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(81)

106 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

kuba, spanien, mexiko, liebe, mexico

Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Romane

Rezension:

Spannung pur, Begeisterung pur, ganz großes Kino!
Obwohl es sich hier nur um das Aufrollen einer Familiengeschichte und um eine Liebesgeschichte handelt, ist dieses Buch spannender als mancher Thriller. Jedes Kapitel endet so, dass man Angst hat, es könnte nicht weitergehen. So wird der Spannungsbogen durch das gesamte Buch gehalten.
Die Personen sind sehr vielgestaltig, einzeln sehr gut charakterisiert und auch mit Fehlern und Schwächen liebenswert beschrieben.
So, wie sich der Hauptperson Mauro die Familiengeschichte einer andalusischen Familie langsam aufblättert, so verfolgt auch der Leser diese gespannt.
Abenteuerlich werden Mauros Untergang und sein Neuanfang beschrieben.
Meisterhaft kommen einzelne Figuren immer wieder in die Geschichte. Am besten hat mir gefallen, wenn solche Figuren im Kopf der Hauptfigur Mauro gefragt oder ungefragt Ratschläge erteilten.
Insgesamt für mich nicht nur ein bildgewaltiger, sondern auch ein wortgewaltiger Roman.

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(40)

51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

krebs, weltreise, roman, leben, überleben

Überleben ist ein guter Anfang

Andrea Ulmer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548613086
Genre: Romane

Rezension:

Liest man sich die Inhaltsangabe dieses Buches durch, könnte man aufgrund der Schwere und Traurigkeit des Themas abgeschreckt sein.
Krebskranke Frauen und eine davon stirbt auch noch - warum soll ich so etwas lesen? Als ich mich auf das Abenteuer des Lesens eingelassen habe, habe ich ein lebensbejahendes, Mut machendes Buch kennengelernt, in dem die Frauen ernstgenommen und liebevoll und sympathisch charakterisiert werden. Jede Frau hat von der Autorin ein Merkmal mit Wiedererkennungswert bekommen.
Das Buch besitzt eine große Leichtigkeit, ohne jedoch die Krankheit auf die leichte Schulter zu nehmen. Jede Frau hat ihr Paket mit der Krankheit zu tragen, und doch will sich keine unterkriegen lassen.
Mir hat besonders gefallen, dass die Krankheit im Buch immer da war, aber nie als VIP behandelt wurde. Der Autorin gelingt dies durch den Einsatz einer einfachen, klaren Sprache und ein zügiges Voranbringen der Geschichte.

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(54)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

frankreich, paris, freundschaft, freundinnen, liebe

Fast perfekte Heldinnen

Adèle Bréau , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548613253
Genre: Romane

Rezension:

Vier Frauen, alle Ende dreißig, meistern ihr Leben zwischen Arbeit und Familie in Paris. Alltag eben, so könnte man denken - aber nein - hier wird nicht nur beschrieben und berichtet, sondern es wird auch das Innere nach außen gekehrt. Man erfährt so gut wie alles aus dem Seelenleben der vier Freundinnen Mathilde, Eva, Alice und Lucie. Dabei wird jede Persönlichkeit mit ihren Ecken und Kanten gezeichnet, man kann als Leserin die Sympathien immer wieder umverteilen.
Die Sprache ist einfach, schnell zu lesen und unterhaltsam. Durch den Aufbau, bei dem sich alle Hauptpersonen abwechseln, aus ihrer Sicht zu schreiben, kam bei mir sogar ein wenig Spannung auf. Ich wollte schon unbedingt wissen, wie es mit einer Person weitergeht, die jetzt nicht gerade dran war. Durch die Beschreibung der unterschiedlichen Schicksale wurde es nie langweilig.
Es ist ein Buch, welches sich für einen gemütlichen Leseabend am Kamin genauso eignet, wie für die Lektüre am Strand.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

teenager, familie, freunde, schule, zwei mütter

Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein erster und sich beim Lesen des ganzen Buches erhaltener Eindruck ist: Wow!!! - aber nicht für 12jährige Leser! Jugendliche Leser ja, aber bitte keine Kinder, die evtl. die 6. Klasse besuchen!
Die Hauptpersonen Anouk, Miriam, Beatrix, Philipp und Moritz sind für mich derartig nett, sympathisch, reizend, liebevoll gezeichnet, dass sie es nicht verdient haben, dass man sich über sie lustig macht. Und genau da sehe ich eine Gefahr bei zu jungen Lesern.
Zum Buch selbst kann ich sagen, dass es angeblich schwierige Themen mit einer so wundervollen Leichtigkeit behandelt, die ihresgleichen sucht. Die nette Art, mit der man in Anouks Familie miteinander umgeht, löst alles Dramatische in Luft auf. Hier hat das Mädchen immer offene Ohren und Rückenhalt, hier werden Probleme gelöst, hier wird geholfen.
Man kann als Leser eigentlich gar nicht verstehen, warum Anouk sich als unnormal einschätzt, wird von der Autorin jedoch sehr einfühlsam dazu gebracht, den Blickwinkel zu ändern.
Die jugendliche Sprache des Mädchens ließ mich oft schmunzeln und tat mir erfrischend gut.
Ich habe das Buch in einem Ruck gelesen und finde, es ist ein Lehrbuch für Toleranz, Selbstbewusstsein und Liebe.

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