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agnes, braut von bärenfels, forever, historischer roman, i.l. krauß, schwarzwald, ullstein

Die Braut von Bärenfels

I. L. Krauß
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Forever , 08.06.2018
ISBN 9783958189652
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt
Agnes ist 17 und Tochter eines Ritters. Sie lebt 1365 auf Burg Bärenfels im Südschwarzwald. Bei einem Turnier lernt sie Graf Hans von Spelin kennen und verliebt sich in ihn. Ihre Liebe wird erwidert, die Eltern stimmen der Hochzeit zu. Als die Ritter zum Kreuzzug nach Alexandria gerufen werden, ist sie am Boden zerstört, denn die Hochzeit muss verschoben werden. Und dann taucht auch noch ein Ekelpaket von einem Ritter auf, der schlechte Nachrichten von der Front bringt und Agnes an ihre Grenzen bringt, denn sie soll ihn heiraten...

"Als Kinder sind wir ganz nach unserem Naturell, die einen wild, die anderen ruhig, die einen fröhlich, die anderen schwermütig. Gott pflanzt uns seine Ideen in die Herzen, ob sie keimen und aufgehen, liegt an uns, ob wir es zulassen."
Zitat S. 69/70

Meine Meinung ​​
Mir war Agnes von Anfang an sehr sympathisch, sie ist etwas rebellisch, aber doch reflektiert und entwickelt sich über die 400 Seiten des Romans zu einer gestandenen Frau, die für ihre Unabhängigkeit einsteht und um ihr Glück kämpft. Die Ausarbeitung einiger Nebencharaktere hat mir auch sehr gut gefallen. Einer davon hat mich so sehr mitgerissen, dass ich der Autorin nachher schrieb, sie möge ihm doch bitte eine eigene Geschichte verpassen. Aus Spoilergefahr verrate ich euch aber nicht, wer das war ;-)
Inhaltlich fand ich es super, dass das Frauenbild im Mittelalter sehr realistisch gezeichnet wurde. Frauen waren damals keine unterdrückte Dekoration, sondern angesehene Herrinnen über Haus und Hof. Agnes und ihre Mutter geben dieses Bild hervorragend wieder, ebenso wie die Folgen eines Wechsels der Herrschaft über das Anwesen, die auch die Rolle der Frauen verändert. ​​
Der Schreibstil ist liebevoll bildhaft und doch eher einfach, ich empfand ihn als sehr passend für eine historische Geschichte um eine Siebzehnjährige und kann daher auch Jugendlichen diesen Roman sehr ans Herz legen. Die einzelnen Szenen haben sich mit Bildern in meinem Kopf verhakt und es fiel mir leicht, am Ball zu bleiben. Unterstrichen wurde das durch die Illustrationen zu Beginn jedes Kapitels, die von der Autorin selbst stammen und auch im eBook eingebunden sind.
Ab Start des Kreuzzuges gibt es zwischendurch immer wieder Kapitel, die das Geschehen an der Front beschreiben. Diese haben mir persönlich weniger gut gefallen. Ich bin nicht so interessiert an Kriegsgeschehen und sie waren im Vergleich zu den Kapiteln, die sich mit Agnes befassen, sehr wenig emotional gehalten, sondern eher sachlich und fast nüchtern. Das halte ich jedoch für eine reine Geschmackssache und es hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, da es sich um eher kurze Kapitel handelte.
Besonders überzeugt hat mich gegen Ende dann der Spannungsbogen der Geschichte, als ich mit der Nase auf den Seiten klebte, um den Worten das Geheimnis zu entlocken, wie sich das Ganze denn nun ausgehen würde. Die Auflösung hat mich überrascht, auch wenn ich Teile davon erahnt hatte, war sie dennoch nicht so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ein kleines Geheimnis des Buches wird am Ende nicht aufgeklärt – das mag den einen oder anderen stören, ich fand es toll, da jeder in seiner Fantasie sein eigenes Bild davon zeichnen kann, ob dies nun realistisch sei, oder nicht. Das Geheimnis sprengt jedenfalls auch ein wenig die Genregrenzen, ähnlich einer Cecelia Ahern, ich liebe solche Details!
​Was ich außerdem bemerkenswert finde, ist die Tatsache, dass der Roman im Schwarzwald spielt, da ich selbst in Baden-Württemberg lebe. Wo genau die Burgruine Bärenfels steht und wie ihr auf den Spuren von Agnes die wundervolle Landschaft entdecken könnt, das könnt ihr im Blogbeitrag zur Blogtour nachlesen.

"Wahrheit entsteht aus dem Empfinden des Einzelnen, aus seinen Erlebnissen, aus seinen Erfahrungen. Des einen Wahrheit muss nicht die des Nächsten sein."
Zitat S. 53

Mein Fazit
„Die Braut von Bärenfels“ habe ich trotz Vollzeitjob innerhalb weniger Tage verschlungen, da mich das Buch mit bildhaftem Schreibstil, einer spannenden Geschichte und einer mir sehr sympathischen Protagonistin überzeugen konnte. Wenn ich einen Wunsch für das Buch hätte, dann nur eine weitere Geschichte über meine liebste Nebenfigur. Von mir gibt es deshalb volle 5 von 5 Sternen.

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Tags: agnes, braut von bärenfels, forever, historischer roman, i.l. krauß, schwarzwald, ullstein   (7)
 

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Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Peter Bognanni , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258631
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt 

Manchmal ist ein Ende auch ein neuer Anfang: Tess lebt bei ihrem Vater, der ein Bestattungsinstitut führt. Sie trauert um Jonah, den sie aus dem Internet kannte und nur einmal gesehen hat. Doch Jonah war ihr Freund, ihre erste Liebe. Und er hat Selbstmord begangen. Sie hatte es nicht kommen sehen, niemand hatte das. Und weil sie ihrer Trauer irgendwie Luft machen muss, schreibt sie Jonah weiter Nachrichten. Bis eines Tages eine Antwort kommt, die alles verändert…

 

Meine Meinung 

Das Buch sprach mich an, da der Tod mich einige Monate, nachdem meine Mutter verstorben ist, noch immer beschäftigt. Es gibt recht wenig Literatur, die sich wirklich mit dem Tod auseinandersetzt, ohne das alles in einen „PS ich liebe Dich“ Roman zu packen, in dem jemand seine neue große Liebe findet. Ich versprach mir von Bognanis Werk einen ehrlichen Blick auf die Härte einer solchen Erfahrung. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit viel Humor, aber auch sehr respektvoll vor dem Leben und dem Tod geht Bognani ohne eine primäre Liebesgeschichte an seine Geschichte heran. Die Liebesgeschichte plätschert nebenbei und ist sehr schön zu lesen, aber sie ist eben nicht der Kern des Romans.

 

Viele Aspekte von Tod und Trauer finden im Buch Anklang, besonders begeistert hat mich auch die Annäherung an den unterschiedlichen Umgang mit Trauer durch die Thematisierung von Bestattungen, die Tess‘ Vater durchführt. Sie sind kurios und ungewöhnlich, aber die Botschaft, die für mich darin lag war die, dass Menschen so beerdigt werden sollten, wie sie waren, in all ihrer Individualität. Dazu gibt es einige lustige Episoden im Roman, die mich sehr zum lachen brachten. Und genau darin liegt doch der Sinn von Trauerfeiern: Man darf traurig, entsetzt und vielleicht auch zornig sein, aber am Ende ist es wichtig, sich an die Positiven Dinge zu erinnern und das Leben zu feiern, das der Mensch hatte.

 

Sehr interessant fand ich, wie stark Tess‘ Bindung zu Jonah war. Dabei kannten sie sich „nur“ aus dem Internet. Und das ist eine Tatsache, die ich selbst hier und heute auch so bestätigen kann, denn Freundschaft und Liebe findet nicht länger nur offline statt. Darum hat es mich begeistert, wie ernst Bognanni diese Bindung darstellt und wie sehr er vermittelt, dass Tess' Trauer berechtigt ist. Auch die Wendung, die durch die Antwort auf Tess' Nachricht eintritt, ist glaubhaft und bringt nochmal einen ganz anderen Aspekt mit hinein, den ich hier zwecks Spoilerfreiheit nicht austreten mag :-) 

 

Mein Fazit 

"Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" ist ein schonungslos ehrlicher und dennoch humorvoller Roman über Trauer und Tod in Zeiten des Internets, den ich sehr gerne gelesen habe. Von mir gibt es verdiente 5 Sterne. 

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Tags: hanser literatur, jugendbuch, mein leben oder ein haufen unvollkommener momente, peter bognanni, selbstmord, suizid, tod, trauer   (8)
 

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Wenn die Nacht Träume regnet (Teil 1)

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text: 136 Seiten
Erschienen bei null, 07.01.2018
ISBN B078W97HYW
Genre: Romane

Rezension:




Gleich nach Erscheinen habe ich mir das Buch zugelegt, da mir das Cover bereits in einer Ankündigung positiv aufgefallen war. Und vorweg: Ich habe es verschlungen!

Zum Inhalt:
Die leidenschaftliche Reiterin Chloe und der charmante Davis sind wie durch ein magisches Band verbunden. Immer wieder begegnen sie sich, erleben gemeinsam unvergessliche Momente und verlieren sich dann wieder gegenseitig aus den Augen. Doch Cloe hört nich auf, an Davis zu denken. Ein zartes Pflänzchen beginnt zu wachsen. Doch wie viele Stürme wird es überstehen können?

Meine Meinung
Ich habe mich sofort in all die liebevoll gezeichneten Charaktere im Buch verliebt. Chloe ist leidenschaftlich, humorvoll, klug und verhält sich sehr authentisch. Auch Davis, der zwar ein Mysterium ist, aber dennoch genug von sich preisgibt, ist mir gleich ans Herz gewachsen. Ich habe sehr mit den beiden mitgefiebert und bin total gespannt, was Band 2 so bringen wird.

Mein Fazit
"Wenn die Nacht Träume regnet" hat mich auf eine wahre Gefühlsachterbahn geschickt. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Mit einer hochspannenden Dramaturgie, liebenswerten Charakteren und vielen Offenen Fragen hat es mich ebenso gepackt, wie auch auf Band 2 neugierig gemacht. Ein klasse Buch und eine absolute Leseempfehlung von mir!

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Tags: bücher für colleen hoover fans, chloe und davis, drama, liebesroman, mirjam h. hüberli, wenn die nacht träume regnet   (6)
 

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Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453270435
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Mir war immer bewusst, dass ein Ort lebenswichtig für eine Geschichte ist. Warum sonst bleiben wir beim Geschichtenerzählen sitzen, wenn es im Garten kalt wird und Stechmücken unter jede Lage Kleidung kriechen? Weil die Geschichte an diesem Ort ihre Macht hat.“
(Zitat Kapitel 34, Pos. 4480)
 
Zum Inhalt
Hanna und Ben sind beste Freunde, sie sind einander verbunden, dabei sind sie grundverschieden. Ben ist Straßenkünstler, er geht nachts sprayen, ist wild und ungestüm. Hanna hingegen ist stiller, in sich gekehrt, fast schon langweilig. Sie ist nicht schüchtern, aber introvertierter als Ben und wählt Worte und Taten mit Bedacht, während ihre Gedanken in meinen Augen manchmal irrwitzige Kapriolen schlagen. Ben ist der eine Mensch, der sie versteht, auch wenn sie oft nicht ausspricht, was sie sich am sehnlichsten wünscht. Und dann überredet Ben Hanna zu einer wilden Reise ans Meer. In der Hoffnung, an einem verwunschenen Strand mithilfe der Magie des Meeres endlich zu ergründen, was Ben tief im Herzen sagen will, wenn er es mit seiner lauten Art übertönt, lässt Hanna sich darauf ein. Doch diese Reise endet abrupt… 
 
„Du wartest nicht auf die Flut, aber sie kommt doch. Sie spült alles weg, was Du erschaffen hast. Sie macht alles neu. Und mit der Flut kommt der Sturm.“
(Zitat Kapitel 17, Pos. 2746)
 
Meine Meinung 
Ich fand den Einstieg mit Hanna etwas irritierend, da sie irgendwie so unentschieden ist, was sie will. Dabei hat sie im Grunde ein tolles Leben. Und sie hat Ben. Aber Ben verschließt sich ihr und sie wendet sich immer wieder von ihm ab, anstatt ihn damit zu konfrontieren. Ben kitzelt die aufkeimende Abenteuerlust aus Hanna heraus und bringt sie dazu, mit ihm zu kommen, obwohl sie zunächst nicht will. Beide haben sie etwas geheimnisvolles, etwas, das in ihnen schlummert und das man als Leser am liebsten aus dem Buch herausschütteln möchte. Dabei ist es zu keinem Zeitpunkt nervig, nein, vielmehr baut sich eine unglaubliche, unterschwellige Spannung auf, die man zu Beginn des Buches kaum wahrnimmt und die wie ein Sturm mit einem leisen Donnern in der Ferne beginnt, dann tost und tobt, so vieles zerstört und in Stille endet.
 
Ich liebe die Charaktere im Buch, weil sie echt sind. Sie sind nicht perfekt, sie sind aber auch nicht übertrieben unsicher oder kindlich. Es sind Menschen, wie Du und ich, mit all ihrem Leid und ihrem ganzen Leben. Besonders gefallen hat mir Chloe, ein Mädchen, das erst im Verlauf der Geschichte auftaucht. Chloe ist wie ein Zirkus, eine Scheinwelt, der man misstraut, die einem manchmal Angst macht, ja, und die doch irgendwie Publikumsliebling wird. Ich habe, während ich sie im Buch kennengelernt habe, eine seltsame Art von Sympathie für sie entwickelt. Es war eine Art Hassliebe, ich wollte sie nicht kennenlernen, aber ich konnte mich ihrer Magie nicht entziehen. Sie hinterließ einen bittersüßen Nachgeschmack bei mir, wie wenn man aus der Ferne ein Kind beobachtet, das nicht das eigene ist. Und irgendwie ist man von diesem Kind berührt, als es weint, weil die Eltern sich grob verhalten und schämt sich insgeheim, diese eigentlich so private Szene beobachtet zu haben. 
 
Hach, ich muss mich zügeln, aber es gibt noch etwas, das unglaublich wichtig ist: Die Sage, die den Strand aus einem wundervollen, sonnendurchfluteten Moment heraus in ein tosendes Ungeheuer verwandelt. Ich will euch dazu nicht mehr verraten, denn jedes Wort mehr würde spoilern, aber mich hat diese gesamte Verflechtung total fasziniert.
 
„Und der Sinn des Lebens? Ein Leben, das wächst und sich verändert. Man muss keine Angst vor Fragezeichen haben, nur vor Punkten.“
(Zitat Kapitel 32, Pos. 4337)
 
Mein Fazit 
„Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist sicher eines der beeindruckendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Weil es keinen literarisch hohen Anspruch hat und doch so tiefgründig und manchmal poetisch ist, ohne aber in der Sprache ausschweifend zu werden. Ich liebe Ulla Schelers Stil und habe mir deshalb sofort auch ihr neues Buch, „Und wenn die Welt verbrennt“, mitgenommen, ohne den Klappentext vorher zu lesen. Das allein soll Ausdruck sein, wie sehr ich mich in Hannas und Bens Geschichte verloren habe und wie sehr ich es mir wünsche, mich in einer anderen wiederzufinden.

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Tags: es ist gefährlich bei sturm zu schwimmen, heyne, heyne fliegt, ulla scheler   (4)
 

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Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608981278
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt


Protagonist Corwin wacht in einer Klinik auf. Schnell fällt ihm auf, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Man hält ihn fest, stellt ihn ruhig, dabei hat er sein Gedächtnis verloren. Er schafft es, die Klinik zu verlassen und macht sich auf den Weg, auf der Suche nach seiner Geschichte, um die klaffenden Lücken in seiner Erinnerung wieder zu füllen. Auf seinem Weg trifft er einige ehemalige Weggefährten.


Er erfährt, dass er einer der neun Prinzen von Amber ist, die in der Lage sind, zwischen Amber, den Schattenwelten und dem Chaos zu reisen und die Realität zu manipulieren. Magische Spielkarten ermöglichen es den Brüdern, miteinander zu sprechen und zueinander zu reisen. Doch nicht alle seine Brüder sind ihm wohl gesonnen. Und in einer Welt, in der seine Realität nur eine Version der Geschichte ist, wem kann er da trauen? 


Meine Meinung 


Der Klappentext des Buches hat mich fasziniert, denn es handelt sich hier nicht vordergründig um eine High Fantasy Geschichte, sondern vielmehr um Urban Fantasy, die jedoch ungewöhnlich erwachsen und mit scharfem Ton daherkommt. Zelazny schreibt ungewöhnlich, der Roman las sich für mich vielmehr wie eine Detektivgeschichte. Sachliche, kurze Sätze ohne viele Umschreibungen und Ausschweifungen bringen eine sehr hohe Handlungsdichte und einiges an Spannung in die Story. Die Dialoge sind derb, ruppig und ohne Schnörkel. Und so ist auch die Geschichte, sie ist an vielen Punkten „kurz und schmerzlos“, emotionslos gehalten. Die wohlbekannte Schriftsteller-Regel „Show, don’t tell“ (zeige es, anstatt zu erzählen) wurde zuhauf missachtet, was für mich ungewöhnlich war. Generell mag ich ja Rebellen, deshalb ist mir das ja schon sympathisch, wenn jemand sich gegen die Regeln stellt ;-) Allerdings muss ich im Ergebnis sagen: Ich fand den Stil an sich interessant und ungewöhnlich, doch hat er mir nicht zu 100% zugesagt. An einigen Stellen fehlte mir dann doch die Emotion und die Szenen, die einen so richtig mitziehen. Denn wenn man sich in Corwis Lage versetzt, spürt man die Verzweiflung, das Misstrauen, die Trauer und die Wut. Das Buch greift diese Gefühle jedoch nicht auf, sondern übergeht sie mit weiterer Handlung und Sachlichkeit, womit in meinem Empfinden das "Miterleben" der Geschichte geschmälert wird. 


Die Story an sich ist schnell und spannend, auf beinahe jeder Seite tut sich eine neue Überraschung auf, ein neuer Grund, zu staunen. Ich liebe die Ideen im Buch, die Kommunikation über die Spielkarten, die auch das wunderbar passende Cover zieren und die Möglichkeit, die Realität zu verzerren - das klingt doch echt verlockend. Das Spiel damit, wer Freund und wer Feind ist, und woran man das erkennt in einer verzerrten Realität umgeben von Menschen, an die man sich nicht mehr erinnern kann, hat mich mitgerissen und immer wieder begeistert. Die Umgebung, in der sich Corwin bewegt, wird selten umfassend dargestellt, was jedoch viel Raum für Fantasie lässt und mir persönlich sehr gut gefiel. 


Mein Fazit


Band 1 der „Chroniken von Amber“ habe ich zügig gelesen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, wobei ich durch die recht emotionslose Schreibweise des Buches keinen Bezug zum Protagonisten Corwin aufbauen konnte. Insgesamt bin ich von der Idee und der Geschichte begeistert, für die Umsetzung ziehe ich in der Gesamtwertung dann aber doch etwas ab und vergebe vier von fünf Sternen. 

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Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:



Zum Inhalt: Wir begleiten Protagonistin Lara auf ihrem Weg mit einer psychischen Erkrankung. Sie kann nicht aufhören zu reden, in vielen Situationen sprudeln die Worte nur so aus ihr heraus und sie kann sie nicht stoppen - und schämt sich immer wieder dafür. Und dann leidet sie auch noch an Amnesie. Bruchstücke der Erinnerung an einen Unfall kommen immer wieder in ihr hoch, doch sie kann sie nicht festhalten und versucht, die Lücke mit ihren Worten zu füllen. Keiner hört ihr zu, außer ihrem Therapeuten, der sie aber herausfordert, der möchte, dass sie zwischen den Worten nach der Wahrheit sucht, doch das will Lara nicht. Sie findet Thomas. Thomas hört still zu, Thomas fordert sie nicht heraus. Er liegt im Koma. Immer wieder schleicht sie sich verbotener Weise auf die Intensivstation, wo Thomas beginnt, auf ihre Stimme zu reagieren. Sie erzählt ihm eine Geschichte, die Geschichte von Lara und Thomas, die sich ineinander verliebten. Sie füllt die Stille mit Worten und träumt, es seien Erinnerungen, die sie erzählt. Doch was bleibt am Ende, wenn Träume sich als Wolken aus Worten entpuppen und die Realität Dich nicht mehr atmen lässt? 


Meine Meinung 

„Träume, die ich uns stehle“ war mein erstes Buch von Lily Oliver alias Alana Falk, die ich auf dem LitCamp in Heidelberg kennenlernen durfte. Und WOW! Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich von der ersten Seite an so gefesselt hat, wie dieses. Der Schreibstil ist grandios, er ist emotional und entwickelt zusammen mit der Dramaturgie der Kapitel eine Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Ich habe selbst im Auto auf dem Beifahrersitz weiterlesen müssen, weil ich wissen wollte, was hinter Laras Erkrankung steckt und wie es mit Thomas weitergeht. Ich kann nicht umhin ihre Dramaturgie mit der einer Colleen Hoover zu vergleichen, denn mich so zu fesseln und so schockieren und mitzunehmen, das konnte bislang nur sie. Die Charaktere haben eine unglaubliche Tiefe, sie sind realistisch, ehrlich, beinahe schon grausam gezeichnet. Doch genau das macht den Reiz der Geschichte aus, man fühlt mit, man hasst, man liebt, man weint, man träumt mit Lara und den anderen. Die Frage, wer eigentlich gut und wer eigentlich böse ist, drängt sich immer wieder auf und ich schwankte während des Lesens zwischen „nicht wissen wollen“ und Neugier. Das, was hinter den Charakteren steckt, ihre individuellen Schicksale und Geschichten, sind erschütternd bis ins Mark und die dunkle Vorahnung lässt Lily Oliver geschickt immer wieder einfließen. 

Für mich war es vor Allem Laras Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Ohne zu spoilern möchte ich einfach nur sagen, dass ich ihren Schmerz ebenso empfunden habe wie alles, was danach kommt. Ich muss der Autorin ein riesen Lob für ihre Empathie aussprechen, denn ein Teil von Laras Geschichte hat mich selbst in meinem Leben schon betroffen und ich habe mich selten so verstanden gefühlt, wie in diesem Buch. Es ist erstaunlich, wie deutlich die anfangs noch zarten Konturen der Geschichte am Ende zu einem Gesamtkunstwerk werden, das wie ein Bild vom zarten Bleistift-Strich zur dicken Ölschicht aufgebaut wird und absolut fesselt. Ein Kunstwerk, vor dem man nur ehrfürchtig stehen und es mit Tränen in den Augen betrachten kann, weil es einen tief im Herzen berührt. So endete das Buch für mich, genau so. Ich hielt es in Händen, mit Tränen in den Augen und habe über mein eigenes Leben nachgedacht und so viel mitgenommen, ja beinahe schon an eigener Lebenserfahrung, weil ich über die Seiten mit Lara gelebt habe. 


Mein Fazit: 


Ich empfehle das Buch wirklich jedem, der eine tiefgründige und dramatische Geschichte lesen möchte und mit ein paar harten Wahrheiten klarkommt. Lasst euch nicht von diesem harmonisch-schönen Cover täuschen, es ist keine seichte Liebesgeschichte, wie ich sie erwartet hätte. „Träume, die ich uns stehle“ ist ein Sturm, der durch den Flügelschlag eines Schmetterlings, leise und vorsichtig ausgelöst wird, bis er sich zu einer Urgewalt entfaltet und alles mit sich reißt, an das man glauben wollte. Und er zieht nicht ohne Spur an einem vorbei, sondern hallt noch lange nach, während man die Scherben von Laras Träumen aufzusammeln versucht.


PS: Danke an Alana für das Vorablese-Exemplar, das ich beim Meet & Greet auf der Frankfurter Buchmesse von ihr erhalten habe. Ich wusste damals noch nicht, was für ein großes Geschenk dieses Buch für mich ist!  

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Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Jaroslav Kalfar , Barbara Heller
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503777
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es? Jakub Procházka ist Raumfahrer, der erste in der tschechischen Geschichte. Außerdem ist er Professor für Astrophysik mit einschlägiger Erfahrung in der Erforschung interstellaren Staubs. Und das bringt ihm so einige Probleme ein... denn die tschechische Nation steht vor einer einmaligen Gelegenheit: Der Erforschung eines galaktischen Nebels, der Chopra-Wolke. Nachdem eine amerikanische Mission bereits gescheitert ist, stehen die Tschechen bereit und wollen herausfinden, wie groß die Bedrohung der Erde durch die Wolke im All ist.  
Jakub würde gerne ein Held sein und nimmt daher die Strapazen einer Vorbereitung auf die Raumfahrt auf sich, die ihm schon viele Schwierigkeiten bereiten. Er startet ins All, alleine - jedoch nicht ganz. Schon nach kurzer Zeit findet er heraus, dass er einen Begleiter an Bord hat, mit dem er so einige spannende Gespräche führt... und sein Nutella teilt ;-) 
"Nicht allein unsere Wissenschaft und unsere Technologie reisen durch dieses Vakuum, nein, auch unsere Menschlichkeit, unsere Schönheit in Gestalt Jakub Procházkas, des ersten Raumfahrers aus Böhmen, der die Seele der Republik zu den Sternen tragen wird." (S. 14)
Meine Meinung Jakubs Geschichte hat mich schon vom Klappentext her gleich in ihren Bann gezogen. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Man darf keine großen Abenteuer erwarten, keine SciFi Beschreibungen der Vorgänge im All. Vielmehr vermittelt das Buch ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Man lässt sich treiben in Jakubs Gedanken, in seinen Gefühlen und sinniert mit ihm und seinem außerirdischen Begleiter über Sinn und Unsinn des Lebens, der Menschheit, der Missionen ins All. Was würdest Du tun, wenn Du 13 Wochen alleine im All wärst? Jakub hat eine wahnsinnig interessante Hintergrundgeschichte, in die wir phasenweise eintauchen dürfen. Sein Vater war im kommunistischen Dienst mitverantwortlich für die Folterung zahlreicher Menschen. In früheren Zeiten wurde die Familie dafür gefeiert, hatte überall ein hohes Ansehen und auch hinsichtlich der staatlichen Leistungen einen sehr hohen Stand. Doch nach dem Zusammenbruch des politischen Systems hat Jakub als Kind einen harten Einschnitt erleben müssen. Was das mit ihm gemacht hat kann man durch die eingängige Beschäftigung mit Jakub selbst, aber auch durch zahlreiche Dialoge mit seinem Begleiter erforschen, aber auch in seiner Verarbeitung des ganzen in einer späteren Phase des Buches. 
"Ich wollte sehen, wie Gott das Universum berührte und durch den schwarzen Vorhang griff, um die Fäden zu schütteln, an denen die Planeten hängen." (S. 255)
Mein Fazit"Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt" hat es mir als Buch sehr angetan, denn ich liebe die philiosophische Sprache und den gewandten Wortwitz in diesem Buch. Gegen Ende wurde es mir dann doch etwas zu langatmig, zu viele Stränge wurden konsequent zu Ende geführt - was einerseits rein schriftstellerisch gut ist, jedoch beim Lesen doch die ein oder andere Länge erzeugte. Insgesamt hat mir das Buch super gefallen und ich bin gespannt, was uns in Zukunft von Debutautor Jaroslaf Kalfar noch so erwartet. 

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Amour Fantastique. Hüterin der Zeilen

Sarah Nisse
E-Buch Text: 338 Seiten
Erschienen bei Dark Diamonds, 30.06.2017
ISBN 9783646300383
Genre: Fantasy

Rezension:

Worum geht es? 


Stell Dir vor, Du wärest im Besitz einer magischen Feder, die Geschichten schreiben kann. Geschichten, die vor Charme und Witz und Fantasie nur so sprühen, die perfekt geschrieben und ausgearbeitet sind. Lily Olivier hat eine solche Feder, sie befindet sich schon lange in ihrem Familienbesitz. Regelmäßig veranstalten sie wundervolle Geschichten-Abende, an denen sie sich von der Feder verzaubern und eine Geschichte erzählen lassen. 

Um über die Runden zu kommen, hat Lily eine Art Ghostwriter-Vereinbarung mit einem pariser Verlag. Sie lässt die Feder Romane überarbeiten, damit sie am Ende zu Bestsellern werden. Eines Tages flattert der wahnsinnig schlechte Entwurf eines Romans von Millionärssohn Frederic Leblanc auf ihren Tisch. Sie schreibt die Geschichte um, doch Frederic ist verwöhnt und duldet keinen Widerspruch. Er nimmt Kontakt zu Lily auf, um seinen Roman zu „retten“. und verhält sich dabei mehr als eklig… 

Gleichzeitig erreicht Lily eine Nachricht von ihrer Tante, zu der sie lange keinen Kontakt hatte. Warum meldet sie sich so plötzlich? Und warum ist ihre Mutter überhaupt nicht gut auf deren Schwester zu sprechen? 

All das und noch viel mehr rund um die magische Schreibfeder, großartige Bibliotheken und das kleine Quentchen Magie, das so wunderschön wie auch gefährlich sein kann, erfährt man in Amour Fantastique. 


Meine Meinung


Amour Fantastique nahm mich mit nach Paris. Nein, nicht nur, weil es da handelte, sondern weil es Filme vor meinem inneren Auge projezierte, die mich auf eine magische Reise mitnahmen. Jeder Bücherwurm kennt das Gefühl, wenn man in einer riesigen Bibliothek steht. Das alles, was man dann gerne tun würde im Angesicht tausender Bücher - sich niederlassen, sich wohlfühlen. Dieses Bibliotheks-Gefühlt hat Amour Fantastique ganz oft in mir ausgelöst. Dabei ist die Handlung ganz und garnicht gemütlich. Die Idee der magischen Schreibfeder, die auch noch weitere Geheimnisse in sich birgt, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann ihrem Wandel folgen. Einzig Frederic hat für mich ein wenig zu schnell einen Wandel vollzogen bzw. ein Geheimnis gelüftet, aber davon solltet ihr euch am besten selbst ein Bild machen - man kann es schon erahnen ;-) 

Was mit in Büchern generell sehr gut gefällt sind tolle Bösewichte - und da wird man meiner Meinung nach in diesem Buch absolut nicht enttäuscht. Es gibt einen Bösewicht, der so abartig ist, dass es einem die Sprache verschlägt - doch das kommt erst nach und nach ans Licht. Und dann gibt es diese kleinen Momente, wo man auf einmal das Gefühl hat, man könne doch verstehen, warum jemand so böse wird, auch wenn er noch so widerlich böse ist. Dabei hasst man ihn eigentlich, und doch kann man eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Es lässt deutlich die Grenzen zwischen schwarz und weiß verschwimmen, hierfür ein großes Kompliment!  

Anzumerken ist noch, dass ich auf einen kleineren Logikfehler gestoßen bin, den ich jedoch nicht allzu schlimm fand, es war einfach nur so ein Moment, in dem ich mich gewundert habe. 

Im Angesicht dessen, dass die Geschichte in Paris spielt, hätten für mich persönlich auch noch mehr französische Worte vorkommen dürfen. Diese gibt es sporadisch, aber gerade bei einem Streifzug durch Paris komme ich an vielen Geschäften und Dingen vorbei, die französisch so viel schöner klingen - das ist nun total individuell und Geschmackssache, aber um meinen Geschmack geht es hier ja :-) 


Fazit


Amour Fantastique ist ein wundervoller urban Fantasy Roman, den man super in einem Rutsch durchlesen kann. Es liest sich flüssig und sehr bildhaft und die Handlung fand ich super gelungen, wobei die Liebesgeschichte etwas schnell abgehandelt wird. Ansonsten ist das Erzähltempo, das angepasst an hektisch-spannende Szenen und an gemütlich warme Momente ist, aus meiner Sicht perfekt umgesetzt. Da es für mich noch ein kleines bisschen mehr Paris-Feeling im Sinne französischer Ausdrücke hätte sein dürfen und aufgrund des kleinen Fehlers, den ich zuvor ansprach, schwanke ich zwischen vier und fünf Kleeblättern, gebe aber am Schluss dann die vier.

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Tags: amour fantastique, carlsen, dark diamonds, sarah nisse   (4)
 

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beren und luthien, christopher tolkien, elben, fantasy, j. r. r. tolkien, j.r.r. tolkien, klett cotta, leithian-lied, liebe, lieblingsbuch, mensch, mittelerde, schönes cover, silmarillion, tolkien

Beren und Lúthien

J.R.R. Tolkien , Christopher Tolkien , Helmut W. Pesch , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 28.06.2017
ISBN 9783608961652
Genre: Fantasy

Rezension:


Wie kann man einem Buch gerecht werden, das die Seele eines der (meiner Meinung nach) größten Autoren aller Zeiten widerspiegelt? Nun denn, ich versuche mal mein Glück. Verzeiht, wenn ich zu sehr ins Schwärmen gerate… 


Zunächst einmal gibt es zum Inhalt nur ein paar Worte zu sagen, und zwar für diejenigen, die meinen Rezensionen sonst folgen: Bei Beren und Lúthien handelt es sich nicht um einen klassischen Roman in dem Sinne. Christopher Tolkien hat hier vielmehr Ausschnitte aus anderen Tolkien-Werken zusammengefasst, um die Geschichte von Beren und Lúthien mehr hervorzuheben. Es ist ein Sammelsurium, das die Chronik der beiden wiedergibt und gleichzeitig in das Gefüge der Chroniken von Mittelerde einfügt, mit nur teilweise unveröffentlichtem Material.


Warum tat Christopher Tolkien das? Und warum ist es toll, das zu lesen?
Eins sei vorweg gesagt: Allein das Vorwort hat mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte von Beren und Lùthien ist die Geschichte von Tolkien selbst und seiner Frau, das wird mehr denn je deutlich, als Christopher Tolkien ausführt, dass sein Vater den Namen „Beren“ auf seinem Grabstein stehen habe und der Name „Lúthien“ auf dem seiner Frau stehe. Und nach diesem Vorwort ist man neugierig auf den Zauber der Geschichte, die sich in diesem Buch ganz zauberhaft entfaltet. Sie gleicht einem Märchen. Die Textstellen, Verse und Bilder ziehen einen in einen unsäglichen Bann und man kann die Magie und die Liebe spüren, die ihnen liegen. Alan Lee, der wie viele wissen auch schon in der grafischen Umsetzung des Herrn der Ringe di Hauptrolle spielte, ist der Illustrator, der dem Ganzen ein wundervolles Gesicht gibt. Dabei ist es beachtlich, wie viele Parallelen man zu Tolkiens eigenem Leben findet und wie emotional das Buch ist, wie nah man dem kommt, was dahinter steht: Eine Liebe, die Zeiten des Krieges und die Tragödie der Menschen, die sie erlebt haben. Dies und noch mehr bringt mich zu der Aussage, dass ich dieses Buch jedem, der Mittelerde im Herzen trägt, sehr an dasselbe legen möchte. 


Zu einem Fazit bin ich so gut wie nicht in der Lage. Mich hat das Buch umgehauen und ich bin mir sicher, ich werde es noch oft aufschlagen und in den Versen blättern, die Illustrationen bewundern und einfach Zeit mit diesem wundervollen Text verbringen, der eine tragisch-schöne Geschichte erzählt. Es ist außerdem auch äußerlich ein echtes Schmuckstück fürs Regal, daher erhält es von mir 5 von 5 Sternen. 


„Lieder erinnern, die gesungen

Elben einst in vergessenen Zungen,

wie Lúthien und Beren schweiften,

an Sirions Ufern, heiter streiften

über die Wiesen leichten Fußes

und voll täglichen Genusses. 

Zog auch der Winter schon ins Land ,

blieben doch Blumen, wo sie stand. 

Tinúviel, Tinúviel! 

Die Vögel singen froh und hell

und trauen sich, im Schnee zu nisten,

wo Lúthien und Beren fristen.“ (S. 176) 

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Tags: beren und lúthien, klett cotta, mittelerde, tolkien   (4)
 

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1.718 Bibliotheken, 65 Leser, 4 Gruppen, 236 Rezensionen

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AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Buchemotion zu „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek


Kurz und knapp: Worum geht es? 


Stell Dir vor, Du darfst einen Namen nennen. Den Namen einer Person, der Du den Tod wünschst. Und diese Person wird dann eine Nacht lang gejagt und darf von jedem straffrei getötet werden. Doch was, wenn jemand Deinen Namen nennt? 

Genau das passiert Ben. Plötzlich ist sein Foto überall zu sehen, mit der Aufforderung, ihn zu jagen. Dabei hat er eigentlich ganz andere Sorgen. Seine Tochter, die nach einem Unfall schwer krank ist. Seine Band, die ihn im Stich gelassen hat. Seine Selbstzweifel und Schuldgefühle, die ihn nicht in Ruhe lassen.
(Angelehnt an „The Purge“)


Wie kam ich zu dem Buch? Da ich unterwegs war und meinen Kindle vergessen hatte, habe ich sozusagen ein Notfall-Buch gebraucht (die Booknerds da draußen werden mich verstehen ;-) ) Ich hatte mal wieder Lust auf Gänsehaut und Spannung, da greife ich zwischendurch gerne mal zu einem Thriller. Also rein in den Supermarkt, schnell zur Bücherecke und bei den Bestsellern geschaut - Fitzek, immer gut, mitgenommen, Bonnie glücklich.

Meine Meinung

Der Auftakt, ca. das erste Drittel, war super. Spannende Szenen, Einführung in die Charaktere, die durchaus Potenzial bieten und die Detaillierung der Grundidee, die mir gefiel. Danach ging es aus meiner Sicht leider nicht in derselben Qualität weiter. Warum? Es war für mich vorhersehbar, an manchen Stellen habe ich über falsche, nicht nachvollziehbare Entscheidungen sehr die Stirn gerunzelt. Und Ben, der entwickelt sich immer mehr in Richtung Selbstmitleid und wird zur Marionette - dabei hat er aus meiner Sicht an einigen Stellen andere Optionen. Es gab dann nur noch eine Szene, die mir richtig gut gefiel, die spannend und mitreißend war, aber meistens stand über allem die Frage: Warum reitet er sich selbst denn jetzt noch tiefer rein? Nur, damit der Roman „spannend“ bleibt? Für mich als Leser ist das leider nicht gelungen, ich war irgendwann regelrecht genervt, habe das Buch aber dennoch zu Ende gelesen, wobei ich mich mehr durchgeschleppt habe. Leider habe ich bis zum Ende keinen Draht zu Ben gefunden, da er mir einfach zu wenig eigenen Charakter hatte.

Mein Fazit

„AchtNacht“ wartet mit einer guten Idee und tollen Ansätzen auf, der Protagonist blieb mir jedoch leider zu oft in einer Opfer-Haltung. DIe Gänsehaut gab es in einigen Szenen, jedoch nicht so oft, wie ich es mit gewünscht hätte. Von mir gibt es daher leider nur zwei Sterne.

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Tags: achtnacht, fitzek   (2)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten

Kristina Pfister
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Tropen, 11.02.2017
ISBN 9783608501599
Genre: Romane

Rezension:

"Wie wird man die Person, die man gerne wäre?"

Zum Inhalt: 

Annika ist Mitte zwanzig, macht das ein oder andere Praktikum, das sie jedoch für sinnlos erachtet. Dabei hat sie ihren Abschluss in Kulturwissenschaften in der Tasche und es gäbe tausende Möglichkeiten. Stattdessen ist sie gefangen in einer trostlosen Melancholie der Möglichkeiten, ohne eine davon zu nutzen. Und dann ist da Marie-Luise, das Mädchen von gegenüber mit dem aufregenden Leben, dem Porzellangeschirr und der Lebensfreude. Das schiere Gegenteil von Annika, fremd und faszinierend. Durch einen Zufall steht sie vor Annikas Tür, sie verlieren sich aus den Augen und begegnen sich wieder, was für Annika treibender Motor wird, etwas zu tun.  

„Ich meine, man muss aufpassen, dass freihändig Fahrrad fahren nicht das einzige Abenteuer bleibt, das man je erlebt hat.“

Meine Meinung:

„Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ strotzt nur so vor wundervollen Bildern und Szenen, die lange im Kopf des Lesers nachhallen. Ich habe mir selten so viele Stellen als Zitat markiert, wie in diesem Buch, es ist poetisch, seicht und doch gewaltig, wie ein Bach, von dem man weiß, dass er irgendwann in einen reißenden Strom mündet – und doch wartet man darauf. Und es passiert nicht.

 „Ich fragte mich, ob dumme Leute immer mutiger sein würden als ich, weil sie einfach weniger nachdachten.“

Die Handlung an sich plätschert seicht vor sich hin und bietet nicht sonderlich viele Überraschungen, keine Spannung oder gar Liebesgeschichte. Sie ist wie das echte Leben, alltäglich und doch ist man mittendrin und kann nicht umhin sich zu fragen, ob und wie sich das alles ändern wird. Man ist nah an Annika dran, manchmal zu nah, kann ihren Schmerz und den Wunsch nach Veränderung so deutlich spüren, dass man auf sie zugehen und ihr helfen möchte. Doch man ist machtlos und genau dieses Gefühl ist es auch, das einen durch das Buch begleitet. Was stellt man an mit der Leere am Ende des Studiums, mit den tausenden Möglichkeiten, die vor einem liegen, wie eine dunkle Bedrohung? Was ist mit den alten Freundschaften, die nur noch aus falschem Pflichtgefühl bestehen und erkaltet sind? Und ist der Wunsch nach Veränderung groß genug, um am Ende über die Melancholie zu siegen, ohne dass dies Not täte? Die Fragen bleiben offen. Sie verursachen Wellen aus Gedanken, die weite Kreise ziehen. Wann bist Du bereit, etwas zu ändern?

 „Ich spürte mein Herz schlagen. Es war ein holpriges Gefühl, als wäre es aus dem Takt geraten. Als wollte es auf sich aufmerksam machen.“

Fazit: 


„Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten“ hat mich mitgenommen und sehr überzeugt. Es ist ein Porträt einer Generation der Möglichkeiten, die keine Not kennt und genau dadurch in die Not gerät, sich für eine Richtung zu entscheiden und sich in diese zu bewegen. Das Buch wird mich in Gedanken sicher noch eine ganze Weile begleiten und ich kann es jedem empfehlen, der Abenteuer nicht nur in Fantasygeschichten sucht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.





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dornröschen, gaby wohlrab, märchen, spannend

Sturmprinz

Gaby Wohlrab
E-Buch Text
Erschienen bei Verlag Vier Raben, 06.05.2017
ISBN 9783981620160
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kurz und knapp: Worum geht es?
Elodie ist die letzte Prinzessin der Rosen, doch sie wächst so garnicht königlich auf. Das Königreich der Rosen steht nämlich schon seit Generationen unter der Herrschaft einer verfluchten Königsfamilie, die Elodies Familie, die rechtmäßigen Herrscher, grausam vom Thron vertrieben hat. Mit siebzehn hat Elodie nun ihre letzte Bezugsperson verloren und erfährt aus einem Brief ihrer verstorbenen Mutter von ihrem Schicksal:
Der Sturmprinz, der junge Herrscher, der sich bei jedem Sturm in ein Ungeheuer verwandelt und Schrecken über das Land bringt, soll sich alsbald eine Braut wählen. Damit wird er den Fluch des Sturmprinzen weitergeben an die nächste Genration und die Armut und Not wird nicht enden.
Als Nachkommin der rechtmäßigen Königsfamilie will Elodie ihr Schicksal annehmen und dem Fluch ein Ende bereiten, um das Königreich zu retten. 


Meine Meinung:
„Sturmprinz“ ist ein Märchen aus der neuen Reihe von Gaby Wohlrab und Isabell Schmitt-Egner und für mich hat es sich mehr als bezahlt gemacht, mich auf das Abenteuer einzulassen.
Ich liebe Elodie von Herzen - sie ist mutig und emanzipiert, weder naiv noch zu unbedacht und als Protagonistin einfach nur eine wahre Freude. Allein die erste Begegnung mit ihrem Begleiter Liam, ich musste so lachen, wahnsinnig viel Wortwitz und Situationskomik zusammen mit einer sich immer weiter ausbreitenden Spannung. Das Buch enthält sowohl urböse als auch geheimnisvolle Charaktere, es ist sprachlich leicht zu lesen wie ein Jugendbuch und hat doch den mittelalterlichen Charme eines alten Märchens nicht verloren. Ebenso entspricht die Dramaturgie der eines klassischen Märchens, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Leser, die einen Fantasyroman erwarten, werden hier mitunter enttäuscht sein, mir hat es wahnsinnig gut gefallen und ich konnte es richtig genießen. 


Fazit:
„Sturmprinz“ hat mich mit einer absolut neuen, frischen Idee und modernen Charakteren in klassischen Märchenmustern einfach nur wieder in den Märchenwald meiner Kindheit mitgenommen, es hat mich überrascht und meine Erwartungen an ein Märchen zu 100% erfüllt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und die Kategorie „Herzensbuch“ dazu. 

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Tags: gaby wohlrab, märchen, sturmprinz   (3)
 

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

eigenverlag, fantasy, fehjan, isabell schmitt-egner, liebe, roman

Fehjan - Verbundene Seelen

Isabell Schmitt-Egner
E-Buch Text: 345 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 26.04.2017
ISBN B071178MDH
Genre: Fantasy

Rezension:

Heute stelle ich mich einer großen Herausforderung, denn „Fehjan - verbundene Seelen“ ist ein Buch, das voller Überraschungen steckt und sich am Ende in eine Richtung entwickelt, die man am Anfang noch nicht zu sehen glaubte. Deshalb ist es beinahe unmöglich, es zu rezensieren, ohne euch zu spoilern. Aber ich gebe (wie immer) mein Bestes für euch :-)

Die Handlung: Nach einem Überfall auf sein Dorf, bei dem seine Mutter verschleppt wird, macht sich Jaron mit seinem kleinen Bruder Mitjah auf, um nach ihr zu suchen. Auf seiner Reise trifft er gefährliche Wesen, Menschen, die ihm buchstäblich an den Kragen wollen und auch einen Teil von sich selbst, den er vorher nicht kannte. Und dann ist da noch dieses Ding mit der Prophezeiung, die ihn auf einmal zu verfolgen scheint. Was hat das alles mit ihm zu tun? 


Meine Meinung: Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte. Jaron ist ein toller Charakter, seine Wesenszüge sind klar und nicht sprunghaft, er ist mir von Anfang an total sympathisch. Auch, weil er nicht den Helden spielen muss, sondern seine berechtigten Zweifel hat, was ihn in meinen Augen total menschlich macht. Und dann ist da noch der kleine Mitjah, der zuerst noch sehr hilfsbedürftig und naiv ist, sich aber im Laufe der Geschichte echt mausert und mich an einigen Stellen beeindruckt hat. Über die anderen Charaktere kann ich euch noch nichts verraten, denn die beiden treffen sie erst nach und nach auf unerwartete Weise, aber allesamt sind sie gut ausgearbeitet und glaubwürdig, was echt Spaß macht beim Lesen. 


Der Verlauf der Story ist nicht vorhersehbar, vor Allem weil es so viele Höhepunkte gibt. Man hält kurz inne und dann geht es schon wieder weiter mit dem Adrenalin. Wahnsinn, in welchem Tempo und mit welcher Wucht die Geschichte einen ergreift. Dennoch gibt es immer wieder genügend Momente, die zum Durchatmen und nachfühlen Zeit geben, um Charaktere kennen zu lernen und emotional zu ihnen zu finden. Das Verhältnis dieser beiden Extreme fand ich super, da es in etwa gleich viel Action wie auch Emotion ist. Dabei habe ich festgestellt, dass dies ein Muster zu sein scheint, das mich als Leser total anspricht. Die Romane, in denen lange Zeit relativ wenig passiert, fangen schnell an, mich zu langweilen. Und diejenigen, die nur mit Action beladen sind, die überfordern mich dann doch ab und an. Daher war ich umso dankbarer, dass diese Geschichte total meinen Nerv trifft und mich so von der ersten bis zur letzten Seite mitgenommen hat. Die Story selbst kann ich euch nicht beschreiben, weil schon nach wenigen Seiten Dinge passieren, die man so nicht erwarten würde. Ich kann euch nur sagen, dass ich sie großartig fand, in all ihren Facetten und auch in den gesellschaftskritischen Aspekten, die sehr deutlich hervortreten. Ich liebe dieses Buch von Herzen und hoffe sehr, dass es noch viele viele Leser mehr bekommt. 


Mein Fazit: Fehjan - verbundene Seelen ist ein absolutes Lesehighlight für alle, die Fantasy mögen und sich gerne von einer Geschichte überraschen lassen. Die altbekannte Story von der dunklen Prophezeihung und einer erwählten Person wird in ein ganz neues Licht gerückt und Isabell Schmmitt-Egner beweist damit, dass es eben doch geht. Dass man diesen ausgewaschenen Ansatz noch zu einer neuen, überraschenden Geschichte machen kann. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen 

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Tags: fantasy, fehjan, isabell schmitt-egner, roman   (4)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

liebesgeschichten, new adult, romantische komödie

Couture: Wenn Liebe stärker ist

Emma S. Rose
E-Buch Text
Erschienen bei null, 28.03.2017
ISBN B06XXNHBBX
Genre: Sonstiges

Rezension:

Um was geht’s?
Felicia ist buchstäblich am Ende - sie hat ihre Eltern verloren, muss sich seither um ihre kleine Schwester und sich selbst kümmern. Sie hat deshalb ihr Studium abgebrochen und angefangen, zu jobben - doch sie ist etwas tollpatschig, weshalb sie zu Beginn des Romans auch ihren Job in einem Café verliert. Um sich und ihre Schwester weiterhin ernähren zu können, reicht die Waisenrente raum aus, also muss sie zur Tafel, wo sie auf ein paar Frauen trifft, denen es überhaupt nicht passt, dass sie mit ihrem Ledertäschchen bei der Tafel Lebensmittel holt. Sie gehen ihr nach und bedrohen sie, und da kommt - ER. Chris, der Retter im weißen Hemd :-) ER verhilft ihr zu einem neuen Job in einer Bar, wo Felicia sogar schnell Freunde findet. Doch Chris selbst geht ihr nicht mehr aus dem Kopf, dabei sitzt er beinahe jeden Abend mit einer anderen Frau in der Bar. Und dann ist da noch Felicias Schwester, die sich auf einmal ganz seltsam benimmt…

Meine Meinung
Ich habe das Buch gerne gelesen, es hat mir insgesamt gut gefallen - vor Allem die Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere habe ich sehr geschätzt. Felicia ist eine unsichere und zum Teil doch sehr naive Protagonistin - ab und an hat sie mich genervt, aber sie ist traumatisiert, man kann ihr verzeihen. Viel schlimmer fand ich da Chris, der sich erst wie der Weiberheld überhaupt benimmt, dann weich wird und an einer Stelle so richtig einen auf Beleidigte Leberwurst macht. Das wird gegen Ende dann zwar kurz erklärt, aber dennoch wirkt es während des Lesens komisch. Die Story ist gut durchdacht und bietet für einen Liebesroman auch ein paar kleine Überraschungen und eine gute Portion Drama - hat mir gut gefallen. An sich sind sehr viele Beschreibungen eingebaut und nebensächliche Szenen, die mir mitunter doch auch zu viel waren. Damit meine ich Szenen, die weder die Haupthandlung voran bringen noch für die Entwicklung eines Charakters von Bedeutung sind - da gehe ich dann gerne mal in den Speedreading-Modus und scanne die Zeilen nur schnell, um kurz den Sinn zu erfassen. Sicherlich könnte man das Buch dadurch um einige Seiten kürzen und es würde an Qualität der Story nicht verlieren, denn die ist definitiv vorhanden.  


Fazit

„Couture - wenn Liebe stärker ist“ ist ein schöner Liebesroman, der einige Überraschungen bietet und mit tollen Charakteren aufwarten kann. In der Dosierung nebensächlicher Szenen und der Nachvollziehbarkeit einiger Handlungen sehe ich noch Luft nach oben, kann dem Roman durch seine schöne Grundidee jedoch verzeihen. Von mir gibt es drei von fünf Sternen für Couture. 

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673 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

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Den Mund voll ungesagter Dinge

Anne Freytag
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Da ich mich von Büchern sehr gerne überraschen lasse und versuche, Abwechslung in Genre und Thema zu bringen, hat mich „Den Mund voll ungesagter Dinge“ sofort angesprochen. Als ich dann auch noch erfuhr, dass Anne Freytag nach Stuttgart kommt, um persönlich in der Buchhandlung Wittwer​ daraus zu lesen, stand meine Entscheidung fest – ich höre mir das auf jeden Fall mal an. Und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt! Bereits die Lesung war einfach nur mitreißend, gefühlvoll, ging tief. Ich wollte sofort weiterlesen, als ich zuhause ankam und habe von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert. Aber mal von Anfang an…

Die Protagonistin, Sophie, ist 17, und zieht mit ihrem Vater von Hamburg nach München zu dessen neuer Freundin und deren Familie. Eine 17jährige wird nicht gefragt, ob sie das möchte – dabei geht sie bereits auf das Abitur und ihr eigenes Leben zu. Die Geschichte handelt von mehreren, inneren Konflikten. Von Sophies kindlicher Trotzreaktion, aufgrund derer sie sich kaum erlaubt, etwas Positives an ihrer neuen Heimat wahrzunehmen, bis hin zu einer starken Identitätskrise mit viel Liebe, nicht ohne Erotik und einer gehörigen Portion Dramatik, die sich aber fast ausschließlich auf der emotionalen Ebene abspielt. Dabei lässt Anne Freytag sehr tief in die Seele einer 17jährigen blicken. Man kann sich super in Sophie hineinversetzen. Alles, was in ihr vorgeht, fühlt man selbst - das Glück, den Schmerz, die Zweifel und die Ungewissheit. An mancher Stelle musste ich innehalten, um darüber nachzudenken, wie ich mich verhalten würde. Und dabei ist Sophie eine Protagonistin, die ich gerade wegen ihrer Menschlichkeit und ihrer Fehler zu lieben gelernt habe – sie ist durch und durch stark und echt, ein echter Mensch mit echten Gefühlen, echten Zweifeln und echten Reaktionen. Und dadurch auch mit echten Schwächen, die sie als Person in klarer Linie aufs Papier zeichnen. Genau das ist es, was ich an diesem Buch so liebe. „Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist echt, es ist direkt, es ist offen und schockierend. Die Seiten klaffen vor einem, wie eine offene Wunde, bis man es endlich wieder schließen kann - damit der eigene Schmerz, den man beim Lesen empfand, langsam verebbt.

Anne Freytag verriet in einer kurzen Fragerunde nach der Lesung auch einige sehr interessante Fakten. So zum Beispiel, dass Alex anfangs ein Junge war, der für sie aber nie richtig greifbar wurde. Bis sie ein Bild eines Mädchens sah, das sie regelrecht ansprang und sagte „Ich bin Alex“. Diese Wendung, die für die Handlung des Buches ja durchaus sehr ausschlaggebend ist, führte sie aber auch in eine schwierige Situation. Etwas beschreiben zu müssen, das sie selbst so nie empfand, war eine Herausforderung für Anne Freytag. Nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich einfach nur sagen: Chapeau! Das hat mehr als nur funktioniert, denn die emotionale Entwicklung von Sophie ist glaubwürdig und passt zu ihrem Charakter, sie wirkt weder gespielt, überzogen noch untertrieben. Ich glaube, sie ist sehr gut getroffen.

Um niemanden zu spoilern spreche ich das zentrale Thema des Buches einfach nicht direkt aus – denn wer bis jetzt noch nicht darauf gekommen ist, oder es wo anders gelesen hat, der soll sich überraschen lassen.

"Den Mund voll ungesagter Dinge" ist ein absolutes Lesehighlight, es bekommt von mir 5 Sterne und die Kategorie „Herzensbuch“ obendrauf.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

familiengeschichte, gesundheit, novelle, opfer

Opfern am Mittag

Helga Brehr
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711304
Genre: Romane

Rezension:

Buchemotion zu Opfern am Mittag von Helga Brehr


Als der Größenwahn-Verlag nach Bloggern suchte, habe ich mich intensiv mit dem Programm beschäftigt und unter anderem Helga Brehrs Novelle „Opfern am Mittag“ zu einem meiner Favoriten gekürt, den ich unbedingt mal lesen möchte. 


Worum geht es im Kern? 

Ein Pharma-Unternehmen, das tief in die Machenschaften des Marktes verwoben ist. 

Zwei Brüder, die durch Machtkämpfe in einem Pharma-Konzern zu Konkurrenten wurden.

Die Ehe des einen Bruders, die durch unterschiedliche Prioritäten nebensächlich wurde.

Eine Tochter, die in das finstere Treiben des Vaters mit hineingezogen wird. 


Die Novelle ist der Tragödie „Iphigenie in Aulis“ nachempfunden, in der ein Vater ebenfalls seine Tochter opfern möchte, um „voran zu kommen“ - im Falle der griechischen Tragödie mit einer Schiffs-Flotte. Diesem zentralen Ereignis widmet sich auch die Novelle. Typisch für die Gattung werden sonst kaum Ereignisse aufgegriffen, für die Kürze des Buches reicht dieses eine aber auch absolut aus! 


Meine Meinung: 

Das Konfliktpotenzial ist schon aus der Kurzbeschreibung erkennbar, und genauso ist die Novelle auch. Sie ist rasant, spannend und regt dennoch zum Nachdenken an. Was ist man bereit, für den eigenen Erfolg zu tun? Wen würde man opfern? Wann ist Egoismus gerechtfertigt und wann geht er zu weit? All diesen Fragen begegnet Helga Brehr mit einer satten und klaren Sprache. Lektorat und Korrektorat sind einwandfrei und die Print-Ausgabe ist in meinen Augen einfach wunderschön.

Fazit:
Das Buch klingt in einem nach und liefert doch auch einige Antworten, was mir sehr gefallen hat. Insgesamt hat mich die Geschichte mitgerissen und berührt, an der ein oder anderen Stelle haben sich die Ereignisse für meinen Geschmack dann jedoch doch zu sehr überschlagen, während an anderer Stelle das Erzähltempo deutlich geringer war. Hier wäre aus meiner Sicht etwas mehr Durchgängigkeit wünschenswert gewesen, auch wenn das vermutlich ein paar Seiten mehr geworden wären. 


Ich empfehle das Buch jedem, der gerne spannende und dennoch tiefgründige Texte liest und mit gesellschaftskritischen Themen etwas anfangen kann sehr gerne weiter! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen

PS: Danke an den Größenwahn-Verlag, für das Rezensionsexemplar

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

eine familiengeschichte, enkelin, familie, frauen, glück, grossmutter, liebe, reise, schmerz, trau, vergangenheit, wien, zukunft

Eine ungeplante Reise nach Wien

Ingrid Walter
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 06.10.2016
ISBN 9783957711106
Genre: Romane

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

drachenmondverlag, gläserne stille, mirjam h. hüberli, rebell, rebell gläserne stille, willow bo

Rebell

Mirjam H. Hüberli , Mirjam H. Hüberli
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 25.03.2017
ISBN 9783959917162
Genre: Fantasy

Rezension:

Buchemotion zu Rebell - Gläserne Stille von Mirjam H. Hüberli


Mal wieder kommt der Drachenmondverlag schick im Kopainski-Gewand daher, die knalligen Farben haben mir bei Rebell Band 1 bereits gefallen. Da ich gespannt war, wie die Geschichte um Willow, Bo, Noah, Niven und all die anderen weitergeht, habe ich mich gefreut, als der zweite Band da war. 


Worum geht es? Ich will diejenigen von euch, die Band 1 nicht gelesen haben, nicht spoilern, daher halte ich mich hier sehr kurz. Im Grunde ist Protagonistin Willow mit dem seltsamen Kerl von Bo, der sich in Band 1 zu meinem Lieblingscharakter entwickelt hat, in der Spiegelwelt Vella gefangen und versucht, wieder nach Hause zu gelangen. Auf der Suche nach einem Portal gerät sie mal wieder in einige Turbulenzen, kommt aber auch dem Geheimnis der Spiegelwelt und ihrem Begleiter näher. 


Wie hat es mir gefallen? Ich hatte an Band 1 kritisiert, dass ich mich in der Geschichte verloren gefühlt habe. Man hat kaum etwas erfahren von Vella und den ganzen Hintergründen, warum etwas passiert. Hier sehe ich in Band 2 eine Steigerung und fand das Buch insgesamt sehr gut. Dennoch habe ich mich an der ein oder anderen Stelle noch immer verloren gefühlt. Hier wird versucht, das mit dem Informationsbedarf der Protagonistin selbst gleich zu setzen (Durch Sätze wie „Bo sagt mir nie, was als nächstes passiert“ etc.), dennoch hat es das Buch dadurch nicht geschafft, mich durchgehend bei der Stange zu halten. Zeitgleich wurde einiges an Geheimnissen gelüftet und die Geschichte ist gespickt mit magischen Details, die an sich immer fantastisch sind. Diese waren mir zwischendurch dann aber doch einen Hauch zu dick aufgetragen, ich fühlte mich an Batman-Filme der achtziger Jahre erinnert, wo der Superheld immer für alles eine Lösung oder eine Regel parat hat. Hier wäre für meinen Geschmack etwas weniger mehr gewesen. Dennoch habe ich mich von Rebell - Gläserne Stille gut unterhalten gefühlt und empfehle es weiter. 


Fazit: Die Rebell-Trilogie nimmt auf jeden Fall Fahrt auf und ich bin gespannt auf Band 3 und die Auflösung des Großen Ganzen, sowie das Ende der Geschichte um Willow. Ich empfehle die Bücher jedem, der gerne mal ungewöhnliche Charaktere kennen lernen möchte - das ist Mirjam H. Hüberli in ihrer Reihe sehr gut gelungen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen

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Die Zärtlichkeit des Augenblicks

Heike Fröhling
E-Buch Text: 222 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 07.03.2017
ISBN 9781477821237
Genre: Romane

Rezension:

Worum geht es? 

Kristin ist 24 und hat gerade ihr Studium beendet. Ihr Urgroßvater war ein berühmter Geigenbauer, dessen noch existierende Instrumente zu suchen sie sich zur Aufgabe gemacht hat. In Kristins Leben gibt es außerdem noch ihre Schwester und Fabio, ihren Freund. Fabio hat sie gerade bei einer Wohnungsbesichtigung versetzt und zu allem Überfluss erwischt sie ihn gleich zu Beginn des Romans auch noch in einer scheinbar eindeutigen Situation mit ihrer Schwester. Da kommt die Nachricht, dass eine der Geigen in Schottland zu verkaufen sie, gerade Recht und Kristin bricht auf nach Schottland, um die Geige zu sich zu holen. Dabei ist das eigentlich überhaupt nicht ihre Art, spontan zu sein und einfach weg zu fahren, Kristins persönliches Abenteuer beginnt.
In Schottland trifft sie auf Ethan - den Besitzer zweier Geigen aus der Hand ihres Urgroßvaters. Die Liebe zur Musik und diesen besonderen Geigen verbindet die beiden schnell, doch dann sind da noch zwei kaputte Beziehungen und ein altes Geheimnis eines verloren geglaubten Stücks von Mendelsson, das den Leser in ein spannendes Abenteuer voll Schuld, Gefühl und Musik führt.

Meine Meinung

Nachdem ich mich mit der Autorin, Heike Fröhling, beim Bloggertreffen von Amazon Publishing auf der Leipziger Buchmesse unterhalten hatte, war ich sehr gespannt auf die Story. Dort verriet sie mir bereits, dass sie selbst nach Schottland gereist ist, um die Orte, an die wir durch die Handlung entführt werden, zu besuchen. Und man spürt, dass sie da war, denn es entstehen unsagbar beeindruckende Bilder vor den Augen während des Lesens. Die Story an sich ist logisch super durchdacht und auch emotional gut ausgearbeitet. Die Charaktere sind gut beschrieben und glaubhaft, vor Allem den alten Ethan habe ich schnell in mein Herz geschlossen – wobei gerade diese Nähe dem Leser gegen später zum Verhängnis wird, was schriftstellerisch sehr geschickt gelöst ist. Einzig Fabio hat mich nicht überzeugen können – sein Fehltritt und sein Verhalten waren mir zu kindisch und ich hätte ihn an Kristins Stelle zum Teufel geschickt, anstatt mich weiter mit ihm auseinanderzusetzen. Aber wie das mit den beiden ausgeht, das müsst ihr schon selbst lesen ;-) Das Buch enthält einige Passagen, die sich intensiv mit Musik beschäftigen. Nun bin ich nicht ganz unbewandert und konnte gut folgen, kann mir aber gut vorstellen, dass diese Passagen für Leser, die mit dem Aufbau klassischer Musikstücke überhaupt nicht vertraut sind, etwas befremdlich wenn nicht langweilig wirken. Im Lesefluss haben mich persönlich diese Passagen überhaupt nicht gestört. Toll fand ich wiederum die Botschaft des Buches, wie schnell man doch über andere urteilt und am Ende doch feststellen kann, dass ein Fehltritt immer nur einen Tritt entfernt ist – auch für einen selbst.

Mein Fazit 

Im Fazit lässt sich sagen, dass mir die Story von „Die Zärtlichkeit des Augenblicks“ sehr gut gefallen hat, Spannung und Romantik sowie ein wenig Geschichte kommen nicht zu kurz und es enthält auch einen tieferen Sinn, der mir gerade bei Liebesromanen oft fehlt. Ich war gut unterhalten und habe das Buch in zwei Zügen durchgelesen. Einen Stern Abzug gibt es am Ende für die etwas holprige Story mit Fabio und die Musik-Fachsimpelei – auch wenn ich höchsten Respekt davor habe, dass jemand so viel davon versteht und das gerne mit der Welt teilen möchte, ist mir der Anteil doch ein wenig zu groß geraten für einen Liebesroman.
Im Fazit erhält "Die Zärtlichkeit des Augenblicks" von mir voll verdiente  4 von 5 Sternen

PS: Danke an Amazon Publishing und an Heike für das Leseexemplar und das tolle Bloggertreffen! 

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Der Mann, der mit Schlangen sprach

Andrus Kivirähk , Cornelius Hasselblatt
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.04.2017
ISBN 9783608981070
Genre: Fantasy

Rezension:

Worum geht es? 

Leemet lebt im Wald, zusammen mit seiner Mutter, seiner Schwester und seinem Onkel Voteele. Sein Onkel ist einer der letzten, die noch die Schlangenworte beherrschen und er bringt sie Leemet bei. Wir begleiten Leemet durch seine Kindheit und Jugend, lernen viel darüber, warum er an der Welt im Wald, an den Schlangenworten und an den Tieren so hängt. Die Menschen im Wald leben im Einklang mit der Natur, sie jagen, um zu essen und die Tiere ergeben sich ihnen freiwillig, weil sie niemals unnötig töten. Im Wald gibt es aber auch extreme Charaktere, die an die Waldgeister und die Rückkehr des Nordlanddrachen glauben, so zum Beispiel den Waldweisen Ülgas oder auch die Menschenaffen Pirre und Rääk. Diese Charaktere versuchen immerzu, am alten mit aller Macht festzuhalten und haben grausame Methoden, um an ihrem Glauben festzuhalten, wobei sie auch über Leichen gehen.
Gleichzeitig gibt es die Welt im Dorf – wo Leemets Mutter früher gelebt hat. Die Waldmenschen verteufeln die Dorfmenschen regelrecht – und umgekehrt. Aus Sicht der Dorfmenschen sind die Waldmenschen rückständig, unzivilisiert und sie versuchen, sie zum Glauben an die Kirche zu bekehren. Die Steigerung dieser Dorfwelt ist die Welt der Ritter und der Mönche, die für Dorfmenschen unantastbar und fast schon heilig sind.

Leemet wird also in dieser Welt der krassen Gegensätze erwachsen und muss seinen Platz finden in einer Gesellschaft, in der jeder der Überzeugung ist, auf dem einzig richtigen Weg zu sein und den Schlüssel für ein erfülltes Leben zu haben. Dabei lernt er von all diesen Welten aber auch die Schattenseiten kennen. Er erlebt Abenteuer in allen Teilen seiner Welt und kommt in jede der Versuchungen, mit denen der jeweilige Teil der Gesellschaft ihn zu locken versucht. Seine persönliche Lösung für alle Probleme ist dabei der Nordlanddrache, der früher alles Unheil aus der Welt beseitigt hat. Doch es schein unmöglich, ihn noch zu rufen, denn er hört nur die Schlangenworte und die spricht außer Leemet kaum noch jemand.

Meine Meinung: 
Das Buch ist absolut neu und ungewöhnlich, die Geschichte hat mich sehr gepackt, auch wenn es aus meiner Sicht ein paar Schwächen hat. Dabei ist zu betonen, dass der gesellschaftskritische Teil im Kampf um Macht, Glauben und Überzeugung vor dem Fantasy-Anteil überwiegt. Vor Allem ab Mitte des Buches wird die Handlung zunehmend hektischer, die Konflikte spitzen sich zu und werden dann doch sehr brutal ausgetragen. Alle Charaktere sind sehr stark ausgearbeitet und werden im Kopf lebendig, wobei wenige altbekannte Stereotypen ausgegraben werden, sondern viel Fantasie im Spiel ist. Die Sprache ist einfach und gleichzeitig sehr deutlich, was vor Allem in den brutalen Teilen dann doch dazu führte, dass ich ab und an mein Kopfkino gerne ausschalten wollte. Gegen Ende habe ich mich dann tatsächlich kurz gefragt, ob der Autor die Lust am Buch verloren hat und daher relativ schnell mit allem abschließt, jedenfalls könnte dieser Eindruck durchaus entstehen. Auch wenn das Thema Nordlanddrache dann nochmal aufgegriffen wird, war mir das dann irgendwie zu holprig, als wäre es ihm am Ende noch eingefallen, dass da ja ein Nordlanddrache war und man den Faden der Geschichte noch zu Ende spinnen müsse. Aber auch hier zeigte sich für mich, dass der Fantasy-Anteil eben nicht die Hauptrolle spielte.

"Der Mann, der mit Schlangen sprach", war mein erstes estnisches Fantasybuch. Anstatt eines klassischen Fantasyromans hatte es für mich vielmehr Züge einer romanhaften Fabel, was mich zu einem gewissen Abzug für den vernachlässigten Fantasyanteil führt, der durchaus beworben wurde und gerade auch unter dem Label Hobbit Presse eine Erwartungshaltung bei mir weckte, der das Buch dann schlussendlich nicht gerecht wurde. Unabhängig davon hat es mich mit vielen für mich neuen Ideen überrascht, hat mich mitgenommen in eine mir unbekannte Welt und mir gut gefallen, insbesondere auch einige wirklich tolle Zitatperlen waren enthalten. Vor Allem hat es mich zum Nachdenken gebracht, denn für mich spiegelt es tatsächlich viele Punkte der menschlichen Geschichte, aber auch des aktuellen Geschehens sehr gut wieder. 

Mein Fazit: 
Das Buch hat mich in sich hineingezogen, ordentlich durchgekaut und am Ende völlig zerstört wieder ausgespuckt - an einer anderen Stelle als der, an der ich es vermutet hätte. Es hat mich gut unterhalten, konnte meinen Erwartungen jedoch nicht komplett gerecht werden, daher vergebe ich 4 von 5 Sternen

PS: Danke an den Klett Cotta Verlag für das Rezensionsexemplar.

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18. jahrhundert, abenteuer, carlsen verlag, cavaliersreise, historisch, historischer roman, homosexualität, humor, jugendbuch, königskinder verlag, lgbt, liebe, mackenzie lee, mackenzi lee, reise

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Henry Montague begibt sich auf eine Cavaliersreise, gemeinsam mit seinem besten Freund Percy, um seine Jugend auszukosten und dem gestrengen Vater zu entfliehen. Eine Reise voller wilder Abenteuer und Eskapaden beginnt, auf der nackte Bekenntnisse im Garten von Versailles und Beschuss von Piratenschiffen auf übersinnliche Magie treffen und zu einer explosiven Mischung führen. Henry ist verletzt, er hat schwere Wunden davongetragen, die ihm sein Vater durch jahrelange Misshandlung und Missachtung zufügte. Doch wie viel spontane Dummheiten, wie viel ernsthafte Gefährdung seiner selbst und seiner Begleiter, aber vor Allem wie viel Egoismus ist vor dem Hintergrund einer verletzten Seele tolerierbar? 
Die Cavaliersreise ist eine Reise durch so viele Vorurteile, die im 18. Jahrhundert aktuell waren und es heute oftmals leider noch immer sind. Der Leser sieht sich mit Epilepsie, Homosexualität, Unterdrückung von Frauen, von Schwarzafrikanern, Sklaverei, Korruption und noch einigem mehr konfrontiert. Doch schafft es Mackenzie Lee durch einen zwar historisch zeitlich passenden aber dennoch lockeren Schreibstil, das alles in einen Fluss zu bringen, der einen geradezu mitreißt und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Ich habe wirklich mit Henry und seinen Reisebegleitern mitgefiebert, in all den irrwitzigen Situationen, in die sie zumeist durch Henrys Unbedachtheit hineinmanövrieren. 
Mein Fazit: Henry ist rebellisch, aufbrausend, unbedacht, ja gar lasterhaft - und doch hat er etwas tief in mir berührt auf seiner Reise, auf der er nach und nach zu seiner Schwester, zu seiner Liebe und am Ende sogar zu sich selbst findet. Meine absolute Leseempfehlung für dieses Buch, es ist etwas ganz Besonderes, das man sonst nur selten findet. 

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Sternendiamant - Die Legende des Juwelenkönigs

Sarah Lilian Waldherr
E-Buch Text: 415 Seiten
Erschienen bei Oetinger34, 01.07.2015
ISBN 9783959279406
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Tetralogie "Sternendiamant" von Sarah Lilian Waldherr erschien 2016 im Oetinger Verlag, unter dem Label Oetinger 34 als eBook only.

Fana, die Protagonistin, lebt ein relativ normales Leben mit ihrem Großvater und ihrer Mutter in einem Haus. Insbesondere der Großvater ist sehr streng und fällt dem Leser zu Beginn sehr negativ auf. Auf einmal fängt Fana an, seltsame Dinge zu tun, die sie nicht unter Kontrolle hat. Sie hickst Schmetterlinge und wird dann unerwartet in ein Leben gezogen, von dem sie niemals geahnt hätte, dass es möglich sei... 

Mir hat die Idee des Buches gefallen, denn auch wenn es bereits viele solcher Fantasybücher gibt, in der eine Jugendliche auf einmal ein Geheimnis entdeckt, so klang dieses doch sehr außergewöhnlich. Und da wurde ich nicht enttäuscht - es ist mehr als außergewöhnlich. Das Buch ist sehr vielseitig und vollgepackt mit Ideen und Charakteren, die man eventuell schon mal gelesen oder gesehen hat, aber sicherlich nicht in solche einer außergewöhnlichen Kombination. 

Der Schreibstil ist einfach, kurze klare Sätze, keine Schnörkel. Es gibt einige Szenen, in denen man sich sehr gut hineinversetzten kann. Andere waren mir persönlich zu oberflächlich gehalten. Die Charaktere waren zum Teil nicht richtig greifbar, da hätte mich bei einigen gefreut, wenn sie ihrer Linie, die sie zu Beginn zeigten, etwas mehr treu geblieben wären. So auch mit vielen spannenden Szenen, die mir persönlich an vielen Stellen zu schnell aufgelöst wurden. Da war ich manchmal eine halbe Seite später schon bei der Lösung und dachte mir nur "Wie, das wars jetzt schon?". Gegen Ende wurde das dann aber dramatisch anders, deutlich besser, denn dann ging es um das große Geheimnis und viele zusammenhängende Faktoren, da hat es mich dann doch nochmal richtig packen können. 

Ich empfehle das Buch an alle Fantasy-Leser, die eine außergewöhnliche und bunte Zusammenstellung vieler Fantasy-Faktoren möchten, die gemeinsam wirklich ein Gesamtwerk abgeben, das einen zum Staunen bringt. Ihr werdet hier absolut das Richtige für euch finden :-) 

Da Sarah Stuttgarterin ist und in einer Runde nett fragte, habe ich mich bereit erklärt, ihr Buch zu lesen und zu rezensieren - dafür habe ich ein Rezensionsexemplar von Band 1 über den Verlag bekommen. Meine Meinung wird dadurch selbstverständlich nicht beeinflusst. 

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erinnerung, feinde, freundschaft, geheimnis, i. reen bow, liebe, magie, nebelring, suche, tod, verlust, verrat, widerstand

Nebelring - Die Erinnerungen der Unsterblichen

I. Reen Bow
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Independently published, 23.02.2017
ISBN 9781520429069
Genre: Sonstiges

Rezension:

Worum geht es? (kurz und spoilerfrei) 

Nach ihren Abenteuern in Band 1 und 2 kämpft Zoe Craine noch immer um das Leben ihres Vaters. Jedoch ändert sie die Richtung ihrer Bemühungen, sie begibt sich auf die Suche nach einer längst vergessenen Geschichte - dem Ursprung des Malwees. Auf ihrer Suche begibt sie sich nach Alnyr. Auf ihrer Reise lernt sie mal wieder wahnsinnig viele tolle Charaktere kennen und muss einige Prüfungen bestehen. 


Meine Meinung: 

Was mich mehr denn je beeindruckt hat, war Zoes Entwicklung. Sie ist tough geworden, entschlossen und selbstbewusst. In Band 1 noch gefangen in ihrer eigenen kleinen Welt hat sie sich in Band 2 ganz schön gemacht, doch in Band 3 ist sie mir absolut sympathisch geworden. Auf ihrer Reise gibt es viele Begegnungen und auch Wiedersehen mit bekannten Charakteren, und Zoe ist ungewohnt frech und ungestüm, was mir absolut gefällt. 

Die Reihe an sich entwickelt sich wahnsinnig toll, denn sie bringt einen immer mehr zum Nachdenken. In Band 1 wird ein klares Feindbild geschaffen, in Band 2 wird es aufgeweicht und in Band 3 weiß man plötzlich nicht mehr, was gut und was Böse ist. 

Weil die Grenzen oft verschwimmen. 

Weil niemand von Natur aus böse ist. 

Weil „böse“ immer eine Frage des Standpunkts ist. 

Dabei führt I. Reen Bow den Leser mal wieder in unfassbar schöne Welten, die vor den Augen auftauchen - selbst jetzt, wo ich die Rezi schreibe, muss ich an Beschreibungen der Stadt Alnyr denken. Aber auch an den Schuh-Baum, einen ganz besonderen Bus, an die Silberfüchse und so viele magisch schöne Bilder, die in meinem Kopf entstanden sind.

Fazit:
Auch wenn es mir nicht möglich schien ist Nebelring - die Erinnerungen der Unsterblichen eine wahre Steigerung zu den beiden Vorgänger-Bänden und hat mich absolut mitgerissen. Es ist voller Action, Gefühl, Magie und Spannung und war für mich ein echter Pageturner, den ich von Anfang bis Ende sehr genossen habe. Ich warte jetzt mal sehnsüchtig auf Band 4!
—> LEST DIESE BÜCHER!!! 

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und die Kategorie Herzensbuch dazu.

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italiener, karoline herfurt, künstler, lesechallange, liebe, lüneburg, malerin, pseudonym, romantisch, sehnsucht, sm, sms, sofie cramer, tod, trauer

SMS für dich

Sofie Cramer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499290206
Genre: Romane

Rezension:  
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Schmetterlingsblau

Sarah Nisse
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959910590
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich habe heute Nacht Schmetterlingsblau von Sarah Nisse beendet... ich bin überwältigt von diesem Buch, kann es noch kaum in Worte fassen, wie wundervoll es ist! Und ich habe mir selten in einem Buch so viele Stellen markiert, weil es so zauberhaft geschrieben ist, die Magie kommt zum Leben in den Worten dieser Geschichte. 
 

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen wie kaum ein anderes. Es ist eine außergewöhnliche, ja stellenweise poetische Schönheit in Worten. Und lasst euch nicht von diesem lieblichen, tollen Drachenmond Verlag-Cover von Marie Graßhoff täuschen: Denn es ist dunkel, mystisch, geheimnisvoll wie ein Waldstück in der Dämmerung. Eine zarte Liebesgeschichte am Rande und eine fantastische, geheimnisvolle Geschichte im Kern. Es ist so voller wunderschöner Sätze, dass ich manchmal einfach innehalten musste, um es nicht zu schnell zu lesen, um es zu genießen und mich treiben zu lassen, von der träumerischen, leichten und doch gleichzeitig schweren Atmosphäre im Buch. 

Und gegen Ende, da blieb mein Herz für einige Momente stehen - weil es mich erschlagen hat, mit einer Gewalt, die nur wenige Bücher in sich tragen. 

Das alles schafft Sarah Nisse in einer sanften, leisen Schreibweise, die mitten ins Herz geht, dort Stürme entfacht und es nie nötig hat, laut zu sein, weil jedes Wort genau den richtigen Ton trifft.

<3 Ich danke Dir von Herzen Sarah, dass Du Jades Geschichte aufgeschrieben hast, und dass ich sie sogar vorab lesen durfte - ich werde sie ganz tief in meinem Herzen tragen! <3
 

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#Träumen #Urlaub #Neugier #Entsetzen #Hilflosigkeit #Liebe #Trauer#Schreck #Angst #Freude #Lebenslust #Melancholie #Nachdenklichkeit#Herzstillstand #Genussmomente

Meine Wertung ist klar und ich kann euch nur aus tiefster Überzeugung sagen, dass ihr es einfach lesen MÜSST, weil dieses Buch in die Welt getragen, gelesen und geliebt werden muss! <3 
Absolut verdiente 5 von 5 Sternen von mir!

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