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149 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

polen, literatur, biografie, autobiographie, juden

Mein Leben

Marcel Reich-Ranicki
Fester Einband: 565 Seiten
Erschienen bei DVA, 01.08.1999
ISBN 9783421051493
Genre: Biografien

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

staatsanwältin, fbi, liebe, mord, krimi

Für alle Fälle Liebe

Julie James , Stephanie Pannen
Flexibler Einband: 333 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 05.04.2012
ISBN 9783802586798
Genre: Krimi und Thriller

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905 Bibliotheken, 51 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

florenz, thriller, robert langdon, venedig, istanbul

Inferno

Dan Brown , Axel Merz (Übersetzer) , Rainer Schumacher (Übersetzer)
Fester Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.05.2013
ISBN 9783785724804
Genre: Krimi und Thriller

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196 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

atlanta, dämonen, riley blackthorne, dämonenjäger, jana oliver

Die Dämonenfängerin - Höllenflüstern

Jana Oliver , Maria Poets
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.04.2013
ISBN 9783841421128
Genre: Jugendbuch

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117 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

japan, liebe, handel, niederlande, roman

Die tausend Herbste des Jacob de Zoet

David Mitchell , Volker Oldenburg
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 07.09.2012
ISBN 9783498045180
Genre: Historische Romane

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 1 Rezension

großbritannien, fall 01, profiler, krimi großbritannien, band 1 der tony hill & carol jordan reihe

Das Lied der Sirenen

Val McDermid , Manes H. Grünwald
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2008
ISBN 9783426502471
Genre: Krimi und Thriller

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198 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 47 Rezensionen

fantasy, druide, götter, hexen, kelten

Die Chronik des Eisernen Druiden - Die Hetzjagd

Kevin Hearne , Alexander Wagner
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 21.02.2013
ISBN 9783608939316
Genre: Fantasy

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, colfer, elfen, jugendroman, kobol

Artemis Fowl Band 8: Das magische Tor

Eoin Colfer , Claudia Feldmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.03.2013
ISBN 9783471350966
Genre: Jugendbuch

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(2.653)

3.314 Bibliotheken, 37 Leser, 5 Gruppen, 66 Rezensionen

barcelona, bücher, liebe, spanien, roman

Der Schatten des Windes

Carlos Ruiz Zafón , Peter Schwaar
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 07.03.2013
ISBN 9783596196159
Genre: Romane

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Mit eigenen Augen

Arne Svingen , Maike Dörries , Christoffer Grav
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783411809943
Genre: Jugendbuch

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167 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, gewalt, intrigen, high fantasy, magie

Kriegsklingen

Joe Abercrombie , Kirsten Borchardt
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.02.2013
ISBN 9783453314405
Genre: Fantasy

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

vampire, steampunk, liebe, magie, london

Steam & Magic - Feuerspiel

Cindy Spencer Pape , Corinna Vierkant-Enßlin , Cindy Spencer Pape
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.05.2012
ISBN 9783453529908
Genre: Fantasy

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(230)

422 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 106 Rezensionen

grischa, magie, fantasy, liebe, russland

Grischa - Goldene Flammen

Leigh Bardugo , Henning Ahrens
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.08.2012
ISBN 9783551582850
Genre: Jugendbuch

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(269)

355 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

liebe, sex, texas, ranch, familie

Wer zuletzt lacht, küsst am besten

Rachel Gibson , Antje Althans
Flexibler Einband: 370 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.02.2013
ISBN 9783442477500
Genre: Liebesromane

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1.396 Bibliotheken, 18 Leser, 14 Gruppen, 91 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, london, vampire, liebe

Clockwork Angel

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.02.2011
ISBN 9783401064741
Genre: Jugendbuch

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(557)

1.118 Bibliotheken, 24 Leser, 8 Gruppen, 104 Rezensionen

fantasy, märchen, cornelia funke, reckless, fuchs

Reckless – Lebendige Schatten

Cornelia Funke , Lionel Wigram , Cornelia Funke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.09.2012
ISBN 9783791504896
Genre: Jugendbuch

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(12)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

köchin, frankreich, prinz

Ein Prinz für die Köchin

Muriel Zagha , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.10.2012
ISBN 9783442478842
Genre: Liebesromane

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

konstantinopel, historischer roman, island, russland, grönland

Der Thron der Welt

Robert Lyndon , Karolina Fell
Flexibler Einband: 976 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 02.01.2013
ISBN 9783805250269
Genre: Historische Romane

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(63)

127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

liebe, brille, stiefmutter, unfälle, london

Liebe auf den zweiten Blick

Lynsay Sands , Beate Darius
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 10.01.2013
ISBN 9783802589003
Genre: Romane

Rezension:

Von diesem Buch habe ich mir sehr viel erfhofft, denn die Vampir-Romane von Frau Sands, die ich bis jetzt gelesen habe, haben durchaus sehr positiven Anklang gefunden. Und auch "Liebe auf den zweiten Blick" klang von der Geschichte her überaus nett und überraschend, vor allem aber mal nach einer neuen Idee:
Clarissa Crambray hätte eigentlich die besten Chancen, in der feinen Gesellschaft Londons einen passenden Ehemann zu finden, schließlich ist sie jung, hübsch und nicht auf den Kopf gefallen. Warum also "eigentlich"? Nun, Clarissa hat ein Problem: Ohne ihre Brille ist sie aufgeschmissen, denn sie ist extrem kurzsichtig. Das fragliche "Nasenfahrrad" hat ihr aber ihre Stiefmutter weggenommen, schließlich ist so ein Gestell auf der Nase überaus unansehnlich und vertreibt angeblich die Männer in Scharen. Das schafft Clarissa aber auch so, denn wie gesagt, ohne Brille ist sie so gut wie blind und tappt daher von einem Missgeschick in das nächste.
Nur Adrian Montfort, Earl of Mowbray scheint sich an ihrer Ungeschicklichkeit nicht zu stören. Aber auch er ist ein ungeliebtes Kind der Gesellschaft, denn der einst so ansehnliche Mann ist durch eine Narbe im Gesicht entstellt... Als die beiden sich auf einem Ball begegnen, nimmt das Schicksal seinen Lauf...
Soweit klingt es also nach einem wunderschönen historischen Liebesroman. Leider muss ich sagen, war die Geschichte streckenweise überaus anstregend zu lesen. Das liegt nicht an der Geschichte oder den Charakteren. Erstere ist wirklich gut durchdacht und überaus nett und unterhaltend. Auch die Charaktere haben wir ausnehmend gut gefallen. Clarissa ist eine wirklich sympathische junge Frau, die auch sehr herzlich über ihre eigenen Missgeschicke lachen kann. Die Schikanen ihrer Stiefmutter erträgt sie mit bemerkenswerter Geduld. Ihr zur Seite steht Adrian. Er hadert unglaublich mit seiner Narbe, ist er doch der Meinung, dass sie ihn vollkommen entstellt und dass Clarissa ihn nur mag und begehrt, weil sie ihn noch nicht klar (d.h. mit Brille) gesehen hat. Er ist mutig und liebevoll, manchmal ein wenig ungestüm und vorschnell, aber passt wunderbar zu Clarissa. Also ein Paar, wie man es sich in jedem Liebesroman wünscht.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gut beschrieben. Besonders gefallen haben Clarissas Vater und Adrians Cousin Reginald- vielleicht lesen wir von ihm ja bald mehr? Auch Lydia ist in ihrer Scheußlichkeit sehr gut dargestellt.
Was an diesem Buch wirklich störend ist, ist die Sprache. Ich bin im Normalfall nicht sehr empfindlich, was die Sprache angeht, aber bei diesem Buch hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, es vor lauter Frust an die Wand klatschen zu müssen. Im ersten Drittel des Buches "plinkert" Clarissa unheimlich häufig (gefühlt auf jeder zweiten Seite). Nach spätestens der dritten Wiederholung ist mir das Wort auf den Geist gegangen. Überhaupt scheinen Wortwiederholungen hier an der Tagesordnung zu sein. Auch Wörter wie "lasziv" und "erotisierend" liest man meiner Meinung nach zu oft. Da hätten es vielleicht auch andere Begriffe getan.
Außerdem ist es absolut anstrengend, die verschiedenen peinlichen Ausdrücke für männliche und weibliche Geschlechtsteile zu lesen. Diese wirken an den meistens Stellen einfach nur kindisch, albern und vor allem peinlich. Mir hat das bei einigen witzigen Szenen und auch bei einigen prickelnden Szenen durchaus den Geschmack verdorben. Ich befürchte, dass diese störenden Elemente der Übersetzung anzulasten sind.
Insgesamt ist die Sprache für einen historischen Roman auch an manchen Stellen zu modern und mit Begriffen gespickt, die irgendwie anachronistisch wirken.
Also, alles in allem durchaus lesenswert, wenn man bei diesen sprachlichen Unebenheiten die Zähne zusammenbeißen kann. Denn die Geschichte von Adrian und Clarissa ist wirklich nett zu lesen und wartet mit einer ungewöhnlichen Idee auf.

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Tags: brille, butler, earl, gift, liebe, london, stiefmutter, torte, unfälle   (9)
 

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133 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

liebe, ehemann, skandal, england, historisch

Ein unerhörter Ehemann

Eloisa James , Barbara Först
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.06.2012
ISBN 9783802586705
Genre: Historische Romane

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(72)

170 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 23 Rezensionen

steampunk, london, viktorianisches zeitalter, agentin, fantasy

Books & Braun

Pip Ballantine , Tee Morris , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 08.06.2012
ISBN 9783802586439
Genre: Fantasy

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(73)

127 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 59 Rezensionen

tasmanien, mord, familie, australien, cottage

Dornentöchter

Josephine Pennicott , Julia Walther
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei List, Paul, 14.09.2012
ISBN 9783471350867
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie man aus einer Idee vielerlei, aber nicht viel machen kann

In Josephine Pennicotts Familienroman „Dornentöchter“ wird ein Mörder gesucht, aber vieles andere gefunden.

Eigentlich soll der Leser ein Buch ja nicht nach seinem Einband beurteilen, aber Josephine Pennicotts Roman „Dornentöchter“ fällt im momentanen Einheitsbrei der Einbände sehr angenehm auf, denn der Verlag hat sich Mühe gegeben Der himmelblaue Schutzumschlag – mit Blumen und Vögeln bedruckt – weist einen Durchbruch auf, durch den man den eigentlichen Einband sehen kann: Darauf das Bild einer Frau, die auf ein Cottage zuläuft. Wie gesagt: Ein wirklicher Hingucker, der neugierig auf den Inhalt macht.
Der Einband ist jedoch das Einzige, was rundum positiv an diesem Buch auffällt. Alles andere hat einen schalen Beigeschmack und lässt den Leser unzufrieden zurück. Woran liegt es?
Um das zu beantworten, muss man sich zunächst den Inhalt des Buches zu Gemüte führen:
Die Australierin Sadie Jones kehrt gemeinsam mit ihrer Tochter in das alte Cottage ihrer Familie in Tasmanien zurück. Das Poet’s Cottage – so genannt, weil es seit jeher Künstler und Kreative aller Art beherbergt – hat in dem kleinen Fischerdörfchen Pencubitt einen seltsamen, ja unheimlichen Ruf, wurde doch dort einst Sadies Großmutter auf brutale Weise umgebracht. Seitdem soll es dort spuken. Sadie trotzt den scheelen Blicken der Einheimischen und beginnt, sich in dem Haus einzurichten. Außerdem möchte sie herausfinden, was damals wirklich passiert ist, schließlich war ihre Großmutter Pearl Tatlow eine berühmte Schriftstellerin mit einem sehr extravaganten Lebensstil. Langsam beginnt sie, die Geschehnisse der Zeit aufzudecken, und stößt dabei auf manch gut gehütetes Geheimnis der Dorfbewohner.
Wenn man das so liest, klingt der Roman nach einer Familiensaga à la Kate Morton. Deren Leser(innen) möchte die Autorin auch sicherlich ansprechen. Es sei gesagt, dass Josephine Pennicott selbst Tasmanierin ist und daher Leben, Land und Leute dieser kleinen Insel auf der anderen Seite des Erdballs sehr gut beschreiben kann. Das Land ist aber auch das einzige, was dem Leser wirklich nahe kommt, denn trotz der umfassenden und vielseitigen Schilderungen bleiben ihm die Charaktere seltsam fremd.
Der weibliche Hauptcharakter Sadie Jones wirkt immer recht unentschlossen und schwankt zwischen einer Frau, die weiß, was sie möchte, und einer Frau, die gerade ihre Mutter verloren hat und diese schrecklich vermisst, hin und her, manchmal schon mit depressiven Auswüchsen. Als dann noch ihr Ex-Mann mit seiner esoterisch angehauchten jungen Freundin auftaucht, akzeptiert sie dies ohne viel Aufhebens – was seltsam wirkt, schließlich erscheinen die beiden sehr plötzlich in Sadies neuem Refugium und richten sich dort häuslich ein.
Die anderen Bewohner des Dorfes sind ebenfalls sehr vielfältig angelegt, bleiben dies aber auch, nämlich: angelegt. Oft hat man das Gefühl, die Autorin brauchte gerade in diesem Moment noch einen Charakter, der dieses oder jenes Kriterium erfüllt, und schon taucht er wie durch ein Wunder auf.
Die einzige Person, die der Autorin wirklich gut gelungen ist, ist die exzentrische Großmutter, Pearl Tatlow. Der Leser lernt sie, deren Charakter und Leben noch dräuend über den Schicksalen der Lebenden liegt, in Form von Rückblenden und Tagebucheinträgen ihrer besten Freundin kennen. Diese zwei Ebenen sind glücklicherweise gut zu unterscheiden.
Pearl Tatlow selbst jedoch bleibt bei aller detaillierten Beschreibung irgendwie ungreifbar, unfassbar – auf der einen Seite die glamouröse Dame, die an dem langweiligen Leben in dem kleinen Fischerort zu ersticken droht, auf der anderen Seite die fantasievolle Schriftstellerin, für die Fantasie und Realität immer mehr in einander verschwimmen und die auf Grund dessen ihrer Familie, vor allem ihren Töchtern, Unglaubliches antut. Für einen heutigen Leser ist klar, dass sie unter einer schweren psychischen Störung leidet, für die Leute in den 30er Jahren war sie einfach nur verrückt. Diese Unfassbarkeit ihrer Person ist sicherlich gewollt, schließlich ist Pearl ein Geist, jener Geist, der im Poet’s Cottage spukt. Oder etwa doch nicht?
Die anderen Figuren des Buches erscheinen alle zu belastet, zu problematisch, zu neurotisch. Keiner, der nicht wenigstens ein mittelschweres Geheimnis mit sich herumträgt, eine Leiche im Keller hat oder ein traumatisches Erlebnis seiner Kindheit verwinden muss. Das geht dem geneigten Leser nach einer Weile auf die Nerven, denn man merkt, dass die Autorin mit ihren Figuren zu große Ambitionen hat.
Dies ist auch das größte Problem des gesamten Buches: Die Autorin wollte zu viel, und nun kann die Geschichte nicht entscheiden, was sie denn sein möchte. Wenn Sadie sich fragt, ob ihre Tochter genug gegessen oder ob der Umzug ihre Magersucht erneut wachgerufen hat, wenn in der Vergangenheit von den Untaten berichtet wird, die Pearl ihren Töchter angetan hat, versucht die Geschichte ein Familiendrama zu sein. Wenn jedoch das Haus knarzt und knirscht und in dunkle Umhänge gehüllte Gestalten durch den Garten schleichen, wenn in der Kapelle des örtlichen Herrenhauses eingemauerte Leichen gefunden werden, hat es den Anschein, als habe man einen Gruselroman vor sich. Und wenn Sadie sich mit der besten Freundin Pearls trifft und sie über die Vergangenheit ausfragt, um herauszufinden, wer der Mörder ihrer Großmutter ist, oder wenn eben jene beste Freundin in der Vergangenheit herauszufinden versucht, was mit dem Kindermädchen in Pearls Haushalt geschehen ist, so bemüht sich der Roman, ein Krimi zu sein.
Leider bleibt es immer bei einem Versuch, was den Leser sehr unbefriedigt und irritiert zurücklässt. Vor allem wird keine dieser Geschichten zu einem guten, zufriedenstellenden Abschluss geführt. Aber da das Ende in Rezensionen nicht verraten werden darf, sei hier zumindest gesagt, dass auch die esoterischen Einflüsse in dieser Akkumulation von losen Fäden und Ideen ihren Platz finden.
Die vielen losen Enden verwundern ein wenig, denn schließlich hat Frau Pennicott schon einige Krimis und Fantasy-Romane geschrieben, die allerdings noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden.
Aber um der Kritik ein wenig die Schärfe zu nehmen: Bei all dem ist dieser Roman doch flüssig geschrieben und gut zu lesen, wobei – und der Rezensentin sei auch dieses kleine stilistische Monitum verziehen – manche Sätze doch sehr gewollt literarisch und poetisch klingen. Wie viel allerdings davon dem Übersetzer anzulasten ist, kann hier nicht beurteilt werden.
Dem Verlag anzulasten ist jedoch die seltsame Übersetzung des englischen Originaltitels. Aus „Poet’s Cottage“ macht der List-Verlag „Dornentöchter“. Töchter tauchen in diesem Roman genug auf, aber Dornen spielen keineswegs eine tragende Rolle. Ob der Verlag sich an die „Dornenvögel“ von Colleen McCullough anlehnen wollte? Wobei auch hier, abgesehen vom Handlungsort (aber Tasmanien ist ja auch nicht Australien) keine großen Parallelen ersichtlich sind. Die Rezensentin rätselt noch.
Alles in allem kann man „Dornentöchter“ von Josephine Pennicott lesen, wenn man eine anspruchslose, einfache Unterhaltung sucht. Man sollte dabei allerdings der Esoterik nicht allzu abgeneigt gegenüber stehen. Auf jeden Fall ist die preisgünstigere Taschenbuchausgabe, die sicherlich bald erscheinen wird, eher zu empfehlen, denn auch wenn der Einband noch so schön ist, lohnt es sich kaum, das Geld für die Hardcover-Ausgabe auszugeben. Schließlich soll ein Buch nach seinem Inhalt, nicht nach seinem Einband bewertet werden. Und der Inhalt ist leider bei aller Liebe, trotz der schönen oder vielleicht gerade wegen der vielen Ideen, bestenfalls knapp über dem Mittelmaß.

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169 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, papst, kirche, vatikan, rom

Apocalypsis

Mario Giordano
Flexibler Einband: 622 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2012
ISBN 9783404166534
Genre: Krimi und Thriller

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(269)

494 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, jane rizzoli, vergewaltigung, boston, krimi

Die Chirurgin

Tess Gerritsen
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Weltbild, 01.01.2007
ISBN 9783828988613
Genre: Krimi und Thriller

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(17)

35 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gemüse, vegetarisch, fernsehkoch, kochbuch, tim mälzer

Greenbox

Tim Mälzer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Mosaik , 16.10.2012
ISBN 9783442392438
Genre: Sachbücher

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