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63 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, zeitreise, botanik, zeitreisen, bonn

Flötenzeit

Nikola Hotel
E-Buch Text: 322 Seiten
Erschienen bei null, 02.03.2015
ISBN B00U7AKPQ2
Genre: Romane

Rezension:

Julia erbt von ihrem Großvater eine alte Villa in Bonn. Zunächst denkt sie daran, diese zu verkaufen. Dann hört sie darin Flötenmusik und entdeckt einen kleinen Jungen. Ungewöhnliche Dinge passieren. Sachen verschwinden und sind plötzlich wieder da, ein rätselhaftes Foto eines Mannes erscheint auf ihrem Handy, und dann findet sie einen uralten Liebesbrief. Langsam beginnt sie zu begreifen, dass ihre Welt mit der Vergangenheit eng verbunden ist und sie entführt wird in die Zeit ihres Urgroßvaters Clemens, einem bekannten Botaniker, der leider viel zu jung starb.
Dieser Zeitreiseroman auf Basis einer Liebesgeschichte ist ganz wunderbar gelungen. Vollkommen kann man darin eintauchen, und die Zeiten gehen so schön ineinander über. Dabei landet Julia immer wieder in einer anderen Zeit von Clemens, und wir erfahren so viel über sein Leben, welches um 1895 begann, als Clemens gerade mal sechs Jahre alt war. Verwechseln kann man die Zeiten nicht, denn sie sind als Kapitelüberschriften gekennzeichnet. Mal erzählt Julia, mal Clemens, und aufgrund von alten Briefen und Tagebucheinträgen erscheint einem alles so wirklichkeitsnah. Die Charaktere sind sehr lebendig, lernen wir sie doch im Laufe des Buches nach und nach richtig kennen durch all die detaillierten Beschreibungen ihrer Handlungen. Eine Geschichte, die sehr ergreifend ist und sich trotzdem schnell lesen lässt.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

spielbuch, fantasy, steve jackson, analand, kämpfe

SORCERY! Die Shamutanti-Hügel: Ein Fighting-Fantasy Spielbuch von Steve Jackson

Steve Jackson
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 21.05.2015
ISBN 9783945493205
Genre: Fantasy

Rezension:

Im vereinten Königreich war lange Frieden. Die magische Krone der Könige machte dies möglich, denn durch sie erhält der Besitzer die Macht, das komplette Land zu regieren. Doch dann gerät die Krone in falsche Hände, und das Resultat sind Krieg und Elend. Die Krone muss zurückerobert werden, doch eine große Armee zu schicken, ist nicht möglich. So fordert der König dazu all die Furchtlosesten auf, sich in seine Dienste zu begeben. Und hier spielen wir selbst den furchtlosen Krieger oder Magier, der die Krone befreit und das Land rettet. Denn dies ist kein gewöhnliches Buch, sondern ein Spielbuch. Spielbuch heißt, man spielt den Helden selbst, der hier entscheidet, wie er vorangeht und wie sein Schicksal verläuft. Trifft man eine falsche Entscheidung, ist man schnell tot, und man kann das Buch wieder von vorn beginnen. Beim nächsten Mal ist man schon etwas schlauer. Zuerst kann man sich das Regelwerk durchlesen, was leicht verständlich ist. Man benötigt einen Würfel und gleich schon werden Gewandtheit, Ausdauer, Glück und Ration bestimmt. Schon kann das Abenteuer losgehen. Man kann sich für den Krieger oder den Magier entscheiden. Wobei für Anfänger der Krieger eher zu empfehlen ist, denn es ist einfacher. Beim Magier muss man hier die Zaubersprüche anfangs gleich auswendig lernen. Man landet mitten in der Wildnis, bei Kämpfen, in gestellte Fallen, begegnet Hexen und Monstern usw. Es wird also nicht langweilig, und wenn man es nicht geschafft hat, kann man ganz einfach wieder von vorn beginnen und andere Wege einschlagen. Es bleibt spannend und sorgt immer wieder für Unterhaltung. Außerdem kann man die Gegenstände, die man erspielt hat, mit in den nächsten Band nehmen.

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, schatzsuche, gerhard wegne, tauchen, terror

18 Das Vermächtnis

Gerhard Wegner
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Wegner, Gerhard , 01.01.2017
ISBN 9783981680935
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mitch und Samson gehören zum Archäologenteam der Odyssee. Sie liegen mit einem Boot in der Nähe der Kanalinseln, und Mitch taucht in die Tiefe, um ein paar Meeresfrüchte für sie hochzuholen. Da stößt er auf ein U-Boot, und beim Durchstöbern des Wracks entdeckt er jede Menge Goldbarren. Er hat das verschollene Nazigold entdeckt. Wie es sich gehört, melden die beiden den Fund auch gleich der Polizei. Doch dort werden sie schon so komisch behandelt. Man scheint ihnen nicht zu glauben. Beim nächsten tauchen ist das Boot auch noch verschwunden, und sie werden brutal zusammengeschlagen. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht, und sie gehen zusammen mit dem Ärchäologenteam auf Spurensuche. Als der Gegner immer gnadenloser wird, ahnen sie langsam, welche große Macht sie besitzen, die selbst die Polizei mit involviert und bis in den 2. Weltkrieg hineinreicht.
„Das Vermächtnis“ ist das zweite Erlebnis des Teams der Odyssee mit Mitch und Samson und ebenso spannend wie actionreich. Auf den Seiten herrscht ein rasantes Tempo, sodass man von einer Perspektive zur nächsten springt und keine Langeweile aufkommt. Der Thriller hält einen in Atem, und Realität und Fiktion prallen hier aufeinander. Aktuelle Themen wie die Flüchtlingskrise und die Ausschreitungen des islamischen Staates werden hier mit eingefügt, und alles führt doch bis weit in die Vergangenheit zurück, bis zum 2. Weltkrieg. So herrscht natürlich auch viel Gewalt, und es ist erschreckend, wie nahe es doch an die Realität reicht. Das Geschehen und die Szenen kann man sich gut bildlich vorstellen, so detailliert ist alles beschrieben. Gerade die Tauchabschnitte sind hier ein besonderer Genuss. Die Figuren sind alle gut charakterisiert und kommen glaubhaft in ihren Handlungen an. Auch der Anhang ist recht interessant. In ihm wird dargelegt, was Realität ist und was bisher noch nicht.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

neffe und marder, kriminalität, falscher fernsehmonteur, skipper, pistole;

OstseeClan

Dieter Bührig
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Eckpunkt-Verlag, 26.09.2016
ISBN 9783000543265
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die italienische Mafia macht sich in Norddeutschland breit mit ihrem Waffen- und Drogenschmuggel, Immobilienkauf und Geldwäsche. Dabei geht sie wie bekanntlich über Leichen und erschießt mitten im Restaurant einen Mann. Kurz darauf eine Frau in ihrem Haus in Timmendorfer Strand. Ihre Freundin Lena bekommt dies durch ihr Smartphone mit, aber die Polizei glaubt ihr nicht. Oder will sie ihr nicht glauben? Ihr Neffe Michael Kroll, der Kriminalkommissar ist, muss jedoch erkennen, dass etwas Wahres dran ist, ist ihm die Sacra Corona Unita doch nicht unbekannt. Dabei scheint Straßenmusiker Terry auch etwas zu wissen, kurz darauf ist er verschwunden und das geortete Handy der Toten spricht ebenfalls dafür.
Ein spannender Krimi zu einem aktuellen Thema, bei dem es um die Machenschaften der italienischen Mafia geht. Er fesselt besonders durch die verschiedenen Handlungsstränge, ist man doch gespannt, wie sie letztendlich miteinander verbunden werden. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz, zieht sich die leichte Ironie doch so durch das Buch. Insbesondere bei den Dialogen ist sie zu verfolgen, was für gute Unterhaltung sorgt. Sehr originell sind die Kapitelüberschriften, die jeweils einem Getränk gewidmet werden, welches dann wichtig für das Geschehen in dem Kapitel ist. Kriminalkommissar Kroll ermittelt und auch seine Tante, die immer wieder etwas dazu beitragen will und so für witzige Szenen sorgt. Der Schreibstil liest sich flüssig, und das Ende ist wohldurchdacht.

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51 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

burgund, familiengeschichte, frankreich, erbe, vergangenheit

Mein Sommer mit Mémé

Elaine Briag
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.11.2016
ISBN 9783959670524
Genre: Romane

Rezension:

Mémés 80. Geburtstag steht bevor, und dazu möchte sie ihre gesamte Familie in ihr neu zurückerlangtes Château einladen. Für drei Wochen sollen alle erscheinen, und diese drei Wochen hat sie schon für alle komplett durchgeplant, denn es sollen nicht nur Renovierungen an dem langsam in die Jahre gekommenen Château vorgenommen werden, auch für gemeinsame Gespräche über das Zusammenleben untereinander und das Leben im Allgemeinen sollen geführt werden. Erscheinen soll ihre 38jährige Enkeltochter Paula, die ihr am nächsten steht, Enkelsohn Marcel mit seiner Frau Helen und Tochter Meike und natürlich ihre Tochter Claire. Doch Paula hatte bereits etwas anderes vor, denn sie hat sich über Skype mit Jakob verlobt, der noch immer als Arzt in Kenia arbeitet und gerade in dieser Zeit zurück nach Paris kommt, wo sie nachfeiern wollen und ein paar unvergessliche Tage verbringen. Aber Mémé macht Druck, denn schließlich wird sie nur einmal 80 und auch ihr Bruder setzt ihr sehr zu. Schließlich fährt sie doch für ein paar Tage auf das Château, und dann entwickelt sich alles, wirklich alles, ganz anders als gedacht.
Eine wunderschöne Reise ins warme Frankreich im Sommer mit all seinen Naturschönheiten und Genüssen, denn auch für den Gaumen wird hier eine Menge geboten, sodass einem ständig das Wasser im Munde zusammenläuft. Mémé verlangt nämlich, dass jeder der Familienmitglieder an einem anderen Abend mit jemandem zusammen kocht, und da gibt es eine Menge leckerer Rezepte. Auch die Beschreibung der Umgegend ist so detailliert, dass man voll darin eintauchen kann, man schon selbst mit in diesem alten Château weilt mitsamt dem großen Naturgarten. Während Mémé anfangs noch ziemlich autoritär rüberkommt und nicht gerade als nette Person, wird es einem im Laufe der Geschichte immer verständlicher, warum sie so handelt und durch ihre Lebensweisheiten, die hier auch zur Genüge ganz nebenbei mit eingeschleust werden, sehr wohl weiß, was sie tut und was für jeden von ihrer Familie wirklich gut ist. Sie hat eine wunderbare Art, mit dem Leben umzugehen. Paula und sie stehen sich sehr nahe, und sie ist letztendlich doch froh, dass sie so gehandelt hat und ihrer Familie den Vorrang gab, denn am Ende fügt sich alles. Eine wunderbare Familiengeschichte, bei der es hauptsächlich um die Beziehungen der Familienmitglieder geht, als um große Ereignisse und jeder aus diesem Sommer eine Menge gelernt hat. Und auch wir. Der Schreibstil liest sich angenehm, und man wird mit jeder Seite mehr in die Geschichte hineingesogen.

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23 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

roman, ü4, scheidung, frauenpower, hund

Ins Glück gebloggt

Gabriela Kasperski
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Storybakery by text n'bild GmbH, 01.11.2016
ISBN 9783906847061
Genre: Romane

Rezension:

Ninas Leben besteht aus dem Nur-Hausfrauen-Dasein. Sie hütet die Kinder, bekocht alle, führt den Haushalt, hält ihrem Mann den Rücken frei und geht ganz darin auf. Ihr Mann Max bringt das Geld nach Haus und ist mit seiner Werbeagentur ganz erfolgreich. Doch plötzlich verkündet er, dass er eine dreimonatige Auszeit bis Weihnachten machen will. Er braucht Abstand von allem, und Nina ist erst einmal geschockt. Dann jedoch findet sie sich damit ab und macht so weiter. Ihre Kinder brauchen sie aber auch nur noch bedingt, und sie trifft sich wieder mit ihren Schulfreundinnen Coco, Pat, Lucie und Julia, die ähnliche Probleme haben. Gemeinsam gehen sie die Sache an mit viel Witz und Humor und einem Blog und neuen Zielen vor den Augen. Außerdem kommt da noch die ein oder andere Lüge von Max ans Tageslicht, und das ändert alles.
Die Geschichte handelt über Frauen, die über 45 Jahre alt sind und plötzlich vor dem Nichts stehen, nachdem sie über 20 Jahre nur für ihren Mann gearbeitet haben, der nun aber die Flucht ergreift. Plötzlich ist für Nina von einem Tag auf den anderen alles anders, und das Leben bewegt sich wieder, wenn sie auch zunächst völlig verzweifelt ist. Doch zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht, und es ist wieder Platz für neue Dinge. Da gibt es ihre Freundinnen mit tollen Ideen, mit denen sie wieder Spaß an Discoabenden findet, und langsam wächst ihr Selbstbewusstsein. Dabei tritt sie auch immer wieder ins Fettnäpfchen, aber das macht den Roman witzig, auch wenn einiges ziemlich überspitzt ist. Auf jeden Fall lässt sie sich nicht unterkriegen, und die Frage stellt sich, ob Max nach den drei Monaten überhaupt noch willkommen ist? Der Schreibstil lässt sich locker und leicht lesen.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

kiel, historischer krimi, mord, brunsbüttel, baustelle

Tod am Nord-Ostseekanal

Anja Marschall
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519781
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kiel im Jahre 1894: Hauke Sötje ist inzwischen Kriminalsergeant, und es ist die Zeit der aufstrebenden Sozialisten. Auf einer Demonstration beobachtet er, wie der Redner erschossen wird. Er ist hinter dem Mörder her, sieht eindeutige Merkmale, wird aber durch Alkohol und Niederknüppeln außer Gefecht gesetzt. Und niemand glaubt ihm. Stattdessen wird er festgenommen. Dann kommt die Eilmeldung von der Großbaustelle Nord-Ostseekanal. Der Bauingenieur Strasser soll bei einem Unfall ums Leben gekommen sein, was Hauke bescheinigen soll. Doch der kommt auf eine ganz andere Spur. Denn es war Mord. Und der Unternehmer Jennings scheint darin verwickelt zu sein. Denn warum sonst behindert er die Ermittlungen, und warum wird nun auch nach Haukes Leben getrachtet.
Ein historischer Krimi vom allerfeinsten. Es ist ausgiebig dafür recherchiert worden. Das merkt man auf jeder Seite. Man tritt ein in diese Zeit und kann sich alles haargenau vorstellen. Mittendrin ist man in dem damaligen Milieu. In einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen hatten und die Menschen knüppelten, um zu überleben, wie es auf der Baustelle unter den Arbeitern zuging. Eine wunderbare Idee ist auch immer der Beginn der Kapitel mit Auszügen aus der Kieler Zeitung und der Kanalzeitung von 1894, was auch gut zu dem jeweiligen Kapitel passt. Haukes Ermittlungen sind spannend, so auch der Krimi von Anfang bis Ende, den man kaum wieder aus der Hand legen kann. Hauke hat Scharfsinn, und Karl ist ihm ein guter Helfer, der hier mit seiner hilfsbereiten Art ebenso sympathisch ist. Auch der Schreibstil liest sich wieder angenehm flüssig.

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37 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

thriller, kein wille geschehe, thrille, guidokniesel, mord

Kein Wille geschehe

Guido Kniesel
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.09.2016
ISBN 9781537455389
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hendrik Jansen ist forensischer Psychiater und will nun seinen geplanten Urlaub mit seiner Frau Diana und dem dreijährigen Sohn Noah auf Rügen antreten. Doch dann wird ein pensionierter Richter auf seinem Gassigang mit dem Hund ermordet und ein Staatsanwalt. Ihnen ist die Kehle aufgeschnitten worden und mit dem Blut Amor Fati − Liebe zum Schicksal auf die Stirn geschmiert worden. Hendriks Gutachten scheint in die Sache verwickelt zu sein, was die Polizei genau prüft. Derweil schickt er seine Frau mit dem Sohn voraus nach Rügen, doch dort kommen sie nie an. Als er sich selbst auf den Weg macht, ist auch er bald verschwunden. Seine Tochter Julia und ihr Freund gehen der Sache nach und entdecken in seinem Computer unglaubliches.
Sobald man in den Thriller mit all seinen Figuren hineingefunden hat, lässt er einen nicht mehr los. Die verschiedenen Handlungsstränge ziehen die Spannung und das Tempo enorm an. Ebenso die knappen Kapitel dazu. In vielerlei Hinsicht wird mit der menschlichen Psyche gespielt, wobei sich oftmals die Nackenhaare aufstellen. So bleibt es bis zum Ende bei, mit einigen Wendungen, die man nicht voraussieht. Auch der Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig lesen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

kinderbuch, piraten, abenteuer, admiral hammerhäd, barti blu

Die Piratenschiffgäng - Der fiese Admiral Hammerhäd

Irmgard Kramer , Zapf
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785582480
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Tim Buktu lebt auf einer Insel mitten im Meer in einem Rumfass, dem er nun langsam entwachsen ist, denn seine Füße gucken bereits heraus. Er hat sich dort immer wohlgefühlt und durch kleinere Schreib- und Lesearbeiten seinen Lebensunterhalt verdient. Denn er ist der einzige, der dies dort kann. Noch dazu weiß er, wie er wunderbare Tinte herstellen kann. Sein großer Traum allerdings ist es, als Pirat auf der Molly Popper zu entfliehen, dem Schiff des Königs. Der Traum scheint nahe, denn der Kapitän hat von seinem Talent gehört und macht sich zu ihm auf den Weg. Er bittet ihn, in seine Dienste zu treten. Doch dann wird er verschleppt und landet im Gefängnis. Zusammen mit der Crew des Schiffes.
Ein phantasievolles und lustiges Buch, was zur spannenden Unterhaltung unserer Kleinen beiträgt. Schon zum Vorlesen ab 5 Jahren ist es gut geeignet, aber auch für Leseanfänger ab 7 Jahren, denn die Sätze sind kurz und präzise und die Wörter von passender Größe. Die Figuren sind alle sympathisch, und sie haben ihre Freude daran, den lustigen Dialogen zu lauschen. Die Illustrationen sind wunderhübsch, auf dem Cover und auch im Buch, und man kann sie immer wieder ansehen. So kann man sich die aberwitzigen Piraten gut vorstellen.

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56 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, zersetzt, lena sander, medizin, operation

Zersetzt - Thriller

Lena Sander
E-Buch Text
Erschienen bei null, 01.10.2013
ISBN B00FKUFVGS
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julia Hoven ist Journalistin, und ihr Vater ist nach einem Unfall, nach dem ihm ein Hüftimplantat eingesetzt wurde, seit Jahren schwerkrank. Niemand findet heraus, an was genau er leidet, und die Zeit rennt. Gerade hat sie ihn in das nächste Krankenhaus gebracht, und es stellt sich heraus, dass noch mehrere Patienten die gleichen Symptome aufweisen. Und zwar auch, nachdem ihnen Implantate eingesetzt wurden. Zusammen mit ihrem Kollegen Felix, der für die Dokumentation zuständig und bester Fotograf ist, kommen sie einem Handel mit fehlerhaften schädigenden Implantaten auf die Spur, bei denen nach dem Einsetzen durch Zersetzung ganz langsam der Körper vergiftet wird und keine Heilung mehr möglich ist. Dabei begeben sie sich in immer größere Gefahr, und auch ihr Leben ist nicht mehr sicher.
Ein sehr interessantes Thema, welches in den Grundzügen sogar noch der Wahrheit entspricht. Das ist schon unglaublich! Und so sind die Rückseiten mit dem Nachwort natürlich auch sehr informativ und stimmen zutiefst nachdenklich. Denn das kann jedem passieren. Früher oder später. Der Thriller ist rasant und lässt einem kaum Luft zum Atmen. Hier und da wird mächtig aufgeschnitten. Und so manches Mal kam man bei einer plötzlichen Wendung, der die nächste Wendung prompt folgte, gar nicht mehr mit. Hier wäre ein bisschen weniger vielleicht mehr gewesen. Ich denke, der Spannung hätte es auch besser getan. Durch das enorme Tempo bekamen die Figuren auch nicht so die Tiefe der Farben. Trotzdem kann man am Ende alles nachvollziehen, wenn man noch einmal alles Revue passieren lässt.

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

berlin, gefühlschaos, traurigkeit, meer, planlos

Realitätsgewitter

Julia Zange
Fester Einband: 157 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 14.11.2016
ISBN 9783351036584
Genre: Romane

Rezension:

Die Anfang zwanzigjährige Marla ist aus der Provinz von Nordrhein-Westphalen nach Berlin gezogen aufgrund ihres Philosophie-Studiums. Dieses hat sie aber schon bald abgebrochen, denn es ist doch bequemer, sich treiben zu lassen, die Tage mit Nichtstun zu verbringen, die Nächte durchzufeiern im so coolen Berlin. Und das ist auch wunderbar möglich, denn die monatliche Überweisung für den Lebensunterhalt von Papi kommt ja immer pünktlich. Bis diese eines Tages ausbleibt, weil Papi findet, dass die Tochter langsam alt genug ist, um selbst arbeiten zu gehen. Dann muss sich Marla einen Kopf machen und kommt stundenweise in einem Modemagazin unter. Der Rest wird von irgendwelchen flüchtigen Bekannten erbettelt, die sie von Facebook kennt und die genauso einsam sind wie sie. Denn Marla hat zwar über tausend Freunde in ihrer Liste, von der sich immer mal wieder jemand findet, mit dem sie den Abend oder die Nacht verbringen kann, aber Halt oder das Gefühl, jemandem wichtig zu sein, kann ihr niemand geben. Es würde auch gar nicht bei ihr ankommen, denn fast am Ende des Buches erfährt man, dass in ihrem Elternhaus so ziemlich alles falsch für sie verlaufen ist und warum sie so ist. Die Reise nach Sylt, wo sie sich wieder mit jemandem trifft, den sie nicht kennt, endet nicht anders als ihre Tage in Berlin. So kann sie auch gleich wieder zurückkehren.
Man hofft für Marla, dass sie langsam mal über ihre Misere und ihr Leben nachdenkt und willens ist, doch noch etwas daraus zu machen. Aber sie kommt gar nicht auf den Gedanken, dass sie jetzt selbst bei sich anfangen muss. Das einzige, was sie gelernt hat, ist, dass sie ihre Eltern nie wiedersehen will. Sie ist gestört und geprägt. Vielleicht sollte sie mal in Betracht ziehen, einen Psychologen aufzusuchen. Immer wieder dachte ich, jetzt wird sie ihr Leben bald beenden. Das tat sie zum Glück nicht, und die Hoffnung bleibt. Die Nebenfiguren erscheinen ziemlich blass, aber das ist bei all der Einsamkeit wohl so gewollt. Nur Marlas Zerrissenheit bekommt man auf jeder Seite zu spüren. Sie kann einem leidtun. Andererseits muss sie sich aber auch endlich mal bewegen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, auch mit den vielen englischen Sätzen zwischendurch, die einfach zu übersetzen sind.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

wien, rassismus, mord, sexismus, flüchtlinge

Der König der Schweine

Manfred Rebhandl
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 06.10.2016
ISBN 9783709978603
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Drei junge Schwarze, die aus einer Flüchtlingsunterkunft stammen, werden tot aufgefunden. Was hat es damit auf sich, und welche Bedeutung hat das rosane Schweinchen. Kitty Muhr, eine sehr ungewöhnliche Frau, nimmt die Ermittlungen auf und bekommt einen Kurden, Ali Khan Kurtalan, als Partner zur Seite gestellt. Die beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht und sollen diesen Fall gemeinsam lösen? Kitty ist ungehobelt und nimmt kein Blatt vor dem Mund, stabil und hat es auf starke Männer abgesehen, besonders beim Sex, worum ihre Gedanken ständig kreisen, selbst im Kommissariat. Ali ist klein und freundlich und bekommt mehr als einmal Dämpfer von ihr. So gesehen sind die Dialoge zwischen ihnen immer wieder spannend. Natürlich ist alles etwas überspitzt. Von der Flüchtlingspolitik bis hin zum Sex und Kittys Leben. Dabei wird der Krimiteil etwas vergessen und steht so nur an zweiter Stelle, was ziemlich schade ist. Den Schreibstil kann man aber gut lesen.

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18 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

1000 tage frühling, autor: tomislav perko, tramping, couch surfing, reisebericht

1000 Tage Frühling

Tomislav Perko
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei riva, 15.08.2016
ISBN 9783742300034
Genre: Biografien

Rezension:

Tomislav Perko war einmal Aktienhändler. Dann aber kam die Finanzkrise, und plötzlich hatte er nichts mehr. Wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann man doch endlich das in Angriff nehmen, was man schon immer tun wollte und was einem sonst immer davon abhält? Er wollte die Welt entdecken, Menschen in anderen Ländern kennenlernen und sehen wie sie leben. Sein Budget ist gleich null, und so macht er sich als Rucksacktourist auf die Reise und überlegt sich, wie er mit weniger als 10 Euro am Tag auskommt. Er beschreibt in diesem Buch, auf welche Art und Weise dies möglich ist, und man kann sich einiges schon denken. So trampt er von Ort zu Ort, macht beim Couchsurfing mit, erledigt Arbeiten bei seinen Gastgebern, bekommt dadurch Mahlzeiten bei ihnen oder geht eben in günstigen Läden einkaufen. Allerdings ist das nicht jedermanns Sache und kann wohl dann auch nicht jeder nachmachen. Schon gar nicht als Frau in gewissen Ländern. Tomislav bereist erst Osteuropa, dann auch die Nord- und Südländer und schließlich sogar Bangladesch, wo ihm die pure Armut begegnet, die hier auch sehr realistisch und ungeschönt beschrieben wird. Auch den Drogen begegnet er unterwegs, denen er offen gegenübersteht. Zwischendurch kehrt er immer wieder zu Hause ein, und man erfährt auch viel über sein Leben dort, vor der Finanzkrise und seine Denkweise. Der Schreibstil dabei ist flüssig und lässt sich gut lesen, und man nimmt doch so einiges für seine künftigen Reisen mit.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

erotik, alltag, abenteuer, liebe, romantik

Aldi, Sex & Rock'n Roll

Nadja Böhnke
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Cupido Books, 12.03.2016
ISBN 9783944490588
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Inge ist mit ihren 51 Jahren in den Wechseljahren, wohnt mit ihrem Mann Fred seit Ewigkeiten zusammen, die gemeinsamen Kinder sind bereits ausgezogen, und nun fühlt sie sich dermaßen einsam in ihrer eingefahrenen Ehe. Fred will es nicht merken, gefällt ihm doch das Leben so organisiert wie es ist. Er spürt keine Langeweile, während Inge noch etwas anderes vom Leben erwartet. Soll es das nun gewesen sein? Sie will Romantik, Sex und alles Mögliche ausprobieren. Mit Fred ist es nicht möglich, und da trifft sie beim Aldi Jack. Und plötzlich fahren ihre Hormone Achterbahn.
Wie es so im Alltag einer Ehe nach über zwanzig Jahren aussehen kann, wird hier deutlich beschrieben. Viele Dinge werden etlichen Paaren bekannt vorkommen. Inge fühlt sich noch nicht alt genug, um die nächsten zwanzig Jahre so weiterzumachen. Sie will noch etwas erleben, und da die Kinder aus dem Haus sind, denkt sie jetzt mal ganz an sich. Da kommt ihr Jack gerade recht, der ihr endlich mal das ersehnte Interesse entgegenbringt. Dabei gibt es immer wieder komische Situationen, in denen man wirklich lachen muss. Auch die Erotik ist hier mit eingebaut, sodass man sagen könnte, es ist eine erotische Komödie. Dabei liest sich das Buch gut flüssig.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

krankheit, australien, schweden, kanada, irland

Solange es Sara gibt

Cornelia Pichler
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei edition keiper, 01.10.2016
ISBN 9783903144002
Genre: Romane

Rezension:

Sara hat eine unheilbare Stoffwechselkrankheit. Mukoviszidose, mit der sie leben muss und mit der sie wahrscheinlich nicht alt wird. Sie verlässt ihr behütetes Elternhaus, da sie trotzdem auf eigenen Beinen stehen will und geht nach Kanada, Australien, Irland, Schweden und St. Barth, um dort als Yogalehrerin tätig zu werden. In jedem Land lernt sie einen wunderbaren Mann kennen und lieben. Doch ihre Krankheit lässt sie immer wieder fliehen, um erneut von vorn zu beginnen. Nun ist sie Anfang dreißig und hat sich überlegt, sich dem Leben mit all den guten und schlechten Seiten zu stellen und noch einmal jeden dieser Männer aufzusuchen, die sie damals Hals über Kopf ohne eine Erklärung plötzlich verlassen hat. Wie werden sie reagieren? Werden sie begeistert sein, sie wiederzusehen und vielleicht sogar ihr restliches Leben mit ihr verbringen?
Sara hat Briefe geschrieben und bekommt wirklich von allen fünf Männern Antwort, auch wenn eine negative dabei ist. Aber sie lässt sich nicht beirren. Sie ist eine mutige Frau, die ihren Weg geht. Die auch gelernt hat, mit ihrer Krankheit umzugehen und natürlich auch mit all den Rückfällen, die nicht ausbleiben. Davor kann man nur den Hut ziehen. Auch wenn man selbst viele Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen kann. Aber in dieser Situation muss man auch erst mal sein. D.h., möchte man niemals sein. Sehr viel lernt man über die Krankheit Mukoviszidose, und es lässt einen nachdenklich werden. Erzählt wird die Geschichte von Sara aus Gegenwart und Vergangenheit im Wechsel, welches übersichtlich gekennzeichnet ist und sich gut liest.

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108 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

venedig, paris, liebe, philosophie, geheimnis

Das Café der kleinen Wunder

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Fester Einband: 357 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 17.09.2016
ISBN 9783851793680
Genre: Romane

Rezension:

Nelly ist Philosophiestudentin und wohnt in Paris. Sie ist schon lange heimlich in ihren Professor verliebt, wartet aber auf ein Zeichen, welches sie beide endlich zueinander führt. Als der Professor sie dann fragt, ob sie ihn auf eine Geschäftsreise mit nach New York begleiten will, könnte sie sich im siebten Himmel wähnen. Doch leider gibt es da das größte Problem in ihrem Leben, denn Nelly betritt niemals ein Flugzeug. Davor hat sie eine höllische Angst. So sagt sie ab, und das ändert fortan alles in ihrem Leben. Der Professor kommt verliebt zurück, doch leider nicht in sie. Sie ist am Boden zerstört. Als sie dann ein altes Buch ihrer Großmutter findet, welches genau die gleiche Inschrift enthält wie der Granatring, den sie ihr vererbt hat, führt es sie aus lauter Liebeskummer und zur Recherche direkt nach Venedig. Und dort wird ihr ganzes Leben gehörig umgekrempelt.
Für mich ein wunderschöner gefühlsbetonter Liebesroman voller Romantik, aber auch voller Herzschmerz und Hoffnung, der Wirklichkeit sehr nahe, ohne ins Schnulzige abzudriften. Nelly ist eine sehr hübsche junge Dame mit überdurchschnittlicher Intelligenz, nur leider sehr schüchtern und ohne Selbstbewusstsein. So lässt sie sich vieles in ihrem Leben entgehen, was man ihr von Herzen gönnen würde, denn sie ist wirklich sehr herzlich und sympathisch. Doch durch ihren Seelenschmerz wird sie langsam mutiger. Die Geschichte um Nelly ist ebenso spannend wie die um ihre Großmutter in dem damaligen Venedig. Es gibt humorvolle Szenen und sehr traurige, und Paris und später hauptsächlich Venedig erscheinen einem real vor Augen, so detailreich sind die Städte beschrieben. Langweilig wird es mit Sicherheit nicht, und der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen.

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(23)

27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

psychothriller, krimi, kontrolle, thriller, schuld

Kontrolle. Macht. Tod.

Klaus Schuker
Flexibler Einband: 271 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 28.09.2016
ISBN 9783944788319
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Killer geht rum, der es auf Frauen abgesehen hat. Dabei ergötzt er sich daran, indem er sie quält und ihnen die Würde nimmt. Sie werden geknebelt und immer auf eine andere Art erledigt. Das verschafft seiner gestörten Psyche die größte Befriedigung. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter, und Privatdetektiv Molden gelangt durch ein zufälliges Zusammentreffen mit einer jungen Dame mitten in den Focus.
Ein Psychothriller, der seinem Namen alle Ehre macht. Denn er ist rasant, die Nackenhaare stellen sich auf, und die Spannung steigt mit jeder Seite. Trotzdem man schon ziemlich früh weiß, wer der Mörder ist. Seine Praktiken lassen einen erschauern. Die Kapitelüberschrift beinhaltet den jeweiligen Tag, so weiß man genau die zeitliche Folge, was einen noch schneller durch die Seiten rauschen lässt. Außerdem gibt es darin auch noch eine Unterteilung in die verschiedenen Handlungsstränge. Molden ist ein normaler Mann. In dessen Vergangenheit ist jedoch auch einiges passiert, was ihn immer noch belastet. Man hoffe, seine neue Liebe bekommt ihm besser. Hier hätte das Zusammenspiel jedoch etwas tiefgründiger ausfallen können. Die Sprache ist der jeweiligen Situation angepasst, und das macht es sehr authentisch.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

bilderbuch, einhorn, nashorn, trotz, sprechblase

Graciella will ein Einhorn sein

Annette Langen , Anne-Kathrin Behl
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 22.08.2016
ISBN 9783314102967
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Graciella ist ein kleines Nashornmädchen und hat einen großen Wunsch. Sie möchte ein Einhorn werden. Sie fragt ihre Mutter, doch die sagt natürlich nein. Enttäuscht und wütend rennt sie aus dem Haus und schreit: „Aber ich will! Nie darf ich etwas.“ Sie macht sich auf den Weg, um sich diesen Wunsch selbst zu erfüllen.
Na? Kommt das so einigen Eltern oder Kindern bekannt vor? Früher hat man gesagt, Kinder mit nem Will’n bekomm‘ was auf die Bill’n. Hier ist dieses Thema liebevoll verpackt, und es gibt viel zum Lachen. Texte findet man hier kaum. Die wenigen Wörter, die gesprochen werden, stehen in Sprechblasen. Es ist mehr eine Art Comicstil, und wirklich mal etwas ganz anderes, was die Kinder doch zu mehr Phantasie anregt. Sie schauen sich die farbenfrohen Bilder an, aus die die Geschichte wunderbar hervorgeht, und können sich ihre Geschichte zusammenreimen. Überwiegend ist das Buch in Rosa gehalten und somit doch eher etwas für Mädchen.

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(43)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

innsbruck, joe fischler, alpenkrimi, adoption, tochter

Veilchens Blut

Joe Fischler
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 09.11.2016
ISBN 9783709978412
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Veilchen hält sich noch in der Reha auf, denn von ihrem letzten Einsatz im Beruf ist sie noch nicht kuriert. Da erhält sie einen Anruf, der sie prompt aus dem Krankenzimmer treibt. Ihre Tochter Luna, die sie mit 18 Jahren zur Adoption freigegeben hatte und seitdem daran knabbert, ist von der Polizei festgenommen worden. Sie hat einiges auf dem Kerbholz, und diesmal ist die Mafia hinter ihr her, wobei es um geschmuggelte Tiere geht.
„Veilchens Blut“ ist der dritte Band mit der Ermittlerin Veilchen und diesmal ganz anders geraten. Veilchen bekommt endlich die Möglichkeit, ihre Tochter kennenzulernen, und das lässt sie ganz anders werden, ziemlich unüberlegt gewisse Dinge tun, womit sie sich auch in gefährliche Situationen reitet. Wobei Luna das alles überhaupt nicht zu schätzen weiß. Sie braucht nur jemanden, der sie retten kann, denn im Moment hat sie sonst niemanden. Sie ist gerade so richtig pubertierend, aufmüpfig und hat eine fürchterliche Einstellung. Das lässt sie alles andere als sympathisch wirken, jedoch völlig authentisch. Genau so könnte man sie sich vorstellen. Wird es den beiden gelingen zusammenzufinden? Der Krimiteil ist spannend und rasant geschrieben. Zwar ist so einiges unglaubwürdig, aber lesen tut es sich gut.

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60 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, berun, blaustein, krieg, blausteinkriege

Die Blausteinkriege - Sturm aus dem Süden

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453317062
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Kaiserreich Berun ist ermattet, ebenso ihr Kaiser. Das machen all die Heimtückischen bei Hofe nicht besser. Wem ist überhaupt noch zu trauen, Freund und Feind können kaum noch unterschieden werden. Thoren und Sara haben ihr Tun. Danil ist im Norden unterwegs und Schwertmann Marten im naheliegenden Macouban, wo es immer mehr zu unruhigen Aufständen kommt. Der mächtige Blaustein spielt eine große Rolle. Die Magie der Götter geben Gaben, können aber ebenso gefährlich werden.
„Sturm aus dem Süden“ ist der zweite Band der Trilogie um die Blausteinkriege und ebenso umfassend wie sein Vorgänger. Hier geht es gleich nahtlos nach Band 1 weiter, und es ist besser, ihn kurz zuvor nochmal gelesen zu haben, denn es sind einige Handlungsstränge mit verschiedenen Perspektiven, die man erst ordnen muss. Aber das gerade sorgt immer wieder für jede Menge Spannung, denn man erfährt viel von allen Charakteren, die hier zahlreich vertreten sind. Einige aus Band 1 treten auch wieder auf, und es kommen neue hinzu, die so unterschiedlich sind und doch so unverkennbar beschrieben sind, dass sie alle absolut lebendig wirken. Es gibt Wendungen, die eine so große Überraschung sind, dass man nie damit gerechnet hätte. Auch die Ortsbeschreibungen sind einmalig phantastisch. Der Film läuft nur so im Kopf ab, und es liest sich wunderbar.

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193 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

dresden, krimi, 2. weltkrieg, serienmörder, krieg

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dresden im Jahre 1944: Der zweite Weltkrieg hat Dresden voll im Griff. Schutt, Asche, Feuer, Verwundete, Flüchtlinge, der immer wiederkehrende Bombenalarm. Und mittendrin treibt zu allem Übel auch noch ein Frauenmörder sein Unwesen. Er quält seine Opfer barbarisch und richtet sie übel zu, indem er ihnen die Augenlider nimmt. Der Angstmann wird er bei den Leuten genannt, denn wenn er durch das dunkle Dresden schleicht und sich sein nächstes Opfer sucht, regiert das pure Grausen. Der Kriminalinspektor Max Heller gibt alles, um den Mörder zu finden und das unter den widrigen Umständen mit wenig Hilfsmittel. Noch dazu sitzt ihm sein Vorgesetzter Klepp, der zur SS gehört, im Nacken und arbeitet gegen ihn. Dann kommt die schreckliche Bombennacht des 13. Februar 1945. Ist mit Dresden nun auch der Angstmann untergegangen? Erst scheint es so, doch bald gibt es ziemlich ähnliche Morde, und Max ist wieder gefordert.
Hat man erst einmal begonnen, lässt einen dieser historische Krimi nicht mehr los. Man begibt sich mitten hinein in das Grauen des Krieges und erlebt es durch all die detailreichen Beschreibungen an der eigenen Haut mit. Die Atmosphäre ist nur düster, und das wird hier perfekt eingefangen. So ist es alles lebensecht, und die Spannung steigt immer mehr. Die Leute trauen niemandem mehr, sind von dem Elend gezeichnet und kämpfen ums nackte Überleben. Man merkt sofort die gute Recherche des Autors. Unter großem Einsatz wagt Max weitere Ermittlungen, selbst wenn es ihm dabei das eigene Leben kosten könnte. Er ist ein sehr tapferer Protagonist. Der Schreibstil ist geradlinig und liest sich gut.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

ägypten, schicksal, graböffnung, fluch, nebamun

Traum oder wahres Leben: Kismetbahr - Der Schicksalsfluss

Joachim R. Steudel
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei winterwork, 28.08.2016
ISBN 9783960141556
Genre: Romane

Rezension:

Günter Kaufmann muss schnellstens nach Ägypten. Er erhält Bescheid, dass dort ein neu gefundenes Grab geöffnet werden soll. Das kann er auf keinen Fall zulassen. In diesem Grab liegt die Mumie eines Mädchens, welches er damals großgezogen hatte. Er muss dabei sein, denn das Grab hatte er vor Urzeiten mit einem Fluch belegt. Die junge Sarah will ihn unbedingt begleiten und erfährt so, wie sich Günter plötzlich in einen Ägypter Karim umwandelt.
„Traum oder wahres Leben“ ist der letzte Teil der Trilogie um Günter Kaufmann, von dem wir lernen, was der Sinn und Zweck unseres Lebens ist und dass es nicht nur ein Gut und nur ein Böse gibt, sondern dass man immer die Lebensumstände und das Erlebte sehen muss, und das ist immer ein Dazwischen. Diesmal führt uns Günters Reise nach Ägypten, und er hat sich grundlegend verändert. Er ist von Hass und Rache zerfressen, seine gutmütige Seite scheint verloren. Vom Jetzt führt er uns durch Gedanken für Sarah auch in die Vergangenheit, wo man viel aus dem alten Ägypten erfährt und auch über seine damalige Lebensgeschichte, die sehr erschütternd ist. Während Günter des Lebens langsam immer müder wird, entwickelt sich Sarah zu einer starken selbstbewussten Dame. Am Ende wird die Trilogie schlüssig abgeschlossen, und alle Fragen sind geklärt. Es ist eine nachdenkliche Lektüre, selbst über das Ende hinaus. Der Schriftstil dazu ist gut flüssig zu lesen.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

liebe, ehe, frieda lamberti, london, pseudonym

Alias Nora Parker

Frieda Lamberti
E-Buch Text
Erschienen bei Montlake Romance, 11.10.2016
ISBN 9781503995437
Genre: Romane

Rezension:

Caroline Winter ist Hausfrau und lebt mit ihrem Mann Tom zusammen in einer idyllischen Vorstadt. Die Kinder sind erwachsen, aus dem Haus und studieren in London. Tom ist nur unterwegs. Er lebt nur für seinen Job, und Caroline hält ihm den Rücken frei. Vor Jahren schon hat sie sich eine Beschäftigung gesucht. Sie schreibt unter dem Pseudonym Nora Parker Liebesromane, die auch veröffentlicht werden. Nur ahnt niemand, weder ihre Familie noch die netten Vorstadtdamen, etwas davon, und so gibt es auch kein hinterhältiges Gerede. Ihre Agentin Judith will sie nun aber überzeugen, genau dies zu ändern, denn ihr neues Werk wurde abgelehnt, zu wenig Sexappeal und eben auch der Anonymität wegen. Caroline ist nach langem Zögern einverstanden, und von da an steht ihr Leben Kopf. Sie lernt Tom und ihre beste Freundin und Nachbarin erst richtig kennen und auf einer Lesereise den netten jungen Chris, der ihr nicht mehr von der Seite weichen will.
Meine erste Geschichte von Frieda Lamberti, und ich bin begeistert. Der Roman sorgt für wunderbare Unterhaltung von Anfang bis Ende, und nichts ist so wie es scheint. Immer wieder gibt es neue überraschende Wendungen mit denen man überhaupt nicht rechnet, und doch sind sie dann wieder vollkommen schlüssig. Man kann voll und ganz mit Caroline mitfühlen, wie ihr Mann ihr kein Wort glaubt, selbst jedoch kein unbeschriebenes Blatt ist, wie ihre Nachbarin liebeswahnsinnig wird und sie ganz tief hineinzieht, obwohl sie mit der ganzen Sache nichts zu tun hat. Wie sich durch das ungehörige Verhalten ihrer Mitmenschen alles für sie wandelt, und was dadurch aus ihrem Leben wird. Die Geschichte geht temporeich voran, man fliegt nur so durch die Seiten, sodass man sich auf der Überholspur wähnt. Und es gibt eine Menge Stoff zum Nachdenken. Bei all dem fehlt jedoch nicht der Humor. Über Carolines Denkweise und den Dialogen kann man sich wirklich oft kaputtlachen. Trotz aller Tragik, was gerade in ihrem Leben passiert, hält sie den Kopf oben und hat immer noch einen guten Spruch drauf.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

beziehungen, roman, probleme, flop, liebesgeschichte

Ein Anfall von Sehnsucht

Anette Herdner
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei MEDU VERLAG, 09.03.2015
ISBN 9783944948287
Genre: Romane

Rezension:

David und Charisma sind beide in einem Singlechat aktiv. Sie lernen einander kennen und mögen sich wirklich gern. Doch durch Davids zurückhaltende und verschwiegene Art, alles hinter dem Berg zu halten, sät er bei Charisma große Zweifel. Davids Vergangenheit ist geprägt durch schlechte Erfahrungen in der Liebe, und er kommt aus diesem Teufelskreis nicht mehr raus. Hat so eine frische Liebe überhaupt eine Chance?
Hier geht es nicht unbedingt um die Lovestory der beiden, sondern vielmehr um Davids Vergangenheitsbewältigung. Interessant, was so alles aus einem Menschen werden kann, wenn die Vergangenheit durch große Leiden beschaffen war. Er macht nicht nur sich selbst das Leben schwer, sondern auch seinen Mitmenschen, insbesondere den Menschen, die ihn lieben wollen. Es ist nicht einfach für Charisma, damit klarzukommen, und irgendwann gibt man dann wahrscheinlich auf, wenn die Gegenseite nicht gewillt ist, was dagegen zu tun. Auch fehlt es da wohl an Vertrauen. So stimmt die Geschichte nachdenklich. Der Schreibstil liest sich gut, ist aber von Zeitsprüngen durchzogen, bei denen man so manches Mal überlegen muss, wo man gerade ist.

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(44)

73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

schokolade, würzburg, chocolaterie, geheimnis, ulrike sosnitza

Novemberschokolade

Ulrike Sosnitza
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453359062
Genre: Romane

Rezension:

Lea liebt seit ihrer Kindheit Schokolade, denn ihr Vater führte sie in diese wundersame Welt der Schokoladenherstellung ein. So führt sie später das Werk ihres Vaters weiter und eröffnet eine Chocolaterie in Würzburgs Innenstadt. Sie hat großartige Ideen, und berauschende neue Düfte umnebeln diesen Laden. Doch leider läuft das Geschäft so schlecht, dass die Insolvenz bevorsteht. Die Konkurrenz steht bereits in den Startlöchern, doch noch gibt es ja diesen Wettbewerb. Die Kreation der Schwanenpraline, die alles abwenden könnte. Und was beabsichtigt der Sohn der Konkurrenz mit seinem verführerischen Duft bei Lea? Noch dazu kreuzt nach etlichen Jahren Leas verschwundene Mutter wieder auf, steht mit ihm auch irgendwie in Verbindung und wirbelt durch ihr Geständnis alles durcheinander.
Die Geschichte sorgt für wunderbare entspannte Unterhaltung, und durch all die perfekt geschriebenen Details, insbesondere die Welt der Düfte, kann man komplett darin abtauchen. Man hat die Würze so in der Nase, dass einem das Wasser im Munde zerläuft. Also, alle Schokolade verbannen! Sonst wird’s zu viel. ;) Sehr interessant ist auch, etwas über die Produktion, also die Entstehung der Pralinen und Trüffel zu erfahren. Das ist wirklich eine Kunst für sich. Aber auch Spannung hat das Buch zu bieten, denn Leas Familiengeschichte ist alles andere als gewöhnlich, und da sorgt die Mutter für guten Gesprächsstoff. Die Liebe darf natürlich auch nicht fehlen, und so spielt Allessandro eine ebenso große Rolle.

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