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49 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Land im Sturm

Ulf Schiewe , Jan Reuter
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 31.08.2018
ISBN 9783785726242
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch, das über einen Zeitraum von fast tausend Jahren spielt, ist in fünf Teile gegliedert. Zunächst begleitet man Arnulf und Hedwig, dann ihre Nachfahren zu verschiedenen Zeitpunkten der deutschen Geschichte. Am Anfang jedes Abschnitts wird die jeweilige Zeit und Lage in Deutschland sowie der Protagonist kurz vorgestellt, so dass man sich in der Handlung leichter zurechtfindet. Das Buch ist aber mehr als eine Sammlung von Kurzgeschichten, denn die Protagonisten gehören zu einer Familie und es gibt weitere Details, die die Figuren miteinander verbinden. 


Ulf Schiewe hat ein sehr schönes Werk geschaffen, das die Geschichte Deutschlands mit der Geschichte der einfachen Leute verknüpft. Dabei sind die historischen Ereignisse und persönlichen Erlebnisse der Charaktere gleichgewichtet. Geschichtliche Gegebenheiten sind in die Handlung eingewebt, so dass man die Umstände und Ereignisse zu jener Zeit nebenbei erfährt, sie aber nicht in den Hintergrund rücken. Vielmehr erlebt man die Ereignisse mit den Figuren zusammen auf einer persönlichen und emotionalen Ebene. Die Informationen zum damaligen Leben sind gut in die Handlung eingebettet, interessant und überhaupt nicht langweilig. Zudem wirkt die Beschreibung der damals bestehenden Lebenssituationen sehr anschaulich. Wissenswert finde ich auch, wie beispielsweise in der Schmiede gearbeitet und dort verschiedene Gegenstände oder Waffen hergestellt wurden. Kampfszenen sind auch vorhanden. Diese sind bildhaft und detailliert geschildert, ohne zu blutrünstig oder ausufernd zu sein. 

Charaktere sind alle vertreten: gute und böse, freundliche und gemeine. Vor allem zur damaligen Zeit war das Leben oft nicht einfach, so dass es gutherzige Charaktere gibt, die Schlimmes erfahren und deshalb auch weniger schönes tun mussten. Die Charakterentwicklung ist trotz der manchmal etwas kurzen Zeit, während der man die Personen im jeweiligen Abschnitt begleitet, sehr gut gelungen. Man konnte sich in die sympathischen Charaktere sehr gut einfühlen, denn trotz der relativen kurzen Abschnitte lernt man die Figuren gut kennen und verfolgt gerne ihr Leben und möchte wissen, wie sie manch schwierige Lage überstehen und hofft auf ein Happyend. Schade war, dass man Charaktere, die man kennen gelernt und lieb gewonnen hat, nach einem Abschnitt wieder loslassen musste. Aber das ist nachvollziehbar, da Ulf Schiewe fast tausend Jahre Geschichte in einem Buch erzählt, was ihm sehr gut gelungen ist.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, da man nebenbei sehr viel über die deutsche Geschichte lernt und durch die Zeitsprünge und gut gewählten zeitlichen Epochen einen schönen Überblick bzw. Einblick in die Entwicklung der Menschheit und Gesellschaft über annähernd tausend Jahre erhält. Man erfährt woher „der Deutsche“ kommt und wer er ist. 

Der Schreibstil des Autoren gefällt mir gut, er ist leicht und flüssig zu lesen. Die Lage der damaligen Zeit und das Leben der Menschen wird anschaulich und detailreich geschildert. Die Atmosphäre der Veränderung und die Aufregung und Entschlossenheit der Menschen, beispielsweise während der Deutschen Revolution, konnte man spüren und es entstand das Gefühl, als wäre man dabei.
 
Fazit:  
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und Ulf Schiewe hat die Idee, annähernd tausend Jahre deutscher Geschichte in einem Buch zu erzählen, hervorragend umgesetzt. Sowohl die geschichtlichen Aspekte als auch die persönlichen Ereignisse der Charaktere sind gut dargestellt und keines der beiden rückt in den Hintergrund. Ich habe schnell in jeden Abschnitt hineingefunden und mit den Figuren mit gefiebert.
Dies war mein erstes Buch von Ulf Schiewe und ich werde auf jeden Fall noch weitere lesen, da mir dieses so gut gefallen hat. Es ist eine Empfehlung nicht nur für Leser historischer Romane, sondern für jeden, der mehr über die deutsche Geschichte erfahren möchte.

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138 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

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Die Schwestern von Mitford Manor – Unter Verdacht

Jessica Fellowes , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.09.2018
ISBN 9783866124523
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt. Hauptsächlich begleitet der Leser Louisa, die als Anstandsdame bei den Mitfords die Arbeit aufnimmt und sich mit Nancy anfreundet. Hinsichtlich des Mordfalls gibt es noch eine andere Perspektive. Guy Sullivan ist Bahnpolizist und ermittelt zusammen mit der Polizei an dem Mord der Krankenschwester Florence. Zwischendurch gibt es von dieser ein paar kurze Briefe, die sie aus dem Krieg an ihre Freundin schickt.


Ich habe zunächst etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen, da mich die vielen Namen der an der Untersuchung des Todes von Florence Beteiligten verwirrt haben und ich nicht den Durchblick hatte, wer wer ist. Dies hat sich aber schnell gelegt, da man dann mitbekommt, wer für die Ermittlung wichtig ist.

Louisa habe ich sofort in mein Herz geschlossen und auch Nancy und Guy sind mir sympathisch. Durch die verschiedenen Blickwinkel lernt man Louisa und Guy und ihr jeweiliges zu Hause gut kennen. Dafür nimmt sich die Autorin zu Beginn des Buches Zeit. Dadurch entwickeln sich die Geschichte und der Mordfall nur langsam. Beide plätschern etwas vor sich hin und wirken langgezogen, sind aber nicht langweilig. Der Fokus des Buches liegt mal auf der Klärung des Falles, mal auf Louisas Leben. Die Spannung ist meist niedrig und steigt nur situationsgebunden an, bis sie am Ende bei der Klärung des Mordes an der Krankenschwester Florence sehr hoch ist. Der Schluss hat mich überrascht, es wurden aber alle offenen Fragen zum Mord geklärt und ist stimmig.

Dieses Buch ist der erste Band der Reihe über die Mitford-Schwestern, wobei immer eine der sechs im Fokus steht. Hier soll es sich wohl um die Älteste der Mädchen drehen, nämlich um Nancy. Einige Kapitel lang ist sie im Vordergrund und man kann sie ganz gut kennen lernen, allerdings nur oberflächlich. Der Fokus liegt ganz klar, schon durch die Perspektiven der Geschichte, auf Louisas Leben und den Ermittlungen im Mordfall der Krankenschwester. Da sich aber der Fall nur langsam entwickelt und erst am Ende viel passiert, hätte man Nancy näher kennen lernen und öfter in den Vordergrund stellen können.

Fazit
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Ich habe mit Louisa mit gefiebert und die Lösung des Mordfalls an der Krankenschwester hat mir gut gefallen.

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(156)

251 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

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Der Schatten

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 23.07.2018
ISBN 9783442757527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon mit dem ersten Satz ist man in die Geschichte abgetaucht. Die Autorin schafft es mit ihren bildhaften Beschreibungen und guten Vergleichen, dass man die Situation vor seinem inneren Auge sieht. Zudem herrscht eine tolle Atmosphäre, die einen in den Bann zieht. 


Aber nicht nur durch ihre besondere Art zu schreiben, sondern auch durch den komplett durchdachten und schlau aufgebauten Plot fesselt Melanie Raabe den Leser. Durch geschickt gestreute Andeutungen und Informationen über die Protagonistin Norah und ihre Vergangenheit tauchten viele Fragen bei mir auf. Ich rätselte, was es mit der Frau im Prolog auf sich hat und mit dem/der Ich-Erzähler/in, der/die seine/ihre Gedanken in kurzen, dazwischengeschobenen Kapiteln schildert. Man fragt sich, wer diese Personen sind und was sie mit der Prophezeiung der Bettlerin zu tun haben. Durch weitere Hinweise fühlt man sich manchmal in seiner Theorie bestätigt, hinterfragt diese oder muss sie manchmal komplett verwerfen und wieder bei null anfangen. 

Zunächst weiß man nicht viel über Norah und weiß sie nicht so recht einzuschätzen. Doch nach und nach wird sie sympathisch, da sie aktiv wird und versucht herauszufinden, wer Arthur Grimm ist und was am 11. Februar vor einigen Jahren wirklich geschehen ist. War da mehr, als sie weiß?

Zudem ist der Thriller sehr spannend geschrieben, denn an den richtigen Stellen beginnen neue Kapitel oder man springt in der Zeit, so dass die Spannung aufgebaut und hochgehalten wird. 

Am Ende werden alle Fragen erklärt und die rätselhafte Aussage der Bettlerin schlüssig aufgelöst und man begreift erst richtig was miteinander zusammenhängt. Die Idee, die hinter dieser Geschichte steckt, ist außergewöhnlich und brillant ausgearbeitet.

Fazit:  
Die Autorin ist einfach genial. Die Idee ist der Wahnsinn, die Umsetzung aufgrund Melanie Raabes besonderen Schreibstils und ihres Spannungsaufbaus einfach nur klasse und lässt Raum zum Spekulieren. 

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Charité: Hoffung und Schicksal

Ulrike Schweikert
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audiobuch Verlag OHG, 13.07.2018
ISBN B07FKMFS2T
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Man folgt der Hebamme Martha Vogelsang, die im Totenhaus des Krankenhauses zu arbeiten beginnt, der Hilfsschwester Elisabeth, Prof. Dieffenbach und der an der Medizin interessierten Gräfin Ludovica. Mir waren die vier sympathisch und sie entwickelten sich stark weiter, denn durch geschickt gesetzte Zeitsprünge konnte man die Charaktere über mehrere Jahre hinweg begleiten. Auch wenn das Privatleben der Personen geschildert wird, liegt der Fokus auf dem Geschehen in der Charité. 


Durch die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Protagonisten lernt man das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln und in der gesamten Charité kennen. Die Krankheiten der Patienten, deren Behandlung, die hygienische Situation in der Charité und der damalige Stand der Medizin sind nachvollziehbar und unbeschönigt geschildert, so dass man ein eindringliches Bild bekommt, was es damals bedeutete, krank zu sein. Vor allem die Behandlungsmethoden der psychisch kranken Menschen waren gruselig und erschreckend.

Zum Hörbuch
Die Sprecherin Beate Rysopp hat eine angenehme Stimme, so dass man der Geschichte gut folgen kann. Da sie ihre Stimme bei wörtlicher Rede entsprechend der Person anpasst, egal ob Kind, Frau oder Mann, merkt man, welcher Charakter gerade spricht.

Fazit
Es ist ein tolles Buch mit sympathischen Charakteren, die man gerne begleitet. Zugleich bekommt man einen sehr guten Eindruck in den damaligen Wissensstand der Medizin und in die Arbeit an der Charité.

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(117)

198 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

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Ein König für Deutschland

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.06.2011
ISBN 9783404160181
Genre: Romane

Rezension:

Überschrieben ist der Klappentext mit „Eschbachs geniale Allegorie über Macht und Manipulation“ und das trifft es zu 100%. Der Plot ist sehr spannend geschrieben, man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht, kann sich aber gleichzeitig kaum vorstellen, was noch kommen mag. Von Seite zu Seite wird es immer spannender. Gepaart ist diese gut ausgearbeitete Geschichte mit vielen Informationen über Wahlen und Wahlmaschinen. Zudem zeugt dieses Werk von einer sehr ausführlichen und guten Recherche, denn durch Fußnoten sind Quellen genannt, die man als Leser dazu nutzen kann, sich noch weiter über dieses Thema zu informieren. Teilweise habe ich das Lesen dafür sogar unterbrochen. Das Buch ist zugleich spannend, unterhaltend und lehrreich, denn es beschert des Öfteren fassungslose Momente über das, was möglich ist und das, was bereits Realität ist. Selbst nach dem Lesen lässt das Buch einen nicht mehr los und spukt immer noch im Kopf herum. 

 
Fazit:  
Kurz gesagt: Eschbach beherrscht die hohe Kunst des Bücherschreibens und liefert ein spannendes und zugleich schockierendes Werk über die Manipulation bei Wahlen. Ein Buch, das JEDER lesen sollte.

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(135)

241 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 30.08.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:

Zunächst hat mir das Buch gefallen, da man in Juliettes Leben und ihre Gedanken darüber eintaucht. Doch durch die vielen Gedankenbeschreibungen ist kaum Handlung vorhanden und es geht nicht voran. 


Später wird dann eine Situation zwischen Soliman und Juliette begonnen zu beschreiben, aber nicht zu Ende erzählt. Da fragt man sich, wie, was, warum jetzt eigentlich passiert ist. Die Protagonistin kann ich dann nicht mehr verstehen, da sie wie aus dem nichts etwas tut, dies aber mal nicht durch lange Gedankenbeschreibungen erklärt wird. Insgesamt werden also unnötige Dinge erklärt, aber die, die wichtig sind, um die Geschichte und die Beweggründe der Charaktere zu verstehen, leider nicht. 

Zudem wird auf die Idee, Bücher an fremde Menschen zu verschenken um deren Leben zu verändern, nicht weiter eingegangen.

Juliette ist jemand, der viel liest. So werden öfters Bücher erwähnt, teilweise französische, teilweise Klassiker, die ich nicht kenne, nur ein paar dem Titel nach. Wenn man diese Bücher gelesen hätte, würde einem dieses Buch vielleicht besser gefallen.

Aufgrund der kurzen Kapitel kommt man trotz der vielen Beschreibungen und wenig Handlung schnell durch das Buch, auch wenn das Lesen durch die vielen langen Sätze erschwert wird.

Fazit:  
Leider bei weitem nicht so gut, wie erhofft und nicht das, was ich erwartet habe. Sehr viele Beschreibungen an der falschen Stelle und kaum Handlung. Ich kann das Buch nicht weiter empfehlen.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Lucid - Tödliche Träume

Christoph Mathieu , Dennis Todorovic
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 10.07.2018
ISBN 9783732562800
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch beginnt spannend und sehr interessant, weil der Leser zunächst in das Thema des luziden Träumens eingeführt wird. Das schaffen die Autoren aber auf eine leicht zu verstehende und anschauliche Weise. Die Idee, dass man mit luziden Träumen nicht nur die eigenen Träume bestimmen, sondern sogar in Erinnerungen von anderen Menschen eintauchen kann, ist erschreckend und faszinierend zugleich. Die Träume und ihre Möglichkeiten liefern eine außergewöhnliche Geschichte und neue Perspektiven. Nicht immer haben neue Errungenschaften nur positive Effekte und auch in Lucid gibt es Charaktere, die diese Entdeckung skrupellos ausnutzen wollen. Das regt einen zum Nachdenken an, ab wann die Grenze zwischen Nutzen und Schaden überschritten wird.


Die Spannung ist durchgehend vorhanden, auch wenn sie zu Beginn und besonders am Schluss höher ist als im Mittelteil. Besonders die Schilderungen von Signes Träumen fand ich immer sehr aufregend.

Der Plot ist überraschend und vor allem nach der Mitte hält die Geschichte einige unerwartete Wendungen parat.

Eine große Bedeutung spielen in diesem Buch die verschiedenartigen Charaktere. Man hat einerseits Personen, die die Risiken in der Manipulation sehen, andererseits Personen, die Signes Fähigkeiten schamlos für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Wie die Charaktere die anderen behandeln und sie sich in der Geschichte entwickeln, ist schön und nachvollziehbar dargestellt. Besonders ein Charakter hat mich hierbei überrascht und ich konnte mir nie sicher sein, ob dieser auf der Seite der „Guten“ oder „Bösen“ steht. 

Fazit   
Insgesamt liefert das Autorenduo dem Leser ein spannendes Buch über luzides Träumen mit verschiedenartigen Charakteren, die zeigen, was manche Menschen bereit sind zu tun, um zu Forschen und zu Ruhm und Macht zu gelangen. 

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(62)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Helle Tage, helle Nächte

Hiltrud Baier
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.07.2018
ISBN 9783810530387
Genre: Romane

Rezension:

Die Kapitel sind abwechselnd aus Annas und Frederikes Perspektive erzählt. Es dauert einige Zeit, bis Frederike in Lappland ankommt und die Geschichte so richtig beginnt. Denn am Anfang und ab und zu auch später schweifen die beiden Charaktere oft in die Vergangenheit ab. Auch ein paar Wiederholungen sind in dem Buch zu finden. Dadurch bleibt, vor allem zu Beginn, die Handlung in der gegenwärtigen Zeit stehen. Allerdings erfährt man auf diese Weise viel über Annas Leben und die Autorin hat es so geschafft, Annas Person tiefgründig darzustellen, was mir gefallen hat. Baiers Schreibstil ist einfach gehalten und dadurch leicht und schnell zu lesen.


Ich hätte mir ein tieferes Eintauchen in das Leben der Samen in Lappland gewünscht. Leider kam darüber nur wenig und auch erst gegen Ende des Buches.

Teilweise hatte ich das Gefühl, dass das Buch auf ein Ereignis am Ende hinarbeitet, dass dann aber nicht kommt. Denn das Ende war sehr abrupt und nicht zufriedenstellend. Ein Kapitel mehr hätte dem Buch gut getan.

Fazit 
Das Buch war schnell zu lesen und hat mich unterhalten, allerdings hatte ich erwartet, tiefer in die Lebensweise der Samen einzutauchen und das Ende war mir zu abrupt.

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(47)

85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Hyde

Antje Wagner
Fester Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Julius Beltz GmbH & Co. KG, 10.07.2018
ISBN 9783407754356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir gefällt alles, wirklich alles, an diesem Buch! Die Geschichte fängt langsam an, doch die Spannung steigt an und bleibt im Verlauf des Buches hoch. Man weiß zunächst nicht viel von Katrinas Leben, doch nach und nach erfährt man in Rückblicken einzelne Bruchstücke. Damit werden einige Fragen beantwortet und es stellen sich neue Fragen. Man springt in der Geschichte zu unterschiedlichen Zeitpunkten von Katrinas Vergangenheit. Aber als Leser wird man dadurch nicht verwirrt, man findet sich immer gleich zurecht. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitpunkten in der Vergangenheit und in der Gegenwart macht den Reiz der Geschichte aus. Die einzelnen Abschnitte sind meist kurz, wodurch man in allen Handlungssträngen schnell voran kommt. Es stört nicht einmal, dass man an besonders spannenden Stellen zu anderen Zeitpunkten springt, weil es nach einigen Sätzen bzw. Seiten wieder an der anderen Stelle weitergeht. Dabei ist die Gegenwartsstory genauso spannend wie die Vergangenheitsstory. Und das Buch ist so spannend und gut geschrieben, dass man die Welt um sich herum vergisst. Der Schreibstil ist besonders. Die Wortwahl, die kurzen Sätze zwischen den längeren und die Beschreibung von Katrinas Welt lassen den Leser vollkommen in die Geschichte abtauchen und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als ob Katrina selbst ihre Geschichte aufgeschrieben hätte. Katrina ist trotz, oder gerade wegen, ihrem außergewöhnlichen Leben und ihrem Schicksalsschlag eine beeindruckende Persönlichkeit. Das Buch ist perfekt gelungen und hat so viel mehr zu bieten, als man oberflächlich erkennen kann. Vor allem zwischen den Zeilen enthält es viele Botschaften und Erkenntnisse.


Fazit: 
Die Geschichte um die bemerkenswerte Katrina ist der Autorin mit ihrer Art zu Schreiben und dem Verknüpfen der Handlungsstränge perfekt gelungen. Es ist ein Meisterwerk!

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(22)

30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Verschollen in der Poison Bay: Ein Neuseeland-Krimi (Wild Crimes 1)

Belinda Pollard
E-Buch Text: 415 Seiten
Erschienen bei Small Blue Dog Publishing, 25.11.2017
ISBN 9780994209894
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt


Knapp zehn Jahre nach dem Schulabschluss macht sich Callie Brown zusammen mit sieben ehemaligen Klassenkameraden auf den Weg durch die Wildnis Neuseelands. Doch nicht nur die raue und unwirtliche Natur bedroht die alten Freunde, sondern auch jemand, der es auf sie abgesehen hat. Verloren und ohne Kontakt zu Außenwelt, setzt die Gruppe alles daran, um zu überleben. Doch wem kann man trauen?

Meine Meinung

Am Anfang habe ich mich gefragt, was da noch kommen soll, weil die Handlung schnell voranschreitet, aber nach vierzig Seiten geht die Geschichte erst so richtig los. Ab da ist es so spannend, dass man vollkommen in das Buch eintaucht. Die Handlung ist wie ein Sog. Man kann einfach nicht aufhören zu lesen. 

Die Autorin hat acht unterschiedliche Charaktere erschaffen, über die man nach und nach etwas mehr erfährt. Ihre Wahrnehmung und ihr Empfinden zu der Bedrohung in dieser zwar traumhaft schönen, aber auch unwirtlichen und gefährlichen Natur sind sehr gut und vor allem anschaulich geschildert. Der überaus spannende und wendungsreiche Plot und die Umweltbedingungen in der Poison Bay werden von Belinda Pollard sprachgewaltig dargestellt. Die atemberaubende neuseeländische Natur ist bildhaft und emotional beschrieben, so dass man dort sofort loswandern möchte.

Fazit

Das Buch ist rundum gelungen: spannender Plot, vielschichtige Charaktere und eine bildhafte Darstellung der einzigartigen neuseeländischen Landschaft. 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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DREAM ON - Marionetten

Nikolas Stoltz
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 31.05.2018
ISBN 9783945362372
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bei Dream on – Marionetten handelt es sich um den zweiten und finalen Band der Dream on–Reihe. Teil eins ist Dream on – Tödliche Träume.


Lena und Nick gehen mit ihren Mitstreitern jeweils verschiedenen Spuren nach und so wechseln sich die Perspektiven ab. Dabei fängt die Geschichte langsam an und es treten sehr viele Namen auf. Zunächst war ich etwas verwirrt, da ich Band 1 nicht gelesen habe und die Personen für mich daher alle neu waren. Das hat sich aber schnell gelegt, da die Geschichte dann sehr spannend wurde. Besonders spannend sind immer die Kapitelenden, so dass man immer weiter lesen möchte. Das Buch zieht einen in seinen Bann. Die Story hat einige überraschende Wendungen und ein tolles Ende, wobei ich die 180°-Wendung eines Charakters nicht ganz nachvollziehen kann. 

Ich bin von der Idee des Buches, dass man in Träumen bestimmte Orte besuchen und Dinge erleben kann, begeistert. Nikolas Stoltz beschreibt dies sehr gut und beleuchtet die vielen Möglichkeiten und Gefahren dieses Träumens.

Wer den ersten Band nicht kennt, kann auch nur den zweiten lesen, da zu Beginn kurz erklärt wird, was im ersten Buch passiert ist. Allerdings würde ich jedem empfehlen, den Auftakt zu lesen. Hätte ich ihn gekannt, hätte mir dieses Buch wahrscheinlich noch besser gefallen.

Fazit
Die herausragende Idee der Traumwelt mit ihren vielen Möglichkeiten und Gefahren wurde anschaulich umgesetzt und in eine sehr spannende Story gepackt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

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(151)

198 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 134 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Hauptsächlich erzählt Nina George die Geschichte von Claire. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kurze Kapitel aus Julies Perspektive. Claires Leben wird sehr anschaulich und ausführlich beschrieben. So erfährt der Leser anhand von Rückblicken mehr über ihre Vergangenheit und lernt sie so besser kennen. Besonders gefallen hat mir, dass Claires Gedanken ihrer Figur angepasst waren und sie die Leute als Verhaltensbiologin anders wahrnimmt, als andere Menschen. Man erfährt auch einige interessante verhaltensbiologische Aspekte. 


Der Beginn des Buches ist spannend erzählt, jedoch verschwindet die Spannung nach kurzer Zeit völlig, da dann kaum noch Handlung vorhanden ist und die Autorin sich in der Beschreibung von Banalitäten oder von Claires und Julies Gedanken verliert, die nicht immer verständlich sind. Einige Gedankengänge kommen plötzlich aus dem Nichts und sind nicht nachvollziehbar. 

Trotzdem oder gerade wegen der nichtssagenden Abschnitte und der Beschreibung von Trivialem ist die Geschichte schnell zu lesen. Und das, obwohl der Schreibstil, der mit den vielen kurzen Sätzen zuweilen abgehackt, unruhig und nüchtern wirkt, nicht immer einfach zu lesen ist.

Die Geschichte und auch das Ende waren mir zu vorhersehbar. Ab Seite 90 hatte ich einen Verdacht, wie die Geschichte enden wird. Und so ist es im Großen und Ganzen auch gekommen.

Fazit: 
Erwartet habe ich eine spannende Story über das Leben, was man damit anfängt und wie man rückblickend die eigenen Entscheidungen beurteilt. Bekommen habe ich eine langweilige Geschichte mit vielen Gedankenbeschreibungen und einer kaum existierenden Handlung.

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(135)

163 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 130 Rezensionen

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Wahrheit gegen Wahrheit

Karen Cleveland , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 10.04.2018
ISBN 9783442716746
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt sehr spannend. Auch die Kapitelenden sind spannend, so dass man nicht aufhören kann, zu lesen. Die hohe Spannung vom Anfang kann sich aber nicht vollständig halten. Sie steigt und fällt immer mal wieder, ist aber durchgehend vorhanden. Vor allem in der Mitte lässt die Spannung nach und es ist etwas vorhersehbar. Zum Ende hin ist die Spannung aber wieder gestiegen. Während des gesamten Buches fragt man sich, was Viv als nächstes tun wird und wie sie aus dieser ausweglosen Situation heraus kommen will.


Die Charaktere sind interessant, aber sie bleiben für mich manchmal ein wenig zu oberflächlich. Das Buch ist aus Vivs Perspektive geschrieben. Daher erfährt man ihre Gedanken über Matt, ihre Familie und ihr gemeinsames Leben. Allerdings sind mir ihre Gefühle gegenüber ihrem Mann manchmal etwas zu kurz gekommen und von der Autorin zu wenig beschrieben. 

Die Schilderungen von Vivs und Matts gemeinsamer Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen, da man so die beiden Charaktere besser kennen lernen konnte. Die Rückblicke sind geschickt an den passenden Stellen in die gegenwärtige Geschichte eingebaut.

Der Schluss hat mir sehr gut gefallen, denn er ist unvorhersehbar und das Buch endet mit einem lauten Knall, der einen fassungslos zurücklässt.

Fazit:

Auch wenn die Spannung in der Mitte etwas nachlässt, ist Wahrheit gegen Wahrheit eine fesselnde Spionagegeschichte. 

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(80)

98 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

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Das Eis

Laline Paull , Dorothee Merkel
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.03.2018
ISBN 9783608503524
Genre: Romane

Rezension:

Laline Paull hat eine spannende Geschichte geschaffen, bei der es hauptsächlich um die Umstände von Toms Tod und die Freundschaft zwischen Tom und Sean geht. Doch es geht um viel mehr: Um das Schmelzen des Polareises aufgrund des Klimawandels, der Umgang mit der Natur, die Profitgier der Unternehmen, die Freundschaft, Verrat und Liebe. Der Leser begleitet Sean ab dem Zeitpunkt, als ihm das Auffinden von Toms Leiche mitgeteilt wird. Nach und nach erfährt man durch Rückblicke wie die beiden sich kennen lernten und von ihren Plänen für eine Lodge auf Spitzbergen, die neben ihrem geschäftlichen Treiben die Arktis schützen soll. Wie die Lodge die Natur schützen soll, habe ich überhaupt nicht verstanden. Die Rückblicke geschehen zu verschiedenen Zeitpunkten in der Vergangenheit, die nicht immer gekennzeichnet sind. So war ich zu Beginn des Buches bei einigen Blicken in die Vergangenheit verwirrt und musste mich erst einmal zurechtfinden, wie weit es zurück ging.


Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kurze Ausschnitte aus realen Berichten von Forschern und anderen Menschen, die eine Zeit lang in der Arktis lebten. Diese Einblicke in die Welt der ewigen Kälte und des ewigen Eises haben mir sehr gut gefallen. Man hat viel über das Leben unter diesen widrigen Bedingungen erfahren.

Paulls Schreibstil ist angenehm und schnell zu lesen. Sie beschreibt die Ereignisse in der Arktis so bildhaft, dass man das Gefühl hat, man säße im Kino vor einer riesigen Leinwand. Nach ca. einem Drittel nimmt die Geschichte so richtig Fahrt auf und die Spannung steigt, als die Untersuchung zu Toms Tod bei Gericht beginnt. Seans Gefühle zum Tod seines Freundes, sein Verhalten und seine Empfindungen bei der Aussage vor Gericht sind sehr gut beschrieben. Ich konnte die Stille im Gerichtssaal hören und die Anspannung der Anwesenden fühlen. Das Ende ist berührend und aufwühlend, ich hatte Tränen in den Augen.

Fazit
Laline Paull hat ein großartiges Buch geschaffen, das berührend und aufwühlend ist, eine tolle Geschichte über die Freundschaft erzählt und den Umgang mit der Natur aufgreift.

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257 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 121 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 19.03.2018
ISBN 9783442757749
Genre: Romane

Rezension:

Abwechselnd erzählt Maja Lunde dem Leser aus dem Leben der beiden Protagonisten. David floh mit seiner Tochter Lou in ein Auffanglager. Getrennt von seiner Frau und seinem Sohn, muss er sich nun alleine um Lou kümmern und alleine entscheiden. Lunde schafft es sehr gut, seine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Frau und Kind, seinen inneren Zwiespalt und Widerspruch nachvollziehbar und eindringlich darzustellen. Als Leser ist man betroffen von seiner Situation und fühlt mit ihm. 


Auch Signes Gedanken und Gefühle sind anschaulich und nachvollziehbar geschildert. Sie ist eine starke Frau mit eigener Meinung und steht für die Umwelt und den Naturschutz ein. Ihr Handlungsstrang war durchflochten von einem Rückblick auf ihr Leben, das eng mit ihrem Heimatdorf und dessen Gletscher verbunden ist.

Wie in Die Geschichte der Bienen ist auch in diesem Buch der Schreibstil von Maja Lunde wieder herausragend. Ich liebe den Wechsel zwischen langen und kurzen Sätzen und die vorher noch nie gelesenen Vergleiche.

Insgesamt hat mir dieses Buch wieder sehr gefallen, auch wenn es im Vergleich zum Vorgänger etwas schwächer ist. Aber Die Geschichte der Bienen ist für mich einfach perfekt, da konnte Die Geschichte des Wassers meiner Meinung nach nicht besser werden. Darüber hinaus ist mir der Einbau von Fakten über das Wasser, dessen Verschmutzung und der Knappheit in dem in der Zukunft spielenden Handlungsstrang zu kurz gekommen und hätte mehr Potenzial gehabt. Zudem wirkt Davids Geschichte auf mich noch nicht fertig erzählt. 

Fazit
Auch wenn ich den Vorgänger deutlich besser finde und mir in Die Geschichte des Wassers einige Aspekte fehlen, ist Maja Lunde wieder ein tolles Buch mit einer berührenden und zum Nachdenken anregenden Geschichte gelungen.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

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Die Affäre Carambol

Stefan Lehnberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Tropen, 10.03.2018
ISBN 9783608503548
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der abwechslungsreiche Kriminalfall, in dem die beiden Schriftsteller ermitteln, ist sehr spannend. Da dieses Buch im Jahre 1801 spielt, gibt es keine Hilfsmittel zur Klärung von Fällen wie es sie heute gibt. Sehr interessant war daher, wie sie aus den verschiedenen Geschehnissen, durch die sich die Verschwörung zeigt, ihre Schlüsse ziehen und ihre Theorien überprüfen. Nicht immer ist das ganz ungefährlich. Die Spannung war durchgehend vorhanden, in der einen oder anderen Situation wurde sie noch höher und steigerte sich bis zum Ende der Geschichte. Die Handlung im Buch bezieht sich nur auf den Fall, über Privates der beiden Persönlichkeiten oder ihre Freundschaft erfährt man hier kaum etwas, was mich aber nicht im Geringsten gestört hat.

Der Schreibstil ist ein wenig altertümlich, es werden Begriffe aus dieser Zeit verwendet und bei einigen Wörtern ist die Schreibung anders als heute, z.B. Franckfurth, Polizey, sey, bey, critisch, Thür usw. Trotzdem ist alles sehr gut und leicht zu lesen. Auch die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man die ca. 200 Seiten schnell gelesen hat.

Fazit:
Bei Die Affäre Carambol handelt es sich um einen spannenden und kurzweiligen historischen Kriminalroman mit Goethe und Schiller als Ermittler.

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152 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 91 Rezensionen

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Frau Einstein

Marie Benedict , Marieke Heimburger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462049817
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte um Mileva beginnt, als sie 1896 in Zürich ihr Physik- und Mathematikstudium aufnimmt. Als Leser begleitet man ihr Leben an der Seite von Albert Einstein über Jahre hinweg. Von Einstein und seiner Forschung weiß ich nur das, was wohl jeder weiß. Hier lernt man ihn von seiner menschlichen Seite kennen. Vor allem wird Milevas Leben an der Seite von Albert Einstein, ihr Familienleben, ihre wissenschaftlichen Bemühungen, das Leben als Frau und Wissenschaftlerin zur damaligen Zeit und die Entwicklung der Relativitätstheorie beschrieben. Es ist zwar einiges fiktiv bzw. nicht bestätigt, aber es gibt einen schönen Einblick in Milevas Leben als Wissenschaftlerin und Frau über 18 Jahre hinweg. Was wirklich wahr und was fiktiv ist, erklärt Marie Benedict am Schluss des Buches und gibt auch einen Literaturhinweis an, den sie als Recherche genutzt hat und mit dem der Leser selbst mehr über Alberts und Milevas Leben erfahren kann. Dieses Buch hat mich dazu angeregt, mir über das Leben der Beiden Gedanken zu machen und mich weiter über die beeindruckenden Persönlichkeiten zu informieren.

Ab und zu gibt es Rückblicke in Milevas Vergangenheit bzw. Gegebenheiten, an die sie zurückdenkt, die sehr aufschlussreich sind, da man sie so besser kennen lernt. Zudem sind diese kurzen Zeitsprünge bzw. Gedanken perfekt in die gegenwärtige Handlung eingebettet. Allgemein ist der Schreibstil Marie Benedicts sehr angenehm zu lesen. Dass man durch das Buch „getragen“ wird, trifft es wohl am besten.

Da das Buch das gemeinsame Leben zweier Physiker schildert, kommen auch mal ein paar Sätze physikalischer Erläuterungen vor. Allerdings treten diese sehr selten auf, nämlich nur wenn sie für die Geschichte wichtig sind, und sind auch von Laien gut zu verstehen.

Fazit

Es ist ein berührendes Buch über Albert Einsteins erste Frau Mileva, Wissenschaftlerin, Ehefrau und Mutter. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mehr über das Leben der beiden und/oder über das Leben von Frauen und Wissenschaftlerinnen zur damaligen Zeit erfahren will.

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143 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 74 Rezensionen

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Der Reisende

Ulrich Alexander Boschwitz , Peter Graf
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 18.03.2018
ISBN 9783608981230
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Geschichte gibt die Situation und Stimmung in Deutschland zur Zeit der Novemberprogrome wieder. Sie ist ein berührendes literarisches Zeitdokument, das unmittelbar nach diesen Ereignissen vom Juden Ulrich Alexander Boschwitz geschrieben wurde, der 1935 mit zwanzig Jahren nach Skandinavien emigrierte. 

Das Buch gibt auf beeindruckende Weise die damalige Situation wieder und ist so geschrieben, dass man das Gefühl hat, man wäre dabei und mit Otto Silbermann selbst auf der Flucht. Mir hat sehr gefallen, dass Boschwitz Silbermanns Gedanken und Gefühle, seine Ratlosigkeit und Mutlosigkeit, aber auch seinen starken Willen, sich nichts von den Nazis anhaben zu lassen, beschreibt. Auf der Reise durch Deutschland trifft Silbermann verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Ansichten über die Politik dieser Zeit. In gewisser Weise spiegeln diese Menschen die Gesellschaft wieder. Die Gedanken mancher Personen waren sehr schockierend. Das hat mich vor allem zu Beginn das ein oder andere Mal mit offenem Mund dasitzen lassen. 

Das Einzige was mich an diesem Buch etwas gestört hat, waren die sehr langen Kapitel mit 40 Seiten oder mehr und dass in diesen keine Absätze waren. So war es schwierig, nur mal eine halbe Stunde zu lesen. Der Schreibstil Boschwitzs ist trotz langer Sätze leicht und flüssig zu lesen.

Fazit

Die Geschichte beschreibt auf beeindruckende und schockierende Weise die Situation und die Menschen in Deutschland zur Zeit der Novemberprogrome. Ein literarisches Zeitdokument, das lesenswert für alle ist, die sich für diese Zeit interessieren.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark , Tina Dreher
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.11.2017
ISBN 9783431040791
Genre: Romane

Rezension:

Bereits der Start in das Buch ist toll. Sarah Lark fängt die Geschichte ohne Umschweife mit einer Handlung an und schildert dem Leser eine Situation, die die Ereignisse für den Rest des Buches auslösen. Schon in den ersten Seiten lernt man die Protagonistin Ellinor und ihr Leben sehr gut kennen. Man kann ihre Gefühle selbst spüren, da Lark mit ihrer Art zu Schreiben die Empfindungen der Charaktere zum Leser transportieren kann. Darüber hinaus schreibt sie sehr anschaulich und angenehm, so dass das Lesen ein Genuss ist, bei dem man die Handlung vor seinen Augen wie einen Film ablaufen sieht. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet wie beispielsweise Ellinors Mann, der eine ganz eigenwillige Persönlichkeit hat und beim Leser eher Antipathie statt Sympathie hervorruft. Aber auch das hat Sarah Lark sehr gut erdacht, denn dies macht Ellinors Leben realitätsnaher und die Geschichte noch interessanter und spannender. Sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit gibt es sympathische und unsympathische Charaktere, so dass man mit ihnen mitfiebert, mitleidet und mithofft, sich aber auch wünscht, dass den unausstehlichen Personen Einhalt geboten wird.
Ellinor sucht in Dalmatien und Neuseeland Informationen über ihre familiären Wurzeln und möchte herausfinden, wieso ihre Großmutter von deren Mutter weggeben wurde. Daher spielt die Handlung auf zwei Zeitebenen. Neben Ellinors Suche in der Gegenwart springt die Geschichte immer wieder in der Vergangenheit, um das Leben von Ellinors Vorfahren zur erzählen. Dies wird aber nicht einfach von Lark wie der Rest des Buches geschildert, wie es in anderen Familiengeheimnisromanen der Fall ist. Die Autorin nutzt hier verschiedene Stile, die das Buch abwechslungsreicher und realer machen. Zudem taucht man so besser in die Geschichten der Charaktere zur damaligen Zeit ein. Selbst die Sätze, der Satzbau und die Art zu Erzählen ist unterschiedlich und den Personen angepasst.
Wie in anderen Büchern bettet Sarah Lark auch hier wieder interessante Fakten über Neuseeland und dessen Vergangenheit in das Leben ihrer Charaktere ein, so dass es nicht konstruiert, sondern authentisch wirkt und der Leser nebenbei noch etwas Interessantes erfahren und lernen kann.
Die Geschichte an sich ist abwechslungsreich, spannend und nicht vorhersehbar. Stück für Stück erfährt der Leser mehr über Ellinors Wurzeln und manche auftretende Fragen werden erst am Ende des Buches beantwortet. Der Schluss hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, allerdings wurde das Geschehen auf den letzten sechs Seiten meiner Empfindung nach zu schnell abgehandelt.
Eine Kleinigkeit, die ich an diesem Schmöker noch bemängeln kann, liegt in der Aufmachung. Denn in diesem Buch befindet sich keine Karte von Neuseeland mit allen für die Geschichte relevanten Orten. Sehr schade, denn ich habe immer sehr gerne geschaut und mitverfolgt, wo sich die Charaktere in diesem wunderbaren Land gerade aufhalten.
Fazit
Sarah Lark ist eine Meisterin ihres Faches und schafft es immer wieder, ein Buch mit tiefgründigen Charakteren und einem spannenden, realwirkenden und abwechslungsreichen Plot zu kreieren. Ich war richtig traurig, als ich das Buch beendet hatte.

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853 Bibliotheken, 42 Leser, 1 Gruppe, 189 Rezensionen

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Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

Wie der Titel verrät, thematisiert dieses Buch die Geschichte der Bienen. Wie sie vor langer Zeit frei und wild lebten, von dem Menschen beobachtet und schließlich gezähmt und ausgebeutet werden, bis sie von der Erde völlig verschwinden. Die Charaktere leben zu unterschiedlichen Zeiten und ihr Leben ist mit dem der Bienen verknüpft. Maja Lunde hat großartige Protagonisten mit Ecken und Kanten erschaffen, die in die Tiefe gehen. Ihr Leben, ihre Familie, ihre Arbeit, ihre Probleme und ihre Hoffnungen sind sehr gut beschrieben und dargestellt. Tao konnte ich vollkommen verstehen und auch wenn mir bei George und William manches Verhalten nicht nachvollziehbar war, so ist ihre Darstellung doch realistisch. Ich hatte hier nicht das Gefühl, dass, wie in manch anderen Büchern, das Leben der Charaktere grundsätzlich toll verläuft, bis plötzlich die Probleme auftreten, die in der jeweiligen Lektüre thematisiert werden. Vielleicht ist die Geschichte für mich auch deshalb so lebensecht, da sie nah an der Realität ist und das Bienensterben tatsächlich existiert. Zudem waren die Schwierigkeiten mit den Bienen in dem jeweiligen Leben von Tao, George und William nicht im Vordergrund, sondern eher ein weiteres Problem in ihrem ohnehin schon nicht einfachem Alltag, aber trotzdem stand es in der Gesamtheit der drei Geschichten im Vordergrund. Ich habe mit allen drei Charakteren mitgefiebert und gehofft, dass es ein gutes Ende gibt, denn die Handlung war durchgehend spannend.

Bemerkenswert ist der sehr flüssig zu lesende und außergewöhnliche Schreibstil von Maja Lunde. In vielen Büchern beherrschen lange, aneinandergereihte und teils verschachtelte Sätze das Bild. Diese sind zwar stellenweise auch in Die Geschichte der Bienen zu finden, aber sie werden immer durchbrochen von kurzen Sätzen, die die Situation und die Gedanken der Charaktere an dieser Stelle besser beschreiben als lange. Außerdem schreibt Lunde in einer bildhaften Sprache und bedient sich vieler Vergleiche.

„All die großen Worte, die ich aneinandergereiht hatte wie frisch gegossene Zinnsoldaten, hatten sich in meinem Gehirn zu Blei verwandelt.“

Diese sind nicht die gängigen Vergleiche, sondern neue, noch nie gelesene und zu 100% passend. Durch die sprachliche Gewandtheit der Autorin taucht man völlig in Taos, Georges und Williams Welt ein.

Fazit

Das Buch hat mir sehr gefallen. Die einzelnen Geschichten der Charaktere sind schon alleine sehr spannend und zusammen erzählen sie die Geschichte der Bienen. Die Handlung ist sehr realitätsnah und in einem herausragenden Schreibstil Maja Lundes geschrieben. Das Buch gehört zu jenen, von denen man sich wünscht, sie würden nie zu Ende gehen.

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124 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 4 Rezensionen

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Die Tränen der Maori-Göttin

Sarah Lark
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.11.2013
ISBN 9783404169009
Genre: Romane

Rezension:

Wie in den vorherigen Bänden auch begleitet man die Protagonisten über Jahre hinweg durch Höhen und Tiefen, verfolgt, wie sie sich in der Welt behaupten und ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Eingebettet sind die persönlichen Schicksale in Neuseeland und in die Ereignisse der damaligen Zeit (um 1900), wobei auch die Protagonisten der ersten beiden Bände auftreten. Die tolle Handlung ist nicht vorhersehbar und hält einige unerwartete Wendungen parat.


Das Leben von Kevin, Roberta und Atamarie beschreibt Sarah Lark wie immer mit ihrem tollen, flüssigen und anschaulichen Schreibstil.


Das Buch ist mit fast 900 Seiten zwar ein dicker Schinken, jedoch wird es nie langweilig, Spannung ist immer vorhanden und Längen such man in Lark-Büchern sowieso vergeblich, so dass man das Buch schneller beendet hat als gedacht.


Fazit


Kurz gesagt: Dieser Band hat alles, was ein Lark-Buch ausmacht!

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467 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 196 Rezensionen

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Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gleich zu Beginn lernt man die Protagonistin Sarah gut kennen und erfährt ihre Gedanken und Ängste. Der Leser merkt, wie schwierig es für sie ohne Philipp ist und dass es sie beschäftigt, nicht zu wissen, was ihm zugestoßen ist. Ob er überhaupt noch am Leben ist. Sie kann keinen Schlussstrich ziehen, nicht neu anfangen. Jahrelang wartet sie auf eine Antwort.


In Rückblicken erfährt man mehr über sie und über ihren Mann Philipp. Auf diese Weise gibt Melanie Raabe dem Leser ein paar Informationen, so dass man Theorien entwickeln kann, was Philipp zugestoßen sein könnte, was der Fremde von Sarah will und ob vielleicht sogar Sarah etwas Schlimmes zu verbergen haben könnte. Auch aus der Sicht des Fremden sind einige Kapitel geschrieben. Man erfährt so gut wie nichts über ihn, aber man interpretiert einiges in sein Verhalten. Manches Mal musste ich meine Theorie verwerfen, hatte mehrere gleichzeitig oder eine Vermutung wurde bekräftigt. Die Auflösung um die Absicht des Fremden ist Raabe sehr gut gelungen. Es ist ein Überraschungsmoment, das einen vielleicht überraschen mag, aber nachvollziehbar ist, noch offene Fragen beantwortet und das Puzzle zusammengesetzt wird.


Der flüssige Schreibstil der Autorin ist leicht und schnell zu lesen. Melanie Raabe kann sehr gut schreiben und die Situation und Empfindungen der Charaktere sehr bildhaft und nachvollziehbar schildern. Man fühlt Sarahs Angst und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Teilweise ist das Buch so spannend, dass man die Luft anhält.


Fazit


Ein sehr spannender Thriller zum Miträtseln, einem brillanten Schreibstil und einer wahnsinnig gut entwickelten Geschichte von Melanie Raabe. Nach diesem Buch werde ich auf jeden Fall auch Raabes anderes Buch (Die Falle) lesen. Diese Frau hat das Zeug, zu meiner neuen Lieblingsautorin zu werden.

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77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

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Das Lied des Nordwinds

Christine Kabus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404176434
Genre: Historische Romane

Rezension:

Christine Kabus erzählt die überaus spannende und berührende Geschichte abwechselnd aus Livs und Karolines Sichtweise. Liv fande ich sofort sympathisch und habe ihre Perspektive über das ganze Buch hinweg lieber verfolgt als Karolines. Livs Geschichte war für mich aufgrund ihrer armen Herkunft interessanter und hatte mehr und spannendere Ereignisse als in Karolines Handlungsstrang zu finden sind.


Herausragend sind die gut und tiefgründig ausgearbeiteten Charaktere von Christine Kabus. So haben nicht nur die beiden Protagonisten Liv und Karoline eine lebensechte Persönlichkeit sondern auch die Nebencharaktere der Geschichte. Liv und weitere Figuren aus ihrem Handlungsstrang sind mir sehr ans Herz gewachsen, daher ging es mir sehr nahe, wenn sie in Schwierigkeiten geraten sind. Die Charakterentwicklungen von Liv und Karoline sind nachvollziehbar und haben mir sehr gut gefallen. Eine Besonderheit bei diesem Buch ist, dass man ein paar Charaktere aus Das Geheimnis der Mittsommernacht wiedertrifft. Es ist allerdings nicht nötig, das Buch vorher gelesen zu haben. Ich würde es aber empfehlen, da man sonst beim späteren Lesen von Das Geheimnis der Mittsommernacht ein wenig gespoilert wäre. 

Wie gewohnt ist Kabus Schreibstil einfach zu lesen und doch detailreich und bildhaft. Geschichtliche und Politische Hintergründe über das Ringen Norwegens um seine Unabhängigkeit von anderen Ländern sind sehr informativ und geschickt in die Geschichte der Figuren eingewoben. Auch das Leben zur damaligen Zeit, das ohne die elektrischen Geräte von heute so ganz anders war, wird sehr gut beschrieben. Darüber hinaus verwendet die Autorin die Erzählweise von Briefen, die in der jeweiligen Situation sehr passend sind und einem so weitere Einblicke in die Hintergründe und in das Empfinden der Figuren gibt.

Die Handlung ist nicht vorhersehbar und hält das ein und andere Mal eine Überraschung bereit. Das Ende ist gut gelungen, auch wenn mir der Wandel eines Charakters ein wenig zu schnell ging und unglaubwürdig ist. Das ist aber nur eine Kleinigkeit und auch das Einzige, was ich bei Das Lied des Nordwinds bemängeln kann.

Fazit
Ein spannender Roman, der sehr gut unterhält, bei dem man mit den Charakteren mit fiebert und der einem die interessante norwegische Geschichte näherbringt.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

laureen

Der rote Mond von Kaikoura

Anne Laureen
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.01.2013
ISBN 9783404167555
Genre: Romane

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18 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

king, random house

Schwarz (Der dunkle Turm 1)

Stephen King
Audio
Erschienen bei Random House Audio, Deutschland, 21.12.2006
ISBN B002TVS8ZW
Genre: Sonstiges

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