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832 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 159 Rezensionen

paper prince, erin watt, liebe, royals, familie

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «


Diese Royals werden dich ruinieren ...

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

» MEINE MEINUNG «

Tja. Kaum war der erste Band verschlungen, schon war mir klar: ich muss SOFORT weiterlesen! Also bin ich losmarschiert und hab mir Paper Prince und Paper Palace zeitnah geholt und ersteres auch direkt gelesen. Ob Band 2 tatsächlich an den Vorgängerband heran kommt und ich meine Lobeshymne weiterführen kann, oder ob die große Ernüchterung kam, erfahrt ihr hier und jetzt in aller Ausführlichkeit:

Zu Beginn des Buches war ich ganz schön überrascht, denn das Buch beginnt, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, den wir lediglich aus Ella's Sicht kennen,  aus Reed's Sicht. Ella hat Hals über Kopf die Flucht ergriffen und ist verschwunden - Reed beginnt zusammen mit seinem Bruder Easton nach ihr zu suchen. Ich empfand es als äußerst angenehm und vor allem als sehr spannend, dass auch der Leser erst einmal keine Ahnung hat, wo Ella steckt und wie es ihr so ergeht. Das hat mich persönlich auf alle Fälle ordentlich mitgerissen und neugierig gemacht, wodurch aus einem kurzen Anlesen bereits über 150 Seiten wurden. Für mich ein klasse Einstieg, der mir richtig positiv im Gedächtnis geblieben ist; und das passiert definitiv bei sehr wenigen Büchern.

Die Charaktere gefielen mir nach wie vor außerordentlich gut. Ella blieb weiterhin eine recht durchschnittliche Persönlichkeit, die aber dennoch sehr sympathisch und authentisch auf mich wirkte. Was mich sehr gefreut hat war, dass wir durch Reed's Sicht dieser Figur näher kommen konnten. Endlich erfuhren wir auch mal, was ihm durch den Kopf geht und sein Verhalten, sowohl in diesem wie auch in vorherigen Band, wird nachvollziehbarer und verständlicher. Er war es auch, der meiner Meinung nach die größte Entwicklung durchmachte und obwohl er nach wie vor ein recht hitzköpfiger junger Mann blieb, bekam er doch auch einiges an Tiefgang von den Autorinnen verpasst, wodurch die harte Schale, die bereits in "Paper Princess" erste Risse bekam, weiterhin abbrökelte. Komplett verschwinden wird das Bad Boy Image bei ihm aber wahrscheinlich nicht; er wirkte nur an manchen Stellen deutlich weicher, was mich erreichte und ihn noch sympathischer werden ließ. Doch auch Easton und den Zwillingen wieder zu begegnen, zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht. Mir war gar nicht bewusst, dass ich die 3 genau so ins Herz geschlossen und demnach vermisst hatte, wie die Protagonisten. Klar machen sie weiterhin ihre Fehler, aber genau das macht sie für mich auch aus. Callum, Brooke und alle weiteren Figuren waren ebenfalls wieder eine interessante Mischung, deren Begegnungen mir immer wieder Freude bereitete, auch wenn ich sie nicht alle gern hatte.

Zum Stil möchte ich, wie eigentlich immer bei Folgebänden, nicht mehr allzu viel sagen. Wie erwartet war das Buch wieder unfassbar schnell zu lesen, sehr leicht verständlich und sehr plastisch. Dennoch waren die Charaktere und Szenen wieder eingehend genug dargestellt, um sich alles gut vorstellen zu können bzw um sich problemlos hinein versetzen zu können. Die erotischen Szenen waren zwar etwas derber geschrieben (zumindest im Vergleich zu anderen New Adult Romanen), aber trotzdem auf den Punkt und durchaus prickelnd. Die Sprache passte wieder perfekt zur Story und auch wenn es hin und wieder etwas derber zu ging, hat mich das in keinster Weise gestört. Wie bereits erwähnt, switchen wir hier zwischen Reed's und Ella' Sicht, was mir super gefiel und mich sehr ansprach.

Die Fortsetzung war von der Idee her absolut perfekt in meinen Augen. Dadurch, dass wir eine geraume Zeit nicht erfahren, wie Ella hin gegangen ist kommt direkt eine gewisse Spannung auf und zusammen mit den Brüdern können wir als Leser nach ihr suchen. Auch der weitere Ablaufung war keineswegs langweilig, was ich anfangs doch irgendwie vermutet und befürchtet hatte. Aber es kamen immer wieder Wendungen und Plottwist mit denen ich so gar nicht gerechnet hätte und die einzelnen Aktionen unserer Figuren sorgen für eine Menge Spaß und für einige Grinser meinerseits. Es war einfach locker und leicht, und trotzdem emotional und actionreich und obwohl weiterhin Gewalt und Mobbing eine Rolle spielt, sehe ich auch hier keinen Anlass für großes Drama - erwartet ja keiner dass sich jemand ein Beispiel an den Figuren und dem Handeln und Co. nimmt. Das Ende ist mal wieder ein unfassbarer Schock, ein Cliffhanger wie er im Buche steht und er zwingt den Leser quasi, direkt nach Band 3 zu greifen! Ich hätte nie und nimmer mit dieser Wendung gerechnet und war einfach geplättet und total sprachlos. Dieses actionreiche Ende sorgte bei mir wirklich für Herzrasen und Schnappatmung und obwohl ich mich zwinge, doch etwas zu warten mit Band 3, ist dieses Vorhaben alles andere als einfach.

» FAZIT «

"Paper Prince: das Verlangen" von Erin Watt hat mich wieder einmal total mitgerissen und begeistert und mir einige tolle Lesestunden beschert. Es war mir ein Vergnügen wieder auf Ella und die Royals zu treffen und fand die Fortsetzung und die darin enthaltene Storyline super spannend, sehr erotisch und gut durchdacht. Eine Menge Witz und Charme gibt es ebenfalls inklusive. Das Ende war ein unfassbares Feuerwerk, das mir echt die Sprache verschlagen hat und mich regelrecht zwingt, sofort weiterzulesen. Eine würdige Fortsetzung und die Lobeshymne von Band 1 führe ich also bedingungslos weiter.

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe wieder volle 5 von 5 Sternen und möchte alle dazu animieren, diese Fortsetzung zu lesen! Spannung, Action und typische Teenie-Aktionen machen das Buch zu einem wahren Pageturner und ich freue mich unfassbar auf Band 3 dieser Tetralogie.

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(297)

517 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 174 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(184)

296 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

liebe, rockstars, rock my body, rockstar, musik

Rock my Body

Jamie Shaw , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.04.2017
ISBN 9783734103551
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen

Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre …

» MEINE MEINUNG «

Wer kennt es nicht? Man findet den ersten Band einer Reihe unglaublich gut und freut sich mega auf den Folgeband und dann erscheint er endlich und man verpasst es total? So erging es mir bei dieser Geschichte hier & ich war so geschockt, als jemand bei YT schon den dritten Band in die Kamera gehalten hat. Wie konnte das denn passieren?! Himmel, unglaublich! Also schnell angefragt, (btw: ich lese diese Reihe als eBook) zeitnah bekommen und sofort gelesen! Meine Meinung gibt es jetzt:

Der Einstieg hat mich zugegebenermaßen total überrumpelt. Alles beginnt mit einer sehr heißen Szene; also wirklich auch recht derb beschrieben und sehr, sehr eingehend und detailreich. Das war beim Vorgängerband eindeutig nicht der Fall, was mich anfangs echt überfallen hat. Allgemein hatte ich Band 1 nicht so wahnsinnig erotisch in Erinnerung; weswegen ich noch ein wenig verwirrter war. Doch kaum dass ich mich dran gewöhnt hatte, kam ich unheimlich gut voran. Auch die gewählte Kulisse in Form des Klubs, den wir ja schon kennen, hat direkt dafür gesorgt, wieder flüssig in die Geschichte rein zu kommen und sich an all das, was im ersten Band alles passiert und auch an alle Figuren wieder zu erinnern und gut mitzukommen, ohne lange Überlegungen anstellen zu müssen, wo was wann in "Rock my Heart" geschah. Ich empfehle auch ganz klar, die Reihenfolge dieser Bücher einzuhalten, denn obwohl immer wieder kurze Erklärungen auftauchen, ist der Lesespaß sicherlich größer, wenn man die Geschichte rund um Ro und Adam bereits kennt.

Zu den Figuren sage ich nun nicht mehr viel. Unsere Protagonisten sind uns bereits gut bekannt und die Charaktereigenschaften, die Joel und Dee in Band 1 hatten, übernehmen sie in Band 2 absolut nahtlos. Dee, unsere quirrlige beste Freundin, die keine Gelegenheit auslässt und ihr Leben in vollen Zügen genießt. Sympathisch, ausdrucksstark und charakterlich gefestigt - das waren die Stichpunkte, die mir als erstes durch den Kopf schossen, wenn es um Dee ging; doch in diesem Band lernen wir auch ihre verletzliche Seite kennen, die ihr erst so richtigen Tiefgang verlieh und sie erst authentisch machte. Dee hat mein herz im Sturm erobert und ihre Schlagfertigkeit brachte mich des Öfteren zum Grinsen. Ich muss gestehen, ich persönlich konnte nicht jede ihrer Handlungen immer nachvollziehen, und trotzdem verstand ich es; weil es einfach zu ihr und ihrem Charakter passte.

Joel war ein unheimlich interessanter Protagonist, mit einer Menge Geheimnissen und teils ziemlich geheimnisvoll. Es hat mir so großen Spaß gemacht, heraus zu finden, was sich hinter diesem Mann verbirgt; konnte kaum erwarten, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren und all seine Seiten in Form von Ecken und Kanten kennen zu lernen. Rein optisch entsprach er zwar nicht meinem Traummann-Ideal, doch ich konnte mich trotzdem problemlos in ihn verlieben. Auch er schaffte es immer wieder, mich zum Strahlen zu bringen, sei es mit frechen Sprüchen oder aber mit seinem charismatischen Auftreten. Joel wuchs mir mindestens genau so ans Herz wie Adam, wenn nicht gar sogar ein gutes Stück mehr.

Ansonsten treffen wir, wie gesagt, auf so gut wie alle bereits bekannten Figuren wie Rowan und Adam, Shawn, Mike, Cody, Leti, usw. Sie alle trugen eine ordentlich Portion dazu bei, sich zu fühlen, als würde man auf alte Freunde treffen. Doch auch die neuen Charaktere fand ich sehr ansprechend und interessant gestaltet und genau so in die Geschichte eingebaut, um zu ahnen, dass man noch einiges mehr über sie lesen wird.

Der Stil von Jamie Shaw hat sich in keinster Weise verändert. Das Buch liest sich so unglaublich schnell und locker, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie die Seiten dahin flogen. Leicht verständlich und trotzdem bildhaft und eingehend; exakt so würde ich den Schreibstil der Autorin bezeichnen. Ich hatte, wie schon in Band 1 stets ein klares Bild von den einzelnen Charakteren und Szenerien vor Augen und blieb trotzdem nicht an zu ausschweifenden Beschreibungen hängen. Lediglich bei den Sex-Szenen musste ich hin und wieder kurz durchatmen, da die, wie schon erwähnt, doch sehr detailliert dargestellt wurden; aber (!!) keineswegs schlecht! Im Gegenteil! Es war immer wieder sehr prickelnd und wer gern Erotik liest, wird sicher große Freude an diesem Buch finden. Geschrieben wurde übrigens abwechselnd aus Dee's und aus Joel's Sicht, was beide Charaktere noch näher an den Leser gebracht wurde und noch mehr Input rüber kam. Gefiel mir also unheimlich gut und ich hab rein gar nichts auszusetzen oder zu kritisieren.

Die Idee war natürlich altbekannt und vor allem altbewährt. Trotzdem war diese Rockstar-Basis bei Band 1 etwas völlig neues für mich und obwohl ich es jetzt bei Band 2 bereits kannte, war ich wieder positiv überrascht. Klar, ich  verbinde dieses Buch natürlich auch mit den tollen Eindrücken vom Vorgängerband, aber nichts desto trotz fand ich die Grund-Idee sehr schön ausgearbeitet und mit einigen sehr interessanten Einflüssen aufgepeppt. Überraschende Wendungen sowie unerwartete Plots machten die Geschichte einfach spannend und mitreißend. Auch die Storyline überzeugte mich rund herum und zeugte von einer Menge Talent und Kreativität von Seiten der Autorin. Geschrieben wurde das Ganze übrigens rein aus der Ich-Perspektive aus Dee's Sicht - besser hätte man es nicht wählen können, meiner Meinung nach.

Zur Umsetzung verliere ich daher nicht mehr viele Worte. Hier treffen emotionale Spannung, Action und überraschende Plottwists aufeinander und machen es zu einer Geschichte, die einen einfach nicht mehr loslässt und regelrecht mitreißt. Ich war von der ersten Seite an voll und ganz drin und fand die einzelnen Szenen und Abläufe absolut einleuchtend und nachvollziehbar, sodass  ich dem Geschehen gut folgen konnte und mich wirklich 'aufgenommen' fühlte, sowohl von der Story allgemein, wie auch von den Protagonisten. Einzig Manko an der gesamten Umsetzung: ich fand den Schluss etwas zu überstürzt. Da passierte mir die Auflösung zu schnell und zu übereilt abgehandelt. Das fand ich dann doch weniger glaubhaft, wenngleich es doch kein Beinbruch ist. Erwähnenswert empfand ich es dann doch.

» FAZIT «

"Rock my Body"  von Jamie Shaw war doch eine Winzigkeit schwächer als der Vorgänger, und doch ein wundervoller, emotionaler und spannender Zeitvertreib. Wer gern lockerleichte New Adult Romane verschlingt und kein Problem hat mit etwas derberer Erotik, der wird Rock my Body garantiert mögen und genau so schnell inhalieren, wie ich es getan habe. Ebenso treffen wir aber auch auf liebenswerte Figuren und eine tolle Storyline, die nicht nur Potential hat, sondern auch (fast) alle meine Anforderungen erfüllt hat und mich begeisterte.

» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 möglichen Sternen, einfach weil ich am Schluss doch etwas überfallen war von dem hektischen, eher weniger glaubhaften Schluss. Ansonsten eine rund herum gelungene Story und ich freue mich irrsinnig auf Band 3 dieser Quadrologie. ♥

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216 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gesa schwartz, herz aus nacht und scherben, venedig

Herz aus Nacht und Scherben

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2016
ISBN 9783570164501
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(43)

83 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

wales, druiden, geheimnis, kelten, schottland

Das Erbe von Carreg Cottage

Constanze Wilken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.02.2017
ISBN 9783442484768
Genre: Romane

Rezension:  
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(71)

151 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

thriller, gedächtnisverlust, entführung, janet clark, london

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

» INHALT «

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

» MEINE MEINUNG «

Man - wir haben inzwischen Juli - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.. Juli! Dabei habe ich dieses Buch bereits Anfang des Jahres zugeschickt bekommen um es zu rezensieren; leider kam ich bis jetzt nicht dazu, bzw. hatte durch die Leseflaute nicht den Willen, ein Buch zu lesen und es dann unfairerweise schlecht zu bewerten, nur weil ich selbst keine Lust darauf habe. Ich hoffe, der Heyne-Verlag kann es mir nachsehen. Jedenfalls hatte ich jetzt dafür umso mehr Lust und weiß ja, dass Janet Clark mich im Normalfall nicht enttäuscht. Ob das auch bei Black Memory der Fall war, erfahrt ihr jetzt:

Der Sprung in die Geschichte war wie ein Sprung ins kalte Wasser, wortwörtlich. Alles beginnt damit, wie unsere Portagonistin Clare mutterseelenallein auf einem Boot mitten im Ozean erwacht. Allein die Erinnerung an diese Einstiegs-Szene jagt mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper und schreit ja nur so nach Potential! Ich war so unfassbar gespannt, was wohl noch alles passieren wird auf den ersten Seiten, dass aus dem kurzen Anlesen direkt mal 128 Seiten wurden und das alleine, spricht ja schon für sich. Ein rundherum gelungener Einstieg, der einfach unfassbar Lust auf mehr macht. 
 
Wir treffen dabei schon in der ersten Zeile auf unsere Haupfigur Clare Brent - eine Ärztin, die die Welt nicht mehr versteht. Durch ihre Amnesie ist sie natürlich ein gewisser Ausnahmefall, was Buch-Charaktere betrifft, schließlich muss sie erst einmal wieder zu sich selbst finden, ehe sie als charakterstark und gefestigt gelten kann; trotzdem war sie mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch und wirkte absolut glaubhaft und realistisch. Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, dass das fehlende Gedächtnis dazu führt, dass alles viel zu schnell geht und sich Clare sehr strange benimmt, nicht nachvollziehbar handelt und die Flashbacks eventuell in den unpassendsten Momenten auftreten - aber das war gar nicht der Fall. Janet Clark hat mit dieser Frau eine tolle Protagonistin geschaffen, die sich total logische Gedanken macht, an den richtigen Stellen Schlussfolgerungen zieht überlegt und durchdacht handelt. Für mich war Clare eine riesige Ausnahme und ist mir mehr ans Herz gewachsen, als viele andere Charaktere aus anderen Büchern. Doch auch Nebenfiguren konnten mich von sich überzeugen; jeder auf seine Art und Weise. So war da beispielsweise Bonnie, das kleine Mädchen, das mein Herz im Sturm erobern konnte; oder all die anderen, denn schließlich wusste man nie so ganz genau, woran man bei dem jeweilig einzelnen war und in welcher Beziehung sie zu Clare standen, bevor sie die Erinnerung verlor. Großes Kino und sehr beeindruckend.  
Diesen Abschnitt könnte ich auch getrost unter den Tisch fallen lassen und euch einfach auf die anderen Rezensionen zu Janet's Bücher verweisen; doch der Vollständigkeit halber: der Stil war wieder einmal toll und hat mich genau so begeistert, wie in all den vorherigen Bücher von ihr. Detailreichtum und bildhafte Beschreibungen harmonieren hier nahezu perfekt und zauberten mir ein so klares, greifbares Bild vor Augen, dass ich mittendrin fühlte. Außerdem schreibt die Autorin in vielen, unterschiedlichen Tempi, sodass man als Leser auch mal Zeit bekommt, um neu Atem zu holen. Diese eher ruhigen Passagen sind aber keineswegs langweilig, sondern äußerst informativ und wichtig für den Storyverlauf. Geschrieben ist das Ganze übrigens aus der Sicht von Clare, was mir sehr gut gefallen hat; denn ihre Ratlosigkeit und ihr Rätseln, wem sie vertrauen kann und wem nicht, übertrug sich prompt auf mich.


Nun kommen wir zu dem Abschnitt, auf den ich mich bei dieser Rezension am meisten gefreut habe: die Idee! Ich bin immer wieder erstaunt, was für unglaubliche Einfälle manch Autoren doch haben, um so eine Geschichte zu erfinden und gleichzeitig auch noch glaubhaft wirken zu lassen. Janet Clark ist in dieser imaginären Liste definitiv der Spitzenreiter, denn auch bei "Black Memory" hat sie mich wieder restlos aus den Socken gehauen. Diese ganze Gund-Thematik, mit der Gabe von Bonnie, mit den ausschweifenden Erklärungen, die allesamt auf eine immense Recherche-Arbeit hinweisen, war einfach dermaßen interessant, dass ich jede Silbe davon regelrecht inhaliert habe. Das Thema mit der Hirnforschung, mit der These, dass Erinnerungen eben nicht nur im Gehirn, sondern auch in den einzelnen Zellen abgespeichert werden - wie zum Teufel kommt man darauf, so etwas in ein Buch zu packen und dann auch noch interessant werden zu lassen? Auch die Amnesie, die ja, wie der Klappentext bereits aussagt, nicht die gesamten Erinnerungen betrifft, sondern nur Teile, hat toll gepasst und jede Menge Spannung mit sich gebracht. Und, und das ist beinah der wichtige Punkt: diese ausgeklügelten Irreführungen, die am Ende trotzdem einen Sinn ergeben, zu einer großen Aufklärungen führen. Ich kann mir in keinster weise vorstellen, wie viel Talent, Überlegungen und Konzentration es bedarf, um bei der Auflösung keine Frage offen zu lassen und das alles schlüssig und für einen Laien verständlich zu machen.
 

Und da meine Lobeshymne auch an dieser Stelle nicht abreißt, möchte ich mich bewusst kurz halten: die Umsetzung war genau so großartig wie Charaktere, Stil und Idee. Es war von der ersten Seite an so mitreißend und spannend, war auch im Mittelteil weder zäh noch langweilig und der Schluss einfach nur ein regelrechtes Feuerwerk, mit einer Auflösung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Immer wieder auftretende Überraschungsmomente und Wendungen, die den Leser radikal verwirren sollen und das auch problemlos schaffen. Wenn ich tatsächlich etwas kritisieren müsste (und ja, das wäre Meckern auf sehr hohem Niveau), wäre es wohl ein bestimmtes Kapitel, das ich dann doch ein wenig sehr fachlich fand und dem ich nicht so recht folgen konnte. Aber wie gesagt, über diese 3 Seiten kann ich hinwegsehen, wenn die restlichen 380 Seiten das hergeben, was ich in dieser ewig langen Rezension beschrieben habe.


» FAZIT «

"Black Memory" von Janet Clark hat mich mal wieder abgeholt, begeistert, mitfiebern und miträtseln lassen. Ein Thriller, genau so wie ich ihn mir gewünscht habe, ganz ohne Schwächen. Wer wert auf Verwirrung legt, die Polizei eher nebensächlich findet und gegen eine gute Portion Action und Tempo nichts einzuwenden hat; der wird diese Geschichte mit absoluter Sicherheit lieben; man muss sich jedoch auch auf diese fachlichen Aspekte einlassen können und bereit sein, neues dazu zu lernen, um dem Storyverlauf folgen zu können. - Für mich war es kein Problem.
 

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, und weiß an dieser Stelle absolut nicht, was ich denn noch schreiben sollte. Wenn ihr Thrillern mögt, lest es - es ist zurecht ein Highlight für mich.

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(190)

299 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 136 Rezensionen

pferde, polo, nacho figueras, liebe, florida

Die Wellington-Saga - Versuchung

Nacho Figueras , Jessica Whitman , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103728
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Glamouröse Partys, edle Pferde und heiße Nächte unterm Sternenhimmel – hier liegt der Schlüssel zum Glück ...
Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert ...

» MEINE MEINUNG «

Diese Geschichte ist mir lediglich durch eine Empfehlung via eMail aufgefallen; ich hatte diese Neuerscheinung tatsächlich gar nicht auf dem Schirm und war umso überraschter, dass sich der Klappentext so extrem gut und ganz nach meinem Geschmack anhört. Also habe ich prompt zugeschlagen, das Buch angefordert und es sogar bekommen; worüber ich mich sehr gefreut habe - vielen lieben Dank noch einmal an den Blanvalet-Verlag ♥ Es lag dann auch gar nicht lange hier, bevor ich es mir geschnappt und im herrlichsten Sonnenschein auf dem Balkon verschlungen habe. Doch war es wirklich so gut, wie ich es mir erhofft hatte? Das und vieles mehr erfahrt ihr jetzt:

Alles beginnt zu einem sehr geschickt gewählten Zeitpunkt; nämlich direkt mitten im Leben und im Alltag unserer Protagonistin Georgia. Das hatte den klaren Vorteil, dass ich sie als völlig normalen, bodenständigen Menschen kennen lernte und dann erst, mit ihr gemeinsam, in dieses luxuriöses Leben des Del Campo Clans hinein geworfen wurde. Ich liebe solch "ruhige" Einstiege, bin ein großer Fan davon, und was mich ebenfalls positiv stimmte war der Perspektiv-Wechsel, der schon sehr früh begonnen wird. Wir lernen nämlich nicht nur Georgia kennen, sondern auch Alejandro, der einen so unglaublich anderen Lebensstil pflegt als Georgia. Dieser Kontrast wird noch viel deutlicher, eben weil sie sich nicht kennen, weil sie an zwei völlig unterschiedlichen Orten leben. Ein großartiger Einstieg, der mich voll und ganz von sich überzeugte und meine Leselust und meine Neugier nochmal ordentlich antrieb.

Georgia ist eine unheimlich sympathische und vor allen Dingen glaubhafte Persönlichkeit. Sie wurde so bodenständig dargestellt, so authentisch, dass ich manchmal das Gefühl hatte, sie würde mich bei der Hand nehmen und durch die Geschichte führen. Sie verkörperte einfach alles, was ich mir von einer guten Protagonistin wünsche und ich hab sie schon während des Einstieg tief ins Herz geschlossen, sodass ich problemlos mit ihr mitfiebern, mitfühlen und mitleiden konnte. Bis zum Ende hin konnte ich so gut wie all ihre Entscheidungen und Gedankengäng voll und ganz nachvollziehen und habe rein gar nichts, wirklich nichts auszusetzen.
Alejandro hingegen war nicht ganz mein Fall, zumindest was das Optische anbelangt - aber das schiebe ich eindeutig auf meinen persönlichen Geschmack. Ich fand ihn einfach nicht wirklich attraktiv dargestellt, eher wie ein schmieriger, reicher Macho; doch gleichzeitig überzeugte er mich charakterlich wieder total. Denn obwohl manches total auf reichen Snob hindeutete, trug er sein Herz definitiv am rechten Fleck und ist sicher ein wunderbarer Wegbegleiter im echten Leben - denn genau dem scheint Alejandro entsprungen: dem Reallife. Auch er war sehr authentisch und glaubwürdig, sehr realistisch und eingehend beschrieben. Und auch meine Sympathie zu ihm wuchs mit jeder Seite. Ich bin froh, dass wir noch zueinander gefunden haben und ich ihn wirklich mochte am Schluss; das hätte dem Buch auch wesentlich schlechter bekommen können, wäre das nicht der Fall gewesen.
Alle anderen Figuren gefielen mir größtenteils ebenfalls gut.. Es gab einige, die ich einfach nicht ausstehen konnte; aber damit erfüllten sie auch voll und ganz ihren Zweck. Andere wiederum sind selbst jetzt noch immer präsent in meinen Gedächtnis - so zum Beispiel Valentina ♥

Der Stil war irgendwie anders - und auch wenn es jetzt blöd klingt in einer Rezension: ich kann nicht sagen, was den Stil so vom Rest abgehoben hat. Einerseits hatte ich doch das Gefühl, dass man manchmal gespürt hat, dass sich ein männlicher Autor hinter dem Buch verbirgt, gleichzeitig fand ich die emotionalen Passagen und die "heißen" (Erklärung, warum in Anführungszeichen, folgt im nächsten Abschnitt) Szenen wieder sehr eingehend und gefühlvoll dargestellt; was wiederum für eine Frau spricht. (womit ich jetzt nicht sagen will, dass Männer das nicht schreiben können). Jedenfalls habe ich einige Zeilen gebraucht, bis ich einen richtigen Lesefluss hatte, doch kaum war die Hürde überwunden, konnte ich mich stiltechnisch total fallen lassen. Die Beschreibungen waren sehr detaillreich, sehr bildhaft und somit zauberten sie ein klares Bild vor mein inneres Auge. Und die Tatsache, dass die Kapitel jeweils zwischen Alejandro's und Georgia's Sicht wechselten, spielten meinem positiven Eindruck zum Stil und zur Aufmachung nur noch mehr in die Karten.

Die Idee sowie der Story-Ablauf hätte ich absolut großartig gefunden, wenn denn der Klappentext nicht ganz anderes versprochen hätte. Dieses Buch war ein herrlich erfrischendes, klischeehaftes Drama vor einem tollen Setting. Das Leben der Schönen und Reichen wurde sehr authentisch dargestellt; ja genau so wie ich es mir immer vorstelle. Die Geschichte rund um Georgia und Alejandro war total schön in Szene gesetzt; nicht zu aufgesetzt, aber die Unterschiede der beiden Umfelder waren regelrecht greifbar und es war ein regelrechter Genuss, zu sehen, wie sie sich jeweils in das andere eingliederten und dabei nicht nur auf eine Hürde stießen, sondern gleich auf mehrere. Man spürte in jeder Zeile, wie sehr der Autor das Polospielen liebt und dass meine absoluten Lieblingstiere hier die Hauptrolle spielen, erfreute mich natürlich umso mehr. Laut Klappentext hätte ich aber eindeutig mehr Erotik erwartet. Schon allein der Satz "Doch Alejandro ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert" sagt doch aus, dass es hier heiß hergehen wird und auch etwas derber werden könnte - nichts da. Ich habe dieses "heiß" oben ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil ich einfach schon so viel anderes gelesen habe, was mich im Erotikbereich mehr begeistern konnte. In gewisser Weise war es einfach schmalzig und wenn es denn mal zu einer Sex-Szene kam, was nicht besonders oft der Fall war, war es eher ruhig, beinahe Blümchen-mäßig. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit ausdrücken will. Ansonsten waren die Twists gut gesetzt und gut durchdacht, gut in Szene gesetzt. Sie brachten Spannung in die Storyline, wenngleich manches auch wieder etwas vorhersehbar war; was ja aber nicht zwingend immer schlecht sein muss; ich fieberte jedenfalls trotzdem ordentlich mit.

Da ich beim letzten Abschnitt auch schon auf die Umsetzung eingegangen bin, wird dieser hier etwas kürzer. Ich denke, jedem sollte klar sein, dass man gerade im Bereich der Liebesgeschichten, New,- oder Young Adult und allem, was in diese Genre fällt, nicht mit temporeicher Spannung rechnen sollte. So war es hier natürlich auch; doch das schöne an diesen Büchern sind einfach die Emotionen, die bei passenden Charakteren auf den Leser übertragen werden; und dank Georgia war mir das hier problemlos möglich. So fieberte ich, wie gesagt, wirklich mit und fühlte mich mitgerissen und gefesselt. Das Ende bot sogar dann noch ein kleines Highlight, das sich durchaus als temporeich und actiongeladen beschreiben lässt.

» FAZIT «

Dieser erste Band der Wellington-Saga konnte mich leider nicht komplett von sich überzeugen, was aber schlicht und ergreifend an meiner Erwartungshaltung lag. Hätte ich von vorn herein gewusst, dass ich mich mehr auf ein Drama bzw. eine komplizierte Liebesgeschichte einlasse, würde meine Bewertung sicher ein wenig anders ausfallen. Jedenfalls traf ich trotz allem auf sehr liebenswerte Figuren, eine traumhafte Kulisse, jede Menge Infos rund um meine liebsten Tiere und auf einen tollen Schluss, der noch jede Menge Potential für Band 2 bietet; den ich übrigens unbedingt lesen muss.

» 3.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 3.5 von 5 möglichen Sternen und freue mich bereits jetzt sehr auf Band 2 dieser Trilogie. :) Lest es ruhig, geht aber bitte mit anderen Erwartungen dran, als ich - das wird euch einiges erleichtern.

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149 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

m. leighton, m.leighton, liebe, heyne, all the pretty lies

All The Pretty Lies - Erkenne mich

M. Leighton , Ursula C. Sturm , Julia Flynn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419254
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?

» MEINE MEINUNG «

Tja.. wer kennt es nicht? Da muss man ein Buch SOFORT nach Erscheinen unbedingt haben und dann liegt es viel zu lange auf dem SuB. Genau so erging es mir mit diesem wunderschönen Buch. Jetzt endlich habe ich richtig große Lust auf die Geschichte gehabt und mich in die Geschichte gestürzt. Jetzt ist natürlich die Frage, ob ich mir die Zeit auch hätte sparen können, oder ob ich es bereue, es so lange unbeachtet im Regal hab stehen lassen?  Die Antwort darauf bekommt ihr jetzt; genau so wie meine restliche Meinung:

Der Einstieg war schon mal ganz YA-typisch; nämlich kinderleicht. Ich fühlte mich direkt wohl an Sloane's Seite; kam gut voran und war direkt gefesselt und fasziniert - klar; diese ganze Tattooszene ist mir ja nicht fremd und ich gestehe auch, dass ich sofort wieder Lust hatte, ein neues Bildchen unter die Haut machen zu lassen; aber darum soll es ja garnicht gehen; sondern um die Geschichte. Jedenfalls beginnt alles genau in dem Moment, in dem Sloane und ihre beste Freundin die Tür zu einem Tattoo-Studio öffnen. Ein gut gewählter Zeitpunkt, um in die Geschichte einzusteigen - und ein interessanter noch dazu.
 
Die Figuren waren allesamt sehr liebenswert, wenngleich die Protagonistin Sloane in sich ein wenig widersprüchlich wirkte. Einerseits wurde immer wieder betont, wie unerfahren sie ist, wie brav und dies und das, im selben Moment noch bringt sie dann Aktionen, die sehr lasziv wirken und sedhr gekonnt rüber kamen - gegenteilig eben. Aber ansonsten mochte ich die 21-jährige wirklich gerne, fand sie glaubhaft und sehr authentisch. Ihre Entscheidungen und Gedankengänge leuchteten mit größtenteils ein und ihre Emotionen waren wirklich greifbar. Genau so war ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte deutlich zu sehen und dennoch nicht zu übertrieben. Für mich eine wunderbare Persönlichkeit, die zwar etwas widersprüchlich zu ihrer Beschreibung stand, aber mir so, als kesse, erwachsene Frau deutlich lieber war. Hemi war einfach das Highlight schlecht hin. Schon im ersten Moment, als ich ihm begegnen durfte, hat er mich voll und ganz für sich gewonnen; schließlich vereint er optisch wie auch charakterlich sämtliche Züge, die mich begeistern: attraktiv, muskulös, tätowiert, geiler Job, geheimnisvoll, harte Schale, Bad Boy .. einfach alles. Ich gehe bewusst nicht auf seine weiteren Vorzüge ein, doch wer Hemi bzw dieses Buch kennt, wird wissen, was ich meine. Er war durchweg sympathisch, seine Überlegungen gut platziert und schön bad-ass-mäßig, aber eben auf einer niveauvollen (so weit das möglich war) Ebene. In jeder Hinsicht ein toller Kerl, der wirklich gut ins Geschehen gepasst hat. Aber auch die Nebenfiguren fand ich sehr gut ausgearbeitet, erstaunlich detailliert an manch einer Stelle und jeder mit einer gewissen Grundlage bezüglich der Vergangenheit ausgestattet. So hatte ich das Gefühl, dass jeder auf seine eigene Art und Weise richtig menschlich wirkte und ich entweder einen guten, oder aber einen eher negativen Draht aufbauen konnte.  
Zum Stil von M.Leighton brauche ich wohl nach meiner Lobeshymne bei ihrem anderen Werk nicht mehr viel zu sagen. Die Autorin schreibt sehr eingehend, sehr plastisch und die erotischen Szenen fand ich alle niveauvoll in Worte gefasst. Auch bei "All the pretty Lies" kam ich unheimlich gut voran, flog regelrecht durch die Seiten und kam trotzdem gut zurecht. Beschreibungen an den richtigen Stellen, nicht zu platt und nicht zu ausschweifend, ließen Kulisse, Figuren wie auch Geschehnisse lebendig werden und überzeugten mich absolut von sich - ohne jeglichen Kritikpunkt. Außerdem ist das Buch in relativ kurze, knackige Kapitel unterteilt, die mehr oder weniger regelmäßig zwischen Hemi`s und Sloane's Sicht wechselten. So erhielt ich als Leser einen Einblick in beide Gefühls,- und Gedankenwelten.

Die Grund-Idee sowie die Storyline waren sehr New/Young-Adult-mäßig und wohl bekannt. Braves Mädchen aus gutem Hause verliebt sich in den absoluten Bad Boy, der innerlich total zerstört ist; kennt man so schon in jeglicher Ausführung. Was, für mich, neu war, war diese Einbringung von Tattoo-Studio - das hat mich einfach nochmal auf eine ganz andere Art und Weise ergriffen und mitgerissen und für Begeistertung gestorgt. Dennoch war es meiner Meinung nach ein wenig klischeehaft und ein wenig zu ausgelutscht. Die Twists sind zwar sehr gut gesetzt und bringen Spannung und überraschende Momente mit in den Hauptplot, wirkten aber irgendwie zu gewollt, beinah erzwungen. Gerade eine Szene fand ich dann doch sehr vorhersehbar und irgendwie nicht ganz rund für den Ablauf der Geschichte. Ansonsten legt Michelle Leighton hier den Fokus ganz klar auf liebenswerte und attraktive Figuren sowie auf Emotionen; was ihr auch deutlich besser glückte, als ein wenig Thrill in dieses Buch zu packen.
 
Zur Umsetzung gibt es daher nicht mehr großartig viel zu sagen. Mich hat es auf dieser Gefühlsebene vollkommen gepackt und ich war von der ersten Seite an sehr an das Buch gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht. Spannungstechnisch darf man ja gerade bei New/Young Adult nicht zu viel erwarten und auch wenn Autoren immer wieder versuchen ein wenig Krimi oder gar Thrill in das Buch zu packen, so geht das oftmals schief; wie auch hier. Dieses Element ist dann, gerade für diejenigen, die auch richtige Thriller und Krimis lesen, sehr vorhersehbar und ruiniert den emotionalen Faktor im Buch; zumindest hatte ich das Gefühl. So hab ich dieses ganze Thrill-Zeugs einfach überlesen, weitestgehend ignoriert und mich voll und ganz auf Sloane und Hemi konzentriert - so konnte ich deutlich besser mitfiebern. Das Ende hat mich dann auch noch einmal richtig atemlos gemacht und war ganz Highlight; wie ich es mir wünsche.

» FAZIT «

All the pretty Lies" weiß wieder, wie man den Leser richtig mitfühlen und mitleiden lassen kann. Wundervolle Charaktere, ein äußerst angenehmer Stil, niveauvolle, prickelnde Erotikszenen und eine tolle Kulisse können über gewisse Schwächen bezüglich der Neuartigkeit einigermaßen hinwegsehen lassen; wenn auch nicht ganz. Wer sich im Thriller,- und Krimibereich bereits auskennt, wird einiges vorhersehbar finden, die emotionale Ebene aber sicher gerne lesen - für alle Neueinsteiger aber sicherlich das absolute Highlight, da es trotz allem toll insziniert und gut ausgeklügelt ist.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen, weil mir für ein Highlight doch noch einiges gefehlt hat, mich aber alles in allem doch sehr gut unterhalten konnte und für schöne Lesestunden gesorgt hat.

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(108)

247 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Die 16-jährige Cora erwacht mitten in einer Wüste. Sie wurde offensichtlich entführt! Aber von wem? Und wo um Himmels willen ist sie gelandet? Denn an die Wüste grenzen eine arktische Tundra und das Meer, dahinter liegt eine filmkulissenartige Stadt. Fünf weitere Jugendliche irren durch die merkwürdige und, wie sich bald zeigt, sehr gefährliche Szenerie. Und dann tritt Cassian auf: ein unglaublich schöner junger Mann, der sich als ihr Wächter vorstellt. Ihr Wächter in einem Zoo, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt. Eine Flucht scheint unmöglich zu sein. Bis sich zwischen Cora und Cassian eine verbotene Anziehung entwickelt. Doch kann Cora ihm genug vertrauen, um zu fliehen?

» MEINE MEINUNG «

Ich weiß nicht genau, ob dieses Buch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nur an mir vorbei ging, oder ob es allgemein nicht diesen Hype erfahren hat, wie viele andere Jugendbücher und Dystopien. Doch dann kam die liebe ExlibrisLisa (wer auch sonst? ist ja nicht so als würde sie mich beinah wöchentlich mit irgendwas anfixen :D ) um die Ecke und hat mich so unglaublich neugierig gemacht, dass ich mir "The Cage" sofort bestellen musste. Es lag dann auch gar nicht lange auf meinem SuB, ehe ich mich in die Seiten gestürzt habe. Ob Lisa recht hatte, oder ob es nicht ganz so mein Fall war, das erfahrt ihr wie immer; jetzt!

Der Einstieg war schon mal sehr angenehm - der Leser bekommt direkt ein wenig Zeit um sich an Cora zu gewöhnen und lernt dann zusammen mit ihr die anderen Figuren kennen; ebenso wie die ganzen Umstände. Ich bin ein großer Fan davon, wenn die Geschichte wirklich erst beginnt, wenn auch das Buch startet, und man als Leser genau so ratlos ist, wie die Protagonisten; das war hier nämlich der Fall. Man bekommt die Möglichkeit, die Kulisse, die verschiedenen Fakten und alles was zu einer guten Geschichte gehört, zusammen mit Cora aufzudecken und zu verstehen. Es war also ein Einstieg, ganz nach meinem Geschmack und rund herum absolut gelungen.
 
Die Charaktere waren allesamt okay. Unsere Hautfigur Cora war für mich persönlich kein wirkliches Highlight; irgendwie sehr normal, an manchen Stellen nicht ganz glaubwürdig und ihr Tunnelblick war mir teilweise zu krass - sie hat nicht unbedingt ich-bezogen gehandelt, aber sie hatte ihr Ziel vor Augen und hat beinah alles getan, um es zu erreichen; manchmal vielleicht ein wenig zu rücksichtslos gegenüber ihren "Freunden". Da hat sie dann auch wirklich Aktionen gebracht, über die ich nur den Kopf schütteln konnte; worunter natürlich auch die Sympathie zwischen uns immer wieder ins Wanken geriet. Ansonsten war Cora schon realistisch gehalten, verhielt sich meist ihrem Alter (17) entsprechend und traf oft auch logische Entscheidungen, die mir problemlos einleuchteten und nachzuvollziehen waren. Sie trug ihr Herz am rechten Fleck und passte, bis auf diese kleinen Ausrutscher, sehr gut in die Geschichte. 
Leider trafen, bis auf Lucky, auch die anderen nicht wirklich meinen Geschmack. Besonders Rolf war mir permanent ein Dorn im Auge, obwohl mit natürlich klar ist, dass es auch solche Figuren braucht, um die Story glaubhaft und lebhaft zu machen - nicht jeder kann liebenswert, herzensgut und super attraktiv sein, sonst kommt schnell Langeweile auf. Dennoch gingen mir mehrere Charaktere sehr gegen den Strich und trafen bei mir einfach auf Antipathie - leider. Und dann gab es da einfach noch Lucky - einen super süßen Kerl, der dieses Buch für mich einfach radikal gerettet hat; zumindest was die Charaktere angeht. Er war tatsächlich herzensgut, liebenswert und super attarktiv und, was mich am meisten begeisterte: sehr glaubhaft und realistisch. Es fühlte sich beinah an, als hätte man ihn aus dem wahren Leben direkt in diese Geschichte gesteckt; wo er mein Herz im Sturm erobern konnte und auch jetzt, nach Beenden des Buches, immer noch sehr präsent ist, in meinem Kopf. Solche Protagonisten braucht die Leserwelt ;)  
Der Stil hat mich ebenfalls sofort positiv überrascht. Das Buch liest sich unheimlich schnell, trotzdem erzeugen jede Menge, gut platzierte Beschreibungen, ein klares Bild der jeweiligen Kulissen und Szenen. Auch die Figuren waren bildhaft dargestellt, gut voneinander zu unterscheiden und sehr kreativ. Die unregelmäßigen Wechsel der Sichten brachten Tiefgang in die Geschichte und ließen die Figuren ihre Oberflächlichkeit verlieren. Gerade Cora's Sicht war sehr interessant gestaltet, doch auch Lucky's Kapitel gefielen mir gut, da sie einfach einen weiteren Einblick ins Geschehen boten und die Situation aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten.

Die Idee, die sich hinter diesem Buch verbirgt, ist nahezu grandios! Jugendbücher kennt man ja inzwischen in allerlei Ausführungen; doch was hier geschieht, war für mich persönlich gänzlich neu. Die Mischung aus Fantasy, Sci-Fi und diesem leichten Thrill-Einschlag hat es für mich total rausgerissen und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Auch die Vergangenheiten der 5 Jugendlichen waren gut ausgearbeitet und sehr schön in die Story eingeflochten und damit verbunden. Über dies gab es auch eine Auflösung, mit der ich so nie, wirklich niemals gerechnet hätte! Der Leser wurde wohl gannz bewusst hinters Licht geführt - was bei mir sehr gut geklappt hat und den Überraschungeffekt nur noch größer werden hat lassen. Meiner Meinung nach hat sich Megan Shepherd da definitiv etwas einfallen lassen, was von einer Menge Kreativität zeugt und sicherlich noch mehr Leser begeistern kann.
  
Zur Umsetzung möchte ich daher gar nicht mehr so viele Worte verlieren. Fakt ist jedenfalls, dass die Spannung wirklich konstant zu spüren war und kein einziges Mal abgenommen hat. Immer wieder auftretende, überraschende Wendungen lassen Langeweile keine Chance und die durchaus brutalen Szenen sorgen für Action und Tempo im Rahmen der Altersfreigabe. Die Storyline fesselte mich jedenfalls von der ersten Seite an und lässt mich auch jetzt noch nicht gänzlich los, sondern schwirrt mir immer noch im Kopf herum; dicht gefolgt von der Frage "wie geht es weiter?" - der Cliffhanger am Ende ist nämlich wirklich äußerst gemein und macht mich beinahe verrückt.

» FAZIT «

Der erste Band der "The Cage"-Trilogie hat mich wirklich in beinah jeder Hinsicht zu 100% von sich überzeugt. Minimale Schwächen, wie beispielsweise die leichten Entgleisungen unserer Protagonisten kann ich da getrost hinnehmen und als weniger schlimm erachten, wenn es den restlichen Rubriken wie Stil, Umsetzung und Idee so dermaßen gut passt.


» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 möglichen Sternen, einfach um noch ein wenig Luft nach oben zu lassen für die nachfolgenden Bände.Ich bitte euch inständig darum, dieser Geschichte ebenfalls eine Chance zu geben. Exlibrislisa hatte absolut recht - es ist grandios! ♥

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(48)

72 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, geheimnisse, lügen, psychothriller, mord

Be my Girl

Nina Sadowsky , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.02.2017
ISBN 9783328100041
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

» INHALT «

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war

» MEINE MEINUNG «

Dieses Buch ist schon relativ früh in mein Blickfeld geraten; war ich mir aber doch permanent unsicher, ob ich tatsächlich einen Psycho-Thriller lesen und fair bewerten kann. Nach reiflicher Überlegung hab ich beschlossen, es anzufragen und hab dann auch direkt den Zuschlag bekommen und ich konnte es mir sogleich downloaden und anfangen zu lesen. Zugegeben, im Sommer tu ich mir mit dunklen Geschichten schwer, und trotzdem war ich so neugierig und so gespannt, was mich wohl erwarten wird. Wie es mir letztlich gefallen hat oder ob ich meine Entscheidung, es unbedingt lesen zu wollen, bereue, erfahrt ihr wie gewohnt jetzt:

Der Einstieg ist schon mal mit reichlisch Spannung gespickt und lässt bereits das Potential des Buches erahnen. Ich werde den Abschnitt hier aber bewusst kurz halten, da ich unter keinen Umständen zu viel verraten möchte. Jedenfalls kam ich relativ gut in die Geschichte rein, wurde gleich von der herrlichen Kulisse in Beschlag genommen und verspürte große Lust, das Buch nie wieder aus den Händen zu legen - ob das über die restlichen 300 Seiten so blieb, verrate ich euch erst später.
 
Nun zu unseren Charakteren. Anders als gewohnt möchte ich dieses Mal nicht auf jeden einzeln eingehen, sondern eher übergreifend alle zusammen fassen. Ich habe in dieser Geschichte wirklich keinen einzigen angetroffen, den ich auch nur annähernd lieb gewinnen konnte. Selbst die Sympathie stimmte bei so gut wie allen überhaupt nicht. Zu Elli und Rob, unsere Protagonisten, konnte ich beispielsweise nicht den Hauch eines Drahts aufbauen und ich hab, rückblickend, keine Ahnung, woran das wirklich lag. Einerseits wirkten beide sehr oberflächlich und rein gar nicht menschlich - eher ausgedacht und unrealistisch. Mir würden noch nicht einmal richtige Charakterzüge zu den beiden einfallen, geschweige denn irgendwelche positiven wie auch negativen Eigenschaften. Durch das Schauspiel, das sowohl sie wie auch er betrieben und all die Lügen, wusste ich nie woran ich wirklich war und selbst wenn ich dann mal kurz dachte, es könnte besser werden, wurde ich schnell wieder eines besseren belehrt. Elli wirkte dabei noch mechanischer als Rob, doch auch er hatte für mich nichts liebenswertes an sich, noch nicht einmal ein Herz aus Fleisch und Blut. Wenn ich jetzt mehr ins Detail gehen würde, würde ich vermutlich schon spoilern, weswegen ich es hierbei belasse und auch die Nebenfiguren (alle gleich unrealistisch) nicht weiter erwähne.  
Der Stil war dagegen wieder ganz gut. Ich kam, trotz eBook sehr schnell voran, hatte keinerlei Probleme was Verständnis oder Lesefluss anbelangt und kann auch sonst nichts negatives benennen. Die Beschreibungen waren ausreichend, die Sprache passend zur Thematik und ich hatte stets ein klares Bild vor meinem inneren Auge. Und wenn eine Geschichte dann auch noch Einblicke in die Vergangenheit bietet, scheint es nahezu perfekt zu sein; wäre nicht genau da mein größter Kritikpunkt..:

Die Idee an sich war sehr ausgeklügelt und zeugt von einer Menge Talent von Seiten der Autorin. Der Leser wurde richtig schön in die Irre geführt und das ist es auch, was mich an Thillern auch immer so begeistert - das war bei Be my Girl genau so. Was ich aber noch viel wichtiger finde, als dieses Miträtseln, ist ein gut sichtbarer, roter Faden. In den Kapiteln, die "Heute" spielten, war der auch klar zu erkennen, doch diese Zeitsprünge zu damals waren meiner Meinung nach einfach eine Katastrophe - so willkürlich, ohne jeglichen Sinn und selbst wenn es gerade mal zu dem "Heute-Teil" passte, so verlor sich das alles wieder im Nichts. Die Geschichte, die immer mit "Heute" gekennzeichnet war, war eine schöne, verständliche und vor allem fortlaufende Story, während "Damals" völlig zusammenhanglos Rückblicke darstellten. Mag sein, dass da durchaus eine Verbindung bestand, ich jedoch hab sie bei aller Mühe nicht entdecken können.  

Die Umsetzung fand ich dabei aber, wie oben schon angedeutet, nicht mal wahnsinnig schlecht. Trotz des fehlenden, roten Fadens war eine gewisse Grundspannung deutlich zu spüren und auch die Überraschungsmomente waren nicht vorherzusehen oder zu erahnen. Die traumhafte Kulisse hat natürlich auch nochmal dazu beigetragen, dass ich mich an das Buch gefesselt fühlte. Ebenso wie der Schluss, denn der war eine absolute Überraschung, gepaart mit einer gut durchdachten Auflösung und einem Tempo, das ich während der restlichen Geschichte schmerzlich vermisst habe.

» FAZIT «

"Be my Girl" von Nina Sadowsky hat mich leider nicht umgehauen; es gab viele Schwächen wie beispielsweise die Charaktere und das Wirrwarr an Zeitsprüngen; dafür gab es dann aber wiederum auch große Überraschungen und einen gut eingefädelten Schluss bzw eine gut inszinierte Auflösung.


» 2.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 2.5 von 5 möglichen Sternen und gestehe, dass mir die Bewertung wirklich schwer gefallen ist. Letztlich komme ich auf diese Anzahl an Sternen, weil es mich nur abschnittsweise gepackt hat, mir einiges sauer aufgestoßen ist und ich mehr negatives als positives berichten kann. Schade drum; aber zum Glück trotzdem kein totaler Flop.

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(195)

519 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 93 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(53)

136 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

matt haig, echo boy, dystopie, jugendbuch, zukunft

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel. Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...

» MEINE MEINUNG «

Schon in den Neuerscheinungen ist mir dieses Buch sofort ins Auge gestochen; einerseits natürlich wegen des wunderschönen Covers, andererseits, wegen des Klappentexts - beides macht totale Lust auf mehr und als ich es angefragt und die Zusage bekommen hatte, war es um mich geschehen. Ich hab mich quasi sofort in die Geschichte gestürzt. Meine Erwartungen waren jedoch eher zwiegespalten, denn ich hab bereits positive wie auch negative Meinungen dazu gehört. Zu welcher Seite ich gehöre, erfahrt ihr hier und jetzt:

Der Einstieg glückte mir unglaublich gut. Obwohl wir hier in eine sehr dystopische Welt eintauchen dürfen, hatte ich keinerlei Probleme, mich zurecht zu finden. Ich hatte von Anfang an ein Bild vor Augen, das nach und nach immer deutlicher und klarer wurde; aber Matt Haig hat es hier geschafft, alles sehr selbstverständlich wirken zu lassen und auch die Tatsache, dass wir an einem recht normalen Alltag von Audrey teilhaben dürfen, erleichterte mir den Start ungemein. Und trotz den Erklärungen und Darstellungen war es schon von Anfang an sehr interessant zu verfolgen und wurde auch sehr zügig spannend.
 
Die Charaktere gefielen mir ebenfalls gut. Audrey, unsere Protagonistin überzeugte mich auf ganzer Linie und erntete immer wieder weitere Sympathiepunkte. Sie war in gewisser Weise vielleicht etwas gewöhnlich, doch ich mochte sie gerne und konnte gut mit ihr mitfiebern. Ebenfalls schön fand ich die Entwicklung, die sie an den Tag legte. Anfangs war sie noch total gelähmt von den Ereignissen, doch wie sie im Laufe der Geschichte immer weiter auftaute, hat der Autor wunderbar verpackt und zu Papier gebracht. Ich konnte, zumindest die meisten Handlungen und Gedankengänge vollkommen nachvollziehen, wenngleich es doch auch Situationen gab, wo ich nicht einer Meinung mit ihr war; aber das gehört genau so mit dazu. Alles in allem war Audrey eine passende Figur für diese Geschichte; sie ist zwar nicht zu meiner besten Freundin geworden, doch ich würde sie jederzeit wieder auf ihren Abenteuern begleiten.
Wen ich jedoch deutlich interessanter fand, war Daniel. Ich hätte niemals gedacht, dass es möglich ist, einen Charakter so darzustellen, dass mal etwas völlig Neues erschaffen wird. Dieser Mix war total spannend und er machte die Geschichte für mich erst perfekt. Natürlich war er kein Charakter im herkömmlichen Sinne, aber dieser menschengleiche Roboter hat es mir total angetan und ich habe mich jedes Mal so sehr gefreut, wenn wir zu seiner Sicht wechselten.
Alle anderen Figuren waren ausreichend gut in Szene gesetzt; sie waren halt eher Mittel zum Zweck und den ein oder anderen hätte man vielleicht gar nicht gebraucht, aber sie waren alle detailliert und mit genügend Tiefgang ausgestattet. Besonders Rosella hat es mir total angetan.  
Zum Stil: Matt Haig schreibt unglaublich eingehend, aber dennoch sehr plastisch. Er schafft es, mit wenigen Worten, eine ganz neue Welt zu schaffen und das hat mich total begeistert. Außerdem liest sich dieses Buch so dermaßen schnell, dass ich wirklich innerhalb von 2 Tagen fertig war (und das trotz fehlender Zeit).Geschrieben wurde dieses Buch übrigens aus zwei Sichten, was ich oben ja schon erwähnt hatte, nämlich in der Ich-Form, abwechselnd aus Audrey's und aus Daniel's Sicht; teilweise auch mit kurzen Rückblenden, sodass man stets weiß, was der andere dann zu bestimmten Zeitpunkten gedacht hat. Sehr gut gewählt und umgesetzt!

Der Einfall hinter der Geschichte hat mich, bis zu einem bestimmten Punkt, auch komplett begeistert. Die gesamte Szenerie hat mich total an diese Actionfilme rund um Roboter erinnert und dieses zusätzliche Einschlag einer Lovestory (einer Lovestory zwischen Mensch und 'Maschine') - ich fand die Kombination einfach toll. Es war mal was Neues, was, was man so noch nicht kennt und Matt Haig hat hier eine total realistische Zukunftswelt geschaffen, mit einleuchtenden Aspekten, gut durchdachten Ideen und Einflüssen. Auch der Ablauf, die Twists und die Nebenstränge luden zum Mitfiebern ein und sprachen mich total an. Lediglich gen Ende kam eine Wendung, die mich leider nicht so ganz überzeugen konnte, aber dennoch immer noch sehr interessant zu verfolgen war.
  
Zur Umsetzung möchte ich gar nicht viele Worte verlieren - alles in allem war sie gut. Ich hab, wie gesagt, schon ziemlich früh begonnen, mitzufiebern und mich ins Geschehen fallen  und mich davon mitreißen zu lassen. Auch ein paar spannende, interessante Wendungen waren da und haben mich eindeutig überrascht. Der gesamte Ablauf der Geschichte wirkte gut durchdacht, hatte Hand und Fuß, es gab, meiner Meinung nach, keine Logikfehler und allgemein wurden die Twists und der Hauptplot gut in Szene gesetzt. Dann plötzlich kam der Schluss und obwohl ich so angetan von der Storyline war, war ab einem gewissen Punkt so ein wenig die Luft raus. Ich kam mit dieser einen Wendung und dieser Idee, die hinter diesem Twist steckt, einfach nicht so recht klar. Ich fand das alles etwas unrealistisch und unglaubwürdig, wobei ich sagen muss, dass ich doch verstehen konnte, wieso der Autor sich dafür entschieden hat. Ich bin nicht ganz eins mit dem Ende, kann aber auch nicht sagen, dass es schlecht war; es hat einfach meinem Geschmack nicht entsprochen.

» FAZIT «

"Echo Boy" von Matt Haig hat mir einige sehr schöne, spannende Lesestunden beschert mit einer einmaligen Geschichte, netten Figuren, geschrieben in einem sehr angenehmen und plastischen Stil. Überraschungen und einen interessanten Hauptplot gibt es inklusive. Lediglich der Schluss war nicht ganz mein Fall, aber dennoch gut in Szene gesetzt und logisch. Für mich kein absolutes Highlight, aber dennoch eine Empfehlung.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen und kann euch das Buch guten Gewissens empfehlen und bin gespannt auf eure Meinung dazu. Lest es ♥

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(884)

1.475 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 380 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, new adult, erotik

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

» MEINE MEINUNG «

Kennt ihr das, wenn euch ein Buch eigentlich gar nicht großartig interessiert, dann aber die riesigste Diskussion ever ausbricht? Tja. So erging es mir mit Paper Princess und als ich dann im Laden stand und es in mein Blickfeld rutschte, wusste ich: ich muss mir unbedingt meine eigene Meinung dazu bilden! Also hab ich es gekauft und sogar relativ zeitnah gelesen. Ob ich mich nun auf die Seite der Hater stelle, oder aber doch vollauf begeistert bin, erfahrt ihr jetzt in aller Ausführlichkeit:

Der Einstieg war New-Adult-typisch sehr leicht und einfach gehalten und man gleitet nach und nach in die Geschichte hinein. Alles beginnt an einem Punkt, der äußerst geschickt gewählt wurde; denn treffen wir auf den ersten Seiten direkt auf Ella und erleben mit, wie schwer es die 17-jährige Schülerin tatsächlich hat. Job und Schule unter einen Hut zu bringen, hört sich einfacher an, als es ist und das hat Erin Watt sehr eingehend rüber gebracht. Gleichzeitig sorgt dieses Mitleid, das man der Protagonistin gegenüber empfindet auch dafür, dass eine gewisse Spannung auftritt. Man fiebert mit, freut sich auf den Moment, wenn endlich Callum Royal auftaucht und sie aus ihrem bescheidenen Lebensstil heraus holt .. sie rettet quasi. Doch auch auf die Royal Brüder war ich unheimlich neugierig und wurde so völlig unbewusst an die Seiten gefesselt, nur um endlich auf Reed und Co zu treffen.
 

Wie oben bereits einmal kurz angeschnitten, überwiegt anfangs lediglich ein Gefühl gegenüber unserer Protagonistin: nämlich Mitleid. Mir tat dieses Mädel einfach so unglaublich leid und ich hab immer wieder überlegt, in welch einem Schlamassel sie doch steckt und wie ich da handeln würde. Dadurch fand ich ihre Entscheidungen, Handlungen und Gedankengänge absolut nachvollziehbar und konnte, so krass manches auch auf den ersten Blick wirkte, wirklich verstehen, warum Ella so handelte. Auch im Laufe der Geschichte ließ dieses Verständnis nicht nach; im Gegenteil. Ihre Schlagfertigkeit und ihre teilweise sehr derben Sprüche haben mir hin und wieder ein richtiges Grinsen entlockt und obwohl sie nach außen hin immer versuchte, die harte Schale aufrecht zu erhalten, so gab es doch auch einen weichen Kern, der klar erkennbar war. Im Grunde unterschied sich Ella also recht wenig von anderen Protagonisten (aus anderen Büchern) und trotzdem hat die Sympathie von Anfang an gestimmt und ich schloss sie ins Herz - nur das zählt letztlich. Doch auch Callum konnte mich im Laufe der Zeit für sich gewinnen. Er war das Vorzeige-Exemplar von reichem Geschäftsmann, strahlte aber ebenso Verletzlichkeit aus, wie jeder andere, normale Mensch. Denn zeigte uns Erin Watt ganz deutlich, dass auch die Privilegierten so ihre Probleme haben und eben nicht alles so friedlich und perfekt ist, wie man dem Leser in anderen Geschichten oftmals weiß machen möchte. Letztlich waren es die 5 Söhne, die Callum hin und wieder an den Rand der Verzweiflung trieben und trotzdem war jeder auf seine eigene Art und Weise unglaublich authentisch. Ja, ich gestehe, auch mir waren manche Handlungen, Aussagen und Gedankengänge der Jungs zuwider, und trotzdem fand ich sie alle glaubhaft. Hier beginnt schon mein riesiger Zwiespalt, denn obwohl auch ich, jetzt im Nachhinein, einen Hauch von Sexismus feststellen kann, ist es mir beim Lesen absolut gar nicht in den Sinn gekommen, das so zu sehen. Und genau aus diesem Grund werte ich das nicht als Kritikpunkt. Ich mochte Reed und Easton, mochte die Zwillinge und ich mochte Gideon; alles andere lasse ich bewusst aussen vor; denn in einer Rezension geht es meiner Meinung nach darum, meine Empfindungen während (!!) des Lesens mit euch zu teilen, und nicht die Erkenntnisse, die ich irgendwann danach erlange. Dazu kommen wir aber später nochmal kurz. Kurz und knapp: ich fand die Charaktere alle toll insziniert und durchdacht; jeder trug sein eigenes Päckchen und sorgte mit verschiedenen Taten dafür, authentisch zu wirken.   
Der Schreibstil stieß dann ebenfalls auf Gefallen bei mir. Hinter Erin Watt verbirgt sich ja das amerikanische Bestseller-Autoren-Duo Elle Kennedy und Jen Frederick. Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nie etwas aus der Feder einer dieser Autorinnen gelesen, und trotzdem weiß ich bereits jetzt, dass mir ihre Bücher, die sie jeweils einzeln veröffentlicht und geschrieben haben, gefallen werden. Der Stil ließ sich sehr leicht lesen, sehr locker; ich kam super schnell durch die Seiten und fand die Sprache, die zugegebenermaßen hin und wieder etwas sehr derb war, der Thematik absolut angepasst. Bildhafte, aber doch plastische Beschreibungen sorgen für ein klares Bild vor meinem inneren Auge und die prickelnden Szenen waren detailliert genug geschrieben, um ein Prickeln hervor zu rufen, aber nicht zu eingehend, um es abstoßend werden zu lassen. Geschrieben wurde das Buch übrigens ausschließlich aus Ella' Sicht in der ersten Person, was mich noch näher ans Geschehen brachte und die Gefühle noch intensiver zu mir transportiert wurden.

Die Grund-Idee an sich ist sicherlich nichts unheimlich aufregendes; es gibt bereits mehrere New Adult,- wie auch Jugendgeschichten, die auf dieser Storyline basieren. Und trotzdem hat sie mich gänzlich überzeugt. Ich mag diese 'Mädchen wird aufgrund Tod der Eltern aufgenommen und muss sich mit einer Horde pubertierender Jungs herumschlagen' - Thematik, da sie immer wieder unheimliches Potential mit sich bringt und eine Menge Konflikte aufwerfen kann. So auch hier. Neben all den Gefühlen und dem Jugendbuch-Anteil, gab es auch die ein oder andere prickelnde Szene, die ich allesamt für gut befand; trotz der derberen Sprache. In "Paper Princess" steht meiner Meinung nach die 'Authensität' an erster Stelle und das haben die Autorinnen auch auf ganzer Linie geschafft. Natürlich kann man hier auch sagen, dass ein gewisses Maß an Sexismus ans Licht kommt, aber ich habe bereits in meiner Video-Rezension gesagt, dass man sich gerade im New Adult Bereich nicht zu sehr an allem aufhängen sollte. Es ist eine Geschichte, in der Drogen, Alkohol, Sex, Mobbing und Gewalt eine Rolle spielen, ja .. aber ich finde es keineswegs verwerflich so etwas in ein Buch miteinzubinden, schließlich wird keineswegs etwas verherrlicht - im Gegenteil.. es zeigt doch nur auf, wie sehr die Opfer unter all diesem negativen Zeugs leiden. Das jedenfalls ist meine Meinung und ich denke, dass jeder mit 14 Jahren, denn ab diesem Alter ist die Geschichte empfohlen, so weit denken kann, um zu sehen, dass weder Sexismus, Mobbing, Gewalt noch sonst etwas die Lösung ist, und sich da nicht beeinflussen lässt. Mag sein dass ich das alles etwas lockerer sehe, weil ich älter bin und mein Charakter und meine Ansichten einfach schon gefestigt sind, aber mich hat nichts der oben genannten Themen beim Lesen gestört und genau das ist es, was in eine Rezension gehört - meine Empfindungen während des Lesens; oder? Ich wollte das ganze Diskussionsthema auch nochmal schnell aufgreifen, einfach um euch meine Meinung darüber mitzuteilen.

Die Umsetzung hat mir deshalb auch sehr gut gefallen. Die anfängliche Spannung bleibt während der gesamten Länge von 384 Seiten vorhanden und wird immer wieder durch Emotionen und unerwartete Wendungen in die Höhe getrieben. Mich jedenfalls konnte das Buch absolut fesseln; es hat mich durchweg mitgerissen und auch in den Stunden, in denen ich nicht zum Lesen kam, beschäftigt. Ich war emotional absolut bei unserer Protagonistin und fand auch den Mittelteil alles andere als langweilig. Ich bin froh, dass immer wieder neues Drama aufkam, so wurde Langatmigkeit und zähe Momente einfach vermieden und gerade der Schluss hat mich persönlich so überrascht und schockiert, dass ich umgehend Band 2 kaufen musste. Ein ganz fieser Cliffhanger also - nur so als Vorwarnung.

» FAZIT «

"Paper Princess - die Versuchung"  von Erin Watt ist ein unheimlich realistisches, eingehendes und emotionsgeladenes Buch, das einen zu fesseln weiß. Die ganzen negativen Kritiken kann ich absolut nicht nachvollziehen, denn ich traf hier auf liebenswerte Figuren, einen absolut genialen Stil, prickelnde Momente und Drama ohne Ende. Was wünscht man sich als bekennende New Adult Leserin mehr? Für mich ein Highlight!

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, weil .. hm.. ja weil ich leider nicht mehr vergeben kann. Nein, im Ernst, ich habs ja eben schon gesagt - für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight. Punkt.  Absolute Lese-Empfehlung für diese Geschichte!

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1.045 Bibliotheken, 41 Leser, 3 Gruppen, 187 Rezensionen

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Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.    Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

» MEINE MEINUNG «

Sarah J. Maas!!!! Unf***ingfassbar dass ich so ewig gebraucht habe, um mich endlich dem Hype zu beugen. Es gibt etliche Blogger, Youtuber und allgemein Leser, die diese Frau ja mehr als nur in den Himmel loben und allen voran natürlich auch meine liebste Booktuberin Nina (» hier « gehts zu ihrem Kanal).. klar dass ich direkt am Erscheinungstag losrennen musste, um dieses Werk hier aus dem dtv-Verlag zu ergattern. Dumm nur, wenn man mitten in einer Leseflaute steckt und insgesamt 3 Monate braucht, um endlich danach zu greifen. Doch jetzt war es endlich so weit und ich kann euch endlich meine Meinung zu diesem Auftakt und somit auch zu der Autorengöttin mitteilen:

High Fantasy und Ich .. meist eine etwas gewagte Kombi, da ich mir oftmals schwer tue beim Einstieg und beim "reinkommen" in die Geschichte. Ich gebe zu, ich war auch hier echt skeptisch, doch kaum dass ich die ersten Zeilen gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, wirklich mitten drin zu stecken. Alles beginnt mitten im Wald, an Feyre's Seite, wie sie jagt um sich und ihre Familie über den Winter zu bringen, ohne dass jemand verhungert. Es ist wirklich nicht gelogen, wenn ich sage, ich hab die Kälte quasi am eigenen Leib gespürt, und das obwohl ich im kuschelig-warmen Bett lag. Ich wurde so abgeholt und habe direkt richtig mitgefiebert und mitgezittert. Ich konnte Feyre's Gefühle spüren und wollte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Dazu beigetragen hat auch die Tatsache, dass dieses "High Fantasy Element" schön langsam in die Geschichte eingewoben wird, in dem anfangs noch alles recht normal wirkt; und man als Leser die Zeit bekommt, sich in aller Ruhe zurecht zu finden, aber ohne dass es jemals langweilig wird.
 
Die Figuren waren einfach einzigartig; sowohl in der Kombination wie auch einzeln. Jeder von ihnen hob sich von der breiten Masse ab; verfügte über ganz unterschiedliche Charakterzüge und blieb trotzdem absolut glaubwürdig und realistisch. Allen voran natürlich unsere Protagonistin Feyre: sie war eine so charakterstarke Persönlichkeit, so pflichtbewusst, mutig und selbstlos. Und trotz allem habe ich sie unheimlich ins Herz geschlossen und lieb gewonnen. Sie war mir direkt unheimlich sympathisch und, wie ich schon oben im vorherigen Abschnitt erwähnt habe, ich konnte ihre Gefühle quasi am eigenen Körper spüren und wurde so nur noch mehr an die Geschichte gefesselt. Ihre Handlungen und Gedankengänge waren stets nachvollziehbar und teilweise richtig bewundernswert. Schlagfertigkeit, Klugheit und Geschicklichkeit rundeten ihr Profil dann vollends ab und machten sie zu einer tollen Protagonistin, die man sehr gern begleitet. Doch auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Feyre's Schwestern haben mich total begeistert. Beide so unterschiedlich und trotzdem total sympathisch. Ich glaube, das war das erste Buch in meiner gesamten Lese-Karriere, in dem es Figuren gab, die total 'mies' und 'gehässig' waren und trotzdem auf Gefallen bei mir stießen. Es gab einfach keine einzige Figur, über die ich nicht gerne las oder über die ich nicht mehr erfahren wollte. Selbst Feyre's Feinde waren unglaublich interessant und jeder auf seine eigene Art und Weise toll dargestellt.
Kurz und knapp: Sarah J. Maas hat es geschafft, der Geschichte allein mit dem Figuren eine derartige Vielfalt und so viel Leben einzuhauchen, wie ich es tatsächlich selten, wenn überhaupt jemals, erlebt habe.
 
Die Art, wie die Autorin schreibt, ist tatsächlich genau so einzigartig wie ihre erschaffenenn Figuren. Einerseits schreibt sie nicht besonders ausschweifend, wodurch Langatmigkeit natürlich vermieden wird, andererseits wiederum schafft sie es trotzdem, dem Leser die Kulisse und die Geschehnisse so nah zu bringen, dass man sich fühlt, als wäre man mitten drin. Adjektive sind perfekt platziert und zauberten mir durchgehend ein klares Bild vor mein inneres Auge. Doch nicht nur das; denn obwohl ich mich wiederhole, muss ich auch nochmal die Tatsache betonen, dass die Gefühle und Empfindungen eines jeden einzelnen Charakters enorm gut auf den Leser übertragen wurden und man sich so nur noch mehr mitgerissen fühlte.
Geschrieben wurde übrigens ausnahmslos aus Feyre's Sicht, und zwar in der ersten Person (Ich-Form) was mich absolut überzeugte und nicht besser hätte sein können.

Der Grund-Gedanke hinter diesem Buch schafft es wieder, mich zu erstaunen. Zum Einen kennt man Elfen-Geschichten natürlich schon in Hülle und Fülle, und trotzdem hat die Autorin hier viele, interessante Neben-Aspekte einfließen lassen; sodass aus der ausgelutschten Fae-Story etwas völlig neuartiges wurde. Allein recht unwichtige Punkte wurden so verwoben, dass sie zum großen Ganzen passten bzw. dazu beitrugen, und offensichtliche Nebensächlichkeiten wurden plötzlich zu einem wichtigen Anhaltspunkt für den Leser und ergaben letzten Endes einen plausiblen Sinn, der nicht erzwungen wirkt. Doch auch die Wechsel der einzelnen Settings waren waren unheimlich gut durchdacht und perfekt in Szene gesetzt. Letzten Endes war es dann nicht nur so, dass die Kulisse wechselte, sondern auch die gesamte Atmosphäre während des Lesens und das beeindruckte mich doch sehr. Alles in allem eine enorm kreative Storyline, die niemals durch Unklarheiten oder lückenhafte Erzählungen schwächelte. Eine High-Fantasy-Geschichte, die rein von den Plots und Twists radikal zu überzeugen weiß.

Die letztendliche Umsetzung .. ratet doch einfach mal.. ... .... ...... richtig! Großartig! Ich hab jetzt schon mehrfach erwähnt, dass ich wirklich von der ersten Seite an unglaublich an die Geschichte gefesselt war; das Buch kaum aus den Händen legen konnte und selbst in Momenten, in denen ich mal nicht gelesen habe, immer wieder über Feyre & all die anderen gedacht habe. Es war durchweg spannend, nie langweilig, wenn dann höchsten mal kurz etwas ruhiger, bevor das nächste Feuerwerk startete; denn genau daraus bestand dieses Buch: aus zahllosenHighlights, die sich beinah pausenlos aneinander reihten und dem Leser nur wenig Lust zum atmen ließen. So; und nur SO wünscht man sich doch eine Geschichte: spannend, interessant, action,- und temporeich, ohne große Einleitung, ohne langen Kennenlern-Phasen oder Erklärungen. Ich konnte mich problemlos mitreißen und in diese Welt entführen lassen und grüble selbst jetzt, nach dem Beenden der Geschichte (ja es liegt schon über 10 Tage zurück) immer noch viel zu oft darüber nach und bin traurig, dass ich noch geschlagene zwei Wochen auf Band 2 der Reihe warten muss.

» FAZIT «

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen"  von Sarah J. Maas ist ein regelrechtes Wunderwerk, bei dem ich noch so lange überlegen kann, ohne auch nur die geringste Schwäche entdecken zu können. Unglaublich tolle Figuren, eine taffe, mutige Protagonistin, abwechslungsreiche Szenen und Atmosphären und ein Stil, der sich weglesen lässt wie nichts. Liebe Leute - ganz ehrlich? Sarah J. Maas hat die Messlatte nicht nur sehr hoch gelegt, sie hat es den anderen Autoren ganz schön schwer gemacht, auch nur annähernd was ähnlich Gutes zu schreiben. Für mich DAS Highlight bisher, und ich lehne mich soweit aus dem Fenster um zu behaupten, dass das Wörtchen 'bisher' getrost aus diesem Satz gestrichen werden kann. LEST ES EINFACH.. LEST ES UND LASST EUCH VERZAUBERN.

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, weil .. ja warum? Weil ich es liebe! Weil ich es einsame Spitze finde! Weil es das Beste ist, was ich bisher aus diesem Genre gelesen habe und weil ich mich endlos in Tamlin, Feyre und Rhysand verliebt habe.
 

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552 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, estelle maskame, dark love, portland, young adult

DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren

Estelle Maskame , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.09.2016
ISBN 9783453270657
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Werden sich Eden und Tyler wiederfinden – oder für immer verlieren? Zwischen Tyler und Eden war es von Anfang an die große Liebe - tief, echt und kompromisslos. Als Tyler einfach abhaut, weil er den Konflikt mit seiner Familie nicht erträgt, ist Eden tief verletzt. Um Tyler endgültig zu vergessen, geht sie zum Studium nach Chicago und stürzt sich sogar in eine halbherzige Beziehung zu einem anderen Jungen. Doch kaum steht sie Tyler in den Semesterferien wieder gegenüber, muss Eden feststellen: Sie kommt einfach nicht über ihn hinweg. Und Tyler geht es genauso, ob er will oder nicht. Wird er nun endlich über seinen Schatten springen und sich zu Eden bekennen, koste es, was es wolle?

» MEINE MEINUNG «

Oh man. Es tut mir von Herzen leid, dass dieses Buch so lange auf meinem SuB liegen musste, ehe ich dann endlich mal die Muse verspürte, danach zu greifen. Ich hatte einfach immer das Gefühl, dass nicht die richtige Zeit dafür war, und hätte ich es trotzdem gelesen, hätte ich es vielleicht nicht so bewertet, wie die Geschichte verdient hat..  bis ich dann doch Lust bekam und es endlich gelesen habe. Dementsprechend kommt jetzt meine Meinung zum letzten Band der Dimily-Trilogie:

Der Einstieg gelang mir absolut problemlos. Trotz der Pause zwischen Band 2 und 3 habe ich mich direkt wieder super zurecht gefunden, wusste welcher Charakter welche Rolle in Eden's Leben spielt oder wie sie zu ihm steht und auch das Setting .. es war einfach ein bisschen wie Nachhause zu kommen und hat sich einfach gut angefühlt. Auch schon während der ersten Seiten ist mir einiges positiv aufgefallen; dazu aber später mehr.
 
Eden hat in diesem Jahr, das zwischen den beiden Teilen liegt, eine unglaubliche Entwicklung an den Tag gelegt. Während der Unterschied von Band 1 zu 2 nicht besonders groß war, sondern sich mehr im Detail gezeigt hat, hat sie sich hier einfach 100% gewandelt und ist von einer guten Bekannten zu einer wahren Freundin geworden. Endlich hatte ich das Gefühl, ihr auf Augenhöhe begegnen zu können und sie hat nicht mehr diesen Beschützer-Instinkt in mir geweckt. Versteht mich nicht falsch, ich hab Eden im ersten Teil dieser Trilogie schon sehr gemocht, sie war halt noch sehr jung und hatte ihre naiven und trotzigen Momente; in Band 2 habe ich sie absolut verflucht über einen gewissen Zeitraum und in Band 3 ist sie einfach nochmal auf einem ganz anderen Niveau - sie wirkt erwachsen, handelt und denkt bedacht und reagiert dennoch emotional und keineswegs abgestumpft. Ich finde, der Autorin ist es gelungen, diesem Charakter durch die extreme Entwicklung eine riesige Portion Glaubwürdigkeit und Authensität einzuhauchen und ich kann, rückblickend nur staunen, wie sehr sich Eden in mein Herz geschmuggelt hat. All ihre Handlungen und Gedankengänge konnte ich stets nachvollziehen und falls ich einmal anders gehandelt hätte, so konnte ich doch auch verstehen, warum Eden anders entschieden hat. Kurz und knapp: Wow! Ich habe dieses Mädchen in diesem Buch noch einmal komplett neu kennen gelernt und ich freue mich, über ihre Wandlung. Tyler ist für mich ja ohnehin schon seit Anbeginn der Reihe ein absoluter Traum. Nicht nur, dass er damals in Band 1 ein totaler Bad Boy war, er war auch sexy, heiß und äußerst geheimnisvoll; im Laufe der Zeit, bis zu Band 3 hat er, genau so wie Eden auch, eine extreme Entwicklung an den Tag gelegt, die mich nicht nur beeindruckte, sondern auch begeisterte.
Auch zu den Nebenfiguren muss ich jetzt nicht mehr viele Worte verlieren: sie waren alle toll! Rachael, Amelia, Emily und all die anderen waren genau auf den Punkt detailliert; nicht zu viel und nicht zu wenig und jeder einzelne bekam eine gute Portion Emotionen und Tiefgang verpasst.  
Da ich ja schon vorher sehr angetan war vom Stil, wird dieser Abschnitt entsprechend kurz werden; denn ich kann nur das unterstreichen, was ich bereits wusste: der Stil liest sich schnell und einfach, ist verständlich und man hat das Gefühl, wahrhaftig mit dabei zu sein, als es nur zu lesen. Estelle Maskame hat es in Band 3 auch deutlich besser hinbekommen, mich in die Geschichte hinein zu ziehen und eine richtig angenehme, sommerliche Atmosphäre zu schaffen. Das Buch ist einfach lockerleicht und konnte mich trotz mäßiger Spannung (was man in New Adult Romanen ja eher selten erwarten sollte) total mitreißen.

Die Idee war jetzt nichts spektakuläres. Ich habe schon einmal eine Meinung gesehen, wo stand, dass es im Grunde das selbe ist wie in Band 2, aber eben vor einer anderen Kulisse und das unterschreibe ich auch so. Natürlich wiederholen sich Problematiken (dieses riesige Drama um diese Stiefgeschwister-Geschichte war natürlich auch hier wieder etwas nervenaufreibend und für mich nicht ganz plausibel, schließlich sind Eden und Tyler, und das sagte ich auch schon bei Band 1 +2, keine richtigen, blutsverwandten Geschwister..) und Szenen, natürlich gibt es einige Parallelen zu den Vorgänger-Bänden, natürlich hätte man sich für das große Finale dieser Trilogie noch etwas anderes ausdenken können, und nicht Ideen aus Band 2 einfach in diesen dritten Band einfließen lassen sollen; aber alles in allem hat mich das gar nicht großartig gestört und ich habe das Buch trotzdem sehr gerne gelesen. Ich fand sogar, dass die Autorin hier hat einen Aspekt einfließen lassen, der sogar einen gewissen Lern-Effekt hat.. eine gewisse Moral von der Geschichte einfach. Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich das hier verpacke, aber ohne zu spoilern, ist es kaum möglich, es verständlich auszudrücken. Jedenfalls passiert etwas, das tiefer geht, wie ich finde und es hat mich wirklich beeindruckt und zum nachdenken gebracht - wer es gelesen hat, wird verstehen, was ich meine.
 
Auch Umsetzung war ohne jeden Zweifel gut. Wenn man mal davon absieht, dass es wirklich große Ähnlichkeiten zu Band 2 gab, war Band 3 eindeutig besser umgesetzt und besser durchdacht. Während ich beim Vorgänger doch oft wütend wurde und nicht verstehen konnte, wie man die Charaktere so handeln lassen konnte, wie sie handelten, war ich hier permanent einverstanden und alles war deutlich nachvollziehbarer. Auch Spannung war hier, zumindest gegen Ende, deutlich zu spüren und es gab da tatsächlich so etwas wie ein nervöses Kribbeln in meinem Bauch und ich fieberte tatsächlich nicht nur emotional mit, sondern auch .. wie nennt man das denn? Na, ihr wisst was ich meine.

» FAZIT «

Für mich war der dritte Band wieder deutlich stärker als Band 2 und kann, rückblickend, gut mit dem ersten Teil mithalten, von dem ich ja absolut begeistert war. Reifere Figuren, eine nachvollziehbarere Handlung und gut gesetzte Überraschungen und Twists machten dieses Buch zu einem Pageturner und ich kann ihn schlicht und ergreifend weiterempfehlen; gerade denjenigen, die vom zweiten Teil eher enttäuscht waren, so wie ich. Einziger Kritikpunkt: diese sich wiederholende Handlung, doch die war, wie gesagt, deutlich glaubwürdiger und authentischer.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 Sternen und bin sehr froh darüber, dass ich dem Finale der DIMILY-Trilogie doch eine Chance gegeben habe. Einen Stern Abzug gibt es aus dem einfachen Grund, dass mir für ein Highlight einfach ein wenig Frische gefehlt hat in Bezug auf die Handlung; und doch finde ich, dass 4 Sterne absolut gerechtfertigt sind. Gebt diesem Finale unbedingt eine Chance.

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868 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 61 Rezensionen

venedig, zeitreise, liebe, zeitreisen, jugendbuch

Zeitenzauber - Die magische Gondel

Eva Völler , Tina Dreher
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.02.2014
ISBN 9783843210706
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Venedig 2009: Die 16-jährige Anna genießt ihre Sommerferien. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Kurz darauf wird Anna im Gedrängel einer Bootsparade ins Wasser gestoßen und von einem jungen Mann in die rote Gondel gezogen und befindet sich plötzlich im Jahr 1499! Anna muss nun in dieser Epoche zurechtkommen. Sie sucht Sebastiano, den Jungen, der sie hierher geholt hat, damit er sie zurück ins Jahr 2009 bringt. Doch dann erfährt sie, dass die rote Gondel erst zum nächsten Mondwechsel wiederkommt.

» MEINE MEINUNG «

Spätestens nach "Zeugenkussprogramm" war mir klar: ich will mehr von der Autorin lesen. Diese Kiss'n'Crime Serie, bzw. der Auftakt, hat mir ja derart gut gefallen und als ich Zeitenzauber dann als Hörbuch entdeckt hatte, musste ich sofort zuschlagen und es mir kaufen. An dieser Stelle seie noch gesagt, dass ich tatsächlich die ungekürzte Version gehört habe, die allerdings bei Amazon nicht zu finden ist, weswegen ich euch den Link zum Hörbuch bei Audible.de » hier « mal mitgebe, falls ihr ebenfalls die ungekürzte Lesung hören wollt. Wie mir die Geschichte rund um Anna gefallen hat, erfahrt ihr jetzt:

Die ersten Minuten des Hörspiels waren zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kann nicht ganz genau sagen, woran das lag, aber ich habe meine Zeit gebraucht, um mich in Venedig und an Anna's Seite zurecht zu finden. Zum Glück dauerte das nicht besonders lange, und schon nach 5-10 Minuten wurde ich warm mit der Geschichte. Alles beginnt sehr ruhig, in der heutigen Zeit und ich konnte mir ein klares Bild von der Kulisse und den Figuren machen. Alles ist authentisch und einleuchtend dargestellt, sehr realistisch und recht einfach gehalten. Als dann der Zeitsprung kam, (auf den man nicht sehr lange warten muss), geriet ich wieder kurzzeitig ist stolpern. Klar, in ein historisches Buch rein zu finden, brauch seine Zeit und auch wenn Eva Völler das hier mit einem sehr flüssigen Übergang und einem eher schleichenden Prozess gelöst hat, musste ich mich wieder 5-10 Minuten lang an alles gewöhnen und konnte mir erst dann alles vor meinem inneren Auge vorstellen. Zu Gute kam dem Einstieg in diese historische Welt dann auch noch, dass Anna sich dort eben so fremd fühlte wie ich als Leser. Wir entdeckten das Jahr 1499 also gemeinsam neu für uns.

Zu Anna selbst habe ich ein eher zwiegespaltenes Verhältnis. Sie war durchaus sympathisch und liebenswert, wodurch ich sie auch in mein Herz schließen konnte, doch gleichzeitig war sie mir an der ein oder anderen Stelle zu kindlich und zu naiv. Diese leicht unreife Art konnte ich mit ihrem Mut einfach nicht so recht in Einklang bringen, wodurch ich, trotz Mitfiebern und Mitleiden, immer ein wenig auf Abstand zu ihr geblieben bin - leider. Wenn wir einmal über ihre naive Ader hinweg sehen, war sie eine tolle Figur, die ich gern durch die Geschichte begleitet habe. Sie kämpfte sich halt durch, erlebte einige interessante Abenteuer und trug ihr Herz definitiv am rechten Fleck. Ich konnte ihre Handlungen meist ganz gut nachvollziehen, wenn auch nicht immer, und ihre Gedankengänge waren ebenfalls zumeist einleuchtend. Außerdem konnte ich bei ihr eine deutliche Entwicklung erkennen, die mich dann über meine Kritik ihr gegenüber doch größtenteils hinwegsehen ließ. Andere Figuren spielten eher eine untergeordnete Rolle, und von denen gab es reichlich. Beispielsweise Clarissa, zu der ich ähnlich stand wie zu Anna: sie war genau so sympathisch und 'süß', aber durch ihre Art und Weise und ihre Eigenschaften (ich gehe bewusst nicht näher darauf ein) stieß sie mir in mancher Szene einfach sauer auf. Wen ich jedoch voll und ganz liebte, war Sebastiano. Ich hatte stets ein klares Bild von ihm vor Augen und freute mich jedes Mal, wenn er ins Spiel kam. Er hatte wohl eindeutig den 'Heißer-Typ-Bonus'.  Ansonsten kann ich sagen, dass Eva Völler sehr glaubhafte und realistische Figuren geschaffen hat, die toll in die jeweilige Zeitepoche passten und der Geschichte Leben einhauchten. 
Annina Braunmiller-Jest liest die Geschichte ganz großartig. Sie hat eine sehr, sehr, sehr jugendliche Stimme, was perfekt zu Anna passte, und der ich gerne lauschte. Ihre Betonungen und ihr gesamtes Lese-Verhalten, wie das Verstellen der Stimme, das schnelle Tempo an den entsprechenden Stellen, etc., sprachen mich total an und schafften eine sehr dichte Atmosphäre, die mich wirklich mitriss. Eine tolle Sprecherin, von der ich sicherlich noch mehr hören werde.

Bezüglich des Schreibstils tu ich mir bei Hörbüchern immer extrem schwer. Ich kenne den Stil der Autorin und weiß, dass sie sehr angenehm flüssig schreibt und gut platzierte Beschreibungen und Details setzt; gleichzeitig, ist mir aber im Hörbuch nichts davon aufgefallen; wodurch ich diesen Teil hier gern unter den Tisch fallen lassen würde. Fakt ist: ich konnte der Geschichte, rein sprachlich gesehen, sehr gut folgen, kam leicht und schnell durch die Geschichte und habe, soweit ich das beurteilen kann, nichts zu beanstanden.
 
Wer mich kennt, der weiß, dass mich Zeitreise-Geschichten oft nicht so sehr ansprechen. Doch die Idee hinter diesem Buch hat mich einfach begeistert. Ich fand die gesamte Thematik, den Plot und die Twists super durchdacht und gut ausgearbeitet. Die Mischung aus Jugendbuch und historischem Roman glückte hier total gut und obwohl gerade Bücher aus anderen Epochen oft sehr schwer verständlich und verzwickt sind, hat Eva Völler hier eine tolle Story geschaffen, die jeder versteht und nachvollziehen kann und die den Leser tatsächlich ins Jahr 1499 entführt. Genau so schafft man es, wichtige Fakten interessant für die jüngeren Leser zu verpacken und sie so vielleicht sogar dazu zu animieren, mehr über die entsprechende Zeit zu lesen oder wissen zu wollen. Kurz gesagt: eine tolle Idee mit einem interessanten, mitreißenden Ablauf und perfekt gesetzten Überraschungen und Wendungen. Mir hat die Idee total zugesagt!

Spannung, Action und Tempo gehören bei der Umsetzung ebenso dazu wie Liebe, Romantik und ein paar wenige, aber dennoch interessante, historische Fakten. Die Autorin hat diese tolle Idee sehr schön verüackt und gut in Szene gesetzt. Nach dem etwas holprigen Einstieg läuft die Geschichte flüssig und relativ schnell voran, es kommen immer wieder sehr temporeiche Szenen, die spannend und extrem mitreißend sind. Doch auch die Gefühle kommen, wie gesagt, nicht zu kurz. Nach jeder rasanten Szene, folgt auch eine gewisse Zeit zum Durchatmen, bevor die nächste Überraschung ins Haus steht. Leider fand ich die Liebesgeschichte, wenn auch sehr schön erzählt, nicht besonders glaubwürdig. Irgendwie ging mir das zu schnell und kam zu prompt. Ich bin dann eher jemand, der sich Zeit lässt oder das Kennenlernen der Figuren lieber verfolgt, als dann den Punkt zu erreichen, wenn sie ein Paar werden. Da hätte es sicherlich eine etwas bessere Lösung gegeben, aber bei knappen 400 Seiten ist ja auch nicht ewig Zeit, um die Lovestory großartig auszuschmücken - und sie ist ja auch nur ein kleiner Bestandteil des Buches.

Besonders der Schluss hat mich unglaublich schockiert, weil ich einfach überhaupt nicht mit dieser Auflösung gerechnet habe. Das hat der Geschichte definitiv noch einmal einen Extrapunkt eingebracht und mich über manch kleine Kritik, wie beispielsweise meine Problemchen mit Anna, hinwegsehen lassen - wenn auch nicht ganz.

» FAZIT «

'Zeitenzauber: die magische Gondel' von von Eva Völler ist eine wirklich zuckersüße, durchaus actionreiche Geschichte, gespickt mit historischen Elementen, einer recht überhasteten Liebesgeschichte, angenehmen Figuren, gelesen von einer sehr schönen Stimme. Wer sich gern einmal fallen lassen und mitgerissen werden möchte, sollte sich diesen Auftakt einer Trilogie unbedingt näher ansehen und gerade jüngere Leser werden sicherlich großen Spaß mit Anna und Co. haben.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 Sternen und spreche eine absolute Lese-Empfehlung oder auch Hör-Empfehlung für all die jüngeren Leser, und eine bedingte Lese,- und Hörempfehlung für alle Erwachsenen aus. Eine süße Geschichte, ein schöner Zeitvertreib, ein wunderschönes Setting und eine großartige Umsetzung. Mir persönlich hat fürs Highlight doch noch etwas gefehlt, aber es sind plausible 4 Sterne geworden und ich hatte Spaß damit.

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367 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, trauer, liebe

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären. Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

» MEINE MEINUNG «

Ich habe das Buch bereits vor einiger Zeit in dem Neuerscheinungsvideo von der lieben Jessy (» hier « geht's zu ihrem Kanal) entdeckt und war sofort Feuer und Flamme dafür - nicht nur dass das Cover ein Traum ist, nein - auch die Inhaltsangabe klang so unglaublich toll! Und als ich dann auch noch die Leserunde bei Lovelybooks entdeckt habe und einer der glücklichen Gewinner bin, wars einfach perfekt. Das Buch kam an und ich hab mich fast sofort ins Geschehen gestürzt. Doch war mein persönlicher Hype gerechtfertigt, oder eher überzogen? Wie immer bekommt ihr jetzt meine ausführliche Meinung.

Der Einstieg war schon mal gar nicht mein Geschmack. Alles war sehr verworren und undurchsichtig, ohne erkennbaren roten Faden ich hatte echt Probleme, mich in der Geschichte zurecht zu finden. Gottie taucht natürlich direkt auf und ich konnte mir ein Bild von ihr machen, was jedoch unter diesen Umständen wirklich nicht leicht war, sondern eher für noch mehr Chaos in meinem Kopf gesorgt hat. Alles in allem also ein eher negativ auffallender Einstieg, den ich so nicht erwartet hätte. Dass das aber nur die Spitze des Eisbergs war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht.
 
Gottie, oder Margot, wie sie wirklich heißt, ist in diesem Buch die Hauptfigur. Gottie ist 17, geht zur Schule und ist durch den Tod ihres Großvaters schwer traumatisiert. Ein guter Grundbaustein, der mich einfach neugierig gemacht hat auf sie, doch kaum dass ich sie 10-20 Seiten verfolgt und begleitet habe, wars dann auch schon vorbei mit der Neugier, denn ab da war ich einfach nur endlos genervt von ihrem Verhalten. Nicht nur, dass sie unglaublich unsympathisch war, nein! Sie glänzte auch durch ihre launische Art, ihrem Egoismus und dem Talent, alle Leute, die sie um sich hat, vor den Kopf zu stoßen. Gottie ist unglaublich realitätsfern und unglaubwürdig hoch 3. Sie verlangt Dinge von anderen, wie zum Beispiel Ehrlichkeit, die sie selbst nicht einhält und heult dann auch noch rum. Dieses Mädchen ist so dermaßen dumm, dass ich ernsthaft in Erwägung gezogen habe, das Buch abzubrechen, weil ich sie so furchtbar fand und sie die ganze Geschichte einfach versaut. Wer erschafft denn bitte solche Charaktere? Sprunghaft und naiv war sie dabei auch noch und diesen Aspekt mit dem Mathe-Genie, das sie wohl verkörpert, tut der ganzen Zusammensetzung ihrer Eigenschaften auch nichts gutes. Während ich Gottie also echt schrecklich fand, setzte ich all meine Hoffnung auf die Nebenfiguren - tja - Pustekuchen! Die waren alle genau so egoistisch. Glaubhaft war davon absolut keiner und jeder auf seine eigene Art und Weise nicht zu ertragen. Thomas, der gute Freund war dabei noch das angenehmsten, obwohl es nicht arg viel bedurfte, um sympathischer als Gottie zu wirken. Sof war mir auch nur ein einziges Rätsel und obwohl sie auch noch eine der netteren Figuren war, konnte ich ihr nichts abgewinnen - das hat aber die Autorin zu verantworten, denn im Grunde glaube ich fast, dass sie nicht so recht wusste, was sie wollte und deshalb jeden total chaotisch dargestellt hat.  
Der Stil von Harriet Reuter Hapgood war alles in allem ganz angenehm; ich kam zumindest sehr schnell durch die Geschichte und fand die Sprache recht passend zur Thematik. Der Lesefluss, der relativ zügig dahin floss, wurde jedoch immer wieder massiv unterbrochen, in dem irgendwelche Erklärungen auftauchten. Ich hatte immer das Gefühl, ich würde durch die Geschichte rennen, und dann kam eine Formel, eine Erklärung, was auch immer, und pralle mit voller Wucht gegen eine Betonmauer. Aber auch die einzelnen Szenen waren sehr undurchsichtig und teilweise so verwirrend, dass ich sie selbst nach dem 3ten Mal lesen immer noch nicht verstand und einfach aufgab und drüber hinweg las. Irgendwie war auch in der Gliederung keine richtige Struktur.. versteht ihr was ich meine? Es gab Passagen, die waren kursiv gedruckt, einfach fürs Verständnis, und da kam ich auch noch gut klar; ich konnte die einzelnen Zeitebenen gut auseinanderhalten; dann plötzlich wurde das einfach abgeschafft und alles war normal gedruckt und ich stieg nicht mehr durch?! Alles sehr seltsam und verwirrend.

Die Idee. Ich möchte eigentlich gar nichts zur Idee sagen.. Wirklich nicht. Aber ich muss. Ich fand die Idee einfach schlecht. Obwohl.. der Grundstein war noch ganz passabel, aber spätestens als dann die Physik ins Spiel kam, war ich vollends raus. Was macht dieser hochgestochene Fach-Mist in einem Jugendbuch? Das klingt völlig plump, aber ich kann es nicht anders ausdrücken, weil das einfach meine Gedanken sind. Da wird in aller Ausführlichkeit erklärt, was Wurmlöcher sind und mit Fachbegriffen um sich geschmissen, dass kein normaler Mensch (außer er studiert Physik oder hat das als Leistungskurs oder whatever) auch nur einen Hauch davon versteht. Formeln tauchen auf und ruinieren einfach jegliches Gefühl und jeglichen Lesefluss und jeglichen Sinn. Wie kommt man denn auf die Idee, eine Liebesgeschichte mit der Stringtheorie zu kreuzen? Für mich ein absolutes Unding, vor allen Dingen weil auch nirgendwo gekennzeichnet ist, dass es sich hierbei viel mehr um ein Fach/Sach-Buch ist, als ein guter, emotionaler Liebesroman für Jugendliche.

Jup. Zur Umsetzung brauch ich deshalb auch nicht mehr viele Worte verlieren.. die war dementsprechend auch nicht mein Fall.. um nicht zu sagen, schlecht. Eventuell hätte man diese beiden Komponenten ja noch sinnvoll miteinander verbinden können, aber so fachzusimplen und den Leser so dumm dastehen zu lassen (so hab ich mich nämlich gefühlt) geht gar nicht. Auch kam während des Lesens keine richtige Spannung auf, lediglich eine gewisse Neugier, was nun hinter all dem steckt - blöd nur, wenn das nie aufgelöst wird, bzw eine Lösung kommt, die ich ebenfalls nicht verstehe und deshalb total ratlos und verwirrt und enttäuscht zurückbleibe. Und, ich fand dieses ganze Buch; sowohl Idee wie auch Umsetzung, total realitätsfern.. so benehmen sich doch keine Jugendliche?! Ich kann hier nicht näher drauf eingehen, weil ich sonst spoilern würde, aber diejenigen, die es gelesen haben, werden wissen, was ich meine.

» FAZIT «

Ich hatte schon viele, schlechte Bücher .. jedes "schlechte" Buch wird nur als solches betitelt, weil es mir persönlich nicht gefallen hat. Nicht jedes Buch, das ich schlecht finde, ist auch schlecht - es hat mir lediglich nicht gefallen; und so war es auch hier. Meiner Meinung nach (!!) ist dieses Werk hier absolut nicht zu lesen; absolut verschwendete Lesezeit. Grottige Charaktere, eine wirre Aufmachung, noch verwirrendere Twists und ein madiger Schluss haben dieses Buch für mich zum Flop gemacht. Leider.


» 1.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 1.5 von 5 Sternen und spreche eine absolute Anti-Leseempfehlung aus. Obwohl - mich würde es mal brennend interessieren, ob andere Leser/Blogger/Booktuber ähnlich denken oder ob ich alleine da stehe mit meiner negativen Kritik. Jedenfalls gabs von mir noch einen halben Troststern für den doch ganz passablen Stil!

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403 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

liebe, bourbon, intrigen, kentucky, familie

Bourbon Kings

J.R.Ward , Marion Herbert , Katrin Kremmler , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 03.01.2017
ISBN 9783736303225
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse...

» MEINE MEINUNG «

Dieses Buch war ja eine Zeit lang in wirklich aller Munde. Es ging nicht nur auf den unterschiedlichsten Blogs rum, nein auch Youtube war infiziert. Klar, dass auch ich neugierig wurde & dachte » das muss ich auch lesen! « Ich hab ein wenig gestöbert, war aber letztlich zu geizig, um es mir tatsächlich neu zu bestellen; gerade weil ich so meine Zweifel hatte. Dann bin ich durch Zufall bei Audible drüber gestolpert und da ich noch einiges an Guthaben übrig hatte, hab ich es direkt gedownloaded. Ob es mir letztlich gefallen hat, oder ob meine Zweifel berechtigt waren, erfahrt ihr jetzt:

Der Einstieg war nicht besonders kompliziert. Wir lernen unsere Hauptfigur Lissy kennen, erfahren einiges aus ihrem Leben und ihrem Alltag, und können uns so gut an sie gewöhnen. Es beginnt auch an einem sehr passenden Punkt und durch den Stress der Protagonistin wird man auch direkt in einen Sog gezogen und fühlt sich mitgerissen. So kam ordentlich Tempo auf, auch schon in den ersten Minuten. Lediglich die Tatsache, dass das Hörbuch ausnahmslos von einem Mann gesprochen wird, war anfangs doch sehr ungewohnt, immerhin kenne ich das bisher noch gar nicht (außer im Wechsel zwischen Mann und Frau); doch daran konnte ich mich auch sehr schnell gewöhnen und sah darin dann auch kein Problem mehr.

Lissy war eine total interessante Persönlichkeit, die mich sofort begeisterte. Da mein bevorzugtes Genre der Jugendbereich ist, war eine etwas ältere Figur einfach mal was neues und sehr erfrischend. Auch an Sympathie hat es nicht gemangelt; ich fand Lissy äußerst glaubwürdig und realistisch dargestellt, sodass ich ihre Handlungen und Gedankengänge stets nachvollziehen konnte und beinah ausnahmslos eins mit ihr war. Ihre Anstellung auf Easterly und ihre gewissenhafte Arbeit rundeten ihr Profil dann gänzlich ab und machten sie zu einem tollen Charakter, den man gern durch den Alltag begleitet.
Der männliche Gegenpart war in diesem Falle Lane; der Sohn des berühmtberüchtigen Bradforts. Während ich anfangs noch die Befürchtung hatte, dass die ganze Familie irgendwie völlig abgehoben wirken könnte, zerschlug sich, zumindest in Bezug auf Lane sehr schnell. Ich mochte diesen Kerl unglaublich, und das obwohl er überhaupt nicht in mein bevorzugte Beuteschema passt. Er wurde als äußerst attraktiv beschrieben, war sehr bodenständig und heimste im Laufe der Zeit einiges an Sympathiepunkten ein. Außerdem machte er eine interessante Entwicklung durch, die mich ebenfalls total begeisterte. Lane passte wunderbar in die Geschichte, verlieh ihr einen gewissen Charme und obwohl er ein reicher Geschäftsmann war, trug er sein Herz definitiv am rechten Fleck.
Auch die Nebenfiguren gefielen mir und sprachen mich an. Es gab eine Vielzahl an den verschiedensten Charakteren, jeder auf seine eigene Art und Weise authentisch und realistisch dargestellt. Besonders Miss Aurora und Gin waren absolut einzigartig und eine riesige Bereicherung für die Story. Ebenfalls spannend war definitiv der Vater von Lane; der so klischeehaft aufzeigte, wie man werden kann, wenn man vor lauter Geld den Boden unter den Füßen verliert.
Und nochmal kurz und knapp: die Charaktere waren alle sehr glaubhaft, sehr detailliert und sehr tiefgründig. Es gab keinen, der mir irgendwie zu oberflächlich dargestellt war und vor allem hat mich diese Abwechslung an Figuren einfach total überzeugt. Von liebenswert-sympathisch bishin zu unausstehlich-depressiv war alles vorhanden.  
Der Sprecher, in diesem Falle Josef Vossenkuhl, hat mich doch ganz schön überrascht. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass es so wichtig ist, wer ein Hörbuch liest. Aber im ehrlich zu sein, und das hatte ich oben ja schon erwähnt, habe ich doch einige Minuten gebraucht, um mich an die Tatsache zu gewöhnen, dass hier ein männlicher Sprecher eingesetzt wurde. Herr Vossenkuhl liest unheimlich angenehm, hat eine tiefe, reife Stimmlage und betont sehr gezielt und passend - demnach geb ich auch keinesfalls ihm die Schuld, für meine anfänglichen Probleme, sondern viel mehr meiner gering ausfallenden Erfahrung was Hörbücher betrifft. :D Ihr versteht sicher, was ich meine. Jedenfalls hab ich dem Sprecher nach der Eingewöhnungsphase wirklich gern gelauscht, konnte ihm auch in schnellerem Tempo gut folgen und fand seine eigenen Tempi-Wechsel, Tonlagen und Stimmfarben äußerst gelungen und ich werde garantiert noch mehr von diesem Herrn hören.

Wie immer wird der Abschnitt rund um den Schreibstil sehr kurz ausfallen - da ich, bekanntlich nicht großartig darauf achte in Hörbüchern. Vielleicht fehlt mir da noch so ein wenig die Erfahrung und vllt auch die Vergleichsmöglichkeiten, aber im Moment fällt es mir noch sehr schwer, irgendwas brauchbares über den Schreibstil zu liefern. Ich fand jedenfalls, dass die Szenen sehr klar und deutlich in Worte gefasst wurden; die Beschreibungen sehr bildhaft ausfielen und ich mir stets ein Bild vor Augen führen konnte. Auch die Gliederung hat mich total angesprochen; denn wir erfahren nicht nur sehr viel über Lissy und ihre Gedankenwelt, sondern auch über andere Figuren, die alle total interessant gestaltet wurden. Hierfür gibt es von mir also ein großes Lob - einziger Kritikpunkt: erotische Szenen gab es doch sehr wenig; und die waren mir dann auch zu schnell vorbei - das wirkte auf mich etwas gehetzt und oberflächlich und ein wenig eintönig. Das ist das einzige, was mir etwas negativ aufgefallen ist. Mal sehen, ob sich das in den Folgebänden noch ändert.
 
Die Idee hat mich schon mal sehr angesprochen - allein der Klappentext klang großartig. Dieser Mix aus Drama, Erotik, Krimi und Liebesgeschichte, das alles in Kombination mit den Schönen und Reichen und vor dieser einmaligen Kulisse hat das Buch für mich schon lesenswert gemacht. Wir alle wissen, dass die Schönen und Reichen eben nicht dieses traumhafte Leben führen, das sie nach außen hin zeigen - sie haben Probleme und das hat J.R.Ward sehr gut festgehalten, eingefädelt und zu Papier gebracht. In diesem Buch treffen wir auf alle Klischees, die überhaupt kursieren; von Lügen und Intrigen, von Affären, über Komplotten, bis hin zu ganz großen Gefühlen. Ich hab genau mit dem gerechnet, was ich bekam und fand die Twists super insziniert, sodass ich stets mitgerätselt habe, was da wohl los ist, wer dahinter steckt, ob und wann sich alles aufklärt. Als kleines i-Tüpfelchen gabs dann noch diesen leichten Krimi-Einschlag, mit dem ich so gar nicht gerechnet hätte, und rundete die Storyline dann gänzlich ab.   Die Umsetzung war größtenteils auch wirklich gelungen. Es beginnt recht ruhig, doch kaum dass man die Charaktere kennen lernen konnte, passiert bereits etwas, was Tempo mit sich brachte und natürlich Spannung. Schon nach gut 10-15 Minuten war ich total an die Stimme des Sprechers gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was genau dahinter steckte. Leider gab es dann auch immer mal wieder Längen, die den Lesefluss so ein wenig zäh gemacht haben. Gut, das Buch hat über 500 Seiten und ich denke, da hätte man das ein oder andere rauskürzen können, aber alles in allem trieb das meine Neugier noch ein gutes Stück nach oben; auch wenn ich zwischen drin immer mal wieder dachte 'so langsam könnte das Ganze aber auch in die Pötte kommen'. Das war, in Bezug auf die Umsetzung auch mein einziger Kritikpunkt; denn ansonsten mangelte es an nichts - es gab Überraschungen, Wendungen, Entdeckungen, die gut platziert waren und die Storyline immer wieder Haken schlagen ließ. Genau so, wie man es sich von einem spannenden Schmöker wünscht. Der Schluss war dann zwar nochmal sehr actionreich und spannend, befriedigte mich aber nicht auf ganzer Linie. Es gab viel zu viele offene Fragen, was mich irgendwie enttäuschte. Mir ist schon klar, dass Band 2 bald erscheinen wird und da auch noch Material für gebraucht wird, aber die ein oder andere Auflösung hätte diesem Auftakt dann auch nicht geschadet. Trotzdem ein runder Schluss, zwar mit bösen Cliffhanger

» FAZIT «

'Bourbon Kings" von J.R.Ward ist ein sehr gelungener, spannender Auftakt einer vielversprechenden Trilogie mit viel Drama, vielen Klischees und einer Menge Gefühl, aber auch mit dezenten Schwächen in Form von gewissen Längen. Dennoch bin ich absolut begeistert und freue mich sehr auf Band 2 dieser Reihe. Von mir gibt's eine bedingte Lese-Empfehlung, ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass manche mit diesen Klischees und allgemein mit den sehr typischen Faktoren nicht unbedingt gut zurecht kommen und es als langweilig erachten könnten. Mich hat's nicht gestört.

» 3.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 3.5 von 5 Sternen und erwähne nochmal, dass es mir wirklich gut gefallen hat & ich sehnsüchtig auf Band 2 warte. Kleine Schwächen konnte ich hier im Auftakt wirklich hinnehmen; musste aber dennoch 1.5 Sterne abziehen. Aber nicht vergessen; 3.5 Sterne ist immer noch besser als der Durchschnitt ;)

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510 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

liebe, rockstar, jamie shaw, rock my heart, musik

Rock my Heart

Jamie Shaw , Veronika Dünninger
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 13.02.2017
ISBN 9783734102684
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Feiern, tanzen – einfach Spaß haben! Das ist der Plan von Rowan Michaels und ihrer Freundin Dee, als sie zu einem Konzert der Band "The Last Ones To Know" gehen. Dort trifft sie auf Adam Everest, den absolut heißen Sänger der Band. Sie lässt sich zu einem Kuss hinreißen – doch der wird ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen …

» MEINE MEINUNG «

Dieses Buch wurde mir, genau so wie vielen anderen Bloggern vom Verlag vorgeschlagen und nachdem immer alle von Rockstar-New Adult-Geschichten schwärmen, habe ich nach einigen Tagen zögern, doch zugeschlagen. Ich war einfach neugierig und da mein Reader ohnehin irgendwie zu kurz kommt, kam mir das Angebot gerade recht. Motiviert wie ich war, stürzte ich mich direkt in die Geschichte und kann euch heute, pünktlich zum Erscheinen des Buches, meine Meinung liefern: 

Wie erwartet, war der Einstieg, ganz News Adult-typisch, sehr leicht. Ich war sofort, wirklich schon nach den ersten Worten voll in der Geschichte drin und konnte mir ein klares Bild vor Augen führen. Die Anfangsszene vor dem Club war äußerst unterhaltsam, sehr locker und leicht verständlich. Ein gut gewählter Start, der es mir ermöglichte, erst einmal alles kennen zu lernen und mich zurecht zu finden, was seinen Zweck ja auch erfüllte. Alles in allem ein toller Start, der bereits erste Spannung aufwirbelt. Doch auch die Geschichte an sich, ließ nicht lange auf sich warten.  

In der Geschichte treten relativ viele Figuren auf, die allesamt eine tragende Rolle spielen und alle in gewisser Weise Protagonisten sind. Meist ist das ein Punkt, der mich stört, doch in diesem Fall war es absolut kein Problem.
Rowan, unsere Hauptperson, aus der wir die Story auch lesen, ist eine relativ durchschnittliche, junge Frau, die aus der Masse nicht sonderlich hervor sticht und eher mit alltäglichen Problemen und Eigenschaften glänzt. Dennoch konnte ich sie schnell ins Herz schließen und empfand sie als äußerst sympathisch und glaubhaft. Sie trifft authentische Entscheidungen, macht sich bodenständige, realistische Gedanken und handelt nicht so kopflos, wie viele andere Figuren in anderen New Adult - Geschichten. Außerdem, und das ist beinah der wichtigste Punkt: sie legte eine so spürbare Entwicklung an den Tag, springt über ihre Schatten und arbeitet selbst an sich und lässt sich nicht so unglaubwürdig von ihren Gefühlen leiten - und wenn, dann hätte ich definitiv genau so entschieden wie sie es tat. Ro war einfach eine tolle Figur, die mich voll und ganz für sich gewinnen konnte.
Dee, Ro's beste Freundin, war dagegen wieder das pure Gegenteil - deutlich weniger bodenständig, dafür umso verrückter, aber mindestens genau so liebenswert. Dee beeindruckte mich einfach, denn sie bewies Mut, Durchhaltevermögen und brachte mich mit ihrer chaotischen, vorlauten Art mehrfach zum Schmunzeln. Eine tolle Persönlichkeit und der perfekte Kontrast zur ruhigen Rowan.
Adam .. oh Himmel.. Adam. Ich weiß gar nicht, was ich über ihn sagen soll, ohne ist Schleudern zu kommen. Adam war für mich, rein vom Verhalten her ein absoluter Traummann: zumindest entwickelte er sich dazu im Laufe der Geschichte; nur rein optisch war er, so wie er beschrieben wurde, so gar nicht meins. Ich denke, dieses Rockstar-Klischee spricht mich einfach nicht an, wodurch ich die Beschreibungen einfach ignorierte und ihn mehr nach meinem Geschmack zusammen fantasierte. So erreichte er dann auch mein Herz und mein Geschmack. 
Neben diesen 3 Hauptfiguren fiel mir ein Kerl ganz besonders auf; nämlich Shawn. Während Adam nur in meiner Fantasie richtig gutaussehend war, war Shawn wirklich heiß und so ein liebenswerter Kerl! Ich fand ihn so unglaublich toll und war froh, dass er diese Story bereichert hat. Wie man jetzt schon deutlich an Shawn erkennen kann, waren auch die eher nebensächlichen Charaktere unheimlich eingehend und realistisch dargestellt und sehr bildhaft beschrieben. Ich konnte absolut keinen finden, den ich nicht mochte und diese große Vielfalt an Figuren brachten Abwechslung ins Buch.   
   Der Stil fiel zwar nicht großartig aus der Reihe, war aber trotzdem sehr angenehm und leicht zu lesen. Jamie Shaw schreibt sehr gradlinig, mit kurzen, knappen Beschreibungen, die einem dennoch ein klares Bild vor Augen erscheinen lassen. Auch die Atmosphäre, beispielsweise bei den Konzerten und in den Clubs, war unheimlich intensiv und ich hatte mehr als einmal das Gefühl, mich mitten drin zu befinden, statt nur dabei. Doch auch gefühlstechnisch schafft es die Autorin, den Leser komplett mitzureißen und zu erreichen. Sie transportiert die Emotionen einfach sehr ergreifend und authentisch, und darüber hinaus lässt einen die gewählten Perspektive, nämlich die Ich-Perspektive aus Ro's Sicht, noch tiefer in das Buch eintauchen.

Die Idee zu bewerten, fällt mir hier etwas schwer. Da es meine erste Rockstar-Geschichte war, war ich natürlich restlos begeistert und völlig geplättet. Ich hab es so genossen, diese frische, neue Idee inhalieren und mich voll und ganz fallen lassen zu können.(dazu komm ich später nochmal). Ich fand den Ablauf und den Plottwist sehr mitreißend und gut durchdacht und vor allen Dingen gab es einige doch sehr spannende Momente, was bei einer New Adult nicht selbstverständlich ist. Auch das Ende fand ich toll in Szene gesetzt und sehr mitreißend und echt.
So. Und nun nochmal zurück zu dieser Rockstar-Idee. Ich glaube wirklich, dass diese Geschichte unglaublich toll war - ohne jeden Zweifel - aber .. und jetzt kommt das große Aber (das nicht in meine Bewertung miteinfließt, ich aber trotzdem erwähnen möchte): Ich bin der festen Überzeugung, dass man nach einer solchen Geschichte auch genug hat von der Thematik. Ich werde Band 2 dieser Trilogie auch definitiv auch lesen, aber eben nur wegen den wundervollen Charakteren; nicht wegen diesem Hintergrund. Ich kann nicht sagen, ob ich tatsächlich so begeistert gewesen wäre, wenn es nicht mein erster Buch über Rockstars, Konzerte und Co., gewesen wäre - aber ich war begeistert und nur das zählt.
 
  Die Umsetzung war letztlich auch genau mein Fall. Ich traf auf großartige Emotionen, Spannung, eine mitreißende Atmosphäre, ein paar außerordentlich packende Szenen und auf ganz viele, tolle Figuren. Schon auf den ersten Seiten war ich total gefangen und musste unbedingt wissen, wie es mit Adam und Ro weitergeht. Die Spannung ließ also nie wirklich nach und das Ende war für mich nochmal ein wunderschönes, gefühlvollles und absolut harmonisches Finale, das mich total begeisterte und mit einem warmen Herzen zurück ließ.

» FAZIT «

"Rock my Heart" ist ein wundervolles Buch mit einzigartigen Figuren, einem angenehmen Stil und einer gut verständlichen, passenden Sprache. Außerdem glänzt das Buch durch einen tollen Ablauf, eine Menge Spannung und Spaß und mit endlos vielen, ergreifenden Emotionen. Für mich eine unglaublich tolle Geschichte, die keinerlei Mängel aufweist, sondern einfach nur ein herrlich schöner Zeitvertreib war, der mich komplett von such überzeugte und mich auf Band 2 hinfiebern lässt.

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe volle 5 von 5 Sternen und spreche eine absolute, bedingungslose Lese-Empfehlung für all diejenigen aus, die das Genre lieben oder es neu für sich entdecken möchten - eine der besten Geschichten, die ich jemals inhaliert habe. Ich liebe sie ♥

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932 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 152 Rezensionen

mona kasten, trust again, liebe, dawn, new adult

Trust Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 13.01.2017
ISBN 9783736302495
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Sie hat mit der Liebe abgeschlossen 
- Er weigert sich, sie aufzugeben.

In dem Moment, in dem sie Spencer Cosgrove zum ersten Mal gegenübersteht, weiß Dawn, dass sie ein Problem hat. Ein großes Problem. Spencer ist sexy, charmant und lustig, genau ihr Typ - und er beginnt augenblicklich mit ihr zu flirten. Doch Dawn hat sich geschworen, die Finger von Männern zu lassen. Zu tief sitzt der Schmerz, den sie empfindet, weil sie der falschen Person vertraut hat, zu groß ist die Wunde, die sein Verrat hinterlassen hat. Aber Spencer gibt nicht auf. Und als Dawn herausfindet, dass auch er ein herzzerreißendes Geheimnis verbirgt, wird ihr klar, dass sie keine Chance hat gegen die Art und Weise, wie er ihre Welt auf den Kopf stellt ...

» MEINE MEINUNG «

Ich lese jetzt erstmal alle Rezensions-Exemplare, bevor ich nach was greife, das ich selbst gekauft hab «- ich so, bis "Trust Again" bei mir einzog. Ich hab es einfach nicht länger ausgehalten; ich wollte mich unbedingt in diese Geschichte fallen lassen und habe es ungefähr 24 Stunden nach dem Kauf auch direkt begonnen. Dass ich etwas länger dafür gebraucht habe, könnte am Buch liegen, muss aber nicht. Ob es das tut, erfahrt ihr jetzt und hier in der Rezension.

Der Einstieg in die Geschichte war wirklich kinderleicht. Dadurch, dass ich Begin Again erst letzten Monat verschlungen hatte, war alles noch sehr greifbar und nah und ich war sofort wieder in Woodshill und bei unseren Figuren. Aber auch, wenn ich den "Vorgänger" schon vor längerer Zeit gelesen hätte, bin ich mir sicher, dass ich genau so gut in das Buch reingekommen wäre. Alles wird einem sehr deutlich vor Augen geführt, sehr plastisch und realistisch und zu Beginn ist es auch noch recht ruhig, sodass die emotionale Spannung erst nach und nach aufgebaut wird. 

Die Charaktere waren wieder einmal ein absoluter Traum. Während ich Allie und Kaden aus "Begin Again" schon extrem gern mochte, habe ich Spencer und Dawn hier total geliebt. Es war, trotz der kurzen Zeit die zwischen Band 1 und 2 lag, eine richtig große Wiedersehensfreude und ich weiß jetzt schon, dass ich nach Band 3 jeden einzelnen von ihnen schmerzlichst vermissen werde.
Dawn ist eine so ehrliche, authentische Persönlichkeit, mit einem riesigen Herzen und echten Gefühlen. Sie trägt eine so große Masse an Ballast aus ihrer Vergangenheit mit sich herum und trotzdem kämpft sie um ihr Glück. Dawn war mir von der ersten Seite an sympathisch und ich schloss sie tief ins Herz, ich fieberte mit ihr mit, konnte mit ihr lachen, weinen, wütend sein und grübeln. Ihre Gefühle wurden unglaublich gut transportiert und ich fühlte tatsächlich, auf ganzer Linie mit ihr mit. Wenn Mona Kasten schrieb, Dawn's Herz würde rasen, setzte das bei mir augenblicklich auch ein und das ist es, was eine tolle Protagonistin ausmacht. Außerdem legte sie eine riesige Entwicklung an den Tag, lernte aus ihren Fehlern und wuchs über sich hinaus. Es mag zwar etwas seltsam klingen, weil es noch etliche mehr Figuren in den unterschiedlichsten Büchern gibt, aber Dawn steht für mich an Platz 1. Ich bin noch nie einem Charakter begegnet, der mich so umhauen und mitreißen konnte, wie sie es getan hat.
Aber auch Spencer war einzigartig toll. Er unterschied sich total von den Kerlen, die man sonst so in New Adult Büchern trifft; ist kein Bad Boy im herkömmlichen Sinne, sondern einfach durch und durch echt. Natürlich waren einige Parallelen zu sehen, gerade in Bezug auf seinen Körperbau, aber er war kein Bad Ass Charakter, sondern einfach nur frech, humorvoll und sexy und könnte der echten Welt jederzeit einen Besuch abstatten, ohne dass jemand merken würde, dass er gar nicht wirklich existiert und nur einem Buch entsprungen ist. Spence überzeugte mich durch seine Vielschichtigkeit; einerseits war er der, der die Truppe ständig zum Lachen brachte, dann aber holte ihn seine Vergangenheit wieder ein und er bewies genau in diesen Momenten, wie gefühlvoll und emotional er tatsächlich ist. Ich wünschte, ich würde irgendwann einmal einen Spencer kennen lernen; mit seinen Sprüchen, seinem Charisma - ich wette, wir würden uns wunderbar verstehen.  
Aber auch die Randfiguren wie Allie und Kaden, Scott, Sawyer .. jeder von ihnen hatte so viel Tiefgang, stach aus der Masse an Buchcharakteren heraus und gewann mich jeweils für sich. Selbst Personen, die darauf ausgelegt sind, sie nicht zu mögen, waren rund herum ausgearbeitet und gingen nicht unter. Liebe Mona, falls das du hier lesen solltest: deine Charaktere sind keine Charaktere - es sind Freunde! Und ich bewundere dein Talent, fiktive Figuren zu erschaffen, die den Leser so an der Hand nehmen und durch die Geschichte führen. Chapeau!   
Der Stil von Mona hat sich unglaublich gemacht. Sie hat sich so immens weiterentwickelt, und das, obwohl ich bei Band 1 schon nichts an der Sprache und allem drum herum zu kritisieren hatte. Ich finde, es ist wirklich ein großer Unterschied, und dadurch, dass der Stil schon im Vorgänger toll war, war er hier einfach perfekt. Der Lesefluss war super angenehm, was sich als richtiges Hindurchrauschen zeigte, die Sprache passte super zur Thematik und die Beschreibungen waren total ergreifend, plastisch und greifbar. Außerdem hat es Mona Kasten unglaublich drauf, die Gefühle auf den Leser zu übertragen. Und an dieser Stelle muss ich auch nochmal kurz was erwähnen - es ist ein New Adult Buch und Sex gehört dazu. Oft sind genau diese Szenen die schwierigsten, denn meist sind sie entweder zu eingehend und plump, beinah niveaulos, oder aber man spürt, dass sich der/die Autor/in nicht wohl gefühlt hat beim Schreiben; hier war das überhaupt nicht der Fall. Mona hat total ergreifende, prickelnde Sexszenen geschaffen, die perfekt aufeinander abgestimmt waren und weder zu eingehend noch zu oberflächlich dargestellt.

Die Idee, die hinter "Trust Again" steckt ist gewiss nichts Neues. Irgendwie sind ja doch alle New Adult Geschichten gleich aufgebaut. Zwei verlieben sich, und entweder dürfen sie nicht zusammen sein, oder sie können aus irgendwelchen Gründen nicht - das ist hier nicht anders. Was mir aber so positiv aufgefallen ist, war der Ablauf und die Twists. Ich fand die gesamte Story so unglaublich gut getwisted, so ergreifend und so gut durchdacht. Es gibt mehrere, total überraschende Wendungen und dieses Umstülpen des Verlaufs gen Ende beeindruckte mich zutiefst und war tatsächlich mal was Neues. Auch diese emotionale Spannung, die schon von Anfang an zu spüren war, war so unglaublich mitreißend und wirklich gelungen und perfekt für dieses Buch. Mona hat hier eine so tolle Geschichte geschaffen, die mich zum Heulen, zum Lachen, zum Mitfiebern, zum Schmachten brachte und das war es, was ich mir wünschte und mir erhoffte; und obwohl meine Erwartungen hoch waren, wurden sie noch übertroffen, und das alleine spricht schon für sich.  

» FAZIT «

"Trust Again" hat mich dermaßen umgehauen, wie es bisher kaum ein anderes Buch konnte. Einzigartige Figuren, eine wunderschöne Kulisse, jede Menge Emotionen und ein gut durchdachter, interessanter Storyablauf mit sehr gut gesetzten Twists machen dieses Werk perfekt - absolut perfekt!

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und das auch nur, weil mein Bewertungssystem hier endet. Ansonsten hätte "Trust Again" wirklich alle Punkte dieser Welt verdient und ich empfehle es euch nicht nur, ich flehe euch an, es zu lesen - ihr werdet begeistert sein; ohne Zweifel. Dieses Buch und diese Autorin machen süchtig; garantiert. LEST ES ♥

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378 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 110 Rezensionen

fantasy, liebe, finsternis, blindheit, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(1.001)

2.015 Bibliotheken, 55 Leser, 1 Gruppe, 340 Rezensionen

mona kasten, liebe, begin again, new adult, vergangenheit

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Er stellt die Regeln auf – sie bricht jede einzelne davon. Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren …

» MEINE MEINUNG «

Und wieder eines dieser gehypten Bücher ist auf meinem Nachtisch gelandet. ich muss zugeben, auf das Buch wäre auch extrem scharf gewesen, wenn es nicht in den Himmel gelobt werden würde. ich hab es mir direkt nach dem Erscheinen gekauft und mich dann jetzt auch "direkt" dran gesetzt. Ob ich genau so begeistert, ja regelrecht geflasht bin wie die Booktube,- und Bookbloggerwelt erfahrt ihr jetzt:

Der Einstieg war, wie erwartet, keine große Hürde. Ich hab mich sofort unheimlich gut zurecht gefunden und wohl gefühlt. Wir lernen Allie mitten in ihrem chaotischen Leben kennen und treffen dann, gemeinsam mit ihr, auf Kaden. Ich fand den Einstiegspunkt gut gewählt, denn spürte man bereits zu Beginn eine gewisse Spannung, nicht nur zwischen den Figuren, sondern auch in der sehr einnehmenden Atmosphäre.
Die Charaktere in diesem Buch fand ich sehr abwechslungsreich. Neben den Hauptfiguren gibt es auch einige wichtige Nebenfiguren, die sich prima ins Bild eingliederten. Manche fand ich dabei vielleicht etwas oberflächlich; gerade Ethan und Monica, allerdings bin ich mir da nicht so ganz sicher, ob da nicht noch mehr kommt in den Nachfolgebänden. Zum Glück aber waren die anderen, nämlich meine Lieblinge deutlich detailreicher und tiefgründiger zu Papier gebracht worden; darunter fallen auch die beiden Protagonisten. Beginnen wir, ganz gentleman-like mit der Dame:
Allie ist eine herzensgute Person, die mich auf ganzer Linie von sich überzeugte. Ich fand sie herrlich erfrischend mit ihrer Art, fand sie interessant und bewunderte sie, für ihr teilweise doch etwas loses Mundwerk. Sie brachte mich zum Lachen, zum Weinen, zum Staunen und erfüllte absolut alle Kriterien, die mir wichtig sind bei Figuren. Außerdem, und das finde ich beinh am wichtigsten: sie hatte einen solchen Tiefgang, wie ich ihn selten in Büchern erlebt habe. Ihre Vergangenheit war so glaubhaft und greifbar und ich fand es toll, wie wir sogar hin und wieder in genau diese einen Blick werfen durften.
Kaden eroberte mein Herz ohnehin im Sturm - logisch, immerhin verkörpert er mein Bild von einem Traummann. Unnahbar, teilweise sehr rau und kaltherzig, Tattoos, geheimnisvoll und durchtrainiert - tada - so zaubert man meinen Prinzen. Und Kaden war es, obwohl mir seine Launen im wahren Leben sicherlich tierisch auf den Sack gehen würden, passten sie in dieses Buch und sorgten dafür, dass ich mitfiebern konnte. Er war mindestens genau so echt wie Allie es war und ich bewundere Mona, solche fiktiven Personen zu schaffen. Fiktive Personen, die ich so gern einmal im Reallife treffen würde.  
Der Stil von Mona hat mich ebenfalls voll und ganz für sich gewonnen. Sie erzeugt mit ihren gewählten Worten unglaublich intensive Gefühle und eine sehr einnehmende Atmosphäre sowie ein klares Bild der Figuren (bis auf die oben erwähnten Oberflächlichkeiten), der Kulisse und der einzelnen Szenen. Was mich etwas störte, war die Tatsache, dass ich nicht so schnell voran kam, wie ich es sonst gewohnt bin. Ich kann nicht beurteilen, woran das lag, weil der Stil eigentlich ziemlich gut zu lesen und verständlich war, aber irgendwas hielt mich auf. Geschrieben ist das Buch übrigens in meiner inzwischen bevorzugten Perspektive, nämlich in der ersten Person, aus Allie's Sicht.

Die Idee hinter dem Buch ist sehr gut durchdacht gewählt und ausgeklügelt, wenn auch sicher nichts absolut Neues. Hier spielen viele bekannten Faktoren eine Rolle und ergeben zusammen doch etwas relativ Neues, wenn vielleicht auch ein klein wenig vorhersehbar. Nichts desto trotz gab es auch überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Was mich störte, waren die teilweise auftretenden Längen. An manch einer Stelle hat sich das Buch einfach gezogen, allerdings ist das mein persönliches Empfinden und stört sicher nicht jeden; schon gar nicht in diesem Genre.

Vorhersehbarkeit muss also nicht immer schlecht sein. Die Umsetzung gefiel mir sehr und durch diese realistischen Figuren, kam noch mehr Lesespaß auf. Es war sehr emotional und gefühlvoll, sehr authentisch und im Groben und Ganzen auch spannend. Dass es immer mal wieder ein wenig langsamere Phasen gab, muss in diesem Genre nichts negatives sein; nur sorgte es in diesem Fall dafür, dass ich sehr lange für das Buch gebraucht habe und ich nicht permanent gefesselt war. Ich bin froh, dass es sich gegen Ende hin noch einmal änderte und ich wirklich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Das riss für mich nochmal einiges raus und sorgte dafür, dass meine Bewertung so ausfiel, wie sie aufällt. Himmel war das Ende spannend und schön - ich hatte die Hoffnung beinah aufgegeben, nochmal aus den Socken gerissen zu werden, doch Allie und Kaden haben es geschafft, mich nochmal richtig einzunehmen und zu begeistern.

» FAZIT «

Während ich von den Charakteren, vom Stil und von der Kulisse unglaublich angetan und restlos begeistert bin, muss ich bei der Umsetzung den einen oder anderen Kritikpunkt äußern. Doch das Ende hat mich nochmal so umgehauen, dass ich über beinah jede Kritik hinweg sehen kann. Eine tolle, emotionale Geschichte, mit der ein oder anderen kleinen Länge; aber dennoch mehr als nur lesenswert - es ist ein Lesemuss!

» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen und spreche trotz meiner kleinen Kritikpunkte eine klare Lese-Empfehlung für all diejenigen aus, die das Genre New Adult zu schätzen wissen und ohnehin ein Fan davon sind. Mona hat unglaubliches Talent und ich freue mich wie ein verrückt auf den zweiten Band der Again-Reihe. Das hier war ein guter Auftakt; wollen wir hoffen, dass die 5 Sterne noch geknackt werden.

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Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Science-Fiction

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771 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

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Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 12.10.2015
ISBN 9783570403099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren.

» MEINE MEINUNG «

Momentan haben es mir diese gehypten Bücher scheinbar echt angetan. Ich greife vermehrt zu Geschichten, die ich bereits aus unzähligen Lobeshymnen von Freunden oder Kollegen kenne - so verhält es sich auch mit Lockwood und Co. Kaum zu glauben, welchen Anklang diese Reihe doch findet; und das bei den unterschiedlichsten Lesern. Klar dass auch ich immer neugieriger wurde und mich dem Hype gebeugt habe. Doch ist dieses Buch wirklich so gut wie alle sagen? Hier erfahrt ihr, wie meine Meinung dazu ausfällt:

Der Einstieg war schon mal recht knifflig. Ich habe einfach meine Zeit gebraucht, um mich in dieser geisterverseuchten Welt so richtig zurecht zu finden und überhaupt zu verstehen, wie der Hase läuft. Ist dieser Punkt erst einmal überwunden, kommt direkt Spannung auf; denn obwohl man als Leser durchaus ein paar Seiten Zeit bekommt, wird es schnell sehr temporeich und rasant. Darüber hinaus lernen wir auch einiges über unsere Protagonisten, was ebenfalls sehr spannungsgeladen in Szene gesetzt wurde und jeder Figur Leben einhauchte.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt angelangt wären: den Charakteren. Wir treffen hier auf insgesamt 3 verschiedene Persönlichkeiten, die unterschiedlicher wirklich nicht sein könnten. Zwar erleben wir die Geschichte aus Lucy's Sicht, doch Anthony Lockwood und George sind ebenfalls tragende Figuren. Fangen wir dennoch bei dem weiblichen Part an:
Lucy ist ein unheimlich liebeswertes Mädchen, noch sehr jung, aber auch sehr reif für ihr Alter. Sie überzeugte mich durch die perfekt getroffene Mischung zwischen mutig und lebensecht. Gerade in solchen Büchern sind mir oft Figuren begegnet, die übermenschliches tun oder fühlen, doch hier war es keineswegs übertrieben, sondern einfach realistisch. Lucy trug ihr Herz oftmals auf der Zunge, brachte mich durch spitze Bemerkungen zu Lachen und traf manchmal völlig unüberlegte Entscheidungen, die sie wiederum etwas naiv wirken ließen. Dieses Mädchen ist mit derart ans Herz gewachsen, dass ich sie, rückblickend betrachtet, absolut nicht ziehen lassen wollte.
Doch auch Anthony Lockwood stieß bei mir auf Gefallen. Nicht nur, dass er eine berührende Vorgeschichte hat, nein, er war auch durchaus attraktiv und in einem gewissen Maß geheimnisvoll. Ihr leitete die Agentur wie ein Erwachsener, achtete stets darauf, dass seinen Mitarbeitern nichts geschieht und trotzdem war er risikobereit. Außerdem hatte er den ein oder anderen Zug von Sherlock Holmes, was ihn umso sympathischer machte.
Der dritte im Bunde war George. Wenn wir uns nun Lucy und Lockwood ansehen, fehlt nur noch eins: ein etwas untersetzter Junge mit schlechtem Kleidungsstil und ein wenig Schusselig,- und Trotteligkeit; tada - so entstand George. Er war auf der einen Seite extrem grieskrämig und miesepetrig, auf der anderen aber wieder deutlich bodenständiger als die beiden anderen. Er handelte durchdachter, traf Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus und beschäftigte sich viel mit Papierkram - nur blöd, wenn man von den anderen beiden Mitgliedern der Agentur eh nicht richtig ernst genommen wird - ein Umstand, der für Humor in dieser Geschichte sorgte. 
 
Zum Stil brauche ich gar nicht viel sagen. Mir war von vorn herein klar, dass ich Jonathan Stroud rein stil-technisch gesehen, großartig finde. Schon bei "Die Eisfestung" hat er mich von sich überzeugt und in "Lockwood und Co." übertraf er sich selbst nur noch mehr, und zwar um Längen. Nicht nur, dass die einzelnen Elemente wie Figuren, Kulisse und Geschehnisse unheimlich detalliert beschrieben wurden; er schaffte mit bloßen Worten auch noch eine so düstere und ergreifende Atmosphäre, dass man allein deshalb ans Buch gefesselt ist.

Die Storyline war wirklich mal was Neues. Ich hatte schon das ein oder andere Buch, in dem es um Geister ging, aber niemals in dieser Form. Mir gefiel der Aufbau der Geschichte unglaublich gut, denn es gab immer wieder kleine Höhepunkte, die für Spannung sorgten und aufeinander aufbauten, sodass es wirkte, als gäbe es mehrere Handlungsstränge, was aber nicht direkt der Fall war. Es gab lediglich mehrere Fälle, die Lockwood und Co zu lösen hatten und das war es auch, was mich so begeisterte - endlich mal ein Buch, in dem es nicht 400-500 Seiten um ein und den selben Fall geht und man sich nicht eine gefühlte Ewigkeit im Kreis dreht. Super insziniert und Jonathan Stroud versteht es absolut, den Leser bei jedem einzelnen Problem im Dunkeln tappen zu lassen.

Dementsprechend gut war auch die Umsetzung. Der Autor hat eine Fantasy-Geschichte erschaffen, die gar nicht so unrealistisch ist und durchaus irgendwie vorstellbar; auch in der realen Welt. Die Spannungskurve blieb dabei während all den 432 Seiten konstant im obersten Bereich und durchbrach die Skala hin und wieder sogar noch um Längen. Man hätte diese Idee einfach nicht besser umsetzen können, als es bei Lockwood und Co. gemacht wurde. Viele Facetten, Abwechslung und trotzdem eine klare Linie erkennbar - so wünscht man sich das. Ich jedenfalls war absolut gefesselt und mitgerissen und fühlte mich ins düstere London versetzt.

Das Ende bot noch einmal ein ordentliches Feuerwerk, das einen veranlasste, schneller wissen zu wollen, wie es endet, als man eigentlich lesen kann. Großes Finale - großes Kino - ein Schluss, wie im Actionfilm.

» FAZIT «

Dieses Buch konnte mich, bis auf diesen etwas holprigen Einstieg, komplett von sich überzeugen und für sich gewinnen. Die drei Hauptfiguren sind herrlich unterschiedlich und erfrischend, der Stil ist atmosphärisch und gut zu lesen; die Storyline äußerst gut durchdacht und ausgeklügelt und die Spannung permanent sehr mitreißend - eine Geschichte, die alles mit sich bringt, um dem Leser zu gefallen.

» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 Sternen und spreche eine absolute Lese-Empfehlung für dieses Werk aus. Jeder Fantasy-Grusel-Fan wird an Lockwood & Co große Freude finden; da bin ich mir sicher. LEST ES ♥

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