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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Als ich 13 war, überfiel mein Vater seine erste Bank

Molly Brodak , Barbara Schaden
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 22.08.2016
ISBN 9783312009954
Genre: Biografien

Rezension:

Sachbuch oder Roman? Biografie oder spannende Betrügerlektüre. Leider war das Buch eher enttäuschend und nur duchschnittlich. Aus der Sicht der Tochter wurde eine Geschichte erzählt, die trotz der Dramatik mit den Banküberfallen, viel zu wenig Würze hat.

Das Buch hat mich emotional nicht gepackt. Zu nüchtern wurde berichtet, zudem waren die Kapitel - meiner Meinung nach - zu abgehakt.

Zudem überrascht das Buch durch fehlende Spannung und eine Sprache, die mich auch nicht aus dem Lesesessel katapultiert hat.

Ein arg durchschnittliche Buch. Ein Roman, mit einem so seltsamen Buchtitel, der jedoch alle Dramatik vorwegnimmt und das Grundthema wenig erbaulich aufbereitet.

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924 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 80 Rezensionen

liebe, rosie, genetik, asperger-syndrom, australien

Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion , Annette Hahn
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.01.2015
ISBN 9783596197002
Genre: Liebesromane

Rezension:

Er ist Genetik-Professor und lebt in seinen festen Strukturen. Geregelter BMI-Wert, ordentlicher Stuhlgang, feste Zeiten und feste Termine. Gegen Überraschungen ist er gefeit, selbst auf dem Speiseplan stehen wöchentlich die gleichen Mahlzeiten. Wenn man sich dann freilich nach einer Ehefrau umschaut und Sex-Stellungen nur aus Fachbüchern kennt, dann wird die Suche nicht eben leicht.

Graeme Simsion hat diesen mega Überrschaungserfolg geschrieben und hat mit seinem Buch zur rechten Zeit den richtigen Nerv getroffen.

Ein romantische Komödie, einige ausgefallene Ideen, skurrile Typen und eine ganz passable Story. Das Buch liest sich leicht, flott und fix, eben weil es unkompliziert und amüsant ist.

Ein Buch, so leicht wie eine Sommerbise, charmant und kurzweilig.

Hinten raus war mir die Geschichte zu unspektakulär, ein wenig zu durchschaubar und die ewigen BMI-Aufzählungen haben mir auch weniger gefallen.

Ein nettes Buch, wenngleich auch keine hohe und tiefgreifende Erzählkunst, die für immer auf meiner Festplatte haften bleiben wird.

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Gedankenjäger

Iain Levison , Walter Goidinger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 22.08.2016
ISBN 9783552063280
Genre: Krimi und Thriller

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31 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

terror, thriller, sprengstoff, awesome!!!!, vorsätzlicher mord

Corporate Anarchy

Nils Honne
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 15.10.2016
ISBN 9783863270384
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vom Wutbürger zum Terroristen, vom radikalen Steuerzahler zum gefährlichen und international gesuchten Verbrecher. Nils Honne hat einen Thriller geschaffen, der fesselt, der jede Menge Spannung und Adrenalin fabriziert und der wunderbar zu lesen ist.

Bei Thriller denkt man gerne an psychopathische Einzelgänger, die in Gummistiefel mit der Axt oder ähnlichen Gegenständen morden. Ganz anders in diesem Werk: das Motiv, aus dem Marvin kommt, der zu Beginn als schlechtgelaunter Einzelgänger zum Mitglied einer Verbrechergruppe wird, ist spannend zu beobachten und zu lesen.

Marvin ist zunächst nur einer, der in seiner spartansichen Behausung mit Protestmails und dem Hinweis in Supermärkten auf die Konsumwelt zugeht und kritisiert. Er kündigt seinen Job und wird radikaler und später - trotz größerer Zweifel - auch gewalttätiger.

Auch die persönliche Entwicklung von Marvin kann man mit Begeisterung feststellen, so wird aus dem anfänglichen Anti-Menschen ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen. 

Die ernsten und bedrückenden Themen sind hervorragend recherchiert und münden in einer hochdramatischen Geschichte, der man bedingungslos folgt. Sicherlich ist - hier und da - das Netzwerk der Terroristen sehr genial und somit in winzigen Nuancen auch nicht immer ganz realistisch, aber Buch kann das, darf das und soll das!

Nils Honne ist ein echtes Thriller-Feuerwerk gelungen. Bei seinem Debüt überzeugt der Autor mit inhaltlich schwerer Kost und zugleich dramatischer Leichtigkeit. Ein feine Spagat in einer gut durchdachten Geschichte.
Tolle Charaktere, eine fein gewählte Sprache und ein stetig steigender Spannungsbogen - eine klare Buchempfehlung geht raus in die Welt...

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88 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

entführung, familie, roman, usa, verzweiflung

Justins Heimkehr

Bret Anthony Johnston , Sylvia Spatz
Fester Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 21.07.2016
ISBN 9783406697425
Genre: Romane

Rezension:

Ein echtes Überrschungswerk; überraschend stark, überraschend überzeugend. Ein Drama ohne Eitelkeiten, das durch das Miteinander und die Familienpsychologie einen steten Spannungsbogen entwickelt.

Ein kluges Buch, das Vieles nicht ausspricht, das sich mitunter ausschweigt, so wie die Familienmitglieder, die nach einer Tragödie langsam wieder Boden unter den Füßen bekommen, die langsam wieder durchatmen und aufatmen können.

Ein Junge von 12 Jahren wurde entführt. Über vier Jahre war er verschwunden, die Familie ist verstörrt und mutlos. Und erst bei der Heimkehr setzt die Geschichte an, ein Zeitpunkt, der ebenso selten wie clever ist.

So ganz wird die Zeit des Wegbleibens nie aufgeklärt, auch dem  zwar präsenten Täter wird keinerlei Raum gegeben, vielmehr wird die verstörte Familie hautnah und ungeschminkt betrachtet.

Auf dem Buchrücken ist so viel Schönes über den Roman geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann. "...ich bewundere die spannende Dramartugie und makellose Erzählkunst von Justins Heimkehr."
Und auch "der Autor zeigt sich in diesem Roman als hochbegabter, raffinierter und kluger Erzähler, der glaubwürdige und faszinierende Charaktere zeichnen kann.."Stimmt asbolut!

Ein ernstes Thema, mit ganz leisen Tönen erzählt - das Eintauchen und Lesen der Story war ein Hochgenuß!!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schwarzgeld

Ross Macdonald , Karsten Singelmann
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.09.2016
ISBN 9783257300406
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Manchmal greift man auch beim Buchhändeler zum falschen Buch oder oder gar in das falsche Regal. So ist es mir wohl bei "Schwarzgeld" von Ross Macdonald passiert.

Auch in der neuen Übersetzung kommt der Krimi für mich sehr trocken, sehr verstaubt, sehr altbacken und leider auch wenig aufregend daher.

Klar, ein Krimi aus den 50er Jahren, gleichwoh kann man den etwas flotter, frecher und knisternder schreiben.

Ein Privatdetektiv schnüffelt in der High-Society herum und versucht aufzuklären, wer hinter der Person Margel steckt. Egal, wo er auftaucht, er erhält überall jede Menge Auskünfte und kann nach Herzenswunsch suchen, spionieren, aufklären und im Dreck wühlen. Auch die Polizei unterstützt ihn tatkräftig. Alleine diese Tatsache finde ich in der heutigen Zeit undenkbar.

Doch es waren auch andere Punkte, die mich bei dem Buch nicht so überzeugt haben. Von der manchmal etwas holprigen Sprache des Autors, vom wenig charmanten und etwas undurchsichtigen Privatdetektiv Archer, von der sehr konstruierten und nur bedingt spannenden Geschichte, bis hin zur Zeit, die nur selten wirklich auflebt.

Schade, ich wurde nur wenig warm mit dem Werk, so dass das Buch demnächst mein volles Bücherregal schnell wieder verlassen muss....

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wir Glücklichen

Amy Bloom , Kathrin Razum
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei btb, 13.02.2017
ISBN 9783442714308
Genre: Romane

Rezension:

Manchmal macht es bei Büchern einfach nicht klick. So geschehen bei meiner Lektüre  von "Wir Glücklichen".

Die Halbschwestern Eva und Iris schlagen sich in den 40er Jahren alleine durch. Ohne Mutter und einem selten präsenten Vater, der zudem etwas dubios daherkommt. Beide versuchen es in Hollywood, doch einige Zeit später zieht es sie nach New York. Mit Reenie, Gus und Francisco tauchen statt der eigenen Familie neue Wegbegleiter auf.

Iris ist lesbisch und versucht ihr Glück immer wieder als Schauspielerin. Eva ist introvertierter und wird später als Tarot-Kartenlegerin aktiv. Später wird ein Kind adoptiert und der leibliche Vater wird schwer krank.

Die Geschichte hält fürwahr einen bunten Blumenstrauß bereit. Mir war es zuviel, für mich war vieles nicht nachvollziehbar und etwas unverständlich. Und mir hat beim Buch der rote Faden gefehlt. Da wird munter die Erzählperspektive gewechselt, es tauchen zwischendurch immer wieder Briefe auf, manchmal  kommen zwischendurch Längen auf, ehe wichtige Einzelheiten (das Feuer) nur kurz angerissen werden.

Unterm Strich hat mich die Geschichte einfach nicht gepackt. Der Roman lässt sich sicherlich - dank seiner Vielfalt - ganz munter lesen; die großen Emotionen oder das ganz tiefe Eintauchen in die damalige Zeit ist mir indes weniger geglückt.

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65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

brasilien, sao paulo, liebe, sylt, flipflops

Mit Flipflops ins Glück

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.07.2016
ISBN 9783458361589
Genre: Liebesromane

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(147)

265 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

sekte, 1969, mord, kalifornien, roman

The Girls

Emma Cline , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446252684
Genre: Romane

Rezension:

Darüber spricht man; ein hochgelobtes Buch und eine gehypte neue Autorin. The Girls" ist ein Weltbestseller, bei dem es beste Kritiken hagelte. Warum eigentlich??
So ganz kann ich mich nicht einreihen in die Lobgesänge der Kritiker und der vielen Fans.
Mich haben einige Punkte dann doch gestört:
Ich fand die gewählte Sprache häufig zu holprig und nicht immer leicht zu lesen. Ich fand tatsächlich auch, dass die Flower-Power-Stimmung nur schwerlich und zu wenig transportiert wurde. Auch die Hauptperson Evie gewinnt nicht viele Sympathien.

Das Buch beschreibt zwei Zeitebenen, zum einen die Hippie Zeit auf der Ranch und eben viele Jahre später, als Evie erwachsen ist, man jedoch feststellen muss, dass die Persönlichkeit immer noch nicht ausgereift ist und sie sich immer noch gerne treiben lässt.

Das Buch hat sicherlich sehr viel Tiefe und eben auch viele Emotionen, manchmal indes war mir das Geschilderte zu unterkühlt, zu distanziert.
Gleichwohl hat das Buch ein gewisse Faszination - vielleicht kommt das aber eben auch durch die zahlreichen Vorschusslorbeeren.

Insofern hat mich "das Wunderkind" Emma Cline etwas enttäuscht, auch wenn ich verstehen kann, dass die faszinierende Story von vielen als sehr gut eingestuft wird.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

irland, finanzkrise, roman

Die Gesichter der Wahrheit

Donal Ryan , Anna-Nina Kroll
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.09.2016
ISBN 9783257069631
Genre: Romane

Rezension:


Mein zweites Buch von Donal Ryan hatte mich arg enttäuscht. Dabei kann
der Mann doch so gut, so unverblühmt formulieren. Hornochse, Feigling,
Schnösel, Schwachsinnige oder Penner - Ryan nimmt selten ein Blatt vor
den Mund. Er schreibt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist;
dementsprechend gut lässt sich seine Lektüre eigentlich lesen. Bei
diesem Buch stand er sich jedoch ein wenig selbst im Wege.



In 21 Kapiteln erzählen immer unterschiedliche Personen vom schweren
Alltag in Irrland. Das Land ist in der Krise und die Personen spüren es
umso mehr. Einfache Leute, am Rande der Existensangst und ausgesattet
mit einfachen Bedürfnissen. Nach Liebe, Lob, Lohn und Anerkennung. All
das bleibt meist aus; es herrscht Tristesse in der Arbeitergegend, zumal
es dort viel zu wenig Arbeit gibt.



So ist das Buch ein Sammelsurium an Klagen über die Umstände es
findet in großem Umfang das Tuscheln und Lästern über andere Menschen,
über andere Leidesgenossen statt. Mir fehlte häufig der Zusammenhang,
die emotionale Bindung zu den Personen. Es fehlt aber vor allen Dingen
eine flüssige Geschichte. Auch wenn es einen roten Faden gab, die sehr
vielen Namen und die wenigen Brocken einer fortlaufenden Story ließen
mich das Buch deutlich schlechter bewerten.



In den Ansätzen hat das Buch indes fabelhafte Sequenzen, als Gesamteinheit hat der Roman mich indes nicht überzeugt.



Einer meiner Lieblingsstellen unterstreicht indes, mit welcher Leichtigkeit Ryan formuliert:

"Eine Frau zu haben ist wunderbar. Seiner Frau kann man Sachen sagen, von denen man nicht einmal wusste, dass man sie denkt."



Übrigens: Den Buchtitel finde ich furchtbar und unglaublich
unpassend. Und ferner passt das biedere bis nette Buchcover überhaupt
nicht zum Inhalt! Komisch und schade!


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124 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

freundschaft, liebe, mittlerer westen, wisconsin, nickolas butler

Shotgun Lovesongs

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Flexibler Einband: 424 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.03.2015
ISBN 9783453437821
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt so Bücher, da fühlt man sich schon auf der ersten Seite pudelwohl. Da ist man sofort warm mit den Charakteren und der Schreibweise des Autors. "Shot gun love songs" ist so ein Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt hat. Tolle Story, fein ausgearbeitete Protagonisten. Das alles ergibt eine sehr authentische und realistische Kleinstadtgeschichte, immer wieder mit den winzigen Nuancen eines erfolgreichen Rockstars, der aus der Großstadt häufiger in das so friedliche Fleckchen Kleinstadt flieht.

Henry, der liebenswerte Farmer, Beth, seine charmante Ehefrau, Ronny, ein ehemaliger Rodeoreiter und Ex-Alkoholiker, Kip, der furchtlose Geschäftsmann und Lee, der als Rockmusiker eine steile Karriere gemacht hat. Sie alle geben dem Buch so viel Nährboden, so dass feien Anekdoten sprießen und diese zu einer beachtlichen und gelungenen Story greifen.

Es geht um Freundschaften, überwiegend Männerfreundschaften. Da mit Beth dann doch eine Frau mitschwingt, kommt es zu Spannungen. Und es geht um Zufriedeneheit, um die Suche nach dem Glück, die manchmal eben auch in der Liebe endet. Es geht um das Heranwachsen in der Kleinstadt und um die großen Gefühle im Zusammenleben. So entstehen aus langjähriger Harmonie dann Spannungen, die im Streit münden...

Autor Nickolas Butler hat in seinem ersten Roman viele Emotionen verpackt, die jedoch nie kitschig daherkommen.

Ein softer Männer-Roman oder eine Roman, bei dem Frauen lernen können, wie Männer im Allgemeinen so ticken. Mal beherzt, mal laut polternd, mal mit Alkohol betäubt und manchmal auch ganz sanft.

Trotz der überwiegend leisen Töne ein kraftvolles Werk. Ein Buch, das aufgrund der Intensität, nachwirkt. Viele starke Szenen, die länger im Gedächtnis bleiben.

Der US-Roman ist für mich ein 5-Sterne Volltreffer, zudem ganz klar einer der positiven Überraschungen in meinem Bücherjahr 2016.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

freundschaft, alzheimer, j. paul henderson, diogenes verlag, letzter bus nach coffeeville

Letzter Bus nach Coffeeville

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.03.2016
ISBN 9783257069594
Genre: Romane

Rezension:

Oh, schade, ich hatte so hohe, freudige Erwartungen und hatte einige gute Kritiken von dem Roman gelesen; aber ich wurde arg enttäuscht.

Mich hat die Geschichte nicht gefesselt, besonders humorvoll war das Treiben der Oldies zudem für mich auch nicht

"Doc" Gene ist die Hauptperson. Der pensionierter Arzt hat mit den Jahren privat eine ordentliche Leidenszeit hinter sich. Zugleich hält er die anderen Hauptpersonen Nancy, Bob und Jack nach vielen, vielen Jahen ordentlich zusammen. Ich empfinde es jedoch so, als findet in der Geschichte bei Gene überhaupt keine Entwicklung statt. Etwas konturenlos vegetiert er dahin.

Freundschaft, Demenz und die Suche nach intakten Familien sind die Kernthemen der Geschichte. Als großen Minuspunkt muss ich indes anmerken, dass sich die Geschichte immer wieder verfranst. Es kommen neue Charaktere dazu, die intensiv vorgestellt werden. Dadurch verliert die (etwas dünne) Geschichte zusätzlich an Reiz; von Tempo möchte ich bei den alten Gesellen schon gar nicht sprechen.

Gerade der Road-Trip mit dem Bus beginnt beispielsweise erst nach rund der Hälfte des Werkes.
So fehlte mir vielfach der Lesespaß udn ich war überrascht, wie vielfach positiv der Roman bewerzez wurde. Ausnahme: Der Schluss indes, der war dann schon reichlich emotional...

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(81)

135 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

entführung, pädophilie, witwe, thriller, psychothriller

Die Witwe

Fiona Barton , Sabine Längsfeld , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.05.2016
ISBN 9783805250979
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meiner Meinung gibt es so viele und so viele beliebige Krims und Thriller. Blutige Thriller, Krimis mit geschickten Fahndern, die aus kleinen Spuren große Geschichten entwickeln. Krimis an sonderbaren Orten, mit Gewalt und jeder Menge Action. All das hat dieses Buch nicht zu bieten, vielmehr kommt es leiser, klüger, emotionaler, deutlich subtiler und zugleich spannender daher.

"Die Witwe" ist für mich ein schönes Beispiel, wie ein moderner Thriller auch ohne großes Tamtam ganz wunderbar funktioniert.

Die Story; Die kleine Bella (2) ist verschwunden. Aus dem Vorgarten entführt oder verschleppt. Eine Nation sucht und rätselt und landet immer wieder beim Verdächtigen Glen. Er war zur Tatzeit als Auslieferungsfahrer in der Nähe vom Tatort. Aber ist Glen wirklich das Monster. Seine Frau grübelt und rätselt, ob ihr manchmal merkwürdiger Ehemann tatsächlich hinter der undurchsichtigen Tat steckt. Die Medien haben indes den Schuldigen länsgt gefunden.

Das Besondere an dem Buch ist jedoch, dass verschiedene Perspektiven beleuchtet werden. Allen voran die Witwe. Aber auch eine umtriebige Journalistin, die Mutter von Bella oder der Polizist bekommen im Laufe der Zeit immer mehr Platz und Raum.

Selten hat mich ein Thriller so gepackt. Ein stimmige Geschichte und feine Charaktere. Sicherlich ist die Witwe Jean etwas naiv dargestellt, aber auch das hat einen ganz besonderen Charm. Im Lauf der Story kommen immer mehr düstere Fakten ans Licht, so dass sich langsam ein Puzzle fügt...

Spannung bis zur letzten Seite; zudem ein gut geschriebener Debüt-Roman. Ein feiner Thriller, der von mir eindeutig die volle Punktzahl einheimst.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

new york, punk, stromausfall, katastrophe, nachtstimmun

City on Fire

Garth Risk Hallberg , Tobias Schnettler
Fester Einband: 1.080 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 10.03.2016
ISBN 9783100022431
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe kapituliert. Aufgabe nach über 360 Seiten.

Ich habe mich dann doch zu sehr mit dem Buch gequält. Schwere Kost - und das nicht nur in den Händen; auch und gerade beim Lesen.

Mir fehlt die Spannung, mir fehlte mitunter der rote Faden, mir fehlt die Leichtigkeit beim Lesen, beim Begreifen und auch die Freude am Buch.
Meiner Meinung nach ein sehr anspruchsvolles Buch, weil der Autor mit Begriffen um sich wirft, die ein sehr hohes (und anscheindend für mich zu hohes) Niveau abbilden.

Und viel zu viele Längen, statt Spannung wurd weit ausgeholt und verfranste sich das Buch. Ich hatte jedoch auch schöne Momente mit dem dicken Werk, allerdings waren mir die zu selten. Der noch zu gehende Weg war mir entschieden zu weit - so dass ich ein abschließendes Fazit vielen anderen Leser überlasse.

Für mich war bei City on fire zu wenig Feue drin...

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(144)

250 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

japan, freundschaft, haruki murakami, einsamkeit, murakami

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 13.07.2015
ISBN 9783442749003
Genre: Romane

Rezension:

Haruki Murakami - endlich habe ich mich an ein Buches des so hochgelobten Autors aus Jan herangetraut.

Das Fazit nach meinem ersten WerK: Ein gutes Buch, feine Literatur und eine schöne Geschichte, die sich wunderbar lesen lässt.
Man merkt, mit welchem Können, mit welcher Kunst der Autor Geschichten erzählen kann. Die Story ist fein ausgearbeitet, bildliche Sprache, das alles mit anständigem Niveau. Gleichwohl schreckt der Autor auch vor Sex und Erotik nicht zurück.

Es geht um Tsuskuru Tazaki, der später als Ingenieur von Bahnhofen ein ausgefüllten Beruf gewählt hat. Wenngleich ihn immer wieder Selbstzweifel plagen, er, der sich in einer Welt voller farbenfroher Menschen als trist, farblos und spröde ansieht. Doch im Lauf der Geschichte erlebt der Protagonist einen Quantensprung an ZUvertrauen in die eigene Person und die eigenen Fähigkeiten.

Ein Buch, das trotz des massiven Buchtitel sehr gut von der Hand geht und ganz ordentliche Unterhaltung bietet.
Zwei Kritikpunkt habe ich dennoch: Die letzten 20 Seiten haben mir weniger gefalle. Das Ende ist doch recht offen gewählt. Schade. Und einige Gegegbenheiten im Lauf der Geschichte wirken für mich etwa belanglos bis beliebig.

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(155)

267 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 112 Rezensionen

amnesie, thriller, entführung, baby, mord

Remember Mia

Alexandra Burt , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423261012
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mia ist weg! Das erst sieben Monate alte Baby ist plötzlich aus der Wohnung verschwunden. Keine Spuren und keine Täter. Entführtung, Tot oder veschleppt? Unwissenheit, Zweifel und Angst beherrschen die gespentische Atmosphäre. DIe Mutter rätselt genauso wie das Umfeld - aber ausschließlich die psyisch angeschlagenen Mutter ist verdächtig. Sogar der eigene Mann wendet sich ab udn weist die Mutter in eine Spezialklinik für Psychatrie ein.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ein Thriller, der munter daherkommt. Gut geschrieben. Berührend, nachvollziehabr und ein angemessenes Tempo. Insofern ist der Roman einer diesesr vielen Thriller und Pageturner, die der Büchermarkt verstärkt an das Licht der Öffentlichkeit spült.

Die Geschichte ist lange Zeit an sich sehr spannennd und stimmig, man rätselt und grübelt und fragt sich "Kann es wirklich so gewesen sein?"

Das Buch hält Drehungen und Wendungen bereit, auch wenn man untern Strich sagen muss, dass jetzt keine Idee der Geschichte bahnbrechend oder besonders clever oder einzigartig ist.

Ein  solider Thriller, der lange Zeit viel Spaß macht. Gute, solide Thriller-Kost - mir war das Ende etwas zu plump und in den letzteh 80 Seiten hatte das Büch - für mein Empfinden - einige Längen.

Aber für ein Debüt ein durchaus beachtliches Werk!


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(123)

317 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

thriller, vergewaltigung, kanada, schwestern, chevy stevens

Those Girls – Was dich nicht tötet

Chevy Stevens , Maria Poets
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596034703
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autorin Chevy Stevens wirkt auf dern Buchfotos immer so bezaubernd, so brav, so sympathisch, so elegant bis smart. Ihre Bücher sind indes ganz anders. Ganz anders.

"Those girls" ist der fünfte Roman, den ich von der kanadischen Autorin gelesen habe. Und sie bleibt sich auch in dem fünften Werk treu.
Ein Thriller, wie er thrillermäßig nicht ausgeprägter nicht sein könnte. Spannung, rasantes Tempo, eine stete Bedrohung und eine Story, die eine von Beginn an fesselt. Chevy Stevems mag noch so unschuldig vom Buchdeckel schauen, sie erschafft Charaktere, die mitunter fies, böse und unbererchenbar sind. Das gilt nicht für die drei Teenager-Schwestern, die erst unter ihrem gewalttätigen Vater leider mussen und dann fliehen. Doch schon kurz nach der Flucht geraten sie an zwei Brüder, die viel, viel schlimmer als ihr Vater sind. Die beiden Peiniger halten die Mädchen gefangen und vergewaltigen sie, ehe sie flüchten können.

Auf den ersten 200 Seiten ist das Buch für mich der Thriller des Jahres, ehe sich dann die Geschichte ein wenig wiederholt.

Dennoch ist das Buch ein Volltreffer, volle Punktzahl, weil man von der ersten Seite mitzittert, hofft, bangt und mitfiebert.


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103 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

finanzkrise, chicago, übersetzerin, liebe, autor

Das war ich nicht

Kristof Magnusson
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2011
ISBN 9783442474592
Genre: Romane

Rezension:

Kristof Magnusson hat einen recht merkwürdigen Roman geschrieben. Er berichtet über eine Welt, in der die einzige Wärme vom Kamin oder von Computern ausgeht, so unterkühlt wir d in dem Werk agiert. Alle anderen Charaktere, Beziehungen und Freunde sind kalt, unterkühlt und enorm emotionslos. So sammeln die drei Hauptpersonen zahlreiche Minuspunkte und erreichen  Sympathiewerte nahe der Nullgrenze.

Schade, weil die Grundidee der Geschichte sehr vielversprechend ist. Drei Protagonisten, die im Laufe der Geschichte nahe der Verzweiflung sind. Eine Übersetzerin, die frisch getrennt ist und da sie ohne Auftrag dasteht auch mitellos ist. Da ist ein eigentlich erfolgreicher Autor, der seit einem Jahr keine Zeile mehr geschrieben hat. Und es gibt mit Jasper einen Börsenhändler, der zwischen Genie und Wahnsinn handelt, mit größeren Beträgen handelt, ehe er riesige Beträge der Firma aufs riskante Spiel setzt.

Die drei Personen treffen in Chicago aufeinander. Im hektischen Alltag kreuzen sich deren Wege, doch bei allen deei Personen ist deutlich mehr Schein als Sein.

Autor Magnusson hat die Charaktere sehr nüchtern, sachlich und wenig sympathisch dargestellt. Insofern hält sich das Zittern und Bangen in Grenzen, aber auch in Nebenschauplätzen wie in der Bank, im Cafe oder im Freundeskreis gibt es kaum wirklich menschliche Züge. Keine beschriebene Person, die freundlich oder empathisch agiert. Sehr merkwürdig.

Insofern ließ mich das Buch auch sehr kalt. Sicherlich lässt sich die skurrile Story ganz gut lesen, wie realistisch das Treiben ist, darf jeder selber entscheiden.

Ach ja: Der Buchtitel "Das war ich nicht" passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Klingt für mich deutlich mehr nach einem Kinderbuch. Auch dem Buchcover kann ich nur sehr wenig abgewinnen.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Barrakuda

Christos Tsiolkas , Barbara Heller
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453418295
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch mit sehr, sehr viel Kraft - ein Werk mit enormer Power.

Von einem der auszog, um in der Welt Akzente zu setzen. Doch wer schnell schwimmt, der kann auch fix untertauchen. Bei Daniel Kelly dem Protagonisten ist dies der Fall. Aus dem enorm ehrgeizigen Schwimmer wird einer, der abstürzt, der zweifelt und sich ganz stark selbst sucht.
Als junger Schwimmer gibt es für ihn nur Training und gewinnen, als andere ist für Danny nicht relevant. Doch die Herausforderungen für den einfachen Jungen an der australischen Elitesschule nehmen zu. Als Danny dann einmal nicht gewinnt, kommt es zum Fiasko.
Nahezu der Anfang vom Absturz, der deutlich später nach einer Gewalttat im Gefängnis endet.
Doch das Buch erzählt noch weitere Geschichten. Danny ist schwul und lebt im Laufe des Romanes seine Freizügigkeit ordentlich aus.
Aber auch die Konflikte in der Familie, mit Freunden und dem Trainer finden Raum in der feinen Geschichte.

Dabei macht es der Autor dem Leser nicht immer ganz leicht. Der Autor hantiert mit vielen Zeitsprüngen, und lässt den Leser somit in verschiedene Wasserbecken und in verschiedene Epochen eintauchen. Manchmal wird angedeutet und spärlich berichtet, beispielsweise die Zeit im Gefängnis wird nur sehr kurz beleuchtet.

Gleichwohl ein starker Roman, der Spuren hinterlässt. Daniel Kelly wird so intensiv begleitet. Beim Sex, in der Familie oder im Job, wir sind immer dabei, wenn der jungen Mann auf der Suche nach sich, nach Liebe und nach Anerkennung ist. Und wenn er am Beckenrand steht um in sein Wohnzimmer einzutauchen.

Die finalen Seiten haben mich das Werk noch um ein Sternchen mindern lassen, dennoch ein Buch, das dank seiner Kraft und seiner hohen Emotionalität sehr zu empfehen ist.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

How to be Good

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462049947
Genre: Romane

Rezension:

Bücher von Nick Hornby sind meistens etwas ganz Besonderes. Der Autor verkörpert - trotz aller Sorgen und Nöte der Beteiligten - eine beschwingte Leichtigkeit.

Bei dem Frühwerk "How to be good" ist genau diese jedoch in der Mitte des Werkes verloren gegangen. Das Buch legt einen furiosen Start hin, in dem die Ehefrau auf dem Parkplatz vom Supermarkt per Telefon die Scheidung an ihren Ehemann übermittelt. Das Buch geht gekonnt weiter, ehe nach 150 Seiten die Esoterik, das Gute im Menschen und die Hilfsbedürftigkeit (für mein Empfinden) viel zu sehr Überhand nimmt.
Plötzlich wird es mir zu unrealistisch, zu ungestüm und zu konstruiert. Schade.

In den vier-Personen-Haushaalt ziehen nacheinander der Wunderheiler "Good News" und später der Jugendliche mit Sozialsorgen "Monkey" ein. Das bringt das Familienleben tüchtig durcheinander, zumal die Mutter zuvor eine kurze Affäre hatte.
Vielleicht will das Buch zuviel, vielleicht ist der Gedanke an eine gute, bessere Welt zu ausgeprägt...

Gleichwohl hat das Buch in einzelnen Phasen einen sehr hohen Unterhaltungswert.

Denn: Nick Hornby ist so ein Fuchs, ein Frechdachs, ein Literat, der den Menschen aufs Maul und ins Herz schaut. Und einer, der ganz wundervoll formulieren kann. So süffisant, mit spitzer und lockerer Feder. Chaotisch, heiter, kurzweilig bis witzig.

Viele andere Romane von Hornby sind ihm sicherlich besser gelungen und erfolgeicher, so dass es in meiner Bewertung nur für drei Sterne reicht.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

susan morrow, verschlüsselt, verstörend, tony hastings, mega guter thriller

Tony & Susan

Austin Wright , Sabine Roth
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 10.02.2014
ISBN 9783442747047
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es gibt so Bücher, die so mehr in der zweiten oder dritten Reihe zu Hause sind.
"Tony und Susan" ist so ein Buch, das vom eher unbekannten Autor Austin Wright schon vor vielen Jahren geschrieben wurde.

Dabei entpuppt sich das Buch als wahrer Leseschatz. Spannend, unterhaltsam, wenn auch nicht immer ganz leicht formuliert.

Ein Mathematikprofessor (Tony) möchte mit Ehefrau und der 17jährigen Tochter mit dem Auto in die Ferien fahren. Aber sie sollen nie am geplanten Zielort ankommen. Vielmehr werden die beiden Frauen unterwegs gekidnappt und wie sich später herausstellen wird erst vergewaltigt und dann ermordet. Tony ist verzweifelt und aufgeschmissen, aber irgendwie geht das Leben halt auch trotz des Schocks und der Trauer weiter. Zunächst gestaltet sich die Tätersuche zudem als recht problematisch.

Doch das Ringen um Opfer, Täter und dem Überlebenden ist nicht die einzige Geschichte, die das Buch parat hält.

Susan ist diejenige, die diese ausgedachte Geschichte liest. Sie ist verheiratet und ihr Ex-Mann Edward hat sich die grauenvolle Story ausgedacht und zu Papier gebracht. Wir erleben ganz interessant mit, wie Susan die Story aufsaugt und dabei versucht ihre eigene Vergangenheit zu verarbeiten.

Dabei glückt - meiner Meinung nach - der Transfer zur aktuellen Situation von Susan nur bedingt, doch die erzählte Geschichte von Tony ist beklemmend, intensiv und hochspannend.

Ein wenig sind es zwei Geschichten in einem Buch - ein weiterer schöner Reiz dieses sehr empfehlenswerten Buches...

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256 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

thriller, melanie raabe, mord, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Welch ein Thriller-Debüt! Melanie Raabe steht zurecht mit ihrem Buch weit vorne in den Bestsellerlisten. "Die Falle" ist ein spannender Thriller, ein Krimi und psychologisches Werk, das intelligent und äßerst kurzweilig daherkommt.

Und die Autorin liefert auf den Punkt ab. Jedes Kapitel beginnt spannend, unheimlich oder mysteriös - jedes Kapitel endet mit einem Paukenschlag, mit einem Tiefschlag oder einem Ausrufezeichen. Stark.

Auch die Sprache und die Idee mit dem Buch im Buch hat mir sehr gut gefallen. Und die Autorin mag es, mit dem Leser zu spielen. Wer stellt wem eine Falle, beim Lesen darf herrlich mitgrätset und mitgefiebert werden.

Abzüge gab es für mich nur für den Schluss - den fand ich zu sehr 08/15mäßig. Alles Vorherige war sehr gelungen mit klugen Charakteren und einem tollen Spannungsaufbau. Die Auflösung war mir dann etwas zu plump. Und ein weiterer kleiner Minuspunkt: Die Hauptperson gewinnt nur wenig echte Sympathiepunkte, so dass man ein klein wenig unterhkühlter hofft und bangt.
Aber anonsten ein echter Pageturner, den man aus deutschen Landen selten erlebt.

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, boston, mord, krimi, amerika

Mystic River

Dennis Lehane , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2004
ISBN 9783548261430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Es spricht für das Buch, wenn man einen 620-Seiten Schinken ganz flott durchliest. Innerhalb weniger Tage habe ich den Roman beendet, insfofern kann ich sagen, dass das Buch fesselt und sich wunderbar lesen lässt.

Eine Geschichte über drei Jugendfreunde, die als Erwachsene ganz unterschiedliche Karrieren einschlagen. Ein Polizist, ein ehemaliger Krimineller und eine psyische etwas labiler Typ, Jeder hat sein Päckchen zu tragen, Das wird noch deutlich größer, als eine Leiche auftaucht und sich die Suche nach Motiv und Täter als äußerst schwierig erweist.

Es folgt ein Katz-und-Maus-Spiel, das über 400 Seiten für ordentlich Spannung sorgt.

Vielfach hat mich der Roman "Mystic River" an Bücher von Jason Star erinnert. Wobei die Bücher mich deutlich mehr begeistert hat.

Mein zweites Buch des Autors Dennis Lehane. Ich muss tatsächlich sagen, dass ich beim Schreibstil des Autors noch Luft nach oben sehe. Gerade die Werke von Jason Starr haben für mich eine andere Qualität

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Grund

Anne von Canal , any.way , Walter Hellmann
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499268823
Genre: Romane

Rezension:

Zahlreiche sehr gut Kritiken hatten mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Insofern war ich sehr zuversicht. Meine Erwartungen wurden indes ein klein wenig enttäuscht.

Für mich ist das Buch zu unterkühlt, ein wenig zu farblos und leblos. Zur Hauptperson kam bei mir leider überhaupt keine (emotionale) Bindung auf. Somit bleibe ich in der Bewertng bei 3 1/2 Sternen hängen.

Gleichwohl hat mir die Sprache wunderbar gefallen. Anne von Canal hat größetenteils hinreissend geschrieben. Aber er gibt zu viele Kritikpunkte, die ein höhere Bewertung für mich ausschließen.

Die verschiedenen Perspektiven des Buches (z.B. mit dem Tagebuch) haben mir weniger gefallen. Viel wichiger indes, dass ganz viele Fragen offen bleiben.

Die Grundidee mit der Frage Mediziner oder Pianist, dem Streben, sich von seinem Elternhaus zu lösen oder seinen eigenen Weg zu gehen, all das hat mir sehr gut gefallen.
Aber viele Details werden nur angedeutet, ehe die große Katastrophe und damit auch der Buchtitel greifbarer wird.

Noch einmal zur Sprach der Autorin:
"Muskekater im Gehirn" oder "gelegentlich war Autorität noch einen Versuch Wert" sind feine Formulierungen, die mir außerordentlich gut gefallen haben.

Aber unterm Strich bleiben die Zweifel, so dass "Der Grund" nicht viele Gründe bietet ihn zu lesen...

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201 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

italien, cia, geheimdienst, usa, thriller

Die Begnadigung

John Grisham , , ,
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Heyne, 07.08.2006
ISBN 9783453431973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Grisham ist einfach ein feiner Geschichtenerzähler. Diese Kunst, diese Gabe macht dieses Buch ebenso federleicht wie spannend.
Ein Katz-und-Maus-Spiel, ein Thriller, in dem es um Flucht, um das Verstecken, das Untertauchen und natürlich um viel Geld geht.

Nach sechs Jahren in Einzelhaft kommt der Anwalt und Lobbyist Joel Backmann raus aus dem Gefängnis. Er wurde vom Präsidenten begnadigt. Doch statt eines Leben in Freiheit erwartet ihn ein ein turbulentes Leben auf der Flucht und in ständiger Angst. Die CIA und auch mehrere Geheimdienste versuchen seinen Unterschlupf im italienischen Bologna aufzuspüren.
Es ereignete sich ein wilde Jagd, die vor allen Dingen fesselt und jede Menge Lesevergnügen bereitet.

Ich fand es schön, mal einen Grisham ohne teifere Justizinhalte zu lesen.

Einverstanden, nicht immer wirkt das Treiben ganz realistisch. Wie Joel Backmann die Profis der CIA und andere Spezilisten narrt und austanzt, ist nicht immer sehr nahe an der Wirklichkeit, aber das Werk macht dennoch viel, viel Spaß.

Grisham ist immer gut - dieses Buch ganz besonders!

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