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In größter Not

A.L. Kahnau
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 06.10.2017
ISBN 9783744889551
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Der Plan steht und die Gruppe um Hülya und Raik macht sich auf den Weg zu ihrem nächsten Ziel. Doch immer wieder wird Mila von plötzlichen Schmerzen geplagt und verliert die Kontrolle über die Infizierten.
Und diese sind längst nicht mehr die einzige Gefahr, die ihnen droht.
Fernab der Heimat werden die Jugendlichen voneinander getrennt und erleben die schlimmste Zeit seit Ausbruch der Apokalypse." (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Manche Dinge in unserem Leben betrachten wir als selbstverständlich."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 236 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3744889551
Preis: 8,99 € (Taschenbuch) / 2,99 € (E-Book)
Reihe:  Kahnau, A.L. - X: Es beginnt
           Kahnau, A.L. - X 02 - X: Es breitet sich aus
           Kahnau, A.L. - X 03 - Es zerstört Dich
           Kahnau, A.L. - X 04 - Es bringt den Tod
           Kahnau, A.L. - X 05 - In dunklen Zeiten
           Kahnau, A. L. - X 06 - In fremden Körpern


*Infos zur Autorin*
"A.L.Kahnau (geboren 1987 im Siegerland) lässt ihre Protagonisten nicht irgendwo herumspazieren. Nein, sie leben in deiner Nachbarschaft. Sie könnten dein Nachbar sein, deine Tochter oder auch dein bester Freund. Trotzdem bleiben A.L.Kahnaus Geschichten vom Beginn bis zum Ende spannend, gefühlvoll und vor allem authentisch.


Besuche A.L.Kahnau auch auf ihrer Homepage: www.alkahnau.com oder auf Facebook." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich LIEBE die Bücher der Autorin und besonders der "X" - Reihe bin ich vom ersten Buch an verfallen. Jedem neuen Buch fiebere ich entgegen und sobald es die Zeit zulässt, verschlinge ich es in kürzester Zeit.



-> Cover: 
Ich mag die Cover der Reihe ganz besonders gerne und ich frage mich jedes Mal, wer wohl die Person auf dem Cover sein könnte, bzw, vergleiche sie mit meinen Vorstellungen der einzelnen Charaktere.



-> Story + Charaktere: 
Wer sich für "In größter Not" interessiert, sollte auch die Vorgängerbände gelesen haben, da diese für das Verständnis unabdingbar sind.


Auch "In größter Not", dem siebten Band der "X"-Reihe und dem dritten Band der zweiten Staffel "X" begeistert mich A.L. Kahnau wieder auf ganzer Linie! Neben den üblichen Charakteren, zu denen auch der ein oder andere Protagonist der ersten Staffel gehört, begegnet uns auch ein altbekanntes Gesicht - bei dem ich jedoch erst einmal kurz innehalten und nachdenken musste, wer das nochmal war :-D Doch nach kurzer Zeit wusste ich schon wieder genau, um wen es sich handelt - nicht zuletzt, weil die Autorin mit der ein oder anderen Erwähnung meinem Gedächtnis auf die Sprünge half.


A.L. Kahnau ist nicht nur immer wieder für eine Überraschung gut, sondern sorgt regelmäßig dafür, dass man beim Lesen den Atem anhalten muss. Neue Ereignisse, spannende Wendungen, gruselige Zombies und jede Menge Emotionen - all das findet ihr in der kompletten "X"-Reihe und somit auch im neuesten Teil davon.


Die Protagonisten entwickelte sich von Band zu Band stetig weiter und sind nach 7 Bänden des Hoffen, Bangen, Leiden, der Verluste und der neuen Freundschaften definitiv mehr, als einfach nur Charaktere aus einem Buch - sie sind Freunde geworden, denen man einfach nur beistehen möchte.


Das Ende von "In größter Not" lässt keine Wünsche offen - außer dem, schnellstens weiterlesen zu wollen, denn der Cliffhanger ist nicht nur fies - er ist oberfies! Nachdem es die Autorin jedes Mal aufs neue schafft, den Leser um den Finger zu wickeln und dafür zu sorgen, dass man mit den Protagonisten leidet, lacht und hofft, schiebt sie uns unweigerlich auf die Klippe zu und lässt uns schlotternd und zutiefst gespannt in den Abgrund blicken - und gespannt auf die Fortsetzung warten.


-> Schreibstil: 
A.L. Kahnau ist ein wahres Genie. Neben unglaublich bildhaften Beschreibungen und einem wahrhaft fesselnden Stil schafft sie es, in einer gut verständlichen Sprache zu schreiben und den Leser bei der Stange zu halten.



->Gesamt: 
Insgesamt bin ich von "In größter Not", dem 7. Band der "X"-Reihe wieder restlos begeistert. Neben fantastischen Charakteren und einer spannenden Story schafft es A.L. Kahnau, mit ihrem bildhaften Schreibstil zu begeistern und zu fesseln.


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

italien, sizilien, familie, mafia

La Siciliana - Die Sizilianerin

Chiara Ravenna
Flexibler Einband: 215 Seiten
Erschienen bei Independently published, 25.08.2017
ISBN 9781549583438
Genre: Sonstiges

Rezension:


*Inhalt*
"Chiara bereitet sich gerade gelassen auf einen schönen Sommer in ihrer Heimat vor, als ihre Familie ein Anruf erreicht, der weit aus der Vergangenheit ihrer sizilianischen Wurzeln rührt. Ein alter Mafiaboss liegt im Sterben und bittet Vittorio, Chiaras Vater, um einen letzten großen Gefallen. Doch Vittorio weigert sich, diese Bitte zu erfüllen. Zu tief sitzt, trotz ihrer Aussöhnung, noch der Schmerz, den ihm Carlos Inzigniano einst zugefügt hat. Als Chiara erkennt, welche Gefahr droht, wenn ein längst vergessen geglaubtes Geheimnis ihrer Familie ans Licht kommt, reist sie kurzentschlossen selbst nach Sizilien, um die Dinge dort im Sinne ihrer Familie zu regeln. Weder Carlos noch die anderen Beteiligten sind zunächst bereit, ihr aller Schicksal in die Hände einer jungen Frau zu legen. So stößt sie auf eine Mauer des Schweigens und bekommt den Spott einiger junger Paten zu spüren, als sie versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Eine alte Kirche, die restauriert werden soll, scheint der Schlüssel zu dem Geheimnis zu sein, um das sich alles dreht. Ein pensionierter Kommissar gibt Chiara genauso Rätsel auf wie viele andere, sehr spezielle, teils skurrile Charaktere, die versuchen, ihr den einen oder anderen Stein in den Weg zu legen. Und obwohl es diesmal gilt, die Familie vor Unheil zu bewahren, lässt sie es sich, wie immer, nicht nehmen, quasi im Vorbeigehen, das eine oder andere bezaubernde Lokal zu entdecken, ein Glas Wein zu genießen und den Blick für die schönen Seiten ihrer Heimat nicht zu verlieren. Schließlich findet sie in einem jungen Polizisten einen Verbündeten, der ihr hilft, ganz tief in der Vergangenheit zu graben und sich allen Herausforderungen zu stellen. Chiaras sizilianisches Blut ist diesmal auf dem absoluten Siedepunkt. Am tiefsten Ursprung ihrer Wurzeln kommt sie an ihre Grenzen. Mafia ist nicht lustig - und dennoch findet sie den Spagat zwischen nachdenklichen Tönen und dem notwendigen Augenzwinkern, als sie versucht, einem alten Paten seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Ein alter Pate, ein hartnäckiger Kommissar, ein ehrgeiziger Polizist. Die Hitze Siziliens, die sich in den engen Gassen staut, und kaum Luft zum Atmen lässt. Chiara ist diesmal kurz davor, den Überblick zu verlieren, legt sich mit der Mafia an, trickst die Behörden aus und verliert um ein Haar ihr Herz. Begleiten Sie Chiara auf ihrer Reise nach Sizilien - in einen heißen Sommer, der nicht nur Hochspannung, sondern auch jede Menge Romantik verspricht." (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Nachdem die schwarze Limousine vorgefahren war, hatte ich, ohne es bewusst zu merken, den Atem angehalten."
 
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 215 Seiten
Verlag: Idependently published
ISBN: 978-1549583438
Preis: 9,80 € (Taschenbuch) / 2,99 € (E-Book)
 
*Infos zur Autorin*
"Chiara Ravenna, Italienerin mit sizilianischem Vater und (früh nach Italien ausgewanderter) deutscher Mutter. Im Hinterland von Ravenna auf dem Land aufgewachsen lebe ich heute in einem der kleinen Orte direkt am Meer, die ich im Beitrag „die Lidi von Ravenna“ beschrieben habe. Ich arbeite als geometra und restauriere alte Ruinen in der Emilia Romagna. Für ein Arbeitsprojekt bin ich seit Oktober 2010 in München, wo ich Deutsche Kunden für unsere Firma betreue." (Quelle: Autoren Homepage)


*
Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich liebe die Romane von Chiara Ravenna, weswegen ich natürlich unbedingt auch den neuesten Roman von ihr lesen wollte :)



-> Cover: 
Eigentlich mag ich Cover mit Personen darauf nicht zwangsweise, aber dieses Cover gefällt mir richtig gut - nicht zuletzt, weil man sich als Leser natürlich fragt, ob die Frau Ähnlichkeit mit Chiara Ravenna hat?



-> Story + Charaktere: 
Chiara Ravenna schafft es auch mit ihrem neuen Buch "La Siciliana - Die Sizilianerin" den Leser in ihren Bann zu ziehen. Neben der gewohnten, herrlichen Atmosphäre mit viel italienischem Flair und grandiosen Charakteren, bietet dieser Roman dieses Mal auch eine Menge Spannung: Chiara wird ungewollt in die Geschäfte der Mafia hineingezogen, was für sie die ein oder andere unangenehme Begegnung herbeiführt. Doch wie verhält sie sich in dieser Situation? Wie meistert sie diese Angelegenheit, ohne selbst ins Schussfeld zu geraten?
 
Auch mit diesem Buch konnte mich die Autorin wieder auf ganzer Linie überzeugen. Neben einer unglaublich spannenden Geschichte erwartet uns genau das, was man von einer Autorin erwartet kann, die nicht nur ihr Land liebt, sondern auch das, was sie tut: schreiben. Chiara schreibt mit einer Hingabe über das Leben, das Essen, den Wein, die Landschaft und die Personen, dass es dem Leser warm ums Herz wird und man sich mehr als einmal dabei erwischt, gedanklich schon einen Flug zu buchen. Auch die Liebe kommt in diesem Roman nicht zu kurz und natürlich darf auch ein sympathischer Sizilianer mit gutem Aussehen nicht an Chiaras Seite fehlen - hach.
 
-> Schreibstil: 
Wie gewohnt ist der Schreibstil locker leicht und sehr angenehm zu lesen! Chiara schafft es, den Leser in den Bann zu ziehen und ihn problemlos der Handlung folgen zu lassen.
 
-> Gesamt: 
Ein hervorragendes Buch, das wirklich Spaß macht. Lesen!
 
Wertung: 5 von 5 Sterne!
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Freakshow

Bryan Smith
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 25.10.2017
ISBN 9783865525888
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Als die Zirkuswagen mit den Freaks durch Pleasant Hills rollen, verändert das die ruhige kleine Stadt für immer. 
Denn wenn der Vorhang sich hebt, zeigt man nicht die üblichen Tricks. Die Hauptattraktionen sind die Folterungen – und die Stars der Show sind die ahnungslosen Besucher selbst.
Fans von Extreme Horror a la Edward Lee werden ihren Spaß an den kranken Spielchen der Freaks haben." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Seltsame Signale in der Nacht."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 336  Seiten
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3-86552-588-8 
Preis: 13,99 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Bryan Smith lebt in Murfreesboro, Tennesee/USA. Er schreibt mit einer explosiven Kraft. In Rekordzeit hat er sich an die Seite von Richard Laymon, Edward Lee und Jack Ketchum gekämpft, in die Riege der Kultautoren brutaler Thriller.." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Jaja, ich und die Bücher aus dem Festa Verlag. Es war liebe auf das erste Lesen und das wird es wohl auch bleiben, weswegen euch noch einige Rezensionen zu Büchern aus diesem Verlag erwarten werden. "Die Freakshow" hat mich vor allen Dingen deswegen fasziniert, da ich vor einiger Zeit die Serie "American Horrorstory" gesehen habe, bei der es auch eine Staffel gibt, bei der es um eine Freakshow geht - was ich sehr spannend fand. Dementsprechend gespannt war ich, wie Bryan Smith an das Thema herangeht, denn auch auf ihn als Autor war ich sehr gespannt. 


-> Cover: 
Grandios! Gruselig, blutig, schauderhaft - einfach perfekt für diese Geschichte und definitiv eines der Bücher, was ich beim lesen im Bett vor dem Schlafen "aufs Gesicht" gelegt habe, da ich nicht von diesem Monster angestarrt werden wollte. :-D


-> Story + Charaktere: 
Ich muss gestehen, dass ich mit einer gewissen Erwartung an das Buch herangegangen bin - als diese schon direkt zu Beginn des Buches nicht erfüllt wurden und sich die Geschichte in eine komplett andere Richtung entwickelte, tat ich mir anfangs doch etwas schwer, mich in das Geschehen einzufinden. Dennoch fand ich diese Entwicklung irgendwie interessant - aber auch verwirrend. Nicht nur, dass die Geschichte in eine ganz andere Richtung geht, als erwartet, zu Beginn widmen wir uns auch gleich vier Handlungssträngen auf einmal. Dabei begleiten wir die Protagonisten Heather/Craig, Mike und Braddock/Sheila, wobei sich Heathers und Craigs Wege bald trennen und beide wieder als einzelne Personen auftreten. Diese Handlungsstränge könnten, theoretisch, auch völlig unabhängige Geschichten darstellen, was es mir zu Beginn etwas erschwerte. 


An sich sind mehrere Handlungsstränge ja kein Problem, denn erfahrungsgemäß kreuzen sich diese auch irgendwann im Buch, die Frage ist nur: WANN. Diesbezüglich war ich wohl in diesem Buch ein wenig ungeduldig, vor allem, weil sich mir am Anfang nicht so recht erschließen wollte, wo das Ganze letztendlich hinführen würde. Nach und nach lichtete sich das Dunkel jedoch und ich wurde immer tiefer und tiefer in den Bann dieser absolut fantastischen Geschichte gezogen.


Die anfängliche Skepsis war völlig unbegründet, denn Smith erschafft nicht nur eine völlig neue Dimension der gruseligen Zirkus-Vorstellung (oder die der umherziehenden Schausteller), sondern flechtet die vielen Handlungsstränge so geschickt zu einer Geschichte, dass das Ganze am Ende nicht nur schlüssig, sondern nahezu genial erscheint. 


Auch wenn ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, mit den Protagonisten mitzufühlen und ihre Handlungen nachzuvollziehen, so legte sich das nach einiger Zeit und ich konnte wie gewohnt mitfiebern und auf einen positiven Ausgang hoffen.


-> Schreibstil: 
Bryan Smith bedient sich eines sehr angenehmen, gut lesbaren Schreibstils, der ein flüssiges Lesen ermöglicht. Das hineinversetzen in verschiedene Situationen fällt leicht und die bildhafte Sprache bewirkt, dass man auch ohne viel Fantasie alles genau vor Augen hat. 


-> Gesamt: 
Ein gruseliges, grausames und - wenn man ein wenig Fantasie besitzt - sogar mögliches Szenario in der Zukunft (oder gar der Gegenwart?), gepaart mit grausamen Freaks, fiesen Quälereien, ein bisschen Gemetzel und faszinierenden Charakteren - was will man eigentlich mehr? 


Wertung: 5 von 5 Sterne

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70 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

thriller, köln, lorenz stassen, anwalt, mord

Angstmörder

Lorenz Stassen
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453438798
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Als der notorisch erfolglose Anwalt Nicholas Meller die junge Nina empfängt, die sich bei ihm bewirbt, wird schnell klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, und – sie trägt einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Ebenso schnell wird klar: Nina ist eine starke Frau, die kein Mitleid duldet und sich durchs Leben kämpft. Beide ahnen nicht, dass ihre Schicksale schon bald durch dramatische Ereignisse verschmolzen werden. Sie geraten in den Fall um einen unheimlichen Mörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision einkreist und brutal umbringt. Was niemand weiß: Der Angstmörder hat sein nächstes Opfer schon ausgewählt ..." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Der Waldboden war feucht und kalt, und mit dem Bewusstsein kehrten die Schmerzen zurück."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453438798
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"LORENZ STASSEN. So heiße ich wirklich, bin 48 Jahre alt und lebe dort, wo auch mein Buch spielt, in Köln. Meine Hauptfigur ist quasi mein Nachbar, dennoch handelt es sich beim "Angstmörder" nicht um einen Regionalkrimi, sondern um einen handfesten Thriller.  In meinem "ersten Leben" habe ich Chemielaborant (bei BAYER) gelernt. Naturwissenschaften interessieren mich auch heute noch, aber ich wollte nicht mein ganzes Berufsleben im Labor stehen. Darum habe ich nach dem Zivildienst (so etwas gab es früher :-) in die Filmbranche gewechselt. Ich war zuerst als Produktionsassistent, dann als Aufnahmeleiter tätig. Parallel dazu habe ich das Schreiben angefangen und lebe seit über zwanzig Jahren davon, von Drehbüchern. Meine Filmografie ist bei: www.imdb.com zu finden. "Angstmörder" ist mein Debütroman. Weitere Bücher werden folgen.." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Der Klappentext sagte mir spontan zu und machte mich neugierig, auf dieses Buch. Derzeit lese ich sehr gerne Thriller und bin über neue Autoren nicht nur dankbar, sondern auch sehr neugierig auf ebendiese! 


-> Cover: 
Das Cover macht neugierig und hat auch einen Bezug zur Geschichte. Auch wenn es eher schlicht gehalten ist, gefällt es mir dennoch sehr gut und die Farbgebung ist stimmig. 


-> Story + Charaktere: 
Manchmal sind Debüt-Romane gerade im Genre des Thrillers nicht ganz das, was man sich als Leser wünscht - mal ist der Plot nicht stimmig, manchmal ist das Buch vorhersehbar, manchmal passen die Charaktere einfach nicht richtig rein - doch bei Angstmörder war das definitiv nicht der Fall, ganz im Gegenteil! Mir gefiel nicht nur die Story richtig gut, da sie nicht nur sehr spannend war, sondern auch keinerlei Logikfehler oder sonstige Ungereimtheiten enthielt, auch die Charaktere hatten ihre Besonderheiten. Auch hält die Geschichte einige Überraschungen für den Leser bereit und nimmt die ein oder andere unerwartete Wendung. 


Nicholas Meller ist ein eher durchschnittlicher Strafverteidiger, mit schlechtem Examen, kleiner Kanzlei und wenigen Mandanten. Er schleppt sich von Monat zu Monat und hat noch nie einen Mordfall verteidigt - doch das ändert sich jetzt. Nicholas war mir vom ersten Moment an sympathisch, denn auch, wenn er an seiner Misere eigentlich selbst schuld ist, so lässt er sich doch nie unterkriegen und ist gerade dann zur Stelle, wenn es notwendig ist.


Nina Vonhoegen bewirbt sich in Nicholas Kanzlei als Referendarin und verschweigt dabei bewusst ihre Behinderung: seit ihrer Geburt fehlt ihr der rechte Arm. Doch gerade wegen ihrer Behinderung ist Nina eine sehr starke Frau, eine absolut bewundernswerte Persönlichkeit, von der ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde. 


Auch die anderen auftretenden Charaktere (besonders die Staatsanwältin Franka) waren nicht nur sympathisch, sondern auch sehr gut konstruiert. 


Das Ende war absolut unvorhersehbar und konnte mich restlos überzeugen - Herr Stassen, wann dürfen wir mit neuem Stoff von Ihnen rechnen? 


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut zu lesen. Erzählt wird die Geschichte die meiste Zeit aus der Ich-Perspektive des Nicholas Meller, wechselt die Perspektive jedoch auf den Täter, so lesen wir aus der Erzählerperspektive. 


-> Gesamt: 
Mit seinem schlüssigen Plot, unglaublich tollen Charakteren und unglaublich viel Spannung konnte mich Lorenz Stassen nicht nur vom "Angstmörder" überzeugen, sondern von auch von sich selbst als Autor und ich bin fest davon überzeugt, dass dies nicht das letzte Buch sein wird, was ich von ihm lesen werde!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

CHAINS Lass [nicht] los!

Johannes Wiedlich
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Thekla Verlag, 01.08.2017
ISBN 9783945711149
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Schneewittchen? Was? Du kannst mich mal! Ich hatte mit Idioten gerechnet, nicht mit der blauhaarigen Pestilenz. Ich hatte mit Konflikten gerechnet, nicht mit dem Kampf um meinen Verstand. Was hat mich meine Vergangenheit also gelehrt? [nichts!]


Matthew zieht für ein Austauschsemester in eine Wohngemeinschaft, die kaum nerviger sein könnte. Seine Mitbewohnerin Sirin entpuppt sich bereits innerhalb der ersten Woche als zwangsneurotischer Hausdrache. Mit Robert kann man zwar ganz gut klarkommen, aber Rückendeckung darf man von ihm nicht erwarten, und Karla glänzt hauptsächlich durch Abwesenheit. Doch am schlimmsten scheint Luka. Der Typ, der keinen Mustern folgt, nach keinen Regeln spielt und offenbar Spaß daran hat, Matthew immer wieder an seine Grenzen zu treiben." (Quelle: Amazon)

*Erster Satz des Buches*
"Bitte."

*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 240 Seiten
Verlag: Thekla Verlag
ISBN: 978-3945711149
Preis: 11,98 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)
Hier kannst Du das Buch bestellen :)

*Infos zum Autor*
"Johannes Wiedlich wurde Anfang der 80er-Jahre in der Nähe von Darmstadt geboren. Er lebt und arbeitet nach Abschluss eines geisteswissenschaftlichen Studiums nun in Südhessen.
Johannes Wiedlich ist ein Querdenker und verarbeitet in seinen Romanen auf fesselnde Weise eigene Jugenderfahrungen.." (Quelle: Amazon)

*Fazit'
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich beim stöbern auf "BloggDeinBuch" auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, war ich natürlich neugierig, um was es sich genau handeln würde... und bewarb mich auf dieses Buch.

-> Cover: 
Betrachtet man dieses Cover, so ist einem am Anfang gar nicht bewusst, wie gut es zur Geschichte passt, denn derjenige auf dem Cover kann eigentlich niemand anderes sein, als Luka, einer der Protagonisten. Der rote Apfel, sowie der rote Titel "Chains" sind die einzigen Farbakzente auf dem Cover, was mir persönlich sehr gut gefällt.

-> Story + Charaktere: 
Wir begeben uns, gemeinsam mit Matthew, in ein neues Land, in eine völlig unbekannte WG, deren Bewohner er nur kurz über Skype kennenlernte, bevor er sich ins Flugzeug setzte, um sein Auslandssemester zu beginnen. Doch warum Matthew eigentlich vor seinem Leben und seinem Alltag flieht, erfahren wir erst viel später, klar ist nur, dass er flieht - vor Freundschaften, vor der Vergangenheit und vor sich selbst. Dabei landet er ausgerechnet in einer WG, die er selbst mit dem Titel "Alcatraz" betitelt und deren Bewohner Karla, Luka, Robert und Sirin er liebevoll mit den Spitznamen Sporty Spice, Kettenschlumpf, Kapitän Rotbart und Miss Bollywood betitelt - nicht jedoch ohne selbst als Snow White oder Schneewittchen bezeichnet zu werden.

Die Geschichte um Matthew hat mehr Tiefe, als man es zu Beginn erwarten würde und auch die erwartete Lovestory mit Homosexuellem Touch bleibt eine Erwartung, die sich nicht erfüllt. Vielmehr handelt es sich bei Chains um ein Buch über Freundschaft und den manchmal sehr schwierigen Weg dorthin, der nicht selten auch über ein gewisses Maß an Feindschaft führt. Matthew und Luka pflegen eine Verbindung, deren Sinn man lange Zeit nicht nachvollziehen kann, doch am Ende fügt sich alles in ein stimmiges Bild ein. Auch wenn mich das Ende des Buches selbst ein wenig unzufrieden zurückließ, weil nicht all meine Fragen beantwortet wurden, so wird doch im Verlauf des Buches vermittelt, dass es auch gar nicht um diese spezielle Beantwortung der Frage geht- sondern um etwas viel tiefergehendes.

Die Charaktere gefielen mir besonders gut, da jeder von ihnen sehr speziell und authentische dargestellt wird, ganz so, als ob diese WG tatsächlich irgendwo auf der Welt existieren könnte.

-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen, das ganze Buch ist in 5 Kapitel eingeteilt, die sich jedoch noch in Unterkapitel einteilen.

-> Gesamt: 
Insgesamt handelt es sich bei "Chains" um kein Buch, das ich mir selbst gekauft hätte, deren Lektüre ich im Nachhinein aber als unbedingt empfehlenswert einstufen würde. Neben eingängigen Charakteren und einer berührenden Geschichte lernen wir als Leser auch ein klein wenig über uns selbst und auch wenn ich das Ende eher unbefriedigend fand, passt es doch perfekt zur Geschichte.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

tagebuch, mörder, mord, memory game, felicia yap

Memory Game - Erinnern ist tödlich

Felicia Yap , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren.
Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? " (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Ich will Dir ein paar schreckliche Geheimnisse verraten."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 448 Seiten

Verlag: Penhaligon Verlag

ISBN: 978-3764531829
Preis: 14,99 € (Taschenbuch) / 11,99 € (E-Book)


*Infos zur Autorin*
"Felicia Yap wuchs in Kuala Lumpur auf, studierte Biochemie in London und erwarb ihren Doktor der Geschichte an der University of Cambridge. Sie arbeitete bereits als Biologin, Historikerin, Dozentin, Kritikerin und Journalistin, unter anderem für The Economist und Business Times. Sie lebt in London, wo sie vor kurzem ein Programm zu Kreativem Schreiben an der Faber Academy abschloss. Memory Game – Erinnern ist tödlich ist ihr Debüt.." (Quelle: Amazon)




*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich über den Verlag zur Blogger-Aktion eingeladen wurde, sah ich mir dieses Buch genauer an - und war sofort interessiert! Allein die Vorstellung, dass unser Gedächtnis uns derart im Stich lässt, dass wir uns nur an einen Tag vorher oder maximal an zwei Tage erinnern können - gruselig! Ich war also sehr gespannt auf dieses Buch...



-> Cover: 
Das gelb-grau-schwarz gehaltene Cover ist eher schlicht und sagt wenig über das Buch aus. Hätte ich es im Laden gesehen, wäre ich vermutlich daran vorbeigegangen, denn ein Blickfang ist es nun nicht wirklich.



.> Story + Charaktere: 
Felicia Yap ist es gelungen mit "Memory Game" einen ganz neuen Roman zu schaffen. Man kann nicht einmal zwangsläufig sagen, dass es sich hierbei um eine Dystopie handelt, denn wir befinden uns im und um das Jahr 2015 und die Gegebenheiten sind keine Folge unseres derzeitigen Leben und Wirken.


Ich war sehr gespannt auf diesen Roman, denn eine Welt, in der ich mich nur an den vorherigen Tag, oder maximal 2 davon, erinnern kann, ist für mich völlig undenkbar. Doch in genau solch einer Welt leben Claire und ihr Mann Mark, sie eine Mono - ein Mensch, der sich nur an den gestrigen Tag erinnern kann - und er ein Duo - jemand, der sich an gestern und vorgestern erinnern kann. Die Art und Weise der Umsetzung gefiel mir unglaublich gut, auch wenn ich am Anfang ein wenig Schwierigkeiten hatte, mich in diese Welt einzufinden. Zwar vergessen die Protagonisten die einzelnen Dinge der verschiedenen Tage, halten am Abend des aktuellen Tages jedoch die wichtigsten Ereignisse in einem Tagebuch fest (Steve Jobs durfte nicht fehlen, er erfand das iDiary - ein elektronisches Tagebuch). Lesen die betreffenden Personen ihre Mitschriften, so besteht die Gelegenheit, diese auswendig zu lernen und so zumindest einen Teil der Vergangenheit weiterhin als "Fakten" zu behalten. So ist jeder angehalten, am nächsten Tag den Eintrag des vorangegangenen Tages durchzulesen, um zu wissen, was sich ereignet hat.


Nun ist es jedoch so, dass man sich selbst durchaus auch manipulieren kann - denn man vergisst ja, was sich ereignet hat, wenn man sich dies nicht - oder anders - in seinem Tagebuch notiert. Wollten wir in solch einer Welt leben? Definitiv nicht. Was hat das für Auswirkungen auf unsere zwischenmenschlichen Kontakte? Eine ganze Menge. Doch um diese Fragen präziser beantwortet zu bekommen, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.


Mich konnte Felicia Yap nicht nur mit ihrem gelungenen Setting überzeugen, sondern auch mit den Charakteren, die ich durch die Bank hinweg außerordentlich gelungen fand. Das komplette Buch fesselte mich von vorne bis hinten und ich wollte und konnte es kaum noch weglegen. Yap's Welt fasziniert und bringt einen zum nachdenken, lässt philosophieren, über den Wert von Erinnerungen in Beziehungen, darüber, wie wir uns verhalten würden und die Tatsache, dass auch in solch einer Welt Minderheiten existieren, die diskriminiert werden. Auch wenn ich mit dem Ende so überhaupt nicht gerechnet hätte (und ich habe mir so einige Theorien zurechtgelegt), gefiel es mir ziemlich gut, auch wenn es Raum für eine Fortsetzung lässt, die ich mir ehrlich gesagt nicht wünschen würde. Der Reiz des neuen und der Erinnerungen (bzw. deren fehlen), der dieses Buch zu etwas besonderem macht, würde in einer Fortsetzung wohl untergehen und das wäre sehr schade.


-> Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Kapitel sind in einer angenehmen länge verfasst. Als Erzähler wechseln sich Mark, seine Frau Claire, seine Geliebte Sophia und der Ermittler Hans ab und bieten uns so einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Beteiligten.


-> Gesamt: "Memory Game" ist anders, speziell, grandios. Die Geschichte überzeugt, die Charaktere sind gelungen und das Ende alles andere als vorhersehbar. Klare Leseempfehlung!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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239 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

mythos academy, fantasy, bitterfrost, jennifer estep, loki

Bitterfrost

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703833
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Mit ihrer »Frost«-Reihe begeisterte Jennifer Estep unzählige Fans in Deutschland. Doch ist der Kampf gegen Lokis Schnitter wirklich vorüber? Auf der Mythos Academy in Colorado geschehen besorgniserregende Ereignisse, aber nur wenige erkennen die Zeichen. Rory Forseti ist eine von ihnen. Trotz ihres jungen Alters hat sich die Spartanerin bereits im Kampf gegen Loki bewiesen. Dennoch ist sie eine Außenseiterin an ihrer Schule, denn ihre Eltern waren Schnitter – Verbrecher im Dienste Lokis. Rorys Vorsätze, endlich Freunde zu finden, werden über den Haufen geworfen, als sie Zeugin eines Mordes wird. Und wie sich herausstellt, stecken auch noch Lokis Schergen dahinter! Rory kann nicht zulassen, dass erneut Menschen durch die Schnitter leiden. Als eine Spezialeinheit sie für den Kampf gegen den Feind rekrutiert, gibt es für Rory kein Zurück mehr." (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Der erste Schultag ist immer der schlimmste."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag: Piper Verlag

ISBN: 978-3492703833
Preis: 16,99 € (Taschenbuch) / 12,99 € (E-Book)
Reihe: Spin-Off zur Reihe "Mythos Academy"
          Mythos Academy 01 - Bitterfrost


*Infos zur Autorin*
"Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihen »Elemental Assassin« und »Bigtime«." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich liebe die "Mythos Academy" - Reihe der Autorin und war natürlich sofort begeistert, als ich hörte, dass ein Spin-Off erscheinen würde. Nachdem ich mit Gwen und Logan mitgefiebert, gelacht und geweint habe, wollte ich unbedingt wissen, was Gwen's Cousine Rory erleben würde...



-> Cover: 
Hach. Das Cover! Es passt einfach perfekt und ich könnte mir kein besseres vorstellen! Die Augen blicken einen an, fixieren regelrecht und ziehen einen in den Bann des Buches...



-> Story + Charaktere: 
Fairerweise muss man sagen, dass man die Reihe "Mythos Academy" vorher gelesen haben sollte - zumindest, wenn man diese noch vorhat zu lesen, denn Jennifer Estep Spoilert in diesem Spin-Off ziemlich viel aus der Vorgänger-Reihe. Einerseits ist das für den Leser von Vorteil, da sie dies nicht nur geschickt in die Geschichte verwebt, sondern auch dafür sorgt, dass man die wichtigsten Dinge noch einmal Revue passieren lässt.


"Mythos Academy Colorado 01 - Bitterfrost" ist ein absolut gelungenes Spin-Off, aber auch ein spannender Reihenauftakt, der mit seinen Charakteren nicht nur Lust auf mehr macht, sondern auch die lieb gewonnen Charaktere aus "Mythos Academy" wieder ins Gedächtnis ruft. Wer besagte Reihe nicht kennt, ist aber keinesfalls im Nachteil, denn Esteps Erklärungen sind schlüssig und erklären die wichtigsten Details. Auch wenn zu Beginn des Buches die ein oder andere Parallele auftaucht, so entwickelt sich die Geschichte um Rory Forseti zu einer eigenständigen und völlig unabhängigen Geschichte, die nicht nur mit einer Menge Action aufwartet, sondern auch den Spannungsbogen konsequent ansteigen lässt, sodass man das Buch eigentlich kaum aus der Hand legen möchte.


Rory Forseti ist ein Charakter, mit dem man sich als Leser gut identifizieren kann und sofort sympathisch wirkt und auch die übrigen Charaktere wachsen einem in rasanter Geschwindigkeit ans Herz.


-> Schreibstil: 
Mit ihrem flüssigen und gut verständlichen Schreibstil zieht die Autorin den Leser in den Bann und man findet unglaublich leicht in die Geschichte.


-> Gesamt: 
Die Angst, "Bitterfrost" könnte ein langweiliger Abklatsch der bisher erschienen Bände um die "Mythos Academy" sein, war völlig unbegründet und schon nach wenigen Seiten konnte ich mich wieder völlig auf das Geschehen einlassen. Ein absolut lesenswerter Roman, der Lust auf die Folgebände macht!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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77 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

feuer, jennifer estep, romanze, superhelde, superhelden

Hot Mama

Jennifer Estep , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492280389
Genre: Fantasy

Rezension:


*Inhalt*
"Fiona Fine ist die heißeste Fashion-Designerin in Bigtime, New York. Buchstäblich. Denn nach Feierabend wird Fiona zu Fiera, einer Superheldin mit Feuerkräften. In letzter Zeit musste Fiona viel durchmachen, besonders der Tod ihres Verlobten macht ihr zu schaffen. Aber sie will sich nicht unterkriegen lassen und neu anfangen, daher scheint es gutes Karma zu sein, als Fiona den sexy Geschäftsmann Johnny Bulluci auf der Hochzeit einer Freundin kennenlernt. Nur leider tauchen neue Superschurken auf und crashen die Hochzeit. Fiona weiß nicht, worauf sie aus sind, aber wenn sie es nicht herausfindet, ist sie diejenige, die dieses Mal in Flammen aufgehen könnte …" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Mein Hochzeitstag."
 
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 400 Seiten

Verlag: Piper Verlag

ISBN: 978-3-492-28038-9
Preis:  13,00 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)
Reihe: Bigtime 01 - Karma Girl
          Bigtime 02 - Hot Mama
 
*Infos zur Autorin*
"Jennifer Estep ist Journalistin und New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab und lebt heute in Tennessee. Bei Piper erscheinen ihre Serien um die »Mythos Academy«, »Black Blade« sowie die Urban-Fantasy-Reihen »Elemental Assassin« und »Bigtime«." (Quelle: Piper)
 
*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich Band 1 der neuen Reihe von Jennifer Estep gelesen und für "ganz gut" befunden hatte, war ich sehr neugierig auf den Folgeband!



-> Cover: 
Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht so besonders gut, da gab es von Jennifer Estep schon deutlich ansprechendere! Dennoch passt es irgendwie zur Geschichte, denn auch diese ist wieder etwas komplett anderes, als die übrigen Geschichten der Autorin.



-> Story + Charaktere: 
Der erste Band sollte bekannt sein, bevor man sich diesem Buch widmet, da häufig das Wissen aus Band 1 gefordert ist.
 
Nachdem mir Band 1 noch relativ gut gefallen hatte (4/5 Sterne), so empfand ich die Fortsetzung "Hot Mama" als deutlich schlechter. Da bereits der erste Band schon sehr vorhersehbar war, hatte ich mir hier nicht unbedingt mehr erhofft, leider wurde ich eher noch enttäuscht, denn Band 2 war NOCH vorhersehbarer. Leider nicht für die Protagonistin Fiona Fine, denn bis sie verschiedene Zusammenhänge versteht und kombinieren kann, vergeht einige Zeit.... und für den Leser bedeutet das: keine Spannung. So zieht sich das Buch dann doch über 400 Seiten hinweg, was jedoch leider nur durch tolle Charaktere aufgehoben werden kann - aber wenigstens das.
 
Auch wenn Fiona etwas blind für Zusammenhänge zu sein scheint, mochte ich sie eigentlich ganz gerne - auch wenn mir ihr Essverhalten nach und nach ein wenig auf den Keks ging, denn auch wenn ihr Stoffwechsel extrem gut arbeitet, störten mich die Aufzählungen dessen, was sie so vertilgt. Nachdem man Fiona in Band 1 als Nebenfigur erlebt, hätte ich mir außerdem ein wenig mehr Pepp für die Figur gewünscht - mir persönlich war sie ehrlich gesagt noch ein wenig zu zahm.
 
-> Schreibstil: 
Der Schreibstil entsprach dem üblichen Stil von Jennifer Estep: Lebhaft, bildhaft, gut verständlich. Erzählt wurde die Geschichte in der Vergangenheitsform aus Sicht der Protagonistin Fiona Fine.



-> Gesamt: 
Insgesamt fiel "Hot Mama" noch etwas schwächer aus, als der Vorgänger, denn nicht nur die Spannung fehlte, auch war vieles recht offensichtlich. Die Charaktere gefielen mir gut, der Schreibstil ebenso. Ich bin sehr gespannt, ob es einen Folgeband gibt - ich würde ihn auf jeden Fall dennoch lesen!

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superhelden, jennifer estep, karma girl, piper verlag, bigtime

Karma Girl

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492280372
Genre: Fantasy

Rezension:


*Inhalt*
"In der Welt von »Bigtime« hat jede Stadt mindestens einen Superhelden. Doch selbst der coolste Held kann nichts gegen die Irrungen und Wirrungen der Liebe ausrichten. Daher sollten sich die Heroen in Jennifer Esteps neuer Reihe besser zweimal überlegen, für wen sie aus dem Spandex schlüpfen: Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer – er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte daraufhin nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus ..." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Mein Hochzeitstag."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 400 Seiten
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 978-3492280372 
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)
Reihe: Bigtime 01 - Karma Girl
          Bigtime 02 - Hot Mama


*Infos zur Autorin*
"»Ein sehr unterhaltsames, lesenswertes Buch, dass die Superhelden auch mal von ihren schwachen, menschlichen Seiten zeigt. Eine tolle Protagonistin, die Lust auf mehr macht.«, buchnotizen.de, 10.05.2017


»Marvel - und auch Comic-Fans werden während des Lesens von ›Karma Girl‹ von Jennifer Estep voll auf ihre Kosten kommen. Mit ihrem gewohnt großartigen Erzählstil hat die Autorin einen tollen, actionreichen, humor- und liebevollen Roman geschrieben, der alle ›Superhelden-Klischees‹ auf ganz wundervolle Weise bedient.«, magicallyprincess.blogspot.de, 07.05.2017


»Ihre Bücher haben immer einen ganz gewissen Touch, der einfach typisch Estep ist.«, katesleselounge.de, 28.04.2017." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Jennifer Estep ist eine meiner liebsten Autorinnen und sowohl ihre "Black Blade" - Reihe als auch die Bücher um die Mythos Academy fesselten mich von der ersten Minute an. Aus diesem Grund war ich natürlich sehr gespannt auf diese Superhelden-Reihe! 


-> Cover: 
Ich muss zugeben, dass mich das Cover nicht wirklich vom Hocker reißt - da wäre sicherlich auch noch etwas mehr drin gewesen. Schade! 


-> Story + Charaktere: 
"Karma Girl" ist definitiv anders, als alles, was ich bisher von Jennifer Estep gelesen habe - was es aber nicht ungleich schlechter macht. Eigentlich bin ich kein großer Fan von Superhelden Geschichten und weder Marvel, noch DC konnten mich bisher wirklich fesseln oder überzeugen - und genau deswegen war dieses Buch so eine Herausforderung für mich. Am Anfang tat ich mir etwas schwer, mich in die Charaktere, bzw. die Geschichte einzufinden, doch nach und nach gelang mir das immer besser, was nicht nur am unverwechselbaren Schreibstil der Autorin, sondern auch am Charme der Charaktere lag. 


Die Protagonistin Carmen Cole ist ein faszinierender Charakter und alles andere als perfekt - und genau deswegen mochte ich sie extrem gerne. Nachdem sie an ihrem Hochzeitstag nicht nur Zeuge des Betruges ihres Zukünftigen mit ihrer besten Freundin wurde, sondern auch von deren Superhelden/-schurken dasein erfuhr, brach für Carmen eine Welt zusammen. Daraufhin beschloss sie, alle Superhelden und Superschurken zu demaskieren, die ihr unter die Finger kamen und machte ich so natürlich keineswegs Freunde...Als Enthüllungsjournalistin konnte sie so natürlich Schlagzeilen machen, bis eines tragischen Tages ein Unglück passiert und Carmen von ihrem hohen Ross herunterfällt...


Auch wenn die Story leicht vorhersehbar ist, so konnte sie mich doch überzeugen und vor allem fesseln, was dazu führte, dass ich das Buch in jeder sich bietenden Gelegenheit verschlang! Die übrigen Charaktere sind sehr charismatisch gestaltet und faszinierten mich nicht nur, sondern schafften es, dass ich mich auf ein Wiedersehen freue. Neben einigen actiongeladenen Szenen kamen auch die emotionalen Momente nicht zu kurz und die verschiedenen Eigenschaften der Superhelden und Bösewichte fand ich super durchdacht. 


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist angenehm in der Vergangenheitsform aus Sicht der Protagonistin verfasst. 


-> Gesamt: 
Auch wenn mir "Bigtime 01 - Karma Girl" sehr gut gefiel, so kommt es doch nicht an die bisherigen Bände der Autorin heran, insbesondere da ich die Geschichte sehr vorhersehbar fand. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, die Charaktere und deren Handlungsweisen stimmig und das Ende macht Lust auf mehr.  


Wertung: 4 von 5 Sterne!

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horror, für erwachsene, bestie, gespenster, brücke

Das Atmen der Bestie

Graham Masterton
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Festa, 28.09.2012
ISBN 9783865522726
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Als der alte Seymour Willis zu mir ins Gesundheitsamt kam, hielt ich ihn für verrückt. »Okay. Und Ihr Problem ist Lärm im Haus?«
»Nicht Lärm«, sagte er sanft. »Atmen.«
»Vielleicht strömt ja ein Luftzug durch Ihren Kamin? Manchmal bläst die Luft durch einen alten Schornstein herab und findet ihren Weg durch Risse in den Ziegelstei­nen der Feuerstelle.«
Er schüttelte den Kopf.
»Hören Sie Kratzen? Füßegetrampel? Irgend so etwas?«
Er schüttelte wieder den Kopf. »Es atmet, das ist alles. Wie ein Hund an einem heißen Tag. Es keucht und keucht, die ganze Nacht lang - und manchmal keucht es sogar am Tag.«" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Der alte Mann betrat mein Büro und schloss die Tür."


*Zitat*
"Es atmete. Langsames, tiefes Atmen, wie das Atmen eines Schlafenden. Es atmete ein und aus, ein und aus, als würden die Lungen endlos gefüllt und geleert - das Atmen von jemandem, der schlief und schlief und niemals den Morgen erleben sollte." (S. 35)


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3865521354
Übersetzer: Felix F. Frey
Originaltitel: Charnel House
Preis: 12,80 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Masterton erzählt die einzigartigsten und schaurigsten Geschichten. (Peter James)
Mastertons Romane sind faszinierend, gewagt und gespenstisch zugleich ... aber immer hervorragend recherchiert. (L'Express Paris)
Der Hohepriester des Schreckens, der würdige Erbe von Edgar Allan Poe! (San Francisco Chronicle)." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Graham Masterton ist ein absolut fantastischer Roman, der mich schon mit seinen Romanen "Irre Seelen" und "Die Schlaflosen" überzeugen konnte. Aus diesem Grund war ich neugierig, ob er mich mit diesem Roman ebenso überzeugen könnte...



-> Cover: 
Ein gruseliges Gemäuer, ein zerfranstes Seil....Das Cover ist schlicht, aber passt - und gefällt.



-> Story + Charaktere: 
John Hyatt ist ein gewöhnlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und es ist ein gewöhnlicher Tag - bis Seymour Willis zu ihm ins Büro kommt und um Hilfe bittet: denn sein Haus atmet. Zuerst nimmt John die Bitte des alten Herrn nicht ernst und glaubt an einen Luftzug, der für merkwürdige Geräusche sorgt. Doch irgendwie will ihm Seymour Willis nicht aus dem Kopf gehen und so entschließt er sich, gemeinsam mit einem Kollegen bei dem Alten aufzukreuzen und der Sache auf den Grund zu gehen. Dort angekommen, stellen sie fest... das Haus atmet wirklich.


Doch durch was wird das Atmen hervorgerufen? Das versuchen John und sein Kollege Dan schließlich herauszufinden, doch irgendetwas scheint sich gegen sie verschworen zu haben... John schart ein paar Leute um sich, die bereit sind, das Geheimnis um das Haus zu lüften und wir erleben nicht nur spannende, sondern auch gruselige Momente mit ihnen. Auch wenn Graham Masterton im Vergleich zu anderen Horror-Autoren mit seinen Grausamkeiten eher etwas hinter dem Berg hält, weiß er dennoch blutige Szenen zu beschreiben - aber in Maßen - und gibt so dem Horror-Roman den richtigen Touch. Auch der Grusel kommt nicht zu kurz und wer sich für indianische Mythologie, Dämonen, etc. interessiert, kommt auf alle Fälle auf seine Kosten.


Die Charaktere gefielen mir ebenfalls richtig gut, denn auch wenn man sie nicht im Detail kennenlernt, so genügen die Informationen die man erhält doch auf jeden Fall, um mit den Charakteren mitzufühlen - und an deren Seite mitzufiebern! Besonders toll fand ich George Thousand Names, den indianischen Medizinmann, denn er lehrt uns nicht nur einiges über die Indianer, sondern strahlt auch eine Ruhe und eine sympathische Art aus, die mir unsagbar gut gefallen hat.


-> Schreibstil: 
Mastertons Schreibstil ist fesselnd, sehr bildgewaltig und angenehm. Der Roman wurde aus Sicht des Protagonisten John Hyatt in Vergangenheitsform verfasst.



-> Gesamt: 
Graham Masterton ist ein Meister, ein wahrer Meister des Horror! Auch "Das Atmen der Bestie" konnte mich wieder auf voller Linie erzeugen, denn neben einer wahnsinnig spannenden Story und interessanten Charakteren bietet uns der Autor auch einen guten Einblick in indianische Mythologie.


Wertung: 5 von 5 Sterne! 

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1.328 Bibliotheken, 55 Leser, 5 Gruppen, 199 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?
 
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.
 
Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
">Hier ist der Anruf für Sie.<"
 
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 416 Seiten

Verlag: Knaur Verlag

ISBN: 978-3426521083
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (E-Book)
 
*Infos zum Autor*
"Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. „Therapie“, erschienen 2006, war sein erstes Werk – und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie – und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender „Mailoholic“ ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin." (Quelle: Amazon)
 
*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich mag Fitzek und seine Bücher und auch wenn ich nicht jede Neuerscheinung direkt lese, so hole ich dies doch noch irgendwann nach... das ist einfach ein MUSS!



-> Cover: 
Ein eher schlichtes Cover, das aber irgendwie sehr gut passt. Die rote Acht macht neugierig auf den Inhalt und wenn man genauer hinschaut, fallen die rennenden Menschen darin auf...



-> Story + Charaktere: 
Uff. Als großer Fitzek-Liebhaber hatte ich mir von diesem Buch sehr viel versprochen und was soll ich nach Beenden des Buches nun sagen? Ich mag es, aber irgendwie fehlt ihm der Fitzek-typische Einschlag, das, was einen von vorne bis hinten fesselt und das Buch von den anderen Thriller - Autoren abhebt.
 
Auch wenn die Story von "AchtNacht" durchaus spannend und fesselnd gestaltet ist und in Anlehnung an den Film "The Purge" verfasst wurde - den ich sehr mochte - so konnte mich der Roman nicht auf die übliche Fitzek-typische Art völlig aus den Socken hauen. Vielleicht mag dies daran legen, dass der Roman an den oben genannten Film angelehnt wurde und mir persönlich die Raffinesse fehlte, die Fitzek's Romane normalerweise so unwiderstehlich machen. Ich möchte nicht sagen, dass es sich hierbei um einen langweiligen Thriller handelt, oder gar, dass die Geschichte nicht lesenswert sei - Fitzek-Neulinge dürften durchaus auf ihre Kosten kommen, doch ich für meinen Teil hätte etwas mehr erwartet. Die Geschichte um Ben und die AchtNacht ist durchaus lesenswert und so manches Mal ist man als Leser froh, dass man nicht in der Haut von Ben Rühmann oder Arezu Herzsprung steckt, den beiden, die im Rahmen der AchtNacht gejagt werden.
 
Die Ausarbeitung der Charaktere gefiel mir sehr gut und auch die Auflösung am Ende fand ich lesenswert - und im Gegensatz zu anderen auch nicht vorhersehbar. Am Ende stellt man sich als Leser dann unweigerlich die Frage: ist das möglich? Kann so etwas kommen? Und ich für meinen Teil kann uneingeschränkt sagen: Ja, ich glaube daran. Und das ist wahrhaft gruselig.
 
-> Schreibstil: 
Der Roman wurde aus der Sicht eines Erzählers in der Vergangenheitsform geschrieben und in einer lebhaften, bildhaften und gut verständlichen Sprache verfasst.
 
-> Gesamt: 
Insgesamt hatte ich mir vom Roman zwar etwas mehr erwartet, dennoch fand ich "AchtNacht" jedoch spannend, lesenswert und faszinierend. Die Charaktere gefielen mir ausnehmend gut und das Ende konnte mich überzeugen.



Wertung: 4 von 5 Sterne!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Brennender Durst

Lizzie Wilcock , Friederike Levin
Flexibler Einband
Erschienen bei Beltz, J, 10.07.2017
ISBN 9783407823007
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt." (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Kanada blickte aus dem Fenster."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 250 Seiten
Verlag: Beltz & GelbergVerlag
ISBN: 978-3407823007
Preis:  13,95 € (Taschenbuch) / 12,99 € (E-Book)


*Infos zur Autorin*
"Lizzie Wilcock, eine Grundschullehrerin, hat bereits drei Jugendbücher ("Losing It", "Grieve" und "Give me four reasons") und drei Kinderbücher veröffentlicht. Sie wurde zweimal für den NSW Premier Literary Shortlist-Award nominiert. "Thirst" ist ihre erste Veröffentlichung in Deutschland.." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Der Klappentext machte mich neugierig und ließ mich in der Erwartung eines hochemotionalen Buches zurück. Aus diesem Grund bewarb ich mich bei Blogg Dein Buch für eines der Exemplare. 


-> Cover: 
Ein tolles Cover, das nicht nur perfekt zur Geschichte passt, sondern auch ein echter Blickfang ist! Besonders neugierig macht der Satz am unteren Ende "Manchmal musst Du verloren gehen, um gefunden zu werden." 


-> Story + Charaktere: 
Die Geschichte beginnt mit einem Autounfall und man wird direkt in die Geschichte geworfen, was ich jedoch nicht weiter schlimm fand. Pflegekind Karanda flüchtet direkt nach dem Unfall in die Wüste und erhofft sich, dort nicht gefunden zu werden, denn wer einmal "Pflegestellen-Hopping" hinter sich hat, der ist nicht gerade erpicht darauf, wieder einmal umzuziehen. Doch da hat sie die Rechnung ohne den 8-jährigen Salomon gemacht, der ebenfalls auf dem Weg in eine neue Pflegefamilie war, bevor der Unfall passierte, denn dieser folgt ihr. Davon ist Karanda alles andere als begeistert und versucht mit allen Mitteln den Jungen wieder loszuwerden. 


Auch wenn man nur so durch die Seiten fliegt und die 250 Seiten des Buches relativ schnell beendet hat, so habe ich mich stellenweise doch etwas durchgequält - dies lag allerdings weniger an der Beschaffenheit der Geschichte, die ich im Großen und Ganzen nicht nur sehr interessant, sondern auch spannend fand, sondern vielmehr am Charakter der Karanda. Die 14-jährige Protagonistin war mir von Anfang bis Ende dermaßen unsympathisch, dass ich ihr alles böse an den Hals gewünscht habe und nach wie vor der Meinung bin, dass sie die Unterstützung von Salomon überhaupt nicht verdient hat. Sie war nicht nur zickig, sondern auch überheblich, egoistisch und fürchterlich selbstverliebt - kein Wunder, dass keine Pflegestelle mit ihr klargekommen ist! Salomon hingegen ist nicht nur sympathisch und für sein Alter sehr survival-erprobt, sondern auch großzügig und freundlich. Im Grunde will der kleine Junge einfach nur nicht alleine sein und tut alles, um an Karandas Seite bleiben zu können - und womit dankt sie ihm? Sie lässt den Boss raushängen, kommandiert ihn herum wo sie kann und gibt all die Negativ-Erfahrungen, die sie in den verschiednen Pflegestellen gemacht hat, an Salomon weiter. So manches Mal hätte ich dieses unmöglich Weib am liebsten geschüttelt! Hin und wieder kam dann aber doch eine weiche Seite zum Vorschein, die sich aber leider kein Stück weiterentwickelt hat, da sie immer wieder zurück in ihr altes Muster fiel. Schade!


Die Story gefiel mir insgesamt sehr gut, da der Überlebenskampf der beiden Kinder in der Wüste greifbar und realistisch erscheint. Das Ende fand ich vorhersehbar, aber zufriedenstellend.


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, wenn auch zwischendrin ein wenig ungelenk. 


-> Gesamt: 
Ein durchschnittliches Werk, bei dem mich die Hauptprotagonistin zur Weißglut trieb, die Story selbst war jedoch lesenswert. 


Wertung: 3 von 5 Sterne! 

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128 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

horror, gewalt, edward lee, mord, splatter

Bighead

Edward Lee
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.08.2012
ISBN 9783865521613
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Achtung, ab 18 Jahren!


*Inhalt*
"Ein brutaler, obszöner Thriller!
Nachdem sein Großvater gestorben ist, sitzt Bighead ganz alleine in der Hütte irgendwo im tiefen Wald von Virginia. Als das letzte Fleisch verzehrt ist, treibt ihn der Hunger hinaus in die »Welt da draußen«, von der er bisher nur von seinem Opa gehört hat ...
Wer oder was ist der Bighead? Wieso hat er einen Kopf so groß wie eine Wassermelone? Ist er ein mutierter Psychopath? Was er auch immer ist, Bighead ist unterwegs und hinterlässt eine Spur aus Blut und Grauen." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Sie schlug dem Baby mit einer gusseisernen Bratpfanne den Schädel ein."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl:  352 Seiten
Verlag:  Festa Verlag
ISBN: 978-3865521613
Preis: 13,95 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Edward Lee (geboren 1957 in Washington, D.C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen. Er lebt heute in Florida.
Edward Lee hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des »Extreme Horror«." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen?
Edward Lee - DER führende Autor im Genre Extreme Horror... da musste ich einfach mal ein ganzes Buch lesen und "Bighead" ist eines DER Standardwerke - unnötig zu erwähnen, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste!


-> Cover: 
Das Cover ist gruselig, auch wenn es nicht Bighead selbst darstellt... aber es gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was uns in dem Buch erwarten wird. 


-> Story + Charaktere: 
In der Literatur gibt es Bücher, die man liebt, und Bücher, die man hasst. Es gibt aber auch Grauzonen, in denen man sich bewegen kann, doch diese kann man meine Meinung nach nicht für jedes Buch verwenden. "Bighead" ist eines der Bücher, die man entweder liebt - oder total furchtbar findet.


Ich für meinen Teil bin froh, dass ich mich erst an Bighead herangewagt habe, als ich schon ein paar andere Bücher aus dem Festa-Verlag verschlungen habe, denn ganz ehrlich: wer Edward Lee als Meister des Extremen bezeichnet, hat gar nicht so unrecht. Er schreibt Extrem, in allen Formen. Blutig, widerlich, abartig, zutiefst pervers - aber trotzdem fasziniert es. Wer zart besaitet ist, sollte sich jedoch überlegen, ob er mit "Bighead" in das Genre des "Extreme Horror" einsteigen möchte, denn ich finde, dass dies definitiv eines der heftigeren Bücher ist. Dennoch kann auch solche Literatur überzeugen und begeistern - denn das tut sie mich definitiv, auch wenn ich noch nicht so ganz sagen kann, warum das eigentlich so ist.


In "Bighead" geizt Edward Lee nicht mit allem, was der Normalo in irgendeiner Form abschreckend finden könnte: Mord, Verstümmelung, Vergewaltigung, allen erdenklichen Körperflüssigkeiten, Blasphemie, jeder Form der Wolllust, Drogenmissbrauch.. es wird so ziemlich alles thematisiert. Dennoch liest es sich nicht wie eine Aneinanderreihung von Missetaten, sondern irgendwie steckt in dem ganzen Gemetzel auch noch Story - wie das geht? Das weiß wohl nur Edward Lee. Die Geschichte zeigt verschiedene Handlungsstränge, die irgendwann alle in einen übergehen, ohne allzu kompliziert zu wirken, man behält stets den Überblick über die einzelnen Personen und Handlungsverläufe. 


Was das Ende angeht, war ich beim lesen eigentlich überhaupt nicht überzeugt und der Meinung, dass das der Qualität des Buches definitiv nicht gut getan hat - im Nachhinein passt es aber doch genau zu dem, was man von einem "Lee" erwarten würde - es ist einfach so abgedreht, dass es schon wieder gut ist. Und wer sagt eigentlich, dass Horror am Ende einen Sinn ergeben muss? 


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist an manchen Stellen etwas gewöhnungsbedürftig, da sich Edward Lee ein wenig an seinen Hinterwäldler Bighead anlehnt und einen gewissen Slang in seinen Schreibstil einfließen lässt. Dies fand ich persönlich jedoch ganz lustig und konnte mich schnell daran gewöhnen, vor allem, weil dies nicht das ganze Buch über vorherrscht, sondern immer wieder "normalere" Kapitel einfließen. 


-> Gesamt: 
Insgesamt konnte mich "Bighead" auf ganzer Linie überzeugen, aber ich bin sicher, dass dieses Buch der breiten Masse nicht zusagen wird. Um Gefallen an diesem Roman zu finden muss man nicht nur hart im nehmen sein, sondern sich auch der Tatsache bewusst sein, dass man manche Dinge bzw. Bücher einfach nicht allzu ernst nehmen sollte. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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1.144 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

feen, fantasy, fee, liebe, nimmernie

Plötzlich Fee - Winternacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453314450
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"So richtig hat Meghan noch nie irgendwo dazugehört: Halb Mensch, halb Feenprinzessin steht sie immer zwischen den Welten. Während sich im Feenland Nimmernie ein Krieg zwischen Oberons Sommerhof und dem Reich der Winterkönigin Mab anbahnt, spitzt sich Meghans Lage zu: Als Gefangene des Winterreichs in all seinem eiskalten, trügerischen Glanz sieht sie das Unheil in seinem ganzen Ausmaß heraufziehen, kann aber nichts unternehmen. Ihre magischen Fähigkeiten scheinen mit jedem Tag zu schwinden, und niemand glaubt ihr, dass die gefährlichen Eisernen Feen, Geschöpfe von unglaublicher Macht, längst darauf lauern, Nimmernie zu unterjochen. Denn keiner hat die dunklen Feen, die selbst Mabs Grausamkeit in den Schatten stellen, je gesehen. Nur Meghan – und Ash, der Winterprinz, dem Meghan ihr Herz schenkte und der sie verlassen hat …" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Der Eiserne König stand vor mir, prachtvoll und wunderschön."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 496 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 978-3453267220
Preis: 16,99 € (Gebundene Ausgabe) / 8,99 € (Taschenbuch) / 7,99 € (E-Book)
Reihe: Plötzlich Fee 01 - Sommernacht
           Plötzlich Fee 02 - Winternacht
           Plötzlich Fee 03 - Herbstnacht
           Plötzlich Fee 04 - Frühlingsnacht
           Plötzlich Fee 05 - Das Geheimnis von Nimmernie


*Infos zur Autorin*
"Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihren Fantasy-Serien Plötzlich Fee und Plötzlich Prinz wurde sie rasch zur internationalen Bestsellerautorin. In ihrer neuesten Erfolgsserie Talon erzählt sie von einer magischen Liebe, die nicht sein darf. Julie Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.." (Quelle: Amazon)


*
Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Julie Kagawa schreibt tolle Romane und bereits Band 1 "Sommernacht" hat mir unglaublich gut gefallen. Da Band 1 allerdings schon fast ein Jahr her ist, beschloss ich, dass es endlich mal Zeit für den zweiten Band sei :)



-> Cover: 
Ich liebe die wundervollen Cover der "Plötzlich Fee" Reihe und "Winternacht" gefällt mir auf Grund der Farbgebung besonders gut. Die lila und blaue Farbe passt einfach perfekt zum Winter und die Wimpern, die wie Federn wirken, sind ein echter Blickfang.



-> Story + Charaktere: 
Schon auf den ersten Seiten tauchen wir ein, in die Welt des Winterprinzes Ash. Frostige Weiten, Eiseskälte... auch wenn ich dort vermutlich nicht ganz so glücklich wäre (weil nur am frieren), so konnte ich mich zumindest vor den Seiten direkt in die diese Welt einfinden und direkt in die Geschichte schlittern. Auch wenn das Lesen des ersten Bandes schon ein gutes Jahr zurückliegt, hatte ich keine großen Schwierigkeiten, mich wieder einzufinden, denn hin und wieder erhält man einen kleinen Rückblick, der einem das wichtigste nochmal vor Augen führt.


Auch dieses Mal schaffte es Julie Kagawa, mich auf ganzer Linie zu überzeugen, denn nicht nur die wundervollen bildhaften Beschreibungen, die dafür sorgten, dass man sich alles ganz genau vorstellen konnte, sondern auch die Charaktere machen das Buch zu etwas besonderem. Liebevoll ausgearbeitete, tiefgründige und authentische Protagonisten, die einem mal mehr, mal weniger ans Herz wachsen und bei denen man sich auf ein Wiedersehen freut - das begegnet uns im zweiten Band der "Plötzlich Fee" - Reihe. Doch nicht nur das, auch die Story gefiel mir, denn nicht nur, dass es immer wieder neue Wendungen gibt, auch die Spannung kommt nicht zu kurz und man fühlt sich, wie in einem etwas moderneren Märchen. Besonders überrascht hat mich dieses Mal die Rolle des Eisenpferdes, denn ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, Eisenpferd auf der Seite der "Guten" zu entdecken. Was Grimalkin angeht, so bin ich mir immer noch nicht ganz so sicher, welche Rolle er in dem Ganzen spielt, denn seine Beweggründe sind undurchschaubar - aber er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Ich bin gespannt, was sich in den Folgebänden noch so alles herauskristallisieren wird!


Gestört hat mich in "Winternacht" ehrlich gesagt ein klein wenig die Tatsache, dass Meghan zu wankelmütig war, was ihre Gefühlswelt anbelangt, denn auch wenn sie Gefühle für Ash zu hegen scheint, scheint ihr auch Puck nicht ganz egal zu sein. Ich für meinen Teil fand Puck stellenweise wahnsinnig nervig und aufdringlich und dann gibt Meghan ihm auch noch nach? Da konnte ich nicht mehr, als die Augen verrollen und mich fragen, wie ernst sie es eigentlich mit dem Winterprinz meint...


Das Ende lässt gespannt zurück und auch wenn es keinen "echten" Cliffhanger gibt, frage ich mich schon jetzt, wie es weitergehen wird - denn es macht definitiv Lust auf mehr!


-> Schreibstil: 
Julie Kagawa's Schreibstil ist bildhaft, lebhaft, fesselnd und ganz und gar überzeugend! Geschrieben wurde das Buch aus Meghans Sicht in der Vergangenheitsform.


-> Gesamt: 
"Plötzlich Fee - Winternacht" ist ein fesselndes Buch voller magischer Wesen, einer Menge Fantasie und tollen Charakteren! Ich bin gespannt auf den nächsten Band!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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blutrünstig, sex, horror, gewalt, wrath james white

Schänderzorn

Wrath James White
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783865525420
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Joseph Miles hat Menschen getötet, zerstückelt und Teile ihrer Leichen gegessen. Geleugnet hat er diese Morde nie. Doch er behauptet, selbst nur ein Opfer zu sein …
 
Seit acht Jahren vegetiert Joseph nun in einem Hochsicherheitsgefängnis. Die Wärter zwingen ihn wieder und wieder zu bestialischen Todesspielen.
Doch Joseph ist kein Monster. Er ist überzeugt, dass er als Kind von einer Art Serienmörder-Tollwut angesteckt wurde.
Um Heilung zu finden, muss er aus dieser Hölle entkommen. Das Fotomodell Selene will Joseph dabei helfen. Sie ist wie besessen von ihm. Doch wieso?" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Der Staatsanwalt war ein pingeliger dürrer Mann mit einer schmalen, rechteckigen Brille, die seine grünen Augen riesig erscheinen ließ."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 352 Seiten
Verlag: Festa Verlag
ISBN: 978-3865525420
Preis: 13,95 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)
Reihe: Schänderblut
           Schänderzorn


*Infos zum Autor*
"Wrath James White ist ein ehemaliger Kickboxer (World Class Heavyweight) und Trainer für unterschiedliche Kampftechniken. Er lebt mit seiner Frau in Austin, Texas. Wrath hat drei Kinder: Isis, Nala und Sultan.


Wrath (Zorn) schrieb mehrere Romane, die zu den brutalsten und erschütterndsten zählen, die jemals in Amerika erschienen. Zusammen mit dem »Meister des Extreme Horror« Edward Lee schrieb er Der Teratologe.." (Quelle: Amazon)


*
Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich von "Schänderblut" richtig begeistert war, musste ich natürlich auch die Fortsetzung lesen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Joseph Miles weitergeht...



-> Cover: 
Das Cover von "Schänderzorn" gefällt mir unglaublich gut, denn dabei könnte es sich zweifelsohne um Joseph Miles handeln - auch wenn ich ihn mir immer etwas anders vorgestellt habe. Besonders die bunten Tattoos auf seinen Armen und die blutverschmierten Hände passen perfekt zu Joe.



-> Story + Charaktere: 
Wer schon den Vorgänger "Schänderblut" gut fand, dem wird auch "Schänderzorn" gefallen, auch wenn der Roman irgendwie etwas "anders" ist, als der Vorgänger. Dies mag wohl durch die Tatsache begründet sein, dass sich Joseph Miles nicht mehr auf freiem Fuß, sondern in Haft befindet, wo er seinen Gelüsten nicht so nachkommen kann, wie es ihm ein Bedürfnis wäre. Um seinen muskulösen Körper nicht einzubüßen beschäftigt sich Joe in der Haft die meiste Zeit damit, seinen Körper zu trainieren - oder sich der Selbstbefriedigung hinzugeben. Doch auch die Wärter sind natürlich auf zack und damit ihm (und ihnen) nicht gar so langweilig wird, machen sie ihm nicht nur das Leben schwer, sondern entnehmen ihn auch oft genug aus der Einzelhaft, um ihn mit einem anderen Häftling zu einem sogenannten "Hahnenkampf" austragen zu lassen. Dabei kommt auch Joseph's "Monster" nicht zu kurz und sein Drang nach menschlichem Fleisch kann zumindest ein klein wenig besänftigt werden.


Wrath James White gelingt es auch in diesem Roman hervorragend, dafür zu sorgen, dass der Leser Joe's innerer Kampf bewusst wird - der Kampf zwischen dem kannibalistischen Monster und dem Mensch, der seine Taten zumindest ein Stück weit bereut. Ich bewundere diese Fähigkeit, denn eigentlich hätte kein Mensch bei gesundem Verstand Mitleid mit einem kannibalistischen Mörder diesen Ausmaßes - und doch ist dies der Fall!


Professor Locke, der auch schon eine Rolle in "Schänderblut" spielte, arbeitet in diesem Roman an einer Möglichkeit, Joseph zu heilen, was ich nicht nur sehr spannend fand, sondern auch unglaublich faszinierend. Auch wenn er Angst vor Joe hat, so beschreibt er den Kannibalen stets als respektvollen Menschen und möchte nichts weiter, als ihm die Chance auf ein "Lasterfreies" Leben geben - wenn auch hinter Gittern.


Überzeugend fand ich die Erklärung dessen, weshalb eine Frau (oder Frauen im Allgemeinen) gefallen an einem Mann wie Joe finden könnte - auch wenn ich trotzdem nicht nachvollziehen kann, dass man einen solchen Kerl so sehr vergöttert.


Neben einigen sehr blutigen Gewaltszenen zeigt White auch einiges an Wissen über das menschliche Gehirn und deren Manipulationsmöglichkeit durch diverse Medikamente, was nicht nur maßgeblich zur Geschichte beiträgt, sondern auch für den Leser sehr spannend ist!


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil von Wrath James White ist sensationell, denn mit seiner bildhaften und fesselnden Sprache überzeugt er auf ganzer Linie. Geschrieben wurde die Geschichte in der Vergangenheitsform, aus Sicht eines Erzählers.


-> Gesamt: 
Die Roman von Wrath James White sind anders. Sie sind blutig, grausam, stellenweise mag man sie möglicherweise sogar als widerwärtig bezeichnen und dennoch schaffen sie es, zu berühren. Zu berühren und Verständnis für Menschen zu entwickeln, die wir sonst verurteilt hätten. Mir persönlich gefiel der 2. Band um den Kannibalen Joseph Miles wieder unglaublich gut und ich freue mich schon auf einen möglichen dritten Teil! 

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Der Sommer, als ich starb

Ryan C. Thomas
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 25.10.2016
ISBN 9783865525147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Psychopathisch und extrem brutal. Der Sommer, als ich starb erzählt den Albtraum der Schulfreunde Roger und Tooth, die in die Klauen eines irren Sadisten und dessen blutrünstigen Hundes geraten …
Die Gewalt in diesem Thriller ist kaum zu ertragen, doch er ist so gut geschrieben, dass der Leser einfach nicht fliehen kann. horrorandmore.de: »Ein spannender Pageturner, der eher gelassen beginnt und sich bis zum Ende zu einem Monster von Horror-Roman steigert.«" (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Um die Alpträume jenen Sommers zu meiden, nehme ich Koffein- und Diättabletten, jede Art von Aufputschmittel, durch die ich so lange wie möglich wach bleibe."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 288 Seiten

Verlag: Festa Verlag

ISBN: 978-3865525147
Preis: 13,95 € (Taschenbuch) /  4,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Ryan C. Thomas lebt in San Diego, Kalifornien. Er hat bereits 10 Romane veröffentlicht, darunter den Horror-Klassiker The Summer I Died.
Wenn er nicht schreibt oder in Bars sitzt und auf der Gitarre Rockabilly spielt, ist er zu Hause bei seiner Frau und Sohn und den zwei Hunden und schaut sich richtig schlechte B-Movies an." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Der Klappentext sprach mich an, denn zur Zeit lese ich sehr gerne blutrünstige Thriller...



-> Cover: 
Der (Schäfer)Hund auf dem Cover, mit den roten Augen entspricht zwar irgendwie wieder dem Klischee des fiesen Schäferhundes, passt aber trotzdem irgendwie zur Story (auch wenn ein Rottweiler in der Geschichte auftaucht). Auch der düstere Mann mit dem Beil im Hintergrund passt. Das Cover selbst ist eher schlicht gehalten und wirkt nicht wirklich spektakulär, doch gerade diese Schlichtheit ist irgendwie ein Blickfang.



-> Story + Charaktere: 
Nachdem die ersten 70 Seiten eher etwas schleppend vom Leben der beiden Jungs Tooth (der eigentlich Mervyn heißt) und Roger berichten, geht es anschließend recht schnell zur Sache und wir werden Zeuge der grausamen Folterungen durch einen Mann, den Roger und Tooth nur "den Dünnen" nennen. "Der Dünne" scheint jedoch nicht einfach ein sadistischer Killer zu sein, sondern ein total durchgeknallter, absolut schwachsinniger Kerl, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diejenigen kaltblütig zu Foltern, die sein Grundstück widerrechtlich betreten. So begleiten wir Tooth und Roger durch diese grausamen Erfahrungen und erleben fast am eigenen Leib wie es ist, von einem kranken Killer gefoltert zu werden...


Ehrlich gesagt war ich zu Beginn des Romanes ein wenig enttäuscht, denn auch, wenn es ganz interessant war, Roger und Tooth näher kennenzulernen, passierte mir irgendwie noch zu wenig. Es war fast, wie die Ruhe vor dem Sturm, was sich über quälende 70 Seiten hinweg zog - man wartet auf das gravierende Erlebnis, das alles verändert und es passiert erstmal lange Zeit nichts. Im Nachhinein betrachtet empfand ich dies jedoch als absolut passenden "Vorspann", denn so lernen wir die beiden Protagonisten nicht nur ein wenig besser kennen, sondern können deutlich besser einschätzen, wie sie sich im Laufe des Romanes verändern. Die Folterszenen sind sehr grausam, sehr detailliert und gehen einem möglicherweise ziemlich an die Substanz, denn Ryan C. Thomas schafft es,  den Leser mit einzubeziehen, zu fesseln und ich als Leser fühlte mich, als ob ich mich gleichermaßen mit den beiden in dieser Situation befinden würde - furchtbar und doch genial.


Nach einem schleppenden Anfang wurde "Der Sommer als ich starb" doch noch zum regelrechten Pageturner und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil ich UNBEDINGT wissen wollte, wie das Ganze weitergeht. Gegen Ende legte der Autor nochmal einen Zahn zu - und ich war wie gebannt. Ich las die Zeilen des Buches nicht, ich saugte sie regelrecht in mich auf - bis zum Ende. Das Ende war fantastisch und absolut perfekt für die Geschichte.


-> Schreibstil: 
Der lebhafte, fesselnde und sehr bildhafte Schreibstil machten das Buch zu einem Pageturner. Der Prolog wurde in der Gegenwart verfasst, die restliche Geschichte in der Vergangenheit aus der Sicht des Protagonisten.



-> Gesamt: 
Eine sehr grausame, aber fesselnde Geschichte mit tollen Protagonisten und einem richtig fiesen/schwachsinnigen Folterknecht!


Wertung: 5 von 5 Sterne!
 

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new york, anna pfeffer, liebe, chatroman, cbj verlag

New York zu verschenken

Anna Pfeffer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.08.2017
ISBN 9783570173978
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Ein Chat-Roman über die wahre Liebe
 
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …" (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Aufgepasst, Leute!"


*Infos zum Buch*
Seitenzahl:  336 Seiten

Verlag: cbj Verlag

ISBN: 978-3570173978
Preis: 14,99 € (Broschiert) / 11,99 € (E-Book)


*Infos zur Autorin*
"Hinter den Pseudonymen Anna Pfeffer und Rose Snow stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 70 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.


Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow lustig-schräge Liebesromane und gefühlvolle Fantasy. Und am 12. September erscheint unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj. Das Buch heißt „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ und ist eine Teenie-Liebesgeschichte mit einer erfrischend negativen Heldin, die uns besonders ans Herz gewachsen ist.


Wenn ihr benachrichtigt werden wollt, sobald unser nächstes Buch erscheint, meldet euch gerne für unseren Newsletter an: www.rosesnow.de/newsletter." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Jeder neue Roman des Autoren-Duos Rose Snow/Anna Pfeffer muss natürlich umgehend in meinem Regal landen, weswegen ich natürlich auch um den neuesten Roman nicht drumherum kam. Zudem sprach mich der Klappentext sehr an, denn den Roman "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer war der bis dato einzige Chat-Roman, der mich absolut überzeugen konnte.



-> Cover: 
Ich mag dieses verrückte, knallpinke und New York-veehrende Cover wahnsinnig gerne!



-> Story + Charaktere: 
Anton und Liv unterhalten sich nur über per WhatsApp Nachricht, denn Anton hat auf Instagram dazu aufgerufen, sich für eine Reise nach New York bei ihm zu bewerben - aber nur, wenn die entspreche Person Olivia Lindmann heißt. Dies trifft auch auf Liv zu, weswegen sich die beiden nun kennenlernen und anschließend zusammen ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten reisen möchten...

Was war ich gespannt auf diesen Roman, denn auch, wenn ich die Romane von Rose Snow/Anna Pfeffer sehr gerne lese, bin ich, was Chat-Romane angeht, ein wenig geprägt. Damals schon sehr skeptisch laß ich "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glasauer und war ... verliebt. Nie wieder habe ich einen Chat Roman gelesen, der mich so sehr berühren und fesseln konnte, weswegen ich an "New York zu verschenken" natürlich hohe Anforderungen stellte.

Beginnt man zu lesen, findet man sich recht schnell in der Welt von Liv und Anton wieder, liest, wie sich die beiden versuchen kennenzulernen und lernt so auch jeden der beiden ein wenig besser kennen. Liv gibt anfangs (oder eigentlich die ganze Zeit) nur recht wenig von sich Preis, ganz im Gegenteil zu Anton, der alles andere als zurückhaltend ist, was Informationen zu seiner Person betrifft. Während Liv eher schüchtern und introvertiert wirkt, ist Anton der totale Macho, scheinbar eine oberflächliche Person, wie sie im Buche steht. Dennoch mochte ich Anton nach einiger Zeit ganz gerne, denn über kurz oder lang werden die Gespräche tiefsinniger und man merkt - auch Anton hat einen weichen Kern! Dennoch muss ich zugeben, dass ich die Gespräche der beiden nicht immer ganz nachvollziehen konnte, insbesondere deswegen, weil ich - als einer der beiden - über kurz oder lang den Kontakt abgebrochen hätte. Bevor sich die beiden tatsächlich richtig kennenlernen, streiten sie schon, bzw. äußern eher verletzende Dinge, worauf ich an deren Stelle ehrlich gesagt keine Lust gehabt hätte. Auch wenn sich die beiden - emotional gesehen - irgendwann näher kommen (und es dann klar ist, dass sie den Kontakt nicht mehr abbrechen) konnte ich als Leser nicht unbedingt nachvollziehen, dass die beiden das Ganze so konsequent durchgezogen haben, anstatt irgendwann einfach das Weite zu suchen. Bedingt durch diese Umstände empfand ich den Chat - Roman stellenweise als etwas langatmig und mit sich wiederholenden (Streit)-Gesprächen, weswegen ich mir diese Geschichte eher als normalen Roman gewünscht hätte.


Dennoch gefiel mir die Story an sich sehr gut, auch wenn ich mir etwas mehr "New York" in dieser Geschichte gewünscht hätte. Trotzdem schaffte es das Autoren - Duo, mir definitiv noch mehr Lust auf diese tolle Stadt zu machen und ich werde definitiv irgendwann einmal nach New York reisen und all die tollen Orte besuchen...


Das Ende des Buches war unvorhersehbar und gefiel mir richtig gut, auch wenn ich mir noch etwas mehr "danach" gewünscht hätte.


-> Schreibstil: 
Der Chat-Schreibstil war anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, man konnte sich nach einiger Zeit aber doch recht gut einfinden. Die Tages- und Zeitangaben zwischen der Kommunikation fand ich stellenweise etwas unrealistisch, ich hätte mir eher "normale" Kapitel gewünscht.



-> Gesamt: 
Ein liebenswerter Chat-Roman mit interessanten Charakteren, der mir jedoch als normaler Roman wohl deutlich besser gefallen hätte.



Wertung: 4 von 5 Sterne!

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splatter, festa extrem, horror, festa verlag

KRANK: Festa Extrem

Wrath James White , Jesus F. Gonzalez
E-Buch Text: 152 Seiten
Erschienen bei Festa, 25.11.2015
ISBN B018KGKRXA
Genre: Sonstiges

Rezension:


*Inhalt*
"Ihr ganzes Leben lang hat Adelle Smith anderen Menschen geholfen und sich für die Bürgerrechte eingesetzt. Dafür wird sie öffentlich geehrt.
Kurz darauf erleidet Adelle einen Schlaganfall. Nahezu gelähmt und nicht mehr fähig zu sprechen, benötigt sie nun selbst Hilfe.
So gerät die alte Frau in die Obhut einer rabiaten Krankenpflegerin. Weil die in einer armen Familie eine traurige Kindheit erlebte, soll die Kranke dafür büßen … Ja, Adelle braucht Hilfe. Schnell! Doch sie kann es ja niemandem sagen!" (Quelle: Amazon)
 
*Erster Satz des Buches*
"Die Krankenschwester stand über den Jungen gebeugt."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 208 Seiten
Verlag: Festa Verlag

ISBN: Keine ISBN, da Privatdruck. Hier kaufen!
Preis: 12,99 €  (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)
Reihe: Festa Extrem Band 16


*Infos zu den Autoren*
"Wrath James White ist ein ehemaliger Kickboxer (World Class Heavyweight) und Trainer für unterschiedliche Kampftechniken. Er lebt mit seiner Frau in Austin, Texas. Wrath hat drei Kinder: Isis, Nala und Sultan. Wrath (Zorn) schrieb mehrere Romane, die zu den brutalsten und erschütterndsten zählen, die jemals in Amerika erschienen. Zusammen mit dem »Meister des Extreme Horror« Edward Lee schrieb er Der Teratologe.


Jesus F. Gonzalez war ein amerikanischer Autor von brutalen Horrorromanen. Er starb leider schon 2014 im Alter von nur 50 Jahren. Bei Festa u.a. in Vorbereitung: Survivor.." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich von "Schänderblut" von Wrath James White total begeistert war und ich von "Krank" schon einiges gutes gehört habe, bin ich neugierig geworden...



-> Cover: 
Was für ein fieses, gruseliges und gemeines Cover! Ich bin ja, was das angeht, eine echte Mimose, muss ich gestehen. Wenn ich solche Bücher im Bett lese und es dann zum schlafen beiseite lege, dann lege ich das Buch "aufs Gesicht", damit ich das Cover nicht mehr sehen muss... *lach* Solche Bücher lesen, aber das Cover zudecken... nichtsdestotrotz finde ich das Cover absolut gelungen, denn es passt nicht nur perfekt zur Geschichte, man hat auch die "böse" Krankenschwester perfekt vor Augen!


-> Story + Charaktere: 
Wie ihr es vermutlich schon erwartet, da der Name ja recht eindeutig ist: "Krank" hat eine echt heftige Story!


Ich war wirklich gespannt, was mich erwarten würde, denn bisher habe ich eigentlich nur gutes unter den Festa-Liebhabern gehört - "Krank" gefiel eigentlich jedem. Doch worum geht es eigentlich? Adelle Smith war ihr Leben lang Bürgerrechtskämpferin und hat sich für die schwarze Bevölkerung eingesetzt. Am Abend ihrer öffentlichen Ehrung erleidet Adelle mehrere Schlaganfälle und ist einseitig gelähmt, die Fähigkeit zu sprechen ist ihr ebenfalls abhanden gekommen. Da ihre Tochter zu weit weg wohnt und zudem noch eigene Verpflichtungen hat, stellt sie eine 24 Stunden-5 Tage Pflegekraft ein, die sich nicht nur um Adelles Pflege kümmern, sondern auch die Physiotherapie durchführen soll. So kommt also Natsinet ins Haus - eine richtig böse Person. Natsinet, Tochter eines schwarzen Mannes und einer weißen Frau, hat sich nie so recht dazu bekannt, "schwarze" Wurzeln zu haben und kann der schwarzen Bevölkerung nicht allzu viel abgewinnen... Adelle bringt sie nur Hass-Gefühle gegenüber und dies lässt sie sich deutlich spüren - mit jeder erdenklichen Folter.


Was habe ich Natsinet verflucht, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! So ein fieses, grausames und unbelehrbares Miststück! Auch wenn dieser Band nicht umsonst in der "Extrem" Reihe des Festa Verlages erschienen ist und alle möglichen Formen der Folter vorkommen, so ist es dennoch kein ausschließlicher Splatter - meiner Meinung nach zumindest. Die Thematik, der Hass zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung ist mehr als präsent und lässt uns Menschen, die wir ja eigentlich in einer Zivilisierten Welt leben (oder dies zumindest annehmen), so manches Mal völlig fassungslos den Kopf schütteln. Rassenhass gibt es überall auf der Welt, doch "Krank" schildert diesen nochmal in ganz neuen Dimensionen, bzw. zeigt uns einmal mehr, dass dieses Thema auch in der heutigen Zeit durchaus von Belang ist.


Ein weiterer Aspekt des Ganzen ist natürlich die Tatsache, dass nicht nur der Rassenhass existiert, sondern dass schon schlicht und ergreifend überforderte Pflegekräfte manchmal zu extremen Maßnahmen greifen - auch wenn diese in "Krank" natürlich deutlich überspitzt dargestellt werden. Dennoch bringt es den Leser zusätzlich zum nachdenken.


Auch wenn sich das Buch nur um die Folter einer bettlägerigen, kranken Frau dreht, so wird es zu keiner Zeit langweilig, denn nach jeder Grausamkeit lässt schon die nächste auf sich warten - und Natsinet ist kreativ, was das angeht. Es fließen Körperflüssigkeiten en Masse und wer gar so zart besaitet ist, der sollte sich überlegen, ob er zu "Krank" greifen möchte. Dennoch bietet "Krank" auch eine Story, die zum nachdenken anregt und den ein oder anderen sympathischen Charakter. Besonders gut gefiel mir Big Mike, der Drogenboss des Viertels, der Adelles Tochter Tonya schon von Kindesbeinen an kennt und sich deshalb auch um Adelle sorgt.


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil war sehr angenehm und das Buch flüssig lesbar, geschrieben wurde die Geschichte in der Vergangenheitsform aus Sicht eines Erzählers.



-> Gesamt: 
"Krank" ist genau das: Krank. Neben kreativen Foltermethoden und interessanten Charakteren hat die Story einen ernsten Hintergrund, der den ein oder anderen Leser möglicherweise zum nachdenken anregen könnte.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

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götter, götterfunke, marah woolf, liebe, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:


*Inhalt*
"„Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."
Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?" (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Prometheus hatte sich diesen lächerlichen menschlichen Namen gegeben."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 465 Seiten
Verlag: Dressler Verlag
ISBN: 978-3791500294
Preis:  18,99 € (Gebundene Ausgabe) /  9,99 € (E-Book)
Reihe: Götterfunke 01 - Liebe mich nicht
           Götterfunke 02 - Hasse mich nicht (erscheint im September 2017)
           Götterfunke 03 - Verlasse mich nicht (erscheint im März 2018)

*Infos zur Autorin*
"Marah Woolf wurde 1971 in Sachsen-Anhalt geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und drei Kindern lebt. Sie studierte Geschichte und Politik und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten Romans 2011 einen großen Traum. Die Arbeit an der MondLichtSaga wurde Ende 2012 abgeschlossen. Seitdem haben die Bücher sich als E-Book oder Taschenbuch mehr als 1 Million Mal verkauft. Der erste Teil der vierteiligen MondLichtSaga "MondSilberLicht" wurde auf der Leipziger Buchmesse 2013 mit dem ersten Indie-Autoren-Preis ausgezeichnet. Der dritte Teil der BookLessSaga erhielt 2014 von den Lovelybookslesern, Deutschlands größter Leserplattform, den ersten Preis in der Kategorie Fantasy.
Die Bücher gibt es mittlerweile in französischer, englischer und koreanischer Sprache.
Die Vertonung der der MondLichtSaga und der Zuckergussgeschichten ist abgeschlossen. Die FederLeichtSaga wie auch Finian Blue Summers folgen in Kürze.
Die FederLeichtSaga ist als siebenteilige Serie geplant. Diese Serie spielt in St Andrews in Schottland, wo Marah mit ihrer Familie ein komplettes Jahr verbrachte, dass sie für ausgedehnten Recherchen nutzte.Mittlerweile sind die ersten 4 Bände der FederLeichtSaga erschienen. Im Frühjahr 2017 startet eine Trilogie beim DresslerVerlag. 


Unter dem Pseudonym Emma C. Moore schreibt Marah außerdem zuckersüße Kurzromane, die alle in der kleinen Stadt Crossville in Tennessee spielen. 


Besuchen Sie Marah auf: https://www.facebook.com/marahwoolf.de
https://www.marahwoolf.com." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Marah Woolf ist wohl eine der erfolgreichsten, ehemaligen Self-Publisher im deutschsprachigen Raum, weswegen auch ich irgendwann nicht mehr an ihr vorbeigehen konnte. Vor längerem gab es eine Aktion bei Amazon, bei der man sich als Prime-Kunde ein kostenloses Ebook aussuchen konnte - ich entschied mich für "Götterfunke", weil ich endlich mal etwas von Marah lesen wollte. 



-> Cover: 
Das schimmernde Cover ist ein echter Blickfang, ich muss allerdings gestehen, dass ich mir unter dem Mädchen auf dem Cover nicht unbedingt Jess vorstellen kann. Dennoch gefällt es mir sehr gut, besonders weil die Schriftarten unterschiedlich gewählt sind!

-> Story + Charaktere: Auch wenn ich mich in der griechischen Mythologie nicht wirklich auskenne, so interessiert es mich doch immer wieder aufs neue - wobei ich auch nicht sagen kann, dass ich da schon so wirklich durchsteige, es ist doch schon ziemlich komplex. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, wie Marah Woolf diese Geschichte umsetzen würde...


Die Geschichte an sich gefiel mir ziemlich gut, denn die Art und Weise wie die Autorin Mythologie mit eigener Story verwebt, kann sich wirklich sehen lassen. Auch wenn sie, nach eigenen Angaben, ein wenig an der griechischen Mythologie herumschraubte, flocht sie diese perfekt in die Geschichte ein und vermittelte dem Leser nicht nur ein klein wenig mehr Wissen über die Götter des Olymp, sondern vermenschlichte sie fast. Dabei schuf sie eine wahrlich spannende Geschichte, die mitreißt, fesselt und irgendwie nicht so recht loslässt. Mich zumindest konnte sie überzeugen und ich freue mich schon sehr auf den bald erscheinenden zweiten Band. 


Was die Charaktere angeht, so war ich mit einigen davon sehr zufrieden - mit anderen hingegen etwas weniger, ich bin aber auf jeden Fall gespannt, wie sich das Ganze weiterhin noch entwickeln wird. Super fand ich nicht nur Zeus und Hera, sondern auch Athene und ganz besonders Apoll - der schlich sich definitiv in mein Herz hinein. Von den Menschen mochte ich Josh besonders gerne, hätte mir aber gewünscht, etwas mehr über ihn zu erfahren. Auch Leah war ein ganz besonderer Charakter, dem ich von Herzen wünsche, dass sie bekommt, was sie sich erhofft...aber alles der Reihe nach. 


Die "Liebes"Geschichte um Jess und Cayden ist ein Wechselbad der Gefühle und hat mich über kurz oder lang ziemlich in den Wahnsinn getrieben. Unschuldiges, junges Mädchen trifft Draufgänger Bad-Boy, verliebt sich, er lässt sie jedoch am langen Arm verhungern - und wie. Anfangs störte mich gar nicht so sehr, dass Jess hartnäckig war, denn oft waren Caydens Signale doch etwas widersprüchlich - betrachtet man diese Angelegenheit jedoch auf lange Sicht hin, könnte man ihr allerdings einen gehörigen Mangel an Stolz nachsagen - und das fand ich wirklich schlimm. Immer und immer wieder spielt Cayden mit ihr dieses Katz und Maus Spiel und obwohl er seine Gründe dafür hat (die Jess jedoch nicht bekannt sind), macht dies die Sache nicht besser, oder gar weniger schmerzhaft. Insbesondere bedingt durch die Tatsache, dass ihre beste Freundin Robyn dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielt, fand ich es manchmal schon recht böse, was Jess sich gefallen lassen musste. Ich für meinen Teil fand aber auch Robyn mit ihrer arroganten und selbstverliebten Art von Anfang an ganz furchtbar und mir persönlich erschließt sich nicht wirklich, wieso Jess überhaupt mit so jemandem befreundet sein will. 


Gut gefallen hat mir der Schluss, auch wenn ich dort ebenfalls ein wenig mehr Stolz - und Charakterstärke - von Jess erwartet hätte. 


-> Schreibstil: 
Geschrieben wurde der Roman in der Vergangenheitsform, aus Jess' Sicht. Besonders gut gefallen hat mir, dass nach jedem Kapitel aus Jess' Sicht auch der Gott Hermes zu Wort kommt und dort mit einer gesunden Prise Humor das gesehene kommentiert - sehr schön! 


-> Gesamt: 
Insgesamt hätte ich mir ein bisschen mehr Rückgrat von unserer Protagonistin Jess gewünscht, die Story konnte mich allerdings auf voller Linie überzeugen und auch die Charaktere begeisterten, bis auf wenige Ausnahmen. Auch das ewige hin und her von Cayden und Jess hätte ich mir ein bisschen abgeschwächter gewünscht, bin aber gespannt, wie das Ganze im Folgeband nun weitergeht. 


Wertung: 4 von 5 Sterne!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kinderbuch, piraten, cd, rezensionsexemplar, lieder

Die Unsinkbaren Drei - Die unglaublichen Abenteuer der besten Piraten der Welt

Wilhelm Nünnerich , Thomas Dähne
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 10.07.2017
ISBN 9783570174203
Genre: Kinderbuch

Rezension:


*Inhalt*
"Die Unsinkbaren Drei - witzige Piratengeschichten für Kinder ab 6.


Piratenkapitän Flitschauge musste eben erst seine meuternde Mannschaft von Bord der "Sturmhölle" werfen, da wird sein Schiff zweimal gerammt: Zuerst von einem Riesensuppenkessel mit einem spillerigen Kerl darin und, wenig später, von einer Holzplanke, auf der ein rundlicher Mensch sitzt und wild mit einer Suppenkelle paddelt. "Höchst piratig!", findet Kapitän Flitschauge. Neugierig nimmt er die beiden an Bord ... Welche verrückten und spannenden Abenteuer die drei schon bald gemeinsam erleben werden, kann der Piratenkapitän zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ahnen ..." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
">Nichts ist dümmer, als ein leeres Ei zu brüten.<"


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 136  Seiten
Verlag:  cbj Verlag
ISBN:  978-3570174203
Preis: 14,99 € (Gebundene Ausgabe) / 9,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Wilhelm Nünnerich war in vielen Berufen unterwegs, bevor er begann, Geschichten zu erfinden. Bald schrieb er für die "Sendung mit der Maus" und verschiedene andere Fernseh- und Radiomagazine, komponierte Musicals, verfasste Drehbücher und Hörspiele und produzierte diese für den WDR. Seine Hörspielfolgen über DIE UNSINKBAREN DREI laufen seit fast 25 Jahren, mehrmals wöchentlich im WDR-Kinderradio KIRAKA und im BR. Thomas Dähne, geboren 1969 im Herzen Ostfrieslands, gelangte nach Abschluss seines Architekturstudiums zu der Erkenntnis, viel lieber knorrige Figuren und schiefe Landschaften als Fertigbetonteile und Stahlskelettbauten zu entwerfen. Seither ist er freiberuflich tätig als Illustrator, Cartoonist und gelegentlich Autor. Er lebt mit seiner Familie in Aurich." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Ich mag Kinderbücher sehr gerne und da ich mit Kindern arbeite, bietet es sich an, ab und an etwas neues greifbar zu haben.


-> Cover: 
Das Cover ist toll! Es zeigt ein Piratenschiff mit den 3 Piraten, die sehr aktiv auf dem Schiff "herumturnen". Einer steckt gleich eine Kanone an, einer tanzt auf der Reling und der dritte klettert - mit der Bratpfanne + Ei bewaffnet, über die Reling. Ein tolles Cover, dass den Kindern - und mir - gleich Lust auf die Geschichte macht! 


-> Story + Charaktere: 
Die Geschichte um die 3 Piraten "Kapitän Flitschauge", "Gräte" und Bumskopp ist für Kinder wohl recht lustig, denn nicht nur die Namen, sondern auch die verwendeten Methoden (überwinden einer Flaut durch eine Pupssuppe) sind für die kleinen sicherlich recht amüsant. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht so recht überzeugen, denn zum einen war sie nicht sonderlich spannend und zum anderen empfand ich viele Begriffe für Kinder nicht geeignet. Nicht nur, dass viele Begriffe der Seemänner (Backbord, Steuerbord, Takelage) verwendet werden, auch Wortneuschöpfungen wie "fettfisselig" finde ich, gerade für Erstleser, eher kompliziert. 


Die Fachbegriffe kann man zwar am Ende des Buches in einem Glossar nachschlagen, dies beeinträchtigt jedoch den Vor(lese)fluss enorm. 


Toll fand ich die vielen Illustrationen, die die Geschichte abrunden und auf denen es immer viel zu sehen gibt. Auch die beiliegende CD mit Piraten-Liedern gefiel mir sehr gut und bietet eine supper Abwechslung zum Lesen. 


-> Schreibstil: 
Die Geschichte der 3 Piraten wird in 18. Kapiteln erzählt, der Autor bedient sich dabei jedoch einer eher schwierigen Sprache, bei der der Lesefluss nicht gegeben ist. Nicht nur, dass einer der Piraten einen sehr abgehakten "Sprechstil" hat, auch Dinge wie "Bumm", "Wumm", "Fluppzack", "Zackbummzack", die meiner Ansicht nach eher in einen Comic gehören, störten die Geschichte.  


-> Gesamt: 
Auch wenn die Geschichte für Kinder recht lustig ist, fehlte meiner Meinung nach die Spannung, auch der Schreibstil störte mich. Die Illustrationen hingegen, wie auch die CD peppten das Buch aber deutlich auf. 


Wertung: 3 von 5 Sterne!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Stirb, du Bastard! Stirb!: Festa Extrem

Jan Kozlowski
E-Buch Text
Erschienen bei Festa, 15.11.2016
ISBN B01MYNABU2
Genre: Sonstiges

Rezension:


*Inhalt*
"Die Zeit ist gekommen, mit Daddy abzurechnen!


Die Krankenschwester Claire kümmert sich liebevoll um Menschen, die Hilfe benötigen. Vielleicht hat Claire diesen Beruf gewählt, weil sie die Kindheit in der Hölle verbrachte – ihr Vater hat sie viele Jahre lang sexuell brutal missbraucht.
Claire hat die Geschehnisse verdrängt. Doch plötzlich ruft ihre Schwester Olivia an. Sie berichtet, dass ihr Vater im Sterben liegt. Jetzt hätten sie die Chance für ihre späte Rache.
Aber das Miststück Olivia hat gelogen ..." (Quelle: Amazon)
  
*Erster Satz des Buches*
"Der orange-weiße Krankenwagen vom Albany County fuhr mit konstanter Geschwindigkeit die Western Avenue entlang, vorbei an georgianischen Backsteingebäuden und der grünen Kupferkuppel, die das Herz der SUNY Uni in der Innenstadt markierte."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl:  192 Seiten
Verlag: Festa Verlag
Originaltitel: Die, you Bastard! Die!
ISBN: Keine ISBN, da Privatdruck. HIER bestellen!
Preis:  12,99 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)


*Infos zur Autorin*
"Jan Kozlowskis Liebe für das Horrorgenre erwachte 1975, mit einem rubinroten Tropfen Blut, der auf das schwarze Cover einer Ausgabe von Stephen Kings Salem's Lot geprägt war und der dazu führte, dass sie das Buch wie hypnotisiert kaufte. 
1997 wurde Jans erste Story veröffentlicht. Es folgten zahlreiche weitere in Magazinen und Anthologien. 2012 erschien ihr sadistischer Thriller Die, You Bastard! Die!." (Quelle: Verlagshomepage)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Derzeit lese ich mich quer durch das Angebot des Festa - Verlages und der Klappentext von "Stirb, Du Bastard! Stirb! hat mich irgendwie fasziniert.  


-> Cover: 
Betrachtet man das Cover, so hat man schon eine ungefähre Ahnung, was einen in diesem Buch erwarten wird - und man wird diesbezüglich definitiv nicht enttäuscht. Ich mag das Cover ehrlich gesagt sehr gerne, denn es hat etwas düsteres... 


-> Story + Charaktere: 
Wer die Extrem - Romane aus dem Festa Verlag kennt, der erwartet blutige und exzessive Sex- und Gewaltszenen, im Falle von "Stirb, Du Bastard! Stirb! täuscht man sich dabei jedoch gewaltig. Auch wenn die Autorin durchaus in der Lage ist, fiese und gewalttätige Szenen zu schreiben, so setzt sie diese gezielt ein und setzt mehr auf eine gute Story und gut ausgearbeitete Charaktere.


Auch wenn der Roman mit knapp 192 Seiten nicht besonders lang ist, schafft er es dennoch, zu begeistern. Besonders Sanitäterin Claire, die wir im Laufe des Buches sehr gut kennenlernen gefiel mir als Protagonist besonders gut, denn sie ist eine starke Persönlichkeit, die versucht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen - nachdem sie jahrelang davor geflohen ist. Dafür muss sie sich in eine Situation begeben, die ihr zutiefst zuwider ist, denn dafür muss sie ihrem Vater entgegentreten, der sie jahrelang missbraucht hat. Als sich die Chance bietet, muss sie sich entscheiden... will sie Rache an ihrem Vater üben?


Die Autorin schafft es, den Leser in Claires Welt zu entführen und sowohl ihre Gedanken, als auch ihre Gefühle nachvollziehen zu können. Die auftretenden Thematiken der "Pädophilie" der "Kinderpornographie" und des "Kindesmissbrauchs" regen zum nachdenken an, machen das Buch jedoch nicht zu einer schweren Lektüre. Einige unerwartete Wendungen peppen die Story zusätzlich auf und letztendlich hat man das Buch schneller beendet, als man es erwarten würde. 


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar, die Kapitel kurz. Geschrieben wurde die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers, in der Vergangenheitsform. 


-> Gesamt: 
Ein solider und sehr fesselnder Thriller über Rache, bei dem die Seiten nur so dahinschwinden. Die Autorin überzeugt nicht nur mit faszinierenden Charakteren, sondern hält auch die Spannungskurve stets aufrecht, was das Lesen zu einem Vergnügen macht. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

  (3)
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21 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

mystery, liebe, schwarzer humor, tod, komödie

Schmerzflimmern

Marc Kemper
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 22.03.2017
ISBN 9783743100503
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Wir rennen unserem unvermeidbaren Ende entgegen.
Manche schneller als andere, viele sogar mit offenen Armen. Doch wie würden wir uns wohl verhalten, wenn wir exakt voraussehen könnten, wann, wo und wie jeder einmal stirbt? Gregor, ein junger Rettungssanitäter, muss mit genau diesem Wissen leben. Allgegenwärtige Visionen skurrilster Todesszenarien lassen ihn zynisch und teilnahmslos durch das Leben gehen, ehe eine verblüffende Begegnung nicht nur seine Perspektive, sondern auch den Verlauf seines eigenen Lebens verändert ...
"Schmerzflimmern" ist eine lebensverneinende Mystery-Komödie, der es definitiv nicht an Sarkasmus und Wortwitz mangelt. Der Tod, als ultimative Unannehmlichkeit im sonst so tristen Tagesablauf, tritt dabei in all seinen Facetten auf - er amüsiert, erschreckt, verstört und animiert zum Blick in das eigene Innere." (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Sie lächelte sanft, während sie unauffällig ihre Hand ausstreckte, um meine zu berühren."


*Zitate*
"Allerdings war es auch dafür bereits zu spät. Sie war tot. Erstickt. Die Körperfunktionen dauerhaft abgeschaltet. Keine Chance, noch etwas zu erfahren. Aus dem Gespräch war eindeutig die Luft raus." (S. 11)


"Mich über die Menschen lustig machen zu können war jedoch der seidene Faden, der das über mir baumelnde Schwert daran hinderte, mich mit Schwung zu erstechen. Andererseits dachten andere Menschen insgeheim sicherlich ebenfalls den gemeinsten Scheiss über mich, wozu also die Selbstzensur?" (S. 21)


">Ich mag alle Tiere<, erklärte sie, 
>Aber wenn ich selbst eins sein könnte, wäre ich vermutlich ein Shrimp.< 
>Ein was?<, fragte ich verblüfft.
>Ein Shrimp. Eine kleine Garnele. Du weißt schon, diese kleinen Krabbentierchen, die am Meeresboden rumkrebsen und ein bisschen wie Penisse von alten Männern aussehen.<
Reichlich verwirrt über die Antwort hakte ich nach. 
 > Ich weiß, was Shrimps sind. Aber warum möchtest Du ausgerechnet das sein?<
>Ich hab mal gelesen, Shrimps haben ihr Herz im Kopf. Und jetzt überlege mal, wie viele schlechte Entscheidungen Dir erspart geblieben wären, wenn Du sie ausschließlich mit dem Kopf getroffen hättest!< (S. 35)


-> Seitenzahlen bedingt durch "iBooks", keine Angabe auf Gewähr, dass dies mit der Printausgabe übereinstimmt. 


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 176 Seiten
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3743100503
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) /  4,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Marc Kemper:
Marc Kemper ist ein junger Autor aus Dortmund. Seine literarischen Vorbilder sind Chuck Palahniuk, Henry Rollins und Franz Kafka." (Quelle: Amazon)


*
Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem der Autor durch den Buchblogger Award 2017 auf mich aufmerksam geworden war, warf er mir einfach ein freundliches "Hallo" in den Posteingang, worauf eine sympathische Unterhaltung stattfand. Sein Buch faszinierte mich schon von Anfang an und als medizinisch interessierte, wie auch bewanderte Person konnte ich zu so einem Roman natürlich erst recht nicht nein sagen.




-> Cover:  
Ich mag dieses eher schlicht gehaltene Cover unglaublich gerne - warum? Weil es perfekt zur Geschichte passt.



-> Story + Charaktere: 
Du leidest unter einer morbiden Faszination, hast einen tiefschwarzen Humor, oder willst einfach mal was anderes Lesen? Herzlichen Glückwunsch, dann erfüllst Du genau die Voraussetzungen um Dich als nächstes an "Schmerzflimmern" heranzutrauen!


Gregor ist 26 Jahre alt und Rettungssanitäter, außerdem ist er tollpatschig, zynisch und hat wohl etwas mehr als den üblichen schwarzen Humor, als den, den man in diesem Beruf braucht - oder jedem anderen, in dem man mit Menschen zu tun hat. Doch das ist nicht das einzige, denn Gregor kann den Tod der Menschen vorhersehen, die irgendwie mit seiner nackten Haut in Berührung kommen, was ihm natürlich den Anlass gibt, dies so häufig wie möglich zu vermeiden. Nun ist es aber so, dass man sich als Mensch ja auch nicht komplett isolieren kann, also nimmt Gregor das Übel ab und an dann doch in Kauf, denn immer und überall kann man den persönlichen Kontakt nunmal nicht verweigern. Da es allerdings auch nicht besonders erotisch ist, beim Sex mit seiner Freundin ständig deren Tod im Detail vor Augen zu haben, könnt ihr euch vorstellen, dass sich die amourösen Abenteuer des 26-jährigen in Grenzen halten und so bestreitet Gregor sein Leben mit einer großen Portion Sarkasmus und einer noch viel größeren Portion schwarzem Humor.


Jedoch ist das Leben nicht immer nur mit Humor zu überwinden und so wird schnell klar, dass der Gute es mit seiner "Gabe" nicht immer leicht hat. Zu Beginn versucht er noch, die Tode zu verhindern und irgendwie einzugreifen, mit der Zeit muss er jedoch erkennen, dass man dem Tod nicht von der Schippe springen kann und so resigniert er und akzeptiert sein Schicksal -  bis er Elise trifft, die sein Leben komplett auf den Kopf stellt...


Der Autor Marc Kemper schafft es, das ernste Thema "Tod" ganz herrlich auf die Schippe zu nehmen und einen gleichzeitig noch zum Nachdenken anzuregen, denn die Vergänglichkeit des Lebens wird durch diesen Roman ungemein greifbarer. Was würden wir tun, wenn wir die Möglichkeit hätten, den Tod unserer Freunde, unserer Familie oder von völlig Fremden vorauszuahnen? Würden wir diese Last auf unsere Schultern nehmen wollen, nur um beim Versuch, etwas dagegen zu unternehmen immer wieder zu scheitern? Oder würden wir die Hoffnung, dass es irgendwann funktioniert, niemals aufgeben?


Neben jeder Menge Stoff zum nachdenken bietet uns "Schmerzflimmern", nicht nur absolut grandiose Szenen, die mich Tränen lachen ließen, sondern auch spritzige Dialoge, einen fantastischen Protagonisten und eine Story, die man so noch nie gelesen hat. Besonders Gregors  abschweifende Gedankengänge über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes), gefielen mir unwahrscheinlich gut, denn auch - oder gerade weil? - man spätestens nach dem dritten Satz vergessen hatte, wie er nun eigentlich auf diese Gedanken kam, weil man sich viel zu sehr darin verlor, steckten darin einige wahre Worte. Die Todesszenarien, die man sich gemeinsam mit Gregor anschauen "durfte", entlockten mir mehr als einmal ein Grinsen, denn die Ideen, die dahintersteckten gefielen mir unwahrscheinlich gut - ich sags ja, morbide Faszination.


Dennoch ist "Schmerzflimmern" andere als ein Roman voller aneinandergereihter Semi-Lustigkeiten, vielmehr steckt darin eine geradezu vortreffliche Geschichte mit einem zynischen Charakter mit einer bitterbösen - oder soll ich sagen realistischen? - Weltanschauung.


-> Schreibstil: 
Der Schreibstil ist angenehm, gut verständlich und lässt einen das Buch sehr flüssig lesen. Verfasst wurde es in Ich-Form aus Sicht des Protagonisten Gregor.


-> Gesamt: 
Ein unglaublich genialer Roman, mit einem tollen Protagonist, genialen Dialogen, skurrilen Todesszenen aber auch einem ernsten Thema, das hinter all dem Geplänkel gut hervorgehoben und würdevoll behandelt wird. Sehr lesenswert!


Wertung: 5 von 5 Sterne!

  (3)
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23 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kurzgeschichten, festa extrem, horror, festa verlag

Mister Torso - und andere EXTREMitäten: Festa Extrem

Edward Lee
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei Festa, 14.03.2016
ISBN B01CZXOHBC
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Ab 18 Jahren!


*Inhalt*
"Der berüchtigte Kultautor vom Rang eines Charles Bukowski oder Chuck Palahniuk – nur viel schlimmer!


Inhalt:
Mister Torso
Miss Torso
Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen
Der Dritophile
Makak
Die Mutter
Der Falsche
Das Baby
Das McCrath Modell SS40-C, S-Serie


Neun Erzählungen von Edward Lee, die seine obszöne literarische Klasse zeigen. Und natürlich geht es wieder um seine Lieblingsthemen: Sex, Rednecks und Monster – und das alles gewürzt mit Zynismus und blutiger Gewalt." (Quelle: Verlagshomepage)
 
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 256 Seiten
Verlag: Festa Verlag
ISBN: Keine ISBN, da Privatdruck. Hier kaufen!
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 4,99 € (E-Book)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Festa - entweder man liebt diesen Verlag - oder eben nicht... etwas dazwischen gibt es einfach nicht, würde ich behaupten. Auf "Mister Torso" war ich besonders gespannt, da ich von Edward Lee bisher nicht so wirklich viel gelesen habe - und was eignet sich da besser als Einstieg, als ein Kurzgeschichten-Band?


-> Cover:  
Ein sehr passendes Cover, zu einem Kurzgeschichtenband, wie diesem! Die Kurzhaarige, blonde, am Hals angekettete, nackte, Frau ohne Arme und Beine - quasi eine Miss Torso, hätte nicht perfekter gewählt sein können!


Das Buch:
(Wer keine Lust auf die einzelnen Wertungen hat: weiter unten gibt es ein Gesamtfazit :-) )


#1 Mister Torso
Vermeintlicher Hinterwäldler, der seinem Namen alle Ehre macht...


Was hab ich bei dieser Geschichte gelacht! Manch einer würde mich wohl als makaber bezeichnen, aber die Schreibweise, die der Autor nutzte, wenn er unseren "Mister Torso" begleitete, war einfach genial. Die Geschichte an sich gefiel mir ehrlich gesagt ziemlich gut und ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass der Autor da noch ein bisschen mehr draus macht. 5/5


#2 Miss Torso
Der missglückte Versuch, einen Scat-Porno mit einer armlosen Frau zu drehen...


Irgendwie war es doch ein wenig lustig, den zwei Darstellern und dem Kameramann bei ihrem Geplänkel zuzuhören. Ich glaube in dieser Kurzgeschichte flogen mehr Beleidigungen und Schimpfwörter, als alles andere! Der Schluss gefiel mir dann nochmal richtig richtig gut... :-D 5/5


#3 Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen
Ein Unglück, das alle Personen im Umkreis zu untoten Zombies macht... 
Nachdem ich am Anfang ein wenig Probleme hatte, in die Geschichte zu kommen (auch wenn es mir schwer fällt, zu beschreiben weshalb), ging es dann doch recht flott und ich konnte die Geschichte besser genießen, als ich es zu Beginn noch gedacht hätte. 4/5


#4 Der Dritophile
Ein Mann mit Geld wie Heu, teuren Anzügen und einer ziemlich abartigen Vorliebe...


"Der Dritophile" war... eklig. Eklig, aber mindestens genauso interessant, da man sich - mit der entsprechend lebhaften Fantasie - zwar alles ganz genau vorstellen muss, aber auch etwas Hintergrundwissen zu diesem Krankheitsbild erhält. Neugierig wie ich bin, habe ich natürlich gegoogelt, unter dem Begriff jedoch nichts gefunden... die Krankheit gibt es jedoch trotzdem - nur unter anderem Namen. So eklig ich das Ganze auch fand, es hielt sich eigentlich noch in Grenzen - bis zum Schluss... der war wirklich widerlich. 5/5


#5 Makak
Ein Amerikaner, der in Peru versucht, Geschäfte mit einem der größten Drogenbosse überhaupt zu machen - und ihn dabei völlig unterschätzt.


Was für eine fantastische, absolut geniale Geschichte! Spannend, wenn auch ein wenig vorhersehbar schafft Lee eine glaubwürdige, wenn auch wenig gruselige Geschichte - ich hätte wahnsinnig gerne mehr davon gelesen! 5/5


#6 Die Mutter
Ein "Vögel"-Beobachtender Vater, ein geheimnisvolles Faß und ein merkwürdiger schwarzer Schleim - was hat es damit auf sich?


Auch wenn ich diese Geschichte irgendwie ganz interessant fand, konnte ich nicht so recht abschätzen, in welche Richtung sie sich entwickeln würde - was ja eigentlich gut ist. Der Hintergrund des Ganzen wäre interessant gewesen, aber so bietet uns Edward Lee hier eine kurzweilige Unterhaltung, die noch ein wenig Luft nach oben hat. 4/5


#7 Der Falsche
Zwei Sex-Killer-Bräute, die ihrem Namen alle Ehre machen... und dabei irgendwie an den falschen geraten.


Blutrünstig, grausam - und genau deswegen so gut! Zwei Frauen, die sich durch die Weltgeschichte morden und dabei irgendwann an den falschen geraten - der sich als doch nicht ganz so harmlos entpuppt, wie anfangs gedacht. Und genau dann geht der Spaß erst richtig los :D Eine tolle Geschichte, die einem Edward Lee mehr als würdig ist - ich will mehr davon! 5/5


#8 Das Baby
Ein Geschäftsmann, der nicht ganz so seriös ist, wie es scheint, eine Flucht und etwas, was man wohl "vom Regen in die Traufe kommen" nennen könnte... 

Hui, was für eine kleine, bösartige Geschichte. Das ist so das beste Beispiel überhaupt, dass man ziemlich schnell in ziemlich unangenehme Situationen geraten kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist - mit der falschen Person. Im Grunde ist "Das Baby" nicht so blutrünstig oder ekelhaft (naja okay, vielleicht doch), wie man es vielleicht erwarten würde - aber die Grausamkeit dahinter macht es umso bösartiger. Gefällt! 5/5


#9 Das McCrath Modell SS40-C, S-Serie
Ein Schönheitschirurg, der durch seine Medikamentensucht alles verliert und gezwungen ist, bei einer Art Mafia-Boß zu arbeiten, der Grausamkeit neu definiert...


Leg Dich niemals mit den falschen an, sonst könntest Du es bereuen...so oder so ähnlich wäre wohl die Quintessenz dieser Geschichte. Aber soll ich euch was sagen? Dies ist die erste Festa-Geschichte, bei der ich wirklich kapitulieren musste, weil ich's einfach nicht lesen konnte. Grundsätzlich würde ich diese Story nicht als schlecht bezeichnen, allerdings kam ich dabei einfach an meine Grenzen. Vermutlich geht das aber fast jedem so, mit der ein oder anderen Ekel-Situation aus Romanen, ich finde, das hat alles auch ein wenig mit persönlichen Erfahrungen o.ä. zu tun.


Daher möchte ich mich bei dieser Geschichte nicht zu einer Wertung hinreißen lassen - schaut doch einfach mal rein, ob es was für euch wäre :)


-> Gesamt:
Insgesamt konnte mich Edward Lee's Kurzgeschichten-Sammlung "Mister Torso" auf ganzer Linie überzeugen und schaffte es nur ein einziges Mal, bei einer einzigen Geschichte, dass mein Magen rebellierte. Wer Edward Lee liest, dem sollte klar sein: es gibt weder eine seichte Story, noch ein großartiges Vorgeplänkel - und schon gar kein Happy End! Dennoch - oder gerade deswegen - ist gerade diese Sammlung an Geschichten sehr lesenswert, denn man freut sich schon am Anfang ganz besonders darauf, was sich Lee dieses Mal für das Ende ausgedacht hat. Fantastisch finde ich im übrigen Lee's wandelbaren Schreibstil... bei Geschichten wie "Mister Torso" oder "Das Baby" zeigt sich sein Schreibstil auf eine andere Art und Weise, nämlich lässiger und eher in einem Stil, wie ein Hinterwäldler sprechen würde - sehr genial!  Meine Lieblingsgeschichte bei dieser Sammlung ist definitiv "Makak", die mit dem größten Ekelfaktor auf jeden Fall "Das McCrath Modell SS40-C, Serie" - aber vielleicht ist das ja bei euch anders? Insgesamt kann ich euch dieses Buch uneingeschränkt empfehlen - sofern ihr hart im nehmen seid und euch darüber bewusst seid, dass Edward Lee vieles ist - aber kein Softie-Autor.


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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338 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

mona kasten, coldworth city, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

Rezension:


*Inhalt*
"Vor drei Jahren täuschte Raven ihren Tod vor, um der skrupellosen Forschungsorganisation AID zu entkommen. Seitdem ist sie auf der Flucht, denn Raven ist eine Mutantin, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt, und AID würde alles tun, um sie wieder in ihre Gewalt zu bringen. Seit ihrer Flucht lebt Raven unerkannt in Coldworth City – bis der verschlossene Wade auftaucht und ihr anbietet, sie im Umgang mit ihren Fähigkeiten zu unterrichten. Damit ist die Zeit des Versteckens vorüber, denn schon bald sehen sich Raven und Wade einer Verschwörung gegenüber, die nicht nur das Ende der Mutanten bedeuten, sondern auch die ganze Welt ins Chaos stürzen kann. " (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
">Wann?< Der Mann in dem abgetragenen Ledermantel hatte leise gesprochen obwohl der Lärmpegel in der Bar ziemlich hoch war."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB
ISBN: 978-3426520413
Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)


*Infos zur Autorin*
"Mona Kasten, geboren 1992, lebt und studiert in Hamburg. Ende 2014 veröffentlichte sie ihren Fantasy-Jugendroman "Schattentraum. Hinter der Finsternis" bei neobooks, für den sie im März 2015 den Indie Autor Preis gewann. Mit ihrem Roman "Begin Again" gelang ihr auf Anhieb der Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste.." (Quelle: Amazon)


*
Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Nachdem ich von "Begin again" so begeistert war (und es trotzdem noch nicht geschafft habe, die Folgebände zu lesen), war ich neugierig, ob Mona Kasten auch andere Genres bedienen kann... und da ich die Gelegenheit bekam, das Buch vorab zu lesen, ergriff ich die Chance!



-> Cover: 
Das Cover gefällt mir unwahrscheinlich gut, denn es passt nicht nur zur Geschichte sondern vermittelt, dass es sich hier nicht um eine Lovestory handelt - sondern etwas ernsteres.


-> 
Story + Charaktere: 
Ich muss gestehen, dass ich - weder in Büchern, noch bei Serien - sonderlich begeistert von Superheldenähnlichen Charakteren bin, dennoch war ich neugierig, was Mona Kasten auf diesem Gebiet so zu bieten hat - und ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht war!


Die Geschichte, in der Mutantin Raven und ihr Bruder die Hauptrolle spielen, ist nicht nur spannend, sondern spiegelt wider, was wir in unserer heutigen Zeit ganz genauso erleben müssen: Menschen, die anders sind, werden auch anders behandelt. Bei Raven und den Mutanten ist das nicht anders, denn die Menschen, die keinerlei Fähigkeiten besitzen, fühlen sich benachteiligt, fürchten sich oder gönnen den Mutanten ihre Fähigkeiten nicht. Die AID, eine skrupellose Forschungsorganisation, versucht nicht nur, die Mutanten zu ihren Zwecken einzusetzen, sondern foltert und misshandelt diese regelrecht, nur um an spezielle Ergebnisse zu gelangen... ich habe mitgelitten, gehasst, gebangt und gehofft und konnte das Buch nur ganz schwer auf die Seite legen. Die Story ist nicht nur flüssig und in sich schlüssig, auch die einzelnen Charaktere überzeugen auf ganzer Linie.


Auch wenn ich Raven zu Beginn sehr anstrengend fand (da sie übermäßig von sich und ihren Fähigkeiten überzeugt war), entwickelte sie sich recht bald zu einem angenehmen und sympathischen Charakter. Ihr Bruder Knox liegt ihr extrem am Herzen und ihre Fürsorge für ihn berührt auch den Leser. Knox selbst mochte ich ebenfalls sehr gerne und so manches Mal hätte man ihn ebenfalls sehr gerne vor allem bösen beschützt. Die übrigen Charaktere (Wade, Katsu, Thalia, Zadie und auch Moira) sind ebenfalls sehr detailreich gestaltet und überzeugen mit jeder Menge Charme.


Obwohl ich kein Fan von Superhelden-Romanen bin (und im Grunde sind die Mutanten ja nichts anderes als kleine Superhelden), so konnte mich "Coldworth City" doch auf ganzer Linie überzeugen. Neben einer fortlaufenden Spannungskurve und genialen Charakteren überzeugten mich auch deren spezielle Fähigkeiten und die Probleme mit Einrichtungen wie der AID.


-> Schreibstil: 
Geschrieben wurde der Roman in der Vergangenheitsform und in einer lockeren, gut verständlichen Sprache.


-> Gesamt: 
"Coldworth City" bietet nicht nur interessante Charaktere, sondern auch eine vielschichtige Story mit sehr spannenden Elementen, die mich dazu brachten, das Buch kaum noch aus der Hand legen zu wollen! Super durchdachter Roman, der Lust auf mehr macht...



Wertung: 5 von 5 Sterne!

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

veit etzold, thriller, berlin, huren, clara vidalis

Tränenbringer

Veit Etzold
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


*Inhalt*
"Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!" (Quelle: Amazon)


*Erster Satz des Buches*
"Es war Ende Oktober und begann, dunkel zu werden."


*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag:  Knaur Verlag

ISBN: 978-3426520697
Preis: 10,99 € (Taschenbuch) /  9,99 € (E-Book)
Reihe: Clara Vidalis 1 - Final Cut 
          Clara Vidalis 2 - Seelenangst
          Clara Vidalis 3 - Todeswächter
          Clara Vidalis 4 - Totenzeichner
          Clara Vidalis 5 - Tränenbringer 


*Infos zum Autor*
"Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung.." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? 
Derzeit bin ich ein wenig im Thriller-Fieber und die Romane von Veit Etzold interessieren mich schon lange. Als ich dann das Angebot vom Verlag bekam, ein Vorab-Exemplar zu lesen, stimmte ich natürlich sofort zu.



-> Cover: 
Ein richtig tolles Cover, das sofort ins Auge sticht! Es ist blutig und es scheint, als ob eine offene Wunde auf dem Titel klafft... passt perfekt zur Story. Ich liebe dieses Cover!



-> Story + Charaktere: 
Eines muss man Veit Etzold lassen: er weiß, wie man einen packenden Thriller schreibt! Nachdem ich in der letzten Zeit so den ein oder anderen Thriller gelesen habe - und nicht von jedem völlig überzeugt war - fesselte mich "Tränenbringer" mal wieder auf ganzer Linie! Neben einer faszinierenden Geschichte mit einer kaum abflauenden Spannungskurve und sehr detailgetreuen Beschreibungen, die manch zartem Gemüt zuviel werden könnte, begeisterte mich dieser Roman vor allem mit seinen Charakteren.


Clara Vidalis zeigte sich als faszinierende Persönlichkeit, stark, aber in mancher Hinsicht belasteter, als sie sich eingestehen möchte - doch gerade deswegen umso menschlicher. Besonders ihre erfrischende Aversion gegen jede Form von Romantik brachte mich so manches Mal herzlich zum lachen, doch auch ihre sonstigen Charakterzüge waren mir stets sympathisch. Dr. Martin Friedrich, der von allen nur "MacDeath" genannt wird, gefiel mir mindestens genauso gut, denn mit seinen lyrischen Einwürfen und seinem stets medizinischen Denken - das er scheinbar genauso wenig abstellen kann, wie die Lyrik - zitierte er sich quasi direkt ins Herz des Lesers. Am besten gefiel mir jedoch der Kollege Winterfeld, der mit seinen stets ironischen Kommentaren voller schwarzer Humor einfach immer für Unterhaltung sorgte.


"Tränenbringer" war für mich der erste der bis dato fünf veröffentlichten Romane, doch das tat dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Auch von allzu großen Spoilern nahm der Autor Abstand, wofür ich ehrlich gesagt sehr dankbar bin, da ich die vier Vorgängerbände auf jeden Fall noch lesen möchte.


-> Schreibstil: 
Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig lesbar, verfasst wurde das Buch in der Vergangenheitsform, aus Sicht eines Dritterzählers. Sehr gelungen fand ich die verschiedenen Personen, die man im Laufe des Buches begleitet: so erfährt man nicht nur etwas über Clara und ihr Ermittler-Team, sondern auch etwas über die Handlungen des Killers, sowie den ein oder anderen Rückblick in die Vergangenheit.



-> Gesamt: 
"Tränenbringer" ist ein spannender und fesselnder Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Mit seiner oft malerischen und bildgewaltigen Sprache überzeugt der Autor auf ganzer Linie und wer mehr als nur ein bisschen Fantasie sein eigen nennt, findet sich so manches Mal direkt in der Geschichte wieder. Auch Freunde von H.P. Lovecraft werden auf ihre Kosten kommen, denn der Horror-Großmeister wird sogar zweimal zitiert/erwähnt - und brachte mich damit nicht nur zum schmunzeln, sondern machte mich neugierig.

Wertung: 5 von 5 Sterne!

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