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Die Montez-Juwelen

Sabine Vöhringer
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 08.03.2017
ISBN 9783839253526
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich mich auf dieses Experiment eingelassen habe, war ich sehr skeptisch.
Ich habe mir schon einmal ein solches Projekt angetan und es enttäuschte mich sehr.

Normalerweise lese ich ein Buch und erst dann trete ich an den Autor heran und erkläre ihm, wo der Frosch Locken hat.
Dieses Mal wird das Ganze von hinten aufgerollt.
Erst ein Austausch mit dem Autor, in diesem konkreten Fall, mit der Autorin, dann mit dem Verlag und dann das Lesevergnügen.

Ich gestehe, dass ich mit gemischten Gefühlen mein Tolino in die Hand nahm und fing zu lesen an.
Die Angst vor den Schmerzen, die merkwürdig zusammengesetzte Sätze und Absätze bei mir verursachen, ließ meine Hände zittern.
Ich las also.
Ich hielt sogar mein Atem an.
Und dann schmunzelte ich.
Alle meine Angst war unnötig.

Aber worum geht es hier eigentlich?
Wir haben die Lola Montez und die Juwelen im Titel.
Man soll erwähnen, dass es beide in dieser Konstellation nicht gab, nicht in diesem Ausmaß.
Lola Montez wurde verschiedenes angedichtet, weil sie sich zu sehr in die Politik eingemischt hat, wie so gut wie jede Mätresse.

Es ist sehr schön anzusehen, wie subtil Frau Vöringer die familiären Zerwürfnisse angegangen ist.
Ja, es ist kompliziert.
An der Geschichte nehmen sehr viele Menschen Teil und ich benötigte etwas Zeit, um sie zu sortieren. Zur Hilfe bekommt man eine Liste gleich am Anfang. Ich hätte mir die ausdrucken soll – blättern auf Tolino ist nicht mein Ding.

Eine viel größere Rolle als die Juwelen selbst spielen hier Schuldgefühle, Habgier, Ehrlichkeit und die Angst.

Es ist ein Krimi, also dürfte eine Leiche nicht fehlen.
Beinah wäre der Mensch aufgrund eines Unfalls gestorben, aber der Mörder hatte seine ganze Wut abgeladen, sein Opfer verletzt, umgebracht und zu Tode geführt.
Es wusste genau wie es geht, es wusste genau, was auf dem Spiel stand, wenn er es vermasselt.
Ob er sich dabei an etwas aus der Vergangenheit erinnerte?
Seine Fäuste ließ er sehr gerne sprechen.
Hat ihn das etwa sexuell erregt?
Wie gut, dass Hauptkommissar Perlinger sein Sabbatjahr fast beendet hat.
Wie gut, dass er sich von Respektspersonen nicht einschüchtern lässt.

Der Diebstahl der Juwelen, die Hintergründe und begleitende Umstände wurden von der Autorin gekonnt und angenehm verwirrend eingefädelt.

Das Buch ist vom Still her sehr elegant.
Nur bei den wenigen sehr langen Sätzen hat mich sehr viel Energie und Zeit gekostet sie so weit zu sezieren, dass ich die Information hervorholen konnte.
Zwischen den Zeilen habe ich immer wieder Unsicherheit gespürt: kommt das überhaupt gut an?
Ja! Es ist bei mir gut angekommen.
Wenn ich bedenke, dass es ein Erstling ist, sehe ich eine große Zukunft vor der Autorin.
Wir dürfen gespannt sein.

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Die Kirschvilla

Hanna Caspian
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453419551
Genre: Romane

Rezension:

Eine relativ gute Geschichte sehr, sehr holprig geschrieben. Als ob das Lektorat jeden zweiten Satz entfernt hätte und das übrige vergessen hat zu korrigieren. So was, wie "Nur noch in weiter Ferne konnte man das alte Holzboot erkennen, das KOPFÜBER den Fluss hinutertrieb" erwarte ich nicht in einem so hoch gelobten Buch.
Und die Fehler haben sich die Hand gegeben, fast Seite für Seite.

Die Art, wie es geschrieben wurde, reißt nicht vom Hocker, ist eher langweilig. Ich wusste schon auf  Seite 15, was bis zum Ende kommt.
Ich verstehe den Hype nicht. OK, das Deckblatt schaut einfach umwerfend aus aber das ist auch schon alles an Gutem, was ich berichten kann.
Das Lesen hat bei mir fast körperliche Schmerzen verursacht und dauerte wegen der unnötigen Fehler sehr lange, daher unterbrach ich es nach 50%.

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