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56 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

liebe, bretagne, wolkenfischerin, claudia winter, berlin

Die Wolkenfischerin

Claudia Winter
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.12.2017
ISBN 9783442485734
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Claire wächst in Moguériec, einem kleinen Fischerdorf in der Bretagne, auf. Mit 15 bleibt sie nach einem Ferienaufenthalt bei ihrer Tante in Paris. Von dort verschlägt es sie nach Berlin, wo sie mit einem - gelinde gesagt - geschönten Lebenslauf eine Stelle bei einer angesehenen Zeitung ergattert. Alles könnte wunderbar sein, wäre da nicht das schlechte Gewissen, das sie ab und zu heimsucht.Seit ihrem Urlaub in Paris mit 15 hat sie ihre Mutter und ihre Schwester nicht mehr gesehen und außer den obligatorischen Weihnachts.- und Geburtstagskarten ist der Kontakt abgebrochen. Doch eines Tages holt die Vergangenheit Claire ein. Sie muss in die Bretagne, um sich um ihre taubstumme Schwester zu kümmern. Als die da auch noch auf ihren Chef trifft, fällt ihr Lügengerüst in sich zusammen. Meine Meinung: Claudia Winter hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der mich mit seiner herrlich bildhaften Sprache sofort in seinen Bann gezogen hat. Sowohl die landschaftliche Umgebung als auch die Stimmungen, Charaktere und natürlich die Handlung sind so beschrieben, dass man sich als Leser fühlt, als wäre man dabei und nicht nur Zuschauer. Auch die Charaktere sind liebevoll und überzeugend gezeichnet. Claire, die eigentlich gar nicht Claire heißt, hat es mir anfangs schwer gemacht, sie zu mögen. Sie wirkte auf mich oberflächlich und nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Im Lauf der Geschichte hat sie sich aber zu einer tollen Frau entwickelt, die weiß, was sie will, und die zu ihren Fehlern steht. Ihr Chef Sebatstian Hellwig ist ein humorvoller Mann, der seine Ziele konsequent verfolgt, komme, was da wolle. Und es kommt dicke! Claires Mutter wirkt am Anfang zerbrochen, wie gelähmt, in der Trauer um ihren Mann gefangen. Sie hat ihren großen Auftritt gegen Ende des Buches und läuft da zur Hochform auf. Maelys, die jüngere, taubstumme Schwester, ist ein Schatz! Man sagt ja, dass blinde Menschen besser hören können als sehende, und ich habe den Eindruck, dass Maelys eine besondere Gabe hat, in die Herzen ihrer Mitmenschen zu schauen. Tante Valérie ist der Knaller! Sie hat ihr Leben im Griff und zeigt Claire, wo‘s langgeht. Wir lernen einige ihrer Lebensweisheiten, z. B. „über Sackgassen schimpfen nur Leute, die keinen Rückwärtsgang haben.“ Schließlich die Dorfbewohner von Moguériec. Ein herrlich bunter Haufen. Jede/r hat seinen / ihren eigenen (Dick-) Kopf. Die Ideen, die in diesen Köpfen entstehen, sind nicht immer gut. Die Handlung ist spannend und turbulent. Die Handlungsstränge wechseln zwischen Claires Jugendjahren in Frankreich und der heutigen Zeit in Berlin bzw. Moguériec. Durch die humorvolle und emotionale Schreibweise hat mich dieser Roman rundum begeistert. Dass die Handlung nicht unbedingt realitätsnah ist, stört nicht im geringsten. Fazit: Ein Wohlfühlroman, spannend, humorvoll, emotional, nicht ohne Tiefgang, romantisch, aber nicht kitschig. Ein Muss für jeden Frankreichfan. Eine absolute Leseempfehlung!

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137 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 102 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: 1. Eine Frau wird in einem Kellerverlies festgehalten. 2. Suse lebt in Berlin; alleinerziehend mit drei Kindern ist sie völlig überfordert. Jetzt ist ihre Tochter Jacqueline verschwunden, ebenso der Retriever Tapsi. 3. Kommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers werden mit einem mysteriösen Mordfall konfrontiert. Dann passieren noch mehr Morde, die die Ermittler vor Rätsel stellen. Meine Meinung: Martin Krist versteht es - wie auch in seinen bisherigen Romanen-, die verschiedenen Handlungsstränge parallel zu erzählen und irgendwann zu verknüpfen. Besonders gut gefallen mir die kurzen Kapitel, die meistens mit einem Cliffhanger enden. Früher oder später laufen die Fäden zusammen. Jeder Strang für sich ist sehr spannend! Von der Frau im Kellerverlies erfährt man erst ganz am Ende die Identität und die Hintergründe. Im Mittelpunkt steht das Leben und Leiden von Suse. Ihre Geschichte ist, abgesehen vom Verschwinden der pubertierenden Tochter und des Hundes, bedrückend und schwer zu ertragen. Sie ist heillos überfordert mit einem Baby, einem Kleinkind und der verschwundenen Tochter. Ihre Eltern sind ihr auch keine große Hilfe, obwohl ihre Mutter sich um die Kleinen kümmert, wenn Suse ihren Teilzeit-Job ausübt. Mich hat ihre Situation sehr betroffen gemacht. Das Ermittlerteam um Henry Frei hat mich voll und ganz überzeugt! Frei hat diverse kleine Macken, die immer wieder auftreten und den Leser zum Schmunzeln bringen. Man erfährt auch einziges über sein Privatleben, ebenso über das seiner Kollegin Louisa Albers. Das macht die beiden sehr menschlich und sympathisch. Der Mord, in dem die beiden zuerst ermitteln, gerät fast in den Hintergrund, als zwei weitere Morde passieren, die im Zusammenhang mit Jaquelines Verschwinden stehen könnten. Das Ende ist überraschend und für meinen Geschmack ein bisschen dürftig geraten. Die Auflösung hätte gut noch ein paar mehr Seiten vertragen, ich hätte gern noch mehr über die Hintergründe und die Motive des Täters erfahren. Ein bisschen versöhnt bin ich durch den Ausblick auf den nächsten Fall der beiden Ermittler. Hier werden die noch offenen Fragen wohl beantwortet werden. Wie in seinen früheren Büchern hat es der Autor auch hier geschafft, mich bis zum Ende völlig im Dunkeln tappen zu lassen. Sowohl der Entführungs- (oder Ausreißer?-) Fall um Jacqueline als auch die beiden Morde und die Identität Frau im Verlies waren bis zur letzten Seite rätselhaft. Fazit: Ein weiteres Highlight von Martin Krist, ebenso fesselnd wie seine bisherigen Bücher.

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(33)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

filme, liebe, kino, popcorn, glück

Glück schmeckt nach Popcorn

Marie Adams
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.11.2017
ISBN 9783734104947
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Martha ist seit drei Jahren Besitzerin und Betreiberin eines kleinen, aber feinen Programmkinos. Privat sieht es eher düster aus. Ihr Freund hat sie betrogen, mittlerweile ist seine Freundin schwanger. Das ist besonders bitter für Martha, da sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Die momentane Lebenssituation wird dadurch noch verschlimmert, dass Susanna, ihre Freundin und einzige Mitarbeiterin, in eine andere Stadt zieht. Marthas Lebenseinstellung ist pessimistisch, sie glaubt weder an die große Liebe noch an happy ends. Die freie Stelle im Kino wird besetzt von dem jungen Filmemacher Erik. Er ist das genaue Gegenteil von Martha, strahlt Lebensfreunde und Optimismus aus. Zu der Dreiecksgeschichte gesellt sich noch der arrogante Filmkritiker Stefan, der, ebenso wie Erik, um Martha buhlt. Meine Meinung: Die Geschichte spielt zum Großteil in dem herrlich nostalgischen Kino. Die Atmosphäre dort hat mir sehr gut gefallen. Mit den Protagonisten, besonders mit Martha, der Hauptperson, konnte ich mich allerdings nicht anfreunden. Martha ertrinkt in Selbstmitleid. Sie lässt keinen näheren Kontakt zu, obwohl sie sich sowohl zu Erik als auch zu Stefan hingezogen fühlt. Allerdings ist von Anfang an abzusehen, wie die Geschichte ausgeht. Die Schilderung der turbulenten Ereignisse weist manchmal Längen auf und es fehlt teilweise etwas an Pep. Das Ende ist dann wenig überraschend. Mir persönlich war es ein bisschen zuviel happy end. Alle Widrigkeiten, die vorher lang und ausführlich beschrieben wurden, sind auf einmal wie weggefegt und alles ist gut. Vielleicht muss das in einem „Wohlfühlroman“ so sein, mir war es too much. Allerdings bin ich in diesem Genre auch kaum unterwegs, mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten. Fazit: Ein simpel-heiterer Liebesroman ohne Überraschungen und ohne Tiefgang. Meinen Geschmack hat er leider nicht getroffen.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

betrug, mord, bayern, krimi, ermittlungen

Die Einsamkeit des Todes

Petra Johann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783734102042
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Dr. Max Leitner ist mit seiner Verlobten auf der Hochzeit eines Freundes. Im Laufe des Abends erfährt er, dass Sarah, seine Freundin, eine Affäre mit seinem Bruder hatte bzw. hat. Er kehrt ihr, seinen Freunden und auch seinem Bruder den Rücken. Nach zwei Jahren kehrt er zurück in die Heimat. Er trifft seine Freunde und seinen Bruder wieder und erfährt, dass Sarah seit der Hochzeit verschwunden ist. Ein Unbekannter schickt ihm mysteriöse Textnachrichten, im Wald wird der Koffer einer Frau gefunden, kurz darauf eine Leiche. Max gerät in einen Albtraum. Ist er ein Mörder? Oder sein Bruder? Meine Meinung: Wie auch bei den anderen Büchern von Petra Johann („Schatten der Schuld“, „Der Preis für kein Kind“, „Windflüchter“) war ich vom ersten Moment an gefesselt und mitten im Geschehen. Als Leser ist man quasi „gezwungen“ mitzuermitten und mitzurätseln, was passiert sein könnte und wer der (oder die?) Täter gewesen sein könnte(n). Hat man sich auf einen Hauptverdächtigen eingeschossen, werden im nächsten Moment alle Spekulationen wieder zunichte gemacht. Es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Durch geschickte Cliffhanger möchte man das Buch nicht aus der Hand legen. Das Ende ist überraschend, aber durchaus stimmig und logisch. Die Charaktere sind überzeugend und sehr liebevoll gezeichnet. Jeder einzelne ist sympathisch - oder eben auch nicht. Die Geschichte und die Ermittlungen werden mehr aus der Sicht der Beteiligten geschildert als aus der Sicht der Polizei. Dadurch lernen wir Max, seine Familie und seine Freunde gut kennen. Wir tauchen ein in ihr Leben, ihre Psyche, ihre Verzweiflung. Da tun sich Abgründe auf..... Das Ermittlerteam um Leo Mayr arbeitet professionell, aber nicht ohne Fehler. Die Autorin bringt uns auch die private Seite der Beamten näher, dadurch werden sei menschlich und sympathisch - mit einer Ausnahme. Besonders gefallen haben mir sie humorvollen Einwürfe, die das tragische und beklemmende Geschehen etwas aufklockern. Vieles hat mich zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht. Ein Beispiel: „Und Vinzenz‘ schönste Seite war natürlich ohnehin sein entschwindender Rücken.“ Fazit: Mittlerweile zähle ich mich zu den erfahren Krimileserinnen. „Die Einsamkeit des Todes“ ist eindeutig mein Highlight in diesem Jahr. Absolut lesenswert!

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

spannung, forschung, das schneekind, thrille, verrat

M.I.A. - Das Schneekind

Edgar Rai , Kathrin Andres
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 18.08.2017
ISBN 9783352008948
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Sandra wird auf dem Heimweg in einen Unfall verwickelt. Ein Mann stirbt, auf dem Rücksitz seines Wagens findet sie ein Mädchen - Mia. Sie nimmt sich ihrer an. Dadurch gerät sie in eine sehr abenteuerliche und gefährliche Geschichte. Meine Meinung: Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Ich war von Anfang an gefesselt und hätte es bestimmt in einem Rutsch gelesen, wenn mich nicht eine Leserunde „gebremst“ hätte. Die Charaktere sind überzeugend uns sehr sympathisch gezeichnet. Allen voran Sandras Mutter Heide. Sie ist einfach herrlich unkonventionell und kommt auf die schrägsten Ideen. Sandra wirkt anfangs etwas hilflos und schüchtern, im Laufe des Geschehens kommt sie aber in Fahrt. Ihr netter Nachbar Atmos, der leider nur eine kurze Rolle hat, gefiel mir auch sehr gut. Das Autoren-Duo Edgar Rai und Kathrin Andres greift ein sehr brisantes Thema auf: Gen-Editing. Leider wird es meines Erachtens nur oberflächlich behandelt. Zwischen den Kapiteln lesen wir Auszüge aus einer Abhandlung über die medizinischen Möglichkeiten und ihre Folgen. Als Leser ahnt man, dass Mia da irgendwie hineingeraten ist. Leider kommt dieser Teil der Geschichte ein bisschen zu kurz. Von Mia, die dem Buch ja den Titel verleiht, erfahren wir viel zu wenig. Am Ende bleiben für mich einige Fragen offen. Fazit: Ein fesselnder Thriller über ein brisantes Thema. Obwohl Fragen offen bleiben (deswegen der eine Stern Abzug) eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

ermittler, kriminalroman, norwegen, bernhard stäbe, callmeabookaholic

Kein guter Ort

Bernhard Stäber
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe Ag, 15.08.2017
ISBN 9783741300431
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Arne Eriksen wird in einen zehn Jahre alten ungelösten Mordfall verwickelt. Durch seine Arbeit als Psychologe gerät er mitten ins Geschehen und ins Fadenkreuz des Mörders. Meine Meinung: "Kein guter Ort" ist der dritte Fall für den Psychologen Arne Eriksen und die Kriminalermittlerin Kari Bergland. Mehr oder weniger zufällig und wider Willen geraten sie mitten hinein in eine dramatische Geschichte. Das Buch liest sich sehr flüssig, ich war sofort gefesselt und konnte es kaum aus der Hand legen. Die Charaktere gefallen mir, wie schon in den ersten beiden Bänden, sehr gut. Vor allem Janne, die neben Arne und Kari die Hauptrolle spielt, hat mich überzeugt! Ihre Veränderung innerhalb der Geschichte ist schon erstaunlich. Der Showdown am Ende ist gewaltig, es geht nochmal richtig zur Sache! Das Finale ist traurig, aber durchaus schlüssig. Mit den mystischen Elementen kann ich persönlich nicht viel anfangen, das geht mir ein bisschen gegen den Strich (daher der eine Stern weniger). Fazit: Ein lesenswertes Buch, auf jeden Fall zu empfehlen. Ich bin gespannt, wie es mit Arne und Kari weitergeht.

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160 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

liebe, wales, ella simon, das leuchten einer sommernacht, rugby

Das Leuchten einer Sommernacht

Ella Simon
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442485918
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Lynne engagiert sich in der Organisation "Gute Fee", die schwerkranken Kindern Herzenswünsche erfüllt. So lernt sie die neunjährige Winnie kennen, die davon träumt, Rugby-Star zu werden. Bei einer Trainingseinheit mit den berühmten walisischen "Cardiff Greens" trifft Lynne ihre Jugendliebe Reed wieder. Vor zwölf Jahren haben sie sich zum letzten Mal gesehen. Winnie lebt mir ihrer Mutter Jen über einer Kneipe, in der Jen arbeitet. Ihr Chef Oliver ist ein Haudegen, der aber den beiden "Mädels" sehr zugetan ist. Können Lynne und Reed die Vergangenheit hinter sich lassen und neu anfangen? Kann aus Jen und Oliver ein Paar werden? Meine Meinung: Nach "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" habe ich mich sehr auf das zweite Buch von Ella Simon gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht! Von der ersten Seite an war ich gefesselt und begeistert von dem Schreibstil der Autorin. Ihr ist eine herrlich berührende Liebesgeschichte gelungen, die aber auch traurige und dramatische Elemente aufweist. Man wird immer wieder zum Nachdenken angeregt. Ich bin ja nah am Wasser gebaut, wenn es um Kinder geht, die leiden müssen, und beim Lesen sind einige Tränen geflossen. Die Protagonisten sind herrlich authentisch und überzeugend beschrieben, man muss die alle liebhaben. Naja, nicht alle, aber die weniger liebenswerten treten nur kurz in Erscheinung. Besonders hat es mir das Mädchen Winnie angetan. Sie leidet unter Mukoviszidose. Mit ihren neun Jahren ist sie erstaunlich schlau, gewitzt, schlagfertig und einfühlsam. Aber auch Lynne und Reed, die wir ja schon aus dem Vorgängerband kennen, sowie Jen und Oliver sind sehr sympathisch und überzeugend dargestellt. Rosemarie, die früher die Chefin von "Gute Fee" war, spielt für Lynne eine wichtige Rolle. Ohne sie wäre bestimmt vieles anders gelaufen. Die Hauptdarsteller erleben Höhen und Tiefen, man leidet und freut sich mit ihnen. So manchesmal möchte man dem einen oder der anderen in den A..... treten. Am Ende wird alles gut, und das ist auch gut so. Im wahren Leben gibt es so viel Elend, da darf ein Roman schonmal "heile Welt" sein. Fazit: Ein absolut empfehlenswerter Liebesroman ohne Kitsch, dafür mit Tiefgang.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

australien, maly, saga, aborigines

Südsternjahre 5 (Australien-Saga)

Rebecca Maly
E-Buch Text: 65 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 06.07.2017
ISBN 9783955309169
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die abenteuerliche Forschungsreise von Florence und Ernest geht weiter. Auch dieser Band ist lesenswert! Eine ausführliche Rezension habe ich bei Band 1 verfasst.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

australien, maly, aboriginis, saga

Südsternjahre 4 (Australien-Saga)

Rebecca Maly
E-Buch Text: 64 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 06.07.2017
ISBN 9783955309152
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die abenteuerliche Forschungsreise von Florence und Ernest geht weiter. Auch dieser Band ist lesenswert! Eine ausführliche Rezension habe ich bei Band 1 verfasst.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

australien, maly, aborinines, saga

Südsternjahre 3 (Australien-Saga)

Rebecca Maly
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 06.07.2017
ISBN 9783955309145
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die abenteuerliche Forschungsreise von Florence und Ernest geht weiter. Auch dieser Band ist lesenswert! Eine ausführliche Rezension habe ich bei Band 1 verfasst.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

australien, maly, saga, aborigines

Südsternjahre 2 (Australien-Saga)

Rebecca Maly
E-Buch Text: 68 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 06.07.2017
ISBN 9783955309138
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die abenteuerliche Forschungsreise von Florence und Ernest geht weiter. Auch dieser Band ist lesenswert! Eine ausführliche Rezension habe ich bei Band 1 verfasst.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

australien, maly, saga, aborigines

Südsternjahre 1 (Australien-Saga)

Rebecca Maly
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 06.07.2017
ISBN 9783955309121
Genre: Historische Romane

Rezension:

Diese Rezension bezieht sich auf alle fünf Bände der Serie. Inhalt: Florence Niles hat studiert und möchte gerne als Forscherin arbeiten. Am Ende des 19. Jahrhunderts war das aber milde ausgedrückt unüblich. Ihr Vater sieht sie lieber als Ehefrau und Mutter. Er ist besorgt, weil sie mit ihren 27 Jahren noch nicht verheiratet ist. Auf einem Fest lernt sie Ernest Furbish kennen, der vorhat, eine lange Forschungsreise nach Australien zu nternehmen. Er braucht eine Assistentin. Florence ist dafür perfekt geeignet, also gehen die beiden eine Scheinehe ein. Die abenteuerliche Reise beginnt. Auf der langen Überfahrt mit dem Schiff tritt Magnus Frederiksson in Erscheinung. Er macht Florence den Hof und sie fühlt sich auch zu ihm hingezogen. Die Zeit in Australien ist abenteuerlich und gefährlich. Magnus taucht wieder auf. Wird Florence sich für ühn entscheiden? Oder bleibt sie ihrer Scheinehe? Meine Meinung: Die fünf Bände der Südsternjahre - Serie sind sehr unterhaltsam und fesselnd geschrieben. Man ist von Anfang an mittendrin in der exotischen Landschaft Australiens. Auch die ursprüngliche Lebensweise der Aborigines beschreibt Rebecca Maly sehr anschaulich. Was Florence und ihr Mann mit ihren Begleitern erleben, ist spannend und gefährlich, aber auch schön und lehrreich. Die Charaktere sind wunderbar liebevoll und authentisch beschrieben. Florence und Ernest sind von ihrer Forschungsaufgabe überzeugt und leben sie mit Leib und Seele. Sie begegnen den Eingeborenen mit Respekt. In Notsituationen handeln sie mutig und selbstlos, manchmal auch unvernünftig. Aber mit dem nötigen Quentchen Glück gehen fast alle Situationen gut aus. Auch die "Bösen" sind sehr überzeugend gezeichnet. Zum Glück gibt es auch "Böse", die nicht nur Schlechtes im Sinn haben. In einem zweiten Erzählstrang kommt ein junger Aborigine zu Wort. Er hat Schlimmes mitgemacht. Durch ihn lernen wir viel über die Sitten und Bräuche, die Rituale und Heiligtümer der Ureinwohner. Seine Erzählungen und Erlebnisse nehmen den Leser mit in das Leben der Sippe. Man fühlt sich den Eingeborenen sehr nah und es tut weh, wie die neuen Siedler sie respektlos behandeln und mit Füßen treten (im übertragenen und im wahren Sinn). Besonders fasziniert haben mich die anschaulichen Beschreibungen der wunderschönen Landschaft in Australien. Auch die "Speisekarte" der Ureinwohner hat mir so manche Gänsehaut über den Rücken gejagt. Fazit: Rebecca Maly hat einen sehr gut recherchierten, unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Roman geschrieben. Alle fünf Bände sind lesenswert und uneingeschränkt zu empfehlen.

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(20)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

salem, hexen, mord, mystik, hexerei

Die Frauen von Salem

Brunonia Barry , Elke Link
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 13.06.2017
ISBN 9783442714360
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Salem, Halloween 1989: Drei junge Frauen werden ermordet. Rose Whelan wird verdächtigt, man kann ihr aber nichts nachweisen. Auf den Tag genau 25 Jahre später stirbt ein Jugendlicher, wieder ist Rose involviert. Der Ermittler John Rafferty wird auf den Fall angesetzt. Bei seinen Nachforschungen rollt er auch die Morde von 1989 wieder auf. Callie Cahill, eine junge Frau, die bei den Morden vor 25 Jahren verschont wurde und daraufhin Salem verließ, hört von dem neuerlichen Mord und kommt zurück in ihre alte Heimat, um Roses Unschuld zu beweisen. Besteht ein Zusammenhang mit den Hexenermordungen im Jahr 1692? Meine Meinung: Leider wird im Klappentext überhaupt nicht erwähnt, dass es sich um ein Buch mit sehr vielen mystischen und esoterischen Elementen handelt. Das hätte meiner Meinung nach unbedingt dahin gehört. Dann wäre ich vorgewarnt gewesen und hätte die Finger von diesem Roman gelassen. Mit übersinnlichen Dingen kann ich leider so gar nichts anfangen. Die Vorschau lässt einen spannenden Krimi vermuten, das bewahrheitet sich nicht. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Liebesgeschichte, ganz viel Mystik und Esoterik. Die Geschichte an sich hat schon Potential und die Autorin versteht es auch, zu schreiben. Wer sich gerne mit Hexerei, Visionen, Hellseherei und sonstigem Aberglauben abgibt, für den ist dieses Buch sicherlich das richtige. Die Protagonisten haben mir allesamt gut gefallen. Sie werden überzeugend und liebevoll gezeichnet, man mag sie (oder eben auch nicht). Besonders gut gefallen haben mit der Ermittler John Rafferty und seine Frau Towner. Auch die "Hauptdarstellerin" Callie ist nett und sympathisch (wenn man von ihren übersinnlichen Fähigkeiten absieht). Im Verlauf der Geschichte werden sehr viele unklare Andeutungen gemacht, die Ereignisse in der Vergangenheit betreffen. Nicht alle werden am Schluss aufgelöst. Das Ende ist eine Überraschung, aber durchaus schlüssig. Fazit: Hat leider meinen Geschmack nicht getroffen. Wenn ich nicht an einer Leserunde teilgenommen hätte, hätte ich nicht bis zum Ende durchgehalten.

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

jugendliebe, liebesroman, unterhaltungsroma, lustig, rezension

Ein Dorf zum Verlieben

Dorothea Böhme
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734103384
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt: Wanda und Richard, jung und verliebt, leben in einem Dorf im Münsterland. Richard zieht nach München zum Studium, die beiden verlieren sich aus den Augen - aber nicht aus dem Sinn! Zehn Jahre später kehrt Richard zurück nach Osterbüren. Die Dorfgemeinschaft, allen voran die beiden Omas von Wanda, wollen um jeden Preis verhindern, dass das ehemalige Liebespaar sich trifft. Ob das wohl gelingt? Meine Meinung: Dorothea Böhme hat einen herrlich leichten und unterhaltsamen Roman geschrieben. Man ist sofort mittendrin im Geschehen und kann nur den Kopf schütteln über die Machenschaften der Dorfbewohner. Die Charaktere sind herrlich gezeichnet, jeder ist auf die eine oder andere Art verrückt. Die beiden Omas von Wanda, Gertie und Maggie, könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie sind die Initiaoren der Aktion "rettet Wanda vor Richard" und haben schnell das gesamte Dorf auf ihrer Seite. Sie raufen sich zusammen und tun alles dafür, gehen (fast) über Leichen, damit Richard und Wanda nicht aufeinander treffen. Die beiden merken nichts davon, wundern sich nur über manch merkwürdige Geschehnisse. Manches, was die Horror-Clique veranstaltet hat, erschien mir etwas übertrieben aber es hat irgendwie gepasst. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass die beiden wieder zusammenkommen, aber so ein Gefühl kann ja auch mal täuschen. Man muss bis zum Ende warten, um zu erfahren, ob oder ob nicht. Für mein Empfinden waren die Aktionen der Dorfgemeinschaft etwas zu detailliert und langatmig beschrieben, darunter musste der letzte Abschnitt leiden. Das Ende hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. Einige Fragen bleiben offen. Fazit: Ein herrlich leichter und unterhaltsamer Roman, durchaus empfehlenswert.

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(13)

34 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

antarktis, resozialisierung, jugendbuch, jugendliche, jugendliche straftäter

White Zone - Letzte Chance

Katja Brandis
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407821942
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt: Sechs straffällig gewordene Jugendliche, drei Mädchen und drei Jungs, bekommen ihre "letzte Chance" durch eine Resozialisierungs-Maßnahme in der Antarktis. Mit zwei Betreuern soll das Ganze gelingen, es entwickelt sich aber zum Albtraum. Meine Meinung: Katja Brandis hat einen spannenden und äußerst gut recherchierten Roman geschrieben. Der größte Teil des Geschehens wird von der Haupt-Protagonistin Crash erzählt. Sie hat eine sehr gute Beobachtungsgabe, ist sehr intelligent und sensibel. Was die Jugendlichen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erleben und anstellen, hat mich von Anfang an gefesselt! Sie raufen sich zusammen und werden notgedrungen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Die Maßnahme endet in einer Katastrophe, hat nach meinem Empfinden aber für die "Chaos-Kids" auch Gutes bewirkt. "Nebenbei" erfährt man vieles über die Forschungsarbeit in der Antarktis. Sehr beeindruckt haben mich auch die anschaulichen Landschaftsbeschreibungen. Da war ich froh, im warmen Wohnzimmer zu sitzen. Die Handlung spielt im Jahr 2030. Was sich die Autorin an technischen Neuerungen ausgedacht hat, ist erschreckend und haarsträubend, aber wahrscheinlich nicht weit weg von der Realität. Fazit: Ein spannender, fesselnder und informativer Roman (nicht nur) für Jugendliche.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

thriller, berlin, david gross, brandstiftung, martin krist

Brandstifter

Martin Krist
Flexibler Einband: 473 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.02.2017
ISBN 9781520648682
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: 1. Valentina ist zu beneiden! Sie führt eine liebevolle Ehe, hat zwei gesunde Kinder, an Geld mangelt es auch nicht. Das Glück endet abrupt, als die ihren Ehemann eines morgens brutal ermordet auffindet. Und das ist erst der Anfang des Albtraums... 2. Luka Gurski hat es nicht weit gebracht im Leben. Er ist arbeitslos und gerät immer wieder auf die schiefe Bahn und lässt sich auf kriminelle Geschäfte ein. Seine Frau und seine Kinder haben darunter zu leiden. 3. David Gross ist ehemaliger Polizist und arbeitet jetzt als Privatermittler. Er ist bekannt für seine eher unkonventionellen Methoden und gilt als Problemlöser für heikle Fälle. Dabei hat er privat gerade schwer zu kämpfen, seine Frau ist verschwunden (entführt?), sein Sohn schwer krank. Meine Meinung: Diese drei Handlungsstränge ziehen sich durch das Buch. Erst gegen Ende erfährt der Leser, wie die Personen und Schicksale zusammen gehören. Für mich war es das erste Buch von Martin Krist. Ich war von der ersten Seite an begeistert und gefesselt. Besonders gut gefallen mir die kurzen Kapitel (103 bei 400 Seiten im eBook). Fast jedes endet mit einem Cliffhanger, bevor es im nächsten Kapitel mit einem anderen Erzählstrang weitergeht. Dadurch erhöht sich die Spannung und man möchte immer noch schnell ein Kapitel lesen, dann noch eins, dann..... Wäre ich nicht durch eine Leserunde "ausgebremst" worden, hätte ich das Buch sicher in einem Rutsch durchgelesen. Es ist allerdings keine leichte Kost, d. h., man kann es ich so nebenbei lesen. Es erfordert schon einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit, den Durchblick zu behalten. Die Charaktere sind im großen und ganzen überzeugend gezeichnet. Der Hauptschuldige war mir von Anfang an suspekt, wobei ich nicht sagen kann, warum. Es war nur so ein Gefühl. Zu manch anderen Personen habe ich allerdings keinen Zugang gefunden. Der Showdown am Ende ist überraschend. Der Fall an sich ist geklärt, trotzdem bleiben noch Fragen offen. Also warten wir geduldig (?) auf die Fortsetzung. Die Wartezeit werde ich mir mit den Vorgänger-Bänden vertreiben. Fazit: Für mich seit langem mal wieder ein Thriller-Highlight! Absolut lesenswert.

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106 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 70 Rezensionen

tod, roman, krankheit, liebe, verlust

In jedem Augenblick unseres Lebens

Tom Malmquist , Gisela Kosubek
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608983128
Genre: Romane

Rezension:

Tom geht durch die Hölle. Kurz vor der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes stirbt seine Frau völlig überraschend. Die Tochter Livia bleibt am Leben. Der Autor gewährt uns einen tiefen Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt. Er schildert die Zeit nach dem traumatischen Erlebnis. Da er freischaffender Poet ist, hat er Zeit, sich um seine Tochter zu kümmern. Er blickt auch viel zurück in die Vergangenheit. Diese übrigens autobiographische Geschichte ist an sich herzzerreißend. Mich hat sie leider überhaupt nicht erreicht, was an dem Erzählstil lag. Das Buch hat weder eine Kapiteleinteilung noch Überschriften. Auf mich wirkt es wie ein langer Satz ohne Punkt und Komma und dadurch monoton und emotionslos. Durch die unberechenbaren Zeitsprünge in der Erzählung war das Lesen sehr anstrengend. Oft brauchte ich ein paar Sätze, um zu begreifen, ob es gerade um die Gegenwart oder um die Vergangenheit geht. Bei manchen Passagen wurde mir überhaupt micht klar, ob der Autor von heute oder von damals schreibt. Ein Großteil spielt sich in Dialogen ab, die leider keine "Anführungszeichen" haben. Da ich an einer Leserunde teilgenommen habe, habe ich mich bis zum Ende durchgekämpft. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das alleine geschafft hätte. Schade.

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83 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

liebe, krieg, schiffsjunge, kriegsschiff, historischer roman

Der Korsar und das Mädchen

Elisabeth Büchle
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957341884
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt: South Carolina, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten schickt Frederick Hansen seine beiden Töchter Emily und Catherine nach England. Dort wartet auf Emily ihr Verlobter Stattford, auch für ihre 17-jährige Halbschwester Catherine gibt es da schon einen Ehemann. Die beiden Mädchen sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Emily ist auf dem besten Weg, eine Dame zu werden, Catherine hat anscheinend mehr männliche als weibliche Gene mitbekommen. Sie kleidet und benimmt sich am liebsten wie ein Junge. Während der Überfahrt nach Europa wird das Schiff gekapert und die beiden Mädchen landen zusammen mit ihrem Sklaven und Freund First auf dem Schiff von Commander Lennart Montiniere. Catherine gibt sich als Schiffsjunge Cato aus, eine gefährliche Aktion! Sie stürzt von einem Abenteuer ins andere, auch Emily und First werden mit hineingezogen. Dem Commander fällt der Wildfang auf, er hat ein Auge auf ihn bzw. sie. Nach turbulenten Wochen gehen Emily, Catherine und First von Bord. Damit ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende..... Meine Meinung: Eigentlich.... mag ich keine historischen Romane. Aber..... hier wurde ich eines Besseren belehrt. Elisabeth Büchle hat ein Buch geschrieben, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Wäre ich nicht durch eine Leserunde "ausgebremst" worden, hätte ich es bestimmt in einem Rutsch gelesen. Die Autorin ist bekannt dafür, dass sie perfekt recherchiert. Das trifft auch für diese Geschichte zu! Sie nimmt uns mit auf ein Freibeuterschiff, das in Kriegshandlung gerät. Sie schildert die alltäglichen (und die nicht alltäglichen) Abläufe an Bord mit einer Selbstverständlichkeit , die den Leser glauben lässt, die Schreiberin hätte ihr bisheriges Leben auf hoher See verbracht. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass das NICHT so ist. Am Ende des Buches findet der Leser ein Glossar, in dem alle Fachbegriffe genau erklärt werden. Die Schilderungen der geschichtlichen Hintergründe lesen sich nicht wie aus dem Geschichts-Lehrbuch, sondern wie selbst erlebt. Auch in den Diskussionen im Rahmen der Leserunde zeigte sich das fundierte Geschichts-Wissen der Autorin. Hut ab vor dieser Recherchearbeit! Die Protagonisten sind so liebevoll und authentisch gezeichnet, dass man sie allesamt gern haben muss - oder eben auch nicht. Die "Bösen" sind ebenso überzeugend dargestellt wie die "Guten". Am meisten beeindruckt hat mich Emily, die sich von einem ängstlichen, verwöhnten Mädchen zu einer mutigen und tapferen jungen Frau mausert, die weiß was sie will. Sie will eine Frau sein. Im Gegensatz zu ihrer Schwester Catherine, der Titelheldin. Sie ist mehr Junge als Mädchen. Ihre Rolle als Schiffsjunge Cato spielt die so gut, dass sie (fast) alle überzeugt. Sie ist mutig und intelligent, mit ihrer vorwitzigen und schlagfertigen Art erobert sie alle Herzen im Sturm. Auch das von Lennart,dem anderen Titelhelden. Er wehrt sich vehement aber erfolglos dagegen. Im letzten Abschnitt überschlagen sich die Ereignisse. Für meinen Geschmack passiert ein bisschen zu viel, teilweise ist es auch verwirrend und es gibt sehr viele Zufälle. Wie gesagt, das ist mein persönlicher Eindruck und tut dem Lesegenuss keinen Abbruch. Der christliche Glaube spielt auch eine Rolle. Das kommt aber keineswegs aufgesetzt missionarisch rüber. Es passt einfach in die jeweilige Situation. Einerseits die Dankbarkeit für Gottes wunderbare Schöpfung, andererseits die Gewissheit, sich in Notsituationen an ebendiesen Gott wenden zu können. Fazit: Viel Dramatik, viel Spannung, ein bisschen Romantik und eine gehörige Prise Humor. All das beinhaltet dieses tolle Buch für alle, die gerne historische Romane mögen. Und auch für die, die sie eigentlich nicht mögen. Eine absolute Leseempfehlung!

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72 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

liebe, theresia graw, briefe, familie, wenn das leben loopings dreht

Wenn das Leben Loopings dreht

Theresia Graw
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102462
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhalt:
Franziska führt ein ganz normales Leben. Mann, zwei Kinder (ein Student, ein weibliches Pubertier), Hund, Haus mit Garten, Nebenjob. Das Leben plätschert so dahin. Eines Tages findet sie einen Brief im Briefkasten. Die Adresse stimmt, allerdings ist er an eine andere Frau adressiert. Die Neugier siegt, Franzi öffnet ihn. Es ist ein handgeschriebener, sehr gefühlvoller Liebesbrief. Es bleibt nicht bei dem einen. Schließlich begibt sie sich auf die Suche nach dem Absender. Dabei gerät ihr Leben aus den Fugen und dreht einige Loopings.

Meine Meinung:
Theresa Graw beschreibt realitätsnah und liebevoll den ganz normalen Wahnsinn im Alltag einer ganz normalen Familie. Die Charaktere sind herrlich authentisch gezeichnet, man kann sich in alle hineinversetzen. Selbst die Nebenrollen (z. B. das männliche Pärchen Tim und "Struppi") waren toll und überzeugend beschrieben.
Manche Situationen im Familienleben und auch bei Franzis "Eskapaden" haben bei mir herzhaftes Gelächter ausgelöst! Was Franziska mit ihren 50 Lenzen für Ideen in den Kopf kommen, das ist teilweise haarsträubend. Sie steigert sich in Dinge hinein und handelt völlig kopf- und hirnlos. Am Ende wird aber alles gut.
Neben der Familie spielen in ihrem Leben auch ihre beiden Freundinnen Mona und Helen eine Rolle. Sie sind äußerlich und charakterlich total verschieden, die drei bilden aber ein tolles Team und helfen sich gegenseitig durch die Tiefen des Lebens.
Franzi erlebt die midlife-crisis. Ihre Ehe ist im Alltagstrott festgefahren, der Sohn ist ausgezogen, kommt aber mit seinem Leben nicht richtig klar. Die pubertierende Tochter erfüllt alle Pubertäts-Klischees! :) Es gibt bestimmt sehr viele Frauen, die sich mit Franziska identifizieren können.

Fazit:
Ein absolut empfehlenswertes, humorvolles Buch, das aber auch zum Nachdenken anregt.

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

cornwall, trauer, spannung, verlust, kinder

Der Duft von Nelken

Noa C. Walker
Flexibler Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 25.10.2016
ISBN 9781503942141
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Sandras Leben ändert sich schlagartig, als ihr Mann Oliver und ihre beiden Kinder bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. Sie stürzt sich in Arbeit, um nicht nachdenken zu müssen. In der Firma, die sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat, geschehen besorgniserregenden Dinge. Sandra begibt sich auf Spurensuche. Was sie dabei entdeckt und erlebt, ist nichts für schwache Nerven.....

Meine Meinung:
Noa C. Walker hat einen Roman geschrieben, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Wäre ich durch die Teilnahme an einer Leserunde nicht "ausgebremst" worden, hätte ich das Buch sicher in einem Rutsch gelesen. Die Charaktere sind liebevoll, authentisch und überzeugend beschrieben. Als Leser kann man sich mit allen gut identifizieren. Besonders Sandra ist sympathisch und liebenswert. In der Geschichte spielen sehr viele Personen eine Rolle, bis zum Ende weiß man aber nicht, wer zu den "Guten", wer zu den "Bösen" gehört und wer mit der eigentlichen Handlung überhaupt nichts zu tun hat. Die Autorin legt einige Spuren, die interessant scheinen, aber ins Leere führen.
Was Sandra auf ihrer Suche nach der Wahrheit erlebt, geht an die Nieren. Sie gräbt in Olivers Vergangenheit. Nach und nach kommen seine zweifelhaften Machenschaften ans Tageslicht. Irgendjemand versucht, sie in den Wahnsinn zu treiben. Ihre Firma verliert sie beinahe.
Es hat mich sehr berührt, die vielen verschiedenartigen Emotionen von Sandra mitzuerleben. Sie macht alles mit von "himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode betrübt". Teilweise Im Achterbahn-Tempo. Das Ende war überraschend, aber überzeugend.

Fazit:
Ein bisschen Psychothriller, ein bisschen Liebesgeschichte. Viel Spannung und viele Emotionen. Und der Humor fehlt auch nicht. Eine klare Leseempfehlung! Ich

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97 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

assistentinnen, new york, betrug, spesenabrechnung, die assistentinnen

Die Assistentinnen

Camille Perri , Stefanie Zeller
Flexibler Einband
Erschienen bei INK , 11.11.2016
ISBN 9783863960957
Genre: Romane

Rezension:

...zieht er weite Kreise. Das erlebt Tina mit ihren Kolleginnen. Anfangs veruntreut sie eine verhältnismäßig geringe Summe, binnen kurzer Zeit ist sie mitten im "Geschäft" und kann nicht mehr zurück. Ihr Leben wird total umgekrempelt, ob sie will oder nicht.
Klappentext: Weiter nach den Regeln spielen oder endlich auch ein Stück vom Kuchen abbekommen? Vor dieser Entscheidung steht Tina Fontana, die als Assistentin für Robert Barlow, den übermächtigen CEO eines internationalen Medienkonglomerats, arbeitet. Ihr Gehalt reicht kaum für ein Leben in New York, geschweige denn dafür, ihren Studienkredit abzubezahlen. Nach sechs Jahren, in denen die 30-Jährige ihrem Boss Tische in Restaurants reserviert hat, die sie sich nicht leisten kann, und ihm Drinks aus Flaschen ausgeschenkt hat, die mehr als ihre Miete kosten, steckt ihre Karriere in einer Sackgasse. Ein Fehler bei der Spesenabrechnung eröffnet Tina die Chance, ihre Schulden auf einen Schlag zu tilgen. Eine Summe, die für sie die Welt bedeutet, für ihren Chef aber nur Taschengeld ist. Ihre Entscheidung setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die das Leben der vielen überqualifizierten und unterbezahlten jungen Frauen der Stadt verändern wird ...

Meine Meinung:
Camille Perri erzählt äußerst kurzweilig und unterhaltsam die Geschichte der braven Tina, die in eine Geschichte hineingerät, die sie nicht mehr steuern kann. Die biedere, kleine Assistentin entwickelt sich zu einer selbstbewussten, starken Frau, die weiß, was sie will. Tina erzählt herrlich flott, lustig und teilweise frech selber ihre Geschichte. Vom ersten Moment an ist sie authentisch und sympathisch. Man ist sofort mittendrin im Geschehen. Teilweise ist die Handlung etwas überzogen, das stört aber in keiner Weise.
Auch die anderen Charaktere sind überzeugend und liebenswert beschrieben. Der über alles herrschende Robert Barlow, der trotz aller Macht auch liebenswürdig sein kann und Gefühle zeigt. Und die "Komplizinnen" von Tina - Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, wachsen durch ihre Geschichte zusammen und werden zu Freundinnen.
Tina kann ihrem neuen Freund Kevin natürlich nicht erzählen, was genau sie macht und es ist herrlich zu lesen, was sie ihm alles auftischt, um nur der Wahrheit nicht zu nahe zu kommen. Am Ende wird aber alles gut!

FAZIT
Ein Frauenroman über einen weiblichen Robin Hood in der heutigen Zeit. Unterhaltsam, mit Witz, Verstand und Gefühl. Absolute Leseempfehlung.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

80er jahre, 80er, kassetten, nostalgie, kassette

Wir Kassettenkinder

Stefan Bonner , Anne Weiss
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur, 04.10.2016
ISBN 9783426655986
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Autorenduo Stefan Bonner und Anne Weiss nimmt uns mit zurück in die 80er Jahre. In der Ich- bzw. Wir-Form erzählen sie von vielen Ereignissen und Dingen, die dieses Jahrzehnt geprägt haben. Positive (z. B. der technische Fortschritt, der Mauerfall) wie negative (z.B. Aids, Umweltverschmutzung, Tschernobyl).
In vielem habe ich mich wiedergefunden und es genossen, die ausführliche Beschreibung zu lesen. Manches war so hautnah beschrieben, dass ich wieder in die Zeit zurückversetzt wurde. Es wurden Erinnerungen geweckt, die ich zutiefst im Gedächtnis verborgen hatte. Um nur ein Beispiel zu nennen - bei der Schilderung des Turnunterrichts in den Schulen hatte ich den Geruch der Umkleidekabinen förmlich in der Nase! Duschen nach dem Sportunterricht war zu der Zeit noch keine Option (zumindest an unserer Schule).
Manches hat in mir keine persönlichen Erinnerungen geweckt, denn z. B. Computer- bzw. Videospiele oder amerikanische Fernsehserien haben mich damals nicht interessiert.
Die sporadisch eingestreuten Zitate mehr oder weniger prominenter Zeitgenossen haben gut ins Buch gepasst und mich zum Schmunzeln gebracht.

Da dem Buch eine Handlung im eigentlichen Sinne fehlt, ist es nach meiner Meinung nur für Leute geeignet, die die 80er bewusst miterlebt haben. Ich könnte mir vorstellen, dass es für jemanden, der nicht "dabei" war, nicht so interessant und teilweise langweilig ist. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck.
Für alle, die in der 80ern Kind oder Jugendliche(r) waren, ist es aber ein Hochgenuss! Wir waren wirklich Helden damals, oder?! Heutzutage ist es doch kaum vorstellbar, ohne Smartphone, Facebook, Internet und mit nur 3 (in Worten: drei) Fernsehprogrammen die Jugendzeit zu überstehen!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

südtirol, dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, liebe

Ein Tal in Licht und Schatten

Marie Buchinger
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517550
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Südtirol, am Anfang des 20. Jahrhunderts. Elisa lebt mit ihrer Familie in einem lebendigen Dorf und wächst dort behütet auf. Ins Nachbarhaus zieht Vito mit seinen Eltern und Geschwistern. Schnell freunden sich die beiden Familien an und das Leben könnte so schön weitergehen. Dann kommt das Jahr 1914 und mit ihm der Beginn des ersten Weltkrieges. Für alle Familien im Dorf hat der Krieg fatale Folgen. Fast alle Männer ziehen an die Front, die Frauen müssen alleine klarkommen.

Meine Meinung:
Marie Buchinger schildert wunderschön und zu Herzen gehend das Leben in dem ladinischen Südtirol. Elisa, die Hauptperson der Geschichte, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Aber auch alle anderen Protagonisten werden liebevoll und authentisch beschrieben, ich fühlte mich, als wäre ich dabei gewesen. Der Krieg mit all seinen Schrecken und all dem Leid spielt natürlich eine tragende Rolle, das Hauptaugenmerk liegt aber eindeutig auf den Personen. Wir lernen Elisa als zehnjähriges Mädchen kennen und dürfen miterleben, wie sie sich zu einer mutigen und starken jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie will. Auch die anderen Beteiligten begleiten wir durch die Jahre und erleben die Veränderungen, die der furchtbare und sinnlose Krieg nach sich zieht. Es wird aber auch deutlich, wie wichtig Familie und Freundschaft ist. Ohne den Zusammenhalt im Dorf wäre es sicher noch schlimmer geworden. Und auch an der Front erleben wir, dass Feinde zu Freunden werden können.
Als sehr positiv habe ich empfunden, dass die Geschichte nicht mit dem ersten Weltkrieg anfängt. Wir erleben schon ein paar Jahre vorher das Leben und den Alltag, ein Stückchen "heile Welt" in diesem wunderschönen Tal. Da ich die Gegend gut kenne, haben die wundervollen Landschaftsbeschreibungen Jugenderinnerungen in mir hervorgerufen.
Besonders gut hat mir gefallen, das die Kapitel die Geschichte jeweils aus wechselnden Perspektiven erzählen, das macht das Lesen abwechslungsreich und interessant. Mal sind wir im Val Badia, mal an der Kriegsfont. Als "roter Faden" zieht sich die Liebesgeschichte zwischen Elisa und Vito durch das Buch. Bis zum Ende bangt und hofft man, ob und wie die beiden zusammenfinden. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es hat mich zum Lachen, aber auch zum Weinen gebracht.

Fazit:
Eine absolute Leseempfehlung. Eine Geschichte, die fesselnd, spannend und mit viel Gefühl geschrieben ist. Sie hat mich berührt und wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erinnerung, linda arndt, deportation, tatsachenroman, frauenschicksal

Jahre ohne Namen

Linda Arndt
Buch: 280 Seiten
Erschienen bei Bühler, Martin, 30.10.2016
ISBN 9783946808039
Genre: Romane

Rezension:

Vorab: ich habe das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar über "ebookwatcher" erhalten.

Erst war ich wenig begeistert von dem Thema. Der Anfang des Buches war auch etwas "trocken", das hat sich aber bald gegeben. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, das Buch ist leicht und flüssig zu lesen, obwohl es "schwere Kost" ist!

Linda Arndt erzählt das Leben ihrer Großmutter Klara Petz, das sie aus Erzählungen und Tagebüchern kennt. Klara wurde 1889 in Nowominsk geboren. Sie ist aus "gutem Hause" und wächst behütet auf. Was sie alles erlebt und mitmachen muss, ist einfach nur grausam. Sie er- und überlebt zwei Weltkriege. Die Erzählung in diesem Buch endet 1932.

Klara ist eine bewundernswerte, starke Frau, die über sich selbst hinauswächst in der Liebe für ihr Kinder. Ich kann nur jedem empfehlen, diese bedrückende, aber wunderbar geschriebene Buch zu lesen! Nach der Lektüre ist man dankbar, in der heutigen Zeit zu leben!

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

hebamme, adelina, historischer roman, mittelalter, mord

Vergeltung im Münzhaus

Petra Schier , any.way , Cathrin Günther , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499269585
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Köln, 1408: Im Haus des Münzwechslers Birboim wird Urs van Oeche ermordet aufgefunden. Sein Knecht Wendel verdächtig die Tochter des Toten, die Hebamme Clara. Diese landet im Gefängnis. Adelina, Neklas und vor allem Griet, die uneheliche Tochter von Neklas und eine gute Freundin Claras, sind sich sicher, dass sie unschuldig ist. Das zu beweisen und den richtigen Täter zu finden erweist sich allerdings als schwierig. Der zukünftige Gewaltrichter Cristan Reese setzt sich zusammen mit Griet für Clara ein. Er interessiert sich aber auch für Griet - mehr als ihr lieb ist.

Meine Meinung:
Dieses Buch war für mich eine Herausforderung: bis vor kurzem war ich der Meinung, ich mag keine historischen Romane. Da ich Petra Schier alias Mila Roth aber durch andere Bücher kenne, habe ich das Experiment gewagt. Und was soll ich sagen - ich bin ein Fan dieses Buches geworden. Wie erwähnt, die Vorgängerbände kenne ich (noch!) nicht, hatte aber beim Lesen nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Es gibt, sozusagen nebenbei, immer mal wieder kleine Rückblenden, in denen Adelina-Unkundige wie ich auf den aktuellen Stand gebracht werden. Allerdings wird nicht zu viel verraten, ich freue mich auf die ersten fünf Bände und habe nicht das Gefühl, dass zuviel "verraten" wurde.
Die Protagonisten werden sehr überzeugend und liebevoll dargestellt. Petra Schier schafft es durch ihre authentische und sensible Schreibweise, den Leser in das Leben im Mittelater zu "beamen", man fühlt sich mittendrin statt nur dabei. Ich konnte mich in alle Protagonisten hineinversetzen und fühlte mich manchmal, als würde ich selber durch das Köln des 15. Jahrhunderts spazieren.
Der Schreibstil der Autorin hat mich schon in anderen Büchern begeistert. Durch die flüssige Schreibweise ist man von den ersten Zeilen an gefesselt und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich würde nur "ausgebremst", weil ich den Roman im Rahmen einer Leserunde gelesen habe.
Durch die Handlung ziehen sich zwei rote Fäden: zum einen geht es um den Mord an Claras Vater. Man weiß von Anfang an, dass Clara unschuldig ist, tappt aber bis zum Schluss total im Dunklen. Den tatsächlichen Täter hatte ich überhaupt nicht auf der Rechnung.
Zum anderen nimmt sie Liebesgeschichte zwischen Griet und Cristan mindestens genauso viel Raum ein. Die beiden mit ihrer jeweils unrühmlichen Vergangenheit haben es nicht leicht bis zum Happyend. (Heute würde man auf Facebook schreiben: Beziehungsstatus: es ist kompliziert.) Es geht wirklich ans Herz, wie die beiden zueinander finden. Petra Schier versteht es wie kein(e) andere(r) (behaupte ich einfach mal), erotische Szenen anschaulich und prickelnd zu beschreiben, ohne dass es pornographisch wirkt.
Im Nachwort schreibt die Autorin an, dass sie das Wort "niemals" aus ihrem Wortschatz verbannt hat. Es besteht also eine klitzekleine Hoffnung, dass in der Zeit, in der ich die ersten fünf Bände lese, vielleicht ein siebter Band entsteht. Die Hoffnung stirbt zuletzt.....

Fazit:
Dieser Roman hat mich (vormals historische-Romane-Gegnerin) auf der ganzen Linie überzeugt. Absolute Leseempfehlung!

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