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193 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

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Nevernight - Das Spiel

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.04.2018
ISBN 9783596297597
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich gehöre ebenfalls in die Ecke der Nevernight-Begeisterten. Eigentlich schon eher der Nevernight-Fanatiker. Mia hat mich im ersten Teil schon beeindruckt mit ihren genialen Plänen während der Ausbildung.
Jetzt begibt sie sich auf die Jagd nach ihren anderen beiden Zielen: Scaeva und Duomo.


Jay Kristoff schreibt wieder genial. Er ist ein Genie der sarkastischen Fußnoten und der unerwarteten Pointen. Die letzten Kapitel habe ich wie in Trance gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich ihn lieben oder hassen soll dafür, dass er mich so fertig macht.


"Sanguii e Gloria." Mia schüttelte den Kopf. "Den Ruhm kannst du behalten. Ich will nur das Blut."


Natürlich liegt Jay Kristoffs große Stärke in der Handlung und seinem Schreibstil, aber die Charaktere finde ich fast ebenso legendär. Mia, unsere Antiheldin, ist in diesem Buch sehr interessant gestaltet. Wir lernen sie besser kennen, lernen eine völlig neue Seite kennen. Sie findet Freunde und wird langsam weich auf dem Sand der Arena. Über ihre Fähigkeiten als Dunkelinn erfahren wir nach wie vor wenig, es werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen.

Neue Freunde, alte Feinde, Herrscher und Götter. Bei Jay Kristoff kann man niemandem vertrauen.


"Weil ich keine verdammte Heldin bin, Furian. Wenn sie Hilfe brauchen, müssen Sie sich selbst helfen."


Die Götterwelt hat der Autor auch wieder sehr schön ausgebaut, wenn auch nicht so ausführlich wie im ersten Band. Die Atmosphäre hier ist im Gegensatz zum ersten Teil, in dem Mia hauptsächlich im Schatten geschlichen ist, offener und stellenweise habe ich mich an Tribute von Panem erinnert gefühlt.

Kristoff schreibt auch nicht mehr ganz so poetisch, sondern actionreicher, was er auch sehr gut beherrscht. Die Seiten fliegen nur so vorbei und ich erwarte jetzt schon wieder sehnsüchtig den das nächste Buch, was sicherlich auch dem riesigen Cliffhanger am Ende geschuldet ist.


Fazit: Bis zur Hälfte war ich mir nicht sicher, ob dies dieser Teil an den ersten herankommt, aber der Autor hat wieder ein grandioses Finale hingelegt.

Absolute Suchtgefahr!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Schwertläufer: Band II - Die Schlüssel von Ormor

Jan Peter Andres
E-Buch Text: 1.117 Seiten
Erschienen bei null, 13.03.2018
ISBN B07BFXV8RQ
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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83 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Das dunkle Archiv

Genevieve Cogman , André Taggeselle
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.03.2018
ISBN 9783404209033
Genre: Fantasy

Rezension:

...Und wieder liefert Genevieve Cogman und eine spannende Geschichte von Kai und Irene aus der unsichtbaren Bibliothek!


Diesmal geraten die beiden in einen Konflikt zweier Drachen. Diese Anwärter auf einen wichtigen Posten am Hof ihre Königin müssen ein Buch besorgen. Ein Auftrag der ihr Schicksal entscheiden soll - und Irene mischt mit. Das kann nur actionreich, spektakulär und natürlich, wie immer, ziemlich knapp vor dem Weltuntergang enden.


Und genauso war es auch. Ich war sofort in der Handlung drin, denn Genevieve Cogman versteht sich wieder meisterhaft darauf, ihre Leser zu fesseln und in ihre Welt zu entführen. Diesmal erleben wir das alte Amerika mit Western-Charme, Staub und Pistolen. Sie gestaltet ihre Atmosphäre wie immer kunstvoll, aber trotzdem realistisch und logisch.


Sehr gut hat mir in dem Teil gefallen, dass der Hauptfokus auf den Drachen lag, über die wir bis jetzt noch sehr wenig wissen. Man merkt, dass es eine komplett andere Spezies ist als die Elfen mit ihrem oberflächlichen Charme und ihrem Hang zur Selbstdarstellung. Hier sieht man wieder, wie gut die Autorin eigentlich ihr ganzes Worldbuilding durchdacht hat. Ich bin immer noch fasziniert von ihrer Idee, die Drachen und Elfen im Wettstreit gegeneinander darzustellen. Wie kommt man auf so eine Idee, mit so viel Fantasie? 


Trotzdem muss ich sagen, im Vergleich zu den anderen Teilen war "Das Dunkle Archiv" sehr politiklastig und für meinen Geschmack zu sehr auf die Diplomatie und Irenes Redegeschick fokussiert. Das ist natürlich auch immer spannend, besonders, wenn sie in andere Rollen schlüpft und alle hinters Licht führt. Aber ich finde, dass hier etwas mehr Neues ab und zu nicht schlecht gewesen wäre.



Fazit: Irene und Kai sind wieder einmal das Dreamteam der Bibliothek und bekommen eine klare Leseempfehlung von mir!

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71 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

abenteuer, düster, fantasie, fantasy, gilde, gilden, high fantasy, judith & christian vogt, komplexe story, magie, rebellen, verantwortung, zeichen

Die dreizehn Gezeichneten

Judith und Christian Vogt , Christian Vogt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783404208920
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit "Die dreizehn Gezeichneten" liefert das preisgekrönte Autorenehepaar einen weiteren, spannenden Fantasyroman.

Dawyd, ein Mitglied der Gilde der Goldfechter, gerät eines Nachts ungewollt zwischen die Fronten eines besonderen Kampfes: Die Besatzer der Stadt Sygna wollen die magischen Zeichen der Handwerksmeister erlernen - diese jedoch hüten ihre Quelle der Macht. Die Rebellengruppe, in die David gerät, lehnt sich gegen die Macht von Kaiser Julian auf und so erlebt er Dinge, die ihn manchmal fast Kopf und Kragen kosten.
Am Anfang habe ich einige Zeit gebraucht um mich in der Handlung und der Welt der Zeichen zurechtzufinden, weil das Buch sofort spannend losgeht und die Autoren uns erst nach und nach die Welt ihrer Magie erklären.
Als ich jedoch in der Handlung drin war und mich auch mit dem teilweise abschweifenden Schreibstil abgefunden hatte, war ich stellenweise ziemlich an das Buch gefesselt und unglaublich gespannt auf die weiteren Ereignisse.

 " Fechter, die nicht gefochten hatten! Deren Schwerter in den Scheiden, den Truhen und den Rüstkammern geblieben waren, weil die Gilden den Besatzern einfach die Tore geöffnet hatten! Die Reue für jenen schwarzen Tag im vergangenen Jahr schmeckte metallen wie das Blut in seiner Kehle. "

Die Charaktere sind sehr einprägsam gestaltet - ich konnte mir sogar die Namen merken! Dawyd war mir zunächst etwas zunächst zwar unsympathisch dadurch, dass er nicht nachdachte (weswegen er auch zurecht "das Maul" genannt wird), aber daran gewöhnt man sich. Außerdem erleben wir nicht nur ihn, sondern Judith und Christian Vogt zaubern auch noch relativ viele Perspektivwechsel mit in die Geschichte.
Die haben mich allerdings ehrlich gesagt eher verwirrt, weil fast jeder einmal zu Wort kommt , auch wenn die anderen gerade in diesen Handlungsstrang dabei sind.

 " Nun vollendete sie das Verborgene Zeichen, indem sie die letzten Striche mit dem Messer ins Holz grub. Zunächst unmerklich wurde das Licht der Fenster und Laternen in der regenverhangenen Nacht gedämpft, als wickelten sich hauchdünne Seidentücher in immer mehr Lagen darum, bis es schließlich so aussah, als balle sich Nebel um die Lichtquellen. Gleichzeitig wurde es eisig kalt, als die Dunkelheit des verborgenen Zeichens die Brücke eroberte. "


Fazit: Ein spannendes Abenteuer in epischer Atmosphäre, die sich sehr gut auch auf dem Cover widerspiegelt. Die Autoren entführen und mit tollen Ideen in eine düstere Stadt voller Magie und Action!

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autor: stefanie hasse, buch: schicksalsjäger, dilogie, fantasy, götter, griechische mythology, jugendbuch, liebe, love, reihe, romantasy, schicksal, stefaniehasse, stefanie hasse, urban fantasy

Schicksalsjäger - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 12.03.2018
ISBN 9783785585702
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Schicksalsjäger - Ich bin deine Bestimmung" ist der zweite Teil von Stefanie Hasses erfolgreicher Dilogie, in der sie das Familiendrama in der Schicksalssippe zu Ende bringt.

Phoenix, Hayden, Kiera und Cody haben Kairos Plan nun also vereitelt und sind in einen Schritt voraus. Doch sind sie das wirklich oder hat Kiras Vater sie immer noch alle in der Hand?
Jetzt verliert Kiera mit der Schicksalsmünze auch noch den Großteil ihrer Kräfte und sieht sich mit unglaublichen mit neuen Geschöpfen, Göttern und Erkenntnissen konfrontiert.

Stefanie Hasses Worldbuilding finde ich immer noch super, auch wenn es am Schluss etwas Konzentration erfordert, die ganzen Zusammenhänge zwischen den Ereignissen zu erkennen. Kiera mochte ich in dem Teil wieder weniger, weil sie so an Phoenix hängt, jede ihre Entscheidungen sich nur um ihn dreht und sie, vor allem weil ihre Kräfte schwächer werden, immer abhängiger von ihm wird.
Dieses typische Romantasy-Klischee (ja, das bisschen Dreiecksbeziehung zwischen Kiera und Cody taucht auch ansatzweise wieder auf...) ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr einfach zu lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Alles ist ziemlich realistisch beschrieben und es bleiben mir erstaunlich wie einige Fragen offen!

Fazit: Schade, dass es nur eine Dilogie ist, ich wäre sehr gerne noch länger in der Welt geblieben. Vor allem kann die Autorin doch am Ende keinen Cliffhanger einbauen! (und sei er noch so klein! Entweder ein Gutes oder Schlechtes Ende, aber doch keine ganz neue Entwicklung! xD) Aber schaut es euch selbst an. Das Buch bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Fans des ersten Teils!

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das wort, elias vorpahl, fantasy, geschichten, roman, schatz, sinn, sinnsuche, sprache, suche, teeparty, wort, worte, wortschatz, wortspiele

Der Wortschatz

Elias Vorpahl , Julia Marie Stolba
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Buchblatt Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783000571695
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich glaube, zu diesem Buch eine strukturierte Rezension zu schreiben, ist ungefähr so anspruchsvoll, wie einen Traum zusammenzufassen. Ich versuche mal, einfach anzufangen mit dem Cover.
Die Aufmachung des Buches hat mich begeistert seit ich das Titelmotiv zum ersten Mal gesehen habe. Auch beim Lesen war ich hin und weg von der Haptik und den Illustrationen. Jede Seite ist eine neue Überraschung. Man merkt die Mühe, die sich der Autor und seien beiden Designerinnen gegeben gaben - Hut ab!
Genauso zauberhaft und liebevoll ist auch Elias Vorpahls Schreibstil. Man merkt ihm in keinem Wort sein Debüt an, so geschickt beschreibt er die Welt. (Die ich allerdings zugegebenermaßen erst am Ende einigermaßen verstanden habe.) Eigentlich ist es keine unbekannte Welt, er stellt einfach die Sprache anschaulich dar und taucht in paradoxe schriftstellerische Dimensionen ein, die ich noch nie gehört oder gelesen habe und die zum Nachdenken anregen. Eigentlich bin ich dafür, dass das eine Pflichtlektüre für Autoren werden sollte. xD

"Jedes Wort ist das, was es heißt. Ich heiße Denker, also bin ich. Du hast vergessen, wie du heißt, und vergessen, was du bist. So wie ich die Dichterin in meinem Leben gefunden habe, musst du das Ende deiner Geschichte finden. Womöglich wird es ein Ende sein, das du so vorher nicht für möglich gehalten hättest. Finde heraus, zu welcher Wortfamilie du gehörst. Denn ohne Familie und ohne Sinn im Leben bist du nichts."

Fazit: Ein faszinierendes, verrücktes und unglaublich kreatives Buch, in dem es gar nicht so sehr um den eigentlichen Sinn des Wortes geht, sondern viel mehr um die Suche danach in einer Atmosphäre wie aus Tausendundeiner Nacht.
Absolute Empfehlung für einen gemütlichen Kaffeenachmittag, bei der man jede Seite genießen will.

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Dämonengrab

Jörg Benne
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 17.01.2018
ISBN 9783961880386
Genre: Fantasy

Rezension:

Ordo, ein Junge aus einem kleinem Dorf der Welt Nuareth träumt von Abenteuern und einem Leben als Helden. Doch dieses Einstellung hat unser Protagonist nicht lange. Anfangs war er mir noch relativ unsympathisch, zumindest bin ich nicht wirklich mit ihm warm geworden. Er ließ sich zu waghalsigen Dingen hinreißen und verhält sich nicht wirklich erwachsen. Doch im Laufe des Abenteuers lernt er dazu. Letztendlich liefert er sehr beachtliche Entscheidungen und verdient sich wieder meinen Respekt.
Unsere zweite Protagonistin Nilra war mir von Anfang an ziemlich sympathisch. Hinter ihr steckt ebenfalls eine Geschichte, die wir erfahren dürfen. Sie ist sehr angenehm mitzuerleben, entwickelt sich aber nicht so stark wie Ordo, den ich in manchen Situationen am Anfang am liebsten geschüttelt hätte.
Auch die anderen Charaktere fand ich sehr facettenrech beschrieben, obwohl ich mich, wie so oft, mit der Fülle der Namen überfordert gefühlt habe. Auch die Beziehungen unter den Personen entwickelt Jörg Benne mit der Zeit weiter und letztendlich bilden sie ein tolles Team in den Höhlen.
Und irgendwann begannen die Spekulationen: Wer überlebt es und schafft es wieder hinaus aus dem unterirdischen Labyrinth?

Das Buch ist sehr spannungsorientiert und man merkt, dass der Autor lieber auf Handlung, als auf das Worldbuilding setzt. Aber das hat mich persönlich ehrlich gesagt auch nicht gestört und ich habe mich nicht von der Welt verwirren lassen, weil der Großteil des Buches sowieso in dem unterirdischen Tempel spielt.

In Jörg Bennes Schreibstil habe ich mich sehr schnell wohlgefühlt. Er schreibt nicht zu ausschmückend, aber trotzdem bringt er die Atmosphäre gut herüber und baut die Spannung logisch und authentisch auf.


Fazit: Albträume hat mir "Dämonengrab" nicht beschert, aber es war schon nah dran und es gab teilweise sehr spannende Entdeckungen und einige blutige Horror-Szenen.
Zwar kein Roman mit einem unglaublichen Bestseller-Potential, aber nichtsdestotrotz durchaus lesenswert für Fans von Dark-Fantasy.

3,5 Sterne für Dämonengrab!

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100 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Die maskierte Stadt

Genevieve Cogman , Dr. Arno Hoven
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404208883
Genre: Fantasy

Rezension:

Der 2. Teil aus Genevieve Cogmans fantastischen Welten der Bibliothek.


"Kai ist zu seiner Familie zurückgekehrt. Unternehmen Sie keinen Versuch, ihn wiederzusehen. Dies ist die einzige Warnung, die gegeben wird."


Die Handlung des Buches ist eigentlich ziemlich schnell zusammengefasst: Irenes Bibliothekslehrling Kai (ein Drache) wird in eine fremde Welt entführt und sie muss ihn von dort retten, ohne zu wissen, was sie dort zu erwarten hat...


Die Grundidee des Buches ist sehr einfach, aber Genevieve Cogman schafft es, die Spannung über 443 Seiten lang aufrecht zu erhalten, indem sie zum Beispiel immer wieder kurze Zwischenkapitel aus Kais Sicht schreibt.

Doch ich finde nicht die (zugegeben, etwas vorhersehbare) Handlung, sondern das Worldbuilding der Autorin in diesem Buch beeindruckend. Zuvor hatte ich den dritten Teil gelesen und vielleicht fehlt mir etwas Hintergrundwissen, aber trotzdem ist die Grundidee der Parallelwelten und des Gleichgewichts von Ordnung (durch die Drachen) und Chaos (durch die Elfen) verständlich und unglaublich interessant.


"Geschichten entwickelten sich hier mit Leichtigkeit, und sie wäre bloß eine weitere Protagonistin mit einer zu erzählenden Geschichte. Auf der anderen Seite konnte es auch passieren, dass sie in die Menge hineinschlenderte und jemandem begegnete [...], der mit ihr zusammentreffen musste, um seine eigene Geschichte fortsetzen zu können."


In diesem Band erfährt man sehr viel über die Elfen und ihre Weltanschauung, was ich sehr spannend, und gleichzeitig auch etwas verwirrend fand. Ganz klar ist mir zwar immer noch nicht alles, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit der blühenden Fantasie der Autorin stellenweise wohl einfach überfordert war. :D


Diese Fantasie bringt sie auch in ihren Schreibstil und entführt uns Leser in fantastische Szenen mit toller Atmosphäre.


"Und von jenem Tag bis heute beherrscht der Held die Macht des Pferdes, und es galoppiert nach seinem Willen, schneller als tausend Regenbögen. Von Land zu Land reitet er, von den Toren der Erzählung zu den Küsten des Traumes, bis die Welt geändert wird."


Ich habe allerdings das Gefühl, dass durch die wortgewaltige Atmosphäre die Ausarbeitung der Charaktere etwas zu kurz kommt.

Klar, Irene ist unglaublich sympathisch und cool, aber sie ist ein Mittel zum Zweck, entkommt den brenzligsten Situationen unversehrt und entwickelt sich genauso wenig wie die Beziehungen zu ihren Freunden. Einerseits fehlt dadurch natürlich etwas, aber andererseits kann man sich so komplett auf die Handlung und die Atmosphäre konzentrieren.

Ich persönlich finde es gut, weil man zurzeit kaum mehr Fantasyromane ohne Liebesgeschichte (und sei sie nur unwichtig nebenbei..) findet.


Fazit: "Die maskierte Stadt" ist eine Abwechslung zu den typische Fantasygeschichten, in denen die Protagonistin, die keine Ahnung von ihren magischen Kräften hat, die Welt retten muss. Ich finde Irene super sympathisch und werde demnächst auf jeden Fall auch die anderen Teile lesen.

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Schwertläufer

Jan Peter Andres
Fester Einband: 865 Seiten
Erschienen bei Verlag Heinz Späthling, 15.12.2017
ISBN 9783942668347
Genre: Fantasy

Rezension:

Schwertläufer - Die Schlüssel von Ormor beingaltet den zweiten und dritten Teil von Jan Peter Andres großem Schwertläufer-Epos.


Klappentext: Die fantastische Reise der Schwertläufer geht weiter. Nur mit Hilfe der sagenumwobenen Schlüssel von Ormor kann die Sonnengöttin Tirith ihre Macht wiedererlangen. Der erste Schlüssel wurde gefunden, doch der zweite bleibt verschollen. Damit beginnt Teil 2 der Trilogie, in dem ein gnadenloser Kampf um den Besitz des zweiten Schlüssels entbrennt. Der Kampf einer kleinen, starken Gemeinschaft gegen die Kreaturen der Finsternis. Gegen dunkle Herrscher und ihre skrupellosen Vasallen. Gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung in den Verliesen der unterirdischen Zwergenstadt Tinura. Und gegen die Zeit. Denn in der schwarzen Festung Ormor wartet die Lösung eines großen Rätsels. Im dritten Teil der Erzählung gelangen die Gefährten schließlich nach Trintal, der geheimnisumwitterten Grenzbastion des längst vergangenen Reichs der Elme. Wo die Geschichte einen ganz unerwarteten Ausgang nimmt.


Der zweite Band führt unsere Freunde also wieder quer durch den Kontinent. Zunächst auf ihre Jagd nach Khrit, dann zurück nach Ormor, dann wieder nach Hause und letztendlich wieder nach Bahor, um Khor zurückzubringen.

Jan Peter Andres hat sich hier wirklich eine riesige Handlung überlegt und beschreibt diese sehr ausführlich. Ja, man braucht Ausdauer für die 837 Seiten, aber für Fans von kleinen Details lohnt es sich definitiv.
Dieses Buch ist auch im Aufbau einzigartig, es konzentriert sich nicht so stark auf die Handlung wie viele andere, hat den spannendsten Teil in der Mitte und keine, wie die meisten High-Fantasy-Epen, große Schlacht am Ende. Teilweise habe ich mich von den vielen Wegen und der riesigen Welt überfordert gefühlt, aber das Register hinten hilft. Und andererseits waren mir auch die Beschreibungen teilweise zu detailliert, aber das ist persönlicher Geschmack. ;) Auf jeden Fall sollte man das Buch nicht für eine Nachmittag oder ein Wochenende einplanen, sondern etwas Zeit mitbringen.

   >> Nie war die Gefahr für unser Land größer als jetzt Thornland liegt darnieder unter der Knute des schrecklichen Kaurok und Elegien wird nicht verschont bleiben. Wahrscheinlich steht der Feind schon an den Grenzen.  Wir müssen ihn entschlossen entgegentreten. <<

Die Charaktere fand ich, wurden in diesem Teil klarer, vor allem Robin verändert sich im Laufe der Reise, was ihn aber nicht arrogant werden lässt. Auch die anderen lernen wir jetzt noch besser kennen - unsere Jungs finden teilweise Mädchen und wir begegnen auch noch einer neuen Person, Kiera. Ihr könnt auf Sie gespannt sein, sie ist auch auf dem Cover zu sehen, das mich wieder begeistert. Auch der zweite Teil ist sehr hochwertig aufgemacht mit tollen Karten und macht richtig Spaß beim Lesen.

  >> Funkelnd und flimmernd kletterten die ersten grauen Schimmer über den gewaltigen Gebirgsstock des Tivuil und tauchten den schwarzen Himmel darüber in dunkles Blau. Dann sprangen sie über, hinüber zu den Bergriesen im Westen und entzündeten deren Spitzenn wie Dochte wächsener Pyramiden. Erst rötlich dann kristallhell leuchteten die schneebedeckten Gipfel. <<

Jan Peter Andres Schreibstil finde ich immer noch unglaublich sympathisch. Er verfolgt jede Szene genau, was sich manchmal etwas zieht, aber andererseits auch eine tolle Atmosphäre entstehen lässt. Leider (oder zum Glück? xD) ist die Atmosphäre nicht immer sehr episch, wenn es zum Beispiel wieder ums Essen geht, aber zumindest wirkt sie realistisch und man fühlt sich definitiv wohl darin!

Fazit: Es war insgesamt eine wundervolle und spannende Reise durch Laudora, die ich immer wieder machen würde, obwohl man stellenweise wahrscheinlich auf Kosten der Wohlfühl-Atmosphäre auch kürzen hätte können, war ich am Ende traurig, das Buch durch zu haben und Robin & Co. verlassen zu müssen.


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131 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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Herrscherin der tausend Sonnen

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.10.2017
ISBN 9783570164709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Herrscherin der tausend Sonnen" ist das Debüt von Rhoda Belleza und führt uns Leser in eine tolle Science-Fiction-Welt.

Rhiannon ist fast sechzehn und steht somit kurz vor ihrer Krönung zur Kaiserin der gesamten Galaxie. Doch es gibt einige Leute, die das gerne verhindern würden. Sie entgeht nur knapp einem Mordanschlag und und ist gezwungen, unterzutauchen.
Dann gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang um Alyosha, der als Mörder von Rhee gilt. Er ist genau wie sie auf der Flucht und lernt dabei Kara kennen.

Rhoda Belleza füllt die ca. 400 Seiten mit sehr viel Handlung, die in ihren Wendungen zwar nicht besonders überraschend und vorhersehbar ist, aber trotzdem einige spannende Szenen zu bieten hat. Sie lässt beide Handlungsstränge auch größtenteils getrennt. Beim Durchlesen des Klappentexts war ich mir eigentlich fast sicher, dass Aly und Rhee zusammenfinden werden, aber sie sehen sich wirklich nur einmal kurz.

Das Konzept des Mädchens, das kämpfen muss, kennen wir schon. Hier war Rhoda Belleza nicht unbedingt kreativ. Rhee selbst wird mir auch nicht besonders im Gedächtnis bleiben, sie tut zwar stark, aber wenn es darauf ankommt, flieht sie lieber, obwohl sie den Rest der Zeit nur ihre Rache im Kopf hat.

Aly war mir da schon sympathischer. Er handelt aus den richtigen Beweggründen muss sich immer wieder beweisen und bildet mit Kira letztendlich ein super Team.

Fazit: Mir hast das Buch gut gefallen, aber es wird mir wahrscheinlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben, weil das Konzept bekannt ist und vieles bereits da war. Nichtsdestotrotz habe ich mich aber gerne von der Atmosphäre und Rhoda Bellezas tollen Beschreibungen einhüllen lassen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das blutende Land

Klaus N. Frick
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426521069
Genre: Fantasy

Rezension:

"Das blutende Land" ist der erste (und für das Genre überraschenderweise einteilige) epische Dark-Fantasy Roman von Klaus N. Frick.

Im Land Patloren gibt es eine uralte Bergkette, unter der die Magie verborgen liegt wie Blut im menschlichen Körper.
Darum drehen sich alle Handlungsstränge:
Zarg-Nolesa, die Kriegerin, die einen verrückten, aber mächtigen Zauberer dort in den Bergen entdeckt.
Sardev, unsere Hauptperson, die von ebendiesem Zauberer mit einem Wolfsgeist verbunden wird.
Nesh-Tilan der Verwalter des Landes und Befehlshaber der Armee.
Und Shorrn Mekeis, ein einflussreicher Söldner in Nesh-Tilans Armee.
Klaus N. Frick verbindet diese vier Handlungsstränge, die anfangs größtenteils nichts miteinander zu tun haben zu einer großen Schlacht am Ende. Den Weg dorthin hat er allerdings nicht ganz ohne Langen geschafft. Vor allem durch Szenen, die für den Fortgang der Handlung nicht relevant sind, wie beispielsweise die Schifffahrt des Verwalters, zieht es sich teilweise.
Letztendlich ist man jedoch irgendwann in der Geschichte drin und fiebert mit der Handlung mit.

»Wieder ertönte das Heulen in der Ferne, diesmal noch länger als vorher, wie ein Klagelied, das über die Hügel getragen wurde.«


Klaus N. Fricks Schreibstil ist sehr poetisch, sodass man sich am liebsten jeden fünften Satz herausschreiben würde (zumindest ich ;)), jedoch schweift er des Öfteren auch ins Brutale ab.

»Mit einem schmatzenden Geräusch löste sich die Klinge aus dem Toten.«


Ich finde, hier haben Dark-Fantasy-Autoren eine anspruchsvolle Aufgabe, die Balance zu halten, sodass man sich als Leser nicht angeekelt von dem Buch abwendet, aber trotzdem die Atmosphäre auf dem Schlachtfeld realistisch und niveauvoll darstellt. Das gelingt Klaus N. Frick hier allerdings sehr gut trotz mancher brutaler Sätze.

»Schreiende Männer taumelten brennend durch den aufgewirbelten Staub, wohl von den Kräuterhexen mit entzündet.«


Und ich glaube, die häufigsten Wörter in diesem Buch waren mitunter "Blut", "Schweiß", "Söldner" und "Gestank". xD

Wer auf sympathische Charaktere setzt, mit denen man sich identifizieren kann, wird hier wahrscheinlich noch einen Kritikpunkt finden. Sardev ist zwar relativ sympathisch, bei Zarg-Nolesa bin ich immer noch geteilter Meinung. Sie ist zwar einerseits cool und unnahbar, andererseits hat sie aber auch nur ihren eigenen Vorteil im Sinn. Und die restlichen Charaktere wollte ich ab irgendeinem Punkt einfach nur noch an die Wand klatschen, weil sie so unglaublich anstrengend waren mit ihrer verqueren Weltansicht.
Oh, übrigens - an die Namen gewöhnt man sich mit der Zeit ;)
Sehr gelungen fand ich auch Sardevs Beziehung zu dem Wolfsgeist, mit dem er immer wieder um die Vormacht in seinem Körper kämpft. Hier hat der Autor auch mit einem wundervoll epischen Epilog geschrieben. er rundet die Geschichte toll ab.

Das einzige, was mir noch gefehlt hat, war eine Karte zur besseren Übersicht über das Land, das Gebirge und die ganzen Städte und Provinzen.

Fazit: Ab dem Ausbruch der Magie konnte ich das Buch nur noch mit Mühe aus der Hand legen, davor jedoch hätte ich mich gefreut, wenn der Autor schneller zum Punkt käme und schneller die Spannung aufbaut. Aber ich werde Klaus N. Frick trotzdem weiter verfolgen und auf weitere Fantasyromane warten. :)

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649 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 135 Rezensionen

adler, amy harmon, bird and sword, fantasy, gabe, könig, krieg, lark, liebe, magie, romantasy, stumm, tiras, vogel, worte

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

Rezension:

Der erste Teil der Bird & Sword Reihe von Amy Harmon - kann aber auch ganz wunderbar als Einteiler gelesen werden!

Durch einen Fluch ihrer Mutter am Sprechen gehindert, wird Lark von dem König von Jeru, Tiras, als Geisel auf sein Schloss entführt. Was hat Tiras mit ihr vor? Wie lange kann man eine magische Gabe geheim halten, mit dem Wunsch, zu helfen? Und ist dieses neue Leben wirklich so viel schlimmer für Lark?

Meine Meinung:

Lark lebt in einer Welt, in der es magisch Begabte gibt, die verfolgt werden. Hier hätte ich mir mehr Worldbuilding von Amy Harmon gewünscht. Sie hatte eine so gute Idee mit Larks Gabe und ich hätte so gerne noch mehr darüber gewusst.
Überhaupt hätte sie die Zusammenhänge der Handlung noch genauer beleuchten können.
Amy Harmon hat zwar einen unglaublich anschaulichen und lebendigen Schreibstil, bei dem ich die Atmosphäre in meinem Zimmer spüren kann, aber das geht eben teilweise auf Kosten des Inhalts.

»Als ich aufwachte, war die Dunkelheit wieder gekommen. Vielleicht war sie auch gekommen und wieder gegangen und dann wiedergekommen.«

Außerdem bleiben am Schluss relativ viele Verständnislücken und lose Handlungsstränge, und die Auflösung der ganzen Rätsel und Mysterien lassen sich (für treue Fantasyleser ;)) auch größtenteils erahnen.

Die Charaktere fand ich in dem Buch sehr interessant. Lark, die es nicht so wirklich schafft, aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen und Tiras, bei dem ich teilweise nicht wusste, was ich von ihm halten soll.

»Weil ich König bin. Und weil es deine Pflicht ist, mir zu Gefallen zu sein.«

Gleichzeitig bringt er aber auch solche Sätze:
»Ich will, dass du verstehst, und dass du dich nicht alleine fühlst.«,
als er ihr Geheimnisse verrät.
Ihre Beziehung ist auch sehr interessant, weil Lark sich darüber bewusst ist, dass sie ausgenutzt wird, aber trotzdem helfen will.
Man merkt es schon am Schwerpunkt der Geschichte - das eigentliche Genre der Autorin sind die Liebesromane.

Fazit: Im Großen und Ganzen hätte ich mir etwas weniger Beziehungsstress gewünscht, dafür mehr Fantasywelt und Handlung, aber trotzdem hat das Buch (nicht zuletzt wegen dem fast poetischen Schreibstil) Sapß gemacht zu lesen.
Durch meine hohen Erwartungen und den Hype darum komme ich allerdings auf gute 3,5 Sterne :))

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

dystopie, fantasy, liebe, michael peinkofer, piper, spannung, verschiedene welten, weibliche protagonistin

Phönix

Michael Peinkofer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703772
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit "Phönix" startet der Fantasyautor Michael Peinkofer seine neue Trilogie und wagt sich damit ins Genre der Young Adults vor.

Callsista und ihr Freund Lukan leben in einem kleinen Dorf im Wald. Die Geschichte spielt im der Zukunft, in der Maschinen auf Todesstrafe verboten sind, da der Phönix, der Gott, den die Menschen anbeten, sie vor vielen Jahren von der Technik und den Maschinen befreit hat.
Eines Tages landen die Beiden jedoch unversehens im Wald, wo unheimliche Gefahren lauern und stoßen auf ein unglaubliches Geheimnis, das ihre gesamte Weltanschauung zerstören wird.

Meine Meinung: Ich habe mich als 16-jährige Fantasyleserin an dieses Buch gewagt, und muss sagen, für unsere Altersgruppe braucht man guten Willen, die teilweise gestellten Szenen ernst zu nehmen, aber dafür ist das Genre ja eigentlich auch nicht ausgelegt ;)
Jüngeren fällt so etwas sicherlich nicht so stark ins Auge, aber die Protagonistin "Cally" hätte vielleicht 13 oder 14 Jahre alt sein können, um die Altersgruppe passender zu vertreten.

Der Handlungsstrang im Allgemeinen ist sehr klar gehalten, es gibt zwar ein paar Perspektivwechsel, die allerdings eher dem Verständnis dienen als dass sie Verwirrung stiften.
Die Geschichte verläuft also ziemlich glatt, was sie sehr spannend macht.

Außerdem findet der Autor eine gute Balance zwischen der ausführlichen Beschreibung von Szenen und dem Fortgang der Handlung. So spürt man zwar die geheimnisvolle Atmosphäre, fühlt sich aber nicht gelangweilt durch die Beschreibung von jedem Blatt, salopp gesagt. ;)
Und übrigens wird diese Atmosphäre super vom Cover eingefangen! Der düstere Wald, Callista wird aus dem Dickicht heraus beobachtet und schaut in epischer Position auf die Ruinenstadt unter ihr... Gefällt mir sehr gut!

Auch mit dem Worldbuilding hat sich Michael Peinkofer große Mühe gegeben und keine Verständnislücken oder Logikfragen gelassen.

Die Charaktere sind sehr stark und klar gestaltet und zeigen auch nicht übermäßig viele überraschende Facetten, gerade so, dass es für die jüngeren Leser verständlich und übersichtlich bleibt.

Fazit: Ein klar strukturiertes Buch, das kaum Fragen aufwirft, wodurch es besonders für die "Young Adults" empfehlenswert ist.
Es endet mit einem Cliffhanger und zeigt am Ende schon die Anfänge einer Dreiecksbeziehung im nächsten Teil.

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Fliedertraum

Daphne Unruh
E-Buch Text
Erschienen bei Independently Published, 23.08.2017
ISBN B0753NRQW4
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Spin-Off zu Daphne Unruhs Zauber-der-Elemente-Reihe

Der 19-jährigen Laura ist zum Verzweifeln zumute. Aufgewachsen in der magischen Blase von Köln und durch ihre nicht vorhandenen magischen Fähigkeiten dazu verdammt, dort ein ewiges Leben zu führen. Doch plötzlich landet sie unversehens in der realen Welt und fühlt sich volkommen überfordert. Was ist passiert?? Wird sie jemals ihre Familie wiedersehen, jetzt, so auch noch die magische Blase von Köln bedroht ist?

Wieder hat Daphne Unruh ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Diesmal erzählt sie die Geschichte praktisch anders herum als gewohnt. Laura, die noch nie Kontakt mit der realen Welt hatte, findet sicht plötzlich in Köln wieder und ist verständlicherweise vollkommen überfordert damit.
Die Geschichte spinnt sich spannend fort und immer wieder passiert irgendetwas Unerwartetes und ich hatte das Gefühl, ich könnte ewig so dahinlesen und in der Geschichte versinken, ohne dass es sich zieht.
Am Ende bleiben zwar einige Fragen offen, aber vielleicht bekommen wir darauf ja in einem Folgeband Antworten.

Mit Laura habe ich micht sofort verstanden. Sie ist nicht zu naiv und weinerlich, wie man viele Jugendfantasy-Protagonistinnen kennt, und schlägt sich ganz gut durch in der technologischen Welt.
Einzig ihre pessimistische Einstellung zu ihren Fähigkeiten ist mir mit der Zeit etwas zu hoffnungslos. JA, es ist unwahrscheinlich, dass sie jetzt in den letzten Wochen plötzlich die Symptome bekommt, aber nicht unmöglich. Nun ja, ihre Freundinnen bauen sie immer wieder auf und so merkt man es auch fast nicht. ;)

Mit ihrem Schreibstil holt Daphne wieder einmal die wunderbar-zauberhafte Atmosphäre in die Realität und bringt mich dazu, Elemente hanz anders zu sehen, oder darüber nachzudenken, wo in meiner Stadt wohl die Durchtänge wären...
Hach, ich komme mit diesen Büchern ins Träumen! *-*

Fazit: Wieder ein entspannender Abstecher in die magische Welt. Ich finde die Bücher einfach rundherum überzeugend und wünsche mich nach jedem Buch zurück in die Welt!

Von mir auch absolut verdiente fünf Sterne!

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adel, fantasy, flucht, freundschaft, geheimnisse, goldener hof, heirat, historisch, jugendbuch, liebe, neue welt, one, richelle mead, the promise, verrat

The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"The Promise" ist der erste Teil von Richelle Meads neuer Reihe und erzählt die Geschichte von Elizabeth. Die anderen beiden Teile werden übrigens aus der Perspektive ihrer beiden Freundinnen handeln.


Der Inhalt: Elizabeth, die Gräfin von Rutherford, soll verheiratet werden, um ihre Dynastie von den Schulden zu befreien. Blöd nur, dass sie den Herren nicht mag. Deshalb schließt sie sich kurzerhand unerkannt dem goldenen Hof an, wo Mädchen zu Damen ausgebildet und mit Männern in Amerika ... äähm, Adoria verheiratet werden (Ja, hier zeigen sich durchaus Parallelen zu den ersten Siedlern mit all seinem Western-Charme. Erfolgreich den einzigen Fantasy-Aspekt vernichtet, würde ich sagen.)
Nur blöd, dass sie sich hier in einen der Verantwortlichen des goldenen Hofs verliebt. Ab da beginnen ihre größeren Probleme...

Zum Inhalt:
Richelle Mead hatte mit dem goldenen Hof eigentlich eine gute Idee, auch wenn es etwas an Selection erinnert.
Die Umsetzung fand ich anfangs auch gar nicht so übel, aber letztendlich waren es mir zu viele Fäden, die sich nicht wirklich zu einem durchgehenden Handlungsstrang zusammenfügen wollten. So gibt es zum Beispiel ziemlich viele kleinere Probleme, die sich dann aber recht unspektakulär und vorhersehbar auflösen.
Und die Spannungsaufteilung war auch etwas ungleich - zu Anfang zieht sich die Geschichte und hat mich nicht dazu gebracht, (mal wieder) Nächte durchzulesen, aber am Ende passiert fast zu viel auf einmal. Fast so, als wollte Richelle Mead irgendwann einfach nur fertig werden.

»Ich hatte von Aufregung und Abenteuer in Adoria geträumt und dabei außer Acht gelassen, welch ein gefährlicher und unzivilisierter Ort die Neue Welt noch immer war.«

Der Satz spiegelt Elizabeths Charakterzüge als Adelige sehr gut wieder. Anfangs war sie mir noch sympathisch, als die Rebellin, die ihrer Zwangshochzeit entfliegen will, aber mit der Zeit kommt ihr blaues Blut dann doch durch und sie wird arrogant und naiv. Klar, für eine Adelige liegt sie vielleicht noch immer unter dem Durchschnitt, aber als Protagonistin bevorzuge ich dann doch jemanden, mit dem sich die Meisten identifizieren können.
Auch etwas gestört hat mich, dass die anderen Mädchen vom Goldenen Hof keine wirkliche Rolle gespielt haben, obwohl sie fast ein Dreivierteljahr zusammen in einem Haus gelebt haben.

Der Schreibstil des Buches ist unauffällig. Nicht zu viele Ausschmückungen, teilweise hetzt Richelle Mead zwar ein bisschen durch die Ausbildung, aber ansonsten ist er dem Buch angemessen. Ja mit "angemessen" meine ich auch "kitschig".
Es sind eben typische Jugendbuchklischees.
Mit gefällt es nicht, aber das ist Geschmackssache.
Nur zur Warnung :)

Fazit: Eine nicht recht überzeugende Version von "Selection 2.0", aber ein netter Zeitvertreib für zwischendurch.

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These Broken Stars - Sofia und Gideon

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2017
ISBN 9783551583710
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der krönende Abschluss einer Trilogie, die mich mitgenommen hat wie schon lange nichts mehr!

Klappentext
Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Finn die gesamte Galaxis auf die finsteren Machenschaften von LaRoux Industries aufmerksam gemacht. Jetzt treffen die vier auf dem Planeten Corinth, im Herzen der Galaxis, auf zwei weitere Rebellen gegen den übermächtigen Konzern LaRoux Industries. Sofia Quinn ist eine charmante Hochstaplerin. Gideon Marchant ist ein Hacker, der die besten Sicherheitsvorkehrungen umgehen kann. Gemeinsam wollen sie LaRoux endlich zu Fall bringen, und dabei steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern auch ihre Liebe.


Meine Meinung: 
Inhalt: Auch im letzten Teil steht die Liebesgeschichte natürlich im Vordergrund: Sofia und Gideon. Sie war mir persönlich etwas zu klischeehaft: Die beiden erarbeiten sich langsam ein bisschen Vertrauen, haben aber jede Menge Geheimnisse. Als das herauskommt, rennt Sofia weg, aber es ist sowieso klar, dass sie sich letztendlich doch wieder in den Armen liegen werden... Man merkt, dass mich der Inhalt in diesem Punkt nicht wirklich überzeugt hat, und auch an der Verteilung der Action habe ich zu meckern. ;) Das erste Drittel besteht eigentlich fast komplett aus der Flucht der beiden vor LaRoux, dafür ziehen sich die Teile dazwischen etwas in die Länge und haben mich ganz schön auf die Folter gespannt. 
Allerdings hat mich det restliche Inhalt absolut "geflasht" :D und das Ende war der Reihe würdig. Vor allem gefiel mir, die anderen Charaktere wiederzutreffen, und sogar ein Kapitel aus Lilacs Sicht zu erleben!

Der Schreibstil der Autorinnen bleibt weiterhin sehr leicht verständlich und besonders in den Actionszenen hat man das Geschehen lebhaft vor sich. Ja, was soll ich dazu noch besonders sagen - ihr habt wahrscheinlich alle die anderen beiden Bücher gelesen. Sie bleiben sich treu. 
Die Teile zwischen den Kapiteln sind dieses Mal aus der Sicht der Stimmen geschrieben und klingen wunderbar poetisch.

Charaktere: Sofia und Gideon. Sie sind das perfekte Team und waren anfangs noch mein Lieblingspaar. Im Laufe der Geschichte wurden sie mir allerdings zunehmend unsympathischer durch ihr klischeehaftes Handeln. (Und Gideon hat - zwar grüne - Sprenkel in den Augen, das sagt doch alles, oder? xD) Letztendlich waren mir Jubilee und Flynn dann die Liebsten, weil sie die Sache zum Schluss vorangetrieben haben und ihre Schnulze herausgehalten haben. ;P
Die größte Stärke des Buches war für mich, glaube ich, die Verknüpfung der Personen miteinander. Auf einmal werden Nebencharaktere des ersten Teils wieder sehr wichtig, irgendjemand, der mal am Rande erwähnt wurde... Hach, ich finde so was ja toll! Wahrscheinlich werde ich demnächst die anderen Teile mit diesem Wissen rereaden und mich freuen, wenn ich jemanden wiedertreffe! 

Das Cover finde ich nicht so schön wie auf den ersten beiden Teilen, weil die Gesichter etwas unvorteilhaft angeordnet sind und mich die Farbgebung auch nicht umhaut. Aber das ist wahrscheinlich bloß mein Geschmack. 
Die drei Teile nebeneinander im Bücherregal sehen übrigens toll aus!


Fazit: Ich habe zwar so manche Erklärungen zu den Stimmen nicht verstanden, und auch die Klischees kamen nicht zu kurz, aber nichtsdestotrotz konnte mich das Buch fesseln und nach dem Lesen brauchte ich erst einmal zehn Minuten, um dieses Ende sacken zu lassen! 
Wer die Reihe verfolgt sollte das Finale uuunbedingt lesen!!!


4,5 / 5 Sternen für These Broken Stars!



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abenteuer, expedition, fantasy, frankreich, französische revolution, freundschaft, horror, jugendbuch, jugendliche, mystery, palast, roman, spannung, stefan bachmann, thriller

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Eigentlich ist es kein besonders anspruchsvoller Inhalt: Anouk und ein paar andere Jugendliche werden eingeladen, als Erste einen unterirdischen Palast zu erkunden. Dieser erweist sich allerdings als Falle und sie sind dort unten in Lebensgefahr. 
Gleichzeitig gibt es einen zweiten Handlungsstrang, nämlich ca. 200 Jahre früher. Dieser dreht sich um Aurélie, die damals in diesem Palast auch so einiges erlebt hat. 
Am Ende verknüpft Stefan Bachmann diese beiden Geschichten und Anouk (und auch Aurélie) erfährt ein unglaubliches Geheimnis... 


Da die Geschichte ziemlich geradlinig verläuft und man so auch keine Probleme damit hat, sie zu verstehen, kann man sich vollkommen auf die Actionszenen und die Spannung konzentrieren. Wer dabei auch Grusel-Elemente mag, ist hier definitiv richtig! 
Und ständig neue Erkenntnisse und neue Fragen ... Man fiebert und rät als Leser der Auflösung entgegen, obwohl diese dann teilweise recht vorhersehbar ausfällt. 
Aber Freundschaften kommen auch nicht zu kurz - eine tolle Mischung, und das alles OHNE einer Liebesschnulze! Perfekt! :) 
(Am Rande: MazeRunner-Fans hier? Lest dieses Buch, wenn euch der Plot des Buches - besonders des dritten Teils - gefallen hat!)


Eigentlich hätte ich vom Diogenes-Verlag etwas ganz anderes erwartet. Bis jetzt kannte ich davon bloß die typischen Schullektüren und alten Schinken (der Vorleser, das Parfum, die Häupter meiner Lieben, ...), deswegen war ich skeptisch. Aber ich wurde eines besseren belehrt - Diogenes kann auch Jugendfantasy!  


Das Einzige, woran man den Verlag erkennen könnte ist der Schreibstil von Stefan Bachmann. Er schreibt anspruchsvoller, als man es in den "gehypten" Jugendbüchern findet. Das finde ich aber ganz und gar nicht schlecht, weil man auch mal ein bisschen interpretieren oder sich (was ich gemacht habe ;) Zitate herausschreiben kann. 
Super fand ich zum Beispiel: »Ich seufze und starre weiter zur Decke hinauf. Wenn das hier eine Szene aus einem Indie-Film wäre, würde ich neben einem mit Graffiti verzierten Wohnmobil in die Sterne gucken, unterwegs auf einem Roadtrip quer durch Montana. Ich hätte eine Gitarre und einen großen, alten, fröhlichen Hund dabei. Ich würde in den unendlichen Nachthimmel starren und mich ganz klein fühlen. Da dies aber mein richtiges Leben ist, starre ich auf Tupfen weißer Farbe an einer Decke und denke darüber nach, wie es wohl ist, lebendig gefressen zu werden.« 


Ja, ich glaube, hier kommt Anouks Ironie sehr gut heraus, die mich begeistert hat! Sie ist überhaupt ein sehr interessanter Charakter. Ein Außenseiter, schlecht gelaunt, misstrauisch, aber auch mutig und intelligent. Sie hat eine ziemlich harte Vergangenheit, versucht aber, das hinter einer coolen Fassade zu verbergen. Und im Laufe des Buches verändert sie sich ziemlich. Sie zeigt nach und nach bessere Seiten von sich, lernt, im Team zu spielen und findet in den anderen Charakteren endlich die Personen, denen sie vertrauen kann, die ersten, denen sie ihre Vergangenheit erzählt. 
Also, sie ist wahnsinnig faszinierend und ich finde es gerade ziemlich bewundernswert, dass Stefan Bachmann ihren Charakter neben der ganzen Action beschreiben kann! 
Wie man vielleicht merkt - Anouk finde ich sehr gelungen. ;D


Das Cover hat mich zwar nicht wirklich überzeugt, aber das ist eben Diogenes und der Inhalt haut das wieder heraus. ;) 
(Übrigens glänzt das Blau des Palastes in  Wirklichkeit ganz hübsch, was auf der digitalen Version des Covers nicht wirklich herüberkommt.) 


Fazit: Ein etwas anderes Jugendbuch, das eher in die Grusel-Ecke der Fantasy zu stellen ist. Empfehlung für jeden, der genug von langweiligen Liebesgeschichten hat!

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assassinen, ausbildung, dunkelinn, fantasy, jay kristoff, mia corvere, mord, nevernight, prüfung, rache, rezension, schatten, tod, tric, verrat

Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Auftakt zu einer Reihe mit hohem Suchtfaktor - Jay Kristoff ist genial.

Meine Meinung:
Ich bin mit etwas Skepsis an das Buch herangegangen, weil das Cover mich eher mäßig anspricht und sich der Inhalt auch durchschnittlich anhört (für ein Fantasybuch), aber ich wurde eines Besseren belehrt.

»Dichte Locken fielen in Mitternachtsflüssen auf ihre Taille.«


Mit solchen Worten hat mich Jay Kristoff zunächst vollkommen träumen lassen. Die ersten paar Kapitel lang, dann wurde es mir zu viel, andauernd nur diesen Schreibstil zu lesen. Vorerst. Daran habe ich mich aber mit der Zeit gewöhnt, und ab der Hälfte habe ich ihn geliebt, weil die Poesie, die er durch Wörter wie »flüsterleise« oder »knebelstumm« sogar in brutalen und spannendsten Momenten einsetzt, das Buch einfach unglaublich bunt wirken lässt. Er spielt mit unserer Fantasie, liebe Bücherwürmer und verblüfft meine kompletten Erfahrungen mit Kopfkino aufs Neue.


»Diese verdammten Schmetterlinge im Bauch. Sie biss die Zähne zusammen, packte sie alle mit flinken Fingern und riss ihnen die Flügel aus.«


Jub, Nevernight sprengt alle bisher dagewesenen Jugendbuch-Klischees. (Wobei ich das Buch erst ab 16 oder 18 empfehlen würde. Keine Romantasy.) Nein, es sprengt sie nicht nur, es zerreißt sie im Wind und lässt sie in bunten Konfetti auf die liebe Mia herabregnen.


»Wieso sollte ich dir helfen?«

»Weil ich lieb bitte, bitte gesagt habe?«

»Hast du aber nicht.«

Mia machte eine wegwerfende Handbewegung. »Spitzfindigkeiten.«


Mia ist eine der coolsten Protagonistinnen überhaupt. Sie ist unglaublich intelligent, selbstbewusst und schlagfertig und sie gibt sich nicht ihren Gefühlen hin. *Entsetzter Aufschrei unter den Schnulz-Fans* xD So kann sie stark genug sein, um gegen die anderen im Assassinen-Lager zu überleben.

Die anderen Charaktere sind unglaublich spannend zu charakterisieren und zu entdecken und immer wieder für eine Überraschung gut.

Aber eine kleine Warnung am Rande: Jay Kristoff nimmt weder Rücksicht auf Verluste, noch ein Blatt vor den Mund, wenn es um brutale, bzw. gewisse andere Szenen geht. ;)


»Eine Klinge der Mutter muss so still sein wie Sternenlicht auf der Wange eines schlafenden Säuglings.«


Die Szenen in der Roten Kirche, der "Assassinen-Schule" sind auch unglaublich. Erst einmal wird Mia der Arm Abgehackt, als Bestrafung (Nein, sie wird danach NICHT einhändig kämpfen, lasst euch überraschen. ;)), und man kann kaum eine Handlung voraussehen. Wahnsinnig spannende Geheimnisse der Charaktere und auch der Welt. Starke Szenen in denen Mia sich alle Puzzleteile zusammensetzt.

Und eine fantastische Welt, in die man so tief einsteigen kann, wie man möchte. Das kommt darauf an, ob man die Fußnoten zur Beschreibung bestimmter Dinge/Begriffe/Orte/etc. mitlesen will oder nicht. Ich habe sie teilweise übersprungen, der Spannung wegen und hatte deswegen auch keine Verständnisprobleme.


»Ein stählernes Seufzen lag in der Luft und der feuchte Rhythmus von Fleisch und Knochen.« (JA, das IST eine Kampfszene! ^^)


Fazit: Für Fantasieweltenliebhaber und Poesiefans genauso geeignet wie für diejenigen, die einfach mal genug haben von den jammernden kleinen Mädchen und eine coole Protagonistin kennenlernen wollen.

Oh, und die Spannungs- und Thriller-Leseecke wird auch nicht enttäuscht werden.

Mein persönliches Jahreshighlight und eine definitive Empfehlung.

Der zweite Teil wird auf Deutsch am 26. April 2018 im Fischer Tor Verlag erscheinen.

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abenteuer, drachen, drachenjagd, drachenjäger, fantasy, flugschiffe, rache, wolkenmeer

Der Drachenjäger - Die erste Reise ins Wolkenmeer

Bernd Perplies
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.07.2017
ISBN 9783596296712
Genre: Fantasy

Rezension:

"Der Drachenjäger" von Bernd Perplies bildet den Auftakt zu seiner Wolkenmeer-Reihe, könnte aber gut und gerne auch alleine stehen! ;)


In "Der Drachenjäger" geht es um Lian, der es sich mit einem der einflussreichsten Männer der Wolkenstadt Skargakar verscherzt. Ja, richtig: Wolkenstadt. Skargakar liegt am Ufer des Wolkenmeers, auf das sich mutige Jäger wagen, um Drachen zu finden. Tja, und genau das macht unser Lian auch, um vor seinem Feind zu fliehen. Und - wie könnte es anders sein - er kommt natürlich auf das Schiff des fanatischsten, verrücktesten und mutigsten Kapitäns. Adaron, der es sich zum Ziel gemacht hat, das größte und gefährlichste Ungeheuer der Wolken zu jagen: Garganthuan

Am meisten beeindruckt hat mich, glaube ich, der Inhalt. Von Actionszenen bei der Drachenjagd über gruselige, fremde Wesen, mystische Höhlen und neuen Freunden ist alles geboten und die rasanten Szenenwechsel lassen keine Langeweile aufkommen. Vor allem ist alles miteinander verknüpft und Bernd Perplies-Kenner werden Elemente wie zum Beispiel die Völker wiederfinden. Ein Mancher wird auch Parallelen zu "Moby Dick" sehen, wo ebenfalls ein verrückter Kapitän seinen Feind, den weißen Wal jagt. 

Bernd Perplies hat einen super Schreibstil und kreiert damit eine fantastische Welt mit schwebenden Felsen und ganz neuen Völkern, die man wunderbar vor dem inneren Auge hat. Großes Kopfkino gibt es auch in den Actionszenen und in spannenden Gänsehautmomenten. 

Mit Lian habe ich mich sofort identifizieren können, weil er aus den richtigen Beweggründen handelt, nicht nur leichtsinnig der Held sein will, aber auch genügend Mut besitzt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die anderen Charaktere besitzen ebenfalls viel Tiefe, doch hier nimmt Bernd Perplies keine Rücksicht auf Verluste. Sich die vielen Namen zu merken, ist also nicht zwingend notwendig. Auch der unterschiedliche Klang dieser ist auffällig, je nach Volk. 

Einzig nicht überzeugt hat mich das Cover. Es wäre mir in der Buchhandlung nicht besonders aufgefallen. 


Fazit: Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann es allen empfehlen, die Überraschungen und unerwartete Wendungen, spannendes Kopfkino und eine tolle Welt lieben!
Fünf 🌟🌟🌟🌟🌟 für Drachenjäger!

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947 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 128 Rezensionen

akinli, fantasy, gesang, jugendbuch, kahlen, kiera cass, liebe, meer, schwestern, see, siren, sirene, sirenen, tod, wasser

Siren

Kiera Cass , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 13.10.2016
ISBN 9783733502911
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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bestimmung, fantasy, fortuna, götter, hayden, jahrmarkt, jugendbuch, kiera, liebe, loewe verlag, schicksal, schicksalsbringer, stefaniehasse, stefanie hasse, zufall

Schicksalsbringer - Ich bin deine Bestimmung

Stefanie Hasse
Fester Einband
Erschienen bei Loewe, 24.07.2017
ISBN 9783785585696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Schicksalsbringer", dem Auftakt zu ihrer neuen Diologie schafft Stefanie Hasse mal wieder eine absolute Empfehlung für alle Romantasy-Fans!


Klappentext: Kiera war noch ein kleines Mädchen, als ihr ein unheimlicher Mann auf dem Jahrmarkt eine geheimnisvolle Münze zusteckte. Jahre später findet sie die Münze beim Aufräumen wieder und verletzt sich daran. Von da an steht Kieras Leben Kopf: An der Schule tauchen die geheimnisvollen Zwillingsbrüder Phoenix und Hayden auf. Und Phoenix – unfreundlich, überheblich, aber wahnsinnig attraktiv – behauptet, Kiera könne mit der Münze das Schicksal beeinflussen. Und daher dürfe er nun einen ganzen Mondmonat lang nicht mehr von ihrer Seite weichen ... 

Zum Inhalt: Ich finde das Thema super gewählt von Stefanie Hasse, weil Götter und Schicksal mal ein komplizierteres Thema ist. Die Welt ist aber sehr realistisch geschaffen, die Handlung wird mit der Vergangenheit und Legenden verknüpft, wie um Beispiel Atlantis oder das dunkle Mittelalter. Bezüglich der Logik stellte ich mir zwar ab und zu ein paar Fragen, aber ich denke nicht, dass man bei einem so komplexen Thema auch noch philosophische Fragen beantworten kann. :) Bei Kieras Gabe brauchte ich auch meine Zeit, um sie zu verstehen, aber sie ist cool und stellt unsere Hauptperson vor eine schwierige Aufgabe. Und zu guter Letzt finde ich dass Ende unglaublich gelungen. Stefanie Hasse lässt uns bis zum Schluss Rätselraten und löst es dann mit verhältnismäßig wenigen offenen Fragen auf. 

Die Charaktere sind auch extrem gut gelungen. Kiera war eine coole Protagonistin, die mich mit ihrer ironischen Denkweise begeistert. Ihr bester Freund Cody war mein persönlicher Lieblingscharakter, weil er unglaublich sympathisch und lieb ist.Obwohl es zum Ende hin besser wurde, war Phoenix mir aber leider etwas zu klischeehaft, a-la: "Ich-gebe-meine-Bestimung-für-dich-auf"....Im Allgemeinen haben die Charaktere aber sehr viel Tiefe und sind immer wieder für eine Überraschung gut. 

Stefanie Hasses Schreibstil ist flüssig und locker wie immer - ich finde es genial, wie sie die Leser durch die relativ kurzen Kapitel zeiht, schmunzeln (oder auch in Lachanfälle ausbrechen xD) lässt und unsere Nächte klaut! 

Beim Cover hat der Loewe-Verlag ganze Arbeit geleistet. Ich finde es sehr schön, besonders mit den goldenen Glitzerpunkten und dem Relief der Münze am Rand. Dieses setzt sich übrigens auf der Rückseite, sowie auf dem zweiten Teil "Schicksalsjäger" fort und wird nebeneinander, glaube ich, toll aussehen!



Fazit: Ich kann den zweiten Teil nicht erwarten, obwohl es kein allzu schlimmer Cliffhanger am Schluss war. Definitiv eines meiner Lesehighlights in letzter Zeit! 

Verdiente 5/5 🌟🌟🌟🌟🌟 für Stefanie Hasse!

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Wolkenherz - Die Spur des weißen Pferdes

Sabine Giebken
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734847134
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Wolkenherz - Die Spur des weißen Hengstes" ist der erste Teil der mehrbändigen neuen Reihe von Sabine Giebken

Klappentext: Bayern statt Neuseeland, Schule statt Fernunterricht, Ginsterhof statt Abenteuer: Das ist Jolas neues Leben. Doch schnell merkt sie, dass es ihr auch auf dem idyllischen Reiterhof nicht langweilig werden wird. Denn schon in ihrer ersten Nacht im neuen Zuhause taucht ein geheimnisvolles Pferd auf. Obwohl Jola bisher mit Pferden nichts am Hut hatte, zieht der weiße Hengst sie sofort in seinen Bann. Warum spürt sie eine so tiefe Verbindung zu ihm? Und wieso scheint es, als wäre er schon immer auf dem Ginsterhof zu Hause? Gemeinsam mit der pferdevernarrten Katie versucht Jola, das Rätsel um seine Herkunft zu lösen. Denn die beiden Mädchen sind sich sicher: Es gibt einen Grund, warum der weiße Hengst auf dem Ginsterhof aufgetaucht ist. Und den wollen sie unbedingt herausfinden. 

Zum Inhalt muss ich sagen, dass er nicht exakt dem Klappentext entspricht. Natürlich stimmt es, dass es um das Geheimnis des Hengstes geht, aber dieses wird nicht aufgelöst. Es ist das Hauptthema der gesamten Reihe und deshalb auch am Ende noch sehr verworren. Aber wer vorhat, die Reihe weiter zu verfolgen, kann den nächsten Teil wahrscheinlich gar nicht mehr erwarten! Im Allgemeinen kann ich als 16-Jährige das Buch hauptsächlich jüngeren Lesern empfehlen, die Pferde zumindest gerne mögen. :) 

Der Schreibstil von Sabine Giebken liest sich sehr flüssig und relativ einfach. Sie macht es dem Leser einfach, am Anfang in die Geschichte hineinzufinden und ich mir sind keine Stellen aufgefallen, in denen sich die Geschichte gezogen hätte. Außerdem kann man sich sehr gut in die Protagonistin, Jola, hineinversetzen, obwohl das Buch aus der Erzählperspektive von ihr handelt. 

Das ist sicher auch dadurch leicht, weil Jola eine sehr angenehme Hauptperson ist. Sie ist der typische Pferdebuch-Charakter. Eigentlich hat sie nicht viel mit den Tieren zu tun, aber dann kommt sie durch Zufall auf einen Pferdehof und spürt eine besondere Verbindung zu dem wildesten Pferd im Stall. Außerdem wird sie von den anderen Mädchen dort angezickt, und muss sich ihren Platz erarbeiten. Eigentlich gefallen mir die Charaktere aber ganz gut, vielleicht, weil sie sich im Laufe der Handlung verändert haben, neue Kontakte geknüpft haben und neue Erfahrungen sammeln. Jola ist aber keine Person, die einem irgendwann auf die Nerven geht, wie ich es leider viiel zu oft lese. :/ xD

"Wolkenherz" punktet eindeutig auch mit der Aufmachung. Es sieht sehr hochwertig aus und auch von innen gefällt es mir richtig gut. An jedem Kapitelanfang finden sich süße Verzierungen und Schnörkel, wie sie auch vorne drauf sind. Kompliment dem Magellan-Verlag! :)Das Cover an sich sieht zwar spektakulär aus, aber der Titel ist mir noch ein Geheimnis. Es wird aber wahrscheinlich im Laufe der weiteren Bände Sinn ergeben, wenn die vielen offenen Fragen hoffentlich geklärt werden. 

Fazit: Ja, das Ende war nicht ganz zufriedenstellend, aber die offenen Fragen werden im Laufe wahrscheinlich noch geklärt. Ansonsten kann ich das Buch Pferdefans um die 10-12 Jahre empfehlen, die aus allen Genres ein bisschen was dabeihaben wollen. Gefühl, Krimi, Fantasy,... alles dabei! ;)


4/5 🌟🌟🌟🌟 für Wolkenherz! 

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These Broken Stars. Lilac und Tarver

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 27.05.2016
ISBN 9783551583574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"These Broken Stars - Lilac und Tarver" ist der starke Auftakt zu der groß herausgebrachten neuen Science-Fantasy-Reihe von Meagan Spooner und Amie Kaufman. 

 

Klappentext

Es ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls ... 

Zum Inhalt

Was für eine super Idee der beiden Autorinnen! Es ist mal etwas absolut Neues (zumindest habe ich bis jetzt noch nichts ähnliches gelesen ;) und hat mich ab der ersten Seite mitgerissen. Zwar steht die Liebesgeschichte der beiden etwas sehr im Mittelpunkt, aber es wird trotzdem nie langweilig und hat mich so einige Nächte gekostet. Sogar beim Rereaden! Das Ende des Buches war etwas verwirrend, und ich habe es erst beim zweiten Mal lesen komplett verstanden, aber es ist überzeugend und logisch. Die beiden entdecken ein sagenhaftes Geheimnis... dieses Finale ist einfach toll!

Man sagt ja immer: Die Wissenschaft holt sich ihre Inspirationen aus der Literatur - Es würde mich nicht wundern, wenn wir in ein paar hundert Jahren (Ok, dann nicht  wir xD) mit luxeriösen Raumschiffen durch den Hyperspace reisen! 

 

Neben dem Inhalt finde ich auch die Charaktere eine große Stärke des Buches. Lilac und Tarver - die beiden sind super detailliert charakterisiert und absolut bewundernswert. Besonders Lilac, die feine Tochter, die eine riesige Entwicklung durchmacht. Am Anfang denkt sie sich noch: "...und wenn er sich Jahre später an diese Eskapade erinnert, goffe ich nur, dass er "Miststück" denkt und nicht "Schwächling".". Diese Einstellung hat mich dezent genervt, vor allem weil es dieses typische: Wir lieben uns, das ist absolut klar, aber ich darf es ihm nicht sagen weil er ja gaanz sicher nichts für mich empfindet und es für uns beide schlecht ist. Ich will ihn (bzw. sie) doch nur schützen, deswegen verletze ich ihn. *Stöhn.* Aber zum Glück hat das nicht so lange angehalten, weil Lilac lernt, sich in der Wildnis zurechtzufinden. Sie wird stark und an ihr kann sich am Ende jeder Soldat ein Beispiel nehmen. 

Tarver verändert sich nicht gravierend, schließlich sind sie "in seinem Revier gestrandet" ;), aber er ist mir auch so sehr sympathisch. Lilac würde ohne ihn sicher nicht überleben, und - man glaubt es nicht - auch Tarver wäre etliche Male gestorben ohne ihr. 

 

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist sehr einfach verständlich, und lässt die Seiten fliegen. Ich glaube sogar, das Buch ist eines der Bücher, die ich am schnellsten durchbekomme :) Sie beschreibt die Umgebung detailreich, aber nicht zu genau, sodass die Handlung nicht leidet. Die Gefühle der beiden Protagonisten sind nachvollziehbar und - ich kann wirklich auch ihre Beweggründe verstehen! Heißt: Ich verstehe, warum Tarver anfangs hart ist zu Lilac, damit sie auf dem Planeten überlebt. Diese Gründe sind gar nicht so an den Haaren herbeigezogen, wie ich es schon zu oft gelesen habe... :)

Amie Kaufman und Meagan Spooner bringen auch die Atmosphäre, sowohl auf dem Raumschiff, als auch auf dem Planeten gut herüber und ich fühle die ganze Zeit mit Lilac und Tarver mit. 

 

Muss ich zu dem Cover noch etwas sagen?  Ich finde es absolut zauberhaft und super schön. Klar, ein bisschen kitschig muss sein, aber es geht noch weitaus schlimmer! Der Titel passt absolut zu der Handlung und verursacht schon ein bisschen Gänsehaut-Effekt nachdem man das Buch gelesen hat ;) 

Die Aufmachung an sich ist absolut hochwertig, typisch Carlsen-Verlag ;)

 

Fazit: Bei meinen Jahreshighlights 2016 dabei und schon zwei Mal gelesen. Absolute Empfehlung! Ich freue mich schon auf den dritten Teil, der Ende dieses Monats erscheinen wird!! 

Verdiente fünf Sterne für These Broken Stars! 🌟🌟🌟🌟🌟

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Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett , Ingrid Herrmann-Nytko
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei Heyne, 04.05.2009
ISBN 9783453524767
Genre: Fantasy

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fantasy

Der Herr des Feuers

Adrian Leschek
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734160264
Genre: Fantasy

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