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Ich glaub, mir geht's nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen

Benjamin von Stuckrad-Barre , Benjamin von Stuckrad-Barre
Audio CD
Erschienen bei tacheles!, 21.03.2018
ISBN 9783864844805
Genre: Romane

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486 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 141 Rezensionen

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Der Pfau

Isabel Bogdan
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 18.02.2016
ISBN 9783462048001
Genre: Romane

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388 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 100 Rezensionen

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Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 623 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

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724 Bibliotheken, 39 Leser, 3 Gruppen, 138 Rezensionen

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Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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Ein gesegnetes Kind

Linn Ullmann , Ina Kronenberger
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 10.08.2006
ISBN 9783426197349
Genre: Romane

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Teich

Claire-Louise Bennett , Eva Bonné
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 23.04.2018
ISBN 9783630875569
Genre: Romane

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Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder

Julianna Baggott , Astrid Mania
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.06.2018
ISBN 9783442716722
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman Harriet Wolfs siebtes Buch der Wunder ist im Juli 2018 als deutsche Erstveröffentlichung im btb Verlag erschienen. Die englische Originalausgabe erschien bereits 2015.

Für die 380 Seiten, war nach eigenen Angaben der Autorin Julianna Baggott eine Arbeitszeit von 18 Jahren nötig. Ein Buch, eine Geschichte, die sich entwickeln musste, die pausiert hat und dann wieder neu aufgegriffen wurde.

Doch um was geht es in dem Roman?
Ich muss zuerst eingestehen, dass ich eine völlig andere Geschichte erwartet habe.
Der Klappentext hat mich eher in die Richtung Cecilia Ahern geschickt und ich habe eine seichte Liebes- und Lebensgeschichte, beladen mit Emotionen und kleinen Geheimnissen erwartet.
Schnell wird klar, dass mir hier keine ganz leichte Sommerlektüre vorliegt, sondern eine komplexe Familiengeschichte über drei Generationen, die bis in das Jahr 1900 zurück reicht.
Die vier Hauptakteurinnen sind Harriet, ihre Tochter Eleanor und deren ungleiche Töchter Ruth und Tilton. Harriet ist Schriftstellerin und hat sechs zusammenhängende sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht. Als Harriet stirbt, entfacht das Gerücht, dass es noch einen siebten und bisher unveröffentlichten Teil geben muss.

Die ganze Geschichte beginnt mit der Geburt Harriets. Bei ihrer Geburt wird vermutet, dass sie nicht gesund sei, und wenn überhaupt dann ein sehr schweres Leben vor sich habe. Somit beginnt ihr Leben nicht zu Hause bei ihrer Familie, sondern in der Maryland-Schule für schwachsinnige Kinder. Gleichzeitig entsteht eine Lebenslüge, die erst im Teenageralter von Harriet zur Wahrheit finden soll.

Abwechselnd erzählen die vier Frauen die Geschichte aus ihrer Sichtweise. Sehr gelungen passt Julianna Baggott ihre Erzähl- und Schreibweise an die unterschiedlichen Charaktere an. Durchlebte Traumata, gescheiterte Liebesbeziehungen, gestörte Mutter-Tochter-Verhältnisse, eingeredete und eingebildete psychische und physische Erkrankungen, Ängste, Liebe und Verzweiflung - all das formt Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Frauen. Viele Probleme ziehen sich durch die Generationen und wiederholen sich.

Ich finde schwer in die Geschichte und frage mich woran es liegt. Ist es die durchmischte Erzählweise mit ständigem Perspektivenwechsel? Oder doch die teilweise leicht surreale Story, die sich für mich oftmals störend erweist. Nach der letzten Seite frage ich mich: Und nun?
Ja ich bin eine Leserin, die nicht gerne mit offenen Fragen zurück gelassen wird. Fasziniert mich der Stil und die Geschichte sehr, dann akzeptiere ich es gerne, doch beides war hier für mich leider nicht der Fall - 3 von 5 buchkonfettipunkten!

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Tags: buch, der, harriet, siebtes, wolfs, wunder   (6)
 

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227 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 116 Rezensionen

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Kleine Feuer überall

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281560
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman Kleine Feuer überall von Celeste Ng ist in der deutschsprachigen Ausgabe erstmals 2018 im dtv Verlag erschienen. Es ist ihr zweiter Roman, nach dem internationalen Bestseller Was ich euch nicht erzählte.

Auf den 382 Seiten geht es um das Leben zweier Familien in dem beschaulichen Örtchen Shaker Heights, in der Nähe von Cleveland.
Zwei Familien, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Zum einen wäre da die Familie Richardson: Mutter, Vater, vier Kinder, großes Haus, sichere Jobs. Auf der anderen Seite stehen Mia und Pearl. Mia ist alleinerziehende Mutter und Künstlerin. Die Frage nach dem Vater von Pearl gehört zu einem der großen Geheimnisse, rund um das Geschehen.

Mia und Pearl leben wie Nomaden, brechen ihre Zelte oft ab und finden an anderen Orten ein neues Zuhause. Doch dieses Mal soll Schluss sein. Kann Shaker Heights ein endgültiges Zuhause werden?

Schnell verzweigen sich die Beziehungen der beiden Familien. Nicht nur, dass Elena Richardson Mia und Pearl zur Miete in ihrer kleinen Zweitwohnung wohnen lässt. Auch die vier Kinder der Richardson Trip, Lexie, Moody und Izzy freunden sich schnell mit Mia an. Das auch diese Freundschaft Risiken birgt, ist fast von Beginn an klar.

Ich möchte nicht spoilern, daher kann ich nicht viel mehr zum Inhalt sagen. Zusammengefasst passiert so einiges von dem ich am Anfang nicht ausgegangen bin. Ein Roman, der storytechnisch mit einigen Überraschungen aufwartet. Nichtsdestotrotz verliert das Buch zum Ende hin ein wenig an Spannung. Einige Geschehnisse und Vorkommnisse erscheinen mir dann doch etwas zu absehbar.

Celese Ng schreibt klar und deutlich. Es gibt keine versteckten Botschaften oder Unverständlichkeiten - und ja ich mag das so. Wer es künstlerisch anspruchsvoller oder lyrischer mag, ist mit diesem Buch wahrscheinlich nicht gut bedient.
Wer einen angenehm zu lesenden Roman möchte, in dem es um Verwirrungen und Verstrickungen, Familiengeheimnisse und die große Frage nach Schein und Sein geht, ist hier genau richtig.


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Tags: erzählte, euch, ich, nicht, was   (5)
 

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597 Bibliotheken, 12 Leser, 4 Gruppen, 87 Rezensionen

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Altes Land

Dörte Hansen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaus, 16.02.2015
ISBN 9783813506471
Genre: Romane

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103 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Hier ist es schön

Annika Scheffel
Fester Einband: 389 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.05.2018
ISBN 9783518427941
Genre: Romane

Rezension:

Der neue Roman Hier ist es schön von Annika Scheffel ist 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen.
Auf 390 Seiten beschreibt sie ein düsteres Szenario von dem Leben auf der Erde -  eine Dystopie ohne Sonnenlicht und mit wenig Nahrungsmitteln.
Doch es gibt einen großen Plan: zwei „Auserwählte“ sollen auf einem weit entfernten Planeten ein neues Leben starten und dadurch die Menschheit retten.

Diese zwei Auserwählten sind Sam und Irma.
Irma kehrt ihrem bisherigen Leben den Rücken: ihren Eltern, ihren Freunden, ihrer alten Nachbarschaft.
Sams Vergangenheit dagegen ist ungewiss. Keiner weiß, wo er herkommt, nicht einmal er selbst. Vermarktet wird das ganze große Vorhaben als Reality-Show im Fernsehen. Über Tests und Aufgaben in der „Arena“ qualifizieren sich die Beiden aus mehreren Kandidaten dafür die Erde mit einer riesigen Fähre zu verlassen.

Sie werden zu Berühmtheiten, zu Hoffnungsträgern - Plakate mit ihren Gesichtern hängen überall und alle verfolgen ihre Geschichte vor dem Fernseher.

Doch kurz vor dem Abflug entscheidet sich Sam zur Flucht und möchte die Welt kennen lernen. Aufgewachsen ist er in den „Katakomben“ und der Arena, abgeschirmt von der Außenwelt.
Irma begleitet ihn und eine Reise durch die Welt beginnt. Immer auf der Flucht vor den „Masken“. Sie treffen Menschen, die ihnen helfen wollen, und Menschen, die ihnen schaden wollen.
Es stellt sich die große Frage, ob diese Flucht freiwillig oder Teil einer riesigen unmenschlichen Inszenierung ist.

Als ich das Buch zugeklappt habe bin ich verwirrt.
Mein erster Gedanke ist: eine große Mischung aus „Die Tribute von Panem“ und „Die Truman-Show“.
Annika Scheffel malt uns eine Zukunft voller Überwachung und voller Kontrolle. Wie viel wert ist der eigene Wille? Welche Kraft haben eigene Entscheidungen noch?

Der Erzählstrang läuft nicht chronologisch, sondern das aktuelle Geschehen, wechselt sich mit Blicken in Sams und Irmas Vergangenheit und mit Briefen an Irma ab. Eine Erzählweise, durch die die ohnehin schon schwer durchschaubare Geschichte noch verwirrter erscheint.
Doch für mich ergibt sich genau dadurch die Situation, dass ich verstehen will, was es mit der ganzen Mission auf sich hat. Ich bin bei Sam und Irma.

Totale Verwirrung? Ja!
Trotzdem gelungen?  Ja!


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arm, aufbruch, charakterstudie, erwachsen werden, finn-ole heinrich, freundschaft, istanbul, moll, reich, reisebeschreibung, reisen, türkei

Räuberhände

Finn-Ole Heinrich
Fester Einband: 207 Seiten
Erschienen bei mairisch Verlag, 01.11.2007
ISBN 9783938539088
Genre: Romane

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117 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Die Interessanten

Meg Wolitzer ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.08.2018
ISBN 9783832163396
Genre: Romane

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen

Morten A. Strøksnes , Ina Kronenberger , Sylvia Kall
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DVA, 29.08.2016
ISBN 9783421047397
Genre: Sachbücher

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

finnland, kapitän, lebensbericht, meer, schicksalsschläge, schiffbruch, schifffahrt

Meeresroman

Petri Tamminen , Stefan Moster
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei mareverlag, 29.08.2017
ISBN 9783866482487
Genre: Romane

Rezension:

Der Meeresroman von Petri Tamminen erschien 2017 im Mare Verlag. Die finnische Originalausgabe erschien 2015 unter dem Titel Meriromaani.

Auf 108 kurzweiligen Seiten begleiten wir den Kapitän Vilhelm Huurna durch die Meere Europas des 19. Jahrhunderts. Der finnische Kapitän fühlt sich nie gleichauf mit anderen Seeleuten und vom so genannten Seeglück ist er weitestgehend befreit. Fast alle seine Schiffe erleiden Schiffbruch - er selbst kommt aber immer davon und kann eine weitere Geschichte erzählen.

Petri Tamminen stellt den Kapitän Vilhelm Huurna so unglaublich menschlich dar, mit all seinen Stärken und Schwächen, teils unbeholfen, teils weitsichtig. Das kleine Buch ist gespickt mit Lebensweisheiten, die ein augenscheinlich kleiner Mann der großen Welt erklärt. Ich fühle mit Vilhelm, schmunzele mit ihm und werde von der minimalistischen Schreibweise Tamminens dennoch maximal gepackt, wie von einer der zahlreichen großen Wellen, die Vilhelm auf hoher See begegnen.

Ich musste mich auf das Buch einlassen und habe es daher nach 30 Seiten noch einmal von vorne begonnen - aber dann hatte es mich.
Auf dem Buchrücken heißt es „In jedem von uns steckt ein Vilhelm Huurna…“ und ja ich erkenne mich teilweise wieder. Obwohl ich kein finnischer Kapitän im 19.Jahrhundert bin, bleiben die Fragen über das Glück, Entscheidungen, Stärken, Schwächen und Lebenswege doch immer aktuell.

Das Meer spielt neben Vilhelm die zweite Hauptrolle. Ob Freund oder Feind, ist auch Vilhelm nie ganz klar. Er kann nicht mit und nicht ohne das Meer und vielleicht is dieses große unbekannte Element, dass durch Petri Tamminen in allen Facetten, Formen und Farben portraitiert wird, dann ungewollt und ungeachtet zur wahren Liebe Vilhelms geworden…

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320 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Ruhm

Daniel Kehlmann , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783499249266
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Eine kleine Gartenphilosophie

Lorenza Zambon , Friederike Hausmann
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 10.04.2017
ISBN 9783442393053
Genre: Sachbücher

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

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Achtzehn Hiebe

Assaf Gavron , Barbara Linner
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 26.02.2018
ISBN 9783630875637
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman Achtzehn Hiebe von Assaf Gavron erschien im Februar 2018 im Luchterhand Literaturverlag. Der hebräische Originaltitel lautet Schmone-esre malkot.

Auf 416 Seiten erzählt Assaf Gavron zum einen zwei Liebesgeschichten im Israel der 1940er Jahren zwischen zwei britischen Soldaten und zwei jüdischen jungen Frauen,  zum anderen ist ist der Roman eine kleine Kriminalgeschichte.

Gavron nimmt uns mit auf eine Reise.
Eine Reise durch das heutige Israel, und zwar im Taxi von Eitan Enoch. Eitan, bekannt als „Krokodil“ überlebte in kürzester Zeit drei Terroranschläge und erlangte so vor einigen Jahren mediale Aufmerksamkeit. Heute ist er Taxifahrer und liebender aber geschiedener Vater.
Er unterhält seine Gäste regelmäßig mit Hintergrundinformationen zu Straßen, Plätzen und Stadtvierteln Tel Avivs.
Sein Leben verläuft routiniert, aber wenig aufregend - bis er Lotta Perl kennenlernt. Eine alte Dame, die ihn um die tägliche Fahrt zum Friedhof bittet. Durch diese Bekanntschaft werden wir auf eine zweite Reise mitgekommen: ins Israel zur Mandatszeit, nach dem zweiten Weltkrieg.
Lotta bittet Eitan nicht nur um die Taxifahrten, sondern hat einen ganz bestimmten Auftrag, durch den er und sein Freund Bar zu Hobbydetektiven werden und ihr kriminalistisches Gespür gefragt wird.

Assaf Gavron zeigt unglaublich gelungen wie nah Liebe, Leidenschaft, Verrat und Mord miteinander verknüpft und verschlungen sein können und wie großartig eine Kriminalgeschichte erzählt werden kann, auch ohne großes Blutvergießen und schaurige Ausführungen.

Die große Frage nach der Wahrheit, die sich durch den Roman zieht und ein entspannter und gleichzeitig Spannung bringender Erzählstil sorgen für dieses tolle „Lesesuchtgefühl“.

Ich bin begeistert und freue mich auf mehr von Assaf Gavron!

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381 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 137 Rezensionen

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Der Zopf

Laetitia Colombani , Claudia Marquardt
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.03.2018
ISBN 9783103973518
Genre: Romane

Rezension:  
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65 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

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So enden wir

Daniel Galera , Nicolai von Schweder-Schreiner
Fester Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.03.2018
ISBN 9783518428016
Genre: Romane

Rezension:

Daniel Galeras Roman So enden wir ist im März 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen.
Die Orginalausgabe erschien unter dem Titel Meia noite e vinte (Companhia das letras) in Brasilien.
Ich war wahnsinnig gespannt auf das Buch. Der Klappentext klang für mich direkt interessant.

Doch worum geht es  auf diesen 231 Seiten eigentlich?
Galera erzählt über die alten Freunde Aurora, Emiliano und Antero. Zwar haben sie sich in den letzten Jahren aus den Augen verloren, doch ein Schicksalsschlag führt alle wieder zusammen. Der vierte Teil des Quartetts Duque wird 2014 in Porto Alegre auf offener Straße ermordet.
Bei der Beerdigung sehen sie sich wieder und schwelgen nach und nach in Erinnerungen.
Sie waren Künstler, sie waren Punks, sie wollten „anders“ sein. Gemeinsam lebten sie sich Ende der Neunziger journalistisch aus, träumten von der Erfüllung in der Literatur und der ewigen Jugend.

Galeras Schreibweise hat mich schon auf den ersten Seiten direkt gepackt und begeistert, doch ehrlich muss ich sagen, dass die eigentliche Story irgendwie an mir vorbeigezogen ist.

Ich spüre mit unter die Emotionen, die Konflikte der Protagonisten, doch gleichzeitig bleiben sie mir wahnsinnig fern.

Die teilweise exzessiven sexuellen Erlebnisse und Phantasien bestimmen mir die einzelnen Kapitel zu stark. Ich weiß nicht, ob ich als Leser dadurch provoziert werden soll?
Soll ich mich voyeuristisch und unwohl fühlen, als würde ich durch ein Schlüsselloch schauen? Ich jedenfalls fühle mich nicht wohl beim Lesen, vielleicht bin ich da auch zu zart besaitet, aber mir ist das zu viel:
Zu viel Sex, zu viele Eskapaden und zu wenig Story.
Gerne hätte ich mehr erfahren über Aurora, Emiliano und Antero und vor allem über Duque:
Was war sein Geheimnis? Hatte er überhaupt eins?

Daniel Galeras Erzählstil gefällt mir dennoch unheimlich gut und vielleicht probieren Galera und ich es noch mal mit seinem Roman Flut, der 2015 erschienen ist.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

angst, magie, mairisch verlag, mut, phantastisches, selbstfindung, stefan beuse, wissenschaft, wunder

Das Buch der Wunder

Stefan Beuse
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei mairisch Verlag, 01.03.2017
ISBN 9783938539446
Genre: Romane

Rezension:  
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264 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte des Wasser von Maja Lunde ist nach Die Geschichte der Bienen der zweite Teil ihres Klimaquartetts. Erschienen ist der Roman mit 480 Seiten im März 2018 im btb Verlag.

Maja Lunde zeigt anhand von zwei verschiedenen Erzählungen die Bedeutung von Wasser auf. Die erste Geschichte spielt 2017 in Norwegen. Es geht um die fast 70-jährige Umweltschützerin und Aktivistin Signe, die wieder in ihr norwegisches Heimatdorf zurückkehrt und mit Erschrecken feststellt, was „ihrem“ Gletscher angetan wird. Als Folge macht sie sich auf die Reise mit ihrem Segelboot, um ihre alte Liebe zur Rede zur stellen.

Als zweites wagt Maja Lunde einen Blick in die Zukunft. David und seine kleine Tochter Lou schlagen sich 2041 durch Frankreich. Sie sind auf der Flucht. Auf der Flucht vor der Dürre und vor den Bränden. Ihr Ziel: Ein Lager, in dem es genug Wasser geben soll und in dem sie hoffen, den zweiten Teil ihrer Familie, Anna und August, wiederzutreffen um anschließend gemeinsam in Richtung der sogenannten Wasserländer weiterzuziehen. Sie finden Signes altes Segelboot und hoffen darauf, dass es endlich wieder zu regnen beginnt.

Wie schon in Die Geschichte der Bienen wagt Maja Lunde einen erschreckenden und verstörenden Ausblick in die Zukunft. Was könnte passieren aufgrund des Klimawandels? Was könnten die Auswirkungen sein, wenn wir unser Umgehen mit der Erde nicht ändern?

Ohne Wasser kein Leben. Das ist die Essenz.
Maja Lunde hat einen herrlich einfachen Schreibstil, ohne dass das geschrieben Wort platt wirkt. Ihre Bücher lesen sich schnell und trotzdem verleiht sie der wichtigen Botschaft Nachdruck.
In diesem Roman werden die Zusammenhänge der beiden Geschichten schneller klar, es ist alles etwas vorhersehbarer, als im ersten Buch.
Trotzdem wieder ein sehr guter Roman mit einer unglaublich wichtigen Aussage, der zum Nachdenken und Reflektieren anregt.
Ich bin gespannt, was die nächsten beiden Themen sein werden, mit denen Maja Lunde auf den Klimawandel aufmerksam macht. Die Geschichte der Bäume? Die Geschichte der Vögel?

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

indien, pakistan, reise, reiseführer

Per Anhalter nach Indien

Morten Hübbe , Rochssare Neromand-Soma
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492404846
Genre: Sonstiges

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Kennen Sie diesen Mann?

Carl Frode Tiller , Ina Kronenberger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2018
ISBN 9783442715909
Genre: Romane

Rezension:

Kennen Sie diesen Mann? von Carl Frode Tiller ist in der deutschsprachigen Taschenbuchausgabe im Februar 2018 im btb Verlag erschienen. Die norwegische Originalausgabe mit dem Titel Innsirkling 1 erschien bereits 2007.
Der Roman ist der erste Teil einer Trilogie.

Protagonist ist David - obwohl er selbst gar nicht zu Wort kommt.
David hat sein Gedächtnis verloren und drei Menschen versuchen seine Erinnerungen wieder zurück zu holen.

Der Roman teilt sich in drei große Kapitel - seine Jugendfreunde Jon und Silje, sowie sein Stiefvater Arvid schreiben Briefe an David und geben abwechselnd Einblicke in ihr aktuelles Leben.

In diesen Briefen geht es um gemeinsame Erlebnisse, um Erfahrungen, um die Darstellung seiner Jugend aus drei verschiedenen Perspektiven. Auf dem Klappentext heißt es „Was ist Wahrheit? Was ist Lüge?“ - zwei Fragen, die auch mir oft während des Lesens stelle. Wer übertreibt? Wer erzählt das, was wirklich war? Wer versucht zu manipulieren?

Das erste Kapitel ist dem Musiker Jon gewidmet, das zweite dem kranken Pfarrer Arvid und das dritte der Mutter und Ehefrau Silje.
In Jons Kapitel finde ich schnell einen Einstieg, möchte wissen was passiert ist und auch wie sein Leben weitergeht. Als Arvid zu Wort kommt fängt die Geschichte an sich zu ziehen und im dritten Kapitel finde ich die Schreibweise zu Siljes aktueller Lebenssituation nur anstrengend. Ich verliere den roten Faden um dann auf der letzten Seite vollkommen überrascht zu werden.

Wer, wie ich, nicht gerne Romane liest in denen die wörtliche Rede und ein Dialog nur schwer nachzuvollziehen ist, muss hier beißen. Gerade im letzten Kapitel verliere ich teilweise total den Überblick über das Geschehen.

Fazit: Die Story ist gut und ja irgendwie möchte ich nun wissen, wie es weiter geht. Den Erzählstil finde ich aber sehr anstrengend und bin mir daher nicht sicher, ob ich die nächsten Teile der Trilogie zur Hand nehmen werde.

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Carl Tohrbergs Weihnachten

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.11.2012
ISBN 9783492055529
Genre: Romane

Rezension:

Carl Tohrberg von Ferdinand von Schirach (erschienen im Oktober 2017) im btb Verlag, vereint drei Kurzgeschichten auf 63 Seiten. Ein kleines Büchlein, das über drei Menschen erzählt. Über Schein und Sein. Über unterdrückte Gefühle und die Auslegung des wahren-Ichs.

Die erste Kurzgeschichte ist einem Berliner Bäcker gewidmet, einem begabten Konditor, der sein Handwerk nicht nur zum Torten machen benutzt. Liebe geht durch den Magen? Hass und Mord auch?

In der zweiten Kurzgeschichte lerne ich den Richter Seybold kennen. Bis zu seiner Pensionierung lebt er ein vorbildliches und unaufgeregtes Leben. Doch ein Vorfall lässt sein Leben um 180 Grad die Perspektive wechseln.

Die letzte Geschichte erzählt das Leben von Carl Tohrberg. Er wächst in einer Adelsfamilie in Salzburg auf. Sein Talent zur Malerei wird von der oberflächlichen, herrischen Mutter nicht wahrgenommen und akzeptiert. So fristet Carl ein Leben als Versicherungsmakler bis zu diesem ganz bestimmten Weihnachten.

Es geht um Mord, es geht um Liebe - es geht darum, was bei den Menschen unter der Oberfläche steckt. Und das alles mit einer großartigen minimaoistischen Erzählweise. Trotz der Grausamkeit bringt mich das Buch nicht nur zum Schlucken, sondern auch zum Schmunzeln.

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Alles was glänzt

Marie Gamillscheg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 19.03.2018
ISBN 9783630875613
Genre: Romane

Rezension:

Alles was glänzt ist der Debütroman von Marie Gamillscheg. Gerade (19.03.2018) erschienen im Luchterhand Verlag. Auf kurzweiligen 222 Seiten erzählt sie das Schicksal einer Dorfgemeinschaft, die im Schatten eines großen Berges lebt.
Ein Berg, den sie jahrelang als Bergwerk benutzt haben und sein glänzendes Inneres ans Tageslicht befördert haben. Sie leben mit dem Berg, überleben den Berg und der Berg überlebt sie.

Jeder der Dorfbewohner merkt, dass sich etwas in dem Berg rührt, spätestens seitdem der Journalist einen Artikel darüber geschrieben hat, dass die Zukunft nicht rosig aussieht. Und spätestens seitdem Martin mit dem Auto auf den Straßen des Berges tödlich verunglückt ist.
Doch wahrhaben möchte das niemand. Die Wirtin Susa nicht, der Bürgermeister nicht, Wenisch nicht. Teresa entdeckt bereits Risse im Boden, doch erzählt sie es niemandem. Der Regionalmanager Merih will das Dorf wieder aufleben lassen und die Bevölkerung umsiedeln.

In kurzen Kapiteln erzählt Marie Gamillscheg abwechselnd aus der Sichtweise, der oben genannten Charaktere. Mal in kurzen, fast abgebrochenen Sätzen, mal wunderschön und anschaulich. Die Geschichte ist auf der einen Seite unglaublich klar und auf der anderen Seiten wird mir als Leser nicht gleich alles auf dem Goldtablett serviert - und genau das macht ihren Schreibstil so anziehend. Ich kann mir schnell denken, worauf es hinausläuft und trotzdem mag ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Steckt eine Kritik in unserer menschlichen Umgangsweise mit der Natur in dem Buch? Wie wir die Natur teilweise aushöhlen und fordern, bis sie eines Tages eventuell zurück schlägt und uns Menschen Schaden zufügt? Wie sehr sind Menschen in ländlicheren Regionen auf die Natur angewiesen und wen zieht es eher in die städtischen Gebiete mit mehr Infrastruktur? Was sind die Vor- und Nachteile dessen? Fragen, die nicht neu sind. Fragen, die sich die Menschen schon jahrelang stellen und doch sind sie immer wieder brandaktuell und finden auch in diesem Roman ihre unbedingte Daseinsberechtigung.

Ich finde Marie Gamillscheg ist mit Alles was glänzt ein tolles und künstlerisches Debüt gelungen - und ich freue mich schon sehr auf mehr Gamillscheg-Glanz.

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