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232 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

klassiker, schelmenroman, hochstapler, betrug, roman

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Thomas Mann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.07.1989
ISBN 9783596294299
Genre: Klassiker

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ehe, österreich, erotik, sex, verfilmt

Traumnovelle

Arthur Schnitzler
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.02.1992
ISBN 9783596294107
Genre: Klassiker

Rezension:

„Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig.“

Sigmund Freud (1856-1939)

Vor ein paar Wochen sah ich mal wieder Stanley Kubricks letzten Film und Meisterwerk „Eyes Wide Shut“ mit Tom Cruise und Nicole Kidman. Durch diesen Film fühlte ich mich motiviert, mal wieder die „Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler zu lesen, auf dessen Werk der Film beruht.

Der Autor

Als Sohn eines Professors für Medizin und Facharzt für Kehlkopferkrankungen wurde Arthur Schnitzler am 15.05.1862 in Wien geboren. Über die Mutter finde ich bezeichnender Weise nichts. Nach dem Gymnasium studierte er ebenfalls Medizin. Er promovierte 1885 und arbeitete am Wiener Krankenhaus. 1886 eröffnete er eine eigene Praxis. Seine erste literarische Veröffentlichung stammt aus dem Jahre 1880 (Liebeslied der Ballerine).

Kurze Einführung

Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ von 1926 ist ein Werk, welches literaturhistorisch zwischen Impressionismus und Symbolismus anzusiedeln ist. Im Impressionismus tritt die (objektive) Beschreibung der Wirklichkeit, gegenüber der (subjektiven) Beschreibung der Wahrnehmung von Wirklichkeit zurück. Arthur Schnitzler ist ein Vertreter der sogenannten „Wiener Moderne“.
Parallel zu Sigmund Freud befasste sich Schnitzler mit psychischen Vorgängen im Innern seiner Protagonisten und bringt so (durchaus auch sexuelle) Tabus der Gesellschaft zur Sprache, die von Rationalität und Fortschrittsglauben geprägt ist. Die im Unterbewusstsein vorhandenen Kräfte und Triebe, entziehen sich der Kontrolle durch den Verstand.

Die Handlung

Die „Traumnovelle“ beschreibt 36 Stunden einer Beziehungskrise zwischen dem 35 jährigen Arzt Fridolin und seiner um einige Jahre jüngeren Frau Albertine im Wien des beginnenden 20. Jahrhunderts. Äußerlich entspricht diese Ehe dem Ideal. Ein gehobener Hausstand (mit Personal), eine offensichtlich glückliche Familie (die beiden haben eine 6jährige Tochter), Fridolin hat eine eigene Praxis und darüber hinaus eine Festanstellung in einem Wiener Krankenhaus. Rein materiell fehlt es ihnen an nichts.

Die eigentliche Geschichte beginnt mit einer Nachbetrachtung der beiden zu einem Maskenball (Redoute) am Vorabend. Eher unverfänglich erzählen sich beide von ihren Erlebnissen und beginnenden Flirts, aber auch davon, dass sie dies unangenehm fanden und langweilig und so ja doch recht schnell an diesem Abend wieder zueinander gefunden haben. Rasch fuhren sie nach Hause und vollführten eine der leidenschaftlichsten Liebesnächte in den letzten Jahren.

Doch in der Wiedergabe der Versuchungen vom Vorabend haben beide ein wenig übertrieben, auch um die Wirkung dieser Geschichtchen auf den Partner zu überprüfen und zu genießen. Albertine ist diese Offenheit wohl auch ein Bedürfnis, denn sie relativiert einerseits ihre subjektiven Eindrücke vom Maskenball, lenkt das Gespräch aber durchaus zum Kern, um Fridolin mit einer anderen Begebenheit aus der Vergangenheit zu konfrontieren. Ja, es hat diese Situation durchaus gegeben, dass sie ihm hätte untreu werden können – während ihres gemeinsamen Urlaubs in Dänemark. Sie fragte ihn, ob er sich an den Offizier am Nebentisch erinnern könne, der plötzlich aufstand, weil er zur Rezeption gerufen wurde.

„Ich hatte ihn schon des Morgens gesehen (...) ich war bewegt wie noch nie. Den ganzen Tag lag ich traumverloren am Strand. Wenn er mich riefe – so meinte ich zu wissen -, ich hätte nicht widerstehen können. Zu allem glaubte ich mich bereit; dich, das Kind, meine Zukunft hinzugeben, glaubte ich mich so gut wie entschlossen, und zugleich – wirst du es verstehen? – warst du mir teurer als je. (...) ..ich war beglückt ihn zu sehen. Dir aber strich ich über die Stirne und küsste dich aufs Haar, und in meiner Liebe zu dir war zugleich viel schmerzliches Mitleid.“

Von Albertine gedrängt, durchaus aber auch von beginnender Eifersucht über das gerade Gehörte geprägt, erzählt Fridolin von einer Versuchung – ebenfalls während des Dänemarkurlaubs. Bei einem Strandspaziergang stand er plötzlich vor einem nackten Mädchen, neben einem Strandhäuschen. Beide blickten sich an, berührten sich kurz und gingen auseinander. Diese Versuchung konnte sich nicht wiederholen, da dies am Morgen ihrer Abreise geschah.

So gewann dieses Gespräch einerseits an erotischer Spannung, andererseits war in beiden der Stachel der Eifersucht gesetzt, der den jeweils anderen an der Unantastbarkeit ihrer gegenseitigen Liebe zweifeln lies. Beiden war klar, dass dem/der anderen geheime Wünsche innewohnten.

Fridolin wird an dem Punkt zu einem Patienten gerufen. Dort eingetroffen ist dieser bereits tot. Dessen Tochter gesteht dem Arzt noch am Totenbett ihre Liebe und wirft sich ihm zu Füßen.
„Flüchtig erinnerte er sich eines Romans, den er vor Jahren gelesen und in dem es geschah, dass ein ganz junger Mensch, ein Knabe fast, am Totenbett der Mutter von ihrer Freundin verführt, eigentlich vergewaltigt wurde.“ Er denkt an Albertine und den jungen Offizier in Dänemark, drückt Marianne (die Tochter des Toten) an sich, spürt aber keine Erregung und lässt von ihr ab.
Was folgt ist eine ereignisreiche, verführerische und völlig abstruse Nacht, in der er im Zimmer einer Dirne und maskiert bei einer geheimen Orgie, der höheren Gesellschaft landet, teilweise auch bereit ist, untreu zu werden, sich aber die Gelegenheit nicht ergibt.

Nachts um 4 Uhr ist er zuhause und betritt das eheliche Schlafzimmer als Albertine im Traum lauthals lacht. Sie hört nicht auf und er weckt sie. Sie erzählt ihm ihren Traum, der für ihn nur bedeuten kann, dass sie von sexuellen Begierden erfüllt ist, die sich aber nicht nur nicht auf ihn beziehen, sondern ihn verhöhnen und ausschließen. Er fühlt sich real betrogen. Fridolin ist sich sicher, dass er sich trennen will, nicht aber bevor er allen einzelnen Versuchungen der letzten Nacht nachgegeben hat, um sie dann ähnlich ruhig seiner Frau zu erzählen – aus Rache.

Von diesem Gefühl und dem Willen erfüllt versucht er dies auch am folgenden Tag und Abend, doch es gelingt nichts. Als er wieder spät in der Nacht zuhause ist, liegt auf seinem Kopfkissen die Maske, die er während der geheimen Orgie getragen hatte. Er bricht zusammen und in Tränen aus, während die Hand und Stimme Albertinens ihn trösten. Jetzt erzählt er ihr alle Ereignisse der letzten beiden Nächte

„Was sollen wir tun, Albertine?“
Sie lächelte, und nach kurzem Zögern erwiderte sie: „Dem Schicksal dankbar sein, glaube ich, dass wir aus allen Abenteuern heil davon gekommen sind – aus den wirklichen und den geträumten.“
„Weißt du das auch ganz gewiß?“ fragte er.
„So gewiß, als ich ahne, dass die Wirklichkeit einer Nacht, ja dass nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens zugleich auch seine innerste Wahrheit bedeutet.“

Novelle

Zum Begriff Novelle will ich mich jetzt nicht ausbreiten. Da ich aber zwei sehr schöne Zitate dazu fand, möchte ich sie hier zumindest erwähnen.

"Denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit." (Goethe, Gespräche mit Eckermann, 29. Jan. 1827)
"Ein Menschenleben durch die unendliche sinnliche Kraft einer Schicksalsstunde ausgedrückt." (Georg Lukacs, Die Seele und die Formen 1911)

Wirkung
Es hat sich nicht wirklich etwas daran geändert, dass Beziehungen, wenn sie ernst gemeint sind, sehr viel Arbeit erfordern. Arbeit an sich selbst, aber auch Arbeit mit dem/der Partner/in. Diese Arbeit ist nie zuende.
Arthur Schnitzlers Novelle war durchaus der vorherrschenden Meinung des Positivismus entgegengestellt. Die zu diesem Zeitpunkt hochaktuelle Psychonalyse des Sigmund Freud und dessen allgemeine Erkentnisse, spiegeln sich auch in der „Traumnovelle“ wider. In einem Brief an Arthur Schnitzler zu dessen 60. Geburtstag schreibt Freud: „Ihr Determinismus wie Ihre Skepsis - was die Leute Pessimismus heißen -, Ihr Ergriffensein von den Wahrheiten des Unbewußten, von der Triebnatur des Menschen, Ihre Zersetzung der kulturell-konventionellen Sicherheiten, das Haften Ihrer Gedanken an der Polarität von Lieben und Sterben, das alles berührte mich mit einer unheimlichen Vertrautheit. (In einer kleinen Schrift vom J. 1920, "Jenseits des Lustprinzips", habe ich versucht, den Eros und den Todestrieb als die Urkräfte aufzuzeigen, deren Gegenspiel alle Rätsel des Lebens beherrscht.)“
Insofern ist die „Traumnovelle“ ein hochmodernes Werk, was auch heute noch seine Berechtigung hat – und in Kubricks Film heutigen Generationen wieder ins Bewusstsein gerückt wurde. Es ist absolut nicht schwierig zu lesen und recht kurz – meine Ausgabe hat gerade mal 117 Seiten Text. Für mich war es ein kurzweiliges Lesevergnügen, welches ich uneingeschränkt denjenigen empfehlen kann, denen es weniger auf Action, sondern mehr auf Inhalt und die leisen Töne ankommt.

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E.T.A Hoffmann, Der Sandmann/ Das Fräulein von Scuderi

Marion Boennighausen , Klaus-Michael Bogdal , Clemens Kammler
Flexibler Einband: 164 Seiten
Erschienen bei Oldenbourg, R., Verlag GmbH, 09.08.1999
ISBN 9783486886931
Genre: Sachbücher

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131 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

alkohol, kindheit, jugend, charles bukowski, das schlimmste kommt noch

Das Schlimmste kommt noch oder Fast eine Jugend

Charles Bukowski , Carl Weissner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2007
ISBN 9783423209632
Genre: Romane

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840 Bibliotheken, 6 Leser, 3 Gruppen, 52 Rezensionen

mittelalter, medizin, historischer roman, england, persien

Der Medicus

Noah Gordon , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.09.1997
ISBN 9783442437689
Genre: Historische Romane

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