lange in Erinnerung bleiben, und dass neben angedeuteten zauberhaften Elementen trotzdem die Logik erhalten bleiben konnte, schätze ich sehr. Dieses Buch ist in jeder Hinsicht perfekt ausbalanciert und verdient deshalb

5 / 5 Black Tea Cups 

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Tags: blackteabooks, darkmere summer, helen maslin, intelligent, spannend, zwei handlungsstränge   (6)
 
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