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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

trauer, herberge, familie, poststation, witwe

Die Herberge von Ivy Hill

Julie Klassen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 30.05.2017
ISBN 9783775157865
Genre: Historische Romane

Rezension:

Endlich habe ich auch den neuesten Julie-Klassen-Roman Die Herberge von Ivy Hill gelesen, der diesmal aber nicht ein Einzelband, sondern der erste Teil einer ganzen Reihe ist! Der zweite Band erscheint auf Englisch zwar erst im Dezember, aber ich hoffe, dass die deutsche Ausgabe danach nicht lange auf sich warten lassen wird.

Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus „The Bell“. Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um „The Bell“ zu erhalten?

Ich habe nach dem Lesen des Klappentextes, ehrlich gesagt, nichts Großes von diesem Roman erwartet, vielmehr hört es sich ja danach an, als würde die Beziehung zwischen Thora (voll der schöne Name, oder??) und ihrer Schwiegertochter Jane im Mittelpunkt stehen – was ich auch bestätigen kann, jetzt wo das Buch gelesen ist. Doch es geht um weitaus mehr: Julie Klassen schreibt über Menschen (ebenfalls Thora und Jane), die nahestehende Menschen verloren haben und wie sie damit umgehen, es geht außerdem um die Position innerhalb der Gesellschaft und auch darum, nicht aufzugeben, denn Gott hat unendlich viele Auswege aus jeder noch so scheinbar unlösbaren Situation.

Eine der größten Wandlungen geschehen, wie ich finde, mit Jane, der Protagonistin. Wo sie anfangs ganz in ihrer Trauer versank, sich keinen Deut um die ihr von ihrem verstorbenen Mann hinterlassenen Herberge scherte und kaum Kontakt zu der Außenwelt suchte/hatte, war sie zum Schluss eine vollkommen „neue“ Person: sie entschied sich gegen den Verkauf der Herberge und übernahm die Geschäftsführung dieser, zudem kamen sie und ihre Schwiegermutter sich näher und sie hat es geschafft, ihre Trauer um ihren verstorbenen Ehemann zu „besiegen“. Jane ist eine starke Frau, die weiß, was sie will.

In diesem Buch erfährt man viel darüber, wie es damals gewesen ist, eine Herberge zu führen und ich musste feststellen, dass es damals auch Einiges an Papierkram zu erledigen gab. Um ehrlich zu sein habe ich gedacht, es wäre früher sehr viel einfacher gewesen, ein Geschäft zu führen. Überhaupt lernt man beim Lesen sehr viel über die Gesellschaft in England während des 19. Jahrhunderts kennen, was bei Julie Klassen eigentlich immer der Fall ist.
Was ich hier wieder sehr schön finde, ist, dass es auch zu diesem Buch Fotos gibt, die Julie Klassen sich als Vorlage für das Beschreiben der Ortschaften genommen hat. Zu dieser neuen Reihe gibt es sogar eine eigene Webseite, wo man alle Infos zu den Büchern erhält: talesfromivyhill.com.

Zwar hat das Buch eher mittelmäßig angefangen und hat sich, was Spannung angeht, nur langsam gesteigert, doch ab dem letzten Drittel/Viertel wurde es richtig interessant. Ich bin jetzt auf jeden Fall sehr gespannt auf den Folgeband und hoffe, ich konnte in euch auch das Interesse für diese Reihe wecken! Für den ersten Teil vergebe ich 3 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, liebe, mut, trauer   (4)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

ketzer, inquisition, kerker, dominikaner, karla

Die Rache des Inquisitors

Alexander Hartung
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 23.03.2016
ISBN 9783865062956
Genre: Historische Romane

Rezension:

Erst letzten Monat habe ich Bekanntschaft mit Christian Hartung gemacht (natürlich nicht persönlich, sondern durch sein Buch „Hinter der Angst“, welches mich zwar nicht sehr überzeugen konnte, mich aber dennoch nicht davon abhalten konnte, ein weiteres seiner Bücher zu lesen). Letzte Woche habe ich also Die Rache des Inquisitors gelesen, das mir wiederum ganz gut gefallen hat. Das liegt wohl auch daran, dass die Thematik, um die es in diesem Roman geht, mich interessiert – eigentlich finde ich historische Romane fast immer spannend, denn sie helfen uns heute, sich ein Bild davon zu machen, wie es damals ungefähr gewesen ist.

Deutschland im 17. Jahrhundert. Die Hexenverfolgung macht auch vor dem beschaulichen Dörfchen Reheim im Taunus nicht Halt. Der blinde Dominikanerpriester Baselius und sein junger Gehilfe Thomas verfolgen erbarmungslos ihr Ziel, die Ketzerei auszurotten. Die Schreckensherrschaft der Inquisition hetzt die Bürger gegeneinander auf, jeder beschuldigt jeden, um die eigene Haut zu retten, und immer mehr Scheiterhaufen brennen. Nur die junge Klara schöpft aus ihrem Glauben heraus den Mut, sich zu widersetzen, als ihre Freundin Agnes den Flammen zum Opfer fällt. Trotz der Warnungen ihres Onkels Markus und ihres Jugendfreundes Peter stellt Klara Nachforschungen an. Als sie auf ein dunkles Geheimnis stößt, das sich hinter dem religiösen Eifer des jungen Thomas verbirgt, gerät sie selbst in Gefahr …

Bisher habe ich noch nicht viele historische Krimis gelesen, daher war dieses Buch das Genre betreffend etwas „Besonderes“ für mich. Zum Anderen habe ich bislang auch kaum etwas über die Inquisition gelesen. Inquisitionen sind Gerichtsverfahren, die durchgeführt wurden, wenn Menschen sich von dem „richtigen“ Glauben abwandten – sogenannte Häretiker.

In diesem Roman merkt man, dass zu der Zeit – 17. Jahrhundert – die Kirche sehr dominant war. Sie hatte eine große Macht, denn damals waren die Menschen um Einiges religiöser, aber auch abergläubiger als heute.
Viele Männer der Kirche haben ihre Berufung, ihre Arbeit sehr ernst genommen und von ganzem Herzen sowie aus dem Glauben an Gott ausgeführt.
Doch es gab auch – leider – nicht wenige, die sich der Kirche anschlossen, um die große Macht über die Menschen zu erhalten. Da man dies nach außen hin nicht (sofort) erkennen konnte, hatten viele unschuldige Menschen darunter zu leiden, so auch in diesem Roman.

Der ältere und blinde Inqisitor (Richter der Inquisition) Baselius sowie der jüngere Thomas hatten zu Ohren bekommen, dass in dem Dorf Reheim Ketzerei betrieben wurde und machten sich auf den Weg dorthin. Es wurden mehrere gute Menschen und Christen fälschlicherweise als Ketzer „enttarnt“, gefoltert und letzten Endes durch Inquisitionen zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Es war erschreckend, wie ein Verdacht oder ein vages Beweisstück gleich zur Verurteilung führen konnte.

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Tags: geheimnisse, kirche, krimi   (3)
 

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liebe, glaube, vergebung, eden, jugendliche

Sehnsucht nach Eden

Linda Nichols , Ingo Rothkirch , Tabea Klaus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.08.2010
ISBN 9783868271799
Genre: Romane

Rezension:

Linda Nichols ist für mich eine der Autorinnen, von der ich alles lesen würde, ohne mich vorher über das Buch informiert zu haben, denn bisher hat sie mich immer überzeugen können. Daher war ich mir sicher, dass Sehnsucht nach Eden auch so ein Buch sein würde.
Und das war es auch.
Wo mich die erste Buchhälfte noch nicht besonders mitreißen konnte, hat mich der Rest total umgehauen. Aber im Folgenden mehr dazu.

Als Weltenbummlerin Miranda DeSpain unverhofft auf einen Hinweis über den Verbleib des Kindes stößt, das sie mit 16 zur Adoption freigeben musste, gibt es für sie kein Halten mehr. Ihre Spur führt sie direkt ins kleine Städtchen Abingdon. Die schrulligen Einwohner und die quirlige kleine Eden machen es ihr leicht, sich dort heimisch zu fühlen. Doch mit ihrer Suche kommt sie nur mühsam voran. Zumal es der örtliche Polizeichef scheinbar auf sie abgesehen hat. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Trotzdem gibt Miranda nicht auf. Sie weiß: Dies ist ihre letzte Chance. Dies ist ihre Gelegenheit, die Puzzleteile ihres Lebens zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen und endlich nach Hause zu kommen.

Das Thema, um welches es in diesem Buch im Grunde geht – Adoption – ist ein schwieriges, denn hier liegt der Fall von „erzwungener“ Adoption vor. Miranda, die Protagonistin, war 15, als sie ihr Baby zur Welt brachte und ihre Mutter organisierte eine private Adoption ohne die Zustimmung ihrer Tochter. Dies lässt Miranda keine Ruhe, weshalb sie seitdem ein unruhiges Leben ohne größeren Sinn führt.

Es tat mir beim Lesen sehr weh, wie Miranda ihr Baby schmerzlich in ihrem Leben vermisst hat. Dazu war ihre Beziehung zu ihrer Mutter sehr kompliziert, was ihr nicht dazu verhalf, sich besser zu fühlen. Erst nach dem Tod der Mutter konnte sie „aufatmen“ und ihr eigenes Leben führen. Die Veränderung konnte man deutlich in ihrer Persönlichkeit sehen. Plötzlich durfte sie ihr Leben so gestalten, wie sie wollte und hatte nicht immer ihre Mutter im Rücken.
Auf der Suche nach ihrem mittlerweile elf Jahre alten Kind hat sie auch eine Menge über die schreckliche Vergangenheit ihrer Mutter erfahren. Erst jetzt verstand sie, was ihre Mutter dazu bewegt hatte, sich so zu verhalten, wie sie es getan hatte – und Miranda lernte, dakbar dafür zu sein und ihre Mutter mehr zu lieben.

Die Suche nach ihrem Kind führte sie zu einem kleinen Örtchen Abingdon, doch es war eine sehr erschwerliche Suche, denn Miranda hatte keinerlei Informationen über ihr Baby. War es ein Mädchen oder Junge? Wie viel wog es bei der Geburt und wir groß war es? Irgendwann kam sie zu dem Entschluss, die Suche zu beenden, denn es schien, dass sie in einer Sackgasse gelandet war. Umso schöner war es, zu sehen, wie Gott sie am Ende aus dieser scheinbar auswegslosen Situation herausgeführt hat.

Miranda blieb in Abingdon und lernte die Menschen dort, aber auch Gott lieben. Das Städtchen war ein ganz charmantes und ich habe mir nicht nur einmal vorgestellt, wie es wäre dort zu leben. Besonders die kleine Eden hat es mir angetan. Sie war so liebenswert und oft musste man einfach mit ihr mitfühlen, denn ihre Familie hatte Einiges durchzustehen. Dennoch hat sie ihren Lebensmut nicht verloren.

Ich fand es sehr schön, über Menschen zu lesen, die einen fest verankerten Glauben an Gott haben, man nehme Grandma Ruth als Beispiel. Man hat zuweilen gespürt, dass Gottes Liebe in ihr wirkt, denn sie ist den Menschen mit Freundlichkeit und Vertrauen entgegengekommen und hat allein durch ihr Handeln von Gott gezeugt. Das ist eine Eigenschaft, die ich auch an mir gern mehr ausgeprägt sähe.

Ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches, ehrlich gesagt, etwas schwer getan, denn es hat gedauert, bis die Handlung an Form zugenommen hat. Doch je mehr ich las, umso mehr vertiefte ich mich in die Geschichte, bis es mir zunehmend schwerer fiel, das Buch aus der Hand zu legen – also: das Lesen lohnt sich!
Während ich den ersten Teil des Buches noch mit 2-3 Sternen bewertet hätte, würde ich den letzten Teil aber mit 5 Sternen bewerten, womit ich zu dem Gesamtergebnis von 4 von 5 Sternen komme. Ich möchte euch auf jeden Fall dieses Buch ans Herz legen!

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Tags: liebe, vergangenheit, versöhnung   (3)
 

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

tegernsee, freundschaft, sommer roman, kinder, uneinsichtige eltern

Für jetzt und immer

Susanne Rößner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492310642
Genre: Romane

Rezension:

Um etwas mehr in Sommerstimmung zu kommen (das Wetter hilft ja nicht gerade viel, was das angeht), wollte ich einen leichten Sommerroman lesen. Entschieden habe ich mich für Für jetzt und immer von Susanne Rößner. Allein schon das Cover versprach eine sommerliche Geschichte, während der Klappentext eine interessante Handlung vermuten ließ – habe ich Beides in dem Buch wiedergefunden!

Am Tegernsee kündigt sich ein traumhafter Sommer an, doch die hübsche Kindergärtnerin Lena hat nichts als Sorgen: Wegen eines Missverständnisses hat sie ihren Job verloren. Zu allem Überdruss gerät sie beim Einkaufen auch noch mit einem attraktiven, aber unausstehlichen Fremden aneinander. Kurz darauf lernt sie die neunjährige Mia kennen, die ihr schnell ans Herz wächst. Als sie das Angebot erhält, Mias Kindermädchen zu werden, nimmt sie erfreut an. Eine Entscheidung, die ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen wird – nicht zuletzt, weil sie dadurch dem ungehobelten Unbekannten wiederbegegnet …

Die Handlung dieses Buches spielt sich in einem Sommer im Süden Deutschlands ab und da die Protagonistin Lena viel Zeit in der Natur verbringt, bleibt man nicht von Beschreibungen der schönen Landschaft verschont. Durch das Sommerliche erhält man als Leser selbst gute Laune und wünscht sich das gute Wetter herbei.

Lena arbeitete als Kindergärtnerin und man konnte sehen, dass ihr diese Arbeit im Blut lag. Sie wusste immer, wie man an ein Kind heranzugehen hat und hatte genügend Geduld mit ihnen. Als Person war sie mir sehr sympathisch, weil sie wusste, was sie wollte und sich nichts (Falsches) vorschreiben ließ.
Was ich außerdem sehr schön fand, war ihre Beziehung zu ihrer älteren und einzigen Schwester Eva. Die beiden waren beste Freundinnen, erzählten einander alles und hatte immer Zeit füreinander.

Eine wichtige Rolle in dem Buch spielte auch das kleine Mädchen Mia. Sie hat in ihrem Leben schon viel mitmachen müssen und den Schmerz versteckt sie hinter ihrer – leicht gesagt – bockigen Art. Aber Lena schafft es, Mia zu helfen, damit umzugehen.

Insgesamt war der Roman recht unterhaltsam und interessant – ein gelungener Roman für den Sommer/Urlaub. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: kinder, liebe, sommer   (3)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, zeugenschutzprogramm, verfolgung, glaube, familie

Wie Schneeflocken im Wind

Denise Hunter , Antje Balters
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 26.09.2016
ISBN 9783865068910
Genre: Liebesromane

Rezension:

Von Denise Hunter ist ja bereits Einiges auf Deutsch erschienen, doch bisher habe ich noch nichts davon gelesen – außer Wie Schneeflocken im Wind. Ich habe es gestern spät am Abend beendet und es war einfach nur richtig gut, dieses Buch. Wo ich am Anfang erst gedach habe, hmm, dieses Buch wird bestimmt interessant, hoffentlich nicht zu langweilig, musste ich am Ende feststellen, dass es nicht „nur“ interessant, sondern überaus spannend war! Damit habe ich jedenfalls nicht gerechnet. Ein tolles Buch!

Während sie durch das ländliche Maine jagt, fragt sich Eden Martelli, wie sich ihr beschauliches Leben nur so entwickeln konnte … Obwohl ihre Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde, hat man ihren Mann enttarnt und ermordet. Eden ist mit ihrem fünfjährigen Sohn Micah auf einer verzweifelten Flucht, als sie in dem kleinen Küstenort Summer Harbour landet. Wird sie hier endlich wieder Frieden finden?

Beau Callahan hat den Posten des Sheriffs aufgegeben, um nach dem Tod seiner Eltern die Weihnachtsbaumplantage seiner Familie zu übernehmen. Aber die Trauer ist noch frisch und die Arbeit mehr als gedacht. Gerade als er nicht mehr weiter weiß, taucht die geheimnisvolle – und nicht minder schöne – Eden in dem kleinen Ort auf …

Da Denise Hunter für mich bisher noch unbekannt war, wusste ich nicht, worauf ich mich bei diesem Roman „einlasse“. Denn meistens hat man schon eine Vorstellung von einem Buch, wenn man den Autor schon kennt. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich das Gefühl, dass hier wäre eine von vielen Krimi/Liebesgeschichten, die nicht unbedingt fähig wäre, mich vom Hocker zu hauen. Doch schon auf den ersten Seiten musste ich feststellen, dass das Buch doch nicht so unbesonders ist, wie erwartet.

Von Anfang an befindet man sich mit Eden und Micah auf der Flucht vor deren Vergangenheit. Man erhält als Leser kaum Informationen über deren Lebensumstände und weiß anfangs nicht einmal wirklich, warum sie fliehen. Umso mehr ist man am Grübeln und Rätseln gewesen, was wohl passiert sein könnte. Nach und nach erfährt man, was vorgefallen war und Mutter und Kind zur Flucht veranlasst hat.
Gezwungenermaßen (Auto ist liegengeblieben) wurden sie im Ort Summer Harbor aufgehalten, wo sie während ihres Aufenthalts sehr nette Leute kennengelernt haben. Dort sind Eden und Micah dann doch länger geblieben als geplant.

Eine der neuen Bekanntschaften war Beau, der Eden als Haushälterin angestellt hat. Die Autorin hat eine sehr schöne (Liebes-)Beziehung zwischen den beiden aufgebaut, die einen als Leser immer mitfiebern ließ. Da Eden aufgrund ihres verstorbenen Ehemannes Probleme mit dem Vertrauen hatte, konnte sie sich nicht auf Beau einlassen, was ja auch verständlich war. Doch ich habe mir oft gewünscht, dass sie ihre negativen Gedanken loslässt und wieder anfängt zu l(i)eben.

Das Spannende an der Handlung war, dass es nicht überholt wirkte. An einigen Stellen war es vorhersehbar, denn in der Liebesgeschichte fand man einige Klischees wieder (aber ganz ehrlich, in welcher Liebesgeschichte ist dies nicht der Fall?), doch insgesamt war es sehr spannend und auch überraschend.

Was mir leider gefehlt hat, war ein stärkerer christlicher Hintergrund. Zwar gingen die Leute in die Kirche, lasen in der Bibel, doch den Einbezug von Gott in das alltägliche Leben hätte ich mir mehr gewünscht. Tatsächlich ist es am Ende ein Bibelvers gewesen, der Eden die Augen geöffnet hat und sie dazu brachte, endlich ein Leben an Beaus Seite zu wagen.

Dieser winterliche Roman, der sich auch in der Sommerzeit ausgezeichnet lesen lässt, hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass ich nun auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen möchte (im August erscheint Band 2 der Summer Harbor-Reihe!). Ich bin sehr gespannt, wie es mit Beaus Bruder weitergehen wird und hoffe, auch ihn und Eden wieder anzutreffen. Dieses tolle Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Tags: christlicher roman, krimi, liebe   (3)
 

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227 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

entführung, new york, paris, brooklyn, frankreich

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:

Ganz unerwartet habe ich vor ein paar Wochen erfahren, dass es einen neuen Roman von Guillaume Musso auf deutsch gibt: Das Mädchen aus Brooklyn. Ich als Musso-Fan musste es natürlich sofort haben, denn ich war mir sicher, dass mich auch seine neue Geschichte umhauen würde – was sie auch getan hat! Das Buch war so spannend und als man dachte, es geht nicht mehr, wurde es besser und besser!

Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Als ich mit dem Lesen angefangen habe, hatte ich nicht die leiseste Ahnung davon, was mich in diesem Buch erwartete. Mir war klar, dass da etwas passieren würde, etwas Schlimmes, Heftiges, doch mit dem, was kam, habe ich nicht gerechnet. Dass sich hinter einer Person SO viel verbergen kann, denkt man sich oft nicht, besonders wenn man meint, man kenne die Person sehr gut.

Das war auch bei Raphaël der Fall, der jedoch nichts über die Vergangenheit seiner Verlobten Anna wusste. Nach ihrer Entführung kam er den vergangenen Geschehnissen in ihrem früheren Leben langsam auf die Schliche und ihm wurde klar, dass Anna für ihn nicht wieder dieselbe Person sein würde, wenn sie wieder zusammen sein würden. Doch trotz allem liebte er sie noch immer.

Anna versuchte, in ihrem neuen Leben möglichst wenig aufzufallen und die „zweite Chance“ zu nutzen, denn sie hatte sicherlich nicht daran geglaubt, irgendwann wieder ein normales Leben zu führen. Um dies zu behalten, hat sie ihren Namen gewechselt, eine völlig neue Identität angenommen, ihre Träume über den Haufen geworfen und sich ein anderes Leben aufgebaut als bisher immer erträumt. Wenn man bedenkt, was sie Schreckliches erlebt hat und hinter sich lassen konnte, musste man feststellen, dass sie ein sehr starker Mensch mit einem eisernen Willen ist. In Raphaël hat sie einen liebenden Mann gefunden, an dessen Seite sie überglücklich war, was mich als Leserin sehr für sie gefreut hat.

Kapitel für Kapitel haben sich immer weitere Türen zu Annas Vergangenheit und den damit verknüpften Ereignissen geöffnet, man hat immer mehr den Durchblick dafür freigeschaufelt bekommen, was damals wirklich passierte und weshalb. Annas Entführung was „nur“ eine Folge der damaligen Geschehnisse. Was die Polizei jahrelang nicht aufklären konnte, hat Raphaël mit seinem Freund Marc innerhalb von Tagen herausgefunden. Sie hatten jedoch auch Beweise und Erkenntnisse zur Hand, die damals (nicht allen) vorlagen.

Die Geschichte, die sich über fast 500 Seiten hinzieht, war so spannend, so mitreißend, so thrilling, dass ich sie innerhalb von einigen Tagen durchgelesen habe. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es eines der besten Bücher Mussos ist (Nachricht von dir bleibt einfach mein Musso-Liebling). Es steckt so viel in diesem Roman, lesenswert ist es auf alle Fälle!
Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne!

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Tags: krimi, liebe, spannend, thriller   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

politischer mord, ungewöhnlicher schriftstil, gesprengte häuser, kaj munk, christlich

Hinter der Angst

Christian Hartung
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 24.02.2017
ISBN 9783865069320
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich lese gerne Romane, die während des Krieges spielen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es damals gewesen war bzw. sein könnte. Als ich gelesen habe, dass es in Hinter der Angst von Christian Hartung um einen Mordfall im zweiten Weltkrieg geht, wollte ich dieses Buch sehr gerne lesen. Es handelt sich aber auch um eine dänische Widerstandsgruppe mit jungen Leuten, die ihr Leben für Gerechtigkeit aufs Spiel gesetzt haben. Ein interessantes Buch mit vielen Informationen und Bezügen zu wahren Personen!

Dänemark 1944. Immer offener ergreifen die Nationalsozialisten die Macht im dänischen Königreich. Inspiriert von den Worten des Pfarrers Kaj Munk beginnt die Jurastudentin Lea, sich im Widerstand zu engagieren. Doch der Preis ist hoch. Die Nazis ermorden Munk, und die Schlinge um die Widerstandskämpfer zieht sich immer enger zu. Bald hinterlässt die ständige Todesgefahr ihre Spuren …
Als Leas Freund, der junge Kriminalbeamte und Pfarrerssohn Jørgen, an den Ermittlungen im Mordfall Kaj Munk beteiligt wird, weiß er, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, bevor die Nazis die Nachforschungen unterbinden werden. Jørgen stürzt sich in die Arbeit, auch um die Sorge um Lea vergessen zu können. Bald muss er selbst entscheiden, was ihm die Wahrheit wert ist.

In der Geschichte fängt alles mit dem Tod des dänischen Pfarrers Kaj Munk an, der im Widerstand tätig war und dafür ermordet wurde, um den Widerstand zu schwächen.
Einer der Hauptcharaktere war Jørgen, der bei der Polizei tätig war. Dies war ihm sehr hilfreich dabei, nach den Tätern zu suchen und herauszufinden, warum der Mord geschah.
Seine jüdische Freundin Lea, die eigentliche Protagonistin, sollte mit ihrer Familie nach Schweden auswandern, doch während ihre Eltern weiterzogen, blieb sie in Dänemark und schloss sich dem Widerstand an. Sie hat Einiges getan, was ihr später, nach Kriegsende, keine Ruhe mehr gelassen hat. Sie hatte viel mit Alpträumen und Erinnerungen an den Krieg zu kämpfen.

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht nicht wie jedes andere Buch, was beispielsweise den Schreibstil angeht. Zum Teil haben Kapitel mitten im letzten Satz aufgehört, Kapitel haben mitten in einem ganz anderen Satz angefangen und man fand zwischendurch immer wieder einen grammatikalisch nicht ganz korrekten Satz. Es liegt auf der Hand, dass das vom Autor so gewollt war, doch da ich ungerne Bücher mit so einem Schreibstil lese, fiel es mir oft schwer, einfach in der Geschichte zu verschwinden. Doch diese Zerrissenheit und Unordnung in den Sätzen spiegelte sehr gut die Lage während des Krieges wider.

Die meisten Kapitel wurden aus Leas Sicht erzählt, doch es gab auch Abschnitte aus Jørgens Perspektive. Was ihn angeht, hat er keinen Augenblick an seiner Liebe zu Lea gezweifelt und war voller Hoffnung, dass sie nach Kriegsende gemeinsam ein glückliches Leben führen würden.
Lea war sich auch ihrer Liebe zu Jørgen sicher, doch war sie emotional eher instabil, sie hatte irgendwann nicht mehr den Wunsch, in dieser Welt zu leben. Sie wollte am Ende einfach ins Lager gebracht werden, wie so viele, damit der Horror (durch den Tod) schneller vorbei wäre.

Was mir ein wenig zu kurz kam, war der Glaube an Gott. Zwar haben die Charaktere dann und wann von Gott gesprochen, aber dann ging es mehr darum, dass sie nicht glauben, dass einen Gott geben kann. Es gab eine Figur namens Gott, doch meiner Meinung gehört diese nicht hier rein, denn von Gott in so einer Form zu sprechen, finde ich falsch.

Insgesamt ist dieses Buch sehr informativ, man erfährt, wie die Menschen sich damals gefühlt haben mussten, man sieht viele schreckliche Seiten an dem Krieg und erfährt etwas über den dänischen Widerstand. Das war sehr interessant zu lesen, doch mich mit der Geschichte „anzufreunden“ fiel mir recht schwer. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: krieg, liebe, widerstand, zweiter weltkrieg   (4)
 

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krimi, stephanie plum, humor, kopfgeldjägerin, janet evanovich

Einmal ist keinmal

Janet Evanovich , Regina Rawlinson
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.03.2012
ISBN 9783442477050
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schon sooo lange wollte ich Einmal ist keinmal von Janet Evanovich lesen, doch ist mir das immer wieder aus dem Sinn gekommen, dieser Wunsch hat meinen (Hinter)Kopf aber nie verlassen. Vorletzte Woche habe ich dann zum wiederholten Mal den Film gesehen und mich einige Tage später entschlossen, nun endlich das Buch zu kaufen – was ich auch gleich tat. Ich habe zwar im Moment noch einige Rezi-Exemplare auf meinem Nachttisch liegen, die gelesen werden wollen, doch ich konnte es mir vor zwei Tagen nicht nehmen lassen, dieses tolle Büchlein dazwischenzuschieben.

Stephanie Plum ist jung, selbstbewußt und voller hochfliegender Pläne. Und sie ist pleite. Als sie das Angebot erhält, für zenhtausend Dollar einen gewissen Joe Morelli ausfindig zu machen, sagt sie daher nicht nein. Morelli steht allerdings nicht nur unter Mordverdacht, er ist auch ein alter Bekannter aus Kindertagen, und eigentlich wollte Stephanie für immer die Finger von ihm lassen. Aber was sind gute Vorsätze gegen die Macht der Gefühle?

Ich habe bisher nur selten solche humorvollen und witzigen Bücher gelesen wie dieses. Dazu war es auch noch sehr spannend, ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Besonders in der zweiten Hälfte fiel es mir zunehmend schwerer, das Buch aus der Hand zu legen, ich fand es einfach so gut. Beim Lesen hatte ich meist den Film im Hinterkopf und konnte mir an einigen Stellen immer schon denken, was als nächstes passieren würde. Zugegeben, das hat mich ein wenig genervt, dass ich in Gedanken immer Vergleiche zum Film gezogen habe, doch andererseits hat mir die Tatsache, dass ich den Film vorher schon kannte, sehr geholfen, mir ein besseres Bild von der Handlung zu machen. Es gab zwar einige Unterschiede, doch das hat mich eigentlich nicht sehr gestört.

Ich fand Stephanie Plum sehr interessant. Sie war mutig, denn sie ist vor vielen erschreckenden Dingen, die ihr neuer Job mit sich brachte, nicht zurückgeschreckt. Auch wenn sie Angst hatte, wollte sie ihre Arbeit trotzdem gut machen. Außerdem war sie klug, was ihr bei ihrer neuen Tätigkeit als Kopfgeldjägerin sehr hilfreich war, denn darin hatte sie noch keinerlei Erfahrung. Sie war auch keine Frau, die schnell aufgab oder die sich von „Kleinigkeiten“ herunterziehen ließ. Diese Seite an ihr fand ich sehr schön.

Joe Morelli hatte keinen schönen Ruf unter den Frauen. Das ließ sich auch an seinem Verhalten beobachten. Doch je mehr man ihn kennenlernte, musste man feststellen, dass er ganz in Ordnung sein konnte. Die Dialoge zwischen ihm und Stephanie waren meist die Highlights der Geschichte, denn die brachten einen oft zum Lachen. Wo Joe anfangs noch genervt von ihr war, hat man am Ende gemerkt, dass er sie doch sehr mochte – und sie ihn auch.

Der Mordfall in diesem Buch trug ebenfalls zur Spannung, auch wenn ich diesen und die Auflösung durch den Film bereits kannte. Doch auch hier war nicht alles identisch und im Buch bekam man natürlich mehr Details geliefert. Das machte das Lesen interessanter und man konnte die einzelnen Handlungsabläufe besser nachvollziehen.

Ich bin sehr froh, dass das nur der erste Band von vielen ist, denn ich kann es kaum abwarten, alle weiteren Bände zu lesen! Ich hoffe nur, dass die mich nicht enttäuschen, dass ich die aber mindestens genauso mag wie diesen hier. Da ich dieses Buch ununterbrochen sehr, sehr gerne gelesen habe, muss ich 5 von 5 Sterne vergeben. Die Geschichte war einfach zu gut!

  (8)
Tags: humor, unterhatung   (2)
 

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liebe, glaube, christlicher roman, tamara alexander, amerika

Die Rückkehr des Fremden

Tamera Alexander , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.07.2011
ISBN 9783868272604
Genre: Romane

Rezension:

Ihr wollt ein sehr mitreißendes Buch lesen? Dann lest Die Rückkehr des Fremden von Tamera Alexander! Das Buch lässt sich so gar nicht aus der Hand legen, weil es einfach zu spannend ist. Ich bin schon lange nicht in so eine Geschichte abgetaucht, aus der ich nur ungerne wieder auftauchte, aber genau das macht doch ein gutes Buch zu einem guten Buch. Dass man nicht möchte, dass die Geschichte ein Ende findet.

»In guten wie in schlechten Zeiten« hat Kathryn Jennings vor zehn Jahren geschworen und an dieses Gelübde hält sie sich bis heute – obwohl ihre Ehe sich gänzlich anders entwickelt hat als erwartet. Als ihr Ehemann Larson in einer stürmischen Winternacht nicht nach Hause kommt, kämpft sie mit vollem Einsatz für den Erhalt ihrer Ranch. Doch Monat für Monat vergeht, ohne dass ihr Mann zurückkehrt, und so muss sie sich damit abfinden, ohne ihn weiterzuleben.
Eines Tages stößt Kathryn auf ein gut gehütetes Geheimnis ihres Mannes. Scherben aus seiner Vergangenheit lassen sie Larson endlich besser verstehen. Was würde sie dafür geben, wenn sie die Zeit zurückdrehen und ihn als den Mann lieben könnte, der er war, nicht als den, den sie immer in ihm hatte sehen wollen. Sie ahnt nicht, dass Gott ihr längst eine zweite Chance gegeben hat …

Ich würde sagen, das ist der beste Roman der Autorin unter denen, die ich bisher gelesen habe (auch wenn es zur Zeit nur drei sind). Obwhl ich mir die Handlung nach dem Durchlesen des Klappentextes, der mir ein wenig irreführend zu sein scheint, anders vorgestellt habe und dementsprechend andere Erwartungen hatte, konnte ich mich schnell in die Geschichte einfinden und den Verlauf mitverfolgen. Ich hatte auch keine Schwierigkeiten damit, mich in die Protagonistin Kathryn hineinzuversetzen, denn Tamera Alexander hat ihre Gedanken, Gefühle und ihr Leben so beschrieben, dass es leicht war, Kathryn als Person zu verstehen. Sie wird als eine starke Frau dargestellt, die sich nicht von den schlimmen Seiten des Lebens unterkriegen lässt, denn sie hat ja Gott, dem sie vertraut.

Kathryns Mann Larson machte in dem Verlauf der Handlung eine große Wandlung durch. Wenn man seine Person am Anfang und am Ende des Buches vergleicht, fällt es einem schwer, zu glauben, er sei ein und derselbe Mann. Während ihm immer seine Ranch am wichtigsten war und er immer nach Wohlstand strebte, hatte er sich wenige Gedanken über Gott gemacht. Auch schien ihm sein Besitz oft wichtiger zu sein als seine Frau Kathryn, die er dennoch sehr liebte. Doch das zu zeigen fiel ihm sehr schwer, denn er hatte eine unglückliche Kindheit hinter sich, in der er keine Liebe und Geborgenheit erfahren hat. Nach seiner Rückkehr ist er jedoch alles andere als das – gottesfürchtig, sanft, selbstlos und zurückhaltend.

Diese Zeit, in der Kathryn Larson tot glaubte, war sehr bedrückend und traurig, wenn auch nötig für beide. Denn in diesen Monaten haben beide Charakterseiten und Gewohnheiten an sich entdeckt, die in ihrem gemeinsamen Leben störend waren. Kathryn hat gemerkt, dass sie Larson so hätte annehmen sollen, wie er war, ohne darauf zu warten, dass er sich änderte. Larson hat währenddessen mithilfe eines gläubigen älteren Ehepaares zu Gott gefunden.
Das hat mir ja auch so gut gefallen, dass die Autorin ein so christlich geprägtes Buch geschrieben hat. Wo heutzutage in vielen christlichen Romanen lediglich ein, zwei Mal Gott und der Glaube an Ihn erwähnt werden, hat T. Alexander Charaktere geschaffen, die ein beständig gottesfürchtiges Leben führen.

Kürzlich habe ich folgenden Spruch gelesen: „Nur diejenigen erleben Wunder, die an Wunder glauben.“ Wo er mir jetzt wieder in den Sinn gekommen ist, muss ich feststellen, dass diese Aussage auf diesen Roman zutrifft, denn auch hier findet man ein großes Wunder. Dazu möchte ich nicht viel verraten, es sei nur gesagt: es geht um ein Baby. Ich bin mit ziemlich sicher, dass es nicht zu diesem Wunder gekommen wäre, wenn Kathryn nicht ihren starken Glauben an Gott hätte.

Die Rückkehr des Fremden – ein berührendes und spannendes, tragisches, aber wunderschönes Buch, das ich niemandem vorenthalten möchte. Daraus lassen sich einige Parallelen zum eigenen Glaubensleben ziehen bzw. es bringt einen zum Nachdenken. Von mir gibt es ganze 5 von 5 Sterne, denn es ist ein lesenswertes Buch!

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Tags: christlicher roman, liebe, wunder   (3)
 

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liebe, krieg, schiffsjunge, kriegsschiff, historischer roman

Der Korsar und das Mädchen

Elisabeth Büchle
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957341884
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wenn ich ein Buch von Elisabeth Büchle lese, bedeutet es für mich, dass mich sehr wahrscheinlich ein mitreißendes Buch begleiten wird und ich es früher oder später nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Heute Morgen habe ich endlich auch Der Korsar und das Mädchen von Elisabeth Büchle beendet – ein Abenteuerroman in einer Form, wie man ihn nicht oft liest. Dieser Roman bietet sowohl eine Liebesgeschichte als auch Spannung und lauter Informationen zu Segelschiffen. Auf den letzten Seiten findet man sogar eine Zeichnung eines solchen Schiffes mit Erklärungen, wo sich was befindet und wofür es da ist.

South Carolina, 1814: Die 17-jährige Catherine ist ein Wildfang, der Reiten, Fechten und auf Bäume klettern mehr schätzt als hübsche Kleider und Teekränzchen. Kein Wunder, hat sie doch in Ermangelung eines männlichen Erben von Kindesbeinen an die Erziehung eines solchen erhalten. Als sie und ihre Schwester Emily in den Wirren des 2. Britisch-Amerikanischen Krieges unfreiwillig auf einer Kriegskorvette landen, gibt sie sich erfolgreich als Schiffsjunge aus.
Lennart Montiniere, der attraktive Lieutenant Commander der „Silver Eagle“, findet den ungewöhnlichen jungen „Cato“ gleichermaßen interessant wie verdächtig – und für Catherine wird es immer schwieriger, ihre wahre Identität und ihre Gefühle für Lennart zu verbergen. Als sie schließlich ihr Ziel in England erreicht, wo sie den Sohn eines Lords heiraten soll, überschlagen sich die Ereignisse …

Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dieser Autorin hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Es hat interessant angefangen, wenn ich auch ein wenig Zeit gebraucht habe, um mich richtig in die Geschichte reinzulesen. Besonders ab dem Zeitpunkt, als Catherine mit ihrer Schwester Emily und ihrem Diener First „entführt“ wurde, war es sehr spannend. Catherine hatte nämlich die Idee, sich als Schiffsjunge zu verkleiden.
Man hat sofort gemerkt, dass Catherine und ihre Halbschwester Emily kaum Ähnlichkeiten hatten – während Emily die Dame schlechthin war, war Catherine ein vollendeter Wildfang. Die Zeit, die die beiden auf dem Schiff unter Lieutenant Montinieres Kommando verbringen, lernen beide über den eigenen Schatten zu springen und sich nicht vor dem Ungewissen zu führten.

Sehr interessant mitzuverfolgen waren die Dialoge zwischen Catherine und Lieutenant Montiniere. Am Anfang hat man sich immer gefragt, was es für Catherine für Konsequenzen haben würde, da sie ihn hinsichtlich ihres Geschlechts belogen hat. Doch es ist tatsächlich das Meiste so gekommen, we man es nicht erwartet hat. Der Abwechslungsreichtum in dem Buch war dementsprechend sehr groß.

Was außerdem für Spannung sorgte, war, dass es eine Person gab, die Catherines Tod wünschte. Man konnte anfangs nicht einmal erahnen, wer und wieso, doch mit der Zeit wurde klarer, wer mit welchem Grund dahinterschteckt. Allerdings hätte dieser Teil der Geschichte nicht unbedingt sein müssen, denn ich würde sagen, dass die Handlung auch so nicht langweilig wäre.

Es ist einfach sehr ungewöhnlich, von einer jungen Frau zu lesen, die es wagt, sich auf einem Shiff als Junge zu vekleiden, wobei ihr das ganze Wissen, was sie von ihrem Vater bzw. von den Lehrern, die er für ihre Ausbildung angeheuert hat, gelernt hat, sehr nützlich war.
Sehr interessant war es dann auch, wie die Handlung weiterging, als der Lieutenant erfahren hat, dass der Schiffsjunge in Wirklichkeit kein Junge, sondern ein Mädchen war! Catherine – als Schiffsjunge bekannt als Cato – war sein „Äffchen“, denn schon bevor er herausfand, dass sie ein Mädchen ist, wurde sie von den Seeleuten so bezeichnet.

Anfangs habe ich gedacht, ich würde eine Geschichte, die sich auf eine Schiff abspielt, nicht interessant finden können, doch jetzt kann ich sagen, dass sie mir – vielleicht gerade deswegen – sehr gefallen hat. Es war vor allem eine ganz andere Kulisse, als die, die man gewohnt ist. Außerdem hat es das Abenteuergefühl noch verstärkt.

Was mir in diesem Buch sehr gefehlt hat, war der Bezug zu Gott. Bei Büchern aus christlichen Verlagen erwarte ich, dass sie auch christlich geprägt sind, was hier aber gar nicht der Fall war.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Der Korsar und das Mädchen nicht das beste Buch von Elisabeth Büchle ist, aber es ist auf jeden Fall lesenswert! Dieser Roman ist sehr unterhaltsam, spannend, aber auch informativ. Eine Leseempfehlung, die von mir 4 von 5 Sterne bekommt.

https://pagesingold.wordpress.com/2017/06/11/rezension-der-korsar-und-das-maedchen-von-elisabeth-buechle/

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Tags: abenteuer, christlicher roman, liebe   (3)
 

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liebe, klassen, julie klassen, geheimnis, 19. jahrhundert

Das Geheimnis der Apothekerin

Julie Klassen , Susanne Naumann , Sieglinde Denzel
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 06.02.2012
ISBN 9783775150798
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nun ist auch das letzte Buch von Julie Klassen aus meinem Regal ausgelesen, wenigstens habe ich aber den Trost, dass seit Kurzem wieder ein neues Buch von ihr erhältlich ist. Heute soll es um ihren zweiten Roman gehen, genannt Das Geheimnis der Apothekerin. Man merkt auch hier sofort, dass Julie Klassen die Geschichte geschrieben hat, was natürlich sehr gut ist.

In der Apotheke ihres Vaters ist Lilly Haswell glücklich, ist ihr doch jedes Kraut und jede Medizin vertraut. Dort kann sie die Dorfbewohner vergessen, die seit der Flucht ihrer Mutter keine Ruhe geben. Als sie nach London eingeladen wird, glaubt sie, nun endlich ihr Glück finden zu können. Doch als ihr Vater krank wird, entscheidet sie sich, die Apotheke zu übernehmen – wohl wissend, dass sie damit ihre gesamte Zukunft aufs Spiel setzt. Denn Frauen ist die Heilkunst versagt …

Dieses Buch enthält nicht nur eine interessante Geschichte, nein, es ist auch sehr informativ. Man erfährt, wie das Leben eines Apothekers im frühen 20. Jahrhundert aussah, was seinen Arbeitsalltag ausmachte und womit er sich überhaupt beschäftigte. Schon am Anfang merkt man, dass die Autorin sich einige Mühe zur Recherche gemacht hat. Man sollte außerdem anmerken, dass sie wieder einmal gute Beschreibungen eingebaut hatte, dass man sich die Umgebung und alles drumherum sehr gut vorstellen konnte.

Die Apothekersfamilie Haswell ist mir mit dem unordentlichen Vater, der gewissenhaften Lilly und dem lieben Charlie schnell ans Herz gewachsen. Es wurde nicht sofort erwähnt, wo die Mutter war, doch mit der Zeit hat man mehr erfahren.
Als Lilly durch ihre Tante und Onkel die Möglichkeit erhalten hat, nach London zu gehen, obwohl sie aus einem „niedrigerem“ Stand stammte, hat man sich sehr für sie gefreut, denn sie verdiente es, auch die vornehme Seite des Lebens kennenzulernen. Doch als sie sich schließlich schweren Herzens entschloss, nach Hause zurückzukehren, konnte man auch diese ihre Entscheidung nachvollziehen.

Sowohl in London als auch in ihrem kleinen Heimatdörfchen hatte Lilly einige Verehrer und beinahe bis zum Schluss hat man als Leser mitgefiebert und sich immer wieder gefragt, wer am Ende denn der Glückliche sein würde.
In dem Dorf gab es viele verschiedene Persönlichkeiten, die den Ort zu etwas Besonderem gemacht haben. Darunter war auch Lillys beste Freundin Mary, die für Lilly, wie man am Ende erfährt, mehr als nur eine Freundin war. Deren Freundschaft war sehr eng, was einen wünschen ließ, auch so eine Freundin zu haben.

Dieses Buch zu lesen, fiel mir in den ersten Kapiteln nicht sehr leicht, doch je weiter ich las, umso mehr schloss ich die einzelnen Charaktere ins Herz und umso mehr wurde die Geschichte spannender. Zum Schluss war ich schon ganz traurig über das nahende Ende.
Ich kann es jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen, ich denke nicht, dass ihr das Lesen dieses Buches bereuen würdet!
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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liebe, liebesroman, familie, frauen, london

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Mhairi McFarlane , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426519844
Genre: Liebesromane

Rezension:

Letzten Monat ist das neue Buch von Mhairi McFarlane erschienen – Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt, genauso wie ihre bisherigen Bücher mit einem wunderschönen Cover und einem ausdrucksstarken Titel. Ich habe mich aber nicht nur deswegen drauf gefreut, sondern auch, weil der Klappentext großartige Unterhaltung versprach und ich von Mhairi McFarlane in dieser Hinsicht noch nie enttäuscht wurde.
Allerdings muss ich anmerken, dass ihr neuestes Werk leider nicht an ihre älteren herankommt. Interessant und unterhaltsam war das Lesen aber trotzdem!

Edie findet nichts schlimmer als Hochzeiten. Wenn der Bräutigam dann auch noch ihr Kollege Jack ist, der bis vor wenigen Wochen heftig mit ihr geflirtet hat, will Edie vor allem eins: flüchten. Den ersten Teil der Hochzeits-Feier von Charlotte und Jack steht Edie allerdings tapfer durch. Als sie später in den Park geht, um wenigstens einmal kurz durchzuatmen, steht Jack plötzlich vor ihr und küsst sie. Dummerweise sind sie nicht allein. Charlotte beobachtet die beiden und schon bald droht dieser kleine Moment der Schwäche, Edies ganzes Leben zu zerstören. Der darauf folgende Online-Shitstorm zwingt Edie, ihr Londoner Leben hinter sich zu lassen und Zuflucht bei ihrer Familie in Nottingham zu suchen. Dort läuft es aber auch nicht rund. Denn die Auszeit gewährt Edies Chef ihr nur, wenn sie den derzeit in Nottingham lebenden Schauspieler Elliot Owen trifft – um als Ghostwriterin seine bestseller-verdächtige Biographie zu verfassen. Dummerweise entpuppt sich Elliot nicht als charmanter Star – ganz im Gegenteil. Zurück in die Provinz, Opfer von Online-Mobbing und einem neurotischen Schauspieler ausgesetzt – so hatte Edie sich ihr Leben wirklich nicht vorgestellt!

Ich mochte Edie ganz gerne, in meiner Vorstellung war sie eine Frau mit Stil, der das aber nicht zu Kopf gestiegen ist. In dem Buch wurde sie menschlich dargestellt, mit Problemen und Sorgen, Wünschen und Hoffnungen. Außerdem versuchte sie, aus allem (Schlechten) das Beste zu machen. Beispielsweise hatte sie keine schöne Beziehung zu ihrer jüngeren Schwester Meg, doch oft hat sie sich in Gesprächen zurückgehalten und bestimmte Dinge ungesagt gelassen, um den Hausfrieden zu erhalten (auch wenn das doch nicht immer geklappt hat).

Seit ihre Mutter nicht mehr lebte, hat Edie es sich zur Aufgabe, die Rolle der Mutter für ihre kleine Schwester zu übernehmen. Doch ihrer Meinung nach war sie kläglich gescheitert und das war einer der Gründe, warum sie sich zuhause nur noch zu ganz besonderen Anlässen blicken ließ. Sie hatte versagt und Vater und Schwester enttäucht – dachte sie.

Dann war da noch Elliot, der Schauspieler. Aufgrund der sozialen Netzwerke und Medien hatte Edie ein vollkommen verdrehtes Bild von ihm, was es ihr schwer machte, frei von Vorurteilen an ihre Arbeit heranzugehen. Nach näherem Kennenlernen musste sie aber feststellen, dass Elliot ihr ganz sympathisch war. Auch er verbrachte seine Zeit immer lieber mit ihr.
Edies Selbstwertgefühl war aber derart niedrig, dass sie Komplimente seinerseits nie wirklich annahm. Sie konnte sich nicht vorstellen, wieso ein so beliebter Schauspieler wie Elliot ausgerechnet sie mögen sollte. Doch ihre distanzierende Schüchternheit interpretierte er meist als kein Interesse ihrerseits.

Die Sache mit dem Kuss zwischen Edie und Jack, einem Arbeitskollegen auf seiner Hochzeit (nicht mit Edie!) artete in einer schrecklichen Welle der Beschimpfungen auf sozialen Netzwerken aus: Edie wurde von Leuten, die nur die halbe Wahrheit kannten, beschimpft und aufs Übelste beleidigt, von einigen „Freunden“ wurde sie von der Freundesliste entfernt, es wurde sogar eine Edie-hassende Facebookseite eingerichtet.
Mhairi McFarlane hat sehr gut beschrieben, was für eine Macht die sozialen Medien in unserem Leben haben – sie können Menschen eine „Wahrheit“ näherbringen, die unwahr ist, sie können Menschen verletzen, die unschuldig sind und Tatsachen werden in die gewünschte Richtung verdreht.
Manchmal hat Edie sich die Frage gestellt, was in ihrer Situation passiert wäre, wenn es früher passiert wäre, in einer Zeit ohne Smartphones, Facebook etc. Gute Frage, oder?

Was mich beim Lesen gestört hat, war die Sprache, die die Autorin benutzt hat. Ich finde, es ist okay, wenn man einen, vielleicht zwei Charaktere in einem Buch hat, die in ihrer Ausdrucksweise nicht unbedingt angenehm zu lesen sind, aber das soll sich definitv nicht durch das gesamte Buch ziehen. Sicherlich wären an dieser Stelle einige Beispiele angebracht, aber ich werde keine nennen. Wenn ihr das Buch lest und euch dasselbe auffällt wie mir oder auch nicht – es ist in Ordnung, schließlich sind Geschmäcker verschieden.

Insgesamt hat mir dieses Buch recht gut gefallen, es war auf jeden Fall unterhaltsam und amüsant, gleichzeitig konnte man sich gut in die Charaktere hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Vor allem war aber auch sehr gut beschrieben, was so ein kleines Handy für riesengroße Auswirkungen auf das Leben eines jeden Menschen haben kann.
Ich vergebe 3 von 5 Sterne, denn die Geschichte hat im ersten Drittel ein wenig geschwächelt, der Rest war aber umso besser!

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liebe, malerei, historischer roman, christlicher roman, familie

Die Ehre der Sophie Dupont

Julie Klassen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 03.06.2016
ISBN 9783775157179
Genre: Historische Romane

Rezension:

Vielleicht wisst ihr ja schon, dass ich Julie Klassens Romane besonders gerne lese, daher habe ich mich soo gefreut, als ich erfahren habe, dass ein neuer Roman – Die Ehre der Sophie Dupont – von ihr herausgekommen ist (mittlerweile ist aber schon ein neueres Buch raus!). Mir war klar, dass ich das Buch früher oder später lesen muss, ist ja schließlich von Julie Klassen.

Captain Stephen Overtree reist an die Küste von Devon, um seinen Bruder Wesley zu finden. Doch er stellt entsetzt fest, dass sich Wesley abgesetzt hat und Sophie, die Tochter seines Gastgebers, in einer unmöglichen Situation zurückgelassen hat.
Stephen fühlt sich verpflichtet zu handeln und macht Sophie einen Heiratsantrag, um ihre Ehre zu retten.
Sophie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer großen Liebe und diesem finsteren Mann, den sie kaum kennt. Soll sie auf Wesley warten? Oder Stephens Antrag annehmen und hoffen, dass sie dies nicht bereut?
Der neue Roman der Erfolgsautorin Julie Klassen – eine fesselnde Geschichte über Ehre und Vergebung.

Das Interessante an Julies Geschichten ist immer, dass sie sich zu diesen durch reale Orte inspirieren lässt – diesmal von dem Städtchen Lynmouth in England. Das fiktive Anwesen Overtree Hall, auf dem sich ebenfalls ein Großteil der Handlung abspielt, entspricht dem echten Anwesen Chastleton House. Wer sich das Ganze beim Lesen „der Realität entsprechend“ vorstellen möchte, kann auf der Webseite der Autorin Fotos vom Ort und dem Herrenhaus ansehen.
Doch auch ohne, dass ich die Fotos vorher gesehen habe, fiel es mir nicht schwer, mir die Orte im Kopf auszumalen, denn die Beschreibungen im Buch waren sehr gelungen und ich hatte nicht selten Lust, selbst an der Klippe in Lynmouth zu stehen und die Seeluft zu spüren.

Captain Black, Stephen, war für mich der männliche (Traum)Protagonist schlechthin – auch wenn seine Ausstrahlung recht düster und er den Beschreibungen nach keine große Schönheit war, mochte ich ihn sofort. Man hat schnell gemerkt, dass er das Kommandieren gewohnt, denn er hat im Krieg gekämpft und eine angesehene Stellung im Militär erreicht. Oft habe ich vergessen, dass er „nur“ der zweite Sohn war und sein leichtsinniger, egoistischer Bruder Wesley der Erstgeborene, der es mit seinen Verantwortungen nicht sonderlich genau nahm.

Sophie war mir von ihrer Art her ebenfalls schnell sympathisch geworden. In ihrer zurückhaltenden Art und Haltung stand sie ungern im Mittelpunkt und war ihren Mitmenschen immer freundlich gesinnt. Nach einiger Zeit wurde dem Leser schnell klar, warum sowohl Stephen als auch Wesley sehr angetan von ihr waren. Es fiel mir aber schwer, mir vorzustellen, dass sie den Fehler in ihrer Vergangenheit tatsächlich begangen hat, doch wie sie mit ihrer Situation umgegangen ist, war sehr klug und uneigennützig – was schließlich das Beste für sie war.

Der Fokus in diesem Buch lag hauptsächlich auf der Beziehung zwischen Stephen und Sophie. Oft ging es um die Frage, ob er/sie mich liebt, ob die überstürzte Heirat richtig war oder nicht, usw… Ich hätte mir doch mehr gewünscht, dass es nicht so viel darum gehen würde, als mehr um die Beziehung der einzelnen Charaktere zu Gott. Das hat mir ein wenig zu oft gefehlt. Mich haben außerdem einige Szenen gestört, die meiner Meinung nach nicht in einen christlichen Roman gehören.

Während mir das erste Drittel des Buches nicht so sehr gefallen hat, fand ich den Rest der Geschichte umso interessanter. Julie Klassen hat gut recherchiert, schön geschrieben und somit einen tollen Roman zustande gebracht. Von mir erhält er 4 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, ehre, historischer roman, liebe, vergebung   (5)
 

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liebe, schriftstellerin, erpressung, familie, unentschlossenheit

Eine Liebe in Summerhill

Cara Lynn James , Sabine Schweda , Friedemann Lux
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 01.08.2012
ISBN 9783765515149
Genre: Romane

Rezension:

Seit etwa einem Jahr steht das Buch Eine Liebe in Summerhill von Cara Lynn James in meinem Bücherregal ungelesen herum. Als mein Blick vor ca. zwei Wochen auf das Buch fiel, kam mir der Gedanke, dass ich das Buch endlich bald lesen sollte. Nachdem ich also Die Weiße Wölfin und der Admiral beendet habe, habe ich mir das Buch geschnappt und einfach mit dem Lesen angefangen. An sich fand ich das Buch ganz schön, auch wenn ich ein wenig mehr Tiefe und Melancholie erwartet hatte.

Amerika, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine idyllische Sommerfrische an der amerikanischen Ostküste. Hier will die junge Lilly sich erholen. Sie war mit dem nettesten Mann der Welt verlobt – nur leider hat er die Verlobung platzen lassen. Nachdem Lilly diesen Schlag einigermaßen überwunden hat, hofft sie auf einen angenehmen Sommer am Meer. Zumal sie inzwischen als Schriftstellerin recht erfolgreich ist. Ihre Frauenromane muss sie allerdings unter einem anderen Namen veröffentlichen. Denn in besseren Kreisen schickt es sich nicht, dass eine Frau arbeitet. Wenn es herauskäme, wäre ihre Familie gesellschaftlich ruiniert. Es tut ihr gut, dass jetzt der reiche Unternehmersohn Harlan um sie wirbt. Da taucht ihr ehemaliger Verlobter wieder auf. Als er es endlich wagt, ihr noch einmal einen Antrag zu machen, hat sie Harlan gerade ihr Jawort gegeben. Außerdem versucht eine Lokalzeitung, sie zu erpressen, und droht, ihre Identität bekannt zu machen.
Wie wird sie sich entscheiden – in der Liebe und als Schriftstellerin?

Fangen wir mit der Protagonistin an – Lilly. Sie war mir sehr sympathisch, eine zurückhaltende, der Beschreibung nach hübsche junge Frau, die sich nicht in erster Linie um oberflächliche Sachen Gedanken gemacht hat, sondern Familie und Freunde an erste Stelle stellte.
Zudem hatte sie ein großes Herz für bedürftige Menschen, denn sie half in einem Frauenhaus mit – sowohl physisch (in der Küche etc.) als auch finanziell, denn einen Großteil der Einnahmen durch ihre Romane spendete sie dem Heim. Diese selbstlose und aufopferungsvolle Seite an ihr war sehr imponierend und beim Lesen habe ich mich nicht nur einmal gefragt, ob ich an ihrer Stelle genauso oder doch eingennütziger gehandelt hätte.

Mit ihren 25 Jahren galt Lilly schon als „Jungfer“, weswegen die Eltern sich sehr darüber freuten, dass sich noch ein Verehrer mit Aussicht auf eine Hochzeit gefunden hat. Auch wenn Lilly den reichen Harlan nicht liebte, war sie doch bereit, ihn zu heiraten, denn ihr war bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit, noch einen Mann zu treffen, der sie heiraten würde, sehr gering war. Um so mehr freute man sich dann als Leser, als Jack, ihr ehemaliger Verlobter, nach sechs Jahren wieder in ihr Leben trat. Doch sie befürchtete, dass er von ihr als Autorin – sollte sie ihm gegenüber endlich zugeben, dass sie diejenige ist, die unter dem Pseudonym Fannie Cole schreibt – Unmögliches verlangen würde. Denn seit er ihre Verlobung gelöst hatte, war sie sich nicht sicher, ob sie ihm wieder vertrauen könnte oder nicht. Man hat aber bei jeder Begegnung der beiden merken können, dass die Gefühle füreinander noch da waren.

Aus den Handlungen der Charaktere in dem Romangeschehen sowie aus deren Gedanken und Gesprächen ließ sich oft herauslesen, wie die Stellung der Frau am Ende des 19. Jahrhunderts war. Es wurde – in der höheren Kreisen jedenfalls – als Schande angesehen, wenn die Frau beruflich tätig war, was Lilly dazu veranlasste, ihre Romane im Geheimen zu schreiben. Sie hatte große Angst davor, ihre Familie zum Gespött der Gesellschaft zu machen. Dennoch wollte sie ihre heimliche Tätigkeit nicht aufgeben, denn damit half sie einerseits dem Frauenheim, der ihre Hilfe bitter nötig hatte, andererseits schrieb sie Geschichten, mit denen sie die Herzen ihrer Leserinnen berühren wollte.

Spannung brachte die Autorin außerdem durch Lillys Schwägerin mit einer geheimnisvollen und sehr fraglichen Vergangenheit ein, außerdem war eine örtliche Klatschzeitung auf der Suche nach der wahren Fannie Cole, was es Lilly natürlich schwer machte, sich versteckt zu halten.
Trotz des recht hohen Vorhersehbarkeitsgrades habe ich das Buch gerne gelesen. Es war eine dahinplätschernde Geschichte zum Mitlachen und -weinen, was eine nähere Bindung zwischen Leser und Charakteren aufbaute.

Diese angenehm zu lesende Geschichte kann ich jedem empfehlen, der gerne mal etwas zum Abschalten lesen möchte. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne!

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zweiter weltkrieg, ranzösischer wiederstan, schuld, familie, spionage

Die Weiße Wölfin und der Admiral

Claire Hölig
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 22.01.2013
ISBN 9783775154451
Genre: Historische Romane

Rezension:

Meine Lieben, ich habe endlich wieder mal ein Buch gelesen, das ich zum Teil nicht mehr aus der Hand legen konnte! Die Geschichte mitten in der zweiten Weltkriegszeit in Deutschland ist so packend erzählt und unfassbar spannend. Ich habe nicht erwartet, dass Die Weiße Wölfin und der Admiral von Claire Hölig mich derart umhauen würde, denn der Klappentext hat nicht viel verraten und daher war mir nicht klar, wie viel mehr in der fiktiven Erzählung stecken würde.

Europa 1943: Der Zweite Weltkrieg zerreißt Familien – auch die Geschwister Karl und Marie Büchner geraten zwischen die Fronten. Karl hat eine steile Karriere in der deutschen Kriegsmarine hinter sich, seine Schwester wurde britische Agentin im besetzten Frankreich. Doch die Bande zwischen ihnen sind stärker als der Krieg: Karl macht eine erschütternde Entdeckung und plötzlich braucht er seine Schwester mehr denn je. Ein ergreifendes Romandebüt über Loyalität, Mut und Widerstand.

In diesem Kriegsroman geht es um das Geschwisterpaar Marie und Karl, das sich seit zehn Jahren nicht gesehen hat und dessen Beziehung somit schwer zu erklären ist, denn beide haben mit Enttäuschungen zu kämpfen. Karl hat seinerzeit die Familie verlassen und seitdem gab es keinen Kontakt mehr. Dann brach der Krieg aus, die Eltern sind gestorben und Marie blieb allein.
Karl hat bereits geheiratet und einen Sohn bekommen. Er hatte mittlerweile eine wichtige Position, die ihm die Ehre und Anerkennung verschafft hat, nach denen er lange gesucht hat.
Inzwischen ist Marie Teil des Geheimdienstes von England, SOE, geworden. Augrund ihrer guten Leistungen ist sie bald zum Major ernannt worden. Und plötzlich, im Jahr 1943, mitten im zweiten Weltkrieg, nimmt ihr Bruder wieder Kontakt zu ihr auf, mit einer Bitte um Hilfe. Dabei ist er noch nicht einmal ehrlich, was umso dreister und eigensüchtiger erscheint, denn all die Jahre hat er sich nicht für seine Familie interessiert.
Doch er hat Glück – Marie bedeuten Familienbande sehr viel und somit erklärt sie sich schließlich bereit, ihm zu helfen.

Marie ist ein sehr distanzierter Mensch, der niemanden an sich heranlässt, was aber auch wenig verwunderlich, denn im Krieg kann es sehr gefährlich sein, jemandem zu vertrauen, besonders dann, wenn man die Person nicht (gut) kennt.

Bei der Ausführung ihrer Aufgabe kommen Marie ihre Fähigkeiten, die sie als Spionen zu beherrschen gelernt hat, sehr zugute. Nicht nur einmal bewahrt sie die ihr Anvertrauten davor, in eine Falle zu tappen oder Schlimmeres.
Bald erfährt sie, dass Karl, von dem sie dies definitiv nicht erwartet hätte, sich dem Widerstand angeschlossen hat, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Vaterland zu retten, indem er Hitler die Macht nehmen wollte.
Kurze Zeit später ist auch Marie, ebenfalls Widerständlerin, in die Sache involviert, denn ihre Kontakte zu England kommen der Widerstandsgruppe sehr gelegen. Sie wollen Verhandlungen mit den Alliierten führen, damit diese ihnen helfen, gegen Hitler anzugehen. Ob Marie es schafft – eine englische Agentin, die den zuletzt erhaltenen Befehl verweigert hat, um ihrem Bruder zu helfen?

Man merkt, dass Claire Hölig als Geschichtsstudentin weiß, worüber sie schreibt. Sie lässt viele Fakten über die damalige Zeit einfließen, ohne dass es überladen wirkt. Sie fädelt die Informationen gekonnt in die Geschichte ein, dass es spannend und gleichzeitig lehrreich ist.
Was die Spannung angeht: die Geschichte beginnt spannend, wird langsam spannender und ist am Ende am spannendsten! Das habe ich bisher nicht oft bei Büchern gehabt. Und das Ende, ich weiß so gar nicht, was ich damit anfangen soll. Einerseits ist es ganz passend und sehr realistisch, andererseits hätte ich es mir tatsächlich anders gewünscht…

Mir hat dieser Roman sehr gefallen, die Charaktere waren sehr gut gestaltet, wirkten nicht unrealistisch und an Spannung hat es auch nicht gefehlt. Man hat nochmal gemerkt, dass die deutsche Bevölkerung damals nicht wirklich gewusst hat, was um sie herum passierte und diejenigen, die es wussten, taten, als würden sie es nicht wissen, oder schlossen sich Widerstandsgruppen an.
Ich hoffe, dass es bald mehr von der Autorin zu lesen geben wird, denn sie scheint das Schreiben sehr gut zu beherrschen. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen und möchte euch ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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liebe, hochzeit, brautmodenladen, glaube, hochzeitsladen

Der Hochzeitsladen

Rachel Hauck
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 24.02.2017
ISBN 9783775157728
Genre: Romane

Rezension:

Welches Mädchen träumt nicht – ob nun offensichtlich oder insgeheim – von einer wunderschönen Hochzeit mit einem wunderschönen Kleid und allem Wunderschönen, was sonst noch so dazu gehört? Ich weiß noch, wie ich eine Zeit lang eine Mappe mit verschiedensten Hochzeitsfotos und -ideen zusammengestellt habe, ich konnte stundenlang mit Suchen nach weiteren hochzeitlichen Bildern verbringen und es wurde nicht langweilig.
Mittlerweile hat sich mein Verrücktsein nach Hochzeiten gelegt, aber sie sind immer noch etwas Besonderes für mich. Passend dazu habe ich gestern Abend das Buch Der Hochzeitsladen von Rachel Hauck beendet, welches sich beinahe ausschließlich um das Heiraten und die Liebe dreht.

In den 1930er-Jahren führt Cora Scott einen erfolgreichen Brautmodenladen in Heart’s Bend, einer Kleinstadt in Tennessee. Während sie darauf wartet, dass ihre eigene große Liebe zu ihr zurückkehrt, erfüllt sie die Träume anderer.
Mehr als achtzig Jahre später: Haley Morgan kehrt in ihre Heimatstadt Heart’s Bend zurück. Nach dem traumatischen Tod ihrer Freundin Tammy und nachdem sie die Wahrheit über den Mann erfahren hat, den sie geliebt hat, sucht sie einen neuen Platz im Leben. Sie beschließt den Brautmodenladen wieder zu eröffnen. Die Geschichten von Cora und Haley verbinden sich zu einer Geschichte voller Mut, Geheimnisse und Liebe.

Dieses Buch erzählt die Geschichte vom Leben zweier Frauen – Cora und Haley – fangen wir mit Cora an. Sie ist anfangs Ende zwanzig und schaut voller Hoffnung in die Zukunft, denn es gibt einen Mann in ihrem Leben – Rufus – den sie liebt und von dem sie vermeintlich ebenso zurückgeliebt wird, doch leider treffen sie sich nur einige Male im Jahr, denn er arbeitet auf See und ist somit immer unterwegs. Von vielen wird Cora für verrückt gehalten, dass sie seinen Versprechungen, sie zu heiraten, glaubt, doch sie lässt sich nicht beirren. Einen Verehrer in der Stadt hat sie aber auch – Birch Good, ein lieber Kerl, fünf Jahre älter als sie, doch ihrer Meinung nach zu langweilig für sie.
Ich muss zugeben, anfangs hat es mich genervt, dass er immer ihre Nähe gesucht hat und ihr immer wieder zeigte, wie sehr sie ihm gefiel, obwohl sie ihm jedes Mal aufs Neue zu verstehen gab, dass es für die beiden keine gemeinsame Zukunft gab.
– Achtung! Spoiler: –
Doch als dem Leser Rufus‘ wahres Gesicht offenbart wird, hofft man, dass Cora endlich einsieht, dass sie an Birchs Seite ein erfülltes Leben führen kann, doch bis sie das erkennt, vergeht einige Zeit. Umso schöner ist es, als sie endlich den Entschluss fasst, Birchs Heiratsantrag anzunehmen – wie habe ich mich mit den Beiden gefreut!!
– Spoiler Ende –

Haley kehrt mit einem verletztem Herzen zurück in ihre Heimat und entschließt sich kurz darauf, den alten, mittlerweile verlassenen Hochzeitsladen von Cora Scott wieder herzurichten und zu eröffnen. Dabei werden ihr von Seiten der Stadtgemeinde einige Steine in den Weg gelegt, doch – mit Gottes Hilfe – erreicht sie ihr Ziel. Eine große Hilfe ist aber auch Cole Danner, der Ex-Verlobte ihrer verstorbenen besten Freundin Tammy.
Ich fand es faszinierend, wie Haley mit Glauben und Gottvertrauen an die ganze Hochzeitsladen-Sache herangegangen ist, denn da hat sie sich an ein riesiges Projekt herangewagt, ohne wirklich rosige Aussichten zu haben. Im Endeffekt hat Gott sie aber nicht enttäuscht, denn die Eröffnung hat geklappt, was eine Bestätigung für ihren Glauben war.

Worüber ich (leider) ein wenig meckern muss, ist Folgendes: Mir hat das Christsein in den Charakteren mehr oder weniger, aber auf jeden Fall gefehlt. Klar, alle haben an Gott geglaubt, ihm vertraut, aber Gott war für sie alle mehr eine Nebensache, nie aber wichtiger als alles andere. Vielmehr kam in dieser Geschichte das lockere Christsein zum Vorschein, wo man Gott in sein Leben lässt, wie es einem gerade passt – mehr nicht. Das finde ich sehr schade an diesem Buch, denn die Grundidee ist sehr schön.

Coras Kapitel habe ich am liebsten gelesen, denn es imponierte mir sehr, dass eine Frau, alleinstehend und in den 30er-Jahren, einen eigenen Laden erfolgreich (!) führte und sehr stark war. Sie ließ selten ihren Gefühlen freien Lauf, konnte sich zusammenreißen und auf das Wesentliche konzentrieren – naja, abgesehen von Rufus. Doch all die Rückschläge, die sie erlitten hat, haben sie nur noch stärker gemacht.

Rachel Hauck hat bereits eine Menge an Hochzeitsromanen verfasst und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter gewesen sein wird. Ich habe dieses Buch gerne gelesen und auch wenn ich einige Dinge zu bemängeln hatte, hat es mir doch gefallen. Es hat mich zwar nicht vom Hocker gehauen, aber es war definitiv nicht langweilig, somit gibt es von mir 3 von 5 Sterne. Es bietet schöne Unterhaltung und ist definitv etwas für Hochzeitsfans – ach was, für alle!

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Tags: christlicher roman, glaube, gottvertrauen, hochzeit, liebe   (5)
 

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glaube, krimi, mord, gewalt, hilfe

Gefährliche Zuflucht

Terri Blackstock , Rebekka Wetter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei BOAS-Verlag, 24.09.2011
ISBN 9783942258012
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Reihe, die ich schon sehr lange lesen möchte, ist die Cape-Refuge-Reihe von Terri Blackstock. Jetzt habe ich endlich den Anfang gemacht, denn heute habe ich den ersten Band Gefährliche Zuflucht beendet und muss jetzt einfach dieses Buch besprechen. Eigentlich kam mir auf den ersten Seiten nicht nur einmal der Gedanke, dass das Buch wohl doch nicht so toll ist, wie ich es erwartet hatte, doch ab der zweiten Hälfte ging es plötzlich steil bergauf. Wo ich zu Beginn manchmal keine Lust zum Weiterlesen hatte, konnte ich das Buch später nicht mehr aus der Hand legen. Die Wandlung, die Spannung betreffend, ist natürlich ein positiver Punkt an diesem Buch.

Der brutale Doppelmord an den tiefgläubigen Owens erschüttert Cape Refuge, eine kleine Insel vor der Küste Georgias. Alles deutet darauf hin, dass Polizeichef Cades bester Freund, der hitzköpfige Schwiegersohn der Opfer, der Täter ist. Aber Cade ist nicht überzeugt, denn die Owens führten ein Übergangshaus für entlassene Strafgefangene, das weit fragwürdigere Gestalten beherbergt.
Und auch Blair, die Tochter der Ermordeten, gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden. Zusammen mit ihrer Schwester will sie den Dingen auf den Grund gehen. Wer steckte wirklich hinter dem Mord? Wo war Gott, als ihre Eltern ermordet wurden? Was soll nun aus dem Übergangshaus werden? Und … hat der Mörder es auch noch auf Blair und ihre Schwester abgesehen?

Die erste Szene fängt bereits ganz brenzlig an, es wird einem schnell ein mutmaßlicher Mörder aufgetischt, bei dem die Beweislage ganz deutlich darauf hinweist, dass es keinen Zweifel an seiner Schuld. Kniffliger wird das Ganze dadurch, dass der Angeklagte – Jonathan Cleary – ein guter Freund von Chief Cade ist. Außerdem sind beide Christen und besuchen dieselbe Gemeinde. Ich habe bisher noch in keinem Buch gelesen, dass ein Polizist seinen besten Freund festnehmen musste, doch zu dem Zeitpunkt lagen keine weiteren Hinweise vor, die Jonathan entlasten würden. Durch diesen Mordfall – die Eheleute Owens waren zudem auch noch seine Schwiegereltern – wurde die Freundschaft der beiden Männer stark auf die Probe gestellt. Sehr schön dargestellt war am Ende Jonathans Entscheidung, Cade den Unglauben bzw. Zweifel an seiner Schuld zu vergeben, denn ihm war klar, dass dies die einzig richtige Handlungsweise ist, denn so würde auch Jesus vorgehen.

Die beiden Töchter der Mordopfer Morgan und Blair könnten unterschiedlicher nicht sein. Morgan – die Ältere – hat ein sehr weiches und mitfühlendes Herz, während Blair eher hart im Nehmen ist und niemanden wirklich an sich heran lässt. Trotzdem hängen die Schwestern aneinander, besonders seit dem Mord an ihren Eltern. Dieser bringt beide dazu, die Frage zu stellen, warum die Eltern sterben mussten. Die gläubige Morgan hat sich in dieser Zeit Gott noch mehr genähert, in ihm hat sie Trost gefunden, auch wenn diese Frage sie nicht in Ruhe ließ. Doch sie war sich sicher, dass Gott einen großen Plan hat, den sie bloß bisher noch nicht erkannt hat. Ein großer Trost war für sie, zu wissen, dass ihre Eltern nun im Himmel bei Jesus waren, wo sie nun kein Leid mehr kannten. Anders Blair: sie glaubt nicht an Gott, denn sie versteht nicht, wie Er das Geschehene zulassen könnte, würde er existieren. Vielmehr glaubt sie an Gerechtigkeit, an Gut und Böse, jedoch an keine höhere, übernatürliche Macht. Zum Ende hin hat man aber merken können, dass sie sich nun doch mehr Gedanken über Gott machte und ihre Ablehnung ihm gegenüber ins Schwanken geraten ist.

Sehr gerne habe ich die Kapitel über die 16-jährige Sadie gelesen, die von zuhause weggelaufen ist. Mit einer Mutter im Gefängnis und einem gewlattätigen Stiefvater hatte sie es in ihren jungen Jahren bereits sehr schwer, doch endlich ist ihr die Flucht gelungen. Bei der Darstellung ihres Leids fühlte ich großen Herzschmerz, doch nicht nur bei ihr, sondern auch bei ihrem neun Monate alten Bruder. Es schmerzte sehr, zu lesen, wie schrecklich das kleine Kind behandelt wurde. Glücklicherweise haben die Geschwister ein neues Heim bei Morgan und Jonathan Cleary gefunden. Nun konnte man sich sicher sein, dass sie es gut haben werden.

Dieser erste Krimiband der Reihe ist sowohl vom Plot als auch vom Schreibstil her sehr zu empfehlen. Zwar hat es (bei mir jedenfalls) ein wenig gedauert, bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin, doch, wie anfangs bereits erwähnt, ließ sich das Buch ab der zweiten Hälfte sehr schnell durchlesen. Zum Teil war die Geschichte nicht vorhersehbar, was einen natürlich dazu animierte, unbedingt weiterzulesen.
Ich habe das Buch ganz gerne gelesen und weiß jetzt schon, dass ich die Reihe gern weiterlesen würde und kann euch allen auch nur ans Herz legen, diesem Buch eine Chance zu geben.
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

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Tags: christlicher roman, krimi, liebe   (3)
 

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

alaska, liebe, mord, tauchen, russland

Wilde Wasser

Dani Pettrey , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2015
ISBN 9783868274844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir war nach einiger Zeit wieder nach etwas Spannendem und Abenteuerlichem und beim Suchen nach so einem Buch bin ich auf Wilde Wasser von Dani Pettrey gestoßen. Als ich mich näher damit befasst habe, schien mir, dass dies genau das richtige Buch dafür ist.
Ich finde, in diesem Roman ist für Jeden etwas dabei – es ist sowohl interessant, spannend und auch tragisch-romantisch. Die Handlung bietet sehr gute Unterhaltung und macht den Leser gespannt auf die Folgebände.

Alaska:
Bailey Craig hat sich geschworen, niemals nach Yancey zurückzukehren. Doch ein mysteriöser Flugzeugabsturz lässt der erfolgreichen Hochschuldozentin keine andere Wahl: Sie muss sich den Schatten der Vergangenheit stellen …
Cole McKenna hat keine Angst vor gefährlichen Rettungsmissionen. Auch der Verdacht, dass ein Mörder in seiner Heimatstadt sein Unwesen treiben könnte, versetzt den passionierten Tiefseetaucher nicht in Panik. Doch das Zusammentreffen mit seiner Jugendliebe Bailey Craig lässt das Blut in seinen Adern stocken.
Gut, dass Cole den ganzen McKenna-Clan an seiner Seite weiß. Zusammen mit seinen Geschwistern und dem Polizisten Landon versucht er Licht in die rätselhaften Vorfälle in Yancey zu bringen … nicht ahnend, dass er sich damit in wilde Wasser begibt – und Bailey gleich mit.

Der Einstieg fängt nicht – wie es meistens der Fall ist – ganz ruhig an, wo nach und nach immer mehr Personen auf der Bildfläche erscheinen und vorgestellt werden. Diese Geschichte beginnt mit einem Unfall. Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen hineingeworfen, weswegen man anfangs etwas verwirrt ist, da man die Charaktere noch nicht kennt und nicht weiß, wo man gelandet ist. Doch ich fand das nicht weiter schlimm, denn nach einigen Seiten fiel es mir nicht mehr besonders schwer, Personen zuzuordnen und zu verstehen, was passiert ist.

Hauptpersonen in diesem ersten Band der Reihe Alaskan Courage sind Bailey und Cole. Während ich Cole auf Anhieb mochte – er war sehr freundlich, klug und hegte seinen Geschwistern gegenüber eine besondere Zuneigung – fiel es mir nicht so leicht, Bailey genauso zu mögen. Zwar hat man schon am Anfang erfahren, dass sie sich im Vergleich zu ihrem früheren Leben sehr zum Positiven verändert hat, doch durch ihre Distanziertheit konnte man ihr auf Leserebene nicht besonders nahe kommen.

Es ist von Anfang an klar, dass Cole und Bailey füreinander bestimmt sind. Mir war bewusst – denn es ging bereits aus der Inhaltsangabe hervor – dass dies ein Liebesroman sein würde, doch letztendlich hat mich das Hin und Her zwischen den Beiden manchmal ein wenig genervt. Vielmehr hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus öfter auf den Ermittlungen der Morde liegen würde, denn auch dieser Handlungsstrang war des Öfteren vorhersehbar, wenn auch nicht immer. Es war spannend, dem Fall und dessen Auflösung zu folgen.

Was ich sehr schön fand, war, dass die Autorin sehr viel Wert auf Familie gelegt hat. Für Cole und seine Geschwister war das Zusammenhalten sowie gegenseitiges Unterstützen sehr wichtig, denn sie hatten nur noch einander, da die Eltern nicht mehr am Leben waren, aber nicht nur aus diesem Grund.
Die Geschwister waren immer darauf bedacht, auf einander aufzupassen und füreinander zu sorgen, was einen über das eigene (Familien-)Leben zu denken gab.

Mir hat Wilde Wasser ganz gut gefallen, ich denke, ich werde die Folgebände auch noch lesen, denn ich würde schon gerne wissen, wie es mit den Leuten in Yancey weitergeht. An einigen Stellen hat mich die Geschichte mit allem Drumherum an Karen Kingsbury und ihre Bücher erinnert, und vielleicht wisst ihr noch von meinen älteren Rezensionen, dass ich ihre Bücher sehr gerne lese/gelesen habe. Dieses Buch bewerte ich mit 4 von 5 Sternen und empfehle es auf jeden Fall weiter!

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Tags: alaska, glaube, krimi, liebe, vergangenheit   (5)
 

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amerika, liebe, niederlande, auswanderung, glaube

Töchter der Küste

Lynn Austin , Dorothee Dziewas
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.12.2016
ISBN 9783868276251
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gestern Abend habe ich ein Buch beendet, welches mich daran erinnert hat, warum ich Lynn Austins Geschichten so gerne lese. Töchter der Küste ist ein historischer Familienroman, der in drei Handlungsstränge aufgeteilt ist. Die Protagonistinnen heißen Geesje und Anna, die einander überhaupt nicht kennen, aber viel mehr gemeinsam haben, als sie ahnen könnten. Das Buch erzählt eine sehr interessante und mitreißende (Lebens-)Geschichte, in die ich mich gerne reingelesen habe und die ich auf jeden Fall nur empfehlen kann!

Niederlande 1845: Geesje ist 15, als ein Stein im Schaufenster ihres Vaters ihre Kindheit zerstört. Wegen ihres lebendigen Glaubens werden sie fortan immer wieder angegriffen und schikaniert. Schließlich sehen ihre Eltern keinen anderen Ausweg, als nach Amerika auszuwandern. Doch Geesje ist alles andere als begeistert. Zumal sie den Mann, den sie liebt, in den Niederlanden zurücklassen muss. Wird sie ihn jemals wiedersehen?
Gut 50 Jahre später erinnert Geesje sich zurück. Sie ahnt nicht, dass unweit von ihr die junge Anna vor ähnlichen Entscheidungen steht, wie sie sie einst treffen musste. Vor allem aber ahnt sie nicht, dass ausgerechnet diese junge Frau ihrem Herzen endlich Frieden schenken könnte…

Zwei der drei Handlungsstränge erzählen die Geschichte von Geesje – einmal in jungen Jahren und einmal zwischen 25 und 50 Jahre später. Geesje ist eine Schlüsselfigur in dieser Geschichte, denn sie ist das Bindeglied, das alle Handlungsstränge miteinander verbindet. Sie ist eine starke Frau, die bereits sehr viel Schreckliches im Leben hat mitmachen müssen, doch anstatt dadurch zu Fall zu kommen, ist ihr Glaube jedes Mal gewachsen. Viele Menschen in ihrer Umgebung haben sich ein Beispiel an ihr genommen, denn sie sehen ihren Lebenswandel, sie sehen ihr großes Gottvertrauen und schätzen Geesje sehr.

Wenn man Geesje in ihren jungen Jahren im Buch erlebt, kann man sich oft schwer vorstellen, dass dieses junge, etwas rebellische Mädchen einmal die ernsthafte und gottesfürchtige Frau werden soll. Zu der Zeit war sie noch eher ein Gefühls- als Glaubensmensch. Doch in ihren Eltern hatte sie ein vorbildhaftes Beispiel dafür, wie man seinen Glauben an Gott richtig auslebt. Dass sie durch ihre Eltern so geprägt wurde, hat Geesje vor so mach einer Fehlentscheidung bewahrt, denn letztendlich hat sie sich immer dafür entschieden, Gottes Willen und nicht dem eigenen nachzugeben.

Die junge Frau Anna, die ebenfalls eine Hauptperson in diesem Roman ist, ist in einer reichen Familie aufgewachsen und wurde nicht sehr gottesfürchtig erzogen. Doch einmal findet sie eine ungewöhnliche Kirche und mit ihren neuen Kirchenbesuchen fängt sie auch an, sich mehr für Gott und den wahren Glauben zu interessieren. Ihrem in der Gesellschaft hoch angesehenen Verlobten William passt dies gar nicht, doch das hält sie nicht davon ab, weiter nach Antworten zu suchen. Als sie in den amerikanischen Ort Holland kommt, findet sie einen Freund namens Derk, ein angehender Pfarrer, der ihr viele Fragen beantworten kann.

Allein schon in den Kapiteln mit der jungen Geesje lernt man viel über die Liebe und Ehe aus christlicher Sicht. Heutzutage ist man sehr von äußerlicherer Schönheit fasziniert, man redet auch immer davon, dass innere Werte wichtig sind und davon, dass man eine Person wirklich lieben muss, mit der man den Rest des Lebens verbringen möchte. Da spricht ja auch nichts gegen.
Doch während man auf der Suche nach dieser einen Person ist, vergisst man vielleicht, dass Gott einen ganz anderen Plan für einen hat. Umso wichtiger ist es also zu lernen, auf die Stimme Gottes in deinem Herzen zu hören. Wenn man sie nämlich nicht hören kann, läuft man unmittelbar Gefahr, unglücklich in seinem Leben zu werden.

Man könnte noch sehr viel mehr über die Töchter der Küste schreiben, doch ich belasse es hierbei. Ich kann jedem Einzelnen von euch wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen, denn man merkt, dass es mit viel Liebe und guter Vorbereitung entstanden ist. Es ist ein Roman, aus dem man viel für sich selbst mitnehmen kann, was es nicht oft gibt. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne. ♥

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stephanie rapp

Ungeschminkt in London

Stephanie Rapp
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 18.01.2012
ISBN 9783775153614
Genre: Romane

Rezension:

Die Anzahl meiner bisher in 2017 durchgelesenen Bücher ist noch nicht sehr hoch, doch es waren bereits einige Bücher dabei, die mir gefallen haben. Darunter zählt auch Ungeschminkt in London von Stephanie Rapp, der erste Roman der Autorin, und der im Gegensatz zu ihren anderen Büchern keine historische Geschichte erzählt, sondern in der heutige Zeit spielt.

Anna ist Mitte dreißig, alleinerziehend und lebt als Deutsche mit ihren Kindern in London. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie nach jahrelanger Berufspause eine Anstellung als Anwältin in einer Kanzlei findet. Dumm nur, dass sie für ihren ersten Mandanten ein Grundstück kaufen soll, auf dem ein Jugendzentrum steht, und dass ausgerechnet dieses Jugendzentrum neuerdings die wichtigste Anlaufstelle für ihren behinderten Sohn ist. Dann gibt es da noch den attraktiven Leiter der Einrichtung, der doch eigentlich ihr Gegner ist …

Ich habe dieses Buch angefangen zu lesen, weil mir gerade nach leichterer Lektüre war. Ich wollte eine schöne, mitreißende und rührende Geschichte lesen, in die man eintauchen, alles drum herum vergessen und wieder auftauchen kann. Dieser Wunsch wurde mir auch erfüllt.
Es geht in diesem Roman um die alleinerziehende Mutter Anna mit ihren Kindern Jack und Keira, die in London leben. Gebürtig ist Anna Deutsche und ihre Verwandtschaft lebt größtenteils in Deutschland, was häufige Treffen nicht besonders einfach macht. Anna ist Anwältin, doch Berufserfahrung hat sie bisher kaum sammeln können, obwohl sie schon Mitte dreißig ist. Vielmehr wollte sie für ihre Kinder da sein und sich um sie kümmern.

Als Anna nach England gezogen ist, hatte sie sich ihr zukünftiges Leben mit Sicherheit nicht so „düster“ und voller Schicksalsschläge ausgemalt. Damals hatte sie noch ihren Mann an ihrer Seite. Rückblickend muss man aber sagen, dass Anna trotz der verschiedenen harten Lebensumstände, in denen sie sich bereits befand, ihre Sache sehr gut gemeistert hat. Sie hat nicht einfach aufgehört, für ihre Familie zu kämpfen, sondern alles dafür gegeben, ihren Kindern ein normales Leben zu ermöglichen.
Besonders schwer hat sie es mit ihrem elfjährigen Sohn Jack, der seit seiner Geburt eine Behinderung hat. Mit der Zeit entwickelt er eine rebellische Seite, die ihn immer weiter von seiner Mutter entfernt. Umso mehr sucht er aber die Gemeinschaft mit Liam Jones, dem Leiter eines Jugendzentrums, das eine weitere wichtige Rolle in der Handlung einnimmt.

Stephanie Rapp erzählt sehr mitreißend, so dass man als Leser nicht anders kann, als mit den Charakteren mitzufühlen. Es war auch sehr schön, dass nicht immer nur Annas Sicht dargestellt wurde, des Öfteren kamen auch Jack und Liam zu Wort, wodurch man als Leser den Figuren noch etwas näher kam.
Jedoch hat mir im Gesamten der Bezug zum Glauben gefehlt. Zwar gab es hin und wieder ein kurzes Gebet oder einen Gedanken über Gott, und am Ende hat Anna sich für ein Leben mit Gott entschieden – es hätte aber gerne etwas mehr Glaubensbezug geben können.
In der Geschichte gab es auch einige spannende Stellen, die einen mitfiebern ließen und zum Weiterlesen „zwangen“. So gab es da einen Jungen namens Nicki im Jugendzentrum, der mit Drogen zu tun hatte. Einmal ging es soweit, dass er mit seinem Leben nur knapp davon gekommen ist, doch zum Schluss hat man erfahren, dass er nach der Genesung wieder weitergemacht hat. Somit wurde der Bezug zur Realität nicht einfach weggelassen, auch wenn man es lieber gesehen hätte, dass der Junge etwas aus dem schlimmen Vorfall gelernt hat.

Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen und es hat mir nicht weniger gefallen, als andere Bücher der Autorin (obwohl „Als der Himmel zerriss“ immer noch mein Favorit ist). Ich kann dieses Buch auf jeden Fall weitermepfehlen und hoffe, dass es bald neuen Lesestoff von Stephanie Rapp gibt! Ich bewerte dieses Buch mit 4/5 Sternen.

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krimi, andrew ryan, temperance brennan, bones, knochenlese

Knochenlese

Kathy Reichs , Klaus Berr
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.07.2013
ISBN 9783453435568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Für mich war es mal wieder Zeit, in den nächsten Tempe-Brennan-Roman abzutauchen, der da heißt: Knochenlese. Dieser fünfte Band der Reihe hat mir um Einiges besser gefallen als der vorherige, was mich sehr freut und weswegen ich mich jetzt auch wieder mehr auf den nächsten Band freue. Ich finde, Kathy Reichs hat sich mit Tempe eine faszinierende Person ausgedacht, die man einfach ins Herz schließen muss.

Ein kleines Dorf in Guatemala: Als die Forensikerin Tempe Brennan in den Brunnenschacht hinabsteigt, ahnt sie, dass sie am Grund ein grausiger Fund erwartet. Hier wurden vor Jahrzehnten die Leichen von über zwanzig Bewohnern eines kleinen Dorfes verscharrt, Frauen und Kinder, die ein Militärkommando kaltblütig hingerichtet hatte. Noch während die Opfer des Massakers geborgen werden, bekommt Brennan zu spüren, dass die Machthaber in Guatemala, damals wie heute, ein schreckliches Geheimnis hüten. Doch nicht nur die Gerechtigkeit für die Toten steht auf dem Spiel. Auch Tempes Leben ist plötzlich in Gefahr.

In diesem Buch spielt sich die Handlung zum größten Teil in Guatemala ab, wo Tempe beruflich zu tun hat. Vor Jahren wurden dort schreckliche Verbrechen begangen, nun ist es an ihr und der Gruppe, der sie hilft, die Opfer zu identifizieren. Zur selben Zeit werden "jüngere" Leichen gefunden, die ein Fall für die guatemaltekische Polizei sind. Auch Tempe wird herangezogen, um den Opfern einen Namen zu geben und herauszufinden, was mit diesen geschehen ist. Schließlich kommt es zu der Zusammenarbeit mit dem guatemaltekischen Polizisten Galiano, der ein alter Bekannter ihres "Freundes" Ryan ist. Beide wecken in ihr widersprüchliche Gefühle, was sie sehr verwirrt - und den Leser auch.

Um zu verstehen, was es mit dem Massaker in Guatemala auf sich hat, erzählt Kathy Reichs über mehrere Seiten verteilt, was sich damals zugetragen hat. Es ist schwer vorstellbar, was die Einwohner damals erlebt haben und wie schwer es für die Überlebenden sein musste, mit den Folgen zu leben.
Doch unverständlich war für mich, wie ignorant einige wichtige Leute, von denen man meinen müsste, dass sie sich für Gerechtigkeit und Frieden in ihrem Land einsetzen sollten, dem Ganzen gegenüberstanden, und sogar der Aufklärung des neuen Falles hinderlich waren.
Die Polizei und Tempe zogen anfangs mehrere Möglichkeiten in Erwägung, was mit den Leichen passiert sein könnte. Schließlich hat sich Tempe so sehr in den Fall hineingesteigert, dass sie nur knapp mit ihrem Leben davongekommen ist. Sie war es aber auch, die die meisten der letzten Lücken in dem Fall schließen konnte.

Dieses fünfte Buch der Tempe-Reihe hat spannend angefangen und noch spannender aufgehört, ich habe es schneller durchgelesen als erwartet. Ich finde es jedes Mal aufs Neue faszinierend, wie Kathy Reichs historische und fachliche Informationen einfließen lässt und es immer noch, obwohl man keine Ahnung davon hat, spannend ist. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Tags: krimi, spannend, thriller   (3)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

christlicher roman

Mara

Lisette Van de Heg , Thomas Weißenborn , Lisette van de Heg
Fester Einband: 298 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 23.09.2011
ISBN 9783868272611
Genre: Romane

Rezension:

Letzten Monat erst habe ich mir Mara von Lisette van de Heg gekauft und nun auch schon gelesen. Von Anfang an war mir klar, dass es sich hierbei um eine traurige und melancholische Geschichte handeln würde, doch je weiter ich las, umso deutlicher wurde, dass die Erzählung viel trauriger und melancholischer sein würde als erwartet. Es geht vor allem um einen inneren Konflikt der Protagonistin Maria, die mit sich ringt, ob es richtig wäre, die Wahrheit ans Licht zu bringen und wie sie damit, was mit ihr geschehen ist, umgehen sollte. Es ist eine Geschichte, die einem sehr zu Herzen geht.

Niederlande, Anfang des 20. Jh.s.
Ein finsteres Geheimnis überschattet das Leben von Maria, seitdem ihr Vater starb und ihre Mutter erneut geheiratet hat. Der Jähzorn des Stiefvaters und die Depressionen der Mutter zerstören langsam Marias Glauben an einen barmherzigen, liebevollen Gott. Ihr Leben fällt völlig auseinander, als Maria mit 16 Jahren schwanger wird. Wer der Vater ihres Kindes ist, darüber schweigt sie beharrlich. Die Eltern schicken sie fort, damit sie ihr Kind heimlich zur Welt bringt. Immer weiter zieht Maria sich in sich selbst zurück, lässt niemanden an sich heran. Können ihre Tante und die Ordensschwester Olivia, zu denen Maria langsam Vertrauen aufbaut, neuen Lebensmut in ihr wecken? Marias Tochter Mara wird geboren und sofort in eine Pflegefamilie gegeben. Wieder bricht Marias Herz, doch sie gibt nicht auf. Sie will um Mara kämpfen. Wird es ihr gelingen, sich ein neues Leben aufzubauen – ein Leben voller Hoffnung und Liebe?

Wer von dem Buch Mara erwartet, dass es voller Spannung ist, sollte es nicht unbedingt lesen. Die Handlung ist an der einen oder anderen Stelle zwar durchaus mitreißend, aber vielmehr geht es hier um das „Innenleben“ von Maria. Mit ihren 16 Jahren hat sie bereits Einiges erlebt, was ihren Glauben an Gott und an das Gute in den Menschen beinahe ganz zerstört hat, doch in ihrem neuen Zuhause bei ihrer Tante erfährt sie, dass es auch „gute Menschen“ gibt. Ihre Unsicherheit ist anfangs riesig, sie hat Angst davor, Fehler zu machen, denn sie ist es gewohnt, sofort dafür bestraft zu werden. Ihr Stiefvater, der Pfarrer ist, führt ihr auch noch immer wieder vor Augen, wie schlecht sie ist und dass sie außerdem Gottes Zorn durch ihr Verhalten auf sich lenkt.

Diese häusliche Unterdrückung und die Tatsache, dass niemand, nicht einmal die Mutter, sich für sie eingesetzt hat, sind nicht spurlos an Maria vorbeigegangen. Als sie dann schwanger wird, muss sie zu ihrer gläubigen Tante ziehen, von der Maria nur Ablehnung und Verachtung erwartet. Doch sie trifft auf Mitgefühl und Wärme. So lebt ihre Tante Be ihr still das „richtige christliche Leben“ vor. Anfangs steht Maria dem Ganzen eher skeptisch gegenüber, doch mit der Zeit beginnt auch sie sich darüber Gedanken zu machen und kommt zu dem Entschluss, dass Gott nicht so böse sein kann, wie der Pfarrer es ihr immer weismachen wollte und es auch geschafft hatte.

Als Leserin fiel es mir oft nicht leicht, über Marias Gedanken, Gefühle und Zustand zu lesen. Es war schwer vorstellbar, was sie erlebt hat, doch es ist bemerkenswert, wie sie damit umgegangen ist. Der Hass, den sie zu Beginn auf ihr ungeborenes Kind verspürt hat, verwandelte sich in einem Moment in Liebe, die immer größer wurde. Ihr Baby, die Tochter Mara, war mitunter ein Grund, der Maria wieder hoffen und lieben gelehrt hat. Diese neue Hoffnung konnte man zum Ende hin beinahe greifbar spüren.

Ich mochte dieses Buch, auch wenn es an der Handlung einige sehr unschöne Seiten gab, doch ich fand es „schön“ zu lesen, wie Maria sich mit Gottes Hilfe aus den schrecklichen Fängen ihrer Vergangenheit entreißen konnte und ein neues Leben begonnen hat. Vor allem hat sie aber das Wichtigste wiedergefunden – ihren Glauben an Gott.

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Tags: christlicher roman   (1)
 

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krimi, hunde, charleston, liebe, verfolgung

Auf verborgenen Wegen

Deeanne Gist , J. Mark Bertrand , Silvia Lutz
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 31.08.2011
ISBN 9783865915733
Genre: Romane

Rezension:

Bisher war mir Deeanne Gist als Autorin historischer Liebesromane mit christlichem Hintergrund bekannt, doch mit Auf verborgenen Wegen konnte ich sie nun auch als eine andere Autorin kennenlernen. Dieses Buch ist ein Krimi, der in der heutigen Zeit spielt – also nicht zu vergleichen mit ihren anderen Büchern.
Deeanne Gist kann nicht nur unterhaltsam schreiben, sondern auch spannend und das weiß man, wenn man dieses Buch gelesen hat.

Rylee Monroe führt die Hunde reicher Leute im noblen Charleston aus. Doch seit ein Dieb die Gegend mit seinen Einbrüchen auf Trab hält, fühlt die junge Frau sich unbehaglich. Jemand scheint sie zu beobachten. Der Reporter Logan Woods will dieser Einbruchserie auf den Grund gehen. Die bezaubernde Frau, die er im Park trifft und die seltsamerweise für alle Opfer die Hunde ausführt, rückt immer stärker in den Mittelpunkt seiner Ermittlungen. Doch Rylee Monroe als Einbrecherin? Das kann sich Logan beim besten Willen nicht vorstellen. Schließlich wird er vor eine Entscheidung gestellt …
Deeanne Gist legt einen romantischen Krimi vor, der im Charleston der heutigen Zeit spielt.

Ich bin mit recht niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen, denn ich habe vorher nur leichte, unterhaltsame Liebesgeschichten von Deeanee Gist gelesen. Somit hatte ich keine Vorstellung davon, was mich hier erwartet.
Als ich zu lesen angefangen habe, war ich von der ersten Seite gleich mitten im Geschehen. Das Buch fängt ohne eine besonders gestaltete Einleitung an und man weiß nichts über die Charaktere, bis auf das, was man dem Klappentext entnehmen kann. Doch mit der Zeit lernt man die Protagonisten Rylee und Logan natürlich besser kennen.

Es wird immer abwechselnd aus der Perspektive von Logan und Rylee erzählt. Beide sind interessiert herauszufinden, wer der Dieb – auch bekannt als „Robin Hood“ – ist.
Logan, weil er als Journalist immer auf der Suche nach einer guten Story ist.
Rylee, weil zwischen ihr und den Diebstählen eine Verbindung zu sein scheint.
Auf der Suche nach der Identität des schlimmer werdenden Diebes kommen die beiden sich näher. Aufgrund ihrer Vergangenheit hat Rylee es mit Vertrauen und Lieben nicht leicht, doch Logan stellt nicht nur einmal unter Beweis, das er sie nicht nur für seine Ermittlungen ausnutzen möchte, sondern dass er sich wirklich um sie kümmert. Außerdem glaubt er an Gott und mit seiner Hilfe findet Rylee zurück zu ihrem aufgegebenem Glauben.

In der Geschichte trifft man mehrere zwielichtige Charaktere, denen man die Diebstähle anvertrauen könnte. Doch bis kurz vor Schluss bleibt spannungshalber unklar, wer der Täter ist. Hin und wieder bin ich während des Lesens auf den Gedanken gekommen, dass es diese gewisse Person sein könnte, doch den Gedanken habe ich immer wieder verworfen. Die Auflösung war dann aber doch ein wenig überraschend und spannend, wenn auch nicht gänzlich unvorhersehbar.

Dieser Roman bietet Unterhaltung und Spannung und lässt sich zudem sehr gut lesen. Es ist ein geeignetes Buch für zwischendurch, das recht kurzweilig und ohne besonderen Tiefgang ist. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, krimi, liebe   (3)
 

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schriftsteller, frankreich, liebe, email, briefroman

Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben

Anne-Laure Bondoux , Jean-Claude Mourlevat , Ina Kronenberger
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 25.07.2016
ISBN 9783552063259
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich lese von Zeit zu Zeit sehr gerne Romane von französischen Autoren, weil das Französische in den Büchern immer etwas ganz Besonderes in mir auslöst. Es ist ein romantisches, verträumtes, schönes – ach, ein einfach unbeschreibliches Gefühl. In den Geschmack französischer Literatur bin ich erstmals mit „Das Lächeln der Frauen“ von Nicolas Barreau gekommen und seitdem war mir klar, dass ich mehr französische Romane – natürlich nicht auf französisch, denn ich verstehe (leider!) kein französisch – lesen muss. Als ich dann über Lügen Sie, ich werde Ihnen glauben von Anne-Laure Bondoux und Jean-Claude Mourlevat gestolpert bin, war für mich sofort klar, dass ich diesen Roman lesen muss.

Ein E-Mail-Roman voller Witz und Charme – der beweist, dass man sich auch in Worte verlieben kann!
Als der berühmte Schriftsteller Pierre-Marie Sotto ein dickes Kuvert in seinem Briefkasten findet, hat er, im Glauben, es handle sich um ein Manuskript, zunächst nur eines im Sinn: zurück damit an die Absenderin! Doch anstatt Adeline, „groß, brünett, dick“ (wie sie sich selbst beschreibt), und ihre mysteriöse Sendung so schnell wie möglich wieder loszuwerden, kommen sich die beiden – per E-Mail – schon bald so nahe, dass einer ohne die Nachrichten des anderen nicht mehr sein kann. Bis das ominöse Paket seine Überraschung preisgibt … Eine Liebesgeschichte der besonderen Art, ein E-Mail-Roman voller Witz und Eleganz – beste Unterhaltung aus Frankreich!

Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich diesen Roman vor allem deswegen lesen wollte, weil er aus Frankreich stammt. Der Inhalt hat mich aber auch angesprochen. Ein unterhaltsamer E-Mail-Roman mit rätselhaften Überraschungen, das kann ich jetzt im Nachhinein nur bestätigen. Man hat über die Charaktere von Seite zu Seite, von E-Mail zu E-Mail immer mehr erfahren, ihre starken und schwachen Seiten kennengelernt. Dadurch, dass Pierre-Marie und Adeline, die beiden Mailschreiber, sich persönlich nicht kannten, sich aber (per Mail jedenfalls) sehr gut verstanden haben, konnten sie sich alles erzählen. Ihre Offenheit und Ehrlichkeit machten es ja auch gerade möglich, die beiden so gut kennenzulernen.

Der Grund für den Kontakt zwischen den beiden war ein Briefumschlag, von dem man erst zum Ende hin erfährt, was er enthalten hat. Da bleibt die Spannung natürlich die ganze Zeit erhalten, insbesondere da neben diesem kleinen „Geheimnis“ sich im Laufe des Buches herausstellt, dass Adeline und Pierre-Marie viel mehr verbindet, als nur dieser Umschlag. Diese rätselhaften Seiten an der Geschichte werden nicht sofort gelüftet und so fragt man sich als Leser jedes mal aufs Neue, was es mit alldem auf sich hat.

Obwohl die beiden Protagonisten sich nicht persönlich kennen, bleiben sie miteinander im Kontakt. Sehr bald erfährt man, dass sie in Gedanken immer öfter bei dem jeweils anderen sind und sich gegenseitig immer mehr ins Herz schließen. Sie muntern einander auf, trösten und lachen zusammen. Es entsteht langsam, aber sicher eine süße und romantische Liebesgeschichte mit viel Humor und Witz.

Dieses Buch bietet eine unterhaltsame und originelle Geschichte, die sich wunderbar leicht lesen lässt. Ein wenig traurig war ich darüber, dass das Ende recht offen war, doch andererseits lässt sich sehr gut vorstellen, wie es weitergehen könnte. Die Charaktere brachten einen oft zum Lachen oder Nachdenken und Frankreich an sich kam auch nicht zu kurz.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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klassiker, debütroman, charlotte brontë, liebe

Der Professor

Charlotte Brontë , Gottfried Röckelein
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 08.04.2016
ISBN 9783869136356
Genre: Romane

Rezension:

In der siebten oder achten Klasse habe ich zum ersten Mal Jane Eyre gelesen und seitdem zählt es zu meinen liebsten Büchern. Es ist außerdem eines der wenigen Bücher, die ich schon wiederholt gelesen habe. Jahre später habe ich nun ein zweites Buch von Charlotte Brontë gelesen, nämlich Der Professor, diesmal aus der Sicht eines männlichen Protagonisten, William Crimsworth. Ich habe es gerne gelesen, auch wenn die Handlung keine besonders hohen Spannungsbögen aufzuweisen hatte, vielmehr war es eine ruhige und, wie man so sagt, vor sich hin plätschernde Geschichte, die sich über mehr als zehn Jahre hinzieht. Aber eine berührende Geschichte.

Nach dem Tod der Eltern geht der junge William Crimsworth nach Brüssel und tritt dort eine Stelle als Lehrer an der von Mademoiselle Reuter geführten Mädchenschule an. Obwohl sie älter ist als er, verfällt er in Schwärmereien und malt sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr aus. Bis er ein Gespräch überhört, das ihre Verlobung mit einem anderen Mann offenbart. Ernüchtert wendet William sich von ihr ab. Doch als er sich einige Zeit später in die junge Lehrerin Frances Henri verliebt, schürt dies den Unmut von Mlle Reuter, die gekränkt versucht, einen Keil zwischen das junge Glück zu treiben …

Was dieses Buch unter Anderem interessant macht, ist, dass es einige Parallelen zu Brontës eigenem Leben aufweisen soll. So war auch sie in einen Professor verliebt, nur wurden ihre Gefühle, im Gegensatz zu dem Paar im Buch, nicht erwidert.
Die Stimmung ist während des gesamten Buches recht düster und nachdenklich sowie ein wenig melancholisch. Für mich war dies aber durchaus kein Problem, denn manchmal ist mir einfach nach so einem Buch, und so war es auch, als ich dieses Buch gelesen habe.

Der Protagonist William war ein, ich würde fast sagen, etwas eigenartiger Mensch. Beschrieben wurde er als ein nicht besonders gut aussehender, dafür aber intelligenter Mann. Zu Beginn hatte er es nicht einfach, ein angenehmes Leben zu führen, denn als anfangender Kaufmann waren seine finanziellen Mittel begrenzt und dazu musste er auch noch die Schmähungen seines Bruders über sich ergehen lassen, der im Gegensatz zu William sehr wohlhabend war. Ich habe mich sehr für William gefreut, als er die Möglichkeit erhalten hat, in Brüssel zu unterrichten.
Schwer nachzuvollziehen war für mich jedoch seine Schwärmerei für Madmoiselle Reuter, die Direktorin der Schule. Glücklicherweise war diese nicht von langer Dauer, denn bald hatte er die junge Frances Henri kennengelernt. Bis die beiden endlich zueinander gefunden haben, hat es zwar etwas gedauert, doch umso größer war die Freude, als es schließlich dazu kam.

Die Lehrer-Schüler-Beziehung zwischen William und Frances war ungewöhnlich. Er war trotz seiner tiefen Gefühle sehr streng mit ihr, aber auch gütig und sie brachte ihm stets tiefsten Respekt entgegen.
Die Unterschiede zwischen der damaligen und der heutigen Zeit sind in diesem Buch ganz deutlich. Damals wurde genau darauf geachtet, mit welchen Leuten man verkehrte. Diese durften bloß nicht einer niederen Schicht angehören als man selbst. Dann unterschied man auch noch, ob man für seinen Lebensunterhalt arbeiten musste, oder ob man wohlhabend genug war, um ein Leben ohne Arbeit (für die Frauen jedenfalls) zu führen.
Die moralischen Ansichten waren damals auch „strenger“ als heute, es gab andere Grenzen, die für die Menschen wichtig waren. Auf religiöse Werte hat man ebenfalls mehr geachtet.

Dieses klassische Buch liest sich nicht unbedingt schnell, es ist auch nicht unbedingt „leichte Kost“, viel mehr muss man sich reindenken, um in der Handlung mitzukommen. Doch genau diese Art von Literatur braucht man – ich zumindest – von Zeit zu Zeit. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne, denn es war zwar nicht spannend und aufregend, aber definitv lesenswert, dieses Buch.

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