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1.265 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 256 Rezensionen

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Verliere Mich. Nicht.
Autor: Laura Kneidl
Verlag: LYX
Seitenzahl: 480
Preis: 12,90 €
Genre: New Adult
Reihe?: Ja – Berühre Mich. Nicht.
- Verliere Mich. Nicht.
Inhalt:
Nach der Trennung von Luca flüchtet Sage in ein schäbiges Motel. Dort versucht sie diese zu verarbeiten und ihre Gefühle gehen zu lassen. Genauso sucht sie weiter nach einem WG-Zimmer, damit sie endgültig aus Lucas Wohnung verschwinden kann. Das gestaltet sich aber äußerst schwierig, da ihre Angst noch immer ein Hindernis ist. Auch in der Uni läuft nicht alles rund, weshalb Sage am Ende steht. Gerade als sie denkt, schlimmer kann es nicht werden, wird sie noch mehr verletzt.

Meine Meinung:
Der Schreibstil bleibt auch im zweiten Teil flüssig und packend. Die Geschichte um Luca und Sage will man gar nicht aus der Hand legen. Mit jeder Seite, die verfliegt, hofft man mehr, dass die Beiden wieder zusammenfinden.
Ich habe gelesen, dass jemand fand, dass Luca Sage zu schnell verziehen hat. Dem kann ich nicht zustimmen. Die Beiden haben sich Stück für Stück angenähert, was ich sehr realistisch finde. Daher kann ich dem keinen Kritikpunkt geben.
Es gibt immer wieder Wendungen, die ich so nicht erwartet habe, was ich sehr schön finde. So wird es nie langweilig und man erfährt immer mehr über die Nebenfiguren, was auch wundervoll ist!
Zum Ende hin konnte man mehr und mehr sich denken, welche Richtung die Geschichte nehmen wird, dennoch gibt es auch zum Schluss hin und wieder kleine Twists, die dann eine schöne Richtung nehmen. Das Ende hat mich wirklich begeistert muss ich auch sagen. Der Epilog hat einen nochmal etwas herzerweichendes gezeigt.
Sage ist immer noch eine starke Person, die sich trotz Panikattacken durchkämpft. Ihre Entwicklung finde ich wirklich spannend und wundervoll zu beobachten. Ich kann sie auch nachvollziehen in ihrem Verhalten. Durch ihre vergangenen Erlebnisse, sind einfach Blockaden vorhanden, die nur schwer zu durchbrechen sind.
Luca ist und bleibt ein Herzstück. Es ist herzzerreißend zu sehen, wie Luca unter der Trennung leidet und versucht Sage zu vergessen. Dabei passieren auch Situationen, die für Beide unangenehm sind, aber dann auch wieder wunderschön. Auch in Lucas Entwicklung erwartet man nur, dass er mal den ersten Schritt wagt und dass die Beiden wieder zusammenfinden.

Fazit:
Danke Laura Kneidl für eine so wundervolle Dilogie! Ich bin wirklich verzaubert von ihr und freue mich schon bald was Neues von ihr zu lesen! Ich fand den zweiten Band zwar etwas schwächer als den ersten, aber nicht wesentlich, deswegen ist er noch immer sehr empfehlenswert!

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168 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

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Close to you

Isabell May
Flexibler Einband
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600573
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Close To You
Autor: Isabell May
Verlag: One Verlag
Seitenzahl: 449
Preis: 10,00€
Genre: New Adult
Reihe?: Nein

Inhalt:
Wegen ihrer Vergangenheit haut Violet aus Florida ab und versucht in Maine eine neue Heimat zu finden. Dort lernt sie Chloe kennen, die eine wahre Freundin für sie wird. Ein Junge bleibt Violet aber dennoch im Kopf: Aiden, ein dunkel gekleideter Bad Boy, der schnell in heftige Wutausbrüche gerät. Etwas zieht Violet in seinen Bann und sie weiß nicht genau was …

Meine Meinung:
Der Anfang konnte es mich wirklich packen. Es war spannend und man konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Es gab immer spannende und besonders unerwartete Plottwists, die mich immer mitgenommen haben.
Dies nahm im Laufe des Buches immer mehr ab. Das Ende fand ich im Vergleich zum Anfang sehr schwach leider. Ein paar Seiten mehr hätten dem Ende definitiv nicht geschadet. Genauso fehlten dort noch ein paar Knallerelemente.
May beschreibt wunderbar Gefühle. Man kann mit den Charakteren wirklich mitfühlen und mitfiebern. Chloe, Aiden, Dorian und Violet wachsen einem ins Herz und man ist traurig, dass ihre Geschichte jetzt zu Ende ist.
Mit Violet hat sie einen wirklich sympathischen Charakter erschaffen. Manchmal weiß sie nicht ganz, was sie machen soll und ist demnach unsicher. Sie ist jung, wodurch ich das durchaus nachvollziehen kann. Man kann nicht immer sofort wissen, was man tun soll, weswegen mich das nicht gestört hat. Mehr hat mich gestört, wie andere Charakterzüge mehr und mehr vernachlässigt wurden. Das war wirklich schade,
Chloe ist eine wahnsinnige liebevolle Person mit großem Herzen und einfach einer fröhlichen Art. Sie ist kreativ und munter. Genauso motiviert sie Violet zu Dingen, die sie ohne Chloe nicht machen würde. Generell wurde Chloe zu meinem Lieblingscharakter.
Aiden blieb konsequent. Sein Bad Boy Gehabe war stetig im Buch vorhaben, dennoch hat er auch eine fürsorgliche Seite, die einem das Herz erwärmt. Ich finde ihn klasse und finde es wirklich Schade, dass seine Vergangenheit so unspektakulär ausgearbeitet wurde. Hier hätte man sich mehr Mühe geben können.

Fazit:
Ein schönes Buch mit ein paar Schwächen.

Meine Bewertung:
4 / 5 Sternen

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234 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

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Game of Passion

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.02.2018
ISBN 9783734104824
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Game of Passion
Autor: Geneva Lee
Verlag: Blanvalet
Seitenzahl: 280
Preis: 9,99€
Genre: New Adult
Reihe?: Ja – Game of Hearts
- Game of Passion
- Game of Destiny


Inhalt:
Nach ihrem Sturz verbringt Emma ihre Zeit bei dem Anwesen ihrer Mutter in Palm Springs. Langsam erholt sie sich von den Wunden, aber Las Vegas kann sie trotzdem nicht loslassen. Auch wenn sie keinen Kontakt zu Jameson gerade hat, erfährt sie von Josi, dass es einen Stalker gibt, der brisante Bilder von den Schülern in Belle Mère postet.

Meine Meinung:
Ich finde diesen Band schwächer als den ersten. Am meisten hat mich gestört wie Sexgetrieben Emma und Jameson waren. Natürlich gab es auch hier wieder herzerwärmende Situationen zwischen ihr und ihm. Jameson kann immer wieder zeigen, welch Gentleman er ist. Dennoch war es öfter mal so, dass sie nach einem Streit meist eine sexuelle Handlung direkt folgte, was ich wirklich Schade fand. In meinen Augen war es zu auffällig und hat deswegen etwas gestört.
Die Geschichte hat wieder schleppend angefangen, aber sobald sie im Pfad war, konnte sie einen wirklich wieder packen. Ich mochte das Stalkingelement, obwohl es an manchen Stellen den Mordprozess überdeckt hat. Damit im gleichen Zug nenne ich mal den Krimifaktor des Buches. Noch immer kennen wir den Mörder des Buches nicht, was ganz logisch ist, da noch ein dritter Band herauskommt und die Autorin sowie der Verlag einen Grund bieten müssen, warum wir Leser diesen kaufen sollen. Dennoch hätte es nicht geschadet das Motiv etwas mehr in den Vordergrund zu stellen. Ebenfalls fand ich, dass die Pressekonferenz schnell abgehakt wurde, was enttäuschend war.
Die Charaktere sind aber ihrem Charakter treu geblieben, was ich schön finde. Jameson wurde nicht plötzlich zu einem Arsch, ganz im Gegenteil: Man merkt, welcher Druck auf ihn lastet und würde gerne auch als Außenstehender ihm gerne helfen. Er weicht einem noch immer das Herz auf, leider kann ich ihn aber nicht ganz ins Herz schließen. Ich weiß auch nicht warum, aber bei mir kommt der letzte Funke nicht herüber.
Emma dagegen habe ich in mein Herz geschlossen. Sie hatte etwas in diesem Band, das mich überzeugen konnte, auch wenn ihr sexueller Handlungsdrang manchmal wirklich anstrengend war, konnte sie dennoch überzeugen. Sie ist stark und hat ein gesundes Durchsetzungsvermögen. Genauso bin ich froh, dass sie nun weniger kindischen Zickenkrieg mit Monroe hat, warum müsst ihr selber lesen. Dennoch bin ich froh, dass sich hier etwas geändert hat. Ihr einer Streit, ohne zu sagen mit wem, konnte ich nicht nachvollziehen. Ich finde es auch Schade, dass es sich bis zum Ende des Buches hinzog, weil der Grund dafür wirklich kindisch ist.


Fazit:
Ein gutes Buch, mit leichten Schwächen gegenüber dem Vorband.

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147 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Winterzauber in Paris

Mandy Baggot , Jule Schulte
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2017
ISBN 9783442487066
Genre: Liebesromane

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Winterzauber in Paris
Autor: Mandy Baggot
Verlag: Goldmann
Seitenzahl: 480 Seiten
Preis: 10,00€
Genre: Liebesroman
Reihe?: Ja, Anthologiereihe mit
- Winterzauber in Manhattan

Inhalt:
Ava hat gerade erst mit ihrem Freund Schluss gemacht und braucht Veränderung. Sie möchte sich losreißen von den Entscheidungen ihrer Mutter und auch von der grausamen Trennung braucht sie Abstand. Ihre beste Freundin Debs hat da einen guten Vorschlag: Ava soll mit ihr nach Paris und sich von der Stadt verzaubern lassen. Dort lernt sie Julien kennen. Er ist ein Fotograph und eigentlich hat sie zuerst keinen super Eindruck von ihm. Doch weil Julien sie von seiner Arbeit überzeugen will, verbringen sie immer mehr Zeit zusammen und Ava merkt, dass der erste Eindruck falsch war.

Meine Meinung:
Das Buch ist nicht wirklich spannend. Dramen passieren außer wenige in der zweiten Hälfte nie. Ich bin zwar kein Fan von zu viel Drama, aber etwas hätte der Geschichte auch nicht geschadet. So blieb die Handlung eher platt und wenig mitreißend.
Auch der Schreibstil kann wenig überzeugen. Die Emotionen der Protagonisten kommen nicht so rüber, wie es sein sollte. Gefühlvoll ist die Geschichte also nicht wirklich. Dies bessert sich in der zweiten Hälfte etwas. Da kann das Buch einen auch mehr verzaubern und mitreißen lassen. Ich mochte es dann die beiden Protagonisten zu begleiten und auch die Events fand ich sehr angenehm beim Lesen.
Ava kann wirklich zickig und egozentrisch denken. Sie sieht öfter nur ihre Probleme, als die der anderen. Mit der Zeit ändert sich dies immer mehr, was natürlich sehr schön ist. Sie hat eine rebellische Phase am Anfang, die man aber auch verstehen kann. Ihre Handlungen werden erklärt. Ich hatte nicht so große Probleme mit ihr, aber konnte sie auch leider nicht richtig ins Herz schließen. Leider.
Juliens Job als Fotograph wird sehr ausführlich dargestellt. Mich hat es total fasziniert und ich finde auch Juliens Vergangenheit sehr tiefgründig dargestellt. Deswegen hat es sich sehr real angefühlt. Man erfährt vieles auch von seinem Umfeld, was Julien näher darstellt.
Debs wird auch sehr schön ausgearbeitet Man durchlebt mit ihr auch eine Entwicklung von Geschehnissen und fiebert mit. Ich hatte wirklich Mitleid mit ihr an ein paar Passagen und bin froh um den Ausgang ihres Nebenplots.

Fazit:
Das Buch kann einen unterhalten und lässt sich auch gut zu Weihnachten lesen. Eine sehr emotionale Geschichte findet man hier aber weniger. Dennoch enttäuscht es einen auch nicht gänzlich.

Meine Bewertung:
3,5 / 5 Sternen

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265 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 86 Rezensionen

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Kleine große Schritte

Jodi Picoult , Elfriede Peschel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 02.10.2017
ISBN 9783570102374
Genre: Romane

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Kleine Große Schritte
Autor: Jodi Picoult
Verlag: C. Bertelsmann
Seitenzahl: 592 Seiten
Preis: 20,00€
Genre: Roman
Reihe?: Nein

„Der Grund weshalb wir nicht über Rasse sprechen, ist der, dass wir keine gemeinsame Sprache sprechen.“ (Ruth, S. 336)

Inhalt:
Ruth ist Säuglingsschwester im Mercy-West Haven Hospitals. Normalerweise würde sie sagen, sie mache ihren Job gut. Doch eines Tages soll sich um das Kind von Turk und Brittany Bauer kümmern. Die beiden haben aber ein Problem mit ihr auf Grund Ruths Hautfarbe. Die Eltern des Kindes gehören einer rassistisch motivierten Gruppe an. Sie hassen andere Menschen, die nicht weißhäutig sind. Also beschweren sie sich bei Ruths Vorgesetzten, sodass Ruth sich nicht mehr um das Baby kümmern darf.
Kurze Zeit später ist sie die einzig verfügbare Kraft, die auf das Baby nach der Beschneidung aufpassen kann. Zu diesem Zeitpunkt geschieht das Dilemma: Das Baby gerät in Atemnot. Ruth weiß nicht was sie tun soll. Soll sie sich den Anweisungen widersetzen und dem Baby helfen? Oder soll sie sich beugen und nichts tun? Nach kurzen Zögern hilft sie dem Kind, aber es ist schon zu spät. Es stirbt und Ruth wird dafür verklagt. Der Vater, dass sie zur Rechenschaft gezogen wird.

Meine Meinung:
Ich finde das Cover schön, aber es hat auch nichts mit dem Inhalt zu tun. Das finde ich wirklich Schade, weil ich so ein Cover nicht passend finde und es demnach nicht stimmig ist. Schlichtheit passt zwar zur Grundstimmung des Buches, ich finde es aber besser, wenn das Cover die Thematik des Buches besser aufgegriffen hätte.
Der Schreibstil von Jodi Picoult ist wirklich zäh. Zuerst dachte ich, sie würde es spannend machen, doch schon bald stellte ich fest, dass mir zu viele Informationen geliefert werden. Es werden Ereignisse beschrieben, die nicht viel zum Plot beitragen und daher unnötig sind. Das hat mir wirklich die Laune verdorben. So habe ich mich immer wieder selbst ermutigen müssen weiter zu lesen. Dies ändert sich auf den letzten hundert Seiten. Dort konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn alles entwickelte sich endlich und man musste weiterlesen. Im Allgemeinen finde ich ihren Schreibstil aber weniger fesselnd.
Die Geschichte entwickelt sich auch eher langsam. Man bekommt immer mehr einen Eindruck von Rassismus und Vorurteilen, aber ich finde man muss auch bei Äußerungen von Adisa nachdenken, ob es nicht schon an Rassismus gegenüber Weißen grenzt. Das Buch öffnet Augen, ganz klar. Es zeigt Privilegien auf und hinterlässt einen nachwirkenden Eindruck. Vorurteile werden immer mehr aufgeklärt über das Problem.
Die Charaktere sind wirklich tiefgehend. Es gibt nur wenige, bei denen ich sagen kann, dass sie flach blieben. Es müssen aber auch nicht alle Charaktere explizit herausgearbeitet sein.
Ruth ist eine bewundernswerte starke Frau. Trotz der Katastrophe in ihrem Leben, versucht sie das Beste daraus zu machen, für ihren Sohn. Sie ist eine alleinerziehende Mutter, die sich gegenüber ihren Teenager-Jungen durchsetzen muss. Natürlich ist dies nicht einfach, aber sie gibt ihr Bestes und das ist das Wichtigste. Trotz der Rückschläge lässt sie sich nicht herunterkriegen und sucht nach Möglichkeiten für sich selbst sorgen zu können. Ich habe Respekt vor ihr und konnte wirklich mitfühlen.
Turk finde ich sehr interessant. Das Buch ist auch aus seiner Sichtweise geschrieben und deswegen enthält man einen sehr guten und tiefen Einblick in seine Vergangenheit. Man versteht, wieso er rassistisch denkt und was seine Beweggründe sind. Genau das finde ich auch wichtig. Einen angeborenen Rassismus gibt es nicht, weswegen ich die Aufarbeitung von Turk als sehr gelungen empfinde. Denn wir lernen mit ihm eine Ursache kennen, wie Menschen in eine rassistische Bewegung mithineingezogen werden. Dennoch waren mir ein paar Rückblicke zu viel des Guten. Sie haben einfach nichts zum Verlauf des Buches beigetragen und waren meiner Meinung nach unnötig. Seine Entwicklung im Laufe des Buches ist sehr interessant und wirklich angenehm zuzuschauen. Am Ende musste ich mit ihm fühlen und freute mich über die paar späteren Plottwists, die ich nicht kommen sah.
Seine Frau Brittany dagegen blieb etwas oberflächlich dagegen. Wir bekamen keinen so tiefen Einblick in sie, aber dennoch konnte man mit ihr fühlen. Man merkt, wie sie im Buch leidet und welchen Schmerz sie fühlen könnte. Auch ihre Beweggründe sind genannt.
Als letztes ist da noch Kennedy. Ich verstehe nicht ganz, warum Picoult sich entschieden hat, auch Kapitel aus ihrer Sichtweise zu schreiben, aber so ist es nun. Bei den Szenen mit Kennedy lernt man eher Alltagsrassismus kennen, den sie aber durch Ruth erst bemerkt. Ihre Bemühungen als Ruths Anwältin sind aber spannend zu verfolgen. Denn auch Kennedy entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und muss immer mehr auf Ruth zukommen. Es gibt Dinge, die Kennedy im Prozess nicht aussprechen will, Ruth aber schon. Der Konflikt ist sehr spannend.

Fazit:
Ein gutes und wichtiges Buch, bei dem man aber zu viele Informationen teilweise erhält. Der Schreibstil ist nicht ganz spannend. Der Inhalt dagegen ist aber sehr wichtig! Eine kleine Empfehlung meinerseits.

Meine Bewertung:
4 / 5 Sternen

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413 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

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Game of Hearts

Geneva Lee , Charlotte Seydel
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.12.2017
ISBN 9783734104831
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Biografische Angaben:
Name: Game of Hearts
Autor: Geneva Lee
Verlag: Blanvarlet
Seitenzahl: 288
Preis: 9,99€
Genre: New Adult
Reihe?: Ja - Game of Hearts
- Game of Passion
- Game of Destiny

Inhalt:
Emma lebt in Las Vegas und geht mit ihrer Freundin zur Party ihrer Feindin Monroe West. Genau auf dieser trifft sie auf den mysteriösen Jameson. Zusammen verbringen sie eine wundervolle Nacht, obwohl sie eigentlich gar nicht dort mehr sein sollte. Denn Monroe hat sie schon herausgeschmissen. Am Morgen kommt aber das böse Erwachen: Es gab einen Mord und Jameson ist der Hauptverdächtige. Selbst Emma weiß nicht mehr, wem sie trauen und wem glauben kann.

Cover:
Das Cover finde ich wirklich ansprechend. Es ist zwar nichts Besonderes, aber ich mag die Schrift und die Farbe von dieser. Sonst finde ich auch das Panoramabild von Vegas sehr passend.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wirklich angenehm. Man kann das Buch schnell durchlesen. Ansonsten ist der Schreibstil nicht sonderbar außergewöhnlich.

Story:
Die Story fing sehr schleppend an. Die erste Hälfte fand ich etwas sehr unspektakulär. Aber danach wurde es immer spannender, bis die Story mich echt im Griff hatte. Sicherlich gab es Dinge, die voraussichtlich waren. Wenn man aber nicht zu viel spekuliert, dann kann die Geschichte wirklich Spaß machen.
Das Ende war wirklich spannend und OMG. Der Cliffhanger ist echt brutal!

Charaktere:
Emma finde ich zwar nett, aber auch manchmal sehr nervig. Ihre Einstellung war zum Teil sehr lästig und ich hätte sie nur geschüttelt, weil sie nicht so dumm sein sollte. Zum Teil mochte ich sie, zum Teil auch nicht.
Jameson dagegen war einfach nur verdammt süß. Seine Versuche waren nur herzerwärmend und auch seine abweisende Haltung war nachvollziehbar dargestellt. Man konnte einen guten ersten Blick in die Vergangenheit erhalten.
Im Generellen fand ich alle Charaktere recht flach gehalten und wenig in die Tiefe gehend. Ich hoffe der zweite Teil kann da mehr herausholen.

Fazit:
Ein sehr guter Anfang in die Trilogie. Es gab auch Schwächen, aber ein sehr solides New Adult Buch. Ich freue mich schon auf den 2. Band im Januar (als E-Book)!

Meine Bewertung:
4 / 5 Sternen

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127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Rising Sparks

Nico Abrell
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.12.2017
ISBN 9783744810128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Biografische Angaben:
Name: Rising Sparks
Autor/in: Nico Abrell
Verlag: Books On Demand (Selfpublishing)
Preis: 11,99€
Seitenzahl: 356
Genre: Dystopie
Reihe?: Ja - Rising Sparks
- Flying Sparks

Inhalt:
Skye wird siebzehn. Mit siebzehn Jahren wird sie erfahren, welcher Beruf für sie am geeignetsten ist. Und genau das bestimmt das System für sie. Das System fragt sie Fragen und anhand ihrer Antworten wird ihr ein Beruf zugeteilt. Aber was passiert wenn das System einen Fehler macht? Einem den Beruf zuteilt, den man nicht ausführen kann?

Cover:
Können wir alle einmal dieses Cover würdigen. Es ist einfach so unglaublich schön. Es ist wirklich mein Lieblingscover im Bücherregal und das wird sich auch erstmal nicht ändern. Nico, großes Lob an dieser Stelle! Ich liebe dieses Gesicht auf dem Cover und dieses rote Banner, bei dem sich dann die Schrift befindet. Ganz große Klasse!

Schreibstil:
Den Schreibstil finde ich einfach nur fesselnd und leicht verständlich. Man kann das Buch echt schnell wegsuchten. Zudem finde ich die Ellipsen sehr gelungen und bringen auch Dynamik in die Geschichte rein. Man kann sich einfach verdammt gut in die Personen hineinversetzen. In Rising Sparks wechseln wir auch hin und wieder die Sichtweise zwischen Skye und Emilian. Dies passiert aber Kapitelweise und aus Skyes Sicht wird deutlich häufiger erzählt. Dies hat auch einen prächtigen Grund.
Generell holt Nico uns hier mit seinem Schreibstil sehr gut ab und man will einfach nicht, dass die Geschichte endet.

Story:
Die Story ist einfach nur hammer! Es gibt keine längen, sodass man einfach nur noch weiterlesen möchte. Zwar weiß man lange Zeit nicht, wohin Skyes Weg geht, aber das finde ich sehr interessant. Man konnte mitfiebern, welchen Beruf sie nun erhalten wird. Zudem finde ich die Ausbildung auch sehr interessant und was Skye dabei alles passiert.
Ab ungefähr der Hälfte des Buches kommt die Geschichte richtig in Fahd und es passiert ein Ereignis nach dem Anderen. Und dann kommt das Ende, das einen einfach nur zerstört (ja Nico, ich bin immer noch wütend auf deinen blöden Cliffhanger!).

Charaktere:
Skye finde ich sehr sympathisch. Sie hat nachvollziehbare Gedankengänge und ich finde auch ihre Entwicklung während des Training sehr realistisch. Sie ist eine Protagonistin, die man im normalen Leben begegnen kann. Skye ist menschlich und macht Fehler, sie ist nicht immer die Beste und genau das mag ich an ihr.
Die anderen Charaktere waren nicht immer im Zentrum, sodass man nicht viel von ihnen erfahren hat, aber mir hat das gereicht. Ich konnte wirklich alle in ihren Handlungen nachvollziehen, auch Cassie. Von daher gibt es auch dort keine Mängel.
Fazit:
Klar, die Dystopie macht nichts komplett Neues her, aber sie hat mich vollkommen überzeugt. Der Schreibstil, die Story und die Charaktere waren einfach perfekt (wenn man von den paar Schreibfehlern absieht, die man auch eher überliest).

Meine Bewertung:
5 / 5 Sternen

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

blutpsalm, dorf, erotik, geheimnisse, kirche, krimi, ladythriller, liebe, liebeskrimi, meredith winter, mord, nutte, pastor, prostituierte, thriller

Blutpsalm

Meredith Winter
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 01.09.2017
ISBN 9783981872217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Biografische Angaben:

Name: Blutpsalm
Autor/in: Meredith Winter
Seitenzahl: 208
Preis: 9,99€
Verlag: Sommerburg Verlag
Reihe?: Nein

Inhalt:
Die Kleinstadt Sommerburg wird von einer Mordserie in Atem gehalten. Seltsamerweise trifft Jonathan zu Anfang der Serie die Prostituierte Marlene. Ihr erstes Aufeinandertreffen war eher ungeplant, dennoch ist er interessiert von ihr und möchte sich noch ein weiteres Mal treffen. Am nächsten Tag entdeckt er die Leiche des ersten Opfers, an der die Visitenkarte von Marlene zu finden. Wie hängt das zusammen? Und wer ist der Mörder?

Schreibstil:
Den Schreibstil find ich einfach nur genial! Trotz der Sichtweise aus der dritten Person, was ich voll in den Gedankengängen der Personen drinnen und konnte mit ihnen fühlen und mitfiebern. Dies ist wirklich eine ganz große Leistung, die ich so nur bei, glaube ich, House of Night erlebt habe. Ebenfalls erleben wir einen wirklich tollen Humor, der das Lesen lockerer gestalten hat. Der Schreibstil ist also wirklich umwerfend.
„Für jemanden, der sich das Küssen, für die Ehe aufheben will, küsst du ganz schön oft.“ – Marlene (S.57)
Ein Problem hatte ich dennoch, manchmal war ich etwas verwirrt aus welcher Personensicht jetzt geschrieben wird. Ich wusste nicht, ob sich Winter jetzt auf eine Person bezieht oder die Gefühle mehrerer beschreibt. Vielleicht konnte ich es nur nicht folgen, dennoch hat es mich leicht gestört.

Story:
Die Story konnte mich recht schnell fesseln, was sie auch muss, bei einer Seitenzahl von knapp 200 Seiten. Ich war wirklich skeptisch, was in 208 Seiten passieren kann, aber ich wurde wirklich überzeugt. Die Story hat einen sehr guten Spannungsbogen. Dadurch, dass ich mich auf einen Ladythriller eingestellt hatte, war mich auch schon bewusst, dass auch die Liebe einen großen Anteil an der Geschichte haben könnte und diese Liebesgeschichte ist schön aber auch sehr überladen.
„Jetzt stell dich nicht so an. Für alle anderen machst du schließlich auch die Beine breit.“ – Jonathan (S.142)
Die Liebesgeschichte enthält eine Menge von Drama. Manchmal saß ich wirklich da und fragte mich, wie alt sie seien und ob sich die Beiden nicht aussprechen könnten. Gefühlt schwankte es alle zehn Seiten zwischen Drama und Frieden. Man hätte vielleicht eins oder zwei Mal weniger Drama einbauen können, meiner Meinung. So ist es auch manchmal wirklich nur ein einziges hin und her.
So, nun zu dem Thrillerelement. Ja, es gibt den gewissen Nervenkitzel, dennoch wird er immer wieder in den Hintergrund gedrängt. Dies ist besonders am Anfang der Fall. Zum Ende hin ist die Geschichte um die Mordserie sehr präsent durch die Entwicklung, die dort im Buch passiert.
Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt. (Personen, die sich schnell gespoilert fühlen, sollten diesen Absatz überspringen.) Für mich wurde der Täter zu früh bekannt gegeben. Ich war voll in der Story drin und es war verdammt spannend, weil man nicht wusste wer es ist. Und dann erfahren wir schon in der Mitte des Buches den Täter. Das nimmt einen großen Teil der Spannung. Dies hat mich etwas enttäuscht. Vielleicht hätte man dies noch etwas verschieben können auf zehn Seiten, wo die Person wirklich mehr offen sich dazu bekennt, als zu diesem Zeitpunkt.

Charaktere:
Mein Lieblingscharakter ist Marlene. Ich weiß nicht, ich konnte sie verstehen, mit ihr mitfühlen und habe sie einfach in mein Herz geschlossen. Ich kann auch nicht viel mehr sagen, da ich sie einfach nur mochte. Eine Sache gibt es, bei der ich eher gehofft habe sie würde Jonathan ansprechen und diese Sache nachfragen, anstatt einfach wegzulaufen.
Jonathan mag ich zwar auch, aber ihn konnte ich nicht ganz ins Herz schließen. Manchmal war er mir zu voreingenommen, auch wenn sich das noch geändert hat. Ich wurde dennoch nicht warm mit ihm. Seine Taten sind zwar Großteiles schlüssig, dennoch war ich ihm nicht ganz so nahe. Ich denke es liegt aber auch, dass er als Pastor sehr unterschiedliche Sichtweisen hat, wie ich mit siebzehn jetzt.
Zu den anderen Charakteren sage ich nichts Weiteres, um keinen hier zu spoilern.

Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch, welches ich nur jedem wärmstens empfehlen kann. Nur Achtung, es ist keim Jugendroman! So überwiegen die positiven Aspekte über den negativen, die ich hier erwähnt habe.


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69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück

S.J. Goslee , Marianne Harms-Nicolai , David B. Hauptmann
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500300
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension auch auf meinem Blog: http://buecherimherz.blogspot.com/2017/08/rezension-die-welt-ubt-den-untergang.html
Inhalt:
Mike denkt er hat ein ziemlich gutes Leben. Er hat Lisa, seine Freundin, eine Band mit Bandmitgliedern, die seine besten Kumpels sind. Bis Lisa ihr Verhältnis beendet. Seitdem beginnt Mike sich zu fragen wer er ist. Vor allem fragt er sich aber, was auf der Party seines Kumpels Cam zwischen J.J. und ihm vorgefallen ist. Hat Mike wirklich mit J.J. herumgeknutscht? Ist er schwul oder bi? Und wie soll er es seinen Freunden und seiner Familie gestehen?

Cover:
Das Cover finde ich echt cool gestaltet. Mit den Farben, die so in Wolken fliegen. Es erinnert mich an das Holi-Festival irgendwie. Ich finde es auch gar nicht schlimm, dass sonst nicht viel los ist auf dem Cover. Die bunten Farben und der Titel reichen aus.

Schreibstil:
Der Schreibstil ... Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Ich fand ihn recht angenehm zu lesen, aber Synonyme sind nicht die Stärke von Goslee. Jeder sagt nur. Goslee schreibt wirklich bei jedem Redebegleitsatz „sagen“. Das hat einfach einen unkreativen Eindruck und es wird sehr eintönig. Ein Mal habe ich gelesen, wie sie „meinen“ anstatt „sagen“ geschrieben hat. Das war wirklich überraschend. Denn sogar als die Charaktere Fragen gestellt haben, kam nur „sagen“. Diese synonymkarge Ausdrucksweise hat den Schreibstil für mich ungemein verschlechtert.
Zudem schadet dieser Story die Sichtweise enorm. Coming-out Geschichten sollten eher persönlich sein und mit tiefen Gefühlen, aber dadurch, dass Goslee die Geschehnisse aus der 3. Person schildert, fühlt man sich Mike fern. Das ist einfach schade für die Geschichte, weil man noch viel mehr herausholen hätte können. Aber zu erzählen, wie jemanden bewusstwird, dass er schwul ist und was in ihm dabei vorgeht aus der 3. Person ist schwer. Sehr schwer.
Dann eins zur Übersetzung: Ich finde sie grässlich. Zum Teil übersetzen sie das Wort „whatever“ gar nicht und dann wieder doch. Phrasen wie „no fucking way“ wurden auch nicht übersetzt. Dieses „whatever“ hätte meiner Meinung einheitlich nicht übersetzt oder einheitlich übersetzt werden müssen. So ist es eher nach Lust und Laune geschehen. Der Originaltitel ist Whatever, deswegen finde ich, hätte man das Wort gar nicht übersetzen sollen.

Story:
Die Story fand ich interessant. Ich habe noch nie eine Coming-out Geschichte gelesen und war demnach sehr gespannt. Aber es hat mich nicht gepackt. Ich hatte Probleme mit Mike und seinem Verhalten sowie die von Lisa. Auf dem Klappentext wird noch explizit darauf hingewiesen, dass Mike jetzt den Abschlussball mitorganisiert. Zuerst, es war der Homecoming Ball und zumal war es eher eine Randhandlung. Wir haben hier eher Mike begleitet und seinen Prozess mitbekommen. Die Liebesgeschichte fand ich süß und auch nicht mit allzu viel Drama überladen.

Charaktere:
Fangen wir mit Mike an, unseren Protagonisten. Nachdem Lisa Schluss gemacht hat, kam sie schnell an und meinte er sein schwul. Mike hat dagegen nicht lange gezögert. Ich finde er hat es sehr schnell hingenommen. Das finde ich wirklich unrealistisch. Aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, dass es durchaus länger dauert. Da kam auch nicht wirklich dieser tiefe Gedankenprozess rüber, den man in der Phase hat. Ich für meinen Teil habe sogar gegoogelt um nach Hilfe zu suchen, ob ich bi bin oder nicht, da ich Angst hatte mit irgendwem darüber zu sprechen. Deswegen finde ich, dass Mikes Prozess wirklich schnell abgehakt wurde und auch nicht tief genug. Es war für mich nicht wirklich nachvollziehbar und greifbar. Auch nachdem er von seiner Großmutter – die Frau ist klasse – vor die Frage gestellt wird, ob er jetzt schwul ist oder nicht und dabei eingeschüchtert wird, fühlt sich eher an, dass ihm das schwul sein „aufgezwungen“ wird.
Da kommen wir auch mal zu Lisa. Lisa fand ich kritisch. Ich konnte verstehen, warum sie mir Mike Schluss gemacht hat. Dennoch waren ihre Äußerungen im Sinne, dass die Beiden nie ein Paar waren sehr grob. Sie hätte früh genug sagen können, dass die Beiden keine Beziehung führten, sondern lediglich Freundschaft Plus hatten. Das fand ich auch arg fies von ihr gegenüber Mike und kann nicht verstehen, wie Mike nachdem noch mit ihr befreundet bleiben konnte.
Sein Freundeskreis war recht eintönig gestaltet. Da waren einzelne Merkmale, die sie unterschieden. Rückblickend finde ich, dass ich außer zu Cam, nicht viel sagen könnte über die Charaktere oder was sie extrem voneinander unterschieden hatte. Die Charaktere kamen hier in der Aufarbeitung zu kurz. Dennoch muss ich auch sagen, dass ich auch den einen Handlungsschritt in der Geschichte sehr gut fand. Zwei seiner Freunde taten etwas, das andere vielleicht kritisch betrachten würden, aber ich finde manche Reaktionen können durchaus so geschehen.
Ich muss gestehen, Mikes kleine Schwester fand ich wirklich süß. Die Beziehung der Beiden stimmte und man nahm den Beiden eine innige Geschwisterbeziehung ab. Mike kümmert sich wirklich um sie und die Schwester lebt noch in einer kindlichen Welt, die gefühlt immer nur glücklich ist.

Fazit:
Ich finde es ist ein Buch für Zwischendurch, aber kein grandioses Buch. Ich finde die Aufklärung um den Coming-Out Prozess und Homosexualität ist nicht tief genug. Dennoch ist die Liebesbeziehung die hier entsteht sehr süß und ich mochte sie wirklich.

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