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Die Spur der Bücher

Kai Meyer
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.08.2017
ISBN 9783841440051
Genre: Jugendbuch

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

eila, hannah, jordis lank, kampf, könig, krieg, lannoch, liam, liebe, raukland, ronan, schwert, thron, trilogie, verantwortung

Raukland Trilogie - Rauklands Schwert

Jordis Lank
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Verlagshaus el Gato, 15.04.2014
ISBN 9783943596434
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Rauklands Schwert" von Jordis Lank

2018 wird mein Jahr der beendeten Reihen. Einerseits bleibt nach dem Ende einer Reihe immer eine gewisse Leere in einem zurück, andererseits gibt es mir auch immer ein Gefühl, eine Sache „erledigt“ zu haben.
Vor dem Ende der „Raukland – Trilogie“ von Jordis Lank habe ich mich besonders gefürchtet, weil ich die ersten beiden Bände sehr gemocht habe und keinen Abschied von dieser Trilogie nehmen wollte.
Aber irgendwann kommt eben die Zeit, wo man Abschied von geliebten Charakteren nehmen muss. Umso dankbarer bin ich, dass mir das Verlagshaus el Gato das eBook zu „Rauklands Schwert“ von Jordis Lank als Rezensionsexemplar zukommen ließ.
Somit wurde es mir ermöglicht mit Ronan in die letzte Schlacht um Raukland zu schreiten und zu erleben,wie er seine Zukunft in die Hände nimmt. Wird Ronan seinen Bruder Broghan besiegen oder alles verlieren, was ihm wichtig ist? Und für wen wird sein Herz am Ende schlagen?

Ronan ist zurück auf Lannoch – geschlagen, verwundet und gedemütigt. Wie soll es weitergehen?
Soll er all die Menschen, die unter Broghans Herrschaft leiden, im Stich lassen und ein neues abgeschiedenes Leben auf Lannoch beginnen oder soll trotz allem, um das Land, was er immer geliebt hat, kämpfen?
Niemand kann Ronan diese Entscheidung abnehmen und er beginnt langsam, sich in Selbstmitleid zu suhlen. Hilfe von Anderen überhört er so lange, bis einige Schiffe von seinem Bruder auf Lannoch anlegen und die Insel plündern. Die Einheimischen können gerade noch die Flucht in die sicheren Höllen ergreifen. Leider sind sie auch da nicht lange sicher und so schmiedet Ronan mit den Bewohnern von Lannoch einen Plan. Dieser scheint aufzugehen, allerdings haben die Männer von Broghan noch eine letzte Botschaft an Ronan – Broghan, der Ronan über alles hasst, hat dessen Schwester in seiner Gewalt. Seine Schwester Kiara ist eine der wenigen Personen, die Ronan über alles liebt und für die er sein Leben geben würde.
Daher macht er sich auf den Weg nach Raukland, um seine Schwester zu retten. Als Ronan merkt, dass ganz Raukland nach ihm sucht, ist es beinahe zu spät für ihn.
Wem kann er jetzt noch vertrauen? Und wie soll er Broghan ohne Verbündete je besiegen?

Mit „Rauklands Schwert“ ist Jordis Lank ein würdiger Abschluss ihrer überdurchschnittlich guten Trilogie gelungen.
Während dem ersten und zweiten Band sind bei mir einige Fragen entstanden, die zu meiner Zufriedenheit vollständig beantwortet wurden. Tatsächlich lese ich nicht viele Bücher mit männlichen Protagonisten, der gleichzeitig auch der Erzähler des Buches ist.
Trotzdem konnte ich mich mit Ronan sehr gut identifizieren, da seine Handlungen für mich fast alle nachvollziehbar waren. Jordis Lank hat mit Ronan einen starken, liebevollen, beschützerischen und teilweise auch hitzigen Charakter geschaffen, bei dem man immer wieder schmunzeln musste.
Im dritten und letzten Teil der Reihe muss sich Ronan seelisch und auch körperlich von der letzten Begegnung mit seinem Bruder erholen. Wir erleben Ronan dieses Mal von einer anderen verletzlichen Seite. Er muss erst wieder zu sich finden und wird vor einige sehr harte Schicksalsschläge gestellt. Manchmal war mir sein Selbstmitleid zu viel. Aber sein Kopf wurde zum Beispiel von seiner Schwester immer wieder zurecht gerückt, sodass er sich schnell wieder fing.
Seine Entwicklung finde ich sehr bemerkenswert und er wird mir, wie viele andere Charaktere in den Büchern für immer im Gedächtnis bleiben.
In „Rauklands Schwert“ jagt ein Ereignis das Andere. Allerdings muss ich auch anmerken, dass einige Schlachtszenen ihre Längen hatten. Natürlich kann man Auseinandersetzungen in so einem Ausmaß nicht auf zwei Seiten herunter schreiben, aber für mich waren sie teilweise zu lang.
Der Schreibstil der Autorin regte wie auch schon in Band 1 und 2 meine Fantasie sehr stark an. Besonders schätzenswert fand ich an den Büchern, dass ich nicht erahnen konnte, wie die Geschichte ihren Lauf nimmt. Es gibt immer wieder Bücher, bei denen man ab Seite 20 weiß, wie sie enden. Vor allem den romantischen Beziehungen nimmt so etwas ihren Reiz.
Aber bei „Rauklands Schwert“ rätselte ich bis zuletzt, wen Ronan nun zu seiner Frau nehmen wird.
Die Lösung von Jordis Lank finde ich fabelhaft und absolut nachvollziehbar.
Das Cover von „Rauklands Schwert“ finde ich eigentlich schön, allerdings vermittelt es eher das Gefühl einen historischen Roman in den Händen zu halten.
„Rauklands Schwert“ von Jordis Lank symbolisiert für mich einen würdigen Abschluss dieser außergewöhnlichen Trilogie und ich bin sehr froh, dass Jordis Lank mich vor einigen Jahren auf ihre Reihe aufmerksam machte.
Zum Schluss möchte ich einfach jedem die „Raukland“ - Trilogie weiterempfehlen. Vor allem sollten diejenigen diese Bücher lesen, die denken, dass sie nichts für sie wären. Glaubt mir, ihr täuscht euch!

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345 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783596198528
Genre: Jugendbuch

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337 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Hourglass - Die Versuchung der Zeit

Myra McEntire , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.06.2013
ISBN 9783442475643
Genre: Fantasy

Rezension:

"Hourglass - Die Versuchung der Zeit" von Myra McEntire

Wer mich kennt, weiß, dass ich ungern Dinge unerledigt lasse. So geht es mir auch bei Büchern. Ich breche sehr selten Bücher oder Reihen an. 
Daher nahm ich mir auch „Hourglass – Die Versuchung der Zeit“ vor, obwohl mich der 1. Band von der Hourglass – Trilogie Myra McEntire nicht vollkommen überzeugen konnte.
Nun aber begab ich mich weiter auf die Suche nach Jack, der mit seinen Machenschaften, das komplett Zeit-Raum-Kontinuum durcheinander bringt. Dieses Mal jedoch war ich nicht die Begleiterin von Emmerson, sondern von Kaleb.
Kann Kaleb mithilfe seiner Freunde Jack aufhalten oder ist die Welt dem Untergang geweiht?

Kaleb wurde vom Schicksal nicht unbedingt gut behandelt. Erst wurde seiner Mutter so gut, wie jede Erinnerung von Jack geraubt, sodass sie seit Jahren im Koma liegt und dann ist auch noch sein Vater in Gefahr.
Zudem liebt das Mädchen, was er sehr mag, seinen besten Freund und sein Vater hätten diesen (seiner Meinung nach) lieber als seinen Sohn. Kalebs einziger Trost: Alkohol und zwar jede Menge davon. Leider macht Alkohol einen auch leichtsinnig, sodass Kaleb sich immer wieder bewusst oder unbewusst in Gefahr bringt.
Als er zu einer Kostümparty mit seinen Freunden verabredet ist, ist auch sein ständiger Begleiter der Alkohol nicht weit entfernt. Doch dieses Mal muss Kaleb einen klaren Kopf bewahren, denn Jack taucht während der Party auf und droht Emmerson zu töten. 
Außerdem muss er sich auch noch um Emmersons beste Freundin Lily kümmern, die alles andere als begeistert, von ihm ist.
Doch Kaleb spürt mehr und mehr eine Anziehungskraft zu der jungen und taffen Frau, die ihn für den größten Playboy nach Hugh Hefner hält.
Kann Kaleb Lilys Vertrauen gewinnen und was hat es mit der ihrer Gabe auf sich? Können beide Jack aufhalten oder droht die Welt, die sie bisher kannte, unterzugehen?

„Hourglass – Die Versuchung der Zeit“ von Myra McEntire wurde dieses Mal aus der Sicht von Kaleb geschrieben. Ich mag es eigentlich, wenn ein Wechsel der Protagonisten und somit ein Wechsel des Erzählers stattfindet, aber nur wenn dies auch gelingt. Leider ist es bei Myra McEntire komplett daneben gegangen. Ich musste mehrmals Kapitel neu beginnen, weil ich die ganze Zeit dachte, dass Emmerson die Geschichte erzählt, bis etwas gravierendes geschieht (wie zum Beispiel, dass Kaleb eine Frau aufreißt) und ich mir dann dachte: „Warte. Das ist ja gar nicht Emmerson, aus deren Perspektive geschrieben wurde).
Leider mag ich Kaleb absolut nicht. Sein Charakter ist mir einfach zu wider. Das mag für den ein oder Anderen vielleicht hart klingen, aber wenn in jedem Satz die Brüste, Ärsche oder das weitere Aussehen von Frauen beschrieben wird und das auf die plumpeste aller Arten, dann reicht es mir irgendwann. Ich konnte gar nicht so oft mit den Augen rollen, wie ich es gerne getan hätte.
Natürlich hatte Kaleb eine schlimme Kindheit, aber die hatte Lily auch und sie benimmt sich nicht wie ein notgeiler, verzogener Teenager der sein fehlerhaftes Verhalten mit seiner Kindheit zu rechtfertigen versucht.
Und so komme ich auch zu dem einzigen Grund, warum ich dieses Buch zu Ende gelesen habe: Lily.
Ich habe sie geliebt und mir ist immer noch schleierhaft, warum sie sich auf Kaleb eingelassen hat (Okay, sie hatte wahrscheinlich keine Wahl, da die Autorin es wohl so wollte).
Lily ist eine sehr mutige und reife junge Frau. Sie sieht, wie die Dinge wirklich sind und beschönigt nichts. Unbegründet in Panik oder Hysterie auszubrechen, ist für sie untypisch und sie weiß, was sie will. Lily ist wirklich mein Highlight aus dem zweiten Band, der ansonsten sehr fade war.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, was mit Emmerson geschehen ist. 
Sie war im ersten Band eigentlich ein angenehmer und starker Charakter. Aber im 2. Band wird sie zu einer hysterischen Furie, die wegen fast jeder Lappalie eine Szene macht.
Von Michael ihrem Freund möchte ich gar nicht wirklich anfangen. Er war einfach nur ein Bittsteller, der absolut farblos und nutzlos war.
Die Spannung war aufgrund des fehlenden roten Fadens und der fehlenden Logik erst im letzten Drittel erkennbar. Ich bin allerdings schon sehr froh, dass diese wenigstens ansatzweise auftauchte.
Wie auch im ersten Teil gab es Logikfehler und Handlungen waren nicht nachvollziehbar.
Immer wieder wurden Fragen aufgeworfen, die aber so gut, wie nie beantwortet wurden. Vielleicht hatte die Autorin auch einfach keine Antworten auf die unzähligen Fragen, aber dann sollte man dies vielleicht geschickt vertuschen.
Ich verstehe immer noch nicht den Hype um diese Bücher, aber vielleicht findet sich ja jemand, der mir das bei Gelegenheit mal erklären kann, aber bitte nicht bei einem Bier oder bei einem alkoholischen Getränk, denn Kaleb hat in diesem Buch so viel getrunken, dass ich zeitweise dachte, ich wäre auch betrunken. Ich möchte mir jetzt kein Urteil bilden, aber vielleicht sollte die Autorin mal bedenken, was das für einen Eindruck auf ihre sicherlich auch jungen LeserInnen macht.
Das Cover ist sehr hübsch und greift wahrscheinlich wieder das Thema mit dem „Butterfly Effect“ auf. Allerdings bin ich immer der Meinung, dass ein Cover ansatzweise zum Buch passen sollte.
Und dieses Mal war Kaleb im Vordergrund und der ist, wie ich mich erinnere, ein Junge.
Vielleicht ist es auch Lily, aber dann sollte man sie auch diese Geschichte erzählen lassen, was sie wahrscheinlich um einiges spannender machen würde.
Ich war schon seit einer langen Zeit nicht mehr so enttäuscht von einem zweiten Band und ich hoffe inständig, dass der dritte Teil besser wird.
Wem kann ich nun dieses Buch empfehlen? Vielleicht denjenigen, die Teil 1 schon gelesen haben und Teil 3 noch lesen wollen. Kämpft euch einfach durch. Zum Ende hin wird es auch spannend – versprochen.

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805 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 188 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

"Palace of Glass - Die Wächterin" von C. E. Bernard 

Vor einigen Wochen bekam ich vom Blanvalet und Penhaligon Verlag ein kleines Päckchen mit einer Schriftrolle, in der eine neue Buchreihe von der Autorin C.E. Bernard höchstselbst vorgestellt wurde.
Eine Woche später kam dann der erste Band „Palace of Glass - Die Wächterin“ in meine Wohnung geflogen (bitte nicht wörtlich nehmen) und ich war schon ganz aufgeregt in die Welt von Rea und den Magdalenen einzutauchen.
Daher möchte ich mich sowohl bei den Verlagen und C.E. Bernard für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rea ist eine Magdalene. Was im ersten Moment ziemlich harmlos klingt, kann in Reas Welt den Tod bedeuten. Denn Magdalenen sind gefürchtet, da sie Gedanken lesen und manipulieren können. Dazu benötigen sie nicht mehr als Körperkontakt. Diese Tatsache und die Furcht vor den Magdalenen führten dazu, dass purer Körperkontakt unter Strafe steht.
Man könnte jetzt meinen, dass es schon nicht so schwierig ist, einen anderen Menschen nicht mit nackter Haut zu berühren, doch leider müssen alle Magdalenen mit einer gewissen Gier nach Berührungen leben. Es geht allerdings nicht nur um die Berührungen von menschlicher Haut. Magdalenen wie Rea sehnen sich danach den Geist anderer Menschen zu berühren.
Abgesehen von der Gefahr, die von ihrer Natur ausgeht, quält Rea auch die Vorstellung ihren Bruder Liam in Gefahr zu bringen.
Eines Tages scheinen ihre schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden. Rea wird in den Palast des Königs zitiert und sieht sich schon gefoltert in einem Kerker liegen.
Allerdings hat der König andere Pläne. Rea soll als getarnter Bodyguard den Kronprinzen schützen. Doch wie soll Rea ihr Geheimnis in einer Umgebung wahren, in der sie jeden Tag fürchten muss umgebracht zu werden und gleichzeitig den Kronprinzen schützen?

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen so viel über dieses Buch geredet, dass es mir eigentlich sehr leicht fallen sollte, diese Rezension zu schreiben. Aber ehrlich gesagt, ist es doch schwieriger geworden, weil ich gar nicht weiß, wie ich anfangen soll.
Versuchen wir es mal so: „Palace of Glass -
Die Wächterin“ von C. E. Bernard ist absolut anders als alles was ich je gelesen habe. Ich finde es einerseits großartig, dass diese Geschichte mit nichts zu vergleichen ist, allerdings macht es das Schreiben nicht einfacher (was in diesem Fall absolut positiv zu werten ist). 
Die Gegensätze zwischen viktorianischer Mode und moderner Technik ist perfekt mit der Location abgestimmt. Auch in London ist die Geschichte mit der Moderne eng verbunden und rundet die Geschichte somit perfekt ab. Ich habe oft vergessen, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden und so musste ich öfters lachen, als Rea oder die anderen Charaktere ihre neusten Smartphones und Laptops bedienten. Es macht diese Geschichte unverwechselbar und besonders.
Diese Besonderheiten finden sich auch in den Charakteren wieder. Rea ist keine typische Heldin, sondern eine starke junge Frau, die allerdings mit den Geistern ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Eigentlich will sie nur mit ihrem Bruder Liam nach Paris gehen, damit beide ein ungefährlicheres Leben führen können. Stattdessen wird sie in eine Welt voller Intrigen, Hass und Vorurteilen hineingezogen. Aber sie hält all die harten Trainingsstunden, die andauernde Gefahr und die Schikanen aus, um ihren Bruder zu schützen.
Rea und Liam mochte ich auf Anhieb. Allerdings viel es mir bei den anderen Charakteren schwer, hinter ihre Fassade zu blicken. Gerade deshalb war die Geschichte so interessant für mich. Ich wusste nie, wem ich bzw. wem Rea vertrauen kann.
Auch die Liebesgeschichte war für mich nicht offensichtlich. Rea ist ein Mensch, der selbst nicht realisiert, wie liebenswürdig sie ist. Irgendwie verkuppelte ich sie mit allen möglichen Männern, abgesehen vom König und Liam. Wer schlussendlich ihr Herz gewinnt, wird nicht verraten. Allerdings finde ich es großartig, wie C. E. Bernard mit den Emotionen ihrer Leser „spielt“.
Ich litt, lachte und kämpfte innerlich mit Rea und das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Was mir ebenfalls noch relativ neu war, ist, dass ich so gut, wie alle Charaktere liebe. Ich weiß jetzt schon, dass ich nach dem dritten Band „Palace of Fire - Die Kämpferin“ in ein schwarzes Loch fallen werde. Ich hoffe sehr, dass es vielleicht einige Spin Offs zu der Reihe geben wird.
Das Cover von „Palace of Glass - Die Wächterin“ passt perfekt zum Inhalt und ich freue mich schon sehr, wenn alle drei Bände in meinem Regal stehen.
Ich weiß nicht, wie oft ich dieses Buch in den letzten Wochen angepriesen habe, aber ich möchte es gerne noch einmal betonen: Ich liebe dieses Buch und bin absolut fasziniert von dieser neuartigen und revolutionären Geschichte und deren Charaktere.
C.E. Bernard hat eine Welt geschaffen, in der man einerseits aufgrund der Verbote nicht leben will und anderseits doch ein Teil dieser Welt sein möchte, allein wegen der großartigen und mitreißenden Charaktere.
Wer „Palace of Glass - Die Wächterin“ noch nicht gelesen hat, sollte dies schnellstmöglich ändern, denn ich verspreche euch, dass euch sonst etwas im Leben fehlt.

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155 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Der Schlafende Tod

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783906829722
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Grimm-Chroniken - Der schlafende Tod" von Maya Shepherd

Nun ist schon wieder Frühling und Ende März. Einige Zeit ist also schon wieder vergangen und ich weiß noch, wie „Die Grimm Chroniken“ von Maya Shepherd nicht mehr war als eine Idee.
Jetzt sitze ich hier und schreibe die Rezension zum dritten Band „Die Grimm-Chroniken – Der schlafende Tod“. Die Zeit rennt offensichtlich und nicht nur für mich, sondern auch für Will, auf dessen Schultern das Wohl der ganzen Welt ruht.
Ich möchte mich vorab bei Maya Shepherd für die Bereitstellung der bisherigen und nachfolgenden Folgen der „Grimm-Chroniken“ danken.
Die Reise von Will und seinen Freunden ist noch lange nicht vorbei, denn der Wettlauf mit der Zeit hat gerade erst begonnen.

Will, Maggy und Joe sitzen in einer Zwickmühle. Eigentlich würden sie gerne wieder zurück nach Hause, aber dies ist unmöglich. Auch wenn sie wieder durch den Wald in Richtung Bahnhof aufbrechen würden, würden sie nie aus dem Wald finden und immer wieder am Ausgangspunkt, des Lebkuchenhäuschens ankommen.
Denn Will hat noch zwei Aufgaben zu lösen. Laut Rumpelstein, der eines Morgens im Lebkuchenhaus steht, ist Will der einzige der Schneewittchen töten soll. Doch das mysteriöse Mädchen übt eine gewisse Faszination auf Will aus und eigentlich glaubt er nicht daran, dass sie ein abgrundtief böses Monster ist.
Somit steht für ihn fest, dass er Schneewittchen retten und nicht töten will. Laut ihrer Aussage, kann er das jedoch nur, wenn er sich erinnert, wer er ist.
Aber was meint die unheimliche Schöne damit? Und wie soll sich Will an etwas erinnern, wenn er selber nicht weiß, was es ist?
Gleichzeitig, einige Jahrhunderte zuvor, laufen Mary und Dorian vor ihrem Schicksal davon. Denn Dorians Vater versucht die beiden mit allen Mitteln zu finden und zu töten. Jede Sekunde könnte ihre Letzte sein, also setzen beide daran, ihren letzten Ausweg zu nutzen. 
Kann Liebe alles überwinden (auch die Zeit) oder verlieren in diesem Märchen alle den Wettlauf mit der Zeit?

Nun habe ich auch die dritte Folge der Grimm-Chroniken von Maya Shepherd beendet und bin noch so begeistert von dieser Welt, wie seit der ersten Folge.
Man wird während des Lesens immer wieder in ein anderes Jahrhundert geworfen.
Der Übergang der verschiedenen Jahrhunderte ist so gestaltet, dass man nahtlos weiterlesen kann ohne verwirrt zu werden und nicht mehr zu wissen, in welcher Zeit man sich befindet.
Mit dem Wechsel der Jahrhunderte geht auch ein Wechsel des Erzählers einher.
Aber auch dieser Wechsel wird von der sehr anschaulichen Schreibweise von Maya Shepherd erleichtert. Bisher ist es mir nie passiert, dass ich die Hauptakteure verwechselte, was bei mir sonst leider die Regel statt die Ausnahme ist.
Allerdings zeigt es mir einmal mehr, wie talentiert Maya Shepherd ist und mit wie viel Leidenschaft sie ihre Geschichten kreiert. Die Leidenschaft ist auf jeder Seite und in jedem Wort spürbar und macht die Geschichten so spannend und faszinierend. 
Es ist nicht einfach die Leser über einen langen Zeitraum hinweg so zu begeistern, dass sie der Geschichte bis zum Ende folgen. Doch abgesehen von der Geschichte, fesseln mich die Charaktere.
In vielen Büchern sind die Freunde eines Helden nur Bittsteller. Aber nicht so in den Grimm-Chroniken. Maggy und Joe sind mehr als moralische Stützen. Man kann in den verschiedenen Folgen förmlich spüren, dass sie nur auf ihren Einsatz und das nächste Abenteuer warten. Ich hoffe sehr, dass wir in den nächsten Folgen mehr von dem Geschwisterpaar erfahren werden.
Will wird mir von Folge zu Folge sympathischer. Am Anfang war er noch sehr auf sich und sein Leben bedacht, was bei seiner Vergangenheit natürlich nachvollziehbar ist. Allerdings merkt er langsam, dass sein Vater keineswegs verrückt ist, sondern das das Leben wie immer komplizierter ist, als man zuvor gedacht hat.
Außerdem wird Will sensibler im Umgang mit Menschen. Er spürt die Nöte und Sehnsüchte besser und handelt bedachter.
In „Die Grimm-Chroniken – Der schlafende Tod“ von Maya Shepherd lernen wir auch die spätere Königin Mary und den zukünftigen König Dorian kennen. Beide befinden sich auf der Flucht vor Dorians Vater.
Ich bin vor allem auf Mary's Entwicklung sehr gespannt, denn zwischen dem jüngeren und älteren Ich liegt eine ganze Welt. Die jüngere Mary ist noch sehr unerfahren und ängstlich, aber sehr liebenswürdig. Die ältere Mary ist weiser und man spürt, dass sie sehr viel durchgemacht hat.
Dorian wirkt auf mich immer wie ein Fels in der Brandung, egal in welchem Jahrhundert, wir uns befinden.
Die Geschichte geht in dieser Folge sehr langsam weiter, was allerdings nicht störend ist, denn für beide Handlungsstränge muss man sich Zeit lassen, damit die Gefühle und allgemein die Geschichte nicht auf der Strecke bleibt.
Über das Cover muss ich eigentlich nicht viele Worte verlieren, denn wie üblich, ist es magisch und passt sehr gut zum Inhalt. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Cover.
Wer die Grimm-Chroniken noch nicht begonnen hat, sollte dies schleunigst ändern. Die Geschichte ist gespickt von Fantasie, Liebe, Abenteuer, Furcht und Verrat – also mit allem, was eine spannende und nachhaltige Geschichte ausmacht.

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169 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Asche, Schnee und Blut

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.03.2018
ISBN 9783906829715
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ von Maya Shepherd

Ich weiß noch, wie ich früher Woche für Woche auf eine neue Folge meiner Lieblingsserie warten musste. Dieses Gefühl nicht zu wissen wie es weitergeht, war einerseits frustrierend andererseits aber sehr aufregend.
In Zeiten von BluRays, DVDs und Netflix entwickelt sich dieses Gefühl stetig zurück. Wahrscheinlich wäre es ganz verschwunden, wenn uns unsere Lieblingsautoren nicht mit einigen mehrbändigen Buchreihen beglücken würden. 
Daher war ich umso aufgeregter als ich die zweite Folge bzw. den zweiten Band der „Grimm-Chroniken“ von Maya Shepherd lesen durfte.
„Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ beförderte mich erneut in die Welt der Mysterien und Märchen und lies mich sprachlos zurück...

Mary, die Mutter von Schneewittchen, ist das erste Mal verliebt. Dies grenzt schon beinahe an ein Wunder, da sie mit einem Fluch belegt wurde und ihr Zuhause nicht verlassen darf. Denn in der richtigen Welt läuft sie Gefahr überall ihr Spiegelbild zu erblicken und das würde den Untergang ihrer ganzen Welt heraufbeschwören.
Ohne jemals etwas anderes gesehen zu haben, als das, was sie von ihrem Fenster aus erspähen kann, lernt sie trotz allem den jungen und wunderschönen Dorian kennen. Er zuvorkommend und bringt ihr bei, wie es ist jemanden abgöttisch zu lieben. Doch sind Dorians Gefühle für Mary echt?
Und was ist der Preis für die große Liebe?
Einige Jahrhunderte später sitzen Will, Maggy und Joe immer noch in einem Lebkuchenhaus fest ohne zu wissen, was sie jetzt tun sollen. Doch als sie schon den Weg nach Hause antreten wollen, begegnen sie einem alten Bekannten. Rumpelstein überredet die drei Freunde der Drachenburg einen Besuch abzustatten. Allerdings wissen alle drei nicht so recht, was sie von diesem Unterfangen halten sollen. Als sie an der Drachenburg ankommen, begegnet ihnen nicht eine Menschenseele. Aber hat da nicht gerade jemand geschrien?
Als sie den Lauten näher kommen, lüften sie ein jahrhundertealtes und dazu noch grausames Geheimnis. Können die drei Freunde fliehen oder werde sie ihre Heimat nie wieder sehen?

„Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ von Maya Shepherd schließt nahtlos am ersten Band an und entführt uns wieder in die Welt der Märchen.
Dieser zweite Band ist rasanter und blutiger als sein Vorgänger und konnte in vielen Dingen den ersten Band übertreffen.
Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und einige Fragen, die man sich nach „Die Grimm-Chroniken – Die Apfelprinzessin“ vielleicht gestellt hat, werden beantwortet. Allerdings bleiben auch noch einige offen, die meine Neugier auf die nächsten Folgen wecken.
Eigentlich bin ich recht gut darin, wenn es darum geht zu wissen, wie der Ablauf eines Buches aussieht, doch Maya Shepherd konnte mich wieder einmal überraschen. Auch wenn es nahe lag, wer oder was Schneewittchen ist, war ich von der Auflösung überrascht.
Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich bisher noch nichts in dieser Richtung von Maya Shepherd gelesen habe. Abermals erfindet sie sich in ihren Geschichten neu.
In „Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ wurde ich auch mit Mary und ihrer Geschichte warm. Im ersten Teil war sie für mich noch etwas naiv und kindlich, aber aufgrund der Ereignisse in Band 2 ist sie in meinen Augen zu einer mutigen jungen Frau geworden, die man gerne als Freundin an seiner Seite hätte, wenn es mal brenzlig wird.
Ich bin gespannt darauf, was diese kämpferische Frau alles noch erleben wird und freue mich, sie auf ihren Weg begleiten zu dürfen.
Will, Maggy und Joe erleben ebenfalls ein aufregendes Abenteuer nach dem Anderen. Maya Shepherd hat die Geschichte mit kleine Brotkrumen bespickt (ja, der Vergleich ist beabsichtigt), welche einen Vorgeschmack auf die kommenden Geheimnisse und Mysterien geben.
„Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ ähnelt einem Krimi, da man immer wieder auf verschiedene Fährten gebracht wird, die komplexer sind, als man je für möglich gehalten hätte.
Der lockere und fantasievolle Schreibstil und die stetige Spannung haben es mir ermöglicht den zweiten Band in einem Rutsch durchzulesen.
Genau, wie die Geschichte, ist auch das Cover düsterer und geheimnisvoller. Allerdings empfinde ich es auf eine besonderer Art magischer und spezieller.
Wem der erste Band der „Grimm-Chroniken“ gefallen hat, der wird „Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ lieben. Daher möchte ich „Die Grimm-Chroniken – Asche, Schnee und Blut“ von Maya Shepherd allen empfehlen, die Lust auf eine mitreißende und düstere Geschichte voller ausgefeilter Charakter hat.

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435 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 104 Rezensionen

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Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 146 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783906829708
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin" von Maya Shepherd
Viele von euch wissen bereits, dass viele Autoren und Autorinnen nicht mehr aus meinem Bücherregal wegzudenken sind. Dazu gehört auch Maya Shepherd.Nun ist Maya eine Autorin bei der ich immer denke, dass sie eine der kreativsten Personen auf der Welt sein muss, da man kaum ein Buch ausgelesen hat bis das nächste Werk von ihr veröffentlicht wird.Dieses Mal hat sie mich und andere Blogger ausgewählt, um sie bei dem Release und der Verbreitung ihres neusten Projektes zu unterstützen.Mit „Die Grimm-Chroniken“ wagt sich Maya Shepherd dieses Mal an eine andere Art der Buchveröffentlichung, denn die ganze Geschichte erscheint in vielen kleinen Folgen.Die erste Folge „Die Grimm-Chroniken – Die Apfelprinzessin“ von Maya Shepherd katapultierte mich in die Welt der Märchen, die die Zeit überdauerte, genau wie ihre Probleme. Und das in einer magischen Welt nichts ist, wie es scheint, muss Will von einem Tag auf den Anderen erfahren...
Will ist sich sicher, dass sein Vater verrückt ist. Auch die Psychiater und Ärzte, die seinen Vater in der psychiatrischen Abteilung der Charité in Berlin behandeln, sind sich sicher, dass sein Vater verrückt ist. Doch ist er verrückt oder ist die Vorstellungskraft der Anderen einfach nur zu gering?Aber die Wunden, die Will durch das Verhalten seines Vaters davon getragen hat, wird er wohl nie vergessen. Denn Will ist ein Heimkind und ein Außenseiter. Wären da nicht die Geschwister Joe und Maggy, die zu seinen besten Freunden und engsten Vertrauten geworden sind, wäre Will wahrscheinlich allein auf sich gestellt.Nach einem sehr ermüdenden Besuch bei seinem Vater in der psychiatrischen Anstalt, wartet Zuhause eine nächste unerfreuliche Überraschung.Ein Mann namens Rumpelstein, der Will zu kennen scheint, übergibt ihm einen mysteriösen Brief, aber nicht ohne merkwürdige Anspielungen von sich zu geben.Sind all die Geschichten, die sein Vater ihm bis heute erzählt, doch wahr? Oder ist Rumpelstein nur ein weiterer Insasse der psychiatrischen Anstalt?All seiner Skepsis zum Trotz folgt er in Begleitung seiner beiden besten Freunde der Einladung, die dem Brief enthalten ist. Doch plötzlich finden sich die drei jungen Freunde in einem Wald mit einem Haus wieder, dass eine verwechselnde Ähnlichkeit mit einem Pfefferkuchenhaus hat.Können Märchen wirklich wahr sein?
Ich war schon immer ein großer Fan von Märchen. Umso neugieriger war ich, als Maya Shepherd ihr neuestes Projekt „Die Grimm-Chroniken“ ankündigte.Nun durfte ich vor der Veröffentlichung die erste Folge „Die Grimm-Chroniken – die Apfelprinzessin“ lesen und stellte mir danach nur eine Frage: Wann geht es endlich weiter?Wie nach einer Folge deiner Lieblingsserie im TV will man unbedingt wissen, was folgen wird.Maya Shepherd hat ein unverwechselbares Talent dafür, die Leser in ihren Bann zu ziehen.Ich fand es sehr spannend, wie die Autorin unsere jetzige Welt mit der Märchenwelt verbindet und wie sie einige bekannte Märchenfiguren neu erfand. Die Erzählweise ist wie immer sehr flüssig und die Seiten lasen sich recht schnell weg.Mir gefiel vor allem der Spannungsaufbau. Ich kann mir vorstellen, dass es ziemlich schwierig sein muss, den Spannungsbogen aufrechtzuerhalten, wenn eine Geschichte aus mehreren Folgen besteht., aber ich kann es kaum erwarten, welche Abenteuer unsere drei Helden noch erleben werden.Will, Maggy und Joe sind für mich drei sehr liebenswürdige Charaktere. Sie sind auf verschiedene Arten liebenswürdig, aber man merkt schnell, dass alle drei tief miteinander verbunden sind.Da ich bisher nur die erste Folge gelesen habe, kann ich noch nicht viel über die Entwicklung der Charaktere schreiben, aber in meinen Augen sind sie sehr vielschichtig und ich mag bereits alle drei von ihnen und freue mich mehr über sie zu erfahren.Das Cover von „Die Grimm-Chroniken – Die Apfelprinzessin“ ist traumhaft schön und sehr detailreich. Ich bin gespannt, wie die Bücher in meinem Bücherregal aussiehen, wenn alle Folgen erschienen sind.Gerade für Märchen Fans, die auch auf unkonventionelle Märchen stehen, sind „Die Grimm-Chroniken“ der heilige Gral.Daher möchte ich diese Reihe von Maya Shepherd jedem empfehlen, der ein paar magische Stunden mit vielen großartigen Locations, vielen spannenden Abenteuern und drei wunderbaren Freunden verbringen will.

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Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Lockwood & Co. - Das flammende Phantom" von Jonathan Stroud
Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr wählerisch mit der Wahl mit meinen Lieblingsreihen bin. Es ist eine Sache ein gutes Buch zu schreiben, aber eine ganz Andere, eine Reihe so zu verfassen, dass ich sie immer wieder lesen will. Bisher sind mir nur zwei dieser besonderen Buchreihen untergekommen. Doch nun reiht sich eine Dritte ein: Lockwood & Co. von Jonathan Stroud.Natürlich musste ich auch den bisher aktuellsten Band „Lockwood & Co. - Das flammende Phanatom“ besitzen und so stürmte ich meine Buchhandlung des Vertrauens und konnte endlich wieder in die Welt von Lockwood, Lucy, Holly und George eintauchen und mit ihnen auf Geisterjagd gehen.
Lucy ist nun nicht mehr bei der Agentur „Lockwood & Co.“ angestellt. Aufgrund einer Erscheinung, die ihr prophezeite, dass sie Schuld an Lockwoods frühen Tod sei, hat sie die Agentur verlassen und arbeitet nun als freie Agentin, die von anderen Agenturen angeheuert wird.Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie schon mit einigen Agenten zusammen gearbeitet hat, mit denen sie sonst freiwillig kein Team bilden würde. Aber es gilt nun mal: Die Arbeitsstelle kann sie sich aussuchen, die Teammitglieder nicht.Als sie wieder einmal erschöpft von einem Auftrag in ihre Einraumwohnung kommt, ist der einzige Vertraute mit dem sie reden kann, ein Geisterschädel in einem alten Glas. Der Schädel ist aber gleichzeitig auch die einzige physische Erinnerung an ihre Zeit in der Agentur von Lockwood.Als sie sich nach ein paar unruhigen Stunden mit nur wenig Schlaf aus dem Bett quält und es plötzlich an der Tür klopft, ist sie gleichermaßen verwirrt wie angespannt. Denn in all der Zeit in der sie in ihrer Wohnung lebt, hat sie nie Besuch bekommen. Mit einem miesen Gefühl im Bauch öffnet Lucy die Tür und ihre Stimmung verändert sich von verwirrt zu absolut schockiet. Denn kein geringerer als Lockwood selbst steht genau vor ihrer Eingangstür. Doch das ist nicht die einzige schockierende Nachricht. 
Denn Lockwood kommt mit einem Anliegen zu Lucy, dass alles verändern wird.
Wird Lucy wieder bei Lockwood & Co. arbeiten oder wird sie der Untergang von Lockwood und der Agentur sein?
Viele von euch können wahrscheinlich erraten, welche Bewertung „Lockwood & Co. - Das flammende Phantom“ von Jonathan Stroud von mir bekommt.Trotzdem möchte ich euch meine Entscheidung begründen.„Lockwood & Co.“ ist für mich eine Reihe (alle Bände eingeschlossen) die ich durchweg als fantastisch und brillant erachte. Es gibt viele Geistergeschichten und genauso viele Geschichten gibt es auch über Geisterjäger. Daher ist es beinahe unmöglich neue und innovative Geschichten über das Thema zu schreiben. Doch Jonathan Stroud ist das definitiv gelungen.Ich habe mich bisher auf jeden Band dieser Reihe gefreut und ich wurde keineswegs enttäuscht. 
Denn diese Bücher auch „Lockwood & Co. - Das flammende Phantom“ ist so viel mehr, als es vielleicht am Anfang den Anschein macht. Es geht nicht nur um die Geisterjagd, sondern auch um Freundschaft, Verrat, Intrigen und den Drang sich zu beweisen.Außerdem lässt Jonathan Stroud keine Erwachsenen als Hauptcharaktere agieren, sondern Kinder bzw. Teenager. Ich fand es aufregend zu lesen, dass Erwachsene dieses Mal von Kindern abhängig sind und nicht die Kinder von den Erwachsenen. Das gibt der ganzen Geschichte eine aufgeladene und aufregende Atmosphäre.Nun brauchen die Hauptcharaktere, vor allem Lockwood und Lucy, nicht mit dem hinterm Berg halten, was sie wirklich denken. Denn sie brauchen keine wirklichen Konsequenzen zu fürchten, da sie die ganzen Trümpfe in der Hand halten.Natürlich versuchen die Erwachsenen trotzdem mit aller Macht an der Spitze der gesellschaftlichen Ordnung zu bleiben, aber man merkt besonders am Ende des 4. Bandes das auch sie wissen, dass sie ohne die Kinder und Teenager aufgeschmissen wären.Dieser ganze Machtkampf spielt im Hintergrund der Bücher eine bedeutende Rolle und macht das Lesevergnügen umso atmosphärischer.Die ganzen Geistergeschichten, um die sich alles dreht, sind selbst für mich immer noch spannend, obwohl ich mit meinen 24 Jahren vielleicht nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre.Allerdings konnte ich mich schon an der ein oder anderen Stelle gruseln und ich muss sagen, dass selbst bekannte Autoren, die im Genre „Horror“ vertreten sind, das bei mir nicht geschafft haben.Denn Jonathan Stroud ist kein Autor des offensichtlichen. Der Gruselfaktor entsteht bei ihm, weil er den Horror im Hintergrund langsam brodeln lässt und die Momente zum gruseln bei ihm nicht zu plump und offensichtlich geschrieben sind.Das Besondere in „Lockwood – Das flammende Phantom“ ist für mich, dass Lucy uns erstmals als Einzelkämpferin vorgestellt wird. Sie hat sich von der Agentur „Lockwood & Co.“ getrennt und arbeitet nun als freie Agentin, die von anderen Agenturen angeheuert werden kann.So kommt es, dass wir viele unterschiedliche Charaktere und einen anderen Handlungsstrang kennenlernen.Gerade diese Wendung macht nach den 3 vorherigen Büchern durchaus Sinn, denn wenn jedes Buch nach Schema F verlaufen würde, würde es der ganzen Reihe einfach schaden, denn dann wäre die Spannung verloren.Außerdem konnten sich die Personen einfach weiterentwickeln und auch eine Distanz gewinnen, die Klarheit in die Dinge bringt. Lucy zum Beispiel wird selbstsicherer, was ihre Gaben und ihr ganzes Wesen angeht. Allerdings merkt sie langsam, dass sie vereinsamt und sich optisch gehenlässt.Das wird ihr allerdings erst bewusst, als Lockwood auf der Matte steht und sie um Hilfe bittet.In den vorherigen Bänden hatte man das Gefühl, dass Lucy von Lockwood abhängig ist. Aber auch dieses „Machtgefüge“ ändert sich.Jonathan Stroud hat also alles was wir zu wissen glaubten, so verändert, dass man eigentlich auf eine komplett neue Geschichte stößt.Ich musste mich wirklich in Beherrschung üben, um nicht ohne eine Stunde Schlaf auf Arbeit zu gehen, denn mit „Lockwood & Co. - Das flammende Phantom“ hätte ich die Nacht zum Tag gemacht.Besonders schön finde ich das Cover. Es hat einfach einen absoluten Wow-Effekt und passt auch inhaltlich, sowie thematisch perfekt zum Buch.Leider bleibt ein Wermutstropfen zurück. Im November diesen Jahres erscheint der 5. und letzte Band der „Lockwood & Co.“-Reihe. Aber zum Glück kann man die Bücher ja immer und immer wieder lesen und schon jetzt haben die Bücher bei mir einen besonderen Platz neben der „Harry Potter“ und „Bis(s)“- Reihe (wer mich kennt, weiß auch, was das zu bedeuten hat).Abschließend möchte ich jedem diese Reihe ans Herz legen und wer noch fragen muss, warum, hat diese Rezension nicht sorgfältig gelesen.  

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Über alle Grenzen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Sternensand Verlag, 25.08.2017
ISBN 9783906829470
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Über alle Grenzen" von Maya Shepherd
Es gibt eine geringe Anzahl von Autoren und Autorinnen von denen ich jedes Buch lesen will. Denn seien wir mal ehrlich, es gibt sehr wenige von ihnen, die ihr Niveau konstant halten können und von denen uns bzw. mir jedes Buch gefällt.Doch ich bin froh, dass mir ein Name, wenn es um konstante Kreativität und vor allem brillante Bücher geht, immer wieder einfällt: Maya Shepherd.Ich „begleite“ Mayas Autorinnen-Laufbahn schon seit geraumer Zeit und noch nie ist mir ein Buch von ihr untergekommen, was ich nicht in der ein oder anderen Art und Weise besonders fand.Daher war ich umso begeisterter, als ich für ihr neustes Werk „Über alle Grenzen“ ein Rezensionsexemplar bekam.Mein Dank geht daher an Maya Shepherd und den Sternensand Verlag für dieses kostbare Geschenk.Denn so wurde es mir ermöglicht die Geschichte um Yasin und Anna zu entdecken, die bewegender nicht hätte sein können.
In Annas Welt drehte sich alles um ihre Freunde, Shopping, Berlin und Partys. Sie war ein recht sorgloser Teenager, dem es dank ihrem Vater an nichts fehlte.Doch als dieser mit seiner neuen spanischen Freundin in das Haus einziehen will und somit Anna, ihren Bruder und ihre Mutter vor die Tür setzt, zerbricht ihre heile Welt und sie muss sich in einem Leben in einer fremden Stadt ohne Geld und mit nur wenigen Habseligkeiten zurecht finden.Außerdem wäre da noch ihre Mutter, die zwar vorgibt stark zu sein, aber hinter verschlossenen Türen ihren Kummer freien Lauf lässt.Der Kummer ihrer Mutter, die Einsamkeit, die Furcht vor dem Ungewissen und ihr eigener Schmerz veranlassen Anna immer öfter dazu, zu einer Rasierklinge oder eine Nagelschere zu greifen, denn nur wenn sie sich auf das Blut konzentriert, kann sie ihre Gedanken ordnen und für einen kleinen Moment hat sie das Gefühl ihr Leben kontrollieren zu könne.Als sie am ersten Tag in ihrer neuen Schule in Köln auf Yasin trifft, scheint er anders als die anderen Mitschüler zu sein. Nicht weil er ein Flüchtling ist, sondern weil Anna in ihm etwas sieht, was sonst keiner sehen kann oder will.Aber auch Yasin ist fasziniert von Anna, die ihn ohne Vorurteile ansieht und ihn nicht aufgrund seiner Herkunft verurteilt.Obwohl beide aus unterschiedlichen Welten zu kommen scheinen, haben sie doch mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick erwartet und zwischen den Beiden entwickeln sich Gefühle, die alle Grenzen zu überwinden können. Doch dann schlägt das Schicksal erneut gnadenlos zu und Annas und Yasins Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. Kann die Liebe doch siegen oder ist sie nur ein modernes Märchen?
Als ich mir den Klappentext zu Maya Shepherds Roman „Über alle Grenzen“ durchlas, wusste ich, dass dieses Buch ernsthafter, poetischer und noch gefühlvoller war, als alles was ich bereits von ihr gelesen hatte.Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr wisst, dass ihr etwas in den Händen haltet, dass von unschätzbaren Wert ist? Genauso erging es mir, als ich zum ersten Mal etwas zu „Über alle Grenzen“ erfuhr.Ich habe lange an dieser Rezension gesessen, da ich lange darüber grübelte, wie ich meine Gefühle und meine Gedanken in Worte fassen sollte. Irgendwie waren keine Worte gut genug, um dieses Juwel zu beschreiben.Der ein oder Andere denkt sich jetzt vielleicht: „Mein Gott, jetzt kriege dich wieder ein“, aber die Geschichte von Yasin und Anna hat mich in meinen Grundfesten berührt und gleichzeitig erschüttert.Auch wenn die Geschichte erfunden ist, bezweifle ich nicht, dass es viele solcher Geschichten in der Realität gibt. Es ist daher sehr bewegen zu lesen, was Yasin in seinen jungen Jahren durchmachen musste und wie sehr auch Anna unter der Scheidung und den daraus resultierenden Veränderungen litt.„Über alle Grenzen“ ist kein locker leichter Jugendroman. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken und zur Selbstreflektion einlädt. Viele von uns sind mit Vorurteilen behaftet, die nicht einmal gerechtfertigt sind. Wir scheren Personen, die aus dem selben Herkunftsland kommen über einen Kamm und sehen dabei aber nicht das Individuum. Maya Shepherd ist es somit gelungen uns allen einen Spiegel vorzuhalten ohne bevormundend zu sein. Sie hat eine Geschichte geschaffen, die so authentisch und einfühlsam ist, dass man vergisst, dass Yasin und Anna an sich so nicht existieren. Sehr oft musste ich bei einigen Szenen meine Taschentücher zücken, weil mich das Buch emotional sehr berührt hat. Es gab viele schöne, humorvolle und rührende Szene, aber genauso gab es traurige und herzzerreißende Momente, in denen ich die Verzweiflung unserer Protagonistinnen spüren konnte.Obwohl es den Anschein macht, geht es in „Über alle Grenzen“ nicht nur um Liebe, sondern auch um Freundschaft, die aber nicht leicht zu finden ist. Viel zu oft benutzen wir das Wort „Freundschaft“ zu leichtsinnig für oberflächliche Bekanntschaften. Dieser Begriff ist in unserer heutigen Gesellschaft fast inflationär geworden. Doch was macht eine wahre Freundschaft aus und wann ist eine Freundschaft, eine Freundschaft?Auch dieser Frage geht Maya Shepherd anschaulich nach und lässt Anna nach und nach selbst auf des Rätsels Lösung kommen.Ich denke gerade in unserer heutigen Welt ist es wichtig, dass es Menschen gibt, die solche Themen ansprechen und vor allem auch sprachlich so vermitteln können, dass ein jeder den Grundgedanken und vor allem die Intention dabei versteht.Aufgrund der großartig ausgearbeiteten Charaktere verbreitet dieses Buch eine Atmosphäre von Sicherheit und Verständnis. Es gibt Raum für eigenen Gedanken und Interpretationen und gibt nicht vor, was man denken oder fühlen soll.Yasin und Anna haben immer einen Platzen in meinem Herzen eingenommen, den ihnen keiner mehr streitig machen kann.Beide sind auf ihre Weise stark, loyal und aufrichtig. Auch wenn gerade Anna etwas zerbrechlich wirkt, weiß man immer, dass ein besonderer Mensch ist, der nicht aufgeben wird. Die Beziehung der beiden ist so unfassbar stark, dass man merkt, dass beide ein Ganzes ergeben ohne das sie zu kitschig wirken. Auch wenn beide noch sehr jung sind, wirkt ihre Liebe in vielerlei Hinsicht so viel stärker und weiser, aber sie bleibt trotzdem authentisch und wirkt nicht aufgesetzt oder erzwungen.Irgendwie kann ich mir die Beiden ohne einander nicht mehr vorstellen.Sprachlich gesehen, lebt das Buch von den kleinen Einzelheiten, die überall in fast jeder Szenerie zu finden sind. Auch wenn sie nicht immer leicht zu entdecken sind, machen sie dieses Buch zu etwas ganz besonderem.Die kleinen Einzelheiten zeichnen sich auch auf dem Cover ab. Es hat viele verstecke Details ohne überladen zu wirken und ist wirklich ein Hingucker.
Eine kleine Warnung an alle die dieses Buch noch nicht gelesen haben:

Ihr werdet die Geschichte um Yasin und Anna nicht aus der Hand legen können, wenn ihr sie einmal angefangen habt, auch wenn das bedeutet, dass ihr, wie ich die ganze Nacht lesend verbringen werdet. Nachdem ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr nicht mehr dieselben sein.Ich für meinen Teil bleibe nachdenklich mit einem warmen Gefühl zurück und bin einmal mehr glücklich, dass Maya Shepherd ihren Weg als Autorin gefunden hat. Denn sonst würde in der literarischen (und natürlich auch alltäglichen) Welt etwas fehlen.

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Darkmere Summer

Helen Maslin , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2016
ISBN 9783551520821
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Buchmessen sind für Blogger wie Kinos für Cineasten. In all den Hallen voller Bücher, die von all den Verlagen angepriesen werden, muss man sich als Büchereule in Genügsamkeit üben, um nicht mit 25 Tüten den eigenen SuB in schwindelerregende Höhen zu treiben oder unter den Lasten der Errungenschaften zusammenzubrechen.Selbst die Veranstaltungen für Blogger sind Gefahrengebiete. Aber nichtsdestotrotz konnte ich an einem Buch nicht vorbeigehen: „Darkmere Summer“ von Helen Maslin.Daher gilt mein Dank dem Chicken House Verlag, der mir (und anderen Bloggern) ein Buch zur Verfügung stellte.Denn so konnte ich ebenfalls in einem Schloss in Darkmere Ferien machen und das Geheimnis darum mit Kate und ihren Freunden ergründen.
Zusammen mit ihren Freunden die Ferien verbringen? Kates Traum scheint endlich wahr zu werden. Jackson, ein Schulfreund und gleichzeitig der Junge, der in ihre einige Gefühle in Kate weckt, lädt sie in sein kürzlich geerbtes Schloss in Darkmere ein. Mit von der Partie sind seine Freunde Hat-man-Dan, Leo, Lucie und Beano.Zu Sechst fahren sie gemeinsam in das verwunschene Schloss, denn laut der Sage liegt ein Fluch auf allen männlichen Nachfahren des ursprünglichen Besitzers, worunter auch Jackson fällt.Aber an Flüche glaubt keiner der Freunde, die mehr ans schwimmen gehen im Meer und an die all abendlichen Saufgelage denken.Doch nach und nach geschehen unheimliche Dinge im Schloss und Kate geht auf Spurensuche in dem altertümlichen Gemäuer, das einige Geheimgänge beherbergt.Während ihrer Recherche trifft sie auf Elinor, die 1825 als Ehefrau des ersten Schlossherren in Darkmere lebte. Leider war ihr Leben nicht von Glück geprägt und sie fristete ihr Dasein abgeschottet in Darkmere und ohne Vertraute.Die Geister der Vergangenheit sind für alle im Schloss spürbar und bald schweben alle 6 Freunde in höchster Lebensgefahr...
Mit „Darkmere Summer“ ist Helen Maslin ein außerordentlich überzeugender Debütroman gelungen. Sie erzählt ihre Geschichte mit zwei Handlungssträngen, die in verschiedenen Zeitepochen spielen. Zum einen entdecken wir die finsteren Geheimnisse des Schlosses durch Kate, die in der Gegenwart lebt und mit ihren Freunden einfach einen schönen Sommer verbringen will. Zum Anderen hingegen zeigt uns Elinor, wie aus einem wunderschönen verträumten Zuhause der reinste Albtraum werden kann.Ich muss wirklich sagen, dass mir Elinors- Sicht besser gefallen hat. Sie beschreibt anschaulich ihre Ängste, ihre Verzweiflung und die zerbrochenen Träume, die sie ihr Leben lang begleiten.Allein ohne ihre Familie wird sie von ihrem Ehemann, den sie kaum kennt, in sein Schloss gebracht. Sie ist vom ersten Tage an allein auf sich gestellt und versucht sich den Gegebenheiten anzupassen. Doch nur selten gelingt ihr das, wodurch sie bei ihrem Mann seine grausame Seite deutlich zu spüren bekommt.Allerdings wird sie dadurch nicht gebrochen, sondern sie wird immer stärker und so kommt es, dass sie aufgrund einer vielversprechenden Begegnung neue Hoffnung schöpfen kann.Kates Sicht gefiel mir wirklich sehr gut, obwohl am Anfang nicht wirklich viel passiert. Die Freunde feiern eine wilde Party nach der Anderen. 
Aber mit den zunehmenden unglücklichen Vorkommnissen ist die Sommeridylle schnell vergessen und Kate mutiert zu einer verantwortungsbewussten Person, die langsam lernt hinter die Fassaden der Menschen zu schauen. Ihre Entwicklung, ebenso wie die von Elinor hat mir ausgesprochen gut gefallen. Beide wirken sehr authentisch auf mich und regen den Leser zum nachdenken an.Die Situation spitz sich mehr und mehr zu, wodurch der Spannungsbogen zum Höhepunkt getrieben wird. Somit konnte ich das Buch auch nicht aus den Händen legen. Es fesselt einen von der ersten Seite an.Es grenzt schon an einen Geniestreich, dass diese Geschichte, obwohl anfänglich nicht wirklich viel passiert, außer das die sechs Freunde zum Schloss fahren und ihren Urlaub genießen, einen nie langweilt. 
Ich denke das könnte vor allem auch an Elinors Geschichte liegen. Eigentlich nerven mich wechselnde Erzähler in Büchern immer, aber hier waren die Erzähler so facettenreich, dass ich immer wieder gut zwischen den Geschichten switchen konnte.Auch Kates Freunde sind wirklich abwechslungsreich und vielseitig, sodass es Spaß macht sie alle kennen zu lernen.Helen Maslins Geschichte rund um Darkmere und das Schloss war für mich wirklich ein kleines Highlight. Es hat mich an manchen Stellen zum gruseln gebracht, an manchen Stellen war ich traurig und an Anderen musste ich laut auflachen.Dieses Buch vereint also alles, was man von einer unterhaltsamen Geschichte erwarten darf.Bevor ich dieses Buch kannte, zog es mich aufgrund seines Covers sofort in seinen Bann.Es strahlt eine erholsame Idylle aus, die aber sehr bald auch zerstört werden kann. Man bekommt das Gefühl, als würde das Unglück in dem Gang hinter der Person auf dem Cover nur so lauern.Außerdem stellt es eine Szenerie im Buch dar und diese Art und Weise der Covergestaltung halte ich für etwas besonderes.Auch wenn Kates Sicht nicht immer das Abenteuerlichste war, was ich je gelesen habe, lohnt es sich alleine aufgrund Elinors Geschichte das Buch zu lesen.Also empfehle ich „Darkmere Summer“ von Helen Maslin jedem, der sommerliche, spaßige und gleichzeitig gruselige Momente erleben und auf eine Reise in ein Schloss aufbrechen will, in dem hinter jeder Ecke eine neue Gefahr lauern könnte.  

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Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden

Myra McEntire , Inge Wehrmann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 15.05.2012
ISBN 9783442475636
Genre: Fantasy

Rezension:

"Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden" von Myra McEntire
Was macht man, wenn man einen dritten Teil einer Trilogie als Rezensionsexemplar bekommt, aber Band 1 und 2 noch gar nicht gelesen hat? Genau! Man kauft sich den 1. und 2. Band und liest sie in einem Rutsch durch.Mit „Hourglass – Die Stunde der Zeitreisenden“, erschienen im Goldmann Verlag, bin ich in die
„Hourglass“ – Reihe gestartet und ging mit Emerson auf die Suche nach der Wahrheit.
Emerson von allen nur Em genannt, hat seit ihrer Jugend mit Erscheinungen zu kämpfen, die außer ihr keiner sehen kann. Sie selbst glaubt, sie sei verrückt, genau wie alle anderen in ihrer Umgebung. Aber dann trifft sie auf Michael, der die gleichen Erscheinungen hat, wie sie selbst.
Beide können Menschen aus der Vergangenheit oder Zukunft sehen. Während Emerson ihre Gabe für einen Fluch hält, ist sie für die Vereinigung mit Namen „Hourglass“, der auch Michael angehört von unglaublichen Nutzen. Denn während Michael in die Zukunft reisen kann, kann Em in die Vergangenheit reisen. Zusammen allerdings können sie in jede Zeit gehen, in die sie wollen. Diese Verbindung hat nicht nur emotionale sondern auch körperliche Konsequenzen. Denn wenn die beiden sich berühren, kommt es nicht selten vor, dass Glühbirnen den Geist aufgeben und beide einen elektrischen Stoß verspüren.Während Em langsam alle ihre Fähigkeiten entdeckt, muss sie plötzlich eine Entscheidung treffen, die sie alles kosten könnte.Kann Em ihrem unausweichlichen Schicksal entkommen oder wird sie am Ende alles verlieren?
„Hourglass – Die Stunde der Zeitreisenden“ von Myra McEntire beginnt mit der Lebensgeschichte von Emerson. Das Buch erklärt anschaulich ihren Leidensweg, den ihr ihre Gabe eingebrockt hat.Ich fand es gut, dass sich die Autorin Zeit genommen hat, um uns in diese Geschichte einzuführen, die für mich sehr viel Potential hat. Allerdings ist „Hourglass – Die Stunde der Zeitreisenden“ kein richtiger Zeitreiseroman. Denn obwohl unsere beiden Hauptcharaktere zusammen in jede Zeit reisen können, haben die anderen Charaktere ebenfalls zeitbezogene Gaben.Mir drängte sich eher der Vergleich zu den X-Men auf. Aber dieser Vergleich störte nicht meinen Lesefluss. Die Autorin schreibt sehr locker und leicht, was es mir ermöglichte das Buch innerhalb weniger Stunden durchzulesen.Die Charaktere fand ich ebenfalls äußerst ansprechend. Obwohl Em soviel in ihrem Leben durchmachen musste, ist sie im Inneren eine starke Person, bei der die Stärke erst noch herausgekitzelt werden muss.Dies hat sich Michael zur Aufgabe gemacht, der für Em ein großer Halt ist. Er hat einen hohen Beschützerinstinkt, was ab und an für Reibereien zwischen den Beiden sorgt. Aber diese Reibereien sind sehr unterhaltsam und man merkt den Zweien die starke Verbindung zwischen ihnen an.Was mich an dem 1. Band der „Hourglass-“ Reihe gestört hat, waren die Offensichtlichkeiten. Ich wusste in der Mitte des Buches, wie es im zweiten Band weitergeht und wie das erste Buch endet. Das raubte mir die Spannung, sodass es nur dem Schreibstil der Autorin zu verdanken war, dass das Buch nicht langatmig wurde.Leider gibt es in vielen Romanen, die sich mit Zeitreisen beschäftigen, die Problematik der Logik.
Ich bin der Meinung, dass man entweder gut recherchieren sollte, damit Logikfehler nicht entstehen oder man kann auch seine eigene Fantasie benutzen, um die Bildung solcher Fehler zu vermeiden. Die dritte Variante wäre, dass man den Roman so schreibt, dass die Leser nichts von den Logikfehlern mitbekommen.Aber es gab besonders einen Fehler, der einem förmlich ins Auge sprang (keine Sorge ich werde nicht spoilern).Ich halte es der Autorin aber zu Gute, dass mich das Buch trotz allem unterhalten konnte und ich es schnell durchgelesen hatte.Als ich das Cover sah, fiel mir sofort ein Begriff ein: „Butterfly-Effect“. Ansonsten muss ich sagen, dass ich das Cover wirklich wunderschön finde und der Goldmann Verlag hat sich damit mal wieder selbst übertroffen.„Hourglass – Die Stunde der Zeitreisenden“ von Myra McEntire ist ein guter Einstieg in die „Hourglass“-Reihe, da es auch noch ein bisschen Luft nach oben lässt. Ich bin auf den zweiten Band sehr gespannt und hoffe, dass die Autorin die Logikfehler noch ausbessern kann.  

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Anna und der Schwalbenmann

Gavriel Savit , Sophie Zeitz-Ventura
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei cbj, 29.02.2016
ISBN 9783570164044
Genre: Jugendbuch

Rezension:




"Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit
Ab und zu kommt es im Leben eines Bloggers vor, dass man ein Buch sieht und weiß, dass es einzigartig und poetisch ist. Genau so erging es mir bei „Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit.Daher danke ich dem cbt-Verlag für dieses außergewöhnliche Rezensionsexemplar.Denn jetzt erlebte ich die Zeit ab 1939 durch Annas Augen und konnte sie auf ihrer schwierigen Reise begleiten.
Anna ist gerade einmal sieben Jahre alt und spricht schon fließend Deutsch, Russisch, Französisch, Englisch, Polnisch und hätte sich zusätzlich noch in Jiddisch und Ukrainisch verständigen können. Außerdem besaß sie noch sporadische Kenntnisse in Armenisch und karpatischen Romani.Aber Anna hat keine wirkliche Muttersprache, denn ihr Vater, ein Sprachen-Professor, sprach mit ihr in allen Sprachen gleichermaßen. Ihr Vater machte sie auch mit vielen verschiedenen Menschen bekannt mit der sie ebenfalls in den jeweiligen Sprachen kommunizierte.An einem Morgen im Jahre 1939 wurde ihr Vater zu einer Versammlung in die Universität zitiert und kam nie wieder.Seitdem ist Anna auf sich alleine gestellt. Denn der Apotheker bei dem sie für kurze Zeit unterkommen konnte, wollte sie aus Angst nicht mehr beherbergen. Verzweifelt, frierend und allein wartet Anna vor der Apotheke darauf, dass ihr Vater wiederkommt. Aber so langsam begreift sie, dass dies nie passieren wird. In diesem Moment nimmt ein Fremder Notiz von Anna und sie folgt ihm mangels Alternativen. Der Schwalbenmann, wie Anna ihn nennen soll, bringt ihr eine Sprache bei, die selbst sie noch nie zuvor erlernt hat – Die Sprache der Straße. 
Zu zweit begegnen sie die größten Gefahren dieser Zeit und beide lernen, die Menschen so zu nehmen, wie sie sind. Eine abenteuerliche Reise beginnt...
Noch nie in meinen 6 Jahren als Bloggerin ist es mir so schwer gefallen ein Buch zu rezensieren. Aber nicht, wie ihr vielleicht denkt, weil es schlecht war, sondern weil es mein Innerstes so sehr berührt hat, dass sich die Frage nach der Bewertung gar nicht stellte.„Anna und der Schwalbenmann“ von Gavriel Savit ist kein Buch, was man so schnell vergisst. Es greift in dein Innerstes und lässt dich nicht mehr los.Natürlich hatte ich mir im Vorfeld ein paar Rezensionen angeschaut, um mir ein Bild davon zu machen, wie andere LeserInnen das empfunden haben.Teilweise war ich über die Bewertungen wirklich schockiert. Kann es wirklich sein, dass ein derartiges Buch nicht gewürdigt wird? Die Antwort ist leider: „Ja“.Selbstverständlich sind Meinung immer subjektiv, aber alleine die Sprache, die Gavriel Savit benutzte, war so poetisch und malerisch, dass ich mich in ihr verlor.Es gibt in „Anna und der Schwalbenmann“ sehr wenige Dialoge. Aber diese braucht die Geschichte auch nicht. Ich war sonst immer der Meinung, dass wenige Dialoge auf die Spannung schließen lassen. Oh wie habe ich mich getäuscht.Anna muss eigentlich sehr schnell erwachsen werden. Denn wie beschrieben, wurde ihr Vater in ein Konzentrationslager gebracht. Daher bleibt Anna alleine mit ihren Sprachfähigkeiten zurück. Doch dann trifft sie den Schwalbenmann, der ihr lehrt, in einer solchen Welt zu überleben.Man erfährt sehr viel von Anna und merkt schnell, dass sie ein intelligentes, mutiges, aufgeschlossenes und besonderes Kind ist. Der Autor hat es geschafft, Annas kindliche Ader zu erhalten und sie trotzdem schnell erwachsen werden zu lassen, da sie es in der Zeit musste.Vom Schwalbenmann erfährt man nicht sehr viel, was aber nicht stört, da dieses Buch von Andeutungen lebt.Der Schwalbenmann hat mich von allen Figuren am meisten fasziniert. Denn der Schwalbenmann ist eine düstere Figur, die im tiefsten Inneren eine herzliche und liebevolle Seite hat. Allerdings kann man im Kontext erkennen, dass der Schwalbenmann mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen hat. Trotzdem ist er nicht grausam und tötet in dieser Zeit nur, wenn er in Gefahr schwebt. Was mir besonders gefiel, war, dass die kleine Anna so viel positiven Einfluss auf den Schwalbenmann hatte.Er lernt durch Anna seine „weiche“ Seite kennen und man merkt, wie viel sie ihn bedeutet.Nach und nach kann man sich denken, dass er seine eigene Tochter verloren hat. Wie, wann und warum kann man wieder nur erraten. 
Aber das tut dieser besonderen Geschichte keinen Abbruch. Denn Gavriel Savit beschreibt in „Anna und den Schwalbenmann“ zwei besondere Schicksale in dieser grausamen Zeit. Er lässt eine tiefe Freundschaft zwischen zwei Menschen entstehen, die sich unter anderen Umständen nie getroffen hätten und der Geschichte so atemberaubend ist.Das Cover stimmt den Leser auf den ersten Blick vielleicht etwas traurig, weil Anna anscheinend alleine durch den Schnee läuft. Aber wenn man genauer hinsieht, ist sie gar nicht alleine, denn eine Schwalbe fliegt über ihr. Dieses Cover veranschaulicht perfekt den Inhalt des Buches, da auch der Schwalbenmann immer über sie wachte.Ich denke nicht, dass das Buch für jedermann ist. Aber ich denke auch, dass jeder dieses Buch gelesen haben muss.Es ist ein philosophischer Roman über zwei Menschen, deren Schicksale sie verbunden haben in einer grausamen Zeit, die wir lieber aus unserer Vergangenheit und unseren Geschichtsbüchern streichen würden.Daher empfehle ich dieses Buch jedem, der Lust auf ein dichterisches Buch mit ernstem Hintergrund hat und auf eine besondere Reise mit Anna und den Schwalbenmann gehen will.

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Silfur - Die Nacht der silbernen Augen

Nina Blazon , Felicitas Horstschäfer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 21.03.2016
ISBN 9783570163665
Genre: Kinderbuch

Rezension:




"Silfur - Die Nacht der silbernen Augen" von Nina Blazon
Gott, wie viele Bücher von Nina Blazon ich bereits gelesen habe, kann ich gar nicht mehr sagen. Nur so viel weiß ich, dass ich von allen Geschichten bisher sehr begeistert war. Deswegen stand es für mich außer Frage auch ihr Buch „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ zu lesen.Daher möchte ich mich herzlichst beim cbt-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.Denn dank Nina Blazon konnte ich nach Reykjavik reisen und Fabio, Tom & Elín kennenlernen ohne meine Couch verlassen zu müssen.

Fabio ist der ältere Bruder von Tom. Trotzdem werden sie immer für Zwillinge gehalten, was vor allem Fabio ziemlich zu schaffen macht. Denn als älterer Bruder sollte er der größere und mutigere der beiden sein, aber leider trifft diese Beschreibung nicht auf ihn zu. Fabio ist nämlich seit einiger Zeit nicht mehr gewachsen und wird in der Schule dafür immer gehänselt. Tom hingegen ist hochbegabt und übertrumpft seinen Bruder in allem, ob es nun im Sport, in der Schule oder die Körpergröße ist – Tom ist der Überflieger. Um seinen Bruder nicht zu verletzen nimmt sich Tom in vielen Dingen zurück, aber natürlich registriert das Fabio bewusst oder unbewusst.
Daher zieht sich Fabio immer mehr in seine Spielwelt zurück. Um dem entgegen zu wirken kommen die Eltern der beiden auf die Idee die Sommerferien in Reykjavik zu verbringen und so finden sich Fabio und Tom bald in einer kleinen Hütte in Island wieder.Während Tom begeistert von den vielfältigen Möglichkeiten und Abenteuern ist, die sich in der neu Umgebung ergeben könnten, ist Fabio eher darauf bedacht, so schnell wie möglich seinen Spielstand in Erfahrung zu bringen.Aber da hat er die Rechnung ohne Elín gemacht. Diese ist nämlich die Tochter der Hütten-Besitzerin, die den Eltern von Fabio & Tom die Hütte vermietet hat. Und Elín ist alles andere als begeistert, dass ausgerechnet zwei Jungs ihr ehemaliges Zimmer bewohnen. Denn zu dem Zimmer gehört auch ein Dachboden auf dem Elíns Hab und Gut liegt. Und so fängt sie an die beiden zu ärgern und herauszufordern. Tom ist Feuer und Flamme während Fabio sie nur nervig findet. Als Tom und Fabio Elín auf der Spur sind, weil sie etwas von den Jungs entwendet hat, führt ihr Weg an einen kleinen Teich der in der Mitte eine Insel beherbergt und auf der ein Mädchen spielt, welches nur Fabio sehen kann.Fabio ahnt nicht, dass er mit dieser Begegnung etwas aufdeckt, was längst vergessen zu sein schien. Und plötzlich schweben Fabio, Tom und Elín in Lebensgefahr. Werden sie die Rätsel um die Kinder 
lösen und was hat der mysteriöse Hansen mit all dem zu tun?

Ich war schon immer sehr fasziniert von dem Ideenreichtum, welches in Nina Blazon anscheinend innewohnt. Dieses Mal durfte ich ihren Charakteren nach Island folgen und war sehr gespannt auf ihre neue Geschichte.
Leider kam ich anfänglich etwas schwer in die Geschichte rein. Das lag vermutlich an dem anfänglich noch kindlichen Verhalten der Hauptcharaktere. Natürlich muss man dabei beachten, dass die Tom, Fabio und Elín 13 und 12 Jahre alt sind. Ich bin ungefähr doppelt so alt und habe selbstverständlich eine andere Sicht auf verschiedene Dinge.Aber dieses Problem legte sich nach den ersten 70 Seiten und ich konnte in diese herausragende Geschichte eintauchen.Wie schon beschrieben, waren alle drei Hauptcharaktere am Anfang noch sehr kindlich. Das lag wahrscheinlich daran, dass man ihre Hintergründe ihres Handels noch nicht kannten. Nach und nach werden aber Geheimnisse jeglicher Art aufgedeckt und unsere 3 Helden müssen sehr schnell erwachsen werden ohne zu erwachsen zu wirken, denn wer nimmt einem 13 jährigen schon ab, dass er sich wie 35 benimmt.Aber diese heikle Angelegenheit hat Nina Blazon mit Bravour gemeistert. Vor allem Fabio wächst über sich hinaus und nimmt allmählich die Rolle des großen Bruders ein.Aber auch Tom merkt im Laufe der Geschichte, dass es seinem großen Bruder und ihm selbst nicht gut tut, wenn er versucht, jemand anderer zu sein, der er nicht ist. Auch wenn er es gut gemeint hat, als er sich in verschiedenen Dingen zurücknahm, wuchs in beiden Brüdern eine Wut, die irgendwann explodieren musste. Ich weiß, wie es ist Geschwister zu haben und sich mit ihnen zu streiten. Wäre es bei den beiden nie zu einem solchen Streit gekommen, hätte das Buch an Glaubwürdigkeit verloren. So aber konnte ich dem Verlauf der Geschichte gut folgen und war wirklich begeistert von dem Verhältnis der Brüder.Elín war am Anfang ein echtes Nervenbündel und nicht unbedingt ein Sympathieträger. Doch das wandelte sich, als man Einblicke in ihre Seele und ihrem alltäglichen Leben bekam. Denn aus diesem quirligen Kind wurde eine loyale und mutige Freundin.Wie ich bereits andeutete gefielen mir die Ideen und der Schreibstil von Nina Blazon wie immer sehr gut.Nina Blazon schreibt sehr locker und aber dennoch spannend. Sie verarbeitet die isländische Sprache perfekt, aber der Leser muss jetzt nicht zum Wörterbuch greifen, da auch die Hauptcharakter kein isländisch verstehen und Elín als Dolmetscher agiert.Die isländische Sprache macht das Buch sehr authentisch und aufregend.Beim cbt-Verlag kann man sich auch jedes Mal darauf verlassen, dass das Cover spektakulär und auf den 2. Blick (weil man ja die Geschichte vorher noch nicht kennt) perfekt zum Inhalt passt.Abgesehen vom Anfang kann ich sagen, dass ich von „Silfur – Die Nacht der silbernen Augen“ wirklich begeistert bin. Nina Blazon hat es wieder geschafft mich nicht zu enttäuschen und ich freue mich schon sehr auf ein weiteres Buch.Daher möchte ich jedem dieses Buch ans Herz legen, der eine magische Geschichte mit außergewöhnlichen Jugendlichen und einem unglaublichen Setting erleben will.  

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Für immer Hollyhill

Alexandra Pilz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.02.2016
ISBN 9783453270282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Ende einer liebgewonnenen Trilogie begegnet man mit einem lachenden und einem weinenden Auge. So erging es mir auch mit „Für immer Hollyhill“ von Alexandra Pilz. Die „Hollyhill-Trilogie“ war für mich ein kleiner Schatz der deutschen Jugendliteratur.Daher möchte ich mich auch beim Heyne fliegt Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.Endlich durfte ich erfahren, wie es mit Emily, Matt und Fee enden würde.
Emily ist einerseits glücklich, weil sie bei ihrer Großmutter in München ist. Andererseits könnte sie besorgter sein, da sie auch ihre andere Großmutter im Dartmoor vermisst. Aber nicht nur ihre Großmutter schwirrt ihr im Kopf herum, sondern das ganze Dorf, in dem ihre Großmutter lebt und das mit allen Einwohnern durch die Zeit reisen kann. Ein Zeitreisender wird ihr dabei ewig in Erinnerung bleiben: Matt. Ihre große Liebe, die sie für das Wohl anderer aufgeben musste.
Eigentlich hatte Emily nicht vor, wieder zurück nach Hollyhill ins Dartmoor zu reisen. Aber als Silly und Joe, zwei Zeitreisende aus Hollyhill und zwei von Emilys besten Freunden, in München vor ihrer Tür stehen, fackelt Emily nicht lange und zusammen kehren sie zurück in das Dorf, in dem alles begann. Doch irgendwie ist alles anders. Matt ist verschwunden, um auf die Suche nach den Mördern seiner Eltern zu gehen. Außerdem funktioniert die Maschine vom Pfarrer nicht mehr, die den Dorfbewohnern in jeder Zeit verrät, welche Aufgaben sie in jeweilige Zeit zu erledigen haben.Zudem sieht Emily einen Mann aus einer anderen Zeit, den sie und die Dorfbewohner bei einem Abenteuer in einer anderen Zeit bereits erledigt hatten.Irgendetwas scheint mit dem Dorf zu geschehen, was keiner versteht. Aber was für Emily am schwersten zu begreifen ist, ist, dass ihre beste Freundin Fee ebenfalls im Dorf ist und anscheinend nicht vorhat, wieder in ihre Zeit zurückzukehren.Für Emily und die Dorfbewohner beginnt ein Wettlauf um die Zeit und die wilden 20er Jahre scheinen nicht besonders ungefährlich zu sein. Wird Emily es schaffen Matt und das Dorf zu retten oder wird es der letzte Kampf des Dorfes sein?
Mit „Für immer Hollyhill“ von Alexandra Pilz halte ich nun den letzten Band der „Hollyhill“-Reihe in meinen Händen. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr gute Freunde verabschiedet und nicht weiß, wann und ob man sie wiedersieht? So erging es mir in diesem Moment. Die „Hollyhill“-Trilogie war für mich immer etwas besonderes. Es ist schon spannend, wenn einzelne Personen in die Zeit reisen, aber ein ganzes Dorf?Diese Idee faszinierte mich immer wieder aufs Neue und ich bin wirklich glücklich, diese Trilogie entdeckt zu haben.Nun ist aber die Frage, ob der dritte Band der Trilogie ebenfalls so gut, wie seine Vorgänger ist. Diese Frage beantworte ich klar mit einem „Nein“. Denn „Für immer Hollyhill“ ist noch besser.In den ersten beiden Bänden lernt man viel über die Aufgaben des Dorfes und die Dorfbewohner und vor allem lernt man das Dorf lieben. Nun steht aber im dritten Band alles vor dem Aus unnd dem Leser wird emotional sehr viel abverlangt. Denn bei vielen geliebten Charakteren weiß der Leser nicht, ob sie überleben werden.Alexandra Pilz hat es wieder einmal geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte ist wirklich glaubwürdig geschrieben und spannend bis zum Schluss. Das Buch hebt sich enorm von seinen Vorgängern ab, weil dieses Mal die Dorfbewohner zu einem Fall werden und dem Leser wird die Vergangenheit der einzelnen Charaktere enthüllt. Natürlich wusste man vorher schon, was mit Matts und Joes Eltern geschah, aber nun geht Alexandra Pilz bei allem mehr ins Detail.Vor allem gefielen mir auch die Charaktere, die trotz oder eher wegen ihrer kleinen Fehler so sympathisch waren. Selbst bei der größten Zicke (nein ich nenne jetzt keinen Namen) hatte man das Gefühl, dass sich mehr dahinter verbarg und sie nicht ohne Grund zickig war.Am Ende sollte sich dieser Eindruck bestätigen. Aber auch Emily und Matt, aber besonders Fee machten eine enorme Entwicklung durch. War Fee noch ein Nebencharakter in den vorherigen Büchern mausert sie sich jetzt zu einem unverzichtbaren Charakter. Sie wird von Seite zu Seite mutiger und selbstsicherer. Nun weiß Fee, was sie wagen kann und wohin sie gehört.Der Schreibstil von Alexandra Pilz war wie immer fantastisch – im wahrsten Sinne des Wortes.Die Autorin zieht einem immer wieder mit ihrem Schreibstil in ihren Bann und schafft es bei dem Leser starke Emotionen zu erzeugen.Besonders gefiel mir das Setting. Das Dartmoor in dem das Dorf liegt, ist einfach perfekt gewählt und lädt zum träumen ein.Genau wie das Setting ist auch das Cover perfekt gewählt. Es ist großartig, dass der Heyne fliegt Verlag keine Angst vor grellen Farben hat. Aber keine Sorge die Farben schmerzen nicht in den Augen.Alles in allem bin ich wirklich froh, dass „Für immer Hollyhill“ so ein fulminanter Abschluss der Reihe ist. Ich möchte wirklich jedem diese Trilogie ans Herz legen. Es wäre eine Schande, wenn jemand diese Bücher nicht gelesen hätte.  

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blackout, lernen, lernprobleme, lösungen, motivation, prüfungen, ratgeber, zeit, zeitmangel

Lernprobleme

Benjamin Osenberg
Flexibler Einband: 88 Seiten
Erschienen bei tredition, 09.02.2016
ISBN 9783734507618
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen" von Benjamin Osenberg


Wem von uns ist nicht schon einmal bei dem Gedanken an eine Prüfung der kalte Angstschweiß ausgebrochen? Wie wird der Prüfer sein? Welche Fragen kommen in der Prüfung dran und habe ich genügend gelernt? Diese und viele weitere Fragen können dazu führen, dass das Lernen zur Qual wird. Doch an wen kann man sich wenden, wenn das Lernen zu einer nicht zu bewältigenden Aufgabe wird? Zu groß ist die Angst sich vor Freunden, Verwandten, Lehrern und/oder Professoren zu blamieren. Viel einfacher ist es, ein Buch zu Rate zu ziehen, wie zum Beispiel „Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen“ von Benjamin Osenberg, welches im tredition-Verlag erschienen ist.Ich möchte mich hiermit beim Autor für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Jeder von uns wird im Laufe seines Lebens auf Situationen stoßen, die ihn überfordern. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Prüfungssituationen handeln. Auch im Alltag werden wir immer wieder mit unbekannten Situationen konfrontiert. Auf beide Alternativen geht Benjamin Osenberg in seinem Buch „Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen“ ein, indem er alltägliche Beispiele mit der schulischen Realität verbindet. Dem Leser bzw. der Leserin wird somit anschaulich ein Verständnis für die Materie vermittelt. Mir fiel es persönlich sehr leicht diesen vielversprechenden Ratgeber zu lesen, da er klar strukturiert und verständlich geschrieben ist. Laien, die mit diesem Thema nicht vertraut sind, werden nicht mit Fachwörtern bombardiert und dementsprechend bleibt der Lesefluss erhalten. Es bietet sich an das Buch chronologisch zu lesen, ist aber nicht zwingend erforderlich, da die Kapitel separat funktionieren. Hilfreich dabei sind auch die Anmerkungen des Autors, der je nach Kapitel und Thema auf wiederum andere Kapitel verweist.Das Buch „Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen“ scheint auf den ersten Blick eine klare Zielgruppe zu haben. Dieses Bild vermittelt vor allem der Titel. Allerdings ist das Erstlingswerk des Autors nicht nur für Studenten und/oder Schüler hilfreich, sondern auch für Lehrer, Professoren und vor allem Eltern. Denn der Ratgeber ist nicht nur eine Hilfe für diejenigen mit Lernproblemen, sondern auch für alle die sowohl Lernprobleme, als auch Menschen mit Lernproblemen verstehen wollen.Der Inhalt des Buch ist knackig, auf den Punkt gebracht und leicht verständlich. Auf jede Variation des Problems wird dabei aber eingegangen. Ob es nun (die nicht vorhandene) Motivation, die eigenen Gewohnheiten, der Zeitmangel, die Lustlosigkeit, die Blackouts oder Prüfungsängste sind, für jedes Problem gibt es eine Lösung, die objektiv betrachtet, effizient und einfach ist. Man merkt deutlich das der Autor sich mit dem Thema genauestens auskennt und ein Experte in diesem Feld ist. Vor allem die Länge des Buches überzeugte mich sehr. Jeder der ein Nachschlagewerk zu einem bestimmten Thema kauft (vom Duden einmal abgesehen), braucht mit diesem speziellen Thema Hilfe. Es gibt allerdings nicht schlimmeres, als wenn man ein 300 Seiten langes Nachschlagewerk in den Händen hält und erstens der Autor bzw. die Autorin nicht auf den Punkt kommt und man zweitens dieses 300 Seitenlange Werk lesen muss. Es geht bei Ratgebern und/oder Nachschlagewerken allerdings um schnelle und effiziente Hilfe. Man stelle sich nur einmal vor, dass ein Schüler oder eine Schülerin ein Buch mit 300 oder mehr Seiten noch vor dem eigentlichen Lernen lesen soll. In 99% der Fälle würde das Buch im Buchregal einstauben und die Probleme wären nicht gelöst. 
Daher bin ich wirklich begeistert vom Buch „Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen“ und jeder der mich kennt, weiß, dass ich Ratgebern sehr skeptisch gegenüber stehe. Es gibt in diesem Bereich zu viele schwarze Schafe, die mit ihren Büchern nur Geld verdienen wollen und an Lösungen von Problemen nicht interessiert sind. Aber wer „Lernprobleme“ liest, merkt sehr schnell, dass der Fokus des Autors nicht auf dem Geld, sondern auf seinen Klienten und LeserInnen liegt.Das Cover ist schlicht aber einprägsam gestaltet.Abschließend möchte ich „Lernprobleme - Probleme, Einsichten, Lösungen“ schlicht und ergreifend jedem empfehlen, der selbst Lernprobleme oder jemanden kennt, der zum Beispiel Probleme mit der Motivation, mit Prüfungsängsten, Blackouts etc. hat.  

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Weihnachtszauber wider Willen

Sarah Morgan , Judith Heisig
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2015
ISBN 9783956492440
Genre: Liebesromane

Rezension:

Weihnachtszauber wider Willen von Sarah Morgan
Für mich gibt es im Winter nichts schöneres als meine Decke, meine Couch, das warme Licht meines Globus und eine romantische Geschichte, die ebenfalls im Winter spielt. 4 von den 5 Dingen habe ich immer griffbereit in meiner Wohnung. Allerdings ist die romantisch, winterliche Geschichte nicht immer leicht zu finden. Als ich allerdings das Verlagsprogramm für den Winter 2015 vom Mira Taschenbuchverlag erhielt, sprang mir „Weihnachtszauber wider Willen“ von Sarah Morgan sofort in die Augen und ich fragte es sogleich an. Wenige Wochen später brachte mir meine Postfrau eben dieses Buch.Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle beim Mira Taschenbuchverlag bedanken, der mir das Buch zur Verfügung stellte. 
Taylor O'Neil war und ist bis zum heutigen Tage einer der begnadetsten Skifahrer, die die Welt je gesehen hat. Nach einem schweren Unfall konnte er allerdings seine Karriere als Profiskifahrer an den Nagel hängen. Mit den psychischen Konsequenzen muss er bis heute kämpfen, denn irgendetwas fehlt ihm in seinem Leben. Auch wenn er in dem Resort (Snow Crystal)seiner Familie als Skilehrer arbeitet, fehlen ihm die steilen Abhänge und das Adrenalin, was bei jeder steilen Abfahrt durch seine Adern floss.
Allerdings hat Taylor jetzt jemanden in seinem Leben, den es vorher so nicht gab – seine 13 jährige Tochter Jess. Dass sie seine Tochter ist, kann (und will) er nicht bestreiten. Denn Jess fährt für ihr Leben gern Ski. Und wie ihr Vater, ist ihr keine Abfahrt zu steil oder schwierig. Jess Zukunftspläne als Skiprofi sind für ihre Mutter ein purer Graus und das lässt sie sie auch bei jedem Anruf spüren. Abgesehen von den Anrufen hat ihre Mutter nämlich keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter, da sie mit einem anderen Mann eine Familie gegründet hat. Daher lebt Jess jetzt bei ihrem Dad. Aber auch in den besten Familien gibt es ab und an Reibereien. Als Vermittlerin agiert die Skilehrerin von „Snow Crystal“ Brenna. Denn Brenna ist nicht nur Skilehrerin, sondern auch die alte Schulfreundin von Taylor und seinen Brüdern. Zusammen waren ihnen keine Bäume zu hoch, keine Strecke zu weit und kein Abenteuer zu gefährlich.Und insgeheim verbindet die beiden noch mehr als gemeinsame Erinnerungen. Beide hegen starke Gefühle füreinander. Aber wer jetzt denkt, die Sache ist geritzt, irrt sich gewaltig. Denn beide tanzen um einander herum, wie manche Menschen auf heißen Kohlen. Keine der beiden möchte sich seine Gefühle zu dem jeweils anderen eingestehen und das macht das tägliche Leben äußerst kompliziert. Kommen die beiden zusammen oder wird einer der beiden Snow Crystal verlassen? 
„Weihnachtszauber wider Willen“ war das zweite Buch, was ich von Sarah Morgan gelesen habe. Erneut entführte mich die Autorin nach „Snow Crystal“ und ich war wieder einmal hin und weg. Diese ganze Location lädt die LeserInnen zum Träumen ein. Es ist ein verschneites kleines Resort mit einigen kleinen Hütten, die alle einen Kamin besitzen, deren ausgestrahlte Wärme man beim Lesen beinahe spüren kann. Wer würde sich nicht in diese Location hinein träumen wollen?Neben der Location bieten auch die Charaktere dem Leser Romantik pur. Aber „Weihnachtszauber wider Willen“ ist kein Kitschroman. Denn für mich be- und entsteht Romantik nicht nur durch Flirtereien oder kleinen Gesten, sondern durch Authentizität. Liebe ist nicht immer schön. Manchmal ist sie auch nur zum kotzen und all diese Gebiete arbeitet Sarah Morgan in ihren Romanen auf. Es ist nicht immer nur die heile Welt, die uns viele SchriftstellerInnen weiß machen wollen. Nein! Ihre Charaktere durchlaufen jede erdenkliche Art der Liebe. Auch der Schmerz gehört dazu und die ganzen Missverständnisse, die zwischen Menschen eben auftreten können. Diese geballte Ladung Emotionen setzt Sarah Morgan gekonnt ein, um ihre LeserInnen zu fesseln. Und ich kann wirklich sagen, dass sie es schafft. Sehr gelungen finde ich auch das Familien-Setting. Man hat nicht nur zwei Personen, die wegen allen möglichen Dingen nicht zueinander finden. Sondern man hat eine ganze Familie vor sich, die zusammenhält, wenn es Probleme gibt. Die aber auch mal streitet, deren Familienmitglieder sich gegenseitig auf den Geist (und beinahe an die Gurgel) gehen, die sich aber auch wieder vertragen können. Diese Kombination machen die Geschichten von Sarah Morgan so erfrischend, lustig, spannend, aber auch frustrierend, weil man nie weiß, ob die Charaktere wirklich zusammen kommen. Die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und ich finde das vor allem in einem Liebesroman sehr wichtig. Die Charaktere erleichterten mir das Lesen sehr. Sie sind so vielseitig und lustig, dass es einfach Spaß macht, ihre Entwicklung und Geschichte mitzuverfolgen. Vor allem Brennas Unsicherheiten, aber auch ihre sehr bestimmte Art haben es mir ermöglicht, mich selbst mit ihr zu identifizieren. Ihre eine Alkoholeskapade werde ich wohl nie vergessen, weil es einfach nur zu komisch war. Ihr Handeln und ihre mutige Art waren so typisch Brenna. Allerdings musste diese Art durch Alkohol hervor gekitzelt werden, da Brenna sich selbst so ein Verhalten nicht zugetraut hat. Taylor ist eher der Draufgängertyp gewesen, der sich nicht nur wegen Jess zurückhält. Denn Taylor fühlt etwas für Brenna, was er vorher für keine andere Frau gefühlt hat. Allerdings gesteht er sich das nicht ein. Seine ganze Art war manchmal so unbeholfen, aber auch niedlich. Er benötigte mehr als einmal die Hilfe seiner Brüder, um endlich mal klar zu sehen. Aber schlussendlich ist er zu einem reifen, jungen und verantwortungsbewussten Mann herangewachsen. Das Cover von „Weihnachtszauber wider Willen“ ist sehr romantisch gestaltet. Allerdings kann ich mich an die Szene auf dem Cover nicht erinnern. Es wäre vielleicht schöner gewesen, Snow Crystal darzustellen.Ich möchte allerdings jedem empfehlen, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen. Denn sonst spoilert man sich ganz übel, wie ich erfahren habe. Abschließend möchte ich euch die „Snow Crystal“ Bücher von Sarah Morgan ans Herz legen. Denn sie zaubern einem nicht nur ein Lächeln aufs Gesicht, sondern erwärmen das Herz in diesen kalten Tagen.

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Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

Jonathan Stroud , ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.10.2015
ISBN 9783570159637
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lockwood & Co. - Die raunende Maske von Jonathan Stroud
Wisst ihr, was das schlimmste im Leben einer Büchereule ist? Das ewige Warten auf die Fortsetzung einer bestimmten Reihe. Allerdings wird das Warten ja (meistens) belohnt und so bekam ich vor einigen Wochen das Buch „Lockwood & Co. - Die raunende Maske“ von Jonathan Stroud vom cbj Verlag zugeschickt. Dafür möchte ich mich hier recht herzlich bedanken.Denn endlich konnte ich in Erfahrung bringen, wie es mit Lockwood, Lucy und George weiterging. 
Nach ihrem letzten Auftrag hat die Agentur Lockwood & Co. so viele Aufträge angeboten bekommen, dass sie nicht mehr wissen, wie sie sie bewältigen sollen. Lockwood und George wollen daher einen neuen Agenten einstellen, wovon Lucy allerdings überhaupt nicht begeistert ist. Daher einigen sich George und Lockwood (ohne Lucy Bescheid zu sagen) darauf, eine Sekretärin einzustellen. Als Lucy, die vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, die neue Sekretärin in ihrem Zuhause erblickt, ist sie nicht gerade vergnügt. Obwohl sie versucht sich mit Holly, der neuen Sekretärin, zu verstehen, gelingt es ihr nicht immer ihre Abneigung zu verbergen.Vor allem die Anziehung zwischen Lockwood und Holly macht Lucy traurig und eifersüchtig. Auch wenn sie sich das nie eingestehen würde, ist sie enttäuscht, dass Lockwood so wenig von seiner Vergangenheit preisgibt. Aber auch Lucys erweiterte Gabe stößt im Team auf großes Unbehagen. Denn Lucy ist der Meinung, dass man den Geistern, die sie Tag ein - Tag aus bekämpfen, zuhören sollte. Und ihre Gabe ermöglicht es ihr. Lucy ist eine „Hörende“. Sie kann die Stimmen der Verstorbenen wahrnehmen und so mit ihnen kommunizieren. Allerdings ist das restliche Team skeptisch gegenüber dem Nutzen ihrer Idee. Vor allem Lockwoods Abneigung verunsichern Lucy und sie wird immer mehr zur Außenseiterin. Daher verbringt sie immer mehr Zeit in der Nähe von George. Zusammen recherchieren sie, reißen Witze übereinander und bauen eine freundschaftliche Verbindung auf. Aber nicht nur die (ungewollten) Neuerungen in der Agentur bereiten Lucy Kopfschmerzen. Auch die ansteigende Zahl von Geistererscheinungen in Chelsea bereiten allen Agenturen große Probleme.Keiner weiß, was die Ursache ist und immer mehr Menschen kommen zu schaden. Natürlich bleibt das von den Menschen nicht unbemerkt und plötzlich geraten alle Agenturen in Verruf. Werden Lockwood & Co. das Unheil noch stoppen können oder werden die Geister die Stadt übernehmen? Und wird Lucy weiterhin in der Agentur bleiben oder wird sie sich von Lockwood und dem restlichen Team abschotten?
Bevor ich „Lockwood & Co. - Die raunende Maske“ von Jonathan Stroud las, steckte ich in einer schlimmen Leseflaute. Und jeder der schon einmal eine Leseflaute durch machen musste, weiß was da hilft: ein richtig gutes Buch. Daher griff ich zum 3. Teil von „Lockwood & Co.“. Dieser Teil der Reihe schaffte es mich so zu begeistern, dass ich die Leseflaute überwinden konnte. Dies allein zeugt schon von der Qualität des Buches, aber auch die Story, an sich fand ich überaus spannend. Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Geschichten sich Jonathan Stroud einfallen lässt, die logisch und durchaus immer mit einer gewissen Spannung behaftet sind. Der Schreibstil war gewohnt anregend und atmosphärisch. Ich habe mich immer wie ein Charakter im Buch und nicht wie die Leserin gefühlt. Dazu fieberte ich bei jedem neuen Einsatz der Protagonisten mit. Solche Gefühle können nicht viele Bücher in mir wecken und ich war wirklich begeistert von „Lockwood & Co. - Die raunende Maske“.Vor allem fand ich die tiefgründigeren Beziehungen zwischen den einzelnen Personen beeindruckend. Jonathan Stroud ließ seine Charaktere erwachsener werden - allen voran Lucy.Im ersten Buch war sie noch ein schüchternes Mädchen, dass kein großes Vertrauen in ihre Fähigkeiten hatte. Doch in diesem Band wird sie selbstsicherer, vertraut ihrer Gabe und steht für ihre Sache ein. Langsam wird sie sich ihrer Gefühle zu Lockwood bewusst und gesteht sie sich nach und nach auch ein. Lucy ist in der Lage Fehler einzugestehen und ich mochte sie wirklich gerne. Obwohl ich mir öfters gewünscht habe, dass sie Lockwood endlich sagt, was sie fühlt. Aber ich kann auch Lucys Entscheidung es nicht zu tun vollkommen nachvollziehen. Lockwood ist nämlich immer noch der verschlossene Typ vom ersten Band. Er lässt sich nicht gerne in die Karten schauen und hält an altbekanntem fest. Man erfährt in diesem Band etwas mehr von Lockwoods Vergangenheit, allerdings ist das eher Lucys Zutun geschuldet. Natürlich ist Lockwood typisch Gentleman, aber leider hat er sich nicht wie die anderen weiterentwickelt und ist immer noch der Alte. George ist im Gegensatz zum ersten Band wirklich erwachsener geworden. Er hat sich manche seltsame und eklige Angewohnheiten nicht abgewöhnt, aber das wird er wohl auch nie. Aber er hat für Lucy und die anderen immer ein offenes Ohr und verurteilt Menschen nicht so schnell. Ich glaube, er ist in der Gruppe der gute Geist. Lucy vertraut sich ihm an und er hat immer einen guten Rat für sie. Er hält die Gruppe zusammen und ich mag ihn wirklich sehr. Holly konnte ich irgendwie nicht richtig einschätzen. Anfänglich mochte ich sie nicht. Sie war zu perfekt und ohne Ecken und Kanten, aber nach und nach habe ich sie besser kennengelernt. Allerdings reichte das nicht aus, um sie wirklich zu mögen.Aber alle Charaktere haben ihre kleinen Geheimnisse und das macht es so spannend.Ich muss und will auch dieses Mal wieder diese wunderbare Covergestaltung loben. Die Farbgebung und das Motiv (die weiße Maske) fangen immer wieder die Atmosphäre des Buches ein. Es macht einfach Spaß, dass Buch anzuschauen.Am Ende sei noch gesagt, dass dieses Buch einen wirklich fiesen Cliffhanger hat. Also alle Leser mit schwachen Nerven seien jetzt gewarnt.Mit „Lockwood & Co. - Die rauende Maske“ hat Jonathan Stroud wieder ein Mal ein wunderbares Buch erschaffen, dass einfach Spaß macht. Für kalte Winterabende ist dieses Buch genau das Richtige, denn es heißt einem richtig ein.

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Rabensommer

Elisabeth Steinkellner
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 21.12.2015
ISBN 9783407812001
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Rabensommer von Elisabeth Steinkellner
Ich bin ein großer Fan von Buchaktionen. Deshalb habe ich auch sehr gerne an der Aktion vom Beltz und Gelberg Verlag und Blogg dein Buch teilgenommen. Zusammen suchen sie den „Buchblogger des Jahres 2015“. Dazu verlosten sie noch 20 Bücher vom Buch „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner und da ich anscheinend von der Glücksgöttin geküsst worden bin, bekam ich eines der Exemplare zugeschickt. Ich möchte mich beim Beltz und Gelberg Verlag und bei Blogg dein Buch für diese großartige Chance bedanken. 
Juli, Ronja, August und Niels sind schon seit einigen Jahren eine Clique. Sie haben schon viele aufregende Abenteuer erlebt. Vor allem der letzte Sommer, als sie durch Europa getourt sind, wird für sie immer in Erinnerung bleiben. In diesem Sommer sind auch Juli und Niels ein Paar geworden und vor allem Juli erinnert sich gerne an ihren ersten Kuss mit Niels zurück. Aber das alles war im letzten Sommer und der Neue liegt ungewiss vor ihnen. Was aber allen bewusst wird, dass es ihr letzter Sommer gemeinsam sein wird. Nach dem Abitur trennen sich ihre Wege, denn Ronja geht nach London, Juli weiß nicht, was sie studieren will, aber sie bleibt in der Stadt und August wird seine Heimat ebenfalls verlassen. Niels hingegen muss noch ein Jahr in der Schule verbringen, da seine Noten für das Abitur zu schlecht sind und er somit ein Jahr wiederholen muss. Aber alle vier sind sich sicher, dass dieser Sommer unvergesslich werden soll. Aber irgendwie will keine wirkliche Stimmung aufkommen. Der nahende Abschied verdirbt aber nicht nur die Stimmung. Vor allem Juli macht sich Gedanken über ihr Leben und vor allem über ihre Beziehung zu Niels. Ist er wirklich der Richtige? Liebt sie ihn überhaupt noch? Oder ist er, wie ihr Leben einfach Normalität und Gewohnheit geworden? Und dann hält der Sommer Überraschungen bereit, die das Leben nicht besser hätte schreiben können...
Mit „Rabensommer“ hat Elisabeth Steinkellner einen sehr niveauvollen Roman über Freundschaften und irgendwie auch über das Erwachsenwerden geschrieben. Wir kennen alle das Gefühl nach dem Abitur etwas alleine dazustehen. Bis zu deinem Abschluss hast du Freunde, die du in-und auswendig kennst und plötzlich ändert sich aber alles. Man zieht in fremde Städte oder verlässt sogar den Kontinent und irgendwie muss man sich neu orientieren. Die große Liebe fühlt sich auch nicht mehr so groß an und hat dann doch ein Verfallsdatum bekommen. Und was will man überhaupt studieren? Wo will man hinziehen und wie soll man das ganze denn finanzieren? Plötzlich sitzt man im Sommer vor Anträgen, Verträgen und Studienverzeichnissen, obwohl man ein Jahr zuvor noch durch London, Paris oder andere wunderschöne Städte gereist ist. Das diese Zeit nicht die Einfachste im Leben ist, wird einem sehr schnell bewusst. Und von dieser Zeit im Leben berichtet Elisabeth Steinkellner sehr eindrucksvoll. Allerdings kann ich leider nicht sagen, dass mich das Buch bis zum Ende hin fesseln konnte. Die Geschichte ist brillant, die Umsetzung eher nicht. Das Buch ist in zwei Teile gesplittet. Der erste Teil war sehr gut verständlich und ich hatte mich sehr auf das restliche Buch gefreut. Denn man lernt die Charaktere und die Situation, in der sie sich befinden, sehr gut kennen. Das Buch hat ein rasantes Tempo, welches im zweiten Teil noch einmal beschleunigt wurde. Mir war es zu schnell und im zweiten Teil war mir die Sprache einfach zu abgehackt. Dadurch sind viele wichtige Aussagen, die das Buch hätte treffen können, einfach verloren gegangen. Auch das Ende war wenig befriedigend. Es war so wahllos und für viele Probleme wurden keine Lösungen gefunden. Ich kam mir etwas verloren gelassen vor, da die Geschichte, die so gut begonnen hatte, einfach lieblos und abgehackt beendet wurde. Natürlich könnte man literarisch begründen, dass das Leben nicht immer eine Lösung bereithält, aber man hätte das gekonnter in Szene setzen sollen. Allerdings versüßten mir die Charaktere die Geschichte. Juli ist von der Art eher planlos. Sie versucht noch ihren Platz im Leben zu finden und sie auf dieser Reise zu begleiten, war schon aufregend. Vor allem weil es mich an meine Jugend erinnerte. Sie versucht sich über einige Dinge klar zu werden, vor allem was ihre Beziehung zu Niels angeht. Niels ist eher einfach gestrickt. Obwohl er nicht zu oft im Buch erscheint bzw. nicht so viel zum sprechen kommt, mochte ich ihn nicht in der Rolle von Julis Freund. Irgendwie kam bei mir immer das Gefühl auf, dass sie was besseres verdient hat. An Julis Seite ist immer Ronja, ihre beste Freundin. Die zwei sind ein Herz & eine Seele. Aber wie das Leben eben so spielt, müssen beide sich aufgrund ihrer verschiedenen Lebenswege trennen. Natürlich war für beide die Trennung nicht leicht, aber ich finde es sehr gut, dass Elisabeth Steinkellner ihre Protagonistinnen vor diese Herausforderung gestellt hat, da es einfach der Realität entspricht. August war von allen etwas schwieriger zu durchschauen. Es machte mir sehr viel Spaß immer ein bisschen mehr über ihn herauszufinden. Er war wie ein Rätsel, dass man knacken musste. Alle Charaktere waren sehr komplex und man hat immer wieder etwas neues über sie erfahren. Das Cover des Buches brilliert in sehr starken Farben und ein paar kleinen Raben, die den Namen des Buches aufgreifen. „Rabensommer“ von Elisabeth Steinkellner beschreibt anschaulich die Geschichte von vier Freunden, die nach dem Sommer ihren eigenen Weg gehen. Sie konnte die Gefühle des Verlustes, der Trauer, der Freude und der Liebe perfekt transportieren. Allerdings war mir das Buch zu schnelllebig. Daher möchte ich dieses Buch jedem empfehlen, der Spaß daran hat, Lösungen für Probleme selbst zu finden und wert auf sehr komplexe und gut durchdachte Charaktere hat.

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50 tage - der sommer meines lebens, amerika, emotionen, farm, freiheit, jade, jason, jugendroman, katie, krebs, liebe, maya shepherd, roadtrip, route 66, scott

50 Tage

Maya Shepherd
E-Buch Text: 388 Seiten
Erschienen bei null, 31.07.2015
ISBN B00YPWV170
Genre: Liebesromane

Rezension:

50 Tage - Der Sommer meines Lebens von Maya Shepherd


Zu einem heißen, sonnigen und schönen Sommer gehört auch ein wirklich großartiger und sommerlicher Road Trip Roman. Dank Maya Shepherd und ihrem ersten Jugendroman „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ begab ich mich auf eine abenteuerliche Reise auf die Route 66 mit Jade, die wir beide wahrscheinlich so schnell nicht vergessen werden. Vielen lieben Dank liebe Maya Shepherd, dass du mir deinen ersten Jugendroman zu Verfügung gestellt hast. 

Jade hatte sich diesen Sommer irgendwie anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrer besten Freundin Katie einen unvergesslichen Sommer im jährlichen Sommercamp verbringen. Zu diesem Anlass haben die beiden auch eine Liste mit 100 Dingen erstellt, die sie alle im Sommer abarbeiten wollen. Auf der Liste befinden sich Sachen wie „Auf dem Tisch tanzen“ oder „Eine Nacht unter freiem Himmel geschlafen haben“. Es ist also klar, dass es keine einfache Aufgabe sein wird, die Liste abzuarbeiten. Aber zusammen schaffen die beiden alles. Doch die Vorsetze für das Sommercamp werden über Bord geworfen, als Jade ihre beste Freundin und ihren Freund beim Knutschen erwischt. Wie konnten die beiden ihr das nur antun? Verletzt und stocksauer lässt sie die beiden links liegen und versucht ihre Eltern dazu zu überreden, nicht ins Sommercamp zu müssen. Aber die Eltern lassen sich nicht erweichen. Jade muss ins Sommercamp. Als der Bus mit der Klasse an einer Raststätte anhält, will sie eigentlich nur im Bus sitzen bleiben. Aber auch dieser Wunsch wird ihr nicht gewährt und so geht Jade nur widerwillig in die Raststätte. Das einzig Spannende was sie erblickt, ist ein Typ mit Glatze der an seinem Mustang herumschraubt. Und plötzlich hat Jade eine wahnsinnige Idee, die sie sogleich in die Tat umsetzt. Sie holt ihren Rucksack aus dem Bus und versteckt sich im Mustang. Ob dieser Plan aufgehen wird? Und was wird der Fremde mit ihre anstellen, wenn er sie entdeckt? Wir Jades Reise enden, bevor sie überhaupt begonnen hat?

„50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ ist der erste Jugendroman von Maya Shepherd. Allerdings war er für mich weitaus mehr als „nur“ ein Jugendroman. Das Buch symbolisiert nicht nur Hoffnung, Lebensfreude oder Liebe, sondern auch den unbändigen Willen einfach aus dem Alltag auszubrechen und sich auf die Suche nach sich selbst zu begeben. Es ist der Abenteuerdrang, der dem Buch einen gewissen Charme bereitet. Aber nicht nur die schönen Seiten eines Road Trips und des Trampens werden beleuchtet. Maya Shepherd hat sich große Mühe gegeben, auch die dunklen Seiten eines jeden Abenteuers aufzuzeigen und beweist einmal mehr, dass sie keine rosarote „alle haben sich lieb“ Welt erschaffen will. Sondern sie zeigt wie das Leben manchmal eben spielen kann mit allen Hinternissen, Gefahren und Zufallsbekanntschaften. Vor allem diese Bekanntschaften machten dieses Buch so besonders. Jade und Jason lernen auf ihren Weg die unterschiedlichsten Leute kennen, die alle so verschieden sind, dass sie mich an einen bunten Blumenstrauß erinnerten. Und so verhält es sich eben auch mit den Zufallsbekanntschaften. Denn weder Jade noch Jason wussten, wer oder was sie erwartet. Jade und Jason haben auf ihren gesunden Menschenverstand und ihre Menschenkenntnis vertraut und wurden (meistens) nicht enttäuscht. Vor allem aber Jason konnte die Menschen ihm gegenüber sehr gut einschätzen, weil er eine gewisse weltliche Gesinnung hatte. Jade hingegen war eher weltfremd. Sie bildete sich ein Urteil über andere Menschen und Kulturen auf der Basis von Hören und Sagen. Sie selbst hatte aber bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts außerhalb ihrer Vorstadt erlebt und es war spannend zu sehen, wie sie auf diese ganzen Eindrücke reagierte und wie sie mit manchen Ereignissen umging. Aus einem kleinen ab und zu zickigen und weltfremden Mädchen, wurde eine Frau, die das Leben genießen kann und sich für andere stark macht, wenn sie es selbst nicht können. Außerdem ist für sie jeder Tag eine Herausforderung, der sie sich aber nur allzu gerne stellt. Ihre pure Freude über kleine Dinge, hat mir immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht zaubern können. Jason ist wie gesagt sehr weltklug. Er weiß mit den Menschen umzugehen, allerdings scheint dieses Gespür abhanden zu kommen, wenn er sich in Jades Nähe aufhält. Mal ist er nett, mal wieder verschlossen und dann wieder zuvorkommend. Er kann auch schnell von freundlich in das komplette Gegenteil umschwenken, aber trotzdem habe ich mein Herz an ihn verloren. Es war für mich sehr schön mitanzusehen, welche Hürden Jade und Jason überwinden müssen, um zueinander zu finden. Mit ihrem Prolog konnte Maya Shepherd die Spannung immer aufrechterhalten. Denn irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass das Damokles Schwert über den beiden schwebt. Was ich allerdings noch sagen muss, dass mir ziemlich schnell klar war, was mit Jason los war. Ich weiß nicht, ob das Absicht war. Denn diese Voraussicht hat das Buch noch spannender gemacht. Es ist in 99% der Fälle ja so, dass das Buch langweilig wird, wenn man schon weiß, was mit dem Protagonistin los ist. Aber bei „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ hat mich das noch mehr angespornt, dieses Buch schneller zu lesen. Und ich möchte die Eltern von Jade nicht unerwähnt lassen. Was für verdammt coole Eltern hat sie denn? Ich dachte meine Mum wäre schon der Begriff von erzieherischer Toleranz, aber die beiden toppen echt alles. Sie sind dabei aber nicht verantwortungsbewusst, sondern lassen Jade ihren eigenen Weg gehen. Die beiden haben sich wirklich meinen Respekt verdient und es sollte mehr Eltern ihrer Art geben.Das Cover vermittelte mir ein sehr sommerliches Gefühl. Maya Shepherd bewies mit diesem Cover mal wieder ein Feingespür für die Verknüpfungen zum Inhalt ihres Jugendromanes. Alles in allem hat mich „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ an ein Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme erinnert. Im Film „Forrest Gump“ sagte Tom Hanks als Forrest Gump einmal: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Und dieses Zitat beschreibt das Buch und die Handlung wirklich perfekt. Ich als Leserin wusste nie, wen oder was die Protagonisten an der nächsten Straßenecke finden würden. Daher möchte ich „50 Tage – Der Sommer meines Lebens“ von Maya Shepherd jedem empfehlen, der vielleicht selbst nicht mehr weiß wer er ist und keine Angst hat, dass ihm plötzlich das Fernweh überkommt.

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Nachtahn - Gefährliche Sehnsucht

Sandra Florean
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 03.04.2015
ISBN 9789963528172
Genre: Fantasy

Rezension:

Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3 von Sandra Florean
Eine meiner liebsten Vampirreihen ist die Nachtahn-Reihe von Sandra Florean. Nachdem mich die ersten beiden Bände von sich überzeugen und begeistern konnten, war ich umso aufgeregter als „Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“, welches im Bookshouse Verlag erschien, bei mir einzog. Denn nach dem aufregenden Kampf im zweiten Teil war ich neugierig, wie Sandra Florean das noch toppen will...
Louisa, Eric, Dorian, Jayden und Michael haben in den letzten Monaten einiges mitgemacht. Vor allem Louisa hatte es schwer getroffen. Denn sie war mit Eric und ihrer besten Freundin in dem Schloss von Dorians Bruder gefangen. Mit gemeinsamen Kräften konnten sie ihn besiegen. Aber da Louisa von dem Blut des Alten getrunken hat, entwickelt sie nach und nach ungeahnte Fähigkeiten, die sie für andere Vampire äußerst gefährlich macht. Nichtsdestotrotz musste Louisa eine schwierige Entscheidung treffen. Sie musste für ihre Verwandten und Freunde offiziell sterben, um ein neues Leben mit Dorian zu beginnen. Denn früher oder später wäre allen in ihrer näheren Umgebung aufgefallen, dass Louisa und Dorian äußerlich nicht altern und ihr Geheimnis wäre in Gefahr gewesen. Deswegen ist der komplette Clan bestehend aus Louisa, Dorian, ihrer Tochter Zoey, Eric, Jayden und Michael nach Italien gezogen. Aber auch dort reißen die Probleme nicht ab. Der Betreiber eines Vampirclubs hat den Clan zu sich eingeladen, aber was sie dort erwartet, darauf war keiner von ihnen vorbereitet. Nach und nach akzeptiert der Clan die Lokalität und sie werden sogar zu gern gesehenen Gästen. Aber Louisa und Dorian spüren das etwas mit dem Betreiber nicht stimmt. Dazu kommt noch, dass Vampirjäger in der Stadt ihr Unwesen treiben und auch beinahe Jayden getötet hätten. Als wäre das noch nicht genug, freundet sich Louisa mit dem Vater der besten Freundin ihrer Tochter an. Dies kann allerdings gefährlich werden, da er Polizist ist. Ihre Geheimnisse drohen aufzufliegen. Wird der Clan seine Geheimnisse verbergen können oder muss er um sein Leben fürchten?
„Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“ ist der vorletzte Band der „Nachtahn-Reihe“ und konnte mich sehr gut unterhalten. Sandra Florean schlägt ein neues Kapitel in ihrer Geschichte ein. Sie beschreibt sehr anschaulich, dass Leben der Vampirfamilie bzw. des Clans. Mit ihrem unkomplizierten und amüsanten Schreibstil hat sie mich mehrfach zum lachen aber auch zum nachdenken gebracht. Die Handlung spielt dieses Mal in Italien. Die Fitzgeralds genießen ihr Leben in ihrem neuen Haus am Meer. Zusammen sind sie die perfekte Familie, wären da nicht all diese Probleme. In „Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3“ beschreibt Sandra Florean die dunkle Seite der Vampire sehr genau. Es war erschreckend auch diese Seite genau kennenzulernen. Obwohl Sandra Florean nie zimperlich mit ihren Charakteren umgeht, legte sie nun eine Schippe drauf. Ich fand es sehr realistisch, dass sie auch mal die schlechte Seite näher beleuchtet hat. In den vorherigen Bänden hatte sie diese Seite zwar angerissen, aber von den genauen Praktiken hat man im 3. Band mehr erfahren. Auch die Leben, die manche Vampire zerstört haben und welche Schicksale daran geknüpft sind, werden hier nun näher beleuchtet. Es war wirklich großartig diese Schicksale kennenzulernen.Auch die Charaktere machen mit ihrer eigenen dunklen Seite Bekanntschaft. Louisa entdeckt nach und nach ihren ganz eigenen Hunger. Jeder Vampir kann diesen individuell stillen. Louisa liebt es hingegen während des Trinkens Körperwärme zu spüren. Aber nicht nur das stellt sie vor Probleme. Allerdings meistert sie alle Hinternisse mit Bravur und wird von Tag zu Tag stärker. Außerdem kommt sie immer besser damit klar, dass sie sich in dieses „Zornwesen“, wie es im Buch beschrieben wird, verwandelt, wenn jemand sie zu wütend macht.Wer in diesem Buch allerdings Sympathiepunkte verloren hat, war Dorian. Mir ist bewusst, dass er der älteste Vampir auf der Welt ist, aber genau deswegen müsste er es besser wissen. Er spielt mit dem Gedanken eine jungfräuliche „Blutsklavin“ zu halten. Schon alleine der Gedanke, hat mich sauer aufstoßen lassen. Aber auch die Tatsache, dass er sich an Michaels jungfräuliche Freundin bedient, wann und wo er will, machte ihn mir immer unsympathischer. Manche seiner Schrullen waren wirklich liebenswert, aber das ging selbst mir zu weit. Alles in allem kann Dorian nicht gut mit einem „Nein“ umgehen und kann aber auch keine Kompromisse eingehen. Ich kann verstehen, dass er außerhalb des Clans den Unnachgiebigen spielen muss, da er sonst seine Familie in Gefahr bringt. Aber innerhalb des Clans kann er die Zügel auch etwas locker lassen. Aber der Umgang mit Zoey und Louisa machte ihn dann doch wieder etwas liebevoller. Ich hoffe einfach, dass Dorian sich nicht zurück entwickelt. Denn seit er Louisa kennengelernt hat, hat er sich beachtlich verbessert und ich hoffe, dass es im vierten Band auch so sein wird. Wer mir besondern gut gefallen hat, war Jayden. Ich mochte ihn schon im zweiten Band und wenn man mal bedenkt, wie sein Werdegang war, hat er wohl von allen die beträchtlichste Entwicklung durchgemacht. Außerdem ist es einfach zauberhaft, wie er mit Zoey umgeht und ich hoffe, dass ich mehr von ihm im letzten Band erfahren werde.Auch die Auflösung der Probleme war wie immer sehr gut gestaltet. Sandra Florean macht es den Charakteren nicht zu einfach und somit bleibt die Sache immer spannend. Ich bin wirklich neugierig, was sich Sandra Florean für den vierten Band noch einfallen lassen wird. Das Cover ist wirklich sehr sexy. Da wir genügend gutaussehende Männer aus der Reihe kennen, ist es schwierig zu sagen, wer der Mann auf dem Cover ist. Aber für mich ist es Jayden, weil er einfach mein Lieblingscharakter aus dem Buch ist.Ich möchte „Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“ von Sandra Florean allen empfehlen, die Lust auf einen Vampirroman haben, der auch mal die böse Seite der Vampire beleuchtet und somit die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechterhält.  

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Die Schatten von London - In Memoriam

Maureen Johnson , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbt, 15.06.2015
ISBN 9783570309995
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Schatten von London – In Memoriam von Maureen Johnson
Eines der Buchhighlights im Jahre 2014 war das Buch „Die Schatten von London“ von Maureen Johnson. Umso mehr habe ich mich auf den zweiten Band „Die Schatten von London – In Memoriam“ gefreut. Dank dem cbt Verlag durfte ich das Buch vorab lesen und ich möchte mich für das Rezensionsexemplar herzlichst bedanken. Denn nach dem der Ripper die ganze Stadt terrorisiert hatte, bin ich gespannt, womit es Rory und die Shades nun zu tun bekommen.
Es ist drei Wochen her, als Rory vom Ripper angegriffen und niedergestochen wurde. Seit dem lebt sie bei ihren Eltern in Bristol und lebt in den Tag hinein. Doch das rächt sich als Rory dank ihrer Psychologin wieder ins Internat zurückkehrt. Da sie drei Wochen nichts für die Schule getan hat, hängt sie im Lernstoff meilenweit hinterher und in einer Wochen beginnen die Prüfungen. Wenn sie durch diese Prüfungen fällt, muss sie das Internat verlassen und ist nicht mehr in der Nähe der Shades, um diese zu unterstützen. Aber Rory ist für sie besonders kostbar. Da bei dem Kampf mit dem Ripper alle Terminus verloren gegangen sind, ist Rory die einzige, die die Geister von der Erde vertreiben kann. Rory war und ist der einzig lebende Terminus und sie wird mehr denn je gebraucht. Der Ripper, der einst ein Mitglied der Shades war, war nämlich nicht der einzigste Geist. Ein Wirt wird in seinem Keller von einem anderen Geist ermordet und überall in der Gegend rund um das Internat tauchen zu allem Überfluss auch noch Risse im Boden und den Wänden auf. Rory ist die Einzige, der das merkwürdig vorkommt und sie beginnt zu recherchieren. Was sie jedoch herausfindet, ist mehr als haarsträubend. Auf dem Gelände des Internats befand sich in damaligen Zeiten eine Nervenheilanstalt namens Bedlam. Diese war nicht unbedingt für ihre Barmherzigkeit bekannt. Mit den Patienten wurde herum experimentiert und sie waren furchtbaren Qualen ausgesetzt. Aufgrund der Risse wurden einige Geister aufgeschreckt und sie entfliehen jetzt durch eben diese Risse. Als wäre das noch nicht genug, wirkt ihr einstige Kontrahentin ausgeglichen und zufrieden. Außerdem empfiehlt sie ihr ihre Psychologin. Kann das wirklich gut gehen? Und welcher Geist steckt hinter den Morden, die London erneut erschüttern? Kann Rory die drohende Katastrophe aufhalten oder wird sie ihr Leben und das ihrer Lieben gefährden?
Ich war wirklich sehr gespannt auf „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson und das Buch hat mich wirklich enttäuscht. Ich verschlang das Buch innerhalb eines Tages, da ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Viele von euch wissen, dass ich London liebe. Als Setting für dieses Buch war/ist es ideal. Denn nur London kann diese mystische Atmosphäre erschaffen, die die Geschichte sehr unterstützte. Maureen Johnson schaffte es mal wieder mich in diese Geschichte zu entführen. Die Spannung war von Seite zu Seite spürbar und machte dieses Buch zu einem großartigen Lesevergnügen. Rory war im Buch immer in Bewegung, sodass man viele neue und altbekannte Orte (wieder-)entdecken konnte. Somit hatte man die perfekte Mischung aus alt und neu. Maureen Johnson erschlägt einem nicht mit zu viel unbekannten, sodass der Lesefluss absolut nicht gestört wird. Außerdem wurde das Lesevergnügen noch durch den sehr fantasievollen und liebevollen Schreibstil optimiert. Das Buch lebt von seiner Szenerie und den Charakteren. Vor allem die (romantische) Spannung zwischen Rory und dem Anführer der Shades (Stephen) machte mich fast wahnsinnig. Das ist allerdings positiv gemeint, denn ich habe immer auf einen Kuss gehofft. Die Zwei sind wie Katz und Maus, aber beide ergänzen sich perfekt. Ich mochte die Art, wie die beiden sich dem jeweils anderen geöffnet haben und Geheimnisse erzählten, die sie sonst niemanden erzählt haben. Rory wird im zweiten Band immer mehr mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert. Sie kann sich ihren Freunden nicht wirklich anvertrauen und muss sie ständig anlügen, da niemand aus dem Internat wissen darf, dass sie Geister sieht. Das macht das Leben auf dem Internat umso schwieriger. Denn mal abgesehen von dem Geisterproblem muss sie auch noch die Schule meistern. Ich finde Rory händelt das meisterhaft und was ich erstaunlich finde, sie gibt nicht auf. Sie versucht alles, um ihre Freunde und ihre Familie zu schützen. Ich mochte vor allem ihre sarkastische und konsequente Art. Hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt, ist sie von der Idee nur schwer abzubringen. Stephen hingegen geht immer auf Nummer sicher. Er will keine unnötigen Risiken eingehen, um ebenfalls die zu schützen, die er liebt. Das haben Rory und Stephen gemeinsam. Aber auch alle anderen Charaktere sind wundervoll und nicht nur schwarz oder weiß. Aber nicht nur die Handlung und das ganze Buch konnten mich begeistern, sondern auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Die Anspielungen auf London bieten einen perfekten Bezug zum Buch und das Mädchen mit dem roten Haaren ist ein absoluter Eyecatcher. „Die Schatten von London – In Memoriam“ von Maureen Johnson ist ein spannender und atmosphärischer zweiter Band, der jedem Leser absolut süchtig nach den Charakteren und der Handlung macht. 

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Die Töchter der Elfe - Schicksalstanz

Nicole Boyle Rodtnes ,
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 21.12.2015
ISBN 9783407745958
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schicksalstanz – die Töchter der Elfe“ von Nicole Boyle Rødtnes

Was wären wir Blogger und wir Leser ohne unsere Informationsportale? Also ich wäre definitiv nicht ausreichen informiert. Das bewies mir Blogg dein Buch mal wieder eindrucksvoll. Denn ohne dieses Portal hätte ich wohl sehr spät erst von dem Buch „Schicksalstanz – die Töchter der Elfe“ von Nicole Boyle Rødtnes gelesen. Ich möchte mich daher bei Blogg dein Buch für die Vermittlung und beim Gulliver / Beltz & Gelberg Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken. Denn so konnte ich die Bekanntschaft von drei sehr reizenden und tanzfreudigen Elfenmädchen machen. 
Azalea, Birke und Rose sind keine gewöhnlichen 15 jährigen Mädchen. Alle drei sind nicht nur Menschen sondern auch zur Hälfte Elfen. Zusammen leben sie mit ihrem Vater in einem Wald in der nähe eines kleinen dänischen Städtchens. Allerdings wird es immer schwieriger ihre Abstammung vor der Menschenwelt geheim zu halten. Vor allem ihr anwachsender Hunger nach Energie, die sie nur mit ihrem Tanz stillen können, stellt sie und ihren Mitmenschen vor große Gefahren. Denn der Tanz saugt etwas Energie von den Menschen ab. Deswegen müssen genügend Zuschauer während der Tanzvorstellung anwesend sein, sonst könnten diese in Lebensgefahr geraten. Aber auch körperlich unterscheiden sich die Mädchen von ihren Mitmenschen. Alle Elfen haben nämlich unterhalb eines Schulterblattes ein durchsichtiges Loch, durch das man durchschauen kann, wie durch ein Fenster. Daher dürfen die drei weder am Sportunterricht, noch an Übernachtungsparties noch am Schwimmen teilnehmen. Denn dann würde alle sehen, dass die drei Elfenmädchen anders sind. Ihr menschlicher Vater versucht sie zu schützen, aber ohne die mütterliche Fürsorge ist es für dich Mädchen nicht immer leicht. Die Mutter der Drei starb bei deren Geburt. Obwohl das ganze schon 15 Jahre her ist, ist die Sehnsucht präsenter denn je. Denn Rose und Birke verlieben sich. Was bei Rose der Normalfall ist, ist für Birke etwas besonderes. Nie zuvor hat sie einen Jungen so nah an sich heran gelassen, wie Malte, den Neuen auf der Schule. Aber auch er birgt ein dunkles Geheimnis. Und am Ende müssen die drei Feenmädchen eine schwerwiegende Entscheidung treffen. Denn auch ihr Vater verbarg jahrelang ein erschreckendes Geheimnis. Werden die Drei ihre Abstammung geheim halten können? Oder müssen sie ihre Heimatstadt für immer verlassen? Und wer ist überhaupt die Tote im See?
Mit dem Buch „Schicksalstanz – die Töchter der Elfe“ ist Nicole Boyle Rødtnes ein eindrucksvoller erster Band gelungen. Ich hatte anfänglich die Befürchtung, dass die Handlung oder die Charaktere auf 282 Seiten etwas zu kurz kommen könnten, aber das war definitiv nicht der Fall. Im ersten Band der Reihe nimmt sich die Autorin viel Zeit, um uns Lesern ihre Charaktere und die Umgebung, in der sie wohnen, vorzustellen. Was jetzt vielleicht langweilig klingen mag, ist in Wahrheit äußerst spannend. Denn Nicole Boyle Rødtnes schafft es raffiniert die Handlung mit den Vorstellung der Charaktere zu verschmelzen, sodass viele Geschehnisse aufeinander folgen. Wir Leser können daraus viele Charaktereigenschaften aus dem Handeln der einzelnen Personen ziehen und es ist wirklich spannend gewesen, sich auf diese Entdeckungsreise einzulassen. Der Schreibstil ist sehr aussagekräftig und sehr künstlerisch. Nicole Boyle Rødtnes hat ihre ganz eigene Art Dinge zu beschreiben. Obwohl es um drei Elfenmädchen geht, wird die Geschichte allein aus Birkes Sicht erzählt. Birke war mir anfänglich sehr naiv. Obwohl sie eine andere Meinung als ihr Vater und ihre ältere Schwester (die nur um 4 Minuten älter ist) hat, tritt sie dafür nicht ein und lässt Rose, die eigentlich immer anderer Meinung als Azalea und als ihrem Vater ist, auf verlorenen Posten kämpfen. Es kam mir manchmal so vor, als wäre das was Azalea und der Vater der Drei sagen, Gesetz und die anderen beiden hätten nicht die geringste Chance. In mir kam da manchmal ein Gefühl von Widerwille auf. Ich wollte, dass dem was Rose und wenn sie sich mal traut, Birke zu sagen haben auch mal Gehör verschafft wird. Ihr seht also, dass mich das Buch wirklich fesseln konnte. Denn wenn es mich kalt gelassen hätte, hätte ich nicht so mitgefiebert. Azalea ist von allen die erwachsenste. Vielleicht glaubt sie im Inneren ihre gemeinsame Mutter ersetzen zu müssen. Da alle immer Vergleiche zu dem Aussehen von ihr und ihrer Mutter ziehen, drängt sich dieser Schluss beinahe auf. Dass, das kein einfaches Leben ist, kann sich sicherlich jeder vorstellen. Denn Azalea ist aufgrund dieses Gedanken die Außenseiterin unter den Schwestern. Mir tat Azalea schrecklich leid, denn immer verantwortungsbewusst und nie mal kindisch zu sein und das mit 15 (!) wäre für mich damals im meiner Jugend die Hölle gewesen. Rose hingegen lebt ihr Leben in vollen Zügen. Sie verabredet sich mich Jungs, schleicht sich nachts raus und kümmert sich nicht um die Verbote ihres Vaters. Sie ist das absolute Gegenstück von Azalea. Aber auch sie mochte ich sehr. Obwohl sie alles auslebt, was Azalea verwehrt bleibt, ist sie ein sehr angenehmer Charakter. Sie versprüht einfach eine positive Energie, die beinahe ansteckend ist. Mir wurde sie auch nie zu viel. Oftmals ist es ja so, dass die Charaktere, die sich um keine bzw. kaum eine Regel scheren, dann nach einer gewissen Zeit anstrengend werden. Aber nicht so bei Rose. Ich freue mich schon darauf zu sehen, wie sie sich im 2. Band weiterentwickelt.Die Dritte im Bunde ist Birke. Wie schon erwähnt, war sie mir anfangs zu naiv. Sie hinterfragte die Dinge und Regeln nicht, sondern hielt sich schlichtweg daran. Im Laufe der Geschichte wird sie aber wie wachgerüttelt. Sie setzt sich eigene Ideale und versucht selbst mit ihren Problemen fertig zu werden. Birke fängt auch an Regeln zu brechen und lebt förmlich etwas auf. Bis dann der Kummer und die vielen Sorgen die fröhliche Birke auffressen. Ich sehe Birke wie ein Bindeglied zwischen ihren beiden Schwestern. Sie hat von jeder Schwester etwas und dazu noch etwas ganz eigenes. Wie Rose und Azalea ist sie mir vollends ans Herz gewachsen und es war wirklich klug. Birke als Hauptprotagonistin zu wählen und sie so zu kreieren. Obwohl alle drei mehr Elfen als Menschen sind, haben sie menschliche Probleme und das bringt sie den Leser_innen näher. Das Covermädchen zeigt für mich Birke. Denn sie wird auch mit beinahe weißen Haaren und sehr schlank beschrieben. Mir sagt das Cover sehr zu und nur wegen dem Cover bin ich bei Blogg dein Buch auf das Buch aufmerksam geworden.Ich bin wirklich überwältig von „Schicksalstanz – die Töchter der Elfe“ von Nicole Boyle Rødtnes. Es ist ein Buch in dem es eigentlich drei ganz klare Hauptprotagonistinnen gibt. Es ist spannend ein Buch zu lesen, in dem es nicht hauptsächlich nur um eine Person geht. Ich möchte „Schicksalstanz – die Töchter der Elfe“ von Nicole Boyle Rødtnes allen empfehlen, die Lust auf einen charakterstarken ersten Band haben, in dem drei Schwestern die Herzen der Leser_innen nicht nur mit ihrem Tanz verzaubern. 

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fesseln, leidenschaft, liebe, spannung, vampir

Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3

Sandra Florean
E-Buch Text: 386 Seiten
Erschienen bei Bookshouse, 01.04.2015
ISBN 9789963528219
Genre: Fantasy

Rezension:

Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3 von Sandra Florean
Eine meiner liebsten Vampirreihen ist die Nachtahn-Reihe von Sandra Florean. Nachdem mich die ersten beiden Bände von sich überzeugen und begeistern konnten, war ich umso aufgeregter als „Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“, welches im Bookshouse Verlag erschien, bei mir einzog. Denn nach dem aufregenden Kampf im zweiten Teil war ich neugierig, wie Sandra Florean das noch toppen will...
Louisa, Eric, Dorian, Jayden und Michael haben in den letzten Monaten einiges mitgemacht. Vor allem Louisa hatte es schwer getroffen. Denn sie war mit Eric und ihrer besten Freundin in dem Schloss von Dorians Bruder gefangen. Mit gemeinsamen Kräften konnten sie ihn besiegen. Aber da Louisa von dem Blut des Alten getrunken hat, entwickelt sie nach und nach ungeahnte Fähigkeiten, die sie für andere Vampire äußerst gefährlich macht. Nichtsdestotrotz musste Louisa eine schwierige Entscheidung treffen. Sie musste für ihre Verwandten und Freunde offiziell sterben, um ein neues Leben mit Dorian zu beginnen. Denn früher oder später wäre allen in ihrer näheren Umgebung aufgefallen, dass Louisa und Dorian äußerlich nicht altern und ihr Geheimnis wäre in Gefahr gewesen. Deswegen ist der komplette Clan bestehend aus Louisa, Dorian, ihrer Tochter Zoey, Eric, Jayden und Michael nach Italien gezogen. Aber auch dort reißen die Probleme nicht ab. Der Betreiber eines Vampirclubs hat den Clan zu sich eingeladen, aber was sie dort erwartet, darauf war keiner von ihnen vorbereitet. Nach und nach akzeptiert der Clan die Lokalität und sie werden sogar zu gern gesehenen Gästen. Aber Louisa und Dorian spüren das etwas mit dem Betreiber nicht stimmt. Dazu kommt noch, dass Vampirjäger in der Stadt ihr Unwesen treiben und auch beinahe Jayden getötet hätten. Als wäre das noch nicht genug, freundet sich Louisa mit dem Vater der besten Freundin ihrer Tochter an. Dies kann allerdings gefährlich werden, da er Polizist ist. Ihre Geheimnisse drohen aufzufliegen. Wird der Clan seine Geheimnisse verbergen können oder muss er um sein Leben fürchten?
„Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“ ist der vorletzte Band der „Nachtahn-Reihe“ und konnte mich sehr gut unterhalten. Sandra Florean schlägt ein neues Kapitel in ihrer Geschichte ein. Sie beschreibt sehr anschaulich, dass Leben der Vampirfamilie bzw. des Clans. Mit ihrem unkomplizierten und amüsanten Schreibstil hat sie mich mehrfach zum lachen aber auch zum nachdenken gebracht. Die Handlung spielt dieses Mal in Italien. Die Fitzgeralds genießen ihr Leben in ihrem neuen Haus am Meer. Zusammen sind sie die perfekte Familie, wären da nicht all diese Probleme. In „Gefährliche Sehnsucht - Nachtahn 3“ beschreibt Sandra Florean die dunkle Seite der Vampire sehr genau. Es war erschreckend auch diese Seite genau kennenzulernen. Obwohl Sandra Florean nie zimperlich mit ihren Charakteren umgeht, legte sie nun eine Schippe drauf. Ich fand es sehr realistisch, dass sie auch mal die schlechte Seite näher beleuchtet hat. In den vorherigen Bänden hatte sie diese Seite zwar angerissen, aber von den genauen Praktiken hat man im 3. Band mehr erfahren. Auch die Leben, die manche Vampire zerstört haben und welche Schicksale daran geknüpft sind, werden hier nun näher beleuchtet. Es war wirklich großartig diese Schicksale kennenzulernen.Auch die Charaktere machen mit ihrer eigenen dunklen Seite Bekanntschaft. Louisa entdeckt nach und nach ihren ganz eigenen Hunger. Jeder Vampir kann diesen individuell stillen. Louisa liebt es hingegen während des Trinkens Körperwärme zu spüren. Aber nicht nur das stellt sie vor Probleme. Allerdings meistert sie alle Hinternisse mit Bravur und wird von Tag zu Tag stärker. Außerdem kommt sie immer besser damit klar, dass sie sich in dieses „Zornwesen“, wie es im Buch beschrieben wird, verwandelt, wenn jemand sie zu wütend macht.Wer in diesem Buch allerdings Sympathiepunkte verloren hat, war Dorian. Mir ist bewusst, dass er der älteste Vampir auf der Welt ist, aber genau deswegen müsste er es besser wissen. Er spielt mit dem Gedanken eine jungfräuliche „Blutsklavin“ zu halten. Schon alleine der Gedanke, hat mich sauer aufstoßen lassen. Aber auch die Tatsache, dass er sich an Michaels jungfräuliche Freundin bedient, wann und wo er will, machte ihn mir immer unsympathischer. Manche seiner Schrullen waren wirklich liebenswert, aber das ging selbst mir zu weit. Alles in allem kann Dorian nicht gut mit einem „Nein“ umgehen und kann aber auch keine Kompromisse eingehen. Ich kann verstehen, dass er außerhalb des Clans den Unnachgiebigen spielen muss, da er sonst seine Familie in Gefahr bringt. Aber innerhalb des Clans kann er die Zügel auch etwas locker lassen. Aber der Umgang mit Zoey und Louisa machte ihn dann doch wieder etwas liebevoller. Ich hoffe einfach, dass Dorian sich nicht zurück entwickelt. Denn seit er Louisa kennengelernt hat, hat er sich beachtlich verbessert und ich hoffe, dass es im vierten Band auch so sein wird. Wer mir besondern gut gefallen hat, war Jayden. Ich mochte ihn schon im zweiten Band und wenn man mal bedenkt, wie sein Werdegang war, hat er wohl von allen die beträchtlichste Entwicklung durchgemacht. Außerdem ist es einfach zauberhaft, wie er mit Zoey umgeht und ich hoffe, dass ich mehr von ihm im letzten Band erfahren werde.Auch die Auflösung der Probleme war wie immer sehr gut gestaltet. Sandra Florean macht es den Charakteren nicht zu einfach und somit bleibt die Sache immer spannend. Ich bin wirklich neugierig, was sich Sandra Florean für den vierten Band noch einfallen lassen wird. Das Cover ist wirklich sehr sexy. Da wir genügend gutaussehende Männer aus der Reihe kennen, ist es schwierig zu sagen, wer der Mann auf dem Cover ist. Aber für mich ist es Jayden, weil er einfach mein Lieblingscharakter aus dem Buch ist.Ich möchte „Gefährliche Sehnsucht – Nachtahn 3“ von Sandra Florean allen empfehlen, die Lust auf einen Vampirroman haben, der auch mal die böse Seite der Vampire beleuchtet und somit die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrechterhält.  

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Radioactive - Die Verlorenen

Maya Shepherd
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 14.04.2014
ISBN 9781499144819
Genre: Fantasy

Rezension:

Radioactive - Die Verlorenen von Maya Shepherd
Eine der wohl großartigsten Dystopien für mich ist die „Radioactive“ - Reihe von Maya Shepherd. Deswegen war ich sehr glücklich, als mir die Autorin den dritten Band „Radioactive – Die Verlorenen“ zugeschickt hat. Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich herzlichst bedanken. Ich war so froh, als ich wieder in die Welt von Cleo und Finn eintauchen konnte. Denn endlich konnte ich, nach dem fiesen Cliffhanger vom 2. Band erfahren, wie es mit den Rebellen und der Legion weitergeht. 
Cleo ist verzweifelt. Denn Finn, ihre große Liebe, hat sie einfach in ein Hubschrauber verfrachtet und die Tür zugeschmissen. Nichts ahnend, dass diese Tür auch symbolisch für die Zukunft der beiden steht. Da das Zuhause von Cleo, ihrer Mutter A350, ihrer Schwester und ihrer besten Freundin für immer zerstört ist, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich in die Zentrallegion zu flüchten. Doch auf ein herzliches Willkommen warten die vier vergeblich. Zusammen mit weiteren Legionsführern aus der westlichen Legion werden sie in einem Raum unter Quarantäne gestellt. Cleo kann sich mit diesem Verhalten nicht abfinden und rebelliert dagegen. Natürlich macht sie sich damit keine Freunde. Obwohl sie zu den Legionsführern gehört, wird sie von allen gemieden. Abgesehen von einem: W600. Da in ihrer Welt Namen verpönt sind, da sie zu Ungerechtigkeit und damit auf langer Sicht gesehen, zu Krieg führen, tragen alle Menschen nur Bezeichnungen. Cleos Mutter, eine Legionsführerin, trägt die Bezeichnung A350. Da sie aber nun in der Zentrallegion sind und viele Legionen sich vermischen, werden alle aus der westlichen Legion mit einem W gekennzeichnet. Sodass aus A350 nun WA350 wird. Cleos Verbündeter W600hat noch keinen Rang, da die Auswahlverfahren für seine Generation noch nicht stattgefunden hat. Sodass man nur weiß, dass er aus der 6. Generation stammt und aus der westlichen Legion kommt. Und noch etwas offenbart ihr ihre Mutter. W600 ist Cleos Bruder. Natürlich bleibt Cleo keine Zeit diese Tatsache zu verarbeiten. Da sie nach und nach die Grausamkeit der Zentrallegion kennenlernt und nicht mehr weiß, wo ihr Platz ist. Fühlt sie sich eher zu den Rebellen hingezogen oder ist es die Legion, der sie treu ergeben ist. Als nach einem Vorfall das Vertrauen zu den Rebellen ins Wanken gerät, muss Cleo einmal mehr überdenken, wem ihre Loyalität gilt. Doch dann bietet gerade ihr Bruder einen Ausweg und Cleo steht wieder einmal vor den Trümmern ihres Lebens. Als dann noch ein Attentat auf einen der Legionsführer verübt wird, steht Cleo unter Verdacht. Wird sie ihre Unschuld beweisen können oder wird sie für ein Verbrechen exekutiert, welches sie nicht begangen hat?
„Radioactive – Die Verlorenen“ von Maya Shpeherd war für mich das „must read“ für den Monat Juni. Ich konnte es kaum noch abwarten, die Geschichte von Cleo und Finn weiterzuverfolgen. Ich wurde auch nicht enttäuscht. In dem 3. Band der „Radioactive“ - Reihe lernte ich die Zentrallegion kennen, die sich sehr von der mir bekannten westlichen Legion unterschied. Vor allem die Grausamkeit nimmt in der Zentrallegion und allgemein im Buch zu. Denn wir bekommen es nicht nur mit Peitschenhieben zu tun, die als Strafe anerkannt sind. Wir machen auch die Bekanntschaft mit kannibalischen Mutanten, die den Ekelfaktor des Buches auch in die Höhe trieben. Mir drehte sich beim lesen mehr als einmal der Magen um. Aber ich fand es nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Wie sich die Charaktere weiterentwickeln, so hat sich auch die Geschichte und der Schreibstil der Autorin weiterentwickelt, welcher noch tiefgründiger und detailreicher wurde. In den ersten beiden Bänden ging es für mich mehr um die zwischenmenschlichen Beziehungen. Jetzt allerdings merkte ich erst, wie brutal es in dieser Welt zugeht und wie wichtig es ist, dass die Legion nicht die alleinige Macht besitzen dürfen. Ich fieberte regelrecht mit Cleo mit. Diese konnte mich in diesem Band wieder begeistern. Sie ist nicht mehr das naive Mädchen, dass sich nicht überlegt, welche Konsequenzen ihren Handlungen nach sich ziehen könnten. Sie wägt jede ihrer Entscheidungen ab und denkt erst und handelt dann. Ich finde, dass Cleo immer wieder eine sehr erstaunliche Entwicklung durchmacht. Wohin gegen mir Finn irgendwie nur leidgetan hat. Er ist (zum Glück) nicht mehr der Finn aus der ersten Hälfte des ersten Buches. Er musste sehr viel durchmachen, vor allem in „Radioactive – Die Verlorenen“. Für das Leben seiner Freunde geht er bis zum Äußersten. Vor allem aber lässt er jetzt auch mal „Schwäche“ zu. Finn wird von mal zu mal einfühlsamer und gesteht sich auch Schwächen zu. Das hat ihn für mich immer sympathischer gemacht. Was mir aber auch aufgefallen ist, dass dieses Buch vor inneren Monologen nur so strotzt. Natürlich werden die Charaktere reifer, aber manche Monologe haben einfach die Spannung aus dem Buch genommen. Versteht mich nicht falsch, dass Buch war spannend, allerdings manchmal mehr und manchmal eben weniger. Das hat mir beim Lesen einen kleinen Dämpfer verpasst. Das Cover zeigt, worauf sich der Inhalt des Buches bezieht. Die Wüste bietet keinen erträglichen Lebensraum für die Rebellen und Mutanten. Es gibt kaum etwas zu trinken, geschweige denn etwas zu trinken, da in der Wüste nichts wächst und es zu lange dauert, etwas anzubauen. Außerdem denke ich, dass der junge Mann auf dem Cover Finn sein könnte. Mit seinen unverwechselbaren meerblauen Augen passt er perfekt aufs Cover.„Radioactive – Die Verlorenen“ ist ein solider dritter Band, bei dem man Spaß hat beim Lesen. Ich möchte den dritten Band der Reihe jedem empfehlen, der Lust auf eine sich stetig weiterentwickelnde Dystopie hat, in der die Charaktere einen auch nicht nach dem Lesen loslassen.  

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