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121 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

mops, magie, schweden, krimi, fantasy

Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen

Lars Simon
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 14.10.2016
ISBN 9783423216517
Genre: Romane

Rezension:

„Der Beginn einer fantastischen Reise…“ verspricht dem Leser, dass dieses Abenteuer um Lennart und den sprechenden Mops Bölthorn nicht das letzte seiner Art bleiben wird – und das ist auch gut so, lieber Lars Simon, der Du uns schon mit „Elchscheiße“, „Kaimankacke“ und „Rentierköttel“ viel Spass gebracht hast. Und nun mal mit Magie – bitte sehr !

Und das ist ja durchaus nicht weniger lustig..!

Lennart Malmkvist ist an sich ein erfolgreicher, junger und dynamischer Unternehmenberater, der sich in Göteborg ein Leben aufgebaut hat, das an sich durchgetaktet und strukturiert zu sein scheint. Doch als ihn ein ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume verfolgt, verliert er kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und ihm schließlich sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, der ermordet wurde, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikelladen – inklusive übellaunigem Mops vermacht, steht sein Leben gehörig auf dem Kopf.

Und als sei das alles noch nicht genug, spricht dieser Mops auch noch..!

Allerdings auch nur unter bestimmten Umständen (die wir aber hier natürlich nicht verraten !)...

Lennart soll sein Erbe annehmen, erklärt ihm Bölthorn, der Mops. Erbe ? Welches Erbe ? Und wieso magisch ?? Lennart ist verwirrt. Aber es muss doch jemand den Mord an Buri aufklären... Und Lennart hat doch jetzt Hilfe... Also was tun ? Therapie oder doch Mordermittlung ?

Herrlich, wie der Autor das erste Zusammentreffen mit dem sprechenden Mops erzählt (gesehen haben sie sich natürlich vorher auch schon oft) – wir kamen aus dem Lachen nicht mehr raus. Wenn man sich das mal bildlich vorstellt, einfach super !
Dieses Buch hat einfach alles: Witz, Charme, Spannung, Verwicklungen und einen Protagonisten, der so herrlich schräg ist wie der sprechende Mops.

Wir freuen uns schon auf weitere Abenteuer mit Lennart und Bölthorn !





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88 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

die auserwählten, zombies, endzeit, dystopie, dystopie

Phase Null - Die Auserwählten

James Dashner , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551520777
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Ende und doch der Anfang...

Mit „Phase Null – Die Auserwählten“ und somit Band Nr. 5 beendet James Dashner seine „Maze Runner“-Bestseller-Reihe, die nicht nur SciFi-Fans in ihren Bann gezogen hat, sondern auch mich, die ich sonst mit SciFi so gar nichts anfangen kann. Doch seine Bücher und auch die Verfilmungen fand ich sehr gelungen und fesselnd.

Wir waren mit den Protagonisten im Labyrinth, in der Brandwüste und der Todeszone – und nun...

Endlich erfahren wir, wie alles begann – Thomas´ Geschichte. Aus welchem Grund behauptet wurde früher, er habe doch beim Bau des Labyrinths damals geholfen u.ä. Hier wird endlich alles aufgeklärt, alle Fragen beantwortet, auf die der Leser so lange keine adäquate Antwort bekommen hat.

Da man hier schnell auch zuviel verraten kann, möchte ich auf den Inhalt nicht näher eingehen, nur soviel: es lohnt sich, spannend, fesselnd, beeindruckend, eindrucksvoll, ans Herz und an die Nieren gehend, absolut lesenswert !



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121 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 71 Rezensionen

thriller, moor, mooresschwärze, krimi, ritualmord

Mooresschwärze

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783944676067
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Eislady

ließ mich leider verhältnismäßig kalt...


Catherine Shephard´s neuster Thriller soll dunkel sein, rasant und einem nicht mehr loslassen...

Das klingt natürlich erstmal sehr lesenswert, doch leider kann ich dem nach der Lektüre nur bedingt zustimmen...


Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, auch „Die Eislady“ genannt, weil sie so leicht nichts aus der Ruhe bringt und sie immer so unnahbar wirkt, ist sehr versiert in ihrem Job und schafft es halbwegs, ihre düstere Vergangenheit „auszublenden“. Doch wie man weiß: irgendwann holt einen die Vergangenheit immer ein... Davor ist niemand gefeiht...



Als Kriminalkommissar Florian Kessler sie zu einem Tatort in einem nahe gelegenen Moor ruft, sieht alles zunächst nach einem einfachen Fall aus.

Aber dann verschwindet die Leiche und Julia macht sich auf die Suche nach dem toten Mädchen. Doch statt der Leiche stößt sie auf ein weiteres Opfer. Erst jetzt begreift Julia, dass sie es mit einem gefährlichen Serientäter zu tun hat, der einen perfiden Plan verfolgt.

Ein sonderbares Tattoo auf dem Bauch der Frauen scheint die einzige Verbindung zwischen den Fällen zu sein. Aber die Zeit läuft gegen Julia und sie ahnt nicht, dass sie selbst bereits viel zu tief in den Strudel des Bösen geraten ist.

Was nun explizit mit „dunkel“ gemeint war, erschließt sich mir nicht wirklich. Dunkler als andere Thriller fand ich diesen nicht, im Gegenteil...

Und rasant kann ich leider auch nicht bestätigen... Ich fand eher, dass sich das Geschehen hinzog und so vor sich hindümpelte...

Die Protagonistin ist angelegt als eher kühle Person, schon klar und mir müssen auch die Personen absolut nicht sympathisch sein, damit mir ein Buch gefällt, aber hier wurde ich einfach nicht „warm“ mit der Rechtsmedizinerin und das verlitt mir das Buch zusätzlich ein wenig.

Wenn ich all das bedenke, kann ich nur drei Sterne geben, denn schlecht ist die Geschichte ja nicht, nur vermochte sie mich eben nicht zu fesseln, so wie ich das von anderen Thrillern gewöhnt bin.

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202 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

thriller, wald, junggesellinnenabschied, mord, ruth ware

Im dunklen, dunklen Wald

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nora wird von Flo zu dem Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare eingeladen. Sie weiß gar nicht, was sie dort soll – die Freundschaft mit Clare zerbrach schon vor über zehn Jahren und seitdem hatten die beiden auch keinerlei Kontakt mehr... Und das hat einen guten Grund – von daher versteht Nora die Einladung auch nicht so recht... Was soll sie da ?

Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief...


Ich habe das Buch an sich in einem Rutsch durchgelesen, denn es liest sich sehr flüssig und ist auch recht spannend und unterhaltsam. Doch ab einem gewissen Punkt wusste ich, wo die Geschichte hingeht – das fand ich ein wenig schade, denn ich hatte es mir weniger vorhersehbar gewünscht. An dieser Stelle wäre eine unerwartete Wendung schön gewesen.


Auch fehlte es mir ein wenig an Spannung... Für mich war „Im dunklen, dunklen Wald“ eher ein Kriminalroman als ein Thriller. Thriller sind für mich nervenzerfetzend spannend, mit unerwarteten Wendungen und einem überzeugenden Plot – bis auf den Plot war das für mich bei diesem Buch leider alles nicht gegeben...

Und letzteren fand ich ja ~ wie schon gesagt ~ auch noch recht vorhersehbar leider...



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324 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 137 Rezensionen

new york, ally taylor, liebe, liebesroman, freundschaft

New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die „New York Diaries“ sind eine Mischung aus ein wenig Sex and the city, ein wenig Ildiko von Kürthy, ein wenig von... So genau kann ich das gar nicht verifizieren. Auf jeden Fall ist das erste Buch um Foodkritikerin Claire Gershwin wirklich unterhaltsam und witzig geschrieben.


Claire ist eine wirklich lustige, charismatische und chaotische Protagonistin, der man gerne durch ihr Leben folgt, das für „Otto Normalverbraucher“ schon recht aufregend und spannend ist:


„Im Herzen von New York City steht das Knights Building, ein ziemlich abgelebtes Wohnhaus. Etwas schäbig und daher nicht ganz so teuer, ist es perfekt für Frauen, die frisch in die Stadt gekommen sind, um ihre Träume zu jagen oder vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Weg vom College oder der Universität, weg von der Familie, weg von der alten Liebe, die nicht gehalten hat ... bereit für alles, was jetzt kommt...


Auch Foodkritikerin Claire Gershwin kommt als Suchende in die aufregendste Stadt der Welt. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ihr Status von „in einer Beziehung, lebt in London und hat einen tollen Job“ zu „Single, arbeits- und obdachlos“ geändert.

Claire ist viel zu pleite, um sich ein eigenes Appartement leisten zu können, deswegen zieht sie kurzerhand in den begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin June, die im Knights Building wohnt.

Doch werden sich hier ihr Träume und Hoffnungen erfüllen?“


Auf der Suche nach der Erfüllung ihrer Träume und Hoffnungen, nach einem neuen, besseren Leben macht es wirklich Spass, dabei zu sein.


Die 320 Seiten waren rasch ausgelesen und ich freue mich schon auf „The New York Diaries – Sarah“, das am 02. Januar 2017 erscheint (Autorin Carrie Price). Die Autorin Ally Taylor schreibt diese Reihe im Wechsel mit Carrie Price (Adriana Popescu).


So ziemlich mit das Beste, was ich in letzter Zeit im Bereich „New Adult“ gelesen habe.


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(105)

175 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

thriller, island, yrsa sigurdardóttir, mord, krimi

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe immer so meine „lieben Probleme“ mit nordischen Autoren, doch nachdem ich den neuen Arne Dahl so super fand und Yrsa Siguardardottir auch schon kannte und mochte, war ich sehr gespannt auf ihren neuesten Thriller, der mit 480 Seiten nicht wirklich dick ist und daher auch rasch ausgelesen war.

Die Autorin konfrontiert den Leser mit einem perfiden Täter, der erbarmungslos zuschlägt. Man sieht ihn nicht kommen, er kommt scheinbar aus dem Nichts...

Erstes Opfer wird eine junge Mutter, deren kleine Tochter auch noch Zeugin des Verbrechens wird... Und die erzählt, dass es noch ein weiteres Opfer geben wird...

Als wenig später tatsächlich eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel.


Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem:

Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat...


Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.


Der Umstand, dass Kommissar Huldar und Freya eine wenn auch sehr kurze Vorgeschichte miteinander haben, die aber doch unangenehm behaftet ist, macht das Zusammentreffen der Beiden noch interessanter.

Überhaupt sind die agierenden Personen fast allesamt sehr interessant geschildert; man bekommt Hintergründe zu ihnen und lernt sie so quasi mit kennen.

Die Geschichte ist wirklich spannend erzählt und auch die Auflösung des Täters fand ich absolut glaubwürdig und nicht vorhersehbar. Natürlich hat man irgendwann einen Verdacht, aber das wirklich erst recht spät und das hat mir gut gefallen, denn ich mag keine vorhersehbaren Thriller.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

jugendbuch, krimi-reihe, krimi, spannung, kevin brooks

Travis Delaney - Was geschah um 16:08?

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423717014
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Travis Delaney – Was geschah um 16:08?" ist der Auftakt einer neuen, hochspannenden Thrillerreihe von Kevin Brooks und für Leser ab 12 Jahren geeignet.

Entgegen anderer Jugendbücher, die auch vom Stil her von Erwachsenen gelesen werden können, ohne dass man dem Buch das jugendliche Zielpublikum anmerkt, fand ich, dass man diesem Buch absolut anmerkt, dass es eher für junge Leser gedacht ist; besonders vom Stil her.

Das ist auch nicht unbedingt ein Minuspunkt für mich, da das Buch ja klar ab 12 Jahren deklariert ist, aber es macht sich eben beim Stil auch bemerkbar und sollte meiner Meinung nach dann auch erwähnt werden (dürfen)...

Travis´ Eltern waren Detektive und kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, als er 13 Jahre alt ist. Bei ihrer Beerdigung fällt ihm ein Mann auf, der eine versteckte Kamera bei sich hat und das soll nicht das einzig Mysteriöse bleiben: das Büro der Eltern wird verwüstet und spätestens ab dann glaubt Travis nicht mehr an die Unfalltheorie...

Jugendliche Detektive sind ja recht beliebt seit einigen Jahren und auch namhafte Autoren bedienten sich ihrer Dienste gelegentlich.

Kevin Brooks erfindet also nicht das Rad neu unbedingt, aber unterhaltsam ist sein Werk allemal. Ob ich allerdings weitere Bände der Reihe lesen würde, da bin ich noch ein wenig zwiegespalten...







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193 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

dresden, krimi, 2. weltkrieg, serienmörder, krieg

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.09.2016
ISBN 9783423261203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Frank Goldammers „Der Angstmann“ spielt in Dresden zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, 1944. Das ist für mich der erste Krimi, der in der Vergangenheit spielt, Neuland also und ich war total gespannt, ob mir das nun gefällt oder ich eher Probleme damit habe, mich gedanklich in diese Zeit zu versetzen; ob mir der hier halt vorhandene historische Aspekt eher zusagt oder eben vielleicht auch nicht...


Durch den eingängigen Schreibstil sowie die deutlich guten Recherchen kam ich gut in die Geschichte hinein. Ich konnte flüssig lesen, auch wenn die Zeit und die geschilderten Ereignisse nicht so locker zu nehmen sind natürlich. Ich meinte damit auch nur, dass ich keine großen „Längen“ ausgemacht habe und mein Lesefluss nicht unterbrochen wurde.

Spannungstechnisch kann man sagen, dass die Geschichte krimitypisch die Spannung langsamer aufbaut, als es ein Thriller im Allgemeinen tut, aber das passt hier auch sehr gut zur Zeit, in der alles spielt.

Auch wenn das natürlich nicht zur eigentlichen Rezension gehört: By the way noch meinen Respekt für Herrn Goldammer, dass er als alleinziehender Vater noch zum Schreiben kommt. Viel Zeit kann er dafür ja eigentlich nicht haben... Und zumindestens was den „Angstmann“ angeht, finde ich das Resultat wirklich gelungen (seine drei Regionalkrimis über Dresden kenne ich bislang leider noch nicht).


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(194)

303 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 155 Rezensionen

thriller, psychothriller, hamburg, melanie raabe, entführung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Falle“ fand ich schon sehr gut, von daher war ich umso gespannter auf „Die Wahrheit“ - und Melanie Raabe hat mich nicht enttäuscht; ganz im Gegenteil !


Sarah ist eine junge, 37-jährige Frau, die nach dem Verschwinden ihres Mannes Philipp vor sieben Jahren (es geschah auf einer Geschäftsreise) mit ihrem Sohn Leo alleine lebt. Obwohl sie ihren Mann auch nach all den Jahren noch vermisst und immer noch spüren kann (zum Beispiel, wie er ihr zärtlich durchs Haar fährt), will sie eben diese Haare nun abschneiden; als eine Art „Befreiungsschlag“, damit sie endlich ihr Leben weiterleben kann.

Das mag manch einem unlogisch vorkommen, doch für mich war das völlig verständlich, denn sie kann ihn ja durchaus noch vermissen und trotzdem bemerken, dass sie endlich ihr Leben weiterleben muss, dass ihres auch so weitergeht, ohne ihn, aber für sie und ihren gemeinsamen Sohn..!

Und ausgerechnet da taucht Philipp wieder auf.

Nur – es ist nicht Philipp, sondern ein für Sarah völlig Fremder, der sich für ihn ausgibt und wild entschlossen ist, seinen Platz einzunehmen...

Und er bedroht sie, ja den Mund zu halten...

Ein Albtraum für Sarah beginnt...


Melanie Raabe schreibt sehr detailliert, gut beobachtend und kommt doch ohne unnötige „Schnörkel“ aus oder Füllstellen, bei denen man den Eindruck hat, der Autor beschreibt gefühlte drei Seiten lang ein sich im Wind wiegendes Blatt, nur um auf seine 400-500 Seiten zu kommen. Das hat diese talentierte Autorin gar nicht nötig, da sitzt jedes Wort.


Die perfide Situation, in der sich Sarah befindet, ist so spannend und fesselnd geschildert, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis ich endlich Seite 441 erreichte – oder besser gesagt leider, denn bis zum nächsten Buch dauert es ja nun wohl wieder ein Weilchen...

Aber ich freue mich jetzt schon darauf !


Danke, liebe Melanie Raabe, für ein wieder grandioses Buch, das mir spannende Lesestunden beschert und mich eine Zeitlang alles um mich herum vergessen lassen hat.

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400 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 174 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, magie, jugendbuch

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Night School“ fand ich schon eine sehr gelungene Reihe, von daher war ich sehr gespannt auf das neueste Werk dieser phantasievollen Autorin.

Und auch „Secret Fire – Die Entflammten“ hat mich nicht enttäuscht.


Dieses Jugendbuch ist für eine Zielgruppe ab 14 Jahren gedacht, doch ich – die ich geringfügig älter bin, grins – hatte auch viel Spass beim Lesen.


Allein schon das Cover mit dem „Metallic-Effekt“ ist richtig schön und passt auch hervorragend zur Geschichte.


Sacha ist ein wagemutiger Teenager, 17 Jahre alt, der gerne an seine Grenzen geht. Das liegt u.a. daran, dass er weiß, dass er nicht sterben kann ~ jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag...

Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?


C.J. Daugherty fängt den Leser von Beginn an mit ihrer sehr gut präsentierten und überzeugenden Geschichte, die ihn/sie nach Oxford und Paris führt und beides so anschaulich, als sein man selbst mitgereist. Man kann sich einfach alles so gut vorstellen anhand ihrer bildhaften Schreibweise, fast als würde man einen Film anschauen. Sowas finde ich immer sehr schön, weil es mich tief in das Buch „abtauchen“ lässt – was will man mehr ? Wenn man alles um sich herum vergisst beim Lesen, den Alltag mal Alltag sein lassen kann und sich „fallen lassen“ kann in das Buch/die Geschichte, das ist einfach nur wundervoll.


Hier ist alles vertreten: Magie, Wissenschaft, Freundschaft, Liebe, Gefahren, Witz und Charaktere, die ihrerseits sehr spannend und interessant sind.


Von daher kann es nur eine Wertung geben: fünf Sterne !

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56 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

kochbuch, frühstück, rezepte, kochen, backen

sweet & salty

Andrea Martens , Jo Kirchherr
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei AT Verlag AZ Fachverlage, 15.08.2016
ISBN 9783038009436
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schnelle Kleinigkeiten

Welche Hausfrau hat nicht schon einmal überraschend Besuch bekommen und kam in die Bredouille, nichts vorbereitet zu haben..??

Oder es stand ein Kindergeburtstag an und man wollte einfach die „eingefahrenen Pfade“ mal verlassen und was ganz Neues anbieten, hatte aber einfach keine innovative Idee...

Für 144 Seiten sind € 19,95 nun zwar kein Pappenstiel, aber wir finden, dass dieses Buch den Preis auch durchaus wert ist; allein schon durch die schönen Bilder, die wirklich Lust aufs Ausprobieren machen.

Auch Vegetarier und Veganer kommen auf ihre Kosten, da muss man dann keine „Extrawurst“ mehr machen, was sehr praktisch ist.

Wir haben schon Einiges ausprobiert und auch schon Freunden und Familie angeboten, die durch die Bank weg begeistert waren.

Es geht alles recht schnell und unkompliziert, weil es wirklich gut erklärt ist; durch die Bilder und eine Beschreibung der einzelnen Schritte.

Die Aufteilung der Kapitel ist wie folgt:



Warum sweet and salty ?

Smoothies & Bowls

Waffeln

Pancakes & Crepes

Brote & Toasts

Aus dem Ofen

Omeletts & Co.

Für den größeren Hunger

Rezeptverzeichnis

Wie man sieht, ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei, auch besonders für die kleinen Mitbewohner.

Wir sind begeistert von diesem schönen Buch, das uns schon viele Anregungen brachte und immer noch tut.





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145 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

liebe, liste, freundschaft, england, liebesroman

Eigentlich bist du gar nicht mein Typ

Anna Bell , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2016
ISBN 9783426520116
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich habe ja immer so „meine liebe Not“ mit sogenannten „Liebesromanen“, die meistens leider einfach nicht den „Spagat“ zwischen gefühlvoll und kitschig hinkriegen... Zuviel Kitsch verleidet mir immer ein wenig die Leselust, da ich das dann auch einfach unrealistisch finde, denn das Leben ist eben nicht immer voller Romantik und rosa Wölkchen und ich lese dann lieber etwas Realitätsnäheres.


Dieses Buch wurde ja als „das perfekte Sommer-Lesevergnügen“ angepriesen sowie als „ein romantischer, humorvoller und moderner Liebes-Roman über die Geheimnisse der Liebe, die positive Energie von To-Do-Listen und der Erkenntnis, dass wir nur glücklich werden, wenn wir unseren eigenen Träumen folgen“ - hohe Ziele...


Auch wenn ich das Buch nicht im Hochsommer gelesen habe, so kann ich bedingt zustimmen; das Buch macht schon Sommerlaune und passt gut zu dieser Jahreszeit.


Humorvoll „unterschreibe“ ich auch, wenn auch nicht durchgängig, aber das ist ja auch kein Muss, denn es handelt sich ja auch um einen Liebesroman und keinen reinen „Comedy-Roman“ - von daher ist das schon vollkommen in Ordnung hier und der vorhandene Humor unterstreicht die Geschichte auch ganz gut. Es passt einfach alles irgendwie zusammen und wenn es so stimmig ist, mag ich das ganz gerne.


Zur Geschichte:


Wie viele andere Frauen auch ist Abi heilfroh, dass sie endlich ihren Traummann gefunden hat und Joseph scheint auch perfekt zu sein.

Beim Schein bleibt es allerdings leider auch - denn er möchte nicht unbedingt den Rest seines Lebens mit ihr verbringen und verlässt sie.

Als Grund nennt er ihr, sie seien zu verschieden. Fällt ihm ja reichlich früh ein... Na prima !
Da steht Abi nun also alleine mit ihren romantischen Träumen, ohne Mann...


Entgegen ihrer Hoffnung besinnt sich Joseph nicht.

Im Gegenteil: er stellt ihr sogar schnöde ihr Sachen einfach vor die Tür. Kein schöner Zug... Gentleman geht anders !


In der Kiste findet Abi eine Bucket-List von Joseph, die sie nie zuvor gesehen hat: "Zehn Dinge, die ich vor meinem 40. Geburtstag getan haben möchte." Abi ist sich sicher: Wenn sie die Punkte auf Josephs Liste abarbeitet, wird er erkennen, dass sie die perfekte Frau für ihn ist.


Dummerweise muss man ein sportbegeisterter Adrenalin-Junkie sein, um dabei zumindest ein bisschen Spaß zu haben. Surfen, mit dem Fahrrad an einem Tag um eine Insel radeln, Berge erklimmen und den höchsten Turm der Stadt besteigen?

„Oh Gott“, denkt Abi und spürt, wie ihre Knie allein beim Gedanken daran weich werden.

Doch sie gibt nicht auf und nimmt all ihren Mut zusammen. Alte und neue Freunde unterstützen sie, und so wächst Abi mit jeder kleinen und großen Herausforderung ein Stück weit mehr über sich hinaus.

Sie ist mutig, verlässt ihre Komfortzone und überwindet Unsicherheiten. Als sie sich schließlich ihrer größten Angst - der Höhe - stellt, erkennt Abi, dass sie nur dann wirklich glücklich wird, wenn sie ihre eigenen Träume lebt. Und in denen spielt Joseph plötzlich gar keine Hauptrolle mehr ...

Abi ist eine überzeugende und mutige Protagonistin, von der wir Frauen uns durchaus ein Scheibchen abschneiden können. Sie hat mir richtig gut gefallen und das Lesen war fast, als sähe man einer guten Freundin über die Schulter; lässt sie auch ihre Fehler machen, leidet aber auch mit und lacht auch mit, wenn etwas Schönes passiert.


Die Quint-Essenz des Buches könnte man kurz so zusammenfassen:

Mädels, glaubt an euch ! Ihr braucht keinen Kerl, um euch vollständig/vollkommen zu fühlen.

Keine schlechte Message..!


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248 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 136 Rezensionen

liebe, schicksal, freundschaft, hoffnung, roman

So wie die Hoffnung lebt

Susanna Ernst
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426519059
Genre: Liebesromane

Rezension:


Ein schreckliche Familientragödie lässt Katie verstummen, sie lässt niemanden an sich heran.

Bis sie Jonah kennenlernt: der sensible Junge schafft es mit viel Einfühlungsvermögen, dass Katie sich wieder öffnet und zu sprechen beginnt. Es könnte alles so schön sein – doch als die Beiden sich näher kommen, schlägt das Schicksal erneut zu...

Hätte Susanna Ernst ihr Buch ab dem Punkt beendet, an dem Katie wieder spricht, wäre es wohl zu platt gewesen, aber dass gerade dann das Schicksal wieder alles ändert, war auch vorherzusehen... Bücher dieser Art haben ja leider oft exakt denselben Aufbau und nach zweien hat man das Gefühl, das schon alles gelesen zu haben und zu kennen leider...

Und doch kann man es sich bei Büchern von Susanna Ernst nicht sooooo einfach machen mit dem „Urteil“... Denn sie hat einfach eine so einfühlsam-emotionale Art zu schreiben, die ohne Kitsch auskommt, dass ihre Bücher schon aus dem Rahmen fallen für mich. Mir sind gerade Frauenromane oft zu kitschig, doch bei dieser Autorin kann man sich einfach fallenlassen in die Geschichte, mitleiden, mitlachen, mitweinen, mitleben und das macht einfach Spass, auch wenn der Tränenfaktor auch nicht gerade gering ist.


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78 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

freundschaft, roman, monica wood, tod, emotional

Bevor die Welt erwacht

Monica Wood , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548287805
Genre: Romane

Rezension:


Quinn muss den schlimmsten Verlust hinnehmen, der einen treffen kann: sein kleiner Sohn stirbt mit nur 11 Jahren und lässt seinen Vater in tiefer Trauer und vor allem Wut zurück.

Sein Sohn war sehr verschlossen und bald muss Quinn feststellen, dass er wirklich nicht viel über seinen Sohn wusste: denn dieser pflegte eine sehr außergewöhnliche Freundschaft.

Eine Freundschaft zu einer älteren Dame: Ona, 104 Jahre alt. Was sollten diese beiden Menschen gemeinsam haben, dass eine Freundschaft möglich war und von Beiden angestrebt ?

Und nur Ona kann Quinn zeigen, wie sein Sohn wirklich war. Quinn begibt sich auf eine ungewöhnliche Entdeckungsreise — zu Onas wilden Geschichten aus dem Leben, zurück zu dem letzten Wunsch seines Kindes und bis zu dem Punkt, an dem aus seiner tiefen Verzweiflung neue Hoffnung wächst.

„Bevor die Welt erwacht“ ist eine wundervolle Geschichte über eine nicht ganz alltägliche Freundschaft zweier an sich so verschiedenen Menschen, die sich im Leben gefunden haben und schöne Momente wie auch traurige teilten.

Ein Buch, das einem schon die Tränen in die Augen treibt, aber gleichzeitig so hoffnungsvoll stimmt – eine absolut gelungene Mischung, toll !


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61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

krimi, england, austern, küste, roman

Pearl Nolan und der tote Fischer

Julie Wassmer , Sepp Leeb
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783471351383
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ach, was soll ich über Pearl Nolan sagen ??
Ich habe sie von der ersten Seite an irgendwie absolut in mein Herz geschlossen und da ist sie noch. Eine so eindrucksvolle und sympathische Protagonistin, der man sich gleich so nahe fühlt, hatte ich lange nicht mehr.

Der Klappentext

„Pearl Nolan betreibt ein kleines Fischlokal im malerischen Küstenort Whitstable. Niemand kann kochen wie sie, und niemand kann besser Geheimnisse lüften. Erst kürzlich hat Pearl sich einen Lebenstraum erfüllt und ein Detektivbüro als zweites Standbein eröffnet. Doch da wird ein Austernfischer tot aufgefunden, der Tote ist ausgerechnet ihr Lieferant. Der zurückhaltende, aber überaus attraktive Kommissar McGuire spricht von einem Unfall, aber Pearl weiß, dass das nicht stimmen kann. Pearl wird fortan mit ihm gemeinsam ermitteln – ob McGuire nun will oder nicht.“

wird dem Buch meiner Meinung nach gar nicht wirklich gerecht, denn es ist viel spannender und humorvoller als dort beschrieben !

Ich musste mehrfach schmunzeln und lachen und fand dieses Zusammenspiel von Spannung und Humor absolut klasse.

Julie Wassmer ist als Autorin jetzt vorgemerkt und ich freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer mit Pearl und ihrem nicht minder schrägen Umfeld. Ich vermisse Pearl jetzt schon ein wenig und habe selten 336 Seiten so schnell gelesen wie bei diesem wundervollen Krimi.

Ein wirklicher Wohlfühlkrimi zum Zurücklehnen – und das nicht nur für England-Liebhaber !

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108 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

irland, krimi, kirche, mord, ira

Lügenmauer

Barbara Bierach
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548613062
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irland ist eben nicht nur die Insel der Mythen, Dichter und Musik – in Emma Vaughan's erstem Fall auf „der grünen Insel“ ist es auch eine Insel des Mordes...

Sligo ist ein kleiner Ort an der Nordwestküste, geprägt von schlechtem Wetter und teils übergelaunten Menschen, die dicht zusammenhalten und Fremde gar nicht gerne willkommen heißen...

Und ausgerechnet dorthin verschlägt es Emma...

Als Protestantin und geschiedene, alleinerziehende Mutter weckt sie in einem zutiefst katholischen, männlichen Polizeicorps meist nur Misstrauen. Ausgerechnet in dem Mord an einem hochrangigen Mitglied der Kirche soll Emma ermitteln. Die Spur führt in ein Kloster, in dem in den Sechzigerjahren junge Mütter ihre unehelichen Kinder zur Welt brachten. Ein dunkles Kapitel der irischen Geschichte. Was aber passierte mit den Kindern? Emmas Fragen treffen nur auf eisiges Schweigen. Um der unglaublichen Wahrheit auf die Spur zu kommen, muss Emma sich auch den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Emma macht sich prima in der Mordkommission und ich musste so schmunzeln, als ich las, dass sie einen alten, hellblauen Peugeot fährt – wie Columbo...

Mal eine alleinerziehende Ermittlerin, das habe ich so auch noch nicht gelesen und fand diesen Aspekt durchaus interessant. Wie kriegt man das alles unter einen Hut, wo sie doch wohl kaum „gesittete“ Arbeitszeiten haben dürfte... Eine sehr sympathische Polizistin, die sich im rauhen Irland sehr gut macht und „ihren Mann steht“.

Die Spannung ist von Beginn an deutlich spürbar und lässt auch meines Empfindens nach nicht mehr merklich nach.

Ich fand es ein wenig viel der irischen-politischen-kirchlichen Geschichte, aber da das Mordopfer ein Geistlicher ist, ließ sich das natürlich auch nicht ganz vermeiden logischerweise und gehört nun auch sehr zum Land dazu...

Alles in allem aber ein absolut überzeugender Irland-Krimi mit einer tollen Protagonistin, von der ich auch weitere Bände gerne lesen würde !

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238 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 159 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Allein schon das Cover wäre mir im Buchladen positiv aufgefallen und hätte mich dazu animiert, mir das Buch näher anzuschauen. Es passt auch sehr gut zur Handlung.

Aber nicht nur das: kein Wunder, dass Jenny Milchman auch anderen Autoren die Kunst des Thrillerschreibens vermittelt, denn auf diesem Gebiet ist sie wirklich sehr gut.

Als kleines „Schmankerl“ hat die Protagonistin auch noch meinen Vornamen. Das kommt nicht allzu oft vor, daher war auch das ein angenehmer „Nebenpunkt“.

Sandra hat an sich alles, was das Herz begehrt: einen lieben Mann, der sie sehr liebt und auf Händen trägt und eine Teenie-Tochter, auf die sie sehr stolz ist. Doch ihr perfektes Leben wird sich bald in einen Albtraum verwandelt, der ihre Welt auf den Kopf stellt...

Sie und ihre Tochter werden Geiseln von Männern, die in ihr Haus eindringen und dabei ihren Ehemann brutal niederschlagen. Der Sturm tobt draußen und drinnen tobt der Kampf ums Überleben...

Zumal Sandra einen der Männer kennt...

Die Geschichte baut sich kontinuierlich auf und das mit einer Spannung, der man sich nicht entziehen kann. Sie ist zwar keine von der nervenzerfetzenden, nägelkauenden Sorte, aber dennoch wirklich fesselnd.

Sandra ist eine beeindruckende, toughe Protagonistin, die sich auch in einer scheinbar ausweglosen Situation nicht einfach geschlagen gibt ~ sie kämpft, auch wenn ihr eigenes Leben bedroht ist.

„Night Falls“ ist ein wirklich spannender Thriller mit einer gut durchdachten Geschichte und einem glaubwürdigen Plot.

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309 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

thriller, robert hunter, los angeles, chris carter, mord

I Am Death - Der Totmacher

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548287133
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Chris Carter – was soll man zu dem Mann noch sagen ?

Eigentlich hätte ich hier wieder sehr gerne 10 Sterne Minimum vergeben, denn dieser Mann schafft es, dass ich auch in der größten Zeitnot seine Bücher innerhalb kürzester Zeit nicht nur einfach lese, sondern geradezu verschlinge...
„I´m death – Der Totmacher“ war da keine Ausnahme.

Allein schon vom Cover erkennt der geneigte Fan schon, dass er den neuen Carter in Händen hält. Diesen Wiedererkennungswert finde ich sehr gut und das Cover passt wie immer auch sehr gut zum Buch/zur Geschichte.

Nachdem Robert Hunter seinen eigentlich geplanten Urlaub ja leider nicht für die Erholung auf Hawai nutzen konnte, wird er gleich wieder mit dem nächsten brutalen Mord konfrontiert...

Sein Partner Carlos Garcia und er gehören zur Abteilung „ultra violent“, einer Abteilung der Mordkommission, die sich mit besonders abscheulichen Taten beschäftigt.

Man sollte also meinen, er hätte schon alles gesehen...
Das hat er auch – aber er nimmt immer noch Anteil an den Toten, was ihn für mich als Protagonisten so glaubwürdig macht. Er ist nicht abgestumpft oder abgehärtet, er hat den geschärften Blick des Profilers, aber ist auch immer noch Mensch und fühlt mit. Mord macht ihn immer noch wütend und er engagiert sich sehr, um den Täter möglich schnell dingfest zu machen, bevor noch mehr Menschen zu Schaden kommen, denn Hunter´s Mörder töten nie nur einmal...

Schon das erste Kapitel jagt einem Angstschauer über den Rücken und Carter schont den Leser auch beim achten Fall um Hunter und Garcia keineswegs. Fast jedes Kaptitel endet mit einem kleinen „Cliffhanger“ und man MUSS einfach weiterlesen, es geht gar nicht anders.
Sowas schaffte bei mir außer Carter und Sebastian Fitzek niemand bislang und ich bin ein Vielleser.

Besonders ein Kapitel hat mich sehr an eine Szene aus „Scream“ erinnert – gruselig und sehr gut geschrieben.

Die Spannung ist immer hoch, es werden verschiedene Fährten gelegt und der Leser wird trotzdem immer wieder überrascht.

Carter ist und bleibt ein Meister seines Fachs und ich bin und bleibe neugierig auf den achten Band um Hunter und Garcia (P.S.:„One dead“ wird ja unter „Band 0“ geführt...) !


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224 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

familie, tod, selbstmord, roman, tragödie

Was ich euch nicht erzählte

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.05.2016
ISBN 9783423280754
Genre: Romane

Rezension:


Bücher des Genres „Literatur“ haben mich bislang immer ein wenig „abgeschreckt“, weil sie erfahrungsgemäß thematisch meistens nicht wirklich meinem Geschmack entsprachen, aber Celeste Ng´s Debüt „Was ich euch nicht erzählte“ klang von der Geschichte her einfach so verführerisch, dass ich es doch unbedingt lesen wollte.

Und dieses Buch hat dann meine „Abneigung“ gegen das Literatur-Genre dann doch deutlich abgemildert.


Das Jahr 1977 verändert das Leben der Familie Leewar für immer. James, ein chinesicher Einwanderer und seine Frau Marilyn haben drei Kinder: Nathan, Hannah und Lydia. Letztere verschwindet und man findet wenig später ihre Leiche.

Die Spurensuche beginnt und während James vor Trauer zusammenbricht und Nathan den Mörder vermeintlich bereits zu kennen glaubt, begibt sich ihre Mutter auf eine manische Suche nach der Wahrheit. Wer hat das intelligente, junge Mädchen so brutal aus dem Leben gerissen ?


„Was ich euch nicht erzählte“ ist viel mehr als die bloße Geschichte über das Verschwinden eines jungen Mädchens.

Es ist auch das Psychogramm einer Familie mit sehr unterschiedlichen Charakteren und wie diese mit diesem schlimmen Verlust umgehen, jeder auf seine Weise.


Bis der Leser erfährt, was wirklich passiert ist, nimmt die Autorin ihn mit auf eine Reise, die sowohl spannend als auch berührend ist.


Celeste Ngs Debüt ist nicht umsonst vielfach prämiert und auf dem Weg zur Verfilmung, es ist sprachgewaltig erzählt, sehr bildhaft, gut konstruiert und meisterlich präsentiert.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

provence, krimi, remy eyssen, mumie, le lavandou

Schwarzer Lavendel

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548287010
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach einem Schicksalsschlag verspricht sich der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ein ruhigeres Leben in der Provence, wo er einen neuen Job annimmt, und das scheint auch durchaus möglich zu sein, denn in Frankreich trifft seine korrekt-deutsche Art auf das provenzalisches „Laisser-faire“. Die Uhren ticken dort wahrlich anders...

Doch dann beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Seine Tante hat ihn offenbar großzügig bedacht.

Aber die Freude über den neuen Besitz währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen.

Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen?

Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen.

Ich kannte den ersten Band „Tödlicher Lavendel“ beim Lesen dieses nun zweiten Bandes um den Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nicht, aber das war wohl auch nicht nötig, denn Remy Eyssen bringt dem Leser den Protagonisten so gut näher, dass man Vorkenntnisse eigentlich nicht benötigt. Es wird zwar nicht alles aus seiner Vergangenheit erklärt, aber genug, damit man die Situation beurteilen kann.

Ich fand besonders den Protagonisten sehr sympathisch. Er ist freundlich, gründlich, engagiert und scheint einfach ein netter Kerl zu sein, dem man nichts Böses wünscht.

Lilou, die Tochter seiner Vorgesetzten, um die er sich auch mit kümmert, fand ich reizend.

„Schwarzer Lavendel“ ist ein sehr guter Kriminalroman, der gut durchdacht und spannend präsentiert wird. Die Spannung hält sich auch konstant bis zum Ende, das mir ebenfalls gut gefallen hat.



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267 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

amnesie, thriller, entführung, baby, mord

Remember Mia

Alexandra Burt , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423261012
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Estelle Paradise erwacht in einem Krankenhausbett und hat keine Ahnung, wie sie dort hingekommen ist...
Laut den Ärzten hatte sie einen schweren Autounfall und wurde am Grund einer Schlucht aus dem Wrack geborgen.
Die Verletzungen passen aber nicht alle zu dem Unfall – sie hat auch eine Schusswunde..!
Wollte sie jemand umbringen ?
Oder sie sich selbst ?
Estelle kann sich an nichts erinnern...
Sie bezeichnet ihren Zustand einmal selbst als „Nebel im Gehirn“ und treffender kann man es wohl wirklich nicht ausdrücken...

Doch dann dringt ein weit wichtigere Frage an die Oberfläche: wo ist Mia, ihre 7 Monate alte Tochter ?

Diese scheint schon Tage zuvor aus dem New Yorker Appartment verschwunden zu sein und der Unfall ereignete sich Meilen entfernt...

Hat Estelle ihrer Tochter etwas angetan und wollte sich danach umbringen, von Schuldgefühlen getrieben ? Spielt sie allen nur etwas vor, um ihre Tat zu verbergen ?

Oder wurde Mia entführt und man hat versucht, sie aus dem Weg zu räumen, weil sie vielleicht doch etwas beobachtet hat, an das sie sich jetzt nur nicht mehr erinnern ?

Der Klappentext verheißt „Ein Pageturner, der süchtig macht“ (Zitatquelle: Oprah.com)... Das finde ich ein wenig hoch gegriffen und ganz so weit würde ich daher nicht gehen...

Ohne Frage ist „Remember Mia“ ein gut durchdachter und absolut spannend präsentierter Thriller mit einer wendungsreichen Geschichte, aber ich habe nicht so an den Seiten „geklebt“, wie ich das z. Bsp. bei Thrillern von Chris Carter tue, die ich als „Pageturner“ bezeichne.

Dafür hat mir einfach die Durchgängigkeit der Spannung gefehlt. Diese ist sicherlich von Beginn an recht hoch, allein schon durch das Verschwinden des kleinen Mädchens und die Amnesie der Mutter, alles noch sehr undurchsichtig, aber für mich flachte die Geschichte auch ein paar Mal ab bzw. war für meinen Geschmack zu langatmig erzählt, so dass ich mir da eine gewisse „Straffung“ gewünscht hätte.

Ich war sehr gespannt auf die Auflösung, da diese ja nun in mehrere Richtungen gehen konnte... Diese fand ich aber doch überzeugend und vergebe daher noch vier Sterne.

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

schottland, psychothriller, mord, ehe, vermisst

Wenn du mich tötest

Karen Winter
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426305126
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Wenn Du mich tötest“ war für mich eher das Psychogramm einer Ehe als ein Psychothriller, aber da das Buch auf dem Klappentext bereits auch so charakterisiert wird, hatte ich auch etwas in der Richtung erwartet. Wäre das nicht erwähnt, würde man evtl. mit falschen Erwartungen an das Buch herangehen bzw. mit welchen, die sich nicht erfüllen und dann unweigerlich zu einem enttäuschenden Leseerlebnis führen... Aber so ist es ja gut gelöst vom Verlag bzw. vielleicht der Autorin selbst mit.

Laura Tahn und ihr Mann Julian sind auf einer Reise durch Schottland, als Laura in der einsamen Sandwood Bay an der schottischen Atlantikküste mit einem Mal spurlos verschwindet...

Detective Seargent John Mills von der Scotish Police in Inverness wird mit dem Fall betraut.

Julian Tahn wirkt, als wisse er mehr und von Beginn an gibt es Andeutungen in eine gewisse Richtung... Hat es mit Julian´s Vergangenheit zu tun ?

Sowohl Julian als auch Laura´s Gemütszustand nehmen einen Großteil des Buches ein, sind wichtiger Bestandteil. Von Julian erfahren wir es selbst und Laura´s Sicht wird u.a. in Teilen durch ihr Reisetagebuch erzählt.

Ich fand, dass das Buch bis zur Mitte hin ein wenig vor sich hin plätschert, dann aber noch ein bißchen Fahrt aufnimmt - wenn auch nicht soviel, dass ich es als Psychothriller bezeichnet hätte, denn dafür braucht es meiner Meinung nach einfach mehr Thrill, mehr überraschende Wendungen und mehr nervenzerfetzende Spannung. Aber durch den psychologischen Aspekt musste man es wohl so klassifizieren...

John Mills fand ich eine sehr sympathische, wenn auch leicht unangepasste Persönlichkeit, ein Ermittler mit Ecken und Kanten.

Alles in allem war „Wenn Du mich tötest“ jetzt zwar kein Psychothriller, der mich veranlasst hat, das Licht abends brennen zu lassen, da er eher mit „leisen Tönen“ daherkommt und ganz undurchschaubar war er zwar auch nicht, aber das Ende hätte ich dann so doch nicht ganz erwartet, von daher vergebe ich vier Sterne.

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91 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

wien, krimi, serienmörder, carlotta fiore, theresa prammer

Mörderische Wahrheiten

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783471351376
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Carlotta Fiore hat vor 18 Monaten erfahren, dass die Opernsängerin Maria Fiore sie wohl vor fast 25 jahren – da war Carlotta gerade mal 4 Jahre alt – auf einem Parkfest entführt hat. Wenn das stimmt, heißt sie eigentlich Julia Fürst und ihr Vater fiel vor eben diesen 18 Monaten ins Koma, bevor er ihr diese wichtige Frage beantworten konnte...

Mehrere Teenager werden ermordet und in gelbem T-Shirt und rosa lackierten Fingernägeln aufgefunden. Eine merkwürdige „Signatur“ des Mörders...

Diese Mordserie erinnert stark an eine, die 20 Jahre zuvor geschah.

Carlotta´s Vater Konrad Fürst hat damals die Ermittlungen geleitet und könnte vielleicht bei den neuen Morden wichtige Erkenntnisse beisteuern. Das Problem ist nur, er ist zwar aus dem Koma erwacht, erinnert sich aber leider an nichts. Nicht mal an Carlotta...

Und der damalige Täter Alfred Riedl wurde auch bereits verurteilt und verstarb drei Tage zuvor...

Carlotta Fiore, ihres Zeichens Kaufhausdetektivin und gescheiterte Opernsängerin, ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Aber genau das macht sie in meinen Augen so besonders und liebenswert. Sie hat genügend Probleme, ist z. Bsp. trockene Alkoholikerin, und kann nun nicht einmal Licht in ihre Vergangenheit bringen, solange Konrad sich an nichts erinnert...

Sie hat einen kleinen Sohn mit einem Polizisten und auch ihr Privatleben lässt sie nicht wirklich zur Ruhe kommen.

Die handelnden Personen, ob nun geschichtsrelevant oder nur so „nebenbei“ agierend sind fast allesamt ebenfalls echt interessant und runden die Geschichte noch gut ab.

Von Beginn fand ich „Mörderische Wahrheiten“ spannend, wenn auch nicht nervenaufreibend – doch das erwarte ich von einem Kriminalroman auch gar nicht; das ist eher der Charakter eines (Psycho-)Thrillers.

Alles in allem fand ich den Krimi durchaus überzeugend, spannend geschrieben und auch das Ende war glaubwürdig. Ich werde mir den ersten Band um Carla Fiore ~ „Wiener Totenlieder“ ~ auch noch zulegen, obwohl man dieses Buch auch gut ohne diese Vorkenntnis lesen konnte – einfach weil mir Carla Fiore so gut gefallen hat.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

kinder, familie, behinderung, offenheit, ehrlichkeit

Wo fahren wir hin, Papa?

Jean-Louis Fournier , Nathalie Mälzer
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2017
ISBN 9783423140492
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt Bücher, die kann man nicht ohne genügend Taschentücher neben sich lesen...

„Wo fahren wir hin, Papa“ von Jean-Louis Fournier ist so eines...

Allein schon die Einleitung treibt einem die Tränen so heftig in die Augen, dass Weiterlesen erst einmal nicht möglich war...

Denn dort erfährt der Leser schon, dass Mathieu bereits – und sein Vater drückt es wunderschön aus - „fortgegangen ist, um seinen Ball dort zu suchen, wo wir ihm nicht mehr helfen können“ und Thomas „noch auf der Erde ist, aber mit seinem Kopf schon fast ganz in den Wolken“ und dass er das Buch für seine zwei Söhne geschrieben hat, denen er leider nie „Tim und Struppi“ schenken konnte, die ihn als Kind so begeistert haben...

Aber man sollte dieses Buch lesen, denn Jean-Louis Fournier erzählt es mit einer solchen Liebe, Wärme und Authenzität, dass man das Gefühl hat, man sei „live“ dabei gewesen. Das Buch gibt einem soviel. Mir fehlen fast die Worte, um diesem Buch gerecht zu werden, weil es eben keine ausgedachte Geschichte ist, sondern eine Lebensgeschichte. Echt, hautnah, schnörkellos, teilweise unbarmherzig direkt und offen erzählt, aber immer ehrlich und sehr schön trotz aller Traurigkeit.

„Wo fahren wir hin, Papa ?“ ist eine beeindruckende, berührende Geschichte um zwei tapfere, kleine Jungs und einen fast noch tapferen Vater, der zugeben kann, dass man eben nicht immer die nötige Geduld hat, die man braucht bei Kindern, gerade wenn diese behindert sind. Diese Ehrlichkeit fand ich sehr beeindruckend – er hätte all das auch beschönigend schreiben können... Wer hätte das schon überprüfen mögen/können..? Aber er hat sich für schonungslose Ehrlichkeit und den mutigeren Weg entschieden und das ehrt ihn sehr in meinen Augen.

Hut ab vor diesem engagierten Vater und seiner berührenden Geschichte !



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98 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, mia winter, rache, ermittlungen, düsseldorf

18 - Zahlen des Todes

Mia Winter
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 07.04.2016
ISBN 9783802599378
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leana Meister wurde quasi genötigt, ihre Heimat Afrika zu verlassen nach 18 Jahren und übernimmt die Leitung des LKA-Kompetenzcenters in Düsseldorf.

Ein großer Einschnitt in ihrem Leben, zudem ihr neues Team ~ besonders Dr. Natalia Rac, die Frau, die auf ihren Job scharf war ~ ihr das Leben nicht unbedingt leichter macht...

Doch für Animositäten bleibt keine Zeit, denn eine Mörderin steht erst am Anfang und muss rasch gefunden werden, bevor ihr noch mehr Menschen zum Opfer fallen... Dabei legt die Täterin ein geradezu mörderisches Tempo vor, dem scheinbar allein Leana wirklich folgen kann...
Welche Rolle spielt die Zahl 18 bei den Taten ?
Als die Mörderin beginnt, die Menschenmassen zu manipulieren für einen Mord in aller Öffentlichkeit, eskaliert die Situation...

Ich habe bereits „Janusmond“ von Mia Winter gelesen und war nun sehr gespannt auf ihren neuen Thriller, dessen Klappentext sehr vielversprechend war.
So ganz hielt er für mich leider allerdings nicht, was er versprach...

Irgendwie hat die Autorin offensichtlich ein Faible für Hitzewellen, denn wie auch schon in „Janusmond“ befinden wir uns auch in „18-Zahlen des Todes“ in einem flirrend heißen Sommer... Zufall oder Kalkül, man weiß es nicht, aber es ist auf jeden Fall mal vorrangig auffällig.

Dass es nicht witzig ist, wenn jemand einem quasi den Job vor der Nase wegschnappt, ist schon klar, aber meiner Meinung nach könnte man sich so ein Verhalten, wie es Dr. Natalia Rac an den Tag legt, im wahren Leben gar nicht leisten... Immerhin ist Leana ihre Vorgesetzte und ihr mürrisches Verhalten ist fast schon anmaßend... Den Punkt fand ich ein wenig unglaubwürdig.

Die Figur der Leana Meister hingegen fand ich wieder überzeugend. So kann es gehen... Aber mich müssen auch nicht immer alle Protagonisten überzeugen, das ist kein Hauptkriterium und es gibt dafür auch nicht unbedingt Punktabzug.

Vom Spannungslevel her würde ich diesen Thriller im Mittelfeld ansiedeln. Er reißt einen nicht vom Hocker und lässt einen auch nicht die Nägel vor lauter Spannung anknabbern, aber er ist eben auch nicht wirklich schlecht; daher „gesundes Mittelfeld“ für mich.
Das wären ja an sich bei fünf Sternen 2,5 Sterne, aber meiner Meinung nach hat sich „18-Zahlen des Todes“ gute 3,5 Sterne verdient, die ich auf vier aufrunde.

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