Leserpreis 2018

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93 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

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Ich komme mit

Angelika Waldis
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 27.08.2018
ISBN 9783336547975
Genre: Romane

Rezension:

Den Titel fand ich spektakulär, in gewisser Weise sogar witzig. Er versprach mir eine Geschichte, die überzeugend, mitreißend und irgendwie neu ist. Zwei einsame Menschen in der besonderen Konstellation alt - jung finden zueinander und leben zusammen. Wenn das nicht ein interessanter Stoff voller möglicher Wendungen sein könnte.
Meine Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt. Kaum ein Geschehen wird erklärt oder erklärt sich selbst. Warum leben die beiden zusammen? Nur, weil der eine krank und die andere alt ist?
Die Sprache ist seltsam spröde und trocken. Die beiden Hauptpersonen sprechen so miteinander, als ob sie gar keine Beziehung zueinander aufgebaut hätten. Genau so ging es mir mit den Hauptpersonen. Ich konnte beim Lesen keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Vollkommen empathielos zog das Geschehen an mir vorbei. Dabei kann ich nicht sagen, dass ich mich durch das Buch gequält hätte. Das Gegenteil ist der Fall, es ließ sich recht flott lesen, jedoch ohne bleibende Eindrücke zu hinterlassen.

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(83)

134 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Das Leuchten unserer Träume

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426522059
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eine Liebesgeschichte kann in meinen Augen dick auftragen und etwas unwirklich sein. Ich kann auch Romantik vertragen, obwohl ich ansonsten nicht romantisch bin, und nicht zu vergessen, das Vorhersehbare. Eine Liebesgeschichte muss vorhersehbar sein, wenn möglich mit Happy End.
All dies ist "Das Leuchten unserer Träume": konstruiert, emotional, romantisch und vorhersehbar.
Was mir hier überhaupt nicht gefallen und mich zunehmend richtig genervt hat, sind die Charaktere der Hauptpersonen.
Vor allem Ben ist so ein richtiger Gutmensch ohne Ecken und Kanten, einfühlsam, hilfsbereit, Tag und Nacht für alle da, die mit einem Schicksalsschlag zu kämpfen haben.
Und derer gibt es so einige, einschließlich Ben selbst! Ich glaube, einen Menschen ohne Tiefschlag habe ich in dieser Geschichte nicht gefunden.
Ben will immer alles wieder gut machen, lernt dabei Sophie kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Heroisch verbirgt er seine Vergangenheit, seine Probleme und Gefühle vor ihr, bis es natürlich fast (!) zu spät ist.
Sophie wiederum ist ein Mensch, der alles allein in seinem Inneren versteckt, und dieses verschlossene, immer wieder zögerliche an ihr war mir sehr unsympathisch.
Die Autorin versteht ihr Handwerk, der Roman ist in Aufbau und auch Spannung gut konstruiert. Er ließ sich prima lesen.
Eine Geschichte steht und fällt jedoch mit ihren Hauptpersonen, und die ließen den Funken bei mir nicht überspringen.

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(70)

93 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Man muss auch mal loslassen können

Monika Bittl
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.09.2018
ISBN 9783426523230
Genre: Humor

Rezension:

…… von leicht war nie die Rede. Selbst das Beenden des Lebens ist nicht leicht! Diese Erfahrung machen Jessy, Charlotte und Wilma, als sie sich in einer Beratungsstelle treffen und beschließen, den letzten Schritt gemeinsam zu gehen. Die drei sind ganz unterschiedliche Charaktere und das unterstreicht die Autorin mit unterschiedlichen Stilen und Redewendungen. Die einzelnen Kapitel sind jeweils mit einem der Vornamen überschrieben, was ich der Übersicht halber sehr schön fand. Trotzdem fand ich den ersten Teil etwas zäh.
Als die drei Lebensmüden in einer Tankstelle alkoholische Mutmacher kaufen, diese Tankstelle überfallen wird, und sie sich den Räubern als Geiseln aufdrängen, nimmt die Geschichte Fahrt auf. Jetzt wird aus einer etwas konstruierten Geschichte eine, die stimmiger wird und sich aus einem Fluss lesen lässt. Hier und da kommt Humor ins Spiel und entschädigt den Leser für den zähen Beginn. Viele ernsthafte Themen werden locker verpackt. Am Ende fühlte ich mich gut unterhalten, und war um einige bemerkenswerte Zitate reicher.

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(111)

161 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 102 Rezensionen

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Ein unvergänglicher Sommer

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 13.08.2018
ISBN 9783518428306
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch ist ein spannender, unterhaltsamer und informativer Roman von großer Erzählkraft.
Drei Menschen werden durch eine Leiche und einige Zufälle aneinander gefesselt, und diese Fessel wird im Laufe der Geschichte gelöst. Der Leser gleitet nach anfänglichem Paukenschlag in das Buch hinein und lernt die Hauptpersonen und ihr Leben nach und nach kennen. Mit Hilfe geschickt gesetzter Rückblenden wird Spannung erzeugt, die Figuren werden sehr lebensnah beschrieben. Frau Allende benutzt dazu unterschiedliche Erzählstile, alle aber sehr feinfühlig und sensibel.
Sympathien der Autorin waren für mich klar erkennbar, trotzdem fühlte ich mich nie bevormundet.
Es war einfach eine Freude, diese Buch zu lesen. Die Geschichte hat mich in jeder Hinsicht gefesselt.

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(73)

89 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

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Der englische Liebhaber

Federica de Cesco
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag, 29.06.2018
ISBN 9783958900806
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Obwohl dieses Buch in erster Linie eine tragische Liebesgeschichte ist, hat mir die Verarbeitung geschichtlicher Fakten, der Blick in menschliche Abgründe und die Schilderung der Mechanismen von Indoktrination und Manipulation in der NS-Zeit sehr gut gefallen. Dabei fand ich es sehr gelungen, wie Briefe und andere Personen als die Hauptpersonen, z.B. Familienangehörige, hier mit einbezogen werden, um die Aussagen zu verdeutlichen.
Die Autorin verwendet eine nüchterne Sprache, die einem jedoch tief unter die Haut geht und auch Spannung erzeugt. Wenn die beiden Hauptpersonen Anna und Jeremy miteinander sprechen, auch per Brief oder über Tonbänder, dann wechselt der Stil, dann wird es sehr gefühlvoll.
Die Geschichte zieht sich an manchen Stellen etwas und es gibt so einiges an Wiederholungen. Trotzdem bleibt man immer drin und will erfahren, wie es weitergeht.

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(89)

127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

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Wenn wir wieder leben

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426520307
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe vorher schon zwei Bücher von Charlotte Roth gelesen, und alle kommen von Aufbau und Erzählweise ähnlich daher. Dabei finde ich den Wiedererkennungswert der Autorin wichtig und sehr gut.
Das Buch lebt von einer guten Ausarbeitung der Charaktere, ohne schwarz-weiß zu malen. Vor einem interessanten geschichtlichen Hintergrund werden die Auswirkungen der NS-Zeit auf persönliche Lebensentwürfe und Freundschaften eindrucksvoll geschildert. Ich fand, dass es der Autorin meisterhaft gelungen ist, eine Liebes- und Familiengeschichte weitgehend kitschfrei aber sehr nahegehend zu gestalten. Auch die Spannung wird durch den Wechsel de Zeitebenen aufrechterhalten. Das ganze kommt in einem flüssigen, unterhaltsamen Erzählstil daher, der für mich sehr angenehm zu lesen war.

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(32)

44 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Lost in Fuseta - Spur der Schatten

Gil Ribeiro
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.04.2018
ISBN 9783462051247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bevor ich meine Meinung zu diesem Buch schreibe, muss ich vorausschicken, dass ich kein überzeugter Krimifan bin. Wären aber alle Krimis so wie dieser, könnte ich es werden. Die Handlung wird so herrlich unaufgeregt bis zur Lösung des Falls aufgebaut, die Geschichte wirkt an keiner Stelle konstruiert - es war mir wirklich ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen. Alle Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, sind sogar extrem speziell, wirken aber nie übertrieben oder überzeichnet. Die Handlung durchzieht ein roter Faden, an dem man sofort kleben bleibt. Dabei ist das Buch an keiner Stelle super spannend, aber das Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung, zwischen Normalität und Spektakel ist hervorragend ausgeglichen. In manchen Sätzen blitzt ein herrlich trockener Humor hervor. Wer also Lust hat auf eine richtig gut durchdachte und aufgebaute Handlung geschrieben in einem überlegenen, flüssigen Stil, der sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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(146)

183 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 136 Rezensionen

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Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Um als Thriller durchzugehen, ist dieses Buch in meinen Augen zu wenig spannend und zu viel vorhersehbar. Nachdem Vivian ihren Ehemann Matt als Spion in einem gehackten russischen Computer entdeckt, ist das Pulver dieses Buch eigentlich schon zu Beginn verschossen.

Viv stellt ihren Mann zur Rede, dieser gibt zu, für den russischen Geheimdienst zu arbeiten, und von da an plätschert die Handlung nur noch vor sich hin. Natürlich ist es interessant zu lesen, wie die beiden aus dieser Situation herauskommen wollen, Spannung baut sich aber nur wenig auf.

Über weite Strecken werden Entsetzen und scheinbare Ausweglosigkeit der Situation beschrieben.

Außerdem gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit, die aus dem jetzigen Blickwinkel natürlich ganz anders bewertet werden. Ständig wird das sprachliche Bild einer einzigen großen Lüge strapaziert und auf der über allem stehenden Liebe zur Familie herumgeritten. Ich sehe das Thema Vertrauen – Misstrauen als ein Hauptthema dieses Buches, die ständigen Wiederholungen bringen aber keinen Lesegenuss und auch die Handlung bis zur Auflösung nicht voran.

Am Schluss gibt es noch einmal eine Wendung, die Action verspricht. Letztendlich ist das aber soweit am Ende, dass es schon wieder als Überleitung zu einem evtl. folgenden Band angesehen werden kann.

 

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(226)

413 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 140 Rezensionen

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Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:

So, wie ein Zopf aus drei Strängen geflochten wird, wird in diesem Buchvon drei Frauen berichtet, deren Leben nur sichtbar für den Leser miteinander verbunden ist. Eigentlich handelt es sich hier um drei eigenständige Geschichten in Indien, in Kanada und in Italien. Drei Frauen, deren Leben unterschiedlicher nicht sein könnte, die aber eins eint, nämlich der Drang nach einem selbstbestimmten Leben, die Suche nach ihrem eigenen Weg voller Mut aber auch voller Selbstzweifel.
Das Buch ist in einem nüchternen, schnörkellosen Stil geschrieben, oft dachte ich eher an einen Tatsachenbericht als an einen Roman. Mir fehlten Eigenheiten und besondere Merkmale der Sprache dieser Schriftstellerin.
Als dann im letzten Teil Begriffe definiert wurden, war der Roman für mich zum Sachbuch mutiert.

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(78)

101 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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Wenn Martha tanzt

Tom Saller
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783471351673
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte handelt auf zwei Zeitebenen und ist auf beiden gleichermaßen mitreißend und spannend. Immer, wenn die Ebene gewechselt wurde, hätte ich am liebsten vorgeblättert um zu sehen, wie es weiter geht. Dabei bin ich aber mit den Hauptpersonen gar nicht so richtig warm geworden. Martha in der Zeit der beiden Weltkriege in Türnow und Weimar, ihr Urenkel 2001 in New York - beide sind mir eigentlich fern geblieben, ihre Handlungen und Denkweisen konnte ich teilweise nicht nachvollziehen. Dass mich das Buch trotzdem gefesselt hat, lag wahrscheinlich an den anderen Personen und an der Beschreibung der Umstände und geschichtlichen Hintergründe. Da wurde mit Worten ein Netz geknüpft, in dem letztendlich alle im positiven Sinne gefangen waren. Wie die beiden Ebenen am Ende zusammenfanden, das war großartig. Dabei ist das Buch auch historisch interessant, gut recherchiert und flüssig und leicht geschrieben. Insgesamt also eine Lektüre, die man keineswegs bereut.

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(117)

178 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050152
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Achtung! Dieses Buch hat Nebenwirkungen! Es kann Sie klug und einfallsreich unterhalten, es kann sie witzig zum Lachen bringen, es kann Sie aber auch ängstigen und verstören.
Der Autor schreibt mit Sachkenntnis über eine Zukunft, die man so doch lieber nicht erleben will. Gnadenlos hält er dem Leser vor, wohin die heutigen Ansätze von Digitalisierung und Konsumgesellschaft führen können. Und das alles in Form einer 1-A-Gesellschaftssatire.
Peter Arbeitsloser ist eine Level-10-Hauptperson. Im Verlauf der Geschichte rutscht er sogar auf ein einstelliges Levelniveau ab und wird damit zum Nutzlosen. Er hat den Verdacht, sein Profil könnte falsch sein, und kämpft gegen das System, gegen Algorithmen und Maschinen sowie gegen Menschen, die sich hinter all dem verstecken. Letztendlich kämpft er um seine Würde und Selbstbestimmung. Ein großes Thema leichtverdaulich verpackt.
Peter ist ein absolut sympathischer Held, genau wie seine Maschinen mit ihren Macken. Da er noch nicht seine gesamte Empathiefähigkeit verloren und ein gutes Herz hat, gewährt er in seinem Keller Maschinen Asyl, die er eigentlich verschrotten sollte. Diese haben allzu menschliche Eigenschaften und verbünden sich mit ihm auf seinem Kreuzzug.
Wir bekommen den "Ich will haben, ich brauche - Spiegel" vorgehalten und das auf eine total schräge und komische Art uns Weise.
Neben Peter Arbeitsloser mit seiner Maschinensammlung haben es mir der Androide John of Us als Präsidentschaftskandidat und Aisha Ärztin als dessen Wahlkampfleiterin angetan. In diese beiden du ihre Interaktionen hat der Autor soviel Gesellschaftskritik (Er sagt Kapitalismuskritik dazu.) gepackt, dass es schon wieder fast genial ist, mit welcher Leichtigkeit sich das Buch lesen lässt.

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(81)

109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

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Wenn ich jetzt nicht gehe

María Dueñas , Petra Zickmann
Fester Einband: 589 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177029
Genre: Historische Romane

Rezension:

Spannung pur, Begeisterung pur, ganz großes Kino!
Obwohl es sich hier nur um das Aufrollen einer Familiengeschichte und um eine Liebesgeschichte handelt, ist dieses Buch spannender als mancher Thriller. Jedes Kapitel endet so, dass man Angst hat, es könnte nicht weitergehen. So wird der Spannungsbogen durch das gesamte Buch gehalten.
Die Personen sind sehr vielgestaltig, einzeln sehr gut charakterisiert und auch mit Fehlern und Schwächen liebenswert beschrieben.
So, wie sich der Hauptperson Mauro die Familiengeschichte einer andalusischen Familie langsam aufblättert, so verfolgt auch der Leser diese gespannt.
Abenteuerlich werden Mauros Untergang und sein Neuanfang beschrieben.
Meisterhaft kommen einzelne Figuren immer wieder in die Geschichte. Am besten hat mir gefallen, wenn solche Figuren im Kopf der Hauptfigur Mauro gefragt oder ungefragt Ratschläge erteilten.
Insgesamt für mich nicht nur ein bildgewaltiger, sondern auch ein wortgewaltiger Roman.

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(42)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Überleben ist ein guter Anfang

Andrea Ulmer
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548613086
Genre: Romane

Rezension:

Liest man sich die Inhaltsangabe dieses Buches durch, könnte man aufgrund der Schwere und Traurigkeit des Themas abgeschreckt sein.
Krebskranke Frauen und eine davon stirbt auch noch - warum soll ich so etwas lesen? Als ich mich auf das Abenteuer des Lesens eingelassen habe, habe ich ein lebensbejahendes, Mut machendes Buch kennengelernt, in dem die Frauen ernstgenommen und liebevoll und sympathisch charakterisiert werden. Jede Frau hat von der Autorin ein Merkmal mit Wiedererkennungswert bekommen.
Das Buch besitzt eine große Leichtigkeit, ohne jedoch die Krankheit auf die leichte Schulter zu nehmen. Jede Frau hat ihr Paket mit der Krankheit zu tragen, und doch will sich keine unterkriegen lassen.
Mir hat besonders gefallen, dass die Krankheit im Buch immer da war, aber nie als VIP behandelt wurde. Der Autorin gelingt dies durch den Einsatz einer einfachen, klaren Sprache und ein zügiges Voranbringen der Geschichte.

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(53)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

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Fast perfekte Heldinnen

Adèle Bréau , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548613253
Genre: Romane

Rezension:

Vier Frauen, alle Ende dreißig, meistern ihr Leben zwischen Arbeit und Familie in Paris. Alltag eben, so könnte man denken - aber nein - hier wird nicht nur beschrieben und berichtet, sondern es wird auch das Innere nach außen gekehrt. Man erfährt so gut wie alles aus dem Seelenleben der vier Freundinnen Mathilde, Eva, Alice und Lucie. Dabei wird jede Persönlichkeit mit ihren Ecken und Kanten gezeichnet, man kann als Leserin die Sympathien immer wieder umverteilen.
Die Sprache ist einfach, schnell zu lesen und unterhaltsam. Durch den Aufbau, bei dem sich alle Hauptpersonen abwechseln, aus ihrer Sicht zu schreiben, kam bei mir sogar ein wenig Spannung auf. Ich wollte schon unbedingt wissen, wie es mit einer Person weitergeht, die jetzt nicht gerade dran war. Durch die Beschreibung der unterschiedlichen Schicksale wurde es nie langweilig.
Es ist ein Buch, welches sich für einen gemütlichen Leseabend am Kamin genauso eignet, wie für die Lektüre am Strand.

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(59)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Mein Leben, mal eben

Nikola Huppertz
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669906
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mein erster und sich beim Lesen des ganzen Buches erhaltener Eindruck ist: Wow!!! - aber nicht für 12jährige Leser! Jugendliche Leser ja, aber bitte keine Kinder, die evtl. die 6. Klasse besuchen!
Die Hauptpersonen Anouk, Miriam, Beatrix, Philipp und Moritz sind für mich derartig nett, sympathisch, reizend, liebevoll gezeichnet, dass sie es nicht verdient haben, dass man sich über sie lustig macht. Und genau da sehe ich eine Gefahr bei zu jungen Lesern.
Zum Buch selbst kann ich sagen, dass es angeblich schwierige Themen mit einer so wundervollen Leichtigkeit behandelt, die ihresgleichen sucht. Die nette Art, mit der man in Anouks Familie miteinander umgeht, löst alles Dramatische in Luft auf. Hier hat das Mädchen immer offene Ohren und Rückenhalt, hier werden Probleme gelöst, hier wird geholfen.
Man kann als Leser eigentlich gar nicht verstehen, warum Anouk sich als unnormal einschätzt, wird von der Autorin jedoch sehr einfühlsam dazu gebracht, den Blickwinkel zu ändern.
Die jugendliche Sprache des Mädchens ließ mich oft schmunzeln und tat mir erfrischend gut.
Ich habe das Buch in einem Ruck gelesen und finde, es ist ein Lehrbuch für Toleranz, Selbstbewusstsein und Liebe.

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