Leserpreis 2018

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74 Bücher, 49 Rezensionen

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

miller

Sommerromantik

Linda Lael Miller , Sally Heywood , Diana Hamilton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 04.06.2018
ISBN 9783956498268
Genre: Liebesromane

Rezension:

Eigentlich ist es schon fast eine Leistung in sich, drei Kurzgeschichten zusammenzustellen, die allesamt nicht überzeugen können.
Im Nachhinein bin ich vor allem überrascht, dass die Geschichten von drei unterschiedlichen Autorinnen stammen. Denn die Charaktere sind in ihrer Art so ähnlich und austauschbar, dass ich schon kurz nach dem Lesen nicht mehr wusste, welcher Name denn nun zu welcher Geschichte gehört.
Auch die Geschichte selber sind einerseits so vorhersehbar, dass es schon fast wieder lächerlich ist, und andererseits abwegig, was die vermeintlich unüberwindlichen Hindernisse angeht, dass ich manchmal nur ungläubig lachen konnte.
Was mich allerdings am Meisten gestört hat, ist die Tatsache, dass Heirat in allen drei Geschichten offenbar die Lösung für alle Probleme ist und es ohne Heirat sowieso gar nicht geht. Die Begründungen dafür sind lächerlich und haben mich genervt.

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Mord nach Strich und Faden

Frances Brody
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176861
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Frances Brody hatte ich bereits ein Buch gelesen und war damals richtig begeistert. Umso mehr habe ich mich gefreut, als mir Mord nach Strich und Faden als Rezensionsexemplar genehmigt wurde. Denn an heißen Sommertagen habe ich oft einfach nicht den Kopf, mich auf anspruchsvolle Bücher zu konzentrieren; an Mord nach Strich und Faden war auch die Hoffnung geknüpft, ein Cosy Crime zu lesen, das spannend ist und sich gut lesen lässt.

Das trifft dann tatsächlich auch alles zu. Gut lesen lässt sich das Buch auf jeden Fall. Es tauchen nicht so übertrieben viele Personen auf, dass man diese nicht auseinanderhalten kann und unbekannte Begriffe im Zusammenhang mit der Tuchherstellung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erklärt.

Nie war ich vom Fortschritt der Ermittlungen gelangweilt, gleichzeitig erschienen mir diese realistisch und nachvollziehbar. Dazu trägt vor allem bei, dass es die neuen Erkenntnisse nicht hagelt. Der Gesuchte ist während des Ersten Weltkriegs, also zu einer Zeit des Umbruchs und Chaos‘ verschwunden und Kates Nachforschungen finden erst acht Jahre nach dem Verschwinden statt. Wenn sie direkt zu Beginn auf unglaubliche Neuentdeckungen gestoßen wäre, hätte ich diese vor allem als eines empfunden – unglaublich.

Interessant fand ich auch, dass immer wieder dargestellt wird, wie viel Frauen nicht zugetraut wird. In Mord nach Strich und Faden hat Kate einen männlichen Kollegen, den sie in gewissen Situationen vorschickt bzw. vorschicken muss, weil sie als Frau keine Chance auf neue Informationen hat. Dass sie Auto fährt, sorgt für Getuschel, ebenso, dass sie noch immer auf die Rückkehr ihres als vermisst geltenden Ehemanns wartet, statt neu zu heiraten. Manchmal habe ich als Leserin die Zähne zusammengebissen, weil Kates Frustration über die Ungleichbehandlung von Mann und Frau auf mich übergegriffen hat.

„Nur“ vier Sterne gibt es von mir, weil letztendlich der Funke oder Überraschungseffekt gefehlt hat, der aus diesem guten Buch ein richtig gutes Buch gemacht hätte. Für mich stand schon relativ früh fest, wer wohl die Hände im Spiel hat und wie das Ganze vermutlich abgelaufen ist. Als dies dann tatsächlich so eintrat, war die Überraschung eben nicht mehr da.

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Fische

Melissa Broder , Eva Bonné
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.05.2018
ISBN 9783550050299
Genre: Romane

Rezension:

Mit den Büchern der NetGalley Challenge habe ich zum allergrößten Teil wirklich gute Erfahrungen gemacht. Nachdem ich den Klappentext zu Fische sehr spannend fand und auch in vielen Rezensionen gelesen habe, was für ein tolles Buch das wäre, habe ich mich entsprechend darauf gefreut. Letztendlich war dieses Buch dann aber doch ein Griff ins Klo, denn über die gesamte Länge fand ich es nicht besonders ansprechend.

Das allergrößte Problem war sicherlich Elle. Diese erschien mir als selbstmitleidig und egozentrisch. Das Problem wäre nicht, wenn sie ein (paar) Mal im Buch sich so verhalten hätte. Das Problem ist, dass sie aus diesem Verhalten nie herausfällt. Sie interessiert sich nicht für ihre Mitmenschen und wenn doch, dann nur, um deren Leben mit ihrem eigenen Vergleichen zu können. Auch um den Hund ihrer Schwester kümmert sie sich nur nachlässig und nur dann, wenn es ihr gerade auffällt. Ich bin zwar nun wirklich kein Hunde-Fan, aber wenn mir ein Hund anvertraut würde, käme es mir nicht in den Sinn, diesen so zu vernachlässigen, wie Elle es tut.

Hinzu kommt die Geschichte selbst, mit der ich nicht warm wurde. Ich fand die Idee der Liebe in diesem Buch spannend, denn sie wirft viele Fragen auf, die es zu beantworten gilt. So ganz befriedigend fand ich die Antworten darauf dann aber nicht. Denn letztendlich wirkt es, als würden die Problemfelder, die sich auftun könnten (und in meinen Augen auch sollten), gar kein Problem für Elle und ihren Schwimmer darstellen. Hier hätte man in meinen Augen ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können – auch wenn dies für ein längeres Buch sorgt.

Last, but not least, konnte mich auch der Schreibstil nicht überzeugen. Der war eine, in meinen Augen komische, Mischung aus hochtrabend, mit Esoterik gespickt und obszön. Mir war klar, dass es auch um Sex gehen würde (der Klappentext verrät es ja schon), aber die Art, wie über Sex geredet wird, empfand ich als abstoßend und befremdlich.

Vielleicht wollte mir dieses Buch zwischen den Zeilen eine ganz besonders interessante und wichtige Moral vermitteln. Wenn dem so war, dann ist diese bei mir nicht angekommen. Ganz im Gegenteil empfand ich das Buch als oberflächlich, stellenweise langweilig und in den Sexszenen abstoßend.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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How to be a Woman

Caitlin Moran
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Ebury Publishing, 05.04.2012
ISBN 9780091940744
Genre: Sachbücher

Rezension:

Auf How to Be a Woman wurde ich durch Our Shared Shelf aufmerksam, eine von Emma Watson ins Leben gerufene Gruppe auf Goodreads, die feministische Literatur liest. Eines der dort besprochenen Bücher war eben auch dieses von Caitlin Moran. Nachdem ich zum Zeitpunkt der Leserunde leider zeitlich nicht dazu gekommen bin, habe ich es mir nun besorgt und gelesen.

Was ich bei einem Buch zu erwarten habe, dass als „part memoir, part rant“ beworben wird, wusste ich nicht so recht. Aber dieses Buch hat mich echt umgehauen! Caitlin Moran ist unglaublich witzig und vermutlich das, was für mich einem feministischen Vorbild am nächsten kommt – und das, nachdem ich nur ein einziges Buch von ihr gelesen habe.

Anhand ihres eigenen Lebens nimmt sie sich einer ganzen Reihe von Themen an, mit denen Frauen sich beschäftigen (müssen): Unterwäsche, insbesondere BHs, Sex, Intimbehaarung, aber auch „größeren“ Dingen wie der Liebe, Kinder oder Abtreibungen. Interessant fand ich, wie ähnlich unsere Erfahrungen sind, obwohl wir altersmäßig rund 20 Jahre auseinander liegen und in unterschiedlichen Ländern aufgewachsen sind.

Zusammenfassend ist ihre Botschaft wohl, dass Frauen tun und lassen sollten, was sie wollen und ihnen alle Möglichkeiten offen stehen sollten. Natürlich geht es hier um legale Dinge (so viel ist hoffentlich jedem klar). Aber es geht stellenweise auch darum, warum bestimmte Gesetze oder Verbote keinen Sinn machen.

Das größte Kunststück, das Caitlin Moran mit How tob e a Woman gelingt, ist, mir Vertrauen in meine eigenen Entscheidungen einzuflößen. Meine größte Angst ist es, mich vor anderen zum Affen zu machen. Mit ihrer Selbstironie und dem Hochnehmen eigener Peinlichkeiten hat sie bei mir ein Anders-Denken (wenn auch nicht Umdenken) ausgelöst, das mir richtig gut gefällt.

Ihr habt jetzt hoffentlich alle gemerkt, dass ich dieses Buch liebe. Es gibt viele Gründe, warum dem für mich so ist. Aber ich bin mir sicher, dass ihr eure ganz eigenen Gründe findet, wenn ihr das Buch in den Händen haltet. Also zieht los und besorgt es euch!

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Annas (fast) perfekte Hochzeit

Marion Stieglitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Feelings, 02.05.2018
ISBN 9783426216521
Genre: Liebesromane

Rezension:

Dieses Buch ist um einiges besser, als ich dem Klappentext nach erwartet hätte! Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht vor es zu lesen. Aber dann habe ich am vergangenen Wochenende festgestellt, dass ich dringend etwas Anspruchsloses zum Lesen brauche; ein Buch, welches das Hirn nicht anstrengt. Das tut Annas (fast) perfekte Hochzeit dann auch nicht. Aber sie hat dennoch eine Moral, die mir gut gefallen hat und die zudem auch gut herübergebracht wurde.

Letztendlich geht es vor allem darum, dass im Leben nicht immer alles nach Plan läuft. Anhand von Annas Leben wird gezeigt, dass dies überhaupt nicht tragisch oder schlecht ist. Stattdessen tut sie, was sie als richtig erachtet, um glücklich zu werden – entgegen aller Widerstände und auch wenn dies unangenehm ist.

Bis fast zur Mitte des Buches war ich mir nicht sicher, ob ich Anna nun sympathisch finde oder für eine Egozentrikerin ohne Ende halte. Letztendlich würde ich nicht sagen, dass sie egozentrisch ist. Für sie ist es einfach nur wichtig, glücklich und zufrieden mit ihrem Leben zu sein. Um zu merken, was sie glücklich macht, braucht sie manchmal ein bisschen und sie stößt auch einige Menschen vor den Kopf, indem sie ihrem Weg folgt.

Alles in allem bewundere ich Anna. Dafür, dass sie zugeben kann, einen Fehler gemacht zu haben. Und dafür, dass sie nicht ums Verrecken an einmal getroffenen Entscheidungen festhält, wenn sie merkt, dass es eine falsche Entscheidung war.
Für mich kommt das Buch zudem zum perfekten Zeitpunkt. Auch ich stehe gerade vor einer wichtigen Entscheidung und auch wenn Annas (fast) perfekte Hochzeit keine Ratschläge erteilt, hat es mir doch Mut gemacht. Mut dazu, unangenehmen Wahrheiten ins Auge zu blicken und Entscheidungen zu treffen, die einige vielleicht nicht verstehen würden. Einfach nur, weil es das Richtige für einen selber ist.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Ein Gentleman in Arles – Mörderische Machenschaften

Anthony Coles , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.05.2018
ISBN 9783866124547
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Gentleman in Arles hat mir um einiges besser gefallen, als ich erwartet hatte. Vom Klappentext schloss ich auf ein recht actiongeladenes Buch mit einem gealterten James Bond in der Hauptrolle. Ein oder zwei Actionszenen gibt es tatsächlich. Davon einmal abgesehen ist es eher ein Cosy Crime, bei dem ich mich in die Provence versetzt gefühlt habe.
Überhaupt wartet dieser Krimi vor allem mit leisen Tönen und ruhigem Gebaren auf. Vieles wird zwischen den Zeilen vermittelt und überhaupt; Bösewichte und Ermittler scheinen hier sehr gut miteinander auszukommen.

Umso schmutziger sind dafür die Themen, die im Laufe der Ermittlungen zur Sprache kommen. Da geht es um Hinterziehung von EU-Geldern, Bestechung und weit schlimmeres. Besonders das Motiv für die Tat – das an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden soll – ist abscheulich. Gerade dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Opfern und Tätern und so recht Mitleid will nicht aufkommen. Für mein Gerechtigkeitsempfinden war es daher nur gut, dass die Polizei offiziell nicht ermittelt. Denn richtige Gerechtigkeit scheint es in diesem Fall nicht zu geben. Die letztendlich präsentierte Lösung kommt da gerade richtig.

Anthony Cole schafft es dabei, das Lebensgefühl in der Provence zu vermitteln und gleichzeitig einen tollen Krimi zu schreiben. Die Schwärmereien für Küche und Landschaft der Gegend machen Lust auf Urlaub. Und der Krimi zeigt, dass nicht alles in der Provence so friedlich ist, wie es scheint.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Fluch der Schwarzen Dahlie

Natalie Winter
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 15.05.2018
ISBN 9783940855763
Genre: Fantasy

Rezension:

Man sollte meinen, dass ich meine Lektion über Romantasy-Romane mittlerweile gelernt habe. In letzter Zeit bin ich nämlich jedes Mal auf die Nase gefallen, wenn ich mich an "neue" Autorinnen gewagt habe. So ging es mir nun auch mit Fluch der Schwarzen Dahlie, das mich leider nicht überzeugen konnte.

Wenn wir das Ganze mal von hinten aufrollen, hätte man diesem Buch ruhig ein bisschen mehr als 250 Seiten gönnen und dafür ein gescheites Ende liefern können. Denn das ist eine meiner großen Erwartungshaltungen, wenn ich Liebesromane lese, die nicht dick als Trilogie beworben werden: am Ende des Buches ist auch wirklich Schluss - und zwar mit einem befriedigenden Ende! Ich weiß nicht genau, wie sich Verlag und/oder Autorin das hier gedacht haben, an für mich hört das Buch viel zu abrupt und verfrüht auf.

Auch die Charaktere erschienen mir oft sehr konstruiert. Und Ryder ist für einen richtig badass Shifter Cop, der als sehr erfahren dargestellt wird, ein bisschen blind, was die Auflösung des Falles angeht. Denn lange bevor Ryder und seine Cara quasi mit der Nase darauf gestoßen wurden, war ich mir sicher, die Identität des Mörders zu können.

Damit hat dann leider auch der Überraschungseffekt am Ende gefehlt, als besagte Identität auch den beiden Ermittlern aufging. Zusammen mit dem eingangs erwähnten unbefriedigenden Ende, nahm so ein wenig überzeugendes Buch ein ganz und gar dürftiges Ende.

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Landeierforschung

Karin Spieker
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2018
ISBN 9783492501521
Genre: Liebesromane

Rezension:

Landeierforschung ist bestimmt nicht das letzte Buch von Karin Spieker, das ich lese! Es hat gehalten, was ich mir nach dem Lesen des Klappentextes versprochen hatte und mich gut unterhalten. Ganz besonders gefallen hat mir die Idee, eine eingefleischte Städterin aufs flache Land in den Urlaub zu schicken. Denn eine Tatsache, die im Buch angesprochen wird, halte ich für sehr wahr: wir vergessen ganz gerne, was es bei uns um die Ecke zu entdecken gibt. Lustigerweise hat Landeierforschung bei mir dafür gesorgt, dass ich in Zukunft öfter einmal die nähere Umgebung erkunden möchte, statt gleich stundenlag zu fahren, um an mein Urlaubsfeeling zu kommen.

Neben der Handlung haben mir auch die Charaktere gut gefallen und insbesondere Anne hat es mir angetan. Unter der Trennung von ihrem Ex (bzw. den 20 Ehejahren) leidet sie immer noch, dennoch ist sie humorvoll und lässt sich nicht unterkriegen. Im Laufe des Buches geht allerdings langsam eine Wandlung bei ihr vonstatten, welche sie erstens sympathischer macht und zudem realistisch wirkt. Sie wird nicht von jetzt auf gleich vom Stadtmenschen zur Dorfliebhaberin. Aber man merkt doch, dass sie dem Dorfleben mehr und mehr abgewinnen kann - und dabei merkt, dass Schönes doch oft nahe liegt.

Alles in allem war es eine schöne Lektüre, perfekt für einen faulen Sonntag, die mich zum Lachen und manchmal zum Verzweifeln gebracht hat, mit der es aber nie langweilig war. Ich freue mich auf weitere Romane von Karin Spieker, die auch mit solch originellen Ideen aufzuwarten scheinen.

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70 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

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Herzflüstern

Katharina B. Gross
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Forever, 08.06.2018
ISBN 9783958189713
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Herzflüstern ist der allererste Gay-Romance-Roman, den ich in meinem Leben gelesen habe. Und ich fand ihn ziemlich gut.

Dazu gehört, dass dieser Roman nicht den "üblichen" Plot hat. Ich habe in letzter Zeit immer öfter das Gefühl, dass Liebesromane eine 0815-Handlung haben, in der sich die Protagonisten verlieben, zusammenkommen, einer verbockt die Sache und im letzten Viertel verträgt man sich wieder. Dem war hier nicht so. Die beiden haben einige Probleme zu bekämpfen, aber als sie dann einmal zusammen sind, stehen sie auch zueinander.

Gut fand ich auch, dass den Reaktionen von Freunden und Bekannten (und der Angst davor) relativ viel Platz eingeräumt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies insbesondere bei Menschen, die in Julians Lage sind, sich also noch nicht geoutet haben, für Bauchschmerzen sorgt. Gefallen hat mir auch, dass Markus, der sich bereits geoutet hat, in diesem Punkt immer Rücksicht auf Julian nimmt und ihn nie zu etwas drängt.

Überhaupt war das Buch gut geschrieben. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Julian geschrieben, dementsprechend kann man sich in ihn natürlich besonders gut einfühlen. Gross trifft dabei immer den richtigen Tonfall, angemessen für einen 18jährigen. So hatte ich nie das Gefühl, dass hier jemand anderes als Julian erzählt.

Mein einziger, aber riesiger Kritikpunkt ist, dass das Buch von einer Frau stammt. Katharina Gross ist mit einem Mann verheiratet und demnach höchstwahrscheinlich nicht homosexuell. Hier kommt für mich die "Own voices"-Problematik ins Spiel und so finde ich es schade, dass Ullstein offenbar keine Gay Romance von einem homosexuellen Autor/einer homosexuellen Autorin für die Challenge zur Verfügung gestellt hat.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

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Manchmal hilft nur fauler Zauber

Nicola Lux
Buch: 260 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 02.03.2018
ISBN 9783956691003
Genre: Romane

Rezension:

Von Manchmal hilft nur fauler Zauber war ich nicht begeistert. Ich hatte mich sehr auf diesen Roman gefreut, da ich mich (wenn auch nur durch Bücher) in Amrum verliebt habe und die Insel unbedingt einmal besuchen will. Zudem schien mir das Buch wie eine locker-leichte und humorvolle Lektüre und auch darauf hatte ich riesige Lust.

Ehrlich gesagt hat für mich das Buch auf ganzer Linie versagt. Das fängt bei der Handlung an, die ich nicht nachvollziehen konnte. Annas Ehemann ist zwar ein Arschloch hoch 10, allerdings konnte ich keinen der Gründe im Buch verstehen, Mord zu begehen, statt die Scheidung durchzusetzen. Die Grundlage für eine gute, nachvollziehbare Handlung fällt damit in meinen Augen weg.

Hinzu kommt, dass ich mit keinem der Charaktere warm geworden bin. Anna erschien mir wie eine egozentrische und unfreundliche Frau, die nach dem einfachsten Weg aus einem Problem sucht - statt den richtigen Weg einzuschlagen. Ihre Entscheidungen und die Beweggründe dahinter fand ich teils vollkommen überzogen und teils ziemlich lächerlich.
Auch Vida, die Anna in den Gedanken an "Beseitigung" ihres Gatten bestärkt, war mir nicht sympathisch. Nach einer Begegnung und den Erzählungen von der offensichtlich sehr subjektiv denkenden Anna schließt sie sich einem Mordkomplott an. Das empfand ich als 1) überhastet und 2) sehr unklug.

Last but not least, war der Roman eindeutig darauf ausgelegt, witzig zu sein. Ich habe letztendlich nach etwas mehr der 260 Seiten aufgegeben. Und in dieser ganzen Zeit zog bei mir der Humor nicht einmal. Es war oft so bemüht lustig, dass ich eher das Gesicht verzogen habe.

Schlussendlich bin ich vor allem froh, dass ich kein Geld für dieses Buch ausgegeben habe - sonst würde ich mich nun ärgern. Anna und ihre Hexen konnten mich leider gar nicht überzeugen und ich war erleichtert, als ich das Buch abbrach.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Power Women - Geniale Ideen mutiger Frauen

Andreas Jäger
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei arsEdition, 18.06.2018
ISBN 9783845828626
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich bei dieser Rezension anfangen soll. Schon seit Goodnight Stories for Rebel Girls freue ich mich darauf, Bücher wie jenes - oder eben auch Power Women - zu lesen.
Zu jeder Kurzbiographie gibt es, neben ihrer Biographie, eine Illustration von der Frau. Zudem gibt es immer eine Situation, welcher sich (junge) Mädchen heutiger Zeit möglicherweise stellen müssen. Und die Frage: Was würde die gerade vorgestellte Powerfrau tun?
Das hat mir an diesem Buch besonders gut gefallen. So wurde aufgezeigt, dass die Gedanken und Gefühle von Frauen, die vor Jahrhunderten gelebt haben, auch heute noch Relevanz haben.
Durch das Buch wird eine Brücke geschlagen; zwischen der Leserin und Frauen aus aller Welt und allen Zeiten, die alle für das einstanden, was ihnen wichtig war.

Es zeigt auch, dass einige dieser Frauen tatsächlich die Welt verändert haben. Und sie alle sind Vorbilder dafür, sein Leben zu leben, wie man selber möchte.

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(14)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Flüstern des Mondfalters

Lindsay Jayne Ashford , Peter Groth
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 01.05.2018
ISBN 9782919800193
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bei historischen Romanen freue ich mich immer, wenn sie auf einer real existierenden historischen Person beruhen. Zuletzt war das bei Die Schwester des Tänzers so und das Buch habe ich geliebt! Bei Das Flüstern des Mondfalters war mir gar nicht bewusst, dass es die Protagonistin Estelle Thompson, die als Merle Oberon besser bekannt war und ist, tatsächlich gab. Umso begeisterter war ich von dem Buch, als ich es herausgefunden hatte. Denn es ist wunderbar geschrieben und zu wissen, dass es sich tatsächlich so verhielt (zumindest die nachweisbaren Fakten) macht das Ganze für mich nur noch besser.

Das Buch erzählt die Geschichte von Estelle von ihrer Zeit in Indien als Tochter eines Briten und einer Inderin bis kurz nach ihrer Hochzeit mit dem Produzenten Alexander Korda. Man kann ihre Reise nach Europa und die Beweggründe dafür miterleben, ebenso wie ihren Aufstieg zu einem der großen Stars in Hollywood. Schade fand ich, dass die Geschichte noch während der Flitterwochen Estelles und Alexanders recht abrupt endet. Wenn man sich den Wikipedia-Artikel einmal durchliest, kommen danach doch noch einige interessante Entwicklungen, über die ich gerne gelesen hätte.

Das ist aber auch schon der einzige Minuspunkt. Estelle und ihre Umfeld, insbesondere aber ihre Gefühle und Gedanken, sind so eindringlich beschrieben, dass ich manchmal dachte, direkt in sie hinein zu sehen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Autorinnen scheinbar mühelos die Vergangenheit zum Leben erwecken. Auch Zeiten oder Gegebenheiten, die mir fremd sind, wirken auf mich, als hätte ich sie miterlebt.
Das gelingt auch Lindsay Ashford mit diesem Buch. Ich habe mich nie besonders für Filme interessiert und für ältere schon gar nicht. Auch die Geschichte und Entwicklung Hollywoods ist mir unbekannt. Aber dank dieses Buches wurde mein Interesse daran geweckt, während ich gleichzeitig das Gefühl bekam, direkt in die Filmwelt der 30er Jahre einzutauchen.

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(62)

70 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Abgeschlagen

Katrin Schön
E-Buch Text
Erschienen bei Midnight, 05.06.2017
ISBN 9783958191167
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört habe, wurde es als "Cosy Crime zum Schmunzeln" beworben. Das hat mir sehr zugesagt, da ich ein großer Fan des Cosy Crime bin und solche Bücher sehr gerne lese.
Für mich ist immer wichtig, dass es zwar nicht zu blutig und actiongeladen zugeht, aber Spannung muss sich dennoch einstellen. Diese Balance zu finden, gelingt nicht immer - Katrin Schön hat das aber gut hinbekommen.

Mein größter Kritikpunkt sind die Beschreibungen, in welchen sich die Autorin hier ergeht. Bis ins letzte Detail lässt sie sich über die Landschaft und - das besonders gern - die Kleidung der Personen aus. Ärgerlich daran war zum einen, dass diese meist komplett unnötig waren, zum anderen haben sie mir oftmals die Spannung genommen.

Davon einmal abgesehen, hat mir vieles richtig gut gefallen! Ganz oben auf der Liste stehen die Charaktere. Nachdem ich über die ausführlichen Beschreibungen hinweggekommen bin, waren mir insbesondere Lissie und Sebastian, "ihr" Kommissar, sehr sympathisch.
Die beiden passen als Ermittlerduo gut zusammen. Während Lissie sehr auf ihren Bauch hört, neugierig ist und sich daher gerne in Dinge einmischt, die sie nichts angehen, achtet Sebastian schon eher auf Vorschriften - schließlich muss er sich dann auch mit den Konsequenzen herumschlagen. So kann er die impulsive Lissie zurückhalten, wenn sie wieder einmal über die Stränge schlägt, aber sie kann auch Dinge ins Laufen bringen, weil sie ihrer Nase folgt.

Zudem, wie oben schon einmal angesprochen, wird dieses Buch nicht zu blutig, sondern ist wirklich ein COSY Crime, das zudem das Versprechen hält, mich zum Schmunzeln gebracht zu haben. Lissie mit ihrer Ungeduld und Sebastian mit seiner oftmals grummeligen Reaktion darauf haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Ich fand es auch schön, dass im Buch deutlich wird, wie sehr Lissie Sebastian am Herzen liegt, ohne das daraus ein Tara gemacht wird. Die sich anbahnende Romanze zwischen den beiden stiehlt der Kriminalgeschichte nicht die Schau, sondern trägt eine leichte und witzige Note zum Buch bei.

Insgesamt haben mich zwar die vielen ausführlichen Beschreibungen immer wieder irritiert, dennoch ist dieses Buch spannend, ohne in einen Thriller umzuschlagen, und witzig - genau so, wie ein gutes Cosy Crime sein sollte.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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London Legends - Lass uns spielen

Kat Latham
E-Buch Text: 303 Seiten
Erschienen bei Lyx.digital, 05.01.2017
ISBN 9783736305021
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ehrlich gesagt bin ich an dieses Buch vor allem mit der Erwartung gegangen, eine locker leichte Unterhaltung für ein paar Stunden zu haben. Letztendlich bin ich zwar förmlich durch die Seiten geflogen, aber das lag nur teilweise an dem angenehmen Schreibstil, der leicht zu lesen ist. Hauptsächlich lag es daran, dass mich dieses Buch richtig positiv überrascht hat.
Seit meinem Jahr in England bin ich ein großer Fan des Landes. Ein persönlicher Grund, aus dem ich dieses Buch mochte, ist, dass mich viele Kleinigkeiten an Großbritannien erinnert haben und ich mich richtiggehend dorthin zurückversetzt gefühlt habe. Schon allein, dass im Buch ein Tee angeboten wird, wenn Gäste kommen oder die Protagonisten Tee statt Kaffee in sich hineinschütten – wie bekannt mir das vorkommt!
Hinzu kommen aber auch Protagonisten, die mich überzeugen konnten. Insbesondere Libby entspricht nicht wirklich der typischen „Heldin“ eines Liebesromans. Sie ist taff, eine Pilotin, die genau weiß was sie will, dafür hart arbeitet und schon viel erreicht hat. Entsprechend selbstbewusst ist sie. Sie braucht keinen Mann, um für sich zu sorgen. Gleichzeitig ist sie sehr sympathisch und mir schnell ans Herz gewachsen. Ihr Selbstbewusstsein sprengt nicht die Grenzen; insbesondere als sich die Sache zwischen Matt und ihr entwickelt, merkt man, dass sie ins Rudern kommt und nicht so genau weiß, was sie tun soll. Also keine über-selbstbewusste Frau, die exakt weiß was sie will und den Typen eigentlich auch schon in der Tasche hat, sondern eine, die auch mal ins Straucheln kommt und mit der man sich identifizieren kann.
Und dann ist da noch die Dynamik von den beiden, die sich in meinen Augen von vielen anderen Liebesromanen abhebt. Zum einen ist Libby sechs Jahre älter als Matt und – hallo – wann gibt’s das schon in den Romanen?! Ich fand es schön zu lesen, dass dies eine Sache ist, die Matt an ihr liebt. Selbstverständlich liebt er sie auch aus anderen Gründen und findet sie körperlich anziehen, aber ihre Ruhe und Gelassenheit ziehen ihn an und dazu trägt auch die Tatsache bei, dass sie ein bisschen älter ist als er. Außerdem sagt auch Matt über sie, dass sie erst auf den zweiten oder dritten Blick schön wirkt, keine „drop dead“-Schönheit ist, vor der die Männer auf die Knie fallen.
Außerdem merkt man, dass die beiden schon seit Jahren befreundet sind, denn sie kennen sich sehr gut und nehmen sich gegenseitig hoch, wie es nur gute Freunde können. Das ist echt witzig zu lesen und zum Charme des Buches beigetragen. Gleichzeitig schlägt das Buch immer wieder sehr ernste Töne an, die das Buch stellenweise herzzerreißend machen.
Im Buch geht es viel darum, Kompromisse zu finden und die eigenen Ängste zu überwinden. Die Probleme der beiden verschwinden nicht auf magische Weise, nur weil sie zueinander finden. Sie arbeiten zusammen daran, diese zu überwinden und wachsen dadurch zusammen. In Liebesromanen, besonders aus dem YA- und NA-Genre, ist mir in letzter Zeit immer mal wieder aufgefallen, dass in den Büchern mit dem Spaß nicht unbedingt aufgehört, nur weil eine Person, vorzugsweise das Mädel, nein sagt. Zu dem „consensual sex“ gibt es auch einen Haufen (englischsprachiger) Artikel, daher ist das etwas, worauf ich mittlerweile mehr achte. Das war hier nicht der Fall: Es wurde immer von beiden Seiten sehr deutlich gemacht, dass sie es wollen. Zwar werden auch hier Grenzen ausgetestet, aber doch immer zusammen und die Beziehung wächst daran.
Und obwohl zwischen den beiden nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, folgt das Buch nicht dem 0815-Schema von „verlieben – einer baut Mist – versöhnen“. Auch das war in meinen Augen ein Pluspunkt.
Insgesamt kann ich London Legends wirklich nur empfehlen. Es ist eine vergnügliche Lektüre, die mich positiv überrascht hat.

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164 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

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Nach einer wahren Geschichte

Delphine de Vigan , Doris Heinemann
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 24.08.2016
ISBN 9783832198305
Genre: Romane

Rezension:

Bei einer Party lernt die zurückhaltende Autorin Delphine die elegante L. kennen und ist von ihr beeindruckt. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Doch L. sorgt mit ihrer leidenschaftlichen Meinung, dass Delphine ein wahres und kein fiktionales Buch schreiben soll, bei dieser für Verunsicherung, die schließlich dazu führt, dass Delphine nicht mehr schreiben kann. L. übernimmt immer mehr Aufgaben für sie und distanziert Delphine von deren Freunden. So ist sie allein, als sie merkt, dass L. ihr immer ähnlicher wird.

Auf Vorablesen.de konnte ich die Leseprobe des Buches lesen und wollte danach unbedingt wissen, wie es weitergeht; ob es der Autorin gelingt, auch im weiteren Verlauf des Buches die Spannung aufrechtzuerhalten, die sich bereits in der Leseprobe entwickelt. Nach dem Lesen kann ich sagen: ja, es gelingt ihr. Dieses Buch hat meine Erwartungen eindeutig erfüllt, womöglich sogar noch übertroffen.
Einmal angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. De Vigan beschreibt zunächst, wie sich die Freundschaft zwischen ihr und L. entwickelt, doch da sie immer wieder Andeutungen fallen lässt, dass die Freundschaft kein gutes Ende nimmt, ist man voller Erwartung. Man will unbedingt wissen, was zwischen ihr und L. vorfällt, wie und wodurch die Freundschaft in die Brüche geht. Hinzu kommt ein Ende, dass für mich gleichzeitig befriedigend und enttäuschend war und so schnell bestimmt nicht in Vergessenheit gerät. So wird das Buch zu einem Pageturner, der mich nicht mehr losgelassen hat und sogar Gegenstand meiner Träume wurde.
Gleichzeitig spielt die Autorin mit Fantasie und Realität und vermischt die beiden so geschickt, dass man sich während des Lesens unwillkührlich immer fragt: Was ist autobiographisch? Was ist Fiktion? Gut möglich, dass auch dies einen Reiz des Buches ausmacht, der unbedingte Wille zu erfahren, wie viel auf der Wahrheit beruht.
Hinzu kommt, dass mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Da es aus Delphines Sicht geschrieben ist, kann man sich sehr gut in sie einfühlen. Ich fand es auch erstaunlich, dass ich mich oft mit ihr identifizieren konnte, obwohl sie aus einer ganz anderen Altersgruppe mit ganz anderen Erfahrungen und Sorgen kommt. Dennoch viel es mir meistens sehr leicht, mich in sie einzufühlen, ihre Handlungen und Gedanken zu verstehen.

Ich kann euch dieses Buch nur empfehlen, es ist eine spannende Geschichte über die Mischung von Realität und Fantasie und hat mich lange beschäftigt.

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sabine fischer, trommelfeuer

Trommelfeuer

Sabine Fischer
E-Buch Text
Erschienen bei Egmont LYX.digital, 01.07.2016
ISBN 9783736303744
Genre: Erotische Literatur

Rezension:  
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1930iger jahre, amateurdetektiv, belletristik, britische literatur, eisenbahntunnel, english books, erschossen, golden age of crime, hühnerzucht, komplizen, literatur des 20. jahrhunderts, locked room mystery, pistole, roman, schwiegersohn

Death in the Tunnel (British Library Crime Classics)

Miles Burton
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei The British Library Publishing Division, 10.05.2016
ISBN 9780712356411
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe die Krimi-Klassiker, die von der British Library neu aufgelegt wurden. Mal davon abgesehen, dass die Bücher toll in der Hand liegen, sind es auch jedes Mal spannende Krimis, aus der Hochzeit britischen Krimis, in erster Linie aus den 20er und 30er Jahren.
Auch Death in the Tunnel bildet da keine Ausnahme. Dieses Locked-Room-Rätsel stellt nicht nur die Ermittler sondern auch den Leser vor Rätsel. Es braucht zwar die ersten rund 50 Seiten um Fahrt aufzunehmen, aber von da an stellt jede neue Enthüllung ein ganz eigenes Rätsel dar.
Das ist zumindest der Fall, bis Merrion seine Vermutungen anstellt; schon kurz vor Schluss wird dadurch klar, wer verantwortlich ist. Das ist für mich der einzig Kritikpunkt an diesem Cosy Crime: Es wird zu früh klar, wer der Täter ist.
Merrion und Arnold haben mich stellenweise sehr an Hercule Poirot und seinen Inspector Japp erinnert, mit dem Einfallsreichtum des Einen und dem Willen des Anderen, jedwede Lösung anzunehmen - nur, um den Fall abschließen zu können. Auch der Fall an sich und die letztendliche Lösung hätten von der Queen of Crime kommen können. Allerdings ist Merrion um einiges zugänglicher als Poirot und nimmt ausschließlich eine beratende Rolle ein.
Wenn man einmal davon absieht, dass die Lösung des Falles zu schnell klar wird, hat dieses Buch viel Ähnlichkeit mit Büchern über Poirot. Eine Sache macht dieses Buch aber doch besser: in meinen Augen bekommt man einen stärkeren Einblick in die 1930er Jahre, beispielsweise wenn es um technische Dinge geht. Poirot könnte theoretisch auch heute spielen, aber Merrion und Arnold sind ganz eindeutig Kinder ihrer Zeit und könnten niemals in das Heute verwurzelt werden.

Für Liebhaber des Cosy Crime und Fans von Agatha Christie ein tolles Buch, dessen einziger Schwachpunkt die frühe Ahnung über den Verantwortlichen ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Geheimnis der Signora: Ein Fall für Commissario Casini

Marco Vichi
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 23.08.2016
ISBN 9783732537914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich bin ein großer Liebhaber von Cosy Crime-Büchern und nach einem solchen hat sich dieses Buch angehört. Zudem gefallen mir die Bücher mit Commissario Brunetti sehr gut, daher konnte ich der Möglichkeit, einen weiteren italienischen Kommissar für mich zu entdecken.
Mal abgesehen von seiner Liebe zu gutem Essen und gutem Wein unterscheidet sich Commissario Casini zwar grundlegend von Brunetti, sympathisch war er mir dennoch. Er ist ein mürrischer Brummbär, der sehr unter der sommerlichen Hitze leidet und allerlei, für einen Polizisten, merkwürdige Freunde um sich schart und auch mit 53 noch von der großen Liebe träumt. In Sicht ist diese allerdings nicht.
Obwohl mir die wichtigste Person also schon einmal sympathisch war, konnte ich mich trotzdem nicht wirklich für dieses Buch erwärmen. Ein Großteil des Buches dreht sich gar nicht um den Fall, sondern handelt von Casinis Freunden und seiner Zeit als Soldat während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl ich dafür grundsätzlich immer offen bin, da ich mich für den Zweiten Weltkrieg interessiere, war es mir doch zu viel. Letztendlich sollte es hier um die ermordete Signora und weniger um Casinis Vergangenheit gehen.
Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dass mir der Autor unbedingt einhämmern wollte, dass Casini eine bestimmte Charaktereigenschaft hat. Das hatte nichts mehr von subtilem Anzeigen und Andeuten, sondern die Subtilität einer Keule, die man über den Kopf gezogen bekommt.
Bei mir hat sich entsprechend wenig Spannung eingestellt.

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baum, bräutigamseiche, eiche, ein unglaublich tolles buch!!!, eutin, familie, familiengeheimnis, familiengeschichte, gegenwart, im schatten der bräutigamseiche, liebe, liebesgeschichte, petra pfänder, roman, verlust

Im Schatten der Bräutigamseiche

Petra Pfänder
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 18.07.2016
ISBN 9783956495748
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich vor kurzem einen echten Glücksgriff gelandet habe mit einem Buch, dass ebenfalls ein Stück weit einen 08/15-Plot als Grundlage hatte und von Briefen aus der Vergangenheit handelt, habe ich mich sehr auf Im Schatten der Bräutigamseiche gefreut. Nicht nur, dass ich die Idee mit der Bräutigamseiche sehr romantisch finde, ich hatte auch ein bisschen die Hoffnung, mehr über die deutsche Vergangenheit zu lernen.
Insgesamt bin ich also mit recht hohen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen – und wurde enttäuscht.
Es fängt damit an, dass dieses Buch sehr, sehr vorhersehbar ist. Es gab keine überraschenden Wendungen, keine kleinen Wunder. Daneben gab es auch keinerlei originelle Personen oder schlagfertige Gespräche.
Besonders mit den Personen bin ich nicht warm geworden. Sie sind wandelnde Klischees. Es ist ja schön und gut, einen klischeehaften Charakter einzubauen, aber wenn das Buch nur so vor solchen Charakteren wimmelt, dann macht das keinen Spaß mehr. Für mich ein Problem war, dass dies auch auf Protagonistin Johanna zutrifft, die mir nicht sympathisch wurde. Ich fand ihr Verhalten komplett irrational. Sie hatte keine Ahnung, was sie eigentlich will. Besonders auf ihre Gefühle bezogen ist mir das sehr auf die Nerven gegangen, denn sie zieht sich wirklich haarsträubende Argumente herbei, warum es mit einer Beziehung nicht funktionieren sollte. Die Probleme, die in diesem Buch aufkommen, wirkten auf mich sehr gezwungen.
Auch das Ende war mir viel zu schnell und viel zu einfach. Das trifft besonders auf das Rätsel aus der Vergangenheit zu, weitet sich aber auch auf die „Gegenwart“ aus, sodass ich nach dem Epilog dasaß und dachte: „Das war’s schon?!“
Gut gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen. Denn diese ufern nicht zu sehr aus, schaffen es aber, die Atmosphäre schön darzustellen und haben die Landschaft vor meinen Augen erstehen lassen. Auch Johannas Gefühle in Bezug auf den Tod ihrer Großmutter waren meiner Meinung nach schön dargestellt und hier konnte ich mich sehr gut in sie einfühlen – was mir später leider nicht mehr gelungen ist.

Dieses Buch ist ein wandelndes Klischee mit einem enttäuschenden Schluss und Protagonisten, mit denen ich nicht warm wurde. Überzeugen konnte mich nur die Umgebung und wie sie beschrieben wurde.

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briefe, gegenwart, hoffnung, krieg, liebe, schicksal, traurig, unerfüllte liebe, zeitzonen, zweiter weltkrieg, zwei zeitebenen

Als unsere Herzen fliegen lernten

Iona Grey
E-Buch Text: 609 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 16.05.2016
ISBN 9783641162054
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich interessiere mich sehr für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs, daher konnte ich diesem Buch nicht widerstehen, handelt es doch von einem Aspekt, über den ich bisher wenig wusste: die Amerikaner in England.
Die ersten rund hundert Seiten haben sich ein wenig gezogen. Die Personen wurden eingeführt, man hat über die jeweiligen Lebensumstände erfahren, aber bis die Handlungsstränge zusammengeführt wurden, hat es sich gezogen und war wenig spannend. Doch danach mausert sich die Geschichte richtig.
Ich fand es spannend zu erfahren, wie das Leben für die einfachen Menschen an der „Heimatfront“ aussah. Toll daran war vor allem, dass man nicht mit vielen Erklärungen und langen Beschreibungen erschlagen wurde, sondern es der Autorin gelang, die Atmosphäre der Zeit wiederzugeben. Für die Menschen ist der Krieg ein Stück weit zum Alltag geworden und das spiegelt sich darin wieder, dass kein großes Aufheben um Dinge wie Rationierungen, Lebensmittel aus dem eigenen Garten und Hilfsbereitschaft unter Nachbarn gemacht wird. Die Menschen unterhalten sich darüber, aber letztendlich ist es Alltag. Und als solcher wird er von der Autorin dargestellt.
Gut fand ich auch, dass Iona Grey einige Themen anspricht, ohne dass das Buch dadurch überladen wirkt. Als roter Faden zieht sich natürlich die Liebe zwischen Dan und Stella durch das Buch und somit auch die Anwesenheit der Amerikaner in England. Darüber wird viel berichtet: Tanzlokale und ausgelassen Flirts gehören dazu, ebenso wie die Abneigung mancher Engländer gegenüber den Amerikanern, welche sie als „Besatzung“ ansahen. Daneben werden aber auch andere, „kleinere“ Themen angesprochen. Schwul sein, beispielsweise, das damals unter Strafe stand. Auch erbärmliche Verhältnisse in den sogenannten Nervenheilanstalten. Und, am Aufwühlensten für mich, die Ehe von Stella, die nach der Liebesgeschichte zu Dan am meisten Raum einnimmt. Anhand dieser wird verdeutlich, welch niedrige Stellung die Frau zu der Zeit hatte – obwohl sie damals schon in den Rüstungsfabriken und in vielen weiteren Bereichen arbeiteten. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dieser Spruch von Stellas Ehemann: „Was in einem ehelichen Schlafzimmer geschieht ist vollkommen legal und geht niemanden etwas an.“ Das waren damals die traurigen Tatsachen, aber es hat mich beim Lesen dennoch krank gemacht.
Iona Grey ist es bei mir auch meisterlich gelungen, immer wieder die Hoffnung zu wecken, dass Stella und Dan es schaffen. Und als ich das Ende gelesen habe, bin ich in Tränen ausgebrochen. Nachdem ich ein halbes Päckchen Taschentücher verbraucht habe, bin ich am nächsten Morgen aufgewacht, habe an dieses Ende gedacht und bin gleich wieder in Tränen ausgebrochen. Es ist sehr emotional und man möchte nicht, dass es so endet.

Also eine dicke Leseempfehlung von mir – aber haltet unbedingt die Taschenbücher bereit!

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Schwesternmord

Tess Gerritsen ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 11.12.2006
ISBN 9783442366156
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin kein besonders großer Fan von Thrillern, dafür ein umso größerer Fan der Fernsehserie Rizzoli & Isles. Daher sind die Bücher von Tess Gerritsen mehr oder weniger die einzigen Thriller, welche ich lese.
Schwesternmord war Nummer zwei für mich, ist allerdings der 4. Band der Reihe.
Was die Erfüllung meiner Erwartungen angeht, sind diese Bücher immer eine Mischung aus Enttäuschung und Freude. Enttäuscht bin ich, weil sich Rizzoli & Isles und ihre literarischen Vorbilder so wenig ähneln. Ein Reiz der Fernsehserie machen für mich die Freundschaft der beiden Frauen und die schlagfertigen Dialoge der beiden aus. Diese gibt es in den Büchern leider nicht.
Dennoch sind diese keinesfalls schlecht. Auf den ersten zehn Seiten hat für mich schon das Gruseln angefangen, ich bin mit einer Gänsehaut in die Geschichte gestartet. Es wird in erster Linie aus der Sicht von Dr. Maura Isles erzählt und ich habe regelmäßig den Atem angehalten.
Toll fand ich, wie oft hier mit typischen Thriller-Elementen gespielt wird. Ich saß oft vor dem Buch und dachte, dass gleich etwas Unschönes passiert – nur um dann von einer harmlosen Szenen überrascht zu werden. Gleichzeitig haben sich einige der unschuldigsten Szenen in nervenaufreibende Episoden gewandelt.
Obwohl sich die literarischen und TV-Protagonisten wenig ähneln, war es mir ein Genuss, über Isles Suche nach ihrer Vergangenheit und Rizzolis Suche nach dem Mörder zu lesen. Auch ohne schlagfertige Dialoge, die geprägt sind von der Freundschaft, sind die beiden intelligente, mitfühlende, sympathische Frauen, die es auf ihrem jeweiligen Gebiet weit gebracht haben. Eine meiner liebsten Szenen dreht sich um Jane Rizzoli, welche dieser Fall um ermordete Schwangere besonders belastet, ist sie selbst doch hochschwanger. Am Ende ruft sie ihren Mann an, weil sie sich nach dessen Nähe sehnt. Da sich das Buch, wie bereits erwähnt, zum größten Teil um Dr. Isles dreht, erhält man recht wenig Einblick in Rizzolis Gefühlsleben. Sie wird in erster Linie als toughe Polizistin dargestellt und wahrgenommen. Diese Szene haucht ihrer Figur ein bisschen mehr Leben ein und lässt sie eben nicht nur als Polizistin sondern auch (werdende) Mutter und Privatperson erscheinen.

Ein rundum gelungenes Buch, welches nicht nur mit viel Spannung, sondern auch glaubwürdigen – und teilweise sympathischen – Figuren aufwartet. Ein Pageturner, den ich trotz seiner 415 Seiten an einem Tag verschlungen habe.

Im Übrigen: Leidenschaftliche Thriller-LeserInnen finden dieses Buch vermutlich um einiges weniger gruselig und spannend. Aber mir, als Cosy Crime-Fan, war es gruselig und spannend genug :)

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Seit ich dich gefunden habe

Kat French , Andrea Härtel , Christine Weber
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.06.2016
ISBN 9783956495755
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, konnte ich nicht widerstehen. Schon länger wollte ich wieder einmal eine "Liebesgeschichte mit Handicap" lesen, da in diesen meist ernste Töne mitschwingen und mir das gut gefällt.
Über dieses Buch gibt es viel Gutes zu sagen. Zum einen hat die Autorin einen wirklich wunderbaren Schreibstil. Mühelos kann man sich in die Personen einfühlen, mit ihnen leiden und lachen. Zum Lachen gibt es hier auch einiges, denn neben der Romantik kommt auch die Komik nicht zu kurz. Zudem ist die Entwicklung der Personen, insbesondere von Honey, sehr schön, realistisch und überzeugend dargestellt. Man kann miterleben, wie sie sich von einer Frau, die nicht so recht weiß, wo sie im Leben steht, zu einer selbstbewussten Frau entwickelt, die für sich und ihre Lieben kämpft. Und die Nebenpersonen - ich weiß gar nicht, wo ich anfangen sollen! Liebens- und lesenswert! Allein für diese lohnt es sich, das Buch zu lesen.
Weniger gut gefallen hat mir in erster Linie, dass die Gefühle zwischen Hal und Honey sich in meinen Augen zu schnell und zu einfach entwickeln. Im einen Augenblick werfen sie sich über den Hausflur Beleidigungen an den Kopf, im nächsten liegen sie sich in den Armen und knutschen. Außerdem hat man in meinen Augen die Blindheit zu oft unter den Tisch fallen lassen. Vielleicht ist Honey nur ein besserer Mensch, als ich es bin, aber sie macht sich nicht einmal Gedanken darüber was diese Blindheit bedeutet - für Hal und für ein gemeinsames Leben.

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189 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Rock Kiss - Ich will alles von dir

Nalini Singh , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.07.2016
ISBN 9783736301702
Genre: Liebesromane

Rezension:


Als begeisterte Leserin der vorherigen Rock Kiss-Bücher, konnte ich die Lektüre dieses Bandes kaum erwarten. Nicht nur, dass die Reihe in meinen Augen mit jedem Buch ein bisschen besser wird, die vorherigen Bücher haben auch meine Neugier geweckt. Bereits im ersten Buch, bei Fox & Molly, wird angedeutet, dass da etwas zwischen Kit und Noah lief und dementsprechend gespannt war ich, wie die beiden denn nun zusammenfinden.
Auch in diesem Buch spielt das Trauma eines Protagonisten eine große Rolle, nimmt aber in diesem Buch noch einmal mehr Raum ein. Es geht weniger darum, sich über die eigenen Gefühle klar zu werden, sondern um den Umgang mit diesem Trauma.
Eben jenes ist in diesem Fall ein Geheimnis für den Leser und Nalini Singh schafft es sehr gut, die Spannung auf die Auflösung aufzubauen und zu erhalten, ohne den Bogen zu überspannen.
Wo mir der erste Band noch zu kitschig war, hat dieser hier genau meinen Geschmack getroffen. Perfekte Lektüre für zwischendurch, welche dennoch ernste Untertöne hat.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Peril at End House

Agatha Christie
Flexibler Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Publishers, 04.06.2001
ISBN 9780007119301
Genre: Sachbücher

Rezension:


Vor kurzem habe ich den Beginn der Verfilmung mit David Sachet gesehen - wohl gemerkt nur den Anfang! Ich brauchte dieses Buch also unbedingt, um zu wissen, wie es endet und wer dem armen Mädel etwas antun will.
Außerdem sind die Bücher von Agatha Christie immer lesenswert, ich habe mich also entsprechend auf die Lektüre gefreut.
Auch diesmal hat Christie mich nicht enttäuscht. Das Buch ist nicht besonders lang, daher hatte ich es an einem freien Tag gelesen. Es war spannend zu lesen und wie üblich bin ich genau den Wegen gefolgt, die Christie wollte - und wurde dann von Poirot widerlegt. Das passiert mir jedes Mal, in jedem Buch von Christie, obwohl ich mir jedes Mal vornehme, mich nicht auf die Schippe nehmen zu lassen.
Auch in einem anderen Punkt hat dieses Buch meine Erwartungen erfüllt: das Ende war komplett unvorhersehbar und überraschend. Wieder einmal saß ich am Schluss mit offenem Mund vor dem Buch.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantasy, fremdsprachige bücher, hexen, oper, scheibenwel, terry pratchett

Maskerade: (Discworld Novel 18) (Discworld series)

Terry Pratchett
E-Buch Text: 321 Seiten
Erschienen bei Transworld Digital, 27.05.2009
ISBN 9781407034997
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der 18. Band der Scheibenwelt-Romane hat mir wieder vor Augen geführt, warum ich diese Reihe und die Welt, in der sie spielt, liebe.
Der letzte Band, den ich gelesen habe, Die volle Wahrheit, konnte mich leider nicht so begeistern wie vorherige Bücher von Pratchett. Nun frage ich mich, ob es möglicherweise an der Übersetzung liegt, denn dieser Band hatte wieder alles, was ich mir erhofft habe.
Die Hexen, die ihre weiche Seite um gar keinen Preis zeigen wollen, sind mir noch immer die liebsten und dementsprechend hat es mir viel Spaß bereitet, über diese zu lesen.
Pratchett hat wieder einige überraschende und gleichzeitig urkomische Wendungen eingebaut, welche dieses Buch spannend machen und mir gleichzeitig oft vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben haben. Dabei waren es oft die kleinen Dinge und nicht die großen Wendungen, welche den Unterschied gemacht haben. Wenn Granny Weatherwax beispielsweise zur Pediküre geht, rechnet alle Welt, insbesondere der Leser und die Fußpflegerin, mit "missgestalteten Klumpen" - zu Vorschein kommen aber perfekt geformte und gepflegte Füße. Terry Pratchett macht daraus unglaublich witzige Szenen.
Hinzu kommt auch hier wieder, dass ein Teil "unserer" Welt auf die Schippe genommen wird, in diesem Fall die Oper und ganz besonders Das Phantom der Oper. Im Übrigen sind viele der Anspielungen auf diese spezielle Oper auch für Laien verständlich. Ich selbst habe Das Phantom der Oper nie gesehen, aber wenn man eine ungefähre Ahnung von der Handlung hat, reicht das schon.
Mit dem Englisch hatte ich keine Probleme, allerdings muss man in Bericht ziehen, dass ich seit rund einem Jahr in England wohne und dementsprechend schwer einschätzen kann, inwiefern das Englisch für Nicht-Muttersprachler ein Problem ist.

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Tags: hexen, oper, scheibenwel, terry pratchett   (4)
 
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