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arbeit, brautkleid, chicago, christlicher roman, ehe, frauen, glaube, glück, gute geschichten, hochzeitskleid, krieg, lieb, liebe, liebesroman, nachkriegszeit

Ein Brautkleid für fünf

Eva Marie Everson
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 19.06.2017
ISBN 9783957341891
Genre: Romane

Rezension:

Chicago, Anfang 1950: Fünf junge Frauen teilen sich eine Wohnung, und jede versucht auf ihre Weise, ihren persönlichen Weg zu finden. Bei einem gemeinsamen Stadtbummel entdecken sie das perfekte Hochzeitskleid. Aus einer Laune heraus probieren sie es an, obwohl keine von ihnen einen ernsthaften Verehrer hat. Da es allen fünfen gefällt und passt, fassen die Frauen einen spontanen Entschluss: Sie werden das Kleid kaufen, und diejenige von ihnen, die zuerst heiratet, bewahrt es für die nächste auf. Daraufhin entfalten sich fünf persönliche Geschichten … Dieser Roman basiert auf einer wahren Begebenheit.

Die Geschichte beginnt in der Gegenwart. Eine junge Frau bereitet sich auf ihre Hochzeit vor und als sie ihr Brautkleid per Post erhält (das bereits ihre Großmutter getragen hat), erzählt ihr ihre Mutter endlich, welche Geschichte hinter dem Kleid steckt. So erfährt man nach und nach von den jungen Frauen Joan, Evelyn, Betty, Magda und Inga.

Jedes der Mädchen hat Träume, die es sich in Chicago zu erfüllen wünscht. Aber es kommt vieles anders, als erträumt. Jede der fünf jungen Frauen findet ihren Weg im Leben, auf dem sie erste selbstständige Erfahrungen sammeln. Die Berufe und Lebensstile, die jede für sich selber wählt – oder von denen sie „gefunden“ werden – unterscheiden sich sehr, doch trotz der großen Differenzen, nicht nur in ihren Leben, sondern auch in ihren Charakteren, werden sie zu besten Freundinnen.

Die Freundschaft war einer der herausragenden Punkte in der gesamten Geschichte, der mir sehr gefallen hat. Sicher gab es auch unter den Mädchen hin und wieder Meinungsverschiedenheiten oder Auseinandersetzungen, doch früher oder später fanden sie doch immer wieder zueinander.
Ein anderer positiver Aspekt war der Glaube, der sie – mehr oder weniger – verband. Allerdings war er innerhalb der Handlung nicht gerade stark ausgeprägt, was ich sehr schade fand.

Einige der Mädchen treffen in der ersten Zeit – in der sie noch naiv und gutgläubig sind – Entscheidungen, die sie später bereuen, z. B. in der Liebe. Dabei lassen sie sich von Äußerlichkeiten oder leeren Versprechungen verleiten und machen Pläne, doch man erkennt schnell, dass im Leben (fast) nie das passiert, womit man rechnet.
So vergeht einige Zeit und es geschehen vorhersehbare sowie unerwartete Dinge – für die eine ein neues Land und ungeplantes Verlieben, für die andere ein Leben wie das der Mutter, ohne dies je gewünscht zu haben usw.

Inspirierend ist, dass die Autorin sich beim Schreiben an einer wahren Geschichte orientiert hat. Zwar ist viel Fiktion mit eingeflossen, doch der Handlungsstrang um die junge Frau Joan – deren Linie mir übrigens am meisten gefallen hat – entsprach zum großen Teil der Wahrheit.
Ich habe das Lesen im Allgemeinen sehr genossen und auch wenn ich es nicht allzu sehr erwartet habe, hat mir der Roman gut gefallen. Der Flair der 50-er-Jahre sowie jede Handlungslinie im Einzelnen fand ich interessant und die Mädels habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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19. jahrhundert, christlicher roman, deputy, glaube, historischer roman, historisscher roman, humor, journalismus, journalistin, liebe, liebesroman, missouri, reporterin, sheriff, verbrechen

Das vorwitzige Frauenzimmer

Regina Jennings
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 19.06.2017
ISBN 9783957342348
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eine meiner letzten Lektüren war Das vorwitzige Frauenzimmer von Regina Jennings. Das ist ein Unterhaltungsroman, der einen zum Mitlachen und Träumen bringt – ein schönes Buch für zwischendurch.

Missouri, 1885: Betsy Huckabee lebt in Pine Gap, einem kleinen Ort am Ende der Welt. Doch sie hat große Träume: Als Reporterin möchte sie für eine bekannte Zeitung schreiben. Allerdings ist diese wenig interessiert an Nachrichten aus dem Hinterland. Da kommt es Betsy ganz gelegen, dass der texanische Deputy Joel Puckett einen Neuanfang in Pine Gap wagt. Betsy heftet sich an seine Fersen, um Inspirationen für neue Geschichten zu bekommen. Ein Entschluss mit Folgen …

Für mich ist diese Autorin neu, daher wusste ich vor dem Lesen nicht, worauf ich mich hier „einlasse“. Ehrlich gesagt, mir fiel der Einstieg in die Geschichte etwas schwer. Die Atmosphäre war recht düster, doch die Protagonistin Betsy schien ein bunter Farbklecks in der Umgebung zu sein. Denn ihr Gemüt war keineswegs düster oder melancholisch.
Sie hatte es nicht einfach in ihrem Leben, doch sie nahm alles meist mit Humor und ließ sich von kaum etwas die Laune verderben.
Hier habe ich eine Protagonistin gefunden, die ich so in anderen Romanen noch kaum getroffen habe.

Ein großer Unterschied zu ihr war der neue Deputy Puckett, der einen sehr finsteren Eindruck auf mich machte. Allerdings konnte ich ihn bezüglich seines abwehrenden Verhaltens – besonders zu Frauen – gut verstehen, nachdem mehr aus seiner Vergangenheit erzählt wurde.

Durch die anfangs düstere Stimmung kam sehr gut herüber, dass das Leben in dem kleinen Städtchen Pine Gap kein Zuckerschlecken war. Zudem war häufig die Rede von Korruption und Ungerechtigkeit, weswegen sich eine Gruppe von Männern dazu entschlossen hat, die Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen. Somit entstand die Bande „Bald Knobbers“. Deputy Puckett hatte es sich vor allem zur Aufgabe gemacht, der Gruppe Einhalt in ihrem Tun zu gebieten. Oft war ich mir nicht sicher, in welcher – positiver oder negativer – Absicht die Bande handelte.

Sehr interessant fand ich die schriftstellerische Seite an Betsy. Sie half ihrem Onkel Fred bei dem Druck und der Herausgabe seiner Zeitung, doch nebenbei schrieb sie auch seichte Frauengeschichten, wobei der neue Deputy ihr als Inspiration diente. Dazu verfolgte sie ihn nicht selten und dadurch, dass ihn das (anfangs) stark nervte, sie sich davon aber nicht abhalten ließ, kam es oft zu sehr amüsanten Szenen.

Was mir in diesem Roman ganz gut gefallen hat, war, dass der Glaube an Gott bei den Protagonisten keine Nebenrolle spielte. Im Gegenteil – er war Teil sowohl Betsys als auch Deputy Pucketts Leben. Er wurde zwar nicht oft erwähnt, aber meiner Meinung nach an den richtigen Stellen.

Insgesamt fand ich den Roman gut. Da der Einstieg für mich nicht sehr leicht war, hat sich mein Lesen der Geschichte etwas hingezogen, doch nachdem ich mich ab der Mitte reingelesen hatte, stieg die Spannung und ich las den Rest bis zum Ende durch. Der Roman ist relativ oberflächlich, auch wenn es einige tiefsinnigere Stellen gibt, er eignet sich aber sehr gut als Abschalt-/Erholungslektüre.
Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, familie, glaube, liebe   (4)
 

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baby, eine für vier, familie, freundinnen, freundschaft, jeans, jugendbuch, jugendliche, jugendroman, kinder, kindergartenfreunde, kummer, kunsthochschule, liebe, sommer

Eine für vier - Aller guten Dinge sind drei

Ann Brashares , Nina Schindler
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.09.2007
ISBN 9783570304266
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: familie, freundinnen, freundschaft, liebe   (4)
 

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band 2, bridget, carmen, eine für vier, familie, freundinnen, freundschaft, jeans, jugendbuch, lena, liebe, roman, sommer, tibby, usa

Eine für vier - Der zweite Sommer

Ann Brashares , Cornelia Krutz-Arnold
Flexibler Einband: 375 Seiten
Erschienen bei cbt, 06.03.2006
ISBN 9783570302767
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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348 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 18 Rezensionen

ann brashares, erste liebe, familie, freundinnen, freundschaft, griechenland, jeans, jugendbuch, liebe, mädchen, reisen, sommer, sommerferien, tibby, usa

Eine für vier

Ann Brashares , Cornelia Krutz-Arnold
Flexibler Einband: 318 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.04.2005
ISBN 9783570301791
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

christlicher roman, liebe

Schwester Jaqueline - zur Aufnahme bitte!


Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN 9783861225836
Genre: Sonstiges

Rezension:

Angela Hunt ist für mich keine unbekannte Autorin, von ihr habe ich bereits Einiges gelesen, was mir sehr gefallen. Ihre Romane sind immer sehr bodenständig (kann man das über Bücher überhaupt sagen? Ich hoffe, euch ist klar, was ich damit sagen möchte), manchmal sogar etwas „düster“, doch jedes Mal lesenswert. Daher habe ich auch nicht lange gezögert, Schwester Jaquelin zu kaufen und schließlich auch zu lesen – zugegeben, nicht sofort. Es stand erst einige Zeit in meinem Bücherregal, aber egal…

Als Jaquelins Mutter an Brustkrebs stirbt, sucht sie Trost und Erfüllung in der Karriere: In ihrer Aufgabe als Krankenschwester einer Tagesklinik für Krebspatienten geht sie voll auf. Auch der neue Arzt auf ihrer Station bringt sie auf andere Gedanken. Bis zu dem Tag, an dem sie selbst einen Knoten in ihrer Brust entdeckt …

Ich habe, ehrlich gesagt, mit einer trockenen Erzählung gerechnet, die mich nicht unbedingt würde mitreißen können (das bin ich von der Autorin zwar nicht gewohnt, doch der Klappentext ließ mich diese Vermutung anstellen). Stattdessen bin ich in einer wunderbar komisch-schönen Geschichte gelandet!

Die erste große Überraschung für mich war Jaquelin selbst. Ich habe gar nicht damit gerechnet, dass sie eine – auf den ersten Blick – kaltherzige Frau ist, die niemanden an sich heranlässt, außer ihrem Hund.
Doch bald tritt Dr. Martin in ihr Leben und langsam verändert sie sich. Er hat bereits Einiges erlebt, doch das sieht man ihm nicht an. Wenn man ihn kennt, kommt man nicht einmal auf den Gedanken, dass das, was er versucht, hinter sich zu lassen, tatsächlich geschehen sein soll.
Auf jeden Fall ist von Anfang an klar, dass Jaquelin und der neue Arzt zusammengehören, doch bis die beiden das selbst einsehen, vergeht einige Zeit.

Mir hat sehr gefallen, wie die Autorin die Geschichte geschrieben hat. Der unaufdringliche Erzählstil hat mich umso mehr dazu bewogen, weiterzulesen und obwohl sich die Handlung nach Jaquelins erschreckender Entdeckung (Knoten) doch ein wenig in die düstere Richtung bewegt hat, konnte ich auf „angenehme“ Art weiterlesen. Jaquelin hat nicht aufgegeben, sie wollte den Krebs bekämpfen und hat dabei Unterstützung von Dr. Martin erhalten. Dabei konnte man schön erkennen, wie sich die Beziehung zwischen den beiden nach und nach vertiefte.
Diese Art von Liebesgeschichte zu lesen, fand ich zur Abwechslung mal ganz schön, denn…

…dabei ging es nicht einfach nur darum, dass zwei Menschen zusammenkommen sollen, sondern es wurde auch aus der christlichen Perspektive betrachtet. Es ging um Glaubensfragen bezüglich christlich geprägter Beziehungen. Mit fortlaufendem Handlungsverlauf kamen die Charaktere immer öfter auf Gott zu sprechen. Bald war Jaquelin so weit, ihr Leben (wieder) in Gottes Hände zu legen, anstatt immer alles selber kontrollieren und bestimmen zu wollen.

Dieser Roman hat mir um Einiges besser gefallen als erwartet und ich bin sehr froh, ihn endlich gelesen zu haben. Ich hatte einige Denkantöße, wurde von der Geschichte mitgerissen und habe endlich wieder ein richtig gutes Buch gelesen. Ich wünsche mir mehr Leser für Schwester Jaquelin!
5 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, liebe   (2)
 

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albträume, armut, band 2, bessere welt, blind, christlicher roman, cornwall, dunkle machenschaften, entführung, erbe, erpressung, familie, fischer, geheimnisse, gesellschaft

Die Rückkehr des Erben

Nicola Vollkommer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 01.09.2017
ISBN 9783775157858
Genre: Historische Romane

Rezension:

Nun habe ich endlich auch die Fortsetzung von „Wie Möwen im Wind“ gelesen und erfahren, wie es mit Charlotte, Jake und den anderen Charakteren weitergegangen ist. Da ich den ersten Band vor zwei Jahren gelesen habe, konnte ich mich nicht mehr an alles erinnern, doch da der zweite Band – Die Rückkehr des Erben – nicht direkt darauf aufbaut, war das dann doch nicht allzu schlimm.

Die Gutsherren Charlotte und Jake hoffen auf gute und unbeschwerte Zeiten auf ihrem Anwesen Birch Heights in Cornwall. Doch nicht alles ist so harmonisch, wie es den Anschein hat. Als der entrechtete Erbe des Anwesens auftaucht, wird eine Intrige aufgedeckt, die von den Steilküsten Cornwalls bis in die dunklen Gassen Londons führt. Charlotte und ihre Familie geraten in Gefahr und nur ihr Mut und ihr Glaube entlarvt ihre Widersacher.

Was mir sehr gefallen hat an diesem Buch, ist, dass man zu Beginn nicht ahnt, worauf die Handlung hinauslaufen und in welche Richtung sie sich entwickeln wird.
Anfangs ist alles idyllisch, harmonisch, zwar hat Charlotte immer wieder neue Sorgen, da sie eine sehr fürsorgliche und mitfühlende Frau ist, die sich immer viel zu viele Gedanken um anderen Menschen macht. Doch im Grunde genommen geht es ihrer Familie gut. Bis plötzlich ein Brief des ehemaligen Gutsherrn von Birch Height eintrifft.

Ab dem Moment scheint etwas ins Rollen zu kommen, doch als Leser bekommt man noch nicht mit, was es sein soll. Aber man hat eine düstere Vorahnung. Es kommen außerdem neue Personen dazu – z. B. Marie – bei denen man sich nicht sicher ist, inwiefern man ihnen trauen kann.

Zudem war es interessant, über das damalige England zu lesen. Darüber gibt es viele schöne Erzählungen, doch in dieser findet man ein Land vor, das auch – gelinde gesagt – unschöne Seiten hat.

Was ich allerdings sehr schade fand, war, dass der christliche Glaube von der Autorin meist nur angeschnitten wurde, nie aber so richtig Thema war. Das ist eine Sache, die ich in christlichen Romanen erwarte, aber leider nicht oft antreffe.

Außerdem fiel es mir schwer, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen, da die Handlung aus einer distanzierten Sicht erzählt wurde, so als würde man das Ganze von Weitem beobachten, aber nie Teil des Geschehens sein. Ich erinnere mich, dass es mir auch schon mit dem ersten Teil so ging.

Zusammemfassend hat mir dieser Roman aber ganz gut gefallen, steigende Spannung war vorhanden, ich habe interessante Charaktere getroffen und es gab einige überraschende Wendungen. Trotz einiger vorhersehbaren Szenen blieb es interessant! Und dazu ist das Cover auch noch wunderschön. ♥
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

anfechtungen, band 2, beziehungen, christlicher roman, finanzen, glaube, gott, hollywood, liebe, reihe: mission hollywood, roman, schauspielerei, verfilmungen, verlag: francke, zweifel

Auf der Welle des Erfolgs

Karen Kingsbury , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.02.2015
ISBN 9783868274899
Genre: Romane

Rezension:

Fast zwei Jahre sind vergangen, seit ich den ersten Band der vierteiligen Reihe „Mission Hollywood“ Große Träume gelesen und geliebt habe, jetzt habe ich endlich auch den zweiten Teil gelesen: Auf der Welle des Erfolgs. Ich hatte zwar die Befürchtung, dass mir dieser Folgeband nicht so sehr gefallen würde, da ich ja schon den ersten Teil so gut fand, doch darum hätte ich mir keine Sorgen machen müssen – im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass ich das Buch erst angefangen und schon beendet hatte!

Ihr Traum ist zum Greifen nah: Durch die Investitionen eines einflussreichen Finanzmoguls stehen Chase und Keith in Hollywood alle Türen offen. Doch kann man sich im Showbiz auf Zusagen verlassen? Als zudem Chases Ehe in Gefahr gerät, stellt sich den Freunden immer dringlicher die Frage, wohin diese Welle des Erfolgs sie letztlich tragen wird.
Währenddessen sucht sich Keiths Tochter Andi ihren eigenen Weg zum Erfolg. Die Hauptrolle in einem Studentenfilm soll ihr zum großen Durchbruch verhelfen. Dass sie der erhofften Karriere ihren Glauben und ihre Werte opfert, scheint für Andi kein Problem zu sein, doch ihre Eltern und ihre Freundin Bailey machen sich große Sorgen …

Das ist jetzt zwar schon sehr lange her, dass ich Große Träume gelesen habe und, um ehrlich zu sein, kann ich mich auch längst nicht mehr an alles erinnern, dennoch hatte ich keine allzu großen Probleme beim Einstieg in Band 2. Ich habe mich sehr darauf gefreut, all die mir liebgewonnenen Charaktere wie Bailey und ihre Familie, Cody, Andi, Keith und Chase usw. wieder zu „treffen“. Besonders habe ich mich aber auf Bailey gefreut – sie hat es mir von Anfang an angetan.

Keith und Chase sind gleich von Anfang an mitten im Entstehungsprozess ihres ersten christlichen Filmes eingespannt, was sehr stressig für sie und ihre Familien ist, denn in diese Arbeit haben sie viel Zeit, Kraft und vor allem Geld investiert, welches sie bei einem schlechten Verlauf nicht zurück bekommen könnten. Somit werden die Szenen, in denen es um die beiden Männer geht, oft von einem Hauch – manchmal auch mehr – Anspannung begleitet. Man hat schnell gemerkt, dass die familiäre Unterstützung für die beiden Produzenten in dieser zweifelhaften, beinahe bangen Zeit einfach unumgänglich war.

Ein großer Teil des Romans war außerdem Andi, der Missionarstochter, gewidmet. Wie bereits in Band 1 war sie auch hier noch dabei, die ihr bis vor kurzem noch unbekannte Welt zu entdecken. Dabei ist ihr jedoch ihr Glaube immer weiter abhanden gekommen, besonders als ein gewisser Taz in ihr Leben getreten ist. Oft befand sich das Mädchen in einem nicht enden wollendem Gewissenskonflikt, was auch vor ihren Eltern und ihrer Freundin und Mitbewohnerin Bailey nicht lange verborgen geblieben ist.

Und dann natürlich noch Bailey. Sie ist mir immer sympathischer geworden. Eine besondere Ausstrahlung hat ihr, meiner Meinung nach, ihr standhafter Glaube an Gott gegeben, denn sie hatte nie Scheu, von Gott zu sprechen und Ihn in ihr Leben einzubeziehen war für sie selbstverständlich. Auch sie hatte innere Konflikte auszufechten, wenn auch anderer Art als Andi, doch im Gegensatz zu ihr, hat Bailey immer nach Gottes Willen und Führung gefragt.

Insgesamt war ich mal wieder schwer begeistert von Karen Kingsburys Roman, die Handlung war spannend (ich freue mich schon soo auf Band 3 & 4!!) und natürlich war hier der Glaube an Gott die meiste Zeit im Vordergrund, was, meiner Meinung nach, heutzutage sehr schwer, sogar in christlichen Roman, zu finden ist. Wie schon dem ersten Band, gebe ich auch diesem Teil 5 von 5 Sterne. Eine empfehlenswerte Reihe!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

christlich, entführung, gott, jagd, kampfschwimmer, krimi, krimi-reihe, ladythriller, liebe, rache, romanze, sozialarbeit, sozialarbeiterin, spannung, st. louis

Im Angesicht meines Feindes

Irene Hannon , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2013
ISBN 9783868273977
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Wochenende habe ich Im Angesicht meines Feindes von Irene Hannon beendet. Die Autorin ist mir bereits von der Reihe „Die Leute in der Lighthouse Lane“ bekannt, die mir damals (vor ca. 1-2 Jahren) ganz gut gefallen hat. Der Unterschied zu der Reihe ist, dass der vorliegende Roman ein Krimi ist und ich hatte jetzt schon etwas höhere Erwartungen, weil ich bereits ahnte, was ich hier lesen würde. Allerdings kam Einiges dann doch anders als gedacht.

Die Sozialarbeiterin Alison Taylor hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder zu beschützen und dafür zu sorgen, dass zu ihren Gunsten Recht gesprochen wird. Doch als sie plötzlich beunruhigende Anrufe und bizarre „Geschenke“ bekommt, scheint es, als wäre sie mit einem Mal diejenige, die Schutz braucht.
Gut, dass sie Beziehungen zur Bezirkspolizei hat. Detective Mitch Morgan wird schnell klar, dass die Vorfälle mit Alisons Arbeit zusammenhängen. Doch der Verfolger spielt mit ihnen und kommt seinem Ziel, sich an Alison zu rächen, immer näher. Mitch setzt alles daran, Alison aus der Schusslinie zu bringen. Sie zu beschützen, ist längst mehr als ein Job für ihn. Aber wird ihm das gelingen?

Das Spannende an Kriminalromanen ist immer, dass man entweder nicht weiß, wer der Verbrecher ist oder, wenn man es weiß, dass man nicht ahnt, was ihn bewegt bzw. warum er das tut, was er tut. Allerdings werden beide Fragen in diesem Roman recht schnell beantwortet und es geht letztendlich nur noch darum, ob der „Böse“ es schaffen wird, seine Sache zum Ende zu bringen. Dazu muss man aber sagen, dass die Autorin diesen Teil sehr spannend geschrieben hat und ich zum Schluss nur noch am Mitfiebern darüber war, wie das Ganze denn nun ausgehen würde. Ich glaube, an Alisons Stelle hätte ich mich nicht unbedingt aus dem Haus getraut, wenn ich wüsste, dass da draußen einer herumläuft, der mir Drohungen hinterlässt und Schreckliches im Sinn hat.

Alison als Person zu mögen, war gar nicht schwer. Sie war freundlich, hilfsbereit, doch meiner Meinung nach war das irgendwann „zu viel“. Im Laufe der Handlung hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sie als perfekte Frau dargestellt hatte und das fand ich wiederum nicht passend.
Genauso Mitch, der Polizist: zu perfekt, um wahr zu sein.
Die Fürsorge, Selbstaufopferung, Perfektion in allen Lebenslagen sind fast schon eine Eigenschaft aller Protagonisten, dass es viel unrealistischer zu sein scheint, als es ist.

Was mir aber im Gegensatz dazu sehr gefallen hat, war der Glaube Alisons. Sie hat zwar nicht ununterbrochen von Gott gesprochen, doch man hat schnell gemerkt, dass Er ihr wichtig ist. Sie hatte außerdem keine Scheu, von ihrem Glauben zu sprechen, was natürlich ebenfalls sehr wichtig für einen Christen ist.

Insgesamt hat mir Im Angeseicht meines Feindes an sich gefallen, wenn es auch anders war, als erwartet, doch die erwähnten Mängel wurden durch die hohe Spannung teilweise wettgemacht. Es war spannend, dem Handlungsverlauf zu folgen und von der einen oder anderen Begebenheit überrascht zu werden.
Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

familie, liebe

Alles aus Berechnung

Kirsten Winkelmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 04.05.2011
ISBN 9783865916082
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich ca. 3/4 des Buches „Between Sisters“ von Kristin Hannah gelesen, es dann aber abgebrochen habe, entschied ich mich kurzerhand für Alles aus Berechnung von Kirsten Winkelmann als nächste Lektüre. In den ersten Tagen, als ich mit dem Lesen angefangen habe, dachte ich, ich würde diesen Roman innerhalb kürzester Zeit durchlesen, denn von dieser Autorin habe ich bisher nur sehr Gutes gelesen, doch leider habe ich mich getäuscht: „Alles aus Berechnung“ war das einzige Buch, das ich im Februar gelesen habe.

Madita von Eschenberg ist, wie der Name schon sagt, eine junge Frau aus gutem Hause. Sie ist schön, intelligent und selbstbewusst und genießt es, die Männerwelt um den Finger zu wickeln.
Doch eines Tages überbringt ihr Vater die Hiobsbotschaft, dass die elterliche Firma vor dem Ruin steht und es bald mit dem Luxusleben vorbei ist – es sei denn, Madita würde den Sohn ihres schärfsten Konkurrenten heiraten. Eine Zweckehe aus reiner Berechung? Madita wehrt zunächst empört ab, doch es scheint keinen anderen Ausweg zu geben. Und so erklärt sie sich schließlich bereit, einen völlig Fremden zu heiraten, der zu allem Überfluss nicht nur ziemlich kauzig, sondern auch noch blind ist und somit Maditas Reize keineswegs zu würdigen weiß.
Das Wesentliche eines Menschen lässt sich nur mit dem Herzen erkennen. Für die Augen ist es unsichtbar. Doch diese Wahrheit ist Madita ehrlich gesagt ziemlich egal. Auf keinen Fall wird sie sich mit diesem Samuel befassen! Sie will ihr sorgloses Leben zurück, und sie hat noch immer bekommen, was sie wollte …

Kirsten Winkelmann ist definitv eine lesenswerte Autorin, daher war ich mir sicher, dass mir auch Alles aus Berechnung sehr gut gefallen würde – was bis auf das „sehr gut“ auch der Fall war.

Die Protagonistin Madita ist eine sehr bestimmte, direkte und selbstbewusste Frau, die in ihrem Job als Ärztin natürlich sehr gut ist. In Bezug auf Menschen verhält sie nicht gerade freundlich, tatsächlich gibt es nur wenige Menschen in ihrem Leben, die ihr wirklich wichtig sind: ihr Vater und teils auch ihre Schwester. Außerdem ist sie verlobt mit ihrem Arbeitskollegen und im Grunde scheint in ihrem Leben alles perfekt zu sein – jedenfalls von der materiellen Seite….

…bis sie vor die Entscheidung gestellt wird, einen ihr unbekannten Mann zu heiraten, um die Firma ihrer Eltern zu retten, oder ihr gewohntes Leben weiterzuführen und damit den Ruin der Firma hervorzurufen. Nach längerem Hin und Her entscheidet sie sich für die Heirat.

Kurz vor der standesamtlichen Hochzeit sieht sie ihren Fast-Ehemann zum ersten Mal und muss feststellen, dass er blind ist. Zu dem Zeitpunkt kann sie sich ihre Zukunft nicht schlimmer vorstellen.
Ihre erste Zeit im Hause ihres Mannes Samuel fällt ihr nicht sonderlich leicht. Plötzlich ist sie auf sich selbst gestellt, hat niemanden, der für sie kocht, wäscht usw. Hinzu kommt, dass Samuel und sie von Anfang an auf Kriegsfuß miteinander stehen.

Während beide in den ersten Wochen versuchen, sich das Leben gegenseitig absichtlich schwer zu machen, gewöhnen sie sich in gewisser Weise aneinander und bald werden sie zu guten Bekannten, fast schon Freunden.

Anfangs hatte ich Einstiegsschwierigkeiten, die Protagonistin war mir einfach nicht sympathisch und meine Erwartungen an das Buch waren anders. Mit fortschreitender Handlung wurde die Handlung zwar interessanter, doch nicht so spannend, wie ich es erwartet hatte. Allerdings hat sich das Ganze zum Ende hin geändert, schließlich fiel es mir schwer, das Buch wegzulegen.
Je mehr ich las, konnte ich mich außerdem immer mehr mit Madita anfreunden. Sie ist umgänglicher geworden, was teilweise sicher an Samuels Einfluss auf sie lag. Zudem hat sie sich zum Ende hin immer öfter Gedanken um Gott und den Glauben gemacht. Durch eine Patientin, die ihr mit der Zeit eine gute Freundin geworden ist, begann sie, eine Gemeinde zu besuchen.

Insgesamt hat mir Alles aus Berechnung gefallen, wenn auch nicht so sehr, wie die anderen Kirsten Winkelmanns Romane, die ich vorher schon gelesen habe. Es war unterhaltsam und interessant und trotz einiger Schwächen fand ich das Buch gut. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

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235 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

b.c.schiller, b.c. schiller, berlin, penguin, penguin verlag, psychopath, reihe, serie, serienkiller, spannend, spannung, targ, targa, thrille, thriller

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurz vor der Veröffentlichung des Thrillers Targa – Der Moment, bevor du stirbst von B. C. Schiller erhielt ich von Randomhouse eine E-Mail mit den Informationen zu diesem Buch. Schon damals hat mich die Beschreibung angesprochen und seitdem war ich immer wieder mal am Überlegen, ob ich es nicht doch lesen möchte. Ich hatte eine gewisse Vorstellung davon, worum es handeln sollte, doch letztendlich war das Leseerlebnis ganz, ganz anders, als erwartet…

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.
Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.
Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

Als das Buch bei mir angekommen ist, war ich sofort fasziniert vom Cover, besonders aber von dem silber schimmernden „Targa“. Zu der Zeit hatte ich zwar bereits ein anderes Buch angefangen zu lesen, doch ich hatte mich so sehr auf Targa gefreut, dass ich es zwischengeschoben habe.

Mit Targa, der Protagonistin, wie man sich gleich denken kann, bin ich bis zum Schluss nicht warm geworden. Sie war eine sehr kalte Frau, die gefühllos zu sein schien, und das war der Bildung einer Bindung zwischen Leser und Romanfigur keineswegs dienlich.
Allerdings hat sie diese Seite ihrer Persönlichkeit so gut in ihrer Arbeit gemacht.

An sich denke ich, dass es durchaus spannend sein kann, wenn ein Undercover-Agent ermittelt, doch hier hat man Targa nicht nur als solch eine erlebt, man bekam die Geschehnisse parallel dazu von dem Mörder – Falk Sandman – berichtet. Dadurch wurde dieser Thriller besonders düster, grausam und teilweise war es anwidernd zu lesen, welche er Taten er beging. Seine Sicht hätte meiner Meinung nach doch lieber weggelassen werden sollen. Ich war zwar durch die Inhaltsangabe bereits darüber im Klaren, dass man in diesem Thriller außerdem die Sicht des Täters dargelegt bekommt, doch diese habe ich mir um Einiges weniger schlimm und detailliert vorgestellt.

Ab dem Punkt, wo es immer heftiger wurde, habe ich tatsächlich nur noch ungern weitergelesen. Ich befürchtete jedes Mal, dass es noch schlimmer werden würde.
Ein anderer Punkt ist, dass der Handlungsort Berlin war, eine Stadt, die (fast) jeder kennt. Es war unheimlich, von Orten zu lesen, die man aus dem wahren Leben kennt, an denen Sandman seine Untaten verübte. Da ist es doch eine große Erleichterung, dass „Targa“ fiktiv ist.

Targa hat mir hinsichtlich meiner hohen Erwartungen gar nicht gefallen und ich würde dieses Buch – insbesondere Lesern mit schwachen Nerven – nicht unbedingt weiterempfehlen. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich an ein Buch, dass ich noch nicht kenne, keine all zu hohen Erwartungen setzen sollte. Von mir gibt es 2 von 5 Sterne.

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

demütigung, england, englische literatur, erlebnisse einer jungen frau, erziehung, familie, gouvernante, kindermädchen, klassiker, #klassiker, liebe, missstände, pfarrerstochter, reiche eltern, schwer erziehbare kinder

Agnes Grey

Anne Brontë , Michaela Meßner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2014
ISBN 9783423143561
Genre: Klassiker

Rezension:

Bisher habe ich alle Brontë-Romane, die ich gelesen habe, sehr gemocht. Die drei Schwestern hatten eben das Talent, zu Herzen gehende Geschichten zu schreiben, die die Leser auch heute noch begeistern. Besonders angetan hat es mir – nachdem ich es jetzt gelesen habe – Agnes Grey von Anne Brontë. Es ist eine wunderschöne Geschichte mit vielen Weisheiten, über die man unbedingt nachdenken sollte.

Agnes Grey, Tochter eines Pfarrers, lebt abgeschieden mit ihren Eltern und Geschwistern in Nordengland. Als ihre Familie alle finanziellen Mittel verliert, entschließt sich Agnes, als Gouvernante zu arbeiten. Die verwöhnten Kinder reicher Eltern machen es der jungen Frau nicht leicht, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Und auch die zarten Liebesbande mit Edward Weston stehen unter keinem guten Stern …

Ich habe mit dem Lesen dieses Buches angefangen, ohne wirklich zu wissen, worum es geht. Doch ich habe mich dafür entschieden, weil ich dieses Jahr sowieso mehr auf Russisch lesen wollte und es dazu auch noch kein so umfangreiches Buch ist. Allerdings habe ich überhaupt nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde!

So richtig lieben gelernt habe ich Agnes, als sie nicht mehr zuhause lebte, sondern schon als Gouvernante tätig war. Zu Beginn war es wohl eher mehr Mitleid, weil sie es – besonders in ihrer ersten Famile – sehr, sehr schwer hatte, sie hatte zu kämpfen mit Demütigungen, kaum Wertschätzung und oft auch mit fälschlichen Beschuldigungen.
Doch mit der Zeit habe ich erkannt, was für ein Schatz sie eigentlich war. Agnes war gläubig, ernsthaft, geduldig, klug undman hörte nie auch nur ein Wort der Beschwerde über ihre Lippen kommen. Und mit der Zeit nahm sie einen immer größeren Platz bei mir im Herzen ein. Ich wünschte mir oft, ich selbst würde ihre guten Eigenschaften verkörpern.

Was mir außerdem sehr deutlich aufgefallen ist, war Agnes‘ Glaube an Gott. Obwohl dies hier ein „Welt“-Klassiker ist (ich weiß nicht, inwiefern die Brontë- Schwestern gläubig waren), wird der Glaube in diesem Roman sehr häufig angesprochen und das hat mir das Buch noch „sympathischer“ gemacht. Man hat schnell gemerkt, dass die christlichen Werte damals noch einen sehr viel höheren Stellenwert in der Gesellschaft hatten.

Natürlich konnte hier auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese kam aber erst gegen Ende des Romans auf und da sie mit Agnes zu tun hatte, war ich sehr gespannt, in welche Richtung sie das Ganze entwickeln würde.

Schlussendlich hat mir dieser klassische Roman überaus gut gefallen und auch wenn ich etwas länger am Lesen war, fallen mir auch Anhieb keine Punkte ein, die ich bemängeln könnte. Definitiv ein Muss für alle – 5 von 5 Sterne!

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Tags: klassiker, liebe   (2)
 

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Land der Sehnsucht

Tamera Alexander , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 30.05.2012
ISBN 9783868273342
Genre: Romane

Rezension:

Mir war seit einiger Zeit wieder nach einem Roman von Tamera Alexander und da habe ich mich für Land der Sehnsucht entschieden. Ich bereue nicht, dieses Buch gelesen zu haben, denn dieses Buch war eine Bestätigung für mich, dass ich in näherer Zukunft nicht zu den Büchern der Autorin greifen werde.
Das bedeutet aber nicht, dass ihre Romane „schlecht“ sind. Ich habe einige Bekannte, die ihre Geschichten überaus gerne lesen (und die durchschnittliche Bewertung bei Amazon liegt bei 4,7 Sternen!).

Die elegante Véronique muss ihrem geliebten Paris den Rücken kehren, hat sie doch ihrer Mutter auf dem Sterbebett versprochen, ihren lang verschollenen Vater zu finden. Für die verwöhnte junge Frau wird es die Reise ihres Lebens. Sie führt sie ins wilde, ungezähmte Colorado, wo ungeahnte Herausforderungen auf sie warten.
Zusammen mit dem ehemaligen Treckführer Jack Brennan sucht Véronique in den Bergarbeiterdörfern der Rocky Mountains nach ihrem Vater, einem Goldsucher und Pelzjäger. Véronique und Jack könnten unterschiedlicher kaum sein. Eigentlich verbindet sie nur eins: Die Sehnsucht nach einer hoffnungsvollen Zukunft …

Dieser Roman spielt in der Zeit, als Amerika noch im Aufbau war. Es war interessant, zu lesen, wie die Städte damals ausgesehen haben, wie die Menschen gewesen sind, wie viel anders das Leben einfach gewesen ist.
Es gab noch kein „geregeltes“ Leben, man war selber dafür verantwortlich, dass man Arbeit fand, ein Dach über dem Kopf hatte usw.

Die Protagonistin, Véronique, ist in Paris aufgewachsen und obwohl sie und ihre Mutter Bedienstete waren, führten beide ein vornehmes Leben. Nach dem Tod ihrer Mutter machte die junge Frau sich jedoch auf den Weg nach Colorado, Amerika, um ihren Vater zu suchen, der sie vor langer Zeit aus ihr unbekannten Gründen verlassen hatte. Doch das war der letzte Wille ihrer Mutter, daher hatte sie keine andere Wahl.

Véronique war ein wohlhabendes Leben gewohnt, um es kurz zu sagen: sie war verwöhnt und konnte nicht vernünftig mit Geld umgehen, da es für sie immer selbstverständlich gewesen ist, dass es da war.
Doch in Colorado wurde sie schnell auf den Boden der Tatsachen gebracht, da einerseits die Sitten in diesem Land ganz anders waren, andererseits sie aber auch gezwungen war, endlich selbstständig zu werden.
Für mich war es schwer, mit Véronique als Person warm zu werden. Sie wurde sehr perfekt dargestellt – sie war schön, einfühlsam, hatte kaum nennenswerte Makel – und um ehrlich zu sein, hat mich das sehr bald schon genervt.

Die Autorin hat außerdem – für meinen Geschmack – zum Teil Dinge eingebaut, die ich in einem christlichen Roman nie erwartet hätte. Beispielsweise hatte Jack öfter den Gedanken, wie gern er Véronique jetzt küssen würde u. Ä. Das hat mich dann doch sehr enttäuscht, da ich mir mehr gewünscht hätte, dass es mehr um das Glaubensleben der Charaktere gehen würde.

Es gab aber auch spannende Handlungsstränge, zum Beispiel die Suche Véroniques nach ihrem Vater. Ich habe mich oft gefragt, wie es zu der Zerrissenheit in ihrer Familie gekommen ist und ob sie ihren Vater jemals finden würde.

Insgesamt war Land der Sehnsucht kein schlechtes Buch, doch ich bin mir jetzt sicher – nach meinem vierten Buch der Autorin – dass ich bei ihr mehr auf unterhaltende, als auf nachdenklich stimmende und erbauende Literatur hoffen sollte. Mithilfe der bereits aufgeführten Gründe bin ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sternen gekommen.


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Die Hochzeitskapelle

Rachel Hauck , Anja Lerz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Brendow, J, 24.03.2017
ISBN 9783865069344
Genre: Sachbücher

Rezension:

Rachel Hauck ist für mich eine relativ neue Autorin, da ich von ihr bisher noch nicht viel gelesen habe. Aber das Wenige, was ich schon kenne, hat mich bereits davon überzeugt, dass ihre Bücher es wert sind, gelesen zu werden. Dazu hat auch Die Hochzeitskapelle beigetragen, ich freue mich also schon darauf, weitere ihrer Romane zu lesen!

60 Jahre lang stand die Hochzeitskapelle leer und verlassen da. Jimmy „Coach“ Westbrook, einst erfolgreicher Footballtrainer, errichtete sie in jungen Jahren für
seine große Liebe. Von Hand, Stein für Stein. Seine Colette verlor er schon vor langer Zeit. Die Kapelle aber blieb – als zauberhaftes Denkmal für die wahre Liebe und
Beweis dafür, dass auch der tiefste Schmerz geheilt werden kann.
Die Liebe trifft die Fotografin Taylor, Großnichte der berühmten Seifenoperndiva Colette Greer, unvorbereitet, als sie in New York Jack Forester begegnet. Jack hat wie sie das Städtchen Heart’s Bend verlassen, um dem Schatten seiner verkorksten Kindheit zu entfliehen. Ihre stürmische Begegnung führt zu einer spontanen Heirat –
doch dunkle Schatten bedrohen die junge Liebe …
Als Taylor einen Fotoauftrag in Heart’s Bend annimmt, kreuzen sich ihre Wege mit denen von Coach Jimmy. Unverhofft entdecken die beiden ein großes Geheimnis. Wird die Wahrheit der Liebe einen Weg bahnen? Eine bewegende Familiensaga über den Wert der wahren Liebe.

In dieser Geschichte geht es vordergründig um Taylor und Jack sowie ihre Tante Colette und Jimmy. Taylor kennt ihre Tante kaum, da diese die Familie sehr früh verlassen hat. Kaum einer weiß jedoch, warum.
Die ganze Zeit hing diese Frage nach dem Warum? über der Geschichte, wenn es um Colette ging, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie ihre Familie aus eigennützigen Gründen verlassen hätte. Ihre wahre Liebe Jimmy hat auch keine Erklärung dafür, doch aus seinen Erinnerungen an seine jungen Jahre, als er und Colette sich ineinander verliebten und später planten, einander zu heiraten, bekam ich eine ungefähre Vorstellung davon, wie Colette gewesen ist – ein großer Gegensatz zu der Frau in der Gegenwart 60 Jahre später.
Zum Ende hin wird das Geheimnis gelüftet und man erfährt, wie es zu den aktuellen Zuständen gekommen ist. Das war übrigens auch einer der Gründe, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, ich musste einfach weiterlesen, um zu erfahren, was da vor so vielen Jahren vorgefallen war.

Es geht aber auch um Taylor und ihren Mann Jack. Beide kennen sich noch aus der Highschool, doch Jahre später laufen sie sich zufällig in New York über den Weg. Sehr kurze Zeit später heiraten sie – überstürzt. Sechs Monate vergehen und beide fragen sich mittlerweile, ob sie nicht ein Fehler mit ihrer Heirat gemacht haben. Man hat schnell gemerkt, dass, beide Angst hatten, sich völlig aufeinander einzulassen. Beide waren sich außerdem der gegenseitigen Liebe nicht bewusst oder sicher.

Währenddessen kommt Taylor endlich ihrer Tante Colette näher. Beide kehren nach Heart’s Bend, den Heimatort, zurück – aus demselben Grund,  nämlich der Hochzeitskapelle, die Jimmy einst für Colette baute, doch mit verschiedenen Motiven – obwohl keine der beiden sich bei dem Gedanken an eine Rückkehr wohlfühlt. Colette hatte damals direkt vor ihrer überstürzten Abreise ein Versprechen abgegeben, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, Taylor kehrte nicht mehr zurück, da sie seit Jahren nicht mehr mit ihrem Vater klarkam.

Trotz ihrer widerspenstigen Gefühle fahren die beiden nach Heart’s Bend und plötzlich kommt nach und nach Licht in die Dunkelheit – das Geheimnis um Colettes Verschwinden wird gelüftet. Dies hat auch zur Folge, dass Taylor und Jack durch die räumliche Trennung Zeit zum Nachdenken haben und es schließlich zu einer Aussprache kommt – was beide bitter nötig hatten.
[Achtung, kleiner Spoiler: Schlussendlich habe ich mich für beide sehr gefreut, auch wenn es mir ein wenig zu einfach schien, dass beide „plötzlich“ ihre Fehler eingesehen haben und bereit waren, für ihre Ehe zu kämpfen, denn, wie man sich denken kann, entscheiden die beiden sich, zusammen zu bleiben.]

Nach 60 Jahren kommt es außerdem wieder zu einer Begegnung zwischen Colette und Jimmy, der ich nicht weniger angespannt entgegen gefiebert habe. Und es platzt eine noch größere Bombe. Da war man natürlich richtig baff.

Es ist schon richtig, dass der Roman unter die Kategorie „christlicher Roman“ fällt, doch dafür haben sich die Charaktere meiner Meinung nach viel zu „menschlich“ und nicht so sehr auf Gott und den Glauben bedacht verhalten. Sehr schade, denn in dem Fall hätte der Roman mir noch mehr gefallen.

Abgesehen davon, dass es kleinere Schwachstellen gab, finde ich diesen Roman sehr gelungen. Um ehrlich zu sein, habe ich definitiv nicht damit gerechnet, aber der Unterhaltungswert war so hoch, dass ich das Buch ungern aus der Hand legte, solange ich es nicht durchgelesen hatte.
Alles in allem habe ich Die Hochzeitskapelle mit 5 von 5 Sternen bewertet!

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Die Weite des Himmels

Susan Meissner , Antje Balters
Fester Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 20.01.2009
ISBN 9783865913043
Genre: Romane

Rezension:

Zuallerst wünsche ich euch allen nachträglich wunderschöne, frohe Weihnachten und ab dem kommenden Wochenende alles Gute fürs neue Jahr!

Kommen wir jetzt aber zum eigentlichen Grund für diesen Post – der Roman Die Weite des Himmels von Susan Meissner. Ich habe mich sehr kurzfristig für dieses Buch entschieden und befürchtete anfangs schon, damit in eine Falle getappt zu sein, weil ich mit den ersten paar Kapiteln Probleme hatte, mich in die Handlung einzufinden. Doch ich las weiter und weiter, bis ich zu der Stelle kam, wo ich nicht mehr aufhören konnte. Dazu aber später mehr.

Ein dunkler Schatten fällt auf Claire Hollands geregeltes Leben, als sie eines Abends Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. Die daraus resultierende Schwangerschaft stellt sie und ihre Familie vor eine tief greifende Entscheidung. Was soll mit dem Kind geschehen? Vor allem die klare Ablehnung ihres Mannes führt zu dem Entschluss, das Kind zur Adoption freizugeben. Doch noch Jahre später kann Claire ihre ungewollte Tochter nicht vergessen. Einmal mehr stellt Susan Meissner unter Beweis, dass sie zu den besten Autoren des christlichen Roman-Genres gehört.

Im Vordergrund dieses Romans steht die Familie Holland, besonders aber Claire Holland, die Ehefrau und Mutter. Es geht darum, wie jeder einzeln mit der unerwünschten/-erwarteten Schwangerschaft umgeht. Es ist nicht einfach, sich in so eine Lage hinein zu versetzen, doch der Autorin ist es gelungen, die Gefühle und Gedanken so realistisch darzustellen, dass man sehr stark mitempfinden konnte.

Schwer war diese Zeit für die gesamte Familie, (Schwieger-)Eltern, Geschwister usw. eingeschlossen, doch Claire wurde unterstützt und konnte diese schwere Zeit mithilfe der Familie durchstehen. Klar, es gab problematische Situationen, schwere Momente, besonders weil ihr das Baby schon bald, man kann sagen, ans Herz gewachsen war. Auch wenn sie dieses Baby nicht gewünscht und auch nicht damit gerechnet hatte, hat es sich einen Platz in Claires Herzen „gestohlen“. Umso schwerer war es dann natürlich für sie, das kleine Mädchen nach der Geburt loszulassen, mit dem Gedanken, es nie wieder zu sehen.

Die Familie Holland hatte sich dafür entschieden, das Baby Lara (der Name wurde von den Adoptiveltern ausgesucht) adoptieren zu lassen, wobei es größtenteils die Entscheidung des Ehemannes Dan war, denn für ihn kam es nicht in Frage (wer könnte es ihm denn auch verübeln?), dieses Kind, von dem er sicher war, dass er es nie würde lieben können, aufzuziehen.

Das Buch ist in zwei Teile geteilt: „Claire“ und „Lara“. Während man im ersten Teil von dem Familienleben während der Schwangerschaft liest, sind im zweiten Teil schon 16/17 Jahre vergangen. Spätestens im zweiten Teil fiel es mir immer schwerer, das Buch weg zu legen.

Die ganzen Wendungen in der Handlung hätte ich am Anfang keinesfalls vorausahnen können, dafür passierte zu viel Überraschendes.

Während des Lesens hatte ich eigentlich durchgehend das Gefühl, als läse ich eine Biographie. Da das Ganze nacherzählt wurde und die Geschehnisse nicht in der Gegenwart passierten und dazu auch noch in der Ich-Form erzählt wurde, hatte ich verstärkt die Möglichkeit, mich in die Charaktere hineinzuversetzen.

Es ist ein sensibles Thema, das mit diesem Buch angesprochen wird, doch meiner Meinung nach hat Susan Meissner es sehr gut beschrieben. Ich hatte keine Probleme damit, mich in die Personen hineinzudenken und mitzufühlen und die Entscheidungen, die sie trafen, waren nachvollziehbar. Die Autorin ist an das Thema sehr behutsam herangegangen und hat einen zu Herzen gehenden Roman geschrieben. 5 von 5 Sterne.

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erste liebe, liebe, verliebt, weihnachten, winter

Süßer Winterweihnachtskuss

Anja Massoth , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570403600
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Anfang des Monats bin ich auf dem Bloggerportal zufällig auf Süßer Winterweihnachtskuss von Anja Massoth gestoßen und bin sehr glücklich darüber, dass der Verlag mir ein Exemplar zugeschickt hat – vielen Dank!
Diese Geschichte lässt sich wunderbar leicht lesen und sie hat mich noch mehr in Weihnachtsstimmung gebracht, als ich es schon bin! Von mir definitiv eine Empfehlung – nicht nur für Kinder. ♥

Sie ist nur eins fünfundvierzig groß und heißt Rosa. Aber das ist noch lange kein Grund, sie in rosa Schlittschuhen und mit einem dämlichen Eiszwerg übers Eis zu schicken. Diesem Typ vom Schlittschuhverleih wird sie es zeigen!, nimmt Rosa sich vor. Erst einmal zeigt sie leider nur, dass sie beim Eislaufen herzlich untalentiert ist. Gut, dass »dieser Typ« namens Julian sie an die Hand nimmt und mit ihr eine Runde läuft. Bald schon schwebt Rosa auf rosa Wolken. Aber auf dem Eis ist es glatt. Es müssen schon noch einige Stürze überlebt, einige Nüsse geknackt und einige Lichter angesteckt werden bis zum lang ersehnten Winterweihnachtskuss …

Die Geschichte über Rosa und ihrer (alb-)traumhaften Vorweihnachtszeit wird in 24 Kapiteln erzählt – von Anfang Dezember bis Heiligabend je ein Kapitel pro Tag und eignet sich daher besonders gut als Adventskalender. Doch es ist nicht einfach nur ein Buch: im Wechsel findet man hier immer eine Doppelseite mit wunderschönen weihnachtlichen Motiven und eine Doppelseite mit Text. Die Text-Doppelseiten sind außerdem zusammengeheftet und müssten vor dem Lesen aufgerissen werden – als würde man mit jedem Kapitel, mit jeder Seite ein neues Geschenk auspacken, denn sonst kann man nicht weiterlesen und herausfinden, wie es weitergeht.

Rosa ist ein fast schon kratzbürstiges Mädchen und sie mag ihren Namen nicht. Außerdem ist sie klein. Doch sie hat gelernt, damit zu leben bzw. den Leuten, die sie damit ärgern, zu zeigen, dass sie dies (angeblich) nicht stört. Mit ihrer unkonventiellen Art war sie mir allerdings recht sympathisch. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und konnte zu sich stehen. Zudem war sie ein humorvolles Mädchen, was ihr Vieles oft leichter machte.

In vielen ihrer Seiten ähnelte Rosa ihrer Mutter sehr. Bis auf die Probleme, die man (mit Eltern) mit fast 14 Jahren so hat, hatten die Beiden eine gute Beziehung zueinander. Die Mutter wusste oft schon ohne viele Worte, wie es ihrer Tochter ging (auch wenn es doch einige rätselhafte Momente für sie gab) und ging, genau wie Rosa, mit den meisten Situationen humorvoll um.
Auch wenn sie nicht sehr viel Geld hatten und sich somit nicht viel leisten konnten, war das für beide kein „Weltuntergang“, sie nahmen das eben so hin und machten das Beste daraus.
Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen den Beiden fand ich toll sowie deren Art, ihr Leben zu meistern. Man hat gemerkt, dass sie sich eine gemütliche Atmosphäre in ihrer kleinen Wohnung (ohne den Vater, der abgehauen ist) geschaffen hatten und ich habe mich dabei einfach wohl gefühlt.

Das erste so richtige Verliebtsein wird hier sehr gut beschrieben: erst leugnet man, dass es da jemanden gibt, der einem sehr gut gefällt. Dann, wenn man es sich endlich eingestanden hat, will man bloß nicht, dass Andere es erfahren. Und zum Schluss erfahren es die Anderen dann doch und natürlich auch die besondere Person (oder diese ahnt es wenigstens schon).
In diesem Buch ist man in Rosas Gefühlschaos mittendrin, weswegen man ihre Empfndungen auch sehr gut nachempfinden kann. In dieser Geschichte findet man so Einiges: erste (und auch zweite) Liebe, Zweifel, Glück, aber auch – wie kann es anders sein – Missverständnisse: Gefühlschaos eben.

Rückblickend kann ich sagen, dass mir dieser süße Teenie-Roman sehr gefallen hat, obwohl ich schon aus dem Alter raus bin. Er hat mich aber an die Zeit erinnert, wo ich diese Art von Büchern noch öfter und weshalb ich damals so gerne gelesen habe. Beim Lesen kommt außerdem definitiv in Weihnachtsstimmung!
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne und eine große Empfehlung! Dieses Büchlein macht sich ganz bestimmt sehr gut als Adventskalender (jetzt aber schon für’s nächste Jahr) und ist eine schöne Begleitung in der Vorweihnachtszeit!

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Tags: erste liebe, liebe, verliebt, weihnachten, winter   (5)
 

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Tödlicher Atemzug

Todd Johnson , Doris C. Leisering
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 14.04.2014
ISBN 9783775155366
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Winterzeit liest man doch gerne einen so richtig schaurigen Thriller, oder? Jedenfalls ist dies bei mir der Fall. Als ich das Buch Tödlicher Atemzug von Todd Johnson sah, dachte ich, das wäre jetzt genau das Richtige. Es ist ein Thriller über ein unheimliches Thema und es geht darum, wie viel die Wahrheit letztenlich wert ist.

Die Nuklearanlage Hanford Site lieferte jahrzehntelang das Plutonium für Amerikas Kalten Krieg und gilt heute als das am stärksten verstrahlte Gelände der westlichen Welt. Den Männern, die sie bewachen, sagt man, die Gefahr sei unter Kontrolle – bis eine gewaltige Explosion die Nacht zerreißt.
Kieran Mullaney überlebt die Detonation, aber als er versucht herauszufinden, was wirklich geschah, begegnen ihm Schweigen und Drohungen.

Es handelt sich in dieser Geschichte um Männer, die in einem Atomkraftwerk arbeiten und sich eines Tages nur knapp vor einer Explosion retten können. Die Firma Covingtion Nuclear ist allerdings nicht ganz ehrlich zu den Mitarbeitern, die herausfinden wollen, wie viel Strahlung sie bei der Explosion abbekommen haben, und verfälscht die dafür notwendigen Daten.
Dass dabei mehrere Menschenleben auf dem Spiel stehen, scheint eher unwichtig zu sein.

In diesem Buch kann man sehr gut erkennen, was Menschen dazu bringen kann, „böse“ zu sein: die Gier nach Geld, Macht und Ruhm. Dafür scheint auch kein Opfer zu groß zu sein und die „guten“ moralischen Werte werden erst recht hintangestellt.
Dadurch hatte Covington Nuclear auch so gute Karten vor Gericht. Der Kläger Kieran Mullaney wollte mithilfe seiner Anwältin beweisen, dass die Firma doch nicht so gut zu sein schien, wie sie sich nach außen hin präsentierte.

Eine sehr lange Zeit schien es, als würden die Kläger kein Stück weiterkommen, weil Covington Nuclear mit ihrem Betrug derartig erfolgreich waren, dass Mullaney mit seiner Anwältin sich immer wieder in Sackgassen verirrten. Doch schon bald kam es zu einer Wendung. Doch diese bedeutete noch lange keinen Sieg für Mullaney.
Die meiste Zeit fiel es mir schwer, zu glauben, dass die Kläger überhaupt die Chance auf einen Sieg hatten. Desto weiter musste ich lesen, um herauszufinden, wie es denn weitergehen würde.

Was ich allerdings rätselhaft fand, war, dass ich überhaupt keinen christlichen Bezug in der Handlung finden konnte. Es war interessant, keine Frage, aber das hat mir dann doch gefehlt.
Zudem haben sich circa die ersten zwei Drittel relativ langgezogen, weshalb das Lesen mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als erwartet.

Insgesamt hat mir das Buch – von der Thematik her – gefallen, es war interessant, den Prozess mit zu verfolgen und einschließlich der bereits genannten Gründe komme ich auf eine Bewertung von 3 von 5 Sterne. Es ist auf jeden Fall ein etwas anderer Thriller, als man es gewohnt ist!

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Tags: nuklear, spannend, thriller   (3)
 

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dr. temperance brennan, ermittlungen, forensische anthropologin, forensische antrophologin, fundort, intuition, kanada, kellergewölbe, krimi, leichen, luc claudel, montreal, mörder, tempe brennan, thriller

Totenmontag: Roman

Kathy Reichs
E-Buch Text: 385 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 17.07.2013
ISBN 9783641127473
Genre: Krimi und Thriller

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Tags: krimi, thriller   (2)
 

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roman

Du, ich und die Farben des Lebens

Noa C. Walker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548613642
Genre: Romane

Rezension:

Vielleicht hat der eine oder andere von euch schon mitbekommen, dass
ich die Romane von Elisabeth Büchle sehr gerne lese. Wenn diese Autorin
jemandem von euch bekannt ist, wisst ihr vielleicht auch, dass sie seit
einiger Zeit auch Romane für amazon publishing unter dem Pseudonym Noa C. Walker schreibt. Ihr erster Roman als Noa war Du, ich und die Farben des Lebens.

Janica genießt jeden Moment in vollen Zügen und zieht mit ihrer
lebensbejahenden Art den verschlossenen Thomas in ihren Bann. Ihr
quirlig-verrückter Freundeskreis und ihre liebevolle Familie schließen
den jungen Mann gleich ins Herz, der immer mehr auftaut und gemeinsam
mit Janica die kunterbunten Facetten des Alltags und der Liebe erkundet.
Doch da trifft die beiden die Macht des Schicksals mit voller Wucht …


Die Protagonistin, Janica, hatte bereits in ihrer Kindheit sehr
Schlimmes erleiden müssen, doch in dem Kampf damals hat sie gesiegt.
Seitdem ist sie dankbar für jeden Tag, jede Kleinigkeit, die das Leben
schöner macht und lernt, für den Moment und nicht auf einen Punkt in der
Zukunft hin zu leben.

Diese positive Einstellung war sehr imponierend, und ich habe gemerkt, dass ich von Janica noch Vieles lernen kann.


Dann lernt Janica Thomas kennen – das komplette Gegenteil von ihr.
Doch durch sie und ihre Familie lernt er, dass Leben auch anders geht.
Beide kommen sich näher, doch dann folgt auch schon der nächste schwere
Schicksalsschlag.

Ohne viel zu verraten, will ich auf jeden Fall gesagt haben, dass
das, was circa in der zweiten Hälfte des Romans geschehen ist, sehr gut
und nachempfindlich von der Autorin beschrieben wurde. Ich konnte,
obwohl ich bisher keine Erfahrungen mit derartigen Situationen gemacht
habe, mitleiden und mir gut vorstellen, wie schlimm dieser
Lebensabschnitt für Thomas und Janica mit ihren Familienangehörigen
gewesen sein muss.


Was mir allerdings nicht gefallen hat, war, dass Janica zwar eine
anscheinend gläubige Frau war, doch der Glaube nur ganz am Rande erwähnt
wurde. Von der Autorin habe ich definitiv mehr erwartet.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich dieses Buch, trotz einiger
(zum Teil wegen Spoilergefahr nicht erwähnten) Mängel, sehr gelungen
finde. Es werden ernste Themen angesprochen und man wird in jedem Fall
zu Nachdenken angeregt. 4 von 5 Sternen.

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abenteuer, christlicher roman, entführung, janette oke, liebe, räuber

Lisa - Entführung ins Glück

Janette Oke
Flexibler Einband
Erschienen bei Gerth Medien, 27.05.2005
ISBN 9783865910073
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe schon definitiv zu lange kein Buch von Janette Oke mehr gelesen, daher bin ich so froh darüber, dass ich mich letzten Donnerstag spontanerweise für Lisa – Entführung ins Glück von Janette Oke entschieden habe! Ich bin es von der Autorin zwar nicht anders gewohnt, aber ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass dieser Roman so mitreißend sein würde. Ich empfehle ihn auf jeden Fall weiter, im Folgenden erzähle ich euch auch, warum.

Lisa Benson liebt ihre Eltern, ihr kleines Heimatdorf und vor allem ihren Beruf als Lehrerin in der Dorfschule. Doch als sie sich eines Abends auf den Heimweg machen will, passiert etwas, womit niemand gerechnet hätte: Lisa wird von zwei Verbrechern überfallen und in die Berge verschleppt. Ohne überhaupt zu wissen, was die Männer mit ihr vorhaben, wird Lisa in eine Blockhütte gesperrt. Eine Zeit voller Hoffen und Bangen beginnt. Wird sie jemals ihre Eltern und ihre Schüler wiedersehen?

Wenn man sich die Inhaltsbeschreibung auf der Rückseite des Buches durchliest, ahnt man nicht, dass einen zwischen des Seiten dessen viel mehr erwartet. Jedenfalls habe ich damit gerechnet, dass Lisa während dem Großteil der Handlung gefangen gehalten wird, was auch der Fall war, doch es passierte so viel mehr. Der Einstieg war relativ ruhig und ich hatte auf den ersten Seiten die Befürchtung, dass die Atmosphäre sich kaum ändern würde, aber es kam schnell anders! Plötzlich gewann das Ganze an Spannung und irgendwann hatte die Geschichte mich soweit, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich konnte die Handlung noch nicht einmal auf der Arbeit völlig vergessen, immer wieder wanderten meine Gedanken zu dem Buch und ich freute mich schon darauf, weiterzulesen.

Die Protagonistin – Lisa – ist ein gottesfürchtiges Mädchen mit einer angenehmen und liebevollen Art. Wie man im Laufe der Handlung erfährt, hat auch sie bereits Einiges erlebt, doch sie ist so ein positiver Mensch, weil sie auf Gott vertraut, ganz gleich, in welcher schwierigen Lage sie sich momentan auch befinden mag. Das hat mir sehr imponiert, da ich beim Parallelenziehen zu mir selber gemerkt habe, dass dies bei mir sehr oft fehlt. Anstatt zu vertrauen und zu glauben, zweifelt man und verlässt sich auf sich selbst, in der Meinung, alles besser zu schaffen.

Es wird nicht nur von Lisa erzählt, es geht auch um John, dem Sohn des Anführers der Bande, die die junge Frau entführt hat. Man weiß als Leser zwar von Anfang an, warum die Entführung stattgefunden hat, aber das war’s dann auch. John und die anderen Banditen haben nicht den blassesten Schimmer.
Nach und nach erfährt man von seiner Vergangenheit, von der er selber lange Zeit kaum etwas gewusst hat. Es geschehen einige unvorhersehbare Ereignisse und die Spannung spitzt sich zu. Ich würde euch so gern an dieser Stelle mehr erzählen, doch dann würde ich zu viel verraten. Eines sei aber gesagt: es wird zum Ende hin noch spannender! Es passieren Sachen, mit denen man nicht rechnet.

Janette Oke hat wieder einmal einen wundervollen Roman über eine starke, auf Gott vertrauende Frau geschrieben, den es sich wirklich lohnt zu lesen! Ich würde eigentlich sagen, dass man getrost jedes ihrer Bücher lesen kann, ohne sich vorher großartig darüber zu informieren. Aus ihren Büchern kann immer wieder herauslesen, dass sie selbst das glaubt, was sie schreibt (auf den Glauben bezogen), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich das alles einfach ausgedacht haben könnte. Ihre Romane, auch wenn sie fiktiv sind, bringen mich immer wieder zum Nachsinnen über mein Tun und meine Ansichten.
Ich wünsche mir, dass dieser Roman noch von vielen anderen gelesen wird, denn er ist nicht nur spannend, sondern durchaus auch lehrreich für das geistliche Leben.
5 von 5 Sterne.

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eifersucht, flitterwochen, frankreich, gemälde, hochzeitsreise, jojo moyes, kunst, kurzgeschichte, liebe, liebesgeschichte, liebesroman, paris, romantik, vorgeschichte, zweifel

Die Tage in Paris

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499267901
Genre: Liebesromane

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glaube, hochzeit, hoffnung, humorvoll, inspirational, inspirational chick-lit, kongressabgeordneter, liebe, lucy wiltshire, lustig, marinell, politik, romantik, saving grace, scheinverlobung

Scheinbar verliebt

Jenny B. Jones , Rebekka Jilg
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.03.2012
ISBN 9783868273038
Genre: Liebesromane

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einsamkeit, familie, feine gesellschaft, liebe, plötzlich mit kind, schicksale, schnee, überraschung, weihnachten

Ein Kuss aus Schnee und Zimt: Weihnachtsroman

Alice Vandersee
E-Buch Text: 156 Seiten
Erschienen bei null, 31.10.2017
ISBN B075LZY5P4
Genre: Sonstiges

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1. weltkrieg, christlicher roman, england, erntehelferin, feigheit, geheimnis, glaube, gott, krieg, kriegsverweigerung, liebe, patriotismus, romantisch, spionage, suffragetten

Eine Feder für den Lord

Kate Breslin
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 11.02.2016
ISBN 9783775157049
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Woche bestand meine Lektüre aus dem Roman Eine Feder für den Lord von Kate Breslin, dessen Geschichte sich in der Zeit des I. Weltkrieges abspielt. Es geht im Großen und Ganzen um Patriotismus und die (wahre) Liebe – eine Geschichte mit großem Potential, welches jedoch noch mehr hätte ausgeschöpft werden können. Bislang habe ich allerdings die verschiedensten Bewertungen gelesen, von daher ist es nicht ausgeschlossen, dass der Eine oder Andere anders denken wird, als ich (vorausgesetzt, der oder die hat das Buch gelesen).

England im 1. Weltkrieg: Auf einem glamourösen Maskenball begegnen sich der Earl Jack Benningham und die reiche Frauenrechtlerin Grace Mabry. Der Anlass: Grace will Kriegsdienstverweigerer öffentlich an den Pranger stellen, indem sie ihnen eine weiße Feder überreicht – das Symbol der Feigheit. Und Jack ist einer der Unglücklichen. Gegen jede Vernunft fühlen sie sich zueinander hingezogen. Doch noch ahnen beide nicht, dass ihre Wege sich noch einmal kreuzen werden und ihre zarte Zuneigung auf eine harte Probe gestellt wird. Denn Jack ist nicht nur der gutaussehende Lebemann, für den er sich ausgibt. Er arbeitet verdeckt für den militärischen Geheimdienst. Und eine heiße Spur führt direkt in Graces unmittelbares Umfeld.

Das Buch wird als Muss für alle Jane Eyre- und Downton Abbey – Fans angepriesen und, was Erstere angeht, fühle ich mich bei einer solchen Aussahe natürlich angesprochen, denn Jane Eyre ist ein wunderschöner, klassischer Roman, den ich nicht nur einmal gelesen habe. Jedoch muss ich sagen, dass ich den Vergleich zu Jane Eyre nicht passend finde, dazu waren Jane / Grace und Mr. Rochester / Jack einfach zu verschieden. Außerdem war die Atmosphäre bei dem allseits beliebten Klassiker um Einiges düsterer.

Handlungsort dieser Geschichte ist England: erst London, dann ein kleines Dorf in Kent. Grace‘ Vater leitete erfolgreich eine Teestube und verkehrte somit in den höheren Kreisen des Landes. Demnach war Grace ein angenehmes Leben gewöhnt.
Da jedoch in der Kriegszeit die meisten Männer in den Krieg ziehen mussten, blieb die ganze (Männer-)Arbeit an den Frauen hängen. Nun mussten diese in die Fabriken, auf die Felder, um die kämpfenden Väter, Ehemänner und Söhne an der Front materiell zu unterstützen. Hier hat man in diesem Buch einen sehr guten Einblick erhalten, wie das Leben für die Frauen damals ausgesehen haben könnte. Es war bewundernswert, dass viele Frauen (jedenfalls im Buch) ihren Mut trotz all ihren Sorgen und Problemen nicht verloren.
Da Grace ebenfalls ihren Teil dazu beitragen wollte, beschloss sie, sich dem Frauenhilfsdienst WFC (Women’s Forage Corps) anzuschließen, der sich um die Heuernte kümmerte. Auch wenn sie nicht an solche Arbeit gewöhnt war, lernte sie trotz Anfangsschwierigkeiten sehr schnell.

Währenddessen lernte sie Jack Benningham kennen, den sie tatsächlich bereits einmal in London gesehen hatte, doch nach seinem schrecklichen Unfall erinnerte er sich nicht mehr an sie. Kurze Zeit später stellte er sie als Chauffeurin ein und von dem Zeitpunkt an verbrachten sie viel Zeit miteinander. Wo anfangs noch Misstrauen und Vorsicht im Vordergrund waren, entwickelte sich bald Vertrauen und Zuneigung.

Der Glaube an Gott kommt auch vor, jedoch in keinem starken Maße. Die anderen jungen Frauen aus dem WFC und Grace besuchten regelmäßig die Gottesdienste, während Jack sich gänzlich von Gott abgewandt hatte. Doch dass eine von ihnen ein völlig Gott anvertrautes Leben geführt hätte, habe ich nicht gemerkt.

Der Spannungsverlauf hatte keine große Änderungen aufzuweisen. Die Geschichte fing ruhig an, ging ruhig weiter und zum Schluss wurde es endlich ein kleines Bisschen spannender. Erwartet habe ich allerdings etwas Anderes.

Von der informativen Seite her hat mir der Roman gefallen, da ich gute Einblicke in die damalige Zeit erhalten konnte und außerdem wahre Begebenheiten (z. B. die Arbeit des WFC), die die Autorin in der Geschichte verarbeitet hat, kennengelernt habe. Doch was den Roman an sich betrifft, war das Lesen ernüchternd, da meine hohen Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Von mir gibt es 3 von 5 Sterne.

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Tags: christlicher roman, krieg, liebe   (3)
 

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Wer Hoffnung sät

Chris Fabry
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957341860
Genre: Romane

Rezension:

Chris Fabry war bis vor Kurzem noch Neuland für mich – und ist es eigentlich immer noch, denn ich kann nicht behaupten, ihn als Autor nach nur einem Buch schon sehr gut zu kennen. Jedenfalls habe ich am Sonntag sein Buch Wer Hoffnung sät beendet, das mich sehr aufgewühlt, irgendwie sogar schockiert hat. Da denkt man das gnaze Buch über das Eine, am Ende ist es aber doch was ganz Anderes – lest das Buch, dann versteht ihr, was ich damit meine!

Karin ist mit einem Pastor verheiratet, hat drei Kinder und lebt in der Kleinstadt Dogwood, West Virginia ein nettes Leben. Doch das seltsam distanzierte Verhalten ihres Mannes irritiert sie mehr und mehr. Ruthie, eine ältere Frau aus Karins Gemeinde, wird ihr eine wichtige Stütze. Doch je mehr die beiden in Karins Vergangenheit vordringen, desto deutlicher wird, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmt …
Die Dinge werden nicht einfacher, als Will nach zwölf Jahren Gefängnis nach Dogwood zurückkommt, wo ihn viele noch immer hassen. Denn damals hat er unter Alkoholeinfluss zwei kleine Mädchen überfahren. Jetzt ist sein Plan, endlich das zu Ende zu bringen, was er damals begonnen hatte: Das Traumhaus für seine Traumfrau zu bauen und sie zu heiraten. Nur dass diese Frau niemand anders ist als … Karin.

Zu Beginn wird man ein wenig verwirrt, weil man aus der Sicht vier verschiedener Menschen liest, aber noch keine Ahnung hat, was alle vier miteinander verbindet. Doch mit der Zeit – zugegeben, es dauert ein wenig – fügt sich alles langsam zusammen. Man erkennt die Zusammenhänge und lernt die Charaktere besser kennen.

Die Protagonisten sind Karin und Will, die sich noch aus ihrer Schulzeit kennen. Beide waren ineinander verliebt, ein Paar sind sie jedoch nie geworden. An dem Punkt, als sie es vielleicht hätten werden können, geschieht etwas Furchtbares und die Beiden sind für eine sehr lange Zeit getrennt, denn Will kommt ins Gefängnis.

Währenddessen lebt Karin ihr eigenes Leben als Pastorenfrau und Mutter dreier Kinder weiter. Und dann sieht sie Will zwölf Jahre später wieder.
Nach dem Gefängnis hat dieser es seinerseits nicht leicht, wieder Fuß in seiner Heimatstadt zu fassen.
Was mich jedoch ein wenig gewundert hat, war, dass es zwischen Karin und Will kaum Kontakt gab. Sie hat ihn einmal im Gefängnis besucht, doch danach haben sie sich nicht wiedergesehen.
Das Ganze ergibt jedoch erst zum Schluss alles einen Sinn, denn da werden einem auf heftig(st)e Weise die Augen geöffnet – Überraschung pur.

Wo wir gerade vom Schluss sprechen, muss ich sagen, dass dieser mich sehr überrascht und umgehauen hat. Mit dem, was ich am Ende des Lesens des Buches erfahren habe, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Der Autor lässt eine derartige Bombe platzen, dass man noch stundenlang nach dem Beenden des Romans in Gedanken damit beschäftigt ist.

Für jemanden, der gerne nachddenklich stimmende und melancholische Bücher liest, ist dieser Roman auf jeden Fall richtig. Auch wenn es ein wenig dauert, bis man sich in die Geschichte reingelesen hat, steckt man irgendwann so tief drin, dass man einfach weiterlesen muss, um zu erfahren, wie sich das Ganze entwickeln wird. Von mir gibt es 3.5 von 5 Sterne.

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Tags: leben, melancholisch, vergangenheit   (3)
 
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