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140 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

raben, fantasy, nikola hotel, prag, gestaltwandler

Rabenblut drängt

Nikola Hotel
E-Buch Text
Erschienen bei Nikola Hotel, 18.06.2012
ISBN B008CQYYQK
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Rabenblut drängt“ ist der Debütroman der Autorin Nikola Hotel. Es ist zugleich Auftakt einer mehrbändigen Reihe. Die Geschichte handelt von Isa und Alexej, welche sich durch Zufall im Wald kennen lernen. Isa absolviert ein Praktikum bei einer Forschungsstation in Tschechien, als sie eines Abends Schüsse hört. Im Wald findet sie den schwer verletzten Alexej umringt von toten Tieren. Obwohl Alexej sehr zurückhaltend und verschlossen ist, fühlt sich Isa zu ihm hingezogen. Als es den Anschein macht, dass auch Alexej sich für sie zu interessieren beginnt, verschwindet ihr urplötzlich. Statt dessen taucht ein Rabe in Isas Leben auf, der sich offensichtlich für sie und die Forschungseinrichtung interessiert. Warum, scheint niemand zu wissen, doch Isa vermutet eine absurde Verbindung zwischen dem Raben und dem verschwundenen Alexej.

Die Idee der Geschichte hat mich absolut neugierig gemacht. Gestaltwandler-Romane gibt es haufenweise, aber meistens sind es ja doch eher majestätische Wesen, um die es geht. Ein Rabe war für mich erst mal unscheinbar und zu Beginn des Buches habe ich diese Tiere auch irgendwie als ‘unschön’ empfunden, doch ich wurde eines besseren belehrt. Natürlich sind die klassischen Elemente üblicher Fantasy Romane enthalten: ein gut aussehender mysteriöser Mann mit geheimen Fähigkeiten, eine etwas naive Protagonistin, ein bisschen Dramatik, ein bisschen kitschige Romantik. Nikola Hotel schafft es jedoch diese Elemente erfrischend anders rüber zu bringen, was wohl nicht zuletzt ihrem tollen Schreibstil zu verdanken ist.
Nikola Hotel beschreibt ihre Umwelt sehr lebendig und bildlich. Auch wenn es Stellen gab, in denen keine klassische Spannung vorhanden war, so gab es doch genug nebenbei zu entdecken. Viele Kleinigkeiten wurden unterschwellig betont, trotzdem wirkte das Buch keineswegs überladen. Ich kann es einfach nur als absolut „rund“ bezeichnen, eine sehr gelungene Mischung zwischen Umweltbeschreibungen und Handlung, sodass man als Leser das Gefühl hat, man ist direkt dabei, statt nur ein stiller Beobachter. Das Buch war zudem sehr spannend geschrieben, streckenweise sogar ziemlich actionreich. Wechselnde Erzählperspektiven haben ihr übriges dazu getan und waren hier sehr gut umgesetzt. Besonders gefallen hat mir daran, dass man so die beiden Charaktere gleich gut kennen lernen konnte.

Die Hauptcharaktere haben mir gut gefallen. Im Mittelpunkt steht Isa, eine Studentin aus Deutschland, welche ein Praktikum in Tschechien macht. Isa ist ein sehr angenehmer Charakter mit Stärken und Schwächen. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und obwohl sie manchmal tollpatschig und zickig wirkt, ist sie im Grunde sehr taff. Bücher über jammernde Püppchen nerven mich eher, aber Isa war sehr interessant, sowohl in ihrem Auftreten als auch in ihrer Entwicklung.
Auch Alexej war sehr interessant. Ganz besonders hat mich sein Hang zur klassischen Musik begeistert und die Stücke, die die Autorin immer mal wieder geschickt einfließen lässt. Dafür habe ich sogar das Buch unterbrochen, um mir das passende Stück selbst anzuhören. Alexej ist im Grunde ein klassischer Romantasy Held: gut aussehend, unnahbar und mysteriös. Der Unterschied zu den typischen 0 8 15 Helden besteht jedoch darin, dass sein Auftreten in jeder Hinsicht authentisch rüber kommt. Seine Unnahbarkeit hat Gründe, die man als Leser sehr gut nachvollziehen kann. Trotzdem wird daraus keine hochtragische Sache gemacht. Zudem ergänzt er sich mit seiner Tiergestalt wirklich hervorragend. Ich habe in „Rabenblut drängt“ viel über Raben und ihr Leben gelernt, und man konnte als Leser viel davon in Alexejs menschlichem Verhalten wieder finden, jedoch ohne dass es überladen gewirkt hat. Genau darin liegt die große Stärke der Autorin: die gesamte Geschichte ist konstant glaubwürdig. Es werden so viele Details erwähnt, dass es plausible klingt, jedoch wird keine Szene überladen oder ins übertriebene gezogen.
Auch die Nebencharaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Sie waren sind ein unverzichtbarer Teil der Geschichte und sehr abwechslungsreich und detailliert ausgearbeitet. Vor allem die anderen Mitglieder des Rabenschwarms bilden eine interessante Mischung aller möglichen Charakterzüge.

Das Buch ist als Indie-Projekt erschienen und qualitativ sehr hochwertig. Auch das Cover hat mir super gefallen, nicht nur weil es die Thematik des Buches aufgreift, sondern auch weil mich die Gestaltung an sich anspricht.

Fazit:
„Rabenblut drängt“ ist ein erfrischend anderer Gestaltenwandler-Roman, der mit interessanten Charakteren, einer spannenden Story und einem tollen Schreibstil überzeugen kann. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

bücher, england, london, bibliothek, liebe

BookLess.Gesponnen aus Gefühlen (BookLessSaga)

Marah Woolf
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei null, 14.12.2013
ISBN B00HARGYHY
Genre: Fantasy

Rezension:

BookLess – Gesponnen aus Gefühlen ist der zweite Teil der BookLess-Trilogie von Marah Woolf. Da ich nicht zu viel verraten möchte, werde ich keine weiteren Details zum Inhalt geben und komme deshalb direkt zur Bewertung.

Die Handlung der Geschichte knüpft direkt an Teil 1 an, was mir sehr gut gefallen hat. So ist ein spannender Einstieg gegeben, der auch direkt einige offene Fragen aus Band 1 beantwortet. Nach dem Einstieg flacht die Spannung kurz etwas ab, was dem Lesefluss jedoch keinen Abbruch tut. Man hat als Leser Zeit, sich in der Geschichte wieder zurecht zu finden und erfährt weitere Details über die Geschehnisse am Ende von Band 1. Schon nach kurzer Zeit nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf, was auch bis zum Ende zu bleibt. Nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, was ich regelrecht erschöpft, weil Marah Woolf ihren Lesern hier wirklich keine ruhige Minute gönnt. Nachdem Lucy im ersten Teil herausgefunden hat, was Nathans Großvater mit Büchern anstellt, setzt sie im zweiten Teil alles daran, weitere Details zu sammeln und einen Weg zu finden, wie sie die Bruderschaft stoppen kann. Diese Thematik hat mir gut gefallen, oftmals empfinde ich zweite Teile einer Trilogie als bloße Lückenfüller zwischen Anfang und dem großen Finale, in BookLess – Gesponnen aus Gefühlen ist Handlung aber sehr spannend, actionreich und informativ gelungen. Wieder einmal gefällt mir auch das Ende des Buches sehr gut. Ich habe nichts gegen spannende Enden, aber ich hasse es, wenn die Handlung mitten drin einfach aufhört, und man Monate lang auf die Fortsetzung warten muss. Marah Woolf ist hier wieder eine grandiose Mischung gelungen: die Haupthandlung des Buches ist abgeschlossen, der Handlungsstrang zufriedenstellend beendet. Trotzdem schürt das Ende noch mal unglaublich die Neugier auf Teil 3. Somit möchte ich zwar auch unbedingt wissen, wie es weiter geht, die Handlung des Buches ist aber in sich abgeschlossen.

Die Charaktere entwickeln sich auch in diesem Band kontinuierlich weiter, was sie trotz ihrer Ecken und Kanten sehr interessant macht.
Lucy ist nach Nathans Verrat sehr verletzt und blockiert erst mal jeglichen Kontakt zu ihm. Auch wenn ich ihre Sturheit teilweise etwas anstrengend empfand, so konnte ich Lucys Verhalten jedoch sehr gut nachvollziehen. Nach wie vor bleibt sie für mich ein schwieriger Charakter, weil sie teilweise doch noch sehr naiv und kindisch stur ist. Ich mag sie trotzdem gerade wegen ihrer kleinen Macken. Zudem finde ich ihr Verhalten konsequent und glaubwürdig umgesetzt. Es ist spannend, ihre Entwicklung und ihre Geschichte zu verfolgen. Gerade gegen Ende erscheint es mir, dass Lucy etwas erwachsener wird. Zu sagen, sie macht den Schritt vom Mädchen zur jungen Frau, ist noch etwas früh, aber vielleicht wird das Teil ihrer Entwicklung in Teil 3.
Nathan hat mir im ersten Band ja sehr gut gefallen und das konnte sich auch in Band 2 so fortsetzen. Er besitzt viele Facetten; manchmal finde ich ihn unausstehlich, manchmal würde ich ihn am liebsten Ohrfeigen und manchmal bin ich einfach unglaublich überrascht, wie emotional es eigentlich in seinem Inneren aussieht. Insgesamt hat auch er viele Ecken und Kanten, was ihn aber unglaublich authentisch wirken lässt. Auch der innere Konflikt, den er zwischen seinem Erbe als Perfecti und seinen Gefühlen ausfechten muss, ist durchweg glaubwürdig geschildert. Man kann ihn nicht immer durchschauen, was die Spannung zusätzlich erhöht.
Die Gefühle zwischen Lucy und Nathan haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren glaubwürdig umgesetzt, aber nicht zu kitschig! Ich konnte als Leser gut nachvollziehen wie Lucy und Nathan hin und her gerissen sind, zwischen Verstand und Gefühlen, ein ständiges auf und ab, ein für und wieder. Die Beziehung der Beiden zueinander ist ein wichtiger Bestandteil des Buches, nimmt aber trotzdem nicht zu viel Platz ein und wirkt auch keinesfalls überladen.

Die Nebenfiguren konnten mich wie schon in der MondLicht-Saga total überzeugen, wobei Jules meine absolute Favoritin ist. Ich mag ihre Art von Humor einfach unglaublich gerne. Insgesamt betrachtet, gefallen mir aber alle von Lucys Freunden. Ebenso sind die Gegenspieler allesamt sehr interessant ausgearbeitet, und ich denke, wir können uns noch auf einige Überraschungen in Teil 3 gefasst machen.

Die Sprache ist erfrischend locker und flüssig durchzulesen. Mir sind keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler aufgefallen. Zudem gefallen mir die kurzen Zitate zu Beginn jedes Kapitels, welche auch schon in Band 1 zu finden waren.

Das Cover ist vom Motiv her identisch zu dem von BookLess – Wörter durchfluten die Zeit und hat mir da schon unglaublich gut gefallen. Ich finde, dass sich die grüne und pinke Farbe zwar etwas mit dem Blau und Rot von Teil 1 beißt, für sich betrachtet ist das Cover jedoch wieder wunderschön.

Fazit:
„BookLess – Gesponnen aus Gefühlen“ ist eine grandiose Fortsetzung, die ich jedem Liebhaber von Jugend-Fantasy Büchern ans Herz legen möchte. Man findet jede Menge Action, etwas zarte Romantik und einen unglaublich fesselnden Plot. Von mir gibt es hier 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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179 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, nicht mein märchen, märchen, hollywood, schauspieler

Nicht mein Märchen

E.M. Tippetts
E-Buch Text: 371 Seiten
Erschienen bei null, 17.09.2012
ISBN B009D35AO6
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Chloe Winters sieht das Leben sehr nüchtern. Nach einer wenig erfreulichen Kindheit geht sie die Dinge eher pragmatisch an. Deshalb flippt sie auch nicht direkt aus, als auf einmal Jason Vanderholt vor ihr steht. Jason ist der Hollywood-Schauspieler schlecht hin und gerade für einen Dreh in der Stadt. Eigentlich will Chloe ihn nur schnell wieder los werden, immerhin ist sie davon überzeugt, dass er sie sowieso bald wieder vergessen hat. Zudem kann sie ihn auch nicht gerade als ihren Traummann bezeichnen. Doch Jason scheint seinen eigenen Willen zu haben und legt es deshalb immer wieder auf Treffen mit Chloe an, die aber ihrerseits gar kein Interesse daran hat. Noch weniger will sie Jasons unangenehme Fragen beantworten… .

Meinung:
Nicht mein Märchen ist eine locker leichte Lektüre aus der Feder von E. M. Tippetts. Das Buch handelt von Chloe Winters, einer relativ normalen und dabei sehr bodenständigen Studentin. Als sie dem berühmten Schauspieler Jason Vanderholt begegnet, interessiert sie das auch herzlich wenig. Anders ergeht es Jason selbst, der von Chloe umso mehr fasziniert ist.

Als mich der Übersetzer der Geschichte anschrieb, um nach einer Rezension zu fragen, habe ich spontan zugesagt, weil ich Chloe schon vom Klappentext her sympathisch fand. Dieses ganze Gekreische wegen irgendwelcher Stars ist eben nicht so meins (und Chloes auch nicht). Ich hatte mich auf eine lockere und unterhaltsame Lektüre eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Zwar kann man hier keine neuartigen Ideen erwarten, aber die Autorin hat es geschafft, das doch schon etwas ausgelutschte Thema „Megastar trifft Vorstadtmädel“ interessant und unterhaltsam aufzubereiten. Es macht Spaß Chloes Leben zu verfolgen und auch die Annäherungsversuche von Jason haben mir gut gefallen. Vor allem fand ich es auch im Gegensatz zu vergleichbaren Büchern sehr gut, dass die Sympathie zwischen Chloe und Jason erst langsam wächst, bis sie den Status einer guten Freundschaft erreicht hat. Dabei war das Tempo keinesfalls zu langsam, aber eben doch recht gemächlich, was die Annäherung zwischen den beiden sehr authentisch und glaubwürdig gemacht hat. Der Einstieg in die Geschichte fand über die Statistenrollen statt, welche Chloe und ihre Freunde angenommen haben. Man findet sich als Leser also direkt im Geschehen wieder, was ich bei Büchern immer sehr zu schätzen weiß. Spannung in dem Sinne war hier kaum vorhanden, was dem Buch aber auch keinen Abbruch tut. Es ist eben kein Krimi. Trotzdem habe ich das Buch sehr zügig durchgelesen, weil mein Interesse an der Geschichte durch die Charaktere und die Handlung selbst gefesselt wurde. Gerade Chloes Leben birgt die ein oder andere Überraschung. Was ihre schlimme Kindheit angeht, die sie gehabt hat, so muss ich sagen, dass mich der Punkt nicht überzeugen konnte. Es ist natürlich schon schlimm, ich empfand es aber irgendwie als an den Haaren herbei gezogen. Da die Hintergründe aber relativ kurz beschrieben und nicht überstrapaziert worden sind, ist dies kein großer Störfaktor. Die Sprache ist locker und leicht und lässt sich sehr gut lesen. Die Dialoge sind witzig gestaltet, und trotzdem werden auch ernste Themen behandelt, welche man gerade in Chloes Charakter wiederfinden kann.

Die beiden Hauptcharaktere sind Chloe und Jason. Wie ich ja schon erwähnt habe, hat mir Chloe schon vom Klappentext her gefallen, und das ist auch das ganze Buch über so geblieben. Ich mag vor allem ihre bodenständige Art und wie sie die Dinge angeht. Des Öfteren hat sie mich mit ihren bissigen Bemerkungen zum Schmunzeln gebracht. Besonders gerne lese ich immer von Charakteren, sie dich innerhalb eines Buches irgendwie weiterentwickeln. Diese Entwicklung war auch bei Chloe zu beobachten. Sie tut sich anfangs ganz schön schwierig damit, Jason etwas an sich heran zu lassen, was eventuell auch durch ihre Vergangenheit zu begründen ist. Nach und nach merkt man aber, wie sie sich öffnet, obwohl ihr das sehr schwer fällt. Trotz allem bleibt sie sich das ganze Buch über selbst treu, was mir auch sehr gut gefallen hat. Vor allem wirkte sie bis zum Ende hin überzeugend.
Jason hat mich anfangs etwas genervt, ich musste jedoch schnell feststellen, dass er nicht der obercoole abgehobene Star ist, für den ich ihn fälschlicher Weise gehalten habe. Eigentlich war Jason erschreckend sozial, womit ich bei einem Hollywood-Schauspieler einfach nicht gerechnet habe. So ist er äußerst kreativ, wenn es darum geht Chloes Interesse zu wecken und dabei durch und durch hilfsbereit und freundlich. Irgendwie mochte ich ihn, wobei er mir teilweise etwas zu lieb war.

Das Cover sieht aus, wie das eines alten Märchenbuches. Es passt also sehr gut zum Titel und birgt eine gewisse Ironie. Meinen persönlichen Geschmack trifft es rein von der Gestaltung her jedoch nicht. Zu der Übersetzung kann ich nicht viel sagen, da ich das englische Original nicht kenne. Wie ich jedoch schon erwähnt habe, ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, weshalb ich finde, dass der Übersetzer einen guten Job gemacht hat.

Fazit:
Ich vergebe 4 Sterne für Nicht mein Märchen. Die Geschichte ist zwar nicht neu, aber doch sehr unterhaltsam geschrieben. Zudem hat mir vor allem Chloe als Hauptperson ausgesprochen gut gefallen. Für eine leichte Lektüre zwischendurch und Fans von Liebesgeschichten ist das Buch wirklich sehr gut geeignet.

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380 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

bücher, bibliothek, london, liebe, fantasy

BookLess - Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei Silberlicht, 12.08.2013
ISBN B00EIIANXE
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Lucy kann ihr Glück kaum fassen, als sie einen Job in der Londoner Nationalbibliothek ergattert. Schon immer fühlte sie sich zu Büchern besonders hingezogen und sieht in ihnen eher eine Art Freunde. Als sie im Archiv der Bibliothek leere und zu Staub zu verfallene Bücher findet, will sie dem Rätsel unbedingt auf den Grund gehen. Als sie dann noch herausfindet, dass sich niemand an die leeren Bücher erinnert und das Mal an ihrem Handgelenk verrückt spielt, ist Lucy sich ganz sicher, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Hoffentlich kann Nathan ihr helfen, denn auch er scheint sich sehr für Bücher zu interessieren.

Meinung:
BookLess – Wörter durchfluten die Zeit ist der erste Teil der BookLess-Trilogie, der zweiten Trilogie von Marah Woolf. Nach dem ich schon von der MondLicht-Saga so begeistert war, musste ich natürlich auch dieses Buch lesen.

Die Geschichte handelt von Lucy, einer Literaturstudentin aus London, welche glücklicherweise einen Studentenjob in der Nationalbibliothek ergattern konnte. Dort im Archiv macht sie jedoch eine ungewöhnliche Entdeckung: in einigen Büchern fehlt der Text, wieder andere sind gar zu Staub zerfallen, dabei sind die Bücher eigentlich angemessen gelagert, sodass ihnen nichts passieren dürfte. Und es kommt noch merkwürdiger, kein Mensch scheint sich an die verlorenen Texte zu erinnert. Als Lucy Nathan, den Enkel eines renommierten Literaturprofessors kennen lernt, hofft sie, dass er ihr bei der Lösung des Rätsels helfen kann. Nichts ahnend, dass sie Teil einer immensen Verschwörung ist, beginnt Lucy nachzuforschen.
Die Geschichte an sich gefällt mir total gut. Ich bin großer Fan von Verschwörungstheorien und dergleichen, sodass mir die Thematik von BookLess sehr gut gefällt. Eine vergleichbare Handlung ist mir nicht bekannt, sodass Marah Woolf hier etwas für mich gänzlich neues erschaffen hat. Wie auch schon von der MondLicht-Saga gewohnt, ist der Spannungsverlauf konstant auf einem guten Niveau gehalten. Die Autorin findet ein gelungenes Mittelmaß zwischen detaillierten Beschreibungen und spannenden, rasanten Szenen, was für mich die perfekte Mischung darstellte. Gerade weil ich die Thematik des Buches so interessant finde, waren Beschreibungen an den passenden Stellen sehr gut und haben mein Interesse weiter entfacht. Dieser Punkt half auch, das Buch in einem Rutsch durchzulesen, weil ich einfach möglichst schnell erfahren wollte, was es mit der seltsamen Situation denn genau auf sich hat und wie es weiter geht. Der generelle Aufbau des Buches war nicht neu, das Schema hat sich für mich allerdings bewährt, deshalb bin ich auch in diesem Punkt voll zufrieden. Es gab einen spannenden Prolog, der den Leser unmittelbar in das Geschehen wirft und direkt zu fesseln weiß. Dann geht es mit einer etwas ruhigeren Einführung weiter, was ich auch als sehr angenehm empfand. So konnte man sich als Leser erst mal orientieren und die Personen kennen lernen. Ab dann steigt die Spannung eigentlich kontinuierlich weiter, bis sie kurz vor Ende des ersten Bandes ihren Höhepunkt erreicht. Besonders gut fand ich auch, dass man im Epilog nicht im Regen stehen gelassen wird. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, trotzdem gibt es aber genug Anknüpfungspunkte für den zweiten Band, sodass die Neugier auf Teil 2 schon da angefacht wird.

Sprachlich bin ich von Marah Woolfs Bücher sowieso begeistert. Sie schafft es immer wieder locker und leicht zu schreiben, aber trotzdem ein gewisses sprachliches Niveau zu halten.

Die Hauptcharaktere in BookLess sind Lucy und Nathan. Nathan als männlicher Protagonist hat mir total gut gefallen, sogar besser als Calum, aus der MondLicht-Saga. Er war sehr gut ausgearbeitet, was seinem Charakter eine gewisse Tiefe verliehen hat. Klar, er ist gut aussehend und geheimnisvoll, aber er hat trotzdem seine Macken und ist keinesfalls so perfekt, wie man das aus anderen Jugendbüchern kennt. Mit seinen Ecken und Kanten wirkte er menschlicher und ich fand es zwar nicht immer toll, wie er sich verhalten hat, aber ich konnte es als Leser immerhin nachvollziehen. Nathan ist mir also nicht direkt sympatisch, aber seine Beweggründe sind gut zu verstehen, was ihn sehr glaubhaft rüber kommen lässt. Ich denke, dass er auf jeden Fall noch für einige Spannung sorgen wird.
Lucy ist etwas naiv, es hält sich aber meiner Meinung nach in Grenzen und ich finde es auch eher passend. Sie ist ‘erst’ 17 und zu dem irgendwo in einem Vorort aufgewachsen. Da kann das Studentenleben in einer Großstadt noch für etwas Unsicherheit sorgen. Zudem kann man bereits im ersten Band eine deutliche Entwicklung bei ihr erkennen, was mir sehr gut gefallen hat. Auch ihr Charakter hat Ecken und Kanten und wirkt dadurch glaubhaft und in sich konsistent.

Nebenrollen fallen vor allem Lucys Freunden und Nathans ‘Familie’ zu. Hier sind durchweg sehr interessante Persönlichkeiten zu finden. Vor allem Colin als ein guter Freund von Lucy hat mir sehr sehr gut gefallen. Er ist irgendwie witzig, und man merkt, dass er eventuell eine durchaus wichtige Rolle einnehmen wird. Eine klassische Dreiecksbeziehung zwischen Nathan, Lucy und Colin bahnt sich bis jetzt aber nicht an, was ich auch sehr gut so finde. Gegen etwas unklassisches im zweiten Teil hätte ich aber nichts einzuwenden.

Das Cover ist der absolute Hammer. Ich habe selten ein Cover gesehen, was mir so gut gefallen hat. Abgesehen von dem Bezug zum Buch, durch die Hand mit dem Mal, finde ich es auch so einfach wunderschön gestaltet.
Auch dieses Buch ist von der Autorin selbst veröffentlicht worden und ist qualitativ sehr hochwertig. Ich habe keine Rechtschreibfehler gefunden, die Formatierung ist gelungen und auch sonst merkt man, mit wie viel Liebe zum Detail Marah Woolf ihr Buch geschrieben und veröffentlicht hat.

Fazit:
BookLess – Wörter durchfluten die Zeit ist wieder ein grandioser Auftakt zu einer neuen Trilogie. Handlung, Spannungsverlauf und Charaktere konnten mich absolut überzeugen. Zudem ist die Thematik wirklich neuartig und absolut fesselnd. Ich vergebe deshalb 5 Sterne.


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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

caitlynn, vollstrecker, mord

Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord

Angelika Diem
E-Buch Text: 79 Seiten
Erschienen bei Machandel Verlag, 10.03.2013
ISBN B00BSH9596
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Vollstrecker der Königin – Der Baeldin-Mord“ ist eine Fantasy-Geschichte aus der Feder von Angelika Diem. Die Geschichte handelt von Caitlynn welche in einer fantastischen Welt lebt, die unserem Mittelalter wohl ziemlich nahe kommt. In Caitlynns Welt besitzen die Menschen Charisma, welches es ihnen ermöglicht, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Je adeliger ein Mensch ist, desto größer ist sein Charisma. Im Gegensatz zu den meisten Adeligen, verabscheut Caitlynn diese Art von Machtmissbrauch allerdings, und wird deshalb Vollstreckerin. Als sie einen Auftrag auf Schloss Baeldin erhält, ist sie zudem erstaunt, dass sich nicht die örtlichen Vollstrecker darum kümmern, es stellt sich jedoch schnell heraus, dass mehr hinter diesem Mord stecken muss.

Die Geschichte hat mich anfangs vor allem durch die Charisma-Gabe der Adeligen interessiert, da ich so etwas bisher noch nicht gelesen hatte. An alle anderen Aspekte der Geschichte bin ich unvoreingenommen heran gegangen, und habe ehrlich gesagt nicht all zu viel erwartet. Kurze Bücher neigen leider dazu, oftmals vor platten Charakteren und an den Haaren herbeigezogenen Wendungen zu triefen. „Vollstrecker der Königin“ hat mich jedoch positiv überrascht.

Die Geschichte und die Welt in der diese spielt sind sehr gut durchdacht und auch so beschrieben, dass man als Leser alles gut verstehen kann. Trotzdem habe ich mir oftmals mehr Informationen über die Umstände gewünscht, was natürlich auf 116 Seiten kaum umzusetzen ist. Dabei sind genug Elemente vorhanden, die neuartig und fesselnd sind, wodurch das Buch auch seine Spannung bezieht. Potential ist also reichlich vorhanden, leider wurde es jedoch alles zwar ausreichend aber nur sehr knapp umgesetzt. Gerade die Berufeaufteilung klingt sehr spannend, da hier die Rede von Vollstreckern, Vermittlern und anderen ist.
Caitlynns Beruf als Vollstrecker bringt es beispielsweise mit sich, dass sie einen sogenannten Schmerzstein hat, welcher die Schmerzen eines Opfers in seinen letzten Lebensminuten aufnehmen kann. Es wird angedeutet, dass auch andere Berufsgruppen charakteristische Utensilien besitzen, z.B. die Priester, jedoch werden diese Bereiche nicht weiter vertieft, was ich sehr schade fand.

Die Handlung an sich ist wenig actionreich und erinnert eher an eine Kinder-Detektivgeschichte, durch die besondere Fantasywelt und die gut ausgearbeiteten Charaktere kommt aber zu keiner Zeit Langeweile auf. Ich habe als Leser mit Caitlynn nach Hinweisen gesucht, wer denn der Täter sein könnte, habe verschiedenste Leute verdächtig, meinen Verdacht dann aber wieder verworfen und war am Ende doch total über die Lösung überrascht. Damit habe ich auf jeden Fall nicht gerechnet. Zudem birgt Caitlynn selbst auch einige Geheimnisse, die ich während des Lesens unbedingt aufdecken wollte.

Die Charaktere haben mir im Kontext dieser Geschichte gut gefallen. Wäre das Buch länger gewesen, hätte man hier aber auch noch einiges, was man mehr ausschmücken könnte, um den Personen mehr Tiefe zu geben. So wirkten sie trotzdem authentisch, aber es wäre eben noch Potential da gewesen. Besonders positiv fand ich jedoch, dass die Autorin es trotzdem geschafft hat, auch mit wenigen Worten Charaktere zu erschaffen, die in ihrer Rolle überzeugend wirkten und dabei viel Abwechslung zu schaffen. Caitlynn als Hauptfigur ist sehr ruhig und souverän in ihrer Art, weshalb wohl auch die Geschichte sehr ruhig (aber trotzdem interessant!) war. An sich hat mich das nicht gestört, ich hätte mir jedoch mehr Informationen gewünscht, warum sich ihr Charakter so entwickelt hat. Der kurze Ausschnitt aus ihrer Kindheit klärt zwar, warum sie Vollstreckerin geworden ist, jedoch blieben für mich viele Fragen offen.

Das Cover gefiel mir anfangs nicht so gut. Irgendwie wirkte es ziemlich ‘seltsam’ und konnte mich nicht sofort fesseln. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe, finde ich es jedoch sehr passend, da viele kleine Details enthalten sind, die man erst im nach hinein verstehen kann.



Fazit:
Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, und es konnte mich trotz seiner Kürze und ruhigen Art fesseln, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe. Einige Stellen hätten durchaus mehr Potential gehabt, welches ich gerne ausgenutzt gesehen hätte, für die Kürze des Buches war aber alles ausreichend beschrieben (und sollte auch nicht immer alles hinterfragen). Vor allem die neuartige Fantasywelt hat mich begeistert, deshalb gibt es von mir 4 Sterne für dieses kleine Buch.

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ballett, dämonen, new york, tanzen, dämon

Dance of Shadows

Yelena Black
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 05.02.2013
ISBN 9783760799148
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Als Vanessa an der New Yorker Ballettakademie aufgenommen wird, kann sie es wie viele andere ihrer Mitschüler kaum erwarten, endlich dort anzukommen. Doch etwas unterscheidet sie: Vanessa hat sich an der Akademie nicht beworben, um zu tanzen, sondern um ihre verschwundene Schwester Margaret zu suchen. Diese ist von eben jener Schule verschwunden und Vanessa will die fadenscheinigen Gründe der Polizei nicht einfach akzeptieren. Während des Trainings merkt sie zunächst nicht, dass ihr Talent, sich einem Tanz vollkommen hinzugeben, sie für einige Leute sehr interessant macht. Da ist zum einen der hervorragende Tänzer Zep, der ein Auge auf sie geworfen hat. Aber auch der Choreograph Joseph und ihr Mitschüler Justin scheinen sich auf sonderbare Weise für Vanessa zu interessieren. Als Vanessa dann auch noch die Hauptrolle im Feuervogel bekommt, hat sie es schon bald mit unheimlichen Kräften zu tun.

Rezension:

„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist der erste Teil einer neuen Fantasy-Trilogie von Yelena Black und zugleich das Debüt der Autorin.
Das Buch handelt von der jungen Vanessa, welche an der New Yorker Ballettakademie angenommen wurde. Erstaunlicherweise will sie dort aber gar nicht an einer Karriere als Primaballerina arbeiten, sondern das Verschwinden ihrer Schwester Margaret klären. Seit diese vor drei Jahren dem Druck an der Akademie angeblich nicht mehr standhalten konnte, fehlt von ihr jede Spur. Doch Vanessa hat ein besonderes Talent: wenn sie sich einem Tanz vollkommen hingibt, scheint ihre Welt zu verschwimmen. Ihr selbst ist diese Gabe eher unheimlich, aber es scheint so, als wüssten andere an der Akademie ziemlich genau, wie man sie nutzen kann.
Das Buch hat mich total neugierig gemacht. Ich selbst bin absolut tanzbegeistert, wenn auch nicht im Bereich Ballett, deshalb habe ich mir in Kombination mit den Hochleistungssport an einer Ballettakademie ein sehr spannendes Buch erhofft. Dass man sich beim Tanzen vergessen kann, weiß ich aus eigener Erfahrung, deshalb hat mich die Idee, durch eine totale Hingabe an einen Tanz ein Tor zu einer anderen Bewusstseinsebene/Dimension zu öffnen sehr begeistert und ich war auf die Umsetzung gespannt.
Die Grundidee des Buches hat mir also absolut gefallen und ich finde sie auch nach wie vor sehr gut, trotzdem gab es leider ziemliche Schwächen bei der Umsetzung. Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine Mischung aus Thriller im Bereich Hochleistungssport mit körperlichem sowie psychischem Leistungsdruck und Fantasy erwartet. Irgendwie wurde aber beides nicht ganz erfüllt.
Der Anfang war meiner Meinung nach gut gelungen. Man erfährt als Leser etwas über Vanessa als Hauptperson und deren Vergangenheit, was sehr hilfreich ist, um ihre Beweggründe besser zu verstehen. Auch ihre Ankunft an der Ballettakademie hat mir als Einführung gut gefallen, die ersten Trainingsstunden waren anschaulich beschrieben und obwohl ich keinerlei Ballettkenntnisse habe, waren die Beschreibungen für mich sehr bildlich (wobei ich natürlich nicht weiß, ob meine Vorstellungen auch technisch richtig waren). Die Situation um Margaret wird eingeführt und hat mich wirklich neugierig gemacht. Doch dann passiert erst mal nichts. Vanessas ganze Leben dreht sich nur noch um Proben für eine Ballettaufführung und um Zep, in den sie sich verguckt hat. Von Margaret ist ziemlich lange überhaupt nicht mehr die Rede, womit der Thriller-Part zwischenzeitlich fast komplett wegfällt. Die Stimmung während des Trainings war wirklich sehr gut beschrieben. Ich konnte den Leistungsdruck, welcher auf Vanessa lastete gut nachvollziehen und verstehen, dass sie sich keine Fehler im Tanz erlauben darf. Trotzdem konnte diese grandiose Stimmung eben doch die fehlende Handlung nicht ersetzen. Auch die zaghafte Romanze mit Zep war eher langweilig und frustrierend, weil es einfach zu offensichtlich war, dass mit dem Typ was nicht stimmt. Die Fantasygeschichte, mit der ich noch gerechnet habe, wurde im Prinzip auf den letzten 20 Seiten abgehandelt und hätte meiner Meinung nach nicht mehr auftauchen müssen. In einer anderen Rezension (von Christine Elinor ) wurde es als „häßlicher Beigeschmack des Überwürzten“ beschrieben, und ich finde treffender kann man es nicht formulieren.
Obwohl ich den Fantasypart überflüssig fand, konnte mich das Ende begeistern. Im Gegensatz zum Rest des Buches ging es hier spannend und aktionreich zur Sache. Es ist zudem in sich abgeschlossen, macht aber deutlich, dass es einen weiteren Teil geben wird.
Kommen wir nun zu den Charakteren.
Vanessa als Hauptfigur hat mir relativ gut gefallen, wenn gleich sie doch sehr naiv und scheinbar vom Glück geküsst ist. Sie tanzt unglaublich gut, fast schon herausragend, es macht ihr auch eigentlich Spaß, aber wirklich 100% begeistert ist sie nicht. Warum nimmt sie dann die Qualen des täglichen Trainings auf sich, übt verbissen ihren Solopart im Feuervogel und redet von schmerzenden Füßen, wenn sie eigentlich gar keine professionelle Tänzerin werden will? Das war auf jeden Fall ein Part, den ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Das gleiche gilt für ihre Schwärmerei für Zep. Man hat öfters den Eindruck, dass man ein kleines Mädchen vor sich hat, welches gerade die erste Liebe erfährt und sich dabei total zum Affen macht. Ansonsten muss ich aber sagen, dass sie charakterlich gut ausgearbeitet ist, auch wenn diese Tiefe eben nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.
Alle anderen Charaktere hätte man sich getrost sparen können. Kein einziger , außer vielleicht Justin, konnten mich überzeugen oder gar begeistern. Irgendwie wirkten sie alle sehr farblos und flach. Dabei war durchaus Potential für interessante Charaktere Vorhanden. Vanessas Freundin Steffi zum Beispiel schien teilweise mehr zu wissen/ahnen, als andere und wirkte auch sonst schon sehr erwachsen, aber diese Andeutungen wurden alle fallen gelassen und wurden dann nie mehr erwähnt.
Die beiden männlichen Charaktere waren sehr unterschiedlich. Mit Zep konnte ich mich gar nicht anfreunden, und ich weiß auch nicht, was Vanessa an ihm gefunden hat. Das Bild, welches ich von ihm hatte lässt sich gut mit „Pantoffel(held) in Strumpfhose“ beschreiben. Justin hingegen war mir auch nicht sonderlich sympathisch, er hat aber durch seine zahlreichen Geheimnisse mein Interesse geweckt, und ich hoffe, dass man im nächsten Teil mehr über ihn erfährt.
Der Schreibstil war locker und flüssig zu lesen. Stimmungsmäßig hat mir das Buch wie gesagt sehr gut gefallen, leider fehlte es jedoch an der Umsetzung. Dafür ist das Cover, welches Vanessa zeigt, wunderschön gestaltet, und es kann mich absolut überzeugen.

Fazit:
„Dance of Shadows – Tanz der Dämonen“ ist für Tanzbegeisterte zu empfehlen. Mir hat es von der Atmosphäre her sehr gut gefallen, weshalb ich auch auf jeden Fall den zweiten Teil lesen werde. Die Handlung hat leider große Schwächen und die Charaktere konnten mich auch nicht wirklich überzeugen. Ich vergebe 3 Sterne, weil man das Buch gut lesen kann, aber eben nicht muss. Zudem ist die Idee wirklich erfrischend anders, und mir so noch nicht untergekommen.

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Tags: ballett, dämonen, leistungsdruck   (3)
 

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

magie, geheimnis, kelte, wölfe, hamburg

GezeitenZauber - Die Bestimmung

Erik Kellen
E-Buch Text
Erschienen bei null, 20.12.2012
ISBN B00ARK1Q4M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Nilah lebt in Hamburg zusammen mit ihrem Vater in einem hübschen Haus direkt am Wasser. Eigentlich führt sie ein ganz normales Leben doch in letzter Zeit gibt es immer wieder seltsame Zwischenfälle. So sieht sie z.B. Leichen im Fluss hinter ihrem Haus, die aber im nächsten Moment verschwunden sind. Als sie dann mit ihrem Vater zur Beerdigung ihrer Großmutter Edda nach Irland fährt, häufen sich die Zwischenfälle. Ehe sie sich versieht, steckt Nilah mitten in einem Krieg zwischen Gut und Böse, der seine Ursprünge vor hunderten von Jahren hatte und in dem ihr Blut eine wichtige ja sogar die entscheidende Rolle spielt.

Meinung:
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ ist der erste Teil einer Fantasy-Trilogie aus der Feder von Erik Kellen.

Das Buch handelt von Nilah, welche mit ihrem Vater in Hamburg lebt. Sie kriegt dort erst nichts von den dunklen Mächten, welche aus ihrer Verbannung zurückkehren, mit. Doch als sie zur Beerdigung ihrer Großmutter nach Irland reißt, kann sie sich den merkwürdigen Zwischenfällen nicht mehr entziehen. Nilah muss sich gegen das Böse stellen, denn sie trägt ein uraltes Erbe in sich.
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs etwas skeptisch war. Von einem Buch, welches Irland als Haupthandlungsort hat, erwarte ich in der Regel sehr viel, da Irland vor Mythologie und Sagen ja nur so strotzt. Da sich zudem die Handlung anfangs nach wenig Neuem anhörte, war ich mir nicht sicher, ob Erik Kellen meinen Ansprüchen gerecht werden kann. Um so erleichterter war ich, als ich immer mehr in den Bann der Geschichte gezogen wurde. Der Autor hat es sehr überzeugend geschafft Irland mit seiner mystischen Atmosphäre einzufangen und dem Leser nahe zu bringen. Vor allem, da ich dieses Land bereits mehrmals bereisen konnte und somit die reale Atmosphäre dort kenne, war das bei mir sicher keine leichte Aufgabe. Die Handlung war ebenso sehr gut an das Land angepasst, was sich nicht zuletzt dadurch bemerkbar gemacht hat, dass man das gesamte Buch über eine tiefe für irische Sagen typische Naturverbundenheit spüren konnte. Zudem konnte mich die Handlung und die damit verbundene Spannung überzeugen, obwohl es einige wenige Stellen gab, die ich als etwas langatmig empfunden habe. Mit einer Szene konnte ich überhaupt nichts anfangen, hier hoffe ich aber einfach auf den zweiten Teil dieser Trilogie.

Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und haben mich größtenteils überzeugen können. Als Hauptperson tritt hier vor allem Nilah auf, ein 17-jähriges Mädchen aus Hamburg, welches mit ihrem Vater direkt am Wasser lebt. Zu Beginn ist sie eigentlich noch ein Teenager, irgendwo gefangen zwischen dem Leben einer Jugendlichen und dem Beginn des Erwachsenwerdens. Deshalb ist es auch ganz natürlich, dass sie sich mit den normalen Problemen dieses Altes auseinander setzt, ihre Ängste überdenkt und mit aufkommenden Liebesgefühlen zuerst nicht so recht umzugehen weiß. All diese Probleme sind realistisch beschrieben und nehmen gerade soviel Platz ein, um Nilah ein authentisches Auftreten zu geben, ohne dabei zu nerven oder störend zu wirken. Nebenbei muss sie sich mit der Magie Irlands auseinander setzen, wobei sie sich etwas schwer tut. Dabei ist es total nachzuvollziehen, denn vermutlich alle würden mit anfänglicher Ablehnung reagieren. Es dauert relativ lange, bis sie die seltsamen Begebenheiten als Realität anerkennt, was mir sehr gefallen hat, denn all zu oft trifft man auf Protagonisten, die keineswegs überrascht oder verängstigt sind, wenn man ihnen Magie vorsetzt und so ein Verhalten finde ich einfach nur unrealistisch. Mir haben Nilahs Charakter und die Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen sehr gut gefallen.
Der männliche Hauptcharakter ist Liran, ein keltischer Krieger, der vor 2000 Jahren gelebt hat. Da das Böse in Form des „Einzigen“ zurückgekehrt ist, wurde auch Liran in unsere heutige Zeit gerufen, um Nilah zu schützen und den Einzigen zu besiegen. Über ihn erfährt man nicht ganz so viel, da er generell sehr schweigsam und in sich gekehrt ist. Trotzdem fand ich ihn sympathisch und sehr interessant, da er einige innere Konflikte zu lösen hat, und man immer mal wieder Häppchen-weise etwas über seine Vergangenheit erfährt. Zudem verbirgt er einige interessante Charakterzüge oder Ähnliches, über die ich hoffentlich im zweiten Teil noch mehr erfahren werde. Bis zum Schluss war mir nicht ganz klar, wer oder was Liran denn nun eigentlich ist, und was er für Fähigkeiten hat.
Die weiteren Charaktere standen eher im Hintergrund, wobei hier Nilahs Vater und der Rätselfinder Tok eine etwas größere Nebenrolle inne hatten. Wo mir Nilahs Vater jedoch sympathisch in Erinnerung geblieben ist, kann ich Tok mit seiner irgendwie schmierigen Art nicht leiden. Ich bin gespannt, ob sich das vielleicht noch ändern wird. Der „Einzige“ scheint eine wichtige Rolle zu haben, da er als der zentrale Bösewicht dargestellt wird, allerdings wurde über ihn nicht viel verraten, was ich irgendwie schade finde.

Der Schreibstil war sehr erfrischend und abwechslungsreich. Erik Kellen verwendet eine sehr bildliche Sprache, was ich hier absolut fesselnd fand. Man konnte sich förmlich vorstellen, selbst in Irland zu sein und das hat der ganzen Atmosphäre im Buch nochmal etwas magisches verliegen. Die Sprache war ansonsten flüssig und gut zu lesen.
Bis auf einige wenige Szenen war kontinuierlich Spannung vorhanden, weshalb man das Buch sehr schnell durchlesen kann. Leider hat mir das Ende nicht so gefallen, da es ziemlich abrupt und irgendwie mitten drin endet.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen, es spiegelt das Mystische wieder und auch von den Farben her passt es meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte. Auch die innere Aufmachung des Buches ist super schön. Immer wieder gibt es wunderschöne Zeichnungen, die zur aktuellen Handlung passen, und auf die sich auch ein genauer Blick lohnt.
Das Buch ist als Taschenbuch und als eBook erschienen. Vor allem das eBook für 99 Cent ist ein absolutes Schnäppchen!

Fazit:
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ ist ein wirklich tolles Fantasy-Buch mit überzeugenden Charakteren und einem tollen Handlungsort, für das ich 4,5 Sterne vergebe. Für einige etwas langatmige Szenen und das abrupte Ende ziehe ich einen halben Stern ab. Zudem hätte ich mir mehr Informationen über den „Einzigen“ gewünscht. Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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449 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

weltall, liebe, dystopie, waverly, raumschiff

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

Amy Kathleen Ryan , Momo Evers , Falk Behr
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei PAN , 01.03.2012
ISBN 9783426283615
Genre: Jugendbuch

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(88)

143 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, kinderbuch, reihe, elfen, kobolde

Die Spiderwick Geheimnisse - Eine unglaubliche Entdeckung

Tony DiTerlizzi , Holly Black , Anne Brauner
Flexibler Einband: 118 Seiten
Erschienen bei cbj, 09.11.2009
ISBN 9783570220962
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Rausgekickt: Weiße Sterne: Das Schicksal will auch mal Spaß haben.

Vera Nentwich
E-Buch Text
Erschienen bei neobooks Self-Publishing, 09.12.2012
ISBN B00AMWFGNC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Daniel Wetter ist rund um zufrieden mit seinem Leben. Mit Mitte 30 besteht es hauptsächlich aus einem wenig anstrengenden Job und Star Trek Folgen. Dass er dabei total gleichgültig und lethargisch ist, merkt er gar nicht. Sein ruhiges Leben hat jedoch ein jähes Ende, als er auf der Abschussliste von zwei Schicksalsboten landet. Diese beiden haben es satt, dass die Menschen ihre Winke des Schicksals so offensichtlich ignorieren und ihnen damit den Job umso schwerer machen. Sie beschließen also, sich zu rächen und da kommt ihnen Daniel mit seiner Lethargie gerade recht.

Meinung:
„Rausgekickt: Weiße Sterne“ ist der zweite Roman der Autorin Vera Nentwich. Das Buch ist als eBook auf allen gängigen Plattformen erschienen (Amazon, neobooks, buch.de, bol.de, Weltbild, Thalia etc.).

Die Geschichte handelt von Daniel, dessen Leben hauptsächlich aus Arbeiten und Star Trek besteht. Dabei wird bloß nichts gemacht, was irgendwie anstrengend sein könnte. Genau mit dieser Einstellung lernt der Leser Daniel kennen. Dabei wirkt er keinesfalls unsympathisch, aber auch nicht unbedingt wie der Held des Buches. Pünktlich auf die Sekunde genau macht er Feierabend, seine Schritte nach Hause sind so berechnet, dass er den Weg möglichst effektiv bewältigen kann. Nicht zu anstrengend, aber anstrengend genug, um es als sportliche Betätigung durchgehen zu lassen. Anfangs war ich mir echt unsicher, was ich von Daniels Art halten soll. So ein antriebsloser Protagonist ist mir noch nie untergekommen, ich denke aber, dass war von der Autorin so beabsichtigt. Im Laufe der Geschichte fängt Daniel dann an, angestoßen durch die seltsamen Sachen, die ihm auf einmal passieren, über sein Leben nachzudenken. Wo er sich anfangs noch die alte Bequemlichkeit zurück wünscht, will er immer öfter was in seinem Leben ändern, was allerdings nicht bei jedem Anlauf klappt. Sein Charakter ist natürlich zu Beginn nicht sonderlich tiefgründig, was mich bei anderen Büchern eigentlich immer stört. Hier empfand ich es jedoch als passend und der Situation angemessen. Im Verlauf der Handlung kann man seine Entwicklung vom Couch Potato zu einem Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht gut beobachten. Dieser Prozess hat mir sehr gefallen, und auch wenn er an der ein oder anderen Stelle etwas übertrieben wirkte, habe ich es gerne gelesen. Vor allem, wenn man die Botschaft bedenkt, die hinter dem ganzen steckt, nämlich, dass man gelegentlich inne halten soll, um kleine Winke des Schicksals zu erkennen, und dass man sein Leben genießen soll, dann wirken diese Übertreibungen durchaus passend.

Die beiden Schicksalsboten EinZwo und NullNeun waren auch sehr interessant gestaltete Charaktere, die im Grunde zwar Recht haben mit ihrem Frust darüber, dass die Menschen ihr Schicksal nicht mehr wahrnehmen, dann aber doch als die Bösewichte dastehen. Die restlichen Nebencharaktere, wie zum Beispiel Daniels bester Freund Matthias und dessen Frau Susanne haben die Geschichte gut abgerundet, auch wenn sie sonst keine größere Rolle inne hatten.

Anfangs haben mich die diversen Star Trek Begriffe etwas gestört, da ich selbst die Serie nie gesehen habe. Ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen auf der Homepage der Autorin hat mir dann aber geholfen, mich schnell damit zurecht zu finden, zumal es auch gar nicht soo viele Begriffe waren. Ich fand es jedoch lustig, wie Daniel versucht, sein Leben mit Hilfe seiner Star Trek Stars in den Griff zu kriegen.

Die Sprache war bis auf die schon genannten Star Trek Begriffe einfach und zügig zu lesen. Das Cover empfinde ich auch als sehr passend, da Daniel oftmals – bildlich gesehen – in der Luft hängt und weiße Sterne sieht.

Fazit:
Insgesamt betrachtet, konnte mich „Rausgekickt“ überzeugen. Es ist ein unterhaltsames, insgesamt sehr leichtes Werk, welches dennoch genug Tiefgang hat, um auch mal drüber nachzudenken. Deshalb vergebe ich 4 Sterne.

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236 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

tod, vergangenheit, mord, liebe, unfall

Manche Mädchen müssen sterben

Jessica Warman , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.01.2012
ISBN 9783764530693
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Endlich ist Liz 18. Um dieses für sie sehr wichtige Ereignis gebührend zu feiern, hat sie ihre Freunde auf die Jacht ihrer Eltern eingeladen. Mitten in der Nacht wacht Liz jedoch von einem merkwürdigen Geräusch auf: irgendetwas schlägt gegen die Bootswand. Als sie nachsieht, entdeckt sie voller Entsetzen, dass ihre Leiche dort im Wasser liegt… sie ist tot. Aber trotzdem ist Liz noch da, gefangen in einer Art Zwischenwelt in der sie von Lebenden zwar nicht gesehen werden kann, in der sie selbst aber alles beobachten kann. Noch während sie sich mit ihrer neuen Situation abzufinden versucht, muss sie erkennen, dass ihr ganzes bisheriges Leben nur eine Lüge war. Jeder hat dunkle Geheimnisse, die besser unerkannt bleiben. Und das betrifft sowohl ihre engsten Freunde, als auch sie selbst … .

Meinung:
„Manche Mädchen müssen sterben“ ist ein Roman von Jessica Warman, der einige paranormale Elemente erhält. Das Buch handelt von Liz, welche auf unbekannte Weise stirbt und fortan in einer Art Zwischenwelt lebt. Dort kann sie zwar dem irdischen Leben folgen, sich aber nicht für die noch lebenden Menschen bemerkbar machen. Zusammen mit Alex, einem Jungen der ein Jahr zuvor gestorben ist, versucht sie herauszufinden, wie sie gestorben ist und muss dabei erkennen, dass ihre Freunde und auch sie selbst nicht so toll waren, wie Liz immer dachte.

Die Geschichte beginnt sehr rasant mit der Entdeckung von Lizs Leiche. Das ungewöhnliche hierbei ist, dass Liz sich selbst entdeckt. Man steht als Leser genauso ratlos vor der Situation wie die Hauptperson selbst, denn anfangs will man es nicht recht begreifen, dass Liz nun in einer Zwischenwelt gefangen ist. Um die Spannung weiter auszubauen, werden direkt viele Geheimnisse eingebracht, welche sich im Verlauf der Geschichte noch weiter steigern. Liz scheint Gedächtnislücken an ihr früheres Leben zu haben, und so fragt man sich auch als Leser, was in diesen Lücken wohl geschehen sein mag, allen voran natürlich die letzten Momente vor ihrem Tod. Wie kann ein vermeintlich glückliches und beliebtes Mädchen an ihrem Geburtstag einfach so ertrinken? Oder war es gar kein Unfall?

Die Charaktere waren allesamt sehr spannend ausgearbeitet. Als Hauptperson tritt hier Liz auf. Sie ist ein hübsches Mädchen mit einem tollen Freund, vielen Freunden und einer fürsorglichen Familie. Ihre beste Freundin Josie ist zugleich ihre Stiefschwester und alles in allem sollte sie ein glückliches Leben führen. Nach ihrem Tod muss Liz jedoch erkennen, dass sie gar nicht so glücklich war, wie sie dachte. Liz kommt in der ganzen Geschichte sehr authentisch rüber. Da sie kaum Erinnerungen an ihr früheres Leben hat, muss sie sich erst selbst neu kennen lernen und als Leser kann man sie dabei begleiten. Anfangs versucht sie die Wahrheit zu verdrängen und Entschuldigungen zu finden, damit ihre heile Welt nicht zusammenbricht. Doch nach und nach erkennt sie die Wahrheit über ihr Umfeld und über sich selbst. Hierbei spielen viele Gefühle eine Rolle: Unglaube, Wut, Hilflosigkeit, Scham. Die Autorin hat es geschafft mit Liz einen sehr glaubwürdigen Charakter zu erschaffen, der durchaus seine Fehler und Macken hat, aber eine große Entwicklung durchmacht. Liz’ Charaktereigenschaften sind oftmals nervig und negativ angehaucht, trotzdem fand ich sie als Hauptcharakter sehr gut gelungen.
Eine weitere größere Rolle spielt Alex, welcher vor etwa einem Jahr bei einem Unfall getötet wurde. Auch Alex lebt in dieser Zwischenwelt und ist dort Liz einzige Bezugsperson. Er scheint mehr zu wissen, als er zugibt, was seine Geschichte sehr spannend werden lässt. Er und Liz können sich anfangs nicht leiden, doch bald lernen beide, sich miteinander zu arrangieren. Alex ist sehr nett, freundlich und hilfsbereit, obwohl Liz mehr als einmal regelrecht fies zu ihm ist. Anfangs fand ich diese Eigenschaften an ihm langweilig, doch im späteren Verlauf erkennt man den Grund für sein Verhalten.

Die Nebencharaktere waren allesamt wirklich sehr interessant ausgearbeitet, allen voran Josie, Liz’ Stiefschwester und beste Freundin, und ihr Freund Richie. Beide legen eine ungeheure Entwicklung hin was es sehr spannend macht, ihnen zu folgen. Ich möchte an dieser Stelle auch gar nicht mehr zu den Charakteren erzählen, aber so eine tolle und tiefgehende Besetzung habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt sehr bildlich und sehr emotional. Man kann sich als Leser perfekt in Liz hineinversetzen und somit auch sehr gut nachvollziehen, was sie fühlt und denkt. Die Autorin hat es zudem geschafft die Spannung kontinuierlich zu erhalten und auszubauen. Hierfür bringt sie in einer guten Mischung Geheimnisse in die Geschichte hinein, löst aber gleichzeitig einige davon auf, sodass man als Leser nach der Lüftung eines Rätsels direkt das nächste vorgesetzt bekommt. Ebenso ist die Thematik hier sehr vielschichtig; es geht um Eifersucht, Tod, Neid, Freundschaft, und vieles mehr.

Das Cover hat mir jedoch gar nicht gefallen. Es ist irgendwie nichtssagend und passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zur Geschichte. Zumindest konnte ich keinerlei Bezug erkennen. Auf Grund des Covers hätte ich das Buch jedenfalls nicht gelesen.

Fazit:
Da ich für das Cover keinen Punkt abziehen möchte, vergebe ich 5 Sterne für „Manche Mädchen müssen sterben“. Es war ein wirklich spannendes Buch mit überaus tiefgründigen Charakteren. Zudem hat mir die Idee mit der Zwischenwelt gefallen und sie war sehr gut umgesetzt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, sustainable impact, impact, komet, weltuntergang

Sustainable Impact

Marc F. Bloom
E-Buch Text: 583 Seiten
Erschienen bei Marc F. Bloom, 14.07.2012
ISBN B008LN4ZPO
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Richard Hirlinger, ein junger Astronom, der gerade an seiner Doktorarbeit schreibt, ist hocherfreut, als er Messzeit am Cerro Paranal in Chile erhält, einem der leistungsfähigsten optischen Observatorium weltweit. Doch noch bevor seine Aufregung ganz abgeebbt ist, kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: ein führender Experte für die Erforschung von Exoplaneten kommt bei einem schweren Unfall ums Leben. Schon bald deutet einiges darauf hin, dass es womöglich gar kein Unfall war. Als Richard zufällig auf die Messdaten des Verstorbenen stößt, macht er eine Entdeckung, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte. Doch mit diesem Wissen wird er selbst zum Gejagten… .

Meinung:
„Sustainable Impact“ ist der erste Roman von Marc F. Bloom. Die Geschichte handelt hauptsächlich vom jungen Astronom Richard Hirlinger, welcher durch Zufall eine Entdeckung macht, die das Ende der Menschheit bedeuten könnte, und wodurch er in größte Gefahr gerät.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl es einige Schwachpunkte hat, die aber locker durch große Stärken wieder ausgeglichen werden, wenn man sich als Leser darauf einlässt. Ich muss gestehen, ich habe etwas total anderes erwartet, war im Nachhinein aber positiv überrascht, ja regelrecht begeistert.

Das vermeintlich große Hauptthema in diesem Thriller ist die Astronomie. Schon als Kind fand ich Sterne und Planeten unglaublich spannend und das war auch mein Hauptgrund, dieses Buch zu lesen. Auch alle zukünftigen Leser sollten zumindest ein grundlegendes Interesse an diesem Thema haben, da viel Zeit darauf verwendet wird, astronomische Zusammenhänge und Arbeitsweisen zu erklären. „Sustainable Impact“ ist keinesfalls ein Buch für Zwischendurch, was schon allein durch die Länge und das Thema klar sein sollte. Wer hier einen hoch spannenden kurzweiligen Thriller erwartet liegt absolut falsch. Das Buch ist hoch spannend, keine Frage, aber es ist zugleich sehr lehrreich und regt zum Nachdenken an. Das mag eine Mischung sein, die nicht jedem liegt, aber wer sich darauf einlässt, wird nicht enttäuscht. So habe ich durch die schon erwähnten ausführlichen Beschreibungen sehr viel über die Astronomie, aber auch über andere Themen wie zum Beispiel Ölförderung und Klimawandel, lernen dürfen. Dadurch ist streckenweise die Spannung etwas abgeflacht und die Geschichte drohte langatmig zu werden. Durch einen flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil wurde mein Interesse aber trotzdem gehalten, sodass ich dem Buch sehr gut folgen konnte. Der Autor hat es sehr gut geschafft, diese an sich sehr komplexen Themen verständlich und gut lesbar zusammenzufassen. Um das Buch in einem Rutsch durchzulesen ist es allerdings zu schwer, vor allem da einige Erkenntnisse erst mal „sacken“ müssen. Zudem ist der Aufbau teilweise etwas verwirrend, was durch die Anzahl der Personen nicht gerade vereinfacht wird.

Zu den Charakteren an sich kann ich gar nicht viel sagen. Richard Hirlinger als Hauptperson wirkt sympathisch und glaubwürdig. Man lernt seine Gedanken und Ängste kennen, aber trotzdem bleibt eine gewisse Distanz zu ihm bestehen, die ich bis zum Ende nicht überbrücken konnte. Für die Nebenfiguren findet eigentlich auch keine richtige Personeneinführung statt, stattdessen erscheinen immer mal wieder Personen, die auf einmal sehr wichtig für die weitere Handlung werden. Auf der einen Seite hat mich das ziemlich gestört, da ich oft nachdenken musste, wer wen woher kennt und was genau er jetzt mit der Geschichte zu tun hat. Auf der anderen Seite hat es diese Tatsache recht undurchsichtig und unvorhersehbar gemacht, was dann wiederum gut war, um die streckenweise fehlende Spannung durch überraschende Wendungen wieder gut zu machen. Der Autor hat es jedoch fabelhaft geschafft, den Überblick über seine ganzen Charaktere und Handlungsstränge zu behalten und diese am Ende zu einem absolut harmonischen und nahtlosem Ende zusammenzufügen, welches mich ehrlich gesagt total überrascht hat.
Nicht nur die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge an sich, sondern auch die überraschende Wendung haben mich schlussendlich ziemlich schockiert und ratlos zurück gelassen. Was macht man, wenn man ziemlich sicher sein kann, dass in einem Jahr die gesamte Menschheit aussterben wird? Wie kann es sein, dass selbst in so einer Situation Menschen nur an Geld und Profit denken können? Und wo ist der Unterschied zwischen einem Ende der Menschheit in einem Jahr durch eine riesige Katastrophe und einem Ende in einigen Jahren durch verantwortungslosen Umgang mit den Ressourcen der Erde?

Die Stimmung im Buch ist ziemlich gedrückt, teilweise sogar beängstigend und beklemmend. Durch die sehr anschaulichen astronomischen Einblicke, fühlt man sich als Leser irgendwie unbedeutend in den weiten des Weltalls. Zudem wird einem deutlich vor Augen geführt, wie viel Macht die Regierungen besitzen und dass es womöglich Dinge gibt, von denen die Bevölkerung überhaupt keine Ahnung hat. Und auch die Folgen des Klimawandels werden hier ausführlich geschildert und haben mich sehr nachdenklich gestimmt.

Das Cover hat mir gut gefallen. Es passt thematisch sehr gut zum Inhalt und wirkt mit den Lichtern der Stadt zugleich geheimnisvoll aber auch durch den herannahenden Kometen bedrohlich. Genau so ist der Titel unheimlich Klasse gewählt, was sich dem Leser allerdings erst im späteren Verlauf eröffnet, deshalb will ich hier nicht zu viel verraten.

Das Buch wurde vom Autor selbstständig veröffentlicht. Rechtschreibfehler habe ich keine gefunden (ich habe Version 2.0) und auch sprachlich hat mir das Buch gut gefallen. Es gab kaum holprige Sätze. Die innere Aufmachung war sehr ansprechend, da über jedem Kapitel kurz der Ort und die Uhrzeit angegeben war, sodass man dem Geschehen leichter folgen konnte. In Kombination mit dem schönen Cover ist dies auf jeden Fall ein qualitativ hochwertiges eBook zu einem günstigen Preis.

Fazit:
„Sustainable Impact“ ist ein sehr spannendes Buch, welches aus einer Mischung von Astronomie-Sachbuch und Thriller besteht. Zudem werden höchst aktuelle Themen angesprochen, die zum Nachdenken anregen und auch hoffentlich dem ein oder anderen die Augen öffnen. Für alle, die sich für diese Thematik interessieren, gibt es von mir aufgerundete 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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(963)

1.630 Bibliotheken, 22 Leser, 14 Gruppen, 201 Rezensionen

internat, liebe, night school, jugendbuch, geheimnis

Night School - Du darfst keinem trauen

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Axel Henrici , Carolin Liepins
Fester Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789133268
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Allie ist ein Teenager und stiftet Unruhe, wo sie nur kann. Als sie es bei einer nächtlichen Spray-Aktion in ihrer Schule mal wieder zu weit treibt, schicken ihre Eltern sie auf ein Internat, was auf Teenager „wie sie“ spezialisiert ist: Cimmeria. Allie ist alles andere als begeistert, zumal es dort keinerlei technische Geräte gibt; keine Handys, keine Computer, keinen Fernseher und noch nicht mal Telefone. Ganz abgesehen von ihren neuen Mitschülern, die sich selbst als Schuladel bezeichnen und allerlei undurchschaubare Sachen treiben. Schon bald weiß Allie nicht mehr, wem sie vertrauen kann, wer ihr Freund ist, wer ihr Feind. Als dann eine Schülerin stirbt, fängt sie an selbst Nachforschungen anzustellen und muss sich dabei auch fragen wer oder was die Night School ist.

Meinung:
Ich habe schon echt viele Bücher gelesen und einige davon waren durchaus außergewöhnlich, aber doch ist „Night School – Du darfst keinem trauen“ irgendwie ‘anders’.

Die Idee ist keineswegs neu und auch nichts besonderes: Als ihre Eltern nicht mehr mit ihrer Rebellion fertig werden, schicken sie Allie kurzerhand nach Cimmeria, einem Internat, das auf besondere Teenager spezialisiert sein soll. Allie selbst ist natürlich nicht davon begeistert und der erste Eindruck scheint die Entscheidung der Eltern zu bestätigen: es gibt keinerlei technische Geräte und die Schüler sollen lernen, sich auf altmodische Art und Weise zu beschäftigen. Doch schon bald wird klar, dass Cimmeria eigentlich nicht für jugendliche Straftäter gedacht ist. Was genau aber dort läuft, bleibt lange Zeit geheim und des öfteren wurde ich von der Autorin in meinen Vermutungen getäuscht.

Der Anfang des Buches ist eher schleppend und kommt nur schwer in Fahrt. Man erfährt allerlei über Allie und ihre Rebellion, sowie ihre Reaktion auf den Schulwechsel. Einmal in Cimmeria angekommen baut sich langsam aber konstant Spannung auf, und man wird als Leser unweigerlich in den Bann der merkwürdigen Aktivitäten dort gezogen. Hierbei habe ich oft mit übernatürlichen Elementen gerechnet, obwohl ich vom Klappentext her schon wusste, dass keinerlei Fantasy-Elemente vorkommen. Dieses Gefühl wurde vor allem durch diverse Andeutungen der Autorin unterstützt, etwa Ballspiele bei Nacht (Vampire?!). All diese Andeutungen haben ungemein zur Spannung beigetragen, denn man wusste, dass die nahe liegendste Erklärung, oft mit fantastischem Hintergrund, falsch war, konnte sich aber keine alternative Lösung vorstellen. Diese Tatsache hat mich so gefesselt und so viel Spannung aufgebaut, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Das Ende hingegen hat mir nicht gefallen, da es verhältnismäßig unspektakulär war. Vor allem im Vergleich zur vorherigen Handlung und dem immensen Spannungsaufbau wirkte das Ende sehr unpassend und irgendwie enttäuschend. Es gibt zudem ein offenes Ende, was mich auf den zweiten Teil hoffen lässt.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, allen voran Allie als Protagonistin. Als Leser lernt man sie bei einer Spray-Aktion in ihrer Schule kennen und wird dadurch direkt mit ihrer jugendlichen Rebellion konfrontiert. Gründe für dieses Verhalten werden erst im Verlauf der Geschichte bekannt. Trotzdem war mir Allie von Anfang an sympathisch, was vor allem auch an ihrer lauten Klappe liegt. Sie hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und ist ziemlich dickköpfig, trotzdem erkennt man sehr bald ihren weichen Kern und merkt, dass sie eigentlich ziemlich unglücklich ist. Dies wird durch ihre Panikattacken und ihren Zählzwang unterstrichen, was ihre Schwächen permanent zur Geltung bringt. Diese gekonnte Mischung lässt sie menschlich wirken und verhindert, dass sie zu einer wunderschönen, talentierten Superhelding wird, wie es in Jugendbüchern leider öfter mal vorkommt. Zudem wurden Allies Gefühle und ihre Gedanken sehr schön ausgearbeitet, was ihrem Charakter eine gewisse Tiefe verleiht.

Die Nebencharaktere sind allesamt ziemlich undurchsichtig, was zusätzlich zur Spannung beiträgt. Viele lernt man im Verlauf der Geschichte erst näher kennen, bei einigen weiß ich immer noch nicht, was ich von ihnen halten soll. Vor allem Jo ist sehr interessant ausgearbeitet und nimmt als Allies gute Freundin auch eine größere Nebenrolle ein. Insgesamt passen alle Charaktere sehr gut zum Internat und der allgemeinen Atmosphäre dort, denn wie sagt man so schön: der äußere Schein trügt. So gibt es sympathische Charaktere, die einen bitter enttäuschen und ebenso zwielichte Typen, die sich als hilfsbereit und vertrauenswürdig entpuppen. Insgesamt bin ich sehr gespannt, wie sie sich in den folgenden Bänden weiter entwickeln.

Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen. Kombiniert mit der grandiosen Spannung war das Buch ein absolutes Lesevergnügen für mich, trotz des etwas langatmigen Einstieg und das verhältnismäßig unspektakuläre Ende.

Das Cover hat mir zudem auch sehr gut gefallen, wobei es stark dazu beigetragen hat, dass ich trotz des Klappentextes auf fantastische Elemente gewartet habe. Die blaue Farbe kombiniert mit Schwarz wirkt sehr mystisch, ebenso wie die Frau, welche dort halb zu sehen ist. Es hat im Laden auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Fazit:
„Night School – Du darfst keinem trauen“ bekommt von mir 4 Sterne. Die Idee ist keineswegs neu, doch wurde diese Internats-Geschichte so abwechslungsreich und spannend umgesetzt, dass der langsame Einstieg und das unspektakuläre Ende nicht wesentlich stören. Man kann sich hier auf ein tolles Leseerlebnis freuen.

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284 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

drachen, china, magie, eona, japan

EONA - Drachentochter

Alison Goodman , Andreas Heckmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 08.06.2012
ISBN 9783570400432
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Eon träumt von nichts anderem, als davon ein Drachenauge zu werden und zusammen mit anderen Drachenaugen und dem Kaiser über das Reich zu herrschen. Drachenaugen werden jedoch von ihrem zugehörigen Drachen ausgewählt, und so hat er keinerlei Einfluss darauf, seinen Traum zu erfüllen. Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: Eon ist eigentlich ein Mädchen und heißt Eona. Jedoch ist es Mädchen unter Todesstrafe verboten Magie zu wirken oder gar sich der Auswahlzeremonie zu stellen. Umso unglaublicher erscheint es, dass Eona vom verschollenen Spiegeldrachen erwählt wird. Doch jemand hat ihre Tarnung durchschaut und versucht zudem, das gesamte Reich zu erobern. Nie hätte Eona gedacht, dass es einmal an ihr liegen wird, das Kaiserreich zu retten.

Meinung:

„Eona – Drachentochter“ ist der erste Teil der Eona-Duologie aus der Feder von Alison Goodman. Das Buch handelt von der 16-jährigen Eona, welche mit Hilfe ihre Meisters versucht, ein Drachenauge zu werden. Hierbei stören sich beide jedoch nicht an der Tatsache, dass es Mädchen eigentlich strikt verboten ist, Magie zu wirken. Würde jemand die Wahrheit herausfinden, würde Eona sterben müssen. Als sie dann überraschender weise vom lange verschollenen Spiegeldrachen ausgewählt wird, wird ihre Situation noch bedrohlicher, denn nun sieht sie sich vielen Neidern gegenüber.

Auch hier sind die Grundelemente aus denen das Buch besteht nicht wirklich neu. Drachen kennt man ja spätestens seit „Eragon“, Charaktere, die erst zu sich selbst finden müssen, um ihre volle Stärke zu entfalten, sind altbekannt und ein Mädchen, welches sich als Junge verkleidet, erinnert an „Mulan“. Trotzdem hat mir „Eona – Drachentochter“ sehr gut gefallen, zumal man das Rad ja auch nicht jedes Mal neu erfinden kann. Die Autorin hat es geschafft eine wunderbar interessante Welt zu erschaffen, welche von überzeugenden Charakteren ergänzt wird. Die Geschichte und die Handlungsorte sind der alten chinesischen Kaiserdynastie nachempfunden, worüber ich persönlich noch nicht viel gelesen habe. Zwar gab es hier natürlich keine (oder kaum) historische Fakten, trotzdem konnte ich einen sehr guten Eindruck vom damaligen Leben unter einem Kaiser gewinnen. Die weiteren Elemente wie zum Beispiel die Drachen oder einige Grundlehren des Feng Shui haben dem Ganzen weitere Tiefe verliehen und mein Interesse geweckt.

Eona als Hauptcharakter ist von ihrer Struktur her sehr vielseitig und authentisch dargestellt. Ihre anfängliche Lage, sich als Junge ausgeben zu müssen, ist ziemlich schwierig für sie, was man vor allem dadurch merkt, dass sie sich stark auf ihre Freunde und ihren Meister verlässt. Man kann als Leser deutlich nachempfinden, dass sie sprichwörtlich zwischen zwei Stühlen sitzt, nämlich zwischen ihrem wahren Geschlecht als junge Frau und ihrer jetzigen Identität als 12-jähriger Junge und es gelingt ihr nicht immer ihre weibliche Seite zu unterdrücken. Als sie als Spiegeldrachenauge in den kaiserlichen Palast zieht, spitzt sich die Lage immer mehr zu, denn ihr Meister kann ihr jetzt nicht mehr behilflich sein. Gerade an dieser Stelle wird klar, dass Eona im Grunde sehr uneigenständig und hilflos ist, doch sie reift schnell in ihren Entscheidungen und man kann gut erkennen, dass sie langsam erwachsen wird.

Die Nebencharaktere waren allesamt sehr interessant gestaltet, auch wenn sie mir nicht alle sympathisch waren. Hier hat man vor allem gemerkt, dass die Autorin Wert auf Vielseitigkeit legt, so waren einige durchaus außergewöhnliche Charaktere dabei, die viel Abwechslung in die Geschichte gebracht haben.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Da am Anfang kaum Spannung vorhanden war, hatte das Buch einige Längen, die vor allem durch ausführliche Beschreibungen hervorgerufen wurden, jedoch konnte sie man aufgrund des angenehmen Schreibstils flüssig durchlesen. Nach ca. einem Drittel des Buches nimmt die Handlung jedoch an Fahrt auf und wird deutlich spannender. Ich konnte das Buch zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Eona und den anderen Charakteren weiter geht. Das Ende war in sich stimmig und abgerundet, hat mich aber trotzdem neugierig auf den zweiten Teil gemacht.

Das Cover hat mich wiederum an Mulan erinnert. Es passt aber sehr gut zur Geschichte und hat mir auch sonst echt gut gefallen. Vor allem die rote Farbe passt sehr gut zum Spiegeldrache und nimmt dieses Element somit wieder auf.

Fazit:
Aufgrund einiger Längen vergebe ich nur 4 Sterne für „Eona – Drachentochter“. Der Anfang war interessant, aber etwas langatmig. Wer genug Ausdauer hat, kann sich aber im weiteren Verlauf der Geschichte auf ein mitreißendes Abenteuer freuen, welches den Leser in eine fantastische Welt voller Intrigen entführt.

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(600)

1.033 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 107 Rezensionen

fantasy, götter, liebe, jugendbuch, mythologie

Mythos Academy - Frostfluch

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.08.2012
ISBN 9783492702485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Nachdem Gwen nur knapp dem Anschlag von Jasmine entkommen ist, muss sie ihre Kampfkünste dringend verbessern. Dafür wurde ihr ausgerechnet der Spartaner Logan Quinn zugeteilt, der süßeste Junge der Schule und zudem noch ihr heimlicher Schwarm. Nach seiner sehr deutlichen Abfuhr hat Gwen natürlich überhaupt keine Lust ihn jeden Tag zu sehen. Doch es scheint erneut einen Schnitter in der Mythos Academy zu geben, der es auf Gwen abgesehen hat. Da kommt ihr der Winterkarneval in einem nahegelegenen Skiresort als Ablenkung gerade recht. Wie gut, dass Gwen dort auf den gutaussehenden Preston trifft, der sie von dem ganzen Schnitterkram und auch von Logan ablenken kann. Als sich auch hier merkwürdige Zufälle ereignen, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ihr die Schnitter ins Skiresort gefolgt sind. Um endlich ihre Ruhe zu haben beschließt Gwen sie auf eigene Faust zu stellen und bringt dabei nicht nur sich selbst in Gefahr …

Meinung:
„Frostfluch“ ist der zweite Teil der Mythos Academy Reihe und schließt sich nahtlos an den ersten Teil an.

Nachdem Gwen dem Tod nur knapp entkommen ist, fängt sie an, mehr zu trainieren, um ihre Überlebenschancen zumindest ein bisschen zu erhöhen. Dabei hilft ihr Logan, der gutaussehende Spartaner, dem sie schon in Teil 1 hoffnungslos verfallen ist. Damit wird die Beziehung der beiden zueinander schon früh im Buch wieder aufgegriffen und die Thematik zieht sich auch bis zum Ende hin durch. Eine weitere bekannte Thematik sind natürlich die Schnitter, welche es scheinbar schon wieder (oder immer noch) auf Gwen abgesehen haben. Nach einigen Angriffen in der Mythos Academy wechselt der Handlungsort jedoch in ein nobles Skiresort und auch hier hat Gwen vor ihren Feinden keine Ruhe. Dieser Ortswechsel war für mich sehr angenehm, da er etwas Abwechslung in den sonst sehr bekannten Plot brachte. Die Handlung war zwar keinesfalls langweilig umgesetzt, doch die schon aus Teil 1 bekannte Thematik „Gwen kann nicht kämpfen, Schnitter greifen an, Gwen schwebt in Lebensgefahr“ war auch in Teil 2 wieder der rote Faden, weshalb das Skiresort einen neuen und willkommenen neuen Rahmen für das Ganze bot. Von der groben Handlung her gab es also leider kaum was Neues.

Die Charaktere haben mir eigentlich wieder ganz gut gefallen, wobei es hier trotzdem einige Schwächen gab. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Mythos Academy Reihe Teenager von 14 bis 17 ansprechen soll, trotzdem waren die Handlungen der Charaktere teilweise etwas vorhersehbar. Zwar war mir beim lesen nicht langweilig, aber irgendwie war ich ein kleines bisschen enttäuscht, weil manche Szenen wirklich so endeten, wie ich es mir vorher schon gedacht hatte.

Gwen spielt wieder den Hauptcharakter und aus ihrer Sicht wird die Geschichte auch erzählt. Nachdem sie entdeckt hat, dass sie Nikes Champion ist, fängt sie an über sich und ihre Fähigkeiten nachzudenken. Hierbei ist ihr durchaus klar, dass sie kämpferisch schwächer ist, als ihre Mitschüler, und dass sie noch viel lernen muss. Trotzdem hat sie es satt immer als Schwächling da zustehen und weigert sich, obwohl sie sich der Gefahr durchaus bewusst ist, immer auf die Hilfe von anderen zu vertrauen. Dieser Zwiespalt war sehr gut umgesetzt und hat mich voll überzeugt, da wohl jeder Teenager so eine Selbstfindungsphase durchmacht. Ihre inneren Konflikte waren auch in ihrem Verhalten Logan gegenüber zu sehen. Hierbei war ich jedoch etwas genervt von ihrer Art. Wo sie auf der einen Seite stolz ist und sich den Gefahren selbst stellen will, ist sie sich auf der anderen Seite nicht zu schade, sich permanent Logan an den Hals zu werfen, obwohl dieser konsequent zu seiner Meinung steht und nichts mit ihr anfangen will. Diese Versuche, ihn zu einem Date zu überreden, lässt sie in meinen Augen ziemlich kläglich und schwach erscheinen, obwohl sie das ja scheinbar nicht sein möchte. Bis auf diese Schwäche war ihre Entwicklung für mich zufriedenstellend und besonders hat mir auch wieder ihre bissige Art gefallen, die für den ein oder anderen Lacher gesorgt hat. Ihre Freundschaft zu Daphne ist zwar wirklich eng geworden und es wird auch gelegentlich darauf eingegangen, trotzdem spielt sie in diesem Teil eine eher untergeordnete Rolle, wie auch Daphne selbst.

Logan hat mich absolut positiv überrascht. Während er in Teil 1 noch eher oberflächlich erschienen ist, hat man im zweiten Teil viel mehr über ihn erfahren. Logan ist Spartaner und wirkte anfangs wie ein unverwundbarer Krieger, den nichts erschüttern kann, und für den Kämpfen das einzig Wichtige im Leben ist. Er ist sehr konsequent in seinen Hanglungen; so bleibt er bei seiner Meinung, er könnte nicht mit Gwen ausgehen, obwohl er sehr offensichtlich eifersüchtig auf Preston ist. Im späteren Verlauf erkennt man aber, dass auch er Schwächen hat und das hat ihn absolut sympathisch gemacht. Man kriegt sogar ein paar Informationen über sein Geheimnis, was ihn nach wie vor geheimnisvoll erscheinen lässt.

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder sehr flüssig zu lesen, was für das Tempo der Geschichte sehr gut ist. Denn obwohl der Plot viele bekannte Elemente beinhaltet und auch die gesamten Geschehnisse aus Teil 1 wiederholt werden, konnte ich das Buch zügig durchlesen und fühlte mich gut unterhalten. Durch diese Wiederholungen kann man „Frostfluch“ auch lesen, ohne Teil 1 zu kennen.

Der Titel „Frostfluch“ passt meiner Meinung nach dieses mal sehr gut. Das Wortspiel zu Gwens Nachnamen und zusätzlich die Verstrickungen in ihrer Familie kann man durch aus als Fluch bezeichnen. Zudem ist das Cover diesmal auch durch seine violette Farbe sehr passend zu Gwens Augen gewählt. Die Ähnlichkeit zum ersten Cover gefällt mir auch, da so ein Wiedererkennungswert innerhalb dieser Buchreihe vorhanden ist.

Fazit:
„Frostfluch“ erhält von mir glatte 3 Sterne. Der Plot konnte mich auf Grund von zu vielen aus Teil 1 bekannten Elementen leider nicht überzeugen, dafür boten die Charaktere sehr interessante Entwicklungen und haben mich damit gut unterhalten. Wem Teil 1 gefallen hat, wird auch mit Teil 2 nichts falsch machen.

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80 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

grusel, fluch, mystery, spannung, adoption

Der Fluch von Belheddon Hall

Barbara Erskine , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 03.08.2011
ISBN 9783453408197
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Joss wurde als Kind adoptiert. Jetzt wo sie selbst Mutter geworden ist, fragt sie sich nach den Gründen, warum ihre Mutter sie damals weggegeben hat. Auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern stößt sie auf das alte Herrenhaus ihrer Familie, Belheddon Hall. Angeblich soll es dort spuken, doch Joss glaubt nicht an Gespenster. Als sie durch unglückliche Umstände fast Obdachlos wird, kommt es ihr gerade recht, dass ihre Mutter ihr das Haus vor ihrem Tod vererbt hat. Durch kurz nachdem sie mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn dort eingezogen ist, hört sie plötzlich Stimmen und Fußgetrappel. Als auch Tom, Joss’ kleiner Sohn, von seltsamen Blechmännern und toten Kindern redet, wird ihr klar, dass an den Geschichten, die sich um Belheddon Hall ranken, vielleicht doch etwas dran sein könnte … .

Meinung:
„Der Fluch von Belheddon Hall“ ist ein Roman aus der Feder von Barbara Erskine. Es geht um Joss, welche auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern auf das Testament ihrer Mutter stößt. Diese vermacht ihrer Tochter ein altes Herrenhaus und trotz aller Warnungen zieht Joss mit ihrer Familie dort ein. Schon nach kurzer Zeit beginnt der Spuk; Joss hört Stimmen und Fußgetrappel, ihr kleiner Sohn Tom spricht von Schatten in den Ecken und einem ominösen Blechmann, Gegenstände sind nicht mehr da, wo sie waren, und Tom hat immer öfter blaue Flecke.

Es handelt sich hier um einen Roman mit gruseligen Elementen, von denen allerdings alle schon bekannt sein dürften. Die Idee war also keineswegs neu: ein altes Haus in dem es spukt. Es gibt Schatten, die sehr menschlich aussehen, Gegenstände tauchen plötzlich auf, oder wechseln ihren Platz, lachende Stimmen von toten Kindern hallen durch das Haus und unbekannte Personen berühren einem im Schlaf. Obwohl man diese Sachen alle schon kennt, waren sie hier sehr gut umgesetzt und haben mich persönlich überzeugen können. Hinzu kommt ein guter Spannungsaufbau, der das Buch inhaltlich zu keiner Zeit langweilig lassen wird. Ich hatte zwar nie ein übermächtiges Gruselgefühl, doch hat es die Autorin schon geschafft, mich mit ihrem Schreibstil zu fesseln, sodass ich das Buch sehr schnell durchgelesen habe.

Das Ende jedoch konnte mir gar nicht überzeugen. Ich hatte einen großen Showdown erwartet oder sonst etwas Spektakuläres. Stattdessen ist die Auflösung recht banal, ja geradezu lächerlich und warf bei mir die Frage auf, warum vorher so ein Drama um die Sache gemacht wurde, wenn die Auflösung so einfach ist. Trotzdem fühlte ich mich (bis auf das Ende) recht gut unterhalten. Die Schwachpunkte dieses Buches liegen jedoch außer im Ende in vielen Wiederholungen und in den Charakteren.

Als Hauptperson tritt hier Joss auf. Sie ist Ende 20 und wurde adoptiert. An sich hat mir ihr Charakter recht gut gefallen, leider wird sie jedoch von anderen Charakteren oft in den Hintergrund gedrängt und für unzurechnungsfähig abgestempelt. Joss ist anfangs sehr rational und versucht aus allen Situationen das Beste zu machen. Hierbei ist sie auch sehr um das Wohl ihrer Familie bemüht, so will sie zwar nach ihrer leiblichen Mutter suchen, ihre Adoptiveltern jedoch nicht verletzen. Zudem ist ihre Reaktion auf die unheimlichen Situationen plausibel. Zuerst versucht Joss die Dinge logisch zu erklären, doch nach und nach entdeckt sie Zusammenhänge, die keine Zufälle sein können. Dafür, dass sie anfängt die Sachen zu hinterfragen und auch übernatürliche Erklärungen in Erwägung zieht, wird sie von ihrer Adoptivschwester Liz und ihrem Mann Luke für verrückt gehalten. Vor allem Liz kommt hier oft eifersüchtig und fies rüber. Sie macht Joss permanent schlecht und hält sie sogar für geistesgestört. Die Reaktion an sich kann ich durchaus nachvollziehen, leider war sie hier aber für meinen Geschmack zu vehement umgesetzt, sodass es streckenweise einfach nur nervig war. Selbst rationale Wünsche oder Gefühle von Joss wurden konsequent ignoriert, was die Lage im Haus sehr vorhersehbar schlimmer gemacht hat. Joss’ Mann Luke war hier schon etwas angenehmer zu ertragen. Er glaubt seiner Frau zwar auch nicht, versucht aber zumindest hin und wieder sich in ihre Lage zu versetzen und wirkte dadurch etwas authentischer als Liz. Trotzdem waren die wiederholten Versuche, Joss als psychisch labil hinzustellen teilweise etwas langatmig.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war schnell und kurzweilig. Die Situationen waren spannend beschrieben und auch die mysteriösen Vorkommnisse in Belheddon Hall haben mich gut unterhalten können, auch wenn ich es nicht sonderlich gruselig fand. Viele Wiederholungen im Plot und das sehr schwache Ende haben mir den Lesespaß allerdings etwas genommen.

Das Cover passt gut zur Geschichte, denn es zeigt eine alte Kirche und einen Friedhof, der für die Handlung eine wichtige Rolle spielt. Die Stimmung, die das Cover vermittelt ist meines Erachtens nach eher düster und somit angemessen.

Fazit:
Ich vergebe 3 Sterne für „Der Fluch von Belheddon Hall“. Prinzipiell fühlte ich mich recht gut unterhalten, es gab im Endeffekt jedoch zu viele Punkte, die mich etwas gestört haben, wie z.B. die sehr nervige Schwester und das mehr als schlechte Ende. Man kann das Buch gut lesen, ich habe es zumindest nicht bereut, für eine bessere Bewertung hat es aber leider nicht gereicht.

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(91)

251 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 26 Rezensionen

träume, morpheus, liebe, traumwelt, halbblut

Wächterin der Träume

Kathryn Smith , Carola Kasperek
Flexibler Einband: 362 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 19.03.2010
ISBN 9783426283226
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Nachdem Dawn ihren Freund Noah vor einem wild gewordenen Traumdämon retten konnte, muss sie nun lernen, ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen und zu kontrollieren. Das ist nicht so einfach, denn immer wieder werden ihr im Traumreich Steine in den Weg gelegt; ein Halbblut wie sie, sollte es eigentlich gar nicht geben, weshalb viele Traumwesen sie als eine Bedrohung ansehen. Als sie vom Rat der Nachtmahre wegen Hochverrat angeklagt wird, kann ihr auch Morpheus nicht mehr helfen,…

Meinung:
„Wächterin der Träume“ ist der zweite Teil der Nightmare-Chronicles, einer Fantasy-Serie rund um Dawn Riley, welche halb Mensch, halb Traumwesen ist. Nachdem es ihr im ersten Teil der Reihe gelungen ist, ihren Freund Noah vor einem Traumdämon zu retten, muss sie jetzt lernen, mit ihren Fähigkeiten umzugehen. Denn die Traumwelt wird von Intrigen gegen König Morpheus bedroht und auch Dawn ist Ziel von Verschwörungen. Da es sie als Halbblut eigentlich gar nicht geben dürfte, sehen viele Traumwesen sie als Gefahr an und daher stehen Dawns Chancen nicht sonderlich gut, als sie wegen Hochverrat vor den Rat der Nachtmahre geführt wird.

Die Geschichte an sich hat mich wieder gut unterhalten können, allerdings fehlte mir in diesem Band irgendwie der rote Faden. Die Anklage wegen Hochverrat zieht sich zwar schon durch das gesamte Buch, trotzdem hatte ich irgendwie den Eindruck, als würde es sich dabei eher um eine Nebenhandlung handeln. Zudem gibt es ziemlich viele Wiederholungen aus dem ersten Band, was für Leser, welche den ersten Teil nicht kennen sehr gut ist. Da ich ihn aber bereits gelesen hatte, war es für mich an diversen Stellen eher langweilig als informativ. Außerdem ist es meiner Meinung nach für Leser, die den ersten Teil nicht kennen, auch möglich, dem Buch gut zu folgen, wenn weniger Informationen wiederholt würden. Die diversen sonstigen Handlungen waren jedoch entweder spannend oder sehr interessant, weshalb ich dem Rest des Buches gut folgen konnte. Vor allem der erneute Überfall auf einen Menschen und seine Folgen, sowie die vielen Informationen über die Traumwelt haben mir sehr gut gefallen. Die Handlungen im Buch selbst werden alle abgeschlossen, trotzdem gibt es am Ende eine wichtige Wendung, welche mich neugierig auf einen hoffentlich folgenden dritten Teil macht. Wie schon der erste Teil ist auch „Wächterin der Träume“ ein klarer Erwachsenen-Roman, denn auch hier gibt es wieder detaillierte Sex- und Gewaltszenen, welche jedoch geschmackvoll umgesetzt wurden und ich sie deshalb gerne gelesen habe.

Auch die Charaktere konnten mich wieder nicht voll überzeugen. Dawn übernimmt wieder die Rolle der Haupterzählerin, weshalb man als Leser viel von ihren Gefühlen und Gedanken kennenlernt. Größtenteils beschäftigen sich diese jedoch mit ihrem Traumwesen und der Angst Noah aus nichtigen Gründen zu verlieren. Für meinen Geschmack waren diese Selbstzweifel etwas zu viel des Guten. Ich möchte jedoch auch positiv anmerken, dass man durchaus eine Gewisse Weiterentwicklung bei Dawn erkennen kann; vor allem gegen Ende hin kann man erkennen, dass sie ihr Traumwesen endlich annimmt und sich ihrer Verantwortung stellt.

Noah als Dawns Freund hat mir auch nicht vorbehaltlos gefallen. Er wirkt nach wie vor sympathisch, allerdings häufen sich die mysteriösen Andeutungen, welche schon im ersten Teil begonnen haben. Zudem habe ich das Gefühl, dass er nicht ganz ehrlich ist, was ich aber leider nicht begründen kann. Meine Skepsis aus Band 1 hat sich also noch verstärkt.

Wie ich gehofft hatte, kommt dafür Dawns Mutter mehr zum Zuge und offenbart einige sehr interessante Charakterzüge. Vor allem der innere Konflikt über das Aufwachen wird für eine Nebenfigur sehr schön beschrieben und man kann sie als Leser besser verstehen.

Die Sprache war wieder flüssig und leicht zu lesen, dafür war diesmal weniger Spannung vorhanden, was größtenteils an den vielen Wiederholungen aus Teil 1 lag. Der Rest des Buches bot aber genug Spannung, um es flüssig durchzulesen. Das Cover ähnelt dem von Teil 1. Es wirkt ein wenig mystisch, was mich an die Traumwesen erinnert. Vermutlich soll es Dawn zeigen, trotzdem ist es nach wie vor sehr klischeehaft.

Fazit:
Ich vergebe für „Wächterin der Träume“ 3 Sterne, auf Grund der genannten Schwächen der Charaktere und vor allem der Spannung. Weniger Wiederholungen wären bedeutend besser gewesen. Trotzdem war das Buch recht unterhaltsam und ist für alle, die Teil 1 mochten, empfehlenswert.

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(171)

408 Bibliotheken, 2 Leser, 12 Gruppen, 52 Rezensionen

morpheus, träume, liebe, traumwelt, noah

Tochter der Träume

Kathryn Smith , Regina Schneider
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 02.11.2009
ISBN 9783426283059
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Dawn Riley ist schockiert, als ein alter Mann ihr eröffnet, sie wäre eine Traumfrau. Andere Frauen würden sich vermutlich über solch ein Kompliment freuen, Dawn fürchtet jedoch, dass ihre Tarnung aufgeflogen ist. Denn sie ist ein echtes Traumwesen und zudem die Tochter von Morpheus, Gott der Träume und König der Traumwelt. Eigentlich hat sie der Welt ihres Vaters vor langer Zeit den Rücken zugekehrt, doch als immer mehr Menschen plötzlich im Schlaf sterben und dann auch ihre heimliche Liebe Noah bedroht ist, ist sie gezwungen, sich mit dem auseinander zu setzen, was sie ist: ein Halbblut, halb Mensch, halb Traumwesen.

Meinung:
„Tochter der Träume“ ist ein Fantasy-Roman für Erwachsene, der die Geschichte von Dawn Riley erzählt. Dawn ist halb Mensch, halb Traumwesen und muss sich nach mehreren rätselhaften Todesfällen mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen. Vor vielen Jahren hat sie der Traumwelt den Rücken gekehrt, doch als ihre heimliche Liebe Noah in Gefahr gerät, kehrt sie in die Welt ihres Vaters zurück. Wichtig ist hier, dass es sich tatsächlich um ein Buch für Erwachsene handelt, da es einige Nicht-Jugendfreie Szenen gibt, die sich sowohl mit Sex als auch mit Gewalt beschäftigen. Ich persönlich fand die Sexszenen jedoch recht geschmackvoll beschrieben und die Gewaltszenen nicht zu übertrieben, weshalb das Buch eventuell schon ab circa 16 gelesen werden könnte.

Die Idee des Buches, sich mit der Traumwelt zu beschäftigen, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe über diese Thematik noch nichts gelesen, weshalb es für mich gänzlich neu war. Da natürlich jeder Mensch eigene Träume hat, ist es sehr schwierig das Konzept der Traumwelt anschaulich zu beschreiben, ich finde aber, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, eine plausible Beschreibung zu finden. Insgesamt wirkte dieser Teil der Geschichte also sehr realistisch auf mich und konnte mich überzeugen.

Die Charaktere waren größtenteils auch sehr gut ausgearbeitet. Dawn als Hauptcharakter wirkte durchweg sympathisch und keineswegs wie eine geborene Superheldin. Sie wird als groß und etwas mollig beschrieben. Zudem hat sie keine Ahnung über ihre Fähigkeiten in der Traumwelt und tut sich auch schwer damit, diese kennen zu lernen. Ihre Gedanken werden gut beschrieben, und neben positiven Erfahrungen muss sie sich auch mit ihren negativen Charakterzügen auseinander setzen, was ihrem Charakter eine angenehme Tiefe verleiht. Lediglich ihre Schwärmerei für Noah war teilweise für meinen Geschmack etwas zu ausgeprägt und hat die Handlung in die Länge gezogen. Leider hat an einigen Stellen die Spannung darunter gelitten.

Noah hat einen sehr interessanten Charakter. Er wirkt mysteriös und unnahbar. Man kann ihn als Leser schlecht einschätzen und obwohl er keineswegs unsympathisch ankommt, habe ich ihn trotzdem immer mit etwas Skepsis betrachtet.

Auch die Nebencharaktere wie Morpheus und Dawns Mutter waren streckenweise gut ausgearbeitet, wobei ich mir vor allem für Dawns Mutter tiefere Einblicke in ihre Gefühle und Gedanken gewünscht hätte. Nach einigen Hinweisen gegen Ende des Buches, hoffe ich hier aber auf den zweiten Teil dieser Serie.
Die Sprache war flüssig und leicht zu lesen. Die Beschreibungen haben mir allesamt gut gefallen. Vor allem die Traumwelt war meiner Meinung nach gut und plausibel umgesetzt. Natürlich wären noch mehr Informationen darüber schön gewesen, andererseits schafft es dir Autorin so, das Geheimnisvolle dieser Welt zu bewahren, denn jeder Mensch hat eigene Träume und die kann man nicht alle in einer Erdähnlichen Welt unterbringen.

Das Cover ist mit der junge Frau darauf sehr klischeehaft. Die blasse Farbe lässt sich zwar gut mit Träumen in Verbindung bringen, ansonsten ist das Cover aber für mich eher nichtssagend. Ich finde es nicht unbedingt schlecht, wirklich überzeugen konnte es mich jedoch auch nicht.

Der zweite Teil über Dawn Riley heißt „Wächterin der Träume“ und ist ebenfalls im Knaur-Verlag erschienen.

Fazit:
Ich vergebe für „Tochter der Träume“ aufgerundete 4 Sterne. Insgesamt hat es mir gut gefallen und eine Geschichte über Träume habe ich in dieser Art noch nicht gelesen. Ich fühlte mich zu jeder Zeit gut unterhalten. Trotzdem konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen, vor allem auch durch einige Spannungstiefs.

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1.010 Bibliotheken, 31 Leser, 5 Gruppen, 108 Rezensionen

england, tod, drogen, kleinstadt, gemeinderat

Ein plötzlicher Todesfall

Joanne K. Rowling , Susanne Aeckerle ,
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.09.2012
ISBN 9783551588883
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Nach dem überraschenden Tod von Barry Fairbrother ist dessen Platz im Gemeinderat freigeworden. Während die Bürger von dem kleinen Vorort Pagford noch vorgeblich in Trauer und Fassungslosigkeit gefangen sind, fangen sie bereits im Verborgenen an, Pläne zu schmieden, um den freien Platz zu erobern. Hierbei sind sie keineswegs zimperlich und schon bald beginnt ein wahrer Kleinkrieg bei dem man Niemandem mehr trauen kann…

Meinung:
„Ein plötzlicher Todesfall“ ist der neue Erwachsenen-Roman von Joanne K. Rowling. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich viele schlechte Kritiken gehört, und bin deshalb mit bewusst geringen Erwartungen an die Geschichte heran gegangen. Ich wurde nicht enttäuscht; im Gegenteil, nachdem ich die letzte Seite beendet hatte, war ich ziemlich begeistert und halte das Buch auch jetzt noch für ziemlich gut. Trotzdem fiel mir diese Rezension ziemlich schwer. Das liegt nicht zuletzt an den vielen verschiedenen Handlungsstängen, derer die Autorin sich hier bedient.

Das Buch beginnt mit dem sehr überraschendem Tod von Barry Fairbrother, welcher in einem überaus neutralen und sachlichen Ton erzählt wird. Dieser Einstieg erinnerte mich an den Einsteig der TV-Serie Desperate Housewives. Kaum dass Barrys Tod bekannt geworden ist, beginnen verschiedene Bürger des kleinen Vorortes um seinen nun freigewordenen Platz im Gemeinderat zu kämpfen. Dabei ist ihnen auch jedes Mittel recht und ein verdeckter Kleinkrieg beginnt. Die Idee über intrigante Vorstädter zu schreiben ist keinesfalls neu, jedoch setzt Rowling sie gut und interessant um. Bevor die Geschichte jedoch richtig an Fahrt aufnimmt, müssen erst jede Menge Charaktere eingeführt werden. Diese Prozedur war etwas langwierig und erforderte meinerseits viel Konzentration, um mir genau zu merken, wie die einzelnen Leute miteinander verwandt/bekannt/verfeindet/verschwägert etc. sind. Hierbei geht Rowling sehr detailliert auf die einzelnen Figuren ein, wodurch sie im späteren Verlauf der Geschichte sehr authentisch und lebendig wirken. Dies wird auch vor allem dadurch erreicht, dass die Geschichten jeder Person in dem kleinen Dorf von anderen Personen abhängt, und die Schicksale so gekonnt verknüpft werden. Diese Einführung zum Anfang war schwer, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wie auch schon in den Harry Potter Büchern schafft es die Autorin hier dem Leser das Gefühl zu vermitteln, als würde man von alten Bekannten lesen, so lebendig wirken sie. Auf die einzelnen Charaktere an sich möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da es wie gesagt zu viele sind und es dann den Rahmen sprengen würde. Es gibt jedoch eine gesunde Mischung als allen Altersgruppen vom Rentner Ehepaar, über Junggesellen von mitte 30 und rebellierenden Teenagern bis hin zum 3-jährigen Robbie. Mir persönlich haben alle Altersstrukturen gut gefallen, wobei Rowlings Hauptaugenmerk meiner Meinung nach auf den Jugendlichen liegt.

Die Thematik des ganzen bezieht sich auf soziale Probleme jeglicher Art, welche im Rahmen eines Vorortes spielen. Hierbei sind die Problematiken ebenso vielfältig wie die Charaktere selbst; es gibt Lehrer, die ihre Schüler nicht im Griff haben, heimliche Affären, Kinder, die ihre Eltern hassen und Eltern, die ihre Kinder hassen, Gewalt, Prostitution, Drogenmissbrauch, etc. . Das Buch ist also durchaus sozial- und vor allem gesellschaftskritisch, besonders weil die Probleme nicht nur in sozial schwachen Vierteln spielen, wie man es erwartet hätte, sondern auch die Häuser der reicheren und angesehenen Bürger nicht davon verschont bleiben.

Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr faszinierend. Rowling benutzt hier einen nüchtern gehaltenen Erzählstil, welcher mit ziemlich roher Umgangssprache gemischt ist und entsprechend viele Kraftausdrücke beinhaltet. Dies wirkt einerseits sehr authentisch, auf der anderen Seite natürlich durchaus provokant. Mir hat es gefallen, aber ich muss auch klar sagen, dass es mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist.

Das Cover hat meinen Geschmack nicht getroffen. Es ist bis auf die Schriftart sehr schlicht und passt auf seine Art gut zum Erzählstil: schlichtes, nüchternes Design und die rote Farbe als Provokation, welche an die derben Kraftausdrücke erinnert. Das angekreuzte Kästchen passt zur Wahl für den Platz im Gemeinderat und passt also inhaltlich gut zum Buch. Trotzdem hat es mich nicht angesprochen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch auf keinen Fall für Kinder geeignet, empfehlen würde ich es ab ca. 16, wobei man klar sagen muss, das es grundsätzlich nichts für zartbesaitete Personen ist (wegen der Sprache, aber auch wegen entsprechender Inhalte (Vergewaltigung, Prostitution, Drogenmissbrauch etc.).

Fazit:
Ich vergebe 4 Sterne für „Ein plötzlicher Todesfall“. Wer sich auf das Buch einlässt und nichts gegen grobe Sprache hat, kann sich auf gute Unterhaltung freuen. Für den jedoch schwierigen Einstieg habe ich einen Punkt abgezogen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Beneath the Glitter

Elle Fowler , Blair Fowler
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei St Martins Pr, 04.09.2012
ISBN 9781250006189
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Die Schwestern Sophia und Ava London sind durch ihre YouTube Videos bekannt geworden und vor kurzem nach L.A. gezogen. Dort eröffnet sich ihnen die Welt der Schönen und Reichen mit fantastischen Partys, Paparazzis und natürlich jeder Menge heißer Jungs. So ist es nicht verwunderlich, dass Sophia einen Millionärssohn kennenlernt, während Ava einen Hollywood Schauspieler datet. Doch schon bald müssen die beiden erkennen, dass so viel Ruhm auch seine Schattenseiten hat.

Meinung:
„Beneath the Glitter“ ist der erste Roman von Elle und Blair Fowler, zwei Schwestern, die durch Beauty-Videos auf YouTube bekannt geworden sind. Die Geschichte erinnert an ihre eigene, doch ist sie nur angelehnt. Ich selbst habe ein paar Videos von den beiden gesehen und war einfach neugierig, ob zwei YouTube-Stars auch das Zeug zum Autor haben. Dem ist aber leider nicht so.
Die Geschichte handelt von Sophia und Ava London, zwei Schwestern welche vor einiger Zeit nach Los Angeles gezogen sind. Dort wollen sie ihre eigene Make-Up Marke „London Calling“ auf den Markt bringen. Als sie einen wichtigen Internet Preis gewinnen werden sie über Nacht zu Berühmtheiten und erhalten somit Zutritt zu Los Angeles High Society. Anfangs genießen sie noch die Vorteile, doch schon bald müssen sie erkennen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Vom Inhalt her habe ich mich schon auf eine leichte, oberflächliche Lektüre eingestellt. Der Anfang war dann aber verhältnismäßig spannend: direkt im Prolog werden die beiden Schwestern verhaftet und es wird angedeutet, dass sie einer großen Intrige zum Opfer gefallen sind. Dann gibt es einen Flashback zu einem Zeitpunkt 5 Monate vorher, und der gesamte Rest des Buches beschäftigt sich mit diesem Flashback, was ich sehr schade fand, denn wirklich spannende Sachen passieren in dieser Zeit nicht. Größtenteils handeltdas Buch also von dem Werdegang von Ava und Sophia, durch welche Zufälle sie ihre eigene Make-Up Linie gesponsert bekommen, wie sie ihre Freunde kennenlernen und so weiter. Zudem müssen die beiden mit dem immer größer werdenden Druck klar kommen, welcher auf ihnen lastet. Während Sophia sich sehr um ihr Image sorgt, und jeden Skandal, der ihnen schaden könnte, direkt im Keim erstickt, versucht Ava sich auf die Rampenlicht-Erfahrungen ihres Freundes zu verlassen, was natürlich schon bald zum Streit zwischen den beiden führt. Ich konnte der Geschichte zwar leicht folgen, weil zum einen die Sprache sehr einfach gehalten war und ich zum anderen immer auf die Auflösung der anfänglichen Verhaftung gewartet habe, wirklich mitreißende Momente gab es aber nicht.
Das Buch erzählt eher die alltäglichen Erfahrungen und Probleme zweier jungen Frauen, welche sich plötzlich in einer für sie unbekannten Welt zurecht finden müssen. Insgesamt wirkte es jedoch eher wie die Träume eines Teenagers.

Die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen. Sowohl Sophia als auch Ava wirkten eher flach und klischee-behaftet, als dass sie meine Sympathie geweckt haben. Das teilweise sehr divahafte bzw. übertriebene Verhalten hat mich eher gestört, und vor allem Avas exzessive Schwärmereien für Liam waren mehr als nervig, von Liam selbst ganz zu schweigen. Einzig Giovanni stellt einen spannenden Charakter dar, auf dessen Auftreten ich mich immer gefreut habe. Er ist geheimnisvoll und weißt verschiedenste Facetten auf, was durchwegs für Abwechslung gesorgt hat.

Das Buch gibt es bis jetzt nur auf Englisch, aber die verwendete Sprache war leicht umgesetzt, und deshalb sehr gut zu verstehen. Der Schreibstil an sich war mir teilweise zu ausgeschmückt. An einigen Stellen wurden Outfits, Gefühle und Szenen bis ins kleinste Detail und mit vielen kitschigen Metaphern beschrieben.
Das Cover passt wirklich hervorragend zum Inhalt, denn es spiegelt die Welt der beiden London-Schwestern mit viel Mode, Rosa und Glitzer sehr gut wieder. Rein vom Äußerlichen betrachtet finde ich es zudem ganz nett, aber es weckt keine pure Begeisterung.

Im Frühjahr/Sommer 2013 erscheint der zweite Teil dieser Buchserie.

Fazit:
Ich vergebe leider nur 2 Sterne für „Beneath the Glitter“. Für jüngere Mädchen ist das Buch sicherlich sehr interessant und unterhaltsam, denn obwohl ich es halbwegs zügig durchlesen konnte, war es für meinen Geschmack jedoch einfach viel zu oberflächlich. Zudem konnten mich weder die Hauptcharaktere noch der Spannungsaufbau überzeugen.

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179 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

magie, dunkelheit, die erwählte, der weg in die dunkelheit, liebe

Der Weg in die Dunkelheit - Die Erwählte

Erica O'Rourke , Maike Claußnitzer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 18.06.2012
ISBN 9783442268702
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Mo ist ein sehr unscheinbares Mädchen, „möglichst nicht auffallen“ ihr Motto. Doch als ihre beste Freundin Verity ermordet wird, und sie nur um Haaresbreite überlebt, befindet sie sich plötzlich im Zentrum aller Aufmerksamkeit. Ihr Onkel, ein hochrangiger Mafiaboss, engagiert einen Bodyguard, um sie vor den noch frei herumlaufenden Tätern zu beschützen. Doch Mo ist sich ziemlich sicher, dass die Täter keinesfalls menschliche Wesen waren. Da taucht plötzlich Luc auf, Veritys unbekannter Freund, und zeigt Mo eine Welt, in der ein erbitterter Krieg zwischen magischen Kräften herrscht. Doch noch ist ihr unklar, wie sie als nicht-magische Person helfen kann…

Story: 3/5
Spannung: 3/5
Charaktere: 4/5
Unterhaltung: 4/5
Idee: 4/5

Meinung:
„Die Erwählte – Der Weg in die Dunkelheit“ ist der erste Teil der Trilogie rund um Mo und Luc. Ausschlaggebend für meinen Kauf war das wunderschöne Cover, welches mich direkt angesprochen hat, doch später mehr dazu.
Die Geschichte handelt von Maura, von ihren Freunden Mo genannt. Sie führte bis zu dem tragischen Tod ihrer besten Freundin Verity ein sehr unscheinbares Leben. Sie wollte um keinen Preis auffallen und wurde von ihrer Mutter dazu erzogen „bloß keinen Ärger zu machen“. Verity war es, die bei den Mitschülern beliebt war, die in vielen Bereichen talentiert war und gut aussah, sodass Mo sich gut hinter ihr verstecken konnte, was ihr nur Recht war. Doch dann wird Verity ermordet und Mo entkommt nur knapp. Fortan ändert sich alles für sie, denn plötzlich steht sie alleine im Mittelpunkt und mehr als einmal fragt sie sich, was Verity wohl in ihrer Situation tun würde

Mo ist als Hauptcharakter sehr sympathisch. Sie wirkt anfangs sehr schüchtern und unbeholfen, da sie ihr ganzes bisheriges Leben nach den Wünschen ihrer Mutter ausgerichtet hat. In schwierigen Situationen war außerdem immer Verity da, die ihr helfen konnte. Plötzlich ist das nicht mehr so und Mo muss lernen alleine klar zu kommen. Man kann als Leser hier sehr schön nachvollziehen, wie sie sich fühlt, als die so unverhofft ins kalte Wasser gestoßen wird. Zudem ist es für sie natürlich auch sehr schwer Veritys Tod zu verarbeiten, vor allem als sie erfährt, dass ihre beste Freundin scheinbar nicht die war, für sie Mo sie gehalten hat. Nach und nach entwickelt sie sich zu einer eigenständigen und starken jungen Frau, was zu jeder Zeit authentisch und glaubhaft dargestellt wurde. Mir hat Mos Entwicklung sehr gut gefallen und durch kurze gedankliche Rückblicke auf ihr früheres Leben hat sie viel an Tiefe gewonnen.

Die beiden männlichen Hauptfiguren sind Colin und Luc, welche beide absolut verschieden sind. Trotzdem sind beide auch auf ihre Art sehr interessant. Colin, Mos Bodyguard ist eher unnahbar und kühl, und gibt wenig von sich Preis. Erst nach und nach lernt der Leser ihn mit Mo zusammen etwas besser kennen. Luc hingegen ist offener und als einziger bereit Mo einige Details über ihren Angriff zu verraten. Er wirkt etwas klischeehaft, denn seine geheimnisvolle Art im Kombination mit guten Aussehen und magischen Fähigkeiten ist ja fast schon Standard in diesem Genre geworden. Trotzdem empfand ich ihn als ganz nett und keineswegs als nervig.
Die Geschichte selbst nimmt relativ langsam an Fahrt auf, denn zu Beginn wird viel auf Mos Gefühlswelt und ihre Trauer über Veritys Tod eingegangen. Zudem wird ihre Familie detailliert eingeführt und man erhält als Leser viele Informationen über ihr Leben vor und nach Veritys Tod. Ich fühlte mich beim Lesen aber nicht gelangweilt sondern fand die Informationen sehr interessant. Vor allem mit dem Wissen, dass es sich um eine Trilogie handelt, erscheint mir der ausführliche Anfang als gerechtfertigt und wichtig für den weiteren Handlungsverlauf. Circa ab der Hälfte kommt dann etwas mehr Schwung in die Geschichte, denn Luc führt Mo endlich in die magische Welt ein. Diese Welt und dem darin tobenden Krieg hat mir sehr gut gefallen. Hier muss ich auch Mo noch mal erwähnen, die über keinerlei magischen Fähigkeiten verfügt. Mir hat die Art und Weise, wie die Autorin sie in diese Welt untergebracht hat sehr sehr gut gefallen, denn die altbekannte Situation „urplötzlich kriegt die Hauptfigur wahnsinnige Kräfte und ist mächtiger als alle anderen“ bleibt hier aus. Natürlich hat Mo eine außergewöhnliche Position innerhalb der Geschichte, aber sie ist zu jeder Zeit auf die Hilfe anderer angewiesen, was mir zur Abwechslung mal sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil ist sehr locker und leicht geschrieben, man kann das Buch gut und flüssig durchlesen. Die Spannung ist anfangs nicht vorhanden, sodass der Lesefluss eher durch interessante Informationen am Laufen gehalten wird. Ab circa der Mitte des Buches steigt die Spannung aber stark an und kann bis zum Ende gehalten werden. Zudem wird das Buch aus Mos Sicht erzählt, weshalb man detaillierte Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekommt.
Das Cover hat mir, wie schon oben erwähnt sehr gut gefallen und was mein Kaufgrund für dieses Buch. Es zeigt eine junge Frau, wahrscheinlich Mo, und in ihrem Kleid ist ein junger Mann zu erkennen. Man weiß nicht, ob es Colin oder Luc sein soll, diese ‘Verbindung’ zwischen den beiden ist aber in jedem Fall passend gewählt.

Fazit:
Ich vergebe 4 Sterne für „Die Erwählte – Der Weg in die Dunkelheit“. Das Buch hat mir gut gefallen, aber es konnte mich nicht in allen Punkten restlos überzeugen. Trotzdem ist es ein spannender Auftakt zu einer neuen Fantasy-Trilogie und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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304 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 87 Rezensionen

schwimmen, doping, internat, mord, freundschaft

Wie ein Flügelschlag

Jutta Wilke
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 01.01.2012
ISBN 9783649605669
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung:
Ich habe lange mit diesem Buch geliebäugelt, bevor ich mich endlich entschlossen habe, es zu kaufen. Bereits die Leseprobe hat mich sehr neugierig gemacht, aber von dem Buch war ich schlussendlich total begeistert. Es geht um Jana, die durch ihr Talent im Schwimmen ein Stipendium für ein Sportinternat bekommen hat. Neid und Missgunst bei ihren Mitschülern macht ihr das Leben dort nicht gerade leicht, aber zuhause bei ihrer Mutter sieht es auch nicht besser aus. Diese scheint an Depressionen und Verlustängsten zu leiden, so dass Jana von ihre keine Unterstützung erwarten kann. Beim Schwimmen jedoch fühlt sie sich frei und unbeschwert. Die einzige zarte Freundschaft die Jana hat, ist Mel, eine Klassenkameradin und ihre einzige ernsthafte Konkurrenz. Trotzdem scheinen sich die Mädchen gut zu verstehen, bis Mel tot im Schwimmbecken aufgefunden wird. Jana glaubt nicht an einen Tod durch Herzversagen und beschließt zusammen mit Mels Bruder Mika auf eigene Faust nachzuforschen.

Das Buch ist größtenteils aus Janas Sicht geschrieben, welche zugleich auch die Hauptfigur ist. Zwischendurch tauchen immer wieder kurze Passagen auf, welche die Gedanken einer unbekannten Person beleuchten, die scheinbar mehr weiß, als Jana. Diese Stellen wirken sehr düster und bedrohlich, weshalb die Spannung unter anderem konstant gehalten wird. Janas Gefühle werden von der Autorin sehr deutlich hervorgehoben und so authentisch beschrieben, dass man als Leser unweigerlich mitgerissen wird; ihre Begeisterung fürs Schwimmen, das herrlich leichte Gefühl, wenn sie alles um sich herum vergessen kann, der große Schock, als Melanie tot aufgefunden wird. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass ich selbst betroffen war.
Auch die anderen wichtigen Personen werden detailliert und glaubhaft geschildert. Es werden Hintergrundinformationen über die Lebensgeschichten eingestreut, die das Auftreten der einzelnen Personen noch authentischer wirken lassen. Des Weiteren sind die Charaktere sehr tief gehend beschrieben und besitzen alle Stärken und Schwächen, sodass man ihr Handeln in vielen Fällen sehr gut nachvollziehen kann.

Der Plot konnte mich voll überzeugen. Eigentlich kann ich mit Leistungssport und vor allem Schwimmen nicht viel anfangen, aber die Autorin hat die beiden Merkmale absolut gekonnt in die Handlung eingeflochten und mein Interesse dafür geweckt. Im Vordergrund steht natürlich der Todesfall von Melanie, dessen Auflösung absolut plausibel und detailliert erfolgt. Trotzdem behandelt die Autorin noch andere gesellschaftliche Themen wie Doping, Mobbing und Erfolgsdruck und schafft es diese nicht als vollständig schlecht hinzustellen, sondern versucht auch die Gründe dahinter zu beleuchten.

Der Schreibstil von Jutta Wilke hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr flüssig und leicht zu lesen; zugleich wirkt er absolut fesselnd und mitreißend. Die Spannung wurde von Anfang bis Ende konstant gehalten und zwischendurch sogar gesteigert. Durch die Mischung auf spannendem Plot und mitreißenden Gefühlen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und hatte es in 2 Tagen durch (auf Grund meiner Prüfungen konnte ich es leider nicht in einem Rutsch durchlesen).

Das Cover ist absolut wunderschön. Zuerst habe ich dabei an einen Fantasy-Roman gedacht, vor allem durch die hellblaue Farbe und die Schmetterlinge, welche ich irgendwie mit Feen in Verbindung gebracht habe. Im Nachhinein finde ich das Cover aber sehr passend und auch der Schmetterling erhält eine tiefer gehende Bedeutung. Das Buch hat außerdem ein Lesebändchen.

Fazit:
Ich vergebe volle 5 Sterne für dieses absolut fesselnde Buch. Die Handlung war sehr spannend beschrieben, die Gefühle absolut mitreißend, und auch wer nichts mit dem Schwimmsport zu tun hat, kann hier voll auf seine Kosten kommen.

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103 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, jennifer jäger, saphirtränen, niamh, dämonen

Saphirtränen: Teil 1 - Niamhs Reise

Jennifer Jäger
E-Buch Text
Erschienen bei BookRix GmbH & Co. KG, 22.06.2012
ISBN 9783864798269
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Die junge Wald-Ilyea Niamh soll während eines Rituals endlich als erwachsene Ilyea anerkannt werden, doch so ganz geheuer ist ihr das nicht. Sie fühlt sich anders, als die anderen Mitglieder ihres Volkes, und das nicht nur aufgrund ihrer gänzlich untypischen Augenfarbe. Sie hat auch keine Begabung für Magie, was vielleicht auch daran liegen kann, dass Niamh schlichtweg nicht daran glaubt. Als während des Rituals ihr Stamm jedoch überfallen wird, und sie die einzige Überlebende ist, fängt Niamh an zu begreifen, dass sie aus gutem Grund ‘anders’ ist. Sie setzt alles daran, das göttliche Schmuckstück ihres Volkes zu suchen und zu beschützen…

Story: 5/5
Spannung: 4/5
Romantik: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Tiefgang: 3/5

Meinung:
“Saphirtränen – Niamhs Reise” ist der Beginn einer neuen Fantasy Reihe von Jennifer Jäger. Erschienen ist das Buch als eBook bei Bookrix und Amazon.

Die Geschichte handelt im ersten Teil hauptsächlich von Niamh, einer jungen Wald-Ilyea, welche kurz davor steht, erwachsen zu werden. Doch Niamh kann sich nicht wirklich auf das Ritual freuen, denn sie fühlt sich von ihrem Volk ausgeschlossen und sucht die Gründe dafür hauptsächlich bei sich selbst. Anders als normale Ilyea hat sie blaue Augen und überhaupt keinen Sinn für Magie. Sie kann sie weder spüren, noch selber wirken, was sie jedoch darauf schiebt, dass es gar keine Magie gibt, und es sich lediglich um technische Tricks handeln muss. Umso verwirrter ist sie, als sie bei einem Überfall entführt wird, denn ihr Entführer will etwas, was nur sie ihm geben kann. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über die Geschichte von Niamh verraten, da sonst ein großer Teil der Spannung verloren gehen würde.

Niamh selbst gehört zum Volk der Ilyea, einer elfenähnlichen Rasse, die wiederum verschiedenen Bereichen zugehören (Meer, Berg, Wald). Jedes dieser Völker hat eigene äußerliche und innerliche Merkmale, welche sie auszeichnen. Im ersten Teil dieser Geschichte stehen die Wald-Ilyea im Vordergrund, weshalb man über die anderen Völker erst mal nicht viel erfährt. Niamh hat einen sehr vielschichtigen Charakter, der meiner Meinung nach an einigen Stellen viel zu kurz kommt. Auf der einen Seite ist sie sehr selbstkritisch, sie sucht die Fehler oftmals bei sich und zeigt dies auch durch unsicheres Verhalten Anderen gegenüber. Auf der anderen Seite scheint sie sehr schlagfertig zu sein, was sich in witzigen Dialogen wiederspiegelt und mir sehr gut gefallen hat. Leider ist der Roman selbst sehr kurz geraten, weshalb ich in einigen Situationen Niamhs Reaktionen nicht nachvollziehen konnte. Vor allem die erste Zeit in Gefangenschaft wirkten auf mich recht unglaubwürdig oder sehr naiv. Dadurch, dass die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist, wurde dieser Eindruck für mich verstärkt.

Als weiteren Hauptcharakter wird Edan eingeführt, welcher sich auf die Seite der Dämonen geschlagen hat. Edan hat mir von der Ausarbeitung her besser gefallen als Niamh. Er wirkt in seinem Auftreten glaubwürdiger, da er Niamh seine Beweggründe oft erklärt. Zudem ist er auf Grund seiner Herkunft leicht reizbar und unberechenbar, was für zusätzliche Spannung sorgt, da man nie wissen kann, wie er sich verhält.

Die Welt die Jenniger Jäger erschaffen hat, hat mir eigentlich sehr gut gefallen, allerdings kommt auch hier die Kürze des Textes zum Tragen. Der Prolog gibt recht detailliert und fantasiereich die Entstehung dieser Welt und spezieller Schmuckstücke wieder, die von der Göttin mit großer Macht versehen sind. Jedes Volk erhielt ein Schmuckstück, welches fortan von ihnen beschützt wird. Insgesamt also ein spannender Ausgangspunkt.

Allein vom Stil her würde ich dieses Buch für jüngere Leser ab ca. 13 Jahren empfehlen. Für dieses Alter sind die Beschreibungen der Landschaft und Sitten und Bräuche der Ilyea durchaus angemessen, Als erwachsener Leser hätte ich mir jedoch mehr Details gewünscht, denn Potential für einen großartigen Fantasy-Epos ist durchaus vorhanden! Der Schreibstil ist jedoch gut und flüssig zu lesen, durchaus unterhaltsam und wenn denn mal Beschreibungen der Umgebung vorhanden sind, sind diese auch detailreich und angenehm umgesetzt. Auch Spannung ist immer vorhanden. Zwar schwankt diese ab und zu, jedoch fällt sie nie gänzlich ab, was den Lesefluss zusätzlich erhöht.

Die Gestaltung des Buches ist einsame Spitze. Allein das Cover hat mir sehr gut gefallen, und es spiegelt die wichtigen Farben im ersten Band wieder. Zudem beginnt jedes Kapitel mit einem kleinen Bildchen, welche wunderschön gezeichnet sind. Bei einigen konnte ich einen direkten Bezug zur Geschichte entdeckt, weshalb ich davon ausgehen, dass dies bei allen Bildchen der Fall ist und ich es nur nicht entdeckt habe :).

Fazit:
Ich vergebe aufgerundete 4 Sterne, da mir die Geschichte um Niamh wirklich gut gefallen sind. Einige Stellen waren für mich jedoch zu kurz gehalten, weshalb ich keine ganzen 4 Sterne vergeben konnte. Ich empfehle das Buch trotzdem, da man für den Preis auf jeden Fall auf seine Kosten kommt. Zudem ist das Buch auch sehr für jüngere Leser geeignet.

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1.747 Bibliotheken, 20 Leser, 7 Gruppen, 202 Rezensionen

götter, fantasy, mythologie, liebe, internat

Mythos Academy - Frostkuss

Jennifer Estep , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2012
ISBN 9783492702492
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Gwen Frost ist alles andere als freiwillig auf der Mythos Academy. Neben bedeutenden, antiken Kriegsvölkern wie Spartaner, Walküren oder Amazonen, soll sie dort lernen, ihre Gypsy-Gabe, mit Hilfe derer sie durch Berührung alles über einen Gegenstand oder eine Person herausfinden kann, sinnvoll zu nutzen. Doch bald schon stirbt eine Schülerin und Gwen muss erkennen, dass ihre Gabe vielleicht doch mächtiger ist, als sie bisher dachte.

Meinung:
„Frostkuss“ ist der erste Teil der Mythos Academy Reihe. Die Mythos Academy ist ein Internat für die Nachkommen antiker Kriegsvölker, welche alle irgendeine besondere Kraft besitzen. Kein Wunder also, dass Gwen sich mit ihrer Gypsy-Gabe dort nicht unbedingt wohl fühlt. Eines Tages jedoch findet sie in der Bibliothek eine tote Mitschülerin, doch keiner scheint sonderlich bestürzt zu sein. So macht sich Gwen alleine daran, die mysteriösen Umstände ihres Todes aufzudecken.
An sich habe ich nicht viel von diesem Buch erwartet, denn neu ist der Plot ja auf keinen Fall. Trotzdem war das Buch ganz okay. Es war kein Highlight, aber ich konnte es flüssig durchlesen und fühlte mich gut unterhalten.

Die Mythos Academy beschäftigt sich nicht nur mit einer Art von Mythologie, sondern verbindet sowohl nordische, als auch griechische und römische Helden, Sagen und Götter. Dieser Punkt hat mir sehr gut gefallen, da man so ein breiteres Spektrum hatte. Griechische Götter kenne ich beispielsweise zu genüge, mit den nordischen Göttern war ich aber weniger vertraut, sodass ich hier einige interessante Aspekte erfahren habe. Zudem entwickelt sich die Geschichte nach dem Mord an einer Mitschülerin immer mehr zu einem Kriminalroman bzw. zu einer Detektivgeschichte, welche mich vom Stil her an die Nancy Drew Geschichten erinnert hat. Gwen sammelt also Indizien und schnüffelt herum, um herauszufinden, was es mit dem Mord auf sich hat. Diese Mischung zwischen Fantasy-Internat und Krimi hat die Geschichte aufgelockert und für willkommene Abwechslung gesorgt, obwohl Parallelen zu anderen Fantasy-Büchern nicht zu leugnen sind. Die Autorin hat hier das Rad zwar nicht neu erfunden( was vermutlich auch nicht immer möglich ist), hat das Thema aber mit ihren kreativen Ideen aufgepeppt. Trotzdem gab es leider einige Längen bzw. weniger interessante Stellen, weil ich als Leser einfach das Gefühl hatte, dass mir die Sachen schon bekannt vorkamen.

Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und konnten größtenteils überzeugen. Gwen ist die Hauptperson. Sie ist 17 Jahre alt und lebt nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrer Großmutter. Anfangs hält sie ihre Gabe zwar für nützlich, allerdings ist sie sich auch sehr darüber im Klaren, dass sie kräftemäßig nicht mit den anderen Schülern mithalten kann. Die ganze Einstellung wirkt sehr realistisch und lässt sie reif wirken. Zudem ist Gwen sehr intelligent und selbstironisch, was oft für witzige Szenen sorgt. Insgesamt ist sie sehr liebevoll und tiefgehend beschrieben.
Auch die Nebencharaktere erhalten alle eine gewisse Tiefe, auch wenn diese nicht so detailliert ausgearbeitet ist, wie bei Gwen. Besonders bei Logan und Daphne fand ich das sehr schade, denn beide bieten sehr interessante Charakterzüge, die ich gerne näher kennengelernt hätte. Logan übernimmt hierbei die Rolle des geheimnisvollen Jungen, zu dem sich Gwen in einer Art Hassliebe mal mehr mal weniger hingezogen fühlt. Dabei war diese zarte Romanze sehr unterhaltsam und keineswegs kitschig umgesetzt.

Der Schreibstil ist leicht und somit sehr flüssig zu lesen, was vor allem durch die jugendliche Sprache gewährleistet wird. Da die Geschichte zudem aus Gwens Sicht geschrieben ist, ist dies sehr passend. Der Titel „Frostkuss“ passt leider nur teilweise. „Frost“ ist Gwens Nachname, weshalb ich das Wortspiel an sich sehr gut finde. Leider kann ich mit dem „Kuss“-Teil jedoch nichts anfangen und habe keine Verbindung zum Inhalt erkannt. Das Cover gefällt mir eigentlich sehr gut; da Gwens Familie eine besondere Augenfarbe hat, ist das Motiv gut gewählt, allerdings passt zu diesem Ansatz die blaue Farbe nicht. Andererseits ist blau natürlich eine Farbe, welche gut mit Frost in Verbindung gebracht werden kann. Insgesamt finde ich das Cover sehr mysteriös angehaucht, was gut zur allgemeinen Stimmung im Buch passt. Ein weiteres schönes Detail fand ich, dass jeder Kapitelanfang mit den Schnörkeln vom Cover verziert sind.
Teil 2 ist bereits unter dem Titel „Frostfluch“ ebenfalls im ivi Verlag erschienen.

Fazit:
Ich vergebe gute 3 Sterne für „Frostkuss“. Trotz einiger bekannter Elemente und ein paar Längen fühlte ich mich gut unterhalten und konnte das Buch zügig durchlesen. Der Hauptcharakter war gut ausgearbeitet, bei den wichtigen Nebencharakteren hätte es durchaus etwas mehr sein können. Vor allem für Teenager kann ich das Buch jedoch uneingeschränkt empfehlen.

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272 Bibliotheken, 4 Leser, 8 Gruppen, 73 Rezensionen

london, sherlock holmes, krimi, dr. watson, mord

Das Geheimnis des weißen Bandes

Anthony Horowitz , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2011
ISBN 9783458175438
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
An einem Abend im November im Jahre 1890 erscheint ein elegant gekleideter Herr in der Londoner Baker Street 221b. Er hat das Gefühl vom Chef einer amerikanischen Verbrecherbande verfolgt zu werden, welche unter seiner Mithilfe zerschlagen wurde. Sherlock Holmes nimmt die Verfolgung auf und stößt schon bald auf eine ganz andere Verschwörung, die sich bis in die höchsten Kreise der englischen Gesellschaft zieht. Nach wie vor ist unklar, wer der geheimnisvolle Verfolger ist und was das weiße Band zu bedeuten hat, welches am Handgelenk eines toten Straßenjungens gefunden wird. Doch die Zeit drängt, denn Holmes wird wegen Mord verhaftet.

Meinung:
„Das Geheimnis des weißen Bandes“ ist ein Sherlock Holmes Roman aus der Feder von Anthony Horowitz. Auf den ersten Blick scheint es um einen simplen Kunstraub zu gehen, auf Grund dessen ein mysteriöser Mann in Holmes’ Wohnung erscheint. Er hat das Gefühl von einem Verbrecher verfolgt zu werden, der in diesen Kunstraub verwickelt war. Dann jedoch entwickelt sich der ganze Fall zu einer großen Verschwörung, in die selbst die angesehensten Familien Englands verwickelt zu sein scheinen. Trotzdem gibt es kaum eine Spur, bis auf ein weißes Satin-Bändchen, welches am Handgelenk eines toten Straßenjungens gefunden wird.

Der Einstieg in das Buch ist mir recht schwer gefallen, da er doch sehr langatmig war. Watson reflektiert sein Leben mit Holmes und begründet ziemlich ausführlich, wieso er den vorliegenden Fall erst zum jetzigen Zeitpunkt niederschreiben kann. Direkt im Anschluss beginnt die Einführung in den Fall, welcher auf den ersten Blick auch etwas banal erscheint: ein Kunstraub nach welchem sich ein Geschäftsmann verfolgt fühlt. Nach diesem schleppenden Einstieg nimmt die Geschichte jedoch schnell an Fahrt auf, denn man merkt sehr schnell, dass hinter dem ganzen mehr stecken muss. Nach und nach kommen immer mehr Handlungsstränge dazu, von denen man bis kurz zum Schluss nicht weiß, wie sie denn nun mit dem ursprünglichen Fall zusammenhängen. Erst am Ende eröffnet sich dem Leser die gekonnte Verknüpfung aller Handlungsstränge und ich kann ehrlich sagen, dass diese Komplexität Sherlock Holmes auf jeden Fall gerecht wird. Trotzdem konnte man dem Buch auch unwissend sehr gut folgen. Die Thematik an sich möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, da sie für eine wirkliche Überraschung sorgt. Trotzdem fand ich die Themenwahl sehr gewagt. Sie war durchaus gut umgesetzt, dennoch hat sie einen fahlen Beigeschmack hinterlassen.

Die Charaktere haben mir allesamt sehr gut gefallen. Vor allem Sherlock Holmes war meiner Meinung nach sehr authentisch dargestellt. Nicht zuletzt wurde dies durch Watson verstärkt, der die Geschichte ja erzählt und mit seinem Schreibstil sehr überzeugend wirkt.

Der Schreibstil erinnerte mich an die Originale, auch wenn man deutlich merkt, dass sie nicht aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle stammen. Trotzdem schafft es der Autor eine ähnlich gute Stimmung zu vermitteln. Das London gegen Ende des 19. Jahrhunderts wirkt authentisch und die Kluft zwischen Arm und Reich wird deutlich vermittelt. Insgesamt ist der Schreibstil sehr bildlich, weshalb man sich die verschiedenen Situationen sehr gut vorstellen kann. Man fühlt sich teilweise selbst in die dunklen Gassen Londons versetzt.
Das Cover hat mir auch sehr gut gefallen, ebenso wie die gesamte Aufmachung des Buches. Ich selbst habe zwar das eBook gelesen, allerdings habe ich den Einband im Buchladen eingehend angeschaut. Mir hat vor allem die zum Thema passende Aufmachung gefallen. Der Leineneinband wirkt irgendwie edel und altmodisch zu gleich, ganz so, wie ich mir Sherlock Holmes Bücher vorstelle. Zudem passt das weiße Lesebändchen perfekt zum Titel. Mit den Farben Schwarz und Weiß wirkt das Cover eigentlich eher schlicht, durch die verschnörkelte Schrift und die Sherlock Holmes Silhouette wirkt es aber trotzdem ausgefallen.

Fazit:
„Das Geheimnis des weißen Bandes“ ist ein gelungener und spannender Sherlock Holmes Roman, der es mit den originalen Bänden durchaus aufnehmen kann. Der etwas langatmige Einstieg in die Geschichte hat mir jedoch nicht so gut gefallen, deswegen vergebe ich nur 4 Sterne. Wer sich da durch beissen kann, den erwartet aber eine mitreißende Detektivgeschichte.

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