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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

Wie man Wunder wachsen lässt

Tae Keller , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.02.2018
ISBN 9783737340960
Genre: Kinderbuch

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361 Bibliotheken, 25 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

jugendbuch, lügen, liebe, highschool, one of us is lying

One of Us Is Lying

Karen M. McManus , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.02.2018
ISBN 9783570165126
Genre: Jugendbuch

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670 Bibliotheken, 70 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

fantasy, sarah j. maas, feyre, liebe, das reich der sieben höfe

Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

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146 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

rügen, psychiatrie, astronaut, blogger, bipolare störung

Mein Sommer auf dem Mond

Adriana Popescu
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.03.2018
ISBN 9783570311981
Genre: Jugendbuch

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

jugendbuch, 2018, fehlt in bücherliste, leben, selbstverletzung

Mädchen in Scherben

Kathleen Glasgow
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 21.03.2018
ISBN 9783733504151
Genre: Jugendbuch

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

2018, blind

Liebe und der erste Blick

Josh Sundquist , Claudia Max
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.01.2018
ISBN 9783733503581
Genre: Jugendbuch

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314 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

dystopie, scythe, tod, neal shusterman, jugendbuch

Scythe - Der Zorn der Gerechten

Neal Shusterman , Kristian Lutze , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 14.03.2018
ISBN 9783737355070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Neal Shusterman hat mich mit seinem Auftakt "Scythe - Die Hüter des Todes" sehr überzeugen können, so war es für mich glasklar, dass ich auch zum zweiten Band greifen werde. Der Stil von diesem Cover gefällt mir an sich sehr gut, wobei mich die Person auf diesem etwas sehr an einer Modelpose erinnert. Das silberne Design, was zunächst angedacht war, gefiel mir auch, wobei ich das im Endeffekt etwas besser finde.


Einstieg: Wie ich es schon aus dem ersten Teil kannte, wirft mich auch hier Neal Shusterman förmlich in die Geschichte hinein. Und auch wenn ich den ersten Teil vor ziemlich einem Jahr gelesen hatte, konnte ich mich sehr schnell in der Geschichte zurecht finden. So baut der Autor ganz geschickt Rückblenden in seine Geschichte ein, ohne, dass es zu viel oder zu wenig wird. Es beginnt gleich die Story von der Fortsetzung und mein Gedächtnis wurde im selben Atemzug noch einmal aufgefrischt. Sehr gut gelöst!


Charaktere: Unsere Protagonistin Citra wurde also im Scythetum aufgenommen und muss sich nun als Scythe Anastasia beweisen. Was im ersten Moment gar nicht so einfach ist, da Citra ihre ganz eigene -humane - Methode zum Nachlesen hat. So stößt sie durch ihre Art immer wieder auf andere Scythe, die diese Methode gar nicht gut heißen. Auch begleitet der Leser Rowan wieder, der nach der Aufnahme von Citra untertauchen musste und nun als selbst ernannten Scythe sein Unwesen treibt. Er liest somit Scythe nach, die nach Rowans Sicht nicht das Recht dazu haben ein Hüter des Todes zu sein. Diese beiden Aspekte, machten Citra und Rowan unglaublich interessant und ich verfolgte ganz aufmerksam ihren Werdegang. Auch alte Bekannte behält Neal Shusterman bei, was mir sehr gut gefiel, denn so konnte ich die Facette dieser Welt noch mehr wahrnehmen. Aber nicht nur bekannte Figuren sind hier von Bedeutung, denn so lernt der Leser auch Greyson kennen, der eine ganz entscheidende Rolle in diesem Band spielt. Und ganz vorne ist in dieser Fortsetzung der Thunderhead. Eine künstliche Intelligenz, die die Welt der Scythe geschaffen hat. Für mich ein wahnsinnig interessanter "Charakter". Denn so erfuhr ich durch diesen viel mehr, was mir noch im ersten Band verborgen war.


Handlung: Auch wenn viele neue und alte Gesichter in diesem Band ihren Platz finden, so sind es nicht wirklich die Figuren die diese Geschichte so besonders machen. Das fand ich schon im ersten Teil extrem interessant, denn der Fokus des Autors liegt in erster Sicht auf der Handlung. Natürlich tragen auch die Figuren ihren Teil dazu bei. Aber es ist die Grundidee, die so einwandfrei ist. Für mich war gerade die erste Hälfte des Buches etwas schwer zu greifen, was aber in erster Linie an mir lag, da ich das Buch begann, als ich ganz schön viel um die Ohren hatte. Wäre dies nicht gewesen, hätte mich Neal Shusterman sicherlich vom ersten Moment an gepackt. Dafür gefiel mir die zweite Hälfte umso mehr. Überraschungen, neue Elemente, die die Geschichte in eine komplett neue Richtung brachten, Wendungen, die ich so nicht kommen sah und ganz viel Kritik an unsere heutige Gesellschaft. Absolut geschickt in die Geschichte verwebt. Einen absoluten Pluspunkt hat dieses Buch aus meiner Sicht verdient, weil wir hier noch tiefer in das Scythetum blicken konnten und mir Neal Shusterman durch den Thunderhead eine Möglichkeit bot, diese Welt der Unsterblichkeit viel besser zu verstehen. Sehr schön. Und dann gipfelt der Autor diesen 2. Band in einem Showdown, der mir echt den Atem raubte. Und dann dieser Cliffhanger. Ich konnte es nicht fassen und mein erster Gedanke, nach dem ich die letzte Seite gelesen habe war: Das ist jetzt nicht sein Ernst.


Schreibstil: Neal Shusterman schaffte es auch in diesem Teil mich zu fesseln und zu begeistern. Gerade zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, dass ich völlig überrumpelt war. Und das meine ich nicht negativ. Der Autor hat ein Spannungslevel geschaffen, was konsequent im oberen Bereich war, so dass es nie langweilig wurde. Neben temporeichen Szenen, gab es auch wieder ruhige und nachdenklich stimmende Passagen - dieser Wechsel gefiel mir wahnsinnig gut.


Mein Urteil


Auch wenn ich gerade mit der ersten Hälfte des Buches etwas brauchte, hat mich dieser zweite Teil im Nachhinein wirklich überzeugen können. Eine Grundidee, die gut durchdacht und noch besser umgesetzt wurde, Figuren die zur Abwechslung mal eher im Hintergrund stehen, was ich als Element echt interessant finde, und eine Handlung, die düster ist, aber unglaublich Spaß macht. Neal Shusterman schuf mit "Scythe - Der Zorn der Gerechten" einen 2. Band, der dem ersten in nichts nachsteht. Spannend bis zum Schluss und ein Cliffhanger, der die Geschichte um 180 Grad gedreht hat. Ich brauche dringend den 3. Teil. Ich vergebe 5 von 5 Welten.




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10 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Eden Park – Der neunte Würfel

Tobias Elsäßer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.02.2018
ISBN 9783737354622
Genre: Kinderbuch

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50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

16jährige, freundschaft, liebe, schottland, verwandlung

Auf den ersten Blick verzaubert

Sonja Kaiblinger
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 19.02.2018
ISBN 9783791500713
Genre: Jugendbuch

Rezension:


 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Immer wieder gebe ich mir neuen Autoren/*innen eine Chance, weshalb ich Sonja Kaiblingers neustes Buch unbedingt lesen wollte. Die optische Gestaltung hat mich gleich ein wenig an die Jugendbücher von Kerstin Gier erinnert, was für mich noch mehr Grund genug war, zu diesem Buch zu greifen. Spätestens beim Klappentext wusste ich: Dieses Buch und ich, wir passen wie der Topf zum Deckel zusammen. Die Aufmachung gefällt mir zudem sehr gut; sie wirkt verspielt, was wiederum sehr gut zur eigentlichen Geschichte passt.


Einstieg:  Der Titel beschreibt ziemlich genau wie die Art des Erzählens von Sonja Kaiblinger auf mich wirkte: Ich war auf den ersten Blick verzaubert. Denn schon nach wenigen Sätzen hatte mich die Autorin völlig abgeholt und ich musste nach kurzer Zeit das erste Mal laut lachen. Und das war definitiv nicht das letzte Mal. Teilweise musste ich mich echt beherrschen, gerade weil ich dieses geniale Buch in der Straßenbahn begann. Die angenehme, humorvolle und lockere Art und Weise gefiel mir wahnsinnig gut, so dass ich mich schnell in der Geschichte wohlfühlte. Gepaart mit der absolut genialen Protagonistin Ophelia ist der Autorin ein wunderbarer Einstieg gelungen.


Charaktere:  Die Figuren sind erste Sahne! Ich habe mich teilweise echt kringelig gelacht, wenn Ophelia wieder einmal von einer Peinlichtkeit in die nächste Katastrophe stürzte. Aber von vorne. Die 15-Jährige Ophelia muss sich in dieser Geschichte nicht nur mit den typischen Wahnsinn eines Teenagers herumschlagen, sondern sie muss irgendwie spontane und vor allem nur teilweise Verwandlungen in ihren Alltag integrieren. So fängt das Buch schon damit an, dass der Protagonistin mitten in der Schule ein Vollbart wächst und dann auch noch der ihres Sportlehrers. Aber das ist natürlich nicht die einzige Peinlichkeit mit der Ophelia umgehen muss. Ihre trottelige und tollpatschige Art hat mich konsequent zum Schmunzeln oder zum laut Auflachen gebracht. Einfach eine absolut geniale Protagonistin. Ihre drei Tanten, die auch das Gen der Verwandlung in sich tragen, fand ich auch einfach nur großartig. Ich musste eigentlich nur grinsen, sobald die Drillinge auf der Bildfläche erschienen. Ebenso von Lola, Ophelias Zwillingsschwester, war ich absolut begeistert. Aber auch die Nebenfiguren wie Adam oder andere waren sehr gut ausgearbeitet.


Handlung: In erster Linie befasst sich die Autorin mit Verwandlungen und wie man damit umgehen kann, gerade wenn es wie in Ophelias Fall nur zu einer teilweisen Verwandlung kommt. So verstecken sich in diesem Buch einige Katastrophen, die Ophelia irgendwie meistern muss, damit es nicht noch peinlicher wird, als ohne hin schon. Sonja Kaiblinger macht hier einige Anspielungen, die manche Passagen noch lustiger machten. So kommt wohl jeder, gerade die jüngeren Leser immer wieder auf seine Kosten. Insgesamt habe ich den Werdegang von Ophelia wahnsinnig gerne gelesen. Natürlich kann man hier keine absolut tiefsinnige Geschichte erwarten, die dem Leser viele Messages zum Nachdenken vermittelt. Denn das ist die Geschichte nicht. Sie ist locker und mit unglaublich viel Humor gepaart, dass es einfach nur Spaß macht diese zu lesen. An klitze kleinen Stellen war es zu überladen mit Peinlichkeit, so dass es vorkam, dass es etwas lächerlich wurde. Aber darüber sehe ich mal hinweg.


Schreibstil: Ich liebe ja den Schreibstil von Sonja Kaiblinger. Er erinnert mich an vielen Stellen an Kerstin Gier, und trotzdem hat sie ihre eigene Art zu erzählen. Immer wieder überraschte sie mich mit Szenen, wo ich mir nur dachte: Oh je, wie soll Ophelia nur da wieder raus kommen? Aber meine Sorgen waren diesbezüglich völlig unbegründet, denn Sonja Kaiblinger schaffte es geschickt ihre Protagonistin zunächst ins Chaos zu stürzen, sie aber auch auch wieder raus zu retten. Durch ihre absolut tolle und humorvolle Erzählweise musste ich mich manchmal sehr beherrschen, um nicht in der Öffentlichkeit laut loszulachen. Einfach nur klasse!


Mein Urteil 


"Auf den ersten Blick verzaubert" wird definitv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein. Mir hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich konnte wunderbar abschalten und diesen köstlich genialen Humor einfach nur genießen. An manchen Stellen war es mir etwas zu viel der Peinlichkeit, aber darüber kann ich gerne hinwegsehen. Denn Sonja Kaiblinger hat mich so oft zum Lachen gebracht, dass mich dieses Übertriebene fast nicht gestört hat. Zu dem hat sie hier Protagonisten geschaffen, die ich so klasse fand, dass es einfach ein purer Lesegenuss war. Ich vergebe 5 von 5 Welten für diese Geschichte.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

hoffnung, magie, kinderbuch, kinderbuch ab 10 jahre, liebe

Das Mädchen, das den Mond trank

Kelly Barnhill
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.02.2018
ISBN 9783737355384
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Auf "Das Mädchen, das den Mond trank" habe ich mich schon seit längerem gefreut und als ich es endlich in den Händen hielt, wollte ich unmittelbar damit beginnen. Die Grundidee sprach mich augenblicklich an, gerade weil ich in der letzten Zeit total gerne Kinderbücher lese. Und da war dieses Buch genau das richtige für mich. Optisch gefällt es mir ebenfalls und so sind alle wichtigen Elemente aus der Geschichte auf dem Cover zu finden, was ich sehr gut finde. Zu dem klang der Klappentext wirklich absolut zauberhaft, was meine Vorfreude noch größer machte.


Einstieg: Die Autorin beginnt mit einem kurzen Kapitel, in dem in der Geschichte eine Geschichte erzählt wird, was ich als Einstieg unglaublich gelungen fand. Denn in diesen ersten Seiten, erzählt eine Mutter ihrem Kind die Geschichte von der bösen Hexe Xan, die jedes Jahr ein Kind aus dem Protektorat mit sich nimmt. Diese Einleitung gefiel mir sehr gut, denn so war ich als Leser auf dem selben Stand, wie auch die Bewohner des Dorfes. So schnell ich in der Geschichte ankam, so wohl fühlte ich mich auch gleich im Erzählstil von Kelly Barnhill.


Charaktere: Einer der wichtigsten Schlüsselfiguren in dieser Geschichte ist die Hexe Xan, die natürlich alles andere als böse ist. So versteht sie die Bewohner nicht, die jedes Jahr zur selben Zeit das jüngste Kind des Dorfes in den Wald aussetzen. Da Xan aber ein Charakter mit einem ganz großen Herzen ist, nimmt sie die Kinder an sich, gibt ihnen Sternenlicht zu trinken und schenkt ihnen ein neues Leben. So kommt es aber eins ums andere, dass Xan einem Mädchen aus Versehen Mondlicht zu trinken gibt - da das Kind nun magifiziert ist, nimmt sie die kleine Luna bei sich auf. Und Luna ist ein absolutes Goldstück. Ich habe mich sofort in diesen kleinen Wirbelwind verliebt und wer dieses Buch liest, dem wird es nicht anders ergehen. Sie ist so lebensfroh und brachte mich immer wieder zum Lachen. Aber die Autorin hat noch mehr Figuren geschaffen, bei denen mir regelrecht das Herz aufging. Kelly Barnhill verleiht ihren Figuren so unendlich viel Tiefe, dass es gar nicht anders ging, als diese ins Herz zu schließen. Selbst die Nebenfiguren wie Antain und die "Verrückte" die nicht weniger bedeutend waren, waren wunderbar ausgearbeitet. Und so war ich auch von dem wahrhaft winzigen Drachen Fyrian, der die kleine Familie mit seiner freudigen Art wunderbar ergänzt, aber auch vom sechsarmigen Sumpfmonster Glerk (dessen Namen ich total passend finde, wenn man es Glörk ausspricht), der ein gewisser Ruhepol der Familie ist, und ziemlich alles in Gedichten ausdrückt, absolut angetan.


Handlung: Für ihre Geschichte wählte die Autorin mehrere Handlungsstränge, die nach und nach zusammenkommen. So betrachtete ich die Geschichte aus verschiedenen Sichten und konnte unterschiedliche Orte kennenlernen. Vorrangig begleitete ich auf der einen Seite die kleine Familie rund um Luna, Xan, Fyrian und Glerk - ein Handlungsstrang, der oft nur vor Freude und Magie sprühte - und auf der anderen Seite gab es immer wieder Passagen aus dem Protektorat, wo die Stimmung viel melancholischer war. Die Mischung gefiel mir wahnsinnig gut. Schnell merkt man aber auch, dass sich auch rund um Luna die Stimmung ändert, und so machte sich eine Melancholie über diese Geschichte breit, die vielleicht für jüngere Leser etwas schwer zu greifen ist. Mir hat die Geschichte wahnsinnig gut gefallen und so baut die Autorin neben einfach nur bezaubernden Szenen, auch recht düstere Passagen ein, die wiederrum von sehr traurigen und auch herzerwärmenden abgelöst werden. Gerade zum Ende brachte Kelly Barnhill eine Wendung ein, die ich in keinster Weise vorhersehen konnte, für mich aber sehr stimmig war. Und auch wenn ich gerade das Ende sehr traurig fand, war es für mich mehr als passend und zufriedenstellend.


Schreibstil: Kelly Barnhill schreibt einfach ganz wundervoll, so dass selbst ich - die keine 10-Jährige ist, für die eigentlich die Geschichte gerichtet ist - mich absolut wohl in der Geschichte fühlte. Die Autorin schreibt so lebendig und bildhaft, dass es für mich ein Vergnügen war zu sehen, wie Luna aufwächst, zu erleben, wie sich Antain auf die Reise begibt, um die Lüge um Xan aufzudecken, wie all die Figuren eine wunderbare Einheit bilden und vor allem wie viele Details entdeckt werden wollten. Kelly Barnhill schreibt so angenehm und ihre Liebe zum Detail merkt man in jedem Kapitel, was mich noch tiefer in die Geschichte eintauchen ließ.



Mein Urteil 

 

"Das Mädchen, das den Mond trank" von Kelly Barnhill sieht nicht nur optisch sehr schön aus, sondern zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte, gerade wer Märchen und besondere Figuren liebt. Mich hat dieses Buch wahnsinnig berührt, gerade die tollen Figuren, die unterschiedlicher nicht sein können, habe ich augenblicklich ins Herz geschlossen. Die Geschichte ist von einer großen Melancholie geprägt, was ich selbst gar nicht schlecht fand - trotzdem ist hier meine einzige Kritik: Gerade für jüngere Leser ab 10 ist diese Traurigkeit vielleicht etwas schwer zu greifen. Für mich war hier jedoch alles stimmig und deshalb spreche ich hier eine absolute Leseempfehlung aus. Ich vergebe sehr gute 5 von 5 Welten!





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274 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

blut, zeit, gehypt, königreich, magie

Everless - Zeit der Liebe

Sara Holland , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Kerstin Schürmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 19.02.2018
ISBN 9783789108648
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Schon seit ich dieses Buch in der Vorschau im Herbst entdeckt habe, war ich wahnsinnig neugierig auf diese Geschichte. Da ich ein absoluter Fan von Zeit, in welcher Form auch immer, bin, und der Verlag sich mit der Gestaltung absolut selbst übertroffen hat, musste ich diesen Auftakt unmittelbar nach dem Eintreffen lesen. Zum Cover brauche ich nichts mehr sagen, außer, dass ich absolut verliebt bin. Aber auch die Grundstory klang so vielversprechend, was meine Vorfreude noch größer machte.


Einstieg: Sara Holland beginnt hier augenblicklich mit der eigentlichen Handlung, so dass ich förmlich ins Geschehen hineingeworfen wurde. Zum Glück brauchte ich nicht lange, ehe ich mich in der Welt von Jules, unserer Protagonistin, zurechtfand. Und so begleitet der Leser die Protagonistin, die einen schweren Entschluss fasst, wie sie und ihr Vater die monatliche Pacht bezahlen sollen. Spätestens da war ich völlig von der Geschichte angetan. Zudem schreibt Sara Holland so angenehm, dass ich mich schon nach wenigen Seiten in der Geschichte wohlfühlte.


Charaktere: Unsere Protagonistin Jules lebt in einer Welt, in dem die Reichen von der Zeit der Armen profitieren, was ich als Grundidee wahnsinnig spannend fand. So begleitet der Leser eine junge Frau, die mich irgendwie gleich an Belle aus die Schöne und das Biest erinnerte. Wie auch Belle, würde Jules eine Entscheidung fällen, um ihren Vater zu helfen. Was sie auch tut - denn um das nötige Geld aufzutreiben um die Schulden ihres Vaters zu begleichen, geht sie freiwillig nach "Everless" - den Ort, aus dem sie einst mit ihrem Vater fliehen musste. Ich habe Jules sofort gemocht. Gerade ihren Mut und ihre Zuversicht habe ich von Anfang an bewundert. Durch den personalen Ich-Erzähler, bot mir Sara Holland immer wieder die Möglichkeit ein Blick in Jules Gedankenwelt zu werfen. In Everless lernt der Leser zudem die reiche Familie Gerling kennen, wo ich lange Zeit nicht wusste, was diese Familie im Schilde führt. Erst nach und nach wurde mir klar, warum die Königsfamilie, gerade von den Dorfbewohnern, so gefürchtet wird. Außerdem gibt Sara Holland ebenso manch Nebencharakter unglaublich Tiefe, dass ich diese ebenfalls sofort ins Herz schloss.


Handlung: Die Grundiee gefiel mir schon nach wenigen Sekunden. Gerade finde ich hier den Aspekt interessant, wie Sara Holland mit dem Thema Zeit um geht, dabei zieht sich das Sprichwort "Zeit ist Geld" wie ein roter Faden durch die Geschichte und das gefiel mir wahnsinnig gut. Spannend fand ich es auch, dass die Menschen, in Jules Welt, Lebenszeit spenden können. Wie das ganze funktioniert, möchte ich an dieser Stelle nicht erwähnen, das muss man schon selbst lesen. Zudem schafft es Sara Holland, auch wenn ich die ganze Geschichte an sich sehr ruhig fand, mich konsequent an die Seiten zu fesseln. So ließ sie in ihrem Auftakt immer neue Aspekte miteinfließen, die mich noch mehr fesselten, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Gerade zum Ende hin hält die Autorin einiges an Überraschungen bereit, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Zwar habe ich mir anhand des Klappentexts etwas mehr Liebe erwartet, war jetzt aber im Nachhinein sogar froh, dass diese eher im Hintergrund spielt.


Schreibstil: Die Autorin brauchte nicht lange, ehe sie mich überzeugt hat. Schon in den ersten Kapiteln war ich von ihrer unglaublich angenehmen und schönen Erzählweise angetan. Auch mit Überraschungen und unerwarteten Wendungen wusste Sara Holland zu überzeugen. So erlebte ich hier immer wieder etwas neues, was mich noch mehr in den Bann ziehen konnte. Zudem schreibt die Autorin so bildhaft, dass ich teilweise direkt in Everless selber war. Ich konnte für eine gewisse Zeit völlig aus dem Alltag entfliehen, da beim Lesen so kräftige Bilder entstanden, dass ich förmlich in diese eintauchte.


Mein Urteil 

 

Sara Holland hat mit "Everless Zeit der Liebe" ein unsagbar schönen Auftakt geschaffen, der das Element Zeit komplett neu verpackt. Mich hat die Autorin definitiv überzeugt, auch wenn mir die Handlung an sich oft zu ruhig war. Trotzdem ist dieses Buch ein Werk, was man gelesen haben sollte. Gerade die Grundidee ist so spannend und teilweise richtig gut umgesetzt, dass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Band zu lesen, der aber leider im Original erst im Januar 2019 erscheint. Die Autorin besticht durch viele Überraschungen und Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe und einer Handlung, die mich völlig in den Bann ziehen konnte. Ich vergebe 5 von 5 Welten.



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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

genkrankheit, liebe, midnight sun, trish cook, xp

Midnight Sun

Trish Cook , Michaela Link
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.02.2018
ISBN 9783570312124
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Dass dieses Buch eine Romanvorlage zum gleichnamigen Film ist, ist mir tatsächlich erst aufgefallen, als ich es in den Händen hielt. Da ich aber schon seit längerem totale Lust auf eine berührende Geschichte habe und ich solche realitätsnahen Bücher sowieso total gerne mag, blieb "Midnight Sun" von Trisha Cook nicht all zu lange ungelesen. Vom Cover, bzw. von der Gestaltung allgemein, hätte ich vermutlich eher nicht zum Buch gegriffen, aber der Klappentext klang so berührend, dass ich mir unbedingt mein eigenes Bild machen wollte.


Einstieg: Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir wahnsinnig gut. So wird dem Leser sogleich die 17-Jährige Katie vorgestellt, die ihr Leben zunächst kurz mit dem Leben von namentlichen Disneyprinzessinnen vergleicht. Das gefiel mir schon mal sehr gut. Die Lockerheit wird jedoch bald vom Ernst der Lage abgelöst, so dass sich gleich eine melancholische Stimmung über die Geschichte breit macht. Durch die entstandene Melancholie wurde mir als Leser ein Spiegel vor die Augen gehalten und gezeigt, dass mich hier nicht nur eine Geschichte mit Höhen, sondern auch einiges an Tiefen erwarten würde.


Charaktere: Dass Katie kein 0815-Charakter ist, merkte ich schon auf den ersten Seiten. Natürlich ist ihre Andersartigkeit in erster Linie durch ihre Krankheit XP - eine seltene Sonnenkrankheit - verschuldet. So entpuppt sich ihr Leben als ziemlich einsam und eintönig. Denn durch ihre Krankheit, kann sie nicht in die Sonne treten, da diese ihr sonst schlimme Verbrennungen auf der Haut bringt. Dadurch entwickelte ich ganz starkes Mitgefühl für Katie und war auf der anderen Seite trotzdem erstaunt, wie sie ihren Alltag meistert. Der personale Ich-Erzähler, den Trisha Cook hier wählte, trug seinen Teil dazu bei, dass ich mich in die mir so schon sympathische Protagonistin noch mehr hineinversetzen konnte. Gerade ihre Liebe zur Musik gefiel mir wirklich total gut. Und so kommt eins ums andere und ihr Schwarm Charlie wird auf sie aufmerksam. Charlie mochte ich irgendwie auch von Anfang an, dabei kann ich gar nicht genau sagen, warum. Vermutlich war es seine Loyalität und Liebenswürdigkeit, die ich an ihm mochte - und wie liebevoll er mit Katie umgeht.


Handlung: Die Grundidee an sich ist keine neue und generell würde ich sagen, dass dem einen oder anderen die Geschichte so oder so ähnlich einmal untergekommen ist. Aber man kann das Rad schließlich nicht neu erfinden. Ich persönlich fand es gar nicht mal so schlimm, denn Trisha Cook konnte mich teilweise wirklich sehr berühren. Dass hier auch einige Klischees zu finden sind, war beinahe abzusehen, gerade in Hinblick auf Charlie, aber auch das trübte meine Lesefreude nicht. Nachdem Charlie auf die begnadete Straßenmusikerin Katie gestoßen ist, war es auch für mich nicht verwunderlich, dass sich da bald mehr entwickelt. Trotzdem ist es der Autorin gelungen, dass ich immer weiter lesen wollte. Je weiter ich voranschritt, umso deutlicher wurde es, dass die zu Beginn geschaffene Melancholie wie ein Damoklesschwert über die gesamte Geschichte schwebte, und nie ganz verschwand. So wurde es gerade zum Ende hin noch einmal unglaublich gefühlvoll und ich musste doch das ein oder andere Tränchen verdrücken.


Schreibstil: Trisha Cook hat es geschafft, mich auf den nicht einmal 300 Seiten teilweise wirklich sehr zu berühren. So ging mir nicht nur einmal das Herz auf, mit was für eine liebevolle Art und Weise Charlie und Katie miteinander umgehen. Katies Krankheit spielt wie auch die Musik immer wieder eine wichtige Rolle, und oft dachte ich mir so: Warum kann Katie kein normales Leben leben? Von einer Zukunft träumen? Sich für Colleges bewerben? Den Führerschein machen? Natürlich wollte mir die Autorin hier keine Antwort geben. Die Autorin schreibt auf wahnsinnig schöne Weise, dass ich mich absolut wohl in der Geschichte fühlte.


Mein Urteil  

"Midnight Sun" ist seit langem wieder ein Buch, was einiges von mir verlangt. So bangte ich, hoffte ich, freute ich mich und weinte ich, als ich diese berührende Geschichte um Katie und Charlie gelesen habe. Ich fühlte mich von Anfang an absolut wohl in der Geschichte und fand es total interessant, hinter eine Krankheit zu blicken, die ich bislang nur vom Hörensagen kannte. Definitiv eine zu empfehlende Geschichte mit wunderbaren Figuren - auch wenn die Geschichte an sich nichts neues ist, und man einige Parallen zu anderen Büchern ziehen könnte. Nun bin ich wahnsinnig gespannt, wie der gleichnamige Film zu diesem Roman ist. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten, für dieses bewegende Buch!

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680 Bibliotheken, 17 Leser, 4 Gruppen, 51 Rezensionen

magie, throne of glass, fae, liebe, fantasy

Throne of Glass - Königin der Finsternis

Sarah J. Maas , Tanja Ohlsen
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423717076
Genre: Jugendbuch

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1.086 Bibliotheken, 60 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

leigh bardugo, fantasy, das lied der krähen, grischa, krähen

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Schon seit Jahren stehen die "Grischa-Bücher" von Leigh Bardugo auf meiner Wunschliste. Da ich sie bislang aber immer noch nicht gelesen habe, war ich dann umso neugieriger als "Das Lied der Krähen" von so vielen in den höchsten Tönen gelobt wurde. Natürlich wollte ich mir hiervon ein eigenes Bild machen. Die optische Gestaltung gefällt mir wirklich sehr gut. Gerade der dunkle Buchschnitt verleiht dem ganzen Buch etwas düsteres, ebenso das Cover an sich. 


Einstieg: Leigh Bardugo fängt hier gleich mit der eigentlichen Geschichte an. So begannen die ersten Seiten für mich sehr vielversprechend und auch düster, so dass ich schnell weiterlesen wollte. So gut mir der Einstieg auf der einen Seite gefiel, war es für mich gerade mit den vielen Namen und Eigenschaften ect mit unter auch nicht ganz einfach. Nachdem ich mir aber nur die wichtigsten Namen herausgefischt hatte, konnte ich super in die Geschichte einsteigen. Nach und nach verflogen diese kleinen Unreimheiten, so dass ich mich ganz der Handlung hingeben konnte.


Charaktere: Das besondere an diesem Buch ist, wie die Geschichte erzählt wird. Dafür wählte die Autorin keine 0815-Figuren, die loyal, hilfsbereit und absolute Sonnenscheine sind, sondern Figuren, die Mörder, Verbrecher und Diebe sind, um nur ein paar Eigenschaften zu nennen. Dabei wird die Geschichte immer abwechselnd aus den Sichten vom Verbrecher höchstpersönlich Kaz Brekker, dem Phantom Inej, der Magierin Nina, dem Scharfschützen Jesper und dem Verurteilten Matthias erzählt. Zunächst schreckte mich die Anzahl der Protagonisten etwas ab, aber durch die dritte Person, die Leigh Bardugo letztendlich hier wählte, war es für mich kein Problem von der einen in die nächste Perspektive zu schlüpfen. Ich muss ja sagen, dass ich von der Tiefe, die die Figuren teilweise haben, echt begeistert war. Gerade von Kaz, der mehr oder weniger der Anführer der Truppe ist, war ich nicht nur überrascht, sondern wirklich fasziniert. Ab und an kam es mir jedoch vor, dass egal was die Figuren angehen und auch egal welches Ausmaß ihre Handlung letztendlich hat, scheinbar genauso lief, wie es Kaz so wollte - das ließ mich mehr als einmal etwas stutzen. Das hatte mich gerade zum Ende hin etwas gestört. Ansonsten gefiel mir die Mischung dieser Figuren wahnsinnig gut, allein den Aspekt, dass sie alle gewiefte Verbrecher sind. Trotz ihrer teilweise skrupellosen Art, schloss ich sie alle fast gleichermaßen ins Herz. Nur von Wylan hätte ich mir hier etwas mehr gewünscht, er ist nämlich der einzige, aus dessen Sicht die Geschichte nie weitererzählt wird.


Handlung: Auch von der Grundidee konnte mich die Autorin schnell packen. Der Hauptgrund, warum ich das Buch überhaupt lesen wollte, war eigentlich die Tatsache, dass hier Diebe und Kriminelle die "Helden" der Geschichte sind. So verfolgte ich also von Anfang an, wie diese ihren Alltag meistern. Teilweise überraschte mich die Autorin mit rasanten Passagen, dann wiederum mit Szenen, die mitunter recht ruhig waren - aber die ganze Zeit hielt Leigh Bardugo das Spannungslevel konstant hoch. Die ganze Geschichte arbeitet auf die Freilassung des Magiers hin. Und da kam daher immer wieder die Frage in mir vor: Wie wollen diese unterschiedlichen Figuren in ein so gut gesichertes Gefängnis einbrechen? Leigh Bardugo hatte eine gute Antwort für mich. Auch wenn ich gerade den Showdown am Ende sehr spannend und gut gelöst fand, verlor ich gerade auf den letzten Seiten schnell den Überblick, weil teilweise so viel passierte, dass ich einfach nicht mehr hinterher kam. Das hätte die Autorin etwas anders lösen sollen. Durch die Hektik, die gerade am Ende entstand, ging für mich die Tiefe der Geschichte etwas verloren, was ich sehr schade fand.


Schreibstil: Leigh Bardugo kann schreiben, das hat sie mir in ihrem Buch immer wieder bewiesen und schon nach wenigen Kapiteln wusste ich, dass ich auch zu weiteren Büchern der Autorin greifen werde. Einfach weil sie rasant, temporeich und voller Spannung erzählt, dass ich mich kaum aus der Geschichte losreißen konnte. Immer wieder baut sie unerwartete Wendungen ein, die der ganzen Geschichte noch mehr Tempo verliehen. Durch die düstere Grundstimmung, die Leigh Badugo hier geschaffen hat, ist "Das Lied der Krähen" schon eher etwas für Erwachsene, bzw ältere Jugendliche.


Mein Urteil 

 

"Das Lied der Krähen" ist für mich ein Buch, was allein durch die Grundidee bei mir punkten konnte. Denn hier sind Verbrecher die Helden der Geschichte. Neben den starken und auch dunklen Figuren, schuf Leigh Bardugo eine dunkle Grundstimmung, die vielleicht nicht jeden Geschmack treffen könnte. Meinen Geschmack hat die Autorin damit aber getroffen. So überrascht sie mich mit tempo- wie auch actionreichen Passagen, die mich immer weiterlesen ließen. Die Autorin gipfelt ihre Geschichte in einen wahren Showdown, der mich leider etwas den Überblick verlieren ließ. Mir war es dann doch etwas zu viel des Guten. Ansonsten hat Leigh Bardugo definitiv das Talent zum Schreiben und so freue ich mich unglaublich auf die Fortsetzung. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.




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jugendbuch, space opera, fantasy / science fiction, sci-fi, weltall

Herrscherin der tausend Sonnen

Rhoda Belleza , Michaela Link
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 30.10.2017
ISBN 9783570164709
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Da ich bislang noch kein direktes Buch auch dem Bereich Science Fiction gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf diesen Titel. Allein die Grundidee klang so unglaublich vielversprechend, dass ich das Buch schon bald nach dem Eintreffen begann. Optisch gefällt mir dieses ebenfalls. Und auch wenn ich immer noch kein Fan von Personen auf dem Cover bin, finde ich es hier sehr passend. Allerdings stört mich das Lichtschwert (?) der Dame etwas. Das erweckt ein wenig einen falschen Eindruck. Aber das ist nur eine Kleinigkeit. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr gut. Vor allem war es aber der Klappentext, wie so oft, der mich überzeugte.


Einstieg: Die Autorin beginnt hier augenblicklich mit der eigentlichen Handlung, so dass ich förmlich in die Geschichte hineingeworfen wurde. Ein paar einleitende Worte, wie eine Übersicht oder ein kleiner Prolog hätten mir den Einstieg sicher etwas erleichtert, da ich gerade zu Beginn ganz schön zu kämpfen hatte mich in der Welt zurechtzufinden. Dem Leser werden also gleich von Anfang an tausende Begriffe um den Kopf geknallt, so dass ich schnell extrem verwirrt habe. Klar sind die Begriffe sehr bedeutend für die Geschichte, sprich welche Planeten, welche Figuren, welche Rassen es gibt, aber mir war es stellenweise zu viel. Das hätte man etwas anders lösen können. Trotz allem reizte mich die Welt von Prinzessin Rhiannon unglaublich.


Charaktere: Für ihre Geschichte wählte Rhoda Belleza zwei Handlungsstränge, die wie ich gehofft habe, irgendwann zu einem werden. Aber dazu gleich mehr. So wird mal die Geschichte aus der Sicht von Prinzessin und Thronerbin Rhiannon, kurz Rhee, und mal aus der Sicht des Serienstars und Piloten Alyosha, kurz Aly, erzählt. Beide Figuren fand ich von Anfang an total interessant. Allerdings komme ich hier zu einem Kritikpunkt. So spannend ich beide Figuren auch empfand, so blass waren sie am Ende, was ich unglaublich schade fand, denn sowohl Alyosha als auch Rhee hatten so viel Potenzial. Ich hatte es wirklich versucht, aber ich habe fast durchgängig keinen Bezug zu den Figuren bekommen. Und das ist so extrem schade. Gerade Rhee reizte mich von Anfang an. Durch den Aspekt, dass sie ihre Familie bei einem tragischen Unfall verloren hat und sie zu ihrem 16. Geburtstag nun in die Fußstapfen ihres Vaters treten soll um über all die Planeten zu regieren, machte sie zu einem wahnsinnig spannenden Charakter. Getrieben durch Wut will sie nur eins: Rache an den Kronregenten! Absolut verständlich. Leider kratzte Rhee immer nur an der Oberfläche und war für mich zu wenig ausgearbeitet, um sie gänzlich ins Herz zu schließen. Das gleiche galt leider auch für Aly.


Handlung: Die Grundidee fesselte mich von Anfang an. Eine Thronerbin, die durch einen vermeintlichen Anschlag für tot gehalten wird und ein scheinbarer Mörder, der durch das ganze Universum gejagt wird, klang für mich wahnsinnig vielversprechend. Und das war die Geschichte auch. Ich war von Anfang an ein Fan dieser Welt, die Rhoda Belleza hier in ihrem Debüt geschaffen hat. Eine Welt, die mir unglaublichen Spaß bereitete, darin zu versinken. So lernte ich all die verschiedenen Planeten und ihre Bewohner kennen, aber auch all die Technik, die der ganzen Geschichte noch mehr Spannung verlieh. Da die Figuren immer nur unterwegs waren, fiel es mir mitunter schwer, all die Planeten und ihre Monde oder was weiß ich auseinander zuhalten. Da wäre vielleicht eine Karte der Galaxie passend, um nachzuvollziehen, wo sich die Figuren gerade aufhalten. Toll fand ich auf der anderen Seite, dass die Autorin im Laufe ihrer Geschichte, immer wieder Bezug zu zeitgeschichtlichen Themen nahm, so zum Beispiel die Flüchtlingskrise ect. Zum Ende kam eine gewisse Vorhersehbarkeit auf, die für mich nicht hätte sein müssen. Das hätte die Autorin irgendwie anders lösen sollen. Die beiden Handlungstränge, die Rhoda Belleza hier wählte, gefielen mir auch extrem gut, so ließ sie ihre Kapitel immer so fies enden, dass ich einfach weiterlesen wollte. Ganz gespannt, wartete ich auf dem Moment, in dem die beiden Handlungsstränge um Alyosha und Rhee zusammenliefen. Leider sollte es wohl nicht sein. So wartete ich also letzten Ende vergeblich auf eine Zusammenführung.


Schreibstil: Rhoda Belleza hat hier eine wirklich interessante Welt geschaffen. An ihren Schreibstil musste ich mich zwar erst etwas gewöhnen, gerade durch die vielen Begriffe, die sie in ihre Handlung einwebte. Als ich jedoch in der Geschichte angekommen war, flogen die Seiten nur so dahin, so dass ich mich schneller, als ich gedacht habe auf das Ende zu bewegte. Immer wieder überraschte sie mich, mal positiv, mal negativ. Denn manchmal hatte ich das Gefühl, als würde die Autorin sich in ihrer eigenen Geschichte verrennen. Es passierte stellenweise so viel auf einmal, dass sich nicht nur Logikfehler einschlichen, sondern dass ich manchmal komplett rausgerissen wurde.



Mein Urteil 


"Herrscherin der tausend Sonnen" ist ein Buch, was mich allein von der Grundidee wahnsinnig fesseln konnte. So reiste ich von einem zum nächsten Planeten, lernte dort die "Seelen" kennen und war absolut angetan von diesem Weltentwurf. Allerdings blieben für mich sowohl Aly als auch Rhee fast durchgängig blass. Insgesamt hat die Geschichte so viel Potenzial für mehr, was für mich nur an manchen Stellen vollstens ausgenutzt wurde. Rhoda Belleza bewies mir immer wieder, dass Ideen genug da sind, sie müssten an manchen Stellen nur etwas mehr ausgereift werden, dann werden Rhee und Alyosha auch ihre Fangemeinde finden. Hoffentlich schafft es die Autorin in dem Finale "Rebellin der tausend Sonnen". Ich vergebe gute 3 von 5 Welten.



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178 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

wintersong, fantasy, erlkönig, ivi, booksbuddy

Wintersong

S. Jae-Jones , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2017
ISBN 9783492704588
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: "Wintersong" ist ein Buch, was mir irgendwie gleich aufgefallen ist. Aber nicht unbedingt wegen des Covers, das finde ich gar nicht mal so schön, wobei es trotzdem irgendwie sehr passend gestaltet ist. Viel mehr sprach mich die hier gewählte Thematik an: Der Erlkönig. Das ist vermutlich ein Element, was man nicht in jedem Buch findet. Diese Andersartigkeit machte mich also letztendlich neugierig. Ebenso der Klappentext, der mir eine interessante und vielleicht auch düstere Geschichte versprach.


Einstieg: S. Jae-Jones beginnt ihre Geschichte mit einer sogenannten "Overtüre", also sprich einem kurzem Prolog, den ich wirklich sehr schön fand. Die Autorin faszinierte mich von Anfang an sehr. Gerade dieser bildhafte Schreibstil kommt schon auf den ersten Seiten wunderbar zur Geltung, so dass ich mich rasch in der Geschichte wohlfühlte. Zunächst wird dem Leser eine Szenerie geschildert, wie ein kleines Mädchen mit dem Koboldkönig tanzt. Allein diese Szene sprühte nur vor Magie und Zauber. Anschließend beginnt die eigentliche Geschichte, die mir nicht weniger gut gefiel.


Charaktere: Für ihren Roman wählte S. Jae-Jones den personalen Ich-Erzähler. Hierbei muss ich aber anmerken, dass die Geschichte manchmal sehr in der Zeitform springt. Ob das beabsichtigt war oder eher durch Zufall passierte, darüber lässt sich streiten. Kommen wir nun zu den Figuren. Liesl ist die Protagonistin unserer Geschichte. Sie lebt mit ihrer Familie eher in ärmeren Verhältnissen und hilft wo sie nur kann im Wirtshaus der Familie. Aber keiner scheint sie so wirklich für voll zu nehmen und so rutscht sie schnell im Schatten ihrer schönen Schwester und ihres talentierten Bruders. So flieht Liesl in ihre eigene Welt: In die Welt der Musik. Sie war mir sehr schnell sympathisch, gerade im Hinblick dessen, dass sie sich für ihre Schwester opfert und statt ihresgleichen in die Unterwelt zum Erlkönig geht. Allerdings änderte sich die Sympathie zur ihr im Laufe der Handlung und ich kam an einem Punkt, wo ich viele ihrer Handlungen und Gedanken nicht nachvollziehen bzw. verstehen konnte. Oft handelte sie mir auch zu naiv. Das trübte leider mein Gesamtbild von ihr. Und dann wäre da noch der Erlkönig, bzw der Koboldkönig. Immer wieder wird zwar erwähnt, dass er der Herrscher allen Unheils ist, aber ich habe ihn nicht so wahrgenommen. Das lag vermutlich daran, dass er für mich zu blass war. Ich konnte leider bis zum Ende keinen wirklichen Bezug zu ihm herstellen, dabei wäre dies durchaus ein sehr interessanter Charakter geworden. Sehr schade. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht.


Handlung: Die Grundidee von "Wintersong" bringt für mich frischen Wind in den Bereich Jugendbücher. Und auch gerade die erste Hälfte des Buches gefiel mir wirklich gut. Beinahe vorsichtig erzählt S. Jae-Jones ihre Geschichte vom Koboldhain, von Liesl und vom Erlkönig. Die Autorin versprühte beim Erzählen ihrer Geschichte immer wieder Magie und Zauber. So war ich stellenweise wirklich sehr in der Handlung gefangen, denn trotz der Zartheit, baute die Autorin immer wieder spannende Passagen ein und so lernt der Leser im Laufe der Geschichte mehr über die Unterwelt kennen. Aber auch die Musik spielt immer wieder eine große Rolle in der Geschichte, was mir wirklich sehr gut gefiel. Allerdings kam es für mich ab ca. der Hälfte des Buches plötzlich zu einen Bruch. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was anders wurde, aber die Geschichte verlor für mich an Spannung. Vermutlich lag es daran, dass es eine Wendung im Buch gab, die ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen bzw. verstehen konnte. Stellenweise zog sich die Handlung und die Story plätscherte gelegentlich nur so dahin. Zum Ende hin ging es zum Glück wieder, wobei die Autorin auch hier wieder eine Wendung einbaute, die zwar ganz interessant war, für mich aber relativ unnachvollziehbar war.


Schreibstil: Der Schreibstil von S. Jae-Jones gefiel mir dagegen vom ersten Moment. Sie schreibt auf beinahe vorsichtige Art und Weise, so dass ich teilweise Sorge hatte, die Geschichte würde wie Glas zerbrechen, wenn man auch nur an sie denkt. Neben dieser Zartheit spürte ich beim Lesen auch immer wieder den Zauber des Koboldhains und die Magie, die überall versprüht zu sein scheint. Ebenso den Aspekt mit der Musik. So schuf die Autorin immer wieder eine Harmonie, die dem ganzen Buch einen anderen Charakter gab. Es kam mir stellenweise wirklich so vor, als sei das ganze Buch ein Lied, mit laut und leise, Dynamik und Ruhe, Pausen und Action. Und das gefiel mir wirklich sehr gut.



Mein Urteil 


Auf "Wintersong" hatte ich mich von Anfang an sehr gefreut. Gerade weil die Thematik frischen Wind in das Genre Jugendbuch bringt. Und auch wenn ich die Ballade des Erlkönigs in der Schule verabscheut hatte, war ich wirklich sehr neugierig auf diese Geschichte. Das Buch beginnt auch sehr vielversprechend, allerdings lässt die Handlung für mich etwas sehr nach, so dass der Zauber vom Beginn zum Ende kaum noch da war. Das fand ich sehr schade. Auch über den Erlkönig selber hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Insgesamt ist das Buch von S. Jae-Jones aber wie eine eigene Melodie, was durch den stetigen Bezug zur Musik immer wieder verdeutlicht wird. Ich selber hatte etwas mehr erwartet und bin doch ein wenig enttäuscht. 3 von 5 Welten. 




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227 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

liebe, bücher, antiquariat, roman, buchladen

Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Stephanie Butland , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520758
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Wenn Bücher in Bücher thematisiert werden, ist dies für mich schon ein Pluspunkt zu dem Buch zu greifen. Genauso erging es mir bei "Ich treffe dich zwischen den Zeilen". Schon den Titel finde ich wahnsinnig schön, der Klappentext dagegen ließ mich den Entschluss fassen, dass dieses Buch genau das richtige für mich sein wird. Und genau so war es auch. Zu dem kannte ich die Autorin noch nicht, und wollte mir ein genaueres Bild von der Geschichte machen.


Einstieg: Stephanie Butland beginnt damit, den Leser nicht nur die sympathische Protagonistin Loveday vorzustellen, sondern sie entführte mich direkt in den Alltag der Protagonistin. So begleitete ich Loveday dabei, wie sie ein herrenloses Buch auf der Straße entdeckt. Wie einen Schatz nimmt sie dieses verlorene Fundstück in den Buchladen und gibt ihm damit ein neues Zuhause. Von Anfang an wurde mir die Liebe zur Literatur präsentiert, was mir den Einstieg in die Geschichte noch leichter machte. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl, ganz besonders zwischen den Wänden des Antiquariats. Es war wie nach Hause kommen.


Charaktere: Loveday ist zunächst ein Name, den ich für einen Charakter noch nirgendwo gelesen habe, aber genau das machte diese junge Frau so einzigartig und besonders. Denn der Name passt wie die Faust aufs Auge. Sie ist wirklich eine liebenswerte Figur, gerade durch ihre Liebe zu Büchern, da hatte sie direkt einen Pluspunkt bei mir. Durch den personalen Ich-Erzähler, den Stephanie Butland für ihren Charakter wählte, konnte ich Loveday noch mehr über die Schulter blicken und mich noch heimischer fühlen. Trotz ihrer Liebe, die Loveday ausstrahlt, ist sie auch ein Charakter, der introvertiert ist und am liebsten nichts mit Menschen zu tun haben will. So geht sie Gesprächen konsequent und bewusst aus dem Weg. Allerdings ändert sich dies als sie Nathan kennenlernt. Und dieser war mir von Anfang an sympathisch, einfach weil er - genau wie Loveday selbst - nicht klischeehaft ist, sondern eine ganz eigene Einzigartigkeit an den Tag legt. Ebenso der alte Besitzer Archie, der dem ganzen, gerade dem Antiquariat noch mehr Leben einhauchte, ist ein Charakter, der dieses Buch so besonders macht.


Handlung: Die Geschichte wird aus drei Zeitlinien erzählt. Hauptsächlich befinden wir uns im Hier und Jetzt im Jahr 2016. Sehr geschickt erzählt die Autorin rückblendenartig wie Loveday nunmal zur Loveday von heute geworden ist. So gab es Szenen aus ihrer Kindheit, die Lovedays Leben langsam wie ein Puzzle zusammensetzten, aber auch Kapitel vor wenigen Jahren. Diese Mischung gefiel mir wirklich sehr gut, denn so erfuhr ich nicht nur wer Loveday tatsächlich ist, sondern auch welche Rolle ihre Eltern spielen. Im Heute lernt sie zudem Nathan kennen, der ihr plötzlich eine ganz andere Tür öffnet: die Poesie. Die Poesie und Literatur spielen in diesem Buch - wie man dem Titel schon entnehmen kann - immer wieder eine wichtige Rolle und so fühlte ich mich einfach wohl.


Schreibstil: Stephanie Butland schreibt nicht nur voller Poesie, sondern auch total angenehm, so dass ich mich wirklich schnell in dem Antiquariat und umgeben von Büchern und in der Geschichte wohlfühlte. Ich hatte von Anfang an diesen Duft von alten Büchern in der Nase. Einfach nur schön. Und auch wenn Poesie und Literatur an sich immer wieder bedeutend ist, so kam mir gerade die Poesie an manchen Stellen etwas zu kurz. Gerade im Hinblick auf den Titel. Ebenso Gefühle, die ich mir manchmal erhofft habe, wurden nur angedeutet. Das muss nichts schlechtes sein, aber ich hätte mir hier diesbezüglich mehr gewünscht.


Mein Urteil 

"Ich treffe dich zwischen den Zeilen" ist ein Roman mit wirklich ganz wunderbaren Figuren. Allein wegen Loveday und Nathan, ebenso Archie und all den anderen Figuren, werde ich dieses Buch sicherlich noch eine Weile in Erinnerung behalten. Es sind Figuren, die der Literatur und der Poesie noch mehr Leben einhauchen. Stephanie Butland schreibt wirklich sehr angenehm, so dass ich mich wie zu Hause fühlte. Trotzdem kam mir gerade die Poesie an manchen Stellen zu kurz, diese hätte ruhig noch ausführlicher geschildert werden können. Trotz allem bescherte mir dieses Buch wirklich schöne Lesestunden, so dass ich sehr gute 4 von 5 Welten vergebe.





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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

asyl, berlin, flüchtlinge, fremdenfeindlichkeit, is

Feuerfrühling

Peer Martin
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei tredition, 13.10.2017
ISBN 9783743959415
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Peer Martin ist ein Autor, der unglaublichen Mut vorweist und düstere Themen, vor denen man immer wieder die Augen verschließt, anspricht. Dafür ziehe ich meinen imaginären Hut. Schon in "Sommer unter schwarzen Flügeln" hat der Autor mich bewegt, wütend gemacht und unglaublich zum Nachdenken gebracht. In seinem zweiten Teil "Winter so weit" war es nicht anders. Nun sollte es also einen dritten Teil geben. Und ich muss sagen, ich hatte Angst diesen Teil zu lesen. Nicht weil er schlecht sein könnte, sondern a) weil ich nicht wusste, was mich in diesem Abschlussband erwarten und b) weil er vermutlich nicht an seine Vorgänger herankommen könnte. Ich wollte unbedingt, dass alles gut wird, weiß aber nicht, ob ich im Nachhinein damit zufrieden bin, wie es letztendlich ausgegangen ist.


Einstieg: Band zwei war turbulent. Aber das kannte ich schon aus "Sommer unter schwarzen Flügeln". Immer wieder gab es Momente, in denen ich schockiert war, traurig aber auch unsagbar wütend. Gerade durch den Aspekt, dass - Achtung Spoiler zu Band 1 & 2 - Nuri das Feuer im Asylheim doch überlebt hat, hat der Autor einen Hoffnungsschimmer geschaffen, der über den gesamten zweiten Teil schwebte. So ließ mich Peer Martin mit einem recht zufriedenen Ende zurück, das in mir die Hoffnung breit machte, dass Nuri und Calvin vielleicht doch trotz des düsteren Themas ihr Happy End bekommen könnten. Allerdings wird diese Hoffnung im dritten Band schnell zu nichte gemacht. Denn obwohl mir der Einstieg wieder recht gut gefiel, so machte sich schnell ein dicker Kloß im Hals breit - denn dieser Abschlussband würde sich so ganz anders entpuppen, als die anderen Bücher.


Charaktere: Schon in den Vorgängern hat Peer Martin einiges von seinen Figuren verlangt, wo ich manchmal ganz schön schlucken musste. Gerade einige Momente aus dem zweiten Band kommen mir da in Erinnerung. Im dritten Band sieht es nicht anders aus. Nuri reiste also Hals über Kopf zu Calvin, an sich eine völlig irrwitzige Idee, trotz allem liegen sich beide am Ende vom zweiten Band in den Armen. Nun steht aber eine neue Herausforderung für sie bereit: Sie müssen den Rückweg vom Libanon nach Deutschland auf sich nehmen. Und dieser Weg wird schnell zur Odyssee mit vielen Höhen und Tiefen. Gerade bei Calvin merkt man, dass die Zeit in Syrien und die Fängen des IS nicht ungeschadet an ihm vorbeigehen, so muss er im finalen Band, nicht nur dafür sorgen, dass die Kinder, die ihm seit einiger Zeit begleiten halbwegs über die Runden kommen und nebenbei versuchen die Liebe zu Nuri aufrechtzuerhalten, sondern er hat selber noch seinen eigenen Feind. So verliert er immer wieder die Kontrolle und stürzt in Wutausbrüche. Ich muss ganz ehrlich sagen, das war abzusehen, denn schließlich geht so eine traumatische Erfahrung nicht irgendwie an einem vorbei. Früher oder später holt sie einen ein.  

Nuri wirkte auf mich in diesem Band etwas distanzierter, dafür bekam Cindy in Deutschland mehr Spielraum. Sie nahm für mich stellenweise die Rolle von Calvin aus dem ersten Teil ein. Eine ganz besondere Figur. Ebenso Nuri und Calvin. Aber ich muss sagen, so sehr ich die Figuren ins Herz geschlossen habe, so fehlte mir gerade in "Feuerfrühling" etwas ganz besonderes. Dass Nuri und Calvin nicht mehr die selben Protagonisten wie aus dem ersten Band sind, war deutlich, dennoch sind es für mich eben diese Eigenschaften, die sie so besonders gemacht haben. So war Calvin Mitglied einer rechten Jugendbande, welches allmählich Zweifel bekommt und Nuri das Flüchtlingsmädchen aus dem Asylbewerberheim. Aber das sind sie im dritten Teil nicht mehr.


Handlung:  Dass dieser Abschlussband sich bald ganz anders gestaltet, als noch seine Vorgänger, merkte ich recht schnell. Irgendetwas fehlte mir und je weiter ich voran kam, umso deutlicher wurde es, WAS mir fehlte. Gerade im ersten Band, verfloch Peer Martin neben der sehr düsteren Thematik immer wieder Poesie in seine Geschichte, so dass immer ein gewisser Zauber bzw. Hoffnungsschimmer, dass am Ende doch alles gut werden könnte, über der Geschichte schwebte. Im zweiten Band verblasste diese Atmosphäre. Jedoch fehlte sie mir im dritten Teil ganz besonders. Der Hoffnungsschimmer war zwar nicht verschwunden, aber er war eben nicht mehr so präsent, weshalb mir das Buch sehr "schwer" vorkam. Es fühlte sich an manchen Stellen wirklich erdrückend an und ich konnte nicht so viel lesen, wie ich gewollt hatte. Ein ganz großer Bestandteil dieses Buches ist natürlich die Heimkehr nach Deutschland. So macht sich Nuri also das zweite Mal als Flüchtling in dieses Land. Aber auch der Gerichtsprozess des Brandanschlages übernimmt eine einnehmende Rolle. In diesem Buch müssen die Figuren einige Schicksalsschläge in Kauf nehmen und werden immer wieder auf harte Proben gestellt. Es gab Momente, in denen ich das Buch weglegen musste, um erst einmal das zu verdauen, was ich gerade gelesen habe. Es gab aber auch Momente, die mich wirklich wütend gemacht haben, aber auch welche, in denen mir das Herz zerbrach. Aber der Autor schockierte mich auch mit Wendungen, die ich so nicht akzeptieren wollte. Und immer wieder brachte mich Peer Martin zum Nachdenken.


Schreibstil:  Peer Martin schreibt großartig. Schonunglos, mutig und ehrlich - das merkte ich schon in seinem Auftakt. Damals dachte ich "Sommer unter schwarzen Flügeln" sei ein Einzelband, und ich war froh, dass er sich den Themen des Rassismus, Fremdenhasses aber auch des IS widmete. Themen, vor denen man lieber die Augen verschließen will. In zweiten Teil sah es nicht anders aus. Hier wurden Geschehnisse des IS plötzlich in einer ganz anderen Dimension erzählt. Und im dritten Band beschäftigt sich der Autor mit Themen der Flucht, und wie Flüchtlinge teilweise behandelt werden. Auch wenn ich seine Erzählweise wirklich liebe und allein dafür auch in Zukunft seine Bücher lesen werde, so fand ich seinen Schreibstil stellenweise sehr erdrückend, aber das kam vermutlich durch das Thema des Buches. Trotz allem steht ganz viel zwischen den Zeilen und ich musste mehr als einmal ganz genau lesen, um ja keine Info zu "überlesen".


Mein Urteil 

"Feuerfrühling" entpuppte sich schnell als etwas ganz anderes als seine Vorgänger. Mir fehlte an manchen Stellen die Atmosphäre, ja in irgendeiner Weise der Zauber aus dem ersten Band. Sie ist im Laufe der Reihe ein wenig verloren gegangen, besonders im dritten Buch ist mir das aufgefallen. Auch sind Nuri und Calvin nicht mehr die Figuren, die ich im ersten Band so bewundert habe. Alles in allem fiel es mir manchmal schwer dieses Buch zu lesen, weil es an vielen Stellen wirklich beklemmend war. Trotz der Kritik bin ich so froh, diese Reihe gelesen zu haben, denn Peer Martin erzählt ehrlich und schonungslos, was in der Welt passiert. Er hält hiermit der Gesellschaft einen Spiegel vor Augen, dass man im Hinblick auf Rassismus in den eigenen Reihen, wie auch im Ungang mit Flüchtlingen nicht die Augen verschließen soll. Und diese Message, war der Grund, warum ich die Bücher so besonders finde. Für mich kommt Band drei bei weitem nicht an den ersten Teil heran, trotzdem erhält das Buch sehr gute 4 von 5 Welten, weil es unglaublich zum Nachdenken anregt.





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2.479 Bibliotheken, 39 Leser, 5 Gruppen, 60 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, dämonen, liebe, vampire

City of Fallen Angels

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 567 Seiten
Erschienen bei Arena, 25.09.2013
ISBN 9783401506708
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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77 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

armand baltazar, cyberpunk, dystopie, entführun, abenteuer

Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar , Tanja Ohlsen , Armand Baltazar
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174470
Genre: Comics

Rezension:

Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Wahrscheinlich fällt dieses Buch schon durch das sehr schöne Cover auf. Mir ist es auf jeden Fall aufgefallen. Aber da wusste ich noch nicht, was für Meisterwerke sich im Buch selber befinden. Dass zudem das Element "Zeit" hier eine Rolle spielt, ließ mich ganz schnell den Entschluss fassen, dieses Buch zu lesen. Gerade der Klappentext machte mich unglaublich neugierig, so konnte ich kaum abwarten, mit diesem Werk zu beginnen.


Einstieg: Armand Baltazar leitet seine Geschichte mit einem sehr gelungenen Prolog ein, der mir als Leser gleich einen wunderbaren Einblick in die Welt bot. So wurde mir auf den ersten Seiten erklärt, wie diese neue Welt aus einer gewaltigen Zeitkollision entstanden ist. Also wenn das nicht schon vielversprechend klang, dann weiß ich auch nicht. Untermalt wird schon der Prolog mit wirklich grandiosen Illustrationen. Die ersten Seiten begannen sehr vielversprechend, so dass ich ganz gespannt auf die eigentliche Geschichte war.


Charaktere: Diego ist ein Held, der in der ersten Generation nach der Zeitkollision aufwächst. So ist es für ihn ganz natürlich, dass an seiner Schule Schüler aus allen Zeitepochen herumlaufen. Diego war mir vom ersten Moment sympathisch. Gerade sein Geschick mit Maschinen ect, fand ich wirklich sehr eindrucksvoll. Er macht in dieser Geschichte, genau wie seine Freunde, Lucy, Paige und Petey einiges durch, was man dem jungen Alter gar nicht zumuten wollen würde. Ich kann hier natürlich nicht auf alle wunderbaren Charaktere eingehen, allerdings möchte ich Diegos Eltern nicht unerwähnt lassen. Auch wenn beide nur ab und an auf der Bildfläche erscheinen, so merkte ich doch recht schnell, dass sie wirklich sehr besondere Figuren sind. Aber auch Kapitän Alexander Boleslavich ist ein Charakter, den ich nicht so schnell vergessen konnte. Insgesamt schuf der Autor hier eine große Facette an Figuren.


Handlung: Mich hatte Armand Baltazar schon mit der Idee der Zeitkollision angefixt, was, wie ich finde, ein Element ist, was man nicht unbedingt in jedem Buch wiederfindet. Allerdings kam mir die "Zeit" als wichtigen Bestandteil der Geschichte etwas zu kurz. Da hoffe ich in der Fortsetzung noch mehr zu lesen. Die Idee mit den vielen, vielen tollen Illustrationen seine Geschichte zu untermauern, gefiel mir vom ersten Moment. Allerdings habe ich an dieser Stelle einen Kritikpunkt. Dass die Bilder unglaublich schön gemacht sind, möchte ich nicht abstreiten, allerdings erzählten die Bilder an manchen Stellen die Geschichte weiter, an manchen Stellen untermauerten sie nur eine Szene. Dies ließ mich nicht nur einmal verwirrt zurück. Leider hat mir gelegentlich der rote Faden in seiner Geschichte gefehlt und ich hatte das Gefühl, als würde sich Armand Baltazar selbst in der Geschichte verlaufen, weil er möglichst viele actionreiche Szenen einbauen will. Jedenfalls kam mir das manchmal so vor. Auf der anderen Seite muss ich ehrlich zugeben, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, in welche Richtung das Buch geht. Das lag vermutlich daran, dass der Autor immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschen wusste. Das gefiel mir ausgesprochen gut.


Schreibstil: Als wichtiges Element des Erzählens sind natürlich die Bilder, die mir vieles noch deutlicher zeigten, was mir sehr gut gefiel. Denn so konnte mich der Autor noch mehr von sich einnehmen. Aber auch der Schreibstil gefiel mir Stellenweise wirklich sehr gut, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Für ein Kinderbuch fand ich den Schreibstil, so schön er auch war, manchmal etwas schwierig. Natürlich nicht durchgängig, aber es kam gelegentlich vor, wo ich selber genauer lesen musste, ehe ich verstand, was der Autor von mir möchte.


Mein Urteil 

Armand Baltazar hat mit seinem Buch "Timeless - Retter der verlorenen Zeit" einen gelungenen Auftakt geschaffen, der sich vor allem durch die großartigen Illustrationen sehen lassen kann. Auch wenn das Buch für mich nicht ganz rund ist, hat es mir dennoch schöne Lesestunden beschert. Gerade das Element der Zeitkollision, fand ich sehr vielversprechend. Auch wenn mir die "Zeit" an sich manchmal zu kurz kam. Da hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr gewünscht. Aber das Potenzial ist auf jeden Fall da und es macht unglaublich neugierig und ich bin schon wahnsinnig gespannt, was uns noch erwarten wird. Ich vergebe knappe 4 von 5 Welten.






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4.664 Bibliotheken, 81 Leser, 13 Gruppen, 147 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, liebe, dämonen, cassandra clare

City of Glass

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 728 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2012
ISBN 9783401502625
Genre: Jugendbuch

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Tags: cassandra clare, fantasy, jugendbuch, liebe, reihe, schattenjäger   (6)
 

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82 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

dystopie, fantasy, liebe, michael peinkofer, piper

Phönix

Michael Peinkofer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492703772
Genre: Fantasy

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Bislang hatte ich noch nichts von Michael Peinkofer gelesen, umso gespannter war ich, als ich dieses Buch entdeckt habe. Gerade vom sehr gelungenen Cover war ich sofort angetan. Der Klappentext ließ mich zunächst ein wenig stutzig werden: irgendwie kam mir das sehr bekannt vor. Nichts desto trotz wollte ich diesen Auftakt rund um Callista und Lukan lesen. Ich saß leider sehr lange an diesem Buch, warum, weiß ich auch nicht wirklich, aber hätte ich das Buch vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt gelesen, würde die Bewertung mit Sicherheit etwas anders ausfallen.


Einstieg: Das Buch beginnt zunächst mit den drei wichtigsten Gesetzen in der Welt von Phönix, diese werden durch einen Eintrag eines Novizen auf den ersten Seiten untermauert. Diese Einleitung gefiel mir wirklich sehr gut, denn so hatte ich, bevor die eigentliche Geschichte beginnt, den gleichen Standpunkt wie auch die Figuren. Sogleich wurde mir die 15-Jährige Callista vorgestellt, bei der ich sofort merkte, dass sie sich im Dorf absolut fehl am Platz fühlte. Dieses Vorhersehbare störte mich zu Beginn ein wenig. Trotz allem gefiel mir der Einstieg sehr gut, ebenso der Schreibstil des Autors.


Charaktere: Beinahe wie auf einem Silbertablett wurde mir als Leser von Anfang an gezeigt, wie ich gewisse Dinge halten soll. So wurden mir die Ansichten bestimmter Figuren wie ein offenes Buch dargelegt und ich hatte keine wirkliche Chance, mir selber ein Bild der Figuren zu machen. Vor allem bei Callista störte mich dies in den ersten Kapiteln enorm. Es war mir zu offensichtlich, dass scheinbar nur Callista allein an den äußerlichen Schein des Dorfes Zweifel hegt. Diese Tatsache, dass scheinbar kein anderer das Dorf in Frage stellt, erschwerte mir den Zugang zu Cally gerade am Anfang enorm. Zum Glück verflog dies im Laufe der Geschichte, so dass ich dann doch mit ihr warm wurde. Von Lukan, Callys bester Freund von Kindesbeinen und seit kurzem auch die Liebe ihres Lebens, war ich auch ein wenig enttäuscht. Er war für mich irgendwie der Klischee-beste Freund und das störte mich leider sehr. Gerade weil ich beim ihm die ein oder andere Parallele zu anderen Figuren entdeckte, wie z. B. Gale aus "Tribute von Panem". Wie auch schon bei Cally legte sich dies im Laufe der Geschichte. Zum Glück. 


Handlung: Ähnlich wie bei den Figuren, gab es auch bei der Handlung ab und an Elemente, in denen ich eine vorgefertigte Meinung erhielt. Gerade was das Dorf anbelangt, spürte ich gleich, dass sich dahinter mehr verbergen wird. Das fand ich ein wenig schade, viel schöner hätte ich es empfunden, wenn mir das Dorf mit allen seinen Facetten beschrieben wird und ich mir selbst ein Bild davon machen und selbst ein Urteil fällen kann. Auch wenn ich hier ebenfalls einige Parallelen zu anderen Büchern feststellen konnte - was in diesem Genre vermutlich nicht immer zu vermeiden ist - entwickelt sich die Geschichte enorm und steht schon bald auf den eigenen Beinen. Diese Eigenständigkeit, die dieses Buch sehr bald aufbaut, gefiel mir sehr gut. Der Autor schafft es dann mich zu überraschen und das Spannungslevel konstant hoch zu halten. Zum Ende holt er noch einmal alles heraus und lässt seinen Auftakt mit einem spannenden Showdown enden, der noch einige Fragen offen lässt, die dringend eine Antwort verlangen.


Schreibstil: Michael Peinkofer schreibt auf sehr fesselnde Art, dass ich mich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell in der Geschichte wohlfühlte. Er schaffte es mich immer wieder zu überraschen und gemeinsam mit den Figuren gewissen Dingen auf den Grund gehen zu wollen. In mir machte sich eine regelrechte Abenteuerlust breit. Ich wollte den Wald und all seine Geheimnisse, die Welt und all die ungeklärten Fragen untersuchen und erkunden. Und das gefiel mir absolut! Er schreibt lebendig, so dass ich beim Lesen konstant authentische Bilder im Kopf hatte und genau das braucht ein Autor für mich. 


Mein Urteil 

Auch wenn ich zu Beginn die Offensichtlichkeit und Vorhersehbarkeit als etwas störend fand, entwickelt sich die Geschichte enorm zu einer eigenen Geschichte mit vielen spannenden Elementen und Überraschungen. Von den Figuren habe ich mir fast durchweg etwas mehr erhofft, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich hoffe es auf jeden Fall. Denn Potenzial haben sie mit Sicherheit. Gerade die Handlung gefiel mir ab einem gewissen Punkt sehr gut, so dass diese die Schwierigkeiten mit den Figuren absolut wett gemacht hat. Schade, dass ich an diesem Buch so lange gesessen habe. Ich glaube gerade den bildhaften und lebendigen Schreibstil hätte ich noch mehr genießen können, wenn ich das Buch mehr in einem Stück gelesen hätte. Aber naja, zumindest freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Denn der Autor hat mich ziemlich angefixt und ich will mehr über die Welt von Callista und Lukan erfahren. Ich vergebe letztendlich 4 von 5 Welten.  



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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

syrien, krieg, flüchtlinge, is, flucht

Winter so weit

Peer Martin
Flexibler Einband: 636 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2017
ISBN 9783841503985
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Als vor gut zwei Jahren das Debüt "Sommer unter schwarzen Flügeln" von Peer Martin erschien, ahnte ich noch nicht, wie großartig sein Erzählstil ist.  Nun gibt es mit "Winter so weit" eine Fortsetzung, die dem ersten Teil in nichts nachsteht. Leider gab es einen Formatwechsel, was ich etwas schade finde, da mir die gebundene Aufmachung deutlich mehr gefällt als die Taschenbuchausgabe. Aber das war mir im Nachhinein ganz gleich, denn ich weiß, dass Peer Martin großartig schreibt. Und das war auch mit der Hauptgrund, warum ich zu diesem Buch griff.


Einstieg: Nach dem heftigen Ende aus Band eins, welches mir noch gut in Erinnerung geblieben ist - und auf das ich aufgrund von Spoilern nicht eingehen werde - wollte ich unbedingt wissen, wie Calvin mit all dem umgeht. Der Leser begleitet den jungen Mann dabei, wie er nach dem Schicksalsschlag versucht ein neues Leben aufzubauen. Er wohnt nun in Bayern in einem Zeugenschutzprogramm, hat sich die Haare gefärbt und heißt nun Anders. Passender geht es gar nicht. Schon nach wenigen Sätzen, war ich dem wunderbaren und authentischen Schreibstil von Peer Martin wieder verfallen. Wie ein Sog nahm mich die Geschichte von Anfang an ein, so dass ich nicht lange brauchte, um in dieser anzukommen.


Charaktere: Calvin ist nach dem Ereignis am Boden zerstört. Dass er daher beinahe verzweifelt versucht Nuris letzten Wunsch, nämlich Dschinan zu befreien, zu erfüllen, konnte ich gut nachvollziehen, auch wenn es für mich von Anfang an ein Spiel mit dem Feuer war. Trotz allem begleitet der Leser Calvin auf eine Reise, die nicht nur ihm selber die Augen öffnet, sondern auch mich als Leser ganz oft zum Nachdenken brachte. Mit mehr Glück als Verstand macht sich Calvin gemeinsam mit Nuris Bruder Kamal auf die Reise nach und durch Syrien, wo der Krieg und der Tod tobt. Für mich eine völlig wahnsinnige Entscheidung. Aber je weiter Calvin in den Strudel von Gewalt und Angst vordringt, umso mehr konnte ich ihn verstehen. Durch all die Geschehnisse, die um Calvin passieren, entwickelt er sich enorm und muss Dinge erleben, die man sich nicht vorstellen will. All die Gemütslagen und Gefühlsregungen, die er durchleben musste, wurden von Peer Martin unglaublich authentisch geschildert, dass ich von Anfang an um ihn bangen musste.

Auch wenn Calvins Weg ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, so lässt Peer Martin noch viele wunderbare Figuren zum Leben erwecken, die mir unglaublich ins Herz gewachsen sind. Allen voran der kleine Ridha. Wer das Buch gelesen hat, wird sicher wissen was ich meine. Hut ab vor diesem Jungen. Aber auch alte Bekannte, wie Pascals Clique spielen manchmal mehr, manchmal weniger eine bedeutende Rolle. Ebenso eine wiederkehrende Figur, mit der ich gar nicht gerechnet habe, die aber nicht weniger bedeutend für die Geschichte ist.


Handlung: Das Buch beginnt ersteinmal mit einer riesen Überraschung, bei der mir ein Stein vom Herzen gefallen ist. Erleichtertes Aufatmen. Das Spannungslevel hielt Peer Martin von Anfang an konstant hoch, so dass es nie langweilig wurde. Gerade auf Calvins Reise durch Syrien passierte immer etwas, womit ich nicht gerechnet habe. So klebte ich von Anfang an an den Seiten und war wie in einem Sog. Denn die Geschichte ist wie ein Sog und hat mich völlig eingenommen. Peer Martin weiß, wie man die Leser schocken kann, um sie im nächsten Moment wieder zu beruhigen. Er weiß wie er seine Leser in den Bann ziehen kann. Und damit meine ich nicht nur ein paar mal, sondern kontinuierlich. Ich war völlig in der Geschichte von Calvin, die ihre Höhen und Tiefen hatte. Es gab emotionale Szenen, Szenen, die mich überrascht, verwirrt, entsetzt, wütend gemacht haben. Und diese Mischung liebe ich an seinen Büchern ungemein. Das habe ich schon in "Sommer unter schwarzen Flügeln" geliebt, dadurch will man als Leser diese Geschichte gar nicht ziehen lassen, sondern liest eins ums andere Kapitel. Und dann dieses Ende! Einfach nur schön. An sich könnte dieses Buch mit diesem offenen und trotzdem runden Ende so stehen bleiben, aber ich bin froh, dass es noch ein Buch gibt.


Schreibstil: Der Autor hat etwas poetisches an sich, was ich wahnsinnig liebe. So beschreibt er ganz viel, ohne jedoch zu viel zu beschreiben, so dass der Leser noch genügend Platz hat seine eigene Fantasie anzukurbeln. Das ist mir vor allem bei den Landschaftsbeschreibungen aufgefallen. Es war wie ein Schalter, der bei mir angegangen ist, und ich hatte die Bilder, die zwischen den Zeilen entstanden, sofort vor Augen. Aber nicht nur beschreibend würde ich seinen Schreibstil bezeichnen, sondern vor allem authentisch und mutig. Mutig, weil er Themen wie den IS anspricht, um die man lieber einen Bogen machen will. Trotz oder gerade wegen dieser düsteren Thematik ist es Peer Martin gelungen, dass ich mir beim Lesen Gedanken gemacht habe und das nicht nur einmal. Dieses Buch regt unglaublich zum Nachdenken an und das liebe ich so sehr.


Mein Urteil 

Peer Martin weiß zu überzeugen, dass hat er mir mit dieser Fortsetzung wieder mehr als einmal bewiesen. Er schreibt auf so poetische und authentische Art und Weise, dass ich mich schnell wohlfühlte und dass Buch nur für kurze Zeit aus den Händen legen konnte. Band 1 war für mich ein absolutes Highlight und auch "Winter so weit" steht diesem in nichts nach. Ganz besonders von Calvins Werdegang bin ich einfach nur begeistert. Er beweist in diesem Buch Stärke, Mut und Durchhaltevermögen. Natürlich steckt hinter diesem Buch eine Menge Arbeit und das merkt man auch. Schön finde ich, dass der Autor durch die vielen Verweise und Links dazu einlädt, sich noch mehr mit dem Thema zu befassen. Ein Jugendbuch, was es definitiv, trotz der sehr düsteren Thematik, verdient gelesen zu werden. Gerade nach dem wunderschönen Ende, kann ich es kaum erwarten abermals mit Calvin und all diesen wunderbaren Figuren in die Geschichte einzutauchen. Jedem sollte klar sein, dass dieses Buch definitiv nichts für Zartbesaitete ist, denn der Leser wird teilweise von sehr brutalen Szenen Zeuge, daher auch die Altersempfehlung ab 16. Auch Band 2 rund um Nuri und Calvin erhält absolut verdienste 5 von 5 Welten.

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erfahrungsbericht, angststörung, angststörunge, attacken, angsterkrankung

Ich bin mal eben wieder tot

Nicholas Müller
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426789186
Genre: Biografien

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

Im Jahr 2012 war es wohl das meistgespielte Lied im Radio. Die Rede ist von "Still". Ich selber gehörte wohl seinerzeit auch zu den Menschen, die diesen Song rauf und runter gehört haben, ohne wirklich die Bedeutung dahinter zu verstehen. Ich wusste nur eins: Es war ein absoluter Ohrwurm. Jetzt, nach dem ich das Buch gelesen habe und meine Rezension dazu schreibe, verstehe ich die Bedeutung hinter den Wörtern.

Die Antwort auf die Frage, warum es um Jupiter Jones nach dem Durchbruch so ruhig war, wird hier zwischen den Kapiteln beantwortet. Aber darauf will ich nicht großartig eingehen. Denn dies ist nur ein Teil vom Ganzen. 


Wie man unschwer erkennen kann, ist dies kein herkömmlicher Roman und auch eher ein Genre, zu dem ich eher weniger greife, auch wenn mich Geschichten von solchen Krankheiten sehr interessieren, bzw vor allem wie man mit solcher Erkrankung überhaupt leben kann. Dementsprechend fällt die Art des Rezensierens auch anders aus, als ich Bücher normalerweise rezensiere. 

Gerade solche Themen mit welchen Lasten und Krankheiten Menschen gezwungener Maßen leben müssen, finde ich total interessant. Vor allem, wenn Menschen, wie es Nicholas Müller getan hat, den Mut dazu finden, die Ängste und Sorgen mit der Welt zu teilen. 

Nicholas Müller ist mir, wie schon gesagt, keine unbekannte Person, weshalb schnell für mich klar war, dass ich dieses Buch von ihm lesen möchte, um zu verstehen und auch ein Einblick dessen zu bekommen, wie es ist, mit Angststörung zu leben. Auch wenn ich selber nicht von solcher oder ähnlicher Krankheit betroffen bin, war es für mich interessant einen Blick hineinzuwerfen.


Auf sehr eindrucksvolle und vor allem authentische Art schildert Nicholas Müller auf nicht mal ganz 300 Seiten, wie er in einer großen Familie mit vielen Verwandten aufgewachsen ist, wie ihn Musik immer wieder auf seinem Lebensweg begleitet, wie er schlimme Schicksalsschläge erleiden musste, die wahrscheinlich auch Grund für seine Angststörung waren, aber auch, wie man immer wieder nach vorne schauen muss und sollte.

Ich konnte mich beim Lesen unglaublich gut in Nicholas Müller hineinversetzen, auch wenn ich selber wahrscheinlich nicht mal annähernd nachvollziehen kann, welche Qualen er teilweise erleiden musste. Trotz allem nahm mich der jetztige Frontsänger von seiner neuen Band "von Brücken" an die Hand und gab mir teilweise sehr erschreckende Einblicke in sein Leben. Einblicke, die ich als "Normalsterblicher", der nicht von solcher oder ähnlichen Krankheiten betroffen ist, manchmal sehr schlucken ließen. 

Nicholas Müller schreibt sehr authentisch und angenehm, dass ich trotz oder vielleicht auch gerade wegen des Themas zügig voran kam. Immer wieder war ich erstaunt und erfreut, wenn es Fortschritte in seiner Genesung gab, aber auch traurig, als es wieder Anfälle gab. Ein interessantes Buch, was zeigt, dass man sich nicht vor einer Krankheit verstecken muss.


Mein Urteil 

Nicholas Müller erzählt in seinem Buch "Ich bin mal eben wieder tot" auf sehr eindrucksvolle Weise sein Leben. Immer wieder gab es Momente, in denen ich grinsen musste, aber auch Momente, in denen ich ganz schön schlucken musste. Hut ab, für den Mut, den der Frontmann von "von Brücken" hier aufzeigt über seine Krankheit zu reden. Für mich war es ein interessanter Einblick in eine Erkrankung, die ich nun im Nachhinein besser verstehen und nachvollziehen kann. Aber auch ein sehr gelungener Einblick dessen, dass solche Erkrankungen jeden treffen können. Ich danke Nicholas Müller für diesen Einblick in sein Leben. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Welten.

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jugendbuch, liebe, vergangenheit, geheimnis, malerei

Und wenn die Welt verbrennt

Ulla Scheler , Diana Mantel
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.09.2017
ISBN 9783453271425
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Meine Meinung zum Buch


Gestaltung: Als im vergangenen Jahr ihr Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" erschien, war ich sofort Feuer und Flamme von der Autorin. Natürlich blieb es dabei und ich las das Buch noch nicht. Umso erfreuter war ich, als ich den zweiten Roman von Ulla Scheler entdeckt habe. Ich habe mir den Klappentext auch nicht großartig durchgelesen, sondern wollte mich viel mehr überraschen lassen. Bevor ich weiter inhaltlich eingehen werde, möchte ich noch kurz ein Wort zum Cover sagen. Es sieht einfach schick aus.


Einstieg: Die junge Autorin beginnt in diesem Buch augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und der Leser wird förmlich in die erste Begegnung von Felix und Alisa hineingeworfen, die ich nebenbei bemerkt sehr interessant fand. Der Schreibstil von Ulla Scheler gefiel mir sehr schnell und auch in der Handlung kam ich recht zügig an. Durch das erste Aufeinandertreffen der beiden Figuren, lernte ich beide zum selben Zeitpunkt kennen, wie Felix und Alisa selber, das fand ich sehr gelungen.


Charaktere: Ulla Scheler wählte für ihren Roman den personalen Ich-Erzähler. Abwechselnd kommt so einmal Felix und mal Alisa zu Wort, was ich sehr gelungen fand, denn so konnte ich nach Belieben in die Gedankenwelt desjenigen eintauchen, der die Geschichte gerade erzählt. Interessant fand ich den Aspekt, dass mich die Autorin bezüglich Alisa ein wenig zappeln ließ. Mir wurde hier nicht gleich ein "vorgefertigter Charakter" geboten, sondern ich musste mir zunächst ein eigenes Bild von der jungen Frau machen, ehe dann Ulla Scheler genauer auf diesen interessant gezeichneten Charakter einging. So erfuhr ich erst recht spät über ihre Vergangenheit. Was aber nicht weniger schlimm war. So war sie wie ein Puzzle, und Ulla Scheler gab mir immer ein kleines Stück vom gesamten Bild. In Felix konnte ich mich sehr viel schneller hineinversetzen, da er im Gegensatz zu Alisa nicht so verschlossen ist und gerade als Straßenkünstler eher aufgschlossen auf Menschen wirkt. Gerade durch die verschiedenen Eigenschaften ergänzen sich Alisa und Felix sehr gut, was mir sehr gut gefiel.


Handlung: Durch die erste Begegnung der beiden Figuren beginnt das Buch beinahe vorsichtig. Schnell merkte ich, dass hinter Alisas Fassade deutlich mehr steckt, aber die Autorin hat mich diesbezüglich ein wenig zappeln lassen. Nach und nach entwickelte ich eine Vermutung, welche Rolle Alisa spielt, die zwar am Ende auch in irgendeiner Weise bestätigt wurde, aber das bremste meinen Lesefluss nicht. Denn vorrauschauend würde ich die Geschichte nicht nennen, nur dass beim Lesen vermutlich ein paar Vorahnungen entstehen. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Trotz der Vorahnungen, wusste ich lange Zeit nicht welche Richtung die Geschichte einnimmt. Einzig die Liebesgeschichte von Alisa und Felix fand ich ein wenig zu schnell und irgendwie hielten sich die Gefühle ein wenig in Grenzen, dennoch las ich die Geschichte unglaublich gerne. Gerade das Ende muss ich hier an dieser Stelle erwähnen: Zwar beantwortete Ulla Scheler ein Großteil meiner Fragen, aber ich wusste am Ende nicht so genau, was mir die Autorin mit diesem Ende sagen wollte. Es war recht offen. Ich glaube das muss jeder für sich selbst interpretieren.


Schreibstil: Der Schreibstil von Ulla Scheler ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Manchmal merkte man am Erzählstil, dass die Autorin noch sehr jung ist, aber das fand ich gar nicht mal schlimm, denn schreiben kann Ulla Scheler allemal. Immer wieder baut sie gefühlsvolle und schöne Passagen ein, aber auch Szenen, in dem die inneren Werte der Menschen ganz besonders zählen, vor allem im Hinblick auf Felix spürte ich das Zwischenmenschliche immer wieder. Die Mischung der verschiedenen Passagen, machten dieses Buch zu einem Lesegenuss.


Mein Urteil

"Und wenn die Welt verbrennt" wird definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, was ich aus der Feder von Ulla Scheler lesen werde. Denn dass sie schreiben kann, hat sie mir mehr als einmal bewiesen. In der Autorenwelt ist sie absolut richtig. Mit ihrem Buch bescherte sie mir sehr schöne Lesestunden, auch wenn ich lange nicht wusste, in welche Richtung sie mich bringt, gerade das Ende fand ich recht offen, was aber viel Raum zum Überlegen mit sich bringt. Insgesamt ist "Und wenn die Welt verbrennt" ein schöner Roman, der zwar an manchen Stellen nicht ganz rund ist, mir aber dennoch oder gerade wegen der kleinen Ungenauigkeiten gut gefiel. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.







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