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357 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

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Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen

Leigh Bardugo , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 06.02.2018
ISBN 9783423761970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch erzählt eine Geschichte von Diana, die verbotenerweise die menschliche Alia vor der Insel der Amazonen vor dem Etrinken rettet und damit ihre eigene Zukunft aufs Spiel setzt. Dass Alia auf der Insel gelandet ist, scheint kein Zufall zu sein, denn sie umgibt ein Geheimnis, das den Lauf der Welt beeinflussen könnte. Und so macht sich Diana mit Alia auf, dieses Rätsel zu lösen.

Dabei muss sich Diana in die Welt der Menschen begeben. Ich finde, hier hat die Autorin all ihr Können ausgepackt, denn es ist unglaublich amüsant, wenn sich Amazone Diana den Hürden des menschlichen Alltags stellen muss, wie etwa die Nahrungsbeschaffung, die Benutzung von Shampoo oder das passende Kleid für eine Gala. Die teilweise äußerst witzige Interaktion von Diana mit den sterblichen Menschen ist für mich dabei klar ein großer Bonuspunkt des Buches!

Hier schafft es Leigh Bardugo auch, eine leise Gesellschaftskritik zu äußern, etwa wenn die aus einer matriarchalischen Gesellschaft stammende Diana sich in unseren von Männern dominierten Welt zurecht finden muss und sich (zurecht) wundert, wieso die Stellung der Frau als schwächeres Glied der Gesellschaft denn überhaupt so ist. Auch was die selbstzerstörerische Kraft der Menschen und die nicht enden wollenden Kriege unserer Welt angeht, schafft die Autorin durch die Augen Dianas eine subtile aber treffende Kritik.

Besonders sympathisch war mir Diana in den Momenten, in denen sie mit sich und ihrer Rolle unter den Amazonen haderte. Sie, als einzig aus Erde geborene Nachfahrin der Königin steht im Vergleich zu den wiedergeborenen ehrwürdigen Kriegerinnen und versucht ihren Stand in der Gesellschaft auszumachen. Dabei zweifelt sie an ihrer Rolle als Erbin und ihrer Ebenbürtigkeit mit anderen Amazonen.

Im Hinblick auf die gerettete Aria wird sie mit ursprünglichen philosophischen Fragen konfrontiert: was ist ein Menschenleben wert im Vergleich zur gesamten Menschheit und ist es überhaupt wert, gerettet zu werden? Als Juristin großgeworden mit der Entscheidung des BVerfG zum Abschuss von von Terroristen entführten Flugzeugen fand ich es sehr gelungen, diese Thematik auch in einem Fantasybuch vorzufinden. Hier zeigt sich wieder einmal Leigh Bardugos Geschick, Bücher mit Mehrwert zu schreiben.

Nachdem die Autorin den Mittelteil des Buches nutzt, um die Charaktere und ihre Beziehungen untereinander vorzustellen, wird man als Leser gegen Ende in ein fulminantes Finale gestürzt! Ich habe mich beim Lesen teilweise gefühlt wie in einem guten Action Movie – eine Wendung jagt die andere und auch die ein oder andere Entwicklung, bei der man vorher noch Fragezeichen über dem Kopf hatte, wird aufgelöst. Ich für meinen Teil musste die letzten hundert Seiten in einem Rutsch durch lesen, weil sie einfach zu spannend waren. Auch hätte ich mit so manchem Plottwist nieeemals gerechnet, was auch (leider) nicht mehr viele Bücher schaffen.

Ich konnte relativ unvoreingenommen an das Buch heran gehen, da ich den Film vorher nicht gesehen hatte und mir auch der Comic in den Details unbekannt war. Umso mehr bin ich nun eingefleischter Wonder Woman Fan und werde meine bestehenden Bildungslücken schnell beheben!

Der dtv Verlag wird bereits ab August 2018 weitere Titel der DC Icons Series verlegen, welche ich mir auch auf keinen Fall entgehen lassen kann! Wonder Woman war mein erstes Highlight 2018! Unbedingt lesen!

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Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

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Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

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Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Wenn ich jetzt sterben würde, ich würde glücklich sterben! Ich habe gerade Das Lied der Krähen beendet und was soll ich sagen - ich bin verliebt!

Das Lied der Krähen ist der Beginn einer weiteren Reihe in Leigh Bardugos Grischa-Universum. Wer die erste Trilogie nicht kennt dem werden zwar einige kleinere Anspielungen entgehen, es wird aber den Lesegenuss nicht schmälern.

Ich weiß gar nicht wirklich, wo ich für die Rezension anfangen soll außer, dass das Buch einfach reine Perfektion ist. Es gab absolut nichts, was mich gestört hat, im Gegenteil: alles was ich an einem guten Buch liebe, war hier verpackt.

Die Welt ist dieselbe wie in der Grischa-Trilogie um Alina und Mal. Dort spielte eher das russisch anmutende Rawka eine Rolle, das Lied der Krähen beginnt dagegen in Kerch, genauer gesagt in Ketterdam, einer Stadt, die wundervolle Erinnerungen an Amsterdam in mir aufkommen lässt. Beim Setting lässt sich die Autorin also wie gewohnt nicht lumpen und hat eine einzigartige und komplexe Welt geschaffen, in die sich die Handlung und die Charaktere wundervoll einfügen.

Und oh, diese Charaktere! Ich bin normalerweise nicht so der Fan davon, wenn Bücher aus zuvielen Perspektiven erzählt werden. Aber hier liebe ich einfach jede der sechs Krähen und wollte immer mehr von ihnen hören! Die Charaktere sind perfekt ausgearbeitet. Sie ergänzen sich perfekt und es kommt zu packenden Konflikten, bei denen man als Leser nägelkauend am Buch kleben bleibt. Es ist genau das richtige Maß an Harmonie der verschiedenen Charaktere und der daraus entstehenden Spannungen getroffen. Besonders gut gefallen hat mir dabei die eingearbeiteten Rückblenden, bei denen eine Figur ihre Erinnerung schildert und der Leser dadurch Stück für Stück die Hintergründe erfährt.

Besonders gut hat mir dabei gefallen, wie Leigh Bardugo es schafft, jedem Charakter Tiefe und Substanz zu verleihen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind feinfühlig und realistisch, nie überrissen und immer voller Emotionen.

Die Autorin versteht es auch einfach, Spannung zu erzeugen. Nicht nur beim zwischenmenschlichen Miteinander, auch die Handlung wird stetig weiter voran getrieben. Es bleiben aber Erläuterungen und das Worldbuidung nie zu kurz, im Gegenteil, man wird förmlich in die magische Welt hineingesogen und möchte nie wieder raus.

Die Handlung ist dabei wie der gewiefte Anführer Kaz Brekker. Zunächst undurchsichtig, wird nach und nach des Pudels Kern enthüllt. Immer wenn man denkt, man kann die Story vorhersehen, passiert etwas vollkommen unerwartetes, eine unglaubliche Wendung jagt die nächste. Dabei ist das Buch nie unglaubwürdig. Im Gegenteil, man merkt je mehr man liest, wie wahnsinnig intelligent die Autorin den Aufbau gestaltet hat und wie gut die verschiedenen Erzählfäden am Schluss zusammen finden. Ich möchte am liebsten sofort den zweiten Teil in Händen halten!

Dieses Buch gehört zu den absoluten Must Reads 2017. Wer daran in der Buchhandlung vorbei geht, ist selber schuld.

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(4)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Bone Witch

Rin Chupeco
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Sourcebooks Fire, 07.03.2017
ISBN 9781492635826
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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(105)

202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

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AMANI - Verräterin des Throns

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.09.2017
ISBN 9783570164372
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vor kurzem erschien der zweite Band der Amani-Reihe von Alwyn Hamilton. Ich konnte mal wieder nicht warten und habe beide Teile bereits auf englisch gelesen. Den ersten Band fand ich dabei zwar gut und das Setting erfrischend anders, konnte mich aber zugegebener Maßen nur noch grob an den Inhalt erinnern.

Daher fiel mir der Einstieg in Band 2 zunächst etwas schwer, da auch eine gewisse zeitliche Lücke zwischen beiden Teilen besteht. 

Eins vorweg, der Klappentext finde ich gegen Ende etwas irreführend.

Amani versucht auf Seiten der Rebellen, die Herrschaft des Sultans zu beenden, doch gerät sie durch eine Intrige in dessen Fänge. Im Harem des Sultans muss sie versuchen, am Leben zu bleiben und ihre Verbindungen zu den Rebellen geheim zu halten. Dabei stößt sie auf gerissene Gegenspielerinnen und alte Bekannte.

Zu Beginn von Amanis Zeit im Harem fand ich die sonst so actionreiche Story etwas langatmig. Allerdings switcht die Autorin hier geschickt zu einer anderen Form der Handlungsweise, nämlich politischem Kalkül und Ränkeschmiederei. Auch hierbei zeigt Amani einiges an Geschick, sodass es auch bald wieder zu Szenen voller Action kommt.

Mit dem Sultan und dessen Thronfolger hat Alwyn Hamilton perfide Antagonisten erschaffen, die ohne Rücksicht auf Verluste ihre Ziele verfolgen. Ohne zu viel zu verraten kann ich euch sagen, dass sie diesen Zielen in Band 2 bereits sehr nah kommen.

Die Spannung ist durchgehend hoch angesetzt, das Tempo zieht nach einer kurzen Atempause sofort wieder an. Eine unerwartete Wendung jagt hier wirklich die nächste – ein wundervolles Lesevergnügen. Die enthaltene Liebesgeschichte ist zwar präsent, doch liegt auf ihr nicht unbedingt der Fokus. Amani kann sich vielmehr als Heldin alleine entfalten und die Story vorantreiben. Dabei hat sie sich zu einer meiner absoluten Lieblingsprotagonistinnen gemausert. Sie vereint Eigenschaften einer Heldin mit einem wundervollen Charakter und bleibt dabei menschlich.

Der zweite Band hat auf den bereits guten ersten noch eine Schippe drauf gelegt und ist meiner Meinung nach ganz großes Kino. Von Seite eins an wurde ich bestens unterhalten und das Ende lässt auf ebenso großes im nächsten Teil hoffen.

Ich bin schon sehr gespannt!

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(38)

92 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

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Riders - Schatten und Licht

Veronica Rossi , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841402233
Genre: Fantasy

Rezension:

Euch langweilt die aktuelle Auswahl im Fantasy-Bereich? Ihr wollt endlich mal wieder eine neue, unverbrauchte Idee lesen? Ihr habt Lust auf BadAss-Action mit Charakteren voller Testosteron? Die vier Reiter der Apokalypse sind für euch keine Figur aus dem Dressurreiten? Dann ist Riders – Schatten und Licht genau das Richtige für euch. 

Ich muss sagen, dass die Idee der vier Reiter der Apokalypse in einem Fantasy-Buch mich unglaublich gereizt haben. Wie kann man diese eher mit Leid, Schrecken und Weltuntergang besetzten Figuren aus der Bibel  zu sympathischen Protagonisten eines Fantasyromans machen?

Zugegeben, zu Beginn des Buches war ich skeptisch und hatte nicht gerade hohe Erwartungen. Ich wollte vielmehr einfach mal schauen, ob mich die Story anspricht. Insbesondere, weil es sich um einen männlichen Protagonisten handelt und mir nicht klar war, ob sich eine Lovestory entwickeln kann oder nicht. Letzteres misse ich einfach ungern in einem Buch und mit männlichen Hauptfiguren werde ich oft nicht richtig warm.

So allerdings nicht mit Gideon Blake, der stirbt und sich als einer der vier apokalyptischen Reiter wieder findet, die die Welt retten müssen. Seine Entwicklung zum Reiter fand ich beeindruckend. Zunächst ist er einfach nur vollkommen überfordert von der Situation, kann sich dieser aber dann langsam anpassen. Es war keineswegs so wie bei anderen Helden, die sich überraschend einfach mit einem alles verändernden Schicksalsschlag abfinden und mal eben schnell die Welt retten. Das fand ich von der Autorin sehr glaubhaft gelöst.

Auch entwickelt sich die Story in einem angenehmen Tempo. Band 1 lässt sich dabei genug Zeit für Erklärungen und erst gegen Ende erhält der Leser einen groben Überblick, was in den Folgebänden da noch auf einen zukommen könnte. Actionmäßig ist hier entsprechend noch Luft nach oben.

Gut gefallen hat mir als alter Wendyleser die magischen Pferde der Reiter. Ich fand die beschriebenen Momente zwischen Gideon und seinem Ross unglaublich toll, es war fast so, als würde ich gerade die emotionale Bindung zum Pferd aufbauen. Ganz klar – ich will auch so eins!

Ein Kritikpunkt habe ich dennoch. Vielleicht liegt es auch einfach an meiner persönlichen Vorliebe, dass ich lieber starken weiblichen Protagonisten über die Schulter schaue. Die Reiter sind alles junge Männer voller Testosteron, bei denen ich teilweise das Gefühl hatte, ihr ganzes Gehabe ist ein einziger Längenvergleich. Das fand ich teilweise etwas anstrengend, ich finde z.B. im Vergleich mit Blues Raven Boys ist ein Zusammenspiel verschiedenster männlicher Charaktere einfach vielfältiger gelungen.

Nichtsdestotrotz ein sehr solider Read, der mir Spaß gemacht hat. Ich werde sicher den zweiten Band lesen um zu sehen, wie es weiter geht.

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(195)

466 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 131 Rezensionen

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The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The Promise ist das neue Buch von Vampire Academy-Autorin Richelle Mead.

Da ich großer Fan von der Story um Rose und Dimitri bin, hatte ich recht hohe Erwartungen an das Buch. Zumal es sich wie eine Mischung aus Selection und das Juwel für mich anhörte.

Ich muss gestehen, dass mich das Buch unschlüssig zurück gelassen hat. Ich weiß immer noch nicht wirklich, ob ich es nun gut oder schlecht finden soll. Und so ging es mir während des gesamten Lesens.

Die Story beginnt da wo sie soll, nämlich im Zeitpunkt, als sich Adelaide entschließt, ihrem fremdbestimmten Leben zu entkommen und ihr Glück als Kandidatin am goldenen Hof zu versuchen. Die Kapitel, in denen Adelaide dabei so tun muss, als wäre sie ein Mädchen niederen Standes und müsste Gepflogenheiten der Oberschicht lernen, die sie ohnehin schon beherrscht, haben mir außerordentlich gut gefallen.

Hier ist im vergleich zu ähnlichen Büchern mit Casting-Idee die Welt verkehrt – das Mädchen muss nicht neue Fähigkeiten erlernen, sondern es muss sie bewusst verstecken um nicht aufzufliegen.

Die Autorin hat es auch hier geschafft, einen interessanten Konflikt einzubauen. Adelaide lenkt Menschen mit ihren Entscheidungen in eine gewisse Richtung. Dabei ist unklar, ob sie für ihren eigenen Vorteil über Leichen geht oder ob sie anderen mit ihren „Ratschlägen“ lediglich helfen will. Zumindest haben ihre Handlungen nie nur ganz uneigennützige Auswirkungen.

Etwa ab der Hälfte des Buches war für mich die erwartete Handlung auserzählt. Die Story entwickelte sich in eine für mich unerwartete Richtung und ich weiß nicht so recht, ob ich da so mit konform gehe. Adelaides Entscheidung war für mich zwar nachvollziehbar, doch waren die Umstände für mich etwas arg konstruiert. Die Autorin kann dramatische Liebesbeziehungen eindeutig besser. Adelaide und Cedric blieben da leider etwas farblos zurück und es war mir nicht genug Drama vorhanden, um ihre Handlungen nachvollziehen zu können Deshalb wirkte manches überzogen.

Mit dem letzten Drittel des Buches wurde ich dadurch nicht wirklich warm. Ich hatte beim Lesen keinerlei Vorstellung davon, was mir als Leser die weitere Story noch bringen sollte – ich denke, wenn ich nicht die Erwartung einer klassischen Casting-Story gehabt hätte, wäre das vielleicht anders gewesen.

Das Buch ist wie gesagt nicht wirklich schlecht, es hat aber leider nicht meine Erwartungen erfüllen können.

Vor dem zweiten Band werde ich auf jeden Fall erst einmal andere Meinungen abwarten.

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229 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 57 Rezensionen

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Shadow Dragon. Die falsche Prinzessin

Kristin Briana Otts , Tanja Ohlsen
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 25.09.2017
ISBN 9783789108440
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Shadow Dragon von Kristin Briana Otts begleiten wir Kriegerin Kai auf ihrer Reise zu sich selbst und zur Rettung ihres Königreichs. 

Eins vorweg: ich bin verliebt in dieses Buch! Es war so feinfühlig aufgebaut, so mystisch und voller Spannung.

Direkt mit dem Prolog bekommt man eine Idee vom inneren Konflikt in Kai, der sich als roter Faden durch das Buch zieht. Dabei ist er nie aufdringlich sondern wird geschickt in passenden Szenen im Buch aufgegriffen. Die strenge Erziehung Kais zur Onna-Bugeisha mit allen Entbehrungen trifft hier auf den Wunsch, ihr Leben frei und selbstbestimmt gestalten zu können. Eine Glanzleistung der Autorin!

Insgesamt werden im Buch viele Konflikte angedeutet, die ständig unterschwellig unter der Oberfläche brodeln. Aufgedröselt werden sie in Band 1 nicht vollständig – hier hoffe ich auf die Nachfolgebände! Die Reihe beginnt wahnsinnig stark unud hat trotzdem großes Potential nach oben. Sie hat definitiv auch das Potential in die Riege meiner Lieblingsreihen aufzusteigen.

Unglaublich gut gefallen hat mir auch das Setting. Es ist ähnlich ätherisch und mystisch wie etwa beim Clan der Otori – etwas, was mir bei Flame in the Mist gefehlt hat. Man taucht mit Kai gemeinsam ab in diese wunderschöne Welt von Mizu, einem wahren Paradies – nur um dann in die intrigante Welt bei Hofe geworfen zu werden.

In der Rolle von Prinzessin Noriko muss sie – das Leben einer Kämpferin gewöhnt – sich plötzlich in Diplomatie und Höflichkeiten üben. Als eine Reihe von Attentaten den Hof erschüttern, steht sie auf einmal im Mittelpunkt rasanter Entwicklungen.

Die Autorin baut die dramatischen Entwicklungen langsam aber stetig auf, sodass das Worldbuilding genug Raum hat. Das gibt der Story Tiefe und Glaubwürdigkeit, auch wenn einer der Höhepunkte erst zur Hälfte des Buches geschieht. Ich finde diese Lösung besser als wenn man von Handlung zu Handlung hetzen muss, Protagonisten und Setting dabei aber blass und farblos bleiben.

Ähnlich verhält es sich mit der zarten Liebesbeziehung, die sich dezent im Hintergrund hält und dadurch auch den sich erst entwickelnden Gefühlen Rechnung trägt. Es gibt zwar ein klassisches Liebesdreieck im Buch, dieses ist aber so dezent und geschickt von der Autorin gelöst, dass ich nur meinen Hut ziehen kann. Kristin Briana Otts zeigt, dass es auch anders als schmalzig und klischeehaft geht! Die emotionale Ebene ist sehr schön gestaltet und treibt die Story geschickt voran, ohne dabei zu aufdringlich zu werden und in den Kitsch abzudriften.

Der Shadow Dragon spielt zwar eine große Rolle im Buch, doch bleibt er zunächst ein Mysterium. Erst gegen Ende hat man ein ungefähre Vorstellung davon, was die Essenz dieses Wesens ausmacht. Ich hoffe, dass wir in den Folgebänden hier noch viel mehr erfahren werden.

Kai gewöhnt sich langsam an die Macht, die sie als scheinbare Prinzessin Noriko innehat. Sie durchläuft dabei gegen Ende des Buches eine Entwicklung, die zunächst nicht zu ihrem besten scheint – Macht korrumpiert! Und Kai erkennt sich auf einmal selbst kaum wieder. Durch die Wesensänderung wurde Kai mir allerdings nie unsympathisch – im Gegenteil, ich habe selbst oft reflektiert und mich gefragt, wie ich wohl an ihrer Stelle handeln würde.

Ihre Arroganz und Selbstsucht führen zu einer folgenschweren Wendung der Ereignisse – und Leute, dieser Showdown hat es in sich! Er hat mich wirklich mit abgekauten Fingernägeln und vollkommen atemlos zurück gelassen. Ich möchte sofort Band 2 lesen und wissen, wie es weiter geht!

Shadow Dragon ist ein Buch, das mich auf voller Ebene total überrascht hat. Ich habe aufgrund des Covers und Klappentexts nicht mit solch einem fein durchdachten Meisterwerk gerechnet! Die Story war in keinster Weise zu vorhersehbar und das Setting war clever durchdacht. Ich für meinen Teil bin nach Band 1 total geflasht und habe keine Ahnung, wohin die Reise mit dem Shadow Dragon uns noch führen wird.

Unbedingte Leseempfehlung!

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800 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 218 Rezensionen

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Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch spielt in einer realistischen und irgendwie bedrückenden Zukunftsversion von New York. Es gibt eigentlich nur noch einen nennenswerten Wolkenkratzer, bewohnt von den unterschiedlichsten sozialen Schichten. Dabei ist die Verteilung der Bewohner des Turms sinnbildlich für die Gesellschaftsordnung: die sozial Schwachen leben ganz unten quasi in der Gosse während die Superreichen in den höchsten Etagen ihren ausschweifenden Lebensstil voller Luxus frönen.

Das Buch ist dabei aus Sicht mehrerer Charaktere geschrieben, die Kapitel sind recht kurz – normalerweise sind zu viele Sichtweisen in Büchern nicht so mein Ding, hier aber passt es. Die Autorin vermag es, geschickt die verschiedenen Handlungsstränge aufzudröseln, sodass man ziemlich schnell mit den Protagonisten warm wird und sie lieb gewinnt. Dabei weiß man als Leser zu Beginn des Buches nie so recht, was die einzelnen Stränge miteinander zu tun haben. Durch die unterschiedlichen Perspektiven hat man ähnlich wie bei Gossip Girl das Gefühl, von jedem die intimsten Geheimnisse und Wünsche zu kennen. Ein cleverer Schachzug der Autorin, da man mitfiebert, ob und wann diese ans Licht kommen und ob sie im großen Ganzen des Buches überhaupt eine Rolle spielen. Der zeitliche Aufbau des Buches ist dabei wirklich genial und entfaltet erst am Ende seine ganze Wirkung – allein der Prolog sucht seinesgleichen und überzeugte mich vollends. Im Laufe des Buches versucht man anschließend, die einzelnen Puzzleteile der unterschiedlichen Sichtweisen zusammen zu setzen und herauszufinden, was genau passiert ist.

Nach und Nach werden die Handlungsfäden so miteinander verknüpft und laufen in einem fiesen Cliffhanger zusammen. Das großartige Finale hat mich atemlos zurück gelassen und mich vollends davon überzeugt, dass ich ganz schnell den zweiten Band lesen muss.

Für alle Fans von intelligent aufgebauten Romanen voller zwischenmenschlicher Geheimnisse und Intrigen ein Muss!

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

When Dimple Met Rishi

Sandhya Menon
Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.06.2017
ISBN 9781473667402
Genre: Sonstiges

Rezension:

Aus dem Klappentext geht bereits hervor, dass es um arrangierte Ehen geht. Diese sind in einigen Kulturen üblich, so auch in Indien. Die beiden Protagonisten stehen hier im Spannungsfeld ihrer indischen Herkunft und einer modernen Lebensweise. Da ich ja wie ihr wisst ein großer Bollywood-Fan bin, stand dieses Buch ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Als Leser begegnet einem das Thema auf geschickte Art und Weise und ohne erhobenen Zeigefinger. Dimple und Rishi haben beide indische Wurzeln, könnten aber sonst unterschiedlicher nicht sein. Während Rishi viel Wert auf die Meinung seiner Familie und Traditionen legt, ist Dimple dagegen sehr modern eingestellt. Sie pfeift auf einen für sie ausgesuchten indischen Ehemann und eine Beschränkung ihrer Person auf die Rolle der sorgenden Ehefrau und Mutter. Sie wird an der Eliteuni Stanford studieren und will Karriere machen.

Sie sieht ihre Chance gekommen, sich aus den Klauen ihrer überfürsorglichen Mutter zu befreien, als vor Semesterstart ein Sommerprogramm ansteht. Ziel des Programms ist es, eine eigene App zu entwickeln, wobei die beste App prämiert ist – als Gewinner darf man eine berühmte Programmierin treffen, Dimples Vorbild. Klar also, dass Dimple das unbedingt gewinnen will. Hierfür benötigt sie allerdings einen Teampartner. Dies ist ausgerechnet Rishi, der Kerl, der ihr kurz zuvor im Starbucks erklärt hat, er wäre ihr zukünftiger Ehemann.

Hinter den Rücken der beiden haben ihre Eltern nämlich verabredet, dass Dimple und Rishi ja ein perfektes Paar abgeben würden. Rishi, der fest davon überzeugt ist, dass Dimple nur im Sommercamp ist, um ihn als zukünftigen Ehemann kennen zu lernen, ist natürlich geschockt als er erfährt, dass Dimple von nichts wusste.

Nun müssen die beiden sich miteinander arrangieren, wollen sie den großen Preis des Sommercamps gewinnen. Dabei prallen natürlich zwei gegensätzliche Weltanschauungen aufeinander. Durch die entstehenden Konflikte greift die Autorin Sandhya Menon das Thema arrangierte Ehe geschickt auf und beleuchtet dieses von allen Seiten und fernab von Klischees. Dadurch, dass hier die Betroffenen zu Wort kommen, gelang es mir als Leser, auch einmal einen Perspektivenwechsel vorzunehmen.

Insgesamt ist die Entwicklung der Handlung meines Erachtens ohnehin relativ klischeefrei und fernab vom Kitsch. Es läuft viel nicht nach Schema F und kann mit der ein oder anderen Wendung überraschen. Vor allem Rishi konnte mich überzeugen. Er pflegt Traditionen und wäre dementsprechend auch für eine arrangierte Ehe, ja würde sogar seine eigenen Leidenschaften im Leben wie etwa das Comic-Zeichnen aufgeben um es seinen Eltern recht zu machen. Doch hat er auch hierfür seine für mich sehr nachvollziehbaren Gründe, welche nach und nach ans Licht kommen. Er ist zudem sehr liebevoll und fürsorglich und entwickelt sich während des Buches weiter. Dimple und Rishi sind wirklich ein sehr süßes Paar – insgesamt ist das Buch einfach nur Zucker und war mein perfekter Begleiter am Strand diesen Sommer. Ein Buch, das einfach Spaß macht.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Im Sommer 2018 erscheint das zweite Buch von Sandhya Menon „From Twinkle, with Love“.

Das englischsprachige Original ist trotz einiger Fachbegriffe auch gut für Anfänger geeignet.

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, feudales japan, flame in the mist, frauenpower, japan, lieb, lügen, magie, naive protagonistin, rache, renee adieh, romantik, samurai, wunderschöne sprache, zugehörigkeit

Flame in the Mist

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 16.05.2017
ISBN 9781473657991
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aktuell bekommen Settings im feudalen Japan oder generell im ostasiatischen Raum starken Auftrieb. Ich bin seit ‚Der Clan der Otori‘ ein großer Fan solcher Storylines und so habe ich auch dem Erscheinen von Flame in the Mist entgegen gefiebert, geschrieben von ‚Zorn und Morgenröte‘-Autorin Renée Ahdieh. Ich meine, eine Heldin wie Mulan und sexy Samurai?! Genau mein Ding! Eine Vorschau konntet ihr bereits im Unboxing der Fairly Loot auf meinem Blog erhaschen. 

Das Cover ist einfach traumhaft schön und steht für mich auch bildhaft für die Entwicklung von Mariko. Zu Beginn des Buches begegnen wir ihr auf dem Weg zu ihrem Verlobten, um die von ihren Eltern arrangierte Ehe einzugehen. Als ihr Konvoi überfallen und versucht wird, sie zu töten, ergreift sie die Chance und flieht nicht nur vor den Angreifern, sondern auch ihren Verpflichtungen.

Dabei verkleidet sie sich als Mann um den berüchtigten Black Clan zu infiltrieren, der den Anschlag auf ihr Leben geplant hat. Ihr Beweggrund ist zunächst, die Schande ihres Verschwindens durch Aufdeckung des Mordkomplotts zu kompensieren. Die Treue ihrer Familie gegenüber wird im Laufe des Buches allerdings immer mehr von dem Wunsch abgelöst, sich selbst auszuleben und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Obwohl ich Marikos Beweggründe eigentlich gut nachvollziehen konnte, wurde ich mit ihr anfangs echt nicht warm. Die Story war mir teilweise zu clean, zu steril. Obwohl Mariko eine wahre Gefühlsachterbahn durchläuft, zeigt sie dabei kaum Emotionen, sie war mir oft zu stoisch.

Dies kann auch Kalkül der Autorin gewesen sein, denn es gibt durchaus eine Schlüsselszene im Buch, in der dann doch noch der Knoten geplatzt ist und in der mir Mariko ans Herz wuchs. In der Szene erinnert sie sich an den Moment, in dem sie sich das erste Mal gegen ihre Familie und ihre Bestimmung als verschacherte Ehefrau gestellt hat.

"She remembered Chiyo telling her that finding one`s match was like finding one`s other half. Mariko had never understood that Notion.

She was not a half. She was wholly her own."

Für mich eines der stärksten feministischen Zitate ever. Die scheinbar hilflose Prinzessin braucht keinen Prinzen, keine große Liebe um für sich allein darin Erfüllung zu finden.

Ab dieser Stelle verstand ich Mariko besser und die Entwicklung wurde deutlicher. Es ging irgendwie um mehr.

Gut gefallen hat mir auch die Szene, in der Mariko einer Geisha begegnet. Zuerst abwertend und leicht spöttisch, erkennt Mariko dabei die Macht, die der Geisha mit ihrer Selbstinszenierung eigentlich innewohnt und bemerkt, dass sie jemanden vorschnell verurteilt hat. Eine schöne Szene, in der Renée Ahdieh wichtige Messages geschickt verpackt.

Im Laufe des Buches erhält Mariko mehrfach Gelegenheit, ihre Tarnung abzulegen und in den wohl behüteten Schoß ihrer Familie zurückzukehren. Es geht aber lange nicht mehr darum, gerettet zu werden, sondern selbst Akteur des eigenen Lebens zu sein. Marikos Konflikt zwischen ihren gesellschaftlichen Pflichten und ihren eigenen Wünschen ist stets präsent, aber nie aufdringlich oder übertrieben. Mir hat echt gut gefallen, wie die Autorin das gehändelt hat!

Der Konflikt verschärft sich, als sie von einem der Clanmitglieder enttarnt wird und sich langsam Gefühle entwickeln. Wobei, richtig langsam war das nicht wirklich. Mir war die entsprechende Szene etwas zu plump, ich hätte mir hier eine langsamere und romantischere Entwicklung der Lovestory gewünscht. Dennoch passt es in gewisser Weise zur Protagonistin, dass die Liebesbeziehung hier etwas pragmatischer angegangen wird und sie sich vielleicht erst später über ihre Gefühle klar wird. Es kommt zum dramatischen Showdown, bei dem sich das Blatt erneut wendet und man als Leser mit einigen Fragezeichen zurück bleibt. Ich für meinen Teil würde am liebsten sofort weiterlesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Insgesamt aufgrund des guten Cliffhangers und meiner persönlichen Schlüsselszene ein solider guter Read! Bitte mehr davon!

Der zweite Teil ‚Smoke in the Sun‘ erscheint voraussichtlich am 03.05.2018.

Das englische Original fand ich sprachlich zwar grammatikalisch relativ einfach, jedoch vom Wortschatz eher anspruchsvoll. Eher für bereits fortgeschrittene Leser geeignet.

 

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London

Christoph Marzi
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453316652
Genre: Fantasy

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Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:  
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The Hate U Give

Angie Thomas , Henriette Zeltner
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.07.2017
ISBN 9783570164822
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Story greift aktuelle Problemfelder der amerikanischen Gesellschaft auf und nimmt dabei eine sehr persönliche Perspektive ein, die sonst oft in den Medien untergeht: man lernt das Opfer kennen und begleitet die Angehörigen durch die Zeit nach der Tat.

Was dieses Buch so besonders und wohl auch kontrovers macht, ist der Perspektivenwechsel. In den (amerikanischen) Medien wird oft nur einseitig berichtet, nun wird die Seite der afroamerikanischen Bürger beleuchtet, fernab bloßer Black Lives Matter- Parolen. Die Protagonistin Starr ist daher entsprechend gut gewählt: eine junge Farbige, die zwar in einem Problemviertel lebt, aber auf eine privilegierte weiße Schule geht und bildungstechnisch eine glänzende Zukunft vor sich hat. Somit wird gerade kein Klischee des jungen Ghettokindes bedient, welches im Leben eh keine andere Chance sieht als zu dealen oder Mitglied in einer Gang zu werden, oder den Aufstieg durch Sport erreichen zu müssen. Starr war mir dabei immer sehr sympatisch. Insbesondere ihr Konflikt zwischen ihrem ’schwarzen‘ Familienleben in ihrem Elternhaus im Problemviertel sowie der Besuch einer eher weißen Eliteschule, ihre Freundschaften und ihre Beziehung zu einem Weißen fand ich nie übertrieben und immer sehr glaubhaft.

Starr wird Zeugin, wie ihr Freund Khalil bei einer Polizeikontrolle ohne jeglichen Anlass erschossen wird – beispielhaft für zu viele vergleichbare Fälle von Polizeigewalt in der jüngsten Vergangenheit. Das Buch hat also ungemeinen Zündstoff – als Leser wissen wir, was Sache ist: Khalil wurde ohne jeglichen Grund erschossen. Allein sein Aussehen, sein Auftreten und sein Ruf waren Anlass für den Polizisten, den Abzug zu drücken. An seinem Beispiel wird der Leserschaft schmerzlich vor Augen geführt, dass es Rassismus im Alltag und insbesondere im Rahmen von Polizeigewalt gibt – er ist real und hat auch in der heutigen Zeit noch ungeheure Konsequenzen.

Gut gefallen hat mir außerdem auch das Einbringen alltäglicher Rassismuskonflikte. In einer Szene beschreibt Angie Thomas ein klassisches Beispiel davon, wenn etwa Starrs privilegierte weiße Freundin Hailey Äußerungen mit rassistischem Kontext tätigt, die für sie scherzhaft gemeint, für die Betroffenen allerdings schmerzhaft empfunden werden. Hier sind wir in der klassischen „Negerkuss“-Situation. Weiße als nicht Betroffene entscheiden darüber, was sie selbst als rassistisch empfinden und was nicht. Dass man dabei allerdings dieses Empfinden allein der betroffenen Seite überlassen sollte, wird leider oft übersehen. Solche Konflikte lässt die Autorin geschickt einfließen, lässt sie aber – wie auch in der Realität – oft ungelöst. Als Leser bleibt man deswegen oft beklommen zurück.

Auch der Sprachgebrauch ist dabei hart an der beschriebenen Realität und fernab blumiger Worte. Der verwendete Slang spiegelt die gesellschaftliche Schicht wieder, in der sich das Buch bewegt. Dabei wird je nach Situation zwischen Slang und Hochsprache gewechselt und dadurch noch krasser der Unterschied innerhalb der Gesellschaft verdeutlicht.

Als Hip Hop-Fan liebte ich auch die vielen Hinweise, die Angie Thomas im Buch versteckt hat, wie etwa zu  N.W.A. und Tupac und deren Einfluss auf die afroamerikanische Gesellschaft.

Tupac prägte dabei das Akronym THUG LIFE – was für The Hate U Give Little Infants Fucks Everybody steht. Dabei meint das Akronym die Chancenungleichheit der amerikanischen Gesellschaft: Afroamerikaner haben in der Regel weniger Chancen auf sozialen Aufstieg und Wohlstand, das System dient nur den bereits Privilegierten. Das Problem der gesellschaftlichen Schere müsste dabei wohl nicht nur in Amerika gelöst werden.

Auch die Andeutungen zur Black Panther-Bewegung, Martin Luther King und Malcom X sind ein Genuss für Leser, die sich mit der amerikanischen Geschichte der Neuzeit beschäftigt haben. Den ein oder anderen regen die Verweise vielleicht sogar zum Nachschlagen an.

People like us in Situations like this become hashtags, but they rarely get justice. I think we all wait for that one time though, that one time when it ends right.

(Quelle: Angie Thomas – The Hate U Give, Balzer & Bray)

Genau auf diesen Moment fiebert man als Leser hin. Man war bei der Ermordung Khalils quasi live dabei, hat die sonst übliche Perspektive gewechselt und wünscht sich nicht sehnlicher als Gerechtigkeit. Man ist fest davon überzeugt, dass alles gut werden wird, dass alles gut werden muss. Dass diesmal alles anders ist. Angie Thomas baut über das ganze Buch mit allen kleinen und großen Verstrickungen, Charakteren und Entwicklungen diese Erwartungshaltung auf – nur um sie dann in einem großen Knall zum Einsturz zu bringen. Und genau dies löste zwar zunächst Verwirrung, Ärger und Schock bei mir aus – was aber genau die Reaktion ist, die die Autorin provoziert hat und die eventuell etwas bewegen kann. Wenn man sich selbst von einer solchen Ungerechtigkeit betroffen fühlt, wenn man plötzlich Empathie für die Gegenseite entwickelt, dann kann ein Umdenken stattfinden. Durch das Nichterfüllen der Erwartungshaltung wird die Message des Buches umso deutlicher – Rassismus ist ein reales gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.

Das Buch ist für mich schon jetzt ein moderner Klassiker, den man einfach gelesen haben sollte.

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Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss sagen, als alter Bollywood-Fan war ich vom Klappentext bereits unglaublich angefixt. Und der Dressler Verlag hat der deutschen Übersetzung passend zur Geschichte dieses wahnsinnig tolle Cover verpasst. Es schimmert unglaublich schön und lies sich in den Bildern leider gar nicht richtig einfangen. Auch toll war der passend zum Schutzumschlag bedruckte Buchdeckel, was auf dem deutschen Buchmarkt endlich mal eine Abwechslung zu den schnöden einfarbigen darstellt.

Ganz besonders bewegt hat mich dabei das Nachwort der Autorin, die sich damit klar politisch positioniert. Als ich das Nachwort gelesen habe, sah ich das Buch plötzlich noch einmal mit ganz neuen Augen. Ich empfehle euch, dies bereits vor Beginn des Buches zu lesen.

Wir treffen Amrita zu Beginn des Buches direkt an einem Wendepunkt in ihrem Leben: sie soll das idyllische Shalingar und ihre Liebsten verlassen, um eine politisch forcierte Ehe mit dem grausamen Herrscher Sikander einzugehen. Wer sich ein wenig mit Geschichte auskennt wird die Parallelen zu Alexander dem Großen und seinen Eroberungsfeldzügen bis ins antike Indien erkennen. Ich muss sagen, dass mir diese Anlehnung gut gefallen hat. Die Autorin verknüpft hier historisches mit einer fantastischen Welt voller Götter, Legenden und Magie.

Dabei gelang es der Autorin gleich zu Beginn, mich vollends in die magische Welt von Shalingar eintauchen zu lassen. Die Beschreibungen sind einfach wunderschön, ich habe immer noch das Gefühl, mit Amrita und Arjun durch den Mangohain zu schlendern und die geheimen Gänge des Felsentempels zu entdecken.

Neben dem ästethischen Setting bleibt die Handlung nicht auf der Strecke. Amrita muss sich einer unerwarteten Wendung der Ereignisse stellen, Shalingar wird überfallen und sie muss den Angreifern entfliehen. An ihrer Seite ist dabei die Seherin Taha, mit ihr versucht sie einen Weg zu finden, ihr Königreich zu retten. Dabei kommt sie immer wieder in Situationen, in denen sie über sich selbst wachsen muss, in denen sie entdeckt, was eigentlich in ihr steckt.

Insgesamt ist Amrita nicht nur eine mystische Abenteuergeschichte, sie ist auch eine Geschichte der Selbstfindung. Die Protagonistin muss herausfinden, wer sie wirklich ist, um Shalingar retten zu können. Die Autorin versteckt in dieser Selbstfindung dabei einen tieferen Sinn der Geschichte, ohne dabei belehrend zu wirken oder den Erzählfluss zu stören. Sehr gelungen, wie ich finde. Obwohl das Buch gegen Ende stark in die Phantastik abgleitet, fand ich dies nie übertrieben oder gar störend. Aufgrund des starken Storybuildings ist es Aditi Khorana gelungen, dass man als Leser nie den Anschluss verliert oder  es einem zu abgespaced wird. Hier liegen eindeutig die Stärken des Buches. Obwohl die Handlung einer Achterbahnfahrt gleicht und man als Leser kaum zum Durchatmen kommt, bleibt man Shalingar und seiner Mystik verankert und die Entwicklung von Amrita ist glaubwürdig.

Das Ende hingegen fand ich ungewöhnlich und ich hatte irgendwie anderes erwartet.  Amrita muss sich von dem Menschen wegbewegen, der sie einmal war und das Wohl der Allgemeinheit über ihre eigenen Wünsche und ihre Persönlichkeit stellen. Ich muss sagen, dass das Ende dennoch zum Buch passt. Etwas anderes hätte dann doch irgendwie nicht zu Amrita und ihrer durchgemachten Entwicklung gepasst.

Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben und kann es euch durchweg weiter empfehlen.

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Vier Farben der Magie

Victoria Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:

Es gibt Bücher, bei denen man ein vorfreudiges Kribbeln verspürt, sobald man von der Veröffentlichung erfährt. Dann gibt es Bücher, wo man schon nach ein paar Seiten das Gefühl hat, es könnte etwas ganz Großes werden. Und es gibt Bücher, bei denen man nach der letzten Seite atemlos zurück bleibt und weiß, dass es nun für immer ein Lieblingsbuch bleiben wird!

Vier Farben der Magie ist so ein Buch! Von Seite eins an begleitet man den Magier Kell, einen der letzten Antari, als Wandler zwischen diesen wundervoll erdachten Welten. Man trifft auf Lila, bekämpft das Böse, man leidet, hofft und lacht. Dieses Buch ist etwas ganz besonderes! Es hat gut getan endlich mal kein Buch nach Schema F zu lesen. Die Charaktere waren fein herausgearbeitet, die Beziehungen der Figuren untereinander glaubhaft und nicht überstürzt in eine Richtung gedrängt, nur um eine weitere Storyline zu haben. Die Reihe hat noch unglaublich viel Potential nach oben, es sind noch soviele Fragen offen, man möchte jedes noch so kleine Detail gemeinsam mit Kell und Lila in diesen Welten entdecken. Solch ein Gefühl hatte ich nur sehr selten, etwa bei Harry Potter natürlich, Chroniken der Unterwelt oder der Bone Season-Reihe.

Wie gut, dass der zweite Band ‚Die Verzauberung der Schatten‘ bereits für 23.11.2017 geplant ist.
Ich bin begeistert, nach Caraval mein zweites Jahreshighlight – und das bereits im Mai!
Unbedingt lesen!

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Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Willkommen, willkommen in Caraval. Es ist eine Welt aus Illusionen. Wir wollen euch davontragen, doch gebt acht, dass ihr nicht zu weit davongetragen werdet. Wahr gewordene Träume können wunderschön sein, aber sie können auch zu Alpträumen werden, aus denen man nicht mehr erwachen kann.“

Eben dies muss auch Scarlett feststellen, als ihr Wunsch aus Kindheitstagen endlich wahr wird und sie gemeinsam mit ihrer Schwester und dem mysteriösen Julian an dem legendären Spiel Caraval teilnehmen darf. Sie muss allerdings schnell feststellen, dass in der Glitzerwelt Caraval nichts so ist wie es scheint, und spätestens als ihre Schwester verschwindet, wird aus dem Spiel plötzlich ernst.

Ich hatte Caraval schon im englischen Original auf dem Schirm, da es im Netz stark gehyped wurde. Als dann die deutsche Übersetzung sogar unter Beibehaltung des Originalcovers bei IVI / Piper Verlag erschien, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen musste!

Dementsprechend hoch war natürlich die Erwartungshaltung und ich muss euch sagen – sie wurde noch übertroffen! Stephanie Garber hat hier ein Debüt hingelegt, dass sich sehen lassen kann. Sie verwebt eine einzigartige magische Welt mit vielschichtigen Charakteren und unvorhergesehenen Wendungen. Das Setting ist dabei fantasievoll und originell. Caraval ist wie die darin verwobene Welt, ein Spektakel!

Ganz besonders verzaubert hat mich die Autorin dabei mit Ihrem unglaublichen Stil – sie malt richtiggehend mit Worten! Ihre Bildersprache ist gewaltig und passt perfekt zur Szenerie und Atmosphäre des Buches. Sie schreibt so sinnlich, dass man als Leser glaubt, man könne das Geschriebene mit allen Sinnen wahrnehmen.

Caraval hat genau die richtige Mischung zwischen spannender Action und leisen, gefühlvollen Szenen, die den Leser eine emotionale Bindung zu Scarlet und ihren Mitspielern herstellen lassen. Dabei zieht sich unterschwellig und nie aufdringlich eine eindeutige Message durch das Buch, ohne dabei kitschig zu sein: Mut, Liebe, die Zuversicht in das eigene Können und das Ausleben der eigenen Wünsche und Möglichkeiten.

Das Buch ist voller Wendungen, die Story nie groß vorhersehbar; es bleibt dadurch spannend bis zum Schluss. Getragen wird dies natürlich durch die vielschichtigen und undurchsichtigen Charaktere, die sich mehrfach zu wandeln scheinen. Im Showdown führen dann alle losen Fäden zusammen und man merkt, wie genial die Story überhaupt angelegt ist. Hier fallen die Masken, und das mehrmals. Ohne dabei viel verraten zu wollen, lässt der Epilog auch auf eine mögliche Fortsetzung hoffen.

Caraval hat meiner Meinung nach den Hype absolut verdient. Übersetzungen des Buches wurden in vielen Ländern veröffentlicht und die Filmrechte vor kurzem an Twentieth Century Fox verkauft.

Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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1.032 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 151 Rezensionen

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Perfect – Willst du die perfekte Welt?

Cecelia Ahern , Christine Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 17.11.2016
ISBN 9783841422361
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1.733 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 291 Rezensionen

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Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich Flawed, den ersten Teil der Dilogie von einer guten Freundin bekam, war ich noch etwas kritisch und dachte „Schon wieder eine Dystopie und dann noch von Cecelia Ahern?“ Ich hatte zuvor nur deren absolute Klassiker im Bereich Romance gelesen und konnte mir nicht so recht vorstellen, wie das zusammen passen soll… und ich hatte einfach schon so viele recht flache Dystopien gelesen, dass ich das Buch erst mal zur Seite legte.

Glücklicherweise griff ich dann doch noch mal danach und was soll ich sagen – Gott sei Dank ist dieses Buch nicht auf meinem SUB versauert!

Darum geht es laut Klappentext:

Celestines Leben scheint perfekt: Sie ist schön, bei allen beliebt und hat einen unglaublich süßen Freund.
Doch dann handelt sie in einem entscheidenden Moment aus dem Bauch heraus. Und bricht damit alle Regeln. Sie könnte im Gefängnis landen oder gebrandmarkt werden – verurteilt als Fehlerhafte.
Denn Fehler sind in ihrer Welt nicht erlaubt. Nichts geht über die Perfektion. Auch nicht die Menschlichkeit. Jetzt muss sie kämpfen – um ihre eigene Zukunft und um ihre große Liebe.

Klingt zunächst also wirklich wie eine klassische Zukunftsvision nach Schema F: Mädchen kämpft gegen das System und nebenbei verliebt sie sich in die große Liebe ihres Lebens.

Diese Reihe ist allerdings soviel mehr als eine Dystopie – in Aherns Reihe versteckt sich stattdessen eine ausgeklügelte Gesellschaftskritik! Die Autorin vermag eine Vision unserer Zukunft zu erschaffen, die erschreckend und leider absolut nicht fernliegend ist. Vielmehr finden sich Anklänge an verschiedene faschistische Systeme darin.

Eine instinktive unüberlegte Handlung hat für Celestine schwerwiegende Folgen, sie wird von der Gesellschaft ausgestoßen und gebrandmarkt und gehört nun zu den „Flawed“. Sie erlebt nun am eigenen Leib das genaue Gegenteil ihrer zuvor perfekten Welt und beginnt, das bestehende System zu hinterfragen.

Da sie in einen Vorfall mit dem obersten Verfechter des Systems, Richter Crane verwickelt ist, muss sie aus dem System ausbrechen, um sich selbst zu retten.

Fehler sind nichts, für was man sich schämen müsste. Fehler lehren uns, Verantwortung zu übernehmen. Wir lernen, was wir das nächste Mal anders machen würden, wie wir in Zukunft anders, besser und weiser sein werden. Wir sind nicht nur wandelnde Fehler, wir sind menschlich.

Cecelia Ahern schafft mit dieser Dilogie etwas einzigartiges, und hier erkennt man ihre Erfahrung als Bestsellerautorin: sie verwebt die spannende und rasante Story um Celestine mit einer Gesellschaftsform, die gar nicht mal so weit weg von unserer heutigen Gesellschaft zu sein scheint. Mit erschreckender Faszination ist man zunächst ganz bei Celestine und ihrer perfekten Welt und stürzt mit ihr gemeinsam in das genaue Gegenteil. Dabei schafft es die Autorin, nie vorhersehbar zu werden und einige unerwartete Wendungen einzubauen.

Auch bei der enthaltenen Lovestory schöpft sie ihre ganze Erfahrung als Autorin aus: selbst in Szenen, in denen ich dachte „Hoppla, das geht jetzt aber schnell“ dienen diese der Story und sind  wohl platziert. Auch das von mir zu Beginn des Buches orakelte Liebesdreieck entwickelte sich anders als gedacht und brachte mir mit die schönsten Szenen des Buches. Selbst kleinste Details und Szenenbeschreibungen dienen der Geschichte, ich sage nur Erdbeeren und Fußkettchen, zwei der absolut berührendsten Szenen der Reihe. Die Bücher regen zum Neujustieren der eigenen Moralvorstellungen und Werte an und lässt einen nachdenklich zurück. Eine wertvolle Reihe, um gerade in Zeiten der geschönten Social Media-Profile sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen – statt auf die Person, die man sein sollte auf die, die man wirklich ist.

Ein absolutes Must-Read, chapeau, Miss Ahern! Bitte mehr davon!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Flashfall

Jenny Moyer
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Henry Holt and Co. (BYR), 15.11.2016
ISBN 9781627794817
Genre: Sonstiges

Rezension:

Was für eine rasante Fahrt! Nachdem ich von Carve the Mark so enttäuscht war, wartete bereits die nächste Space Opera auf mich. Und anders als bei Rat der Neun ließ mich dieses Buch atemlos zurück!

Ich hatte Flashfall beim Stöbern auf Amazon entdeckt und es landete als Interessant, aber wohl kein Highlight auf einer meiner Listen. Als ich es dann beim Gebrauchtbücher-Händler meines Vertrauens für ein paar Euro entdeckte, bestellte ich es einfach mit.

Was für ein absoluter Glücksgriff! Ich bin immer noch total begeistert, wie dieser kleine Underdog es geschafft hat, mich zu unterhalten.

Die Story spielt in einer atomar verseuchten Zukunft, in der Orion und ihr Freund Dram in einem Außenposten ein Erz abbauen müssen, um damit den atomaren Ausfall einzudämmen und nach Erreichen einer gewissen Menge in die sichere Stadt Alara zu dürfen.

Der Plot klingt zunächst einmal etwas kurios, ist aber fein erdacht und führt in eine ganz andere Richtung, als man als Leser zunächst denkt. Mich reizte die Idee einer Geschichte über Minen, Höhlen und Endzeitstimmung und ich muss sagen, das Buch ist von der Geschichte her endlich mal wieder etwas neues auf dem Markt.

Die Autorin schafft mehrfach super Wendungen, bei denen einem der Atem stockt. Das Buch ist brutal, ehrlich und rau – dabei kommen aber die Menschlichkeit und die Gefühle nicht zu kurz.

Vielmehr geht es in dem Buch um genau das – um Menschlichkeit. Wieviel gibt der Mensch auf, um zu überleben? Um nicht auszusterben? Ist es letztlich nicht die Menschlichkeit als einzige Art zu überleben?

Das Buch liest sich enorm gut und es gibt Non Stop Action ohne Ende – eine emotionale Achterbahnfahrt! Ich konnte es kaum aus der Hand legen und auch das Ende ist in dem Sinne unbefriedigend, dass man unbedingt wissen muss, wie es weiter geht – leider erscheint der zweite Teil Flashtide erst im November 2017.

Das Buch ist für mich bisher der Überraschungskandidat 2017 und verdient eindeutig mehr Aufmerksamkeit!

Eine eindeutige Leseempfehlung für alle, die gerne mal was Neues in Sachen Dystopie und SciFi lesen wollen!

Das englischsprachige Buch ist aufgrund der vielen Fachbegriffe für fortgeschrittene Anfänger geeignet.

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280 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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To All the Boys I've Loved Before

Jenny Han
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster US, 01.03.2014
ISBN 9781481417754
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manchmal ist es für mich an der Zeit, mal wieder etwas fürs Herz zu lesen. Aus dem üblichen Fantasy-Genre auzubrechen und mit einem heißen Bookboyfriend fremdzugehen! Etwas zum Wohlfühlen und in einem Rutsch wegsuchten! Etwas bei dem es einem das Herz zerreißt, nur um im nächsten Moment wieder gekittet zu werden.

Euch geht es genauso? Dann ist meine neue Reihe {Sehnsuchtsbücher} auf meinem Blog genau das Richtige für euch!

Los gehts mit einem absoluten Highlight unter den Sehnsuchtsbüchern, der Reihe um Lara Jean und ihren Liebesbriefen von Jenny Han.

I don`t want to be afraid anymore. I want to be brave. I want… life to start happening. I want to fall in love and i want a boy to fall in love with me back.

Lara Jean schreibt Liebesbriefe. Immer einen an den Jungen, von dem sie sich gerade entlieben will. Diese schickt sie allerdings nicht ab, vielmehr versteckt sie sie in einer alten Hutschachtel ihrer Mutter. Als diese eines Tages doch ihre Empfänger erreichen, steht Laras Liebesleben auf einmal Kopf.

Lara Jean ist dabei eine sehr sympathische, eigensinnige Protagonistin, mit einem Hang zur Dramatik. Mal nüchtern und bedacht, mal romantisch und noch etwas kindlich. Genau diese Charaktereigenschaften zeigen, wo sie gerade im Leben steht – die heiße Phase ihres Schulabschlusses beginnt, ebenso die Orientierung fürs College – Lara Jean wird langsam erwachsen. Dabei schwankt sie zwischen dem Wunsch, ihrem Leben einen Schubs in die richtige Richtung zu geben und der Angst davor, altes zurücklassen zu müssen.

Die Autorin hat hiermit genau meinen Nerv getroffen. Ich fühlte mich sofort wieder zurückversetzt in meine Schulabschlusszeit voller aufregender neuer Erfahrungen, der ersten Liebe, aber auch dem ersten Herzschmerz und Enttäuschungen.

Natürlich spielt bei all dem die Liebe eine große Rolle. Zu wem dabei Lara Jeans Herz entbrennt, das bleibt lange vor der Protagonistin und somit auch dem Leser verborgen. Manch einem mag das vielleicht zu kitschig sein, ich fand es war genau das, was ich von dem Buch erwartet habe und weswegen ich es überhaupt lesen wollte.

Es gibt dabei gleich mehrere heiße Kandidaten zur Auswahl, in die man sich gemeinsam mit Lara verlieben kann. Von einigen weiß man dabei nicht genau, was man als Leser halten soll… was durchaus im Buch auch so angelegt ist. Es geht eben darum zu entdecken, wer wirklich zu einem passt – die Illusion oder das wahre Ich eines Menschen. Am Ende hat sich dabei der beste Kandidat langsam aber stetig in mein Herz geschlichen – und Lara hat es am Ende dann auch noch gecheckt! Bleibt nur abzuwarten, was sie in Band 2 aus dieser Erkenntnis macht.

I think I see the difference now, between loving someone from afar and loving someone up close. When you see them up close, you see the real them, but they also get to see the real you. Love is scary: it changes; it can go away. That`s part of the risk. I don`t want to be scared anymore. I want to be brave.

Das Buch ist für Englisch-Anfänger geeignet.

Erschienen im englischen Original bei Simon & Schuster, Scholastic Ltd. und in der deutschen Übersetzung im Carl Hanser Verlag

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Shadow and Bone

Leigh Bardugo
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Orion Children's, 06.06.2013
ISBN 9781780621838
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wieso? Wieso nur habe ich mit dieser Reihe so lange gewartet?

Ich habe nach dem Lesen des ersten Bandes das Gefühl, auf einen Schatz gestoßen zu sein. Mit dieser Meinung scheine ich im Netz wohl nicht alleine zu sein, die positive Resonanz ist riesig!

Die Grischa-Reihe von Leigh Bardugo gehört sowohl im englischen Original als auch in der deutschen Übersetzung nicht nur wegen der schwer erhältlichen deutschen Hardcover zu den am meisten gehypten Bücher der letzten Jahre. In der Regel bin ich bei solchen Hypes entweder schwer skeptisch oder von Anfang an mit Enthusiasmus mit dabei – bei Grischa war es lange Zeit so, dass ich nicht recht wusste, ob das Setting etwas für mich ist.

Das Buch spielt in Ravka, einer fiktiven Welt, die stark russisch angehaucht ist. Jede Seite atmet den eisigen Hauch der Tundra, man riecht Nerzmäntel, fühlt klirrende Kälte und flimmernde Magie. Leigh Bardugo schafft es, den Leser mit wenigen Seiten völlig in ihre Welt zu ziehen! Und ja, diese ist so bezaubernd, so besonders auf dem Buchmarkt, dass ich froh bin, sie nicht verpasst zu haben.

Protagonistin ist die Kartenmacherin Alina, eine Waise, die gemeinsam mit ihrem besten Freund Mal und der ersten Armee auf dem Weg zur mysteriösen Unsea ist, ein Gebiet voller dunkler Magie und Schrecken. Als sie und Mal in eine gefährliche Situation geraten, entdeckt Alina Kräfte, von denen sie nicht zu träumen wagte. Als Grischa wird sie nun dem Darkling unterstellt und ausgebildet. Doch die machtvolle Welt der Grischa ist anders als gedacht…

Die Story beginnt gleich mit einer ordentlichen Portion Action, welche auch im weiteren Verlauf auf einem konstant hohen Niveau bleibt. Dabei kommen Charakterdarstellung und Storybuilding nicht zu kurz.

Auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Dabei dachte ich zu Beginn des Buches, dass sich eine recht vorhersehbare Dreiecksbeziehung entwickeln würde… und war an einer gewissen Stelle sogar etwas enttäuscht, weil mir bei einer Entwicklung zwischen zwei Personen etwas die Raffinesse fehlte – aber weit gefehlt! Eben jene Szene ist mit Bedacht so gewählt, der Leser als auch die Protagonistin mit Absicht auf den Holzweg geführt!

Gerade diese Szene, bei der ich zuerst enttäuscht über die Lieblosigkeit und Fantasielosigkeit von Leigh Bardugo war, entwickelt sich zur späteren Schlüsselszene, bei deren Auflösung man begeistert der Autorin seine Zustimmung zurufen möchte. Auf einmal wird die scheinbar vorhersehbare Story zu etwas größerem, die Autorin spielt derart geschickt mit Erwartungen und Klischees, dass man sich selbst ertappt fühlt und erleichtert ist, dass dieses Buch einfach anders, ja einfach mehr ist.

Gemeinsam mit der Protagonistin Alina erlebt man diese Kehrtwende, wird mit Wahrheiten konfrontiert und muss auf einmal sein Weltbild neu ordnen – und muss raus aus seiner Comfort Zone, muss selbst mutig sein und handeln.

Genau dies möchte das Buch mit leisen Tönen vermitteln – dass man sich selbst treu bleiben muss, man auf sein Bauchgefühl hören,  für sich selbst, für die Gerechtigkeit und für seine Lieben einstehen sollte.

Das Buch entwickelt sich zu einem dramatischen Showdown, der einen sprachlos zurück lässt und den Leser fragen lässt, wie denn nun bloß alles wieder gut werden soll.

Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weiter geht und welche Überraschungen die Reihe weiterhin bereit hält.

Die Grischa-Trilogie ist im englischen Original erschienen bei Orion Children`s Books, Square Fish und in der deutschen Übersetzung beim Carlsen Verlag.

Im sogenannten Grishaverse veröffentlichte die Autorin weitere Werke wie etwa Six of Crows oder language of Thorns.

Das Buch ist im englischen Original für fortgeschrittene Anfänger geeignet.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Carve the Mark

Veronica Roth
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Katherine Tegen Books, 17.01.2017
ISBN 9780062348630
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ich Ende letzten Jahres entdeckt habe, dass von Veronika Roth ein neues Buch, noch dazu im Sci-Fi-Bereich, erscheinen sollte, war ich begeisert.

Ich fieberte der Veröffentlichung entgegen und freute mich wie ein Schnitzel, dass das wundervolle Cover auch in der deutschen Ausgabe bei cbt übernommen wurde.

Allerdings sollte das mit mir und dem Buch wohl einfach nicht sein. Meine deutsche Ausgabe ging bei der Post verloren und kostete mich einige Nerven.

Dann schenkte mir mein Freund die englische Originalausgabe

Als ich schließlich dennoch danach griff, erwartete ich einiges.  Ich liebe gute Space Operas und aufgrund des neuen Windes in diesem Genre durch so tolle Bücher wie etwa Gemina oder These Broken Stars lag die Latte entsprechend hoch. Der Klappentext versprach fiel und das Cover sieht so wundervoll aus, ich wollte einfach, dass das Buch ein neuer Liebling im Regal wird.

Zu Beginn des Buches herrschte zuerst noch Verwirrung, es waren mir zuviele neue Namen und zu viele sprachliche Wortschöpfungen, sodass ich Probleme hatte in die Story einzutauchen. Das Buch konnte mich noch nicht richtig abholen, ich blieb aber hartnäckig dran (Erwartungshaltung, lass es toll sein, bitte!) und blickte auch langsam durch, was den Plot anging.

Dieser blieb allerdings die meiste Zeit über sehr – leise. Ja, still. Es gab eher innere Konflikte statt epischer Schlachten. Die Auseinandersetzungen zwischen den Charakteren waren für mich zwar nachvollziehbar, aber lösten in mir wenig aus.

Die Autorin erfindet das Rad mit diesem Buch nicht neu. Vielmehr bedient sie sich klassicher Elemente, sodass ich mich ständig so fühlte wie bei einem Deja Vu – so etwas ähnliches hast du bereits gelesen oder gesehen. Ich musste bei den tragenden Elementen des Buches direkt an Star Wars oder die Reihe von Tahereh Mafi (Ich fürchte mich nicht) denken.

Sie gibt den Dingen zwar einen eigenen Dreh, sehr originell und packend wirkte das auf mich allerdings nicht, die Konflikte wirkten zu gewollt.

Meines Erachtens ist das Buch nicht schlecht. Es ist aber auch nicht so herausragend gut, wie ich hoffte. Insgesamt ein solider Read, der leider hinter meinen hohen Erwartungen zurück blieb.

Das englischsprachige Original ist aufgrund der vielen Fachbegriffe eher für fortgeschrittene Leser geeignet.

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