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119 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

selbstjustiz, london, krimi, henker, gericht

Wer Furcht sät

Tony Parsons
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Max Wolfe und sein Team machen Jagd auf eine Londoner Gruppe Henker, die Selbstjustiz ausübt. Ihre Ziele sind in erster Linie Schwerverbrecher, die ihrer Meinung nach zu lasch bestraft wurden. Sie fordern #führtsiewiederein – die Rede ist von der Todesstrafe, die die Henker im Internet mit den Videos der Hinrichtungen fordern. Wer steckt dahinter? Wer ist ein mögliches Ziel?  Wie soll man Menschen schützen, die schwerste Straftaten begangen haben und es eventuell „verdient“ haben? Hat es überhaupt jemand verdient für seine Taten zu sterben? Ein spannendes Buch, welches das Gewissen auch des Lesers prüft

Schon der Prolog jagt dem Leser eiskalte Schauer über den Rücken. Die eingängigen Beschreibungen des Autors sind extrem gut gelungen, sodass man das Gefühl hat, direkt daneben zu stehen. Außerdem stellt sich direkt die Frage, wie man selbst zur Selbstjustiz steht. Hat es mancher verdient? Sollte man Kinderschänder, Mörder und Vergewaltiger töten? Wo liegt die Grenze?

Die Protagonisten sind gut gelungen, allen voran Hauptcharakter und Erzähler Max, der mir äußerst sympathisch war. Auch die meisten Nebenfiguren sind gut gelungen. Die Nebenschauplätze waren interessant gestaltet und boten immer wieder mögliche falsche Fährten. Der Schreibstil ist rund, fesselnd, leicht zu lesen und man möchte das Buch nicht mehr aus den Händen legen.

Eine interessante Geschichte, die von Beginn an spannend ist und deren Spannungsgefecht, bis auf die allerletzten Seiten, wirklich extrem gut gesponnen war. Mich hat die Auflösung etwas gewundert. Einerseits fand ich sie gelungen, andererseits auch etwas unsinnig. Dazu muss man das Buch jedoch selbst lesen, denn eine genauere Ausführung ist nicht möglich, ohne alles zu verraten.

Für mich ein wirklich lesenswertes Buch, welches nachdenklich macht und ich gerne empfehle! 

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(122)

269 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

familie, tod, trauer, verlust, liebe

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

Eine Tragödie erschüttert Erika und Annie. Die Tochter bzw. Schwester ist bei einem Zugunglück ums Leben gekommen. Die beiden Frauen kapseln sich in ihrer Trauer voneinander ab und entfremden sich. Erika, die Karrierefrau, droht nun auch ihre zweite Tochter zu verlieren. Damit es soweit nicht kommt, ist eine Auseinandersetzung mit ihrer schwierigen Vergangenheit Pflicht.

Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit dem Thema Trauerbewältigung und der Verarbeitung von Schuldgefühlen, die alle Protagonisten mit sich rumtragen. Diese Gefühle und ein alter Familienstreit sind zwar wichtig, jedoch zum Glück nicht alles, denn das Buch beschäftigt sich auch mit Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe, sodass letztlich fast alle Emotionen angesprochen werden. Es gab manche Lacher, an anderer Stelle hatte ich doch schön zu Knabbern, denn das Schicksal hat die beiden Frauen schon hart getroffen… Das Buch ist über weite Strecken wie das echte Leben und das finde ich toll! Das Buch hat mir die Augen geöffnet und mich nachdenklich gestimmt. Gerade die Differenzierung zwischen dem was wichtig ist und dem was wirklich zählt, werde ich mir zu Herzen nehmen! Insofern vielen Dank an die Autorin, die so eindringlich erzählt hat, dass das Buch nicht nur einen großen Unterhaltungswert hatte, sondern auch was fürs Leben mitgibt (auch wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber manchmal ist man eben doch zu sehr die frühe Erika). Auch die anderen Sprüche sind sehr schön gelungen und im Alltag sollte man sich an den einen oder andere mal erinnern, besonders wenn alles gerade mal dunkel und trostlos erscheint. Stichwort: Drachen!

Der Schreibstil war locker und gut verständlich. Annie und Erika erzählen die Geschichte. Dadurch, dass Erika aus der Ich-Perspektive berichtet, fühlte ich mich ihr direkt näher, während mir Annie im Vergleich etwas unsympathisch geblieben ist.

Einzige Kritik ist, dass zwischendurch die eine oder andere Länge das Lesevergnügen kurzzeitig trübte. Zum Ende hin wurde es wieder deutlich besser, jedoch war die Geschichte da sehr vorhersehbar, was mir nicht so gefallen hat. Irgendwie hätte ich mir noch eine Überraschung gewünscht, aber so gibt es das erwartete Happy End, was an sich auch schön war, aber fast schon zu glatt und etwas konstruiert

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(49)

111 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

hannover 96, hooligans, familie, hooligan, freundschaft

Hool

Philipp Winkler
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 19.09.2016
ISBN 9783351036454
Genre: Romane

Rezension:

Hool beschreibt das Leben des Hooligans Heiko und seiner Freunde. Es beginnt schon knallhart mit einem Match, welches es richtig in sich hat. Die gnadenlose Schlägerei macht deutlich, was den Leser erwartet. Schon da zeigen sich Abgründe auf, wie beispielsweise auch der selbstverständliche Drogenkonsum und die extreme Gewaltbereitschaft. Die Geschichte wird durch die knallharte, erbarmungslose Sprache, teils auch im Dialekt extrem authentisch. Auch wenn mich manche Begriffe und Schimpfworte in ihrer drastischen Art überraschten, so wurde das Milieu nur dadurch authentisch abbildbar.
In gewisser Weise bekommt man Verständnis für die Hooliganszene, man beginnt zu verstehen, warum manche hier ihren Kick suchen, andere das Gefühl haben, nichts anderes zu haben. Neben den Gewaltexzessen, die weit weniger vorhanden waren, als ich im Vorfeld erwartet hatte, gibt es auch andere wichtige Themen, wie Freundschaft, Kameradschaft und selbst Familie, die wichtige Säulen des Buches darstellen.
Die Protagonisten, allen voran der Erzähler Heiko, sind authentisch gelungen und individuell. Einige lassen den Leser nicht mehr los, andere beginnt man richtig zu verabscheuen. Die Geschehnisse sind aus der Mitte der Gesellschaft betrachtet teilweise sehr, sehr seltsam, aber man hört immer wieder davon, nur erhält man hier quasi einen Blick von Innen auf das Geschehen und nicht, wie in den Medien von außen.
Eine brutale Geschichte, die nicht immer leicht zu verdauen war, aber trotzdem extrem gelungen ist! Es steckt eben viel mehr darin, wie man auf den ersten Blick vermuten würde.

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(17)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

einsamkeit, kindheit, alt werden, alter, krieg

Das zweite Leben des Monsieur Moustier

Aude Le Corff , Anne Braun
Flexibler Einband: 186 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2016
ISBN 9783458361695
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Familie kauft ein kleines Haus mit Garten in der Bretagne. Alles scheint fast in bester Ordnung, bis überraschend der ehemalige Besitzer fast täglich auftaucht. Er scheint nicht verstanden zu haben, dass er nicht länger der Besitzer ist und mittlerweile im Seniorenstift lebt, denn er bewegt sich wie selbstverständlich in den Haus. Was hat er hier zu suchen, fragt sich die junge Mutter, die gerade versucht einen Roman zu schreiben. Sie versucht immer wieder aus dem alten Mann schlau zu werden und so entsteht eine ungewöhnliche Verbindung zwischen den beiden, die für neue Erkenntnisse auf beiden Seiten sorgt.
Der Schreibstil ist, wie man es von der Autorin aus „Bäume reisen nachts“ kennt, sehr emotional und einfühlsam. Die Geschichte, wie die frühen Verletzungen der Väter sich auf die Beziehung zu ihren Frauen und vor allem ihren Kindern auswirken (können), finde ich sehr gut dargestellt. Bisher habe ich eher Bücher gelesen, die sich auf die Mutter konzentrieren, von daher war es auch mal eine schöne Abwechslung. Toll fand ich auch die Auflösung, denn während des Lesens hatte ich keine richtige Vorstellung, wie die Geschichte enden könnte.
Ein kleines, aber feines Buch, welches über Freundschaft, Verlust, Familie und neue Chancen nachdenken lässt und einfach in seiner Schlichtheit den Leser berührt.
Wer ihr erstes Buch mochte, wird sich auch von diesem verzaubern lassen können.

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

terroranschläge, globalisierung des terrors, angstmachern, mediebn, ängste

Panikmache

Jörg Schindler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.08.2016
ISBN 9783596034161
Genre: Sachbücher

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(30)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

ddr, familie, vater, familiengeschichte, krebs

Familie der geflügelten Tiger

Paula Fürstenberg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462048759
Genre: Romane

Rezension:

Im Oktober 1989 verschwindet Jens Borg. Er hinterlässt Tochter Johanna und ihre Mutter Astrid. Seine Beweggründe sind unklar. Hat er die DDR verlassen? Wenn ja, warum hat er sich nie bei seiner Familie gemeldet? Nie, bis zu einem Anruf, der die zwischenzeitlich erwachsene Johanna auf die Suche nach dem „guten Grund“ für sein Weggehen und Wegbleiben sucht. Die Suche nach den eigenen Wurzeln beginnt…

Wie fühlt man sich, wenn der Vater einfach verschwindet und sich nie meldet? Trägt man selbst schuld, oder waren es die äußeren Umstände?

Besonders toll finde ich den Schreibstil. Der ist gespickt mit Humor, Komik, aber auch Tragik. Es lässt sich schnell lesen, aber man muss immer auf die leisen Zwischentöne achten, die der Geschichte Tiefe verleihen. Vieles deutet sie auch an und lässt Interpretationsspielraum, anderes wird sehr bildhaft beschrieben. Erzählt wird die Geschichte rum um Johanna, zusätzlich finden sich noch Stasiakten. Die anderen Personen sind in der Geschichte etwas blass, jedoch erschien mir dies ein stilistisches Mittel zu sein, denn im Leben kennt man nicht immer die Beweggründe Dritter. Nicht gewöhnlich, aber sehr ansprechend war auch, dass die wörtliche Rede einfach in den Text einfließt. Daran gewöhnt man sich allerdings schnell.

Die Geschichte ist wie der Schreibstil facettenreich. Da ist die verzweifelte Suche nach dem Grund des Vaters zu gehen, eine Liebelei, Verrat und Unterstellung. Die Situation in der DDR wird gut dargestellt; es wird immer wieder Bezug genommen, erklärt und veranschaulicht, ohne sich zu sehr in der Vergangenheit zu verlieren. Es ist eine Vergangenheitsbewältigung, eine Familiengeschichte und für den Leser ein wahrer Schatz an wertvollen Gedanken, obwohl eigentlich verblüffend wenig passiert.

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber die Geschichte bewegt, sie bringt zum Nachdenken und zwar nicht nur über das Gelesene, sondern auch über manche eigene Erfahrung.

Kritisch sehe ich das Ende, welches mir doch etwas zu offen ist.

Fazit: Diese Vergangenheitsbewältigung und Familiengeschichte ist unterhaltsam und tiefgründig!

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(114)

159 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

fußball, schweden, freundschaft, neuanfang, humor

Britt-Marie war hier

Fredrik Backman , Stefanie Werner
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 23.06.2016
ISBN 9783810524119
Genre: Romane

Rezension:

Natron, Faxin und eine ordentliche Besteckschublade, schon kann man mit der 63-Jährigen Britt-Marie auf eine Wellenlänge kommen, aber wehe wenn nicht, dann ist man nahe daran ein „Tier“ zu sein… Britt-Marie hat klare Vorstellungen, einen extrem Putzwahn und ein großes Problem, welches sie letztlich in ein kleines Dorf – Borg- führt. Dort arbeitet sie als Hausmeisterin im Jugendclub, der eigentlich, wie alles andere geschlossen werden sollte, und lernt viel Neues kennen…

Britt-Marie ist sehr speziell, nicht das sie Vorurteile hätte oder ihre Verhaltensweisen an der möglichen Meinung Dritter orientiert, aber sie ist auf jeden Fall „anders“. Anders ist in diesem Fall aber äußerst unterhaltsam und Backman hat es mal wieder geschafft, wie auch schon bei „Ein Mann namens Ove“ mich auf ganzer Linie von der ersten bis zur letzten Seite zu überzeugen. Während man zu Beginn die seltsame, schwierige und trotzdem liebenswürdige Frau kennenlernt, steigert sich die Geschichte geständig. Neben Witz und Drama, wartet die Geschichte mit der gesamten Bandbreite der Emotionen auf. Ganz wie ich das vorab schon erwartet hatte. Auch die „Nebenfiguren“ sind schön ausgearbeitet und man lernt sie schätzen. Das Dorf – Borg- ist ein spezieller Ort. Gebeutelt von der Wirtschaftskrise, geschlossenen Läden, hoher Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit, zeigt sich, dass die Ortbewohner noch an ihr Borg glauben und eine Gemeinschaft leben, wie man sie auf den ersten Blick nicht für möglich gehalten hätte. Sie waren jedoch in einem Loch, aus dem sie ohne frischen Wind nicht mehr rauskamen. Dieser frische Wind war Britt-Marie. Sie brachte mit ihrer Art, ihrem Putzwahn und ihrer puren Anwesenheit einiges in Schwung und nahm sowohl Kinder, als auch Menschen mit, die scheinbar mit allem schon abgeschlossen hatten. Bindeglied von allem ist der Fußball, der selbst in der Wirtschaftskrise nie zum Erliegen kam und auch weiterhin bestimmend ist – dabei hasst Britt-Marie Fußball. Doch wird sie das noch ändern? Wird sie verstehen können, warum es unmöglich ist, nicht an den Ball zu treten, wenn er vor den Füßen liegt?

Toll fand ich, dass durch Rückblenden das Leben von Britt-Marie quasi nebenbei vermittelt wurde und so verdeutlichte, wie sie von einer von ihrem Mann abhängigen Frau total selbstständig wurde und das mit 63 – denn es ist nie zu spät. Mir wurde es beim Lesen nie langweilig, es gab vieles was mich nachdenklich machte, vieles brachte mich zum Lachen und manches fast zum Weinen. Die Mischung war einfach grandios! Einziger Kritikpunkt ist das Ende, wobei es an sich nicht schlecht ist. Vielleicht etwas zu offen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Backman dies ganz bewusst gemacht hat, um Britt-Marie einen weiteren Auftritt zu gönnen – ich würde es in jedem Fall lesen! 

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(93)

153 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

raj-waisen, hongkong, verlust, familie, malaysia

Ein untadeliger Mann

Jane Gardam ,
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 24.08.2015
ISBN 9783446249240
Genre: Romane

Rezension:

Edward Feathers ist ein untadeliger Mann wie er im Buche steht. Er ist immer gestriegelt, zeigt beste Manieren und hat sich einen sehr guten Ruf als Anwalt erarbeitet. Einen so guten, dass er schon legendär ist. Nach dem Tod seiner Frau behält er das Bild von seiner Person aufrecht, aber es tut sich was und er begibt sich auf die Reise in seine eigene Vergangenheit.

Der Schreibstil ist angenehm, lässt sich gut lesen, die Sprache ist niveauvoll und alles ist wie zu erwarten war, very british! Wer das nicht mag, sollte sich vielleicht gar nicht an die Reihe wagen. Die Zeitsprünge machen die Geschichte lebendig und sorgen für ein besseres Verständnis. Doch während mich vor allem der Beginn überzeugte, wurde das Buch mit der Zeit etwas schwächer für mich. Ich hatte da etwas mehr erwartet, oder vielleicht auch nicht jede feine Facette erfasst? Keine Ahnung, was nun wirklich ursächlich für die leicht abgeflaute Begeisterung war, sie ist nun mal Fakt.
Toll war viel über die Ray-Waisen und das British Empire zu erfahren! Auch schwierige Facetten des Lebens, wie beispielweise Einsamkeit und Verlustangst, werden wunderbar dargestellt.
Ich habe bisher nur absolut begeisterte Stimmen vernommen und ganz unrecht haben sie auch nicht, jedoch ist meine Begeisterung nicht ganz so groß, wie das anderer Leser. Empfehlen würde ich das Buch trotzdem allen, die es gerne „very british“ mögen und auch mal zwischen den Zeilen lesen möchten.

Das Buch hat vor allem mein Interesse am zweiten Band geweckt, der sich mit der Geschichte aus Bettys Sicht beschäftigt.

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(61)

86 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

ehe, england, hongkong, treue, liebe

Eine treue Frau

Jane Gardam , Isabel Bogdan
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 14.03.2016
ISBN 9783446250741
Genre: Romane

Rezension:

Betty ist, wie ihr Mann, außerhalb Englands aufgewachsen, nämlich in Shanghai. Auch sie wuchs ohne ihre Eltern auf, die im Krieg ums Leben kamen. In Hongkong in den 50ern lernen sich Eddie und Betty kennen oder zumindest sowas in der Art, denn Betty nimmt seinen Heiratsantrag an, obwohl sie sich kaum kennen. Doch entgegen der Erfahrungen hält die Ehe und die beiden bleiben für immer zusammen, gehen durch alle Täler…

Betty ist mir persönlich viel sympathischer als Eddie, wenn ich auch, da ich den ersten Teil gelesen habe, volles Verständnis für ihn und seine Haltung habe. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, durch diesen Band nicht viel Neues erfahren zu haben. Natürlich wird die gesamte Geschichte durch den anderen Blickwinkel tiefer und noch besser verständlich, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich den dritten Band lesen werde. Der Autorin ist es toll gelungen die Themen Liebe und Begehren zu „verarbeiten“! Einerseits möchte ich gerne wissen, wie alles im dritten Band aufgelöst wird, andererseits habe ich nicht das Verlangen nochmal die Geschichte zu durchleben.
Auch hier handelt es sich um eine gut zu lesende Geschichte (bitte auch zwischen den Zeilen lesen, sonst könnte die Ironie an der einen oder anderen Stelle durchgehen!) mit niveauvoller Sprache, jedoch ein Tick emotionaler als im ersten Teil. Man wird den Band auch ohne Vorkenntnisse lesen können, aber ich denke, dass man doch einiges nicht in Gänze verstehen wird, daher würde ich empfehlen, zunächst „Der untadelige Mann“ zu lesen.

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(105)

211 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

thriller, stalker, mord, karen rose, liebe

Dornenmädchen

Karen Rose ,
Flexibler Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2015
ISBN 9783426517079
Genre: Krimi und Thriller

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(40)

75 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

gesellschaftskritik, realtiyshwos, debüt, mitbewohner, glück

A wie B und C

Alexandra Kleeman , Guntrud Argo , Michael Kellner
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 30.03.2016
ISBN 9783036957340
Genre: Romane

Rezension:

A ist eine hübsche, junge Frau, die mit B in einer WG lebt und einen Freund C hat. B möchte gerne wie A sein und A möchte B helfen. Die Beziehung von A und C ist simpel. B und C haben nichts groß miteinander zu tun. Klingt das verwirrend oder interessant? 

Ich war wirklich froh, als ich das Buch endlich beendet hatte. Leider bin ich ein wohl eher Unterhaltungsliebhaber und dafür ist das Buch nicht geeignet. Das ist eigentlich eine ganz einfache Sache. Hier ist gut bedient, wer es gerne recht anspruchsvoll, komplex, außergewöhnlich und verworren mag, wer sich gerne aktiv in ein Buch "einarbeitet" und selbst interpretieren will. Mir machte das hier leider überhaupt keinen Spaß, ein Lesevergnügen hat sich nie eingestellt. Für mich persönlich muss ein Buch das leisten können.
Das die Personen keine Namen, sondern nur Buchstaben haben, ist zu Beginn etwas verwirrend, aber an sich ist die Idee toll, denn diese „Platzhalter“ könnte jeder einnehmen. Inhaltlich wurde ich an so mancher Stelle überrascht, nicht immer positiv, aber doch auch dies war der Fall. Um nicht zu spoilern, führe ich das nicht weiter aus. Die Message des Buches ist gut und das Buch polarisiert extrem (ob und inwieweit das eine Leistung ist muss jeder für sich entscheiden. Ich finde das prinzipiell eher positiv). Dann hat es sich aber auch schon für mich mit den positiven Aspekten. Die Umsetzung war mir zu abstrakt, das Geschehen oft wenig nachvollziehbar, zu verworren und undurchschaubar. Stellenweise interessierte es mich auch einfach nicht, sodass ich einen echten Kampf mit mir ausfechten musste, um das Buch zu beenden. Ohne die Teilnahme an der Leserunde hätte ich das Buch auf jeden Fall ohne mit der Wimper zu zucken abgebrochen. Besonders schlimm waren hier für meinen Geschmack die detailliert beschriebenen Werbespots…

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

usa, thriller, kompliziert, wem kann man trauen, fesselnd

Mein Auge ruht auf dir

Mary Higgins Clark , Karl-Heinz Ebnet , Mary Higgins Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 10.09.2012
ISBN 9783453267923
Genre: Krimi und Thriller

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(78)

159 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

schweden, selbstmord, flüchtlinge, thriller, mord

Tausendschön

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.09.2013
ISBN 9783442375813
Genre: Krimi und Thriller

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(2.047)

2.300 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

satire, humor, hitler, timur vermes, berlin

Er ist wieder da

Timur Vermes
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.10.2014
ISBN 9783404171781
Genre: Humor

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(33)

102 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

england, rowling, lokalpolitik, nichtausderhandlegbar, krimi

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.12.2013
ISBN 9783548285283
Genre: Romane

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(317)

650 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

thriller, mord, zwangsgedanken, psychiatrie, wiebke lorenz

Alles muss versteckt sein

Wiebke Lorenz
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Blessing, 03.09.2012
ISBN 9783896674692
Genre: Krimi und Thriller

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(412)

753 Bibliotheken, 9 Leser, 5 Gruppen, 98 Rezensionen

thriller, facebook, berlin, internet, mord

Final Cut

Veit Etzold
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.05.2012
ISBN 9783404166879
Genre: Krimi und Thriller

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(2.794)

3.666 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 157 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

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(48)

98 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

richard laymon, halloween, wird in die länge gezogen, ende ???, horror

Das Haus

Richard Laymon ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453676480
Genre: Krimi und Thriller

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(211)

374 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

wer war alice, thriller, alice, t.r. richmond, roman

Wer war Alice

T. R. Richmond , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442205080
Genre: Krimi und Thriller

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(33)

86 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

krimi, blogger, pharmaindustrie, schwarzwald, insiderinformationen

Der Blogger

Patrick Brosi
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516766
Genre: Krimi und Thriller

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(125)

286 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

bloody mary, horror, spiegel, halloween, internat

Sag nie ihren Namen

James Dawson , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314192
Genre: Jugendbuch

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(21)

48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, killer, trauma, texas, schuld

Glut und Asche

James Lee Burke ,
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453676800
Genre: Krimi und Thriller

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(71)

112 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

kaffee, historischer roman, abenteuer, diebstahl, türkei

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Historisch, witzig, brutal, schillernd, authentisch, detailliert, politisch, spannend – all dies ist das Buch!
Der Autor entführt den Leser in das 17. Jahrhundert, in die Welt der Kaffeehäuser und der Gelehrten. Obediah Chalon ist ein interessanter Zeitgenosse, der nicht nur wissenschaftlichen Theorien, sondern auch der Fälscherei zugeneigt ist. Nicht immer gelingen seine Taten, sodass er sich in Lebensgefahr befindet, als ein „Angebot“ sein Leben bestimmt. Er soll Kaffeepflanzen stehlen und stellt sich eine Truppe zusammen, um diesen Auftrag erfolgreich abschließen zu können. Ein Abenteuer mit etlichen Fallstricken beginnt.

Das Buch kann man „schnell“ genießen, da die wichtigsten Fakten gut verständlich erklärt sind, oder aber sich richtig tief in die Materie einarbeiten. Hier sind es nicht nur die Adelstitel und politischen Verhältnisse, sondern auch wirtschaftliche oder militärische Aspekte, die zum Surfen im Internet geradezu einladen. Der Leser ist nach dem aufmerksamen Leser schlauer als zuvor.

Die Spannung baut sich langsam, aber beständig auf, neben kommen das Abenteuer und sogar der Witz nicht zu kurz. Echte Kritik kann ich kaum äußern, außer dass die eingefügten Briefe recht klein und eng bedruckt waren, sowie einen etwas mühsamen Einstieg, der in meinem Fall der Sprache geschuldet war. Die verschiedenen Kulturen sind toll dargestellt, die Protagonisten sind extrem vielseitig und facettenreich. Besonders „der Kaffeedieb“ Obediah Chalon ist ein sehr sympathischer und intelligenter Mensch! Hier schleicht sich aber auch ein weiteres, mögliches Problem ein, denn der Autor erzählt sehr ausschweifend. Ich empfand das positiv, jedoch könnten die zahlreichen, gut recherchierten Fakten manchen Leser langweilen, denn das eigentliche Geschehen wird nicht selten etwas ausgebremst. Wer also eine ausschweifende, abenteuerliche Geschichte des 17.Jahrhunderts lesen mag, ist mit diesem Buch bestens beraten! Man muss übrigens kein Kaffeeliebhaber sein, um das Buch zu lieben (;

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(23)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

meer, vater, hass, brüder, sturm

Was das Meer ihnen vorschlug

Tomás González , Rainer und Peter Schultze-Kraft
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 08.03.2016
ISBN 9783866482319
Genre: Romane

Rezension:

Mario und sein Zwillingsbruder wollen trotz einem drohenden Unwetter mit dem unliebsamen Vater auf Fischfang gehen. Als erfahrene Fischer müssten sie bei dem nahenden Unwetter von ihrem Plan abrücken, zumal sie finanziell durch Vermietungen abgesichert sind. Trotzdem wagen sie sich raus aufs Meer
Der Roman hat wenige Seiten, daher ist es umso wichtiger direkt durchzustarten und genau das gelingt dem Autor. Die Stimmung ist von Beginn an recht düster und lässt ein dramatisches Zuspitzen auf den Höhepunkt erahnen. Der Vater, der seine Söhne von Kindesbeinen an erniedrigte, seine Frau betrog und belog und letztlich in den Wahnsinn trieb, zieht sein Spiel in gewohnter Weise ab und er scheint gefährlich zu leben…Die Feindseligkeit zwischen den Männern ist greifbar. In Kombination mit dem Unwetter erwartet man das Schlimmste und mag das Buch gar nicht mehr recht zur Seite legen, um den tatsächlichen Ausgang kennenzulernen.
Doch auch an Land verläuft alles recht stürmisch, denn Nora, die Frau und Mutter leidet an Schizophrenie und verfällt dem Wahnsinn. Interessant fand ich die eingestreuten Stimmen von Urlaubern, die die Geschehnisse mit ihren Schilderungen abrunden.
Während mir letztlich der Ausgang der Geschichte nicht ganz so zusagte (was eher am persönlichen Geschmack liegt), möchte ich den herausragenden Schreibstil erwähnen. Die Metaphern, Landschaftsbeschreibungen, Gefühlsausbrüche und auch die interessanten Charaktere sind toll und helfen dem über schwächere Passagen hinwegzulesen.


Literatur auf hohem Niveau, aber die Geschichte als solche wurde mit etwas Abstand betrachtet immer schwächer. Schade!

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