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754 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 103 Rezensionen

dystopie, liebe, legend, day, jugendbuch

Legend – Schwelender Sturm

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.09.2013
ISBN 9783785573952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Auf der Flucht vor der Republik schließen sich June und Day den Patrioten an, um Days Bruder zu retten und in die Kolonien zu entkommen. Doch die Patrioten fordern eine Gegenleistung: June und Day sollen Anden, den neuen Elektor, töten. Eine Tat, die all dem Unrecht und der brutalen Unterdrückung ein Ende bereiten könnte. Als June jedoch begreift, dass der neue Elektor ganz anders ist als sein Vorgänger, beginnt sie zu zweifeln:

Was, wenn Anden einen neuen Anfang darstellt? Was, wenn politische Veränderung nicht unbedingt Tod, Vergeltung und Gewalt bedeuten muss? Was, wenn die Patrioten falsch liegen?


Charaktere, Setting & Schreibstil

Ja vor fasst genau einem Jahr habe ich für euch die Rezension zu Teil I LEGEND - FALLENDER HIMMEL gepostet (HIER geht es zur Rezension). Und heute ist es soweit, dass ich zu Teil II meine Meinung dazugebe.

Als ich endlich das zweite Buch von Marie Lu in den Händen hielt und die erste Seite aufschlug, hatte ich aufeinmal die dumpfe Befürchtung, dass der zweite Teil sich als 'Lückenfüller' entpuppen würde. Diese Gefahr laufen doch ziemlich viele zweite Bänder einer Reihe. Grundloss Sorgen gemacht! Bereits auf den ersten Seiten hatte mich Marie Lu gepackt. Ihr Schreibstil ist einfach eine Klasse für sich. Ich habe dann tatsächlich nochmals 2-3 Seiten aus 'Fallender Himmel' gelesen (quasi einfach zum Vergleich) und - Leute wow! Die Autorin hat sich - meiner Meinung nach - nochmal um eine ganze Stufe verbessert. Ich ♥ ihren Stil.

Day & June nehmen wieder wie im ersten Band die Erzählerrollen ein und führen abwechselnd - geschildert durch ihre Augen - durch den Plot. Eine ganz wichtige Darstellung auf Bezug dieser Patrioten, denn June ist ihnen weiterhin skeptisch gegenüber gestellt, indes Day auf Grund seines kleinen Bruders ihnen blind gehorcht und vertraut. Wie ich auch schonmal in meiner ersten Rezension geschrieben hatte, hat Marie Lu hier ein ganz besonderes Gespann geschaffen. Für mich immer ein wichtiger Kritikpunkt ist die gewisse Weiterentwicklung des Charakters. Niemand möchte  Protagonisten, die auf der selben Stellen schwimmen!

Nicht nur auf die Charakterzüge von June & Day beschränkt sich diese Veränderung, sondern bezieht sich auch auf ihre Beziehung zueinander. Denn die beiden sind sich immer öfters nicht mehr ganz so einig, wie im ersten Teil. Durch den Reibungspunkt 'Patrioten' werden beide auf eine harte Probe gestellt, obwohl sie zusammen einfach unschlagbar sind. Marie Lu stellt die Liebesbeziehung nicht in den Vordergrund, sondern spinnt die Liebesfäden im Hintergrund weiter. Somit wachsen Day und June authentisch immer stärker zusammen und meistern zusammen Höhen und Tiefen.

Auch wieder einige Worte zum Cover von SCHWELENDER STURM: Wie auch schon im ersten Teil sind sich hier die Gestalter treu geblieben - schlicht, aber ein Eyecatcher! Dieses Mal haben sie zur Farbkombie Lila mit Gold/Weiß gewechselt. Eines der wirklich schönsten Cover in meinem Bücherregal, obwohl es eine simple, aber dennoch einzigartige Gestaltung hat.


Nervenkitzel & Spannung

Zunächst wird durch kurze Erinnerungssequenzen dem Gedächtnis des Lesers auf die Sprüge geholfen und der Einstieg in den neuen Plot ist somit relativ nahtlos. Nach einigen Seiten und dem ersten Luft anhalten war mir dann auch klar, dass dieses Buch seinem Vorgänger in puncto Spannung und Nervenkitzel in keinster Weise nach stehen wird.

Marie Lu zieht den Spannungsbogen in ziemlich kurze Zeit auf ein wirklich grandioses Niveau ... und lässt nicht nach. Immer wieder verstrickt sie ihre Protagonisten in brennslige Situationen, aus denen sie teilweise nur mit Mühe und Not heile herauskommen. Bei der Flucht von Day & June bin ich durchgehend in Schnappatmung verfallen, immer in der Angst, dass die beiden jetzt entdeckt werden oder ihre Flucht wird durch irgendwas/irgendwen druchkreuzt. Entspannung und durchatmen gibt es hier nicht, weder für die Protagonisten noch für den Leser!

Für diesen einzigartigen Nervenkitzel zieht Marie Lu immer wieder unvorsehbare Wendungen aus dem Ärmel und spielt immer mit der Frage "Wer ist Freund, wer ist Feind?". Sie lässt sich um nichts in die Karten schauen und dies verleiht diesem Buch das extra Gänsehautgefühl.

Im zweiten Teil wird dem Leser nun auch wirlich bewusst, was für eine komplexe und verschachtelte Story sich hier entwickelt. Das futoristische Szenario unterstreich zusätzlich diese Ausgetüffteltheit. Zusätzlich erfahren wir hier endlich mehr über die Gescichte der Republik. Warum spaltete sich die Republik und die Kolonien? Wie kam es überhaupt zu diesem verherrenden Krieg? Solche und weitere Fragen, die mir bereits in Teil I im Kopf herumschwirrten, werden hier zum größten Teil beantwortet. Aber dennoch bleiben noch weiterhin viele Fragen offen, sodass Teil III von mir bereits sehnsüchtig erwartet wird.


Fazit 

Tatsache: Meist kann Band zwei einfach den Erwartungen der Leser & Fans nicht genügend standhalten, doch hier braucht ihr euch keine Sorgen darüber machen! LEGEND- SCHWELENDER STURM ist ein würdiger zweiter Teil und die liebe Marie Lu hat wieder einige Tricks und Überraschungen aus ihrer Schreiberfeder hervor gezaubert. Ein absolutes Must-Read für die, die bereits Teil 1 gelesen haben! Und das wundervolle Cover macht sich neben seiner 'Schwester' ganz fantastisch in meinem Buchrregal das sollte natürlich nicht unerwähnt werden!

Summa Sumarum: Ein zweiter Teil der ebenso 5 Engelsflügel verdient - einfach grandios!

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196 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

liebe, cynthia j. omololu, drew, akhet, fantasy

Für immer die Liebe

Cynthia J. Omololu ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.01.2014
ISBN 9783791515076
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt 
Kann die Liebe dein Schicksal besiegen?

Seit Cole weiß, dass sie ein Mensch ist, der sich an seine früheren Leben erinnert, hat sich einfach alles verändert. Sie ist zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt. Griffon macht sie überglücklich und sie möchte nie wieder ohne ihn sein. Doch dann drängt sich der charismatische Drew in Coles Leben. Plötzlich weiß Cole nur noch eines: dass sie nichts mehr weiß! Sie liebt Griffon doch, oder? Warum bloß übt Drew dann so eine Anziehung auf sie aus? Ist er vielleicht ihr Schicksal?

Charaktere, Setting & Schreibstil
Endlich, endlich, endlich ist es soweit und die Geschichte um Cole und Griffon und ihr Akhet-Dasein erhält eine Fortsetzung. Doch ist dieser Band auch schon der Abschluss, denn die "Für immer"-Reihe ist nur eine DILOGIE. Ein Grund mehr diese Geschichte umso mehr zu genießen.

Band zwei setzt ziemlich nah am Ende von seinem Vorgänger ein und fiel der Einstieg in das Buch relativ einfach. KURZER ZUSAMMENSCHNITT: Cole ist nun Akhet und mit Griffon glücklich. Nach dem 'Unfall' mit Veronica kann Cole nicht mehr richtig Cello spielen und dies belastet sie doch noch schon sehr, dennoch gibt sie nicht auf. Denn mit dem Akhet-Dasein hat sie nun einen neuen Lebensabschnitt betreten und in Griffon ihren 'Fels in der Brandung' gefunden. Der Schreibstil von Cynthia Omololu hat mich analog zum ersten Band wieder sehr angesprochen. Beschrieben werden kann er als locker-leicht und spritzig. Auch hat sie es wieder geschafft die Dialoge mit einem jugendlichen Touch zu versehen, ohne das eine gewisse Aufgesetztheit entsteht. Somit lässt sich das Buch super von der Hand lesen und es macht wirklich Spaß immer wieder eine Seite umzublättern. Ebenfalls ist von Anfang an ein gutes Erzähltempo angesetzt, mir wird es mit der Zeit ein wenig zu schnell und 'schluderig', aber dazu später mehr. Ansonsten hat Omololu wieder gezeigt, welches Potzenial in ihr schlummert und entführt ihre Leser gekonnt in eine Welt der Akheten - in eine Welt der Wiedergeborenen.

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Das Faszinierende als Akhet ist, dass man sich an alles erinnert. Das Schlimme ist, dass man nichts vergessen kann.
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Könnt ihr euch noch an den Cliffhanger aus Band eins erinnern? Wo Drew aufgetaucht ist und Cole diese Vorahnung bekommen hat, dass sie beide etwas aus der Vergangenheit fest verbindet? Diese Unwissenheit wird mit der Zeit nun aufgedeckt und durch kurz eingeschobenen Flashbacks von Cole in ihre vergangenen Leben, kann der Leser langsam selbst Vermutungen anstellen auf welche Weise sich Coles und Drews Leben verknüpfen. Dieses 'Heranschleichen' an einen der großen Wendepunkte in diesem Band ist der Autorin doch einigermaßen gelungen, auch wenn ich es nicht gerade superb überraschend fande ( & lassen wir es mal beiseite gestellt, dass es relativ vorhersehbar ist).

Leider konnten mich dieses Mal nicht alle Charakter voll und ganz überzeugen. Im Gegensatz zu Band eins war Cole mir dieses Mal viel zu locker und hat vieles auf die 'leichte Schulter' genommen. Ich konnte teils ihre Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen und schnell kam eine gewisse Unauthentizität auf. Sie wirkt für mich zu aufgesetzt und zu überzeichnet, einfach etwas unreal. Schade, da sie doch im Vorgänger so klasse und lebensnah von der Autorin dargestellt wurde. Warum ist sie (die Autorin) nicht dabei geblieben? Griffon hat sich dieses Mal auch sehr rar gemacht. Ohne groß spoilern zu wollen - jedenfalls hat er mir definitiv in der Handlung gefehlt. Natürlich ist er nicht ganz gestrichen worden, aber für Band zwei nimmt er eher eine Neben- anstatt eine Hauptrolle ein. Leider wieder ein großes 'SCHADE Frau Omololu!', denn Griffon war mitunter einer der faszinierendsten Charaktere in Band eins.

Ein großes Highlight stellte der Charakter von Drew für mich dar. Auch hier wieder ohne zu viel spoilern zu wollen, Drew nimmt einen doch großen Anteil auf Coles Leben ein - jedenfalls in der Vergangenheit. Es sei soviel gesagt - Griffon liebt Cole, doch Drew VERGÖTTERT sie. Obwohl er in diesem Sinne ein - wie sagt man so schön - ein 'korrekter Kerl' ist, haftet an ihm so ein wenig das BadBoy-Image. Er schwimmt nahezu im Luxus und wenn Cole in lassen würde, würde er sie mit allem überschütten. Er würde ihr die Welt zu Füßen legen. Es hat leicht den Anschein als gäbe es für ihn nur Cole und den Luxus - alles andere ist Nebensache. Dennoch hat Omololu hier es geschafft den Charakter tiefgründig und facettenreich zu gestalten. Ich hätte gerne noch mehr über Drew und seine früheren Leben und vor allem das Leben mit Cole erfahren. Daher war es kein Wunder, dass ich mit ihm doch sehr sympathisiert habe. kleine Schmachteinheit


Nervenkitzel & Spannung
Wie ihr wahrscheinlich schon erkennt, steuert die Geschichte in eine klischeehaftige Dreiecksbeziehung - Griffon / Cole / Drew. Dennoch ist sie nicht übermaßen mit Klischees voll gestopft. Besonders gut in Szene gesetzt war die innere Zerrissenheit Coles. Sie liebt Griffon über alles und er macht sie glücklich, dennoch lässt Cole sich von ihrer Vergangenheit leicht mitreißen und alte Gefühle brechen sich ihre Bahnen. Cole liebt ... wen den jetzt? Dieses Storyline nimmt ziemlich die meiste Zeit in Anspruch. Viel hin und her, viel Gejammer und Geschnulze - hier hätte die Autorin sich an manchen Stellen etwas prägnanter fassen können und diese gewonnene Seiten an anderer Stelle einsetzen können. Nichtsdestotrotz habe ich mit Cole mitgefiebert und in meinem Kopf hat sich selbst ein kleiner Kampf zwischen Griffon und Drew ausgetragen. Ein paar Seiten lang war ich 'Kämpfe um die Liebe, Cole! Griffon ist der Richtige!' und dann ein paar Seiten später 'Was willst du mit Griffon? Nimm Drew! Er liebt dich schon sein ganzes Lebenlang und er schaut auch noch verboten gut aus ... (und hat Geld ^^)!'. Ich konnte diese hin und her Schwanken gut nachvollziehen und habe trotz leichter Telenovela-Feeling diese Sequenzen gerne gelesen.

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Die Dunkelheit ist absolut und unerbittlich. Vielleicht stimmt es, was sie sagen, und ich werde mich eines Tages daran gewöhnen. Werde ich irgendwann vergessen, dass ich jemals sehen konnte? Werde ich nicht mehr wissen, wie das Gesicht meiner Mutter aussah oder der leuchtend grüne Sari, den sie am allerliebsten trägt?
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Diese Dreiecksbeziehung hat natürlich nicht den kompletten Plot des Buches eingenommen, Omololu hatte noch andere Asse im Ärmel, denn in "Für immer die Liebe" darf Rayne - die beste Freundin von Cole - in eine tragende Leitrolle schlüpfen. Ihr erinnert euch noch an Veronica? Der leicht verrückte Akhet, der verbissen nach dem Wesenskern von Alessandra gesucht hat! Ja, sie hat dieses Mal auch wieder einiges hier zu schaffen - und Rayne ist das Ziel ihrer Machenschafften. In diesem Part der Storyline geht es rasant, brutal und schonungslos zu. Cole muss um das Leben ihrer besten Freundin fürchten und zum Schluss überrascht uns die liebe Cynthia Omololu mit einem riesen Knaller, den ich absolut nicht kommen hab sehen - fantastisch! Ich wurde richtig mitgezogen, die Seiten flogen einfach nur dahin und Rayne hat 'ihre Rolle' wirklich ganz klasse umgesetzt. Sie hätte definitiv das Zeug für eine eigene kleine Geschichte!

Dennoch möchte ich nochmals auf das Erzähltempo eingehen. Der Einstieg ist wunderbar, selbst nach der Pause von fast einem Jahr zwischen Band 1 und 2. Band eins hilft bei eventuellen Gedächtnislücken dem Leser meist auf die Sprünge und schnell ist man wieder auf dem aktuellsten Stand. Dennoch wurde mir das Tempo ziemlich bald zu schnell. Kaum hatte das Buch angefangen war die Dreiecksbeziehung ein Thema und Drew bringt Coles Gefühle durcheinander. Dann weis sie nicht wen sie nehmen soll, schwankt ein wenig hin und her, 'probiert' den einen dann den anderen aus und entscheidet sich schließlich für Typ X (ich möchte hier nichts verraten!). Ach und quasi nebenbei wird noch die Storyline mit Rayne abgehandelt. Hätte die Autorin ein wenig Wind aus den Segeln genommen, dann hätte sie - glaube ich - die Dreiecksbeziehung noch einen Ticken besser ausarbeiten und authentischer wirken lassen können.

Trotz dieser kleineren 'Schönheitsfehler' sehe ich es mit einem weinenden und einem lachenden Auge, dass die "Für immer"-Reihe nur bereits nach zwei Bänden zu Ende ist. Traurig, weil ich Cole & Griffon doch sehr ins Herz geschlossen habe und beide einfach liebenswerte Charaktere sind. Lachend, da ich meine, dass diese ein wunderbarer Abschluss für die Reihe ist und als Dilogie für ein tolles Lesevergnügen gereicht hat.

P.S. Noch ein - zwei Worte zum Cover: In meiner Rezension zu Band 1 (HIER KLICKEN) habe ich das Cover auch schon restlos bewundert. Zwar wurde nun die Farbkombination variiert, doch der leichte 'Girlie'-Touch wurde beibehalten. Zurecht, denn so harmoniert der zweite Band wunderbar mit "Für immer die Seele" und beide geben ein wunderschönes und eyecatcher-mäßiges Duo in meinem Buchregal.


Fazit 
Meist ist es Tatsache, dass Band zwei an seinen Vorgänger nicht herranreicht. Dies bestätigt sich auch mit "Für immer die Liebe" von der lieben Cynthia Omololu. Dennoch ist diese Buch wieder ein kurzweiliges und einzigartiges Lesevergnügen. Ein lesenswerter Dilogie-Abschluss, der sich auch dank wundervollen Cover neben seiner 'Schwester' ganz fantastisch in meinem Buchrregal macht!

Summa Sumarum: 4 wohlverdiente Engelsflügel, die leider nicht an Band eins heranreichen!

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482 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

liebe, wiedergeburt, jugendbuch, visionen, london

Für immer die Seele

Cynthia J. Omololu , Jutta Wurm
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 23.01.2013
ISBN 9783791515052
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leseprobe
" Gleich geschieht es wieder, ich kann es spüren. Ein Kribbeln in meinem Nacken, das Gefühl, dass alles um mich herum in immer weitere Ferne rückt, kalte Schweißperlen auf meiner Stirn - ich kenne die Anzeichen und weiß, das bedeutet nichts Gutes. "


Inhalt
Als die 16-jährige Cole den Londoner Tower besichtigt, wird sie von einer unglaublich realistischen Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Jahrhunderte zurückliegende Enthauptung! Und dieses Erlebnis bleibt kein Einzelfall. Wohin Cole auch geht, was sie auch berührt, seit Kurzem fühlt sie sich ständig in andere Zeiten und an fremde Orte versetzt. Wird sie vielleicht verrückt? Nur einer scheint sie zu verstehen: der Amerikaner Griffon, den sie in London kennenlernt. Doch Stück für Stück entdeckt Cole, welch dunkles Geheimnis sie und Griffon verbindet. Kann sie dem Jungen, den sie liebt, wirklich vertrauen? ...


Charaktere, Setting & Schreibstil 

Ich drücke mich schon langer vor diese Rezension ... Warum? Ich weiß nicht. Aber dieses Buch war definitiv ein Coverkauf!

Cynthia J. Omololu - ein wahrer Zungenbrecher ^^, aber mit großem Wiedererkennungswert - hat für meinen Lesegeschmack ein relativ neues Thema in Worte gefasst: Reinkarnation, frühere Leben - ist das überhaupt möglich? Viele Menschen im der heutigen Zeit beschäftigen sich damit und deshalb war es mal etwas anderes eine Geschichte drumherum zu lesen. Mit viel Liebe und Charme hat die Autorin eine Geschichtenkonstruktion gebaut und das Thema Reinkarnation-Wiedergeburt super mit eingeflochten. Zum Schreibstil ist gesagt, er ist flüssig und locker zu lesen. Die Dialoge zwischen den Teenager, kommen ohne aufgezwungenen Slang zurecht, aber dennoch hat man das Gefühl, das Jugendliche miteinander reden. Ich bin begeistert von Omololu's Schreibstil!

Ebenfalls hat sie es geschafft, London zeitgetreu so wie lebensecht in Worte zu kleiden und in das Buch zu zaubern. Ich war selbst schon zweimal in London, hatte daher auch einen echten Bezug zu den diversen Schauplätzen und konnte mir ein Kopfkino erstellen. Aber durch diese detailgetreuen Beschreibungen zaubert die Autorin auch ohne vorherigen Besuch in London eine wahre Bilderwelt in deinen Kopf.

Das Cover möchte ich auch noch erwähnen, denn es ist einfach erwähnenswert! Mein erster Gedanken zu der Covergestaltung war: Girly! Aber meiner Meinung muss das so sein, denn es verkörpert einfach so das Buch. Die Farben sind von lila über schwarz zu blau. Ich habe mich mal über die Farbbedeutung schlau gemacht und glatt könnte man annehmen, dass die Farben wirklich zu der Geschichtenidee ausgesucht wurden
-> Lila: seelische Gleichgewicht und die Entschlusskraft fördern, Erlebnis des inneren Einsseins mit allem Leben führen, Meditationspraxis und steht für Innenschau und spirituelle Vertiefung - das alles kann ich mit Reinkarnation verbinden.
-> Blau: Farbe für die Mächte des Himmels und der Unsterblichkeit, die Sympathie, die Harmonie, die Freundlichkeit, die Freundschaft, die Ferne, die Weite, die Unendlichkeit - das alles sind wichtige Punkte im Roman.

Entweder ich interpretiere zu viel herein, oder wie seht ihr das? Ich finde das recht cool, so die Farbgestaltung auf die Geschichte anzupassen.


Nervenkitzel & Spannung
Passend zum 'Girly'-Cover ist die Geschichte auch ein bisschen 'girlie'. Keine 2 Seiten sind vorbei, schon hat sich Cole verliebt und schwärmt und schwärmt und schwärmt. Aber dieses übermäßige Verliebtsein hat mich gar nicht gestört, sondern das hat den gewissen Charme ausgemacht. Es hat dem Buch eine jugendlich-leichte Art gegeben.

Recht schnell wird man in das Geschehen mit hineingezogen und in die früheren Leben Cole's verwoben. Das Buch wird aus ihrer Sicht erzählt und so verbindet sich der Leser schnell mit ihrer Sichtweise, ihrer Gefühls- und Gedankenwelt. Ich wollte des öfteren wirklich ins Buch reinspringen und ihr helfen Licht in das ganze Lügengestell zu bringen. Zu den Protagonisten Cole und Griffon wird nicht all zu viel erzählt, man weis die Grundfakten zu ihrem aktuellen Leben, aber durch die Einschübe ihrer früheren Leben bekommt man doch ein tolles Gesamtbild.

Ein absolutes Highlight sind die Lebensrücksprünge von Cole, Einblicke in ihre früheren Leben erhaschen zu können - wirklich grandios zu lesen. Ich hab teilweise echt mit gezittert und wurde immer und immer wieder überrascht. Die Rückblicke haben sich absolut lebensecht angefühlt und bis aufs Detail beschrieben, sodass der Leser wirklich einen direkten Blick in die Vergangenheit werfen kann.

Der Roman endet eher mit einem abgeschlossenen Ende, dennoch blieben offene Fragen in meinem Kopf zurück, die unbedingt noch beantwortet werden wollen. Theoretisch könnte "Für immer die Seele" als Einzelband stehen, doch eigentlich bin ich schon richtig gespannt auf Band zwei der "Für immer"-Trilogie. Welche Ideen schwirren noch so im Kopf von Cynthia J. Omololu rum?


Fazit
Unglaublicher Fantasyauftakt! Ich freue mich schon auf die folgenden zwei Bände, was leider noch etwas dauern wird schnief Die Autorin hat hier die Zeitreise anderes intepretiert und daraus einen fantastischen ersten Trilogieband geschaffen. Pageturner und Suchtfaktor werden hier ganz groß geschrieben - ein Muss für jeden Zeitreisefan! 5 goldene Engelsflügel für mein verspätetes Lesehighlight im Mai!

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

erotik, laura lay, das geheimnis der flamingofrau, ebook, dominanz

Das Geheimnis der Flamingofrau

Laura Lay
E-Buch Text
Erschienen bei null, 25.02.2012
ISBN B007ECZ06G
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Leseprobe " Tania von Rosenfels. Sobald der Name fiel, gerieten die Gespräche am Lehrertisch kurz ins stocken, und hastige, kleine Blicke wurden gewechselt. Der Name fiel oft. Tania von Rosenfels war nicht nur an der Schule in aller Mund, sondern auch in der ganze Stadt.  "

Inhalt Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren Richtung sie Folge für Folge bestimmt ...

Charaktere, Setting & Schreibstil 
Dies war meine erste erotische Erzählung und ich muss euch gleich zu Anfang sagen, ich bin begeistert.
Die Kapitel werden abwechseln aus der Sicht von Leon, einem Deutschlehrer und freiem Journalist, und einer Ich-Person erzählt, die ein eher erfolgloser Schriftsteller ist. Ansonsten sind die handelnden Protagonisten eine sehr überschaubare Zahl: Leon, der Ich-Erzähler, Tania von Rosenfels (Tanja R.) und Luise. Von den einzelnen Personen erfährt man im Bezug auf Vergangenheit und Umfeld recht wenig. Doch fügen sich die Personen in der Handlung zusammen, so ergibt sich ein Ganzes. Die Figuren gingen mir mit ihren  unterschiedlichen Charakterzügen während den 50 Seiten sehr unter die Haut.

Die Geschichte hat drei wichtige Dreh- und Angelpunkte: Leons Dachzimmer, Tania v. Rosenfels' Salon und natürlich das Gehege der Flamingos. Durch wunderbar bildliche Darstellungen wird einem ein Bild vor Augen gemalt in dem die Szenerien spielen.

Der Schreibstil von Laura Lay hat mich definitiv überrascht. Ich hätte nicht geglaubt, dass sie es schafft mich mit ihrem doch leichtem-luftigen Schreibstil so gefangen zu nehmen. Mit viel Feingefühl beschreibt sie die Beziehungen der einzelnen Personen untereinander und auch die Themen  "Sklavin", "Dominant-Devot" und "Erziehung" im erotischen Bereich hat sie fabelhaft inszeniert. Es wirkt keinen Falls abschreckend oder gar pervers, statt dessen schafft sie es die Liebe zwischen Domina und Sklavin hervorzuheben und dem Leser einfach mal eine andere Seite der sexuellen Lust zu zeigen.  

Nervenkitzel & Spannung 
In einer erotischen Erzählung kann man nicht auf den Nervenkitzel, wie zum Beispiel bei einem Krimi, warten. Nein, hier - ich möchte jetzt nicht plätschern sagen, das würde dem nicht gerecht werden - hier gleitet sie eher auf sanften Tönen dahin. Der Erzählrhythmus ist flott, so dass man nicht denkt man trete nur auf der Stelle, aber auch nicht zu schnell um interessante und liebevolle Details zu übergehen.
Durch die abwechselnde Perspektivenschreibweise bleibt der gewisse Kick in jedem Kapitel erhalten, denn immer wieder enden die einzelnen Abschnitte mit kleinen Cliffhangern, die im übernächsten Kapitel - die zwei Geschichtsstränge wechseln sich ja immer ab - wieder aufgenommen werden. Nichts desto trotz bleibt das Ende der Erzählung ein offenes Ende. Doch obwohl ich so etwas wie die Pest meide, hatte ich hier überhaupt kein Problem damit und hoffe einfach das Laura Lay die Geheimnisse der Flamingofrau weiter erzählen will. Vielleicht bald, vielleicht irgendwann - wer weis? 

Fazit 
Ich hatte keinerlei Erwartungen an "Das Geheimnis der Flamingofrau" und wurde mit einer außergewöhnlich guten Erzählung im erotischen Bereich belohnt. 50 Seiten lassen sich schnell lesen,vor allem wenn der Schreibstil einen so fesselt wie dieser. Eine fantastisch erotische Erzählung für zwischendurch. Verdiente 5 goldene Engelsflügel!

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117 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

magie, fantasy, hörbuch, detektiv, skulduggery pleasant

Skulduggery Pleasant

Derek Landy , ,
Audio CD
Erschienen bei HÖRCOMPANY, 08.06.2011
ISBN 9783939375241
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leseprobe
Gordon Edgleys plötzlicher Tod war ein Schock für alle - nicht zuletzt für ihn selbst. Gerade saß er noch in seinem Arbeitszimmer beim siebten Wort des 25. Satzes vom letzten Kapitel seines neuem Buches 'Und Dunkelheit brauch über sie herein', und im nächsten Augenblick war er tot.


Inhalte
Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks, und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman. Und - er ist ein Skelett. Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dass sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer größten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie ihn in eine Welt voller Magie begleiten - eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zu Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet ...


Charkatere, Setting & Schreibstil

Hier hat endlich mal einen komplett anderen Helden - nicht gutaussehend & heldenhaft, gegen Strom zu schwimmen ist ja auch definitiv aufregender. Skulduggery Pleasant ist ein klapperndes, magisches Gerippe mit dem Herz (man nehme es als bildhaften Ausdruck) am richtigen Fleck und einem durchaus schlagfertigen Mundwerk. Also ich fand ihn von Anfang an einfach super cool und musste teilweise wirklich an mich halten um nicht bei jedem zweiten genial-lustigen Kommentar von ihm in lautes Gelächter auszubrechen.

Stephanie bzw. Walküre Unruh erbt von ihrem verstorbenen Onkel das gesamte Vermögen, doch schnell findet sie heraus, dass ihr lieber Onkel nicht einfach so tot umgefallen ist, sondern dem sehr nachgeholfen wurde - Mord! Das ruft Skulduggery auf den Plan und von da ab sind sie ein Team - ein etwas gegensätzliches, aber dennoch gut zusammenarbeitendes Team. Beide sind nicht auf den Kopf gefallen und haben immer einen Spruch auf den Lippen. Einfach köstlich amüsant die beiden!

Dennoch finde ich für 12 Jahre Steph relativ erwachsen - irgendwie ein bisschen zu erwachsen. Daher fand ich ihr Alter recht unglaubwürdig und stutzte auf den ersten Seiten. Auch von Skulduggery erfährt man recht wenig und so geht ein wenig der Tiefgang dieser Figur verloren.

Der Schreibstil von Derek Landy ist viel versprechend. Rasant und dennoch gut zu lesen. Von der Schreibgeschwindigkeit ist er wirklich mehr als gut dabei, dazu aber noch mehr. Für die jüngere Leserschaft gut verständlich und mitreißend. Dieses Buch zu lesen macht Spaß!


Spannung & Nervenkitzel
Jetzt etwas mehr zu der Handlungsgeschwindigkeit. Als sich Skul und Steph das erste Mal treffen und dann eben in die ganze Geschichte verwickelt werden, entscheidet sich Stephanie nach meinem Geschmack viel zu schnell auf den Seiten der Magie zu wandeln - ja klar, als hätte eine 12-jährige gleich so ein gutes Urteilsvermögen - so bisschen BUM und auf einmal kämpfen beide Seite an Seite gegen Serpine. Kopf kratz

Die schnell aufeinander folgenden Kampf- und Actionszenen wirken oft sehr gestellt und auf eine Art "gewollt, doch nicht gekonnt". Durch diese rasante Schnelligkeit der Handlung gehen auch einfach zu viele lohnenswerte Details verloren. Hier hätte der Autor sich definitiv zurücknehmen müssen und mehr in die Tiefe der Handlung, ihrer Personen und Beweggründe eingehen müssen.

Wirklich super Idee, aber an der Umsetzung hat es für mich leider viel zu sehr gemangelt. Dennoch hoffe ich, dass Landy im Laufe der Folgebände wachsen und erfahrener wird und somit auch besser auf seine Figuren und Handlungsstränge eingehen kann.



Abschlussworte

Als ich das Buch vor Jahren gelesen habe, war ich definitiv begeisterter zum Schluss. Ich glaub, ich bin einfach älter und anspruchsvoller geworden ^^ "Skulduggery Pleasant. Der Gentleman mit der Feuerhand" war kein schlechtes Buch, aber für mich war es auch nichts besonderes. Für die jüngere Leserschaft ein klasse Highlight, für die Älteren ein nettes Buch für zwischendurch. Daher gute durchschnittliche 3 Engelsflügel!

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383 Bibliotheken, 11 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

horror, buch, fantasy, trilogie, dancing jax

Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 10.09.2012
ISBN 9783839001349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leseprobe
" Stöcke und Steine können Knochen und Beine brechen ... doch Worte können so viel mehr anrichten. Ich habe Wörter immer als Selbstverständlichkeit hingenommen. Tatsächlich wohnt ihnen eine gewaltige Macht inne. Richtig kombiniert können sie dir vor Lachen die Tränen in die Augen treiben oder dir den Schmerz eines Fremden verständlich machen. Und dann wieder genügt ein einziges Wort, um einen anderen Menschen zu verletzen. "


Inhalte
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können bevor es zu spät ist. Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen ...


Charkatere, Setting & Schreibstil
 Diesen Roman habe ich eigentlich nur wegen des schnieken Covers gekauft. Der Totenkopf mit der Narrenmütze verkörpert einfach super den Kern der Geschichte. Ansonsten ist es eher in einem schlichteren schwarz-rot gehalten, doch dass macht es zu einem besonderen Augenschmeichler im Buchregal. Ich bin jedenfalls von der Aufmache TOTAL begeistert!

Die Grundidee ist simple, wie ungewöhnlich zu gleich: Wenn man das Buch liest, dann wird man zu einem Charakter von dem Roman. Hier eben ein Gefolge des Hofstaats des Ismus. Als Leser lernt man viele verschiedene Charaktere kennen, die wichtigsten: Martin Baxter, ihm kann das Buch nichts anhaben - er ist quasi immun. Jezza bzw. der Ismus und sein Hofstaat. Shiela Doyle, die die Gefahr als Erste erkennt. Paul, der Sohn von Martin Baxter, der ebenfalls den Dämon im Buch sieht.

Der Autor wechselt in seinem Erzählstil zwischen den zwei Hauptseiten - Martin Baxter auf der einen und der Ismus auf der anderen -, und zwischen drin kommen Sequenzen aus dem Leben in Mooncaster. So bekommt man auch als Leser viele Eindrücke und kann sich besser in die Welt der Dancing Jacks hinein leben.

Der Schreibstil von Robin Jarvis ist grandios. Er verzaubert den Leser, wie das Buch die Leute in seinen Bann zieht. Die Mooncaster-Szenen sind sehr detailreich erzählt, sodass man einen genauen Einblick in das Leben des Hofes bekommt und auch mitleben will. Jarvis hat einen äußerst flexiblen Schreibstil - zu Anfang eher seicht und locker, doch je mehr 'Opfer' das Buch bekommt, desto aufgeladener wird der Erzählstil. Ich war zum Schluss einfach nur noch hingerissen.


Spannung & Nervenkitzel
Auf den ersten Seiten war ich etwas verwirrt, ich bin in eine Geschichte hineingeworfen worden von der ich keinerlei Anforderungen bekommen habe. Der Klappentext auf Buchrücken und Klappbroschüre ist recht einfach und wenig informativ gehalten. Klar so wird der Nervenkitzel angeregt, aber andererseits, durch den Klappentext hat man eine wage Vorstellung in welche Welt man da nun eintaucht. Dies ist hier komplett ausgefallen und ich wurde ins kalte Wasser geschmissen.

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Dieses Buch ist böse ...
Du solltest dich ihm nicht nähern.
Du solltest nicht darüber sprechen.
Was auch immer du tust, öffne es nicht!
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Diese vier Zeilen auf dem Buchrücken sagen dir recht wenig zum Inhalt, aber sie machen die unheimlich neugierig, denn ... Alles was böse oder sogar verboten ist macht die Menschen neugierig und verleitet sie dazu dieses Verbot zu brechen. Und Leute, es lohnt sich!

Am Anfang sind viele Fragezeichen in meinem Kopf gewesen, doch je weiter die Handlung fortschritt, desto mehr Auflösungen gab es und man hatte nach kurzer Zeit eine grobe Richtung, wohin das Buch dich entführen wird. Doch sei nicht zu sicher der Autorin hat immer Stolperfallen und Sackgassen eingebaut und keiner ist sicher. Wirklich keiner - keine geliebte Hauptfigur oder sympathische Nebenfiguren. Es kann jeden treffen - zu jeder Zeit an jedem Ort.

Auf den letzten Seiten gibt es einen spektakulären ShowDown, der einen die Luft anhalten lässt und dich mit einem fiesen Cliffhanger einfach stehen lässt. Robin Jarvis heizt die Stimmung bis zum Letzten auf und dann ... dann aus - mein Gedanke: "NEIN! Wo ist der nächste Buchhandel?!"


Abschlussworte
Ganz großes Kopfkino. Mit Robin Jarvis und "Dancing Jax: Auftakt" hat ein neue Trilogieauftakt den Weg in mein Buchregal gefunden und es bekommt einen ganz besonderen Platz. In das Cover verliebt, den Inhalt verschlungen. Dieser Roman ist ein absoluter Pagturner und für alle, die Fantasy-Krimi-Abenteuer, spreche ich eine klare Leseempfehlung aus, oder besser: Lest es nicht, ihr werdet sonst süchtig!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

teil 10

The Rogue Hunter

Lynsay Sands
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Gollancz, 01.05.2012
ISBN 9780575110779
Genre: Fantasy

Rezension:

//Leseprobe//
" Warme Sonnenluft strich über Tanyas Haut, als sie in die Nacht hinaustrat. Zwar war es kühler als zuvor an diesem Tag, aber immer noch heiß im Vergleich zum Coffeeshop mit seiner Klimaanlage. Sie atmete die feuchte Luft ein, als sie losging und ihren Blick über den so gut wie leeren Parkplatz schweifen ließ. "


//Inhalte//
Samantha Willan ist Rechtsanwältin und liebt ihren Job über alles. Dennoch ist sie froh, sich im Cottage ihrer Familie einmal eine kleine Auszeit zu gönnen. Nachdem sie gerade erst eine schmerzhafte Trennung hinter sich hat, steht ihr eigentlich nicht der Sinn danach, einen neuen Mann kennenzulernen. Doch als sie die Bekanntschaft ihres gut aussehenden Nachbarn Garrett macht, gerät ihr Entschluss ins Wanken. Was Samantha nicht weiß: Garrett ist ein Vampirjäger. Er sucht nach einem abtrünnigen Vampir, der Menschen angefallen haben soll. Auch Garrett fühlt sich von der hübschen Samantha angezogen. Aber ist er nach achthundert Jahren als Junggeselle bereit für eine ernste Beziehung?


//Charaktere, Setting & Schreibstil//
Ich habe jetzt erst gemerkt, dass ich noch nie einen Roman von Lyndsay Sands rezensiert habe, jedenfalls nicht für meinen Blog, obwohl ich alle Teil bist zum 1o. Band daheim im Regal stehen habe. Dann ist das jetzt eine kleine Premiere für den Bücherengel-Blog. ♥

Mittlerweile sind wir schon fest in die Argenau-Familie eingeführt und kennen die Familienstrukturen. Immer wieder durften wir miterleben, wie die verschiedenen Familienmitglieder 'unter die Haupe' gebracht worden sind - auf witzige und herzerwäremende Art und Weise.

Mit Garrett Mortimer - nur Mortimer genannt - wagen wir uns etwa weiter aus den Familienbanden heraus, aber dennoch ist er ein ArgenauVampir. Mortimer ist ein Vampirjäger und über 8oo Jahre alt, da ist es verständlich, dass er im Frauen umwerben der heutigen Zeit etwas hinterher hinkt. Lyndsay Sands hat hier einen wirklich sympathischen Charakter geschaffen, der mit seiner leicht unbeholfenen Art bezüglich Frauen, aber auch seinem starken Beschützerinstinkt den Leser tief ins Herz trifft. Samantha Willan ist durch und durch Rechtsanwältin - pragmatisch, zielstrebig, aber auch tollpatschig. Sam ist am Anfang eher reservierter, blüht dann im Abenteuer mit Mortimer regelrecht auf. Mit viel Köpfchen und Charme bereichert sie die Handlung - einfach zum Gernhaben! Die meisten der Nebencharaktere, kennen wir ja bereits aus vorhergehenden Büchern, daher finde ich es nicht schlimm, dass die Autorin ihr Hauptaugenmerk auf die Liebe zwischen Sam & Mortimer legt.

Den Schreibstil der Autorin liebe ich einfach. Er ist leicht zu lesen und dennoch mitreißend. Er verleiht einem so ein 'Mit-Picknickkorb-auf-der-Wiese-hocken-und-lesen'-Gefühl - einfach so schön sommerlich. Könnte auch daran liegen, dass der Roman auch in dieser Jahreszeit spielt - ich will auch Sommer! Auch die einfach genialen Vergleiche zwischen Sam und '"Olivia Öl" haben mich des öfters zum Lachen gebracht - ich glaub meine Mitmenschen haben sich Sorgen um meine geistige Gesundheit gemacht ^^


//Spannung & Nervenkitzel//
Naja, nach dem 1o. Band weiß man als regelmäßiger Leser eigentlich, dass der Name Lynsay Sands für ein Happy Ending steht. Neben der Liebesgeschichte als Haupthandlung gibt es einen kleinen Nebengeschichtsstrang, der einfach die gewisse Spannung in den Liebesroman hineinbringt - reine Liebesromane finde ich meist viel zu vorhersehbar.

Klar hatte ich ab der ersten Seite die Happy-End-Vermutung, doch in einigen Augenblicken hat Sands eine komplette Kehrtwendung hingelegt und als Leser denkt man sich einfach nur: "Hä? Nein, nein, nein - nicht so! Was machen die da nur??" Dennoch habe ich bei diese Roman leider vergebens auf den gewissen Pepp gehofft. Schade!


//Abschlussworte//
Nicht mein absoluter Lieblingsroman von Lynsay Sands, aber der Lesespaß war dennoch groß. Eine nette Fortsetzung der Argenau-Reihe, die mit ihren Vorgängern nicht ganz mithalten konnte, aber der ich trotzdem für alle Fans eine Leseempfehlung ausspreche. Sympathische Helden + ein Happy End - eine schöne Lektüre für Zwischendurch zum Lesen.

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

italien, liebe, schüleraustausch, austauschjahr, sommer

Ti amo sagt man nicht

Eva Lukas
Fester Einband: 279 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 20.01.2012
ISBN 9783649605867
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Leseprobe
" Es ist zum Verrücktwerden! Seit einer Stunde sitze ich nun schon vor meinem Laptop, und das Word-Dokument, das ich geöffnet hate, ist immer noch fast leer. Da steht nur: Schüleraustausch Italien. Erfahrungsbericht. Julia Denk. Klasse 10b. "


Inhalte
Ein dreißigseitiger Erfahrungsbericht über ihr Jahr als Austauschschülerin in Italien war die Bedingung der Schuldirektorin für Julias erneuten Auslandsaufenthalt und die Versetzung in die elfte Klasse. Es sind neunzehn zunächst aufgezwungene Fragen, die Julia nach und nach einen umfassenden und fesselnden Bericht ihres letzten Jahres entlocken. Alles fängt an ihrem fünfzehnten Geburtstag und mit der Idee ihrer Mutter an, Julia für ein Jahr nach Italien zu schicken ...


Charkatere, Setting & Schreibstil
Gleich zu Beginn: Dies ist einer meiner Lieblingsbücher! Es beinhaltet die Turbulenzen um die erste Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden.

Die zwei Hauptfiguren, Julia und Marco, sind von der Persönlichkeit eher unterschiedlicher Natur - er, ein offenherziger, lebensfroher Italiener; sie, ein intelligentes, eher ruhigeres Mädchen. Dennoch merkt der Leser nach einigen Seiten, dass beide auf einer Wellenlänge harmonieren und sich näher kommen. Julia kam mir von Anfang an sehr sympathisch vor und ich konnte mich mit ihr gut identifizieren, da ich ja auch in ihrem Alter bin. Marco war eher der typische Sunnyboy und italienischer Macho, was bei mir eher eine Abneigung hervorrief, doch mit der Zeit lernt man eine andere Seite von ihm kennen. Im Sinne von: Harte Schale, weicher Kern. Die Autorin hat ihre Charaktere wirklich sehr liebevoll ausgebaut und sich einer realistischen Darstellung ihrer Gefühle & Gedanken gehalten.

Am Anfang jeden Kapitels werden Fragen an den Leser bzw. Julia von ihrer Lehrerin gestellt, da sie ja die Aufgabe hat einen Aufsatz zu schreiben. Die Antwort von Julia ist somit eigentlich eine kleine Kernaussage für das folgende Kapitel und danach beginnt die Erzählung :

______________________________
Frage 3: Beschreibe die erste Begegnung mit deiner Gastfamilie! Was für einen Eindruck hat dein/e Austauschpartner/in auf dich gemacht?
Kleiner Hinweis, Frau Sauer: "Beschreibe...!", ist keine Frage, sondern ein Befehl. Aber das nur am Rande... Sie wollen also wissen, wie die erste Begegnung mit Marco Dalla Massara war? Nicht wie so wie erwartet, so viel kann ich schon mal verraten.
_
_____________________________


Eine wirklich klasse Idee und auch so fande ich den Schreibstil der Autorin ansprechend. Sehr jugendgerecht, verständlich und auch fesselnd. Meist habe ich kurz vor dem Schlafengehen gelesen, aber nach einem beendeten Kapitel, war da nur der Gedanke: "Och nö, ich lese noch mal ein Kapitel. Möchte wissen, wie es weitergeht." Kurz: Ein Buch das leicht von der Hand geht und einen gewissen Sucht-Faktor hat.

Dass der Roman in Italien spielt, hat für mich nochmal einen gewissen Charme ausgemacht. Ich war mit meiner Familie schon öfters in Italien, daher konnte mir die Atmosphäre dort gut wieder ins Gedächtnis rufen und mit dem Buch verbinden. Die Autorin hat mit ihren Beschreibungen gut den Flair dieses Landes einfangen können.

Auch das Cover sollte nicht unerwähnt bleiben. Ich habe das Buch im Thalia gekauft - ganz ungewollt. Ich bin eigentlich rein, um mir Schultrainer zu kaufen, doch "Ti Amo sagt man nicht" ist mir so ins Auge gesprungen, dass ich einfach keinen Bogen drum herum machen konnte. In die Hand genommen, Klappentext gelesen, gekauft, gelesen und geliebt. Ein klarer und definitiv gelungener Spontankauf!


Spannung & Nervenkitzel
Was kann man bei einem Jugedliebesroman an Spannung erwarten? Naja, wenn ich ehrlich auf diese Frage antworte,dann geht es hier eher gegen Null. Aber bei einem Liebesroman für Mädchen ab 12 Jahren nicht groß verwunderlich und großartig hat es mich auch nicht gestört.

"Ti Amo sagt man nicht" hat wie viele Liebesromane vor ihm die typvollen klischeehaften Wendungen. Dennoch hat die Autorin den richtigen Dreh heraus und ein gewisser Grad an Nervenkitzel bleibt erhalten. Obwohl das Ende für mich sehr vorhersehbar war, hatte ich während der Geschichte nie die Gewissheit, ob es jetzt zwischen Julia und Marco wirklich was wird oder nicht.


Abschlussworte

Ich kann es schon gar nicht mehr an meinen Händen abzählen wie oft ich diese Buch schon gelesen habe, aber bis jetzt habe ich noch nicht die Nase davon voll bekommen. Es ist ein jugendgerechter Liebesroman mit einem pfiffigen Schreibstil, der den Leser glatt selbst in Austausch-/Ferienstimmung bringt. Für Mädls ab 12 Jahren (bin selbst 15 Jahre ^^) eine absolute Leseempfehlung!


>> Zum Original <<

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257 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, hobbit, mittelerde, orks, 4 sterne

Der kleine Hobbit

J. R. R. Tolkien , Walter Scherf , Juliane Hehn-Kynast
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.10.2012
ISBN 9783423214124
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Charaktere, Setting & Schreibstil

Book meets Movie. Das Buch erschien bereits 1937, die Verfilmung des ersten Teils am 12. Dezember 2o12. Das Buch wurde in eine Filmtrilogie geteilt - 1. Der Hobbit - Eine unerwartete Reise; 2. Der Hobbit - Smaugs Einöde; 3. Der Hobbit - Hin und zurück. Da ich das Buch erst nach dem Film gelesen habe, was im Grunde nicht so günstig ist, habe ich in Gedanken immer Vergleiche zwischen den beiden gezogen und mir sind auch viele Veränderungen aufgefallen. Auch ist es kein Problem in puncto Verständlichkeit, wenn man die "Herr der Ringe"-Trilogie nicht gelesen hat - Paradebeispiel: ich - denn Anspielungen auf frühere und spätere Ereignisse in Mittelerde sind dünn gesäht.

Zunächst lernen wir den Hobbit Bilbo Beutlin kennen und das recht genau, wie er wohnt, wer seine Eltern sind, was sein Leben ausmacht. Mir ist er gleich wie ein großer-kleiner (Hobbits sind ja nicht wirklich groß ^^) gemütlicher Bär vorgekommen: sympathisch, etwas grummelig und äußerst bedacht sein Leben nicht zu großen Veränderungen zu unterwerfen. Genau deshalb ist er ein Charakter, den man einfach mögen muss.

Gandalf und die Zwergenbande sind einfach Gandalf und die Zwergenbande. Über jeden einzelnen erfährt man doch recht wenig, aber dennoch sind sie weder oberflächlich noch aufgesetzt gehalten. Als Leser ist man gerne ein Teil dieser Crew, erlebt mit ihnen spannende, nervenaufreibende Abenteuer und fühlt sich ihnen in einer Weise verbunden - unbeschreiblich.

Die Reise zum Einsamen Berg führt uns in verschiedene Teile von Mittelerde, das Auenland, in den Abgrund der Orks, über das Nebelgebirge und durch den Nachtwald. Jedes ist einzigartig und mit einem Detailreichtum beschrieben, als würde man mitten drin sitzen. Kopfkino der extra Klasse!

 Der Schreibstil von Tolkien ist im Gegensatz zu einigen anderen Autoren sehr gewöhnungsbedürftig. Er schreibt dem Leser sehr zugewand, aber dann wieder im krassen Gegensatz auf eine sehr kindliche Art und Weise. Hier merkt man die große Bandbreite seiner schreiberischen Verwandlungskünste. Tolkiens Schreibstil ist berauschend und reist den Leser in einen Strudel von Elben, Zwerge und einer unerwarteten Reise.

Spannung & Nervenkitzel

Da ich einen direkten Vergleich zwischen Buch und Film habe - jedenfalls für das erste Drittel, konnte ich recht gut den Eigenlauf der Geschichte einschätzen. Die 'Einleitung' ist gut gewählt, denn so wird der Leser nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern passend in Tolkiens Welt eingeführt. Demnach kann sich der Miterlebende schon zu Anfang selbst Gedankennetze spinnen, wie wohl die Geschichte weiterverläuft.

So an sich war die Geschwindigkeit der Handlungsstränge angemessen und nachvollziehbar. Der Autor hat sich nicht mit Belanglosigkeiten aufgehalten, aber ist auch nicht wichtige Kleinigkeiten übergangen. Dennoch hatte ich zum Schluss hin den leisen Verdacht, dass Tolkien entweder die Luft ausgegangen ist oder er einfach zum Ende kommen wollte. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich auch der Kampf mit Smaug recht mickrig ausgefallen.

Dennoch war ich dann ein wenig überrascht, als auf den letzten Seiten dann noch ein Krieg abgehandelt worden ist. Auf einer Seite verständlich, auf der anderen Seite hätte man das Ende auch anders gestalten können, als verbissen noch einen letzten ShowDown erzwingen zu müssen.

Abschlussworte

Für das, dass ich den Roman erst nach dem Film gelesen habe und der Schluss eher "Die-Luft-War-Raus"-mäßig war, bin ich echt begeistert. Tolkien hat einen gewöhnungsbedürftigen, aber umso fantastischeren Schreibstil. Ein Roman für Jung und Alt, der in ein gigantisches Fantasiereich entführt.

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147 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

paris, liebe, freundschaft, frankreich, jugendbuch

Herzklopfen auf Französisch

Stephanie Perkins , Stefanie Mierswa
Flexibler Einband: 447 Seiten
Erschienen bei cbj, 07.03.2012
ISBN 9783570401231
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leseprobe
" Das hier ist alles, was mir zu Frankreich einfällt: Die Filme Madeline, Die fabelhafte Welt der Amélie und Moulin Rouge. Der Eiffelturm und der Triumphbogen, obwohl ich von beiden nicht weiß was ihre Funktion ist. Napoleon, Marie Antoinette und ein Haufen Könige, die Ludwig heißen. "

Charaktere, Setting & Schreibstil
Anna ist mir von Anfang an sehr sympathisch und warmherzig gegenüber gestanden. Obwohl sie etwas älter als ich selbst bin, konnte ich mich mit ihre verzweifelte Ausgangssituation alles hinter sich zu lassen gut identifizieren und mit ihr mitfühlen. Denn welches Mädchen verlässt gerne seine beste Freundin selbst wenn es in die Stadt der Liebe geht?
Étienne St. Clair ist DER Mädchenschwarm schlecht hin in der "School of American in Paris", aber auch aller lesenden Mädels - einschließlich mir ^^. Er ist alles was einen Jungen für uns interessant macht: lustig, sarkastisch, loyal und ein wenig verschlossen.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls alle miteinander wirklich sympathisch und ergänzen den Handlungsverlauf wunderbar. Es gibt im Grunde keine Person, die der Leser nicht mag.
Der Handlungsort ist Paris - hach. dahinschmelz Ich war selber schon mal dort und konnte mir daher die verschiedene Situationen an den verschiedenen Orten gut vorstellen Daher hatte ich manchmal wirklich das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Ihr Schreibstil ist dem Jugendroman entsprechend, locker-leicht und flüssig zu lesen. Natürlich ist es jetzt nicht das literarische Meisterwerk, aber das habe ich auch nicht erwartet.
Ein kleines Nachwort noch zum Cover. Die Illustratoren haben hier wirklich den Leitfaden der Geschichte super aufgenommen: Französisch -> Croissants; Liebe -> angedeutete Herzform. Einfach klasse und dann dieses wirklich süße Pink macht das Buch zu einem Blickfänger im Bücherregal. Diese Buchgestaltung spricht doch jedes Mädchenherz an!

Spannung & Romantik
Im Gegensatz zu meiner Schwester bevorzuge ich realitätsnahe Bücher und stehe gar nicht so auf dieses Fantasy.
Es war wirklich zauberhaft hautnah mitzuerleben, wie die zarten Liebesbände zwischen Anna und Étienne entstanden, obwohl es doch am Anfang für beide eher schwierig war. Hier hat ein Liebesgeschichte sein Versprechen im Bezug auf die Liebe gehalten. Von der anfänglichen Freundschaft entsteht mehr Zuneigung und das aus erkennbaren Gefühlen und nicht nur, weil die Autorin es gerade entschieden hat.
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn Anna und Étienne bekommen doch einige Steine in den Weg gelegt. Beide haben mit ihren Zweifeln, Missverständnissen und persönlichen Problemen zu kämpfen. Die Szenen mit der versprochenen Romantik lassen dann dem Leser das Herz aufgehen und wohlig seufzen, doch sollte er sich auf eine Portion Herzschmerz gefasst machen.
Dennoch bietet der Roman im Grunde nichts Neues mehr und ist doch sehr klischeebehaftet. Aber um ehrlich zu sein, wenn die Liebesgeschichte mein Herz berührt, dann juckt mich das recht wenig, wenn ich schon nach 2o Seiten vermuten kann, wie das Buch enden wird. Es ist einfach eine super süße Sommerlektüre bei der mir das Herz aufgegangen ist und mich zum Träumen eingeladen hat. Übrigens: Ich habe das Buch bereits schon zum 5ten-mal gelesen und es ist immer noch ein Leseschmankerl. (=

Abschlussworte
Durch das ansprechende Cover habe ich mich schon von Anfang an für das Buch interessiert. Der Schauplatz und die Charaktere verstärkten weiter dieses positive Gefühl. Dieser Roman mit etwas Herz-Schmerz und viel "Auf-Wolke-7-Schweben" ist eine wundervolle Jugendlektüre, die ich jedem Mädchen in meinem Alter (so 13-15 Jahren) empfehlen kann.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

abnehmen, kalorien, bewegung, energie, waage

Schatz, meine Hose rutscht!

Andreas Schweinbenz
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Vibono, 01.12.2011
ISBN 9783943088007
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Quickie
1. Das Buch habe ich aus Liebe zu einer guten Freundin & meiner Mitbewohnerin gelesen, denn sie ist mit ihrem Gewicht nicht zufrieden und hat schon viele viele Möglichkeiten ausprobiert - teil erfolglos. Daher habe ich gesagt, dass ich dieses Buch lesen und mit ihr zusammen die Tipps & Tricks durchziehe werde - erfolgreich.

2. Der Schreibstil des Autors ist genial. Er verpackt ein doch recht trockenes Thema in eine spannende, mitreißende und - dass ist das Wichtigste - motivierende Verpackung. Mit viel Witz und Charme bewegt er den Leser dazu über seine Essgewohnheiten nachzudenken und sich erreichbare Ziele zu setzen

3. Das Buch bzw. die Thematik ist nun keine Neuheit auf dem Markt, doch hier ist es erstens nicht in Kapitel, sondern in Etappen eingeteilt. Zweitens gibt der Autor zum Abnehmen 3 klare Phasen vor: 1. Phase – Zwei Umstellungstage; 2. Phase – Abnehmen; 3. Phase – Gewicht halten. Das schöne bei diesem Abnehmen: Man darf essen und muss nicht unnötig hungern!

4. Ein kleine Schwierigkeit gab es aber bei dem Buch dennoch. Der Autor versucht es dem Leser klar und verständlich zu machen auf was es beim Abnehmen ankommt, aber manchmal ist es doch unumgänglich Fremdwörter zu gebrauchen. Leider kann ich mir als Laie keine Schlüsse aus den Worten „Laktatkurve“ oder „Superkompensation“ ziehen. Ein kleines Wörtererklärungsverzeichnis am Schluss oder als Fußnote wäre ein Verbesserungsvorschlag von mir.

5. Das Buch ist ganz gewiss kein Wunderheiler, denn abnehmen kann man nur mit eigener Stärke - der Wille in dir. Doch es unterstützt einen, gibt einen den Weg vor und bringt auch den Leser (und Abnehmewilligen) doch oft zum Lächeln.

Das Fazit
Ein guter Ratgeber mit dem man fast Freude am Abnehmen hat. Du musst Willensstärke besitzen, aber das Buch und der Autor, der selbst 20 kg damit abgenommen hat (ein Beweis, dass es wirklich der richtige Weg ist) unterstützen dich bei jedem Schritt. Ich habe mit meiner Freundin schon einige Tipps in unserem alltäglichen Leben eingebaut und langsam, aber sicher bemerken wir Veränderungen. Ich kann diesen so gar nicht klischeehaften Ratgeber wirklich empfehlen, denn diese Tipps sind goldwert und wirklich simpel in den Alltag zu integrieren.

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343 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

gestaltwandler, mediale, liebe, fantasy, nalini singh

Einsame Spur

Nalini Singh , Nora Lachmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.02.2013
ISBN 9783802588860
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Quickie
1. Nun hier bereits der 11. Band der Gestaltwandler-Serie von Nalini Singh. Über den Schreibstil der Autorin lässt sich nichts mehr viel neues erzählen: mitreißend - erotisch - einzigartig!
2. Im Vordergrund steht die entflammende Liebe zwischen Riaz - dem einsamen Wolf - und Adria - einer SnowDancer Soldatin. Doch auch Hawke und Sienna bekommen mehrere Sequenzen, um dem Leser mehr Einblick in ihre kleinen und großen Alltagsprobleme, die sie zu bewältigen haben, zu geben.
3. Leider rückt die Hauptliebesstory ein bisschen in den Hintergrund, obwohl Riaz und Adria ein großartiges Potenzial haben. Aber trotzdem ist ihre Geschichte sehr schön zu lesen und geht einem Mitten ins Herz.
4. Dieses Buch schlägt eher ruhigere Töne an, was mich eher verwundert hat. Doch interessanterweise zeigen nun schon gekannt gedachte Charaktere noch nicht gekannte Charakterzüge. Es ist aber auch ein Buch über einen drohenden Bürgerkrieg zwischen Medialen, Gestaltwandlern und Menschen - eine Tatsache, die Fahrt in die Story bringt.
5. ACHTUNG! Diese Buch nicht ohne Vorkenntnisse lesen! Selbst als eingefleischte Fan kommt 'frau' doch an ihre Grenzen zwecks Verständnis der ganzen genial durchdachten Zusammenhänge. Quereinsteiger werden es hier sichtlich schwer haben, aber wir sind ja auch schon in Band 11.

Das Fazit
Es war mir ein voller Genuss dieses Buch zu lesen, obwohl sich doch hier und da ein paar Mankos zeigen. Wieder einmal hat es Nalini Singh geschafft eine komplett einzigartige Beziehung zweier Menschen zu erzählen. Ich bin absolut begeistert, lege es jedem Fan dringend ans Herz und auch jedem Noch-nicht-Fan - "Lest es! Ihr werdet es lieben!". (:

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

vampire, dämonen, vampir, medina, jägerin

The Hunter. Staffel 01

Katja Piel
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks GmbH, 18.09.2012
ISBN B009FWIJ0M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Medina Thompson ist acht Jahre alt, als sie alles verliert. Von einer Pflegefamilie zur nächsten abgeschoben, wird aus ihr ein von Gewalt gezeichneter junger Mensch. Zwölf Jahre nach dem brutalen Mord an ihrer geliebten Grandma und ihrem Bruder Ross erfährt sie endlich, warum die beiden sterben mussten. Sie stellt sich ihrem Schicksal und tritt das Erbe ihrer Großmutter an: Die Jagd auf das Übernatürliche … _________________

Der Quickie
1. Nur allein das Cover hätte mich nicht für das Buch gewinnen können, aber plus dem Klappentext und wirklich großartigem Lesevergnügen hat mich diese Staffel definitiv in seinen Bann gezogen.
2. Ein witzig-spritziger Hauptcharakter mit einer Prise Buffy-Flair. Früher Buffy, heute Medina. Sowohl Medina als auch die Nebencharaktere gewinnen im Laufe der Staffel immer mehr Ecken & Kanten und stehlen so dem Leser sein Herz.
3. Nebencharaktere, wie Alex, dem Halbvampir; Matt, dem Cop; Ross, dem Geist und Leony, der Hexe geben der Handlung und auch Medina den gewissen Charme und Würze.
4. Autorin Katja Piel hat einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil, bei dem die Seiten so dahinfliegen. Sie baut geschickt wichtige Informationen und verschiedene Handlungsteile in die Gesamtstory ein und verbindet alles nach und nach und dabei vergisst sie nicht mal den ein oder anderen Lacher mit einzubauen - klasse!
5. Im Grunde ist die Handlungsidee nichts neues, aber das spezielle schreiberliche Geschick von Katja Piel macht es zu einem Unikat. Auch sind die Episoden passend gewählt - nicht zu lang und nicht zu kurz.
6. Ein Minuspunkt für die leider viel zu seicht geratenen Enden. Seite für Seite wird der Spannungsbogen aufgebaut und als Leser ist man gespannt, wie ein Flitzebogen und dann kommt ... nichts. Ausbaufähig!

Das Fazit
Leichte Kost zum "Zwischendurch-Lesevergnügen" mit frechem, blutigem, gruseligem und erotischem Flair. Nichts für leichte Gemüter - weder im blutigem als auch im erotischem Sinne. Mit "THE HUNTER" macht die Dämonenjagd richtig Spaß und hat eindeutig Suchtpotenzial! Trotz ein paar wenigen Mängel gibt es von mir 4 Engelsflügel.

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585 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

vampire, liebe, dragos, tavia, fantasy

Erwählte der Ewigkeit

Lara Adrian , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2012
ISBN 9783802583858
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Inhalt
Der Orden der Vampire wird von einem finsteren Widersacher bedroht, der immer mehr an Macht gewinnt. Der Vampir Sterling Chase ringt seit Langem mit den Abgründen seines Wesens. Da er nichts mehr zu verlieren hat, ist er zum Äußersten bereit, um den Erzfeind des Vampirordens, den finsteren Dragos, endlich zur Strecke zu bringen. Doch seine Pläne werden durchkreuzt, als die schöne Tavia zwischen die Fronten des Konflikts gerät. Chase fühlt sich sofort zu ihr hingezogen - er ahnt jedoch nicht, dass sie ein Geheimnis birgt, das die Welt für immer verändern könnte ...

Der Quickie
1. Bereits der 1o. Band der "Midnight Breed"-Serie. Es wurde wiedermal eine sehr schöne Liebesgeschichte geschrieben - endlich Chase freu -, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Autorin die Luft ausgeht. Die Handlung kommt mehr schlecht als recht ins Rollen und am Anfang schleichen die Seiten eher dahin.
2. Im Vordergrund steht die Romanze zwischen Chase und Tavia und "nebenher" läuft der Krieg zwischen dem Orden und Dragos. Ich habe mir für den vorerst letzten Teil dieser Serie einen phänomenaleren Schluss erwartet, der leider nicht eingetroffen ist. Für das, dass "Erwählte der Ewigkeit" der wahrscheinliche Schlussroman ist, war das Ende relativ lahm
3. Zum Schreibstil der Autorin möchte ich gar nicht mehr viel sagen, weil der Großteil der Lesegemeinschaft weis, wie fantastisch Lara Adrian schreibt. Trotzallem hat sie für diesen Band anscheinend erst ein paar Einschreibseiten gebraucht.
4. Sterling Chase durften wir bereits viele Romane vorher kennenlernen und er war immer ein gern gesehener Nebencharakter und endlich hat er seine eigene Geschichte. Ein ehrliches Gewissen und ein großes Herz gehören zu Sterlings Stärken; mit ihm hat Adrian alles richtig gemacht.
5. Tavia ist eine starke Frau, die absolut im Leben steht. Sie weis sich zu wehren und als Krönung ist sie auch noch eine StammesvampirIN. Es ist eine klasse Idee gewesen von der Autorin, aber im Nachhinein darüber nachgedacht, hätte sie aus dieser Idee noch mehr Potenzial ziehen können - vor allem mal auf den Schluss bezogen.

Das Fazit
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge habe ich die letzte Seite von "Erwählte der Ewigkeit" umgeblättert. Die Ordensfamilie ist nun komplett. Für den letzten Teil hätte ich eigentlich mehr "WOW" & "BOOM" erwartet, aber trotzdem habe ich diese Geschichte gerne gelesen und miterlebt, wie auch Chase die Seine findet. Auch finde ich das es ein würdiger Abschluss ist und kein weiterer Roman kommen sollte - jede Geschichte hat mal ein Ende! Für mich 4 wohlverdiente Abschluss-Engelsflügel.

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1.437 Bibliotheken, 39 Leser, 6 Gruppen, 65 Rezensionen

fantasy, hobbit, mittelerde, zwerge, elben

Der kleine Hobbit

J. R. R. Tolkien , Walter Scherf , Juliane Hehn-Kynast
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2012
ISBN 9783423213936
Genre: Fantasy

Rezension:

Charaktere, Setting & Schreibstil

Book meets Movie. Das Buch erschien bereits 1937, die Verfilmung des ersten Teils am 12. Dezember 2o12. Das Buch wurde in eine Filmtrilogie geteilt - 1. Der Hobbit - Eine unerwartete Reise; 2. Der Hobbit - Smaugs Einöde; 3. Der Hobbit - Hin und zurück. Da ich das Buch erst nach dem Film gelesen habe, was im Grunde nicht so günstig ist, habe ich in Gedanken immer Vergleiche zwischen den beiden gezogen und mir sind auch viele Veränderungen aufgefallen. Auch ist es kein Problem in puncto Verständlichkeit, wenn man die "Herr der Ringe"-Trilogie nicht gelesen hat - Paradebeispiel: ich - denn Anspielungen auf frühere und spätere Ereignisse in Mittelerde sind dünn gesäht.

Zunächst lernen wir den Hobbit Bilbo Beutlin kennen und das recht genau, wie er wohnt, wer seine Eltern sind, was sein Leben ausmacht. Mir ist er gleich wie ein großer-kleiner (Hobbits sind ja nicht wirklich groß ^^) gemütlicher Bär vorgekommen: sympathisch, etwas grummelig und äußerst bedacht sein Leben nicht zu großen Veränderungen zu unterwerfen. Genau deshalb ist er ein Charakter, den man einfach mögen muss.

Gandalf und die Zwergenbande sind einfach Gandalf und die Zwergenbande. Über jeden einzelnen erfährt man doch recht wenig, aber dennoch sind sie weder oberflächlich noch aufgesetzt gehalten. Als Leser ist man gerne ein Teil dieser Crew, erlebt mit ihnen spannende, nervenaufreibende Abenteuer und fühlt sich ihnen in einer Weise verbunden - unbeschreiblich.

Die Reise zum Einsamen Berg führt uns in verschiedene Teile von Mittelerde, das Auenland, in den Abgrund der Orks, über das Nebelgebirge und durch den Nachtwald. Jedes ist einzigartig und mit einem Detailreichtum beschrieben, als würde man mitten drin sitzen. Kopfkino der extra Klasse!

 Der Schreibstil von Tolkien ist im Gegensatz zu einigen anderen Autoren sehr gewöhnungsbedürftig. Er schreibt dem Leser sehr zugewand, aber dann wieder im krassen Gegensatz auf eine sehr kindliche Art und Weise. Hier merkt man die große Bandbreite seiner schreiberischen Verwandlungskünste. Tolkiens Schreibstil ist berauschend und reist den Leser in einen Strudel von Elben, Zwerge und einer unerwarteten Reise.

Spannung & Nervenkitzel

Da ich einen direkten Vergleich zwischen Buch und Film habe - jedenfalls für das erste Drittel, konnte ich recht gut den Eigenlauf der Geschichte einschätzen. Die 'Einleitung' ist gut gewählt, denn so wird der Leser nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern passend in Tolkiens Welt eingeführt. Demnach kann sich der Miterlebende schon zu Anfang selbst Gedankennetze spinnen, wie wohl die Geschichte weiterverläuft.

So an sich war die Geschwindigkeit der Handlungsstränge angemessen und nachvollziehbar. Der Autor hat sich nicht mit Belanglosigkeiten aufgehalten, aber ist auch nicht wichtige Kleinigkeiten übergangen. Dennoch hatte ich zum Schluss hin den leisen Verdacht, dass Tolkien entweder die Luft ausgegangen ist oder er einfach zum Ende kommen wollte. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich auch der Kampf mit Smaug recht mickrig ausgefallen.

Dennoch war ich dann ein wenig überrascht, als auf den letzten Seiten dann noch ein Krieg abgehandelt worden ist. Auf einer Seite verständlich, auf der anderen Seite hätte man das Ende auch anders gestalten können, als verbissen noch einen letzten ShowDown erzwingen zu müssen.

Abschlussworte

Für das, dass ich den Roman erst nach dem Film gelesen habe und der Schluss eher "Die-Luft-War-Raus"-mäßig war, bin ich echt begeistert. Tolkien hat einen gewöhnungsbedürftigen, aber umso fantastischeren Schreibstil. Ein Roman für Jung und Alt, der in ein gigantisches Fantasiereich entführt.

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(1.648)

2.891 Bibliotheken, 44 Leser, 14 Gruppen, 239 Rezensionen

dystopie, liebe, flucht, ky, cassia

Die Flucht

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.01.2012
ISBN 9783841421449
Genre: Jugendbuch

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(2.560)

3.896 Bibliotheken, 40 Leser, 25 Gruppen, 423 Rezensionen

liebe, dystopie, ky, cassia, zukunft

Die Auswahl - Cassia & Ky

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Fischer FJB, 27.01.2011
ISBN 9783841421197
Genre: Jugendbuch

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1.539 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 134 Rezensionen

wölfe, liebe, grace, fantasy, sam

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 15.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(1.057)

2.047 Bibliotheken, 23 Leser, 13 Gruppen, 217 Rezensionen

liebe, wölfe, grace, sam, fantasy

Ruht das Licht

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei script5, 01.09.2011
ISBN 9783839001189
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(672)

1.243 Bibliotheken, 21 Leser, 10 Gruppen, 236 Rezensionen

dystopie, liebe, day, june, legend

Legend - Fallender Himmel

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Loewe, 10.09.2012
ISBN 9783785573945
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Leseprobe

 " Meine Mutter glaubt, dass ich tot bin. Wie man sieht, bin ich nicht tot, aber es ist sicherer, sie in dem Glauben zu lassen. Mindestens einmal pro Monat sehe ich mein Fahndungsfoto auf einem der JumboTrons, die über die ganze Innenstadt von Los Angeles erteilt sind. "


Charkatere, Setting & Schreibstil

Ich glaube, dass ich einer der Letzten bin, die dieses geniale Buch endlich lesen schäm - naja verschlungen passt eher. Viele viele 5-Sterne-Rezensionen haben mich wie ein Flitzebogen neugierig werden lassen und ich wurde nicht enttäuscht.

                                         ______________
                                      Der Junge, der im Licht wandelt

&

Das Mädchen, das das Glas zerschmettert

______________ 

Die Handlung ist generell in zwei Teile gegliedert (siehe oberes Zitat) und wird abwechselnd aus Day's und June's Sicht erzählt - jeweils 1. Person. Ich liebe den 1.Person-Erzählstil, da fühlt man sich dem Roman gleich viel näher. Marie Lu's Schreibstil ist, kurz gefasst, grandios. Detailreich, aber nicht ausschweifend; Handlungsstränge wohldurchdacht und strukturiert; und immer die gewisse Würze dabei. Meiner Meinung nach waren die 364 Seiten definitiv zu wenig 'Marie Lu'.

Mit Day und June hat die Autorin ein klasse Gespann geschaffen. Aus komplett unterschiedlichen Gesellschaftskasten, aber beide bestechen durch Mut, Schlagfertigkeit und unermüdlichem Gerechtigkeitssinn. Nach und nach werden wir mit Hintergrundwissen zu den Hauptprotagonisten gefüttert und es entstehen zwei überzeugende, lebensnahe Charaktere. Die geschichte-umspannenden Nebencharaktere sind ebenfalls punktgenau gewählt und ergänzen bzw. unterstützen wunderbar den Verlauf.

Fesselnder Schreibstil, sympathische Haupt- und Nebenfiguren, was fehlt da jetzt noch? - Genau ein mitreißendes Setting. Diese Dystopie hat sehr ähnliche “Grundregeln” wie schon andere bekannte (z.B. Panem-Trilogie). "Legend" ist ein Spinnennetz aus politischem Intrigen und Grausamkeiten, das vor einer gut konstruierten Kulisse eines neuartigen Systems spielt. Mit diesen Schauplätzen wird dieses Kopfkino zu einem einmaligen Erlebnis.

Ein kleiner Zusatz zum Cover: Die Buchgestaltung hier ist schlicht, aber ergreifend. Weiß mit Gold/Lila. Der goldene bzw. lilane Schriftzug wirkt erhaben und verleiht dem Buch eine gewisse Einzigartigkeit. Der weiße Hintergrund ist nun leider weiß und somit sehr anfällig für Schmutz - vor allem, wenn man das Buch in der geliebten Handtasche herumträgt (man weiß ja nicht, was so alles in unseren Handtaschen rumfliegt ^^), aber dennoch ist es ein wahrer Eyecatcher im Buchregal.


Spannung & Nervenkitzel

Zunächst wird der Leser in den Alltag von Day und June hineingeworfen, etwas orientierungslos und ungeplant, aber nach ein paar wenigen Seiten ist das Wichtigste geklärt und man geht in der Geschichte auf.

Die Handlung kommt mit Metias' Mord (June's großer Bruder) ins Rollen, denn nun beginnt June Day zu jagen, denn es scheint alles darauf zu schließen, dass er der Mörder ist. Der Triumph, als June endlich den anscheinenden Mörder aufgespürt und sich sogar mit im angefreundet hat, hält nicht lange an. Je länger sie mit ihm auf der Straße lebt, desto mehr erfährt sie Fakten, die die wohl errichtete Fassade der Republik zusammenbrechen lässt.

Gemeinsam fiebert man mit und ist immer wieder selbst über verschwiegene Details der Republik gegenüber dem Volk überrascht. Nie ist man wirklich auf die abwechslungsreiche und vor allem kurvenreiche Handlung vorbereitet oder ahnt es voraus. Der schlussendliche ShowDown ist fulminant geschrieben, es raubt einem schlichtweg den Atem.

Ich kann es leider gar nicht so genau beschreiben, wie ich das Buch erlebt habe, mir fehlen einfach die passenden Worte, aber dieses Buch ist einfach 'legend'.


Abschlussworte

Pageturner, Fesselungskünstler und grandioses Debüt. Das sind nur wenige Eigenschaften dieses Buches. Marie Lu hat einen Auftakt zu einer Dystopie-Trilogie geschaffen, die Lust auf mehr macht und eine Frage aufwirft: Wie soll man diesen Roman nur toppen? Wenn Band 2 und 3 genauso gut werden, wenn nicht sogar besser, dann ... Ich lasse das einfach mal im Raum stehen und vergebe mit Engelschören singend 5 goldene Engelsflügel!

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(3.175)

4.641 Bibliotheken, 68 Leser, 7 Gruppen, 264 Rezensionen

liebe, erotik, sex, ana, christian

Shades of Grey - Gefährliche Liebe

E. L. James , ,
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 05.09.2012
ISBN 9783442478965
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Der Quickie
1. Band 1 "Geheimes Verlangen" hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen (HIER zur Rezension), deshalb habe ich versucht ganz ohne Vorurteile Band 2 anzulesen, ergo: besser, aber immer noch naja.

2. Von der Handlung her, setzt dieser Roman genau da weiter an, wo der erste Teil beendet wurde. Nach einer Seite Prolog und einer Seite Herzschmerz ist Ana auch schon wieder mit Christian ein Paar - jaa klar?! Ansonsten plätschert alles eher so dahin und zum Schluss hin versucht die Autorin noch einen verzweifelten Versuch Spannung aufzubauen - dieser: kläglich gescheitert.

3. Anastasia Steele ist immer noch die selbe klischebehaftete graue Maus wie früher, nur dass sie jetzt keine Jungfrau mehr ist OMG Ironie aus und Christian, naja er ist so das kleine Trostpflaster des Romans. Trotzdem fehlt den beiden, vor allem Ana, die gewisse Glaubwürdigkeit.

4. Die vielen Nebenfiguren bleiben auch weiterhin relativ blass und handlungsfremd. Die beste Freundin ist im Urlaub, die zwei besten Freunde tauchen dann mal auf und himmeln ihrerseits Ana wieder an. Mrs. Robinson hat auch ein paar Mal ihren Auftritt, aber ansonsten sind die Nebencharaktere eher Nebengeister.

5. An dem Schreibstil - muss ich ehrlich sage - kann ich nichts großartiges aussetzen. Obwohl ich von der Story an sich nicht so überzeugt bin, lese ich das Buch in puncto Schreibstil doch gerne.

Das Fazit
Verbessert hat sich die Autorin zu Band 2 nicht, was ich aber doch gerne vorausgesetzt hätte. Leider falsch gedacht! Wieder nur ein mittelmäßiges Buch, dass durch verblassende Haupt- und Nebencharaktere und einer eher plumpen Handlung auffällt. Wer sich Band 1 schon zu Gemüt geführt hat, kann den Folgeband auch lesen - wenn man neugierig ist, wie die Beziehung sich entwickelt - ist aber kein muss.

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(8.466)

10.125 Bibliotheken, 109 Leser, 11 Gruppen, 558 Rezensionen

erotik, liebe, sex, bdsm, ana

Shades of Grey - Geheimes Verlangen

E. L. James , Andrea Brandl , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.07.2012
ISBN 9783442478958
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Leseprobe
"Frustriert betrachte ich mich im Spiegel. Verdammte Haare, die einfach nicht so wollen, wie ich will, und verdammte Katherine Kavanagh, die krank ist, weswegen ich diese Tortur auf mich nehmen muss. Eigentlich sollte ich für die Abschlussprüfung nächste Woche lernen, aber was mache ich stattdessen? Ich versuche, meine Haare zu bändigen."

Inhalt
Sie ist 21, Literaturstudentin und in der Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann lernt Ana Steele den reichen und ebenso unverschämt selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer Christian Grey bei einem Interview für ihre Uni-Zeitung kennen. Und möchte ihn eigentlich schnellstmöglich wieder vergessen, denn die Begegnung mit ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie sich aber darum bemüht: Sie kommt von ihm nicht los. Christian führt Ana ein in eine dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine Welt, vor der sie zurückschreckt und die sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht …

Unterhaltungsgrad
Dieses Buch, muss ich zu Anfang gleich gestehen, habe ich bereits vor ein paar Monaten schon mal versucht zu lesen, aber nach den ersten 1oo Seiten habe ich abgebrochen. Nein, nicht bedingt durch diese heikle Romanszenerie (SM, Dominant & Devot-Spiele, etc), sondern schlicht und einfach durch die weibliche Hauptfigur Anastasia Steele.

Auch möchte ich gleich am Anfang dieser Rezension vorwarnen: Bitte lest nur dieses Buch (und Rezension), wenn ihr auch wirklich versteht welches Thema hier behandelt wird und ihr damit umgehen könnt. Denn ich bin bei diesem Buch der Meinung, dass wirklich nur Personen dieses Buch lesen sollten/dürften, die auch wirklich mit diesem doch recht markanten Thema umzugehen zu wissen und nicht irgendwelche unreifen Teens - aber auch andere Altersgruppen-, die danach schreien "Ihhh wie eklig ist das denn. So ein s** Buch etc." Denn dieses Buch ist nicht schlecht, die Autorin hat sich "nur" mit einem Thema befasst, dass bis dato fast noch nie in der Romanbellestrik (nicht Erotik!) so offen abgehandelt wurde.

So nun aber zum Buch: Wie bereits erwähnt hatte ich das Buch schon mal vor einiger Zeit in der Hand, habe es dann aber nach ca. 1oo Seiten entnervtes Lesen abgebrochen. Dies lag an der lieben Anastasia (Ana). Schlich und einfach: Sie nervt. Andauernd redet sie sich selbst schlecht, hat ein miserables Selbstbewusstsein und mit 21 ist sie NATÜRLICH noch Jungfrau - weil sie hebt sich für "den einzig Wahren" auf (ja klar!?!). Auch als sie auf Christian Grey trifft wird es nicht besser. Beim Sex fällt sie nur noch "into 1ooo Pieces" und ab sofort wird nichts mehr normal gesagt, sondern nur noch gestöhnt - seinen Namen, ihre Lust oder irgendwelche sinnlosen Laute. Anastasia Steele ist eine graue Maus, die mich nicht überzeugen konnte! Sie wirkt oberflächlich und ihre Liebe ist eher - meiner Meinung nach - eine Art selbst eingeredete Besessenheit.

Ein bisschen beschwichtigt wurde ich durch den Charakter Christian Grey - durch und durch der Geschäftsmann. Er ist klug, arbeitet hart für sein Geld und ist zusätzlich noch unverschämt gutaussehend. Natürlich durften bei ihm die klischeehaften Machoallüren nicht fehlen, aber darüber wollen wir jetzt mal großzügig hinweg sehen. Grey konnte mich definitiv besser überzeugen dieses Buch weiterzulesen als Ana. Er wirkt etwas tief gängiger, dürfte auch daran liegen, dass man - weiter im Buch fortgeschritten - ein bisschen in seine Vergangenheit eintauchen darf. Trotz seines dominanten Verhalten und Auftreten hat er einen weichen Kern und zeigt Ana gegenüber echte Gefühle - dass hat mich wirklich berührt.

Zum Schreibstil der Autorin will gesagt sein, dass er ansprechend ist. Als ich erst mal mein erstmaliges Misstrauen überwunden hatte, hat sich das Buch sehr flüssig gelesen. Ein bisschen hat E L James es mit den Klischees übertrieben, aber dies macht sie durch bissig-witzige Dialoge und sympathische Nebencharaktere wieder wett.

Nervenkitzel
Ich habe, bevor ich mit dem Buch angefangen habe, viele Rezensionen gelesen und mir verschiedene Eindrücke geholt. Viele Stimmen begehrten mit "Das ist ein krasses Buch" auf - bezogen auf die Sexszenen. Ich weis jetzt nicht genau, ob ich schon etwas durch einige Erotikromane abgestumpft bin, aber ich habe mehr erwartet. Ehrlich mehr als ein paar mal "pitschi-patschi" mit der Gerte passiert da nichts großartiges. Ich hätte einfach mehr Eindrücke in diese spezielle sexuelle Welt erwartet, nachdem was ich so in Medien und Bloggerwelt von "Shades of Grey" gehört habe.

Auch die Geschichte an sich ist nicht so der Reißer. Der Anfang ist öde und langatmig gestaltet. Es dauert viele, viele umgeblätterte Seiten bis es sich überhaupt mal lohnt wirklich mit allen Sinnen zu lesen. Hier findet sich die größte Schwachstelle wieder. Die Geschichte wird von Lückenfüllern dominiert und jegliche Spannung ist Pustekuchen. Die Erotikszenen, die gewiss detailliert geschrieben sind, wiederholen sich in dem Aufbau und heben immer wieder die gewaltsame Seite von Grey hervor. Zusammengefasst: Die Handlung ist vorhersehbar und reicht im Grunde nicht aus 6oo Seiten mit einem anständigen, Leseappetit anregenden Inhalt zu füllen.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf ein Detail eingehen, was mich mehr als genervt hat: Die "innere Göttin". Zu Anfang hat man keine Ahnung was diese bezweckt oder wie sie in die Handlung mit hineinspielt. Zur Mitte hin nervt sie einen im Grunde nur mit ihrem andauernden "mit Pom Poms hin und her Gehüpfe". Zum Schluss habe ich sie einfach nur noch ignoriert. Punkt.

Abschlussworte
Dank des doch angenehmen Schreibstils und weil ich wissen wollte, wie sich die liebe Ana jetzt nun entscheidet, konnte mich das Buch noch an sich "fesseln" (mit Bindefaden ^^). Es ist eine nette Lektüre, die ein paar erotische Szenen und eine relativ nette Liebesgeschichte beinhaltet. Wer leichte Kost mit nicht zu hohem literarischen Anspruch lesen will, ist mit "Shades of Grey: Geheimes Verlangen" gut bedient. Von mir nur 3 Engelsflügel!

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(2.712)

4.125 Bibliotheken, 64 Leser, 4 Gruppen, 194 Rezensionen

erotik, liebe, sex, christian, ana

Shades of Grey - Befreite Lust

E. L. James , ,
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 24.10.2012
ISBN 9783442478972
Genre: Erotische Literatur

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304 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

fantasy, magie, motten, jenny-mai nuyen, jugendbuch

Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten

Jenny-Mai Nuyen
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.06.2011
ISBN 9783570307519
Genre: Jugendbuch

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

liebe, weihnachten, romantik, bibliothek, maureen davenport

Weihnachtsengel gibt es doch

Susan Wiggs
Flexibler Einband
Erschienen bei Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783862784738
Genre: Romane

Rezension:

Leseprobe
" Der Junge erreichte den Ortsrand in der Abenddämmerung eines Wintertages. Auch wenn noch kein Schnee gefallen war, lag eine erbarmungslose Kälte in der Luft, die Feldern und Wäldern jegliches Leben und alle Farbe auslaugte. "

Inhalt
Nichts könnte magischer sein als Weihnachten am Willow Lake.Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der Weihnachten so sehr liebt wie Maureen Davenport. Deshalb ist die allein stehende Bibliothekarin auch überglücklich, dass sie dieses Jahr endlich das große Krippenspiel an Heiligabend organisieren darf. Leider wird ihr aber Eddie Haven zur Seite gestellt, der größte Weihnachtszyniker der Welt. Über jede Kleinigkeit muss sie stundenlang mit ihm streiten. Doch dann erhält Maureen eine Nachricht, die ihre Welt auf den Kopf stellt: Die Bibliothek, die sie leitet, soll geschlossen werden! Jetzt kann ihr nur noch ein Wunder helfen nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr Weihnachtsengel ausgerechnet der Mann ist, der dieses Fest überhaupt nicht leiden kann!

Unterhaltungsgrad
Und wieder hat mich das Weihnachtsfieber gepackt. Der Homepage von Susan Wiggs zufolge ist dieser Roman der sechste Besuch am Willow Lake bei den Bellamys & Co. Die „Lakeshore Chronicles“ umfassen derzeit im Englischen wie im Deutschen neun Bände. Doch es hat keinen Abstrich bedeutet, dass ich bis dato noch keinen Vorgänger des Romans gelesen habe, denn alles ist in sich geschlossen und der Roman kann auch als Einzelband gelesen werden.

Susan Wiggs schickt mit Maureen Davenport und Eddie Haven zwei völlig unterschiedliche Charaktere ins Rennen. Maureen ist die gute Seele und erfüllt jedes Klischee der typischen mustergültigen Bibliothekarin. So ist es der Autorin recht einfach gelungen dem Leser ein Bild in den Kopf zu zaubern: optisch eher die graue Maus mit Nasenfahrrad, streng zu einem Dude gerichtete Haaren und natürlich die obligatorischen Tweed-Kostüme. Einfach durch und durch eine "Bücher-Tante", die - natürlich, wie könnte es anders sein - altjüngferlich und spröde ist. Trotzdem ist Maureen nicht auf den Mund gefallen und lässt doch einige Male die pedantische Oberzicke raushängen.

Als gegenstätzlichstes Pendant tritt Eddie ins Rampenlicht. Er war mit sechs Jahren ein Kinderstar und selbst jetzt noch hat er - zu seinem Leidwesen - eine großen Fangemeinschaft, die ihn verehrt. Nach außen hin gibt er sich als den zynischen und obercoolen Weihnachtshasser, doch wie man weiß hat jede harte Schale einen weichen Kern.

Die Charaktere - Haupt- wie Neben-, sind wirklich alle sehr herzlich und man fühlt sich direkt in die gemeinschaftliche Wärme der Gemeinde Avalon's mit integriert. Susan Wiggs hat mit Maureen und Eddie zwei außergewöhnlich sympathische Hauptfiguren erschaffen und auch ihr Schreibstil ist entspannend zu lesen. Er ist nicht phänomenal fesselnd, aber er lädt zum Träumen in der weihnachtlichen Zeit ein.

Nervenkitzel
Persönlich fande ich, dass die Handlung eher so dahin plätscherte. Sie hatte ihre Höhen und Tiefen und auch zaubert sie den Leser in gewisser Weise in ihren Bann. Doch in Sachen Liebe schlägt Wiggs eher leise und sanfte Töne an und lässt den Dingen ihren ruhigen Lauf. Hier hat sie meiner Meinung nach nicht ihr gesamtes Potenzial ausgeschöpft.

Die Liebe zwischen Maureen und Eddie spielt auch eher eine Nebenrolle, denn das Hauptaugenmerk liegt auf dem bevorstehenden Verlust der Stadtbibliothek und die Organisation des alljährlichen Weihnachtskrippenspiels. Hier hätte Wiggs für mich persönlich einen Gang höher schalten können und auch das Ende bzw. die Auflösung kam mir etwas zu abrupt und nicht wirklich passend - weder in puncto Geschwindigkeit noch in der Art.

Auch fande ich den Subplot umd Daisy Bellamy und ihren Sohn Charlie eher unpassend, denn es wird gar nicht aufgelöst, wie es hier endet. Nach der Homepage zufolge ist im Englischen Daisy erst im achten Teil mit ihrem Happy End dran. So würden hier ihre eigenen Sequenzen hineinpassen und einen Vorgeschmack auf ihr Leben geben. Doch laut Amazon hat Daisy in der deutschsprachigen Reihe bereits im Vorgängerroman ihre Geschichte mit Happy End bekommen. So waren ihre dazwischen geschobenen Szenen eher unnötig und sogar etwas störend. Wirklich schade, dass hier in der deutschen Übersetzung so gepfuscht wurde!

Abschlussworte
Eine nette kleine "Sonntags"-Lektüre, die zum kuscheligen Lesen an Wintertagen entführt. Mit diesem Roman kann man sich auf liebliche Weise in die eigene Advents- und Weihnachtszeit einstimmen. "Weihnachtsengel gibt es doch" kann ich jedem Liebesroman-Fan empfehlen, denn es ist ein hübsches Büchlein für zwischendurch und für die jetzige Jahreszeit einfach perfekt.

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