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70 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

psychiatrie, österreich, innsbruck, sanatorium, barbara dribbusch

Schattwald

Barbara Dribbusch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2016
ISBN 9783492307895
Genre: Romane

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

nachkrieg, nachkriegszeit, krimi, dresden

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

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23 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

schweden, hörbuch, random house audio, gefängnis, missbrauch

Verfolgung

David Lagercrantz , Ursel Allenstein , Dietmar Wunder
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 07.09.2017
ISBN 9783837138832
Genre: Krimi und Thriller

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71 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

queen victoria, glasengel, weihnachten, england, london

Winterengel

Corina Bomann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 13.10.2017
ISBN 9783471351611
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich noch nicht in Weihnachtsstimmung bin. Aber leider kann ich mich den vielen 4- und 5-Sterne-Rezensionen nicht ganz anschließen. Natürlich, das Buch von Corina Bomann ist wie immer was fürs Herz und zum Dahinschmelzen. Aber verglichen mit dem wunderschönen Roman „Winterblüte“ aus dem letzten Jahr ist es diesmal für mich leider kein Highlight gewesen.

Zu oft habe ich mich gefragt, wie es denn zu dieser oder jener Handlung kommen kann, ob sowas damals wohl wirklich stattgefunden haben könnte etc. Zuerst schon einmal kam es mir etwas merkwürdig vor, dass eine englische Königin tatsächlich eine deutsche Glasmacherin nach England holen würde um ihr ein wenig Schmuck für den königlichen Weihnachtsbaum abzukaufen. Und dass sie ihr dazu auch noch die gesamte Reise bezahlt. Wäre es nicht viel wahrscheinlicher, dass sie einen ihrer Angestellten nach Deutschland entsendet, der vor Ort einkauft und die Ware der Königin überbringt? Es hätte aus meiner Sicht schon eine handfeste Begründung geben müssen, um plausibel zu machen, warum sie Anna persönlich kennenlernen will. Die hat mir aber gefehlt. Und ist es wirklich so, dass viele englische Adlige, deren Vorfahren aus Deutschland stammen, noch in zweiter oder dritter Generation ein so gutes Deutsch sprechen, dass die Dialoge so wie im Buch geschrieben stattfinden können? Denn es wurde ja auch immer betont, dass sich Lord Sandhurst und viele andere mit Anna auf deutsch unterhielten, weil sie kein Englisch spricht.

Meine Zweifel an der Plausibilität einiger Gegebenheiten oder Vorkommnisse trübten also ein wenig meine Lesefreude. Auch wenn das Buch natürlich, wie von Frau Bomann gewohnt, eine charmante und gemütliche Geschichte für die kalte Jahreszeit bereithält, die sich flüssig lesen lässt und dunkle Gedanken vertreibt.

Mein Tipp: für gemütliche Stunden am Kamin bei einer Tasse Tee gut geeignet. Logikfragen sollten aber, sobald sie sich im Kopf formen, einfach ausgeblendet werden. Dann klappt’s auch mit dem Lesegenuss :-)

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Tags: england;, glasmacher, queen victoria, weihnachtsschmuck   (4)
 

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familientragödie, autor: michel bussi, korsika, buch: fremde tochte, bussi

Fremde Tochter

Michel Bussi , Barbara Reitz , Eliane Hagedorn
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.09.2017
ISBN 9783352009013
Genre: Romane

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107 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

thriller, schweden, band 2, kristina ohlsson, kristinaohlsson

Bruderlüge

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Limes, 13.06.2017
ISBN 9783809026679
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem ersten Teil („Schwesterherz“) war ich noch recht euphorisch und hab gespannt auf den zweiten Band und damit Abschluss dieser Reihe gewartet. Jetzt ist meine Euphorie einer gewissen Unzufriedenheit gewichen.

Nicht, weil das Buch nicht spannend gewesen wäre – nein, daran lag es überhaupt nicht, ich habe bis zum Schluss mitgefiebert. Aber die Auflösung dieses riesigen Berges an Verstrickungen, mafiaähnlichen Strukturen und ominösen Beziehungen wirkte auf mich sehr konstruiert und unnatürlich. Eben genau so, als hätte sich vorher jemand hingesetzt und einen komplizierten Plot entworfen, der möglichst viele Twists enthält. Wirklich lebensnah war davon aus meiner Sicht leider kaum was. Nun kann ich das aber hier nicht weiter ausbreiten, denn ich will potentiellen Lesern nicht zu viel verraten. Wer Fragen hat kann mir gern eine Mail schreiben ;)

Am Schreibstil der Autorin gibt es nach wie vor nix zu meckern. Die Story war mitreißend erzählt und das Tempo rasant – definitiv ein Buch, über dem man „drüberbleibt“.

Die Figur des Martin Benner hat mich allerdings nicht mehr ganz so überzeugt wie im ersten Teil. Da war noch viel mehr von dem rotzfrechen Anwalt zwischen den Zeilen zu lesen. Hier im zweiten Teil gings dann ans Eingemachte und Benner wurde vorsichtiger, reflektierter, ängstlicher. Vom Verlauf der Story her verständlich und logisch, fürs Lesevergnügen ein wenig schade.

Ich weiß nun auch nicht so recht – soll ich die Benner-Bücher weiterempfehlen oder nicht? Wer rasante Thriller mit außergewöhnlichen Ideen mag und sich an der Lebensnähe eines Kriminalfalls nicht hochzieht, findet die Romane bestimmt super. Wem es wichtig ist, dass die Handlung lebensnah und nachvollziehbar ist, wird wohl – ähnlich wie ich - nicht  so zufrieden sein (insbesondere mit Band 2).

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ballett, london, familie, neuanfang, hochzeitsplanerin

Ein Stück vom Winterglück

Abby Clements , Sabine Schilasky , Anke Pregler
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 09.10.2017
ISBN 9783956497735
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wenn man sich nicht dran stört, dass das Buch trotz seines Titels kein Winterbuch ist, kann man damit wunderschöne, entspannte Lesestunden genießen.

Wie immer hat Abby Clements eine sehr sympathische Hauptfigur geschaffen, mit der man gern durch dick und dünn geht. Oder, wie in diesem Fall, durch ein turbulentes Jahr voller Veränderungen. Hazel heißt die Protagonistin dieses Buches und sie muss sich, als ihre Zwillingsschwester aus der gemeinsamen gemütlichen Wohnung in London auszieht, plötzlich allein durchs Leben schlagen. Oder alternativ nach einer neuen Mitbewohnerin suchen. Schon das ist für Hazel, die bisher alle Lebenslagen mit ihrer Schwester durchlebt hat, eine grauenhafte Vorstellung. Als ihr dann auch noch die versprochene Beförderung durch die Lappen geht, beschließt sie alles auf eine Karte zu setzen und zu kündigen.

Wie sich Hazel ihren Weg in die Zukunft bahnt, ist reizend erzählt und lässt den Leser mit einem wohligen Gefühl zurück. Die kleinen Irrungen und Wirrungen der Herzen kommen natürlich auch nicht zu kurz – wie es sich für einen solchen Wohlfühlroman gehört. Das rundet die Geschichte ab, war aber gar nicht unbedingt das Hauptthema des Buches. Das war auch mal schön, denn oft geht es ja mehrere hundert Seiten lang nur darum, wie zwei Menschen zueinander finden. Hier bildeten die verschiedenen Themen gemeinsam eine Einheit und im Vordergrund stand immer Hazels Weg…ob nun mit oder ohne Mann an ihrer Seite. Auch das, nämlich dass sie ihr Leben unabhängig von der großen Liebe mit Zufriedenheit und Stolz leben wollte, hat mich für Hazel eingenommen.

Nun noch zum kleinen Kritikpunkt, der aber nicht der Autorin anzulasten ist: Der Titel und das Cover ordnen den Roman sofort in die Ecke der Weihnachtsbücher ein. Ich fürchte, kaum jemand wird (ohne nähere Informationen dazu zu haben) außerhalb der „gemütlichen Saison“ zu diesem Buch greifen. Dabei handelt es sich eigentlich nicht um ein Winterbuch. Die Geschichte startet im Frühjahr und zieht sich durch das gesamte Jahr. Lediglich das Finale spielt dann in der Weihnachtszeit. Ich persönlich finde es etwas schade, dass das Buch durch die Vermarktungsstrategie den „Weihnachtsstempel“ aufgedrückt bekommt, denn es ist einfach nur ein bezaubernder Roman – und passend für jede Jahreszeit. Also kann ich nur appellieren: wann immer Sie diese Rezension lesen, es ist Zeit für dieses Buch. Und zwar genau jetzt. :-)

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Tags: backen, ballett, hochzeitsplanerin, london   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

DuMont Reise-Taschenbuch Reiseführer Südtirol

Reinhard Kuntzke , Christiane Hauch
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei DuMont Reiseverlag, 02.12.2014
ISBN 9783770174522
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ausgestattet mit drei Reiseführern verlebten wir Ende September (zu empfehlen wegen der Apfelernte und den optimalen Wandertemperaturen) einen tollen Urlaub in Südtirol. Da wir die Gegend noch gar nicht kannten, hatten wir lieber etwas mehr Informationsmaterial im Gepäck. Wie sich herausstellte, haben die Reiseführer sich sehr gut ergänzt :-)

Im Vergleich zu den Überblicks-Reiseführern wie MarcoPolo oder BaedekerSmart enthält dieses Reisetaschenbuch umfassendere Informationen über die einzelnen Ausflugsziele. Auch Land und Leuten sowie der Geschichte Südtirols werden fast 40 Seiten gewidmet, so dass man gut informiert in den Urlaub startet.

Da das Buch nicht mit farbigen Markierungen am Seitenrand ausgestattet ist (wie das z. B. im BaedekerSmart der Fall ist), findet man sich nicht ganz so leicht zurecht, wenn man Infos zu einer bestimmten Region sucht. Sucht man ein bestimmtes Stichwort, empfiehlt sich immer die Suche über das Register am Ende des Buches. Dieses ist sehr umfassend und man findet sich damit sehr gut zurecht. Ich habe das Reisetaschenbuch eigentlich immer dann zur Hand genommen, wenn ich in den „kleinen“ Reiseführern nur spärliche oder keine Infos zu einem bestimmten Stichwort gefunden habe. Und im Reisehandbuch wurde ich dann meist fündig.

Vom Format her ist das Buch handlich, aber die straffe Bindung machte das Aufschlagen (und vor allem Offenhalten) der Seiten anfangs etwas schwierig. Später ging es besser, aber die Knicke im Buchrücken waren unvermeidlich.

Dass eine herausnehmbare Regionskarte mitgeliefert wird, ist sicherlich heutzutage Standard. Sie ließ sich bestens verwenden, ist reißfest und sah auch nach einer Woche nicht abgenutzt aus.

Insgesamt ein reichhaltiger Reiseführer mit vielen Details, aber er könnte aus meiner Sicht etwas übersichtlicher aufgemacht sein.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

reiseführer südtirol, dolomiten, sachbuch reise & abenteuer

Baedeker SMART Reiseführer Südtirol

Robert Asam , Ulf Hausmanns
Spiralbindung: 216 Seiten
Erschienen bei MAIRDUMONT, 19.10.2016
ISBN 9783829733533
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das große Plus: Handlichkeit & Verarbeitung

Das große Minus: nicht gefunden…

Ende September 2017 entdeckten wir mit Hilfe des BaedekerSmart die Region um Bruneck im Pustertal, d.h. das östliche Südtirol. Wie alle Reiseführer von Südtirol enthält auch dieser neben Pustertal, Dolomiten und Eisacktal im Osten natürlich auch den westlichen Teil, also auch Vinschgau sowie die Umgebung von Meran und die Gegend südlich von Bozen. Eins kann ich schon mal sagen: in einer Woche Urlaub kann man nur einen Bruchteil der Gegend erleben und so wird das Buch definitiv noch einmal zum Einsatz kommen, wenn wir das nächste Mal im westlichen Teil unterwegs sind ;-)

Jetzt zum Reiseführer an sich: ich war besonders begeistert von seiner flexiblen Spiralbindung. So bleibt die gewünschte Seite immer offen und es entstehen keine Knicke usw. Auch das Papier ist glatt und hochwertig, es scheint ziemlich reißfest zu sein. Dank der Spiralbindung sieht das Buch auch nach einer Woche täglichem Gebrauch noch aus wie neu.

Das Buch ist nach Regionen unterteilt und bietet für jede Region Überblickswissen, Ausflugsziele und Übernachtungs- sowie Restaurantempfehlungen. Adressen, Öffnungszeiten und Webseiten sind übersichtlich dargestellt. Besondere Tipps sind jeweils unten in einem Kästchen angegeben. Auch Routenvorschläge für Tagestouren fehlen nicht. Ergänzt wird das Ganze von praktischen Tipps (Notfallnummern, beste Reisezeit,Veranstaltungskalender, etc.), einem Reiseatlas auf den letzten Seiten sowie einer herausnehmbaren Karte der Region. Trotz Navi hätte ich darauf nicht verzichten wollen J

Einziges kleines Manko: für tiefergehende Informationen zu einzelnen Reisezielen habe ich dann doch öfters mal das Internet bzw. den zweiten mitgenommenen Reiseführer bemühen müssen. Wenn man aber kurz und prägnant die wichtigsten Sachen im Überblick haben möchte, ist der BaedekerSmart aus meiner Sicht unschlagbar. Beim nächsten Reiseziel ist daher mit Sicherheit auch wieder ein Smart-Reiseführer an Bord.

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Tags: dolomiten, reiseführer südtirol   (2)
 

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159 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 89 Rezensionen

schwarzwald, adenauer, israel, bühlerhöhe, konrad adenauer

Bühlerhöhe

Brigitte Glaser
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783471351260
Genre: Romane

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134 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

kaffee, historischer roman, abenteuer, diebstahl, 17. jahrhundert

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Hä? Beetlefucky? Ich war total irritiert, als Hauptfigur Obediah Chalon (seines Zeichens Fälscher, Betrüger und sogenannter Virtuoso) diesen Ortsnamen das erste Mal in den Mund nahm. Moment mal. Ein englischer Ortsname in Arabien? Und dann noch so einer? Da kann was nicht stimmen. Ein paar Zeilen später war die Verwirrung aufgeklärt. Denn Obediah meinte natürlich Beit al-Fakih, wo er gedachte, Kaffeepflanzen zu entwenden. Ah ja. Ich musste schmunzeln und an dieser kleinen Anekdote merkt man, was dieses Buch auszeichnet: der Humor, der – nicht zu oft, aber umso treffsicherer – zwischen den ansonsten recht abenteuerlichen Zeilen aufblitzt.


Für dieses Buch sollte man sich etwas mehr Zeit einplanen, denn die vielen Verstrickungen der spionierenden Mächte und damit auch die zahlreichen Personen, noch dazu gewandet in eine Sprache irgendwo zwischen 17. und 21. Jahrhundert, wollen erstmal (ein-)geordnet sein. Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit dem Buch. Ich kannte ein Buch von Hillenbrand aus seiner Luxemburger Krimi-Reihe um den Koch Xafier Kieffer und hatte daher nicht unbedingt diese Sprache erwartet, die unheimlich viele historische Begriffe enthält (die ich zum Teil auch erstmal nachschlagen musste). Ein Hoch auf das Glossar am Ende des Romans, dort wurden zumindest die meisten der mir unbekannten Worte und Namen erklärt. Aber am Anfang macht das Hin- und Herblättern das Lesen doch ein bisschen schwer.


Als ich mich dann aber in das Buch eingefunden hatte, wurde die Geschichte immer fesselnder. Obediah ist ein sympathisches Schlitzohr und seine Kumpanen auf der „Kaffeefahrt“ gen Mocha und Beit al-Fakih habebn alle etwas Besonderes. Man weiß zwischendurch nicht mehr, wem man trauen kann und wem nicht – das macht die Lektüre besonders spannend. Leider war der eigentliche Kaffeeraub dann nicht viel mehr als eine kurze Episode, während die gesamte Unternehmung drum herum sehr ausführlich dargestellt wird.


Das Buch gibt einen Einblick in die historische Entwicklung der Wirtschaft, da werden Bankgeschäfte genauso thematisiert wie die Ränke zwischen den „Großkopferten“ – ein Schelm, wer diese Gedanken in die Gegenwart transferiert. Denn viel geändert hat sich offenbar nicht, auch wenn heutzutage weniger Blut dabei fließt.


Ich empfand das Buch als ungewöhnlichen historischen Roman, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das nur an der Sprache oder auch dem eher unkonventionellen Thema  und der Entwicklung der Handlung liegt. Es ist definitiv lesenswert – aber man sollte sich dabei etwas Zeit lassen. Vielleicht mit einer schönen heißen Tasse Kaffee. :-)

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Tags: abenteuerroman, arabien, kaffee, ludwig xiv., mocha, naturphilosophie, spionage   (7)
 

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 37 Rezensionen

usedom, rosen, neuanfang, ostsee, liebe

Ein Sommer im Rosenhaus

Nele Jacobsen
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.02.2017
ISBN 9783746632629
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rosenduft und Neuanfänge...

Ein entspannter Schmöker ist dieser leichte Unterhaltungsroman von Nele Jacobsen. Wie gemacht für Urlaubstage - bei mir war es Südtirol und Rosen blühten dort auch noch :-) Aber auch zuhause auf dem Balkon oder zum Wegträumen bei schlechtem Wetter ist das Buch gut geeignet.

Aufgefallen ist mir vor allem, wieviel Detailwissen über Rosenzucht die Autorin besitzt bzw. sich aneignen musste, um glaubwürdig über das Rosenhaus und die vielen alten Rosensorten schreiben zu können. Dass die stacheligen Gesellen mitunter einer besonderen Pflege bedürfen, war mir bewusst, aber dass es so viele Details gibt, auf die man achten muss… darüber habe ich gestaunt. Und somit auch wieder was gelernt :-)

Die Handlung des Buches war – wie oftmals bei Unterhaltungsromanen – ein wenig vorhersehbar. Dass sich Hausbesitzerin Sandra und ihrem Angestellten Julian zunächst argwöhnisch beschnuppern um dann ihre tiefe Sympathie füreinander zu entdecken, war natürlich von Anfang an klar. Aber die Personen sind sympathisch und das Setting sehr idyllisch, und damit kann der Roman natürlich punkten. Wenn man das Buch zur Entspannung lesen möchte, ist es ja gerade richtig, wenn die Geschichte locker und leicht erzählt ist und man nicht zu viele Personen irgendwohin „ordnen“ muss. Gemessen am Zweck dieser Art von Literatur ist das Buch also durchaus zu empfehlen, weil es gut unterhält und eine verträumte Geschichte erzählt.

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Tags: rosenzucht, usedom   (2)
 

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

vietnam, hanoi, frankreich, unabhängigkeitsbestrebungen, jefferies

Die Tochter des Seidenhändlers

Dinah Jefferies , Angela Koonen
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.06.2017
ISBN 9783785725917
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Blick auf ein wenig bekanntes Kapitel in der Geschichte von Vietnam

„Die Tochter des Seidenhändlers“ erzählt die Geschichte der jungen Nicole, deren Vater ein französische Seidenhändler in Hanoi ist und deren vietnamesische Mutter im Kindbett starb. Als Mischling schlägt Nicole, die sich in ihrer Kindheit mehr als Französin denn als Vietnamesin fühlte, nicht immer nur Wohlwollen entgegen. Im Vietnam der 50er Jahre regt sich erbitterter Widerstand gegen die französische Regierung und die Vietminh organisieren sich im Untergrund, um ihr Land von der Fremdregierung zu befreien. Nicole gerät als junge Frau, die sich zunächst nirgends richtig zugehörig fühlt, mitten hinein in diese Situation und muss letztlich selbst um ihr Leben fürchten.

Das Buch beginnt eher leicht als historische Familiengeschichte vor einem exotischen Hintergrund. Schon bald nimmt aber besonders die politische Situation viel Raum ein und überschattet Nicoles Leben und das ihrer Familie und Freunde. Beim Lesen habe ich viel gelernt über die Zustände im damaligen Vietnam und insbesondere die politische und wirtschaftliche Situation scheint sehr gut recherchiert zu sein. Die Geschichte spielt zwischen 1950 und 1954.

Da Nicole eine sympathische Hauptfigur ist, geht man gern mit ihr durch diese schwierigen Zeiten und leidet mit ihr. Auch der Charakter von Nicoles Schwester Sylvie ist gut angelegt. Ein wenig hochnäsig, egoistisch, irgendwie undurchschaubar und plötzlich auch wieder sehr familienbewusst – ich hatte unweigerlich das Bild von Mary aus Downton Abbey vor Augen. Sylvie ist ein guter Gegenpart zu Nicole und durch die ungleichen Schwestern entsteht auch einiges an Spannung.

Ich habe diese Geschichte genossen und mich gefreut, dass sie den Blick auf eine wenig beleuchtete Zeitspanne in der Geschichte Vietnams richtet. So hatte ich nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch ein wenig Wissenserweiterung durch dieses Buch.

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Tags: frankreich, hanoi, politik, vietminh, vietnam   (5)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sternerestaurant, london, hörbuch, verena lugert, warenkunde

Die Irren mit dem Messer

Verena Lugert , Beate Rysopp
Audio CD: 1 Seiten
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 30.03.2017
ISBN 9783869742861
Genre: Biografien

Rezension:  
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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

garten, familiengeheimnis, geheimnisvoller garten, schicksal, toskana

Die Oleanderschwestern

Cristina Caboni , Ingrid Ickler , Nicole Engeln
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 21.08.2017
ISBN 9783837139792
Genre: Romane

Rezension:  
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36 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

schweden, band 2, krimi, molly blom, lappland

Sechs mal zwei

Arne Dahl , Kerstin Schöps
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2017
ISBN 9783492058117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Atemlose Jagd durchs winterliche Schweden – hier ist Mitdenken angesagt!

Puh, diesmal hat Arne Dahl mich fast kleingekriegt. Ich musste meine Gedanken ganz schön zusammennehmen, um in diesem Wirrwarr (richtige und falsche Fährten, Identitäten, Motiven…) nicht den Faden zu verlieren. Gleich zu Anfang lockte mich Herr Dahl auf die komplett falsche Spur, und während ich noch überlegte, wie es dazu kommen konnte, dass Hauptfigur Sam Berger vollgepumpt mit Beruhigungsmitteln versucht aus einer psychiatrischen Klinik zu fliehen, hatte ich schon fast die nächste wichtige Begebenheit verpasst / überlesen.

Dahl fordert seine Leser wirklich sehr mit diesem hochkomplexen Thriller. Nach dem ersten Band hatte ich noch geschrieben „was auch immer er für Zeug genommen hat, bevor er diesen Roman (Sieben minus eins) schrieb – ich will, dass er sich Nachschub besorgt und sofort den zweiten Roman schreibt!“. Nun, das hat er getan, aber anfangs hatte ich die Befürchtung, er hat zu viel von dem „Zeug“ erwischt… es war doch schon sehr verwirrend, was da auf den ersten 100 Seiten passierte.

Dennoch schafft Dahl es auch diesmal wieder, dass man sich auf die Story einlässt und sie entwickelt sich dann auch zu einem hochspannenden Psychogramm eines Serienmörders und seiner Beweggründe. Molly Blom bleibt weiterhin eine undurchschaubare Frau, die offenbar noch viele Geheimnisse verbirgt und auch Sam scheint sie weniger zu kennen, als er dachte. Deer ist und bleibt die „gute Seele“ der Romane. Bodenständig, ehrgeizig, treusorgende Mutter mit schlechtem Gewissen ob ihres Jobs, der viel Zeit und Nerven erfordert. Eine Figur, bei der man mal kurz durchatmen kann, denn wenigstens eine scheint hier tatsächlich das zu sein, was man von ihr glaubt.

Auch dieser zweite Roman endet mit einem Cliffhanger und es wird deutlich, dass Teil 3 bereits geplant sein dürfte. Und obwohl das Buch mich teilweise verwirrt und auch teilweise überfordert hat – ich freue mich schon auf den dritten Band :-)

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Tags: säpo, schweden, serienmörder, winter   (4)
 

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

frankreich, spannung, thriller, psychologe, michel bussi

Das verlorene Kind

Michel Bussi , Barbara Reitz , Eliane Hagedorn
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 15.08.2016
ISBN 9783352008863
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei Handlungsstränge, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben… der routinierte Thriller-Leser vermutet jedoch sofort, dass die beiden Fälle, mit denen Polizistin Marianne Augresse sich konfrontiert sieht, irgendwie miteinander in Zusammenhang stehen müssen. So ist es dann auch und das nahm dem Roman ein bisschen den Wind aus den Segeln.

Wenn ich auch zugeben muss, dass die Konstruktion des Buches (mal wieder) sehr gekonnt ist. Michel Bussi ist einer der wenigen französischen Autoren, die mich immer wieder fesseln können mit ihren Geschichten – auch wenn „Das verlorene Kind“ aus meiner Sicht nicht ganz an „Die Frau mit dem roten Schal“ heranreicht, das ich von ihm ebenfalls gelesen habe.

Die eigentliche Hauptfigur der Geschichte, der kleine Malone, hat mich leider nicht ganz „abholen“ können. Ich spürte wenig Verbundenheit zu ihm, trotz der offensichtlich traumatisierenden Erlebnisse, die der kleine Junge zu verarbeiten versuchte. Dafür wird mir sein ganz besonderes Kuscheltier Gouti (die Plüschversion eines Aguti, eines rattenähnlichen Nagetiers) ganz sicher im Gedächtnis bleiben. Nicht nur wegen seines besonderen Innenlebens (das war im Übrigen wirklich eine faszinierende Idee des Autors!).

Interessant ist auch der Einblick in die Gedankenwelt des Fünfjährigen – auch wenn ich sagen muss, dass mir manches davon ein wenig zu komplex für sein Alter erschien. Ich hab mich mitunter gefragt, ob ein Kind in dem Alter wirklich so etwas/ so weit denken würde.

Alles in allem aber ein Roman, der mich bei der Stange hielt und den ich gern gelesen habe. Aber im direkten Vergleich eben nicht ganz so gut wie mein erstgelesenes Buch von Bussi. Trotzdem empfehlenswert für Thriller-Leser, die ungewöhnliche und wendungsreiche Plots lieben.

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Tags: frankreich, frühkindliche entwicklung, gedächtnis, kind, psychologe, thriller   (6)
 

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71 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, berlin, ddr, russland, stasi

Stimme der Toten

Elisabeth Herrmann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 14.08.2017
ISBN 9783442313914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch hat bei mir zunächst falsche Erwartungen geweckt. Da der Job von Judith Kepler, der Hauptperson dieses Romans, im Klappentext so in den Mittelpunkt gestellt wurde, habe ich einen Kriminalroman erwartet. Und zwar einen, bei dem die Tatortreinigung ausschlaggebende Hinweise bringt und die Tatortreinigerin quasi zur Ermittlerin wird. Das indiziert auch der Titel, denn als „Stimme der Toten“ vermutete ich, dass Judith nicht eher ruht, bis sie den wahren Mörder gefunden hat. Dem ist aber nicht so. Zwar entdeckt Judith bei der Tatortreinigung tatsächlich eine bisher übersehene Spur.  Aber dann entwickelt sich alles ganz anders, als ich mir das vorgestellt hatte:

Statt zur Ermittlerin zu werden, versucht Judith eher, bloß nicht aufzufallen und der Polizei aus dem Weg zu gehen. Ihre „Ermittlungen“ sind mit der Meldung der Spur am Tatort schon erschöpft und was dann kommt, ist ein undurchschaubarer und komplexer Agententhriller rund um die Ex-DDR und den Kalten Krieg. Die ehemaligen und noch aktiven Spitzel der Großmächte geben sich ein Stelldichein und Judith steckt auch hier unfreiwillig mittendrin. In einer Nebenhandlung wird auch Rechtsextremismus thematisiert – diese Szenen haben mich am meisten gefesselt. Aus meiner Sicht wäre das schon genug Stoff für einen (ausschließlichen) Kriminalroman gewesen.

Wäre das Buch entsprechend angekündigt gewesen, hätte ich mich darauf eingestellt einen Agententhriller zu lesen und meine Erwartungen wären andere gewesen. Denn als solcher ist das Buch gut geschrieben, mit vielen Wendungen, falschen Fährten und unergründlichen Figuren. Dann hätte ich wahrscheinlich 4 Sterne vergeben. Aber als Kriminalroman und mit diesem Titel & Klappentext führt er den Leser leider auf eine falsche Fährte. Der eine oder andere wird – wie ich – ein wenig enttäuscht sein, dass er eine Gans gekauft hat und eine Ente drin steckt. Aber wer auf vielschichtige Thriller mit Irrungen & Wirrungen steht, der könnte mit „Stimme der Toten“ einen Volltreffer landen.

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Tags: agent, ddr, kalter krieg, rechtsextremismus, russland, spion, stasi   (7)
 

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(69)

129 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

hamburg, liebe, rosen, hausboot, aura

Wildrosensommer

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426518458
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wildrosensommer ist ein Roman für entspannte Lesestunden. Die Geschichte ist warmherzig erzählt und die Figuren sind sympathisch. Ich mochte vor allem die beiden Töchter der Protagonistin Aurelia, Louisa (15) und Molly (11). Sie sind in ihren spezifischen Altersklassen sehr schön dargestellt. Wie Louisa mit Liebeskummer kämpft und Mollys Welt sich nur um Pferde dreht ist zwar ein bisschen klischeehaft, aber so liebenswert erzählt, dass ich darüber hinwegsehen konnte.

Auch Coco, Aurelias beste Freundin, ist sehr nett dargestellt – ein Wirbelwind voller Lebensfreude, aber immer zur Stelle wenn man sie braucht, wer wünscht sich nicht eine solche Freundin?

Die Geschichte selbst um Aurelias Neuanfang im Norden (ein Umzug von München nach Hamburg bildet den Rahmen für die Story) fand ich zwar nicht ausgefallen, aber die Details ließen sie doch besonders werden. Da ist zum einen das Hausboot, das Aurelia mit ihren Töchtern bezieht. Und zum anderen das Rätsel um ihren seit 2 Jahren verschwundenen Lebensgefährten Nic, der an einer Depression erkrankt war. Aurelia weiß nicht, ob er noch lebt oder sich vielleicht doch das Leben genommen hat. Im Laufe der Geschichte findet sie es jedoch heraus. Eine zarte Liebesgeschichte zwischen Rosenstöcken rundet das Buch ab.

Etwas hin- und hergerissen war ich von Aurelias „Gabe“, die Aura eines Menschen sehen zu können (als Lichtschein um den Körper herum). Das erschien mir irgendwie etwas sehr suspekt und auch die eingeflochtene Geistergeschichte war eine Nebenhandlung, auf die ich mich nicht so ganz einlassen konnte. Zum Glück dominierte das den Roman nicht und so hatte ich trotzdem ein wunderbar entspanntes Leseerlebnis. Daher auch 4 Sterne für dieses charmante Buch.

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Tags: hamburg, münchen, pferdemädchen, rosen, teenager, vier- und marschlande   (6)
 

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sylt, krimi, einbrüche, geheime ermittlung, sylt;

Böse Leute

Dora Heldt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 07.04.2017
ISBN 9783423216777
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von „Böse Leute“ hatte ich mir irgendwie mehr versprochen. Die Romane von Dora Heldt sind ja mittlerweile einem sehr breiten Publikum bekannt und ich hatte mich darauf gefreut, endlich auch mal einen davon zu lesen. Da ich passionierte Krimileserin bin, erschien mir dieser Roman am besten, um „einzusteigen“.

Aber leider war ich etwas enttäuscht von der ermittelnden Rentnerclique rund um den ehemaligen Revierleiter Karl. Der Fall selbst war ziemlich vorhersehbar, leider hatte ich schon nach kurzer Zeit einen Verdacht, warum die Einbrüche begangen werden – und genau das bestätigte sich dann auch nach etwas langatmigen 440 Seiten. Ganz ehrlich – ich fand die Handlung schon sehr auseinandergezogen, man hätte viel straffen können, vielleicht wäre dann auch mehr Spannung aufgekommen. So dümpelte ich zwischen Kaffee, Eierlikör und den (zum Teil durchaus liebenswerten) Schrullen der älteren Herrschaften herum und nur Maren, die Tochter eines der Rentner und selbst Polizistin, ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Lag vielleicht auch am Generationenunterschied – denn Maren und ich sind etwa gleichaltrig, während die Hauptfiguren eben doch einer ganz anderen Generation angehören.

Besonders Karl war mir überhaupt nicht sympathisch. Mit seiner herben, manchmal herrischen, Art ging er mir mitunter ganz schön auf den Zeiger und ein klein wenig konnte ich sogar den neuen Revierleiter verstehen, der ihm gehörig die Leviten gelesen hat, als er sich permanent in den Fall „einmsichte“. Auch wenn der Revierleiter natürlich als solcher Stinkstiefel dargestellt war, dass er ebenfalls keine Sympathiepunkte sammeln konnte. Alles in allem ganz schön eindimensional, die Figuren…

Ich weiß nicht, es war einfach nicht so recht meins und mehr als (mit Augenzudrücken) drei Sterne sind für die ermittelnde Rentnerclique einfach nicht drin. Schade eigentlich. Ob ich den Nachfolger „Wir sind die Guten“ noch lesen werde, steht in den Sternen… im Moment habe ich leider nicht wirklich Lust dazu.

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Tags: hobbydetektive, rüstige rentner, sylt   (3)
 

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mama afrika, leoparden, elefantenherde, flamingos, warzenschweine

Frühstück mit Elefanten

Gesa Neitzel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548377346
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich kann meine Begeisterung für dieses Buch nur schwer in Worte fassen… mir geht irgendwie zuviel durch den Kopf, während ich noch überlege, was in der Rezension erwähnenswert ist und was man weglassen könnte. Nun ja, weglassen kann ich eigentlich nicht viel…

Zunächst mal: Gesa schreibt so mitreißend von ihrem ersten Afrika-Jahr, dass man als Leser das Gefühl hat, mittendrin zu sein. Das Knacken trockener Äste zu hören, die nächtlichen Geräusche des Buschs – oder auch mal Elefantenkacke zu riechen. Es war wirklich ein „Mittendrin, statt nur dabei“-Gefühl und das ließ mich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich war mit allen Sinnen auf Safari und dass dieses Buch das geschafft hat, finde ich toll.

Dazu kommt, dass Gesa sehr offen und authentisch von ihrer Suche nach dem für sie passenden Leben erzählt. Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass die junge Generation von heute vor lauter Möglichkeiten erstmal wie paralysiert dasteht und irgendwie so gar keine Ahnung hat, was das Richtige wäre. Gesa geht es genau so. Sie hat Angst, Fehler zu machen, aber auch Angst, das Leben zu verpassen, für das sie gemacht ist. Ein paar Fehlversuche hat sie schon hinter sich. Deshalb geht sie voller Angst und Zweifel nach Afrika. Mit dem Gefühl, das könnte was werden und mit der Angst, dass sich diese Hoffnung wieder nicht erfüllt und sie dann dasteht – mit 30, ohne wirkliche Ausbildung und ohne eine Idee, wie es weitergeht…

Gesa geht einen Schritt ins Ungewisse und wird belohnt – mit Abenteuern, neuen Freunden, atemberaubenden Erlebnissen ganz nah an der Natur und sogar einer neuen zweiten Heimat. Das zu lesen, ist fesselnd und spannend, manchmal berauschend und ab und zu auch ergreifend. Gesa trifft meiner Meinung nach in diesem Buch genau den richtigen Ton und es wäre absolut entwürdigend, dieses Buch einfach nur als Reisebericht abzustempeln. Es ist viel mehr und könnte für einige junge „Suchende“ auch der Antrieb sein, sich ans Unbekannte zu wagen. Gesas Bericht macht Mut, das zu tun, was einem sein Bauchgefühl sagt – und nicht die Ausbildung mit der besten Vergütung oder das Studium mit den besten Karriereaussichten. Das finde ich bemerkenswert und ich kann diesem wunderbaren Erlebnisbericht keinesfalls weniger als 5 Sterne geben!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wickham Hall - Part One: Hidden Treasures

Cathy Bramley
E-Buch Text: 120 Seiten
Erschienen bei Transworld Digital, 25.06.2015
ISBN 9781473526693
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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die dritte stimme, krimi, blind, verbrechen, schwedenkrimi

Die dritte Stimme

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714094
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vom zweiten Band der Stilton/Rönning-Reihe war ich nicht ganz so überwältigt wie vom Auftakt. Aber es war trotzdem ein Lesegenuss. Man sollte allerdings immer mitdenken und „drüberbleiben“, denn die parallelen Erzählstränge machen das Buch schon sehr vielschichtig. Am Ende fügt sich – wie es bei einem guten Krimi/Thriller sein sollte – vieles zusammen und man bekommt ein Bild des großen Ganzen. Ein paar wenige Sachen bleiben aber offen – wohl um den Übergang zum nächsten Buch zu finden.

Ein wenig verwirrt hat mich über weite Teile des Buches der Titel – denn bis zu den letzten 100 Seiten weiß man eigentlich nicht, wer oder was „Die dritte Stimme“ sein soll. Das offenbart sich erst im Finale des Buches und dann kam auch bei mir die gedankliche Erleuchtung. Trotzdem fand ich den Titel nicht so gut gewählt, weil ich mich zunächst immer wieder gefragt habe, ob ich etwas nicht mitbekommen hab, was den Bezug zum Titel herstellt.

Ich finde Olivia Rönning (bzw. Rivera, wie sie sich in diesem Buch aufgrund ihrer mexikanischen Wurzeln nennt) ist eine sympathische Hauptfigur, die gleichzeitig verletzlich und tough wirken kann. Ihre kriminalistische bzw. polizeiliche Laufbahn will sie ja nicht weiterverfolgen – aber im Laufe dieses Buches wird deutlich, dass es wohl doch ihre Bestimmung ist und man hofft einfach nur, dass sie nicht wirklich den „Fehler“ macht, Kunstgeschichte zu studieren. Schon das ist ein Grund, bald den nächsten Band anzufangen ;-)

Ich bin von dieser Krimireihe jedenfalls auch nach dem zweiten Teil überzeugt und freue mich schon auf die Bände 3 („Die Strömung“) und 4 („Schlaflied“), die ich demnächst lesen werde.

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krimi, papagei, graupapagei, zwangsstörungen, lustig

Gray

Leonie Swann
Fester Einband
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442314430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gaga-uhlalaaa!!!

Nein, ich schreibe diese Rezension nicht nach dem Genuss einer Vielzahl alkoholischer Spezialitäten, wie der Rezensionstitel vermuten lässt. Dies ist ein Originalzitat aus dem Buch, und zwar vom Titelhelden: dem Graupapagei Gray.

Gray ist Haustier und Proband zugleich, denn er lebt bei dem Studenten Elliot in Cambridge, der seine intellektuellen Fähigkeiten trainiert und erforscht. Elliot und Gray haben auch eines gemeinsam: sie wollen gern hoch hinaus. Räumlich gesehen. Gray ist das logischerweise mit Hilfe seiner Flügel möglich, Elliot mit Hilfe von Händen und Füßen: er klettert gern, besonders auf das Dach der Chapel (die allerdings keine kleine Kapelle, sondern eine ausgewachsene Kirche ist). Eines frühen Morgens stürzt Elliot ab und liegt – wie Gray später des öfteren zum Besten gibt – „total zermatscht“ am Boden.

Elliots Tutor, der etwas schräge Fast-Professor Augustus Huff, wird in Folge dieser tragischen Ereignisse plötzlich unfreiwillig zum Detektiv und Papageiensitter. Umstände, die sich nur schwer mit seinen Neurosen, wie z. B. einem Waschzwang, vereinbaren lassen… Aber Augustus und Gray werden schnell zu Partnern und mischen die teilweise hochnäsige Gesellschaft der kleinen, aber feinen Universitätsstadt auf. Gray weiß immer wieder mit seinem Wortschatz zu punkten. „Hey Stinker!“, „Psychologische Probleme!“ oder „Bad Romance!“ sind nur einige seiner oft treffenden Kommentare. Und das Lied von Lady Gaga kann er tatsächlich auswendig, was in meist unpassenden Momenten zu einem lauthals vorgetragenen „Gaga-uhlalaaa!“ führt. Mehr noch als der Kriminalfall selbst haben mich die vielen originellen Einfälle beeindruckt, mit denen Leonie Swann diese Geschichte bestückt hat.

Ich hab mich wirklich köstlich amüsiert mit diesem Buch, an dem ich nichts auszusetzen finde. Es hat einen ungewöhnlichen, aber treffsicheren Humor, eine genauso ungewöhnliche, aber witzige Sprache („Augustus guckte etwas ratlos in den Lampenschirm. Eine Glühbirne guckte ausdruckslos zurück.“) und zwei wirklich herrlich schräge Hauptfiguren. Mal was anderes und absolut zu empfehlen!

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Tags: graupapagei, humor, universität cambridge   (3)
 

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australien, zwei zeitebenen, spannungsroman, romer, anna romer

Am dunklen Fluss

Anna Romer , pociao , Roberto Hollanda
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486267
Genre: Romane

Rezension:

Seit langem mal wieder habe ich einen Roman gelesen, der im weit entfernten Australien spielt. Da ich den Kontinent selbst schon besucht habe, ist es immer ein bisschen so, als könne man mit der Lektüre die Erlebnisse zurückholen.

Es ist eine sehr spannende Geschichte, die Anna Romer hier erzählt und sie spannt den Bogen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Am Anfang hat man den Eindruck, dass die historische Geschichte um Brenna und ihre Vernunftehe mit einem tasmanischen Geschäftsmann nichts zu tun hat mit der Geschichte um Ruby und ihre verlorene Schwester Jamie. Doch natürlich gibt es eine Verbindung, die im Laufe des Buches offenbar wird.

Oftmals ist ja bei solch „zweigeteilten“ Büchern der historische Part der interessantere und die Teile aus der Gegenwart dienen nur dazu, der Haupthandlung einen Rahmen zu geben. Diesmal empfand ich es aber umgekehrt und war am meisten von der „aktuellen“ Geschichte fasziniert. Nicht zuletzt, weil sie eigentlich ein Krimi ist und es darum geht, wie Rubys Schwester als Teenager zu Tode kam. Ruby war dabei, aber aufgrund der traumatischen Erlebnisse ist das gesamte Jahr der Geschehnisse aus ihrem Gedächtnis wie ausradiert. Ganz langsam tastet sie sich bei einem Besuch auf Lyrebird Hill, (dem Anwesen, wo sie ihre Kindheit verbracht hat) wieder heran und die Erinnerungen kehren Stück für Stück wieder…

Zwar konnte mich das Ende nicht überraschen, da ich die Auflösung aus irgendeinem Grund schon geahnt habe, aber es war sehr spannend geschrieben, so dass man wirklich dranbleiben und Seite um Seite mehr erfahren wollte. Für Freude von Familiengeschichten sehr zu empfehlen, aber auch Krimifreunde könnten durchaus ihre Freude an dem Buch haben!

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