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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

steampunk, jugendbuch, diogenes, abenteuer, fantasieroman

Die Seltsamen

Stefan Bachmann ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.10.2015
ISBN 9783257243314
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Selten gab es ein Buch, bei dem ich anfangs so verwirrt war... allerdings habe ich auch den Klappentext nicht durchgelesen, so im Nachhinein erscheint mir das doch sinnvoll! Jedoch muss ich sagen, dass sich meine Fragezeichen mit dem Lesen immer mehr aufgelöst haben und ich somit Schritt für Schritt den Inhalt des Buches erfassen konnte. Eigentlich ein gutes Zeichen für ein Buch, oder? Anfangs wird man überrollt und fragt sich, was das alles soll, wie das zusammenhängt, was hier eigentlich grad passiert, und dann legen sich die Puzzleteile Stück für Stück zusammen und man wird immer mehr in die Geschichte gesogen, weil sie einen packt und man das Puzzle nun mal lösen will. Genauso erging es mir mit Die Seltsamen.

Anfangs war die Story, wie schon in ausführlicher Breite festgestellt, verwirrend, doch sie hat etwas Faszinierendes und ist doch ziemlich außergewöhnlich. Ich kann mich zumindest nicht erinnern, etwas ähnliches gelesen zu haben. Die Elemente des Steampunks sind wirkungsvoll eingebaut, passen perfekt rein - z.B. die Botenvögel sind richtig anschaulich beschrieben. Hier wird Fantasy mit dystopischen Elementen und dem bereits benannten Steampunk vermischt, das ergibt ein Setting, das mir ziemlich gut gefällt.

Barty ist einer der Seltsamen, also ein Mischling. Die Beschreibungen seines Lebens haben mir doch immer mal wieder Schauer über den Rücken gejagt, eine deprimierende Vorstellung, besonders auch dann, wenn er die Mantras, die seine Mutter ihm eingeimpft hat, immer und immer wieder wiederholt. Stefan Bachmann stellt hier eine ganz andere Lebenswirklichkeit dar, bei der es mich dennoch nicht wundern würde, wenn sie irgendwo genauso real existieren würde. Sehr düster und definitiv nicht schön.
Ihm steht der junge Politiker bei... ein Mann, der eigentlich keine eigene Meinung hat, ziemlich bequem ist und bei dem ich mich doch frage, warum er Politiker ist. Das hat etwas von Papa hat ins Parlament gekauft. Dazu ist er auf den ersten Blick nicht sonderlich intelligent und steht total unter der Fuchtel seiner Frau. Allgemein muss ich sagen, dass ich die Charakterdarstellung hier mag. Es sind Personen mit Ecken und Kanten, nicht geschliffen, nicht perfekt. Sie wirken menschlich, etwas, das leider auch nicht immer so ist.

Dennoch, obwohl mir alles eigentlich richtig gut gefallen hat, fehlt da etwas. Und ich kann euch nicht mal sagen, was genau das ist. Vielleicht liegt es am Ende: Das habe ich zwar gerne gelesen, aber es hat mich nicht mitgerissen. Mir waren diese Lebensverhältnisse einfach lieber, egal ob nun die unseres Politiker-Bubis oder die harte Welt von Barty. Der große mitnehmende Spannungseffekt hat mich dann leider nicht gepackt.

Fazit

Ich liebe die Beschreibungen der Welt, ich liebe die Welt an sich, ich finde Charakterdarstellung wunderbar. Wenn mich jetzt auch noch das Ende mitgerissen hätte, wenn ich vor Spannung geplatzt wäre, dann wäre es das perfekte Buch für mich. Zwar fand ich auch das Ende gut, aber da fehlt eben doch noch dieses Mini-Quäntchen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

eltern, familie, scheidung, jugendliche, geschwister

Das Jahr der Lügen

Marijn Backer , Marianne Holberg
Buch: 240 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 01.03.2014
ISBN 9783825178758
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich muss sagen, dass ich mich anfangs (und eigentlich das gesamte Buch über) mit dem Stil ziemlich schwer getan habe. Er ist sehr rau, ruppig und für mich gab es irgendwie keinen richtigen Lesefluss. Allgemein fand ich diese kurzen, abrupten Sätze nicht als besonderen Stil, sondern als störend. Mir ist bewusst, dass dadurch Antonias inneres Wesen, ihre Gefühle, betont werden soll, doch für mich wird, zumindest im Deutschen, dies nicht erreicht. Diese Umsetzung hat mir nicht gefallen.

Ansonsten wird eigentlich sehr schön diese Achterbahnfahrt der Gefühle, die Antonia hier durchfährt, dargestellt. Und ihr noch sehr junges Leben hat doch schon viele Höhen und noch mehr Tiefen, die durchlebt werden. Einiges erschien mir etwas zu übertrieben dargestellt: Ein Beispiel hier wäre die Sache mit Antonias Onkel. Ihr Bruder Max redet ihr etwas auf, was eigentlich gar nicht geschehen ist und sie lässt es geschehen, fängt mit der Zeit sogar fast an, es selbst zu glauben. Es werden sogar immer mehr Lügen, in die sie sich verstrickt. Ab da wird es mir etwas zu sehr Drama, Drama, Drama, Baby! Dann kommt auch noch ein imaginärer Freund und eine seltsame Welt hinzu und eine eigentlich schöne Geschichte über ein Mädchen, das sich mit der Trennung der Eltern auseinandersetzen muss, gleitet ins Seltsame ab.

Die Charaktere sind auch... eher mittelprächtig für mich: Die Geschwister lügen gerne, besonders Max, Antonia ist zwar erst 14, aber manchmal doch etwas sehr unreif (ich sage nur imaginärer Freund), Iris konnte mich auch nicht für sich überzeugen und Vater und Mutter benehmen sich teilweise auch nicht viel reifer als Toni. Zwar mochte ich Toni eben doch, zumindest anfangs, als ich ihre Handlungen und Gefühle noch nachvollziehen konnte, doch ehrlich... die Charakterentwicklung ist dann doch nicht das, was ich mir bei dem Buch und dem Thema erhofft habe.

Fazit

Die Grundidee gefällt mir ziemlich gut, doch die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt, konnte mich nicht überzeugen. Auch wenn der Titel ja schon aussagt, dass es einige Lügen gibt, wird mir das Gebilde zu komplex und übertrieben. Das Buch konnte mich absolut nicht packen.

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957 Bibliotheken, 65 Leser, 4 Gruppen, 74 Rezensionen

schottland, zeitreise, liebe, outlander, diana gabaldon

Outlander - Feuer und Stein

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.136 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426518021
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schon wieder eine Rezension, bei der ich so hin und weg von der Reihe bin, dass ich im Prinzip einfach nur begeistertes Gebrabbel von mir geben könnte. Es ist so toll, es macht so süchtig, ich liebe diese Reihe und wenn ich einen Buchcharakter angeben müsste, in den ich mich verliebt hätte, dann war James Fraser.

Ich vermute, die Highland-Saga gehört zu den Reihen, die entweder begeistern oder enttäuschen, mich hat sie definitiv begeistert. Kritikpunkte könnten hier sicher in Richtung Schmonzette, eh nur Sex und klischeehaft. Und sicherlich noch mehr, aber da ich ja in die Kategorie Fan gehöre, fällt mir natürlich nicht mehr ein ;) Ich kann hier auch keinen Kommentar zur korrekten historischen Wiedergabe gebe, denn für mich klingt alles sehr sinnvoll, allerdings habe ich mich jetzt auch nicht total intensiv mit der schottischen Geschichte befasst. Wer also Wert darauf legt, sollte das bei meiner Rezension beachten. Und ich muss sagen, das ist auch ein Punkt, der mir von der Umsetzung gefällt, aber bei dem ich auch ungefähr folgendes denke: 'Hm, joah, da reist ne Frau 200 Jahre in die Vergangenheit, durch Felsen hindurch... da muss auch nicht die richtige Kilt-Farbe vorkommen.'
Mich hat die Geschichte auch so in den Bann gezogen, und das sogar mehrmals. Ich muss sagen Feuer und Stein ist immer wieder ein Reread wert und ich kann diesen Büchern einfach nicht widerstehen. Sie sind so detailreich, so ausgearbeitet und mit so vielen Kleinigkeiten ausgeschmückt, dass es mir immer wieder aufs Neue Spaß macht, mit Claire und Jamie auf Reisen zu gehen.
Die Charaktere sind einem sympathisch und so farbig beschrieben, dass sie - sofern sie das nicht so oder so sind - wirklich wie aus der Geschichte gegriffen wirken. Ob das nun Murtagh ist, bei dem ich bei jedem Reread sofort ein Bild vor Augen habe, oder meinetwegen auch der ehrenwerte Prinz, der später - logisch! - auch noch auftaucht. Oder, oder, oder! Da könnte ich viele Beispiele nennen. Das Einzige, was mich hier minimal stört, ist die Leichtigkeit, mit der Jamie Claires Herkunft akzeptiert. Etwas mehr Skepsis und Widerstand wären da doch besser gewesen.

Ich muss sagen, dass ich in der Zwischenzeit ein paar Rezensionen gelesen habe und verblüfft war, wie viele Kommentatoren sich da über eine im Verhältnis wirklich kleine Szene aufgeregt haben. Es war wohl die Szene, die am meisten in den Rezensionen genannt wurde: Jamie schlägt Claire. Da habe ich mich doch glatt gefragt, warum genau die Rezensenten sich daran so aufgehängt haben. Es ist eine andere Zeit, Jamie hat es erklärt und für mich war es eigentlich in Ordnung, es war stimmig, es war nicht zu brutal (und Claire hat doch eben doch Probleme gehabt mit dem Reiten am Tag danach und ist eben nicht superheldenmäßig den ganzen Tag auf dem Pferderücken gesessen). Manchmal ist es wirklich faszinierend, welche Details vorgezerrt werden, oder?

Fazit

Mir fehlen die Worte, denn manchmal hat man doch einfach so Bücher und Reihen, die einen begeistern: Feuer und Stein gehört für mich da ganz vorne dazu. Schuld an dieser Sucht ist meine Tante, die wohl nicht ahnen konnte, was sie damit anrichtet.

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

älterer bruder, nur die küsse zählen, susan mallery, liebe, fools garden

Nur die Küsse zählen

Susan Mallery , Ivonne Senn
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.06.2013
ISBN 9783862787364
Genre: Liebesromane

Rezension:

Hollywood in Fool's Good! So beginnt die Inhaltsangabe, aber ich muss sagen, dass Hollywood hier nicht so im Vordergrund steht. Natürlich begegnet man den Dreharbeiten zu der Dating-Show immer nur am Rande, aber da sowohl Dakota als auch Finn diesen kritisch gegenüber stehen (sie eher unterschwellig, er ziemlich offensichtlich - immerhin geht es um seine Brüder), bekommt man nur einen kleinen Einblick in die Show-Welt. Doch mehr hätte ich davon auch nicht wollen, manchmal gingen die allgegenwärtigen Kameras mir schon auf die Nerven, insbesondere wenn es um Stephen ging. Stephen? Einer von Finns kleinen Brüdern.

Gut... was noch? Natürlich haben wir auch hier wieder die klassische Situation: Frau trifft Mann, Frau verliebt sich in Mann, Mann will aber eigentlich keine ganz so feste Beziehung usw. Dennoch gelingt es Susan Mallery doch immer wieder jeder Geschichte ihren eigenen Stempel aufzudrücken, so dass ich - auch wenn es stellenweise doch vorhersehbar war (wuhu, Dakota kann nicht schwanger werden...) - die Kombination der Charaktere hier gerne gelesen habe. Auf der einen Seite wieder die heile, glückliche Großfamilie, bei der man sich doch glatt wünscht, die eigene Familie wäre doch dieser etwas ähnlicher, auf der anderen Seite die nicht ganz so perfekte Familie, die in Nur die Küsse zählen jedoch auch sehr liebevoll war. Finn und seine Zwillingsbrüder waren einfach nur niedlich, wenn sie interagiert haben, anders kann ich es nicht beschreiben.
Das Ende ist natürlich keine so große Überraschung. Love is in the Air, Liebe überall, alle sind glücklich. Aber auf dem Weg dahin gab es ein zweites Liebespaar, das mich doch überrascht hat und das ich einfach nur bezaubernd fand. Diese Szenen habe ich doch immer wieder gerne gelesen!

Die Charaktere sind einerseits schon stereotyp veranlagt, haben aber dennoch ihre eigenen Charakterzüge, so dass man beispielsweise auch die Drillinge gut unterscheiden kann. Jede der drei hat ihren eigenen Kopf, auch wenn sie sich bis aufs Haar gleichen. Das merkt man auch bei den Zwillingen Stephen und Sasha, eine Eigenschaft, die sehr schön herausgearbeitet wurde.
Finn ist einer dieser Typen, die gerne auch aus dem Buch herausspringen könnten, ein richtiger Traumtyp und ein richtiger Mann. Ich mag diese verweichlichten Kerle in Büchern nicht, da gehört er eindeutig nicht dazu.
Einer der Nebencharaktere war übrigens Geoff (Spielberg, nicht verwandt und nicht verschwägert), den ich trotz seiner manchmal groben und nachlässigen Art und Weise, trotz seiner Fixiertheit auf die perfekte Show irgendwie mochte. Geoff hat einen sehr trockenen Humor, auch wenn er manchmal für diesen ganzen Dating-Zirkus definitiv über die Stränge schlug.

Fazit

Was soll ich sagen? Susan Mallery ist mal wieder eine gute Liebesgeschichte gelungen, die einfach perfekt ist, wenn der Kopf mal zu voll ist oder man einfach mal wieder einem sexy geschriebenen Mann hinterher schmachten will.

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800 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

liebe, tod, london, valentinstag, tagebuch

Ein letzter Brief von dir

Juliet Ashton , Rainer Schmidt , ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2014
ISBN 9783499228612
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es gibt diese Bücher, die du einfach zum perfekten Zeitpunkt liest. Diese Bücher, die in bestimmten Momenten einfach die perfekten Bücher sind. Ein letzter Brief von dir gehört für mich persönlich dazu. Es war das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe nicht viele so Bücher, aber dieses Buch gehört dazu. Und es wird dadurch eines dieser Bücher sein, die mich mein Leben lang begleiten werden, weil ich damit etwas Persönliches verbinde. Ihr kennt doch sicher auch so Bücher, oder? Dennoch werde ich jetzt versuchen, neutral zu bewerten, auch wenn ich für mich jetzt einfach aufhören könnte und diese Rezension für beendet erklären könnte. Noch fünf Bewertungsbrillen hin und gut wäre es.

Es ist ein sehr einfühlsamer Roman, der sehr detailliert auf Orla eingeht und mit ihr zusammen lernt man als Leser dann Sim kennen. Allerdings muss ich sagen, dass im Nachhinein doch nicht verstehe, wie Orla Sim liebe konnte, denn je näher man ihn kennen lernt, merkt man, dass er sehr viele Macken hat und nicht wenige negative Eigenschaften. Orla lernt jedoch nicht nur Sim, den wahren Sim kennen, sondern auch sich selbst und das war das, was mir richtig gut gefallen hat.

Für viele könnte sich Orlas Suche vielleicht etwas hinziehen, da sie doch schon sehr lange braucht, bis sich alles findet und sie aus ihrer Trauer herausfindet. Was ich stellenweise schon fast beängstigend fand, war Orlas Beziehung zu der Valentinskarte, mit der sie redet, die sie überall hin mitnimmt, doch jeder Mensch trauert nun mal anders, also ist das definitiv akzeptabel.

Der Stil ist sehr feinfühlig und geht auf die Protagonistin ein, auf ihre Gedanken, Empfindungen und ähnliches- Gleichzeitig ist er wirklich... schön und liest sich richtig gut.

Fazit

Es gibt durchaus einige Momente, die nicht perfekt sind, auch wenn es für mich eben das richtige Buch zur richtigen Zeit war.

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

berlin, studium, generation y, selbstverwirklichung, lukas

Serienunikat

Chantal-Fleur Sandjon
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei script5, 10.03.2014
ISBN 9783839001684
Genre: Romane

Rezension:

Zuerst muss ich sagen, dass hier das Äußere wirklich gelungen ist. Das fängt mit dem Titel an, der einfach nur super gewählt ist, und setzt sich aber auch im Cover fort. Selbst mir als Cover-Nichtbeachterin (wobei sich das mit dem Bloggen immer mehr findet) ist das Cover sofort aufgefallen und es hebt sich aus den Massen von Mädchen als Coverfiguren doch ab.
Auch die Sprache ist wirklich wundervoll, in einigen Sätzen kann man sich ziemlich verlieren. Chantal-Fleur Sandjon hat einen wunderbaren Stil, der sich einfach nur traumhaft liest.

Beim Inhalt bin ich zwiegespalten: Zum Einen ist es nicht unbedingt das außergewöhnlichste Thema, denn hier zieht mal wieder ein Mädel vom Lande in die Stadt auf der Suche nach sich selbst, zum Anderen kann ich das aktuell sogar ganz gut nachempfinden und ich denke, es ist auch ein Thema, das immer aktuell sein wird. Doch dann überwiegt etwas anderes diese beiden Punkte bei weitem: Drogen. Ich steh absolut nicht auf Bücher, in denen jeder Drogen nimmt und alle das total geil finden und sie cool sind. Das ist meine persönliche Ansicht. Hier war so die erste Hälfte des Buches gut, dann kamen die Drogen in Massen. Da ging nichts mehr ohne Drogen und ganz ehrlich, das hat mein Lesevergnügen ziemlich gemindert, es hat keinen Spaß gemacht, zuzusehen, wie Ann-Sophie sich für Drogen wegschmeißt. Es gibt sicher Leute da draußen, die da angesichts meiner Meinung den Kopf schütteln, aber mir gefällt so was nun mal wirklich nicht, man hätte den Verlust ihrer selbst auch anders darstellen können. Gegen Ende gibt sich das zwar wieder, aber was soll ich sagen? Mich hat es gestört. Da konnte auch die traumhafte Sprache nichts daran ändern.

Um mal wieder auf einen etwas positiveren Aspekt zu kommen: Mir, als jemand, der Twitter und Co. selbst gerne benutzt, hat es wirklich gut gefallen, wie diese Social Media an den Anfängen der Kapitel eingebaut wurden. Es wirkt nicht aufgesetzt und passt gut in den Kontext, vor allen Dingen, weil man daran auch Ann-Sophies Entwicklung sieht, ihre Veränderung (im Guten und im Schlechten). Durch diese kleinen Ausschnitte wurde die Gesamtsituation eigentlich auch immer ganz gut eingefangen.

Ann-Sophie habe ich ja schon etwas bemängelt, doch wenn man von diesem Drogenmissbrauch absieht, hat sie mir als Protagonistin an sich gut gefallen: Sie steht zwischen zwei Stühlen, kann sich nicht ganz von der Vergangenheit befreien und macht einige Fehler, bis sie ihre Zukunft und vor allen Dingen den eigenen Weg findet. Titus, ihren Freund, fand ich nicht nur sehr unsympathisch, sondern auch ziemlich überzeichnet. Außerdem habe ich einige von Ann-Sophies Handlungen in Bezug auf ihn nicht ganz verstanden.
Die Leute aus ihrer WG wurden ja aus ihrer Sicht dargestellt, was auch bedeutet, dass dies am Anfang ziemlich oberflächlich war und man erst später die Figuren wirklich kennen gelernt hat. So wie es einfach auch im wahren Leben ist. Eine Sache, die mich übrigens auch verwirrt hat, war die Liebe zu dieser Wohnung, welche die vier angeblich so extrem zusammengeschweißt hat - trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere. Ich bin kein WG-Typ, aber das konnte ich mir einfach nicht vorstellen, wie das funktionieren soll.

Fazit

An und für sich eine Geschichte, die wohl inhaltlich immer richtig liegen wird, doch mir persönlich sagt dieser ganze Drogenhype einfach nicht zu. Trotz der schönen Sprache gebe ich hier nur drei Brillen, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass nicht jeder sich daran so stört wie ich ;)

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

fantasy, marita sydow hamann, abenteuer, die erben der alten zeit, jugendroman

Der Thul

Marita Sydow Hamann
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei SANTICUM MEDIEN, 24.02.2014
ISBN 9783950365894
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein erster Gedanke nach dem Ende des Buches war: 'Wie jetzt? Schon vorbei?' Dabei hat man mit den bisher erschienenen Bänden der Reihe Die Erben der alten Zeit durchaus keine kleinen Büchlein in der Hand, sondern doch schöne Schwergewichte und dennoch war ich so fasziniert von der Geschichte, dass ich einfach am liebsten weitergelesen hätte. Und so ging es mir eigentlich auch schon nach Das Amulett.

Ich muss sagen, dass diese Welt, die die Autorin hier entwickelt, einfach fesselt. Ganz besonders sagt mir hier einfach der Aufbau auf den schwedischen/nordischen Mythen (und den griechischen Anspielungen dazwischen) zu. Da ich selbst ein großes Faible für Mythen jeder Art hege, ist das natürlich ein wirklich willkommenes Thema. Wenn dann noch die vielen fantastischen Wesen kommen, welche von Marita Sydow Hamann selbst entwickelt werden... einfach fantastisch. Es macht Spaß, diese Wesen kennen zu lernen und immer tiefer in die Welt dort einzutauchen (auch wenn ich noch mit den Namen der Welten durcheinander komme, diese kann ich mir einfach nicht merken!).

Die Charaktere sind alle authentisch, auch wenn mir Biarn allmählich etwas zu perfekt wird. Ich wünschte, er hätte auch eine Schwäche oder einen komischen Charakterzug, der ihn nahbarer macht. Er ist aber auch der Einzige, den ich als Leserin als distanziert empfand. Die anderen Figuren sind mir ans Herz gewachsen, allen voran einer, der sehr selten vorkommt, nämlich Jonas, der ja noch auf unserer Erde hier verweilt. Ich bin gespannt, wie sein Erzählstrang im dritten Band wieder aufgenommen wird.
Doch auch Charlie, Kunar und die anderen sind Charaktere, die einem einfach... ja, wie soll ich das bezeichnen? Charaktere, die einem nahe sind. Wenn man das Gefühl hat, vollkommen in eine Welt abzutauchen und mit Freunden Abenteuer zu erleben. Wenn man das Gefühl hat, alten und guten Bekannten wieder zu begegnen. Wenn man das Gefühl hat, Leute nach einer Weile zu treffen und sich sofort wieder zu verstehen.

So langsam entwirrt sich die Geschichte etwas und auch der Teil um Sora wird endlich klarer und verständlicher, auch wenn dennoch viele Fragen bleiben, die neugierig auf den nächsten Teil machen (ja, mich macht hier viel neugierig auf Fortsetzung und Ende von Die Erben der alten Zeit).
Der klare Schreibstil gefällt mir immer noch richtig gut, auch wenn es hier doch etwas gab, was mich einfach unglaublich irritiert hat und ich noch nicht weiß, ob das Absicht oder schlicht und einfach falsch eingeprägt ist: Biarn wird stets als Emphat bezeichnet, obwohl sich das eigentlich als Empath schreibt. Auf alle Fälle hat mich das jedes Mal aufs Neue irritiert, so sehr, dass ich sogar nachgeschlagen habe, ob ich mich irre. Dennoch, mal abgesehen von diesem persönlichen Irritationsgrund, lese ich diese Bücher auch rein vom Schreibstil her gerne.

Fazit

Einzig Biarn ist jetzt für mich noch ein kleines Manko, da er mir einfach zu perfekt und unnahbar ist, während ich die anderen Charaktere in diesem Band als alte Bekannte empfunden habe. Die Spannung steigert sich immer weiter und ich kann den nächsten und leider letzten Band kaum noch abwarten. Dazu noch die Mythen als Grundlage in Kombination mit den besonderen fantastischen Wesen... empfehlenswert!

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66 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

australien, sekte, sekten, strickguerilla, byron bay

Frauen am Rande des Strandes

Maggie Groff , Petra Knese
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2014
ISBN 9783462046373
Genre: Romane

Rezension:

Wo soll ich denn jetzt anfangen? Mein Gedanken zu Frauen am Rande des Strandes sind ziemlich verworren, denn auch das Buch an sich ist ein verflochtener Krimi, der immer mehr Details und Erzählstränge bekommt. Aber Kurzfazit vorweg: Ich mochte dieses Buch - das war so ziemlich mein erster Gedanke nach dem Lesen.

In dem Buch herrscht, obwohl es ja doch ein Krimi ist, eine locker-leichte Atmosphäre. Dabei ist auch das Thema Sekten (gerade so, wie sie hier dargestellt wurden) eben nicht immer ein leichtes Thema. Man hatte tatsächlich dieses Australien-Feeling, es war entspannt, es war locker und Scout hat ziemlich relaxt den Fall gelöst. Das hebt sich doch mal positiv ab von den düsteren Szenarien mit drogensüchtigen Ermittlern oder ähnlichem.
Ich muss sagen, dass das Thema natürlich nicht das Neueste ist: Sekten, Enthüllungsjournalismus? Gab es alles schon einmal, doch für mich ist es der perfekte Einstieg, um Scout als Ermittlerin und ihre Umgebung kennen zu lernen. Es ist nicht das neuste Konzept, aber die Figuren, die Nebenhandlungen und, da kann ich mich nur wiederholen, die Atmosphäre heben das Buch dann doch wieder von der Masse ab.
Die Nebenhandlungen und -ermittlungen. Jemand, der klare Strukturen lieber mag, ist hiermit nicht gut beraten: Es fängt alles einfach an und dann kommen plötzlich immer mehr kleine Details dazu. Ein scheinbar einfacher Erzählstrang entfaltet sich und kann ziemlich kompliziert enden. Doch für mich hat Maggie Groff mit diesen verschiedenen Bällen einfach hervorragend jongliert. Es lief alles passend ineinander und war immer logisch nachzuvollziehen. Außerdem war ich dadurch einfach immer neugierig und habe die Seiten des Buch verschlungen.

Scout ist ein interessanter Charakter, der scheinbar gerne schwimmen geht. Natürlich hat sie auch andere Vorlieben, aber angesichts des Schauplatzes Australien ist mir diese besonders im Gedächtnis geblieben (immerhin habe ich das Buch auch zu einer kalten, regnerischen Bah-Zeit gelesen - da hat es Lust auf Sommer, Sonne, Sonnenschein gemacht). Negativ fand ich eher ihr Diabetes. Nicht die Krankheit an sich, aber anfangs wurde es einfach zu sehr zur Schau gestellt, so dass ich zu hundert Prozent sicher war, dass noch irgendetwas Schlechtes und Schlimmes und Dramatisches damit passiert. Das hätte durchaus etwas besser eingebaut werden können, so hatte es etwas von der Holzhammertaktik.
Manchmal hatte ich das Gefühl, Scout hat ein Talent, in Wespennester zu stechen, denn ihre beiden Fällen entpuppen sich doch als größer als gedacht.
Auch die anderen Charaktere hat man schon ziemlich gut kennen gelernt und hat jetzt einen Einblick, wobei alle noch vielversprechend sind und ich mich schon auf weitere Bände freue! Ob nun die Strick-Guerilla, die bezaubernde Katze, die Neffen und Töchter oder Scouts Schwester, der Freund, der Polizist... da ist noch so viel offen und ich glaube, Scouts Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt.

Fazit

Nicht unbedingt das neueste Thema, doch die Atmosphäre der Geschichte bringt doch etwas frischen Wind hinein. Scout ist eine interessante Figur und ich freue mich auch schon darauf, noch mehr Fälle mit ihr zu lösen - Frauen am Rande des Strandes macht Lust auf mehr von Scout Davis.

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167 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

internet, selbstmord, sterbehilfe, jugendbuch, suizid

Ich bin Tess

Lottie Moggach , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei script5, 17.02.2014
ISBN 9783839001585
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich bin Tess ist ein Buch, bei dem ich einfach unsicher bin, was ich davon halten soll. Es ist ein Buch, das mich etwas ratlos zurück lässt und ich kann euch nicht mal wirklich sagen, warum.
Diese Grundidee, dass Menschen durch das Internet weiterleben, finde ich persönlich faszinierend und beängstigend zugleich. Dadurch, dass Lottie Moggach dies in ihrem Buch als geradezu einfach und sehr leicht darstellt, finde ich den Gedanken noch etwas beklemmender als eh schon. In was für einer Welt leben wir denn heute, in der man tatsächlich eigentlich tot und verschwunden sein kann, im Internet jedoch weiter lebt?

Tess ist ein sehr realistischer Charakter, sie hat sehr viele Ecken und Kanten und ich gehe nicht mit jeder ihrer Handlungen konform, manchmal kam auch Unverständnis auf, und dennoch kommt man ihr sehr nahe. Sie zu erleben ist einfach ziemlich intensiv dargestellt, weil man sie eben durch Leilas Fragen auf eine andere Weise kennen lernt.
Leila... sie ist ein Charakter, den ich nicht immer ganz verstehen kann, sie ist einer der seltsamsten Charaktere, denen ich bisher begegnet bin: naiv, pragmatisch, nicht unbedingt gefühlsbetont oder empathisch. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ihre Fähigkeit zu Empfinden praktisch gar nicht vorhanden ist. Auch das Problem Tess geht sie sehr pragmatisch an. Durch sie als recht emotionslosen Charakter in Hinblick auf Tess lernt man diese eben auf eine sehr rationale Art und Weise kennen. Im Ernst: Leila analysiert Tess ohne dabei zu werten, wenn man von einer Sache absieht... Doch dann ist da auch noch die philosophische Seite: Leila ist viel in Foren unterwegs und hat ziemlich tiefgründiges philosophisches Wissen, das sie auch gezielt in Diskussionen einbringen kann. Es ist dieser Gegensatz aus philosophisch tiefgründig und fehlender Empathie, der mich bei ihr einfach verwirrt.

Der Stil ist Leila angepasst und betont ihren Charakter noch einmal, denn er ist schlicht, ich fand ihn stellenweise fast schon karg. Das Hauptaugenmerk liegt für mich hier auf der sachlichen Analyse Tess', so wie es für Leila sich eben auch darstellt. Bei ihr konzentriert sich alles auf Tess, warum dann nicht auch beim Stil?

Wenn man darüber nachdenkt, ist das schon nicht leicht, dieser Gedanke, wie man Internet nutzen kann. Da überdenkt man sein Verhalten doch noch ein bisschen (und ich hatte tatsächlich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, wenn ich so über mein Online-Verhalten nachdenke).

Übrigens finde ich den deutschen Titel deutlich schöner als den des Originals. Griffiger, stimmiger und passt einfach perfekt zum Buch. Für mich die optimale Titelwahl!

Fazit

Ich bin Tess ist ein Buch, das mich hauptsächlich durch diesen Grundgedanken überzeugt hat. Leila als Protagonistin hat mich manchmal wirklich verwirrt, denn da ich ein gefühlsduseliger Mensch bin, konnte ich mich - welch Ironie - nicht immer in ihrer Verhalten einfühlen und eindenken. Dennoch ein faszinierendes Buch.

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1.540 Bibliotheken, 15 Leser, 7 Gruppen, 134 Rezensionen

wölfe, liebe, grace, fantasy, sam

In deinen Augen

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 15.08.2012
ISBN 9783839001264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der zweite Band hatte mir ja nicht so gefallen, doch In deinen Augen finde ich wieder besser, wenn es mich auch nicht ganz von sich überzeugen konnte.

Und es bleibt auch dabei, ich mag die Kombination Isabel/Cole einfach lieber als Grace und Sam. Ich empfinde das einfach als natürlicher, amüsanter, ansprechender, während mir Grace und Sam manchmal einfach zu perfekt in ihrem Miteinander wirken. Die Beziehung ist mir zu glatt.

Vorweg: Die Identität des toten Mädchens ist mir von vornherein klar, auch wenn sie erst relativ spät gelüftet wird. Geheimnisvoll fand ich diesen Erzählstrang dementsprechend nicht. Dennoch hat mir hier der allgemeine Grundkonflikt wieder besser gefallen. Denn durch das tote Mädchen gerät Sam ins Visier der Polizei und somit ist die Aktion 'Wölfe umsiedeln' in Gefahr.
Dazu kommt noch die Unterstützung einer weiteren, bisher unbeteiligten Person. Diese hat mir an sich gut gefallen, wirkte jedoch wie der Notnagel, weil Isabel, Cole, Grace und Sam selbst die Lösung nicht gefunden hätten. Dafür mag ich diese fünfte Person wirklich sehr und habe mich über die Szenen mit ihr gefreut.
Auch ein Pluspunkt ist der Auftakt des Buches: Keiner der vier macht hier den Anfang, sondern Shelby. Das ist mal eine andere Sicht, die ich interessant fand.
Am Ende hingegen habe ich tatsächlich wieder zu meckern: Mir bleiben da einfach zu viele Fragen und Konflikte offen und dabei meine ich nicht mal unbedingt Coles Heilmittel. Das ist ein guter Teil des offenen Endes, denn so kann jeder Leser sich seine eigene kleine Welt vorstellen. Mir geht es eher um handfeste Dinge, wie zum Beispiel Sam und die Polizei, Grace und ihre Eltern nach der Umsiedlung, Sam und sein Job, Sam und der Bruder des toten Mädchens. Maggie Stiefvater hat so viele kleine Nebenschauplätze eröffnet, die alle nicht wirklich geschlossen werden, womit eine Menge Dinge offen bleiben!

Fazit

Tatsächlich fand ich diesen dritten Band schon wieder besser und sinnvoller als seinen Vorgänger, doch bleiben mir hier einfach zu viele Fragen ungelöst, dafür dass es der Abschluss der Trilogie ist. Ich muss auch sagen, dass mich die gesamte Mercy-Falls-Reihe emotional einfach nicht so berührt wie andere Bücher. Es ist ein gutes Buch, aber nicht herausragend. Schade...

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137 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

dystopie, gameshow, countdown, liebe, level

Level 6 - Unsterbliche Liebe

Michelle Rowen , Christiane Meyer
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2014
ISBN 9783862788781
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zuerst mal das Cover: Normalerweise ja etwas, das mich nicht so sehr tangiert, aber hier kann ich einfach nur sagen: Ich finde, es passt nicht zum Buch. Ich habe kein Problem mit der Farbe (diese Knallfarbe gefällt mir sogar), aber die beiden Menschlein darauf stören mich, denn auch wenn sie vielleicht Kira und Rogan darstellen sollen, entspricht zumindest Rogan überhaupt nicht meinen Vorstellungen, ganz im Gegenteil. Außerdem passt einfach diese Gesamtwirkung nicht zum Inhalt. Mir hätte es schlichter deutlich besser gefallen, also einfach die beiden Menschlein weggelassen und für mich wäre es ein tolles Cover gewesen.

Den Inhalt fand ich überraschend. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mit einer Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Spieles gerechnet, doch letzten Endes gab es dabei wirklich unglaublich viele überraschende Wendungen und Details, die ich so nicht erwartet hatte. Um es kurz zu fassen: Das Buch hat doch tatsächlich Tiefe. Natürlich, das will ich gar nicht bestreiten, steht hier die Liebesgeschichte zwischen Rogan und Kira immer ein bisschen im Mittelpunkt, auch weil es das Spiel so will. Dennoch kommen die anderen Faktoren absolut nicht zu kurz und sind eigentlich ziemlich gleichauf gestellt: spannende Spielelemente, die bereits erwähnten Überraschungen im Inhalt, eine schön ausgearbeitete Vergangenheit und Welt, ein dazu passender detailreicher Hintergrund (auch des Spieles) und Charaktere, bei denen man nicht weiß, was man denken soll. Und es ist ein Einzelband! Die Geschichte ist abgeschlossen, ein kleines Wunder, oder? ;)

Kira ist ein schönes Mädchen. Und sie weiß ihre Schönheit einzusetzen, was wiederum bedeutet, dass sie eben nicht rum jammert, sie wäre nur durchschnittlich, nein, sie weiß, und das gefällt mir schon mal von vornherein richtig gut. In letzter Zeit bin ich einfach zu vielen Protagonistinnen begegnet, die als Model anfangen könnten, sich selbst aber für ein hässliches Entlein halten. Da ist Kira, die sich ihrer selbst so bewusst ist, mal wieder eine erfrischende Abwechslung. Hinzu kommt, dass sie ganz schön taff ist, immerhin lebt sie auf der Straße und kämpft sich so durch. Warum? Na dieses kleine Detail solltet ihr euch dann schon selbst erlesen! Allerdings, für die, die jetzt denken, sie wäre perfekt: Kira ist alles andere als perfekt. Sie hat auch schwache Seiten, die sich im Laufe des Buches immer wieder deutlich zeigen und ihr auch ab und zu leichte Probleme bereiten. Sie ist einfach eine detailliert ausgearbeitete Protagonistin.
Rogan ist geheimnisvoll für Kira, daher erfährt auch der Leser nur Stück für Stück, wer er ist und was er macht und warum er hier ist und was es mit ihm auf sich hat und... seine Geschichte. Daher möchte ich jetzt auch nicht zuviel vorweg nehmen.

Natürlich ist das hier nur ein Einzelband und auch wenn ich dessen ausgearbeiteten Hintergrund schon gelobt habe, gibt es da auch ein paar schwammige Details: Es mutet schon leicht dystopisch an, wenn man von der Entstehung dieser 'Welt' hört, wenn man ihre Hintergründe liest und von der Kolonie erfährt. Nur leider bleibt das alles recht schlicht gehalten und man erfährt hier nicht so viel. Mich hat es neugierig gemacht, ich hätte gerne mehr über das große Unglück erfahren, doch - wie bereits geschrieben - es ist ein Einzelband und für einen Einzelband reichen diese Hintergründe auch aus. Es hat gepasst und zu viel Information hätte vermutlich die Spannung der eigentlichen Geschichte auch gestört.

Fazit

Fazit: detailreiche Geschichte, überraschende Wendungen, Charaktere mit Tiefe - es ist ein Buch, das sich gut lesen lässt und das mit seinen doch (ich wiederhole mich mal) überraschenden Hintergründen überzeugen kann. Mir gefällts!

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(34)

79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

liebe, verbrennungen, drillinge, fool's gold, susan mallery

Küssen ist die beste Medizin

Susan Mallery , Ivonne Senn
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783862787517
Genre: Liebesromane

Rezension:

Fluffy... ist der wirklich amüsante Auftakt dieses Buch, der mich durchaus zum Schmunzeln gebracht hat, aber im Ernst, wenn die Hundedame Cece aus dem Buch kommen würde, ich würde sie sofort behalten! Diese Hunde, nicht nur die zwei genannten, sind einfach so wundervoll lebendig geschrieben, dass ich manchmal dachte, sie würden jeden Moment aus dem Buch hervorspringen - absolut verliebenswert geschrieben!

Aber natürlich dreht sich die Geschichte nicht um die Hunde, es geht um eine Liebesgeschichte, denn Montana verliebt sich in Simon, als sie ihn dazu bewegen soll, in Fool's Good zu bleiben. Also wird das typische Grundrezept für einen guten Liebesroman, nämlich eine romantische Liebesgeschichte, hier mit einer eher ziemlichen traurigen Realität kombiniert, denn Simon ist Spezialist für Opfer großflächiger Verbrennungen. Diese unschöne Seite ist hervorragend eingebaut, denn für mich wirkt es nicht überdramatisiert, sondern einfach nur als einfühlsam beschriebene Tatsache.
Es ist das, was Susan Mallery ausmacht: Interessante Menschen und Begebenheiten treffen aufeinander, haben meist einen detailliert ausgearbeitet Hintergrund - so auch hier - und verlieben sich ineinander. Dabei sind auch noch menschlich und nahbar. Und, ebenfalls typisch für die Autorin, man lernt schon die Protagonisten der nächsten Liebesgeschichten kennen. Montana hat ja eine große Familie und noch nicht alle sind vergeben. Dazu kommt, dass die Stadt ja auch noch einiges an Singledamen zu bieten hat, dank Frauenüberschuss!

Die beiden Protagonisten entsprechen übrigens dem Konzept Gegensätze ziehen sich an. Montana ist eine offene, auch energiegeladene und gefühlsreiche Frau mit einer glücklichen Familie, während Simon eher als Einzelgänger, emotional nicht ganz auf der Höhe, mit unschöner Vergangenheit dargestellt wird.

Fazit

Natürlich ist das Ende des Romans wenig überraschend, aber wer sich mal wieder auf interessante und sympathische Charaktere einlassen möchte und eine ordentliche Portion Romantik und Liebe braucht, ist bei Susan Mallery auch bei diesem Roman hier absolut nicht fehl am Platz!

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(130)

252 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 66 Rezensionen

katy, thriller, psychothriller, genevieve, liebe

Die Besessene

S.B. Hayes , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 420 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2012
ISBN 9783423760614
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein dramatischer erster Satz, nicht wahr? Schade, dass er nicht halten kann, was er verspricht. Ich muss sagen, nachdem ich das Buch durch hatte, war mein erster und ziemlich bleibender Gedanke: Die Besessene ist schlicht und ergreifend langweilig. Das Buch selbst wird als Psychothriller bezeichnet, aber selbst mein doch sehr zartes und empfindliches Gemüt hatte nicht mehr als ein paar müde Gähner dafür übrig.
Eigentlich dachte ich auf jeder Seite, dass es doch jetzt spannend werden musste! Jetzt, der perfekte Zeitpunkt... dann aber doch jetzt! Aber dieser Klick, dieser Moment kam einfach nicht, obwohl es durchaus genügen Gelegenheiten dafür gab. Somit hatte ich nicht einmal ein bisschen Gänsehaut oder dieses wohlige Schaudern, was ein guter Thriller durchaus erzeugen kann.

Und das liegt vermutlich auch an der Protagonistin, Katy. Zu ihr fand ich eigentlich überhaupt keinen Draht. Sie war hysterisch, kalt und auch ziemlich egoistisch, obwohl sie als aufopfernde Pflegerin ihrer kranken Mutter dargestellt wird.
Ihr Freund Merlin ist eine flache, charakterlose, dafür aber perfekte Puppe, man hätte ihn genauso gut Ken nennen können.
Katys Freundinnen sind einfach nur normale Teenager,, die wenige ausgearbeitet sind und daher auch nicht unbedingt der Punkt, der hier alles rausreißen könnte.
Zu Genevieve möchte ich gar nicht so viel sagen, nicht dass ich noch die 'Spannung' zerstöre, aber auch sie konnte mich nicht überzeugen.
Einzig Katys Mutter und Nachbar Luke haben mir von der Gestaltung her gefallen. Die Krankheit war super dargestellt und zieht sich als toller roter Faden durch das Buch. Luke ist vielleicht zum Teil schon etwas stereotyp, ist damit aber dennoch besser ausgestaltet als andere Charaktere in der Geschichte.

Das Ende... flach, vorhersehbar und nicht überraschend. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Eigentlich versuche ich immer, das Positive abzugewinnen, aber dieses Buch liegt mir einfach gar nicht.

Fazit

Im gesamten Buch schafft es S.B. Hayes einfach nicht, dass ich einen Bezug zur Protagonistin Katy bekomme. Auch deren Gefühle oder gar die Geschichte sind einfach nicht lebendig gestaltet und konnten mich nicht fesseln. Idee gut, Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

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226 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

bunker, entführung, tagebuch, thriller, angst

Bunker Diary

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2014
ISBN 9783423740036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Puh... mitreißend, spannend, bewegend, beklemmend - das sind nur ein paar Worte, die das Buch zumindest teilweise umschreiben können. Bunker Diary hat mich atemlos zurückgelassen und ich hatte ein richtig bedrückendes Gefühl, nachdem ich die Lektüre beendet hatte.

Das Buch beschreibt das Leben der sechs Gefangenen, es beschreibt ihren Umgang mit der Situation, während man die Hintergründe dieser Entführung nicht kennen lernt, genauso wenig wie den Täter. Das ist das wirklich Besondere an dem Buch und ich muss sagen, dass ich mich eigentlich kaum nach dem Tätermotiv oder dem Entführer an sich gefragt habe, weil mich Linus' Tagebucheinträge so fasziniert haben. Ich habe diesen Hintergrund eigentlich gar nicht gebraucht, weil mich das Leben dieser sechs Personen in dem Bunker so gebannt hat. Alles in allem sind für mich auch fesselnd, bannend, faszinierend einfach die passendsten Ausdrücke, um zu beschreiben, was Bunker Diary mit mir angestellt hat. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, weil mich diese psychologische Studie, so würde ich es zumindest nennen, so mitgerissen hat, dass ich einfach wissen musste, wie es nun weiter geht.
Das Ende hat mich etwas fassungslos zurückgelassen, einfach weil es das Ende war. Das Buch ist zu Ende und man, in dem Fall ich, möchte eigentlich weiterlesen, weil man so im Bann dieser Geschichte ist, dass man nicht glauben kann, dass diese nun eben doch zu Ende ist. Ihr versteht, was ich mit diesem verwirrenden Satz ausdrücken will? Doch zugleich, auch wenn man eigentlich mehr will, muss man das alles erstmal sacken lassen. Immerhin habe ich mir auch oft die Frage gestellt, wie ich in so einer Situation reagieren würde und ich muss gestehen, dass die Antwort darauf wohl nicht immer die Positivste wäre.

Linus ist, wie erwähnt, der Erzähler, aus seinem Tagebuch erfahren wir von der Situation. Dadurch lernt man auch die anderen Figuren durch ihn kennen - das ist auch der Grund, warum z.B. Anja und Bird recht farblos bleiben, was aber nun mal gut zu der allgemeinen Situation dort passt. Dafür sind einem die anderen Charaktere näher, auch wenn man vielleicht nicht allzu viel von ihrem Hintergrund erfährt, das Wesen an sich erfasst Linus immer ganz gut. Und wer würde schon fröhlich über seine Vergangenheit plaudern, wenn er um seine Zukunft kämpfen muss?

Ein interessantes Detail für mich ist die Zeitgebung: Linus schreibt immer ein Datum über seine Einträge, doch man erfährt im Laufe der Geschichte, dass diese wohl nicht korrekt ist - warum? Das verrate ich natürlich nicht! Dadurch wird man als Leser aber in gewisser Weise genauso hilflos wie Linus und seine Mitgefangenen, denn man weiß einfach nicht, über welchen Zeitraum sich das abspielt, welches Datum wirklich ist usw. Das war etwas, das mich noch mehr fasziniert hat!

Fazit

Bunker Diary ist ein faszinierendes fesselndes Buch, ein Thriller, der hier mal vollkommen auf die andere Seite eingeht und weder Ermittlungen noch Tätermotiv preisgibt. Mich hat dieses Buch einfach nur atemlos zurückgelassen, denn es ist auch eine Geschichte, über die man einfach noch lange nachdenken kann, weil sie einen einfach so mitnimmt.

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162 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 14 Rezensionen

island, krimi, selbstmord, kälteschlaf, mord

Kälteschlaf

Arnaldur Indriðason , Coletta Bürling
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.02.2011
ISBN 9783404165469
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Kälteschlaf habe ich hier einen Krimi vorliegen, von dem ich jetzt nicht behaupten würde, dass er Krimi des Jahres wird, mich aber dennoch gepackt hat und den ich guten Gewissens weiter empfehlen würde. Es ist auch ein Buch, das ich recht schnell durchgelesen hatte.

Mit den Namen hatte ich erstmal meine Schwierigkeiten (und ich bitte um Entschuldigung, weil es nicht die ganz korrekte Schreibweise ist), aber das ist bei vielen Büchern so, die in Ländern spielen, die ich zum ersten Mal 'belese'. Auch das Duzen war nur für einen kurzen Augenblick ungewohnt, aber da das etwas ist, was ich eh mag, hatte ich mich auch im Nu daran gewöhnt. Außerdem gehört es einfach zu Island, von dem her... Die Mentalität fand ich in diesem Buch perfekt rüber gebracht.

Der Ermittler Erlendur war mir von Beginn an sympathisch, wie er auf seine ruhige Art und Weise ermittelt, sich in den Fall verbeißt, ohne dabei aufzugeben. Dabei scheint das hier ja kein Fall zu sein, sondern nur ein Selbstmord und so möchte er eigentlich erstmal nur die Verstorbene kennen lernen. Doch zugleich kommen zwei Vermisstenfälle aus der Vergangenheit wieder ans Licht und Erlendur möchte sie endlich lösen, weil sie ihm doch am Herzen liegen. Es hat mir gut gefallen, dass ihm die Vermisstenfälle nach der langen Zeit noch nicht loslassen, dass er in Hinsicht auf den Selbstmord auf eigene Faust ermittelt und es nicht einfach ruhen lässt. Und insbesondere die Tatsache, dass er die Motive der Selbstmörderin verstehen will... das sind Punkte, die für mich einen interessanten Ermittler ausmachen. Vor allen Dingen ist das Buch nicht grausam oder blutig, sondern die Ermittlungen und auch die Opfer stehen im Vordergrund.
Wie viele andere Polizisten hat auch Erlendur eine zerrüttete Familie, aber auch das ist nur ein Beiwerk, eine Tatsache, ein bisschen Hintergrund. Es wird nicht zu sehr in den Mittelpunkt getrennt, es ist einfach nur so. Es gehört zu Erlendur wie eben auch die Tatsache, dass er eine Lösung für die Fälle finden will.

Da er in diesem Band auf eigene Faust ermittelt, bleiben seine Kollegen etwas im Hintergrund und sind nicht so detailliert dargestellt. Doch bei seinen Kindern und den Angehörigen der Opfer merkt man, dass die Figuren an sich gut ausgearbeitet sind, also vermutlich auch die Kollegen, die nur schlicht und einfach keine großen Auftritte haben.

Fazit

Kälteschlaf ist kein rasanter, atemloser Krimi, besticht dafür aber durch genaue Ermittlungsarbeit und einem durchdachten Hintergrund, was ich persönlich viel spannender finde als Blut und Leichenhaufen.

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(83)

180 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

sylt, gabriella engelmann, inselsommer, freundschaft, liebe

Inselsommer

Gabriella Engelmann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2013
ISBN 9783426511459
Genre: Romane

Rezension:

Was dieses Buch nicht alles auslöst: vom Verlangen nach einer gemütlichen Buchhandlung über Sehnsucht nach dort oben bis hin zu Hunger. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so appetitanregend war! Bei diesen ganzen Leckereien lief mir gefühlt mehr als die Hälfte der Geschichte das Wasser im Mund zusammen. Mein Rat ist dementsprechend: Lest das Buch nicht mit leerem Magen, das würdet ihr bereuen!

Das erste Kapitel und ich waren nicht so ganz konform, da hatte ich noch etwas Schwierigkeiten, es war somit eigentlich kein vielversprechender Start, doch danach hat Paulas Geschichte mit komplett gepackt und nach Sylt mitgenommen. So sehr, dass ich jetzt auch den Vorgänger Inselzauber unbedingt lesen muss!

Von der Insel war ich richtig verzaubert, doch auch die Menschen, denen Paula begegnet, haben mich berührt. Das fängt beispielsweise mit Adalbert an, dieser Mann ist ein absolut liebenswerter Original. Doch es sind wirklich fast alle (Ausnahmen sind gewollt) sympathisch und herzlich geschrieben. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, ohne dabei klischeebehaftet zu wirken.

Gabriella Engelmann hat es geschafft, dass ich als Leserin richtig in die Geschichte eintauchen konnte und somit das Gefühl hatte, dabei zu sein und z.B. das tolle Büchercafé zu besuchen.

Nicht nur das, durch Inselsommer habe ich mich etwas in das Sylt der Autorin verliebt... wobei... vor allen Dingen in die vielen Leckereien, die dort angeboten werden. Ich kann mich nur wiederholen, da bekommt man einfach Appetit!
Aber ich muss auch sagen, dass Sylt nicht als reine Idylle dargestellt wird, es werden auch die gängigen Probleme, wie z.B. der Wohnungsmangel, passend eingebaut, so dass es auch die Geschichte an sich nicht gestört, sondern nur um einen Fakt erweitert hatte. Einer der Charaktere, die dafür verwendet wurden, ist mir ja besonders ans Herz gewachsen, der gute Olli!

Paulas Konflikt ist verständlich, er ist nachvollziehbar und vor allen Dingen ist er nicht überzogen oder übertrieben worden. Sie ist einfach nicht glücklich und braucht eine Auszeit, die sie auf Sylt nimmt. Ich empfand Paula keine Sekunde lang als jammernd oder nervig, denn es ist eine Situation, wie sie eigentlich jeder Frau passieren kann, und sie bleibt, trotz kleinen schlechteren Momenten, eigentlich vernünftig und baut sich etwas Neues auf, sie kämpft sich durch und das macht sie so sympathisch.

Fazit

Es passt. Es passt einfach alles für mich. Geschichte, Ort, Charaktere... das Essen... Eine rundum runde Geschichte, die ich sicher immer wieder gerne lesen werde!

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696 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 133 Rezensionen

dystopie, auslese, liebe, überleben, jugendbuch

Die Auslese - Nur die Besten überleben

Joelle Charbonneau , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.08.2013
ISBN 9783764531171
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich erzähl euch jetzt sicher nichts Neues, aber Die Auslese wirkt einfach wie eine Mischung aus den Tributen von Panem und Die Bestimmung. Auch wenn ich das Buch vielleicht nicht unbedingt direkt nach den Panem-Büchern hätte lesen sollen, hat es mir dennoch eigentlich ganz gut gefallen. Natürlich hat es mich nicht so umgehauen wie Katniss und Peeta, aber es ist dennoch ein gutes Buch. Ich persönlich fand es, trotz der frapierenden Ähnlichkeiten, übrigens auch etwas besser als den ersten Band von Veronica Roth.

Die Liebesbeziehung von Cia war mir allerdings zu seicht. Genauso wie ich sie nicht sehr emotional fand. Oder ging das nur mir so? Ich finde nämlich, ihre Empfindungen kommen nicht so gut rüber, wie sie könnten. Cia ist geschockt nach dem Tod der Kandidatin, da kommt jedoch fast nichts rüber, bei einem weiteren toten Kandidaten war da zumindest etwas mehr.
Aber eigentlich wollte ich ja über die Liebesbeziehung sprechen: Diese war für mich unnötiges Beiwerk, nicht ausgereift und einfach nicht glaubwürdig. 'Hui, wir sind beide in der Auslese, lass uns ein Paar werden!' - Das war ungefähr das, was ich angesichts der ganzen Sache gedacht habe ;)

Der Hintergrund ist noch ziemlich... bedeckt, würde ich sagen. Es ist noch viel offen, man weiß einfach noch wenig, daher glaube ich da definitiv an Steigerungspotential. Dieser erste Band dreht sich wirklich nur um die Auslese, um den Weg zu den Psychologen und das ist eigentlich ganz passend, denn als Schüler hat man nun wirklich keinen so guten Einblick in die oberen Regierungsstrukturen. Daher bin ich mir auch noch nicht sicher, was die Psychologen mit dieser Auslese bezwecken wollen. Ich frage mich ganz ehrlich: Was bringt es ihnen, dass die Begabtesten der Begabten sterben wie die Fliegen? Vielleicht eine Frage, die in der Fortsetzung geklärt wird.

Schöne Elemente sind hier in dieser Dystopie das Träumen und vor allen Dingen das Vergessen. Gerade letzteres ist im Epilog noch einmal ziemlich gut hervorgehoben. Das sind auch so Komponenten, die mir immer gut gefallen und mit denen man mich ziemlich leicht neugierig machen kann. Diese zwei Dinge sind auch allgemein hervorragend eingebaut, während es anderes gibt, dass nicht eingearbeitet wirkt (z.B. die Liebesgeschichte, habe ich schon erwähnt, wie seltsam ich diese finde?).

Was mir bei Die Auslese fehlt, ist dieses Mitfiebern, das Aufgeregtsein, das Mitleiden! Leider hat gerade Cia als Protagonistin da leider keine so gute Arbeit geleistet.

Fazit

Ich kann die Kritik, die vom Abkupfern spricht, gut verstehen, es sind schon extrem viele Ähnlichkeiten zu aktuellen Dystopien zu finden. Leider muss man ja sagen, dass das Rad nicht so leicht neu erfunden wird...
Irgendwie fand ich die Geschichte eigentlich ganz interessant, mit Cia, der Protagonistin, konnte ich jedoch nicht so viel anfangen. Ein Buch, bei dem sich bei mir an und für sich ziemlich alles die Waage hält und ich neugierig auf die noch sehr wenigen Hintergründe bin.

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565 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 57 Rezensionen

paris, liebe, new york, san francisco, roman

Nachricht von dir

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 11.06.2013
ISBN 9783492302944
Genre: Romane

Rezension:

Nachricht von dir ist eine dieser Geschichten, von denen man sicher ist, dass man weiß, was passiert, die einen aber doch mit einer überraschenden Wendung kriegen können. In diesem Fall sind das Parallelen zwischen Madeline und Jonathan, die nicht nur den Leser, sondern vor allen Dingen auch sie selbst überraschen. Leider muss ich dazu sagen, dass diese Parallelen manchmal doch sehr konstruiert sind und hier besonders der Schluss negativ auffällt. Der Schluss ist zu gewollt, um überhaupt noch realistisch zu wirken, was schade ist, denn an sich hat mir das Buch gut gefallen.

Das fängt bereits mit den Nachrichten an, nachdem Madeline und Jonathan ihre Handys vertauscht haben - diese sind schön bissig, ironisch und humorvoll. Es sind einfach Nachrichten, die mich zum Lächeln gebracht haben und die richtig Spaß gemacht haben.
Es ist auch gut dargestellt, wie sie langsam das Leben des anderen kennen lernen, wie sie langsam immer mehr von einander erfahren, indem sie einfach in den Handys schnüffeln. Dadurch lernen sie Geheimnisse kennen, die sie so sicher nicht leichtfertig verraten würden. Hier zeigt Guillaume Musso auch, wie sehr das Handy den Menschen offenlegen kann. Der gläserne Mensch mal von der anderen Seite gezeigt, auch wenn man sicher nicht so oft die Handys miteinander vertauscht ;)
Jonathan wirkt richtiggehend besessen von Madeline und stößt deshalb immer tiefer in ihre Vergangenheit hinein. Eigentlich hat das schon Züge von einem Stalker, aber sie ist ja auch nicht ohne. Dadurch wird allerdings noch einmal deutlich, wie sehr diese Figuren im Vordergrund stehen und wie sehr die anderen um sie herum verblassen. Denn, Moment mal, hatte Madeline nicht einen Verlobten? Wie hieß der gleich noch mal? Und Jonathans Sohn und... was war das noch einmal? Richtig, ihr habt es erfasst: Die Nebencharaktere sind einfach nur blasse Konturen, während sich einfach die ganze Welt um unsere beiden Protagonisten und ihre Parallelen drehen.

Auch wenn ich die Parallelen konstruiert finde, kommt dennoch Spannung auf und das Buch liest sich einfach so leicht weg. Man verschlingt es recht schnell, auch wenn es einige Schwächen aufweist.

Fazit

An und für sich ist Nachricht von dir eine tolle Geschichte, die für mich jedoch einige Schwächen hat. Insbesondere die Tatsache, dass die Nebencharaktere recht flach gestaltet sind und die sehr konstruierten Parallelen zwischen den Protagonisten sind hier erwähnenswe

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

Das Ende der Welt

Sara Gran , Eva Bonné
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783426304198
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Okay... das Buch ist... seltsam. Jedenfalls empfinde ich es als seltsam. Ich kann eigentlich gar nicht genau sagen, was ich von diesem Buch halten soll. Wie ja schon aus dem Klappentext hervorgeht, sind viel Drogen im Spiel und ganz ehrlich? Nach dem Lesen dieses Buch fühle ich mich so wirr, wie die zugedröhnte Claire manchmal ist.

Der übermäßige Drogenkonsum ist auch etwas, das mir mit der Zeit schlichtweg auf die Nerven ging: Dauernd schnieft Claire ein bisschen schlechtes Zeug oder kauft sich was neues, das ebenfalls nicht besser ist und/oder gepanscht ist, um dann dieses Zeug zu konsumieren. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass Claire mehr mit Drogen nehmen beschäftigt ist, als mit Ermitteln.
Überhaupt ist das Ermitteln eher Nebensache, Claire nimmt Drogen, Claire denkt an die Vergangenheit und manchmal kommt dann auch noch etwas Ermittlung vor. Tatsächlich.
Ich hatte übrigens auch das Gefühl, dass praktisch jeder aus dieser Stadt und jeder, den Claire kennt, und jeder, der mit dem Fall zu tun hat, aus Musikszene kommt. Erfrischend hätte ich es gefunden, wenn auch mal Menschen, die möglicherweise diese kleinen Bands gerne hören, aber nicht in zig Bands gespielt haben, beteiligt gewesen wären. Das war ein Detail, das mir persönlich irgendwann einfach zu viel war.
Es gab aber auch etwas, das mir gefallen hat: der Fall der Miniaturpferde. Hier kommt der melancholische Grundton, der das Buch durchweg beherrscht, richtig gut zur Geltung. Auch wenn Claire hier eigentlich nicht direkt ermittelt, sondern eher nur vermittelt, haben mir die Beschreibungen dieser Pferde aus ihrer Sicht richtig gut gefallen. Ich konnte sie vor mir sehen und das war der Teil, der mir eigentlich am besten gefallen hat - dabei war das auch der kleinste Teil.
Es gab immer wieder Einschübe aus dem Buch, das Claire zu dem gemacht hat, was sie nun ist - Detektivin (ja, damit meinte ich nicht ihren Drogenkonsum und ihr Junkie-Dasein, obwohl das sicher zusammenhängt). Diese Einschübe haben mir eigentlich ganz gut gefallen, sie haben das Buch etwas aufgelockert.
Obwohl ich viel zu meckern habe, hat mich erstaunlicherweise das Ende neugierig gemacht. Es ist so offen und geheimniskrämerisch, dass man sich schon fragt, was nun passiert. Dennoch glaube ich nicht, dass ich mir eine Fortsetzung kaufen würde.

Fazit

Ich glaube, Das Ende der Welt ist so ein Buch, das man entweder mag oder nicht. Bei mir ist eher zweiteres der Fall. Das liegt auch daran, dass mir eigentlich - hauptsächlich - Claires Drogenkonsum wirklich zu viel wurde und zu ausführlich beschrieben wird. Im Fall der Miniaturpferde kommt das raus, was ich mir eigentlich gewünscht hätte. Schade.

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157 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

unfall, freundschaft, liebe, schönheit, jugendbuch

Sieh mich an

Natasha Friend , Anja Malich
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.02.2014
ISBN 9783551312662
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sieh mich an beschäftigt sich eigentlich mit dem Hang zum Oberflächlichen vieler Mädchen. Es ist eine eindringliche Jugendgeschichte, die aufzeigt, dass eben nicht nur das Äußere zählt, was heute ja leider oft der Fall ist.

Lexi steht im Prinzip vor dem Scherbenhaufen ihres jungen Lebens, so empfindet sie es zumindest: Ihr Gesicht ist zerstört, der Betrug durch ihre beste Freundin und ihrem festen Freund und keiner scheint sie zu verstehen. In dem Buch wird, wenig überraschend, aber dennoch sehr eindringlich und einfühlsam, aufgezeigt, wie sie langsam aus diesem Tal wieder hervorkommt. Doch dabei wird Lexi eben nicht nur positiv dargestellt, denn sie ist nun mal eine egoistische, oberflächliche Zicke, die mit ihrem Leben unzufrieden ist und die auch keinen richtig an sich heran lässt, geschweige denn sich sonderlich für ihre Familie interessiert. Sie ist nicht nur nett, aber dennoch mag man sie und obwohl so eine Verletzung und so eine Erfahrung glücklicherweise nicht für jeden von uns nachvollziehbar ist, hat man Verständnis für Aktionen und Reaktionen.
Allgemein ist nicht nur Lexi ausführlich gestaltet, auch die anderen Charaktere haben Tiefe, beispielsweise Heidi oder auch insbesondere Ruth.

Diese Geschichte hat mich unweigerlich in ihren Bann gezogen. Obwohl ich wirklich nicht mit Lexi mitgelitten habe und manchmal nur den Kopf über sie geschüttelt habe, musste ich wissen, wie es ihr ergeht, wie sie sich rauskämpft, wie sie mit der Situation umgeht. Es macht auch Spaß zu beobachten, wie sie reagiert.

Sieh mich an ist eine dieser Geschichten, bei denen das Ende sicher nicht überraschend ist, man aber einfach sagen kann: Der Weg ist das Ziel. Und genau das ist es hier. Es geht um den Weg, den Lexi meistern muss und den man als Lesern begleitet.

Fazit

Sieh mich an ist ein sehr einfühlsames Buch, das jedoch auch immer wieder klar stellt, dass es eben nicht nur auf diese Oberflächlichkeiten ankommt. Und Lexi ist eine Protagonistin, die vielleicht nicht immer die Netteste ist, deren Handlungen man aber eben nachvollziehen kann und die am Ende zu innerer Stärke findet. Ein eindringliches Buch, das definitiv eine Leseempfehlung ist!

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746 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

amoklauf, schule, mobbing, gewalt, amok

Ich knall euch ab!

Morton Rhue , Werner Schmitz , Dr. Klaus Hurrelmann
Flexibler Einband: 159 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.03.2016
ISBN 9783473581726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich knall euch ab! ist eines dieser Bücher, das mir aufgrund seiner unglaublichen Realitätsnähe wirklich Schauder den Rücken runterlaufen lässt. Punkt. Das ist einfach eine Tatsache. Der Titel sagt eigentlich schon alles, es geht um ein Thema, das schon seit Jahren aktuell ist und wohl leider auch eine Weile aktuell bleiben wird, Amokläufe an Schulen. Morton Rhue hat dies sehr realistisch zusammengefasst, so ist das Buch einfach keine Geschichte 'in einem Stück', sondern sozusagen ein Flickwerk aus vielen kleinen Texten: Aussagen von Verwandten, Mitschülern, Freunden, die aus verschiedenen Zeiten stammen und somit ein Gesamtbild liefert, aber auch E-Mails, Chats und vor allen Dingen der Abschiedsbrief eines Täters. Dadurch wird diese Geschichte noch realistischer und wahrscheinlicher, es wird in sich greifbarer, weil es schlicht und einfach real wirkt. Man hat das Gefühl, dass dies wirklich so geschehen könnte oder möglicherweise geschehen ist, aber definitiv leider immer wieder so ähnlich geschehen wird.

Für mich hat der Autor diese gesamte Grundsituation einfach unglaublich gut eingefangen. Er geht auch auf die Hintergründe ein, jedoch nicht nur auf die der Täter, es wird einfach das Gesamtbild an Schulen beschrieben: die Grüppchenbildung, die beliebten Schüler, das Mobbing von Menschen, die anders sind, Lehrer, die doch auch nicht immer hinschauen oder es eben schlicht und einfach nicht merken. Morton Rhue macht es sich nicht einfach, in dem er nur den Tätern die Schuld gibt (oder diese reine Ego-Shooter-sind-schuld-Nummer beschreibt), hier wird in einem relativ nüchternen Grundton, weil es schlicht und einfach keinen Erzähler, sondern nur Aussagen gibt, beschrieben, wie es dazu kam, was passiert ist usw. Jeder hat Einwirkung auf die Situation, einfach jeder, ob Täter oder späteres Opfer.

Nicht jeder wird dieses Buch gerne lesen, denn durch die vielen kurzen Erzählungen gibt es häufige, manchmal auch abrupte Wechsel und die Geschichte, obwohl man eigentlich weiß, worum es geht, baut sich erst langsam auf. Mich hat diese realistisch wirkende Darstellung angezogen, ob das bei jedem so ist, weiß ich nicht.

Dafür habe ich einen großen Kritik-Punkt: die Übertragung in das E-Book-Format. Ich kann es nicht anders sagen, aber ich fand sie enttäuschend. Mitten in der Zeile finden Trennungen statt (oder sollte ich lieber Trennun- gen schreiben?), das gesamte Format passt einfach nicht. Ich habe mich gefreut, dass ich die Möglichkeit hatte, dieses Buch auf meinem Reader zu lesen, doch finde ich es einfach schade und vor allen Dingen hat es mich auch interessiert, dass die Umsetzung einfach nicht gut gelungen ist.

Fazit

Ein Buch, das Gänsehaut verursachen kann, weil es einfach so nahe an der Realität ist und die andere Seite von Amokläufen erläutert.

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(155)

241 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

amt, liebe, glück, ordnung, roman

Das Glücksbüro

Andreas Izquierdo
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.10.2016
ISBN 9783832162252
Genre: Romane

Rezension:

Das Glücksbüro ist so eine wundervolle Geschichte, dass ich das Gefühl habe, ihr nicht gerecht werden zu können. Schon mit dem ersten Satz hatte ich mich Schreibstil, Buch und Albert verliebt. Es ist wirklich ein eigenartiger kleiner Roman (wie Albert eben auch), der dabei jedoch mein Herz berührt hat - ein wahres Herzensbuch! Und besonders am Schluss sind reichlich Tränen geflossen, weil dieses Buch mich so bewegt hat.

Ich finde den Stil des Buches nicht auf die konventionelle und klassische Art und Weise schön, aber er ist wie Albert, er ist besonders und er berührt einen tief im Inneren. Die Story an sich ist nicht kompliziert, dafür aber tiefsinnig und wunderschön. Sie zeigt viel Menschlichkeit und Wärme.

Und Albert...
Albert ist ein sehr korrekter und sachlicher Charakter, aber dennoch animiert er mit seiner Geschichte zum Träumen.
Albert ist ein grauer Mann, so wird er oft genug beschrieben, aber sein Charakter und seine Darstellung bringen dennoch Farbe in seine Geschichte.
Albert ist kein offener Mensch, hat sich aber dennoch in mein Herz geschlichen.

Es gäbe wirklich noch tausend Dinge zu diesem wunderbaren Buch zu sagen, aber zugleich fällt mir einfach nichts ein. Das Glücksbüro sollte man selbst lesen und auf sich wirken lassen und vielleicht nimmt es euch ja dann so mit, wie es mich mitgenommen hat. Denn für mich ist es eines dieser Bücher, das einen lächeln lässt und dann wieder Rotz und Wasser heulen lässt. Es ist das perfekte Buch, wenn mal nicht alles rund läuft und man eine Aufmunterung oder eben eine kleine Portion Glück braucht.

Fazit

Das Glücksbüro ist ein absolutes Herzensbuch, in das ich mich verliebt habe und das mich jetzt, einige Tage nach dem Lesen, wieder zum Lächeln bringt, obwohl ich schon andere Bücher dazwischen gelesen habe.

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(24)

45 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

gedanken, internet, dystopie, jugendbuch, geheimnisse

Die Schattensurfer

Hubert Wiest
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.10.2013
ISBN 9781493556175
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist einfach eine Tatsache, dass mich Bücher faszinieren, die sich mit dem gläsernen Mensch der Zukunft beschäftigen und Die Schattensurfer ist ein Kinder-/Jugendbuch (genau der Übergang eigentlich), das sich mit eben dieser Thematik auf sehr spannende Art und Weise befasst - also optimal zum Lesen für mich und ich wurde auch nicht davon enttäuscht.

Der Big Brother dieser Welt ist RUHL, eine Organisation, die alle Gedanken der Welt, aller Menschen, die die sogenannte Kristallprüfung abgelegt haben, liest und speichert, natürlich vollkommen anonym. Nicht nur das, RUHL nutzt die leeren Gedanken, um Kraft und Energie daraus zu gewinnen. Klingt unheimlich, oder? Nicht für die Bewohner dieser Welt, denn sie machen das alles freiwillig und haben auch noch große Freude daran! Und wer das nicht so klasse findet und gerne Geheimnisse hätte, ist krank, der leidet dann an der Krankheit Disinformie. Wie ihr seht, ist das ein wirkliches durchdachtes Grundgerüst, das auch sicher bei entsprechender Technik in einer ähnlichen Form auftreten könnte. Beängstigend, oder?
Da kommen einem noch Erinnerungen an gewissen Staaten hoch, die alles kontrollieren und überprüfen und überwachen. Die sogenannten Sipos verstärken diesen Eindruck noch. Zwar hat das Buch auch durch den Schreibstil und die Klassifizierung als Jugendbuch einen eigentlich eher fröhlichen und bunten Oberton, doch schwingt eben diese Kritik immer wieder mit durch. Vielleicht zeigt es auch einigen Jugendlichen, dass das Internet nicht immer nur Gutes will, sondern nie vergisst. Dennoch gefällt mir hier, dass es eben kein belehrender Ton ist, der ermahnt, sondern ein wichtiger Grundgedanke schön verpackt ist.
Ein weiteres Detail von RUHL ist es, dass Petzen belohnt wird. Anders kann man es nicht ausdrücken, auch wenn die Damen und Herren mit Kristallen dies wohl eher als melden bezeichnen würden, ist es nichts anderes als jemanden zu verraten und dies zu petzen. Erinnert doch noch mehr an einen Überwachungsstaat, oder?

Das Buch ist natürlich sehr kinder- und jugendfreundlich geschrieben, immerhin ist das die angestrebte Zielgruppe, dennoch finde ich, dass man auch als Erwachsener gerne mal zugreifen kann, zumindest wenn einem nicht jedes kleinste technische Detail wichtig ist. Manche Dinge und Handlungen sind auch etwas verschönert und erleichtert, doch das tut der Spannung eigentlich keinen Abbruch. Auch sind einige Moment vorhersehbar, aber ich habe das Buch trotzdem verschlungen, weil es sich einfach nur gut liest.

Dazu gibt es dann noch jede Menge tolle Idee und ich bin mir sicher, so ziemlich jeder ist vom Lunapark und seinen Attraktionen verzaubert. Ich würde mir jedenfalls einen Lunapark wünschen. Ein weiterer Teil, der mich fasziniert hat, war das Garmal. Doch nicht nur diese Substanz an sich hat mir gefallen, sondern auch der Hintergrund dazu, die Garmal-Sammler. Eine wirklich wunderbare Idee, die sich sehr von anderen Geschichten der Art unterscheidet!

Auch die Charaktere fand ich sehr lebhaft und bildhaft beschrieben. Insbesondere Kalawesi und Rüdiger hat man da natürlich direkt vor Augen! Doch auch die restlichen Figuren sind allesamt schön ausgestaltet und es bleibt eigentlich keine davon blass, jede hat ihren eigenen großen Auftritt, egal ob positiv oder negativ, und einen Hintergrund. Positiv aufgefallen sind mir auch die Namen, die sind wirklich sehr schön. Außergewöhnlich, aber irgendwie passend. Ich muss sagen, dass mir gerade Luan als Name eigentlich schon länger gefiel und ich daher das natürlich noch lieber gelesen habe ;) Aber auch Sansibar ist ein außergewöhnlicher und toller Name.

Fazit

Die Schattensurfer ist ein wirklich tolles Buch, das sich mit einem Überwachungsstaat und dem gläsernen Menschen beschäftigt. Diese Thematik ist in eine schöne Jugendgeschichte eingebaut, die sich leicht lesen lässt und die man auch gerne liest. Wer den gläsernen Menschen und den Big Brother faszinierend findet, sollte hier auf alle Fälle zugreifen.

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(80)

102 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

panem, dystopie, hungerspiele, peeta, rebellion

Die Tribute von Panem. Flammender Zorn

Suzanne Collins , Frank Gustavus , Maria Koschny
Audio CD: 6 Seiten
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 28.02.2011
ISBN 9783837305609
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das ist eine der Buchreihen, bei denen ich traurig bin, wenn sie endet, weil die Charaktere durch die drei Bücher so vertraut geworden sind und einfach ein seltsames Gefühl bleibt, wenn man das Ende gelesen hat.

Der dritte und letzte Band war wirklich sehr packend und vor allen Dingen fand ich ihn auch sehr emotional. Wie schon bei den Vorgängern war ich einfach gleich wieder richtig in der Geschichte drin und musste einfach mitfiebern und mitleiden, es ging einfach nicht anders. Natürlich unterscheidet sich dieser Band von den anderen, aber mir hat gut gefallen, dass Suzanne Collins auch hier wieder das Arena-Prinzip aufgenommen hat. So spannt sich der rote Faden über alle drei Bücher hinweg.

Und natürlich ist auch Katniss der wohl wichtigste rote Faden des Buches, immerhin erzählt sie die Geschichte. Für mich blieb sie als Charakter sich bis zum Schluss selbst treu und geht ihren eigenen Weg, auch wenn es manchmal vielleicht einen anderen Anschein hat. Am Ende hat sie einen Auftritt, der mich beeindruckt hat, aber eben auch genau das bestätigt, was ich von ihr denke. Auf diese Entscheidung in dem Moment hatte ich sogar gehofft, umso genialer fand ich es, dass dies wirklich passiert ist.
Der Charakter, der mir hier noch am meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist wohl Gale, denn einige seiner Entscheidungen haben mich schon schlucken lassen, auch wenn es logische und eigentlich verständliche Entscheidungen seinerseits waren. Dennoch fand ich seine Entwicklung hier einfach nicht so toll, wobei ja auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen sein sollte, von daher hat es gut reingepasst.
Zu Peeta will ich nicht viel schreiben, doch natürlich war auch seine Darstellung besonders in diesem Band sehr... eindrucksvoll.
Und dann ist da noch Cinna: Ein Charakter, der mir irgendwie sehr fehlt und dennoch ist er da, wenn auch nur noch in Kleidern und Entwürfen. Lebendig wäre er mir zwar lieber gewesen, aber dass er nicht einfach vergessen wird, hat es zumindest etwas wett gemacht.
Ich könnte noch Ewigkeiten von anderen Charakteren schwärmen, denn jeder hat etwas, das mir im Gedächtnis geblieben ist, das mir gefallen hat oder eben auch nicht, aber das würde dann doch zu lange werden ;)

Das Ende. Abgesehen davon, dass ich, wie bereits geschrieben, die Charaktere tatsächlich irgendwie vermissen werde, war ich sehr glücklich damit. Die Schlussszenen wirken stellenweise etwas gehetzt, doch das betont die Situation und Katniss' Gefühle, Gedanken und Sorgen nur noch mehr. Aber der endgültige Schluss war nicht das totale Happyend, sondern ein ruhigerer, leiserer Schluss, der mir mehr als gut gefallen hat, denn seien wir mal ehrlich: Eine überglückliche Katniss, die das Leben voller Freude sieht und einfach nur honigkuchenpferdglücklich ist? Das passt nicht!

Fazit

Was soll ich sagen? Es macht mich traurig, dass die Reihe vorbei ist, aber dieser letzte Band hat mir wirklich gut gefallen, für mich der mehr als gelungene Abschluss der Trilogie, einfach perfekt!

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(3.155)

4.531 Bibliotheken, 37 Leser, 15 Gruppen, 97 Rezensionen

liebe, dystopie, panem, jugendbuch, suzanne collins

Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe

Suzanne Collins , Hanna Hörl , Silke Hachmeister , Peter Klöss
Buch: 432 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2014
ISBN 9783841501356
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Puh, ich bin immer noch ziemlich von der Reihe geflasht und musste den zweiten Band wirklich sofort lesen! Ich muss sagen, dass ich ein paar Seiten gebraucht habe, um wieder so richtig rein zu kommen, doch dann hatte mich das Panem-Fieber wieder einmal so richtig gepackt. Seite um Seite habe ich verschlungen und konnte dann das Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand geben, bis ich wirklich am Ende angelangt war. Und dieses Ende ist wirklich total... mies, denn jetzt muss ich auch den dritten Band gleich noch oben drauf setzen.

Man wird praktisch direkt in die Handlung geschmissen und hat erstmal mit Katniss' Problemen zu tun, vielen kleinen Details, die sie nicht versteht, ich als Leserin jedoch einfach nur mit einem "Man, Mädel!" bezeichnen konnte. Gegen Ende fügt sich auch für sie alles zusammen, doch das hat es für mich auch noch spannender gemacht, denn ich fragte mich immer wieder, wann Katniss endlich kapiert, was um sie vorgeht. In der Hinsicht ist sie mehr als nur naiv und unschuldig.
Interessant war auch die Problematik mit Peeta. Immerhin denkt die Öffentlichkeit, dass sie ein verliebtes Paar wären, während eigentlich Eiszeit herrscht. Und doch finde ich diesen Konflikt ziemlich realistisch und natürlich dargestellt. Dann gibt es auch immer neue Probleme, u.a. mit Gale, aber auch der Distrikt an sich wird mit hinein gezogen. Alles in allem wird es wieder mehr als nur spannend, auch weil das Jubel-Jubiläum ansteht und für Katniss ein wahrer Alptraum beginnt! Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und gehofft und dann kam das Ende!

Ich habe von einigen gehört, dass sie diesen zweiten Band besser als den ersten Band fanden, sozusagen das Highlight der Reihe. Mir persönlich gefallen beide Bücher einfach gleich gut. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich einem totalen Panem-Flash erlegen bin und es einfach kaum erwarten kann, das Ende der Geschichte zu erlesen.

Fazit

Was soll ich sagen? Die Reihe begeistert mich, so auch der zweite Band, obwohl ich am Anfang nicht so schnell rein gekommen bin wie in den ersten Band. Ich war gefesselt, wurde in die Geschichte reingezogen und habe einfach nur mit Katniss mitgelitten.

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