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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Weißt du, warum ich tot bin?

Kim Lock , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.08.2018
ISBN 9783453359833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Jenna ist tot. Sie hat ihr Leben beendet und hinterlässt einen trauernden Mann und einen kleinen Sohn. Aber trauert Ark wirklich so sehr um seine Frau? Wirkt seine Miene nicht ein wenig zu aufgesetzt? Was verbirgt sich hinter der Fassade des Mannes, dem Jenna vor vier Jahren haltlos verfiel und seitdem nicht mehr wiederzuerkennen war? Fairlie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, bekommt überraschend einen Brief der Toten, der sie auf eine geheime Spur bringt und endlich Licht ins Dunkel wirft.

Rezension

Der Biss in eine Zitrone

Das Buch ließ sich eigentlich recht harmlos an. Geteilt in Heute und Damals erfährt man zunächst vom Selbstmord Jennas, kennt jedoch die Umstände nicht. Auch der Beginn des Damals ist eher ein zweitklassischer Schnulzenroman, Jenna lernt Ark kennen, Jenna verliebt sich Hals über Kopf, Jenna und Ark heiraten binnen 4 Monaten. Doch nach und nach zeigt Ark sein wahres Gesicht. Und das hat es gehörig in sich. Seine psychotischen Spielchen, die er bereits von Anfang an mit Jenna spielte, ließen mir die Haare zu Berge stehen. Zeitweise verzog sich mein Gesicht so angestrengt, als hätte ich geradezu in eine Zitrone gebissen. Da wird kontrolliert, erzwungen, verdreht und genommen. Und immer, wenn es am spannendsten war, wurde man zurück ins hier und jetzt geschleudert, zu Fairlie, Jennas bester Freundin. Plötzlich hatte man mit anderen Problemen zu hadern, den Problemen einer jungen Frau, die nicht verstehen kann, warum sich ihre Freundin das Leben nahm und ihren kleinen Sohn zurücklässt. Die selbst von ihrer Mutter zurückgelassen wurde. Zwischendurch gibt es kurze Briefeinschübe der Mutter von Jenna, die ihr nach und nach von ihrem ganz persönlichen Geheimnis erzählt. Dieses Geheimnis war der Auslöser für Jennas völligen Kontaktabbruch zu ihrer Mutter und vermutlich auch der Hauptgrund, weshalb sie sich so schnell in Arks Arme flüchtete. Außerdem soll dieses Geheimnis den Abgrund zwischen Heute und Damals überbrücken, soll verbinden, was zusammen gehört.

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich den zweiten Handlungsstrang nicht wirklich gebraucht. Ich kann hier nicht so viel erzählen, wie ich gerne würde, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man sich nur auf Jennas Leid konzentriert hätte. Damit wäre die Geschichte völlig ausgefüllt gewesen. Denn das Ende zog sich meiner Ansicht nach plötzlich reichlich hin, es kamen Wiederholungen von Wiederholungen und irgendwie hat es mich unbefriedigt zurückgelassen. Schade, denn der Mittelteil des Buches hat mich förmlich eingesaugt!

Fazit

Eine Geschichte, bei derem Fortgang sich die Haare sträuben, eine glaubhafte Entwicklung eines zarten Charakters ins bodenlose, und ein Einblick in die tiefen Abgründe einer menschlichen Seele. Der zweite Handlungsstrang ruiniert ein wenig die Tiefe des Ersten und hinterlässt einen etwas unausgegorenen Nachgeschmack. Trotz allem eine Leseempfehlung für alle, die gerne einen Blick in eine grausame Ehe voll Unterdrückung riskieren möchten.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4 ★★★★

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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I Saw a Man

Owen Sheers , Thomas Mohr
Fester Einband: 299 Seiten
Erschienen bei DVA, 22.02.2016
ISBN 9783421046697
Genre: Romane

Rezension:  
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(140)

327 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Isegrim

Antje Babendererde
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 23.08.2013
ISBN 9783401067537
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Bittere Bonbons

Rachel Gratzfeld , Rachel Gratzfeld
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei edition fünf, 26.02.2018
ISBN 9783942374934
Genre: Romane

Rezension:  
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47 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Das Labyrinth von London

Benedict Jacka , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734161650
Genre: Fantasy

Rezension:

Alex Verus ist Wahrsager. Kein billiger Amateuerdarsteller mit Wunderkugel, aus der er anderen die vermeindliche Zukunft weissagt. Nein, er ist echt. Er bewegt sich durch das Leben, indem er immer wieder die Stränge der Zukunft durchblättert und nach dem richtigen Weg sucht. Als ein altes Artefakt mit versteckter Macht auftaucht, scheint er plötzlich sehr gefragt zu sein bei Schwarz- sowie Weißmagiern. Doch können er und seine Freundin Luna, die einen geheimnisvollen Würfel gefunden hat, sich auf die richtige Seite schlagen?

Rezension

Welchen Weg wirst du wählen?

Sehr habe ich mich auf diese neue Reihe gefreut, spielt sie doch im magischen London und wird – nicht zu unrecht – vom Verlag mit Ben Aaronovitchs Flüsse von London teils verglichen. Auch Alex Verus erzählt aus persönlicher Sicht mit schnippischen, sarkastischen Tönen von seinem Leben als Magier. Nur ist Alex ein besonderer Zauberer, denn im Gegensatz zu den meisten, kann er keine direkte Magie wirken. Aber er kann in die unmittelbare Zukunft schauen und sich so durchs Leben mogeln. Keine schlechte Sache!

Für einen Reihenauftakt fand ich das Buch sehr gelungen, man erfährt ein wenig hier und da zu den persönlichen Hintergründen Alex‘, doch nicht zu viel, so dass noch genug Luft nach oben bleibt. Der Fall, in den er verstrickt wird, wirkt etwas gleichförmig. Jemand will seine Dienste, er lehnt ab, wird verfolgt und findet einen Weg hinaus aus der Klemme. Doch trotzdem hatte ich viel Spaß an der Geschichte, ging im Geiste die Perlenschnüre der Zukunftsvisionen durch, die Alex sah. Bemerkenswert finde ich außerdem, dass mit Alex Verus kein ausschließlich guter oder böser Protagonist erschaffen wurde. Denn in ihm scheinen beide Seiten gut versteckt zu sein und ich bin gespannt, für welche er sich schlussendlich irgendwann entscheiden wird. Auch Luna ist eine sympathische und nicht immer nur freundliche Gefährtin, die einen finsteren Fluch mit sich herumträgt. Schön war auch, dass diese Konstellation nicht direkt als Liebesauftakt ausgenutzt wurde. Nun harre ich also gespannt auf den nächsten Teil!

Fazit

Magischer Reihenauftakt der sich durchaus nicht hinter den Flüssen von London zu verstecken braucht. Wem Peter Grant etwas zu rasant und verschachtelt ist, der kann es mit Alex Verus etwas entschleunigter versuchen.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.2 ★★★★

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(11)

13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

The Perfect Girlfriend

Karen Hamilton
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Wildfire, 01.03.2018
ISBN 9781472244284
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Juliette Price hat endlich das Leben, dass sie sich immer sehnlichst gewünscht hat. Doch der Traum zerplatzt, als ihre große Liebe Nate die Beziehung viel zu früh beendet. Aber da hat er nicht mit Juliette gerechnet, denn wenn sie eines nicht kann, dann ist es: Loslassen.

Rezension

Von seelischen Verletzungen

Die Geschichte beginnt, wie soll es anders sein, beim Anfang. Dem Anfang vom allem Übel, das sich in Juliettes Leben zusammenbraut. Man verfolgt, wie sie an einem lauen Sommertag auf ihren kleinen Bruder Will aufpassen soll, doch es kommt zu einem schrecklichen Unfall. Seitdem ist ihr Leben nicht mehr, wie es ursprünglich verlaufen sollte. Sie wird zur Außenseiterin, von den beliebten Mädchen gehänselt und verstoßen. Besonders von einer, Bella, die schönste von allen. Dabei will Juliette doch nur dazu gehören, will in den inneren Kreis vordringen, will Bellas Freundin werden. Doch als das nicht funktioniert, kippt ein Schalter in ihr um. Der erste Baustein zu einem Leben, gefangen in einer Psychose, aus der es kein Zurück mehr gibt.

Karen Hamilton schafft in diesem Roman – wohlgemerkt kein Psychothriller – eine bemerkenswert sympathische Antiheldin. Man kann verstehen, warum ihr übel mitgespielt wurde und entdeckt immer mehr Zusammenhänge im Laufe der Zeit. Aber Juliette Price IST eben auch gruselig, Juliette nimmt Situationen völlig überdreht wahr, Juliette IST eine Stalkerin per excellance. Als ich las, wie sie sich in der dunklen, leeren Wohnung ihres Exfreundes einnistet, ihm etwas in den Kühlschrank packt und dann wieder verschwindet, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Denn wenn ich mir auch nur vorstelle, dass jemand in meiner Wohnung sitzt, wohlwissend, das ich nicht da bin, weil er meine Social Media Accounts verfolgt, bekomme ich eine leise Panik. Und genau so ist dieses Buch aufgebaut. Man folgt Juliette und ihren Gedanken, plant mit ihr die nächsten Aktivitäten. Man kann nicht erwarten, dass sie völlig durchdreht und mit dem Schlachtermesser eines Tages vor seiner Türe steht – sie macht das viel subtiler.

Denn Juliette wird Flugbegleiterin, um Nate – er ist Pilot – eines Tages völlig unvorbereitet wieder zu treffen, geschickt arrangiert mit einem perfiden Plan in der Rückhand.

Juliette schafft es, dass sie mir in vielen Situationen wirklich leid tat, ich sie in mein Herz schloss und inständig hoffte, sie würde endlich zur Vernunft kommen. Doch sie verfolgt eisern ihr Ziel, die große Wiedervereinigung mit Nate und gleichzeitig die Vernichtung ihrer früheren Erzfeindin Bella.

Das Ende wurde überraschend offen gelassen. Mir gefiel das wirklich sehr gut, denn so bleibt immer noch die Hoffnung, dass es ein gutes Ende nehmen kann für alle Beteiligten, ohne zu viel zu verraten.

Fazit

Alles in allem verstehe ich die doch recht durchschnittliche Bewertung nicht so recht. Man kann hier wirklich keinen Fingernagelverschlingenden Psychothriller erwarten, der wurde so auch nicht angekündigt. Aber man kann verfolgen, wie sich kleine Gemeinheiten aus der Kindheit zu etwas viel größerem, viel hässlicherem entwickeln. Ich wurde bestens unterhalten und kam nicht drum herum, das ein oder andere Mal die Augen aufzureißen und ungläubig mit dem Kopf zu schütteln.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4 ★★★★

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662 Bibliotheken, 16 Leser, 5 Gruppen, 43 Rezensionen

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Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Bettina Abarnell
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.04.2013
ISBN 9783257240894
Genre: Klassiker

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73 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

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Kenia Valley

Kat Gordon , Mayela Gerhardt
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 24.04.2018
ISBN 9783455002775
Genre: Romane

Rezension:  
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66 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Slade House

David Mitchell , Volker Oldenburg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 15.05.2018
ISBN 9783498042769
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Eine kleine, unscheinbare Gasse. Sie fällt kaum auf, man möchte schwören, sie war nie hier. Doch da findet man eine kleine schwarze Pforte, und dahinter … Dahinter liegt das Slade House, und du hast Glück, denn heute ist Tag der offenen Tür, also tritt herein und verweile bei uns.

Rezension

Ich mag den Charme alter Schauerromane, ich mag das weitestgehend unblutige Gruseln unter der Bettdecke, wenn Geisterhände nach mir greifen. Gleich vorweg: Der richtige Grusel kam bei diesem Buch nicht auf, aber dennoch ist es ein Pageturner. Denn Slade House ist in seinen Einzelteilen sehr komplex, bietet Wege, denen man gedanklich folgen kann. In einer Rezension las ich den Verweis zu David Mitchells Knochenuhren, das wohl thematisch mit dem Slade House verbunden sein könnte. Da ich dieses Werk noch nicht kenne, werde ich diesem Hinweis gerne nachgehen.

Slade House besteht aus vielen Einzelschicksalen, ein Zyklus von neun Jahren erschafft dieses Haus der Vergangenheit immer wieder neu, um Besucher hineinzulocken. Besucher, die sich ahnungslos in ihr Schicksal begeben. Die Ausgangssituation ist immer anders, doch David Mitchell schafft es trotz neuer Umschreibungen, trotz neuer Gedanken, den alten Lauf der Dinge als immer wiederkehrende Spirale zu komponieren. In ihrer Gleichheit sind die einzelnen Schicksale immer wieder anders, neu, erfrischend, erschreckend.

Man folgt jedem neuem Gast in der Ich-Perspektive, jeder bringt seine eigene Persönlichkeit mit und unterscheidet sich von den anderen. Eines jedoch haben sie alle gemeinsam: Sie sind auserwählt. Denn nicht jeder nutzt dem Slade House und seinen Bewohnern, nicht jeder kann auserkoren werden für eine gewisse … Aufgabe.

Was ihr genau entdeckt, wenn ihr euch für einen Besuch des Slade House wappnet, möchte ich euch nicht einmal ansatzweise verraten. Denn der feine Grusel liegt im eigenen Entdecken der Möglichkeiten. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, auch wenn der Gruselfaktor geringer als erwartet ausfiel.

Fazit

Wenn ihr mutig genug seid, dann schnappt euch dieses wunderbare Buch, das in seiner spiralförmigen Welt einzigartig ist. Denn auch wenn der subtile Grusel tiefer hätte sein können, so kommt man doch nicht umhin zu bewundern, auf welche Wege David Mitchell seine Leser geistig zu führen vermag.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

=4.2 ★★★★

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

Das größte Abenteuer der Menschheit

Lawrence M. Krauss , Helmut Reuter
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Knaus, 14.05.2018
ISBN 9783813506600
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

Woher kommt das Licht? Die Gravitation? Und welche Rolle spielen wir im Universum? Um das herauszufinden, müssen wir Lawrence M. Krauss auf eine Reise folgen, von den Ursprüngen der Welt bis heute. Eine Reise von Galileo Galilei bis zur Teilchenphysik.

Rezension

Wissen ist Macht, sagte einmal ein schlauer Mensch. Und mehr Wissen, bedeutet auch mehr Macht. Kann man denn jemals genug wissen? Ich denke nicht. Also habe ich mir dieses wirklich interessant klingende Sachbuch aus dem Knaus Verlag geschnappt und los ging es.

Irgendwie hatte ich mir unter dem Klappentext etwas anderes vorgestellt, vielleicht eine Geschichte, auf deren Fußspuren ich Wissen einsammeln kann, wie in manchen gut gemachten historischen Romanen – doch weit gefehlt! Dies hier ist und bleibt ein Sachbuch, vollgepackt mit Wissen über die Ursprünge unseres Universums, des Lichts, den neuen Technologien und angewandter Physik sowie Mathematik.

Doch einmal den anfänglichen Schock überwunden – Mathe und Physik waren noch nie meine liebsten Themen – fand ich zunehmend Gefallen am Erzählstil des Autors. Er spickt trockene Theorie (manche Dinge kann man auch gar nicht anders erklären) mit unterhaltsamen Geschichten, Randbemerkungen und Vergleichen. Viele Dinge werden anhand von kleinen Skizzen bebildert, so dass auch der weniger mathematisch veranlagte Geist einigermaßen folgen kann.

Das Buch ist in drei biblisch benannte Teile geteilt, Genesis, Exodus und Offenbarung, wobei mir Letzteres am Besten gefiel. Warum? Weil ich nun vollgestopft mit neuem Wissen den Ausführungen besser folgen konnte und es sich schließlich und endlich der Unendlichkeit des Universums widmet. Trotz der biblischen Betitelungen wird hier übrigens nicht Wissenschaft mit Glauben verglichen, was ich einerseits schade und andererseits gut fand, denn beide Dinge sollten nicht unmittelbar gegeneinander antreten müssen.

 Fazit

Ein Sachbuch über all die Dinge, die uns Menschen in unserer Existenz umtreiben. Große Rätsel werden gelöst, während noch größere noch auf ihre Lösung warten. Ein Sachbuch für all jene, die sich gern neues Wissen aneignen wollen, die auch vor physikalischen und mathematischen Überlegungen nicht zurückschrecken.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

vermitteltes Wissen ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4.2 ★★★★

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120 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

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Najaden - Das Siegel des Meeres

Heike Knauber
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734161438
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Zwei Brüder, Söhne der Sonne, ein Krieg, eine uralte Prophezeiung. Nur das Siegel des Meeres kann das Sandmeer davon abhalten, das Reich Assu zu verschlingen. Doch was, wenn das Siegel kein altes Artefakt ist – sondern menschlich? Und noch dazu über ungeahnte magische Fähigkeiten verfügt?

Rezension

Endlich habe ich einen neuen Schatz am Fantasy-Himmel gefunden! Ich kann euch gar nicht sagen, wie unfassbar glücklich mich dieses Buch während des Lesens gemacht hat. Eine komplexe neue Welt erwartet den Leser, die mit Feuerinselns, Meeren und Wüstenstaaten aufwartet. Eine Welt voller Magie, vieler Intrigen, Kriegen und Heimlichkeiten. Eine Welt, in der es Najaden gibt. Najaden, das sind nymphenartige Wesen, die sowohl an Land als auch unter Wasser leben können. Meliaé findet nach dem Tod ihrer Mutter heraus, dass sie sich in eine Seeschlange verwandelt kann, nur zum Teil oder auch komplett. Ihr Wesen verändert sich dadurch, die Charakterzüge des giftigen Lebewesens treten stark zutage.

Was dieses Buch so spannend und einizgartig macht, ist der Aufbau der Charaktere. Häufig hat man ein magisch begabtes Mädchen, einen gut aussehenden Bösen und sogleich wirft besagtes Mädchen alle Bedenken über Board, hängt sich ihm an den Hals und rettet die Welt. Doch Heike Knauber schafft es, keinen typisch verkitschten Kuschelfantasyroman zu schreiben. Die vielschichtigen Protagonisten handeln realistisch und bleiben ihren Charakterzügen treu, die Annäherungen finden langsam statt. Auch die Nebencharaktere wurden sehr anschaulich gezeichnet, keiner bleibt nur als Schemen, man baut zu jedem eine Bindung auf und findet Lieblinge auch unter den Randfiguren.

Besonders schön fand ich die eigene Mythologie, die auf echten Sagen um die Najaden aufgebaut wurde. Doch es ist nicht nur eine Legende, denn auch Meliaé trägt die Magie der Tioné in sich. Was sie zu einer gefährlichen und zugleich wichtigen Person für alle macht. Denn nur sie kann die Prophezeiung erfüllen.

Das Reich Assu gleicht einem Wüstenstaat, umgeben von Sand, beherrscht von einem Sultan. Auch Haremsdamen dürfen nicht fehlen. Ich mochte die orientalische Umgebung wirklich sehr gern, umgibt er die Geschichte doch mit einem Hauch von 1001 Nacht. Das Königreich Najadís jedoch bleibt etwas verborgen. Nur kurz währt der Aufenthalt am Anfang dort, dann ziehen wir über den Weltengürtel in den Krieg. Ich hoffe wirklich sehr auf einen zweiten Teil, in dem dieses sagenumwobene Reich näher beleuchtet wird. Heike Knauber hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte zu berühren, hat mich nägelkauend mitfiebern lassen. Denn hier fließt durchaus Blut, hier wird intrigiert und hier wird regiert. Und hier wird geliebt, aber auf sehr angenehme Weise.

Fazit

Ein großartiges Debüt von einer Autorin, von der es hoffentlich noch so einiges zu lesen geben wird. Ein High-Fantasy-Spektakel der Extraklasse, dass alles in sich vereint, was man sich nur wünschen kann. Fazit: Unbedingt lesen!

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★( 5 / 5 )

= 5 ★★★★★

  (13)
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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959671880
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

In der Zukunft ist es Menschen möglich, Reisen durch die Zeit zu begehen. Was läge also näher, als einen Abstecher ins Jahr 1815 zu machen, dem Jahr, in dem Jane Austen das Manuskript zu The Watsons ihrer Schwester gegenüber erwähnt, welches angeblich nie beendet wurde. Was, wenn man das Manuskript retten könnte?

Rezension

Liam und Rachel sind ausgewählt worden, sich auf eine heikle Reise ins England des frühen 19. Jahrhunderts zu begeben, um sich mit Jane Austen und ihrer Familie anzufreunden, und um schlussendlich das fertige Manusktipt von The Watsons zu finden und vor der Vernichtung zu bewahren. Dass damit das Wahrscheinlichkeitsfeld und somit der Lauf der Geschichte maßgeblich verändert wird, bleibt nicht außen vor.

Die Autorin hat sich viel Mühe gegeben bei der Ausarbeitung der Sprache und Gewohnheiten zu Jane Austens Zeiten. Der geneigte Austen-Leser wird sich wohl fühlen, versuchen sich Liam und Rachel doch redegewandt anzupassen. Zwar kann man nicht gerade von einer Jagd in diesem Buch sprechen, doch die vielen Besuche bei Jane und ihrer Familie, insbesondere bei Henry Austen, der sichtlich angetan von Rachel ist, haben mir wirklich gut gefallen. So gut, dass ich mir wünschte  selbst zurück reisen zu können.

Allerdings schleppt sich die Handlung ab einem gewissen Zeitpunkt deutlich dahin und es passiert nichts nennenswertes. Einzig die herrlichen Dialoge retten über einige weitschweifige Kapitel hinweg. Natürlich darf auch ein romantisches Abenteuer nicht fehlen, immerhin sind wir in Jane Austens Wirkungskreis. Zwischen dem liebestollen Henry Austen und ihrem reservierten Kollegen Liam schweifen Rachels Gedanken häufig ab, sehr zu meinem Leidwesen. Denn diese sexuell anzüglichen Gedanken wollten partout überhaupt nicht in die Welt Austens passen, die die Autorin wiederauferstehen lassen wollte. Ich wollte Romantik und bekam klischeehafte, aufkeimende körperliche Anziehung. Ich bin nicht verklemmt, aber es passte für meine Begriffe überhaupt nicht in dieses Setting und ich hätte gut und gern darauf verzichten können.

Ebenfalls etwas unzufrieden ließen mich die kurzen Bröckchen zurück, die die Autorin in ihre Beschreibungen der zukünftigen Welt einwarf. Sie spricht ein großes Sterben an, sowie Nahrung aus 3D-Druckern, doch irgendwie konnte ich mit den Häppchen nicht viel anfangen, wusste nicht, wofür sie relevant sein könnten. Besonders fehlte mir der Zusammenhang zur Mission der beiden Protagonisten. Natürlich liebe ich Jane Austen wirklich sehr und natürlich verstehe ich, wieso man ein Manuskript von ihr retten wollen würde, wenn man in der Zeit zurück reisen kann. Doch wäre das in meinen Augen nicht unbedingt eines der ersten Dinge, die ich täte, wenn es in unserer Vergangenheit solch ein großes Sterben gäbe. Kurzum: Auch hier hätte ich einfach darauf verzichten können.

Fazit

Nette Unterhaltungslektüre für Jane-Austen-Liebhaber, welche ein paar Abstriche in der Handlung verkraften können. Es mangelt etwas an Spannung und dem Austenschen Feingefühl für Liebesschwüre, punktet jedoch wieder in der schön herausgearbeiteten Sprache der Zeit.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★☆☆ ( 3 / 5 )

=3.6 ★★★★


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(12)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

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Ein Ire in Paris

Jo Baker , Sabine Schwenk
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaus, 23.04.2018
ISBN 9783813507546
Genre: Romane

Rezension:

Nun starrt er auf die drei Wörter, die er geschrieben hat. Sie sind vollkommen lächerlich. Das ganze Schreiben ist lächerlich. Ein Satz, jeder Satz ist absurd. Überhaupt auf so eine Idee zu kommen: Wörter nebeneinander zu stellen, Schulter an Schulter, Kopf an Kopf, und dann mit Satzzeichen so festzuzurren, dass sie sich keinen Millimeter mehr bewegen können.

(S.216)

Inhalt

Der zweite Weltkrieg ist ausgebrochen und der irische Jungautor Samuel Beckett verbringt seine Zeit in Frankreich, hat dort Freunde in der Kunstszene und vielleicht  die Liebe gefunden - doch was wird ihm der Krieg am Ende lassen?

Rezension

Wie stellt man sich das Leben eines Schriftstellers vor? Vermutlich eher geruhsam. Vielleicht eine kleine Schreibstube, ein Fenster ins Grüne, ein paar leere Notizbücher. Auf jeden Fall passen Bomben, Schüsse und Kriegsgetummel nicht in diese Vorstellung. Und doch bricht der Krieg aus, als Samuel Beckett - der in diesem Buch nie namentlich genannt wird - in Paris schreiben will. In Paris, weil seine Heimat Irland ihn nicht atmen lässt, ihn nicht zur Ruhe kommen lässt. Ruhe ist alles, was er braucht. Doch der Krieg verändert alles, seinen Schreibtrieb, seine Gewohnheiten, seine Liebe zu Suzanne. War diese vorher katzengleich, schlich sich hier und da in sein Leben, so schnürt der Krieg die beiden nun enger zusammen, so eng, dass für die Liebe vielleicht kein Platz mehr ist. Wie soll man lieben, schreiben  - sein? - in einer zerrissenen Welt. Nur mit körperlicher Arbeit kommt Beckett wieder zu sich. Mit körperlicher Arbeit und dem Gefühl, gebraucht zu werden. Aus dem Jungen, der allein nicht für sich selbst sorgen kann, wird ein Mann, der dem Krieg ins Auge schaut und sich auf eine Seite stellt. Einer der handelt, auch wenn er sich und andere damit in Gefahr bringt. Einer der anpackt, auch wenn es ihm ein Gräuel ist.

Jo Baker schreibt in einem mitreißenden Stil, lässt uns mit dem jungen Schriftsteller mitfühlen, mit leiden, sie lässt uns mit ihm durch den schlimmsten Dreck waten, immer auf der Flucht, ein Rebell auf den Straßen des besetzten Frankreichs. Denn auch das tut er in Frankreich: rebellieren und für ein Land eintreten, dass nicht sein eigenes ist, dem er aber sein Leben lang offen gegenüber steht.

Jo Baker schreibt über die Jahre, über die Beckett schwieg, die niemand von ihm kannte, die nur durch Briefe ans Licht kamen. Meisterhaft schafft sie es, diesen introvertierten Schriftsteller wieder auferstehen zu lassen, ihn menschlich zu machen. 

Fazit

Dieser Roman zeigt in großartiger Detailliertheit, was der Krieg den Menschen antun kann, er zeigt aber auch, wie Menschen in Extremsituationen über sich hinaus wachsen können. Absolute Leseempfehlung für alle, die den historischen Wegen Samuel Becketts folgen wollen.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung★★★★★ ( 5 / 5 )

Charaktere★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen★★★★★ ( 5 / 5 )

5 ★★★★★

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(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Sandmann

Dacia Palmerino , E.T.A. Hoffmann , Myriam Alfano , Andrea Grosso Ciponte
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Edition Faust, 20.09.2014
ISBN 9783945400036
Genre: Comics

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science fiction

Das Artefakt

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453318700
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Gehirn, mit dem er bereits dachte, nahm weitere Erinnerungen auf, und Rahil suchte in ihnen nach Hinweisen darauf, was ihn sein letztes Leben gekostet hatte. Es war nicht sein erster Tod gewesen; schon zum vierten Mal holte ihn die Technologie der Hohen Mächte ins Leben zurück.

(S.12)

Inhalt

Nachdem eine interstellare Katastrophe beinahe zur Auslöschung des gesamten Universums führte, erhielt die Menschheit eine zweite Chance. Eine Chance, zu beweisen, dass sie ein Leben ohne Kriege führen können, das Frieden und Diplomatie herrschen können. Doch auf dem Planeten Heraklon wird ein Artefakt entdeckt, welches die Völker erneut gegeneinander aufbringt, denn jeder will es für sich beanspruchen und kontrollieren.

Rezension

Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, mich der Science Fiction zu widmen. Filme und Serien halfen dabei, mich dem Thema Universum, Sterne und futuristischen Technologien anzunähern. Andreas Brandhorst ist einer der führenden deutschsprachigen Autoren in diesem Genre, und sein Roman Das Artefakt erschien bereits 2012 erstmalig.

Ich fürchte, ich habe mich als Neuling auf dem interstellaren Gebiet ein wenig übernommen. Inhibitoren, Fluktuatoren, Femtomaschinen und Interdiktoren. Keine Begriffe, die ihr kennt? Gut, ich nämlich auch nicht. Glücklicherweise gibt es im hinteren Teil des Buches ein umfangreiches Glossar, was zum Beispiel verrät, dass Inhibitoren kleine Waffen sind, die durch das Verschießen von Mikronadeln das Nervensystem der Zielperson blockieren. Die ersten 150 Seiten kam ich mir mehr oder weniger vor, als besuchte ich einen Universitätskurs fremder Begrifflichkeiten. So konnte ich nur mäßig der eigentlichen Geschichte folgen, die es durchaus in sich hat. Denn die menschliche Existenz steht auf der Schwelle zu höherem, wenn da nicht dieses Millionen Jahre alte Artefakt auf Heraklon wäre, dem Planeten, der den Frieden sichern sollte.

Zusammen mit Rahil Tennerit, einem Missionar der Ägide (eine Art Hilfsorganisation), fliegen wir durch den Weltraum, nachdem man uns von den Toten zurückgeholt hat. An unserer Seite Sammaccan, ein Polymorpher, der sein Aussehen jederzeit verändern kann. Im Dienst der Ägide wollen wir herausfinden, was es mit dem Artefakt auf sich hat, doch irgendjemand vereitelt immer wieder unsere Pläne, so dass wir niemals anzukommen scheinen.

Mir gefiel das Interludium am besten, der Mittelteil, in dem man etwas über Rahils Vergangenheit erfährt und bei dem dann so manche Entscheidung in der Zukunft klarer wird. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt störte ich mich dann auch nicht mehr an den vielen neuartigen Begriffen, die der Autor scheinbar für jeden seiner Romane neu erfindet. Leider trug das wenige Verstehen meinerseits häufig dazu bei, dass ich der Geschichte hinterherhinkte, hin und wieder nicht mitbekam, was gerade passierte und warum wir nun waren, wo wir waren. Gegen Ende nehmen dann jedoch die Wiederholungen zu, so dass auch der Letzte mitbekommen haben sollte, worum es denn jetzt eigentlich geht. Auch blieben mir die handelnden Personen eher fern, so richtiges Mitgefühl blieb irgendwo im interstellaren Raum hängen.

Fazit

Alles in allem fand ich die Story interessant, die Möglichkeiten und beschriebenen Technologien spannend, wurde allerdings nicht so recht warm mit der Komplexität dieser Welt. Das trifft mit Sicherheit nicht auf jeden Leser zu, deshalb gibt es eine Leseempfehlung für alle, die sich schon ein wenig heimisch fühlen in den Weiten des Weltalls – kein Buch für Science-Fiction-Anfänger.


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Ich wollte Liebe und lernte hassen!

Fritz Mertens
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 25.04.2018
ISBN 9783257300536
Genre: Biografien

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angst, frankreich, neuanfang, . selbstfindung, thais, vergangenheit, wurzeln, zirkus

Der Zirkus der Stille

Peter Goldammer
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 05.10.2017
ISBN 9783455002089
Genre: Romane

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ausdruck, duden, literatur, nachschlagewerk, redewendung, sprache, sprachgebrauch, umgangssprache, ungenutzt, veraltet, vergessen, worte, wörter, wortschatz

Luftikus & Tausendsassa

Katharina Mahrenholtz , Dawn Parisi
Fester Einband
Erschienen bei Bibliographisches Institut, 09.04.2018
ISBN 9783411711352
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

Wer kennt heute noch Worte wie Tausendsassa, Firlefanz und Mumpitz? Richtig, viel zu wenige. Für all jene, die neue (alte) Worte entdecken wollen und für alle, die die Liebe zu außergewöhnlichen Worten niemals vergessen haben, ist dieses Nachschlagewerk ein Muss!

Rezension

Ich liebe die Sprache! Der Umgang mit Worten ist etwas, das meinen Geist erhellt, ist etwas, das mir Freude ohne Ende bereitet. Ein schlechter Ausdruck und ich rümpfe affektiert die Nase und ziehe von dannen.

Nein, ganz so arg ist es nicht um mich bestellt, und doch liebe ich es, mit Worten zu spielen, meinen Gegenüber hin und wieder in Verblüffung zu versetzen, wenn ich mit einem Ausdruck um die Ecke biege, den man heutzutage nicht mehr verwendet. Umso mehr hat mich dieses Kleinod aus dem Dudenverlag erfreut, ist es doch genau das Richtige für mich. Ja, es ist ein Sachbuch, ein Nachschlagewerk von 100 vergessenen Worten. Doch findet man hier nicht nur die richtige Schreibweise wieder, sondern erfährt zu jedem Wort auf wenigen Zeilen seine Ursprungsgeschichte und seinen Verwendungszweck, auch Wissenswertes rund um das Wort an sich!

Bei Worten wie blümerant (das übrigens vom französischen bleu mourant stammt und sterbendes Blau bedeutet), Kokolores und sputen, hüpft mein Herz in wildem Kreis herum und ich möchte mit meinem neuerworbenen Wissen am liebsten überall gleichzeitig glänzen. Die Illustrationen zu einzelnen Worten sind liebevoll gestaltet und man merkt auf jeder einzelnen Seite, wie viel Herzblut Autorin und Illustratorin in dieses Buch gesteckt haben.

Fazit

Wer in der Welt der Sprache – ob neu oder alt – genauso aufzugehen vermag wie ich, dem sei dieses wunderbare Nachschlagewerk aufs aller wärmste empfohlen! Und wer Schindluder mit gutem Ausdruck betreibt – dem auch.

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big brother, brutale welt, derry, dystopie, fernsehen, fernsehshow, herzlosigkeit, horror, jagd, krankheit, menschenjagd, mord, richard bachman, stephen king, thriller

Menschenjagd

Richard Bachman , Stephen King
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.1999
ISBN 9783453157712
Genre: Fantasy

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Carrie

Stephen King
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404169580
Genre: Krimi und Thriller

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Das Böse in deinen Augen

Jenny Blackhurst , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.04.2018
ISBN 9783404176892
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

Imogen Reid zieht mit ihrem Mann zurück in das Dorf, aus dem sie als junge Frau vor ihrer hartherzigen Mutter floh. Nun nimmt sie die hiesige Stelle einer Psychotherapeutin für Kinder an. Als ihr der Fall Elli Atkinson übertragen wird, trifft sie auf engstirnige Kleinstadtbewohner, die noch immer an Hexerei zu glauben scheinen. Doch was hat es wirklich mit dem kleinen Mädchen auf sich, in dessen Umfeld immer wieder schlimme Dinge passieren?

Rezension

Paranormale Aktivitäten, Telekinese, Hexerei - solche Stichworte locken mich sofort an. Jenny Blackhursts neuester Psychothriller verspricht eine spannende Story rund um ein kleines elfjähriges Mädchen, dem von ihrer Umgebung teuflische Fähigkeiten nachgesagt werden.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Imogen Reid geschildert und zeigt in kurzen Kapiteln ebenfalls, wie es Ellie in der Zwischenzeit ergeht. Ich mochte die Geschichte eigentlich sehr, Ellie wuchs mir von Beginn an direkt ans Herz, das kleine Mädchen, das niemandem etwas zu Leide tun könnte und das doch alle verteufeln. Die Eltern tot, die neue Pflegefamilie nicht das Richtige für sie, in der Schule gehänselt und schikaniert. Einzig und allein ihre Pflegeschwester Mary scheint auf ihrer Seite zu stehen. Und nun auch Imogen Reid, ihre Psychotherapeutin.

Mir fehlte etwas die Spannung in diesem Psychothriller; zwar verfolgte ich den Verlauf der Geschichte gern und blätterte mich von Kapitel zu Kapitel, doch der richtige Nervenkitzel blieb aus. Mich hat das nur bedingt gestört, ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich eingefleischte Thriller-Fans eventuell langweilen könnten. Lässt man aber dieses Genre-Schubkastendenken einmal beiseite, hat man eine solide Geschichte mit interessanten Figuren, einem liebenswerten kleinen Mädchen (oder Teufel?) und gelegentlich eingestreuten Querverweisen zu Carrie White, der wahren Meisterin der schaurigen Telekinese.

Fazit

Kein hyperspannender Psychothriller, der einen aus den Puschen kippt, aber eine gute Geschichte mit einigen eingeflochtenen paranormalen Begebenheiten und einem interessant gestalteten Ende.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Handlung★★★☆☆ ( 3 / 5 )

Charaktere★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen★★★☆☆ ( 3 / 5 )

= 3.8 ★★★★

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Flavia de Luce - Schlussakkord für einen Mord

Alan Bradley , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.10.2014
ISBN 9783442379026
Genre: Krimi und Thriller

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Flavia de Luce - Tote Vögel singen nicht

Alan Bradley , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734100772
Genre: Romane

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Sherlock Holmes - Sämtliche Werke in drei Bänden

Arthur Conan Doyle
Fester Einband: 2.200 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.09.2014
ISBN 9783730601556
Genre: Klassiker

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144 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Genki Kawamura , Ursula Gräfe
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 23.04.2018
ISBN 9783570103357
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Einem Mann wird ein Gehirntumor diagnostiziert, an dem er binnen kurzer Zeit sterben wird. Als er mit dieser Gewissheit heimkehrt, erscheint ihm der Teufel in Gestalt seines eigenen Spiegelbildes und schlägt ihm einen Pakt vor. Doch wie es schon immer war, ein Pakt mit dem Teufel ist nie zu unterschätzen.

Rezension

Was brauchen wir wirklich im Leben, um glücklich zu sein? Unser namenloser Protagonist muss genau das für sich selbst herausfinden. Denn der Pakt mit dem Teufel sieht vor, dass jeden Tag, den er länger auf der Erde verweilen darf, eine andere Sache für immer verschwindet. Klingt machbar, denkt er sich. Da gibt es haufenweise Flecken in der Küche, auf die er verzichten kann, dreckiges Geschirr, Spinnweben. Doch so einfach ist es nicht, ist es nie gewesen. Denn der Teufel war schon zu Zeiten Fausts ein gerissener Widersacher. Natürlich wäre es für uns ein leichtes, auf solche Nichtigkeiten zu verzichten. Doch wie wäre es mit Musik? Filmen? Katzen?

Was wäre, wenn alle Katzen von der Welt verschwänden berührt eine Saite in mir, die sich mit solchen Fragen immer wieder auseinander setzt. Was ist wirklich wichtig, damit wir glücklich sind? Sind es Telefone, damit wir unsere Lieben immer anrufen können, wenn wir es wollen? Waren die Menschen früher unglücklich, weil sie kein Smartphone hatten, auf dass sie den Großteil des Tages starren konnten?

Sind es Richtlinien und selbstauferlegte Grenzen wie Tage, Monate, Zeiten, die uns zu glücklichen Individuen machen? Oder sind es doch die Lebewesen um uns herum, die für uns ein Leben lebenswert machen? Stellen wir anderes Leben über unseres? Oder sind wir Egoisten?

"Um etwas zu bekommen, muss man auf etwas anderes verzichten." (S.168)

Fragen über Fragen, denen  man sich innerhalb dieser kurzen Lektüre widmen kann. Der Protagonist kam mir näher, je länger ich in seinem Leben verweilte. Seine zerrüttete Familie, das langweilige Leben, zu dem er sich selbst verdammte, die unausgesprochenen Worte, die verlorene Zeit.

Fazit

Genki Kawamuras Roman Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden ist eine gelungene, moderne Art der Gretchenfrage: Nun sag, wie hast du’s mit …? Was wärst du bereit zu opfern, um selbst zu überleben?

Nicht nur für Liebhaber japanischer Literatur eine Leseempfehlung, sondern auch für all jene, die es ein wenig melancholisch und nachdenklich mögen.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Sprache ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 4.4 ★★★★

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