Leserpreis 2018

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Underdogs

Markus Zusak , Alexandra Ernst , Ulrich Plenzdorf
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.01.2019
ISBN 9783570313015
Genre: Jugendbuch

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1.277 Bibliotheken, 32 Leser, 9 Gruppen, 139 Rezensionen

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Noah

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.12.2013
ISBN 9783785724828
Genre: Krimi und Thriller

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890 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 117 Rezensionen

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Dark Elements 3 - Sehnsuchtsvolle Berührung

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander , Isa-Corinna Scholz
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670203
Genre: Jugendbuch

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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To Keep You Safe

Judit Müller
Flexibler Einband
Erschienen bei A TREE & A VALLEY, 01.11.2018
ISBN 9783947357093
Genre: Romane

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne

Marieke Nijkamp , Mo Zuber
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.10.2018
ISBN 9783841440266
Genre: Romane

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128 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

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Wie Eulen in der Nacht

Maggie Stiefvater , Katharina Volk
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2018
ISBN 9783426522820
Genre: Fantasy

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679 Bibliotheken, 36 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Die Krone der Dunkelheit

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2018
ISBN 9783492705264
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Laura Kneidl  kannte ich bislang nur vom Hörensagen und ist bislang nur so an mir vorbeigegangen. "Die Krone der Dunkelheit" dagegen sprach mich direkt an und das zuerst durch die wahnsinnig schöne Gestaltung. Sanduhren finde ich als Gestaltungselement sowieso schon klasse, in Kombination mit einer solchen Krone gleich noch mehr und der Titel klang für mich auch sehr poetisch. Aber auch der Klappentext machte definitiv neugierig, wie auch einige begeisterte Stimmen, so dass ich mir selbst ein Bild von der Geschichte machen wollte.

Einstieg: Die Geschichte beginnt zunächst 18 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Als Einstieg gefiel mir dies recht gut, denn so bekam ich schon ein wenig Hintergrundwissen und einen kleinen Überblick über die Welt der Fae. Laura Kneidl schafft zudem gleich von Beginn an eine sehr schöne Grundstimmung, die in mir ein wohlig warmes Gefühl entfachte. Der leichte und gut verständliche Schreibstil trug ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass ich mich fast auf Anhieb in der mir vorgestellten Welt wohlfühlte.

Charaktere: Die Geschichte wird kapitelweise von Freya, Ceylan, Larkin, Weylin und Kheelan erzählt. Grundsätzlich bin ich kein Freund davon, wenn so viele Perspektiven in einer Geschichte vertreten sind. Und das hat mich zunächst auch sehr abgeschreckt beim Lesen. Aber durch den auktorialen Erzähler, den Laura Kneidl hier durchweg wählte, gingen die einzelnen Erzählperspektiven ineinander über, so dass ich nur am Schauplatz erkannte, dass ich mich in einer anderen Sicht befinde. Und das gefiel mir sehr gut. Die Figuren waren mir fast durchweg sehr angenehme Wegbegleiter auch wenn die Charaktereigenschaften manchmal etwas miteinander verschwammen und mir nicht immer klar war, zu wem diese oder jene Eigenschaft gehört. Besonders bei Freya und Ceylan ist mir dies aufgefallen, die sich, auch wenn sie grundverschiedene Herkünfte haben, manchmal sehr ähnlich waren. Die Naivität die beide in sich trugen, führte dazu, dass ich beide am liebsten hin und wieder durchgeschüttelt hätte. Von Larkin war ich am meisten angetan, es war auch tatsächlich die Figur, deren Kapitel ich am liebsten gelesen habe. Insgesamt sind es alle aber sehr interessante Charaktere, bei denen ich mir ruhig noch etwas mehr über ihre Vergangenheit für den 2. Band wünsche.

Handlung: Schon sehr schnell fühlte ich mich an "Das Reich der sieben Höfe" erinnert. Mich störte es nicht, auch wenn es mitunter sehr starke Parallelen waren. Denn die Autorin hat daraus ihre ganz eigene Geschichte gemacht. In diesem Buch begleitet der Leser zum einen die Prinzessin Freya von Thobria und die Wächterin Ceylan. Neben dieser Haupthandlung, gibt es kleine einzelne Handlungsstränge, die nebenher laufen. Im Laufe der Geschichte stellte ich mir immer wieder die Frage, wie die einzelnen Figuren zueinander finden könnten. Denn, dass die Handlungsstränge irgendwann aufeinandertreffen würden, spürte ich sehr schnell. So schuf Laura Kneidl eine gewisse Grundspannung, die nie gänzlich verschwand. Dieser Auftakt ist großteils eine sehr ruhige Geschichte, die dennoch nicht langweilig ist. Der Mittelteil zog sich zwar etwas und mein Lesefluss wurde ein wenig durch kleine Widersprüche oder Logikfehler getrübt, dennoch fühlte ich mich gut unterhalten. Bezüglich einer Figur hatte ich schon bald eine Ahnung, die sich am Ende auch bewahrheitete, dennoch war der Werdegang dorthin spannend zu verfolgen. Im letzten Drittel hob die Autorin dann das Spannungslevel, das hätte aus meiner Sicht ruhig häufiger genutzt werden sollen. Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend, und konnte mich leider nur bedingt packen. Was ich mir für den 2. Band zudem wünsche, ist mehr Hintergrundwissen, warum es z. B. die Teilung in Magier und Nicht-Magier gibt, wie dieser Hass zwischen den Völkern entstand ect. Das kam mir hier leider etwas zu kurz.

Schreibstil: Der Schreibstil von Laura Kneidl ist leicht und verständlich. Bereits zu Beginn schuf sie eine sehr angenehme Atmosphäre, die beinahe durch das gesamte Buch zu spüren war. Schnell fühlte ich mich in der Geschichte wohl und wollte aus der Welt der Fae, Unseelie und Seelie nicht mehr auftauchen. Ein wenig mehr Hintergrundinformationen zu den genannten Völkern hätte die Geschichte sicherlich noch intensiver gemacht. Aufgrund der Dicke kam es manchmal jedoch auch zu recht zähen Passagen, die meinen Lesefluss etwas bremsten. Etwas mehr Spannung an der einen oder anderen Stelle, hätte diesen Auftakt sicherlich auch nicht geschadet.

 

Mein Urteil 

"Die Krone der Dunkelheit" von Laura Kneidl bietet eine interessante Grundidee, die mich manchmal stark an die Welt der Fae von Sarah J. Maas erinnerte. Aber dies tat meiner Lesefreude keinen Abbruch. Denn die Autorin hat hier ihren ganz eigenen Charme in die Geschichte gebracht. Die Figuren sind interessant gewählt und bieten zudem noch viel Spielraum für den 2. Band. Mit ein wenig mehr Hintergrundwissen an der einen oder anderen Stelle wäre die Welt der Fae, Seelie und Unseelie mit Sicherheit noch greifbarer geworden. Kleine Logikfehler und Widerspürche bremsten meine Lesefreude zwar etwas, dennoch fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten. Ich vergebe knappe 4 von 5 Welten.

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168 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

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Der Pakt der Bücher

Kai Meyer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2018
ISBN 9783841440068
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Schon seit dem ersten Kapitel der "Seiten der Welt - Trilogie" bin ich ein absoluter Fan dieser bibliomantischen Welt. So war beinahe abzusehen, dass ich auch die Zusatzbände "Die Spur der Bücher" sowie "Der Pakt der Bücher" lesen werde, auch wenn ich schon mit einer gewissen Skepsis herangegangen bin. Optisch reiht sich auch dieser letzte Band hervorragend in die Reihe ein. Dieses dunkle Rot, gepaart mit den silbernen Elementen sieht wirklich sehr schön und edel aus.

Einstieg: Der Einstieg fiel mir gleich etwas schwer. Das liegt aber daran, dass "Die Spur der Bücher" dann doch eine Weile her war und ich mich nicht mehr so recht erinnern konnte, was eigentlich alles passiert war. Hier hätte ich mir zu Beginn gerne einen kleinen Rückblick gewünscht um besser in den letzten Band eintauchen zu können. Auf der anderen Seite schreibt Kai Meyer von Beginn an sehr bildhaft und lebendig, so dass es nur wenige Momente dauerte, eh mein Kopfkino ansprang.

Charaktere: Wie ich es bereits aus allen bisherigen "Bibliomantik-Büchern" kannte, bleibt Kai Meyer auch hier seiner Erzählart treu. Durch den auktorialen Erzähler erlebte ich die Geschichte aus vielen Blickwinkeln und konnte den Figuren wunderbar über die Schulter schauen. Einer der wichtigsten Figuren ist auch hier Mercy Amberdale, die auch weiterhin auf der Jagd nach alten und besonderen Büchern ist. Nebenbei leitet sie nun den kleinen Buchladen in London mit dem Namen "Liber Mundi". Ihr wird nun die Aufgabe erteilt das letzte Kapitel des sagenumwobenen Flaschenpostbuches zu finden. Auf der Suche nach diesem wird sie von Tempest und Philander tatkräftig unterstützt. Dieses Trio mochte ich bereits im ersten Band und auch hier schloss ich sie wieder schnell ins Herz. Im Laufe der Geschichte erfuhr ich immer mehr über ihre Vergangenheit. Neben dem Trio treten auch scheinbar altbekannte Figuren auf, die mir allerdings völlig fremd waren. So hatte ich manchmal Schwierigkeiten ihr Handeln zu verstehen. Sehr ans Herz gewachsen ist mir Fiona Faerfax, die wiederum den Bogen zur Trilogie spannt, was ich nebenbei sehr gelungen fand.

Handlung: Trotz des kleinen Makels, dass ich mich nicht mehr wirklich an die Ereignisse aus dem Vorgänger erinnern konnte, fühlte ich mich dennoch bald wohl. Das Spannungslevel wird nach wenigen Seiten bereits das erste Mal enorm angehoben, als ein nächtlicher Besucher das Antiquariat "Liber Mundi" heimsucht. Bald darauf kommt auch der ominöse Auftrag zur Sprache: Die Suche nach dem letzten Kapitel des Flaschenpostbuches. Die Idee mit einem solchen besonderen Buch sprach mich gleich auf Anhieb an und ich wollte unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat. Während ich mit Tempest, Philander und Mercy auf der Suche nach diesem war, kreuzten immer wieder neue, sowie alte magische Geschöpfe aus der bibliomantischen Welt unseren Weg. Allerdings war für mich in diesem Buch die Magie der Wesen nicht so greifbar, wie noch am Anfang meiner bibliomantischen Reise. Dies fand ich wirklich sehr schade. Der Klappentext ließ zudem meine Erwartungen noch höher schrauben und nahm mir auf der anderen Seite im Nachhinein ein wichtiges Detail vorweg. Die Vorfreude die dadurch entstand, wurde dann leider etwas sehr enttäuscht, weil gerade der Showdown nicht ganz das bot, was mir noch im Klappentext versprochen wurde. Gerade die letzten Seiten ließen mich etwas ernüchternd zurück. Aus meiner Sicht nicht das Finale, was mir lange im Gedächtnis bleibt und was ich der Reihe gewünscht hätte.

Schreibstil: Der Schreibstil ist auch hier wieder lebendig und teilweise sehr bildhaft, so dass fast durchweg mein Kopfkino an war. Gerade was die magischen Geschöpfe anbetrifft, war dies schon sehr vom Vorteil. Denn so war die Welt für mich noch greifbarer. Kai Meyer schreibt zu dem immer wieder sehr beschreibend und ausladend. An manchen Stellen hat er sich aus meiner Sicht etwas in den vielen Beschreibungen verloren. Alles in allem ist "Der Pakt der Bücher" ein guter Abschluss, der die Welt stellenweise noch etwas vertieft hat.

 

Mein Urteil

Fans der Reihe werden auch mit "Der Pakt der Bücher" ihre Freude haben. Für mich ist es jedoch eher der schwächste Band aus dem gesamten Universum, auch wenn ich durchaus meine Freude mit diesem Buch hatte. Bekannte und neue Wesen ergänzen die Welt der Bibliomantik hervorragend auch wenn die Magie für mich hier nicht mehr ganz so greifbar war, wie noch zu Beginn meiner Reise. Die Figuren habe ich sehr ins Herz geschlossen, ebenso der fesselnde und bildhafte Schreibstil lassen mich dieses Universum in guter Erinnerung behalten. Ein guter Abschluss, der aber nicht an die Trilogie herankommt. Ich vergebe knappe 4 von 5 Welten. 

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150 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

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I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich

Cleo Leuchtenberg , Andrea Pieper , Claudia Brendler , Andrea Pieper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 20.08.2018
ISBN 9783789108525
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Das Buch ist mir in der letzten Zeit häufiger unter die Augen gekommen und mit jedem Mal wurde ich neugieriger, so dass ich es bald nach dem Eintreffen lesen wollte. Der Titel gefiel mir gleich und ist zudem passend zum Inhalt gewählt. Gerade die Mischung zwischen Englisch und Deutsch sprach mich gleich an. Optisch ist das Buch eher von schlichter Natur, was meiner Vorfreude aber in keinster Weise einen Abbruch tat.

Einstieg: Gleich zu Beginn machte sich eine Skepsis in mir breit, denn die Autorin beginnt zunächst mit der Du-Form. Das ist für mich nicht unbedingt meine Lieblingserzählform, weil es eine gewisse Distanz zum Leser schafft. Aber Cleo Leuchtenberg hat dies ganz wunderbar verpackt und ausgezeichnet gelöst. Dem Leser wird so in wenigen Sätzen das Gefühlsdasein eines Schauspielers vermittelt. Sofort sprang in mir das Kopfkino an und ich spürte das Lampenfieber, wenn man auf einer Bühne steht, fühlte die Scheinwerfer auf der Haut und die angespannte Stimmung bevor der Applaus losbricht. Das ist der Autorin wirklich hervorragend gelungen und schnell war meine Skepsis wie weggeblasen. Anschließend wechselt die Erzählform und dem Leser wird Lilly vorgestellt.

Charaktere: Fast durchgängig wird die Geschichte aus der personalen Ich-Form erzählt. Dabei wechseln sich Jungschauspielerin Lilly und Mädchenschwarm Ben kapitelweise ab. Dies gefiel mir recht gut, denn so konnte ich in die Gedankenwelt beider Figuren hineinblicken. Dachte ich zumindest. Denn irgendwie wollten wir nicht so recht miteinander warm werden. Gerade Lilly machte es mir mitunter nicht leicht. Ich kann auch gar nicht genau sagen, woran das liegt, aber irgendwie sprang der Sympathiefunke nicht rüber. Lilly ist ein Charakter, der in seinem Leben schon viel umgezogen ist und daher nie einen festen Freundeskreis hat. So hat sie nur ihre "Kollegen" an der Schauspielschule, die aber auch keine Freunde so wirklich sind, sondern mehr Bekannte auf Zeit. Während Lillys Leben einer zarten, kleinen Seifenblase gleicht, muss sich Ben schon früh selbst versorgen. Er ist deutlich abgehärteter und ist der typische Bad-Boy mit einer liebevollen Art. Mir war das etwas zu klischeehaft. Das habe ich dann doch zu oft gelesen. Gerne hätte ich mir auch bei beiden etwas mehr über ihre Vergangenheit gewünscht, so dass ich ihr Handeln vielleicht besser verstanden hätte. So fehlte den Figuren aus meiner Sicht etwas Tiefe und sie waren daher leider etwas blass.

Handlung: Das Schauspielerdasein bildet hier die Basis der Geschichte. Als Grundidee gefiel mir dies wirklich sehr, da ich mich in der Welt nicht so auskenne. So bekam ich bald eine Vorstellung, wie sich das Leben eines Schauspielers, vorangig eines Jungschauspielers wie Lilly und Ben es sind, gestaltet. Diese Einblicke in diese Welt waren wirklich sehr interessant. Dennoch ist die Geschichte überwiegend ruhig, was nicht unbedingt was schlechtes sein muss. Nur mir wurde es an manchen Stellen etwas zu ruhig und eintönig. Manchmal hatte ich das Gefühl ich lese immer wieder die gleiche Szene nur etwas anders verpackt, das fand ich mitunter sehr schade. Schnell ahnte ich zudem in welche Richtung dieses Buch geht, was meinem Lesefluss zwar nicht wirklich beeinflusste, aber trotzdem hätte ich mir da manchmal ein paar überraschende Wendungen gewünscht. Die Zuneigung, die sich zwischen Lilly und Ben bald anbahnt, war für mich leider auch nicht so greifbar. Gerade im letzten Drittel des Buches hätte ich mir etwas mehr auf der emotionalen Ebene gewünscht. Das Ende an sich kam nicht wirklich überraschend und war für mich etwas zu einfach gestaltet. Da hätte ruhig noch mehr passieren können.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang an sehr angenehm zu lesen, so dass ich überwiegend zügig vorankam. Hin und wieder schlich sich auch die Du-Form ein, was ich als Einstieg wie schon erwähnt sehr gelungen fand, aber im Laufe der Geschichte recht unpassend war. Als ich dann im Lesefluss war, wurde ich durch die einzelnen Passagen in der Du-Form leider oft herausgerissen. Alles in allem konnte mir Cleo Leuchtenberg jedoch einen interessanten Einblick in das Schauspielerdasein bieten.

 

Mein Urteil 

Meine Erwartungen zu "I Love You heißt noch lange nich Ich Liebe Dich" waren vielleicht etwas zu hoch. Insgesamt ist es ein interessanter Einblick in das Schauspielerdasein mit all seinen Höhen und Tiefen. Die Figuren waren leider für mich nicht so greifbar, wie auch die Gefühle, die immer wieder zu Tage kommen. Durch gelegentlichen Perspektivenwechsel wurde mein Lesefluss manchmal sehr getrübt, was ich unglaublich schade fand. Alles in allem ist es eine sehr ruhige Geschichte, die aus meiner Sicht manchmal etwas mehr Dramatik hätte vertragen können. Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Sommerdunkle Tage

Alice Kuipers , Angelika Eisold Viebig
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.08.2018
ISBN 9783737341295
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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175 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Die Sprache der Dornen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226797
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Bereits mit der "Krähen-Dilogie" hat mich Leigh Bardugo in eine Welt entführt, aus der ich am liebsten gar nicht mehr auftauchen wollte. Eine Welt voller Ganoven und rachsüchtigen Kriminellen, die durch den Schreibstil der Autorin lebendig wurden. Als ich dann mehr durch Zufall auf "Die Sprache der Dornen" gestoßen bin, musste ich das Buch einfach haben, weil es die Reihe gut ergänzen soll.

Von der Optik ist es ein Buch, was in keinem Bücherregal fehlen sollte. Dabei sticht der sehr poetische Titel schon aus der Masse heraus. Das Cover selbst ist aber ebenso ein absoluter Blickfang. Passend für die nasskalten Monate ist es sehr dunkel gehalten, wird aber durch einzelne Metallic-Effekte aufgebrochen, was genau meinen Geschmack trifft. Und das ist nur der äußerliche Schein.

Perfekt für die dunkle Jahreszeit sind diese sechs kleinen Kurzgeschichten, die Leigh Bardugo hier aufführt. So erfährt der Leser etwas über einen dunklen Dornenwald mit seinen düsteren Wesen, einem kleinen Fluss mit dem Namen "Messer", einem alten Uhrmacher und so viel mehr. Gelegentlich bezieht sich die Autorin auf bekannte Märchen, aber das tat meiner Lesefreude in keinster Weise einem Abbruch. Im Gegenteil. Ich war unglaublich neugierig, wie Leigh Bardugo diese Märchen auf ihre eigene Weise interpretiert. Und das Ergebnis ist wirklich großartig. Besonders lobenswert ist hierbei, dass die Autorin bereits von Anfang an eine Atmosphäre schuf, die mich stark an die typischen, düsteren, russischen Märchen erinnerte. Noch ein weiterer Grund, warum dieses Buch bei mir einziehen musste.

Mir persönlich gefiel die Mischung der Grischa-Märchen ungemein, wobei ich, wie zu erwarten war, von manchen Geschichten mehr angetan war als von anderen. Aber die Mischung macht es eben in solchen Zusatzbüchern.

Mehr als lobenswert sind die Illustrationen, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Farbenprächtige Bilder, bei dem ich mich doch etwas länger aufhalten musste um ja kein Detail zu verpassen. Sehr schön ist hierbei, dass die Illustrationen die Geschichte nicht nur untermalen, sondern ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Aber das muss man beim Lesen selber erleben, da möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen.

Auch hier schreibt Leigh Bardugo lebendig und kraftvoll, so dass die meiste Zeit beim Lesen mein Kopfkino ansprang. Manche Szenen waren sogar so bildhaft beschrieben, dass ich mich nicht nur einmal etwas gegruselt habe. Trotz der Kürze der Geschichten, schafft es die Autorin dennoch wichtige Themen einfließen zu lassen, diese spannend zu verpacken und mich kurzweilig sehr zu faszinieren.



Mein Urteil

"Die Sprache der Dornen" ist nicht nur eine wunderbare Ergänzung zur "Krähen-Dilogie", sondern auch ein großartiger Märchenband, der für sich alleine stehen kann. Leigh Bardugo entführt den Leser auch hier in eine Welt voller schauriger Märchen, die perfekt für die dunkle Jahreszeit sind. Untermalt ist dabei das gesamte Buch mit Illustrationen, bei denen man sich gerne einen Moment länger aufhält. Eine tolle Mischung von Geschichten, für Fans der Autorin und die, die es noch werden wollen. Ich vergebe 5 von 5 Welten.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Mein Date mit den Sternen - Rotes Leuchten

Bettina Belitz , Laura Rosendorfer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.08.2018
ISBN 9783570165102
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Bettina Belitz hat mich bereits mit ihrem Auftakt der "Sterne" überzeugen können, so dass mehr als klar war, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Optisch ist Band 2 im selben Stil gestaltet wie sein Vorgänger, nur dass dieser hier durch kräftigere Farben hervorsticht. Auch die einzelnen Elemente auf dem Cover sind dem des ersten Teils recht ähnlich. Die Gestaltung ist einfach zu Verlieben. Da ich gar nicht wissen wollte, worum es hier geht, habe ich mir den Klappentext nicht näher angesehen, sondern direkt mit der Geschichte begonnen.

Einstieg: Anders als im ersten Band beginnt die Autorin mit einem kurzen Prolog, der den Leser weit in die Ferne entführt. Wer da genau spricht, und wo das ganze stattfindet, ist hier nicht ersichtlich. Aber das machte gerade den Reiz aus. Auf diesen ersten Seiten wird kurz über den kosmischen Auftrag gesprochen, den die Auserwählten zu erfüllen haben. Dieser Einstieg gefiel mir wirklich gut, denn so bekam ich gleich eine Ahnung, was mich hier eventuell erwarten würde.

Charaktere: Die Autorin bleibt hier ihrer Erzählart treu und der Leser taucht erneut in die Perspektive von Protagonistin Joss ein. Joss ist mir gerade in den letzten Kapiteln des ersten Bandes sehr ans Herz gewachsen, so dass ich mich sehr über die Rückkehr zu ihr und zu all den anderen einzigartigen Figuren freute. Die 14-Jährige muss in diesem Band einige Hürden überwinden und sich nebenbei mit den alltäglichen Problemen eines Teenagers herumschlagen. So muss sie sich gegen Liebeskummer und Eifersucht wehren, darf aber den kosmischen Auftrag nicht außer Acht lassen. Und das ist mitunter gar nicht so einfach - das sieht selbt Joss ein. Durch all die Komponenten wird Joss in diesem Buch um einiges reifer und sieht der Mission mit einer größeren Entschlossenheit entgegen. Mir gefiel die Entwicklung von ihr wirklich sehr, so dass es mir eine große Freude war, sie auch hier zu begleiten. Maks - ein weiterer Auserwählte - weiß in diesem Band gar nicht wie ihm geschieht. Manchmal kam er mir da wie ein kleines trotziges Kind vor. Je weiter ich jedoch las, umso verständlicher wurde mir sein Verhalten. Auch neue, sowie alte Figuren tauchen in diesem Buch auf, von denen ich mir erhoffe, dass diese im weiteren Verlauf der Bücher eine größere Rolle einnehmen. Selbst den schwarzen Männern gibt Bettina Belitz mehr Raum, was mir sehr gut gefiel. So bekam ich allmählich ein Gefühl, welche Rolle sie einnehmen und vor allem, welche Gefahr womöglich von ihnen ausgehen könnte. 

Handlung: Band zwei ist um einiges ruhiger als es noch sein Vorgänger war. Aber das gefiel mir gerade gut, denn trotz der Ruhe, habe ich mich zu keinem Moment gelangweilt gefühlt. In den knapp 300 Seiten werden von Bettina Belitz nicht nur Themen wie erste Liebe, Liebeskummer, Eifersucht, sondern auch Akzeptanz und Freundschaft angesprochen. Gerade letztere sind wichtige Werte, umso erfreuter war ich, dass die Autorin diese in ihrer Geschichte einfließen ließ. Wie ein roter Faden taucht auch hier der ominöse kosmische Auftrag hin und wieder auf der Bildfläche auf. Gerne hätte ich mir hier schon etwas mehr über diese Mission gewünscht, allerdings ließ mich Bettina Belitz noch etwas zappeln. Auch wenn das Buch überwiegend ruhig verläuft, so wird das Spannungslevel auf den letzten 50 Seiten enorm angezogen. Der Auftrag wird immer präsenter und eine düstere Atmosphäre macht sich langsam breit. Diese Wendung traf genau meinen Geschmack.

Schreibstil: Der Schreibstil von Bettina Belitz ist angenehm und flüssig zu lesen, so dass ich sehr zügig voran kam und schneller als gedacht am Ende des Buches angelangt war. Teils fand ich ihre Erzählart wirklich sehr poetisch, was mich stellenweise noch tiefer in die Welt von Joss und Maks eintauchen ließ. Neben Werten wie Akzeptanz und Zusammenhalt, erfährt der Leser auch ein klein wenig mehr über das Auserwähltendasein. Was den Auftrag selbst anbetrifft, hielt sich die Autorin noch etwas bedeckt. Hiermit schafft sie aber gleich eine gewisse Grundspannung für die nächsten Bände.

 

Mein Urteil 

"Mein Date mit den Sternen - Rotes Leuchten" steht seinem Vorgänger in nichts nach. Dieser zweite Band ist zwar überwiegend ruhig, dennoch zu keinem Moment langweilig oder langatmig. Sehr gut gelungen empfand ich, wie sich im Hintergrund der Geschichte etwas Dunkles anbahnt. Gerade das letzte Drittel bildet hier eine gute Basis für die Folgebände. Gerne hätte ich mir etwas mehr über den kosmischen Auftrag gewünscht, hoffentlich folgt da bald mehr. Ich vergebe 4 von 5 Welten.

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252 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

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H.O.M.E. - Das Erwachen

Eva Siegmund
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2018
ISBN 9783570312308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Eva Siegmund hatte mich bereits mit ihrem Jugendbuchdebüt "LÚM" absolut für sich gewinnen können. So war schnell klar, dass ich auch zu ihrer neuen Dystopie "H.O.M.E. Das Erwachen" greifen musste. Optisch gefällt mir das Buch schon sehr. Das Cover spiegelt hier gut die Handlung wieder und macht den Leser im richtigen Maß neugierig, ohne zu viel zu verraten. Ebenso der Klappentext konnte mich sehr schnell für sich gewinnen. All diese Aspekte machten mich neugierig, so dass ich unmittelbar mit dem Buch beginnen wollte.

Einstieg: Die Autorin beginnt hier augenblicklich mit der Geschichte und der Leser lernt zunächst die "H.O.M.E - Akademie" kennen. So wurde mir hier die eine und vor allem schöne Seite der Medaille schmackhaft gemacht. Ich fühlte mich gleich auf Anhieb wohl. Zudem schreibt Eva Siegmund von Anfang an bildhaft, so dass mein Kopfkino bereits nach wenigen Seiten ansprang. Als Einstieg gefiel mir dies sehr gut, denn so war es ein Leichtes in die Geschichte einzusteigen. Im Zuge dessen wird dem Leser die Protagonistin Zoë vorgestellt, die ein nahezu perfektes Leben führt. Alles in allem ein sehr gelungener Einstieg in die Geschichte, der mich neugierig auf den weiteren Verlauf machte.

Charaktere: Die Geschichte wird hier fast durchgängig aus der personalen Ich-Perspektive von Zoë im Präsens erzählt. Dies gefiel mir sehr gut, weil ich zum einen in Zoës Kopf schauen konnte und zum anderen alles direkt und hautnah miterlebte. Gleich zu Beginn muss Zoë eine Achterbahn der Gefühle durchleben, die für mich nicht nur authentisch, sondern auch absolut nahegehend geschildert wurde. Für unsere Protagonistin bricht schon nach wenigen Seiten ihre komplette Welt zusammen - sie wacht aus einem jahrelangen Koma auf. Alles was sie je kannte - die Akademie, ihre Kräfte und ihre große Liebe - sollen plötzlich nur in ihrem Kopf existiert haben. Bald macht sie sich auf die Suche nach Antworten und muss ein Leben mit Menschen leben, die ihr völlig fremd sind. Eva Siegmund schafft es hierbei die Gedanken und Gefühle von Zoë so authentisch darzustellen, dass ich von Anfang an mit ihr fühlte. Auf ihrer Suche nach Antworten lernt der Leser zudem Kip, Tom und andere kennen, die im Laufe der Zeit eine immer größere Rolle einnehmen. Die Figuren, wie auch die Antagonisten - die ab und an zu Wort kommen - wurden sehr greifbar und facettenreich dargestellt, dass ich rasch eine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.

Handlung: Schon nach wenigen Seiten entstand ein regelrechter Lesesog, der sich durch das gesamte Buch zieht. Während die Geschichte noch ruhig und wunderschön beginnt und Eva Siegmund hierbei eine geradezu harmonische Atmosphäre schafft, wacht der Leser genau wie Zoë schon bald wie aus einem Traum auf. Dies ist der Autorin sehr gut gelungen, denn es scheint, als wäre man wie in einer anderen Welt. In einer Welt, die von düsteren Schatten umgeben ist. Dabei bilden Themen wie Wasserknappheit, Naturkatastrophen und Überbevölkerung die Basis der Geschichte. Diese sind erschreckend, aber leider auch nicht so fern von unserer heutigen Realität, dadurch schuf die Autorin eine düstere und beklemmende Grundatmosphäre, die die ganze Zeit zu spüren war. Zudem machten sich viele Fragen in mir breit, die dringend eine Antwort verlangten. Eva Siegmund ließ sich hier jedoch etwas Zeit und beantwortete diese nach und nach, allerdings wirbelten diese Antworten gleich neue Fragen auf. Spannend ist zudem, dass die gesamte Geschichte einem Countdown ähnelt und ich unbedingt erfahren wollte, was am Ende dessen passieren wird. Das Ende kam für mich nicht absolut überraschend, dennoch legt es einen interessanten Grundstein für den zweiten Band.

Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist von Beginn an fesselnd und angenehm zu lesen, so dass ich mich schnell wohlfühlte und gar nicht aus der Geschichte auftauchen wollte. Zudem lässt Eva Siegmund Traum und Realität so geschickt verschwimmen, dass ich mir an manchen Stellen gar nicht so sicher war, was nun der Wirklichkeit entspricht und was nicht. Und dieses Gefühl zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Ich begann zu hinterfragen, zweifelte wieder und kann am Ende immer noch nicht genau sagen, ob jetzt nun die Welt des zerstörten Berlins oder die der Akademie real ist. Außerdem schafft die Autorin eine düstere Atmosphäre, die schon bald bittere Realität sein könnte.

 

Mein Urteil 

"H.O.M.E - Das Erwachen" von Eva Siegmund ist ein gelungener Auftakt. Dabei lässt die Autorin Traum und Wirklichkeit so geschickt verschwimmen, dass ich mir manchmal selbst nicht sicher war, was nun der Realität entspricht. Es ist ein Buch mit düsteren und hochaktuellen Themen, die dem gesamten Buch eine beklemmende Grundstimmung verleiht. Gepaart mit interessanten Figuren, einem fesselnden Schreibstil und einer spannenden Grundidee, gleicht "H.O.M.E." beinahe einem dystopischen Thriller der Lust auf mehr macht. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Liebe ist stärker als Raum und Zeit – 2018

Susanne Wittpennig
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Fontis, 08.02.2018
ISBN 9783038481232
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(55)

125 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Das Labyrinth von London

Benedict Jacka , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.07.2018
ISBN 9783734161650
Genre: Fantasy

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Da ich bislang kaum Meinungen zu diesem Buch gehört bzw. gelesen habe, war ich umso neugieriger, aber auch ein wenig skeptisch. Der Klappentext hat mich hier sehr angesprochen, so dass ich mir unbedingt mein eigenes Bild zur Geschichte machen wollte. London selbst reizt mich ebenfalls sehr, so dass ich Bücher mit diesem Ort meist als sehr gut empfinde. Selbst das Cover sprach mich in irgendeiner Weise an. Durch das Gelb fällt das Buch in der doch recht dunklen Buchcover Masse sehr auf. Leider muss ich sagen, dass meine Erwartungen kaum erfüllt wurden.

Einstieg: Benedict Jacka beginnt hier augenblicklich mit der Geschichte. Schön wäre es hier gewesen, wenn mir ein wenig mehr Hintergrundwissen zur magischen Welt geboten wäre. So war für mich der Einstieg gleich etwas holprig. Der Leser lernt zugleich den Protagonisten Alex kennen der einen eigenen Laden in der Londoner Innenstadt führt. Das Besondere an diesem Laden sind all die magischen Gegenstände. Alex selbst fand ich zunächst etwas skuril, was mir den Einstieg zudem etwas erschwerte.

Charaktere: Das Buch wird hier ausschließlich aus der personalen Ich-Perspektive von Alex erzählt. Er selber ist ein Magier und kann in kurzen Abständen auch in die Zukunft sehen. Diese Fähigkeit nutzt er in dieser Geschichte immer wieder. An sich finde ich solche Begabungen wirklich interessant und sie geben einer Geschichte einen gewissen mystischen Touch. In diesem Buch nahm sie für mich aber ein wenig den Überraschungseffekt der Geschichte. Leider ist Alex eine Figur in die ich mich so gar nicht hineinversetzen konnte. Er blieb für mich durchweg blass. Mit den Nebenfiguren erging es mir bedauerlicherweise nicht anders. Es gab zwar immer wieder Figuren, die sich etwas von der Masse abhoben, allerdings konnte ich auch hier keine Verbindung aufbauen. Mit etwas mehr Hintergrundwissen zu den einzelnen Figuren, sähe es bestimmt anders aus. Sehr enttäuscht war ich hier von den Antagonisten. Es hatte den Anschein, als seien es nicht einzelne Bösewichte, sondern eine große graue Einheitsmasse. Die einzelnen Absichten dieser verschwammen immer mehr, so dass ich am Ende völlig den Überblick verlor, wer welche hegte.

Handlung: Zu Beginn lernt der Leser den Magier Alex und seinen Laden "Emporium Arcana" kennen. Als Einstieg fand ich das zunächst gar nicht so schlecht. Allerdings änderte ich schnell meine Meinung als die ersten Seiten gelesen waren. Denn schnell wurde die Geschichte sprunghaft und ich konnte einzelnen Elementen gar nicht mehr folgen. Es traten Figuren auf, die mir völlig fremd waren, aber Alex scheinbar mehr als bekannt vorkamen. So zog es sich leider durch das gesamte Buch, so dass ich oft ins Grübelm kam, ob ich denn nicht irrtümlich einen Folgeband lese. Mir fehlte fast durchweg Hintergrundwissen, so dass die Welt der Magier für mich nicht greifbar und verständlich war. So stolperte ich mehr durch die Geschichte und nahm kaum etwas aus dieser mit. Hin und wieder verstecken sich hier aber Ansätze, die mir teils sehr gut gefielen, so dass ich doch weiterlas. Manchmal musste ich beim Lesen etwas stutzen, weil mir das Geschriebene in irgendeiner Weise bekannt vorkam. Auch wenn einige Paralellen zu anderen Büchern in dieser Geschichte versteckt sind, so war es kein direkter Abklatsch, denn der Autor verwob diese Elemente in seine eigene Geschichte.

Schreibstil: Der Schreibstil von Benedict Jacka ist wie die Geschichte selbst. An manchen Stellen kam ich zügig voran, an manchen brauchte ich mit dem Lesen etwas länger und musste gelegentlich Seiten wiederholt lesen. Leider habe ich mir im Großen und Ganzen deutlich mehr von der Geschichte erhofft. Die Magie, die ich sonst mit London verbinde, spürte ich hier kaum. Wenn der Autor mir gelegentlich mehr Hintergrundwissen - sei es zur Welt selbst oder zu den einzelnen Figuren - geboten hätte, wäre dieses Buch durchaus spannend gewesen. So dümpelte dieses leider etwas vor sich hin und mir wurde der Bezug zu den Figuren wie auch zur Handlung teils völlig verwehrt.

 

Mein Urteil

"Das Labyrinth von London" verspricht durch Cover und Klappentext eine spannende Geschichte. Leider spürte ich von diesem kaum etwas. Die Figuren blieben für mich durchweg blass, so dass ich zu keinem wirklich eine Verbindung aufbauen konnte. Ähnlich erging es mir auch mit der Handlung selbst, die zwar hin und wieder gute Ansätze bereithält, mich aber dennoch kaum erreichen konnte. Mit ein wenig mehr Hintergrundwissen zur magischen Welt von Benedict Jacka, hätte mir dieses Buch sicherlich mehr zugesagt. So vergebe ich 2 von 5 Welten. 

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642 Bibliotheken, 44 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

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Das Gold der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 03.09.2018
ISBN 9783426654491
Genre: Fantasy

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich manchen Büchern mit einer gewissen Skepsis gegenübertrete. Vor allem dann, wenn ich bislang nichts vom Autor gelesen habe. So ähnlich erging es mir auch beim Auftakt "Das Lied der Krähen". Zum Glück völlig unbegründet, denn Leigh Bardugo bewies mir schon sehr bald, dass sie des Schreiben mächtig ist. Die Atmosphäre und die absolut untypischen Figuren trugen ihren Teil dazu bei, dass die Autorin genau meinen Geschmack traf. So war schnell für mich klar auch zu "Das Gold der Krähen" zu greifen. Dass mir dieser sogar deutlich besser gefallen wird, ahnte ich natürlich nicht.

Einstieg: Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo mich Leigh Bardugo mit "Das Lied der Krähen" zurückließ. Es mögen nur wenige Stunden seit der Rückkehr der Krähen vergangen sein und Kaz Brekker und seine Bande sehen sich mit einem verheerenden Verrat konfrontiert. Von der versprochenen Beute keine Spur und zu allem Übel ist auch noch das Phantom der Gruppe in den Fängen von Jan Van Eck geraten. Zwar beginnt das Buch durch besagte Ausgangssituation gleich temporeich, aber ich brauchte auf der anderen Seite doch einen Moment, ehe ich wieder gänzlich ankam zu mal Leigh Bardugo eine Figur einführt, die ich bislang noch nicht kannte. Meine anfänglichen Probleme waren zum Glück nach nur wenigen Seiten verflogen und ich konnte mich gänzlich auf die Geschichte konzentrieren.

Charaktere: Bereits im ersten Band lernt der Leser die einzelnen Figuren kennen und ich machte mir allmählich ein Bild von jedem einzelnen. Am Ende wusste ich, wen ich lieber mochte und wer mir noch etwas fremd erschien. Allerdings habe ich da nicht mit Leigh Bardugo gerechnet. Denn schon nach einem Drittel hatte ich so viel neues über die Figuren erfahren, dass meine Meinungen zu den einzelnen schnell eine andere Richtung einnahmen. Während ich in "Das Lied der Krähen" manchmal die Anzahl der Erzählperspektiven etwas abschreckend fand, hatte ich hier zu keiner Zeit ein Problem damit. Auch hier bleibt die Autorin ihren Erzählperspektiven treu, so dass die Geschichte mal von Kaz, Inej, Matthias, Nina, Wylan und Jasper erzählt wird. Ich tauchte immer tiefer in deren Gefühls- und Gedankenwelt und verstand viele Handlungen aus dem ersten Teil deutlich besser so dass nicht nur einmal der "Aha-Moment" bei mir eintraf. Alle Figuren machen auch hier eine enorme Entwicklung durch, die sehr spannend zu verfolgen waren. Gerade im Hinblick der Anzahl der Protagonisten, ist es für mich eine Glanzleistung der Autorin, dass keine Figur in dieser Geschichte zu kurz kommt, sondern jeder seine Entfaltungsmöglichkeit hat. Ganz besonders war ich hier von Kaz Brekker angetan, der sich für mich zu einer der tiefgründigsten und auch unscheinbarsten Figuren entwickelt hat.

Handlung: Auch wenn dieser zweite Band handlungstechnisch auf den ersten Blick nicht so viel zu bieten hat, so hat Leigh Bardugo aus diesem Wenigen unglaublich viel draus machen können. Es war zu keinem Moment langweilig, weil sie das Spannunglevel konstant hoch hielt. Das war zum einem den Figuren verschuldet, weil es immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit gab, zum anderen aber auch der Handlung an sich. Ich fand es wahnsinnig spannend zu verfolgen, wie die von Rache getriebenen Krähen langsam aber stetig an ihr Ziel kam. Sehr bemerkenswert fand ich aber auch, dass die Clique dadurch noch mehr zusammenwächst und plötzlich Werte wie Vertrauen und Freundschaft und Liebe noch präsenter werden als noch zu Beginn ihrer Reise. Das hat für mich die Autorin absolut glaubhaft dargestellt. So waren die Beziehungen untereinander sehr schön zu verfolgen und hielten nicht nur einmal eine Überraschung für mich bereit. Das gesamte Buch gipfelt in einem Showdown, der mich schockiert und überrascht hat, aber auf der anderen Seite absolut glücklich und zufrieden zurücklässt. Es ist ein absolut passendes Ende, was in sich geschlossen ist, aber dennoch ein wenig Raum zur Spekulation übrig lässt. Und wer weiß, vielleicht gibt es ein Wiedersehen?

Schreibstil: Leigh Bardugo hat eine Art zu erzählen, die mich von der ersten Seite gefesselt hat. Ihr durch und durch lebendiger und spannender Schreibstil machte auch dieses Buch zu einem wahren Leseerlebnis. Wie ich es bereits aus "Das Lied der Krähen" kannte, herrscht auch hier eine unterschwellige Dramatik, die mir wahnsinnig gut gefiel. Das macht die Reihe eben so aus. Sie ist viel düsterer als so manch andere, aber damit traf die Autorin auch hier genau meinen Geschmack.

 

Mein Urteil

 

Leigh Bardugo schuf mit ihrer "Krähen-Dilogie" eine unsagbar tolle Reihe, die so ganz anders ist, als das was ich bisher gelesen habe. Sie ist düster und weiß mit Figuren zu überzeugen, die ich zwar schon im ersten Band gemocht habe, aber erst in diesem Finale absolut liebgewonnen habe und die vor Tiefgründigkeit nur so trotzen. Der Schreibstil der Autorin ist auch hier spannend, temporeich und dramatisch, dass ich mich zu keiner Sekunde gelangweilt habe und immer weiter lesen wollte. Dieser Abschluss entfachte einen Sog in mir, dass ich zwar immer weiter lesen, aber doch nicht zum Ende gelangen wollte. Ein großartiger Abschluss, der für mich den ersten Band absolut getoppt hat! Ich vergebe 5 von 5 Welten!

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Zerrissene Erde

N. K. Jemisin , Susanne Gerold
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2018
ISBN 9783426521786
Genre: Fantasy

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40 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Beim zweiten Kuss verwechselt

Sonja Kaiblinger , Daniela Kohl
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.08.2018
ISBN 9783791500782
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Bereits in "Auf den ersten Blick verzaubert" hat mich Sonja Kaiblinger absolut überzeugt. Ihr genialer Humor brachte mich nicht nur einmal zum Lachen. Da ich auch die Figuren sehr gerne habe, war für mich sofort klar, dass ich die Reihe weiter verfolge. Mit "Beim zweiten Kuss verwechselt" geht nun das Abenteuer rund um Ophelia, ihrer Zwillingsschwester Lola und ihren drei verrückten Tanten weiter. Auch das Cover ist wieder sehr schön gewählt und da ich Pastellfarben sowieso sehr gerne mag, war das noch ein kleiner Pluspunkt.

Einstieg: Es dauerte auch hier nicht lange und ich war wieder mitten in der Geschichte. Sonja Kaiblinger hat eine unglaublich tolle und humorvolle Art zu erzählen, dass es bei mir nicht lange dauert, ehe ich ein breites Grinsen im Gesicht hatte. Und genau das liebe ich so sehr an ihr. Die Geschichte setzt beinahe nahtlos dort an, wo Band eins endete, allerdings kommt hier schon bald das nächste Chaos um die Ecke, denn Ophelias Schule soll wie jedes Jahr in die schottischen Highlands fahren. Noch ein Grund mehr dieses Buch zu lesen.

Charaktere: Wie ich es schon aus dem Vorgänger kannte, wird auch hier die Geschichte aus der personalen Ich-Perspektive aus Ophelias Sicht erzählt. Durch die ganzen Katastrophen aus dem ersten Band wurde Ophelia nicht nur etwas reifer, sondern vor allem - und das ist viel wichtiger - viel besser im Verwandeln. So muss sie sich fast nicht mehr mit Spontanverwandlungen herumschlagen, was im ersten Teil oft zu urkomischen Szenen führte. Ophelia mochte ich von Anfang an und auch in diesem Band fand ich sie zu keiner Sekunde unsympathisch. Sehr gut gefiel mir auch, dass gewisse Nebenfiguren wie Cliff und auch Ophelias Zwillingsschwester Lola in diesem Buch mehr Raum bekamen, so lernte ich noch mehr über sie und konnte mich wunderbar in sie hineinversetzen. Sehr glaubhaft ist auch das Gefühlschaos von Ophelia beschrieben, was mich manchmal auch sehr zum Schmunzeln brachte, manchmal aber auch ein wenig den Kopf schütteln ließ. Gerade durch die Wettkämpfe in den Highlands stehen Ophelia und ihrer Schwester neue Herausforderungen bevor. Dadurch werden nicht nur ihre Verwandlungskünste auf eine harte Probe gestellt, sondern auch ihr menschliches Handeln. Und das gefiel mir sehr gut.

Handlung: Schnell merkt man beim Lesen dieser Fortsetzung, dass sich die Grundstimmung von Band eins zu hier rapide geändert hat. Während es im ersten Band alles noch sehr humorvoll daherging, schuf Sonja Kaiblinger hier eine düstere Atmosphäre, die wie ein Damoklesschwert über der gesamten Geschichte hängt. Es nahm an manchen Stellen einen gewissen schaurigen Touch an, was mir wahnsinnig gut gefiel. Dieser wurde durch den Standort der schottischen Highlands sogar noch mehr untermauert. Mir gefiel die Richtung der Geschichte, gerade weil ich das so nicht kommen sah. Zwar gab im ab und an Momente, die ich beim Lesen schon geahnt habe und am Ende auch so eingetroffen sind, dennoch taten diese meinem Lesegenuss keinen Abbruch. Wie sollte es auch anders sein, spielen auch hier wieder die alltäglichen Katastrophen wie Liebeskummer und Ophelias verrückte Tanten eine große Rolle, so dass das Buch trotz der eher überwiegend düsteren Stimmung auch Momente zum Lachen und Schmunzeln bot.

Schreibstil: Der Humor von Sonja Kaiblinger macht die Geschichte so besonders. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich die Figuren manchmal echt nicht für voll nehmen und irgendwie über sich selber herziehen. Und da ich selbst auch gerne über mich schmunzeln oder lachen muss, war es hier nicht verwunderlich, dass ich die Figuren noch mehr ins Herz schloss. Sehr positiv ist auch die Stimmung, die Sonja Kaiblinger in diesem Band schuf der eine sehr spannende Basis für das Finale bietet.

 

Mein Urteil

Auch mit "Beim zweiten Kuss verwechselt" konnte mich Sonja Kaiblinger von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten. All die Figuren, die ich schon im Auftakt gerne hatte, habe ich hier sogar noch mehr ins Herz geschlossen. Es gab Momente, die mich lauthals lachen ließen, aber auch Momente, die deutlich düsterer waren als ich es bislang kannte. Die düstere Atmosphäre, die die Autorin im Laufe der Geschichte schuf, bildet eine sehr gute Basis für das Finale. Ich bin schon sehr gespannt, was uns da erwarten wird. Ich vergebe auch hierfür 5 von 5 Welten.

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905 Bibliotheken, 12 Leser, 5 Gruppen, 95 Rezensionen

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Days of Blood and Starlight

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2013
ISBN 9783841421371
Genre: Jugendbuch

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(18)

75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Vielleicht passiert ein Wunder

Sara Barnard , Ilse Layer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.05.2018
ISBN 9783737355605
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Auch wenn mir die Gestaltung des Buches gut gefällt, so hat sie nicht allein ausgereicht, dass ich dieses Buch lesen wollte. Es war vielmehr - wie so oft - der Klappentext, der mich direkt überzeugen konnte. Dieser machte mich nicht nur neugierig, sondern versprach auch eine berührende Geschichte mit tollen Figuren. Mich kribbelte es direkt in den Fingern und ich wollte die Geschichte von dem Gehörlosen Rhys und der stummen Steffi unbedingt lesen. Wie sich am Ende herausstellte, hat mich der Klappentext auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Einstieg: Sara Barnard beginnt hier augenblicklich mit der eigentlichen Geschichte und der Leser lernt zunächst unsere Protagonistin Steffi kennen, die von allen schief angesehen wird, weil sie nicht spricht. Kurz darauf betritt auch Rhys die Bildfläche und ich muss gestehen, dass ich beide Figuren gleich unglaublich sympathisch fand. Zudem ist der Schreibstil der Autorin sehr angenehm und locker zu lesen, so dass ich sehr schnell in der Geschichte ankam und mich direkt wohlfühlte.

Charaktere: Für ihre Geschichte wählte die Autorin den personalen Ich-Erzähler im Präsens. So erlebte ich die ganze Geschichte im Jetzt-Zustand, was ich sehr gut gemacht fand. Denn die Entwicklung der Figuren sowie der Story ist wahnsinnig interessant zu verfolgen und da bietet sich eben diese Erzählform wunderbar an. Der Leser taucht durch die Ich-Perspektive in Steffis Gedanken- und Gefühlswelt. Steffi ist ein sehr introvertierter Mensch und möchte in der Masse am liebsten gar nicht auffallen. Warum sie nicht spricht, wird zwar nur ansatzweise erläutert, aber das störte mich ganz und gar nicht. Denn Steffi und ich schwimmten sehr bald auf einer Wellenlänge, gerade weil sie mir in vielen Dingen recht ähnlich ist. So war es nicht verwunderlich, dass ich sie schnell sympathisch fand. Aber auch Rhys ist eine tolle Bereicherung für die Geschichte. Er ist gehörlos, so schon geboren und möchte nicht mit Samthandschuhen angefasst werden, sondern so normal wie es eben geht gesehen werden. Und diese Eigenschaft gefiel mir auf der Stelle. Beide Figuren sind unglaublich vielschichtig dargestellt, dass ich sie im Laufe der Geschichte immer mehr mochte. Auch die Entwicklung, die beide durchgemacht haben, war nicht nur glaubhaft und authentisch, sondern auch sehr nahegehend dargestellt. Ganz besonders lobenswert fand ich hier die Entwicklung von Steffi.

Handlung: Schon die Grundidee gefiel mir auf der Stelle, so dass kein Weg daran vorbeiführte und ich Rhys und Steffi unbedingt kennenlernen wollte. Schnell merkte ich, dass diese keine typischen Figuren sind, was noch ein Grund mehr für mich war, mehr über sie zu erfahren. Authentisch und mit ganz viel Gefühl erzählt Sara Barnard die Geschichte über eine Freundschaft, die besonders in so vieler Hinsicht ist. Schön empfand ich auch, wie sich Rhys und Steffi durch den Weg ihrer Kommunikation immer näher kommen, so dass nach und nach eine ganz besondere und zarte Liebe zwischen ihnen entsteht. Diese ist zu keinem Zeitpunkt kitschig oder unglaubwürdig, nein, sie ist voller Tiefgang und Echtheit, dass es für mich ein Genuss war die Figuren auf dem Weg zu begleiten. Das Ende gefiel mir ebenso gut, es ist absolut perfekt und rund und hat all meine Fragen, die im Laufe der Geschichte aufkamen zufriedenstellend beantwortet. 

Schreibstil: Sara Barnard schuf gleich zu Beginn mit ihren Worten eine so wunderschöne Atmosphäre, dass ich ihrem Schreibstil gar nicht entkommen wollte und immer mehr über Rhys und Steffi herausfinden wollte. Sie verleiht ihrer Geschichte sowie ihren unglaublich toll gezeichneten Charakteren so viel Tiefe, dass es für mich ein purer Lesegenuss war. Eher ruhig erzählt die Autorin die Lebensgeschichte der beiden Figuren, weist aber immer wieder durch kleine Szenen Probleme auf, die durch die Schicksale der Figuren auftreten können. Dadurch verliert die Geschichte auch nie an Ernsthaftigkeit und das gefiel mir sehr gut.



Mein Urteil


Mit "Vielleicht passiert ein Wunder" schuf Sara Barnard eine Liebesgeschichte, die auf in so vieler Art besonders ist. Gerade durch die unglaublich authentisch und toll gezeichneten Figuren ist es keine 0815-Lovestory, sondern eine, die ich als sehr tiefgründig emfpand. Die Autorin zeigt hier, dass Action und Tempo nicht zwingend notwendig ist, um eine Geschichte spannend zu machen. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt gefühlt und wollte immer mehr über das Schicksal von Rhys und Steffi erfahren. Ein authentisches und berührendes Buch, was zeigt, dass man auch mal über seinen Schatten springen muss, um voran zu kommen. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.

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89 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Sprichst du Schokolade?

Cas Lester , Christine Spindler , Kate Forrester
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845827353
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Es gab mehrere Aspekte, die mich dazu brachten dieses Kinderbuch zu lesen. Einer dieser war der Titel, der nicht nur absolut klasse gewählt ist, sondern mir auch direkt ein Schmunzeln entlockte. Aber auch der Klappentext, bzw. die Grundidee von "Sprichst du Schokolade?" war einer der Hauptgründe, warum ich unbedingt in diese Geschichte eintauchen wollte. Dieser versprach eine absolut herzerwärmende Geschichte mit nicht weniger wichtigen Themen. Alles in allem führten der Titel, der Klappentext, wie auch die schöne Gestaltung dazu, dass ich Nadima und Josie kennenlernen wollte.

Einstieg: Der Schreibstil von Cas Lester erweckte direkt in mir ein wohlig warmes Gefühl. Nach nur wenigen Worten war ich ihrer unglaublich liebevollen Erzählweise verfallen und wollte dieser gar nicht mehr entkommen. Es war wie nach Hause kommen. Ähnlich erging es mir aber auch mit den Figuren. Allen voran unsere junge Protagonistin Josie. Ich schloss sie nach nur wenigen Momenten augenblicklich ins Herz. Dass ich so schnell ein Urteil über Figuren fällen kann, trifft nicht so häufig ein. Umso glücklicher war ich, dass ich mich in der Geschichte sehr schnell wohlfühlte.

Charaktere: Als 13-Jährige hat man es nicht immer einfach. Das muss sich auch Josie immer wieder eingestehen. Und wenn man mit drei großen Brüdern aufgewachsen ist, ist es als Mädchen gleich doppelt so schwer. Josie hat es also mitunter nicht ganz leicht. Umso glücklicher ist sie, als sie das syrische Mädchen Nadima kennenlernt und schon bald ihren ganz eigenen Weg der Kommunikation findet. Nadima und Josie sind wie Tag und Nacht und dennoch oder gerade deswegen, habe ich sie nach nur wenigen Minuten ins Herz geschlossen. Josie ist das, was Nadima nicht ist. Sie ist taff, selbstbewusst, handelt manchmal ohne nachzudenken, gesteht sich auf der anderen Seite aber auch ihre Fehler ein. Und das machte sie so unglaublich authentisch, dass ich sie einfach lieben musste. Nadima ist eher ruhig und so ziemlich das Gegenteil von Josie, aber eins haben beide gemeinsam - sie ergänzen sich nicht nur wunderbar, sondern fanden direkt ein Platz in meinem Herzen. Aber nicht nur die beiden sind mit so viel Liebe und Tiefgründigkeit ausgearbeitet, sondern auch die Brüder von Josie, wie auch die Eltern der beiden Mädchen. Der liebevolle Umgang zu ihren eigenen Kindern, aber auch zwischen den Kindern selbst, erwärmte nicht nur einmal mein Herz.

Handlung: In diesem Buch geht es um Freundschaft. Aber nicht nur Freundschaft zwischen zwei Mädchen, die aus unterschiedlichen Kulturen kommen, sondern auch um Freundschaft mit all ihren Höhen und Tiefen. Nadima und Josie müssen in diesem Buch einige Herausforderungen bewältigen. Allen voran natürlich, wie man sich unterhalten kann, wenn man nicht die selbe Sprache spricht. Dass das nicht so einfach ist, müssen die beiden schnell erkennen. Aber auch, dass gut gemeinte Taten, schnell in die falsche Richtung ausufern können. Neben den Besonderheiten einer solchen Freundschaft, greift Cas Lester immer wieder Themen der Toleranz und Akzeptanz, wie auch der Nächstenliebe auf. Diese Themen wurden so geschickt in die Geschichte verwoben, dass man schon genauer lesen musste um eben solche Botschaften nicht einfach zu überlesen. Unglaublich berührend empfand ich die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen, die sich mit der Zeit entwickelt. Sie war einfach nur herzerwärmend.

Schreibstil: Der Schreibstil von Cas Lester hat mich schon nach wenigen Momenten völlig eingenommen und ich wollte dem auch nicht entkommen. Das wohlige Gefühl, was ich gleich zu Beginn verspürte, war durch die gesamte Geschichte bemerkbar. Und so etwas mag ich ganz besonders, wenn die Erzählweise so angenehm ist, dass man die Geschichte am liebsten gar nicht beenden mag. Neben der schönen Atmosphäre, die die Autorin dadurch schuf, vernachlässigt Cas Lester dennoch keineswegs wichtige Themen wie Krieg, Hass gegenüber Ausländern, aber auch Werte wie Toleranz und Akzeptanz. All diese Themen hat sie aus meiner Sicht hervorragend in die Geschichte einfließen lassen.


 

Mein Urteil

"Sprichst du Schokolade?" scheint auf dem ersten Blick ein einfaches Kinderbuch zu sein. Aber es ist so viel mehr. Es ist eine Geschichte über Freundschaft mit all ihren schönen, wie auch tückischen Momente. Das Buch erzählt von Nadima und Josie, die man nur ins Herz schließen kann. Es ist eine Geschichte, die einem so viel gibt, die zeigt, wie wichtig bestimmte Werte sind. Es ist eine Geschichte, die ich mit jeder Faser meines Körpers genossen habe. Ich vergebe 5 von 5 Welten.

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen

Andreas Jäger
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845828626
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Es gibt gerade aus der Geschichte sehr spannende und bedeutende Erfindungen oder Entdeckungen, die noch heute wichtig sind. Daher gibt es einiges was mich aus der Vergangenheit interessiert. Natürlich ist es hier auch wie in anderen Bereichen, die Herren der Schöpfung liegen mit ihren Erfindungen und Entdeckungen ganz vorne. Aber auch Frauen waren, wie es die Geschichtsbücher zeigen, nicht  ganz untätig. Und dass obwohl Gleichberechtigung noch vor einigen Jahrhunderten absolut nicht groß geschrieben wurde.

Dieses Kinderbuch hat es sich zur Aufgabe gemacht Geschichte sehr ansprechend darzustellen. Dabei werden dem Leser die unterschiedlichsten Lebensgeschichten bedeutender Frauen vorgestellt. Der Fokus liegt hier aber nicht nur auf jüngere Leser, sondern auch ältere werden mit Sicherheit ihre Freude an diesem Buch haben. Mir ging es jedenfalls so. Auch wenn es kein typischer Roman ist, so hab ich mich dennoch keineswegs gelangweilt gefühlt. 

Die Aufmachung ist den vielen Illustratoren und natürlich auch dem Autor Kay Woodward sehr gelungen. So werden nicht nur stupide Biografien einzelner Persönlichkeiten an einander gereiht, sondern durch Zitate und eben auch durch farbigen Illustrationen untermalt. Dabei sind die Biografien keineswegs langweilig. Sie sind kurz und knapp gehalten und dennoch vermittelt es dem Leser genau im richtigen Maße wichtige Informationen. Man erfährt nicht nur, was diese Frauen so besonders macht, sondern auch, wie sie bei heutigen Problemen handeln würden. So stellt sich z. B. die Frage, was Kleopatra tun würde, wenn man in der Schule wegen seiner Klamotten ausgelacht wird oder wie Katharina die Große reagieren würde, wenn alle hinter einem Rücken über jemanden herziehen? Dies fand ich sehr aufregend, weil es mit Sicherheit gerade für heranwachsende Mädchen und Jungen wichtig ist, sich in seinen Taten bestätigt zu fühlen und diese Frauen zeigen, dass es nicht immer leicht ist, aber dass man es dennoch bis nach ganz oben schaffen kann.

Sehr lobenswert ist es an dieser Stelle, dass mir nicht nur Geschichten bzw. Biografien von mir namentlich bekannten Persönlichkeiten wie Marie Curie oder Johanna von Orleans gezeigt wurden. Auch junge Kämpferinnen wie Malala, die einen Kopfschuss überlebte und sich nun noch mehr für Gleichberechtigung einsetzt, oder Extremsporlerinnen wie Junko Tabei, die bislang die einzige Frau ist, die bisher auf jedem höchsten Berg eines Kontinents war, hatten hier ihren Platz. So vielfältig die einzelnen Personen sind, so vielfältig ist auch dieses Buch. 


 

Mein Urteil

Hier kommt ein Buch voller Frauen-Power. Es ist ein Buch, welches zeigt, dass es auch Frauen im Laufe der Geschichte immer wieder ganz weit nach vorne brachten. Sei es Marie Curie, die einer der wichtigsten Entdeckungen machte, oder Katharina die Große, die von einer einfachen Prinzessin aus Anhalt zur Zarin eines ganzen Reiches wurde. Kay Woodward schuf hier ein brillantes Kinderbuch, welches selbst meinen eigenen Horizont ein wenig erweiterte. Ein tolles Buch mit absoluter Vielfalt! Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.

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142 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Irgendwas von dir

Gayle Forman , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.04.2018
ISBN 9783841422385
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung:  Ich hatte vor einigen Jahren die Dilogie "Nur ein Tag" und "Und ein ganzes Jahr" von Gayle Forman gelesen und fand die Geschichte damals ganz in Ordnung. Umso gespannter war ich nun, als ich erfuhr, dass ein neues Werk aus ihrer Feder erscheint. Hin und wieder brauche ich auch sehr sensible Themen und da kam "Irgendwas von dir" gerade recht. Die Optik gefällt mir sehr gut, ebenso versprach der Klappentext eine berührende und auch bewegende Geschichte.

Einstieg: Gayle Forman beginnt hier augenblicklich mit der Geschichte und somit auch mit dem Tod von Codys bester Freundin Meg. Als Einstieg gefiel mir dies sehr gut, denn so schuf die Autorin eine gewisse Grunddramatik, die auch im weiteren Verlauf zwar nicht immer da war, aber auch nie gänzlich verschwand. Der angenehm zu lesende Schreibstil der Autorin gefiel mir gleich sehr gut, so dass ich zügig in der Geschichte ankam. Die Figuren machten es mir zu Beginn nicht ganz einfach, aber das behob sich zum Glück im Laufe der Geschichte.

Charaktere: Die Geschichte wird durchgängig aus der Ich-Perspektive von Cody im Präsens erzählt. Als gewählte Erzählform gefiel mir dies sehr gut, denn so schlüpfte ich in Codys Gedanken- und Gefühlswelt und konnte sie im Laufe der Zeit immer besser verstehen. Gut gefiel es mir, dass Meg als Figur zwar nicht direkt da war, aber doch durch die Erinnerung von Cody irgendwie zum Leben erweckt wurde. Relativ zeitnahe lernt der Leser auch den geheimnisvollen Ben kennen, der scheinbar eine gewisse Verbindung zu Meg hegte von der Cody aber nichts wusste. Dass sich da schnell Misstrauen und Zweifel breit machen, war nur abzuwarten. Ben war für mich ein Charakter, der mehr so nebenherlief, irgendwie war er für mich nicht ganz greifbar. Je mehr Cody über das Leben ihrer besten Freundin erfahren möchte und dort auch bald in Ben einen Unterstützer sieht, desto näher kamen sich die beiden, womit ich nicht so ganz einverstanden war. Im großen und ganzen gefiel mir jedoch die jeweilige Entwicklung der Figuren, ebenso die der Nebenfiguren, die für mich ruhig noch präsenter hätten sein können. Dennoch gab es auch Momente in der Geschichte, in denen ich etwas verwirrt war, da einige Handlungen der Charaktere manchmal nicht ganz nachvollziehbar waren. Das trübte dann wieder ein wenig das Gesamtbild der Figuren.

Handlung: Die Autorin hat hier ein sehr sensibles Thema als Basis gewählt, was mir von Anfang an gut gefiel, denn so ist es eben nicht ein Buch, was man mal eben schnell liest, sondern was Zeit braucht. Und die brauchte ich auch tatsächlich. Natürlich spielt hier nicht nur der plötzliche Suizid einer geliebten Person eine Rolle, sondern eben auch, wie die Hinterbliebenen das alles verarbeiten werden. Megs Leben wird ebenso sehr geschickt in die Geschichte eingewebt, wie auch Freundschaft und Liebe. Trotz der gewählten Themen, die auch gut in die Story eingebaut wurden, fehlte mir tatsächlich das, was ich von Anfang an erwartet habe - die Tiefgründigkeit. Gerade bei dem Thema habe ich mir wirklich eine sehr bewegende und berührende mitunter auch dramatische Geschichte erhofft, leider fehlte mir dies fast durchweg, was ich unglaublich schade fand. So entwickelte sich dieses Buch schnell zu einem herkömmlichen Roman mit typischen Elementen.

Schreibstil: Gayle Forman erzählt auf sehr angehme und auch lockere Art und Weise, so dass ich mich nicht nur schnell in der Geschichte wohlfühlte, sondern auch zügig vorankam. Das Thema Suizid ist an sich schon ein sehr schwer verdauliches Thema, gerade für die Angehörigen muss es unfassbar schwer sein. Leider waren für mich die Gemütszustände der einzelnen Personen, sei es Cody oder eben auch die Familie von Meg, irgendwie nicht ganz authentisch dargestellt. Das fand ich mitunter sehr schade, dadurch hätte die Geschichte sicherlich auch die Tiefgründigkeit bekommen, die ich etwas vermisst habe.

  

Mein Urteil

Auch wenn ich mich ungemein auf "Irgendwas von dir" gefreut habe, so hat es mich doch letztenendes eher ernüchternd zurückgelassen. Aufgrund der Thematik hatte ich mir eine bewegende und vielleicht auch nahegehende Geschichte erhofft, die ich aber nur ansatzweise bekam. Es gab auch immer wieder Momente, in denen ich das Verhalten der Figuren nicht gänzlich nachvollziehen konnte. Die angenehme Erzählweise Gayle Formans ließ mich auf der anderen Seite jedoch zügig in die Geschichte einsteigen und sie auch genauso zügig durchlesen. Ob ich noch mal ein Buch aus ihrer Feder lesen werde, bleibt abzuwarten. Ich vergebe 3 von 5 Welten.

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Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Auch wenn ich Affären absolut nicht befürworte, so war ich dennoch sehr gespannt auf dieses Buch. Gerade weil ich bisher noch kein Buch gelesen habe, in dem eine Affäre so sehr im Vordergrund steht wie hier. Denn hier baut die Geschichte auf eine solche auf. Als Grundvoraussetzung fand ich das irgendwie ziemlich erschreckend und trotzdem juckte es mich in den Fingern. Die Gestaltung selbst ist recht schlicht gehalten und hat mich von Anfang an eher an einen Erotikroman erinnert. Keine Ahnung, warum ich das dachte. Ich bin auch im Endeffekt mit dieser Erwartung herangegangen. Zum Glück war dies nicht der Fall.

Einstieg: Zunächst war ich etwas überrumpelt, weil die Geschichte genau da ansetzt, wo sich Callum und Kate das erste Mal begegnen und damit auch gleich der Stein ins Rollen kommt, der die Basis der Geschichte bildet. Denn ihre erste Begegnung endet im Jahr 1985 direkt damit, wie Callum seine Frau Belinda betrügt. Auch wenn ich natürlich wusste, dass dieser Aspekt das Grundgerüst der Geschichte ist, so war ich gleich von Kate wie auch Callum etwas abgeneigt. Der Schreibstil der Autorin wiederum ist sehr angenehm zu lesen, so dass ich mich trotz der raschen Wendung zügig in der Geschichte wiederfand.

Charaktere: Es ist wirklich sehr selten, dass ich Figuren von Anfang an nicht leiden kann. Hier war es aber der Fall. Callum ist glücklich verheiratet und Familienvater von bald drei Kindern, als er seine Frau das erste Mal betrügt. Für mich schon ein Grund, warum ich eine gewisse Aggression gegen ihn spürte. Denn ich stellte mir im Laufe der Geschichte immer wieder die Frage, wie er das nur verantworten kann. Schon bald darauf beginnt seine Ehe auf eine Lüge aufzubauen. Kate dagegen ist Anfang 20, als sie das erste Mal auf Callum trifft und sofort eine enorme Anziehung auf ihn auswirkt. Sie ist willensstark und am besten soll es nur um sie selbst gehen. Und das war auch der Grund, warum ich Kate in diesem Buch am aller wenigsten leiden konnte. Zwar wollte ich mich dennoch immer wieder in die beiden hineinversetzen, aber ich konnte ihr Handeln - gerade auch das wiederholende Handeln - nicht nachvollziehen. Es war einfach nicht schlüssig. Viel mehr mochte ich die Nebenfiguren, insbesondere Callums Frau Belinda, als auch Kates späteren Ehemann Matt und dessen Studienfreundin Hetty. Die Nebencharaktere waren mit so viel Liebe und Tiefe gezeichnet, dass ich die Rollen der Figuren am liebsten getauscht hätte. Und die Entwicklung der Nebenfiguren waren auch mit der Grund, warum ich das Buch letztendlich so gut fand.

Handlung: Selten bildet eine Affäre die Basis einer Geschichte. Umso gespannter war ich hier, welche Folgen es für die Figuren mit sich bringt. So hoffte ich gerade als Kate und Callum ihre Beziehung nach 17 Jahren wieder neu entfachten, dass beide schon bald die gerechte Strafe bekommen, weil ich so was einfach nur furchtbar finde. Ehe dies jedoch so weit kommt, bekam ich Puzzlestücke aus der Vergangenheit, wie auch aus dem Jahr 2002, was mir im Nachhinein ziemlich gut gefiel. Denn so ergab sich nach und nach ein Gesamtbild, nicht nur was Kate und Callum selbst anbetrifft, sondern natürlich auch die Beziehung zwischen einander. Natürlich ist ihre Affäre ein absolutes Spiel mit dem Feuer und erweckt auch den Reiz des Verbotenen, gerade auch als gewisse Tatsachen von der Autorin aufgedeckt wurden, die die Beziehung noch intensiver und schlimmer machten. Dadurch war auch eine gewisse Grunddramatik zu spüren, was mir sehr gut gefiel. Zwar erweckte diese Affäre keine Gefühle in mir, aber das war nicht weiter schlimm, so betrachtete ich sie lieber als Beobachter. Immer mehr fieberte ich der Auflösung hin und stellte mir beim Lesen die Frage, welches Ende ich mir sowohl für die beiden Liebenden, als auch für Belinda, Matt und Hetty wünschte. Und die Auflösung kam mit einem großen Knall, nicht ganz überraschend, trotzdem gefiel sie mir gut. Ich muss sagen, dass ich gerade das Ende extrem gut fand. Denn jeder hat genau das bekommen, was er verdient und auch genau das, was mich als Leser mehr als zufrieden zurücklässt.

Schreibstil: Der Schreibstil von Ruth Jones ist sehr angenehm zu lesen und sprüht nur vor Drama und Begehren. Warum ich dachte es sei ein Erotikroman, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Natürlich spielt Sex eine Rolle, aber das ist aufgrund der Idee nicht wirklich verwunderlich. Dennoch war ich froh, dass ich hier keine ausgeschmückten Beschreibungen bekam. Das hat die Autorin für mich sehr gut gelöst. Auch die Gewissensbisse die gerade in Callum immer wieder auftraten, waren für mich glaubhaft dargestellt.


 

Mein Urteil


Ruth Jones
ist hier ein Roman gelungen, der eine sehr untypische Ausgangssituation hat, was mich von Anfang an sehr gereizt hat. Immerhin ist es ihr gelungen, dass ich gleich nach wenigen Seiten eine absolute Abneigung zu den Protagonisten, mehr aber eine enge Verbindung zu den Nebenfiguren bildete. Meine anfänglichen Bedenken, es handle sich hier um einen Erotikroman, wurden zum Glück bald im Keim erstickt. Natürlich spielt Sex hin und wieder eine Rolle, gewinnt aber nie an Überhand. Ein Roman, der voller Dramatik und Gefühlen ist, und mich rund um zufriedenstellt. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.





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Liebe ist so scheißkompliziert

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 22.08.2018
ISBN 9783733504069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Nachdem im vergangenen Jahr die Autorin und ihre Bücher so gelobt wurden, wollte ich mir nun endlich selbst ein Bild von ihrer Schreibkunst machen. Demzufolge durfte ihr neuer Roman "Liebe ist so scheißkompliziert" nicht lange ungelesen bleiben. Allein wegen des Titels hätte ich zu dem Buch gegriffen, aber der Inhalt klang ebenso vielversprechend, so dass ich unmittelbar damit beginnen musste. Optisch ist das Buch sehr schlicht gehalten und wäre mir in der Menge vermutlich nicht aufgefallen.

Einstieg: Schon nach wenigen Sätzen hatte mich die Autorin in den Bann gezogen. Locker und mit einem unterschwelligen Humor erzählt Sabine Schoder von Anfang an, so dass ich mich auf Anhieb wohlfühlte. Auf den ersten Seiten werden einem auch sehr wichtige Schlüsselfiguren, wie man später herausfindet, vorgestellt. So durfte ich nicht nur gleich Bekanntschaft mit der 190cm großen Nele machen, sondern lernte auch ihre pubertäre Schwester Lea sowie Neles besten Freund Tom kennen. Insgesamt gefiel mir der Einstieg wirklich sehr gut, so dass ich mich sehr auf die weitere Geschichte freute. 

Charaktere: Durchgängig wird die Geschichte aus der personalen Ich-Perspektive von Nele erzählt. Dadurch konnte ich wunderbar in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Dass Nele kein typischer 0815-Chrakter ist, wird einem spätestens an ihrer überdurchschnittlichen Größe deutlich. Und das war einer der Punkte, warum ich sie auf Anhieb sympathisch fand, weil ihre Größe sie einzigartig und besonders macht. Selbstverständlich gehen mit ihren beinahe zwei Metern auch einige Probleme einher, die Sabine Schoder für mich sehr nachvollziehbar und verständlich dargestellt hat. Die "Nervensäge" höchstpersönlich in Form von Neles pubertären Schwester Lea, macht Neles Leben noch ein wenig komplizierter. Den Schlagabtausch zwischen den beiden fand ich an manchen Stellen einfach herrlich. Ebenso Tom, der Nele seit Kindertagen begleitet, ist definitiv ein Charakter, der einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Aber natürlich auch Jerome, der neben Nele mein ganz persönlicher Lieblingscharakter aus der Geschichte war. Er ist vielfältig und tiefgründig und birgt Geheimnisse, die man auf den ersten Blick nicht gleich erkennt. Ich wollte immer mehr über ihn und seine Vergangenheit erfahren und wurde hier nicht nur einmal überrascht.

Handlung: Ein großer Pluspunkt verdient die Geschichte aus meiner Sicht, weil alles in sich schlüssig ist und Sabine Schoder ihrer Story auch den nötigen Raum zum entfalten gibt. So beginnt das Buch nicht gleich mit besagter Nacht, die Nele mit Jerome verbracht hat, bei der das Video von Nele entstanden ist. Nein, denn die Autorin lässt sich Zeit, ohne dass es irgendwie langatmig daherkommt. So lernte ich die einzelnen Figuren kennen und machte mir nach und nach selbst ein Bild. Nicht nur ist es der Autorin gelungen die Figuren vielschichtig darzustellen, sondern auch die nötige Dramatik in ihre Geschichte einfließen zu lassen. Und das gefiel mir sehr gut. Denn so wies Sabine Schoder mitunter auf, welche Konsequenzen solch ein Nacktvideo mit sich bringt. Auf der einen Seite war für mich einiges vorhersehbar, das tat meinem Lesegenuss zum Glück keinen Abbruch, weil mich Sabine Schoder auf der anderen Seite auch immer wieder überraschen konnte. Die Mischung gefiel mir sehr gut.

Schreibstil: Der Schreibstil von Sabine Schoder ist sehr angenehm zu lesen und durch den unterschwelligen Humor, den man in jedem Kapitel spürt, rauschte ich nur so durch die Seiten. Zudem reizte mich die Thematik ungemein, so dass ich einfach immer weiterlesen wollte. Durch den gelegentlichen Drang zur Dramatik verlor das Buch auch an Spannung nicht, so dass ich wirklich viel Freude mit der Geschichte und den wunderbaren Figuren hatte.



 

Mein Urteil


"Liebe ist so scheißkompliziert"
wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein. Denn Sabine Schoder schreibt so angenehm und locker, dass es für mich ein purer Lesegenuss war Nele und Jerome durch die Achterbahn der Gefühle zu begleiten. Zudem sind die Charaktere vielschichtig und sehr gut ausgearbeitet, so dass ich sie alle nach nur wenigen Momenten ins Herz schloss. Ein sehr guter, teils auch berührender Roman, der Lust auf mehr macht. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.




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