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121 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

psycho, düster, psychothriller, angst, beängstigend

Das Mädchen im Dunkeln

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783404174164
Genre: Krimi und Thriller

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Jogginghosen-Henry

Hannes Finkbeiner , Heiko Arntz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453418684
Genre: Romane

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(41)

60 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

thriller, paula hawkins, selbstmord, mord, wasser

Into the Water

Paula Hawkins
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 02.05.2017
ISBN 9780857524430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kennen Sie das? Die große Sorge bereits auf den ersten Seiten nicht mitbekommt, das es zu wüst, zu chaotisch, zu komplex und zu viele Namen sind? So erging es mir bei "Into the water" von Paula Hawkins. Mit gleich 10 Charakteren konfrontiert uns die englische Erfolgsautorin von Beginn der Lektüre an. Man liest eifrig und es dauert, aber dann ist man doch irgendwann drin im Stoff und kann die Person ganz zuordnen.

Kennen Sie das, wenn man immer mehr in den Sog der Geschichte eintaucht. Zugegeben, wenn auch die Thriller-Elemente einigermaßen überschaubar sind, so ist es doch ein tüchtiges Puzzle, das die Geschichte bietet. Wer ist frei von Schuld, wer erzählt die Wahrheit, wer spielt welche Rolle und sind die Fakten dann doch irgendwie manipuliert?  Aus dem Sumpf dringen immer mehr zwischenmenschliche Töne an die Oberfläche, wo es um Liebe, Verrat und Vertrauen geht. Gleichwohl hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte sich sehr im Kreis dreht und nicht wirklich voran geht. Aber als Buchliebhaber hat auch diese Geschichte so einen lieblichen Suchtfaktor.

Kennen Sie das, dass man am Ende zwischen Baum und Borke hängt, dass man ein wenig das Gefühl hat, dass die Lektüre dann doch weder Fisch noch Fleisch war. Auch nach der finalen Auflösung ist man a) noch erschlagen und b) zweifelt, ob man nun die echte Wahrheit gelesen hat oder es nicht zweifelsfrei im englischen Dörfchen ganz anders zugegangen ist.

Ein ordentliche Buch, dass sehr verwirrend, sehr komplex, ganz gut spannend, aber auch einigen Längen hat. Die hohen Erwartungen nach "Girl on the train" wurden nicht ganz erfüllt. Aber Sie kennen das sicherlich auch, dass man doch irgendwie froh war, diesen unterhaltsamen Pageturner gelesen zu haben.

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(17)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi

Stirb ewig

Peter James
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 08.12.2016
ISBN 9783596297764
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Stirb ewig", konnte mich nicht aus den Puschen hauen. Insgesamt ist der britischen Roman dann doch nur ein 08/15-Thriller, obwohl der Plot so interessant und fast einzigartig klang.

Doch aus der guten Idee ist dann fix eine fast beliebige Geschichte geworden, deren Dramatik sich gerade zum Ende hin überhaupt nicht steigern konnte.

Dabei war der Beginn doch aufregend und vielversprechend: Bei einem Junggesellenabschied soll mich Michael ein sehr böser Streich gespielt werden. Er soll für einige Stunden in einem Sarg lebendig begraben werden. Der Streich mißlingt, Michael liegt unter der Erde im Sarg, doch nach einem schlimmen Verkehrsunfall gibt es keinen, der ihn befreit oder ahnt, wo der Sarg liegt.

Der Polizist Roy Grace sucht, findet Spuren und stürzt sich in das Abenteuer. Dabei ist Grace eine Person, der man einigermaßen künstlich ein besonderers Image geben möchte, auch der Charakter hat mich indes nur bedingt überzeugt.

Insofern war der Roman für mich nur Durchschnittsware, ein nur bedingtes aufregendes Buch, das keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen wird

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(85)

298 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

freundschaft, ein wenig leben, missbrauch, hanya yanagihara, roman

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 30.01.2017
ISBN 9783446254718
Genre: Romane

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(23)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

zwillinge, ehrenmord, familie, familiengeschichte, ehre

Ehre

Elif Shafak ,
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Kein & Aber, 13.08.2015
ISBN 9783036959320
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch hat mich mehr als überrascht und gehört zweifelsohne zu meinen bisherigen Lesehiglights im Jahr 2017. "Ehre" von Elif Shafak vereint als Roman alles, was man sich von einem guten, wundervollen Buch wünscht. Eine herausragende Geschichte, eine toller Schreibstil, große Gefühle und reichlich Emotionen und zudem eine feine Prise Spannung und Dramatik. Ein ganz tolles und beachtliches Werk!

Das Buch über eine kurdische Familie, die über die Station Istanbul nach London ausreist, um dort die (unbamherzigen) Schrecken der Großstadt, der Welt und den unterschiedlichsten Gefühlswelten unterliegt.

Dabei erleben wir die Familie in diversen Zeitsprüngen und bleiben als Beobachter immer ganz dicht dran.

Pembe und Jamila sind Zwillingsschwestern, deren Lebenslauf ganz unterschiedliche Bahnen einschlagen soll. Pembe heiratet Adem, einen führungslosen und etwas konturenloser Mann, der mit seiner Frau nach London auswandert. Jamila bleibt als Hebamme ohne Anhang mit einem kargen Leben in Anatolien zurück.
Pembe dagegen wird dreifache Mutter und wir erleben, wie Iskender, Esma und Yunus sich entwickeln und groß werden.

Aber das Großstadtpflaster London bietet den Einwanderern zuviel Sünde, zu viele Möglichkeiten.

Adem wird spielsüchtigt, verliert viel Geld, verliebt sich auch noch in eine undurchsichtige Tänzerin und verlässt die Familie. Daran zebrechen die anderen Familienmitglieder. Iskender begeht eine schreckliche Blutat innerhalbe der Familie und landet für viele Jahre im Gefängnis. Während Esma mit der Pubertät kämpft, findet Yunus trost bei Punks und Hausbesetzern. Die sonst so scheue Pembe kämpft mit ihrer überforderten Mutterrolle, ehe sie sich aus dem Nichts in einen anderen Partner verliebt...

Als sich der 17-jährige Iskender genötigt sieht, die Familienehre mit einer Bluttat wieder herzustellen, ist die große Katastrophe perfekt.

Viel Zündstoff in einer Familie, die ansonsten von Traditionen und - dank der strengen Religon aus - aus einem sehr strengen und engen Korridor mit reichlich Disziplin immer mehr ausbricht.

Die Gemeinschaft wackelt, weil Mißtrauen und Liebe verloren gehen.

Trotz aller Widrigkeiten und Schwierigkeiten hält das Buch am Ende viel Liebe und einen ordentlichen Hoffnungsschimmer parat.

Diese Familie, die sich immer mehr dem Abgrund nähert, auf den 520 Seiten zu beoabachten, hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es war mir eine große Ehre, das Buch zu lesen...

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(40)

81 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, karin slaughter, emanzipation, mörder, shooter

Cop Town - Stadt der Angst

Karin Slaughter , Klaus Berr
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734104060
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Atlanta 1974 - der Geschlechterkampf tobt, doch noch sind Männer und Frauen in Sachen Gleichberechtigung meilenweit auseinander. Und auch der Kampf schwarz gegen weiss ist ein elementares Thema in diesem Roman.

"Cop town" war mein erstes Buch der Erfolgsautorin Karin Slaughter. Am Anfang, auf den den ersten 150 Seiten war ich ganz angetan von dem Werk, nach hinten raus verlor sich das Buch ein wenig.

Der Alltag von Polizistinnen wird anhand der Beispiele Karen und Maggie dargestellt. Ein enorm anstrengender und trister Alltag, weil ihnen von männlichen Kollegen mehr als Steine in den Weg gelegt werden.

Mehrer Polizisten wurden in Atlanta ermordet. Die sonst so coolen Cops sind in heller Aufregung und tapsen bei den Ermittlungen im Dunkeln, ehe sich die größtenteils belächelten Frauen Karen und Maggie der Sache erfolgreicher widmen...

Ich war verwundert über die drastische Wortwahl. Heftige, deftige Sprüche, einige Thrillerelemente und ein wenig Spannung. Sicherlich hat der Roman gute Zutaten,  wie beispielsweise auch die  starken  Charaktere, doch je länger die Geschichte ging, desto mehr ermüdetet mich die Story.

Aber ich werde Karin Slaughter wohl noch eine weitere Chance geben, weil ich viele Ansätze sehr gut fand...

Worte des Buches:

"..die drei haben wirklich versucht sich zu übertreffen. Sie wichsten in meine Handtasche. Sie pissten in meine Schuhe. Schissen in meinen Kofferraum. Daraufhin habe ich mal einen blutigen Tampon auf das Armaturenbrett deines Onkel Terry gelegt. Seither bin ich die verrückte Schlampe. "

"Den Gestank müsst ihr euch vorstellen, mitten im August, es war verflucht heiß. Er hatte nur Glück, dass ich schon am Ende meiner Periode war."

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(24)

41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

boxen, usa, 50er jahre, gegenwartsliteratur, kalifornien

Fat City

Leonard Gardner , Gregor Hens
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 11.04.2017
ISBN 9783351050399
Genre: Romane

Rezension:

Im Vorweg hat das Buch viel Lob eingeheimst, dem kann ich mich nicht ganz anschließen.

Das Buch aus dem Jahr 1969 trifft sicherlich nicht ganz den Zeitgeist, authenthisch, bisweilen beklemmend und eindringlich ist es hingegen schon.

Mir fehlte mitunter die Bindung zu den Hauptpersonen. Die Boxer Ernie Munger und Billy Tully sind zwei arme Geschöpfe. In der Gosse, aus der Gosse, Armut, billiger Sex, viel Alkohl und gelegentlich Boxtraining und einzelne Kämpfe, die quasi die Höhepunkte im Buch darstellen.

Mit einfacher Feldarbeit verdient der mehrfach gefeuerte Billy sein Geld, das er jedoch im schnellen Tempo wieder in Alkohol umsetzt. Echte Sympathiepunkte für die Boxer oder deren Trainer kommen dabei nicht auf, vielmehr ist es eine bittere Millieu-Studie der Unterschicht im Kalifornien der 50er Jahren.

Das Buch wurde mehrfach hochgelobt, gilt als Klassiker, mir hingegen war die Story nicht griffig genug. Fast sind es einzelne Geschichten, die vom Niedergang, vom Suff, von gestörten Beziehungen und vom ebenso tristen wie einfachen Boxsport berichten.

Der Satz des Buches:
Er konnte sie nicht lieben, und das Leben ohne Liebe war jetzt noch quälender als zu der Zeit, als er allein gelebt hat.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Theo Boone und der unsichtbare Zeuge

John Grisham
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 18.03.2013
ISBN 9783641109530
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Grisham light" - las ich gerade eben als kurze Kritik bei einem anderen Leser. Das trifft es wahrlich sehr gut. Ein Buch, das für Grisham-Fans nur sehr abgespeckt, einfach und etwas hüftsteif daherkommt.

Theo lebt und atmet in jeder Sekunde seines noch 13jährigen Lebens Anwaltsblut. Vater und Mutter Boone sind selbstädnige Anwälte, so werden die Hausaufgaben imemr in der Kanzleie gemacht. Es sei denn, der umtriebige Junior ist ausnahmsweise mal nicht vor Gericht oder als Besucher im Gerichtssaal. Dort stößt er auch auch auf einen Mordfall, wo Theo den ebenso unbekannten wie wichtigen Mordzeugen trifft. Komische Story? Leider, ja!

Nun, es ist ein Buch für Jugendliche, insofern ist die Betrachungsweise eines reiferen Erwachsenen sicherlich weniger wichtig und anders zu beurteilen, aber ich war von dem von mir so sehr geschätzten Autor schon arg enttäuscht.

Mit Wohlwollen vergebe ich für den Jugendroman drei Sterne, aber was Story, Tempo, Spannung und auch Charaktere betrifft, hat mich keine der Themen wirklich überzeugt. Eine öde, vorhersehbare Story ohne Highlights ohne jede Wendung. Leider ein müdes Buch ohne Salz und Pfeffer...

Die weiteren Jugendromane mit The Boone spare ich mir...


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(34)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

liebe, schweden, nordpol, stockholm, expedition

Unter dem Nordlicht

Jenny Bond , Andrea O'Brien , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.01.2015
ISBN 9783832162825
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein spektakuläre Expedition zum Nordpol mit einem Ballonflug. Eine schwedische Familiengeschichte aus den Jahren 1895 bis 1930. Und eine herzergreifende Liebesgeschichte um ein Trio, die junge Anna, die die Liebe sucht und gleich auf zwei Brüder trifft, deren Herzen sie im Sturm erobert. Klingt nach viel, klingt aufregend - genau das ist dieser Roman auch.

Jenny Bond hat einen wundervollen Roman fabriziert. Dabei ist ihr sowohl eine beeindruckende Zeitreise, eine atemberaubend Abenteuergeschichte, vor allen Dingen aber eben auch eine tolle, gefühlvolle Liebesgeschichte geglückt.

Das Buch lebt von den starken Charakteren, einzige Ausnahme ist für mich der Journalist Knut Stubbendorf, dessen Rolle manchmal ein wenig blass bis merkwürdig anmutet.

Ein Werk voller Tragik, ein Buch über unterdrückte Gefühle, über unausgesprochene Sehnsüchte und ein Roman, in dem wiederholt die Flucht gesucht wird.

"Unter dem Nordlicht" (den Buchtitel finde ich weniger stark) ist ein feiner Roman, der so viele Pluspunkte vereint - ein echter Überraschungshit, denn ehrlich gesagt hatte ich das Buch preisreduziert auf dem Supermarkt-Grabbeltisch entdeckt.

Tolles Buch, große Gefühle und ein beeindruckendes Zeitdokument.

Sätze des Buches:

"Andrees wagemutuger Versuch, mit einem Ballon den Nordpol zu erreichen, wird ihn mit größter Wahrscheinlichkeit das Leben kosten. "

"Sollte Andree den Pol tatsächlich erreichen und unversehrt heimkehren, wird er damit unsterblich werden, und die Welt wird ihm zu Füßen liegen. Für viele Mäner ist dieser Preis einen Versuch wert."

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79 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

macht, familiensaga, jeffrey archer, england, sibirien

Die Wege der Macht

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419926
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es geht weiter, immer weiter. Mit Spannung, Dramatik, großen Gefühlen und jeder Menge Enttäuschungen, Bluffs und Überraschungen.

Teil 5 der großen Familiensaga halt wieder alle Zutaten bereit. Kämpfe um Vorstandsposten, das Spekulieren mit riesigen Aktienpaketen, Vormachtstellungen und jede Menge private Anfeindungen und zahlreiche politische Auseinanderseztzungen, sowohl auf regionaler als auch auf internationaler Ebene.

Autor Jeffrey Archer ist ein echter Könner, der diesen Roman so gefühlvoll, so interessant runterschreibt, sodass man als Leser mühelos folgen kann.

Hoher Unterhaltungswert dank bekannter Protagonisten zeichen auch dieses Werk aus. Tolle Spannungsmomente und eben auch am Ende ein weiterer Cliffhanger - die Geschichte wird schließlich noch tüchtig weitererzählt.

Trotz aller Unterhaltungskunst kam erstmalig ein wenig Müdigkeitserscheinungen auf. Manchmal hatte man das Gefühl gewisse Anekdoten schon in den Büchern 2-4 gelesen zu haben. So zieht es sich manchmal, auch wenn das Hauptthema gut gegen böse wundervoll funktioniert. Manchmal sind unterdessen die Charaktere freilich ein wenig sehr schwarz oder weiss markiert...

Dennoch, die Saga bereitet jede Menge Freude und das wieder auf stolzen 580 Seiten, die Fortsetzung möge folgen und die Macht mit uns sein...

Sätze des Buches:
Erinnerst du dich daran, was Lyndon Johnson über J. Egar Hoover gesagt hat? "Ich habe ihn lieber im Zelt, wo er nach draußen pinkelt, als draußen, von wo aus er reinpinkelt."

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41 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

justiz-thriller, john grisham, bestechung, grisham

Bestechung

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Bea Reiter , Imke Walsh-Araya
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453270336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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49 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

thriller, entführung, silo, sprengstoff, dante

In der Finsternis

Sandrone Dazieri , Claudia Franz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2016
ISBN 9783492309134
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Turbulent ist es, verworren ist es, sehr düster ist es und reichlich Spannung ist auch garantiert. Insofern hat "In der Finsternis" alle Zutaten, die einen ordentlichen Psychothriller ausmachen.

Die Geschichte spielt in Rom, doch von Sonne und Glanz einer Millionenmetropole ist wenig übrig. Kleine Kinder werden entführt und verschwinden spurlos. Schnell stellt sich heraus, dass sie in Gefangenschaft gepeinigt und genauestens beobachtet werden. Trotz der intenisven Suche bleibt es kurios und mysteriös.

Die italienische Kommissarin Colomba ist ordentlich auf Zack, enorm tough, hat immer den richtigen Riecher und trifft fast immer die richtigen Entscheidungen. Daraus entsteht ein feines Katz-und-Maus-Spiel, die Spur ist mal heißer und mal dichter und  immer wieder kommt es zu Überfällen, Explosionen oder Morden.

Es ist ein Roman und ein Spiel, bei dem es um verschiedene Ängste geht, bei dem es die Themen Entführung, Gefangenschaft und unterschiedliche Abhängigkeiten imemr wieder auftauchen.

Insofern bietet die kurzweilige und turbulente Geschichte viel, viel  Zündstoff und jede Menge Action.

So braucht es 550 Seiten, bis sich ein Happy End anbahnt und die Schwerverbrecher dingfest gemacht werden.

Ein wenig ermüdend war es dann doch, und dass das Duo um Colomba und das einstige Entführungsopfer Dante so wahnsinnig stark harmoniert, ist (nunja) nicht immer ganz realistich.

Unter dem Strich indes ein abgefahrener, spannender Thriller aus Italien.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Willkommen in Falconer

John Cheever , Thomas Gunkel , Peter Henning
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 16.05.2013
ISBN 9783832162290
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hat im Vorwege hervorragende Kritiken eingeheimst und gilt (längst) als Klassiker der Gefängnisliteratur.

Ich kann die warmen Worte eher weniger unterstreichen, für mich waren mehrere Punkte in dem Werk nicht so glücklich. Die Story und die Hauptperson haben mich größtenteils nicht erreicht.

Das Buch schildert sehr schonunglos, recht eindrucksvoll, sehr brutal und nicht eben prüde den Alltag im US-Gefängnis.

Die Hauptperson kommt indes nur wenig charmant rüber. Zeke Farragut ist zu diffus und als Person zu wenig greifbar. Über sein Heroinsucht, über seine Tätigkeit als Professor oder auch seine Ehe wird man nur recht lapidar informiert. Und auch über die eigentliche Tat, den Angriff und Mord auf seinen eigenen Bruder und das Motiv, wird der Leser nur unzureichend abgeholt.

So fehlen die Sympathiewerte und man fiebert mit der zwar starken, aber wenig griffigen Hauptperson nur weniger mit.

Als Zeke schließlich die Flucht aus Falconer gelingt, da endet das Buch einigermaßen abrupt. Schade. Sehr schade.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

buch, roman, anwalt, online

Der Gerechte

John Grisham , Kristiana Dorn-Ruhl , Imke Walsh-Araya , Bea Reiter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.09.2017
ISBN 9783453421820
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anwalt Sebastian Rudd ist anders, als andere Anwälte. Ohne eigenes Büro, ohne einen größeren Mitarbeiterstamm und ohne die großen formellen und anwaltlichen Eitelkeiten.
Rudd agiert trickreich, bewegt sich immer an der Grenze der Legalität und ist ein klarer Verfechter der Gerechtigkeit.

John Grisham ist mit diesem Buch frecher, mutiger, zynischer und manchmal sogar etwas böse. Ohne, dass der schreibende Großmeister der Justizia sein bekanntes Handlungsfeld verlässt.

"Der Gerechte" ist ein Werk über einen Anwalt, der mit hochgekrempelten Ärmeln kämpft. Ein Anwalt, der im Privatleben nicht fehlerfrei ist, einer, der sich im Gerichtssaal keinesfalls den Mund nicht verbieten lässt.

In den 400 Seiten werden gleich mehrere Fälle behandelt. Dabei kommen auch Zutaten wie Spannung und Action nicht zu kurz. Zwischendurch wurde es mal kurzzeitig ermüdend, als es mal wieder um Geschworenenauswahl und Plädoyes ging - aber insgesamt wieder ein feines Werk, das höchst unterhalsam ist.

Und ein Grisham-Roman ist von Natur aus ein Qualitätsprodukt, das in jeden wohlsortierten Bücherschrank gehört.

Die Sätze des Buches:

Wollen wir wirklich faire Prozesse? Nein. Wir wollen Gerechtigkeit, und das schnell. Und was ist Gerechtigkeit? Das, was wir von Fall zu Fall dafür halten. Es könnte genauso gut sein, dass wir nicht an faire Prozesse glauben, weil wir so etwas gar nicht haben. Die Unschuldsvermutung gilt länger nicht mehr. Die Beweislast ist nichts als eine Posse, weil die Beweise allzu oft lügen.

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(250)

381 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 180 Rezensionen

thriller, psychothriller, entführung, hamburg, spannung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was benötigt ein guter Thriller? Tempo, Spannung, ein ordentliches Rätselraten und dunkle Gestalten mit undurchsichtigen Momenten. All diese Zutaten finden sich in dem Roman "Die Wahrheit" wieder -  insofern hat das Buch all jene Zutaten, auf die man als Leser hofft und wartet. Somit können wir vorab konstatieren, dass Melanie Raabes Werk gut und grundsolide ist. Leichte Abzüge gibt es nur in der B-Note.

Sieben Jahre war Sarahs Mann Philipp in Südamerika verschollen.Er taucht wieder auf, aber als er aus dem Flieger steigt, ist die Ehefrau jedoch entsetzt. Auch wenn der Fremde viel Insiderwissen mitbringt, Sarah ist sich sicher, dass der Heimgekommene nicht ihr Mann ist!! Was nun? Es entwickelt sich ein hochfeines Psycho-Kammerspiel zwischen den beiden Partnern, die sich in der Zeit sehr weit entfernt haben.
Ist es wirklich ihr Mann, der so merkwürdig agiert und keinerlei Ähnlichkeit hat? Wer hat ihn entführt und warum taucht er plötzlich auf?

Sarah sucht die Wahrheit und findet sich dabei teilweise selber wieder.

Fürwahr, Autorin Melanie Raabe ist einer der Shooting-Stars unter den Thriller Autoren. Auch mit ihrem zweiten Werk untermauert die Autorin ihr Können und ihr Sinn für feine und eine gut dosierte Wortwahl.

In der finalen Auflösung fehlte mir ein wenig Schmackes, gleichwohl ist der Roman - gerade schriftstellerisch - sehr solide Hausmannskost.

Die Wörter des Buches:


"Ich habe lange Zeit geglaubt, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als Philipp zurückzubekommen. Und nun muss ich an etwas denken, das meine Großmutter immer zu mir gesagt hat: Sei vorsichtig mit den Wünschen. Sie könnten wahr werden...."

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(111)

185 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

hamburg, fritz honka, kiez, 70er jahre, unterschicht

Der Goldene Handschuh

Heinz Strunk ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 26.02.2016
ISBN 9783498064365
Genre: Romane

Rezension:

Ist es leichte Kost, weil es bisweilen ganz unterhaltsam ist? Weil der Strassenslang so einfach, so bieder bis vertraut klingt. Oder ist es schwere Kost, weil so viel Elend, Absurditäten, abnormes Verhalten, permanentes sexuelles Verlangen oder Alkohl in rauen Mengen fließen?
Schwierig - wie das ganz Buch! Heinz Strunk hat ein Roman gefertigt, der polarisiert, der aufklärt, der betroffen macht, der aber gleichwohl heiter beschwingt und unterhaltsam daherkommt. Ein schwieriges Unterfangen, das eigentlich ganz gut gelöst wurde, aber von mir dennoch mit vier Sternen (mit der Tendenz zu 3 1/2 Sternen) belohnt wurde.

Warum? Mir fehlt etwas die Struktur, mir fehlten zur besseren Einordnung echte Kapitel und nicht so harte Schnitte. Man fährt  quasi ungebremst an größere Kreuzungheran, ohne dass eine Ampel oder ein Stop-Schild vorhanden sind.
Fritz Honka, ein vierfacher Frauenmörder aus Hamburg wird auf 250 Seiten intensiv begleitet. Nach schwerer Kindheit findet er auf dem Kiez nur recht einfach und eindimensional ins triste Leben. Ein Welt voller Säufer, Huren, voller Gewalt und Dreck umgibt ihn. Als der Versuch, ins bürgerliche, fast normale Leben zu wechseln scheitert, da erfolgt das kolossale Abtauchen in die Unterschicht und in den Abgrund. In der heruntergekommenen Kneipe "Der goldene Handschuh" macht er sich an die einfachen und glücklosen älteren Frauen heran, die er abschleppt und daheim längere Zeit mißbraucht.

Sprachlich verwundert das Buch. Die einfache (und vielfach falsche) Sprache waren mir mitunter etwas zu viel. Vielleicht originalgetreu, vielleicht aber auch etwas viel der besorgniserregenden Unterschicht.

So ist der Roman dann mehr eine sehr intensive, drastischen Millieu-Studie aus den 70er Jahren, denn ein unterhaltsamer Roman. Eine kleine Welt voller Irrer, voller kranker Verlierertypen - ein trauriges Buch, bei dem man freilich häufiger schmunzeln darf...

Auch ob der rohen, verdorbenen Sprache (Jetzt will ich ficken.., Fickarsch, Pisskotzer) war ich ob der Lobeshymnen der zahlreichen Kritiker recht verwundert. Gleichwohl strahlt das Buch auch eine kleinere Faszintion aus..

Die Sätze des Buches:
"Man kann kein neues Leben beginnen, sondern immern nur das alte fortsetzen."

"Aus verbotenen Früchten kann man viele Marmeladen kochen.."


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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

rassismus, usa, polizeigewalt, demonstration, intoleranz

Nichts ist okay!

Jason Reynolds , Brendan Kiely , Klaus Fritz , Anja Hansen-Schmidt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 26.08.2016
ISBN 9783423650243
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manche Geschichten entwicklen sich einfach nicht. "Nichts ist okay" ist so ein Werk, das - aus meiner Sicht - einfach nicht in Schwung kommt. Die Geschichte verpufft, nimmt ganz wenig Fahrt auf und dümpelt recht ereignislos dahin.

Aber ich habe noch mehr Kritkpunkte: Auch die Figuren sind wenig ausgereizt bzw. haben nur wenig Konturen. Es kommen auch immer wieder Szenen im Basketballtraining der Jugendlichen auf, aber auch dort findet wenig Spannendes statt.

Klar, das Thema Rassismus ist gut und wichtig und ein elementarer Bestandteil des Buches. Nur wird die Szene, in der Rashad vom Polizisten Paul schwer geschlagen und misshandelt wird, breit ausgetreten, ohne dass Konsequenzen oder neue Fakten hinzukommen.
So wurde das Lesen für mich zunehmend langweilig, weil die Story nahezu ereignislos verpufft...

Dabei wirbt das Buch damit, dass es aus zwei Sichtweisen erzählt wird. Doch schnell wird klar, dass die beiden Sichtweisen doch ähnlich bis gleich sind.

Mich hat das Buch nur sehr wenig gepackt. Ich wüürde fast zu zwei Sternen tendieren, da dies jedoch ein Jugendbuch ist (und die Sichtweise vielleicht dann doch noch etwas anders ist) war ich mit einer 3-Sterne-Wertung etwas gnädiger.

Die Szene des Buches:
"Wir wissen nicht, was in dem Laden passiert ist, also stelle ich mich nicht einfach hin und sag, der Junge ist unschuldig. Vielleicht ist er es nicht. Ich bin Taxifahrerund arbeite nachts, und, ehrlich gesagt, wenn der Bursche mich ranwinken würde und es wäre dunkel draußen, also ich würd weiterfahren."
"Und warum? Hat das mit seinem Aussehen zu tun?".....

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(74)

145 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 3 Rezensionen

anwalt, versicherungsgesellschaft, thriller, regenmacher, rudy baylor

Der Regenmacher

John Grisham
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.01.2006
ISBN 9783453720893
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bücher sind sicherlich Geschmackssache: In meinen Augen sind Werke von John Grisham immer, immer höchst unterhaltsam. "Der Regenmacher" toppte die Erwartungen und dürfte in der langen Schaffensphase des John Grisham eines seiner Meisterwerke sein - komplex, eine feine Story, spannend, teilweise lustig, einfach wunderbar unterhaltsam.

Dabei sind die Zutaten des Romans exakt so, wie man sie von dem erfolgreichen US-Autors kennt: Einer kleiner Anwalt, der sich mit den großen der Branche anlegt. Ein junger Mann, abgebrannt, dafür aber fleißig, mutig, mit dem Herz am rechtn Fleck und auf der Suche nach der Beziehung seines Lebens. Und wie immer bei Grisham spielt der halbe Roman im Gerichtssaal, wo heftige Wortduelle, zahllose Anträge und viele Machtkämpfe warten.

Rudy Baylor hat gerade sein Studium abgeschlossen und ist verzweifelt auf Jobsuche. Zwar hat er erste Fälle bzw. Akten erhalten, aber ob die ihm zum großen Glück führen? Er versucht den Kampf gegen eine große Versicherungsgesellschaft, die den Anspruch auf Zahlungen von Behandlungen bei einem todkranken Aptienten bereits siebenmal abgelehnt haben. Die Familie ist zudem arm; der junge Mann stirbt noch während der Verhandlungen.

Der forsche Anwalt Rudy Baylor kämpft an mehreren Fronten, ist sympathisch und lässt sich auch durch Rückschläge nicht entmutigen.

Ja, die Gerichtsszenen sind lang, aber häufig auch sehr, sehr unterhaltsam.

Ein lebendiges Buch, das auch mit Emotionen nicht spart. Dank seiner Komplexität, der feinen Charaktere und der klug ausgetüfftelten Story ein ganz feiner Grisham - ein 580-Seiten Meisterwerk des bekannten Meister der Justizthriller.

Die Sätze des Buches:
"Jeder kann eine Forelle braten. Die wirkliche Kunst besteht darin, das verdammte Ding an die Angel zu kriegen."

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

tschuktschen, tschukotka, sibirien, naturvölker, jaranga

Traum im Polarnebel.

Juri Rytchëu , Arno Specht (Übers.)
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 15.08.2016
ISBN 9783293203518
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es gibt so Romane, die so ganz anders sind. Die inhaltlich und auch sprachlich ordentlich aus der Reihe tanzen. "Traum im Polarnebel" ist ein solches Werk, das mit bisherigen Romanen, die ich gelesen habe, nur wenig gemeinsam habe.

Eis, Kälte, Liebe, Familie, Zusammenhalt, jagen, frieren und vor allen Dingen überleben. Das Leben in den Jahren zwischen 1910 und 1920 hat an der Nordostküste Sibiriens Shwerpunkte, die unsereins absolut fremd sind.

John ist Kanadier und auf Expedition in der Nähe von Alaska, als er unverhofft bei einem Stamm der Tschuktschen strandet. Er lernt dort deren Sprache, deren Bräuche und deren bescheidene Lebensform. Aus John wird ein ganz anderer Mensch, der das Jagen und Überleben lernt. Auch die Tatsache, dass seine Hände sehr früh verstümmelt und nahezu unbrauchbar sind, hindert ihn nicht, bei den Fremden anerkannt zu sein. Auch dort gründet er eine Familie, wenn sich auch einige Rückläge ereignen.

Autor Juri Rytcheu entführt uns in dem Roman in eine andere, ferne und fremde Welt. Wir frieren und hoffen mit den Protagonisten, wir jagen mit ihnen und freuen uns mit ihnen über mildere Winter, an denen mal nicht minus 40 Grad vorherrschen.

Die packenden und seltenen Einblicke lassen und bedenkllich und nachdenklich zurück, da das Leben der Eskimos wahnsinnig reduziert und einfach ist, die Familien indes äußerst freundlich, spendabel und zufrieden wirken.

Ein kaltes Buch, das sehr viel Wärme ausstrahlt. Ein großes Abenteuer, das erstklassige Unterhaltung bietet. Nur der Buchtitel, der passte für mich weniger.

Der Satz des Buches:
"Das Glück kommt  nur zu dem, der ihm entgegengeht."

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, stalking, entzweiung, familie, judith hermann

Aller Liebe Anfang

Judith Hermann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 14.08.2014
ISBN 9783100331830
Genre: Romane

Rezension:

Am Ende war ich enttäuscht über das Buch! Oder sauer? Nein, einfach enttäuscht, es durchgehalten zu haben.

Judith Hermann hat diese Geschichte viel zu unterkühlt, viel zu distanziert erzählt. Keine Sympathien, keine größeren Erklärungen für das Handeln. Und auch keine Perspektive oder Entwicklungen.

Einigermaßen spät stellt sich heraus, dass es eine Stalking-Story ist, doch da nähert sich das Buch schon dem Ende.

Stella lebt dort mit ihrer kleinen Tochter und ihrem Partner Jason, der beruflich viel unterwegs ist. Ein Nachbar (Mister Pfister!) klingelt am Anfang nur vereinzelt und später täglich bei der hilflosen Nachbarin.

Ja, die Sprache der Autorin ist ganz okay. Und ja, die Schreiberin hat den Blick fürs Detail. Aber die großen Minuspunkte: Es kommen überhaupt keine Gefühle auf. Emotionen gibt es gar nicht. Selbst ist in der Partnerschaft von Stelle zu Jason wird gerade einmal über das Händchenhalten sinniert. Und Spannung, die vermisst man in dem Werk ebenfalls.

Hinten raus hat mir der Roman immer weniger gefallen. Ich habe kleine Herausforderungen mit dem etwas konfusen Schluss und habe das Buch wenig erbaut beendet.


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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gefängnis, schottland, freundschaft, mord, gericht

Das letzte Plädoyer

Jeffrey Archer , Tatjana Kruse
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 03.03.2011
ISBN 9783502102076
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vorweg keine wirkliche Neuerung: Der englische Autor Jeffrey Archer ist eine so routinerter und bravouröser Geschichtenerzähler, so dass seine Bücher immer einen anständigen bis sehr guten Unterhaltungswert haben. So ist es auch bei "Das letzte Plädoyer".

Zur Geschichte: Danny sitzt unschuldig im Gefängnis. Noch schlimmer: Der Prozess lief schlecht, so dass die Haftstrafe nach dem Mord an seinem besten Freund 22 Jahre beträgt. Guter Rat hinter GIttern ist teuer, doch die Ähnlichkeit mit seinem Mithäftling hilft beim Weg in die Freiheit.

580 Seiten soll man erst einmal füllen, wobei das für Jeffrey Archer dann doch irgendwie keine echte Herausforderung ist. So blättert man gerne und reichlich um und fühlt sich als Leser im Abenteuer um Justiz, um Spekulationsobjekte, um eine wertvolle Briefmarkensammlung und um die große Liebe zu Beth sehr gut unterhalten.

Ein ordentliches 4 1/2 Sterne Buch - ganz am Ende, als es erneut vor Gericht ging, da wurde es dann doch etwas viel und es kam zum ersten Mal etwas mühevolleres Umblättern auf...



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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

perspektivlosigkeit, landleben, mecklenburg-vorpommern, milchbauern, sommer

Niemand ist bei den Kälbern

Alina Herbing
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Arche, 10.02.2017
ISBN 9783716027622
Genre: Romane

Rezension:

Der tolle Buchtitel hat mich aufmerksam gemacht und auch das Buchcover hat mir sehr gefallen. Geschwind gekauft, gelesen und doch leider etwas enttäuscht.

Bücher sollen Menschen beschreiben, die eine Entwicklung machen. In dem Fall habe ich die Entwicklung nicht wahrnehmen können. Viel zu trist, zu trostlos, zu einfältig und zu naiv agiert Christin, die auf dem Land nur zaghaft versucht das Glück zu finden.

Ihr Freund Jan (kantiger Landwirt, jung und wortkarg) hat nahezu gar keine Konturen, verhält sich komisch, mürrisch und distanziert, so dass nahezu gar keine echte Geschichte aufkommen will. Manchmal lebt das Buch von Andeutungen, manchmal versucht Christin aus dem bäuerlichen Umfeld auszureissen, aber die Flucht in die Großstadt ohne Geld, aber dafür mit Gummistiefel ist wenig geplant.

Mir hat leider die Sprache auch nicht so gut gefallen. Als Norddeutscher fand ich mich hier und da durchaus wieder, aber insgesamt ist mir das für einen Roman zu platt, zu kurz, zu wenig. Echte Dialoge kommen überhaupt nicht auf. Manche Beschreibungen vom Stall, von den Haustieren fand ich immer zu angedeutet und konnte nicht immer gleich folgen...

So habe ich mich manchmal gefragt: Was soll dieses Buch? Gibt es eine Message oder ist es einfach eine nüchterne und dreckige Beschreibung über biederes Landleben der jungen Unterschicht?

Es war nicht alles schlecht, weil ich das Grundthema generell spannend finde. Nur die Umsetzung, die hat nicht gestimmt. Es ist in dem Buch leider auch nicht eine Person zu finden, die ansatzweise sympathisch ist.

So endet das Buch als biederes Landleben der Unterschicht und dem Versuch einer Millieustudie.
 
Trotz des Sommers hat das Buch keinerlei Sonnenschein, wenig Gefühl und nur wenig Positives.

Zitat Seite 104 (was ganz vielleicht ja auch der Wahrheit entspricht):

"ich weiß ja, es ist normal , dass irgendwann alle arbeiten und heiraten und abends viel zu früh auf der Couch einschlafen. Die Männer trinken zum Mittag das erste Bier und ihre Gesichter werden weiß und aufgedunsen, bis nichts mehr übrig ist von den süßen Jungs, die sie mal waren. Auf einmal kommt mir mein Leben viel zu lang vor und gleichzeitig habe ich das Gefühl,  es wäre schon vorbei. "

Perspektivlosigkeit auf dem Land - als Buch kommt das nur so mittel rüber bzw. ist nur eingeschränkt unterhaltsam...

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Frau an der Schreibmaschine

Suzanne Rindell , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 11.10.2016
ISBN 9783442748877
Genre: Romane

Rezension:

Ich fand das Cover grandios. Ich fand den Buchtitel schön. Und als ich dann noch las, dass dieses Buch auf einer kleineren Wellenlänge wie "Gone Girl" funkte, da war ich begeistert.

Welche eine Idee, dass eine (einfache) Schreibkraft bei den Protokollen und Geständnissen von Mördern und anderen Kriminellen einfach die Wahrheit verdreht und mit Hintersinn und Fantasie agiert. Das alles- so achte ich mir - ist eine feine, bunte Mischung für tolle Unterhaltungsliteratur.

Die Realität beim Lesen sah anders aus. Die Frau an der Schreibmaschine schreibt gar nicht so viel, beziehungsweise sie verändert die Protkolle und Texte nur höchst selten.

Sicherlich war es sehr spannend, in die 20er Jahre einzutauchen. Die Autorin Suzanne Rindel fängt diese besondere Stimmung gut auf und ein, aber die Story hat mich weniger gefesselt.

Rose, die Frau an der Tastatur, ist prüde, zurückhaltend und zudem sehr naiv. Odalie hingegen, die als neue Schreibkraft anfängt,  dagegen mysteriös, verschwenderisch und lasziv. Und Odalie birgt einige Geheimnisse, hinter die Rose nur sehr langsam kommt.

Mir haben die Spannungsmomente gefehlt. Mir haben die Überraschungsmomente gefehlt. Mir hat die tiefere Bindung zu der Geschichte und den Protagonisten gefehlt.

In der Danksagung gab die Autorin Parallelen zu "Der große Gatsby" zu. Stimmt - aber leider nicht so pompös!

Schade, schade, dass diese hervorragende Grundidee nur so unzureichend umgesetzt wurde.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

neuanfang, störung, südfrankreich, krankheit, thriller

Etwas bleibt immer

Edgar Rai
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.08.2016
ISBN 9783827013040
Genre: Romane

Rezension:

Etwas bleibt immer - ich habe bei diesem herausragenden Buch ausschließlich mit dem Buchtitel gefremdelt - am Ende war ich aber auch damit zufrieden.

Die Art, wie Edgar Rai formuliert, ist faszinierend. Das,  was er formuliert  - ebenso.

Selten habe ich so starke Dialoge gelesen. Sicherlich sehr sparsam dosiert, aber häufig sehr amüsant.

Der Autor arbeitet viel mit kurzen Sätzen, hat ein ganz eigene Art, sich auszudrücken. Sehr beachtlich!

Es ist ein Psychospiel, dem man wundervoll folgen an. Ein Werk, das prächtig unterhält und einen zudem gut in Atem hält.

Auf den ersten 50 Seiten war ich überrascht, wie langsam die Story begann. Wieviel Zeit sich der Autor nahm. Doch dann kam der Orkan. Das Kammerspiel an der französischen Küste wird immer heißer, ereignisreicher, immer wilder, verruchter und immer kopflastiger.

Edgar Rai hat tolle Charaktere gezeichnet. Er hat eine feine Kulisse gebaut und überhaupt: Er hat eine berauschende Story gezimmert und ein feines Buch kreiert.

Der Roman würde auch wunderbar als Film funktionieren, aber Buch ist halt immer besser. Immer - wem sag ich das...


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