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Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596811564
Genre: Jugendbuch

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557 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

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Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt

Nicole Böhm
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.08.2014
ISBN 9783958340008
Genre: Fantasy

Rezension:


"Die Chroniken der Seelenwächter" erscheint laut Informationen der Autorin einmal im Monat als eBook und alle drei Monate als Sammelband im Taschenbuchformat. Es ist eine umfangreiche Reihe, doch bereits nach dem ersten eBook gefällt mir die Aufteilung, denn man kann sich sehr gut auf die im Fokus stehenden Charaktere einlassen und sich mit der Thematik beschäftigen, ohne direkt von Informationen überflutet zu werden.

Handlung: Jessamine weiß, dass sie kein normales Mädchen ist. Nicht nur, weil sie bei einem Vormund aufwächst und ihre Mutter fortgegangen ist, sondern auch weil sie im Gegensatz zu anderen achtzehnjährigen Mädchen etwas hat, was niemand wissen darf - eigentlich nicht einmal sie selbst! Sie hat Violet, einen Schutzgeist, der seit Jess' Geburt auf sie aufpasst. Und dann gibt es da noch die Aussage, dass ihr inneres Licht heller scheint als das aller anderen und Geschöpfe anzieht, die böses im Sinn haben. Jess hingegen hat nur eines im Sinn: Sie will Antworten, was das Verschwinden ihrer Mutter betrifft und ist bereit alles dafür zu tun. Ein mysteriöser Brief, der mehr Fragen aufgibt als beantwortet, führt sie zu Pfarrer Stevens, doch dieser ist tot. Also beschließt sie ein Ritual abzuhalten um hoffentlich seinen Geist zu beschwören. Dafür muss sie in eine alte, verlassene Kirche, die schon bald zu einer Kampfstädte um Leben und Tod für sie wird...

"Die Chroniken der Seelenwächter" handelt von ganz besonderen Wesen mit bestimmten Fähigkeiten, die ihnen helfen eines der Element zu kontrollieren (Erde, Wasser, Feuer, Luft). Sie leben vor den Menschen verborgen und haben ihre ganz eigenen magischen Möglichkeiten von einem Ort zum nächsten zu kommen. Ihre Aufgabe ist es gegen Schattendämonen zu kämpfen, die aus den Seelen der Menschen entstanden sind, die ihren Weg ins Licht nicht mehr finden konnten.

Einstieg: Im ersten von aktuell 24 erschienen eBooks, begleitet der Leser eine Jagd, wie man sie fast aus allen Urban Fantasy Erzählungen kennt: Böses Monster, guter Jäger. Was es ist? Ein Vampir? Ein Dämon? Die Autorin Nicole Böhm spielt ein wenig mit dem Leser, genau wie der Jäger mit seiner Beute spielt. Es war großartig inszeniert!

Stimmung beim lesen: Irgendwie hatte ich nicht das Gefühl bloß ein Buch zu lesen, dafür war es einfach zu gut beschrieben. Düstere Orte und Stimmungen wurden gut in Szene gesetzt, als würde ich einen Film sehen.

Hauptprotagonist/in: Die Bühne des ersten Bandes teilt sich Jess mit einem jungen Mann namens Jaydee, den der Leser im ersten Kapitel kennen lernt. Er wirkt zunächst selbstbewusst und präsentiert sich nicht gerade sympathisch, doch je mehr man über ihn erfährt, umso deutlicher wird, dass man ihn nur schwer einschätzen kann. Jaydee hat viel schreckliches erlebt und auch wenn er bei den Seelenwächtern lebt, ist er eigentlich keiner von ihnen. Seine Gabe ist ein Fluch, denn er kann nur durch eine bloße Berührung die Emotionen eines anderen Menschen in sich aufnehmen.

Nebencharaktere: Was Violet's Aufgabe als Beschützerin von Jess ist, wird dem Leser in jeder Situation deutlich gemacht. Sie ist eine Fylgja, die nur existiert um zu beschützen und das mit allem, was ihr zur Verfügung steht. Sie kann nicht sterben, solange ihr Schützling lebt. Ariadne ist der Vormund von Jess und auch wenn die Beiden keine direkten gemeinsamen Szenen in diesem Band teilen, erfährt der Leser, dass Ariadne ein Geheimnis hat und selbst gar nicht weiß, dass Jess über Violet Bescheid weiß. Auch einen besten Freund gibt es in der Geschichte, Zachary, den wir auch nur am Rande kennen lernen, ihn dennoch aber in Jess' Leben zuordnen können. Auch Jess' Mutter, Cassandra, wird immer wieder erwähnt, weshalb sich der Leser einen guten Überblick über die Familie verschaffen kann. Im späteren Verlauf lernt der Leser schließlich die Seelenwächter und ihre aufregende Welt der Magie kennen und wie sie überhaupt erst zu diesen besonderen Beschützern der Menschheit geworden sind.

Positiv: Es ist eine interessante, spannende und ziemlich wendige Geschichte mit einigen Geheimnissen, die man als Leser nicht vollständig entdeckt, was die Lust auf die Fortsetzung anheizt.


Nicole Böhm's Einführung in ihre Welt der Seelenwächter und Schattendämonen war schon recht dramatisch. Mit Jess und Jaydee stehen zwei unterschiedliche Hauptprotagonisten im Mittelpunkt, die die Grenze zwischen dem menschlichen und übernatürlichen verwischen lassen. Spannung wird ausreichend geboten, auch wenn ich nicht das Gefühl hatte etwas völlig neues zu lesen. Im Urban Fantasy Genre gibt es Geschichten, die sich automatisch ähneln, auch wenn man klare Unterschiede erkennen kann. Diese Reihe ist nicht wirklich etwas bahnbrechend neues, aber es ist verdammt gute Unterhaltung mit netten, furchteinflößenden, mysteriösen und geheimnisvollen Charakteren und die andere Welt sollte man alleine schon für die wundervollen Parsumi entdecken ;)

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Kirschen im Schnee

Kat Yeh , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 20.02.2015
ISBN 9783734847059
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich wollte zur Abwechslung mal wieder eine abgeschlossene Geschichte lesen, die freundlich ist, vielleicht auch etwas lustig und vor allem Lust aufs weiterlesen macht. Beim durchblicken meiner Bücher bin ich dabei auf "Kirschen im Schnee" von Kat Yeh gestoßen, dessen Titel ich schon immer toll fand und wo ich mich an ganz zauberhafte Rezensionen anderer Buchblogger erinnere. Es lag schon eine Weile ungelesen bei mir herum und ich bin mehr als froh es endlich von diesem Stapel befreit zu haben.

Handlung: Kat Yeh schreibt "Kirschen im Schnee" aus der Sicht der zwölfjährigen GiGi, die zusammen mit ihrer neun Jahre, neun Monate und neun Tage älteren Schwester DiDi von South Carolina in den Staat New York zieht.
Während DiDi als Friseurin ihr Geld verdient und das Leben ihrer kleinen Schwester bis ins kleinste Detail planen möchte, damit diese niemals mehr in einem Wohnwagenpark leben muss, möchte GiGi endlich selbst über ihr Leben bestimmen: Angefangen bei ihrem Namen, der ihr peinlich ist. Also beschließt sie sich selbst Leia zu nennen, doch das kommt bei ihrer Schwester ganz und gar nicht gut an. DiDi will, dass GiGi Wissenschaftlerin wird, oder etwas anderes aus ihrem Leben macht, schließlich schreibt sie nur Bestnoten.
Was als süße Beziehung zwischen zwei Schwestern beginnt, wird schnell zu einem Abenteuer, denn an ihrer neuen Schule bekommt GiGi Gelegenheiten, die sie noch nie zuvor hatte und die ihr das Leben plötzlich ziemlich süß erscheinen lassen. Doch nicht nur ihre neu gewonnene Lebenslust außerhalb der strikten Haltung ihrer Schwester, dass man sich an jedes Rezept halten muss, sorgt bald für Spannungen zwischen den Beiden, sondern auch ein Was wäre wenn... aus der Vergangenheit.

Einstieg: Wäre GiGi real, würde sie meine folgende Erklärung missbilligen. Denn sobald man die erste Seite liest, spürt man den niedlichen, unschuldigen Ton eines Kindes. Kein extrem junges Kind, eher eines, das geistig bereits schon viel weiter ist. Die Beschreibungen der Autorin sind eine Mischung zwischen dem kindlichen Wunsch, wie die Welt perfekt wäre und der neugierigen Note der Realität. Kat Yeh hat mich vom ersten Moment an mitgerissen und GiGi's kleine Welt wundervoll erklärt.

Stimmung beim lesen: Es war toll. Durchgehend. Ein reales Jugendbuch, wo die Erlebnisse der Protagonisten so ablaufen, als würde man selbst dabei sein. Alltägliche Situationen, Wünsche und Vorstellungen, die berühren, nachdenklich machen, einen zum grinsen bringen und genau die richtige Balance haben. Das Leben ist nicht immer perfekt und besonders zum Ende des Buches muss sich GiGi einigen schwierigen Situationen stellen, doch Kat Yeh hat es geschafft dabei einen Ton zu finden, der respektvoll ist und nicht zu dramatisch. Eben so, als wären wir 12. Nicht ganz bereit für die Welt, aber dennoch mutig genug uns ihr zu stellen. "Kirschen im Schnee" ist ein Paradebeispiel, dass selbst die größten Schrecken des Lebens zu bewältigen sind.

Charaktere: DiDi ist die ältere Schwester, die weiß, wie hart das Leben sein kann. Sie setzt sich mit Herzblut und Durchsetzungskraft für GiGi ein, da es nur noch sie beide gibt. Ihre Mutter ist gestorben, als GiGi noch ein Baby war. Das einzige, was die beiden Schwestern noch von ihr haben ist ein Rezeptbuch, in dem viele liebevolle Gerichte stehen, die zu allen möglichen Stimmungen und Situationen passen. Schnell merkt man als Leser worin die beiden Hauptprotagonisten sich unterscheiden. DiDi möchte recht zwanghaft alles genauso machen, wie es in dem Rezeptbuch steht, während GiGi Alternativen anbietet um das ganze etwas abenteuerlicher zu gestalten. Wirklich eine Chance bekommt sie dabei nicht. Sie darf ja noch nicht einmal mit im Friseursalon helfen, obwohl sie das so gerne möchte, denn sie soll sich nur aufs lernen konzentrieren. DiDi mag zwar streng rüberkommen und GiGi nicht wirklich die Wahl lassen, doch das wirkt nur so. Die Sorgen der älteren Schwester kamen bei mir an, aber auch die Entdeckungslust der kleineren Schwester wurden nachvollziehbar erzählt.

Nebencharaktere: Eine neue Stadt bedeutet auch immer eine neue Schule, was bedeutet, dass man viele neue Charaktere kennen lernen darf. Für GiGi ist es so, das sie überhaupt zum ersten Mal erfährt was Freundschaft ist. Als sie an ihrem ersten Schultag ausgerechnet in den beliebtesten Jungen der Schule rennt, gehen für sie gleich mehrere Wunschvorstellungen in Erfüllung, denn  Bradford Breckenridge Davis der Dritte, kurz genannt Trip (für Triple), wie er sich selbst nennt, hat ein umwerfendes Lächeln und stellt ihr direkt seine Freunde vor. Sein bester Freund Billy, der Spaßvogel, wird schnell zu GiGi's High Five Partner, doch die anderen Freunde verschwimmen eher als unwichtige Randfiguren. Es gibt nur vier weitere wichtige Charaktere. Zum einen wäre da Mace, von der GiGi sagt sie hätte einen Blick, mit dem sie Leute erdolchen könnte. Und dann gibt es noch Haven und Allie, die eigentlich eher unscheinbar sind. GiGi lernt sie bei ihrer Schulprojektwahl kennen, die zusammen mit dem netten und fürsorglichen Lehrer Mr. McGuire eine Astronomie AG auf die Beine gestellt haben.
Die Entwicklung der einzelnen Freundschaften sind eine Entdeckung wert, weshalb ich darauf nicht genauer eingehen möchte.

Positiv: Die ganze Geschichte ist wundervoll geschrieben. Authentisch. Mitfühlend. Aber auch auf seine Weise trotzig und widerspenstig. Als Leser kann man sich selbst in gewissen Situationen wiederfinden, denn wir alle waren mal Kinder, die etwas ausprobieren wollten und nicht immer nur auf das hören wollten, was Erwachsene für uns passend fanden. Die Gliederung der Geschichte im Zusammenspiel mit den leckeren Rezepten zwischen den Kapiteln, fand ich ebenfalls sehr gelungen. Ich bekam regelrecht Hunger :D 

So lala: Ich fand die ganze Geschichte hinter der Namenswahl schwierig. Delta Dawn, die Mutter, benannt nach einem alten Countrysong, die sich "ärgert", dass immer nur Männer die Titel "der Zweite" oder "der Dritte" tragen und deshalb ihre Tochter Delta Dawn, die Zweite nennt. Dann DiDi und GiGi, die sich ab und zu selbst mit Doppel-D und Doppel-G ansprechen. Namen sind in diesem Buch halt ein ganz großes Thema...

Schreibstil: Ich liebe Bücher, wo die Autoren es schaffen durch Vergleiche die momentane Szene zu beschreiben. Und bei Kat Yeh musste ich mich fragen: Was war zuerst da, das Kochbuch oder die Idee zur Geschichte? Denn beides fließt passend und perfekt zusammen. Ich glaube am besten lässt sich der Stil duch ein Buchzitat zusammen fassen.

Während Trip und ich in die Stadt spazierten, dachte ich darüber nach, wie mühelos er mich in seinen Freundeskreis aufgenommen hatte. 
Manchmal, wenn DiDi Erdnussbutterkekse machte, wurde sie ganz fuchsig, wenn die Erdnussbutter sich nicht mit dem Zucker, den Eiern und der Butter vermischen wollte. Die Erdnussbutter blieb am liebsten einfach ein dicker Klumpen für sich und die Eier waren schleimig und man musste echt arbeiten, bis endlich eine schöne, glatte Masse dabei herauskam. Aber so wie Trip mich in sein buttriges, zuckriges Leben aufgenommen hatte, wäre wahrscheinlich niemand auf den Gedanken gekommen, dass ich mal Erdnussbutter gewesen sein könnte.
Der Buchtitel ist ein sehr großes und wichtiges Thema in GiGi's Geschichte, schließlich verbindet sie Kirschen im Schnee mit ihrer toten Mutter. Zunächst fand ich das Cover und den Titel einfach nur süß, doch dahinter steckt so viel mehr, was richtig Spaß gemacht hat zu lesen. Deshalb möchte ich Euch den Spaß nicht versauen und alles ausplaudern und ziehe folgendes Fazit: "Kirschen im Schnee" ist ein Buch über Entdeckungen: erste Freundschaften, der erste Schwarm, das erste Mal nicht das tun, was Erwachsene für das beste halten, das erste Mal man selbst sein, der erste Kummer, weil man dem falschen Was wäre wenn... folgt.
Eine faszinierende Geschichte mit einer entscheidenden Frage: Wer bin ich und wer möchte ich sein?

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vampire

Dearest Ivie

J.R.Ward
E-Buch Text: 152 Seiten
Erschienen bei Piatkus, 13.03.2018
ISBN 9780349421391
Genre: Sonstiges

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Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand

Aprilynne Pike , Karen Gerwig
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.03.2015
ISBN 9783570159941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aprilynne Pike's "Dangerous Visions" lag eine ganze Zeit vergessen auf meinem SuB. Ich habe einfach ohne besonderen Grund nach dem Buch gegriffen, aber als ich erst einmal drin war, gab es kein zurück. Die ersten 200 Seiten habe ich in einem Ruck gelesen, weil es so spannend war...

Handlung: Charlotte weiß bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr das sie ein Orakel ist, dass die Zukunft voraussehen kann. Doch es ist eher ein Fluch als ein Talent, denn nach einem schrecklichen Zwischenfall, bei dem sie ihrer Tante Sierra - deren Tod sie vorausgesehen hat - das Leben rettet, lernt sie auf sehr harte Weise, was es bedeutet die Zukunft zu ändern. Statt ihrer Tante stirbt ihr Vater bei einem Autounfall. Ihre Mutter landet im Rollstuhl. Seither ist Charlotte bewusst, dass das Leben als Orakel sehr einsam ist. Sie hat nur ihre Tante, die in der Schwesternschaft von Delphi ist, von der sie ihrer Nichte jedoch nichts genaues sagt. Auch ihre riesige Sammlung von Büchern über historische Ereignisse und andere Faktoren des Orakel-seins ist für Charlotte tabu. Sie muss lernen gegen ihre Visionen anzukämpfen, damit sie nicht in Versuchung gerät die Zukunft verändern zu wollen. Als sie die erste Mordvision einer Mitschülerin hat, weiß sie, dass sie sich nicht aufhalten lässt und bricht nicht nur ein Gesetz, sondern einige mehr. Auf der Suche nach dem Mörder bekommt sie Hilfe von einem Mann, der sich ihr als Smith vorstellt und verspricht ihr zu zeigen, wie sie bewusst ihre Visionen steuern kann. Trotz ihrer Schuldgefühle Sierra gegenüber behält sie all das für sich, denn was hat es für einen Sinn die Zukunft zu sehen, wenn man all die Gräueltaten nicht verhindern kann, obwohl man die Macht dazu hätte?

Einstieg: Gleich zu Beginn weiß man mit welchem Schicksalsschlag die Hauptprotagonistin Charlotte zu kämpfen hat, was mir als Leser leicht gemacht hat sie besser zu verstehen. Charlotte's Konflikt steht zunächst im Fokus, doch ihre Entwicklung und Bereitschaft reißt einen mit.

Stimmung beim lesen: Es gab Momente, da hatte ich eine Gänsehaut und dachte Oh shit, passiert das wirklich? Ich war durchweg neugierig und aufgeregt.

Hauptprotagonist/in: Charlotte ist ein Charakter, der einen nicht zwingend überzeugen muss. Man erfährt zwar ein wenig über ihre Vergangenheit und wieso sie manche Dinge aus gewissen Gründen tut, aber es war für mich nicht wichtig alles über sie zu wissen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt und da kann es manchmal sein, dass man mit Anekdoten oder Kleinigkeiten an die sich die Person gerade erinnert, unnötig belastet wird. In "Dangerous Visions" liegt der Fokus auf einem jungen Mädchen, was um jeden Preis helfen will. Sie setzt sich über Gesetze hinweg, ist aber meiner Meinung nach kein sturer Charakter. So was ist sehr selten und hat mir gut gefallen. Sie drängt sich nicht in den Mittelpunkt, bewirkt aber etwas. Selbst als sie ihre Schwächen erkennt und Fehler einsieht, wird sie nicht übermäßig nervig oder vergräbt sich in Schuldgefühlen, sondern packt es einfach an. Keine Ahnung, wie Ihr das seht, aber ich finde in der heutigen Bücherwelt ist es selten geworden, dass ein junger Charakter weniger jammert, sondern handelt. 

Nebencharaktere: Die einzigen wirklich vorkommenden Charaktere sind Charlotte's Mutter, die keine Ahnung hat, dass ihre Tochter ein Orakel, ihre Tante Sierra, die wie ein heimlicher Beobachter aus dem Stillen agiert und ein Mitschüler namens Linden, den Charlotte bereits seit einigen Jahren mag. Dann wäre da noch Smith, den man skeptisch beäugen muss.
Charlotte redet viel über Sierra und lässt den Leser durch diese Verbindung ein bisschen besser verstehen was ein Orakel ist und wieso es gefährlich ist. Sie hat nicht viele Freunde, die sie ablenken könnten, jedoch werden ein paar Namen erwähnt, mit denen sie sich einmal verbunden fühlte. Weil es so wenig Charaktere gibt, kann sich die Autorin voll und ganz auf die Story fokussieren und Pike schafft es die richtigen Nebencharaktere in verschiedene Szenen mit einzubringen.

Positiv: Dieser Thriller beschreibt in den entscheidenden Momenten ziemlich genau was passiert und wie es passiert. Jugendliche werden ermordet und Pike schreibt es so lebensecht, dass man wirklich glaubt dabei zu sein. Die winterliche Atmosphäre übernimmt den Rest und hat mir einige Male das Blut in den Adern gefrieren lassen. Es gibt keinerlei unnötige Lückenfüller, um die Story aufzupeppen, dafür aber eine ganze Menge Überraschungen, die zu schockieren wissen!

Negativ: Zu Beginn des Buches standen die Morde in all ihrer schrecklichen Herrlichkeit im Mittelpunkt, doch die Geschichte dreht sich um ein Orakel, also ist die Suche nach dem Mörder eher zweitrangig. Etwa ab der Mitte des Buches ändert sich also der Fokus und nimmt den Leser mit in andere Sphären, die auf den ersten Blick verwirrend waren. Obwohl für mich keine Fragen offen geblieben sind, ging mir die ganze Erklärung etwas zu schnell.

Schreibstil: Es war mein erstes Buch dieser Autorin und ich muss sagen, dass sie so fesselnd und mitreißend schreibt, dass selbst die Dinge, die ich mir anders vorgestellt hätte oder an die ich höhere Erwartungen hatte, sehr gut bei mir ankamen. Pike weiß, wie sie Spannung aufbaut und vor der großen Enthüllung gibt es kaum Hinweise, die einem den Showdown vermiesen - was will man mehr? Als Leser wird man volle Breitseite aus dem Nichts getroffen, aber ab dem Moment sollte man genau aufpassen, denn alles passiert sehr schnell.

FAZIT:
Wenn ich "Dangerous Visions" jemandem empfehlen müsste, dann den Lesern, die Lust auf Abenteuer haben, wo die Hauptperson nicht jede Präsenz auf sich zieht. Das ist für mich der größte Pluspunkt dieses Buches, denn man begleitet Charlotte, aber es existiert nicht nur Charlotte, Charlotte und nochmal Charlotte - falls Ihr versteht was ich meine. Ihre Sicht auf die Dinge ist stets nachvollziehbar geschrieben und trotz der Ich-Perspektive bekommt man als Leser ausreichend Einblicke in die kranke Welt des Mörders.
Außerdem liest man zwar einen Thriller, doch der mysteriöse Aspekt bleibt bestehen und erschafft besonders zum Ende hin eine schaurige, kaum vorstellbare Atmosphäre.
Die Handlung ist nachvollziehbar und mit ein paar Effekthaschern gespickt, die mich am lesen gehalten haben. Ich war nicht in der Lage das Buch beiseite zu legen und habe es in einer Nacht beendet.
Für mich ist Aprilynne Pike eine sehr gute Entdeckung gewesen und das wird nicht das letzte Buch sein, das ich von ihr gelesen habe!

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Lord of Shadows (The Dark Artifices)

Cassandra Clare
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Childrens Books, 23.05.2017
ISBN 9781471116650
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Lord of Shadows" ist der zweite Band der Dark Artifices Reihe von Cassandra Clare, das zum Shadowhunters-Universum gehört und die Geschichte von Emma Carstairs und Julian Blackthorn weiter erzählt. Ich habe das Buch vor drei Monaten beendet und es seither dreimal gelesen, weil ich mich nicht entscheiden konnte, wie ich es in einer Rezension beschreiben soll.

Handlung: Eigentlich geht alles um das Black Volume. Ein Zauberbuch, das - wie immer - in den falschen Händen gewaltigen Schaden anrichten kann. Alle, egal ob Schattenjäger oder Unterweltler, versuchen das Buch für ihre Zwecke in die Finger zu bekommen. Weil sich so ein magischer Gegenstand nicht direkt von Beginn an zeigt, ist die Handlung ein ziemliches Chaos und lässt sich in mehrere Einzelteile aufteilen. Zum einen wären da Emma und Julian, die sich gegen ihre Gefühle füreinander wehren und verschieden damit umgehen. Bereits im letzten Band erfuhr der Leser, dass Emma Julian's Bruder Mark bittet ihren Freund zu spielen, damit sie Julian auf Abstand halten kann. Die Liebe zwischen Parabatai ist gefährlich und verboten. Dann gibt es noch Kit, der zwar mit der Schattenwelt aufgewachsen ist, aber erst nach dem Tod seines Adoptivvaters Johnny Rook erfährt, dass er ein Schattenjäger ist und zu welcher Familienlinie er wirklich gehört. Er wehrt sich dagegen, aber nirgendwo anders ist er sicherer als im Institut. Dort entwickelt er besonders zu Ty Blackthorn einen Draht.
Ein großer Teil von "Lord of Shadows" spielt in der Feenwelt, die besonders nach dem Krieg für Schattenjäger gefährlich ist und sie vor neue Herausforderungen stellt.
Auch Clary und Jace nehmen einen Teil des Buches ein, in dem Clary Andeutungen über Visionen macht, die einem Angst und Bange machen.
Die größte Bedrohung könnten diesmal jedoch nicht die Konflikte in der Unterwelt sein, sondern eine Gruppierung Schattenjäger, die nicht davor zurück schrecken Lügen zu verbreiten um das Los Angeles Institut unter ihre Kontrolle zu bekommen. Alle Blackthorns werden durch verschiedene Szenarien gefährdet. 

Einstieg: Emma's Gedankenwelt ist ein offenes Buch, was den Widereinstieg in die Geschichte leicht macht. Direkt ist klar, dass Clare sich viel Zeit für die persönlichen Entwicklungen der Charaktere nimmt, während die Story eher unbemerkt voranschreitet.

Stimmung beim lesen: Ich war noch nie so zwiegespalten um ehrlich zu sein. Einerseits liebe ich diese Charaktere und alles, was sie erleben. Es gibt genügend Spannung, Action und Kampf und innere Konflikte. Leider habe ich noch nie was für die ganze Feen-Geschichten dieser Bücher übrig gehabt und "Lord of Shadows" bietet davon im Überfluss an. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl der Plot steckt im Schlamm und will sich nicht vorwärts bewegen. Und am Ende überschlägt sich natürlich wieder alles. Mir fiel es schwer mich auf etwas zu fokussieren, weil es einfach zu viele Charaktere gibt und zu viele Mini-Hinweise, die einem schnell entgehen können.

Charaktere: Die Geschichte begann zwar im ersten Band mit Emma und Julian, doch sie teilen sich längst die Bühne mit allen anderen Charakteren. Die Blackthorn-Geschwister sind keine Lückenfüller, sondern fordern ihren Platz im Geschehen und sind bereit zu kämpfen. Julian, der als älterer Bruder die Verantwortung hat, rückt ein wenig von ihnen weg, weil er woanders gebraucht wird und man könnte fast sagen Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf den Tischen. Nicht auf negative Art, versteht sich.
Auch Clary und Jace sagen kurz Hallo und sprechen von einer geheimen Mission, und besonders Clary hat Emma etwas zu sagen, was den Leser neugierig macht, am Ende jedoch nur hinhält. 
Magnus Bane darf natürlich nicht fehlen und auch wenn ich voreingenommen bin, weil er mein absoluter Lieblingscharakter ist, finde ich seine Szenen einfach am besten. Ereignisreich und belustigend; Magnus ist eben auffällig. Und wo der Hexenmeister ist, ist Alec Lightwood natürlich auch nicht weit und ihre zwei süßen Adoptivkinder... Davon will ich erst gar nicht anfangen, sonst schwärme ich morgen noch ;)
Besondere Überraschungen unter den Charakteren bieten Diana Wrayburn, die Tutorin der Blackthorns und Arthur Blackthorn, den Julian aus gutem Grund auf dem Dachboden versteckt. Beide nehmen eine große Rolle ein, die mir gefallen haben.
Wenig Freude bringen die Centurios mit, angeführt von Cristina's Ex Diego Rosales und der aufstrebenden Schattenjägerin Zara Dearborn. Sie machen sich breit, sind eine speziell ausgebildete Elitetruppe und die Blackthorns trauen ihnen nicht. Besonders Zara ist ein Charakter, den man zweimal betrachtet.
Irgendwie ist es unmöglich alle Charaktere zu benennen oder ihre Reise zu erläutern, denn "Lord of Shadows" ist gewaltig! Clare bietet einfach alles an, was sie geben kann und besonders die Beziehung zwischen dem Halbfeenwesen Mark Blackthorn und dem Feenprinzen Kieran ist außergewöhnlich beschrieben, die durch Cristina zu etwas wird, was ich faszinierend fand. Man muss es lesen um es zu verstehen. Neben Clare's anderer Dreiecksbeziehung zwischen Jem, Will und Tessa aus den Chroniken der Schattenjäger ist das zwischen Mark, Kieran und Cristina die einzige Dreiecksgeschichte, die mir Freude bereitet.
Allgemein entwickeln sich in diesem Band einige Beziehungen, ob freundschaftlich, romantisch oder Bündnisse.

Positiv: Am meisten hat mir zu Beginn das Gespräch zwischen Clary und Emma gefallen, als sie über Jonathan reden, den die meisten als Sebastian kannten und der u.a. für den Tod von Emma's Eltern verantwortlich ist. Wer "Lord of Shadows" liest, kennt eigentlich auch Die Chroniken der Schattenjäger und wieso Clary ihren Bruder umbringen musste. Deshalb ist es auch so leicht Verständnis sowohl für Clary als auch Emma aufzubringen. Als Leser sieht man beide Blickwinkel, aber man sieht auch zwei junge Frauen, die alles füreinander tun würden und wie sich gegenseitig Trost spenden.
Jedes Blackthorn-Kind bekommt seinen Fokus und endlich hatte ich persönlich das Gefühl sie besser auseinander halten und verstehen zu können. Bisher hatte Julian immer seine schützende Hand über sie, weshalb dieser zweite Band einiges an Charakterentwicklung zu bieten hat!

Negativ: Der Klappentext hat mir in diesem Fall wirklich das Lesevergnügen versaut, denn meiner Meinung nach ist das ein ziemlicher Spoiler in einem Buch, wo man eine Lupe braucht um alle Plot-Pfade zu erkennen. Wer dieser Lord of Shadows ist wird nämlich so verwirrend und einige hundert Seiten später erwähnt, dass es keine wirkliche Erklärung ist. Als Leser wartet man auf diese Enthüllung noch länger als im ersten Band bei Lady Midnight. Dass der Feenkönig alle mit Blackthorn Blut abschlachten will, kam irgendwie auch nicht ganz bei mir an, da es doch ein wenig anders erzählt wurde.

So lala: Ich weiß nicht, ob ich die Entwicklung der Geschichte unter positiv oder negativ einsortieren soll, denn es ist eine Mischung zwischen beidem. Für meinen Geschmack gibt es einfach zu viel Material, welches die Feen einbindet, die ich nicht mag und mit denen ich wohl nie warm werde. Deshalb sage ich ganz offen, dass meine Meinung davon beeinflusst ist. Im Grunde habe ich nur weiter gelesen, weil mir die Charaktere schon seit Jahren am Herzen liegen und ich nicht einfach aufgeben wollte, nur weil mir ein Strang der Geschichte nicht gefällt.
Das sich letztendlich also alles rasant überschlägt und auf den finalen Seiten ein Kampf mit einem unerträglichen Cliffhanger stattfindet, hat mich kalt erwischt.

Schreibstil: Cassandra Clare jongliert mit so vielen Charakteren, streut gefühlte Millionen Hinweise ein und schafft es mit Bravour sich nicht in einem riesigen, unübersichtlichen Netz zu verfangen. Das nötigt mir einiges an Respekt ab. Die Perspektive wechselt sich sehr oft, ist aber fließend und sehr gut geschrieben, so dass man alles weiterhin im Blick hat.

FAZIT:
Wenn "Lord of Shadows" eines ist, dann Charakterstark! Nicht nur, weil es eine Fülle an Lieblingscharakteren präsentiert, sondern auch deren Gefühle und Tiefe mit einbezieht. Die Handlung ist struktiert, aber ziemlich versteckt, da der Fokus auf den Charakteren liegt und wie sie die Dinge angehen und so kommt nach einigen Kapiteln schon etwas Frust auf, da ich fieberhaft auf das gewartet habe, was der Buchumschlag verspricht.
Fans von Chroniken der Unterwelt dürfen sich auf ein paar Momente mit Clary und Jace freuen und auch Magnus Bane rettet wieder einmal mehr den Tag.
Das Gesamtkonzept, die Suche nach dem Black Volume, ist ein verworrener Handlungsstrang, der tote Charaktere einbindet und mehr als einmal für negative Gänsehaut sorgt. Es empfiehlt sich also genau aufzupassen.
Dieses Buch bietet einige Überraschungen, die manchmal zum schmunzeln einladen, aber auch für Tränen sorgen können. Am Ende sollte man sich definitiv auf ein Ave atque vale vorbereiten, denn auch wenn "Lord of Shadows" mit einem Cliffhanger endet, passiert einiges, was das Fanherz stillstehen lässt.
Clare hat es wieder einmal geschafft eine Geschichte abzuliefern, die dramatisch, an den richtigen Stellen unterhaltsam und aufwühlend ist. Niemand ist sicher, aber jeder Krieg hat auch ein paar ruhigere Momente und die Autorin erschafft eine interessante Mischung. 

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CyberWorld 4.0 - The Secrets Of Yonderwood

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 369 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 20.04.2017
ISBN 9783958342583
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kennt Ihr diese Autoren, die sich viel Zeit für ihre Fans nehmen und sie so richtig schön mit Bonusmaterial füttern? So eine ist Nadine Erdmann! Immer freundlich, gutherzig, stärkt das positive Empfinden und sie liebt ihre Charaktere - das merkt man in jedem Glimpse oder Facebookbeitrag, den sie teilt. Ich liebe sowas, denn nicht nur, dass man dadurch noch mehr Lust auf die Bücher bekommt, sondern auch die Tatsache, dass man die Liebe zu ihren Charakteren wirklich rauslesen kann. Die Zwillinge Jemma und Jamie und ihre Freunde Zack, Ned, Will und Charlie sind für mich absolute Lieblingscharaktere, deren Geschichte ich mir am liebsten ohne Ende reinziehen würde. Sie sind liebevoll, tapfer, freundlich und abenteuerlustig beschrieben und trotzdem gibt es den Reiz von verschiedenen Eigenschaften, die sich prima ergänzen. Jemma schafft es z.B. Jamie oder Zack noch liebenswürdiger aussehen zu lassen und andersrum. Jeder Charakter, sobald er etwas über den anderen sagt, scheint aus vollem Herzen zu sprechen und gerade, wenn es zu Meinungsverschiedenheiten kommt, ist es interessant dem Verlauf zu folgen.
Ich habe es bereits einmal erwähnt, aber ich kann es gar nicht oft genug sagen: Die Fateful Future Charaktere sind für mich definitiv solche Lieblinge geworden, dass ich auch tausend Seiten über sie lesen würde, wenn sie am Essenstisch sitzen, Tee trinken oder sich einfach nur unterhalten.

Doch es gibt ja in den Büchern noch so viel mehr zu entdecken und die Autorin lässt ihre Cyberliebhandenen-Fans absolut nicht austrocknen. Mit "Secrets of Yonderwood" gleitet der Leser in ein Abenteuer, in dem Cyberwelt und Realität auf verdammt faszinierende Weise miteinander verbunden sind, und auch wenn ich jetzt eine Menge darüber schreiben könnte, würde ich es Euch wünschen, dass Ihr das einfach mal selbst entdeckt. Ich war von der Idee hinter Yonderwood mehr als fasziniert, habe mitgelitten, hinter jedem Baum etwas schlimmes befürchtet (in beiden Welten!) und wurde trotz eigenem Rätselraten, was denn noch so alles passieren könnte, immer von einem absolut unvorstellbaren Szenario überrascht. Nach den ersten drei Bänden (auch wenn der Part der Cyberwelt in Evil Intentions nicht hoch war), dachte ich, dass es wirklich schwer zu toppen ist. Die ganze Spannung, Dramatik und besonders die Stimmigkeiten in den Quests, die Jemma und Co. bewältigen müssen. Doch erneut überrascht die Autorin auf postivestesteste Weise! (Ja, dafür muss man selbst ein Wort erfinden!)
In diesem vierten Abenteuer gibt es reichlich detaillierte Hintergrundinformationen zu den Quests und der ganzen Geschichte hinter Yonderwood. Also Freunde von Gruselgeschichten und Online-Games kommen hier auf einen guten Geschmack!
Und - auch wenn das jetzt komisch klingt - ich liebe das Wort Yonderwood.

Meine persönlichen Hoffnungen wurden ebenfalls bereits zu Beginn des Buches übertroffen. Zum einen: Charlie! Sie hat mir so gut gefallen, dass ich unbedingt mehr über sie lesen wollte und tada: Wunsch erfüllt, sie gehört nun zu der eingeschworenen Truppe und ihr männliches Gegenstück und sie zusammen zu erleben war wirklich... hach, süß! Die Liebe, die die Truppe untereinander teilt, ist einfach wundervoll.
Jamie und Zack sind natürlich meine Lieblinge unter den Lieblingen, da kann ich keinen Hehl draus machen. Als ich mir Notizen zu einzelnen Stellen gemacht habe, habe ich am Ende festgestellt, dass 95 % den Beiden gilt. Vielleicht liegt es auch daran, dass man den Eindruck gewinnen kann, dass "Secrets of Yonderwood" sehr auf genau den beiden Figuren aufgebaut ist. Sie nehmen große, entscheidende Rollen ein, die für viel Drama, aber auch für humorvolle und liebevolle Momente, sorgen. Etwa nach der Hälfte des Buches baut sich die Story auf eine Weise auf, die mich hat ins Kissen beißen lassen und die Emotionen waren wirklich eine Achterbahn der Gefühle, doch ich würde es nicht anders haben wollen!

In meiner Rezension nutze ich auch immer gerne ein Lieblingszitat und die Auswahl ist so extrem schwer, denn ich habe gefühlt mindestens jede dritte Seite markiert xD
Deshalb habe ich mich für eine Stelle entschieden, die verschiedene Reaktionen auf Cybererlebnisse ausdrückt. Ich musste so extrem lachen, weil es einfach so typisch für die Charaktere ist. Es stehen keine Namen dabei und trotzdem weiß man, wer es gesagt hat. Daran habe ich auch gemerkt, wie selbstverständlich ich mit den Figuren klar kam und wie leicht es war mich auf die Geschichte einzulassen.
"Oh shit."  "Na, wunderbar..." "Wie cool!"

FAZIT:
Ultimativgalaktischgenial. So viel Platz für Herzchenaugen-Emojis, die ich am liebsten benutzen würde, gibt es gar nicht.  Das Komplettpaket von toll gestalteten Charakteren, über nachvollziehbare, ultraspannende und wunderbar effektvoll geschriebene Questereignisse, hat mir einfach gefallen. Es gibt absolut nichts, was ich bemängeln könnte oder wo ich dachte, dass mir da oder dazu noch Informationen oder schönere/längere Beschreibungen fehlen.

Wenn Ihr in dieser "Rezension" keine genauen Gründe finden konntet, wieso ihr das Buch (oder die Bücher) lesen solltet, dann seid Ihr blind, denn meine Begeisterung sollte Euch beinahe ins Gesicht springen... Und wenn das keine Lesemotivation ist, was dann?!

Und das Beste? Das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei, da die Reihe auf sieben Bände ausgebaut wurde. Ursprünglich sollte dies das letzte sein... Zum Glück nicht, denn ich kann nicht genug davon bekommen *_*

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vampire

The Chosen (Black Dagger Brotherhood Book 15)

J.R.Ward
E-Buch Text: 544 Seiten
Erschienen bei Piatkus, 04.04.2017
ISBN 9780349409184
Genre: Sonstiges

Rezension:

Endlich habe ich es in die Griffel bekommen! Das neuste Buch aus J.R. Ward's Black Dagger Universum, was ich natürlich - wie seine Vorgänger zuvor - mit Freude, Tränen in den Augen und Überbleibseln von tiefen Lachfalten, verschlungen habe.

Der Titel "The Chosen" lässt erahnen, dass diesmal eine der Auserwählten im Mittelpunkt stehen wird und nach Layla's höchst emotionaler Achterbahnfahrt durch die letzten Bände, war es nur logisch, dass sie endlich ihr eigenes Buch bekommt, auch wenn sie dieses mit den Brüdern der Black Dagger und einem ganz bestimmten Schatten teilen muss. Ja, Trez hat ein paar Gastauftritte, die nach seinem eigenen wirklich schwer verdaulichen Buch "The Shadows" ein merkwürdiges Lesegefühl in mir ausgelöst haben.

Wer als Fan dieser Reihe erlebt hat, wie sich die Charaktere entwickeln und wie sich ihre eigene Geschichte immer weiter ausbaut, mit denen der anderen Protagonisten verschmilzt und viele kleine neue Geschichten entstehen lässt, der weiß, dass J.R. Ward immer mit Überraschungen hinter einer Ecke steht und sie einem entweder höchst dramatisch ins Gesicht klatscht, oder vorsichtig winkt, damit man leise näher rankommt, um den Handlungsstrang nicht zu erschrecken. Hört sich das jetzt komisch an? Vielleicht, aber diese Bücher sind seit meiner Entdeckung 2009, immer mehr zu einem selbstverständlichen Teil meines Lebens geworden. Als hätte ich ein Baby, dass ich von dem ersten Augenaufschlag bis zur Pubertät aufwachsen gesehen habe.

Am Anfang war alles noch sehr übersichtlich und beinahe klein gehalten, doch mit jedem weiterem Buch ist das Universum der Bruderschaft der Black Dagger gewachsen und hat sich nicht mehr nur auf das Haus der Brüder und dem Schlachtfeld beschränkt, sondern durch ihre Frauen, Verbündete und Gegner, die an anderen Orten leben, erweitert.
Und nun, wenn man "The Chosen" liest, merkt man wieder, wie gewaltig diese Buchserie ist. Ich habe mich mehr als einmal ertappt, wie ich dachte, dass doch jetzt der oder der Charaktere in der Szene auftauchen müsste (weil es so gut passte). Der größte Unterschied zwischen den zuletzt erschienenen Bänden und denen zu Beginn ist die Erzählspanne. Ward hat sich mit Layla's und Xcor's Geschichte - um die sich "The Chosen" dreht - einige Zeit gelassen und nur Häppchenweise über die einzelnen Bücher hinweg neue Hintergründe und Details eingestreut. Sehr sparsam dosiert, doch so verlockend und gut geschrieben, dass ich dran geblieben bin.

Xcor ist bereits seit (dem deutschen) Band 17 "Vampirschwur" ein Charakter, den Ward immer wieder "wie zufällig" mit in die Handlung eingebaut hat. Er entwickelt eine sehr starke Rolle, die es mir als Leser wirklich schwer gemacht hat ihn zu mögen. Doch die komplette Entwicklung - angefangen bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit Layla - hat einfach alles zu bieten, was das Leseherz begehrt: Verrat, Krieg und eine magische Anziehung zweier Menschen, die beide erst durch den anderen erfahren, was es wirklich bedeutet jemandem zu verfallen. Und auch dieses Auf und Ab beschreibt Ward über mehrere Bücher hinweg, was manchmal wirklich frustrierend war, denn ich wollte unbedingt wissen, ob diese Geschichte überhaupt eine Chance auf eine Erzählung hat.

Und wie wir nun sehen: Ja, diese Geschichte hat ihre Chance bekommen und J.R. Ward - meine persönliche Königin des Erzählstils - hat nicht nur Layla mehrere Stadien der Verwandlung durchlaufen lassen, sondern auch mein Herz. Mal zerfetzt, dann kräftig schlagend und dann wieder aufregegt hüpfend, musste es einmal mehr all die Emotionen aufsaugen, die Ward bereit gehalten hat.

Zitat
The dead absolutely fucking haunted you, running their cold fingertips of remember-me up the back of your neck until you couldn't decide whether you wanted to scream from missing them ... or from wanting to be left alone.  They stalked your nights and prowled your days, leaving a minefield of sorrow triggers in their path.  They were your first and last thought, the filter you tried to push aside, the invisible barrier between you and everyone else.  Sometimes, they were even more a part of you than the people in your life that you could actually touch and hold.

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann fand ich Layla und Xcor als Paar jetzt nicht so interessant. Getrennt voneinander haben sie beide großartige Momente, doch zusammen fand ich sie stellenweise etwas langweilig und mit ihrem ewigen hin und her - was ist richtig und was falsch - leicht vorhersehbar.

Neben Layla und Xcor und Trez' merkwürdig verstrickter Geschichte, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte, hat natürlich auch Qhuinn einen Part in diesem Buch, denn er gehört zu Layla's Leben. Als er erfährt, dass sich die Mutter seiner Zwillinge schon seit längerem heimlich mit Xcor trifft, rastet er komplett aus und gefährdet nicht nur die familäre Beziehung, die er und Layla teilen, sondern auch seine eigene Beziehung zu Blay, dem er völlig vor den Kopf stößt. Ich habe diesen Teil des Buches mit Angstschweiß gelesen, denn diese Beiden gehören zu meinen absoluten Lieblingen und sie so zu erleben war wirklich Herzschmerz pur.

Leider muss ich sagen, dass allen Lobeshymnen zum Trotz, das Ende ziemlich abrupt kam. Wenn es auf die finalen Seiten zugeht, beschreibt Ward die Kampfszenen ziemlich abgehakt und stumpf, was ich so von ihr gar nicht kenne. Als wäre dieser - für mich persönlich sehr wichtige Meilenstein - nur ein kurzes Nicken wert. Wirklich sehr schade. Da hätte man so viel draus machen können.

Was ich auch etwas schade fand, war, dass Xcor's Vergangenheit und zu wem er gehört, sehr früh erwähnt wurde. Doch während mal als Leser schnell alles überblicken kann, erfährt Xcor es erst am Ende des Buches, was die Ereignisse dazwischen noch einmal mehr besonders erscheinen lässt.

FAZIT:
Wenn "The Chosen" den Leser auf etwas vorbereitet, dann, dass man wohl noch mehr von Trez und auch dem gefallenen Engel Lassiter erfahren wird - der auch in diesem Buch trotz so mancher ernsten Situation den Unterhaltungsclown raushängen lässt. Dafür muss man ihn einfach lieben und bei all den wirklich spannenden Entwicklungen rund um seine Person kann ich es kaum erwarten, dass Ward weiter schreibt.
Und auch zu Vishous gäbe es noch den ein oder anderen Handlungsstrang. Er ist einer der bedeutendsten Charaktere, auch in diesem Buch, doch diesmal hatte es einen sehr faden Beigeschmack. Wenn ich es beschreiben müsste, würde ich ihn mit einem Menschen vergleichen, bei dem niemand in seiner Umgebung merkt, dass ihn etwas sehr stark beschäftigt, weil er seinen Job weiterhin gut macht. Er hat mich auf jeden Fall Traurigkeit spüren lassen und ich vermute er steht vor einem ganz eigenen Scheideweg. So kennt man V einfach nicht, aber genau das bringt wieder Pepp in die Geschichte. Für diese völlig aus dem nichts auftauchenden Andeutungen von Veränderungen hat Ward einfach ein richtiges Händchen. Mal sehen wo sie uns in den nächsten Büchern hinführen wird.

"The Chosen" hat meinen Geisteszustand dauerhaft auf baff gehalten und schockiert. Das Lesegefühl war wirklich übermächtig. Doch das lag weniger an der Story, sondern vielmehr wie die Autorin die Spannungen aufgebaut hat und wie einzelnde Szenen beschrieben waren.

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eroberung, erotik, erotikroman, happy end, hoffnung, huntress, kämpfer, kinderwunsch, liebe, plappermaul, prägung, rettungsmission, teamwork, underground fights, zukunft

Tay - Warrior Lover 7

Inka Loreen Minden
E-Buch Text: 259 Seiten
Erschienen bei null, 26.12.2016
ISBN B01N0V1O59
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Gefühl, was "Tay" in mir ausgelöst hat, war: Na endlich.
Von der ersten Seite an wusste ich, dass dieser neunte Warrior Lover Band (wenn man die Bonusstories dazu zählt!) für den Leser etwas altbekanntes herausgekramt hat, das dennoch nie komplett ausgeschöpft wurde: Verruchtheit!
Diese dystopisch-erotische Buchreihe bietet viele verschiedenen Elemente, in denen man als Leser verfolgen kann, wie sich die Spannungen zwischen den Charakteren aufbauen, doch noch bevor ich Band eins gelesen hatte, hatte ich eine gewisse Vorstellung, wohin das Lesegefühl gehen könnte. Ich dachte an weniger Tabu's, mehr psychischer Zerfall und Wiederaufbau. Wenn man den Klappentext zu den Büchern liest, bekommt man dieses gewisse Kribbeln, was einem nur eine Geschichte mit rauen Ecken und Kanten geben kann. Raue Charaktere mit jeder Menge Ecken hat Inka Loreen Minden auf jeden Fall zu bieten, doch ich weiß noch wie ich in "Jax" das mehr vermisst habe. Die Hintergründe, die einzelnen Schreckenssituationen... Da steckte so viel Potenzial drin, dass der Leser noch mehr hätte mitfiebern und mitleiden können. Also noch mehr, als sowieso schon, denn diese Bücher fesseln und reißen mit!

Dieses mehr können Worte sein, Blicke... Und nun, mit einer der weiblichen Hauptprotagonisten dieses Bandes, kamen genau diese Punkte überdeutlich bei mir an.
Taicoon ist eine Huntress und bereits in "Fury" trifft sie auf Tay, einen Warrior, der eher für Computer, statt für Kämpfe lebt, und den Fury und seine Leute in Gefangenschaft nehmen, damit sie eine Chance haben New World City aus den Klauen der Rebellen zu befreien. Sie fällt direkt kichernd über ihn her und sagt: "Der gehört mir", doch Tay reagiert absolut nicht. Das könnte natürlich an seiner misslichen Lage liegen - immerhin wurde er gerade entführt - doch die wirkliche Geschichte, die sich in diesem Band enthüllt, ist pure Begeisterung. Tay und Taicoon sind so krass unterschiedlich, dass es oft lustig, aber manchmal auch ein klein wenig anstrengend wurde. Die kleinen Schritte, die sie gehen, sind eng mit anderen Ereignissen verknüpft, denn - und das gefällt mir als nächstes an "Tay" - der Krieg zwischen Freiheitskämpfern und Rebellen wird diesmal nicht nur als Randereignis geschildert, in das die Charaktere reinplatzen, sondern sie sind direkt mittendrin. Wir erinnern uns an Fury's Versprechen gegenüber Lexi? Auch dieser ausdrucksstarke, toughe Charakter ist wieder mit dabei, sogar in einer Hauptrolle und ich wollte am liebsten in die Seiten steigen und sie an mich drücken und ihr sagen wie toll sie ist.

Die Verknüpfungen von den beiden erzählten Geschichten ist fließend - also auch wieder eine neue Leseerfahrung, die es wert ist zu entdecken! Als Leser ist man bei allen Schritten involviert und kann sich ein genaues Bild von den Vorkommnissen machen und ich muss sagen: Hut ab, Frau Autorin! Das war großartige Unterhaltung, die durch flippige und starke Charaktere aufgepeppt wurde. Ich konnte die Dystopie, die Rebellion, den Kampf wirklich nachempfinden und der sexuelle Anteil hatte genau den richtigen Grad an Verruchtheit und Neckerei. Ich mag es, wenn manche Dinge nicht ausgesprochen werden müssen, sondern einfach die Präsenz zweier Charaktere in einem Raum ausreicht, um mich mitzureißen.

Lexi und Viper, die neben Tay und Taicoon zu den stärksten Stimmen dieses Buches zählen, teilen ebenfalls ein besonderes Band, was mit den nötigen Schwierigkeiten daher kommt und ein Zueinander finden zunächst schwierig gestaltet. Hindernisse - große sogar - müssen überwunden werden und den Prozess beschreibt die Autorin wirklich sehr gut.

FAZIT:
TnT - ein passender Spitzname für ein wirklich interessantes Pärchen, das eine Geschichte zu erzählen hat, die unter Warriorn und ihren Partnern eigentlich sehr ungewöhnlich ist.
"Tay" ist eine gelungene Fortsetzung, die an den Geschehnissen von Fury anknüpft und den Leser auf einen wilden Ritt schickt, bei dem man nicht nur die wilde Taicoon erlebt, sondern auch toll beschriebene Kämpfe, die den ein oder anderen Warrior-Namen erneut ins Spiel bringen (was mein Herz ziemlich zum schlagen gebracht hat ;))
Ich finde die Autorin hat eine wunderbare Balance zwischen sexueller Anziehung und Anspannung erschaffen, die fließend in die eigentliche Handlung übergeht. Mir hat es sehr gut gefallen!

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experimente, fantasy, fury, huntress, inka loreen minden, insel, kämpfer, krieger, liebe, lover, sci-fi, sex, vertrauen, warrior, warrior lover

Fury - Warrior Lover 6

Inka Loreen Minden
E-Buch Text: 257 Seiten
Erschienen bei null, 04.10.2016
ISBN B01LWSNNRX
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wenn man eine Buchreihe bereits seit mehreren Bänden verfolgt und mag, ja sogar liebt, verehrt und nicht genug von den Charakteren bekommen kann, dann ist es immer schön zu wissen, dass es Nachschub gibt. Bei der "Warrior Lover" Reihe von Inka Loreen Minden geht mir das definitiv so, auch wenn es dank meiner langen Lesepause etwas her ist, dass ich die Krieger in ihren ganz besonderen Kämpfen begleitet habe.Vor ein paar Wochen kamen dann Band acht und neun - "Fury" und "Tay" - bei mir an und als ich endlich lesen konnte, gab es kein halten mehr!

Wie nicht anders zu erwarten, war ich sofort wieder von dieser überwältigenden Welt gefesselt, in der es starke Charaktere gibt, die unter ihrer rauen Schale so viele Dinge verbergen. Seite für Seite schält man als Leser diese Schale ab und was darunter zum Vorschein kommt, ist beeindruckend, fesselnd und mitreißend erzählt, dass es mir schwer fiel, das Buch zu pausieren.

Die Geschichte rund um Fury und Melina beginnt in New World City, einer Stadt, in der zwar die Regierung gestürzt wurde, die jedoch noch nicht frei ist. Der selbsternannte Warrior-Anführer Sabre hat das sagen und er hat die Gladiatoren- und Sex-Shows ausgebaut, nur das diesmal Regierungsbeamte und ihre Familien vor laufenden Kameras hingerichtet, gefoltert und vergewaltigt werden. Es ist, als würde man als Leser in die Vergangenheit zurückgesetzt werden, als man im ersten Buch noch Jax und Samantha bei der Flucht begleiten und später sehen konnte, wie sich die Welt verändert, jetzt, wo immer mehr Lügen der Regierung aufgedeckt wurden. Doch New World City ist nicht in der Lage sich selbst zu befreien.

Melina ist eine der Überlebenden, die jeden Tag um ihr Leben kämpft und sich in ihrer alten Forschungseinrichtung versteckt hält, wo sie früher für die Kinder der Huntress verantwortlich war, die man ihnen zu Forschungszwecken weggenommen hatte.
Doch Mel's Leben steht eine dramatische und emotionale Wende bevor, als eine Gruppe Warrior erneut in ihr Gebäude eindringt und sie sich vor der sehr feinen Nase eines bestimmten Warriors nicht verstecken kann. Fury gehört zu den Kriegern, die sehr lange den Injektionen ausgeliefert war, die seine Emotionen unterdrückten und seine Lust steigerten, doch er ist irgendwie anders und trotz ihrer Angst, fühlt sich Mel zu ihm hingezogen. Auch Fury's emotionales Raster überrascht ihn selbst, was ihn schließlich dazu bringt Sabre's Befehle zu hinterfragen und sich darüber hinwegzusetzen.

Fury und Mel sind beides Charaktere, bei denen man direkt spürt, wie sie sich zueinander hingezogen fühlen. Doch Fury ist kein normaler Warrior und Mel keine normale Frau. Sie stammt aus einer Huntress-Züchtung, verfügt aber nicht über die gewünschte Stärke, weshalb man sie als "misslungen" einstuft. Und Fury ist einer von vielen Warriors, die man in den alten Shows sehen konnte, doch seine Narben gehen tiefer. Er schämt sich so zu sein, wie er ist und obwohl zwischen ihm und Mel direkt eine höchst anziehende Verbindung besteht, will er sich mit aller Gewalt zurückhalten, doch dank bestimmter Ereignisse gibt es schon sehr bald kein halten mehr. Ihre rohe, begierige Leidenschaft wandelt sich immer mehr zu etwas sehr intimen, doch nur Mel weiß, dass ihr Drang zueinander noch einen anderen Grund hat, weswegen sie sich auch schuldig fühlt. Ist Furys Drang sie zu beschützen vielleicht nur eine chemische Reaktion?

Die Entwicklung der Beiden hat mir sehr gut gefallen. Man erlebt als Leser deutlich, wie Mel mit ihrem Mitgefühl immer tiefer in Furys Seele vorstößt und seine Barrikaden langsam niederlegt. Mal sind sie total vorsichtig im Umgang miteinander und mal explodiert zwischen ihnen die Luft. Mir hat jede Phase gefallen, da sie nachvollziehbar geschildert wurden und Minden den Schmerz ihrer Charaktere und den Wunsch besser zu werden deutlich vermittelt.
Weder Fury noch Mel lassen sich in bestimmte Schubladen stecken und das ist auch gut so.

Die Erzählweise ist aus einer Perspektive, in der die Dinge meist schon passiert sind, oder die Charaktere gerade kurz vor oder kurz nach der dramatischen Handlung ankommen und mitmischen. Dennoch fühlte es sich nicht so an, als würde ich etwas verpassen.

Auch die tollen Beschreibungen wie die Städte aussehen, hat mich erneut völlig überwältigt und konnten meine Vorstellungskraft richtig anheizen. Es war sehr leicht sich alles vorzustellen. Die Welt der Warrior ist einfach atemberaubend und besonders das Tropical Garden Hotel in Royal City, der Geburtsstadt Furys, die sie gemeinsam besuchen um Hilfe von den Warriorn zu erhalten, ist phänomenal beschrieben.

Für Fury ist dieser Ausflug sehr schwer, da er stark mit der Vergangenheit konfrontiert wird, doch Mel weicht nicht von seiner Seite und auch wenn sie noch nicht alles weiß, ist sie nicht bereit Fury als schlechte Person zu sehen.

Doch dieser Band erzählt nicht nur die Geschichte von Fury und Mel, sondern gibt auch weitere Einblicke in das Leben von Tammy und Hunter, die im letzten Band "Steel" endlich ihren Sohn Blaze zurück bekommen haben, der eines von mehreren besonderen Kindern war, an denen man experimentiert hat. Es ist eine traurige, herantastende Geschichte, in der man als Leser die bedingungslose Liebe, aber auch die Ängste deutlich nachempfinden kann. Minden umschreibt die Szenen so beeindruckend, dass es sich für mich anfühlte, als wäre ich Tammy oder Hunter. Auch Blaze, dem ein neues Leben bevorsteht, schafft es diese zerrüttelte Weltansicht auf mich zu übertragen. Ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen und bin gespannt was sein Konflikt noch bereit hält.

"Fury" ist ein heißer, leidenschaftlicher und lesenswerter Teil dieser Reihe mit gut eingesetzten Überraschungen, bei dem man trotz der vielen romantischen Momente nicht vergisst, dass das Buch auch ins Dystopie-Genre passt. "Warrior Lover" ist allgemein eine Buchreihe, in der man Liebe und Zuneigung in Zeiten findet, in denen man sie nicht erwartet hätte. Ursprünglich als Trilogie geplant, hat die Autorin weitere tolle Bonusgeschichten geschrieben und ich kann es kaum erwarten, wie es weiter geht. Die Fortsetzung "Tay" liegt schon zum lesen bereit und für 2017 ist ein zehnter Teil geplant.

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Bourbon Kings

J.R.Ward , Marion Herbert , Katrin Kremmler , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei LYX, 03.01.2017
ISBN 9783736303225
Genre: Liebesromane

Rezension:

J.R. Ward war für mich bereits eine absolute Lieblingsautorin dank der Black Dagger und Fallen Angels Reihen. Mit "Bourbon Kings" habe ich mich auf komplett neues Terrain gewagt, denn diese Geschichte spielt in den Südstaaten, in Kentucky, und mit all den Traditionen und Gebräuchen konnte ich noch nie wirklich was anfangen. Auch in diesem neuen Reihenstart kitzelt Ward die ganzen Details heraus und bringt richtiges Südstaaten-Feeling zum Leser. Doch hat man sich erst durch die ersten zwei, drei Kapitel voller Stolz, Bourbon-Historie und Familienwerten "gekämpft", geht es ganz schnell in eine vertrautere Richtung: Verkorkste Familienehre, Lügen, Intrigen, Geheimnisse und - was absolut nicht fehlen darf - eine höchst entflammbare Liebe, die besonders eine der beiden Personen am liebsten ersticken würde.

"Bourbon Kings" spart nicht an gesellschaftlichen Klischees und Charakteren, die sich am liebsten von all dem Ruhm und Trubel lossagen möchten. Und dennoch hebt sich dieses Buch von allen anderen Klischees ab, denn man merkt sofort, dass das ganze Tempo der Geschichte schmutziger, dramatischer und tragischer ist. Hinter all den offen ausgesprochenen Differenzen, mit denen sich besonders die beiden zentralen Personen Lane und Lizzie herumplagen, gibt es auch die tiefergehenden Geheimnisse, die sich absolut nicht enthüllen wollen, und den Leser lange zappeln lassen.

Die Geschichte beginnt auf Easterly, dem Familienanwesen der Familie Bradford (/Baldwine, da der Vater eingeheiratet ist), dessen jahrhundertaltes Familienerbe die Bourbon-Brauerei ist. Vier Baldwine-Geschwister werden zu Beginn der Geschichte durch einen Flashback vorgestellt: Edward, der Älteste, ruhig, pflichtbewusst. Lane, der Unscheinbare. Max, der Unruhestifter. Und Gin, die jüngste im Bunde, die alles mitmachen würde, um aufzufallen.
Lane, der den Part der männlichen Hauptfigur einnimmt, hat zu seiner Familie aber noch mehr zu erzählen und das meiste davon ist nicht positiv. Schnell wird deutlich, dass die Abwesenheit seines älteren Bruders Edward, der eigentlich das Familienunternehmen übernehmen sollte, nicht einfach nur ein normales Drama ist, sondern viel mehr Wunden aufreißt. Er ist ein gebrochener Mann in seinen dreißigern und auch wenn Lane die Verantwortung nicht möchte, bleibt ihm keine andere Wahl. Denn sein anderer Bruder Max hat sich ebenso aus dem Staub gemacht und Gin tut nur das, was sie am besten kann: Sich um sich selbst kümmern.
Der Vater ist eingeheiratet und ein richtiger Tyrann, während die Mutter in ihrem eigenen Delirium vor sich hinvegetiert.
Ein Notfall ruft Lane nach zwei Jahren, in denen er bei einem Freund in New York untergekrochen ist, wieder nach Easterly, wo er nicht nur auf Lizzie trifft, die sein Herz besitzt, es aber nicht haben will, sondern auch auf seine Frau Chantal.
Das heiße Drama beginnt!

ZITAT:
Was sie an ihm gehasst hatte, war das Gefühl der Hilflosigkeit, das er ihr gab. Die Verletzlichkeit war brutal in ihr Leben eingedrungen wie ein unerwünschter Gast [...]
 
Mit Lizzie startet das Buch und normalerweise gibt es immer Dinge, die man als Leser sofort an Charakteren liebt oder verabscheut. Bei dieser jungen Frau wollte der Funke einfach nicht überspringen, auch wenn Ward sie als starke, unabhängige Frau portraitiert, die sich zu dem falschen Mann hingezogen fühlt. Durch ihre Kollegin Greta, die Lizzie's ganzen Kummer miterlebt hat, wird zwar der Schmerz greifbar, aber nicht verständlicher. Um die Beziehung zwischen Lizzie und Lane zu beschreiben, bedarf es nicht viele Worte. Gegenseitig auf die Füße trampeln würde passen. Es geht alles so schnell in jede erdenkliche Richtung, dass das Tempo wirklich gewöhnungsbedürftig war. Wenn man bereits das ein oder andere Buch dieser Autorin gelesen hat, weiß man, dass sie mit Sex nicht geizt und auch in diesem hier lockt sie an den richtigen Stellen mit dem nötigen Prickeln.

"Bourbon Kings" gehört defintiv in die Reihe Liebesroman, doch für mich war der Teil mit dem Drama überwältigender und konnte mich eher am lesen halten. Als ich das Buch begonnen habe, konnte ich es nicht eher aus der Hand legen, bis ich es über die Hälfte durchgelesen hatte. Ich fühlte mich von der Geschichte verschlungen und es war so spannend, dass ich einfach weiterlesen musste! Es war, als würde ich die Geschichte zum Gesellschaftsspiel Cluedo lesen ;) Wirklich sehr aufregend!

Wenn es einen Charakter gab, mit dem ich absolut nicht warm wurde, dann war es Gin Baldwine, die Tochter des Hauses. Sehr sex-fixiert, stets an ihr eigenes Wohl denkend und immer bereit ein Spielchen mit ihrem liebsten mal-ja-mal-nein-Lover Samuel T zu spielen.

FAZIT:
"Bourbon Kings" ist ein Trilogie-Auftakt, was man an gewissen Stellen merkt. Vieles wird für die weiteren Bücher offen gehalten oder nur am Rande angekratzt, was dem dramatischen Hauch noch mehr Würze verleiht. Denn das Ende lässt viele entscheidende Dinge offen, die ich am liebsten sofort wissen wollen würde.
In das Buch reinzukommen ist, wenn man kein großer Fan der amerikanischen Südstaaten-Mentalität ist, etwas schwierig, aber es lohnt sich! Denn diese neue Reihe hat nicht nur ein ungleiches Pärchen zu bieten, sondern mehrere, wo eine verrückter und abgedrehter ist als die andere. Der Leser wird hier in ein Löwengehege voller ausdrucksstarker Charaktere geworfen, die jeden Tag um ihr Stück vom Brot kämpfen, dennoch flutschte der Funke nicht direkt auf mich über. Die Story selbst konnte jedoch einige Lesestunden im Schlaf verfliegen lassen und mich hungrig auf die Fortsetzung machen!

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"liebe":w=2,"football":w=2,"poppy j. anderson":w=1,"new york titans":w=1,"wer will schon einen footballspieler?":w=1

Wer will schon einen Footballspieler?

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.11.2016
ISBN 9781540378392
Genre: Sonstiges

Rezension:

*schaut auf den Buchtitel* Ja, hallo? Hier wurde nach mir gerufen?
Die Frage auf Wer will schon einen Footballspieler? kann in diesem Fall nur lauten: Ich, bitte! Denn diese Jungs von Poppy J. Anderson sind nicht nur großartige Sportler mit großem Kameradschaftsgefühl, sondern sie sind auch witzig, manchmal frech, immer charmant, gelegentlich kindlich, dramatisch und vorallem können sie diese ziemliche Hitze in einer Frau entfachen. Wer kann denn dazu bitte Nein sagen?

Es gibt Buchreihen, die einen Leser über lange Zeiten hinweg begeistern und erfreuen können. Die New York Titans Reihe von Poppy J. Anderson gehört für mich definitiv dazu - auch wenn es ein, zwei schwächere Geschichte gegeben hat. Mit "Wer will schon einen Footballspieler?" habe ich nun auch Band vierzehn beendet und meine alte Flamme wurde wieder vollständig entfacht.

Die Idee endlich mal eine Sportjournalistin auf die Footballspieler loszulassen, mit dem Hintergrund, das zwischen ihr und einem der Titans etwas entsteht, habe ich ehrlich gesagt ziemlich lange herbeigesehnt. Sportler und Presse - das verträgt sich nicht immer gut und ich liebe Anderson's Herangehensweise mit unterschiedlichen Charakteren. Also war ich sehr aufgeregt, was Skylar und Kelly zustande bringen würden...

Und ich wurde nicht enttäuscht!

Kelly Slade, der bereits in den Vorgängebänden erwähnt wurde, hat seine eigene Geschichte nur durch einen Zufall erhalten, denn Poppy J. Anderson war noch nicht bereit den großen, bärtigen (Ersatz-)Quarterback vom Haken zu lassen. Den bisherigen Eindruck, den man sich als Leser von ihm machen konnte, bestand also lediglich aus negativen Aussagen einzelner Charaktere und zurückhaltender Slade-Momente. Besonders Brian Palmer geriet mit seiner Frau - der Besitzerin der Titans - deshalb mächtig in die Haare, da Teddy Slade überhaupt erst nach New York geholt hat. Nicht nur, dass er sich Slade als seinen Ersatzmann nicht vorstellen kann, auch eine gemeinsame negative Vergangenheit wird immer wieder erwähnt, ohne zu viel zu verraten.
In diesem Band erfährt der Leser auch endlich welches Problem die Beiden miteinander haben und wie sich die ganze Geschichte weiter entwickelt.

Sklyar Wright bringt eine großartige Spritzigkeit mit in die Geschichte. Sie lässt sich von Niemandem auf der Nase rumtanzen und ihre erste Begegnung mit Teddy zeigt, dass die Frauen sich ähnlich sind und direkt auf einer Wellenlänge liegen. Sie ist bodenständig, schlagfertig, intelligent, hübsch und kompetent.
Früher war sie Miss Rhode Island und Vize Miss Amerika, was ihr auch nicht peinlich ist, trotzdem hat sie den Weg als Journalistin bevorzugt und bereits in verschiedenen Städten gearbeitet. Nun will sie ihr Glück bei Sports Network in New York versuchen, was schwerer ist als gedacht, denn immerhin ist sie die Tochter eines berühmten Sportjournalisten - der ebenfalls gegen ihren Beruf ist. Skylar muss man allein schon deshalb mögen, weil sie im Verlaufe der Geschichte mehr als ehrlich und pflichtbewusst ihrer Arbeit nachgeht.

Ich habe Skylar's und Kelly's erstes hitziges Aufeinander während des lesens wirklich herbei gesehnt, da ich endlich sehen wollte wie Kelly aus seinem Häuschen rauskommt. Seine Kollegen wissen, dass er und Brian Palmer sich komplett aus dem Weg gehen und ignorieren, trotzdem versuchen sie ihn immer einzuladen. Wenn man Kelly's Erzählungen folgt, wie er früher gewesen war - Drogenexzesse, One Night Stands, Gefängnisstrafe - kann man verstehen, wieso er sich aus Bars und von Frauen lieber fern hält.

Die ganze Dynamik zwischen den Beiden ist ein Auf und Ab und ich habe es wirklich geliebt. Es ist eine glaubhafte Beziehung, die keine Rücksicht darauf nimmt, dass Leser(innen) solcher "typischen Frauenromane" nur Friede, Freude, Eierkuchen bevorzugen. Es ist manchmal gnadenlos ehrlich und deshalb gibt es von mir glatte fünf Lesedelfine dafür.


Ich liebe diesen Band! Es gab eine feurige, freche weibliche Hauptfigur, die sich in der Welt der Männer durchsetzen will und ihre sehr weibliche Vergangenheit selbst ins Lustige gezogen hat. Und es gab diesen männlichen Hauptprotagonisten, der irgendwie in die Kategorie Badboy und Sensibelchen passt. Skylar ist offen und spricht aus, was sie denkt, während Kelly dank seiner ganzen Presseerfahrungen jeden Gedanken innerlich zehnmal durchkaut und sehr schnell misstrauisch wird. Ärger ist also vorprogrammiert.
Was mir aber am besten an "Wer will schon einen Footballspieler?" gefällt, ist die Ehrlichkeit. Anderson's im Fokus stehende Charaktere, besonders Kelly Slade, zeigen dem Leser eine glaubwürdig und gut erzählte Lebensgeschichte mit Tiefschlägen und dem Bewältigungsprozess. Das ganze Ich bin ein besserer Mensch als früher - oder versuche es zumindest, kam authentisch bei mir an.

Kurz gesagt: Schlagfertigkeit trifft auf selbstauferlegte Zurückhaltung - und es entsteht eine ehrliche Beziehung! Titans-Feuer für das Fanherz!

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(1.357)

2.295 Bibliotheken, 54 Leser, 4 Gruppen, 259 Rezensionen

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Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Gleich und gleich küsst sich gern

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 386 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 04.04.2016
ISBN 9781530874675
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach meiner mehrmonatigen Lesepause stand mir mal wieder der Sinn nach einer Geschichte, die man ganz klar in die Kategorie Frauenromane packen kann. Dabei wurde mir wieder die New York Titans Reihe ins Gedächtnis gerufen und habe mir direkt den dreizehnten Band "Gleich und gleich küsst sich gern" runtergeladen.

Was mir schon immer so an Poppy J. Anderson's Büchern gefallen hat, ist die Leichtigkeit, mit der man sie lesen kann. Manchmal wiederholt sich zwar das Wort hatte zu oft und gewisse Satzformulierungen wiederholen sich mit etwas anders gewählten Worten, aber darüber konnte ich immer hinwegsehen, da mich die einzelnen Charaktere so extrem in ihren Bann gezogen haben und mich ihre Geschichten begeistern konnten. Je mehr Bände man aus der Reihe liest, umso deutlicher wird diese Familienatmosphäre zwischen den Footballspielern und ihren Frauen und Familien, die man als Leser Buch für Buch verfolgen konnte. Anderson bietet viel Charaktervielfalt und konnte mich bisher mit jedem Charakter überzeugen.

In "Gleich und gleich küsst sich gern" fühlen sich Willow Fielding - Ava's Schwester, die man als Leser der Reihe bereits kennt - und der PR-Agent der Titans und Jurist Matt Willis gegenseitig auf den Zahn und was soll ich sagen? Es passte wie die Faust aufs Auge.
Willow, der rothaarige Wildfang, die ihre große Klappe niemals halten kann und sich bereits durch mehrere verschiedene Studiengänge, Praktika und Jobs gewuselt hat, ohne wirklich zu wissen, was sie im Leben ausfüllt, ist nun Journalistin beim Close Up, einer Frauenzeitschrift. Sie schreibt über das Singleleben in New York, wovon man als Leser ziemlich lustige Zeilen von vorgesetzt bekommt. Die Einführung in dieses Buch startete mit ihrem Chef Craig, mit dem sie einmal unverbindlich geschlafen hat und der ihr eröffnet, dass sie bitte einen Kündigungsgrund liefern soll, weil er nun mit einer Praktikantin namens Tiffy zusammen ist und ihr der Hintergrund zwischen Craig und Willow nicht gefällt. Ziemlich absurd, doch das wurde noch durch Willow's Meinung über Tiffy und ihre Qualitäten ins lächerliche gesteigert. Von Seite eins zeigt Willow ihre Schlagfertigkeit und ihr kritischer Wortschatz führt dem Leser klar vor Augen mit welchen Mitmenschen sie sich rumärgert. Ihr Charakter wird durch eine immer mal wieder am Rande erwähnte Freundschaft mit einem schwulen Mann aufgepeppt, der Schwung in ihre Konversation bringt. Als hätte Willow das nötig!

Matt ist eigentlich die perfekte Beute für ihre Kolumne. Man könnte ihn auch Versuchsobjekt nennen. Denn sein Geschmack für Frauen beschränkt sich auf solche, die man nur als Dummchen bezeichnen kann. Er will  unverbindlichen Spaß und die Frauen, wenn sie ihm lästig werden, schnell wieder ohne große Diskussion loswerden. Damit stößt er bei Willow auf Feuer, denn sie selbst hat Erfahrungen mit solchen Männern gemacht und da sie zu Recherchezwecken auf Online Datingseiten surft, ist das Gesamtbild schnell dargestellt: Mann und Frau treffen sich, jeder hat seine Vorurteile, doch sie fühlen sich trotzdem zueinander hingezogen.

Es ist klischeebehaftet und kitschig, na klar, aber manchmal möchte man als Frau genau sowas lesen. Was mir ein wenig die Lust verdorben hat - und mir verdeutlicht hat, wie oft manche Dinge wiederholt werden - war das Wort pinkeln und alles, was damit zu tun hat. Angefangen hat es mit Craig, der Willow beim Sex gesteht, dass er darauf steht angepinkelt zu werden und da sie als Journalistin Themen braucht, über die sie schreibt, fragt sie bei einer kleinen Party auch die Footballspieler dazu aus. Ihre große Klappe ist unzensiert und eigentlich mag ich das auch, aber sie war viel zu sehr auf dieses Thema fokussiert. Und ihr erstes Treffen mit Matt ist im Badezimmer, in das sie betrunken reinplatzt und sich auch nicht verscheuchen lässt.
Auch die ständigen Vergleiche wie dämlich die Frauen sind, mit denen Matt normalerweise ausgeht, wurden in meinen Augen etwas zu überreizt. Ständig zu lesen, dass sie alleine die Toilette nicht finden, hat die Handlung auch nicht vorangebracht oder gewisse Szenen oder Standpunkte verdeutlicht.

Doch trotz der Vorurteile und Klischees kann man als Leser auch ein wenig Ernsthaftigkeit erkennen, wenn es um Matt's Karriere und sein Schicksal geht, was die Autorin glaubhaft und gut rübergebracht hat. 

Da ich die eBook Version gelesen habe, steht ja unten rechts immer wie viel Prozent ich schon gelesen habe und ich war etwa bei 85, weshalb ich dachte, das da noch mehr kommt, doch urplötzlich war die Geschichte zu Ende. Zu plötzlich. Irgendwie unvollständig.
Stattdessen gab es einen kleinen Bonus, der nochmal auf die Footballspieler eingeht und ihren aktuellen Stand im Leben, angefangen bei Julian Scott, der das Team gerade erst verlassen hat. Diese Mini-Bonuskapitel sind keine großen Weitererzählungen, sondern fassen noch einmal zusammen, was man so sehr an dem jeweiligen Charakter schätzt. Es fühlte sich an, als würde ich eine Zusammenfassung lesen, die mich daran erinnert, wieso ich welchen Charakter so gerne mag. Und auch wenn es inhaltlich wenig zu bieten hat, fand ich es schön mich nochmal zurück zu lehnen und die lustigen, tollpatschigen, romantischen, fetzigen und liebenswerten Momente zu lesen. Als Bonus auf jeden Fall nicht verkehrt.

Die beiden Hauptcharaktere Willow und Matt sind es definitiv wert, das Buch zu lesen. Sie sind stark, trotzig und entwickeln sich heimlich. Doch das Ende kommt so abrupt, dass ich mir irgendwie mehr davon gewünscht hätte, besonders mehr Interaktionen mit den anderen Spielern.
Es gibt viele witzige Momente und noch mehr, bei denen man sich fremdschämen möchte, doch insgesamt ist das Buch liebenswert geschrieben. Die ständigen Wiederholungen mancher Einzelheiten haben meiner Leselust zwar hin und wieder einen Dämpfer verpasst, aber die Dinge, die ich mochte, überwiegen.

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200 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Verstoßene des Lichts

Lara Adrian ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 03.03.2016
ISBN 9783802598197
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich mache eigentlich nichts gerne halbherzig, aber für diese Meinung kann ich es leider nicht anders. Die Midnight Breed Reihe von Lara Adrian gehörte sehr lange zu meinen Lieblingsreihen, doch bei den Geschehnissen in Band dreizehn "Verstoßene des Lichts", kam ich nicht mehr ganz mit. Bereits Band elf läutete eine neue Ära ein, zwanzig Jahre nach all den Ereignissen der - ich nenne es einfach mal - eigentlichen Geschichte. Die Kinder der damaligen Helden stehen nun Seite an Seite mit ihren Eltern und bekämpfen vor allem einen großen Feind: Opus Nostrum. Ein Geheimverbund, der mit ganz harten Spezialwaffen eine Gefährdung für den ganzen Stamm ist. Hinzu kommt der Krieg mit den Außerirdischen, den Atlantiden.
Darf ich ehrlich sein? Ich habe den Überblick verloren gegen wen bereits gewonnen wurde und wer noch bekämpft werden soll. Denn auch wenn ich "Verstoßene des Lichts" zweimal gelesen habe, weil ich bereits nach dem ersten Mal nur die Hälfte verstanden habe, bin ich immer noch nicht schlauer.

Band 13 hat gefühlt tausende Charaktere, die über zwanzig tausend Ecken einander kennen oder feststellen, dass sie miteinander verwandt sind. Wenn schon die Charaktere in den Büchern kaum glauben können, dass das passiert, wie soll ich dann als Leser all die komplizierten Verknüpfungen ohne Knoten im Kopf verarbeiten? Gar nicht.
Beim zweiten Lesedurchgang habe ich mir extra nochmal die Familienstämmbäume und Beziehungen notiert, nur leider ist der Zettel ausversehen im Müll gelandet. Deshalb kann ich hier auch keine wirklich hilfreiche Rezension schreiben.

Eigentlich war die Story auch recht schnell abgehandelt.

Carys Chase, die Tochter von Sterling und Tavia, steht diesmal im Mittelpunkt. Sie führt eine Beziehung zu dem Kämpfer Rune, der sich im La Notte öfter zur Belustigung von Mensch und Stammesvampir in den Käfig stellt. Die Autorin geizt nicht an erotischen Szenen, aber stellt auch die Frage in den Raum, ob jemals was ernstes zwischen den Beiden laufen kann. Denn Rune hat tonnenweise Geheimnisse, weshalb er versucht auf Distanz zu bleiben (auch wenn er - ganz ironisch gesagt - nur schwer aus Carys' Höschen bleiben kann...) und Carys ist zwar rebellisch, aber auch kultiviert, hat ein fotografisches Gedächtnis und einen vernünftigen Job in einem Museum.
Ich muss sagen, ich mochte die beiden zusammen. Man hat gespürt, dass sie füreinander bis zum Tod kämpfen würden.

Der nicht Beziehungs-bezogene Teil der Geschichte bietet enorm viel Gewalt, Blut und Krieg. Die Königin der Atlantiden ist eine Bedrohung (die ich aber nicht wirklich gefühlt habe) und eine alte Droge namens Crimson, die bereits vor zwanzig Jahren nette Stammesvampire in unbändige Rouges verwandelte, macht ein Comeback. Dahinter steckt jemand, der Rune's Vergangenheit direkt mit ans Licht reißt.

Wie gesagt, es tut mir Leid, dass Euch diese Rezension wahrscheinlich gar nicht wirklich helfen wird. Ich habe das erste Buch 2010 gelesen, finde aber, dass das Ende einfach nur überstrapaziert wurde. Lara Adrian hätte einfach nach Band elf aufhören sollen, dann hätte die Midnight Breed Reihe einen würdigen Abschluss gehabt. Alles, was seither kam, war wie eine Party für tausend Personen, bei der man als Leser mit jedem geredet und dessen Lebensgeschichte erfahren haben sollte. Für einen weiteren Plot-Aufbau eines neuen Krieges ist das einfach zu wenig.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Blood Vow: Black Dagger Legacy

J.R.Ward
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ballantine Books, 06.12.2016
ISBN 9780451475336
Genre: Sonstiges

Rezension:

 J.R. Ward ist und bleibt eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Und die Black Dagger Reihe eine meiner Lieblingsgeschichten. Das sage ich bei jeder Rezension ;)
Mit Black Dagger Legacy hat Ward nun eine Spin-Off Reihe ins Leben gerufen und "Blood Vow" ist Band zwei. Bisher ist noch nicht bekannt, wie viele Bände folgen sollen.

Ich verehre diese Autorin, weil sie trotz der vielen Bücher und Charaktere es immer wieder schafft völlig neue Geschichten zu erzählen. Die Nuancen in den einzelnen Entscheidungen ihrer Charaktere machen den Unterschied und auch wenn sie manchmal klein sind, führen sie zu völlig neuen Abenteuern. Doch es gibt gewisse Grundgerüste an denen die Autorin nicht rüttelt: Frauenpower und kämpferische Männer, die ihnen zu Füßen liegen. Ward erschafft Figuren, die auf den ersten Blick nicht zueinander gehören (können) und sich gegenseitig so viel mehr über das Leben beibringen. Diese ganzen Entwicklungen finde ich immer faszinierend.
Auch "Blood Vow" bleibt dem Muster treu und besonders nach den ersten Seiten war es schwer zu glauben, dass diese beiden Hauptprotagonisten irgendwann einmal auf der selben Straße stehen würden.

Axe ist einer der Anwärter im neuen Trainingsprogramm der Black Dagger Bruderschaft und bereits aus dem ersten Band der Spin-Off Reihe bekannt. Er ist stark tättowiert und gepierct, groß und macht keinen Hehl aus seiner Vorliebe für exklusiven und annonymen Hardcore-Sex mit Menschen. Er gehört definitiv zur Sorte unnahbar und schnell genervt. Besonders mit Peyton - einem Aristokraten aus dem Trainingsprogramm - gerät er immer wieder aneinander. Axe hasst die Adeligen aus sehr bestimmten Gründen, die mit seinen Eltern zu tun haben und ich konnte ihn ziemlich gut verstehen. Er ist ein Mann, der einfach nur seine Ruhe will. Er trainiert fleißig und trotz seiner ärmlichen Situation steht er auf eigenen Beinen und schlägt sich durch.

Elise ist die - für diese Reihe typische - Tochter aus einer aristokratischen Familie, die unbedingt ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie geht heimlich auf eine Universität, wo sie Psychologie studiert. Ihr Ziel ist es den Angehörigen der Opfer vom Krieg gegen die Lesser irgendwie zu helfen, mit ihren Verlusten umzugehen.
Ihr Vater hingegen möchte sie am liebsten dauerhaft zu Hause behalten, besonders nachdem ihre Cousine umgebracht wurde - worüber jedoch niemand im Haushalt redet. Auch zu diesem Handlungsstrang gibt es einige unangenehme Entdeckungen zu machen und Ward lässt bereits bekannte Inhalte in Blood Vow einfließen und sich noch mehr entfalten.

Als die Beiden sich begegnen, ändert sich einfach alles und Axe kann nicht glauben, dass er ausgerechnet an eine Frau gerät, die all das verkörpert, was er verabscheut. Bis er Elise richtig kennen lernt, da ihr Vater sie als ihren Bodyguard engagiert.

Zitat:
"We find ways of repeating things until we get them right. But that can be dangerous. Especially if we're trying to fix things we never should have owned in the first place." 

Die ganze Geschichte rund um Axe und Elise ist zwar mit Klischees behaftet, aber es gibt diese Momente, die komplett aus dem Raster fallen. Elise ist alles andere als zart besaitet und Axe's harte Schale hat tiefe Risse. Beide Charaktere sind sehr schnell durchschaubar, was vielleicht dem ein oder anderen Leser zu langweilig sein könnte. Gewisse Konflikte - da Elise ja ausgerechnet Peyton's Cousine ist - sind vorprogrammiert und es macht Spaß zu lesen, wie sich alles entwickelt.
Gegen Ende des Buches, wenn nicht mehr viel Zeit bleibt alle Geheimnisse aufzudecken, überstürzt die Autorin es und lässt durch einen wirklich dämlichen und unnötigen Zufall alles auffliegen. Das hat mir absolut nicht gefallen, denn irgendwie schien es so ein Last Minute Ding zu sein, wo man zwischen all den Erregungen und Neuempfindungen das Drama fast vergessen hätte und es noch irgendwie mit reingequetscht werden muss.

Apropos Drama: Black Dagger Legacy funktioniert nicht nur mit neuen Charakteren, es müssen auch altbekannte, wie die Brüder und ihre Shellans anwesend sein, damit die Story funktioniert. Und mit Rhage kann Ward einfach nichts falsch machen, denn er ist irgendwie immer dabei, egal wo und egal wann. Er und Mary gehören definitiv zu meinen Lieblingen und gehen seit Jahren durch dick und dünn.
Bitty, das junge Mädchen, was man aus den letzten Black Dagger Büchern kennt, ist ebenfalls wieder dabei und ihre Anwesenheit bedeutet für Rhage und Mary pures Glück und Herzzerreißen pur. Das Leid der Kleinen nimmt einfach kein Ende und eine unerwartete Wendung stellt die drei auf eine richtige Probe.
Als Leserin war es schwer den Sog der Emotionen zu widerstehen, sie haben mich einfach mitgerissen und mir Freuden- und Kummertränen bescherrt.


"Blood Vow" bietet keine wirklich neue Geschichte aus der Reihe, weiß den Leser aber trotzdem mit Überraschungen zu verblüffen. Es gibt Kriegsszenen, Kummer, Sex und die Charaktere stecken bis zur Hüfte in ihrem Drama drin. Also wieder ein Rundum-Sorglos-Paket für alteingesessene Fans!
Für meinen Geschmack kommt der Kampf gegen die Lesser ein wenig zu kurz, wenn man bedenkt, dass extra neue Vampire dafür ausgebildet und trainiert werden. Wenn es mal zu einem Zusammentreffen zwischen Vampiren und Lessern kam, ging es schon ziemlich anschaulich zur Sache, aber wenn ich an die Anfänge denke, besonders bis Band zehn der Black Dagger Reihe, dann ist es aktuell einfach zu wenig, bzw. zu nebensächlich. Momentan geht es mehr um die Charaktere und wen sie finden, den sie lieben oder nerven können.
Da ich aber alle Aspekte der Bücher mag, ist es für mich nicht schlimm, sondern einfach nur Schade. Für Leser, die mehr Action bevorzugen, bietet "Blood Vow" etwas weniger Adrenalin. Allerdings könnten Charaktere wie Axe und die weibliche Kämpferin Novo für ausreichend Herzrasen sorgen ;) Coole Sprüche und harte Bandagen lockern viele Szenen auf und endeten immer mit einem Lächeln in meinem Gesicht.

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412 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

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Für dich soll's tausend Tode regnen

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2016
ISBN 9783570171554
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Für dich soll's tausend Tode regnen" ist ein frech geschriebenes Jugendbuch aus der Sicht eines Mädchens, in das sich fast jeder Teenager hineinversetzen kann. Emi wird gezwungen in eine neue Stadt zu ziehen und sich damit abzufinden, dass ihr Vater eine völlig nervtötende neue Freundin hat. Während ihr Bruder Oliver immer als charmant wahrgenommen wird und allem und jedem gegenüber aufgeschlossen ist, bleibt Emi lieber für sich. Sie trägt dunkle Klamotten und ihr geliebtes schwarzes Buch, in dem sie skurile Todesnachrichten und Zitate sammelt, ist ihr täglicher Begleiter. Sie wird als Freak bezeichnet, was sie ziemlich verletzt.
An ihrem ersten Schultag gerät sie mit einem Mitschüler auf explosivste Weise aneinander, über dessen Familie man sich die schlimmsten Dinge erzählt. Das Erik vier Wochen suspendiert war, weil er einen Mitschüler ins Krankenhaus geschlagen hat, interessiert Emi allerdings genauso wenig wie sein Platzhirschgehabe, dass sie auf seinem Platz sitzen würde.
Als der Direktor ihnen Strafarbeit zuteilt, die sie zusammen verrichten sollen, schlägt Emi eine Challenge vor: Wer kneift oder scheitert muss den Graffitiputzdienst komplett alleine verrichten.
Schnell wird daraus ein Nervenkrieg, in dem sie sich gegenseitig übertrumpfen wollen und weder Emi noch Erik sind bereit aufzugeben. Es entstehen skurile und emotionale Situationen, bei denen sich die beiden stückchenweise kennen lernen und gewisse Geständnisse für heftige Spannungen sorgen.

Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen und die Ich-Erzählerin Emi sehr gerne begleitet, während sie sich die lustigsten und schrägsten Tode für ihre Mitmenschen ausgedacht hat. Sie hat mich zum grinsen gebracht und ihr typisch rebellisches Teenagerherz konnte mich gar nicht so sehr nerven, wie ich es sonst aus anderen Büchern gewohnt bin. Natürlich hat Emi einen gewissen Hang zum übertreiben, aber bei ihr wirkte es liebenswert.
Ihr Bruder Oliver, den ich heimlich Mr. Schleim-Charming genannt habe, ist ebenfalls gut getroffen um Emi's Charakter besser zu verstehen. Die beiden sind sich in allem uneinig und ziemlich gegensätzlich.
Emi ist ein Mensch, die sagt, was sie denkt und sich weder scheut Macho-Erik, noch Obertussi und Beauty-YouTuberin Lousia Kontra zu geben.
Auch Toni, die als einzige Mitschülerin richtig auf Emi zugegangen ist, bremst sie mit ihren gefühlt tausend Wörtern in der Sekunde.

Die Challenges, die sich Emi und Erik gegenseitig auferlegen, bringen ordentlich Pfeffer in die Geschichte, denn es kitzelt Persönlichkeit aus den Charakteren heraus. Außerdem hatte es hohen Unterhaltungswert und Oh-mein-Gott-Momente. Beide Protagonisten machen sich Gedanken darüber, mit was sie den anderen in die Knie zwingen können und am Ende kommt es immer zu neuen Überraschungen.
Die Autorinnen haben den Übergang zu einem gewissen, bestimmten Kribbeln, recht fließend und gut rübergebracht. Als Leser kann man die Veränderung langsam mitverfolgen und nachvollziehen.

Das Autorinnenduo hinter Anna Pfeffer hat ein Buch geschrieben, in dem man sich als Teeanger wieder finden kann. Es ist frech und gleichzeitig emotional, ohne zu groß aufzutragen. Man lernt zwei Charaktere kennen, die sich fast schon battlen, wen es schlimmer im Leben getroffen hat und die eine Entwicklung durchmachen, die aus verschiedenen Lernphasen besteht. Für mich als Leserin war der Weg glaubhaft erzählt und ich habe jede Seite geliebt und verschlungen.
"Für dich soll's tausend Tode regnen" bietet wundervolle Momente zum lachen, spannende Herausforderungen, eine Portion Drama, Selbsterkenntnismomente und eine liebevoll erzählte kleine Liebesgeschichte, die man als Fan von guten Jugendbüchern auf keinen Fall verpassen darf!

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adoption, black dagger, familie, liebe, vampir

The Beast (Black Dagger Brotherhood)

J.R.Ward
E-Buch Text
Erschienen bei Piatkus, 05.04.2016
ISBN 9780349409146
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

bioroboter, cyberworld, cyberworld 3.0, entführung, erpressung, evil intentions, familie, freundschaft, jamie, jemma, jugendbuch, liebe, nadine erdmann, vertrauen, zack

CyberWorld 3.0 - Evil Intentions

Nadine Erdmann
E-Buch Text: 245 Seiten
Erschienen bei null, 29.10.2015
ISBN B017DRIHMA
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gab für mich schon viele tolle Autorendebüts, deren Bücher ich gerne verschlungen, und jede Fortsetzung begierig erwartet habe. Eine ganz besondere Entdeckung der letzten Jahre war Nadine Erdmann und ihre Fateful Future Reihe, die mich mit einem mega spannenden Cyber Thriller und unheimlich bewundernswerten Charakteren mehr als überzeugt hat.
Wenn sich das Leseherz einmal einer Reihe verschrieben hat, dann hat das viele Gründe, aber der Hauptantrieb bei dieser hier waren die Charaktere. Und genau aus diesem Grund war es mir auch egal, ob die Handlung nun in der Cyberwelt spielt oder nicht.

Nadine Erdmann hat auch im dritten Teil "Evil Intentions" ein besonderes Händchen für ihre Protagonisten. Nach all den Turbulenzen der letzten Cyber-Abenteuer in "Mindripper" und "House of Nightmares" stehen Jemma, Jamie, Zack, Ned und Will auf den ersten Blick völlig normale Probleme bevor. Jamie arbeitet hart an sich und seiner Gesundheit und Ned fühlt sich immer mehr in seinen neuen Biokörper hinein. Die Beziehungen sind gefestigter und mit Jemmas bester Freundin Charlie bekommt ein weiterer toller Charakter einen festen Platz in diesem Buch.

Und Charlie rockt dieses Buch, oh mein Gott, ich liebe sie! Gleich zu Beginn ist sie mit Jemma in der Cyberwelt und lernt die noch entstehende Welt dort kennen, die ihre Freunde selbst gestalten. Für Gruselliebhaber und Gamerfreunde ist der Einstieg definitiv ein lustiges Erlebnis mit dem gewissen Horrortouch.
Erdmann stellt für Charlie schnell ein paar Weichen, dass der Leser weiß sie ist nicht einfach nur ein Hintergrundcharakter, sondern wird zur festen Besatzung zählen.

Für die Hauptgeschichte gibt es einiges an Überraschungen: Entführung, Erpressung, Angst und Kontrolle sind die Stützpfeiler, die für genügend Adrenalin bei Charakteren und Leser sorgen. Ich möchte gar nicht so genau auf die Handlung eingehen, denn dafür war ich viel zu sehr geflasht von dem ganzen Ambiente drumherum - und damit meine ich nicht nur die Charaktere.
"Evil Intentions" erschafft wieder unvorhersehbare Ereignisse und auch wenn zu Beginn alles ruhig ist und sich das meiste um die neuen Lebensverhältnisse von Jemma und Co. dreht, gleitet man sehr schnell in einen spannungsgeladenen Hauptteil. Thrillerangehaucht vom feinsten, wie ich finde.
In so einem Genre kennt man viele Autoren, die mit ihren Lesern spielen und die Charaktere an der Nase herumführen, und auch Nadine Erdmann hat sich für diesen Teil zur Spannungssteigerung etwas ausgedacht, aber nicht so, dass es langweilig oder vorhersehbar wurde. Egal auf welcher dieser 245 Seiten, es gab genügend Überraschungen.

Auch der Ausklang der Geschichte, das gegenseitige Füreinander da sein, hat mich beeindruckt. Man spürt einfach wie nahe sich diese Personen sind und was sie alles füreinander tun würden. Das imponiert und reißt mit. Als Leser ist es schnell zu vergessen, dass man es hier eigentlich mit Teenagern zu tun hat, denn sie argieren so intelligent und stellen sich in ihren Ängsten mit einem gewaltigen Mut, der mir den maximalsten Respekt abverlangt hat. Es gab einige Reifeprüfungen, aber die größte haben sie meiner Meinung nach im Umgang miteinander bewältigt.
Wenn "Evil Intentions" eines ist, dann bewegend, mitfühlend und emotional rasant! Ich konnte nicht einfach Pausen machen und abschalten, dafür war ich viel zu begierig wie es weitergehen würde.
Ich liebe jeden einzelnden dieser Charaktere und am meisten konnten mich natürlich wieder die Zwillinge beeindrucken. Aber ganz besonders überrascht und angetan war ich von Ned und Charlie, die beide viel neues erfahren und obwohl es eine riesige Sache ist und ich als Leserin gewaltiges Herzklopfen hatte, blieben die beiden einfach cool, haben sich mit allem, was passiert ist, auf ihre eigene Weise beschäftigt und mich oft zum grinsen gebracht. Charlie ist einfach eine coole Socke und auch Ned's Charakter wird stärker.
Jeder Charakter hat einen Gegenpart, eine andere Person, die es leichter macht, die Handlungen und Gedanken der anderen verstehen zu können, ohne das es aufgesetzt wirkt. Alles passt wie selbstverständlich zusammen. 

Diese Autorin dürft Ihr einfach nicht verpassen! Die erschaffenen Welten sind beeindruckend, bildlich gut geschrieben, sodass man als Leser eine genaue Vorstellung von allem bekommt und - was mir am liebsten an dieser Reihe, speziell an diesem Teil gefällt - ist die Angriffskraft auf das Leseherz. Für mich wurde hier jegliches Potenzial toll ausgeschöpft: Neue Lebensereignisse, emotionale Phasen an denen die Charaktere wachsen können, Herausforderungen, bei denen Mut gefragt ist, Hintergrundgeschichten, in denen man die Charaktere noch mehr kennen und lieben lernt und eine fesselnde Story, die sich anschleicht und festbeißt.
Nadine Erdmann lädt wieder zu neuen Ereignissen ein, die sich vielleicht nur am Rande mit der Cyberwelt beschäftigen, wo der Touch des Grenzenlosen aber bleibt. Irgendwie ist alles möglich.

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The Walking Dead 24: Leben und Tod

Robert Kirkman , Marc-Oliver Frisch , Charlie Adlard
Buch: 144 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 09.11.2015
ISBN 9783864254185
Genre: Comics

Rezension:

Für mich persönlich werden die The Walking Dead Comics absolut nicht langweilig. Mit "Leben und Tod" geht die Story in Runde vierundzwanzig und ein Ende scheint noch lange nicht in Sicht zu sein.

Der Schöpfer Robert Kirkman hat schon sehr viele Momente in dieser Zombiewelt erschaffen. Viele Tode und Charakterentwicklungen, sowie viele Spoiler und ungeahnte Wendungen halten das Adrenalin beim lesen stets aufrecht und die Zeichnungen von Charlie Adlard, Stefano Gaudiano und Cliff Rathburn sorgen wieder mit vielen Details für pures Vergnügen.

Und trotzdem ist in "Leben und Tod" etwas anders - positiv anders, aber eben total ungewohnt: Es gibt keine Spoiler, keine Hinhaltetaktik, dafür aber viele neue Einblicke, offenen Umgang zwischen Rick und den anderen Charakteren und jede Menge Überraschungen.

Natürlich habe ich auch diesen Comic an einem Stück verschlungen und mich über die offenherzigen Szenen ziemlich gewundert. Als Fan dieser Reihe ist das absolut nicht selbstverständlich und bestimmt kommen dafür umso dickere Brocken in den nächsten Bänden, aber für den Augenblick ist es einfach phänomenal und offen. Es geschehen unvorhersehbare Dinge, auf die Situationen folgen, wo ich Schnappatmung bekommen habe und dachte, dass das eigentlich auch hätte ganz anders ausgehen können... Müssen?

Kirkman beweist mit seiner Story und den Formulierungen wieder einmal mehr wie Unberrechenbar er ist und seine Charakterführung bleibt ein absolutes Meisterwerk!
Mit der Einführung der Flüsterer - Menschen, die die Haut der Untoten über ihrer eigenen tragen - im letzten Band, haben sich viele neue Handlungstore geöffnet. Auch Carls Entscheidung diesem Mädchen zu folgen, ermöglicht dem Leser weitere und - ich muss es einfach wiederholen - offenkundige Eindrücke. Denn natürlich sucht Rick nach Carl und die Flüsterer haben eines deutlich gemacht: Sie wollen, dass ihnen niemand in die Quere kommt! Die Bedrohung beider Seiten ist wie ein bevorstehender Gewittersturm und genauso liest es sich auch: absolut bedrohlich und vorsichtig, mit einer fetten Portion Leseadrenalin.
Die Flüsterer sind nach dem Governor und Negan eine noch weniger einschätzbare Gefahr. Sie sind definitiv anders als alles, wogegen Rick und seine Truppe je gekämpft haben, aber in welche Richtung das kippen wird, steht noch aus. Ich kann es kaum erwarten mehr darüber zu lesen, denn hier haben sich Menschen zusammen gerottet, die andere Blickwinkel auf die Apokalypse und ihre Folgen haben. Der Dialog zwischen Rick und Alpha - der Anführerin der Flüsterer - ist wortexplosiv und bedeutend. Wieder ein Mahnmal wieviel Gewicht Worte in so einer Welt haben, wie sie interpretiert werden können und was sie alles bewirken und auslösen können.

Die Zeichnungen sind wieder absolut auf den Punkt gebracht, besonders am Ende, wo Bedeutendes passiert. Ich liebe die Art, wie alles in Szene gesetzt ist.

Robert Kirkman und sein Zeichner-Team haben mit Band vierundzwanzig wieder ein richtiges Meisterwerk präsentiert. Genial, explosiv und gefährlich. Und trotzdem irgendwie still. Ich weiß nicht, ob ich dieses Wort richtig erklären kann, aber die Athmosphäre fühlte sich für mich still und nachdenklich an, obwohl soviel passiert und die Charaktere vor persönlichen Entscheidungen und Herausforderungen stehen. Sowas gab es in den The Walking Dead Comics noch nie.

Einziger Minuspunkt: Der Preis wurde um 2 € angehoben, aber das ist definitiv zu verschmerzen.

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Spiel ins Herz

Poppy J. Anderson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.10.2015
ISBN 9781517692780
Genre: Sonstiges

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Godspeed - Die Suche

Beth Revis , Simone Wiemken , null
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.08.2014
ISBN 9783841502520
Genre: Jugendbuch

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Fallen Angels - Die letzte Schlacht

J. R. Ward , Julia Walther
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.05.2015
ISBN 9783453269903
Genre: Fantasy

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auf der suche nach mr. grey, dirty dancing, emily bold, funny, grey, hochtzeit, hochzeit, humorvoll, kurzgeschichte, lachen, liebe, liebesroman, lustig, mr. grey, sex

Ein Tanz mit Mr. Grey - Wer hat eigentlich die Wassermelone getragen?

Emily Bold
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei null, 13.07.2015
ISBN B011LKCGPE
Genre: Humor

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Lügen haben blaue Augen

Alexandra Fuchs
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 18.03.2015
ISBN 9783646601220
Genre: Jugendbuch

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