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57 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

italien, kinderemigration, mailand, süditalien, erinnerung

Das Leben wartet nicht

Marco Balzano , Maja Pflug
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069839
Genre: Romane

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44 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ch: niveau 2017

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

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44 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

cambridge, boxen, high-society, krimi, pitt club

Der Club

Takis Würger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 22.02.2017
ISBN 9783036957531
Genre: Romane

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

familie, kindheit, schweiz, erinnerungen, weissbooks

Lose Tage

Jacqueline Moser
Buch: 155 Seiten
Erschienen bei Weissbooks, 25.02.2008
ISBN 9783940888211
Genre: Romane

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

drogen, jugend, 90er, roman, stuttgart

Lokalhelden

Jörg Harlan Rohleder
Flexibler Einband: 275 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.01.2012
ISBN 9783492273688
Genre: Romane

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

krimi, münchen, brauerei, mord, dialekt

Zapfig

Felicitas Gruber
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453358515
Genre: Krimi und Thriller

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25 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

usa, 20. jahrhundert, faschismus, penguin classics, penguin classic

It Can't Happen Here

Sinclair Lewis
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin Classics, 20.01.2017
ISBN 9780241310663
Genre: Klassiker

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

familie, adoption, kindheit, bulgarien, beziehung

Boy

Wytske Versteeg , Christiane Burckhardt
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wagenbach, K, 22.04.2016
ISBN 9783803127556
Genre: Romane

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

england, glaube, andrew michael hurley, fanatismus, roman

Loney

Andrew Michael Hurley , Yasemin Dincer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 09.09.2016
ISBN 9783550081378
Genre: Romane

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77 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

new york, rumänien, donaudelta, amerika, glück

Der Mann, der das Glück bringt

Catalin Dorian Florescu
Fester Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 08.07.2016
ISBN 9783406691126
Genre: Romane

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16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

imagination, brd, teenager, rote armee fraktion, erinnerungen

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969

Frank Witzel
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714230
Genre: Romane

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

armut, brasilien, kinder, freundschaft, orangenbaum

Mein kleiner Orangenbaum

José Mauro de Vasconcelos , Marianne Jolowicz
Fester Einband: 199 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 01.06.2013
ISBN 9783825176730
Genre: Biografien

Rezension:

In dem Roman Mein kleiner Orangenbaum geht es um den kleinen Sesé und ein Jahr in seinem Leben, in dem sich viele für ihn elementare Veränderungen abspielen, die von seiner Umgebung noch nicht einmal bemerkt werden. Sesé lebt mit seiner Familie in Bangu. Die Familie hat nicht viel Geld und weil der Vater seinen Job verliert, muss die Familie in eine kleinere Wohnung umziehen. Als Belohnung dürfen sich die Kinder je einen Baum im Garten aussuchen, aber Sesé ist zu langsam und ihm bleibt nur ein mickriger Orangenbaumwinzling. Eine ziemlich Enttäuschung für den intelligenten Jungen, der sich mit gerade einmal fünf Jahren schon selbst das Lesen beigebracht hat.

In Sesés Familie gehört Gewalt zum Alltag und das ist nicht einfach zu  lesen. Sesé allerdings, geht kreativ mit seiner Situation um und legt einen unerschütterlichen Optimismus an den Tag. Ich habe mich oft gefragt, woher der Junge in seiner Situation seinen Lebensmut nimmt. Aber Sesé hat viel Fantasie und auch ein Talent dafür, Streiche auszuhecken. Weil er bezüglich seines Alters ein wenig flunkert, darf er auch schon zur Schule gehen. Dort ist er zwar der kleinste, aber auch der intelligenteste Schüler. Langweilig wird ihm selten. Ein öder Garten wird für ihn im Handumdrehen zum Zoo und seinem kleinen Bruder erzählt er jede Geschichte, die ihm gerade in den Sinn kommt. Für die Familie bleibt Sesé aber das „Teufelskind“ und er hat einen unglaublich schweren Stand. Ein Lichtblick bleibt die Schule und seine Lehrerin.

Wenn man ihr auch immer wieder erzählte, ich sei der übelste Bengel aus meiner Straße – sie glaubte es nicht. Sie glaubte auch nicht, dass keiner so viele Schimpfwörter wisse wie ich. Dass kein Straßenjunge es mit mir aufnehmen könne, sie glaubte es einfach nicht. In der Schule war ich ein Engel. (S.115)

Vom Teufelskind zum Engel – und das oft an einem einzigen Tag. Kein Wunder, dass es Sesé nicht besonders gut geht. Aber als er den „besten Menschen von der Welt“ kennen lernt und außerdem noch Freundschaft mit seinem winzigen Orangenbaum schließt, der sogar mit ihm spricht, scheint sich sein Leben um 180 Grad zu drehen.

Der brasilianische Schriftsteller José Mauro de Vasconcelos schrieb den autobiografisch inspirierten Roman innerhalb weniger Tage. Leider kann ich kein Portugiesisch und konnte das Buch auch nicht auf Englisch finden (bzw. nur zu sehr überhöhten Preisen), deswegen musste die deutsche Übersetzung herhalten. Ich hatte vorher keine genaue Vorstellung von diesem Roman und ich möchte auch nicht den Fehler machen, euch zu viel zu verraten.

Mein kleiner Orangenbaum ist ein toller Roman, poetisch erzählt und gleichzeitig auch sehr traurig. Während ich in einem Kapitel vor Lachen unter dem Tisch liege, weil Sesé eine herzerfrischende Naivität an den Tag legt, muss ich drei Seiten weiter erst einmal schlucken, weil die Situation für Sesé so unfassbar ungerecht ist.  Der kleine Orangenbaum wird Sesés Vertrauter und sein Freund – während es der Familie kaum gelingen mag, Sesés Talent zu erkennen. Stattdessen wird der Junge sehr viel alleine gelassen und muss viele Dinge mit sich selbst ausmachen. Stilistisch ist eine eher minimalistische Schreibweise angesagt, die zu Sesés Art passt, die Welt zu erklären. Wenig Schnörkel, dafür eine Direktheit, die manchmal weh tut. Das Ende, so viel kann ich verraten, geht richtig ans Herz. Mit 199 Seiten ist der Roman nicht sehr lang, aber er gehört zu diesen wirklich seltenen Büchern, von denen ich mir nicht vorstellen kann, sie jemals zu vergessen.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ddr, wende, ende der ddr, erwachsenwerden, jugend

Schneckenmühle

Jochen Schmidt
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei btb, 08.09.2014
ISBN 9783442747351
Genre: Romane

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

beziehung, kriegsfotograf, fotograf, kriegsreporter

Daldossi oder Das Leben des Augenblicks

Sabine Gruber
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 07.10.2016
ISBN 9783406697401
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

caitlin moran

Moranifesto

Caitlin Moran
Flexibler Einband
Erschienen bei Ebury Publishing, 01.01.2016
ISBN 9780091949051
Genre: Sonstiges

Rezension:

Pop & Politics - Moranifesto

I’ve lived through ten iOS upgrades on my Mac - and that’s just something I use to muck about on Twitter. Surely capitalism is due an upgrade or two? 

In Moranifesto versammelt Caitlin Moran, Kolumnistin der Times, unterschiedliche Artikel, die sie bisher geschrieben hat und komplett neues Material. Moranifesto besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil beschreibt sie die britische Gesellschaft, im zweiten Teil drehen sich ihre Essays um Feminismus und im dritten Teil geht es auch um politische Fragestellungen, die dann in einem eigenen Manifest, einem Moranifest, enden. Und wenn ich das so beschreibe, stimmt das eigentlich gar nicht. Moran schreibt, wie in ihrem Bestseller How to build a girl, sehr persönliche und unglaublich witzige Begebenheiten aus ihrem Leben, die sie dann mit den vermeintlich großen Themen verknüpft. Sehr lässig und mit einer Menge „attitude“. Es geht um Bacon, High Heels, Lena Dunham, Blasenentzündung, Bowie und Moms, die eigentlich als Superhelden gefeiert werden müssen. Es geht aber auch um Gentrifizierung in London, Flüchtlinge, Starbucks und wie verkehrt die britischen Medien Menschen darstellen, die von Sozialhilfe leben und die ständige Frage danach, was der Kapitalismus heute eigentlich noch kann. Popkultur und Politics eben.

Moran schreibt sehr persönlich und berichtet auch immer wieder aus ihrer Kindheit. Zum Beispiel, wie sie die Jahre der Thatcher Regierung erlebt hat und wie es für sie war, mit acht Geschwistern und einem arbeitslosen Vater „on benefits“ zu leben. Einerseits. Andererseits betrachtet sie die Bedingungen unter denen sie aufgewachsen ist, als Folie für ihre politischen Auseinandersetzungen und die bestimmen viele ihrer Essays. Das ist lustig, denn sie selbst hätte sich früher nie als politisch denkender Mensch bezeichnet. Aber sie macht deutlich, wie selten es jemand wie sie, in das Berufsfeld der Kolumnistin schafft. Mit der Folge, dass die Perspektiven in Fernsehshows oder in Magazinen sehr einseitig sind. Denn die meisten Menschen, die in der londoner Medienlandschaft arbeiten, sind weiße Männer, die eine Ausbildung an Elitecolleges vorweisen können und die ihre Perspektive (ignorance is bliss) für die „normale“ Sicht der Dinge halten. Mittlerweile schreibt Moran seit mehreren Jahren für die Times, mit 16 begann sie als Musikjournalistin. In dieser Hinsicht ist sie ihrer Titelheldin aus All about a girl (die übrigens auch mit ihrer mehrköpfigen Familie von Sozialhilfe lebt) sehr ähnlich. Weil ein Großteil des Moranifests eben auch ein Aufguss schon bestehender Kolumnen ist, fehlen mir dann häufig die Anknüpfungspunkte, weil ich nicht alle Bezüge kenne und die wenigsten Fernsehshows, die erwähnt werden (von Sherlock & Girls mal abgesehen).

Nichtsdestotrotz macht das Moranifesto unglaublich viel Spaß, weil es mit sehr viel Leidenschaft und Witz geschrieben wurde und clevere Beobachtungen und entsprechende Schlussfolgerungen zieht. Harte Themen, wie Vergewaltigung, Genitalverstümmelung von Mädchen oder der Krieg in Syrien werden neben den vielen fluffigen Popreferenzen aber keineswegs ausgespart. Und natürlich geht es ihr dabei besonders um die Bewertung, Abwertung und Kategorisierung von Frauen.

Stichwort Empowerment. Denn sie schreibt auch für die Mädchen, die jetzt 13 Jahre alt sind und sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie sie früher gewesen ist. Der Essay To Teenage Girls on The Edge ist super und hat mich wirklich beeindruckt.

And since we were teenage girls -- since the moment we went, mortified, to buy that first bra, and left the safe, unisex world of childhood to become "a woman" -- we've been judged and commented on. Catcalls in the streets; relatives saying we're too fat or too thin. Comments in yearbooks and on Facebook; hairdressers saying, "You have a mannish jaw." "Uncles" at weddings, and bosses at parties, and friends of friends, rating you to your face -- saying if they "would" or "wouldn't," scoring you out of ten, as if you're a gadget for sale on Amazon, or livestock at a fair.

Mich hat Moran mit ihrem persönlichen Manifest sehr beeindruckt. Vor allen Dingen auch, weil sie an vielen Stellen darüber schreibt, dass sie eine begeisterte Leserin ist (ein Essay trägt den Titel: Reading is fierce!). Und weil mir ihre Gedanken so gefallen, hier noch meine Lieblingszitate:

„Your mind is the projection screen every writer steals; it is the firing of your neurons that makes every book come alive. You are the electricity that turns it on. A book cannot live until the touch of your hand on the first page brings it alive. A writer is essentially typing blank pages -- shouting out spells in the dark -- until the words are read by you, and the magic explodes into your head, and no one else's.

And so to read is, in truth, to be in the constant act of creation. The old lady on the bus with her Orwell, the businessman on the Tube with Patricia Cornwell, the teenager roaring through Capote -- they are not engaged in idle pleasure. Their heads are on fire. Their hearts are flooding. With a book, you are the landscape, the sets, the snow, the hero, the kiss -- you are the mathematical calculation that plots the trajectory of the blazing, crashing zeppelin. You -- pale, punchable reader -- are terraforming whole worlds in your head, which will remain with you until the day you die. These books are as much a part of you as your guts and your bone. And when your guts fail and your bones break, Narnia, or Jamaica Inn, or Gormenghast will still be there; as pin-sharp and bright as the day you first imagined them -- hiding under the bedclothes, sitting on the bus. Exhausted, on a rainy day, weeping over the death of someone you never met, and who was nothing more than words until you transfused them with your time, and your love, and the imagination you constantly dismiss as "just being a bit of a bookworm."

Kaitlin Moran hat bei mir einen Nerv getroffen und sicherlich auch mein Herz. Ich würde gerne mit ihr in einem Pub ein Bier trinken und wir würden keine Highheels tragen, weil darauf sowieso kein Mensch laufen kann und dann würden wir über Benedict Cumberbatches Kinn reden und ihr geniales Interview mit ihm, bei dem sie versehentlich am falschen Haus klingen wollte oder wir würden darüber sprechen, ob Drucker wirklich so böse sind, wie sie glaubt und über Bowie, definitiv über Bowie.

 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

roaring twenties, zelda fitzgerald, stark, flapper, klassiker

Himbeeren mit Sahne im Ritz

Zelda Fitzgerald , Eva Bonné , Felicitas von Lovenberg
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Manesse, 26.09.2016
ISBN 9783717524007
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schuld, whistleblower, stasi, reinheit

Unschuld

Jonathan Franzen , Bettina Abarbanell , Eike Schönfeld
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2016
ISBN 9783499267758
Genre: Romane

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206 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

usa, geister, mutter, nathan hill, chicago

Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 0 Rezensionen

punk, viv albertine

A Typical Girl

Viv Albertine , Conny Lösch
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.05.2016
ISBN 9783518466759
Genre: Biografien

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

liebe, meer, angst, luftschiff, leuchtturm

Das Fremde Meer

Katharina Hartwell
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 10.11.2014
ISBN 9783833309908
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Glorreiche Tage

Dana Spiotta , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 11.08.2014
ISBN 9783827011916
Genre: Romane

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

philippinen, portugal, los angeles, lügen, manila

Die blaue Stunde

William Boyd , Matthias Müller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 25.07.2009
ISBN 9783833305641
Genre: Romane

Rezension:

Die Architektin Kay hat es gerade nicht leicht. Ein Projekt läuft nicht wie geplant und es gibt Finanzierungsschwierigkeiten. Zudem taucht ein merkwürdiger alter Mann bei ihr Zuhause auf, der behauptet, ihr Vater zu sein. Sein Name Dr. Salvador Carriscant. Kay hat keine Ahnung wer das ist. Sie hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie von ihm besitzt, ist ein ausgeblichenes Foto, aber ihr leiblicher Vater spielte ohnehin keine große Rolle in ihrem Leben. Ihre Mutter erzählt er sei verstorben, kurz darauf heiratete sie erneut. Also wer ist Carriscant? Er ist sympathisch, Kay willigt ein, ihn zu treffen. Und dann bittet er sie, mit ihr zu verreisen. Er muss seine frühere Geliebte treffen, die in Portugal lebt - und Kay soll mitkommen. Kay hat ihren kleinen Sohn verloren, ihre Ehe ist kaputt und ihr Projekt scheitert. Sie willigt ein.

Auf dem Schiff, immerhin spielt die Handlung 1936, von den USA nach Europa erzählt Carriscant seine Lebensgeschichte, die sich größtenteils auf den Philippinen abgespielt hat. Zudem saß er neunzehn Jahre im Gefängnis, unschuldig. Warum? Das erfahren Kay und die Leserinnen erst nach und nach. Und das wird Seite um Seite immer spannender. Dr. Carriscant war Chirurg, am Anfang des 20. Jahrhunderts steckt die Chirurgie noch in den Kinderschuhen. Man operiert nicht mit Handschuhen, denn dann können die Chirurgen nicht so genau die Organe ertasten und die hygienischen Bedingungen sind fürchterlich. Carriscant setzt immerhin durch, dass sich Krankenschwester und Pfleger die Hände waschen, aber seine Kollegen halten ihn für einen Spinner. Mit ihm im Krankenhaus arbeiten Cruz und Wieland, Chirurgen "alter Schule".

Carriscant ist zudem verliebt, in eine Patientin, der er das Leben gerettet hat. Sie heißt Delphine und ist verheiratet. Carriscant kann sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Während sein Anästhesiekollege und bester Freund Pantaleon am ersten Flugzeug baut und vom Fliegen träumt, malt sich Carriscant schöne Stunden mit Delphine aus. Auch ansonsten gibt es viel zu tun - Streitigkeiten mit den Kollegen und er wird als Spezialist von der Polizei angefordert. Ein Mörder geht um, der seine Opfer aufschlitzt. Die Lage eskaliert, als neben einem der Opfer ein OP-Skalpell entdeckt wird, das dem von Carriscant verdammt ähnlich sieht...

Boyd siedelt seine Geschichte vor dem Hintergrund des amerikanisch-philippinischen Krieges an - über den ich vorher fast nichts wusste. Die Hintergründe spielen bei der Auflösung des Falls eine wichtige Rolle und es gefällt mir sehr, auf welche Weise am Ende Rahmenhandlung und Carriscants Lebensgeschichte ineinander greifen. Der Roman ist nicht nur Familiengeschichte, weil Kay ihren Vater begleitet. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, um Verrat, Vergebung, um die große Liebe. Einziges Manko: am Anfang plätschert die Handlung doch recht langwierig vor sich hin. Spätestens, wenn Carriscant seine Lebensgeschichte erzählt, sind die anfänglichen Längen allerdings vergessen.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dystopie, science fiction, doris lessing, mara und dann, nobelpreis

Mara und Dann

Doris Lessing , Barbara Christ
Flexibler Einband: 573 Seiten
Erschienen bei btb Verlag (TB), 01.03.2004
ISBN 9783442731411
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

San Miguel

T. C. Boyle
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing, 01.09.2012
ISBN 9781408830703
Genre: Romane

Rezension:

Die kleine Insel San Miguel vor der kalifornischen Küste wird in T.C.Boyles Roman der Lebensmittelpunkt für drei sehr unterschiedliche Frauen, die versuchen, ihr Glück zu finden.

Der Roman beginnt 1888, als der Bürgerkriegsveteran Will Waters seine schwer kranke Frau Marantha auf die Insel bringt. Ihr letztes Geld haben die Waters in das karge Eiland gesteckt, auf dem Will Schafe züchten und endlich zu Erfolg kommen möchte. Aber Marantha ist für das harte und einsame Leben auf der Insel nicht gemacht und auch wenn sie sich bemüht, ihre Gesundheit macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Auch ihre Adoptivtochter Edith leidet unter der Langeweile der Insel und beginnt einen intensiven Flirt mit einem der Schafzüchter, standesgemäßer Umgang ist der rebellischen Tochter egal. Zudem macht ihr Mann dem Hausmädchen schöne Augen. Als die Familie Schafen, Schimmel und rauhem Klima endlich den Rücken kehren, ist es für Marantha zu spät. Ihre Tochter Edith wird von Will zurück auf die Insel gebracht und leidet schrecklich unter der Einsamkeit und fehlenden Möglichkeiten. Mit der Schule und irgendeiner Form von Ausbildung und gesellschaftlicher Unterhaltung ist es vorbei.

"Barsche Worte von ihrem Stiefvater, Anordnungen: Nein, sie würde nicht auf dem Schlitten hinauffahren, sondern zu Fuß gehen - und dabei eine Traglast nehmen. Und dann das Haus, von dem die Farbe fast ganz verschwunden war, und sein Geruch nach kaltem Fett und noch kälterer Asche, fünf Uhr nachmittags und beinahe schon dunkel, und ihr Stiefvater, der sie am Arm packte und in Richtung Küche stieß. "Da sind die Vorräte", sagte er, "und da ist der Herd." (S.213)

Sie ergreift die einzige Chance, die sich ihr bietet, um dem tyrannischen Vater zu entfliehen. Aber San Miguel ist nicht nur ein Ort der Einsamkeit. Jahre später, in den 1920er Jahren, verfallen Herbie und seine Frau Elise, die mit 1000 Büchern die Insel betritt, dem rauhen Charme der Landschaft. Herbie ist Kriegsveteran und Elise hat früher in einer Bibliothek gearbeitet. Die Presse feiert sie dafür, dass sie als rüstige Pionierfamilie ihre Töchter in der Weltwirtschaftskrise einfach und im Einklang mit der Natur großziehen.

Boyle gelingt es meisterhaft, die Geschichten von drei Frauengenerationen zu erzählen, die alle auf San Miguel stranden und sich doch etwas ganz anderes erhofft hatten. Sie bleiben, weil ihre Männer und Väter es wollen und weil sie keine anderen Möglichkeiten haben. Gerade die Episode um Edith fand ich unglaublich deprimierend und auch schrecklich zu lesen. Ihr gelingt die Flucht von San Miguel, aber der Preis ist hoch. Zum Glück ist der Tonfall in der Geschichte von Elise und Herbie etwas leichter, aber auch hier trügt der Schein. Nicht umsonst liest Edith am liebsten Sturmhöhe, wenn sie einsam auf der Veranda sitzt. Auch wenn es keine so tragische Liebesgeschichte ist, die Boyle skizziert, wird deutlich, dass keine der Frauen auf Dauer auf dieser Insel glücklich sein kann. Ob das nun an ihren Männern oder der rauhen Natur liegt, steht auf einem anderen Blatt.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

santa barbara, inseln, tierschutzaktivisten, amerika, überbevölkerung

Wenn das Schlachten vorbei ist

T. C. Boyle ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 19.02.2016
ISBN 9783423216258
Genre: Romane

Rezension:

"Das ist bei ihm ganz automatisch: Ein Penner ist für ihn ein Penner und nicht ein Obdachloser oder ein wenig vom Glück begünstigter oder ein Bedürftiger oder ein nichtsesshafter Mitbürger oder wie man es gerade auszudrücken hat, (...) aber seine Sympathien gehören eben den Tieren, die gar keine Wahl haben - den Schweinen, die mit Elektroschocks zur Schlachtbank getrieben werden, den Hühnern, die am Fließband zerlegt werden, obwohl sie noch halb am Leben und bei Bewusstsein sind, den Kaninchen und Eseln und Schafen, die der Park Service auf Santa Barbara, San Miguel und Santa Cruz hat abschlachten lassen, ohne mit der Wimper zu zucken -, und nicht irgendeinem weißhaarigen, aufrecht gehenden Primaten, der nicht in einem Land der dritten Welt aufgewachsen ist, sondern alle Vorzüge eines Lebens in Amerika genossen hat und trotzdem in einer infantilen Regression den ganzen Tag auf einer Wiese herumliegen und an einer Flasche nuckeln will. Ist das ein fundamentaler Widerspruch: für Tiere, gegen Menschen?" (S.92)

Auf den Channel Islands (San Miguel (Schauplatz und Titel eines anderen T.C. Boyle Romans), Santa Cruz, Santa Rosa und Anacapa) liefern sich zwei feindlich gesinnte Gruppen einen erbitterten Wettstreit um die öffentliche Meinung, Ressourcen, Einfluss, Gelder und natürlich Grund und Boden. Auf der einen Seite stehen die Ökologen um die Forscherin Alma, die versuchen das sensible Ökosystem der Inseln zu retten, auf der anderen Seite stehen die radikalen Tierschützer um den Aktivisten Dave LeJoy. Nur ein kleines Detail am Rande: ein Date zwischen den beiden ist nicht gerade gut ausgegangen.

Alma versucht mit ihrem Team die Nistplätze der Vögel zu retten, auch um den Preis, das andere Tiere dafür getötet werden müssen. Sie lässt systematisch die völlig gesunden und friedlich lebenden Schweine erschießen, die auf der Insel ein zuhause gefunden haben. Dave spricht polemisch von Hinrichtungen und schwört, erst aufzugeben, "wenn das Schlachten vorbei ist". Das der Kerl ansonsten nicht der sympathischste ist, habe ich versucht, mit dem Zitat oben zu verdeutlichen. Seine Mitmenschen sieht ihm herzlich egal, aber die Tiere zählen. Irgendwie. Auf der anderen Seite retten Dave und seine Aktivistengruppe Waschbären und andere Tierchen und bringen sie "zurück in die Natur", also auf die unbewohnte Insel und sorgen dafür, dass sie sich, dank fehlender natürlicher Feinde unkontrolliert vermehren und aussterbende Vogelarten bedrohen.

Boyle skizziert auf etwas über 400 Seiten ein moralisches Dilemma, in dem er auf schwarz-weiß Charakterisierungen verzichtet. Stattdessen bleibt es den Leser_innen überlassen, ein Urteil zu fällen und das ist gar nicht so einfach. Denn natürlich spielt nicht nur der Naturschutz, bzw. der Artenschutz eine Rolle, wenn es um die individuellen Entscheidungen der beiden HauptprotagonistInnen geht, die sich erbittert ihrer Sache verschrieben haben und dabei radikal ihre Positionen vertreten.

Letztlich bleibt die Natur aber ein unberechenbares Element. Neben den Auseinandersetzungen um die Schweine, geht es auch um das Leben mit der Natur. Denn auch Daves Freundin Anise kennt sich mit den Inseln gut aus. Ihre Mutter lebte hier vor langer Zeit und bewirtschaftete das Land und kümmerte sich um die Schafzucht und lebte vom Verkauf des Fleisches. Bis der Pächter den Vertrag änderte und Hobbyjägern Zutritt zur Insel gewährte, weil sich der Verkauf der Tiere als Jagobjekte eher rentiert als das bloße Fleisch zu verkaufen. Anises Mutter trauert um die Tiere, aber die Frage bleibt: was ändert sich denn? Geschlachtet wird so oder so...

Das Schlachten geht nicht vorbei und der Roman lässt mich mit vielen Fragen zurück, die nicht unbedingt bequem oder leicht zu beantworten sind. Für mich Boyles bester Roman bisher.

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