Chaosmädchen

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

moderne, suche nach sich selbst, paranoia, geheimnis, psychothriller

The New York Trilogy

Paul Auster
Flexibler Einband: 314 Seiten
Erschienen bei Faber & Faber, London
ISBN 9780571200580
Genre: Krimi und Thriller

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

drama, shakespeare, klassiker, tragödie, macbeth

Macbeth

William Shakespeare ,
Flexibler Einband: 167 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150092200
Genre: Klassiker

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Le Misanthrope /Der Menschenfeind

Molière , Hartmut Köhler ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1993
ISBN 9783150089248
Genre: Gedichte und Drama

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539 Bibliotheken, 27 Leser, 6 Gruppen, 23 Rezensionen

klassiker, liebe, pädophilie, lolita, usa

Lolita

Vladimir Nabokov , Helen Hessel , Maria Carlsson , Kurt Kusenberg
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.04.1999
ISBN 9783499225437
Genre: Romane

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

drogen, berlin, party, berghain, blog

Strobo

Airen , alle3 , Bomec
Flexibler Einband
Erschienen bei SuKuLTuR, 01.02.2010
ISBN 9783941592063
Genre: Romane

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1.380 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 47 Rezensionen

klassiker, liebe, roman, tochter, inzest

Homo faber

Max Frisch
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 01.03.1977
ISBN 9783518368541
Genre: Klassiker

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250 Bibliotheken, 4 Leser, 5 Gruppen, 45 Rezensionen

drogen, sex, berlin, jugend, jugendliche

Axolotl Roadkill

Helene Hegemann
Flexibler Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 01.01.2010
ISBN 9783550087929
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

shakespeare, othello, zypern, venedig, klassiker

Othello

William Shakespeare , Frank Günther , Frank Günther
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.1999
ISBN 9783423124829
Genre: Klassiker

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 5 Rezensionen

klassiker, liebe, jane austen, england, frauen

Emma

Jane Austen , Helga Schulz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2005
ISBN 9783423133579
Genre: Klassiker

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

englisch, paranoia, kindheit, freundschaft, musik

The Wrong Boy

Willy Russell
Flexibler Einband: 506 Seiten
Erschienen bei Transworld Publishers Ltd, 01.07.2001
ISBN 9780552996457
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie man aus ein paar Fliegen einen ganzen Hofstaat aus Elefanten macht.
Raymond Marks ist ein kleiner Mensch am großwerden, ist einer, der mit so weit offenen Augen durch die Welt geht, dass er zu viel sieht und weil er nur ein Junge sein will, einer, der ein paar Fliegen fängt am Kanal unten mit seinen Freunden, vergisst er, dass die Dinge, wenn man sie aus anderen Augen sieht, gleich überhaupt ganz anders sein können. Eine missverstandene Kindheit und Jugend beginnt.
Ich will überhaupt nichts von der Geschichte verraten, spoilen ist nicht meins.
Aber: dieses Buch wird so eines sein, das ich an all den Geburtstagen auf die Tische legen werde, als Geschenk. Es ist nämlich so unfassbar komisch, dass ich beim Lesen im Bus laut gelacht habe und gleichzeitig so unfassbar traurig, dass ichs tagelang im Herzen mit mir herumgeschleppt habe. So ein Buch. Das ist was großartiges. Es ist gar nicht super literarisch und auch nicht nobelpreisverdächtig. Es ist aber trotzdem so gut, so groß, dass es jeder lesen sollte. Weil man auch etwas lernt: Zwei Mal, wenn es sein muss hundert Mal hinsehen, bevor man sich ein Bild macht, denn das Bild ist aus jeder Perspektive ein anderes.

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Tags: anstalt, jugend, kindheit, missverständnis, morrissey, musik, paranoia, verrückt   (8)
 

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

troja, griechenland, griechische mythologie, mythologie, krieg

Kassandra

Christa Wolf
Flexibler Einband: 178 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 18.08.2008
ISBN 9783518460528
Genre: Klassiker

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Tags: achill, ddr, hekabe, ilias, kassandra, priamos, seherin, träume, troja, trojanischer krieg   (10)
 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

venedig, englische kultur, stadtstaat, geldverleiher, für fans englischer literatur

The Merchant of Venice /Der Kaufmann von Venedig

William Shakespeare
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.12.1986
ISBN 9783150098004
Genre: Klassiker

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293 Bibliotheken, 3 Leser, 4 Gruppen, 44 Rezensionen

endzeit, sohn, vater, apokalypse, tod

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl , ,
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.06.2008
ISBN 9783499246005
Genre: Romane

Rezension:

Die das Feuer tragen
Nacht und Nichts. Farblose Landschaften, zerstört, entvölkert, ruinös, von grauer Asche bedeckt. Die Sonne fahl scheinend, erreicht die Erde nicht mehr. Keine Pflanzen, keine Tiere. Zwei Menschen auf einer Straße. Vater und Sohn, letzte Zeugen einer sterbenden Welt.
Was man sagen will hierzu braucht zu viel Worte, was man gerne mitteilen will, ist pures Gefühl und eine innere Stille. Das eigene Ich wird karger und wüster, leerer, je länger man liest. Und in sich der Funke, der das Feuer trägt, verblassend, mit jeder Seite trostloser.
Es kommt einem beinahe wahnwitzig vor, dass McCarthy geschafft hat etwas so unvorstellbares, ein Szenario so abseits vom jetzigen Zustand zu schreiben. Das Nichts in Worte zu packen. Mit einer Sprache gewaltig und dennoch karg, die besser und eindringlicher beschreibt, was Bilder vielleicht vermögen.
Aristoteles sagte einst, der Dichter habe Vorrang vor dem Geschichtsschreiber, weil er schreibe, nicht was ist, sondern was sein könnte. Seinem Werk wohne allein die Erkenntnis der Wahrheit inne.
McCarthys konkrete, auf logischen Überlegungen zur menschlichen Natur basierende Version einer Welt post Klimakatastrophen, post Atomkrieg, post Meteoriteneinschlag, was auch immer wir uns Apokalyptisches vorstellen wollen, hat eine immense Realität und dadurch einen unglaublichen Schrecken, den man zu benennen sich nicht traut, weil er jegliche Hoffnung rauben würde und je länger man liest, desto klarer wird: So weit weg, so unwahrscheinlich ist das alles gar nicht, es ist nur eine andere Wirklichkeit, die hinter unserer eigenen lauert.

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Tags: apokalypse, hoffnungslosigkeit, kanibalismus, reise, sohn, straße, vater, weltuntergang   (8)
 

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253 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

schule, lehrer, erpressung, bonn, jugend

Spieltrieb

Juli Zeh
Flexibler Einband: 565 Seiten
Erschienen bei btb, 06.02.2006
ISBN 9783442733699
Genre: Romane

Rezension:

Ada ist 14, als die Geschichte beginnt und ist 16, als sie endet. Mit 15 trifft sie Alev. Ein einziger Blick und wenige Sätze lassen sie wissen: Du und ich, wir sind wie Bube und Dame derselben Kartenfarbe, du und ich wir sind Schlüssel und Schloss im Tor zu allem, was möglich ist. Die "Urenkel der Nihilisten", wie Ada sagt, erkennen sich und beginnen als effektive und intelligente Maschinerie auszuleben, was bleibt, wenn Werte, Glaube, System und Hoffnung nicht mehr existieren: Spieltrieb. Nur dass alle Figuren leben, alle Felder mit Welt besetzt sind und jeder gefallene Würfel das sprengt, was sie im Innersten zusammenhält.
Die Gedanken, mit denen mich das Buch zurücklässt sind kalt und hart wie Eisen, wie seine Geschichte, seine Figuren und seine Sätze. Und doch treffen sie wie die kalte und harte Kugel mitten in das, was man die Seele nennt und wir die Ansammlung von Ich.
Jedem, der sich nach unserem Zeitgeist fragt, und bereit für eine gnadenlose Antwortmöglichkeit ist, kann ich nur sagen: Lesen!

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Tags: gottlosigkeit, jugend, kaltblütigkeit, lehrer, nietzsche, nihilismus, schule, spiel, werteverlust   (9)
 

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

amerika, william faulkner, selbstmord, familie, rassismus

Schall und Wahn

William Faulkner , ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.06.2012
ISBN 9783257200966
Genre: Klassiker

Rezension:

The Sound and the Fury, das ist der Schall, den die Gedanken machen, wenn sie in die Unendlickeit geschickt werden und der Furor, der Wahn, der sie lenkt und antreibt.
Benjy, Quentin, Jason und zuletzt ein Erzähler sind die Figuren, die hier alle ein und dasselbe , in vier völlig verschiedenen, ihnen wie auf die Seele gegossenen Arten berichten, ein und dasselbe: Die Geschichte einer Liebe zur Schwester, einer Geschichte vom Verfall einer amerikanischen Familie, der die einen ins Nichts entschwinden und die anderen in die Ignoranz. Einer Geschichte, die so kompliziert und verwoben ist, wie sie nur die Wirklichkeit sein kann.

Zugegeben - kein einfaches Buch. Keines zum schnell lesen, keines für Cola und Popcorn.
Wer nur Unterhaltungsliteratur sucht, sucht hier bitte das Weite, denn und das meine ich nicht abschätzig, er wird hier nicht einmal ein bisschen finden, was er sucht. Dieses Buch ist stellenweise verblüffend anstrengend, wenn man es begreifen will, von vorne bis hinten.
Zu erst einmal habe ich es auf Englisch und Deutsch gelesen und kann nur jedem das Original empfehlen. Struktur des stream of consciousness, Wortspielereien und Charme eines Südstaatendialektes gehen im Deutschen verloren, unsere liebe Sprache will einfach nicht in die Ecken dieses Romans reichen und gerade die sind es aber, die ihn so lebendig machen, wo alle zum Tode verurteilt sind.
Möge auch das erste Kapitel kaum verständlich sein und erst nach mehrmaligem Lesen, vielleicht auch erst am Schluss des Buches seinen Sinn enthüllen, so ist selbst dieses so großartig geschrieben, dass auch ohne Inhalt die Sprache ausreicht um zu fesseln und an das Buch zu ketten, wie einen Süchtigen.

Ich kann nicht fassen, dass es keinen sechsten Stern zu vergeben gibt und verbleibe unbefriedigt bei fünfen.

  (20)
Tags: amerika, behinderter junge, fall einer familie, geschwister, promiskuität, rassismus, selbstmord, südstaatenfamilie, verbannung   (9)
 

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

ehebruch, liebe, selbstmord, 9. jh., flaubert

Madame Bovary

Gustave Flaubert , Walter Widmer
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.12.1997
ISBN 9783423123983
Genre: Klassiker

Rezension:

Oh Madame!
Gustave Flaubert sagte von seiner Romanfigur einst: Madame Bovary, c'est moi.
Ich habe ein wenig gebraucht um diesen Satz so stehen lassen zu können. Denn Madame Bovary ist eigentlich kein sympathischer Charakter. Sie heiratet aus einer romantischen Vorstellung heraus einen Mann, Charles Bovary, der, wie sie bald bemerken muss, geistig flach ist , genügsam mit den einfachen Dingen des Lebens und mit dem auch sie zu einem einfachen Leben an der Seite eines Landarztes verdammt ist. Der sie aber so sehr liebt, dass er sie auf Händen trägt, ihr jeden Wunsch erfüllt und dessen ganzes Glück es ist, Emma zu besitzen. Aber Emma Bovary geht nicht milde mit diesen Dingen, nicht nachsichtig um, sieht nicht, dass ihr Ehemann ihr die Welt zu Füßen legen will und flüchtet sich alsbald in Verachtung und Resignation. Als sie und Charles aber eines Tages auf einen Ball zu einem Marquis eingeladen werden, eröffnet sich für Emma auf einmal eine Welt der Möglichkeiten, utopisch und unerreichbar zwar, aber sie wird davon infiziert und erschafft sich eine Traumwelt. Sie wird zusehends unruhiger, entwickelt ein nervöses Nervenleiden, für sie rückt die Möglichkeit ihres persönlichen Glückes in immer weitere Ferne, je länger der Abend des Balles zeitlich in die Vergangenheit rückt. Als ihr Mann schließlich mit Emma in eine andere Stadt zieht, um ihr eine Luftveränderung zu beschaffen, lernt sie den jungen Kanzlisten Leon kennen, der in Emma Gefühle und Sehnsüchte weckt, die sie nicht mehr unterdrücken kann und vor allem auch nicht will.
Warum hat Flaubert nun gesagt, er selbst sei Emma Bovary? Was lehrt uns eine so selbstsüchtige, triebgesteuerte und morallose Person wie sie? Sie ist der Prototyp der menschlichen Verblendung. Emma ist so fixiert, so mit aller Macht an ihre falschen Vorstellungen von der Welt, den Menschen und der Liebe gebunden, dass sie an ihr zugrunde geht, ja eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denn außerhalb der Perfektion findet Emma keine Zufriedenheit. Sie will mehr und mehr und nichts, nichts ist ihr je genug. Emma ist klug, das steht außer Frage, aber weise wird sie dadurch nicht, denn sie weiß ihren Intellekt nicht zur Reflektion zu gebrauchen. Sie legt all ihre Kraft allein in das Umsichschlagen, in den Kampf gegen alles, was ihr trivial und einengend erscheint. Und hier kann man sie auch wieder verstehen. Denn wir sind von Zwängen und Leiden beherrscht, müssen uns tagtäglich mit Dingen arrangieren, die uns nicht nur Genuss und Freude bringen. Ist das nicht eigentlich schrecklich? Willkommen in Emmas Welt.

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Tags: ängste, ehebruch, französiche literatur, leidenschaft, liebe, sehnsucht, traumwelt, zwang   (8)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gefangenschaft, roman, einsamkeit, absolutes lieblingsbuch, französische literatur

Adrienne Mesurat

Elisabeth Edl , Elisabeth Edl , Wolfgang Matz
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2000
ISBN 9783446199095
Genre: Romane

Rezension:

Die Umtriebene
Adrienne Mesurat, ist der Name, den ich fortan nur noch mit einer bestimmten Betonung aussprechen kann, der mir schwer auf der Zunge liegt, bevor er - halb geflüstert, halb gesungen - den Mund verlässt. Adrienne Mesurat.
Ich habe es ohne Erwartungen angefangen, vielleicht allein mit der, das mir erfahrungsgemäß Romane aus der Zeit 1880-1930 mehr gefallen als andere und ich dadurch auch eine gewisse Vorstellung von der Welt hatte, in der der Roman spielt, mehr nicht. Adrienne Mesurat war ein Name, der nicht anders war als alle anderen und der mich ein wenig an ein Kind denken ließ. Und dann las ich, nein -verschlang, man kann fast sagen, sog dieses fantastische Buch in mich hinein, wie der fast Ertrunkene die Luft zu atmen und bin jetzt noch - viele Stunden und Taten nach dem Lesen, so erfüllt von den Eindrücken des Buches, das ich fürchte ich werde sie länger nicht los, als mir lieb ist.
Adrienne Mesurat ist eine Geschichte eines Geistes, dem Bewusst- und Unterbewusstsein eines Mädchens von 18 Jahren, die in einem eisernen, denn golden ist er wirklich nicht, Käfig lebt, eingesperrt und getrieben von den Blicken, einzelnen Worten, Gesten ihrer kranken, missgünstigen Schwester und eines Vaters, der mir so schrecklich erschien, dass ich den Atem anhielt, sobald er im Buch Adriennes Gedankenwelt oder dasselbe Zimmer betrat wie sie. Adrienne ist einsam, so unfassbar und verzweifelt einsam, dass sie ihre Liebe in einem einzigen Blick einem fremden Mann in eine Kutsche hineinwirft, der sie mit sich fort nimmt und Adrienne in einer Welt zurücklässt, in der es für sich nichts gibt als Kälte und das Gefühl in einer Isolation zu leben aus der sie sich selbst nicht befreien kann und die sie langsam beginnt in den Wahnsinn zu treiben.
Für mich eine Geschichte übertragbar auf alle Zeiten und auf soviele Existenzen, wie es Fenster in den Hochhäusern gibt. Großartig, großartig, ich weiß nichts anderes zu sagen, als: lesen!

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Tags: einsamkeit, französische literatur, gefangenschaft, wahnsinn   (4)
 

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121 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

käfer, kafka, klassiker, kafkaesk, familie

Die Verwandlung

Franz Kafka , Joseph Kiermeier-Debre
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.1997
ISBN 9783423026291
Genre: Klassiker

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Le Cid /Der Cid

Pierre Corneille , Hartmut Köhler , Hartmut Köhler
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1996
ISBN 9783150093986
Genre: Sonstiges

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Alkestis

Euripides , Kurt Steinmann ,
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150013373
Genre: Sonstiges

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

drama, italienische literatur, modernes theater, theater, italienisches theater

Sechs Personen suchen einen Autor

Luigi Pirandello , Annika Makosch
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150087657
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:  
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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

käthchen, klassiker, feuerprobe, ritter flammberg, liebesdrama

Das Käthchen von Heilbronn

Heinrich von Kleist , Dirk Grathoff
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1992
ISBN 9783150000403
Genre: Gedichte und Drama

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

1979, teheran, junge deutsche, deutsche literatur, china

1979

Christian Kracht
Flexibler Einband: 182 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.05.2003
ISBN 9783423130783
Genre: Romane

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45 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

chicago, glück, algerien, genom, wissenschaft

Das größere Glück

Richard Powers , Henning Ahrens
Fester Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 08.10.2009
ISBN 9783100590244
Genre: Romane

Rezension:

Ein enttäuschendes Geschenk

Man raschelt daran und rüttelt und horcht und im Prinzip, ist es, solang es da ungelesen oder angefangen auf dem Nachtisch liegt ein bisschen so, als würde man den ganzen Mittag des Heiligen Abends vor seinen Geschenken sitzen ohne sie aufmachen zu dürfen. Denn wer Powers kennt, der weiß: Das Entscheidende verbirgt sich am Schluss, unter all dem bunten Papier.
Und so ist es auch bei "Das größere Glück".
Wir lernen zuerst einmal Russel Stone kennen, einen ängstlichen, geknickten Zeitgenossen, um nicht zu sagen ein gebranntes Kind seiner Zeit. Anfang dreißig, fühlt er sich schon viel älter. Man merkt, dass er nicht mehr wirklich viel vom Leben erwartet und auch nicht richtig daran glaubt, als in seinem Unterricht für freies Schreiben auf einmal Thassa auftaucht, das Glück auf zwei Beinen. Sie geht anders, redet anders und lacht anders als der unglücklichere Teil der Welt, also eigentlich der ganze Rest und versetzt jeden, der ihr ein wenig Aufmerksamkeit schenkt in einen eigenartigen Zustand der sanften Euphorie. Doch während ihre Mitstudenten und Russell ihre Freunde werden und sie als ein Geschenk betrachten, geben sich andere nicht damit zufrieden. Eine Ereigniskette sorgt dafür, dass Thassa erst von der Wissenschaft und dann vom Fernsehen entdeckt wird und schließlich von der gnadenlosesten und vielfältigsten Instanz überhaupt: Der Öffentlichkeit. Innerhalb kürzester Zeit wird sie zur Zielscheibe verschiedenster menschlicher Emotionen und Entartungen und langsam beginnt ihr Fundament zu bröckeln und man begreift, dass auch die glücklichsten Menschen Dinge brauchen, die kein Gen ihnen mitgeben kann.
Richard Powers ist einer der besten Erzähler der Gegenwart, das hat er mit seinem "Klang der Zeit" damals bewiesen. Doch um immer der beste zu sein, muss man auch Konstanz zeigen und leider, leider unterbricht er die hier ein wenig. Ich denke, dass er schon wesentlich besser war. Die Figuren im Roman wirken auf mich weniger lebendig und sind mir weniger greifbar, der Plot an sich weit weniger packend. Ich habe mich vor allem die ersten zwei Kapitel (das Buch hat 5) gefragt, worauf Powers denn überhaupt hinauswill und was er zu konstruieren versucht, denn genau so wirkt der Roman einfach einen Tacken zu stark: Konstruiert. Für mich ist vor allem die Protagonistin Thassa überhaupt keine glaubwürdige Figur, und das nicht etwa, weil sie dauerhaft glücklich ist, sondern weil die tatsächlichen Auftritte, die sie im Buch hat, keine rechte Person ergeben. Erst zum Schluss wird sie mir - absurderweise durch einen versuchten Selbstmord- ein wenig lebendiger, man erfährt etwas davon, was in ihr vorgeht und nicht wie sie nach außen hin wirkt.
Ein ganz klein wenig für Mangelndes im Buch entschädigt natürlich das Power'sche Ende. Glück, menschliche Beschaffenheit, Wissenschaft und das Schreiben sind die roten Fäden, die er, wie es auch im Buch heißt, am Ende nicht zusammenführt, sondern vielmehr die Knoten in ihnen löst, die die Geschichte hineingesponnen hat.
Ganz recht, weiß ich immer noch nicht, wo dieses Buch einzuordnen ist, aber 5 Sterne hat es nicht ganz verdient.

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Tags: amerika, chicago, gene, genetik, genomik, glück, menschen, schreiben, unglück, wissenschaft, zufriedenheit   (11)
 

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259 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

sexualität, musik, sex, liebe, voyeurismus

Die Klavierspielerin

Elfriede Jelinek , Klaus Detjen , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.10.1986
ISBN 9783499158124
Genre: Romane

Rezension:

Ein unmenschliches Leben

Im uneigentlichen Sinne würde ich die Klavierspielerin gerne einen Schauerroman nennen, denn das ist mein vorherrschendes Gefühl beim Lesen gewesen: ein kaltes Grausen.
Dabei fühlt man nicht einmal ganz echt mit der Protagonistin mit, zu groß scheint der Unterschied zwischen ihr und jedem "normalen" Menschen zu sein. Erika Kohut, Hauptfigur und gestörtes Wesen des Romans, ist, was der Volksmund als "verkorkst" bezeichnet, in jeder Hinsicht. Sie ist eine Frau mittleren Alters, die beherrscht von einer allgegenwärtigen, scheinbar allwissenden Mutter, ihren Weg in der Gesellschaft, ja überhaupt dorthinein erst gar nicht findet und der nicht einmal bewusst ist, das sie das sollte oder wollte. In Kindheit und Jugend zum absoluten Gehorsam, zum Fleiß und zum ständigen Üben an dem von der Mutter ausgesuchten Instrument, dem Klavier, verdammt, findet sie nirgendwo Anschluss und hat stets nur die eine Bezugsperson: die Mutter. Diese spinnt ein feines Netz aus Gefällig- und Verbindlichkeiten, bindet Erika fest an sich und lehrt sie eine menschenverachtende Überheblichkeit. Alles andersgeartete und das meint beinahe alles außerhalb der Wohnung, ist niedrig, verkommen und ihrer nicht wert. Arroganz, Eigenbrötlerei werden Erikas anerzogene Schutzschilde gegen die Welt. Weil sie nicht haben kann, was ihr Innerstes begehrt, nämlich ein normales Leben, entwickelt Erika einen unermesslichen Neid. Sie stiehlt um dann zu zerstören, will anderen nicht gönnen, was sie nicht haben kann. Abgeschlossen von jeder zwischenmenschlichen Erfahrung in dem Turm ihrer Einsamkeit, dessen Schlüssel eifersüchtig die Mutter hütet, wird Erika nicht nur sozial, sondern auch sexuell völlig gestört. Sie entwickelt einen Hang zur Selbstzerstörung und zum Voyeurismus, schaut nur zu, kann sich selbst als teilnehmenden Part des Aktes überhaupt nicht vorstellen, da sich ein Wille in diesen Dingen nie entwickelt hat. Es existiert keine Privatsphäre. Sie schläft mit der Mutter im Ehebett, die genau beobachtet was Erikas Hände tun.
Nicht einmal im Berufsleben ist Erika selbstbestimmt. Ihr Lohn, den sie als Klavierlehrerin verdient, wird von der Mutter aufs Sparbuch getragen, die eine Eigentumswohnung für die beiden davon kaufen will, worin jedoch auch kein eigenes Bett für Erika vorgesehen ist.
Als sich ein erwachsener Schüler von Erika in diese verliebt, ist sie in jeder Hinsicht überfordert und hilflos.
Der durchschnittliche Gutbürger würde die Autorin Elfriede Jelinek vermutlich unverfroren, ja dreist nennen und manch einer unter denen, die stolz auf ihr Bürgerdasein sind, würde sie wahrscheinlich gerne ohrfeigen. Mehrfach. Denn sie schreibt, was sie sieht. Und sie sieht genau hin, beschönigt nicht, durchdringt, seziert das Gesehene, ergründet die Dinge, nennt sie beim Namen. Ihr Zynismus und spitzer Hohn durchdringt das gesamte Buch, das in zweiter Instanz ein gesellschaftskritischer Roman ist, der die Wiener Gesellschaft durchleuchtet.
Literarisch ist der Roman sicher Weltklasse, Jelinek hat einen beinah unermesslichen Wortschatz und eine unheimliche Klarsicht auf die Dinge. Für mich persönlich jedoch entreißt sie der Wirklichkeit zu oft den Zauber, lässt die Realität allzu kalt und lieblos sein. Deshalb vergebe ich vier Sterne, weil es ein großartiges Buch ist und nur für mich subjektiv nicht eines der besten.

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Tags: dominanz, klavier, liebe, mutter, schüler, selbstzerstörung, sex, tochter, verhältnis, voyeurismus, zwang   (11)
 
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