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227 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

england, liebe, geheimnis, liebesbrief, london

Der verbotene Liebesbrief

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 680 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442484065
Genre: Romane

Rezension:

» 4.5 VON 5 STERNEN «

*hier* gelangt ihr zur ausführlichen Rezension auf meinem Blog.

Eine Geschichte die mitreißt, fesselt, berührt und zum miträtseln animiert. ♥

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(113)

272 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

serienkiller, deadly ever after, liebe, sexy crime, crime

Deadly Ever After

Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492311731
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» 4.5 VON 5 STERNEN «

*hier* gelangt ihr zur ausführlichen Rezension auf meinem Blog.

Jennifer L. Armentrout schafft wieder eine ganz besondere Atmosphäre, gepaart mit Spannung, tollen Figuren und einer gut durchdachten Storyline. ♥

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(204)

803 Bibliotheken, 46 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

kerstin gier, schweiz, jugendbuch, wolkenschloss, liebe

Wolkenschloss

Kerstin Gier
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 09.10.2017
ISBN 9783841440211
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» 3 VON 5 STERNEN «

*hier* gelangt ihr zu der ausführlichen Rezension auf meinem Blog.

Kerstin Gier kann eindeutig mehr. Schade drum. Zwar ein unterhaltsamer und humorvoller Zeitvertreib, mehr aber auch nicht.

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(514)

901 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

liebe, mord, paper palace, erin watt, reed

Paper Palace

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492060738
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» 4.5 VON 5 STERNEN «

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Erin Watt wird für mich immer eine der besten Autorinnen sein, die ich jemals lesen durfte. ♥

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(298)

577 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 164 Rezensionen

erotik, trinity, liebe, audrey carlan, leidenschaft

Trinity - Verzehrende Leidenschaft

Audrey Carlan , Christiane Sipeer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783548289342
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» 3.5 VON 5 STERNEN «

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Audrey Carlan polarisiert mit ihren Büchern; doch mit Trinity konnte sie mich soweit begeistern, dass ich unbedingt weiterlesen muss!

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(90)

327 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

drachen, fantasy, iskari, kristen ciccarelli, liebe

Iskari - Der Sturm naht

Kristen Ciccarelli , Astrid Finke
Fester Einband
Erschienen bei Heyne, 02.10.2017
ISBN 9783453271234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» 5 VON 5 STERNEN «

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Kristen Ciccarelli hat mich begeistern können, trotz High Fantasy und trotz Drachen! Großartiges Werk, ohne jeglichen Kritikpunkt ♥

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(334)

767 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 140 Rezensionen

liebe, trauer, brittainy c. cherry, wie die luft zum atmen, verlust

Wie die Luft zum Atmen

Brittainy C. Cherry , Katja Bendels
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei LYX, 13.01.2017
ISBN 9783736303188
Genre: Liebesromane

Rezension:

» 4.5 VON 5 STERNEN «

*hier* gelangt ihr auf direktem Wege zur ausführlichen Rezension auf meinem Blog.

Viel Spaß ♥

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(309)

559 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

indien, england, liebe, lucinda riley, familiengeheimnis

Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442479702
Genre: Romane

Rezension:

» 4.5 von 5 Sternen «

*hier* kommt ihr zur ausführlichen Rezension auf meinem Blog.

Lucinda Riley schafft eine spannende, mitreißende Geschichte, vor einer herrlich exotischen Kulisse und mit vielfältigen Charakteren.

Viel Spaß ♥

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(1.799)

3.059 Bibliotheken, 34 Leser, 6 Gruppen, 77 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, magie, zauberer

Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.02.2006
ISBN 9783551354020
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(196)

429 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

siena, jugendbuch, ursula poznanski, thriller, italien

Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Wenn die eigene Erinnerung trügt

Als Nika an einem Sonntagmorgen ziemlic h verkatert in den Badezimmerspiegel schaut, steht dort eine Nachricht. Wer hat sie an den Spiegel geschmiert? Und was hat sie zu bedeuten? Wo sind Nikas Hausschlüssel und ihr Handy? Wo ist Jenny, ihre Mitbewohnerin? Und warum ist ihr heute überhaupt so schlecht, sie hat doch gestern gar nicht viel getrunken? Erst durch die Morgennachrichten im Fernsehen erfährt Nika, dass heute gar nicht Sonntag ist, sondern Dienstag. Ihr fehlt die Erinnerung an zwei ganze Tage, in denen irgendetwas Schreckliches passiert sein muss. Aber was?

» MEINE MEINUNG «

Himmel was ich hab mich gefreut, als ich hörte, dass Ursula Poznanski einen neuen Jugendthriller veröffentlicht?! Ich war so Feuer und Flamme für dieses Buch, sehe aber absolut nicht ein, für ein "Taschenbuch" (wie es bei Amazon steht) bzw eine broschierte Ausgabe dermaßen viel Geld auszugeben! Ich finde es ohnehin eine Sauerei, dass Werke von bekannten Autoren, wie gerade Poznanski, Fitzek, Veronica Roth, etc. so überteuert verkauft werden, denn sind ihre Geschichte denn wertvoller als Bücher aus den Federn von unbekannten Autoren? Es gibt Hardcover, die deutlich dicker und dabei günstiger sind. Aber das nur so am Rande; das ist einfach meine (!!) Meinung zu diesem Thema. Also Madame Sturkopf gedacht "Pff, les ichs halt nicht" .. und dann kam Audible und empfahl mir dieses Hörbuch. Das war dann wohl ein klassischer Wink mit dem Zaunpfahl und ich musste, nachdem ich die Hörprobe für gut befunden hatte, direkt zuschlagen und es hören. Wie es mir gefiel, erfahrt ihr jetzt:

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir, wie ich es von der Autorin erwartet habe und auch schon gewohnt bin, richtig gut. Es hat keine 5 Minuten gedauert, ehe bereits die erste spannende Passage auftaucht und man direkt spüren kann, wie viel da noch auf den Leser zukommt. Nichts desto trotz bekommen wir dennoch einige Informationen zugetragen, die aber alle interessant in die Geschichte mit eingewoben wurden und keineswegs langweilig verpackt wirkten. Wir lernen nicht nur unsere Hauptfigur bereits während des Einstiegs kennen, sondern auch andere, vielleicht eher nebensächliche Personen kennen, was einem die Geschichte einfach direkt näher bringt und man noch tiefer ins Geschehen eintauchen kann. für ein rund herum gelungener Start, der viel verspricht und neugierig macht.

Nika, unsere Hauptfigur, bekommt schon in den ersten Minuten ausreichend viel Tiefgang verpasst, um sie realistisch erscheinen zu lassen. Die Infos, die dem Leser nach und nach zugespielt werden sind alle recht wichtig für die Geschichte und sorgen für Tiefgang. Die junge Frau zieht nach Sienna in eine WG, um in dieser traumhaften Stadt zu studieren. Während ihre Mitbewohnerin Jenny eher kopflos in den Tag hinein lebt,  ist Nika die bodenständigere der beiden. Sie wirkt sehr reif, sehr ruhig, besitzt aber dennoch ein gutes Maß an Mut, das mich immer wieder, entweder staunen oder den Kopf schütteln ließ. Ich fand, dass diese Protagonistin wirklich völlig normal und authentisch rüber kam und durchaus dem echten Leben entsprungen sein könnte. Sie geht ihren Gedächtnisverlust, zumindest nach dem ersten Schock, sehr bedacht an und versucht, einzelne Puzzleteile miteinander zu verbinden. Was mich an dieser Stelle etwas störte waren ihre Alleingänge, die irgendwann einfach Überhand nahmen und sie einige Sympathie-Punkte einbüßen musste.In dieser Hinsicht war sie mir doch zu stur und nicht ganz glaubhaft, meiner Meinung nach, was einfach schade ist, denn das hätte überhaupt nicht sein müssen.
Ansonsten sind ihre Gedankengänge und Schlussfolgerungen logisch und nachvollziehbar. Meist ist es ja so dass die Figuren die Lösung direkt vor die Nase gesetzt bekommen, aber einfach ein Brett vor dem Kopf haben und nichts kapieren; das war hier nicht der Fall, zum Glück. Es gab immer wieder Fortschritte, die mir gefielen und die einiges der alleinigen Streifzüge wieder wett machen. Alles in allem fand ich Nika dennoch absolut sympathisch und ihre Gefühle wurden toll an den Leser transportiert. Ich konnte wunderbar mit ihr mitfiebern, und das ist für mich ja immer der wichtigste Punkt was Charaktere betrifft.
Alle anderen Figuren waren zwar auch recht detailliert dargestellt, waren aber für das Geschehen eher nebensächlich, weswegen ich einfach alle in einen Sack stecke und mein Urteil über die Randfiguren eher allgemein fällen möchte: Ich fand alle sehr authentisch und glaubwürdig, sehr verschieden und glaubhaft, sehr vielfältig und echt. Klar gabs auch wieder Personen, die bei mir einfach auf Antipathie stießen, aber das brauch ein Buch genau so sehr wie die liebenswerten Figuren.

Die Hörbuch-Sprecherin Laura Maire war mir bis vor 'Aquila' absolut fremd und überhaupt kein Begriff; inzwischen weiß ich aber, dass diese Frau eine sehr eigene Stimme hat, die mir selbst jetzt noch immer im Gedächtnis geblieben ist. Ich fand, sie laß die Geschichte einfach einzigartig und rückblickend hätte es wohl niemanden gegeben, der besser gepasst hätte. Ihre Stimmfarbe ist etwas dunkler, irgendwie geheimnisvoll, fast düster und erzeugt allein schon so viel Spannung, dass sie wohl aus jeder Geschichte einen Thriller machen könnte. Ich hab ihr so gerne zugehört und gerade wenn es wieder um dieses eine Lied ging (nein ich spoilere damit nicht ;) ) und sie es vorsang, bekam ich ausnahmslos jedes Mal am ganzen Körper Gänsehaut. Auch ihre Bestonungen und die wechselnden Tempi sagten mir sehr zu und gefielen mir auf ganzer Linie. Ich bin mir absolut sicher, dass ich mir mehr von ihr anhören werde & umso erfreulicher finde ich es, dass ich sogar noch ein Hörbuch von ihr hier habe.

Der Stil von Ursula Poznanski brauche ich gar nicht großartig auszuführen. Sie schreibt wirklich gut, erzeugt mit bloßen Worten neue Welten und versteht es, den Leser zu fesseln. Ich achte bei Hörbüchern nie großartig auf den Stil, doch kenne ich die Autorin ja bereits aus anderen Büchern und weiß, wie verständlich und bildhaft sie schreibt. Sie ist nicht ohne Grund eine meiner liebsten Autorinnen im Bereich der Jugendthriller. Erzählt wird übrigens aus der dritten Person, was mich zwar überraschte, aber auch überzeugte, denn dieser Erzählstil scheint immer mehr und mehr abzunehmen und man trifft ihn immer seltener an. Aber wie gesagt: hat toll zur Story gepasst und war angenehm zu lesen/hören.

Die Grundstoryline ist sicherlich nichts neues; Bücher rund um Gedächtnis-Verlust gibt es wie Sand am Meer, doch im Bereich der Jugendthriller bin ich dieser Thematik doch noch nicht oft begegnet. Alles ist sehr geschickt eingefädelt, die Auflösungen kommen nach und nach in Häppchen und ergeben lange Zeit überhaupt keinen Sinn. Dass unsere Protagonistin quasi alles im Alleingang macht und weder auf Freunde noch auf die Polizei vertraut, sehe ich, wie gesagt, nicht unbedingt als Pluspunkt an, doch hat diese Tatsache dafür gesorgt, dass es doch spannender war, als wenn erfahrene Polizisten ermitteln würden. Die Nebenstränge sind alle plausibel und ergeben später auch einen Sinn, auch wenn ich damit anfangs noch nicht wirklich gerechnet hatte. Mir kam vieles seltsam vor, doch umso größer war später auch der Aha-Effekt. Allgemein fand ich die Umsetzung durchaus gelungen, gerade was die Spannung betrifft. Es kommt selten vor, dass ich wirklich in jeder freien Minuten wissen möchte, wie es bei meinem Hörbuch weitergeht und dementsprechend danach greife - hier war das der Fall. Ich war wirklich gefesselt, auch durch die Sprecherin, aber hauptsächlich wegen den Irreführungen, die es zweifelsohne gibt. Immer wieder hat man als Leser eine Idee, wie es gewesen sein könnte; doch kaum hat man den Gedanken zu Ende gesponnen, wird man wieder in eine andere Richtung geschupst und alle Ideen im Keim erstickt. Auch langsame Passagen findet man hier eher selten; es passiert während all den Stunden alles Knall auf Fall und ist äußerst spannend und mitreißend.

Dann kam die Auflösung des Hauptplots und ich dachte nur so 'ähm.. ok..'. Also meiner Meinung nach war das definitiv kein Highlight, denn ich hab eine gewisse Enttäuschung nicht unterdrücken können. Ich hatte mit einem regelrechten Feuerwerk gerechnet, mit einem riesigen Wow-Moment, mit irgendwas, nur nicht mit dem, was icih bekam. Während all der Zeit, in der ich überlegt und gerätselt habe, in der ich immer wieder andere Charaktere verdächtigt hatte, war ich so begeistert und dann kam eben das Ende, das mich so gar nicht glücklich stimmen und befriedigen konnte. Da hätte man sich einfach was Besseres einfallen lassen können, das wirklich überrascht.

Selten habe ich so mit mir gehadert, wie bei 'Aquila' von Ursula Poznanski. Das ganze Buch über hatte ich kaum was zu kritsieren; lediglich die unüberlegten, zwanghaften Alleingänge unserer Hauptprotagonistin und war der festen Überzeugung, das gibt minimum 4.5 Sterne.. und dann kam das Ende, das mich wirklich frustrierte. Ich merke auch jetzt noch nach dem Lesen, dass das das ganze Buch irgendwie total nach unten gerissen hat. Deshalb fällt mir die Bewertung und das entgültige Fazit wirklich schwer .. versuchen wir es trotzdem.

» FAZIT «

In 'Aquila' von Ursula Poznanski treffen wir auf eine recht große Anzahl an den unterschiedlichsten Charakteren, auf eine einzigartig tolle Sprecherin, einen eben so tollen Schreibstil und eine gut umgesetzte Grundidee mit vielen interessanten Nebensträngen - leider aber auch auf einen weniger tollen Schluss, der das ganze Potential des Buches irgendwie zu nichte macht. Schade. Wirklich schade. Denn obwohl mich quasi das gesamte Buch begeistert war, war ich vom Ende echt enttäuscht. Nichts desto trotz eine lesenswerte Geschichte, die überwiegend zu überzeugen weiß.

» 3.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe gut gemeinte 3.5 von 5 Sternen und spreche trotz meiner Kritik eine Lese-Empfehlung aus, schließlich sind ja (zum Glück) all unsere Geschmäcker verschieden und ich kann mir gut vorstellen, dass es viele begeisterte "Aquila-Fans" geben wird, die von diesem Buch restlos begeistert sein werden.

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798 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

liebe, reise, wünsche, jugendbuch, tod

Wir fliegen, wenn wir fallen

Ava Reed , Alexander Kopainski
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter Verlag , 17.02.2017
ISBN 9783764170721
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam.

Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

» MEINE MEINUNG «

Ich gestehe, ich hatte dieses Buch nicht so wirklich auf dem Schirm. Also ich hatte es schon das ein oder andere mal entdeckt, aber so richtig neugierig war ich tatsächlich nicht auf die Geschichte. Dann habe ich bei Audible ein wenig gestöbert und bin auf die Schnäppchen aufmerksam geworden und habe dieses Buch dort für ein halbes Guthaben gesichtet und direkt zugeschlagen. Da mein vorheriges Hörbuch ohnehin zu Ende gehört war, hab ich auch direkt gestartet und kann euch jetzt auch gleich meine Meinung dazu liefern:

Da meine Recherche zu dem Buch recht gering ausfiel, waren meine Erwartungen auch nicht sonderlich hoch. Ich hatte nicht einmal den Klappentext gelesen; sondern wollte mich einfach nur in die Geschichte fallen lassen - so viel zur Theorie.. doch in der Praxis musste ich schnell feststellen, dass "fallenlassen" zumindest in Bezug auf den Einstieg nicht wirklich möglich war. Es beginnt alles sehr emotional und sehr ergreifend; ich war sofort gefangen und fühlte definitiv mit Yara mit. Doch auch Phil's Geschichte kommt langsam ins Rollen und verdeutlicht, dass es eben kein 0-8-15-Jugend-Liebes-Geschnülze-Beginn ist, sondern einfach "tiefer" geht und auf Gefühle setzt. Doch wie gesagt: es geht lediglich am Anfang so zu, danach kommt die Normalität ins Spiel, worauf ich aber später noch einmal näher eingehe.  Noel spielt natürlich auch schon in den ersten Minuten eine wichtige Rolle und bringt Leben in das ganze Geschehen. Kurz um: ein toller, überraschender und mitreißender Start in die Story, der zu überzeugen weiß.

Bevor ich nun zu den einzelnen Figuren komme, muss ich mal betonen, mit wie wenigen Personen dieses Buch auskommt. Neben den beiden Hauptprotagonisten gibt es nur wenige Rollen, die dann auch noch recht nebensächlich sind und lediglich als Brücke dienen. Doch nun zu den zwei Protagonisten: Beginnen wir mit Yara. Sie ist ein ziemlich alltäglicher Charakter, der so einige Klischees erfüllt. Standart-Eigenschaften, schwere Vergangenheit. Sie sticht aus der Masse an Buch-Figuren nicht sonderlich heraus, was aber noch lange nicht heißt, dass ich sie nicht mochte. Sie war sehr bodenständig und sympathisch, sehr normal, ohne das Talent zu haben, aus jeder Mücke eine Horde Elefanten zu machen. Mir gefiel Yara auf ihre ganz spezielle Weise, ich komme aber trotz allen positiven Aspekten nicht drum herum zu sagen, dass sie mir wohl eher nicht sonderlich im Gedächtnis bleiben wird. Doch in manchen Fällen ist das gar nicht wichtig - wichtig ist nur, dass ich die Geschichte gerne mit ihr er,- und durchlebt habe, und das war eindeutig der Fall. Sie besaß schließlich auch eine Menge Emotionen und wirkte so glaubhaft; einfach ein gutes Stück Normalität, auf das ich mich gerne eingelassen habe.
Noel war dagegen etwas anders, so zum Beispiel ist er gerade am Anfang sehr mürrisch und kühl, wirkte auf mich sehr unnahbar und distanziert, was mir natürlich auch gewisse Probleme bereitete, um einen Draht zu ihm zu finden. Ich bin rückblickend froh, dass sich das alles recht zügig gebessert hat und ich doch noch mit ihm mitfühlen konnte; ansonsten hätte er einen wirklich schwierigen Stand bei mir. Letztlich kann ich sagen, dass er mir wirklich sympathisch wurde und dieser gewisse mysteriöse Einschlag definiti gefiel. Phil ist jedoch genau so wenig einzigartig, wie Yara, und doch harmonierten sie toll miteinander und ergänzten sich auf ganzer Linie.

Yara wird hier von Shandra Schacht gesprochen und ich muss sagen, sie machte ihren Job wirklich gut. Durch ihre jugendliche Stimme wirkte die Hauptfigur noch viel authentischer und realistischer und verlieh ihr ein munteres, frisches Auftreten. Außerdem fand ich ihre Betonungen der jeweiligen Szenen richtig gut - man hörte die unterschiedlichen Stimmungen von Yara gut heraus und konnte so noch intensiver mitfühlen. Und trotz dessen, dass ich rein gar nichts an der Vorleserin auszusetzen habe, fand ich hier zum ersten Mal den männlichen Part besser. Maximillian Laprell liest eigentlich ziemlich mit genau den gleichen positiven Aspekten wie Shandra Schacht, aber mir persönlich gefiel seine Stimmfarbe und seine übertragenen Gefühle einfach einen Tick besser. Das war eindeutig reine Geschmackssache und meine persönliche Meinung. Kurz nochmal zusammengefasst: ich mochte sowohl jeden Sprecher einzeln wie auch die Kombination der beiden, nur dass mir Maximillian Laprell's Stimme einfach ein wenig besser gefiel.

Der Stil von Ava Reed kenne ich ja bereits flüchtig aus "Mondprinzessin", das ich ja mal an,- aber nie weitergelesen habe. Sie schreibt sehr angenehm und flüssig, sodass man gut voran kommt und an keinen Stolpersteinen hängen bleibt. Auch die Sprache war gut gewählt, teilweise sehr emotional, teilweise sehr spannungsgeladen, und alles in allem sehr plastisch und bildhaft. Das und die schönen Hintergrundinfos versetzen einen direkt in die Welt von Yara und Phil und lassen einen richtig eintauchen und dabei sein. Geschrieben wurde übrigens aus den jeweiligen Ich-Perspektiven, was ich ebenfalls positiv in Erinnerung habe.

Nun kommen wir zum interessanten Teil der Rezension, denn ich hatte keine Ahnung, was mich ideen-technisch erwartet. Klar, eine Liebesgeschichte, aber mehr wusste ich nicht. Als ich dann die ersten Minuten gehört habe, dachte ich nur 'okay.. damit hab ich nicht gerechnet' doch bald schon wurde klar, worauf das Ganze hinauslaufen wird; nämlich auf einen Roadtrip der ganz besonderen Art, und das fand ich unglaublich interessant! Die beiden Protagonisten sollen nämlich, wie der Klappentext schon sagt, den letzten Willen von Noel's verstorbenen Großvater erfüllen; und zwar gemeinsam. Das finden beide nicht so prickelnd, da sie sich überhaupt nicht ausstehen können, willigen aber letztlich doch ein. Wie es mit Noel und Yara weitergeht steht wahrscheinlich für jedermann außer Frage, und trotzdem fand ich die Umsetzung wirklich gelungen. Es war nicht so klischeehaft, wie ich angenommen hatte und trotzdem rührend normal. Diese ganzen, unterschiedlichen Stationen, die auf der ganzen Welt verteilt lagen waren so wunderschön in Szene gesetzt und so authentisch, dass ich sowohl die Kälte von den Nordlichtern wie auch die Hitze vom Dschungel am eigenen Leib spüren konnte. Das - und nur das macht eine gute Idee bzw eine gute Umsetzung aus! Es war also nicht im herkömmlichen Sinne spannend, aber doch interessant zu verfolgen und alles andere als langweilig.

» FAZIT «

In 'Wir fliegen, wenn wir fallen' von Ava Reed treffen wir auf sehr liebenswerte Figuren, sehr gute Sprecher, einen angenehmen Stil und so herzergreifende, emotionale Szenen, dass es ein wahrer Genuss war, in dieses Buch abzutauchen. Für mich kein Highlight, aber ein wunderschöner Zeitvertreib und ein Beweis, dass ich noch vieles mehr von Ava Reed lesen muss - und zwar schnell. Ich kann euch dieses Buch hier sehr ans Herz legen um euch gerade jetzt im Herbst/Winter treiben zu lassen und wärmende Gedanken zu machen.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und möchte euch alle ermutigen, ebenfalls nach diesem Buch zu greifen. Ich kann hier natürlich nur für das Hörbuch sprechen, doch bin ich mir sicher, dass auch das Buch ein wunderschöner Zeitvertreib ist. Absolute Lese-Empfehlung; nicht jedes Buch mit ein Highlight sein, um richtig gut gewesen zu sein.

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(3.304)

5.822 Bibliotheken, 64 Leser, 12 Gruppen, 221 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, magie, zauberer

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.01.2005
ISBN 9783551354013
Genre: Jugendbuch

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(674)

1.094 Bibliotheken, 28 Leser, 0 Gruppen, 178 Rezensionen

paper prince, erin watt, liebe, royals, ella

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «


Diese Royals werden dich ruinieren ...

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

» MEINE MEINUNG «

Tja. Kaum war der erste Band verschlungen, schon war mir klar: ich muss SOFORT weiterlesen! Also bin ich losmarschiert und hab mir Paper Prince und Paper Palace zeitnah geholt und ersteres auch direkt gelesen. Ob Band 2 tatsächlich an den Vorgängerband heran kommt und ich meine Lobeshymne weiterführen kann, oder ob die große Ernüchterung kam, erfahrt ihr hier und jetzt in aller Ausführlichkeit:

Zu Beginn des Buches war ich ganz schön überrascht, denn das Buch beginnt, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, den wir lediglich aus Ella's Sicht kennen,  aus Reed's Sicht. Ella hat Hals über Kopf die Flucht ergriffen und ist verschwunden - Reed beginnt zusammen mit seinem Bruder Easton nach ihr zu suchen. Ich empfand es als äußerst angenehm und vor allem als sehr spannend, dass auch der Leser erst einmal keine Ahnung hat, wo Ella steckt und wie es ihr so ergeht. Das hat mich persönlich auf alle Fälle ordentlich mitgerissen und neugierig gemacht, wodurch aus einem kurzen Anlesen bereits über 150 Seiten wurden. Für mich ein klasse Einstieg, der mir richtig positiv im Gedächtnis geblieben ist; und das passiert definitiv bei sehr wenigen Büchern.

Die Charaktere gefielen mir nach wie vor außerordentlich gut. Ella blieb weiterhin eine recht durchschnittliche Persönlichkeit, die aber dennoch sehr sympathisch und authentisch auf mich wirkte. Was mich sehr gefreut hat war, dass wir durch Reed's Sicht dieser Figur näher kommen konnten. Endlich erfuhren wir auch mal, was ihm durch den Kopf geht und sein Verhalten, sowohl in diesem wie auch in vorherigen Band, wird nachvollziehbarer und verständlicher. Er war es auch, der meiner Meinung nach die größte Entwicklung durchmachte und obwohl er nach wie vor ein recht hitzköpfiger junger Mann blieb, bekam er doch auch einiges an Tiefgang von den Autorinnen verpasst, wodurch die harte Schale, die bereits in "Paper Princess" erste Risse bekam, weiterhin abbrökelte. Komplett verschwinden wird das Bad Boy Image bei ihm aber wahrscheinlich nicht; er wirkte nur an manchen Stellen deutlich weicher, was mich erreichte und ihn noch sympathischer werden ließ. Doch auch Easton und den Zwillingen wieder zu begegnen, zauberte mir ein Grinsen ins Gesicht. Mir war gar nicht bewusst, dass ich die 3 genau so ins Herz geschlossen und demnach vermisst hatte, wie die Protagonisten. Klar machen sie weiterhin ihre Fehler, aber genau das macht sie für mich auch aus. Callum, Brooke und alle weiteren Figuren waren ebenfalls wieder eine interessante Mischung, deren Begegnungen mir immer wieder Freude bereitete, auch wenn ich sie nicht alle gern hatte.

Zum Stil möchte ich, wie eigentlich immer bei Folgebänden, nicht mehr allzu viel sagen. Wie erwartet war das Buch wieder unfassbar schnell zu lesen, sehr leicht verständlich und sehr plastisch. Dennoch waren die Charaktere und Szenen wieder eingehend genug dargestellt, um sich alles gut vorstellen zu können bzw um sich problemlos hinein versetzen zu können. Die erotischen Szenen waren zwar etwas derber geschrieben (zumindest im Vergleich zu anderen New Adult Romanen), aber trotzdem auf den Punkt und durchaus prickelnd. Die Sprache passte wieder perfekt zur Story und auch wenn es hin und wieder etwas derber zu ging, hat mich das in keinster Weise gestört. Wie bereits erwähnt, switchen wir hier zwischen Reed's und Ella' Sicht, was mir super gefiel und mich sehr ansprach.

Die Fortsetzung war von der Idee her absolut perfekt in meinen Augen. Dadurch, dass wir eine geraume Zeit nicht erfahren, wie Ella hin gegangen ist kommt direkt eine gewisse Spannung auf und zusammen mit den Brüdern können wir als Leser nach ihr suchen. Auch der weitere Ablaufung war keineswegs langweilig, was ich anfangs doch irgendwie vermutet und befürchtet hatte. Aber es kamen immer wieder Wendungen und Plottwist mit denen ich so gar nicht gerechnet hätte und die einzelnen Aktionen unserer Figuren sorgen für eine Menge Spaß und für einige Grinser meinerseits. Es war einfach locker und leicht, und trotzdem emotional und actionreich und obwohl weiterhin Gewalt und Mobbing eine Rolle spielt, sehe ich auch hier keinen Anlass für großes Drama - erwartet ja keiner dass sich jemand ein Beispiel an den Figuren und dem Handeln und Co. nimmt. Das Ende ist mal wieder ein unfassbarer Schock, ein Cliffhanger wie er im Buche steht und er zwingt den Leser quasi, direkt nach Band 3 zu greifen! Ich hätte nie und nimmer mit dieser Wendung gerechnet und war einfach geplättet und total sprachlos. Dieses actionreiche Ende sorgte bei mir wirklich für Herzrasen und Schnappatmung und obwohl ich mich zwinge, doch etwas zu warten mit Band 3, ist dieses Vorhaben alles andere als einfach.

» FAZIT «

"Paper Prince: das Verlangen" von Erin Watt hat mich wieder einmal total mitgerissen und begeistert und mir einige tolle Lesestunden beschert. Es war mir ein Vergnügen wieder auf Ella und die Royals zu treffen und fand die Fortsetzung und die darin enthaltene Storyline super spannend, sehr erotisch und gut durchdacht. Eine Menge Witz und Charme gibt es ebenfalls inklusive. Das Ende war ein unfassbares Feuerwerk, das mir echt die Sprache verschlagen hat und mich regelrecht zwingt, sofort weiterzulesen. Eine würdige Fortsetzung und die Lobeshymne von Band 1 führe ich also bedingungslos weiter.

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe wieder volle 5 von 5 Sternen und möchte alle dazu animieren, diese Fortsetzung zu lesen! Spannung, Action und typische Teenie-Aktionen machen das Buch zu einem wahren Pageturner und ich freue mich unfassbar auf Band 3 dieser Tetralogie.

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(366)

636 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 195 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Scarlett lebt in der Obhut ihres gewalttätigen Vaters auf einer abgeschiedenen Insel. Sie sehnt sich danach, die Heimat zu verlassen und an dem legendären Spiel Caraval teilzunehmen, das die magische Erfüllung von Wünschen, Abenteuer und Freiheit verspricht. Als Scarlett vor ihrem Vater flieht und Caraval zum ersten Mal betritt, fühlt sie sich am Ziel ihrer Träume. Doch etwas Dunkles und Geheimnisvolles umgibt das verzauberte Spiel. Ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat, oder steckt etwas viel Gefährlicheres dahinter?

» MEINE MEINUNG «

Diese Geschichte stand längere Zeit auf meinem Wunschzettel, eigentlich schon seit dem Erscheinen, doch irgendwie kam es nie dazu, dass ich es gekauft habe. Letzten Endes habe ich es dann bei Audible entdeckt und die Chance genutzt und eins meiner Guthaben dafür genutzt. Ob ich meine Entscheidung bereue, oder ob ich genau so begeistert bin, wie viele viele viele andere Leser / Hörer, das erfahrt ihr hier und jetzt:

Der Einstieg ist recht wirr, wie ich finde. Alles beginnt mit den Briefen, die unsere Protagonistin an den Veranstalter von Caraval schreibt. Diese dienen quasi als Sprungbrett in die Geschichte, denn kaum haben wir alle 5 oder 6 Briefe gehört, kommt endlich die lang ersehnte Antwort und es geht richtig los mit der Story. Wir treffen relativ zügig auf viele beteiligten Personen, allen voran natürlich auf Scarlett, dann auch auf ihre Schwester, Julian und auf den Vater der beiden Mädchen. Das Tempo wird dann auch direkt etwas angezogen und es kommt bereits jetzt eine gewisse Actiion auf, worüber ich mich unheimlich gefreut hatte. Nichts desto trotz muss ich sagen, dass ich den Einstieg wirklich nicht leicht fand; ich musste geschlagene 4x anfangen, ehe mich mich bereit fühlte, für die weitere Geschichte. Ob das nun daran lag, dass ich das Buch gehört habe, oder ob es beim Lesen genau so gewesen wäre, kann ich im Nachhinein natürlich nicht sagen.

Die Charaktere waren auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Allesamt recht oberflächlich, konnte ich zu keinem von ihnen einen wirkliche Verbindung aufbauen oder jemanden ernsthaft ins Herz schließen. Scarlett, die Hauptfigur war mir irgendwie nicht wirklich sympathisch und ich konnte ihre Handlungen selten richtig nachvollziehen. Zum Teil wirkte sie extrem naiv, kindisch und wenn man die Lösung so klar vor Augen hat, es aber nicht kapiert, dann ist das schon fast dumm. Sie lief regelrecht mit Scheuklappen durch die Geschichte und obwohl sie oft erwachsen sein wollte, kam das einfach nur gezwungen rüber und schlug eher wieder ins Gegenteil um. Dann kamen immer wieder Situationen auf, in denen Scarlett einfach keine Entscheidungen treffen wollte. Dieses 'Soll ich? - Soll ich nicht? - Soll ich? - Soll ich nicht?' ging mir so auf den Keks und ich war so genervt, dass es mir über kurz oder lang dann egal war, wie sie sich entschied. Dazu kam dann letzten Endes noch dieses Pflichtgefühl, das meiner Meinung nach einfach überzogen wirkte - da gehe ich aber bewusst nicht darauf ein, da ich ansonsten spoilern würde. Kurz gesagt: Scarlett und ich wurden keine Freunde, auch nicht, als sie endlich mal verstand, was Sache ist, denn irgendwie hatte ich dann das Gefühl, dass sie bei mir längst verloren hatte. Ebenso verhielt es sich mit Donatella. Sie war eindeutig die aufgewecktere der beiden und während Scarlett immer alles x-mal abwog und überlegte, handelte Tella einfach. Das gefiel mir an ihr sehr gut, wenngleich auch sie irgendwie recht kindlich und naiv wirkte, kam es bei ihr einfach liebenswerter rüber. Letzten Endes spielt Tella aber eine wesentlich weniger tragende Rolle, als ich mir erhofft hatte, was mich dann auch nicht unbedingt positiver stimmte.  Die anderen Figuren waren auch alle nicht besonders tiefgründig, lediglich Julian schaffte es irgendwie, mein Interesse zu wecken, während die anderen alle eher langweilig wirkten. Schade drum, denn es gab den ein oder anderen, der riesiges Potential aufwies. Allein schon, dass es auch Todesfälle gab, die mich komplett kalt ließen, spricht wohl für sich. Der Sprecherin, Marie Bierstedt, ist mir in diesem Hörbuch das erste Mal begegnet und ich muss sagen, ich mag sie unheimlich gerne! Sie hat eine total angenehme Stimmfarbe und  spricht extrem deutlich, sodass ich die Geschwindigkeit getrost etwas höher stellen konnte. Ich konnte ihr super gut folgen und die verschiedenen Tonlagen bringen zusätzlich Spannung auf, was dem Buch eindeutig nicht geschadet hat. Die eher jung klingende Stimme passt prima zur Geschichte und verleiht ihr noch mehr Authensität. Ich persönlich werde mir definitiv noch mehr von der Hörbuch-Sprecherin ansehen und garantiert auch noch mehr hören.

Zu Stil werde ich bewusst wenig sagen, da ich beim Hörbuch nie wirklich sicher bin, ob es am Stil liegt oder an der Sprecherin. Also .. Stephanie Garber schreibt in recht kurzen, leicht verständlichen Sätzen, sodass man sehr schnell durch die Geschichte gleitet. Gleichzeitig schafft sie es aber auch mit Worten, richtige Bilder entstehen zu lassen, was mich positiv beeindruckte und doch irgendwie an das Buch fesselte. An manchen Stellen hatte ich jedoch auch das Gefühl, dass sich der Stil regelrecht überschlug und ich kam kurzzeitig einfach nicht mehr mit. Ich bin mir, wie gesagt, alles andere als sicher, ob es nun wirklich an der Autorin oder viel mehr an der allgemeinen Storyline liegt.
 
Der Grund-Gedanke des Buches ist nichts neues; wenn man sich einmal vor Augen führt, worum es geht, wird schnell klar, dass es bereits einige Geschichten auf dem Markt gibt, die in eine ähnliche Richtung gehen. Ein Geschwisterpaar, in diesem Falle zwei Schwestern leben in unzumutbaren Umständen, bekommen die Chance, sich durch ein Spiel einen Wunsch zu sichern und sich aus ihrem Albtraum-Leben raus zu wünschen. Erinnerte mich in gewisser Weise doch sehr an Die Tribute von Panem, oder an andere dystopisch angehauchte Bücher. Doch es wird auch ganz schnell klar, dass sich mehr hinter diesen ausgelutschten Idee verbirgt, als man anfangs annahm. Das Ganze geht mehr in die magische Welt, alles ist sehr düster und mysteriös und es gab sogar Todesfälle, womit ich so gar nicht gerechnet hätte. Es gab also doch recht interessante, spannende Plottwists, die ich bisher noch nicht in solch Grundideen vorgefunden hatte.

Die Umsetzung wardann aber wieder wenig zufriedenstellend. Ich fand, es kam einfach keine wirkliche Spannung auf. Klar, mein Interesse daran zu erfahren, wie alles endet, war schon da, aber es hätte mich nicht all meine Nerven gekostet, wenn mir das Buch jemand mitten drin weggenommen hätte. Einerseits lag das natürlich auch daran, dass ich mich mit Scarlett nicht anfreunden konnte, aber andererseits kam auch kein richtiges Tempo auf und lalles plätscherte so dahin. Das Worldbuilding war bewunderswert, keine Frage, aber es riss mich einfach nicht so mit, wie ich es mir erhofft hatte.
Auch der Schluss überzeugte mich nicht. Ich fand alles sehr schnell, fast gar gehetzt, als hätte die Autorin die Auflage bekommen, auf keinen Fall mehr als 400 Seiten zu schreiben. Auch dieses Wirrwarr (wer es gelesen hat, weiß was ich meine) war einfach unnötig und ich kam gen Ende, auch nach zweimaligem Hören nicht mehr richtig mit.

» FAZIT «

'Caraval: Es ist nur ein Spiel" von Stephanie Garber war keineswegs das Highlight, das ich erwartet hatte. Im Netz schwirren endlos viele Lobeshymnen zu der Geschichte herum, doch ich teile diese Meinung nicht. Eine Protagonistin, die nicht sympathisch ist, trifft hier auf eine tolle Idee mit viel Potential, das aber leider nicht ausgenutzt wurde, meiner Meinung nach. Zum krönenden Abschluss gibt es dann noch eine Auflösung, die ich nicht richtig verstehen konnte und der mir einfach zu abgehetzt rüber kam. Schade.

» 2.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 2.5 von 5 Sternen, immerhin fand ich Idee, Einflüsse, Stil und Sprecherin wirklich gut und obwohl mich die Geschichte an und für sich nicht 100% überzeugen konnte, bin ich doch sicher, dass sich einige andere Leser finden lassen, die dieses Buch abgöttisch lieben werden. Von mir jedoch leider keine Hör,- oder Leseempfehlung.

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419 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

liebe, rock my body, rockstars, rockstar, dee

Rock my Body

Jamie Shaw , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.04.2017
ISBN 9783734103551
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Er ist ein Rockstar und erobert alle Herzen – doch an ihr könnte er sich die Finger verbrennen

Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band The Last Ones To Know trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen. Aber in Joel hat sie ihr Gegenstück gefunden, denn auch er hat den Ruf, nichts anbrennen zu lassen. Zwischen ihnen sprühen sofort die Funken – in jeder Hinsicht, denn beide haben ihren ganz eigenen Kopf und klare Ansichten, was sie von festen Beziehungen halten. Und doch muss sich Dee bald eingestehen, dass sie mehr sein will, als nur Joels Affäre …

» MEINE MEINUNG «

Wer kennt es nicht? Man findet den ersten Band einer Reihe unglaublich gut und freut sich mega auf den Folgeband und dann erscheint er endlich und man verpasst es total? So erging es mir bei dieser Geschichte hier & ich war so geschockt, als jemand bei YT schon den dritten Band in die Kamera gehalten hat. Wie konnte das denn passieren?! Himmel, unglaublich! Also schnell angefragt, (btw: ich lese diese Reihe als eBook) zeitnah bekommen und sofort gelesen! Meine Meinung gibt es jetzt:

Der Einstieg hat mich zugegebenermaßen total überrumpelt. Alles beginnt mit einer sehr heißen Szene; also wirklich auch recht derb beschrieben und sehr, sehr eingehend und detailreich. Das war beim Vorgängerband eindeutig nicht der Fall, was mich anfangs echt überfallen hat. Allgemein hatte ich Band 1 nicht so wahnsinnig erotisch in Erinnerung; weswegen ich noch ein wenig verwirrter war. Doch kaum dass ich mich dran gewöhnt hatte, kam ich unheimlich gut voran. Auch die gewählte Kulisse in Form des Klubs, den wir ja schon kennen, hat direkt dafür gesorgt, wieder flüssig in die Geschichte rein zu kommen und sich an all das, was im ersten Band alles passiert und auch an alle Figuren wieder zu erinnern und gut mitzukommen, ohne lange Überlegungen anstellen zu müssen, wo was wann in "Rock my Heart" geschah. Ich empfehle auch ganz klar, die Reihenfolge dieser Bücher einzuhalten, denn obwohl immer wieder kurze Erklärungen auftauchen, ist der Lesespaß sicherlich größer, wenn man die Geschichte rund um Ro und Adam bereits kennt.

Zu den Figuren sage ich nun nicht mehr viel. Unsere Protagonisten sind uns bereits gut bekannt und die Charaktereigenschaften, die Joel und Dee in Band 1 hatten, übernehmen sie in Band 2 absolut nahtlos. Dee, unsere quirrlige beste Freundin, die keine Gelegenheit auslässt und ihr Leben in vollen Zügen genießt. Sympathisch, ausdrucksstark und charakterlich gefestigt - das waren die Stichpunkte, die mir als erstes durch den Kopf schossen, wenn es um Dee ging; doch in diesem Band lernen wir auch ihre verletzliche Seite kennen, die ihr erst so richtigen Tiefgang verlieh und sie erst authentisch machte. Dee hat mein herz im Sturm erobert und ihre Schlagfertigkeit brachte mich des Öfteren zum Grinsen. Ich muss gestehen, ich persönlich konnte nicht jede ihrer Handlungen immer nachvollziehen, und trotzdem verstand ich es; weil es einfach zu ihr und ihrem Charakter passte.

Joel war ein unheimlich interessanter Protagonist, mit einer Menge Geheimnissen und teils ziemlich geheimnisvoll. Es hat mir so großen Spaß gemacht, heraus zu finden, was sich hinter diesem Mann verbirgt; konnte kaum erwarten, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren und all seine Seiten in Form von Ecken und Kanten kennen zu lernen. Rein optisch entsprach er zwar nicht meinem Traummann-Ideal, doch ich konnte mich trotzdem problemlos in ihn verlieben. Auch er schaffte es immer wieder, mich zum Strahlen zu bringen, sei es mit frechen Sprüchen oder aber mit seinem charismatischen Auftreten. Joel wuchs mir mindestens genau so ans Herz wie Adam, wenn nicht gar sogar ein gutes Stück mehr.

Ansonsten treffen wir, wie gesagt, auf so gut wie alle bereits bekannten Figuren wie Rowan und Adam, Shawn, Mike, Cody, Leti, usw. Sie alle trugen eine ordentlich Portion dazu bei, sich zu fühlen, als würde man auf alte Freunde treffen. Doch auch die neuen Charaktere fand ich sehr ansprechend und interessant gestaltet und genau so in die Geschichte eingebaut, um zu ahnen, dass man noch einiges mehr über sie lesen wird.

Der Stil von Jamie Shaw hat sich in keinster Weise verändert. Das Buch liest sich so unglaublich schnell und locker, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie die Seiten dahin flogen. Leicht verständlich und trotzdem bildhaft und eingehend; exakt so würde ich den Schreibstil der Autorin bezeichnen. Ich hatte, wie schon in Band 1 stets ein klares Bild von den einzelnen Charakteren und Szenerien vor Augen und blieb trotzdem nicht an zu ausschweifenden Beschreibungen hängen. Lediglich bei den Sex-Szenen musste ich hin und wieder kurz durchatmen, da die, wie schon erwähnt, doch sehr detailliert dargestellt wurden; aber (!!) keineswegs schlecht! Im Gegenteil! Es war immer wieder sehr prickelnd und wer gern Erotik liest, wird sicher große Freude an diesem Buch finden. Geschrieben wurde übrigens abwechselnd aus Dee's und aus Joel's Sicht, was beide Charaktere noch näher an den Leser gebracht wurde und noch mehr Input rüber kam. Gefiel mir also unheimlich gut und ich hab rein gar nichts auszusetzen oder zu kritisieren.

Die Idee war natürlich altbekannt und vor allem altbewährt. Trotzdem war diese Rockstar-Basis bei Band 1 etwas völlig neues für mich und obwohl ich es jetzt bei Band 2 bereits kannte, war ich wieder positiv überrascht. Klar, ich  verbinde dieses Buch natürlich auch mit den tollen Eindrücken vom Vorgängerband, aber nichts desto trotz fand ich die Grund-Idee sehr schön ausgearbeitet und mit einigen sehr interessanten Einflüssen aufgepeppt. Überraschende Wendungen sowie unerwartete Plots machten die Geschichte einfach spannend und mitreißend. Auch die Storyline überzeugte mich rund herum und zeugte von einer Menge Talent und Kreativität von Seiten der Autorin. Geschrieben wurde das Ganze übrigens rein aus der Ich-Perspektive aus Dee's Sicht - besser hätte man es nicht wählen können, meiner Meinung nach.

Zur Umsetzung verliere ich daher nicht mehr viele Worte. Hier treffen emotionale Spannung, Action und überraschende Plottwists aufeinander und machen es zu einer Geschichte, die einen einfach nicht mehr loslässt und regelrecht mitreißt. Ich war von der ersten Seite an voll und ganz drin und fand die einzelnen Szenen und Abläufe absolut einleuchtend und nachvollziehbar, sodass  ich dem Geschehen gut folgen konnte und mich wirklich 'aufgenommen' fühlte, sowohl von der Story allgemein, wie auch von den Protagonisten. Einzig Manko an der gesamten Umsetzung: ich fand den Schluss etwas zu überstürzt. Da passierte mir die Auflösung zu schnell und zu übereilt abgehandelt. Das fand ich dann doch weniger glaubhaft, wenngleich es doch kein Beinbruch ist. Erwähnenswert empfand ich es dann doch.

» FAZIT «

"Rock my Body"  von Jamie Shaw war doch eine Winzigkeit schwächer als der Vorgänger, und doch ein wundervoller, emotionaler und spannender Zeitvertreib. Wer gern lockerleichte New Adult Romane verschlingt und kein Problem hat mit etwas derberer Erotik, der wird Rock my Body garantiert mögen und genau so schnell inhalieren, wie ich es getan habe. Ebenso treffen wir aber auch auf liebenswerte Figuren und eine tolle Storyline, die nicht nur Potential hat, sondern auch (fast) alle meine Anforderungen erfüllt hat und mich begeisterte.

» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 möglichen Sternen, einfach weil ich am Schluss doch etwas überfallen war von dem hektischen, eher weniger glaubhaften Schluss. Ansonsten eine rund herum gelungene Story und ich freue mich irrsinnig auf Band 3 dieser Quadrologie. ♥

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226 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gesa schwartz, herz aus nacht und scherben, venedig

Herz aus Nacht und Scherben

Gesa Schwartz
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.10.2016
ISBN 9783570164501
Genre: Jugendbuch

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

wales, druiden, geheimnis, constanze wilken, heilerin

Das Erbe von Carreg Cottage

Constanze Wilken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.02.2017
ISBN 9783442484768
Genre: Romane

Rezension:


» INHALT «

Die 35-jährige Lili Gray steht vor dem Nichts, als sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort schließen muss. Doch dann vermacht ihr ein Unbekannter ein altes Haus auf der Halbinsel Llyn in Nordwales. Die leicht verfallene Pilgerraststätte und der Garten an den Klippen ziehen Lili sofort in ihren Bann. Von dort blickt sie auf die Insel Bardsey, die eine unerklärliche Faszination auf sie ausübt. Aber Lilis Anwesenheit scheint jemanden zu stören, und die junge Frau ahnt nicht, wie sehr die Geschichte des Pilgerortes mit ihrer eigenen – und der des unbekannten Gönners verbunden ist ...

» MEINE MEINUNG «

Dieses Buch stand auf meiner Wunschliste extrem weit oben, und zwar ab genau dem Zeitpunkt, ab dem ich wusste, dass es erscheinen wird. Mir stand der Sinn total nach einer historischen Geschichte und dann noch in Kombination mit einem uralten Geheimnis, das es zu lüften gilt? Bingo - genau mein Ding! Ich hab dann bewusst noch etwas gewartet bis die Herbst-Stimmung dank bescheidenem Wetter perfekt war und hab mich direkt ins Geschehen gestürzt. An dieser Stelle nochmal größten Dank an den Goldmann-Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Nun kommen wir aber endlich zu meiner Meinung:

Am Anfang war ich ganz schön überrascht; das muss ich zugeben. Dass es historisch ist, war ja klar, doch dass ich dann auf das Jahr 618 treffe, war doch nicht zu erwarten. Es war auch mein erstes Buch, das so früh spielt, wodurch ich einige Zeit gebraucht habe um mich mit den damaligen Begebenheiten und vor allem den sehr eigenen Namen anzufreunden und da richtig durchzusteigen. Als ich dann aber an alles gewöhnt war, kam ich gut voran und konnte, zwar erst nach einigen Seiten, aber immerhin, auch mitfühlen und stieß auf sehr interessante Aspekte. Gerade dass die beiden Zeitebenen beide in den Einstieg integriert wurden, machte es mir etwas leichter. Kurz gesagt. Der Einstieg war also nicht ganz so simpel wie ich es aus meinen Jugendbüchern gewöhnt bin, aber da ich damit gerechnet hatte, ist es zu verschmerzen.
  
Den Charakteren stehe ich zwiegespalten gegenüber. Ich fand Meara, die Protagonistin von damals um so vieles echter und glaubhafter als Lili und auch viel interessanter und realistischer in Szene gesetzt. Meara war mir sehr sympathisch und ich habe mich stets gefreut, wenn die Kapitel wieder ihr gewidmet wurden. Ihr einfaches Leben und ihr außergewöhnlicher Beruf machten sie zu einer tollen Persönlichkeit und einer noch tolleren Buchfigur. Lili hingegen war mir zu distanziert und nicht immer ganz nachvollziehbar. Da spreche ich nämlich auf ihre Gefühlswelt an. Über 300 Seiten wird deutlich, dass sie für einen bestimmten Charakter schwärmt, dann aber plötzlich jegliche Empfindungen über Bord wirft und so ganz anders handelt, als man annehmen sollte. Für mich war aber nicht nur das ein Punkt, der mir nicht ganz einleuchten wollte, sondern auch die teilweise recht emotionslosen Reaktionen, die sie an den Tag legt. Ja, sie hatte durch ihre schwere, recht ausführlich dargestellte Vergangenheit allen Grund für Skepsis, aber für mich reichte das als Erklärung nicht aus. Wo andere (ich zum Beispiel) vor Angst gestorben wären, zuckt sie nur mit den Schultern - so als Beispiel. Ich kann und will da nicht näher eingehen, aber es fiel mir einfach schwer, sie wirklich lieb zu gewinnen. Klar, auch sie sammelte einige Sympathie-Punkte, gerade wie unglaublich liebevoll sie mit ihrem Hund Fizz umging,oder wie herzlich sie gegenüber Sarah war. Das zeugte schon davon, dass sie ihr Herz am rechten Fleck trug, aber es reichte einfach nicht aus, um mich für sich zu gewinnen. Nichts desto trotz durchlebte ich die Geschichte doch gern mit ihr, wenngleich mir, wie schon erwähnt, Meara die bessere Freundin wurde.
Die Nebenfiguren dagegen fand ich wieder toll. Wir treffen hier auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten; von der gläubigen Großmutter bishin zur quirligen Studentin ist wirklich alles vertreten und es macht einfach Spaß, ihnen allen immer mal wieder über den Weg zu laufen und ihren Dialogen zu folgen. 

Constanze Wilken war mir natürlich von Anfang an ein Begriff. Nach einigen großen Lobeshymnen bei Youtube und auf anderen Blogs war ich tierisch neugierig, ob diese Autorin mich genau so begeistern kann, wie viele andere. Jetzt kann ich sagen: ja, sie kann! Ihr Stil ist sehr bildhaft und detailliert, ohne dabei langweilig zu werden. Ich hatte während all den 480 Seiten ein klares Bild vor meinem inneren Auge und konnte mir auch die damaligen Dörfer, Häuser und Landschaften sehr gut vorstellen. Die gewählte Sprache passte unglaublich gut zur damaligen Zeit und wirkte glaubwürdig und echt. Doch auch die heutige Zeitebene gefiel mir sowohl sprachlich wie auch stiltechnisch sehr gelungen. Ich bin auf jeden Fall überzeugt davon, noch mehr von ihr zu lesen!

Die Grund-Idee besteht durch die beiden Zeitebenen aus zwei Strängen, die später, gen Ende hin dann immer mehr miteinander verwoben werden und schließlich zusammenlaufen. Natürlich gibt es immer mal wieder kleine Nebenflüsse, die später dann natürlich auch zur Auflösung beitragen. Einmal erfahren wir eine Menge über die Begebenheiten aus der Zeit rund um den Glaubenskrieg aus der Zeit rund um 618. Ich bin ja immer offen für solche Geschichten, zumal sie meist eine Menge Spannung und vor allem auch Brutalität mitbringen; so auch hier. Letzteres hält sich zwar in Grenzen, doch ganz ohne geht es auch hier nicht. Die gesamte Geschichte rund um Meara fand ich einfach sehr einfallsreich und zeugt von ordentlich Recherche. Auch dass eine völlig normale, unbeteiligte Person die Hauptrolle spielt, fand ich gut gewählt, denn fiebert man mit den Unschuldigen grundsätzlich mehr mit, wenn sie in solch Kriege hinein gezogen werden, obwohl sie nichts damit zu tun haben - zumindest ergeht es mir so.
Die heutige Zeitebene mit Lili fand ich dagegen irgendwie nicht besonders spannend. Ich hatte eher das Gefühl, die Geschichte rund um die Erbin von Carreg Cottage käme vom Inhalt her keineswegs an die Ausschweifungen der anderen Zeitebene dran und müsse sich deswegen immer mal wieder im Kreis drehen um gleichauf zu bleiben. Es passiert 2-3x sogar ziemlich genau das selbe und dass Lili darauf beide Male so gleichgültig reagierte, machte die Sache nicht besser. Auch die einzelnen Hinweise, die sie immer mal wieder findet, ermutigten mich nicht, Rückschlüsse zu ziehen, weil sie einfach so nichtssagend blieben und ich nie auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, was dahinter steckt. Klar, das große Ganze wurde auch mir schnell klar, aber es gibt ja noch mehr Hintergründe, die mir persönlich nicht genug angedeutet waren. Nichts desto trotz fand ich aber Lili's Bemühungen, mehr über dieses Erbe herauszufinden, gut gewählt und durchaus sinnig. Alles in allem muss ich letztlich dann aber sagen, dass für mich die Auflösung auch nicht das war, was ich mir erhofft hatte. Dieser riesige Wow-Effekt blieb aus und selbst der "Aha-Moment" war mir zu kurz und zu wenig und von zu weit hergeholt.

» FAZIT «

"Das Erbe von Carreg Cottage" von Constanze Wilken bescherte mir nur teils das Lesevergnügen, das ich mir erhofft hatte. Es gab einige sehr spannende Momente, es gab eine wundervolle, liebenswerte Protagonistin und es gab interessante und rasante Passagen. Gleichzeitig traf ich aber auch auf eher ruhige, fast langweilige Momente, auf eine Protagonistin, zu der ich keinen Zugang fand und auf eine Auflösung, die mir nicht so zusagte. Dafür war aber der Stil von der Autorin große Klasse, genau so wie die Recherche-Arbeit und die Kreativität, die dahinter steckt - denn egal wie unzufrieden ich auch mit dem Ende war, die eingefädelten Plots waren wahnsinnig gut durchdacht und durchaus spannend verpackt.

» 3 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe liebgemeinte 3 von 5 Sternen und möchte trotz meiner Kritik eine Lese-Empfehlung aussprechen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass dieses Buch durchaus was für die Neulinge im historischen Bereich sein könnte. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich der Autorin noch eine Chance geben möchte und ganz am Rande: 3 Sterne sind über dem Durchschnitt und sind keinesfalls eine schlechte Bewertung.

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159 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

thriller, gedächtnisverlust, entführung, janet clark, london

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

» INHALT «

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.

» MEINE MEINUNG «

Man - wir haben inzwischen Juli - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.. Juli! Dabei habe ich dieses Buch bereits Anfang des Jahres zugeschickt bekommen um es zu rezensieren; leider kam ich bis jetzt nicht dazu, bzw. hatte durch die Leseflaute nicht den Willen, ein Buch zu lesen und es dann unfairerweise schlecht zu bewerten, nur weil ich selbst keine Lust darauf habe. Ich hoffe, der Heyne-Verlag kann es mir nachsehen. Jedenfalls hatte ich jetzt dafür umso mehr Lust und weiß ja, dass Janet Clark mich im Normalfall nicht enttäuscht. Ob das auch bei Black Memory der Fall war, erfahrt ihr jetzt:

Der Sprung in die Geschichte war wie ein Sprung ins kalte Wasser, wortwörtlich. Alles beginnt damit, wie unsere Portagonistin Clare mutterseelenallein auf einem Boot mitten im Ozean erwacht. Allein die Erinnerung an diese Einstiegs-Szene jagt mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper und schreit ja nur so nach Potential! Ich war so unfassbar gespannt, was wohl noch alles passieren wird auf den ersten Seiten, dass aus dem kurzen Anlesen direkt mal 128 Seiten wurden und das alleine, spricht ja schon für sich. Ein rundherum gelungener Einstieg, der einfach unfassbar Lust auf mehr macht. 
 
Wir treffen dabei schon in der ersten Zeile auf unsere Haupfigur Clare Brent - eine Ärztin, die die Welt nicht mehr versteht. Durch ihre Amnesie ist sie natürlich ein gewisser Ausnahmefall, was Buch-Charaktere betrifft, schließlich muss sie erst einmal wieder zu sich selbst finden, ehe sie als charakterstark und gefestigt gelten kann; trotzdem war sie mir von der ersten Sekunde an sehr sympathisch und wirkte absolut glaubhaft und realistisch. Anfangs hatte ich noch die Befürchtung, dass das fehlende Gedächtnis dazu führt, dass alles viel zu schnell geht und sich Clare sehr strange benimmt, nicht nachvollziehbar handelt und die Flashbacks eventuell in den unpassendsten Momenten auftreten - aber das war gar nicht der Fall. Janet Clark hat mit dieser Frau eine tolle Protagonistin geschaffen, die sich total logische Gedanken macht, an den richtigen Stellen Schlussfolgerungen zieht überlegt und durchdacht handelt. Für mich war Clare eine riesige Ausnahme und ist mir mehr ans Herz gewachsen, als viele andere Charaktere aus anderen Büchern. Doch auch Nebenfiguren konnten mich von sich überzeugen; jeder auf seine Art und Weise. So war da beispielsweise Bonnie, das kleine Mädchen, das mein Herz im Sturm erobern konnte; oder all die anderen, denn schließlich wusste man nie so ganz genau, woran man bei dem jeweilig einzelnen war und in welcher Beziehung sie zu Clare standen, bevor sie die Erinnerung verlor. Großes Kino und sehr beeindruckend.  
Diesen Abschnitt könnte ich auch getrost unter den Tisch fallen lassen und euch einfach auf die anderen Rezensionen zu Janet's Bücher verweisen; doch der Vollständigkeit halber: der Stil war wieder einmal toll und hat mich genau so begeistert, wie in all den vorherigen Bücher von ihr. Detailreichtum und bildhafte Beschreibungen harmonieren hier nahezu perfekt und zauberten mir ein so klares, greifbares Bild vor Augen, dass ich mittendrin fühlte. Außerdem schreibt die Autorin in vielen, unterschiedlichen Tempi, sodass man als Leser auch mal Zeit bekommt, um neu Atem zu holen. Diese eher ruhigen Passagen sind aber keineswegs langweilig, sondern äußerst informativ und wichtig für den Storyverlauf. Geschrieben ist das Ganze übrigens aus der Sicht von Clare, was mir sehr gut gefallen hat; denn ihre Ratlosigkeit und ihr Rätseln, wem sie vertrauen kann und wem nicht, übertrug sich prompt auf mich.


Nun kommen wir zu dem Abschnitt, auf den ich mich bei dieser Rezension am meisten gefreut habe: die Idee! Ich bin immer wieder erstaunt, was für unglaubliche Einfälle manch Autoren doch haben, um so eine Geschichte zu erfinden und gleichzeitig auch noch glaubhaft wirken zu lassen. Janet Clark ist in dieser imaginären Liste definitiv der Spitzenreiter, denn auch bei "Black Memory" hat sie mich wieder restlos aus den Socken gehauen. Diese ganze Gund-Thematik, mit der Gabe von Bonnie, mit den ausschweifenden Erklärungen, die allesamt auf eine immense Recherche-Arbeit hinweisen, war einfach dermaßen interessant, dass ich jede Silbe davon regelrecht inhaliert habe. Das Thema mit der Hirnforschung, mit der These, dass Erinnerungen eben nicht nur im Gehirn, sondern auch in den einzelnen Zellen abgespeichert werden - wie zum Teufel kommt man darauf, so etwas in ein Buch zu packen und dann auch noch interessant werden zu lassen? Auch die Amnesie, die ja, wie der Klappentext bereits aussagt, nicht die gesamten Erinnerungen betrifft, sondern nur Teile, hat toll gepasst und jede Menge Spannung mit sich gebracht. Und, und das ist beinah der wichtige Punkt: diese ausgeklügelten Irreführungen, die am Ende trotzdem einen Sinn ergeben, zu einer großen Aufklärungen führen. Ich kann mir in keinster weise vorstellen, wie viel Talent, Überlegungen und Konzentration es bedarf, um bei der Auflösung keine Frage offen zu lassen und das alles schlüssig und für einen Laien verständlich zu machen.
 

Und da meine Lobeshymne auch an dieser Stelle nicht abreißt, möchte ich mich bewusst kurz halten: die Umsetzung war genau so großartig wie Charaktere, Stil und Idee. Es war von der ersten Seite an so mitreißend und spannend, war auch im Mittelteil weder zäh noch langweilig und der Schluss einfach nur ein regelrechtes Feuerwerk, mit einer Auflösung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Immer wieder auftretende Überraschungsmomente und Wendungen, die den Leser radikal verwirren sollen und das auch problemlos schaffen. Wenn ich tatsächlich etwas kritisieren müsste (und ja, das wäre Meckern auf sehr hohem Niveau), wäre es wohl ein bestimmtes Kapitel, das ich dann doch ein wenig sehr fachlich fand und dem ich nicht so recht folgen konnte. Aber wie gesagt, über diese 3 Seiten kann ich hinwegsehen, wenn die restlichen 380 Seiten das hergeben, was ich in dieser ewig langen Rezension beschrieben habe.


» FAZIT «

"Black Memory" von Janet Clark hat mich mal wieder abgeholt, begeistert, mitfiebern und miträtseln lassen. Ein Thriller, genau so wie ich ihn mir gewünscht habe, ganz ohne Schwächen. Wer wert auf Verwirrung legt, die Polizei eher nebensächlich findet und gegen eine gute Portion Action und Tempo nichts einzuwenden hat; der wird diese Geschichte mit absoluter Sicherheit lieben; man muss sich jedoch auch auf diese fachlichen Aspekte einlassen können und bereit sein, neues dazu zu lernen, um dem Storyverlauf folgen zu können. - Für mich war es kein Problem.
 

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, und weiß an dieser Stelle absolut nicht, was ich denn noch schreiben sollte. Wenn ihr Thrillern mögt, lest es - es ist zurecht ein Highlight für mich.

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350 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 153 Rezensionen

pferde, polo, liebe, nacho figueras, florida

Die Wellington-Saga - Versuchung

Nacho Figueras , Jessica Whitman , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734103728
Genre: Liebesromane

Rezension:

» INHALT «

Glamouröse Partys, edle Pferde und heiße Nächte unterm Sternenhimmel – hier liegt der Schlüssel zum Glück ...
Champagner und Jetset interessieren die junge und kluge Tierärztin Georgia nicht. Daher stimmt sie wenig begeistert zu, ihren besten Freund zu einem der glamourösen Reitturniere in Wellington, Florida, zu begleiten. Ausgerechnet Alejandro, der unglaublich attraktive älteste Sohn des mächtigen Del Campo Clans, wirft dort ein Auge auf sie und zieht sie wie ein Sturm in eine Welt, in die Georgia so gar nicht zu passen scheint. Doch er ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert ...

» MEINE MEINUNG «

Diese Geschichte ist mir lediglich durch eine Empfehlung via eMail aufgefallen; ich hatte diese Neuerscheinung tatsächlich gar nicht auf dem Schirm und war umso überraschter, dass sich der Klappentext so extrem gut und ganz nach meinem Geschmack anhört. Also habe ich prompt zugeschlagen, das Buch angefordert und es sogar bekommen; worüber ich mich sehr gefreut habe - vielen lieben Dank noch einmal an den Blanvalet-Verlag ♥ Es lag dann auch gar nicht lange hier, bevor ich es mir geschnappt und im herrlichsten Sonnenschein auf dem Balkon verschlungen habe. Doch war es wirklich so gut, wie ich es mir erhofft hatte? Das und vieles mehr erfahrt ihr jetzt:

Alles beginnt zu einem sehr geschickt gewählten Zeitpunkt; nämlich direkt mitten im Leben und im Alltag unserer Protagonistin Georgia. Das hatte den klaren Vorteil, dass ich sie als völlig normalen, bodenständigen Menschen kennen lernte und dann erst, mit ihr gemeinsam, in dieses luxuriöses Leben des Del Campo Clans hinein geworfen wurde. Ich liebe solch "ruhige" Einstiege, bin ein großer Fan davon, und was mich ebenfalls positiv stimmte war der Perspektiv-Wechsel, der schon sehr früh begonnen wird. Wir lernen nämlich nicht nur Georgia kennen, sondern auch Alejandro, der einen so unglaublich anderen Lebensstil pflegt als Georgia. Dieser Kontrast wird noch viel deutlicher, eben weil sie sich nicht kennen, weil sie an zwei völlig unterschiedlichen Orten leben. Ein großartiger Einstieg, der mich voll und ganz von sich überzeugte und meine Leselust und meine Neugier nochmal ordentlich antrieb.

Georgia ist eine unheimlich sympathische und vor allen Dingen glaubhafte Persönlichkeit. Sie wurde so bodenständig dargestellt, so authentisch, dass ich manchmal das Gefühl hatte, sie würde mich bei der Hand nehmen und durch die Geschichte führen. Sie verkörperte einfach alles, was ich mir von einer guten Protagonistin wünsche und ich hab sie schon während des Einstieg tief ins Herz geschlossen, sodass ich problemlos mit ihr mitfiebern, mitfühlen und mitleiden konnte. Bis zum Ende hin konnte ich so gut wie all ihre Entscheidungen und Gedankengäng voll und ganz nachvollziehen und habe rein gar nichts, wirklich nichts auszusetzen.
Alejandro hingegen war nicht ganz mein Fall, zumindest was das Optische anbelangt - aber das schiebe ich eindeutig auf meinen persönlichen Geschmack. Ich fand ihn einfach nicht wirklich attraktiv dargestellt, eher wie ein schmieriger, reicher Macho; doch gleichzeitig überzeugte er mich charakterlich wieder total. Denn obwohl manches total auf reichen Snob hindeutete, trug er sein Herz definitiv am rechten Fleck und ist sicher ein wunderbarer Wegbegleiter im echten Leben - denn genau dem scheint Alejandro entsprungen: dem Reallife. Auch er war sehr authentisch und glaubwürdig, sehr realistisch und eingehend beschrieben. Und auch meine Sympathie zu ihm wuchs mit jeder Seite. Ich bin froh, dass wir noch zueinander gefunden haben und ich ihn wirklich mochte am Schluss; das hätte dem Buch auch wesentlich schlechter bekommen können, wäre das nicht der Fall gewesen.
Alle anderen Figuren gefielen mir größtenteils ebenfalls gut.. Es gab einige, die ich einfach nicht ausstehen konnte; aber damit erfüllten sie auch voll und ganz ihren Zweck. Andere wiederum sind selbst jetzt noch immer präsent in meinen Gedächtnis - so zum Beispiel Valentina ♥

Der Stil war irgendwie anders - und auch wenn es jetzt blöd klingt in einer Rezension: ich kann nicht sagen, was den Stil so vom Rest abgehoben hat. Einerseits hatte ich doch das Gefühl, dass man manchmal gespürt hat, dass sich ein männlicher Autor hinter dem Buch verbirgt, gleichzeitig fand ich die emotionalen Passagen und die "heißen" (Erklärung, warum in Anführungszeichen, folgt im nächsten Abschnitt) Szenen wieder sehr eingehend und gefühlvoll dargestellt; was wiederum für eine Frau spricht. (womit ich jetzt nicht sagen will, dass Männer das nicht schreiben können). Jedenfalls habe ich einige Zeilen gebraucht, bis ich einen richtigen Lesefluss hatte, doch kaum war die Hürde überwunden, konnte ich mich stiltechnisch total fallen lassen. Die Beschreibungen waren sehr detaillreich, sehr bildhaft und somit zauberten sie ein klares Bild vor mein inneres Auge. Und die Tatsache, dass die Kapitel jeweils zwischen Alejandro's und Georgia's Sicht wechselten, spielten meinem positiven Eindruck zum Stil und zur Aufmachung nur noch mehr in die Karten.

Die Idee sowie der Story-Ablauf hätte ich absolut großartig gefunden, wenn denn der Klappentext nicht ganz anderes versprochen hätte. Dieses Buch war ein herrlich erfrischendes, klischeehaftes Drama vor einem tollen Setting. Das Leben der Schönen und Reichen wurde sehr authentisch dargestellt; ja genau so wie ich es mir immer vorstelle. Die Geschichte rund um Georgia und Alejandro war total schön in Szene gesetzt; nicht zu aufgesetzt, aber die Unterschiede der beiden Umfelder waren regelrecht greifbar und es war ein regelrechter Genuss, zu sehen, wie sie sich jeweils in das andere eingliederten und dabei nicht nur auf eine Hürde stießen, sondern gleich auf mehrere. Man spürte in jeder Zeile, wie sehr der Autor das Polospielen liebt und dass meine absoluten Lieblingstiere hier die Hauptrolle spielen, erfreute mich natürlich umso mehr. Laut Klappentext hätte ich aber eindeutig mehr Erotik erwartet. Schon allein der Satz "Doch Alejandro ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert" sagt doch aus, dass es hier heiß hergehen wird und auch etwas derber werden könnte - nichts da. Ich habe dieses "heiß" oben ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt, weil ich einfach schon so viel anderes gelesen habe, was mich im Erotikbereich mehr begeistern konnte. In gewisser Weise war es einfach schmalzig und wenn es denn mal zu einer Sex-Szene kam, was nicht besonders oft der Fall war, war es eher ruhig, beinahe Blümchen-mäßig. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit ausdrücken will. Ansonsten waren die Twists gut gesetzt und gut durchdacht, gut in Szene gesetzt. Sie brachten Spannung in die Storyline, wenngleich manches auch wieder etwas vorhersehbar war; was ja aber nicht zwingend immer schlecht sein muss; ich fieberte jedenfalls trotzdem ordentlich mit.

Da ich beim letzten Abschnitt auch schon auf die Umsetzung eingegangen bin, wird dieser hier etwas kürzer. Ich denke, jedem sollte klar sein, dass man gerade im Bereich der Liebesgeschichten, New,- oder Young Adult und allem, was in diese Genre fällt, nicht mit temporeicher Spannung rechnen sollte. So war es hier natürlich auch; doch das schöne an diesen Büchern sind einfach die Emotionen, die bei passenden Charakteren auf den Leser übertragen werden; und dank Georgia war mir das hier problemlos möglich. So fieberte ich, wie gesagt, wirklich mit und fühlte mich mitgerissen und gefesselt. Das Ende bot sogar dann noch ein kleines Highlight, das sich durchaus als temporeich und actiongeladen beschreiben lässt.

» FAZIT «

Dieser erste Band der Wellington-Saga konnte mich leider nicht komplett von sich überzeugen, was aber schlicht und ergreifend an meiner Erwartungshaltung lag. Hätte ich von vorn herein gewusst, dass ich mich mehr auf ein Drama bzw. eine komplizierte Liebesgeschichte einlasse, würde meine Bewertung sicher ein wenig anders ausfallen. Jedenfalls traf ich trotz allem auf sehr liebenswerte Figuren, eine traumhafte Kulisse, jede Menge Infos rund um meine liebsten Tiere und auf einen tollen Schluss, der noch jede Menge Potential für Band 2 bietet; den ich übrigens unbedingt lesen muss.

» 3.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 3.5 von 5 möglichen Sternen und freue mich bereits jetzt sehr auf Band 2 dieser Trilogie. :) Lest es ruhig, geht aber bitte mit anderen Erwartungen dran, als ich - das wird euch einiges erleichtern.

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161 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

m. leighton, m.leighton, liebe, heyne, all the pretty lies

All The Pretty Lies - Erkenne mich

M. Leighton , Ursula C. Sturm , Julia Flynn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453419254
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?

» MEINE MEINUNG «

Tja.. wer kennt es nicht? Da muss man ein Buch SOFORT nach Erscheinen unbedingt haben und dann liegt es viel zu lange auf dem SuB. Genau so erging es mir mit diesem wunderschönen Buch. Jetzt endlich habe ich richtig große Lust auf die Geschichte gehabt und mich in die Geschichte gestürzt. Jetzt ist natürlich die Frage, ob ich mir die Zeit auch hätte sparen können, oder ob ich es bereue, es so lange unbeachtet im Regal hab stehen lassen?  Die Antwort darauf bekommt ihr jetzt; genau so wie meine restliche Meinung:

Der Einstieg war schon mal ganz YA-typisch; nämlich kinderleicht. Ich fühlte mich direkt wohl an Sloane's Seite; kam gut voran und war direkt gefesselt und fasziniert - klar; diese ganze Tattooszene ist mir ja nicht fremd und ich gestehe auch, dass ich sofort wieder Lust hatte, ein neues Bildchen unter die Haut machen zu lassen; aber darum soll es ja garnicht gehen; sondern um die Geschichte. Jedenfalls beginnt alles genau in dem Moment, in dem Sloane und ihre beste Freundin die Tür zu einem Tattoo-Studio öffnen. Ein gut gewählter Zeitpunkt, um in die Geschichte einzusteigen - und ein interessanter noch dazu.
 
Die Figuren waren allesamt sehr liebenswert, wenngleich die Protagonistin Sloane in sich ein wenig widersprüchlich wirkte. Einerseits wurde immer wieder betont, wie unerfahren sie ist, wie brav und dies und das, im selben Moment noch bringt sie dann Aktionen, die sehr lasziv wirken und sedhr gekonnt rüber kamen - gegenteilig eben. Aber ansonsten mochte ich die 21-jährige wirklich gerne, fand sie glaubhaft und sehr authentisch. Ihre Entscheidungen und Gedankengänge leuchteten mit größtenteils ein und ihre Emotionen waren wirklich greifbar. Genau so war ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte deutlich zu sehen und dennoch nicht zu übertrieben. Für mich eine wunderbare Persönlichkeit, die zwar etwas widersprüchlich zu ihrer Beschreibung stand, aber mir so, als kesse, erwachsene Frau deutlich lieber war. Hemi war einfach das Highlight schlecht hin. Schon im ersten Moment, als ich ihm begegnen durfte, hat er mich voll und ganz für sich gewonnen; schließlich vereint er optisch wie auch charakterlich sämtliche Züge, die mich begeistern: attraktiv, muskulös, tätowiert, geiler Job, geheimnisvoll, harte Schale, Bad Boy .. einfach alles. Ich gehe bewusst nicht auf seine weiteren Vorzüge ein, doch wer Hemi bzw dieses Buch kennt, wird wissen, was ich meine. Er war durchweg sympathisch, seine Überlegungen gut platziert und schön bad-ass-mäßig, aber eben auf einer niveauvollen (so weit das möglich war) Ebene. In jeder Hinsicht ein toller Kerl, der wirklich gut ins Geschehen gepasst hat. Aber auch die Nebenfiguren fand ich sehr gut ausgearbeitet, erstaunlich detailliert an manch einer Stelle und jeder mit einer gewissen Grundlage bezüglich der Vergangenheit ausgestattet. So hatte ich das Gefühl, dass jeder auf seine eigene Art und Weise richtig menschlich wirkte und ich entweder einen guten, oder aber einen eher negativen Draht aufbauen konnte.  
Zum Stil von M.Leighton brauche ich wohl nach meiner Lobeshymne bei ihrem anderen Werk nicht mehr viel zu sagen. Die Autorin schreibt sehr eingehend, sehr plastisch und die erotischen Szenen fand ich alle niveauvoll in Worte gefasst. Auch bei "All the pretty Lies" kam ich unheimlich gut voran, flog regelrecht durch die Seiten und kam trotzdem gut zurecht. Beschreibungen an den richtigen Stellen, nicht zu platt und nicht zu ausschweifend, ließen Kulisse, Figuren wie auch Geschehnisse lebendig werden und überzeugten mich absolut von sich - ohne jeglichen Kritikpunkt. Außerdem ist das Buch in relativ kurze, knackige Kapitel unterteilt, die mehr oder weniger regelmäßig zwischen Hemi`s und Sloane's Sicht wechselten. So erhielt ich als Leser einen Einblick in beide Gefühls,- und Gedankenwelten.

Die Grund-Idee sowie die Storyline waren sehr New/Young-Adult-mäßig und wohl bekannt. Braves Mädchen aus gutem Hause verliebt sich in den absoluten Bad Boy, der innerlich total zerstört ist; kennt man so schon in jeglicher Ausführung. Was, für mich, neu war, war diese Einbringung von Tattoo-Studio - das hat mich einfach nochmal auf eine ganz andere Art und Weise ergriffen und mitgerissen und für Begeistertung gestorgt. Dennoch war es meiner Meinung nach ein wenig klischeehaft und ein wenig zu ausgelutscht. Die Twists sind zwar sehr gut gesetzt und bringen Spannung und überraschende Momente mit in den Hauptplot, wirkten aber irgendwie zu gewollt, beinah erzwungen. Gerade eine Szene fand ich dann doch sehr vorhersehbar und irgendwie nicht ganz rund für den Ablauf der Geschichte. Ansonsten legt Michelle Leighton hier den Fokus ganz klar auf liebenswerte und attraktive Figuren sowie auf Emotionen; was ihr auch deutlich besser glückte, als ein wenig Thrill in dieses Buch zu packen.
 
Zur Umsetzung gibt es daher nicht mehr großartig viel zu sagen. Mich hat es auf dieser Gefühlsebene vollkommen gepackt und ich war von der ersten Seite an sehr an das Buch gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es mit den beiden Protagonisten weitergeht. Spannungstechnisch darf man ja gerade bei New/Young Adult nicht zu viel erwarten und auch wenn Autoren immer wieder versuchen ein wenig Krimi oder gar Thrill in das Buch zu packen, so geht das oftmals schief; wie auch hier. Dieses Element ist dann, gerade für diejenigen, die auch richtige Thriller und Krimis lesen, sehr vorhersehbar und ruiniert den emotionalen Faktor im Buch; zumindest hatte ich das Gefühl. So hab ich dieses ganze Thrill-Zeugs einfach überlesen, weitestgehend ignoriert und mich voll und ganz auf Sloane und Hemi konzentriert - so konnte ich deutlich besser mitfiebern. Das Ende hat mich dann auch noch einmal richtig atemlos gemacht und war ganz Highlight; wie ich es mir wünsche.

» FAZIT «

All the pretty Lies" weiß wieder, wie man den Leser richtig mitfühlen und mitleiden lassen kann. Wundervolle Charaktere, ein äußerst angenehmer Stil, niveauvolle, prickelnde Erotikszenen und eine tolle Kulisse können über gewisse Schwächen bezüglich der Neuartigkeit einigermaßen hinwegsehen lassen; wenn auch nicht ganz. Wer sich im Thriller,- und Krimibereich bereits auskennt, wird einiges vorhersehbar finden, die emotionale Ebene aber sicher gerne lesen - für alle Neueinsteiger aber sicherlich das absolute Highlight, da es trotz allem toll insziniert und gut ausgeklügelt ist.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen, weil mir für ein Highlight doch noch einiges gefehlt hat, mich aber alles in allem doch sehr gut unterhalten konnte und für schöne Lesestunden gesorgt hat.

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256 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Die 16-jährige Cora erwacht mitten in einer Wüste. Sie wurde offensichtlich entführt! Aber von wem? Und wo um Himmels willen ist sie gelandet? Denn an die Wüste grenzen eine arktische Tundra und das Meer, dahinter liegt eine filmkulissenartige Stadt. Fünf weitere Jugendliche irren durch die merkwürdige und, wie sich bald zeigt, sehr gefährliche Szenerie. Und dann tritt Cassian auf: ein unglaublich schöner junger Mann, der sich als ihr Wächter vorstellt. Ihr Wächter in einem Zoo, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt. Eine Flucht scheint unmöglich zu sein. Bis sich zwischen Cora und Cassian eine verbotene Anziehung entwickelt. Doch kann Cora ihm genug vertrauen, um zu fliehen?

» MEINE MEINUNG «

Ich weiß nicht genau, ob dieses Buch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt nur an mir vorbei ging, oder ob es allgemein nicht diesen Hype erfahren hat, wie viele andere Jugendbücher und Dystopien. Doch dann kam die liebe ExlibrisLisa (wer auch sonst? ist ja nicht so als würde sie mich beinah wöchentlich mit irgendwas anfixen :D ) um die Ecke und hat mich so unglaublich neugierig gemacht, dass ich mir "The Cage" sofort bestellen musste. Es lag dann auch gar nicht lange auf meinem SuB, ehe ich mich in die Seiten gestürzt habe. Ob Lisa recht hatte, oder ob es nicht ganz so mein Fall war, das erfahrt ihr wie immer; jetzt!

Der Einstieg war schon mal sehr angenehm - der Leser bekommt direkt ein wenig Zeit um sich an Cora zu gewöhnen und lernt dann zusammen mit ihr die anderen Figuren kennen; ebenso wie die ganzen Umstände. Ich bin ein großer Fan davon, wenn die Geschichte wirklich erst beginnt, wenn auch das Buch startet, und man als Leser genau so ratlos ist, wie die Protagonisten; das war hier nämlich der Fall. Man bekommt die Möglichkeit, die Kulisse, die verschiedenen Fakten und alles was zu einer guten Geschichte gehört, zusammen mit Cora aufzudecken und zu verstehen. Es war also ein Einstieg, ganz nach meinem Geschmack und rund herum absolut gelungen.
 
Die Charaktere waren allesamt okay. Unsere Hautfigur Cora war für mich persönlich kein wirkliches Highlight; irgendwie sehr normal, an manchen Stellen nicht ganz glaubwürdig und ihr Tunnelblick war mir teilweise zu krass - sie hat nicht unbedingt ich-bezogen gehandelt, aber sie hatte ihr Ziel vor Augen und hat beinah alles getan, um es zu erreichen; manchmal vielleicht ein wenig zu rücksichtslos gegenüber ihren "Freunden". Da hat sie dann auch wirklich Aktionen gebracht, über die ich nur den Kopf schütteln konnte; worunter natürlich auch die Sympathie zwischen uns immer wieder ins Wanken geriet. Ansonsten war Cora schon realistisch gehalten, verhielt sich meist ihrem Alter (17) entsprechend und traf oft auch logische Entscheidungen, die mir problemlos einleuchteten und nachzuvollziehen waren. Sie trug ihr Herz am rechten Fleck und passte, bis auf diese kleinen Ausrutscher, sehr gut in die Geschichte. 
Leider trafen, bis auf Lucky, auch die anderen nicht wirklich meinen Geschmack. Besonders Rolf war mir permanent ein Dorn im Auge, obwohl mit natürlich klar ist, dass es auch solche Figuren braucht, um die Story glaubhaft und lebhaft zu machen - nicht jeder kann liebenswert, herzensgut und super attraktiv sein, sonst kommt schnell Langeweile auf. Dennoch gingen mir mehrere Charaktere sehr gegen den Strich und trafen bei mir einfach auf Antipathie - leider. Und dann gab es da einfach noch Lucky - einen super süßen Kerl, der dieses Buch für mich einfach radikal gerettet hat; zumindest was die Charaktere angeht. Er war tatsächlich herzensgut, liebenswert und super attarktiv und, was mich am meisten begeisterte: sehr glaubhaft und realistisch. Es fühlte sich beinah an, als hätte man ihn aus dem wahren Leben direkt in diese Geschichte gesteckt; wo er mein Herz im Sturm erobern konnte und auch jetzt, nach Beenden des Buches, immer noch sehr präsent ist, in meinem Kopf. Solche Protagonisten braucht die Leserwelt ;)  
Der Stil hat mich ebenfalls sofort positiv überrascht. Das Buch liest sich unheimlich schnell, trotzdem erzeugen jede Menge, gut platzierte Beschreibungen, ein klares Bild der jeweiligen Kulissen und Szenen. Auch die Figuren waren bildhaft dargestellt, gut voneinander zu unterscheiden und sehr kreativ. Die unregelmäßigen Wechsel der Sichten brachten Tiefgang in die Geschichte und ließen die Figuren ihre Oberflächlichkeit verlieren. Gerade Cora's Sicht war sehr interessant gestaltet, doch auch Lucky's Kapitel gefielen mir gut, da sie einfach einen weiteren Einblick ins Geschehen boten und die Situation aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten.

Die Idee, die sich hinter diesem Buch verbirgt, ist nahezu grandios! Jugendbücher kennt man ja inzwischen in allerlei Ausführungen; doch was hier geschieht, war für mich persönlich gänzlich neu. Die Mischung aus Fantasy, Sci-Fi und diesem leichten Thrill-Einschlag hat es für mich total rausgerissen und mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Auch die Vergangenheiten der 5 Jugendlichen waren gut ausgearbeitet und sehr schön in die Story eingeflochten und damit verbunden. Über dies gab es auch eine Auflösung, mit der ich so nie, wirklich niemals gerechnet hätte! Der Leser wurde wohl gannz bewusst hinters Licht geführt - was bei mir sehr gut geklappt hat und den Überraschungeffekt nur noch größer werden hat lassen. Meiner Meinung nach hat sich Megan Shepherd da definitiv etwas einfallen lassen, was von einer Menge Kreativität zeugt und sicherlich noch mehr Leser begeistern kann.
  
Zur Umsetzung möchte ich daher gar nicht mehr so viele Worte verlieren. Fakt ist jedenfalls, dass die Spannung wirklich konstant zu spüren war und kein einziges Mal abgenommen hat. Immer wieder auftretende, überraschende Wendungen lassen Langeweile keine Chance und die durchaus brutalen Szenen sorgen für Action und Tempo im Rahmen der Altersfreigabe. Die Storyline fesselte mich jedenfalls von der ersten Seite an und lässt mich auch jetzt noch nicht gänzlich los, sondern schwirrt mir immer noch im Kopf herum; dicht gefolgt von der Frage "wie geht es weiter?" - der Cliffhanger am Ende ist nämlich wirklich äußerst gemein und macht mich beinahe verrückt.

» FAZIT «

Der erste Band der "The Cage"-Trilogie hat mich wirklich in beinah jeder Hinsicht zu 100% von sich überzeugt. Minimale Schwächen, wie beispielsweise die leichten Entgleisungen unserer Protagonisten kann ich da getrost hinnehmen und als weniger schlimm erachten, wenn es den restlichen Rubriken wie Stil, Umsetzung und Idee so dermaßen gut passt.


» 4.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4.5 von 5 möglichen Sternen, einfach um noch ein wenig Luft nach oben zu lassen für die nachfolgenden Bände.Ich bitte euch inständig darum, dieser Geschichte ebenfalls eine Chance zu geben. Exlibrislisa hatte absolut recht - es ist grandios! ♥

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

thriller, lügen, geheimnisse, psychothriller, nina sadowsky

Be my Girl

Nina Sadowsky , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.02.2017
ISBN 9783328100041
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

» INHALT «

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war

» MEINE MEINUNG «

Dieses Buch ist schon relativ früh in mein Blickfeld geraten; war ich mir aber doch permanent unsicher, ob ich tatsächlich einen Psycho-Thriller lesen und fair bewerten kann. Nach reiflicher Überlegung hab ich beschlossen, es anzufragen und hab dann auch direkt den Zuschlag bekommen und ich konnte es mir sogleich downloaden und anfangen zu lesen. Zugegeben, im Sommer tu ich mir mit dunklen Geschichten schwer, und trotzdem war ich so neugierig und so gespannt, was mich wohl erwarten wird. Wie es mir letztlich gefallen hat oder ob ich meine Entscheidung, es unbedingt lesen zu wollen, bereue, erfahrt ihr wie gewohnt jetzt:

Der Einstieg ist schon mal mit reichlisch Spannung gespickt und lässt bereits das Potential des Buches erahnen. Ich werde den Abschnitt hier aber bewusst kurz halten, da ich unter keinen Umständen zu viel verraten möchte. Jedenfalls kam ich relativ gut in die Geschichte rein, wurde gleich von der herrlichen Kulisse in Beschlag genommen und verspürte große Lust, das Buch nie wieder aus den Händen zu legen - ob das über die restlichen 300 Seiten so blieb, verrate ich euch erst später.
 
Nun zu unseren Charakteren. Anders als gewohnt möchte ich dieses Mal nicht auf jeden einzeln eingehen, sondern eher übergreifend alle zusammen fassen. Ich habe in dieser Geschichte wirklich keinen einzigen angetroffen, den ich auch nur annähernd lieb gewinnen konnte. Selbst die Sympathie stimmte bei so gut wie allen überhaupt nicht. Zu Elli und Rob, unsere Protagonisten, konnte ich beispielsweise nicht den Hauch eines Drahts aufbauen und ich hab, rückblickend, keine Ahnung, woran das wirklich lag. Einerseits wirkten beide sehr oberflächlich und rein gar nicht menschlich - eher ausgedacht und unrealistisch. Mir würden noch nicht einmal richtige Charakterzüge zu den beiden einfallen, geschweige denn irgendwelche positiven wie auch negativen Eigenschaften. Durch das Schauspiel, das sowohl sie wie auch er betrieben und all die Lügen, wusste ich nie woran ich wirklich war und selbst wenn ich dann mal kurz dachte, es könnte besser werden, wurde ich schnell wieder eines besseren belehrt. Elli wirkte dabei noch mechanischer als Rob, doch auch er hatte für mich nichts liebenswertes an sich, noch nicht einmal ein Herz aus Fleisch und Blut. Wenn ich jetzt mehr ins Detail gehen würde, würde ich vermutlich schon spoilern, weswegen ich es hierbei belasse und auch die Nebenfiguren (alle gleich unrealistisch) nicht weiter erwähne.  
Der Stil war dagegen wieder ganz gut. Ich kam, trotz eBook sehr schnell voran, hatte keinerlei Probleme was Verständnis oder Lesefluss anbelangt und kann auch sonst nichts negatives benennen. Die Beschreibungen waren ausreichend, die Sprache passend zur Thematik und ich hatte stets ein klares Bild vor meinem inneren Auge. Und wenn eine Geschichte dann auch noch Einblicke in die Vergangenheit bietet, scheint es nahezu perfekt zu sein; wäre nicht genau da mein größter Kritikpunkt..:

Die Idee an sich war sehr ausgeklügelt und zeugt von einer Menge Talent von Seiten der Autorin. Der Leser wurde richtig schön in die Irre geführt und das ist es auch, was mich an Thillern auch immer so begeistert - das war bei Be my Girl genau so. Was ich aber noch viel wichtiger finde, als dieses Miträtseln, ist ein gut sichtbarer, roter Faden. In den Kapiteln, die "Heute" spielten, war der auch klar zu erkennen, doch diese Zeitsprünge zu damals waren meiner Meinung nach einfach eine Katastrophe - so willkürlich, ohne jeglichen Sinn und selbst wenn es gerade mal zu dem "Heute-Teil" passte, so verlor sich das alles wieder im Nichts. Die Geschichte, die immer mit "Heute" gekennzeichnet war, war eine schöne, verständliche und vor allem fortlaufende Story, während "Damals" völlig zusammenhanglos Rückblicke darstellten. Mag sein, dass da durchaus eine Verbindung bestand, ich jedoch hab sie bei aller Mühe nicht entdecken können.  

Die Umsetzung fand ich dabei aber, wie oben schon angedeutet, nicht mal wahnsinnig schlecht. Trotz des fehlenden, roten Fadens war eine gewisse Grundspannung deutlich zu spüren und auch die Überraschungsmomente waren nicht vorherzusehen oder zu erahnen. Die traumhafte Kulisse hat natürlich auch nochmal dazu beigetragen, dass ich mich an das Buch gefesselt fühlte. Ebenso wie der Schluss, denn der war eine absolute Überraschung, gepaart mit einer gut durchdachten Auflösung und einem Tempo, das ich während der restlichen Geschichte schmerzlich vermisst habe.

» FAZIT «

"Be my Girl" von Nina Sadowsky hat mich leider nicht umgehauen; es gab viele Schwächen wie beispielsweise die Charaktere und das Wirrwarr an Zeitsprüngen; dafür gab es dann aber wiederum auch große Überraschungen und einen gut eingefädelten Schluss bzw eine gut inszinierte Auflösung.


» 2.5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 2.5 von 5 möglichen Sternen und gestehe, dass mir die Bewertung wirklich schwer gefallen ist. Letztlich komme ich auf diese Anzahl an Sternen, weil es mich nur abschnittsweise gepackt hat, mir einiges sauer aufgestoßen ist und ich mehr negatives als positives berichten kann. Schade drum; aber zum Glück trotzdem kein totaler Flop.

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570 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 105 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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144 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

matt haig, echo boy, dystopie, scifi, jugendbuch

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

» INHALT «

Audrey lebt in einer Welt, die von moderner Technik bestimmt wird und in der künstliche Menschen, die sogenannten »Echos« , darauf programmiert sind, jeden Befehl ihres Besitzers auszuführen. Eines Tages passiert das Unfassbare: Ein scheinbar defekter Echo tötet Audreys Eltern. Mit knapper Not kann sie entkommen und findet Unterschlupf bei ihrem Onkel. Dort trifft sie auf Daniel. Daniel ist ein Echo – und er fühlt sich zu Audrey hingezogen, etwas, das eigentlich nicht sein kann. Doch er will sie beschützen. Denn Audrey schwebt noch immer in Lebensgefahr...

» MEINE MEINUNG «

Schon in den Neuerscheinungen ist mir dieses Buch sofort ins Auge gestochen; einerseits natürlich wegen des wunderschönen Covers, andererseits, wegen des Klappentexts - beides macht totale Lust auf mehr und als ich es angefragt und die Zusage bekommen hatte, war es um mich geschehen. Ich hab mich quasi sofort in die Geschichte gestürzt. Meine Erwartungen waren jedoch eher zwiegespalten, denn ich hab bereits positive wie auch negative Meinungen dazu gehört. Zu welcher Seite ich gehöre, erfahrt ihr hier und jetzt:

Der Einstieg glückte mir unglaublich gut. Obwohl wir hier in eine sehr dystopische Welt eintauchen dürfen, hatte ich keinerlei Probleme, mich zurecht zu finden. Ich hatte von Anfang an ein Bild vor Augen, das nach und nach immer deutlicher und klarer wurde; aber Matt Haig hat es hier geschafft, alles sehr selbstverständlich wirken zu lassen und auch die Tatsache, dass wir an einem recht normalen Alltag von Audrey teilhaben dürfen, erleichterte mir den Start ungemein. Und trotz den Erklärungen und Darstellungen war es schon von Anfang an sehr interessant zu verfolgen und wurde auch sehr zügig spannend.
 
Die Charaktere gefielen mir ebenfalls gut. Audrey, unsere Protagonistin überzeugte mich auf ganzer Linie und erntete immer wieder weitere Sympathiepunkte. Sie war in gewisser Weise vielleicht etwas gewöhnlich, doch ich mochte sie gerne und konnte gut mit ihr mitfiebern. Ebenfalls schön fand ich die Entwicklung, die sie an den Tag legte. Anfangs war sie noch total gelähmt von den Ereignissen, doch wie sie im Laufe der Geschichte immer weiter auftaute, hat der Autor wunderbar verpackt und zu Papier gebracht. Ich konnte, zumindest die meisten Handlungen und Gedankengänge vollkommen nachvollziehen, wenngleich es doch auch Situationen gab, wo ich nicht einer Meinung mit ihr war; aber das gehört genau so mit dazu. Alles in allem war Audrey eine passende Figur für diese Geschichte; sie ist zwar nicht zu meiner besten Freundin geworden, doch ich würde sie jederzeit wieder auf ihren Abenteuern begleiten.
Wen ich jedoch deutlich interessanter fand, war Daniel. Ich hätte niemals gedacht, dass es möglich ist, einen Charakter so darzustellen, dass mal etwas völlig Neues erschaffen wird. Dieser Mix war total spannend und er machte die Geschichte für mich erst perfekt. Natürlich war er kein Charakter im herkömmlichen Sinne, aber dieser menschengleiche Roboter hat es mir total angetan und ich habe mich jedes Mal so sehr gefreut, wenn wir zu seiner Sicht wechselten.
Alle anderen Figuren waren ausreichend gut in Szene gesetzt; sie waren halt eher Mittel zum Zweck und den ein oder anderen hätte man vielleicht gar nicht gebraucht, aber sie waren alle detailliert und mit genügend Tiefgang ausgestattet. Besonders Rosella hat es mir total angetan.  
Zum Stil: Matt Haig schreibt unglaublich eingehend, aber dennoch sehr plastisch. Er schafft es, mit wenigen Worten, eine ganz neue Welt zu schaffen und das hat mich total begeistert. Außerdem liest sich dieses Buch so dermaßen schnell, dass ich wirklich innerhalb von 2 Tagen fertig war (und das trotz fehlender Zeit).Geschrieben wurde dieses Buch übrigens aus zwei Sichten, was ich oben ja schon erwähnt hatte, nämlich in der Ich-Form, abwechselnd aus Audrey's und aus Daniel's Sicht; teilweise auch mit kurzen Rückblenden, sodass man stets weiß, was der andere dann zu bestimmten Zeitpunkten gedacht hat. Sehr gut gewählt und umgesetzt!

Der Einfall hinter der Geschichte hat mich, bis zu einem bestimmten Punkt, auch komplett begeistert. Die gesamte Szenerie hat mich total an diese Actionfilme rund um Roboter erinnert und dieses zusätzliche Einschlag einer Lovestory (einer Lovestory zwischen Mensch und 'Maschine') - ich fand die Kombination einfach toll. Es war mal was Neues, was, was man so noch nicht kennt und Matt Haig hat hier eine total realistische Zukunftswelt geschaffen, mit einleuchtenden Aspekten, gut durchdachten Ideen und Einflüssen. Auch der Ablauf, die Twists und die Nebenstränge luden zum Mitfiebern ein und sprachen mich total an. Lediglich gen Ende kam eine Wendung, die mich leider nicht so ganz überzeugen konnte, aber dennoch immer noch sehr interessant zu verfolgen war.
  
Zur Umsetzung möchte ich gar nicht viele Worte verlieren - alles in allem war sie gut. Ich hab, wie gesagt, schon ziemlich früh begonnen, mitzufiebern und mich ins Geschehen fallen  und mich davon mitreißen zu lassen. Auch ein paar spannende, interessante Wendungen waren da und haben mich eindeutig überrascht. Der gesamte Ablauf der Geschichte wirkte gut durchdacht, hatte Hand und Fuß, es gab, meiner Meinung nach, keine Logikfehler und allgemein wurden die Twists und der Hauptplot gut in Szene gesetzt. Dann plötzlich kam der Schluss und obwohl ich so angetan von der Storyline war, war ab einem gewissen Punkt so ein wenig die Luft raus. Ich kam mit dieser einen Wendung und dieser Idee, die hinter diesem Twist steckt, einfach nicht so recht klar. Ich fand das alles etwas unrealistisch und unglaubwürdig, wobei ich sagen muss, dass ich doch verstehen konnte, wieso der Autor sich dafür entschieden hat. Ich bin nicht ganz eins mit dem Ende, kann aber auch nicht sagen, dass es schlecht war; es hat einfach meinem Geschmack nicht entsprochen.

» FAZIT «

"Echo Boy" von Matt Haig hat mir einige sehr schöne, spannende Lesestunden beschert mit einer einmaligen Geschichte, netten Figuren, geschrieben in einem sehr angenehmen und plastischen Stil. Überraschungen und einen interessanten Hauptplot gibt es inklusive. Lediglich der Schluss war nicht ganz mein Fall, aber dennoch gut in Szene gesetzt und logisch. Für mich kein absolutes Highlight, aber dennoch eine Empfehlung.

» 4 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen und kann euch das Buch guten Gewissens empfehlen und bin gespannt auf eure Meinung dazu. Lest es ♥

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erin watt, paper princess, liebe, erotik, ella

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

» INHALT «

Sie sind reich, sie sind mächtig und verdammt heiß! Kannst Du ihnen widerstehen?
Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn es knistert gewaltig zwischen ihnen. Und Ella ist klar: Wenn sie ihre Zeit bei den Royals überleben will, muss sie ihre eigenen Regeln aufstellen …

» MEINE MEINUNG «

Kennt ihr das, wenn euch ein Buch eigentlich gar nicht großartig interessiert, dann aber die riesigste Diskussion ever ausbricht? Tja. So erging es mir mit Paper Princess und als ich dann im Laden stand und es in mein Blickfeld rutschte, wusste ich: ich muss mir unbedingt meine eigene Meinung dazu bilden! Also hab ich es gekauft und sogar relativ zeitnah gelesen. Ob ich mich nun auf die Seite der Hater stelle, oder aber doch vollauf begeistert bin, erfahrt ihr jetzt in aller Ausführlichkeit:

Der Einstieg war New-Adult-typisch sehr leicht und einfach gehalten und man gleitet nach und nach in die Geschichte hinein. Alles beginnt an einem Punkt, der äußerst geschickt gewählt wurde; denn treffen wir auf den ersten Seiten direkt auf Ella und erleben mit, wie schwer es die 17-jährige Schülerin tatsächlich hat. Job und Schule unter einen Hut zu bringen, hört sich einfacher an, als es ist und das hat Erin Watt sehr eingehend rüber gebracht. Gleichzeitig sorgt dieses Mitleid, das man der Protagonistin gegenüber empfindet auch dafür, dass eine gewisse Spannung auftritt. Man fiebert mit, freut sich auf den Moment, wenn endlich Callum Royal auftaucht und sie aus ihrem bescheidenen Lebensstil heraus holt .. sie rettet quasi. Doch auch auf die Royal Brüder war ich unheimlich neugierig und wurde so völlig unbewusst an die Seiten gefesselt, nur um endlich auf Reed und Co zu treffen.
 

Wie oben bereits einmal kurz angeschnitten, überwiegt anfangs lediglich ein Gefühl gegenüber unserer Protagonistin: nämlich Mitleid. Mir tat dieses Mädel einfach so unglaublich leid und ich hab immer wieder überlegt, in welch einem Schlamassel sie doch steckt und wie ich da handeln würde. Dadurch fand ich ihre Entscheidungen, Handlungen und Gedankengänge absolut nachvollziehbar und konnte, so krass manches auch auf den ersten Blick wirkte, wirklich verstehen, warum Ella so handelte. Auch im Laufe der Geschichte ließ dieses Verständnis nicht nach; im Gegenteil. Ihre Schlagfertigkeit und ihre teilweise sehr derben Sprüche haben mir hin und wieder ein richtiges Grinsen entlockt und obwohl sie nach außen hin immer versuchte, die harte Schale aufrecht zu erhalten, so gab es doch auch einen weichen Kern, der klar erkennbar war. Im Grunde unterschied sich Ella also recht wenig von anderen Protagonisten (aus anderen Büchern) und trotzdem hat die Sympathie von Anfang an gestimmt und ich schloss sie ins Herz - nur das zählt letztlich. Doch auch Callum konnte mich im Laufe der Zeit für sich gewinnen. Er war das Vorzeige-Exemplar von reichem Geschäftsmann, strahlte aber ebenso Verletzlichkeit aus, wie jeder andere, normale Mensch. Denn zeigte uns Erin Watt ganz deutlich, dass auch die Privilegierten so ihre Probleme haben und eben nicht alles so friedlich und perfekt ist, wie man dem Leser in anderen Geschichten oftmals weiß machen möchte. Letztlich waren es die 5 Söhne, die Callum hin und wieder an den Rand der Verzweiflung trieben und trotzdem war jeder auf seine eigene Art und Weise unglaublich authentisch. Ja, ich gestehe, auch mir waren manche Handlungen, Aussagen und Gedankengänge der Jungs zuwider, und trotzdem fand ich sie alle glaubhaft. Hier beginnt schon mein riesiger Zwiespalt, denn obwohl auch ich, jetzt im Nachhinein, einen Hauch von Sexismus feststellen kann, ist es mir beim Lesen absolut gar nicht in den Sinn gekommen, das so zu sehen. Und genau aus diesem Grund werte ich das nicht als Kritikpunkt. Ich mochte Reed und Easton, mochte die Zwillinge und ich mochte Gideon; alles andere lasse ich bewusst aussen vor; denn in einer Rezension geht es meiner Meinung nach darum, meine Empfindungen während (!!) des Lesens mit euch zu teilen, und nicht die Erkenntnisse, die ich irgendwann danach erlange. Dazu kommen wir aber später nochmal kurz. Kurz und knapp: ich fand die Charaktere alle toll insziniert und durchdacht; jeder trug sein eigenes Päckchen und sorgte mit verschiedenen Taten dafür, authentisch zu wirken.   
Der Schreibstil stieß dann ebenfalls auf Gefallen bei mir. Hinter Erin Watt verbirgt sich ja das amerikanische Bestseller-Autoren-Duo Elle Kennedy und Jen Frederick. Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nie etwas aus der Feder einer dieser Autorinnen gelesen, und trotzdem weiß ich bereits jetzt, dass mir ihre Bücher, die sie jeweils einzeln veröffentlicht und geschrieben haben, gefallen werden. Der Stil ließ sich sehr leicht lesen, sehr locker; ich kam super schnell durch die Seiten und fand die Sprache, die zugegebenermaßen hin und wieder etwas sehr derb war, der Thematik absolut angepasst. Bildhafte, aber doch plastische Beschreibungen sorgen für ein klares Bild vor meinem inneren Auge und die prickelnden Szenen waren detailliert genug geschrieben, um ein Prickeln hervor zu rufen, aber nicht zu eingehend, um es abstoßend werden zu lassen. Geschrieben wurde das Buch übrigens ausschließlich aus Ella' Sicht in der ersten Person, was mich noch näher ans Geschehen brachte und die Gefühle noch intensiver zu mir transportiert wurden.

Die Grund-Idee an sich ist sicherlich nichts unheimlich aufregendes; es gibt bereits mehrere New Adult,- wie auch Jugendgeschichten, die auf dieser Storyline basieren. Und trotzdem hat sie mich gänzlich überzeugt. Ich mag diese 'Mädchen wird aufgrund Tod der Eltern aufgenommen und muss sich mit einer Horde pubertierender Jungs herumschlagen' - Thematik, da sie immer wieder unheimliches Potential mit sich bringt und eine Menge Konflikte aufwerfen kann. So auch hier. Neben all den Gefühlen und dem Jugendbuch-Anteil, gab es auch die ein oder andere prickelnde Szene, die ich allesamt für gut befand; trotz der derberen Sprache. In "Paper Princess" steht meiner Meinung nach die 'Authensität' an erster Stelle und das haben die Autorinnen auch auf ganzer Linie geschafft. Natürlich kann man hier auch sagen, dass ein gewisses Maß an Sexismus ans Licht kommt, aber ich habe bereits in meiner Video-Rezension gesagt, dass man sich gerade im New Adult Bereich nicht zu sehr an allem aufhängen sollte. Es ist eine Geschichte, in der Drogen, Alkohol, Sex, Mobbing und Gewalt eine Rolle spielen, ja .. aber ich finde es keineswegs verwerflich so etwas in ein Buch miteinzubinden, schließlich wird keineswegs etwas verherrlicht - im Gegenteil.. es zeigt doch nur auf, wie sehr die Opfer unter all diesem negativen Zeugs leiden. Das jedenfalls ist meine Meinung und ich denke, dass jeder mit 14 Jahren, denn ab diesem Alter ist die Geschichte empfohlen, so weit denken kann, um zu sehen, dass weder Sexismus, Mobbing, Gewalt noch sonst etwas die Lösung ist, und sich da nicht beeinflussen lässt. Mag sein dass ich das alles etwas lockerer sehe, weil ich älter bin und mein Charakter und meine Ansichten einfach schon gefestigt sind, aber mich hat nichts der oben genannten Themen beim Lesen gestört und genau das ist es, was in eine Rezension gehört - meine Empfindungen während des Lesens; oder? Ich wollte das ganze Diskussionsthema auch nochmal schnell aufgreifen, einfach um euch meine Meinung darüber mitzuteilen.

Die Umsetzung hat mir deshalb auch sehr gut gefallen. Die anfängliche Spannung bleibt während der gesamten Länge von 384 Seiten vorhanden und wird immer wieder durch Emotionen und unerwartete Wendungen in die Höhe getrieben. Mich jedenfalls konnte das Buch absolut fesseln; es hat mich durchweg mitgerissen und auch in den Stunden, in denen ich nicht zum Lesen kam, beschäftigt. Ich war emotional absolut bei unserer Protagonistin und fand auch den Mittelteil alles andere als langweilig. Ich bin froh, dass immer wieder neues Drama aufkam, so wurde Langatmigkeit und zähe Momente einfach vermieden und gerade der Schluss hat mich persönlich so überrascht und schockiert, dass ich umgehend Band 2 kaufen musste. Ein ganz fieser Cliffhanger also - nur so als Vorwarnung.

» FAZIT «

"Paper Princess - die Versuchung"  von Erin Watt ist ein unheimlich realistisches, eingehendes und emotionsgeladenes Buch, das einen zu fesseln weiß. Die ganzen negativen Kritiken kann ich absolut nicht nachvollziehen, denn ich traf hier auf liebenswerte Figuren, einen absolut genialen Stil, prickelnde Momente und Drama ohne Ende. Was wünscht man sich als bekennende New Adult Leserin mehr? Für mich ein Highlight!

» 5 VON 5 STERNEN «

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen, weil .. hm.. ja weil ich leider nicht mehr vergeben kann. Nein, im Ernst, ich habs ja eben schon gesagt - für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight. Punkt.  Absolute Lese-Empfehlung für diese Geschichte!

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