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32 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

meer, weibliche protagonistin, identitätssuche, waisenkind, roman

Eine Insel zwischen Himmel und Meer

Lauren Wolk , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.02.2018
ISBN 9783423640350
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Auf der Insel lebt Crow. Sie hat diese noch nie verlassen.

Sie wurde, kaum ein paar Stunden alt, in einem lecken kleinen Boot an den Strand gespült. Osh, der einzige Bewohner der Insel, hat sie gerettet. Bei ihm ist Crow aufgewachsen.

Nur eine hat ihm dabei geholfen, die couragierte und liebevolle Miss Maggie. Alle anderen Menschen halten sich von dem Mädchen fern.

Immer schon wollte Crow wissen, woher sie stammt und warum man sie fortgeschickt hatte.

Ist es möglich, dass sie gar nicht von so weit her kommt?


Als eines Nachts ein unheimliches Feuer auf einer vermeintlich menschenleeren Insel aufscheint, steigen in Crow all die unausgesprochenen Fragen nach ihrer Herkunft auf.

Stück für Stück fügt sie das Puzzle ihrer Vergangenheit zusammen und begreift, was Familie wirklich bedeutet....


Dass Crow wissen möchte, wo ihre Wurzeln liegen, ist für den Leser nur mehr als verständlich. Würde das nicht jeder in dieser Situation wissen wollen ? Wo komme ich her ? Was macht mich aus ?


Das Cover passt ganz gut zur leicht mysteriösen Stimmung (hat sich jedenfalls für mich so angefühlt, aber das ist selbstverständlich 100%ig subjektiv) und gefällt mir ganz gut. Das ist natürlich Geschmackssache. Auf das Buch aufmerksam gemacht hätte mich dieses Cover allerdings eher nicht,was ich schade finde – denn mir wäre ein tolles Buch entgangen. Nun bin ich aber zum Glück auch kein reiner „Coverkäufer“, sondern gehe auch Tipps von Freunden, Bekannten, Verlagen und Foren nach und lese dann den Klappentext, der mich letztendlich neugierig gemacht hat, mehr von Crow lesen zu wollen.


Und das hat sich gelohnt, denn es handelt sich hier um ein kleines, feines Buch, das nicht nur zum Nachdenken anhält, sondern den Leser auch noch gut unterhält. Eine Kombination, die man nicht so häufig findet.


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37 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

thriller, psychothriller, brutal, schweden, mobbing

Böse Schwestern

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548288611
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Mikaela Bley kannte ich schon „Glücksmädchen“; nun also der zweite Fall für Kriminalreporterin Ellen Tamm...


Jahre nachdem sie ihre Familie zuletzt besucht hat, fährt Kriminalreporterin Ellen Tamm zum ersten Mal wieder von Stockholm in Richtung Norden. Mit ihrer alten Heimat Sörmland verbindet sie nichts Gutes. Ihre Zwillingsschwester wurde hier im Alter von acht Jahren getötet, unter bis heute ungeklärten Umständen...

Jetzt wird die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Ellen versucht, ihre Identität aufzuklären. Doch ihre Fragen wühlen die alte Geschichte wieder auf — sie ist der Wahrheit über ihre Schwester näher, als sie ahnt...


Bei „Glücksmädchen“ hatte man immer das Gefühl, es fehlt noch etwas – und das tat es ja auch: die Frage, was mit Ellen´s Schwester passiert war damals, denn der Fall war ja noch ungeklärt. Ich möchte nicht viel verraten, aber dieses Buch schließt an diese Frage an. Ob der Fall nun schlussendlich geklärt werden kann oder nicht, das soll bitte jeder Leser selbst herausfinden, ich möchte niemandem den Lesespass/-genuss nehmen.


Spannung ist schon vorhanden, wenn auch für meine Begriffe für einen Psychothriller nicht durchgängig genug. Einige Stellen empfand ich als etwas langatmig. Diese haben meinen Lesefluss zwar nicht nachhaltig gestört, sind mir aber eben aufgefallen und daher möchte ich sie auch erwähnen.


An sich ist aber auch dieser Thriller durchaus lesenswert, unterhaltsam und spannend, aber eben nicht von der nervenzerfetzenden Natur. Wenn man das erwartet, könnte man evtl. enttäuscht werden.


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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

107 jahre, leben mit altersdemenz, alter, erlebnisse, glück

Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!

Anja Flieda Fritzsche
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2017
ISBN 9783548377759
Genre: Humor

Rezension:


„Anja-Spätzchen, vergiss deine Sprechanlage nicht!“ - „Handy! Oma es heißt Hääääändiiii!“

Gut – die Oma ist 107 Jahre alt, woher soll sie das denn auch wissen ??

Herrlich ! Oma Maria ist nicht nur ein echtes Phänomen, sondern auch noch äußerst unterhaltsam – besonders ihre Sprüche.


Allein schon das Foto von Anja und ihrer Oma auf dem Cover ist nicht nur cool, sondern auch total liebevoll. Das hat mich schon mal vorab für das Buch eingenommen, so sympathisch.


Anja Flieda Fritzsche hat großes Glück, dass sie ihre Oma noch hat und versteht sich anscheinend auch bombig mit ihr, das merkt man an der Art, wie sie über/mit sie/ihr schreibt und das ist einfach schön zu lesen. Oma Maria erinnert mich auch ein wenig an meine leider schon verstorbene Oma, die auch immer einen Spruch auf Lager hatte und noch heute schmerzlich vermisst wird. Insofern war das für mich ein wenig, als hätte ich nochmal die Gelegenheit, mit meiner Oma zu sprechen... Und das tat gut. Richtig gut.


Aber das Buch ist schon vornehmlich ein lustiges. Oma Maria´s charmante Lebensweisheiten, Anekdoten und markigen Sprüche haben nicht nur für kleine Schmunzler, sondern schon auch für laute Lacher gesorgt und das nicht nur bei mir. Ich habe das Buch schon mehrfach verschenkt und bislang fanden es alle ganz großartig.


Wie man mit 107 Jahren noch so durchs Leben gehen kann, voller Lebensfreude, Neugier und Spass – das ist einfach mehr als beeindruckend. Was diese Frau zu erzählen hat, der Wahnsinn. Als sie geboren wurde, war Kaiser Wilhelm II. noch in Amt und Würden. Sie erlebte zwei Weltkriege, eine Mondlandung und unzählige technische Errungenschaften. Und heute surft sie voller Spaß mit Hilfe von Anja im Internet. Das ist sooo super !


Wir wünschen diesem tollen Buch noch viel mehr interessierte Leser, die dann vielleicht sogar merken, dass man nur weil man alt ist, noch lange nicht zum alten Eisen gehören und aufs Abstellgleis geschoben werden muss !


Und Oma Maria wünschen wir noch viele, gesunde Jahre, in der ihre Lebensfreude weiter heftig sprüht !!


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40 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

fremdenhass, religiöser wahn, kryptische sms, jugendthriller, spannendes jugendbuch

Fanatisch

Patricia Schröder
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 05.02.2018
ISBN 9783649624547
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich mag Jugendbücher, bei denen man nicht unbedingt das Gefühl hat, als seien sie für eine jüngere Leserschaft geschrieben worden. „Fanatisch“ ist so ein Buch. Es ist zwar „Für Leser ab 14 Jahren“, aber ich finde, dass auch ältere Leser durchaus ihr Lesevergnügen damit haben können. Ich bin selbst ja schon einige Jahre über die „Zielgruppe“ hinaus und wurde sehr gut unterhalten.

Patricia Schröder hat mit „Fanatisch“ einen hoch-aktuellen Jugendroman geschaffen, der spannender kaum noch sein könnte. Man fühlt sich als Leser geradezu durch das Buch „getrieben“ ~ man kann es einfach nicht mehr weglegen, wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat.

Sechs verschwundene Mädchen.

Die nach sechs Tagen plötzlich wieder nach Hause zurückkehren.

Alle in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen über die Geschehnisse...

Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen.

Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen, denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun... Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt... Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern...

Wie schon erwähnt: religiöser Fantatismus – leider noch immer hochaktuell, ob nun mit oder ohne religiösem Bezug...

Zart besaitete Jugendliche sollten das Buch aber meiner Meinung nach besser nicht lesen, jedenfalls vielleicht nicht mit gerade 14 Jahren, denn teilweise ist es schon recht heftig...

Die Spannung ist von Beginn an da und flacht auch nicht mehr merklich ab, was mir sehr gut gefallen hat. Und auch, dass die Autorin den Leser nicht unbedingt schonen möchte ist an sich gut – aber das hätte für mich dann eher in einen Thriller für Erwachsene gepasst. Gut, die Jugend ist heute weiter als früher, heißt es ja immer, aber wäre meine Tochter jetzt 14 Jahre alt, würde ich ihr wohl erstmal andere Bücher in die Hand drücken...



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171 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

thriller, berlin, marc raabe, mord, schlüssel

Schlüssel 17

Marc Raabe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548289137
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Marc Raabe´s Bücher haben mir bislang immer sehr gut gefallen – bislang habe ich folgende von ihm gelesen:


- Schnitt

- Der Schock sowie

- Heimweh.


Mit „Schlüssel 17“ legt er nun den ersten Thriller um den LKA-Ermittler Tom Babylon vor.



In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis, denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.

Marc Raabe schreibt so rasant, dass man das Gefühl hat, man sitzt in einer Achterbahn – ohne Chance, wieder aussteigen zu können; aber auf eine angenehme Art und Weise. Die Spannung ist von Beginn an wirklich hoch und das bleibt auch fast die gesamten 512 Seiten lang so. Das gefällt mir immer sehr gut – ich mag es nicht, wenn der Spannungsbogen immer „rauf und runter“ läuft. Er sollte konstant sein – und das ist er hier.


Die Personen erscheinen einem sehr authentisch, man ist nah dran am Geschehen und auch an den Protagonisten; jedenfalls empfinde ich das so. Als würde man sie kennen bzw. lerne sie wirklich kennen und nicht nur fiktiv. Ich mag es, möglichst nah am Geschehen zu sein und hier ist das wirklich gut gelungen; man fühlt sich „mit einbezogen“ als Leser. Für mich erhöht das das Lesevergnügen erheblich.


Hier passt einfach alles und ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Fall mit diesem neuen, innovativen Ermittler.


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75 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

biografie, biographie, prinzessin, niederländisches königshaus, schicksalhafte begegnung

Die amerikanische Prinzessin

Annejet van der Zijl , Marianne Holberg
Fester Einband
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.01.2018
ISBN 9783806234824
Genre: Biografien

Rezension:

Die 296 Seiten dieses außergewöhnlichen Romans waren sehr rasch ausgelesen.

Zugegebenermaßen ist diese Seitenanzahl für mich auch eher eine „Aufwärmübung“, da ich sehr schnell lese (und ja, nicht „quer“, sondern richtig ausführlich !), aber bei diesem Buch habe ich mir „richtig Zeit genommen“, respektive das Buch genossen und es mir mit ihm erstmal gemütlich gemacht, denn dieses Buch hat es verdient, dass es nicht „quer gelesen“ oder „verschlungen“, sondern entsprechend gewürdigt wird. Denn das ist es wert !


Annejet van der Zijl erzählt die Geschichte der Allene Tew, die wir ab dem Jahr 1927 mitverfolgen dürfen:

Da geht sie im Hafen von New York an Bord der Mauretania. Sie lässt ein Leben hinter sich, das ihr alles geschenkt hatte, wovon Sie als junges Mädchen vom Land einst träumte: Wohlstand, Ansehen, Mutterglück und die Liebe ihres Lebens. Fast alles hat sie wieder verloren. ›Die reichste und traurigste Witwe der Stadt‹ nennen die Klatschspalten Allene. Doch an diesem Tag bricht sie auf in eine neue Welt.

In Europa wartet auf sie eine zweite Heimat, eine Zukunft als wahrhaftige Prinzessin, russische Gräfin und Patentante von Königin Beatrix.


„Die amerikanische Prinzessin‹ ist die Rekonstruktion eines faszinierenden Lebens vor dem historischem Panorama von Wirtschaftsboom, Revolution und Krieg. Vor allem aber ist es die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die den Mut hat, ihren eigenen Weg zu gehen bis zum bitteren Ende.“

Dieses Zitat ist so treffend, man kann es meiner Meinung nach einfach nicht besser ausdrücken.

Allene ist in der Tat eine sehr beeindruckende Frau und ihre Geschichte ist nicht nur wirklich unterhaltsam, sondern auch noch fesselnd. Das hatte ich ehrlich gesagt so nicht erwartet – ich dachte anfangs, das Buch sei nichts für mich...

Umso besser, dass ich reingelesen habe, denn dann war ich bereits „gefangen“ und wollte unbedingt weiterlesen.


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83 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

berlin, blutig, true-crime-thriller, ermittlungen ohne ergebnisse, fiktive aufarbeitun

Wolfswut

Andreas Gößling
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 12.01.2018
ISBN 9783426521328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


True-Crime kannte ich bislang eher aus dem amerikanischen TV – oder eben von Michael Tsokos und Andreas Gößling in Buchform. Ich habe „Zerschunden“, „Zersetzt“ und „Zerbrochen“ alle mit großem Interesse gelesen und war nun sehr gespannt, wie der Autor die Geschichte ohne Tsokos umsetzen wird.

Und es hat mir sehr gut gefallen !


Lotte Soltau fällt aus allen Wolken, als sie den Nachlass ihres Vaters sichtet, in dem sich auch alte Fässer befinden. Doch diese sind keineswegs für Schutt, Müll o.ä. Benutzt worden, sondern für Menschen..! IN den Fässern befinden sich fünf Leichen junger Frauen, grausam verstümmelt. Und was noch unerträglicher ist als der Fakt des Mordens: teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein... Undenkbar, unfassbar brutal und grausam... Das kann nur das Werk eines Monsters sein..!

Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu solchen Taten fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …


Eine ganz besondere Herausforderung für Hauptkommissarin Kira Hallstein vom LKA Berlin, die erstmals mit ihrem jungen bayrischen Kollegen Max Lohmeyer ermittelt.

Nicht allein die Brutalität und Komplexität des Falles sind es, die ihr zu schaffen machen. Seit ihrer Jugend versucht sie das spurlose Verschwinden ihres Bruders zu verkraften. Der damals ebenfalls ein Teenager war...


Dass Kira auch noch persönlich so involviert ist in den Fall, gibt der Geschichte noch mehr Tiefe, als sie ohnehin schon hat. Womit wieder einmal bewiesen wäre: die besten Geschichten – in diesem Fall Krimis – schreibt doch immer noch das Leben selbst..!


Man kann ganz gut mit Lotte mitfühlen. Ich meine, wer traut solche eine monströse Tat schon dem eigenen Vater zu..?? Fragt man sich letztlich, wie gut man Familie und Freunde wirklich kennt...


Alles in allem ein flüssig zu lesender und wirklich fesselnd präsentierter, sehr spannender Fall von True Crime, der fünf Sterne verdient.



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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

köln, nachkriegszeit, eifel, mord, hungerwinter

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

Beate Sauer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289571
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Welt liegt in Trümmern

und doch darf man doch Unrecht nicht ungesühnt lassen...

Das jedenfalls findet Friederike Matthée, die bei der Weiblichen Polizei in Köln arbeitet.


Beate Sauer war mir bislang als Autorin zwar kein Begriff, aber das ist auch kein Wunder, da sie bislang historische Romane schrieb, die ich nur sehr selten lese. Aber ihr erster historischer Kriminalroman „Echo der Toten“ hat mich allein schon vom Klappentext her sehr neugierig gemacht.

Und eins gleich vorweg: ich war auch alles andere als enttäuscht..!


Mit Friederike Matthée hat sie eine Ermittlerin geschaffen, die wirklich außergewöhnlich ist. Einmal liegt das an der Zeit, in der sie ermittelt: 1947... Und zum Zweiten an ihr als Person selbst, die sehr interessant ist.

Januar 1947: Über dem Land liegt eine Decke aus Schnee und Eis, zwischen Ruinen kämpfen die Menschen ums Überleben, als in der Eifel ein Mord geschieht. Richard Davies von der britischen Military Police soll das Verbrechen aufklären. Doch der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert zu sprechen...

Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln wird Richard zur Seite gestellt. Sie kommt, wie der Junge, aus Ostpreußen und findet einen Zugang zu seiner verletzten Seele. Doch die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse während der Flucht sind noch so frisch, dass Friederike an ihrer Kraft zweifelt. Und Richard Davies muss mit Menschen zusammenarbeiten, die schwere Schuld auf sich geladen haben.

Diese Zeit war eine so schwere und das bringt die Autorin dem Leser auch sehr eindringlich nahe. Man spürt alles so, als sei man dabei, das hat mir ausnehmend gut gefallen.


Und Friederike ist eine starke Frau, die sich in dieser harten Zeit zu behaupten weiß und ihren Weg geht. Sie ist mutmachend, ein Vorbild.


Der Fall selbst ist auch spannend präsentiert und hier hat mich auch nicht, wie sonst, der historische „Aspekt“ „gestört“, sondern hat der Geschichte einfach den Rhamen gegeben, in den sie auch gehört. Alles ist stimmt, liest sich flüssig und spannend, was will man als Leser denn mehr ? 5 Sterne und die Hoffnung, dass man von Friederike Matthée noch viel lesen wird !




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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Lied der toten Mädchen

Linus Geschke
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 12.01.2018
ISBN 9783843715928
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jan Römer, die Dritte – wobei mich die ersten beiden Fälle des Reporters für ungelöste Kriminalfälle nun nicht eben vom Hocker gerissen haben... Einige Passagen fand ich damals zu langatmig und empfand sie eher als „Füllpassagen“, deren Wegfall für mich die Geschichte jetzt nicht grundlegend beeinträchtigt hätte. Aber als Leser hat man natürlich immer gut reden und ich möchte auch würdigen, dass sich der Autor/die Autorin Mühe gibt beim Schreiben und möchte dann das Werk auch nicht „herabwürdigen“; das ist fast schon respektlos in meinen Augen. Aber wenn mir etwas nicht gefällt, dann möchte ich das bei einer Rezension eben auch erwähnen dürfen...


Der dritte Fall für Römer gefällt mir erfreulicherweise auch besser als die letzten beiden.

Das lag wohl auch mit an der Geschichte, die mir einfach besser gefiel als die anderen beiden:


Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die »Hush little baby« spielt.

Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf.

Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid?

Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem sie damals arbeitete?

Dann wird wieder eine Frau getötet.

Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden.

Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist …


Ich mag an sich diese Geschichten nicht so gerne, die Rückblenden enthalten oder in verschiedenen Zeiten spielen und immer „hin- und herspringen“, aber hier ist das ja nun nur sehr „dezent“ und da alles so schön stimmig ist, passt hier eben einfach alles: die spannende Geschichte, der innovative Ermittler, der Schreibstil, der einen für einen Krimi fast schon „thrillermäßig“ packt und der überzeugende Plot.


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44 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

einsamkeit, alkoholismus, missachtung, familienbande, fehlgeburt

Töchter wie wir

Barbara Kunrath
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289236
Genre: Romane

Rezension:

Mütter und Töchter

Ich dachte erst, dieses Buch ist eher nichts für mich – doch mittlerweile bin ich froh, dass ich ihm eine Chance gegeben habe.


Barbara Kunrath erzählt hier auf 304 Seiten die Geschichte von Mona, die zu Wort kommt ebenso wie ihre Mutter Hella. Beide sind nun nicht unbedingt die größten „Sympathieträger“; ich konnte mich mit keiner der Frauen identifizieren, aber das ist ja auch nicht zwingend notwendig...


Klappentext

Einen Tag vor ihrem vierzigsten Geburtstag zieht Mona ein unbefriedigendes Resümee. Nichts wollte sie lieber als eine Familie und eigene Kinder. Stattdessen blickt sie zurück auf eine gescheiterte Ehe, hat wechselnde Partner, einen Job, der sie nicht ausfüllt und ein ziemlich kompliziertes Verhältnis zu Hella, ihrer Mutter. Die wollte immer nur schön sein und keine Kinder, trotzdem hat sie welche bekommen.
Am gleichen Tag beobachtet Mona in einer Drogerie die zwölfjährige Shirin bei einem Diebstahl. Spontan hilft sie ihr aus der Klemme. Irgendetwas an dem seltsamen und abweisenden Mädchen rührt sie. Vielleicht kann Shirin eine Lücke in ihrem Leben schließen?

Mit der Zeit lernt man aber beide Frauen, da sie selbst erzählen, besser kennen und entwickelt ein gewisses Verständnis für ihre Situationen, Handlungen und Charaktere.


Jede Frau hat eine Mutter und eine kommt gut mit ihrer aus, eine andere wiederum weniger gut.

Die Autorin gibt uns hier einen fundierten Einblick in die Gedankenwelt der Frauen und ist meiner Meinung nach sehr nah am Alltag dran, wie er überall passieren könnte. Der Schreibstil ist flüssig lesbar und wie ich finde, auch wirklich authentisch geschildert.


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(114)

150 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

colorado, roman, kent haruf, amerikanische kleinstadt, kleinstadt

Lied der Weite

Kent Haruf , Rudolf Hermstein
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 12.01.2018
ISBN 9783257070170
Genre: Romane

Rezension:

„Geradlinig, menschlich, bewegend – ein Roman, der mitten ins Herz trifft“ - besser kann man dieses Buch nun wirklich nicht beschreiben, von daher sei mir bitte verziehen, dass ich das hier zitiere.


Der dürftige Klappentext


„Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt.“


wird dem Buch gar nicht wirklich gerecht, aber vielleicht ist auch gerade das ein Anreiz, es sich n#her anzusehen und somit Taktik..??! Wer weiß das schon..??


Dass Kent Haruf bereits 2014 verstarb, ist wirklich sehr schade – seine Werke sind so tiefgründig und bewegend, dass die Welt wirklich dringend mehr davon gebrauchen könnte... „Unsere Seelen bei Nacht“ war schon so ein Buch, das sehr ans Herz ging und „Lied der Weite“ steht ihm in nichts nach.


Haruf´s Worte sind so schön und so eindringlich, dass sie den Leser einfach gar nicht kalt lassen können. Ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand von diesem schönen Schreibstil nicht berührt und gefesselt sein kann. Das gefesselt sein schaffen bei mir sonst meistens nur nervenzerfetzende Thriller – Haruf gelingt das ganz mühelos, mich an seine Worte so zu binden, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann, bis die letzte Seite ausgelesen ist. Gut, 384 Seiten sind für einen Viel- und vor allem Schnellleser wie mich eigentlich „ein Pappenstiel“, aber ihr wisst schon, was und wie ich das meine, denke ich...

Und dieses Buch sollte man auch genießen und nicht schnell lesen. Ich habe mir Zeit genommen und kann nur sagen, dass es das absolut auch wert war ! Gerade in unserer heutigen, sehr schnelllebigen Zeit sind solche Bücher wahre Diamanten und sollten auch so geschätzt werden...


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44 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

lucrezia borgia, renaissance, cesare borgia, italien, borgia

Die letzte Borgia

Sarah Dunant , Peter Knecht
Flexibler Einband: 522 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2018
ISBN 9783458363194
Genre: Historische Romane

Rezension:

500 Seiten historischer Roman, die mich sehr gefesselt haben – das habe ich auch selten.


Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, „reinzukommen“ in die Geschichte – das lag aber wohl daran, dass ich eher selten historische Romane lese und mir das Genre somit leicht „fremd“ ist... Aber als ich mich dann an den Schreibstil gewöhnt hatte, war alles gut und ich konnte mich auch gut in die Geschichte „fallen lassen“ und sie genießen.


Lucrezia Borgia´s Geschichte ist eine voller Leidenschaft und Intrigen – spannender geht es eigentlich kaum noch und Sarah Durant macht das wirklich gut, den Leser mit ihrer Geschichte zu fesseln.


Die Personen sind gut „skizziert“, man kann sich gut in sie hineinversetzen trotz vergangener Zeiten. Alles wirkt sehr authentisch und gut recherchiert.


Klappentext

Es ist das Jahr 1502. Die Gerüchte um Lucrezia Borgia sind zahlreicher denn je, in den Straßen ganz Italiens hört man es raunen: von Lucrezias angeblicher Affäre mit ihrem Bruder Cesare, von der verbotenen Liebe zu ihrem Vater, dem Papst Alexander VI., von Mord und Orgien. Doch wo Lucrezia selbst auftaucht, verstummen die Stimmen – mit ihrer Anmut und ihrem Geschick verzaubert sie die Höfe Italiens. Und gut verbirgt sie dabei ihr Geheimnis, dass nämlich nicht jedes Gerücht unbegründet ist: Tatsächlich hat Cesare aus Eifersucht Lucrezias Ehemann ermordet, ihre große Liebe. Doch einer Borgia werden Wut und Trauer nicht nachgesehen, Lucrezia hat eine Aufgabe zu erfüllen: Eine neue Stadt wartet auf sie, eine neue Liebe und das nächste gefährliche Spiel um Macht und Reichtum.


Alles in allem ein absolut fesselndes Buch, das mich gut unterhalten hat.


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201 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

thriller, hangman, daniel cole, london, köder

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist ?

Gar nicht, möchte man als Erstes antworten. Wie denn auch ?


Wer „Ragdoll“ gelesen hat, der weiß, dass Daniel Cole super schreibt und den Leser mit seinen Worten in Atem hält; um nicht zu sagen den Atem raubt. Daher habe ich mich auch schon sehr auf sein neues Werk gefreut und auch „Hangman“ steht „Ragdoll“ in nichts nach; ist ebenso spannend und fesselnd.


Ein richtig guter Thriller muss einen aus dem Alltag „katapultieren“ und ans Buch fesseln, so dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann, bis er ausgelesen ist; er muss überraschende Wendungen und nervenzerfetzende Spannung beinhalten und all das bietet „Hangman“ dem Leser auch.


In New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ wurde tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner „Ragdoll“-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.


In den USA ist der Druck der Medien enorm – wie das ja oft so der Fall ist...

Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.
Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders.

Wer kann seinen Irrsinn stoppen?

Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?


480 Seiten rasanter Thriller, der keinem kaum die Luft zum Atmen lässt.

Genau SO muss ein Thriller sein, ich bin begeistert und vergebe daher natürlich auch die vollen 5 Sterne !

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35 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

diät, übergewicht, selbstbewusst, starke frauen, schönheitsideale

Fa(t)shionista

Magda Albrecht
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 02.01.2018
ISBN 9783864930539
Genre: Sachbücher

Rezension:

 

Magda Albrecht ist eine echte „Offenbahrung“ für alle Frauen/Mädchen, die mit ihrer Figur hadern !

Fast jede Frau, die nicht in Size Zero passt, kennt das doch: man macht eine Diät nach der anderen und alles, was die meistens bringen ist einen schlecht drauf... Oder wenn man denn was abnimmt, ist das meistens nicht von Dauer...

Aber darf man sich wohlfühlen, wenn man mehr auf den Rippen hat, als das gängige Schönheitsideal einem vorschreibt..?

Darf man !!

Und das meint nicht nur Magda – da bin ich ganz ihrer Meinung !

Aber dafür braucht es Selbstvertrauen/Selbstbewusstsein – und das hat man dann leider meistens nicht, weil die Umwelt einen eben manchmal „schief/doof ansieht“, wenn man mehr Kilos mit sich herumträgt... Also woher nehmen und nicht stehlen, flapsig gesprochen..??

Da braucht man Unterstützung – und die gibt diese tolle Autorin in ihrem ebenso tollen Buch einem mit auf den Weg.

„Mach’s dir gemütlich, nimm dir etwas Zeit und die nötige Portion Lust, neu und anders über das Dicksein nachzudenken. Nach der Lektüre dieses Buches kann es sein, dass du so einige stereotype Vorstellungen über Bord wirfst. Und diese überteuerten Diätshakes gleich hinterher. Es kann sogar sein, dass du anfängst, andersüber deinen Körper und die deiner Mitmenschen nachzudenken, entspannter mit dir selbst umgehst und vielleichtsogar etwas Zuneigung für deine Speckrollen entwickelst.“

Nur ein Zitat dieses Mut machenden und wirklich hilfreichen Buches, einen anderen Blick auf sich selbst zu werfen – auf sich selbst und seinen dicken Körper, der aber liebenswert ist und das muss man eben teilweise erst lernen, sich klar machen und da hilft dieses schöne Buch wirklich mit dabei und das auf eine sehr charmante und augenzwinkernde Weise.

„Rund und glücklich durchs Leben“ ist hier Programm und ihr Buch eine Art kleine Anleitung, wie man lernt, sich selbst nicht nur so zu akzeptieren, wie man nunmal ist, sondern sich auch noch zu lieben – was Vielen sicherlich vor der Lektüre noch unmöglich erschien.

Magda ist somit das ideale „Sprachrohr“, da sie selbst nicht schlank ist und man ihr direkte Worte dann eher „verzeiht“ und Rat von ihr annimmt als von einer dürren Else, die einem Sport als Allheilmittel vorschlägt (nicht immer ist das so einfach umsetzbar wie bei einer meiner Freundinnen (der ich das Buch auch geschenkt habe und die ebenfalls begeistert ist), die aufgrund ihrer Krankheit nicht mal eben so täglich Sport treiben kann, wie sie das sollte...) und hat in mir einen wahren Fan gefunden !




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319 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 174 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, journalistin, norwegen

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diese Kreuzfahrt ist nicht sehr erholsam...

Zuallererst einmal ist das Cover hier ein absoluter Volltreffer – passt perfekt zur Geschichte.


Die Journalistin Lo Blackwood freut sich nicht nur auf die Kreuzfahrt der „Aurora Borealis“, weil gerade bei ihr eingebrochen wurde und sie so „aus der Schusslinie“ kommt, sondern auch weil diese Fahrt eine Chance bedeutet, evtl. die Chefredakteurin in ihrer Elternzeit zu „beerben“ jobtechnisch...


Leider wird die Kreuzfahrt aber nicht so erholsam wie gewünscht...


Denn in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.


Bei der Geschichte musste ich unwillkürlich an Sebastian Fitzek´s „Passagier 54“ denken irgendwie... Aber Ruth Ware erzählt ihre ganz eigene Geschichte erfreulicherweise. Hat man ja leider schon mal erlebt, dass ein Autor in Buch veröffentlicht, das sehr erfolgreich ist und dann „ziehen“ andere nach und schreiben doch sehr ähnliche Geschichten, bei denen man dann denkt „Das kenne ich doch schon...“


Ruth Ware´s letztes Buch „Im dunklen, dunklen Wald“ konnte bei mir leider nicht so wirklich „punkten“ - daher war ich doppelt gespannt auf dieses Buch, das ja sehr „gehypt“ wurde...

Dieses gefiel mir nun auch deutlich besser.


Die Geschichte ist rasant, die Autorin „fährt ein relativ hohes Tempo“ und hält den Leser in Atem.

Die Spannung hält sich auch konstant, was mir immer sehr gut gefällt und die Geschichte war auch nicht vorhersehbar.


Ein wirklich durch und duch gelungener Thriller, der zu fesseln weiß !



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153 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

euthanasie, münchen, inge löhnig, zweiter weltkrieg, mord

Die Vergessenen

Ellen Sandberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Penguin, 27.12.2017
ISBN 9783328100898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wie das im Leben eben so ist – besser könnte man das wohl auch nicht zusammenfassen...

Vergessen ist eben nicht immer eine Option – manche Ereignisse müssen aufgearbeitet werden...


Dass Ellen Sandberg das Pseudonym der Krimiautorin Inge Löhnig ist, habe ich nur so nebenbei mitbekommen und ich finde „ihren Ausflug“ ins Roman-Genre ebenso gelungen wie ihre Krimis um Kommissar Konstantin Dühnfort.


Klappentext

1944: Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013: In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...

Der Schreibstil ist sehr eingängig, liest sich flüssig und es gibt auch sog. „Cliffhanger“, die einem immer wieder Neugier auf das/die / Kapitel machen.


Es gibt verschiedene Handlungen, die Geschichte spielt im Jahr 2013 in München – da kennt sich die Autorin ja bestens aus und das merkt man der Geschichte auch an.


Aber auch die Rückblenden ins Jahr 1944 sind sehr authentisch geschildert, sofern ich das beurteilen kann, denn ich war natürlich nicht dabei, kenne aber auch viele Geschichten von den Großeltern, Dokumentationen dieser Zeit, Filme etc. und es wirkt auf mich alles sehr authenthisch.


Alles in allem blieb ich gespannt bis zur letzten Seite und das bei immerhin 512 Seiten, das will was heißen, denn Romane sind noch nicht einmal mein bevorzugtes Genre. Dieser hat mich aber vollends überzeugt.


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169 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

schweden, krimi, fjällbacka, kriminalroman, flüchtlinge

Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fjällbacka ist back

Camilla Läckberg ist nicht umsonst die erfolgreichste Schriftstellerin Schwedens... Und mit „Die Eishexe“ zeigt sie der begeisterten Leserschaft wieder einmal, warum das auch völlig zurecht so ist.


Wie ich in zahllosen vorherigen Rezensionen schon schrieb, habe ich oft „meine liebe Not“ mit nordischen Autoren, die mir oft zu ausschweifend schreiben und mit sovielen Personen ähnlich klingenden Namens, dass ich das nach ein paar Kapiteln einfach nicht mehr auseinanderhalten kann und das Buch dann teilweise genervt wieder auf die Seite lege... Aber es gibt auch zum Glück Ausnahmen und Camilla Läckberg ist eine große davon.


752 Seiten sind mal eine echte „Ansage“ - puh... Aber diese Autorin schafft es, dass man gebannt am Ball bleibt, bis die letzte Seite umgeblättert und ausgelesen ist und man nie das Gefühl hat, „das hätte man kürzen können“ o.ä.

Von Beginn an ist die Spannung hoch und flacht auch nicht mehr merklich ab. Das muss man erstmal schaffen bei sovielen Seiten – und Camilla Läckberg gelingt das anscheinend mühelos, wie auch ihre vorherigen „Fjällbacka“-Krimis eindrucksvoll zeigen.


Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet.

Dreißig Jahre ist das nun her... Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt.

Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.

Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe... Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie.

Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.


Hedström und Falck sind nicht nur ein gutes Ehepaar, sondern auch ein tolles, gemeinsames Ermittlerpärchen. Nach all den Fällen muten sie schon fast wie gute, alte Freunde an und es macht Spass und tut gut, ihnen wieder über die Schulter sehen zu dürfen. Da sind 752 Seiten fast nicht genug...


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131 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

sprache, roman, elias vorpahl, wortspiele, fantasy

Der Wortschatz

Elias Vorpahl , Julia Marie Stolba
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Buchblatt Verlag, 01.01.2018
ISBN 9783000571695
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Buch für Erwachsene als sie noch Kinder waren.

Dieser Satz hat mich letztendlich auf dieses kleine, feine Buch aufmerksam gemacht und ich bin sehr froh, dass ich die 176 Seiten gelesen habe, denn sonst wäre mir ein wahres „Kleinod“ der Literatur durch die Lappen gegangen und in diesem Fall wäre das wirklich ein echter Verlust gewesen..!

Fantasy ist eigentlich nicht wirklich ein Genre, zu dem ich oft greife – aber hier fand ich die Geschichte einfach so schön, dass ich dem Ganzen eine Chance gegeben habe und das war auch goldrichtig.

Wir begegnen hier einem Wort, das seinen Sinn verloren hat und versucht, diesen wiederzufinden...

»Wir dürfen die Menschen nicht nur verteufeln. Wir brauchen sie, sie lesen und schreiben uns. Sie lassen uns existieren.«

Diesen Satz des Vaters kann das Wort nicht glauben. Als es jedoch dazu gezwungen ist, sich auf eine ungewisse Suche durch das Reich der Worte zu begeben, erkennt es erst, wie sehr gerade dieser Satz für das kleine Wort selbst von Bedeutung ist.

Die Suche nach uns selbst – eine wichtige Suche, eine gewichtige Botschaft...

Eine herrliche Idee, schön bildhaft und sehr bewegend erzählt und in einer so liebevollen und wunderschönen Weise präsentiert, die einen regelrecht in das Buch hineinzieht und nicht mehr loslässt.



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(40)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

mutter, schweden, kinder, mutterrolle, single

Highway to heaven

Katarina Bivald , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.12.2017
ISBN 9783442715602
Genre: Romane

Rezension:

Anette´s neues Leben

„Ein Buchladen zum Verlieben“ fand ich schon sooo schön, dass ich sehr gespannt auf dieses Buch war, das ich schon lange vorbestellt hatte, um es ja nicht zu verpassen.


Anette hat einen Plan – einen Plan für ihr Leben: ein Motorrad fahren, ein Haus zu kaufen und sich um sich selbst kümmern. Mit 18 hat man eben noch Träume...

Bis einen die Realität dann einholt... Und die sieht dann doch meistens leider ganz anders aus als die Wünsche und Vorstellungen von damals...

Das ist auch bei Anette nicht anders...

Sie lebt in einer Mietwohnung in einer schwedischen Kleinstadt mitten im Nirgendwo. Sie arbeitet in einem Supermarkt, in dem der Klang des Kassenscanners sie langsam in den Wahnsinn treibt. Sie kümmert sich um ihre demente Mutter, und ein Motorrad hat sie auch nicht, noch nicht mal einen Führerschein.

Aber sie hat ihre Tochter...

Als Emma jedoch auszieht, fällt Anette in ein Loch, aus dem nur ihre beiden besten Freundinnen sie herausholen können, und die Arbeit an einem scheinbar unmöglichen Projekt ...


Da muss ein Plan her – und zwar ein guter.

Und schlussendlich muss Anette endlich auch zu sich selbst finden...


Ein recht kurzweiliger Roman, der prima in diese Jahreszeit passt, wie ich finde, weil die Geschichte so herzerwärmend ist.


Anette wächst einem schnell ans Herz, Vieles in ihrem Leben hat man vielleicht selbst schon erlebt und kann das dann gut nachvollziehen, weil die Autorin auch sehr lebensnah/lebensecht schreibt. Direkt aus dem Leben gegriffen eben.




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149 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:


Ich habe schon etliche Thriller/Krimis von Martin Krist gelesen (zuletzt „Brandstifter“) und fand sie immer durchgängig sehr spannend und fesselnd. Das war bei „Böses Kind“ - wie erwartet – erfreulicherweise auch nicht anders.


Selbst wenn ich den Autor nicht schon mögen würde, hätte mich der Klappentext:


„JEDE LÜGE HAT IHREN PREIS. DIESE WIRD DICH TÖTEN.

Ein Mord mitten in der Hauptstadt. Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt. Kriminalkommissar Henry Frei und sein Team ermitteln.

Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.

Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei.“


neugierig gemacht.


Mit Kriminalkommissar Henry Frei hat er einen Ermittler geschaffen, der dem Leser sehr gut präsentiert wird und der wirklich charismatisch ist.

Er ist keiner von diesen 08/15-Charakteren, die einfach so lieblos in die Geschichte eingefügt werden – der Leser erfährt Einiges von ihm, ohne dass es der Geschichte und der Spannung Abbruch tut.

Das hat mir sehr gut gefallen, denn ich mag keine ellenlangen „Charakter-Studien“ in Thrillern.

Natürlich gehört auch ein wenig „Hintergrund“ dazu, aber leider übertreiben es einige Autoren damit und „zerstören“ damit für mich die fesselnde Spannung, reißen mich dann immer wieder aus meinem Lesefluss heraus. Das war hier nicht der Fall, hier passte es einfach gut und hat überzeugt.


Was bei einem Thriller für mich ein absolutes „Muss“ ist, sind die überraschenden Wendungen, die der Geschichte den letzten „Schliff“ geben und den Leser gekonnt auf die falsche Spur führen – und das gerne mehrfach. Nichts ist doch langweiliger, als wenn der Leser vorhersehen kann, wie es weitergeht.

Martin Krist versteht das wirklich meisterhaft und dieser Auftakt der neuen Thriller-Reihe um Henry Frei macht definitiv Lust auf mehr !


Mein Fazit: 320 Seiten voller Spannung, überzeugender Charakter (allen voran Henry Frei) und überraschender Wendungen.

SO muss ein Thriller sein, großes Kino, Chapeau, Herr Krist !

Ich freue mich schon sehr auf weitere Fälle von Henry Frei !


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(52)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

schweden, krimi, mord, selbstjustiz-notwehr, ermittlung

Dominotod

Jonas Moström , Nora Pröfrock , Dagmar Mißfeldt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2017
ISBN 9783548288925
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach „So tödlich nah“ ist „Dominotod“ der zweite Krimi um die Psychiaterin Nathalie Svensson, die bei den schweren Fällen hinzugezogen wird.


„So tödlich nah“ habe ich nicht gelesen, hatte aber auch nicht das Gefühl, dass ich für dieses Buch Vorkenntnisse gebraucht hätte.


In den tiefen Wäldern Nordschwedens wird der Arzt Thomas Hoffman tot aufgefunden. Alles weist darauf hin, dass er mehrere Tage gefangengehalten und gequält wurde. Einer der Kollegen des Toten ist spurlos verschwunden, nur sein Namensschild und ein Dominostein sind zurückgeblieben.

Er scheint in die Hände desselben Mörders geraten zu sein. Psychiaterin Nathalie Svensson, Spezialistin für die härtesten Fälle, wird nach Sundsvall gerufen.

Ausgerechnet ihre eigene Schwester war die letzte, die das Entführungsopfer lebend gesehen hat. Ist sie in den Fall verwickelt?


Das Buch beginnt durchaus gut und auch spannend. Man fragt sich, was mit dem zweiten Arzt geschehen ist und die Hintergründe der Personen werden ein wenig beleuchtet. Nicht soviel, dass es einen nerven und von der Hauptgeschichte ablenken würde, alles in einem guten Maß.


Doch leider hält die Spannung nicht lange vor... Für mich flachte der Spannungsbogen einfach zu schnell ab und „erholte“ sich dann auch leider nicht mehr wirklich...

Das „vermieste“ mir den Lesefluss leider so arg, dass ich am Ende nur noch „quer gelesen“ habe, damit ich das Buch auch ädaquat beurteilen kann...


Leider kann ich somit nicht mehr als drei Sterne vergeben, da mich auch die Personen nicht von sich überzeugen konnten; sie blieben mir zu „blutleer“ und teilweise erschienen mir die Handlungsweisen auch zu unglaubwürdig.

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109 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

krimi, berlin, havelland, profiler, strichermilieu

Dunkel Land

Roxann Hill
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Verena Hofer ist eine eher ungewöhnliche „Ermittlerin“, denn ihr Job ist eigentlich die Betreuung von Dr. Carl von Wuthenow – doch dieser ist damit gar nicht so einverstanden, was seine Tante für ihn initiiert hat, noch nicht einmal für drei Monate...

Er macht einen Deal mit Verena, die das Geld für den Job dringend benötigt: Er lässt sie ihren Job machen, sie hilft ihm bei der Ermittlungsarbeit. Denn Carl ist Kriminalist, wurde erst kürzlich angeschossen und leidet seitdem unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses.

Und schon der erste Fall hat es in sich: Eine übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden und die Spuren weisen in die rechte Szene …

Auf 336 Seiten unterhält Roxann Hill den Leser nicht nur mit einer spannenden Geschichte, sondern auch zwei außergewöhnlichen Charakteren, die einem auch nicht jeden Tag begegnen.

Die Zwei sind ein ganz gutes Team, ergänzen sich ganz gut und „wachsen“ mit der Zeit zusammen.

Die Kapitel sind eher kurz gehalten, der Stil liest sich flüssig und auch der Plot hat mich überzeugt.

Mein Fazit: ein sehr guter Kriminalroman, der fast schon Thriller-Potential hat und mich nicht nur gut unterhalten, sondern auch mit Spannung und Charisma gefesselt hat.





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(41)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

mord, psychologie, fehlurteil, irrtum, echte fälle

Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:

Serienbücher sind eigentlich nicht wirklich mein Ding, aber dieses hat mich neugierig gemacht, da ich mich sehr für das Thema interessiere und es sich hier ja um einen spektakulären „Justizirrtum“ handelt, von dem ich bislang so auch noch gar nichts erfahren hatte.

Die Geschichte spielt in Schweden im Jahr 1991. Sture Bergwall kann man wohl als den „typischen Kleinkriminellen“ bezeichnen. wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben.

Fast 20 Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen, Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.

Ob man diese Geschichte nun auf 592 Seiten hat „ausbreiten“ müssen, darüber lässt sich ja „streiten“... Ich fand schon, dass man das kürzer hätte fassen können an der einen oder anderen Stelle, die unnötig „aufgeblasen“ war für mich, zu langatmig und irgendwie nur platzfüllend... Das war jedenfalls mein Eindruck – der natürlich ein rein subjektiver ist.

Ansonsten war die Geschichte aber schon recht interessant dargeboten. Man darf ja auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein Buch des Genre „Sachbuch“ handelt. Da darf man natürlich auch keinen „Thriller-Touch“ u.ä. erwarten... Das hatte ich auch nicht, aber trotzdem wirkte das Buch bisweilen eben doch etwas „dröge“, daher vergebe ich drei Sterne.





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(156)

248 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

thriller, tick tack, megan miranda, lügen, mord

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Megan Miranda hat bislang nur Jugendromane verfasst und legt nun mit „Tick Tack – Wie lange kannst Du lügen ?“ ihren ersten Thriller vor, der in den USA ein großer Erfolg war. Da ich beides gerne lese und der Klappentext sehr vielversprechend war, habe ich mir das Buch bestellt.


Nach dem Verschwinden ihrer besten Freundin Corinne verlässt Nic ihre Heimatstadt ebenso plötzlich wie Corinne verschwand... Doch die Ereignisse ließen Nic nie wirklich los – es gab ja keinen „Abschluss“, keine Erklärung und so konnte sie auch nie damit abschließen...


Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“

Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne...

Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah.

Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte...


Die Autorin erzählt ihre bzw. Corinne´s und Nic´s Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.

Dieser Stil war anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, vermag er einen durchaus zu fesseln, auch wenn ich mir davon etwas mehr gewünscht hätte...


Der Grund, weshalb ich nur drei Sterne von fünfen vergebe, ist allerdings der, dass die Geschichte zu vorhersehbar war. Mir fehlten einfach die überraschenden Wendungen, der „Aha-Effekt“ und die Spannung war auch leider sehr mäßig und nicht durchgängig, was bei einem Thriller für mich schon „Bedingung“ ist...


Und anhand des leider in meinen Augen auch recht dösigen deutschen Titels wäre mir das Buch auch nicht näher aufgefallen bzw. dieses leider eher negativ... Der Originaltitel „All the missing girls“ passt einfach besser, wieder mal...



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108 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

iain reid, thriller, psychothriller, the ending, droemer

The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch hätte ich mir wahrscheinlich nicht gekauft, wenn ich nicht bei „Vorablesen“ darauf aufmerksam geworden wäre...

Einfach weil es kein typischer Psycho-Thriller ist und mich der Klappentext alleine nicht überzeugt hätte...

Aber die Leseprobe hat mich dann doch neugierig gemacht und ich habe mich an die Iain Reid´s Debüt „gewagt“.


Mit 240 Seiten ist dieser Roman wahrlich kein „Schwergewicht“ - und das gilt leider auch für den Inhalt...


Ich habe schon sehr, sehr viele (Psycho)-Thriller gelesen und irgendwie hat man doch bei jedem Buch gewisse Erwartungen/Vorstellungen und ist dann zwangsläufig enttäuscht, wenn diese sich nicht erfüllen. Manchmal hingegen stört einen das auch nicht und das Buch überrascht einen, gefällt einen dann am Ende doch noch. Hier war das jedoch leider nicht der Fall...


Dem Satz „Der Überraschungs-Hit des Kanadiers Iain Reid - subtiler Psycho-Horror für Fans von Stephen King und Hitchcock“ kann ich also leider so gar nicht beipflichten...


Eine Frau (ohne Namen) fährt mit ihrem neuen Freund Jake den klirrend kalten Winter in Kanada.

Sie wird schon länger gestalkt, hat aber Jake nichts davon erzählt.

Gleichzeitig überlegt sie, mit Jake Schluss zu machen...


Ich fand die Geschichte leider weder „stilistisch brillant“ noch „originell“- anfangs war es durch die düstere Stimmung ja noch halbwegs interessant, doch das ließ leider sehr schnell nach,

Durch die geringe Seitenzahl wollte ich aber dennoch am Ball bleiben und dachte, vielleicht wird es ja noch besser bzw. spannender, doch leider wurde es das nicht...


Mehr als zwei Sterne sind hier beim besten Willen nicht drin und die auch nur, weil die Idee an sich ja nicht schlecht war, nur in meinen Augen „schlecht“ umgesetzt...


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