CathyCassidy

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34 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

familie, stefan ferdinand etgeton, das glück meines bruders, brüder, philosophisch

Das Glück meines Bruders

Stefan Ferdinand Etgeton
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.07.2017
ISBN 9783406711817
Genre: Romane

Rezension:

bleibt für mich, weil ich diesen Roman trotz seiner recht einfachen und manchmal auch flapsigen Sprache als anspruchsvolle Literatur klassifizieren würde.
Der Autor hat in diesem Buch viel Wahrheit verpackt, Worte ausgesprochen, die heutzutage einfach einmal raus müssen, aber auch dargestellt, was mit uns passieren kann, wenn wir uns aus dem Leben ausschliessen.
Es sind viele philosophische Wahrheiten miteingewoben, die teilweise geradeheraus ausgespuckt wurden, teilweise aber auch erst im Nachhinein deutlich werden. Durch die teilweise ellenlangen Sätze macht der Autor es einem auch nicht leichter. 


Es ist in keinem Fall ein handlungsreicher Roman, sondern im Grunde geht es mehr um die essentiellen Abschnitte im Leben, die man durchläuft, wo man oft erst rückblickend die Anfänge und Enden erkennt. Die Erfahrung, dass die Kindheit vorbei ist, die Jugend gelebt, und dass man sie auch nicht wiederbeleben kann. Dass man selbst verantwortlich ist für sein Leben und man sich nicht einfach nur treiben lassen kann, weil es dann nichts wird.


Ich denke, jeder Leser kann und wird andere Lehren aus diesem Roman ziehen, und gerade deshalb würde ich ihn auch sehr empfehlen. Ich hätte rein vom Klappentext wirklich nicht erwartet, dass mich dieser Roman so sehr mitnimmt.

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102 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

england, geburt, naturkatastrophe, flut, flucht

Vom Ende an

Megan Hunter , Karen Nölle
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 18.05.2017
ISBN 9783406705076
Genre: Romane

Rezension:

Diese Novelle konnte mich nicht erreichen. Ich habe nicht mit der Protagonistin mitfühlen können, was an verschiedenen Faktoren liegt:  
einerseits natürlich, dass den Charakteren keine Namen zugeordnet werden. Dies erschwert den Aufbau einer Beziehung erheblich, mehr, als ich gedacht hätte. 
Dann liegt es auch daran, dass die Autorin teilweise sehr unpersönlich schreibt. Die Novelle wird dominiert von Vergleichen, Metaphern, Verbildlichungen. Man erhält als Leser nur sehr wenige Informationen über das Geschehen, da sich die Protagonistin die Nachrichten vom Leib zu halten versucht. So fiel es mir schwer, das Geschehen zusammenzuführen. Das einzige was wirklich emotional beschrieben wird sind die Gefühle der Protagonistin die sie ihrem Baby entgegenbringt. Sie veranschaulichen die Mutter-Kind-Beziehung sehr exakt, so weit ich das als Nicht-Mutter beurteilen kann.


Trotzdem entstehen mühelos unzählige Bilder im Kopf. Die Sprache ist wunderbar poetisch, lyrisch, malerisch. Sprachtechnisch gesehen also ein wahres Wunderwerk, allerdings reicht mir das leider nicht aus. 
Die Novelle liest sich wie ein Tagebuch der Protagonistin, wo sie einzelne Gedanken niederschreibt. Allerdings waren diese für mich stellenweise etwas zu zusammenhanglos. Eingeschoben werden auch immer wieder Passagen aus Schöpfungsmythen, welche für mich ebenso zusammenhanglos waren. Trotzdem kann ich das Geschriebene dafür nicht verurteilen, weil es sich einfach unheimlich beeindruckend liest.


Ich habe ernsthafte Probleme, diese Novelle zu bewerten, wie einige meiner MitleserInnen auch. An sich ist es ein erstaunliches Buch, welches jedoch weniger auf den Endzeitaspekt fokussiert ist sondern eher auf die ersten Entwicklungen des Kindes und die Mutter-Kind-Beziehung. Der Rest rückt in den Hintergrund, also ist es keine wirkliche apokalyptische Novelle.


Insgesamt ist es jedoch ein Stück, welches mir in deutlicher Erinnerung bleiben wird. Es ist ein Beweis wahrer Schreibkunst, welche von mir für sich betrachtet 5 Sterne bekommt. Der Inhalt bekommt von mir 2 Sterne. Insgesamt also 3,5 Sterne.

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

schuld, häusliche gewalt, berlin, erinnerungen, museum

Museum der Erinnerung

Anna Stothard , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.04.2017
ISBN 9783257300482
Genre: Romane

Rezension:

Cathy Miller will sich nicht erinnern, so viel ist klar. Cathy Miller muss sich aber erinnern, damit sie mit ihrer Vergangenheit abschließen kann.
Dieser Roman war wunderbar zu lesen. Der Schreibstil ist sehr sprachgewandt, packend, und für mich beinahe überraschend bei solch einer jungen Autorin (auch ich übermittele an dieser Stelle meinen Dank an die Übersetzerin - so etwas hätte ich nicht erwartet!). Zur sprachlichen und formalen Gestaltung dieses Romans lässt sich von meiner Seite her nur Positives sagen. Er ist sprachgewaltig, und der Aufbau ist passgenau gewählt - es findet alles Innerhalb eines Tages statt, weshalb für den Leser auch nur sehr spärlich Informationen gestreut worden sind, die er sich zusammenpuzzeln muss. Das hält natürlich die Spannung aufrecht, auch wenn man hier gänzlich falsch ist, wenn man actionreiche Handlung erwartet. Sie ist tiefgängig, jedoch nicht allzu philosophisch - ein kleiner Kritikpunkt - auch wenn ich die ein oder andere Moral aus diesem Roman mitgenommen habe. Das bleibt aber natürlich jedem Leser individuell überlassen ob er mit dem Grad der Philosophie in diesem Roman zufrieden ist.


Die Charaktere sind sehr liebevoll, detailreich und realistisch kreiert worden. Cathys Charakter ist so selbstredend - sie schließt sich von allem aus, zieht sich in sich zurück, teilt mit niemandem, nicht einmal mit ihrem Verlobten, zeitgleich öffnet sie sich nicht mal sich selbst - also auch nicht dem Leser. Es wurde meisterhaft geschrieben, was mich sehr begeistert hat, auch wenn sie dem Leser dadurch etwas fern bleibt. Sie durchläuft einen Reifungsprozess, der auch sehr deutlich wird, trotzdem wird er nicht thematisiert. Wie gesagt, die Autorin hat meisterhafte Arbeit geleistet.
Tom ist bei mir zwar weniger gut angekommen, weil er etwas aalglatt erscheint, makellos, was sich im Laufe der Geschichte auch nur geringfügig ändert, aber trotzdem wächst er dem Leser ans Herz. Seine größten Sorgen liegen offen, er offenbart sich.
Daniel ist einer dieser Menschen, von denen der Leser zwar weiß, dass sie nichts Gutes verheißen, aber wenn man sich dann in seiner Perspektive befindet, kann man sein Handeln nur als logisch abstempeln. Was wiederum vom Talent der Autorin zeugt. 
Ein weiterer Kritikpunkt wäre hier jedoch sein Ende, was sich auch auf die Auflösung des Romans bezieht. Das ging mir alles ein wenig zu schnell, schien im Endeffekt etwas zu einfach.


Trotzdem kann ich im Gesamteindruck nur sagen, dass ich beeindruckt bin. Ich glaube, ich habe etwas Besonderes gelesen.

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98 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

fbi, nero wolfe, krimi, new york, detektiv

Es klingelte an der Tür

Rex Stout , Conny Lösch , Jürgen Kaube
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608981117
Genre: Krimi und Thriller

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

bahnhof, italien, zug, tagebuch, suche

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Salvatore Basile
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 13.03.2017
ISBN 9783641195021
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung


Ich muss gestehen dass der Anfang für mich persönlich ziemlich langatmig und auch nicht wirklich packend war. Es wird Micheles Situation erläutert, seine Reaktion auf Veränderungen, sein isoliertes und dabei für ihn völlig ausreichendes Leben. Dabei lesen sich seine Gedankengänge wie diejenigen eines unsicheren Teenagers, welcher er wahrscheinlich auch geblieben ist, da das Verschwinden seiner Mutter seine Entwicklung in einer Weise aufgehalten hat. Die Tagebucheinträge welche die Gedanken des damals siebenjährigen Michele umfassen hingegen lesen sich wie diejenigen eines Erwachsenen. Im Grunde also verkehrte Welt. Ansonsten habe ich nur noch einen Kritikpunkt, das wäre die Geschwindigkeit in welcher sich die Geschichte entwickelt. Sie spielt innerhalb von 10 Tagen, aber innerhalb dieser zehn Tage findet Michele auf viele verschiedene erdenkliche Weisen Liebe, und zwar Liebe für den Rest seines Lebens, und mir persönlich ging das ein wenig zu schnell. Es ist einfach alles sehr komprimiert. 
Ab der Hälfte jedoch nimmt die Geschichte Fahrt auf. Michele beginnt seine Reise, und diese Hälfte hat mir sehr sehr gut gefallen. Sie steckt voller Lebensweisheiten, voller Geschichten über das Leben, welche nicht nur Michele formen und im Endeffekt formen sondern auch den Leser. Es ist eine Geschichte, die den Wert des Lebens betont, die zeigt, dass es nie zu spät ist noch einmal von vorn anzufangen, dass das Leben immer lebenswert ist. 


Die Charaktere


Wie ich schon erwähnte, finde ich Michele anfangs wirklich bizarr. Er wirkt wie stehengeblieben, wie ein Kind, und es fiel mir unglaublich schwer mich mit ihm zu identifizieren. 
Doch das änderte sich nach der ersten Hälfte des Romans. Michele macht eine Veränderung durch; diese Veränderung wird nicht groß thematisiert, sie verläuft eher unmerklich, aber sie hat so große Veränderungen zur Folge dass man sie gar nicht verpassen kann. Mir gefällt sehr gut wie der Autor diese bewirkt hat. 
Mit Elena, der weiblichen Protagonistin, bin ich zwar nie wirklich warm geworden, allerdings ist sie ein Zeichen dafür dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen zu tragen hat, ob man es nun sehen kann oder nicht. Ihr Verhalten befremdet mich einfach, da sie wohl ein sehr sprunghafter Mensch ist - nach dem zweiten Treffen erwartet sie von dem stummen Michele schon eine Liebeserklärung, weil sie sich im Gegenzug schon davor in ihn verliebt hat. Trotzdem tut sie natürlich ihr übriges, um Michele vom lebenswerten Leben zu überzeugen.


Fazit


Die erste Hälfte des Romans verlief noch eher schleppend, aber danach startete für mich ein wirklich lesenswerter Roman, der auch mir etwas über das Leben beigebracht hat. 

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375 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 112 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Lasst Euch vom Titel nicht verleiten - dieser Roman ist eine Charakterstudie mit wissenschaftlicher Beilage, nicht umgekehrt. 

Die Charaktere
Ich will auf die Charaktere im Individuellen gar nicht besonders eingehen, ich könnte Stunden über sie schreiben, da T.C. Boyle uns so viel Material gibt, mit dem ich arbeiten könnte. Alles in allem lässt sich aber über sie sagen, dass sie unglaublich fein ausgearbeitet wurden. Die dunkelsten menschlichen Abgründe hat T.C. Boyle erforscht und sie in diesen Charakteren wieder aufleben lassen. Es ist wirklich meisterlich, wie realistisch ihm diese Charaktere gelungen sind... Und andererseits auch wirklich abschreckend, da man sich (oder besser gesagt ich) - da ich mich mit diesen abgründigsten, niederträchtigsten Gedanken identifizieren konnte, ich habe all diese Gefühle schon einmal empfunden, und finde deshalb auch dass er sie so meisterhaft zu Papier gebracht hat. Hier muss ich auch sagen, dass diese negativen Gefühle überwiegen und es nicht viel Anlass zur Freude gegeben hat, aber deshalb ist es trotzdem kein deprimierender Roman.
Die Handlung
Hier kann ich nur meine Bemerkung vom Anfang wiederholen - wer sich hier einen wissenschaftlichen Roman erhofft liegt bei diesem Buch falsch. Natürlich sind viele Aspekte eingestreut worden, beispielsweise die Beschreibung des Alltags oder der Konstruktionsweise von E2 - dem errichteten Ökosystem - aber diese dominieren das Geschehen nicht. Auch der Zweck des Experimentes, des Einschluss von acht Terranauten für zwei Jahre, ist ja nicht nur der rein wissenschaftliche Aspekt, ob die Erhaltung des Ökosystems möglich ist, sondern es dreht sich auch darum, ob die zwischenmenschlichen Beziehungen hinhauen und es am Ende keinen Mord und Totschlag gibt.Was sich zur Handlung im Speziellen sagen lässt: 
die Terranauten fristen ihr Dasein unter der Kuppel, und ganz ehrlich, den sexuellen Aspekt haben sie alle unterschätzt. Auch die Mitglieder, die beim Einschluss noch Partner draußen hatten und meinten, sie könnten die zwei Jahre lang enthaltsam leben, haben da die Rechnung ohne ihre Lust gemacht. Aber auch dieser Aspekt tritt im Laufe der Zeit in den Hintergrund, als die wahre Bedeutung von E2 getestet wird - nämlich ob alles Leben unter dieser Kuppel wachsen und gedeihen kann.


Mein Fazit


Dieser Roman war kein Roman der mich mitgerissen hat weil er vor Spannung nur so strotzte und weil alles Schlag auf Schlag ging. Wer hier nach Atemstocken oder gar übersteigertem Herzklopfen sucht wird das nicht finden, es sei denn wenn die wahre Hässlichkeit des Menschen den Leser schockt. Aber für mich hat dieses Buch trotzdem fünf Sterne verdient. Es steckt voller Wahrheit; T.C. Boyle ist ein Autor der nichts versteckt. Er hat einen tollen Schreibstil, schreibt sehr informativ, aber was das Ganze für mich so herumgerissen hat, war einfach dass es so unglaublich interessant war. Dieser Roman war für mich das erste mal dass ich aus reinem, puren und ungeheucheltem Interesse ein Buch gelesen habe - ich weiß nicht, ob Spannung dasselbe wie Interesse ist, aber für diesen Kontext nehme ich das nicht an. Hier spreche ich nicht nur von der Charakterstudie, sondern auch von den wissenschaftlichen Aspekten. Er hat diese so eingestreut, dass auch ein absoluter Laie wie ich es super verstanden hat. Es war alles logisch und baute aufeinander auf, und man hat auch die ein oder andere Zusatzinformation erlernt. Ich wüsste nicht einen Punkt den ich dem Autor zur Verbesserung ankreiden würde. Ehrlich nicht.

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

freundschaft, wels, see, ferien, sommerferien

Ins Blaue hinein

Kristina Dunker
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 12.01.2017
ISBN 9783649669883
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Es geht um Merle, die sich als Adoptivkind, da ihre Eltern nun ein eigenes Kind bekommen, überflüssig und abgeschoben fühlt. Sie hat Angst, dass sie von nun an nicht mehr zu ihrer Familie dazugehören wird und deshalb auch überhaupt keine Lust, schon während dem Umzug nicht mehr bei ihren Eltern sein zu können.
Doch als sie dann bei ihren Großeltern ankommt, beginnt sie zu verstehen, dass sie selbst so wie sie ist vielleicht doch ganz richtig ist. Und das auch dank eines gewissen jungen Herren.

Mir hat die Handlung unglaublich gut gefallen. Ich meine, ich bin nicht mehr zwölf, und deshalb war ich auch anfangs etwas kritisch dem Buch gegenüber eingestellt, ob es sich vielleicht als zu kindlich entpuppen würde. Aber das hat es nicht! Natürlich gibt es ein paar Stellen, an denen Merle darüber reflektiert, dass sie noch überhaupt keine Erfahrungen mit Jungs machen konnte oder an welchen sie ihre noch vor-pubertären Ansichten ans Tageslicht zerrt. Doch um ehrlich zu sein stört das überhaupt nicht, denn Merle hat etwas von einer reinen Seele, einem unschuldigen und dennoch weisem Wesen, von dem ich noch lernen könnte. Sie weiß trotz ihrer jungen Jahre schon relativ viel über das Leben, wie z.B. dass Wörter oft nicht das sind was sie zu sein scheinen oder dass Cool-Sein so gar nicht wichtig ist.
Ihre Sorgen sind auch den meinen sehr ähnlich, das Gefühl des Fehl-am-Platz-Seins, des Nicht-dazu-Passens und der Einsamkeit verlässt uns in keinem Alter. Merle muss lernen, damit umzugehen, und man kann im Laufe der Geschichte erkennen, dass sie daran wächst.

Merles Charakter bekommt man leider nicht in allen Spektren, Formen und Farben zu sehen, aber was die Autorin uns erkennen lässt, lernt man umso mehr zu schätzen. Sie ist ein abenteuerlustiges, aufgewecktes Naturkind, welches sehr viel Spaß an den einfachen Dingen des Lebens finden kann. Sie plagt sich mit wichtigen Sorgen, keine Banalitäten.

Meine einzigen Kritikpunkte wären, dass man zuerst einmal nicht sehr viel von den Hintergrundgeschichten bzw. dem Leben der Nebencharaktere mitbekommt. Merles Großvater beispielsweise plagt sich mit einer Sorge herum, aber die wird nur hier und da ein wenig gestreift. Auch trifft man Merles Vater nie, wie es mit dem Umzug und der Schwangerschaft vorangeht bekommt man nicht mit, ihre beste Freundin Chiara hätte vielleicht auch mal zu Worte kommen können, und von Merles Freund Felix weiß man nur - außer dem Aspekt seiner Freundschaft mit Merle - dass er Tennis spielt. 
Durch diese Vernachlässigung treten die Charaktere sehr in den Hintergrund, was sehr schade ist, denn sie hätten großes Potential dazu, dem Leser sehr ans Herz zu wachsen. 
Auch von Merle erfährt man im Großen und Ganzen nur etwas über ihre Gedanken und Gefühle die das Jetzt betreffen. Das kreiert einfach den Anschein von Kurzweiligkeit, man lernt die Charaktere so nicht wirklich kennen und kann sich demnach keine wirkliche Zukunft für sie nach dem Ende der Geschichte vorstellen.

Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch die Lektüre definitiv wert war. Man müsste es jetzt vermutlich nicht mehr ab dem jungen Erwachsenenalter lesen, aber für alle LeserInnen der Zielgruppe ist es ein tolles Buch! Die Sommerstimmung wird übrigens perfekt übertragen. Hatte total Lust auf Seeurlaub während der Lektüre.

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420 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

familie, tod, trauer, liebe, hoffnung

Und nebenan warten die Sterne

Lori Nelson Spielman , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.09.2016
ISBN 9783810524713
Genre: Romane

Rezension:

... ist nicht leicht. Davon können Annie und Erika nun ein Lied singen.

Charaktere

Annie ist eine der beiden Protagonistinnen. Sie ist die Schwester der verstorbenen Kristen und will sich an jeden möglichen und ersichtlichen Strohhalm klammern. Trotz ihrer 19 Jahre hängt sie noch sehr extensiv an ihrer Mutter und möchte eigentlich gar nicht von zu Hause weg; manchmal grenzt ihr Verhalten schon sehr an das einer 12-jährigen - sie ist von Zeit zu Zeit unglaublich beleidigt, stur, trotzig und wehleidig. Auch steigert sie sich allzu schnell in Dinge hinein. Im Großen und Ganzen ist sie aber ein liebevoll gestalteter Charakter, der jedoch leider nicht groß an den Ereignissen wächst und sich weiterentwickelt.

Erika ist die Mutter Kristens. Durch diesen erlittenen Verlust ziehen sich beide Protagonistinnen voneinander zurück, aufgrund unterschiedlicher Gründe. Ich kann Erikas Beweggründe meistens nicht nachvollziehen, was ich schade finde, doch ist sie für mich einfach zu sprunghaft und launisch. So gibt sie etwas auf, dass für sie Wochen zuvor noch ihr gesamter Lebensinhalt war. Und das mehrmals im Verlaufe des Buches. Trotz allem ist auch sie ein sympathischer Charakter, welcher sich sehr um die kümmert, die ihr wichtig sind. 

Leider sind beide Charaktere meiner Meinung nach nicht sehr einzigartig.

Handlung

An der Handlung sind mir einige Kritikpunkte aufgefallen - einige Ungereimtheiten, unlogische Konsequenzen. Über jene kann man zwar hinwegsehen, jedoch verhindern sie auch teilweise eine allzu emotionale Bindung, die zu den Charakteren aufgebaut werden kann. So war ich auch nicht allzu betroffen als ich das Buch ausgelesen hatte. Auch wenn es keine seichte Lektüre war, hat sie mich nicht allzu sehr ergriffen.

Fazit

Alles in allem ein Roman, der mich zwar nicht mitgerissen hat, der es auf der anderen Seite jedoch geschafft hat, mich zum Nachdenken und zum Überdenken einiger Dinge zu bringen. Vor allem aber auch ein Ratgeber zum Loslassen, eine Hilfe zur Selbsthilfe, der mir gezeigt hat, dass man auch in den dunkelsten Stunden lachen kann.
 

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

ddr, familie, vater, familiengeschichte, krebs

Familie der geflügelten Tiger

Paula Fürstenberg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.08.2016
ISBN 9783462048759
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Charaktere:
Johanna ist ein sehr eigenwilliger Charakter. Sie ist eine sehr bestimmte Frau, die sich auch mal auf einen Beruf einlässt, weil ihre Mutter sie genau in diesem nicht sehen möchte. Eine, die nicht möchte, dass ihr Leben von ihrem verschwundenen Vater beeinträchtigt wird, die sich aber unterbewusst nicht dagegen wehren kann. Eine, die nicht glauben kann, dass das Verschwinden des Vaters alle anderen nicht genauso beeinträchtigt hat wie sie selbst. Eine, der eine Mutter beschert wurde, die nicht reden sondern Ratgeber schenken will. Eine, die in ihrem unsteten Leben Ruhe und Ordnung im geraden und geordneten Strassenbahnnetz Berlins sucht. Sie ist ein sehr eindrücklicher Charakter, der eine grosse Veränderung bis zum Schluss durchgemacht hat, die man zwar nicht miterlebt, aber im Epilog erkennt.

Astrid ist Johannas Mutter. Sie ist lediglich ein Nebencharakter, doch ein ebenso individueller wie Johanna selbst. Sie ist stur, kann sich jedoch auch nach Jens' Verschwinden genauso wenig rehabilitieren wie ihre Tochter, bis zu einem gewissen Zeitpunkt jedenfalls. Sie ist sehr exzentrisch, kann besser mit Tieren als mit Menschen umgehen, und ist nicht sonderlich im Seelenleben ihrer Tochter involviert.

Jens ist der verschwundene Vater. Er hat es nicht sonderlich mit Familie. Seine Beziehung zu ihnen ist meist oberflächlich, und interessieren tut er sich grundsätzlich nicht gross für seine Mitmenschen. Warum er sich plötzlich für Johanna interessiert? Tja, kann ich hier nicht verraten. Aber es ist ein anderer Grund, als der, den der Leser automatisch vermuten würde.

Die Handlung
Von der Handlung des Romans sollte man nicht allzu viel erwarten. Im Grunde geschieht nicht viel, jedoch werden auch viele nebensächliche Aktivitäten durch hintergründige und subtile Metaphern zu so viel mehr. Dieser Roman bringt den Leser zum Reflektieren, zum Nachdenken, zum Hinterfragen. Er zeigt, dass man nichts für die eigenen Wurzeln kann, und dass man sich nicht allzu sehr von ihnen beeinflussen lassen sollte. Er zeigt, dass es nur wichtig ist, welche Antworten man sich selbst gibt. Er zeigt, dass man selbst für sein Schicksal verantwortlich ist, und dass es bei uns selbst liegt, es in die Hand zu nehmen.

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(173)

286 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 150 Rezensionen

liebe, hoffnung, schicksal, freundschaft, roman

So wie die Hoffnung lebt

Susanna Ernst
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426519059
Genre: Liebesromane

Rezension:


Meine Meinung:

Charaktere:
Jonah ist der männliche Protagonist; aus seiner Sicht ist der Großteil des Romans verfasst worden. Da der Roman in zwei Teile geteilt ist, in die Jugendjahre der Protagonisten sowie später die frühen Dreißiger, lernt man zwei Versionen der Charaktere kennen. Jonahs Kinderselbst ist sehr, sehr reif, sehr überlegt, sehr weise und intelligent, und praktisch ein wenig überreif. Er kommt viel älter als seine (zumindest anfänglichen) 13 Jahre rüber, was mich anfangs etwas verwirrt hat, da für mich ein definitiv erwachsenes Bild von ihm entstand, das mit dem elf jährigen Selbst von Katie interagiert. Teilweise war das für mich etwas skurril, jedoch gewöhnt man sich mit der Zeit daran.
Jonahs älterem Selbst merkt man diese Weisheit jedoch nicht mehr sonderlich an. Er ist ein sehr rastloser Mensch, dessen gesamtes Leben auch nach 17 Jahren noch um seine Jugendliebe volviert, und der praktisch nur von den Erinnerungen an sie lebt und zehrt, was mir etwas unlogisch erschien, aber das ist sicher Ansichtssache. Seine Entwicklung hat man jedoch nicht kommen sehen, somit habe ich diese weisen Züge Jonahs sehr vermisst.

Katies früheres Selbst ist jedoch kongruent mit ihrem älteren. Sie verändert sich nicht sonderlich, gewinnt etwas an Lebenserfahrung dazu, behält jedoch ihre unsichere Art, die einem mit der Zeit ans Herz wächst. Wir bekommen zwar nicht so oft Einsicht in ihr Seelenleben, die wenigen Einblicke, die wir jedoch bekommen, reichen vollkommen aus, um den Leser über ihre Gefühle und ihre Gedanken ins Bilde zu setzen. Sie wird vom Schicksal sehr gebeutelt, was sie dem Leser natürlich nur noch mehr sympathisch macht.

Milow kommt - zu meinem persönlichen Leidwesen - fast ausschließlich im ersten Teil des Romans vor. Er ist ein stets fröhlicher, optimistischer Mensch, der allem immer die positive Seite abgewinnen kann. Auch er verändert sich kaum bis gar nicht, er ist praktisch die einzige Konstante in Jonahs Leben.

Die Charaktere lernt man praktisch fast ausschließlich durch Konversationen kennen, wobei auch Beschreibungen helfen. So werden sie aber alle sehr liebevoll charakterisiert, nur den Nebencharakteren fehlt ein wenig die Tiefe. Aber darüber kann man entspannt hinwegsehen, denn über die gesamte Spanne des Romans nehmen die beiden Protagonisten bei weitem den meisten Platz ein.

Handlung:
Die Handlung beweist eine erstaunliche Schlüssigkeit, sowie auch eine generelle Logik. Die romantischen Aspekte werden wundervoll beschrieben, dabei aber nicht mit Kitsch überladen. Man fühlt sich jederzeit voll in die Handlung mit eingebunden, es mangelt nie an Realismus. Auch wenn es mir ab und zu detailweise an Logik gemangelt hat, was aber stets Kleinigkeiten waren, war ich grundsätzlich sehr zufrieden. Was mir jedoch am Schluss wirklich gefehlt hat: das Rezept für den Kuchen "Pears in Heaven". Die Autorin versteht sich darauf, ihren Lesern Hunger zu machen.

Fazit:
Ich bedaure, dass ich diesem Buch keine fünf Sterne geben kann - die hebe ich mir für das absolut perfekte Buch auf, wo nicht einmal ich noch einen Kritikpunkt finde - aber auch so bin ich vollauf zufrieden mit dem Roman, da er nicht nur ein Liebesroman war, sondern auch Krimipotential bewies und hinsichtlich der Vergangenheit der Kinder im Heim auch schwer verdauliche Aspekte hatte. Was ich auch begrüße ist die Verbindung zwischen dem Titel und dem Roman - da hat Susanna Ernst auch poetisches Talent bewiesen.

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722 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 180 Rezensionen

liebe, hamburg, petra hülsmann, restaurant, sommer

Glück ist, wenn man trotzdem liebt

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 10.06.2016
ISBN 9783404173648
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:

 

Charaktere

Isabelle ist die Protagonistin, sie alleine begleitet man auf ihrem Weg durch den Roman. Anfangs wird sie als sehr dominant, ein wenig streitsüchtig vielleicht, jedoch sehr bestimmend und vor allem sehr organisiert beschrieben. Sie muss immer alles planen, weiss sehr genau, was sie zu welcher Uhrzeit an welchem Wochentag macht und ist glücklich in diesem Leben. Mir war sie zwar nicht umgehend sympathisch, aber es gefiel mir, dass sie sich so offen als Individuum auszeichnete. Dies änderte sich leider im Laufe des Romans. Ihre individuellen Charakterzüge traten mehr in den Hintergrund, und sie verlor sich ein wenig im Mary-Sue-Meer. Wer sich davon jedoch nicht stören lassen möchte, wird Isa mögen und lieben lernen. Sie kämpft ungeheuer für die Dinge, die ihr wichtig sind, wie beispielsweise ihren zukünftigen Blumenladen oder auch ihren Traummann. Wenn sie einmal etwas gefunden hat, lässt sie es nicht so schnell wieder los.

Jens ist ein eigensinniger Kopf, den ich nie wirklich kennengelernt habe. Für mich blieb er immer ein wenig unnahbar, aber das war auch eine Eigenschaft, die ihn auszeichnete. Er war zumal wirklich witzig, und hat mich laut auflachen lassen, doch mit seinem Gefühlsausbruch, der nun eher untypisch für ihn war, hat er mich wirklich überrascht, denn hätte ich nicht gewusst, dass Isa und Jens das Protagonistenpaar werden, hätte ich das nie kommen sehen. Doch er kann trotz seiner ruppigen Art sehr wohlüberlegt und sanftmütig sein. Alles in allem ein sehr sympathischer Mann, doch ich hätte ihn gerne besser kennengelernt.

Merle ist einfach bezaubernd. Ich habe sie geliebt, denn ich konnte mich hundertprozentig mit ihr identifizieren. Sie ist in vielerlei Hinsicht mein perfektes Ebenbild, also kann ich sie wohl nicht sehr objektiv beurteilen. Tut mir leid.

Alex ist – was sicherlich auch die Absicht war – mir ein wenig zu glatt. Er ist zu perfekt, und das mag ich nicht wirklich, weshalb er auch nicht mein Traumkandidat wäre. Doch die Story, die sich mit ihm entwickelt, hat mich wieder zum Lachen gebracht – Kompliment an die Autorin.

Handlung

Ja, ja, ja! Dies war nun endlich einmal wieder ein sehr guter Liebesroman von einer deutschen Autorin, und es hat mir unendlich viel Spass gemacht, ihn zu lesen! Einen einzigen Punkt habe ich lediglich anzumakern – mir war ein bisschen zu wenig Liebe, beziehungsweise Romantik,  im Spiel. Natürlich ist das Geschmackssache. Aber diese ständigen Konversationen zu dem Thema, die Isa wirklich mit jedem führt – mit Jens, Alex, Merle, Knut (hier mal ein grosses Shoutout an ihn – er ist eine wirklich knuffige Person!) , Irina, ihrer Mutter, ihren Freunden, etc. etc. … Es hat mich hungrig gemacht! Vor allem Jens‘ Ausspruch, dass Liebe auch Death Metal  und Schweinestall ist, bedarf meinerseits ein wenig Demonstration. Aber das ist ganz sicher Ansichtssache. Ach ja, auch die Sache mit Tom fand ich ein wenig grenzwertig, das war mir ein wenig zu dick aufgetragen, wie er rübergekommen ist. Ansonsten – ganz ehrlich, ein toller Roman.

Fazit

Ich mochte diesen Roman wirklich, wirklich gerne, und war auch sehr begeistert von den Charakteren! Es hat einfach Spass gemacht, mit Isa mitzufiebern, ihre teilweise kindlichen Auffassungen zu verfolgen, ihren Wandel mitzumachen. Sie war eine tolle Führerin durch ihr Leben, und der Roman hatte auch einige Plot Twists, die man nicht unbedingt kommen sieht.

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(819)

1.336 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 106 Rezensionen

selection, kiera cass, der erwählte, liebe, prinzessin

Selection – Der Erwählte

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733500962
Genre: Jugendbuch

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(1.800)

2.677 Bibliotheken, 26 Leser, 3 Gruppen, 158 Rezensionen

casting, liebe, selection, prinz, dystopie

Selection - Die Elite

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783733500955
Genre: Jugendbuch

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(2.809)

4.156 Bibliotheken, 44 Leser, 10 Gruppen, 395 Rezensionen

selection, liebe, dystopie, prinz, kiera cass

Selection

Kiera Cass , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 01.02.2013
ISBN 9783737361880
Genre: Jugendbuch

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(576)

965 Bibliotheken, 20 Leser, 6 Gruppen, 163 Rezensionen

liebe, mobbing, außenseiter, jugendbuch, erste liebe

Eleanor & Park

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 02.02.2015
ISBN 9783446247406
Genre: Jugendbuch

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(170)

302 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

monday club, mystery, krystyna kuhn, schlaflosigkeit, faye

Monday Club - Der zweite Verrat

Krystyna Kuhn , Carolin Liepins
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 09.05.2016
ISBN 9783789140624
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:

Handlung:
Der steigende Spannungsgrad, der im ersten Band aufgebaut wurde, steigt grundsätzlich weiter - und das ohne grosse Hänger, was mich persönlich beeindruckt, denn Leerlaufstellen gibt es keine. Der Monday Club wird hier viel mehr eingebracht als im ersten Teil, was mich persönlich anspricht, da er ja der Namensgeber der Trilogie ist.
Trotzdem muss ich gestehen, dass es für mich einfach ein paar zu viele Tote in diesem Band gibt, und das gesamte Geschehen zieht so schnell am Leser vorbei, es geht buchstäblich Schlag auf Schlag, und das war mir persönlich zu schnell. Auch hat mich gestört, dass manche Annahmen Fayes und ihrer Freunde fast keine Grundierung aufweisen, sie sind teilweise ein wenig aus der Luft gegriffen und manchmal unlogisch - wohl, um die Handlung in die richtige Richtung zu weisen. Zudem gab es für mich in diesem Band einfach zu viele Geheimnisse, denn es häuften sich immer mehr zu lösende Probleme für die Fünf an, und es gelang ihnen aber nicht bei einem einzigen, es zu lösen. Meiner Meinung nach ist das einfach zu viel, und wird für den Leser frustrierend, wenn überhaupt gar nichts aufgelöst wird. Der Cliffhänger am Ende war aber wieder grandios.

Die Charaktere:
Faye: Die Verwandlung von der Schlafenden zur halbwegs Wachen, die Faye durchmacht und die auf den Covern dargestellt wird, ging mir hier ein wenig zu ruckartig. Faye traut plötzlich keinem mehr, und das war in Band 1 noch anders, wenn ich mich erinnere. An einer Stelle war auch davon die Rede, dass sie keinem ausser ihrem Dad mehr trauen wolle, und später vertraut sie alles ihren Freunden und Luke an, aber vor ihrem Vater flieht sie ohne Unterlass - auch das hat mich ein wenig an der Logik zweifeln lassen. Aber im Grunde macht sie eine wichtige Entwicklung zur hoffentlich starken Heldin durch. Was mir ebenfalls gefällt, ist, dass sie noch immer an Amy festhält.
Luke: Er ist immer noch sehr unnahbar, stets ausserhalb der Reichweite des Lesers, und ich für meinen Teil bin mir nicht gänzlich darüber im Klaren, was Lukes Absichten eigentlich sind. Der Teil, der die Umschläge geklaut und Faye etwas zumindest verschwiegen wenn nicht gar belogen hat, passt für mich nicht wirklich zu dem Teil, der Missy umsonst bei sich wohnen lässt und sich um sie kümmert. Er ist einfach, obwohl er immer da ist, vollkommen unnahbar. Ich wünsche mir wirklich, dass wir ihn im letzten Teil wenigstens ein bisschen kennenlernen - er ist einer von den vielen ungelösten, sich auftürmenden, schon oben erwähnten Geheimnissen.
Um ehrlich zu sein, waren das für mich die Protagonisten. Josh ist für mich noch weniger greifbar als Luke, da man von ihm immer nur den Aspekt der "Liebe" zu Faye mitbekommt - aber selbst da bin ich mir manchmal nicht sicher, ob sie wahr ist. Nicht im Sinne davon, dass er sie nicht wirklich glaubt, dass er sie liebt, sondern dass es zwischen den beiden einfach so ist, dass sie sich immer geliebt haben, und gar nicht wissen, wie es ohne diese Liebe ist, und so aus Gewohnheit zusammen sind. So, Monstersatz abgeschlossen. Und die anderen - nun ja, es mangelt mir einfach ein Beschreibungs- und Entwicklungsmaterial. Selbst  bei der Antagonistin, denn ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie die wahre Antagonistin ist - ihr merkt, es bleibt alles offen.

Fazit:
Ein sehr spannendes Buch, und kein typischer zweiter Lückenfüllerroman. Trotzdem mangelt es mir hier und da zu sehr an Logik oder Detailverliebtheit, als dass ich fünf Sterne vergeben könnte.

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

fälscher, mord, irland, roman, büchersammler

Die tödlichen Talente des Mr. Diehl

Bradford Morrow , Hans-Christian Oeser
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.03.2016
ISBN 9783458361336
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:

Die Charaktere:
Nun, von Charakteren kann man in diesem Fall eher nicht sprechen. Der einzige Charakter, der hier wirklich vorkommt, ist der Protagonist Will, und die Nebenrollen seiner Frau Meghan, seines verstorbenen Schwagers Adam, seines Freundes Atticus und des Antagonisten Henry Sladers. Aber die werden lediglich durch Will charakterisiert, man bekommt nur Vermutungen und Verdachte übermittelt, seine Erlebnisse mit ihnen wiedergegeben, mit seiner Meinung und seinen Gedanken zu ihren psychischen Vorgängen.
Will aber ist ein sehr interessanter und vielschichtiger Charakter, und vor allem, ein sehr schön geschriebener Charakter. Man kommt nie, bis zum Schluss nicht wirklich dahinter, was er nun wirklich denkt, da viele Anspielungen gemacht werden und dem Leser viel Freiraum zum interpretieren gelassen wird. Für ihn gibt es einen Stern.

Die Handlung:
Tja, es fällt mir schwer hierzu etwas zu schreiben. Es gab leider keine wirkliche, fesselnde Handlung; nach den ersten zehn Seiten auf denen der Mord beschrieben wird werden erst einmal vergangene Erlebnisse rezitiert, was immer mal wieder im restlichen Buch passiert; bei den meisten Erlebnissen weiss man jedoch nicht wirklich, welchen Bezug sie zu den Geschehnissen der Gegenwart haben. Es folgt nur noch das schnöde Alltagsleben, hier fehlt komplett die Spannung und um ehrlich zu sein auch jegliches Interesse meinerseits, das Buch weiterzulesen, und erst auf den letzten zehn Seiten erfolgt die Aufklärung. Insgesamt hätte man den Roman also auf zwanzig Seiten kürzen können. Das ist unglaublich schade, denn vor allem durch den Schreibstil versprach der Roman etwas Unglaubliches zu werden.

Der Schreibstil war für mich das absolute Highlight. Ich kann nicht genug über ihn schwärmen, man fühlt sich einfach zurückversetzt in die Zeit Doyles, und diese Satzkompositionen sind Erfindungen der reinsten Art, so etwas habe ich wahrlich erst einmal in meinem Leben gelesen, und selbst dort nicht in dieser Fülle. Leider lässt der Schreibstil den Leser bzw. den Autor auf den letzten, entscheidenden zehn Seiten der Aufklärung im Stich, was dem Ganzen leider einen Abbruch tut. Trotzdem gibt es für den Schreibstil einen dicken Stern.

Fazit:
Abgesehen vom Schreibstil drängt hier leider nichts, weiterzulesen, auch wenn die Wendung am Schluss vom Anfang her gesehen unerwartet war. Trotzdem konnte man schon ab der Mitte des Romans sagen, wie er enden würde - es gab zu viele unnötige  Verstrickungen.

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158 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

spanien, geburtstag, familie, spanischer bürgerkrieg, enkel

Albertos verlorener Geburtstag

Diana Rosie , Gabriela Schönberger
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.02.2016
ISBN 9783426653937
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:
Die Handlung
Der Aufbau des Buches gefiel mir sehr gut, da es für mich etwas Neues war. Es wird immer erst ein Kapitel aus der Gegenwart erzählt, und dann eines aus Albertos Vergangenheit,die aus der Vergangenheit laufen chronologisch rückwärts aus seinem Leben, und es ist so gedeichselt worden, dass im vorigen Kapitel immer etwas erwähnt wird, was dann im nächsten näher erläutert und aufgeklärt wird. Das hält den Leser natürlich bei der Stange und macht Lust auf mehr!
Der Schreibstil war gut, jedoch nicht aussergewöhnlich, wie ich finde. Jedoch war er einfach und man konnte somit leicht in die Geschichte hineinfinden und mit den Charakteren sympathisieren.

Die Charaktere
Hier muss meiner Meinung nach  zwischen den Charakteren aus der Vergangenheit und deren der Gegenwart unterschieden werden, da ich finde, dass diese aus der Vergangenheit besser ausgearbeitet und detaillierter beschrieben wurden als diese der Gegenwart. Das finde ich natürlich schade, denn es macht den Gesamteindruck ein wenig zunichte. Der kleine Alberto ist etwas Besonderes, ein stiller, schweigsamer Junge, der seine Probleme verdrängt hat und nichts mit den anderen Kindern zu tun hat.
Der "alte" Alberto jedoch ist ein typischer Grossvater, genauso wie sein Enkel Tino ein typischer Enkel ist. Hier ist etwas gespart worden, finde ich.

Fazit
Trotz allem hatte das Buch einige emotionale Stellen, die mich sehr berührt haben, und übermittelt natürlich die Nachricht, dass die Familie sehr, sehr wichtig in unserem Leben ist. Es war ein nettes, dahinplätscherndes Buch. Ich gebe 3.75 Sterne.

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68 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

luxen, katy, familie, daemon, liebe

Origin

Jennifer L. Armentrout
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Entangled Publishing, Llc, 14.10.2013
ISBN 9781622660759
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Meine Güte, ich hatte ja schon hohe Erwartungen. Und sie wurden trotzdem alle erfüllt. Vom ersten bis zum letzten Satz spannend!

Die Handlung:
Obwohl Katys Aufenthalt in Area 51 eintönig ist, ist er nicht langweilig. Man bekommt einen wunderbar schrecklichen Eindruck in das, was Bethany zerstört hat, und man beginnt zu verstehen, warum sie nun so ist, wie sie ist. Ich habe mich auch sehr gefreut, einmal etwas aus Daemons Sicht zu lesen! Ich muss sagen, seine Sicht ist Jennifer L. Armentrout wirklich unfassbar gut gelungen. Normalerweise stimme ich gegen mehrere Sichtweisen, weil ich traurigerweise oft finde, dass sie sich zu sehr ähneln. Es gibt trotz verschiedener Charaktere keine grossen Unterschiede in ihren Denkweisen. Aber das war hier nicht so! Daemons Art wurde auf wundervolle Art und Weise uns nahegebracht, und seine Denkweise entspricht genau seinem Handeln! Er ist so wunderbar, ich beneide Katy. Wirklich.
Und auch nach seiner Ankunft in Nevada, apropos: sein Zorn und seine Rastlosigkeit vorher wurden sehr gut übermittelt, wird es nicht eintönig. Mich erinnerte das Ganze ja ein wenig an die Shatter Me Reihe von Tahere Mafi, aber ich muss sagen, diese "Bösen", das DoD und seinen Standort, finde ich besser ausgearbeitet. Es kommt mir realer vor. Ich muss aber sagen, dass Archer mir von Anfang an nett vorkam.
Die Flucht, die ja praktisch die ganze zweite Hälfte des Buches einnimmt, ist spektakulär. Das einzige, was ich zu bemängeln hätte, ist die ständige Betonung, was die Jungs für ihre Familie alles tun würden. Denn das stimmt ja so irgendwie nicht ganz. Andrew und Ash waren ihre Familie, nur waren Katy und Beth ja wohl wichtiger, deshalb würden sie ihre Tode auch nicht rückgängig machen. Ich meine, ich habe nichts dagegen, dass Katy Daemon bevorzugt, nur finde ich das ganze Theater nicht wirklich nachvollziehbar und unrealistisch.
Auch unrealistisch finde ich, dass Luc so vermögend zu sein scheint; ich meine, es kann doch noch nicht so lange her sein, dass er vom DoD geflohen ist, höchstens ein Jahr oder so, und in der Zeit hat er sich einen Club gebaut, der schon so viel abgeworfen hat, dass er sich schon mehrere Häuser leisten konnte? Die auch schon gebaut worden sind? Finde ich etwas suspekt. Genauso wie die Tatsache, dass er und Paris durch die Heilung verbunden hätten sein sollen, und er trotzdem nicht gestorben ist. Ausserdem, wenn er ein Origin ist, warum musste er dann überhaupt von  Paris geheilt werden? Angeblich kann er das doch selber. Noch ein letzter Punkt:
Was ich auch nicht an ihm mag, ist, dass er praktisch die Universallösung ist. Für jedes Problem hat er eine Lösung; sie müssen in Mount Weather rein? Kein Problem, er kann die Kameras ausschalten. Sie müssen über Mutanten reden? Kein Problem, er kennt sich aus. Daemon muss zu Katy? Kein Problem, Luc kann sie raushauen. Sie brauchen einen Unterschlupf? Klar, Luc hat sogar mehrere Möglichkeiten. Das ist mir einfach alles zu einfach. Egal was für ein Problem auftritt, Luc hat die Lösung. Das mag ich nicht wirklich.
Aber der Schreibstil war natürlich einmal wieder herrlich! Ebenso wie die Plot Twists. Ich könnte also praktisch immer dasselbe schreiben, aber Jennifer L. Armentrout hat es einfach drauf!

Die Charaktere:
Auch dieses Mal gibt es hier nicht viel Neues zu berichten. Beth ist also dazugekommen, und sie nenne ich mal ausreichend mental unstabil. Nach den Erfahrungen, die sie machen musste, nur allzu verständlich.
Trotzdem hätte ich mir ein bisschen mehr Inklusion gewünscht, da sie für mich ein sehr interessanter Charakter ist. Bis jetzt ist sie aber wie Dawson, der für mich noch keinen Fortschritt gemacht hat, immernoch ein "flat character".

Fazit:
Es gibt dieses Mal ein paar kleine Defizite, über die ich nicht hinwegsehen kann. Trotzdem sind es 4.5 Sterne, denn ich war von der Handlung einfach nur begeistert. Und Daemon gibt natürlich immer dicke Pluspunkte.

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

daemon, katy, the luxe series, dod, cliffhanger

Opal

Jennifer L. Armentrout
E-Buch Text: 349 Seiten
Erschienen bei Hodder & Stoughton, 26.06.2014
ISBN 9781444799293
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:
Ich habe Teil eins und zwei verschlungen, wie es nur selten passiert. Ich wurde komplett in Katy's und Deamon's Welt hineingesogen, und es hat mir unglaublich viel Spass gemacht, sie zu begleiten. Ich hatte also hohe Erwartungen an den dritten Band - und sie haben sich alle erfüllt. Der Englischlevel ist auch nicht wirklich anspruchsvoll, klar gibt es Wörter, die man nicht versteht. Aber man kann sie sich ziemlich gut aus dem Kontext erschliessen.

Die Handlung:
Da dies der erste Band ist, in welchem Deamon und Katy von Anfang an zusammen sind, war es für mich eine Freude, ihn zu beginnen. Das hat mich schon am zweiten Band gestört, dass Katy sich so lange geziert hat, obwohl jeder wusste, dass die beiden zusammen kommen werden. Nun ist Dawson also wieder da, und ich muss sagen, ich hätte mir vorstellen können, dass er noch etwas mehr von den Geschehnissen bei Daedalus  betroffen gewesen wäre. Das, was er erzählt, hätte meiner Meinung nach mehr Spuren bei ihm hinterlassen müssen. Aber nun ja, ich bin kein Psychologe. Trotzdem fand ich an keiner Stelle, dass sich die Handlung gezogen hat. Auch wenn das Buch praktisch nur das eine Thema kennt, Beth zu befreien, wird es niemals fad oder wiederholt es sich. Das ist schon eine Meisterleistung, finde ich. Auch gab es ständig plot twists! Wie zum Beispiel die Sache mit Carissa. Ich war wirklich jedes Mal überrascht.
Und auch wenn ich nur selten bei Büchern weine, kann ich vollkommen schamlos zugeben, dass ich am Ende des Buches geheult habe wie ein Baby. Dieser Twist. Man hätte ihn kommen sehen können, habe ich aber nicht. Ich sass da, begriff nicht, dass das Buch jetzt beendet war, und dachte mir, das kann nicht sein. Das kann sie nicht getan haben!
Dieser wunderbare Schreibstil, die kleinen Kabbelein zwischen Daemon und Katy, alles noch da, und ich war begeistert, bis zur letzten Seite!

Die Charaktere:
Nun, hierzu lässt sich natürlich nicht viel Neues sagen. Die meisten Charaktere sind ja schon bekannt, ebenso wie ausgearbeitet, daher unverändert positiv sowie sympathisch. Neu ist nur Dawson - und ich muss sagen, ich fand es sehr schade, dass er nur so ein "flat character" war. Man lernte ihn nicht wirklich kennen, weil es nichts kennen zu lernen gab - sein einziger Charakterzug war seine Liebe zu Beth, woraus sich sein einziges Bestreben ergab, sie zu befreien. Das fand ich wirklich enttäuschend, da ich mir mehr von ihm erhofft hatte.
Auch zu Katys Mutter kann ich sagen, dass ich etwas mehr erwartet hätte. Ich meine, nach Wills Verschwinden/Tod. Sie hat doch gerade zum zweiten Mal ihre Liebe verloren, das muss doch etwas mehr Effekt auf sie haben, oder ist das nur meine Meinung? Aber nein, sie geht einfach zurück zur Normalität über, als ob nichts passiert wäre. Für mich ist das irgendwie merkwürdig.

Fazit:
Trotz der kleine Schwächen dieser beiden Charaktere ist es für mich wirklich ein 5-Sterne Buch gewesen! Dieser Schreibstil, die niemals langweilig werdende Handlung, und die witzigen Wortgefechte Katys und Deamons machen das wieder wett.

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216 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

neuseeland, goldrausch, astrologie, goldgräber, historischer roman

Die Gestirne

Eleanor Catton ,
Fester Einband: 1.000 Seiten
Erschienen bei btb, 09.11.2015
ISBN 9783442754793
Genre: Romane

Rezension:

Meine Meinung:

Dieses Buch ist etwas sehr, sehr Besonderes.
In seiner Komplexität ist es ein Uniquat - zumindest für mich, da ich bisher noch nicht über seinesgleichen gestolpert bin.

Die Charaktere

Es muss Erwähnung finden, dass es in diesem Buch knapp 15 Protagonisten gibt. Dies ist eine beachtliche Anzahl, die dem Leser anfänglich noch nicht auffallen wird, jedoch wird man behutsam an die hauptsächlich Männer herangeführt.
Sie werden auch einzigartig charakterisiert. Jeder Hauptcharakter hat individuelle, einzigartige Eigenschaften, und ihre Umschreibung zeugt von grosser Kenntnis der menschlichen Psyche - chapeau, Eleanor Catton.
Eigentlich wird jedoch Walter Moody als Protagonist vorgestellt, wobei ich jedoch noch bemängeln muss, dass er das nicht ist. Wie schon bemerkt sind es die gesamte Männerrunde plus Anna und Moody, welche so bezeichnet werden müssen.

Die Handlung

Die Handlung beginnt vielleicht etwas schleppend, jedoch muss ich jetzt gleich sagen, dass immer eine gewisse Spannung aufrecht erhalten wird.
Es ist so, verständlicherweise, dass man sich erst einmal einfinden muss. Doch dies gelingt wunderbar durch die Wir-Perspektive, die angewandt wird. Es gibt am Anfang des Kapitels immer eine kleine, feine Kapitelzusammenfassung in einem Satz (natürlich ohne Verrat an den Geschehnissen), und allein dieses rhetorische Mittel begeisterte mich, da dies unglaublich schwer sein muss.
Unmittelbar vor der Hälfte des Buches endet der Rückblick auf die Geschehnisse, die vor der Ankunft Moodys statt fanden. Doch dass eben diese erste Hälfte in der Vergangenheit spielt, stört nicht, denn man erlebt sie durch Moody, der sie ebenfalls zum ersten Mal hört.
In der nächsten Hälfte wird ein gewisses rhetorisches Mittel angewandt, was ich noch erwähnen muss, und zwar der magische Realismus. Dieser bedarf einem Einlassen auf ein Geschehen, dass nicht durch Logik aufgeklärt werden kann. Für mich ist das leider nichts, und deshalb mangelt es mir in diesem Teil einfach an etwas. Ich finde es schade, dass dies den Stern Abzug bedeutete, jedoch hatte ich einfach nicht erwartet, dass in einem historischen Roman - für welchen ich "Die Gestirne" definitiv halte, ebenso wie für einen leichten Krimi - etwas solch Geartetes vorkommen würde. Anfangs dachte ich noch, dass dies durch den damaligen Aberglauben zu begründen wäre und man aus heutiger Sicht die Geschehnisse aufklären könnte, doch dem ist nicht so.

Ein weiteres gekonntes Mittel ist, dass Catton noch gleichzeitig zu den abgeschlossenen Handlungen neue Fäden spinnt und neue mögliche Ereignisse in Aussicht stellt. Dies fand ich besonders gelungen, da der Roman nicht abschliesst und im Grunde auch - wie ein Kreis - in sich selbst mündet. Dies kann man dann jedoch nur verstehen, wenn man ihn beendet hat.

Fazit:
Ein unheimlich gut gelungenes Buch. Es sollte mehr von dieser Sorte geben, und ich gebe ihm 4.5 von 5 Sternen!
Trotzdem: keine Abendlektüre. Hierfür braucht man Konzentration, und man sollte keine grossen Pausen zwischen Leseabschnitten machen, sonst könnte es passieren, dass man noch einmal von vorne beginnen möchte.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

wien, hofburg, krimi, sarah pauli, krimi-reihe

Tod in der Hofburg

Beate Maxian
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.08.2015
ISBN 9783442482856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Meine Meinung:
Die Charaktere: Ich habe keinen von den anderen Bänden dieser Reihe gelesen, somit kann ich also keine Entwicklung oder Sonstiges feststellen.
Sarah Pauli war für mich ein Durchschnittscharakter, an ihr war für mich nichts Aussergewöhnliches oder gar Ordinäres, sie war durch und durch eine Mary-Sue. Das fand ich schade, denn ich glaube, mit ihrem Faible für Aberglauben hätte sich wirklich etwas machen lassen! Auch war der Aberglaube das einzige Detail, das ständig an ihr herausgehoben wurde. Deshalb war sie für mich auch ein "flat character", wie das im Englischen so schön heisst. Das bedeutet: keine Entwicklung, sie verkörpert praktisch nur einen Charakterzug.
Mit ihrem Lebensgefährten fiel es mir etwas schwer, warm zu werden, da man über ihn auch wenig erfährt. So ging es mir auch bei Sarah Pauli; ich weiss nicht, ob das daran liegt, dass ich den ersten Band der Serie nicht gelesen habe und dort vielleicht eine genauere Beschreibung der Charaktere ist, aber in diesem Buch hat sie mir eindeutig gefehlt.
Die etwas ausgearbeiteten Charaktere waren für mich eher die Nebencharaktere, welche zwar nicht so oft vorkamen, jedoch alle sehr nett gestaltet waren.

Die Handlung:
Hier habe ich leider am meisten zu bemängeln. Ich fand die Handlung an sich gar nicht schlecht, jedoch einfach nicht gut umgesetzt. Was mir am meisten bei diesem Krimi gefehlt hat, war jegliche Andeutung auf das Ende hin. Man konnte als Leser eigentlich nicht mitraten, da man keinerlei Hinweise bekommen hat. So hat einen das Ende natürlich sehr überrascht, wobei dieses meiner Meinung nach sehr flach und schnell abgehandelt wurde. Das bezieht sich auch auf die letzten 120 Seiten; dort fing das Buch eigentlich erst richtig an und es passierte etwas, und dann war das für mich immer viel zu schnell und daher nicht aufnehmbar, manchmal waren die Geschehnisse auch nicht nachvollziehbar; der Anfang hingegen (und das sind für mich die ersten 210 Seiten!) war sehr langatmig, keine spannenden Ereignisse.

Der Schreibstil war luftig leicht, einfach hineinzukommen. Das beste waren natürlich die Wiener Ausdrücke! Sie haben mich jedes Mal aufs Neue entzückt. Auch die Beschreibung Wiens fand ich sehr gelungen.

Fazit:
Für mich aufgrund der Handlung und der Charaktere leider kein gutes Buch. Das Geschehen war einfach zuerst langweilig und dann nicht verständlich. Mein Fall war es also nicht, aber andere Krimifreunde können sich vielleicht dafür begeistern.

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475 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 139 Rezensionen

sophie kinsella, familie, schau mir in die augen audrey, sonnenbrille, audrey

Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.07.2015
ISBN 9783570171486
Genre: Jugendbuch

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804 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 67 Rezensionen

paris, liebe, flitterwochen, jojo moyes, hochzeitsreise

Die Tage in Paris

Jojo Moyes , Karolina Fell , ,
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.01.2015
ISBN 9783499267901
Genre: Liebesromane

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870 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 149 Rezensionen

jugendbuch, thriller, ursula poznanski, layers, obdachlos

Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

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