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74 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

fantasy, amber, chroniken von amber, königreich, die chroniken von amber band 1

Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608981278
Genre: Fantasy

Rezension:

Corwin lebt in einer eigentlich fremden Welt – auf der Erde, die zu den sogenannten „Schattenwelten“ gehört.

Doch da gehört er nicht hin... Er ist Prinz des Königreichs Amber, kann sich aber nicht dran erinnern, denn nach eine, Autounfall verlor er sein Gedächtnis.

Als eines Tages ein Mitglied seiner Familie versucht, ihn zu töten, beginnt er, nach seiner Vergangenheit zu forschen.

Und so setzt er alles daran, in das Königreich Amber zurückzukehren.

Bald schon erfährt er, dass seine Verwandtschaft über einige sehr ungewöhnliche Kräfte verfügt.

Alle Nachfahren des Königshauses können zwischen Amber, den Schattenwelten und dem Chaos hin- und herreisen, indem sie die Realität manipulieren. Sie benutzen magische Spielkarten, um zu kommunizieren und sich an andere Orte zu versetzen.

Aber vor allem sind sie alle in einen erbarmungslosen Kampf um den Thron verstrickt.

Und nicht zuletzt muss das Geheimnis um das Verschwinden ihres königlichen Vaters Oberon aufgedeckt werden.

Sci-Fi und Phantasy sind in den wenigsten Fällen Bücher für mich, aber dieses hat mich einfach so neugierig gemacht, dass ich es haben musste – und es hat mich nicht enttäuscht.

Als leidenschaftliche Krimi-/Thriller-Leserin musste ich mich stilmäßig erst ein wenig einfinden, aber als ich dann „drin“ war, las sich das Buch durchaus flüssig. „Anlaufschwierigkeiten“ halt...

Roger Zelazny hat mit „Die neun Prinzen von Amber“ ein Buch geschaffen, in dessen Geschichte man so richtig schön abtauchen kann. Man vergisst nach einer Zeit, dass man gar nicht Teil dieser Phantasy-Welt ist, weil sein bildhafter Erzählstil einen rasch „in das Buch zieht“ und nicht mehr wirklich loslässt.

An Spannung mangelt es auch nicht und die Charaktere sind wirklich charismatisch, teils mysteriös angehaucht und wirklich interessant.

Ich kann ergo für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen.





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35 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

krimi, weihnachten, britischer krimi, 1936, klassiker

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die „lieben“ Verwandten können bisweilen ganz schön nerven, besonders wenn auf engem Raum die verschiedensten Charaktere aufeinander treffen – wer kennt das nicht ?! Da wird schon mal das eine oder andere Drama ausgelöst...


Die bereits 1979 verstorbene Autorin Mavis Doriel Hay hat mit „Geheimnis in rot“ einen kleinen, feinen Kriminalroman geschrieben, der in den 20er-Jahren spielt und den Leser schon mal so richtig auf Weihnachten einstimmt.


Im Mittelpunkt dieses Landhauskrimi steht „Tante Mildred“, die einem schon nach wenigen Seiten wie die eigene Tante erscheint, so lebensnah/authentisch wird sie geschildert.

Auch sie weiß, dass es an Weihnachten ein höheres Streitpotential gibt, wenn man die Verwandtschaft um sich versammelt.

Das traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten Gast ermordet aufgefunden wird.

Die Trauer der anwesenden Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein beträchtliches Erbe hinterlässt.

Jedes der eingeladenen Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen – nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv.

Inmitten von Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben haben...


Mich hat dieser Landhauskrimi an Dorothy L. Sayers (mit der die Autorin auch gemeinsam in Oxford studiert hat – ob die Beiden sich kannten, ist nicht überliefert, da sich Mavis Doriel Hay wohl über Vieles in Schweigen gehüllt hat...) und Agatha Christie erinnert und das meine ich im positivsten aller Sinne.

Er ist wirklich spannend, hat viele Facetten und die vielen Verdächtigen verwirren nicht, sondern waren für mich durchaus eher „das Salz in der (Buchstaben)Suppe“.


Diese 320 Seiten wurden nicht nur gelesen, sondern regelrecht verschlungen !

„Geheimnis in rot“ ist in der Tat ein MUSS für alle Krimifans !


Ich habe mir gleich nach der Lektüre dieses schönen Klassikers noch zwei bestellt, die ähnliche Themen haben und einfach ebenfalls sehr verlockend klingen laut Klappentexte: „Geheimnis in weiss“ von J. Jefferson Farjeon und „Ein Mord zu Weihnachten“ von Francis Duncan. Da kann Weihnachten jetzt ja kommen !



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110 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

dschinn, nalia, nalia tochter der elemente, salomons siegelring, zauberei

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Heather Demetrios , Gabriele Burkhardt
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423717472
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Heather Demetrios´ Jugendroman „Nalia - Tochter der Elemente - Der Jadedolch“ beschreibt auf 496 Seiten das Leben eben dieser 18-jährigen Nalia, die in einer Welt aus „Glitzer und Glamour“ lebt.

Aber das ist nicht ihre Welt – denn sie ist eigentlich eine Dschinn und gehört nach Ardjinna. Aber sie wurde auf die Erde verschleppt und muss nun Menschen ihre Wünsche erfüllen und dem Befehl ihres Meisters, des geheimnisvollen Malek Alzahabi, gehorchen. Ihr einziges Ziel ist, endlich aus dieser Gefangenschaft zu fliehen und nach Hause zurückzukehren – doch das scheint unmöglich zu sein...

Goldene Armbänder dienen ihr nicht als Schmuck, sondern als Fesseln, die sie an den Meister binden.

Dann taucht der geheimnisvolle Raif auf, Rebellenführer und sehr charismatisch. Er stammt aus Ardjinna, ist aber ein Feind ihrer Familie. Er kann ihr Band zu Malek lösen. Doch welchen Preis wird er dafür verlangen ? Kann sie ihm vertrauen ? Was für ein Spiel spielt er ?

Ein wirklich sehr gut geschriebenes Jugendbuch, das sich sehr flüssig liest und gut unterhält.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft, fast lässt er die Geschichte wie einen Film im Kopfkino ablaufen, sehr interessant.

Man taucht tief ab in die Welt von Nalia und der Alltag bleibt eine Zeitlang außen vor. Solche Bücher liebe ich ja – die einen Raum und Zeit vergessen lassen, toll !

„Exotisch, sinnlich und hochspannend“ - das kann ich absolut so „unterschreiben“ !





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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

anekdotensammlung, helikoptereltern, ullstein verlag, spiegel online, unterhaltung

Verschieben Sie die Deutscharbeit - mein Sohn hat Geburtstag!

Lena Greiner , Carola Padtberg-Kruse
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548377490
Genre: Humor

Rezension:


Es gibt ja angeblich nichts Schlimmeres als die sogenannten „Helikopter-Eltern“, die immer über ihren Kindern kreisen und ihnen so angeblich die Chance nehmen, sich selbständig zu entwickeln, sich „abzunabeln“, ihre eigene Persönlichkeit zu finden...


Und doch ertappen wir uns dann wohl alle mal dabei, wie wir uns genauso verhalten – das macht dieses wirklich unterhaltsame Buch deutlich.


Hier geht es um Helikopter-Eltern und „Premium-Kids“ und das auf wirklich witzige Weise. Mehr als einmal mussten wir beim Lesen herzhaft lachen und aus dem Schmunzeln kamen wir fast gar nicht mehr raus.

Die Autorinnen Lena Greiner und Carola Padtberg „beleuchten“ dieses Phänomen auf sehr lustige Art und Weise und ich schätze, jedes Elternteil findet sich ein Stück weit wieder in diesen Geschichten.


Eltern, Kinder, Hebammen, Erzieher, Lehrer, Professoren und Studienberater kommen zu Wort und diese verschiedenen Erzähleben sind wirklich interessant.


Skurril, witzig, lebensnah und authentisch.



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35 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

italien, freundschaft, liebe, bold, kochbuch

Der Duft von Pinienkernen

Emily Bold
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783548289083
Genre: Liebesromane

Rezension:


Von Emily Bold habe ich schon Einiges gelesen und das Meiste fand ich sehr unterhaltsam. Auch „Der Duft von Pinienkernen“ ist ein schöner, kurzweiliger Roman über Freundschaft und lässt einen den Alltag für kurze Zeit vergessen auf seinen 368 Seiten.


Mit der besten Freundin zusammen zu wohnen und zusammen zu arbeiten, das stellt man sich schön vor und eine ganze Zeitlang klappt das bei Karin und Greta auch sehr gut. Bis Greta einen Fehler macht – einen unverzeihlichen...

Damit ändert sich alles für die Beiden und Greta bleibt nur ein Weg: Sie muss ihr altes Leben hinter sich lassen und neu anfangen. Sich selbst finden bzw. wiederfinden...

Mit dem Kochbuch ihrer verstorbenen Großmutter Vittoria im Gepäck geht sie auf eine Reise quer durch Italien. Zwischen engen Gassen und weiten Hügeln sucht Greta nach sich selbst — und den besten Rezepten von Venedig bis Neapel.

Unter der Sonne Apuliens wagt sie einen letzten Versuch, ihre Freundschaft zu Katrin zu retten. Und sie muss lernen, ihr Herz für die Liebe zu öffnen.


Greta nach Italien zu folgen auf ihrer Reise zu sich selbst war sehr unterhaltsam und schön zu lesen. Greta´s Entwicklung ist erstaunlich und sie kann als mutige, kämpferische Protagonistin durchaus auch ein wenig als „Vorbild“ dienen, wenn man so will.

Oder man sieht es einfach als eine kulinarische, unterhaltsame Reise einer jungen Frau an und genießt einfach die schöne Geschichte.


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45 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

anna härtel, weihnachtsengel, queen viktoria, spiegelhütte, weihnachten

Winterengel

Corina Bomann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783471351611
Genre: Liebesromane

Rezension:

Corina Bomann´s Bücher sind für mich immer etwas ganz Besonderes. In ihre Geschichten kann man so richtig schön abtauchen, den Alltag mal ganz außen vor lassen und genießen.


Und auch wenn wir derzeit eher den grauen Herbst als den weißen Winter haben, hat mir dieses Buch auch wieder sehr schöne Lesestunden beschert. Man kann sich auch vorstellen, wir hätten schon Winter, weil Corina Bomann einfach so schön bildhaft und emotional schreibt, dass man sich fast beim Geschehen hautnah dabei wähnt. Und was mir besonders gut gefällt: ihre Emotionalität kommt absolut ohne Kitsch und Klischees aus; einfach nur schön, ohne „überladen“/übertrieben zu sein.


Protagonistin Anna Härtel ist 19 Jahre alt im Jahre 1895 und steht nach dem Tod ihres Vaters vor dem finanziellen Nichts.

Die Glasbläserei im Schwäbischen Wald wird versteigert und sie muss sich bei einem Glasbläser im Nachbarort verdingen...

Um etwas für ihre Familie hinzuzuverdienen, fertigt sie abends kleine Glasengel an, die sie in Streichholzschachteln verpackt verkauft.

Eines Tages erhält sie eine Nachricht der Königin von England: Queen Victoria lädt sie nach London ein ‒ sie hat von Annas Kunstfertigkeit erfahren. Anna tritt die aufregende Reise an, doch auf der Überfahrt werden ihr die Engel gestohlen.

Auf der Suche nach den Engeln lernt sie viel über englische Weihnachtsbräuche und verliebt sich nicht nur in das schöne Land und seine Traditionen, sondern auch in den geheimnisvollen John, der ihr Begleiter wird.

Als sie schließlich vor die Queen tritt, nimmt ihr Leben eine weitere Wendung, mit der sie nicht gerechnet hatte: Wird sie zu ihrer Familie nach Schwaben zurückkehren können?


Fast verliebt man sich selbst ein wenig in John beim Lesen und Anna wächst einem ohnehin nach den ersten Seiten schon ans Herz, so ein erstaunliches, beeindruckendes, junges Mädchen ist sie.


Mir müssen Protagonisten nicht immer zwingend sympathisch sein, aber wenn das wie hier so der Fall ist, ist man einfach näher an der Geschichte, fiebert mit, reist mit, leidet mit und das ist einfach eine tiefere, schönere Leseerfahrung.


Wieder ein Buch, das einen mit einem ganz warmen Gefühl in Bauch und Herz zurücklässt – wundervoll !

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52 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

thriller, verlag: suhrkamp, blind, zweiter fall, andreas pflüger

Niemals

Andreas Pflüger
Fester Einband: 475 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518427569
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Niemals“ ist nach „Endgültig“ nun der zweite Fall um die außergewöhnliche, da blinde Polizistin Jenny Aaron.

Ich konnte mir erst nicht wirklich vorstellen, wie das funktionieren soll, eine blinde Ermittlerin, doch Andreas Pflüger schildert das durchaus glaubwürdig und überzeugend. Man muss deswegen ja nicht hilflos sein und in diesem Punkt kann Jenny auch ein Stück weit Vorbild sein; dass man eben auch alles erreichen kann, was man möchte, selbst wenn man „gehandicapt“ ist.

Klappentext

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten. Und sie ist blind. Nach einem traumatischen Erlebnis, bei dem sie dem Tod nur knapp entronnen ist, drängt man sie zur Rückkehr in die geheime Sondereinheit, in der sie früher war. Es wäre wieder ein Leben aus purem Adrenalin. Doch will sie das? Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sämtliche Zweifel hinter sich lassen. In Marrakesch wartet der gefährlichste Mann der Welt auf sie. Jemand, von dem viele glauben, dass er nur ein Mythos sei. Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Um ihn zu töten, ist sie bereit, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete.

Die Spannung ist von beginn an gegeben und flacht auch nicht mehr merklich ab.

Die Geschichte fand ich nicht ganz so interessant wie bei „Niemals“, aber das ist natürlich ein rein subjektiver Eindruck und soll das Buch auch keinesfalls schmälern.
Wie Jenny sich ihrer größten Angst stellen muss, ist sehr eindringlich geschildert und man fühlt sich der Protagonistin so sehr nah. Pflüger schreibt überhaupt sehr lebensnah und bildhaft.

Der Stil liest sich sehr flüssig und verzichtet auch auf langatmige Beschreibungen, sehr angenehm.

Alles in allem vergebe ich vier Sterne für „Endgültig“.



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118 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

liebe, du bist mein feuer, wattpad, dubistmeinfeuer, feuer

Du bist mein Feuer

Isabelle Ronin , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2017
ISBN 9783956497728
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Liebes-/Erotikromane erfreuen sich ja immer mehr großer Beliebtheit und es gibt sie mittlerweile in allen möglichen Szenarien/Bandbreiten. Ich empfinde sie mittlerweile schon fast als zuviel – und irgendwie gleichen sich die Geschichten leider immer wieder...


Klappentext

Ein Blick auf die sinnlich tanzende Fremde im roten Kleid, und Caleb weiß: Er muss sie haben. Ein Zufall führt dazu, dass er Veronica Unterschlupf gewährt. Sie sieht in ihm nur den Sohn reicher Eltern, der nicht zu ihr, dem Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, passt. Aber der verwöhnte Bad Boy will mit ihr etwas Echtes, Tiefes. Schnell merkt er, dass Veronica nicht leicht zu erobern ist: Sie vertraut nichts und niemandem. Aber Caleb ist bereit, die Schatten ihrer Vergangenheit zu vertreiben und jedes Hindernis, das sie trennt, zu überwinden. Auch wenn alle sagen, dass Veronica sein Ruin sein wird …


Ich bin an sich kein großer Fan dieser Bücher, doch dieses wurde mir mehrfach empfohlen und daher riskierte ich mal einen Blick.


Leider konnte mich dieses Buch so gar nicht von sich überzeugen...

Es war mir zu schnulzig, zu unglaubwürdig und einfach zu langweilig. Ich habe es noch nicht mal ganz bis zum Ende geschafft (aber dennoch genug gelesen, um es beurteilen zu können – am Ende habe ich nur noch „quer gelesen“...).


752 Seiten für ein solches Buch mit der Geschichte ist auch einfach zu lang/zuviel meiner Meinung nach. Man hätte die Geschichte drastisch kürzen können – denn so zieht sie sich an weiten Strecken einfach nur hin, es passiert nicht wirklich etwas und man wartet immer, ob noch was kommt...

Das tut es auch: zum Ende hin wird es immerhin etwas spannend, aber das reichte auch nicht mehr, um mich zu überzeugen...

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

alkoholsucht, sucht, natur, meer, belletristik

Nachtlichter

Amy Liptrot , Bettina Münch
Fester Einband
Erschienen bei btb, 09.10.2017
ISBN 9783442757336
Genre: Biografien

Rezension:

Amy Liptrot erzählt in ihrem Buch „Nachtlichter“ ihre eigene, erstaunliche Geschichte.

Eigentlich bin ich eher Fan von fiktiven Geschichten, finde solche biographischen Stories oft langweilig, doch Amy´s Geschichte hat mich wirklich gefesselt und auch sehr interessiert, da ich Schottland-Fan bin und diese Geschichte dort spielt: auf den Orkney Islands, im dünn besiedelten Schottland wohl die abgelegenste Region.

Hier schwimmt die britische Journalistin morgens im eiskalten Meer, verbringt ihre Tage als Vogelwärterin auf den Spuren von Orkneys Flora und Fauna und ihre Nächte auf der Suche nach den »Merry Dancers«, den Nordlichtern, die irgendwo im Dunkeln strahlen. Und hier beginnt sie nach zehn Jahren Alkoholsucht wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen.


Dass die Autorin mit „entwaffnender Erhrlichkeit“ erzählt, habe ich auch genauso empfunden. Dazu gehört auch viel Mut, denn sie ist mit dieser Ehrlichkeit sicherlich auch teilweise „angeeckt“... Auch nicht leicht für ihre Familie zu lesen wahrscheinlich...

Doch sie wollte ihre Geschichte genauso erzählen und das hat ihr wohl auch gutgetan; eine Art Therapie für sie.


Wie die Natur ihr half, wieder zu sich selbst zu finden, ist wirklich beeindruckend. Eine starke Frau, die sich von ganz unten wieder ins Leben zurückgekämpft hat und so ein Vorbild für Andere sein kann, die vielleicht keine Hoffnung mehr haben, nie aufzugeben und die eigene Kraft zu „reanimieren“.

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44 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

thriller, reihe, verrückt, mob, spannung

Crimson Lake

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O’Brien
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518468104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach „Hades“, „Eden“ und „Fall“, der letzten Trilogie von Candice Fox, die mich leider nicht gänzlich von sich überzeugen konnte, war ich nun sehr gespannt auf „Crimson Lake“, wieder der Beginn einer Trilogie...

Meisterhafte Autoren überschlagen sich ja auf dem Klappentext vorne geradezu vor überschwänglichem Lob und da ich ihre Bücher sehr mag, lag die „Messlatte“ schon recht hoch zugegebenermaßen...

Aber dieses Mal hatte mich Candice Fox auch fast mit der ersten Seite, so dass die 380 Seiten auch rasch gelesen waren.

„Sechs Minuten – mehr braucht es nicht, um ein Leben zu ruinieren“...

In diesem Thriller entspricht das leider der Wahrheit:

12.46 Uhr: Die dreizehnjährige Claire Bingley steht alleine an einer Bushaltestelle.
12.47 Uhr: Ted Conkaffey hält mit seinem Wagen neben ihr.
12.52 Uhr: Das Mädchen ist verschwunden …

Aus Mangel an Beweisen wird Ted Conkaffey zwar nicht verurteilt, doch die Leute verachten ihn trotzdem und sind überzeugt von seiner Schuld.

Das zwingt ihn zu einem Umzug und so zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake, eine Kleinstadt im Norden Australiens, zurück.

Amanda Pharell, die er dort trifft, wird schnell eine Verbündete und beide verdingen sich als Privatdetektive. Amanda weiß genau, wie es Ted geht, denn sie hat wegen angeblichem Mord im Gefängnis gesessen und weiß auch nur zu genau um die negative Wirkung dieses Umstandes auf das Umfeld...

Ihr Fall: Ein berühmter Schriftsteller mit Doppelleben und kaputter Familie ist verschwunden, die örtliche Polizei behindert die Arbeit der beiden mit harschen Methoden.

Dann platzt das Inkognito von Conkaffey, die Medien erzeugen Hysterie. Lynchstimmung macht sich breit.

Während er den Fall seiner neuen Partnerin wieder aufrollt und sie versucht, ihn zu entlasten, nimmt der Fall des Schriftstellers überraschende Wendungen …

Beide Charaktere sind auf ihre Art und Weise sehr interessant und man nachvollziehen, warum die beiden sich so rasch zusammentun. Teilen sie doch fast dasselbe Schicksal...

Spannungstechnisch wird bereits von Beginn an etwas geboten und der Spannungsbogen bleibt sich fast durchgängig bis zum Ende hoch.

Ich weiß gar nicht, ob ich schon mal einen Thriller gelesen habe, der in Australien spielte - insofern auch ein erfrischendes Novum.

Ich bin sehr gespannt auf weitere Fälle dieses außergewöhnlichen, dynamischen Ermittler-Duos.



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55 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

roman, leben, poesie, bücherliebe, liebe

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Ein Buch kann Dein Leben für immer verändern“ - ich denke, diesen Satz haben wir Vielleser alle schon einmal gehört und würden ihn auch bestätigen. Für mich jedenfalls gilt das.

Und ebenfalls für die Protagonistin dieses Buches, die den sowohl schönen wie auch schrägen/außergewöhnlichen Namen Loveday trägt. Ihre Welt sind die Bücher. Ihre eigene Welt – denn die reale Welt hält sie gerne von sich fern, entzieht sich ihr, kann mit ihr nicht wirklich etwas anfangen. Loveday ist anders, passt nicht so recht in die reale Welt, umgibt sich lieber mit Büchern als mit Menschen.

Doch als Nathan auf der Bildfläche auftaucht, ändert sich das.

Er nimmt Loveday mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Loveday´s so sorgsam aufgerichtete Mauer um sie herum bekommt langsam kleine Risse.

Ihr dunkelstes Geheimnis behält sie aber weiterhin für sich...

Doch als ein Buch sie zurück in ihre Vergangenheit führt, muss sie sich entscheiden: Will sie sich weiter verstecken und Nathan verlieren, oder findet sie mit seiner Hilfe endlich den Mut, über das zu sprechen, was sie einst so sehr verletzt hat?

Stephanie Budland kannte ich bislang noch nicht als Autorin.

Sie macht ihre Sache aber wirklich gut, denn sie schafft es, einen Roman über Liebe und Selbstfindung zu schreiben, ohne allzu kitschig oder theatralisch zu werden; das hat mir gut gefallen. Ich mag übermäßig kitschige Liebesromane so gar nicht, aber dieser ist durchaus unterhaltsam, wenn er auch ein paar Längen hatte. Aber das empfindet ja auch jeder Leser anders: Geschmäcker sind eben verschieden und das ist ja auch gut so.

Ich vergebe für „Ich treffe Dich zwischen den Zeilen“ dreieinhalb Sterne, aufgerundet auf vier Sterne.



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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

dani atkins, liebe, kanada, flugzeugabsturz, roman

Sieben Tage voller Wunder

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520888
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der Herzensmensch

Nach „Die Achse meiner Welt“ (das gefiel mir am Besten bisher und ich habe alle vier Bücher gelesen), „Die Nacht schreibt uns neu“ und „Der Klang Deines Lächelns“ ist „Sieben Tage voller Wunder“ nun das vierte Buch der talentierten Autorin Dani Atkins.

Mit 232 Seiten eher ein Leichtgewicht, doch das gilt zum Glück nicht für die Geschichte selbst.

Für mich ist Dani Atkins einer der ganz wenigen Autorinnen, die es schafft, wunderschöne Liebesgeschichten zu erzählen, ohne in den Kitsch abzugleiten. Ich mag keine schwülstigen Liebesromane vor großer Kulisse und die Autorin scheint auch der Meinung zu sein, dass das Leben selbst ohnehin die besten Geschichten schreibt, denn ihre sind immer erstaunlich lebensnah und authentisch.

Um meine Überschrift aufzugreifen, möchte ich kurz den Klappentext zitieren:

„Der Moment, in dem Du den Menschen triffst, auf den Dein Herz gewartet hat“ - den Herzensmenschen eben. Manche finden ihn früh, heiraten, werden glücklich, andere hingegen finden ihn leider nie.

Auch die Romane dieser Autorin geizen nicht mit Dramen und überraschenden Wendungen, die einem schon mal die Tränen in die Augen treiben, aber eines haben sie für mich alle gemeinsam: sie sind Liebesgeschichten mit Tiefgang. Kein Kitsch, keine Klischees, denen sich sonst so gerne bedient wird. Einfach nur schöne Worte, die zu Herzen gehen und eine Geschichte zweier Menschen, die einen einfach nicht mehr los lässt, sobald man das Buch aufgeschlagen hat.

Auch hier bleibt sie ihrem Stil treu und erzählt die Geschichte sehr lebensnah und intensiv.

Ich mag besonders ihre überraschenden Wendungen, die ich sonst nur aus Thrillern kannte – ein tolles Stilmittel, das hier ebenso gut passt.

Mein Fazit: Genau so mag ich es und deswegen kann es nur ein „Urteil“ geben: volle Punktzahl, 5 Sterne !



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(59)

63 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

kinderbuch, magie, magier, zauberer, die drei magier - das magische labyrinth

Die drei Magier - Das magische Labyrinth

Matthias von Bornstädt , Rolf Vogt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.09.2017
ISBN 9783845816739
Genre: Kinderbuch

Rezension:


„Die drei Magier - Das magische Labyrinth“ erschien am 18. September 2017 zeitgleich mit "Die drei Magier - Geheimnis im Geisterwald" und "Die drei Magier - Das Stickerbuch“ und „basiert“ auf der erfolgreichen Spielserie „Die drei Magier“.

Die Spiele kannten wir schon, nun waren wir gespannt auf das Buch.

Klappentext

Im kleinen Städtchen Mühlfeld geht es immer beschaulich zu. Hier passiert nie etwas Aufregendes. Stimmt's? Nein, ganz und gar nicht! Conrad, Mila und Vicky geraten nach einem Sprung in den Badeweiher plötzlich in eine fremde Welt. Die Bewohner dieses ungewöhnlichen Ortes nennen ihre Welt Algravia und sind davon überzeugt, dass die drei Kinder die lange erwarteten drei Magier sind, die Algravia vor den gemeinen Machenschaften des fiesen Zauberers Rabenhorst retten sollen. Doch Conrad, Mila und Vicky haben keine Ahnung von Zauberei, also müssen sie wohl die Falschen sein. Oder doch nicht ...?

Wie die Spiele auch war das Buch sowohl spannend als auch witzig: eine tolle Kombination, besonders wenn man Erstleser zum Lesen animieren möchte und dieses Buch ist ja ab 8 Jahren (Leseempfehlung genauer gesagt 8-10 Jahre) geeignet.

Die 160 Seiten sind schön bebildert und lesen sich durch die relativ große, gerade Schrift auch leicht und einfach. Das Buch ist aber auch zum Vorlesen gut geeignet.

Vom Sprachstil her absolut kind- und altersgerecht und die Illustrationen unterstreichen die Geschichte auch auf sehr schöne Weise.

Ein phantastisches Abenteuer, das die Phantasie der Kinder anregt, prima !



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82 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

kochen, erster kuss, patchworkfamilie, jugendbuch, liebe

Pasta mista - Fünf Zutaten für die Liebe

Susanne Fülscher
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2017
ISBN 9783551650252
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Türkisch für Anfänger kennen wir ja nun fast alle – hier kommt nun quasi die italienische Version.


Diese unterhaltsamen 320 Seiten sind im Genre „Jugendliteratur“ angesiedelt, können aber meiner Meinung auch ganz prima noch von älteren Semestern gelesen werden. Natürlich merkt man dem Schreibstil schon an, dass es eher für jugendliche Leser gedacht ist, aber das ist ja kein „Minuspunkt“.


Wenn die Mutter einen neuen Freund hat, birgt das meistens „Konfrontationspotential“ - und das ist bei Liz nicht anders, als plötzlich Italiener Roberto vor ihrer Tür steht...

Er erscheint für Liz aus dem Nichts, sie wusste von nichts – und als sei das nicht schon schlimm genug für sie, hat er auch noch seine Kinder im Schlepptau: die 16-jährigen Zwillinge Angelo und Sonia !

ngelo ist ein echter Traumtyp, der Liv kolossal aus der Fassung bringt, seine bildschöne Schwester scheint eine echte Zicke zu sein.

Aber immerhin verbindet Liv und Roberto die Leidenschaft fürs Kochen.


Mein Fazit: ein kurzweiliger, durchaus amüsanter und unterhaltsamer Roman über erste Liebe und eine Patchwork-Familie, in der eben nicht alles immer rund läuft.



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247 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

dystopie, fantasy, neal shusterman, utopie, zukunft

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Neal Shusterman startet mit „Scythe – Die Hüter des Todes“ eine Trilogie über den Preis der scheinbar perfekten Welt. Wann die nächsten beiden Bände erscheinen, ist meines Wissens nach noch nicht bekannt...

Wie oft erscheint uns diese Welt perfekt – nur damit wir kurz danach bemerken, dass dem nicht so ist...

Eine Welt, in der sowohl Armut, als auch Krieg, Krankheit und Tod besiegt sind – das klingt erstmal herrlich und verspricht doch ein geruhsames, glückliches Leben... Eigentlich... Denn so einfach ist dieses Leben für Citra und Rowan trotzdem nicht...

Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Dieses Buch war mein erstes von Neal Shusterman, wird aber sicherlich nicht das letzte von ihm gewesen sein, denn sowohl der Schreibstil als auch die Geschichte wirklich gut gefallen hat.

Man kann sich gut in die Geschichte fallen lassen, tief ins Geschehen eintauchen – man ist schnell drin und wird von Personen und Story rasch gefesselt.



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107 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

island, thriller, sog, missbrauch, mord

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„DNA“ setzt den Anfang zu einer neuen Reihe um Kommissar Haldur und Psychologin Freyja und den Thriller fand ich schon sehr gut, aber mit „SOG“ (Originaltitel Sogið = Drosselung/isländisch) hat Yrsa Sigurdardottir nochmal „eine Schippe drauf gelegt“ ! Sie hat wieder einmal einen Thriller geschaffen, der spannender nicht sein könnte. Ich habe schon mehrere ihrer Bücher (auch mit anderen Protagonisten, wie z. Bsp. der Rechtsanwältin Dora Gudmundsdottir) und sie hat mich nie enttäuscht.

Wie ich das auch schon mehrfach in meinen Rezensionen schrieb, habe ich „meine liebe Not“ mit den meisten nordischen Autoren, die mir einfach entweder mit viel zuvielen Personen aufwarten (gut, das macht Stephen King auch...) oder aber teilweise echt langatmig schreiben (die Erfahrung habe ich halt gemacht...), doch diese Autorin (wie auch Jo Nesbo) ist eine angenehme „Ausnahme von der Regel“ !

Ein kleines Mädchen wird vergewaltigt und ermordet – ein grausameres Verbrechen kann man sich kaum vorstellen...

Vor 12 Jahren wurde in einer Schule eine Zeitkapsel vergraben, die nun gehoben wird. Viele Schüler haben aufgeschrieben, wie sie sich Island dann zukünftig im Jahr 2016 vorstellen. Doch einer der Briefe fiel aus der Reihe: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet.

Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Whirlpool eines Staatsanwalts in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt...

Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist...

Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik übernimmt den Fall und bekommt so die Chance sich gleich auf mehreren Ebenen zu beweisen: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...

Die Beziehung zwischen Huldar und Freyja nimmt wieder einen großen Teil der Geschichte ein. Im Grunde stört mich sowas eigentlich immer, aber hier passt es irgendwie sehr gut zur Handlung und „rundet“ sie meines Empfindens nach noch prima ab.

Die Spannung baut sich vielleicht nicht nervenzerfetzend stark auf, steigt aber stetig an und man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen, so dass die 448 Seiten wieder sehr schnell ausgelesen waren.

Jetzt heißt es wieder warten – auf den nächsten Fall von Huldar (und Freyja ?)..!



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168 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

harry hole, norwegen, oslo, thriller, krimi

Durst

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.09.2017
ISBN 9783550081729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Durst“ ist der – wenn ich richtig informiert bin – der nunmehr bereits elfte Fall für den charismatischen Harry Hole, der fast schon wie ein guter, alter Bekannter anmutet.

Harry Hole ist kein leichter Charakter, war mir aber gleich sympathisch – eben genau deswegen. Er ist nicht aalglatt, hat seine Ecken und Kanten und ist im Umgang vielleicht nicht der Einfachste, doch ein brillanter Ermittler, der geniale Einfälle und einen untrüglichen Instinkt hat.

Wie ich das auch schon mehrfach in meinen Rezensionen schrieb, habe ich „meine liebe Not“ mit den meisten nordischen Autoren, die mir einfach entweder mit viel zuvielen Personen aufwarten (gut, das macht Stephen King auch...) oder aber teilweise echt langatmig schreiben (die Erfahrung habe ich halt gemacht...), doch Jo Nesbo ist eine angenehme „Ausnahme von der Regel“ !

Ich habe zwar nicht alle Nesbo-Bücher gelesen, habe jedoch auch nicht den Eindruck, als benötige man großes Vorwissen aus den vorherigen Bänden... Ich kam jedenfalls wieder sehr gut in die Geschichte hinein.

Der Titel „Durst“ ist hier doppeldeutig, wie ich aus einem Interview-Video mit dem Autor erfuhr. Einmal ist damit der Täter gemeint, der wohl unter Vampirismus leidet (der Arbeitstitel war laut Jo Nesbo auch „The vampirist“), d.h. einer zwanghaften psychologischen Störung, in der der Betroffene Blut von Tieren und auch Menschen trinken „muss“ und zum Zweiten spielt der Autor damit auf Harry Hole´s Alkoholsucht an.

Dieses Mal muss sich Harry mit einem Serienkiller befassen, der die Dating-App „Tinder“ nutzt, um seine Opfer zu finden – perfide...

Hole unterrichtet mittlerweile an der Polizeihochschule, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, doch Harry scheint irgendwie involviert zu sein und sein alter Chef macht Druck, so dass er sich doch mit dem Fall befasst...

Als eine Kellnerin aus Hole´s Stammlokal verschwindet, scheint klar, dass ihm der Mörder nicht unbekannt sein könnte...

Spannender kann man einen Krimi nicht schreiben. Hole ist in der Tat „der unumstrittene König des skandinavischen Kriminalromans“, dem kann ich nur beipflichten ! Für mich hatte „Durst“ schon Thriller-Qualitäten, da die Story so fesselnd und spannend war.

624 Seiten sind nicht eben wenig und trotzdem waren sie rasch ausgelesen. Nesbo schafft eine Atmosphäre in seinen Büchern, in denen man sich schon fast selbst verfolgt fühlt, so authentisch schildert er die Geschehnisse. Man fühlt sich, als „säße einem der Täter quasi im Nacken“... Ich mag das, wenn sich beim Lesen ein leicht ungutes Gefühl einstellt – die Spannung bleibt durchgängig hoch und man kann es kaum erwarten, bis der Täter gestellt ist und wieder Ruhe einkehrt. Auch in den eigenen Gedanken...

Mein Fazit ergo: ein phantastischer, sehr spannender neuer Fall für Harry Hole, auf den sich das Warten wirklich gelohnt hat !





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59 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 47 Rezensionen

münchen, krimi, trauer, ex-kommissar, jakob franck

Ermordung des Glücks

Friedrich Ani
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427552
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dass „Ermordung des Glücks“ als „Roman“ deklariert ist und nicht als „Kriminalroman“ hat mich anhand des Titels erstmal erstaunt. Auch der Klappentext spricht ja eher für einen Krimi, doch dieses Buch geht darüber hinaus...


Denn der preisgekrönte Autor erzählt mit „Ermordung des Glücks“ den zweiten Fall des Exkommissars Jakob Frank nach „Der namenlose Tag“ und schildert bildhaft und sehr eindringlich die Seelenqualen der Hinterbliebenden, deren Glück im wahrsten Sinne des Wortes ermordet worden ist...


Denn ihr Glück war Lennard, der nur 11 Jahre alt werden durfte... Er wird ermordet und erst nach 34 Tagen aufgefunden. Eine schreckliche Zeit des Wartens, der Ungewissheit – die Ani sehr eindrucksvoll und authentisch schildert. Es fühlt sich gar nicht an wie eine fiktive Geschichte, es geht weit näher...


Während die Sonderkommission auf der Stelle tritt und die Familie keinen Weg findet, mit dem Verlust umzugehen, vergräbt Franck sich bis zur Erschöpfung in Zeugenaussagen und Protokollen – immer in der Hoffnung, den einen ausschlaggebenden Faktor zur Aufklärung des Falls ans Licht zu bringen.

Die Ermittlungsarbeit ist somit ebenfalls Teil der Geschichte, doch steht hier nicht im Mittelpunkt wie bei einem Krimi meistens üblich. Hier sind die Protagonisten wichtiger, die Psychologie, die Folgen der Tat, die die zurückgebliebenen Menschen quälen...


Ich kann der Frankfurter Rundschau nur beipflichten, die schrieb: »Friedrich Ani schreibt wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk, in diesem eigenen, eigenwilligen Ton, schlank und scharf und trotzdem satt an Atmosphäre.« Besser kann man es nicht zusammenfassen.


Mein Fazit: ein sehr lesenswertes Buch, das man nicht einfach so „runterlesen“ kann und sollte, für das man sich Zeit nehmen sollte, da es nachdenklich macht und noch länger „nachhallt“, nachdem die letzte Seite umgeblättert worden ist...


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124 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

liebe, unfall, winter, abschiedsbrief, weihnachten

Morgen ist es Liebe

Monika Maifeld
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.09.2017
ISBN 9783426654323
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die Phrase „eine schicksalhaft Begegnung“ wird meiner Meinung nach zu oft bemüht. Man könnte auch „zufällige Begegnung“ sagen – warum immer gleich das Schicksal bemühen..? Aber gut, das klingt einfach besser – und ist bei einem Liebesroman auch verkaufsfördernd wahrscheinlich. Man sieht eher hin, wenn „Schlagworte“ am Start sind... Und dabei hätte dieses Buch das an sich gar nicht „nötig“, denn es überzeugt durch die Geschichte an sich schon genug.

Die Geschichte spielt kurz vor Weihnachten, es ist bitterkalt und Alexandra, eine junge Ärztin, verunglückt schwer mit dem Auto.

Ein unbekannter Retter zieht sie aus dem Wagen, verschwindet aber, bevor die Rettungskräfte eintreffen... Warum ? Hat er etwas zu verbergen ? Normalerweise wartet man doch, bis der Krankenwagen kommt... So ein Verhalten mutet schon merkwürdig an...

Doch der Retter, Martin Hallberg, hat seine Gründe, zu verschwinden... Er wollte sich an diesem Abend das Leben nehmen.

Doch der Unfall der jungen Frau lässt ihn nicht los.

Zudem hat sie nun seinen Abschiedsbrief, der in seiner Manteltasche steckte, die mit ihr im Rettungswagen verschwunden ist... Und dieser sollte nun wirklich nicht in die falschen Hände geraten...

Warum nicht ? Was steht so Wichtiges in diesem Brief ??

Dieses Buch hat einfach alles, um den Leser fest an seine Geschichte zu binden: Liebe, Dramatik, Spannung und es hat mir hervorragend gefallen, obwohl ich eigentlich kein Fan von „Liebesromanen“ bin, da mir diese oft zu kitschig sind. Dieses Buch hier ist nun auch nicht kitschfrei, aber es hält sich soweit in Grenzen, dass es für mich absolut in Ordnung war. Etwas Kitsch bleibt bei Liebesgeschichten nunmal auch nicht aus...

Aber dieses Buch verzaubert einen irgendwie... Ich kann das schlecht beschreiben – man muss es wohl selbst lesen, um das nachvollziehen zu können...



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43 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

glück, ratgeber, sachbuch, mosaik verlag, zufriedenhei

Die Entdeckung des Glücks

Isabell Prophet
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 11.09.2017
ISBN 9783442393237
Genre: Sachbücher

Rezension:

Statistiken zeigen, dass heutzutage jeder Zweite unglücklich bzw. unzufrieden ist im Job und kaum noch jemand wirklich gerne zur Arbeit geht, sondern diese nur noch als lästige Pflichtübung ansieht, um den Lebensunterhalt zu sichern...

Glücklich im Job zu sein, das wäre für Viele sicherlich ein Traum und da kommt dieses Buch ins Spiel.

Es ist unterteilt in drei Teile (mit etlichen „Unterkapiteln“):

Wie wir unser Glück verhindern

Wo wir unser Glück finden

Was wir für unser Glück tun können

Die Kapitel sind eher kurz gehalten, von daher kann man ganz gut eines zwischendurch lesen.

Für die 256 Seiten sind € 16,-- etwas zu teuer ~ aber das ist bei Sachbüchern ja oftmals so...

Ob es nun wirklich hilfreich ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden... Manches passt, Anderes wiederum nicht... Ich bin da etwas zwiegespalten, ob man damit grundsätzlich etwas ändern kann, aber einige Tipps sind recht gut.

Die „message“, dass das Glück bei uns selbst anfängt, ist meiner Meinung nach die „Grundessenz“ des Buches und da kann ich nur zustimmen. Das ist ja nicht nur im Bezug auf den Job so, sondern auch in Beziehungen zum Beispiel. Man darf/sollte nicht darauf warten, dass jemand anders einen glücklich macht, sondern das Glück selbst in die Hand nehmen.



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130 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

psychothriller, thriller, mord, selbstmord, vergewaltigung

Ich soll nicht lügen

Sarah J. Naughton , Marie Rahn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548289182
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie schön, dass ein Online-Buchhändler immer sehr flott liefert und wie schade, dass die 400 Seiten wieder so flott auslesen waren, denn Sarah J. Naughton´s „erster Spannungsroman für Erwachsene“, wie es so schön heißt, hat mir richtig gut gefallen.


Abe stürzt zwölf Meter eine Treppe hinab in die Tiefe – das sieht nach einem Selbstmordversuch aus, glaubt die Polizei, ebenso wie seine Verlobte Jody.

Doch Mags, seine Schwester, ist sich sicher, das Jody lügt...

Doch warum sollte sie ?

Was steckt dahinter ?

Hatte Abe vielleicht doch Depressionen, von denen Mags einfach nichts wusste ?

„Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von "Girl on the Train" und "Die Witwe"“, damit wird das Buch beworben und ich muss sagen, so ganz von der Hand zu weisen, ist dieser Vergleich nicht, denn ich habe sowohl „Girl on the Train“ als auch „Die Witwe“ gelesen.

Von Beginn an fesselt einen die Geschichte, auch wenn man rasch merkt, wer lügt. Aber warum, das wird erst später klar...

Den Spannungsbogen empfand ich recht durchgehend und die Charaktere sind auch absolut glaubwürdig „skizziert“. Man nimmt ihnen ihre Taten wirklich ab und fiebert mit ihnen.

Ich mag es, wenn sich die Geschichte zum Ende hin nochmal „dreht“, der/die Autor/in dann nochmal mit einer überraschenden Wendung aufwartet und das war hier erfreulicherweise der Fall und hat mir sehr gut gefallen. Ein gelungener Abschluss einen sehr guten Thrillers !



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137 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

jugendbuch, alina bronsky, berlin, selbstfindun, buch

Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alina Bronsky´s Buch „Und Du kommst auch drin vor“ wird für Leser/innen im Alter von 10-13 Jahren („young adult“ sozusagen) empfohlen und das merkt man ihm auch an...

Sprich: der Stil ist recht einfach und schlicht gehalten – das hatte ich aber auch erwartet, von daher alles gut.

Teilweise war mir das jedoch auch zu überspitzt, wie pubertär die Kids sich verhalten. Gut, mit 15 ist man in der Pubertät schon klar, aber man wollte beim Lesen schon fast ein paar Mal rufen „Ist okay, wir haben es verstanden..!“


Bei einer Schullesung glaubt Kim, 15 Jahre alt, nicht richtig zu hören: denn die Autorin liest eindeutig von ihr...

Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie! Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen. Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept ...


Alles dabei, was zur Pubertät gehört, inklusive Zickenkrieg.


Die Idee an sich fand ich sehr gut, daher griff ich auch zu dem Buch im Laden, doch leider fand ich die Umsetzung dann nicht so gut...

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94 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

england, zweiter weltkrieg, singen, musik, frauenchor

Der Frauenchor von Chilbury

Jennifer Ryan , Andrea O´Brien
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.09.2017
ISBN 9783462048841
Genre: Romane

Rezension:

Wieder mal ein Buch, das vollkommen zu recht im Genre „Literatur“ angesiedelt wurde – das sollte man nicht einfach so „runterlesen“, sondern schon mit Bedacht und Ruhe.

Jennifer Ryan´s Roman spielt in Kriegszeiten im Jahr 1940 in England, in Chilbury in der Grafschaft Kent, und – wie der Titel schon sagt – steht ein Frauenchor im Mittelpunkt.

Die Frauen sind auf sich selbst gestellt und brauchen eine Aufgabe – etwas, das sie ablenkt, auf dass sie sich konzentrieren können, während die Männer im Krieg kämpfen. So gründen sie einen Frauenchor, der nicht nur zur Beschäftigung dient, sondern den Frauen auch neuen Lebensmut und Kraft gibt; beides brauchen sie dringend in ihrer schwierigen Lebenssituation und der Chor hilft ihnen, ihre eigene Stimme zu finden.

Fünf grundverschiedene Frauen und Mädchen berichten in ihren Briefen und Tagebucheinträgen von ihrem Leben im Dorf und davon, wie der Krieg Leben verändert – wie er Verlust, Trauer und Angst erzeugt, aber eben doch nicht verhindern kann, dass auch Freundschaften und Liebe entstehen.

Die Geschichte ist tief bewegend und durch die verschiedenen Perspektiven sehr vielschichtig. Jede Frau ist auf ihre Weise beeindruckend und charismatisch.

Ein sehr schönes Buch über Zusammenhalt in schwierigen Zeiten, über Freundschaft, Hoffnung und Kraft, die man so selbst nicht vermutet hätte.



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435 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

zukunft, geheimnisse, liebe, lügen, freundschaft

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle

Katharine McGee , Franziska Jaekel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 23.08.2017
ISBN 9783473401536
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Katharine McGee´s Debüt spielt im Jahr 2118 in einer der wohl schönsten Städte der Welt: New York. Die Autorin hat bereits Serien wie „Pretty Little Liars“, „Vampire Diaries“ und „The lying Game“ mitentwickelt und auch hier handelt es sich um Jugendliteratur. Und das merkt man auch. Das soll nicht negativ gemeint sein, aber vom Stil her merkt man halt deutlich, dass es für ein jüngeres Publikum geschrieben ist; der Stil ist recht schlicht und einfach gehalten, so dass sich das Buch flüssig und flott lesen lässt.

In dieser zukünftigen Zeit bestimmt die Etage, in der man lebt, gleichzeitig auch die soziale Stellung: das heißt, die Armen leben unten, die Reichen oben.

So lebt im 1000. Stock die schöne Avery, die ein scheinbar perfektes Leben führt. Ihre Clique besteht aus ähnlichen Persönlichkeiten, die meiner Meinung nach alle untereinander ausgetauscht werden könnten, denn allesamt wirken sie recht „blutleer“ und hohl... Es geht nur um Äußerlichkeiten, alles bleibt recht oberflächlich – was die Protagonisten nun nicht unbedingt sympathisch macht... Das ist bei mir auch nicht notwendig, um mich für ein Buch zu „erwärmen“, doch hier hat das schon echt genervt nach einer Zeit... Fast wollte man die Leute „schütteln“, damit sie sich mal normal benehmen. Gut, das mag so sein bei den „Schönen und Reichen“, doch etwas mehr Authentizität hätte hier nicht geschadet...

Aber es gibt natürlich auch den „Gegenpart“, der das Ganze dann wieder etwas ins Lot bringt: junge Leute, die nicht „auf Rosen gebettet“ sind und eben nicht „mit dem goldenen Löffel im Mund geboren“ wurden. Ohne diese hätte ich das Buch wohl auf die Seite gelegt nach wenigen Seiten... Doch sie „retten“ die Geschichte quasi so gerade noch, bevor sie in die Absurdität abgleitet.

Und dann stürzt auch noch jemand in den Tod...

Alles in allem kann ich drei Sterne vergeben, denn schlecht ist das Buch nicht.

Aber eben auch nicht so gut, dass es mehr Sterne verdient hätte...



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55 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

roman, familie, kinder, anne b. ragde, anne b. ragd

Sonntags in Trondheim

Anne B. Ragde , Gabriele Haefs
Flexibler Einband
Erschienen bei btb, 14.08.2017
ISBN 9783442757374
Genre: Romane

Rezension:

„Neues von den Neshovs“ hätte mir schon ein Fingerzeig sein müssen – ein Fingerzeig dahingehend, dass dieses Buch bereits Vorgängerbände hat, die man eventuell zuerst gelesen haben sollte...

Bei manchen Büchern/Reihen lesen sich die Bücher ja hervorragend unabhängig voneinander und man braucht kein „Vorwissen“, weil die Autoren die Figuren nicht nur Revue passieren lassen, sondern auch dem Leser (nochmal) vorstellen, wenn auch nur kurz (das reicht ja im Allgemeinen auch..!).

Hier hatte ich leider das Gefühl, dass ich eben dieses „Vorwissen“ wohl besser hätte haben sollen, denn mir kam die Geschichte bzw. die handelnden Personen leider sehr verworren vor. Ich kam rasch durcheinander durch die verschiedenen Perspektiven und wurde auch mit den Personen dadurch leider nicht „warm“.

Die Leseprobe hatte mir doch noch recht gut gefallen und nachdem mir das Buch dann auch noch empfohlen wurde, habe ich es mir bestellt – aber leider recht schnell wieder auf die Seite gelegt...

Ich hatte eher etwas Amüsantes erwartet und fand die Geschichte leider langweilig, sorry. Ich hätte gerne etwas anderes über dieses Buch geschrieben, dessen Cover auch schon sehr ansprechend war, aber es war leider so absolut gar nichts für mich.

Obwohl ich das Buch abgebrochen habe, möchte ich nur einfach nur einen Stern vergeben, sondern vergebe zwei ~ denn einen fände ich dann doch zu hart, denn immerhin habe ich das Buch nicht gleich nach ein paar Seiten abgebrochen (dann hätte ich ohne zu Zögern auch nur einen Stern vergeben !) und eine Weile „durchgehalten“... Vielleicht wäre das Urteil anders ausgefallen, wenn ich die Vorgängerbände gelesen hätte – keine Ahnung.

Aber da ich auch den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig und nicht flüssig genug fand, ist das auch leider eher unwahrscheinlich...



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