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93 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 21 Rezensionen

piraten, historischer roman, abenteuer, freiheit, karibik

Das Herz von Libertalia

Anna Kuschnarowa
Fester Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 08.05.2015
ISBN 9783407811875
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Buchzitat Seite 48
„Libertalia ist ein Ort, an dem jeder so sein darf, wie er ist. Wo die Menschen frei sind und einander in Frieden und Respekt leben lassen.“

*Buch/Schreibstil*
Das Herz von Libertalia von Anna Kuschnarowa ist ein Piratenroman der besonderen Art. Irgendwie ein historisch-fantastischer Abenteuerroman gewürzt mit ein paar aktuellen gesellschaftlichen Themen und ein bisschen Liebe. Das klingt erstmal nicht besonders spannend oder anziehend, aber ich bin kein Webetexter und dieser Roman vereint diese Themen:
„historisch“ – denn die Protagonistin und einige andere Figuren hat es wirklich gegeben, aber
„fantastisch“ – künstlerische Freiheit floss auch in dieses Buch.
„Abenteuer“ – Hallo? Piraten! Wer braucht schon mehr?
„gesellschaftliche Themen“ – zum Beispiel: gesunder Feminismus (ohne üblen Nachgeschmack), aber auch
„Liebe“ – ob nun hetero- oder homosexuell.
Die Autorin hat eine spannende Mischung geschaffen, die mich bis zum Schluss gut unterhalten hat.
Der Schreibstil ist nicht besonders kompliziert, aber für die Zielgruppe soll es das auch gar nicht sein. Die eingestreuten Piratenbegriffe sind gut „shanghait“ und geben dem Roman zusätzlich Authentizität.

*Story / Charaktere*
Die Story um Anne Bonny, Piratenkönigin der Karibik, beginnt wenig rühmlich in einem dreckigen Gefängnis, kurz vor ihrer Hinrichtung. Sie rekapituliert ihr Leben und erzählt dem Leser, wie sie zu einer der berühmtesten Piratinen der Karibik geworden ist. Der Bogen beginnt früh bei ihrer Mutter Peg, die als Hausmädchen bei Annes späteren Vaters William und dessen Ehefrau anfängt. Als die Affäre auffliegt, ist Peg schwanger und zieht zurück zu ihrem Vater. Die kleine Anne wächst frei und mit Geschichten über Piraten und Libertalia auf. William kommt zwar nicht von seiner Ehefrau los, aber ist regelmäßig zu Besuch bei Peg und Anne. Um Anne eine Ausbildung zukommen zu lassen, kommt er schließlich auf die Idee, sie als Junge getarnt zu sich zu holen. Anne begleitet ihren Vater bei seinen Geschäften an den Docks und lernt so mehr und mehr ihre Freiheit zu schätzen und sehnt sich zunehmend nach Libertalia, wo sie sich nicht als Junge verkleiden muss und endlich frei sein kann.
Als die Maskerade und die andauernde Affäre mit Peg erneut auffliegt, wandern die 3 nach Charles Towne aus und beginnen ein neues Leben. Hier leidet Anne wieder durch die gesellschaftlichen Zwänge eines Mädchens und beginnt bald wieder sich als Junge unter die Hafenjungs zu mischen. Leider geht auch das nicht auf Dauer gut und Anne sieht sich irgendwann gezwungen vor einer unglücklichen Zwangsehe zu flüchten. Sie ehelicht den Schurken James Bonny und macht sich mit ihm auf die Suche nach Libertalia auf den Weg in die Karibik auf. Die Grundlagen für die Königin der Karibik sind gelegt und das freie Leben kann endlich beginnen.
Annes Entwicklung von einem Mädchen zu einer starken Frau geht fast ein bisschen zu plötzlich. Auf der anderen Seite war sie nie das hilflose Mädchen und in dieser Zeit wurden die Menschen ein bisschen schneller erwachsen. Sie ist eine starke selbstbewusste Frau und dies kommt auch jederzeit glaubwürdig rüber.
Mit dem Kapitän James Racklam ging mir das leider nicht immer so, aber auch er ist ein interessanter Charakter. Generell hat die Autorin bei den Nebencharakteren ganze Arbeit geleistet. Nahezu alle sind glaubwürdig und mit so viel Hintergrund ausgestattet dargestellt, dass sie alle sehr lebendig wirken. Besonders Annes französische Gouvernante hat mein Kopfkino singen lassen.
 
*Fazit*
Was mir unter anderem so besonders an diesen Roman gefallen hat, ist die gelungene Mischung aus historisch belegbaren Fakten und der Fantasie der Autorin. Ich habe immer mal wieder das Buch unterbrochen um zu recherchieren, ob dieser Abschnitt gerade echt oder ausgedacht ist. Leider ist es traurig, dass nach so vielen Jahren einige Themen noch immer so aktuell sind. 5 von 5 Sternen und volle Kaufempfehlung und falls jemand noch immer mit der Entscheidung hadert: Piraten! Das allein sollte schon Grund genug sein. Kein romantischer Haufen und trotzdem liebenswert.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

visionen, london, 19. jahrhundert, rainer m. schröder, leona shaw

Madison Mayfield - Die Augen des Bösen

Rainer M. Schröder
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.11.2014
ISBN 9783570158982
Genre: Jugendbuch

Rezension:

*Buch/Schreibstil*
Madison Mayfield – Die Augen des Bösen von Rainer M. Schröder ist ein durchaus gelungener Mystery-Krimi-Jugendroman. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Madison Mayfield, die durch die Augen eines Mörders kurze Episoden miterlebt.
Mit seinem Schreibstil konnte Herr Schröder auf jeden Fall bei mir punkten. Dieser ist nicht nur spannend, sondern auch historisch passend. Dies lässt sich besonders an den Beispielen Bedlam und Newgate festmachen. Das Leben dort wird nur grob beschrieben, aber das hat für mich gereicht, um froh zu sein, dass ich nicht zu dieser Zeit gelebt habe. Zwischendurch gibt es im Roman Fußnoten, die einem das Ende des 19. Jahrhunderts noch näher bringen. Außerdem bringen lustige kleine Details, wie die erfundene Ahnenreihe der hochnäsigen Tante, zusätzlich Leben in die Geschichte.

*Story/Charaktere*
Madison wird seit kurzem immer mal wieder von kleineren Anfällen heimgesucht. Währenddessen kann sie durch die Augen eines Mörders beobachten, wie er seine Taten plant und umsetzt. Während eines kurzen Aufenthalts in Bedlam wird sie belauscht, wie sie eine ihrer Visionen einer Krankenschwester erzählt. Damit wird leider nicht nur die Aufmerksamkeit des Ex-Detectives Scarboro auf sie gelenkt. Mehr will ich auch gar nicht von dem Inhalt verraten. Das Miträtseln und -fiebern macht nämlich einen großen Teil des Reizes aus.
Ansonsten ist die Story leider etwas klischeebehaftet, auch wenn sie einige originelle Wendungen hat. Gegen Ende des Buches hat sich der Autor leider noch eine Nebenhandlung einfallen lassen, die für mich aber die Geschichte unplausibel macht. Diesen zusätzlichen Spannungsbogen hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht und er hätte sich stattdessen mehr Zeit für Madisons Gabe lassen können. Dies ist nämlich ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Warum Madison ausgerechnet Visionen von diesem Mörder hat wird nicht erklärt.
Genug von den Schwächen und ich fokussiere mich lieber wieder auf eine Stärke von Herrn Schröder: Das sind nämlich die Charaktere.
Auch wenn die Entwicklung von Madison ein bisschen dauert, ist sie glaubwürdig und interessant. Mithilfe ihrer Gesellschafterin und Freundin Leona blüht Madison mehr und mehr auf und setzt sich vermehrt gegen ihre Tante und ihre boshaften Cousinen zu Wehr.
Dafür dass Leona eine so wichtige Rolle spielt, schreibe ich mit Absicht so wenig über sie. Lasst euch überraschen, auch hier hat sich der Autor etwas Besonderes einfallen lassen.
Den Schreibstil hatte ich schon als sehr lebendig beschrieben, das zeigt sich auch bei den eher unwichtigen Nebenrollen, wie die Angestellten des Detectives Scarboro. Am besten hat mir Ranjit gefallen. Seine Beschreibungen über Indien und seine Religion sind einfach toll und bevor ich nicht mehr mit schwärmen aufhören kann, komme ich zum Ende.

*Fazit*
Es gibt 3 große Schwächen in diesem Buch. 1. Die fehlende Verbindung zu dem Mörder, 2. der unnötig eingeschobene Handlungsstrang und 3. die mangelnde Information, ob es eine Fortsetzung geben wird. Die Geschichte ist zwar eigentlich abgeschlossen, bietet aber trotzdem Raum für diese Möglichkeit. Darüber würde ich mich jedenfalls freuen. Für den Rest ziehe ich einen Stern ab und bleibe damit bei verdienten 4 Sternchen.

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

rock am ring, festival, zwei geschichten rund um jella, iene entscheidung, jugendliche

So oder So

Thomas Brinx , Anja Kömmerling
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 18.08.2014
ISBN 9783407744838
Genre: Jugendbuch

Rezension:

*Buch/Schreibstil*

So oder So von den beiden Autoren Thomas Brinx und Anja Kömmerling ist eine Geschichte, die 2 unterschiedliche Verläufe nimmt. Je nachdem, ob man von vorne (Salami-Seite) oder von hinten (Marmeladen-Seite) liest, gestaltet sich Jellas Reise zum Rock am Ring unterschiedlich.

Das Cover ist mit den beiden Brotscheiben und dem Belagherz gut gewählt und sticht auf jeden Fall ins Auge.

Der Schreibstil ist zu einem Jugendroman vermeintlich passend, sehr jugendlich und verwendet auch mal kurze abgehackte Sätze und einige seltsamen Abkürzungen. Auf der Marmeladenseite ist dies sogar etwas stärker vertreten. Es könnte sein, dass das an der Präsenz von Jellas jüngerer Schwester Violetta liegt, aber es hat mich anfangs ein wenig genervt.

Ich bilde mir außerdem ein, die beiden Autoren haben hier und dort Hinweise auf Lieder versteckt. Möglicherweise war es nur Zufall, hat meinen Lesespaß trotzdem deutlich erhöht. Das gilt übrigens auch für die eingestreuten kurzen Kapitel, die zeigen, dass Jellas Entscheidung auch das Leben fremder Personen beeinflusst.

 

*Story/Charaktere*

Jella will mit ihren Freunden zum Rock am Ring und macht sich abhängig von ihrer Frühstückswahl unterschiedlich auf den Weg dorthin. Eine Scheibe Salami spart Zeit und Jella kann sich pünktlich auf den Weg zum Bahnhof Richtung Nürburgring machen. Omas Marmelade versaut nicht nur ihr perfektes Outfit, sondern auch vermeintlich ihre Reise zum RaR. Ihre Mutter verbietet Jella die Reise, weil sie auf ihre kleinere Schwester aufpassen soll. Jella hat monatelang auf die Reise gespart und macht sich einfach mit ihrer Schwester per Bus und Anhalter auf den Weg. Damit wird schon deutlich, dass bei Marmelade wesentlich mehr passiert. Jellas Reise im Zug ist ruhiger, bietet dafür mehr Einblicke in die Charaktere um Jella. Besonders Bella und ihre Cousine Soleil sind auf der Salamiseite viel präsenter. Je nach Betrachtungsweise geht das zu Lasten von Jellas Aktivität; für mich verhält sie sich in dieser Seite glaubwürdiger.

Die Nachvollziehbarkeit im Verhalten der beiden Schwestern hat besonders während des Reiseabschnitts per Anhalter gelitten. Nach einem Streit marschiert Violetta einfach querfeldein und landet schließlich auf in einer Scheune, zu der Jella auch später mehr oder weniger durch Zufall den Weg dorthin findet.

Wie im Klappentext beschrieben, geht es um die große Frage, ob Jella beim RaR ankommt und dort ihre erste Liebe findet. Die Antwort auf diese Frage mag auf der Salamiseite realistischer beantwortet werden, dennoch gefällt mir die Entwicklung auf der süßen Marmeladenseite besser.

Auch bei der Charakterentwicklung zeigt der Roman, dass die beiden Verläufe von Vorteil sind. Jella ist als Charakter sehr interessant. Ihr Zwiespalt zur Liebe wurde von den beiden Autoren schön umgesetzt und entwickelt wie die Story einen ungewohnten Tiefgang. Auch die Nebencharaktere kann man so auf verschiedene und doch ähnliche Weise kennenlernen. Einzig von Soleil hätte ich gern mehr erfahren.

 

*Fazit*

Salami oder Marmelade? Für mich ist es eindeutig Salami mit Marmelade. Die Jugendsprache passt zwar zum Buch, aber einige Ausdrücke wirkten auf mich etwas gekünstelt, weil ich diese, zum Glück, noch nie bei einem Jugendlichen gehört habe. Beide Seiten haben ihre kleineren Schwächen, aber im Gesamtbild bieten die beiden Geschichten guten kurzweiligen Lesespaß, der trotz ähnlichem Verlauf keine Langeweile aufkommen lässt: 4 Sterne für diesen Roman, der zeigt, dass ein Jugendroman nicht nur eine flache Liebesgeschichte, sondern auch einen besonderen Tiefgang enthalten kann.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

vampire, vampir, action, flucht, fantasy

Gefährliches Versprechen: Absecon 1

Stephanie Linnhe
Buch: 393 Seiten
Erschienen bei bookshouse, 06.06.2014
ISBN 9789963523597
Genre: Fantasy

Rezension:

*Buch/Schreibstil/Cover*
Gefährliches Versprechen ist der erste Teil der Absecon-Trilogie der Autorin Stephanie Linnhe.  Im Gegensatz zu Nicht Menschlich Inc. ist dieser Roman nicht locker lustig, sondern eher ernst, mehr technisch, und – welch Überraschung – gefährlicher. Nicht nur dass es deutlich actionlastiger (und damit meine ich zum Glück nicht die Romanze) zugeht, auch die Hintergrundthematik „Überwachungsstaat“ zeigt, dass dieses Buch sich eher an eine ältere Leserschaft richtet.
Über das Cover verliere ich besser nicht viele Worte. Es ist dieser langweilige Standardstil mit halbnacktem Oberkörper… Mal ehrlich? Lässt sich jemand dadurch zu einem Kauf verleiten? Naja… ich springe lieber zum nächsten Teil.

*Story/Charaktere*
Großbritannien, gut 10 Jahre in der Zukunft. Die Vampire sind vor einigen Jahren an die Öffentlichkeit getreten. Dem Fortschritt auf der Insel hat das nur bedingt gut getan. Kann man heute schon kaum einen Schritt in London machen ohne im Blickfeld einer Überwachungskamera zu landen, scheint das im Jahre 2025 noch unmöglicher zu sein.
Trotz aller Gefahren hat sich Madison der Untergrundorganisation Absecon angeschlossen. Über diese hofft sie eine Spur ihrer Mutter zu finden, die vor einigen Jahren angeblich mit einem Vampir verschwunden sein soll. Bei ihrem ersten Soloeinsatz überschlagen sich die Ereignisse. „Ihr“ Vampir hat gegen Regeln verstoßen und wird deswegen nicht nur von seinesgleichen verfolgt. Auf der Flucht kommen sich die beiden näher und Maddie stellt fest, dass sie mehr mit Nicolae gemeinsam hat als vermutet.
 Stephanie Linnhe spielt in ihrem neuesten Roman mit verschiedenen Blickwinkeln. So können wir die Geschichte durch viele wichtige und vermeintlich weniger wichtige Charaktere erleben und haben damit eine wunderbare Möglichkeit möglichst tief in die Charaktere hineinblicken zu können. Besonders die Wortgefechte zwischen Maddie und Nic machen einfach Spaß und sogar ich hab mich mehrmals beim Lesen gefragt, wann die beiden endlich zueinander finden werden.

*Fazit*
Absecon 1 – Gefährliches Versprechen hat alles, was ich von einem guten Vampirroman erwarte. Action, Kämpfe, Blut und viel Gefühl. Zum Glück ist hier bei Gefühl nicht zwingend das seitenweise Anschmachten der Charaktere gemeint, aber auch Fans von viel Liebe und unterschwelliger Erotik  kommen hier nicht zu kurz. ;) Ich nenne es einfach mal die perfekte Mischung und gebe daher 5 Sternchen.

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

fantasy, diebe, königsmord, melengar, abenteuer

Der Thron von Melengar

Michael J. Sullivan , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 21.02.2014
ISBN 9783608960129
Genre: Fantasy

Rezension:

*Buch/Cover/Schreibstil*
Der Thron von Melengar von Michael J. Sullivan ist der erste Teil einer sechsteiligen Reihe und handelt von dem Diebesduo Hadrian und Royce. Unter dem Namen Riyria sind sie berühmt und berüchtigt.
Das Cover gefällt mir eigentlich ganz gut, aber erinnert mich doch stark an Game of Thrones. Nicht nur dass der Mann sehr Khal Drogo ähnelt, auch die Schrift weist ein paar Parallelen mit der GoT-Schrift auf. Das finde ich ein bisschen schade. High Fantasy muss nicht zwangsläufig mit dieser Serie in Verbindung gebracht werden.
Über den Schreibstil wiederum kann ich mich nicht beschweren. Aus Erzählersicht beschreibt der Autor die Szenen nicht nur aus Royce und Hadrians Sicht, sondern auch die weiteren Hauptcharaktere (Gute wie Böse) werden dargestellt.

*Story / Charaktere*
Royce und Hadrian sind unter dem Namen Riyria als Diebe auch für heikle Aufträge bekannt. So wundert es nicht, dass sie den Auftrag ,ein ganz besonderes Schwert zu stehlen, bekommen. Leider entpuppt sich dieser Diebstahl als eine Falle und ihnen wird der Mord am König angehängt. Mit ein bisschen Hilfe gelingt den beiden die Flucht und die Suche nach den Drahtziehern kann beginnen.
Royce und Hadrian haben mich mehr als einmal an Tulio und Miguel aus „Der Weg nach ElDorado“ erinnert. Wortwitz, schlagfertig und die Gabe, sich aus fast allem herausreden zu können, sind nur ein paar der Ähnlichkeiten. Royce und Hadrian sind aber nicht einfach nur Diebe. Einen Hang für das Gute haben beide Charaktere. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass sie für einen Auftraggeber Briefe stehlen und nach der Übergabe die Briefe erneut stehlen, damit eine junge Dame nicht in eine Zwangsehe getrieben werden kann. Dass sie für diese Briefe doppelt kassieren können, ist dabei ein netter Nebeneffekt. ;)

*Fazit*
Der Inhalt überzeugt und jeder Leser, der wortwitzige Charaktere mag, sollte sich diesen Roman bzw. diese Fantasyreihe schnappen. Ich bin restlos begeistert und so bleiben nur 5 Sterne für diesen Auftakt. Ich hoffe, die Reihe wird sich auch weiter so halten.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

mexiko, krimi, schatzjagd, expedition, indiana jones

Der steinerne Zeuge

Stefan Mühlfried
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.04.2014
ISBN 9783864433443
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

*Buch/Cover/Schreibstil*
Der Steinerne Zeuge von Stefan Mühlfried ist ein spannender Abenteuerroman geworden. Das schlichte Cover würde mir nur besser gefallen, wenn die Figur mehr der steinernen Statue aus dem Buch ähneln würde.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und die vielen offensichtlichen Ähnlichkeiten mit Indiana Jones haben mich oft schmunzeln lassen. Der Autor hat damit meiner Meinung nach eine charmante Lösung gefunden, sich selbst ein wenig mit den Jones-Klischees auf die Schippe zu nehmen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie gut der Autor die Fakten rund um Teotihuacán recherchiert hat, für mich war aber alles glaubhaft und logisch dargestellt. Auch das macht für mich einen besonderen Reiz dieses Buches aus.

*Story / Charaktere*

Feuerwehrmann David hadert noch immer damit, dass sein Vater vor 20 Jahren verschwunden ist. Als er ein Päckchen erhält, welches sein Vater offensichtlich kurz vor seinem Verschwinden losgeschickt hat, werden die Ereignisse von damals wieder aktuell. In dem Päckchen ist eine Steinfigur, für die sich auch ein mysteriöser Anrufer interessiert. Die Figur scheint endlich der Schlüssel zu sein, den David braucht um neue Hinweise zu finden bzw. alten Hinweisen zu folgen. Dabei bekommt er nicht nur von der Archäologin Kira, sondern auch von seinem Stiefvater Unterstützung. In Mexico folgt er den Spuren der alten Zivilisation der Teotihuacán, denen auch sein Vater schon gefolgt ist.
Wie bei Schatzsuchen üblich, gibt es auch eine Gegenpartei und es stellt sich die Frage, wer das Rätsel um die Statue als erstes löst und was mit seinem Vater vor all diesen Jahren geschehen ist.

Nicht nur die Rahmenerzählung des Romans, sondern auch die Charaktere sind absolut glaubhaft dargestellt. Deren Entwicklung ist immer schlüssig und wirkt nie aus der Luft gegriffen. Klar kommt Kommissar Zufall ihnen hier und da zu Hilfe, aber wenn wir ehrlich sind, passiert das auch im echten Leben.

*Fazit*

Ich habe Der steinerne Zeuge an einem halben Sonntag verschlungen – das sollte wohl Beweis genug sein, dass er mich gut unterhalten hat. Da ich nichts zu meckern habe, kann ich einfach nur voll verdiente 5 Sterne geben. Besonders Liebhaber von Abenteuerromanen sollten zugreifen.

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