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192 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

pala, spannung, jugendbuch, pala-das spiel beginnt, superhelden

Pala - Das Spiel beginnt

Marcel van Driel , Kristina Kreuzer , Hauptmann und Kompanie
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 22.04.2016
ISBN 9783841503534
Genre: Jugendbuch

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136 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

dystopie, aren, tiere, zukunft, roboter

Evolution - Die Stadt der Überlebenden

Thomas Thiemeyer
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.07.2016
ISBN 9783401601670
Genre: Jugendbuch

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

claudia pietschmann, gefah, wir kaufen deine träume, arena, sience fiction

GoodDreams: Wir kaufen deine Träume

Claudia Pietschmann
E-Buch Text: 360 Seiten
Erschienen bei Arena Verlag, 08.07.2016
ISBN 9783401805733
Genre: Jugendbuch

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

dead.end.com

Alice Gabathuler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 15.07.2016
ISBN 9783522202282
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Obwohl ich nicht zu den berühmten "Zockern" gehöre, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um Zombies oder andere übernatürliche Wesen zu jagen, habe ich seit Erebos eine Faszination für Bücher entwickelt, die sich mit sämtlichen Arten von modernen Spielen beschäftigen. Wenn dann auch noch Realität und Phantasie/Spiel verschmelzen, hat man mich dann wohl endgültig geködert.

 
Die Geschichte teilt sich in zwei Handlungsstränge auf: einmal in den der Gegenwart, in dem einer der ehemaligen Mitspieler in einer Talkshow landet und in den des Spiels. Die Talkshow wird immer nur kurz aufgegriffen, was die Spannung aber unglaublich anhebt, da man als Leser schon erahnt, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Somit wird man ständig dazu animiert, weiterzulesen, um die Gründe für alle Geschehnisse zu erfahren. Der Spannungsbogen ist während des ganzen Buches sehr hoch gehalten, weshalb ich mich an keiner einzigen Stelle langweilen konnte.
 
Mit ihrem Schreibstil konnte die Autorin die meist düstere, beklemmende Atmosphäre perfekt darstellen, sodass sich ein klares Bild der ganzen Situation in meinem Kopf bilden konnte. Die locker-leichte Schreibweise hat neben des spannenden Handlungsverlaufes und der kurz gehaltenen Kapitel zum Großteil auch dazu beigetragen, dass ich so angenehm und schnell durch das Buch kam.
 
Ein großes Manko liegt jedoch an den Hintergründen der einzelnen Personen. Wie spielen sie zusammen (vor allem wie haben sich die einzelnen Teams zusammengefunden), wodurch ergänzen sie sich bzw. haben sie eine gemeinsame Vorgeschichte? Wenn ja, welche? Ich wurde nach beenden des Buches das Gefühl einfach nicht los, irgendwo etwas verpasst bzw. nicht mitbekommen zu haben. Meine Zufriedenheit (so gut ich dieses Buch auch fand) war nicht vollkommen erreicht, was mich schon ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat.
 
Die Figuren Mo, Greti, Carlos und Tessa waren die Charaktere, von denen noch am meisten Informationen übermittelt wurden - auch wenn das schon nicht ganz so viele waren. Richtig eindringen konnte man in die Personen nicht und auch wenn man das Gefühl hatte sie nach einer Weile zu kennen, blieben sie leider in vielen Bereichen noch transparent. Wenn wenigstens auf einen Protagonisten noch näher eingegangen worden wäre... aber so konnte man sich leider von keinem von ihnen ein vollständiges Bild machen.
 
Von der Thematik her hat es Alice Gabathuler sehr gut eingewickelt, Realität und Spiel verschmelzen zu lassen. Ich hatte beim Lesen auch manchmal so meine Schwierigkeiten zu erkennen, wann die Figuren in den Computern oder im echten Leben loszogen. Auch die ganze Idee des "dead.end.com" und seinen Machern fand ich sehr gut gelungen und geschickt eingefädelt!
 
FAZIT
Ein hochspannendes Buch mit einer tollen Idee, die man sicherlich hätte noch weiter ausbauen können - doch so wie die Autorin mit ihrem Schreibstil die Wörter ohne große Beschreibungen in meinem Kopf zum Leben erweckt hat, war das nicht unbedingt nötig. Leider sind die Charaktere das ganze Buch über etwas blass geblieben, sodass man sich als Leser mit keinem von ihnen richtig verbinden konnte. Trotzdem eine gute Geschichte, die ich allen Fans von "Erebos" gerne weiterempfehle.

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(233)

502 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 126 Rezensionen

dystopie, partials, jugendbuch, krieg, kira

Partials - Aufbruch

Dan Wells , Jürgen Langowski
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.03.2013
ISBN 9783492702775
Genre: Jugendbuch

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

flüchtling

Vielleicht dürfen wir bleiben

Ingeborg Kringeland Hald , Maike Dörries
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.01.2015
ISBN 9783551555977
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Dieses Buch behandelt ein sehr aktuelles Thema... die Flüchtlingssituation - aber nicht komplett aus der Sicht eines Staates geschrieben, sondern aus der eines Betroffenen, bzw. einer betroffenen Familie. Guter Stoff für reichlich Gefühle, Emotionen, Schmerz und Drama. Das war zumindest mein Gedanke, bevor ich diesen Titel gelesen habe. 

Die Geschichte folgt einem Jungen namens Albin, dessen derzeitige Situation (also die Gegenwart) beschrieben wird. Zwischendurch wechselt aber die Perspektive und der Leser findet sich in der Vergangenheit wieder. Erfährt also alles über die Geschehnisse, die passierten, bevor die Handlung eingestiegen ist. Diese Abwechslung hat mir sehr gut gefallen - ich fand es fast spannender von den Geschehnissen früher zu erfahren als von den Dingen, die in der Gegenwart passiert sind. Denn dieser Handlungsstrang war wirklich... trocken.

Trocken deshalb, weil mir kein anderes Wort dafür einfällt. Langweilig wäre es gewesen, wenn das Buch mehr Seiten gehabt hätte. Doch durch die sehr komprimierte Handlung konnte man das alles einfach schnell hinter sich lassen. Mich hat die gegenwärtige Handlung nur unbeeindruckt zurückgelassen: "Hm okay... und das wars jetzt?" Keinerlei Spannung und die Idee war meiner Meinung nach auch nicht wirklich bombastisch. 

Doch man muss bei allem "Gemecker" auch beachten, dass dieses Buch besonders für Kinder geeignet ist (ich glaube ab ca. 10 Jahren), die wahrscheinlich mit der Flüchtlingssituation vertraut gemacht werden sollen. Und in dem Fall muss ich sagen, dass alles wirklich kindgerecht erzählt und beschrieben ist. Doch (leider) bin ich kein Kind mehr und sehe es daher aus einer anderen Perspektive.

Der Protagonist bleibt alles in allem ziemlich blass. Man erfährt nicht viel über seine Persönlichkeit außer Namen, Alter, Aussehen, Herkunft und dass er vom Krieg in Bosnien traumatisiert ist. Klasse wäre es gewesen, wenn die Autorin trotz der Kürze ihrer Geschichte aus Albin einen einzigartigen Charakter geformt hätte, der Wiedererkennungswert besitzen würde - doch leider blieb er in meinen Augen ziemlich "normal".

Was dieses Buch vielleicht noch lebendiger gemacht hätte, sind die Gefühle, die leider viel zu kurz gekommen sind. Richtig tief kann man nicht in das Innenleben der betroffenen Personen blicken und auch nach außen hin zeigen sie viel zu wenig Gefühle in Situationen, in denen ein normaler Mensch (z.B.) bestimmt vor Freude geweint hätte. Natürlich liegt es auch daran, dass der Protagonist erst 11 Jahre alt ist und sich alles größtenteils um ihn dreht, jedoch haben vor allem solche kleinen Kinder auch Gefühle und es wäre spannend gewesen zu lesen, wie diese Personengruppe mit solchen Situationen umgeht. 

Ganz an das Lesealter angepasst ist der Schreibstil von Ingeborg Kringeland Hald. Leicht, d.h. keine verschachtelten und schwierigen Sätze, keine wirklich ausschweifenden anschaulichen Beschreibungen, nüchterne, trockene Tatsachen, knappe Sätze. Mir persönlich gefällt dieser Schreibstil nicht, da durch so eine Schreibweise kein Ansatz entsteht, der Spannung erzeugen könnte. 

Da das Buch eher für Kinder ausgelegt ist, finde ich es nicht schlimm, dass nicht weitere Hintergründe zu dem Krieg in Bosnien und dem UN-Flüchtlingscamp geklärt wurden. Die Autorin konzentriert alle Aufmerksamkeit auf das Leben des Jungen und seine Erlebnisse, die ein Kind gut verstehen kann.

Fazit:
Eine sehr kurze Lektüre, von der ich nicht wirklich sagen kann, dass sie mich unterhalten hat. Wahrscheinlich werde ich die Handlung sowie die Figuren so schnell wieder vergessen, wie ich das Buch hinter mich gebracht habe. Für Kinder jedoch ist es eine Empfehlung wert. Mit einfachen Sätzen wird tiefer in die Situation eines Flüchtlingskindes geblickt, das wahrscheinlich noch das glücklichste Schicksal von allen hat. Von mir jedoch bekommt dieses Büchlein nur zwei Sterne.

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

thriller, stalking, jugendbuch, angst, liebe

Und keiner wird dich kennen

Katja Brandis
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 28.01.2013
ISBN 9783407811301
Genre: Jugendbuch

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

survival, flugzeugabsturz, überleben, meer, absturz

Nichts als überleben

S.A. Bodeen ,
Flexibler Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 17.08.2015
ISBN 9783407745811
Genre: Jugendbuch

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295 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

buchhandlung, google, bücher, rätsel, bibliothek

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Robin Sloan , Ruth Keen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453418455
Genre: Romane

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911 Bibliotheken, 7 Leser, 4 Gruppen, 60 Rezensionen

thriller, helgoland, sebastian fitzek, fitzek, berlin

Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

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75 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

jugendbuch, lüge, masterminds, thriller, masterminds - im auge der macht

Masterminds - Im Auge der Macht

Gordon Korman , Sandra Knuffinke , Jessika Komina-Scholz
Fester Einband: 263 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 20.04.2016
ISBN 9783407745941
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein kleines leichtes Buch für zwischendurch - nichts weltbewegendes, wird sich bestimmt im Mainstream-Bereich ansammeln, was die Ideen angeht... dachte ich alles. Aber falsch gedacht. Zumindest bei den meisten Dingen. Masterminds ist zwar ein Buch für Jugendliche und Leser aus der jüngeren Generation, aber hinter den Buchdeckeln versteckt sich eine Idee, die sicherlich jeden Leser, egal aus welcher Altersgruppe, interessiert. 


Passend zum Genre ist der Schreibstil des Autors sehr einfach, nicht zu komplex, aber trotzdem anschaulich, informativ und vor allem sehr bildhaft. Es ist zwar kein Schreibstil, der besonders hervorsticht, trotzdem weiß Korman wie man mit ganz normalen Wörtern eine spannende Atmosphäre schafft, in die man sich richtig hineinversetzen kann, mithilfe derer man hautnah im Geschehen steckt. 

Gemäß der fünf Hauptpersonen wird die Geschichte abwechselnd aus jeweils deren Ich-Perspektive geschildert. Man erfährt also einmal mehr über die Figuren an sich und gleichzeitig aber auch, wie (unterschiedlich) sie  die Geschehnisse beurteilen und mit ihnen umgehen. Trotz der vielen verschiedenen Wechsel der Erzähler kann man alle Protagonisten relativ gut auseinander halten, da jeder für sich einzigartig ist.  

Die Charaktere sind sehr vielfältig. Neugierig, misstrauisch, angeberisch, ängstlich, mutig, besonnen... Man könnte wahrscheinlich noch mehr Adjektive aufzählen, was allerdings nichts bringen würde. Genauso wenig wie jede einzelne Figur für sich zu charakterisieren. Die Geschichte lebt von jedem Einzelnen. Zusammen bilden sie ein sehr symphatisches Team, mit dem man sich identifizieren und mit denen man mitfiebern kann. Trotz ihrer Unterschiede harmonieren sie miteinander.  

Trotzdem erschienen mir die Personen teilweise viel zu naiv. Wenn man schon so etwas großes plant wie sie es tun, muss man klüger vorgehen. Und kluge Köpfe sind durchaus unter ihnen. Ihr Handeln hat manchmal einfach nicht in das Bild gepasst, das der Autor von Ihnen gezeichnet hat. Auch die Erwachsenen wirken teilweise unüberlegt, obwohl sie diejenigen sind, die am meisten aufpassen müssen, wie sie sich verhalten. Teilweise wirkte das Ganze auch ein wenig unrealistisch, deshalb konnte ich mich immer noch nicht entscheiden, ob ich dieses Buch eher zu Fantasy oder zu den normalen Thrillern ordnen soll. 

Am Anfang verläuft die Geschichte eher ruhig und klar strukturiert, im Laufe des Buches häufen sich aber die Ereignisse und es wird immer spannender. Natürlich hat man dann auch das Gefühl, dass alles viel schneller vorangeht als zuvor. Man hat zwischendurch auch kaum Ahnung, auf welches Desaster die ganze Story lang hinarbeitet und ist am Ende überrascht, wie ausgeklügelt das Ganze dann plötzlich wirkt. 

FAZIT
Mit einem wunderbar bildhaften Schreibstil und unglaublich symphatisch, einzigartigen Charakteren schafft Gordon Korman eine spannende Geschichte für Jung und Alt. Trotz einzelner Schwächen ist "Masterminds - Im Auge der Nacht" ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht. 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, tiffany aching, disc world, hexen fantasy, terry pratchett

The Shepherd's Crown

Terry Pratchett
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Doubleday Childrens, 27.08.2015
ISBN 9780857534811
Genre: Fantasy

Rezension:

Viele Buchkritiker und -liebhaber trauern um ihn: Terry Pratchett - der erst kürzlich verstorben ist. Er wird als großer Meister der Fantasyliteratur gehandelt. Nur logisch, dass ich mir auch eines seiner Werke zu Gemüte führen musste. Dieses Buch wird nun leider sein letztes Werk bleiben, das aus seiner Feder stammt. Aber hat es mich nun überzeugt? Kann ich mich den Lobreden der anderen anschließen?

Vom Inhalt her war ich leider nicht so begeistert von der Geschichte. Ich schätze diese Art von Fantasy ist überhaupt nicht mein Fall. Ich hatte das Gefühl die Handlung plätschert immer nur so vor sich hin. So einen richtigen Spannungsaufbau bekam ich daher nie richtig zu spüren. Manchmal hatte ich sogar das dringende Bedürfnis, das Buch einfach abzubrechen. Wahrscheinlich liegt das ganze aber auch daran, dass Pratchett bis zum Ende hin sehr krank war.

Zum Schreibstil könnte ich wahrscheinlich mehr sagen, wenn ich das Buch auf deutsch gelesen hätte. Da ich es mir aber in Originalsprache vorgenommen habe, war es teilweise ein regelrechter Kampf, überhaupt etwas zu verstehen. Ausgewählte Wesen in der Geschichte sprechen nämlich höchst eigenartiges Englisch (ich weiß nicht, ob man es Akzent oder Dialekt nennen kann), was sehr sehr schwer bis gar nicht zu entziffern war. Vielleicht hätte ich das Buch anders (besser) verstanden, wenn ich es in meiner Muttersprache gelesen hätte.

Figuren spielten so einige im Buch mit. Allen voran Tiffany - die Protagonistin. Eine junge Hexe, der gleich schwierige Aufgaben übertragen werden. Doch sie ist fleißig, gerecht und freundlich und schafft es so, auch diese zu meistern. Die junge Hexe war mir sehr symphatisch und ich konnte ihr Handeln nachvollziehen, hätte wahrscheinlich einiges selbst auch genauso ausgeführt.  Die anderen Charaktere waren zwar einzigartig, blieben aber ehrlich gesagt bis auf ein paar Ausnahmen ziemlich blass. Da ich aber mitten bzw. am Ende erst in die lange Reihe der Scheibenwelt-Bücher eingetaucht bin, kann ich dem Autor in diesem Punkt keinen Vorwurf machen. Das Vorwissen aus den anderen Romanen hat einfach gefehlt.

Ich hatte auch den Eindruck, dass Pratchett sehr aktuelle Themen in seinen Sätzen versteckt hat, um uns darauf hinzuweisen und vielleicht eine kleine Anleitung zu geben, wie man es besser machen könnte. Krieg und Frieden, Gleichberechtigung oder Geschlechterrollen. Alles hat einen Platz gefunden.

Leider hat mir auch die Atmosphäre, in die der Autor seine Figuren hineinversetzt hat, nicht wirklich zugesagt. Die Umgebung hat mir nicht gefallen und auch der ständige Wechsel von düsterer zu fröhlicher Atmosphäre war nicht nach meinem Geschmack. Das hat ein klein wenig Unruhe in das Ganze gebracht.

FAZIT
Viele werden mich wahrscheinlich dafür rügen, aber: The Shepherd's Crown" hat bei mir keinen guten Eindruck und keine gute Sicht auf Pratchetts Schreibkünste hinterlassen. Das liegt aber größtenteils auch daran, dass ich in Zukunft von Hexenromanen lieber die Finger lassen sollte, denn ich habe gemerkt, dass das überhaupt nicht mein Thema ist. Obwohl ich vorerst von dieser Art von Geschichte geheilt bin, möchte ich dem Autor irgendwann einmal trotzdem noch eine Chance geben - "The Long Earth" steht ja schon länger auf meiner Wunschliste.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebe, tod

Todesregeln

Randy Russell
Fester Einband: 265 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 08.10.2012
ISBN 9783351041717
Genre: Jugendbuch

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

verschwinden, zwischenmenschliche beziehungen, globale veränderung, zukunftsvision, 2

Die Verlassenen

Tom Perrotta
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 20.10.2014
ISBN 9783641151539
Genre: Romane

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Dreckstück

Clémentine Beauvais , Annette von der Weppen
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.07.2015
ISBN 9783551583376
Genre: Jugendbuch

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, time travel, 2. weltkrieg, zeitschleife, photography

Miss Peregrine's Home for Peculiar Children

Ransom Riggs
Fester Einband
Erschienen bei Quirk Books, 07.06.2011
ISBN B005CFLQ3I
Genre: Fantasy

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

horror, zombies, governor, woodbury, monster

The Walking Dead 4 - Was das Herz begehrt

Robert Kirkman , Jay Bonansinga , Wally Anker
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.10.2014
ISBN 9783453316140
Genre: Fantasy

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

freundschaft, tod, trauer, roadtrip, eltern

Vier Beutel Asche

Boris Koch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2014
ISBN 9783453534681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn man dieses Buch zur Hand nimmt, wird man es sich sicherlich deshalb näher anschauen, weil man davon etwas in der Schule gehört hat oder weiß, dass es von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Jugendbuch des Monats ausgezeichnet worden ist. Allein vom Klappentext her habe ich mir dieses Buch nämlich nicht zu Gemüte geführt, da mich dieser nicht wirklich überzeugt hat. Jedoch musste an dem Roman doch etwas Besonderes sein, wenn er schon ausgezeichnet wurde - dachte ich.

Als erstes ist mir natürlich der außergewöhnliche und wirklich gewöhnungsbedürftige Schreibstil aufgefallen. Einerseits benutzt der Autor die Jugendsprache und ein paar Kraftausdrücke - was man bei einem Jugendbuch durchaus verstehen kann. Aber dann mischt er diese mit gelegentlichen philosophischen Ergüssen seiner selbst und mit Metaphern, die man durch diesen Misch-Masch nicht mehr ernst nehmen kann. Es scheint so, als hätte Koch versucht, für jeden etwas zu kreieren. Daran ist er aber meiner Meinung nach kläglich gescheitert.

Spannung - etwas, was man in jedem guten Buch erwartet - war kaum vorhanden. Man hat gemerkt, dass Boris Koch gelegentlich versuchte, den Leser ans Buch zu fesseln, hat aber dabei leider genau das Gegenteil bewirkt: seine Spannungsaufbau-Versuche führten eher zu noch langweiligeren Längen in der Handlung und brachten mich fast dazu, den Roman an einigen Stellen abzubrechen.

Während der Geschichte erfolgten immer wieder Rückblicke zurück in die Zeit, in der Christoph noch gelebt hatte. Beispielsweise Erzählungen, wie die vier "Freunde" mit ihm in Kontakt gekommen waren und in welcher Beziehung sie zu ihm standen. Das hat ein wenig geholfen, die Gedanken und Gefühle der Figuren und ihren Umgang untereinander besser zu verstehen.

Alles in allem waren die Charaktere relativ gut herausgearbeitet, hatten alle einen Hintergrund und verschiedene Gründe für die Reise. Aber deshalb waren sie noch lange nicht symphatisch - im Gegenteil. Jan, der Protagonist, war schon von Anfang an unausstehlich. Mit seiner arroganten, egoistischen, unentschiedenen Art machte er das Lesen keinesfalls zum Vergnügen. Schon das erste Kennenlernen mit ihm zeichnete kein gutes Bild der Figur: voller Hass, Wut und Rache. Auch wenn diese extremen Eigenschaften im Laufe der Handlung etwas nachließen, überwogen keinesfalls die Guten, von denen ich sowieso nicht so viel mitbekommen habe.

Auch der Rest der Charaktere war einfach nur anstrengend. Ob es an der Sprache oder am Verhalten lag spielt da keine Rolle. Das Gesamtbild, das Boris Koch von seinen Figuren erschaffen hat, war alles andere als positiv, was sich bei mir durch gelegentliches Augenrollen und Seufzen äußerte.

Das große und schwierige Thema "Tod", das über dem ganzen Roman steht, muss man beherrschen, um daraus eine mehr oder weniger ernste Geschichte zu schreiben. Es floss zwar an vielen Stellen in die Handlung hinein und spielte natürlich auch eine sehr große Rolle - war aber nicht ernstzunehmen. Wenn es schon an manchen Stellen bedeutungsvoll wurde, ist der Moment durch die plumpen Charaktere und ihre Ausdrucksweise zerstört worden.


FAZIT
Ein Jugendbuch von dem ich mir mehr erhofft hatte, gerade weil es so stark angepriesen worden ist. Keine Spannung in der Handlung und plumpe, unsymphatische Charaktere führen dazu, dass ich dieses Buch niemandem weiterempfehlen werde, der auf der Suche nach einer ernsten Geschichte über den Tod ist. Denn auch dieses Thema verliert im Laufe des Buches seine entscheidende Bedeutung.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

governor, zombies, zombie, horror, the walking dead

The Walking Dead 3 - Die Zuflucht

Robert Kirkman , Jay Bonansinga , Wally Anker
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.02.2014
ISBN 9783453529540
Genre: Fantasy

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97 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

paris, frauen, tumblr, französisch, französinnen

How To Be Parisian wherever you are - Liebe, Stil und Lässigkeit à la française

Anne Berest , Caroline De Maigret , Audrey Diwan , Sophie Mas
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei btb, 29.06.2015
ISBN 9783442756209
Genre: Sachbücher

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698 Bibliotheken, 24 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

mars, science fiction, überleben, astronaut, andy weir

Der Marsianer

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.10.2014
ISBN 9783453315839
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dieser Roman wird als "Meilenstein in der Science Fiction Literatur" gefeiert und alles was mit dem Weltall, Sternen, Galaxien oder Planeten zu tun hat ist bei mir in den besten Händen - oder auch nicht, denn es wird direkt verschlungen. Wie auch Andy Weirs Debütroman "Der Marsianer".

Die Geschichte wird aus der Sicht des auf dem Mars irrtümlich zurückgelassenen Astronauten Mark Watney in Form von Logbucheinträgen erzählt - man wird also (größtenteils) direkt von ihm durch die Handlung geführt. Manchmal wechselt aber auch der Ort und man erfährt, wie die Menschen bei der NASA auf der Erde an seiner Rettung arbeiten. Mithilfe dieser zwei Perspektiven konnte Weir das ganze Szenario sehr detailreich und interessant gestalten.

Es gibt selten Bücher, die von Anfang bis Ende spannend sind. "Der Marsianer" gehört jedoch dazu. Anhand der sehr bildhaften Sprache konnte man sich die ganze Umgebung auf dem Mars sehr gut vorstellen. Oft war der sonst leichte, flüssige Schreibstil des Autors jedoch mit biologischen, chemischen, physikalischen und astronomischen Fremdwörtern gespickt. Diese Begriffe häufen sich an manchen Stellen stark und die technischen Ausführungen (z.B. die Gewinnung von Elementen aus der Atmosphäre usw.) waren ab und an doch ein wenig zu genau beschrieben, weshalb man als Laie auf dem Gebiet der Raumfahrt zum Teil nicht immer folgen konnte.

Trotzdem wirkte die ganze Sache alles in allem nachvollziehbar. Technisches und Naturwissenschaftliches schienen sehr genau und fundiert erklärt. Der Autor hat es geschafft, alles wahnsinnig realistisch erscheinen zu lassen (ob es das auch ist, werden uns wahrscheinlich nur Fachmänner beantworten können) und man kann sich kaum vorstellen, wie viel Recherche Andy Weir zur Vorbereitung auf diesen Roman betrieben haben muss, zumal er sich nur in seiner Freizeit mit Astrophysik beschäftigt und in diesem Fachgebiet eigentlich nicht tätig ist.

Desweiteren hat er auch noch einen wunderbaren Protagonisten erschaffen, der mir auf Anhieb symphatisch war. Mark Watney wird mit einer Situation konfrontiert, an der die Mehrheit der Menschen gescheitert wäre, wenn sie selbst in seiner Haut stecken würden. Er ist Optimist und legt eine Entschlossenheit an den Tag, die mich sehr fasziniert hat. Bereit jedes Problem zu lösen, das sich ihm in den Weg stellt und keine Angst vor Gefahren - so stelle ich mir einen Überlebenskämpfer vor. Doch das Wichtigste: er hat nie seinen (wenn auch teilweise trockenen) Humor verloren. Spätestens ab dem Zeitpunkt, an dem er seinen ersten kleinen Witz macht, muss man ihn einfach mögen.

Ein wenig versteckt spricht der Autor ein weiteres Thema an: Zusammenhalt. Durch die wechselnden Perspektiven erkennt man, dass die Menschen auf der Erde keine Kosten und Mühen scheuen, ein einziges Leben zu retten. Natürlich wollen sie im Nachhinein auch von den Informationen profitieren, die ihnen Watney dann liefern kann - trotzdem finde ich es beeindruckend, was die NASA alles in Bewegung setzt. Gerade dieser Punkt sollte ein Vorbild für unsere heutige Gesellschaft in der Realität sein.

Zum Ende hin schraubte sich die sowieso schon hohe Spannung noch ein wenig weiter aufwärts. Das ist zwar bei den meisten Büchern der Fall, aber Andy Weir hat es geschafft, dass ich das letzte Drittel durchgängig gelesen habe, ohne das Buch ein einziges Mal wegzulegen. Zufriedenstellend war auch, dass am Ende für mich keine Fragen mehr offen blieben. Alles war geklärt.


 FAZIT Wer von diesem Roman ein Überlebensdrama erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Überleben ja - Drama eher Nein. Mit viel Sarkasmus und Witz, ständig hoher Spannung und einem Charakter, der das Beste aus seiner Situation macht hat Andy Weir einen fesselnden Roman über die Raumfahrt und den Zusammenhalt der Menschen erschaffen. Absolute Leseempfehlung!

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(17)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kunst, new york, theo decker, coming-of-ag, 9/11

The Goldfinch

Donna Tartt
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Little, Brown Book Group, 19.06.2014
ISBN 9780349139630
Genre: Romane

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725 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 131 Rezensionen

thriller, mord, zug, paula hawkins, alkoholismus

The Girl on the Train

Paula Hawkins
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 29.01.2015
ISBN 9780857522313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paula Hawkins macht mit ihrem Debütroman einen Rundgang durch die Abgründe der menschlichen Seele. Dieses Buch ist eine perfekte Vorstellung davon, was aus Menschen werden kann, wozu sie fähig sind; wofür sie lügen und vor allem: dass die Unwahrheiten selbst in der Liebe weiterleben.
 
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln und manchmal aus der Vergangenheit, dann aber wieder aus der Gegenwart erzählt. Ab und an war das wirklich verwirrend, da schon der Einstieg beim Ende anfängt und nach wenigen Kapiteln die Handlung erst von vorn erklärt wird. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichten und tagebuchartig geschrieben. Sie sind in "morgens" und "abends" untergliedert. 
 
Den englischen Schreibstil empfand ich als einfach. Die Autorin benutzt einen einfachen, schlichten und normalen Satzbau, mit dem sie trotzdem viel ausdrücken kann. Es gab kaum unbekannte Wörter, die ich aus dem Kontext nicht erschließen konnte. Größtenteils war das Lesen flüssig und es waren kaum Stellen vorhanden, an denen ich lange überlegen musste.
 
Leider bin ich bei diesem Buch etwas zwiegespalten, was die Spannung angeht. Es gab Stellen, da konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich immer wissen wollte, was als nächstes passiert und die Autorin so geschickt geschrieben hat, dass ich immer wieder aufs Neue verwirrt wurde. Wiederum gab es aber auch Passagen, die sich unglaublich in die Länge gezogen haben und ich mit dem Lesen nur schleppend voran kam. Ganz am Anfang hatte ich auch das Gefühl, dass die Handlung nicht so richtig in Schwung kommt. Ungefähr ein Viertel des Buches tritt man nur auf der Stelle und es scheint gefühlt einfach nicht weiterzugehen.
 
Doch im Laufe des Buches entwickelte sich die Geschichte sehr ernst und psychologisch ansprechend. Die Bilder, die Hawkins von den Charakteren zeichnet, wirken so authentisch, dass man das Gefühl haben könnte, auch in den eigenen Nachbarn könnte so jemand stecken. Auch waren die Handlungen der Personen kaum vorhersehbar. Oft wurde ich überrascht und bekam ein neues Bild von den Figuren.
 
Die Protagonistin, Rachel war für mich eine neue Art von Charakter. Einerseits faszinierend, andererseits aber auch abstoßend. Sie trinkt und meistens enden ihre Erinnerungen in schwarzen Löchern, da sie nicht mehr weiß, was passiert ist. So musste ich als Leser immer selbst raten und wurde am Ende in einigen Fällen überrascht, wenn ich richtig lag oder sich die Sache in eine völlig neue Richtung entwickelt hat. Durch die Einblicke in ihre Gedankenwelt lernt man sie sehr gut kennen und merkt schon bald, dass diese Person sehr psychisch krank sein muss, obwohl es an keiner Stelle explizit erwähnt wird. Trotzdem ist mir Rachel im Laufe des ganzen Buches nie symphatisch geworden, da ich manche ihrer Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte.
 
Paula Hawkins ist eine Meisterin darin, den Verdacht auf einzelne Charaktere zu lenken und die Geschichte dann jedoch wieder so zu drehen, dass erneut jemand anderes im Mittelpunkt steht. Dadurch konnte sie die Spannung (die mir an manchen Stellen leider gefehlt hat) besser aufrechterhalten.  Das Ende wirkte auf mich unglücklicherweise zu normal und zu einfach aufgeklärt. Von der Autorin hätte ich nach der ganzen psychologisch ausgeklügelten Handlung ehrlich gesagt mehr erwartet.

FAZIT
Ein eher ruhiger Thriller, der teilweise lange vor sich hin plätschert, ab und an aber auch richtig an Fahrt aufnehmen kann. Das Buch lebt von seinen unterschiedlichen Charakteren, die allesamt wahnsinnig realistisch wirken; symphatisch oder nicht sei dahingestellt. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der sich nicht von der fehlenden Spannung und der einfachen englischen Sprache abschrecken lässt.

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horror, roman, haus, usa, labyrinth

Das Haus

Mark Z. Danielewski , Christa Schuenke , Olaf Schenk
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei btb, 19.10.2009
ISBN 9783442739707
Genre: Romane

Rezension:

Das letzte Mal, dass ich so einen dicken Schinken in den Händen gehalten habe, ist schon etwas her. Und ehrlich gesagt musste ich auch erstmal meinen inneren Schweinehund dazu überwinden, das Buch überhaupt in die Hand zu nehmen und anzufangen. Ich war gespannt auf die Story und nach dem ersten Durchblättern wollte ich auch unbedingt wissen, was es mit dem doch sehr speziellen Layout auf sich hat.

Der Roman besteht aus ganz normalen Kapiteln, doch der Textfluss ist nicht wie bei jedem anderen Buch auch (regelmäßig) sondern durcheinander. Das heißt, dass Worte teilweise z.B. spiegelverkehrt in Kästchen, auf dem Kopf oder von oben nach unten stehen. Auf manchen Seiten passen sich die Worte auch der Spannung oder dem Inhalt an. Diese Idee fand ich sehr originell und sie hat alles auch ein wenig anschaulicher gestaltet. Zwischendurch findet man ab und an auch Seiten, auf denen nur ein Wort oder sogar nur ein Buchstabe steht.

Ein wesentlicher Bestandteil, der noch dazu gehört sind die unzähligen Fußnoten. Manche sind in kurzen Zeilen am Seitenende zusammengefasst, andere erstrecken sich aber auch über mehrere Seiten hin. Meistens handelt es sich aber bloß um Namen oder Quellenangaben, bei denen sicherlich sehr viele fiktiv sind. Kurz: Uninteressant für denjenigen, der das Buch einfach nur lesen und nicht analysieren will.

So gut mir die Gestaltung auch gefällt, muss ich leider zugeben, dass sie mich hin und wieder von der eigentlichen Story abgelenkt hat. Die Spannung, die leider an nur wenigen Stellen wirklich hoch war, wurde durch lange Anmerkungen etc. unterbrochen. Wenn dann wirklich etwas aufregendes passiert ist, brachte der Autor im folgenden Kapitel sofort wieder ellenlange Ausschweifungen und Studien von Personen ins Spiel, die die Geschehnisse im Haus analysiert haben.

Danielewski hat seinen Roman in vier verschiedenen Erzählebenen aufgebaut. Die erste wäre die von Will Navidson, dem Schriftsteller der einen Film ("Navidson-Record") über das Haus dreht. Danach wiederum widmet sich ein blinder Mann mit dem Namen Zampano dem Skript und lässt alles nochmal neu aufschreiben. Als Zampano dann aber aus unerklärlichen Gründen stirbt, findet ein gewisser Jonny Truant die Unterlagen und entziffert Wort für Wort die Aufzeichnungen des Blinden. Truant ist also derjenige, der die Geschichte am Ende für den Leser wirklich (nach)erzählt. Die vierte Ebene wäre die der Herausgeber der Aufzeichnungen von Jonny Truant, die aber nur ab und an einige Ergänzungen hinzugefügt haben.
Das alles wirkte sehr verwirrend auf mich, doch glaube ich, dass es der Autor extra darauf abgezielt hat: Den Leser zu irritieren und zum Nachdenken anzuregen.

Alles in allem denke ich, dass der Autor mit ein bisschen weniger Text vielleicht genauso viel, wenn nicht noch mehr hätte erreichen können (was er mit dem Roman überhaupt erreichen will, habe ich noch nicht begriffen und ich bin mir auch sicher, dass ich nie dahintersteigen werde). Fußnoten, in denen der junge Junkie Truant aus seinem Leben erzählt, hätte er für meinen Geschmack auch einfach drastig kürzen können, da man durch sie immer wieder vom eigentlichen Handlungsstrang abgelenkt wird.

FAZIT
"Das Haus" ist schon gar kein Buch mehr. Man kann es eher als literarisches Kunstwerk betrachten. Deshalb muss ich auch jeden enttäuschen, der sich eine spannende Story erhofft, denn es wird euch keine liefern. Es ist wie eine Horrorgeschichte, die etwas versteckt die Abgründe der menschlichen Seele aufzeigt und den Leser endlos darüber nachgrübeln lässt, was er da eigentlich gerade gelesen hat.

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zeitreise, liebe, hollyhill, alexandra pilz, jugendbuch

Zurück nach Hollyhill

Alexandra Pilz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.04.2015
ISBN 9783453534742
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In die Geschichte wird man ungefähr so schnell hineingedrückt wie wenn man sich auf einmal in einer völlig anderen Zeit wiederfinden würde. Alexandra Pilz legt mit ihrem Zeitreiseroman für Kinder und Jugendliche einen rasanten Start hin. Keine große Vorgeschichte, keine großen Rückblicke. Man befindet sich sofort mitten in der Handlung und folgt dem roten Faden.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach, leicht, kurz und prägnant. Ohne große Worte schafft sie es, die Sache auf den Punkt zu bringen und kreiert stellenweise sogar eine zauberhafte und geheimnisvolle Atmosphäre. Trotz ihrer schlichten Ausdrucksweise wählt sie ihre Worte so, dass sich die Natur- oder Ortsbeschreibungen wie ein kleines Bild im Kopf des Lesers aufbauen und die ganze Handlung noch mehr veranschaulichen und verschönern.

Die Idee hat mir gefallen. Schon alleine da dies mein erster Zeitreiseroman war, habe ich mich sehr für das Thema interessiert. Manchmal wurde richtige Spannung aufgebaut, die dann zum Ende hin immer höher wurde. Trotzdem war es schade, dass Alexandra Pilz teilweise mit ihren Gedankengängen zu oberflächlich war. Es gab viele Stellen, an denen man noch tiefer in die Materie hätte eindringen und somit das Thema noch interessanter gestalten hätte können.

Die vielen Zufälle sind ein weiterer kleiner Kritikpunkt. Oft wirkte es so, als bräuchte die Autorin eine auf die weiteren Geschehnisse hinleitende Handlung. Dazu benutzte sie dann oft Fügungen, die für mich teilweise ein wenig an den Haaren herbeigezogen waren.

Emily, die Protagonistin, war mir sehr symphatisch. Mit ihrer Neugierde, Intelligenz, Schlagfertigkeit und ihrem Mut konnte sie die Schwierigkeiten, die sich ihr in den Weg stellten (manchmal schien es ein wenig zu leicht) meistern. Natürlich war sie ab und an naiv, aber größtenteils hat sie ihren Verstand eingesetzt und  nicht immer einen starken Mann gebraucht, der sie aus dem Schlamassel ziehen konnte, wenn es brenzlig wurde. Mit ihrer sarkastischen Art hat sie bei mir auch viele Pluspunkte gesammelt.

Die anderen Charaktere (die meisten waren Bewohner von Hollyhill) können unterschiedlicher nicht sein. Alle sind so sonderbar, in mancher Hinsicht sogar schrullig, aber gleichzeitig jeder auf seine eigene Art unglaublich liebenswert und symphatisch. Schade war, dass auf sie nicht noch näher eingegangen worden ist, sondern manche nur eine Nebenrolle gespielt haben. Denn zum Teil fand ich ihre Lebensgeschichte interessanter als die eigentliche Handlung rund um die Protagonisten.

Natürlich durfte auch in diesem Buch eine kleine Liebesgeschichte nicht fehlen. Doch diese empfand ich diesmal nicht als störend und fehl am Platz. Alles begann mit einer Art Hassliebe, was manchmal wirklich amüsant zu lesen war. Die Entwicklung danach war wirklich schön und auf keinen Fall zu kitschig. Ich mochte es zu lesen, wie sich auf beiden Seiten die Gefühle immer mehr aufgebaut haben, sie aber anfangs noch versteckt gehalten wurden.

Leider hat die Autorin es nicht vermieden, einige Fragen offen zu lassen, die sich am Ende und schon während des Lesens stellen. Das Ende kam für meinen Geschmack auch ein wenig zu abrupt. Da es aber noch Folgebände geben wird, habe ich Hoffnung, dass die Rätsel in ihnen aufgelöst werden.

  FAZIT
Ein zauberhafter, lockerleichter und geheimnisvoller Zeitreiseroman für Kinder und Jugendliche mit anschaulichem und kurz (aber prägnantem) Schreibstil, liebenswerten, einzigartigen Charakteren, einer Handlung, die kaum Logiklücken besitzt und einer Spannung, die dauerhaft hochgehalten wird. In der Idee steckt sehr viel Potenzial, welches auch ziemlich weit ausgeschöpft wurde. Bis auf kleine Ausnahmen ist das Romandebüt von Alexandra Pilz gelungen und für den Leser sehr unterhaltsam.

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