Buecher-Fans

Buecher-Fanss Bibliothek

67 Bücher, 62 Rezensionen

Zu Buecher-Fanss Profil
Filtern nach
67 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

136 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

götter, vampire, mythologie, hexen, fantasy

Dein göttliches Herz versteinert

Kelly Keaton , Bea Reiter
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2013
ISBN 9783401067834
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dein göttliches Herz versteinert von Kelly Keaton

Nachdem ich euch bereits den ersten Teil der Trilogie, "Dein göttliches Herz entflammt", von Kelly Keaton vorgestellt habe, möchte ich euch den zweiten Band natürlich nicht vorenthalten: „Dein göttliches Herz versteinert“ ist im August 2013 bei Arena erschienen und umfasst 272 Seiten. Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Nach ihrem ersten, großen Kampf gegen Athene bleibt Ari verzweifelt zurück, denn die abtrünnige Göttin hat nicht nur ihren Vater noch immer in ihrer Gewalt, sondern nun auch noch die kleine Violet verschleppt. Doch Ari wäre nicht sie selbst, wenn sie sich davon unterkriegen ließe. So nimmt sie sich fortan an der Presby, der renommierten Privatschule in New 2, Unterricht. Sie lernt noch besser zu kämpfen, ihre Fähigkeiten auszubauen und gezielt einzusetzen, denn als Gorgo ist es ihr als einziger möglich, Götter zu töten – ein Umstand, den Athene zugleich unsagbar fürchtet, aber ebenso für ihre Zwecke nutzen will.
Zeitgleich sucht Ari in der geheimen Bibliothek der Presby nach einem Weg zu Athene zu gelangen und sie zu besiegen.

Mit „Dein göttliches Herz versteinert“ konnte Kelly Keaton mich wieder überzeugen. Man wird gleich am Anfang in die Geschichte reingeworfen und erlebt direkt Aris erste Trainingsstunden mit, und so geht es schon recht actionreich los. Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Kaum hatte ich die ersten Worte gelesen, tauchte vor meinem inneren Auge wieder die magische Welt von New 2 auf und ich bin vollkommen abgetaucht. Ich liebe einfach die Beschreibungen der verschiedenen Orte und hatte oft das Gefühl, als würde ich gerade selbst durch den Garden District oder Athenes Tempel schlendern.
Auch den Charakteren merkt man eine deutliche Veränderung an. Ari scheint im Laufe des Buches langsam aber sicher mehr und mehr zu akzeptieren was sie ist. Auch wenn sie noch immer alles daran setzt, den Fluch brechen zu wollen, um nicht in wenigen Jahren in ein Monster verwandelt zu werden, das jeden Menschen versteinert, der sie auch nur anschaut. Und auch Sebastian macht eine große Wandlung durch – nicht nur im körperlichen Sinne, sondern auch seine Macht scheint unglaublich gewachsen, und damit auch sein Selbstbewusstsein. Zu Beginn des ersten Teils noch eher der kleine Rebell, wandelt er sich nun langsam zu dem mächtigen, selbstbewussten Mann, der später einmal das Familienoberhaupt eines der mächtigsten Clans von New 2 sein wird.
Ein kleines Manko war für mich jedoch, dass Ari einfach unheimlich präsent ist in der ganzen Geschichte und so den Nebenfiguren nur wenig Platz lässt. Zu gerne hätte ich einfach mehr über die kleine Violet erfahren, oder auch über Aris Vater. Ich hoffe, dies ändert sich im dritten Band noch.

Das Cover hat mir auch hier wieder gut gefallen. Es ist passend zum ersten Teil gestaltet, nur dass in diesem Fall die roten Ornamente durch blaue ersetzt wurden. Allerdings finde ich auch dieses Mal das originale Cover besser. Hier sieht man den Hinterkopf eines Mädchens mit sehr hellem Haar, dessen Ende sich zu einer Schlange formt – definitiv ein toller Bezug zu Ari und ihrem Fluch.

„Dein göttliches Herz versteinert“ ist eine tolle Fortsetzung der mystischen Reihe von Kelly Keaton. Von vorne bis hinten beinahe komplett vollgepackt mit actionreichen Szenen, lässt es einen kaum zu Atem kommen und man ist nahezu gezwungen, es in einem Rutsch durchzulesen, weil man immer wissen will, wie es weiter geht.

>Nina<

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

220 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

liebe, gewalt, jugendbuch, wut, hooligans

Was wir auch tun

Marie Lucas
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 06.03.2014
ISBN 9783841422156
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was wir auch tun von Marie Lucas

Eine meiner deutschen Lieblingsautorinnen ist Marie Lucas. Sie hat mich schon mit „Zwischen Ewig und Jetzt“ in ihren Bann gezogen. Deshalb war ich umso neugieriger auf ein weiteres Werk von ihr. Und ich musste nicht lange warten. Der Fischer Verlag schickte mir „Was wir auch tun“ zu und dafür möchte ich mich hier bedanken.
In „Was wir auch tun“ konnte ich Robin, Alex und Jasper auf 494 Seiten in ihre individuellen Leben folgen, die unterschiedlicher nicht sein könnten...

Leicht war und ist das Leben von Alex nie gewesen. Sein Vater hat die Wut immer an ihm, seiner Mutter und seinem älteren Bruder Anton ausgelassen. Und so etwas hinterlässt natürlich Spuren. Doch zum Glück hat Alex einen großen Bruder, der ihn, seit er selbst alt genug war, beschützt hat. Und so geriet Alex sehr schnell in die Kreise seines Bruders. Er ist sein Held und auch als sein Bruder ins Gefängnis muss, hält Alex zu ihm und besucht ihn jede Woche. Natürlich bleiben seine Erfahrungen nicht ohne Folgen. Immer wieder spürt er diese Wut in sich und muss sie irgendwo bzw. an irgendjemandem auslassen. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass er noch nicht selbst im Gefängnis gelandet ist, wie sein Bruder. Seine Aggressivität ist auch der Grund, warum er immer wieder die Schule wechseln muss und so ist er bald wieder an einer neuen Schule, an der er keine Freunde hat. Doch Alex weiß sich zu helfen und klaut den Generalsschlüssel aus dem Sekretariat und lässt ihn illegal nachmachen. So kommt er an seine wichtigste Quelle: Die Schülerakten. Denn Informationen können in einer Schule extrem wichtig sein. Vor allem in einer Schule an der die reichen und angesagten Schüler regieren. Alex will mit denen nichts zu tun haben bis er seiner Mitschülerin Robin begegnet. Robin weckt eine Neugier und Gefühle in ihm, die er noch nie vorher erlebt hat. Und auch in Robin ist die Neugier geweckt. Denn der grüblerische Alex ist so ganz anders als alle Jungs, die sie davor kannte. Oder eher gesagt, er ist komplett anders als ihr Ex-Freund Jasper. Und das ist ein riesen Pluspunkt. Aber nicht nur das zieht Robin magisch an. Alex ist clever, kennt sich mit Literatur aus und er ist schweigsam. Auch wenn das Robin nach und nach in den Wahnsinn treibt.
Doch die Begegnung miteinander bringt nicht nur ihre Welten total durcheinander, sondern entfacht einen Hass, der sie mehr als nur ihre Beziehung kosten könnte...

Der erste Roman von Marie Lucas „Zwischen Ewig und Jetzt“ konnte mich auf Anhieb begeistern. Doch „Was wir auch tun“ war noch großartiger. Die Spannung, die mir ab und an im ersten Roman gefehlt hat, war hier auf jeder Seite greifbar. Die Story hatte dieses Mal nichts mit Fantasy zu tun, was der ganzen Story aber nicht schadete. Es war sogar sehr erfrischend etwas zu lesen, was in jeder Schule in jeder Stadt passieren kann. Die Authentizität war dadurch gewahrt. Was mir besonders gefiel, war, dass sich Marie Lucas nicht an Klischees bedient. Auch ihr Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch, dass die Erzählperspektive immer mal wechselt und man so einen Blick in die verschiedenen Gedankengänge bekommt, verfällt man nicht in eine Monotonie, was den Erzähler angeht. Die Geschichte wartet mit spritzigen Ideen und Witz auf, aber die Ernsthaftigkeit der Handlung geht nicht verloren. Die Charaktere sind so abwechslungsreich wie ein bunter Strauß Blumen. Alex kommt aus ärmlicheren Verhältnissen. Er ist sehr grüblerisch und vor allem loyal. Das sieht man vor allem in Bezug auf seinen älteren Bruder. Oftmals handelt er erst und denkt später nach. Vor allem, wenn gerade ein geliebter Mensch in Gefahr gerät. Er ist der Meinung, dass er kein Glück verdient hat. Doch dann kommt Robin in sein Leben und bringt dieses komplett durcheinander. Robin hatte nie Probleme mit Geld. Doch hat sie schon viele Schicksalsschläge ertragen müssen. Sie verliert trotzdem nicht den Mut. Als Alex in ihr Leben tritt, kommt sie nicht drum herum, ihre Lebensweise zu überdenken. Diese Entwicklungen der Charaktere haben mich sehr fasziniert. Und auch die Beziehung der beiden ist sehr authentisch und man merkt, dass beide von einander lernen. Sie profitieren von einander. Denn Robin lernt was wirkliche Liebe bedeutet und auch Alex lernt nach und nach, dass er sehr viel mehr verdient hat, als er je für möglich gehalten hat.
Das Cover ist traumhaft gestaltet. Ich denke es zeigt die zwei verschiedenen Welten, in der Alex und Robin leben.
Alles in allem finde ich, dass „Was wir auch tun“ ein grandioses Buch ist, das es verdient hat, von jedem gelesen zu werden. Ich möchte euch daher den 2. Roman von Marie Lucas ans Herz legen.

>Maria<

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

talavan, romantisch, mittelalterliche fantasy, kyrana yiory, fantasy

Nachtwesen - Die Vollstreckerin

Sabine Pagel
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei null, 18.07.2013
ISBN B00E254E10
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachtwesen – die Vollstreckerin von Sabine Pagel

Ich finde es immer wieder schön, Anfragen von bisher noch etwas unbekannteren Autoren zu bekommen. Denn so bekommt man die Chance Bücher zu lesen, die man vielleicht nie entdeckt hätte. Und deshalb gilt mein Dank dieses Mal dem Fantasy Verlag, der mir das Buch „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ von Sabine Pagel zu kommen ließ. Dadurch hatte ich die Möglichkeit auf 103 Seiten in das Leben von Kyrana einzutauchen und mich in die Welt von den Nachtwesen, Elfen und ganz normalen Menschen mitreißen zu lassen.

Die Menschen auf Talavan haben es wahrlich nicht leicht. Das eh schon sehr begrenzte Land wird von Elfen und Nachtwesen bevölkert und die Menschen müssen sich wohl oder übel mit ihnen arrangieren. Doch ihre Intoleranz steht ihnen im Weg. Selbst untereinander sind sie unfreundlich und wenig tolerant. Das muss auch die kleine Kyrana bemerken. Ihr Aussehen macht sie zu einer Außenseiterin und ihrer Mutter wird vorgeworfen ihren Mann mit einem Elfen betrogen zu haben. Abgeschieden von dem Getratsche der Stadtleute lebt die kleine Familie in einem kleinen Haus nahe eines Waldes. Kyrana, von Natur aus neugierig, erkundet den Wald mit einer Genauigkeit, dass sie bald jeden Baum und jeden Grashalm kennt. Ihre Eltern merken schnell, dass sie ein besonders wissbegieriges Kind haben und bringen ihr Lesen und Schreiben bei. Doch leider haben die Eltern nicht genügend Geld um ihr ab und zu mal ein Buch zu schenken. Denn ihr Vater, ein Holzfäller, ist für seine Arbeit oft tagelang unterwegs, trotzdem verdient er damit nur so viel, wie sie zum Leben brauchen. Und auch ihre Mutter verdient nicht genügend Geld bei ihrer Arbeit als Putzfrau für Kelmar, einem der Nachtwesen. Doch das ist Kyrana egal, denn alles was sie brauch sind ihre Eltern und ihr Wolf Akash, der immer am Wald auf sie wartet. Jahrelang lebt sie glücklich mit ihrer Familie zusammen.
Eines Tages ist die Zeit für ihr 10. Wiegenfest gekommen und die Mutter nimmt sie mit auf ihre Arbeit in das Anwesen des geheimnisvollen Kelmar. Von dem Haus fasziniert, folgt Kyrana ihrer Mutter in die Bibliothek. Und dort wartet eine Überraschung auf sie. Denn Kelmar, der ihr nie persönlich begegnete, schenkt ihr ein Amulett mit einem seltsamen Zeichen darauf. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck machen sich die beiden auf den Weg nach Hause. Als Kyrana einige Zeit später im Wald einen seltsamen Mann im Wald sieht, der Magie anwendet diese aber nicht unter Kontrolle hat und vernichtet wird, wird ihre Neugier geweckt. Denn sie sieht ein merkwürdiges Symbol – und das ist genau das Zeichen, welches sich auf ihrem Amulett befindet. Nach und nach wird Kyrana in eine Welt aus Geheimnissen und Magie gezogen und sie merkt, dass es das Leben ist, welches für sie schon immer vorher bestimmt war. Und auch dem geheimnisvollen Kelmar kommt sie langsam näher, doch dann passiert ein Vorfall, der die Welt der Nachtwesen erschüttert...

Ich war sehr glücklich, als ich den Debütroman von Sabine Pagel „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ als Rezensionsexemplar erhalten habe. Denn mir gefiel der Klappentext auf Anhieb sehr und so war ich sehr neugierig auf das Buch.
Am Anfang fiel es mir schwer in das Buch herein zu kommen. Der Prolog verwirrte mich sehr. Ich fand es jedoch sehr schön wie die Autorin ihre Welt bzw. die Welt von Kyrana beschrieben hat. So hatte man ab dem 1. Kapitel einen Kontext zu der eigentlichen Handlung und die Tatsache, dass man aufgrund des Prologs so plötzlich in die Handlung hinein geworfen wurde, wurde aufgehoben. Ab und zu hatte ich Probleme mit der Sprache. Natürlich kann man die Charaktere, die im Mittelalter leben, nicht so sprechen lassen als wären sie im 21. Jahrhundert geboren. Doch ab und zu fiel es mir sehr schwer, mich weiter auf die Handlung und allgemein auf das Buch zu konzentrieren. Nach dem holprigen Anfang befürchtete ich, dass die weiteren Kapitel ziemlich öde werden würden. Doch zum Glück überraschten mich die folgenden Geschehnisse und so kam auch endlich Spannung auf. Auch die Charaktere waren sehr interessant.
Ich mochte vor allem Kyranas Sturkopf und dass sie direkt ausspricht, was sie denkt. In dieser Zeit konnten diese Eigenschaften sehr gefährlich sein, doch trotzdem blieb sie sich selbst treu. Auch im Umgang mit den Nachtwesen war sie sehr unerschrocken. Ich mochte die mutige Art an ihr, doch manchmal kam sie mir etwas kühl vor. Dieser Eindruck änderte sich immer, wenn Kyrana mit Kelmar zu tun hatte. Denn dann war sie einfach nur eine Mädchen bzw. eine Frau, die nicht wusste wie sie dem Mann ihrer Träume ihre Liebe gestehen konnte.
Auch Kelmar wuchs mir sehr ans Herz. Er war im Umgang mit Kyrana immer sehr liebenswürdig und ging mit ihr immer behutsam um. Es war einfach erfrischend mal einen männlichen Charakter kennen zu lernen, der noch ein echter Charmeur war und nie ausfällig wurde.
Was mir an dem Buch sehr gefallen hat, waren die großen Zeitspannen. Denn eh man sich versah, waren 11 Jahre um und so kam die Handlung rasch voran ohne den Leser mit sinnlosen Seitenfüllern zu langweilen.
Ich bin schon sehr gespannt auf den 2. Band und ich kann „Nachtwesen – die Vollstreckerin“ jedem empfehlen, der mal Lust hat, ins Mittelalter zu reisen, um die Nachtwesen, Menschen und Elfen dieser Zeit kennen zu lernen.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

135 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

engel, dämonen, fantasy, andrea bottlinger, berlin

Aeternum

Andrea Bottlinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783426511794
Genre: Fantasy

Rezension:

„Aeternum“ ist das Debüt von Andrea Bottlinger. Der Fantasy-Roman umfasst 576 Seiten und ist am 02. April 2013 bei Knaur TB erschienen. Ich danke dem Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Ein Beben erschüttert Berlin, kurz darauf stürzt der Alexanderplatz ein und hierlässt einen riesigen Krater, der bis weit in die Tiefen unter der Großstadt führt. Niemand weiß warum dies geschehen ist. Auch Engel und Dämonen, die seit Urzeiten im Krieg leben, haben keine Ahnung wer oder was das Ganze verursacht hat. Und so beschließen beide Parteien jeweils einen Abgesandten in die Katakomben zu schicken, um es herauszufinden. Die Wahl fällt auf den gefallenen Engel Jul und die junge Magierin Amanda, die zugleich – gegen ihren Willen – einem Dämon dient. Gemeinsam steigen sie hinab in den Krater und kommen dabei einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur…

Andrea Bott hat einen flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Sie schafft es, die Umgebung sehr gut und bildlich zu beschreiben. Ich konnte den zerstörten Alexanderplatz und die dunklen, gruseligen Katakomben nahezu vor mir sehen.
Allerdings, muss ich ehrlich sagen, hatte ich arge Probleme wirklich in die Geschichte rein zu finden. Es war mir einfach nicht möglich, vollkommen abzutauchen. Und teilweise zog es sich auch sehr in die Länge, wodurch ich ziemlich lange gebraucht habe, dieses Buch zu beenden. Die Idee hinter dem Buch fand ich jedoch äußerst interessant. Etwas in der Art hatte ich bisher so noch nicht gelesen.
Auch mit den Protagonisten hatte ich zu meinem Leidwesen so meine Probleme. Zwar sind sie alle sehr schön ausgearbeitet und dargestellt, doch ich bin nicht wirklich warm geworden mit ihnen. Zweitweise konnte ich Juls und Amandas Handlungen nicht ganz nachvollziehen und ihr Schicksal ging mir leider nicht so sehr ans Herz. Es ist mir sehr schwer gefallen, mich in sie hinein zu versetzen – was jedoch eine große Voraussetzung ist, damit ein Buch mich fesselt.

Das Cover gefällt mir gut. Es ist in schwarz und blau relativ schlicht gehalten. Einzig der Schriftzug und ein zweifarbiges Ornament, das man meiner Meinung nach gut als zwei Engel deuten könnte, zieren den Buchumschlag.  

Meiner Meinung nach ist „Aeternum“ ein Roman, der mich leider einfach nicht packen konnte, jedoch mit einer interessanten Geschichte aufwartet, die trotz aller negativen Punkte, die ich vorgebracht habe, gut erzählt ist und sicher vielen anderen tolle Lesemomente beschert.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

180 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 45 Rezensionen

engel, fantasy, flügel, motte, familie

Der letzte Engel

Zoran Drvenkar
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 01.10.2012
ISBN 9783570154595
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar

Kennt ihr das, wenn ihr in der Buchhandlung seid und eigentlich kein bestimmtes Buch kaufen wollt, sondern einfach nur stöbern möchtet und plötzlich springt euch ein Cover ins Auge und es lässt einen einfach nicht mehr los? Dann braucht man natürlich noch Glück, dass der Klappentext einen anspricht. Und wenn der Verlag dann noch so lieb ist und das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellt, kennt das Glück natürlich keine Grenzen. Deswegen möchte ich mich bei dem cbj Verlag bedanken, weil er mir „Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar zukommen ließ. Auf 430 Seiten konnte ich Motte in sein neues Leben begleiten und viele interessante Bekanntschaften machen.

Markus alias Motte lebt mit seinem Vater in Berlin und ist eigentlich ein ganz normaler Junge seines Alters. Er geht zur Schule, ist heimlich in seine beste Freundin Rike verliebt und hängt am liebsten mit seinem besten Freund Lars ab. Das einzige, was er vermisst, ist seine Mutter. Sie verließ ihn, als die beiden in Dänemark im Urlaub waren. Am Abend sagte sie ihm noch, dass er seinen Comic zu Ende lesen darf und sie noch einen Spaziergang machen würde, doch als er am nächsten Morgen erwachte, war sie nicht da. Und so wurde sein Vater alleinerziehend und er hatte auf einmal keine Mutter mehr. Jedes Mal, wenn er seinen Vater oder Großvater fragte, warum sie sie denn verlassen hatte und ob sie je wieder kommen würde, wichen die beiden Mottes Fragen aus.
Doch diese Fragen beschäftigten ihn auch eines Abends noch, obwohl das inzwischen alles viele Jahre her war. Zum Glück weiß Motte genau, wie er sich ablenken kann: Er denkt einfach an Rike. Bisher hat ihn das immer aufgeheitert. Seine Tagträumereien werden jedoch jäh unterbrochen, als sein Laptop den Eingang einer Mail verkündet. Mit dieser Mail verändert sich sein ganzes Leben. Denn kurz gefasst steht darin: Du wirst diese Nacht sterben.
Natürlich würde erst einmal jeder, der so eine Mail bekommt, denken, dass es ein blöder Scherz wäre und sich keine Gedanken machen. Doch irgendwie überfällt einen dann doch die Angst. Und so ergeht es auch Motte. Er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und versucht die ganze Nacht nicht zu schlafen. Doch irgendwann übermannt ihn die Müdigkeit und er schläft ein. Als er nachmittags erwacht, war er sehr erleichtert, dass er doch noch lebt. Oder doch nicht? Denn als er sich im Bad im Spiegel betrachtet, fallen ihm einige Veränderungen auf. Die größte allerdings erschreckt ihn bis ins Mark: Er hat Flügel! Und mit seinem Tod beginnt sich eine Jahrhundertelange Prophezeiung zu erfüllen...

Ich war wirklich sehr gespannt auf das Buch, da mich der Klappentext sehr ansprach. Ich hatte eine großartige und fantasiereiche Geschichte über Engel erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, die Ideen waren super und auch die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, doch leider scheiterte es an der Umsetzung.
Das Buch kann man eigentlich in einem Wort zusammenfassen: Rückblenden. Die eigentliche Handlung um Motte nahm maximal 100 Seiten ein. Ich finde es ja eigentlich klasse, wenn Nebencharaktere ausführlich beschrieben werden und man etwas über deren Geschichte erfährt, aber irgendwann verschwamm die Grenze zwischen Hauptcharakter und Nebencharakter. Denn Motte kam eigentlich kaum zu Wort. Das Buch lebte von zahlreichen Personen und diese wurden immer in Rückblenden vorgestellt. Das nahm dem Buch die Spannung. Denn die Handlung geriet dadurch ins Stocken, da die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt wird, aber fast immer die gleiche Szenerie. Aufgrund der ganzen Rückblenden wird der Leser immer mehr verwirrt und irgendwann kam ich einfach total aus der Geschichte raus. Jedoch gab es auch positive Dinge an den zahlreichen Rückblenden. Zum einen wären die Informationen. Ich finde es immer wichtig zu wissen, warum eine Person so handelt, wie sie eben handelt. Ich finde es ganz schlimm, wenn Autoren uns Leser vor vollendete Tatsachen stellen und das war zum Glück bei Zoran Drvenkar nicht der Fall. Er erklärt ausführlich, was die jeweilige Person zu ihrer Handlung „gezwungen“ hat. Die zweite Sache, die ich an den Rückblenden gut fand, war, dass man verschiedene Epochen kennenlernen konnte. Viele „Zeitsprünge“ waren über hunderte Jahre, und die Lebensweise fand ich schon sehr packend.
Doch was mich wirklich fesselte, waren diese sehr facettenreichen Personen. Es war eigentlich für jeden etwas dabei. Ob nun der schüchterne Teenager, der seinen Mut erst wieder entdecken muss, die mutige 10-jährige, die eigentlich meist mehr drauf hat, als jeder Erwachsene, oder der hinterhältige Opa, der eigentlich nur auf sein Wohl aus ist – sie waren alle großartig und sprachen meine Gefühle an. Sie sprangen auch nie aus ihrer Rolle, was ich als sehr angenehm empfand. Zoran Drvenkar hat sehr viel Herzblut in seine Charaktere gesteckt, das hat man gespürt. Leider kam ich einfach mit dem Schreibstil nicht zurecht.
Ab und zu flammte dann doch etwas Spannung auf und so konnte mich „Der letzte Engel“ trotzdem gut unterhalten. Und ich hoffe ganz stark, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, denn das Ende lässt dies definitiv zu.
Das Cover ist sehr düster gehalten und zeigt eine Hand, die Federn in der Hand hält. Mit dem Titel “Der letzte Engel“ macht die Gestaltung des Covers Lust auf mehr.
„Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar konnte mir angenehme Lesestunden bereiten. Jeder, der Geschichte liebt und auch Rückblenden, dem lege ich das Buch sehr ans Herz.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2.186)

3.137 Bibliotheken, 44 Leser, 6 Gruppen, 202 Rezensionen

selbstmord, mobbing, jugendbuch, jay asher, kassetten

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tote Mädchen Lügen nicht

„Tote Mädchen lügen nicht“ ist der Debutroman von Jay Asher. Erschienen ist dieser bereits am 16.03.2009 bei cbt und umfasst 288 Seiten. Wir danken dem Verlag herzlich für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Clay ist überrascht, als er eines Tages ein Päckchen mit Kassetten nach Hause geschickt bekommt, wie ein paar seiner Mitschüler auch. Die Kassetten sind von seiner ehemaligen Schulkameradin Hannah besprochen. Hannah hatte kurz zuvor Selbstmord begangen und erklärt auf diesen Kassetten nun wie es dazu kam. Sie macht den Hörern klar, dass jeder, der in ihrer Erzählung vorkommt, in gewisser Weise mit ihrem Suizid zu tun hat. Anfangs glaubt Clay noch an einen widerlichen Scherz, dennoch kann er nicht Widerstehen und beginnt sich Hannahs Geschichte anzuhören. Schnell ist er vollkommen gefangen und macht sich, bewaffnet mit seinem Walkman und einer Karte, die Hannah ebenfalls kurz zuvor allen Beteiligten hatte zukommen lassen, auf die Suche nach den Schauplätzen ihres Leids. Und je mehr er hört, desto mehr wird ihm klar, wie viele vermeintliche Kleinigkeiten doch zu einem so großen Unheil führen können.

„Toten Mädchen lügen nicht“ hat mir gut gefallen. Jay Ashers Schreibstil ist leicht und fließend. Er lässt sich sehr gut lesen. Die bedrückende Stimmung kommt perfekt rüber, man fühlt einfach mit den Protagonisten mit. Jede der Kassetten erzählt die Geschichte eines Mitschülers und wie dieser mit seinen Handlungen Hannah schließlich in den Tod getrieben hat. Anfangs denkt man noch alles ist eigentlich vollkommen harmlos, doch je weiter man lies, desto schlimmer scheint alles zu werden und es wird einem bewusst, dass man sich geirrt hat. Auch viele vermeintliche Kleinigkeiten können einen großen Schaden anrichten.
Erzählt wird die Geschichte aus Clays Sicht, es wurde in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Besondere ist jedoch, dass auch Hannahs Erzählungen von der Kassette dargelegt werden, hervorgehoben durch Kursiv-Schrift, so kommt man zu keiner Zeit beim Lesen durcheinander.
Clay ist ein sehr sympathischer Protagonist. Durch die Perspektive lernt man ihn sehr gut kennen und spürt seinen Drang herauszufinden, was Hannah alles zugestoßen ist und wie sehr es ihn bestürzt, auch für Hannahs Tod verantwortlich zu sein.
Auch Hannah bleibt einem nicht fremd. Durch ihre Erzählungen taucht man ebenfalls in ihr Leben ein, kann gut nachvollziehen wie sie sich gefühlt haben muss und leidet mit ihr.
Von Clays anderen Mitschülern erfährt man hauptsächlich durch Hannahs Erzählungen, dennoch entwickelte ich gegen einige eine gewisse Antipathie.

Das Cover ist sehr auffällig gestaltet: knallrot mit großer Schrift und dreizehn Strichen, die für jeden Mitschüler und somit jeden Grund stehen, der Hannah letztendlich das Leben gekostet hat.

„Tote Mädchen lügen nicht“ erzählt eine schockierende Geschichte, die jedem von uns passieren könnte, auf einfühlsame, aber zugleich auch gnadenlose Weise. Jay Asher zeigt uns auf, was Gerüchte und Mobbing anrichten können und bringt so vielleicht den einen oder anderen dazu, sein Verhalten vielleicht noch mal zu überdenken. Definitiv ist dieses Buch nicht nur für Jugendliche zu empfehlen.

>Nina<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

212 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

schokolade, mafia, dystopie, new york, liebe

Edelherb

Gabrielle Zevin , Andrea Fischer
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.10.2013
ISBN 9783841421319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Edelherb von Gabrielle Zevin

„Bitterzart“ von Gabrielle Zevin war eines meiner Buch-Highlights im Frühling diesen Jahres. Umso mehr freute ich mich daher auf den 2. Band, der den Namen „Edelherb“ trägt. Als ich es dann viele Tage vor dem Erscheinungsdatum das Rezensionsexemplar vom Fischer Verlag erhielt, war ich natürlich, salopp gesagt, aus dem Häuschen, denn nun konnte ich wieder in das New York im Jahre 2083 reisen und Anya Balanchine auf 520 Seite über die Schulter blicken.

Anya hat es wahrlich nicht leicht. Auf ihren Freund wurde beim Abschlussball geschossen und der Schütze war niemand geringerer als ihr eigener Cousin. Der Vater ihres Freundes ist der amtierende Staatsanwalt von New York und wenig begeistert davon, dass sein Sohn mit einer Mafia-Tochter zusammen ist. Und zu allem Übel kommt auch noch, dass ihr Bruder ihren Onkel angeschossen hat und sie ihn in Japan unterbringen musste damit er nicht ins Gefängnis kommt oder von ihrer Familie erschossen wird. Denn bei ihren Verwandten gibt es kein Vergeben und Vergessen. Als ob das nicht alles schon schlimm genug wäre, muss sie wieder in die Erziehungsanstalt, die den klangvollen Namen „Liberty“ trägt. Nachdem sie ihre Haftstrafe verbüßt hat, schwört sie sich nie wieder zurück zu kommen. Doch das ist bei ihrer Familiengeschichte leichter gesagt als getan. Anya versucht wieder ihr normales Leben zurück zu bekommen, doch leider nimmt keine Schule in der näheren Umgebung eine „Kriminelle“ auf und nach Holy Trinity kann sie nicht zurück, da sie wegen unerlaubten Waffenbesitzes von dieser Schule geflogen ist. Jedoch passiert plötzlich ein Wunder. Die Direktorin ihrer ehemaligen Schule bittet Anya um ein Gespräch. Dabei stellt sich heraus, dass der Schule eine erhebliche Menge Geld gespendet wurde, mit der Absicht, sie wieder auf die Schule zu bekommen. Doch wer ist dieser heimliche Gönner? Anya beschließt nicht weiter darüber nachzudenken und genießt es, wieder mit ihrer besten Freundin Scarlet, ihrem Freund Win, ihrer Schwester Natty und anderen Freunden am Unterricht teilzunehmen und mit ihnen die Pausen zu verbringen. Jedoch ist ihr Glück nicht von Dauer und wenige Tage später wird sie von der Polizei wieder nach „Liberty“ gebracht. Der Grund für die Rückkehr ist ein einziges Foto, was sie und Win beim Händchen halten zeigt. Anya kann es nicht fassen und sie plant mit ihren zwei Rechtsanwälten die Flucht nach Mexico. Doch auch an diesem traumhaften Ort, an dem sie den Anbau von Kakao erlernt und viele neue nette Menschen trifft, kann sie vor ihrer Vergangenheit und ihrer Abstammung nicht fliehen...

„Edelherb“ schließt nahtlos an „Bitterzart“ an. Anya befindet sich in „Liberty“ um ihre Haftstrafe abzusetzen. Die Vorstellung, dass ich selbst in eine Erziehungsanstalt müsste, jagt mir einen Schauer über den Rücken. Ich finde es sehr bewundernswert wie Anya mit dieser Situation umgeht. Sie ist nicht eingeschüchtert, außer wenn sie in den berüchtigten Keller der Anstalt muss, aber ansonsten ist sie stark, tough und fällt nicht weiter auf. Sie versucht der Situation noch etwas Positives abzugewinnen. Und das hat mich sehr inspiriert. Ich finde es auch richtig bemerkenswert, dass sie ihr Erbe und ihren Namen, der ihr ja soviel Ärger eingebracht hat, nicht verleugnet. Sie trägt ihn mit einem gewissem Stolz und versucht Einfluss zu nehmen. Man kann eigentlich sagen, dass sie eine typische Macherin ist. Was mich an diesem Band immer wieder fasziniert, ist, dass Anya ihre Gefühle immer mehr offenbart. Denn sie merkt, dass sie mit ihrer verschlossenen Art nicht weiterkommt. Und in meinen Augen macht sie damit eine große Veränderung durch. Im ersten Band war es ihr schier unmöglich, ihre Gefühle offen auf den Tisch zu legen, was bei ihren Schicksalsschlägen kein Wunder ist. Doch jetzt streift sie diese kühle Art etwas ab. Natürlich ist sie immer noch nicht das sensible Mädchen von neben an, aber das hat mich überhaupt nicht gestört.
Sie merkt auch schnell, dass sich Natty, ihre Schwester, in ihrer Abwesenheit zu einer jungen Frau verändert hat. Mit jungen 13 Jahren ist diese Entwicklung schon beträchtlich. Aber im Hinblick auf die Hochbegabung von Natty absehbar. Sie lernt, dass es wichtig ist, an seinen Zielen festzuhalten und den falschen Personen nicht zu vertrauen. Nach und nach hat sie immer mehr ein Auge dafür, wem sie ihr Vertrauen schenken darf und wird auch immer mehr zu einer guten Beraterin für Anya.
Was ich an „Edelherb“ besonders interessant fand, waren die Geschichten der Nebenfiguren. Denn diese wurden nicht außer acht gelassen, sondern leidenschaftlich erzählt. Natürlich nicht so intensiv wie bei Anya, aber das wäre auch unmöglich. Man bekommt so einen guten Einblick über ihre Wandlungen, die sie durchmachen und die Gründe, die zu diesen Veränderungen geführt haben. Die Story war wieder total spannend erzählt, sodass es mir unmöglich war, das Buch weg zu legen. Der Wechsel des Handlungsortes war sehr erfrischend. Natürlich liebe ich New York, aber auch für Mexico habe ich mich schon immer interessiert und es war schön zu sehen wie Anya in einer anderen Umgebung mit völlig anderen Menschen zu recht kommt. Das hat der Handlung und der Spannung definitiv gut getan. Mir hat das Buch auf jeden Fall noch besser gefallen als der 1. Band der "Brightright - Trilogie" und es ist einfach eine gelungene Fortsetzung.
Das Cover ist dunkler gehalten als bei „Bitterzart“. Eine Kakaofrucht ist auf dem Schutzumschlag abgebildet, was ja nur logisch erscheint, da es in dem Buch ja fast ausschließlich um die Schokoladendynastie der Familie Balanchine geht und auch allgemein um die Herstellung von Schokolade. Des Weiteren zeigt das Cover die Skyline von New York mit dem Wahrzeichen überhaupt, der Freiheitsstatue. Ich denke, das Mädchen soll Anya darstellen, da ihr Haar immer lockig beschrieben wird und das Mädchen auf dem Cover ebenfalls diese Locken ausweist.
Ich kann „Edelherb“ allen empfehlen, die der süßen Versuchung nach Schokolade nicht widerstehen können und einmal herausfinden wollen, wie es ist in einem Land zu wohnen, in dem der Besitz und Verzehr von Schokolade illegal ist.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

159 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

liebe, werwölfe, engel, fantasy, nora melling

Schattenblüte - Die Erwählten

Nora Melling ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783499267024
Genre: Fantasy

Rezension:

Schattenblüte - die Erwählten von Nora Melling

Ich finde es immer traurig, wenn eine Reihe endet. Trotzdem halte ich es nie aus den letzten Band zu lesen. Nun ist die Zeit für die „Schattenblüte“-Trilogie gekommen, denn mit „Schattenblüte - die Erwählten“ von Nora Melling endet die Reise von Thursen und Luisa und den Werwölfen aus dem Grunewald auf 398 Seiten. Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich aus tiefstem Herzen beim Rowohlt Polaris Verlag bedanken.

Die Schlacht ist geschlagen und Luisa musste sich zum dritten Mal verwandeln und zu einem Werwolf werden damit sie nicht an ihren schweren Verletzungen stirbt. Thursen, der als Mensch Lars heißt, bleibt immer an ihrer Seite, so wie Luisa immer an seiner Seite war. Denn es ist ja alles halb so schlimm, da alle beide wissen, wie sie Luisa wieder in einen Menschen verwandeln können. Doch bevor sie es probieren können, wird das Lager von Shinanim angegriffen. Dabei werden Luisa und Haddrice gekidnappt und in das feindliche Lager gebracht. Wie wilde Tiere fesselt man sie und wirft sie in eine Kiste, in der sie kaum bewegen können. Jedoch schafft es Luisa sich aus ihren Fesseln zu befreien und ihren inneren Wolf zu bannen. Die zwei Shinanim staunen nicht schlecht als sie einen Menschen anstatt eines Wolfes aus der Kiste herauslassen. Vor Panik stürzen sie aus dem ausbruchsicheren Zimmer und lassen Luisa verängstigt und halb erfroren zurück.
Zur gleichen Zeit holt Elias das Oberhaupt der Shinanim am Flughafen ab. Als Kämpfer gegen die Werwölfe und einer der Überlebenden der Schlacht ist er einer der wichtigsten Verbündeten gegen den Kampf der Werwölfe. Denn sein Wissen ist pures Gold wert. Und natürlich soll er sich sofort um die gefangenen Werwölfe kümmern ohne zu wissen um welche es sich dabei handelt. Nichts ahnend wird er in das Zimmer, in dem Haddrice an ein Kreuz gefesselt ist, geführt. Natürlich erkennen sich die beiden und Elias versucht ihr zu helfen. Doch lieber würde Haddrice sterben, als Hilfe von einem Shinanim anzunehmen. Also begibt er sich auf den Weg in das zweite Zimmer und kann sich der Wahrheit nicht mehr verwehren. Er sieht Luisa und weiß dass sie nun eine Werwölfin ist und somit ihre Entscheidung getroffen hat. Sie hat sich gegen ihr menschliches Leben und gegen ihn entschieden und für das Leben als Werwolf und für Thursen. Nachdem Elias alles versucht hat, um Luisa ihre Erinnerungen wieder zu geben und nichts funktioniert hat, weiß er nur noch einen Ausweg: Er küsst sie. Und wie damals in der WG ordnen sich Luisas Gedanken und sie bekommt ihre Erinnerungen zurück. Doch sie hat nicht genug Zeit dies zu genießen, denn sie muss zu Haddrice. Elias gelingt es sie zur ihr ins Zimmer zubringen, doch selbst er verlässt sie und überlässt sie ihrem Schicksal. Doch Luisa wäre nicht Luisa, wenn sie nicht einen Ausweg fände – wenn auch eher durch Zufall. Nachdem sie über das Dach geflohen sind und wieder im Wald zu ihrem Rudel stoßen, ist die Zeit der Ruhe vorbei. Denn die Shinanim sind nun auf der Suche nach ihnen. Und so beginnt eine Jagd, aus der nur ein Sieger hervor gehen kann. Doch wer ist der Feind und wer ist ein Verbündeter?

Nach dem Ende des zweiten Teils konnte ich es kaum noch erwarten bis ich endlich „Schattenblüte – die Erwählten“ lesen konnte. Und dann war der Tag endlich kommen. Ich ging mit hoher Erwartung ans Lesen weil die ersten beiden Bände schon großartig geschrieben waren. Und was soll ich sagen: Nora Melling hat mich wieder nicht enttäuscht. Diese faszinierende Geschichte hat nun einen würdigen Abschluss. Mir gefiel der 3. Band sogar noch besser als die beiden anderen und es war eine große Erleichterung als ich das herausgefunden habe. Die Handlung von „Die Erwählten“ schließt nahtlos an die Handlung von „Die Wächter“ an. Luisa liegt im Sterben und nur die endgültige Verwandlung zu einem Werwolf kann sie noch retten. Luisa steht das alles erstaunlich gut durch. Ihr Wille wird immer stärker und auch ihre neu gewonnene Kraft lässt nicht mehr viel von dem traurigen, schüchternen Mädchen vom Anfang übrig. Luisa war mir irgendwie von Anfang an immer schon sympathisch und so auch im 3. Teil der Trilogie. Sie denkt immer an andere und versucht mit aller Kraft das Böse von ihren geliebten Wölfen und Menschen fernzuhalten.
Und auch wenn sie ein Werwolf ist, verliert sie nie diese Eigenschaft, die sie so menschlich macht. Thursen ist auch so wie ich ihn in Erinnerung habe. Man spürt förmlich bei jeder Handlung und jeder Tat seinerseits die Liebe zu Luisa und dass er die Welt für sie zu einem besseren Ort machen will. Wenn nötig auch alleine. Auch wenn er kein Werwolf mehr ist, so ist er doch irgendwie immer noch der Leitwolf neben dem eigentlichen Leitwolf. Er hört eben nie auf Verantwortung zu übernehmen und kämpft mit dem Mut eines Wolfes und mit der Kraft eines Menschen. Dabei vergisst er ab und an, dass er nicht unverwundbar ist. Doch dieser unerschütterliche Wille macht ihn so nahbar. Und vor allem die immer wiederkehrende Eifersucht die er verspürt, wenn Elias mit Luisa redet, lassen ihn so liebevoll und menschlich wirken.
Elias war von allen Charakteren einer meiner Liebsten. Auch wenn es den Anschein hat, dass er es relativ leicht hat im Gegensatz zu den Wölfen, hat er es mit am Schwersten. Denn er weiß nicht wem er vertrauen kann. Nachdem sein einziger Vertrauter getötet wurde, zweifelt er immer mehr an dem Ziel der Shinanim. Ich habe immer gehofft, dass er irgendwann seine bessere Hälfte findet und in Frieden leben kann, damit er sich endlich mal von allem erholen kann und nicht immer so perfekt sein muss. Die Rebellion gegen seine eigentliche „Familie“ macht ihn für mich so anziehend. Er lässt sich nicht für dumm verkaufen und hinterfragt nach einer Zeit die Handlung der Shinanim. Denn auch wenn er für die gegnerische Seite kämpft, vergisst er nie die Zuneigung, die er für Luisa fühlt. Ich denke, die Gutmütigkeit hat ihn für mich so unwiderstehlich und unverwechselbar werden lassen. Auch die anderen Charaktere wie Norrock oder Rieke sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie, als das Buch zu Ende war, eigentlich nicht gehen lassen wollte. Nach drei Büchern sind sie fast wie liebgewonnene Freunde geworden. Und das macht diesen Zauber dieser Trilogie aus. Deshalb sind die Bücher für mich so faszinierend und wundervoll.
Der Schreibstil ist wie immer so fließend, so dass man das Gefühl für Raum und Zeit verliert. Auch die Spannung kann man förmlich auf jeder Seite spüren, denn es passiert immer irgendwas, und kaum hat man einen Schock überwunden, kommt schon der nächste, im positiven Sinn.
Das Cover passt perfekt zu seinen Vorgängern. Es zeigt wieder ein Mädchen, das eine Schattenblüte im Haar trägt. Wenn man über das Buch streicht, spürt man die Tropfen, die auch auf dem Cover abgebildet sind.

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der Lust auf eine Trilogie mit einem würdigen Abschluss hat und eine Werwolf-Geschichte mit Tiefgang lesen möchte.

>Maria<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(273)

738 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 116 Rezensionen

fantasy, zombies, liebe, gena showalter, zombie

Alice im Zombieland

Gena Showalter , Constanze Suhr
Fester Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862789863
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte um Alice und das kleine weiße Kaninchen hat mich meine Kindheit lang begleitet. Nun war ich umso gespannter, als ich hörte, dass ein Buch mit dem Namen „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter in den Handel kommen sollte. Auch der Klappentext überzeugte mich und umso mehr freute ich mich natürlich, dass Buecher-Fans einer der Blogs sein sollte, der das Buch vorab lesen draf. Deshalb möchte ich mich hier bei „Blogg dein Buch“ bedanken, die uns ausgewählt haben, dieses Buch zu lesen und natürlich auch dem Mira Taschenbuch Verlag, der das Buch zur Verfügung gestellt hat. Und so begann ich auf 399 Seiten die Reise mit Alice ins „Zombieland“ anzutreten.

Nach außen hin ist Alice' Familie eine komplett normale Familie. Aber wenn man hinter die Fassade blickt, merkt man schnell, dass sie anders sind. Ihr Vater erlaubt niemandem nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Haus zu gehen. Was das für zwei heranwachsende Mädchen bedeutet, ist wohl jedem klar: keine Jungs, keine Partys und schon gar keine Übernachtungen bei Freundinnen. Und so werden Alice und ihre Schwester Emma immer mehr zu Außenseitern. Und das alles nur, weil ihr Vater denkt, er sehe Monster. Und das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass ihre Mutter diesen Wahnsinn auch mitmacht. Dazu kommt noch, dass der Vater der beiden Mädchen jeden Abend betrunken ist. Und so ist es wenig verwunderlich, dass die Eltern den Geburtstag ihrer ältesten Tochter vergessen. Doch das spielt Alice in die Hände, denn diese wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre jüngere Schwester bei ihrem allerersten Auftritt auf der Bühne zu sehen. Und so versucht sie ihre Mutter zu überreden, dass Emma an der Aufführung teilnehmen darf und sie alle dabei seien werden. Natürlich waren beide Eltern wenig begeistert, doch Alice weiß wie sie mit ihrer Mutter reden muss und so sitzen sie wenige Stunden später gemeinsam bei der Aufführung. Doch ihr von Paranoia zerfressener Vater macht das zu einer einzigen Tortur. Als der Applaus verklingt zerrt ihr Vater seine ganze Familie regelrecht ins Auto. Alice atmet langsam auf, als sie sich ihrem Zuhause nähern, doch dann reißt ihr Vater plötzlich das Lenkrad herum und sie bauen einen schrecklichen Unfall. Noch bei Bewusstsein sieht Alice plötzlich ein schreckliches Szenario. Menschenähnliche Wesen wühlen in den Eingeweiden ihres Vaters als wären es Spaghetti und so beginnt für Alice ein neues Leben voller Gefahren, aber auch Liebe und Freundschaft.

Ich war sehr neugierig auf „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter, denn ich stellte mir einige Fragen wie: Wird es eins zu eins wie „Alice im Wunderland“ nur mit Zombies oder vollkommen anders? Und wie will die Autorin die bekannten Figuren, wie z.B. das weiße Kaninchen im Buch unterbringen?
Doch diese Fragen vergaß ich, als ich die ersten Seiten von „Alice im Zombieland“ las. Das Buch zog mich komplett in seinen Bann und lies mich nicht mehr los. Und so war es bereits 8 Uhr morgens, als ich mit dem Buch fertig war. Die Geschichte ist so aufregend, dass ich jegliches Zeitgefühl verlor. Natürlich gibt es schon Bücher und Serien über Zombies, doch Gena Showalter schaffte es, sie komplett neu erscheinen zu lassen, was ja bei nach Verwesung riechenden und verrottenden Wesen nicht ganz so einfach ist. Trotzdem konnte mich die Handlung komplett überzeugen, was ich aber auch den verschiedenen Charakteren zu verdanken habe. Denn die Entwicklung von Alice hat mir sehr gefallen und sie für mich zu einem Charakter gemacht, auf den ich nicht mehr verzichten will. Sie ist anfänglich etwas unterkühlt, was ihre Eltern betrifft, doch zu ihrer Schwester ist sie sehr liebevoll. Nach und nach sieht sie aber, dass ihre Eltern nur das Beste für sie wollten und gesteht ihre Fehler ein. Sie ist zwar sehr stolz, aber nicht so sehr, dass sie arrogant wirkt. Alice findet schnell Freunde in ihrer neuen Schule und stellt sich schweren Aufgaben, bei denen einige in ihrem jungen Alter zusammengebrochen wären und sich freiwillig in eine Psychiatrie eingeliefert hätten. So einen Charakter wie Alice habe ich vorher nie in einem Buch kennengelernt. Doch das ist überaus positiv gemeint. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und im Laufe der Geschichte wird sie zu einer jungen und sehr starken Persönlichkeit, die auf ihre Fähigkeiten vertraut. Doch eine Heldin wäre nichts ohne ihre beste Freundin. Kat ist so witzig wie verrückt. Sie lässt sich von niemandem herumschubsen und sagt offen ihre Meinung. Ihre einnehmende Art ist nicht nervig sondern liebenswürdig. Und sie schleicht sich nicht in das Herz des Lesers, sondern reißt jede Barrikade beiseite. Und wie jeder normale Mensch haben die beiden Mädchen eine schwäche für gefährliche Jungs, denn Alice verliebt sich in den unnahbaren Cole, der Anführer einer gefürchteten Clique. Doch Alice schaut hinter die Fassade von Cole und auch er verändert sie in positiver Hinsicht. Die beiden passen aufeinander auf und der Beschützerinstinkt von Cole lässt den Leser einfach nur dahin schmachten. Ich glaube, wenn ich in Alice Position wäre, wäre ich ihm auch verfallen. Cole ist sehr intelligent und steht für die Menschen, die er liebt, ein und würde sie mit seinem Leben verteidigen. Da er schon viele geliebte Menschen hat sterben sehen, lässt er nicht viele Menschen in sein Herz, doch Alice schafft es und macht ihn zu einem noch liebevolleren Menschen.
Also ich bin von dem Buch zu 100% überzeugt und freue mich schon auf den 2. Teil. Das Cover sieht sehr märchenhaft aus mit den Verschnörkelungen und trotzdem passt es perfekt zur Geschichte.
Ich möchte jedem ohne jegliche Einschränkungen „Alice im Zombieland“ empfehlen und kann euch versichern, dass es eines meiner Jahreshighlights 2014 ist und bleiben wird.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

poesie, traum, fantasie, liebesgeschichte

Der Zauber am schwindenden Horizont

Thomas Neumeier
Flexibler Einband: 197 Seiten
Erschienen bei adakia Verlag , 18.11.2011
ISBN 9783941935020
Genre: Romane

Rezension:

Der Zauber am schwindenden Horizont von Thomas Neumeier

Ich bin schon immer im Fantasy-Genre Zuhause und habe mich daher sehr gefreut als wir die Anfrage zu „Der Zauber am schwindenden Horizont“ von Thomas Neumeier bekamen. Natürlich schlug ich gleich zu und wollte das Buch sehr gerne rezensieren. Ich möchte mich daher beim adakia Verlag bedanken, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten. Auf 197 Seiten konnte ich Karla Bergen auf ihrer Suche nach der Wahrheit begleiten.

Karla Bergen ist eigentlich ein ganz normaler Mensch, der aber ab und zu mit seinem Leben nicht zu Frieden ist, aber nicht wirklich hinterfragt, woran es liegt. Man sollte meinen, dass sie ein sehr aufregendes Leben als Privatdetektivin führt. Doch dies ist nicht wirklich der Fall. Jeder Tag gleicht dem anderen. Dies ändert sich jedoch, als sie einen Auftrag von einem besorgten Paar erhält, das ihren Sohn sucht. Seit einiger Zeit verschwinden immer wieder Personen aus Regensburg und niemand hat bisher eine Spur, die zu den Vermissten führt. Und nun muss sich Karla auf die Suche begeben. Doch diese bleibt nicht erfolglos und relativ schnell hat sie eine erste und einzige Hauptverdächtige: die Esoterikladeninhaberin Phyllis. Sie folgt ihr Abend für Abend doch nichts Ungewöhnliches will Karla auffallen. Außer dass Phyllis viel trinkt und nicht betrunken wird, ist nichts weiter merkwürdig. Doch die Spur führt eindeutig zu dem Esoterikladen. Eines Abends, als sie zum wiederholten Male Phyllis verfolgt, wird diese von ein paar Rüpeln belästigt und Karla macht sich schon auf das Schlimmste gefasst. Jedoch ist ihr Einschreiten gar nicht nötig. Denn aus den Schatten tauchen plötzlich Männer auf und retten Phyllis vor den Angreifern. Diese scheint jedoch überhaupt nicht verängstigt, sondern eher ruhig und gelassen. Was steckt nur hinter dieser merkwürdigen Frau? Als Karla Phyllis erneut in einen Club folgt, traut sie ihren Augen nicht: Die Frau scheint wahllos Männer abzuschleppen. Sie küsst einen jungen Mann, den sie vor 5 Minuten gerade kennen gelernt hat. Dieser scheint etwas verwirrt zu sein. Doch die beiden machen sich auf den Weg in Phyllis' Laden und Karla wittert ihre große Chance. Sie bricht die Tür auf, um das schlimmste zu verhindern. Doch was sie in dem Laden vorfindet übersteigt ihre kühnsten Träume...

„Der Zauber am schwindenden Horizont“ von Thomas Neumeier hat mich sehr überrascht. Ich habe mir am Anfang vorgestellt, dass das ein Fantasy-Buch mit einem Hauch von Krimi-Elemente ist. Doch so war es nicht. Diese ganze Privatdetektiv-Sache wurde nur so als Einleitung benutzt, was mir sehr gut gefiel. Man wurde nach wenigen Seiten gleich in das Reich von Chantah gezogen und konnte sich dem nicht entziehen. Leider blieben bei mir die Emotionen verborgen. Die Charaktere lösten bei mir keine Gefühlsregung aus. Karla ist 33 Jahre alt und arbeitet als Privatdetektivin. Sie ist mit ihrem Leben nicht immer zufrieden ohne zu ahnen, was sie vermisst. Ich finde sie immer etwas negativ eingestellt. Sie ist sehr pessimistisch und durch diesen Pessimismus hat sie sich immer weiter von mir entfernt. Sie war für mich so einfach nicht greifbar und so konnte ich keinen Bezug zu ihr aufbauen. Ähnlich ging es mir mit Phyllis. Sie war zwar immer liebevoll, doch hatte so eine Einstellung, die Dinge immer nur schwarz oder weiß zu sehen. Das stieß bei mir auf Missfallen. Natürlich fand ich es wunderschön wie die Zwei zueinander gefunden haben, doch diese wenigen Momente reichten einfach nicht aus, um eine Verbindung zu den beiden aufzubauen und deswegen konnte ich auf den letzten Seiten einfach keine Traurigkeit aufbringen für deren beider Schicksal.
Was mich jedoch manchmal für eine Emotion gepackt hat, war Wut. Das Buch ist mir einfach viel zu pessimistisch. Ich lese gerne Fantasy-Bücher weil ich genug von der Welt da draußen habe und in „Der Zauber am schwindenden Horizont“ wurde ich immer auf die Schlechtigkeit der Menschen und dieser Welt gestoßen. Wenn man die Welt vorher nicht gehasst hat, danach wird man dies ganz bestimmt tun. Natürlich ist einiges wahr was in dem Buch geschrieben steht, doch vieles ist auch übertrieben. Nicht alle Menschen sind schlecht oder hintertrieben und wollen ihrem Gegenüber etwas Schlechtes. Manchmal wurde mir das alles viel zu verallgemeinert. Stellenweise wurde ich richtig depressiv, weil diese Welt ja so schlecht ist. Mir haben solche Passagen die Freude auf das restliche Buch echt verdorben. Was mir das Lesen auch schwer gemacht hat, war der Aufbau des Geschriebenen. Es wurde immer abwechselnd aus der Sicht von Karla und dann wieder von Phyllis geschrieben. Jedoch wurde das bereits erlebte wiederholt und die Handlung ging daher immer etwas schleichend voran. Leider blieb so die Spannung auch auf der Strecke, weil man ja teilweise schon wusste, was passiert. Natürlich ist diese Struktur abwechslungsreich, aber nur, wenn auch was anderes erzählt wird. Einige Dialoge wurden verändert und die Handlung teilweise weitergeführt, aber das reichte nicht, um die Spannung aufrecht zu erhalten.
Ich muss wirklich sagen, dass das Buch einiges an Potential aufweist, leider wurde dieses nicht optimal umgesetzt.
Das Cover ist zauberhaft. Es ist in dunklen Tönen gehalten und wirkt sehr mystisch. Auch die angedeuteten Verschnörkelungen tragen zu diesem Effekt bei.
Ich kann „Der Zauber am schwindenden Horizont“ trotzdem allen empfehlen, die sich nicht von meiner Kritik abschrecken lassen und die auf eine fantastische Reise aufbrechen wollen und Lust haben das Geheimnis um Karla und ihre Herkunft zu lüften.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(497)

986 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 125 Rezensionen

mord, jugendbuch, tod, soul beach, strand

Soul Beach - Frostiges Paradies

Kate Harrison , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.06.2013
ISBN 9783785573860
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Soul Beach - Frostiges Paradies von Kate Harrison
 

Vor kurzem ermöglichte mir der Loewe Verlag, eine ihrer Neuerscheinungen zu lesen. „Soul Beach – Frostiges Paradies“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie von Kate Harrison. Der Roman umfasst 352 Seiten und ist am 17. Juni. 2013 erschienen. Ich danke dem Verlag vielmals für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.

Alice ist am Boden zerstört seit ihre Schwester vor einiger Zeit ermordet aufgefunden wurde. Jemand hat sie erstickt und dann kunstvoll auf ihrem Bett in ihrem Zimmer im College drapiert. Seit dem ist ihre Welt vollkommen aus den Fugen geraten. Ihre Eltern geraten über ihre verschiedenen Wege mit dem Tod ihrer Tochter klar zu kommen immer und immer wieder in Streit und Alice selbst findet alleine keinen Weg zurück ins Leben. Der Mord bleibt bis heute ungeklärt.  
Am Tag von Meggies Beerdigung bekommt Alice jedoch eine äußerst verwirrende Email – der Absender ist nämlich Meggie! Sie enthält eine Einladung an einen virtuellen Strand. Empört betrachtet sie diese Email als geschmacklosen Scherz, den irgendein irrer Fan sich ausgedacht und sich dann in den Account ihrer Schwester gehackt hat. Doch so ganz ignorieren kann sie das Ganze dann doch nicht. Und so loggt sie sich schließlich nach einigem Überlegen doch unter www.soulbeach.org ein und findet sich kurz darauf an einem wirklich paradiesischen Strand wieder, wo sie tatsächlich auf ihre Schwester trifft. Es dauert nicht lange und diese Website zieht Alice beinahe vollkommen in ihren Bann. Doch was hat es mit dieser Seite auf sich? Warum scheint nur ein ganz bestimmter Typ Mensch nach dem Tod am „Soul Beach“ zu landen? Und wer hat Meggie geötet? Jede Menge Fragen, auf die Alice dringend Antworten finden muss…

In „Soul Beach“ hat Kate Harrison sich nicht unbedingt eines komplett neuen Themas angenommen, doch die Umsetzung habe ich so noch nirgendwo gesehen. In dieser Roman-Reihe kreiert sie so etwas wie ein soziales Netzwerk, in dem die Hinterbliebenen auf Einladung weiter mit den Verstorbenen in Kontakt bleiben können.
Die Geschichte ist größtenteils in der Ich-Perspektive geschrieben, bis auf ein paar kurze Stellen, in denen sich Megans Mörder zu Wort meldet. Man erfährt ein wenig über den psychischen Zustand des Täters, bekommt aber keinerlei Einblicke, wer er denn nun ist. Der Schreibstil ist dabei sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Autorin versteht es, die Umgebung und die verschiedenen Charaktere zu beschreiben, so dass man sich alles gut vorstellen kann. Besonders Alices Gefühlsleben beschreibt sie zu Beginn des Buches sehr gut, so dass man sich prima in die Protagonistin hineinfühlen kann. In gedanklichen Rückblenden lernt man so einiges über die Vergangenheit von ihrer Familie. Allerdings gelangen ihre Gedanken dabei des Öfteren auf solche Abwege, dass es einem mit der Zeit manchmal schon etwas auf die Nerven geht und man sich fragt: hätte ich das jetzt wirklich wissen müssen?
Zach ist eine Figur, die mir auch gut gefallen hat. Seine Wandlung, die einem erst durch kurze Rückblicke in seine Vergangenheit bewusst gemacht wird, finde ich sehr gelungen.
Die anderen Charaktere sind ebenfalls sehr gut ausgearbeitet, auch wenn mir persönlich dabei nicht alle wirklich sympathisch waren und einige äußerst undurchsichtig sind. Aber genau das macht ja auch einen Teil der Spannung aus.
Wie in jedem anständigen Jugendbuch darf auch in „Soul Beach“ natürlich die Liebesgeschichte nicht fehlen. Zwar dauert es eine ganze Weile bis überhaupt die ersten Anzeichen dazu wahrzunehmen sind, dann jedoch geht es mir beinahe fast schon zu schnell und ist ziemlich weit hergeholt. Ich bin gespannt wie es dort in den nächsten Bänden weiter geht.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen, hier hat der Loewe-Verlag wieder ein gutes Händchen bewiesen. Pink und Schwarz, echte Signalfarben, die den Blick nahezu magisch anziehen, dazu ein paar in schwarz gehaltene Palmen. Und auch der Titel „Soul Beach – Frostiges Paradies“ ist passend gewählt. Die Seelen der verstorbenen landen an diesem Strand, der sich im Laufe der Geschichte als doch nicht so paradiesisch herausstellt wie einem glauben gemacht wird. Ständig sich wiederholende Abläufe, das immer gleiche Wetter und immer die selben Menschen um einen herum setzen einem doch mehr zu, als man erwarten würde und treiben einen vielleicht sogar in den Wahnsinn.

Ein gut gelungener Auftakt zu einer neuen Trilogie mit einer neuartigen Idee. Kate Harrison versteht es, Spannung aufzubauen und diese zu halten, auch noch über das Ende des ersten Teils hinaus, denn der Mörder ist schließlich noch nicht entlarvt. Die Folgeteile werden Pflichtlektüre, denn ich bin gespannt, wer Meggie getötet hat und wie die Autorin die Liebesgeschichte weiter spinnt und ob sie mir später mehr zusagt.

>Nina<

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

gestaltwandler, liebe, vampir, köln

In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 468 Seiten
Erschienen bei Oldigor
ISBN 9783943697230
Genre: Fantasy

Rezension:

In Sanguine Veritas - die Wahrheit liegt im Blut von Jennifer Wolf

Leserunden sind eine tolle Möglichkeit neue Bücher kennen und lieben zu lernen, zumal wenn das eigene Forum eine solche veranstaltet: und zwar zu dem Buch „In Sanguine Veritas – die Wahrheit liegt im Blut“ von Jennifer Wolf, welches im Oldigor Verlag erschienen ist. Ich besorgte mir ein Exemplar und tauchte auf 465 Seite mit Miriam, Elias und seiner Schwester Ana in eine Welt voller Mystischem ab und wurde in ihren Alltag, bestehend aus Zuneigung, Freundschaft, Vorurteilen, Angst, Kampf und vor allem bedingungsloser Liebe, hingezogen.

Miri ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie liebt ihren Bruder und ihre Eltern über alles, ohne ihre beiden Freundinnen kann sie nicht leben, sie chattet und flirtet gerne. Im Urlaub hat sie sich in einem Jungen namens Ben verknallt und denkt, dass er sie ebenfalls liebt, doch als sie aus dem Urlaub kommt, denkt sie kaum noch an ihn. Und als Elias, ein sehr attraktiver Vampire, nach den Sommerferien, in ihre Klasse kommt, vergisst sie Ben sofort. Miri hat nur noch Augen für ihn und selbst seine Schwester ist eine Augenweide. Beide wachsen Miri und ihren Freunden schnell ans Herz, weil sie sympathisch und äußerst aufrichtig sind. Und wie nicht anders zu erwarten war, verlieben sich Miri und Elias unsterblich ineinander – ohne zu wissen, dass sie damit einen Teil einer Prophezeiung erfüllen. Denn Elias ist zwar ein Vampir, aber Miri erfährt endlich, dass sie zu den Gestaltenwandlern gehört, wie ihre gesamte Familie. Doch Miri ist besonders, denn sie kann sich in zwei Tiere Verwandeln. Und auch Elias ist alles andere als ein „normaler“ Vampir, denn in der Prophezeiung steht geschrieben, dass er die verschiedenen Wesen zusammen bringt und eine jahrelange Fehde beenden wird. Als ob das nicht eigentlich schon schlimm genug wäre für eine 16 jährige Gestaltenwandlerin, müssen Ana, Elias und Miri auch noch gegen die Anfeindungen der unzähligen Vampirgegner kämpfen und nicht selten werden sie mit faulem Obst und Steinen beworfen. Natürlich müssen die Werwölfe ihnen das Leben auch noch zur Hölle machen, indem sie die Vampire umbringen und Miri verschleppen wollen. Können Elias und Miri ihr Schicksal erfüllen oder werden sie zum Opfer der Werwölfe?

Ich habe zum ersten Mal an einer Leserunde teilgenommen und war dementsprechend gespannt, da uns auch die Autorin begleitete. Ich dachte eigentlich, dass ich schon alles über Vampire gelesen habe, da ich seit meinem 10. Lebensjahr Vampirromane verschlinge. Doch Jennifer Wolf belehrte mich eines Besseren und ich bin ihr dafür über aus dankbar. Sie hat das Altbewährte mit ihren neuen Ideen verknüpft und heraus kam dieses großartige Meisterwerk. Ich glaube, ich war noch nie so verliebt in ein Buch!
Zu aller erst wäre da die Handlung. Natürlich kann jeder von uns mindestens zwei Romane aufzählen, in denen ein Mädchen den Vampir in der Schule trifft, doch irgendwie war es in „In Sanguine Veritas“ trotzdem erfrischend, was vor allem daran liegt, dass das Buch nicht in Amerika oder England, sondern in Deutschland spielt. Des Weiteren liegt es wahrscheinlich daran, dass die Hauptprotagonistin kein kleines verschüchtertes Mädchen ist, sondern eine taffe und nicht auf den Mund gefallene junge Frau. Natürlich kommt ab und zu die Unsicherheit durch, aber, hey, wer wäre das nicht, wenn ein atemberaubender und zu dem noch sehr freundlicher junger Vampir auf einen stehen würde? Aber trotzdem bleibt sie sich treu und verstellt sich nicht. Elias hat es mit seiner sturköpfigen Miri nicht immer leicht. Trotzdem liebt er sie ohne jegliche Einschränkungen und bleibt immer an ihrer Seite. Was ich auch sehr charmant finde, ist Elias' Eifersucht. Er vergöttert sie so sehr, dass er es sogar nicht ertragen kann, wenn ihr Bruder sie umarmt. Auch die damit verbundene Unsicherheit erdet ihn und macht ihn zu einem ganz normalen 16-jährigen Jungen.
Auch Ana hat sich in mein Herz geschlichen, weil sie einfach witzig ist und nie den Kopf hängen lässt. Sie steht für andere ein, auch wenn es ihr schlecht geht und vermittelt zwischen den Menschen und Wesen, wenn es eigentlich keine Hoffnung mehr auf eine Versöhnung gibt. Sie ist einfach ein toller Vampir und ich liebe sie dafür, dass sie einfach sie ist.
An dem Buch hat mir besonders der Humor und die Liebe gefallen, die übermittelt wurden. Ich musste so oft laut lachen, dass ich sehr merkwürdige Blicke von meinem Freund geerntet habe. Die Charaktere heitern einen auf, wenn man mal einen schlechten Tag hatte und man kann alle seine Sorgen vergessen. Und ich finde, das sollte ein sehr gutes Buch können.
Das Cover passt definitiv zum Inhalt. Es ist sehr dunkel gehalten und die Farben schwarz und rot findet man überall. Ich finde, dass die Farben treffend gewählt sind, da Vampire zwar auch am Tag außer Haus gehen können und nicht in der Sonne verbrennen, sie sich aber bei Nacht und im Dunkeln wohler fühlen. Und warum ich das rot so passend finde, dürfte jedem klar sein. Immerhin spielt Blut eine große Rolle, wenn man über Vampire und auch andere Wesen einen Roman schreibt und diesen auch so nennt.
Also für mich ist „In Sanguine Veritas – die Wahrheit liegt im Blut“ von Jennifer Wolf eines meiner Bücher-Highlights 2013 und ich freue mich schon so auf den nächsten Teil. Ich kann es jedem ohne jegliche Einschränkung empfehlen, aber vor allem möchte ich es diejenigen ans Herz legen, die keinen klischeehaften Vampirroman, sondern mal ein Buch voller Witz, Liebe, Spannung und reichlich Action lesen wollen.


  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

engel, rebellion, himmel, intrigen, anette eiker

Burning Wings (2) - Die Mächte

Annette Eickert
E-Buch Text: 77 Seiten
Erschienen bei Annette Eickert, 09.08.2013
ISBN B00EG5VPCM
Genre: Fantasy

Rezension:

Burning Wings - Die Mächte von Annette Eickert

Ich bin ein großer Fan der Autorin „Annette Eickert“. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich den 2. Band der „Burning Wings“-Reihe „Die Mächte“, der im CreateSpace Independent Publishing Platform Verlag erschien, im Briefkasten liegen sah. Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich daher sehr gerne bedanken. Auf 121 Seiten wurde ich wieder in die Welt der Engel entführt und konnte die Reise mit Damian und Eljakim fortsetzen.

Damian erwacht aus einem unruhigen Schlaf. Die halbe Nacht lag er wach und grübelte über den Streit zwischen ihm und Eljakim; Eljakim sein Wächter, sein Vertrauter, der ihm helfen soll über sein Schicksal hinweg zu kommen und sich mit seinem neuen Leben anzufreunden. Als verurteilter Selbstmörder hat Damian keinen Anspruch mehr darauf in den Kreislauf des Lebens zurück zu kehren und muss nun sein gesamtes Leben in der Himmelsphäre verbringen. Doch wie kann er jemandem vertrauen, der ihn nur angelogen hat? Mit dem Ziel endlich die Wahrheit herauszufinden, schmiedet er den Plan, Eljakim solange nicht zu verzeihen, bis er ihm die Wahrheit offenbart. Doch das ist leichter gesagt als getan, da Eljakim eine seltsame Faszination auf Damian ausübt. Und so kann Damian ihm nicht lange böse sein. Doch er bekommt trotzdem seine Antworten und schnell bemerkt er, dass die Realität und die Wahrheit viel schlimmer sind, als jegliche Lüge. Als aller erstes muss er verdauen, dass Eljakim seine Gedanken lesen kann. Denn Damian hat Gedanken über ihn, die ihm die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Doch zu seinem großen Glück kann Eljakim seine Fähigkeit kontrollieren und setzt diese nur ein, wenn er denkt, dass sein Gegenüber ihn anlügt. Doch auch in Damian schlummern einige Fähigkeiten, die nur darauf warten, geweckt zu werden. Und es gibt noch ein Geheimnis, das schlimmer ist als alle anderen. Damian ist in Wirklichkeit nicht Damian sondern Seraphiel, ein Engel, der als Mensch auf die Welt verbannt wurde. Dies ist die höchste Strafe für einen Engel. Doch was hat Damian verbrochen, dass er so etwas verdient hat?

„Burning Wings – Die Mächte“ schließt nahtlos an den 1. Band an. Damian wird mit einer Realität konfrontiert, die er sich so nie hätte vorstellen können. Er muss in kürzester Zeit viele Dinge erlernen und Personen vertrauen, die er nur einige Stunden kennt. Doch er stellt sich diesen Aufgaben und löst diese mit Bravour. Viele in seiner Situation würden sich unter der nächsten Bettdecke verstecken und einfach hoffen, dass sich die Probleme von alleine lösen. Natürlich hat Damian in manchen Situationen auch mal Angst, aber das zeigt, dass er jahrelang als Mensch gelebt hat und nicht gefühlsmäßig erkaltet ist. Diese zwei Seiten an ihm haben mich sehr fasziniert und ich denke er profitiert von allen Erfahrungen aus seinem Leben als Mensch und als Engel. Dabei steht ihm Eljakim zur Seite. Ich mochte ihn von Anfang an. Er ist ein herzensguter Engel und sehr loyal. Er hilft Damian sich in die neue Situation einzufügen und verliert dabei nie die Fassung und kümmert sich liebevoll um seinen Schützling. Ich würde sogar sagen, dass er jeden, den er liebt, mit seinem Leben beschützen würde. Eljakim ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich leide förmlich mit ihm, wenn er von Damian abgewiesen wird, auch wenn dies nur sehr dezent passiert. Natürlich hoffe ich immer noch, dass die beiden irgendwann zusammen kommen und Damian zu seinen Gefühlen steht, die er verzweifelt zu unterdrücken versucht. Die Handlung an sich fand ich sehr aufregend. Die Spannung war von Seite zu Seite greifbar. Auch die Wendungen (ich möchte nicht zu viel verraten) waren nicht abzusehen. Ich finde es immer sehr schlimm, wenn man nach 10 Seiten das komplette Buch voraus sehen kann, aber das war bei „Burning Wings - Die Mächte“ definitiv nicht der Fall.
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Es ist eher dunkel gehalten und spricht mich voll und ganz an.

Alles in allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der eine wunderschöne und ausgeklügelte Geschichte über Engel lesen will und die kälter werdenden Herbsttage mit einem guten Buch überbrücken möchte.

>Maria<

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(226)

510 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

zeitreise, liebe, new york, vergangenheit, jugendbuch

Timeless

Alexandra Monir , Antoinette Gittinger
Fester Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 18.06.2012
ISBN 9783453267589
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Timeless von Alexandra Monir

Vor kurzem kam ich zu dem Vergnügen, „Timeless“ von Alexandra Monir zu lesen. Der erste Band der Trilogie umfasst 352 Seiten und ist am 18.06.2012 im Heyne-Verlag erschienen.

Auf einen Schlag wird Micheles Leben komplett auf den Kopf gestellt. Nach dem Tod ihrer Mutter ist sie eine Waise und muss ihre gewohnte Umgebung in Kalifornien und ihre Freunde verlassen, um zu den ihr bisher vollkommen unbekannten Großeltern nach New York ziehen. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, ist der Reichtum der beiden ein kleiner Kulturschock und sie fühlt sich in dem luxuriösen Haus unwohl und einsam. Um sich die Zeit zu vertreiben, beginnt sie die Vergangenheit ihrer berühmten Familie zu durchleuchten und findet auf einem ihrer Streifzüge durch die mit Antiquitäten und Erinnerungsstücken voll gestellten Zimmern das Tagebuch eines ihrer Vorfahren. Voller Neugier öffnet sie dieses, liest den ersten Eintrag – und findet sich plötzlich im New York des Jahres 1910 wieder! Auf einem Maskenball dort trifft sie einen jungen Mann, der ihr mehr als bekannt vorkommt, starrt sie ihm doch bereits seit Jahren in ihren Träumen in die saphirblauen Augen. Ihm jetzt leibhaftig gegenüber zu stehen, weckt ungeahnt intensive Gefühle und schon bald nutzt Michele jede Gelegenheit, wieder zu ihm in die Vergangenheit zu reisen. Michele ist überglücklich, bis erneut eine Nachricht alles zu zerstören droht. Und so setzt sie alles daran, ihre wahre Liebe zu retten.

Da ich Zeitreise-Romane liebe, war es für mich völlig klar, dass auch „Timeless“ in meinem Bücherregal landen muss. Beim Lesen war ich anfangs jedoch etwas zwiegespalten. Alexandra Monirs Schreibstil erschien mir teilweise fast schon zu einfach, ich hatte Probleme, mich mit Michele Windsor, der Protagonistin, anzufreunden. Doch um so weiter ich las, desto mehr legte sich das. Mit jeder Seite wurde Michele mir sympathischer und schon sehr bald habe ich mit ihr mitgefiebert und gehofft, dass ihre unmögliche Liebe möglich gemacht werden kann. Und bereits bei ihrer ersten Reise in die Vergangenheit war ich dann gefangen von den Beschreibungen der Autorin. Alexandra Monir bezeichnet am Ende des Buches New York im Wandel der Zeit als den wahren Hauptcharakter des Buches und in gewisser Weise muss ich ihr da Recht geben. Sie beschreibt die vergangene Metropole so bildhaft, dass man sich nahezu mittendrin fühlte, dass man alles direkt vor seinem Auge sah. Einfach klasse!

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich, wie gesagt, anfangs Probleme mit Michele hatte, habe ich sie immer mehr lieb gewonnen. In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, merkt sie nun, dass sie scheinbar etwas ganz besonderes ist. Dass sie, sobald sie Philipp getroffen hat, sehr von ihren Gefühlen zu ihm geleitet wird und darüber hinaus vielleicht das eine oder andere erst mal hinten runter fällt, kann man irgendwie verstehen. Dennoch hat es mich kurzzeitig gestört, dass plötzlich ihre Ururgroßmutter, der sie eigentlich beistehen wollte, vergessen war. Zum Glück fällt es ihr selbst recht schnell auf. Und als es dann darum geht, ihre große Liebe zu retten, stellt sie ihre Gefühle hintenan.
Philipp war mir von Beginn an sehr sympathisch. Schnell stellt sich heraus, dass er ein unglücklicher, junger Mann ist, der unter seinem herrschsüchtigen Onkel und seiner Mutter leiden muss, die ihren Sohn nur akzeptiert, wenn er nach ihrer Pfeife tanzt. Philipp jedoch verschwendet gar keinen Gedanken daran, dies zu tun und dafür seine Träume aufzugeben. Im Gegenteil: Er hält an seinen Wünschen fest und nimmt dafür in Kauf, verstoßen zu werden.
Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Besonders Micheles Mutter fand ich sehr sympathisch, leider ist ihre Rolle ja nur sehr kurz. Von Micheles Großeltern habe ich zu Anfang gar nichts gehalten. Ihr Handeln, die vermeintlichen Motive und ihr unterkühltes Auftreten sind mir ziemlich sauer aufgestoßen. Im Laufe der Geschichte sind sie aber ganz allmählich aufgetaut und ich bin gespannt, ob das in den Folgebänden noch besser wird.

Das Cover ist hübsch gestaltet. Im Blau gehalten zeigt es die Großaufnahme eines Mädchens, das vermutlich Michele darstellen soll, mit einem Schlüssel an einer Kette um den Hals, genauso wie es auch im Buch erwähnt wird. Dabei wird sie von einem Sternenhimmel umrahmt. Es gefällt mir wirklich sehr gut.

Trotz kleiner Anfangsschwierigkeiten hat mir „Timeless“ gut gefallen. Eine wunderbare Zeitreise-Geschichte um zwei junge Menschen, die eine scheinbar unmögliche Liebe über Jahrhunderte verbindet.

>Nina<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(764)

1.544 Bibliotheken, 30 Leser, 8 Gruppen, 205 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, teri terry, gelöscht, zukunft

Gelöscht

Teri Terry , Marion Hertle
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2013
ISBN 9783649611837
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Gelöscht" von Teri Terry

„Gelöscht“ ist der Beginn einer dreiteiligen Dystopie von Teri Terry. Erschienen ist der Roman am 01.06.2013 im Coppenrath Verlag und er umfasst 432 Seiten. Ich danke dem Verlag und Lovelybooks.de, dass mir für die Teilnahme an der Leserunde ein Exemplar des Buches zur Verfügung gestellt wurde.  

Ein kompletter Neuanfang, das ist es, was Kyla nach langen Monaten in der Klinik erwartet. Kyla wurde „geslated“ – ihr Gedächtnis und ihre Persönlichkeit wurden komplett gelöscht und die 16-jährige muss in einer neuen Familie und einer ihr völlig fremden Welt noch einmal ganz von vorne beginnen. Das ist die Art und Weise, wie die britische Regierung im Jahre 2054 mit jugendlichen Straftätern umgeht. Doch Kyla ist anders. Flashbacks holen sie ein, vergangene Fähigkeiten tauchen urplötzlich wieder auf. Doch das darf so nicht sein, niemand darf davon erfahren! Denn dies ist ihre letzte Chance und „Slater“, die nicht funktionieren, verschwinden spurlos. Wem kann sie nun noch trauen?

„Gelöscht“ hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch ist mit seinen kurzen Kapiteln ein echter Pageturner und die 431 Seiten fliegen nur so dahin, bis man schließlich am Ende ankommt und sich ärgert, dass die Fortsetzung noch ein halbes Jahr auf sich warten lässt. Teri Terrys Schreibstil liest sich sehr gut und fließend. Mit dem „slating“ hatte sie eine Idee, von der ich persönlich so jetzt noch nicht gelesen habe. Allein die Vorstellung, so etwas könnte in Zukunft auf uns zukommen, lässt einen schaudern. Man wird langsam in die von der Autorin geschaffene Welt eingeführt, lernt sie quasi zusammen mit Kyla erst kennen, das hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gemacht.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet. Kyla war mir von Anfang an sehr sympathisch. Natürlich kommt sie zu Beginn etwas naiv rüber – aber wer wäre das bitteschön nicht, wenn einem alle Erinnerungen genommen wurden und man nicht einmal mehr weiß, wie sich eine Autotür öffnen lässt? Und auch die Nebenfiguren habe ich teilweise sehr ins Herz geschlossen. Allen voran Kylas „Mutter“ und Ben, Kylas Freund und ebenfalls Slater. Ich bin wirklich gespannt, wie es mit ihnen allen weiter geht.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Es ist ziemlich düster gehalten und zeigt das Gesicht eines jungen Mädchens mit hellen Haaren und grünen Augen, vermutlich Kyla.

Natürlich ist deutlich zu merken, dass dies der Auftakt zu einer Roman-Reihe ist. Einige Fragen werden zwar beantwortet, aber am Ende bleiben auch noch viele offen und machen Lust auf die Fortsetzung. Alles in Allem ist „Gelöscht“ ein gelungener erster Teil der dreiteiligen Dystopie. Von mir gibt es fünf Sterne und ich warte gespannt auf Teil 2, „Zersplittert“, der im Frühjahr 2014 auf Deutsch erscheinen soll.

>Nina<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(113)

276 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

fantasy, liebe, mythologie, kelly keaton, vampire

Dein göttliches Herz entflammt

Kelly Keaton , Bea Reiter
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2013
ISBN 9783401067513
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Dein göttliches Herz entflammt"

„Dein göttliches Herz entflammt“ ist der Auftakt zur neuen „Gods & Monsters“-Trilogie der amerikanischen Autorin Kelly Keaton. Der Roman umfasst 280 Seiten und ist im Januar 2013 im Arena Verlag erschienen.

Als Waise in ihrer Kindheit von einer Pflegefamilie in die nächste gereicht, hat Ari in ihrem jungen Leben viel mitgemacht und wünscht sich nun nichts sehnlicher, als ein wenig Licht in das Dunkel ihrer Vergangenheit zu bringen. In einer psychiatrischen Anstalt, dem letzten, bekannten Aufenthaltsort ihrer leiblichen Mutter, erfährt sie, dass diese bereits vor Jahren verstorben ist und bekommt einen Schuhkarton mit ihren spärlichen Habseligkeiten. In diesem Karton befindet sich unter anderem ein Brief ihrer Mutter, an sie gerichtet. Und dieser enthält eine wichtige Botschaft: Lauf weg, so schnell du kannst! Doch wohin flieht man, wenn man nicht weiß, was einen verfolgt?
Eines jedoch weiß Ari ganz genau: sie muss zurück an den Ort ihrer Geburt: New 2, früher bekannt als New Orleans, der Stadt, um die sich so viele mystische Geschichten ranken. Kaum dort angekommen, muss sie jedoch erfahren, dass all diese Geschichten wahr sind und sie selbst eine große Rolle in ihnen spielt…

„Dein göttliches Herz entflammt“ ist ein interessantes Buch. Das Thema ist nicht komplett neu, enthält aber sehr wohl deutlich unterhaltsame, neue Aspekte. Kelly Keaton hat einen sehr angenehmen, gut lesbaren Schreibstil. Die Seiten fliegen geradezu dahin und man muss sich fast schon zwingen, das Buch auch mal beiseite zu legen. Ebenfalls gelingt es ihr, Charaktere und Orte perfekt zu beschreiben, so dass man alles nahezu direkt vor sich sieht. Vor allem ihre Beschreibungen von New 2, insbesondere dem Garden District, haben mir ausnehmend gut gefallen. Die Autorin schafft eine wirklich tolle Atmosphäre.
Die Protagonisten sind sehr schön ausgearbeitet. Ari ist ein taffes Mädchen, das in ihrem jungen Leben bereits viel durchgemacht hat. Ich hatte anfangs ein wenig Schwierigkeiten, einen Zugang zu ihr zu bekommen. Dies änderte sich jedoch recht schnell im Laufe der Geschichte. Ari macht eine Entwicklung durch, die sie mir mehr und mehr sympathisch machte. Sie wird selbstbewusster, akzeptiert sich mehr und mehr wie sie ist und baut eine Beziehung zu der kleinen Violet auf, die mich sehr berührt hat.
Ari zur Seite steht nach kurzer Zeit Sebastian. Er war mir im Gegensatz zu Ari von Anfang an sehr sympathisch, auch wenn er sich Ari gegenüber nicht sonderlich nett zeigt und irgendwie auch der typische, gut aussehende, mysteriöse Typ ist, der in so ziemlich jedem Jugendbuch zu finden ist. Des Weiteren hat Violet, das kleine Vampirmädchen mit ihrem Haustier Pascal, einem weißen Alligator, mein Herz in kürzester Zeit erobert, während Josephine Armand, Sebastians Großmutter, direkt unangenehm auffällt und alles andere als liebenswert rüberkommt. Alles in allem hat Kelly Keaton ihre Charaktere mit sehr viel Liebe und tollen Details kreiert.

Das Cover hat mir gut gefallen. In weiß mit grauen Ornamenten ist es ringsherum relativ schlicht gehalten, doch auf der Vorderseite prangt ein großes, rotes Herz mit schwarzen und roten Schnörkeln und dem Schriftzug in der Mitte. Wirklich sehr schön gestaltet. Das englische Cover gefällt mir jedoch noch eine Spur besser. Mit der Figur, die vermutlich Ari darstellen soll, hat es einfach einen noch besseren Bezug zur Geschichte und ist herrlich düster gehalten.

Eine Leseempfehlung für Fans griechischer Mythologie und eigentlich aller anderen Fantasy-Gestalten, denn Kelly Keaton bringt sie so ziemlich alle in diesem Buch unter. Ich werde Aris Abenteuer definitiv weiter verfolgen und bin gespannt wie es weiter geht mit ihr und ihren Freunden.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

79 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

thais, new orleans, clio, hexen, zusammen

Hexenflammen - Ein Ring aus Asche

Cate Tiernan , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.02.2013
ISBN 9783570380345
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hexenflammen - Ein Ring aus Asche von Cate Tiernan

„Ein Ring aus Asche“ ist der zweite Teil der „Hexeflammen“-Reihe von Cate Tiernan. Das Buch ist zeitgleich mit dem ersten Band am 11.2.2013 im cbt-Verlag erschienen und umfasst 320 Seiten. Ich danke dem Verlag herzlich, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

Nachdem Clio und Thais es nun allmählich akzeptieren kein Einzelkinder mehr zu sein, verbringen sie mehr und mehr Zeit miteinander, besonders als Petra – eigentlich eine Ur-Ur-Ahnin der beiden und nicht ihre Großmutter – für ein paar Tage die Stadt verlässt. Thais wagt sich langsam an die Magie heran und zusammen üben die Mädchen den einen oder anderen Zauber. Doch egal was sie auch probieren, es geht schief – teilweise mit fatalen Folgen. Liegt das etwa am gefürchteten Zwillingsfluch von dem einige Mitglieder der Treize sprechen? Als jedoch beiden abwechselnd weitere, merkwürdige „Unfälle“ passieren, keimt ein ganz anderer Verdacht in ihnen auf: hat es vielleicht jemand auf ihr Leben abgesehen? Zu allem Überfluss macht dann auch noch die Liebe Clio und Thais das Leben schwer, müssen sie doch feststellen, dass Luc ihnen beiden den Hof gemacht und sie so mit der jeweils anderen betrogen hat. Und so gerät die heile Welt der beiden Schwestern mit jedem Tag mehr ins Wanken.  

Auch das zweite Buch der Reihe hat mir wieder gut gefallen. Der Schreibstil ist genau wie im ersten Band sehr gut verständlich und einfach zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten, jedes einzelne ist nummeriert und mit einer Überschrift – meist eine Zeile aus dem Text des Kapitels – versehen. Ebenfalls erlebt man die Geschichte hier wieder abwechselnd in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Clio und Thais und zusätzlich noch als Betrachter aus der Sicht der verschiedenen Mitglieder der Treize. Figuren, die im ersten Band noch etwas blass geblieben waren, werden hier schon mehr ausgearbeitet. In verschiedenen Rückblicken und Erinnerungen erfährt man über die einzelnen Personen und ihre Schicksale wieder ein wenig mehr und lernt jeden langsam besser kennen, erfährt allerdings noch nicht wirklich viel über die Motive und Vorhaben der einzelnen. Jeder scheint jedem zu Misstrauen, aber dennoch bilden sich nach und nach gewisse Grüppchen.
Es ist zu spüren, wie sich die Charaktere mit der Zeit entwickeln. Besonders Clio, die im ersten Band relativ verwöhnt und teilweise zickig rüber kommt, wird langsam erwachsen und freundet sich immer mehr mit dem dem Gedanken an, eine Schwester zu haben. Waren die Mädchen im ersten Band noch sehr unterschiedlich, scheinen sie sich jetzt einander anzunähern. Sei es bei der Wahl der Kleidung – hier drängt Clio ihrer Schwester ein paar ihrer Stücke auf, damit diese nicht immer in deren „unmodischen“ Sachen herumläuft – oder bei der Magie. Clio hilft Thais bei der Erlernung der grundlegenden Sachen und animiert sie immer wieder, neue Zauber auszuprobieren. Dass dabei allerdings immer wieder etwas schiefgeht, sorgt die Neu-Hexe doch ein wenig. Zu allem Überfluss gibt es scheinbar niemandem, dem sie hundert Prozent vertrauen können. Selbst Petra gegenüber zeigt Clio sich sehr skeptisch, nachdem die Mädchen erfahren, dass diese nicht, wie immer geglaubt, ihre richtige Großmutter ist. Doch trotz allem ist Petra mir immer noch sehr sympathisch und ich persönlich konnte ihre Beweggründe sehr gut verstehen.

Die Cover der Buchreihe sind alle sehr ähnlich gestaltet. Es zeigt die Zwillinge umringt von einem farbigen Kreis mit hübschen Ornamenten. Jedoch sind die Posen der Mädchen jeweils anders und auch die Farbe des Kreises ändert sich. Sie gefallen mir allesamt sehr gut.

Mit „Hexenflammen – Ein Ring aus Asche“ ist Cate Tiernan die Fortsetzung ihrer Reihe gut gelungen. Zwar bleiben noch immer viele Fragen offen, aber das schürt die Neugier nur noch mehr, so dass man den dritten Teil auf jeden Fall lesen möchte.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(61)

157 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

tod, jugendthriller, angst, selbstmord, liebe

Wie der Vater, so der Tod

Tracy Bilen , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492702829
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Wie der Vater, so der Tod" von Tracy Bilen



„Wie der Vater, so der Tod“ ist ein Jugend-Krimi der amerikanischen Autorin Tracy Bilen. Erschienen ist der 288 Seiten umfassende Roman am 16.04.2013 bei ivi, sowohl als Hardcover, wie auch als E-book.

Saras Leben könnte kaum schlimmer sein. Seit ihr Vater Ray, eine ehemaliger Cop, aus dem Dienst ausgeschieden ist und die Familie in dessen Heimatort gezogen ist, wo er den Eisenwaren-Laden von Saras Großvater übernommen hat, ist dieser vollkommen verändert. War er früher ein fröhlicher, liebevoller Vater, so ist er nun das komplette Gegenteil: launisch, aggressiv, brutal. Er terrorisiert seine Familie, allen voran seinen Sohn Matt, aber auch seine Frau. Nur Sara bleibt verschont – sicherlich auch weil sie zu allem einfach „Ja und Amen“ sagt, ihren Vater einfach machen lässt und sich in nichts einmischt.
Vor einem Jahr hat Matt sich umgebracht, nachdem er die Schikanen seines Vaters nicht mehr ertragen hat. Seither richtet sich dessen ganzer Zorn gegen Saras Mutter. Aber auch jetzt traut sich Sara noch immer nicht einzugreifen und lässt Ray einfach machen. Als ihre Mutter schließlich einen Schlussstrich ziehen und mit ihrer Tochter flüchten will, ist Sara überglücklich und kann es kaum erwarten. Gleich am nächsten Tag soll es losgehen. Wie besprochen wartet Sara in der Mittagspause vor dem Dairy Dream, doch ihre Mutter kommt nicht. Und auch am Abend bleibt Sara mit ihrem Vater allein zu Haus. Ein schrecklicher Verdacht keimt in dem jungen Mädchen auf und sie beginnt zu recherchieren. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr ist ihr Leben in Gefahr.

„Wie der Vater, so der Tod“ hat mir gut gefallen. Tracy Bilens Schreibstil ist flüssig und lässt sich prima lesen, jedoch hat sie sich, jedenfalls zu Anfang, mit vielen, meiner Meinung nach unwichtigen Kleinigkeiten aufgehalten, die es einem dann ein wenig schwieriger gestaltet haben, in die Geschichte reinzukommen. Sobald Sara aber ernsthaft mit ihren Ermittlungen beginnt, nimmt das Ganze mehr und mehr an Fahrt auf.
Sara war ein relativ sympathischer Charakter. Ich habe sie schnell ins Herz geschlosse. Als ihre Mutter jedoch verschwunden scheint, ist sie mir anfangs viel zu passiv. Sie steht den ganzen Tag an dieser Eisdiele herum und wartet, das erschien mir persönlich etwas unrealistisch. Im Laufe der Geschichte wächst sie jedoch immer mehr und wird erwachsener. Eine Wandlung, die mir wiederum sehr gut gefallen hat.
Zach, Saras bester Freund, bleibt ein wenig blass. Man erfährt eigentlich kaum etwas über ihn. Wie er sich Sara gegenüber verhalten hat, hat aber auch ihn sympathisch gemacht.
Und dann ist da noch Alex, Sportstar und gleichzeitig Bad Boy der Schule, für den Sara schwärmt und der ihre Gefühle auch zu erwidern scheint. Anfangs kommt er noch recht schluderig rüber, ständig schwänzt er den Unterricht. Doch recht bald kann man erkennen, dass sich in seinem inneren ein loyaler, netter junger Mann versteckt.
Auch Ray ist sehr gut ausgearbeitet. Die Autorin hat ihn so gut dargestellt, dass man ihn am liebsten eigenhändig umbringen würde.

Das Cover ist sehr hübsch und vor allem auffällig gestaltet. Schwarzer Hintergrund mit gelben Blüten drauf – das fällt einem sofort ins Auge und man ist nahezu gezwungen das Buch zumindest in die Hand zu nehmen und sich den Klappentext durchzulesen. Das Mädchen in der unterwürfigen Haltung auf dem ausgetrockneten, rissigen Boden ist auch sehr passend gewählt.

Alles in allem hat mich „Wie der Vater, so der Tod“ trotz einiger kleiner Schwächen und Logikfehler (u.a. dass Sara sich scheinbar wirklich niemandem – außer Zach – anvertrauen mag) sehr gut unterhalten. Einmal in die Geschichte eingetaucht, wollte ich sie kaum noch aus der Hand legen.
Klare Leseempfehlung für Fans von Jugend-Krimis mit einem gewissen Romantik-Faktor.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(82)

234 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, soul seeker, liebe, alyson noel, daire

Soul Seeker - Das Echo des Bösen

Alyson Noël , Ariane Böckler
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 22.07.2013
ISBN 9783442204106
Genre: Fantasy

Rezension:

Soul Seeker-Das Echo des Bösen von Alyson Noel


Ich bin ein großer Fan von Alyson Noël und habe mich daher über alle Maßen gefreut, als ich vom Page&Turner Verlag „Das Echo des Bösen“ zu geschickt bekommen habe, dafür möchte ich mich hier erst einmal bedanken. „Soul Seeker – Das Echo des Bösen“ ist der 2. Band der „Soul Seeker“-Reihe von Alyson Noël. Auf 408 Seiten wurde ich wieder in die Welt der Seeker und deren Feinde, die Richters, hinein versetzt.

Daire hat es tatsächlich getan. Sie hat die Seele von ihrer geliebten Großmutter vor das Wohl der Welt gestellt. Indem sie die Seele von Paloma gerettet hat, hat sie es den Richters ermöglicht in die Unterwelt zu kommen. Was ihnen jahrelang verwehrt geblieben war, ist für sie nun eine Leichtigkeit. Und das hat schwerwiegende Konsequenzen. Als Daire und Dace auf einem ihrer Streifzüge durch die Unterwelt sind, entdecken sie, dass diese nicht mehr so ist wie vorher. Von den einstigen Bäumen mit ihren grünen und gesunden Blättern sind nur noch Gerippe aus Holz übrig geblieben. Das saftige Gras ist zu einem Meer aus verdorrten Halmen geworden und die einstige klare und heilende Quelle ist eine Todesfalle für jedes Lebewesen und gleicht mehr einem Sumpf als einem Paradies für Liebende und den Bewohnern der Unterwelt. Daire und Dace kommen ab sofort jeden Tag in die Unterwelt und besuchen ihren einstigen Lieblingsort: die Quelle. Es scheint als ob diese sich von selbst erholt hat und beide tauchen ab in das kühle Nass. Selbst die Umgebung scheint zu genesen und so vergessen die Beiden, was für eine Last auf ihren Schultern liegt und geben sich ihren Gefühlen und Sehnsüchten zueinander hin.
Sie ahnen nicht, dass dies ein abgekartetes Spiel von Dace Zwillingsbruder Cade ist, der die Illusion erzeugen kann, dass sich die Unterwelt selbst heilt. Als Dace und Daire von ihm erfahren, dass das alles nur ein Spiel von ihm war damit sie sich noch näher kommen, weil er aus ihrer Liebe Kraft und Macht schöpft, treffen beide eine ihrer schwersten Entscheidungen: Sie bleiben aneinander fern. Sie können sich keine zufälligen Berührungen oder sinnlichen Küsse mehr erlauben. Für das Wohl der Bewohner von Enchantment und vor allem für das Wohl der Welt. Und als ob das noch nicht schlimm genug wäre, verschwinden aus der kleinen Stadt immer mehr Menschen und die beiden erfahren von einer Prophezeiung, die ihr Leben komplett verändert. Werden Daire und Dace es schaffen Cade aufzuhalten oder sind sie alle verloren?

Der 2. Band der „Soul Seeker“-Reihe hat gleich sehr spannend begonnen und zog mich sofort in seinen Bann. Daire und Dace reiten auf "Pferd" in die Unterwelt und entdecken, dass diese mehr und mehr verkommt. Im Laufe der Geschichte wird ihnen eine immer größere Last auf die Schultern gelegt. Beide meistern diese Aufgabe aber mit Bravour. Dace und Daire müssen sehr viel einstecken und doch verlieren sie nie den Glauben an sich oder die Liebe. In den heutigen Zeiten, wo es nicht immer einfach ist die Liebe aufrechtzuerhalten, zeigen die beiden, dass es doch möglich ist, mit Liebe alles zu überwinden.
Daire ist eine sehr starke Persönlichkeit, die nicht immer viel zu lachen hat. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass sie so auf das Wohl aller fixiert ist, dass sie dabei ihr eigenes vergisst. Das wird auch auf den letzten Seiten des Buches sehr deutlich. Mir hat stellenweise gefehlt, dass sie einfach mal ausgelassen lacht. Es war für mich beinahe unerträglich sie so leiden zu sehen. Natürlich zeugt das auch von einer ausgesprochenen Reife und Nächstenliebe, die viele in diesem Alter nicht besitzen. Und das hat sie mir wieder sympathisch gemacht.
Auch Dace ist auf das Wohl aller aus. Er macht in dem Buch eine sehr starke Veränderung durch, was vielleicht auch daran liegt, dass er endlich erfährt auf welche Art er gezeugt wurde und wer sein Vater ist, bzw. dass er endlich erfährt, dass Cade sein Zwillingsbruder ist. Er hat es satt immer vor der Wahrheit „beschützt“ zu werden, ob es nun von seiner Mutter oder dem Stammesältesten ist. In dem Buch wird er vom Jungen zu Mann und man merkt deutlich, dass er diese Wandlung gebraucht hat. Er erlernt neue Fähigkeiten und wird von Seite zu Seite stärker. Was mich etwas traurig werden ließ, ist, dass Dace dann einen Weg einschlägt, den er ohne diese negativen äußeren Einflüsse von seinem Vater und seinem Bruder und dem Druck, dem er ausgesetzt ist, nicht gegangen wäre. Doch diese Entscheidung macht ihn wieder menschlich und weniger perfekt, sodass der Charakter glaubwürdig bleibt. Welcher Nebencharakter mir sehr ans Herzen gewachsen war, ist Lita. Für mich verkörpert sie auf eine Weise die Verbindung zwischen Gut, also Paloma, Daire, Dace und Xotichl etc. und Böse, wie zum Beispiel Cade. Ich finde ihre witzige Art und den trockenen Humor sehr erfrischend. Auch sie wird erwachsener und blickt hinter die Fassaden der anderen in ihrer Umgebung. Sie geht nicht länger mit verschlossenen Augen durch die Welt.
Das Cover von „Das Echo des Bösen“ ist wieder wunderschön und vor allem bunt, aber sehr stimmig gehalten. Die Ranken mit Blättern an den Seiten des Covers verzaubern den Leser auf eine sehr romantische Weise. Der Clou an dem Cover ist, dass es sich auffalten lässt und schon kann man sich das Cover als Poster an die Wand hängen.
Der 2. Band der „Soul Seeker“-Reihe ist ein tolles Buch für einen Leseabend und in ihm stecken so viele großartige Charaktere, dass es einem sehr schwer fällt, eine einzige Lieblingsperson zu haben. Ich kann es jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem mystischen Buch ist und in das Reich der Seeker abtauchen will.

>Maria<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(86)

210 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

dämonen, riley blackthorne, engel, jana oliver, liebe

Die Dämonenfängerin - Engelsfeuer

Jana Oliver , Maria Poets
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.10.2013
ISBN 9783841421593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Riley Blackthorne-Die Dämonenfängerin-Engelsfeuer von Jana Oliver

Ich liebe ja Bücher, in denen sich eine Frau in einer Männerdomäne behaupten muss. Und diese Begebenheit fand ich in der Reihe „Riley Blackthorne – die Dämonenfängerin“ von Jana Oliver. Deshalb war ich wirklich glücklich, als mir der Fischer Verlag ein Rezensionsexemplar vom letzten Teil der Reihe zuschickte, für das ich mich recht herzlich bedanken möchte. „ Riley Blackthorne – die Dämonenfängerin – Engelsfeuer“ gab mir die Gelegenheit auf 531 Seite ein letztes Mal mit Riley in die Schlacht zu ziehen und mich in ihre Welt mitreißen zu lassen.

Die Schlacht auf dem Friedhof ist geschlagen. Der Vatikan zieht seine Dämonenjäger zurück und Riley kann erst einmal durchatmen – möchte man denken. In Wahrheit haben die Probleme gerade erst begonnen. Rileys Seele gehört immer noch Ori und als ihr Herr kann er ihr befehlen was er will. Ihr Ex-Freund Alan rückt ihr immer noch auf die Pelle und wo sie in der Sache mit Beck steht, weiß sie immer noch nicht. Nach einem Streit mit ihrem „Dorftrottel“ sucht sie Rat beim Großmeister Stewart. Dieser eröffnet ihr, dass sie Beck auf der Reise in seine Vergangenheit begleiten soll. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass das den beiden nicht passt. Doch gegen den Befehl eines Großmeisters kann man nicht widersprechen. Und so machen sich Beck und Riley in Becks Truck auf den Weg nach Sadlersville. Riley merkt schnell, dass Beck in seiner alten Heimat nicht gerade beliebt ist. Er muss sich nicht nur mit dem Kleinstadt-Getratsche auseinander setzen, sondern auch auf Riley aufpassen. Denn sein lang gehütetes Geheimnis hat ihm einige Feinde eingebracht. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, müssen sich die beiden noch mit Becks Mutter auseinandersetzen, die alles andere als liebenswürdig ist. Da er aber ihr letzter Angehöriger ist und sie im sterben liegt, bleibt den beiden nichts anderes übrig, als sie im Krankenhaus zu besuchen. Nachdem Becks Mutter Riley über die Maßen beleidigt hat und ihr auch noch eine schreckliche Geschichte über die Vergangenheit ihres Sohnes erzählt hat, muss Riley den ersten Schock erst einmal überwinden. Denn welche liebende Mutter würde ihren Sohn im Moor aussetzen um ihn seinem Schicksal zu überlassen? Schnell merkt sie, dass Becks Mutter nichts mit ihrer herzensguten Mutter gemeinsam hat. Wie konnte Beck das alles nur überleben? Auch die nächsten Wochen sind kein Zuckerschlecken. Denn auch Zuhause in Atlanta läuft es nicht rund. Die Hexen bekriegen sich mit den Nekromanten und der zwanghafte Frieden ist ein Drahtseilakt. Doch Rileys Gedanken drehen sich nur um ihren geliebten Beck und als er plötzlich verschwindet, setzt Riley Himmel und Hölle in Bewegung um ihn zu finden. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Ich war einerseits sehr froh, als ich den letzten Band der Reihe „Riley Blackthorne – die Dämonenfängerin“ in den Händen hielt, aber auch sehr traurig. Immerhin ist es das Ende dieser sehr außergewöhnlichen und brillanten Reihe. „Engelsfeuer“ erzählt wie seine Vorgänger die Geschichte der bisher einzigen Dämonenfängerin, Riley Blackthorne, und das sehr fesselnd. Ich wollte eigentlich erst einmal 100 Seiten lesen, weil es schon 1 Uhr in der Nacht war, aber es war mir unmöglich aufzuhören. Und so war ich um 6 Uhr früh total übermüdet aber sehr glücklich, weil ich „Engelsfeuer“ komplett durchgelesen hatte. Und dieses Verhalten spricht ja schon für sich. Das Buch ist Spannung pur. Es passiert eigentlich immer etwas, so dass man immer wissen möchte, wie das Abenteuer ausgeht und wenn man das dann weiß, wird man schon in das nächste Abenteuer gezogen.
An „Engelsfeuer“ fand ich besonders großartig, dass sich das Buch sehr mit der Liebesgeschichte von Beck und Riley beschäftigt. Man merkt förmlich wie die beiden langsam ihre Schutzschilder fallen lassen und sich endlich eingestehen, dass sie sich lieben. Natürlich hören sie nicht auf sich ab und zu mal zu necken, aber das ist es, was diese Liebe so wunderschön macht. Es ist keine sinnlose Aneinanderreihung von irgendwelchen kitschigen Liebesbekenntnissen, sondern eine realistische Liebe, in der die beiden Protagonisten immer noch sie selbst bleiben. Natürlich durchleben sie einige Veränderungen, aber nicht so, dass das Buch und die Charaktere unrealistisch werden.
Riley ist einer meiner Lieblingscharaktere aus allen Büchern, die ich jemals gelesen habe. Denn mit ihr kann ich mich am besten identifizieren, auch wenn ich keinen Dämonenfänger als Freund habe. Sie sucht ihren Platz in der Welt und vorallem in einer Männer dominierten Arbeit. Sie braucht viel Kraft sich gegen ihre Kollegen zu behaupten und gibt nie auf. Egal was das Schicksal noch für sie geplant hat, sie lässt sich nicht unterkriegen und zeigt immer wieder, dass sie kein ängstliches Mädchen ist. Doch die liebe zu Beck und ihren Freunden erdet sie und bewahrt sie davor, innerlich zu Stein zu werden. Denn ob es der Tod ihrer Eltern, der Kampf gegen Dämonen oder ihre Pleiten bei Männern ist, sie musste mit ihre jungen Jahren schon einiges miterleben.
Diese Stärke und die Liebe zu ihren Freunden macht sie für mich so liebenswürdig. Auch diese erwachsene Art kommt einem nicht unrealistisch vor. Beck jedoch kommt ab und zu nicht damit klar, dass Riley nicht mehr das kleine Kind von früher ist. Er ist eine sehr einnehmende Person. Das habe ich daran gemerkt, dass er sich nach und nach nicht nur in Rileys sondern auch in mein Herz geschlichen hat und es für sich beansprucht hat. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und übertreibt es manchmal mit seiner Vorsicht. Doch das ändert nichts daran, dass er Riley über alles liebt. Die Unsicherheit mit ihr und der Gedanke, dass er nicht liebenswert wäre, weil er ja seiner Auffassung nach zu viele Fehler hat, macht ihn zu einem herzlichen und gütigen Charakter, der sich immer vor Augen führt, was er verlieren kann. Und ich bin der Meinung, dass sich jedes Mädchen glücklich schätzen kann, wenn sie einen Freund mit diesen Eigenschaften findet.
Auch die anderen Charaktere sind liebenswürdig, wie Stewart oder Peter und viele andere.
Die Handlung ist wie immer außergewöhnlich und herzergreifend. Doch dabei kommen Action und Spannung definitiv nicht zu kurz.
Das Cover zeigt Riley mit einer Weihwasserkugel. Ich denke sie befindet sich im Moor, welches in der Geschichte eine größere Rolle einnimmt. Wie immer ist die Szenerie passend zur Handlung gewählt und auch wenn man den Schutzumschlag abnimmt, zeigt sich dem Leser diese Szenerie und keine schwarze Einöde wie bei vielen anderen Büchern, bei denen nur der Schutzumschlag wunderschön ist.
Ich kann „Riley Blackthorne – die Dämonenfängerin – Engelsfeuer“ von Jana Oliver jedem ans Herzen legen, der auf der Suche nach einer fesselnde Geschichte ist mit der man die Nacht zum Tag machen kann.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(365)

776 Bibliotheken, 12 Leser, 5 Gruppen, 85 Rezensionen

engel, fantasy, krieg, chimären, liebe

Zwischen den Welten - Days of Blood and Starlight

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2013
ISBN 9783841421371
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Days of Blood and Starlight von Laini Taylor


Wieder einmal habe ich Post von „Blogg dein Buch“ bekommen. Dieses Mal erhielt ich „Days of Blood and Starlight – Zwischen den Welten 2“ von Laini Taylor, welches im Fischer Verlag erschien. Dafür möchte ich mich mit Freuden bedanken, da ich es kaum noch aushalten konnte, das Buch in meinen Händen zu halten. Denn endlich konnte ich auf 608 Seiten lesen, wie es mit Akiva und Karou weiter geht.

Der Kampf ist zu Ende. Die Chimären sind gefallen und die Engel siegten glorreich... Natürlich ist dies dem Imperator Joram nicht genug und er hat sich zum Ziel gesetzt, dass alle Chimären ausgelöscht werden sollen. Aber als Anführer von Erez macht er nicht seine Finger für diese, wie er sie bezeichnet, Monster bzw. Bestien schmutzig. Er schickt Gruppen Soldaten aus um dies für ihn zu erledigen. Unter den Soldaten befindet sich auch Akiva, der es allerdings leid ist zu kämpfen. Denn er hat die Hoffnung nie aufgegeben den gemeinsamen Plan von ihm und Karou in die Tat umzusetzen: Er will mir ihr eine friedliche Welt erschaffen ohne Angst, Terror und Tod. Aber wie kann man gemeinsam ein Ziel erreichen, wenn einer der beiden tot ist? Doch er gibt die Hoffnung nicht auf, dass sie doch noch lebt. Denn welche Beweise hat er schon, außer ein Turriculum mit ihrem Namen darauf? Und so begibt er sich auf die Suche nach ihr...
Zur selben Zeit in Prag macht sich Zuzana große Sorgen um ihre beste Freundin. Selbst Mik ihr Freund, ihr Seelenverwandter, kann sie nicht beruhigen. Denn auf all ihre E-Mails reagiert Karou nicht. Und diese Situation wird von Karous Ex-Freund auch nicht gerade verbessert. Denn der hat nichts Besseres zu tun, als Interviews zu geben und Karou dabei schlecht aussehen zu lassen. Während Zuzana sich weiter über die Presse und Karous Ex-Freund aufregt, entdeckt Mik in den Nachrichten ein Mädchen, das in Museen einbricht und Zähne stiehlt. Mik und Zuzana wird klar, dass sie ihre Freundin nicht verloren haben. Jedoch haben sie keine Ahnung, was Karou mit den Zähnen will und wo sie sie finden können. Doch dann bekommt Zuzana plötzlich eine Nachricht von ihrer besten Freundin und nach einigen Stunden Grübelei lassen Mik und Zuzana sich auf ein Abenteuer ein, von dem sie nicht wissen, wo es endet...


Der 2. Teil der „Zwischen den Welten“-Trilogie ist düsterer als sein Vorgänger, da es um den unerbittlichen Krieg zwischen Chimären und Engeln geht. Denn die Chimären haben es geschafft wieder aufzuerstehen. Die Handlung ist daher nicht so leicht wie in Teil 1, „Daughter of Smoke and Bone“. Jedoch konnte sie mich genauso in ihren Bann ziehen. Denn in „Days of Blood and Starlight“ lernt man viele Nebencharaktere besser kennen, wie zum Beispiel die Geschwister von Akiva. Man lernt sehr schnell, dass in Liraz und Hazael viel mehr steckt, als die eiskalten Tötungsmaschinen, zu denen der Imperator sie gerne machen will. Denn für ihn sind sie nichts als ein Werkzeug, ein Ding. Hazael gewöhnt sich sehr schnell an den Gedanken, dass man Frieden mit den Chimären schließen kann. Und auch wenn Liraz länger dafür brauch, sieht sie ein, dass aus diesem Krieg nie ein Sieger hervor gehen kann. Auch wenn der Imperator es am Anfang geglaubt hat. Besonders gut hat mir Hazaels Leichtigkeit gefallen. Er konnte sich in der ausweglosesten Situation ein Lächeln abringen und brachte Akiva dazu nie die Hoffnung zu verlieren. Liraz, die eigentlich nie ihre Gefühle offenbart, lernt langsam, dass es keine Schwäche ist, Mitgefühl zu haben. Und beide stehen ihrem Bruder immer zur Seite, auch wenn er sich in eine ehemalige Chimäre verliebt hat. Er erkennt langsam, dass er seine Führungsrolle einnehmen muss, um ihre Welt zu einem besseren Ort zu machen. Seine Überzeugungen machen ihn zu einem sehr gefährlichen aber dennoch sympathischen Krieger. Und dass er nie den Glauben an Karou verliert, macht ihn so liebevoll.
Auf der anderen Seite steht Karou. Sie muss ihren Platz in einer Welt voller Monster einnehmen und dafür einen hohen Preis bezahlen. Denn ihre Gesundheit leidet und sie ist nicht mehr dieses kämpferische und fröhliche Mädchen, was sie einst war. Mir kam sie sehr traurig und gebrochen vor. Es tat mir manchmal so leid, sie so vor meinem inneren Auge zu sehen. Doch zum Glück wird sie in der zweiten Hälfte des Buches wieder zu der Karou, die ich bewundere. Und sie macht eine Entwicklung durch, die sie nicht nur zu einer starken und aufrichtigen Frau werden lässt, sie wird auch zu der Frau, die ihre Hoffnung auf eine friedliche Welt nicht aufgibt. Egal um welchen Preis. Dieser Tatendrang und Enthusiasmus haben mir sehr imponiert und ich fühlte mich Karou näher denn je. Auch Zuzana und Mik sind mir sehr ans Herz gewachsen. Denn jede Anführerin braucht ihren Vertrauten und das sind unter anderem diese beiden. Sie würden sogar durch die Hölle gehen, wenn sie Karou damit helfen könnten. Und für Menschen, die in einer Welt voller Engel und Monster bestehen müssen, beweisen sie außerordentlichen Mut.

Der Fischer Verlag hat es mal wieder geschafft, mich mit diesem grandiosen und wunderschönen Cover zu überraschen. Während „Daughter of Smoke and Bone“ in Blautönen gehalten wurde, ist „Days of Blood and Starlight“ einfach nur rot. Was sehr passend ist, da Feuer eine große Rolle in diesem Buch spielt. Die Ornamente wirken sehr mystisch und die kleine Stadt, die auf dem Cover abgebildet ist, rundet das atemberaubende Erscheinungsbild ab und passt wiederum zum Inhalt.

„Days of Blood and Starlight“ kann ich allen empfehlen, die Fan einer ausgeklügelten Story mit herzzerreißenden Wendungen und lustigen, gefährlichen sowie gefühlvollen Charakteren sind oder es noch werden wollen.

>Maria<

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

vanka maykow, amerika, computerspiel, science fiction, science-fiction

Demi Monde: Welt außer Kontrolle - Die Mission

Rod Rees , Peter Kultzen , Roberto de Hollanda , Peter Kultzen
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 21.01.2013
ISBN 9783442475674
Genre: Fantasy

Rezension:

„Demi Monde – Welt außer Kontrolle: Die Mission“ von Rod Rees

Am 21. Januar 2013 erschien „Demi Monde – Welt außer Kontrolle: Die Mission“ von Rod Rees. Der 608 Seiten umfassende Roman ist der erste Teil der „Demi Monde“-Reihe. Vielen Dank an den Goldmann-Verlag, dass sie mir ein Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

Da die 18-jährige Ella eigentlich jeden Cent gut gebrauchen kann, nimmt sie nach kurzem Zögern einen Auftrag des amerikanischen Militärs an, für den ihr eine Entlohnung von 5 Millionen Dollar geboten wird. Sie wird in die „Demi Monde“ eingeschleust, eine Computer-Simulation, die Soldaten auf die schlimmsten Gefechtssituationen vorbereiten soll, und soll dort die verschwundene Tochter des Präsidenten finden und zurückbringen. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die „Demi Monde“ ist außer Kontrolle geraten und Ella findet sich bereits kurz darauf in einer Hölle wieder, aus der es kein Entkommen zu geben scheint.

Ich muss leider sagen, dass mich dieses Buch äußerst zwiegespalten zurückgelassen hat. Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr kreativ und war für mich noch vollkommen neu. Ich habe noch kein ähnliches Buch gelesen. Leider wird man jedoch gleich zu Anfang von so vielen neuen, selbst ausgedachten Begriffen (UnFunDaMentalismus, LessBiens u.v.m.) nahezu erschlagen und so fiel es mir sehr schwer überhaupt in die Geschichte reinzukommen, geschweige denn mir alles zu merken. Dabei war mir auch der Glossar hinten im Buch keine große Hilfe, denn es waren einfach zu viele, unterschiedliche Begriffe, so dass durch das ständige Nachschlagen der Lesefluss deutlich beeinträchtigt wurde.
Die Geschichte wird in der Hauptsache aus der Sicht Ellas erzählt, des Öfteren aber auch aus der Sicht von Trixie Dashwood. Zu Beginn wird meist zwischen der realen Welt und der „Demi Monde“ gewechselt, später spielt sich das Geschehen dann fast ausschließlich in der Computersimulation ab.

Zu den Protagonisten konnte ich leider auch keine wirkliche Beziehung aufbauen. Keiner war mir sonderlich sympathisch, einige gingen mir sogar ganz gehörig auf den Keks – und das waren nicht zwangsläufig die Bösewichte.
Ella schien mir in mancherlei Hinsicht einfach zu perfekt. Egal was auf sie zukam, sie wusste sich in jeder Situation zu helfen. Auch ein wenig unrealistisch erschien mir, dass scheinbar wirklich jeder (auch die eigentlichen Rassisten) das dunkelhäutige Mädchen attraktiv zu finden schienen. Das macht es einem wirklich nicht leicht, sich in sie hineinzuversetzen.
Ein wenig anders verhielt es sich da mit Vanka Maykow, ihrem Begleiter, den sie rasch kennen lernt. Humorvoll und gutaussehend, war er mir wesentlich sympathischer als Ella, jedoch hat auch hier die große Schwärmerei gefehlt, die ich sonst gerne für die männlichen Protagonisten empfinde.
Und mit Trixie Dashwood wurde ich überhaupt nicht warm. Bereits anfangs fand ich sie ziemlich unausstehlich, mit ihrer Überheblichkeit und ihrem Rassismus anderen Gruppen gegenüber. Zwar macht sie im Laufe der Geschichte eine ziemliche Wandlung durch, aber nicht wirklich immer zum Besseren.

Das Cover ist düster, aber recht passend gestaltet. Es zeigt einen Ausschnitt der „Demi Monde“-Karte (die sich auch komplett im Inneren des Buches findet) und eine Frau, die über eine Brücke schreitet – sicherlich ein Sinnbild von Ellas Übergang von der realen in die Computer-Welt. Den Glossar im Anschluss an den Roman habe ich bereits erwähnt, durch die vielen selbst erdachten Worte kostet es einen schon Überwindung sich diesen durchzulesen.

Alles in allem konnte „Demi Monde – Welt außer Kontrolle: Die Mission“ mich persönlich leider nicht sehr überzeugen. Es fiel mir wirklich schwer dieses Buch zu lesen und ich musste mich teilweise regelrecht zwingen fortzufahren.
Für Sci-Fi-Fans, die sich auch durch viele fremde Wörter nicht abschrecken lassen, geeignet und aufgrund der meiner Meinung nach außergewöhnlichen Story dennoch durchaus zu empfehlen.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4.478)

6.603 Bibliotheken, 116 Leser, 18 Gruppen, 360 Rezensionen

fantasy, schattenjäger, dämonen, liebe, vampire

City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2011
ISBN 9783401502601
Genre: Jugendbuch

Rezension:

City of Bones von Cassandra Clare

Es ist das Kino-Highlight des Jahres: „City of Bones“. Mich lockte der Film schon vier Mal in die Kinos und das innerhalb von nur zwei Wochen. "City of Bones“ ist das 1. Buch der großartigen „Chroniken der Unterwelt“-Reihe von Cassandra Clare. Umso erfreuter war ich, als ich vom Arena Verlag das Buch zum Film bekam. Ich möchte mich dafür herzlich beim Arena Verlag bedanken. Denn nun konnte ich wieder in „City of Bones“ von Cassandra Clare eintauchen und Clary, Jace, Simon, Alec und Isabelle im Kampf gegen Valentin folgen.

Clary ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, denkt sie jedenfalls. Als sie mit ihrem besten Freund Simon ihren Geburtstag feiern will, wird sie wie auf magische Weise von einem Club angezogen. Im Pandemonium wird sie auf einen gut aussehenden Jungen aufmerksam, der auch Interesse an ihr zeigt. Bis seine Aufmerksamkeit von einer schwarzhaarigen Schönheit in Anspruch genommen wird. Als Clary jedoch bemerkt, dass den beiden zwei Jungen folgen, kann sie nicht länger untätig herum stehen und folgt den Vieren in einen Lagerraum. Bislang unbemerkt geblieben, beobachtet Clary eine erschreckende Szenerie. Der blonde der beiden Jungen, hat vor, den hübschen Jungen zu töten. Clary gibt sich zu erkennen und versucht das Schlimmste zu verhindern. Doch leider lassen sich die drei nicht umstimmen und töten den Jungen, der eigentlich keiner war. Denn wie Clary später lernen soll, können sich Dämonen in jede Gestalt verwandeln und die Drei sind Schattenjäger, eine Gruppe, die auserkoren wurde, die Welt vor den Dämonen zu schützen. Doch zuerst muss sie verkraften, dass ihr der blonde Fremde immer wieder folgt. Als sie ihn zur Rede stellt, bekommt sie einen Anruf ihrer Mutter. Diese erklärt ihr, dass sie auf keinen Fall nach Hause kommen darf, da Valentin sie gefunden hat. Doch Clary packt die Angst um ihre Mutter und rennt nach Hause. Zuhause angekommen, bietet sich ihr ein grausames Bild. Die Wohnung ist total verwüstet. Nichts liegt mehr da, wo es vorher lag. Bücher, Bilder, Klamotten – all das liegt verstreut in der Wohnung. Clary sucht die verwüstete Wohnung nach ihrer Mutter ab, doch sie findet sie nicht. Stattdessen wird sie von einem Dämon angegriffen. Nachdem sie ihn umbringen konnte, trifft Jace, der ihr gefolgt ist, in der Wohnung ein und hilft ihr die ihr Fremde Welt zu verstehen. Kann Clary mit Hilfe der Schattenjäger ihre Mutter retten? Und wer ist Valentin?

Ich hab vor Jahren schon „City of Bones“ gelesen und war sehr froh, dass ich meine Kenntnisse nochmal auffrischen konnte. Denn die Bücher sind so grandios geschrieben, dass man sie definitiv mehrmals lesen kann ohne dass einem langweilig wird.
Ich habe es schon damals sehr bewundert wie Cassandra Clare es geschafft hat, alte Fantasy-Motive und -Figuren frisch und neu erscheinen zu lassen, was vor allem bei Vampiren eine große Herausforderung darstellt. Dazu kreierte sie ihre eigene Welt. Mir waren Schattenjäger bis zu den Büchern von Cassandra Clare noch nicht untergekommen. Umso neugieriger war ich auf die Begegnung mit ihnen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Jace war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich liebe Charaktere, die mich herausfordern und das war bei ihm stets der Fall. Er war einerseits so kühl und arrogant, hatte aber auf der anderen Seite so eine wunderbar sarkastische und liebenswerte Art. Es war manchmal nicht einfach ihn zu mögen, doch blickte man hinter seine Fassade lernte man ihn lieben. Vor allem im Umgang mit Clary ist er sehr liebevoll. Auch wenn er sie ab und zu mit seinen Worten verletzt, macht er es nicht aus einer böswilligen Absicht heraus, sondern will sie damit nur schützen. Und so stark Jace auch scheint, so verletzlich ist er. Deswegen möchte er mit manchen Handlungen und Worten auch sein eigenes Herz vor Kummer schützen, denn Kummer hatte er in seinem jungen Leben genug erlitten. Zu Jace engsten Vertrauten gehören die Geschwister Isabelle und Alec. So nahe sich ihre DNA auch ist, so unterschiedlich sind sie in ihren Charaktereigenschaften. Alec ist eher der kühle Kopf des Teams. Ihn bringt nichts so leicht aus der Fassung, solange alles nach Plan läuft. Er rät Jace oft von seinen waghalsigen Aktionen ab, was mit den Gefühlen zu tun hat, welche Alec für Jace hegt. Auch wenn Alec manchmal sehr streng rüber kommt, schlummert ihn ihm doch ein fürsorglicher Kern. Er ist immer erst auf das Wohl der anderen bedacht, als auf das Eigene. Seine Schwester ist das genaue Gegenteil. Sie lebt ihr Leben wie es ihr gefällt – sofern es ihr Job als Schattenjäger zulässt. Ihre große Schwäche sind Jungs, doch so bald sie merkt, dass sie verarscht wird, lässt sie die Kerle fallen und hat dann nicht so eine verzerrte Realitätswahrnehmung. Sie lässt sich von keinem was vorhalten, ist aber in der Lage im Team zu arbeiten. Ich mochte sie vom ersten Augenblick an weil Isabelle eine sehr starke junge Frau ist, die aber ihr Mitgefühl für andere dabei nicht verloren hat. Sie sorgt sich sehr um die Menschen, die sie liebt.
Clary ist weit davon entfernt so wie Isabelle zu sein. Doch das ist kein Nachteil. Denn Clary ist ein liebenswertes Mädchen, was schnell erwachsen werden muss. Sie wird in eine neue Welt gestoßen, die ihre Mutter vor ihr verheimlicht hat. Natürlich merkt man ihr an, dass sie ab und zu mit den Nerven am Ende ist. Aber wer wäre das nicht? Was ich an Clary so toll finde, ist, dass sie sich nie beschwert. Sie jammert nicht und versucht immer eine Lösung zu finden. Sie beweist oft sehr viel Mut und versucht diejenigen zu retten, die sie liebt. Viele Mädchen in so einer Situation würden zusammenbrechen und sich in ihrem Bett verkriechen. Aber so ist Clary nicht. Ich glaube, ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass sie eine Art Heldin ist. Natürlich kann sie nicht fliegen oder so etwas, aber sie nutzt die Mittel, die ihr zur Verfügung stehen. Und das stellt manchmal wirklich eine Herausforderung dar. Aber ich denke ihre größte Waffe ist Simon. Simon als ihr bester Freund erdet sie, wenn sie mal wieder das Gefühl hat, dass alles sie übermannt. Solange Clary Simon hat, hat sie immer jemanden, der sie daran erinnert wer sie ist und dass sie nicht alleine gegen die Feinde kämpfen muss. Ich fand Simon einfach cool. Er ist das komplette Gegenteil von Jace und das macht ihn auch so sympathisch. Er wirkt manchmal etwas vertrottelt, aber auf eine charmante Weise. Und doch schlummert in ihm ein schlauer und gerissener Kern. Ohne ihn ist Clary einfach unvollendet. Die Zwei gehören einfach zusammen, wie Yin und Yan.
Auch die Nebencharaktere glänzen mit ihrem Charme und ihren witzigen Aussagen. Und die Feinde sind gerissen und verschlagen – so wie man sich einen glaubhaften Bösewicht einfach vorstellt.
Die Handlung hat mich, wie die Charaktere, einfach gefesselt. Und auch das Cover passt perfekt zum Buch und zum Film. Es zeigt Jace und Clary und natürlich New York, in der sich große Teile der Handlung abspielen.

Alles in allem kann ich das Buch bzw. die Buchreihe jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer fantastischen und actionreichen Handlung mit starken Charakteren ist und Lust hat auf eine sehr emotionale Reise zu gehen.

>Maria<

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(106)

190 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

katze, kater, freundschaft, körpertausch, krimi

Winston - Ein Kater in geheimer Mission

Frauke Scheunemann
Fester Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Loewe, 15.08.2013
ISBN 9783785577806
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Winston - ein Kater in geheimer Mission" von Frauke Scheunemann


„Winston – Ein Kater in geheimer Mission" ist der neue Roman von Frauke Scheunemann. Erschienen ist das 240 Seiten umfassende Buch am 15.08.2013 im Loewe-Verlag und ich danke herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Winston ist ein sehr verwöhnter Stubentiger. Zusammen mit seinem Herrchen, Prof. Werner Hagedorn, lebt er in einer Wohnung in Hamburg. Sein größtes Hobby ist, auf dem Sofa zu liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und seine absolute Leibspeise ist Geflügelleber mit Petersilie – natürlich immer frisch gekocht von ihrer Haushälterin Olga. Kurzum: Er liebt sein Leben ganz genauso, wie es ist. Daher passt es ihm natürlich überhaupt nicht, als innerhalb kürzester Zeit gleich mehrere Veränderungen auftreten. Da wäre zum einen die Tatsache, dass Olga, die langjährige Haushälterin seines Herrchens, sie beide plötzlich verlässt – und das ausgerechnet für einen anderen Zweibeiner! Dass Prof. Hagedorn sofort eine neue Haushälterin einstellt, ist da nur ein kleiner Trost. Und als diese dann auch noch zusammen mit ihrer Tochter bei ihnen einzieht, ist es mit der Ruhe im Haus abrupt vorbei, besonders weil diese scheinbar einen ganzen Haufen Probleme mitbringen. Doch recht schnell lernt Winston auch die Vorteile zu schätzen, die es mit sich bringen, Kira und ihre Mutter im Haus zu haben, und er freundet sich mit dem Mädchen an. Was er sich jedoch nie hätte Träume lassen: Kurze Zeit später steckt er pfotentief in einem echten Kriminalfall – und schließlich auch noch im Körper eines Mädchens! Miau, wie soll er da nur wieder heraus kommen?

Mit „Winston – ein Kater in geheimer Mission“ hat Frauke Scheunemann sich zum ersten Mal an einen Kinderroman gewagt – und das mit Erfolg, wie ich finde. Eine Geschichte über einen kleinen, verwöhnten Kater, für mich als großen Katzenliebhaber natürlich ein absolutes Must-have!  Und ich wurde nicht enttäuscht. Frauke Scheunemanns Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er lässt sich herrlich leicht und flüssig lesen und wird einem Kinderbuch perfekt gerecht, was den Lesespaß für einen Erwachsenen jedoch keinesfalls schmälert.
Die Charaktere sind allesamt sehr liebevoll dargestellt und sehr schön ausgearbeitet. Besonders Winston hat mir sehr gut gefallen, sowohl als verwöhnter, arroganter Kater, als auch später in Gestalt eines Mädchens. Eigentlich ist er ein recht frecher, selbstbewusster Kater, doch als er zum allerersten Mal in seinem Leben mit der großen weiten Welt vor seiner Wohnungstür in Berührung kommt, zeigt er sich auch schnell mal verunsichert, was ihn jedoch nicht davon abhält, sein Ding durchzuziehen.
Auch Kira ist sehr gut dargestellt. So zu Beginn der Pubertät hat sie mit den typischen Problemen eines jungen Mädchens zu kämpfen, ganz besonders jedoch damit, Zugang zur coolsten Clique der Schule zu finden, denn mit ihren Ost-Europäischen Wurzeln wird ihr dies nicht gerade leicht gemacht. Zwischendurch hatte ich ab und an das Gefühl, Kira käme eine Spur zu erwachsen rüber oder Winston weiß als Kater überraschend viel über die Menschenwelt, doch dies hielt meist nur einen Moment an und im Nächsten war man bereits wieder voll in die spannende Geschichte eingetaucht.

Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Grell Pink mit dem schwarzen Kater in verschiedenen Positionen darauf und der großen, schwarzen und weißen Schrift, fällt es einem sofort ins Auge und macht sich ausgesprochen gut im Bücherregal. Die kleinen Katzenzeichnungen zu Beginn eines jeden Kapitels finde ich auch sehr hübsch.

„Winston- ein Kater in geheimer Mission“ ist ein wirklich tolles Kinder- und Jugendbuch und nicht nur für diese Altersklassen zu empfehlen. Auch als Erwachsener kann man durchaus viel Spaß mit dem frechen Vierbeiner haben.

>Nina<

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Um Mitternacht

Wolfgang Bellaire
Buch: 216 Seiten
Erschienen bei Nordfriesischer Kinderbuch Verlag, 15.01.2013
ISBN 9783944243139
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich war schon mit jungen Jahren ein begeisterter Leser. Umso mehr freue ich mich immer, wenn ich auch mal ein Buch rezensieren kann, das für jüngere Leser geschrieben wurde. Mit Begeisterung las ich „Um Mitternacht“ von Wolfgang Bellaire, welches im Nordfriesischen Kinderbuch Verlag erschienen ist. Ich möchte mich hiermit bei dem Autor und bei dem Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar bedanken. Auf 198 Seiten konnte ich Marieke, Jorieke, Nils und Lasse auf der Suche nach ihren Eltern begleiten.

Marieke, Jorieke und Nils leben mit ihren Eltern in einem kleinen Haus in Flensburg. Die beiden Schwestern verstehen sich sehr gut, doch ihr kleiner Bruder treibt sie täglich in den Wahnsinn. Natürlich klingt das völlig normal, doch leider bleibt es nicht bei diesem alltäglichen Problem. Denn die Eltern der drei Kinder sind so gut wie Pleite. Für das Nötigste fehlt das Geld. Die Hoffnungslosigkeit der Eltern bleibt den Kindern natürlich nicht verborgen. Die Situation wird auch noch von den unzähligen Streitereien zwischen den Eltern verschlimmert. Der Vater hält es eines Tages nicht mehr aus und geht unter dem Vorwand, dass er gegen den Hartz IV-Bescheid Widerspruch einlegen will, aus dem Haus. Als er nach einigen Stunden noch immer nicht zurück gekehrt ist, macht sich die Mutter der drei auf die Suche. Doch auch sie kehrt nicht mehr zurück. Die Kinder haben Angst um ihre Eltern und beschließen sie zu suchen. Doch vorerst müssen sie sich selbst versorgen und so suchen sie das ganze Haus nach Geld ab. Die spärliche Beute muss für lange Zeit reichen, denn wann sie ihre Eltern wiedersehen, wissen die Geschwister nicht. Auf der Suche nach den Eltern, fangen sie beim Arbeitsamt an. Doch leider ist dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt. Die Mitarbeiter können den Kindern nicht helfen. Als sie das Gebäude verlassen, spricht sie ein seltsamer Mann an, der ihnen rät zu Herrn Tschellebi zu gehen. Sie beachten den Mann nicht weiter und in der Hoffnung, dass ihnen die Polizei helfen kann, melden sie ihre Eltern als vermisst. Doch der Polizist nimmt nicht nur die Vermisstenanzeige auf, sondern meldet die Kinder auch beim Jugendamt. Damit hätten die drei Geschwister niemals gerechnet. Auf der Flucht vor der Polizei und dem Jugendamt treffen sie den mysteriösen Lasse, den das gleiche Schicksal ereilt hatte. Ohne Eltern machen sich alle vier auf den Weg zu Lasses Wohnung. Und auch Lasse spricht über diesen unbekannten Herrn Tschellerbi, der erst vor kurzen das Theater gekauft hat. Den Vieren wird schnell klar, dass da etwas nicht stimmen kann und so beginnt eine abenteuerliche Suche...

Ich war früher schon ein großer Fan von Magie und Fantasy-Filmen. Als kleines Kind hatte ich viele Bücher mit Geschichten über Vampire, Hexen und andere Fabelwesen. Deswegen hat mich die Geschichte um die vier Kinder Marieke, Jorieke, Nils und Lasse so fasziniert. Ich las mich sehr schnell in die Geschichte ein, was mir aufgrund der tollen Schreibweise des Autors gut gelang. Diese ist sehr flüssig und nicht zu kompliziert, was für die Altersgruppe, für die das Buch eigentlich sein soll, sehr passend gewählt ist. Obwohl ich kein Kind oder Jugendlicher bin, konnte mich die Geschichte fesseln. Das lag unter anderem an den Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als aller erstes wäre da Marieke. Sie ist eine sehr ernste Zwölfjährige ohne Fantasie. Im Laufe der Geschichte wird sie daran erinnert, dass es mehr gibt als man als Mensch glaubt. Marieke behielt immer einen klaren Kopf und war sehr schwer aus der Ruhe zu bekommen. Mir persönlich gefiel die Entwicklung dieses Charakters. Da sie erst so ernst war, war es schwer an sie heran zu kommen, doch nach und nach entwickelt sie sich zu einem aufgeweckten Mädchen, das auch an Magie glauben kann. Als Zweite im Bunde hätten wir Jorieke. Sie erinnerte mich sehr an mich selbst. Ich hatte oft das Gefühl, dass sie schon sehr früh Verantwortung übernehmen und mit jungen Jahren schon erwachsen werden musste. Doch auch sie durchlebt eine Entwicklung und wird zu dem zwölfjährigen Mädchen, was sie einfach von vornherein hätte sein sollen: ohne jegliche Lasten tragen zu müssen, unbeschwert und frei. Nils, der Rabauke in der Familie, macht den Schwestern das Leben schwer. Er hat seinen eigenen Kopf und setzt den auch konsequent ohne Rücksicht auf Verluste durch. Da er so gut wie nie Angst zeigt, bringt er die vier öfters in eine brenzliche Situation. Doch er ist gewitzt, einfallsreich und nicht kleinzukriegen. Ich glaube, das war mit das Faszinierendste an Nils, dass er nie die Hoffnung aufgeben hat, obwohl er noch so jung ist. Er hat immer an die Rettungsmission geglaubt. Er war manchmal einfach ein Kind und dann wirkte er wieder sehr erwachsen, was für mich wirklich erstaunlich war. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen und zeigt auch allen, dass mehr in kleinen Brüdern steckt als die großen Schwestern je ahnen würden. Und ich glaube, die Tatsache dass Lasse zu ihnen gestoßen ist, hat Nils noch mutiger werden lassen. Ich betrachte Lasse auch als Fels in der Brandung. Er schlichtet die Streitereien unter den Geschwistern, geht auf Nils einfühlsam ein und gibt ihm das Gefühl ebenbürtig zu sein. Außerdem gibt er den Situationen immer eine gewisse Ruhe, egal wie chaotisch diese manchmal sind. Obwohl Lasse seine Eltern ebenfalls vermisst, lässt er die Trauer hinter sich und beteiligt sich mit einfallsreichen Ideen an der Suchaktionen. Er war mir von Anfang an sehr sympathisch, weil er zum Glück nicht dieses typische Bad Boy-Klischee bedient. Auch die Nebenfiguren wurden mit Raffinesse kreiert. Und es hat mir Spaß gemacht, ihnen allen zu folgen und in diese tolle, magische Geschichte eintauchen zu dürfen.
Das Cover zeigt die 4 Protagonisten, die sich suchend im Spiegelkabinett umschauen. Der böse Tschellebi wacht dabei über die Kinder und nimmt einen nicht unwesentlichen Platz auf dem Cover ein. Die Farben sind auch alle sehr dunkel, aber sehr passend gewählt. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover, welches Lust auf das Buch macht.
Ich kann „Um Mitternacht“ allen empfehlen, die sich nicht zu alt fühlen, um einmal ein tolles Kinderbuch mit allerhand Action zu lesen. Ein tolles Buch für die gesamte Familie.

>Maria<

  (0)
Tags:  
 
67 Ergebnisse