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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

science fiction, sci-fi, transport, artefakt, wurmloch

Transport

Phillip Peterson
E-Buch Text: 230 Seiten
Erschienen bei null, 08.06.2014
ISBN B00KVO4L1Y
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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dystopie, endzeit, justin cronin, vampire, die zwölf

Die Zwölf

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.04.2014
ISBN 9783442469352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Justin Cronin
Titel: Die Zwölf
Originaltitel: The Twelve (Ballantine Books)
Reihe: “The Passage Trilogy”, Teil 2
Genre: Endzeit-Roman
Erschienen: Mai 2014 (Taschenbuchausgabe)
Verlag: Wilhelm Goldmann Verlag, München
Umfang: 822 Seiten
ISBN: 978-3-442-46935-2



INHALT

Die Geschichte der Zwölf geht weiter. Zwölf Kriminelle und jeder von ihnen hat ein Heer blutrünstiger Virals hinter sich, die nur darauf warten, die Welt, wie sie war endgültig zu vernichten. Aber auch ihre Geschichte geht weiter. Die Geschichte des Mädchen von Nirgendwo, die Geschichte der einen, die anders war, die eine, die Die Zwölf stoppen kann. Amy Harper Bellafonte. Und auch andere Geschichten gehen weiter. Doch wie lange noch?

Der Mord an dem Polizisten war auch da – aufblitzende Gewalt, ein weißglühender Funke -, aber in jedem der Zwölf lag eine einzigartige Geschichte, und diese Geschichte war das wahre Wesen, der Kern dessen, wer sie waren. Bei Martínez hieß diese Geschichte Louise.
- Die Zwölf, Seite 330 -



CHARAKTERE

Bereits bei „Der Übergang“ war es dieser Punkt, der mich restlos begeistert hat. Die Charaktere. Auch in Teil 2 der Trilogie sind die Personen fein ausgearbeitet, beinahe liebevoll mit Eigenarten ausgestatten und jede Rolle für sich hat ihre Berechtigung. Man trifft viele bekannte Gesichter, einige neue tauchen auf, doch eines haben alle gemeinsam: Sie sind glaubhaft. So glaubhaft, als würde man sie im Kaffee, in der Straßenbahn oder beim Einkaufen treffen. Zusammengewürfelt und perfekt für einander. Hier hat der Autor wirklich ausgezeichnete Arbeit geleistet.


SCHAUPLATZ

Setting für den Roman ist Nord- und Mittelamerika zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Epidemie. Zum einen kurz nach Ausbruch des Virus, zum anderen ungefähr siebzig Jahre und etwa hundert Jahre danach. Amerika befindet sich im Ausnahmezustand und ist abgeschnitten von der Welt. Die Überlebenden versuchen zu jedem Zeitpunkt nur eines: Irgendwie weiter am Leben zu bleiben und ein normales Leben zu führen. Diese Tatsache ist auch allgegenwärtig, wie die Bedrohung, die man förmlich spüren kann.


IDEE UND UMSETZUNG

Von der Idee war ich bereits beim ersten Teil begeistert. Ich finde es absolut glaubhaft, dass sich die Army, oder wer auch immer einbildet, ein Experiment starten zu müssen, bei dem ein Mittel entwickelt werden soll, durch das man ewig lebt. Das ist ein menschlicher Gedankengang. Wir leben in einer Zeit, vor allem in Amerika/Europa, in der wir alles haben. Und alles haben können, uns sind praktisch keine Grenzen gesetzt – nur der Tod hält uns auf. Zudem streben Menschen immer nach mehr. Haben wir erst ein Ziel erreicht, haben wir das nächsthöhere schon vor Augen. Grundprinzip absolut glaubhaft. Wenn auch beängstigend. Die Umsetzung bzw. Weiterführung im zweiten Band finde ich recht gut gelungen. Die Darstellung des Lebens „einfacher Bürger“, Überlebender und Nachfahren nach einer solchen Katastrophe ist wie die Idee an sich realistisch umgesetzt.



MEINE MEINUNG

Fangen wir mit etwas Positiven an. Ganz zu Beginn wird der erste Teil kurz zusammengefasst – vor allem für mein Erbsenhirn eine Erleichterung, immerhin habe ich den schon vor anderthalb Jahren gelesen. Leider ist die erste Hälfte wirklich anstrengend zu lesen. Es handelt sich lediglich um eine Aneinanderreihung von Geschichten, die zwar interessant sind, aber keine Spannung aufbauen. Es geht über die ersten vierhundert Seiten hauptsächlich darum, die Charaktere wieder kennenzulernen und das Leben unterschiedlicher Personen in unterschiedlichen Lagern wird beschrieben. Das macht es wirklich schwierig, sich in die Geschichte einzufinden. Soll heißen – das Buch nicht wegzulegen und irgendetwas anderes zu tun. Ich mag Bücher, die einen nach den ersten paar Seiten/Kapiteln völlig einnehmen. Dieses ist keines davon. Außerdem verrät der Klappentext zu viel – ein Buch wird für mich uninteressant, wenn es die ersten dreihundert Seiten dauert, bis das geschieht, was ohnehin schon aus dem Klappentext hervorgeht.

Im Großen und Ganzen gibt das alles der Geschichte den Realismus, die sie ausmacht, jedoch hat man zwar nie das Gefühl, mittendrin zu sein. Als Leser ist man Beobachter, weiter nichts. Dabei gäbe die Story an sich so viel mehr her. Ich bin nach Band 1 ein wenig enttäuscht, deshalb drei Sterne, den nächsten Band werde ich mir trotzdem kaufen. Ich hoffe nur, der Autor entscheidet sich dann, seine Figuren freizugeben und nicht des Geldes wegen einen vierten Teil rauszuhauen.


- Casey

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Tags: diezwöl, endzeit, justincronin, sexbooksandheavymetal, thepassagetrilogy, trilogie   (6)
 

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thriller, serienmörder, mord, serienkiller, barry lyga

Ich soll nicht töten

Barry Lyga , Fred Kinzel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.02.2013
ISBN 9783442380435
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Barry Lyga
Titel: Ich soll nicht töten
Originaltitel: I hunt killers (Little, Brown and Company, New York)
Genre: Thriller
Erschienen: März 2013
Verlag: Blanvalet Verlag, München
Umfang: 382 Seiten
ISBN: 978-3-442-38043-5


Der 17-jährige Jasper Dent könnte ein ganz normaler Junge sein. Er besucht die Highschool, ist Mitglied in der Theatergruppe und hat eine hübsche Freundin, die ihn liebt. Er könnte ein ganz normaler Teenie sein. Hätte ihn nicht der berüchtigte Serienmörder Billy Dent großgezogen und ihn mit dem Wissen über die unterschiedlichsten Mordtechniken und den undenkbarsten Methoden Leichen zu verschwinden zu lassen.
Billy Dent sitzt seit vier Jahren hinter Gittern als in Jazz‘ Heimatort eine Leiche auftaucht, die Dear Old Dad’s Signatur aufweist…

Zugegeben: Der Titel ist sowas von abgedroschen, dass ich das Buch eigentlich nicht anrühren würde. Allerdings war ich vom Klappentext überzeugt, da ich ein Riesenfan der Serie Criminal Minds bin und ich irgendwie daran erinnert wurde. Ich mag vor allem den Profiling-Anteil an dieser Story. Außerdem hat mich das nie ganz losgelassen.

Wie ich finde ein rundum gelungener Thriller, der wirklich einmal enthält, was drauf steht: Thriller. Perfekt aufgebaut, solider Schreibstil und extrem gute Charaktere. Viel besser als erwartet.
Ich empfehle diesen Thriller weiter – einfach, weil er mich nicht losgelassen hat und weil ich den Protagonist sympathisch fand.

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liebe, alter, leben, benjamin button, gesellschaft

Der seltsame Fall des Benjamin Button

F. Scott Fitzgerald , Christa Schuenke
Flexibler Einband: 70 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.12.2008
ISBN 9783257236590
Genre: Klassiker

Rezension:

Autor: F. Scott Fitzgerald
Titel: Der seltsame Fall des Benjamin Button
Originaltitel: The Curious Case of Benjamin Button
Genre: Kurzgeschichte
Verlag: Diogenes Verlag AG Zürich
Erschienen: 05.08.2011
Umfang: 66 Seiten
ISBN: 978-3-257-23659-0

Das Ehepaar Mr. und Mrs. Roger Button hat allen Grund, sich glücklich zu schätzen. Sie gehören in den 1860er-Jahren zu den Reichen Baltimores, führen eine glückliche Ehe und erwarten bereits ihr erstes Kind. Doch als der Tag der Geburt kommt und Mr. Button zu seiner Frau ins örtliche Krankenhaus eilt – welch Privileg im 19. Jahrhundert! – will ihm niemand sagen, wo er seinen Sohn finden kann. Panisch und voller Ekel flüchtet das Personal, kaum hat es den Namen „Button“ gehört.
Von kaltem Angstschweiß durchnässt und von bösen Vorahnungen gequält, findet er seinen Sohn schließlich. Doch vor ihm ist kein kleiner Wonneproppen mit rosigen Wangen und strahlenden Augen. Viel mehr sitzt vor dem frischgebackenen Papa ein alter Greis.

Ich glaube, das Grundgerüst dieser Geschichte dürfte jedem bekannt sein. Ein Baby wird als Greis geboren und altert rückwärts. Bereits als vor Jahren die Verfilmung von David Fincher in die Kinos kam, war ich allein vom Titel begeistert. Damals habe ich noch gewusst, dass sie auf diesem Buch basiert, weshalb ich zuerst den Film gesehen habe. Ich war wirklich begeistert, die einzige Frage, die sich mir nach dem Abspann stellte: Wie lässt sich das in ein Buch verpacken?

Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: In dieser Form gar nicht. Vor allem weil Buch und Film so unterschiedliche Leben des Benjamin Button zeigen. Im Film viel mehr wie Hollywood die Welt nun mal gerne hätte: Fröhlich, mit ein wenig Tragik und einer großen Liebe, an der nichts und niemand etwas ändern könnte.

Das Buch zeigt eine ungeschönte, realistischere, wenn auch rein anatomisch gesehen schwerer nachzuvollziehende Version. Von Anfang an von den Eltern ungeliebt, wird er auch in der Gesellschaft nicht akzeptiert. Seine Familie sieht ihn früher oder später als Last. Verständnis für Benjamins Situation zeigt niemand. Auch nicht seine große Liebe Hildegarde, für die er sich nach den ersten Ehejahren bald schämt. Er findet sein Leben lang keinen Halt in der Familie, erst im Tod findet er seinen Ruhepol.

Als Fazit kann ich nur sagen: Das Buch hat mehr Ecken und Kanten, weshalb es mir besser gefällt und definitiv fünf Herzen verdient hat. (Der Film bekäme vier.)

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Tags: sexbooksandheavymetal, thecuriouscaseofbenjaminbutton   (2)
 

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thriller, horror, brücke, mord, richard laymon

Finster

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.12.2010
ISBN 9783453675834
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Richard Laymon
Titel: Finster
Originaltitel: Night in the lonesome October (Leisure Books New York, 2002)
Genre: Horrorroman
Erschienen: Jänner 2011
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag, München
Umfang: 543 Seiten
ISBN: 978-3-453-67583-4

Ed Logan ist kurz vorm Nervenzusammenbruch, seine Welt ist zusammengebrochen, als er ins neue Semester startet und einen Brief seiner Freundin erhält. Sie hat ihn betrogen, ihn verlassen, ist aus seinem Leben verschwunden – für immer. Und Ed weiß nicht, wie er ohne Holly weiterleben soll. Verzweifelt wandert er meilenweit durch die einsame Oktobernacht. Doch schon bald erkennt er, dass diese gar nicht so einsam ist wie er dachte. Denn seine Studienkollegin Eileen ist nicht die einzige, der er begegnet. Da ist auch noch dieses Mädchen, das ihn anzieht wie das Licht die Motten…

Autoren wie Wulf Dorn und Stephen King sind begeistert, ihre Kommentare („Laymon geht unter die Haut. Im wahrsten Sinne des Wortes!“) haben die Messlatte hoch gelegt. Ich weiß nicht, was ich jetzt davon halten soll, richtig enttäuscht bin ich nicht, aber so richtig begeistert bin ich auch nicht.
Vor allem der Anfang ist sehr redundant, ohne dass dabei richtig Spannung aufkommt. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass das Buch nicht unbedingt viel Inhalt bzw. Handlung hat. Man könnte dasselbe auch in 250 Seiten beschreiben.
Allerdings bin ich mir unsicher, ob das Ende dann so eingeschlagen hätte – bzw. was heißt Ende. Die zweite Hälfte, das letzte Drittel. Auch wenn nicht unbedingt viel passiert, atmosphärisch ist diese Hälfte dichter, die Stimmung wird immer düsterer und das Finale ist – etwas Tarantino-mäßig, aber trotzdem richtig gut. Dann kann man das Buch schwer weglegen.
Was mir noch besonders gut gefällt – das Thema Kannibalismus spielt eine Rolle, wird aber eher angeschnitten und nicht übertrieben fokussiert. Wie viele der Randthemen. Das finde ich besonders gut, da der Horrorroman dadurch nicht an Stimmung verliert und zudem bleibt, was der englische Titel sagt: eine Nacht im einsamen Oktober.

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Tags: horrorroma, richardlaymon, sexbooksandheavymetal   (3)
 

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hund, wildnis, natur, poetisch, kerstinekman

Hundeherz

Kerstin Ekman , Hedwig M. Binder
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.2011
ISBN 9783492263559
Genre: Romane

Rezension:

Autor: Kerstin Ekman
Titel: Hundeherz
Originaltitel: Hunden (Albert Bonniers Förlag, Stockholm 1986)
Genre: Roman
Erschienen: 2009
Verlag: Piper Verlag München
Umfang: 128 Seiten
ISBN: 978-3-492-26355-9

Als der junge Welpe sich mitten in einer Wüste aus Eis und Schnee wiederfindet, stehen seine Chancen schlecht. Getrennt von seiner Mutter, seinen Geschwistern und seinem Zuhause kämpft er gegen das Vergessen und Erinnern, vor allem aber kämpft er ums Überleben. Doch die unerbittliche Kälte und die Einsamkeit des schwedischen Winters erschweren diesen Kampf erheblich.

Ein sehr einsames Buch, an vielen Stellen traurig, aber nie richtig tragisch. Vor allem der lebensnahe, ungekünstelte und undramatische Schreibstil verleiht dieser kleinen Geschichte rund ums Überleben, Vertrauen und die Einsamkeit das sogenannte Tüpfelchen auf dem i. Ein wertvolles Buch, welches die Härte des skandinavischen Winters und die eingefrorene Natur zu dieser Zeit perfekt beschreibt.
Im Großen und Ganzen kann man über das Buch auch nicht mehr sagen – lest es einfach, vielleicht wird der ein oder andere unter euch meine Sprachlosigkeit nachempfinden können.

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Tags: hundeherz, hunden, kerstinekman, sexbooksandheavymetal   (4)
 

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engel, liebe, fantasy, daniel, dämonen

Engelsmorgen

Lauren Kate , Doreen Bär
Fester Einband: 445 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.09.2011
ISBN 9783570160787
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zweite Teil der "großen Engelssaga" kommt nicht mal annähernd an den ersten ran. Nicht annähernd so interessant in Bezug auf die Verweise auf biblische Ereignisse und auch nicht unbedingt spannend - wenn man die Schlusszenen außer Acht lässt. Zudem wird der Plot zu oft wiederholt. Man weiß nach dem ersten Teil ja wirklich, worum es geht, da sollte es nicht notwendig sein, alles noch zehn Mal zu erklären.

Allerdings könnte die Autorin das Level auch an die Intelligenz ihrer Protagonistin angepasst haben. Diese ist nämlich richtig schwer von Begriff, um nicht zu sagen dumm. Dass sie gejagt wird, und eine entscheidende Rolle in den aktuellen Geschehnissen hat, ist doch spätestens nach der Schlacht in Teil eins so was von logisch. Luce trifft diese Erkenntnis allerdings wie ein Donnerschlag. Als Leser ist einem das sofort klar, und ich persönlich habe mich nur gefragt, wie man mit siebzehn Jahren denn bitte so dumm und naiv sein kann.

Im Allgemeinen nervt der Charakter der Protagonistin einfach nur. Sie lässt alles mit sich machen und jammert danach genau über diese Tatsache. Und muss davor aber auch noch darauf hingewiesen werden. Wenn Daniel - bei dem sie nie hinterfragt, ob das nun wirklich der Typ ist, den sie will, oder ob sie das nur annimmt, weil er ihr diese Geschichte eingetrichtert hat - kommt, lässt sie einfach immer alles stehen und liegen. Beispiel: Ein persönliches und sehr emotionales Gespräch mit einer guten Freundin, Daniel kommt, als diese ihr das Herz ausschüttet und sie fliegt mit ihm davon, ohne einen Gedanken an ihre Freundin zu verschwenden. Das würde niemals jemand machen! Generell wirkt Lucinda Price auf mich einfach nur dumm und naiv, wozu noch kommt, dass sie entweder nicht Eins und Eins zusammen zählen oder nicht zuhören kann.

Aber mit Abstand am schlimmsten finde ich, wie redundant die Story ist. Nicht nur in Bezug auf den Plot, nein auch in Bezug auf das Grundgerüst wiederholt der zweite Teil quasi den ersten. Trennung vom Freund, neue Schule, sich einleben und nicht kapieren, was rund um sie geschieht. Ganz ehrlich, wozu schreibt man 400 Seiten, wenn man die Handlung nur minimalst weiterbringt?

Alles in allem recht sinnlos und langweilig. Trotzdem werde ich den nächsten Teil lesen - ich möchte wissen, ob noch etwas Interessantes passiert und wie es weiter geht. Und weil ich so bescheuert bin und Trilogien nicht abbrechen kann. Naja. Ein Sternchen gibt es, weil sich die Ereignisse am Ende so schön überschlagen.

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Tags: bookreview, engelssaga, laurenkate, sexbooksandheavymetal   (4)
 

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sommer, liebe, freundschaft, australien, charlie duskin

Lieder eines Sommers

Cath Crowley , Henning Ahrens
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.07.2014
ISBN 9783551582805
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Cath Crowley
Titel: Lieder eines Sommers
Originaltitel: Chasing Charlie Duskin (Pan Macmillan Australia 2005)
                       A Little Wanting Song (in the USA)
Genre: Jugendroman
Erschienen: 2014
Verlag: CARLSEN
Umfang: 271 Seiten

Charlie Duskin ist ein Sonderling, niemand, der zu den angesagten Partys eingeladen wird, niemand, der zu den „coolen Kids“ an ihrer Schule gehört. Ganz im Gegenteil. Über sie lacht man. Doch alles ist halb so schlimm, denn Charlie hat vielleicht nicht viele Freunde, aber sie hat die Musik. Und ihre Welt ist voller Musik, von schwermütigen e-Moll bis hin zu lebharter cis-Dur.
Rose Butler hat genug von ihrem langweiligen, eintönigen Leben im Kaff. Sie hat genug von all dem Trott, der sie umgibt. Und sie hat Träume, große Träume. Die ein Stück näher rücken, als sie ein Stipendium für eine Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt erhält. Doch ihre Eltern würden nie zulassen, dass sie ganz alleine in die Großstadt zieht.

Ich versuche immer, so viel wie möglich von der Handlung offen zu lassen, wenn ich den Inhalt beschreibe. Diesmal ist mir das zwar gelungen, aber ich befürchte, jetzt kann man sich nicht wirklich vorstellen, worum es geht. Wenn das der Fall sein sollte, tut mir das leid, denn dieses Buch ist etwas Besonderes. An dieser Stelle möchte ich mich bei Buchbotschafter bedanken, wo ich erneut als Vorableserin gewählt wurde.
Das Cover finde ich persönlich wirklich furchtbar. Viel zu kindisch, zu bunt und zudem passt es nicht zum Inhalt. Im Ernst, auch wenn das ein Jugendbuch ist – das sieht eher nach Texas, Cowboys, Reitferiengeschichte aus und ein wenig nach Bilderbuch aus, als nach einer Sommergeschichte in Australien. Allerdings muss ich sagen, dass ich das Cover ohne Schutzumschlag viel ansprechender finde. Es ist so schön minimalistisch. Der Klappentext und der Titel gefallen mir da viel besser, wegen des Titels habe ich mich überhaupt an die Leseprobe gesetzt. Insgesamt ist dieser Teil des Äußeren ganz gut gelungen.
Aber bei diesem Buch sind die inneren Werte viel entscheidender. Diese Geschichte ist durchsetzt von Musik, dazu kommen sympathische Charaktere, die so ihre Fehler haben, wie echte Menschen sie nun mal haben. Es ist eine Geschichte, die viel übers Erwachsenwerden und über zwischenmenschliche Beziehungen mit all ihren Komplikationen. Und es ist eine Geschichte, die mich tief berührt hat. In der ich mich wiedergefunden habe.
Ich empfehle es unbedingt weiter, weil ich selten so viel geheult und gelacht habe und weil ich noch nie ein Buch gelesen habe, dass mich so sehr an meine Freundin Eden erinnert hat. Deshalb fünf Herzchen und eine Bitte an Hollywood: Macht es nicht kaputt. Da draußen sind bestimmt viele gute Drehbücher, verwandelt nur diese Geschichte in keines.
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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kapstadt, südafrika, thriller, serienmörder, mord

Blutsbräute

Margie Orford , Dietlind Kaiser
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 15.02.2008
ISBN 9783442368310
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Beim Anblick des toten Mädchens gefror Clare das Blut in den Adern.
Eine Locke des schwarzen Haars wehte im Wind, bevor sie sich
auf die zarte Schulter legte.
Margie Orford – Blutsbräute


Autor: Margie Orford
Titel: Blutsbräute
Originaltitel: Like Clockwork (Oshun, Cape Town)
Genre: Thriller
Erschienen: 2008
Verlag: blanvalet
Umfang: 390 Seiten

Kapstadt, Südafrika. Ein junges wunderschönes Mädchen, zart wie eine Elfe, langes schwarzes Haar, verschwindet über Nacht ohne eine Spur zu hinterlassen. Und sie wird erst drei Tage später wieder auftauchen. Grausam ermordet. Und die Polizei tappt im Dunkeln.

„Ich habe es eben erst erfahren. Und schon gab es jede Menge Ärger darüber, wer warum welchen Fall kriegt. Vielleicht hätten wir sie schon gefunden, wenn dieser verdammte Vollidiot am Caledon Square nicht über sein Ego gestolpert wäre.“
Margie Orford – Blutsbräute


Margie Orford hat ein außergewöhnlich gutes Auge für Details. Ihre Vergleiche sind ausgezeichnet und die Metaphern keinesfalls abgedroschen, sondern immer sehr einfallsreich und passend. Vor allem auch ans Genre angepasst. Die Schilderung der Ermittlungen ist sehr glaubhaft, zudem ist das Verhältnis zwischen dem Kriminalfall und den Hintergründen der Personen sehr ausgeglichen.

Wo wir schon bei den Charakteren wären. Diese sind sehr glaubhaft, weil sie vor allem menschlich sind. Einige meiner Lieblingsstellen waren die perfekt eingeflochtenen Erinnerungen und Rückblenden bzw. Andeutungen. Es wirkt das ganze Buch über so, als habe es ein echtes Leben davor gegeben. Ich habe selten, okay, ich glaube, ich habe noch nie einen Thriller gelesen, in dem das so gut dargestellt wurde.

Im Allgemeinen habe ich noch keinen Thriller gelesen, der so gut war. Es war immer spannend, man wurde als Leser ins Geschehen hineingezogen – vor allem auch durch die Perspektivenwechsel – und man kaufte die Handlung auch ab, alles war sehr realistisch dargestellt. Ich bin also hellauf begeistert von Blutsbräute. Und auch der Fall an sich ist …unglaublich. Könnte aus Criminal Minds sein.

Ich empfehle es unbedingt weiter und werde selbst wohl noch einiges von der Autorin lesen. Fünf Herzen von mir für diesen Thriller.

♥ ♥ ♥ ♥ ♥

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dystopie, klone, klon, beta, rachel cohn

BETA

Rachel Cohn , Bernadette Ott
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 25.02.2013
ISBN 9783570161647
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die elegante Dame betastet mich, als wäre ich eine Mango auf dem Markt. Sie berührt mich und fährt mit dem Daumen über meine Haut, erst am Arm, dann am Oberschenkel. Sie drückt mit den Händen gegen meinen Rücken, um meine Kraft und Elastizität zu prüfen. Danach streicht sie mit ihren Händen durch meine Haare.
„Ein wirklich exquisites E
xemplar“, sagt die elegante Dame.
Rachel Cohn – BETA

Autor:
Rachel Cohn
Titel: BETA
Originaltitel: Emergent (A Beta Novel)
Genre: Jugend-Fantasy-Roman
Erschienen: 2013
Verlag: cbt
Umfang: 412 Seiten

Elysia ist sechzehn Jahre jung und wunderschön. Sie hat einen schlanken durchtrainierten Körper, ihr Haar glänzt honigfarben, ihre Haut ist makellos – abgesehen von dem Tattoo einer violetten Schwertlilie auf ihrer Schläfe. Und auch ihre Augen funkeln nicht in Braun, Grün oder Blau. Sie sind von einem intensiven Rosa. Denn Elysia ist kein normaler Teenager. Sie ist ein BETA-Klon. Ihre Gefühle spielen nicht verrückt, sie hat keine Hoffnungen, Träume und Wünsche. Sie hat keine Rechte – ihr einziger Zweck ist, den Superreichen auf einer paradiesischen Insel zu dienen.


Und jetzt kommt, nach dieser angerissenen Inhaltsangabe, meine Meinung. Wer das Buch noch lesen möchte, der sollte besser das Fenster schließen, diesmal schließe ich Spoiler nicht aus.

Ich finde die Grundidee dieses Buches gut, auch wenn das Prinzip nicht neu ist: Eine unterdrückte „Rasse“, die sich gegen die Leute, die ihnen das antun auflehnen und gegen Dinge ankämpfen, von denen sie annahmen, sie seien unumstößlich. Ja, ein wirklich gutes Prinzip, vor allem wenn man Ungerechtigkeit, Naivität der Protagonistin und eine unnötige Lovestory dazu gibt. Das liest die Masse, das lesen vor allem kleine jugendliche Mädchen, die in der Pubertät sind. Leider.

Denn dieses Buch ist richtig dumm. Die Story ist seicht, obwohl viele Hintergründe geschildert werden, da die wirklich wichtigen Fragen nicht geklärt werden. Nur ein Beispiel: Die Welt wurde durch die sog. Water Wars zerstört, sie wurde fast vernichtet. Wobei es bei diesen Kriegen genau ging, das wird nicht mal ansatzweise erwähnt, wäre aber meiner Meinung nach viel wichtiger. Und vor allem sind die Zusammenhänge oft nicht ganz logisch. Die Dinge passieren einfach. Einfach so, als ob die Autorin sich absolut gar keine Gedanken um die Handlung gemacht hätte.

Apropos Handlung: Man merkt 350 Seiten lang kaum etwas davon – wahrscheinlich weil der Klappentext zu viel verrät (an dieser Stelle, vielen Dank, cbt!). Erst auf den letzten fünfzig Seiten geschieht wirklich etwas (Interessantes). Davor zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge. Alles, was passiert ist vorhersehbar. Und wenn es etwas gibt, das ich an Büchern, deren Plot nichts Neues ist, wirklich hasse, ist Vorhersehbarkeit.

Bei anderen Bloggern kommt das Buch lt. Edens Internet-Recherche viel besser weg. Ich kann nicht verstehen warum, denn so gut war das Ende auch wieder nicht, dass ich über die Langeweile bis Seite 350 hinwegsehen könnte. Es wurde lediglich das Leben der Reichen und Schönen beschrieben. Da frage ich mich: Warum diese Perspektive? Ich hoffe nur, dass Teil zwei der Trilogie etwas mehr Charakter zeigt. Was andere nämlich als Cliffhanger bezeichnen, empfinde ich als offenes Ende. Das mir übrigens auch nicht zusagt. Von daher finde ich den Folgeteil unnötig. Lesen werde ich ihn trotzdem, weil ich nicht etwas beginnen kann ohne es quasi zu beenden.
Im Allgemeinen ein Stern für die Idee und ein Stern rechtfertigt sich durch die Ereignisse auf den letzten fünfzig Seiten plus die Hoffnung auf Besserung.

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magersucht, dünn, do van ranst, blogger, buchbotschafter

Dünn

Do van Ranst , Andrea Kluitmann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.05.2014
ISBN 9783551582959
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Do van Ranst
Titel: Dünn
Originaltitel: Dun!
Genre: Jugendroman
Ersterscheinung: Mai 2014
Verlag: Carlsen
Umfang: 192 Seiten

Fee ist abgehauen. Einfach so. Sie ist weggelaufen, hat einfach den Zug genommen und ist in die Stadt gefahren. Dort irrt sie jetzt ziellos umher und isst überall etwas, wo man etwas essen kann. Überhaupt isst sie sehr gerne und vor allem sehr viel. Die 16-Jährige stopft es regelrecht in sich hinein.
Doch sie weiß, sie kann nicht ewig so weitermachen. Nicht, weil sie kein Geld hat, nein. Aber sie will, dass ihr Vater, ein bekannter Schauspieler, und ihre beste Freundin und ihr Freund sie vermissen, will, dass sie ihnen fehlt. Und deshalb muss sie noch eine Weile in der Stadt bleiben. Wie lange? Unklar.

Das zentrale Thema von Do van Ransts neuestem Roman ist das Essen. Die ganze Handlung ist auf diesem und um dieses Thema herum aufgebaut. Meiner Meinung nach ist dies eine sehr wichtige Angelegenheit, vor allem in einer Zeit wie dieser mit ihren teilweise abartigen Schönheitsidealen und dem Druck, der von (neuen) Medien ausgeht. Aber auch in Anbetracht vieler neuer Trends, wie gesunder Ernährung, einem gesunden Leben und Fitnesswahn, die vor allem auch von Jugendlichen verfolgt werden, ein Thema, über das man reden muss.
Der Autor hat dieses Thema sehr neu aufgefasst, indem er eine Ich-Erzählerin in den Mittelpunkt stellt, deren Erzählung sarkastisch, beiläufig, ja ironisch wirkt. Zudem wirkt Fees Verhalten vor allem am Anfang regelrecht provozierend. Ihr Essverhalten in der Öffentlichkeit erweckt beim Leser den Eindruck, sie sei übergewichtig. Dieser Eindruck wird relativ bald aufgelöst, dennoch ist von Anfang an klar, dass das Verhältnis der Protagonistin zum Essen sehr gestört ist.

Ich möchte nicht zu viel verraten, denn je weniger man weiß, desto besser ist das Buch meiner Meinung nach. Deshalb kritisiere ich auch, dass der Klappentext und der Innentext auf dem Umschlag dem Leser viel zu viel verraten.
Ein wirklich tolles Buch, an dem ich sonst nur ein paar wenige Tippfehler auszusetzen habe. Es überzeugt vor allem durch den Einfluss, den der Autor auf den Leser ausübt, den einfachen, ehrlichen und trotzdem feinfühligen Stil und der herausragenden Charakterisierung der Protagonistin.
Ich hätte dieses Buch wahrscheinlich nie gelesen, hätte ich es nicht im Rahmen des Projektes „Buchbotschafter“ vom Carlsen-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle.
Und: Lest dieses Buch, es ist eines dieser kleinen, wertvollen Bücher.


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nordkorea, roman, folter, diktatur, waisenhaus

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do

Adam Johnson , Anke Carolin Burger
Flexibler Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 16.06.2014
ISBN 9783518465226
Genre: Romane

Rezension:

Autor: Adam Johnson
Titel: Das geraubte Leben des Waisen Jun Do
Originaltitel: The Orphan Master’s Son
Genre: Roman
Erschienen: 2013
Verlag: Suhrkamp Verlag
Umfang: 684 Seiten

Der Waise Pak Jun Do wächst unter bescheidenen Verhältnissen im Waisenheim Frohe Zukunft in Nordkorea auf. Er arbeitet hart, kennt keine Spielfilme, keine Liebe und auch kein Vergnügen. In seiner Jugend wird er ins Bergwerk degradiert und erwirbt die Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen. Zu sehen und zu kämpfen. Doch damit beginnt erst das Leben eines Mannes, der viele Leben leben wird.

Als ich das Buch begonnen habe, wusste ich nicht, was ich davon halten sollte.
Als ich die Hälfte gelesen hatte, wusste ich es immer noch nicht.
Heute habe ich es fertig gelesen und weiß immer noch nicht.

Im Allgemeinen ist es kein wirklich brillantes oder schlechtes Buch. Das begründet sich darin, dass der Protagonist nie wirklich sympathisch oder unsympathisch wirkt. Ich persönlich fühlte auch nicht unbedingt mit Jun Do mit, obwohl es zahlreiche Situationen gäbe, in denen Mitgefühl durchaus aufkommen könnte. Dennoch beschreibt der Autor diese immer auf eine Art und Weise, dass man als Leser nicht direkt berührt wird.
Was dieses Buch ausmacht, und womit es den Pulitzer Preis auch wirklich verdient hat, ist die Tatsache, wie glaubwürdig die Situation der Bewohner Nordkoreas beschrieben wird. Adam Johnson tut das nie auf eine aufbauschende und eindringliche Art und Weise – er beschreibt einfach. Und dieser Stil passt perfekt zur Umgebung Nordkoreas, einem Land, dessen Bewohner nicht wissen, wie unsere Welt aussieht, die nur eine Propaganda-Version von dieser geschildert bekommen. Bewohner einer Diktatur können es sich nicht leisten, eine eigene Meinung zu haben, sie müssen es sogar fürchten. Und das bringt der Autor auf eine so ehrliche Art in die Geschichte ein, dass man als Leser sehr nachdenklich zurückgelassen wird.

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manga, lynn okamoto, japan, mystery, psychodrama

Elfen Lied 01

Lynn Okamoto
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei TOKYOPOP, 06.03.2009
ISBN 9783867196543
Genre: Comics

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tod, liebe, musik, autounfall, jugendbuch

If I Stay

Gayle Forman
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 19.07.2011
ISBN 9780142415436
Genre: Romane

Rezension:

Autor: Gayle Forman
Titel: If I stay
Deutsch: Wenn ich bleibe
Genre: Roman
Verlag: Random House Children’s Books
Umfang: 250 Seiten

Mia führt ein normales kleines Leben in dessen Mittelpunkt die Musik steht. Sie hat Teenager-Probleme – wie wir alle sie hatten. Und plötzlich steht sie vor einer Entscheidung. Der Entscheidung ihres Lebens. Nach einem tragischen Autounfall an einem verschneiten Morgen ist nichts mehr wie zuvor. Und nun muss die 17-jährige Cellistin entscheiden, ob sie bleibt, zurück zu ihren Freunden und zurück in eine Welt ohne ihre Familie kommt. Oder ob sie mit ihnen geht.

Das ist kein Buch, von dem ich sagen würde, dass die Geschichte wunderschön ist. Es ist ein Buch über die Folgen eines tragischen Autounfalls und eine Entscheidung – zu leben, oder zu sterben. Und es ist eine Frage, die einen ständig begleitet: Was würde ich tun?

»I stopped walking. I could hear the water lopping below. ‚Why?‘ I asked. ‚Why me?‘
‚I’ve never seen anyone get as into music as you do. It’s why I like to watch you practise. You get the cutest crease in your forehead, right there’, Adam said, touching me above the bridge of my nose. I’m obsessed with music and even I don’t get transported like you do.’«


Die Musik spielt eine sehr große Rolle in Mias Leben – und das merkt man das ganze Buch über. Und egal wie unterschiedlich diese sein kann, sie verbindet alle Charaktere miteinander. Besonders an diesem Buch ist jedoch nicht nur, dass die Musik irgendwie die größte Rolle spielt, sondern auch die Erzählweise. Die Autorin wechselt zwischen Erzählpassagen aus dem Krankenhaus und Mias Erinnerungen, und je länger sie im Koma liegt, desto weniger weiß man, wie sie sich entscheidet.
Der Schreibstil ist nicht unbedingt berauschend, trotzdem mag ich die Geschichte, das Buch als gesamtes, als Botschaft. Es zeigt, wie verschieden Menschen sein können, die das Leben zusammenbringt. Es gibt beiden Theorien Recht – „Gleich und gleich gesellt sich gern“ und „Gegensätze ziehen sich an“. Oder widerlegt auch beide, denn in Wirklichkeit, im realen Leben ist es egal, wie verschieden man ist – meine besten Freunde haben nichts miteinander und nicht mit mir gemeinsam. Und trotzdem sind wir beste Freunde.
Die Entscheidung, die größte Nebenrolle neben der Musik, ist eine, die manche vielleicht schon getroffen haben. Für das Leben oder dagegen. Eine schwierige Entscheidung. Lasst euch überraschen, wie Mia sich entscheidet – aber vor allem, wie sie dazu kommt.
Ich empfehle es weiter – weil die Thematik nicht Hollywood-like aufgebauscht wird, sondern echt wirkt.

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thriller, psychothriller, sebastian fitzek, augen, berlin

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2012
ISBN 9783426503737
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Der Augenjäger
English: The Eye Hunter
Genre: Psychothriller
Verlag: Knaur Taschenbuch Verlag [Droemer]
Umfang: 419 Seiten

Der Augensammler ist entkommen und Alexander Zorbachs Sohn seit sieben Minuten tot, als dieser das Versteck findet. Doch ein Anruf bestätigt die Hoffnung, Julian könnte noch am Leben sein. Ein neues Ultimatum: Entweder Zorbach jagt sich eine Kugel durchs linke Auge oder sein Sohn stirbt.
Einige Wochen später wird Alina Gregoriev von der Polizei um Hilfe gebeten. Die blinde Physiotherapeutin soll durch ihre hellseherischen Fähigkeiten den entscheidenden Beweis gegen Dr. Zarin Suker liefern. Dieser entführt ehemalige Patientinnen, schneidet ihnen bei vollem Bewusstsein die Augenlider ab und vergewaltigt sie anschließend.
Danach lässt er sie laufen. Die Polizei hat keine Zeugen, denn die Opfer begehen kurz darauf Selbstmord…

Die Fortsetzung von Der Augensammler steht schon lange auf meiner Leseliste. Fitzek ist einfach ein Garant für gute Hintergründe, für Spannung und für das Grauenhafte. Man bekommt genau das, was drauf steht: Psychothriller. Und einen intelligenten noch dazu. Nicht nur, dass die Geschichte des Augensammlers weitergeht und am Ende auch aufgelöst wird, auch der Augenjäger hat einiges zu bieten. Ein wenig Dr. Jekyll, viel mehr Mr. Hyde und die Motive eines selbstgerechten Arschlochs.
Immer wieder dachte ich beim Lesen, okay, jetzt ist alles klar, jetzt wendet sich das Blatt und alles wird gut werden. Ja, das Blatt hat sich gewendet, immer wieder, aber immer wieder zum Schlechteren. Jedes Mal, wenn ich dachte, es kann nicht noch schlimmer werden, haut Fitzek eine schockierende Information raus, die alles ändert.
Am meisten überzeugen mich die gründliche Hintergrundrecherche, der Schreibstil, das Tempo, die zahlreichen Wendungen und die Tatsache, dass es kein Happy End gibt. Ich empfehle es unbedingt weiter, nicht unbedingt, wenn man zart besaitet ist, aber auf jeden Fall, wenn man auf guten Psychothriller steht. Denn Der Augenjäger ist hervorragend.

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andré breton, surrealismus, bibliothek suhrkamp

Nadja

André Breton , Bernd Schwibs , Karl-Heinz Bohrer
Fester Einband: 155 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 14.11.2011
ISBN 9783518240014
Genre: Fantasy

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liebe, götter, halbgötter, unterwelt, helen

Göttlich verloren

Josephine Angelini , Simone Wiemken
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791526263
Genre: Jugendbuch

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liebe, götter, griechische mythologie, halbgötter, fantasy

Göttlich verdammt

Josephine Angelini , Hanna Hörl , Simone Wiemken
Buch: 496 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783841501370
Genre: Jugendbuch

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frankreich, behinderung, freundschaft, unerwünscht, erzählung

Der Poet der kleinen Dinge

Marie-Sabine Roger , Claudia Kalscheuer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2013
ISBN 9783423214322
Genre: Romane

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liebe, dystopie, alex, lena, lauren oliver

Requiem

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.01.2014
ISBN 9783551583017
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Lauren Oliver
Titel: requiem [missa pro defunctis]
Originaltitel: Requiem
Genre: Dystopie
Verlag: CARLSEN Verlag, Hamburg
Umfang: 372 Seiten (ohne Kurzgeschichte)

Lena hat es geschafft zu entkommen, sie kann endlich wieder frei, in der Wildnis sein. Und Julian ist tatsächlich mit ihr gekommen und auch Alex ist wieder bei ihr. Doch der Alex, den sie kannte, den gibt es nicht mehr. Er redet kein Wort mit Lena, ignoriert sie richtiggehend.
Aber das ist nicht das einzige Problem, das sich Lena zurück in Freiheit in den Weg stellt. Denn jetzt, wo bekannt ist, dass die Invaliden viel mehr als die Bösewichte eines der Märchen des Systems sind, wird regelrecht Jagd auf sie gemacht. Sie können sich nicht länger verstecken. Ein Krieg für das Recht auf wahre Liebe ohne Regeln, Zwänge und Konventionen, einer Liebe voller Freiheit für jeden beginnt.
Für Hana, Lenas ehemals beste Freundin, beginnt ein neues Leben. Eines ohne Schmerz und Angst und Trauer. Eines als Bürgermeistergattin. Doch das Leben als Geheilte ist für die junge Frau so gar nicht wie erwartet…

Delirium habe ich damals vor ziemlich genau einem Jahr gelesen und ich war absolut begeistert: »Eine Geschichte über Freiheit und Stillstand, Gefangenschaft, Lügen, Ignoranz und Liebe. Eine explosive, verbotene, gefährliche Liebe, die man nicht zulassen kann, nicht zulassen darf, weil sie Tod bedeutet. Und nichts als Tod.« Diesen Eindruck hat Band eins bei mir hinterlassen, nachdem ich es zugeklappt hatte.
Pandemonium habe ich drei Monate später gelesen. Mit diesem Buch war ich ein kleines wenig kritischer: »Ich hatte schon mit dem Ende von Band 1 abgeschlossen und war überglücklich, dass Band 2 erscheinen würde. Ich hätte mir nie gedacht, dass auf ein solches Finale ein noch großartigeres – erhofftes – Finale folgen würde. Dieser Band ist weit informativer, was das System und die Intrigen der Regierung anbelangt, und auch etwas brutaler. Mir gefällt das, vor allem, weil dieser Teil seinem Vorgänger in nichts nachsteht, was Gefühle betrifft. Trotzdem irritieren mich eine Vergleiche (bspw. der Vergleich Psychatrie), die mir zu sehr aus unserer Zeit gegriffen sind. Faktum ist jedoch, dass ich dieses Buch ebenfalls nicht aus der Hand legen konnte.« Wie man sieht, habe ich meine Meinung immer recht einfach und nicht aus besonders vielen Blickwinkeln betrachtet, niedergeschrieben, als die Rezensionen noch für mich allein waren.

Requiem hingegen betrachte ich irgendwie mit anderen Augen. Die Grundstimmung in Band drei ist sehr melancholisch und vor allem schwermütig. Zudem finde ich, dass dieses ganze System eigenartig aufgebaut ist. Eine halbe Geschichte. Beispielsweise ist es recht eigenartig, dass es demokratische Wahlen zu geben scheint, die Regierung jedoch alles andere im Leben der Wähler bestimmt. Partnerwahl, Zeitpunkt des Eingriffs, Anzahl der Kinder,… Es ist natürlich auch möglich, dass die Politik von „geheilten“ Menschen nichts zu befürchten hat und die Demokratie deshalb aufrechterhalten werden konnte. Dennoch ist es für meine Logik nicht nachvollziehbar, wie es sein kann, dass in einer Demokratie alle dafür sind, die Freiheit aufzugeben und jene einsperren zu lassen, die gegen diese Maßnahmen sind.
Trotzdem gibt es vieles, das mir gefällt. In erster Linie mag ich, dass sowohl Lenas Leben in der Wildnis als auch Hanas als Geheilte und zukünftige Frau des Bürgermeisters geschildert werden. Diese zwei Perspektiven geben Aufschluss darüber, dass sich diese beiden Lebensarten nicht unbedingt unterscheiden. Außerdem finde ich interessant, wie Hana ihr Leben nach dem Eingriff lebt, da dieser wohl doch nicht alles auszulöschen scheint.
Wer überlegt, ob requiem wohl lesenswert ist, und die ersten beiden Teile gelesen und gemocht hat, dem empfehle ich es weiter. Selbst wenn dieser Abschluss etwas zu abrupt und idealistisch für meinen Geschmack ist, hat er doch seine Momente.

»So ist die Vergangenheit. Sie treibt dahin, lässt sich nieder. Wenn man nicht aufpasst, wird man darunter begraben. Das ist mit ein Grund für das Heilmittel: Es räumt gründlich auf; es lässt die Vergangenheit und all ihre Schmerzen weit entfernt erscheinen wie einen kaum wahrnehmbaren Abdruck auf glänzendem Glas.
Aber das Heilmittel wirkt bei jedem anders; und es wirkt nicht bei allen perfekt.«

»So viel zwischen uns ist ungesagt geblieben; das ist die Gefahr und das Schöne an einem Leben ohne das Heilmittel. Überall herrscht Wildnis und Verworrenheit und der Weg ist nie eindeutig.«


Und auch die Amor-Trilogie als Ganzes empfehle ich unbedingt weiter, weil ich seit jeher auf meine Entscheidungsfreiheit bestehe und glaube, dass dieses Buch ganz gut zeigt, wie eine Zukunft aussehen kann, in der den Menschen egal ist, was sie wählen. Hauptsache es ist so bequem wie nur möglich. Denn der Punkt ist: So unrealistisch ist Lenas Geschichte nicht. Keinesfalls. 

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