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(68)

118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

dani atkins, liebe, kanada, flugzeugabsturz, roman

Sieben Tage voller Wunder

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520888
Genre: Liebesromane

Rezension:

Beim Check-in hat Hannah ihn zum ersten Mal gesehen: Logan mit den unglaublich grünen Augen. Ist es Schicksal, dass er sich im Flugzeug neben sie setzt, kurz bevor die Maschine wie ein Stein vom Himmel fällt, mitten in Kanadas endlose winterliche Wildnis und das eisige Wasser eines Sees? Wie durch ein Wunder kommen Hannah und Logan bei dem Flugzeugabsturz mit dem Leben davon, doch die nächsten Tage verlangen ihnen das Äußerste ab, vor allem, als mit jeder Stunde, die vergeht, die Hoffnung auf Rettung schwindet. In der verschneiten kanadischen Wildnis kämpfen sie ums Überleben. Wird ihnen gemeinsam gelingen, woran ein Einzelner scheitern muss? 

‚Sieben Tage voller Wunder‘ ist mein erstes Buch der Autorin Dani Atkins. Nachdem ich das Cover gesehen habe, habe ich in diesem Buch eine eher seichte Lovestory erwartet, eine kurzweilige Lektüre für zwischendurch. Insgesamt finde ich das Cover wenig passend für den eigentlichen Inhalt des Buches.Der angenehme Schreibstil konnte mich bereits auf der ersten Seite gefangen nehmen. Er ist flüssig zu lesen und sehr bildlich, so dass ich mir die Gegebenheiten der Story stets gut vorstellen konnte. Auch die Charaktere, vor allem Protagonistin Hannah, sind authentisch und facettenreich gestaltet, mir wurde mit ihnen nie langweilig.Die Handlung hat mich durchaus überrascht. Die, durch das Cover, erwartete seiche Liebesgeschichte habe ich in diesem Buch nicht gefunden. Dafür aber eine spannende Geschichte ums Überleben, mit einigen unvorhersehbaren Wendungen. Die Handlung war in Tage gegliedert, so dass man Hannahs und Logans Bemühungen sehr intensiv miterlebt hat. Die Kapitel (und somit die beschriebenen Tage) waren alle in etwa gleich lang, nur Tag zwei wurde sehr viel detaillierter und länger beschrieben als die restlichen Tage. Insgesamt sind die Schilderung sehr intensiv und ich konnte mich sehr gut in die Situation der Beiden hineinversetzen.Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, kann ich nur sagen, dass die Wendung des Buches mich überrascht und enttäuscht hat. Für mein Empfinden waren die Wendungen zu unrealistisch, um irgendwie glaubhaft sein zu können. Schade, denn bis zu diesem Ende hat mir das Buch gut gefallen.Insgesamt konnte mich ‚Sieben Tage voller Wunder‘ also nicht vollends überzeugen, die letzten Seiten haben einen faden Beigeschmack gegeben, der mir die gesamte Handlung ein wenig trübt.

  (1)
Tags: dani atkins, paperback, roman, vorablesen   (4)
 

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(51)

120 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

drachen, fantasy, krieg, das erwachen des feuers, high fantasy

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: anthony ryan, fantasy, hardcover, serie, vorablesen   (5)
 

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(3)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dystopie, englisch, immunität, sensenmann, serie

Scythe

Neal Shusterman
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Books for Young Readers, 22.11.2016
ISBN 9781442472440
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …
‚Scythe – Die Hüter des Todes‘ ist der erste Band einer Trilogie des Autors Neal Shusterman. Die gewählte Sprache und auch der Stil passen gut zu einem Jugendbuch. Die beiden Hauptcharaktere Citra und Rowan waren mir von Beginn an sympathisch. Ich finde beide sind authentisch und facettenreich dargestellt. Ich konnte ihre Handlungen und Gedankengänge stets gut einordnen und nachvollziehen. Da die Handlung abwechselnd aus Citras oder Rowans Sicht dargestellt wird, bekommt man als Leser auch einen guten Einblick in die jeweiligen Gedanken. Auch die Nebencharaktere waren für mich gut porträtiert, ich hatte von allen Personen ein detailliertes Bild vor meinem inneren Auge.Zwischen den Kapiteln befinden sich Tagebucheinträge verschiedener Scythe, in denen man einen Einblick in deren Gedanken erhaschen kann. Dies hat mir sehr gut gefallen, somit habe ich als Leser einen umfassenderen Blick auf die jeweiligen Situationen erhalten können.Die Handlung an sich hat mich auch sehr angesprochen. Es ist nicht das kategorische und stereotype Spiel zwischen Gut und Böse, es ist durchaus differenzierter. Dennoch fiel es mir nicht schwer auszumachen, wer in dieser Welt (für mich) die „Bösen“ sind. Der Spannungsbogen war für mein Empfinden immer gut gespannt, ich wollte stets wissen, welche Entwicklungen das nächste Kapitel bringen wird. Diese Entwicklungen waren für mich auch nur in den seltensten Fällen vorhersehbar, so wurde ich oft von den Wendungen überrascht.Insgesamt finde ich, dass ‚Scythe – Die Hüter des Todes‘ ein spannender Auftakt der Trilogie um Citra und Rowan ist, der enorm Lust auf den folgenden Band macht! 

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Tags: dystopie, englisch, hardcover, neal shusterman, serie, ya   (6)
 

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(44)

56 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

familie, britischer humor, roman, england, tod

Der Vater, der vom Himmel fiel

J. Paul Henderson , Jenny Merling
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069877
Genre: Romane

Rezension:

Sieben Jahre haben die Bowman-Brüder Billy und Greg nicht miteinander gesprochen, als ihr Vater plötzlich stirbt und Greg, das einstige schwarze Schaf der Familie, zurückkommt. Was er vorfindet, ist ein bröckelndes Elternhaus, Onkel Frank, der mit 80 einen Banküberfall plant, und eine beunruhigende Erinnerung mit pinkfarbenen Haaren. Da braucht es – neben viel Phantasie – schon übersinnliche Hilfe, um den väterlichen Auftrag zu erfüllen: aus alldem wieder eine Familie zu machen.

Schon der Klappentext verspricht einen außergewöhnlichen Familienroman mit einer guten Portion Humor. Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut, er lässt sich gut und flüssig lesen, er hat einen besonderen Witz, wie schon im Klappentext angekündigt. Die Charaktere konnten mich jedoch nicht so begeistern. Die beiden Brüder Billy und Greg könnten unterschiedlicher nicht sein, beide waren jedoch für meinen Geschmack zu vorhersehbar gestaltet. Jeder Charakter in diesem Buch hat eine Macke, wie es menschlicher nicht sein könnte. Aber viel mehr war dann nicht zu holen, ich habe ein bisschen mehr Facettenreichtum erwartet. Insgesamt sind die Charaktere allesamt sehr humorvoll beschrieben und sie sind durchaus liebenswert (nun gut, bis auf Billys Frau Jean…) aber für mich nicht sehr authentisch.Die Handlung ist auch von dem alles begleitenden Witz geprägt, ich musste oft schmunzeln und habe mich gut unterhalten gefühlt. Insgesamt war der Ablauf jedoch recht vorhersehbar, an einigen Stellen wurde ich jedoch überrascht. Die Handlungen einiger Charaktere waren für mich jedoch wenig nachvollziehbar. Trotz der eher humorvollen und flapsigen Ausgangslage des Buches verstecken sich auf den Seiten viele Aussagen, die mich zum Nachdenken angeregt haben.Insgesamt ist ‚Der Vater, der vom Himmel fiel‘ ein humorvoller Roman, der gut unterhält uns es dennoch schafft einen nachdenklich zu stimmen.

  (6)
Tags: hardcover, j. paul henderson, roman, vorablesen   (4)
 

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(97)

159 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

paris, nanny, roman, familie, kindermord

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen? Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen - eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich.

‚Dann schlaf auch du‘ der französischen Autorin Leïla Slimani besticht durch einen sehr klaren, nüchternen Schreibstil. Diese sprachliche Nüchternheit steht in einem schönen Kontrast zu den Handlungen der Personen.Das Buch beginnt mit dem Ende. Solche Vorwegnahmen der Geschehnisse mag ich in der Regel nicht, ich arbeite gern auf das Ende hin. Dennoch stellte sich nach den ersten Seiten unweigerlich die Frage nach dem „Warum?“. In der Hoffnung auf eine Antwort habe ich das Buch gespannt begonnen.

Die Charaktere wirkten auf mich allesamt etwas fahl, sie waren durchweg eindimensional aber aus irgendeinem Grund hat die Autorin es geschafft sie dennoch einigermaßen lebensnah wirken zu lassen. Die Perspektive ändert von Zeit zu Zeit ihren Fokus, so dass man die Geschehnisse sowohl aus der Sicht von Louise als auch von Paul und Myriam sieht. Einige Kapitel sind auch Nebencharakteren gewidmet. 

[ACHTUNG: SPOILER]

Die Handlung ist für mein Dafürhalten eher schleppend in Gang gekommen. Nach dem starken Beginn hat die Spannung enorm abgenommen, nur langsam konnte sie wieder ansteigen. Als Leser merkt man schnell, wie sehr Louise sich im Leben von Myriam und Paul einnistet. Die Handlung lebt von der ruhigen Art, in der sie geschildert wird, das Ungute Gefühl schleicht sich nach und nach ein. Ich habe mich dauernd gefragt, warm Myriam und Paul nichts unternehmen, als sie gemerkt haben, wie sehr Louise ihr Leben dominiert. Die Frage nach dem endgültigem „Warum?“ bleibt leider unbeantwortet. Wie einiges andere auch.

[SPOILER ENDE]

Insgesamt bin ich von dem Buch doch eher enttäuscht, ich habe weitaus mehr erwartet. Die Story hat unendlich viel Potential, das meiner Meinung nach nicht völlig ausgeschöpft wurde. 

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Tags: hardcover, leïla slimani, roman, vorablesen   (4)
 

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(48)

83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

moskau, gentleman, hausarrest, hotel, freundschaft

Ein Gentleman in Moskau

Amor Towles , Susanne Höbel
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783471351468
Genre: Romane

Rezension:

Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus. 
‚Ein Gentleman in Moskau‘ ist mein erster Roman des Autors Amor Towles, wird jedoch nicht mein letzter bleiben.Der Schreibstil ist gut zu lesen, er ist angenehm und zurückhaltend, sehr ruhig und plätschert teilweise vor sich hin. Mich konnte der Schreibstil für sich einnehmen.Die Charakterdarstellungen sind ebenso zurückhaltend wie der Schreibstil. Die Beschreibungen der Personen sind tatsächlich auf das Wesentliche begrenzt, als Leser erfährt man bei den meisten Charakteren nur das, was notwendig ist. Ich konnte mir von jeder Person ein gutes Bild machen, hätte mir jedoch stellenweise facettenreichere Personen in der Handlung gewünscht. Graf Rostov war in meinen Augen ein eher vager Protagonist, obwohl er solide charakterisiert wurde und authentisch wirkte. Für mich war er jedoch relativ vorhersehbar, was natürlich auch seinen eher vorhersehbaren Lebensumständen geschuldet sein kann. Nichtsdestotrotz habe ich ihn mit seiner flapsigen Art ins Herz gschlossen.Die Szenerie des Grafen unter Hausarrest empfinde ich als eine schöne Grundlage für den Roman, daraus können sich interessante Gegebenheiten und Ereignisse gestalten. Im gegebenen Fall war das nur selten so. Die Handlung plätscherte meist vor sich hin, war ruhig, unaufgeregt und meist vorhersehbar. Dennoch habe ich mich in der Handlung größtenteils wohlgefühlt. Die Monotonie, die trotz kleinerer oder größerer Unterbrechungen herrschte, hat für mich die Situation des Grafen gut repräsentiert. Eine Sache, die mich beim Lesen etwas durcheinandergebracht hat, war der für mich undurchschaubare zeitliche Ablauf. Einige Kapitel waren mit einer Jahreszahl versehen – daraus habe ich gefolgert, dass wir uns in eben diesem Jahr befinden. An anderen Stellen gab es jedoch Zeitsprünge, die nicht durch eine entsprechende Jahreszahl markiert wurden. So bin ich durch diese zeitlichen Sprünge etwas ins Schleudern geraten.Insgesamt war ich mit der Lektüre des Buches durchaus zufrieden, es hat zum größten Teil meinen Erwartungen entsprochen. Der Graf war ein interessanter Protagonist, dem ich gern durch sein Leben im Metropol gefolgt bin.

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Tags: amor towles, hardcover, roman, vorablesen   (4)
 

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(9)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

paris, markus spiegelhalder, stadtführer, hardcover, spiegelhalder

Paris

Markus Spiegelhalder
Fester Einband
Erschienen bei Provinz Verlag, 06.10.2016
ISBN 9788899444082
Genre: Sachbücher

Rezension:

Viele kennen Paris, die Stadt der Reiseziele, Mitte und Herz Frankreichs. Aus der Feder dieses Autors ist kein Hotel- und Reiseführer "Paris in drei Tagen abzuhaken" hervorgegangen. Sondern ein höchst lesbares, informationsreiches und besinnliches Werk. Eine Kulturgeschichte darüber, wie das Herz Frankreichs entstand, fortwährend umgestaltet und weiter entwickelt worden ist. Vor und zu seinem Paris-Polyglott sollte jeder Parisreisende dieses Buch gelesen haben.

„Paris. Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ von Markus Spiegelhalder nimmt den Leser mit auf eine Reise nach Paris, und lässt einen in die Geschichte der Stadt eintauchen. Der sehr angenehme Schreibstil schafft es schon auf den ersten Seiten mich als Leser direkt nach Paris zu holen, mitten ins Geschehen hinein. Die Beschreibungen sind sehr anschaulich, dennoch war es an einigen Stellen hilfreich einen Stadtplan griffbereit zu haben. 

Ich habe ich beim Lesen direkt angesprochen gefühlt und wollte so immer mehr erfahren. Trotzdem bin ich eher langsam vorangekommen – das Buch ist nun auch kein Roman, den man in einem Zug verschlingen kann… Ich habe mich Kapitelweise vorgearbeitet, die Informationen sacken lassen, ab und an noch etwas nachgeschlagen. Die Reise durch die Entwicklung von Paris ist sehr gut und informativ ausgearbeitet, sehr bildlich beschrieben und hat wirklich Spaß gemacht.

Insgesamt habe ich von diesem Buch sehr viel mitnehmen können. Als kurze Vorbereitung für einen Urlaub in der Stadt würde ich das Buch weniger empfehlen, für jede Person, die tiefgründiger an Paris interessiert ist, ist „Paris. Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten“ jedoch die perfekte Lektüre.

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Tags: hardcover, leserunde, markus spiegelhalder, sachbuch   (4)
 

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(10)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

roman, italien, rommel-schatz, leserunde, italienische studenten

Das Schattencorps

Bernd Ohm
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 13.06.2017
ISBN 9783869137643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hans Barkhusen hat viel verloren: die Zukunft, die ihm im »Dritten Reich« offenstand, den Kampf gegen den Kommunismus, den Anschluss an das bürgerliche Leben. Nach dem Krieg von den Briten für eine geheime Kampftruppe angeworben, arbeitet er 1962 desillusioniert als Taucher und hofft darauf, das vom Atomkrieg bedrohte Europa zu verlassen. Als er für die Suche nach dem sagenumwobenen »Rommel-Schatz« angeheuert wird, glaubt er zunächst an einen schlechten Scherz. Aber dann taucht plötzlich sein alter Agentenführer auf, und Hans erhält einen neuen Auftrag, der ihn von Hamburger Hafenkais und einsamen Heideforsten in die Sonne Italiens führt, wo die Jagd nach dem Schatz im Dickicht der Geheimdienstintrigen und internationalen Verschwörungen immer rasanter wird, bis schließlich der Friede der Welt selbst auf dem Spiel steht …

‚Das Schattencorps‘ war mein erstes Buch des Autors Bernd Ohm. Der Einstieg in das Buch ist mir nicht leicht gefallen, nicht nur der Schreibstil konnte mich nicht packen, auch die Charaktere blieben mir eher fremd.
Der Schreibstil ist eher beschreibend und der Autor setzt viel geschichtliches Vorwissen bei seinen Lesern und Leserinnen voraus. Viele Begrifflichkeiten konnte ich nicht zuordnen und musste daher erst recherchieren, was genau es denn damit auf sich hat. Hier hätte mir ein Glossar am Ende des Buches gut gefallen, in dem ich unkomplizierter hätte nachschlagen können. 
Protagonist Hans blieb für mich stets vage und nicht recht greifbar. Der Darstellung hätte für meinen Geschmack generell etwas mehr Tiefe gut getan. Mit Hans wurde ich jedoch zum Ende des Buches hin warm und auch seine Charakterisierung wurde facettenreicher. Die Nebencharaktere sind gut dargestellt, ich konnte mir zu jeder Person ein ausreichendes Bild machen. Teilweise fand ich die Darstellungen jedoch wenig lebensnah. Ein für mich großes Manko ist die Eigenart Dialekte und Fremdsprachen mit in die Dialoge einzubauen. Ich hatte zwar wenig Verständnisprobleme, dennoch blieb ich immer wieder daran hängen und musste kurz überlegen, was der Satz bedeutet, was mich leider aus dem Lesefluss gerissen hat. 
Die Handlung an sich war solide. Spannung ist für mich persönlich erst ab etwa der Hälfte des Buches aufgekommen, aber dann wollte ich wirklich wissen, wie es weiter geht. In der zweiten Hälfte des Buches gibt es viele interessante Wendungen, die für mich selten vorhersehbar waren und mir somit viel Vergnügen beim Lesen bereitet haben. Für mich persönlich waren viele Schilderungen jedoch nicht ganz greifbar, einfach weil mir das historische Vorwissen gefehlt hat, ich musste mich nebenher immer ein wenig schlau machen, um einige Handlungsstränge besser nachvollziehen zu können. 
Insgesamt bin ich mit dem Roman jedoch zufrieden, sobald die Handlung an Fahrt aufgenommen hat und ich mit den Charakteren klargekommen bin, war er angenehm zu spannend zu lesen. Ich bin nun geschichtlich besser informiert als vor der Lektüre und habe definitiv etwas dazugelernt.

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Tags: bernd ohm, hardcover, leserunde, roman   (4)
 

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(6)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

paris, marco missiroli, mailand, roman, leserunde

Obszönes Verhalten an privaten Orten

Marco Missiroli , Michael von Killisch-Horn
Fester Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503432
Genre: Romane

Rezension:

Libero Marsell steht vor einer aufsehenerregenden Entdeckung. Gerade noch ein halbwüchsiges Kind, beginnt sich in seiner Hose plötzlich etwas zu regen. Beflügelt durch diese ungeahnte Entwicklung, arbeitet Libero nun zielstrebig daran, die schönen Frauen von Paris für sich zu gewinnen. Und findet sich unversehens in Sartres Lieblingscafé wieder. Kaum ist der junge Libero mit seinen Eltern nach Paris übergesiedelt, erwischt er die Frau Mama in flagranti mit dem besten Freund der Familie. Beflügelt durch dieses aufschlussreiche Ereignis auf dem Weg zur sexuellen Offenbarung, nähert sich der italienische Jungverführer der bildschönen Marie, ihres Zeichens Bibliothekarin, Liebhaberin italienischen Essens und der Literatur. Um sie zu beeindrucken, umgibt sich der junge Mann mit Albert Camus, übt männliche Wortkargheit mit Buzzati und Hemingway und landet schließlich im Pariser Existentialistencafé Deux Magots. Während seine Mutter von den Suffragetten zu Gott findet, die Eltern sich trennen und Liberos Kindheit hinter ihm in Stücke bricht, wächst er selbst zum Mann heran, und beginnt eine unbeirrbare Suche nach Eros und Ästhetik.

Der Titel ‚Obszönes Verhalten an privaten Orten‘ hat mich von Beginn an neugierig auf dieses Buch gemacht. Im Zusammenspiel mit dem Klappentext wird ein interessanter Coming-of-Age-Roman mit geheimnisvollem Protagonisten versprochen. Diese Versprechen kann der Roman halten, auch wenn sein Potential für mich nicht ganz ausgeschöpft wurde.


Der Schreibstil ist eher beschreibend, die von mir erwartete Emotionalität wurde von einer nüchternen Sachlichkeit ersetzt. Dies führ dazu, dass der Leser die Handlung aus einem relativ neutralen und wertfreien Blickwinkel erfährt, obwohl sie aus der Ich-Perspektive von Libero  geschildert wird. Für mich ist diese Kombination durchaus ungewöhnlich, sie hat jedoch gut ins Gesamtbild des Romans gepasst.


Protagonist Libero blieb für mich immer ein wenig unnahbar, vielleicht liegt das gerade an seiner nüchternen Art zu erzählen. Ich möchte fast meinen, dass die großen Töne und Emotionen in den Feinheiten stecken und nur bei genauer Betrachtung zum Vorschein kommen. Als Leser begleitet man den Protagonisten durch verschiedene Stadien seiner Entwicklung, die auch als Anhaltspunkte für die Kapitelgliederung dienen. Libero ist ein interessanter Charakter, dessen Entwicklung die Handlung des Buches bestimmt eine angenehme Reise war. 


Die Handlung an sich hat mir gut gefallen, Libero ist mir mit der Zeit ans Herz gewachsen. Einige Wendungen waren für mich mehr als Vorhersehbar, anderes kam unerwartet. Deutlich wird, wie Lib erwachsen wird, seine Entwicklung ist für den Leser spürbar und größtenteils nachvollziehbar. 


Insgesamt hat mir ‚Obszönes Verhalten an privaten Orten‘ gut gefallen, es ist meinen Erwartungen gerecht geworden, vom Hocker konnte es mich jedoch nicht hauen. Meiner Meinung nach sollte man dieses Buch mit viel Ruhe und Muße genießen, denn vieles versteckt sich zwischen den Zeilen und benötigt Aufmerksamkeit um entdeckt zu werden. 

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Tags: hardcover, leserunde, marco missiroli, roman   (4)
 

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(42)

76 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

oxford, roman, englische literatur, literatur, catherine lowell

Die Kapitel meines Herzens

Catherine Lowell , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 16.08.2017
ISBN 9783455650860
Genre: Romane

Rezension:

Von klein auf wächst Sam mit Büchern auf: Wann immer sie in der Bibliothek ihres Vaters ein Buch findet, in dem sein Lesezeichen liegt, weiß sie, dass er es für sie versteckt hat. Zu Weihnachten schenkt er ihr eine Schnitzeljagd mit Zitaten aus der Weltliteratur. Sams Vater ist nicht nur Bestseller- Autor, sondern auch ein direkter Nachfahre der Brontë-Familie. Als er stirbt, ist Sam die letzte lebende Verwandte der Schriftsteller-Dynastie. Alles, was ihr Vater ihr hinterlassen zu haben scheint, ist ein abgegriffenes rotes Lesezeichen. Oder ist es ein Hinweis auf ein geheimes Erbe? Die Öffentlichkeit hat ihren Vater schon lange im Verdacht, wertvolle Gemälde, Briefe und Romanentwürfe der berühmten Schwestern zu verstecken. Antworten hofft Sam am Old College in Oxford zu finden. Dort hat Sam zwar nur Augen für Bücher, ihr Professor und ein attraktiver Mathe-Student lenken sie jedoch mehr ab, als sie es sich eingestehen möchte.

‚Die Kapitel meines Herzens‘ ist der Debutroman der Autorin Catherine Lowell.  Der Schreibstil der Autorin ist durchaus ein wenig eigenwillig, zu Teilen ist er sehr abstrakt, strotzt nur so vor literarischen Fachbegriffen und andererseits ist er fast schon zu umgangssprachlich und leger. Es ist eine Mischung, die mich zu Beginn ein wenig aus dem Takt gebracht hat, ich bin es nicht gewohnt, dass der sprachliche Stil sich innerhalb eines Buches so arg ändert. Dennoch bin ich nach einer kurzen Gewöhnungsphase gut damit zurechtgekommen und hatte dein Eindruck, dass dies zum Charme des Buches beiträgt.Der Klappentext verspricht ein Buch voller Potential, eine interessante Protagonistin und eine literarische Umrahmung der Brontë-Familie. Der tatsächliche Inhalt konnte nur bedingt halten, was ich vorab erwartet habe. Protagonistin Samantha ist eine durch und durch sarkastische junge Frau, die zuhause unterrichtet worden ist und somit keinerlei Sozialkompetenz hat. Diese Grundidee ist soweit gut, leider kam mir die Schilderung von Sam zu bemüht und zu überspitzt vor. Die Darstellung wirkte enorm gewollt und dadurch leider wenig lebensnah und authentisch. Mit Sam bin ich daher nicht wirklich warm geworden, auch wenn ich die Idee hinter diesem Charakter sehr mag. Alle weiteren Figuren sind für mich nur als Nebenpersonen kenntlich gewesen, zu schemenhaft ist ihre Darstellung und zu vage ihre Charaktere. Schade.Die Handlung an sich hat mir jedoch gut gefallen, die Idee um die literarische Jagd nach dem Familienerbe ist gut und auch okay umgesetzt. Die Story lässt sich Zeit, um in Gang zu kommen, das Erzähltempo ist eher gemächlich, immer wieder gibt es Rückblenden in Sams Kindheit/Jugend. Diese Abwechslung hat mir gut gefallen, das abstrakte Familienleben der Whipples ist anschaulich dargestellt. Da die Handlung aus Sams Perspektive geschildert wird, ist nie so recht klar, ob die Dinge wirklich so sind/waren, wie sie beschrieben werden, da die Schilderungen ja eher subjektiv sind – aber auch das macht für mich den Reiz an dieser Geschichte aus. Das Erzähltempo steigert sich, je weniger Seiten dem Buch verbeiben, auf einmal geht alles ganz schnell … und Ende. Nicht ganz rund, dieses Ende.Die Auseinandersetzungen mit den Werken der Brontë-Schwestern haben mir jedoch sehr gut gefallen. Es waren interessante und außergewöhnliche Thesen, die mich die Werke in neuem Blick haben sehen lassen. Insgesamt hat mir ‚Die Kapitel meines Herzens‘ gut gefallen, es konnte nicht ganz halten, was ich im Vorfeld erwartet habe, aber konnte mir dennoch ein paar entspannte Lesestunden bieten. Ein Manko waren für mich die schlecht porträtierten Charaktere, die teils absurd komischen Dialoge und interessanten Blickwinkel auf die besprochenen Bücher konnten das für mich jedoch ausgleichen.

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Tags: catherine lowell, leserunde, paperback, roman   (4)
 

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(41)

49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

mittelalter, werwolf, wölfe, burg, fantasy

Blut schreit nach Blut

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.07.2017
ISBN 9783743187450
Genre: Fantasy

Rezension:

Schwarzwald, Herzogtum Alamannien, 1272 Luna, die Tochter des Burgherrn, beobachtet seit ihrer Kindheit ein Sternenpaar im Waldschatten. Doch sie wagt es nicht, seinem Ruf zu folgen, auch wenn er immer stärker wird. Im Nebel wird die Schwarzburg angegriffen. Als einziges gelingt Luna die Flucht. Ihre Verletzung zwingt sie auf den Waldboden. Zwischen den Stämmen erscheint ihr Lichterpaar. Doch es sind keine Sterne. Augen haben sie beobachtet, starren sie an. 


‚Blut schreit nach Blut‘ von Aikaterini Maria Schlösser ist als historischer Fantasy-Roman deklariert und mischt damit zwei für mich sehr spannende Genres. Diese Mischung ist der Autorin auch gut gelungen, die Handlung spielt in einer absolut historischen Zeit und der Lebensalltag der Protagonistin spiegelt dies gut wieder. Auch der Fantasy-Anteil passt sich gut in das historische Setting ein – das Thema der Werwölfe ist in diesem Kontext glaubwürdig.


Der Sprachstil der Autorin liest sich flüssig, er ist eher beschreibend und hat es geschafft, dass ich mir die Szenen gut vor meinem inneren Auge vorstellen konnte. Die Sprache passt größtenteils zum historischen Setting, wurde aber, vor allem Redewendungen/ den sprachlichen Ausdruck betreffend,  modern gehalten.


Protagonistin Luna wurde sehr detailliert und facettenreich beschrieben, ich hatte von Beginn an ein sehr klares Bild von ihr vor Augen. Die Handlung wird zum größten Teil aus ihrer Sicht erzählt, so dass ich als Leserin immer wusste, wie sie die Situationen einschätzt. Einige Passagen des Buches wurden aus Sicht von Astrum, dem Urwolf, geschildert. Diese Stellen fand ich enorm interessant, Astrum ist mir während des Lesens auch enorm ans Herz gewachsen.  Das Zusammenspiel der beiden Perspektiven hat gut gepasst und sich stimmig ergänzt.


Die Handlung hat mir gut gefallen, vor allem im letzten Teil des Buches ging es heiß her – da konnte ich mich nicht mehr von dem Buch trennen und habe es in einem Rutsch ausgelesen. Der Beginn des Buches ist hingegen eher beschreibend, die Personen und Entwicklungen aus Lunas Sicht werden beschrieben, was durchaus interessant ist, im Vergleich zu den folgenden Dingen jedoch sogar fast etwas träge und langgezogen. Der zweite Part hat mir jedoch deutlich besser gefallen, hier geht es hoch her, es passiert sehr viel. 


Womit ich nicht gerechnet habe, ist dass das Buch der erste Teil einer Reihe ist, es gibt also kein endgültiges, abschließendes Ende… Am Ende des Buches blieb nur meine Neugier auf die nächsten Abenteuer!

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Tags: aikaterini maria schlösser, fantasy, leserunde, paperback   (4)
 

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(35)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

liebe, liebesroman, jana von bergner, organspende, für die liebe und das leben

Für die Liebe und das Leben

Jana von Bergner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Independently published, 13.07.2017
ISBN 9781521805985
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wenn das Schicksal dir alles nimmt und dann eine zweite Chance gibt…  Adam wurde bei einem Autounfall schwer verletzt. Nun braucht er eine neue Niere. Viviens Freund saß am Steuer des anderen Wagens. Seitdem liegt er im Koma. Vivien möchte Adam ihre Niere spenden. Doch dafür müsste sie ihn heiraten. 

‚Für die Liebe und das Leben‘ ist das erste Buch, das ich von der Autorin Jana von Bergner gelesen habe. Von der ersten Seite an hat mich der angenehme Schreibstil der Autorin gefangen genommen, er hat eine Wärme und ist sehr bildlich, so dass ich mir die beschriebenen Szenarien gut vorstellen konnte und die geschilderten Emotionen sehr authentisch wirkten.Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten Vivien und Adam geschrieben. Dadurch habe ich die beiden gut und unvoreingenommen kennen gelernt. Es hat mir gut gefallen, einen Einblick in die Gefühlslage der beiden zu bekommen, so wusste ich stets, wie es um die Gedanken steht und hatte nicht den Filter von einer bestimmten Perspektive.Die beiden Protagonisten sind mir während des Lebens ans Herz gewachsen, sie waren mir beide sympathisch. Zudem sind beide durchaus lebensnah und facettenreich gezeichnet, so dass sie durchaus aus dem echten Leben gegriffen sein könnten.Die Handlung hat mich positiv überrascht, ich hatte anhand des Klappentextes eine eher seichte Lektüre mit ein wenig Gewissensbissen erwartet. Zum einen steht die Schuldfrage im Vordergrund, welcher sich auf differenzierte Weise genährt wird, es wirkt nicht platt, sondern durchaus authentisch und nachvollziehbar. Die Handlungen und Entscheidungen diesbezüglich waren für mich teilweise absolut unerwartet und haben mich zum Nachdenken angeregt. Die Autorin wirkte gut informiert über die Themen von Organspenden und deren Konsequenzen für Spender und Empfänger.Stellenweise war die Handlung jedoch etwas zu vorhersehbar, die Handlungsstränge wirkten zu Teilen zu konstruiert und waren für mich damit nicht mehr realistisch oder authentisch.  Insgesamt konnte mich ‚Für die Liebe und das Leben‘ jedoch überzeugen, ich habe mit diesem Roman definitiv mehr bekommen als ich erwartet habe.

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Tags: jana von bergner, leserunde, roman, taschenbuch   (4)
 

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

leserunde, paperback, roman, ira ebner, aavaa verlag

Das deutsche Spiel

Ira Ebner
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.07.2017
ISBN 9783845922003
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: ira ebner, leserunde, paperback, roman   (4)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

spannend bis zum ende, leserunde, nürnberg, ermittlungen, harald weiss

Die Mondfrauen

Harald Weiss
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Weiß, Harald, 14.10.2016
ISBN 9783000545702
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

3,5 Sterne

Warum mussten die jungen Frauen sterben? Wer ist dafür verantwortlich, dass sie ihr kurzes, junges Leben verloren? Spielt der Vollmond eine Rolle in den Ermittlungen der Kommissare Kartl und Neuner vom Morddezernat Forchheim? Ihre Ermittlungen führen die beiden nicht nur in die Umgebung von Ebersbach, Dormitz und Weiher, sondern treibt sie direkt in die Metropole Nürnberg. Zwei Polizisten vom Lande in den Fänger der Großstadt. Kann das gutgehen? Immer neue Spuren und bisweilen falsche Fährten erschweren die Suche nach den Mörder. Erleben Sie die spannenden Wendungen dieses Krimis, der sie tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt.

‚Die Mondfrauen‘ ist der zweite Krimi um das Ermittlerduo Kartl und Neuner. Ich habe das vorige Buch nicht gelesen und habe die beiden unterschiedlichen Kommissare erst mit diesem Buch kennen gelernt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Lektüre von ‚Spiel des Schattens‘ grundlegend wichtig ist – ich konnte ‚Die Mondfrauen‘ sehr gut ohne jegliches Vorwissen lesen.Der Schreibstil des Autors liest sich flüssig und angenehm, er ist unaufgeregt und anschaulich. Die Protagonisten Kartl und Neuner könnte man bereits kennen, es ist ihr zweiter Fall zum Mitlesen. Ich hatte zu Beginn meine Probleme mit dem Ermittlerduo, so recht wollte sich die Sympathie nicht einstellen. Nach etwa einem Viertel des Buches hatte ich mich jedoch an die Eigenarten gewöhnt und habe beide in mein Herz geschlossen.Es gibt auch immer wieder Einschübe aus Tätersicht, so dass man diesen als Leser etwas kennen lernt und seine eigenen Schlüsse ziehen kann.  Die Tätersicht ist solide geschildert – einige Charakterzüge wirkten auf mich jedoch überspitzt und nicht authentisch.Die Handlung an sich hat mir gut gefallen, sie war mal mehr und mal weniger spannend, konnte mich aber insgesamt für sich einnehmen. Am besten gefallen hat mir der Part um die letztendliche Auflösung des Falles, hier wurde es nochmal richtig spannend und die beiden Kommissare mussten ihr ermittlerisches Können beweisen.Insgesamt konnte mich ‚Die Mondfrauen‘ nicht zu 100% überzeugen. Streckenweise fand ich die Handlung etwas langatmig und auch meine Startschwierigkeiten mit Kartl haben mir den Beginn der Lektüre schwergemacht. Auch die Darstellung des Täters war für meinen Geschmack zu überspitzt und damit unglaubwürdig. Zu großen Teilen ist dieser Krimi jedoch angenehm zu lesen und die Ermittlungen sind durchaus spannend.

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Tags: harald weiss, krimi, leserunde, paperback   (4)
 

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

leserunde, katrin zipse, ya, hardcover

Antonia rettet die Welt - Schildkrötenküsse

Katrin Zipse
Fester Einband
Erschienen bei Magellan, 13.07.2017
ISBN 9783734850172
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Tanzkurse sind langweilig, findet Antonia. Ihre beste Freundin Paulina sieht das ganz anders. Unbedingt muss sie ihren Freund Bekir davon überzeugen, mit ihr am Sommertanzkurs teilzunehmen. Ohne einen männlichen Tanzpartner kann sie das nämlich voll vergessen! Das ändert sich, als ein Junge aus der Parallelklasse den Mädchen total süße Jungs als Partner vermittelt. Aber warum dürfen sie die Fotos ihrer Tanzpartner niemandem zeigen? Das ist doch eine Verschwörung! Zum Glück kennt Antonia sich schon aus mit krummen Dingern und nimmt die Ermittlungen auf.


‚Antonia rettet die Welt - Schildkrötenküsse‘ ist der zweite Band um Protagonistin Antonia. Ich habe ihn ohne den ersten Band zu kennen gelesen und hatte inhaltlich keinerlei Verständnisprobleme. Im Laufe des Buches habe ich jedoch enorm Lust bekommen, den ersten Teil zu lesen um mehr über Tonis jetzige Lebensumstände zu erfahren.
Der Sprachstil ist super gut zu lesen, er ist flüssig und sehr bildhaft, so dass ich durchweg ein anständiges Kopfkino hatte und das Buch kaum aus den Händen legen konnte.
Hauptcharakter Toni habe ich sofort in mein Herz geschlossen, sie ist eine sehr lebhafte und fantasievolle junge Dame, die es faustdick hinter den Ohren hat. Ihre beste Freundin Pauli hat sich durch ihr Verhalten im Buch eher unbeliebt gemacht bei mir…
Die Handlung an sich gefällt mir gut, sie ist logisch aufgebaut und Tonis Schlussfolgerungen haben mich des Öfteren zum Schmunzeln gebracht. Insgesamt finde ich, dass ‚Schildkrötenküsse‘ ein gutes Jugendbuch ist, das auch einer älteren Person schöne Lesestunden bereiten kann.

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Tags: hardcover, katrin zipse, leserunde, ya   (4)
 

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(30)

35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

glück, kloste, kurzgeschichten, leserunde, erzählungen

Wer verteilt das Glück?

Bastian Aue
Flexibler Einband: 104 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 11.05.2017
ISBN 9781546916208
Genre: Sachbücher

Rezension:

Paul ist nicht gerade vom Glück gesegnet. Er hat nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seine Frau hat ihn verlassen – und das alles am gleichen Tag. „Alles kommt auf einmal und meistens dann, wenn man es nicht erwartet“, sagte sein Großvater immer. Als Paul eines Abends mal wieder durch das Fernsehprogramm zappt, bleibt er bei einer dieser unzähligen Talkshows hängen. Dort wird gerade ein erfolgreicher Musikproduzent zu seinem Leben und seinem Erfolg befragt. Dieser beginnt seine Antwort mit der Frage: “Wer verteilt das Glück?“ Dieser Satz durchfährt seinen ganzen Körper und als er in der darauffolgenden Nacht hellwach im Bett liegt, weiß er, dass er sich auf eine Reise begeben muss. Er muss denjenigen finden, der das Glück verteilt. Schon wenige Tage später ist es soweit und Paul begibt sich auf die Reise – eine Reise nach dem Glück im Leben… 

Die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr gut: Die Covergestaltung passt gut zum Titel und auch die Haptik des Buches ist angenehm.
Der Titelzusatz ‚Eine Erzählung über das Glück im Leben‘ ist für mich durchaus sinnvoll, denn die Handlung ist für mich relativ übersichtlich geblieben.  In jedem Kapitel trifft Protagonist Paul auf eine Person, von der er sich einen Weg zum Glück erhofft. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, die jeweiligen Begegnungen sind größtenteils auch relativ kurz. Die Begegnungen an sich bieten jedoch ausreichend Stoff, dass man als Leser selbst zum Nachdenken kommt über seinen persönlichen Weg zum Glück.
Beim Lesen hatte ich so meine Probleme mit Paul warm zu werden. Ich kann gar nicht so recht sagen warum, aber sympathisch wurde er mir nicht. 
Der Schreibstil des Autors ist geradlinig und direkt, er hält sich wenig mit Beschreibungen auf. Meinem Empfinden nach ging es eher um eine prägnante Darstellung der essentiellen Bestandteile. So waren die Dialogszenen für mich persönlich zu knapp, meistens hat Protagonist Paul die Gespräche im Selbstgespräch resümiert. 
Insgesamt konnte ich mit ‚Wer verteilt das Glück‘ nicht so recht warm werden, der „zielstrebige“ Schreibstil war mir zu knapp und ich hätte mir mehr Beschreibungen und auch etwas ausführlichere Dialoge, nicht nur Resümees von Paul gewünscht. Vielleicht ist es auch der Charakter einer Erzählung der mir als Leserin nicht so liegt. Inhaltlich konnte mich das Buch dennoch an einigen Stellen abholen, jedoch kann ich mit besten Willen nur 3 Punkte vergeben.

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Tags: bastian aue, leserunde, paperback, roman   (4)
 

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288 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 106 Rezensionen

fangirl, jugendbuch, fanfiction, college, rainbow rowell

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame Collegezimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction über ihr großes Idol, den Fantasy-Serienhelden Simon Snow, lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien…


‚Fangirl‘ ist mein erstes Buch der Autorin, von der ich bisher ausschließlich gutes gehört hatte und daher durchaus hohe Erwartungen an das Buch hatte. Diese wurden teilweise erfüllt, zu anderen Teilen habe ich im Vorfeld einfach zu viel erwartet – der Hype um die Bücher der Autorin ist auch enorm groß.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, er liest sich zügig und ist sehr bildhaft. Die Sprache passt allgemein sehr gut ins Setting, nichts wirkt gekünstelt oder unpassend. 
Die Charaktere haben mir gut gefallen, sie wirken allesamt authentisch und lebensnah. Die Beschreibungen waren ausreichend, um mir ein gutes Bild von allen machen zu können, wobei die Nebencharaktere etwas blasser und verschwommener waren. Cath als Protagonistin habe ich sofort in mein Herz geschlossen, ihre verkorkste Art ist erfrischend und meiner Meinung nach enorm liebenswert.
Die Handlung an sich ist nicht ungewöhnlich für dieses Genre und hat mich daher nicht überraschen können. Dennoch hat sie mir gut gefallen – den Charakteren wegen. Der Spannungsbogen war teilweise eher flach, dann wieder angenehm. Nicht so gut gefallen haben mir die Einschübe der Fanfiction, einfach, weil ich mit Simon und Baz nicht so viel anfangen kann. Die Idee an sich ist jedoch gut und passt zur Story – Simon Snow ist ja ein wichtiger Teil in Caths Leben.
Insgesamt ist ‚Fangirl‘ meiner Meinung nach ein schönes Jugendbuch für gemütliche Lesestunden, dem aber irgendwie der Wow-Effekt fehlt.

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Tags: hardcover, rainbow rowell, vorablesen, ya   (4)
 

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(74)

104 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

freundschaft, hautfarbe, rassismus, london, großbritannien

Swing Time

Zadie Smith , Tanja Handels
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462049473
Genre: Romane

Rezension:

Beim Tanzunterricht lernen sich zwei kleine Mädchen kennen und werden Freundinnen. Beide träumen davon, Tänzerinnen zu werden. Doch nur die eine hat Talent. Die andere hat Ideen: über Rhythmus und Zeit, über schwarze Haut und schwarze Musik, über Stammeszugehörigkeit, Milieu, Bildung und Chancengleichheit. Ihre Wege trennen sich, als Tracey tatsächlich Tänzerin wird und erste Rollen in Musicals bekommt. Ihre Freundin wiederum jettet als Assistentin der berühmten Sängerin Aimee um die Welt. Als Aimee in Westafrika eine Schule gründen will, reist sie ihr voraus und lässt sich durch das Land, in dem ihre Wurzeln liegen, verzaubern und aus dem Rhythmus bringen.


Das Buch ist mir durch die kräftigen Coverfarben und die große Aufmachung vom Titel und Autorennamen sofort ins Auge gesprungen: die Gestaltung ist simpel und doch wirkungsvoll.
Der Schreibstil ist schon auf den ersten Seiten sehr bildhaft, was schon auf der ersten Seite ein bildhaftes Kino in meinem Kopf entstehen ließ. Die verwendete Sprache passt gut zur Situation und den Personen und wirkt somit sehr authentisch.
Die Charaktere sind ausreichend beschrieben, ich konnte mir von allen wichtigen Personen ein gutes, prägnantes Bild machen. Alle Beschreibungen sind aus Sicht der Protagonistin, so dass man als Leser alles durch ihre Wahrnehmung beschrieben bekommt. So ist es nicht möglich die Geschehnisse aus einer unvoreingenommeneren Perspektive zu sehen.
Die Handlung gefiel mir in den ersten Kapiteln sehr gut, ich war interessiert an der Protagonistin und Tracey und ihrer Entwicklung, der Spannungsbogen war gespannt. Je weiter ich gelesen habe, desto weniger haben mich die Geschehnisse interessiert, ich war schon fast gelangweilt von der Handlung. Das lag weniger an dem Schreibstil oder der Art der Beschreibung, als an dem Inhalt. Denn das lebensfrohe junge Mädchen vom Anfang des Buches entwickelte sich zu einer jungen Frau, mit der ich mich nicht identifizieren konnte, deren Anliegen mich nicht bewegen konnten und deren Ansichten ich nicht teile. Aimee als Charakter war mir von Beginn an unsympathisch, und die Protagonistin wurde mir auch von Kapitel zu Kapitel unsympathischer… Vielleicht konnte ich mich auch als Leser momentan nicht gut auf die Handlung einlassen, zum jetzigen Zeitpunkt habe ich wenig Zielführung in der Storyline erkennen können, es ist mir unklar, worauf die Autorin mit diesen Ausführungen genau hinauswollte.
Insgesamt ist ‚Swing Time‘ ein interessantes Buch, das mich zu Beginn durchaus unterhalten und fesseln konnte, mit zunehmender Seitenzahl für mich aber immer undurchdringlicher und langatmiger wurde. 

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Tags: hardcover, roman, vorablesen, zadie smith   (4)
 

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

t.c.boyle, roman, hardcover, t.c. boyle

Dr. Sex

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
E-Buch Text
Erschienen bei Carl Hanser Verlag GmbH&Co. KG, 17.04.2013
ISBN 9783446243880
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: hardcover, roman, t.c. boyle   (3)
 

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511 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, theater, leisa rayven, new adult, schauspiel

Bad Romeo und Broken Juliet - Ich werde immer bei dir sein

Leisa Rayven ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.10.2015
ISBN 9783596033232
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags: leisa rayven, paperback, roman, serie   (4)
 

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(57)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

stockholm, liebe, oper, schweden, eifersucht

Mittsommerleuchten

Åsa Hellberg , Katrin Frey
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548613420
Genre: Romane

Rezension:

Gloria dachte mit ihren 53 Jahren eigentlich, das Leben hätte keine Höhepunkte mehr zu bieten. Jetzt soll die schwedische Operndiva die Hauptrolle in »Carmen« übernehmen. Aber der Gedanke an die Proben versetzt sie in Panik – denn in den beiden männlichen Hauptrollen sollen ausgerechnet zwei ihrer alten Liebhaber auftreten. Glorias Schwester Agnes dagegen führt eine stabile Beziehung. Aber irgendwann hält sie so viel Stabilität und Ereignislosigkeit nicht mehr aus, trennt sich von ihrem Mann und flüchtet zu Gloria. Gemeinsam gelingt es den beiden ungleichen Schwestern, das Gefühlschaos zu lichten. 


‚Mittsommerleuchten‘ ist das erste Buch der Autorin Åsa Hellberg, das ich lesen durfte. Ich habe mir eine seichte und entspannte Sommerlektüre erwartet und diese auch bekommen.
Der Schreibstil ist eher unaufgeregt, liest sich jedoch flüssig und schnell. Die Sprache ist gut gewählt, sie passt ins Setting und wirkt authentisch.
Die Handlung wird größtenteils aus der Perspektive von Protagonistin Gloria erzählt, einige Abschnitte sind jedoch auch aus anderen Perspektiven. Dadurch kommt es zu einer gewissen Dynamik, die das Lesen spannend macht. Die eigentliche Handlung ist doch recht klischeehaft und größtenteils vorhersehbar gewesen, es gab nur wenige Momente, die mich überrascht haben. Insgesamt hatte die Handlung für mein Empfinden wenig Tiefe und blieb somit oberflächlich, es war vollkommen seicht und ich konnte mich mit der Handlung mit treiben lassen, ohne viel Nachdenken zu müssen. Somit hat die Handlung meine Erwartungen erfüllt, die von Beginn an nicht übermäßig hoch waren.
Die Charaktere sind zu einem großen Teil ü50, was für mich eigentlich eine gewisse Reife voraussetzt. Dennoch habe ich oftmals das Gefühl gehabt, dass sich die Charaktere zumindest auf emotionaler Ebene nicht weit über das Teenager-Alter hinausentwickelt haben. Ohne u wissen wie alt die Charaktere wirklich wären hätte ich auf maximal Ende Zwanzig getippt. 
Ansonsten waren die Charaktere ausreichend charakterisiert, ich konnte mir von allen ein Bild machen. Auf die Nebenfiguren wurde bei der Darstellung nicht so detailliert wert gelegt, was in Ordnung ist.
Insgesamt konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen – es ist eine seichte Sommerlektüre, die eher wenig geistigen Input geben kann. Das Verhalten der Charaktere war für mein Empfinden etwas zu unreif, was ein großer Dämpfer war.

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Tags: åsa hellberg, paperback, roman, vorablesen   (4)
 

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58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

roman, jennydownham, jenny downham, obwohlesdirdasherzzerreisst, obwohl es dir das herz zerreißt

Obwohl es dir das Herz zerreißt

Jenny Downham , Astrid Arz
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.04.2017
ISBN 9783570164488
Genre: Jugendbuch

Rezension:

3 Frauen, 3 Generationen, 1 Geschichte Jahrelang hat Caroline ihrer 17-jährigen Tochter Katie die Großmutter vorenthalten. Zu viele Verletzungen, zu viele böse Worte waren zwischen den beiden gefallen. Doch nun taucht die alte Dame unvermittelt wieder in ihrem Leben auf … und erinnert sich an fast nichts mehr: Mary leidet an Demenz. Was für Caroline einem Albtraum gleicht, weckt in Katie neue Hoffnung. Sie freundet sich mit ihrer Großmutter an und fügt in deren lichten Momenten wie bei einem Puzzlespiel ihre Familiengeschichte zusammen. Noch ahnt Katie nicht, was sie damit ins Rollen bringt. Es wird ein Sommer werden, der alles verändert.


Den Schreibstil und die Erzählweise der Autorin weiß ich von anderen Werken zu schätzen und habe mich daher sehr auf dieses Buch gefreut – und meine hohen Erwartungen wurden glücklicherweise erfüllt.
Die Handlung wird sowohl aus der Perspektive von Katie und Mary erzählt und springt auch in den Zeitebenen hin- und her. Jede zeitliche Rückblende in das Leben von Mary wird jedoch gut und deutlich gekennzeichnet, so dass ich beim Lesen nie von unangekündigten Szenenwechseln überrumpelt worden bin. Demenz ist ein Thema, das sehr schnell sehr klischeehaft umgesetzt werden kann, doch der Autorin ist es meiner Meinung nach gelungen eine gute und glaubwürdige Balance zu finden. Generell war dieses Buch hoch emotional und dabei immer glaubwürdig und nachvollziehbar. Besonders der Konflikt zwischen Mary, Caroline und Pat, Marys Schwester, wurde sehr authentisch und einfühlsam beschrieben, als Leser konnte ich mich extrem gut in die Situationen hineinversetzen und mitfühlen.
Auch die Charaktere haben mich bei diesem Buch in den Bann gezogen – sie alle wirkten sehr realistisch und facettenreich, ich konnte sehr schnell eine Bindung zu ihnen aufbauen. Die Beschreibungen waren nicht allzu ausführlich, das Gesamtbild war aber hundertprozentig stimmig.
Insgesamt konnte ‚Obwohl es dir das Herz zerreißt‘ meine hohen Erwartungen erfüllen und hat mir viele emotionale und angenehme Lesemomente bereitet.

  (9)
Tags: jenny downham, paperback, roman, wasliestdu   (4)
 

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(40)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

scarlett cole, serie, second circle, cujo, drea

Under Your Skin - Bleib bei mir

Scarlett Cole , Alexandra Hölscher
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288598
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
Tags: paperack, roman, scarlett cole, serie   (4)
 

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(85)

138 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

london, tracy rees, liebe, cornwell, cornwall

Die zwei Leben der Florence Grace

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783471351567
Genre: Romane

Rezension:

Die Waise Florrie Buckley wächst wild und glücklich bei ihrer Großmutter in den weiten Mooren von Cornwall auf. Kurz vor dem Tod offenbart die alte Frau das Geheimnis ihrer wahren Herkunft: Florrie ist Teil der reichen Grace-Familie. Mit dem Umzug zu ihrer unbekannten Familie nach London, verändert sich ihr ganzes Leben. Fortan ist sie für alle nur noch Florence Grace. Doch in der großen Stadt bei der fremden Familie fühlt sie sich nicht willkommen. Als ihr vermeintlicher Cousin Turlington auf der Bildfläche erscheint, findet sie in ihm endlich einen Freund. Über die Jahre entwickeln sich zwischen den beiden leidenschaftliche Gefühle. Aber der charismatische Turlington hat dunkle Geheimnisse.


Der Schreibstil der Autorin konnte mich bereits auf der ersten Seite fesseln und hat mich völlig in den Bann gezogen. Die Sprache passt gut zur Szenerie und den Charakteren und passt sich diesen an.
Die Handlung ist sehr ausufernd, der Abschnitt, den man als Leser aus Florries Leben zu Lesen bekommt, ist sehr lang zieht sich von ihrer Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Gerade diese lange Zeitspanne ermöglicht es, die Protagonistin kennen zu lernen und ihr beim Heranwachsen und Reifen über die Schulter zu schauen. Es ist der Autorin gut gelungen, diese lange Spanne dazustellen, ohne dass es öde oder vorhersehbar wurde. Die Handlung ist aus der Perspektive der Protagonistin erzählt, so dass auch einige persönliche Gedanken den Weg zum Leser finden.
Die Darstellung der Charaktere ist sehr lebendig und facettenreich, nicht nur Florrie wurde wie lebendig, auch viele Nebencharaktere sind sehr detailliert beschrieben worden, so dass ich zu allen ein gutes Bild im Kopf hatte.
Insgesamt hatte ich viel Vergnügen mit diesem doch eher dicken Buch und habe mich sehr selten mit abschweifenden Gedanken erwischt – der Spannungsbogen ist gut gemacht.

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Tags: paperback, roman, tracy rees, vorablesen   (4)
 

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(64)

82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

familie, paris, adoption, simon van booy, vater

Mit jedem Jahr

Simon Van Booy , Claudia Feldmann
Fester Einband: 310 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 26.03.2017
ISBN 9783458176992
Genre: Romane

Rezension:

Mit seinen Tattoos, seinem Hang zu Raufereien und seinem Faible für schnelle Motorräder eignet sich Jason augenscheinlich ganz und gar nicht als Vater. Als aber sein Bruder verunglückt, nimmt er sich dessen kleiner Tochter Harvey an: Sie kochen gemeinsam, sie pflanzen Blumen in ihrem Vorgarten in Long Island, Jason bringt ihr das Schlagzeugspielen bei, sie bewältigen Harveys ersten Schultag und ihre erste Grippe, ihren ersten Streit – mit jedem Jahr wächst die Bindung zwischen den beiden und Jason kann die Dämonen seiner Vergangenheit nach und nach vertreiben, indem er zum ersten Mal lernt, was das heißt: eine Familie sein. Denn in Harvey hat er den einen Menschen gefunden, für den er bereit ist, sich der größten aller Herausforderungen zu stellen: sich selbst zu ändern.


Der Schreibstil des Autors ist sehr geradlinig und schnörkellos, fast schon einsilbig, was mir auf den ersten Seiten einige Probleme bereitet hat. Nach kurzer Gewöhnungszeit habe ich mich jedoch gut mit dem Schreibstil anfreunden können, der einen angenehmen Kontrast zu der doch recht emotionalen Thematik des Buches.
Die Handlung ist von großen Zeitsprüngen geprägt, wechselt von der Gegenwart, in der Harvey erwachsen ist, immer wieder in die Vergangenheit, also zu ihrer Kindheit, zurück. Das Ganze ist eher als Reise in die Vergangenheit angelegt. Die Handlung an sich war stellenweise sehr langatmig und schlichtweg langweilig – zumindest für meinen Geschmack. Einige Wendungen, waren für mich zu viel des Guten, hier wurde dann das volle Klischee bedient, was der autor eigentlich nicht nötig hatte…
Die Charaktere hätten für mein Empfinden noch detaillierter beschrieben werden können, um sie lebhafter wirken zu lassen. Vor allem Harvey ist mir persönlich zu unnahbar und verschwommen geblieben. Generell ist kein Nebencharakter greifbar gewesen.


Das Buch als gesamtes konnte mich nicht komplett begeistern, aber kleine Szenen, die den Alltag von Jason und der heranwachsenden Harvey dargestellt haben, konnten mich faszinieren. Die emotionale Thematik konnte durch den Autor nicht adäquat aufgefangen und dargestellt werden.

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Tags: hardcover, roman, simon van booy, vorablesen   (4)
 
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