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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

liebe, amerika, familie, glaube im alltag, vatersuche

Land der Sehnsucht

Tamera Alexander , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 30.05.2012
ISBN 9783868273342
Genre: Romane

Rezension:

Mir war seit einiger Zeit wieder nach einem Roman von Tamera Alexander und da habe ich mich für Land der Sehnsucht entschieden. Ich bereue nicht, dieses Buch gelesen zu haben, denn dieses Buch war eine Bestätigung für mich, dass ich in näherer Zukunft nicht zu den Büchern der Autorin greifen werde.
Das bedeutet aber nicht, dass ihre Romane „schlecht“ sind. Ich habe einige Bekannte, die ihre Geschichten überaus gerne lesen (und die durchschnittliche Bewertung bei Amazon liegt bei 4,7 Sternen!).

Die elegante Véronique muss ihrem geliebten Paris den Rücken kehren, hat sie doch ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, ihren lang verschollenen Vater zu finden. Für die verwöhnte junge Frau wird es die Reise ihres Lebens. Sie führt sie ins wilde, ungezähmte Colorado, wo ungeahnte Herausforderungen auf sie warten.
Zusammen mit dem ehemaligen Treckführer Jack Brennan sucht Véronique in den Bergarbeiterdörfern der Rocky Mountains nach ihrem Vater, einem Goldsucher und Pelzjäger. Véronique und Jack könnten unterschiedlicher kaum sein. Eigentlich verbindet sie nur eins: Die Sehnsucht nach einer hoffnungsvollen Zukunft …

Dieser Roman spielt in der Zeit, als Amerika noch im Aufbau war. Es war interessant, zu lesen, wie die Städte damals ausgesehen haben, wie die Menschen gewesen sind, wie viel anders das Leben einfach gewesen ist.
Es gab noch kein „geregeltes“ Leben, man war selber dafür verantwortlich, dass man Arbeit fand, ein Dach über dem Kopf hatte usw.

Die Protagonistin, Véronique, ist in Paris aufgewachsen und obwohl sie und ihre Mutter Bedienstete waren, führten beide ein vornehmes Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter machte die junge Frau sich jedoch auf den Weg nach Colorado, Amerika, um ihren Vater zu suchen, der sie vor langer Zeit aus ihr unbekannten Gründen verlassen hatte. Doch das war der letzte Wille ihrer Mutter, daher hatte sie keine andere Wahl.

Véronique war ein wohlhabendes Leben gewohnt, um es kurz zu sagen: sie war verwöhnt und konnte nicht vernünftig mit Geld umgehen, da es für sie immer selbstverständlich gewesen ist, dass es da war.
Doch in Colorado wurde sie schnell auf den Boden der Tatsachen gebracht, da einerseits die Sitten in diesem Land ganz anders waren, andererseits sie aber auch gezwungen war, endlich selbstständig zu werden.
Für mich war es schwer, mit Véronique als Person warm zu werden. Sie wurde sehr perfekt dargestellt – sie war schön, einfühlsam, hatte kaum nennenswerte Makel – und um ehrlich zu sein, hat mich das sehr bald schon genervt.

Die Autorin hat außerdem – für meinen Geschmack – zum Teil Dinge eingebaut, die ich in einem christlichen Roman nie erwartet hätte. Beispielsweise hatte Jack öfter den Gedanken, wie gern er Véronique jetzt küssen würde u. Ä. Das hat mich dann doch sehr enttäuscht, da ich mir mehr gewünscht hätte, dass es mehr um das Glaubensleben der Charaktere gehen würde.

Es gab aber auch spannende Handlungsstränge, zum Beispiel die Suche Véroniques nach ihrem Vater. Ich habe mich oft gefragt, wie es zu der Zerrissenheit in ihrer Familie gekommen ist und ob sie ihren Vater jemals finden würde.

Insgesamt war Land der Sehnsucht kein schlechtes Buch, doch ich bin mir jetzt sicher – nach meinem vierten Buch der Autorin – dass ich bei ihr mehr auf unterhaltende, als auf nachdenklich stimmende und erbauende Literatur hoffen sollte. Mithilfe der bereits aufgeführten Gründe bin ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sternen gekommen.


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Tags: christlicher roman, familie, liebe   (3)
 

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trauer, zweite chance, emotionen, liebe, familie

Die Hochzeitskapelle

Rachel Hauck , Anja Lerz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 24.03.2017
ISBN 9783865069344
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rachel Hauck ist für mich eine relativ neue Autorin, da ich von ihr bisher noch nicht viel gelesen habe. Aber das Wenige, was ich schon kenne, hat mich bereits davon überzeugt, dass ihre Bücher es wert sind, gelesen zu werden. Dazu hat auch Die Hochzeitskapelle beigetragen, ich freue mich also schon darauf, weitere ihrer Romane zu lesen!

60 Jahre lang stand die Hochzeitskapelle leer und verlassen da. Jimmy „Coach“ Westbrook, einst erfolgreicher Footballtrainer, errichtete sie in jungen Jahren für
seine große Liebe. Von Hand, Stein für Stein. Seine Colette verlor er schon vor langer Zeit. Die Kapelle aber blieb – als zauberhaftes Denkmal für die wahre Liebe und
Beweis dafür, dass auch der tiefste Schmerz geheilt werden kann.
Die Liebe trifft die Fotografin Taylor, Großnichte der berühmten Seifenoperndiva Colette Greer, unvorbereitet, als sie in New York Jack Forester begegnet. Jack hat wie sie das Städtchen Heart’s Bend verlassen, um dem Schatten seiner verkorksten Kindheit zu entfliehen. Ihre stürmische Begegnung führt zu einer spontanen Heirat –
doch dunkle Schatten bedrohen die junge Liebe …
Als Taylor einen Fotoauftrag in Heart’s Bend annimmt, kreuzen sich ihre Wege mit denen von Coach Jimmy. Unverhofft entdecken die beiden ein großes Geheimnis. Wird die Wahrheit der Liebe einen Weg bahnen? Eine bewegende Familiensaga über den Wert der wahren Liebe.

In dieser Geschichte geht es vordergründig um Taylor und Jack sowie ihre Tante Colette und Jimmy. Taylor kennt ihre Tante kaum, da diese die Familie sehr früh verlassen hat. Kaum einer weiß jedoch, warum.
Die ganze Zeit hing diese Frage nach dem Warum? über der Geschichte, wenn es um Colette ging, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie ihre Familie aus eigennützigen Gründen verlassen hätte. Ihre wahre Liebe Jimmy hat auch keine Erklärung dafür, doch aus seinen Erinnerungen an seine jungen Jahre, als er und Colette sich ineinander verliebten und später planten, einander zu heiraten, bekam ich eine ungefähre Vorstellung davon, wie Colette gewesen ist – ein großer Gegensatz zu der Frau in der Gegenwart 60 Jahre später.
Zum Ende hin wird das Geheimnis gelüftet und man erfährt, wie es zu den aktuellen Zuständen gekommen ist. Das war übrigens auch einer der Gründe, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, ich musste einfach weiterlesen, um zu erfahren, was da vor so vielen Jahren vorgefallen war.

Es geht aber auch um Taylor und ihren Mann Jack. Beide kennen sich noch aus der Highschool, doch Jahre später laufen sie sich zufällig in New York über den Weg. Sehr kurze Zeit später heiraten sie – überstürzt. Sechs Monate vergehen und beide fragen sich mittlerweile, ob sie nicht ein Fehler mit ihrer Heirat gemacht haben. Man hat schnell gemerkt, dass, beide Angst hatten, sich völlig aufeinander einzulassen. Beide waren sich außerdem der gegenseitigen Liebe nicht bewusst oder sicher.

Währenddessen kommt Taylor endlich ihrer Tante Colette näher. Beide kehren nach Heart’s Bend, den Heimatort, zurück – aus demselben Grund,  nämlich der Hochzeitskapelle, die Jimmy einst für Colette baute, doch mit verschiedenen Motiven – obwohl keine der beiden sich bei dem Gedanken an eine Rückkehr wohlfühlt. Colette hatte damals direkt vor ihrer überstürzten Abreise ein Versprechen abgegeben, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, Taylor kehrte nicht mehr zurück, da sie seit Jahren nicht mehr mit ihrem Vater klarkam.

Trotz ihrer widerspenstigen Gefühle fahren die beiden nach Heart’s Bend und plötzlich kommt nach und nach Licht in die Dunkelheit – das Geheimnis um Colettes Verschwinden wird gelüftet. Dies hat auch zur Folge, dass Taylor und Jack durch die räumliche Trennung Zeit zum Nachdenken haben und es schließlich zu einer Aussprache kommt – was beide bitter nötig hatten.
[Achtung, kleiner Spoiler: Schlussendlich habe ich mich für beide sehr gefreut, auch wenn es mir ein wenig zu einfach schien, dass beide „plötzlich“ ihre Fehler eingesehen haben und bereit waren, für ihre Ehe zu kämpfen, denn, wie man sich denken kann, entscheiden die beiden sich, zusammen zu bleiben.]

Nach 60 Jahren kommt es außerdem wieder zu einer Begegnung zwischen Colette und Jimmy, der ich nicht weniger angespannt entgegen gefiebert habe. Und es platzt eine noch größere Bombe. Da war man natürlich richtig baff.

Es ist schon richtig, dass der Roman unter die Kategorie „christlicher Roman“ fällt, doch dafür haben sich die Charaktere meiner Meinung nach viel zu „menschlich“ und nicht so sehr auf Gott und den Glauben bedacht verhalten. Sehr schade, denn in dem Fall hätte der Roman mir noch mehr gefallen.

Abgesehen davon, dass es kleinere Schwachstellen gab, finde ich diesen Roman sehr gelungen. Um ehrlich zu sein, habe ich definitiv nicht damit gerechnet, aber der Unterhaltungswert war so hoch, dass ich das Buch ungern aus der Hand legte, solange ich es nicht durchgelesen hatte.
Alles in allem habe ich Die Hochzeitskapelle mit 5 von 5 Sternen bewertet!

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Tags: familie, glaube, liebe, vertrauen   (4)
 

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familie, liebe, missbrauch, vertrauen, weite

Die Weite des Himmels

Susan Meissner , Antje Balters
Fester Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 20.01.2009
ISBN 9783865913043
Genre: Romane

Rezension:

Zuallerst wünsche ich euch allen nachträglich wunderschöne, frohe Weihnachten und ab dem kommenden Wochenende alles Gute fürs neue Jahr!

Kommen wir jetzt aber zum eigentlichen Grund für diesen Post – der Roman Die Weite des Himmels von Susan Meissner. Ich habe mich sehr kurzfristig für dieses Buch entschieden und befürchtete anfangs schon, damit in eine Falle getappt zu sein, weil ich mit den ersten paar Kapiteln Probleme hatte, mich in die Handlung einzufinden. Doch ich las weiter und weiter, bis ich zu der Stelle kam, wo ich nicht mehr aufhören konnte. Dazu aber später mehr.

Ein dunkler Schatten fällt auf Claire Hollands geregeltes Leben, als sie eines Abends Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. Die daraus resultierende Schwangerschaft stellt sie und ihre Familie vor eine tief greifende Entscheidung. Was soll mit dem Kind geschehen? Vor allem die klare Ablehnung ihres Mannes führt zu dem Entschluss, das Kind zur Adoption freizugeben. Doch noch Jahre später kann Claire ihre ungewollte Tochter nicht vergessen. Einmal mehr stellt Susan Meissner unter Beweis, dass sie zu den besten Autoren des christlichen Roman-Genres gehört.

Im Vordergrund dieses Romans steht die Familie Holland, besonders aber Claire Holland, die Ehefrau und Mutter. Es geht darum, wie jeder einzeln mit der unerwünschten/-erwarteten Schwangerschaft umgeht. Es ist nicht einfach, sich in so eine Lage hinein zu versetzen, doch der Autorin ist es gelungen, die Gefühle und Gedanken so realistisch darzustellen, dass man sehr stark mitempfinden konnte.

Schwer war diese Zeit für die gesamte Familie, (Schwieger-)Eltern, Geschwister usw. eingeschlossen, doch Claire wurde unterstützt und konnte diese schwere Zeit mithilfe der Familie durchstehen. Klar, es gab problematische Situationen, schwere Momente, besonders weil ihr das Baby schon bald, man kann sagen, ans Herz gewachsen war. Auch wenn sie dieses Baby nicht gewünscht und auch nicht damit gerechnet hatte, hat es sich einen Platz in Claires Herzen „gestohlen“. Umso schwerer war es dann natürlich für sie, das kleine Mädchen nach der Geburt loszulassen, mit dem Gedanken, es nie wieder zu sehen.

Die Familie Holland hatte sich dafür entschieden, das Baby Lara (der Name wurde von den Adoptiveltern ausgesucht) adoptieren zu lassen, wobei es größtenteils die Entscheidung des Ehemannes Dan war, denn für ihn kam es nicht in Frage (wer könnte es ihm denn auch verübeln?), dieses Kind, von dem er sicher war, dass er es nie würde lieben können, aufzuziehen.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt: „Claire“ und „Lara“. Während man im ersten Teil von dem Familienleben während der Schwangerschaft liest, sind im zweiten Teil schon 16/17 Jahre vergangen. Spätestens im zweiten Teil fiel es mir immer schwerer, das Buch weg zu legen.

Die ganzen Wendungen in der Handlung hätte ich am Anfang keinesfalls vorausahnen können, dafür passierte zu viel Überraschendes.

Während des Lesens hatte ich eigentlich durchgehend das Gefühl, als läse ich eine Biographie. Da das Ganze nacherzählt wurde und die Geschehnisse nicht in der Gegenwart passierten und dazu auch noch in der Ich-Form erzählt wurde, hatte ich verstärkt die Möglichkeit, mich in die Charaktere hineinzuversetzen.

Es ist ein sensibles Thema, das mit diesem Buch angesprochen wird, doch meiner Meinung nach hat Susan Meissner es sehr gut beschrieben. Ich hatte keine Probleme damit, mich in die Personen hineinzudenken und mitzufühlen und die Entscheidungen, die sie trafen, waren nachvollziehbar. Die Autorin ist an das Thema sehr behutsam herangegangen und hat einen zu Herzen gehenden Roman geschrieben. 5 von 5 Sterne.

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Tags: familie, glaube, liebe, vertrauen   (4)
 

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winter, liebe, weihnachten, erste liebe, verliebt

Süßer Winterweihnachtskuss

Anja Massoth , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.10.2017
ISBN 9783570403600
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anfang des Monats bin ich auf dem Bloggerportal zufällig auf Süßer Winterweihnachtskuss von Anja Massoth gestoßen und bin sehr glücklich darüber, dass der Verlag mir ein Exemplar zugeschickt hat – vielen Dank!
Diese Geschichte lässt sich wunderbar leicht lesen und sie hat mich noch mehr in Weihnachtsstimmung gebracht, als ich es schon bin! Von mir definitiv eine Empfehlung – nicht nur für Kinder. ♥

Sie ist nur eins fünfundvierzig groß und heißt Rosa. Aber das ist noch lange kein Grund, sie in rosa Schlittschuhen und mit einem dämlichen Eiszwerg übers Eis zu schicken. Diesem Typ vom Schlittschuhverleih wird sie es zeigen!, nimmt Rosa sich vor. Erst einmal zeigt sie leider nur, dass sie beim Eislaufen herzlich untalentiert ist. Gut, dass »dieser Typ« namens Julian sie an die Hand nimmt und mit ihr eine Runde läuft. Bald schon schwebt Rosa auf rosa Wolken. Aber auf dem Eis ist es glatt. Es müssen schon noch einige Stürze überlebt, einige Nüsse geknackt und einige Lichter angesteckt werden bis zum lang ersehnten Winterweihnachtskuss …

Die Geschichte über Rosa und ihrer (alb-)traumhaften Vorweihnachtszeit wird in 24 Kapiteln erzählt – von Anfang Dezember bis Heiligabend je ein Kapitel pro Tag und eignet sich daher besonders gut als Adventskalender. Doch es ist nicht einfach nur ein Buch: im Wechsel findet man hier immer eine Doppelseite mit wunderschönen weihnachtlichen Motiven und eine Doppelseite mit Text. Die Text-Doppelseiten sind außerdem zusammengeheftet und müssten vor dem Lesen aufgerissen werden – als würde man mit jedem Kapitel, mit jeder Seite ein neues Geschenk auspacken, denn sonst kann man nicht weiterlesen und herausfinden, wie es weitergeht.

Rosa ist ein fast schon kratzbürstiges Mädchen und sie mag ihren Namen nicht. Außerdem ist sie klein. Doch sie hat gelernt, damit zu leben bzw. den Leuten, die sie damit ärgern, zu zeigen, dass sie dies (angeblich) nicht stört. Mit ihrer unkonventiellen Art war sie mir allerdings recht sympathisch. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und konnte zu sich stehen. Zudem war sie ein humorvolles Mädchen, was ihr Vieles oft leichter machte.

In vielen ihrer Seiten ähnelte Rosa ihrer Mutter sehr. Bis auf die Probleme, die man (mit Eltern) mit fast 14 Jahren so hat, hatten die Beiden eine gute Beziehung zueinander. Die Mutter wusste oft schon ohne viele Worte, wie es ihrer Tochter ging (auch wenn es doch einige rätselhafte Momente für sie gab) und ging, genau wie Rosa, mit den meisten Situationen humorvoll um.
Auch wenn sie nicht sehr viel Geld hatten und sich somit nicht viel leisten konnten, war das für beide kein „Weltuntergang“, sie nahmen das eben so hin und machten das Beste daraus.
Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen den Beiden fand ich toll sowie deren Art, ihr Leben zu meistern. Man hat gemerkt, dass sie sich eine gemütliche Atmosphäre in ihrer kleinen Wohnung (ohne den Vater, der abgehauen ist) geschaffen hatten und ich habe mich dabei einfach wohl gefühlt.

Das erste so richtige Verliebtsein wird hier sehr gut beschrieben: erst leugnet man, dass es da jemanden gibt, der einem sehr gut gefällt. Dann, wenn man es sich endlich eingestanden hat, will man bloß nicht, dass Andere es erfahren. Und zum Schluss erfahren es die Anderen dann doch und natürlich auch die besondere Person (oder diese ahnt es wenigstens schon).
In diesem Buch ist man in Rosas Gefühlschaos mittendrin, weswegen man ihre Empfndungen auch sehr gut nachempfinden kann. In dieser Geschichte findet man so Einiges: erste (und auch zweite) Liebe, Zweifel, Glück, aber auch – wie kann es anders sein – Missverständnisse: Gefühlschaos eben.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir dieser süße Teenie-Roman sehr gefallen hat, obwohl ich schon aus dem Alter raus bin. Er hat mich aber an die Zeit erinnert, wo ich diese Art von Büchern noch öfter und weshalb ich damals so gerne gelesen habe. Beim Lesen kommt außerdem definitiv in Weihnachtsstimmung!
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne und eine große Empfehlung! Dieses Büchlein macht sich ganz bestimmt sehr gut als Adventskalender (jetzt aber schon für’s nächste Jahr) und ist eine schöne Begleitung in der Vorweihnachtszeit!

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Tags: erste liebe, liebe, verliebt, weihnachten, winter   (5)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, amerikanisches rech, plutonium, indiane, nuklearanlage

Tödlicher Atemzug

Todd Johnson , Doris C. Leisering
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 14.04.2014
ISBN 9783775155366
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Winterzeit liest man doch gerne einen so richtig schaurigen Thriller, oder? Jedenfalls ist dies bei mir der Fall. Als ich das Buch Tödlicher Atemzug von Todd Johnson sah, dachte ich, das wäre jetzt genau das Richtige. Es ist ein Thriller über ein unheimliches Thema und es geht darum, wie viel die Wahrheit letztenlich wert ist.

Die Nuklearanlage Hanford Site lieferte jahrzehntelang das Plutonium für Amerikas Kalten Krieg und gilt heute als das am stärksten verstrahlte Gelände der westlichen Welt. Den Männern, die sie bewachen, sagt man, die Gefahr sei unter Kontrolle – bis eine gewaltige Explosion die Nacht zerreißt.
Kieran Mullaney überlebt die Detonation, aber als er versucht herauszufinden, was wirklich geschah, begegnen ihm Schweigen und Drohungen.

Es handelt sich in dieser Geschichte um Männer, die in einem Atomkraftwerk arbeiten und sich eines Tages nur knapp vor einer Explosion retten können. Die Firma Covingtion Nuclear ist allerdings nicht ganz ehrlich zu den Mitarbeitern, die herausfinden wollen, wie viel Strahlung sie bei der Explosion abbekommen haben, und verfälscht die dafür notwendigen Daten.
Dass dabei mehrere Menschenleben auf dem Spiel stehen, scheint eher unwichtig zu sein.

In diesem Buch kann man sehr gut erkennen, was Menschen dazu bringen kann, „böse“ zu sein: die Gier nach Geld, Macht und Ruhm. Dafür scheint auch kein Opfer zu groß zu sein und die „guten“ moralischen Werte werden erst recht hintangestellt.
Dadurch hatte Covington Nuclear auch so gute Karten vor Gericht. Der Kläger Kieran Mullaney wollte mithilfe seiner Anwältin beweisen, dass die Firma doch nicht so gut zu sein schien, wie sie sich nach außen hin präsentierte.

Eine sehr lange Zeit schien es, als würden die Kläger kein Stück weiterkommen, weil Covington Nuclear mit ihrem Betrug derartig erfolgreich waren, dass Mullaney mit seiner Anwältin sich immer wieder in Sackgassen verirrten. Doch schon bald kam es zu einer Wendung. Doch diese bedeutete noch lange keinen Sieg für Mullaney.
Die meiste Zeit fiel es mir schwer, zu glauben, dass die Kläger überhaupt die Chance auf einen Sieg hatten. Desto weiter musste ich lesen, um herauszufinden, wie es denn weitergehen würde.

Was ich allerdings rätselhaft fand, war, dass ich überhaupt keinen christlichen Bezug in der Handlung finden konnte. Es war interessant, keine Frage, aber das hat mir dann doch gefehlt.
Zudem haben sich circa die ersten zwei Drittel relativ langgezogen, weshalb das Lesen mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als erwartet.

Insgesamt hat mir das Buch – von der Thematik her – gefallen, es war interessant, den Prozess mit zu verfolgen und einschließlich der bereits genannten Gründe komme ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sterne. Es ist auf jeden Fall ein etwas anderer Thriller, als man es gewohnt ist!

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Tags: nuklear, spannend, thriller   (3)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tempe brennan, montreal, thriller, dezembersturm, forensische antrophologin

Totenmontag: Roman

Kathy Reichs
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 17.07.2013
ISBN 9783641127473
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, thriller   (2)
 

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Du, ich und die Farben des Lebens

Noa C. Walker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548613642
Genre: Romane

Rezension:

Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon mitbekommen, dass
ich die Romane von Elisabeth Büchle sehr gerne lese. Wenn diese Autorin
jemandem von euch bekannt ist, wisst ihr vielleicht auch, dass sie seit
einiger Zeit auch Romane für amazon publishing unter dem Pseudonym Noa C. Walker schreibt. Ihr erster Roman als Noa war Du, ich und die Farben des Lebens.

Janica genießt jeden Moment in vollen Zügen und zieht mit ihrer
lebensbejahenden Art den verschlossenen Thomas in ihren Bann. Ihr
quirlig-verrückter Freundeskreis und ihre liebevolle Familie schließen
den jungen Mann gleich ins Herz, der immer mehr auftaut und gemeinsam
mit Janica die kunterbunten Facetten des Alltags und der Liebe erkundet.
Doch da trifft die beiden die Macht des Schicksals mit voller Wucht …


Die Protagonistin, Janica, hatte bereits in ihrer Kindheit sehr
Schlimmes erleiden müssen, doch in dem Kampf damals hat sie gesiegt.
Seitdem ist sie dankbar für jeden Tag, jede Kleinigkeit, die das Leben
schöner macht und lernt, für den Moment und nicht auf einen Punkt in der
Zukunft hin zu leben.

Diese positive Einstellung war sehr imponierend, und ich habe gemerkt, dass ich von Janica noch Vieles lernen kann.


Dann lernt Janica Thomas kennen – das komplette Gegenteil von ihr.
Doch durch sie und ihre Familie lernt er, dass Leben auch anders geht.
Beide kommen sich näher, doch dann folgt auch schon der nächste schwere
Schicksalsschlag.

Ohne viel zu verraten, will ich auf jeden Fall gesagt haben, dass
das, was circa in der zweiten Hälfte des Romans geschehen ist, sehr gut
und nachempfindlich von der Autorin beschrieben wurde. Ich konnte,
obwohl ich bisher keine Erfahrungen mit derartigen Situationen gemacht
habe, mitleiden und mir gut vorstellen, wie schlimm dieser
Lebensabschnitt für Thomas und Janica mit ihren Familienangehörigen
gewesen sein muss.


Was mir allerdings nicht gefallen hat, war, dass Janica zwar eine
anscheinend gläubige Frau war, doch der Glaube nur ganz am Rande erwähnt
wurde. Von der Autorin habe ich definitiv mehr erwartet.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch, trotz einiger
(zum Teil wegen Spoilergefahr nicht erwähnten) Mängel, sehr gelungen
finde. Es werden ernste Themen angesprochen und man wird in jedem Fall
zu Nachdenken angeregt. 4 von 5 Sternen.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

liebe, abenteuer, entführung, christlicher roman, janette oke

Lisa - Entführung ins Glück

Janette Oke
Flexibler Einband
Erschienen bei Gerth Medien, 27.05.2005
ISBN 9783865910073
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe schon definitiv zu lange kein Buch von Janette Oke mehr gelesen, daher bin ich so froh darüber, dass ich mich letzten Donnerstag spontanerweise für Lisa – Entführung ins Glück von Janette Oke entschieden habe! Ich bin es von der Autorin zwar nicht anders gewohnt, aber ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass dieser Roman so mitreißend sein würde. Ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter, im Folgenden erzähle ich euch auch, warum.

Lisa Benson liebt ihre Eltern, ihr kleines Heimatdorf und vor allem ihren Beruf als Lehrerin in der Dorfschule. Doch als sie sich eines Abends auf den Heimweg machen will, passiert etwas, womit niemand gerechnet hätte: Lisa wird von zwei Verbrechern überfallen und in die Berge verschleppt. Ohne überhaupt zu wissen, was die Männer mit ihr vorhaben, wird Lisa in eine Blockhütte gesperrt. Eine Zeit voller Hoffen und Bangen beginnt. Wird sie jemals ihre Eltern und ihre Schüler wiedersehen?

Wenn man sich die Inhaltsbeschreibung auf der Rückseite des Buches durchliest, ahnt man nicht, dass einen zwischen des Seiten dessen viel mehr erwartet. Jedenfalls habe ich damit gerechnet, dass Lisa während dem Großteil der Handlung gefangen gehalten wird, was auch der Fall war, doch es passierte so viel mehr. Der Einstieg war relativ ruhig und ich hatte auf den ersten Seiten die Befürchtung, dass die Atmosphäre sich kaum ändern würde, aber es kam schnell anders! Plötzlich gewann das Ganze an Spannung und irgendwann hatte die Geschichte mich soweit, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich konnte die Handlung noch nicht einmal auf der Arbeit völlig vergessen, immer wieder wanderten meine Gedanken zu dem Buch und ich freute mich schon darauf, weiterzulesen.

Die Protagonistin – Lisa – ist ein gottesfürchtiges Mädchen mit einer angenehmen und liebevollen Art. Wie man im Laufe der Handlung erfährt, hat auch sie bereits Einiges erlebt, doch sie ist so ein positiver Mensch, weil sie auf Gott vertraut, ganz gleich, in welcher schwierigen Lage sie sich momentan auch befinden mag. Das hat mir sehr imponiert, da ich beim Parallelenziehen zu mir selber gemerkt habe, dass dies bei mir sehr oft fehlt. Anstatt zu vertrauen und zu glauben, zweifelt man und verlässt sich auf sich selbst, in der Meinung, alles besser zu schaffen.

Es wird nicht nur von Lisa erzählt, es geht auch um John, dem Sohn des Anführers der Bande, die die junge Frau entführt hat. Man weiß als Leser zwar von Anfang an, warum die Entführung stattgefunden hat, aber das war’s dann auch. John und die anderen Banditen haben nicht den blassesten Schimmer.
Nach und nach erfährt man von seiner Vergangenheit, von der er selber lange Zeit kaum etwas gewusst hat. Es geschehen einige unvorhersehbare Ereignisse und die Spannung spitzt sich zu. Ich würde euch so gern an dieser Stelle mehr erzählen, doch dann würde ich zu viel verraten. Eines sei aber gesagt: es wird zum Ende hin noch spannender! Es passieren Sachen, mit denen man nicht rechnet.

Janette Oke hat wieder einmal einen wundervollen Roman über eine starke, auf Gott vertrauende Frau geschrieben, den es sich wirklich lohnt zu lesen! Ich würde eigentlich sagen, dass man getrost jedes ihrer Bücher lesen kann, ohne sich vorher großartig darüber zu informieren. Aus ihren Büchern kann immer wieder herauslesen, dass sie selbst das glaubt, was sie schreibt (auf den Glauben bezogen), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich das alles einfach ausgedacht haben könnte. Ihre Romane, auch wenn sie fiktiv sind, bringen mich immer wieder zum Nachsinnen über mein Tun und meine Ansichten.
Ich wünsche mir, dass dieser Roman noch von vielen anderen gelesen wird, denn er ist nicht nur spannend, sondern durchaus auch lehrreich für das geistliche Leben.
5 von 5 Sterne.

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Tags: abenteuer, christlicher roman, liebe   (3)
 

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837 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 71 Rezensionen

paris, liebe, jojo moyes, flitterwochen, hochzeitsreise

Die Tage in Paris

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499267901
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

liebe, scheinverlobung, saving grace, glaube, romantik

Scheinbar verliebt

Jenny B. Jones , Rebekka Jilg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.03.2012
ISBN 9783868273038
Genre: Liebesromane

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

weihnachten, familie, liebe, schicksale, überraschung

Ein Kuss aus Schnee und Zimt: Weihnachtsroman

Alice Vandersee
E-Buch Text: 156 Seiten
Erschienen bei null, 31.10.2017
ISBN B075LZY5P4
Genre: Sonstiges

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Tags: familie, liebe, weihnachten   (3)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

christlicher roman, liebe, geheimnis, 1. weltkrieg, suffragetten

Eine Feder für den Lord

Kate Breslin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 11.02.2016
ISBN 9783775157049
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Woche bestand meine Lektüre aus dem Roman Eine Feder für den Lord von Kate Breslin, dessen Geschichte sich in der Zeit des I. Weltkrieges abspielt. Es geht im Großen und Ganzen um Patriotismus und die (wahre) Liebe – eine Geschichte mit großem Potential, welches jedoch noch mehr hätte ausgeschöpft werden können. Bislang habe ich allerdings die verschiedensten Bewertungen gelesen, von daher ist es nicht ausgeschlossen, dass der Eine oder Andere anders denken wird, als ich (vorausgesetzt, der oder die hat das Buch gelesen).

England im 1. Weltkrieg: Auf einem glamourösen Maskenball begegnen sich der Earl Jack Benningham und die reiche Frauenrechtlerin Grace Mabry. Der Anlass: Grace will Kriegsdienstverweigerer öffentlich an den Pranger stellen, indem sie ihnen eine weiße Feder überreicht – das Symbol der Feigheit. Und Jack ist einer der Unglücklichen. Gegen jede Vernunft fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch noch ahnen beide nicht, dass ihre Wege sich noch einmal kreuzen werden und ihre zarte Zuneigung auf eine harte Probe gestellt wird. Denn Jack ist nicht nur der gutaussehende Lebemann, für den er sich ausgibt. Er arbeitet verdeckt für den militärischen Geheimdienst. Und eine heiße Spur führt direkt in Graces unmittelbares Umfeld.

Das Buch wird als Muss für alle Jane Eyre- und Downton Abbey – Fans angepriesen und, was Erstere angeht, fühle ich mich bei einer solchen Aussahe natürlich angesprochen, denn Jane Eyre ist ein wunderschöner, klassischer Roman, den ich nicht nur einmal gelesen habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich den Vergleich zu Jane Eyre nicht passend finde, dazu waren Jane / Grace und Mr. Rochester / Jack einfach zu verschieden. Außerdem war die Atmosphäre bei dem allseits beliebten Klassiker um Einiges düsterer.

Handlungsort dieser Geschichte ist England: erst London, dann ein kleines Dorf in Kent. Grace‘ Vater leitete erfolgreich eine Teestube und verkehrte somit in den höheren Kreisen des Landes. Demnach war Grace ein angenehmes Leben gewöhnt.
Da jedoch in der Kriegszeit die meisten Männer in den Krieg ziehen mussten, blieb die ganze (Männer-)Arbeit an den Frauen hängen. Nun mussten diese in die Fabriken, auf die Felder, um die kämpfenden Väter, Ehemänner und Söhne an der Front materiell zu unterstützen. Hier hat man in diesem Buch einen sehr guten Einblick erhalten, wie das Leben für die Frauen damals ausgesehen haben könnte. Es war bewundernswert, dass viele Frauen (jedenfalls im Buch) ihren Mut trotz all ihren Sorgen und Problemen nicht verloren.
Da Grace ebenfalls ihren Teil dazu beitragen wollte, beschloss sie, sich dem Frauenhilfsdienst WFC (Women’s Forage Corps) anzuschließen, der sich um die Heuernte kümmerte. Auch wenn sie nicht an solche Arbeit gewöhnt war, lernte sie trotz Anfangsschwierigkeiten sehr schnell.

Währenddessen lernte sie Jack Benningham kennen, den sie tatsächlich bereits einmal in London gesehen hatte, doch nach seinem schrecklichen Unfall erinnerte er sich nicht mehr an sie. Kurze Zeit später stellte er sie als Chauffeurin ein und von dem Zeitpunkt an verbrachten sie viel Zeit miteinander. Wo anfangs noch Misstrauen und Vorsicht im Vordergrund waren, entwickelte sich bald Vertrauen und Zuneigung.

Der Glaube an Gott kommt auch vor, jedoch in keinem starken Maße. Die anderen jungen Frauen aus dem WFC und Grace besuchten regelmäßig die Gottesdienste, während Jack sich gänzlich von Gott abgewandt hatte. Doch dass eine von ihnen ein völlig Gott anvertrautes Leben geführt hätte, habe ich nicht gemerkt.

Der Spannungsverlauf hatte keine große Änderungen aufzuweisen. Die Geschichte fing ruhig an, ging ruhig weiter und zum Schluss wurde es endlich ein kleines Bisschen spannender. Erwartet habe ich allerdings etwas Anderes.

Von der informativen Seite her hat mir der Roman gefallen, da ich gute Einblicke in die damalige Zeit erhalten konnte und außerdem wahre Begebenheiten (z. B. die Arbeit des WFC), die die Autorin in der Geschichte verarbeitet hat, kennengelernt habe. Doch was den Roman an sich betrifft, war das Lesen ernüchternd, da meine hohen Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, krieg, liebe   (3)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

unfall, schuld, geheimnis, gefängnis, familie

Wer Hoffnung sät

Chris Fabry
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957341860
Genre: Romane

Rezension:

Chris Fabry war bis vor Kurzem noch Neuland für mich – und ist es eigentlich immer noch, denn ich kann nicht behaupten, ihn als Autor nach nur einem Buch schon sehr gut zu kennen. Jedenfalls habe ich am Sonntag sein Buch Wer Hoffnung sät beendet, das mich sehr aufgewühlt, irgendwie sogar schockiert hat. Da denkt man das gnaze Buch über das Eine, am Ende ist es aber doch was ganz Anderes – lest das Buch, dann versteht ihr, was ich damit meine!

Karin ist mit einem Pastor verheiratet, hat drei Kinder und lebt in der Kleinstadt Dogwood, West Virginia ein nettes Leben. Doch das seltsam distanzierte Verhalten ihres Mannes irritiert sie mehr und mehr. Ruthie, eine ältere Frau aus Karins Gemeinde, wird ihr eine wichtige Stütze. Doch je mehr die beiden in Karins Vergangenheit vordringen, desto deutlicher wird, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt …
Die Dinge werden nicht einfacher, als Will nach zwölf Jahren Gefängnis nach Dogwood zurückkommt, wo ihn viele noch immer hassen. Denn damals hat er unter Alkoholeinfluss zwei kleine Mädchen überfahren. Jetzt ist sein Plan, endlich das zu Ende zu bringen, was er damals begonnen hatte: Das Traumhaus für seine Traumfrau zu bauen und sie zu heiraten. Nur dass diese Frau niemand anders ist als … Karin.

Zu Beginn wird man ein wenig verwirrt, weil man aus der Sicht vier verschiedener Menschen liest, aber noch keine Ahnung hat, was alle vier miteinander verbindet. Doch mit der Zeit – zugegeben, es dauert ein wenig – fügt sich alles langsam zusammen. Man erkennt die Zusammenhänge und lernt die Charaktere besser kennen.

Die Protagonisten sind Karin und Will, die sich noch aus ihrer Schulzeit kennen. Beide waren ineinander verliebt, ein Paar sind sie jedoch nie geworden. An dem Punkt, als sie es vielleicht hätten werden können, geschieht etwas Furchtbares und die Beiden sind für eine sehr lange Zeit getrennt, denn Will kommt ins Gefängnis.

Währenddessen lebt Karin ihr eigenes Leben als Pastorenfrau und Mutter dreier Kinder weiter. Und dann sieht sie Will zwölf Jahre später wieder.
Nach dem Gefängnis hat dieser es seinerseits nicht leicht, wieder Fuß in seiner Heimatstadt zu fassen.
Was mich jedoch ein wenig gewundert hat, war, dass es zwischen Karin und Will kaum Kontakt gab. Sie hat ihn einmal im Gefängnis besucht, doch danach haben sie sich nicht wiedergesehen.
Das Ganze ergibt jedoch erst zum Schluss alles einen Sinn, denn da werden einem auf heftig(st)e Weise die Augen geöffnet – Überraschung pur.

Wo wir gerade vom Schluss sprechen, muss ich sagen, dass dieser mich sehr überrascht und umgehauen hat. Mit dem, was ich am Ende des Lesens des Buches erfahren habe, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Autor lässt eine derartige Bombe platzen, dass man noch stundenlang nach dem Beenden des Romans in Gedanken damit beschäftigt ist.

Für jemanden, der gerne nachddenklich stimmende und melancholische Bücher liest, ist dieser Roman auf jeden Fall richtig. Auch wenn es ein wenig dauert, bis man sich in die Geschichte reingelesen hat, steckt man irgendwann so tief drin, dass man einfach weiterlesen muss, um zu erfahren, wie sich das Ganze entwickeln wird. Von mir gibt es 3.5 von 5 Sterne.

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Tags: leben, melancholisch, vergangenheit   (3)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

liebe, glaube, zweiter weltkrieg

Ein Haus in Brooklyn

Lynn Austin , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2011
ISBN 9783868272628
Genre: Romane

Rezension:

Die letzte Woche habe ich mit dem Buch Ein Haus in Brooklyn von Lynn Austin beendet und war danach noch einige Stunden mental mit diesem Roman beschäftigt. Er hinterließ mich sehr nachdenklich, weil ich in der Geschichte die verschiedensten Charaktere kennengelernt habe, von denen viele, eigentlich sogar die meisten, eine Verwandlung durchgemacht haben. Zudem spielt sich die Handlung zu der Zeit des II. Weltkrieges ab, was das Ganze noch um Einiges interessanter gemacht hat!

In einem Haus in Brooklyn überschlagen sich Anfang der 1940er-Jahre die Ereignisse. Die zwölfjährige Esther Shaffer muss nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter verkraften, dass ihr Vater freiwillig in den Krieg zieht, Penny Goodrich, die heimlich in Esthers Vater verliebt ist, eröffnet sich dadurch die Chance ihres Lebens und Jakob Mendel, der um seinen Sohn in Ungarn bangt, wird beschuldigt, die Synagoge seiner Gemeinde angezündet zu haben. Alle Bewohner des Hauses fiebern dem Frieden entgegen, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Werden sie erkennen, dass Gott in ihrem Leben am Wirken ist – selbst wenn er schweigt?
Werden sie erkennen, dass er sie liebt und auch heute noch Wunder wirkt?

In diesem Roman findet man mehrere Handlungsstränge nebeneinander herlaufen: zum Einen ist da Penny Goodrich, eine junge, aber sehr zurückhaltende Frau, die sich anbietet, für die Kinder ihres verwitweten Jugendfreundes Eddie Shaffer (in den sie heimlich verliebt ist) zu sorgen, während dieser in den Krieg zieht.
Dann trifft man die beiden Shaffer-Kinder Esther und Peter, die sich an den Verlust der Mutter gewöhnen, nun aber auch noch ihren Vater ziehen lassen mussten.
Außerdem wohnt im selben Wohnhaus der jüdische Vermieter Jakob Mendel, der sich im Laufe der Zeit mit den Kindern anfreundet.

Zu Beginn besteht zwischen Penny und den Kindern keine gute Beziehung, denn diese wollen bzw. können sie nicht akzeptieren. Da die junge Frau zudem auch noch keinerlei Erfahrung mit Kindern hat, fällt es ihr schwer, sich diesen zu nähern. Doch irgendwie gelingt es ihnen, sich miteinander zu arrangieren.
Anfangs hatte ich selber Probleme mit Penny, denn dadurch, dass sie anbot, sich um die Shaffer-Kinder zu kümmern, wollte sie nur erreichen, dass deren Vater ihr endlich seine Aufmerksamkeit schenkt. Demzufolge konnte dabei nichts Gutes herauskommen. Sie war eine unsichere und in den meisten Lebensbereichen unerfahrene Person, was sich mit der Zeit, insbesondere mit der Hilfe der Kinder Esther und Peter, dem Herrn Mendel und ihrem neuen Freund Roy Fuller, geändert hat. Jetzt, wo sie selbstständig geworden war und nicht mehr unter der wohlbehüteten Obhut ihrer alten Eltern stand, war sie herausgefordert, Einiges in ihrem Leben zu ändern – was ihr auch gelungen ist und sie mir gleichzeitig immer mehr sympathisch gemacht hat.

Lynn Austin muss für diesen Roman nicht wenig recherchiert haben, denn ich habe Dinge über den Zweiten Weltkrieg erfahren, die mir vorher nicht ganz klar bzw. überhaupt bewusst waren. Der Sohn des Jakob Menden, Avraham Mendel, befand sich in Ungarn und schrieb seinem Vater regelmäßig und seine Briefe waren voller Erzählungen über das Leben der Juden in den europäischen Ländern und wie diese dort behandelt wurden. Ich denke, dass diese Berichte durchaus passend sind, in Wirklichkeit alles aber sicherlich noch um Einiges grausamer gewesen ist. Viele Passagen ließen sich dadurch sehr schwer lesen, die Realität wurde jedoch nicht verschönigt.

Es wäre nicht Lynn Austin, wenn sie keine biblischen Bezüge hergestellt hätte. Die Nazi-Zeit in Bezug auf die Juden hat sie mit einigen Bibelstellen über das Volk Israel verglichen, worauf ich selber bisher noch nicht gekommen bin, und das gab mir ebenfalls Stoff zum Nachdenken.

Insgesamt hat mir dieser Roman sehr gefallen, auch wenn sich das erste Drittel circa etwas gezogen hat. Doch von da an hat sich das gebessert und wie ich bereits erwähnt habe, ließ mich das Buch noch einige Zeit nach dem Lesen nicht los. Es geht um Charakterveränderungen, das Vertrauen in Gott in schweren Zeiten und Vieles mehr, was Einen dazu anregt, seine eigenen Standpunkte und Prioritäten zu überdenken. Dieses Buch sollte man auf jeden Fall gelesen haben! 4 von 5 Sterne.

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Tags: glaube, liebe, zweiter weltkrieg   (3)
 

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geheimdienst, spannend, liebe, christlicher roman

Eine Frage des Vertrauens

DiAnn Mills , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 361 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2011
ISBN 9783868272635
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe letzte Woche Eine Frage des Vertrauens von DiAnn Mills gelesen, das ich euch nun – besser spät als nie – vorstellen möchte. Es handelt von der Ex-CIA-Agentin Paige Rogers, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, die sie eigentlich hinter sich gelassen hatte…

Paige Rogers ist mit ganzem Herzen CIA-Agentin – bis ihr gesamtes Team bei einem Geheimeinsatz ums Leben kommt und alles darauf hindeutet, dass ihr Boss Daniel Keary dafür verantwortlich ist. Paige ist sich sicher: Er hat sie verraten.
Voller Ernüchterung und Angst um ihr Leben taucht sie unter und beginnt als Kleinstadt-Bibliothekarin ein neues Leben. Nicht einmal dem sympathischen Football-Trainer, der neue Farbe in ihr Leben bringt, vertraut sie ihre Vergangenheit an.
Doch dann verkündet Keary seine Kandidatur für den Posten als Gouverneur ihres Staates – und macht Paige ausfindig, um sicherzustellen, dass sie auch weiterhin den Mund hält. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
Wird Paige erneut alles und jeden verlieren, der ihr am Herzen liegt, oder kann sie aus diesem Duell als Siegerin hervorgehen?

Ich tue es nicht oft, aber zwischendurch lese ich gerne mal einen Thriller oder Kriminalroman. So ging es mir auch, als ich mit dem Lesen dieses Buches angefangen habe – und ich habe es nicht bereut!
Das Besondere an diesem Thriller ist, dass er die Geschichte einer ehemaligen CIA-Agentin enthält, was ich so in der Form davor noch nicht gelesen habe, daher war es für mich neu und spannend.

Paige Rogers konnte ihre Vergangenheit immer noch nicht wirklich hinter sich lassen, obwohl sie seit einigen Jahren nicht mehr im Dienst war. Es waren einfach die Angewohnheiten, die sie sich für diesen speziellen Job aneignen musste, die sie nicht loslassen konnte. Ihr Laptop hatte einen sehr sicheren Schutz, dass zu 99 % keiner diesen hätte knacken können und sobald sie ihr Haus betrat, musste sie sich vergewissern, dass niemand da gewesen ist und alles noch an seinem Platz war.
Dank ihrer unscheinbaren Arbeitsstelle als Bibliothekarin wäre niemand aus der Kleinstadt auch nur auf den Gedanken gekommen, sie wäre mal für den Geheimdienst tätig gewesen – Überraschung.

Im Laufe der Handlung kommt man jedoch noch einigen anderen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit auf die Spur, man erfährt Dinge, die man anfangs nicht einmal vermutet hätte.
Plötzlich taucht wieder ihr ehemaliger Boss Daniel Keary auf, der Gouverneur werden will – und was Paige zu verhindern sucht, denn Keary ist ein Mörder, der ihr Arbeitsteam von der CIA auf dem Gewissen hat. Ob sie das schafft? Mit der Erfahrung aus seiner Zeit bei der CIA kennt der Mann nicht wenige Methoden, das zu erreichen, was er sich in den Kopf gesetzt hat.
Ich sage euch, spätestens ab hier wird es richtig spannend!

Paige entschließt sich endlich, der CIA zu helfen, Keary zu entlarven, wodurch das Ganze noch brisanter wird, denn er darf nichts davon erfahren. Zum Schluss entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Paige hat etwas, das Keary um jeden Preis haben will – und sie nicht abgeben will, oder wohl eher kann.

Die Handlungen sind oft voll überraschender Wendungen gewesen, auch wenn ich nicht abstreiten kann, dass Einiges durchaus vorhersehbar war. Gerade erinnere ich mich aber an die allergrößte Überraschung in diesem Buch: der Maulwurf in der Kleinstadt – die Person, die Paige seit ihrer Ankunft auf Kearys Anordnung hin dort beobachten musste – ist eine Person, mit der ich am wenigstens gerechnet habe.
Das war ein heftiger Umschwung!

Sowohl Paige als auch ihr „Freund“ Miles waren Christen (aber auch einige andere Charaktere) und es gab etliche Situationen, die Paige allein mithilfe ihres Glaubens meistern konnte. Es war außerdem eine große Veränderung, die mit ihr nach ihrer Bekehrung geschehen war.

Die ersten Seiten dieses Romans konnten mich bereits ganz mit in die Geschichte reißen und es wurde noch besser, je weiter ich las. Das Buch behandelt eben ein Thema, welches man so häufig nicht als (Haupt-)Thema antrifft. Also an alle Spannungsliebhaber: dieses Buch holen und loslesen!
4 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, geheimdienst, liebe, spannend   (4)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, christlicher roman, gedächtnisverlust, liebesroman, zweite chance

Ich weiß nur, dass ich dich liebe

Denise Hunter , Antje Balters
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 24.02.2017
ISBN 9783865069337
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gestern habe ich dieses Buch Ich weiß nur, dass ich dich liebe von Denise Hunter mit einer bittersüßen Geschichte ausgelesen, welches ich ganz gerne gelesen habe, denn es war eine unterhaltende Liebesgeschichte. Als Leserin habe ich mitgefiebert, mitglacht und mitgeweint – was also bedeutet, dass die Geschichte mich nicht kalt gelassen hat!

„Lucy … Es gibt da ein paar Dinge, die du wissen solltest.“
Sie zog sich die Bettdecke bis unters Kinn. „Was denn?“
„Diese … Hochzeit.“ Er wies auf das Brautkleid, das in dem schmalen Kleiderschrank des Krankenhauszimmers hing. „Das war nicht unsere.“

Am Tag ihrer Hochzeit stürzt Lucy und verletzt sich am Kopf. Als sie in einem Truck Stop zu sich kommt und ihren vermeintlichen Verlobten Zac anruft, erfährt sie, dass sie sich vor einem halben Jahr getrennt haben – und sie einen anderen heiraten wollte. Lucy fällt aus allen Wolken. Was ist geschehen? Wer, bitte schön, soll der andere Bräutigam sein? Sie kommt sich vor wie in einem Albtraum. Doch dann beschließt sie zu kämpfen: um ihre Erinnerung – und um ihre wahre Liebe!

Dieser Roman ist ein Liebesroman, so viel steht fest. Er behandelt eine sehr tragische und (höchst) romantische Beziehung zwischen zwei Menschen, die einander innigst lieben, doch aufgrund einiger Missverständnisse beinahe für immer auseinander gehen. Diese beiden Menschen sind Zac und Lucy.

Lucy hat eine komplizierte Vergangenheit hinter sich, die es ihr sehr schwer macht, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und ihr häufig Zweifel an sich selbst bereitet. Sie hat Angst, sich auf jemanden zu verlassen, denn damit hat sie bereits schlimme Erfahrungen gemacht. Zac hilft ihr, besser damit umzugehen, doch es scheint nicht genug zu sein, denn sie verlässt ihn – wegen ihrer Angst.
Es scheint, als hätten sie keine gemeinsame Zukunft mehr, doch plötzlich taucht sie wieder in seinem Leben auf.

Dieser Roman handelt zum großen Teil davon, wie man seine Ängste bewältigen und über seinen eigenen Schatten springen soll – was Lucy nicht gelingt. Mit Zacs Hilfe versucht sie es, doch es dauert seine Zeit, bis sie das geschafft hat. Dabei ist Zac sehr geduldig und gibt ihr die Zeit, die sie braucht, um sich über diese und andere Dinge klar zu werden.

Was mich an Lucy ein wenig gestört hat, war, dass die Autorin sie als eine tollpatschige, aber süße junge Frau dargestellt hat, was viel zu gestellt bzw. gewollt rübergekommen ist. Anstatt „süß“ war es meist einfach nur komisch. Im Allgemeinen hatte ich einige Probleme damit, mit Lucy warm zu werden.

Mit Zac hingegen ging es mir nicht so. Er war freundlich, selbstsicher und nicht eingebildet,  obwohl er Grund genug dafür gehabt hätte. Der Grund hierfür war sicherlich, dass er Christ war. Die Geduld, die er für Lucy aufbrachte, war sehr imponierend.

Was mir gefallen hat, dass die Autorin nicht selten einen Bezug zum Glauben an Gott hergestellt hatte, dennoch kam mir „das Religiöse“ meist ein wenig zu kurz. Meiner Meinung nach haben die gläubigen Charaktere sich einen Gott „zurecht gebastelt“ wie sie ihn haben wollten, anstatt ihn zu zu akzeptieren, wie die Bibel die Menschen auffordert.

Was ich allerdings sehr spannend fand, war, dass man als Leserin zusammen mit den Protagonisten unter dem Gedächtnisverlust Lucys zu leiden hatte, denn man hatte zu Beginn keinerlei Informationen über die sieben Monate nach der Trennung des Paares und somit von Lucys „neuem Leben“. Was es noch interessanter machte, war, dass sie allem Anschein nach, kurz vor einer Hochzeit mit einem Unbekannten war – sie konnte sich nämlich an nichts und niemanden erinnern. Nach und nach kam jedoch immer mehr zum Vorschein, nicht zuletzt dank Zacs intensiver Recherchen. Immer wieder fragte man sich: Wird Lucy sich irgendwann wieder erinnern?

Alles in allem habe ich dieses Buch „verschlungen“, denn es war spannend und sehr rührend – fast schon herzbrecherisch. Trotz einiger Mängel habe ich diesen Roman gerne gelesen und würde ihn jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer, wie bereits oben erwähnt, bittersüßen Unterhaltungslektüre ist. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sterne.

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Tags: amnesie, christlicher roman, liebe   (3)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

italien, christlicher roman, apostel paulus, manuskript, lukas

Ich, Saulus

James S. MacDonald , Jerry B. Jenkins , Renate Hübsch
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 01.08.2015
ISBN 9783765509322
Genre: Romane

Rezension:

Hallo, ihr! Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, das mich den halben September über beschäftigt hat – Ich, Saulus von Jerry B. Jenkins und James S. MacDonald. Es ist ein besonderes Buch, weil es nicht einfach nur ein Roman ist, nein, dieser Roman – laut Cover eigentlich Thriller – basiert auf der Lebensgeschichte des Apostel Paulus‘. Diesen großen Mann der Bibel kennt man nur von seinen Briefen, die er an verschiedene Gemeinden geschrieben hatte, doch hier lernt man ihn von einer ganz anderen Seite kennen. Man muss natürlich im Hinterkopf behalten, dass das Ganze nur fiktiv ist.

Mafiöse Organisationen entdecken in Italien ein 2000 Jahre altes Manuskript. Eine Jagd beginnt … Szenenwechsel: Der Arzt Lukas reist ins brennende Rom, um Paulus zu treffen. Der sitzt in der letzten Phase seiner Gefangenschaft in einem elenden, stinkenden Loch. Von Lukas gepflegt, gewinnt er seine frühere Heiterkeit zurück. Denn er freut sich schon lange auf die Ewigkeit. Seinem Freund Lukas erzählt er seine Lebensgeschichte.
Eine spannende, berührende Story. Und eine durchaus glaubwürdige Entwicklungsgeschichte, die den jungen Paulus vor seiner Bekehrung lebendig und verständlich werden lässt. Verknüpft mit dem historischen Geschehen ist ein packender zeitgenössischer Thriller mit Liebesgeschichte.

Warum ich diesen Thriller unbedingt lesen wollte? Ich finde, Paulus ist eine starke und faszinierende Persönlichkeit mit einem so starken Glauben, der mit Gottes Hilfe allem Bösen widerstehen kann. Ein Buch, das über eine mögliche Vergangenheit dieses Menschen berichtet, wollte ich mir also nicht entgehen lassen.
Kapitelweise wechselt die Erzählperspektive zwischen Augustin in der Gegenwart und Lukas mit Paulus in der Vergangenheit. Paulus schreibt mit Lukas‘ Hilfe seine Lebensgeschichte auf, während Augustin sehr, sehr viele Jahre später auf der Suche nach diesem Originaldokument ist. Doch nicht nur er ist auf der Suche nach diesen Papieren, auch andere Leute, denen der Wert dieser Aufzeichnungen des Paulus bekannt ist, suchen danach – daher soll dieser Roman ein „Thriller“ sein. Diese anderen Leute tun nämlich alles dafür, um an das Dokument heranzukommen.
Um ehrlich zu sein, liest sich dieses Buch aber nicht wie ein Thriller. Es ist stellenweise sehr spannend, doch es ist mehr ein Bericht über Saulus Leben als ein packender Thriller. Dennoch ist die Geschichte mitreißend.

Die Geschichte war sehr gut geschrieben. Besonders den – fiktiven – Bericht über Paulus‘ Leben habe ich sehr gerne gelesen. Er war realistisch verfasst. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Beschreibungen auf den damaligen Saulus zutrafen.
Spannend war außerdem zu lesen, wie Augustin mit seiner Verlobten und seinem Freund neben wichtigen Leuten aus dem Antikendezernat  auf der Suche nach dem Dokument Paulus‘ waren, während man sich als Leser die ganze Zeit fragte, wer das Dokument zum Schluss bekommen würde. Das letzte Drittel brachte schließlich so viel Spannung rein, dass man mit dem Lesen nicht aufhören wollte, während die ersten ca. 250 Seiten mehr informativ als spannend waren.

Was ich ebenfalls sehr gut fand, war, dass der Protagonist Augustin und seine Verlobte Sofia gläubige Menschen waren. Das machte das Dokument für die Beiden also noch interessanter. Was mir besonders fest im Gedächtnis hängen geblieben ist, ist, dass Augustin einmal erwähnte, er würde keinen Tag ohne Gebet beginnen. Das zeigt, dass er eine enge Beziehung zu Gott haben musste.

Insgesamt hat mir dieser Roman über das Leben von Paulus sehr gefallen, es war informativ, dazu spannend – und es hat mir geholfen, mir die Persönlichkeit dieses Mannes besser vorstellen zu können. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter! 4 von 5 Sterne.

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Tags: bibel, geschichte, thriller   (3)
 

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

trauer, herberge, poststation, familie, witwe

Die Herberge von Ivy Hill

Julie Klassen
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 30.05.2017
ISBN 9783775157865
Genre: Historische Romane

Rezension:

Endlich habe ich auch den neuesten Julie-Klassen-Roman Die Herberge von Ivy Hill gelesen, der diesmal aber nicht ein Einzelband, sondern der erste Teil einer ganzen Reihe ist! Der zweite Band erscheint auf Englisch zwar erst im Dezember, aber ich hoffe, dass die deutsche Ausgabe danach nicht lange auf sich warten lassen wird.

Der Mittelpunkt von Ivy Hill ist sein Wirtshaus „The Bell“. Als der Besitzer plötzlich stirbt, muss seine Witwe Jane die Geschäfte übernehmen, obwohl ihr das gar nicht liegt. Jane wendet sich an ihre Schwiegermutter, die sie nicht leiden kann. Doch die Not schweißt die beiden Frauen zusammen und zwischen ihnen entwickelt sich Vertrauen. Heilung wird möglich und Jane blüht in ihrer neuen Rolle auf. Wird das ausreichen, um „The Bell“ zu erhalten?

Ich habe nach dem Lesen des Klappentextes, ehrlich gesagt, nichts Großes von diesem Roman erwartet, vielmehr hört es sich ja danach an, als würde die Beziehung zwischen Thora (voll der schöne Name, oder??) und ihrer Schwiegertochter Jane im Mittelpunkt stehen – was ich auch bestätigen kann, jetzt wo das Buch gelesen ist. Doch es geht um weitaus mehr: Julie Klassen schreibt über Menschen (ebenfalls Thora und Jane), die nahestehende Menschen verloren haben und wie sie damit umgehen, es geht außerdem um die Position innerhalb der Gesellschaft und auch darum, nicht aufzugeben, denn Gott hat unendlich viele Auswege aus jeder noch so scheinbar unlösbaren Situation.

Eine der größten Wandlungen geschehen, wie ich finde, mit Jane, der Protagonistin. Wo sie anfangs ganz in ihrer Trauer versank, sich keinen Deut um die ihr von ihrem verstorbenen Mann hinterlassenen Herberge scherte und kaum Kontakt zu der Außenwelt suchte/hatte, war sie zum Schluss eine vollkommen „neue“ Person: sie entschied sich gegen den Verkauf der Herberge und übernahm die Geschäftsführung dieser, zudem kamen sie und ihre Schwiegermutter sich näher und sie hat es geschafft, ihre Trauer um ihren verstorbenen Ehemann zu „besiegen“. Jane ist eine starke Frau, die weiß, was sie will.

In diesem Buch erfährt man viel darüber, wie es damals gewesen ist, eine Herberge zu führen und ich musste feststellen, dass es damals auch Einiges an Papierkram zu erledigen gab. Um ehrlich zu sein habe ich gedacht, es wäre früher sehr viel einfacher gewesen, ein Geschäft zu führen. Überhaupt lernt man beim Lesen sehr viel über die Gesellschaft in England während des 19. Jahrhunderts kennen, was bei Julie Klassen eigentlich immer der Fall ist.
Was ich hier wieder sehr schön finde, ist, dass es auch zu diesem Buch Fotos gibt, die Julie Klassen sich als Vorlage für das Beschreiben der Ortschaften genommen hat. Zu dieser neuen Reihe gibt es sogar eine eigene Webseite, wo man alle Infos zu den Büchern erhält: talesfromivyhill.com.

Zwar hat das Buch eher mittelmäßig angefangen und hat sich, was Spannung angeht, nur langsam gesteigert, doch ab dem letzten Drittel/Viertel wurde es richtig interessant. Ich bin jetzt auf jeden Fall sehr gespannt auf den Folgeband und hoffe, ich konnte in euch auch das Interesse für diese Reihe wecken! Für den ersten Teil vergebe ich 3 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, liebe, mut, trauer   (4)
 

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ketzer, inquisition, kerker, dominikaner, karla

Die Rache des Inquisitors

Alexander Hartung
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 23.03.2016
ISBN 9783865062956
Genre: Historische Romane

Rezension:

Erst letzten Monat habe ich Bekanntschaft mit Christian Hartung gemacht (natürlich nicht persönlich, sondern durch sein Buch „Hinter der Angst“, welches mich zwar nicht sehr überzeugen konnte, mich aber dennoch nicht davon abhalten konnte, ein weiteres seiner Bücher zu lesen). Letzte Woche habe ich also Die Rache des Inquisitors gelesen, das mir wiederum ganz gut gefallen hat. Das liegt wohl auch daran, dass die Thematik, um die es in diesem Roman geht, mich interessiert – eigentlich finde ich historische Romane fast immer spannend, denn sie helfen uns heute, sich ein Bild davon zu machen, wie es damals ungefähr gewesen ist.

Deutschland im 17. Jahrhundert. Die Hexenverfolgung macht auch vor dem beschaulichen Dörfchen Reheim im Taunus nicht Halt. Der blinde Dominikanerpriester Baselius und sein junger Gehilfe Thomas verfolgen erbarmungslos ihr Ziel, die Ketzerei auszurotten. Die Schreckensherrschaft der Inquisition hetzt die Bürger gegeneinander auf, jeder beschuldigt jeden, um die eigene Haut zu retten, und immer mehr Scheiterhaufen brennen. Nur die junge Klara schöpft aus ihrem Glauben heraus den Mut, sich zu widersetzen, als ihre Freundin Agnes den Flammen zum Opfer fällt. Trotz der Warnungen ihres Onkels Markus und ihres Jugendfreundes Peter stellt Klara Nachforschungen an. Als sie auf ein dunkles Geheimnis stößt, das sich hinter dem religiösen Eifer des jungen Thomas verbirgt, gerät sie selbst in Gefahr …

Bisher habe ich noch nicht viele historische Krimis gelesen, daher war dieses Buch das Genre betreffend etwas „Besonderes“ für mich. Zum Anderen habe ich bislang auch kaum etwas über die Inquisition gelesen. Inquisitionen sind Gerichtsverfahren, die durchgeführt wurden, wenn Menschen sich von dem „richtigen“ Glauben abwandten – sogenannte Häretiker.

In diesem Roman merkt man, dass zu der Zeit – 17. Jahrhundert – die Kirche sehr dominant war. Sie hatte eine große Macht, denn damals waren die Menschen um Einiges religiöser, aber auch abergläubiger als heute.
Viele Männer der Kirche haben ihre Berufung, ihre Arbeit sehr ernst genommen und von ganzem Herzen sowie aus dem Glauben an Gott ausgeführt.
Doch es gab auch – leider – nicht wenige, die sich der Kirche anschlossen, um die große Macht über die Menschen zu erhalten. Da man dies nach außen hin nicht (sofort) erkennen konnte, hatten viele unschuldige Menschen darunter zu leiden, so auch in diesem Roman.

Der ältere und blinde Inqisitor (Richter der Inquisition) Baselius sowie der jüngere Thomas hatten zu Ohren bekommen, dass in dem Dorf Reheim Ketzerei betrieben wurde und machten sich auf den Weg dorthin. Es wurden mehrere gute Menschen und Christen fälschlicherweise als Ketzer „enttarnt“, gefoltert und letzten Endes durch Inquisitionen zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.
Es war erschreckend, wie ein Verdacht oder ein vages Beweisstück gleich zur Verurteilung führen konnte.

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Tags: geheimnisse, kirche, krimi   (3)
 

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liebe, glaube, vergebung, eden, jugendliche

Sehnsucht nach Eden

Linda Nichols , Ingo Rothkirch , Tabea Klaus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.08.2010
ISBN 9783868271799
Genre: Romane

Rezension:

Linda Nichols ist für mich eine der Autorinnen, von der ich alles lesen würde, ohne mich vorher über das Buch informiert zu haben, denn bisher hat sie mich immer überzeugen können. Daher war ich mir sicher, dass Sehnsucht nach Eden auch so ein Buch sein würde.
Und das war es auch.
Wo mich die erste Buchhälfte noch nicht besonders mitreißen konnte, hat mich der Rest total umgehauen. Aber im Folgenden mehr dazu.

Als Weltenbummlerin Miranda DeSpain unverhofft auf einen Hinweis über den Verbleib des Kindes stößt, das sie mit 16 zur Adoption freigeben musste, gibt es für sie kein Halten mehr. Ihre Spur führt sie direkt ins kleine Städtchen Abingdon. Die schrulligen Einwohner und die quirlige kleine Eden machen es ihr leicht, sich dort heimisch zu fühlen. Doch mit ihrer Suche kommt sie nur mühsam voran. Zumal es der örtliche Polizeichef scheinbar auf sie abgesehen hat. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt. Trotzdem gibt Miranda nicht auf. Sie weiß: Dies ist ihre letzte Chance. Dies ist ihre Gelegenheit, die Puzzleteile ihres Lebens zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen und endlich nach Hause zu kommen.

Das Thema, um welches es in diesem Buch im Grunde geht – Adoption – ist ein schwieriges, denn hier liegt der Fall von „erzwungener“ Adoption vor. Miranda, die Protagonistin, war 15, als sie ihr Baby zur Welt brachte und ihre Mutter organisierte eine private Adoption ohne die Zustimmung ihrer Tochter. Dies lässt Miranda keine Ruhe, weshalb sie seitdem ein unruhiges Leben ohne größeren Sinn führt.

Es tat mir beim Lesen sehr weh, wie Miranda ihr Baby schmerzlich in ihrem Leben vermisst hat. Dazu war ihre Beziehung zu ihrer Mutter sehr kompliziert, was ihr nicht dazu verhalf, sich besser zu fühlen. Erst nach dem Tod der Mutter konnte sie „aufatmen“ und ihr eigenes Leben führen. Die Veränderung konnte man deutlich in ihrer Persönlichkeit sehen. Plötzlich durfte sie ihr Leben so gestalten, wie sie wollte und hatte nicht immer ihre Mutter im Rücken.
Auf der Suche nach ihrem mittlerweile elf Jahre alten Kind hat sie auch eine Menge über die schreckliche Vergangenheit ihrer Mutter erfahren. Erst jetzt verstand sie, was ihre Mutter dazu bewegt hatte, sich so zu verhalten, wie sie es getan hatte – und Miranda lernte, dakbar dafür zu sein und ihre Mutter mehr zu lieben.

Die Suche nach ihrem Kind führte sie zu einem kleinen Örtchen Abingdon, doch es war eine sehr erschwerliche Suche, denn Miranda hatte keinerlei Informationen über ihr Baby. War es ein Mädchen oder Junge? Wie viel wog es bei der Geburt und wir groß war es? Irgendwann kam sie zu dem Entschluss, die Suche zu beenden, denn es schien, dass sie in einer Sackgasse gelandet war. Umso schöner war es, zu sehen, wie Gott sie am Ende aus dieser scheinbar auswegslosen Situation herausgeführt hat.

Miranda blieb in Abingdon und lernte die Menschen dort, aber auch Gott lieben. Das Städtchen war ein ganz charmantes und ich habe mir nicht nur einmal vorgestellt, wie es wäre dort zu leben. Besonders die kleine Eden hat es mir angetan. Sie war so liebenswert und oft musste man einfach mit ihr mitfühlen, denn ihre Familie hatte Einiges durchzustehen. Dennoch hat sie ihren Lebensmut nicht verloren.

Ich fand es sehr schön, über Menschen zu lesen, die einen fest verankerten Glauben an Gott haben, man nehme Grandma Ruth als Beispiel. Man hat zuweilen gespürt, dass Gottes Liebe in ihr wirkt, denn sie ist den Menschen mit Freundlichkeit und Vertrauen entgegengekommen und hat allein durch ihr Handeln von Gott gezeugt. Das ist eine Eigenschaft, die ich auch an mir gern mehr ausgeprägt sähe.

Ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches, ehrlich gesagt, etwas schwer getan, denn es hat gedauert, bis die Handlung an Form zugenommen hat. Doch je mehr ich las, umso mehr vertiefte ich mich in die Geschichte, bis es mir zunehmend schwerer fiel, das Buch aus der Hand zu legen – also: das Lesen lohnt sich!
Während ich den ersten Teil des Buches noch mit 2-3 Sternen bewertet hätte, würde ich den letzten Teil aber mit 5 Sternen bewerten, womit ich zu dem Gesamtergebnis von 4 von 5 Sternen komme. Ich möchte euch auf jeden Fall dieses Buch ans Herz legen!

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Tags: liebe, vergangenheit, versöhnung   (3)
 

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

tegernsee, freundschaft, sommer roman, kinder, uneinsichtige eltern

Für jetzt und immer

Susanne Rößner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492310642
Genre: Romane

Rezension:

Um etwas mehr in Sommerstimmung zu kommen (das Wetter hilft ja nicht gerade viel, was das angeht), wollte ich einen leichten Sommerroman lesen. Entschieden habe ich mich für Für jetzt und immer von Susanne Rößner. Allein schon das Cover versprach eine sommerliche Geschichte, während der Klappentext eine interessante Handlung vermuten ließ – habe ich Beides in dem Buch wiedergefunden!

Am Tegernsee kündigt sich ein traumhafter Sommer an, doch die hübsche Kindergärtnerin Lena hat nichts als Sorgen: Wegen eines Missverständnisses hat sie ihren Job verloren. Zu allem Überdruss gerät sie beim Einkaufen auch noch mit einem attraktiven, aber unausstehlichen Fremden aneinander. Kurz darauf lernt sie die neunjährige Mia kennen, die ihr schnell ans Herz wächst. Als sie das Angebot erhält, Mias Kindermädchen zu werden, nimmt sie erfreut an. Eine Entscheidung, die ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellen wird – nicht zuletzt, weil sie dadurch dem ungehobelten Unbekannten wiederbegegnet …

Die Handlung dieses Buches spielt sich in einem Sommer im Süden Deutschlands ab und da die Protagonistin Lena viel Zeit in der Natur verbringt, bleibt man nicht von Beschreibungen der schönen Landschaft verschont. Durch das Sommerliche erhält man als Leser selbst gute Laune und wünscht sich das gute Wetter herbei.

Lena arbeitete als Kindergärtnerin und man konnte sehen, dass ihr diese Arbeit im Blut lag. Sie wusste immer, wie man an ein Kind heranzugehen hat und hatte genügend Geduld mit ihnen. Als Person war sie mir sehr sympathisch, weil sie wusste, was sie wollte und sich nichts (Falsches) vorschreiben ließ.
Was ich außerdem sehr schön fand, war ihre Beziehung zu ihrer älteren und einzigen Schwester Eva. Die beiden waren beste Freundinnen, erzählten einander alles und hatte immer Zeit füreinander.

Eine wichtige Rolle in dem Buch spielte auch das kleine Mädchen Mia. Sie hat in ihrem Leben schon viel mitmachen müssen und den Schmerz versteckt sie hinter ihrer – leicht gesagt – bockigen Art. Aber Lena schafft es, Mia zu helfen, damit umzugehen.

Insgesamt war der Roman recht unterhaltsam und interessant – ein gelungener Roman für den Sommer/Urlaub. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: kinder, liebe, sommer   (3)
 

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liebe, christlicher roman, familie, flucht, zeugenschutzprogramm

Wie Schneeflocken im Wind

Denise Hunter , Antje Balters
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 26.09.2016
ISBN 9783865068910
Genre: Liebesromane

Rezension:

Von Denise Hunter ist ja bereits Einiges auf Deutsch erschienen, doch bisher habe ich noch nichts davon gelesen – außer Wie Schneeflocken im Wind. Ich habe es gestern spät am Abend beendet und es war einfach nur richtig gut, dieses Buch. Wo ich am Anfang erst gedach habe, hmm, dieses Buch wird bestimmt interessant, hoffentlich nicht zu langweilig, musste ich am Ende feststellen, dass es nicht „nur“ interessant, sondern überaus spannend war! Damit habe ich jedenfalls nicht gerechnet. Ein tolles Buch!

Während sie durch das ländliche Maine jagt, fragt sich Eden Martelli, wie sich ihr beschauliches Leben nur so entwickeln konnte … Obwohl ihre Familie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde, hat man ihren Mann enttarnt und ermordet. Eden ist mit ihrem fünfjährigen Sohn Micah auf einer verzweifelten Flucht, als sie in dem kleinen Küstenort Summer Harbour landet. Wird sie hier endlich wieder Frieden finden?

Beau Callahan hat den Posten des Sheriffs aufgegeben, um nach dem Tod seiner Eltern die Weihnachtsbaumplantage seiner Familie zu übernehmen. Aber die Trauer ist noch frisch und die Arbeit mehr als gedacht. Gerade als er nicht mehr weiter weiß, taucht die geheimnisvolle – und nicht minder schöne – Eden in dem kleinen Ort auf …

Da Denise Hunter für mich bisher noch unbekannt war, wusste ich nicht, worauf ich mich bei diesem Roman „einlasse“. Denn meistens hat man schon eine Vorstellung von einem Buch, wenn man den Autor schon kennt. Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich das Gefühl, dass hier wäre eine von vielen Krimi/Liebesgeschichten, die nicht unbedingt fähig wäre, mich vom Hocker zu hauen. Doch schon auf den ersten Seiten musste ich feststellen, dass das Buch doch nicht so unbesonders ist, wie erwartet.

Von Anfang an befindet man sich mit Eden und Micah auf der Flucht vor deren Vergangenheit. Man erhält als Leser kaum Informationen über deren Lebensumstände und weiß anfangs nicht einmal wirklich, warum sie fliehen. Umso mehr ist man am Grübeln und Rätseln gewesen, was wohl passiert sein könnte. Nach und nach erfährt man, was vorgefallen war und Mutter und Kind zur Flucht veranlasst hat.
Gezwungenermaßen (Auto ist liegengeblieben) wurden sie im Ort Summer Harbor aufgehalten, wo sie während ihres Aufenthalts sehr nette Leute kennengelernt haben. Dort sind Eden und Micah dann doch länger geblieben als geplant.

Eine der neuen Bekanntschaften war Beau, der Eden als Haushälterin angestellt hat. Die Autorin hat eine sehr schöne (Liebes-)Beziehung zwischen den beiden aufgebaut, die einen als Leser immer mitfiebern ließ. Da Eden aufgrund ihres verstorbenen Ehemannes Probleme mit dem Vertrauen hatte, konnte sie sich nicht auf Beau einlassen, was ja auch verständlich war. Doch ich habe mir oft gewünscht, dass sie ihre negativen Gedanken loslässt und wieder anfängt zu l(i)eben.

Das Spannende an der Handlung war, dass es nicht überholt wirkte. An einigen Stellen war es vorhersehbar, denn in der Liebesgeschichte fand man einige Klischees wieder (aber ganz ehrlich, in welcher Liebesgeschichte ist dies nicht der Fall?), doch insgesamt war es sehr spannend und auch überraschend.

Was mir leider gefehlt hat, war ein stärkerer christlicher Hintergrund. Zwar gingen die Leute in die Kirche, lasen in der Bibel, doch den Einbezug von Gott in das alltägliche Leben hätte ich mir mehr gewünscht. Tatsächlich ist es am Ende ein Bibelvers gewesen, der Eden die Augen geöffnet hat und sie dazu brachte, endlich ein Leben an Beaus Seite zu wagen.

Dieser winterliche Roman, der sich auch in der Sommerzeit ausgezeichnet lesen lässt, hat mir ausgesprochen gut gefallen, dass ich nun auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen möchte (im August erscheint Band 2 der Summer Harbor-Reihe!). Ich bin sehr gespannt, wie es mit Beaus Bruder weitergehen wird und hoffe, auch ihn und Eden wieder anzutreffen. Dieses tolle Buch erhält von mir 5 von 5 Sterne und eine große Leseempfehlung!

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Tags: christlicher roman, krimi, liebe   (3)
 

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290 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 90 Rezensionen

new york, entführung, frankreich, brooklyn, paris

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ganz unerwartet habe ich vor ein paar Wochen erfahren, dass es einen neuen Roman von Guillaume Musso auf deutsch gibt: Das Mädchen aus Brooklyn. Ich als Musso-Fan musste es natürlich sofort haben, denn ich war mir sicher, dass mich auch seine neue Geschichte umhauen würde – was sie auch getan hat! Das Buch war so spannend und als man dachte, es geht nicht mehr, wurde es besser und besser!

Raphaël ist überglücklich, in wenigen Wochen wird er seine große Liebe Anna heiraten. Aber wieso weigert sie sich beharrlich, ihm von ihrer Vergangenheit zu erzählen? Während eines romantischen Wochenendes an der Côte d’Azur bringt Raphaël sie dazu, ihr Schweigen zu brechen. Was Anna dann offenbart, übersteigt alle seine Befürchtungen. Sie zeigt ihm das Foto dreier Leichen und gesteht: »Das habe ich getan.« Raphaël ist schockiert. Wer ist die Frau, in die er sich verliebt hat? Doch ehe Anna sich ihm erklären kann, verschwindet sie spurlos. Raphaël bittet seinen Freund Marc, einen ehemaligen Polizisten, um Hilfe. Gemeinsam setzen sie alles daran, seine Verlobte wiederzufinden – der Beginn einer dramatischen, atemlosen Suche nach der Wahrheit, die sie bis in die dunklen Straßen von Harlem und Brooklyn führt.

Als ich mit dem Lesen angefangen habe, hatte ich nicht die leiseste Ahnung davon, was mich in diesem Buch erwartete. Mir war klar, dass da etwas passieren würde, etwas Schlimmes, Heftiges, doch mit dem, was kam, habe ich nicht gerechnet. Dass sich hinter einer Person SO viel verbergen kann, denkt man sich oft nicht, besonders wenn man meint, man kenne die Person sehr gut.

Das war auch bei Raphaël der Fall, der jedoch nichts über die Vergangenheit seiner Verlobten Anna wusste. Nach ihrer Entführung kam er den vergangenen Geschehnissen in ihrem früheren Leben langsam auf die Schliche und ihm wurde klar, dass Anna für ihn nicht wieder dieselbe Person sein würde, wenn sie wieder zusammen sein würden. Doch trotz allem liebte er sie noch immer.

Anna versuchte, in ihrem neuen Leben möglichst wenig aufzufallen und die „zweite Chance“ zu nutzen, denn sie hatte sicherlich nicht daran geglaubt, irgendwann wieder ein normales Leben zu führen. Um dies zu behalten, hat sie ihren Namen gewechselt, eine völlig neue Identität angenommen, ihre Träume über den Haufen geworfen und sich ein anderes Leben aufgebaut als bisher immer erträumt. Wenn man bedenkt, was sie Schreckliches erlebt hat und hinter sich lassen konnte, musste man feststellen, dass sie ein sehr starker Mensch mit einem eisernen Willen ist. In Raphaël hat sie einen liebenden Mann gefunden, an dessen Seite sie überglücklich war, was mich als Leserin sehr für sie gefreut hat.

Kapitel für Kapitel haben sich immer weitere Türen zu Annas Vergangenheit und den damit verknüpften Ereignissen geöffnet, man hat immer mehr den Durchblick dafür freigeschaufelt bekommen, was damals wirklich passierte und weshalb. Annas Entführung was „nur“ eine Folge der damaligen Geschehnisse. Was die Polizei jahrelang nicht aufklären konnte, hat Raphaël mit seinem Freund Marc innerhalb von Tagen herausgefunden. Sie hatten jedoch auch Beweise und Erkenntnisse zur Hand, die damals (nicht allen) vorlagen.

Die Geschichte, die sich über fast 500 Seiten hinzieht, war so spannend, so mitreißend, so thrilling, dass ich sie innerhalb von einigen Tagen durchgelesen habe. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es eines der besten Bücher Mussos ist (Nachricht von dir bleibt einfach mein Musso-Liebling). Es steckt so viel in diesem Roman, lesenswert ist es auf alle Fälle!
Von mir gibt es volle 5 von 5 Sterne!

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Tags: krimi, liebe, spannend, thriller   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

politischer mord, ungewöhnlicher schriftstil, gesprengte häuser, kaj munk, christlich

Hinter der Angst

Christian Hartung
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 24.02.2017
ISBN 9783865069320
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich lese gerne Romane, die während des Krieges spielen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie es damals gewesen war bzw. sein könnte. Als ich gelesen habe, dass es in Hinter der Angst von Christian Hartung um einen Mordfall im zweiten Weltkrieg geht, wollte ich dieses Buch sehr gerne lesen. Es handelt sich aber auch um eine dänische Widerstandsgruppe mit jungen Leuten, die ihr Leben für Gerechtigkeit aufs Spiel gesetzt haben. Ein interessantes Buch mit vielen Informationen und Bezügen zu wahren Personen!

Dänemark 1944. Immer offener ergreifen die Nationalsozialisten die Macht im dänischen Königreich. Inspiriert von den Worten des Pfarrers Kaj Munk beginnt die Jurastudentin Lea, sich im Widerstand zu engagieren. Doch der Preis ist hoch. Die Nazis ermorden Munk, und die Schlinge um die Widerstandskämpfer zieht sich immer enger zu. Bald hinterlässt die ständige Todesgefahr ihre Spuren …
Als Leas Freund, der junge Kriminalbeamte und Pfarrerssohn Jørgen, an den Ermittlungen im Mordfall Kaj Munk beteiligt wird, weiß er, dass ihm nur wenig Zeit bleibt, bevor die Nazis die Nachforschungen unterbinden werden. Jørgen stürzt sich in die Arbeit, auch um die Sorge um Lea vergessen zu können. Bald muss er selbst entscheiden, was ihm die Wahrheit wert ist.

In der Geschichte fängt alles mit dem Tod des dänischen Pfarrers Kaj Munk an, der im Widerstand tätig war und dafür ermordet wurde, um den Widerstand zu schwächen.
Einer der Hauptcharaktere war Jørgen, der bei der Polizei tätig war. Dies war ihm sehr hilfreich dabei, nach den Tätern zu suchen und herauszufinden, warum der Mord geschah.
Seine jüdische Freundin Lea, die eigentliche Protagonistin, sollte mit ihrer Familie nach Schweden auswandern, doch während ihre Eltern weiterzogen, blieb sie in Dänemark und schloss sich dem Widerstand an. Sie hat Einiges getan, was ihr später, nach Kriegsende, keine Ruhe mehr gelassen hat. Sie hatte viel mit Alpträumen und Erinnerungen an den Krieg zu kämpfen.

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht nicht wie jedes andere Buch, was beispielsweise den Schreibstil angeht. Zum Teil haben Kapitel mitten im letzten Satz aufgehört, Kapitel haben mitten in einem ganz anderen Satz angefangen und man fand zwischendurch immer wieder einen grammatikalisch nicht ganz korrekten Satz. Es liegt auf der Hand, dass das vom Autor so gewollt war, doch da ich ungerne Bücher mit so einem Schreibstil lese, fiel es mir oft schwer, einfach in der Geschichte zu verschwinden. Doch diese Zerrissenheit und Unordnung in den Sätzen spiegelte sehr gut die Lage während des Krieges wider.

Die meisten Kapitel wurden aus Leas Sicht erzählt, doch es gab auch Abschnitte aus Jørgens Perspektive. Was ihn angeht, hat er keinen Augenblick an seiner Liebe zu Lea gezweifelt und war voller Hoffnung, dass sie nach Kriegsende gemeinsam ein glückliches Leben führen würden.
Lea war sich auch ihrer Liebe zu Jørgen sicher, doch war sie emotional eher instabil, sie hatte irgendwann nicht mehr den Wunsch, in dieser Welt zu leben. Sie wollte am Ende einfach ins Lager gebracht werden, wie so viele, damit der Horror (durch den Tod) schneller vorbei wäre.

Was mir ein wenig zu kurz kam, war der Glaube an Gott. Zwar haben die Charaktere dann und wann von Gott gesprochen, aber dann ging es mehr darum, dass sie nicht glauben, dass einen Gott geben kann. Es gab eine Figur namens Gott, doch meiner Meinung gehört diese nicht hier rein, denn von Gott in so einer Form zu sprechen, finde ich falsch.

Insgesamt ist dieses Buch sehr informativ, man erfährt, wie die Menschen sich damals gefühlt haben mussten, man sieht viele schreckliche Seiten an dem Krieg und erfährt etwas über den dänischen Widerstand. Das war sehr interessant zu lesen, doch mich mit der Geschichte „anzufreunden“ fiel mir recht schwer. Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: krieg, liebe, widerstand, zweiter weltkrieg   (4)
 

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298 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

krimi, stephanie plum, humor, kopfgeldjägerin, janet evanovich

Einmal ist keinmal

Janet Evanovich , Regina Rawlinson
Flexibler Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.03.2012
ISBN 9783442477050
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schon sooo lange wollte ich Einmal ist keinmal von Janet Evanovich lesen, doch ist mir das immer wieder aus dem Sinn gekommen, dieser Wunsch hat meinen (Hinter)Kopf aber nie verlassen. Vorletzte Woche habe ich dann zum wiederholten Mal den Film gesehen und mich einige Tage später entschlossen, nun endlich das Buch zu kaufen – was ich auch gleich tat. Ich habe zwar im Moment noch einige Rezi-Exemplare auf meinem Nachttisch liegen, die gelesen werden wollen, doch ich konnte es mir vor zwei Tagen nicht nehmen lassen, dieses tolle Büchlein dazwischenzuschieben.

Stephanie Plum ist jung, selbstbewußt und voller hochfliegender Pläne. Und sie ist pleite. Als sie das Angebot erhält, für zenhtausend Dollar einen gewissen Joe Morelli ausfindig zu machen, sagt sie daher nicht nein. Morelli steht allerdings nicht nur unter Mordverdacht, er ist auch ein alter Bekannter aus Kindertagen, und eigentlich wollte Stephanie für immer die Finger von ihm lassen. Aber was sind gute Vorsätze gegen die Macht der Gefühle?

Ich habe bisher nur selten solche humorvollen und witzigen Bücher gelesen wie dieses. Dazu war es auch noch sehr spannend, ich habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Besonders in der zweiten Hälfte fiel es mir zunehmend schwerer, das Buch aus der Hand zu legen, ich fand es einfach so gut. Beim Lesen hatte ich meist den Film im Hinterkopf und konnte mir an einigen Stellen immer schon denken, was als nächstes passieren würde. Zugegeben, das hat mich ein wenig genervt, dass ich in Gedanken immer Vergleiche zum Film gezogen habe, doch andererseits hat mir die Tatsache, dass ich den Film vorher schon kannte, sehr geholfen, mir ein besseres Bild von der Handlung zu machen. Es gab zwar einige Unterschiede, doch das hat mich eigentlich nicht sehr gestört.

Ich fand Stephanie Plum sehr interessant. Sie war mutig, denn sie ist vor vielen erschreckenden Dingen, die ihr neuer Job mit sich brachte, nicht zurückgeschreckt. Auch wenn sie Angst hatte, wollte sie ihre Arbeit trotzdem gut machen. Außerdem war sie klug, was ihr bei ihrer neuen Tätigkeit als Kopfgeldjägerin sehr hilfreich war, denn darin hatte sie noch keinerlei Erfahrung. Sie war auch keine Frau, die schnell aufgab oder die sich von „Kleinigkeiten“ herunterziehen ließ. Diese Seite an ihr fand ich sehr schön.

Joe Morelli hatte keinen schönen Ruf unter den Frauen. Das ließ sich auch an seinem Verhalten beobachten. Doch je mehr man ihn kennenlernte, musste man feststellen, dass er ganz in Ordnung sein konnte. Die Dialoge zwischen ihm und Stephanie waren meist die Highlights der Geschichte, denn die brachten einen oft zum Lachen. Wo Joe anfangs noch genervt von ihr war, hat man am Ende gemerkt, dass er sie doch sehr mochte – und sie ihn auch.

Der Mordfall in diesem Buch trug ebenfalls zur Spannung, auch wenn ich diesen und die Auflösung durch den Film bereits kannte. Doch auch hier war nicht alles identisch und im Buch bekam man natürlich mehr Details geliefert. Das machte das Lesen interessanter und man konnte die einzelnen Handlungsabläufe besser nachvollziehen.

Ich bin sehr froh, dass das nur der erste Band von vielen ist, denn ich kann es kaum abwarten, alle weiteren Bände zu lesen! Ich hoffe nur, dass die mich nicht enttäuschen, dass ich die aber mindestens genauso mag wie diesen hier. Da ich dieses Buch ununterbrochen sehr, sehr gerne gelesen habe, muss ich 5 von 5 Sterne vergeben. Die Geschichte war einfach zu gut!

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Tags: humor, unterhatung   (2)
 
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