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(330)

653 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

zeitreise, stephen king, attentat, kennedy, dallas

Der Anschlag

Stephen King , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 1.056 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.06.2013
ISBN 9783453437166
Genre: Krimi und Thriller

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97 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

portugal, sommer, freundschaft, freundinnen, 50zig

Sommer unseres Lebens

Kirsten Wulf
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462048896
Genre: Romane

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(49)

85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

berlin, mord, thriller, trauma, entführung

Der Todesprophet

Chris Karlden
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 15.08.2016
ISBN 9783746632322
Genre: Krimi und Thriller

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(102)

174 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

paris, roman, nanny, familie, kindermord

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

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(12)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

landflucht, taubenzucht, krankheit, dtsch.bpreis-longlist, perspektivlosigkeit

Nach Onkalo

Kerstin Preiwuß
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.03.2017
ISBN 9783827013149
Genre: Romane

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(75)

113 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

island, thriller, sog, missbrauch, mord

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

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(76)

113 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

bodensee, brigitte riebe, vertreibung, flucht, flüchtlinge

Marlenes Geheimnis

Brigitte Riebe
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 11.09.2017
ISBN 9783453292055
Genre: Historische Romane

Rezension:

Als Großmutter Eva stirbt, kommt Enkelin Nane gemeinsam mit ihrer Mutter Vicky an den Bodensee. Hier bewirtschaftete Eva gemeinsam mit der ältesten Tochter Marlene den Apfelhof. Doch Marlene und ihre Schwester Vicky kommen nur schlecht miteinander aus. Nane wusste nie so recht, was der Grund für die Zwistigkeiten sein könnte. Doch im Nachlass ihrer Großmutter befinden sich Aufzeichnungen, die Licht ins Dunkel bringen könnten. Doch auch die Nachbarsfamilie scheint eine Rolle zu spielen, denn auch hier herrscht eine Feindschaft, die in der Vergangenheit ihren Ursprung hat.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Nane erfährt aus den Aufzeichnungen von Eva Zusammenhänge der Vergangenheit, die schnell Licht ins Dunkel bringen. Schade fand ich hier, dass diese Passagen nicht als Ich-Erzählung in das Buch eingegangen sind. Dass hätte die Erlebnisse für mich noch mehr mit Leben gefüllt. Nane, die mir immer ein bisschen lebensfremd vorkam, war doch ganz sympathisch. Alles in allem war mir der Teil, der die Gegenwart wiedergibt, aber etwas zu gefühlsdusselig. Für mich war es das erste Buch von Brigitte Riebe und zumindest weiß ich jetzt, worüber alle reden. 

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

leukämie, krebs, politiker, guido westerwelle, stammzellentransplantation

Zwischen zwei Leben

Guido Westerwelle , Dominik Wichmann
Flexibler Einband: 245 Seiten
Erschienen bei btb, 09.05.2016
ISBN 9783442715022
Genre: Biografien

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

all age, auf der suche nach dem verlorenen stern, naturverbundenheit, tiere, fabel

Auf der Suche nach dem verschwundenen Stern

Daniela Böhm
Flexibler Einband: 124 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.07.2017
ISBN 9783743196674
Genre: Romane

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(233)

378 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

bienen, bienensterben, roman, natur, zukunft

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

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(39)

67 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

selbstmord, mobbing, schule, roman, jugendliche

Der gefährlichste Ort der Welt

Lindsey Lee Johnson , Kathrin Razum
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281331
Genre: Romane

Rezension:

Calista Broderick und ihre Freunde leben in Mill Valley, einer Kleinstadt über der Bucht von San Francisco. Reich, verträumt, ein kleines Paradies. Gerade ins Teenageralter gekommen, werden erste zarte zwischenmenschliche Bande geknüpft und natürlich auch über die Stränge geschlagen. Cally hängt mit ihren Freundinnen Abigail und Emma ab, das Leben hält alle Wege für sie offen und dann erhält sie einen Brief. Tristan Bloch, Außenseiter in allen Lebenslagen, gesteht Cally seine Liebe. Als die Zeilen auf Facebook gepostet werden, fühlt sich Tristan verraten, steigt auf sein Fahrrad und radelt auf die Golden Gate Bridge. Fünf Jahre später treffen wir Calista und ihre Freunde wieder.

„Der gefährlichste Ort der Welt“ hat sich leider auch als etwas fad herausgestellt. Nach einem gelungenen und sensibel erzählten Auftakt verlief sich die Geschichte leider im Sande. Die einzelnen Kapitel waren in der Hauptsache einer Person gewidmet und sie glichen sich sehr. Jedes Klischee nicht nur amerikanischer Teenager wurde erfüllt: faul in der Schule, Drogen, Alkohol, mit Papis teurem BMW durch die Straßen heizen. Langweilig? Ja, so würde ich es wohl beschreiben. Der Brief und dessen Folgen hätten dem Roman viel Substanz verleihen können. Hier ist es aber nicht gelungen, eine durchgehende Verbindung zu knüpfen. Schade, denn erzählen kann Lindsey Lee Johnson gut, inhaltlich konnte mich des Buch aber nicht überzeugen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

deutschland, sander, england, crime, klewe

Bald stirbst auch du

Karen Sander
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.09.2017
ISBN 9783499272554
Genre: Krimi und Thriller

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

terror, terrorismus, recht, gesellschaft, empfehlung

Terror

Ferdinand Schirach
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714964
Genre: Gedichte und Drama

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72 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

humor, satire, gesellschaftskritik, technik, zukunft

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050237
Genre: Romane

Rezension:

Qualityland. Das Land der Superlativen, in dem nichts dem Zufall überlassen wird. QualityPartner, die weltgrößte Datingplattform, Everybody, das weltgrößte soziale Netzwerk, und TheShop, der weltweit beliebteste Versandhändler, bilden ein Dreigestirn der Glückseligkeit. Kein Wunsch bleibt unerfüllt, mag er auch noch unbewusst geäußert sein. Man muss nur wollen. Die Menschen werden in unterschiedliche Levelstufen eingeteilt. Von 2 bis 99 ist alles möglich, man muss sich nur anstrengen, im Strom nach oben schwimmen. Peter Arbeitsloser will das nicht mehr. Einst ausgebildet, um Maschinen und Anlagen instandzusetzen, hat ihm das Konsumschutzgesetz, das auch Reparaturen jeglicher Art verbietet, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt ist er, der als Familiennamen den Beruf seines Vaters tragen muss, Maschinenverschrotter und im Level 10 trennt ihn auch nur noch ein Level von den Nutzlosen. Nutzlose warten länger beim Arzt, auf den Drohnenanflug des Versandhandels und dürfen jederzeit auch ohne Anlass von der Polizei kontrolliert werden. Und während der Leser mit Peter Arbeitsloser die Gesellschaft von unten betrachtet, zeigt ihm „Qualityland“ auch die Vogelperspektive. Wahlen stehen an und die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft ziehen die Strippen. Conrad Koch, der Ängste vor Überfremdung schürt, will das weltweit beliebteste Land ebenso regieren, wie John of US, Kandidat der Fortschrittspartei. Aber John of US ist kein Mensch wie jeder andere, John of Us  ist Androide.

„Ein verblüffende Zukunftssatire über die Verheißung und die Fallstricke der Digitalisierung.“ heißt es gleich auf der Innenklappe des Buches. Liest man „Qualitiyland“, und das kann ich guten Gewissens nur raten, wird man immer wieder merken, wie nah wir diesem Szenario schon gekommen sind. Amazon, Facebook & Co. lassen herzlich grüßen. Personifizierte Nachrichten und Werbung, Konsumgüter, die einfach weggeschmissen werden, weil die Reparatur sich nicht lohnt, endlose Kundendienstwarteschleifen, Löhne, die ihren Namen so gar nicht verdient haben, und Politik, der man kaum noch Glauben schenken kann … Erschreckend ist wohl die am ehesten zutreffende Beschreibung der Geschichte. Und doch habe ich Tränen gelacht und meine Mitmenschen mit spontanen Lesestellen beglückt. Natürlich gibt es nicht nur John of Us, den Androiden, sondern auch selbst fahrende und sprechende Autos, Drohnen, die schmollig werden, wenn sie bei der Paketzustellung nicht bewertet werden und noch jede Menge andere technische Spielereien, die dem ganzen Buch die Spur Science-Fiction einhaucht, die dem Roman die nötige Distanz zu einer Verschwörungstheorie gibt. Gesellschaftskritik verpackt in großartigen Wortwitz. Und ein Mal linst sogar das Känguru um die Ecke … ;-) Ab in den Buchladen!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

brief, kreuzfahrt, schriftsteller, essay

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Bodo Kirchhoff
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 04.07.2017
ISBN 9783627002411
Genre: Romane

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

brief, kreuzfahrt, schriftsteller, essay

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Bodo Kirchhoff
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 04.07.2017
ISBN 9783627002411
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

In Schlucken-zwei-Spechte

Harry Rowohlt , Ralf Sotscheck , Wiglaf Droste , Ulla Rowohlt
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei edition TIAMAT, 25.09.2009
ISBN 9783893201396
Genre: Biografien

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

angstmann, nachkriegszeit, krimi, der, goldammer

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423216968
Genre: Krimi und Thriller

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

rassismus, schuld, roman, karriere, starke frauen

Gott, hilf dem Kind

Toni Morrison , Thomas Piltz
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 22.04.2017
ISBN 9783498045319
Genre: Romane

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

freundschaft, berge, italien, alpen, einsamkeit

Acht Berge

Paolo Cognetti , Christiane Burkhardt
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 11.09.2017
ISBN 9783421047786
Genre: Romane

Rezension:

Pietro und Bruno verbindet eine lebenslange Freundschaft. Als Kinder lernen sie sich kennen, streifen durch die Berge, erkunden die verlassenen Häuser und Höfe, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als es zwischen den Vätern der beiden Jungen zu einer Auseinandersetzung um Brunos Zukunft kommt, trennen sich die Wege der beiden zunächst. Pietro will sich im Laufe der Zeit seinen Traum erfüllen und als Dokumentarfilmer in die Welt ziehen, Bruno kann sich ein Leben ohne die Berge und seinen Heimatort nicht vorstellen. Doch auch Pietro bleibt den Tälern und Schluchten immer verbunden. Das Vermächtnis seines Vaters, einem begeisterten Bergwanderer, fällt ihm zu, und er kehrt in Abständen zurück in die Abgeschiedenheit, die Ruhe und das einfache Leben. Und zu einer Freundschaft, die fast keine Worte braucht und verlässlicher kaum sein könnte.

Über drei Jahrzehnte lässt Paolo Cognetti die Leser aus der Sicht Pietros an einer wahren Freundschaft und einer faszinierenden, gewaltigen Natur teilhaben. Ich bin schon immer gern am Meer und genieße die Ruhe. Dieses Buch hat mir die Begeisterung für die Berge nahe gebracht. Großartige Bilder, wütende Naturgewalten und einen einzigartigen Einblick in die Welt der Menschen, die unter einfachsten Bedingungen in den Bergen leben und ihr Auskommen finden, haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Wie wollen wir leben? Welche Träume erfüllen wir uns? Was zählt wirklich im Leben? „Du bist derjenige, der kommt und geht, während ich bleibe, genau wie immer.“ Bruno hat sein Leben, seinen Traum gefunden. Kraftvoll und zugleich sensibel zeichnet Cognetti seine Figuren. Beinahe kann man die geladene Stimmung zwischen Pietro und seinem Vater greifen, die Dissonanzen zwischen Pietros Eltern hören. Und doch gelingt es, die Geschichte immer wieder auf die Berge zu fokussieren. Die Berge, die Pietro und Bruno auf außergewöhnliche Weise verbinden. Hier, wo die Zeit still zu stehen scheint. „Ich verstand plötzlich, was passiert, wenn man geht, nämlich dass die anderen ohne einen weiterleben.“

In einem im Leseexemplar abgedruckten Interview mit Paolo Cognetti wird erwähnt, dass ein Rezensent „Acht Berge“ als das männliche Pendant zu Elena Ferrantes „Meine geniale Freundin“ bezeichnet hat. Und genau an dieser Stelle hat sich in mir heftiger Widerspruch geregt. „Acht Berge“ erzählt ganz poetisch von einer echten Freundschaft und beschreibt eine beeindruckende Natur. Zwei Bücher. Ein Apfel und eine Birne.

Ein außergewöhnliches Buch, das eine absolute Leseempfehlung von mir bekommt!

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(18)

25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

humor, depressionen, freundschaft, tragikomödie, roman

Mensch, Rüdiger!

Sven Stricker
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 18.08.2017
ISBN 9783499290787
Genre: Romane

Rezension:

Rüdiger und Tom treffen sich auf der Brücke über das Lembachtal. Acht Menschen springen hier durchschnittlich jedes Jahr in den Tod. Was für ein Zufall, dass die beiden just im gleichen Moment ihrem Leben ein Ende setzen wollen. Rüdiger stolpert an diesem Tag durch seinen vierzigsten Geburtstag. Seine Schüler haben ihn noch nie ernst genommen und so verlässt er einfach den Unterricht. Zuhause überrascht er seine Frau mit ihrem Liebhaber. Einen Sinn sieht Rüdiger im Leben schon lange nicht mehr und sieht jetzt nur noch einen Ausweg. Tom hingegen hatte es beinahe geschafft. Sein erster Roman sollte ein Bestseller werden, doch dann kam alles anders. Jetzt ist er Kassierer im Supermarkt, kann sich ebenso über Wasser halten und wartet darauf, dass sich seine Schreibblockade löst. Aber jetzt ist auch für ihn Schluss mit Warten. Worauf denn? Wenn schon alles abwärts geht, dann auch richtig. Der Sprung von der Lembachtalbrücke soll seinem Leben ein Ende setzen. Doch dann geben sich die beiden noch für fünf Tage eine Chance …

Rüdiger und Tom sind Menschen, wie wir sie alle kennen und ein kleines Stück steckt dabei sicher auch in jedem von uns. Manchmal läufts halt nicht im Leben und dann türmen sich bald Unzufriedenheit, Probleme und Lustlosigkeit zu einem einzigen Berg. Sven Stricker ist es gut gelungen, seinen Protagonisten Humor einzuhauchen, ohne die beiden ins Lächerliche zu ziehen. Fünf Tage Zeit, den Sinn des Lebens zu finden sind auch fünf Tage Zeit, sich anderen Menschen zuzuwenden. Denn das Leben hält doch noch ein paar Überraschungen für die beiden Helden bereit. Und schnell stellt sich heraus: Jeder hat seine Problemchen und oftmals hilft schon ein Lächeln oder ein netter Satz, um seinem Gegenüber näher zu kommen. Gut gezeichnet auch die Nebenfiguren, die ein gutes Gegengewicht zu Rüdiger und Tom bilden. „Das Leben besteht aus Niederlagen, Enttäuschungen und Verlusten. Es geht darum, durchzuhalten. Um mehr nicht.“ spricht Frau Bormann (85 Jahre geballte Lebenserfahrung) und weiß: „Eine gesunde Distanz erleichtert das Zusammenleben.“ Humor ist eben immer auch eine ernste Sache.

Ein Buch, das komisch und nachdenklich zugleich macht und mir gut gefallen hat. 

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(83)

93 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

hugenotten, frankreich, cevennen, krimi, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tori Codon, 42 Jahre alt, Patentanwältin im Ruhestand und verwitwet, lebt im Süden Frankreichs. Am Fuße der Cevennen haben ihr Mann Carl, der an einem Hirntumor erkrankt war, und sie ein Haus gefunden. In direkter Nachbarschaft zur Kirche scheint es das älteste Haus im kleinen Dorf Belleville zu sein. Nach dem Tod Carls versucht Tori nun, sich in die Dorfgemeinschaft einzufügen. Als ein holländischer Urlauber verschwindet und sich scheinbar niemand für seinen Verbleib interessiert, wird Tori stutzig. Bald darauf stürzt einer der ältesten Einwohner unglücklich die Kellertreppe hinab und stirbt, nachdem er Andeutungen über ein lange gehütetes Geheimnis rund um die Einwohner von Belleville gemacht hat. Zufall?

Anne Chaplet ist es mit ganz besonders detaillierten Beschreibungen über die Landschaft, die reiche Pflanzenvielfalt und die rauen Charaktere der Menschen gelungen, mich in die Geschichte zu ziehen. Man spürt förmlich die Liebe zur Gegend, ein persönlicher Bezug wird auch im Dankeswort erwähnt. Ebenfalls eine Besonderheit des Buches sind die vielen geschichtlichen Informationen. Die Hugenotten waren ein Thema ebenso wie der Zweite Weltkrieg und die Besetzung Frankreichs. Aber genau diese geschichtlichen Hintergründe haben „In tiefen Schluchten“ weit weg vom Genre Krimi gedrängt. Es gab Geheimnisse, die um jeden Preis gehütet werden sollten, es gab Tote, die im Zusammenhang mit der Vergangenheit standen und es gab sicher auch spannende Momente, aber ein Kriminalroman ist dieses Buch nicht. Hier hat man sowohl mit dem Untertitel als auch mit dem Klappentext wohl weder der Autorin noch den künftigen Lesern einen Gefallen getan. In die Irre geleitet, wird es mit Sicherheit für die ein oder andere Enttäuschung sorgen. Für Liebhaber Frankreichs und geschichtlicher Hintergrundinformationen ist dieses Buch sicher zu empfehlen. Freunde der Kriminalliteratur sollten ein anderes Buch wählen.

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(30)

47 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

politik, musik, frankreich, band, paris

Die Melodie meines Lebens

Antoine Laurain , Sina de Malafosse
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 12.09.2017
ISBN 9783455600520
Genre: Romane

Rezension:

Mehr als drei Jahrzehnte ist es her, dass Alain mit seiner Band „Hologrammes“ die Musikwelt erobern wollte. Doch alle Bemühungen schienen vergebens: Keine Plattenfirma wollte auch nur einen Termin für die junge Band vergeben. Doch plötzlich hält Alain den entscheidenden Brief in der Hand. Das Demo-Band hat Anklang gefunden. Der Termin wäre vor über 30 Jahren gewesen. Auf dem Postamt hat sich der Brief hinter einen Regal angefunden. Was nun? Alain macht sich auf die Suche nach den anderen Bandmitgliedern.

Ein Buch, das mich einfach nur gut unterhält, wollte ich lesen. Der Klappentext und die Covergestaltung versprachen einen Roman, der mir genau das bieten würde. Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin vom Buch enttäuscht. Antoine Laurain hat leider keinen roten Faden für seine Geschichte gefunden. Vielen Personen wird Raum gegeben. Manchen begegnet der Leser immer wieder, anderen wird eine einzelne große Passage eingeräumt, um dann wieder unvermittelt in der Versenkung zu verschwinden. Mit ein bisschen Fantasie könnte man dem Autor unterstellen, hier verschiedene Missstände in der Gesellschaft aufzeigen zu wollen. Dafür werden die Themen dann aber wieder nur recht flüchtig angesprochen. Natürlich gibt es auch die kleinen persönlichen  Turbulenzen, denen es dann allerdings an Glaubwürdigkeit gefehlt hat. Einen Versuch war es wert, für mich war es ein Buch, das enttäuscht hat.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

familie, kriminell, flucht

Die zwölf Leben des Samuel Hawley

Hannah Tinti , Verena Kilchling
Fester Einband
Erschienen bei Kein & Aber, 30.08.2017
ISBN 9783036957692
Genre: Romane

Rezension:

Seit Jahren sind Samuel Hawley und seine Tochter Loo auf der Flucht. Doch jetzt, Loo ist beinahe im Teenageralter, soll das Umherziehen ein Ende haben. In Olympus wollen sie heimisch werden, ausgerechnet da, wo Loos Großmutter Mabel wohnt. Zurückgezogen lebt alte Dame seit Jahren ohne Kontakt zu Hawley und Loo. Sie gibt dem Vater ihrer Enkelin die Schuld am Tod ihrer Tochter, Loos Mutter. Doch was geschah damals? Auch Loo hat keine Ahnung von der kriminellen Vergangenheit ihres Vaters, die ihm immer knapp auf den Fersen scheint.

Hannah Tinti erzählt ihren Roman auf zwei Ebenen. Zum einen trifft der Leser gemeinsam mit Samuel und Loo in Olympus ein und erlebt deren Neuanfang. Loo bleibt wenig zu fassen. Bereits von frühesten Kindheitstagen durch den Tod ihrer Mutter an den Vater gebunden und weitgehend ohne soziale Kontakte aufgewachsen, scheint sie lediglich ein Schatten Hawleys zu sein. Ohne Widerspruch, ohne Aufbegehren. Hawley seinerseits kann kaum Gefühle gegenüber seiner Tochter zeigen. „Du bist mein Job.“ antwortet er auf die Frage seiner Tochter, warum er keinen richtigen Job hat. Und genau dieser Satz kennzeichnet auch sein Verhältnis zu Loo.

Im zweiten Erzählstrang wird Hawleys Vergangenheit beleuchtet. Narben von Schusswunden verunzieren seinen Körper und jede dieser Schrammen erzählt ein Stück aus seinem Vorleben. Diese Passagen, Kugel für Kugel erzählt, fand ich besonders lesenswert. Sie waren lebendig, spannend und konnten viele in der Gegenwart zunächst unverständlich erscheinende Situationen aufhellen.

Erzählt war der Roman sehr schön, aber leider konnten mich die beiden Hauptfiguren emotional nicht wirklich erreichen. Besonders erwähnenswert finde ich allerdings noch die Aufmachung des Buches. Erschienen bei Kein & Aber werden alle die Leser von einem wundervoll gezeichneten Cover überrascht, die den Schutzumschlag zur Seite legen. Danke dafür und für ein Buch, das mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

tod, familie, britischer humor, vater, roman

Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069877
Genre: Romane

Rezension:

„Schön, dass wir uns noch mal gesehen haben, Junge. Dass wir noch mal miteinander reden konnten. Solange man am Leben ist, denkt man immer, man hätte noch ewig Zeit, um mit anderen Menschen zu reden.“ Lyle ist 83 Jahre alt, als er auf dem Weg zum günstigeren Schokoriegel über die Straße schlurft und es zum tödlichen Zusammenprall mit einem Bus kommt. Beim Check-in im Himmel kommt es dann zu einer Verwechslung mit einem Namensvetter aus Amerika. Bedauerlich, aber natürlich könne es zu Fehlern kommen. Gern wäre man aber bereit, ihm als kleine Entschuldigung einen nochmaligen Besuch auf der Erde zu ermöglichen. Zwei Bedingungen: Nur an einem von ihm bestimmten Ort darf er sich aufhalten und nur einer Person kann er in diesen zwanzig Tagen begegnen. Lyle entscheidet sich für sein bisheriges Zuhause und seinen jüngeren Sohn Greg, das schwarze Schaf der Familie. Ein durchaus willkommenes Angebot für Lyle, denn ein, zwei Angelegenheiten gibt es schon noch zu klären. Schließlich kam Gevatter Tod doch sehr überraschend.

Auf dem Klappentext heißt es: „Eine wunderbar menschliche Geschichte über durchgeknallte Typen in rebellischer Grundstimmung. Erzählt auf dem schmalen Grat zwischen großer Komik, bittersüßer Trauer und tiefstem Ernst.“ Ich könnte das jetzt in meine eigenen Worte fassen, aber besser würde ich es auch nicht sagen können. Auch mit seinem zweiten Roman hat Henderson mich wieder mit einem wunderbar englischen Humor ausgezeichnet unterhalten und dabei das Thema aufgegriffen, was unser aller Leben nie langweilig werden lässt. Die Familie. Seit sieben Jahren hatten die Söhne Lyles keinen Kontakt mehr miteinander. Der Streit über die Farbgebung einer Regenrinne ließ nur noch den wechselseitigen Austausch von Weihnachts- und Geburtstagskarten zu. Billy, der ältere seiner beiden Söhne und mit der zänkischen Jean verheiratet, und Onkel Frank, Lyles kauziger Bruder, hauchen der skurrilen Geschichte mit ihren verborgenen Wünschen und Problemen Leben ein. Über Liebe wird in dieser Familie nicht gesprochen, heißt es an einer Stelle im Buch, man bekäme dann immer das Gefühl, es wäre etwas Schlimmes passiert. Und so leben alle nebeneinander her und scheinen ein wenig seltsam zu sein. Natürlich hält das Leben auch für Greg noch eine ganz besondere Überraschung bereit. Für ganz besonders gelungen fand ich Onkel Franks Dispute mit Reverend Tinkler über die Bibel. War Jesus wirklich so besonders? Passten tatsächlich alle Tiere auf die Arche Noah? Und wie wurden sie versorgt? „Sie haben die Bibel aber schon gelesen, oder?“ Eine wunderbar menschliche Geschichte, die ich gern sehr weiterempfehle!

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