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849 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 90 Rezensionen

paris, liebe, restaurant, autor, frankreich

Das Lächeln der Frauen

Nicolas Barreau , Sophie Scherrer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.04.2012
ISBN 9783492272858
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:
Aurélie, Köchin und Inhaberin eines kleinen Restaurants, wird von ihrem Freund verlassen. Als sie in der Buchhandlung ein Buch entdeckt, dass quasi ihr Leben beschreibt, lässt sie nichts unversucht, um den Autor des Buches kennenzulernen.

MEINE MEINUNG:
Die Schreibe des Autors ist wirklich gelungen. Er beschreibt die Dinge sehr plastisch, sodass man sich das Setting und die Menschen sehr gut vor seinem inneren Auge vorstellen kann. Zudem ist die Geschichte sehr leicht, sodass man sie recht schnell und flüssig lesen kann.
Den Hype um dieses Buch kann ich leider trotzdem nicht nachvollziehen, denn trotz guten Schreibstils, ist es dem Autor nicht gelungen Charaktere zu entwerfen, mit denen sich die Leser identifizieren können, mit denen sie mitfiebern und denen sie nur das Beste wünschen.
Aurélie und André, die Hauptfiguren der Geschichte, sind in keiner Weise sympathisch. Aurélie, zu Beginn noch eine Figur der man positiv gestimmt gegenübersteht, wird geradezu besessen von besagtem Autor und lässt nichts unversucht ihn kennenzulernen und strapaziert dadurch die Nerven der Leser. Ihre Art mit anderen Menschen umzuspringen ist fürchterlich. Ganz besonders André behandelt sie widerlich.
André selbst ist jedoch nicht besser. Auch er ist ein Widerling wie er im Buche steht und hat wirklich gar keine Eigenschaften, die ihn anziehend wirken lassen könnten.
Durch die fehlende Sympathie war es bei mir auch so, dass ich die sehr vorhersehbare Handlung nicht sonderlich spannend fand.
Die große Liebe, welche angeblich in der Geschichte zu finden sein soll, habe ich ebenfalls nicht gefunden. Es geht hier eher um verletze Eitelkeit und das Geltungsbedürfnis von Amélie. Schmetterlinge suchte ich beim Lesen vergeblich in der Nähe meines Bauches.

FAZIT:
Ein Buch das meiner Meinung nach nicht das einhält was es verspricht. Barreau hat zwar eine atmosphärische Art zu schreiben, seine Charaktere bleiben jedoch sehr kalt und unsympathisch.

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(917)

1.771 Bibliotheken, 24 Leser, 11 Gruppen, 188 Rezensionen

dystopie, verrat, zukunft, ursula poznanski, jugendbuch

Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Die Welt wird beherrscht von einer zweigeteilten Gesellschaft. Sie besteht aus den „Prims“ und den „Lieblingen“. Die „Lieblinge“ leben unter Kuppeln, die sie vor der eisigen Kälte, von der die Welt beherrscht wird, schützen, abgeschottet von der Außenwelt. Sie sind privilegiert, haben immer genug Essen, Kleidung und Nahrung, müssen jedoch sehr viel Lernen und unterstehen einem ewigen Wettbewerb, denn nur wer besonders gut im allgemeinen Vergleich abschneidet, hat Chancen auf gute Positionen in der Arbeitswelt.
Die „Prims“ hingegen leben außerhalb dieser Kuppeln und kämpfen täglich um ihr Überleben.

Auch Ria gehört zu den privilegierten Kuppelbewohnern, bis eines Tages ihr und fünf anderen vorgeworfen wird, dass sie einer Verschwörung angehören und sie getötet werden sollen.

MEINE MEINUNG:
Was mich an Frau Poznanski immer wieder erstaunt, ist, dass jedes ihrer Bücher wieder etwas anders ist als ihr vorheriges, thematisch meine ich. Sie ist wirklich sehr vielfältig und traut sich auch auf unbekanntes Terrain.
Dieses Mal hat sie sich von den Thrillern abgewandt und versucht sich am aktuell allseits beliebten Genre der Jugenddystopien.
Mehr oder weniger realistisch beschäftigen sich Dystopien mit der Zukunft unserer Welt, bzw. wie sie sein könnte. Frau Poznanski hat es allerdings geschafft den Bogen nicht zu überspannen und somit ein interessantes Setting zu kreieren, welches zum Wegschmökern einlädt.
Zwar erfindet sie hier das Rad nicht neu, liefert jedoch einen soliden Start in eine neue Trilogie ab, der auf spannende Fortsetzungen hoffen lässt!
Das Grundgerüst der Handlung ist gut durchdacht und schlüssig, zudem schafft sie es durch die Handlung an sich und kleine Geheimnisse, die sie bis zum Schluss offen lässt, dass konsequent ein hoher Spannungsbogen aufrechterhalten wird.
Gut gefallen hat mir außerdem, dass sie den einzelnen Personen besondere Fähigkeiten verleiht, ohne dabei zu „fantastisch“ zu werden. Sie wurden den Sphärenbewohnern ihr Leben lang antrainiert und leisten ihnen den einen oder anderen Dienst.
Zudem ist Ria, die Hauptperson der Geschichte, erfrischend anders. Sie ist nicht zimperlich, nicht zu weinerlich und mädchenhaft, sondern steht mit beiden Beinen im Leben und lässt sich nichts vormachen.

FAZIT:
Frau Poznanski legt einen gelungenen Start in einem für sie neuen Genre hin. Sie ist dabei zwar nicht unbedingt innovativ, schafft es aber trotzdem mit einem interessanten Setting und einer spannenden Story zu punkten.
„Die Verratenen“ ist jedoch wirklich nur eine Einleitung. Es gibt eine übergeordnete Handlung, die mit Ende dieses ersten Teils erst richtig beginnt.
Auf den zweiten Teil dürfen wir gespannt sein.

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(45)

123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

russland, katharina die große, intrigen, historischer roman, intrige

Der Winterpalast

Eva Stachniak , Peter Knecht
Flexibler Einband: 529 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 21.10.2012
ISBN 9783458358954
Genre: Historische Romane

Rezension:

INHALT:
Als Warwaras Vater stirbt, wird sie als Bedienstete im Palast der Zarin Elisabeth aufgenommen. Aufgrund einer glücklichen Fügung darf sie ihre Stellung als unbedeutende Schneiderin jedoch schnell verlassen und wird zu einer engen Vertrauten der Kaiserin selbst. Sie ist zu einer „Zunge“ geworden, einer Spionin, die ab sofort die Aufgabe hat Intrigen und Geheimnisse aufzuspüren.
Als die junge Sophie, die spätere Katharine die Große, als Braut des zukünftigen Zaren in den Winterpalast kommt, wird sie zu deren enger Vertrauter und Freundin.

MEINE MEINUNG:
Ein historischer Roman, der locker, flockig geschrieben ist und durch sehr facettenreiche Charaktere glänzt. Einen wirklichen Liebling habe ich beim Lesen nicht gehabt. Jede Figur ist auf ihre Weise interessant.

Leider fehlte es den Figuren trotz ihres Facettenreichtums an Tiefe, sodass ich nicht wirklich mit ihnen mitgefiebert habe. Schicksalsschläge wurden auch von den Figuren selbst nicht wirklich als solche empfunden, bzw. dargestellt und in der Geschichte nur recht nebensächlich behandelt. Über einschneidende Ereignisse wurde einfach hinweggegangen, ohne wirklich auf das Gefühlsleben der Betroffenen einzugehen. Und die Versuche die es gab, blieben trotzdem ohne Erfolg. Ich war beim Lesen nie glücklich oder traurig für eine der Figuren, dabei passiert wirklich genug in diesem Buch.
Die Geschichte war zwar interessant, die vielen Intrigen, die Auswege und Lösungen, um diesen Intrigen zu entgehen waren teilweise sehr kreativ, aber die Handlung dümpelte ohne großen Spannungsbogen vor sich hin.

Auch hätte der Palast an sich besser beschrieben werden können, denn das Setting hatte ich die ganze Zeit über nicht wirklich vor meinem inneren Auge.
Wie Warwara zu der großen Spionin wurde blieb mir ebenfalls schleierhaft, denn mehr als 2-3 Tipps hat sie von ihrem Mentor nicht bekommen. Es entstand der Eindruck, dass wirklich jeder diese Aufgabe hätte übernehmen können. Das meiste schien Warwara sowieso eher zufällig aufzuschnappen ohne gezielt danach gesucht zu haben.

FAZIT:
Einerseits ist die Geschichte durch das höfische Ränkespiel interessant, andererseits bleibt die Geschichte jedoch sehr flach und emotionslos wodurch das Mitfiebern eher schwierig wird.
Eine nette Geschichte, die man nicht zu sehr hinterfragen sollte.

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(160)

391 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

noir, tod, drogen, liebe, gläserrücken

Noir

Jenny-Mai Nuyen ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Polaris, 01.10.2012
ISBN 9783862520282
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT:
Als Ninos Eltern bei einem Autounfall sterben, ist er erst fünf Jahre alt und sitzt mit ihnen im Wagen. Er überlebt, es bleibt jedoch eine besondere Gabe zurück: Er kann erkennen wann Menschen sterben. So weiß er auch, dass er mit 24 Jahren sterben wird. Von der Frage nach dem „Warum“ getrieben, gerät er an einen geheimen Zirkel, der Seelen sammelt. Dort begegnet er auch der geheimnisvollen Noir, einer Seelenlosen, die bereits auf der Schwelle zum Tod steht.

MEINE MEINUNG:
Die Inhaltsangabe hörte sich für mich wirklich sehr vielversprechend an und so begann ich voller Vorfreude zu lesen. Die Autrorin hat einen sehr malerischen Schreibstil, der mir grundsätzlich sehr gut gefällt. Das Buch mutet stellenweise sehr philosophisch an. Nino, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, macht sich sehr tiefgehende Gedanken über das Leben und den Tod, was durch die Schreibweise der Autorin noch unterstrichen wird. Es gab sehr viele Stellen, die ich mir gerne notiert hätte, weil ich sie einfach so tiefgründig, schön und zum Nachdenken anregend empfand.
Die Grundstimmung der Geschichte ist sehr düster, hoffnungslos, wodurch ich mich beim Lesen selber auch sehr bedrückt fühlte. Zudem ist die Handlung ist stellenweise sehr verwirrend. So haben die einzelnen Charaktere immer wieder Kontakt mit Drogen und einige Passagen lesen sich auch genauso: Wie ein Drogenrausch. Stellenweise war die Geschichte sehr undurchsichtig, sehr abgedreht und undurchschaubar.
In die eigentliche Handlung werden immer wieder kurze Einschübe aus dem „Jetzt“ eingebaut, welche der Handlung vorausgreift.
Es fehlte mir im Buch etwas an Handlung. „Noir“ ist ein Buch das eher zum Nachdenken anregen soll, was es auch tut, als ein Buch das mit Spannung und Aktionismus punktet. Es werden sehr viele Fragen aufgeworfen, die leider nicht beantwortet werden und somit blieb ich auch mit vielen Fragezeichen im Kopf zurück. Zu vielen?

Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch die Liebe zwischen Nino und Noir. Eine romantische Lovestory ist es definitiv nicht, das würde aber auch nicht in die Geschichte passen. Leider war der Verbindung der beiden aber auch auf anderem Wege für mich nicht wirklich nachvollziehbar und das machte das Mitfühlen natürlich noch einmal schwerer.
Nino und Noir sind ohnehin Charaktere die nicht gerade zum Hineinversetzen einladen.

FAZIT:
Für mich persönlich hat das Buch einige gute Ansätze. Es regt zum Nachdenken an, ist sehr philosophisch und schön geschrieben. Die Geschichte an sich beinhaltet jedoch einige Stolperfallen. Für junge Leser würde ich es aufgrund des doch recht häufig vorkommenden, folgenlosen Drogenkonsums eher nicht empfehlen.

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(329)

732 Bibliotheken, 14 Leser, 9 Gruppen, 109 Rezensionen

dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Alex ist aus Rule entkommen und steht prompt vor dem nächsten großen Problem: Eine Gruppe Veränderter hat ihr aufgelauert. Doch woher wussten sie, dass Alex genau diesen Weg nehmen würde? Nach und nach kommt Alex einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist definitiv nichts für zarte Gemüter - der zweite Teil der Trilogie kommt noch blutiger als der Vorgänger daher.
Da ich den ersten Teil schon vor Monaten gelesen habe, fiel mir der Wiedereinstieg sehr schwer, hatte ich doch einige Zusammenhänge oder Namen mittlerweile wieder vergessen. Die Autorin schmeißt ihre Leser einfach mitten in die Geschichte. So steigen wir also genau an der Stelle wieder ein, an der wir letztes Mal aufgehört haben.
Die Autorin scheint beim ersten Teil noch die Samthandschuhe angehabt zu haben, doch deren hat sie sich nun entledigt. Erschreckend detailliert werden hier die verschiedenen Gewohnheiten der Veränderten beschrieben, sodass ich viele Male dachte, ob ich dieses Buch wirklich noch als Jugendbuch weiterempfehlen würde. Mein Kopfkino blendete nämlich einige Male das rote Schild "FSK 18" ein! Im Fernsehen dürften sich Jugendliche so etwas definitiv nicht ansehen.
Eine weitere Änderung ist, dass die Geschichte nicht mehr nur aus Alex‘ Sicht erzählt wird, sondern dass die Perspektive immer mal wieder wechselt und wir die Handlung somit mal aus Chris‘, mal aus Peters oder auch aus Toms Sicht weiterverfolgen dürfen und somit auch einen viel besseren Überblick über die Gesamtheit der Geschehnisse haben.
Die Autorin schafft es durch viele kleine Cliffhanger, Andeutungen und abgebrochene Sätze die Spannung von Kapitel zu Kapitel, Szene zu Szene aufrecht zu halten, sodass man immer weiterlesen muss, weil man jederzeit mit dem Schlimmsten rechnet.
Sehr gelungen finde ich auch die inneren Dialoge der einzelnen Charaktere, wodurch man einen guten Einblick in die Psyche der Personen erhält, welche Ängste sie durchstehen, was sie sich nicht trauen auszusprechen und wie sie sich in bestimmten Situationen verändern. Gerade dies empfinde ich als sehr real, da die Autorin keine fehlerfreien, unglaublich tapferen Helden erschaffen hat, sondern echte Menschen mit Makeln und Persönlichkeit.
Natürlich bleiben auch am Ende dieses Buches wieder Fragen offen, aber Teil drei erscheint bestimmt und wird uns dann hoffentlich von all unseren Fragen erlösen!

Fazit:
Gelungene, wenn auch wesentlich blutigere Fortsetzung einer Dystopie mit Endzeitstimmung, die ich aufgrund des Themas nicht an zwarte Gemüter weiterempfehlen kann.

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(714)

1.363 Bibliotheken, 20 Leser, 15 Gruppen, 215 Rezensionen

engel, liebe, chimären, fantasy, prag

Zwischen den Welten - Daughter of Smoke and Bone

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2012
ISBN 9783841421364
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Gewaltig" ist das Wort, das mir als erstes durch den Kopf geht, wenn ich an diesen ersten Teil einer neuen Trilogie denke. Die Autorin hat eine Welt erschaffen, die nicht nur verschiedene Welten bietet, sondern auch Durchgänge in Raum und Zeit, Chimären, Zauberer, Engel, die Macht von Wünschen und Wiedergeburten.
Im Nachhinein betrachtet ist das wirklich viel Stoff für ein einziges Buch, die Autorin hat es jedoch geschafft, dass die Handlung in keiner Weise überladen wirkt. Es passt einfach alles zusammen.
Mir persönlich fiel der Einstieg in die Geschichte etwas schwer. Karou ist auf den ersten Blick nicht gerade ein Sympathieträger. Sie wirkt distanziert, kalt, abweisend. Aber umso besser man sie kennenlernt, desto mehr kann man ihr Verhalten verstehen und hinter die Fassade blicken. Es ist der Autorin sehr gut gelungen die Charaktere nach und nach vor dem Leser zu enthüllen.
Die Autorin schafft es neben ihren Charakteren auch wundervolle Schauplätze für die verschiedenen Handlungen auszuwählen und ihnen durch die bildlichen Beschreibungen Leben einzuhauchen. So findet man Karou nicht nur in Prag, indem sie durch die Gassen streift, sondern auch auf orientalischen Märkten, auf denen es neben den üblichen Gewürzen und Teppichen viele Besonderheiten zu erstehen gibt und natürlich auch in Brimstones geheimnisvollen Laden selbst, der gleichzeitig überall und nirgendwo zu sein scheint.
Die Handlung an sich ist sehr mysteriös, fragt man sich doch von Anfang an, was Brimstone eigentlich mit den ganzen Zähnen will und was es mit den Wünschen genau auf sich hat. Nach und nach wird die ganze Geschichte enthüllt, in kleinsten Schritten wird der Leser an das große Finale herangeführt und dadurch entsteht wirklich sehr viel Spannung.
Eine rührende Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen, aber zwischen wem sich diese Liebesgeschichte abspielt, verrate ich an dieser Stelle noch nicht.

Fazit:
Ein sehr gelungener High Fantasyroman, der durchaus von allen Alterklassen gelesen werden kann. Spannend, mitreißend und fantasievoll. Lesen!

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Tags: chimären, engel, fantasy, kampf, liebe   (5)
 

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

usa, lehrerin, emanzipation, ranch, texas

Ein ungezähmtes Leben

Jeannette Walls , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Buch: 365 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 18.02.2010
ISBN 9783455402506
Genre: Biografien

Rezension:

Als bekennender Fan von biografischen Romanen ging auf lange Sicht natürlich kein Weg an Jeannette Walls Büchern vorbei. Um eine chronologische Reihenfolge einzuhalten (die nicht notwendig ist, wie ich mir habe sagen lassen), habe ich mit ihrem zweiten Buch begonnen, in dem es in erster Linie um das Leben ihrer Großmutter geht, das wirklich sehr bewegt war.
Was diese Frau alles mitgemacht und erlebt hat lässt mein Leben wirklich langweilig erscheinen.
In einfacher Sprache wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Lily Casey erzählt. Dadurch wird das Lesen an sich nicht nur ein Hochgenuss, sondern man baut beim Lesen eine ganz besondere Verbindung zu dieser Person auf und versteht sie und ihre Gedanken und Gefühle viel besser, sondern es wird auch eine besondere Stimmung erzeugt, die perfekt zu der Geschichte und ihren Schauplätzen passt. Und Schauplätze gibt es viele, da Lily in ihrem Leben sehr oft umgezogen ist. So hat man das einfache, abgeschiedene und wilde Leben auf dem Land, die Vorteile und Sittsamkeit des städtischen Lebens, sei es nun die Großstadt mit all ihren Möglichkeiten oder auch die dörfische Enge.
Zu Beginn hat es ein wenig gedauert bis ich in der Geschichte war, da die Autorin zuerst ein paar kleine Ausschnitte aus dem Leben ihrer Großmutter zeigt und erst nach einer Weile in eine zusammenhängende Geschichte übergeht.

FAZIT:
Ein wirklich interessanter, bewegender und sehr gut geschriebener biografischer Roman, der mir Lust darauf gemacht hat gleich mit dem nächsten Buch der Autorin zu beginnen.

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(305)

645 Bibliotheken, 6 Leser, 8 Gruppen, 67 Rezensionen

fantasy, liebe, monster, fire, krieg

Die sieben Königreiche, Band 2: Die Flammende

Kristin Cashore , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.01.2011
ISBN 9783551582119
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Den ersten Teil "Die Beschenkte" las ich eher mit mäßiger Begeisterung und ich versprach mir ehrlich gesagt nicht viel mehr für diesen zweiten Teil. Aber wie es nun einmal manchmal so ist, wenn man mit geringen Erwartungen an ein Buch geht: Ich wurde positiv überrascht.
Die Geschichte "Die Beschenkte" endete für mich damals recht unbefriedigend und ich hätte mir gerne noch ein paar Informationen mehr gewünscht. Doch obwohl es sich hierbei um einen zweiten Teil handelt, ist die Geschichte doch eine ganz andere. Wer sich hier eine Fortsetzung verspricht wird enttäuscht werden.
Nichtsdestotrotz ist die Handlung wirklich interessant, mit vielschichtigen Charakteren gespickt und einer für mich liebenswerten Hauptperson besetzt worden.
Die eigentliche Handlung wird immer wieder durch Rückblicke unterbrochen, in denen der Leser mehr über Fires Vergangenheit erfährt und wodurch sich nach und nach ein Bild der Ereignisse abzeichnet, wodurch die Personen zu dem geworden sind was sie in der aktuellen Zeit darstellen.
Die Autorin schreibt gekonnt und mit langsam wachsendem Spannungsbogen, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zudem punktet sie mit einigen Überraschungen, die im Vorfeld nicht so leicht zu durchschauen sind.
In einigen Rezensionen wird bemängelt, dass es an Spannung fehle, dem kann ich mich nicht anschließen. Sicher, zu Beginn beschränkt sich die Autorin erst einmal nur darauf die neue Welt zu erklären, Fire und ihre Rolle zu beschreiben, jedoch tut sie das auf sehr liebevolle Art und Weise und so geschickt, dass es nicht nach "Vorgeplänkel" klingt.
Außerdem sorgte sie in einer kurzen Vorgeschichte schon dafür, dass man sich fragt wann besagter Junge, um den es dort ging, wieder auf der Bildfläche erscheinen wird.
Aber die Geschichte ist tatsächlich etwas ruhiger als ihr Vorgänger.

FAZIT:
Ein gelungener, ebenfalls in sich abgeschlossener "zweiter Teil", der auch ganz unabhängig vom ersten Teil gelesen werden kann. Eine mehr als nette Abwechslung, wo es zur Zeit doch nur noch Mehrteiler zu geben scheint.

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Tags: besondere gabe, fantasy, historisch, kampf, liebe, monster   (6)
 

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(96)

158 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 37 Rezensionen

london, trennung, england, israel, georgie

Das Leben kleben

Marina Lewycka , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 457 Seiten
Erschienen bei dtv, 22.03.2010
ISBN 9783423247801
Genre: Romane

Rezension:

Ich muss sagen, dass es mir dieses Buch nicht leicht macht es zu bewerten, denn es hat sehr positive Seiten, wie eben auch negative. Fangen wir am besten mal mit den Dingen an, die mir gefallen haben.
Ich mochte die Charaktere des Buches wirklich äußerst gerne. Ganz besonders die etwas schrullige, eigensinnige und auf ihre chaotische, eigensinnige Art und Weise doch sehr liebenswerte Naomi Shapiro.
Auch die Charaktere welche von der Autorin nicht so genau ausgearbeitet wurden, werden im Laufe der Geschichte durch die ein oder andere kleine Szene durchschaubarer und menschlicher. So blieb mir "Rip" (Rick) die ganze Zeit über fremd, doch gab es am Ende eine kleine Szene, die meine Ansicht über ihn völlig verändert hat.
Überhaupt lebt das Buch von all den außergewöhnlichen Personen, die im Verlauf den Weg der Hauptperson Georgie kreuzen.

Kommen wir zu den "negativen" Aspekten.
Es waren einfach zu viele verschiedene Themen, welche die Autorin im Verlauf der Geschichte eingebracht hat. Es beginnt ganz harmlos mit der zerrütteten Ehe und der verwahrlosten alten Dame, doch dabei bleibt es nicht. Es werden unter anderem auch das Armageddon, extreme Religiosität und deren Folgen, verschiedene Religionen und ihre Probleme miteinander, Kriege, Auseinandersetzungen etc., Erpressung und Probleme des Erwachsenwerdens angeschnitten und das alles in Summe war mir im Großen und Ganzen einfach zu viel.
Außerdem habe ich das Gefühl, dass das Buch sehr schlecht lektoriert wurde, haben sich doch einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen und auch bei der Namensgebung war die Auttorin nicht sehr stringent. Bei Georgie habe ich ja noch verstanden warum, aber bei ihrem Ehemann habe ich den Wechsel zwischen den Namen absolut nicht nachvollziehen können.
Auch gab es die eine oder andere Situation in der mir der Meinungswechsel doch etwas zu rasch ging.

Fazit:
Ein Buch voller liebenswerter Charaktere, das mich aufgrund seines gehaltvollen Themenrepertoires jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

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(417)

813 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 196 Rezensionen

liebe, ewigseits, fantasy, brodi ashton, cole

Ewiglich die Sehnsucht

Brodi Ashton , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.01.2012
ISBN 9783789130403
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Leser wird ohne große Vorkenntnis in die Handlung katapultiert. So startet auch die Handlung, erzählt aus der Ich-Perspektive, etwas konfus direkt mit Nikkis Erwachen. Da der Schlaf 100 Jahre anhielt, ist Nikki zu Beginn genauso verwirrt wie auch die Leser, es kommen sehr viele Fragen auf, die jedoch größtenteils recht schnell aufgeklärt werden und somit kein Gefühl von Ratlosigkeit hinterlassen.
Man lernt Nikki als gebrochene Person kennen, wodurch die Spannung von Anfang an aufgebaut und auch aufrechterhalten wird. Man fragt sich welches schlimme Ereignis sie wohl zu dem Bündnis mit Cole getrieben haben mag. Stück für Stück wird das Geheimnis gelüftet.
Die Handlung zur aktuellen Zeit wird immer wieder von kurzen Rückblenden unterbrochen, die Nikkis früheres Leben und ihr Verhältnis zu ihren Freunden und ihrer Familie klarer machen und die Leser über die Vorgeschichte, die zu dem Bund mit Cole geführt hat, aufklärt.
Jack und Cole sind dabei zwei ganz heiße Kandidaten, um in diesem Buch die richtige Portion von Bauchkribbeln zu sorgen. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die beide ihren Reiz haben.
Cole ist charismatisch, düster und verwegen. Jack hingegen ist der Jugendfreund, athletisch, beliebt und bodenständig. Beide haben ein großes Interesse an Nikki, doch jeder auf eine andere Art und Weise.
Dem Titel nach zu urteilen, habe ich eine gute Portion Kitsch erwartet und überraschender Weise nicht erhalten. Die Story ist ganz im Gegenteil sogar recht düster und geheimnisvoll, obwohl natürlich eine Liebesgeschichte im Vordergrund steht.
Ebenso interessant ist, wie die Autorin Parallelen zur griechischen Mythologie zieht und geschickt mit der Handlung verknüpft.

Fazit:
Eine spannende Story, die einen gelungenen Auftakt in eine neue Trilogie darstellt. Obwohl die eigentliche Handlung abgeschlossen ist, erwartet den Leser am Ende ein kleiner Cliffhanger. Da ich mir denken kann wie es weitergeht, habe ihn nicht als unerträglich schlimm empfunden. Wer jedoch nicht so gut mit offenen Fragen umgehen kann, sollte vielleicht lieber warten bis im nächsten Jahr Teil zwei mit dem Titel "Ewiglich die Hoffnung" erscheint.

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Tags: fantasy, griechische mythologie, jugendbuch, liebe   (4)
 

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(54)

140 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

irland, kelpie, pferde, kelpies, zigeuner

Ruf der Dämmerung

Sarah Lark
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 20.01.2012
ISBN 9783843200479
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Sarah Larks Büchern habe ich bisher keines gelesen, aber da dieses hier das erste Jugendbuch der Autorin ist und dann auch noch alte irische Sagen zum Hintergrund hat, konnte ich mir die Lektüre natürlich nicht entgehen lassen.
Die Geschichte beginnt recht normal und Frau Lark lässt sich Zeit die einzelnen Charaktere, die übrigens nicht alle unbedingt sympathisch sind, vorzustellen. Ihr Schreibstil ist sehr bildgewaltig, sodass die Landschaft beim Lesen vor dem inneren Auge Gestalt annimmt.
Nach und nach häufen sich dann die Merkwürdigkeiten und die Geschichte gleitet vom Normalen ins Fantastische hinüber. Der Übergang geschieht nach und nach und ist meiner Meinung nach genau richtig inszeniert. Man wird nicht einfach ins buchstäbliche kalte Wasser geworfen, sondern erfährt nach und nach etwas über Ahi und sein Volk.
Da ich eine echt Märchentante bin, hat mir das Grundgerüst der Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Ich hätte sogar gerne noch mehr über die mystischen Wesen erfahren, leider bleibt die Autorin dort etwas sparsam mit Informationen und stellt die Liebesgeschichte zwischen Ahi und Viola in den Vordergrund.
Nicht so gut gefallen hat mir Ahis Wesen. Ich gehöre ja zu der Kategorie, die sich von "starken und etwas bösen Kerlen" angezogen wird. Ein bisschen düster darf es schon sein. Ahi hingegen ist die Sanftmut selbst und ist zudem auch noch ziemlich hilflos in der realen Welt. Dies sind nicht unbedingt Attribute, die für Herzklopfen sorgen.
Außerdem ist Violas Stiefmutter ziemlich biestig. Beim Lesen dachte ich eigentlich die ganze Zeit, dass es auch mit ihr irgendetwas Übernatürliches auf sich hat, anders konnte ich mir einfach nicht erklären warum Violas Vater seine Frau für diese Person verlassen haben sollte.

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1.116 Bibliotheken, 11 Leser, 17 Gruppen, 159 Rezensionen

thriller, college, jugendbuch, tal, mord

Das Tal - Das Spiel

Krystyna Kuhn
Flexibler Einband: 299 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.05.2010
ISBN 9783401064727
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Julia und Robert sind Geschwister und nach einem Schicksalsschlag gehen die beiden an ein sehr abgelegenes College, um Ruhe und Sicherheit zu finden.
Dort angekommen gehen jedoch merkwürdige Dinge vor sich und plötzlich wird eine Leiche gefunden.

Meine Meinung:
Ich wollte das Buch unbedingt mögen, weil ich von einer Freundin wirklich begeisterte Rezensionen zu den einzelnen Büchern der Reihe gelesen habe. Die Inhaltsangabe war so vielversprechend und bot wirklich viel Potenzial, aber die Umsetzung ist einfach nichts! Zumindest für mich.
Zu dem Buch fallen mir spontan zwei Schlagwörter ein: "Holperig" und "Gezwungen".
Die Charaktere des Buches werden mit bestimmten Attributen beschrieben, die Autorin versucht sie so in ihre Rollen zu quetschen, aber sie verhalten sich dann leider völlig anders und passen so überhaupt nicht zu den besagten Schlagwörtern. Julia z.B. wird mehrmals als "Everybody's Darling" beschrieben, bzw. als jemand der diese Rolle immer sehr überzeugend spielt, aber ich habe nicht ein einziges Mal gemerkt, dass sie sich tatsächlich so verhält. Ganz im Gegenteil ist sie sehr aufbrausend, viel zu emotional und teilweise wahnsinnig irrational. "Drama Queen" trifft es eher. Julia war mir einfach durch und durch suspekt und unsympathisch. Ihr Handlungen waren zudem manchmal mehr als unlogisch.
Überhaupt hat mir nicht gefallen wie schnell die Charaktere des Buches aus ihren angedachten Rollen fallen oder plötzlich ihre Ansichten wechseln. Ich kann jetzt leider keine Beispiele nennen, da ich sonst spoilern würde, aber da könnte ich mich seitenlang drüber auslassen.
Die Handlung an sich war außerdem sehr vorhersehbar. An manchen Stellen kam zwar auch ein kleiner Hauch Spannung auf, aber die war dann leider auch immer recht schnell wieder dahin, denn die Versuche waren oftmals einfach nur plump. Zum Beispiel spricht jemand, die Autorin verrät nicht wer spricht, weil die Spannung gesteigert werden soll, aber man weiß es sowieso schon, weil niemand sonst in Frage kommt!
Auch waren mir einige Ausdrücke einfach zuwider. Ja, wirklich zuwider. Ich meine "Vampirrot"…welcher Farbton soll das sein? Er wird auf einer Seite gleich mehrmals genannt. Und warum überhaupt der Zusammenhang mit dem Vampir? Das hatte mit der Handlung rein gar nichts zu tun. Es kam mir einfach so vor, als solle die Andeutung von Vampiren der Handlung mehr Spannung einhauchen. Allerdings ist dieser Versuch völlig misslungen.
Zudem frage ich mich immer noch warum eine Starbucks-Filiale mitten im Nirgendwo eröffnen sollte, wo es doch nur 400 Personen gibt, die dort hingehen könnten. Völlig unlogisch!
Außerdem muss ich sagen, dass durch dieses ganze verschleiern der Hintergrundstorys der einzelnen Personen auch jegliche Chance genommen wurde sie etwas besser kennenzulernen und sie sympathisch zu finden oder sich gar mit ihnen zu identifizieren.
Robert, Julias Bruder, blieb mir bis ganz zum Schluss sehr suspekt und ich wurde den Gedanken nicht los, dass er eigentlich eher in eine psychiatrische Klinik gehört, um was auch immer zu verarbeiten und nicht an ein College.
Am Ende zeichnete sich für die Reihe eine übergeordnete Handlung ab, die mehr Spannung verspricht und die ich mir auch besser vorstellen kann. Aber ich werde jetzt wohl trotzdem lieber die Finger von den Büchern lassen.
Schade, aber es ist nun einmal nicht jedes Buch für jeden etwas.

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(15)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

raumschiff, planet, space, weltall, eldest

A Million Suns

Beth Revis
Fester Einband: 386 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 10.01.2012
ISBN 9781595143983
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Eldest ist tot und Elder hat seinen Platz eingenommen. Er hat entschieden die Besatzung der Godspeed vom "Phydus" zu befreien und ihnen somit die Möglichkeit zu geben eigene Entscheidungen zu treffen. Doch damit fängt der Ärger erst an.
Amy erhält eine mysteriöse Nachricht von Orion und sie stößt auf ein unglaubliches Geheimnis!

Meine Meinung:
So spannend wie es in Teil eins geendet hat, geht es in Teil zwei weiter!
Die Geschichte wird weiterhin aus der Perspektive von Elder und Amy erzählt, wodurch der Leser weiterhin eine breite Palette der verschiedensten Eindrücke präsentiert bekommt. Einmal die Seite des Außenseiters in Form von Amy, welche die Geschehnisse auf dem Schiff aus ganz eigener Perspektive sieht. Ist sie doch die einzige an Bord, die die echte Erde kennt und weiß wie es sich anfühlt nicht von Tonnen von Stahl eingeschlossen zu sein und vor allem wie es ist anders zu sein. Elder hingegen ist jetzt sozusagen der Kommandant und hat wiederum die Sicht aus dem innersten Kreis heraus, als voll akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft und die Sicht derjenigen, deren Heimat das Schiff "Godspeed" ist und die nichts anderes kennen.
Die Entwicklungen, die schon in Teil eins eingeleitet wurden, haben in diesem zweiten Teil verheerende Auswirkungen und zeigen, dass "anders" nicht immer auch "besser" bedeutet. Hat man Elders Ideen einer anderen Anführerschaft in Teil eins durchweg zugestimmt, werden nun die Schattenseiten deutlich.
Durch Orion, der immer noch seine Finger im Spiel hat, wird die Geschichte wieder sehr spannend. Neben den Problemen, die es durch Elders veränderten Führungsstil gibt, spielt eine "Schnitzeljagd" der anderen Art eine wichtige Rolle, welche letztlich zu der Enthüllung eines unglaublichen Geheimnisses führt.
Die Entwicklungen rund um die Feeder und das Verhalten Amy und Elder gegenüber sind meiner Meinung nach sehr glaubwürdig, da sie sich in einem angemessenen Zeitrahmen verändern und nach und nach passieren.

Fazit:
Beth Revis hat es geschafft an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen und die Geschichte trotz des sehr begrenzten Handlungsspielraums spannend fortzusetzen. Am Ende dachte ich, dass ich jetzt UNBEDINGT den dritten Teil lesen möchte, es verspricht sehr spannend zu werden!

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(105)

200 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 28 Rezensionen

engel, liebe, schutzengel, patch, fantasy

Bis das Feuer die Nacht erhellt

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 410 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 02.11.2011
ISBN 9783442203901
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich in einen tiefen Zwiespalt katapultiert. Einerseits fand ich es Nerv tötend und stellenweise einfach unlogisch. Andererseits war es auch prickelnd und das Ende hat mich einfach wahnsinnig neugierig auf Teil drei gemacht!
Dieser zweite Teil hat mich inhaltlich etwas an den zweiten Teil der Twilight Reihe erinnert, wir versuchen es einfach mal mit einer unnötigen Trennung, die das ganze Geschehen spannender macht.
Patch und Nora sind nicht mehr zusammen, die Gründe sind für einen erwachsenen Menschen eher mit kindischer Eifersucht und Zickerei von Seiten Noras zu erklären, wodurch sie von mir persönlich auch keinerlei Mitleid erwarten konnte. Die Probleme zwischen ihr und Patch waren hausgemacht und wenn sie sich nicht permanent so affig verhalten würde, einfach mal Klartext sprechen würde, dann hätte man das Ganze wirklich abkürzen können. Nora hat wirklich wahnsinnig genervt mit ihrer weinerlichen, von Selbstmitleid zerfressenen Art.
Ich persönlich finde es einfach immer etwas anstrengend, wenn Probleme geschaffen werden, nur weil jemand nicht Klartext spricht. Ich bin einfach ein Freund von klaren Worten und mag es nicht, wenn auf diese Art und Weise Kontext geschaffen wird.
Außerdem verhält sich Nora für mich zu klischeehaft. Sie tut immer genau das Gegenteil von dem was sie eigentlich gerade tun will. Sie schreit nein, meint aber ja. Welche Frau tut das tatsächlich? Ich kenne ehrlich gesagt nicht eine!
Andererseits war dieses Buch auch wesentlich prickelnder als der erste Teil. Es gab viele Momente, die wirklich Herzklopfen hervorgerufen haben und die auf mehr hoffen ließen.
Für mich war es außerdem sehr spannend, erneut in die Welt der gefallenen Engel, Nephilim und der richtigen Engel abzutauchen. Das von der Autorin konstruierte Gebilde aus Sage und Fiktion ist wirklich sehr komplex und für einen Laien wie mich erscheint es auch sehr gut durchdacht.

Fazit:
In diesem zweiten Teil kamen viele spannende Geheimnisse ans Tageslicht und ich bin wahnsinnig gespannt auf Teil drei. Vor allem aber freue ich mich, dass in Teil drei sicherlich nicht noch einmal so ein Beziehungsdrama konstruiert wird, das die Dinge nur unnötig verkomplizieren ;-) Es bleibt trotzdem dabei, dass ich die Story um Patch und Nora wahnsinnig spannend und prickelnd finde und sie trotz dieses kleinen Ausrutschers weiterempfehlen möchte.

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(854)

1.525 Bibliotheken, 10 Leser, 13 Gruppen, 128 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, gefallene engel, nephilim

Engel der Nacht

Becca Fitzpatrick , Sigrun Zühlke
Flexibler Einband: 379 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 03.08.2010
ISBN 9783442203734
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:
Dieses Buch lag wirklich eine halbe Ewigkeit ungelesen herum. Warum weiß ich auch nicht. Irgendwie gab es zur damaligen Zeit zu viele Geschichten dieser Art und mir war nicht wirklich danach. Da mein Schwerpunkt in der letzten Zeit aber eher auf anderer Lektüre lag, habe ich es nun endlich gewagt auch dieses Buch von meinen SuB zu erretten und ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat.
Die Geschichte rund um Patch und Nora hat mir sehr gut gefallen. Patch ist genau die richtige Mischung aus "böse", "sexy" und "vielleicht doch nicht so böse", um die Herzen seiner Leserinnen im Sturm zu erobern. Die vielen Geheimnisse, die ihn umgeben machen ihn interessant und hielten mich beim Lesen immer bei der Stange, da die Autorin es sehr gekonnt schafft immer zum rechten Zeitpunkt wieder ein paar Informationen einzuflechten, sodass man des Rätsels Lösung immer näher kommt. Man erahnt zwar recht schnell was Sache ist, aber ein paar Dinge bleiben immer im Verborgenen.
Nora selbst ist eben der für dieses Genre "Typische" Mädchentyp. Schön, schlau, tollpatschig und wahnsinnig hilflos und auch recht naiv. Das ist etwas, das ich persönlich immer etwas anstrengend finde.
Auch Noras Freundin Vee hat mir persönlich recht gut gefallen, da sie die Geschichte durch ihre freche und vorlaute Art etwas aufgelockert hat.
Die Handlung kommt erst am Ende der Geschichte richtig in Fahrt. Zu Beginn stehen das Kennenlernen und die Rätsel um Patch sehr im Vordergrund. Am Ende ist es dann so spannend, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen mag.

Fazit:
Eine wirklich gelungene Geschichte, die zwar einige Parallelen zu Twilight aufweist, aber das ist nun einmal das Muster nachdem diese Teenie-Romantasy-Romane gestrickt sind. Die Autorin hat trotzdem eine eigene Geschichte geschaffen, die düster, geheimnisvoll und sexy daherkommt.

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(306)

673 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 82 Rezensionen

thriller, entführung, liebe, freundschaft, jugendbuch

Schweig still, süßer Mund

Janet Clark
Flexibler Einband: 349 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.01.2012
ISBN 9783785572740
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Janas beste Freundin ist verschwunden, do0ch außer ihr glaubt niemand daran, dass Elle etwas zugestoßen ist. Nicht einmal die Polizei. So macht Jana sich auf eigene Faust auf die Suche und deckt dabei viele Geheimnisse auf. Sie lernt ihre beste Freundin auf eine ganz neue Art und Weise kennen und kommt dem Täter bei den Ermittlungen gefährlich nah.

Meine Meinung:
Niedlich und verspielt kommt das Cover mit den Röschen daher, doch handelt es sich um einen Thriller, der nichts mit mädchenhafter Verspieltheit zu tun hat.
Jana ist die Einzige, die von Anfang an daran glaubt, dass Ella etwas zugestoßen ist. Zu Beginn stößt sie von allen Seiten nur auf Ablehnung und wundert sich, warum plötzlich alle gegen Ella zu sein scheinen. Jedoch entdeckt sie nach und nach, dass Ella auch eine andere Seite hat, ein zweites Leben, von dem Jana keine Ahnung hatte. Nach und nach stößt sie auf viele Geheimnisse und lernt ihre beste Freundin ganz neu kennen.
Gerade dieses allmähliche Aufdecken von Geheimnissen lässt nicht nur Jana, sondern auch den Leser immer mehr an Ella und auch an den Menschen in Janas Umgebung zweifeln. Wem kann man noch vertrauen? Wer hat noch alles Geheimnisse? Verdächtig verhalten sich jedenfalls viele.
Ab und an werden ein paar Textpassagen aus Tätersicht eingestreut, welche immer wieder kleine Hinweise darauf geben wer er sein könnte und auch Einblick in sein Innenleben geben, sodass man sogar mit ihm ein wenig mitfiebern kann.
Es war dann in der zweiten Hälfte zwar relativ schnell klar wer der Täter ist, aber man wusste ja noch immer nicht genau was nun mit Ella passiert, wodurch die Spannung trotzdem bis zum Ende aufrecht erhalten wurde.
Der Schluss überraschte mich dann aber doch noch einmal.

Fazit:
Ein gut gemachter, Spannender Jugendthriller, der seine Leser mit interessanten Charakteren und einer vielschichtigen Handlung bei der Stange hält.

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(400)

580 Bibliotheken, 9 Leser, 7 Gruppen, 161 Rezensionen

geocaching, salzburg, thriller, mord, österreich

Fünf

Ursula Poznanski
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 16.02.2012
ISBN 9783805250313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

INHALT:
Auf einer Kuhweide wird eine Leiche gefunden. Auf ihren Fußsohlen entdecken die ermittelnden Polizeibeamten Koordinaten, welche der Beginn einer blutigen Jagd sind.
Immer tiefer gelangen die Polizistin Bea und ihr Kollege Florin in die Szene der Geocacher. Lange tapen sie im Dunklen doch der Täter wird immer grausamer, die Zeit drängt.

MEINE MEINUNG:
Bisher begeisterte Frau Poznanski mit Thrillern im Bereich der Jugendliteratur, doch dieses Mal wagt sie sich aus diesem Bereich heraus und überrascht mit einem Buch für Erwachsene.
Ich selber bin ein bekennender Nicht - Thriller Leser. Ich kann mich für diese Art von Buch einfach nicht begeistern, das sollte vorweg klar sein. Auch in Filmen habe ich einfach immer das "Problem", dass ich viel zu schnell weiß wer der Täter ist. In diesem Buch hat es dementsprechend auch etwas länger gedauert, bis ich mit der Geschichte warm geworden bin.
Es ist eine typische Polizei-Story. Ermittler jagen einen Psychopathen. Ich hatte eigentlich erwartet, da es in den vorherigen Poznanski-Romanen auch so war, dass wir dem Geschehen aus der Perspektive eines Geocachers folgen würden. Bisher habe ich übrigens noch von keinem Roman gehört, der in dieser Szene spielt. Ich finde es sehr positiv, dass sich die Autorin immer wieder auf neues Terrain wagt, um ihre Geschichten in aktuellen, ungewohnten Schauplätzen und Rahmenhandlungen spielen zu lassen.
Bea, die Ermittlerin, ist ein sehr facettenreicher Charakter, was mir sehr gut gefallen hat. Eine Frau, die gerade in Trennung lebt, im privaten Bereich sehr viel zu kämpfen und auszustehen hat und doch ihrem Beruf, der gleichzeitig auch ihre Berufung ist, weiterhin nachgehen will, ohne ihre beiden Kinder zu vernachlässigen. Das alles bietet viel Stoff zum Schreiben.
Der Spannungsbogen wird gekonnt gesteigert und am Ende lässt die Autorin die Fäden zusammenlaufen, sodass ein großes Ganzes entsteht, ohne Lücken, ohne Fragen offen zu lassen. Handwerklich ist dieses Buch wirklich sehr gut gemacht!

FAZIT:
Ein Thriller, der Spannung aufbaut, mit tollen Charakteren glänzt, einen neuen Handlungsrahmen bietet und handwerklich wirklich gut gemacht ist.
"Erebos" und "Saeculum" haben mich zwar etwas mehr mitgerissen, das liegt jedoch eher an mir als Person und meinen Vorlieben, als am Buch selbst.

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(175)

325 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 67 Rezensionen

dystopie, phee, fantasy, jugendbuch, pheen

Spiegelkind

Alina Bronsky
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401067988
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Im Leben der 15jährigen Juli ist alles geregelt. Auffallen ist gefährlich, wer der Norm nicht entspricht, wird verfolgt. Doch dann verschwindet Julis Mutter plötzlich spurlos und der Vater zittert vor Angst. Nach und nach kommt Juli hinter das Geheimnis ihrer Familie: Ihre Mutter ist eine der wenigen Pheen, die wegen ihrer besonderen Fähigkeiten in der Gesellschaft der totalen Normalität gefürchtet und verachtet werden. Gehört auch Juli bald zu den Ausgestoßenen? Zusammen mit ihrer neuen Freundin Ksü und deren Bruder Ivan macht sie sich auf eine gefährliche Suche - nach der verschwundenen Mutter, der verbotenen Welt der Pheen und der Wahrheit über sich selbst.

MEINE MEINUNG:
Mir fällt es ausnahmsweise schwer das Genre des Buches zu bestimmen. Ist es ein fantastischer Roman mit dystopischen Elementen oder eine Dystopie mit fantastischen Zügen? Aber eigentlich ist es auch egal, denn die Hauptsache ist ja, dass es eine Geschichte schafft ihre Leser zu fesseln, zu überraschen und zu begeistern und genau das hat das Buch (zumindest bei mir) geschafft.
Die Grundproblematik einer jeden Dystopie wird durch fantastische Elemente aufgelockert und mit einer extra Portion Spannung versorgt. Was hat es mit den Pheen auf sich? Was sind sie? Was können sie? Und das Wichtigste: Was wollen sie? Diese Fragen sind in der Handlung relativ zentral. Die Autorin schafft es dem Leser Stückchen für Stückchen zu reichen, um das Puzzle zu vervollständigen. Man hat also nicht die ganze Zeit das Gefühl, dass man um die Lösung der Probleme kreist und nicht vorankommt, was ja leider bei vielen Büchern der Fall ist.
Juli, die Ich-Erzählerin und Hauptperson der Geschichte, ist ein sehr interessanter und facettenreicher Charakter. Einerseits bemüht die Fassade der Normalität aufrecht zu erhalten, andererseits doch schon längst nicht mehr in die enge Welt des "nicht Auffallens" passend, kommt ihr Zwiespalt sehr gut rüber und macht sie selbst sehr sympathisch.
Das Tempo in dem die Handlung voranschreitet ist genau richtig, sodass beim Lesen keine Langeweile aufkommt, man aber auch nicht das Gefühl bekommt, dass wichtige Informationen irgendwo auf der Strecke geblieben sind.
Etwas schade fand ich, dass die Figur "Ivan" etwas im Hintergrund geblieben ist. Über ihn hätte ich gerne mehr erfahren. Aber ich denke das wird die Autorin im zweiten Teil der Trilogie nachholen.

FAZIT:
Ein wirklich lesenswertes, gut geschriebenes Buch, das mit sehr sympathischen Charakteren, einer spannenden, kurzweiligen Handlung und einigen neuen Ideen punktet.

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Tags: dystopie, fantasy, liebe   (3)
 

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(211)

456 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

hexen, zirkel, magie, jugendbuch, dämonen

Zirkel

Sara B. Elfgren , Mats Strandberg , Friederike Buchinger
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Dressler, 01.01.2012
ISBN 9783791528540
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Sechs Mädchen, wie sie verschiedener nicht sein könnten, verbindet ein ungewöhnliches Schicksal. Sie sind die Mitglieder eines Zirkels, der dazu auserkoren ist mit ihren übernatürlichen Kräften gegen das Böse zu kämpfen. Doch ist es außergewöhnlich, dass sie so viele sind und das Böse ist ihnen auf den Fersen, um sie eine nach der anderen umzubringen.

MEINE MEINUNG:
Eine Portion Buffy gemischt mit übernatürlichen Kräften. Einige Parallelen ließen sich ziehen, aber doch ist letztlich etwas Anderes daraus geworden. Dies ist der Auftakt einer neuen Trilogie eines schwedischen Autoren-Duos.
Die doch recht vielen Hauptcharaktere werden gleich zu Beginn nach und nach in die Geschichte eingebracht. Zu Beginn war in Folge dessen auch etwas überfordert mit all den neuen Namen. Zum Glück unterscheiden sich die Mädchen aber charakterlich sehr stark voneinander und haben jede eine Besonderheit, an der man sie letztlich doch relativ schnell erkennen konnte und unterscheiden konnte.
Liebenswert waren sie jedoch alle beim besten Willen nicht, ich mochte eigentlich keine von ihnen wirklich gern. Ganz besonders "Anna-Karin" und "Ida" gingen mir zwischenzeitlich total auf den Zeiger mit ihrer Ego-Tour.

Die Handlung spielt in einer ganz normalen Stadt, an einer ganz normalen Schule. Es gibt die beliebten Schüler, die Außenseiter, diejenigen, die sich absichtlich von den anderen abgrenzen und die Streber. Und doch stimmt etwas mit dieser Schule nicht.
Der Spannungsbogen wird langsam gesteigert. Alles beginnt recht sachte, erst nach und nach gibt es die ersten Vorfälle, bis das Ganze in einem "dramatischen" Finale endet.

Was mir gut gefallen hat ist, dass die Mädchen trotz ihrer "Superkräfte" nicht plötzlich zu angstfreien, unglaublich starken Heldinnen mutiert sind. Dadurch bleibt die ganze Geschichte einfach näher an der Realität. Die Mädchen sind ohnehin nicht perfekt. Sie haben ganz normale Teenager-Probleme, sehen nicht allesamt super aus und sind neben dem Kampf gegen das Böse auch mit ihren teilweise recht problematischen Problemen beschäftigt.

Leider konnte mich die Geschichte trotz vieler guter Ansätze nicht wirklich mitreißen. Den Grund dafür kann ich aber selber nicht wirklich in Worte fassen. Das Buch wird als eine Mischung aus Krimi und Mystery angepriesen, darum hatte ich eigentlich auch etwas ganz Anderes erwartet.
Der Schreibstil an sich sagte mir leider auch nicht sonderlich zu, er kam mir sehr abgehackt vor, was natürlich an der Übersetzung liegen kann.

In Schweden erscheint schon in diesem August der zweite Teil der Trilogie.

FAZIT:
Eine recht spannende Geschichte mit interessanten Charakteren, die mich aber doch nicht vollends überzeugen und vor allem mitreißen konnte. Eine nette Lektüre für zwischendurch, aber für mich nicht überragend.

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(461)

1.071 Bibliotheken, 15 Leser, 5 Gruppen, 152 Rezensionen

glas, liebe, fantasy, ida, insel

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Ali Shaw , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 397 Seiten
Erschienen bei script5, 09.01.2012
ISBN 9783839001318
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT:
Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda's Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas.
Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.

MEINE MEINUNG:
Dieses Buch und ich: Es hätte Liebe auf den ersten Blick werden können. Das Cover und auch die Inhaltsbeschreibung zogen mich magisch an. Ich erwartete einen märchenhaften Fantasyroman. Ich bekam: Ja, was war es jetzt eigentlich? Jedenfalls absolut nicht das, was ich erwartet habe. So etwas kann gutgehen, meistens ist es für mich dann jedoch eher eine herbe Enttäuschung.
Begleitet wird die gegenwärtige Handlung des Buches von vielen Rückblicken aus den Leben der verschiedenen Charaktere. Es ist eher eine Lebensgeschichte, die von verschiedenen Schicksalen erzählt.
Die "geflügelten Kreaturen" und das "Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt" etc. spielen leider nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Die Insel auf der die Geschichte spielt wird als ein tristes Grau in Grau beschrieben, das mir persönlich beim Lesen sehr auf die Stimmung schlug. Idas Suche nach Hilfe erscheint die ganze Zeit hoffnungslos, sodass ich auch in dieser Hinsicht keinerlei Anreiz hatte weiterzulesen. So gestaltete sich die Lektüre für mich leider ziemlich schleppend und zum Ende hin auch als etwas zermürbend. Es war einfach nicht spannend.
Ich bin sicher, dass irgendwo ein tieferer Sinn verborgen liegt, den ich nicht erkannt habe. Aber auch nach langem darüber nachgrübeln will er sich mir einfach nicht offenbaren. Es tut mir sehr leid, ich hätte dieses Buch so gerne wirklich toll gefunden!

FAZIT:
Viele fanden dieses Buch wirklich gut, doch leider kann ich mich diesen Lobgesängen nicht anschließen. Ich empfand die Lektüre als ziemlich "langweilig", weil einfach nichts Überraschendes passierte, nichts da war das Spannung erzeugte und in irgendeiner Art und Weise zum Weiterlesen animierte.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

humor, liebe, hochzeit, u-bahn, leben

Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

Kerstin Gier , Irina von Bentheim
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 02.12.2011
ISBN 9783785745441
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:
Kati ist mit ihrem Ehemann Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen. Als sie Mathias kennen lernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert und es geht drunter und drüber. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor. Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen und sich für den richtigen Mann entscheiden.

MEINE MEINUNG:
Das Cover, die Inhaltsangabe, das ganze Genre…eigentlich nichts für mich! Aber trotzdem entschied ich mich es mal mit diesem Buch zu versuchen, da ich Kerstin Gier seit der Edelstein Trilogie zu meinen Lieblingsautoren zähle – und ich habe es nicht bereut!
Kerstin Giers Humor ist einfach absolut mein Fall, mehr als einmal brach ich in schallendes Gelächter oder mädchenhaftes Gekicher aus, während ich Kati durch ihr doch recht chaotisches Leben begleitete. Und dabei waren die Witze in keiner Weise platt oder überzogen, sondern wirklich situationsbedingt und einfach "schlau".
Die Geschichte ist mitreißend, locker, leicht und fröhlich und doch schwingt eine gewisse Nachdenklichkeit mit, die das Grundthema eben mit sich bringt. Wie würde man sich selber verhalten, wenn man die Chance hätte noch einmal ein paar Jahre zurückzuspulen und in einigen Dingen einen Neuanfang zu wagen?
Die Sprecherin "Irina von Bentheim", die vielen auch als die Stimme der "Carrie" aus "Sex and the City" bekannt sein dürfte, passte zudem perfekt zum Charakter "Kati" und bewies auch bei den anderen Protagonisten große Variationsfähigkeit in Sachen Stimmlage. Das hätte ich gar nicht erwartet.
Neben dem sprühenden Witz lebt die Geschichte auch von ihren Charakteren, die allesamt besonders sind, teilweise auch einfach nur schräg, auf eine sehr liebenswerte Art und Weise oder eben auch das absolute Gegenteil. So manches Mal dachte ich, dass ich der ein oder anderen Person auch schon einmal begegnet bin.
Ich wünschte mir so manches Mal, dass ich nur halb so schlagfertig wie Kati wäre! Es gab einige Situationen in denen ich einfach nur dachte "Wow! Der Spruch war dreist!" und mir wäre partout nichts mehr dazu eingefallen, aber Kati ist ja absolut nicht auf den Mund gefallen und hat einfach immer eine passende, geniale Antwort parat.
Leider handelt es sich hierbei um eine gekürzte Lesung, aber im Vergleich zu anderen gekürzten Lesungen, fiel dieses Manko hier gar nicht großartig auf. Die Handlung kam mir unlogisch vor, so als würde ein Teil fehlen oder gar zu schnell. Es passte alles.

FAZIT:
Ich denke, ich werde mir noch mehr Hörbücher dieser Art zulegen, zumindest, wenn sie aus Frau Giers Feder stammen. Damit kann ich gar nichts falsch machen. Ein wirklich toller Hörspaß für alle, die einfach mal abschalten wollen und den Kopf frei bekommen wollen. Und auch die Lachmuskeln werden es danken.

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Tags: humor, leben, liebe, neuanfang   (4)
 

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576 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 120 Rezensionen

eisenheim, fantasy, liebe, schatten, flora

Stadt aus Trug und Schatten

Mechthild Gläser
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.01.2012
ISBN 9783785574027
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Flora kann es kaum glauben, als sie erfährt, dass jede Seele nachts in die Stadt Eisenheim wandert und dort ein eigenes Leben führt. Sie jedoch wurde erweckt und ist sich dieses Lebens nun bewusst. Von nun an wird sie nie wieder schlafen, ohne dass ihr Bewusstsein in die farblose Welt Eisenheims wandert. Ihre Seele, an deren Leben sie sich nicht mehr erinnern kann, hat wohl den Weißen Löwen gestohlen, einen Stein dem große Kräfte innewohnen und den viele Mächtige Eisenheims begehren. Flora wird selbst in der Realen Welt von den Schatten Eisenheims verfolgt und kann niemandem mehr trauen.

MEINE MEINUNG:
Dieses Buch habe ich eigentlich hauptsächlich wegen des wunderschönen Covers gekauft. Ganz schlicht und in weiß/pink gehalten kommt es daher und verspricht dadurch wirklich viel. Der Inhalt steht jedoch in völligem Kontrast zu diesem freundlichen ersten Eindruck. Diese Geschichte ist düster, voller Angst und Zwietracht.
Ohne lange Einleitung wird der Leser in die Geschichte geschmissen. Mir persönlich ging das etwas zu schnell, einiges war mir zu überstürzt und ich wäre gerne besser darauf vorbereitet gewesen. Aber nachdem ich mich von diesem abrupten Anfang erholt hatte, habe ich mich sehr schnell in der Geschichte wohl gefühlt. Ich wurde mitgenommen auf eine Reise in eine Fantasiewelt, die mir wirklich gut gefallen hat.
Die Hauptprotagonistin ist Flora, ein sicherlich nicht gerade einfacher Charakter. Sie ging mir leider ab und an etwas auf die Nerven. Kommt sie doch sehr übervorsichtig daher und provoziert durch ihr misstrauisches Verhalten doch mehr Konflikte als nötig gewesen wären (ja ich weiß, das soll so sein und hat alles seinen Grund, trotzdem!). Ich bin seit jeher ein Freund von klaren Worten und mag es nicht so sehr, wenn durch bloßes nicht aussprechen einiger Gefühle oder Gedanken Probleme hervorgerufen werden. Das passiert in diesem Buch leider häufiger. Aber das ist ja nur meine persönliche Ansicht, es muss ja nicht jedem so gehen.
Was mir an Flora wirklich gut gefallen hat ist die Entwicklung die sie in der Geschichte durchmacht. Sie verändert sich schrittweise und durch das langsame Tempo wirkt diese Veränderung auch sehr glaubhaft und nicht aufgesetzt. Sie findet einen Weg aus ihrer Zerrissenheit und wird sich darüber klar was sie will. Die anderen Charaktere sind auch alle sehr interessant, bereichern die Geschichte und geben ihr viele verschiedene Facetten, auch wenn sie im Vergleich zu Flora unausgereifter sind.
Die Handlung an sich beinhaltet sehr viele gute und vor allem neue Ideen, allein der Grundansatz sticht in dieser Zeit der Vampire, Werwölfe und Dystopien sehr heraus und wird durch seinen Detailreichtum zum Leben erweckt.
Mehr als eine Überraschung erwartet den Leser, sodass das Lesen nicht langweilig wird und die Leser bei der Stange gehalten werden.
Da es sich um ein Jugendbuch handelt, darf natürlich auch eine kleine Portion Bauchkribbeln nicht fehlen, welche durch Marian, den geheimnisvollen Fremden (?), der plötzlich in Floras Leben auftaucht mehr als gut gestillt wird.

FAZIT:
Eine gelungene Geschichte, die mich mit seiner neuen Grundidee positiv überrascht hat. Ich werde sicherlich mehr von der Autorin lesen.

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Tags: fantasy, kampf, liebe, romantik   (4)
 

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155 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

fantasy, krieg, mord, kampf, magie

Der Pfad der Winde

Brandon Sanderson , Michael Siefener
Fester Einband: 781 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2011
ISBN 9783453267688
Genre: Fantasy

Rezension:

INHALT:
Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die Strahlenden, die magischen Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen.

MEINE MEINUNG:
Manchmal ist mein Tick keine Inhaltsangaben zu lesen, weil sie mir zu viel verraten könnten ja auch von Nachteil. Ich hatte den ersten Teil "Der Weg der Könige" damals sehr schlecht bewertet (und es bleibt auch dabei!!!), aber als ich jetzt im Nachhinein gelesen habe, dass Der Weg der Könige (Sturmlicht Chroniken 1) und "Der Pfad der Winde" eigentlich ein Buch sind, konnte ich die Langatmigkeit, die in Teil eins vorherrschte, viel besser nachvollziehen. Klar, es war ja auch nur die Einleitung. Kein Wunder, dass ständig neue Charaktere eingeführt wurden und irgendwie kaum etwas passierte.
Dieser zweite Teil hat mich nun jedoch voll überzeugt. Endlich werden die vielen Handlungsstränge zusammengeführt, ein roter Faden wird erkennbar, die vielen Geheimnisse werden langsam aufgedeckt, bzw. es werden Lösungen angedeutet und es passiert endlich etwas! Es kam tatsächlich ein wenig Schwung in die Geschichte, ohne jedoch zu übereilt zu wirken.
Der Autor hat ja aber auch alle Zeit der Welt, sind doch ca. 10 Teile angedacht und da dieser erste Teil schon zwei Bücher brauchte…puh, ich denke wir können uns da noch auf etwas gefasst machen :D
Mein Liebster Charakter war natürlich immer noch Kaladin, er ist einfach eine sehr charismatische Figur, auch wenn er sehr glatt ist und immer alles richtig macht. Jedoch geht dank Syl eine Veränderung mit ihm vor und die ist wiederum richtig spannend und hat mich Stunde um Stunde der Geschichte lauschen lassen. Aber auch die anderen Protagonisten werden langsam interessanter und es wird spannender auch ihren Geschichten zu folgen. Dieses Mal hat mich niemand "genervt" und ich war nicht versucht vor Langeweile vorzuspulen, sondern aus purer Spannung und weil ich unbedingt wissen musste wie bestimmte Situationen ausgehen.
Der Sprecher verleiht dem Hörbuch, durch seine (fast) durchgehend eingehaltenen Stimmvariationen für die jeweiligen Charaktere sehr viel Leben. Detlef Bierstadt hat sowieso eine Stimme der ich stundenlang zuhören könnte.

FAZIT:
Der erste Teil "Der Weg der Könige" war mir einfach zu langatmig und zu handlungsarm. Wem es genauso ging, dem sei gesagt, dass sich das Durchhalten lohnt und man im zweiten Teil mehr als ausreichend für den langen Atem belohnt wird! Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil und würde am liebsten immer weiter hören! Ich trenne mich gerade nur sehr ungern von den mittlerweile liebgewonnenen Charakteren und ihrer Welt.

  (5)
Tags: fantasy, kampf   (2)
 

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232 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, indianer, drogen, alkohol, freundschaft

Julischatten

Antje Babendererde
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401065892
Genre: Jugendbuch

Rezension:

INHALT:
Sim, die eigentlich Simona heißt, versucht alles, um aufzufallen. Sie trägt ihre Haare in einer knall roten Stachelfrisur, schneidert sich selbst kunterbunte Shirts und extrem kurze Röcke. Mit ihren Eltern hat sie nur Probleme und der Konkurrenzdruck, den sie durch ihre scheinbar perfekte Schwester spürt, entfernt sie immer mehr von ihrer Familie. Eines Tages erleidet sie eine Alkoholvergiftung und ihre Eltern sehen nur noch einen Ausweg: Entziehungskur oder sechs Wochen Zwangsurlaub bei ihrer Tante Jo, die in Amerika in einem Indianerreservat lebt. Die Wahl fällt Sim nicht schwer. Kaum dort angekommen trifft sie auf die Indianer Jimmi und Lukas. Wie sehr dieser Aufenthalt und gerade diese beiden Jungs ihr Leben verändern werden, kann sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal erahnen.
MEINE MEINUNG:
Auch dieses Buch von Frau Barbendererde spielt wieder in der Welt der Indianer, welche die Autorin wie keine Zweite vor dem Auge ihrer Leser entstehen lassen kann.
Von der ersten Seite an zieht die Geschichte ihre Leser in den Bann. Sim ist ein sehr spannender Charakter, der auf den ersten Blick verrät, dass es noch einiges an ihr zu entdecken gibt und sie ein Geheimnis mit sich herum trägt. Ich war sehr gespannt auf ihre Entwicklung im Laufe der Handlung.
Die indianische Welt ist wieder einmal sehr gut getroffen. Die Autorin schafft es immer wieder den schmalen Grat, der zwischen der bitteren Realität der in den Reservaten lebenden Indianer und der Mystik um die indianische Kultur liegt, nicht in eine Richtung zu überspannen. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Autorin nie in Klischees verfängt, sondern die unverblümte Wahrheit beschreibt, wobei sie auch nicht vor Themen wie dem Alkoholmissbrauch und dem Drogenkonsum innerhalb der Reservate zurückschreckt. Gleichzeitig wirkt die ganze Problematik nicht aufgesetzt oder zu aufdringlich.
Die durch die aufeinander prallenden Kulturen entstehende Situationskomik hat mich an einigen Stellen laut auflachen lassen. Die optisch doch sehr ausgeflippte Sim will so gar nicht in die enge, traditionelle Welt des Reservates passen und sorgt dadurch für so manch lustige Situation.
Ihre Charaktere entwickelt Frau Barbendererde mit sehr viel Liebe zum Detail und versieht sie mit so vielen Facetten, dass sie absolut echt wirken und man selbst dem Widerling der Geschichte noch immer etwas Positives abgewinnen kann und ihn letztlich ins Herz schließt.
Die Handlung an sich hat alles was eine gute Geschichte ausmacht. Sie hat Witz, Charme, Spannung und durch die beiden Brüder, auf die Sim gleich zu Beginn ihrer Reise trifft, auch eine gehörige Portion Herzklopfen.

FAZIT:
Ein Buch, das wieder einmal das Leben in den Reservaten vor meinem inneren Auge hat entstehen lassen, mich hat mitfiebern, lachen und bangen lassen und welches ich jedem Fan der Autorin und auch solchen, die es noch werden wollen, sehr ans Herz legen kann!

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Tags: amerika, freundschaft, indianer, jugendbuch, liebe, rivalität   (6)
 

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amerika, prärie, usa, klassiker, freundschaft

Meine Antonia

Willa Cather , Elke Schmitter , Stefanie Kremer
Fester Einband: 318 Seiten
Erschienen bei Knaus, 22.02.2008
ISBN 9783813503128
Genre: Romane

Rezension:

INHALT:
Die Familie Shimerda zieht im Jahr 1880 mit Sack und Pack von Böhmen fort in die Steppe von Nebraska. Dort erwartet sie ein entbehrungsreiches Leben. Antonia, eine der Töchter, schafft es jedoch mit ihrer offenen Art und dem Talent sich nicht unterkriegen zu lassen, ihre Familie zu ernähren. Sie nimmt ihr Schicksal in die Hand.
Dort trifft sie auf Jimmy, der gerade seine beiden Eltern verloren hat und nun bei seinen Großeltern leben wird. Fortan verbindet sie eine Freundschaft, die sie bis weit in das Erwachsenenalter begleiten wird, mit allen Höhen und Tiefen, die zu einer Freundschaft gehören.

MEINE MEINUNG:
Die Autorin berichtet aus der Pionierzeit Amerikas, der Zeit, in der viele Siedler nach Amerika kamen, um dort ihr Glück zu finden. Sehr glaubwürdig beschreibt sie das entbehrungsreiche Leben zu der damaligen Zeit und wie aus dem großen Traum vom Geld ganz schnell eine herbe Enttäuschung werden konnte.
Sprachlich flexibel, sodass die Unterschiede zwischen den Auswanderern und den erfolgreicheren Nachbarn deutlich wird und mit einiger Situationskomik, die aus den doch sehr unterschiedlichen Weltanschauungen zwischen den Einwanderern und den Einheimischen resultiert, beschreibt die Autorin ein entbehrungsreiches Leben und den Weg sich dieses durch harte Arbeit und Entschlossenheit besser zu gestalten.
Antonia ist ein Charakter, der es einerseits schafft Sympathie zu wecken, andererseits jedoch auch definitiv nicht in die Kategorie "everybodys Darling" gehört. Sie hat genug Ecken und Kanten,an denen sich der Leser ab und an stoßen wird, nur um sie im nächsten Moment wieder etwas mehr ins Herz zu schließen.
"Jimmy", der Nachbarsjunge aus dessen Sicht die ganze Geschichte erzählt wird, hat ebenfalls ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Antonia. Und gerade durch diese Ambivalenz wird alles sehr lebensecht.
Der Leser begleitet Jim über verschiedene Stationen seines Lebens, in denen er immer wieder auf die eine oder andere Art auf Antonia trifft. Sei es persönlich oder durch Erzählungen und somit erfährt der Leser gleichzeitig auch, wie sich Antonias Leben im Gegensatz zu Jims Leben entwickelt.
Der Erzählstil der Autorin ist sehr trocken, die Charaktere bleiben etwas fern, doch passt dies hervorragend in die Geschichte und unterstreicht die Tristesse, die das ländliche Leben zu der damaligen Zeit mit sich brachte und sorgt dafür, dass man sich als Leser schnell in der Geschichte wohl und fast heimisch fühlt.

FAZIT:
"Meine Antonia" ist ein Buch, das seine Leser durch seinen besonderen Charme in den Bann ziehen wird.

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Tags: amerika, biografisch, freundschaft, kindheit, leben   (5)
 
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