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117 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

thriller, fiona cummins, der knochensammler, die ernte, knochenkrankheiten

Der Knochensammler - Die Ernte

Fiona Cummins , Birgit Schmitz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 23.03.2017
ISBN 9783651024991
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich weiss nicht, wo die ganzen guten Kritiken herkommen. Das Buch ist einfach nur schlecht. Unspannend, unglaubwürdig und ziemlich schlecht geschrieben. Der Schreibstil ist irgendwie schwülstig und auch die Dialoge sind sehr gestelzt. Ich fand es einfach nur schlecht. Ich werde mit Sicherheit keine weiteren Bücher der Autorin lesen und auch, was aus dem Knochenmann wird, interessiert mich nicht.

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

london, serie, neue krimireihe, englischer thriller, mörder gefährlich

Das Mädchen im Eis

Robert Bryndza , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.09.2017
ISBN 9783328100973
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Band der Reihe um DCI Erika Foster ist ein solider Whodunit. Er führt seine Hauptfigur Erika ein. Nach einem sehr unglücklich verlaufenen Einsatz, bei dem auch ihr Mann ums Leben kam, fühlt sich Erika endlich wieder in der Lage, zu Arbeiten. Sie wird in London um Hilfe gebeten. Sie soll den Mord an einer jungen Frau aufklären. Ihr Vater ist ein geadelter Unternehmer und die Tat hat großes Aufsehen erregt.

 

Der Mordfall ist vertrackt genug und wir sind immer nah bei Erika und ihrer Arbeit als Polizistin. Erika reiht sich ein in die Riege der privat gebeutelten Ermittler. Der Tod ihres Mannes hat sie schwer getroffen, sie fühlt sich auch schuldig an seinem Tod und macht sich Vorwürfe, da sie den Einsatz geplant hat. Ihr Chef ist ihr zwar wohlgesonnen, aber schon gleich am ersten Arbeitstag hat sie sich nicht im Griff und so ist sie den Fall schon bald wieder los. Aber natürlich hat sie den richtigen Riecher und ermittelt mit Hilfe ihrer Kollegen auch nach ihrer Suspendierung weiter.

 

Die Figur der Erika hat mir einige Schwierigkeiten bereitet. Von Anfang an eckt sie an und auf mich wirkte sie in keiner Weise arbeitsfähig. Sie tut immer das, was sie nicht soll, sie ist unbeherrscht und impulsiv. Außerdem scheint sie mir ein großes Problem mit Arbeitsanweisungen zu haben. Befehlen liegt ihr eindeutig mehr als welche zu befolgen. Auch gut gemeinten Ratschlägen gegenüber ist sie immun. Ihre eigene Gesundheit interessiert sie sowieso nicht. Ich muss gestehen, dass ich sie extrem unsympathisch fand und ich fast hoffte, dass ihr gehässiger Kollege Recht behalten würde. Aber natürlich passiert das nicht.

 

„Das Mädchen im Eis“ ist ein solider Krimi. Die Spannung ist nicht übermässig, aber die kurzen Kapitel haben mich dazu verführt, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen. Das Buch liest sich locker weg. Am Schluss überschlagen sich die Dinge dann ein wenig und es kommt zu einem sehr rasch abgehandelten Ende. Wer der Täter war, konnte man im letzten Drittel schon erahnen.

 

Wer gerne Krimis über Ermittler und Polizeiarbeit liest, wird hier gut bedient. Die Serie um Erika Foster ist in England ja sehr beliebt. Ich persönlich bin kein Freund von Serienermittlern. Ich lese lieber Stand-Alones. Zudem war mir Erika nicht sehr sympathisch. Aber das ist mein persönlicher Geschmack, denn im Grunde ist an diesem Buch nichts verkehrt.


3,5 Sterne

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Tags: englischer thriller, neue krimireihe   (2)
 

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102 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

moskau, gentleman, hausarrest, hotel, freundschaft

Ein Gentleman in Moskau

Amor Towles , Susanne Höbel
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351468
Genre: Romane

Rezension:

Ich gehöre leider zur Minderheit, wenn es um dieses Buch geht. Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich Towles‘ „Eine Frage der Höflichkeit“ einfach nur wunderbar fand. Leider leider konnte ich mit diesem Buch so gar nichts anfangen. Ich habe mich regelrecht durchgequält.

 

Es ist eine recht behäbige wenn auch wunderschön geschriebene Geschichte eines adligen Russen, der zu Hausarrest in einem Luxushotel verurteilt wird. Dort verbringt er sein halbes Leben. Doch die Welt steht nicht still, sie kommt zu ihm und er wird sogar unverhofft Ziehvater einer Tochter. Russland geht durch seine jüngere Geschichte und der Graf lebt ein beschauliches Leben im Hotel. Amor Towles kann schreiben, keine Frage. Aber hier vermisse ich einfach eine stringente Geschichte. Es werden Episoden aneinandergereiht. Die Figuren entwickeln sich nicht weiter, sie sind so wie sie sind. Sie sind durchweg sympathisch, Graf Alexander ist anbetungswürdig und fast zu gut für diese Welt. Aber ein kleiner Spannungsbogen hätte dieser Geschichte, die ich kaum so nennen mag, da einfach keine wirkliche Entwicklung einer Story passiert, gut getan. Es plätschert auf hohem Niveau dahin und ich muss gestehen, dass ich mich ein wenig gequält habe. Weite Stellen, besonders die um die russischen Funktionäre, habe ich überflogen. Das Buch ist viel zu umfangreich und gefüllt mit Nichtigkeiten. Ja, es ist wunderbar geschrieben und stilistisch von feiner Eleganz, aber das hat mich trotzdem Substanz in der Geschichte vermissen lassen. Ich finde, hier wird großzügig und eloquent übertüncht, dass nur eine kleine triviale Geschichte erzählt wird. Liebe und Freundschaft werden auch in anderen Büchern  behandelt, das ist keine Novität und auch hier nicht ungewöhnlich behandelt. Ich empfand es eher so, das gerade der schöne Schreibstil die Story zu etwas adeln soll, was sie nicht ist.

 

Da die meisten Leser hingerissen sind von dem Buch, wird meine negative Einschätzung dieses Buches nicht sehr ins Gewicht fallen. Ich hätte das Buch gerne gemocht, aber für mich ist es mehr Schein als Sein. Ich habe mich leider gelangweilt  und schwanke zwischen 2 und 2,5 Sternen. Da ich denke, dass es an mir liegt, dass das Buch seinen Zweck nicht erfüllt hat, runde ich auf 3 Sterne auf. Aber persönlich war dieses Buch für mich eine Enttäuschung.

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Tags: belletristi, russische geschichte   (2)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

neuseeland, flucht, neuanfang, suche, verschwinden

Niemand verschwindet einfach so

Catherine Lacey , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036805
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein schwieriges Buch. Aber es hat mich auch an daran erinnert, das Lesen auch bedeutet, in den Kopf und in die Gedankenwelt eines anderen Menschen Einblick zu erhalten. Und das tut man hier zur Genüge.

 

Elyria beschließt für sich, ihren Mann zu verlassen. Aber eigentlich nicht nur ihren Mann, sondern ihr Leben und am liebsten auch sich selber. Auf die wage Einladung eines Menschen, den sie auf einer Party traf, fliegt sie von New York nach Neuseeland. Dort schlägt sie sich irgendwie  zu diesem Ort vor, an dem besagter Mensch lebt. Ihm aber ist sie nach einer Weile zu traurig, denn er kann die Traurigkeit anderer Leute nicht tolerieren. Wahrscheinlich ist sie ihm nur lästig. Ein Besuch, der nicht gehen will, wird irgendwann unangenehm.

 

Das Buch hat wenig Handlung oder gar Narrative. Wir erleben die Dinge durch Elyrias Sicht. Wir sind in ihrem Kopf. Sie will flüchten. Es gibt bei ihr Anzeichen einer Depression oder evtl. sogar einer psychischen Erkrankung, aber das werden wir nie genau herausfinden, denn unsere Sicht ist die durch ihre Augen. Sie will fliehen vor all den Gedanken und Entscheidungen. Vor einigen Jahren verlor sie ihre Adoptivschwester durch Selbstmord  Eigentlich stand sie ihr nicht nahe, sagt Elyria jedenfalls. Aber langfristig hat sie der Tod ihrer Schwester nachhaltig geprägt. Durch diesen Tod hat sie ihren Mann kennengelernt, den sie nur „Ehemann“ nennt. Er war einer der letzten Menschen, die ihre Schwester lebend gesehen haben. So ist ihr gutes Leben in New York dadurch geprägt worden, das ihre Schwester sich umgebracht hat.

 

In Neuseeland lässt sich Elyria treiben. Sie trifft einige merkwürdige Menschen. Während sie per Anhalter reist, halten immer wieder Frauen an, um sie mitzunehmen und sie gleichzeitig vor den Gefahren zu warnen, die dieses Art des Reisens mit sich bringt. Aber Elyria ist es egal. Fast hatte ich das Gefühl, dass sie die Gefahr sucht. Sie schläft in Scheunen und am Strand. Sie ist sich immer bewusst, dass sie als alleinreisende Frau damit ein Risiko eingeht. Aber es ist ihr egal. Sie tut es einfach trotzdem. Sie wirkt losgelöst von der Realität. Alles, was die anderen Menschen, die sie trifft, tun, berührt sie nur am Rande. Sie will vor allem flüchten, aber vor sich selber und ihrer Gedankenwelt kann sie nicht flüchten. Ihre Gedanken drehen und wenden sich, verästeln sich. Ihr Kopf gibt keine Ruhe und lässt sie nicht zur Ruhe kommen.

 

Im ersten Drittel fand ich Elyrias Gedankenwelt amüsant und interessant. Voller anderer Sichtweisen auf die Dinge, so wie ich sie habe. Dann empfand ich es als zunehmend anstrengend, ihren kreisenden Gedanken zu folgen. Auch ihre Starrköpfigkeit war anstrengend. Sie weiß eigentlich, wie sie sich verhalten sollte, was sie tun und sagen sollte. Aber sie handelt komplett anders. Das tut sie im Guten wie im Schlechten. Ihr „inneres Biest“ gibt keine Ruhe. Dieses Biest war für mich ein deutliches Anzeichen, dass Elyria ein psychisches Problem hat. Bezeichnend ist auch, dass sie das Biest erkennt und trotzdem nichts dagegen tun kann oder will. Das Ende ist dann genau wie der Beginn, einfach mittendrin. Es gibt keinen wirklichen Schluss, keine Erlösung. Elyria entlässt uns aus ihrer Gedankenwelt genau so plötzlich, wie sie uns hineingelassen hat.

 

Dies ist auf jeden Fall eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Hier gab es keine wirkliche Geschichte, sondern wir wurden in die schwierige Gedankenwelt einer Frau hineinversetzt. Catherine Lacey hat ein ungewöhnliches, unglaublich gut geschriebenes und komplexes Buch geschrieben, das aber mit Sicherheit sich nicht für jeden erschließt. Es hat sich auch in weiten Teilen mir nicht erschlossen, aber seine Andersartigkeit im Denken, seien ungewöhnlichen Gedankengänge werden mir in Erinnerung bleiben.

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Tags: beletristik   (1)
 

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

zwillinge, psychothriller, mord, vergangenheitsbewältigung, familiendrama

Schläfst du noch?

Kathleen Barber , Maria Zettner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.08.2017
ISBN 9783453422087
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Schläfst du noch“ ist ein relativ vorhersehbarer Psychokrimi mit etwas anstrengenden Hauptfiguren. Davon abgesehen ist er aber durchaus unterhaltsam und gut durchdacht.

 

Die Zwillinge Lanie und Josie haben sich schon vor Jahren entfremdet. Grund war die Ermordung ihres Vaters durch den Nachbarsjungen. Ihre Mutter, vorher schon labil, verlor durch diese schreckliche Tat vollends den Halt, verließ ihre Töchter und schloss sich einem Kult an. Lanie verarbeitete diese Erlebnisse nicht besonders gut. Sie wurde zu einem rebellischen Teenager, der sich auf Drogen und Alkohol einließ. Josie wollte lieber die Artige sein, aber nach einem Vertrauensbruch von Lanie reiste sie Jahrelang um die Welt. Bis sie Caleb kennenlernte. Mit ihm führt sie eine stabile Beziehung in New York. Leider hat sie ihm nie die Wahrheit über ihre Familie erzählt.

 

Eines Tages erfährt Josie von einem Podcast, der den Mordfall ihres Vaters behandelt. Eine junge Journalistin denkt, dass der Nachbarsjunge vielleicht nicht der Täter war. Es gab viele Ungereimtheiten damals beim Prozess. Josie entwickelt eine Paranoia und denkt, jeder sieht ihr sofort an, das dieser Podcast, über den alle reden, von ihrer Familie handelt. Dann erfährt sie vom Selbstmord ihrer Mutter. Daraufhin macht sie sich zum ersten Mal seit 10 Jahren auf in ihre Heimatstadt.

 

Die Story ist durchaus interessant. Einer Familie passierte eine Tragödie. Während der eine Zwilling irgendwie damit versuchte, klar zu kommen, driftete der andere völlig ab. Etwas Persönliches entfremdet die Zwillinge. Josie findet ihr Glück, obwohl ihr Partner nicht die Wahrheit kennt über ihre Familie. Dann passieren zwei Dinge: Dieser Podcast, der auf einmal in aller Munde ist und der Selbstmord ihrer Mutter, die jeden Kontakt zu ihren Töchtern abgebrochen hatte.

 

Die beiden Mädchen haben trotz aller Tragik irgendwie ihr Leben gemeistert. Da werfen diese beiden Ereignisse alles über den Haufen. Das liest sich recht flüssig und ist auch durchaus interessant. Für mich war der anstrengende Aspekt beim Lesen die Figur von Josie. Sie ist der Hauptcharakter. Aber sie ist eine Drama-Queen. Ihr Lügen ihrem langjährigen Freund gegenüber, ihre dramatischen Reaktionen sind anstrengend zu lesen. Aber auch ihre Schwester Lanie ist nicht besser. Die beiden sind einfach furchtbar anstrengend als Charaktere und reagieren immer extrem. Da wird sich bei jedem Anlass übergeben, tagelang nicht geschlafen. Die beiden haben extrem schlimme Sachen erlebt, aber als Buchcharaktere fand ich sie sehr schwierig und auch unsympathisch. Für mich als Leser waren sie einfach over-the-top. Weder ihre anderen Verwandten, ihre Tante z.B, die ja auch ihre Schwester verlor, sind so extrem bei allem wie diese beiden Mädchen. Josie stellt sich z.B. einige Fragen tatsächlich erst nach 10 Jahren Abstand und unter den erschwerten Voraussetzungen.

 

Mir hätte das Buch besser gefallen, wenn die Zwillinge nicht so extreme Charaktere gewesen wären. Ihren Befindlichkeiten wird für meinen Geschmack viel zu viel Raum gewährt. Sie reagieren sehr extrem (ich überstrapaziere dieses Wort aber es passte einfach zu gut) und das steht dauernd im Vordergrund und drückt die eigentliche Story in den Hintergrund. Das hat mich etwas gestört und mein Lesevergnügen beeinträchtigt.

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Tags: psychothriller, zwillinge   (2)
 

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

science fiction, roboter, sylvain neuvel, außerirdische, aliens

Giants - Zorn der Götter

Sylvain Neuvel , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453534803
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dies ist der zweite Band der Giants-Reihe von Sylvain Neuvel. Es ist unverzichtbar, vorher das erste Buch zu lesen. Ansonsten verstehe man nicht, worum es geht.

 

Es geht auch gleich umstandslos weiter in der Geschichte. Der Stil bleibt der gleiche. Erzählt wird in Form von Transkripten. Meistens telefonieren die Figuren nur untereinander und müssen deswegen immer genau beschreiben, was sie tun bzw. sehen. Das ist manchmal etwas anstrengend und unnatürlich. Die Kapitel heißen wieder Files und sind nicht fortlaufend nummeriert. Es werden immer mal Nummern ausgelassen. Das suggeriert, dass es noch mehr Berichte gibt. Die Handlung wird zügig vorangetrieben. Plötzlich taucht ein weiterer Roboter mitten in London auf. Zuerst steht er nur ruhig da und keiner weiß so recht, mit der Situation umzugehen. Soll man ihn angreifen? Aber wenn ja, womit? Als er endlich reagiert, wird halb London ausgelöscht. Und dann tauchen weitere Roboter auf. Überall auf der Welt stehen plötzlich in den bevölkerungsreichsten Städten  gigantische Roboter. Da die Außerirdischen keinen Kontakt aufnehmen, steht das Team und Dr. Rose Franklin vor einem Rätsel.

 

Das Buch ist trotz seines Aufbaus sehr actionlastig und spannend. Die Handlung wird zügig vorangetrieben und es gibt einige Entwicklungen und Überraschungen. Das Ende könnte ein Abschluss sein, aber der Autor hat sich ein kleines Hintertürchen offen gelassen. Ich dachte eigentlich auch, es würde sich um eine Trilogie handeln. Von dem ersten Buch war ich schwer begeistert und habe mich sehr auf den Folgeband gefreut. Er hat  mich handlungstechnisch auch überzeugt. Etwas anstrengend fand ich nach einer Weile den Stil, wie ich schon oben erwähnte. Dadurch, dass es keine wirkliche Narrative gibt, wird alles nur in wörtlicher Rede oder in Form von Briefen oder Tagebüchern erzählt. Situationen müssen von den Figuren beschrieben werden, das ist vor allem während der Dialoge oft sehr merkwürdig. Dafür gibt es immer mal einen feinen Humor und manche Gespräche sind sehr unterhaltsam. Zum Schluss wird mir auch manches ein wenig zu oft nochmal durchgekaut und eine recht spät auftauchende neue Figur hat mich ein wenig genervt. Aber mir hat gefallen, wie die Geschichte weiterentwickelt wurde. Ich las kürzlich ein anderes Buch, einen mittleren Teil einer Trilogie, der nicht so effektiv an der Storyentwicklung arbeitete. Es war mehr so ein typischen mittleres Buch, das einen spannenden Anfang mit dem Ende verbinden soll. Das ist hier zum Glück nicht der Fall. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob es ein oder mehrere Bücher zu dem Thema geben wird.

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Tags: science fiction   (1)
 

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145 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

england, geheimnisse, paula hawkins, into the water, thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.05.2017
ISBN 9783764505233
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem sensationellen Erfolg, den das erste Buch der Autorin „Girl On The Train“ erfahren hat, waren natürlich alle auf das nächste Buch der Autorin gespannt. Ich bin ziemlich beeindruckt, das die Autorin nicht in ihre eigene Falle getappt ist und etwas Ähnliches geschrieben hat. Denn dieses Buch ist ganz anders. Es ist weniger Mainstream, erst recht nicht anbiedernd. Paula Hawkins hat ihren Erfolg offenbar dazu benutzt, ihren eigenen, eigenwilligen Stil weiter zu entwickeln. Das ist schon einmal ziemlich bemerkenswert.

 

Über den Inhalt möchte ich gar nicht so viel sagen. Das sollte man einfach auf sich zukommen lassen als Leser. Aber so viel sei doch gesagt: es gibt einen Haufen Figuren, aus deren Sichtweise man die Story sieht. Das fand ich eine geraume Weile sehr verwirrend. Wer war Erin nochmal? Oder Nicky? Aber der Wechsel hat auch seinen Reiz. Zu Anfang sieht man die Dinge durch mehrere Augen und somit die Figuren aus anderen Blickwinkeln. Schon schnell ist klar, dass hier jeder Geheimnisse und ein gewisses Problempotential hat. Im Verlauf der Geschichte lernt man langsam all die Namen, aus deren Sicht man einen Blick auf die Handlung wirft. Die Autorin entwirft hier ein sehr düsteres Bild einer englischen Kleinstadt. Hier wird viel unter den Teppich gekehrt. Der unglückselige Fluss mit seinem Selbstmordpool ist fast eine eigenständige Figur. Eine sehr dunkle und düstere Stimmung schwebt über der ganzen Story. Lebenslügen und Geheimnisse prägen die Charaktere. Eine selbsterfüllende Prophezeiung lässt offenbar einige Frauen, die in dem Ort lebten, ihren Tod in diesem Fluss finden. Die Zurückgebliebenen  suchen nach Erklärungen, aber dabei betrügen sie sich selber. Erinnerungen sind trügerisch und oft nicht wahr oder einfach nur subjektiv. Mit diesem Thema spielt Paula Hawkins auf sehr glaubwürdige Weise.

 

„Into the Water“ ist ein sperriges Buch. Es hat viele Erzähler, die alle etwas verbergen oder einfach nur ihre Version der Geschichte erzählen. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Leser, die „Girl on The Train“ gut fanden, auch dieses Buch mögen würden. Denn die Autorin bedient offenbar bewusst nicht die Erwartungshaltungen. Das finde ich schon mal ziemlich cool. Dieses Buch ist noch wesentlich ungeschmeidiger als ihr erstes. Hawkins ist eine frische Stimme im Thriller-Genre, die sehr eigenwillig erzählt und einen sehr individuellen Schreibstil hat. Dieses Buch ist düster, unbequem und etwas schwierig. Es hält einiges in der Hinterhand  und löst nicht alles auf. Es hat ausschließlich unsympathische Figuren, die auch nicht unbedingt logisch, dafür aber sehr menschlich, agieren. Ich empfinde großen Respekt für Hawkins‘ eigenwilligen Schreibstil. Sie entwickelt ihre Story konsequent ungeschmeidig. Ich bin nicht in jedem Punkt mit ihr konform. Ihre Figuren tun doch oft Dinge, die sie anderen als negativ ankreiden. Sie sind sozusagen konsequent inkonsequent.  Auch wenn ich dadurch das Lesen als etwas anstrengend empfand, ist es doch gleichzeitig faszinierend gewesen. Auch die Story besticht durch ihre Düsterheit. Ein durch und durch ungewöhnliches Buch, das weitab vom Mainstream ist und einen als  Leser etwas fordert. Es ist kein Pageturner und keine Easy-Read, dafür bleiben die Figuren und die Story umso länger haften. Ein ungewöhnliches Leseerlebnis.

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Tags: england   (1)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dystopie

Skitter

Ezekiel Boone
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Gollancz, 27.04.2017
ISBN 9781473215221
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist das zweite Buch in der Spinnen-Apokalypse, die auf 3 Bücher angelegt ist. Es folgt dem gleichen Strickmuster wie das erste Buch. Auch hier gibt es einen Haufen Charaktere. Wir sehen die Hauptfiguren aus dem ersten Teil wieder und sehen, wie es ihnen weiter ergeht. Dazu gibt es aber auch wieder jede Menge Nebenfiguren, die oft  nur in einem Kapitel auftauchen aber, genau wie im ersten Buch, einen vollständigen Hintergrund bekommen. Das hat mich schon im ersten Buch etwas gestört und tut es hier noch mehr. Was passiert ist eigentlich nicht so unspannend, aber sich erst jedes Mal durch 2-3 Seiten Infos zu lesen, die man eigentlich gar nicht braucht. Das nimmt viel Schwung aus der Geschichte, so dass sie für mich nie so wirklich harmonisch und spannend wurde. Es dauert eine geraume Weile, bis das Ganze dann doch leidlich spannend wird. Im letzten Drittel gibt es dann ein paar Entwicklungen, die auf den Cliffhanger zum Ende zusteuern und auf das letzte Buch neugierig machen sollen. Das klappt auch soweit, denn schließlich will man ja wissen, wie diese Gruselspinnen besiegt werden.

 

Ich denke, das Buch leidet unter dem typischen Mittleres-Buch-Syndrom. Es ist die Verbindung zwischen dem neugierig machenden ersten Buch und dem abschließenden letzten. Es liefert weitere Infos, ein wenig Weiterentwicklung, hat aber ansonsten keinen weiteren Anspruch. Ich finde das schade. Ich denke, es wäre besser gewesen, die Story auf ein Buch, mit vielleicht ein wenig mehr Seiten, zu beschränken. Das Buch macht seine Sache trotzdem recht gut, ich habe mich zwar ein bisschen gelangweilt und hätte mir ein wenig Straffung oder mehr neue Dinge gewünscht. So aber bin ich weiter gespannt auf das Ende der Trilogie.

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Tags: dystopie   (1)
 

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psychologischer thriller, suspense, serienkiller

The Killer On The Wall

Emma Kavanagh
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei Cornerstone Digital, 20.04.2017
ISBN 9781473535602
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eines Morgens rennt die Tochter des Polizeichefs einer kleinen Gemeinde im Norden  Englands den Hadrians Wall entlang und stößt auf 4 Leichen und einen schwerverletzten Jungen. Von dem Tag an ist nichts mehr wie es vorher war für alle Beteiligten.

 

20 Jahre später ist das Mädchen eine erwachsene Frau und forensische Psychologin. Sie untersucht die Gehirne von Serientätern. Endlich ist es soweit, sie wird das Gehirn von dem verurteilten Täter, der für die Morde in ihrem Ort verantwortlich war, untersuchen. Ihr Vater, der ihn überführte, kam dadurch zu Ruhm und Ehre. Er ist der große Eric Bell, der den Killer on the Wall überführte.  Verheiratet ist Isla mit Ramsey, dem einzigen Überlebenden der Morde. Doch plötzlich gehen die Morde wieder los. Wie kann das sein, sitzt der Täter doch seit 20 Jahren in Haft. Gibt es einen Nachahmungstäter? Oder gab es gar einen zweiten KiIler, einen Gehilfen, der nun wieder anfängt.

 

„The Killer on the Wall“ ist ein düsterer Krimi. Alle, die mit dem Fall zu tun haben, sind in irgendeiner Weise traumatisiert. Isla hat sich auf diesen Moment, den Täter zu untersuchen, 20 Jahre lang vorbereitet. Sie will wissen, was diesen Menschen dazu trieb, diese Taten zu begehen, ihren Mann halb tot zu schlagen und einfach liegenzulassen. Als nun die Morde wieder beginnen, gerät alles was sie bisher glaubte zu wissen, aus dem Lot. Das ist recht eindrucksvoll geschildert. Aber trotzdem passiert über weite Strecken nicht viel in dem Buch. Mina, eine junge Polizistin, die sich vor kurzer Zeit aus privaten Gründen in den Norden Englands versetzen ließ, ist eine weitere Figur, aus deren Sicht wir die Geschichte erzählt bekommen. Sie repräsentiert die Seite der Polizei. Durch sie sind wir Zeuge, wie sie die Untersuchungen von damals noch einmal durchleuchtet. Das ist leidlich spannend. Wie gesagt, in weiten Teilen des Buches passiert nicht viel. Erst zum Ende zieht die Spannung an, wenn dann plötzlich Wendung um Wendung passiert und man von einem Verdächtigen zum Nächsten verwiesen wird.

 

Insgesamt ist die Story gut angelegt und auch originell. Zwar ist die Idee, das ein einem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt, eine Mordserie passiert, nicht ganz so neu, aber doch sind die Gegebenheiten und Charaktere ungewöhnlich genug. Leider ist es über weite Teile nicht wirklich spannend. Dies ist mein zweites Buch von dieser Autorin und ich hatte schon bei dem anderen Buch meine Schwierigkeiten mit ihrem Schreibstil. Irgendwie liegt mir ihre Art des Erzählens nicht. Sie schreibt sehr distanziert, kühl, baut Wiederholungen und viele Fragesätze ein. Ich habe mich zwischendurch dabei ertappt, das ich gedanklich abgedriftet bin während des Lesens. Irgendwie hat es mich diesmal auch nicht wirklich gepackt. Die Autorin kann mich nicht so ganz begeistern, ihr Stil liegt mir irgendwie nicht. Aber da das ein persönliches Problem ist, würde ich niemandem von dem Buch abraten. Es ist durchaus interessant und gut konzipiert, konnte mich persönlich aber in der Umsetzung nicht ganz überzeugen.

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Tags: psychologischer thriller, serienkiller, suspense   (3)
 

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suspense

The Perfect Stranger

Megan Miranda
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Corvus, 16.05.2017
ISBN 9781786492890
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist mein zweites Buch von Megan Miranda. „All The Missing Girls“ war eins der ungewöhnlich aufgebauten Bücher, die ich je gelesen habe. So war ich sehr gespannt auf ihr nächstes Buch. Dieses ist total anders, gradlinig erzählt. Aber es hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

 

Die ehemalige Reporterin Leah steht vor den Trümmern ihrer Karriere. Sie hat eine Story geschrieben, die nach hinten losging. Was genau es damit auf sich hat, erfahren wir nach und nach. Da kommt ihr die spontane Idee einer zufällig wiedergefunden Freundin gerade, recht, die Stadt gemeinsam zu verlassen und ins ländliche Pennsylvania zu ziehen. Leah und Emmy kennen sich seit Jahren. D.h. eigentlich haben sie einmal einige Monate zusammengelebt, sich dann 8 Jahre nicht gesehen um sich jetzt plötzlich in einer Bar wieder zu begegnen. Leah fühlte sich immer ganz besonders verbunden mit Emmy. Sie schien sie als einzige wirklich zu verstehen.

 

In diesem kleinen Ort im amerikanischen Hinterland arbeitet Leah nun als Lehrerin. Dort scheinen einige Menschen den Versuch zu starten, neu anzufangen. Als plötzlich eine junge Frau erschlagen aufgefunden wird und ein anderer Toter aus einem See gefischt wird, geraten die Dinge etwas aus dem Lot in der kleinen Stadt. Leah fühlt sich gestalkt von jemanden und Emmy ist verschwunden. Als sie das der Polizei meldet, muss sie erkennen, wie wenig sie von Emmy weiß. Denn eine Emmy Grey gibt es nicht.

 

Die Autorin hat eine düstere und komplexe Story geschrieben. Immer mal gibt es Rückblenden. Die Charaktere, vor allem Leah mit ihren trotzigen Alleingängen, sind nicht sehr sympathisch. Aber das störte mich nicht besonders. Mir gefiel der langsame Aufbau, die allmählich steigende Spannung. Alle Personen sind irgendwie undurchsichtig und nicht vertrauenswürdig. Leah selber ist eine sehr undurchsichtige Person und nach und nach muss sie lernen, dass alle um sie herum das ebenfalls sind.  Mir persönlich hat auch das Ende gefallen.

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thriller, haus, psychothriller, spannung, the girl before

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich war mir nicht sicher, ob ich dieses Buch mögen würde. Der Klappentext klang vielversprechend. Aber die englischen Besprechungen des Buches waren zwiegespalten. Zu seltsam war die Ausganglage. Man mietet eine Wohnung  mit hunderdrölwzig Regeln, die fast alle die persönliche Grenze überschreiten. Wer tut so etwas? Aber in der Tat gelingt es dem Autor, die Personen, die das tatsächlich tun, zu verstehen. Warum sie aus ihrer persönlichen Lebenssituation bereit sind, sich diesem Diktat zu unterwerfen.

 

Die Story wird aus 2 Blickwinkeln erzählt. Emma, damals. Jane, jetzt. Emma ist bereits tot, als Jane die Wohnung mietet. Wir erfahren über beide Frauen, wie und warum sie bereit waren, sich diesen Regeln für das Bewohnen dieses Hauses zu unterwerfen und dann tatsächlich in diese exklusive Residenz einziehen. Aus beiden Sichten wird abwechselnd erzählt.  Zunächst sieht das ganze recht absehbar aus. Beide Frauen machen ähnliche Erfahrungen mit dem Architekten des Hauses. Sie erleben ähnliche Situationen. Aber nach und nach entfernen sich ihre Erfahrungen. Das Buch entwickelt sich stetig in eine andere Richtung als man vielleicht erwartet. Die Erzählerinnen  sind doch sehr unterschiedlicher als man zuerst dachte. Ich war zunehmend fasziniert, obwohl über weite Teile nicht wirklich viel passiert. Es ist mehr das unterschwellige. Zuerst fesselt die Darstellung der beiden Frauen, wie sie bestimmte Sachen mit dem faszinierenden Architekten Edward erleben. Dann gehen die Beschreibungen langsam auseinander und nehmen eigene, ungeahnte Wege

 

Dieser Krimi/Thriller ist wirklich sehr speziell. Es ist einerseits sehr glattpoliert und schnörkellos. Zugleich aber  handelt er sehr spezifische Themen ab und man sollte nicht alles glauben, was die beiden Frauenfiguren erzählen. Ich habe, glaube ich, noch nie ein derart konstruiertes Buch gelesen. Alleine deshalb hebt sich dieses Buch vom Mainstream ab. Hier darf man nichts glauben. Zugleich muss man die unglaubliche Ausganglage akzeptieren. Wenn man das so annimmt wird man mit einem ungewöhnlich gestrickten Thriller belohnt. Mich hat dieses Buch sehr beschäftigt. Wenn ich die Zeit gehabt hätte, hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen. Es flutscht nur  so dahin. Die Themen, die es behandelt, sind durchaus tiefsinnig. Ich bewundere auch die Kunstfertigkeit des Autors. Ihm gelingt es auf einer Seite in wenigen, präzisen Worten, die Gefühle einer Mutter über eine Totgeburt zu beschreiben, die mir die Tränen in die Augen trieben. Im Weiteren schreibt er dann einen ungewöhnlichen, komplexen und doch aalglatten Krimi. Dieses Buch ist ein faszinierender Zwitter. Eiskalt, schnörkellos, auf den Punkt gebracht und doch irgendwie trivial. Mir hat es extrem gut gefallen. Das mag nicht für jeden funktionieren. Ich fand es hervorragend.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

psychologischer thriller, kidnapping

The Girl Who Was Taken

Charlie Donlea
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Kensington, 25.04.2017
ISBN 9781496701015
Genre: Sonstiges

Rezension:

Endlich mal wieder ein Buch, das mich begeistern konnte. Ich habe schon darüber nachdachte, mal eine Lesepause einzulegen, da mir in den letzten Monaten irgendwie kein Buch so richtig gefallen konnte. Aber nun ist hoffentlich der Bann der gebrochen.

 

Vor einem Jahr verschwanden 2 junge Mädchen nach einer Beach Party. Megan tauchte 2 Wochen später wieder auf, völlig verstört und ohne genaue Erinnerung, da sie die ganze Zeit starke Betäubungsmittel bekam. Nicole dagegen blieb verschwunden. Megan verarbeitete ihre Erlebnisse und ihr Entkommen in einem Buch und hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Nicole dagegen ist in Vergessenheit geraten. Ihre 10 Jahre ältere Schwester Livia  ist inzwischen Pathologin. Eines Tages kommt ihr eine Leiche auf den Tisch, die ihr einige Rätsel aufgibt. Dann erfährt sie, dass der Tote ihre Schwester Nicole kannte. Livia beginnt ein wenig nachzuforschen. Stück für Stück trägt sie Informationen zusammen, die zu dem Verschwinden der beiden Mädchen führten.

 

Mehr will ich zum Inhalt gar nicht sagen. Die Story entwickelt sich zuerst recht langsam. Immer mehr Puzzelteilchen kommen hinzu. Langsam entfaltet sich eine düstere und makabre Geschichte. Es gibt eine Menge Hinweise und einige falsche Fährten. Zuerst weiß man auch gar nicht, wohin die Geschichte führen wird. Ich habe die Entwicklung nicht kommen sehen und schon gar nicht den Täter. Die Story springt zwischen verschiedenen Zeiten (vor und nach der Entführung) und zwischen verschiedenen Erzählern hin und her. Es ist aber nie verwirrend. Je mehr man erfährt desto spannender wird es. Die Geschichte ist wirklich ungewöhnlich, ein wenig bizarr und auch furchterregend. Dem Autor gelingt es sehr gut, die Handlung zügig voranzubringen, viele Informationen einzubauen ohne je abzuschweifen. Interessant fand ich vor allem die Einblicke in die Pathologie.

 

Dies ist mein zweites Buch von Charlie Donlea. „Summit Lake“ hatte mir recht gut gefallen, aber dieses Buch finde ich noch viel besser. Ich werde auf jeden Fall den Autor im Auge behalten. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen. Es ist jede Minute Lesezeit wert.

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krimis, psychologischer thriller

The Dark Room

Jonathan Moore
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Orion, 10.01.2017
ISBN 9781409165057
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich bin mir nicht sicher, wie ich dieses Buch bewerten soll. Einerseits habe ich es gerne und zügig gelesen, andererseits gab es einige Dinge, die mir nicht gefallen haben.

Vor wenigen Monaten las ich „The Poison Artist“, welches mir gefallen hat; es war ungewöhnlich in mehrfacher Hinsicht. Die Story war ausgefallen und der düstere Schreibstil ebenfalls. Letzteres trifft unbedingt auch auf dieses Buch zu. Der Autor schafft eine sehr düstere und sinistere Atmosphäre. Die Story selber ist nur bedingt ungewöhnlich. Ähnliches hat man schon öfter gelesen. Eine junge Frau wurde von bösen Männern umgebracht, nachdem sie sie zur Genüge missbraucht haben. Dieser Mord ist ein Cold Case und kommt durch ein spätes Geständnis auf den Schreibtisch von Inspector Cain. Dadurch wird die komplexe Hintergrundgeschichte dieses Mordes langsam aufgeklärt.

Das Buch ist sehr ruhig und unaufgeregt erzählt. Trotzdem bleibt es interessant. Dem Autor gelingt das Kunststück, die Geschichte spannend genug zu halten, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Es wird viel geredet und Polizeiarbeit geleistet. Dabei ist er sehr genau in seinen Beschreibungen der Umgebung und Details. Wenn es um Dialoge geht, ist er etwas weniger mitteilsam. Da bleibt schon mal einiges ungesagt. Auch nehmen wir keinen tieferen Anteil an den Gedankengängen Cains. Während jede Handbewegung beschrieben wird, erfahren wir z.B. weniger über das Aussehen der Charaktere. Da genügen wenige Worte. Man bleibt irgendwie außen vor als Leser. Es ist alles sehr distanziert. Auch das Privatleben Cains erscheint sehr mysteriös. Zu der Beziehung zu seiner Freundin, die ein traumatisches Erlebnis ans Haus fesselt, werden nur wenige Andeutungen gemacht.

Zum Fall selber werden alle Fragen weitgehendsten geklärt, obwohl das Buch sehr abrupt endet. Ich hätte da evtl. noch 1-2 Seiten mehr erwartet. Manches bleibt aber auch im Dunklen, z.B. warum sich einer der weiblichen Figuren ständig entkleidet und nackt ist. Ja, sie ist ein wenig gestört, das kann man sich denken. Aber wieso? Dem Autor sind andere Dinge mehr Worte wert. Das Augenmerkt liegt auf Tatortbeschreibungen, den Autopsien, die Beweismittel. Da wird ganz genau beschrieben. Charaktertiefe ist ihm weniger wichtig. Verstehen müssen wir die Figuren nicht, Hauptsache wir wissen, wie es gewesen ist. Es scheint fast, als interessiere er sich nicht für seine Figuren. Sie müssen halt da sein und den Zweck erfüllen, die Geschichte zu erzählen. Warum sie etwas tun, ist nicht wichtig.

Dieses Buch ist eine merkwürdige Mischung aus atmosphärischem aber verhuschten Erzählens. Es gibt eine düstere Krimistory, die nicht wirklich innovativ ist. Wir sehen Cain seine Polizeiarbeit machen. Es gibt wenig Charaktertiefen, da alles ein wenig distanziert bleibt. Insgesamt hebt es sich aber trotzdem gerade deswegen vom Mainstream ab. Es ist irgendwie anders, irgendwie merkwürdig. „The Poison Artist“ ist ähnlich gewesen im Stil, hat mir aber wegen seiner ungewöhnlicheren Story etwas besser gefallen.

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The Poison Artist

Jonathan Moore
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei Orion, 10.03.2016
ISBN 9781409159742
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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belletristik, cosy krimi, england

I Found You

Lisa Jewell
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Cornerstone Digital, 14.07.2016
ISBN 9781473507906
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dies ist mein zweites Buch der Autorin. „The Girls in the Garden“ hatte mir schon sehr gut gefallen. Ich mag ihren Stil. Ihre Bücher lesen sich leicht weg und sind gut durchdacht.

„I found you“ ist ein Buch, das durch seine Charaktere lebt. Es gibt drei Erzähler, die abwechselnd zu Wort kommen und die Geschichte langsam aufdröseln. Nach  und nach kann man sich zusammenreimen, wie die drei Erzählebenen zusammenhängen und sich ergänzen. Die Story ist komplex, aber vor allem ihre hervorragend gezeichneten Figuren geben dem Buch leben. Das hat mir am besten gefallen.

 

 

Für echte Krimifans ist das Buch evtl. nicht das richtige. Es gibt Spannung und man möchte wissen, wie es weitergeht. Aber es ist kein echter Krimi oder gar Thriller. Es gibt viel Hintergrundwissen zu den Figuren und es dauert auch eine Weile, bis man weiß, wohin das Ganze geht. Das Tempo ist aber eher gemächlich. Trotzdem war es zu keinem Zeitpunkt langweilig.

 

Lisa Jewell vermag auf relativ leichte Weise eine tragische Geschichte zu erzählen. Der Erzählfluss ist angenehm. Fast würde es dadurch etwas seicht wirken, aber die sehr glaubhaften Figuren geben der Story die nötige Tiefe. Das Buch könnte auch die die Sparte „Cosy Crime“ fallen. Obwohl das normalerweise nicht mein Genre ist, habe ich dieses Buch gerne und in nur 2 Tagen gelesen. Wer es nicht immer bluttriefenden braucht und nicht auf Cliffhanger angewiesen ist, kann jederzeit auf dieses Buch zurückgreifen.

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suspense

He Said/She Said

Erin Kelly
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 20.04.2017
ISBN 9781444797176
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schon seit Monaten lese ich ein Buch nach dem anderen, das meine Erwartungen nicht erfüllt. Leider ist dieses Buch keine Ausnahme.

 

Der Klappentext sagt genug über den Inhalt. Mehr braucht man nicht zu wissen. Die Story ist im Grunde schlicht. Ein junges Paar ist in Cornwall auf einem Festival 1999 um dort eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Dort wird das Mädchen Zeuge einer Vergewaltigung. Danach ist für mehrere Menschen nichts mehr so, wie es vorher war.

 

Die Story an sich ist recht clever und komplex. Das Problem hier ist, das man sich mit keiner Figur so recht identifizieren oder gar mitfühlen kann. Laura fand ich schon sehr schnell sehr anstrengend. Ihre Angstzustände in der heutigen Zeitebene erschienen mir, übertrieben. Die ganze Sache und die Reaktionen darauf empfand ich als etwas überzogen. Warum Laura und Kit 15 Jahre lang in Panik lebten, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Beth wird recht schnell als schwieriger Charakter abgestempelt. Da wir nur Lauren und Kit als Erzähler auf allen Zeitebenen haben, hat Beth nie eine eigene Stimme. Das eigentliche Problem für mich mit diesem Buch aber ist, das es unglaublich langatmig ist. Die Story wird endlos ausgedehnt. Zuerst fand ich die Sache mit der Reise zu den Sonnenfinsternissen sehr interessant. Aber als Kit dann aufbricht in der Gegenwart, zu den Färöer Inseln, wird es echt langatmig. Überhaupt wird die Spannung sehr oft ausgebremst. Die Story dehnt sich extrem und wirkt im weiteren Verlauf ein wenig überkonstruiert. Alle Erzähler sind unzuverlässig. Jeder lässt etwas aus, was er erst spät preisgibt. Alle sehen sich über allem stehend, dabei lügen alle. Das ist durchaus interessant und clever ausgedacht, aber als Story zieht es sich so unglaublich. Zum Schluss hin gibt es noch einen Twist und noch einen weiteren. Jeder verheimlicht etwas. Und alle glauben, dass sie alles richtig gemacht haben.

 

Das Buch hat jede Menge 5-Sterne Reviews. Ich kann das leider nicht wirklich nachvollziehen. Die Story, die Grundidee, ist wirklich gut. Aber das Ganze wird extrem ausgedehnt. Manchmal verliert sich die Story auch auf Nebenplätzen. Die Sache mit Kids Bruder bzw. dessen Vater ist irgendwie unnötig. Auch braucht es nicht so viel Infos über die Familie von Jamie, dem Vergewaltiger. Dafür bleibt Beth, das Opfer, irgendwie zu sehr im Dunklen.

 

Für mich ist das Buch leider auch hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Die Idee ist gut, aber es ist viel zu langatmig, zu ausufernd erzählt. Der Aspekt der unglaubwürdigen Erzähler wird leider überstrapaziert und gerad gegen Ende wird doch der ein oder andere Twist zu viel rausgehauen. Ich bin ein wenig hin und her gerissen. Ich sehe die Brillanz der Storyidee und auch ihre Aussage. Gerade die Figuren Beth und Kit  bekommen eine ganz eigene Tiefe und Aussage. Aber es dauert so ewig bis wir dahin kommen. Es gibt zu viele Nebenschauplätze und zu viele Details. Die Spannung blieb für mich auf der Strecke. Hätte ich das Buch nicht als Lese-Ex bekommen, hätte ich vielleicht nicht durchgehalten. So hatte ich über weite Strecken das Gefühlt, dass ich das Buch einfach nur beenden will. Der Schluss gibt der Story zwar die nötige Tiefe und das Gefühl, eine großartige Story gelesen zu haben. Aber der Weg dahin war etwas zu mühsam und langatmig.

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beletristik, fiction

The People at Number 9

Felicity Everett
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei HQ, 06.04.2017
ISBN 9780008216900
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Klappentext verspricht ein wenig mehr, als das Buch letztendlich bietet. Man sollte sich auf ein charaktergesteuerte Geschichte einstellen und nicht auf unverhoffte Twists oder gar einen Krimi erwartet. Ich las vor einiger Zeit „Swimming Pool“ von Louise Cavanagh, das von einer ähnlich ungleichen Freundschaft zwischen Ehepaaren erzählte; diese Buch nahm aber eine wesentlich düstere Richtung als dieses Buch.

 

Im Grunde geht es hier um diese ungleiche Freundschaft. Sara ist schon bald wie verzaubert von dem Künstlerpaar, das nebenan eingezogen ist. Lou ist chaotisch aber auch voller kreativer Ideen. Durch sie angeregt will  Sara ihre schriftstellerischen Ambitionen stärker in den Vordergrund holen. Sara ist ein eher unsympathischer Charakter. Sie ist eine unzufriedene Mittelklassehausfrau mit Luxusproblemen. Sie ist zugleich selbstbezogen aber auch zutiefst unsicher. Das macht sie zu einer schwierigen Figur, mit der man sich eher nicht identifizieren mag, weil sie eben genau deswegen so furchtbar realistisch ist.

 

Im Grunde passiert nicht sehr viel. Es geht um die Entwicklung dieser Freundschaft, die so ungleich ist. Erzählt wird das alles aus Saras Sicht. Lou und Gavin sehen wir nur durch ihre Augen. Sara richtet ihr Leben immer mehr nach Lou und Gavin. Sie schaut nach ihren Kindern, schließt sich Lous Idee an, ihre Kinder gemeinsam zu Hause zu unterrichten, obwohl die meiste Arbeit an Sara hänge bleibt, denn Lou ist durch ihre Arbeit als Filmemacherin ständig unterwegs. Langsam geht Sara die Einseitigkeit ihrer Freundschaft auf, aber es fällt ihr schwer, den Glanz, den Lou und Gavin in ihr Leben bringen, dafür aufzugeben.

 

Mich hat das Buch gut unterhalten. Es ist flüssig geschrieben und ich habe es  zu keiner Zeit als langweilig empfunden. Es ist kein Krimi, es passiert nichts Grauenvolles. Es ist eher ein Familiendrama, das Sara auslöst, weil sie das, was sie hatte, ihre Familie und ihr einfaches und vielleicht auch langweiliges Leben, nicht zu schätzen wusste.

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Tags: beletristik, fiction   (2)
 

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horror

Ararat

Christopher Golden
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei Headline, 18.04.2017
ISBN 9781472234315
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Ararat“ ist ein klassischer Horrorthriller. Vor einigen Jahren las ich diese pseudo-Wissenschaftsthriller á là Jim Rollins extrem gerne. Dieses Buch hat mich an diese kurze Leidenschaft erinnert.

 

Ein Erdbeben am Berg Ararat legt eine Höhle frei. Dort drinnen befindet sich eine Art Arche. Ist es etwa Noahs Arche? In den Überresten befindet sich aber auch ein Skelett.  Und dieses Skelett hat Hörner. Ein Team bestehend aus Dokumentarfilmern und Archäologen macht sich auf, das Ganze zu untersuchen.

 

Für mich war das dieses Buch ein Rückblick in meine eigene Lesevergangenheit.  Eine Gruppe Wissenschaftler bzw. Filmmacher entdeckt etwas Unglaubliches. Noahs Arche scheint aufgetaucht zu sein. Aber mit diesem Fund kommt auch etwas sehr Böses einher.

Ich empfand dieses Buch als sehr unterhaltsam. Es hat einerseits Horror- aber auch wissenschaftliche Elemente. Mich hat ein wenig der doch immer wieder hochkommende christliche Aspekt etwas gestört. Viele Mitglieder der Expedition sind laut Ansage nicht gläubig, aber trotzdem treibt sie ein Wunsch nach Glauben um. Das hat mich ein wenig gestört. Ansonsten ist dieses Buch ein waschechter Horror-Thriller. Ich fand die Ausgangsituation sehr interessant. Im Laufe der Story verflachte das Ganze aber etwas und die religiösen Diskussionen wurde für meinen Geschmack etwas überstrapaziert. Das Problem bei Büchern dieser Art ist oft die Auflösung. So auch hier. Ich hätte mir eine etwas weniger phantastische Auflösung gewünscht. Und das Ende an sich hat mir gar nicht gefallen.

 

Ich bin etwas hin und her. Einerseits war das Buch unterhaltsam  und man konnte es schnell weglesen. Andererseits war es etwas überzogen und in seiner christlichen Botschaft aufdringlich. Es ist gruselig aber auch brutal. Insgesamt war es recht gute Unterhaltung.

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krimis, suspense, serienkiller

What You Don't Know

JoAnn Chaney
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Mantle, 09.02.2017
ISBN 9781509824281
Genre: Sonstiges

Rezension:

3,5 Sterne

„What you don’t know“ setzt da ein, wo andere Bücher aufhören. Der Serienkiller ist gefasst und sitzt bereits seit 7 Jahren im Gefängnis. In Rückblenden erfahren wir kurz, wie er gefasst wurde.

Dieses Buch erzählt eine Krimihandlung mal aus anderer Perspektive. Wie gehen die Menschen, die mit dieser furchtbaren Geschichte zu tun hatten, damit um. Wie leben sie weiter?

31 Menschen hat Jacky Seever getötet und unter seinem Haus verscharrt. Er wirkte wie ein harmloser netter Mensch, war aber zu unglaublichen Taten fähig.

Die beiden Polizisten, die ihn überführten und später verhörten, lässt der Fall auch nach vielen Jahren nicht los. Hoskins, einer von ihnen, ist die Karriereleiter hinuntergefallen, weil er ein Problem damit hat, seine Wut unter Kontrolle zu halten. Sein ehemaliger Partner Loren geht mit seelischen Belastung auf ganz eigenwillige Weise um.  Er ist der mit Abstand schrägste Charakter.

Und dann ist da noch Seever’s Frau Gloria. Sie besucht ihren Mann jede Woche im Gefängnis. Angeblich wusste sie nicht, was ihr Gatte so trieb all die Jahre. Das glaubt ihr leider kaum einer. Kann man wirklich in dem Haus leben, in dem der Ehemann Menschen gefangen hielt, quälte und schließlich verscharrte? Gloria will eigentlich nur ihr ruhiges und bequemes Leben weiterleben.

 

Was macht man als Reporterin, wenn die beste Story, die man hatte, irgendwann keiner mehr lesen will. Sammie schrieb sogar ein Buch über Seever, aber irgendwann ist alles erzählt und neue Dinge passieren. I Ihr beruflicher Erflog scheint an Seever verknüpft zu sein. Als neue Morde passieren, die wie Nachahmungstaten von Seever aussehen, sieht sie ihre Chance gekommen, wieder zurück in ihren alten Beruf zu kommen. Und Sammie würde wirklich alles tun, um an eine gute Story zu kommen.

 

Der Autorin gelingt es sehr gut, die seelische Belastung der beiden Polizisten aufzuzeigen. Wie geht man damit um, jeden Tag schreckliche Dinge zu sehen. Und was passiert mit einem, wenn man eines Tages einem Monster wie Jacky Seever gegenüber steht? Wenn man ihn tagelang verhört und er bereitwillig alles erzählt. Wie lebt man weiter, wenn die Jagd vorbei ist, der Täter verurteilt ist, aber die Gedanken, die Erinnerungen einfach nicht verblassen wollen.

 

Keiner der Charakter ist wirklich sympathisch. Sie alle haben ihre Fehler. Sie alle sind stark geprägt worden durch ihre Begegnung mit Jacky Seever. Mit Seever ist der Autorin wirklich ein eindrucksvoller Killer gelungen. Gerade seine normale und joviale Art macht ihn so furchterregend. Sein schmierige Art durchzieht das ganze Buch. Als die neuen Morde passieren, beginnt auch eine neue Krimihandlung. Hoskins wird zurückbeordert und arbeitet wieder mit seinem Partner Loren zusammen. Sammie beginnt wieder, zu berichten. Gloria rückt wieder in den Fokus der Menschen. In ihrer aller Leben dreht sich wieder alles um Seever.

 

Das Buch hat eine Menge, was für es spricht. Eine ungewöhnliche Handlung, interessante Figuren und eine Krimihandlung, deren Ausgang mich wirklich überraschte. Leider ist bei mir trotzdem der Funke nicht übergesprungen. Es wollte nicht so recht Spannung aufkommen. Irgendwie hat mich das Ganze nicht gepackt, obwohl eigentlich alles stimmt. Mir hat die etwas andere Herangehensweise gefallen, es ist ein düsterer, deprimierende Krimi und eine Charakterstudie der Menschen, die ebenfalls Opfer von Seever sind aber weiterleben müssen. Mir fehlte es leider an Spannung.

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bulgarien, bellletristik

Shadow Land, The

Elizabeth Kostova
Fester Einband: 504 Seiten
Erschienen bei Text Publishing Company, 11.04.2017
ISBN 9781911231103
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich mochte „Der Historiker“ und die „Schwanendiebe“ von Elizabeth Kostova sehr gerne. Besonders Der Historiker hatte mich begeistert. Aber dieses Buch war so gar nicht meins.

Die Ausgangslage ist originell aber auch ein wenig speziell. Alexandra kommt aus den USA frisch in Sofia an, um dort Englisch zu unterrichten. Ihr Taxi setzt sie vor dem falschen Hotel ab. Dort trifft sie ein paar Menschen, hilft ihnen ins Auto, redet kurz mit ihnen, noch etwas abwesend nach dem langen Flug. Als diese Menschen weg sind, merkt sie, dass sie eine ihrer Taschen aus Versehen behalten hat. In der Tasche ist eine Urne. Alexandra setzt sich eigenwillig in den Kopf, dass diese doch recht wichtige Sache von ihr persönlich zurückgegeben werden muss. Zufällig ist der Taxifahrer, der sie vor dem Hotel abholt, überaus hilfsbereit und fährt sie bald durch halb Bulgarien auf der Suche nach diesen Leuten. Diese Reise führt durch das heutige Bulgarien, aber auch durch dessen Vergangenheit. Sie erfährt mehr über die tragische Lebensgeschichte des Menschen, dessen Asche sie mit sich führt

 

Zuerst dachte ich, was für ein  ungewöhnliches Buch. Ich las gerne über Alexandras familiären Hintergrund, warum sie in Sofia war. Aber irgendwie  passierte so wenig. Kostova kann wunderbar schreiben und erzählen. Die Story ist in sich auch gut und auch interessant. Fast hätte ich Lust, nach Bulgarien zufahren, so gut beschreibt sie dessen Schönheit. Aber irgendwann wurde mir alles zu ausufernd. Einzelheiten sind wichtiger als die Story. Nach 40% wurde mir das alles zu viel und ich skippte viele Seiten. Landschaftsbeschreibungen, viel zu genaue Erläuterungen, was man bei einem Abendspaziergang sieht und denkt etc. Das Buch ist einfach viel zu penibel geschrieben. Ich verlor bald die Lust und wollte es nur  noch beenden. Ich las sogar die Rückblenden im Arbeitslager quer, obwohl sie bestimmt emotional waren. Das Ende kommt dann sehr rasch und alles löst sich auf, auch wenn es ein bisschen wage bleibt.

 

Mein Fazit: eine durchaus interessante Storyidee wird leider viel zu ausführlich ausgebreitet. Zu viele Details, zu langsam, zu viele Beschreibungen füllen Seite um Seite ohne zur Storyentwicklung beizutragen. Alexandra und ihr Fahrer fahren für Stunden, treffen evtl jemanden, der ihnen nicht wirklich helfen kann aber ihnen eine Adresse gibt und weiter geht’s für Stunden zum nächsten Ort. Das war echt ermüdend und langweilig. Trotz der tragischen Thematik und auch bewegenden Schicksalen war ich über weite Teile gelangweilt und habe viele Seiten nur überflogen. Ein wenig mehr Fokussierung auf die Story hätte dem Buch gut getan. Die Langeweile hat leider gesiegt, deswegen kann ich nur 2 Sterne vergeben.  

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 22 Rezensionen

thriller, südtirol, krimi, dolomiten, debüt

Der Tod so kalt

Luca D'Andrea , Verena Koskull
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei DVA, 06.03.2017
ISBN 9783421047595
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

 Dieses Buch erzählt mehrere Geschichten. Zuerst natürlich die der lange zurückliegenden Morde an den 3 Freunden in der Bletterbachklamm. Bis heute ungelöst, werden sie für Salinger zu einer fixen Idee. Er macht zusammen mit seinem Freund Mike Dokumentationen. Nach seinem letzten großen Erfolg zieht er sich für eine Weile mit seiner Frau Anneliese und ihrer gemeinsamen Tochter Clara in  Annelieses Heimatdorf in Südtirol zurück. Dort kommt er in Kontakt mit dem örtlichen Bergrettungsteam und will seinen nächsten Film über diese Leute machen. Dann passiert ein tragischer Unfall, der Salinger traumatisiert zurücklässt. Er soll sich ausruhen und nichts tun. Aber das tut ihm noch weniger gut und so verbeißt er sich schon bald in diesen ungelösten Mordfall.

In weiten Teilen geht es aber auch um Menschen, die in einem kleinen abgeschiedenen Dorf ihre Eigenheiten entwickelt habe; um altes Brauchtum; um Familie; ums Dokumentarfilmen. Vielen Themen finden Einzug in das Buch und die Geschichte. Das klappt eigentlich erstaunlich gut, nimmt zugleich aber viel Spannung aus der Krimihandlung, um die es ja im Grunde geht. Ich kam auch ein wenig durcheinander mit den vielen Namen. Mal wird der Vorname genannt, mal der Nachnahme, gelegentlich auch mal der Beruf. Manchmal gibt es kleine Cliffhanger, manchmal unheilvolle Andeutungen auf das, was sogleich folgen wird. Luca d’Andrea hat einen eigenwilligen Schreibstil.  Dabei hapert es ein wenig bei der direkten Rede. Gesprächspartner werden zu Stichwortgebern. Das empfand ich als ein wenig irritieren und unnatürlich. Ansonsten klappt der Erzählfluss ganz gut. Ein wenig seltsam ist der Hang zur Gewalt bei vielen der Figuren. Anscheinend ist man in Südtirol besonders rauflustig. Aber auch Salinger selber hat ein paar Anger Issues. Er hat sich oft nicht im Griff und hat allgemein einen Hang zur Dramatik. Seine Frau Anneliese bringt auch beklagenswert wenig Verständnis für seinen Beruf auf und seinen Wunsch, nach diesem schrecklichen Unfall nicht nur untätig im Sessel zu sitzen und mit der Tochter zu spielen sondern auch wieder mit der Arbeit zu beginnen. Natürlich hat er sich ein heikles Thema ausgesucht, das tiefe Wunden bei den Menschen in dem Dorf aufwirft, aber insgesamt fand ich die viele negative Energie, die ihm entgegenschlägt, doch etwas übertrieben.

 

Trotz meiner Kritik habe ich das Buch aber gerne gelesen. Der Autor kann sehr gut die Gefühle beschreiben, die eine beeindruckende Landschaft auslösen kann. Er zeigt uns sie eher gefühlsmäßig als plastisch. Das hat mir gefallen und sogar den Wunsch geweckt, mal nach Südtirol zu fahren und dies Klamm zu besuchen, obwohl ich mich von hohen Bergen umgeben immer recht unwohl und beklommen fühle. Vielleicht hat dieses Buch bei mir deswegen so viele richtige Knöpfe gedrückt. Es hätte etwas gestraffter sein können und mehr Augenmerk auf die vielschichtige Krimistory, die auch einige unheimliche Facetten hat, legen können. Man sollte sich eher auf ein ruhiges Buch einstellen mit einem etwas eigenwilligen Schreibstil.

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Tags: krimis   (1)
 

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thriller, london, ragdoll, serienmörder, mord

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Ragdoll" ist ein Thriller, der eindeutig auf "Spaß" ausgelegt ist. Es gibt innovative Morde und eine ungewöhnliche Auflösung. Mittendrin geht es rasant voran und man weiss nicht, wo die Handlung hingehen wird. Das ist durchaus unterhaltsam. Der Autor erfindet das Thrillergenre zwar nicht neu, trotzdem sind ihm ein paar ungewöhnliche Kniffe gelungen. Das Buch liest sich rasch weg und auch das Interesse des Lesers bleibt geweckt. Sogar die Hauptcharaktere sind relativ realistisch und greifbar. So kann man ruhig sagen, das "Ragdoll" ein unterhaltsamer Thriller ist.

Ein wenig zu bemängeln hätte ich aber doch. Die Sprache des Autors ist extrem schlicht. Die Dialoge holpern oft und des öfteren hatte ich das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Manchmal prescht die Handlung so krass voran, das ich nicht sicher war, alles richtig mitbekommen zu haben. Durch dieses schnelle Vorantreiben fallen manche Handlungslöcher nicht auf. Es fällt bei dem Tempo und dem Durchgehusche durch die Handlung wirklich kaum auf, das die meisten Hintergründe, Beweggründe etc. eigentlich gar nicht richtig beleuchtet werden. Rumms, so isses nu und weiter gehts. Ich habe den Eindruck, das ich trotz gelgentlichem Zurückblättern und nochmal lesen irgendwie nicht alles mitbekommen habe. Ich fühle mich irgendwie durch die Handlung gehetzt obwohl ich langsam gelesen habe und auch genug Zeit dafür hatte. Aber ich denke, nur so funktioniert das Buch. Ex und hopp. Trotzdem hat es Spaß gemacht und mich gut unterhalten. Manchmal darf es auch einfach nur unterhaltsam und seicht sein. So charmant getäuscht, das ich etwas anderes lese als Fast Food, wurde ich selten. 3,5 Sterne

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suspense

The Last Act of Hattie Hoffman

Mindy Mejia
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Quercus, 05.01.2017
ISBN 9781784295943
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als die 18jäjrige Hattie ermordet in einer Scheune gefunden wird, sind alle in dem kleinen Ort in Minnesota schockiert. Hattie war allseits beliebt. Für ihre Freunde war sie die perfekte Zuhörerin, für ihre Lehrer eine herausragende Schülerin und für ihre Eltern eine wunderbare Tochter. Wer hatte ein Motiv, Hattie zu töten?

Doch wer ist Hattie wirklich? Jedem Menschen in ihrem Leben spielte sie etwas vor. Jeder bekam die Hattie, die er gerne wollte. Sie passte sich jedem und allen an. Dadurch war sie eine meisterhafte Manipulatorin. Sie hat große Träume, sie will raus aus dem kleinen Nest und nach New York.  Doch ihre Lügen und Täuschungen holen sie ein und kosten sie schließlich ihr Leben.

 

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. Von Del, dem örtlichen Sheriff, Peter, Hatties Englischlehrer und dann Hattie selber. Das empfand ich zuerst als irritierend, das Hattie selber eine der Erzähler ist. Ich dachte auch, dass ich es mich mehr belasten würde, ihr so nahe zu kommen und dabei zu wissen, dass sie sterben wird. Das war dann aber nicht so, da ich zu Hattie keinerlei Bindung aufbauen konnte. Eigentlich war sie mir sehr unsympathisch. Dadurch, dass wir als Leser in ihren Kopf gucken können, lernen wir sie kennen. Und dieses recht indentitätslose, manipulative Wesen mochte ich so gar nicht. Dabei ist sie als Charakter aber sehr glaubhaft. Die Story selber um ein ermordetes Mädchen in einer Kleinstadt ist nicht besonders originell. Es ist aber nett und flüssig geschrieben und war zu keiner Zeit langweilig. Ich würde das Buch als durchaus gut beschreiben und auch empfehlen, aber es hebt sich nicht weiter von ähnlichen Büchern dieser Art ab. Mir ist die durchaus tragische Geschichte dieses Mädchens, das sich durch ihre Art, wie sie mit Menschen umgeht, sprichwörtlich das eigene Grab geschaufelt hat, nicht wirklich nahe gegangen.

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suspense, survival

The River at Night

Erica Ferencik
E-Buch Text: 285 Seiten
Erschienen bei Raven Books, 12.01.2017
ISBN 9781408886595
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wini, Pia, Sandra und Rachel sind seit Jahren Freundinnen. Und jedes Jahr machen sie zusammen ein paar Tage Urlaub zusammen. Diesmal hat Pia alle dazu überredet, ein Wildwasser Rafting in der Wildnis von Maine zu machen. Zusammen mit ihrem Guide machen sie sich auf. Schon bald gibt es Probleme untereinander. Die Beziehungen untereinander werden auf eine harte Probe gestellt. Doch schon bald geht es um mehr als zickenterror. Es passiert ein Unfall und plötzlich geht es ums nackte überleben.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen. Das Setting wird langsam aufgebaut und die Figuren nach und nach eingeführt. So dauert es eine Weile bis es endlich in die Wildnis geht. Das Ist durchaus spannend. Aber irgendwie habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Was den Frauen dort passiert fand ich schon sehr unglaubwürdig.


Spoiler: eine böse Hexe im Wald mit einem wilden Sohn der sich sofort gegen seine

Mutter stellt und nur darauf gewartet hat, das jemand Gebärdensprache beherrscht, was Wini zufällig tut. Die Hexe will die Frauen töten. Egal wie schnell die Freundinnen auch die Stromschnellen runterrasen, die Hexe ist schneller und unkaputtbar.


Es passieren seltsame Dinge die irgendwie nicht zusammen passen. Leider hat mich die zweite Hälfte nicht überzeugt können. So reiht sich dieses Buch leider auch ein zu den Büchern die ich mit Spannung erwartet habe, viele gute Rezensionen las und meine Erwartungen nicht erfüllen konnten




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krimis, familiendrama

34 Days by Anita Waller (2016-10-03)

Anita Waller
Flexibler Einband
Erschienen bei Bloodhound Books, 01.01.1752
ISBN B01N3QJJ57
Genre: Sonstiges

Rezension:

34 Days ist ein düsterer Psychothriller und zugleich ein Familiendrama.  Anna verlässt ihren Ehemann eines Tages, weil sie endlich nach 35 Jahren genug hat von seinen Launen, seiner Kontrollsucht und seiner Gewalt. Innerhalb der nächsten 34 Tage ändert sie ihr Leben von Grund auf. Aber daran beteiligt ist auch ihre Schwiegertochter Jenny. Denn diese hat ebenfalls unter Ray gelitten und sie hat einen Plan.


Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen. Anna nimmt endlich ihr Leben in die Hand und nebenbei verfolgt Jenny ihren Plan. Dabei ist mir schon bald ihre kaltblütigkeit aufgefallen. Danach gleitet das Buch etwas ab und ich wunderte mich, wohin die Story noch gehen würde. Das Ende war mir dann etwas zu abrupt.


Ich bin etwas zwiegespalten. Die erste Hälfte fand ich spannend. In der zweiten Hälfte wird das ganze Szenario weiter ausgebaut und auf das Ende hingearbeitet. Das ist aber weniger spannend als eher trivial. Es gibt zudem zu viele Geschmeidigkeiten. Z. B. Das Anna natürlich genug geld hat um ihr Leben komfortabel zu machen oder eine alte Liebe nur darauf wartet wieder belebt zu werden. Eine Dinge laufen viel zu smooth in der Geschichte und manches ist auch recht unrealistisch. Das Ende konnte mich wie gesagt nicht wirklich befriedigen. Es war dann doch sehr schnell abgewickelt nachdem vorher ewig lange das ganze aufgebaut wurde und alle bzw ganz besonders Anna vorher ein irres Geheimnis aus allem gemacht haben. Überhaupt reden hier die Charaktere viel zu wenig miteinander, haben zu viele Geheimnisse voreinander. Das ist schon ein wenig Unglaubwürdig.


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Tags: familiendrama, krimis   (2)
 
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